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Gorgona
Die Inseln Gorgona und Gorgonilla sind ca. 30 km von dem Festland Kolumbiens entfernt, liegen im Pazifischen Ozean und haben eine Fläche von ca. 24 km². Die Durchnittstemperatur liegt bei 29 Grad Celsius. Die Monate mit dem höchsten Niederschlag sind September und Oktober. Den Namen erhielten sie von Francisco Pizarro, der 1527 auf dem Weg nach Peru auf sie stieß, die aber auch schon in präkolumbischen Zeiten als Bindeglied zwischen Mittelamerika und Peru galt. Die Menge an Schlangen auf der Insel, die auch heute noch Forschungsziel sind, führte zu zahlreichen Verlusten unter der Mannschaft. Der Name Gorgona bezieht sich auf die Gorgonen, die in der griechischen Mythologie Schlangen als Haare trugen. Später wurde sie zu einem beliebten Stützpunkt für Piraten, die die Vielfalt an Süßwasserbächen zu schätzen wussten. Die Insel wurde von Simón Bolívar an Friedrich D'Croz (Federico D'Croz) als Dank für die Verdienste für die Unabhängigkeit Kolumbiens geschenkt und wurde 1959 vom Staat Kolumbien zurückerworben, um daraus eine Gefängnisinsel mit bis zu 2500 Gefangenen zu machen, um dann 1984 zum Nationalpark erklärt zu werden. Im August und September ziehen die Buckelwale an der Insel vorbei. Die Inseln sind heute ein beliebtes Ziel für Ökotourismus der über die kolumbianische Nationalparksbehörde UAESPNN abläuft.
Literatur
Ökotourismus
- Hella Braune, Frank Semper: "Nah Dran: Kolumbien", 2001 SEBRA-Verlag, ISBN 3-9805953-2-3
- Henry von Prahl, F. Guhl und M. Grogl: "Gorgona", 1979 Comité de Publicaciones Universidad de los Andes, ISBN 84-89200-03-3
Henry von Prahl
Links
[http://www.parquesnacionales.gov.co/areas/lasareas/gorgona/gorgintro.htm Offizielle Seite der Nationalparksbehörde (spanisch)]
Kategorie:Insel (Kolumbien)
Pazifik
Der bis 11.034 m tiefe Pazifische Ozean bzw. Pazifik (auch Stiller Ozean, zu lat. pacificus = Frieden schließend, oder auch Großer Ozean genannt) ist mit 179,7 Mio km² Fläche der größte Ozean der Erde.
Geografie
Der Pazifik, der sich auf der West- und Osthalbkugel der Erde befindet, liegt zwischen der Arktis im Norden, Nordamerika im Nordosten, Mittelamerika im Osten, Südamerika im Südosten, der Antarktis im Süden, Australien im Südwesten, Ozeanien im Westen und Asien im Nordwesten. Im Norden grenzt er an das Nordpolarmeer, im Süden an das Südpolarmeer.
Daten
Die Fläche des Pazifischen Ozeans beträgt 179,7 Mio. km², was rund 35 Prozent der gesamten Erdoberfläche und die Hälfte der Meeresfläche der Erde ausmacht. Das Wasservolumen beträgt 723,7 Mio. km³. Während seine mittlere Tiefe 4.028 m (andere Angaben siehe hier) beträgt, liegt seine tiefste Stelle bei 11.034 m unter NN (s.u.).
Tiefste Stelle des Weltmeeres
Im Pazifik liegt die tiefste Stelle des Weltmeeres, die sich im Marianengraben befindet; dies ist die 11.034 m unter NN liegende Witjastief 1.
Meeresboden
Innerhalb des Pazifiks bzw. auf dessen Meeresboden befinden sich teils hohe und langgestreckte Mittelozeanische Rücken, viele niedrigere Schwellen, riesige Tiefseebecken, Tiefseerinnen, verschiedene Meerestiefs und der Pazifische Feuerring.
Pazifische Feuerring]
Zu den Mittelozeanischen Rücken gehört insbesondere der Ostpazifische Rücken, der sich durch den Südosten des Stillen Ozeans zieht. Zu den Tiefseerinnen bzw. Meerestiefs gehört der Marianengraben mit seiner 11.034 m unter NN liegenden Witjastief 1, welche die tiefste Stelle des Pazifiks darstellt. Zu den Tiefseebecken gehört das äußerst große Nordpazifische Becken, das den Großteil des nördlichen Pazifiks ausmacht, in Richtung Süden sogar über den Äquator hinaus reicht und nur wenig von Mittelozeanischer Rücken und Schwellen durchzogen ist.
Am Pazifischer Feuerring (Ring of Fire), ein weitausgedehnter bzw. um den Ozean verlaufender Ring von aktiven Vulkanen verbunden mit Tiefseerinnen (Grabenbruchzonen - siehe Plattentektonik), fanden bezeichnenderweise einige der gewaltigsten Erdbeben des 20. Jahrhunderts statt (z. B. in Chile 1960 und 1923 in der japanischen Stadt Kobe). Eine weitere Gefahr sind die Seebeben, die meterhohe Flutwellen mit vernichtender Wirkung auslösen können, die Tsunamis.
Inseln
Die zahllosen Inseln der Südsee werden mehr nach kulturellen als nach geographischen Gesichtspunkten in die Archipele Melanesien, Polynesien und Mikronesien unterteilt.
Nebenmeere
Die meisten Randmeere des Pazifiks liegen vor der asiatisch-australischen Seite und werden zum Ozean hin durch eine Kette von Inseln und Tiefseegräben getrennt.
Randmeere des Pazifik sind: Beringmeer, Ochotskisches Meer, Japanisches Meer/Ostmeer, Ostchinesisches Meer, Südchinesisches Meer (ein Teil des Australasiatischen Mittelmeers), Tasmansee, Golf von Kalifornien, Golf von Alaska, Korallenmeer.
Küstenstaaten
Die am Pazifik und an seinen Randmeeren liegenden Küstenstaaten sind:
Russland, Japan, Nordkorea, Südkorea, Volksrepublik China, Taiwan, Philippinen, Vietnam, Thailand, Kambodscha, Malaysia, Singapur, Brunei, Indonesien, Palau, Mikronesien, Marshallinseln, Australien, Neuseeland, Papua-Neuguinea, Salomonen, Vanuatu, Nauru, Tuvalu, Kiribati, Fidschi, Tonga, Samoa, Chile, Peru, Ecuador, Kolumbien, Panama, Costa Rica, Nicaragua, Honduras, El Salvador, Guatemala, Mexiko, USA, Kanada.
Siehe auch
- Globales Förderband
- Meerestief
- Meerestiefe
- Pazifischer Feuerring
- Plattentektonik
- Tiefseebecken
- Tiefseerinne
- Wasser
Kategorie:Ozean
ja:太平洋
ko:태평양
simple:Pacific Ocean
th:มหาสมุทรแปซิฟิก
zh-min-nan:Thài-pêng-iûⁿ
1527
Politik und Weltgeschehen
- 24. Februar: Annahme des Schleitheimer Bekenntnisses durch die Mennoniten
- 6. Mai: Sacco di Roma (Plünderung Roms durch die Söldnertruppen Karls V.), Ende der italienischen Renaissance
- 1. Juli: Gründung der Philipps-Universität Marburg
- Guatemala. Die spätere Stadt Antigua Guatemala wird gegründet
- Der Spanier Juan Gaetano soll als erster Europäer auf Hawaii gelandet sein
- September: Eroberung Roms durch kaiserliche Truppen von Karl V., Flucht von Papst Klemens VII. in die Engelsburg
- 29. März: Zaccaria Dolfin, Kardinal († 1583)
- 14. April: Abraham Ortelius, niederländischer Geo- und Kartograph († 1598)
- 21. Mai: Philipp II., spanischer König († 1598)
- 31. Mai: Agnes von Hessen, Kurfürstin von Hessen († 1555)
- 13. Juli: John Dee, britischer Philosoph, Mathematiker, Astrologe und Alchemist († 1608)
- 31. Juli: Maximilian II. (HRR), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches 1564–1576 († 1576)
- 16. Oktober: Johann Hermann, Mediziner († 1605)
- 18. Oktober: Luca Cambiaso, italienischer Maler († 1585)
- Barbara Blomberg, Geliebte Karl V. und Mutter von Don Juan de Austria († 1588)
- 5. Januar: Felix Manz in Zürich, Märtyrer der Täuferbewegung, durch Ertränken hingerichtet ( - um 1498)
- 21. Januar: Jakob van Hoogstraten, Inquisitor ( - um 1460)
- 6. Mai: Charles de Bourbon-Montpensier, französischer Heerführer ( - 1490)
- 20. Mai: Hans Hergot, deutscher Buchdrucker, Buchhändler und protestantischer Autor ( - 15. Jh.)
