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| Gottfried Von Straßburg |
Gottfried von StraßburgGottfried von Straßburg († um 1215) war einer der bedeutendsten deutschen Dichter des Mittelalters, lebte Ende des 12. und Anfang des 13. Jahrhunderts, war Zeitgenosse von Hartmann von Aue, Wolfram von Eschenbach und Walther von der Vogelweide.
Walther von der Vogelweide
Biografie
Ob er bürgerlichen Standes gewesen oder nicht, läßt sich nicht entscheiden. Durch gelehrte Bildung seine dichtenden Zeitgenossen fast alle überragend, verfasste er um 1210 den Versroman „Tristan und Isold“. Er starb vor der Vollendung zwischen 1210 und 1220.
Quellen der Tristansage
Der Stoff seines Epos gehört dem bretonischen Sagenkreis an und war bereits im 12. Jahrhundert in weniger kunstvoller Weise von Eilhard von Oberge bearbeitet worden, wie denn die romanische oder irische Tristansage früh auch schon im Französischen und Englischen, dann im Spanischen, Dänischen, Norwegischen, Slawischen (Böhmischen) und selbst im Mittelgriechischen dichterische Bearbeitung erfuhr. Gottfried hat als Quelle für sein Epos ein Werk des Anglonormannen Thomas von Britannien benutzt, das uns aber nur in Bruchstücken erhalten ist, die an einem kleinen Stück einen unmittelbaren Vergleich ermöglichen. Einigermaßen ersetzt wird diese Quelle durch das Vorhandensein einer nordischen Prosaübersetzung: „Tristrams Saga ok Isondar“. Der Vergleich zeigt, dass die meisten Züge der Handlung schon dem Original angehören.
Inhaltsangabe "Tristan und Isôt"
Der Gang der Erzählung in „Tristan und Isold“ ist im wesentlichen folgender:
:Tristan, der Sohn Riwalons von Parmenien und Blanchefleurs, der Schwester Markes von Cornwall, wird nach dem frühen Tod seiner Eltern von dem treuen Marschall seines Vaters, Rual li Foitenant, erzogen und kommt nach mannigfachen Abenteuern zu seinem Oheim, König Marke von Cornwall.
:Nachdem Tristan seinem Onkel gegen Morold, einen Gesandten aus Irland, der Tributforderungen überbrachte, eingeholfen, Morold im Zweikampf besiegt und getötet hat, muss er nach Irland reisen, da er sich von Morolds vergiftetem Schwert eine tödliche Verwundung zugezogen hat. Nur die Königin Isolde von Irland verfügt über die Kenntnisse und Fähigkeiten, diese Wunde zu heilen. Mit einer List verbirgt Tristan seine Identität, indem er sich als Spielmann Tantris ausgibt, da er Rache befürchten muss, und wird schließlich geheilt. Er wird auf die schöne Königstochter Isold Blondhaar aufmerksam, der er Unterricht erteilt.
:Nach Tristans Rückkunft in Cornwall sendet Marke ihn aus, um bei König Gurmun und Königin Isold von Irland für ihn um Isold Blondhaars Hand anzuhalten, deren Schönheit ihm von Tristan berichtet worden war. Tristan erlegt in Irland zunächst einen Drachen, auf dessen Tötung der König seine Tochter als Preis ausgesetzt hatte. Tristan wird als Spielmann Tantris wiedererkannt. Seine wahre Identität als Besieger Morolds wird aber offengelegt. Dennoch verständigen sich der König, seine Frau und seine Tochter darauf, Tristan am Leben zu lassen und ihm Isold für König Marke mitzugeben. Beide reisen zu Schiff ab. Brangaine, eine der Jungfrauen in Isoldes Gefolge, erhält von der Königin heimlich einen Minnetrank, den sie Isolde und ihrem Gemahl bei der Hochzeit zu trinken geben soll, damit beide mit unwandelbarer Treue aneinander gekettet würden.
:Es ereignet sich aber, dass Tristan und Isold durch ein Missgeschick auf der Überfahrt den Zaubertrank, ohne von der Wirkung desselben zu wissen, trinken; gleich werden ihre Herzen von unwiderstehlicher Liebe zu einander ergriffen. Isold wird Markes Gemahlin, den nun das in allen Künsten der Liebesklugheit meisterhaft gewandte Paar fort und fort betrügt.
:Nach einer langen Reihe solcher Abenteuer endlich von Marke entdeckt, zieht Tristan in die Normandie und knüpft hier mit einer anderen Isold („Isold Weißhand“), durch die Namensähnlichkeit verwirrt, eine neue Liebschaft an, ohne sich jedoch befriedigt zu fühlen und ohne die frühere Isold vergessen zu können.
:Mit der Schilderung dieses Zwiespalts in Tristans Seele bricht Gottfrieds Gedicht ab.
Würdigung
„Tristan und Isold“ wird zu den schönsten epischen Gedichten des deutschen Mittelalters gezählt. An Klarheit und Durchsichtigkeit der Darstellung, an zauberischem Reiz leichten Gedankenflusses, an plastischer Geschlossenheit und konsequenter Durchführung der Gestalten, an melodischem Wohllaut der Sprache und des Reims sucht Gottfrieds Dichtung in der ganzen höfischen Epik, sowie im Volksheldengesang der besten Zeit mittelhochdeutscher Poesie ihresgleichen.
Gottfried bildet in seiner weltmännischen Lebensanschauung den größten Gegensatz zu seinem Zeitgenossen Wolfram von Eschenbach, mit dem er auch eine literarische Polemik führte.
Wer eine so wunderbar genaue Kenntnis des menschlichen, zumal des weiblichen Herzens bekundet, wer den „sehnenden Zwang“ der Minne so unvergleichlich innig, so in zartester Milde wie in brennendster Glut zu schildern weiß wie Gottfried, dem kann man nicht ohne schwere Ungerechtigkeit die seelischen Eigenschaften, welche dem Dichter am wesentlichsten sind, absprechen.
Wir besitzen von Gottfried auch einige lyrische Gedichte.
An der Fortsetzung des „Tristan und Isold“ haben sich bald nach Abfassung des Gedichts zwei Poeten versucht: plump und trocken Ulrich von Türheim; mehr dem Stil Gottfrieds sich nähernd, gewandt und anmutig Heinrich von Freiberg, die beide aber eine andere Quelle als die Gottfrieds benutzten.
Weblinks
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- [http://gso.gbv.de/DB=2.1/SET=2/TTL=1/CMD?ACT=SRCHA&IKT=1016&SRT=YOP&TRM=Gottfried+von+Stra%C3%9Fburg Literatur von und über Gottfried im Gesamtkatalog GBV]
- [http://www.ub.fu-berlin.de/internetquellen/fachinformation/germanistik/autoren/multi_fgh/gottfr.html Kommentierte Linksammlung]
- [http://digi.ub.uni-heidelberg.de/sammlung2/cpg/cpg848.xml?docname=cpg848&pageid=PAGE0723 Gottfried von Straßburg im Codex Manesse]
- [http://www.knaw.nl/publicaties/pdf/981113.pdf Aufsatz von Walter Haug] PDF
Gottfried von Straßburg
Gottfried von Straßburg
Gottfried von Straßburg
Gottfried von Straßburg
Gottfried von Straßburg
Gottfried von Straßburg
Gottfried von Straßburg
Gottfried von Straßburg
DichterDichter - eine spezifisch deutsche Wortbildung für den Verfasser von Dichtung, sprachlicher Kunst. Der Begriff fand im 18. und 19. Jahrhundert im deutschen den Vorzug gegenüber dem des Poeten, der von nun an belächelt für den Liebhaber von Versen stand, den Kauz, der keine Beachtung des modernen Marktes fand. Ihm gegenüber wurde der "Dichter" der Autor hoher Literatur seiner Nation, in Emphasen des Sturm und Drang, der Romantik und des Nationalismus des 19. und frühen 20. Jahrhunderts ein Seher, Genie und, im herausragenden Fall, geistiger Führer der Nation. Reiner Textproduzent blieb dagegen der "Autor", der Schreiben zum Beruf machen konnte (und dann als Schriftsteller agiert), während der Dichter am Ende (so die mitschwingende Implikation) anerkannt, von der Würdigung leben würde, die ihm die Nation zukommen ließ. Die Einrichtung von Dichterpreisen, Dichterlesungen, der Preußischen und jetzigen Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung trug den Konnotationen dieses Diskurses Rechnung.
