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Gotthold Ephraim Lessing

Gotthold Ephraim Lessing

]] Gotthold Ephraim Lessing (
- 22. Januar 1729 in Kamenz (Sachsen); † 15. Februar 1781 in Braunschweig) war der wichtigste deutsche Dichter der Aufklärung. Mit seinen Dramen und seinen theoretischen Schriften hat er die weitere Entwicklung der deutschen Literatur wesentlich beeinflusst.

Leben

Lessing wuchs als erstes von zwölf Geschwistern des Pastors und Verfassers theologischer Werke Johann Gottlieb Lessing (1693-1770) und der Justine Salome Feller (1703-1777), in der ostsächsischen Kleinstadt Kamenz auf. Nach dem Besuch der städtischen Lateinschule in Kamenz seit 1737 und dem Wechsel an die Fürstenschule St. Afra in Meißen am 22. Juni 1741, für die er ein Stipendium bekommen hatte, studierte er ab dem 20. September 1746 in Leipzig Theologie und Medizin, bis er sein Studium 1748 abbrach. Im November zog er nach Berlin und begegnete dort 1750 Voltaire. Von 1751 arbeitete er für die Berlinische Privilegierten Zeitung, der späteren Vossische Zeitung als Rezensent und Redakteur. Am 29. April 1752 erlangte er in Wittenberg die Magisterwürde. Als er dann im November 1752 nach Berlin zurückkehrte, machte er Bekanntschaft mit Karl Wilhelm Ramler, Friedrich Nicolai, Ewald von Kleist, Johann Georg Sulzer und schloss Freundschaft mit Moses Mendelssohn. Im Oktober 1755 kehrte er nach Leipzig zurück. Im folgenden Jahr begann er eine auf mehrere Jahre angelegte Bildungsreise durch die Niederlande, England und Frankreich als Begleiter des Johann Gottfried Winkler, musste aber in Amsterdam seine Reise wegen des Siebenjährigen Krieges abbrechen. Im selben Jahr begegnet er Johann Wilhelm Gleim, Friedrich Gottlieb Klopstock und Conrad Ekhof. 1758 zog er erneut nach Berlin, wo er mit Friedrich Nicolai und Moses Mendelssohn zusammen die Briefe, die neuste Literatur betreffend veröffentlichte. Von 1760 bis 1765 war er in Breslau als Sekretär beim General Tauentzien beschäftigt. 1765 kehrte er zurück nach Berlin, um dann 1767 für drei Jahre als Dramaturg und Berater an das Hamburger Nationaltheater nach Hamburg zu gehen. Dort machte er unter anderem Bekanntschaft mit Friedrich Ludwig Schröder, Conrad Ekhof, Philipp Emanuel Bach, Johann Melchior Goeze und den Familien Reimarus und König. Dabei lernte er seine spätere Frau Eva König kennen, deren Mann Engelbert König zu diesem Zeitpunkt noch lebt. Im selben Jahr wurde er zum auswärtigen Mitglied der Berliner Akademie der Wissenschaften gewählt. Aber bereits 1769 musste das Theater wieder aus finanziellen Gründen geschlossen werden.
In Wolfenbüttel wurde er am 7. Mai 1770 Bibliothekar in der Herzog August Bibliothek. Dort entdeckte er das hochmittelalterliche Werk „Schedula diversarum artium“ des Theophilus Presbyter, das er 1774 unter dem Titel Vom Alter der Ölmalerey aus dem Theophilus Presbyter herausgab.
1771 verlobte er sich mit der 1768 verwitweten Eva König. 1775 wurde seine Arbeit in der Bibliothek unterbrochen durch mehrere Reisen zu Eva Königs jeweiligen Aufenthaltsort, nach Wien über Leipzig, Berlin, Dresden und Prag und einer Audienz bei Kaiser Joseph II. Als Begleiter des Braunschweiger Prinzen Leopold reiste er nach Italien mit Aufenthalte in Mailand, Venedig, Florenz, Genua, Turin, Rom, Neapel und auf Korsika. Am 8. Oktober 1776 heirateten er und Eva König in Jork (bei Hamburg). Am Weihnachtsabend 1777 bekam sie einen Sohn, der aber am folgenden Tag starb. Am 10. Januar 1778 starb auch Eva Lessing an Kindbettfieber. 1779 verschlechterte sich Lessings Gesundheitszustand. Am 15. Februar 1781 starb Lessing an einem Hirnschlag bei einem Besuch in Braunschweig im Hause des Weinhändlers Angott nach vierzehntägiger Krankheit. Er wurde auf dem Braunschweiger Magnifriedhof beigesetzt.

