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Good Bye Lenin!

Good Bye Lenin!

Der Film Good bye, Lenin! ist eine deutsche Tragikomödie aus dem Jahr 2003.

Handlung

Der Film erzählt die Erlebnisse der ostdeutschen Familie Kerner. Der Film beginnt im Sommer 1978, als sich der Familienvater in den Westen absetzt und seine Frau Christiane und die beiden Kinder Alexander und Ariane in der DDR zurücklässt. Zuerst von der Politik der DDR nicht sehr begeistert , beginnt Christiane nach schweren Depressionen sich für den Sozialismus einzusetzen. Elf Jahre später, am 7. Oktober 1989, soll die Mutter anlässlich des 40. Jahrestages der DDR eine Auszeichnung erhalten. Auf dem Weg dorthin wird sie zufällig Zeugin einer Demonstration, an der sich auch Alexander beteiligt. Als sie mit ansieht, wie die Demonstration von der Volkspolizei zerschlagen und Alexander festgenommen wird, bricht sie zusammen und fällt ins Koma. Wenige Wochen später fällt die Mauer. Auch sonst ändert sich einiges für die Kerners. Alexanders Betrieb wird abgewickelt, er ist nunmehr Vertreter für Satellitenschüsseln. Außerdem verliebt er sich in die russische Krankenschwester Lara. Seine Schwester Ariane bekommt einen Job bei Burger King und verliebt sich in einen Wessi. Im Juni 1990 dann wacht die Mutter plötzlich aus dem Koma wieder auf. Da für ihren Kreislauf die kleinste Aufregung gefährlich sein kann, darf sie auf keinen Fall von den tiefgreifenden Veränderungen der letzten Monate erfahren. Dies gestaltet sich schwieriger, als es zunächst anmutet. Vor ihrem Fenster etwa wird ein riesiges Coca-Cola–Plakat angebracht. Spreewaldgurken und Rotkäppchensekt sind jetzt noch schwieriger aufzutreiben als zuvor. Und als sie auch noch Alexander dazu überreden kann, ihr einen Fernseher ans Bett zu stellen, muss er mit seinem Kumpel Denis abends falsche Aktuelle-Kamera–Berichte drehen. Als sie von ihrer Familie eines Tages mit verbundenen Augen zur Datsche gefahren wird, enthüllt sie ihre große Lebensbeichte: ihr Mann hat sie nicht – wie immer behauptet – wegen einer anderen Frau verlassen, sondern wollte, dass sie mit den Kindern später in den Westen nachkommt. Jedoch konnte sie sich damals nicht dazu durchringen. Am selben Abend muss die Mutter plötzlich ins Krankenhaus eingeliefert werden. Alexander gelingt es, seinen Vater im Westen ausfindig zu machen und bewegt ihn zu einem Besuch bei ihr. Dennis und Alex produzieren einen letzten Bericht der Aktuellen Kamera, in dem Sigmund Jähn zum Staatsratsvorsitzenden ernannt wird und die DDR sich an ihrem 41. Jahrestag mit der BRD vereinigt. Drei Tage nach der tatsächlichen deutschen Einheit stirbt die Mutter.

Fehler im Film

Als Alex Kaffee und Gurken aus dem Westen in Gläser und Dosen von DDR-Produkten umfüllt, sieht man ein Päckchen Jacobs Kaffee. Das Jacobs-Logo auf der Packung ist allerdings nicht das Logo von damals sondern eine neue Version, die nach 2000 entwickelt wurde. Das "J" im Schriftzug stellt dabei eine stilisierte Kaffeetasse dar! Denis trägt mehrmals im Film ein schwarzes T-Shirt mit hellgrünen Mustern. Unter anderem hat er es in der Szene an, als er Alex seine Hochzeits-Videos zeigt. Zweifellos ist er ein Science-Fiction-Fan (er schneidet eine Anspielung auf 2001 - Odyssee im Weltraum in ein Video ein), denn er trägt ein Matrix-T-Shirt, mit der aus dem Film bekannten grünen Laufschrift. Im Drehbuch gab es Szenen, in denen Denis geradezu visionär von seinen Filmideen erzählt. Sämtliche "Ideen" hatten mit manipulierter Realitätswahrnehmung zu tun und wurden nach 1990 realisiert (z.B. Matrix). Im fertigen Film sind diese Szenen herausgeschnitten. Übrig blieb nur das Matrix-T-Shirt, das nun als vermeintlicher Fehler wahrgenommen wird, aber eigentlich eine Anspielung auf Denis "hellseherische" Fähigkeiten war.

Erfolge und Auszeichnungen

Der Film wurde in Ost und West zu einem ungeahnten Publikumserfolg und zum erfolgreichsten deutschen Film des Jahres 2003. Er wurde von mehr als sechs Millionen Kinobesuchern gesehen. „Good bye, Lenin!“ wurde mit neun Deutschen Filmpreisen 2003 ausgezeichnet: Bester Film (mit dem Filmpreis in Gold), Daniel Brühl als Bester Hauptdarsteller, Florian Lukas als Bester Nebendarsteller, Wolfgang Becker für die Beste Regie, Weitere hervorragende Leistungen für Schnitt, Szenenbild und Musik, sowie die Publikumspreise Deutscher Kinofilm des Jahres und Daniel Brühl in der Kategorie Schauspieler/in des Jahres. Am 6. Dezember 2003 wurde dem Film als erstem deutschen Film der Europäische Filmpreis Felix als Europäischer Film des Jahres verliehen. Ebenfalls erhielt Daniel Brühl als Europäischer Schauspieler des Jahres und Bernd Lichtenberg als Europäischer Drehbuchautor des Jahres einen Felix. Schließlich gingen auch alle drei Publikumspreise an Good bye Lenin!: Wolfgang Becker für den Besten Regisseur, Daniel Brühl für den Besten Schauspieler und Katrin Sass für die Beste Schauspielerin. Bei der Verleihung des französischen Filmpreises César wurde Good bye, Lenin! 2004 als bester europäischer Film ausgezeichnet. Auch der spanische Filmpreis Goya in der Kategorie bester europäischer Film ging 2004 an Good bye, Lenin!.

Weblinks


- http://www.good-bye-lenin.de – Original-Webseite zum Film
-
- [http://www.yanntiersen.com/ Yann Tiersen, Musikkomponist (unter anderem auch "Die fabelhafte Welt der Amélie")] Kategorie:Filmtitel Kategorie:Deutscher Film ja:グッバイ、レーニン!

Tragikomödie

Tragikkomödie – ursprünglich ein Schmähwort für "mangelhafte" Tragödien, deren leitende Figuren lächerliche Züge aufweisen oder deren Plot eine glückliche Schlusswendung nimmt. In der Tagikomödie schwankt der Zuschauer zwischen Liebe und Verachtung für dieselben handelnden Personen: in einem Moment verlacht er ihre Schwächen – im nächsten kommen sie ihm wie Stärken vor, und das Lachen darüber bleibt ihm im Halse stecken. Solche Doppeldeutigkeit galt selber zunächst als Schwäche eines Plots, ist aber mit der Moderne zu seiner besonderen Stärke umgewertet worden. Bekannte Autoren von Tragikomödien sind beispielsweise Max Frisch, Samuel Beckett und Friedrich Dürrenmatt.

Beispiele für Tragikomödien

Bühnenwerke:
- Gerhart Hauptmann: Die Ratten
- Carl Zuckmayer: Der Hauptmann von Köpenick
- Plautus : Amphitruo
- Friedrich Dürrenmatt: Die Physiker
- Pierre Corneille: Le Cid Filme:
- Fargo
- Forrest Gump
- American Beauty
- Einer flog über das Kuckucksnest
- Zeit der Zärtlichkeit
- Indien Kategorie:Literaturgattung Kategorie:Filmgenre !

7. Oktober

Der 7. Oktober ist der 280. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 281. in Schaltjahren).

