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Golf Von Tonkin

Golf von Tonkin

Der Golf von Tonkin (auch Tonking oder seltener Tongking) ist ein Ausläufer des Südchinesischen Meeres. Der Name ist abgeleitet von der vietnamesischen Landschaft Tonkin. Die Insel Hainan und die Halbinsel Leizhou (gehört zu Guangdong) trennen den Golf nach Osten vom Meer ab, nach Norden wird er von der Provinz Guangxi begrenzt (alle zur Volksrepublik China gehörig), westlich liegt Vietnam. Nach Süden öffnet er sich zum Südchinesischen Meer. Zwischen Leizhou und Hainan liegt die Straße von Qiongzhou. Der Golf ist etwa 90.000 km² groß. Das Wasser ist relativ flach, die größte Tiefe liegt bei 68 m. Der Rote Fluss mündet in den Golf. Haiphong in Vietnam, Beihai (Peihai) auf dem chinesischen Festland und Haikou auf Hainan (an der Straße von Qiongzhou) sind die wichtigsten Häfen. Historisch bedeutend ist der Tonkin-Zwischenfall, durch den die USA offiziell in den Vietnamkrieg verwickelt wurden. Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Golfs stellt die Halong-Bucht dar. Kategorie:Meer ja:トンキン湾 th:อ่าวตังเกี๋ย

Südchinesisches Meer

Das Südchinesische Meer ist ein Teil des Chinesischen Meeres und Randmeer des Pazifischen Ozeans in Asien, zu dem der Golf von Thailand und der Golf von Tonkin gehören. Es liegt zwischen China, der Indochinesischen- und der Malaiischen Halbinsel sowie den Inseln Formosa (heute Taiwan), Luzon, Palawan und Borneo. Anrainerstaaten sind China, Taiwan, die Philippinen, Malaysia, Brunei, Indonesien, Singapur, Thailand, Kambodscha und Vietnam. Weitere Inseln sind u. a. Hainan, die Natuna-Inseln, die Anambas-Inseln, die Spratly-Inseln und die Paracel-Inseln. Um letztere beiden Inselgruppen bestehen Gebietsstreitigkeiten zwischen verschiedenen Anrainerstaaten.
- Fläche: 2.975.000 km²
- Größte Tiefe: 5016 m Kategorie:Meer Kategorie:Südostasien Kategorie:Asien Kategorie:Geographie (China) ja:南シナ海 ko:남중국해 ms:Laut China Selatan th:ทะเลจีนใต้

Tonkin

Als Tonkin, auch Tongking, vietnamesisch Bắc Bộ (Nordgrenze), wird der nördlichste Teil von Vietnam bezeichnet. Tonkin grenzt im Norden an die chinesische Provinz Guangxi, im Westen an Laos, im Süden an Annam, den zentralen Teil Vietnams, und im Osten an den Golf von Tonkin, der Teil des Südchinesischen Meeres ist. Im wesentlichen wird Tonkin vom Unterlauf und Delta des Roten Flusses gebildet. Die fruchtbare Ebene dient vornehmlich dem Reisanbau. Die Region ist reich an Bodenschätzen wie z.B. Kohle und Erz. Bedeutende Städte in Tonkin sind die vietnamesische Hauptstadt Hanoi und die Hafenstadt Haiphong. Vor der Küste von Tonkin liegt die Halong-Bucht, eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Region und Weltkulturerbe der UNESCO. Berühmt-berüchtigt wurde die Region durch den sogenannten Tonkin-Zwischenfall zwischen Schnellbooten der damals nordvietnamesischen Marine und Zerstörern der US-Navy, der für die USA den offiziellen Anlass für die Eskalation des Vietnam-Krieges gab. In den folgenden Jahren wurde auch Tonkin durch Bombenangriffe sowie Beschießungen der Küste durch Kriegsschiffe der USA schwer getroffen. Kategorie:Geographie (Vietnam) ja:トンキン

Leizhou

Leizhou ist eine chinesische Stadt in der Provinz Guangdong mit 114,461 Einwohnern. In Leizhou wird Yüeh gesprochen. Sie befindet sich auf der Halbinsel Leizhou ( 雷州半岛) zwischen dem Golf von Tongking und dem Südchinesischen Meer. Eine Stadt in der Nähe ist Weizhou. Kategorie: Ort in China

Guangxi

Guangxi (广西) ist ein Autonomes Gebiet im Süden der Volksrepublik China. Guangxi ist historisches Siedlungsgebiet des Volkes der Zhuang und hat daher den Status eines Autonomen Gebietes. Der vollständige chinesische Name ist Guangxi Zhuangzu Zizhiqu 广西壮族自治区, Autonomes Gebiet Guangxi der Zhuang-Nationalität.
Hauptstadt der Provinz: Nanning. Weitere wichtige Orte in Guangxi sind: Beihai (Ort), Guilin, Liuzhou. Im Südwesten grenzt es auf einer Länge von 1.020 km an Vietnam, im Westen, Norden und Osten an die Provinzen Yunnan, Guizhou, Hunan und an Guangdong. 1958 erhielt es wegen des hohen Anteils an nationalen Minderheiten den Sonderstatus eines Autonomen Gebietes. Das Klima ist subtropisch, feucht und vom Monsun geprägt. Image:Rio li Guilin02.jpg|Karstberge am Li-Fluss Image:Colina de la trompa de elefante02.jpg|Elefantenrüsselberg am Li-Fluss
Image:Elephant trunk hill.JPG|Elefantenrüsselberg in Guilin Image:Guilin.jpg|Zhuang-Minderheit

Bevölkerung

Guangxi ist ein von zwölf Ethnien bewohntes Gebiet. Hier leben Zhuang, Han, Yao, Miao, Dong, Mulam, Maonan, Hui, Gin, Yi, Sui und Gelao. Außerdem sind hier in geringerer Anzahl noch Mitglieder von 25 anderen nationalen Minderheiten vertreten.

Wirtschaft

Guangxi ist traditionell von Landwirtschaft (Zuckerrohr) geprägt, daher ist es eine der ärmeren Provinzen der Volksrepublik. Guangxi ist größter Zuckerproduzent in China.
Erst in jüngerer Zeit setzte eine Industrialisierung ein. Dank der vielen Flüsse ist der wichtigste Zweig die Energiewirtschaft (Wasserkraft). An zweiter Stelle folgt die Verhüttung von Leichtmetallen (Aluminium) und Buntmetallen (Kupfer), die als natürliche Resource vorkommen.
Seit kurzem wird sehr viel in Tourismus investiert. Beliebtestes Reiseziel ist die Region Guilin mit dem Li Jiang (Li Fluss) und der beeindruckenden Karstlandschaft. Nachbarstaaten: Vietnam. Nachbarprovinzen: Guangdong, Guizhou, Hunan, Yunnan.

Wikilink


- Autonome Verwaltungseinheiten Chinas

Weblink


- http://www.china.org.cn/de-xibu/guangxi-de.htm Kategorie:Autonomes Gebiet (China) ja:広西チワン族自治区 ko:광시 좡족 자치구

Vietnam

Vietnam (vietnamesisch Việt Nam, chin. 越南 = Südlich von Yuè) ist ein Staat in Südostasien. Der offizielle Name lautet Sozialistische Republik Vietnam (Cộng Hòa Xã Hội Chủ Nghĩa Việt Nam). Vietnam grenzt an China, Laos, Kambodscha und an das Südchinesische Meer. Nach Jahrzehnten des Krieges war es in den 1980er Jahren eines der ärmsten Länder Asiens. Seit Ende der 1980er Jahre verfolgt das Land eine auf Wirtschaftswachstum ausgerichtete Politik, die die wirtschaftlichen Verhältnisse stetig verbessert hat und das Land dem Status eines Schwellenlandes angenähert hat.

Geographie

Hauptartikel: Geographie Vietnams Vietnam ist mit 331.688 Quadratkilometern Größe etwas kleiner als Deutschland. Flachland macht nur etwa 20 % der Fläche aus. Der Rest sind bergige (40 %) oder hügelige Gebiete (40 %). Der Norden setzt sich aus dem Delta des Roten Flusses und den Hochländern im Nordwesten mit dem Phan-xi-păng (3143 m) zusammen. Im Süden gibt es neben flachen Küstengebieten das Delta des Mekong, Gebirge und das Hochplateau Tay Nguyen. Tay Nguyen Das Klima ist tropisch und vom Monsun geprägt. Im Gegensatz zum Süden kühlt es in Nordvietnam von November bis April deutlich ab. Temperaturen schwanken zwischen 5° C und 37° C und die Niederschläge zwischen 1200 und 3000 cm pro Jahr. Die Luftfeuchtigkeit beträgt durchschnittlich 84 %. Die wichtigsten Städte des Landes sind Hà Nội und Thành phố Hồ Chí Minh (Ho-Chi-Minh-Stadt). Weitere bedeutende Städte sind Cần Thơ, Đà Nẵng, Hải Phòng Nha Trang, und Huế. Siehe auch: Liste der Städte in Vietnam

Bevölkerung

Die Bevölkerungszahl Vietnams wird auf etwa 83,5 Millionen Menschen geschätzt, was in etwa der Bevölkerung Deutschlands entspricht. Die Bevölkerung ist im Schnitt sehr jung: Landesweit sind etwa 30 % der Menschen unter 14 Jahre alt, und nur etwa 5 % sind über 65. Das Bevölkerungswachstum wird auf 1,3 bis 1,4 % geschätzt. Die Geburtenrate ist tendenziell rückläufig, während aufgrund verbesserter medizinischer Bedingungen die Sterberate ebenfalls sinkt. Die Lebenserwartung liegt momentan bei 64 Jahren für Männer und 68 Jahren für Frauen. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt in den dicht besiedelten Gebieten der Mündungsdeltas vom Roten Fluss und Mekong, in denen Landwirtschaft vorherrscht. Trotz der agrarischen Prägung leben bereits rund 25 % der Vietnamesen in den urbanen Regionen der großen Städte, und die Zuwanderung aus den wirtschaftlich wenig entwickelten ländlichen Gebieten (Landflucht) nimmt stetig zu. Etwa 88 % der Bevölkerung sind ethnische Vietnamesen ("Viet", oder Kinh). Daneben sind 53 ethnische Minderheitengruppen anerkannt. Die größte davon sind die "Auslandschinesen" (vietnamesisch: "Hoa"), deren Zahl auf etwa 1,2 Millionen geschätzt wird. Die Mehrzahl von ihnen sind Nachfahren von Einwanderern, die 1644, nach dem Zusammenbruch der Ming-Dynastie, ins Land gekommen waren. Weitere Volksgruppen sind Thai, Khmer (vor allem im Süden, der Region des Mekong-Deltas, die über Jahrhunderte zu Kambodscha gehörte) und die, unter der Sammelbezeichnung "Bergvölker" (Montagnards) bekannten, Bewohner der Bergregionen. Letztere, die als die ursprünglichen Bewohner des kontinentalen Südostasiens gelten, wurden im Verlauf der Geschichte in Vietnam, Thailand, Myanmar und Laos von den zugewanderten Mehrheitsvölkern aus den fruchtbareren Regionen der Flussebenen und Küsten in die unzugänglichen Bergregionen verdrängt. Diese Völker sind bis heute von der wirtschaftlichen Entwicklung dieser Länder weitgehend abgeschnitten und leben in vergleichsweiser Armut. Kultur und Sprache der Minderheiten unterscheiden sich meist sehr stark von jener der Vietnamesen. Da Angehörige der "Bergvölker" im Indochinakrieg und im Vietnamkrieg jeweils auf Seiten Frankreichs bzw. der USA kämpften, gab es nach der Wiedervereinigung Vietnams Repressionen gegen diese Völker, und sie sind in der Gesellschaft teils nicht gut angesehen. Der Human Development Index von Vietnam, der neben dem Wirtschaftswachstum auch die Lebenserwartung und das Bildungsniveau sowie die Alphabetisierungsrate berücksichtigt, lag 2004 bei 0,69 (Platz 112 von 177 Staaten). Danach ist die Lebensqualität etwa vergleichbar mit der in vielen arabischen oder südamerikanischen Ländern. Sie ist besser als die in den südostasiatischen Entwicklungsländern (Kambodscha, Laos, Myanmar), reicht aber nicht an die in den Schwellenländern der Region heran.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Vietnams Vietnam hat eine über 2.700 Jahre alte Geschichte. Etwa eintausend Jahre lang wurde es von China beherrscht. Es erlangte im 10. Jahrhundert die Unabhängigkeit. Nach dem 2. Weltkrieg versuchte Frankreich die Kontrolle über Vietnam zurückzugewinnen, scheiterte aber nach einem einige Jahre dauernden Krieg. Nach der Indochinakonferenz wurde das Land vorübergehend in Süd- und Nordvietnam aufgeteilt, bis Wahlen in beiden Landesteilen stattfinden sollten. Während des Kalten Krieges wurde der Norden vor allem durch die Sowjetunion und der Süden vor allem durch die USA unterstützt. In Südvietnam wurden US-Truppenteile stationiert. Da die geplanten landesweiten Wahlen von Südvietnam und den USA verhindert wurden, konnte eine Wiedervereinigung zunächst nicht durchgeführt werden. Es entstanden Spannungen zwischen den beiden Teilstaaten, insbesondere jedoch auch zwischen den USA und Nordvietnam, die 1964 schließlich zum Vietnamkrieg führten, in dem neben anderen Beteiligten Nordvietnam und der Nationalen Front für die Befreiung Südvietnams (bekannt als Vietcong) gegen Südvietnam und die USA kämpften. Heute ist bekannt, dass die US-Regierung ein nicht vorhandenes Gefecht und einen Angriff auf US-Schiffe vortäuschen ließ, um dann mit diesem Vorwand nordvietnamesisches Gebiet zu bombardieren (zweiter Tonkin-Zwischenfall). Bis 1973 zogen sich die US-amerikanischen Truppen aus dem Land zurück. 1975 hatten die Nordvietnamesen und der Vietcong Südvietnam vollständig erobert. Kennzeichnend dafür und als Ende des Krieges angesehen ist der Fall von Saigon. 1976 wurde Vietnam offiziell unter dem heutigen Staatsnamen wiedervereinigt. 1979 beendete Vietnam durch einen Krieg die Herrschaft der international des Massenmords verdächtigten Roten Khmer in Kambodscha und verhalf dem Land damit wieder zu etwas Stabilität. Daraufhin startete China eine Strafoffensive gegen Vietnam, die jedoch scheiterte. siehe auch: Vietnamkrieg

