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Good Year Zeppelin Corporation

Good Year Zeppelin Corporation

Goodyear ist neben Zeppelin wohl die traditionsreichste Firma im Luftschiffbau. Sie kann dabei auf eine ununterbrochene Geschichte der Luftschifffertigung, unter anderem auch in Zusammenarbeit mit Zeppelin, zurückblicken und hatte im Prallluftschiffbau eine ähnliche Bedeutung wie Zeppelin im Starrluftschiffbau. Nach eigenen Angaben fertigte die Firma von 1917 bis 1995 mehr als 347 Luftschiffe, 239 davon auf der Wingfoot-Lake-Luftschiff-Basis. Goodyear baute den ersten Ballon 1912. Im folgenden Jahr begann die lange Geschichte des Goodyear-Ballonbaus und der -fahrt. 1916 kauft Goodyear etwas Land südöstlich von Akron um es als Produktionstätte und Flugfeld zu nutzen. Der Luftschiffbau startete 1917 als die US-Marine 16 Prallluftschiffe des Typs B bestellte. Neun davon baute Goodyear, fünf Goodrich und zwei wurden von Connecticut Aircraft gebaut. Ein berühmter Angestellter zu Beginn der 1920er war der US-amerikanische Luftschiffpionier Thomas Scott Baldwin. Als Urahn aller modernen Prallluftschiffe gilt der Blimp „Pilgrim“, der 1925 gebaut wurde. Er hatte ein Volumen von 1560 m³ und einen Sternmotor im Gondelheck mit Schubpropeller. Die Gondel war direkt am Rumpf angebracht. Er führte 4765 Fahrten durch und wurde dann in das Smithsonian Museum überstellt. Bis 1941 hatte Goodyear eine Flotte von elf zivilen Prallluftschiffen aufgebaut. Sie hatten ein Volumen von bis zu 5200 m³ und konnten sechs bis zehn Passagiere befördern. Zwischen 1925 und 1941 beförderten diese Schiffe bei 151 800 Fahrten in 93 000 Fahrtstunden auf einer Strecke von 6,75 Millionen Kilometern 405 500 Passagiere unfallfrei. Sie dienten auch der Flugausbildung, Materialtests oder der Erarbeitung von Abläufen des Flugbetriebes. Die Luftschiffe besuchten viele Städte und verfügten bereits über sich bewegende Leuchtwerbung am Rumpf. Sie überwachten den Verkehr, halfen Fischern und wurden bei Waldbränden und Überschwemmungen eingesetzt. 1928 erhielt die Good Year Zeppelin Corporation, an der die deutsche Luftschiffbau Zeppelin GmbH zu zwei Dritteln beteiligt war, den Auftrag für den Bau von zwei Großluftschiffen, der USS Akron und USS Macon im Wert von acht Millionen Dollar.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg fertigte Goodyear weiter Militärluftschiffe für die US-Marine. Goodyear baute unter anderem das weltgrößte Prallluftschiff ZPG-3W. Ein Luftschiff dieses Typs, von dem insgesamt vier gebaut wurden, war das letzte militärische Luftschiff, dass Goodyear am 4. April 1960 nach Lakehurst auslieferte. Danach wurden nur noch zivile Luftschiffe gebaut, die als „Goodyear-Blimps“ bekannt geworden sind. Kein anderes Luftschiff ist so eng mit der Bezeichnung "Blimp" verbunden. Diese kleinen Werbeluftschiffe waren Gast in diversen Filmen und sind häufig bei Großveranstaltungen zu sehen, wo sie auch die Funktion von Relaisstationen und Kameraplattform für Rundfunkübertragungen inne haben. Goodyear betrieb nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu acht Luftschiffe gleichzeitig. Die „Goodyear Aerospace Corporation“ wurde 1987 an Loral und Anfang der 1990er inklusive der Typenzertifikate für die GZ-20 und GZ-22 Luftschffe an Lockheed Martin verkauft. Die vorhandenen Goodyear-Luftschiffe werden von der Goodyear Tire & Rubber Company weiter gewartet und von Zeit zu Zeit aufgearbeitet. Es werden jedoch keine neuen Schiffe mehr gebaut. 2005 waren in Nordamerika drei Goodyear-Blimps vom Typ GZ20 stationiert.
- „Stars and Stripes“, getauft am 18. Juni 1998, (N1A) Typ GZ-20A stationiert in Pompano Beach, Florida ersetzte damals ein gleichnamiges und technisch fast identisches Schiff mit der Bezeichnung N3A. Die „Stars & Stripes“ verunglückte am 16. Juni 2005 um 18:42 Uhr (Eastern daylight time) in Coral Springs/Florida in einem schweren Gewitter. Nachdem das Wetter für die Landung zu schlecht war und das Gewitter den Zielflugplatz Pompano Beach Airpark erreicht hatte, auf dem das Schiff um 15:30 auch gestartet war, wollte der Pilot dem Unwetter ausweichen. Dies gelang jedoch nicht. Das Schiff geriet in dem schweren Gewitter außer Kontrolle und musste in einem Gewerbegebiet notlanden. Dabei unterbrach es auch einige Stromleitungen, was zu einem Stromausfall für rund 1400 Einwohner führte. Die beiden Insassen wurde nicht verletzt, das Luftschiff jedoch beschädigt. Nach der Notlandung wurde sofort das Helium aus der Hülle abgelassen.
- „Spirit of America“ (Typ GZ-20A) wurde am 5. September 2002 in Akron, Ohio getauft. Taufpatin war Mrs. Letitia Driscoll, Mutter des NYPD-Officer Stephen Driscoll, der beim Einsturz des World Trade Center am 11. September 2001 umkam. Das Schiff wird von Carson/Kalifornien aus zwischen Long Beach und Downtown Los Angeles eingesetzt.
- „Spirit of Goodyear“ (Typ GZ-20A - N3A), wurde am 15. März 2000 von Amerikas erster Astronautin Dr. Sally Ride getauft. Sie ist auf der Goodyear's Wingfoot Lake Airship Facility in Suffield, Ohio stationiert. Sally Ride Weiterhin setzte Goodyear drei Luftschiffe vom Typ ABC A-60+ ein, die von der American Blimp Cooperation gebaut wurden und von The Lightship Group betrieben werden. (Stand 2001)
- „Spirit of Europe 1“ (N2017A, No03) in Europa
- „Spirit of Europe 2“ (N12ZP, No12) in Europa
- „Spirit of the Americas“ (N604LG, No14) in Südamerika Goodyear bietet kommerziell keine Rundfahrten an. Mitfahrgelegenheiten werden in der Regel an Werbekunden sowie Presse und Medien vergeben, die dann über deren Besetzung entscheiden.

Ältere Goodyear-Blimps

Luftschiffe, die zivil genutzt wurden (teilw. auch an das Militär abgegeben oder zurückerhalten; unvollständig)
- Pony Blimp 1920-1923. Länge: 95 ft, Antrieb durch einen Ford Model "T"-Motor. Motor, Pilot und bis zu 2 Passagiere waren in einer offenen Gondel, die unter der Hülle aufgehängt waren untergebracht.
- „Pilgrim“ gebaut 1925, das erste heliumgefüllte Luftschiff mit Goodyear-Schriftzug
- „Puritan“ 1928
- „Resolute“ 1929, ab 1942 mit der US-Marine-Bezeichnung L-4
- „Enterprise“ Trainingluftschiff zur Zeit des 2WK bei der US-Marine, L-Klasse "L-5"
- „Defender“ 1929, ab 1942 mit der US-Marine-Bezeichnung G-1
- „Reliance“ Trainingluftschiff zur Zeit des 2WK bei der US-Marine, L-Klasse
- „Rainbow“ Trainingluftschiff zur Zeit des 2WK bei der US-Marine, L-Klasse
- „Ranger“ Trainingluftschiff zur Zeit des 2WK bei der US-Marine, L-Klasse
- „Neponset“
- „Vigilant“
- „Mayflower“, getauft: 22. Mai 1929 von Mrs. Arnstein, Frau von Dr. Karl Arnstein nach einer Yacht aus dem Americas Cup. Am 4. November 1930 nahmen die Goodyear Blimps Pilgrim, Neponset, Vigilant, Mayflower, Defender und Puritan an einer Luftschiffparade teil.
- „Mayflower“ (neues Schiff von 1963, Bild 1973 mit Kennung N1A, typ GZ-19A)
- „America“ etwa 1970er
- „Columbia“ 1968-1992 (N4A), stationiert in Kalifornien
- „Eagle“ 1992-2002 (stationiert in Kalifornien)
- „Stars & Stripes“ (N3A), wurde 1998 von der neuen „Stars & Stripes“ (N1A) ersetzt
- „Spirit of Akron“ (N4A), Typ GZ-22, Erstflug 1987, am 22. Oktober 1999 irreparabel beschädigt und dann durch die „Spirit of Goodyear“ ersetzt.

Technische Daten

GZ-20A

Karl Arnstein GZ steht für „Goodyear Zeppelin“. Der GZ-20-Typ basiert auf dem K-Typ, der bereits im Zweiten Weltkrieg für die US-Marine gebaut wurde.
- Länge: 58,52 m (192 ft)
- Breite: 15,24 m (50 ft)
- Höhe: 17,98 m (59.5 ft)
- Volumen: 5740 Kubikmeter (202 700 cft)
- Maximale Startmasse 5824 kg (12 840 pounds)
- Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h (50 mph)
- Reisegeschwindigkeit 48 km/h (30 mph)
- Motoren: 2x 155 kW (210 PS)-luftgekühlter Kolbenmotor mit Einspritzung
- Propeller: Zweiblattpropeller, nicht verstellbar, Durchmesser: 1,98 m
- Passagiere: 6 + Pilot
- Flughöhe 300 - 1000 m (3000 m Gipfelhöhe)
- Kabine: Aluminium-Schweißkonstruktion mit einer Länge von: 6,93 m und fest installiertem Fahrwerk
- Leiterwerk: Polyestergewebe auf Aluminium- und Stahlgerippe in "+" Konfiguration
- Hülle: zweilagig, Neopren-impägniertes Polyestergewebe
- Leuchtwerbetafel: über 165 000 LEDs mit mehr als 256 Farben

GZ-22

Die „Spirit of Akron“ (N4A) war das einzige Luftschiff vom Typ GZ-22. der Erstflug fand 1987 statt. Sie wurde am 22. Oktober 1999 beschädigt, als das Schiff nach Traggasverlust in einer Baumgruppe landete. Danach wurde sie durch die „Spirit of Goodyear“ ersetzt.
- Länge: 62,64 m (205,5 ft)
- Breite: 14,33 m (47 ft)
- Höhe: 18,35 m (60,2 ft)
- Volumen 7018 m³ (247 800 cft)
- Maximale Startmasse 6.804 kg (15.000 pounds)
- Höchstgeschwindigkeit: 105 km/h (65 mph)
- Reisegeschwindigkeit 48-64 km/h (30-40 mph)
- Motoren: 2x 309 kW (420 PS) - Allison 250-B17C turboprop
- Propeller: ummantelte Dreiblatt-Zugpropeller, Durchmesser: 1,78 m, schwenkbar um +75°/-30°
- Passagiere: 8 + 2 Pilotensitze
- Flughöhe 300-1000 m (3000 m Gipfelhöhe)
- Kabine: Stahlrahmen mit Aramid-Sandwich-Faserbundkunstoffverkleidung, Länge: 10,6 m (34.75 ft) mit einziehbarem Fahrwerk
- Leitwerk: thermisch formbare Polyesterfolie auf Aluminiumgerippe mit PU-Beschichtung in "X"-Konfiguration
- Hülle: zweilagig, Neopren-impägniertes Polyestergewebe
- Leuchtwerbetafel: 8.064 Lampen

Siehe auch


-

Weblinks


- [http://www.goodyearblimp.com/index.html Startseite von GoodyearBlimp (englisch)]
- [http://Luftschiffseiten.de Luftschiffseiten.de]
- [http://www.airliners.net/search/photo.search?aircraft_genericsearch=Goodyear%20Blimp&distinct_entry=true www.airliners.net] Bilder von Goodyear-Blimps Kategorie:Luftschiff

Prallluftschiff

Prallluftschiffe, auch Blimps genannt, sind Luftschiffe ohne inneres Gerüst (wie ein Ballon). Ihre aerodynamische Form erhalten sie durch die Form der Hülle. Umgangssprachlich wird auf Prallluftschiffe irrtümlich häufig auch der Begriff Zeppelin angewendet, der aber nur die von Zeppelin hergestellten Luftschiffe oder (abweichend) Starrluftschiffe mit einem Innenskelett bezeichnet.

