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Goodyear (Luftschiff)

Goodyear (Luftschiff)

Goodyear ist neben Zeppelin wohl die traditionsreichste Firma im Luftschiffbau. Sie kann dabei auf eine ununterbrochene Geschichte der Luftschifffertigung, unter anderem auch in Zusammenarbeit mit Zeppelin, zurückblicken und hatte im Prallluftschiffbau eine ähnliche Bedeutung wie Zeppelin im Starrluftschiffbau. Nach eigenen Angaben fertigte die Firma von 1917 bis 1995 mehr als 347 Luftschiffe, 239 davon auf der Wingfoot-Lake-Luftschiff-Basis. Goodyear baute den ersten Ballon 1912. Im folgenden Jahr begann die lange Geschichte des Goodyear-Ballonbaus und der -fahrt. 1916 kauft Goodyear etwas Land südöstlich von Akron um es als Produktionstätte und Flugfeld zu nutzen. Der Luftschiffbau startete 1917 als die US-Marine 16 Prallluftschiffe des Typs B bestellte. Neun davon baute Goodyear, fünf Goodrich und zwei wurden von Connecticut Aircraft gebaut. Ein berühmter Angestellter zu Beginn der 1920er war der US-amerikanische Luftschiffpionier Thomas Scott Baldwin. Als Urahn aller modernen Prallluftschiffe gilt der Blimp „Pilgrim“, der 1925 gebaut wurde. Er hatte ein Volumen von 1560 m³ und einen Sternmotor im Gondelheck mit Schubpropeller. Die Gondel war direkt am Rumpf angebracht. Er führte 4765 Fahrten durch und wurde dann in das Smithsonian Museum überstellt. Bis 1941 hatte Goodyear eine Flotte von elf zivilen Prallluftschiffen aufgebaut. Sie hatten ein Volumen von bis zu 5200 m³ und konnten sechs bis zehn Passagiere befördern. Zwischen 1925 und 1941 beförderten diese Schiffe bei 151 800 Fahrten in 93 000 Fahrtstunden auf einer Strecke von 6,75 Millionen Kilometern 405 500 Passagiere unfallfrei. Sie dienten auch der Flugausbildung, Materialtests oder der Erarbeitung von Abläufen des Flugbetriebes. Die Luftschiffe besuchten viele Städte und verfügten bereits über sich bewegende Leuchtwerbung am Rumpf. Sie überwachten den Verkehr, halfen Fischern und wurden bei Waldbränden und Überschwemmungen eingesetzt. 1928 erhielt die Good Year Zeppelin Corporation, an der die deutsche Luftschiffbau Zeppelin GmbH zu zwei Dritteln beteiligt war, den Auftrag für den Bau von zwei Großluftschiffen, der USS Akron und USS Macon im Wert von acht Millionen Dollar.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg fertigte Goodyear weiter Militärluftschiffe für die US-Marine. Goodyear baute unter anderem das weltgrößte Prallluftschiff ZPG-3W. Ein Luftschiff dieses Typs, von dem insgesamt vier gebaut wurden, war das letzte militärische Luftschiff, dass Goodyear am 4. April 1960 nach Lakehurst auslieferte. Danach wurden nur noch zivile Luftschiffe gebaut, die als „Goodyear-Blimps“ bekannt geworden sind. Kein anderes Luftschiff ist so eng mit der Bezeichnung "Blimp" verbunden. Diese kleinen Werbeluftschiffe waren Gast in diversen Filmen und sind häufig bei Großveranstaltungen zu sehen, wo sie auch die Funktion von Relaisstationen und Kameraplattform für Rundfunkübertragungen inne haben. Goodyear betrieb nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu acht Luftschiffe gleichzeitig. Die „Goodyear Aerospace Corporation“ wurde 1987 an Loral und Anfang der 1990er inklusive der Typenzertifikate für die GZ-20 und GZ-22 Luftschffe an Lockheed Martin verkauft. Die vorhandenen Goodyear-Luftschiffe werden von der Goodyear Tire & Rubber Company weiter gewartet und von Zeit zu Zeit aufgearbeitet. Es werden jedoch keine neuen Schiffe mehr gebaut. 2005 waren in Nordamerika drei Goodyear-Blimps vom Typ GZ20 stationiert.
- „Stars and Stripes“, getauft am 18. Juni 1998, (N1A) Typ GZ-20A stationiert in Pompano Beach, Florida ersetzte damals ein gleichnamiges und technisch fast identisches Schiff mit der Bezeichnung N3A. Die „Stars & Stripes“ verunglückte am 16. Juni 2005 um 18:42 Uhr (Eastern daylight time) in Coral Springs/Florida in einem schweren Gewitter. Nachdem das Wetter für die Landung zu schlecht war und das Gewitter den Zielflugplatz Pompano Beach Airpark erreicht hatte, auf dem das Schiff um 15:30 auch gestartet war, wollte der Pilot dem Unwetter ausweichen. Dies gelang jedoch nicht. Das Schiff geriet in dem schweren Gewitter außer Kontrolle und musste in einem Gewerbegebiet notlanden. Dabei unterbrach es auch einige Stromleitungen, was zu einem Stromausfall für rund 1400 Einwohner führte. Die beiden Insassen wurde nicht verletzt, das Luftschiff jedoch beschädigt. Nach der Notlandung wurde sofort das Helium aus der Hülle abgelassen.
- „Spirit of America“ (Typ GZ-20A) wurde am 5. September 2002 in Akron, Ohio getauft. Taufpatin war Mrs. Letitia Driscoll, Mutter des NYPD-Officer Stephen Driscoll, der beim Einsturz des World Trade Center am 11. September 2001 umkam. Das Schiff wird von Carson/Kalifornien aus zwischen Long Beach und Downtown Los Angeles eingesetzt.
- „Spirit of Goodyear“ (Typ GZ-20A - N3A), wurde am 15. März 2000 von Amerikas erster Astronautin Dr. Sally Ride getauft. Sie ist auf der Goodyear's Wingfoot Lake Airship Facility in Suffield, Ohio stationiert. Sally Ride Weiterhin setzte Goodyear drei Luftschiffe vom Typ ABC A-60+ ein, die von der American Blimp Cooperation gebaut wurden und von The Lightship Group betrieben werden. (Stand 2001)
- „Spirit of Europe 1“ (N2017A, No03) in Europa
- „Spirit of Europe 2“ (N12ZP, No12) in Europa
- „Spirit of the Americas“ (N604LG, No14) in Südamerika Goodyear bietet kommerziell keine Rundfahrten an. Mitfahrgelegenheiten werden in der Regel an Werbekunden sowie Presse und Medien vergeben, die dann über deren Besetzung entscheiden.

Ältere Goodyear-Blimps

Luftschiffe, die zivil genutzt wurden (teilw. auch an das Militär abgegeben oder zurückerhalten; unvollständig)
- Pony Blimp 1920-1923. Länge: 95 ft, Antrieb durch einen Ford Model "T"-Motor. Motor, Pilot und bis zu 2 Passagiere waren in einer offenen Gondel, die unter der Hülle aufgehängt waren untergebracht.
- „Pilgrim“ gebaut 1925, das erste heliumgefüllte Luftschiff mit Goodyear-Schriftzug
- „Puritan“ 1928
- „Resolute“ 1929, ab 1942 mit der US-Marine-Bezeichnung L-4
- „Enterprise“ Trainingluftschiff zur Zeit des 2WK bei der US-Marine, L-Klasse "L-5"
- „Defender“ 1929, ab 1942 mit der US-Marine-Bezeichnung G-1
- „Reliance“ Trainingluftschiff zur Zeit des 2WK bei der US-Marine, L-Klasse
- „Rainbow“ Trainingluftschiff zur Zeit des 2WK bei der US-Marine, L-Klasse
- „Ranger“ Trainingluftschiff zur Zeit des 2WK bei der US-Marine, L-Klasse
- „Neponset“
- „Vigilant“
- „Mayflower“, getauft: 22. Mai 1929 von Mrs. Arnstein, Frau von Dr. Karl Arnstein nach einer Yacht aus dem Americas Cup. Am 4. November 1930 nahmen die Goodyear Blimps Pilgrim, Neponset, Vigilant, Mayflower, Defender und Puritan an einer Luftschiffparade teil.
- „Mayflower“ (neues Schiff von 1963, Bild 1973 mit Kennung N1A, typ GZ-19A)
- „America“ etwa 1970er
- „Columbia“ 1968-1992 (N4A), stationiert in Kalifornien
- „Eagle“ 1992-2002 (stationiert in Kalifornien)
- „Stars & Stripes“ (N3A), wurde 1998 von der neuen „Stars & Stripes“ (N1A) ersetzt
- „Spirit of Akron“ (N4A), Typ GZ-22, Erstflug 1987, am 22. Oktober 1999 irreparabel beschädigt und dann durch die „Spirit of Goodyear“ ersetzt.

Technische Daten

GZ-20A

Karl Arnstein GZ steht für „Goodyear Zeppelin“. Der GZ-20-Typ basiert auf dem K-Typ, der bereits im Zweiten Weltkrieg für die US-Marine gebaut wurde.
- Länge: 58,52 m (192 ft)
- Breite: 15,24 m (50 ft)
- Höhe: 17,98 m (59.5 ft)
- Volumen: 5740 Kubikmeter (202 700 cft)
- Maximale Startmasse 5824 kg (12 840 pounds)
- Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h (50 mph)
- Reisegeschwindigkeit 48 km/h (30 mph)
- Motoren: 2x 155 kW (210 PS)-luftgekühlter Kolbenmotor mit Einspritzung
- Propeller: Zweiblattpropeller, nicht verstellbar, Durchmesser: 1,98 m
- Passagiere: 6 + Pilot
- Flughöhe 300 - 1000 m (3000 m Gipfelhöhe)
- Kabine: Aluminium-Schweißkonstruktion mit einer Länge von: 6,93 m und fest installiertem Fahrwerk
- Leiterwerk: Polyestergewebe auf Aluminium- und Stahlgerippe in "+" Konfiguration
- Hülle: zweilagig, Neopren-impägniertes Polyestergewebe
- Leuchtwerbetafel: über 165 000 LEDs mit mehr als 256 Farben

GZ-22

Die „Spirit of Akron“ (N4A) war das einzige Luftschiff vom Typ GZ-22. der Erstflug fand 1987 statt. Sie wurde am 22. Oktober 1999 beschädigt, als das Schiff nach Traggasverlust in einer Baumgruppe landete. Danach wurde sie durch die „Spirit of Goodyear“ ersetzt.
- Länge: 62,64 m (205,5 ft)
- Breite: 14,33 m (47 ft)
- Höhe: 18,35 m (60,2 ft)
- Volumen 7018 m³ (247 800 cft)
- Maximale Startmasse 6.804 kg (15.000 pounds)
- Höchstgeschwindigkeit: 105 km/h (65 mph)
- Reisegeschwindigkeit 48-64 km/h (30-40 mph)
- Motoren: 2x 309 kW (420 PS) - Allison 250-B17C turboprop
- Propeller: ummantelte Dreiblatt-Zugpropeller, Durchmesser: 1,78 m, schwenkbar um +75°/-30°
- Passagiere: 8 + 2 Pilotensitze
- Flughöhe 300-1000 m (3000 m Gipfelhöhe)
- Kabine: Stahlrahmen mit Aramid-Sandwich-Faserbundkunstoffverkleidung, Länge: 10,6 m (34.75 ft) mit einziehbarem Fahrwerk
- Leitwerk: thermisch formbare Polyesterfolie auf Aluminiumgerippe mit PU-Beschichtung in "X"-Konfiguration
- Hülle: zweilagig, Neopren-impägniertes Polyestergewebe
- Leuchtwerbetafel: 8.064 Lampen

Siehe auch


-

Weblinks


- [http://www.goodyearblimp.com/index.html Startseite von GoodyearBlimp (englisch)]
- [http://Luftschiffseiten.de Luftschiffseiten.de]
- [http://www.airliners.net/search/photo.search?aircraft_genericsearch=Goodyear%20Blimp&distinct_entry=true www.airliners.net] Bilder von Goodyear-Blimps Kategorie:Luftschiff

Prallluftschiff

Prallluftschiffe, auch Blimps genannt, sind Luftschiffe ohne inneres Gerüst (wie ein Ballon). Ihre aerodynamische Form erhalten sie durch die Form der Hülle. Umgangssprachlich wird auf Prallluftschiffe irrtümlich häufig auch der Begriff Zeppelin angewendet, der aber nur die von Zeppelin hergestellten Luftschiffe oder (abweichend) Starrluftschiffe mit einem Innenskelett bezeichnet.