Politik

Die erste Verfassung Vietnams wurde im November 1946 verabschiedet. Sie legte die Unteilbarkeit des Landes sowie die Gleichheit aller Bürger des Landes fest. Die vietnamesische Verfassung wurde zuletzt 2002 modifiziert. Sie legt fest, dass die Nationalversammlung als Parlament das oberste repräsentative Organ ist, welches alle fünf Jahre in freien, gleichen und geheimen Wahlen bestimmt wird. Die 450 Mitglieder der Versammlung wählen einen Vorsitzenden und ein Komitee. Mindestens zweimal jährlich muss die Nationalversammlung eine Vollversammlung abhalten. Der Staatspräsident, der Premierminister, der Vorsitzende des Obersten Volksgerichtes und der Vorsitzende der Obersten Kontrollbehörde werden von der Nationalversammlung gewählt. In der Verfassung werden die Kompetenzen von Staatspräsident und Premierminister bestimmt. Artikel 4 der Verfassung legt die führende Rolle der Kommunistischen Partei Vietnams fest. Über die Politik und die Zukunft des Landes wird daher auf den Parteikongressen entschieden. Vietnam ist damit eines der wenigen noch verbliebenen kommunistischen Regimes. Die Verfassung Vietnams räumt auch allen Bürgern Grundrechte wie Redefreiheit, Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit, Glaubensfreiheit usw. ein, obwohl diese Rechte in der Praxis häufig eingeschränkt werden.

Außenpolitik

Während des Vietnamkrieges und danach war Vietnam in Südostasien weitgehend isoliert. Die USA hatten ein Wirtschaftsembargo verhängt und drängten auch andere Staaten, Vietnam zu boykottieren. Speziell nach dem Einmarsch in Kambodscha waren auch die Beziehungen zur Volksrepublik China so gespannt, dass an der vietnamesisch-chinesischen Grenze ein Krieg ausbrach. Vietnam integrierte sich deshalb sehr stark in den RGW. Aus der Isolation kam das Land erst nach dem Rückzug aus Kambodscha heraus. In den 1990er Jahren entspannten sich die Beziehungen zu allen Nachbarstaaten. Im Jahre 1991 nahm das Land wieder diplomatische Beziehungen zu China auf. Die USA hoben ihr Embargo gegen Vietnam auf und so wurde der Beitritt
- zur Weltbank,
- zum internationalen Währungsfonds und
- zur Asiatischen Entwicklungsbank möglich. Im Juli 1995 trat Vietnam der ASEAN bei, 1998 dem APEC. Vietnam ist jedoch noch nicht Mitglied der WTO, hat aber einen Beobachterstatus und einen Mitgliedsantrag gestellt. Grenzstreitigkeiten gibt es mit einer Reihe von Staaten um die Spratly-Inseln im Südchinesischen Meer. Sie liegen in einem Gebiet, in dem Erdöl vermutet wird.

Rechtssystem und Polizei

Nach der Einführung von marktwirtschaftlichen Reformen zeigte sich bald, dass Vietnam Rechtssicherheit und entsprechende Gesetze braucht, um mehr Investitionen aus dem Ausland anzuziehen. Seitdem wurden viele Gesetze nach europäischem oder nordamerikanischem Vorbild erlassen. Die Rechtsprechung bleibt jedoch schwach, obwohl mit einer Reihe ausländischer Organisationen zusammengearbeitet wird, um Richter besser auszubilden. In der vietnamesischen Polizei ist wegen niedriger Gehälter die Korruption ein großes Problem. Insbesondere Ho-Chi-Minh-Stadt ist bekannt dafür, dass Taxifahrer, die Ausländer befördern, wegen eines erfundenen Deliktes angehalten und bestraft werden, wobei vom Ausländer erwartet wird, dass er die Strafe übernimmt. Auf Drogenschmuggel steht in Vietnam, wie in mehreren anderen asiatischen Staaten auch, die Todesstrafe, womit verhindert werden soll, dass im Zuge von Doi Moi, verringerter Kontrolle des Individuums durch den Staat und fortschreitender Verwestlichung die sogenannten sozialen Übel um sich greifen.

Militär

Die Vietnamesische Volksarmee hat etwa 480.000 Soldaten. Es existiert eine allgemeine Wehrpflicht für alle Männer ab der Vollendung des 17. Lebensjahres. Trotz der großen Heeresstärke wird die Schlagkraft des vietnamesischen Militärs als niedrig eingeschätzt, da es mit weitgehend veralteter Technik ausgestattet ist. In der jüngeren Vergangenheit war die Volksarmee trotzdem in der Lage, in Kambodscha die Roten Khmer zu stürzen und die Strafexpedition Chinas zurückzuschlagen. Der Anteil der Ausgaben für die Verteidigung am Staatshaushalt beläuft sich auf etwa 0,5 % oder eine Milliarde Dollar.

Administrative Gliederung

Hauptartikel: Administrative Gliederung Vietnams Vietnam ist in 59 Provinzen und fünf Städte unterteilt. Jede dieser administrativen Einheiten hat ein Parlament und eine Regierung, die jedoch der Zentralregierung untergeordnet sind.

Infrastruktur

Erreichbarkeit

Vietnam liegt ca. 10.000 km von Mitteleuropa entfernt. Das entspricht auf direktem Weg mindestens 10-12 Flugstunden. Die zwei größten Städte des Landes, Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt, haben einen internationalen Flughafen, der von wenigen europäischen Flughäfen entweder direkt mit Vietnam Airlines von Frankfurt sowie Paris oder mit Umsteigen aber über die meisten asiatischen Großstädte (wie Dubai, Bangkok, Singapur, Taipeh) angeflogen wird. Auf dem Landweg ist Vietnam über Eisenbahnverbindungen via China und auf Straßenverbindungen über alle Nachbarländer erreichbar; eine Anreise auf diesem Weg ist in Wochen und Tagen zu bemessen. Die Grenzübergänge sind meist nur am Tag geöffnet. Ausländer können, sofern sie alle notwendigen Papiere haben, jeden beliebigen Grenzübergang zur Einreise benutzen.

Straßenverkehr

China Vietnams Straßen haben eine Länge von insgesamt etwa 93.000 Kilometern, wovon nur etwa 23.000 asphaltiert sind. Sie entsprechen zu einem kleinen Teil, häufig in der Nähe von Großstädten, internationalen Standards. Der größere Teil ist bemitleidenswert schlecht. Es gibt nur wenige Kilometer Straße in einer Qualität, die man als Autobahn bezeichnen könnte. Die wichtigste Straße Vietnams, die auf 2.100 km als verkehrstechnisches Rückgrat das gesamte Land von der chinesischen Grenze bis ins Mekongdelta durchschneidet (häufig als Highway 1 oder Nationalstraße 1 bezeichnet, auch wenn die Straße in Vietnam nicht so heißt), ist eine ganz normale Landstraße. In Vietnam herrscht offiziell Rechtsverkehr. In der Regel wird jedoch gefahren, wo gerade Platz ist. Kreuzungen, die mit Ampeln geregelt sind, kommen nur in den Großstädten vor, und Verkehrszeichen werden von den Verkehrsteilnehmern bestenfalls als Vorschlag interpretiert. Vorrang hat generell das größere Fahrzeug. Beim Überqueren einer Straße sollte man möglichst gleichmäßig gehen, damit sich der stetige Verkehrstrom der Mofas darauf einstellen kann. Ausländer dürfen in Vietnam kein Auto steuern (wohl aber Mopeds). Dies ist weniger tragisch, da man Autos inklusive Fahrer sehr günstig mieten kann. Während auf dem Land noch das Fahrrad als häufigstes Verkehrs- und Transsportmittel dominiert, oft auch als geschobenes Lastrad ohne Sitz, ist es in den letzten Jahren in der Stadt durch das Moped (Hon Da) abgelöst worden. Als Tourist kann man sich heute preisgünstig auf dem Soziussitz eines Mopeds chauffieren lassen. Für eine oder mehrere Personen oder auch Waren ist die Fahrrad-Rikscha ein günstiges und akzeptiertes Transportmittel. Es gibt die abgebildete Variante mit den 2 Rädern vorne, wo der Fahrgast vor dem Chauffeur sitzt, und die Möglichkeit, dass der Fahrgast (oder die Ladung) hinter dem Fahrer auf einem Anhänger transportiert wird. Daneben ist für den Transport die Lastrikscha bedeutsam, eine Art stabiles Dreirad, das per Pedale oder auch von einem Mopedmotor angetrieben wird. Zunehmend beginnt in den größten Städten der Autoverkehr, zu dem auch schwere, oft veraltete Lastwagen und Busse und neuerdings Taxis gehören, den ohnehin schon dichten und zähen Zwei- und Dreirad-Verkehr zum Erlahmen zu bringen. Für die Vietnamesen nimmt der Verkehr mit Überlandbussen eine hohe Bedeutung ein. Sie sind die billigste und schnellste Art zu reisen. Allerdings sind viele dieser Busse schrottreif und dementsprechend unbequem und unsicher. Für mutige Besucher stellen sie aber eine Möglichkeit dar, mit den Einheimischen in einen intensiveren Kontakt zu kommen, wenn man keine Probleme damit hat, eventuell auf Reissäcken Platz zu nehmen. Speziell für Ausländer gibt es mehr und mehr sogenannte Open-Tour-Busse, die ebenfalls sehr günstig sind, jedoch ein Vielfaches der öffentlichen Busse kosten. Sie sind sicherer, bequemer und schneller, werden aber fast ausschließlich von Touristen benutzt.