Die Bezeichnung "Blimp"

Die etymologische Herkunft des Ausdruckes Blimp liegt im Dunkeln. Es sind verschiedene Theorien bekannt, die zum Teil vielleicht eher der Volksetymologie zuzurechnen sind:
- Gewöhnlich wird die Bezeichnung dem britischen Offizier Lt. Alexander Duncan Cunningham (siehe Weblink) zugeschrieben und soll lautmalerisch das Geräusch beschreiben, das entsteht, wenn man die pralle Hülle mit den Fingern antippt. Diese Version wird auch vom traditionsreichen Luftschiffhersteller Goodyear angegeben.
- Der englische Pilot Horace Shortt soll es von dem englischen Adjektiv limp (schlaff, biegsam) abgeleitet haben. limp bag bedeutet sinngemäß schlaffer Sack, verballhornt ergibt sich daraus bag limp.
- Ein britisches Luftschiff-Handbuch soll definiert haben: ::There are two types of airships: a) rigid, b) limp ::[Es gibt zwei Typen von Luftschiffen: a) starr, b) schlaff]
:Der Begriff Blimp entstand demnach durch scherzhafte Zusammenziehung von "b) limp" zu "blimp". Eine analoge, oft gehörte Erklärung, die behauptet, das amerikanische Militär habe seine Luftschiffe in "type A-rigid" und "type B-limp" eingeteilt, kann dagegen durch die der Einteilung in A- und B-Typen vorausgehende Verwendung des Begriffs Blimp in einer englischen Publikation im Jahr 1916 als widerlegt betrachtet werden.
- Die fiktive Figur des stockkonservativen Colonel Blimp hat der für die satirische Zeitschrift Punch arbeitetende Karikaturist Sir David Alexander Low (1891 - 1963) erfunden. Colonel Blimps wohlgeformte äußere Erscheinung ähnelte sehr der eines Luftschiffes.

Technik

1963 Bei Prallluftschiffen werden Volumenänderungen durch Luftdruckschwankungen bzw. Temperaturänderungen des Traggases durch Ballonetts ausgeglichen. Sie sorgen dafür, dass in der Hülle immer ein kleiner Überdruck zum Luftdruck herrscht und der Auftriebskörper so prall bleibt. Dies ist notwendig, da bei Erschlaffen der Hüllen die Steuerbarkeit verloren geht oder zumindest stark eingeschränkt wird. Auch die hinteren Leitwerksflossen sind nur auf der Hülle befestigt und haben keine starre Verbindung zur Gondel. Zum Aufblasen des Ballonets wird meist ein Teil des vom Antriebspropeller erzeugten Luftstroms genutzt. Die Motoren sind meist direkt an oder in der Gondel untergebracht. Einige, jedoch bei weitem nicht alle Modelle können die Propeller zum leichteren Manövrieren schwenken. Prallluftschiffe sind die am häufigsten gebauten Luftschiffe, da sie relativ einfach herzustellen sind und nach Ablassen des Traggases leicht transportiert werden können. Ihnen sind jedoch durch die unstabile Hülle Grenzen in der Größe gesetzt. Zu lange Auftriebskörper drohen bei nicht ausreichendem Innendruck in der Mitte einzuknicken. Man entwickelte daher Kielluftschiffe bzw. Starrluftschiffe. Trotzdem fanden sich für die kleineren und günstigeren Prallluftschiffe vielfältige Aufgaben in der Luftfahrt und beim Militär. Moderne Prallluftschiffe starten im Gegensatz zu den historischen Exemplaren in der Regel mit etwas „Übergewicht“. Die fehlende Auftriebskraft wird dabei durch etwas Anlauf und heben der Bugspitze beim Start mit Motorenkraft erzeugt. Einige Typen können auch die Triebwerke schwenken um Schub in Vertikalrichtung zu erzeugen (z.B. Skyship 600). Das leichte Übergewicht macht zum einen den Abwurf von Ballast beim Start überflüssig, zum anderen muss für die Landung kein teures Traggas aus der Hülle entlassen werden. Die Schiffe können jedoch bei längeren Fahrten, wenn sie sehr viel Treibstoff verbraucht haben, auch Leichter als Luft werden. Eine Sonderform der Prallluftschiffe sind Heißluft-Luftschiffe. Sie erhalten ihren Auftrieb ebenso wie Heißluftballone durch den Dichteunterschied von heißer und kalter Luft. In ihrer Bauform und ihren Einsatzmöglichkeiten sind sie kleiner und beschränkter als Gas-Luftschiffe, jedoch sehr viel wirtschaftlicher zu betreiben.

Geschichte

(siehe auch Artikel: Luftschiff) Das erste Prallluftschiff wurde 1852 von Henri Giffard gebaut und von einer Dampfmaschine angetrieben. Als Urahn moderner Prallluftschiffe gilt die „Pilgrim“, sie wurde 1925 von Goodyear gebaut und wies bereits die meisten noch heute üblichen Konstruktionsmerkmale auf. ZMC-2 war ein 1929 gebautes Ganzmetall-Luftschiff. Die Hülle bestand aus vernietetem 0,24 mm dickem Duraluminiumblech. Es wurde als Prallluftschiff klassifiziert, da zum Erhalt der äußeren Form ein Überdruck im Inneren des Auftriebsköpers notwendig war. Es blieb jedoch trotz des innovativen und vielversprechenden Konzepts bei nur einem Prototyp. Die amerikanischen ZPG-3W Luftschiffe waren bis heute (Stand 2005) die größten Prallluftschiffe der Welt. Es wurden vier Schiffe des Typs gebaut. Sie wurden von der US-Marine zur Luftraumüberwachung eingesetzt und besaßen eine große Radar-Anlage innerhalb der Hülle. Ihr Volumen betrug fast 43.000 Kubikmeter, bei einer Länge von etwa 123 m. Sie versahen ihren Dienst von 1958 bis zum Ende des US-Marine-Luftschiffprogramms 1962.

Prallluftschiffe (Auswahl)


- einige Luftschiffe von August von Parseval, siehe unter: Parseval Luftschiff Ende des 19. Anfang des 20. Jh.
- Coastal Class-Luftschiff: englischer Typ z.Z. des Ersten Weltkrieges
- Luftschiffe im Dienst der US-Marine zur Luftraumüberwachung und U-Boot-Abwehr
- Skyship: auch bekannt aus dem „James Bond“-Film Im Angesicht des Todes von 1985
- WDL-Luftschiffgesellschaft: Werbeluftschiffe und Rundfahrten vom Flughafen Essen-Mülheim
- Goodyear: die wohl berühmtesten Werbeblimps
- The Lightship Group: hauptsächlich Werbeluftschiffe der American Blimp Cooperation
- Voliris: fränzösischer Luftschiffanbieter (gegründet 1999)
- White Dwarf: muskelkraftbetriebenes Luftschiff
- Aeros: US-amerikanischer Hersteller kleinerer Prallluftschiffe
- MA-1 Ardath: Australien, Ende der 1970er
- Heißluft-Luftschiffe z.B. der deutschen GEFA-FLUG
- AT-10: der englischen Advanced Technologies Group
- Aerosphere: Das kugelrunde Schiff stellte am 12. Juni 2003 eine FAI-Höhenweltrekord auf.
- Hua Jiao: chinesische Luftschiffe (Zulassung Ende 2004)

Siehe auch


-
- Sentinel 1000 ein weiteres Prallluftschiff

Weblinks


- [http://www.wdl-luftschiff.de/ WDL Luftschiffgesellschaft mbH] -- deutscher Hersteller und Betreiber von Prallluftschiffen
- [http://www.goodyearblimp.com/ Die Goodyear-Blimps] (englisch)
- [http://www.airshipman.com/ Airship Management Services] (englisch) -- betreibt Luftschiffe vom Typ Skyship 600, unter anderem die Fujifilm-Blimps
- [http://www.rafweb.org/Biographies/Cunningham.htm Lebenslauf von Alexander Duncan Cunningham]
- [http://www.globalsecurity.org/wmd/systems/zpg-3.htm Informationen zum ZPG-3W-Luftschiff auf englisch]
- [http://www.aerosml.com/main.htm Startseite von Aeros/USA (engl)] Kategorie:Luftschiff

Akron

Akron (griechisch für „hoch“) ist eine Stadt in Ohio, USA. Sie liegt 50 km südlich von Cleveland. Nach der Statistik von 2004 ist sie die fünftgrößte Stadt des Staates mit einer Einwohnerzahl von 212.000. Akron ist zugleich der Sitz von Summit County. Die Anonymen Alkoholiker wurden im Sommer 1935 in Akron gegründet. Akron war Bauwerft vieler amerikanischer Luftschiffe. Siehe Goodyear (Luftschiff) Akron ist Partnerstadt von Chemnitz.

Sehenswürdigkeiten


- Akron Art Museum

Söhne und Töchter der Stadt


- Sid Avery, US-amerikanischer Fotograf
- Alexander Butterfield, Schlüsselfigur im Watergate-Skandal
- David Allan Coe, US-Amerikanischer Country-Musiker
- John Dean, Rechtsberater von Richard Nixon
- Rita Dove, US-amerikanische Dichterin und Schriftstellerin
- Chrissie Hynde, Rockgitarristin und –sängerin
- James Ingram, US-amerikanischer Soulmusiker, Songwriter und Produzent
- LeBron James, US-amerikanischer Basketballspieler
- Jim Jarmusch, US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler und Filmproduzent
- Melina Kanakaredes, griechisch-amerikanische Schauspielerin
- Mark Mothersbaugh, US-amerikanischer Musiker, Komponist und Sänger
- Jaroslav Pelikan, Spezialist für Theologiegeschichte und Geistesgeschichte des Mittelalters
- Robert Quine, US-amerikanischer Musiker und Gitarrist
- Willard Van Orman Quine, US-amerikanischer Philosoph und Logiker
- Harry Reynolds, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- Sydne Rome, US-amerikanische Schauspielerin
- Richard E. Smalley, US-amerikanischer Chemiker und Nobelpreisträger
- Nate Thurmond, ehemaliger US-amerikanischer Basketballspieler

nach Akron benannte Dinge


- ZRS-4 "USS Akron" - amerikanisches Starrluftschiff (1931-33) Kategorie:Ort in Ohio ja:アクロン (オハイオ州) ko:애크런 (오하이오 주)

Thomas Scott Baldwin

Captain Thomas Scott Baldwin (
- 30. Juni 1854; † 17. Mai 1923) war ein US-amerikanischer Ballonfahrer und Flugpionier.

Leben

Er entwickelte 1904 das erste lenkbare Luftschiff der USA, die „California Arrow“. (Erste Fahrt 29.07.1904, erste Öffentliche Fahrt: 03.08.1904). Als Traggas verwendete er Wasserstoff. Baldwin konnte mit seinen Luftschiffen auch einen gewissen kommerziellen Erfolg erzielen. Bis 1908 hatte er etwa zehn Luftschiffe, die mit Motoren von Glenn Curtiss ausgerüstet waren verkauft. 1908 gelang es ihm auch einen Auftrag von den US-Streitkräften zu erhalten. Das Luftschiff Signal Corps Airship No. 1 (SC-1) stieg am 4. August 1908 zum ersten Mal für sieben Minuten auf. Am darauffolgenden Tag fand die erfolgreiche Abnahmefahrt für das Militär statt. Das Luftschiff wurde von einem 24 PS wassergekühlten Vierzylindermotor angetriebn, der von Curtiss entwickelt worden und der erste seiner Art war. Bis 1914 beschäftigte Baldwin sich dann mit schwerer-als-Luft-Flugzeugen. Dann schwenkte seine Interessen zurück auf die Luftschiffe. Der Bau von DN-1, dem ersten amerikanischen Marineluftschiff 1917 geht mit auf ihn zurück. (...) Seine letzte Anstellung war bei der Goodyear Tire & Rubber Company, als Ballon- und Luftschiffkonstrukteur. Captain Thomas Scott Baldwin starb am 17. Mai 1923 im Alter von 69 Jahren. Sein Grab befindet sich auf dem Nationalfriedhof Arlington. Baldwin, Thomas Scott Baldwin, Thomas Scott Baldwin, Thomas Scott Baldwin, Thomas Scott Baldwin, Thomas Scott Baldwin, Thomas Scott

Prallluftschiff

Prallluftschiffe, auch Blimps genannt, sind Luftschiffe ohne inneres Gerüst (wie ein Ballon). Ihre aerodynamische Form erhalten sie durch die Form der Hülle. Umgangssprachlich wird auf Prallluftschiffe irrtümlich häufig auch der Begriff Zeppelin angewendet, der aber nur die von Zeppelin hergestellten Luftschiffe oder (abweichend) Starrluftschiffe mit einem Innenskelett bezeichnet.