Ereignisse


- 1571 - Schlacht von Lepanto
- 1879 - Bismarcks Bündnispolitik führt zum Abschluss eines Zweibundes zwischen Österreich-Ungarn und dem Deutschen Reich.
- 1905 - In Leipzig wird das nach Plänen von Hugo Licht errichtete Neue Rathaus eingeweiht.
- 1919 - Gründung der Koninklijke Luchtvaart Maatschappij (KLM). Sie ist die älteste, heute noch existierende Fluggesellschaft der Welt.
- 1929 - Gründung der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) in Altenberg
- 1944 - Im KZ Auschwitz-Birkenau findet ein Aufstand des jüdischen Sonderkommandos (die Häftlinge, die die Gaskammern und Krematorien bedienen mussten) statt. Weibliche Gefangene hatten Sprengstoff von einer Waffenfabrik eingeschmuggelt, das Krematorium IV wurde damit teilweise zerstört.
- 1949 - In Ost-Berlin setzt die Provisorische Volkskammer die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik in Kraft und vollzieht damit die Gründung der DDR.
- 1956 - Papst Innozenz XI. wird selig gesprochen.
- 1960 - Nigeria wird Mitglied bei den Vereinten Nationen.
- 1970 - Mit dem Nationalpark Bayerischer Wald wird der erste Nationalpark der Bundesrepublik Deutschland eröffnet.
- 1971 - Oman wird Mitglied bei den Vereinten Nationen.
- 1975 - Unterzeichnung des Vertrags zwischen DDR und UDSSR über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand
- 1977 - Die UdSSR erlässt eine neue Verfassung, 07.Oktober Tag der Vefassung.
- 1985 - Palästinensische Terroristen kapern das Kreuzfahrtschiff Achille Lauro.
- 1989 - In Schwante (Kreis Oranienburg) konstituiert sich im evangelischen Gemeindehaus die Sozialdemokratische Partei der DDR (SDP).
- 1989 - Auf der Berliner Karl-Marx-Allee findet anlässlich des 40. Jahrestages der DDR zum letzten Mal eine Ehrenparade der NVA und der Grenztruppen der DDR statt. Auf dem Alexanderplatz und vor dem Sitz der staatlichen NachrichtenAgentur ADN kommt es zu Protesten von DDR-Bürgern. In mehreren Städten der DDR (darunter in Leipzig, Magdeburg, Karl-Marx-Stadt, Plauen, Dresden, Potsdam und Arnstadt) finden Demonstrationen statt, die teilweise gewaltsam aufgelöst werden.
- 1991 - Litauen wird Mitglied in der UNESCO.
- 1991 - Zagreb, Kroatien, wird von Serbien bombardiert.
- 1992 - Georgien wird Mitglied in der UNESCO.
- 1997 - Inkrafttreten der neuen Verfassung in Polen
- 2000 - Henri, Großherzog von Luxemburg, Herzog von Nassau, wird Staatsoberhaupt in Luxemburg.
- 2000 - Vojislav Koštunica wird neuer Präsident der Bundesrepublik Jugoslawien.
- 2001 - Beginn des Krieges der USA gegen Afghanistan und die dort herrschenden Taliban, begründet als Folge der Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA.
- 2005 - Der Internationalen Atomenergieorganisation und deren Generaldirektor Mohammed el-Baradei wird der diesjährige Friedensnobelpreis zuerkannt.

Kultur


- 1600 - Uraufführung der Oper Il rapimento di Cefalo von Giulio Caccini im Palazzo Vecchio in Florenz, zur Hochzeit König Heinrichs IV. von Frankreich mit Maria von Medici.
- 1927 - Uraufführung der Oper Das Wunder der Heliane von Erich Wolfgang Korngold in Hamburg.
- 1939 - Uraufführung der Oper Die Kathrin von Erich Wolfgang Korngold an der Königlichen Oper in Stockholm.
- 2005 - Geschichte und Entwicklung der Wikipedia: Die deutschsprachige Wikipedia feiert mit dem Artikel über die Gemeine Binsenjungfer den 300.000 Artikel.

Religion


- 1518 - Martin Luther trifft in Augsburg ein, um dem päpstlichen Gesandten Thomas Cajetan Rede und Antwort zu stehen.

Katastrophen


- 1979 - Athen, Griechenland. Eine Douglas DC-8 der Swissair schießt bei starkem Regen und Aquaplaning über die Landebahn hinaus. 14 Menschen sterben.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1573 - William Laud, Erzbischof von Canterbury
- 1675 - Rosalba Carriera, venezianische Malerin
- 1697 - Giovanni Antonio Canal (Canaletto), italienischer Maler
- 1746 - William Billings, US-amerikanischer Komponist
- 1748 - Karl XIII., König von Schweden
- 1794 - Wilhelm Müller, deutscher Lyriker
- 1830 - Antonio Luigi Gaudenzio Giuseppe Cremona, italienischer Mathematiker und Politiker
- 1845 - Marie Heim-Vögtlin, erste Schweizer Ärztin
- 1847 - Nathan Zuntz, deutscher Mediziner jüdischen Glaubens
- 1862 - Otto Ernst, deutscher Schriftsteller
- 1870 - Uncle Dave Macon, US-amerikanischer Musiker
- 1871 - Georg Hermann, deutscher Schriftsteller jüdischer Herkunft
- 1880 - Paul Hausser, Schöpfer und Initiator der späteren Waffen-SS
- 1885 - Niels Bohr, dänischer Physiker und Chemiker
- 1897 - Elijah Muhammad, Gründer und langjähriger Leiter der Nation of Islam
- 1897 - Herman Nohl, Pädagoge und Philosoph
- 1900 - Heinrich Himmler, deutscher Politiker der NSDAP und oberster Chef der SS
- 1911 - Vaughn Monroe, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Bandleader
- 1916 - Walt Whitman Rostow, US-amerikanischer Ökonom und Wirtschaftshistoriker
- 1917 - June Allyson, US-amerikanische Schauspielerin
- 1919 - Georges Michel Claude Duby, französischer Historiker
- 1919 - Annemarie Renger, deutsche Politikerin (SPD)
- 1920 - Georg Leber, deutscher Politiker (SPD)
- 1925 - Fred Bertelmann, deutscher Sänger
- 1927 - Ronald D. Laing, britischer Psychiater
- 1927 - Al Martino, US-amerikanischer Sänger
- 1929 - Hans-Peter Dürr, deutscher Physiker und Autor
- 1931 - Desmond Tutu, südafrikanischer Bischof
- 1934 - Ulrike Meinhof, Mitbegründerin der Roten Armee Fraktion
- 1938 - Ann Haydon-Jones, britische Tennisspielerin
- 1939 - Harold Kroto, britischer Chemiker und Nobelpreisträger
- 1940 - Raimund Harmstorf, deutscher Schauspieler
- 1941 - Martin Murray, britischer Musiker
- 1941 - Tony Silvester, US-amerikanischer Sänger
- 1943 - Oliver North, US-amerikanischer Militär (Iran-Contra-Affäre)
- 1943 - Dino Valenti, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1943 - Alfred Finz, österreichischer Politiker
- 1944 - Eduard Geyer, deutscher Fußballspieler und Trainer
- 1945 - Kevin Godley, britischer Musiker und Songschreiber
- 1946 - Georg Danzer, österreichischer Liedermacher
- 1946 - Valeria Bufanu, rumänische Leichtathletin und Olympionikin
- 1946 - Robert Webber, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1947 - France Gall, französische Sängerin
- 1949 - David Hope, US-amerikanischer Musiker
- 1949 - Kieran Kane, US-amerikanischer Country-Sänger und Songwriter
- 1949 - Alice Walton, US-amerikanische Milliardärin
- 1950 - David Taylor, britischer Musiker
- 1951 - Enki Bilal, Comiczeichner und Illustrator
- 1951 - John Cougar Mellencamp, US-amerikanischer Musiker
- 1952 - Wladimir Putin, russischer Politiker und Präsident Russlands
- 1953 - Cathy Carsons, US-amerikanische Sängerin
- 1953 - Tico Torres, US-amerikanischer Drummer (Bon Jovi)
- 1953 - Ronald Worm, deutscher Fußballspieler
- 1954 - Peter Schoop, Vater von Luca Schoop
- 1955 - Yo-Yo Ma, US-amerikanischer Cellist
- 1957 - Jayne Torvill, britische Eiskunstläuferin
- 1958 - Sunnyi Melles, schweizerisch-österreichische Schauspielerin
- 1959 - Steven Erikson, kanadischer Schriftsteller
- 1968 - Thom Yorke, britischer Rockmusiker (Radiohead)
- 1971 - Anna Heesch, deutsche TV-Moderatorin
- 1972 - Anja Reschke, deutsche TV-Moderatorin
- 1979 - Joshua Horn, US-amerikanischer Sänger

