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Goodyear Tire & Rubber Company

Goodyear Tire & Rubber Company

Die Goodyear Tire & Rubber Company ist ein US-amerikanischer Reifenkonzern.

Firmengeschichte

Beginn in Ohio

Gegründet wurde die Goodyear Tire & Rubber Company von den beiden deutschstämmigen Brüdern Frank und Charles Seiberling. Im Jahr 1898 kaufte der 38-jährige Frank Seiberling, eines von neun Kindern eines Erfinders und mehrfachen Patentbesitzers, in Akron im Bundesstaat Ohio eine stillgelegte Fabrik. Bald darauf stieg sein Bruder Charles in das Unternehmen ein. Sie entschieden sich zur Produktion von Kautschuk und benannten ihr Unternehmen nach dem Entdecker der Vulkanisation und Begründer der modernen Gummindustrie, dem amerikanischen Erfinder Charles Goodyear. Zu den ersten Produkten, die die anfangs 13 Mitarbeiter der Goodyear Tire & Rubber Company herstellten, zählten Gummierzeugnisse wie Löschschläuche, Pokerchips oder Hufeisenunterlagen und Reifen für Fahrräder oder Kutschen.

Vorrangstellung mit Reifen

Zu Anfang des letzten Jahrhunderts verbreiteten sich Automobile zunehmend. 1901 produzierte Goodyear die ersten Autoreifen und bereifte den Rennwagen des jungen Henry Ford. Die schon bald über 600 Mitarbeiter mussten unruhige geschäftliche Zeiten überstehen, aber Innovationen wie neuartige Universalfelgen oder eine Reifenfertigungsmaschine im Jahr 1904 ließen Goodyear die Schwierigkeiten überstehen. 1908 wurde das berühmte Model T von Ford mit Goodyear-Reifen ausgestattet; in Europa wurden die Daimler-Fahrzeuge bereift. Ab 1909 fertigte das Unternehmen außerdem Flugzeugreifen an. Im Jahr 1916 wurde Goodyear der größte Reifenhersteller weltweit – und verteidigte diese Position bis 1990. Ebenfalls 1916 begann der Konzern, Rennreifen für den Motorsport zu entwickeln. 1919 fuhren alle Sieger der wichtigsten Automobilrennen der USA mit ihnen. Nach einer langen Pause nahm Goodyear in der 50er-Jahren das Engagement für den Rennsport wieder auf und produzierte jährlich mehrere hunderttausend Reifen für Rennen in allen Motorsportklassen weltweit. Bis 1998 war das Unternehmen auch in der Formel 1 Reifenpartner von Teams wie Williams, Ferrari, Benetton oder Jordan.

Marken

Zu Goodyear gehörende Marken sind: Dunlop, Pneumant, Fulda, Kelly-Springfield, South Pacific, Sava, Debica und Falken.

Internationales Großunternehmen

Die Rezession in den frühen 20er-Jahren machte auch Goodyear zu schaffen, und die Brüder Seiberling mussten ihr Unternehmen zugunsten neuer Führungskräfte verlassen. Wie auch nach der Weltwirtschaftskrise von 1929 erholte sich Goodyear jedoch und wurde 1926 der weltweit führende Kautschukproduzent. Das Unternehmen konzentrierte sich bald auf den globalen Absatzmarkt. 1910 wurde das erste Fertigungswerk außerhalb der USA, in Kanada, gebaut, ab 1912 Vertriebsniederlassungen und Fabriken in zahlreichen europäischen Ländern und in Australien, Südafrika und Südamerika gegründet. 1927 eröffnete das erste europäische Reifenwerk des Unternehmens in England. In den 30er-Jahren war aus der Reifen- und Gummifabrik der Brüder Seiberling ein multinationaler Großkonzern geworden: 1939 etwa besaß Goodyear sieben Fabriken und Baumwoll- und Kautschukplantagen, 18 Tochtergesellschaften und 37 Niederlassungen außerhalb der USA, 18.000 der 46.000 Mitarbeiter waren im Ausland beschäftigt. 1957 waren es 30 Werke in 23 Ländern.

Expansion in Europa

Als in den 1950er-Jahren die Massenmotorisierung begann, expandierte Goodyear auch auf dem wichtigen europäischen Wachstumsmarkt weiter. 1954 wurde die Deutsche Goodyear GmbH gegründet, die 1961 die Gummiwerke Fulda aufkaufte. Fünf Jahre später wurden die Grundsteine des Reifenwerks in Philippsburg gelegt. Es wurde das größte Werk außerhalb der USA. 1957 gründete die Goodyear Company ein Technisches Zentrum in Luxemburg, um Reifen zu entwickeln, die den Bedürfnissen der europäischen Autofahrer entsprechen.

Andere Geschäftsfelder

Das Unternehmen stellte nicht nur Reifen her: Weltberühmt sind auch die Goodyear-Blimps, wobei der Großteil der produzierten Luftschiffe für die US-Marine gebaut wurde. Goodyear trug entscheidend zur Entwicklung von synthetischem Kautschuk bei. Während des Zweiten Weltkriegs produzierte das Unternehmen Flugzeuge. In den 50ern baute man Luftschiffe für die US Navy, 1969 und 1971 wurden Produkte für die Apollo-Mondmissionen geliefert (Bremsen, Schwimmkissen, Reifen für ein Transportfahrzeug).

Höhen und Tiefen

1976 wurde Goodyear Marktführer in Sachen Radialreifen, die sich in den 70ern zunehmend durchgesetzt hatten. In den 80er-Jahren nahm die Globalisierung in der Reifenindustrie zu, die Hauptkonkurrenten von Goodyear waren Michelin und Bridgestone. 1986 geriet der Konzern in Schwierigkeiten, als der britische Milliardär Sir Goldsmith eine feindliche Übernahme plante. Diese konnte nach langem Kampf verhindert werden, doch Goodyear war zu Umstrukturierungen gezwungen und musste sich von einzelnen Unternehmensbereichen wie der Luft- und Raumfahrt trennen. In den 90er-Jahren erlebte das Unternehmen wieder einen Aufschwung. Der Konzern expandiert seitdem weiter, z.B. nach Osteuropa und 1993 nach China. Goodyear unterhält über 90 Werke in 27 Ländern und beschäftigt durch ein Joint Venture mit Dunlop mehr als 100.000 Mitarbeiter. Produziert werden weltweit in verschiedenen Produktreihen auch Golf- und Tennisbälle, Schuhe, Farben oder Spielzeug – neben den obligatorischen Reifen wie dem so genannten EMT (Extended Mobility Technology), einem pannensicheren Reifen, oder Ganzjahresreifen.

Weblinks


- [http://www.goodyear.de goodyear.de] - Offiziell deutsche Website von Goodyear.
- [http://www.bics.be.schule.de/son/verkehr/presse/1999_2/v3692_09.htm VDI-Nachrichten] - Von Kautschuk-Tränen zum Hochleistungsreifen, 100 Jahre Goodyear. Kategorie:Automobilzulieferer Kategorie:Unternehmen (USA) Kategorie:Bereifung ja:グッドイヤー

Reifen

Der Begriff Reifen bezeichnet #den auf der Felge eines Rades liegenden Reifen, siehe auch #
- Autoreifen #
- Motorradreifen #
- Fahrradreifen #
- Elastikreifen (Vollgummireifen) #
- Eisenbahnrad #ein kreisförmiges (Metall)band zum Zusammenhalten von Fässern, einen Ring #ein Kinderspielzeug und ein in der Gymnastik ringförmiges Sportgerät;siehe Reifen (Spielzeug) (z.B. Hula-Hoop-Reifen) #kurz einen ring- oder halbringförmigen Schmuck (Armreif, Haarreifen (Reif) #den Prozess des Heranreifens, siehe Reifung Kategorie:Bereifung

Akron (Ohio)

Akron (griechisch für „hoch“) ist eine Stadt in Ohio, USA. Sie liegt 50 km südlich von Cleveland. Nach der Statistik von 2004 ist sie die fünftgrößte Stadt des Staates mit einer Einwohnerzahl von 212.000. Akron ist zugleich der Sitz von Summit County. Die Anonymen Alkoholiker wurden im Sommer 1935 in Akron gegründet. Akron war Bauwerft vieler amerikanischer Luftschiffe. Siehe Goodyear (Luftschiff) Akron ist Partnerstadt von Chemnitz.

