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Gottfried Semper
Gottfried Semper ( - 29. November 1803 in Altona; † 15. Mai 1879 in Rom) war einer der bedeutendsten deutschen Architekten in der Mitte des 19. Jahrhunderts.
Bauwerke (Auswahl)
19. Jahrhundert
- in Dresden
- Hoftheater – 1838-1841 (abgebrannt 1869)
- Villa Rosa – 1839 (im Zweiten Weltkrieg zerstört)
- Synagoge – 1839-1840 (zerstört am 9. November 1938)
- Oppenheim-Palais – 1845-1848
- Gemäldegalerie – 1847-1855
- Neues Hoftheater (Semperoper) – 1871-1878
- in Zürich
- Stadthaus – 1858
- Polytechnikum, heute ETH – 1858-1864
- in Winterthur
- Stadthaus – 1865-1869
- in Wien
- Burgtheater – 1873 - 1888
- Kunsthistorisches Museum (1872 – 1881, vollendet 1889)
- Naturhistorisches Museum (1872 – 1881, vollendet 1891)
Leben
Die jungen Jahre (bis 1834)
Semper wurde als Sohn eines wohlhabenden Wollfabrikanten im holsteinischen Altona geboren. Er war das fünfte von acht Kindern. Die Schulzeit verbrachte er am Hamburger Johanneum. Nach dem Abitur 1823 begann er in Göttingen das Studium der Mathematik und Geschichte.
1825 studierte er Architektur in München bei Friedrich von Gärtner.
1826 ging er nach Paris um für den Architekten Franz Christian Gau zu arbeiten. Die Juli-Revolution 1830 erlebte er mit. Zwischen 1830 und 1833 bereiste er Italien und Griechenland, um Bauten der Antike zu studieren. 1832 war er deshalb vier Monate lang an archäologischen Forschungen auf der Athener Akropolis beteiligt. Dabei interessierte ihn vor allem die in der Biedermeierzeit aufgeworfene Frage, ob die Bauwerke der Griechen und Römer bunt bemalt waren oder nicht (Polychromiestreit). Sein 1834 unter dem Titel "Vorläufige Bemerkungen über bemalte Architectur und Plastik bei den Alten" publiziertes "Ja" machte ihn schlagartig europaweit bekannt.
Die Zeit in Dresden (1834 - 1849)
Polychromiestreit
Am 30. September 1834 erhielt Semper auf Betreiben Franz Christian Gaus einen Ruf als Professor der Architektur an die Königlichen Akademie der bildenden Künste zu Dresden und leistete dem sächsischen König den Untertaneneid . Das Elbflorenz wuchs und brauchte zur Befriedigung gewachsener Bedürfnisse eine bessere Infrastruktur. Der Hof in Sachsen packte ehrgeizige Bauten an, die dem jungen Architekten Chancen zur Gestaltung eröffneten.
Städtebaulich beeindruckt noch heute, wie der zum Sachsen gewordene Semper den Platz zwischen Zwinger, Hofkirche und Schloss durch den Bau der Gemäldegalerie und des Hoftheaters (heute Semperoper) zu einem wirkungsvollen Ensemble zusammenfügte. Doch auch andere Bauten entstehen untrennbar mit seinem Namen verbunden, etwa das Maternihospital, die (im Dritten Reich zerstörte) Synagoge, das Stadtpalais Oppenheim oder die für den Bankier Martin Wilhelm Oppenheim errichtete Villa Rosa. Letztere gilt als Prototyp deutscher Villenarchitektur.
Am 1. September 1835 ehelicht Semper die Majorstochter Bertha Thimmig. Aus der Ehe gehen in den Jahren bis 1848 sechs Kinder hervor.
1835
Am Dresdner Maiaufstand 1849 beteiligten sich Gottfried Semper und sein Freund Richard Wagner als überzeugte Republikaner an vorderster Front. Eine Vielzahl demokratisch gesinnter Leute wollte mit ihrem Widerstand gegen die Obrigkeit bürgerliche Grundrechte erstreiten. Semper war Angehöriger der Dresdner Kommunalgarde und ließ Barrikaden umbauen. Der Aufstand scheiterte. Semper wurde als "Demokrat I. Klasse" und Haupträdelsführer von der neuen Regierung steckbrieflich ab dem 16. Mai 1849 gesucht und flüchtete aus dem Königreich.
Semper kehrte Dresden für immer den Rücken. Die sächsische Regierung hob den Steckbrief gegen ihn 1863 auf. Als das von ihm erbaute erste Hoftheater 1869 Opfer eines Feuers wurde und Sachsens König Johann auf Drängen der Bürgerschaft ihn mit dem Bau des zweiten beauftragte, lieferte er zwar die Pläne. Den Bau selbst leitete jedoch sein Sohn Manfred nach väterlichen Weisungen.
Nachrevolutionszeit (1849 – 1855)
Über die Zwischenstationen Zwickau, Hof, Karlsruhe und Straßburg gelangte Semper nach Paris. Er ging im Herbst 1850 nach England. Dort erhielt er zwar einige Aufträge, jedoch keine ersehnte Festanstellung. Gezwungenermaßen intensivierte Semper daher in London seine theoretischen Arbeiten. Es entstanden "Die vier Elemente der Baukunst" (1851) und "Wissenschaft, Industrie und Kunst" (1852). Wichtige Grundlagen seines Hauptwerkes "Der Stil in den technischen und tektonischen Künsten oder Praktische Ästhetik" reiften in dieser Phase. Es wurde 1860 und 1863 in zwei Bänden herausgegeben. Sein weiterer Weg führte durch den Einfluss von Richard Wagner später nach Zürich.
Die Zeit in Zürich (1855 - 1871)
Zürich
Zürich
Die Eidgenossen planten, für die beginnende Industrierevolution ein gesamtschweizerisches Polytechnikum zu errichten. Die eingereichten Wettbewerbentwürfe, die Semper als Experte begutachten sollte, erklärte er alle für ungenügend und zeichnete das neue Hochschulgebäude schließlich selbst. Stolz platziert und von allen Seiten gut sichtbar auf einer Terrasse oberhalb der Zürcher Altstadt, wo kurz vorher noch Befestigungsmauern standen, kam die neue eidgenossische Bildungsanstalt als Zeichen einer neuen Epoche. Das von 1858 – 1864 errichtete Hauptgebäude, das trotz vielen Umbauten noch heute an Semper erinnert, musste am Anfang nicht nur das neu entstandene Polytechnikum (heute Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, ETH), sondern auch die bereits existierende Zürcher Universität aufnehmen.
Semper wirkte ab 1855 als Professor für Architektur am neuen Polytechnikum und viele seiner Schüler sorgten später mit für seinen internationalen Ruhm, nicht ohne Eigennutz, denn die meisten Semperschüler aus Zürich sind selbst berühmte und erfolgreiche Architekten geworden. Die Bezahlung erlaubt es ihm, seine Familie aus Sachsen nach Zürich nachkommen zu lassen.
Zu den weiteren in der Schweiz entstandenen Bauten Sempers zählt unter anderem das Stadthaus in Winterthur.
Für König Ludwig II. von Bayern konzipierte Semper einen Entwurf für ein Richard-Wagner-Theater in München. Die Planung von 1864 – 1866 für das Festspielhaus blieb unrealisiert.
Die späten Jahre (ab 1871)
Ludwig II. von Bayern
In den 1860er Jahren wurde in Wien die "Museumsfrage" diskutiert. Die Exponate der kaiserlichen Kunstsammlungen waren in verschiedenen Gebäuden untergebracht. Semper erhielt den Auftrag, einen Vorschlag für Neubauten an der Ringstraße zu machen. Er entwarf 1869 ein riesiges "Kaiserforum", das jedoch so nicht ausgeführt worden ist. Vor der Wiener Hofburg entstanden als Ergebnis seiner Pläne das Kunsthistorische und das Naturhistorische Hofmuseum und auch das Burgtheater. 1871 siedelte Semper wegen dieser Aufträge nach Wien um. Mit dem ihm zur Seite gestellten Architekten Karl Freiherr von Hasenauer kommt es bei den Bautätigkeiten in Wien immer wieder zu Reibereien. 1876 beendet er daher seine Architektentätigkeit an diesem Projekt. Im Folgejahr hat Semper gesundheitliche Probleme zu bewältigen. Zwei Jahre später stirbt er bei einer Reise in Italien.
Schaffen
Semper durfte in Wien und in Dresden bei Kaisern und Königen bauen und verfasste Bücher. Die Semperoper in Dresden und das Burgtheater in Wien gelten als seine stolzesten Bauten. Denn besonders der Theaterbau war für Semper eine wahre Berufung. Hierbei war seine Freundschaft zu Richard Wagner von großer Bedeutung. Für den Komponisten lieferte er den Entwurf eines imposanten Festspielhauses, das in München an der Isar entstehen sollte, dessen Bau jedoch durch politische Intrigen verhindert wurde. Das in diesem Entwurf geplante amphitheatrische Auditorium, das aufgrund der nahezu gleich guten Sicht von allen Plätzen auf die Bühne auch als demokratischer Zuschauerraum bezeichnet wird und heute für viele Theater, Konzerthäuser und Kinosäle in aller Welt selbstverständlich ist, diente Richard Wagner als Vorlage für die Konzeption seines Festspielhauses in Bayreuth.