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verlor das Sprechen von Dichtern an Rang gegenüber dem - so die Intention - wertungsfreieren von Autoren und, etwas mehr Wertschätzung zulassend, Schriftstellern.
Eingehender an dieser Stelle die Stichworte Literatur, Poesie und Dichtung.
Er war das - am himmel
Mittelalter]]
Das Mittelalter bezeichnet eine Epoche in der europäischen Geschichte
zwischen der Antike und der Neuzeit, die christliche, antike und
keltische, germanische und slawische Entwicklungen zusammenführt.
Die vorherrschende Gesellschafts- und Wirtschaftsform ist der Feudalismus.
Grundzüge des Mittelalters sind die nach Ständen geordnete Gesellschaft, die gläubig christliche Geisteshaltung in Literatur, Kunst und Wissenschaft, Latein oder Griechisch als gemeinsame Kultur- und Bildungssprache, die Idee der Einheit der christlichen Kirche (die aber faktisch nach dem großen Schisma mit der Ostkirche nicht mehr bestand) und ein recht einheitliches Weltbild.
Zeitliche Festlegung
Im Groben ordnet man das Mittelalter in die Zeit von 500 bzw. 600 n. Chr. bis 1500 n. Chr. ein. Wesentlich genauer sind jedoch folgende Merkmale:
Das Mittelalter erstreckt sich ungefähr vom Ende der Völkerwanderung (375-568) bzw. vom Untergang des weströmischen Kaisertums 476 bis zum Zeitalter der Renaissance seit der Mitte des 15. Jahrhunderts bzw. bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts. Bezüglich der Problematik der Datierung des Beginns des Mittelalters siehe Spätantike.
Die Datierungen sind nicht immer einheitlich, es kommt oft darauf an, welche Aspekte der Entwicklung bevorzugt werden und von welchem Land man ausgeht. Stellt man zum Beispiel den Einfluss des Islam in den Vordergrund, kann man Mohammeds Hidschra (622) oder den Beginn der arabischen Expansion ab 632 als Beginn sehen. Ebenso gibt es unterschiedliche Datierungsmöglichkeiten für das Ende des Mittelalters, beispielsweise die Erfindung des Buchdrucks (um 1450) oder auch die Reformation (1517).
Fokussiert man einzelne Länder, kann man auch zu verschiedenen Eckdaten kommen. So endete die Antike am Rhein oder in Britannien sicher früher als etwa in Syrien. Und so war zum Beispiel um 1420 in Italien bereits das Zeitalter der Renaissance angebrochen, während man zur gleichen Zeit in England mit gutem Grund noch vom Mittelalter spricht.
Mittelalter bezieht sich in erster Linie auf die Geschichte des christlichen Abendlands vor der Reformation - der Begriff wird kaum im Zusammenhang mit außereuropäischen Kulturen verwendet.
Die Einteilung in Früh-, Hoch- und Spätmittelalter
Man kann das Mittelalter grob in 3 Phasen gliedern:
- Frühmittelalter (Mitte 6. Jahrhundert bis Anfang 11. Jahrhundert)
- Hochmittelalter (Anfang 11. Jahrhundert bis ca. 1250)
- Spätmittelalter (ca. 1250 bis ca. 1500)
Frühmittelalter
In das Frühmittelalter fällt unter anderem auch die Zeit der Völkerwanderung, wobei die Forschung aber mittlerweile dazu tendiert, diese aus dem Mittelalter herauszunehmen, sie als Bindeglied zwischen Antike und Mittelalter zu sehen und der Spätantike zuzurechnen.
Weitere einschneidende Entwicklungen sind die weitgehende Christianisierung Europas, der Aufstieg des Fränkischen Reiches, der Einfall der Wikinger, der Beginn des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und die Kämpfe zwischen Kaisertum und Papsttum. Außerdem wirkt der Aufstieg des Islam und sein schnelles Ausgreifen bis nach Europa prägend.
Wirtschaftlich stellt das Frühmittelalter eine Zeit der Naturalwirtschaft dar, wobei besonders das System der Grundherrschaft herauszustellen ist.
Wesentliche Kulturträger sind das Byzantinische Reich, die Klöster, insbesondere die des Benediktinerordens, sowie die Gelehrten des arabisch-muslimischen Kulturkreises.
Siehe auch Hauptartikel: Frühmittelalter.
Hochmittelalter
Das Hochmittelalter ist die Blütezeit des Rittertums und des römisch-deutschen Kaiserreichs, des Lehnswesens und des Minnesangs. Es ist auch die Epoche der Auseinandersetzung zwischen weltlicher und geistlicher Macht im Investiturstreit, welcher die Einsetzung mehrerer Gegenpäpste zur Folge hatte. Innerhalb der Scholastik wird Aristoteles zur wichtigsten nicht-christlichen Autorität. Der Einfluss der Kirche zeigt sich vor allem an den Kreuzzügen gegen den Islam, denen auch Juden zum Opfer fallen. Im Zuge der Kreuzzüge entwickelt sich ein Fernhandel mit der Levante, von dem insbesondere die italienischen Stadtstaaten profitieren. Die Geldwirtschaft gewinnt gegenüber der Naturalwirtschaft immer stärker an Bedeutung. Die wichtigsten Orden des Hochmittelalters sind neben den Zisterziensern die Bettelorden der Franziskaner und Dominikaner. Im Hochmittelalter entsteht das Zunftwesen, das die sozialen und wirtschaftlichen Vorgänge in den Städten stark prägt.
Siehe auch Hauptartikel: Hochmittelalter.
Spätmittelalter
Hochmittelalter]]
Das Spätmittelalter ist die Zeit des aufsteigenden Bürgertums der Städte und der Geldwirtschaft. In dieser Zeit steigt die Hanse zur Handelsmacht auf. Seit etwa 1280 bis einige Jahrzehnte nach der "Großen Pest" (Schwarzer Tod) in der Zeit von 1349 bis 1351 macht die europäische Geschichte einige krisenhafte Entwicklungen, die zu einem starken Bevölkerungsrückgang (Wüstung, Pest) führen, aber auch zu starken Veränderungen der Gesellschaftstruktur, die allmählich zur Neuzeit überleiten (siehe auch: Krise des 14. Jahrhunderts).
Siehe auch Hauptartikel: Spätmittelalter.
Ende des Mittelalters
Als wesentlich für den Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit betrachtet man im Allgemeinen die Zeit der Renaissance (je nach Land spätes 14. Jahrhundert bis 16. Jahrhundert), die Entdeckung insbesondere der Neuen Welt durch Christoph Kolumbus 1492, die Erfindung des Buchdrucks 1450 und die damit beschleunigte Verschriftlichung des Wissens, den Verlust des Einflusses der institutionalisierten katholischen Kirche und den Beginn der Reformation. Diese Ereignisse sind alle rund um die Schwelle vom 15. zum 16. Jahrhundert anzusiedeln.