Sehenswürdigkeiten


- Akron Art Museum

Söhne und Töchter der Stadt


- Sid Avery, US-amerikanischer Fotograf
- Alexander Butterfield, Schlüsselfigur im Watergate-Skandal
- David Allan Coe, US-Amerikanischer Country-Musiker
- John Dean, Rechtsberater von Richard Nixon
- Rita Dove, US-amerikanische Dichterin und Schriftstellerin
- Chrissie Hynde, Rockgitarristin und –sängerin
- James Ingram, US-amerikanischer Soulmusiker, Songwriter und Produzent
- LeBron James, US-amerikanischer Basketballspieler
- Jim Jarmusch, US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler und Filmproduzent
- Melina Kanakaredes, griechisch-amerikanische Schauspielerin
- Mark Mothersbaugh, US-amerikanischer Musiker, Komponist und Sänger
- Jaroslav Pelikan, Spezialist für Theologiegeschichte und Geistesgeschichte des Mittelalters
- Robert Quine, US-amerikanischer Musiker und Gitarrist
- Willard Van Orman Quine, US-amerikanischer Philosoph und Logiker
- Harry Reynolds, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- Sydne Rome, US-amerikanische Schauspielerin
- Richard E. Smalley, US-amerikanischer Chemiker und Nobelpreisträger
- Nate Thurmond, ehemaliger US-amerikanischer Basketballspieler

nach Akron benannte Dinge


- ZRS-4 "USS Akron" - amerikanisches Starrluftschiff (1931-33) Kategorie:Ort in Ohio ja:アクロン (オハイオ州) ko:애크런 (오하이오 주)

Kautschuk

Kautschuk (indian. cao = Baum und ochu = Träne) ist ein Sammelbegriff für elastische Polymere, aus denen Gummi hergestellt wird. Neben Naturkautschuk wurden in den letzten hundert Jahren ein Reihe von Synthesekautschuken entwickelt. Naturkautschuk besteht aus polymerisiertem Isopren von extrem einheitlicher Struktur (cis-1,4-Gehalt > 99%); sein mittleres Molekulargewicht ist außerordentlich hoch (etwa 2 Millionen). Der Rohstoff für Naturkautschuk ist Latex (in Verbindung mit Essigsäure), Milchsaft verschiedener tropischer Pflanzen, vor allem des Kautschukbaumes (Hevea brasiliensis), der in der Amazonasregion beheimatet ist. Die natürlichen Kautschukvorkommen in der Amazonasregion und die wachsende Nachfrage aufgrund neuer industrieller Anwendungen, vor allem nach der Erfindung des Verfahrens der Vulkanisation im Jahre 1839 durch Charles Goodyear, führten in der Amazonasregion zu einem Kautschukboom, der die Städte Manaus und Belém zu den damals reichsten Regionen Brasiliens machte. Belém). Alle drei Tage muss der Baum neu angeschnitten werden]]Belém1876 sammelte der Engländer Henry Wickham rund 70.000 Kautschuksamen und schmuggelte sie zunächst nach England. Daraus wurden in den asiatischen britischen Kolonien Kautschuk-Plantagen eingerichtet. Alle Versuche, Kautschukbäume in der Amazonasregion zu domestizieren (z. B. durch Henry Ford im heutigen Fordlândia im Westen der Provinz Pará) blieben wegen starkem Befall durch den Pilz Microcyclus ulei unergiebig. Kautschuk kann hier weiterhin nur aufwändig als Sammlerprodukt gewonnen werden (Extraktivismus). Diese ökologisch einwandfreie, nachhaltige Bewirtschaftung bietet vielen Einheimischen eine selbständige, auskömmliche Existenz.

Weltproduktion

nachhaltige Die fünf wichtigsten Produzentenländer von Naturkautschuk sind heute Thailand, Indonesien, Malaysia, Vietnam und die Volksrepublik China. Daneben die größten afrikanischen Produzenten Elfenbeinküste und Nigeria. Die Weltproduktion beläuft sich auf jährlich 7,6 Mio. t (Trockengewicht, 2003), wovon 80 % exportiert werden. Hauptabnehmer sind die USA, Japan, China, Deutschland und Frankreich. Naturkautschuk NR kann als alleiniges Polymer oder in Mischungen mit Synthesekautschuken wie SBR verwendet werden. Seine Eigenschaften sind hohe Elastizität, Kälteflexibilität und Zugfestigkeit. Daher findet man Naturkautschuk in LKW- und PKW-Reifen, Motorlagern, diversen Gummi/Metall-Verbindungen und Latexartikeln (Handschuhe, Kondome, PET Flaschen).

Siehe auch:

Nutzpflanzen, BUNA-Werke, Olefinverbund

Weblinks


- [http://www.dradio.de/dlr/sendungen/kalender/278130/ Vor 75 Jahren Patent auf synthet. Kautschuk (DeutschlandRadio Berlin 21.6.2004)]
- [http://www.zdf.de/ZDFmt/mediathek/ZDFmt_video_cont/0,3498,MT-2203485--MD-1000051-hi--19,00.html ZDF-Video: Die Arbeit der Tapper auf Sumatras Kautschukplantagen]
- [http://www.koepfedeskautschuk.de/index.html Köpfe des Kautschuk - Persönlichkeiten der Branche] Kategorie:Organischer Werkstoff Kategorie:Kunststoff ja:ゴム

Charles Goodyear

Charles Nelson Goodyear (
- 29. Dezember 1800 in New Haven, Connecticut; † 1. Juli 1860 in New York) war ein US-amerikanischer Chemiker und Erfinder. Goodyear führte die Vulkanisation des Kautschuks ein und schuf damit die Grundlagen für die heutige Kautschukindustrie. Er ist der Erfinder des Hartgummis. Charles Goodyear wurde als erstes von sechs Kindern von Amasa und Cynthia Goodyear geboren. Mit 17 Jahren erhielt er eine Anstellung in dem großen Handelshaus Rogers Brothers in Philadelphia. 1821 ging er jedoch in seine Heimatstadt zurück und wurde Geschäftspartner im Unternehmen seines Vaters, einem Landmaschinen-Hersteller. 1824 heiratete Charles Goodyear die ebenfalls in New Haven lebende Clarissa Beecher. Zwei Jahre später eröffnete er in Philadelphia ein Einzelhandelsgeschäft für Eisenwaren, in dem er die Produkte seines Vaters verkaufte. Goodyear experimentierte wie viele andere Tüftler und Unternehmer seiner Zeit mit Kautschuk. Er war fest davon überzeugt, dass seine Experimente von geschäftlichem Erfolg gekrönt sein würden. Sein erstes Werk zur Produktion wasserfester Gummi-Artikel gründete Charles Goodyear 1833 in Roxbury, Massachusetts. Doch der Kautschuk erwies sich bei Hitze als weich und klebrig, bei Kälte als brüchig. Goodyear, in Sachen Chemie Autodidakt, suchte nach einer Methode, ihn unempfindlich gegenüber extremen Temperaturen zu machen. Nachdem er dem Kautschuk die verschiedensten Materialien und Chemikalien hinzugefügt hatte, kam er 1839 durch einen berühmten „wissenschaftlichen Zufall“ zu einer Lösung: Eine Schwefel-Kautschuk-Mischung fiel auf eine heiße Herdplatte, und das Ergebnis war eine trockene und dauerhaft elastische Substanz. Der mit Schwefel vermischte Kautschuk verwandelte sich bei Erhitzung in einen neuen Stoff, in Gummi. Damit hatte Goodyear die Vulkanisation entdeckt. Goodyear gründete eine Firma zur Entwicklung von Gummihandschuhen und produzierte in der Goldgräberzeit nachgefragte Produkte wie zum Beispiel Zelte. 1844 wurde ihm das Patent Nr. 3633 zum Vulkanisieren von Gummi erteilt. Um die Urheberschaft an der Erfindung entbrannte anschließend ein erbitterter Kampf zwischen Goodyear und seinem Konkurrenten Day, der in einem der bekanntesten Gerichtsprozesse des 19. Jahrhunderts mündete. Ein weiterer Fortschritt gelang Goodyear mit der Fabrikation von Hartgummi um 1850. Im Jahre 1851 wurde Goodyear zur ersten Weltausstellung nach London eingeladen und stellte dort Möbel und Haushaltsgegenstände aus Gummi vor. Goodyear investierte 50.000 Dollar in eine Neuausstellung in Paris, zu der Napoleon III. kam, und auf der ihm als Auszeichnung für den Ehrenpavillon (mit Gummivorhängen) und ein weiteres Objekt das Kreuz der französischen Ehrenlegion verliehen wurde. Charles Goodyears Gesundheitszustand verschlechterte sich durch den jahrelangen Umgang mit Bleioxid, während er in zwei Bänden die Erfahrungen seines Lebens festhielt, von denen 12 Exemplare gedruckt wurden. Im Jahre 1860, sechs Monate vor seinem 60. Geburtstag, verstarb Goodyear. 38 Jahre nach dem Tod Charles Goodyears gründeten zwei deutsche Einwanderer eine Firma mit dem Namen Goodyear Tire & Rubber Company, um Reifen herzustellen. Der Name wurde ihm zum Gedenken gewählt. Als Geschäftsmann war er wenig erfolgreich gewesen. Trotz der vor allem für die spätere Autoindustrie bedeutsamen Patente blieb Goodyear, der mehrmals zu Haftstrafen verurteilt wurde, weil er seine Schulden nicht zurückzahlen konnte, bis zu seinem Tod mittellos. Eine Zeitung schrieb einmal über Goodyear: "Wenn ihr einen Mann seht, in Schuhen, mit Mantel und Hut aus Kautschuk, aber ohne einen Cent in der Tasche, dann habt ihr Charles Goodyear vor euch."

Siehe auch


- Goodyear (Begriffsklärung)

Weblinks


- http://did.mat.uni-bayreuth.de/~gsh/projects/fahrrad/goodyear.htm
- http://www.goodyear.de/company/information/charles_goodyear.html Goodyear, Charles Goodyear, Charles Goodyear, Charles Goodyear, Charles Goodyear, Charles ja:チャールズ・グッドイヤー

Autoreifen

Der Autoreifen (schweiz. Pneu) bildet mit der Autofelge das Rad des Autos. Autos]

Reifenarten nach Einsatzzweck

Als Bindeglied zwischen Fahrzeug und Fahrbahn hängt die Wahl des Reifens wesentlich von der Beschaffenheit des Untergrundes ab. In Mitteleuropa fahren Autos zumeist auf asphaltierten Straßen, mit einer Oberflächentemperatur zwischen -15° C bis und 60° C. Die Straßen können trocken, feucht, nass oder mit mehreren Millimetern Wasser bedeckt sein. Im Winter kann zusätzlich Neuschnee, festgefahrener oder Eis auftreten. Theoretisch gäbe es für jede Situation einen anderen optimalen Reifen. Um unter den Randbedingungen Produktionskosten und Lebensdauer ein möglichst breites Spektrum abzudecken werden die folgenden Reifenarten unterschieden.