Stand- und Denkmale
- Denkmal in Dresden (neben der Kunstakademie auf der Brühlschen Terrasse) von Johannes Schilling
- Denkmal in Zürich (vor der Nordwestecke des Semperbaus der ETH)
Weblinks
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- [http://www.semperoper.de/1_4/semperoper/semper.htm Kurzbiografie]
Semper, Gottfried
Semper, Gottfried
Semper, Gottfried
Semper, Gottfried
Semper, Gottfried
Semper
1803
- 19. Februar: Ende der Helvetischen Republik durch die Mediationsakte sowie Eintritt der Kantone Aargau, Graubünden, St. Gallen, Thurgau, Tessin und Waadt in die Schweizerische Eidgenossenschaft
- 25. Februar: Reichsdeputationshauptschluss
- Entdeckung des chemischen Elementes Cer
- 30. April: Die USA kaufen für 60 Millionen Franc Louisiana von Frankreich (Louisiana Purchase)
Kultur
- 4. Oktober: Uraufführung der Ballett-Oper Anacréon, ou L'Amour fugitif (Anakreon oder Die flüchtige Liebe) von Luigi Cherubini an der Grand Opéra Paris
- 13. Dezember: Uraufführung der Oper Les Sabots et le cerisier von François-Joseph Gossec in Paris
- 1. Januar: Eduard August Feuerbach, deutscher Rechtsgelehrter († 1843)
- 13. Januar: Friedrich Beckmann, deutscher Komiker († 1866)
- 27. Januar: Carl Friedrich Deneke, Geheimer Kommerzienrat, Politiker und Industrieller († 1877)
- 15. Februar: Karl Friedrich Schimper, deutscher Botaniker und Geologe († 1867)
- 15. Februar: Ludwig Persius, Architekt († 1845)
- 16. Februar: Carl Julius Milde, Zeichenlehrer am Katharineum († 1875)
- 23. Februar: Johann August Sutter, kalifornischer Ländereienbesitzer, Gründer von New-Helvetia († 1880)
- 14. März: Josef Misson, österreichischer Mundartdichter († 1875)
- 23. März: Franz Josef Buß, Jurist und katholischer Politiker († 1878)
- 2. April: Franz Lachner, deutscher Komponist († 1890)
- 3. April: Johann Jacob Weber, Begründer des Verlagshauses J. J. Weber in Leipzig († 1880)
- 7. April: Flora Tristan, französische Schriftstellerin und Frauenrechtlerin († 1844)
- 10. April: Adolf Heinrich Graf von Arnim-Boitzenburg, preußischer Politiker († 1868)
- 12. April: Anton Wilhelm von Zuccalmaglio, deutscher Dichtermusiker († 1869)
- 14. April: Friedrich von Amerling, österreichischer Maler († 1887)
- 29. April: James Brooke, bereiste 1839 als Abenteurer die Küstengewässer Nord-Borneos († 1868)
- 2. Mai: Johann Friedrich Christoph Bauer, deutscher Politiker († 1873)
- 12. Mai: Justus von Liebig, deutscher Chemiker († 1873)
- 25. Mai: Edward Bulwer-Lytton, Romandichter († 1873)
- 25. Mai: Ralph Waldo Emerson, US-amerikanischer Philosoph und Dichter († 1882)
- 12. Juli: Johann Christoph Lüders, Görlitzer Industriepionier, Kommunalpolitiker († 1872)
- 12. Juli: Pierre Chanel, erster Märtyrer in Ozeanien († 1841)
- 19. Juli: Franz von Kobell, deutscher Mineraloge und Schriftsteller († 1882)
- 20. Juli: Thomas Lovell Beddoes, Englischer Dichter († 1849)
- 24. Juli: Adolphe Adam, französischer Opernkomponist († 1856)
- 24. Juli: Adolphe Charles Adam, französischer Opern- und Ballettkomponist († 1856)
- 31. Juli: John Ericsson, schwedischer Ingenieur († 1889)
- 3. September: Grandville, französischer Zeichner, Buchillustrator und Karikaturist († 1847)
- 3. September: Jean Ignace Isidore Gérard, französischer Zeichner, Buchillustrator und Karikaturist († 1847)
- 28. September: Prosper Mérimée, französischer Schriftsteller († 1870)
- 30. September: Gustav von Alvensleben, preußischer General der Infanterie († 1881)
- 17. Oktober: Ferenc Deák, ungarischer Politiker († 1876)
- 28. Oktober: Elisa Radziwill, erste Liebe des Kaisers Wilhelm I. († 1834)
- 16. November: Heinrich Georg August Ewald, deutscher Theologe und Orientalist († 1875)
- 19. November: Gottfried Semper, deutscher Architekt und Kunsthistoriker († 1879)
- 23. November: Fjodor Iwanowitsch Tjutschew, russischer Dichter († 1873)
- 28. November: Joseph Heine, Mediziner und Regierungs- und Medizinalrat in der Pfalz († 1877)
- 29. November: Christian Doppler, österreichischer Mathematiker und Physiker († 1853)
- 29. November: Hamburg-Altona, deutscher Baumeister, Erbauer der Semperoper in Dresden († 1879)
- 11. Dezember: Hector Berlioz, französischer Komponist († 1869)
- 16. Dezember: Robert Stephenson, Ingenieur († 1859)
- 26. Dezember: Friedrich Reinhold Kreutzwald, estnischer Arzt und Schriftsteller († 1882)
- 31. Dezember: Johann Carl Fuhlrott, deutscher Naturforscher († 1877)
- 23. Januar: Arthur Guinness, Vater der Biermarke Guinness ( - 1725)
- 17. Februar: Louis René Édouard de Rohan-Guéméné, Kardinal ( - 1735)
- 18. Februar: Johann Wilhelm Ludwig Gleim, deutscher Dichter ( - 1719)
- 14. März: Friedrich Gottlieb Klopstock, deutscher Dichter ( - 1724)
- 7. April: François Dominique Toussaint L'Ouverture, haitianischer Schwarzenführer, General und Nationalheld ( - um 1743)
- 14. April: Christoph Anton Graf Migazzi, katholischer Erzbischof und Kardinal ( - 1714)
- 22. Juni: Wilhelm Heinse, deutscher Dichter ( - 1746)
- 5. September: Pierre-Ambroise-François Choderlos de Laclos, französischer Schriftsteller und Offizier ( - 1741)
- 17. September: Franz Xaver Süßmayr, österreichischer Komponist ( - 1766)
- 8. Oktober: Vittorio Alfieri, italienischer Dichter ( - 1749)
- 14. Oktober: Ercole III. d'Este, Sohn des Herzogs Francesco III. d'Este ( - 1727)
- 21. November: Johannes Bückler, deutscher Räuber ( - 1777)
- 18. Dezember: Johann Gottfried von Herder Theologe, Schriftsteller und Dichter ( - 1744)
ko:1803년
Hamburg-Altona
Altona ist der westlichste Bezirk der Freien und Hansestadt Hamburg mit 249.419 Einwohnern (2001) und einer Fläche von 78,3 km2. Altona grenzt im Süden und Osten an den Bezirk Hamburg-Mitte, im Nordosten an den Bezirk Eimsbüttel und im Norden und Westen an das Bundesland Schleswig-Holstein.
Geografie
Der Bezirk Altona ist größtenteils identisch mit der bis 1938 selbständigen Stadt Altona/Elbe – abgesehen davon, dass Eidelstedt und Stellingen-Langenfelde heute zum Bezirk Eimsbüttel gehören und der Grenzverlauf zu Sankt Pauli kleinere Veränderungen erfahren hat. Der Bezirk besteht aus 13 Stadtteilen, die sich von der Bebauungs- und Bevölkerungsdichte (2001) her drei Typen zuordnen lassen:
- den östlichen Bezirks-Stadtteilen Altona-Altstadt, Altona-Nord und Ottensen, die im Wesentlichen dem alten Stadtkern entsprechen, mit 9.400 bis 11.300 Ew./km² (weitgehend Geschosswohnungsbau)
- den abseits der Elbe gelegenen Stadtteilen (Bahrenfeld, Groß Flottbek, Iserbrook - , Lurup - , Osdorf - ) mit 2.300 bis 5.000 Ew./km² (gemischte Bebauung)
- den westlichen Elbvororten (Blankenese - , Nienstedten - , Othmarschen und Rissen - ) einschließlich des teilweise ländlichen Sülldorf - mit 900 bis 1.800 Ew./km² (ganz überwiegend Einzelhäuser und Villen).
Hinweis: Die mit - markierten Stadtteile gehören zum Ortsamtsgebiet Blankenese. Eine Karte der Lage der Stadtteile kann [http://fhh1.hamburg.de/fhh/behoerden/behoerde_fuer_inneres/statistisches_landesamt/profile/profileka.htm hier] eingesehen werden.