Wirken

Braunschweig Lessing war ein vielseitig interessierter Dichter, Denker und Kritiker. Als führender Vertreter der deutschen Aufklärung wurde er zum Vordenker für das neue Selbstbewusstsein des Bürgertums. Seine theoretischen und kritischen Schriften zeichnen sich aus durch einen oft witzig-ironischen Stil und treffsichere Polemik. Das Stilmittel des Dialogs kam dabei seiner Intention entgegen, eine Sache stets von mehreren Seiten zu betrachten und auch in den Argumenten seines Gegenübers nach Spuren der Wahrheit zu suchen. Diese erschien ihm dabei nie als etwas Festes, das man besitzen konnte, sondern stets als ein Prozess des sich Annäherns. Schon früh interessierte er sich für das Theater. In seinen theoretischen und kritischen Schriften zu diesem Thema, wie auch in seinen eigenen Arbeiten als Autor, versuchte er beizutragen zur Entwicklung eines neuen bürgerlichen Theaters in Deutschland. Er wandte sich dabei gegen die herrschende Literaturtheorie Gottscheds und seiner Schüler. Insbesondere kritisierte er die bloße Nachahmung des französischen Vorbilds und plädierte für eine Rückbesinnung auf die klassischen Grundsätze von Aristoteles (siehe: Poetik), sowie für die Anlehnung an die Werke Shakespeares. Lessing war es, der die Shakespeare-Rezeption in Deutschland überhaupt begründete. Er arbeitete mit mehreren Theatergruppen zusammen (z.B. mit Friederike Caroline Neuber). 1767 siedelte er nach Hamburg über und wurde Dramaturg und Kritiker am neu gegründten Hamburger Nationaltheater. Am 30. September wurde dort Minna von Barnhelm uraufgeführt. Aber bereits 1769 musste das Theater wieder aus finanziellen Gründen geschlossen werden. Seine eigenen Arbeiten erscheinen uns heute wie die Prototypen für das sich später entwickelnde bürgerliche deutsche Drama. Miss Sara Sampson und Emilia Galotti gelten als erste bürgerliche Trauerspiele, Minna von Barnhelm als Vorbild für viele klassische deutsche Lustspiele, Nathan der Weise als erstes weltanschauliches Ideendrama. Seine theoretischen Schriften Laokoon und Hamburgische Dramaturgie setzten Maßstäbe für die Diskussion ästhetischer und literaturtheoretischer Grundsätze. In seinen religionsphilosophischen Schriften verteidigte er die Gedankenfreiheit des gläubigen Christen. Er argumentierte gegen die Offenbarungsgläubigkeit und das Festhalten am „Buchstaben“ der Bibel durch die herrschende orthodoxe Lehrmeinung. Dem gegenüber vertraute er als Kind der Aufklärung auf ein „Christentum der Vernunft“, das sich am Geist der Religion orientierte. Er glaubte, dass die menschliche Vernunft (angestoßen durch Kritik und Widerspruch) sich auch ohne die Hilfe einer göttlichen Offenbarung entwickeln würde. Um eine öffentliche Diskussion gegen die orthodoxe „Buchstabenhörigkeit“ anzuregen, veröffentlichte er 1774-1778 sieben Fragmente eines Ungenannten, was zum so genannten Fragmentenstreit führte. Sein Hauptgegner in diesem Streit war der Hamburger Hauptpastor Johann Melchior Goeze, gegen den Lessing unter anderem elf Anti-Goeze benannte Schriften verfasste. Außerdem trat er in den zahlreichen Auseinandersetzungen mit den Vertretern der herrschenden Lehrmeinung, (z. B. in den Anti-Goeze), für Toleranz gegenüber den anderen Weltreligionen ein. Diese Haltung setzte er auch dramatisch um (im Nathan), als ihm weitere theoretische Veröffentlichungen verboten wurden. In der Schrift Die Erziehung des Menschengeschlechts legte er seine Position zusammenhängend dar. Der Gedanke der Freiheit (für das Theater gegenüber der Dominanz des französischen Vorbilds; für die Religion vom Dogma der Kirche) zieht sich wie ein roter Faden durch sein ganzes Leben. Folgerichtig setzte er sich auch für eine Befreiung des aufstrebenden Bürgertums von der Bevormundung durch den Adel ein. In seiner eigenen schriftstellerischen Existenz bemühte er sich ebenfalls stets um Unabhängigkeit. Sein Ideal von der Möglichkeit eines Lebens als freier Schriftsteller ließ sich jedoch nur schwer gegen die ökonomischen Zwänge durchsetzen. So scheiterte in Hamburg das Projekt einer „Buchhandlung der Gelehrten“, das er 1768 mit Johann Christoph Bode durchzuführen versuchte.