Sommerreifen

Sommerreifen sind für Straßenverhältnisse ohne Schnee und Eis ausgelegt. Sie verfügen über eine Gummimischung, die auch bei hohen Temperaturen nicht zu weich wird und eine hohe mögliche Geschwindigkeit garantieren. Ihr Profil sorgt dafür, dass auch auf nassen Fahrbahnen durch Abtransport von Wasser durch die Profilrinnen beim Abrollen des Reifens ein Kontakt zwischen Gummi und Asphalt hergestellt und somit die Verzahnung mit der Fahrbahn ermöglicht werden kann. Ebenfalls kann dadurch Aquaplaning bis zu einer gewissen Geschwindigkeit vermieden werden.

Winterreifen (M&S - Reifen)

Winterreifen sind für niedrige Temperaturen und winterliche Straßenverhältnisse ausgelegt. Sie verfügen über eine kälteresistente Gummimischung, die bei Minustemperaturen weniger verhärtet und damit eine Verzahnung mit dem Untergrund (Kraftübertragung) ermöglicht und sind als solche mit dem M&S-Symbol (engl.: Mud and Snow, dt.: Matsch und Schnee) und einer stilisierten Schneeflocke gekennzeichnet. Im Unterschied zu Sommerreifen sind sie nicht nur mit einem einfachen Profil, sondern zusätzlich mit Lamellen ausgestattet, die eine Verzahnung mit losem Untergrund beispielsweise Schnee ermöglicht. Die Winterprofile nähern sich optisch immer mehr den Sommerprofilen an. Deshalb sind Winterreifen heute auch komfortabel und laufruhig. Bei der Profilentwicklung wird auf möglichst zahlreiche Greifkanten geachtet, das sind Rillen und Einschnitte in den Profilblöcken. Hinzu kommen die bereits erwähnten Lamellen, kleine Einschnitte, die sich beim Abrollen des Reifens öffnen und so im Schnee zusätzlich für Traktion (Kraftübertragung) sorgen. Je nach Außentemperatur sollen Winterreifen im Gegensatz zu Sommerreifen mit 0,2 bar bis 0,3 bar mehr Luftdruck als vom Fahrzeughersteller angegeben gefahren werden. Dies begründet sich mit der weicheren Gummimischung und dem Effekt, dass mehr Luftdruck für eine zusätzliche Unterstützung der Karkasse sorgt. Die von der Reifenindustrie aufgestellte Regel, Winterreifen sollten bereits bei dauerhaften Temperaturen unterhalb von ca. 7 °C montiert werden, da sie hier auch bei trockener Fahrbahn durch die spezielle Gummimischung angeblich deutlich bessere Hafteigenschaften als Sommerreifen besitzen, ist durch unabhängige Tests widerlegt worden. Sommerreifen bieten auch bei Temperaturen unter 7°C noch deutlich bessere Bremseigenschaften und kürzere Bremswege als vergleichbare Winterreifen, solange die Strecke nicht mit Schnee oder Eis bedeckt ist. Bei leichtem Regen sind die Eigenschaften von Winter- und Sommerreifen bei niedrigen Plusgraden vergleichbar, bei starkem Regen sind Winterreifen jedoch überlegen. Bei Glatteis oder geschlossener Schneedecke ist der Bremsweg von Sommerreifen dreimal länger als der von Winterreifen. Anders als bei Sommerreifen, ist es bei Winterreifen auch erlaubt, abweichend von den einzuhaltenden Angaben des Fahrzeugscheines, Reifen mit niedrigerem Geschwindigkeitsindex einzusetzen. Dabei ist wieder die M&S-Kennzeichnung ausschlaggebend, die übrigens auch Ganzjahresreifen aufweisen können. In diesem Fall ist ein Aufkleber mit dem Aufdruck "XXX km/h" im Sichtbereich des Fahrers anzubringen. Diese Geschwindigkeitsgrenze muss beachtet werden, da ein Reifen bei höherer Geschwindigkeit platzen kann. Inzwischen werden Winterreifen auch mit dem Geschwindigkeitssymbol V (bis 240 km/h), vereinzelt auch mit dem Speed-Index W (bis 270 km/h) angeboten, und in fast allen Sommerreifen-Größen. Es sind damit kaum mehr Einschränkungen mit der Montage von Winterreifen verbunden. Auf schneefreien und trockenen Strecken, bei höheren Temperaturen vor allem ist allerdings mit stärkerem Abrieb von Winterreifen zu rechnen. Der ADAC empfiehlt, Winterreifen die älter als 6 Jahre sind zu ersetzen, da im Laufe der Zeit die Gummimischung verhärtet und die Hafteigenschaften der Reifen dann deutlich nachlassen, selbst wenn die Profiltiefe noch ausreichend ist. Eine besonders für Eis wirksame Technik ist die Verwendung von Spikes. Das sind Stahlstifte, die auf dafür ausgelegten Reifen angebracht werden können. Da Spikes die Fahrbahn erheblich abnutzen, sind sie in vielen Teilen Europas nur eingeschränkt oder gar nicht zulässig.

Ganzjahresreifen

Ganzjahresreifen sind gleichermaßen für den Gebrauch im Sommer, als auch im Winter geeignet. Sie stellen somit ein Mittel zwischen Sommerreifen und Winterreifen dar, was den Vorteil hat, dass der Fahrzeughalter zur entsprechenden Jahreszeit keinen Reifenwechsel vornehmen muss und die entsprechenden Kosten für einen weiteren Satz Reifen spart. Sie werden vor allem in Ländern, in denen geringe Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten bestehen (zum Beispiel Großbritannien), gefahren, während sie zum Beispiel in den Alpenländern eine geringere Verbreitung finden. Es ist jedoch davor zu warnen, die Fahreigenschaften dieser Reifenart zu überschätzen, da die Haftung bei Schnee und Eis nicht an die Eigenschaften echter Winterreifen herankommt. Im Sommer sind ein höherer Abrieb von Ganzjahresreifen und ein größerer Kraftstoffverbrauch zu erwarten.

Reifenarten nach Bauart

Radialreifen

Radialreifen (X-Technologie) wurden 1948 von Michelin entwickelt und eingeführt, auf Anregung von Citroën, welche eine höhere Lebensdauer der bis dahin üblichen Diagonalreifen erreichen wollten. Das Ziel wurde erreicht: schon die ersten Radialreifen hielten mehr als doppelt so lange wie die Diagonalreifen. Das Prinzip der Radialreifen beruht auf einer klaren Trennung der Funktionen im Reifenunterbau - radial angeordnete Karkasslagen für besseres Einfedern und stabilisierende Gürtellagen unter der Lauffläche. Innerhalb der Karkasse liegen die gummierten Cordfäden in einer oder mehreren Lagen radial, also im rechten Winkel zur Laufrichtung. Der Effekt ist - zusätzlich zur höheren Laufleistung - eine erhebliche Verbesserung gegenüber den Diagonalreifen in Bezug auf Haftung bei Nässe und in Kurven sowie Laufeigenschaften.

Diagonalreifen

Diagonalreifen waren in der Frühzeit des Automobils üblich. Sie weisen mehrere schräg überkreuzte Karkasslagen auf. Heute sind sie normalerweise nur noch im landwirtschaftlichen Bereich, bei Oldtimern und bei älteren Motorrädern üblich. Auch im Offroad - Bereich werden sie teilweise noch eingesetzt, weil sie aufgrund der (im Straßenbetrieb unerwünschten) starken Beweglichkeit der Lauffläche gegenüber den Radialreifen den Vorteil einer besseren Selbstreinigung im Schlamm und einer besseren Anpassung an unebene Untergründe bieten.

Reifenaufbau


- Laufstreifen/Lauffläche: Dieser stellt die Verbindung zur Fahrbahn her. Der Laufstreifen enthält das Profildesign (Profilblöcke und -rillen) sowie Lamellen, die je nach Sommer- oder Winterreifen verschieden ausgebaut sind.
- Seitenwand: Diese stellt den äußeren Schutz der Karkasse dar
- Karkasse: Sie stellt den tragenden Unterbau (Gerüst) eines Reifens dar. Die Karkasse ist der entscheidende Festigkeitsträger eines Reifens und wird durch Gürtel und Laufstreifen komplettiert. Sie besteht aus einer oder zwei Gewebeschichten, die in Gummi eingebettet sind. Das Gewebe besteht aus Kunstfasern, Kunstseide (Rayon) und in Radialreifen auch aus Stahlcorden. Die Karkasse wird durch den Innendruck gespannt, verleiht dem Reifen Zusammenhalt.
- Wulst: Er sorgt für die feste Verbindung zwischen Reifen und Felge und besteht aus Stahldrähten sowie aus der Wulstzehe und Wulstferse
- Innenschicht: ((Inner-)Liner) Diese aus einer besonderen Gummimischung hergestellte Schicht sorgt dafür, dass die Luft nicht nach außen diffundiert

Herstellung

Die einzelnen Reifenbauteile werden in Lagen vorgefertigt. Dies erfolgt meist mit speziellen Spritzmaschinen oder wenn die Lagen auch Gewebe oder Stahlcord enthalten mit s.g. Kalandern. Anschließend werden diese Lagen vom Reifenkern beginnend an eine Wickelmaschine nacheinander aufgebracht. Als letztes wird die Laufflächenmischung aufgebracht und der Reifenrohling (green tire) wird im letzten Schritt in einer Form vulkanisiert. Die Vulkanisationsdauer und Temperatur (bei PKW Reifen 150-160°C) hängt von der Größe und Dicke des Reifen ab. In diesem letzten Schritt erhält der Reifen das Profil, welches als Negativ in der Form eingearbeitet ist.