Landschaftlich ist der Bezirk in drei elbparallele, über etwa 15 km in West-Ost-Richtung verlaufende Streifen gegliedert:
- der sehr schmale, uneingedeichte Elbstrand, zum Hinterland durch einen steil aufsteigenden Hang begrenzt
- das eiszeitlich geformte Hochufer (Endmoränenwall), das in Blankenese (Falkenstein, Bismarckstein, Süllberg) bis etwa 90 m aufragt und nur an wenigen Stellen durch die Einmündung von Bächen abgeflacht ist: am Fischmarkt durch die Pepermölen-, in Teufelsbrück durch die Flottbek
- die sich landeinwärts anschließende, überwiegend flache Geest, die im nordwestlichen Teil noch heute landwirtschaftlich genutzt wird (Osdorfer bzw. Sülldorf-Rissener Feldmark) und mit dem Klövensteen auch ein großes Waldgebiet aufweist.
Verkehrsverbindungen:
Mit dem Bahnhof Hamburg-Altona liegt ein bedeutender Eisenbahn-Knotenpunkt des deutschen Bahnnetzes und auch des ICE-Netzes innerhalb des Bezirks. Der Altonaer Bahnhof ist Endpunkt und Ausgangspunkt für zahlreiche Eisenbahn-Verbindungen aus und in Richtung Süden und von und nach Skandinavien.
Mit der Autobahn A 7 (E 45; Ausfahrten HH-Othmarschen, -Bahrenfeld und -Volkspark) führt eine wichtige europäische Nord-Süd-Verbindung und mit den B 4 und B 5 zwei große nationale Nord-Süd- bzw. Ost-West-Straßenverkehrsverbindungen, letztere mit Hauptstadt-Anschluss, direkt durch den Bezirk.
Die innere Erschließung und die Verbindung mit anderen Hamburger Stadtteilen durch den Öffentlichen Personennahverkehr im Rahmen des Hamburger Verkehrsverbundes leisten insbesondere die S-Bahn-Linien 1, 11, 2, 21, 3 und 31, sowie zahlreiche Buslinien und auch einige Elbfähren.
Außerdem durchqueren den Bezirk die Radfernwege Hamburg-Bremen, der Elbe-Radweg, der Nordseeküstenradweg und der Nordheide-Radweg. In der Planung oder Durchführung sind auch innerstädtische Radrouten etwa vom Bahnhof Altona zur Universität und von den Elbvororten über Ottensen bis St.Pauli.
Wirtschaftlich
Desiderat
Geschichte
Die Anfänge
Um 1535 entstand Altona als Fischersiedlung in der schauenburgischen Grafschaft Pinneberg in Holstein. Allerdings wird bereits 1310 die Umwandlung eines Meierhofes am Pepermolenbach in das Kloster Herwardeshude (1246) urkundlich erwähnt, wo eine kleine Siedlung entsteht, die z.T. auf Altonaer Boden liegt. In dieser Urkunde ist auch erstmalig von Ottensen (Ottenhusen, ab 1390 Vogtei) die Rede, zu der Altona anfangs gehört.
Einer Legende zufolge soll die Keimzelle (und der Anlass für den Namen) eine Rotbierkneipe gewesen sein, um die herum sich Handwerker und Fischer ansiedelten - jedoch nach Ansicht des Hamburger Rates "all to nah" (allzu nah) an der Stadtgrenze. Der Kern dieser Ansiedlung, die Krogwirtschaft des Fischers Joachim vom Lohe, lag wohl am Geesthang zwischen dem späteren Nobistor und dem Altonaer Fischmarkt im Bereich der heutigen Straße Pepermölenbek. Der Name Altona könnte auch von einem Bach ("Altenau") herrühren.
Daneben gibt es spärliche Hinweise auf mögliche frühere Ansiedlungen im heutigen Bahrenfeld zwischen Schnackenburgallee und Altonaer Volkspark. So wird aus der Ortsbezeichnung "Winsberg" bzw. der Straße "Winsbergring" und der Straße "Hellgrundweg" ein Zusammenhang mit Odin/Wotan und Hel sowie daraus folgend die Existenz von germanischen Opferstätten abgeleitet.
Die Frühe Neuzeit
Von Anfang an kommt es zwischen Hamburg und Altona zu Auseinandersetzungen über Weide- und Münzrechte, Zunft- und Glaubensfragen und die Nutzung der Elbe. 1591 bricht gar ein Grenzkrieg aus, der auch vor dem Reichskammergericht ausgetragen wird und erst 1740 durch einen Vergleich endet. Ebenso akzeptiert Hamburg Altonas Stadtprivileg erst 1692 (Kopenhagener Rezeß).
1692
Im Dreißigjährigen Krieg gerät auch Altona zeitweise zwischen die wechselnden Fronten: 1637 zählt man über 60 leerstehende Häuser, 1644/45 gerät es vorübergehend in schwedischen Besitz; andererseits wird 1638 eine prachtvolle Allee angelegt, die Palmaille. Zum Schutz der Bevölkerung vor Horden von marodierenden ehemaligen Landsknechten genehmigt Graf Otto von Schauenburg und Holstein-Pinneberg dem Ort 1639 die Gründung einer Schützencompagnie als Bürgerwehr und Brandgilde. Unter dem später angenommenen Namen Altonaer Schützengilde von 1639 existiert diese bis heute (seit 1864 allerdings als privater Verein).
Nach dem Aussterben der schauenburgischen Linie Pinneberg-Holstein (1640) fällt Altona an das Herzogtum Holstein und damit in Personalunion an den jeweiligen dänischen König; es gehört in dieser Zeit zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Daher ist Altona zwar bis 1806 deutsch und bis 1864 holsteinisch, steht aber unter dänischer Verwaltung mit allen sich daraus ergebenden Angleichungen z. B. des geltenden Rechts und der Währung.
Am 23. August 1664 verleiht der dänische König Friedrich III. Altona die Stadtrechte; dieses Privileg umfasst unter anderem Zoll-, Stapel- und Gewerbefreiheiten sowie Gerichtshoheit. 1688 wird das heute noch bestehende Christianeum als städtische Lateinschule gegründet und 1738 zum Gymnasium erweitert. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts werden hier auch zahlreiche Schüler aus Altonas jüdischen Familien aufgenommen. Mit rund 12.000 Einwohnern 1710 und rund 24.000 Einwohnern 1803 ist Altona nach Kopenhagen die zweitgrößte Stadt innerhalb des dänischen Gesamtstaates, zu dem neben dem Königreich Dänemark auch die Herzogtümer Schleswig und Holstein, das Königreich Norwegen sowie Island und die Faröer-Inseln gehören. Außerhalb des Königreiches Dänemark ist Altona damit sogar die größte Stadt im dänischen Gesamtstaat.
Das 18. Jahrhundert
Im Zuge des Großen Nordischen Krieges erfolgt im Januar 1713 eine Brandlegung durch Soldaten des schwedischen Generals Stenbock. Im Osten beginnend, wird Haus für Haus planmäßig in Brand gesetzt. Daraus (etwa 60% der Gebäude werden zerstört) erklärt sich, dass außer der Straßenanlage der Palmaille so gut wie nichts mehr an das Altona vor dem Schwedenbrand erinnert.
Der im gleichen Jahr zum Oberpräsidenten ernannte Christian Detlev von Reventlow gilt als Neugründer der Stadt; u.a. erwirkt er beim König weitgehende Rechte zu ihrem Wiederaufbau. Ihm unterstehen auch Ottensen und Neumühlen. Mit Claus Stallknecht, der nahe dem Nobistor auch ein Rathaus (Amtssitz bis 1898, zerstört 1943) errichtet, wird ein eigener Stadtbaumeister bestellt. Die Zeit vom Wiederaufbau bis zur Kontinentalsperre (1807) wird von den Chronisten als "goldene Epoche" Altonas bezeichnet.
Im späten 18. Jahrhundert entwickelt sich Altona zu einem Zentrum der Aufklärung in Norddeutschland, personifiziert insbesondere ab 1757 in dem sozialreformerischen Stadtphysikus und Armenarzt Johann Friedrich Struensee, der ab 1769 zunächst als Leibarzt des dänischen Königs Christian VII. wirkt, dann als geadelter Geheimer Kabinettsminister innerhalb von nur 16 Monaten mehrere hundert Gesetze und Verordnungen zur Modernisierung des Staates Dänemark erlässt. Struensee wird von den ihres Einflusses beraubten Vertretern der "alten Ordnung" nach einem Schauprozess 1772 in Kopenhagen hingerichtet.
Altona hat sich zu allen Zeiten als "offene Stadt" verstanden, wie es das Wappen mit dem geöffneten Tor symbolisiert; politisch oder religiös Verfolgte ebenso wie Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen anderswo nicht geduldet wurden, finden hier Aufnahme: holländische Reformierte, Hugenotten, Mennoniten, Juden, unzünftige Handwerker, von den napoléonischen Besatzern vertriebene mittellose Bewohner Hamburgs (Winter 1813/14), aber auch längst vergessene Sekten wie Adamiten, Gichtilianer oder Separatisten. Sie genossen die geistigen wie ökonomischen Freiheiten, die "Hamburgs schöne Schwester" ihnen bot und trugen ihrerseits vielfach zur Entwicklung der Stadt bei. Die jüdischen Begräbnisplätze oder die Straßennamen Kleine bzw. Große Freiheit veranschaulichen dieses Klima der Toleranz in Altona auch auf dem Stadtplan. Diese Straßen wurden 1938 dem Stadtteil St. Pauli zugeordnet.