Auch die Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen (1453) wird als ein Ereignis genannt, das das Ende des Mittelalters markiert. Dies ist nicht nur eine zeitlich passende Vereinfachung, sondern hat einige Berechtigung, weil mit dem Untergang des Byzantinischen Reiches das letzte lebendige Überbleibsel der Antike unterging. Des Weiteren war der dadurch ausgelöste Strom byzantinischer Flüchtlinge und Gelehrter nach Italien hauptverantwortlich für den Beginn der Renaissance. Darüber hinaus wurden die Handelsrouten nach Asien durch die Ausbreitung des Osmanischen Reiches blockiert, so dass westeuropäische Seefahrer neue Wege erkundeten. Dabei wurde unter anderem Amerika entdeckt – zumindest war es das erste Mal, dass die Existenz Amerikas innerhalb weniger Jahre in ganz Europa bekannt wurde.
Auf musikalischem Gebiet ist das Ende des Mittelalters am besten mit der Umstellung von Quint-Oktavklängen zu terzhaltigen Harmonien zu bestimmen. Die englischen Komponisten waren hier sehr früh (Anonymus 4 spricht bei dieser Entwicklung auf dem Kontinent sogar direkt von englischem Einfluss); vor allem Dunstable ist hier zu nennen. Ab ca. 1430 lässt sich dieser Wandel in Italien dingfest machen, wobei terzhaltige Klänge nicht sofort die reinen Intervalle als Ruhepole der Komposition ablösten und vor allem am Schluss einer Komposition das ganze 15. Jahrhundert hindurch noch der Klang ohne Terz bevorzugt wurde.
Der Begriff Mittelalter
Der Begriff Mittelalter, erstmals im 14. Jahrhundert von italienischen Humanisten benutzt, hatte schon von Beginn an eine negative Bedeutung, weil sie das Mittelalter als „dunkle“ Epoche zwischen der Antike und ihrer Zeit ansahen, in der antike Traditionen wiedergeboren wurden. Aber erst im 17. Jahrhundert wurde diese Einteilung endgültig vorgenommen. Demnach begann das Mittelalter mit dem Ende des Weströmischen Reiches im Jahre 476 und endete mit der Eroberung Konstantinopels im Jahr 1453 durch die Osmanen.
Im Englischen spricht man für den Zeitraum nach Ende der römischen Besatzung bis etwa zur Zeit König Alfreds von Wessex, also für die Zeit der Einwanderung der Angeln, Sachsen und Jüten, aufgrund der mangelhaften schriftlichen Quellen von „The Dark Ages“.
Noch heute bezeichnen wir eine Denkweise als „mittelalterlich“, wenn wir sie als starr und veraltet kritisieren wollen. Auch die umgangssprachliche Wendung „Rückkehr ins Mittelalter“ ist negativ besetzt. In der Romantik wurde das Mittelalter allerdings auch wieder positiver gesehen, teilweise auch systematisch verklärt. In der modernen Forschung werden die originären Leistungen des Mittelalters und die wenigstens teilweise vorhandene Kontinuität der antiken Kultur betont. Der bekannte und angesehene französische Mediävist Jacques Le Goff betonte erst jüngst die Geburt Europas im Mittelalter.
Sonstiges
In der japanischen Geschichte wird die Zeit von ca. 1200 bis ca. 1600 als Mittelalter bezeichnet. Diese Epoche zeichnete sich durch eine starke Dominanz des Buddhismus und des Feudalismus aus.
Siehe auch
- Portal:Mittelalter
Literatur
Wichtige Quellen sind im großen Umfang gesammelt in der Monumenta Germaniae Historica. Siehe auch die dt.-latein. Ausgaben der Freiherr-vom-Stein Gedächtnisausgabe (FSGA). Wichtige Quellen stellen u.a. neben der Geschichtsschreibung auch Constitutionen und andere Aktenquellen sowie Regesten dar.
Eine hervorragende Bibliographie findet sich [http://www.histsem.uni-bonn.de/proseminar/lsma15.htm hier (erstellt vom Historischen Seminar der Uni. Bonn)] sowie [http://www.uni-tuebingen.de/mittelalter/tutorium/literatur/literatur.htm hier (Uni. Tübingen; umfangreiche Liste mit Quellen- und Literaturangaben)]. Ansonsten sei auf die Angaben im Lexikon des Mittelalters oder den Bibliographien der unten aufgeführten Werke verwiesen.
Nachschlagewerke
- The New Cambridge Medieval History, Cambridge 1995 ff. Noch im Entstehen begriffen, mit hervorragender Bibliographie.
- Lexikon des Mittelalters, 9 Bde., Ausgabe des dtv-Verlags, München 2002 (in Hardcover München-Zürich 1980-1998). Grundlegendes Werk
Sekundärliteratur
- Hartmut Boockmann: Einführung in die Geschichte des Mittelalters, mehrere Neuauflagen, München 2001. Wohl die beste strukturelle Einführung ins Mittelalter, mit guten bibliographischen Angaben.
- Arno Borst: Lebensformen im Mittelalter, Frankfurt/M., Berlin 1988 ISBN 3-548-34004-0
- Arno Borst: Barbaren, Ketzer und Artisten: Welten des Mittelalters, München 1988 ISBN 3-492-03152-8
- Fischer Weltgeschichte, Mittelalter und frühe Neuzeit (4 Bände) ISBN 3596507324
- Horst Fuhrmann: Einladung ins Mittelalter, Verlag C. H. Beck, München 1987 ISBN 3-406-32052-X
- Horst Fuhrmann: Überall ist Mittelalter : von der Gegenwart einer vergangenen Zeit, Verlag C. H. Beck, München 1996 ISBN 3-406-40518-5
- Friedrich Heer: Mittelalter. Von 1100 bis 1350, Zürich 1964
Weblinks
- [http://www.erlangerhistorikerseite.de/ma_resso.html Virtuelle Bibliothek – Geschichte / Mittelalterliche Geschichte (Internet-Ressourcen der Erlanger Historikerseite)]
- [http://www.uni-tuebingen.de/mittelalter/indexstart.htm Historisches Seminar der Universität Tübingen, Abteilung für Mittelalterliche Geschichte (zahlreiche Links und Materialsammlungen)]
- [http://netzwerk.wisis.de/text/42.htm Mittelalter - SUSAS Netzwerk für Wissensweitergabe - Ausführliche Texte und zahlreiche Erklärungen zu Wirtschaft, Gesellschaft und Ereignisgeschichte]
- [http://www.genealogie-mittelalter.de/ Genealogie Mittelalter] Mittelalterliche Genealogie im Deutschen Reich bis zum Ende der Staufer
- DER SPIEGEL: [http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,381627,00.html Wie die Erde zur Scheibe wurde] - das Bild vom rückständigen Mittelalter als moderner Mythos
!Mittelalter
Kategorie:Zeitalter
ja:中世
simple:Middle Ages
13. Jahrhundert
Das 13. Jahrhundert begann am 1. Januar 1201 und endete am 31. Dezember 1300.
Etwa zur Jahrhundertmitte war der Übergang vom Hochmittelalter zum Spätmittelalter in Europa.
Ereignisse und Entwicklungen
- Vierter bis achter Kreuzzug
- Untergang der Dynastie der Hohenstaufen
- Die Mongolen unter Dschingis Khan erobern große Teile Asiens und Osteuropas und errichten eine mongolische Dynastie in China
- Marco Polo erreicht China und Tibet
- Erste islamische Reiche entstehen in Südostasien
- Ewiger Bund der Eidgenossen (Gründungsjahr der Schweiz 1291)
- In Straßburg entsteht die erste Bauhütte. Bauhütten gelten als Vorläufer der Zünfte.
- Gründung des Franziskanerordens
Persönlichkeiten
- Franz von Assisi, Gründer des Franziskanerordens
- Albertus Magnus, Universalgelehrter und Theologe
- Thomas von Aquin, Theologe
- Ludwig IX., König von Frankreich
- Friedrich II., Kaiser des Heiligen Römischen Reichs
- Dante Alighieri, italienischer Dichter
- Dschingis Khan, mongolischer Khan
- Baibars al-Bunduqdari, mamluckischer Sultan von Ägypten und Syrien
- Robert von Sorbon, französischer Gelehrter
Erfindungen und Entdeckungen
- Der Kompass wird aus dem Osten eingeführt. Er ermöglicht den Schiffen, von nun an fernab der Küsten zu segeln.