Gestorben


- 981 - Ohtrich, deutscher Theologe und Philosoph
- 1242 - Juntoku, 84. Kaiser von Japan
- 1290 - Margarete (Schottland), schottische Königin
- 1488 - Andrea del Verrocchio, italienischer Maler und Bildhauer
- 1612 - Menso Alting, Prediger und Theologe der Reformationszeit
- 1792 - George Mason, US-amerikanischer Politiker und "Verfassungsvater"
- 1849 - Edgar Allan Poe, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1857 - Louis McLane, US-amerikanischer Außenminister
- 1904 - Isabella Bishop, englische Reiseschriftstellerin
- 1912 - Jakob Minor, österreichischer Literaturhistoriker
- 1915 - Friedrich Hasenöhrl, Physiker
- 1919 - Alfred Deakin, australischer Premierminister
- 1926 - Emil Kraepelin, Psychiater
- 1938 - Hermann Köhl, deutscher Flugpionier und erster Überquerer des Atlantiks in Ost-West-Richtung
- 1954 - Josef Opatoschu, jüddischer Schriftsteller
- 1959 - Mario Lanza, US-amerikanischer Sänger
- 1962 - Scrapper Blackwell, US-amerikanischer Blues-Musiker
- 1963 - Gustaf Gründgens, deutscher Schauspieler
- 1965 - Jesse Douglas, US-amerikanischer Mathematiker
- 1966 - Johnny Kidd, britischer Sänger
- 1966 - Smiley Lewis, US-amerikanischer Sänger
- 1967 - Normann Lane Angell, britischer Schriftsteller und Politiker
- 1969 - Léon Scieu, belgischer Radrennfahrer
- 1985 - Wolfgang Kieling, deutscher Schauspieler
- 1985 - Cemal Reşid Rey, türkischer Komponist
- 1988 - Otto Arnholz, MdB der SPD
- 2003 - Eleanor Lambert, US-amerikanische Modejournalistin
- 2004 - Yogi Bhajan, indischer Kundalini-Yoga Meister, religiöser und spiritueller Führer

Feier- und Gedenktage


- Rosenkranzfest
- Nationalfeiertag der ehemaligen Deutsche Demokratische Republik (DDR)

Siehe auch

:6. Oktober - 8. Oktober :7. September - 7. November :Historische Jahrestage - Zeitskala :Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 1007 ja:10月7日 ko:10월 7일 simple:October 7 th:7 ตุลาคม

1989

Ereignisse

Jahreswidmungen


- Der Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Die Stieleiche (Quercus robur) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Das Breitblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza majalis) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)

Januar bis Dezember


- 1. Januar: Jean-Pascal Delamuraz wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Das zwischen den USA und Kanada geschlossene Freihandelsabkommen tritt in Kraft
- 1. Januar: Der Privatsender ProSieben beginnt den Sendebetrieb; Vorläufer war Eureka TV
- 2. Januar: Ranasinghe Premadasa wird neuer Staatspräsident von Sri Lanka
- 21. Januar: Ungarns Kommunisten verzichten auf ihre verfassungsmäßig garantierte Führungsrolle
- 3. Februar: Umsturz in Paraguay. Absetzung des Diktators Alfredo Stroessner (seither im Exil in Brasilien)
- 4. Februar: Illegale Gründung des Umweltnetzwerkes Grüne Liga in der DDR
- 6. Februar: Erstes Treffen am Runden Tisch in Warschau. Die Kommunisten geben Macht ab
- 24. Februar: Staatsgäste aus 163 Ländern erweisen in Tokio dem verstorbenen Kaiser Hirohito die letzte Ehre
- 26. Februar: Ägypten. Taba-Abkommen
- 26. März: Laos. Wahl der obersten Volksversammlung
- 28. März: Serbien beendet Autonomie des Kosovo und Vojvodina
- 2. April: Tunesien. Wahl von Zine El Abidine Ben Ali als Staatspräsident
- 5. April: Wiederzulassung der Solidarność in Polen
- 9. April: Massaker vor dem Parlamentsgebäude in Tiflis, Georgische Sowjetrepublik
- 14. April: Abzug der sowjetischen Truppen aus Afghanistan
- 2. Mai: Ungarn beginnt den Abbau seiner Grenzsperren nach Österreich, der Eiserne Vorhang und die Berliner Mauer bekommen ernsthafte Risse, bis Ende des Jahres haben auch die Tschechoslowakei und die DDR ihre Grenzbefestigungen geöffnet
- 7. Mai Kommunalwahlen in der DDR, zahlreiche Wahlmanipulationen werden von Oppositionellen festgestellt
- 9. Mai: Slobodan Milošević wird Staatspräsident von Serbien
- 23. Mai: Die Bundesversammlung wählt Richard von Weizsäcker zur zweiten Amtszeit als Bundespräsident
- 3. Juni: Mit ca. 18.000 Fahrzeugen demonstrieren zigtausende Berliner gegen das vom rot-grünen Senat unter Walter Momper (SPD) verordnete Tempolimit 100 auf der AVUS und sammeln über 100.000 Unterschriften. Die AVUS war die einzige limitfreie Autobahn innerhalb West-Berlins
- 4. Juni: Massaker auf dem „Platz des Himmlischen Friedens“ in Peking, China
- 4. Juni: Iran. Tod von Ayatollah Khomeini. Ayatollah Chāmene'ī rückt an seine Stelle
- 4. Juni: Bei demokratischen Parlamentswahlen in Polen gewinnt das „Bürgerkomitee“ und Tadeusz Mazowiecki (Solidarność) wird designierter erster nicht-kommunistischer Ministerpräsident
- 6. Juni: Ayatollah Seyyed Alī Chāmene'ī wird Staatsoberhaupt in Iran auf unbestimmte Zeit
- 11. Juni: France Albert René wird als Staatspräsident auf den Seychellen in seinem Amt bestätigt
- 12. Juni: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Kuwait. In Kraft seit dem 23. Mai 1990
- 12. Juni: Staatsbesuch des russischen Staats- und Parteichefs Michail Gorbatschow in der Bundesrepublik Deutschland (BRD)
- 16. Juni: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Äthiopien. In Kraft seit dem 7. März 1991
- 18. Juni: Demokratische Senatswahlen in Polen
- 18. Juni: Europawahl, erstmaliger Parlamentseinzug der Partei Die Republikaner
- 23. Juni: Wiederzulassung Ägyptens zur Arabischen Liga
- 30. Juni: Omar Hassan Ahmad al-Bashir wird nach einem unblutigen Militärputsch Präsident der Republik Sudan
- 17. Juli: Österreich beantragt die Aufnahme in die EG
- 6. August: Bolivien. Jaime Paz Zamora wird Präsident
- 19. August: „Paneuropäisches Picknick“ an der ungarischen Grenze zu Österreich bei Sopron, kurzzeitig wird ein Grenztor geöffnet, dabei können ca. 700 DDR-Bürger fliehen
- 24. August: Wojciech Jaruzelski wird erster Staatspräsident und Tadeusz Mazowiecki Ministerpräsident in Polen
- 25. August: Deutsch-Ungarisches Geheimtreffen auf Schloss Gymnich bei Bonn, auf Initiative des ungarischen Ministerpräsident Miklós Németh mit Außenminister Gyula Horn und Botschafter Horváth. Mit Bundeskanzler Helmut Kohl, seinem Berater Horst Teltschik und Außenminister Hans-Dietrich Genscher. Angeblich bundesdeutsche Kreditzusagen gegen ungarische Grenzöffnung
- 11. September: Ungarn öffnet seine Grenze zu Österreich, Deutsche aus der DDR gelangen hier in den Westen
- 23. September: Aserbaidschan. Souveränitätserklärung
- 2. Oktober: Montagsdemonstration Leipzig mit 20.000 Teilnehmern
- 4. Oktober: Vereinzelte Straßenkämpfe am Dresdner Hauptbahnhof wegen der Durchfahrt der Züge mit DDR-Flüchtlingen aus Prag zwischen ca. 5.000 Demonstranten und der Volkspolizei in der sonst zumeist friedlichen Revolution
- 7. Oktober: Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der DDR; am Rande Ausschreitungen und Zuführungen in Berlin, Leipzig u. a.; Gründung der Sozialdemokratischen Partei SDP in der DDR in Schwante bei Berlin
- 9. Oktober: legendäre Montagsdemonstration in Leipzig mit 70.000 Teilnehmern, Durchbruch der „Wende“ in der DDR
- 16. Oktober: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Tansania. In Kraft seit dem 16. Juni 1992; Leipziger Montagsdemonstration mit 120.000 Teilnehmern
- 18. Oktober: Erich Honecker tritt als Staatsratsvorsitzender der DDR und Generalsekretär der SED zurück, sein Nachfolger wird Egon Krenz
- 23. Oktober: DDR: 300.000 Demonstranten in Leipzig
- 23. Oktober: Ungarn. Die neue Verfassung tritt in Kraft
- 23. Oktober: Ausrufung der Republik: Ende der Volksrepublik Ungarn
- 25. Oktober: Der Sprecher des sowjetischen Außenministeriums, Gennadij Gerassimow, teilt die 'Sinatra-Doktrin' ('I did it my way') mit: Die kommunistischen Bruderstaaten dürfen über ihren politischen Weg selbst und unabhängig von Moskau entscheiden
- 26. Oktober: Sozialabkommen zwischen Deutschland und Schweden;
- 26. Oktober: Dresden Demonstration mit 100.000 Teilnehmern (Cockerwiese)
- 30. Oktober: Das DDR-Fernsehen stellt Karl-Eduard von Schnitzlers montägliche Sendung Der schwarze Kanal ein
- 4. November: Ostberlin, Alexanderplatz: Demonstrationsaufruf der DDR-Künstlerverbände für Demokratie, 500.000 Teilnehmer
- 6. November: Dresden, Demonstration mit 70.000 Teilnehmern
- 6. November: Hit Radio FFH erhält als erstes Privatradio in Hessen eine Sendelizenz
- 7. November: Beginn der Wahlen zur Verfassunggebenden Versammlung in Namibia
- 9. November: Öffnung der Berliner Mauer und Öffnung der innerdeutschen Grenze
- 10. November: Bulgarien. Sturz von Staats- und Parteichef Todor Schivkov
- 13. November: Fürst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein wird Staatspräsident von Liechtenstein
- 18. November: Ostberlin, die Volkskammer wählt eine neue DDR-Regierung unter Ministerpräsident Hans Modrow (SED)
- 20. November: Die Vereinten Nationen verabschieden die Kinderrechtskonvention: die Bundesregierung macht gegen die Ratifizierung Vorbehalte geltend
- 23. November: Georgien. Beginn der Sezessionsversuche in Südossetien
- 26. November: Komoren. Ermordung des Präsidenten Ahmed Abdallah unter Mitwirkung von Bob Denard
- 27. November: Bonn, Bundeskanzler Helmut Kohl gibt im Bundestag überraschend sein deutschlandpolitisches 10-Punkte-Programm bekannt, Ziel Wiedervereinigung max. in 10 Jahren
- 27. November: Der Oberste Sowjet der UdSSR sanktioniert das wirtschaftliche Selbstbestimmungsrecht von Litauen, Lettland und Estland
- 3. Dezember: Ostberlin, Generalsekretär Egon Krenz, Politbüro und ZK der SED treten zurück
- 4. Dezember: Leipzig, Demonstration mit 150.000 Teilnehmern
- 19. Dezember: Dresden, Besuch Bundeskanzler Helmut Kohl, Treffen mit Ministerpräsident Hans Modrow
- 22. Dezember: Das Brandenburger Tor in Berlin wird 28 Jahre nach dem Bau der Mauer wieder geöffnet
- 22. Dezember: Beginn des Aufstands gegen Nicolae Ceauşescu in Rumänien
- 25. Dezember: Nicolae Ceauşescu und seine Frau werden nach dem dreitägigem erfolgreichen Aufstand gegen seine Dikatur in Rumänien hingerichtet
- 27. Dezember: Verabschiedung des Programms zur Wirtschaftsreform in Polen
- 29. Dezember: Verfassungsänderung mit grundlegenden Reformen in Polen
- 29. Dezember: Václav Havel wird zum Präsidenten der Tschechoslowakei gewählt
- Die Kinderrechtskonvention wird von der VN-Generalversammlung angenommen und tritt 1990 in Kraft