Die Bezeichnung "Blimp"

Die etymologische Herkunft des Ausdruckes Blimp liegt im Dunkeln. Es sind verschiedene Theorien bekannt, die zum Teil vielleicht eher der Volksetymologie zuzurechnen sind:
- Gewöhnlich wird die Bezeichnung dem britischen Offizier Lt. Alexander Duncan Cunningham (siehe Weblink) zugeschrieben und soll lautmalerisch das Geräusch beschreiben, das entsteht, wenn man die pralle Hülle mit den Fingern antippt. Diese Version wird auch vom traditionsreichen Luftschiffhersteller Goodyear angegeben.
- Der englische Pilot Horace Shortt soll es von dem englischen Adjektiv limp (schlaff, biegsam) abgeleitet haben. limp bag bedeutet sinngemäß schlaffer Sack, verballhornt ergibt sich daraus bag limp.
- Ein britisches Luftschiff-Handbuch soll definiert haben: ::There are two types of airships: a) rigid, b) limp ::[Es gibt zwei Typen von Luftschiffen: a) starr, b) schlaff]
:Der Begriff Blimp entstand demnach durch scherzhafte Zusammenziehung von "b) limp" zu "blimp". Eine analoge, oft gehörte Erklärung, die behauptet, das amerikanische Militär habe seine Luftschiffe in "type A-rigid" und "type B-limp" eingeteilt, kann dagegen durch die der Einteilung in A- und B-Typen vorausgehende Verwendung des Begriffs Blimp in einer englischen Publikation im Jahr 1916 als widerlegt betrachtet werden.
- Die fiktive Figur des stockkonservativen Colonel Blimp hat der für die satirische Zeitschrift Punch arbeitetende Karikaturist Sir David Alexander Low (1891 - 1963) erfunden. Colonel Blimps wohlgeformte äußere Erscheinung ähnelte sehr der eines Luftschiffes.

Technik

1963 Bei Prallluftschiffen werden Volumenänderungen durch Luftdruckschwankungen bzw. Temperaturänderungen des Traggases durch Ballonetts ausgeglichen. Sie sorgen dafür, dass in der Hülle immer ein kleiner Überdruck zum Luftdruck herrscht und der Auftriebskörper so prall bleibt. Dies ist notwendig, da bei Erschlaffen der Hüllen die Steuerbarkeit verloren geht oder zumindest stark eingeschränkt wird. Auch die hinteren Leitwerksflossen sind nur auf der Hülle befestigt und haben keine starre Verbindung zur Gondel. Zum Aufblasen des Ballonets wird meist ein Teil des vom Antriebspropeller erzeugten Luftstroms genutzt. Die Motoren sind meist direkt an oder in der Gondel untergebracht. Einige, jedoch bei weitem nicht alle Modelle können die Propeller zum leichteren Manövrieren schwenken. Prallluftschiffe sind die am häufigsten gebauten Luftschiffe, da sie relativ einfach herzustellen sind und nach Ablassen des Traggases leicht transportiert werden können. Ihnen sind jedoch durch die unstabile Hülle Grenzen in der Größe gesetzt. Zu lange Auftriebskörper drohen bei nicht ausreichendem Innendruck in der Mitte einzuknicken. Man entwickelte daher Kielluftschiffe bzw. Starrluftschiffe. Trotzdem fanden sich für die kleineren und günstigeren Prallluftschiffe vielfältige Aufgaben in der Luftfahrt und beim Militär. Moderne Prallluftschiffe starten im Gegensatz zu den historischen Exemplaren in der Regel mit etwas „Übergewicht“. Die fehlende Auftriebskraft wird dabei durch etwas Anlauf und heben der Bugspitze beim Start mit Motorenkraft erzeugt. Einige Typen können auch die Triebwerke schwenken um Schub in Vertikalrichtung zu erzeugen (z.B. Skyship 600). Das leichte Übergewicht macht zum einen den Abwurf von Ballast beim Start überflüssig, zum anderen muss für die Landung kein teures Traggas aus der Hülle entlassen werden. Die Schiffe können jedoch bei längeren Fahrten, wenn sie sehr viel Treibstoff verbraucht haben, auch Leichter als Luft werden. Eine Sonderform der Prallluftschiffe sind Heißluft-Luftschiffe. Sie erhalten ihren Auftrieb ebenso wie Heißluftballone durch den Dichteunterschied von heißer und kalter Luft. In ihrer Bauform und ihren Einsatzmöglichkeiten sind sie kleiner und beschränkter als Gas-Luftschiffe, jedoch sehr viel wirtschaftlicher zu betreiben.

Geschichte

(siehe auch Artikel: Luftschiff) Das erste Prallluftschiff wurde 1852 von Henri Giffard gebaut und von einer Dampfmaschine angetrieben. Als Urahn moderner Prallluftschiffe gilt die „Pilgrim“, sie wurde 1925 von Goodyear gebaut und wies bereits die meisten noch heute üblichen Konstruktionsmerkmale auf. ZMC-2 war ein 1929 gebautes Ganzmetall-Luftschiff. Die Hülle bestand aus vernietetem 0,24 mm dickem Duraluminiumblech. Es wurde als Prallluftschiff klassifiziert, da zum Erhalt der äußeren Form ein Überdruck im Inneren des Auftriebsköpers notwendig war. Es blieb jedoch trotz des innovativen und vielversprechenden Konzepts bei nur einem Prototyp. Die amerikanischen ZPG-3W Luftschiffe waren bis heute (Stand 2005) die größten Prallluftschiffe der Welt. Es wurden vier Schiffe des Typs gebaut. Sie wurden von der US-Marine zur Luftraumüberwachung eingesetzt und besaßen eine große Radar-Anlage innerhalb der Hülle. Ihr Volumen betrug fast 43.000 Kubikmeter, bei einer Länge von etwa 123 m. Sie versahen ihren Dienst von 1958 bis zum Ende des US-Marine-Luftschiffprogramms 1962.

Prallluftschiffe (Auswahl)


- einige Luftschiffe von August von Parseval, siehe unter: Parseval Luftschiff Ende des 19. Anfang des 20. Jh.
- Coastal Class-Luftschiff: englischer Typ z.Z. des Ersten Weltkrieges
- Luftschiffe im Dienst der US-Marine zur Luftraumüberwachung und U-Boot-Abwehr
- Skyship: auch bekannt aus dem „James Bond“-Film Im Angesicht des Todes von 1985
- WDL-Luftschiffgesellschaft: Werbeluftschiffe und Rundfahrten vom Flughafen Essen-Mülheim
- Goodyear: die wohl berühmtesten Werbeblimps
- The Lightship Group: hauptsächlich Werbeluftschiffe der American Blimp Cooperation
- Voliris: fränzösischer Luftschiffanbieter (gegründet 1999)
- White Dwarf: muskelkraftbetriebenes Luftschiff
- Aeros: US-amerikanischer Hersteller kleinerer Prallluftschiffe
- MA-1 Ardath: Australien, Ende der 1970er
- Heißluft-Luftschiffe z.B. der deutschen GEFA-FLUG
- AT-10: der englischen Advanced Technologies Group
- Aerosphere: Das kugelrunde Schiff stellte am 12. Juni 2003 eine FAI-Höhenweltrekord auf.
- Hua Jiao: chinesische Luftschiffe (Zulassung Ende 2004)

Siehe auch


-
- Sentinel 1000 ein weiteres Prallluftschiff

Weblinks


- [http://www.wdl-luftschiff.de/ WDL Luftschiffgesellschaft mbH] -- deutscher Hersteller und Betreiber von Prallluftschiffen
- [http://www.goodyearblimp.com/ Die Goodyear-Blimps] (englisch)
- [http://www.airshipman.com/ Airship Management Services] (englisch) -- betreibt Luftschiffe vom Typ Skyship 600, unter anderem die Fujifilm-Blimps
- [http://www.rafweb.org/Biographies/Cunningham.htm Lebenslauf von Alexander Duncan Cunningham]
- [http://www.globalsecurity.org/wmd/systems/zpg-3.htm Informationen zum ZPG-3W-Luftschiff auf englisch]
- [http://www.aerosml.com/main.htm Startseite von Aeros/USA (engl)] Kategorie:Luftschiff

Akron

Akron (griechisch für „hoch“) ist eine Stadt in Ohio, USA. Sie liegt 50 km südlich von Cleveland. Nach der Statistik von 2004 ist sie die fünftgrößte Stadt des Staates mit einer Einwohnerzahl von 212.000. Akron ist zugleich der Sitz von Summit County. Die Anonymen Alkoholiker wurden im Sommer 1935 in Akron gegründet. Akron war Bauwerft vieler amerikanischer Luftschiffe. Siehe Goodyear (Luftschiff) Akron ist Partnerstadt von Chemnitz.

Sehenswürdigkeiten


- Akron Art Museum

Söhne und Töchter der Stadt


- Sid Avery, US-amerikanischer Fotograf
- Alexander Butterfield, Schlüsselfigur im Watergate-Skandal
- David Allan Coe, US-Amerikanischer Country-Musiker
- John Dean, Rechtsberater von Richard Nixon
- Rita Dove, US-amerikanische Dichterin und Schriftstellerin
- Chrissie Hynde, Rockgitarristin und –sängerin
- James Ingram, US-amerikanischer Soulmusiker, Songwriter und Produzent
- LeBron James, US-amerikanischer Basketballspieler
- Jim Jarmusch, US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler und Filmproduzent
- Melina Kanakaredes, griechisch-amerikanische Schauspielerin
- Mark Mothersbaugh, US-amerikanischer Musiker, Komponist und Sänger
- Jaroslav Pelikan, Spezialist für Theologiegeschichte und Geistesgeschichte des Mittelalters
- Robert Quine, US-amerikanischer Musiker und Gitarrist
- Willard Van Orman Quine, US-amerikanischer Philosoph und Logiker
- Harry Reynolds, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- Sydne Rome, US-amerikanische Schauspielerin
- Richard E. Smalley, US-amerikanischer Chemiker und Nobelpreisträger
- Nate Thurmond, ehemaliger US-amerikanischer Basketballspieler

nach Akron benannte Dinge


- ZRS-4 "USS Akron" - amerikanisches Starrluftschiff (1931-33) Kategorie:Ort in Ohio ja:アクロン (オハイオ州) ko:애크런 (오하이오 주)

Prallluftschiff

Prallluftschiffe, auch Blimps genannt, sind Luftschiffe ohne inneres Gerüst (wie ein Ballon). Ihre aerodynamische Form erhalten sie durch die Form der Hülle. Umgangssprachlich wird auf Prallluftschiffe irrtümlich häufig auch der Begriff Zeppelin angewendet, der aber nur die von Zeppelin hergestellten Luftschiffe oder (abweichend) Starrluftschiffe mit einem Innenskelett bezeichnet.

Die Bezeichnung "Blimp"

Die etymologische Herkunft des Ausdruckes Blimp liegt im Dunkeln. Es sind verschiedene Theorien bekannt, die zum Teil vielleicht eher der Volksetymologie zuzurechnen sind:
- Gewöhnlich wird die Bezeichnung dem britischen Offizier Lt. Alexander Duncan Cunningham (siehe Weblink) zugeschrieben und soll lautmalerisch das Geräusch beschreiben, das entsteht, wenn man die pralle Hülle mit den Fingern antippt. Diese Version wird auch vom traditionsreichen Luftschiffhersteller Goodyear angegeben.
- Der englische Pilot Horace Shortt soll es von dem englischen Adjektiv limp (schlaff, biegsam) abgeleitet haben. limp bag bedeutet sinngemäß schlaffer Sack, verballhornt ergibt sich daraus bag limp.
- Ein britisches Luftschiff-Handbuch soll definiert haben: ::There are two types of airships: a) rigid, b) limp ::[Es gibt zwei Typen von Luftschiffen: a) starr, b) schlaff]
:Der Begriff Blimp entstand demnach durch scherzhafte Zusammenziehung von "b) limp" zu "blimp". Eine analoge, oft gehörte Erklärung, die behauptet, das amerikanische Militär habe seine Luftschiffe in "type A-rigid" und "type B-limp" eingeteilt, kann dagegen durch die der Einteilung in A- und B-Typen vorausgehende Verwendung des Begriffs Blimp in einer englischen Publikation im Jahr 1916 als widerlegt betrachtet werden.
- Die fiktive Figur des stockkonservativen Colonel Blimp hat der für die satirische Zeitschrift Punch arbeitetende Karikaturist Sir David Alexander Low (1891 - 1963) erfunden. Colonel Blimps wohlgeformte äußere Erscheinung ähnelte sehr der eines Luftschiffes.