Entsprechend sind auch die 6 Stadttore, die seit 1740 Altona von Hamburgs Vorstadt "Hamburger Berg" (heute St.Pauli) trennen, eher offene Grenzmarkierungen: vom Elbufer aufwärts Pinnas-, Schlachter-, Trommel-, Nobis-, Hummeltor sowie der namenlose nördlichste Durchgang in der Nähe der Straße "Beim Grünen Jäger". An der südlichen Lage der fünf benannten Tore lässt sich gut erkennen, dass Altona selbst im 18. Jhd. noch überwiegend elbnah bebaut ist.
Die Ideen der französischen Revolution treffen auch im nördlichen Europa auf Zustimmung: in Altona gründen republikanisch gesinnte Intellektuelle und - für die damalige Zeit ungewöhnlich - einzelne Angehörige der städtischen Unterschichten 1792 einen Jakobinerclub, der regelmäßig in einer Herberge an Altonas Rathausmarkt tagt. Das Handeln seiner Mitglieder beschränkt sich auf das Verbreiten aufklärerischer und revolutionärer Ideen durch "wildes Plakatieren" von Flugblättern; der Kopf des Königs ist dadurch nicht bedroht. Christian VII. veranlasst, wohl auch, um allzu demokratischen Bestrebungen den Wind aus den Segeln zu nehmen, im selben Jahr mehrere Gesetze, durch die die allgemeine Schulpflicht eingeführt und wesentliche Schritte zur Judenemanzipation geleistet werden.
Das lange 19. Jahrhundert
Das lange 19. Jahrhundert
Das lange 19. Jahrhundert
Das lange 19. Jahrhundert
Das lange 19. Jahrhundert
Durch die Auflösung des Heiligen Römischen Reiches (1806) durch die Napoléonischen Kriege und die anschließende Zeit, in der Altona nicht mehr Teil eines deutschen Staates war, sowie durch die Mitgliedschaft im Deutschen Bund (1815) änderte sich in Altona - wie im Herzogtum Holstein insgesamt - politisch wenig: es wurde weiterhin durch den dänischen König verwaltet, in die dänische Politik einbezogen und von dieser gefördert. Zwischen 1848 und 1864 versuchte Dänemark wiederholt, die Verflechtung zwischen dem Königreich Dänemark und Holstein von einer Personalunion in eine Realunion umzuwandeln, was zum Schleswig-Holsteinischen Aufstand (1848-1852) und – einhergehend mit dem preußischen Expansionsdrang – zum Deutsch-Dänischen Krieg (1863/64) führte. 1864-1866 befand sich Altona (wie ganz Holstein) formal unter österreichischer Verwaltung (im Auftrag des Deutschen Bundes), von 1867 bis 1871 gehörte es danach allein zu Preußen und wurde mit der Gründung des Deutschen Reiches auch Teil des Reiches. Wirtschaftlich allerdings endete Altonas "goldene Zeit" durch die Napoléonische Kontinentalsperre abrupt: die totale Elbblockade brachte viele Handelshäuser, Reedereien und exportorientierte Gewerbe an den Rand des Ruins.
Durch ein Privileg des Königs Friedrich VI. erhielt der Astronomieprofessor Heinrich Christian Schumacher die Erlaubnis, an der Palmaille eine Sternwarte zu errichten (1821), die er größtenteils aus Privatmitteln und königlichen Zuschüssen unterhielt und die schnell hohes wissenschaftliches Renommée erlangte. Hier wurden auch die Astronomischen Nachrichten herausgegeben. Nach Schumachers Tod (1850) wurde das Observatorium unter wechselnden Direktoren und mit knapperen Mitteln weiterbetrieben, bis es 1872 nach Kiel verlegt wurde; das Gebäude wurde während eines Luftangriffes 1941 zerstört.
Altona war der erste Freihafen Nordeuropas (seit 1664); dadurch, aber auch durch die vorausschauende Planung unter Bürgermeister Carl Heinrich Behn, † 1853, die eine erhebliche Norderweiterung vorsah (welche Ende des Jahrhunderts realisiert ist), erlebte die Stadt eine wirtschaftliche Blütezeit.
Schleswig-Holsteins erste Kunststraße ("Chaussee", 1833) verband Altona und Kiel. Und 1839 schlägt die Geburtsstunde des (zunächst noch privat betriebenen) Personennahverkehrs: die Basson'sche Pferdeomnibuslinie trug dazu bei, den wachsenden Verkehr zwischen Altona und Hamburg zu bewältigen.
Im Vormärz formierte sich auch in Altona, obwohl es seit 1640 immer von den dänischen Königen begünstigt worden war, Widerstand gegen die wachsenden Danisierungsbestrebungen unter Christian VIII. und Friedrich VII.: ein Altonaer Kaufmann beispielsweise unterstützte die letztlich erfolglose Erhebung Schleswig-Holsteins gegen die Krone (23. März 1848) mit 100.000 Mark Courant; und zahlreiche Bewohner bejubelten Weihnachten 1863 den Einmarsch deutscher Bundestruppen in die Stadt (Beginn des deutsch-dänischen Krieges).
Am 16. Juni 1842 konstituierte sich die "Altona-Kieler Eisenbahn-Gesellschaft", die am 28. Juni des gleichen Jahres die königlich dänische Konzession zum Bau und Betrieb der König Christian VIII. Ostseebahn erhielt. Diese verband ab 1844 Altona mit Kiel. 1866 wurde die Hamburg-Altonaer Verbindungsbahn zum Hamburger Bahnhof Klosterthor gebaut, 1867 eine Strecke zum pinnebergischen Blankenese.
Ab 1876 führte eine Hafenbahn zum Elbufer abwärts, für die später der längste Eisenbahntunnel Norddeutschlands, der so bezeichnete "Schellfischtunnel" gebaut wurde (1992 stillgelegt). 1884 richtete die Königlich Preußische Eisenbahn-Verwaltung in Altona eine Eisenbahndirektion ein. Im selben Jahr nahm die Altona-Kaltenkirchener Eisenbahngesellschaft AG (AKE, seit 1916 AKN) den Personen- und Güterverkehr zwischen Altona und Kaltenkirchen in Betrieb (1898 verlängert bis Bad Bramstedt, 1916 bis Neumünster).
Zu Beginn des Jahres 1886 ging die Altona-Kieler Eisenbahn-Gesellschaft in das Eigentum der Königlich Preußischen Eisenbahn-Verwaltung (KPEV) über. 1895 wurde etwa 500 Meter nördlich des ersten Bahnhofs ein neuer Altonaer Hauptbahnhof errichtet. Der bisherige Bahnhof wurde ab 1898 als Gebäude für das Rathaus genutzt.
Von der Industrialisierung profitierte das benachbarte Ottensen (Zuwachs von 4.660 (1855) auf 25.500 (1890) Einwohner) aufgrund wechselnder Zollgrenzen (1854, 1867) bis 1888 stärker als Altona. Zu den dominierenden Branchen zählten Glashütten und Tabakverarbeitung ("Piependreiher" = Zigarrendreher, meist in Heimarbeit), ab 1865 Eisen- und Metallindustrie (Gießereien, Maschinen-, Dampfkessel-, Schiffsschraubenbau), Nahrungs- und Genussmittelproduktion, Brauereien und vor allem fischverarbeitende Betriebe - 1913 ist Altona Deutschlands größter Anlandeplatz und Industriestandort für Fisch.
1863 errichtete eine private Gesellschaft an der Palmaille ein Museum, das 1888 von der Stadt übernommen wurde und 1901 in einem Neubau im neuen Stadtzentrum als landeskundliches Altonaer Museum seine Pforten öffnete.
1889 wurden Ottensen und Neumühlen, 1890 Bahrenfeld, Othmarschen und Övelgönne eingemeindet. Dadurch und durch die Zuwanderung infolge der Industrialisierung wuchs Altonas Bevölkerung rapide: von 40.626 (1855) über 84.099 (1875) auf 143.249 (1890) Einwohner.
Um die Jahrhundertwende gründeten sich zunehmend Sportvereine, die sukzessive auch eigene Sportstätten anlegten, so 1898 der Hamburger Polo-Club (spielte zunächst auf der Trabrennbahn, ab 1907 an der Jenischstraße in Flottbek) und 1906 der Hamburger Golf-Club (vereinseigene Anlage ebenfalls in Flottbek). Pfingsten 1903 richtete Altona 93 das allererste Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft auf der Exerzierweide in Bahrenfeld aus.
Seit 1913 kaufte oder pachtete der Magistrat gezielt private Flächen, um daraus öffentliche Grünanlagen zu schaffen (Donners, Gayenscher, Rathenau-, Jenisch- und Volkspark mit angrenzendem Hauptfriedhof) sowie, beginnend unterhalb von Rainville, den Elbuferweg (heute durchgehender Wander- und Radfernweg) herzustellen. Aus Anlass des 250jährigen Stadtjubiläums richtete Altona die Deutsche Gartenbauausstellung aus (1914) - diese wird allerdings überschattet vom Ausbruch des Ersten Weltkrieges.
1918 bis 1945
Nach dem Ersten Weltkrieg legt der Gartenbaudirektor Tutenberg nördlich der Trabrennbahn Bahrenfeld mit dem Volkspark ein zunächst 125 ha großes, stadtnahes Erholungsareal an; dazu entstehen an dessen Rändern der städtische "Centralfriedhof", ein Flughafen (an der Luruper Chaussee) und das Volksparkstadion. Seit den 1920er Jahren gilt Altona als die deutsche Großstadt mit den meisten Grünflächen (siehe auch unten).