Runderneuerte Reifen

Die Alternative zu einem neuen Reifen ist ein runderneuerter Reifen. Dazu wird bei einem abgefahrenen Reifen die alte Lauffläche maschinell abgeraut (oder mit Messern abgeschält), eine neue Lauffläche aufgelegt und anschließend vulkanisiert. Diese Methode ist in der Herstellung bis zu einem Drittel billiger, als die für einen Neureifen. Heutzutage werden dabei zwei Verfahren angewendet: die Kaltrunderneuerung und die Heißrunderneuerung. Entgegen häufiger Auffassung haben runderneuerte Reifen im Allgemeinen keinen erhöhten Rollwiderstand mehr gegenüber Neureifen. Weiterentwickelte und auch neue Technologien bei der Herstellung und Verarbeitung der neuen Laufflächen sind der Grund dafür. Im PKW-Bereich spielen runderneuerte Reifen in Deutschland aus Kostengründen eine eher untergeordnete Rolle. LKW-Reifen werden hingegen so oft runderneuert wie sie keine Vorschäden haben und die Karkasse ein weiteres Reifenleben garantiert. Auch runderneuerte Reifen müssen über eine EWG-Zulassung verfügen und entsprechend gekennzeichnet sein.

Reifenbezeichnung/markierung

Ein Autoreifen wird durch folgende Angaben bestimmt:

- Reifenbreite
- Verhältnis von Flankenhöhe zur (nominalen) Reifenbreite (nicht zur Laufflächenbreite) in Prozent
- Bauweise der Karkasse (Diagonal- oder Radialreifen)
- Felgendurchmesser in Zoll
- Tragfähigkeitsindex
- Geschwindigkeitsindex
- Zusätzliche Bezeichnungen Alle Daten sind auf dem Autoreifen seitlich ersichtlich. Die Art und Weise der Beschriftung wird durch die ECE 30 (siehe Weblinks) geregelt. So bedeutet die Aufschrift 185/65 R 15 85 H folgendes: :185 bedeutet: Die Lauffläche des Autoreifens ist 185 mm breit :65 gibt das prozentuale Verhältnis von Flankenhöhe zu Reifenbreite an; in unserem Beispiel beträgt die Flankenhöhe 120 mm. :R kennzeichnet die radiale Bauweise der Reifenkarkasse. :- kennzeichnet die diagonale Bauweise der Reifenkarkasse. :15 gibt den notwendigen Felgendurchmesser für diesen Reifen in Zoll an. :85 ist der Tragfähigkeitsindex, in diesem Beispiel 515 kg. :H ist der Geschwindigkeitsindex und gibt die max. erlaubte Geschwindigkeit an. Hier 210 km/h. Diese Angaben müssen in Deutschland mit den Daten in den Kfz-Papieren übereinstimmen. Wichtig ist vor allem der Geschwindigkeits- oder Speed-Index, die Liste reicht von A bis W. Hier die meist gebräuchlichen (mit der zulässigen Maximalgeschwindigkeit des Reifens): :Q = 160 km/h, :R = 170 km/h, :S = 180 km/h, :T = 190 km/h, :U = 200 km/h, :H = 210 km/h, :V = 240 km/h, :W = 270 km/h, :Y = 300 km/h. Das Kürzel ZR gilt generell für Reifen über 240 km/h und ist oft noch mit einem Zusatz versehen. Beispiel: 225/45 ZR 17 Y. Des Weiteren findet man am Ende des Schriftzuges bei Reifen für den Winter- oder Schlechtwegeeinsatz die Abkürzung M&S (für Matsch & Schnee, aus dem Englischen "mud and snow"); bei Spikereifen ist noch ein E hinter dem S zu finden. Zusätzliche Bezeichnungen ;E4: Reifen nach ECE-Regelungen genehmigt, 4 = Genehmigungsland (Beispiel) ;030908: Genehmigungsnummer des Reifens ;e13: Reifen nach ECE-Geraeusch-Regelung genehmigt, 13 = Genehmigungsland (Beispiel) ;DOT-Nummer: verschlüsselter Herstellercode; zeigt außerdem an, dass der Reifen den amerikanischen DOT (Department Of Transportation) Anforderungen entspricht; die vier letzten Ziffern nennen das Produktionsdatum (z.B. DOT xxxx 3204 = 32. Woche 2004) ;Tubeless: (TL) schlauchlos ;Tubetype: (TT) Schlauchausführung ;Made in: Herstellungsland ;C (commercial): Leicht-LKW-Reifen (z.B. 185 R14 C) ;CP : Reifen zum Einsatz auf Motorwohnwagen ;B: Gürtelreifen mit Diagonalkarkasse für Motorräder (z. B. 150/70 B 17 69 H) ;M+S: Matsch + Schnee-Reifen, Winterreifen ;SFI: Abk. für "side facing inwards" Innenseite bei asymmetrischen Reifen ;SFO: Abk. für "side facing outwards" Außenseite bei asymmetrischen Reifen ;TWI: Profilabnutzungsanzeige in Hauptprofilrillen (TreadWearIndicator) ;XL extra load: Schwerlastreifen ;R oder rf: reinforced (engl.) Bezeichnung für Reifen mit verstärkter Karkasse und damit erhöhter Tragfähigkeit - vor allem für Transporter ;Regroovable: Nachschneidbar (LKW-Reifen)

Sonstiges

Laufrichtung

Reifenprofile werden heute in der Regel so konstruiert, dass sie in vorgeschriebener Laufrichtung abrollen müssen. Bei Reifen mit laufrichtungsgebundenem Profil gibt es auf der Seitenwand meist einen Pfeil oder einen Hinweis, der die vorgeschriebene Drehrichtung angibt. Das bewährt sich immer öfter und bringt Vorteile bei den Reifenleistungen (Geräuschentwicklung, Nässe-Eigenschaften) sowie bei der Kraftübertragung auf Schnee und Eis.

Kraftstoffverbrauch

Die Fahrzeughersteller schreiben für jeden Fahrzeugtyp genau den Reifendruck vor. Er beeinflusst das gesamte Fahrverhalten und damit die Fahrsicherheit sowie den Kraftstoffverbrauch und die Reifenlebensdauer. Er ist meist unterschiedlich, je nach Belastung für das leere oder voll beladene Fahrzeug. Diese Informationen sind im Handbuch oder meist auf einem Aufkleber in der Tür, im Handschuhfach- oder im Tankdeckel ersichtlich. Bei der Drucküberprüfung - nur bei kalten Reifen - soll man auch den Druck des Reserverades nicht vergessen. Durch Erhöhung des Luftdruckes von zum Beispiel 0,4 bar über den angegebenen Wert des Herstellers erreicht man einen etwas niedrigeren Rollwiderstand, der sich in geringfügig niedrigerem Kraftstoffverbrauch zeigt, jedoch auch ein geringeres Eigendämpfverhalten des Reifens, also einen kleinen Fahrkomfortverlust. Weiterhin muß man kein Sicherheitsrisiko und praktisch keinen Mehrverschleiss des Reifens befürchten, abgesehen von der Mitte der Lauffläche, wo das Profil dann schneller zur Neige geht als an den Rändern. Bei allen Weltrekordfahrten für den niedrigsten Treibstoffverbrauch bzw. die längsten erreichten Wegstrecken mit einer Tankfüllung wird seit Jahrzehnten immer mit einem um ca 0,5 bis 1,5 bar erhöhtem Reifendruck gefahren. Der Mehrverbrauch in Deutschland durch zu niedrigen Reifendruck, welcher ein akutes Sicherheitsrisiko darstellt, je niedriger er ist, beträgt ca 1 Mrd € pro Jahr an Kraftstoffkosten. Siehe auch: Energiesparende Fahrweise

Lebensdauer

Die Lebensdauer eines Reifens ist nicht unbegrenzt. Auch beim Stillstand zeigt der Reifen Alterserscheinungen und Versprödung des Gummis. Seit einigen Jahren ist auf der Seitenwand auch die so genannte Dot-Nummer einvulkanisiert. Die drei - bzw. vierstellige Zahl zeigt die Produktionswoche, sowie das Produktionsjahr an. Bei Reifen ab dem Jahr 2000 ist die Bezeichnung immer vierstellig, beispielsweise 2203 = 22. Produktionswoche (Kalenderwoche) des Jahres 2003. Eine besondere Form der Reifen-Abnutzung stellt die Sägezahnbildung dar.