Kultur und Wissenschaft


- 2. Januar: Der Schriftsteller Andrzej Szczypiorski erhält den österreichischen Staatspreis für Literatur
- 18. März: Uraufführung der komischen Oper Der heiße Ofen von Hans Werner Henze in Kassel
- 18. März: In Ägypten wird eine 4400 Jahre alte Mumie in der Cheops-Pyramide gefunden
- 27. März: Die russische Marssonde Phobos 2 geht verloren. Als offizielle Ursache hierfür gilt ein Computerdefekt
- 7. April: Beginn des planmäßigen Startbetriebs von MMR06-M-Raketen auf der Halbinsel Zingst zur Erforschung der Hochatmosphäre. Bis April 1992 werden dort insgesamt 62 Raketen gestartet
- 1. Juli: In Berlin findet die erste Love Parade statt
- 25. August: Die amerikanische Raumsonde Voyager 2 fliegt am Neptun vorbei und liefert viele Fotos von Neptun und seinen Monden
- 16. Oktober: In einem Usenet-Posting wird erstmals Godwins Gesetz formuliert
- Erstmalige Vergabe des Praemium Imperiale Award
- Eröffnung des Vitra Design Museum

Gesellschaft


- 12. Februar: Joachim Kardinal Meisner wird Erzbischof von Köln
- 6. Juni: Zu chaotischen Zuständen kommt es in Teheran bei den Trauerfeierlichkeiten für Ajatollah Ruhollah Chomeini. Fünf Millionen Menschen sind auf den Straßen der iranischen Hauptstadt

Katastrophen


- 1. Januar: Vor der Küste Guatemalas kentert eine Fähre, mindestens 83 Tote
- 8. Januar: Donington, Großbritannien. Bruchlandung einer Boeing 737 der British Midland Airways durch Triebwerksprobleme und Pilotenfehler. Der Pilot schaltete das falsche Triebwerk aus. 47 Menschen starben, 79 konnten gerettet werden
- 10. März: Dryden, Kanada. Eine Fokker F-28 der Air Ontario stürzte wegen vereister Tragflächen kurz nach dem Start ab. 24 Menschen starben, 45 überlebten den Absturz
- 15. April: Sheffield, Großbritannien. 96 Menschen werden im Hillsborough-Stadion in Sheffield an Absperrgittern zum Spielfeld zerquetscht, als Tausende Fußball-Fans auf die Tribüne drängen
- 7. Juni: Paramaribo, Suriname. Eine Douglas DC-8 der Surinam Airways, auf dem planmäßigen Flug von den Niederlanden kommend, stürzte nach dem dritten Landeanflug in dichtem Nebel, in den Dschungel. 168 Menschen starben, nur 15 überlebten
- 17. Juni: Ost-Berlin, DDR. Eine Iljuschin Il-62MK der Interflug bricht den Startvorgang während des Abhebens wegen technischer Probleme ab. Nach dem Kommando die Maschine durchzustarten begeht der Flugingenieur einen verhängnisvollen Fehler: Anstatt durchzustarten schaltet er die Maschinen ab. Die Verkehrsmaschine schoss über die Landebahn hinaus und fing Feuer. 20 der an Bord befindlichen 105 Menschen starben
- 19. Juli: Sioux City Airport, Iowa, USA. Eine McDonnell Douglas DC-10 der United Airlines stürzte während einer Notlandung wegen hydraulischer Probleme auf die Landebahn. 111 Personen starben, 185 überlebten
- 27. Juli: Tripolis, Libyen. Absturz einer McDonnell Douglas DC-10 der Korean Air beim Landeanflug. 75 der 200 an Bord befindlichen Personen starben
- 8. September: Kopenhagen, Dänemark. Absturz einer Convair 580 der norwegischen Partnair. 55 Menschen starben
- 19. September: Niger. Eine McDonnell Douglas DC-10 der französischen UTA explodierte in der Luft durch eine Bombe. Alle 171 Menschen an Bord starben

Sport


- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unten der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 25. Februar: Mike Tyson gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Frank Bruno im Hilton Hotel, Las Vegas, Nevada, USA, durch technischen KO
- 21. Juli: Mike Tyson gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Carl (The Truth) Williams in der Convention Hall, Atlantic City, New Jersey, USA, durch technischen KO
- 15. bis 17. Dezember: Deutschland (mit Boris Becker, Carl-Uwe Steeb) gewinnt erneut das Davis Cup-Finale gegen Schweden (in Stuttgart)