01-13
!
ja:13世紀
ko:13세기
simple:13th century
th:คริสต์ศตวรรษที่ 13
Hartmann von Aue
Hartmann von Aue ( - um 1170; † nach 1210) war ein bedeutender mittelhochdeutscher Dichter.
mittelhochdeutscher
Hartmann von Aue (Owe, auch Awe) wurde um 1170 aus einem edlen Geschlecht in Schwaben geboren, war Dienstmann der Herren von Aue und nahm wahrscheinlich am Kreuzzug von 1197 (oder schon 1189?) teil. Über sein weiteres Schicksal ist nichts bekannt. Gottfried von Straßburg erwähnt ihn in dem um 1210 gedichteten Tristan noch als Lebenden; Heinrich von dem Türlin beklagt ihn in der Krone (um 1220 gedichtet) als einen Toten.
Unter Hartmanns erzählenden Dichtungen ist Erec am frühsten (bald nach 1190) gedichtet. Dem Roman kommt eine zentrale Stellung im höfischen Roman zu, da er der erste deutsche Artusroman ist. Dann kommt dem Alter nach Gregorius oder Der gute Sünder, eine nach französischem Vorbild bearbeitete Legende, von der man 1875 auf Schloss Spiez am Thunersee eine neue vollständige Handschrift entdeckt hat; darauf die liebliche, nach einer schwäbischen Volkssage gedichtete Erzählung Der arme Heinrich, sein in der Neuzeit populärstes Werk, und Iwein mit dem Löwen. Letztere Dichtung, welche wie Erec den Gegensatz zwischen Heldentum und Liebe, zwischen der Hingebung an die Ritterpflichten und der Freude am tatenlosen häuslichen Glück schildert, ist noch vor 1205 verfasst, da Wolfram von Eschenbach im fünften Buch seines Parzival auf ihn anspielt. Ob Der arme Heinrich jünger oder älter ist als Iwein, lässt sich nicht sicher entscheiden.
Erec und Iwein gehören dem Sagenkreis vom König Artus an, und beiden liegen französische Gedichte von Chrétien de Troyes zu Grunde. Als Erzähler zeichnet sich Hartmann durch freie, natürliche Bewegung der Rede sowie Gewandtheit und Anmut des Vortrags aus. Seine frischen und lebendigen Lieder finden sich in Des Minnesangs Frühling von Lachmann und Haupt, dazu kommen noch zwei "Büchlein", poetische Liebesbriefe, die in liebenswürdiger Naivität einen Wortkampf zwischen Leib und Herz darstellen.
Werke
- Erec
- Gregorius
- Der arme Heinrich
- Iwein
- Lieder, in: Des Minnesangs Frühling, unter Benutzung der Ausgabe von Karl Lachmann bearbeitet von Hugo Moser und Helmut Tervooren, 38., erneut revidierte Auflage, Stuttgart 1988 (ISBN 3-7776-0448-8)
Literatur
Die umfangreiche Literatur zu Harmanns Leben und Werk findet sich in den Bibliographien von Klemt, Neubuhr und Hörner aufgeführt. Weitere Literatur zu den einzelnen Werken finden sich ggf. bei diesen Werken aufgeführt.
- Christoph Cormeau u. Wilhelm Störmer, Hartmann von Aue. Epoche - Werk - Wirkung; 2., überarb. Aufl., 1998 (ISBN 3-406-30309-9)
- Petra Hörner (Hg.), Hartmann von Aue. Mit einer Bibliographie 1976-1997; (=Information und Interpretation 8); Frankfurt a.M. u.a. 1998
- Irmgard Klemt, Hartmann von Aue. Eine Zusammenstellung der über ihn und sein Werk 1927 bis 1965 erschienenen Literatur; Köln 1968
- Hugo Kuhn u. Christoph Cormeau (Hg.), Hartmann von Aue; (=WdF 359); Darmstadt (WBG) 1973 (Sammlung wichtiger älterer Aufsätze)
- Elfriede Neubuhr, Bibliographie zu Harmann von Aue; (=Bibliographien zur deutschen Literatur des Mittelalters 5), Berlin 1977
- Peter Wapnewski, Hartmann von Aue, 1962
Weblinks
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- [http://www.fgcu.edu/rboggs/Hartmann/HvAMain/HvAHome.htm Hartmann von Aue Portal mit E-Texten]
Hartmann von Aue
Hartmann von Aue
Hartmann von Aue
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Hartmann von Aue
ja:ハルトマン・フォン・アウエ
Walther von der VogelweideWalther von der Vogelweide ( - um 1170 vermutlich in Niederösterreich, † um 1230, wahrscheinlich in Würzburg) war ein Spruchdichter und Minnesänger, der in mittelhochdeutscher Sprache dichtete.
mittelhochdeutscher
Werk
Von ihm sind 500 Strophen in über 110 Tönen bzw. 90 Liedern und 150 Sprüche überliefert. Er hat auch einen religiösen Leich in einer langen Reihe ungleicher Strophen verfasst. Historisch ist er jedoch nur in einer einzigen urkundlichen Erwähnung fassbar, der Erwähnung eines Geldgeschenks für einen Pelzrock durch den Passauer Bischof Wolfger von Erla am 12. November 1203. Nach seiner Aussage lernte er am Babenberger Hof in Wien Dichten und höfisches Singen. Aus einem seiner Gedichte geht hervor, dass der Kaiser Friedrich II. ihm um 1220 ein Lehen in oder um Würzburg schenkte. Man nimmt an, dass es in oder um Würzburg gewesen sein könnte, weil der Würzburger Michael de Leone um 1350 berichtet, Walthers Grab sei in Würzburg in der Neumünsterkirche, und dabei eine Grabinschrift mitteilt, die er dort gesehen haben will; Walther selbst sagt nicht, wo sich das Lehen befand.
Walthers Ruhm – schon im 13. Jahrhundert gehört er zu den allerersten Vorbildern, später zu den zwölf alten Meistern der Meistersinger – basiert zu einem guten Teil auch auf seinen politischen Liedern (Spruchdichtung).
Trotz seiner Berühmtheit findet sich Walthers Name nicht in zeitgenössischen Aufzeichnungen, Ausnahme ist eine einzelne Erwähnung bei den Reisekosten des Passauer Bischofs Wolfger von Erla für den 12. November 1203 - "Walthero cantori de Vogelweide pro pellicio V solidos longos" ("Für Walther den Sänger von der Vogelweide fünf Taler für einen Pelzmantel"). Die Hauptquelle von Informationen über ihn sind seine eigenen Lieder und gelegentliche Erwähnungen in Liedern anderer Minnesänger, z.B. in der Brennenberger-Klage über das Dahinscheiden der großen alten Sänger ("Wol mich des tages"). Anhand des Titels, den andere Sänger ihm beilegen (Herr), wird klar, dass er von adeliger Abstammung war; die Herkunftsangabe Vogelweide weist jedoch auch darauf hin, dass er nicht zum höheren Adel gehörte, der seine Namen von Burgen oder Dörfern nahm, sondern zum niederen Dienstadel (Ministerialen), der sich in Besitz und Position eigentlich nicht sehr von freien Bauern unterschied.