Schienenverkehr

Rikscha Das vietnamesische Eisenbahnnetz stammt größtenteils aus der Kolonialzeit und wird nur langsam modernisiert. Von den insgesamt 2.652 Kilometern Schiene sind 2.249 Kilometer Schmalspurbahn (1000-mm-Spur), 166 Kilometer Normalspur und 237 Dualspur (d. h. sie kann von Fahrzeugen beider Spurweiten befahren werden). Ein Übersichtsplan über das Eisenbahnnetz befindet sich [http://www.worldbank.org/transport/rail/sys_maps/vietnam.gif hier]. Das gesamte Netz ist einspurig. Eine Fahrt von Hanoi nach Saigon dauert mit dem Expresszug etwa 30 Stunden. Die Fahrzeuge stammen in der Regel aus sowjetischer Produktion. Fahrkarten werden in verschiedenen Klassen verkauft, wobei Ausländer früher höhere Preise zahlten als Vietnamesen, diese Regelung gilt jedoch als abgeschafft. Die Züge fahren recht langsam, sind dafür sicher und vergleichsweise pünktlich. Für längere Fahrten empfehlen sich Liege- oder Schlafwagen, die man längere Zeit im voraus buchen sollte, dabei empfiehlt sich für den verwöhnten Europäer der Schlafwagen mit "Soft"-Betten.

Luftverkehr

Die nationale Fluglinie Vietnams heißt Vietnam Airlines. Sie bietet zahlreiche Regionalflüge in andere Großstädte Asiens sowie einige Interkontinentalflüge an und bestreitet auch den Inlandsverkehr. Besonders im abgelegenen Bergland besitzen auch kleinere Städte einen Flugplatz. Das Fluggerät von Vietnam Airlines entspricht internationalen Standards, die Flotte der Fluggesellschaft wird ständig erweitert und umfasst daher einige sehr neue Flugzeuge. Die Tickets sind günstig. Ausländer und Vietnamesen zahlen die gleichen Preise. Flüge sind häufig nur wenig teurer als lange Fahrten mit Schlafwagen, ganz abgesehen von der Zeitersparnis. Vietnam Airlines]

Wasserverkehr

Vietnam verfügt über etwa 5.000 Kilometer Wasserstraßen, die ganzjährig befahrbar sind. Besonders im Mekong-Delta ist der Wassertransport wichtig, und die Straßen werden durch zahlreiche Flussarme unterbrochen, die mittels Fähre überbrückt werden müssen. Die wichtigsten Seehäfen sind Da Nang, Haiphong sowie Ho-Chi-Minh-Stadt.

Telekommunikation

In das Telefonnetz Vietnams wurde in den letzten Jahren viel investiert. Wo investiert wurde, wird modernste Technologie eingesetzt, und dementsprechend zuverlässig und komfortabel ist das Netz. Wo noch nicht investiert wurde, ist das Telekommunikationsnetz hinter dem seiner Nachbarländer weit zurückgeblieben. Da die Investitionen refinanziert werden müssen, sind Auslandsgespräche in Vietnam extrem teuer. Man schätzt, dass es in Vietnam bereits mehrere Millionen Internet-Benutzer gibt. Die meisten Benutzer besuchen ein Internet-Café, von denen es im ganzen Land eine hohe Anzahl gibt. Ähnlich wie in China ist die Regierung besorgt, dass durch das Internet das staatliche Informationsmonopol untergraben wird und letzten Endes die Legitimität der Alleinregierung der Kommunistischen Partei Vietnams in Frage gestellt werden könnte. Deshalb werden ausländische Webseiten häufig blockiert, die Übertragungsraten künstlich niedrig gehalten und illegale Internetcafés geschlossen. Der Verdacht, dass von Regierungsstellen im Hintergrund „mitgelesen“ wird, lässt sich nicht ausräumen, wenn man bedenkt, dass die Übertragungstechnik v. a. in Großstädten auf dem neuesten Stand ist. Die vietnamesische Post gilt als langsam und unzuverlässig. Jedoch sind in letzter Zeit starke Verbesserungen spürbar und die durchschnittliche Laufzeit nach Deutschland beträgt 10 Tage. Postkarten kosten in Vietnam 8.000 Dong (ca. 45 Cent) nach Deutschland.

Wirtschaft

Hauptartikel: Wirtschaft Vietnams Der Transformationsprozess - und damit der wirtschaftliche Aufstieg - begann nach dem Tod Le Duans 1986. Der Süden konnte an seine marktwirtschaftliche Vergangenheit vor der Wiedervereinigung anknüpfen und machte im Transformationsprozess schnellere Fortschritte. Vor allem Ho-Chi-Minh-Stadt entwickelte sich gut und wurde zum Wachstumsmotor des Landes. Ho-Chi-Minh-Stadt] Zunächst wurde der Aufschwung vor allem durch den tertiären Sektor getragen. Nachdem die landwirtschaftlichen Betriebe nach der Kollektivierung einen großen Teil ihrer Produktivität einbüßten und Vietnam sogar auf Nahrungsmittelimporte angewiesen war, lösten die Privatisierungen in der Landwirtschaft einen Boom aus. Die Produktionsüberschüsse sind so stark gewachsen, dass Vietnam inzwischen der zweitgrößte Exporteur von Reis und Kaffee ist. Das Mekongdelta im Süden und das Delta des roten Flusses im Norden gehören zu den größten Reisanbaugebieten der Welt. Auch heute noch ist der größte Teil der Bevölkerung in der Landwirtschaft beschäftigt. Der Anteil geht aber vor allem zugunsten der Beschäftigten in der Industrie zurück. Weiterhin verhalfen die Aufhebung des von den USA verhängten Wirtschaftsembargos und Direktinvestitionen aus dem Ausland dem Land zu seinem rasanten Aufschwung. Die Direktinvestitionen pro Kopf übersteigen die der Volksrepublik China. Insgesamt hat sich die vietnamesische Wirtschaft als recht stabil erwiesen. Weder SARS noch die Vogelgrippe haben die Entwicklung stark beeinträchtigt. Selbst während der Asienkrise, die viele südostasiatischen Länder in eine Rezession stürzte, fiel das Wachstum in Vietnam nie unter 4,8 %.

Kultur

Vogelgrippe] Die vietnamesische Kultur wurde wesentlich von der chinesischen Kultur und später der französischen Kultur beeinflusst.
- Hauptartikel: Vietnamesische Kultur

Vietnamesische Literatur


- Hauptartikel: Vietnamesische Literatur

Sprache und Schrift

Hauptartikel: Vietnamesische Sprache Vietnamesisch wird von fast allen Bewohnern des Landes gesprochen. Es ist eine Tonsprache und ähnelt der Sprache der Muong und Khmer. Vietnamesisch wird seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem lateinischen Alphabet und einigen Diakritika geschrieben, die die sechs Töne ausdrücken. Neben Vietnamesisch werden noch über 50 weitere Sprachen der ethnischen Minderheiten gesprochen.

Feiertage


- 1. Januar: Neujahr
- Ende Januar oder Februar: Têt (chinesische Neujahrsfest)
- 30. April: Befreiungstag (Befreiung Saigons)
- 1. Mai: Tag der Arbeit
- 2. September: Nationalfeiertag

Religion

Nationalfeiertag Die bedeutendste Religion in Vietnam ist der Buddhismus, dem etwa 55 % der Bevölkerung angehören. Die meisten davon sind Mahâyâna-Buddhisten. Die Mehrheit der Bevölkerung praktiziert eine Mischung aus Buddhismus, Daoismus, Animismus und Ahnenkult. Etwa 7 % der Bevölkerung sind Katholiken, ca. 2 % sind Caodaisten. Weitere 180.000 Vietnamesen sind Protestanten. In den Bergregionen Zentralvietnams gibt es auch einige Muslime. Auch Taoismus und Konfuzianismus hinterließen ihre Spuren.

Gastronomie

Die vietnamesische Küche gehört zu den leichtesten und gesündesten der Welt. Sie ist mit der chinesischen Küche verwandt. Im Süden gibt es Einflüsse der Küchen der Thai, Khmer und Inder. Der Buddhismus hat zu einer reichen vegetarischen Küche beigetragen, und die Franzosen haben Baguettes, Croissants und Kaffee mitgebracht. Als Grundnahrungsmittel werden in Vietnam Reis und Reisnudeln und eine große Zahl verschiedener Arten von Gemüse gegessen. Fisch und Fleisch spielen in der Ernährung der Massen eine untergeordnete Rolle. Getrunken wird in Vietnam vor allem Tee.

Bildung

Für die Verhältnisse eines so armen und kriegsgezeichneten Landes hat Vietnam eine außerordentlich niedrige Analphabetenrate. Nur etwa 6 % der Personen über 15 Jahre sind Analphabeten. Trotzdem sieht sich das Bildungssystem Vietnams großen Herausforderungen gegenüber. Zwar können fast alle Menschen lesen und schreiben, abgesehen davon ist das Schul- und Bildungsniveau jedoch zu gering. Die Anzahl der Schulen ist speziell auf dem Land zu niedrig. Generell ist der bauliche Zustand vieler Schulen nicht gut und ihre Ausstattung häufig schlecht. Es gibt eine Schulpflicht für alle Kinder zwischen 6 und 14 Jahren, wobei auch auf Vorschulbildung (Kindergarten) ein hoher Wert gelegt wird. Die Pflichtschulbildung ist in zwei Phasen unterteilt, nämlich die 5-jährige Grundstufe und die 4-jährige untere Sekundarstufe. Nach Absolvierung der unteren Sekundarstufe können die Schüler zwischen oberen Sekundarstufen verschiedenen Typs (technisch etc.) wählen. Der Abschluss der oberen Sekundarstufe berechtigt zum Universitätsstudium oder einer anderen höheren Ausbildung. Die Nachfrage nach Bildung (sowohl Sekundarstufe als auch höhere Bildung) ist momentan bedeutend höher als das Angebot. Neue Schulen, Hochschulen und Universitäten werden laufend gegründet und die Zahl der Institutionen, die höhere Bildung anbieten, übersteigt bereits 100. Es gibt staatliche und private Einrichtungen, die renommiertesten davon sind die Staatliche Universität Hanoi und die Staatliche Universität Ho-Chi-Minh-Stadt. Um mehr Nachfrage befriedigen zu können und auch um die Entwicklung des ländlichen Raumes zu fördern, werden zahlreiche Fernstudiengänge angeboten. Seit kurzem vergibt die vietnamesische Regierung auch Stipendien für Studien im Ausland, wobei diese nur in sehr geringer Zahl zur Verfügung stehen. Die bei weitem populärste Fremdsprache in Vietnam ist Englisch. Aus Gründen, die mit der Geschichte des Landes und der früheren Einbindung in den Ostblock zusammenhängen, findet man oft Leute, die französisch, russisch oder deutsch sprechen (etwa 100.000 Vietnamesen haben in Deutschland studiert). Zunehmend werden japanisch und chinesisch gelernt.

Medien

Die Medien werden in Vietnam allesamt vom Staat und damit der Kommunistischen Partei Vietnams kontrolliert. Es gibt englischsprachige Printmedien in Vietnam. Dies sind entweder Zeitschriften, die sich an Touristen richten und Reise- oder Unterhaltungsmöglichkeiten bewerben. Die meisten englischsprachigen Publikationen richten sich jedoch an Geschäftsleute und verkünden die neuesten Errungenschaften der Wirtschaftspolitik Vietnams. Ausländische Publikationen werden nicht zensiert, da sie für die durchschnittlichen Vietnamesen sowieso nicht bezahlbar sind. Man findet sie dort, wo sich die Ausländer konzentrieren. Alte Exemplare von ausländischen Zeitungen werden häufig von Straßenhändlern angeboten. Das vietnamesische Radio und Fernsehen strahlt mehrere teils landesweite, teils regionale Programme aus. Im Fernsehen VTV gibt es am späteren Abend englische Kurznachrichten, der Rest des Programmes wird mit vietnamesischen Shows und einigen wenigen ausländischen Filmen bestritten. Es gibt einen vietnamesischen Kurzwellensender namens Voice of Vietnam, der seit der Augustrevolution existiert und während des Vietnamkrieges hauptsächlich Propaganda gegen die Vereinigten Staaten ausstrahlte. Heute werden halbstündige Programme auf englisch, französisch und russisch produziert, die auch in Europa gehört werden können.