Reifentests

Moderne Pkw-Reifen verrichten ihren sicherheitsrelevanten Dienst über viele tausend Kilometer meist klaglos, bis sie schließlich verschlissen sind und ersetzt werden. Die Zahl der Hersteller und Reifentypen nimmt stetig zu, wobei sich auch die Dimensionen verändern, da Reifentypen auch den Designvorstellungen der Pkw-Hersteller genügen müssen und somit auch gewissen Trends ausgesetzt sind. Kunden, die neue Reifen kaufen wollen, verlassen sich oft auf die Ratschläge Ihrer Freunde, die Beratung des Händlers oder auf Testberichte. Bekannt sind hierbei die Reifentests des ADAC. Darüber hinaus bieten Verbraucherportale unabhängige Erfahrungsberichte.

Reifengas

Zur Füllung für Autoreifen wird auch Stickstoff propagiert. Jedoch sind bisher entgegen den Behauptungen der Anbieter keine nachprüfbaren Vorteile bekannt, die Reifengas oder reinen Stickstoff gegenüber der üblichen Füllung mit normaler Druckluft (enthält ca. 79 % Stickstoff) in Fahrzeugreifen für den Straßenverkehr rechtfertigen.

Vorschriften

Die Reifenprofiltiefe muss im mittleren Bereich der Lauffläche (Hauptprofil) laut § 36 Absatz 2 Satz 4 StVZO mindestens 1,6 mm betragen, sonst ist der Reifen auszuwechseln. Um das leichter sichtbar zu machen, sind so genannte TWI-Markierungen (TWI = Tread Wear Indicator) vorhanden, kleine Höcker in mehreren Profilrillen, die eine Restprofiltiefe von 1,6 mm anzeigen. Wird man mit einem PKW mit einer Bereifung unter 1,6 mm von der Polizei kontrolliert, ist ein Bußgeld fällig, es können jedoch auch die Kfz-Kennzeichen wegen Gefährdung abgenommen werden. Bei Verkehrsunfällen, bei denen eine Schuld durch Verwendung abgefahrener Reifen oder durch die Verwendung von Sommerreifen unter winterlichen Straßenbedingungen festgestellt wird, kann die Haftpflichtversicherung Regreßansprüche an den Verantwortlichen geltend machen. Die eigene Fahrzeugversicherung kann in der Vollkaskoversicherung eine Leistung ablehnen und sich hinsichtlich des Haftpflichtschadens des Unfallgegners beim Fahrzeughalter bis zu einer Höchstsumme schadlos halten. Die 2000 erlassene "Richtlinie für die Instandsetzung von Luftreifen" regelt für die BRD, welche Schäden am Autoreifen von einem Fachbetrieb repariert werden dürfen (u.a. Stichverletzungen im Laufflächenbereich bis 6 mm Ausdehnung; Reparaturverbot, wenn der Reifen mittels Pannenhilfsmittel behandelt wurde) und welche Reparaturverfahren zulässig sind.

Hersteller

Da moderne Fahrzeugreifen Produkte einer hochentwickelten Technologie sind, die ständig weiterentwickelt werden, fallen enorme Forschungs- und Produktionskosten an. Diese sind auf Dauer von kleinen und mittleren Unternehmen nicht aufzubringen, wollen sie am Markt bestehen. In der Reifenindustrie vollzieht sich deshalb, wie in anderen Industriezweigen auch, im Rahmen der weltweiten Liberalisierung des Handels ein Konzentrationsprozess. Mit wenigen Ausnahmen gehört der größte Teil der am weltweiten Reifenmarkt angebotenen Marken zu großen Teilen oder ganz zu einem der fünf großen, global operierenden Mutterkonzerne:
- Bridgestone
- Continental
- Goodyear
- Michelin
- Pirelli Meist werden die unter dem Namen des Mutterkonzerns vertriebenen Marken im oberen Marktsegment als so genannte Premium Brands angeboten. Um möglichst alle Preissegmente abzudecken, wird das Sortiment mit den Zweit- und Drittmarken (Second Brands / Third Brands) im mittleren und unteren Preisbereich ergänzt. Außerdem werden für Serviceketten und Reifenfachhändler auf Bestellung Private Brands ("Hausmarken") unter vielen verschiedenen Namen produziert. Letztere sind dann in der Regel altbewährte Modelle mit leichten Designänderungen, die im Rahmen der permanenten Sortimentserneuerung aus der Palette des eigenen Konzerns gefallen sind. Zum Michelin-Konzern gehören z.B. die Marken Kleber und B.F.Goodrich, zu Continental die Marken Semperit und Barum, zu Goodyear Dunlop und Pneumant. Der Pirelli-Konzern stand nach seinem verstärkten Engagement in der Telekommunikationsbranche in den letzten Jahren vor der Entscheidung, seine PKW-Reifensparte an Mitbewerber zu verkaufen, entschied sich jedoch wegen des Marktwerts der mit einem sportlichen Image behafteten Marke für den Behalt. In der Bundesrepublik Deutschland sind etwa 100 Reifenmarken und Brands registriert, darunter Siehe auch: Themenliste Straßenverkehr, Motorradreifen, Reserverad, Rennreifen

Weblinks


- [http://www.komplettrad.biz/reifen-infos.html Reifeninfos] (technische Infos ausführlich bebildert)
- [http://www.adac.de/Tests/Reifentests/ www.adac.de] Reifentests
- [http://www.tuev-dekra.de/sachvip/ratgeber/inhalte/radReifen/ReifenABC/ Tüv-Dekra] Technisches Reifen-ABC
- [http://www.bmvbw.de/Anlage/original_927557/R-30-Luftreifen-fuer-Kraftfahrzeuge-und-Anhaenger.pdf ECE 30 im Wortlaut] Kategorie:Kraftfahrzeugtechnik Kategorie:Bereifung ja:タイヤ ko:타이어 simple:Tire

1904

Ereignisse


- Frauenkongreß in Berlin unter Vorsitz von Lina Morgenstern
- 14. Juni: Die deutsche Kaiserin Auguste Viktoria empfängt eine Abordnung des in Berlin tagenden internationalen Frauenkongresses in Privataudienz

Politik


- 1. Januar: Robert Comtesse wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Erstes Staatsministerium für Verkehrsangelegenheiten wird in Bayern eingerichtet
- 1. Januar: Das „Büro für Sozialpolitik“ wird in Berlin eröffnet
- 1. Januar: Leistungsänderung auf 26 Wochen Leistung im Krankenversicherungsgesetz tritt in Kraft
- 1. Januar: Das Kinderschutzgesetz tritt in Deutschland in Kraft. Es verbietet die Arbeit von Kindern unter 12 Jahren in allen gewerblichen Betrieben
- 12. Januar: Während des Aufstands der Herero im damaligen Deutsch-Südwestafrika erlässt der deutsche General von Trotha seinen berüchtigten „Aufruf an das Volk der Herero“
- 16. Januar: Rosa Luxemburg wird vom Amtsgericht Zwickau wegen Majestätsbeleidigung zu einer dreimonatigen Haftstrafe verurteilt. Während des Wahlkampfes 1903 hatte sie Kaiser Wilhelm II. Inkompetenz vorgeworfen. Die Sozialdemokratin tritt ihre Haftstrafe aber erst am 26. August 1904 an
- 6. Februar: Japan bricht seine diplomatischen Beziehungen zu Russland ab und zieht seinen Botschafter aus Sankt Petersburg zurück
- 8. Februar: Japanischer Überraschungsangriff auf Port Arthur, Beginn des Russisch-Japanischen Krieges
- 8. April: Bildung der Entente cordiale zwischen Großbritannien und Frankreich
- 27. April: Chris Watson von der Australian Labour Party wird Ministerpräsident Australiens; er ist der erste nationale Regierungschef, der einer Arbeiterpartei angehört
- 17. Juni: Der russische Generalgouverneur von Finnland kommt bei einem Attentat ums Leben
- 28. Juli: Der russische Innenminister von Plewe wird durch ein Bombenattentat von Anarchisten ermordet
- 11. August: Schlacht am Waterberg: Deutsche Kolonialtruppen unter Lothar von Trotha bekämpfen im Hererokrieg einheimische Hereros, die nach Osten ausweichen
- 7. September: Nachdem eine britische bewaffnete Expedition unter Francis Younghusband im August Lhasa erreicht hatte, muss Tibet in einem Vertrag Großbritannien weit reichende Handelsrechte und einen Militärstützpunkt in Lhasa einräumen. China protestiert, da es Tibet als seine Interessenssphäre betrachtet
- 15. Oktober: Friedrich August III. wird König von Sachsen
- 22. Oktober: Doggerbank-Zwischenfall: Versehentlicher Beschuss englischer Fischerboote durch die russische Flotte
- 8. November: Wiederwahl von Theodore Roosevelt zum Präsidenten der USA
- 29. November: Massenproteste in Sankt Petersburg und Moskau gegen den Krieg mit Japan und die Zarenherrschaft

Katastrophen


- 23. Januar: Ein Großfeuer zerstört die norwegische Stadt Ålesund fast vollständig; über 10.000 Menschen werden obdachlos
- 7. Februar: Großfeuer in Baltimore; 1 Mensch kommt ums Leben, die Sachschäden betragen 50 Mio. Dollar
- 15. Mai: Der Geschützte Kreuzer „Yoshino“ sinkt nach der Kollision mit dem Panzerkreuzer „Kasuga“ (beide Japan) östlich von Lüda. 329 Tote unter der 419 Mann starken Besatzung
- 15. Juni: Auf dem East River in New York sinkt der Raddampfer General Slocum mit 1388 Personen an Bord nach einem Brand. Mindestens 1021 Tote