Leben
Sein Geburtsort ist bis heute umstritten. Von seinem Herkunftsnamen "von der Vogelweide" ist er kaum abzuleiten. Es gab im Mittelalter unzählbare sogenannte Vogelweiden bei Städten und Burgen, wo man Falken für die beliebte Falkenjagd fing und pflegte. Daraus muss man schließen, dass dem Sänger sein Name zunächst nicht in der überregionalen Kommunikation beigelegt wurde. (Andere hochadelige Personen und Dichter, die oft mit ihren Fürsten weit reisten, nannten sich eindeutig nach ihrem Besitz oder ihrem Herkunftsort.) Demnach war der Name zunächst wohl nur in einem engen regionalen Umfeld sinnvoll (weil es in der Umgebung nur eine einzige Vogelweide gab), oder er wurde immer schon vor allem als metaphorischer Übername verstanden. ("Künstlernamen" sind bei den Spruchdichtern des 12. und 13. Jahrhunderts das Übliche, Minnesänger dagegen waren ihresgleichen grundsätzlich unter ihrem Adelsnamen bekannt). Die Spekulationen, welche Vogelweide namensgebend gewesen sein könnte, sind seit dem 19. Jahrhundert bis heute nicht abgeklungen. Franz Pfeiffer nahm beispielsweise an, dass Walther im Wipptal in Südtirol geboren wurde, wo es in der Nähe der Kleinstadt Sterzing einen Wald gibt, den man Vorder- und Hintervogelweide nennt. Dieser Herkunft würden weitere bekannte Fakten aus Walthers Leben nicht widersprechen. Tirol war damals die Heimat vieler bekannter Minnesänger, und der Hof in Wien war unter dem Babenberger Friedrich I. Herzog von Ostarrichi (Österreich) zu einem Zentrum der Dichtung und Kunst geworden.
Hier lernte der junge Dichter seine Kunst vom angesehenen Meister Reinmar (dem Alten), dessen Tod er später in zweien seiner schönsten Gedichte betrauerte; im Herzog fand er seinen ersten Patron. Dieser glückliche Lebensabschnitt, während dem er die ansprechendsten seiner Liebesgedichte schrieb, endete mit dem Tod von Herzog Friedrich im Jahr 1198. Danach wanderte Walther von Hof zu Hof, sang für Unterkunft und Essen, und hoffte ständig, dass er einen Patron finden würde, der ihn von seinem unsteten Leben befreien würde. Seine Kritik an Menschen und Manieren trug nicht gerade dazu bei, ihn beliebt zu machen. Und selbst wenn die adligen Herrscher seine versteckten Andeutungen nicht verstanden, sorgten deren Untergebene dafür, dass sie den unbequemen Mahner schnell wieder loswurden.
Nachdem er einige Zeit am Hof des als Mäzen berühmten Landgrafen Hermann von Thüringen verbracht hat, warnt er andere Reisende vor einem längeren Aufenthalt dort. Und nachdem er drei Jahre am Hofe von Dietrich von Meißen (regierte von 1195-1221) verbracht hat, beschwert er sich, dass er für seine Dienste weder Geld noch Anerkennung erhalten hat. Walther vertrat bisweilen ungewöhnliche Ansichten. Diese bescherten ihm unabhängig von seiner Literatur eine historische Bedeutung. Nachdem durch den Tod von Heinrich VI. 1197 die Auseinanandersetzungen zwischen Reich und Papsttum eingeläutet wurden (siehe auch: Investiturstreit), ergriff Walther nachdrücklich Partei für die deutsche Unabhängigkeit und Einheit. Obwohl seine religiösen Gedichte zweifelsfrei die Festigkeit seines Glaubens zeigen, blieb er bis ans Ende seiner Tage ein erbitterter Gegner der Forderungen der Päpste, die er mit einer Erbittertheit angriff, die nur durch die Stärke seiner patriotischen Gefühle erklärt werden kann.
Er war bei der Krönung Philipps von Schwaben in Mainz anwesend, und unterstützte diesen in der Folgezeit. Nach Philipps Ermordung 1209 sprach und sang er als Unterstützer von Otto von Braunschweig gegen Friedrich von Staufen, der am 9. Dezember 1212 auf Betreiben des Papstes in Mainz ebenfalls zum deutschen König ernannt wurde. Erst spät wandte er sich Friedrich II. zu, der ab 1212 der einzige Repräsentant des deutschen Kaiserreichs gegen Papst und Fürsten war. Da die Fürsten, die Auftraggeber Walthers waren, häufig im Thronstreit die Seiten wechselten, war auch Walther gezwungen - da er im Dienste seiner Herren stand und finanziell von ihnen abhängig war - häufiger die Seiten zu wechseln.
Der neue Kaiser zeigte sich für Walthers Einsatz für das Reich erkenntlich und gab ihm ein kleines Lehen in Franken, das ihm (obwohl er sich darüber beschwerte, dass es nur einen geringen Wert hatte) endlich das Heim und die feste Position gab, die er sich sein Leben lang gewünscht hatte. Dass Friedrich ihm darüber hinaus noch mehr Wohlwollen signalisierte, indem er ihn zum Tutor seines Sohns (des späteren Heinrich (VII.)) machte, darf bezweifelt werden, da diese Vermutung auf einem einzigen Gedicht beruht, das auch anders interpretiert werden kann. Auf jeden Fall hielt es Walther zunächst nicht lang auf seinem neuen Eigentum.
Heinrich (VII.)]
Im Jahre 1217 befand er sich wieder in Wien, ebenso wie 1219, nachdem Herzog Leopold VI. vom Kreuzzug zurückkehrte. Etwa um 1224 scheint er sich auf seinem Lehen bei Würzburg niedergelassen zu haben. Er drängte die deutschen Prinzen dazu, am Kreuzzug von 1228 teilzunehmen, und hat die Kreuzzugsarmee wahrscheinlich bis mindestens in seine Heimat Tirol begleitet. In einem schönen und pathetischen Gedicht malt er die Änderungen aus, die über die Orte gekommen sind, an denen er seine Kindheit verbracht hat. Er starb etwa um 1230 und wurde wahrscheinlich in Würzburg begraben. Die Legende besagt, dass er verfügt haben soll, dass an seinem Grab täglich die Vögel gefüttert werden sollten. Über den Ort des Grabes und die lateinische Inschrift haben wir nur die Angaben des Würzburger Protonotars Michael de Leone (+ 1355), Auftraggeber für die Liederkompilation der Handschrift E. Er gibt das Epitaph wider (Pascua. qui volucrum. vivus. walthere. fuisti / Qui flos eloquij. qui palladis os. obiisti. / Ergo quod aureolum probitas tua possit habere. / Qui legit. hic. dicat. deus iustus miserere - Der du eine Weide für die Vögel, Walther, im Leben bist gewesen ...), was von der Teilübersetzung im Münchener 2° Cod. ms. 731 (Würzburger Liederhandschrift [E]), fol. 191v ergänzt wird: Her walter uon der uogelweide. begraben ze wirzeburg. zv dem Nuwemunster in dem grasehoue. Ein neu errichtetes Denkmal zur Erinnerung an Walther von der Vogelweide befindet sich am selben Ort im Grashof des Neumünster-Kreuzgangs, wo der Dichter vermutlich auf dem damaligen Friedhof nördlich der Neumünsterkirche bei der Stelle des ehemaligen Kreuzgangs im Jahr 1230 (in dem grasehoue) beerdigt wurde: Sepulto in ambitu novimonasterii herbipolensis - Begraben im Kreuzgang des Neuen Klosters zu Würzburg. Des Weiteren gibt es ein Denkmal des Dichters in Bozen, das 1877 enthüllt wurde.
Ein Beispiel: Under der linden
Das Gedicht Under der linden (L. 39,11) thematisiert die Liebe zwischen einem Ritter und einem einfachen Mädchen in der freien Natur, es markiert die Abkehr vom Ideal der "Hohen Minne" des Ritters zur höhergestellten Dame, die unerfüllt bleibt. Walther hat selbst in verschiedenen Liedern über Hohe Minne und Niedere Minne philosophiert und schließlich das neue Ideal der "ebenen Minne" - einer erfüllten Liebe von gleich zu gleich - entwickelt. Walthers "Mädchenlieder", deren herausragendstes Werk dieses ist, lösen zeitlich wahrscheinlich die Frühphase, die stark vom klassischen Minnesang geprägt ist, ab. Hier tragt Walther als Konkurrent Reinmars des Alten (Reimars von Hagenau) auf.