Geboren


- 3. Januar: Alex D. Linz, US-amerikanischer Schauspieler
- 6. Januar: Max Pirkis, britischer Schauspieler
- 9. Januar: Michaella Krajicek, niederländische Tennisspielerin
- 5. Februar: Jeremy Sumpter, US-amerikanischer Schauspieler
- 10. Februar: Rebecca Horner, österreichische Schauspielerin
- 5. März: Jake Lloyd, US-amerikanischer Schauspieler
- 13. März: Harry Melling, britischer Schauspieler
- 19. März: Marie-Christin Merkel, deutsche Volksmusikerin
- 25. März: Alyson Michalka, US-amerikanische Schauspielerin
- 15. April: Brandur Enni, färöischer Popstar
- 23. April: Nicole Vaidišová, tschechische Tennisspielerin
- 4. Mai: Dániel Gyurta, ungarischer Schwimmer
- 5. Mai: Chris Brown, US-amerikanischer R&B-Sänger
- 24. Mai: Tara Correa-McMullen, US-amerikanische Schauspielerin († 2005)
- 2. Juni: Freddy Adu, US-amerikanischer Fußballspieler
- 3. Juni: Katie Hoff, US-amerikanische Schwimmerin
- 18. Juni: Renee Olstead, US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin
- 27. Juni: Matthew Lewis, US-amerikanischer Schauspieler
- 23. Juli: Daniel Radcliffe, britischer Schauspieler
- 21. August: Judd Trump, britischer Snookerspieler
- 21. August: Hayden Panettiere, US-amerikanische Schauspielerin
- 23. September: Lisa Hahn, deutsche Feldhockeyspielerin
- 11. Oktober: Michelle Wie, US-amerikanische Golfspielerin
- 21. Oktober: Sidonie von Krosigk, deutsche Schauspielerin
- 28. Oktober: Louis Klamroth, deutscher Schauspieler
- 29. November: Stefan Bradl, deutscher Motorradrennfahrer
- 28. Dezember: Mackenzie Rosman, US-amerikanische Schauspielerin