Einreise nach Vietnam

Reisende aller Staaten benötigen für die Einreise nach Vietnam ein Visum, welches rechtzeitig bei einer vietnamesischen Botschaft beantragt und ausgestellt werden muss. Ein Touristenvisum wird für maximal 4 Wochen ausgestellt, kann jedoch vor Ort noch verlängert werden. Die Botschaften der Sozialistischen Republik Vietnam befinden sich in: Ein Konsulat der Sozialistischen Republik Vietnam befindet sich in: In Vietnam herrschen nicht überall hygienische Bedingungen. Vor der Einreise nach Vietnam sollte man sich deshalb über eventuelle Ausbrüche von Krankheiten informieren. Vorsorgen (teils per Impfung, teils per Medikamentenmitnahme) sollte man gegen Malaria, Hepatitis, Typhus, Diphtherie, Kinderlähmung, Japanische Enzephalitis sowie Tollwut. Dies bedeutet, dass man auf jeden Fall vor einer Reise nach Vietnam einen Arzt, der sich mit Tropenmedizin auskennt, kontaktieren sollte. Vorbereitet sein sollte man jederzeit auf Erkrankungen des Verdauungsapparates. Beratung bieten ihnen auch ihr Hausarzt, das nächstgelegene Tropeninstitut oder Institut für Infektionskrankheiten oder auch das Grüne Kreuz.

Feiertage

Literatur über Vietnam


- Monika Heyder: Kulturschock Vietnam. Bielefeld 2001, ISBN 3-89416-451-4
Andere Länder - andere Sitten, Alltagskultur, Tradition, Verhaltensregeln, Religion, Tabus, Mann und Frau, Stadt- und Landleben
- Heinz Kotte, Rüdiger Siebert: Vietnam. Die neue Zeit auf 100 Uhren. Lamuv, Göttingen 2001 ISBN 3-88977-604-3
Aufsätze eines Entwicklungshelfers über den Umbruch der Lebensbedingungen zwischen Plan- und Marktwirtschaft
- Hans-Jörg Keller: Kulturschlüssel Vietnam. München 2000, ISBN 3-19-005309-X
Über kulturelle Unterschiede und Besonderheiten; der Autor lebt in Vietnam und ist mit einer Vietnamesin verheiratet - sehr empfehlenswert vor einer Reise
- Huynh Quang Nhuong: Mein verlorenes Land. Verlag Sauerländer, Aarau 1986. (Jugendbuch)
- Peter Scholl-Latour: Der Tod im Reisfeld: 30 Jahre Krieg in Indochina. Ullstein, 1981, ISBN 3-548-33022-3
- Peter Krebs: Die Kinder von Vietnam. Bilanz eines modernen Krieges. Hamburg 1984, ISBN 3-455-08226-2, auch als dtv Bd. 11288, München 1990 ISBN 3-423-11288-3
- Hella Kothmann: Vietnam. Bielefeld 2000 ISBN 3-89416-838-2
Handbuch für individuelles Reisen und Entdecken auch abseits der Hauptreiserouten
- Annaliese Wulf: Vietnam - Pagoden und Tempel im Reisfeld - im Fokus chinesischer und indischer Kultur. dumont Kunstreiseführer Köln 1991 ISBN 3-7701-2237-2
- Baedeker Vietnam. Ostfildern 2002 ISBN 3-89525-905-5
- Friedrich Schwarzenauer, Lois Hechenblaikner (Fotos): Vietnam. München 1993 ISBN 3-7658-0771-0
Fachkundige, fundierte Einführung in Land, Nation und Kultur incl. Abriss der Historie, sehr gekonnt von einem Profi bebildert; kann als gute Hinführung gelten, aber nicht den aktuellen Reiseführer ersetzen.
- National Centre for Social Sciences and Humanities: National Human Development Report 2001 - Doi Moi and Human Development in Vietnam. The Political Publishing House, Hanoi 2001.
- International Monetary Fund: Vietnam: Selected Issues and Statistical Appendix. Washington DC (es gibt mehrere Ausgaben - verwendet für diesen Artikel wurden die Ausgaben 1998 und 2002)
- Stanley Karnow: Vietnam, a history. New York, Penguin Books, 1997
- Jeffrey E. Curry: Passport Vietnam: your pocket guide to Vietnamese business, customs and etiquette. San Rafael 1997
- Rick Smolan, Jennifer Erwitt: Passage To Vietnam, New York 1994 ISBN 1-885559-00-3
Der ultimative, 400-seitige Bildband aus der Serie "A Day in the Life of..." mit Bildern eines einzigen Tages aus allen Landesteilen und Lebensbereichen von 70 international etablierten Fotografen

Zeitschriften


- Vietnamese Cultural Window, monatlich: The Gioi Publishers, Hanoi
- Vietnamese Studies, vierteljährlich: The Gioi Publishers, Hanoi
- VietNam Kurier, vierteljährlich: Freundschaftsgesellschaft Vietnam e.V. Düsseldorf
- Südostasien Aktuell, zweimonatlich: Institut für Asienkunde, Hamburg

Weblinks


- [http://www.vietnambotschaft.org/ Vietnamesische Botschaft in Deutschland]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=190 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.bmz.de/de/laender/partnerlaender/vietnam/index.html Deutsches Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)]
- [http://www.vietnam-dvg.de/index.html Deutsch-Vietnamesische Gesellschaft]
- [http://www.vietnam-freunde.net/ Übersicht über zahlreiche Artikel der Vietnam-Freunde]
- [http://www.undp.org.vn/undp/unews/mr/2004/eng/0726a-e.htm Vietnam im Human Development Report der Vereinten Nationen]
- Menschenrechte in Vietnam - [http://www.ahrchk.net Asiatische Menschenrechtskommission]
- [http://www.kas.de/publikationen/2003/3663_dokument.html Politisches System Vietnams aus Sicht der Konrad-Adenauer-Stiftung]
- [http://www.datenreise.de/de/censorship/vietnam.php Internetzensur in Vietnam] Kategorie:Staat Kategorie:Vietnam Kategorie:Südostasien ja:ベトナム ko:베트남 ms:Vietnam simple:Vietnam th:ประเทศเวียดนาม zh-min-nan:Oa̍t-lâm


Roter Fluss

Der Rote Fluss (chinesisch Hóng Hé (红河/紅河) und vietnamesisch Sông Hồng oder Hồng Hà, chinesisch auch Yuánjiāng (元江, ursprünglicher Fluss) ist ein Fluss im Süden Chinas und im Norden Vietnams. Seine Gesamtlänge beträgt 1149 km, davon entfallen 639 km auf das Gebiet der Volksrepublik China und 510 km auf das Territorium der Sozialistischen Republik Vietnam. Der Rote Fluss entspringt in der südchinesischen Provinz Yúnnán, durchquert in südöstlicher Richtung fließend die autonomen Gebiete der Dai, anschließend die vietnamesische Provinz Lào Cai, die Hauptstadt Hà Nội und ergießt sich ins Südchinesische Meer. Sein Delta bildet die vietnamesische Großlandschaft Bắc Bộ. Wichtigster Zufluß ist der Hắc Hà (Schwarzer Fluss). Kategorie:Fluss in Asien Kategorie:Fluss in China Kategorie:Geographie (Vietnam)

Beihai

Der Nordmeer-Park (Pinyin: Běihăi Gōngyuán, chinesisch: 北海公园) in Peking ist einer der typisch chinesischen Gärten. Er liegt nordwestlich des Kaiserpalastes. Von der Dschurdschischen Jin-Dynastie bis zur Zeit der Ming- und Qing-Kaiser war er Teil der verbotenen Stadt. Seit 1925 ist der Park der Öffentlichkeit zugänglich. Der Jin-Kaiser Shizong begann 1179 n. Chr. mit der Errichtung eines Sommerpalastes und der Anlage dieses Parks. Kaiser Kublai Khan machte ihn 1260 zu seiner Residenz, indem er die "Halle der Weiten Kühlung" bezog. An ihrer Stelle wurde durch die Qing-Kaiser ab 1651 die lamaistische "Weiße Pagode" erbaut, die noch heute den Park dominiert. Kaiser Qianlong (1736-1795) führte umfangreiche Erweiterungsarbeiten durch. Nahezu alle heutigen Bauten in diesem Park stammen aus dieser Bauperiode. Wie in den meisten chinesischen Gärten haben die Gebäude auch hier einen hohen Stellenwert. Die wichtigsten Bauwerke in diesem Park sind:
- die "Brücke des Ewigen Friedens"
- der buddhistische "Tempel der Ewigen Ruhe"
- die "Weiße Pagode"
- das "Studio des Ruhigen Herzens", ein "Garten im Garten"
- die "Halle der Himmelskörper"
- der "Zehntausend-Buddha-Turm"
- die "Neun-Drachen-Wand".

Neun-Drachen-Wand

Neben der Weißen Pagode stellt die Neun-Drachen-Wand eine der Haupt-Attraktionen im Nordmeer-Park dar. Sie wurde bereits 1756 erbaut wurde und mit 427 siebenfarbigen Reliefs aus glasierten Kacheln verkleidet. Sie stellt neun große, in Wolken und Wellen spielende Drachen dar. Die Wand ist knapp 6 Meter hoch, 1,6 Meter dick und 25,5 Meter lang. Neben den neun großen Drachen befinden sich auf den weiteren Verzierungen der Wand hunderte weiterer Drachen-Reliefs, insgesamt zeigt die Wand 635 Drachen in allen Größen. Dies ist die einzige Drachenwand in China, die von Vorder- und Rückseite gestaltet wurde.

Siehe auch


- Zeittafel China Kategorie:Parkanlage Kategorie:Peking

Tonkin-Zwischenfall

Als Tonkin-Zwischenfall (auch Tonking-) bezeichnet man die Ereignisse im Golf von Tonkin vor der Küste des damaligen Nordvietnam im August 1964, bei denen ein US-amerikanisches Kriegsschiff angeblich in ein Gefecht mit nordvietnamesischen Schnellbooten verwickelt wurde. Der Zwischenfall wurde von der amerikanischen Regierung von Lyndon B. Johnson als Vorwand für die offizielle Beteiligung der USA an den damals stattfindenden Feindseligkeiten zwischen den beiden Landesteilen benutzt, die sich in der Folge zum Vietnamkrieg (1964–1975) ausweiteten. 1971 veröffentlichte der Pentagon-Mitarbeiter Daniel Ellsberg einen als Pentagon-Papiere bekannt gewordenen Bericht, der die Darstellung des Zwischenfalls durch die frühere Regierung als bewusste Falschinformation entlarvte. Zu diesem Zeitpunkt hatten allerdings der Krieg in Vietnam und die amerikanische Beteiligung bereits ihren Höhepunkt erreicht.

Ablauf

Die Vereinigten Staaten hatten zu Beginn der 1960er Jahre die Unterstützung für ihre südvietnamesischen Verbündeten erheblich verstärkt. Dies betraf unter anderem die Lieferung von Schnellbooten an Südvietnam sowie die Ausbildung der Besatzungen und Unterstützung bei der Operationsplanung. Die Schiffe wurden zur Durchführung von Kommandounternehmen an der nordvietnamesischen Küste eingesetzt. Einheiten der 7. US-Flotte führten seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs routinemässig Operationen in den Gewässern des Südchinesischen Meeres durch. Unmittelbar vor dem Tonkin-Zwischenfall, am 30. Juli, hatten US-Schiffe die nordvietnamesischen Inseln Hon Ngu und Hon Mo beschossen.

Zwischenfall vom 2. August

Südchinesischen Meeres Südchinesischen Meeres Am 31. Juli 1964 fuhr der US-amerikanische Zerstörer USS Maddox auf Erkundungsfahrt in den Golf von Tonkin ein. Das Ziel dieser Fahrt war allem Anschein nach die Gewinnung von Aufklärungsdaten über nordvietnamesische Radaranlagen und Militäreinrichtungen im Zielgebiet der südvietnamesischen Marineoperationen. Die Maddox blieb dabei nach amerikanischen Angaben ausserhalb der international anerkannten Zwölfmeilenzone, diese Frage ist allerdings umstritten. Am 2. August traf die Maddox auf drei nordvietnamesische Torpedoboote und es entwickelte sich ein Feuergefecht. Die Maddox forderte umgehend Luftunterstützung von dem in der Nähe befindlichen Flugzeugträger USS Ticonderoga an, wo sich einsatzbereite Angriffsflugzeuge bereits in der Luft befanden. Nach amerikanischer Darstellung wurde eines der Torpedoboote manövrierunfähig geschossen und die beiden anderen beschädigt, während die Maddox mehreren Torpedos ausweichen konnte und nur leichte Treffer durch Maschinengewehrfeuer hinnehmen musste. Daraufhin zog sich das Schiff aus den Gewässern zurück.