Technik

1963 Bei Prallluftschiffen werden Volumenänderungen durch Luftdruckschwankungen bzw. Temperaturänderungen des Traggases durch Ballonetts ausgeglichen. Sie sorgen dafür, dass in der Hülle immer ein kleiner Überdruck zum Luftdruck herrscht und der Auftriebskörper so prall bleibt. Dies ist notwendig, da bei Erschlaffen der Hüllen die Steuerbarkeit verloren geht oder zumindest stark eingeschränkt wird. Auch die hinteren Leitwerksflossen sind nur auf der Hülle befestigt und haben keine starre Verbindung zur Gondel. Zum Aufblasen des Ballonets wird meist ein Teil des vom Antriebspropeller erzeugten Luftstroms genutzt. Die Motoren sind meist direkt an oder in der Gondel untergebracht. Einige, jedoch bei weitem nicht alle Modelle können die Propeller zum leichteren Manövrieren schwenken. Prallluftschiffe sind die am häufigsten gebauten Luftschiffe, da sie relativ einfach herzustellen sind und nach Ablassen des Traggases leicht transportiert werden können. Ihnen sind jedoch durch die unstabile Hülle Grenzen in der Größe gesetzt. Zu lange Auftriebskörper drohen bei nicht ausreichendem Innendruck in der Mitte einzuknicken. Man entwickelte daher Kielluftschiffe bzw. Starrluftschiffe. Trotzdem fanden sich für die kleineren und günstigeren Prallluftschiffe vielfältige Aufgaben in der Luftfahrt und beim Militär. Moderne Prallluftschiffe starten im Gegensatz zu den historischen Exemplaren in der Regel mit etwas „Übergewicht“. Die fehlende Auftriebskraft wird dabei durch etwas Anlauf und heben der Bugspitze beim Start mit Motorenkraft erzeugt. Einige Typen können auch die Triebwerke schwenken um Schub in Vertikalrichtung zu erzeugen (z.B. Skyship 600). Das leichte Übergewicht macht zum einen den Abwurf von Ballast beim Start überflüssig, zum anderen muss für die Landung kein teures Traggas aus der Hülle entlassen werden. Die Schiffe können jedoch bei längeren Fahrten, wenn sie sehr viel Treibstoff verbraucht haben, auch Leichter als Luft werden. Eine Sonderform der Prallluftschiffe sind Heißluft-Luftschiffe. Sie erhalten ihren Auftrieb ebenso wie Heißluftballone durch den Dichteunterschied von heißer und kalter Luft. In ihrer Bauform und ihren Einsatzmöglichkeiten sind sie kleiner und beschränkter als Gas-Luftschiffe, jedoch sehr viel wirtschaftlicher zu betreiben.

Geschichte

(siehe auch Artikel: Luftschiff) Das erste Prallluftschiff wurde 1852 von Henri Giffard gebaut und von einer Dampfmaschine angetrieben. Als Urahn moderner Prallluftschiffe gilt die „Pilgrim“, sie wurde 1925 von Goodyear gebaut und wies bereits die meisten noch heute üblichen Konstruktionsmerkmale auf. ZMC-2 war ein 1929 gebautes Ganzmetall-Luftschiff. Die Hülle bestand aus vernietetem 0,24 mm dickem Duraluminiumblech. Es wurde als Prallluftschiff klassifiziert, da zum Erhalt der äußeren Form ein Überdruck im Inneren des Auftriebsköpers notwendig war. Es blieb jedoch trotz des innovativen und vielversprechenden Konzepts bei nur einem Prototyp. Die amerikanischen ZPG-3W Luftschiffe waren bis heute (Stand 2005) die größten Prallluftschiffe der Welt. Es wurden vier Schiffe des Typs gebaut. Sie wurden von der US-Marine zur Luftraumüberwachung eingesetzt und besaßen eine große Radar-Anlage innerhalb der Hülle. Ihr Volumen betrug fast 43.000 Kubikmeter, bei einer Länge von etwa 123 m. Sie versahen ihren Dienst von 1958 bis zum Ende des US-Marine-Luftschiffprogramms 1962.

Prallluftschiffe (Auswahl)


- einige Luftschiffe von August von Parseval, siehe unter: Parseval Luftschiff Ende des 19. Anfang des 20. Jh.
- Coastal Class-Luftschiff: englischer Typ z.Z. des Ersten Weltkrieges
- Luftschiffe im Dienst der US-Marine zur Luftraumüberwachung und U-Boot-Abwehr
- Skyship: auch bekannt aus dem „James Bond“-Film Im Angesicht des Todes von 1985
- WDL-Luftschiffgesellschaft: Werbeluftschiffe und Rundfahrten vom Flughafen Essen-Mülheim
- Goodyear: die wohl berühmtesten Werbeblimps
- The Lightship Group: hauptsächlich Werbeluftschiffe der American Blimp Cooperation
- Voliris: fränzösischer Luftschiffanbieter (gegründet 1999)
- White Dwarf: muskelkraftbetriebenes Luftschiff
- Aeros: US-amerikanischer Hersteller kleinerer Prallluftschiffe
- MA-1 Ardath: Australien, Ende der 1970er
- Heißluft-Luftschiffe z.B. der deutschen GEFA-FLUG
- AT-10: der englischen Advanced Technologies Group
- Aerosphere: Das kugelrunde Schiff stellte am 12. Juni 2003 eine FAI-Höhenweltrekord auf.
- Hua Jiao: chinesische Luftschiffe (Zulassung Ende 2004)

Siehe auch


-
- Sentinel 1000 ein weiteres Prallluftschiff

Weblinks


- [http://www.wdl-luftschiff.de/ WDL Luftschiffgesellschaft mbH] -- deutscher Hersteller und Betreiber von Prallluftschiffen
- [http://www.goodyearblimp.com/ Die Goodyear-Blimps] (englisch)
- [http://www.airshipman.com/ Airship Management Services] (englisch) -- betreibt Luftschiffe vom Typ Skyship 600, unter anderem die Fujifilm-Blimps
- [http://www.rafweb.org/Biographies/Cunningham.htm Lebenslauf von Alexander Duncan Cunningham]
- [http://www.globalsecurity.org/wmd/systems/zpg-3.htm Informationen zum ZPG-3W-Luftschiff auf englisch]
- [http://www.aerosml.com/main.htm Startseite von Aeros/USA (engl)] Kategorie:Luftschiff

Smithsonian Museum

Die Smithsonian Institution (kurz: Smithsonian) wurde im Jahre 1846 mit Mitteln aus der Hinterlassenschaft des englischen Wissenschaftlers James Smithson zugunsten der Vereinigten Staaten von Amerika mit dem Auftrag „der Vermehrung und Verbreitung von Wissen“ gegründet und ist in Washington, D.C. angesiedelt. Mit 16 Museen und Galerien und dem Nationalzoo ist das Smithsonian der größte Museumskomplex der Welt. Die Smithsonian Institution verwaltet über 142 Millionen Artefakte menschlichen oder natürlichen Ursprungs für das US-amerikanische Volk. Das Institut, das gleichzeitig ein bedeutendes Forschungszentrum ist, sieht seinen Auftrag in der Bildung der Allgemeinheit, dem Dienst an der Nation und der Vergabe von Stipendien in den Bereichen Kunst, Naturwissenschaften und Geschichte. Die Smithsonian Institution unterstützt Expeditionen und Ausgrabungen, fördert Forschung insbesondere auf den Gebieten der Astronomie, Astrophysik, Ethnologie und Umweltforschung. Sie verfügt über ein eigenes Observatorium, das Smithsonian Astrophysical Observatory (zusammen mit dem Harvard College Observatory bildet es das Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics), den Smithsonian-Biopark und das „Archiv amerikanischer Kunst“. Sie betreibt die Nationalmuseen für amerikanische Geschichte, amerikanische Kunst und das Nationalmuseum für Luft- und Raumfahrt. Die Smithsonian Institution ist die Herausgeberin des Standardwerkes zu den Indianern Nordamerikas, dem Handbook of North American Indians. Neun Museen und Galerien des Smithsonian befinden sich zu beiden Seiten der National Mall - einem langgezogenen Grünstreifen - zwischen dem Washington Monument und dem Kapitol. Ein dreistöckiger, unterirdischer Komplex beherbergt zwei Museen und das S. Dillon Ripley Center, zu dem die International Gallery, Büroräume und Hörsäle bzw. Seminarräume gehören. Fünf weitere Museen und der Nationalzoo befinden sich andernorts in Washington, D.C.. Das Cooper-Hewitt National Design Museum und das National Museum of the American Indian sind in New York angesiedelt. Von 1846 bis 1878 war der Physiker Joseph Henry Vorsitzender des Instituts.

Museen im Einzelnen


- American Art Museum
- Anacostia Museum
- Arts and Industries Building
- The Cooper-Hewitt, National Design Museum
- Freer Gallery of Art
- Hirshhorn Museum
- National Air and Space Museum
- National Gallery of Art (angeschlossen)
- National Museum of African Art
- National Museum of American History
- National Museum of the American Indian
- National Museum of Natural History
- National Portrait Gallery
- National Postal Museum
- National Zoological Park
- Arthur M. Sackler Gallery
- Smithsonian Institution Building

Weblinks


- [http://www.smithsonian.org Smithsonian Institution]
- [http://www.si.edu/ Webseite des Smithsonian Institution] Kategorie:Museum (USA) Kategorie:Washington D.C. ja:スミソニアン博物館