Unter dem 1924 bis 1933 amtierenden Oberbürgermeister Max Brauer (SPD, seit 1919 bereits 2. Bürgermeister) erlebt die Stadt eine heute noch vielerorts sichtbare Aufschwungphase, die 1927 in der Verdoppelung der Stadtfläche durch die Eingemeindung der Elbdörfer Groß- und Kleinflottbek, Nienstedten, Blankenese und Rissen sowie der Geestgemeinden Osdorf, Iserbrook, Sülldorf, Lurup, Eidelstedt und Stellingen-Langenfelde kulminiert. Mit diesem keineswegs von allen betroffenen Gemeinden begrüßten Schritt (siehe Groß-Altona-Gesetz) geht eine vorausschauende Stadtentwicklungspolitik einher, die sich insbesondere in dem Generalbauplan (von Altonas Bausenator Gustav Oelsner bereits ab 1923 für Altona und andere preußische Gebiete rund um Hamburg aufgestellt), dem Ankauf von Bauerwartungsland und der Gründung (1922) des kommunalen Wohnungsbauunternehmens Siedlungs-Aktiengesellschaft Altona (SAGA) manifestiert. Für Erholungszwecke werden drei Grüngürtel durch die Stadt angelegt; auch Hagenbecks Tierpark in Stellingen ist nun eine Altonaer Attraktion.
Überhaupt ist dies die hohe Zeit der Kommunalisierung von Versorgungsdienstleistungen: das Wasserwerk am Baurs Berg in Blankenese, das Gaswerk in Bahrenfeld, das Elektrizitätswerk Unterelbe (EWU) in Neumühlen (1913 erbaut; Siemens-Anteile 1922 übernommen) befinden sich in städtischem Besitz - und reichen für den Bedarf der wachsenden Stadt bald schon nicht mehr aus: bereits 1928 geht in Schulau (heute Teil von Wedel/Holstein) ein zweites Kraftwerk ans Netz.
Ebenso wird für die zunehmend erforderliche Nahverkehrserschließung 1925 ein städtischer Betrieb, die Verkehrs-Aktiengesellschaft Altona (VAGA), gegründet. Im selben Jahr eröffnet zudem Europas erste regelmäßige Wasserfluglinie zwischen Altona und Dresden.
Altona an der Elbe (so der offizielle Name) hat sich zu einer veritablen Großstadt mit einer von 172.628 (1910) auf 231.872 (1928) gestiegenen Einwohnerzahl gemausert. Damit ist es die größte Stadt in Schleswig-Holstein. Allerdings währt die Selbständigkeit nur noch knapp 11 Jahre.
Zu Ende der Weimarer Republik wehrt sich das "rote Altona" auch handfest gegen nationalsozialistische Einflüsse: Höhepunkt ist der Widerstand vieler Bewohner gegen einen Propagandamarsch schleswig-holsteinischer SA-Verbände durch die engen, dicht besiedelten Straßen von Altona-Altstadt. Dieser "Altonaer Blutsonntag" (17. Juli 1932) führt zum sog. "Preußenschlag", also der staatsstreichartigen Absetzung der von Otto Braun (SPD) geführten preußischen Regierung durch die Reichsregierung unter Franz von Papen.
Nach der NS-Machtergreifung werden 4 Männer wegen angeblicher Verbrechen während des Blutsonntags von einem Sondergericht verurteilt und im Sommer 1933 in Altona hingerichtet: Karl Wolff, Bruno Tesch, August Lütgens und Walter Möller. Auch diese Namen findet man (seit den späten 1980ern) auf dem Altonaer Stadtplan; und in den 1990ern wurden endlich auch diese Unrechtsurteile aufgehoben.
Allerdings bleibt auch Altona nicht vom Niedergang der Golden Twenties und vom Aufkommen des Faschismus verschont. Die Arbeitslosenzahl steigt von 2.683 (Dezember 1929) auf 14.161 (Mai 1932). Und bei der Wahl zum Stadtverordnetenkollegium (Stadtrat) 1929 erhält die NSDAP zwar nur 6.880 Stimmen (hingegen SPD 46.122, KPD 18.046), aber bei den Reichstagswahlen im November 1932, auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise, liegen die Nazis nur noch in Altstadt (hinter der KPD), Ottensen, Bahrenfeld und Lurup (hinter der SPD) lediglich auf Platz 2, während sie insbesondere in Rissen, Sülldorf, Oevelgönne (über 50%), Blankenese und Othmarschen (über 40%) ihre Hochburgen haben.
Am 10. März 1933 - zwei Tage vor der Kommunalwahl - besetzen Nationalsozialisten nachts das Altonaer Rathaus und erklären den stellvertretenden Gauleiter Emil Brix zum neuen Oberbürgermeister. Entsprechend die Stimmenzahlen vom 12. März 1933: NSDAP 60.112, SPD 32.484, KPD 17.501, Kampffront Schwarz-Weiß-Rot 11.057.
1933
In diesen Jahren kommt es auch hier zur Verfolgung von Andersdenkenden. Heute erinnern an das vielgestalte jüdische Leben in Altona nur noch Gedenkwerke wie
- der Findling am Rand des Bahnhofsvorplatzes (an die von hier aus Deportierten),
- der schwarze Quader von Sol LeWitt am Südende des Platzes der Republik (an die jüdische Gemeinde, ehemals Teil der Skulptur.Projekte der Stadt Münster),
- eine Tafel an der Post in der Kirchenstraße (an die ehemalige Synagoge in der Kleinen Papagoyenstraße),
- die Namensliste im Untergeschoss des Ottenser Einkaufszentrums (an die auf dem inzwischen überbauten Friedhof Begrabenen).
Durch das Groß-Hamburg-Gesetz wird Altona 1937 zunächst Teil des Landes Hamburg und verliert seinen Status als selbständige Gemeinde durch Eingemeindung am 1. April 1938; die überraschten Bewohner der Stadt erfahren davon aus Zeitung oder Radio. Im Oktober des selben Jahres werden in Hamburg die Stadtteilgrenzen analog den Kreisgrenzen der nationalsozialistischen Parteiorganisation verändert; Altona geht dadurch eines Teils seines historischen Gebietes verlustig (vor allem gegenüber St. Pauli und Eimsbüttel) und ist jetzt identisch mit dem NSDAP-Parteikreis 7. Diese Änderungen sind auch nach Ende der NS-Diktatur beibehalten worden.
Im Juli 1943 zerstören alliierte Bomber große Teile der Altstadt und verwandeln insbesondere das dicht besiedelte Gebiet zwischen Nobistor und Allee, Holsten- und Große Elbstraße in ein großflächiges Ruinenfeld; Altonas historischer Kern um Rathaus- und Münzmarkt wird auch nicht wieder aufgebaut. Auch nördlich der Stresemannstraße bis zum Eimsbütteler Marktplatz sind ganze Straßenzüge nicht mehr wiederzuerkennen.
Nach 1945
Nach dem Krieg werden dort neue Straßen angelegt (Verlängerung und Verbreiterung der Holstenstraße bis zur Reeperbahn, der Alsenstraße bis zur Fruchtallee) oder Freiflächen geschaffen ("Grünzug Neu-Altona" = Walter-Möller-Park), anstelle der kleinmaßstäblichen, geschlossenen Blockrandbebauung werden einzeln stehende Hochhäuser und Häuserblocks errichtet ("Neu-Altona-Plan"), um den Wohnungsmangel zu bekämpfen: denn noch bis etwa 1960 stehen in diesem Viertel "Nissenhütten"-Siedlungen und andere Notunterkünfte (z. B. hinter der Unzer- und an der Eggerstedtstraße).
In den folgenden Jahrzehnten setzt sich die Veränderung fort: unter der Devise "Luft und Licht für die Arbeiterschicht" kommt es zur Flächensanierung, etwa 1970 in Altonas ehemaligem Hauptgeschäftsviertel um die Große Bergstraße herum, am Hexenberg oder zuletzt noch 1980 im Gebiet der Behn'schen Stadterweiterung.
Spektakulärstes Beispiel aus der Mitte der 70er Jahre: der Abriss des stadtbildprägenden Backstein-Hauptbahnhofs und seine Ersetzung durch ein Kaufhaus mit Gleisanschluss (Volksmund: "Kaufbahnhof").
Manches Großprojekt wird aber auch verhindert (z. B. ein Autobahnzubringer mitten durch Ottensen, das gleichzeitig in die (Büro-)"City West" umgewandelt werden soll, oder der Abriss des Krankenhauses an der Allee).
In den 90er Jahren entsteht am Elbufer zwischen Altonaer Fischmarkt und Neumühlen ein Ensemble politisch zunächst heftig umstrittener Solitärbauten ("Perlenkette"), wodurch die Tertiärisierung der Volkswirtschaft auch in Altonas Stadtbild sichtbar wird: an die Stelle der fischverarbeitenden Industrie treten v.a. Bürokomplexe, Gastronomie und Freizeiteinrichtungen - und das nicht nur am Fluss: Reemtsma, BAT, Gartmanns Schokoladenfabrik, Holsatia-Holzverarbeitung, Margarine-Union und Essig-Kühne in Bahrenfeld, Zeise (Schiffsschraubenguss), Menck&Hambrock (Baggerherstellung) oder Aal-Friedrichs in Ottensen und die Elbschlossbrauerei in Nienstedten gehören zu den großen gewerblichen Arbeitgebern, die ihre Produktionsstätten in den letzten Jahrzehnten aufgegeben oder verlagert haben.