Zwischenfall vom 4. August

USS Ticonderoga USS Ticonderoga Nach diesem ersten Zwischenfall wurde durch die Hinzunahme eines zweiten Zerstörers, der USS Turner Joy, eine Aufklärungsgruppe gebildet, die die unterbrochene Mission der Maddox fortsetzen sollte. In der Nacht vom 4. August zum 5. August vermeldeten die beiden Schiffe ein erneutes Zusammentreffen und Feuergefechte mit nordvietnamesischen Schnellbooten weiter südlich, diese (unbestätigte) Information wurde umgehend an Präsident Johnson weitergeleitet, der wenige Stunden später den Befehl zu Vergeltungsschlägen mit Luftangriffen auf nordvietnamesische Hafenanlagen und Flugabwehrstellungen erteilte. Am 5. August wurden von etwa 30 trägergestützten Flugzeugen Angriffe auf nordvietnamesische Marinestützpunkte in Hon Gay, Loc Tschad, Phuc Loi, Vinh und Quang Khe durchgeführt. Kurz vor dem Beginn der Bombardierung hatte Präsident Johnson in einer Fernsehansprache die Angriffe angekündigt, wobei er sich auf das Recht der Verteidigung gegen unprovozierte nordvietnamesische Angriffe berief. Spätere Aussagen von Beteiligten lassen darauf schliessen, dass am 4. August kein Gefecht stattgefunden hatte bzw. dass die Maddox und die Turner Joy auf nicht vorhandene Gegner schossen.

Tonkin-Resolution

Präsident Lyndon B. Johnson, der 1964 wiedergewählt werden wollte, nutzte den Zwischenfall, um die US-amerikanische Beteiligung am Vietnamkrieg zu legitimieren. Verteidigungsminister Robert McNamara stritt vor dem US-Kongress die Unterstützung für Süd-Vietnam ab und bezeichnete die nord-vietnamesischen Angriffe daher als unprovoziert. Am 7. August verabschiedete der Kongress die Tonkin-Resolution. Diese gab der US-Regierung die Vollmacht, „alle notwendigen Schritte zu unternehmen, einschließlich des Gebrauchs bewaffneter Gewalt, um jedes Mitglied ... des Südostasiatischen Kollektiven Verteidigungsvertrages ... in der Verteidigung seiner Freiheit“ zu unterstützen. Damit war der Vietnamkrieg auch ohne Kriegserklärung offiziell. Die Resolution wurde im Repräsentantenhaus mit 416 zu 0, im Senat mit 88 gegen 2 Stimmen angenommen.

Weblinks


- [http://www.vietnam-freunde.net/seite01/html/die_tonkin-resolution_und_der_.html Schilderung der möglicherweise abgelaufenen Ereignisse]
- [http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/kulturzeit/themen/40784/ Daniel Ellsberg und die Pentagon Papers]
- Telepolis: [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21294/1.html Noble Lügen] - Vierzig Jahre danach wurde der Tonkin-Zwischenfall, der zum Anlass der US-Invasion in Vietnam genommen wurde, definitiv als Fälschung entlarvt Kategorie:Seeschlacht Kategorie:Vietnamkrieg Tonkin Kategorie:1964 ja:トンキン湾事件 ko:통킹만 사건

Vietnamkrieg

Der Vietnamkrieg bezeichnet die letzte, besonders verlustreiche Etappe in einem dreißigjährigen bewaffneten Konflikt, der mit dem Widerstand der vietnamesischen Kommunisten und anderer Gruppierungen gegen den Verbleib bzw. die Wiederkehr der französischen Kolonialmacht ab 1945/46 begonnen hatte (Indochinakrieg). Indochinakrieg in Südvietnam mit US-General William Westmoreland (2 v.l.), Generalleutnant der südvietnamesischen Streitkräfte Nguyen Van Thieu (2.v.r.) und mit dem Premierminister von Südvietnam Nguyen Cao Ky.]] Nguyen Cao Ky __TOC__ Der Vietnamkrieg war ein Bürgerkrieg, ein Stellvertreterkrieg und zugleich der fortgesetzte Unabhängigkeitskampf gegen die in Südostasien sich formierenden US-Interessen. Er stellt somit eine vom Antikolonialismus geprägte Konfrontation im Kalten Krieg dar. Auf der einen Seite kämpfte ein Militärbündnis der USA, der Republik Vietnam (Südvietnam), Australiens und Südkoreas. Auf der anderen Seite stand ein Militärbündnis der Demokratischen Republik Vietnam (Nordvietnam) und der Nationalen Befreiungsfront (franz. FNL, engl. NLF, in westlichen Ländern meist Viet Cong genannt), einer südvietnamesischen kommunistischen Guerillaorganisation. Die UdSSR wie auch die Volksrepublik China stellten Nordvietnam und der Nationalen Befreiungsfront militärische Hilfe zur Verfügung, griffen aber direkt nicht ein. Ab 1970 weiteten die USA ihre militärischen Aktionen, insbesondere die verheerenden Bombardierungen, auf die Nachbarstaaten Kambodscha und Laos aus.

Kriegsursachen

Der Vietnamkrieg war in vielerlei Hinsicht ein direkter Nachfolger des französischen Indochinakrieges (auch 1. Indochinakrieg genannt), den die Franzosen um ihre Kolonien in Indochina und gegen die Unabhängigkeitsbewegung unter dem Führer der Kommunistischen Partei, Ho Chi Minh, geführt hatten. Nachdem die vietnamesischen kommunistischen Streitkräfte (Viet Minh) die französische Kolonialarmee (u.a. die Fremdenlegion) bei der Schlacht von Dien Bien Phu 1954 besiegt hatten, erlangte die Kolonie die Unabhängigkeit. Gemäß der folgenden Genfer Regelung wurde Vietnam vorübergehend in einen kommunistischen Norden und in einen westlich orientierten Süden aufgeteilt. Das Land sollte 1956 durch Wahlen vereinigt werden. Diese wurden jedoch nie durchgeführt. Die südvietnamesische Regierung des Präsidenten Ngo Dinh Diem annullierte die Wahlen. Darin unterstützt wurde er durch US-Präsident Eisenhower. Beide befürchteten einen Sieg Ho Chi Minhs. Als Reaktion auf die Wahlannullierung wurde die Nationale Befreiungsfront (Front National de Libération, FNL), eine Guerillabewegung, als Opposition zur südvietnamesischen Regierung gebildet. Der Westen nannte die Nationale Befreiungsfront Viet Cong, Abk. für Vietnam Cong San, vietnamesischer Kommunist. Die Befreiungsfront selbst gebrauchte diesen Namen nie. Auf die Operationen der FNL reagierten die USA zunächst mit der Entsendung militärischer Berater zur Unterstützung der südvietnamesischen Regierung. Sie befürchteten, dass der Sturz des Saigoner Regimes den Fall weiterer Staaten in der Region zur Folge haben würde (Domino-Theorie). Nordvietnam und die UdSSR stützten die Nationale Befreiungsfront mit Waffen und Versorgungsmaterial, Militärberatern und regulären Truppen der nordvietnamesischen Armee, die über ein umfangreiches Wege- und Straßennetz, bekannt als Ho-Chi-Minh-Pfad, transportiert wurden.

Die US-amerikanische Intervention

Ho-Chi-Minh-Pfad Ho-Chi-Minh-Pfad Ho-Chi-Minh-Pfad Die US-amerikanische Einmischung in den Krieg erfolgte als ein jahrelanger Prozess während der Präsidentschaft von Eisenhower, Kennedy, Johnson und Nixon. Unter Johnson, der selbst enge Kontakte zur Rüstungsindustrie (Kellog, Brown & Root) besaß, eskalierte der Konflikt. Dem offenen Kriegsausbruch ging aber nie eine formale Kriegserklärung voraus. Am 7. August 1964 verabschiedete der US-Kongress stattdessen eine gemeinsame Resolution zum Tonkin-Zwischenfall. Dies war eine Reaktion auf den vermeintlichen Angriff nordvietnamesischer Kanonenboote auf zwei US-Zerstörer im Golf von Tonkin, der jedoch vom US-Geheimdienst NSA manipuliert worden war. Der Vorfall gab dem Präsidenten eine breite Unterstützung für das Eingreifen in einen Bürgerkrieg, der in einem weit entfernten, der US-Öffentlichkeit kaum bekannten Land stattfand. Am 8. März 1965 landeten die ersten 3.500 US-Marines des 7. Marine Regements, 1. Marine Division in Südvietnam; bis 1968 wurden 543.000 amerikanische Soldaten dort stationiert; die Zahl der getöteten amerikanischen Soldaten belief sich durchschnittlich auf über 100 pro Woche. Chef des Pentagons war während dieser Zeit Robert S. McNamara. Die Johnson-Regierung verschärfte im Laufe der Jahre ihren Einsatz, obwohl ein echter Erfolg sich nicht einstellen wollte. Die Vereinigten Stabschefs sahen massivere Bombardierungen als Lösung an; Johnson kam ihren Forderungen wegen der internationalen und innenpolitischen Folgen aber nur halbwegs nach. Der stets optimistische Kommandant der US-Streitkräfte in Vietnam, General William Westmoreland, musste der amerikanischen Öffentlichkeit vor beiden Häusern des Kongresses versichern, dass die Truppensteigerungen und die Überlegenheit der Army schon bald den Sieg bringen werde. Der immer schwächer werdende Glaube an ein „Licht am Ende des Tunnels“ (Westmoreland) wurde jedoch durch die Tet-Offensive am 30. Januar 1968 vollends erschüttert. Hierbei traten ca. 84.000 Kämpfer von Vietcong und Nordvietnamesischer Armee (NVA) zur Eroberung von zahlreichen Provinz- und Distrikthauptstädten an. Insgesamt verloren die NVA und der Vietcong mit über 50.000 Toten und Gefangenen mehr als die Hälfte ihrer eingesetzten Kräfte während der Tet-Offensive. Keine der eroberten Städte konnte gehalten werden, die erwartete Unterstützung durch die südvietnamesische Bevölkerung blieb aus. Militärisch war die Offensive eine schwere Niederlage für die NLF, insbesondere der Vietcong war so stark dezimiert, dass von diesem Zeitpunkt an reguläre nordvietnamesische Truppen die Hauptträger des Kampfes in Einheiten wurden, die nur noch dem Namen nach Vietcong-Einheiten waren. Psychologisch jedoch war dies der Wendepunkt im Vietnamkrieg, denn die überraschende Offensivkraft des Gegners, den man am Rande des Zusammenbruches glaubte, überzeugte viele Amerikaner von der Unmöglichkeit des Sieges. Inzwischen wuchs in der amerikanischen Bevölkerung die Stimmung, von der Regierung mittels eines Krieges ohne klaren Anfang oder sicheres Ende in die Irre geführt zu werden. Als General Westmoreland verlangte, weitere Truppen nach Vietnam zu senden, erreichte Clark Clifford, seit dem 1. März 1968 Nachfolger McNamaras im Amt des Verteidigungsministers, dass Präsident Johnson diese Bitte ausschlug. Er ging in seiner Besorgtheit um die Auswirkungen weiterer möglicher Hiobsbotschaften aus Vietnam auf die öffentliche Kriegsmoral in den USA sogar noch weiter. Zu Beginn der Belagerung von Khe Sanh, einem stark befestigten Außenposten der Marines hoch im Norden Südvietnams, nahe der entmilitarisierten Zone, verlangte er von seinen Stabschefs eine schriftliche Garantie, dass dieser Posten gehalten werden konnte. Dies gelang, nach 77 Tagen Belagerung erzielte die Operation Pegasus den Durchbruch von außen. Auch hier war das militärische Ergebnis für die NVA katastrophal: Während die Zahl der Gefallenen und Verwundeten bei den südvietnamesischen und US-Truppen insgesamt unter 2.000 lag, verloren die Nordvietnamesen nach Schätzungen 10.000-15.000 Mann. Doch die nach Ansicht vieler Militärhistoriker einzig strategisch folgerichtige Antwort, um den Krieg siegreich beenden zu können, die Invasion nach Nordvietnam hinein, wagte die amerikanische Regierung, gleichermaßen aus Furcht vor der öffentlichen Meinung und einem offenen Eingreifen Chinas in den Krieg, nicht.