Weblinks
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- [http://www.fh-augsburg.de/~harsch/germanica/Chronologie/13Jh/Walther/wal_intr.html Bibliotheca Augustana]
- [http://gutenberg.spiegel.de/autoren/waltherv.htm Projekt Gutenberg-DE]
- [http://www.ub.fu-berlin.de/internetquellen/fachinformation/germanistik/autoren/multi_wxyz/walther.html Kommentierte Linksammlung]
- [http://www.dennisott.de/uni/germanistik/referate/Walther%20von%20der%20Vogelweide%20-%20Spruchdichtung.pdf Kurzreferat (Uni) zu Walthers Spruchdichtung] (PDF)
- [http://www.jens-hildebrand.de/pdf/walther.pdf Walther von der Vogelweide - eine wissenschaftliche Untersuchung] (PDF)
- [http://www.wuerzburg.de/tourismus/sehenswertes/31,4679.html?fCMS=0449de1bb55a4d925f8860397b531a88 Grabstelle des Walthers von der Vogelweide]
Hörbeispiele
: interpretiert vom Salzburger Ensemble für Alte Musik Dulamans Vröudenton
- [http://www.altemusik.net/mp3underder.htm "Under der linden"]
- [http://www.altemusik.net/mp3palaestin.htm "Palästinalied"]
Literatur
- Helmut Lomnitzer, Hans-Dieter Mück: Walther von der Vogelweide. Die gesamte Überlieferung der Texte und Melodien, (= Litterae 7), Göppingen 1977, ISBN 3-87452-136-2
- Günther Schweikle: 'Walther von der Vogelweide. Werke.' In zwei Bände. Stuttgart: Reclam 1998. Bd.1 ISBN 3-15-000819-0; Bd. 2. ISBN 3-15-000820-4
Dieser Artikel enthält Material aus der 1911er Ausgabe der Encyclopedia Britannica.
Walther von der Vogelweide
Walther von der Vogelweide
Walther von der Vogelweide
Walther von der Vogelweide
Walther von der Vogelweide
Walther von der Vogelweide
Walther von der Vogelweide
Walther von der Vogelweide
Walther von der Vogelweide
Walther von der Vogelweide
Kategorie:Geboren im 12. Jh.
Kategorie:Gestorben im 13. Jh.
Tristan und Isold
Die Erzählung von Tristan und Isolde ist neben der vom Gral oder jener von König Artus und seiner Tafelrunde eine jener Quellen, aus denen die erzählende Literatur des europäischen Mittelalters in reichem Maße geschöpft hat. Zahlreiche Dichter unterschiedlicher Volksliteraturen - besonders jener Frankreichs und Deutschlands - haben ihr dichterisches Können an der Gestaltung dieses spannungsreichen Stoffes erprobt, der über die Jahrhunderte hin seine Produktivität immer wieder erneut unter Beweis gestellt hat.
Für die Erschließung der (altfranzösischen) Urfassung stehen also im wesentlichen zwei fragmentarisch überlieferte altfranzösische Werke und ein Werk in mittelhochdeutscher Sprache zur Verfügung.
Von Eilhart von Oberg stammt die erste deutsche Bearbeitung des französischen Tristan-Stoffes. Sein Tristrant dürfte wohl Ende des 12. oder Anfang des 13. Jahrhunderts entstanden sein. Aus dem 12. Jahrhundert sind nur drei Pergament-Bruchstücke seines Textes erhalten. Drei aus dem 15. Jahrhundert stammende Papier-Handschriften, die vermutlich auf eine Bearbeitung des Textes aus dem 13. Jahrhundert zurückgehen, überliefern den vollständigen Text.
Auf der Version des Thomas von England schließlich fußt der deutsche Epiker Gottfried von Straßburg, dessen fragmentarisches Epos „Tristan“ als ‚klassische’ Stoffrepräsentation des Mittelalters gilt.
Der Tristan-und-Isolde-Stoff wurde von vielen Künstlern, Schriftstellern, Komponisten usw. künstlerisch umgesetzt. Beispiele: Versepen von Thomas von Britannien (um 1165), Eilhard von Oberge (1180), Gottfried von Straßburg (um 1210); Tragödie von Hans Sachs (1553); Oper von Richard Wagner (1859); Erzählung von Thomas Mann (1901).
Um 1400 ließen Franz und Nikolaus Vintler aus Bozen auf ihrem Schloss Runkelstein einen Teil des Sommerhauses mit Terraverde-Fresken zum Motiv von Tristan und Isolde ausmalen.
Kategorie:Literarische Figur
Kategorie:Literarisches Werk
Kategorie:Mittelalter (Literatur)
Kategorie:Roman, Epik
ja:トリスタンとイゾルデ (楽劇)
Tristan und Isold
Die Erzählung von Tristan und Isolde ist neben der vom Gral oder jener von König Artus und seiner Tafelrunde eine jener Quellen, aus denen die erzählende Literatur des europäischen Mittelalters in reichem Maße geschöpft hat. Zahlreiche Dichter unterschiedlicher Volksliteraturen - besonders jener Frankreichs und Deutschlands - haben ihr dichterisches Können an der Gestaltung dieses spannungsreichen Stoffes erprobt, der über die Jahrhunderte hin seine Produktivität immer wieder erneut unter Beweis gestellt hat.
Für die Erschließung der (altfranzösischen) Urfassung stehen also im wesentlichen zwei fragmentarisch überlieferte altfranzösische Werke und ein Werk in mittelhochdeutscher Sprache zur Verfügung.
Von Eilhart von Oberg stammt die erste deutsche Bearbeitung des französischen Tristan-Stoffes. Sein Tristrant dürfte wohl Ende des 12. oder Anfang des 13. Jahrhunderts entstanden sein. Aus dem 12. Jahrhundert sind nur drei Pergament-Bruchstücke seines Textes erhalten. Drei aus dem 15. Jahrhundert stammende Papier-Handschriften, die vermutlich auf eine Bearbeitung des Textes aus dem 13. Jahrhundert zurückgehen, überliefern den vollständigen Text.
Auf der Version des Thomas von England schließlich fußt der deutsche Epiker Gottfried von Straßburg, dessen fragmentarisches Epos „Tristan“ als ‚klassische’ Stoffrepräsentation des Mittelalters gilt.
Der Tristan-und-Isolde-Stoff wurde von vielen Künstlern, Schriftstellern, Komponisten usw. künstlerisch umgesetzt. Beispiele: Versepen von Thomas von Britannien (um 1165), Eilhard von Oberge (1180), Gottfried von Straßburg (um 1210); Tragödie von Hans Sachs (1553); Oper von Richard Wagner (1859); Erzählung von Thomas Mann (1901).
Um 1400 ließen Franz und Nikolaus Vintler aus Bozen auf ihrem Schloss Runkelstein einen Teil des Sommerhauses mit Terraverde-Fresken zum Motiv von Tristan und Isolde ausmalen.
Kategorie:Literarische Figur
Kategorie:Literarisches Werk
Kategorie:Mittelalter (Literatur)
Kategorie:Roman, Epik
ja:トリスタンとイゾルデ (楽劇)
Erzählung
Eine Erzählung ist allgemein eine Form der Darstellung. Im besonderen versteht man darunter eine Geschichte in mündlicher oder schriftlicher Form.