Gestorben


- 3. Januar: Robert Thomas, französischer Schriftsteller (
- 1927)
- 3. Januar: Sergei Lwowitsch Sobolew, russischer Mathematiker (
- 1908)
- 6. Januar: Edmund Leach, Naturwissenschaftler, Elektrotechniker und Anthropologe (
- 1910)
- 7. Januar: Hirohito, 124. Tenno- von Japan (
- 1901)
- 8. Januar: Otto Kasten, Gründer des Vereins Besucherring Dr. Otto Kasten (
- 1902)
- 8. Januar: Jan Cherniavsky, kanadischer Pianist ukrainischer Herkunft (
- 1892)
- 10. Januar: Herbert Morrison, US-amerikanischer Rundfunkreporter (
- 1905)
- 11. Januar: José Luis Bustamante y Rivero, peruanischer Präsident (
- 1894)
- 12. Januar: Willy Schneider, deutscher Volkssänger (
- 1905)
- 13. Januar: Joe Spinell, US-amerikanischer Schauspieler (
- 1936)
- 14. Januar: Robert Lembke, deutscher Journalist und Fernsehmoderator (
- 1913)
- 15. Januar: Ernst Neger, deutscher Dachdecker und Fastnachtssänger (
- 1909)
- 16. Januar: Karl Pouva, 1939 Gründer der Karl Pouva KG in Freital (
- 1903)
- 18. Januar: Bruce Chatwin, britischer Schriftsteller (
- 1940)
- 20. Januar: Józef Cyrankiewicz, polnischer kommunistischer Politiker und Ministerpräsident (
- 1911)
- 21. Januar: Harald Zusanek, österreichischer Schriftsteller (
- 1922)
- 23. Januar: Salvador Dalí, surrealistischer Maler, Schriftsteller, Bildhauer, Bühnenbildner und Schauspieler (
- 1904)
- 24. Januar: Siegfried Wischnewski, deutscher Schauspieler (
- 1922)
- 24. Januar: Ted Bundy, US-amerikanischer Serienmörder (
- 1946)
- 27. Januar: Willibald Kreß, deutscher Fußballspieler (
- 1906)
- 2. Februar: Ondrej Nepela, slowakischer Eiskunstläufer und Eiskunstlauftrainer (
- 1951)
- 3. Februar: John Cassavetes, US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur (
- 1929)
- 4. Februar: Gustav Niermann, deutscher Politiker (
- 1919)
- 6. Februar: Chris Gueffroy, letzte Todesopfer an der Berliner Mauer (
- 1968)
- 6. Februar: King Tubby, Reggae-Musiker (
- 1941)
- 6. Februar: Barbara Tuchman, US-amerikanische Reporterin und Autorin (
- 1912)
- 8. Februar: Osamu Tezuka, japanischer Arzt und Manga-Zeichner (
- 1928)
- 9. Februar: Hermann Conring, deutscher Politiker (
- 1894)
- 11. Februar: Leon Festinger, US-amerikanischer Sozialpsychologe (
- 1919)
- 12. Februar: Thomas Bernhard, österreichischer Schriftsteller (
- 1931)
- 16. Februar: Ida Ehre, österreichisch-deutsche Schauspielerin und Theaterleiterin (
- 1900)
- 17. Februar: Johannes Sobek, deutscher Fußballspieler (
- 1900)
- 17. Februar: Marguerite Roberts, Drehbuchautorin (
- 1905)
- 20. Februar: Erika Köth, deutsche Kammersängerin und Sopranistin (
- 1927)
- 22. Februar: Sándor Márai, ungarischer Schriftsteller (
- 1900)
- 22. Februar: Otar Taktakischwili, georgischer Komponist (
- 1924)
- 23. Februar: Alfred Dallinger, österreichischer Politiker (
- 1926)
- 26. Februar: Jupp Schlaf, deutscher Tischtennisfunktionär und -spieler (
- 1919)
- 26. Februar: Roy Eldridge, US-amerikanischen Jazztrompeter (
- 1911)
- 26. Februar: Hans Klüver, deutscher Problemkomponist (
- 1901)
- 27. Februar: Paul Oswald Ahnert, deutscher Astronom (
- 1897)
- 27. Februar: Konrad Lorenz, Biologe und Nobelpreisträger (Medizin) (
- 1903)
- 28. Februar: Hermann Burger, Schweizer Schriftsteller (
- 1942)
- 1. März: Ernst Wilm, deutscher Pfarrer und Kirchenfunktionär (
- 1901)
- 6. März: Wolfgang Haußmann, deutscher Politiker (
- 1903)
- 8. März: Stuart Hamblen, US-amerikanischer Country-Musiker (
- 1908)
- 8. März: Jelisaweta Iwanowna Bykowa, sowjetische Schachspielerin (
- 1913)
- 11. März: John Jay McCloy, war von 1949 bis 1952 amerikanischer Hoher Kommissar in Deutschland (
- 1895)
- 13. März: Carl Dahlhaus, deutscher Musikwissenschaftler (
- 1928)
- 14. März: Zita von Bourbon-Parma, letzte Kaiserin Österreichs (
- 1892)
- 15. März: Eduard Wallnöfer, österreichischer Politiker und Landeshauptmann von Tirol (1963–1987) (
- 1913)
- 18. März: Harold Jeffreys, englischer Mathematiker, Statistiker, Geophysiker und Astronom (
- 1891)
- 21. März: Cesare Musatti, Mathematiker, Philosoph und Psychologe (
- 1897)
- 26. März: Manfred Seipold, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher (
- 1941)
- 28. März: Ruth Seydewitz, deutsche Journalistin und Schriftstellerin (
- 1905)
- 1. April: Erich Lüth, Publizist (
- 1902)
- 4. April: Baruch Harold Wood, englischer Schachmeister. (
- 1909)
- 5. April: Karel Zeman, tschechischer Filmregisseur (
- 1910)
- 12. April: Edi Finger, Sportjournalist und erster österreichischer TV-Sportreporter (
- 1924)
- 12. April: Abbie Hoffman, US-amerikanischer Sozial-Aktivist (
- 1936)
- 15. April: Charles Vanel, französischer Schauspieler und Regisseur (
- 1892)
- 16. April: Ishikawa Kaoru, japanischer Chemiker, entwickelte „Ishikawa-Diagramm“ (
- 1915)
- 18. April: Hilde Benjamin, Vorsitzende Richterin und Justizministerin der DDR (
- 1902)
- 19. April: Daphne du Maurier, englische Schriftstellerin (
- 1907)
- 22. April: Emilio Segrè, US-amerikanischer Physiker (
- 1905)
- 23. April: Kurt Jung, deutscher Politiker (
- 1925)
- 23. April: Marc Daniels, US-amerikanischer Filmregisseur, Filmproduzent und Drehbuchautor (
- 1912)
- 23. April: Hamani Diori, erster nigerischer Präsident (
- 1916)
- 24. April: Franz Binder, österreichischer Fußballspieler (
- 1911)
- 24. April: Max Eisinger, deutscher Schachspieler (
- 1909)
- 25. April: George Coulouris, britischer Schauspieler (
- 1903)
- 26. April: Lucille Ball, US-amerikanische Schauspielerin, Star von „I Love Lucy“ (
- 1911)
- 28. April: Géza von Cziffra, deutscher Regisseur und Drehbuchautor (
- 1900)
- 30. April: Sergio Leone, italienischer Filmregisseur (
- 1929)
- 1. Mai: Edward Ochab, polnischer Politiker (
- 1906)
- 2. Mai: Meindert Boekel, niederländischer Komponist und Dirigent (
- 1915)
- 2. Mai: Giuseppe Siri, italienischer Kardinal (
- 1906)
- 4. Mai: Weniamin Alexandrowitsch Kawerin, russischer Schriftsteller, Jugenbuchautor (
- 1902)
- 5. Mai: Wolfgang Neuss, Kabarettist und Schauspieler (
- 1923)
- 9. Mai: Karl Brunner, Schweizer Ökonom (
- 1916)
- 10. Mai: Hassler Whitney, Mathematiker (
- 1907)
- 17. Mai: Walter Gross, deutscher Schauspieler, Kabarettist (
- 1904)
- 18. Mai: Hermann Höcherl, deutscher Politiker (
- 1912)
- 19. Mai: C. L. R. James, Kulturkritiker, Journalist und Schriftsteller (
- 1901)
- 20. Mai: John Richard Hicks, Ökonom des 20. Jahrhunderts (
- 1904)
- 21. Mai: August Holweg, Politiker (
- 1905)
- 22. Mai: Gerd Oswald, deutscher Filmregisseur, Filmproduzent, Schauspieler und Drehbuchautor (
- 1919)
- 26. Mai: Rainer Willingstorfer, österreichischer Künstler und Grafikdesigner (
- 1940)
- 28. Mai: Erwin Welke, deutscher Politiker
- 29. Mai: John Cipollina, US-amerikanischer Rockmusiker, Gitarrist (
- 1943)
- 31. Mai: Raissa Orlowa-Kopelewa, russische Schriftstellerin (
- 1918)
- 3. Juni: Ruhollah Chomeini, politischer und spiritueller Führer der islamischen Revolution im Iran
- 4. Juni: Ingeborg Kleinert, deutsche Politikerin und MdB (
- 1926)
- 7. Juni: Chico Landi, Formel-1-Rennfahrer (
- 1907)
- 9. Juni: Wolfdietrich Schnurre, deutscher Schriftsteller (
- 1920)
- 9. Juni: George Wells Beadle, US-amerikanischer Biologe (
- 1903)
- 10. Juni: Richard Quine, US-amerikanischer Schauspieler, Drehbuchautor, Produzent und Filmregisseur (
- 1920)
- 14. Juni: Joseph-Albert Malula, Erzbischof von Kinshasa und Kardinal (
- 1917)
- 15. Juni: Victor French, US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur (
- 1934)
- 20. Juni: Otto Kässbohrer, deutscher Unternehmer und Fahrzeugkonstrukteur (
- 1904)
- 23. Juni: Werner Best, deutscher Jurist, Polizeichef und Nationalsozialist (
- 1903)
- 23. Juni: Richard Meier, Präsident des deutschen Bundesamtes für Verfassungsschutz (
- 1903)
- 23. Juni: Timothy Manning, Erzbischof von Los Angeles und Kardinal (
- 1909)
- 23. Juni: Friedrich Hacker, österreichisch-amerikanischer Psychiater, Psychoanalytiker und Aggressionsforscher (
- 1914)
- 23. Juni: Michel Aflaq, arabischer Politiker und Mitbegründer der Ba'ath-Partei (
- 1910)
- 27. Juni: Alfred Jules Ayer, Philosoph Logiker (
- 1910)
- 28. Juni: Joris Ivens, holländischer Dokumentarfilmmacher (
- 1898)
- 2. Juli: Andrei Andrejewitsch Gromyko, sowjetischer Politiker, langjähriger Außenminister (
- 1909)
- 2. Juli: Franklin J. Schaffner, US-amerikanischer Filmregisseur (
- 1920)
- 4. Juli: Dik Browne, US-amerikanischer Comiczeichner (
- 1917)
- 5. Juli: Berthold Wolpe, deutscher Typograf und Lehrer (
- 1905)
- 6. Juli: János Kádár, ungarischer Politiker (
- 1912)
- 7. Juli: Hasso von Etzdorf, deutscher Generalkonsul (
- 1900)
- 8. Juli: August Haußleiter, deutscher Politiker und Journalist (
- 1905)
- 10. Juli: Jean-Michel Charlier, belgischer Comic-Zeichner (
- 1924)
- 15. Juli: Josef Bauer, deutscher Politiker, MdB (
- 1915)
- 17. Juli: Nicolas Guillen, kubanischer Dichter und Schriftsteller (
- 1902)
- 17. Juli: Heinz Risse, deutscher Schriftsteller (
- 1898)
- 19. Juli: Kazimierz Sabbat, polnischer Jurist, Unternehmer und Politiker (
- 1913)
- 19. Juli: Carl-Heinz Schroth, österreichischer Schauspieler, Regisseur und Synchronsprecher (
- 1902)
- 22. Juli: Jewgeni Iwanowitsch Umnow, russischer Problemkomponist (
- 1913)
- 23. Juli: Donald Barthelme, amerikanischer Schriftsteller (
- 1931)
- 25. Juli: Steve Rubell, (
- 1943)
- 27. Juli: Dolf Sternberger, deutscher Politikwissenschaftler und Journalist (
- 1907)
- 2. August: Luiz Gonzaga, Sänger, Akkordeonspieler und Komponist (
- 1912)
- 4. August: Larry Parnes, britischer Musikmanager und Impresario (
- 1930)
- 6. August: deutschen Wiedervereinigung existierte der Begriff Wessi als leicht abwertende Bezeichnung der Westberliner für die westdeutschen Provinzler, die nach West-Berlin zugezogen oder dort zu Besuch waren. Analog dazu nannten die Westberliner Eingeborenen die westdeutschen Bundesländer auch Wessiland, was heute immer noch so vorkommt. In der Zeit um 1989/1990 entwickelte sich der Begriff "Wessi" zu einer Bezeichnung für Personen aus der alten Bundesrepublik Deutschland (alte Bundesländer = Westdeutschland) – im Gegensatz zu ehemaligen DDR-Bürgern (im westdeutschen Volksmund auch als Bürger aus der Tätärä bezeichnet) bzw. dem heutigen Ostdeutschland, die als Ossis bezeichnet wurden. Gleichzeitig dazu entwickelten sich Wessi- und Ossi-Witze. Vor 1990 wurden in der DDR die „BRD-Bürger” auch als Bundis bezeichnet. Siehe auch: Besserwessi, Ossi, Zoni, Ösi Kategorie:Deutsche Teilung