Die Bezeichnung "Blimp"

Die etymologische Herkunft des Ausdruckes Blimp liegt im Dunkeln. Es sind verschiedene Theorien bekannt, die zum Teil vielleicht eher der Volksetymologie zuzurechnen sind:
- Gewöhnlich wird die Bezeichnung dem britischen Offizier Lt. Alexander Duncan Cunningham (siehe Weblink) zugeschrieben und soll lautmalerisch das Geräusch beschreiben, das entsteht, wenn man die pralle Hülle mit den Fingern antippt. Diese Version wird auch vom traditionsreichen Luftschiffhersteller Goodyear angegeben.
- Der englische Pilot Horace Shortt soll es von dem englischen Adjektiv limp (schlaff, biegsam) abgeleitet haben. limp bag bedeutet sinngemäß schlaffer Sack, verballhornt ergibt sich daraus bag limp.
- Ein britisches Luftschiff-Handbuch soll definiert haben: ::There are two types of airships: a) rigid, b) limp ::[Es gibt zwei Typen von Luftschiffen: a) starr, b) schlaff]
:Der Begriff Blimp entstand demnach durch scherzhafte Zusammenziehung von "b) limp" zu "blimp". Eine analoge, oft gehörte Erklärung, die behauptet, das amerikanische Militär habe seine Luftschiffe in "type A-rigid" und "type B-limp" eingeteilt, kann dagegen durch die der Einteilung in A- und B-Typen vorausgehende Verwendung des Begriffs Blimp in einer englischen Publikation im Jahr 1916 als widerlegt betrachtet werden.
- Die fiktive Figur des stockkonservativen Colonel Blimp hat der für die satirische Zeitschrift Punch arbeitetende Karikaturist Sir David Alexander Low (1891 - 1963) erfunden. Colonel Blimps wohlgeformte äußere Erscheinung ähnelte sehr der eines Luftschiffes.

Technik

1963 Bei Prallluftschiffen werden Volumenänderungen durch Luftdruckschwankungen bzw. Temperaturänderungen des Traggases durch Ballonetts ausgeglichen. Sie sorgen dafür, dass in der Hülle immer ein kleiner Überdruck zum Luftdruck herrscht und der Auftriebskörper so prall bleibt. Dies ist notwendig, da bei Erschlaffen der Hüllen die Steuerbarkeit verloren geht oder zumindest stark eingeschränkt wird. Auch die hinteren Leitwerksflossen sind nur auf der Hülle befestigt und haben keine starre Verbindung zur Gondel. Zum Aufblasen des Ballonets wird meist ein Teil des vom Antriebspropeller erzeugten Luftstroms genutzt. Die Motoren sind meist direkt an oder in der Gondel untergebracht. Einige, jedoch bei weitem nicht alle Modelle können die Propeller zum leichteren Manövrieren schwenken. Prallluftschiffe sind die am häufigsten gebauten Luftschiffe, da sie relativ einfach herzustellen sind und nach Ablassen des Traggases leicht transportiert werden können. Ihnen sind jedoch durch die unstabile Hülle Grenzen in der Größe gesetzt. Zu lange Auftriebskörper drohen bei nicht ausreichendem Innendruck in der Mitte einzuknicken. Man entwickelte daher Kielluftschiffe bzw. Starrluftschiffe. Trotzdem fanden sich für die kleineren und günstigeren Prallluftschiffe vielfältige Aufgaben in der Luftfahrt und beim Militär. Moderne Prallluftschiffe starten im Gegensatz zu den historischen Exemplaren in der Regel mit etwas „Übergewicht“. Die fehlende Auftriebskraft wird dabei durch etwas Anlauf und heben der Bugspitze beim Start mit Motorenkraft erzeugt. Einige Typen können auch die Triebwerke schwenken um Schub in Vertikalrichtung zu erzeugen (z.B. Skyship 600). Das leichte Übergewicht macht zum einen den Abwurf von Ballast beim Start überflüssig, zum anderen muss für die Landung kein teures Traggas aus der Hülle entlassen werden. Die Schiffe können jedoch bei längeren Fahrten, wenn sie sehr viel Treibstoff verbraucht haben, auch Leichter als Luft werden. Eine Sonderform der Prallluftschiffe sind Heißluft-Luftschiffe. Sie erhalten ihren Auftrieb ebenso wie Heißluftballone durch den Dichteunterschied von heißer und kalter Luft. In ihrer Bauform und ihren Einsatzmöglichkeiten sind sie kleiner und beschränkter als Gas-Luftschiffe, jedoch sehr viel wirtschaftlicher zu betreiben.

Geschichte

(siehe auch Artikel: Luftschiff) Das erste Prallluftschiff wurde 1852 von Henri Giffard gebaut und von einer Dampfmaschine angetrieben. Als Urahn moderner Prallluftschiffe gilt die „Pilgrim“, sie wurde 1925 von Goodyear gebaut und wies bereits die meisten noch heute üblichen Konstruktionsmerkmale auf. ZMC-2 war ein 1929 gebautes Ganzmetall-Luftschiff. Die Hülle bestand aus vernietetem 0,24 mm dickem Duraluminiumblech. Es wurde als Prallluftschiff klassifiziert, da zum Erhalt der äußeren Form ein Überdruck im Inneren des Auftriebsköpers notwendig war. Es blieb jedoch trotz des innovativen und vielversprechenden Konzepts bei nur einem Prototyp. Die amerikanischen ZPG-3W Luftschiffe waren bis heute (Stand 2005) die größten Prallluftschiffe der Welt. Es wurden vier Schiffe des Typs gebaut. Sie wurden von der US-Marine zur Luftraumüberwachung eingesetzt und besaßen eine große Radar-Anlage innerhalb der Hülle. Ihr Volumen betrug fast 43.000 Kubikmeter, bei einer Länge von etwa 123 m. Sie versahen ihren Dienst von 1958 bis zum Ende des US-Marine-Luftschiffprogramms 1962.

Prallluftschiffe (Auswahl)


- einige Luftschiffe von August von Parseval, siehe unter: Parseval Luftschiff Ende des 19. Anfang des 20. Jh.
- Coastal Class-Luftschiff: englischer Typ z.Z. des Ersten Weltkrieges
- Luftschiffe im Dienst der US-Marine zur Luftraumüberwachung und U-Boot-Abwehr
- Skyship: auch bekannt aus dem „James Bond“-Film Im Angesicht des Todes von 1985
- WDL-Luftschiffgesellschaft: Werbeluftschiffe und Rundfahrten vom Flughafen Essen-Mülheim
- Goodyear: die wohl berühmtesten Werbeblimps
- The Lightship Group: hauptsächlich Werbeluftschiffe der American Blimp Cooperation
- Voliris: fränzösischer Luftschiffanbieter (gegründet 1999)
- White Dwarf: muskelkraftbetriebenes Luftschiff
- Aeros: US-amerikanischer Hersteller kleinerer Prallluftschiffe
- MA-1 Ardath: Australien, Ende der 1970er
- Heißluft-Luftschiffe z.B. der deutschen GEFA-FLUG
- AT-10: der englischen Advanced Technologies Group
- Aerosphere: Das kugelrunde Schiff stellte am 12. Juni 2003 eine FAI-Höhenweltrekord auf.
- Hua Jiao: chinesische Luftschiffe (Zulassung Ende 2004)

Siehe auch


-
- Sentinel 1000 ein weiteres Prallluftschiff

Weblinks


- [http://www.wdl-luftschiff.de/ WDL Luftschiffgesellschaft mbH] -- deutscher Hersteller und Betreiber von Prallluftschiffen
- [http://www.goodyearblimp.com/ Die Goodyear-Blimps] (englisch)
- [http://www.airshipman.com/ Airship Management Services] (englisch) -- betreibt Luftschiffe vom Typ Skyship 600, unter anderem die Fujifilm-Blimps
- [http://www.rafweb.org/Biographies/Cunningham.htm Lebenslauf von Alexander Duncan Cunningham]
- [http://www.globalsecurity.org/wmd/systems/zpg-3.htm Informationen zum ZPG-3W-Luftschiff auf englisch]
- [http://www.aerosml.com/main.htm Startseite von Aeros/USA (engl)] Kategorie:Luftschiff

Sternmotor

Der Sternmotor ist eine Bauform des Verbrennungsmotors, bei der die Zylinder und Kolben sternförmig angeordnet sind. Der Ventilantrieb erfolgt im einfachsten Fall durch einen untersetzten Nockenring. Es sind jedoch auch Konstruktionen mit einer Nockenwelle pro Zylinder möglich. Im Zweiten Weltkrieg kamen auf britischer Seite auch große Stückzahlen von Schiebermotoren zum Einsatz. Sternmotoren nutzte man insbesondere zum Einbau in Flugzeuge. Vereinzelt wurden aber auch Boote und Landfahrzeuge damit ausgerüstet. Zu größerer Bekanntheit kam hier das Motorrad Megola, das über einen 5-Zylinder-Sternmotor als Umlaufmotor im Vorderrad verfügte. Der amerikanische Sherman-Panzer, eines der bekanntesten Panzermodelle des Zweiten Weltkriegs, wurde in der M4A1-Variante von einem Whirlwind-Sternmotor angetrieben, der auch in Flugzeuge eingebaut wurde. Prototypen des Volkswagens wurden ebenfalls mit einem 5-Zylinder Sternmotor projektiert. Die Fregatten der Parchim-Klasse in der Volksmarine der DDR verfügten über wassergekühlte 56-Zylinder-8-fach-Sternmotoren aus russischer Produktion. Beim Sternmotor sind alle Zylinder einer Zylinderreihe in einer Ebene angeordnet. Die Kraft der Kolben wird über Nebenpleuel auf ein Mutterpleuel und von dort auf einen Kurbelzapfen pro Zylinderreihe übertragen. Die Zylinderzahl ist aufgrund der durchgängigen Zündfolge ungerade. Nur selten, insbesondere bei 2-Takt-Sternmotoren, kam eine gerade Zylinderzahl vor; so wurde 1940 von Adolf Schnürle ein 8-Zylinder-2-Takt-Diesel-Sternmotor konstruiert und auch gebaut. Zwei oder mehr Ebenen von Zylindern werden bei luftgekühlten Motoren versetzt angeordnet. Vorteile dieser Anordnung sind die gleichmäßige Kühlung aller Zylinder und ein runder Lauf. Aufgrund der vorherrschenden Luftkühlung erwies sich der Sternmotor gegenüber dem wassergekühlten Reihen- oder V-Motor als unempfindlicher gegen Überhitzung. Meist wird dabei nur ein einzelner Zylinder in Mitleidenschaft gezogen, wohingegen bei Reihen- oder V-Motoren oft alle Zylinder beschädigt werden können. Ein Nachteil ergibt sich beim Einsatz von Turboladern, deren komprimierte Luft aufwändig auf alle Zylinder verteilt werden muss. Dies gestaltet sich bei Reihen- oder V-Motoren einfacher, hier können eine oder zwei Leitungen sämtliche Zylinder versorgen. Ferner bewirkt die Sternanordnung eine große Stirnfläche. Dies war für langsam fliegende Maschinen zunächst ohne Bedeutung, stellte mit zunehmender Geschwindigkeit jedoch vor allem für Kampfflugzeuge ein Hindernis dar. Das Problem wurde mit Entwicklung der NACA-Haube gelöst. Eine spezielle Form des Sternmotors ist der Umlaufmotor. Hier ist die Kurbelwelle fixiert, während die Zylinder sich mit dem daran befestigten Propeller (oder z.B. dem Vorderrad der Megola) drehen. Dies führt zwar zu einer einfachen und effektiven Kühlung der einzelnen Zylinder, die großen, sich drehenden Massen und das dadurch entstehende Kreiselmoment wirken sich jedoch negativ auf das Flugverhalten aus. Stern- und Umlaufmotoren wurden erstmals Anfang des 20. Jahrhunderts eingesetzt. Der Sternmotor war seit den 1930er Jahren etwas beliebter als der Reihenmotor, aber auch danach fanden beide Varianten Anwendung. Viele Luftstreitkräfte setzten auf Sternmotoren, da sie sich als sehr zuverlässig erwiesen (wichtig für Flüge über Wasser), einfacher warten ließen (wichtig für Flugzeugträger) und durch die fehlende Wasserkühlung unempfindlicher gegen Beschuss waren. Mitte der 30er Jahre entstand eine neue Generation stromlinienförmiger Hochgeschwindigkeits-Flugzeuge mit starken Reihenmotoren wie zum Beispiel dem Rolls Royce Merlin oder dem Daimler-Benz DB 601. Dies belebte die Debatte um die Vorzüge von Stern- und Reihenmotoren neu. Allerdings zeigte die Focke-Wulf Fw 190, dass ein Kampfflugzeug mit Sternmotor durchaus mit den von einem V-Motor betriebenen Modellen mithalten konnte. Die Entwicklung leistungsfähiger amerikanischer Langstreckenbomber im Zweiten Weltkrieg, die durchweg mit Sternmotoren ausgerüstet waren, ließ nach Kriegsende diesen Motortyp auch in der Zivilluftfahrt vorherrschend werden. Die Entwicklung gipfelte in den Turbo-Compound-Motoren, wie sie auch in der Lockheed Super Constellation eingesetzt wurden. Hier wird die Abgasenergie nicht nur zur Erzeugung von Ladedruck benutzt, sondern treibt eine oder mehrere Abgasturbinen an, die auf die Antriebswelle gekoppelt sind. Ein bekannter Typ ist hier der Curtiss-Wright R-3350 Turbo Compound, ein luftgekühlter 18-Zylinder-Doppelsternmotor mit über 2500 KW Leistung. Der englische Napier Nomad-Motor wurde nicht in Serie gebaut. Der wohl bekannteste Einsatz eines Sternmotors war die Atlantiküberquerung von Charles Lindbergh mit der Spirit of St. Louis.