Werke


- 1747: Damon oder die wahre Freundschaft
- 1748:
  - Der junge Gelehrte
  - Der Misogyn
  - Die alte Jungfer
- 1749:
  - Die Juden
  - Der Freigeist
- 1750:
  - Der Schatz
- 1755: Miss Sara Sampson
- 1759:
  - Fabeln (3 Bücher)
  - Faust (Fragment)
  - Philotas
- 1766: Laokoon oder Über die Grenzen der Malerei und Poesie
- 1767: Minna von Barnhelm
- 1772: Emilia Galotti
- 1777:
  - Das Testament Johannis
  - Über den Beweis des Geistes und der Kraft
- 1778: Anti-Goeze
- 1779: Nathan der Weise
- 1780: Die Erziehung des Menschengeschlechts
- 1781: Die eheliche Liebe (Gedicht)
- Ernst und Falk - Gespräche für Freimaurer

Literatur


- Franz Mehring: Die Lessing Legende, 1893, ISBN 3-320-00468-9
- P. Rilla: Lessing und sein Zeitalter, 1968
- D. Hildebrandt: Lessing. Biographie einer Emanzipation, 1982, ISBN 3-423-34049-5
- M. Fick: Lessing-Handbuch, 2000
- Ludwig Börne: Theaterkritik: Emilia Galotti, 1820, Sämtliche Schriften. Band I, Düsseldorf 1964.
- Ingrid Strohschneider-Kohrs, M. Niemeyer: Vernunft als Weisheit. Studien zum späten Lessing.
- Ingrid Strohschneider-Kohrs zu Ehren am 26. August 1997 von Eva J. Engel (Herausgeber), Claus Ritterhoff (Herausgeber), M. Niemeyer: Neues zur Lessing-Forschung
- Friedrich Niewöhner: Veritas sive Varietas. Lessings Toleranzparabel und das Buch von den drei Betrügern, 1988

Stand- und Denkmale

Friedrich Niewöhner]
- Bronzeguss für Braunschweig, nach einem Entwurf von Ernst Rietschel (1852), ausgeführt von Georg Ferdinand Howaldt
- Statue in Hamburg auf dem Gänsemarkt

Verwandte Themen


- Zu Lessings Ehren wurden unterschiedliche Lessing-Preise gestiftet.
- Die Lessing-Akademie widmet sich Lessings Werk und der Aufklärungsepoche.

Weblinks


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- [http://literaturnetz.org/autoren/gotthold_ephraim_lessing Fabeln von Lessing] im Literaturnetz
- [http://www.lessing-akademie.de/ Lessing-Akademie Wolfenbüttel]
- [http://www.lessingmuseum.de/ Lessing-Museum in Kamenz]
- [http://www.hellfirez.de/web/referate/inhalte/Lessing.htm Biographie]
- [http://mdz.bib-bvb.de/digbib/lexika/adb/images/adb019/@ebt-link?target=idmatch(entityref,adb0190758) Biographie in ADB]
- [http://www.ub.uni-bielefeld.de/diglib/aufkl/brieneulit/brieneulit.htm Briefe, die Neueste Literatur betreffend] Lessing, Gotthold Ephraim Lessing, Gotthold Ephraim Lessing, Gotthold Ephraim Lessing, Gotthold Ephraim Lessing, Gotthold Ephraim Lessing, Gotthold Ephraim Lessing, Gotthold Ephraim Lessing, Gotthold Ephraim Lessing, Gotthold Ephraim Lessing, Gotthold Ephraim Lessing, Gotthold Ephraim Lessing, Gotthold Ephraim Lessing, Gotthold Ephraim Lessing Lessing ja:ゴットホールト・エフライム・レッシング