Politisch ist das Nachkriegs-Altona durch seine soziale Mischung aus innerstädtischen Arbeiter- und peripheren großbürgerlichen Wohnquartieren relativ heterogen - mit einer seit den 60er Jahren tendenziell abnehmenden sozialdemokratischen Dominanz.
Zu Altona gehören einige von Hamburgs reichsten Stadtteilen, aber auch einige der einkommensschwächsten: mittlere Einkünfte pro Steuerpflichtigem 1998 in Othmarschen 81.149 € bei einem Sozialhilfeempfängeranteil von 0,9%, in Altona-Altstadt 23.599 € und 14,7%.
Seit Anfang der 80er Jahre sind, bedingt durch die bauliche Aufwertung ("Gentrification") und die Entstehung diverser Milieus und Subkulturen v.a. in Ottensen und Altona, neue Präferenzen hinzugetreten, was sich u.a. in grün-alternativen Bezirkswahlergebnissen von bis zu 22% (1997) äußert. Hamburgs erste formelle rot-grüne Koalition (1994-1997) entsteht ebenso in Altona wie die erste schwarz-grüne Kooperation (seit 2004).
Das Fortbestehen der historisch gewachsenen Offenheit und Toleranz drückt sich gleichermaßen in einem überproportionalen Immigrantenanteil an der Wohnbevölkerung (1998: 17,4% ggüb. 15,9% in ganz Hamburg) aus wie im Wiedererstarken eines spezifischen Altonaer Selbstverständnisses bis hin zu sezessionistischen Kräften ("Altonaer Freiheit"): 1989 hielt zum ersten Mal seit 1863 ein Abgeordneter wieder eine Rede auf Dänisch in der Bezirksversammlung.
Anlässlich der Durchfahrt eines britischen U-Bootes nach Hamburg erklärt die Bezirksversammlung 1983 den Bezirk Altona zur atomwaffenfreien Zone.
Sehenswürdigkeiten
Plätze und Bauten
Altona definiert sich durch mehr als die Elbe, Ottensen und die Nähe zur Reeperbahn. Eine der Hauptattraktionen ist sicherlich der Fischmarkt, der zum großen Teil von Touristen besucht wird oder von Einheimischen, die es nach einer durchzechten Nacht auf dem Kiez nicht mehr nach Hause schaffen. Sehenswert ist dort auch die restaurierte Fischauktionshalle. Generell sehr beliebt ist der Elbabschnitt zwischen Fischmarkt und Övelgönne für alle Arten von Aktivitäten.
Övelgönne
Övelgönne
Vom Elbufer aus einen beeindruckenden Anblick bietet die 1887 eingeweihte Köhlbrandtreppe mit ihrem monumentalen Kopfbau an der Einmündung der Carsten-Rehder- in die Große Elbstraße: diese Anlage benutzten bis in die 1960er Jahre täglich tausende von Arbeitern auf ihrem Weg zwischen den eng bebauten Wohnquartieren in der Oberstadt und dem Fähranleger bzw. den Hafen- und Gewerbebetrieben am Elbufer. Auf der Wasserseite dieser Straßeneinmündung befindet sich mit dem Holzhafen auch das 1722 angelegte und somit älteste erhaltene (wenngleich heute nicht mehr genutzte) Becken im gesamten Hamburger Hafengebiet.
Am Rathaus Altona, das sich im Gebäude des einstigen Altonaer Bahnhofes befindet, beginnt die Elbchaussee (anfangs: Klopstockstraße), die sich westwärts oberhalb des Elbhanges bis Blankenese hinzieht. Ebenfalls am Rathaus, direkt am Elbhang, der Altonaer Balkon, ein Aussichtspunkt mit weitem Blick über den Hafen. Hier ist auch der Beginn des Elbuferweges, auf dem man immer am Wasser entlang Richtung Övelgönne und Blankenese bis Wedel wandern oder radeln kann.
Am Anleger Neumühlen hat ein privater Verein im Museumshafen Övelgönne eine stattliche Anzahl historischer Schiffe versammelt, die seine Mitglieder auch selbst restaurieren.
Zwischen Rathaus, Altonaer Museum und neuem Bahnhof liegt Altonas wohl wichtigstes Symbol, der 1900 eingeweihte Stuhlmannbrunnen: zwei Zentauren ringen verbissen um einen riesigen Fisch - eine Allegorie auf die Konkurrenz der Nachbarstädte Altona und Hamburg.
Von den St.Pauli-Landungsbrücken bestehen Fährverbindungen auf der Elbe entlang des Altonaer Ufers nach Finkenwerder, zum Museumshafen Övelgönne und nach Blankenese mit Blick auf die zahlreiche Villen am Elbhang. Altona selbst hat noch 4 Anleger für Elbfähren (mit HVV-Ticket zu benutzen): Altona (an der Fischauktionshalle), Neumühlen, Teufelsbrück und Blankenese.
Architekturinteressierten seien 2 stadtbildprägende Baumeister empfohlen:
HVV
Christian Frederik Hansen (1756-1845) schuf zwischen 1789 und 1806 als holsteinischer Landbaumeister diverse großbürgerliche Wohn- und Landhäuser, aber auch öffentliche Gebäude in Altona, Ottensen und den Elbdörfern, beispielsweise das "Elbschlösschen", das Stallgebäude "Halbmond", das "Weiße Haus" (alle an der Elbchaussee) und die Bürgerhäuser Palmaille 49-63 und 108-120.
Gustav Oelsner (1879-1956) schuf als Bausenator in Altona (1924-1933) städtischen Geschosswohnungsbau - beispielhaft die Wohnblöcke an Lunapark (Altona-Nord) und Bunsenstraße (Ottensen) -, aber auch die Gartenstadt Steenkampsiedlung (Bahrenfeld) sowie Zweckbauten (Kaischuppen E/F in Neumühlen, Arbeitsamt in Altona-Nord).
Ein atmosphärisch "dichter" Veranstaltungsort für Rockkonzerte ist nach wie vor die Fabrik (Ottensen, Barnerstraße).
Jährlich wiederkehrende Großveranstaltungen:
- die Altonale, ein Straßenfest mit Buden, Bühnen und Belustigungen im gesamten Altonaer Zentrum, begleitet von Kunst, Literatur und Kulinarischem (2006: Mitte Juni)
- die Cyclassics, ein Radsportereignis mit Jedermann- und Profi-Rennen, die beide in einer großen Schleife durch den Bezirk führen (2006: 30. Juli)
Parks und Naturdenkmäler
- Altonaer Volkspark in Bahrenfeld
- Jenischpark mit NSG Flottbekniederung in Hamburg-Othmarschen
- Neuer Botanischer Garten in Hamburg-Osdorf
- diverse Parks am Elbhang, besonders im Ortsamtsbereich Blankenese
- NSG Schnaakenmoor,
- NSG Wittenbergener Heide und
- NSG Wittenbergener Elbwiesen im Ortsamtsbereich Rissen
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Nach dem Jahr der Ernennung:
- 1872: Albrecht Gustav von Manstein (1805-1877), General
- 1891: Franz Adickes (1846-1915), Bürgermeister
- 1895: Otto von Bismarck (1815-1898), Reichskanzler
- 1895: Hermann von Tresckow (1818-1900), General
- 1896: Alfred Graf von Waldersee (1832-1904), Generalfeldmarschall, erfolgloser Versuch der Aberkennung 1990
- 1908: Ferdinand Rosenhagen (1830-1920), 2. Bürgermeister
- 1937: Hinrich Lohse (1896-1964), Gauleiter, im Oktober 1945 aberkannt
Söhne und Töchter der Stadt
- Christopher Ernst Friedrich Weyse, - 5. März 1774, † 8. Oktober 1842 in Kopenhagen, Komponist
- Conrad Hinrich Donner, - 11. April 1774, † 1. Januar 1854 in Altona (Grabstätte auf dem Heilig-Geist-Kirchhof), Kaufmann, Fabrikant und Reeder, kgl. dän. Conferenzrat, Dannebrogsmann, Deputierter Altonas zur Schleswig-Holsteinischen Ständeversammlung
- Friedrich Georg Wilhelm Struve, - 15. April 1793, † 23. November 1864 bei St. Petersburg, Astronom
- Günther Ludwig Stuhlmann - 10. Februar 1797, † 30. März 1872 in Nizza, Fabrikant und Mäzen
- Siegfried Dehn, - 24. Februar 1799, † 12. April 1858 in Berlin, Musiktheoretiker und Kompositionslehrer
- Gottfried Semper, - 29. September 1803, † 15. Mai 1879 in Rom, Baumeister ("Semperoper")
- Carl Reinecke, - 23. Juni 1824, † 10. Mai 1910 in Leipzig, Komponist
- Emil Warburg, - 9. März 1846, † 28. Juli 1931 in Grunau (heute Bayreuth), Physiker
- Hans Ehrenberg, - 4. Juni 1883, † 31. August 1958 in Heidelberg, Theologe