- 21. Mai: Michael Sattler, gehörte zur ersten Täufergeneration ( - um 1495)
- 9. Juni: Heinrich Finck, deutscher Kapellmeister und Komponist ( - 1444/1445)
- 22. Juni: Niccolò Machiavelli, italienischer Politiker, Geschichtsschreiber und Dichter ( - 1469)
- 28. Juli: Rodrigo de Bastidas, spanischer Eroberer ( - vermutlich 1460)
- 8. November: Hieronymus Emser, Theologe und Gegenspieler Luthers ( - 1478)
ko:1527년
simple:1527
PräkolumbischDer Begriff "präkolumbisch" (oft wird auch der Begriff vorkolumbisch gebraucht), bezieht sich auf die geschichtliche Epoche zwischen der Besiedlung Amerikas und dessen Entdeckung 1492 durch Christoph Kolumbus und der damit verbundenen Beeinflussung durch die Europäer. Der Begriff wird aber auch verwendet, um Vorkommnisse zu beschreiben, die zwar nach der Entdeckung durch Kolumbus, aber ohne europäische Einflüsse geschehen sind.
"Präkolumbisch" bzw. "vorkolumbisch" ist jedoch nicht mit dem in diesem Zusammenhang oft fälschlicherweise verwendeten "präkolumbianisch" bzw. "vorkolumbianisch" zu verwechseln. Dies bedeutet nämlich "vor Kolumbien" und bezieht sich daher auf die Zeit vor 1819 im damaligen Gebiet von Großkolumbien.
Kategorie:Zeitalter Kategorie:Präkolumbisches Mesoamerika
Kategorie:Altamerikanistik
Mittelamerika
Mittelamerika umfasst die Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika sowie die Westindischen Inseln und gehört geologisch und geographisch bis zur Landenge von Tehuantepec zum Kontinent Nordamerika. Historisch gesehen kann Mittelamerika aber auch als eigenständiger Kontinent betrachtet werden. Das Festland Mittelamerikas zwischen dem (Isthmus) von Tehuantepec und dem Isthmus von Darién an der Grenze zwischen Panama und Kolumbien bezeichnet man als Zentralamerika.
Auf der Landbrücke wird überwiegend Spanisch gesprochen. Einzige Ausnahme ist das englischsprachige Belize. Auf den Inseln der Karibik werden Englisch, Französisch, Spanisch und Niederländisch gesprochen.
Die Bewohner Mittelamerikas stammen von den einheimischen Indianern (auf dem Festland - die karibischen Ureinwohner sind fast ausgerottet), den eingewanderten Europäern und afrikanischen Sklaven ab.
Staaten auf dem Isthmus
Die Staaten auf dem Isthmus sind (von Norden nach Süden):
- der südlichste Teil Mexikos
- Belize
- Guatemala
- Honduras
- El Salvador
- Nicaragua
- Costa Rica
- Panama
Karibische Staaten
In der Karibik befinden sich die folgenden Staaten:
- Antigua und Barbuda
- Bahamas, eigentlich nicht Teil der Karibik
- Barbados
- Dominica
- die Dominikanische Republik (Insel Hispaniola)
- Grenada
- Haiti (Insel Hispaniola)
- Jamaika
- Kuba
- St. Kitts und Nevis
- St. Lucia
- St. Vincent und die Grenadinen
- Trinidad und Tobago
Abhängige Gebiete
Außerdem liegen in der Karibik die folgenden abhängigen Gebiete:
- Amerikanische Jungferninseln (USA)
- Anguilla (Vereinigtes Königreich)
- Aruba (Niederlande)
- Britische Jungferninseln (Vereinigtes Königreich)
- Guadeloupe (Frankreich)
- Kaimaninseln (Vereinigtes Königreich)
- Martinique (Frankreich)
- Montserrat (Vereinigtes Königreich)
- Niederländische Antillen (Niederlande)
- Puerto Rico (USA)
- Turks- und Caicosinseln (Vereinigtes Königreich), eigentlich nicht Teil der Karibik
Siehe auch: Portal:Mittelamerika, Mercado Común Centroamericano, Geschichte Mittelamerikas
Kategorie:Kontinent
ja:中央アメリカ
ko:중앙아메리카
simple:Central America
zh-min-nan:Tiong Bí-chiu
Gorgonen
Die Gorgonen (sg. Gorgo) sind in der griechischen Mythologie drei geflügelte Schreckgestalten mit Schlangenhaaren, die jeden, der sie anblickt, zu Stein erstarren lassen. Sie sind die Töchter des Phorkys und der Keto. Die Gorgonen sind Stheno (Stheino), Euryale und Medusa. Medusa ist die einzige Sterbliche und wurde von Perseus enthauptet. Der Kopf dieser Gorgone wurde der Göttin Athene gebracht. Zahlreiche Motive der Athene zeigen sie mit der Aigis und Gorgonenhaupt auf ihrer Brust.
Siehe auch: Portal:Mythologie, Liste von Fabelwesen, Stammbaum der griechischen Götter
Literatur
Gebhardt, Harald und Ludwig, Mario: Von Drachen, Yetis und Vampiren - Fabeltieren auf der Spur. BLV-Verlag, München, ISBN 3-405-16679-9
Kategorie:Griechische Mythologie
Kategorie:Literarische Figur
Kategorie:Fabelwesen
ja:ゴルゴン
Pirat
Ein Pirat ist ein Räuber, der von einem Schiff oder Boot aus sein Opfer attackiert und ausplündert, wobei manchmal auch Küstenorte Angriffsziele sind. Manche Piraten arbeiten auch mit der küstennahen Bevölkerung zusammen, die das Strandrecht besitzt.
Geschichte
Bereits Homer schildert im 8. Jh. v. Chr. in seinen Epen Kaperfahrten zum Haupterwerb. Insbesondere die Küsten der Ägäis luden als Versteck und Schlupfwinkel geradezu ein. Korrespondenzen des Herrschers von Zypern aus dem 14. Jh. v. Chr. belegen Piraten an der kleinasiatischen Südküste. Ausgangspunkt soll vor allem Lykien in der heutigen Südwest-Türkei gewesen sein. Auch in vielen späteren antiken Quellen galt diese Region als Heimat von Piraten, die die Gewässer großer Teile des östlichen Mittelmeers unsicher machten. Die überhandnehmende Seeräuberei in der Ägäis wurde - laut Herodot und Thukydides - erstmals durch die kretische Marine bekämpft. Eine wahre Piraten-Plage z. Z. des römischen Imperiums veranlasste den Senat, Pompeius (67 v. Chr.) mit besonderen Vollmachten auszustatten. Sein regelrechter Seekrieg gegen die Piraten führte zum vorläufigen Ende der Piraterie (man soll jedoch nicht vergessen, dass das Imperium selbst Beutezüge unternahm, auch wenn diese nicht mehr den Namen Piraterie trugen); Byzanz, am Ende seiner Macht, wurde wiederum von arabischen Seeräubern beeinträchtigt.
Byzanz
Auf den Schiffen herrschte eine gewisse Form der Demokratie. So wurden oft wichtige Entscheidungen durch Abstimmungen der Besatzung getroffen. Ein Grund für den anfänglichen Zulauf zum Piratentum war die erbarmungslose Unterdrückung auf den offiziellen Handels- und Kriegsflotten der einzelnen Länder.
Als die Zeit der "klassischen Piraterie" kann man den Zeitraum zwischen etwa 1650 und 1730 bezeichnen, als Seeräuber europäischer Herkunft gestützt auf korrupte Gouverneure und Regierungsbeamte vor allem die Karibik unsicher machten. Nach Eliminierung ihrer Stützpunkte im karibischen Meer verlegten einige Piratenführer ihre Wirkungsstätte in den Indischen Ozean, wo in einem Teil der Insel Madagaskar eine Art Piratenrepublik (Libertalia) entstanden war, die bis etwa 1730 existierte.
Eine spezielle Form der Piraterie existierte im Mittelmeer. Diese ging hauptsächlich von den sogenannten Barbareskenstaaten aus, also den Staaten moslemischer Machthaber in Nordafrika (Tunis, Algier). In diesen Ländern wurde die Seeräuberei staatlich betrieben und war die Haupteinnahmequelle des Staates. Dieses Unwesen ging noch Ende des 18.Jahrhunderts so weit, dass einige europäische Länder (etwa die seinerzeit unabhängige Hansestadt Hamburg) aber auch die noch jungen USA sich lieber zu regelmäßigen Zahlungen an die Regierungen der "Barbareskenstaaten" verpflichteten, damit ihre Handelsschiffe nicht behelligt wurden.