Widerstand gegen den Krieg

Khe Sanh Khe Sanh Bereits zu Beginn der Auseinandersetzungen ab 1964 gab es eine relativ kleine Oppositionsbewegung gegen den Krieg in den USA, insbesondere in den Hochschulen. Je länger der Krieg andauerte, desto stärker untergruben die täglichen Berichte von der Front die Moral der Zuschauer in den USA und förderten weltweit die Antikriegsbewegungen. In der Bundesrepublik Deutschland bildete der Vietnamkrieg eine wesentliche Voraussetzung für das Aufkommen der oppositionellen, so genannten "neuen Linken". Durch die neuen Medien wirkte der Krieg in besonderer Eindrücklichkeit und Stärke – er wurde der "erste Fernsehkrieg" genannt. Die Journalisten durften in Wort und Bild unzensiert aus den Kampfgebieten berichten. Ab 1965 wuchs die Antikriegsstimmung in Amerika und erreichte ihren Höhepunkt 1968, infolge der Tet-Offensive. Die amerikanische Bevölkerung konnte diese und insbesondere die Kämpfe in Saigon vor dem Fernseher mitverfolgen und bekam einen „kollektiven Schock“. Die Bilder der rund 700 Journalisten vor Ort zeigten verletzte Soldaten, mit Leichen übersäte Straßen und zerbombte Städte in Gebieten, die seit längerem von US-Truppen kontrolliert schienen. Vielen wurde auf einmal klar, dass der Krieg keineswegs bald gewonnen sein würde. Der CBS-Nachrichtensprecher Walter Cronkite formulierte dies mit den Worten: „Was um alles in der Welt geht dort vor? Ich dachte, wir wären dabei, diesen Krieg zu gewinnen!“ Je deutlicher sich die öffentliche Meinung gegen den Krieg wendete, desto häufiger zeigten die Berichte auch dessen dunkle Seite. Da die Reporter direkt mit den amerikanischen Soldaten unterwegs waren, erlebten sie die Gräuel des Krieges hautnah mit und berichteten anschließend darüber. Am 1. Februar 1968 wurde ein Vietcong durch den südvietnamesischen Polizeichef Nguyen Ngoc Loan standrechtlich hingerichtet. Loan schoss den Verdächtigen auf offener Straße vor Journalisten in den Kopf. Die filmisch und fotografisch dokumentierte Exekution bewirkte ein weiteres Anwachsen der öffentlichen Kritik in den USA am Krieg und trug maßgeblich dazu bei, die weltweite Antikriegsstimmung zu verstärken. Das Foto erschien auf zahlreichen Titelseiten und der Fotograf Eddie Adams gewann schließlich sogar den Pulitzer-Preis dafür. Jedoch bereute er später, das Foto veröffentlicht zu haben, da es seiner Meinung nach falsch interpretiert worden war, und verteidigte mehrmals öffentlich den ehemaligen Polizeichef. Laut Loan war der Vietcong vor seiner Exekution der Anführer einer Gruppe, die die Familie eines Polizeioffiziers ermordet hatte. Ein anderes Bild, das zwar erst 1972 aufgenommen wurde, gilt heute wohl als das bekannteste Foto des Vietnamkrieges. Es zeigt eine Gruppe von angsterfüllten vietnamesischen Kindern, die vom Ort eines Gefechts, direkt auf den Fotografen Nick Ut zugelaufen kommen. In der Mitte dieses Bildes sieht man Kim Phuc, ein kleines Mädchen, das nach einem Napalm-Angriff schwerste Verbrennungen am ganzen Körper erlitten hatte. Das Foto entstand nahe dem Dorf 'Trang Bang' als ein südvietnamesischer Pilot beim Angriff auf eine nordvietnamesische Stellung fälschlicherweise eigene Soldaten und Zivilisten attackierte. Das Bild wurde zum Symbol für die Grausamkeiten des Vietnamkrieges und gewann ebenfalls einen Pulitzer-Preis. 'Kim Phuc' überlebte ihre schweren Verbrennungen und setzt sich heute als ehrenamtliche UNESCO-Botschafterin für Frieden ein. In den USA bestand damals noch Wehrpflicht (die seitdem ausgesetzt, aber nicht abgeschafft ist). Viele junge Männer fürchteten, nach Vietnam gesandt zu werden; Hunderte flüchteten nach Kanada oder Schweden, um der Einberufung zu entgehen. Einige ließen sich wehruntauglich schreiben, andere zögerten die Frist studienbedingt hinaus. Wieder andere gingen zur Nationalgarde oder traten dem Friedenskorps bei, um Vietnam zu vermeiden. Die USA begriffen, dass die südvietnamesische Regierung eine feste Basis im Volk benötigte, wenn sie den Aufstand überleben wollte. Um dieses Ziel, "die Herzen und den Verstand" des vietnamesischen Volkes zu gewinnen, wurden die Einheiten der US-Armee als "Zivilschutz"-Einheiten deklariert. Ein Teil der Truppen sollte sich am "nationalen Aufbau" betätigen: Dem Bau (oder Wiederaufbau) von Schulen, öffentlichen Gebäuden, Straßen und anderer Infrastruktur; medizinische Programme für Zivilisten, die keinen Zugang zu medizinischer Hilfe hatten; Erleichterung von Mitarbeit unter den örtlichen zivilen Verantwortlichen; Hygiene und andere Maßnahmen für Zivilisten etc. Die Vietcong bemühten sich nach Kräften, diese Politik, die "Herzen und den Verstand" des vietnamesischen Volkes zu erobern, zu behindern, indem Kollaborateure in der Bevölkerung und Angehörige der Ortsverwaltungen nachts erschossen wurden. Zudem kam es häufig zu Kollisionen mit militärischen Aspekten des Krieges, dem auch viele vietnamesische Zivilisten zum Opfer fielen. Die politischen Richtlinien legten das Hauptgewicht auf das "Leichenzählen" (engl.: body count) als Maß des militärischen Erfolges. Die südvietnamesische Regierung bekämpfte die politische Opposition durch Maßnahmen wie Folter, politische Gefangenschaft und die Durchführung einer Einmannwahl zum Präsidenten 1971. Die meisten Amerikaner unterstützten zu diesem Zeitpunkt die Fortführung des Krieges. Neben dem antikommunistischen Kampf gemäß der Domino-Theorie sah man in der Verhinderung einer kommunistischen Übernahme der Regierungsgewalt in Südvietnam eine vornehmliche Aufgabe. Viele Amerikaner fürchteten auch einen Gesichtsverlust im Falle eines Ausstiegs aus dem Krieg, was Präsident Nixon allerdings später selbst einen "ehrenvollen Frieden" nannte. Nicht zuletzt die Veröffentlichung der Pentagon-Papiere durch Daniel Ellsberg, einen zeitweiligen Mitarbeiter des Pentagon, der an der Planung des Vietnamkriegs teilgenommen hatte, öffnete einer breiten amerikanischen Öffentlichkeit die Augen: Republikanische wie demokratische Präsidenten hatten entgegen den Durchhalteparolen Kenntnis davon, dass das amerikanische Oberkommando und verschiedene Fachleute im Pentagon und State Departement davon ausgingen, dass der Krieg für Amerika nicht zu gewinnen sei, wenn das amerikanische Engagement nicht massiv um ein Vielfaches gesteigert würde. Barry Goldwater, der republikanische Senator von Arizona und Gegenkandidat von Präsident Johnson brachte es auf den Punkt: "Either you fight the war or you better leave it." (Entweder kämpft man den Krieg oder man lässt ihn besser bleiben.) Das amerikanische Volk wurde durch den Krieg polarisiert: Unterstützer des US-Engagements befürchteten, dass andere Nationen in Südostasien (gemäß der Domino-Theorie) binnen kurzer Zeit unter kommunistische Kontrolle gelangten, sobald der Süden in kommunistische Hände fiele. Kriegsgegner brachten vor, dass der verbündeten Regierung von Südvietnam jede politische Legitimität fehle und dass die Unterstützung des Krieges unmoralisch sei. Aus militärischer Sicht betonten Kritiker, dass hier ein eigentlich politischer Konflikt militärisch ausgetragen werde und dem militärischen Vorgehen klare Zielsetzungen fehlten. Einige Antikriegsaktivisten waren selbst Vietnamveteranen, was die Organisation "Vietnamveteran gegen den Krieg" zeigte. Die US-Schauspielerin Jane Fonda besuchte während des Krieges das nordvietnamesische Hanoi, was ihr starke Anfeindungen einbrachte. Inzwischen bereute sie ihre Tat. Anders als bei vorhergegangenen amerikanischen Kriegen wurden die vom Vietnamkrieg heimkehrenden Soldaten nicht als Helden verehrt; Soldaten wurden manchmal sogar wegen Kriegsverbrechen verurteilt. 1968 begann Präsident Lyndon B. Johnson seine Wiederwahlkampagne. Ein Mitglied seiner eigenen Partei, Eugene McCarthy, trat gegen ihn mit einer Antikriegsplattform an. McCarthy verlor die erste Vorwahl in New Hampshire, aber er schnitt überraschend gut gegen den Amtsinhaber ab. Im weiteren Verlauf des Vorwahlkampfs hielt der Präsident am 31. März eine überraschende Fernsehansprache, in der er die Pariser Friedensgespräche mit Vietnam ankündigte. Nach der Niederlage Johnsons im Wahlkampf trat Robert Kennedy für die Antikriegsplattform an. Auch Johnsons Vizepräsident, Hubert Humphrey trat an und versprach, die südvietnamesische Regierung weiterhin zu unterstützen. Robert Kennedy wurde in jenem Sommer ermordet; Humphrey gewann die Nominierung der Demokraten und trat gegen Richard Nixon zur Wahl an. Während des Wahlkampfes behauptete Nixon, einen geheimen Plan zur Beendigung des Krieges zu haben. Die Opposition gegen den Vietnamkrieg in Australien verfolgte eine ähnliche Linie wie die der USA, besonders mit dem Widerstand zur Einberufung. Der australische Ausstieg aus dem Krieg begann 1970 unter John Gorton und wurde 1972 unter Gough Whitlam abgeschlossen. Am 21. Januar 1977 begnadigte Präsident Jimmy Carter diejenigen Amerikaner, die aus Protest gegen den Vietnamkrieg die Steuerzahlung verweigert oder gekürzt hatten.