Good Year Zeppelin Corporation

Goodyear ist neben Zeppelin wohl die traditionsreichste Firma im Luftschiffbau. Sie kann dabei auf eine ununterbrochene Geschichte der Luftschifffertigung, unter anderem auch in Zusammenarbeit mit Zeppelin, zurückblicken und hatte im Prallluftschiffbau eine ähnliche Bedeutung wie Zeppelin im Starrluftschiffbau. Nach eigenen Angaben fertigte die Firma von 1917 bis 1995 mehr als 347 Luftschiffe, 239 davon auf der Wingfoot-Lake-Luftschiff-Basis. Goodyear baute den ersten Ballon 1912. Im folgenden Jahr begann die lange Geschichte des Goodyear-Ballonbaus und der -fahrt. 1916 kauft Goodyear etwas Land südöstlich von Akron um es als Produktionstätte und Flugfeld zu nutzen. Der Luftschiffbau startete 1917 als die US-Marine 16 Prallluftschiffe des Typs B bestellte. Neun davon baute Goodyear, fünf Goodrich und zwei wurden von Connecticut Aircraft gebaut. Ein berühmter Angestellter zu Beginn der 1920er war der US-amerikanische Luftschiffpionier Thomas Scott Baldwin. Als Urahn aller modernen Prallluftschiffe gilt der Blimp „Pilgrim“, der 1925 gebaut wurde. Er hatte ein Volumen von 1560 m³ und einen Sternmotor im Gondelheck mit Schubpropeller. Die Gondel war direkt am Rumpf angebracht. Er führte 4765 Fahrten durch und wurde dann in das Smithsonian Museum überstellt. Bis 1941 hatte Goodyear eine Flotte von elf zivilen Prallluftschiffen aufgebaut. Sie hatten ein Volumen von bis zu 5200 m³ und konnten sechs bis zehn Passagiere befördern. Zwischen 1925 und 1941 beförderten diese Schiffe bei 151 800 Fahrten in 93 000 Fahrtstunden auf einer Strecke von 6,75 Millionen Kilometern 405 500 Passagiere unfallfrei. Sie dienten auch der Flugausbildung, Materialtests oder der Erarbeitung von Abläufen des Flugbetriebes. Die Luftschiffe besuchten viele Städte und verfügten bereits über sich bewegende Leuchtwerbung am Rumpf. Sie überwachten den Verkehr, halfen Fischern und wurden bei Waldbränden und Überschwemmungen eingesetzt. 1928 erhielt die Good Year Zeppelin Corporation, an der die deutsche Luftschiffbau Zeppelin GmbH zu zwei Dritteln beteiligt war, den Auftrag für den Bau von zwei Großluftschiffen, der USS Akron und USS Macon im Wert von acht Millionen Dollar.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg fertigte Goodyear weiter Militärluftschiffe für die US-Marine. Goodyear baute unter anderem das weltgrößte Prallluftschiff ZPG-3W. Ein Luftschiff dieses Typs, von dem insgesamt vier gebaut wurden, war das letzte militärische Luftschiff, dass Goodyear am 4. April 1960 nach Lakehurst auslieferte. Danach wurden nur noch zivile Luftschiffe gebaut, die als „Goodyear-Blimps“ bekannt geworden sind. Kein anderes Luftschiff ist so eng mit der Bezeichnung "Blimp" verbunden. Diese kleinen Werbeluftschiffe waren Gast in diversen Filmen und sind häufig bei Großveranstaltungen zu sehen, wo sie auch die Funktion von Relaisstationen und Kameraplattform für Rundfunkübertragungen inne haben. Goodyear betrieb nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu acht Luftschiffe gleichzeitig. Die „Goodyear Aerospace Corporation“ wurde 1987 an Loral und Anfang der 1990er inklusive der Typenzertifikate für die GZ-20 und GZ-22 Luftschffe an Lockheed Martin verkauft. Die vorhandenen Goodyear-Luftschiffe werden von der Goodyear Tire & Rubber Company weiter gewartet und von Zeit zu Zeit aufgearbeitet. Es werden jedoch keine neuen Schiffe mehr gebaut. 2005 waren in Nordamerika drei Goodyear-Blimps vom Typ GZ20 stationiert.
- „Stars and Stripes“, getauft am 18. Juni 1998, (N1A) Typ GZ-20A stationiert in Pompano Beach, Florida ersetzte damals ein gleichnamiges und technisch fast identisches Schiff mit der Bezeichnung N3A. Die „Stars & Stripes“ verunglückte am 16. Juni 2005 um 18:42 Uhr (Eastern daylight time) in Coral Springs/Florida in einem schweren Gewitter. Nachdem das Wetter für die Landung zu schlecht war und das Gewitter den Zielflugplatz Pompano Beach Airpark erreicht hatte, auf dem das Schiff um 15:30 auch gestartet war, wollte der Pilot dem Unwetter ausweichen. Dies gelang jedoch nicht. Das Schiff geriet in dem schweren Gewitter außer Kontrolle und musste in einem Gewerbegebiet notlanden. Dabei unterbrach es auch einige Stromleitungen, was zu einem Stromausfall für rund 1400 Einwohner führte. Die beiden Insassen wurde nicht verletzt, das Luftschiff jedoch beschädigt. Nach der Notlandung wurde sofort das Helium aus der Hülle abgelassen.
- „Spirit of America“ (Typ GZ-20A) wurde am 5. September 2002 in Akron, Ohio getauft. Taufpatin war Mrs. Letitia Driscoll, Mutter des NYPD-Officer Stephen Driscoll, der beim Einsturz des World Trade Center am 11. September 2001 umkam. Das Schiff wird von Carson/Kalifornien aus zwischen Long Beach und Downtown Los Angeles eingesetzt.
- „Spirit of Goodyear“ (Typ GZ-20A - N3A), wurde am 15. März 2000 von Amerikas erster Astronautin Dr. Sally Ride getauft. Sie ist auf der Goodyear's Wingfoot Lake Airship Facility in Suffield, Ohio stationiert. Sally Ride Weiterhin setzte Goodyear drei Luftschiffe vom Typ ABC A-60+ ein, die von der American Blimp Cooperation gebaut wurden und von The Lightship Group betrieben werden. (Stand 2001)
- „Spirit of Europe 1“ (N2017A, No03) in Europa
- „Spirit of Europe 2“ (N12ZP, No12) in Europa
- „Spirit of the Americas“ (N604LG, No14) in Südamerika Goodyear bietet kommerziell keine Rundfahrten an. Mitfahrgelegenheiten werden in der Regel an Werbekunden sowie Presse und Medien vergeben, die dann über deren Besetzung entscheiden.

Ältere Goodyear-Blimps

Luftschiffe, die zivil genutzt wurden (teilw. auch an das Militär abgegeben oder zurückerhalten; unvollständig)
- Pony Blimp 1920-1923. Länge: 95 ft, Antrieb durch einen Ford Model "T"-Motor. Motor, Pilot und bis zu 2 Passagiere waren in einer offenen Gondel, die unter der Hülle aufgehängt waren untergebracht.
- „Pilgrim“ gebaut 1925, das erste heliumgefüllte Luftschiff mit Goodyear-Schriftzug
- „Puritan“ 1928
- „Resolute“ 1929, ab 1942 mit der US-Marine-Bezeichnung L-4
- „Enterprise“ Trainingluftschiff zur Zeit des 2WK bei der US-Marine, L-Klasse "L-5"
- „Defender“ 1929, ab 1942 mit der US-Marine-Bezeichnung G-1
- „Reliance“ Trainingluftschiff zur Zeit des 2WK bei der US-Marine, L-Klasse
- „Rainbow“ Trainingluftschiff zur Zeit des 2WK bei der US-Marine, L-Klasse
- „Ranger“ Trainingluftschiff zur Zeit des 2WK bei der US-Marine, L-Klasse
- „Neponset“
- „Vigilant“
- „Mayflower“, getauft: 22. Mai 1929 von Mrs. Arnstein, Frau von Dr. Karl Arnstein nach einer Yacht aus dem Americas Cup. Am 4. November 1930 nahmen die Goodyear Blimps Pilgrim, Neponset, Vigilant, Mayflower, Defender und Puritan an einer Luftschiffparade teil.
- „Mayflower“ (neues Schiff von 1963, Bild 1973 mit Kennung N1A, typ GZ-19A)
- „America“ etwa 1970er
- „Columbia“ 1968-1992 (N4A), stationiert in Kalifornien
- „Eagle“ 1992-2002 (stationiert in Kalifornien)
- „Stars & Stripes“ (N3A), wurde 1998 von der neuen „Stars & Stripes“ (N1A) ersetzt
- „Spirit of Akron“ (N4A), Typ GZ-22, Erstflug 1987, am 22. Oktober 1999 irreparabel beschädigt und dann durch die „Spirit of Goodyear“ ersetzt.

Technische Daten

GZ-20A

Karl Arnstein GZ steht für „Goodyear Zeppelin“. Der GZ-20-Typ basiert auf dem K-Typ, der bereits im Zweiten Weltkrieg für die US-Marine gebaut wurde.
- Länge: 58,52 m (192 ft)
- Breite: 15,24 m (50 ft)
- Höhe: 17,98 m (59.5 ft)
- Volumen: 5740 Kubikmeter (202 700 cft)
- Maximale Startmasse 5824 kg (12 840 pounds)
- Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h (50 mph)
- Reisegeschwindigkeit 48 km/h (30 mph)
- Motoren: 2x 155 kW (210 PS)-luftgekühlter Kolbenmotor mit Einspritzung
- Propeller: Zweiblattpropeller, nicht verstellbar, Durchmesser: 1,98 m
- Passagiere: 6 + Pilot
- Flughöhe 300 - 1000 m (3000 m Gipfelhöhe)
- Kabine: Aluminium-Schweißkonstruktion mit einer Länge von: 6,93 m und fest installiertem Fahrwerk
- Leiterwerk: Polyestergewebe auf Aluminium- und Stahlgerippe in "+" Konfiguration
- Hülle: zweilagig, Neopren-impägniertes Polyestergewebe
- Leuchtwerbetafel: über 165 000 LEDs mit mehr als 256 Farben

GZ-22

Die „Spirit of Akron“ (N4A) war das einzige Luftschiff vom Typ GZ-22. der Erstflug fand 1987 statt. Sie wurde am 22. Oktober 1999 beschädigt, als das Schiff nach Traggasverlust in einer Baumgruppe landete. Danach wurde sie durch die „Spirit of Goodyear“ ersetzt.
- Länge: 62,64 m (205,5 ft)
- Breite: 14,33 m (47 ft)
- Höhe: 18,35 m (60,2 ft)
- Volumen 7018 m³ (247 800 cft)
- Maximale Startmasse 6.804 kg (15.000 pounds)
- Höchstgeschwindigkeit: 105 km/h (65 mph)
- Reisegeschwindigkeit 48-64 km/h (30-40 mph)
- Motoren: 2x 309 kW (420 PS) - Allison 250-B17C turboprop
- Propeller: ummantelte Dreiblatt-Zugpropeller, Durchmesser: 1,78 m, schwenkbar um +75°/-30°
- Passagiere: 8 + 2 Pilotensitze
- Flughöhe 300-1000 m (3000 m Gipfelhöhe)
- Kabine: Stahlrahmen mit Aramid-Sandwich-Faserbundkunstoffverkleidung, Länge: 10,6 m (34.75 ft) mit einziehbarem Fahrwerk
- Leitwerk: thermisch formbare Polyesterfolie auf Aluminiumgerippe mit PU-Beschichtung in "X"-Konfiguration
- Hülle: zweilagig, Neopren-impägniertes Polyestergewebe
- Leuchtwerbetafel: 8.064 Lampen

Siehe auch


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Weblinks


- [http://www.goodyearblimp.com/index.html Startseite von GoodyearBlimp (englisch)]
- [http://Luftschiffseiten.de Luftschiffseiten.de]
- [http://www.airliners.net/search/photo.search?aircraft_genericsearch=Goodyear%20Blimp&distinct_entry=true www.airliners.net] Bilder von Goodyear-Blimps Kategorie:Luftschiff

Starrluftschiff

Starrluftschiffe sind Luftschiffe mit einem kompletten Skelett aus Trägern und Streben. Dieses Gerüst gibt die aerodynamische Form des Schiffskörpers vor. Im Inneren von Starrluftschiffen wird der Auftrieb durch das Traggas in Gaszellen erzeugt, die im Gegensatz zu Prallluftschiffen keinen Beitrag zur Form des Schiffes liefern brauchen. Auch Ballonetts sind daher nicht erforderlich. Neben den weltberühmten Zeppelinen (knapp 120 Stück), wurden auch rund 50 Starrluftschiffe von anderen Herstellern gefertigt.

Historische Starrluftschiffe

Zeppelin Das erste Starrluftschiff war ein 1895/96 von David Schwarz, einem jüdischen Holzhändler aus Agram (jetzt Zagreb in Kroatien), entwickeltes Ganzmetall-Luftschiff. Es bestand aus einem Gitterträgergerüst und war mit Aluminiumblech beplankt. Außerdem war der Auftriebskörper in 13 Gaszellen unterteilt. Neu war auch die äußere Form. Sie bestand aus einem liegendem Zylinder mit einem Kegel am Bug. Es war bestückt mit einem Benzinmotor, der bei 480 Umdrehungen pro Minute eine Leistung von 12 PS erbrachte. Das Aluminium wurde vom Fabrikanten Carl Berg geliefert, der später aus eben diesem Material Teile für die Zeppeline fertigen sollte. Das Luftschiff wurde bei seiner Probefahrt am 3. November 1897 auf dem Tempelhofer Feld/Berlin zerstört. Dieses Luftschiff war die erste Anwendung des 1889 auf der Pariser Weltausstellung erstmals gezeigten neuen Werkstoffes Aluminium in der Luftfahrt.

Zeppelin (Deutschland)

Als herausragendster Luftschiff-Pionier gilt Ferdinand Graf von Zeppelin, der 1900 seinen Prototypen LZ 1 fertigstellte. Graf Zeppelin war auch 1897 bei der Fahrt des Schwarzschen Luftschiffs in Berlin anwesend, durfte das Flugfeld damals jedoch nicht betreten. Das Gerüst von LZ 1 wurde zum Teil aus den Überresten des Schwarz'schen Luftschiffes gefertigt. Seine Zeppelin-Luftschiffe spielen in der Geschichte der Starrluftschifffahrt eine so dominante Rolle, dass der Begriff „Zeppelin“ oft als Synonym für „Starrluftschiff“ gebraucht wird. Zeppeline wurden schon vor dem Ersten Weltkrieg für Passagierfahrten eingesetzt. Der Betreiber der Zeppeline, die 1909 gegründete DELAG, war die erste Fluglinie der Welt. Im Krieg wurden sie in großem Stil zur Aufklärung und für Luftangriffe mit Bomben verwendet. Ihre Blütezeit erlebten sie in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, als die Starrluftschiffe LZ 127 „Graf Zeppelin“ und LZ 129 „Hindenburg“ die erste regelmäßige Nonstop-Passagier-Flugverbindung in die USA und nach Rio de Janeiro betrieben. Die Hindenburg und ihr Schwesterschiff der LZ 130 „Graf Zeppelin II“ waren mit einem Volumen von 200.000 m³, Längen von 245 m, Durchmessern von über 41 m und einer Masse von über 240 Tonnen die größten Luftschiffe aller Zeiten. Am 6. Mai 1937 fing nach einer Atlantiküberquerung der Zeppelin „Hindenburg“ über dem Flugfeld von Lakehurst/USA Feuer und wurde zerstört. Diese Katastrophe, die 36 Menschenleben forderte, leitete den Niedergang der Verkehrsluftschifffahrt ein. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges besiegelte wenig später das vorläufige Ende der Starrluftschiffe.