Siehe auch


- Reihenmotor
- V-Motor
- VR-Motor
- Boxermotor
- H-Motor
- W-Motor
- Wankelmotor
- Umlaufmotor

Weblinks


- [http://www.5bears.com/curproj.htm Bau eines Sternmotors (engl.)]
- [http://www.aviation-history.com/engines/radial.htm Inside The Radial Engine (engl.)] Kategorie:Verbrennungsmotor Kategorie:Triebwerkstyp nb:Stjernemotor

Smithsonian Museum

Die Smithsonian Institution (kurz: Smithsonian) wurde im Jahre 1846 mit Mitteln aus der Hinterlassenschaft des englischen Wissenschaftlers James Smithson zugunsten der Vereinigten Staaten von Amerika mit dem Auftrag „der Vermehrung und Verbreitung von Wissen“ gegründet und ist in Washington, D.C. angesiedelt. Mit 16 Museen und Galerien und dem Nationalzoo ist das Smithsonian der größte Museumskomplex der Welt. Die Smithsonian Institution verwaltet über 142 Millionen Artefakte menschlichen oder natürlichen Ursprungs für das US-amerikanische Volk. Das Institut, das gleichzeitig ein bedeutendes Forschungszentrum ist, sieht seinen Auftrag in der Bildung der Allgemeinheit, dem Dienst an der Nation und der Vergabe von Stipendien in den Bereichen Kunst, Naturwissenschaften und Geschichte. Die Smithsonian Institution unterstützt Expeditionen und Ausgrabungen, fördert Forschung insbesondere auf den Gebieten der Astronomie, Astrophysik, Ethnologie und Umweltforschung. Sie verfügt über ein eigenes Observatorium, das Smithsonian Astrophysical Observatory (zusammen mit dem Harvard College Observatory bildet es das Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics), den Smithsonian-Biopark und das „Archiv amerikanischer Kunst“. Sie betreibt die Nationalmuseen für amerikanische Geschichte, amerikanische Kunst und das Nationalmuseum für Luft- und Raumfahrt. Die Smithsonian Institution ist die Herausgeberin des Standardwerkes zu den Indianern Nordamerikas, dem Handbook of North American Indians. Neun Museen und Galerien des Smithsonian befinden sich zu beiden Seiten der National Mall - einem langgezogenen Grünstreifen - zwischen dem Washington Monument und dem Kapitol. Ein dreistöckiger, unterirdischer Komplex beherbergt zwei Museen und das S. Dillon Ripley Center, zu dem die International Gallery, Büroräume und Hörsäle bzw. Seminarräume gehören. Fünf weitere Museen und der Nationalzoo befinden sich andernorts in Washington, D.C.. Das Cooper-Hewitt National Design Museum und das National Museum of the American Indian sind in New York angesiedelt. Von 1846 bis 1878 war der Physiker Joseph Henry Vorsitzender des Instituts.

Museen im Einzelnen


- American Art Museum
- Anacostia Museum
- Arts and Industries Building
- The Cooper-Hewitt, National Design Museum
- Freer Gallery of Art
- Hirshhorn Museum
- National Air and Space Museum
- National Gallery of Art (angeschlossen)
- National Museum of African Art
- National Museum of American History
- National Museum of the American Indian
- National Museum of Natural History
- National Portrait Gallery
- National Postal Museum
- National Zoological Park
- Arthur M. Sackler Gallery
- Smithsonian Institution Building

Weblinks


- [http://www.smithsonian.org Smithsonian Institution]
- [http://www.si.edu/ Webseite des Smithsonian Institution] Kategorie:Museum (USA) Kategorie:Washington D.C. ja:スミソニアン博物館

Luftschiffbau Zeppelin GmbH

Die Luftschiffbau Zeppelin GmbH wurde 1908 von Graf Ferdinand von Zeppelin gegründet, um Luftschiffe zu fertigen. Diese Firma war Keimzelle vieler deutscher Unternehmen, der Namen zum Teil auch noch heute noch vor allem im Maschinenbau weltberühmt sind. Die GmbH existiert heute ebenfalls noch. Die Firma Zeppelin GmbH ist heute ein internationaler Konzern, der vor allem im Bereich Baumaschinen aktiv ist.

Entstehung der Zeppelin-Gruppe


- 1908 Einrichtung der Zeppelin-Stiftung und Gründung der Luftschiffbau Zeppelin GmbH nach der Zeppelin-Spende und (6.096.555 Mark), Firmenleiter wird Alfred Colsman
- 1909 Gründung der CARBONIUM GmbH. Sie sollte Wasserstoff für die Zeppeline liefern, flog jedoch am 19. Juli 1910 in die Luft und wurde 1914 durch eine andere Wasserstoffabrik ersetzt, deren Nachfolger noch heute existiert.
- 23. März 1909 Gründung der Luftfahrzeug-Motorenbau GmbH durch Graf Zeppelin und Karl Maybach in Bissingen/Enz um Luftschiffmotoren zu fertigen, 1912 Umzug nach Friedrichshafen und Umbenennung in Motorenbau GmbH Friedrichshafen, Mai 1918 Umbenennung in Maybach-Motorenbau GmbH, baute alle Motoren bis zu LZ 127, heutiges Nachfolgeunternehmen: MTU
- 16. November 1909 Gründung der DELAG, der erste Fluggesellschaft der Welt. Sie kaufte die meisten zivilen Luftschiffe der Luftschiffbau Zeppelin GmbH und betrieb sie.
- 1912 Gründung der Flugzeugwerke Friedrichshafen GmbH durch Theodor Kober, der bereits seit 1908 für Zeppelin Wasserflugzeuge konstruierte.
- 1914 gründete der Zeppelin-Mitarbeiter Claude Dornier, der 1910 in die Firma eintrat, die Dornier Metallbauten GmbH um im Auftrag von Graf Zeppelin große Ganzmetall-Flugboote zu bauen.
- 1915 die Zahnradfabrik GmbH wurde gegründet, um Getriebeteile für den Antrieb der Luftschrauben der Zeppeline zu fertigen. Sie wurde 1921 zur Zahnradfabrik Friedrichshafen AG Heute: ZF Friedrichshafen
- 1917 Hanns Klemm, der sich als Statiker und Eisenkonstrukteur beworben hatte, wurde unter Claude Dornier, wenn auch nur kurz, Leiter einer Versuchabteilung und begann so seine Karriere in der Luftfahrt. Bis zum ersten Weltkrieg fertigte die Firma 21 Zeppeline (LZ 5 bis LZ 25). Einige davon gingen an die DELAG, andere an das deutsche Militär. Daneben entstanden noch eine Reihe weiterer Unternehmen und Gesellschaften, wie beispielsweise die Zeppelin Wohlfahrt GmbH.

Erster Weltkrieg

Die Luftschiffbau Zeppelin GmbH fertigte die Kriegszeppeline mit den fortlaufenden Baunummern LZ 26 bis LZ 114 an verschiedenen Standorten in ganz Deutschland. Daneben entwickelte sich Friedrichshafen auch zu einem großen deutschen Rüstungszentrum, nicht zuletzt auf dem Gebiet des Flugzeugbaus. 1918 arbeiteten rund 4000 Angestellte bei Zeppelin.

Zwischen den Kriegen

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges brach die Beschäftigtenzahl bei Zepplin ein. Der Bau von Luftschffen wurde vorerst verboten, die noch vorhandenen Schiffe mussten an die Alliierten abgegeben werden. Auch viele Luftschiffhallen wurden demontiert. 1919 wurde wieder ein Luftschiff gebaut. Der kleinste in dieser Epoche gebaute Zeppelin LZ 120 Bodensee stieg im August 1919 zum ersten Mal auf. Nach einer Saison musste er jedoch als Reparation abgegeben werden. Nicht anders erging es seinem Schwesterschiff LZ 121 Nordstern. 1920 fertiggestellt wurde er nach nur einer kurzen Probefahrt über dem Bodensee 1921 an Frankreich abgeliefert. 1921 wurde die Aero-Union AG gegründet. Aktionäre waren die AEG und Hapag je 40%, sowie die Luftschiffbau Zeppelin GmbH mit 20 %. 1922-1923 gelang es einen Auftrag für ein großes Starrluftschiff zu erhalten. LZ 126 wurd für die US-amerikanische Marine gebaut und wurde in den folgenden Jahren in den USA unter der Bezeichnung ZR-3 USS Los Angeles zum erfolgreichsten US-Starruftschiff. Nach dem Fall der Beschränkungen für den Luftschiffbau wurde LZ 127 gefertigt. Getauft auf den Namen des Firmengründers wird der „Graf Zeppelin“ für die DELAG zum erfolgreichsten deutschen Luftschiff und Pionier des Transatlantik-Luftverkehrs. Er war war auch das letzte Luftschiff, dass die DELAG von der Luftschiffbau Zeppelin GmbH übernahm. 1928 erhielt die Good Year Zeppelin Corporation, an der die deutsche Luftschiffbau Zeppelin GmbH zu zwei Dritteln beteiligt war, den Auftrag für den Bau von zwei Großluftschiffen, der USS Akron und USS Macon im Wert von acht Millionen Dollar. Beide Luftschiffe wurden von der US-Marine als fliegende Flugzeugträger verwendet. Die Deutsche Zeppelin Reederei wurde 1935 mit staatlicher Beteiligung des Deutschen Reiches gegründet. Sie sollte LZ 129 "Hindenburg" betreiben. Mit dem Schwesterschiff des „Hindenburg“ LZ 130 „Graf Zeppelin II“ fertigte Zeppelin 1938 das letzte bemannte Starrluftschiff bis in die Gegenwart. Diese beiden Zeppeline sind die größten je gebauten Luftschiffe.