Wirtschaft


- 17. November: Die Rheinische Creditbank übernimmt die Oberrheinische Bank für 20 Millionen Mark

Wissenschaft und Technik


- 22. März: Erstes Farbfoto auf der Titelseite einer Zeitung (Daily Illustrated Mirror)
- 30. April: Weltausstellung in St. Louis, Missouri, USA: Louisiana Purchase Exposition, das Lousiana-Monument
- 20. September: Dem US-Amerikaner Wilbur Wright gelingt erstmals ein gesteuerter Rundflug mit einem Motorflugzeug
- 4. Dezember: Charles Dillon Perrine entdeckt den Jupitermond Himalia (Jupiter VI)
- 25. Dezember Gründung von Rolls-Royce
- Die Firma Magirus baut die erste maschinell betriebene Drehleiter der Welt
- Errichtung der Küstenfunkstelle Elbe-Weser Radio
- Ingenieure der US-Army errichten den Panama-Kanal (bis 1914)

Kultur


- 20. Januar: Uraufführung der Operette Der Göttergatte von Franz Lehár am Carl-Theater in Wien
- 21. Januar: Uraufführung der Oper Jenufa von Leoš Janáček in Brünn, (Brno)
- 22. Januar: Uraufführung der Oper Nal und Damajanti (Orig.: Nal' i Damajanti) von Anton Stepanowitsch Arenski im Bolschoi-Theater in Moskau
- 17. Februar: Uraufführung der Oper Madama Butterfly von Giacomo Puccini am Teatro alla Scala di Milano in Mailand
- 16. März: Uraufführung der Oper La Fille de Roland von Henri Rabaud an der Opéra-Comique in Paris
- 30. November: Uraufführung des Dramas Resurrezione (Auferstehung) von Franco Alfano am Teatro Vittorio Emanuele in Turin
- 22. Dezember: Uraufführung der Operette Die Juxheirat von Franz Lehár am Theater an der Wien in Wien
- 27. Dezember: Peter Pan wird in London von James Matthew Barrie uraufgeführt
- Alexander Skrjabin hat seine 3. Symphonie geschaffen
- Anton von Webern schließt das Musikpoem „Im Sommerwind“ ab und besucht Kompositionskurse von Arnold Schönberg in Wien
- Charles Ives vollendet den Marsch „1776“
- Claude Debussy schreibt nach Trennung von seiner ersten Frau „Trois Chansons de France“ für seine zweite Gattin
- Giacomo Puccinis Oper „Madame Butterfly“ wird in der Mailänder Scala ausgepfiffen
- Die „Kindertotenlieder“ von Gustav Mahler entstehen, außerdem entwirft der Komponist einen unfallsicheren Spielplatz für seine Töchter in Maiernigg am Wörthersee
- Das Violinkonzert von Jean Sibelius ist erstmals zu hören
- Max Reger schließt die „Bach-Variationen“ ab, eines seiner bedeutendsten Klavierwerke
- In Berlin wird Ruggiero Leoncavallos Werk „Der Roland von Berlin“ auf die Opernbühne gebracht
- Sergej Rachmaninows Oper „Francesca di Rimini“ ist fertig

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 4. Mai: Gründung des deutschen Fußballvereins „Spiel-Club Westfalia“, der später in den FC Schalke 04 umbenannt wird
- 21. Mai: In Paris wird der Weltfussballverband FIFA von den Fussballverbänden folgender Länder gegründet: Belgien, Dänemark, Frankreich, Niederlande, Schweden, Schweiz, Spanien
- 1. Juli: Gründung des Sport und Fussballvereins Bayer 04 Leverkusen
- 1. Juli: Beginn der Olympischen Sommerspiele in St. Louis, Missouri, USA
- 20. Juli: Gründung des „Schwimm- und Eisklub Schwenningen e. V.“ der später in SERC Wild Wings umbenannt wird
- 23. November: In St. Louis gehen die III. Olympischen Sommerspiele zu Ende.
- Gründung des deutschen Fußballvereins SC Freiburg