Erst im Jahr 1830 setzte Frankreich diesem Treiben mit der Eroberung Algeriens ein Ende.
Weitere Namen und Synonyme
Libertalia
- Freibeuter waren staatlich geduldete oder gar beauftragte Piraten, die vom 16. bis zum 19. Jahrhundert auf Kaperfahrt gingen. Dabei hatten sie das verbriefte Recht (durch einen Kaperbrief), die Schiffe anderer Nationen aufzubringen, nicht jedoch Schiffe der eigenen Nation. Oft hielten sich die Freibeuter weder an Rechte noch an Pflichten, die in den Kaperbriefen festgelegt waren, ähnlich wie deren Aussteller.
- Seeräuber
- Korsar ist die im Mittelmeer gängige Bezeichnung (franz.) für Seeräuber gewesen.
- Bukaniere waren Piraten mit fester Basis in der Karibik, wie etwa der Insel Île de la Tortue (Tortuga). Sie sicherten ihren Lebensunterhalt aber auch durch Jagd im Hinterland.
- Als Flibustiere (Filibuster) bezeichnete man eine hauptsächlich aus Franzosen bestehende Vereinigung von Seeräubern, die im 17. Jahrhundert die Karibik heimsuchten. Später wurden dann generell Seeräuber und Freibeuter so bezeichnet.
:Mit dem Standortwechsel der Bukaniere von Hispaniola nach Île de la Tortue wählten weitere Piraten der Karibik Île de la Tortue als Basis. Sie bezeichneten sich nicht mehr als „Brüder der Küste“, sondern als Flibustier. Dieses Wort leitet sich von einem holländischen Wort ab, den vrijbuiters. Dieses Wort wandelte sich über das Englische freebooters und das Französische flibustiers, welches Wort die Engländer später übernahmen und in filibusters abwandelten. Die deutsche Sprache adaptierte letztendlich ebenso das französische Wort.
:Ab 1655 wurde Port Royal auf Jamaika zum zweiten Stützpunkt der Karibik-Piraten. Hier fanden vornehmlich englische Piraten ihren Stützpunkt, auf Île de la Tortue hauptsächlich französische. Port Royal wurde 1692 von einem Erdbeben und der nachfolgenden Flutwelle zerstört. Danach wichen die Piraten auf die Bahamas-Inseln (bis 1718) und nordamerikanische Häfen wie z. B. New York aus.
Symbole und Klischees
New York
Der Jolly Roger ist die schwarze Flagge (meist mit einem Totenkopf) von Piratenschiffen. Sie wurde erstmals 1700 am Mast des Piraten Emmanuel Wynne gesichtet.
Zum Ursprung des Namens „Jolly Roger“ gibt es mehrere Versionen:
- das Englische Roger bezeichnet sowohl einen Vagabunden als auch den Teufel (Old Roger).
- Französische Bukaniers nannten ihre ursprünglich rote Flagge joli rouge („schönes Rot“).
- Es gab einen indischen Piraten mit dem Namen Ali Rajah, von den Briten Olly Roger ausgesprochen.
Edward England war anfänglich der einzige Pirat, der in seiner Flagge den bekannten Totenkopf mit gekreuzten Knochen zeigte. Da die Flagge zur Identifikation der Piraten diente, hatte jede Mannschaft ein individuelles Zeichen.
Bekannte Piraten
- John Hawkins (Karibik, um 1565)
- François l'Ollonais (Karibik, um 1666)
- Michel de Granmont bzw. Grammont (Karibik, gegen 1686)
- Anne Bonny (Karibik, 1690-?)
- Mary Read (Karibik, 1690-1720)
- Henry Every (Karibik, Atlantik & Indischer Ozean 1694-95)
- Edward Teach, besser bekannt als Blackbeard (Karibik, später Carolina 1716-18)
- Bartholomew Roberts, auch Black Barty (Karibik, später Westafrika 1718-1722)
- Edward England (Karibik bis 1718, später Madagaskar)
- William Condon („Billy One-Hand“, Karibik bis 1718, später Madagaskar und Indien)
- Charles Vane (Karibik, um 1718)
- Cui Apu (Südchinesiches Meer, 19. Jahrhundert)
Bekannte Freibeuter
- Klaus Störtebeker und Gödeke Michels, die Anführer der Vitalienbrüder und Likedeeler (Nord- und Ostsee, 14./15. Jhd.)
- Walter Raleigh (diverse Meere, 1585)
- Francis Drake (diverse Meere, vgl. Armada 1588)
- Piet Heyn (Karibik, Niederlande, um 1628)
- Henry Morgan (Karibik um 1670)
- William Dampier (diverse Meere, um 1685)
- William Kidd (Madagaskar, 1696-1701)
- Pierre le Grand (Karibische See, 17. Jahrhundert)
- Tom Tew (Madagaskar, 17. Jhd., Kompanen von Misson (Priester und Piratenanhänger)
- Jean Bart (Frankreich, gegen 1700)
- Robert Surcouf (Frankreich, um 1800)
- Richard Sievers (†1700), Hamburger, Ende 17. Jhd., indischer Ozean, der einzige deutsche Pirat von internationalem Rang
Fiktive Piraten
- Guybrush Threepwood, der unheldenhafte Held der Computerspiel-Reihe Monkey Island
- Geisterpirat LeChuck, der Bösewicht der Monkey Island-Spiele
- Captain Hook, der Schurke aus Peter Pan
- Long John Silver aus der Schatzinsel
- Feuerbart, einer der Piraten aus George MacDonald Frasers Roman "Die Piraten".
- Dotterbart (im Original "Yellowbeard") aus dem gleichnamigen satirischen Film
- Captain Jack Sparrow aus dem Film Fluch der Karibik, gespielt von Johnny Depp
- Captain Joshua Flint (Die Schatzinsel), evtl. nach unbekanntem historischen Vorbild
- "Der rote Korsar" aus dem gleichnamigen US-Film von 1952, gespielt von Burt Lancaster
- "Captain Blood" aus dem gleichnamigen US-Film von 1935, gespielt von Errol Flynn
- "Der rote Korsar" aus der gleichnamigen französischen Comic-Serie, 1959 geschaffen von Jean-Michel Charlier und Victor Hubinon.
- Captain Pugwash, britische Cartoonfigur
- Der einäugige Willy, aus dem Abenteuerfilm The Goonies
- Monkey D. Ruffy aus One Piece.
- Die Wilde 13, eine recht bekannte schreckliche Piratenbande aus Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer von Michael Ende.
- Die ungenannte Piratencrew aus Asterix, deren Schiff beiläufig immer wieder versenkt wird. Eine Persiflage auf den "Roten Korsar" von Charlier und Hubinon.
- "Rackham der Rote", Kapitän der Einhorn, schatzversteckender Pirat aus dem gleichnamigen Doppelband von Tintin bzw. Tim und Struppi.
- verschiedene in verschiedenen Heften der Comicserie Das Phantom.
- eigentlich alle, ehrenhalber, bei Häger dem schrecklichen Wikinger bzw. Wiki und die starken Männer
Moderne Piraterie
Auch heute gibt es noch Piraterie.
Besonders in den Gebieten Süd- und Südostasien im Südchinesischen Meer, in Teilen von Südamerika, Westküste Afrikas und vom Süden des Roten Meers über den Golf von Aden um die Insel Sokotra bis an den Indischen Ozean attackieren die Piraten heute die modernen Schiffe.
Auch die Straße von Malakka und die Gewässer um Sri Lanka gelten als unsicheres Seegebiet.
Müssen die großen Schiffe wegen Defekten oder wegen Wetter bzw. aus Zeitgründen in den Meerengen bzw. in Küstennähe fahren, verringern sie ihre Geschwindigkeit und können dann oft mit Schnellbooten leicht von Piraten geentert werden. Bei voller Fahrt ist dies wegen der Geschwindigkeit moderner Schiffe, den hohen Bordwänden und der Wellenbildung am und besonders hinter dem Schiff nicht möglich. Sollte die Gefahr eines Überfalls bestehen, so schließt die Besatzung alle offenen Türen und Luken, auf den unteren Decks werden Türen teilweise verschweißt. Die Abwehr erfolgt dann effektiv mit Wasserschläuchen, aus denen mit hohem Druck Wasser auf angreifende Piraten gespritzt wird. Es existieren auch Elektrozaun-Systeme, die das Erklettern von Bordwänden unmöglich machen sollen.