Zweiter Weltkrieg

Im Zweiten Weltkrieg war Friedrichshafen eines der großen Rüstungszentren des Dritten Reiches. Die Luftschiffbau Zeppelin GmbH fertigte u.a. Radaranlagen, Peilanlagen, Fallschirme und Teile für Flugzeug- und Raketenbau (u.a. A4- bzw. V2-Teile). Ihr war ein eigenes KZ-Außenlager zugeordnet, in dem Zwangsarbeiter für die Zeppelin-Werke untergebracht waren. 1944 wurden Hallen in Friedrichshafen von den Alliierten bombardiert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Ende des Krieges wurde es ruhiger um den Luftschiffbau, jedoch entwickelten sich Firmen, die für die Zeppelin-Gruppe gegründet worden waren weiter. Unter der Bezeichnung Zeppelin werden jetzt Baumaschinen vertrieben und eine weltweit agierender Konzern entstand.

Neue Luftschiffe in den 1990ern


- 1990 Patentanmeldung für "halbstarres Luftschiff mit Druck gestützter Hülle" für die Luftschiffbau Zepplin GmbH
- 1993 Die Zeppelin Luftschifftechnik GmbH (ZLT) wurde von der Luftschiffbau Zeppelin GmbH und von ZF Friedrichshafen AG als Hauptanteilseigner gegründet. Sie entwickelt und baut Luftschiffe vom Typ Zeppelin NT.
- 2001 Neugründung der Deutschen Zeppelin Reederei (DZR) als 100%-ige Tochter der ZLT, Sie betreibt die Zeppelin NT-Luftschiffe.

Siehe auch


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- Kategorie:Luftschiff

USS Akron

Die USS Akron (ZRS-4) war ein Starrluftschiff der US-Marine und zu ihrer Zeit das größte Luftschiff der Welt. Es war als fliegender Aufklärer konstruiert und konnte fünf Doppeldecker-Flugzeuge vom Typ Curtiss F9C Sparrowhawk mitführen, die speziell als Bordflugzeuge für die Luftschiffe gebaut wurden und mit sogenannten "sky hooks" (dt.: Himmels- oder Lufthaken) ausgerüstet waren. Der Auftrag für den Bau von zwei Großluftschiffen, der USS Akron und der USS Macon, im Wert von acht Millionen Dollar erhielt 1928 die Good Year Zeppelin Corporation, an der die deutsche Luftschiffbau Zeppelin GmbH zu zwei Dritteln beteiligt war. Das Schiff wurde am 8. August 1931 in der Stadt, in der es gebaut wurde, von der damaligen First Lady Mrs. Herbert Hoover auf den Namen eben dieser Stadt Akron getauft. Die erste Fahrt fand am 2. Oktober 1931 statt. Ende Oktober wurde das Schiff an die US-Marine übergeben. Am 3. November wurde eine zehnstündige Fahrt mit 207 Personen an Bord unternommen, der wahrscheinlich größte Transport von Passagieren, der je mit einem Luftschiff durchgeführt wurde. 1931 Das Schiff war 239 m lang und hatte einen Durchmesser von 40 m. Der Antrieb erfolgt über acht innenliegende Maybach-Motoren mit je 420 kW (570 PS). Das Traggasvolumen betrug 194.000 m³ (6.500.000 cft), die Höchstgeschwindigkeit 130 km/h. Die Luftschrauben waren schwenkbar und reversibel, um Start und Landung zu vereinfachen. Die Akron unternahm in 20 Monaten 73 Fahrten mit etwa 1.700 Flugstunden ohne größere Havarien. Sie ging auf der 74. Fahrt am 4. April 1933 in den frühen Morgenstunden verloren, nachdem sie bereits die ganze Nacht einen sehr schweren Sturm über dem Atlantik vor New Jersey überstanden hatte. Die Steuerkabel zum Leitwerk rissen, und das Schiff richtete sich mit dem Bug trotz bereits vollständig abgeworfenen Ballasts auf. Dabei berührte das Heck die Wasseroberfläche. Das Schiff wurde nach kurzer Zeit von der See verschlungen. Nur drei der 76 Besatzungmitglieder überlebten bis zum nächsten Morgen. Einer von ihnen starb kurz darauf. Bis heute ist es das schwerste Luftschiffunglück, das die meisten Menschenleben forderte. Grund für die vielen Toten war das Fehlen von Rettungswesten bzw. -inseln. Dieser Fehler wurde bei der USS Macon behoben. Unter den Opfern war auch Admiral Moffet. Während der Suche nach möglichen Überlebenden verunglückte das Prallluftschiff J-3 und forderte dabei zwei weitere Opfer. Auch das Schwesterschiff ZRS-5 „USS Macon“, das letzte Großluftschiff der US-Marine und ebenfalls fliegender Flugzeugträger, ging bei einem Unfall verloren.

Siehe auch


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- Liste der Starrluftschiffe

Weblinks

Kategorie:Luftschiff Kategorie:Flugunfall

Militärluftschiff

Militärluftschiffe fanden hauptsächlich in den beiden Weltkriegen Verwendung. Wurden sie anfangs sogar als Bomber verwendet, kamen sie später vor allem als Seeaufklärer und U-Boot-Jäger zum Einsatz. Im Kalten Krieg suchten sie als Teil des Frühwarnnetzes mit ihren Radarantennen nach feindlichen Atomraketen. Größter Betreiber von Militärluftschiffen war die US-Marine. Neben den fünf Starrluftschiffen betrieb sie über 300 Prallluftschiffe. Ihr Luftschiffprogramm endete jedoch 1962. Die Aufgaben der Luftschiffe übernahmen die immer leistungsfähiger gewordenen Hubschrauber und Flugzeuge, sowie Satelliten.

Anfänge


- Groß-Basenach
- Parseval
- Raab-Katzenstein
- Siemens-Schuckert I(1911)
- Luftschiffer-Bataillon Nr. 1 in Berlin
- Feldluftschiffer
- Luftfahrzeug-Gesellschaft m.b.H. Die Russischen Luftstreitkräfte (gegründet 1912) besaßen beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges unter anderem zwölf Luftschiffe, Deutschland 11 (davon 7 Heeresstarrluftschiffe und ein Marinezepplin (LZ 24)), England 6, Frankreich 4 und Österreich-Ungarn 1.

Erster Weltkrieg

Luftfahrzeug-Gesellschaft m.b.H. Große technische Fortschritte bewirkte der Ausbruch des Ersten Weltkrieges (1914-1918). Zu dieser Zeit hatten fast alle führenden Nationen Luftschiffe in der Marine im Einsatz. Einzig Deutschland verwendete sie auch über Land beim Heer. Die nächtlichen Bombenangriffe auf London verbreiteten Angst und Schrecken unter der Bevölkerung. In Jamboli/Bulgarien befand sich der südlichste militärische Luftschiffhafen der deutschen Streitkräfte. England hatte unter anderem Prallluftschiffe, die bis zu 22 Stunden in der Luft bleiben konnten, für den Küstenschutz und die Konvoibegleitung im Einsatz (Coastal Class). Von dem vor allem für die Seeüberwachung und U-Boot-Suche abgestellten Modell Sea Scout Zero (SSZ), Nachfolger des Sea Scout Pusher (SSP), das 1916 eingeführt wurde, wurden bis zum Ende des Krieges 66 Stück gebaut. Jedes kostetet nur etwa 4.000 bis 5.000 Pfund Vier Sea-Scout-Schiffe wurden auch unter der Bezeichnung an Russland verkauft. Dort erhielten sie die Bezeichnung Tschernomor 1-4 Die USA hatten in der Zeit von 1919 bis 1933 insgesamt 31 Prallluftschiffe sowie ein halbstarres Luftschiff für das Heer im Dienst, danach wurden alle Schiffe an die Marine abgegeben. Italiens 18 Heeresschiffe (so genannte Kielluftschiffe) kämpften fast ausschließlich bei der Marine. Auch die Briten gliederten ihre sechs dem Heer zugeteilten Prallluftschiffe bei Kriegsausbruch der Marine an. Insgesamt waren während des Krieges rund 300 nichtstarre Luftschiffe in Dienst, die vor allem für die Seeüberwachung und als Eskorte für Handelsschiff-Konvois erfolgreich arbeiteten. Vom britische Admiral Lord Beatty ist folgende Sentenz überliefert, die er kurz nach der Skagerrak-Schlacht (31. Mai bis 1. Juni 1916) zum Besten gab: :The enemy still has the monopoly of the best air scouting on good weather, when one Zeppelin can do as much as five or six cruisers. :(Der Feind hat immer noch das Monopol der besten Luftaufklärung bei gutem Wetter, wenn ein Zeppelin so viel tun kann wie fünf oder sechs Kreuzer.) Diese Erkenntnis schlug sich in der Praxis nieder. Unter dem Strich brachten die Briten am Ende des Krieges wahrscheinlich mehr Luftschiff-Einsatzstunden zusammen als die bekannteren Luftschiffer aus Deutschland. Schütte-Lanz, größter Konkurrent von Zeppelin, lieferte im Ersten Weltkrieg Starrluftschiffe an die deutsche Marine und das Heer, die für Aufklärungs- und Bombenfahrten genutzt wurden. Nordholz war der größte der deutschen Luftschiffstützpunkte. Dort waren 42 der insgesamt 75 Luftschiffe der Marine stationiert. Die Fläche des Stützpunktes betrug 1914 800 (ab 1918 1000) Hektar. Er verfügte unter anderem über eine drehbare Luftschiffhalle. Die deutschen Marine-Luftschiffe führten ca. 1200 Aufklärungsflüge über der Nordsee und dem Skagerrak und 352 Angriffsflüge auf England durch. Die Einsatzwirkung der Kriegsluftschiffe im Ersten Weltkrieg war insgesamt gesehen positiv. Zwar zeigte sich, dass sie als Waffe nur vergleichsweise geringen Schaden anrichten konnten, jedoch verbreiteten sie beim Gegner in Militär und Zivilbevölkerung überproportional Angst und Schrecken und banden große Mengen an kriegswichtigen Ressourcen. Die Entente Cordiale musste zur Bekämpfung der deutschen Militärluftschifffahrt mit ihren rund 15.000 Mann und durchschnittlich etwa 25 Luftschiffen Waffen, Material und Personen im Verhältnis von fast 1 zu 33 abstellen. Dieses Verhältnis blieb selbst von den deutschen U-Booten, die ebenfalls effizient gegnerische Streitkräfte banden, unerreicht. Luftschiffe im ersten Weltkrieg (Auswahl): PL25

Zwischen den Kriegen

Die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen war für die Luftschifffahrt eine Blütezeit der Starrluftschiffe. In dieser Zeit fuhren die größten je gebauten zivilen und militärischen Luftschiffe. Deutschland war jedoch durch den Versailler Vertrag stark eingeschränkt und widmete sich ausschließlich zivilen Verkehrsluftschiffen. Das schloß jedoch nicht deren militärische Verwendung aus. Diese beschränkte sich jedoch auf einige wenige technische Versuche (z.B. Funktechnik). In diesem Zusammenhang wurde die 24. Fahrt des LZ 130 „Graf Zeppelin II“ im August 1939 als "Spionagefahrt" bekannt. Dort wurde versucht Informationen über das englische Radar-System zu gewinnen. Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges zerstörte Deutschland seine verbliebenen Starrluftschiffe LZ 127 und LZ 130. Am 21. Februar 1922 verbrennt das in Italien gebaute amerikanische Luftschiff Roma über Hampton/USA, nachdem es eine Hochspannungsleitung berührte, dabei sterben 34 Personen. Nach diesem und diversen weiteren Unfällen Anfang der 1920er Jahre führte die US-Marine Helium als Traggas ein. Nur die USA waren damals in der Lage dieses Gas zu gewinnen. Die Starrluftschiffe „USS Shenandoah“ und „USS Los Angeles“ enthielten zeitweise fast die gesamten Weltreserven dieses Edelgases. amerikanische Marine-Starrluftschiffe:
- USS Shenandoah
- USS Akron
- USS Macon
- USS Patoka (AO-9) (US-Marine Schiff mit Ankermast)

Zweiter Weltkrieg

USS Patoka (AO-9) Im Zweiten Weltkrieg kamen Luftschiffe nur noch auf Seiten der Alliierten, speziell der USA zum Einsatz. Sie begleiteten Konvois, schützten sie vor U-Boot-Angriffen und gingen teilweise selbst mit Wasserbomben gegen U-Boote vor. Es wurden allein in den amerikanischen Küstengewässern rund 89.000 Schiffe durch Luftschiffe begleitet. Es ist überliefert, dass in keinem Konvoi, über dem die Luftschiffe schwebten, ein Schiff durch Feindeinwirkung verlorenging. So waren z. B. die US-Marine-Blimps K-16 und K-58 an der letzten bekannten Versenkung eines deutschen U-Bootes (U-853) am 6. Mai 1945 beteiligt. Es gelang jedoch auch einem deutschen U-Boot ein amerikanisches Luftschiff zu "versenken". Am 18. Juni 1943 trafen das amerikanische Luftschiff K-74 und das deutsche U-Boot U 134 unter Kapitän Hans-Gunther Brosir vor der Küste Floridas aufeinander. Im Laufe des Gefechts wurde das Luftschiff so schwer beschädigt, dass es auf dem Wasser notlanden und aufgegeben werden musste. Die Luftschiffe dienten auch zur Aufklärung von Minenfeldern und halfen bei deren Räumung. Auch Russland setzte einige wenige Luftschiffe innerhalb seine Territoriums ein (siehe: Russische Luftschifffahrt, Pobeda).