- Louise Schroeder, - 2. April 1887, † 4. Juni 1957 in Berlin, Politikerin (SPD), MdR, MdB, Bürgermeisterin von Berlin
- Hans Friedrich Blunck, - 3. September 1888, † 25. April 1961 in Hamburg, Schriftsteller, Präsident der Reichsschrifttumskammer
- Adolf Jäger, - 31. März 1889, † 21. November 1944 in Hamburg-Altona, Fußball-Nationalspieler
- Edgar Ende, - 23. Februar 1901, † 27. Dezember 1965 in Netterndorf bei München, Maler
- Axel Springer, - 2. Mai 1912, † 22. September 1985 in Berlin, Verleger
- Heinz-Joachim Heydorn, - 14. Juni 1916; † 15. Dezember 1974 in Frankfurt am Main), Pädagoge
Weitere Persönlichkeiten
die zwar nicht in Altona geboren, aber nachhaltig in der Stadt wirkten und dort beerdigt wurden:
- Friedrich Gottlieb Klopstock, Dichter, - 2. Juli 1724 in Quedlinburg, † 14. März 1803 (Grabstätte auf dem Christianskirchhof in Ottensen)
- Conrad Daniel Graf von Blücher-Altona, Oberpräsident, - 29. Februar 1764 in Penzlin, † 1. August 1845 (Grabstätte auf dem Friedhof Norderreihe in Altona-Altstadt)
- Heinrich Christian Schumacher, Astronom und Geodät, - 3. September 1780 in Bramstedt, † 28. Dezember 1850 (Grabstätte auf dem Heilig-Geist-Kirchhof in Altona-Altstadt)
- Charlotte Niese, Dichterin, - 7. Juni 1854 in Burg auf Fehmarn, † 8. Dezember 1935 (Grabstätte auf dem Friedhof Bernadottestraße in Ottensen)
- Felix Woyrsch, Komponist und städtischer Musikdirektor, - 8. Oktober 1860 in Troppau, † 20. März 1944 (Grabstätte auf dem Friedhof Bernadottestraße in Ottensen)
Literatur
- Olaf Bartels: Altonaer Architekten - Eine Stadtbaugeschichte in Biographien. Hamburg 1997 (Junius Verlag) ISBN 3-88506-269-0
- Hajo Brandenburg: Hamburg-Altona. ISBN 3-8970-2556-6
- Förderkreis e.V. (Hg.): Ottensen-Chronik. Hamburg 1994 (Eigenverlag)
- Hans-Günther Freitag/Hans-Werner Engels: Altona - Hamburgs schöne Schwester. Hamburg 1982 (A. Springer Verlag)
- Paul Th. Hoffmann: Neues Altona 1919-1929. 2 Bde., Jena 1929 (E.Diederichs-Verlag)
- Anthony McElligott: Das 'Abruzzenviertel' - Arbeiter in Altona 1918-1932. In Herzig/Langewiesche/Sywottek: Arbeiter in Hamburg. Hamburg 1983 (Verlag Erziehung und Wissenschaft) ISBN 3-8103-0807-2
- Anthony McElligott: Contested City. Municipal Politics and the Rise of Nazism in Altona, 1917-1937. Ann Arbor 1998 (University of Michigan Press) ISBN 0-472-10929-4
- Hans-Kai Möller: Altona-Ottensen: Blauer Dunst und rote Fahnen. In Urs Diederichs: Schleswig-Holsteins Weg ins Industriezeitalter. Hamburg 1986 (Christians-Verlag) ISBN 3-7672-0965-9
- Christoph Timm: Altona-Altstadt und -Nord. Denkmaltopographie. Hamburg 1987 (Christians-Verlag) ISBN 3-7672-9997-6
- Stefan Winkle: Johann Friedrich Struensee - Arzt, Aufklärer, Staatsmann. Stuttgart 1989² (G. Fischer Verlag) ISBN 3-437-11262-7
Weblinks
- [http://www.altona.dk/geschichte/ Chronologie von altona.dk].
- [http://gutenberg.spiegel.de/sagen/schleswi/roel0046.htm Sage über die Entstehung Altonas: "Dat is ja all to na!"]
- [http://www.rettet-den-volkspark.de/ Initiative für den Erhalt des Altonaer Volksparks]
- [http://www.simonbruckner.de/wahlen_altona.html Wahlanalysen für Altona und seine Stadtteile]
Siehe auch:
- Altonaer Blutsonntag
- Altonaer Ofen
- Altonaer FC von 1893
- Altonaer Bürgermeister
- Bezirksamtsleiter
Altona
15. MaiDer 15. Mai ist der 135. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 136. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 230 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
Schaltjahren
- 1381 - Eppelein von Gailingen, legendärer fränkischer Raubritter, wird in Neumarkt durch das Rad hingerichtet
- 1525 - Thomas Müntzer, ein evangelischer Theologe und eine der Leitfiguren im Deutschen Bauernkrieg wird nach der Schlacht bei Frankenhausen, die in einer völligen Niederlage der von Müntzer zusammengerufenen Bauernhaufen endete, gefangen genommen und am 27. Mai in Mühlhausen enthauptet.
- 1756 - Der Siebenjährige Krieg beginnt.
- 1905 - Gründung von Las Vegas.
- 1933 - Ernennung Görings zum Reichsminister der Luftfahrt.
- 1943 - Josef W. Stalin lässt die Kommunistische Internationale (Komintern) auflösen.
- 1946 - Sizilien wird Autonome Region innerhalb Italiens
- 1948 - Israel wird von den USA, der Sowjetunion und den Vereinigten Nationen staatlich anerkannt. Ebenfalls beginnen die Armeen Ägyptens, Transjordaniens, Syriens, Libanons und des Iraks ihren Agriff auf den neuen Staat (Unabhängigkeitskrieg Israels).
- 1950 - Die Sowjetunion erläßt der DDR und der BRD die Hälfte der noch zu zahlenden Reparationsleistungen. Die BRD allerdings hatte jedoch bisher noch keine Reparationen dorthin geleistet, auch später nicht mehr.
- 1955 - Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrages im Wiener Schloss Belvedere. Österreich erhält seine Souveränität zurück.
- 1957 - Großbritannien. Zündung der ersten Wasserstoffbombe.
- 1965 - Volksrepublik China. Zweiter unterirdischer Atombombenversuch.
- 1970 - Finnland. Teuvo Aura wird Regierungschef.
- 1972 - Die USA geben Okinawa und die Ryukyu-Inseln an Japan zurück.
- 1974 - Walter Scheel wird zum deutschen Bundespräsidenten gewählt.
- 1975 - Gründung der Gepa Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt
- 1980 - Das deutsche NOK beschließt auf Empfehlung der Bundesregierung den Boykott der Olympischen Spiele in Moskau.
- 1988 - Die Rote Armee beginnt mit dem Rückzug aus Afghanistan.
- 1989 - Volksrepublik China. Staatsbesuch von Michail Gorbatschow, UdSSR.
- 1993 - Ermordung des stellvertretenden Präsidenten des senegalesischen Verfassungsgerichts in Senegal.
- 1997 - Peking, Volksrepublik China. Staats- und Parteichef Jiang Zemin empfängt Staatspräsident Jacques Chirac, Frankreich.
- 1998 - Benin. Staatspräsident Mathieu Kérékou übernimmt auch den Posten des Regierungschefs.
- 2000 - Der Grenzkrieg zwischen Eritrea und Äthiopien beginnt aufs Neue.
- 2000 - Armenien. Regierungschef wird Andranik Margarjan.
- 2005 - Wien. Anlässlich des 50.Jahrestages des Staatsvertrags, der Österreich 1955 die Freiheit gab, nehmen die Außenminister der 4 "Alliierten" im Belvedere an einem Festakt teil. Einige Politiker sprechen die Neutralität an, im Park vor dem Schloss findet ein Fest mit rund 100.000 Wienern statt.
Wirtschaft
- 1940 - Verkaufsstart für Nylonstrümpfe.
Wissenschaft und Technik
- 1618 - Johannes Kepler entdeckt das dritte der nach ihm benannten Gesetze über die Planetenbewegung.
- 1933 - Aufnahme des elektrischen Zugbetriebes auf der Berliner Wannseebahn.
Kultur
- 1804 - Uraufführung des Singspiels "Fanchon, das Leyermädchen" von Friedrich Heinrich Himmel an der Hofoper in Berlin.
- 1846 - Uraufführung der Oper "Le Trompette de M. le Prince" von François Bazin an der Opéra-Comique in Paris.
- 1889 - Uraufführung der Oper "Esclarmonde von Jules Massenet" an der Opéra-Comique in Paris.
- 1914 - Uraufführung der Oper "Mârouf, savetier du Caire" von Henri Rabaud an der Opéra-Comique in Paris.
- 1928 - Micky Maus erscheint erstmals in einem Film (Plane Crazy).
- 1929 - Uraufführung der Oper "Persée et Andromède ou Le Plus Heureux des trios" von Jacques Ibert
- 1969 - Uraufführung der Oper "Das Märchen von der schönen Lilie" von Giselher Klebe bei den Schwetzinger Festspielen.