In den meisten Fällen sind die modernen Piraten nicht an der Ladung interessiert, sondern eher am Inhalt des Schiffs-Safes, der häufig große Bargeldsummen enthält, die für die Bezahlung der Gehälter und der Hafengebühren bestimmt sind.
In einigen Fällen zwangen die Piraten die Besatzung, das Schiff zu verlassen, und fuhren mit dem gekaperten Schiff in einen Hafen, wo es falsche Papiere bekam und dann unter anderem Namen weitergenutzt wurde.
Im modernen Völkerrecht gelten als Piraterie nur Überfälle, die auf hoher See durchgeführt werden. Das folgt aus den Definition der Artikel 15 der Geneva Convention on the High Seas und Artikel 101 der United Nations Convention on the Law of the Sea. Angriffe von Piraten, die als Piraterie zu werten sind, können von jedem Land das diese Konventionen unterzeichnet hat bekämpft werden.
1992 wurde das Piracy Reporting Centre des International Maritime Bureau (IMB Piracy Reporting Centre) [http://www.iccwbo.org/ccs/menu_imb_piracy.asp] in Kuala Lumpur gegründet. Es sammelt Meldungen über Piraterie und wertet sie aus, um Schiffseigner warnen und schützen zu können. Außerdem hilft es bei der Suche nach geraubten Schiffen.
Im Jahr 2004 sind bei Seeräuberüberfällen mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen, neun mehr als noch im Vorjahr, teilte das [http://www.iccwbo.org/ccs/menu_imb_piracy.asp] Anti-Piraten-Zentrum des International Maritime Bureau (IMB) in Kuala Lumpur mit. Bereits 2003 hatte sich die Zahl der Todesopfer durch Piratenattacken mehr als verdoppelt. Gleichzeitig registrierte das IMB im vergangenen Jahr jedoch einen Rückgang der registrierten Überfälle von 445 auf 325. Brennpunkt der Seeräuberei sind den Angaben zufolge nach wie vor die Gewässer Indonesiens, wo es 2004 zu 93 bekannten Angriffen kam. Rang zwei belegt die Straße von Malakka zwischen der indonesischen Insel Sumatra und Malaysia mit 37 Überfällen.
Im ersten Halbjahr 2005 ging die Zahl der Überfälle weiter zurück und zwar auf 127 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2004. Das Zentrum ist weiterhin der Raum um Indonesien, doch vor der Küste Somalias hat sich die Lage besonders verschlimmert, auch durch stark erhöhte Lösegeldforderungen.
Luftpiraterie
Bei Flugzeugentführern spricht man auch von Luftpiraten.
Siehe Spezialartikel: Flugzeugentführung
Produktpiraterie (Software- und Marken-Piraten)
Flugzeugentführung
Produktpiraterie ist das verbotene Nachahmen und Vervielfältigen von Waren, für die die rechtmäßigen Hersteller Erfindungsrechte, Designrechte und Verfahrensrechte besitzen. Der Marken- und Produktpirat übernimmt unerlaubt das technische Wissen, das sich ein Unternehmen in langjähriger und mühevoller Arbeit und unter Einsatz enormer finanzieller Mittel erworben hat, um es für seine Produkte zu nutzen. Er verwendet die Bekanntheit einer Marke, die ein Markenhersteller aufgrund seiner Qualitätsprodukte erlangt hat, um den Verbraucher über die tatsächliche Herkunft der Ware und Qualität zu täuschen.
Die Figur des Piraten wird wegen ihrer Symbolkraft in der Gegenwart immer wieder instrumentalisiert, um beispielsweise Verstöße gegen das Urheber- und Markenrecht in den Augen einer breiten Öffentlichkeit zu stigmatisieren. Aus diesem Grund spricht die Medien- und Softwareindustrie heute im Rahmen von Werbekampagnen gegen unrechtmäßiges Kopieren von Musikstücken und Anwendungsprogrammen beispielsweise von Softwarepiraterie. Dieser Ausdruck ist jedoch umstritten.
Siehe auch: Schwarzkopie
In Anspielung auf dieses umstrittene Stilmittel der Medien- und Softwareindustrie entwirft [http://www.wissen-schaft.org/Weblog.html Stephan Eissler] im Gegenzug den [http://www.wissen-schaft.org/Weblog/45.html "Modernen Freibeuter"] als rethorische Figur, um den Missbrauch des Urheber- und Markenrechtes (beispielsweise im Zusammenhang mit zweifelhaften Abmahnungen) als zwar legalen aber dennoch moralisch verwerflichen Akt zu brandmarken, und um auf etwaige gesellschaftliche Folgen hinzuweisen.
Literatur
Eine eher literarische Darstellung des Freibeuterwesens im Elisabethanischen Zeitalter findet sich in dem von Andreas Venzke herausgegebenen Buch Gasparan oder Die letzte Fahrt des Francis Drake (Benziger-Verlag, Zürich 1996, ISBN 3-545-36531-X).
Aus erster Hand vom Leben der Freibeuter der Karibik lesen kann man in Das Piratenbuch von 1678 - Die Amerikanischen Seeräuber von Exquemelin (Tübingen 1968, Erdmann-Verlag), wo unter anderem die Eroberung Panamas durch Henry Morgan beschrieben wird.
Ein interessantes wissenschaftliches Buch zum Thema ist die Dissertation Freibeuter in der Karibischen See. Zur Entstehung und gesellschaftlichen Transformation einer historischen Randbewegung von Frank Bardelle (Münster 1986, Verlag Westfälisches Dampfboot). Hier findet man auch eine umfangreiche Bibliographie.
Ein Buch, das sich ausschließlich mit der modernen Piraterie befasst, ist Piraten. Das organisierte Verbrechen auf See von Douglas Stewart (Hamburg 2002, Mare-Verlag).
In der Belletristik dürfte am bekanntesten der Roman Die Schatzinsel von Robert Louis Stevenson sein, der die Suche nach einem vergrabenen Piratenschatz schildert.
- Siedler, Söldner und Piraten : Begleitpublikation zur gleichnamigen Ausstellung im Focke-Museum/Bremer Landesmuseum vom 8. März bis 14. Mai 2000 / Dieter Bischop. Mit Beitr. von Peter Krull [Hrsg. Manfred Rech]. - Bremen : Landesarchäologe, 2000. - 136 S. : zahlreiche Illustrationen, (= Bremer archäologische Blätter : Beiheft ; 2)
- David Cordingly: Unter schwarzer Flagge: Legende und Wirklichkeit des Piratenlebens. – Sanssouci Verlag, Zürich 1999. – ISBN 3725411476
- David Cordingly: Piraten: Furcht und Schrecken auf den Weltmeeren. – VGS Verlagsgesellschaft, 1999. – ISBN 3802527089
- August Niemann: Das Flibustierbuch: Erlebnisse eines jungen Deutschen unter den Freibeutern. Mit Bildern v. Joh. Gehrts, 407 S., Vobach, Berlin; Leipzig; Wien, 1906, L_SBB
Weblinks
- [http://www.iccwbo.org/ccs/imb_piracy/weekly_piracy_report.asp Weekly Piracy Report - aktuelle Nachrichten über Überfälle]
- [http://www.piratehaven.org/~beej/pirates/ englische Seite mit vielen Abbildungen von Piraten]
- [http://www.cindyvallar.com/pirates.html Informationsseite (historisch; Englisch)]
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ja:海賊
Simón Bolívar
Simón José Antonio de la Santísima Trinidad Bolívar Palacios y Blanco [] ( - 24. Juli 1783 in Caracas, Neugranada, heute Venezuela; † 17. Dezember 1830 in Santa Marta, Kolumbien; genannt El Libertador) war südamerikanischer Unabhängigkeitskämpfer und ist Nationalheld vieler südamerikanischer Länder.
Als seine Geliebte und Kampfgefährtin erlangte Manuela Sáenz traurige Berühmtheit.
Leben
El Libertador - Der Befreier
Simón Bolívar führte die Unabhängigkeitsbewegung gegen die spanischen Kolonialherren in den heutigen südamerikanischen Staaten Venezuela, Kolumbien, Panamá, Ecuador, Peru und Bolivien an.