Kalter Krieg

Pobeda Nach dem Zweiten Weltkrieg setzten die USA Prallluftschiffe zur U-Boot-Jagd, Seeraumüberwachung, und für Seenot-Rettungseinsätze ein und waren führende Nation im Einsatz von Luftschiffen. Das Luftschiffprogramm endete jedoch 1962. Auch die größten je gebauten Prallluftschiffe vom Typ ZPG-3W hatten im Kalten Krieg Anfang der 1960er Jahre die Aufgabe, die USA mittels einer in der Hülle eingebauter Radarantenne vor anfliegenden Interkontinentalraketen zu warnen. Es wurden 4 Schiffe dieses Typs von Goodyear gebaut. Typen (unvollständig):
- US-Marine
  - ZP4K (später ZSG-4)
  - ZP5K (später ZS2G-1)
  - ZPG-2W
  - ZPG-3W

Gegenwart

Das US-Heimatschutzministerium setzt Pralluftschiffe für Überwachungsaufgaben ein. Auch in anderen Ländern übernehmen Luftschiffe im Zuge der Terrorabwehr vermehrt derartige Aufgaben, jedoch meist im Auftrag der örtlichen Polizei. Das Militär selbst zeigt ebenfalls weiterhin Interesse an der Luftschifftechnologie. Unbemannte Luftschiffe können beispielsweise als hochfliegende Aufklärungsdrohnen eingesetzt werden. Auch der Einsatz von Höhenplattformen für militärische Kommunikation wird untersucht.

Projekte


- Aufklärer, Waffenträger von Lockheed-Martin (Höhenplattform)
- Sentinel 1000, Sentinel 5000
- Transportluftschiff für US-Militär [http://www.quantumaerostatics.com weblink (englisch)]
- Im Oktober 2004 testete die US-Armee im Zuge des RAIDS-Programms ein A-170 Prallluftschiff der American Blimp Corporation auf seine Verwendbarkeit für Überwachungs- und taktische Aufklärungsaufgaben über Washington D.C.
- Bosch Aerospace testet seit 1988 kleinere unbemannte Aufklärungs-Prallluftschiffe, so genannte SASS LITE (Small Airship Surveillance System, Low Intensity Target Exploitation).

Siehe auch


-
- Liste aller Zeppeline
- Ganzmetallluftschiff der US-Marine: ZMC-2 (1929-1941)
- Kaiserliche Marine
- Feldluftschiffer
- Russische Luftschifffahrt
- Luftschiffhalle
- Spähkorb Luftschiff Kategorie:Luftschiff

Lakehurst

Die Artikel beschäftigt sich mit dem Ort Lakehurst in den USA. Für Informationen über die Musikband siehe: Lakehurst (Band). ---- Lakehurst ist ein Ort im amerikanischen Bundesstaat New Jersey nahe New York. Er hat 2522 Einwohner (Volkszählung 2000) und ist Standort eines Stützpunktes der US-Marine (Naval Air Engineering Station Lakehurst). Aufgrund seiner Geschichte nennt sich der Ort selbst "Airship Capital of the World". Lakehurst wurde 1841 gegründet und war lange Zeit nur ein kleiner Ort, dessen wichtigstes Kapital seine Lage an einer Bahnlinie war. Um die Jahrhundertwende 19./20. Jahrhundert wurde Lakehurst als Kur- und Ferienort bekannt.
20. Jahrhundert
1919 begann in Lakehurst die Zeit der Luftschiffe. Am 16. Mai 1919 entschied der verantwortliche Minister der Marine Franklin D. Roosevelt 688 Hektar Land (1700 acres) in Lakehurst für die Verwendung als Luftschifffeld zu kaufen. Die US-Marine begann mit den Konstruktionsarbeiten für eine Luftschiffhalle die Platz für zwei Starrluftschiffe bot. Der Bau begann im September 1919. Diese Halle (Hangar No. 1) wurde im Sommer 1921 fertiggestellt. Die anderen Gebäude des Flugplatzes wurden am 28. Juni 1921 in Auftrag gegeben. Sie waren für 17 Offiziere und 230 Rekruten ausgelegt. Das in Großbritannien unter der Bezeichnung R38 (US-Bezeichnung ZR-2) für die USA gebaute Luftschiff sollte der erste „Bewohner“ des neuen Marine-Flugfeldes werden. Es wurde jedoch während der Testfahrten im August 1921 in England zerstört. Daher war das erste Luftschiff, das Lakehurst als Heimatstützpunkt nutzte, die im Hangar No. 1 gebaute und im September 1923 erstmals fahrende ZR-1 „USS Shenandoah“. Der Bau von ZR-1 sollte der Grundstein für eine amerikanische Luftschiff-Industrie sein. Die USS Shenandoah dominierte die Luftschiff-Szene in Lakehurst von 1923 bis 1925. 1925 wurde sie jedoch über Ohio in schweren Turbulenzen zerstört. Ohio Ohio ZR-3 „USS Los Angeles“, das in Deutschland von Zeppelin als Kriegsreparation für den Ersten Weltkrieg gebaute „Amerikaluftschiff“, brachte der US-Marine in Lakehurst ab Oktober 1924 viel Erfahrung im Umgang mit Starrluftschiffen. Die USS Los Angeles unternahm 331 Fahrten mit 4181 Flugstunden, bevor sie im Juni 1932 ausgemustert wurde. Sie war das erfolgreichste amerikanische Starrluftschiff und wurde noch sieben Jahre lang als Bodenversuchsobjekt benutzt, bevor sie Ende 1939 im Hangar No. 1 demontiert wurde. Danach (ab Oktober 1931) wurde Lakehurst Heimatflugplatz für die in Akron gebaute ZRS-4 „USS Akron“, die im April 1933 bei schlechtem Wetter verunglückte. Durch dieses Ereignis begann der Niedergang der amerikanischen Luftschifffahrt. Das letzte amerikanische Großluftschiff, die ZRS-5 „USS Macon“ war in Kalifornien beheimatet. Sie blieb 1933 nur vier Monate in Lakehurst, um die Testfahrten abzuschließen. Nach ihrer Abfahrt am 12. Oktober 1933 besuchte nie wieder ein amerikanisches Starrluftschiff Lakehurst. Nach dem Verlust der USS Macon im Februar 1935 wurden die amerikanischen Luftschiff-Aktivitäten auf ein Minimum reduziert. Der Marinestützpunkt betrieb nur noch einige veraltete Prallluftschiffe. Bekannt geworden ist der Ort hauptsächlich durch den Unfall des Zeppelins LZ129 „Hindenburg“, der am 6. Mai 1937 im Landeanflug, kurz nach dem Vertäuen der Ankerseile am Ankermast, in Flammen aufging. Die genauen Gründe der Katastrophe sind bis heute nicht ganz geklärt. Bei der Katastrophe kamen 35 der 97 Insassen (13 Passagiere, 22 Besatzungsmitglieder) sowie ein Mann der Bodenmannschaft ums Leben. Einer der Hauptgründe für die Größe des Feuers war die Füllung des Zeppelins mit Wasserstoff statt des eigentlich vorgesehenen Heliums. Helium wurde damals ausschließlich von den USA in größeren Mengen gewonnen und fiel unter das, wegen der aggressiven Politik Nazi-Deutschlands verhängte, Embargo als kriegswichtiger Rohstoff. Die bis dahin fast unfallfreie Geschichte der Verkehrs-Zeppeline endete durch die Katastrophe und das Vertrauen der Reisenden war erschüttert. Der Niedergang der zivilen Nutzung von Zeppelinen war, vor allem durch die politische Situation, nicht mehr aufzuhalten. Lakehurst blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg Luftschiff-Stützpunkt für amerikanische Prallluftschiffe, u.a. zur Luftraumüberwachung im Kalten Krieg.

Siehe auch

Verkehrsluftschiff, Militärluftschiff

Weblinks


- [http://www.lakehurstnj.org Offizielle Webseite (englisch)]
- [http://www.nlhs.com/ Navy Lakehust Historical Society, Inc. (englisch)]; ein Teil des Textes ist angelehnt an [http://www.nlhs.com/ourltahist.htm "Our Airship History"] auf diesen Seiten Kategorie:Luftschiff Kategorie:Ort in New Jersey


Prallluftschiff

Prallluftschiffe, auch Blimps genannt, sind Luftschiffe ohne inneres Gerüst (wie ein Ballon). Ihre aerodynamische Form erhalten sie durch die Form der Hülle. Umgangssprachlich wird auf Prallluftschiffe irrtümlich häufig auch der Begriff Zeppelin angewendet, der aber nur die von Zeppelin hergestellten Luftschiffe oder (abweichend) Starrluftschiffe mit einem Innenskelett bezeichnet.

Die Bezeichnung "Blimp"

Die etymologische Herkunft des Ausdruckes Blimp liegt im Dunkeln. Es sind verschiedene Theorien bekannt, die zum Teil vielleicht eher der Volksetymologie zuzurechnen sind:
- Gewöhnlich wird die Bezeichnung dem britischen Offizier Lt. Alexander Duncan Cunningham (siehe Weblink) zugeschrieben und soll lautmalerisch das Geräusch beschreiben, das entsteht, wenn man die pralle Hülle mit den Fingern antippt. Diese Version wird auch vom traditionsreichen Luftschiffhersteller Goodyear angegeben.
- Der englische Pilot Horace Shortt soll es von dem englischen Adjektiv limp (schlaff, biegsam) abgeleitet haben. limp bag bedeutet sinngemäß schlaffer Sack, verballhornt ergibt sich daraus bag limp.
- Ein britisches Luftschiff-Handbuch soll definiert haben: ::There are two types of airships: a) rigid, b) limp ::[Es gibt zwei Typen von Luftschiffen: a) starr, b) schlaff]
:Der Begriff Blimp entstand demnach durch scherzhafte Zusammenziehung von "b) limp" zu "blimp". Eine analoge, oft gehörte Erklärung, die behauptet, das amerikanische Militär habe seine Luftschiffe in "type A-rigid" und "type B-limp" eingeteilt, kann dagegen durch die der Einteilung in A- und B-Typen vorausgehende Verwendung des Begriffs Blimp in einer englischen Publikation im Jahr 1916 als widerlegt betrachtet werden.
- Die fiktive Figur des stockkonservativen Colonel Blimp hat der für die satirische Zeitschrift Punch arbeitetende Karikaturist Sir David Alexander Low (1891 - 1963) erfunden. Colonel Blimps wohlgeformte äußere Erscheinung ähnelte sehr der eines Luftschiffes.