1729

Ereignisse


- 14. Juli: Der Physiker Stephen Gray baut die erste Freileitung der Welt, um nachzuweisen, daß man elektrische Energie übertragen kann
- Anton Wilhelm Amo promoviert als erster Schwarzer in Deutschland

Kultur


- 7. Januar: Uraufführung der Oper Love in a Riddle von Henry Carey in London
- 8. Februar: Uraufführung der Oper I disingannati (Die Gewitzten) von Antonio Caldara am Teatrino di corte in Wien
- 20. Juni: Uraufführung der Oper The Contrivances von Henry Carey in London

Geboren


- 10. Januar: Lazzaro Spallanzani, italienischer Wissenschaftler († 1799)
- 12. Januar: Edmund Burke, britischer Staatsphilosoph und Politiker († 1797)
- 22. Januar: Gotthold Ephraim Lessing, deutscher Philosoph und Dichter († 1781)
- 16. März: Maria Luise Albertine von Leiningen-Dagsburg-Falkenburg (Prinzessin George), Großmutter der preußischen Königin Luise († 1818)
- 2. Mai: Katharina II., Zarin von Russland. († 1796)
- 3. Mai: Florian Leopold Gassmann, österreichischer Komponist († 1774)
- 7. August: Franz Freiherr von Fürstenberg, deutscher Schulreformer und Universitätsgründer († 1811)
- 30. August: Karl Paul Ernst von Bentheim-Steinfurt, deutscher Adliger († 1780)
- 6. September: Moses Mendelssohn, deutscher Philosoph der Aufklärung (Haskala)(† 1786)
- 25. September: Christian Gottlob Heyne, deutscher Professor der Altertumswissenschaft, Klassischen Philologe, Sprachforschung und Archäologie († 1812)
- 1. Oktober: Anton Cajetan Adlgasser, deutscher Komponist († 1777)
- 22. Oktober: Johann Reinhold Forster, deutscher Naturwissenschaftler und trug auch Wesentliches zur Ethnologie bei († 1798)
- 23. Oktober: Charles Grey, 1. Earl Grey, einer der bedeutendsten britischen Generale des 18 († 1807)
- 11. November: Louis Antoine de Bougainville, frz. Seefahrer und Schriftsteller († 1811)
- 1. Dezember: Edmund Burke, Schriftsteller, Staatsphilosoph und Politiker († 1797)
- Jigma Lingpa: bedeutender Dzogchen-Meister der buddhistischen Nyingma-Tradition des Vajrayana

Gestorben


- 19. Januar: William Congreve, englischer Dramatiker und Dichter (
- 1670)
- 30. Januar: Lothar Franz von Schönborn, Bischof des Bistums Bamberg und Erzbischof des Bistums Mainz (
- 1655)
- 31. Januar: Johann Wilhelm Petersen, deutscher Theologe (
- 1649)
- 10. Februar: Johann von Besser, deutscher Dichter (
- 1654)
- 21. März: John Law, schottischer Nationalökonom (
- 1671)
- 16. April: Antonio Ferrante Gonzaga, Herzog von Guastalla (
- 1687)
- 4. Mai: Louis-Antoine de Noailles, war Kardinal(1700) und seit 1695 Erzbischof von Paris (
- 1651)
- 29. Juni: Edward Taylor, amerikanischer Dichter (
- 1641)
- 16. Juli: Johann David Heinichen, deutscher Komponist und Musiktheoretiker (
- 1683)
- 5. August: Thomas Newcomen, englischer Erfinder (
- 1663)
- 11. August: Nicola Francesco Haym, italienischer Musiker, Komponist und Librettist (
- 1678) ko:1729년

Kamenz

Die Lessingstadt Kamenz (sorbisch Kamjenc, wörtlich "Kleiner Ort am Stein") ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises in Sachsen. Sie liegt etwa 40 km nordöstlich von Dresden und etwa 30 km nordwestlich von Bautzen. Die Stadt ist nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Ort im ehemaligen Landkreis Frankenstein in Niederschlesien.