Schütte-Lanz (Deutschland)

Die Schütte-Lanz-Starrluftschiffe wurden ausschließlich für militärische Zwecke im Ersten Weltkrieg gebaut und konkurrierten in dieser Zeit nicht ohne Erfolg mit den Zeppelinen, ohne deren Vormachtstellung gefährlich zu werden. Sie waren bis zu 198 m lang und maßen bis zu 23 m im Durchmesser bei 56.000 m³ Traggasvolumen. Ihr Skelett bestand aus Sperrholz. Von Schütte-Lanz gingen wichtige Neuerungen in der Konstruktionsweise von Starrluftschiffen aus. Durch den Ersten Weltkrieg und aufgrund von Forderungen des Militärs fanden diese Neuheiten auch sehr schnell bei Zepplin Eingang. Nach dem Krieg kam es daher zu Patentstreitigkeiten zwischen beiden Firmen. Sperrholz]

Großbritannien

Die Starrluftschiffahrt anderer Nationen wird angesichts der herausragenden Rolle Deutschlands auf diesem Gebiet nur wenig beachtet. So wurden in Großbritannien rund 30 Starrluftschiffe gebaut und betrieben. Darunter auch R34, das 1919 als erstes Luftschiff den Atlantik überquerte. Die britische Starrluftschifffahrt wurde erst nach dem tragischen Brand des Luftschiffs R101 im Jahre 1930 aufgegeben.

Frankreich

1930 In Frankreich entstand nur ein einziges Starrluftschiff. Es wurde vom Elsässer Joseph Spieß in Anlehnung an LZ 16 entwickelt, bei Zodiac gebaut und stieg erstmals am 13. April 1913 auf. Als Antrieb wurden zwei Chenu-Motoren mit je ca. 200 PS verwendet. Das Gerüst bestand aus einer Holzrohrkonstruktion und hatte einen Durchmesser von 13,5 m. Trotz nachträglicher Verbesserungen, bei denen es unter anderem von 104 auf 146 m verlängert wurde (das Volumen stieg dadurch von 11.800 auf 16.400 Kubikmeter), konnte es die Erwartungen des französischen Militärs nicht erfüllen und wurde später demontiert.

USA

Auch die USA betrieben einige Starrluftschiffe, die allerdings zum Teil von der Zeppelin-Gesellschaft mitentwickelt wurden oder auf Kriegszeppelinen basierten. Insgesamt wurden von den USA bzw. in ihrem Auftrag fünf Starrluftschiffe gebaut. Sie wurden alle von der US-Marine bestellt und betrieben. Sie waren die einzigen Starrluftschiffe, die Helium als Traggas verwendeten.
- ZR-1 „USS Shenandoah“ war das erste Starrluftschiff überhaupt, das mit Helium gefüllt wurde.
- ZR-2 wurde in England unter der Bezeichnung R38 gebaut, zerbrach jedoch noch mit Wasserstoff gefüllt, bereits vor seiner Überführung in die USA in der Luft.
- ZR-3 „USS Los Angeles“ war der Zeppelin mit der Baunummer LZ 126. Dieses Luftschiff wurde als einziges der US-Starrluftschiffe nicht bei einem Unfall zerstört.
- ZRS-4 „USS Akron“ und ZRS-5 „USS Macon“ konnten sogar Aufklärungsflugzeuge während der Fahrt aussetzen und wieder einholen und damit praktisch als fliegende Flugzeugträger fungieren. Die „USS Akron“ führte am 3. November 1931 eine zehnstündige Fahrt mit 207 Personen an Bord durch. Dies stellt bis heute ein Superlativ dar, ebenso wie das Ende der „USS Akron“, mit 74 Toten ist es bis in die Gegenwart das schwerste Luftschiffunglück. Das Ganzmetallluftschiff ZMC-2 mit einem komplett aus Aluminiumblech bestehendem Luftschiffkörper wurde von der US-Marine als Prallluftschiff klassiert, da es einen geringen Überdruck im Inneren zur Erhaltung der Form benötigte.

Aktuelle Starrluftschiffe

Heute existieren bis auf den halbstarren Zeppelin NT nur noch tragwerkslose Prallluftschiffe, so genannte Blimps, die mit nicht brennbarem Helium gefüllt sind. Auch der Cargolifter war als halbstarres bzw. Kielluftschiff geplant. Starre bemannte Luftschiffe gibt es zur Zeit nicht. Aktuell (Stand 10/2005) wird jedoch mit dem unbemannten Sanswire Stratellite an einem Protoyp für ein hochfliegendes Solar-Starrluftschiff, das für Telekommunikationsaufgaben eingesetzt werden soll, gearbeitet. Weltweit wurden in den 90ern des 20. Jahrhunderts einige Luftschiffprojekte mit unterschiedlichen starren oder halbstarren Konstruktionen vorgestellt, aber bislang nicht realisiert. Dazu gehören beispielsweise:
- das "AVEA"-Projekt der ETH Lausanne, das in Konkurrenz zum Cargolifter stand,
- die Projekte D-1 und D-4 der US-amerikanischen Aeros Corporation,
- das "Sky Station" Projekt des früheren US-Außenministers Alexander M. Haig Jr., bei dem Luftschiffe als unbemannte Telekommunikationsplattformen in der Stratosphäre eingesetzt werden und damit Kommunikationssatelliten Konkurrenz machen sollten.

Technik

Kommunikationssatellit Die Geripperinge standen meist senkrecht und waren durch Längsträger verbunden. Zusätzlich wurde die Konstruktion mit Stahlseilen verspannt, was zur Formstabilität bei ausreichender Elastizität beitrug. Die Motoren und Führergondeln ließen sich einfach am Gerippe aufhängen. Nutzlast, Ballast (meist Wasser) und Betriebstoffe (Kraftstoff und Schmieröl) konnten schwerpunktsoptimal verteilt gelagert und teilweise zur Trimmung verwendet werden. Die Stabilisierungsflossen am Heck waren in die Gerippestruktur integriert. Das Innere des Rumpfes bot relativ geschützt viel Platz für die Besatzung, Passagiere und die Nutzlast. Ein Vorteil der festen Struktur ist der Erhalt der Luftschiffform und damit auch der aerodynamischen Steuerbarkeit bei Gasverlust.

Siehe auch


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- Liste der Starrluftschiffe
- Liste aller Zeppeline Kategorie:Luftschiff ja:ツェッペリン

USS Macon

Die ZR-5 USS Macon war ein „fliegender Flugzeugträger“ der US-Marine. Im Rumpf des Starrluftschiffes war ein Hangar untergebracht, von dem aus die Flugzeuge unter den Rumpf abgelassen werden konnten um zu starten. Für die Landung war ein Fanghaken oben(!) an den Flugzeugen angebracht, mit dem der Pilot sich in ein Trapez unter dem Rumpf einklinken konnte. Anschließend wurde das Flugzeug in den Rumpf gezogen und verstaut. Die Macon, das verbesserte Schwesterschiff der ZRS-4 USS Akron, war vor allem als Fernaufklärer über dem Wasser konstruiert, wurde jedoch auch über Land eingesetzt. Die Flugzeuge dienten als Späher, und sollten auch für den Schutz des Luftschiffs sorgen. Das Starrluftschiff wurde von der Goodyear-Zeppelin Co. entwickelt. Diese Firma war eine Zusammenarbeit der deutschen Luftschiffbau Zeppelin GmbH und der Goodyear Tire and Rubber Company.
- Roll-out am 21. April 1933
- Länge: 239 m
- Höchstgeschwindigkeit 140 km/h
- Traggas: Helium
- Antrieb: 8 interne 412 kW-Motoren (560 PS), die die außen liegenden Luftschrauben antrieben. Die Luftschrauben waren nach oben und unten drehbar um Start- und Landevorgang zu erleichtern. Als Flugzeuge kamen Doppeldecker des Typs Curtiss F9C Sparrowhawk zum Einsatz.

Verlust

Das Luftschiff ging am 12. Februar 1935 während eines Trainingsfluges bei Point Sur an der südkalifornischen Küste verloren. Das Heck war zu schwach konstruiert (Änderungspläne bestanden bereits) und wurde bei einem Windstoß beschädigt. Eine hintere Gaszelle verlor Traggas. Daher wurde befohlen den gesamten Ballast abzuwerfen. Das Schiff stieg daraufhin auf 1500 m. Dort platzten weitere Gaszellen. Das Schiff verharrte jedoch ca. 15 min in dieser Höhe bevor es anfing zu sinken. Diese für die Besatzung als schrecklich beschriebene Zeit gab ihr jedoch die Gelegenheit, Schwimmwesten anzulegen und Rettungsinseln, die aufgrund des Unglücks des Schwesterschiffes USS Akron vorhanden waren, vorzubereiten, sowie Hilfe zu rufen. 81 der 83 Besatzungsmitglieder überlebten. Das Ende der Macon besiegelte das Ende der amerikanischen Starrluftschifffahrt. Das letzte verbliebene Starrluftschiff der USA, ZR-3 USS Los Angeles (gebaut als LZ 126) wurde später abgerüstet. Nur Deutschland setzte den Großluftschiffbau noch fort. Die amerikanische Marine nutzte jedoch weiterhin Prallluftschiffe. Sie versahen ihren Dienst bis zum Ende des US-Marine-Luftschiffprogramms am 31. August 1962.

Siehe auch


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Weblinks

Kategorie:Luftschiff Kategorie:Flugunfall

ZPG-3W

ZPG-3W war ein Prallluftschifftyp, welcher von der Firma Goodyear Ende der 1950er Jahre für die US-Marine gebaut wurde. Die ZPG-3W-Schiffe sind bis heute (2004) die größten je gebauten Prallluftschiffe. Sie wurden als Teil des amerikanischen Frühwarnsystems zur Abwehr von Interkontinentalraketen entwickelt.

Betrieb

Ende 1955 waren die Arbeiten am Mock-up beendet und die US-Marine bestellte vier ZPG-3Ws. Sie besaßen unter anderem eine größere Radar-Antenne, die im Gegensatz zu ihren Vorgängern im Inneren der Hülle untergebracht war. Das erste Schiff machte seine Jungfernfahrt im Juli 1958. Die Grenzpatrouillen begannen im Dezember 1959. Das letzte der vier ZPG-3Ws wurde am 4. April 1960 nach Lakehurst ausgeliefert. Am 1. März 1960 kehrte ein ZPG-3W nach einem Patrouillenflug über dem Nordantlantik zurück, nachdem es 49,3 Stunden auf seinem Beobachtungsposten und insgesamt 58 Stunden in der Luft verbracht hatte. Dieser Rekord übertraf die alte Bestzeit des Vorgängermodells ZPG-2W um mehr als das doppelte. Am 6. Juli 1960 gab es einen tödlichen Unfall mit dem ersten ausgelieferten Schiff vor der Küste von Long Island. Die Hülle des Schiffes war kollabiert. 18 der 21 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Nach diesem Vorfall und Änderungen in den Frühwarn-Missionen wurden fast nur noch ZPG-2W-Luftschiffe für die Langstrecken-Missionen eingesetzt. Der Betrieb ZPG-3Ws wurde am 30. November 1961 eingestellt. Die US-Marine beendete ihr Luftschiffprogramm 1962. Der Typ ZPG-3W war damals der letzte Luftschifftyp, der für die US-Marine entwickelt worden war. In den 1990er Jahren gab es mit dem Sentinel-Programm Versuche, Luftschiffe wieder für militärische Überwachungszwecke einzusetzen. Eine Gondel existiert noch heute in den USA. Es gibt Pläne zu deren Aufarbeitung für ein Museum.