Spreewaldgurke

Spreewälder Gurken g.g.A. sind eine namensgeschützte Spezialität aus Brandenburg. Schon in den 1870er Jahren fand Theodor Fontane, die Spreewaldgurke stehe an der Spitze der landwirtschaftlichen Produkte im Brandenburger Spreewald: Die Spreewaldprodukte haben nämlich in Lübbenau ihren vorzüglichsten Stapelplatz und gehen erst von hier aus in die Welt. Unter diesen Produkten stehen die Gurken obenan. In einem der Vorjahre wurden seitens eines einzigen Händlers 800 Schock pro Woche verkauft. Das würde nichts sagen in Hamburg oder Liverpool, wo man gewohnt ist, nach Lasten und Tonnen zu rechnen, aber jede "Stelle hat ihre Elle", was erwogen für diese 800 Schock eine gute Reputation ergibt. Im übrigen verweilt Lübbenau nicht einseitig bei dem Verkauf eines Artikels, der schließlich doch vielleicht den Spott herausfordern könnte, Kürbis und Meerrettich schließen sich ebenbürtig an ... . Spreewald Das Geheimnis des besonderen Geschmacks der Spreewaldgurke blieb auch dem Spötter Fontane verborgen. Sicher tragen auch die feuchten humusreichen Böden und das Klima im Spreewald zum guten Wachstum der Gurkenfelder bei. Der eigentliche Grund des für Kenner delikaten Geschmacks ist jedoch eher in der besonderen Art ihrer Verarbeitung zu finden. Während der Gärungsprozess in großen Fässern früher mehrere Wochen in Anspruch nahm, kommen die Gurken heute bereits nach nur eintägiger Verarbeitung in den Handel – sei es als Senf-, Gewürz- oder saure Gurken. Diese enorme Zeitersparnis gelingt durch eine Erhitzung auf siebzig Grad Celsius unter Zugabe von Ätznatronlauge. Die Zusammensetzung der weiteren Zugaben allerdings bleibt auch heute noch ein wohlgehütetes Geheimnis der ca. zwanzig Einlegereien. Diese geschmacksveredelnden Zugaben wie Basilikum, Zitronenmelisse, Wein-, Kirsch oder Nußblätter geben der Spreewaldgurke ihren besonderen saueren, würzigen Geschmack. Nach der Wende 1990 war die Spreewaldgurke eines der wenigen DDR-Produkte, die ohne Unterbrechung weiter erhältlich waren. Berühmtheit auch im Westen erlangte die Gurke im Jahr 2003 mit dem mehrfach preisgekrönten Film Good bye, Lenin von Wolfgang Becker. In dieser Tragikomödie hat Daniel Brühl schon kurz nach der Wende große Schwierigkeiten, die von seiner Mutter (Katrin Saß) heißgeliebten Spreewaldgurken aufzutreiben, die er unbedingt braucht, um seiner kranken Mutter das Fortbestehen der aus ihrer Sicht "heilen DDR-Welt" vorgaukeln zu können. Inzwischen ist die Gurke längst wieder unter ihrem Markennamen Spreewälder Gurken erhältlich, der im März 1999 EU-weit geschützt wurde. Im Jahre 2004 kündigten 50 Betriebe der Region an, eine Selbstverpflichtung einzugehen, den Spreewald zur gentechnisch freien Region zu erklären.

Orte der Gurke und Gurkenradweg

Gurkenfelder finden sich im gesamten Spreewald, dessen größter Teil seit 1990 als Biosphärenreservat Spreewald besonders geschützt ist. Folgende Orte bieten Spezielles zur Gurke und um die Gurke herum an:
- Golßen. Spreewaldkonserve Golßen - Besichtigungsmöglichkeit der Gurkenproduktion
- Leipe. Traditioneller Gemüseanbau.
- Lehde. Bauernhaus- und Gurkenmuseum.
- Schlepzig. Agrarhistorisches Museum
- Lübbenau/Spreewald. Spreewaldmuseum Spreewaldmuseum Mit ihren Verdiensten durfte die Gurke als Namensgeberin für den Gurken-Radweg dienen – das Tourenlogo zeigt eine lachende Gurke auf dem Fahrrad. Beim alljährlichen Spreewaldmarathon, der in den Disziplinen Laufen, Radfahren, Wandern, Paddeln und Feiern ausgetragen wird - heißt es beim Start "Auf die Gurke, fertig, los".

Literatur


- Theodor Fontane, Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Teil 4. Spreeland. Zitiert nach der Ausgabe 1998, Frankfurt/M, Berlin.
- Nicht rumgurken, sondern reinbeissen - das echte Spreewälder Gurkenbuch, Herausgeber: [http://www.heimat-verlag-luebben.de Heimat-Verlag Lübben]

Weblinks


- [http://www.spreewald.de Tourismusverband Spreewald e.V.]
- [http://www.luebben.de Spreewaldinformation Lübben]
- [http://www.burg-spreewald-tourismus.de Touristinformation Burg]
- [http://www.niederlausitz.com Touristinformation Luckau]
- [http://www.reiseland-brandenburg.de TMB Tourismus Marketing Brandenburg GmbH]
- [http://www.spreewaldmarathon.de Spreewaldmarathon]
- [http://www.spreewald-info.com Gurkenrezepte aus dem Spreewald] Kategorie:Markenname (DDR) Kategorie:Gemüseprodukt

Aktuelle Kamera

Die Aktuelle Kamera war die Nachrichtensendung des DDR-Fernsehens. Am 21. Dezember 1952 lief die erste Sendung. Diese Sendung wurde wie alle DDR-Medien von Staat kontrolliert und war ein wichtiges Propaganda-Instrument. Inhalt der Sendung war meist eine ausführliche Berichterstattung über das Zentralkomitee oder Parteitage der SED oder Staatsbesuche. Berichtet wurde auch über Erfolge der heimischen Industrie. Es wurde nicht immer die volle Wahrheit wiedergegeben. Über Ereignisse, die die Regierung verschweigen wollte (wie z.B. Republikflucht prominenter DDR-Bürger), wurde u.U. nicht berichtet. Als Symbol für ak fungierten ein kleines a und ein k, die ineinander verwoben waren. Die wichtigste Ausstrahlung der "Aktuellen Kamera" begann jeden Tag um 19:30 Uhr und endete um 20:00 Uhr. Die Hauptausgabe wurde um 21:30 Uhr im 2. Programm und am nächsten Morgen um 09:30 Uhr im 1. Programm wiederholt. Über den Tag verteilt gab es weitere kürzere Ausgaben. Im 1. Programm wurden mit Ausnahme der Wiederholung der Hauptausgabe nur Kurznachrichten gesendet, die häufig auch von den Fernsehansagern dieses Kanals verlesen wurden. Die Wendezeit beeinflußte auch das DDR-Fernsehen und die Sendung "Aktuelle Kamera". Zunehmend gelang es der Redaktion, sich von der Kontrolle der Staatsmacht zu lösen und freier zu berichten. Am 30. Oktober 1989 startete im 2. Programm um 22:00 Uhr die neue Spätausgabe Ak Zwo. Die Sendung unterschied sich sowohl optisch als auch in der redaktionellen Gestaltung von den anderen Ausgaben der Aktuellen Kamera und war im Stil wie die Nachrichtenmagazine Tagesthemen (ARD) und heute-journal (ZDF). Es gab keinen Sprecher sondern einen Moderator, der durch die Sendung führte. Kurzmeldungen wurden weiterhin durch die gewohnten Sprecher der "Aktuellen Kamera" verlesen. Grafische Elemente, wie Logo, Vorspann, Hintergrundgrafiken und Studiodekoration waren lockerer gestaltet. Das Logo war in einer Schreibschrift gehalten und im Vorspann wurde im Hintergrund Live das Studio eingeblendet. Dadurch entstand auch gestalterisch ein gewisser Kontrast zu den anderen Ausgaben und die Sendung wirkte offener. Die Wiederholung der Hauptausgabe um 21:30 Uhr wurde aufgegeben. Die "Ak Zwo" wurde auch auf 3sat zum Sendeschluß ausgestrahlt. Als am 14. März 1990 das "Fernsehen der DDR" wieder in "Deutscher Fernsehfunk" umbenannt wird, übernehmen alle Ausgaben der "Aktuellen Kamera" das Design der Sendung "Ak Zwo". Die Hauptausgabe um 19:30 Uhr heißt fortan Ak am Abend. Es werden später auch eine Ak am Morgen und eine Ak am Mittag gestartet. Kürzere Ausgaben heißen Ak Kurznachrichten bzw. Ak Nachrichten. Am 15. Dezember 1990 wurden die beiden Programme DFF 1 und DFF 2 durch das Programm DFF Länderkette ersetzt. Damit war die Ära der Sendung beendet. Die Nachrichtensendung auf dem Sender DFF Länderkette hieß Aktuell und ihre Hauptausgabe wurde ebenfalls um 19:30 Uhr ausgestrahlt. Einige der Sprecher der "Aktuellen Kamera" waren hier weiterhin auf Sendung bis am 31. Dezember 1991 auch dieser Sender eingestellt wurde.

Mitarbeiter

Chefredaktion


- 1966 - 1978 Erich Selbmann, hat 1998 ein Buch über die Geschichte des Fernsehens der DDR verfasst.