Moderne Kriegsführung

Jimmy Carter Jimmy Carter Jimmy Carter in Vietnam]] Der Vietnamkrieg bot den durch den kalten Krieg hochgerüsteten Vereinigten Staaten die seltene Gelegenheit, ihre neu entwickelten Waffen zu erproben und auch gegen sowjetisches Kriegsgerät einzusetzen, um ihre Wirkung auch für den Fall eines globalen Konflikts mit der UdSSR einzuschätzen. Die technische Überlegenheit lag zu jeder Zeit des Konflikts auf Seiten der Amerikaner. Jagdbomber wie die F-4 Phantom sicherten die Lufthoheit, strategische Bomber, die in Guam aufstiegen, ermöglichten Flächenbombardements des Dschungels, nicht zuletzt mit dem zu dieser Zeit noch nicht geächteten Napalm. Bereits 1972 setzt die amerikanische Luftwaffe Bomben mit eingebauten Fernsehkameras ein, mit Hilfe deren Bildern sie noch im Flug die Präzision der Zielerfüllung überprüfen kann. Schon zu diesem Zeitpunkt veröffentlichte die amerikanische Luftwaffe Bilder aus einer amerikanischen Bombe, die gegen eine Brücke in Nordvietnam abgeworfen wurde. All diese Vorteile wurden jedoch zunichte gemacht durch den Dschungel, der den Waffensystemen meist die Sicht nahm und dem Viet Cong perfekte Deckung gab, beispielsweise für Hinterhalte. Des Weiteren neigten die oft unerfahrenen amerikanischen Soldaten dazu, gleich ihre kompletten Magazine im Dauerfeuer zu leeren, was u. a. auch zu einer Änderung des Dauerfeuermodus in einen 3-Schuss-Modus in den nachfolgenden M16 Versionen führte. Es wird auch immer gesagt, dass pro getötetem Feind 50.000 Schuss benötigt worden sind, hier wurde aber jegliche Art von Patronenmunition gezählt (also auch Gatling Guns in Hubschraubern) und außerdem jeder getötete Feind in diese Rechnung mit einbezogen, gleich ob er durch eine Mine, durch einen Schuss oder eine Bombe starb. Gatling Insbesondere der exzessive Gebrauch von Luft- und Artillerieunterstützung sowie die amerikanische Doktrin der großen Feuerkraft auf mittlere Distanz, welche eingeführt wurden, um die eigenen Verluste möglichst zu minimieren, führten zu hohen Opferzahlen unter der Zivilbevölkerung. Dies hatte wiederum zur Folge, dass jede größere Militäraktion der US-Armee v.a. unter der Landbevölkerung zahlreiche kommunistische Sympathisanten heranzog. Das militärische Potenzial der Vietnamesen war sehr begrenzt. Die gelieferte Waffentechnik der UdSSR war nicht vergleichbar mit der Waffentechnik der amerikanischen Truppen, zumal eine professionelle Bedienung fehlte. Die (einfallsreichen) Guerilla-Taktiken von General Giap jedoch erwiesen sich als ausgesprochen wirkungsvoll gegen die im Dschungelkrieg unausgebildeten, meist sehr jungen Amerikaner. Daneben müssen die Leidensbereitschaft der kommunistischen Seite und die Kriegsmüdigkeit der südvietnamesischen städtischen Zivilbevölkerung als entscheidende Komponenten hervorgehoben werden.

Die Vietnamisierung

Giap Nach seiner Wahl begann Präsident Nixon seine Politik des langsamen Ausstieges aus dem Krieg. Das Ziel war, die südvietnamesische Armee stufenweise aufzubauen, damit sie den Krieg eigenständig führen konnte. Diese Politik wurde der Grundstein der so genannten Nixon-Doktrin. In Bezug auf Vietnam wurde die Doktrin Vietnamisierung genannt. Das Ziel der Vietnamisierung war, der südvietnamesischen Armee zu ermöglichen, selbst der Nationalen Befreiungsfront und der nordvietnamesischen Armee standzuhalten. Während dieser Periode begannen die USA, nach und nach ihre Truppen aus Vietnam abzuziehen. Die Bombardements wurden jedoch unvermindert fortgesetzt. Allerdings starben immer mehr amerikanische Soldaten, und unter Nixon wurden mehr Bomben geworfen als unter Johnson, so dass eine Lösung der USA aus dem Krieg nicht erkennbar wurde. 1970 ordnete Nixon einen militärischen Überfall auf Kambodscha an, um die an Südvietnam grenzenden Rückzugsgebiete der nationalen Befreiungsfront zu zerstören. Diese Tätigkeit löste weitere Proteste in amerikanischen Hochschulen aus. Am Campus der Kent State Universität kam es ab 1. Mai zu mehrtägigen Demonstrationen. Am 4. Mai wurden dabei vier Studenten von Truppen der Nationalgarde erschossen und weitere neun verletzt (bekannt als „Kent State shootings“). Eine Absicht des Überfalls auf Kambodscha war, die kommunistischen Streitkräfte tiefer nach Kambodscha zu treiben, um das Land zu destabilisieren, was ein Faktor für den Aufstieg der Roten Khmer war, die 1975 an die Macht kamen. Das Ziel der Angriffe war eigentlich, die Nordvietnamesen an den Verhandlungstisch zurückzubringen, um sie mit in die südvietnamesische Regierung zu holen. Es wurde auch behauptet, dass die Zahl der amerikanischen und südvietnamesischen Opfer verringert werde, wenn die Militär- und Versorgungseinrichtungen der Kommunisten zerstört würden. Mit amerikanischer Luft- und Artillerieunterstützung drangen südvietnamesische Truppen am 13. Februar 1971 nach Laos ein. Während der Wahl 1972 war der Krieg noch einmal ein Hauptthema in den USA. Der Antikriegskandidat George McGovern trat gegen Präsident Nixon an. Nixons Außenminister Henry Kissinger erklärte kurz vor der Wahl, dass „der Frieden vor der Tür“ stehe, womit er McGovern schlug, der warnend auf eine Eskalation des Krieges hingewiesen hatte. Jedoch wurde ein Friedensvertrag bis zum nächsten Jahr nicht abgeschlossen, woraus viele schlossen, dass Kissingers Ankündigung ein politischer Trick gewesen war. Kissingers Fürsprecher erklärten, die nordvietnamesischen Unterhändler hätten Kissingers Äußerung als Gelegenheit gebraucht, die Regierung Nixon in Verlegenheit zu bringen, um sie am Vermittlungstisch zu schwächen. Die USA führten das schwere Bombardement Nordvietnams weiter bis zum 30. Dezember 1972.

Das Ende des Krieges

1972 1972 Am 15. Januar 1973 gab es einen Fortschritt in den Friedensverhandlungen: Präsident Nixon verkündete die Beendigung der Offensive in Nordvietnam, der später ein einseitiger Rückzug der US-Truppen aus Vietnam folgte. Die Pariser Friedensverträge wurden am 27. Januar 1973 unterzeichnet, womit die USA offiziell ihre Einmischung in den Vietnamkonflikt beendeten. Die ersten amerikanischen Kriegsgefangenen wurden am 11. Februar von Nordvietnam entlassen. Die Friedensvereinbarung hielt jedoch nicht lange. Obgleich Nixon Südvietnam versprochen hatte, im Falle einer bröckelnden militärischen Situation Militärunterstützung zur Verfügung zu stellen, stimmte der Kongress gegen jede weitere Finanzierung militärischer Tätigkeiten in der Region. Nixon kämpfte auch um sein politisches Überleben im anwachsenden Watergate-Skandal, also unterblieb die versprochene Militärunterstützung. Die Wirtschaftshilfe wurde zwar weitergeführt, hatte aufgrund der verbreiteten Korruption in der südvietnamesischen Regierung allerdings wenig Verbesserungen für die Bevölkerung zur Folge. Der 94. Kongress stimmte schließlich für ein Beenden aller Hilfen. Anfang 1975 drang der Norden in den Süden ein und brachte das Land unter seine Kontrolle. Saigon wurde am 30. April 1975 eingenommen. Erst gegen acht Uhr am Morgen wurden die letzten Angehörigen des US-Marine-Corps vom Dach der US-Botschaft ausgeflogen. Nordvietnam vereinigte Nord- und Südvietnam am 2. Juli 1976 zur Sozialistischen Republik Vietnam. Saigon wurde in Ho-Chi-Minh-Stadt umbenannt, zu Ehren des ehemaligen Präsidenten von Nordvietnam.

Täter und Opfer

Kriegsverbrechen

Der Vietnamkrieg wurde zum Teil auf äußerst menschenverachtende und grausame aber auch extrem umweltschädigende Weise geführt. So setzten die USA das Herbizid Agent Orange ein, welches als Entlaubungsmittel den Vietcong die Deckung im Dschungel nehmen sollte. Agent Orange ist ein sehr starkes dioxinhaltiges Gift, das krebserregend wirkt und das Erbgut schädigt. Selbst Jahrzehnte später werden dadurch in Vietnam missgebildete Kinder geboren. Weiterhin wurde auch das Gift Dimethylarsinsäure (Agent Blue) eingesetzt, um die Reisernten zu vernichten. Die USA weigern sich bis heute, der Republik Vietnam hierfür Reparationen zu zahlen. Der Vietnamkrieg war durch weitere diverse Kriegsverbrechen gekennzeichnet. Das Massaker von My Lai (oder Massaker von Son My nach dem damaligen vietnamesischen Namen des Dorfes) ist das bekannteste der amerikanischen Einzelverbrechen in Vietnam: Am 16. März 1968 überfiel eine Einheit der US-Armee unter Leitung von Lieutenant William Calley und Sergeant Walter Faber das der Kollaboration mit den Nordvietnamesen verdächtigte südvietnamesische Dorf My Lai. In wenigen Stunden wurden etwa 400 bis 500 Zivilisten beider Geschlechter und aller Altersstufen umgebracht und danach das Dorf niedergebrannt. Einige Bewohner wurden auch vergewaltigt und gefoltert. Kaum ein Soldat verweigerte den Befehl zum Mord. Lediglich ein Hubschrauberpilot zwang die Soldaten durch die Drohung, seinen Bordschützen mit dem MG auf sie feuern zu lassen, einige Frauen und Kinder zu verschonen, die er evakuierte. Hintergrund dieses Verbrechens war allerdings nicht ein besonderer Blutdurst des Lieutenants Calley. Vielmehr war er als besonders schlechter Offizier bekannt, der unter dem Druck seines Captains Medina glaubte, befehlsgemäß zu handeln. Später, am 5. Dezember 1969 wurde im Life-Magazin ein ausführlicher Artikel über das Massaker von My Lai veröffentlicht: Die Weltöffentlichkeit reagierte schockiert. Seymour Hersh, der Journalist, der die Umstände der Tragödie recherchiert hatte, bekam 1970 den Pulitzer-Preis für internationale Berichterstattung. Jahre später und nach massivem Druck der Kriegsgegner in den USA wurde das Verbrechen offiziell zur Kenntnis genommen. Lediglich William Calley wurde 1971 zu lebenslanger Haft verurteilt, wovon er aber nur 3 Jahre absitzen musste, um anschließend nur noch unter "Hausarrest" zu stehen. Schon 1974 wurde er von Präsident Nixon auf öffentlichen Druck begnadigt. Calley hat sich bis heute nicht für das Massaker entschuldigt. Heute weist eine Mahn- und Gedenkstätte auf die damaligen Vorkommnisse hin. Ein anderes Beispiel für amerikanische Kriegsverbrechen wurde im Jahr 2003 durch die amerikanische Zeitung Toledo Blade im Rahmen einer Artikel-Serie über die Tiger Force enthüllt. Die Zeitung wurde dafür anschließend mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet. Die südvietnamesische Armee beging Verletzungen der Genfer Konvention zum Schutz von Kriegsgefangenen zahlreich und regelmäßig. Diese reichten von Schlägen beim Verhör bis zu Folter durch Untertauchen in einem Wasserfass und Stromschlägen. Zwar gibt es auch Berichte über Kriegsverbrechen auf nordvietnamesischer Seite, wie Massaker an Zivilisten in den Städten und Dörfern Südvietnams. Diese sind allerdings weniger gut bekannt, da sie auf Grund der Niederlage des Saigoner Regimes in der Geschichtsschreibung des vereinigten Vietnams keinen Raum finden und der Westen sich zumeist mit der Rolle der USA auseinandersetzt. Doch wurden allein während der Besetzung von Hué, im Rahmen der Tet-Offensive, 2000 Zivilisten von den kommunistischen Truppen exekutiert.