Simón Bolívar wurde am 24. Juli 1783 in Caracas, Venezuela, geboren. Er war Sohn einer reichen Kreolenfamilie und genoß eine sehr gute Ausbildung. Sein Privatlehrer war Simón Rodríguez, mit dem er später durch Europa reiste. Nach dem Tod seiner Eltern ging er 1799 nach Spanien, um seine Ausbildung fortzusetzen. Später folgten Aufenthalte in Frankreich und Deutschland. In Spanien heiratete er María Teresa Rodríguez del Toro y Alaysa im Jahre 1802 und kehrte im Anschluss mit ihr nach Venezuela zurück. Bereits im darauffolgenden Jahr erlag seine Frau jedoch dem Gelbfieber. Infolgedessen reiste Bolívar 1804 erneut nach Europa und ging erst 1807 nach Venezuela zurück.
Der Unabhängigkeitskrieg
1807
Das zunehmende nationale Bewusstsein in den spanischen Kolonien führte in dieser Zeit zur Entstehung einer Unabhängigkeitsbewegung in Lateinamerika. Simón Bolívar schloß sich einer Widerstandsjunta in Caracas an. Diese verkündete 1810 die Unabhängigkeit Venezuelas und schickte Bolívar zu diplomatischen Verhandlungen nach Großbritannien. Die spanische Armee versuchte, die Unabhängigkeitsbestrebungen zu unterbinden und es kam zu Gefechten in den Kolonien. 1811 kehrte Bolívar nach Venezuela zurück. Francisco de Miranda, Führer der Junta in Caracas, ergab sich allerdings 1812 den spanischen Truppen und Bolívar floh nach Cartagena. Dort verfaßte er das „Manifest von Cartagena“.
Am 14. Mai 1813 begann der eigentliche Befreiungskampf. In Neu-Granada führte Simón Bolívar die Invasion von Venezuela an. Am 23. Mai eroberte er Mérida, gefolgt von Trujillo am 9. Juni. Schließlich gelang ihm die Eroberung von Caracas am 6. August, und rief die Zweite Venezolanische Republik aus. Diese Verdienste brachten ihm den Ehrennamen „El Libertador“ ein. Er ging erneut nach Neu-Granada, Übernahm dort das Kommando über eine kolumbianische Einheit und nahm mit ihr 1814 Bogotá ein.
Exil in Jamaika
Anschließend plante er die Eroberung von Cartagena und erhoffte einen Zusammenschluss mit den dortigen Streitkräften. Dieses Vorhaben scheiterte aber sowohl an politischen Streitigkeiten als auch an militärischen Eroberungen der spanischen Truppen, worauf Bolívar sich gezwungen sah, ins Exil nach Jamaika zu gehen. Auf der Insel traf er den haitianischen Präsidenten Alexandre Sabes Petión und ersuchte ihn um Unterstützung bei seinem Feldzug. Mit dessen Hilfe landete Bolívar in Venezuela an und konnte die Stadt Angostura, die heutige Ciudad Bolívar, einnehmen, welche der Ausgangspunkt für seine weiteren Operationen wurde.
Großkolumbien
Nach der Eroberung von Boyacá im Jahr 1819 war auch Kolumbien von den Spaniern befreit. Am 7. September 1821 gründete Bolívar die Republik Großkolumbien, ein Staat, welcher die Territorien der bis dahin befreiten Provinzen Venezuela, Ecuador und Kolumbien (mit dem dazu gehörigen Gebiet des heutigen Panamá) umfaßte. Er wurde sogleich erster Präsident von Großkolumbien, General Francisco Paula Santander wurde Vizepräsident. Weitere militärische Siege in Carabobo (1821) und Pichincha (1822) festigten seine Position.
Am 26. und 27. Juli 1822 fand das legendäre Treffen zwischen Simón Bolívar und dem argentinischen General José de San Martín statt. Martín führte den Befreiungskrieg im Süden Lateinamerikas und befreite Argentinien und Chile von der spanischen Herrschaft. Die Invasion von Peru, wo der spanische Widerstand stark war, gelang ihm nur teilweise. Die beiden Generäle einigten sich auf ein gemeinsames Vorgehen bei der restlichen Eroberung Perus. Bolívar gelang die Befreiung der Provinz. Martín übertrug ihm den Befehl über seine Truppen und zog sich im Folgenden aus dem Befreiungskrieg zurück. Der peruanische Kongress ernannte Simón Bolívar zum Diktator, was ihm eine Neuorganisation der politischen und militärischen Führung erlaubte.
Mit der Hilfe von General Antonio José de Sucre siegte er in Junín am 6. August 1824 über die spanische Kavallerie. In der Schlacht bei Ayacucho (Peru) am 9. Dezember desselben Jahres schlug Sucre die verbliebenen - aber dennoch zahlenmäßig überlegenen - spanischen Streitkräfte (in Abwesenheit Bolívars) und zwang damit die Spanier endgültig, den südamerikanischen Subkontinent zu verlassen. Bolívar sah in Sucre seinen besten General und engsten Vertrauten und die beiden Heerführer verband eine lebenslange Freundschaft.
Beim Kongress von Alto-Peru am 6. August 1825 benannte sich die neue Republik nach ihrem Befreier in Bolivien um. Der Libertador arbeitete eine neue Verfassung für das Land aus. Allerdings fiel ihm die Herrschaft über Groß-Kolumbien zunehmend schwerer. Nationale Strömungen in den Teilrepubliken und Streitigkeiten innerhalb der Regierung drohten, die Staatengemeinschaft zu zerbrechen. Als Versuch, die Republik Groß-Kolumbien als Ganzes zu erhalten, lud er 1828 zu einer verfassungsgebenden Versammlung in Ocaña ein. Er wollte Teile der bolivarianischen Verfassung in die von Groß-Kolumbien übernehmen. Die Änderungen hätten eine Präsidentschaft auf Lebenszeit beinhaltet, zusammen mit dem Recht auf die Ernennung eines Nachfolgers. Die Vorschläge wurden sehr skeptisch betrachtet und es bildete sich ein starker Widerstand dagegen.
Das Attentat vom September 1828
Die Versammlung scheiterte an großen politischen Differenzen der Teilnehmer. Bolívar wertete diesen Ausgang als Desaster. Infolgedessen ernannte er sich am 27. August 1828 zum Diktator. Es sollte eine vorübergehende Maßnahme sein, um seine Autorität innerhalb der zersplitterten Parteien wiederherzustellen und den Erhalt der Republik zu gewährleisten. Jedoch führte dieses Vorgehen zu einer noch größeren Unzufriedenheit unter seinen politischen Gegnern und führte im September zu einem Attentat auf ihn, an dem auch Santander beteiligt war. Bolívar blieb bei dem Anschlag aber unverletzt.
Seine Position in der Republik blieb aber weiterhin strittig und sein Einfluß wurde zunehmend von politischen Gegnern untergraben. In den folgenden zwei Jahren kam es immer wieder zu Aufständen in den groß-kolumbischen Republiken. Als Konsequenz trat der Libertador am 27. April 1830 von allen seinen politischen Ämtern zurück. Er entschloß sich, Exil auf den karibischen Inseln oder in Europa zu suchen. Bevor er den Kontinent jedoch verlassen konnte, starb er an Tuberkulose am 17. Dezember 1830 in Santa Marta, Kolumbien. Er ist in Caracas begraben [http://www.findagrave.com/cgi-bin/fg.cgi?page=gr&GRid=11917&pt=Simon%20Bolivar]
Kurz nach seinem Tod zerbrach die Republik Großkolumbien in die einzelnen Staaten Ecuador, Venezuela und Kolumbien.
Politische Ziele
Bolívars zentrale politische Leitlinien waren die politische Unabhängigkeit Lateinamerikas gegenüber Europa und den USA, fortschrittliche Sozialvorstellungen sowie der Panamerikanismus. Sein entsprechender, auf der Ersten Panamerikanischen Konferenz in Panamá von 1826 vorgetragener Plan einer Konföderation aller lateinamerikanischen Staaten ließ sich jedoch nicht verwirklichen. Nur für einige wenige Monate des Jahres 1826 waren sowohl Neugranada-Großkolumbien (Kolumbien mit Panama sowie Venezuela und Ecuador) als auch Peru und Bolivien unter Bolivars Präsidentschaft vereint, ehe er den Süden einem unabhängigen Stellvertreter überließ und im Norden gestürzt wurde und schließlich auch Neugranada-Großkolumbien 1830 auseinander brach.