Technik

Das ZPG-3W hatte ein Traggas-Volumen von rund 39.555 Kubikmeter (1.465.000 cft) bei einer Länge von ca. 122,8 m (403 ft). Das Gesamt-Hüllenvolumen betrug 42.936 Kubikmeter (1.516.000 cft), bei einem größten Durchmesser von 25,9 m (85 ft).
- Besatzung: 22-26 Personen
- Höchstgeschwindigkeit: 128,7 km/h (80 mph)
- Triebwerke: zwei Wright R-1820-88 mit je 1.120 kW in externen Triebwerksgondeln
- Eigengewicht: etwa 27 t
- Nutzlast: etwa 10 t

Siehe auch


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- ABM-Vertrag

Weblinks


- http://www.goodyearblimp.com/wingfoot.html Kategorie:Luftschiff

Lakehurst

Die Artikel beschäftigt sich mit dem Ort Lakehurst in den USA. Für Informationen über die Musikband siehe: Lakehurst (Band). ---- Lakehurst ist ein Ort im amerikanischen Bundesstaat New Jersey nahe New York. Er hat 2522 Einwohner (Volkszählung 2000) und ist Standort eines Stützpunktes der US-Marine (Naval Air Engineering Station Lakehurst). Aufgrund seiner Geschichte nennt sich der Ort selbst "Airship Capital of the World". Lakehurst wurde 1841 gegründet und war lange Zeit nur ein kleiner Ort, dessen wichtigstes Kapital seine Lage an einer Bahnlinie war. Um die Jahrhundertwende 19./20. Jahrhundert wurde Lakehurst als Kur- und Ferienort bekannt.
20. Jahrhundert
1919 begann in Lakehurst die Zeit der Luftschiffe. Am 16. Mai 1919 entschied der verantwortliche Minister der Marine Franklin D. Roosevelt 688 Hektar Land (1700 acres) in Lakehurst für die Verwendung als Luftschifffeld zu kaufen. Die US-Marine begann mit den Konstruktionsarbeiten für eine Luftschiffhalle die Platz für zwei Starrluftschiffe bot. Der Bau begann im September 1919. Diese Halle (Hangar No. 1) wurde im Sommer 1921 fertiggestellt. Die anderen Gebäude des Flugplatzes wurden am 28. Juni 1921 in Auftrag gegeben. Sie waren für 17 Offiziere und 230 Rekruten ausgelegt. Das in Großbritannien unter der Bezeichnung R38 (US-Bezeichnung ZR-2) für die USA gebaute Luftschiff sollte der erste „Bewohner“ des neuen Marine-Flugfeldes werden. Es wurde jedoch während der Testfahrten im August 1921 in England zerstört. Daher war das erste Luftschiff, das Lakehurst als Heimatstützpunkt nutzte, die im Hangar No. 1 gebaute und im September 1923 erstmals fahrende ZR-1 „USS Shenandoah“. Der Bau von ZR-1 sollte der Grundstein für eine amerikanische Luftschiff-Industrie sein. Die USS Shenandoah dominierte die Luftschiff-Szene in Lakehurst von 1923 bis 1925. 1925 wurde sie jedoch über Ohio in schweren Turbulenzen zerstört. Ohio Ohio ZR-3 „USS Los Angeles“, das in Deutschland von Zeppelin als Kriegsreparation für den Ersten Weltkrieg gebaute „Amerikaluftschiff“, brachte der US-Marine in Lakehurst ab Oktober 1924 viel Erfahrung im Umgang mit Starrluftschiffen. Die USS Los Angeles unternahm 331 Fahrten mit 4181 Flugstunden, bevor sie im Juni 1932 ausgemustert wurde. Sie war das erfolgreichste amerikanische Starrluftschiff und wurde noch sieben Jahre lang als Bodenversuchsobjekt benutzt, bevor sie Ende 1939 im Hangar No. 1 demontiert wurde. Danach (ab Oktober 1931) wurde Lakehurst Heimatflugplatz für die in Akron gebaute ZRS-4 „USS Akron“, die im April 1933 bei schlechtem Wetter verunglückte. Durch dieses Ereignis begann der Niedergang der amerikanischen Luftschifffahrt. Das letzte amerikanische Großluftschiff, die ZRS-5 „USS Macon“ war in Kalifornien beheimatet. Sie blieb 1933 nur vier Monate in Lakehurst, um die Testfahrten abzuschließen. Nach ihrer Abfahrt am 12. Oktober 1933 besuchte nie wieder ein amerikanisches Starrluftschiff Lakehurst. Nach dem Verlust der USS Macon im Februar 1935 wurden die amerikanischen Luftschiff-Aktivitäten auf ein Minimum reduziert. Der Marinestützpunkt betrieb nur noch einige veraltete Prallluftschiffe. Bekannt geworden ist der Ort hauptsächlich durch den Unfall des Zeppelins LZ129 „Hindenburg“, der am 6. Mai 1937 im Landeanflug, kurz nach dem Vertäuen der Ankerseile am Ankermast, in Flammen aufging. Die genauen Gründe der Katastrophe sind bis heute nicht ganz geklärt. Bei der Katastrophe kamen 35 der 97 Insassen (13 Passagiere, 22 Besatzungsmitglieder) sowie ein Mann der Bodenmannschaft ums Leben. Einer der Hauptgründe für die Größe des Feuers war die Füllung des Zeppelins mit Wasserstoff statt des eigentlich vorgesehenen Heliums. Helium wurde damals ausschließlich von den USA in größeren Mengen gewonnen und fiel unter das, wegen der aggressiven Politik Nazi-Deutschlands verhängte, Embargo als kriegswichtiger Rohstoff. Die bis dahin fast unfallfreie Geschichte der Verkehrs-Zeppeline endete durch die Katastrophe und das Vertrauen der Reisenden war erschüttert. Der Niedergang der zivilen Nutzung von Zeppelinen war, vor allem durch die politische Situation, nicht mehr aufzuhalten. Lakehurst blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg Luftschiff-Stützpunkt für amerikanische Prallluftschiffe, u.a. zur Luftraumüberwachung im Kalten Krieg.

Siehe auch

Verkehrsluftschiff, Militärluftschiff

Weblinks


- [http://www.lakehurstnj.org Offizielle Webseite (englisch)]
- [http://www.nlhs.com/ Navy Lakehust Historical Society, Inc. (englisch)]; ein Teil des Textes ist angelehnt an [http://www.nlhs.com/ourltahist.htm "Our Airship History"] auf diesen Seiten Kategorie:Luftschiff Kategorie:Ort in New Jersey


Prallluftschiff

Prallluftschiffe, auch Blimps genannt, sind Luftschiffe ohne inneres Gerüst (wie ein Ballon). Ihre aerodynamische Form erhalten sie durch die Form der Hülle. Umgangssprachlich wird auf Prallluftschiffe irrtümlich häufig auch der Begriff Zeppelin angewendet, der aber nur die von Zeppelin hergestellten Luftschiffe oder (abweichend) Starrluftschiffe mit einem Innenskelett bezeichnet.

Die Bezeichnung "Blimp"

Die etymologische Herkunft des Ausdruckes Blimp liegt im Dunkeln. Es sind verschiedene Theorien bekannt, die zum Teil vielleicht eher der Volksetymologie zuzurechnen sind:
- Gewöhnlich wird die Bezeichnung dem britischen Offizier Lt. Alexander Duncan Cunningham (siehe Weblink) zugeschrieben und soll lautmalerisch das Geräusch beschreiben, das entsteht, wenn man die pralle Hülle mit den Fingern antippt. Diese Version wird auch vom traditionsreichen Luftschiffhersteller Goodyear angegeben.
- Der englische Pilot Horace Shortt soll es von dem englischen Adjektiv limp (schlaff, biegsam) abgeleitet haben. limp bag bedeutet sinngemäß schlaffer Sack, verballhornt ergibt sich daraus bag limp.
- Ein britisches Luftschiff-Handbuch soll definiert haben: ::There are two types of airships: a) rigid, b) limp ::[Es gibt zwei Typen von Luftschiffen: a) starr, b) schlaff]
:Der Begriff Blimp entstand demnach durch scherzhafte Zusammenziehung von "b) limp" zu "blimp". Eine analoge, oft gehörte Erklärung, die behauptet, das amerikanische Militär habe seine Luftschiffe in "type A-rigid" und "type B-limp" eingeteilt, kann dagegen durch die der Einteilung in A- und B-Typen vorausgehende Verwendung des Begriffs Blimp in einer englischen Publikation im Jahr 1916 als widerlegt betrachtet werden.
- Die fiktive Figur des stockkonservativen Colonel Blimp hat der für die satirische Zeitschrift Punch arbeitetende Karikaturist Sir David Alexander Low (1891 - 1963) erfunden. Colonel Blimps wohlgeformte äußere Erscheinung ähnelte sehr der eines Luftschiffes.

Technik

1963 Bei Prallluftschiffen werden Volumenänderungen durch Luftdruckschwankungen bzw. Temperaturänderungen des Traggases durch Ballonetts ausgeglichen. Sie sorgen dafür, dass in der Hülle immer ein kleiner Überdruck zum Luftdruck herrscht und der Auftriebskörper so prall bleibt. Dies ist notwendig, da bei Erschlaffen der Hüllen die Steuerbarkeit verloren geht oder zumindest stark eingeschränkt wird. Auch die hinteren Leitwerksflossen sind nur auf der Hülle befestigt und haben keine starre Verbindung zur Gondel. Zum Aufblasen des Ballonets wird meist ein Teil des vom Antriebspropeller erzeugten Luftstroms genutzt. Die Motoren sind meist direkt an oder in der Gondel untergebracht. Einige, jedoch bei weitem nicht alle Modelle können die Propeller zum leichteren Manövrieren schwenken. Prallluftschiffe sind die am häufigsten gebauten Luftschiffe, da sie relativ einfach herzustellen sind und nach Ablassen des Traggases leicht transportiert werden können. Ihnen sind jedoch durch die unstabile Hülle Grenzen in der Größe gesetzt. Zu lange Auftriebskörper drohen bei nicht ausreichendem Innendruck in der Mitte einzuknicken. Man entwickelte daher Kielluftschiffe bzw. Starrluftschiffe. Trotzdem fanden sich für die kleineren und günstigeren Prallluftschiffe vielfältige Aufgaben in der Luftfahrt und beim Militär. Moderne Prallluftschiffe starten im Gegensatz zu den historischen Exemplaren in der Regel mit etwas „Übergewicht“. Die fehlende Auftriebskraft wird dabei durch etwas Anlauf und heben der Bugspitze beim Start mit Motorenkraft erzeugt. Einige Typen können auch die Triebwerke schwenken um Schub in Vertikalrichtung zu erzeugen (z.B. Skyship 600). Das leichte Übergewicht macht zum einen den Abwurf von Ballast beim Start überflüssig, zum anderen muss für die Landung kein teures Traggas aus der Hülle entlassen werden. Die Schiffe können jedoch bei längeren Fahrten, wenn sie sehr viel Treibstoff verbraucht haben, auch Leichter als Luft werden. Eine Sonderform der Prallluftschiffe sind Heißluft-Luftschiffe. Sie erhalten ihren Auftrieb ebenso wie Heißluftballone durch den Dichteunterschied von heißer und kalter Luft. In ihrer Bauform und ihren Einsatzmöglichkeiten sind sie kleiner und beschränkter als Gas-Luftschiffe, jedoch sehr viel wirtschaftlicher zu betreiben.

Geschichte

(siehe auch Artikel: Luftschiff) Das erste Prallluftschiff wurde 1852 von Henri Giffard gebaut und von einer Dampfmaschine angetrieben. Als Urahn moderner Prallluftschiffe gilt die „Pilgrim“, sie wurde 1925 von Goodyear gebaut und wies bereits die meisten noch heute üblichen Konstruktionsmerkmale auf. ZMC-2 war ein 1929 gebautes Ganzmetall-Luftschiff. Die Hülle bestand aus vernietetem 0,24 mm dickem Duraluminiumblech. Es wurde als Prallluftschiff klassifiziert, da zum Erhalt der äußeren Form ein Überdruck im Inneren des Auftriebsköpers notwendig war. Es blieb jedoch trotz des innovativen und vielversprechenden Konzepts bei nur einem Prototyp. Die amerikanischen ZPG-3W Luftschiffe waren bis heute (Stand 2005) die größten Prallluftschiffe der Welt. Es wurden vier Schiffe des Typs gebaut. Sie wurden von der US-Marine zur Luftraumüberwachung eingesetzt und besaßen eine große Radar-Anlage innerhalb der Hülle. Ihr Volumen betrug fast 43.000 Kubikmeter, bei einer Länge von etwa 123 m. Sie versahen ihren Dienst von 1958 bis zum Ende des US-Marine-Luftschiffprogramms 1962.