Sprecher


- Klaus Ackermann
- Klaus Feldmann 1963 - 1989, dann Sprecher bei Cottbuser Lokalsender LTV
- Renate Krawielicki 1980er - 1990, dann Moderation und Redaktion beim WDR für Familiensendungen
- Christel Kern
- Peter Kessel
- Herbert Köfer
- Hans-Dieter Lange 1963 - 1989
- Wolfgang Lippe
- Wolfgang Meyer 1970er - 1990
- Anne-Rose Neumann
- Matthias Schliesing 1980er - 1990, dann Nachrichtensprecher in der MDR-Regionalsendung Sachsen-Anhalt Heute
- Heidrun Schulz - 1990
- Elisabeth Süncksen 1960er - 1989
- Angelika Unterlauf 1977 - 1989, dann Off-Sprecherin bei Spiegel TV und Reporterin beim SAT.1 Frühstücksfernsehen Ausschließlich bei der Nachfolgesendung Aktuell der DFF Länderkette:
- Christiane Gerboth, 1990 - 1991, dann bei Pro Sieben Nachrichten und Focus TV sowie Riverboat (MDR)
- Christine Meister 1990 - 1991, dann bei Brandenburg Aktuell (ORB/RBB) Sprecherin, später auch Moderatorin, jetzt hinter den Kulissen

Literatur und Filme


- Erich Selbmann: DFF Adlershof: Wege übers Fernsehland Edition Ost, Berlin 1998, 473 S., [http://www.berliner-lesezeichen.de/lesezei/Blz99_04/text49.htm], ISBN 3932180526
- [http://www.telepotsdam.com/filme/akzwo.htm Ak Zwo], Film von Silvia Kauffeldt, Ventana Film, D 1994, 15 min.

Verwandte Themen


- Der schwarze Kanal war eine politisch-agitatorische Sendung des DDR-Fernsehens. Kategorie:Fernsehsendung (DDR)

Sigmund Jähn

Sigmund Werner Paul Jähn (
- 13. Februar 1937 in Morgenröthe-Rautenkranz im Vogtland) war der erste Deutsche im All.

Biographie

Nach der Volksschule (bis 1951) absolvierte er bis 1955 eine Lehre als Buchdrucker. Danach leistete er seinen Militärdienst bei den Luftstreitkräften der DDR und wurde zuletzt Flugzeugführer in Dienststellen der Luftstreitkräfte der UdSSR in der DDR. Ab 1966 bis 1970 studierte er in der sowjetischen Stadt Monino an der Militärakademie der Luftstreitkräfte "J. A. Gagarin". 1970 bis 1976 arbeitete Jähn als Inspekteur für Jagdfliegerausbildung und Flugsicherheit im Stab der Luftstreitkräfte der DDR. Seit 1976 wurde er zusammen mit Eberhard Köllner als seinem Ersatzmann für einen Raumflug im Rahmen des Interkosmos-Programms im „Sternenstädtchen“ bei Moskau ausgebildet. Der später zum Generalmajor beförderte Physiker, Diplom-Militärwissenschaftler flog am 26. August 1978 als Bürger der DDR in der sowjetischen Sojus 31 zusammen mit Waleri Fjodorowitsch Bykowski zur sowjetischen Orbitalstation Saljut-6. Der Flug dauerte 7 Tage, 20 Stunden, 49 Minuten und 4 Sekunden. Während der 125 Erdumreisungen führte Jähn zahlreiche wissenschaftliche Experimente durch. Dazu zählten wissenschaftlich-technische Experimente mit der Multispektralkamera MKF 6 zur Erdfernerkundung, materialwissenschaftliche Experimente, Experimente zur Kristallisation, Formzüchtung und Rekristallisation sowie Züchtung eines Monokristalls, Medizinische Experimente, Untersuchung der Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf das Sprechvermögen, arbeitspsychologische Untersuchungen, Überprüfung der Hörempfindlichkeit der Stammbesatzung, Biologische Experimente zum Zellwachstum in der Schwerelosigkeit und zur Verbindung von Mikroorganismen mit organischen Polymeren und anorganischen Stoffen. Eine unerwartet harte Landung der Kapsel Sojus 29 (Sojus 31 blieb als Rückkehrkapsel für die Stammbesatzung an Saljut 6 angedockt) führte bei Jähn zu bleibenden Wirbelsäulenschäden. Da der Fallschirm sich nicht von der Landekapsel löste, wurde sie durch die Steppe geschleift. Jähns Weltraumflug wurde in den Medien der DDR ausgiebig behandelt und verständlicherweise gefeiert, stellte doch der kleinere deutsche Staat DDR "den ersten Deutschen im All". Die Betonung des Deutschen, wo sonst nur offiziell von der DDR die Rede war, war für die damalige Zeit bemerkenswert, stellte sie doch nach langer Zeit wieder einen gesamtdeutschen Kontext her. Nach seiner Rückkehr wurden Jähn die Auszeichnungen „Held der DDR“ und „Held der Sowjetunion“ verliehen und im Hain der Kosmonauten vor der Ost-Berliner Archenhold-Sternwarte eine Büste mit seinem Abbild enthüllt. Auch Schulen und Freizeitzentren der DDR erhielten schon ungewöhlicherweise zu Lebzeiten seinen Namen. Ein Jahr nach seinem Flug wurde in seinem Geburtsort Morgenröthe-Rautenkranz eine Ausstellung über diesen Flug eingerichtet. 1991/92 wurde diese Ausstellung stark erweitert und nennt sich seitdem [http://www.deutsche-raumfahrtausstellung.de Deutsche Raumfahrtausstellung]. 1983 promovierte er am Zentralinstitut für Physik der Erde in Potsdam auf dem Gebiet der Fernerkundung der Erde. Er ist seit 1990 im russischen Kosmonautenausbildungszentrum als freier Berater für das Astronautenzentrum der DLR und seit 1993 auch für die ESA (European Space Agency) tätig und lebt in Strausberg. Im Jahr 2001 wurde der Planetoid 1998BF14 nach ihm benannt. Im Spielfilm "Good bye, Lenin!" aus dem Jahr 2003 stellte er, anders als viele Zuschauer vermuteten, nicht sich selbst dar. Die Rolle wurde von Stefan Walz gespielt.

Zitate

Sigmund Jähn Ende der 90er für einen Rundfunksender:
- Der Mensch ist technisch weit fortgeschritten. Er kann Raumstationen bauen, sie im Weltall zusammenkoppeln und denkt an die Landung auf dem Mars, aber seine Entwicklung scheint seit der Steinzeit zu stagnieren. Sigmund Jähn in einem Interview mit SUPER ILLU 1998:
- Die Stimme des Flugleiters im Kopfhörer klang fast feierlich: 'Podjom - Aufstieg!' Es war zuerst, als würde es in weiter Ferne donnern. Das dumpfe Grollen kam schnell näher und näher. Die Rakete begann zu vibrieren, als zitterte sie, so schnell wie möglich vom Krater des Vulkans wegzukommen, auf dem sie saß. Ich sah es zwar nicht aus unserer Kapsel 50 Meter über der Erde, aber Augenzeugen berichteten mir später von diesem einmaligen Schauspiel. Es sah aus wie ein Feuer speiender Drachen, der ein Meer aus Flammen und Rauch ausstieß. Rot, gelb, blau und violett tobten die Strahlen aus den fünf Triebwerken. Ein faszinierender Anblick. Meine Pulswerte waren erhöht. Aber dieses Herzklopfen war keine Angst, eher anregend. Und was ich dann sah, war totale Glückseligkeit: Unsere Erde, in leuchtendes Blau gehüllt. Einfach traumhaft. Sigmund Jähn im DLR Vortrag 2005
- Als Pilot konnte ich dem Angebot so eine Raumkapsel zu fliegen, einfach nicht widerstehen...

Werke


- Erlebnis Weltraum. Militärverlag der DDR, Berlin 1983

Literatur


- Horst Hoffmann: Sigmund Jähn. Der fliegende Vogtländer. Das Neue Berlin, Berlin 1999 ISBN 3360008480 (autorisisierte Biographie)
- Horst Hoffmann: Die Deutschen im Weltraum. Zur Geschichte der Kosmosforschung und Raumfahrt in der DDR. Vorwort von Sigmund Jähn, Edition Ost 1998 ISBN 3932180496

Siehe auch


- Bemannte Raumfahrt
- Liste der Raumfahrer
- Liste der bemannten Raumfahrtmissionen
- Liste der Sojus-Missionen
- Sojus (Raumkapsel)
- Sojus (Rakete)
- Russische Ra