Geboren


- 2. Januar: Walter Heitler, deutscher Physiker († 1981)
- 2. Januar: Walther Hewel, († 1945)
- 5. Januar: Otto Niebergall, deutscher Politiker († 1977)
- 7. Januar: Fjodor Jefimowitsch Bokow, politisches Mitglied des Kriegsrates der Sowjetischen († 1984)
- 8. Januar: Karl Brandt, Mediziner und Leibarzt von Adolf Hitler († 1948)
- 8. Januar: Otto Spülbeck, Bischof des Bistums Meißen († 1970)
- 8. Januar: Tampa Red, US-amerikanischer Sänger und Gitarrist († 1981)
- 9. Januar: Adolf Schröter, deutscher Porträt- und Landschaftsmaler († 1997)
- 9. Januar: Hermann Gösmann, 6. Präsident des DFB († 1979)
- 9. Januar: Viktor Brack, deutscher Nationalsozialist († 1948)
- 10. Januar: Henning von Tresckow, deutscher Berufsoffizier und Widerstandskämpfer († 1944)
- 13. Januar: Anton Besold, deutscher Politiker († 1991)
- 13. Januar: Richard Addinsell, britischer Filmkomponist († 1977)
- 15. Januar: Ludwig Freund, tschechischer Politiker und Publizist († 1952)
- 18. Januar: Cary Grant, US-amerikanischer Schauspieler († 1986)
- 22. Januar: George Balanchine, russischer Choreograph, Gründer des American Ballet († 1983)
- 23. Januar: Karl Schlechta, deutscher Nietzsche-Forscher († 1985)
- 25. Januar: Géza Fried, ungarischer Pianist und Komponist
- 26. Januar: Otto Kässbohrer, deutscher Unternehmer und Fahrzeugkonstrukteur († 1989)
- 26. Januar: Seán MacBride, irischer Politiker und Friedensnobelpreisträger († 1988)
- 29. Januar: Arnold Gehlen, deutscher Philosoph und Soziologe († 1976)
- 30. Januar: Fritz Duda, deutscher Maler und Grafiker († 1991)
- 31. Januar: Frederick H. Boland, irischer Politiker († 1985)
- 2. Februar: Waleri Pawlowitsch Tschkalow, sowjetischer Pilot († 1938)
- 3. Februar: Luigi Dallapiccola, italienischer Komponist († 1975)
- 4. Februar: Teo Otto, Bühnenbildner († 1968)
- 5. Februar: Walter Gross, deutscher Kabarettist († 1989)
- 6. Februar: Theo Balden, deutscher Bildhauer und Grafiker († 1995)
- 7. Februar: Ernst Ginsberg, deutscher Schauspieler und Regisseur († 1964)
- 10. Februar: Otto Dannebom, deutscher Politiker und MdB († 1975)
- 12. Februar: Rudolf Platte, deutscher Schauspieler († 1984)
- 15. Februar: Antonin Magne, französischer Radrennfahrer († 1983)
- 16. Februar: George F. Kennan, US-Historiker und Diplomat († 2005)
- 16. Februar: Hugo Wiener, österreichischer Komponist und Pianist († 1993)
- 17. Februar: Hans Morgenthau, deutscher Jurist und Politikwissenschaftler († 1980)
- 21. Februar: Alexei Nikolajewitsch Kossygin, Ministerpräsident der Sowjetunion († 1980)
- 22. Februar: Arkadi Petrowitsch Gaidar, russischer Jugendschriftsteller († 1941)
- 22. Februar: Ernst Jakob Henne, deutscher Motorsportler († 2005)
- 26. Februar: Curth Georg Becker, deutscher Maler und Graphiker († 1972)
- 26. Februar: Hans-Joachim Fricke, deutscher Politiker († 1974)
- 27. Februar: André Leducq, französischer Radrennfahrer († 1980)
- 27. Februar: Josef Maria Camenzind, Schweizer katholischer Geistlicher und Schriftsteller († 1985)
- 27. Februar: Theodor Ritterspach, Richter am Bundesverfassungsgericht († 1999)
- 28. Februar: Wilhelm Michels, Pädagoge und Schulleiter,Freund Arno Schmidts († 1988)
- 1. März: Glenn Miller, US-amerikanischer Jazz-Posaunist und Bandleader († 1944)
- 3. März: Javier Delicado Puche, spanischer Dichter († 2004)
- 4. März: Edgar Jené, Maler und Grafiker, Surrealist († 1984)
- 4. März: George Gamow, russisch-US-amerikanischer Physiker († 1968)
- 4. März: Joseph Schmidt, deutsch-österreichischer Kammersänger und Kantor († 1942)
- 5. März: Karl Rahner, katholischer deutscher Theologe († 1984)
- 7. März: Reinhard Heydrich, führender NS-Politiker († 1942)
- 8. März: Hans Tschiggfrey, österreichischer Politiker († 1963)
- 8. März: Nikos Skalkottas, griechischer Komponist († 1949)
- 8. März: Viktor de Kowa, († 1973)
- 11. März: Albrecht von Hagen, deutscher Jurist und Widerstandskämpfer († 1944)
- 12. März: Adolf Arndt, deutscher Politiker († 1974)
- 12. März: Bodo Uhse, deutscher Schriftsteller († 1963)
- 13. März: Erhart Kästner, deutscher Schriftsteller († 1974)
- 13. März: Paul Mattick, deutscher Kommunist und politischer Schriftsteller († 1981)
- 15. März: Brunolf Baade, deutscher Ingenieur der Flugzeugindustrie († 1969)
- 20. März: Burrhus Frederic Skinner, US-amerikanischer Psychologe († 1990)
- 21. März: Max Steenbeck, deutscher Physiker († 1981)
- 25. März: Johann Baptist Gradl, deutscher Politiker († 1988)
- 26. März: Alexander Schawinsky, Bühnenbildner, Fotograf und Maler († 1979)
- 26. März: Hermann Schroeder, deutscher Komponist und katholischer Kirchenmusiker († 1984)
- 26. März: Willy Fischer, deutscher Politiker († 1951)
- 30. März: E. P. Jacobs, belgischer Zeichner von Comics († 1987)
- 31. März: Harry Buckwitz, deutscher Regisseur († 1987)
- 1. April: Nikolai Erastowitsch Bersarin, erster sowjetischer Stadtkommandant von Berlin († 1945)
- 5. April: Hermann Bruse, deutscher Maler und Graphiker († 1953)
- 6. April: Erwin Komenda, Automobildesigner († 1966)
- 6. April: Kurt Georg Kiesinger, deutscher Politiker und Bundeskanzler der BRD († 1988)
- 7. April: Curt Querner, Maler († 1976)
- 8. April: Herbert Wolff, deutscher Politiker († 1958)
- 8. April: John Antill, australischer Komponist († 1986)
- 8. April: John Richard Hicks, Ökonom († 1989)
- 9. April: Ludwig Hohl, Schweizer Autor († 1980)
- 10. April: Joachim Gottschalk, deutscher Schauspieler († 1941)
- 10. April: Scott E. Forbush, amerikanischer Geophysiker († 1984)
- 11. April: Werner Berg, deutscher Maler († 1981)
- 12. April: Paul Dahlke, deutscher Schauspieler († 1984)
- 14. April: John Gielgud, britischer Schauspieler († 2000)
- 21. April: Odilo Globocnik, österreichischer Nationalsozialist († 1945)
- 22. April: Robert Oppenheimer, US-amerikanischer Physiker († 1967)
- 24. April: Willem de Kooning, US-amerikanischer Maler († 1997)
- 27. April: Cecil Day-Lewis, Schriftsteller und Dichter († 1972)
- 28. April: Elisabeth Schumacher, deutsche Widerstandskämpferin († 1942)
- 28. April: Willi Kollo, deutscher Komponist († 1988)
- 3. Mai: Bill Brandt, deutscher Fotograf († 1983)
- 4. Mai: Josef Pieper, christlicher Philosoph († 1997)
- 4. Mai: Umm Kultum, Ägyptische Sängerin († 1975)
- 6. Mai: Max Mallowan, britischer Archäologe († 1978)
- 6. Mai: Moshé Feldenkrais, entwickelte die Feldenkrais-Methode († 1984)
- 9. Mai: Gregory Bateson, britischer Anthropologe († 1980)
- 10. Mai: Antonio Buenaventura, philippinischer Komponist
- 11. Mai: Salvador Dalí, spanischer Maler des Surrealismus († 1989)
- 11. Mai: Willi Sommerfeld, bekannter Stummfilmpianist
- 16. Mai: François Marty, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1994)
- 17. Mai: Jean Gabin, französischer Schauspieler († 1976)
- 20. Mai: Margery Allingham, englische Krimi-Schriftstellerin († 1966)
- 21. Mai: Robert Montgomery, US-amerikanischer Schauspieler († 1981)
- 24. Mai: Sefton Delmer, britischer Journalist († 1979)
- 25. Mai: Kurt Thomas, deutscher Komponist und Chorleiter († 1973)
- 25. Mai: Lizzi Waldmüller, österreichische Filmschauspielerin und Sängerin († 1945)
- 27. Mai: Chuhei Nambu, japanischer Leichtathlet und Olympiasieger († 1997)
- 29. Mai: Gregg Toland, US-amerikanischer Kameramann († 1948)
- 2. Juni: Johnny Weissmüller, US-amerikanischer Schwimmer und Filmschauspieler († 1984)
- 5. Juni: Hans Furler, deutscher Politiker († 1975)
- 10. Juni: Frederick Loewe, US-amerikanischer Komponist († 1988)
- 10. Juni: Willi Agatz, deutscher Politiker († 1957)
- 11. Juni: Clarence Smith, US-amerikanischer Jazz-Pianist († 1929)
- 11. Juni: Emil František Burian, tschechischer Komponist († 1959)
- 13. Juni: Hermann Stoll, deutscher Geologe und Prähistoriker († 1944)
- 14. Juni: Margaret Bourke-White, US-amerikanische Fotoreporterin († 1971)
- 19. Juni: Karl Fellinger, Arzt († 2000)
- 20. Juni: Heinrich von Brentano di Tremezzo, deutscher Politiker († 1964)
- 24. Juni: Kurt Kusenberg, deutscher Kunstkritiker und Schriftsteller († 1983)
- 25. Juni: Matthias Hoogen, deutscher Politiker († 1985)
- 25. Juni: Wladimir Konstantinowitsch Kokkinaki, sowjetischer Testpilot († 1985)
- 26. Juni: Peter Lorre, US-amerikanischer-ungarischer Filmschauspieler († 1964)
- 29. Juni: Witold Hurewicz, polnischer Mathematiker († 1956)
- 30. Juni: Oskar Paulini, deutscher Schriftsteller († 1980)
- 2. Juli: René Lacoste, französischer Tennisspieler und Modeschöpfer († 1996)
- 3. Juli: Otto Gotsche, deutscher Politiker und Schriftsteller († 1985)
- 3. Juli: Paul Bronisch, deutscher Künstler und Bildhauer († 1989)
- 5. Juli: Ernst Mayr, Deutsch-amerikanischer Biologe († 2005)
- 9. Juli: Heinz Jost, Chef der Einsatzgruppe A, Amtschef Amt VI SD-Ausland im RSHA († 1964)
- 12. Juli: Pablo Neruda, chilenischer Dichter und Diplomat († 1973)
- 14. Juli: Isaac Bashevis Singer, polnischer Schriftsteller und Nobelpreisträger († 1991)
- 15. Juli: Rudolf Arnheim, deutsch-amerikanischer Kunstpsychologe
- 16. Juli: Goffredo Petrassi, italienischer Komponist († 2003)
- 17. Juli: Charlotte Prinz, deutsche Malerin († 1993)
- 22. Juli: Karl Veken, Schriftsteller († 1971)
- 22. Juli: Otto Rombach, deutscher Journalist und Schriftsteller († 1984)
- 27. Juli: Hermann Jansen, Generalvikar und Domherr in Köln
- 27. Juli: Oskar Lange, polnischer Nationalökonom und Minister († 1965)
- 27. Juli: Ljudmila Rudenko, sowjetische Schachweltmeistrin († 1986)
- 28. Juli: Pawel Alexejewitsch Tscherenkow, russischer Physiker und Nobelpreisträger († 1990)
- 2. August: Werner Seelenbinder, deutscher Ringer und Kommunist († 1944)
- 3. August: Wilhelm Naegel, deutscher Politiker († 1956)
- 4. August: Witold Gombrowicz, polnischer Schriftsteller († 1969)
- 7. August: Erwin Fischer, deutscher Jurist († 1996)
- 7. August: Hanna Melzer, deutsche Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime († 1960)
- 8. August: Achille Varzi, italienischer Rennfahrer († 1948)
- 8. August: István Szelényi, ungarischer Komponist († 1972)
- 9. August: Hasso von Boehmer, Oberstleutnant im Generalstab und Widerstandskämpfer († 1945)
- 12. August: Alexej Nikolajewitsch Romanow, Thronfolger, Kronprinz, Sohn des Zaren Nikolaus II. († 1918)
- 16. August: Wendell Meredith Stanley US-amerikanischer Chemiker und Nobelpreisträger († 1971)
- 20. August: Hans-Georg Lindenstaedt, deutscher Tischtennisspieler († 1975)
- 21. August: Count Basie, US-amerikanischer Jazz-Pianist († 1984)
- 21. August: William Basie, US-amerikanischer Jazz-Pianist, Organist und Bandleader († 1984)
- 22. August: Deng Xiaoping, chinesischer Politiker († 1997)
- 22. August: Walter Bach, österreichischer Komponist († 1977)
- 24. August: Ludwig Schmidseder, deutscher Komponist († 1971)
- 26. August: Christopher Isherwood, englisch-amerikanischer Schriftsteller († 1986)
- 27. August: Ernst Degn, österreichischer Maler († 1990)
- 29. August: Werner Forßmann, deutscher Mediziner, Erfinder des Herzkatheters († 1979)
- 11. September: Friedrich Schönauer, deutscher Politiker († 1950)
- 13. September: Richard Scheringer, deutscher Antifaschist und Mitglied der KPD († 1986)
- 16. September: Alfred Klahr, österreichischer Kommunist und Journalist († 1944)
- 17. September: Edgar G. Ulmer, US-amerikanischer Filmregisseur († 1972)
- 17. September: Frederick Ashton, britischer Tänzer und Choreograph († 1988)
- 17. September: Jürgen Kuczynski, deutscher Historiker und Gesellschaftswissenschaftler († 1997)
- 17. September: Wilfried Schreiber, Professor für Sozialpolitik († 1975)
- 18. September: Dolores Viesèr, österreichische Schriftstellerin und Erzählerin († 2002)
- 21. September: Franz Stock, katholischer Theologe († 1948)
- 21. September: Hans Hartung, deutsch-französischer Maler und Grafiker († 1989)
- 23. September: Alfred Baum, Schweizer Komponist, Pianist und Organist († 1993)
- 23. September: Wilhelm Reitz, deutscher Politiker und MdB († 1980)
- 27. September: Edvard Kocbek, slowenischer Schriftsteller und Publizist († 1981)
- 27. September: Koene Dirk Parmentier, niederländischer Luftfahrtpionier († 1948)
- 28. September: Luperce Miranda, brasilianischer Mandolinist und Komponist († 1977)
- 29. September: Egon Eiermann, bedeutender deutscher Architekt († 1970)
- 29. September: Georg Ferdinand Duckwitz, deutscher Diplomat († 1973)
- 29. September: Greer Garson, US-amerikanische Filmschauspielerin († 1996)
- 29. September: Jean-Pierre Timbaud, Funktionär einer französischen Gewerkschaft († 1941)
- 1. Oktober: Hermann Ehlers, deutscher Politiker († 1954)
- 1. Oktober: Otto Frisch, österreichisch-britischer Physiker († 1979)
- 2. Oktober: Graham Greene, britischer Schriftsteller († 1991)
- 2. Oktober: Lal Bahadur Shastri, indischer Politiker und Regierungschef († 1966)
- 3. Oktober: Charles Pedersen, Chemiker bei DuPont († 1989
- 4. Oktober: Theodor Eschenburg, Politikwissenschaftler, Publizist und Staatsrechtler († 1999)
- 6. Oktober: Horst Lange, deutscher Schriftsteller († 1971)
- 8. Oktober: Yves Giraud-Cabantous, französischer Rennfahrer († 1973)
- 12. Oktober: Ding Ling, chinesische Schriftstellerin († 1986)
- 13. Oktober: Jutta Hecker, deutsche Schriftstellerin († 2002)
- 15. Oktober: Wolfgang Weyrauch, deutscher Schriftsteller († 1980)
- 17. Oktober: Josef Klehr, SS-Unterscharführer; Sanitäter in Auschwitz; Massenmörder († 1988)
- 20. Oktober: Adelaide Hall, Jazz-Sängerin († 1993)
- 20. Oktober: Mario von Galli, Jesuit, theologischer Redaktor und Publizist († 1987)
- 20. Oktober: Sergei Ignatjewitsch Rudenko, sowjetischer Pilot († 1990)
- 25. Oktober: Cemal Reşid Rey, türkischer Komponist († 1985)
- 3. November: Franz Varelmann, deutscher Politiker und MdB († 1978)
- 6. November: Paul Bleiß, deutscher Politiker († 1996)
- 10. November: Tawee Boonyaket, Landwirtschaftsminister und Premierminister von Thailand († 1971)
- 13. November: Günter Reimann, deutscher Journalist und Kommunist († 2005)
- 13. November: Peter Graf Yorck von Wartenburg, deutscher Jurist und Widerstandskämpfer († 1944)
- 14. November: Arthur Michael Ramsey, Erzbischof von Canterbury († 1988)
- 14. November: Dick Powell, US-amerikanischer Schauspieler († 1963)
- 16. November: Josef Baumgartner, deutscher Politiker († 1964)
- 16. November: Renée Saint-Cyr, französische Schauspielerin († 2004)
- 17. November: Isamu Noguchi, japanischer Bildhauer († 1988)
- 17. November: Paul Chaudet, Schweizer Politiker († 1977)
- 21. November: Coleman Hawkins, US-amerikanischer Jazz-Saxophonist († 1969)
- 21. November: Edmond Hamilton, US-amerikanischer Schriftsteller († 1977)
- 22. November: Louis Néel, französischer Physiker († 2000)
- 25. November: Lillian Copeland, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin († 1964)
- 26. November: Paul Klüber, deutscher Maler († 1944)
- 27. November: Klara Blum, deutschsprachige chinesische Schriftstellerin († 1971)
- 28. November: Nancy Mitford, englische Schriftstellerin und Biographin († 1973)
- 30. November: Clyfford Still, US-amerikanischer Maler († 1980)
- 4. Dezember: Albert Norden, DDR-Politiker († 1982)
- 4. Dezember: Herman Autrey, Mitglied der Band 'Fats Waller &his Rhythm' († 1980)
- 6. Dezember: Alexander Iwanowitsch Wwedenski (Dichter), russischer Dichter († 1941)
- 6. Dezember: Tin Lizzy (dt. Blechliesel) ist der umgangssprachliche Name für das Modell T von Ford, von dem in den USA zwischen 1908 und 1927 15 Mio. Stück gebaut wurden. Damit war die Tin Lizzy das meistverkaufte Fahrzeug der Welt, bis ihr am 17. Februar 1972 dieser Titel durch den VW Käfer abgenommen wurde. Die Tin Lizzy war das erste Auto, das auf einem Fließband gefertigt wurde. Die Umstellung auf die Fließbandfertigung erfolgte am 14. Januar 1914, der anfängliche Verkaufspreis von 850,- US-Dollar konnte dadurch auf 370,- US-Dollar gesenkt werden. Um den Fließbandprozess zu beschleunigen, wurde zwischen 1915 und 1925 nur in Schwarz produziert, da diese Farbe am schnellsten trocknete. Henry Ford prägte damals den berühmten Satz „You can have it in any color as long as it's black.“ Zwischen der Gründung der Ford Motor Company 1903 durch Henry Ford und dem Produktionsbeginn des Modell T wurden mehrere Prototypen entwickelt oder produziert. Auch wenn der erste davon Modell A hieß, wurden nicht alle 19 Typen (wie es nach dem Alphabet zu erwarten wäre) produziert, bei vielen blieb es beim Prototyp. Das direkte Vorgängermodell war der Ford Modell S, eine erweiterte Version des bis dorthin größten Erfolgs, des Ford Modell N.
Kategorie:Ford Kategorie:PKW-Modell ja:フォード・モデルT simple:Ford Model T