Prallluftschiffe (Auswahl)


- einige Luftschiffe von August von Parseval, siehe unter: Parseval Luftschiff Ende des 19. Anfang des 20. Jh.
- Coastal Class-Luftschiff: englischer Typ z.Z. des Ersten Weltkrieges
- Luftschiffe im Dienst der US-Marine zur Luftraumüberwachung und U-Boot-Abwehr
- Skyship: auch bekannt aus dem „James Bond“-Film Im Angesicht des Todes von 1985
- WDL-Luftschiffgesellschaft: Werbeluftschiffe und Rundfahrten vom Flughafen Essen-Mülheim
- Goodyear: die wohl berühmtesten Werbeblimps
- The Lightship Group: hauptsächlich Werbeluftschiffe der American Blimp Cooperation
- Voliris: fränzösischer Luftschiffanbieter (gegründet 1999)
- White Dwarf: muskelkraftbetriebenes Luftschiff
- Aeros: US-amerikanischer Hersteller kleinerer Prallluftschiffe
- MA-1 Ardath: Australien, Ende der 1970er
- Heißluft-Luftschiffe z.B. der deutschen GEFA-FLUG
- AT-10: der englischen Advanced Technologies Group
- Aerosphere: Das kugelrunde Schiff stellte am 12. Juni 2003 eine FAI-Höhenweltrekord auf.
- Hua Jiao: chinesische Luftschiffe (Zulassung Ende 2004)

Siehe auch


-
- Sentinel 1000 ein weiteres Prallluftschiff

Weblinks


- [http://www.wdl-luftschiff.de/ WDL Luftschiffgesellschaft mbH] -- deutscher Hersteller und Betreiber von Prallluftschiffen
- [http://www.goodyearblimp.com/ Die Goodyear-Blimps] (englisch)
- [http://www.airshipman.com/ Airship Management Services] (englisch) -- betreibt Luftschiffe vom Typ Skyship 600, unter anderem die Fujifilm-Blimps
- [http://www.rafweb.org/Biographies/Cunningham.htm Lebenslauf von Alexander Duncan Cunningham]
- [http://www.globalsecurity.org/wmd/systems/zpg-3.htm Informationen zum ZPG-3W-Luftschiff auf englisch]
- [http://www.aerosml.com/main.htm Startseite von Aeros/USA (engl)] Kategorie:Luftschiff

Lockheed Martin

] Lockheed Martin ist ein amerikanischer Technologie-Konzern im Bereich Luft- und Raumfahrt. Die Lockheed Martin Corporation wurde im März 1995 gegründet. Sie ist ein Zusammenschluss der Firmen Lockheed Corporation und der Martin Marietta Corporation. Sitz der Firma ist Bethesda, Maryland in den USA. In Folge der Fusion sowie schwerer finanzieller Probleme in späten 1990er Jahren wurden mehrere Konzernteile an den britischen Konkurrenten British Aerospace verkauft. Dieser löste dadurch Lockheed Martin als größten Rüstungskonzern der Welt ab. Im Oktober 2001 erhielt Lockheed den Auftrag für das größte Kampfflugzeugprogramm der Nachkriegszeit, den Joint Strike Fighter. Dieser Auftrag brachte dem Konzern neuen Auftrieb. Die Abteilung Transportation and Security Solutions erhielt 2005 den Zuschlag für den Aufbau des Archivierungssystems des Electronic Records Archive (ERA) der National Archives and Records Administration (NARA). Finanzvolumen: 308 Mio. Dollar. Die Geschäftsfelder von Martin Marietta umfassten u.a. auch den Bau von Raketen- und Fernlenkwaffen. Unter anderem werden von Lockheed Martin nunmehr die Booster-Raketen für den Start der Space Shuttles gebaut, deren Versagen 1986 zu einem der schlimmsten Unglücke in der Geschichte der NASA führte – der Challenger-Katastrophe. In Deutschland wurde der Name Lockheed erstmals durch die Starfighter-Affäre in den 60-er Jahren einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. In Japan löste die Firma eine der größten Korruptionsaffären, den Lockheed-Skandal aus.

Zivile Flugzeugtypen


- 10/12 Electra
- 14 Super Electra
- L-1049 Super Constellation
- L-188 Electra
- L-1011 TriStar

Militärische Flugzeugtypen


- A-28
- A-29 PBO Hudson
- AP-2H Neptune
- B-34 Ventura Militärversion der Lockheed Model 18 Lodestar
- C-5 Galaxy
- C-130 Hercules
- C-141 Starlifter
- F/A-22 Raptor
- F-16 Fighting Falcon
- F-35 Joint Strike Fighter (X-35)
- Lockheed F-94 Starfire
- F-104 Starfighter
- F-117 Nighthawk
- P-3 Orion
- P-38 Lightning
- Lockheed P-80/F-80 Shooting Star
- PV-1
- S-3 Viking
- Lockheed SR-71 Blackbird
- Lockheed T-33 Thunderbird
- U-2
- XFV-1
- XV-4A Hummingbird
- XV-4B

Raketen


- Poseidon (SLBM) - Atomrakete
- Titan (ICBM) und Satellitenträger
- Trident (SLBM) Atomrakete

Weblinks


- [http://www.lockheedmartin.com/ Website der Lockheed Martin Corporation]

Siehe auch

Liste von Flugzeugtypen - Airbus - Antonow - Berijew - Boeing - Bombardier - Embraer - Iljuschin - Lockheed Martin - McDonnell Douglas - Suchoi - Tupolew Kategorie:Flugzeughersteller Kategorie:Raumfahrtunternehmen Kategorie:Rüstungshersteller Kategorie:Unternehmen (USA) ja:ロッキード・マーティン

Pompano Beach

Pompano Beach ist eine Stadt im Broward County im US-Bundesstaat Florida, USA, mit 89.200 Einwohnern (Stand: 2004). Die geografischen Koordinaten sind: 26,24° Nord, 80,13° West. Das Stadtgebiet hat eine Größe von 57,4 km². Pompano Beach gehört zu den von Wirbelstürmen öfters gefährdeten Gegenden.

Geografie

Pompano Beach liegt im äußersten Südosten Floridas, etwa 30 km nördlich von Miami und etwa 10 km von Fort Lauderdale entfernt, am Atlantik.

Nachbarschaft

In direkter Nachbarschaft, im Umkreis von 10 km, liegen die Städte: Leisureville, Kendall Green, Collier Manor-Cresthaven, Terra Mar, Loch Lomond, Sea Ranch Lakes, Fort Lauderdale, North Andrews Gardens und Bonnie Lock-Woodsetter North.

Geschichte

Pompano Beach wurde etwa um 1900 gegründet und 1907 als Stadt eingetragen. Während des Land-Booms in den 1920er Jahren wuchs die Stadt sehr schnell. 1950 betrug die Bevölkerung bereit 5.682 Einwohner. Der nächste Wachstumsschub kam, wie bei den meisten Städten in Florida gegen Ende des 20. Jahrhunderts. Viele Einwohner nutzen die Stadt als 2. Wohnsitz in den Wintermonaten.

Verkehr

Pompano Beach ist hervorragend per Flugzeug zu erreichen über 4 im Umkreis von 20 km bestehende Flughäfen: den "Pompano Beach Airpark!, dem "Fort Lauderdale Executive Airport", den "Boca Raton Airport" und dem "Fort Lauderdale Hollywood International Airport".

Einwohner (Abstammung)

Die Einwohner sind westindischer (7,0 %), italienischer (8,9 %), irischer (9,7 %), deutscher (9,7 %) und britischer (6,6 %) Abstammung. Von den amerikanischen Ureinwohnern stammen etwa 5,9 % der Menschen ab.

Wirtschaft

Die hauptsächlichen Beschäftigungszweige sind: Ausbildung, Gesundheit und Soziales: (14,9 %), Handel / Einzelhandel: (13,6 %), Zukunftstechnologie, Management, Verwaltung: (11,3 %), Kunst, Unterhaltung, Nahrungsmittel, Restaurants: (11,0 %).

Wetter

Das Klima ist mild und warm. Statistisch gibt es jedoch in den Sommermonaten ca. 50 % Regentage, auch wenn der Regen nicht den ganzen Tag andauert. Die höchsten Temperaturen sind im Mai bis Oktober, mit bis zu 29°C. Die kältesten Monate von Dezember bis Februar mit durchschnittlich nur 12°C. Schneefall ist in der Region nahezu unbekannt.

Parks und Sportmöglickeiten

Es gibt ein breites Angebot von 17 verschiedenen Stadtparks sowie mehrere sportliche Einrichtungen, sowie Spielwiesen und Möglichkeiten zum Camping. An Sportmöglichkeiten werden Softball, Baseball, Football, Basketball, Soccer und Schwimmen angeboten.

Schulen


- Blanche Ely High School Football
- Broward Community College BCC
- Broward County School Board
- Cardinal-Gibbons High School
- Cypress Elementary School
- Florida Atlantic University FAU
- Florida State University
- Palm View Elementary School
- Pompano Beach Middle School

Weiterführende Bildungseinrichtungen


- Blanche Ely High School (ca. 2.650 Studenten)
- Florida College of Natural Health (ca. 300 Studenten)
- Travel Professionals Institute
- Pompano Beach High School (ca. 650 Studenten)
- Weitere Weiterführende Bildungseinrichtungen gibt es im ca. 6 km entfernt liegenden Fort Lauderdale: das "Keiser College" (etwa 2.800 Studenten), das "Broward Community College" (etwa 12.500 Studenten), das "Art Institue" (etwa 2.500 Studenten), die "Nova Southeastern University" (etwa 12.500 Stundenten). In Miami befinden sich die "Barry University" (etwa 5.700 Studenten) und das "Miami-Dade Community College" mit etwa 25.300 Studenten.

Kliniken


- North Broward Medical Center
- Weitere Kliniken gibt es im etwa 6 km entfernten Fort Lauderdale wie das "Atlantik Shores Hospital", das "Holy Cross Hospital" und das "Imperial Point Medical Center".

Sport und Freizeit

Es gibt ein breites Angebot von verschiedenen Stadtparks sowie mehrere sportliche Einrichtungen, sowie Spielwiesen und Möglichkeiten zum Camping. An Sportmöglichkeiten werden Softball, Baseball, Football, Basketball, Soccer und Schwimmen angeboten.

Religion

In Pompano Beach gibt es derzeit 82 verschiedene Kirchen aus 18 unterschiedlichen Konfessionen. Unter den zu einer Konfession gehörenden Kirchen ist die Baptistengemeinde mit 21 Kirchen am stärksten vertreten. Weiterhin gibt es 9 zu keiner Konfession gehörende Kirchen (Stand: 2004).

Demografische Daten

Das durchschnittliche Einkommen eines Haushalts liegt bei 36.073 USD, das durchschnittliche Einkommen einer Familie bei 44.195 USD.
Männer haben ein durchschnittliches Einkommen von 31.162 USD gegenüber den Frauen mit durchschnittlich 26.870 USD. Das Pro-Kopf-Einkommen liegt bei 23.938 USD.
17,0 % der Einwohner und 13,1 % der Familien leben unterhalb der Armutsgrenze. 17,7 % der Einwohner sind unter 18 Jahre alt und auf 100 Frauen ab 18 Jahre und darüber kommen statistisch 96,2 Männer. (Stand: 2000). Das Durchschnittsalter beträgt 42 Jahre. (Stand: 2000).

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate hat einen Index von 469,9 Punkte. (Vergl. US-Landesdurchschnitt: 330,6 Punkte)
2002 gab es 5 Morde, 44 Vergewaltigungen, 242 Raubüberfälle, 493 tätliche Angriffe auf Personen, 653 Einbrüche, 2.285 Diebstähle und 456 Autodiebstähle. Kategorie:Ort in Florida

Florida

Florida ist ein Staat im Südosten der USA. Er ist bekannt als der Sunshine State (dt. Sonnenschein-Staat). "Florida" kommt aus dem Spanischen und bedeutet "voll von Blumen". Der Staat wurde von den spanischen Entdeckern während der Osterzeit entdeckt. Ostern auf Spanisch heißt Pascua Florida. Die Abkürzung für Florida lautet FL. Das Wappentier von Florida ist der Weißkopfseeadler. Die Hauptstadt des beliebten Ferienziels ist Tallahasse. Florida hat eine Inselkette die "Keys"(dt. Schlüssel).Die letzte Insel ist Key West,von wo man nur 90 Meilen nach Kuba braucht. Es ist dort auch der südlichste Punkt der USA.