Der politische Einfluss Bolívars wirkt jedoch bis heute nach, ein Beispiel für seine aktuelle Bedeutung ist der von Hugo Chávez seit 1999 in Venezuela praktizierte Bolivarismus. In dessen Rahmen wurde 2005 mit Kuba die Alternativa Bolivariana para las Américas (ALBA) gegründet. Diese Organisation hat den wirtschaftlichen Zusammenschluss der lateinamerikanischen Staaten ohne eine dominierende Rolle der USA zum Ziel. Sie versteht sich somit als eine Alternative zur gesamtamerikanischen FTAA, welche besonders von den USA und Kanada bevorzugt wird.
In Südamerika gibt es eine Anzahl von Ortschaften und Städten, die Bolívars Namen tragen. Der Staat Bolivien trägt den Namen des Freiheitshelden und Venezuela nennt sich offiziell Bolivarianische Republik Venezuela, auch heißt die Währung des Landes Bolívar. Nach ihm ist auch der am 19. März 1911 von Max Wolf in Heidelberg entdeckte Asteroid (712) Boliviana benannt.
Literatur
- Gabriel García Márquez: Der General in seinem Labyrinth, historischer Roman, Köln, Kiepenheuer & Witsch, 2001, (KiWi; 657), ISBN 3-462-03057-4
- Ingrid Beutler-Tackenberg: Gabriel García Márquez und Símon Bolívar im Labyrinth der Geschichte. Die politische Dimension des oben erwähnten historischen Romans "El general en su laberinto". Berlin, Logos-Verlag, 2000, ISBN 3-89722-504-2
- Salvador de Madariaga: Simón Bolívar. Zürich, Manesse-Verl., 1986, ISBN 3-7175-8067-1
Weblinks
- [http://www.usb.ve/ Die Universidad Simón Bolívar]
Bolívar, Simon
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ja:シモン・ボリバル
simple:Simón Bolívar
Friedrich D'CrozFederico D'Croz (deutsch Friedrich) war ein deutscher Soldat und Unabhängigkeitskrieger Kolumbiens.
Als Sargento Mayor wurde ihm durch Simón Bolívar die Insel Gorgona als Dank für seine Leistungen im kolumbianischen Unabhängigeiskrieg gegen Spanien geschenkt. Er bewirtschaftete diese Insel mit Kokospalmen und Fruchtbäumen. Er verkaufte Ramón Payán, aus Guapi, die Hälfte dieser Insel um sie mit ihm zu teilen. Seine Nachfolger verkauften die Insel 1959 für 200.000 Pesos an den kolumbianischen Staat.
Am 18. Juli 1833 legte Federico D'Croz, mit dem damaligen Grad von Coronel, die erste Schiene von dem was später die Eisenbahn vom Pazifik (Ferrocarril del Pacífico) werden sollte.
D'Croz, Friedrich
D'Croz, Friedrich
D'Croz, Friedrich
D'Croz, Friedrich
1959
Politik
- 1. Januar: Paul Chaudet wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Kuba. Der Diktator Fulgencio Batista flieht ins Ausland. Fidel Castro kommt an die Macht
- 2. Januar: Fidel Castro und seine Revolutionstruppen rücken in Havanna, der Hauptstadt Kubas ein
- 3. Januar: Alaska wird der 49. Bundesstaat der USA
- 6. Februar: Die deutsche Luftwaffe erhält 300 US: Jagdflugzeuge des Typs Starfighter. Im Laufe der nächsten Jahre stürzen davon 260 Maschinen ab. 110 Piloten kommen ums Leben
- 15. Februar: Im Regierungsbezirk Düsseldorf wird erstmals in der Bundesrepublik Deutschland ein Radargerät zur Geschwindigkeitsmessung eingesetzt
- 18. März: Der amerikanische Präsident Dwight D. Eisenhower unterzeichnet eine Bestimmung zur Eigenstaatlichkeit von Hawaii. Damit wird Hawaii der 50. Bundesstaat der USA
- 16. Juni: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Niederlande
- 11. Juli: Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Luxemburg zur Kriegsentschädigung des 2. Weltkriegs
- 20./21. Juli: Sieben Länder der OEEC beschließen die Errichtung einer Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA)
- 21. Juli: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Frankreich
- 21. August: Hawaii wird der 50. Bundesstaat der USA
- 12. September: Theodor Heuss scheidet aus dem Amt des Bundespräsidenten
- 7. Oktober: der Ministerpräsident des Irak, Abdel Karim Kassem, erleidet bei einem Attentat schwere Verletzungen
- 17. Oktober: Marokko wertet die Währung ab und führt die neue Geldeinheit Dirham ein
- 26. Oktober: Pakistan erklärt Rawalpindi zur neuen Hauptstadt der Republik
- 11. November: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Ägypten und zwischen Deutschland und Syrien. Beide in Kraft seit dem 16. Oktober 1960
- 15. November: Godesberger Programm der SPD
- 17. November: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Ägypten
- 12. Dezember: im Grenzgebiet von Paraguay und Argentinien bricht eine Rebellion gegen das Regime des General Alfredo Stroessner aus, sie wird jedoch rasch niedergeschlagen
- 16. Dezember: Präsident Sukarno verlängert den Ausnahmezustand in Indonesien auf unbestimmte Zeit und macht sich mehr und mehr zum Alleinherrscher
- China annektiert Tibet
- Volksaufstand gegen die chinesische Besetzung Tibets in Lhasa
- Flucht des 14. Dalai Lama ins indische Exil
- Ché Guevara und Fidel Castro ergreifen mit ihrer Bewegung des 26. Juli (M-26-7) die Macht in Kuba
Wirtschaft
- LPG-Pflicht in der DDR wird eingeführt
Wissenschaft und Technik
- 2. Januar: Der sowjetische Satellit „Lunik 1“ fliegt zum Mond
- 7. Juli 15.28Uhr MEZ: Der Planet Venus bedeckt zum ersten Mal seit dem 11. September 1128 den hellen Fixstern Regulus. Das seltene Ereignis, das sich erst am 1. Oktober 2044 wiederholen wird, wird von Astronomen zur Durchmesserbestimmung der Venus und zur Untersuchung der Venusatmosphäre genutzt. [http://www.marco-peuschel.de/Regulusbedeckungen%20durch%20die%20gro%DFen%20Planeten.pdf]
- 18. August: Der „Mini“(britischer Kleinwagen) kommt auf den Markt
- 13. September: Eine sowjetische Rakete erreicht den Mond und zerschellt dort
- 4. Oktober: Die sowjetische Raumsonde Lunik 3 wird gestartet, um erstmals Bilder der erdabgewandten Seite des Mondes zu machen
- 29. Dezember: Richard P. Feynman hält seine Rede There's plenty of Room at the Bottom, welche zum ersten Mal die Möglichkeiten der Nanotechnologie andeutet
Kultur und Gesellschaft
- 6. Februar: Uraufführung der Oper La voix humaine von Francis Poulenc an der Opéra-Comique in Paris
- 26. Februar: Auf das Gemälde „Der Höllensturz der Verdammten“ von Peter Paul Rubens wird in der Alten Pinakothek in München ein Säureattentat verübt
- 14. Juni: Uraufführung der Oper Die tödlichen Wünsche von Giselher Klebe in Düsseldorf
- 20. September: Uraufführung der Oper Die Ermordung Cäsars von Giselher Klebe in Essen
- 29. Oktober: In der Erstausgabe des Comic-Magazins Pilote erscheint die erste Folge von Astérix le Gaulois
- 10. November: Uraufführung der Rundfunkoper Przygoda Króla Artura (Die Abenteuer König Arturs) von Grażyna Bacewicz im Sender Radio Warschau
- 21. Dezember: Schah Reza Pahlevi heiratet zum drittenmal
- Der Roman „Memento Mori“ von Muriel Spark erscheint
- In der Bundesrepublik erscheint erstmals die Jugendzeitschrift „twen“
Katastrophen
- 3. Februar: New York, USA. Ein Turboprop Verkehrsflugzeug der American eine Lockheed L-188 Electra stürzte während der Landung am Ende der Landebahn des Flughafens LaGuardia in den East River. Viele überlebten anfänglich die Katastrophe, ertranken aber dann im eiskalten Wasser. 65 Personen starben, 8 Menschen überlebten