- 1975 - Uraufführung der komischen Oper "Der gestiefelte Kater oder Wie man das Spiel spielt" von Günter Bialas auf den Schwetzinger Festspielen
Religion
- 1548 - Verkündung des Augsburger Interims durch Kaiser Karl V. (HRR) mit Zulassung von Priesterehe und Laienkelch
- 1973 - Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Rheinland-Pfalz
- 2005 - Wilhelm Leber wird Nachfolger von Richard Fehr als Stammapostel in der Neuapostolischen Kirche.
Katastrophen
- 1904 - Der Geschützte Kreuzer "Yoshino" sinkt nach der Kollision mit dem Panzerkreuzer "Kasuga" (beide Japan) östlich von Lüda. 329 Tote unter der 419 Mann starken Besatzung.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1910 - Gründung des FC St. Pauli
- 1991 - Nach fünfjähriger Sperre durch die UEFA nehmen zum ersten Mal wieder englische Klubs an den europäischen Fußballwettbewerben teil.
- 2002 - Bayer 04 Leverkusen unterliegt im Finale der UEFA Champions League Real Madrid mit 1:2
- 2004 - FIFA vergibt Fußball-Weltmeisterschaft 2010 an Südafrika.
Geboren
Südafrika
- 1567 - Claudio Monteverdi, italienischer Komponist
- 1633 - Sébastien Le Prestre de Vauban, französischer General und Festungsbaumeister
- 1713 - Nicolas Louis de Lacaille, französischer Astronom
- 1773 - Klemens Wenzel Nepomuk Lothar von Metternich, österreichischer Staatsmann
- 1795 - Adolf Bernhard Marx, deutscher Komponist und Musikwissenschaftler
- 1799 - Hermann Wilhelm Bödeker, evangelischer Pastor
- 1801 - Joseph Ludwig Raabe, schweizer Mathematiker
- 1808 - Michael William Balfe, irischer Komponist, Violinist, Sänger und Dirigent
- 1816 - Alfred Rethel, deutscher Historienmaler
- 1821 - Félix Joseph Henri de Lacaze-Duthiers, französischer Physiologe und Zoologe
- 1821 - Ludwig Knoop, Unternehmer
- 1826 - Henri Mouhot, Naturalist und Forschungsreisender
- 1835 - Emile Leonard Mathieu, französischer Mathematiker
- 1838 - Nicolae Grigorescu, rumänischer Maler
- 1845 - Ilja Iljitsch Metschnikow, ukrainischer Zoologe, Anatom und Bakteriologe
- 1848 - Carl Wernicke, deutscher Psychiater
- 1855 - Eduard Graf von Keyserling, deutscher Schriftsteller und Dramatiker
- 1855 - Leopold Graf von Kalckreuth, deutscher Maler des Impressionismus und Grafiker
- 1856 - Lyman Frank Baum, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1859 - Pierre Curie, französischer Physiker und Nobelpreisträger
- 1860 - Ernst Wasserzieher, deutscher Etymologe
- 1862 - Arthur Schnitzler, österreichischer Erzähler und Dramatiker
- 1864 - Vilhelm Hammershøi, dänischer Maler
- 1867 - Fredrik Hjalmar Johansen, norwegischer Polarforscher
- 1868 - Magnus Hirschfeld, deutscher Arzt und Sexualforscher
- 1868 - Karl Lautenschlager, Ehrenbürger und Oberbürgermeister von Stuttgart
- 1873 - Alexandru Ioan Cuza, Gründer Rumäniens
- 1873 - Nikolai Nikolajewitsch Tscherepnin, russischer Komponist
- 1873 - Pawlo Skoropadskyj, ukrainischer Politiker
- 1874 - Richard Schirrmann, Gründer des Deutschen Jugendherbergswerkes
- 1880 - Otto Dibelius, Evangelischer Bischof in Berlin-Brandenburg
- 1881 - Hugo Zuckermann, deutscher Schriftsteller und Zionist
- 1883 - Maurice Feltin, Erzbischof von Paris und Kardinal
- 1890 - Katherine Anne Porter, US-amerikanische Schriftstellerin
- 1891 - Michail Afanasjewitsch Bulgakow, russischer Schriftsteller
- 1895 - Prescott Bush, Senator von Connecticut
- 1897 - Rudolf Schwarz, deutscher Architekt
- 1898 - Arletty, französische Schauspielerin
- 1903 - Anny Ondra, deutsche Schauspielerin, Ehefrau von Max Schmeling
- 1903 - Maria Reiche, deutsche Forscherin
- 1905 - Joseph Cotten, US-amerikanischer Schauspieler
- 1908 - Emil Joseph Diemer, deutscher Schachspieler
- 1908 - Erich Bielka, österreichischer Diplomat
- 1908 - Joe Grant, US-amerikanischer Comic-Autor
- 1909 - James Mason, britischer Schauspieler
- 1910 - Hans Kilb, deutscher Jurist
- 1910 - Wolfgang Becker, deutscher Filmregisseur
- 1911 - Herta Oberheuser, war als Ärztin im KZ Ravensbrück
- 1911 - Max Frisch, Schweizer Schriftsteller und Architekt
- 1913 - Heinz Haber, deutscher Physiker und Astronom
- 1913 - Herbert Stockmann, deutscher Maler und Graphiker
- 1915 - Paul Anthony Samuelson, US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler, Nobelpreisträger
- 1918 - Eddy Arnold, US-amerikanischer Sänger
- 1919 - Eckhard Reith, deutscher Politiker und MdB
- 1920 - Carlo Còccioli, italienischer Schriftsteller
- 1920 - Nasrallah Pierre Sfeir, emeritierter Patriarch der Maroniten des Libanon und Kardinal
- 1922 - Peter Brückner, deutscher Sozialpsychologe
- 1923 - Reinhard Raffalt, Schriftsteller und Journalist
- 1923 - Richard Avedon, US-amerikansicher Fotograf
- 1924 - Chargesheimer, deutscher Fotograf
- 1926 - Peter Shaffer, Britischer Dramatiker des 20. Jh.
- 1926 - Richard Hey, deutscher Schriftsteller
- 1929 - Harald Puchelt, deutscher Mineraloge
- 1930 - Irma Münch, deutsche Theater- und Filmschauspielerin
- 1930 - Jasper Johns, US-amerikanischer Künstler
- 1932 - Chavalit Yongchaiyudh, thailändischer Politiker
- 1933 - Juzo Itami, japanischer Schauspieler und Filmregisseur.
- 1937 - Madeleine Albright, US-amerikanische Politikerin, Außenministerin
- 1937 - Trini Lopez, US-amerikanischer Sänger
- 1938 - Mireille Darc, französische Schauspielerin
- 1944 - Tich, britischer Musiker
- 1944 - Ulrich Beck, deutscher Soziologe
- 1946 - Hellmuth Eichner, deutscher Maler und Bildhauer
- 1946 - L. Neil Smith, Science-Fiction Autor und Globalisierungskritiker
- 1946 - Rod Coomnes, britischer Musiker
- 1947 - Graham Goble, australischer Musiker
- 1947 - Paulo de Carvalho, portugiesischer Sänger populärer Musik
- 1948 - Brian Eno, britischer Musiker
- 1948 - Gary Thain, neuseeländischer Musiker
- 1948 - Irmingard Schewe-Gerigk, deutsche Politikerin und MdB
- 1948 - Peter Hussing, deutscher Schwergewichtsboxer
- 1950 - Bernd Schröder, deutscher Politiker
- 1950 - Ernst Dörfler, deutscher Schriftsteller
- 1951 - Beatrix Schuba, Österreichische Eiskunstläuferin
- 1951 - Frank Wilczek, US-amerikanischer Physiker
- 1952 - Peter Strieder, deutscher Politiker
- 1953 - Mike Oldfield, britischer Musiker
- 1954 - Siegfried Tittmann, DVU-Politiker
- 1955 - Alexander Pusch, deutscher Degenfechter
- 1955 - Claudia Roth, deutsche Politikerin
- 1959 - Andrew Eldritch, britischer Sänger und Produzent
- 1959 - Ronald Pofalla, deutscher Politiker und MdB
- 1961 - Katrin Cartlidge, britische Schauspielerin
- 1965 - Eoin Colfer, irischer Schriftsteller
- 1965 - Martin Sonneborn, deutscher Satiriker
- 1967 - Andrea Jürgens, deutsche Schlagersängerin
- 1967 - Simen Agdestein, norwegischer Schachgroßmeister
- 1971 - Zoubaier Baya, Ehemaliger tunesischer Profi-Fußballer
- 1976 - Jacek Krzynowek, polnischer Fußballspieler
- 1980 - O.S.T.R., polnischer Rapper
- 1981 - - BEN - , deutscher Sänger & Moderator
- 1982 - Veronica Campbell, jamaikanische Leichtathletin
Gestorben
- 884 - Marinus I., Papst
- 913 - Hatto I., Erzbischof von Mainz
- 1036 - Go-Ichijo, 68. Kaiser von Japan (1016 - 1036)
- 1381 - Eppelein von Gailingen, fränkischer Raubritter, hingerichtet
- 1690 - Eberhard Werner Happel, deutscher Romanautor
- 1714 - Sebastiano Ricci, Venetianischer Maler
- 1728 - Anna Petrowna, Tochter von Zar Peter dem Großen
- 1782 - Richard Wilson, britischer Maler
- 1793 - Peter Hall, belgischer Maler
- 1823 - Antonín František Bečvařovský, tschechischer Komponist
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