Technik

1963 Bei Prallluftschiffen werden Volumenänderungen durch Luftdruckschwankungen bzw. Temperaturänderungen des Traggases durch Ballonetts ausgeglichen. Sie sorgen dafür, dass in der Hülle immer ein kleiner Überdruck zum Luftdruck herrscht und der Auftriebskörper so prall bleibt. Dies ist notwendig, da bei Erschlaffen der Hüllen die Steuerbarkeit verloren geht oder zumindest stark eingeschränkt wird. Auch die hinteren Leitwerksflossen sind nur auf der Hülle befestigt und haben keine starre Verbindung zur Gondel. Zum Aufblasen des Ballonets wird meist ein Teil des vom Antriebspropeller erzeugten Luftstroms genutzt. Die Motoren sind meist direkt an oder in der Gondel untergebracht. Einige, jedoch bei weitem nicht alle Modelle können die Propeller zum leichteren Manövrieren schwenken. Prallluftschiffe sind die am häufigsten gebauten Luftschiffe, da sie relativ einfach herzustellen sind und nach Ablassen des Traggases leicht transportiert werden können. Ihnen sind jedoch durch die unstabile Hülle Grenzen in der Größe gesetzt. Zu lange Auftriebskörper drohen bei nicht ausreichendem Innendruck in der Mitte einzuknicken. Man entwickelte daher Kielluftschiffe bzw. Starrluftschiffe. Trotzdem fanden sich für die kleineren und günstigeren Prallluftschiffe vielfältige Aufgaben in der Luftfahrt und beim Militär. Moderne Prallluftschiffe starten im Gegensatz zu den historischen Exemplaren in der Regel mit etwas „Übergewicht“. Die fehlende Auftriebskraft wird dabei durch etwas Anlauf und heben der Bugspitze beim Start mit Motorenkraft erzeugt. Einige Typen können auch die Triebwerke schwenken um Schub in Vertikalrichtung zu erzeugen (z.B. Skyship 600). Das leichte Übergewicht macht zum einen den Abwurf von Ballast beim Start überflüssig, zum anderen muss für die Landung kein teures Traggas aus der Hülle entlassen werden. Die Schiffe können jedoch bei längeren Fahrten, wenn sie sehr viel Treibstoff verbraucht haben, auch Leichter als Luft werden. Eine Sonderform der Prallluftschiffe sind Heißluft-Luftschiffe. Sie erhalten ihren Auftrieb ebenso wie Heißluftballone durch den Dichteunterschied von heißer und kalter Luft. In ihrer Bauform und ihren Einsatzmöglichkeiten sind sie kleiner und beschränkter als Gas-Luftschiffe, jedoch sehr viel wirtschaftlicher zu betreiben.

Geschichte

(siehe auch Artikel: Luftschiff) Das erste Prallluftschiff wurde 1852 von Henri Giffard gebaut und von einer Dampfmaschine angetrieben. Als Urahn moderner Prallluftschiffe gilt die „Pilgrim“, sie wurde 1925 von Goodyear gebaut und wies bereits die meisten noch heute üblichen Konstruktionsmerkmale auf. ZMC-2 war ein 1929 gebautes Ganzmetall-Luftschiff. Die Hülle bestand aus vernietetem 0,24 mm dickem Duraluminiumblech. Es wurde als Prallluftschiff klassifiziert, da zum Erhalt der äußeren Form ein Überdruck im Inneren des Auftriebsköpers notwendig war. Es blieb jedoch trotz des innovativen und vielversprechenden Konzepts bei nur einem Prototyp. Die amerikanischen ZPG-3W Luftschiffe waren bis heute (Stand 2005) die größten Prallluftschiffe der Welt. Es wurden vier Schiffe des Typs gebaut. Sie wurden von der US-Marine zur Luftraumüberwachung eingesetzt und besaßen eine große Radar-Anlage innerhalb der Hülle. Ihr Volumen betrug fast 43.000 Kubikmeter, bei einer Länge von etwa 123 m. Sie versahen ihren Dienst von 1958 bis zum Ende des US-Marine-Luftschiffprogramms 1962.

Prallluftschiffe (Auswahl)


- einige Luftschiffe von August von Parseval, siehe unter: Parseval Luftschiff Ende des 19. Anfang des 20. Jh.
- Coastal Class-Luftschiff: englischer Typ z.Z. des Ersten Weltkrieges
- Luftschiffe im Dienst der US-Marine zur Luftraumüberwachung und U-Boot-Abwehr
- Skyship: auch bekannt aus dem „James Bond“-Film Im Angesicht des Todes von 1985
- WDL-Luftschiffgesellschaft: Werbeluftschiffe und Rundfahrten vom Flughafen Essen-Mülheim
- Goodyear: die wohl berühmtesten Werbeblimps
- The Lightship Group: hauptsächlich Werbeluftschiffe der American Blimp Cooperation
- Voliris: fränzösischer Luftschiffanbieter (gegründet 1999)
- White Dwarf: muskelkraftbetriebenes Luftschiff
- Aeros: US-amerikanischer Hersteller kleinerer Prallluftschiffe
- MA-1 Ardath: Australien, Ende der 1970er
- Heißluft-Luftschiffe z.B. der deutschen GEFA-FLUG
- AT-10: der englischen Advanced Technologies Group
- Aerosphere: Das kugelrunde Schiff stellte am 12. Juni 2003 eine FAI-Höhenweltrekord auf.
- Hua Jiao: chinesische Luftschiffe (Zulassung Ende 2004)

Siehe auch


-
- Sentinel 1000 ein weiteres Prallluftschiff

Weblinks


- [http://www.wdl-luftschiff.de/ WDL Luftschiffgesellschaft mbH] -- deutscher Hersteller und Betreiber von Prallluftschiffen
- [http://www.goodyearblimp.com/ Die Goodyear-Blimps] (englisch)
- [http://www.airshipman.com/ Airship Management Services] (englisch) -- betreibt Luftschiffe vom Typ Skyship 600, unter anderem die Fujifilm-Blimps
- [http://www.rafweb.org/Biographies/Cunningham.htm Lebenslauf von Alexander Duncan Cunningham]
- [http://www.globalsecurity.org/wmd/systems/zpg-3.htm Informationen zum ZPG-3W-Luftschiff auf englisch]
- [http://www.aerosml.com/main.htm Startseite von Aeros/USA (engl)] Kategorie:Luftschiff

Lockheed Martin

] Lockheed Martin ist ein amerikanischer Technologie-Konzern im Bereich Luft- und Raumfahrt. Die Lockheed Martin Corporation wurde im März 1995 gegründet. Sie ist ein Zusammenschluss der Firmen Lockheed Corporation und der Martin Marietta Corporation. Sitz der Firma ist Bethesda, Maryland in den USA. In Folge der Fusion sowie schwerer finanzieller Probleme in späten 1990er Jahren wurden mehrere Konzernteile an den britischen Konkurrenten British Aerospace verkauft. Dieser löste dadurch Lockheed Martin als größten Rüstungskonzern der Welt ab. Im Oktober 2001 erhielt Lockheed den Auftrag für das größte Kampfflugzeugprogramm der Nachkriegszeit, den Joint Strike Fighter. Dieser Auftrag brachte dem Konzern neuen Auftrieb. Die Abteilung Transportation and Security Solutions erhielt 2005 den Zuschlag für den Aufbau des Archivierungssystems des Electronic Records Archive (ERA) der National Archives and Records Administration (NARA). Finanzvolumen: 308 Mio. Dollar. Die Geschäftsfelder von Martin Marietta umfassten u.a. auch den Bau von Raketen- und Fernlenkwaffen. Unter anderem werden von Lockheed Martin nunmehr die Booster-Raketen für den Start der Space Shuttles gebaut, deren Versagen 1986 zu einem der schlimmsten Unglücke in der Geschichte der NASA führte – der Challenger-Katastrophe. In Deutschland wurde der Name Lockheed erstmals durch die Starfighter-Affäre in den 60-er Jahren einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. In Japan löste die Firma eine der größten Korruptionsaffären, den Lockheed-Skandal aus.

Zivile Flugzeugtypen


- 10/12 Electra
- 14 Super Electra
- L-1049 Super Constellation
- L-188 Electra
- L-1011 TriStar

Militärische Flugzeugtypen


- A-28
- A-29 PBO Hudson
- AP-2H Neptune
- B-34 Ventura Militärversion der Lockheed Model 18 Lodestar
- C-5 Galaxy
- C-130 Hercules
- C-141 Starlifter
- F/A-22 Raptor
- F-16 Fighting Falcon
- F-35 Joint Strike Fighter (X-35)
- Lockheed F-94 Starfire
- F-104 Starfighter
- F-117 Nighthawk
- P-3 Orion
- P-38 Lightning
- Lockheed P-80/F-80 Shooting Star
- PV-1
- S-3 Viking
- Lockheed SR-71 Blackbird
- Lockheed T-33 Thunderbird
- U-2
- XFV-1
- XV-4A Hummingbird
- XV-4B

Raketen


- Poseidon (SLBM) - Atomrakete
- Titan (ICBM) und Satellitenträger
- Trident (SLBM) Atomrakete

Weblinks


- [http://www.lockheedmartin.com/ Website der Lockheed Martin Corporation]

Siehe auch

Liste von Flugzeugtypen - Airbus - Antonow - Berijew - Boeing - Bombardier - Embraer - Iljuschin - Lockheed Martin - McDonnell Douglas - Suchoi - Tupolew Kategorie:Flugzeughersteller Kategorie:Raumfahrtunternehmen Kategorie:Rüstungshersteller Kategorie:Unternehmen (USA) ja:ロッキード・マーティン

Goodyear Tire & Rubber Company

Die Goodyear Tire & Rubber Company ist ein US-amerikanischer Reifenkonzern.

Firmengeschichte

Beginn in Ohio

Gegründet wurde die Goodyear Tire & Rubber Company von den beiden deutschstämmigen Brüdern Frank und Charles Seiberling. Im Jahr 1898 kaufte der 38-jährige Frank Seiberling, eines von neun Kindern eines Erfinders und mehrfachen Patentbesitzers, in Akron im Bundesstaat Ohio eine stillgelegte Fabrik. Bald darauf stieg sein Bruder Charles in das Unternehmen ein. Sie entschieden sich zur Produktion von Kautschuk und benannten ihr Unternehmen nach dem Entdecker der Vulkanisation und Begründer der modernen Gummindustrie, dem amerikanischen Erfinder Charles Goodyear. Zu den ersten Produkten, die die anfangs 13 Mitarbeiter der Goodyear Tire & Rubber Company herstellten, zählten Gummierzeugnisse wie Löschschläuche, Pokerchips oder Hufeisenunterlagen und Reifen für Fahrräder oder Kutschen.

Vorrangstellung mit Reifen

Zu Anfang des letzten Jahrhunderts verbreiteten sich Automobile zunehmend. 1901 produzierte Goodyear die ersten Autoreifen und bereifte den Rennwagen des jungen Henry Ford. Die schon bald über 600 Mitarbeiter mussten unruhige geschäftliche Zeiten überstehen, aber Innovationen wie neuartige Universalfelgen oder eine Reifenfertigungsmaschine im Jahr 1904 ließen Goodyear die Schwierigkeiten überstehen. 1908 wurde das berühmte Model T von Ford mit Goodyear-Reifen ausgestattet; in Europa wurden die Daimler-Fahrzeuge bereift. Ab 1909 fertigte das Unternehmen außerdem Flugzeugreifen an. Im Jahr 1916 wurde Goodyear der größte Reifenhersteller weltweit – und verteidigte diese Position bis 1990. Ebenfalls 1916 begann der Konzern, Rennreifen für den Motorsport zu entwickeln. 1919 fuhren alle Sieger der wichtigsten Automobilrennen der USA mit ihnen. Nach einer langen Pause nahm Goodyear in der 50er-Jahren das Engagement für den Rennsport wieder auf und produzierte jährlich mehrere hunderttausend Reifen für Rennen in allen Motorsportklassen weltweit. Bis 1998 war das Unternehmen auch in der Formel 1 Reifenpartner von Teams wie Williams, Ferrari, Benetton oder Jordan.

Marken

Zu Goodyear gehörende Marken sind: Dunlop, Pneumant, Fulda, Kelly-Springfield, South Pacific, Sava, Debica und Falken.

Internationales Großunternehmen

Die Rezession in den frühen 20er-Jahren machte auch Goodyear zu schaffen, und die Brüder Seiberling mussten ihr Unternehmen zugunsten neuer Führungskräfte verlassen. Wie auch nach der Weltwirtschaftskrise von 1929 erholte sich Goodyear jedoch und wurde 1926 der weltweit führende Kautschukproduzent. Das Unternehmen konzentrierte sich bald auf den globalen Absatzmarkt. 1910 wurde das erste Fertigungswerk außerhalb der USA, in Kanada, gebaut, ab 1912 Vertriebsniederlassungen und Fabriken in zahlreichen europäischen Ländern und in Australien, Südafrika und Südamerika gegründet. 1927 eröffnete das erste europäische Reifenwerk des Unternehmens in England. In den 30er-Jahren war aus der Reifen- und Gummifabrik der Brüder Seiberling ein multinationaler Großkonzern geworden: 1939 etwa besaß Goodyear sieben Fabriken und Baumwoll- und Kautschukplantagen, 18 Tochtergesellschaften und 37 Niederlassungen außerhalb der USA, 18.000 der 46.000 Mitarbeiter waren im Ausland beschäftigt. 1957 waren es 30 Werke in 23 Ländern.