Kriegsopfer

der Westen der Westen Die Zahl der Kriegstoten ist schwer zu schätzen, da amtliche Aufzeichnungen schwierig zu finden oder nicht vorhanden sind und viele der Getöteten aufgrund der verheerenden Bombardierungen kaum noch zu identifizieren waren. Viele Jahre unterdrückte Nordvietnam aus propagandistischen Gründen die Veröffentlichung der korrekten Opferzahl. Es ist auch schwierig, genau zu bestimmen, wer als "Vietnamkriegsopfer" gilt; noch heute werden Menschen durch abgeworfene Sprengkörper getötet. Vergiftungen und Umweltschäden durch weitflächigen Einsatz von Agent Orange, gewaltige soziale Probleme, die ein verwüstetes Land mit so vielen Toten mit sich bringt sowie die Verkürzung der Lebenserwartung wirken bis in die Gegenwart. Die niedrigsten Opferschätzungen, basierend auf zuletzt veröffentlichten nordvietnamesischen Aussagen, belaufen sich auf 1,5 Millionen getötete Vietnamesen. Vietnam gab am 3. April 1995 Zahlen frei, wonach insgesamt eine Million vietnamesische Kämpfer und vier Millionen Zivilisten im Krieg getötet wurden. 58.226 amerikanische Soldaten starben im Krieg oder sind vermisst. Australien verlor ca. 500 der 47.000 nach Vietnam entsandten Soldaten; Neuseeland verlor 38 Soldaten. Nach dem Krieg führten die rigorosen Maßnahmen der kommunistischen Sieger, einschließlich der Gefangenenlager und "Umerziehung" zu einem Exodus von 1,4 Millionen Südvietnamesen, zumeist chinesischer Abstammung. Viele dieser Flüchtlinge flohen mit nur sehr schmalen Booten über den Pazifik und wurden als Boat People bekannt. Sie wanderten nach Hongkong, Frankreich, Kanada, in die USA und andere Länder aus. Eine Reihe durch den Vietnamkrieg ausgelöster Traumatisierungen und Krankheiten prägen bis heute das Leben vieler, die diese Zeit erlebt und durchlitten haben.

Zeittafel


- 1945 Nachdem Japan aus Vietnam abgezogen war, übernahmen die Kommunisten die Führung im Norden Vietnams. Ho Chi Minh ruft in Hanoi die unabhängige Demokratische Republik Vietnam aus.
- 1946 In Südvietnam wird von Frankreich eine Gegenregierung eingesetzt.
- 1950 Während die Regierung in Nordvietnam von der Sowjetunion und China anerkannt wird, unterstützen die USA und Großbritannien Südvietnam.
- 1954 In Genf wird auf der Indochina-Konferenz beschlossen, dass Vietnam entlang des 17. Breitengrades vorläufig geteilt wird. Außerdem werden freie Wahlen vorbereitet.
- 1955 Die amerikanische Regierung beginnt Südvietnam militärisch zu unterstützen. (350 Offiziere für die Ausbildung und Organisation der südvietnamesischen Armee)
- 1956 Aus Angst vor einem kommunistischen Wahlsieg verhindert der südvietnamesische Machthaber Diem die gesamtvietnamesischen Wahlen.
- 1960 In Südvietnam bildet sich die Guerillaorganisation Vietcong.
- 1962 Seitens den USA wird der Bestand an militärischen Beratern von 700 auf 16.000 vervielfacht.
- 1964 Im Golf von Tonking wird der US-Zerstörer "Maddox" von nordvietnamesischen Streitkräften angegriffen. Allerdings befand sich der US-Zerstörer nicht, wie von US-Seite behauptet, in internationalen Gewässern, sondern bereits in von Nordvietnam beanspruchtem Seegebiet. Auf Grund dieses inszenierten Vorfalls beschließt der US-Kongress Präsident Lyndon B. Johnson freie Hand bei Militäreinsätzen in Vietnam zu gewähren.
- 1965 Die Operation Rolling Thunder bildet mit schweren Bombardements in Nordvietnam den Auftakt des Vietnamkrieges. Bis zum Jahresende werden in Südvietnam 200.000 US-Soldaten stationiert.
- 1966 Im Laufe des Jahres wird das amerikanische Truppenkontingent in Südvietnam auf 400.000 Soldaten erweitert. der Massenprediger Billy Graham veranstaltet Truppenbesuche und Großveranstaltungen (so genannte Crusades (engl. für Kreuzzüge)) zu Weihnachten 1966 und in den Folgejahren.
- 1967 Mittlerweile werden in den USA zunehmend Proteste gegen den Krieg registriert. Der Aufmarsch wird jedoch fortgesetzt, so dass sich zum Jahresende 500.000 US-Soldaten in Vietnam befinden.
- 1968 Während der so genannten "Tet-Offensive"des Vietcongs geraten die US-Truppen anfangs in Bedrängnis. Die Offensive wurde jedoch schnell gestoppt und war militärisch gesehen ein Fehlschlag für Nordvietnam. Die Wirkung der Tet-Offensive auf die amerikanische Öffentlichkeit war jedoch fatal. Glaubte man bis dahin den Krieg gewinnen zu können, war die Bevölkerung regelrecht geschockt davon, dass Nordvietnam eine solch große Offensive durchführen konnte. Diese Offensive veränderte die öffentliche Meinung dahingehend, dass immer mehr US-Bürger gegen den Vietnam-Krieg waren. Präsident Johnson stoppt die Bombardierungen, während in Paris erste Friedensgespräche geführt werden. Richard Nixon wird neuer Präsident der USA. Sein Sicherheitsberater wird Henry Kissinger. In dem Dorf My Lai verüben US-Truppen ein Massaker an der Zivilbevölkerung.
- 1969 Unter dem Stichwort "Vietnamisierung" will Nixon die US-Truppen nach und nach aus Vietnam abziehen.
- 1971 Die südvietnamesische Armee marschiert mit Unterstützung der USA in Laos ein.
- 1972 Die nordvietnamesische Armee verletzt die Grenze entlang des 17. Breitengrades und betritt südvietnamesisches Gebiet. Die U.S. Air Force verschärft erneut ihre Bombardierungen in Nordvietnam.
- 1973 In Paris wird das Waffenstillstands-Abkommen geschlossen und markiert den Austritt der USA aus dem Vietnamkrieg. Bis März 1973 verlassen die amerikanischen Truppen das Land. Der Bürgerkrieg ist jedoch nicht beendet.
- 1975 Mit der Eroberung Saigons am 30. April durch kommunistische Truppen findet der Vietnamkrieg sein Ende.

Filme

Der Vietnam-Konflikt wurde zwar in verschiedenen Filmen thematisiert bzw. diente als Handlungskulisse; eine angemessene Aufarbeitung steht jedoch bis heute aus. Kritische US-Filme sind:
- Full Metal Jacket (Stanley Kubrick)
- Apocalypse Now (Francis Ford Coppola)
- Platoon (Oliver Stone)
- Die durch die Hölle gehen (Deer Hunter) (Michael Cimino)
- Geboren am 4. Juli (Oliver Stone)
- Hamburger Hill (John Irvin)
- Wir waren Helden (We Were Soldiers) (Randall Wallace)
- Die Verdammten des Krieges (Brian De Palma)
- Coming Home (Hal Ashby)
- Good Morning, Vietnam (Barry Levinson)
- Tigerland (Joel Schumacher)
- Heimatfront (Emilio Estevez)
- Zwischen Himmel und Hölle (Oliver Stone)
- Jacob´s Ladder (Adrian Lyne)
- In the Year of the Pig (1969) (Emile de Antonio)
- Dien Bien Phu (Pierre Schoendoerfer)
- Dear America (Briefe aus Vietnam) Dokumentation
- [http://www.edokus.de/doku.php?id=284 Apokalypse Vietnam] (Dokumentation von Sebastian Dehnhardt, Jürgen Eike und Wolfgang Wegner für den MDR, 2005, 2 DVDs, ca. 225 Min.) "Die Geschichte des Vietnam-Krieges wird vornehmlich aus westlicher Sicht erzählt. Hollywood entdeckte den Krieg als Filmstoff. Die zweiteilige Dokumentation wertet Filmarchive in Hanoi und Saigon aus, gedreht von vietnamesischen Frontkameraleuten. So ergeben sich völlig neue Einblicke in die Geschichte dieses Krieges." Es ist bei diesen Filmen, wie auch bei anderen durchaus kritischen amerikanischen Aufarbeitungen des Vietnamkriegs, auffällig, dass durchweg im wesentlichen die Leiden der Soldaten dargestellt werden aber kaum die der vietnamesischen Bevölkerung.

Literatur


- Paul Elliott: Vietnam - Conflict & Controversy, 1998, ISBN 1-85409-320-7
- Seymour Hersh: My Lai 4: A Report on the Massacre and its Aftermath, 1970, ISBN 0-39443-737-3, siehe auch Massaker von My Lai
- Oriana Fallaci: Wir, Engel und Bestien, 1974, ISBN 3-423-10259-4
- Marc Frey: Geschichte des Vietnamkriegs, 2002, ISBN 3-40645-978-1
- Michael Herr: An die Hölle verraten, 1979, ISBN 3-8077-0101-X
- Seymour Hersh: My Lai 4: A Report on the Massacre and its Aftermath, 1970, ISBN 0-39443-737-3
- Peter Jaeggi: Als mein Kind geboren wurde, war ich sehr traurig, 2000, ISBN 3-85787-298-5
- Gabriel Kolko: Anatomy of a War. Vietnam, the United States and the Modern Historical Experience, 2001 (urspr. 1987) ISBN 1-842-12286-X
- Gabriel Kolko: Vietnam: Anatomy of a Peace, 1997, ISBN 0-415-15990-3
- Robert S. McNamara und Brian VanDeMark: Vietnam - Das Trauma einer Weltmacht, 1995, ISBN 3-45511-139-4
- Lt. Gen. Harold G. Moore & Joseph L. Galloway: "We Were Soldiers Once...And Young", 2002, ISBN 0-06-050698-9
- Jonathan Neale: Vietnam. Der amerikanisch Krieg 1960-1975, 2004, ISBN 3-926529-17-2
- Peter Scholl-Latour: Der Tod im Reisfeld, 1981, ISBN 3-54833-022-3
- Neil Sheehan: Die große Lüge, 1992, ISBN 3-20351-149-5
- Rolf Steininger: Der Vietnamkrieg, 2004, ISBN 3-596-16129-0
- William A. Williams: America in Vietnam: A Documentary History, 1989, ISBN 0-38519-752-7

Siehe auch

Rote Khmer, Liste von Kriegen, Liste von Schlachten

Weblinks


- [http://www.weltdeswissens.com/vietnam.htm Vietnamkrieg A-Z]
- [http://www.vietnam-freunde.net/seite01/html/der_vietnamkrieg.html Vietnam-Freunde - Vietnamkrieg]
- [http://www.vietnampix.com/ The Vietnam War]
- [http://www.geschi.de/artikel/vietnamk.shtml Geschi.de - Der Vietnamkrieg]
- [http://www.vietvet.org/ Vietnam Veterans Homepage]
- [http://www.spartacus.schoolnet.co.uk/vietnam.html Spartacus schoolnet - Education on the Internet & Teaching History Online]
- [http://www.napalm-am-morgen.de/02_Der_Vietnamkrieg.html Napalm-am-Morgen.de]
- [http://www.clemson.edu/caah/history/FacultyPages/EdMoise/bibliography.html Vietnam War Bibliography von Edwin E. Moïse]
- [http://www.kriegsreisende.de/relikte/apocalypse.htm Der heimliche Krieg der CIA in Laos und Kambodscha]
- [http://www.sammler.com/bm/vietnam_krieg.htm Der Vietnamkrieg - Propagandakrieg auf Briefmarken]
- [http://www.geschichteinchronologie.ch/vietnam-index.html Der französische Vietnamkrieg - der "amerikanische" Vietnamkrieg. Chronologie zum Vietnamkrieg mit Schwerpunkt der Verbrechen der Kennedy- und Johnsonadministration]
- [http://vietnam.eqoop.de Zusammenfassung von Schülern]
- [http://www.earthstation1.com/Vietnam_War.htm The Historical Sound and Image Archiv - The Vietnam War] ja:ベトナム戦争 ko:베트남 전쟁 simple:Vietnam War th:สงครามเวียดนาม

Halong-Bucht

Die Halong Bucht ist ein rund 1500 km² großes Gebiet im Golf von Tonkin, im Norden Vietnams. Rund 3000, zumeist unbewohnte Inseln und Felsen ragen, zum Teil mehrere hundert Meter hoch, aus dem Wasser. Das Kalksteinplateau, auf dem die Bucht beheimatet ist, ist am Versinken. 1994 erklärte die UNESCO die Bucht zum Weltkulturerbe. <