Erzählung ist
# ein Oberbegriff für Novellen, Anekdoten, Kurzgeschichten, Sagen und Erzählungen im engeren Sinne
# auch gleichbedeutend mit Epik (siehe Gattung (Literatur))
# ein eigenes Genre (kürzer als ein Roman, eine Begebenheit im Mittelpunkt, eine lockerere Komposition als bei der Novelle)
Es gibt unterschiedliche Erzählperspektiven:
- neutrale Erzählperspektive
- auktoriale Erzählperspektive
- personale Erzählperspektive (Sonderform: Ich-Perspektive)
Weiterhin sind verschiedene Erzählmethoden möglich:
- reflektierend
- zeitraffend
- zeitdilatierend
Weitere Unterscheidungen: siehe Erzähltheorie.
!Erzählung
ja:物語
Tristan und Isold
Die Erzählung von Tristan und Isolde ist neben der vom Gral oder jener von König Artus und seiner Tafelrunde eine jener Quellen, aus denen die erzählende Literatur des europäischen Mittelalters in reichem Maße geschöpft hat. Zahlreiche Dichter unterschiedlicher Volksliteraturen - besonders jener Frankreichs und Deutschlands - haben ihr dichterisches Können an der Gestaltung dieses spannungsreichen Stoffes erprobt, der über die Jahrhunderte hin seine Produktivität immer wieder erneut unter Beweis gestellt hat.
Für die Erschließung der (altfranzösischen) Urfassung stehen also im wesentlichen zwei fragmentarisch überlieferte altfranzösische Werke und ein Werk in mittelhochdeutscher Sprache zur Verfügung.
Von Eilhart von Oberg stammt die erste deutsche Bearbeitung des französischen Tristan-Stoffes. Sein Tristrant dürfte wohl Ende des 12. oder Anfang des 13. Jahrhunderts entstanden sein. Aus dem 12. Jahrhundert sind nur drei Pergament-Bruchstücke seines Textes erhalten. Drei aus dem 15. Jahrhundert stammende Papier-Handschriften, die vermutlich auf eine Bearbeitung des Textes aus dem 13. Jahrhundert zurückgehen, überliefern den vollständigen Text.
Auf der Version des Thomas von England schließlich fußt der deutsche Epiker Gottfried von Straßburg, dessen fragmentarisches Epos „Tristan“ als ‚klassische’ Stoffrepräsentation des Mittelalters gilt.
Der Tristan-und-Isolde-Stoff wurde von vielen Künstlern, Schriftstellern, Komponisten usw. künstlerisch umgesetzt. Beispiele: Versepen von Thomas von Britannien (um 1165), Eilhard von Oberge (1180), Gottfried von Straßburg (um 1210); Tragödie von Hans Sachs (1553); Oper von Richard Wagner (1859); Erzählung von Thomas Mann (1901).
Um 1400 ließen Franz und Nikolaus Vintler aus Bozen auf ihrem Schloss Runkelstein einen Teil des Sommerhauses mit Terraverde-Fresken zum Motiv von Tristan und Isolde ausmalen.
Kategorie:Literarische Figur
Kategorie:Literarisches Werk
Kategorie:Mittelalter (Literatur)
Kategorie:Roman, Epik
ja:トリスタンとイゾルデ (楽劇)
Mittelhochdeutsche SpracheMittelhochdeutsch (Mhd.) ist die Bezeichnung für eine ältere Phase der deutschen Sprache etwa zwischen 1050 und 1350. Dem Mittelhochdeutschen geht voran das Althochdeutsche (Ahd.) (etwa 750 bis 1050), von etwa 1350 bis 1650 spricht man von Frühneuhochdeutsch (Frnhd.). Mittelhochdeutsch ist vor allem als Sprache der Literatur überliefert; der alltägliche Sprachgebrauch schlug sich noch kaum in Schriftzeugnissen nieder. Zu den bekanntesten mittelhochdeutschen Dichtungen gehören das Nibelungenlied, der "Parzival" Wolframs von Eschenbach, der "Tristan" Gottfrieds von Straßburg, die Gedichte Walthers von der Vogelweide sowie der Minnesang.
Das Mittelhochdeutsche unterscheidet sich vom Althochdeutschen insbesondere durch die Neben- bzw. Endsilbenabschwächung. Vom Neuhochdeutschen ist das Mittelhochdeutsche vor allem durch den Vokalismus der Stammsilben unterschieden; anders als das Neuhochdeutsche weist das Mittelhochdeutsche Kurzvokale in offener Tonsilbe auf, die zum Neuhochdeutschen hin durch die Dehnung in offener Tonsilbe beseitigt worden sind.
Mittelhochdeutsch bezeichnet keine Hochsprache (im Gegensatz zur Umgangssprache), sondern ist als Gegenbegriff zum Mittelniederdeutschen zu verstehen und umfasst demnach die Sprache aller mitteldeutschen (thüringisch, hessisch, rheinfränkisch) und oberdeutschen Regionen (alemannisch, bairisch). Das Mittelhochdeutsche war keine überregional einheitliche Sprache wie das Schrift-Neuhochdeutsche, sondern war ebenso wie das heute gesprochene Deutsch gekennzeichnet durch starke regionale bzw. dialektale Unterschiede. Auch eine einheitliche Orthographie gab es im Mittelalter noch nicht. Für die Textausgaben der wichtigen mittelhochdeutschen Dichtungen, für Wörterbücher und Grammatiken wird das im Wesentlichen auf Karl Lachmann zurückgehende "normalisierte Mittelhochdeutsch" oder "Normalmittelhochdeutsch" verwendet, eine Idealform des Mittelhochdeutschen, das nur einen kleinen Ausschnitt der damaligen sprachlichen Realität wiedergibt.
Die folgende Übersicht zeigt das Vokalsystem des (Normal-)Mittelhochdeutschen:
:Kurzvokale: a, e, i, o, u, ä, ö, ü
:Langvokale: â, ê, î, ô, û, æ, œ, iu (langes ü)
:Diphthonge: ei, ie, ou, öu, uo, üe
Es ist zu beachten, dass ei als e+i (nicht ai wie im Neuhochdeutschen, sondern wie "ei" oder "ij" im Niederländischen) zu sprechen ist; ie ist nicht lang-i, sondern i+e.
Die wichtigsten Veränderungen vom Mittelhochdeutschen zum Neuhochdeutschen betreffen den Vokalismus:
- Die mittelhochdeutschen Langvokale /î, iu, û/ werden zu den Diphthongen nhd. /ei, eu/äu, au/ ("nhd. Diphthongierung") - Beispiele: mîn > mein, vriunt > Freund, hûs > Haus
- Die mittelhochdeutschen Diphthonge /ie, üe, uo/ werden zu den Langvokalen /i, ü, u/ ("nhd. Monophthongierung") - Beispiele: liep > lieb, müede > müde, bruoder > Bruder
- Die mittelhochdeutschen Diphthonge /ei, öu, ou/ werden geöffnet zu /ei, eu/äu, au/ ("nhd. Diphthongwandel") - Beispiele: bein > Bein, böume > Bäume, boum > Baum
- Sämtliche mittelhochdeutsche Kurzvokale /a, e, i, o, u, ä, ö, ü/ werden in offener Silbe zu den entsprechenden Langvokalen gedehnt ("Dehnung in offener Tonsilbe")
weitere Veränderungen:
- Großschreibung von Substantiven im Neuhochdeutschen (im Mittelhochdeutschen wurden nur Namen großgeschrieben)
- Auslautverhärtung wird im Neuhochdeutschen nur noch phonologisch wiedergegeben, jedoch nicht graphisch gekennzeichnet (bspw. mhd. tac = nhd. Tag [gesprochen wird am Ende "k"])
- Palatalisierung = "s" vor Konsonant im Wortanfang wird zu "sch". Dies ist orthographisch immer gekennzeichnet (bspw. slichen =nhd. schleichen) außer bei "s" vor "t" bzw. "p".