Expansion in Europa

Als in den 1950er-Jahren die Massenmotorisierung begann, expandierte Goodyear auch auf dem wichtigen europäischen Wachstumsmarkt weiter. 1954 wurde die Deutsche Goodyear GmbH gegründet, die 1961 die Gummiwerke Fulda aufkaufte. Fünf Jahre später wurden die Grundsteine des Reifenwerks in Philippsburg gelegt. Es wurde das größte Werk außerhalb der USA. 1957 gründete die Goodyear Company ein Technisches Zentrum in Luxemburg, um Reifen zu entwickeln, die den Bedürfnissen der europäischen Autofahrer entsprechen.

Andere Geschäftsfelder

Das Unternehmen stellte nicht nur Reifen her: Weltberühmt sind auch die Goodyear-Blimps, wobei der Großteil der produzierten Luftschiffe für die US-Marine gebaut wurde. Goodyear trug entscheidend zur Entwicklung von synthetischem Kautschuk bei. Während des Zweiten Weltkriegs produzierte das Unternehmen Flugzeuge. In den 50ern baute man Luftschiffe für die US Navy, 1969 und 1971 wurden Produkte für die Apollo-Mondmissionen geliefert (Bremsen, Schwimmkissen, Reifen für ein Transportfahrzeug).

Höhen und Tiefen

1976 wurde Goodyear Marktführer in Sachen Radialreifen, die sich in den 70ern zunehmend durchgesetzt hatten. In den 80er-Jahren nahm die Globalisierung in der Reifenindustrie zu, die Hauptkonkurrenten von Goodyear waren Michelin und Bridgestone. 1986 geriet der Konzern in Schwierigkeiten, als der britische Milliardär Sir Goldsmith eine feindliche Übernahme plante. Diese konnte nach langem Kampf verhindert werden, doch Goodyear war zu Umstrukturierungen gezwungen und musste sich von einzelnen Unternehmensbereichen wie der Luft- und Raumfahrt trennen. In den 90er-Jahren erlebte das Unternehmen wieder einen Aufschwung. Der Konzern expandiert seitdem weiter, z.B. nach Osteuropa und 1993 nach China. Goodyear unterhält über 90 Werke in 27 Ländern und beschäftigt durch ein Joint Venture mit Dunlop mehr als 100.000 Mitarbeiter. Produziert werden weltweit in verschiedenen Produktreihen auch Golf- und Tennisbälle, Schuhe, Farben oder Spielzeug – neben den obligatorischen Reifen wie dem so genannten EMT (Extended Mobility Technology), einem pannensicheren Reifen, oder Ganzjahresreifen.

Weblinks


- [http://www.goodyear.de goodyear.de] - Offiziell deutsche Website von Goodyear.
- [http://www.bics.be.schule.de/son/verkehr/presse/1999_2/v3692_09.htm VDI-Nachrichten] - Von Kautschuk-Tränen zum Hochleistungsreifen, 100 Jahre Goodyear. Kategorie:Automobilzulieferer Kategorie:Unternehmen (USA) Kategorie:Bereifung ja:グッドイヤー

Pompano Beach

Pompano Beach ist eine Stadt im Broward County im US-Bundesstaat Florida, USA, mit 89.200 Einwohnern (Stand: 2004). Die geografischen Koordinaten sind: 26,24° Nord, 80,13° West. Das Stadtgebiet hat eine Größe von 57,4 km². Pompano Beach gehört zu den von Wirbelstürmen öfters gefährdeten Gegenden.

Geografie

Pompano Beach liegt im äußersten Südosten Floridas, etwa 30 km nördlich von Miami und etwa 10 km von Fort Lauderdale entfernt, am Atlantik.

Nachbarschaft

In direkter Nachbarschaft, im Umkreis von 10 km, liegen die Städte: Leisureville, Kendall Green, Collier Manor-Cresthaven, Terra Mar, Loch Lomond, Sea Ranch Lakes, Fort Lauderdale, North Andrews Gardens und Bonnie Lock-Woodsetter North.

Geschichte

Pompano Beach wurde etwa um 1900 gegründet und 1907 als Stadt eingetragen. Während des Land-Booms in den 1920er Jahren wuchs die Stadt sehr schnell. 1950 betrug die Bevölkerung bereit 5.682 Einwohner. Der nächste Wachstumsschub kam, wie bei den meisten Städten in Florida gegen Ende des 20. Jahrhunderts. Viele Einwohner nutzen die Stadt als 2. Wohnsitz in den Wintermonaten.

Verkehr

Pompano Beach ist hervorragend per Flugzeug zu erreichen über 4 im Umkreis von 20 km bestehende Flughäfen: den "Pompano Beach Airpark!, dem "Fort Lauderdale Executive Airport", den "Boca Raton Airport" und dem "Fort Lauderdale Hollywood International Airport".

Einwohner (Abstammung)

Die Einwohner sind westindischer (7,0 %), italienischer (8,9 %), irischer (9,7 %), deutscher (9,7 %) und britischer (6,6 %) Abstammung. Von den amerikanischen Ureinwohnern stammen etwa 5,9 % der Menschen ab.

Wirtschaft

Die hauptsächlichen Beschäftigungszweige sind: Ausbildung, Gesundheit und Soziales: (14,9 %), Handel / Einzelhandel: (13,6 %), Zukunftstechnologie, Management, Verwaltung: (11,3 %), Kunst, Unterhaltung, Nahrungsmittel, Restaurants: (11,0 %).

Wetter

Das Klima ist mild und warm. Statistisch gibt es jedoch in den Sommermonaten ca. 50 % Regentage, auch wenn der Regen nicht den ganzen Tag andauert. Die höchsten Temperaturen sind im Mai bis Oktober, mit bis zu 29°C. Die kältesten Monate von Dezember bis Februar mit durchschnittlich nur 12°C. Schneefall ist in der Region nahezu unbekannt.

Parks und Sportmöglickeiten

Es gibt ein breites Angebot von 17 verschiedenen Stadtparks sowie mehrere sportliche Einrichtungen, sowie Spielwiesen und Möglichkeiten zum Camping. An Sportmöglichkeiten werden Softball, Baseball, Football, Basketball, Soccer und Schwimmen angeboten.

Schulen


- Blanche Ely High School Football
- Broward Community College BCC
- Broward County School Board
- Cardinal-Gibbons High School
- Cypress Elementary School
- Florida Atlantic University FAU
- Florida State University
- Palm View Elementary School
- Pompano Beach Middle School

Weiterführende Bildungseinrichtungen


- Blanche Ely High School (ca. 2.650 Studenten)
- Florida College of Natural Health (ca. 300 Studenten)
- Travel Professionals Institute
- Pompano Beach High School (ca. 650 Studenten)
- Weitere Weiterführende Bildungseinrichtungen gibt es im ca. 6 km entfernt liegenden Fort Lauderdale: das "Keiser College" (etwa 2.800 Studenten), das "Broward Community College" (etwa 12.500 Studenten), das "Art Institue" (etwa 2.500 Studenten), die "Nova Southeastern University" (etwa 12.500 Stundenten). In Miami befinden sich die "Barry University" (etwa 5.700 Studenten) und das "Miami-Dade Community College" mit etwa 25.300 Studenten.

Kliniken


- North Broward Medical Center
- Weitere Kliniken gibt es im etwa 6 km entfernten Fort Lauderdale wie das "Atlantik Shores Hospital", das "Holy Cross Hospital" und das "Imperial Point Medical Center".

Sport und Freizeit

Es gibt ein breites Angebot von verschiedenen Stadtparks sowie mehrere sportliche Einrichtungen, sowie Spielwiesen und Möglichkeiten zum Camping. An Sportmöglichkeiten werden Softball, Baseball, Football, Basketball, Soccer und Schwimmen angeboten.

Religion

In Pompano Beach gibt es derzeit 82 verschiedene Kirchen aus 18 unterschiedlichen Konfessionen. Unter den zu einer Konfession gehörenden Kirchen ist die Baptistengemeinde mit 21 Kirchen am stärksten vertreten. Weiterhin gibt es 9 zu keiner Konfession gehörende Kirchen (Stand: 2004).

Demografische Daten

Das durchschnittliche Einkommen eines Haushalts liegt bei 36.073 USD, das durchschnittliche Einkommen einer Familie bei 44.195 USD.
Männer haben ein durchschnittliches Einkommen von 31.162 USD gegenüber den Frauen mit durchschnittlich 26.870 USD. Das Pro-Kopf-Einkommen liegt bei 23.938 USD.
17,0 % der Einwohner und 13,1 % der Familien leben unterhalb der Armutsgrenze. 17,7 % der Einwohner sind unter 18 Jahre alt und auf 100 Frauen ab 18 Jahre und darüber kommen statistisch 96,2 Männer. (Stand: 2000). Das Durchschnittsalter beträgt 42 Jahre. (Stand: 2000).

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate hat einen Index von 469,9 Punkte. (Vergl. US-Landesdurchschnitt: 330,6 Punkte)
2002 gab es 5 Morde, 44 Vergewaltigungen, 242 Raubüberfälle, 493 tätliche Angriffe auf Personen, 653 Einbrüche, 2.285 Diebstähle und 456 Autodiebstähle. Kategorie:Ort in Florida

Florida

Florida ist ein Staat im Südosten der USA. Er ist bekannt als der Sunshine State (dt. Sonnenschein-Staat). "Florida" kommt aus dem Spanischen und bedeutet "voll von Blumen". Der Staat wurde von den spanischen Entdeckern während der Osterzeit entdeckt. Ostern auf Spanisch heißt Pascua Florida. Die Abkürzung für Florida lautet FL. Das Wappentier von Florida ist der Weißkopfseeadler. Die Hauptstadt des beliebten Ferienziels ist Tallahasse. Florida hat eine Inselkette die "Keys"(dt. Schlüssel).Die letzte Insel ist Key West,von wo man nur 90 Meilen nach Kuba braucht. Es ist dort auch der südlichste Punkt der USA.

Geschichte

Archäologische Funde lassen darauf schließen, dass Florida vor der Entdeckung durch die europäischen Siedler, schon seit mehreren tausend Jahren bewohnt war. Die Spanier entdeckten Florida 1513 und nahmen es für die spanische Krone in Anspruch. Teile von Florida wurden danach zwischenzeitlich von Spaniern, Briten und Amerikanern kontrolliert. 1763 musste Spanien nach Ende des Siebenjährigen Krieges Florida an Großbritannien abtreten. Im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, in dem Spanien auf Seiten Frankreichs gegen die Briten kämpfte, gewann es 1781 die Kontrolle über West-Florida zurück, im Frieden von Paris 1783 wurde Spanien ganz Florida wieder zugesprochen. 1819 trat Spanien Florida an die Vereinigten Staaten ab. Es wird als Notverkauf anzusehen sein, denn im englisch-amerikanischen Krieg von 1812 - 1814 hatten amerikanische Truppen das Land besetzt und es nach Kriegsende nicht mehr verlassen. Am 3. März 1845 wurde Florida der 27. Bundesstaat der USA. Heute ist Florida einer der bekanntesten Staaten Amerikas. nickname:ELSAK.

Geographie

Florida ist eine Halbinsel. An der Ostküste liegt der Atlantische Ozean, an der West- und an der Südküste der Golf von Mexiko. Im Norden liegen die US-Bundesstaaten Georgia und Alabama. Es liegt in der Nähe von Kuba, Haiti und anderen Ländern der Karibik.Nach Hawaii ist es der südlichste Staat der USA.

Bevölkerung

Florida hat 17.019.068 Einwohner (Stand: 2003), davon 65,4 % Weiße, 16,8 % Hispanics, 14,6 % Dunkelhäutige und Afro-Amerikaner, 1,7 % Asiaten, 0,3 % Indianer. Im Jahr 2000 betrug die Einwohnerzahl noch 15.982.378 und nimmt seitdem stetig zu. Es gibt 6.337.929 Haushalte und das Pro-Kopf-Einkommen betrug 2002 26.646 US-Dollar.

Politik

Florida ha