- 3. Februar: Varese, Italien. Eine Super Constellation der TWA, auf dem planmäßigen Flug nach Paris, Frankreich, wurde etwa 15 Minuten nach dem Start vom Flughafen Mailand-Malpensa von einem Blitz getroffen. Anschließend explodierten die Treibstoff-Tanks. Alle 68 Menschen an Bord starben
- 3. Februar: The Day the Music Died
- 1. November: Rio de Janeiro, Brasilien. Eine Lockheed Constellation der deutschen Lufthansa, auf einem planmäßigen Flug aus Hamburg, Deutschland kommend, stürzte beim Landeanflug wegen schlechter Sicht und heftigem Regen kurz vor der Küste ins Meer. 36 Menschen starben, 3 konnten gerettet werden
- 1. Dezember: Williamsport, Pennsylvania, USA. Eine Verkehrsmaschine stürzte während eines Landeabbruchs ab. 25 Tote
- 2. Dezember: in Südfrankreich stürzt die Staumauer Malpasset ein. Ca. 421 Menschen starben durch die Flutwelle
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 8. November: Minneapolis, Minnesota: Basketballspieler Elgin Baylor erzielt mit 64 Punkten gegen die Boston Celtics einen neuen NBA-Rekord
- Eintracht Frankfurt wird mit 5:3 gegen Kickers Offenbach im Finale von Berlin Deutscher Fußballmeister
- 2. Januar: Ines Müller, deutsche Leichtathletin
- 5. Januar: Clancy Brown, US-amerikanischer Schauspieler
- 7. Januar: August Zirner, deutscher Schauspieler
- 7. Januar: Frank Wörndl, deutscher Skirennläufer
- 8. Januar: Paul Hester, australischer Musiker († 2005)
- 8. Januar: Martin Langer, deutscher Kameramann
- 8. Januar: Leo Lukas, österreichischer Kabarettist, Regisseur und Schriftsteller
- 9. Januar: Monika Staab, deutsche Fußballtrainerin
- 9. Januar: Rigoberta Menchú Tum, guatemaltekische Menschenrechtsaktivistin
- 10. Januar: Chandra Cheeseborough, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 12. Januar: Ralf Möller, deutscher Bodybuilder und Schauspieler
- 12. Januar: Blixa Bargeld, deutscher Musiker, Performance-Künstler, Komponist, Autor und Schauspieler
- 12. Januar: Per Gessle, Musiker
- 12. Januar: Weronika Tscherkassowa, oppositionelle belarussische Journalistin († 2004)
- 13. Januar: Kid Ramos, US-amerikanischer Bluesrockgitarrist
- 17. Januar: Salome Kammer, deutsche Schauspielerin, Musikerin
- 17. Januar: Fabio Luisi, italienischer Dirigent
- 17. Januar: Susanna Hoffs, US-amerikanische Popsängerin
- 18. Januar: Volkmar Vogel, deutscher Politiker und MdB
- 18. Januar: Dagmar Lurz, deutsche Eiskunstläuferin
- 19. Januar: Margarete Bause, deutsche Politikerin
- 19. Januar: Harold Kreis, Eishockeyspieler (Verteidiger) und -trainer
- 20. Januar: Antoine Hervé, französischer Komponist und Pianist
- 20. Januar: R. A. Salvatore, US-amerikanischer Autor verschiedener Fantasy-Buch-Serien
- 21. Januar: Oskar Roehler, deutscher Filmregisseur
- 21. Januar: Günter Nooke, Politiker
- 22. Januar: Holger Hieronymus, Fußballspieler
- 22. Januar: Urs Meier, Schweizer Fußballschiedsrichter
- 22. Januar: Linda Blair, US-amerikanische Schauspielerin
- 24. Januar: Michel Preud'homme, belgischer Fußballspieler
- 26. Januar: Moritz Hunzinger, deutscher Public-Relations-Unternehmer
- 26. Januar: Ingo Schachtschneider, rechtsextremer Politiker
- 27. Januar: Jörg Becker, deutscher Wirtschaftsinformatiker
- 28. Januar: Frank Darabont, Regisseur, Autor
- 29. Januar: Peter Hettlich, deutscher Politiker
- 29. Januar: Raimund Becker, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit
- 30. Januar: Jody Watley, afroamerikanische Musikerin
- 30. Januar: Alexander Bob, Arzt und Verlagsmanager
- 30. Januar: Lutz Hoffmann, deutscher Turner
- 31. Januar: Peter Popangelow, bulgarischer Skirennläufer
- 1. Februar: Barbara Auer, deutsche Schauspielerin
- 2. Februar: Hella von Sinnen, deutsche TV-Entertainerin und Komikerin
- 2. Februar: Hubertus von Hohenlohe, Skirennfahrer
- 4. Februar: Cornelia Pieper, deutsche Politikerin
- 5. Februar: Jennifer Granholm, Gouverneurin des US-Staats Michigan
- 8. Februar: Jürgen Kruse, deutscher Theaterregisseur
- 11. Februar: Roberto Moreno, brasilianischer Rennfahrer
- 11. Februar: René Müller, deutscher Fußballspieler und Trainer
- 14. Februar: Renée Fleming, US-amerikanische Sopranistin
- 15. Februar: Lawrence Taylor, Abwehrspieler im American Football
- 15. Februar: Reinhard Loske, deutscher Politiker
- 16. Februar: John McEnroe, US-amerikanischer Tennisspieler
- 18. Februar: Gerald Ehrmann, deutscher Fußballspieler
- 20. Februar: Sabine Kaack, deutsche Schauspielerin
- 21. Februar: David Hyde Pierce, US-amerikanischer Schauspieler
- 22. Februar: Mikhail Gurevich, belgischer Schachmeister
- 22. Februar: Kyle MacLachlan, US-amerikanischer Schauspieler
- 23. Februar: Caroline Hagenbeck, deutsche Tierparkleiterin († 2005)
- 23. Februar: Jürgen Friedl, deutscher Fußballspieler
- 23. Februar: Karin Wolff, Kultusministerin und stellv. Ministerpräsidentin des Landes Hessen
- 26. Februar: Klaus Riegert, deutscher Politiker
- 27. Februar: Johnny Van Zant, Rockmusiker
- 2. März: Larry Stewart, US-amerikanischer Country-Sänger
- 4. März: Annette Seemann, deutsche Schriftstellerin und Übersetzerin
- 6. März: Tom Arnold, US-amerikanischer Schauspieler
- 7. März: Donna Murphy, US-amerikanische Schauspielerin
- 9. März: Giovanni di Lorenzo, Journalist
- 11. März: Elisabeth Schroedter, deutsche Europaabgeordnete
- 11. März: Maria Epple, deutsche Skirennläuferin
- 11. März: Martin Loeb, Schauspieler
- 11. März: Nina Hartley, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 12. März: Hermann Parzinger, deutscher Prähistoriker und Präsident des DAI
- 13. März: Till Backhaus, Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern
- 15. März: Renny Harlin, finnischer Filmregisseur und Produzent
- 15. März: Ben Okri, nigerianischer Schriftsteller
- 15. März: Peter Ablinger, österreichischer Komponist
- 16. März: Flavor Flav, einer von zwei Rappern der Hip-Hop Gruppe Public Enemy
- 16. März: Jens Stoltenberg, norwegischer Politiker und Staatsminister
- 17. März: Danny Ainge, US-amerikanischer Basketballspieler
- 18. März: Luc Besson, französischer Filmregisseur
- 18. März: Irene Cara, US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin
- 20. März: Sting (Wrestler), US-amerikanischer Wrestler
- 21. März: Nobuo Uematsu, japanischer Musiker
- 23. März: Zuzana Brabcová, tschechische Schriftstellerin
- 24. März: Renaldo Nehemiah, ehemaliger US-amerikanischer Leichtathlet
- 26. März: Axel Berg, deutscher Politiker, MdB
- 27. März: Petra Heß, deutsche Politikerin
- 28. März: Jacob de Haan, niederländischer Komponist und Musiker
- 29. März: Perry Farrell, US-amerikanischer Rockmusiker
- 30. März: Markus Hinterhäuser, österreichischer Pianist und Kulturmanager
- 31. März: Thierry Claveyrolat, französischer Radrennfahrer († 1999)
- 1. April: Christian Thielemann, deutscher Dirigent
- 2. April: Rolf Schwanitz, deutscher Politiker
- 2. April: Juha Kankkunen, erfolgreicher Rallye-Fahrer
- 2. April: Gelindo Bordin, italienischer Marathonläufer
- 10. April: Stanislaw Tillich, deutscher Politiker
- 10. April: Jochen Nickel, deutscher Schauspieler