Siehe auch
Deutsche Sprachgeschichte
Weblinks
- [http://www.mwv.uni-trier.de/ www.mwv.uni-trier.de] mittelhochdeutsche Wörterbücher im Verbund
- [http://www.mediaevum.de/ www.mediaevum.de] Das altgermanistische Internetportal: Mittelalterliche Literatur u.v.m. im Internet
- [http://www.uni-salzburg.at/mhdbdb/ www.uni-salzburg.at/mhdbdb] Mittelhochdeutsche Begriffsdatenbank
Kategorie:Deutsche Sprache
Kategorie:Sprachstufe
MinneMinne ist eine spezifisch mittelalterliche Vorstellung von gegenseitiger gesellschaftlicher Verpflichtung, ehrendem Angedenken und Liebe, die die adlige Feudalkultur des Hochmittelalters prägte.
Hochmittelalter
Besonders charakteristisch für die höfische Kultur wurde die Übertragung und Einengung dieses Konzepts auf den gesellschaftlichen Umgang zwischen Männern und Frauen. In diesem Prozess wurde Minne zu einem eigenartigen Ideal platonischer Liebe, das vor allem den unverbrüchlichen ritterlichen Dienst für eine Dame, die Unterwerfung unter ihren Willen und die Werbung um ihre Gunst bedeutete (sog. Hohe Minne). Die autobiographische Erzählung Ulrichs von Liechtenstein über seinen Frauendienst berichtet humorvoll im Detail von den zuweilen fast grotesken Diensten, die ein Ritter für seine Dame vollbringen soll. Es ist umstritten, ob dieses Ideal, das vor allem in der Gesellschaftskunst des Minnesangs gepflegt wurde, auch eine Bedeutung für das reale Leben des Ritterstandes hatte oder ob es sich eher um ein literarisches, fiktionales Spiel handelte.
Da Minne eng mit der höfischen Dichtung des Mittelalters verknüpft war, ist der Begriff obsolet geworden. Trotzdem haben sich bestimmte Motive der Hohen Minne erhalten und bestimmen möglicherweise auch heute noch manche Vorstellungen von Höflichkeit, Ritterlichkeit und partnerschaftlicher Liebe.
Kategorie:Mittelalter
Kategorie:Mittelalter (Literatur)
ja:ミンネ
Ulrich von TürheimUlrich von Türheim ( - um 1195; † um 1250) war ein deutscher Dichter des Mittelalters und schrieb in mittelhochdeutscher Sprache. In den Urkunden des Bischofs und des Domkapitels von Augsburg wird für die Jahre 1236 und 1244 ein Ulrich von Türheim erwähnt, in dem man den Dichter vermutet.
Werke
Bekannt ist er vor allem als Fortsetzer des "Tristan" Gottfrieds von Straßburg. Ulrich, der dieses Werk wohl vor 1243 schrieb, hielt sich allerdings nicht an Gottfrieds französische Vorlage, sondern griff auf den Tristrant des Eilhart von Oberge zurück.
Den Tristan hatte er dem Reichsschenken Konrad von Winterstetten († 1243) gewidmet. Konrads Tod beklagt er auch im Rennewart.
Sein zweites Werk ist der "Rennewart", eine Fortsetzung des "Willehalm" Wolframs von Eschenbach. Er knüpft an die Stelle, als die Christen über die Heiden in der zweiten Schlacht von Alischanz siegen, an und führt die Handlung fort.
Vermutlich hat Ulrich den französischen Epenzyklus um Guillaume d'Orange sehr gut gekannt, denn er benutzte vor allem die Epen La bataille Loquifer, Le moniage Rainouart und Le moniage Guillaume. Da er sich am Anfang recht eng an seine Vorlagen hielt, später aber sehr frei über den Stoff verfügte, ist es zu beweifeln, dass er kontinuierlich nach einer Vorlage arbeitete.
Der Augsburger Bürger Otto der Bogner, der in Urkunden der Jahre 1237 bis 1246 erwähnt wird, hatte Ulrich die französischen Quellen zur Verfügung gestellt. Abgeschlossen hat Ulrich das Werk vermutlich um 1250; die große Zahl der erhaltenen Handschriften läßt auf eine weite Verbreitung des Textes schließen.
Rudolf von Ems erwähnt in seinem Wilhelm von Orlens Ulrich von Türheim als Dichter des "Cligès". Dieses Werk ist nur fragmentarisch erhalten und ein Autor wird nicht genannt. Wenn man Rudolf, der zweifellos mit Ulrich persönlich bekannt war, Glauben schenken darf, wäre der "Cligès" als Ulrichs drittes Werk zu nennen.
Auftraggeber und Gönner
Die Auftraggeber Ulrichs von Türheim und Rudolfs von Ems sind vermutlich im schwäbischen Hofkreis um Heinrich VII. und Konrad IV. zu suchen. Da Ulrich von Türheim den Tod Heinrichs VII., Konrads von Winterstetten und der Herren von Neifen beklagt, darf man vermuten, dass die Tristan-Fortsetzung und der Rennewart für den staufischen Hofkreis, mit dem auch Otto der Bogner verbunden war, verfasst wurden.
Literatur
Tristan
- Thomas Kerth: Ulrich von Türheim. Tristan, Tübingen 1979 (=Altdeutsche Textbibliothek 89) ISBN 3484201061 (Textausgabe)
- Joachim Bumke: Geschichte der deutschen Literatur im hohen Mittelalter, München 1990, Seite 193f. ISBN 3423045523
- Klaus Grubmüller: Probleme einer Fortsetzung. Anmerkungen zu Ulrichs von Türheim Tristan-Schluß, in: Zeitschrift für deutsches Altertum 114/1985, Seite 338-348
Rennewart
- Alfred Hübner: Ulrich von Türheim. Rennewart, Berlin 1938 (=Deutsche Texte des Mittelalters 39) (Textausgabe)
- Joachim Bumke: Geschichte der deutschen Literatur im hohen Mittelalter, München 1990, Seite 258f. ISBN 3423045523
- Wolfgang Müller: Das Weltbild Ulrichs von Türheim. Dargestellt an den Begriffen minne, êre, hôher muot, arbeit, triwe, mâze, milte, tugend, saelde, sünde und am Frauenbild und verglichen mit Vorgängern, Zeitgenossen und Nachfolgern, Dissertation, Humboldt-Universität Berlin 1957
- Christa Westphal-Schmidt: Studien zum Rennewart Ulrichs von Türheim, Frankfurt am Main 1979 ISBN 3881292349
Weblinks
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Ulrich von Turheim
Kategorie:Deutscher
Ulrich von Turheim
Ulrich von Turheim
Ulrich von Turheim
Ulrich von Turheim
Ulrich von Turheim
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Kategorie:Literatur
Kategorie:Personen nach Beruf
ko:분류:작가
th:Category:นักประพันธ์
zh-min-nan:Category:Chok-ka
Kategorie:Mittelalter (Literatur)Kategorie:Literaturepoche
Kategorie:Mittelalter
Kategorie:Literatur (Mittelhochdeutsch)Mittelhochdeutsch
Kategorie:SpruchdichtungKategorie:Lyrik
Kategorie:DeutscherSiehe auch: Deutscher
Aufruf: bitte die Personen in die entsprechenden Unterkategorien eintragen, damit man hier mehr Übersicht erhält, danke
Kategorie:Deutschland
Kategorie:Personen nach Nationalität
ja:Category:ドイツの人物
ko:분류:독일 사람
simple:Category:German people
Stående höjdhoppEn av fyra stående hoppgrenar. De andra är stående längdhopp, stående stavhopp och stående trestegshopp.
Stående höjdhopp utövas med fördel med samma utrustning som vanligt höjdhopp, med samma ställning, ribba och matta. Stilarna är också desamma som i vanligt höjdhopp, och flopstilen är mest framgångsrik. Då står man med ryggen mot ribban och gör ett jämfotahopp upp i luften och lägger sig sen i brygga över ribban. För mer info om stående hopp, se stående längdhopp.
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