Daimler

Der Name Daimler bezeichnet
- den deutschen Ingenieur Gottlieb Daimler,
- einen deutsch-amerikanischer Hersteller von PKW und Nutzfahrzeugen (siehe DaimlerChrysler AG früher Daimler-Benz, Daimler-Motoren-Gesellschaft),
- eine zu Jaguar gehörige britische PKW-Marke (siehe Daimler Motor Company),
- ein österreichisches Unternehmen der eisenverarbeitenden Industrie (siehe Steyr Daimler Puch, früher Austro Daimler)
- ein Sportstadion in Stuttgart (siehe Gottlieb-Daimler-Stadion),
- einen britischen Panzerspähwagen (siehe Daimler (Panzerspähwagen)).

1916

Ereignisse

Politik


- 1. Januar: Camille Decoppet wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: In der deutschen Kolonie Kamerun wird Jaunde von französischen und britischen Truppen besetzt
- 1. Januar: Geheimkonferenz des Spartakusbundes in Berlin
- 1. Januar: Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und Franz Mehring (der linke Flügel der SPD) gründen die „Gruppe Internationale“
- 30. April: Deutschland führt als weltweit erstes Land die Sommerzeit ein
- 16. Mai: Im Sykes-Picot-Abkommen grenzen England und Frankreich ihre Einflusssphären im Nahen Osten für die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg ab
- 27. August: Rumänien erklärt Österreich-Ungarn den Krieg in der Hoffnung auf Gebietszuwachs
- 3. November: Katar wird britischer Schutzstaat
- Osteraufstand in Dublin
- November/Dezember: Der so genannte Steckrübenwinter beginnt

Militärisch


- 21. Februar18. Dezember: In der Schlacht um Verdun werden über 900.000 deutsche und französische Soldaten getötet oder verwundet. Am Ende der Schlacht stellt sich der Frontverlauf nahezu unverändert dar
- 14. März: Die USA entsenden eine Expeditionsarmee von 12.000 Mann unter dem Kommando von John Pershing nach Mexiko, um den Rebellenführer Pancho Villa zu fangen (Mexiko-Expedition)
- 31. Mai: Im Skagerrak treffen die Flotten der Deutschen und der Engländer aufeinander (sog. Skagerrakschlacht)
- 4. Juni20. September: Russische Brussilow-Offensive
- 1. Juli18. November: Etwa 1,2 Millionen britische, deutsche und französische Soldaten werden in der Schlacht an der Somme getötet oder verwundet. Die Schlacht bringt den Alliierten einen geringen Geländegewinn

Wissenschaft und Technik


- 7. März: Gründung der Bayerischen Motoren Werke (BMW)
- Oktober: Die längste Eisenbahnstrecke der Welt, die Transsibirische Eisenbahn, wird fertiggestellt
- Daimler baut die ersten Panzer- bzw. Kettenfahrzeuge in Deutschland
- Oskar Dressel gelingt die Synthese des Medikaments Suramin. Suramin bzw. Suramin Sodium ist das erste wirksame Heilmittel gegen die Schlafkrankheit
- Albert Einstein veröffentlicht die Allgemeine Relativitätstheorie

Kultur


- 28. Januar: Uraufführung der Operette