- 10. April: Brian Setzer, US-amerikanischer Rock'n'Roll-Musiker
- 12. April: Andy Bausch, luxemburger Filmregisseur
- 13. April: Zeruya Shalev, israelische Schriftstellerin
- 15. April: Emma Thompson, britische Schauspielerin
- 15. April: Fruit Chan, Regisseur
- 16. April: Hartmut Koschyk, deutscher Politiker und MdB
- 17. April: Sean Bean, britischer Schauspieler
- 21. April: Robert Smith, Gründer, Sänger und Gitarrist der Rockband The Cure
- 21. April: Gerhard Delling, Sportjournalist
- 22. April: Peter Druschel, Gründungsdirektor des Max-Planck-Instituts für Informatik
- 24. April: Dieter Peter Jahr, deutscher Politiker
- 24. April: Johannes Rauch, österreichischer Politiker
- 26. April: Tom Pauls, deutscher Schauspieler und Kabarettist
- 26. April: Michael Lielacher, österreichischer Manager und Unternehmer
- 27. April: Sheena Easton, britische Sängerin
- 28. April: Susanne Hüttmann-Stoll, Richterin am deutschen Bundessozialgericht
- 3. Mai: Shigeru Kan-no, In Deutschland lebender japanischer Dirigent und Komponist
- 3. Mai: Andrea Spatzek, österreichische Schauspielerin
- 4. Mai: Inger Nilsson, schwedische Schauspielerin
- 4. Mai: Randy Travis, US-amerikanischer Country-Sänger und Songwriter
- 6. Mai: Oskar Prinz von Preußen ( - 1959), 37. Herrenmeister des Johanniterordens; Kaiserurenkel
- 7. Mai: Horst Eckert, deutscher Autor von Kriminalromanen
- 9. Mai: Ulrich Matthes, deutscher Schauspieler
- 9. Mai: János Áder, ungarischer Politiker
- 10. Mai: Georgi Guraspaschwili, georgischer Maler und Bildhauer
- 12. Mai: Ving Rhames, US-amerikanischer Schauspieler
- 14. Mai: Patrick Bruel, französischer Sänger und Schauspieler
- 15. Mai: Ronald Pofalla, deutscher Politiker
- 15. Mai: Andrew Eldritch, englischer Sänger und Produzent
- 17. Mai: Michaela Sburny, österreichische Politikerin
- 18. Mai: Ranga Yogeshwar, Redakteur und Moderator beim WDR
- 19. Mai: James Gosling, einer der Urväter der Programmiersprache Java
- 21. Mai: Andreas Trautmann, deutscher Fußballspieler
- 22. Mai: Morrissey, britischer Sänger
- 22. Mai: Dalbello, kanadische Musikerin
- 23. Mai: Marcella Mesker, niederländische Tennisspielerin
- 24. Mai: Max Strauß, Jurist und ältester Sohn von Franz-Josef Strauß
- 25. Mai: Aribert Wolf, deutscher Politiker
- 29. Mai: Rupert Everett, britischer Schauspieler
- 29. Mai: Reimund Dietzen, deutscher Radrennfahrer
- 31. Mai: Uwe Meyeringh, deutscher Gewerkschafter
- 31. Mai: Florian Bramböck, österreichischer Komponist und Professor
- 2. Juni: Conradin Cathomen, Schweizer Skirennläufer
- 3. Juni: Ruth Weckenmann, deutsche SPD-Politikerin, MdL von Baden-Württemberg
- 5. Juni: Werner Schildhauer, deutscher Leichtathlet
- 6. Juni: Andreas Liebold, deutscher Moderator, Kabarettist, Autor und Medientrainer
- 6. Juni: Rainer Kaufmann, Regisseur
- 7. Juni: Andreas Renner, deutscher Politiker
- 7. Juni: Anker Eli Petersen, färöischer Grafiker, Briefmarken-Gestalter und Autor
- 7. Juni: Tracey Adams, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 8. Juni: Christoph Matznetter, österreichischer Politiker
- 12. Juni: Omar Hakim, Schlagzeuger
- 13. Juni: Klaus Johannis, deutschstämmiger rumänischer Politiker
- 14. Juni: Marcus Miller, US-amerikanischer Musiker und E-Bassist
- 16. Juni: Susan Schubert, deutsche Sängerin
- 16. Juni: Hagen Melzer, deutscher Leichtathlet
- 17. Juni: Judith Kuckart, deutsche Tänzerin, Choreografin, Regisseurin und Schriftstellerin
- 17. Juni: Adri van der Poel, niederländischer Radrennfahrer
- 18. Juni: Zuzana Navarová, tschechische Sängerin, Musikerin und Komponistin († 2004)
- 19. Juni: Christian Wulff, deutscher Politiker
- 20. Juni: Thomas Krüger, deutscher Politiker und Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung
- 20. Juni: Peter Rehaag, ein Hamburger Politiker
- 20. Juni: Willi Kraus (Maler), kroatischer Maler, Bildhauer und Fotograf
- 21. Juni: Hans-Joachim Watzke, deutscher Fußball-Funktionär
- 21. Juni: Kathy Mattea, US-amerikanische Country-Sängerin und Songschreiberin
- 21. Juni: Tom Chambers, US-amerikanischer Basketballspieler
- 22. Juni: Nicola Sirkis, französischer Musiker
- 22. Juni: Stéphane Sirkis, französischer Musiker († 1999)
- 23. Juni: Karin Kortmann, deutsche Politikerin
- 25. Juni: Lutz Dombrowski, deutscher Leichtathlet
- 25. Juni: Rolf Mützenich, deutscher Politiker und MdB
- 26. Juni: Leander Haußmann, deutscher Film- und Theaterregisseur
- 27. Juni: Janusz Kaminski, polnisch-amerikanischer Kameramann
- 30. Juni: Vincent D'Onofrio, US-amerikanischer Schauspieler
- 30. Juni: Daniel Goldhagen, US-amerikanischer Soziologe und Politologe
- 2. Juli: Iris Radisch, deutsche Literatur-Journalistin
- 3. Juli: Kader Arif, französischer Politiker
- 4. Juli: Uwe Klett, deutscher Politiker
- 5. Juli: Marc Cohn, US-amerikanischer Singer-Songwriter
- 7. Juli: Kerstin Knabe, ehemalige deutsche Leichtathletin
- 7. Juli: Wanda Bieler, italienische Skirennläuferin
- 9. Juli: Jim Kerr, Leadsänger und Songwriter der Simple Minds
- 9. Juli: Kevin Nash, US-amerikanischer Profi-Wrestler
- 10. Juli: Hans-Otto Schmiedeberg, Politiker
- 11. Juli: Heidi-Elke Gaugel, deutsche Leichtathletin
- 11. Juli: Tobias Moretti, österreichischer Theater- und Filmschauspieler
- 11. Juli: Richie Sambora, Rock-Gitarrist
- 11. Juli: Suzanne Vega, US-amerikanische Liedermachein
- 14. Juli: Peter Angerer, deutscher Biathlet
- 14. Juli: Mircea Geoană, Politiker in Rumänien und Außenminister
- 15. Juli: Michael Boddenberg, hessischer CDU-Politiker
- 16. Juli: Gerd Wessig, deutscher Leichtathlet
- 17. Juli: Jörg Knör, deutscher Komiker und Parodist
- 18. Juli: Jan Rokita, polnischer Politiker der Partei „Platforma Obywatelska“
- 18. Juli: Audrey Landers, US-amerikanische Schauspielerin
- 20. Juli: Radney Foster, Country-Sänger und Songwriter
- 23. Juli: Noël Martin, Opfer rechter Gewalt in Deutschland
- 26. Juli: Kevin Spacey, US-amerikanischer Schauspieler
- 27. Juli: Michael Sagmeister, deutscher Musiker
- 29. Juli: Klaus-Peter Dehde, deutscher Politiker
- 30. Juli: Petra Felke, deutsche Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1. August: Peter-Martin Schmidt, Generalvikar im Bistum Fulda
- 2. August: Heinz Günthardt, Schweizer Tennisspieler
- 3. August: Tanaka Koichi, japanischer Chemiker, Nobelpreis für Chemie 2002
- 5. August: Pat Smear, US-amerikanischer Musiker
- 7. August: Koenraad Elst, Autor über u. a. indische Politik und Geschichte
- 8. August: Ronald Weigel, deutscher Leichtathlet
- 9. August: Idrissa Seck, ehemaliger Premierminister des Senegal
- 9. August: Kurtis Blow, Pionier des Rap
- 10. August: Rosanna Arquette, Schauspielerin
- 13. August: Thomas Ravelli, schwedischer Fußballspieler
- 14. August: Marcia Gay Harden, Schauspielerin
- 14. August: Magic Johnson, US-amerikanischer Basketballspieler
- 22. August: Heike Arnold, deutsche Unternehmerin
- 22. August: Collin Raye, US-amerikanischer Country-Sänger
- 24. August: Michael Kleeberg, deutscher Schriftsteller und literarischer Übersetzer
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