Geschichte

Archäologische Funde lassen darauf schließen, dass Florida vor der Entdeckung durch die europäischen Siedler, schon seit mehreren tausend Jahren bewohnt war. Die Spanier entdeckten Florida 1513 und nahmen es für die spanische Krone in Anspruch. Teile von Florida wurden danach zwischenzeitlich von Spaniern, Briten und Amerikanern kontrolliert. 1763 musste Spanien nach Ende des Siebenjährigen Krieges Florida an Großbritannien abtreten. Im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, in dem Spanien auf Seiten Frankreichs gegen die Briten kämpfte, gewann es 1781 die Kontrolle über West-Florida zurück, im Frieden von Paris 1783 wurde Spanien ganz Florida wieder zugesprochen. 1819 trat Spanien Florida an die Vereinigten Staaten ab. Es wird als Notverkauf anzusehen sein, denn im englisch-amerikanischen Krieg von 1812 - 1814 hatten amerikanische Truppen das Land besetzt und es nach Kriegsende nicht mehr verlassen. Am 3. März 1845 wurde Florida der 27. Bundesstaat der USA. Heute ist Florida einer der bekanntesten Staaten Amerikas. nickname:ELSAK.

Geographie

Florida ist eine Halbinsel. An der Ostküste liegt der Atlantische Ozean, an der West- und an der Südküste der Golf von Mexiko. Im Norden liegen die US-Bundesstaaten Georgia und Alabama. Es liegt in der Nähe von Kuba, Haiti und anderen Ländern der Karibik.Nach Hawaii ist es der südlichste Staat der USA.

Bevölkerung

Florida hat 17.019.068 Einwohner (Stand: 2003), davon 65,4 % Weiße, 16,8 % Hispanics, 14,6 % Dunkelhäutige und Afro-Amerikaner, 1,7 % Asiaten, 0,3 % Indianer. Im Jahr 2000 betrug die Einwohnerzahl noch 15.982.378 und nimmt seitdem stetig zu. Es gibt 6.337.929 Haushalte und das Pro-Kopf-Einkommen betrug 2002 26.646 US-Dollar.

Politik

Florida hat ein Zwei-Kammern-System mit einem 40-köpfigen Senat und einem House mit 120 Mitgliedern. Der derzeitige (2003) Gouverneur von Florida ist der Republikaner Jeb Bush, Bruder des US-Präsidenten George W. Bush. Obwohl Florida traditionell eher den Demokraten zugewandt war, kam es durch den Bevölkerungszuwachs der letzten Jahre zu einem Umschwenken der politischen Meinung in Richtung der Republikaner. Momentan ist das Verhältnis Republikaner zu Demokraten etwa 1:1. Deshalb und wegen seiner großen Einwohnerzahl und der damit verbundenen Wahlmänner-Stimmen, wird Florida von Wahlforschern als ein entscheidender Staat für die Wahl zum Amerikanischen Präsidenten angesehen. In Miami konkurrieren die liberalen Demokraten mit den reichen Exil-Kubanern, die eher den Republikanern zugewandt sind. Tampa war früher das Zentrum der Demokratischen Partei, hat sich aber in den letzten Jahren zu einem Pro-Republikaner-Zentrum entwickelt.

Wirtschaft

Floridas Klima und die vielen Strände machen es zu einem interessanten Freizeitort für Urlauber aus aller Welt. Auch die diversen Vergnügungsparks wie Disneyland, Universal Studios/Island of Adventure und der Movie Park Movie Park in der Nähe von Orlando sind große Anziehungspunkte für Touristen. Daneben konzentriert sich die Wirtschaft auf den Anbau von Zitrusfrüchten (50% des Verbrauchs der USA) inkl. Saftproduktion, es gibt zahlreiche Banken und es wird Phosphat abgebaut.

Größte Städte

¹ Bildung der Stadt am 20. Februar 2003

Andere bekannte Orte


- Key West
- Panama City
- Everglades National Park
- Cap Canaveral
- Naples

Siehe auch


- Portal:Geographie
- Liste der Städte in Florida
- Liste der Kleinstädte und Dörfer in Florida
- Liste der Countys in Florida
- Liste der Gouverneure von Florida
Kategorie:US-Bundesstaat ja:フロリダ州 ko:플로리다 주 ms:Florida simple:Florida th:มลรัฐฟลอริดา

Coral Springs

Coral Springs ist eine Stadt im Broward County im US-Bundesstaat Florida, USA, die erst am 10. Juli 1963 gegründet wurde.

Geschichte

Vor der Gründung der Stadt im Jahr 1963 bestand das heutige Stadtgebiet aus weitläufiger, sumpfiger Wildnis im westlichen Broward County. Das Land wurde von seinem Eigentümer Henry "Bud" Lyons nach und nach trockengelegt und zum Bohnenanbau genutzt. Nach dessen Tod begannen seine Kinder damit, Viehwirtschaft zu betreiben und setzten die Trockenlegung fort, die durch ein weitverzweigtes Kanalsystem im Süden Floridas unterstützt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte der Süden Floridas einen gewaltigen Immobilienboom. In den späten 1950er Jahren wurde das Land im östlichen Broward County um Fort Lauderdale knapp. Immobilienfirmen suchten nach zusätzlich erschließbarem Land weiter westlich. Obwohl das Gebiet des jetzigen Coral Spring noch recht sumpfig war, passte es genau zu der Vision des Immobilienmaklers James Hunt von einer auf dem Reissbrett geplanten Stadt. Seine Firma Coral Ridge Properties kaufte für 1 Mio. $ 1,6 km² Land und baute dort drei hölzerne Hütten, in die vier Mitarbeiter einzogen. Damit waren im Staat Florida die Voraussetzungen erfüllt, offiziell als Gemeinde eingetragen zu werden. Die Registrierung erfolgte am 10. Juli 1963. Im Jahr 1964 wurde ein Projektplan für eine Stadt mit über 50.000 Einwohnern entwickelt, die aus kleinen nachbarschaftlichen Ansiedlungen (neighborhoods) im ganzen Stadtgebiet bestehen sollte. Bereits im Juli des Jahres konnten auf einer 536 Grundstücke in der geplanten Retortenstadt verkauft werden. Gleichzeitig wurde mit der Errichtung der Infrastruktur und öffentlicher Gebäude begonnen. In einer weiteren Verkaufsveranstaltung Anfang 1965 konnten weitere 1.000 Grundstücke verkauft werden. Hunts Coral Ridge Properties stellte die Stadtverwaltung. Der von der Firma eingesetzte City Manager behielt sein Amt bis 1974. Im Juli 1965 kamen die ersten 'richtigen' Bewohner nach Coral Springs. Mit dem Polizeichef und seinem Assistenten nahmen im selben Monat die ersten Stadtangestellten ihren Dienst auf. Zwei Jahre später hatte die Stadt einige hundert Einwohner, bis 1970 waren es nach offiziellen Angaben etwa 1.500. Inzwischen gab es Schulen, eine freiwillige Feuerwehr. In den 1970er Jahren wuchs die Stadt in einem gewaltigen Tempo. 1980 lebten bereits 37.500 Menschen hier, weitere 5 Jahre später wurde die 50.000er Grenze überschritten. Das Gesamtvermögen in Coral Springs überschritt 1983 die 1 Mrd. $ Marke. Das Wachstum hielt an: bis 1990 wuchs die Einwohnerzahl auf 82.000. Im Jahr 2000 waren es 116.000 mit einem Gesamtvermögen von über 4.7 Mrd. $.

Schulen


- Coral Park Elementary School
- Coral Springs Elementary School
- Country Hills Elementary School
- Eagle Ridge Elementary School
- Forest Hills Elementary School
- Hunt, James S. Elementary School
- Maplewood Elementary School
- Park Springs Elementary School
- Parkside Elementary School
- Ramblewood Elementary School
- Riverside Elementary School
- Westchester Elementary School
- Coral Springs Middle School
- Forest Glen Middle School
- Ramblewood Middle School
- Sawgrass Springs Middle School
- Coral Glades High School
- Coral Springs High School
- Taravella, J.P. High School

Kliniken


- Coral Springs Medical Center

Religion

In Coral Springs gibt es derzeit 31 verschiedene Kirchen aus 15 verschiedenen Konfessionen. Unter den zu einer Konfession gehörenden Kirchen ist die Baptistengemeinde mit 8 Kirchen am stärksten vertreten. Es gibt 7 zu keiner Konfession gehörende Kirchen (Stand: 2004).

Weblinks


- [http://www.coralsprings.org/ City of Coral Springs]
- [http://www.coralsprings.org/history/CityHistory.pdf Geschichte der Stadt] Kategorie:Ort in Florida

World Trade Center

Das World Trade Center // (deutsch Welthandelszentrum), kurz WTC, war ein 1973 vollendeter Gebäudekomplex im New Yorker Stadtteil Manhattan. Die markanten Zwillingstürme, die zeitweise die höchsten Gebäude der Erde waren, wurden am 11. September 2001 durch einen Terroranschlag zerstört. Dieser wird islamistischen Selbstmordattentätern der Al-Qaida zugeschrieben und führte zu weltweiter Empörung und Trauer, sowie zu weit reichenden geopolitischen Konsequenzen.

Übersicht

Das WTC wurde von dem amerikanischen Architekten Minoru Yamasaki entworfen und zwischen 1966 und 1973 gebaut. David Rockefeller war Chairman der Chase Manhattan Bank und unterstützte die Finanzierung der Twin Towers. Die Türme wurden David und Nelson (Rockefeller) genannt. Die Karl Koch Erecting Co. errichtete die Türme, die bei ihrer Vollendung 1973 die höchsten Gebäude der Erde darstellten, jedoch schon 1974 vom Sears Tower übertroffen wurden. Bestand das WTC eigentlich aus sieben Gebäuden, so ging die Faszination von den beiden Zwillingstürmen aus. Etwa 50.000 Menschen arbeiteten in diesen Gebäuden, hinzu kamen täglich 80.000 Besucher. Die Türme besaßen obendrein eine eigene Postleitzahl.

Konstruktion

Die Konstruktion des World Trade Center bestand aus Stahlstützen an den Fassadenebenen und im inneren Erschließungsbereich und Gitterträgerdecken. Als Notausgänge waren drei unabhängige Treppenhäuser im inneren Erschließungsbereich vorhanden. Der Gebäudekomplex bestand neben den beiden Türmen aus fünf weiteren Gebäuden (WTC1 bis WTC7) sowie einer unterirdischen Einkaufspassage, die Geschäfte und Restaurants beherbergte. Mehrere U-Bahn-Linien sowie eine Linie der PATH nach New Jersey waren im Untergeschoss untergebracht. Der Nordturm war 417 Meter hoch und hatte auf dem Dach eine Fernsehsendeantenne, welche die Gesamthöhe des Gebäudes auf 521 Meter steigen ließ. Der Südturm war 415 Meter hoch, hatte Grundabmessungen von 63,4 × 63,4 Meter und besaß die höchste Außenterrasse der Welt. Jeder der Türme stand auf 21 Meter tiefen Fundamenten und hatte eine vermietbare Bürofläche von über 400.000 m², die sich auf 110 Stockwerke verteilten. Ein Turm bestand aus drei Modulen, getrennt durch zwei so genannte Sky Lobbies in der 44. und 78. Etage. Hier musste man in die insgesamt 104 Fahrstühle umsteigen, um die gewünschte Etage des Moduls zu erreichen. Durchgehend fuhren die Aufzüge vom Erdgeschoss nur zu den Sky Lobbies und der Besucherterrasse des Südturms (WTC2) bzw. dem Restaurant im Nordturm (WTC1). Im 110. Geschoss des Nordturms war das Restaurant Windows on the World der Öffentlichkeit zugänglich, von dem man bis nach Queens, New Jersey, Brooklyn und den John-F.-Kennedy-Flughafen sehen konnte.

Terroranschläge

Der Gebäudekomplex war erstmals am 26. Februar 1993 Ziel eines Bombenanschlags islamistischer Terroristen. Damals hatten Terroristen einen gemieteten Ryder-Van auf der Ebene B2 der Tiefgarage des Nordturms des World Trade Centers abgestellt. In ihm hatten sich etwa 700 kg des Sprengstoffs TNT befunden sowie etliche Kanister mit Wasserstoff, welche die Wucht bei der Explosion des Fahrzeugs noch verstärken sollten. Die Explosion riss ein 30 Meter großes Loch in vier der sechs Untergeschosse (in Betonbauweise). Sieben Stockwerke wurden besonders schwer beschädigt, sechs davon unter der Erde. Dem Anschlag fielen sechs Menschen zum Opfer, über tausend weitere wurden verletzt. Daraus resultierte einer der größten Rettungseinsätze in der Stadt New York, wobei etwa 45 % des diensthabenden Personals der Feuerwehr zu diesem Schadensereignis gerufen wurden. Sechs islamistische Terroristen wurden 1997 bzw. 1998 dieses