Geographie

Die Stadt liegt in der westlichen Oberlausitz am Fuße des Hutberges. Die Gegend ist die Nahtstelle zwischen der flachen Teichlandschaft im Norden und dem Lausitzer Bergland im Süden. Dem entsprechend ist die Landschaft im Norden von flachwelliger Heide geprägt, welche nach Süden hin relativ rasch ansteigt und im Ortsteil Hennersdorf bereits Mittelgebirgscharakter besitzt. Von Süden kommend und sich im Stadtgebiet mit einigen weiteren kleinen Fließen vereinigend durchfließt die Schwarze Elster Kamenz in Richtung Norden. Unmittelbar unter den Straßen der Stadt unter einer nur mäßig starken Lössschicht befinden sich massive Grauwackefelsen, welche an einigen Stellen von Granitaustritten unterbrochen werden und zum Teil direkt aus dem Boden ragen. Beide Gesteine wurden früher intensiv abgebaut, wovon noch heute mehrere zugelaufene Steinbrüche im Stadtgebiet (zum Teil unmittelbar neben Wohnvierteln) zeugen. Im Norden findet man Kies und Kaolinvorkommen, welche durch das Elbe-Urstromtal entstanden.

Geschichte

Gegen Ende des 12. Jahrhunderts wurde an der Stelle der heutigen Altstadt eine Burg zur Sicherung des Überganges der Via Regia über die Schwarze Elster erbaut. Die Via Regia war damals ein überregional bedeutender Handelsweg von Belgien bis hinein nach Schlesien. 1225 wurde die Stadt erstmals urkundlich erwähnt, seit 1319 war Kamenz freie Stadt. 1346 wurde der Oberlausitzer Sechsstädtebund gegründet, dessen westlichste Mitgliedsstadt Kamenz wurde. Im Jahre 1707 vernichtete ein großer Stadtbrand viele Häuser in der Altstadt. 1729 wurde der Dichter und Schriftsteller Gotthold Ephraim Lessing in Kamenz geboren.

Wirtschaft

Gotthold Ephraim Lessing Die Stadt beherbergt vorwiegend kleinere und mittlere Betriebe aus den Bereichen Textil, Maschinenbau, Kaolinverarbeitung und Plastikverarbeitung. Weiterhin liegt hier der Sitz einiger sächsischer Landesbehörden (z.B. Landesamt für Statistik). Zunehmend gewinnt der Tourismus an Bedeutung.

Verkehr

Kamenz verfügt über einen Bahnhof mit Regionalverbindungen u.a. nach Dresden. Die nächstgelegene Anschlussstelle Burkau zur A 4 befindet sich etwa 12 km südlich. Am nordöstlichen Stadtrand befindet sich der Flugplatz Kamenz.

Stadtgliederung

Die Stadt besteht neben Kamenz aus den Stadtteilen Jesau, Wiesa, Thonberg, Lückersdorf, Gelenau, Bernbruch, Deutschbaselitz, Zschornau, Schiedel und Hennersdorf.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Flugplatz Kamenz

Theater


- Stadttheater
- Hutbergbühne Kamenz (eine Open-Air Waldbühne für bis zu 10.000 Zuschauer)

Museen


- Museum der Westlausitz
- Lessingmuseum

Bauwerke


- Kamenzer Rathaus (erbaut 1848 bis 1849, italienische Neorenaissance)
- Andreasbrunnen
- Roter Turm, Mönchsmauer, Pichschuppen (erhaltener Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung)
- Evangelische Hauptkirche St. Marien (erbaut 1275 - 1479, spätgotische Hallenkirche)
- Klosterkirche St. Annen (geweiht 1499)
- Katechismuskirche (Wehrkirche aus dem Jahr 1358)
- Lessing-Gedenkstätte (an dem Ort stand das Geburtshaus Lessings)
- Lessing-Haus

Natur


- Hutberg (294 m) - Parkanlage mit Rhododendren, Azaleen und verschiedenartigen Gehölzen.
- Etwa 32% des umgebenden Landkreises stehen unter Landschafts- bzw. Naturschutz mit gut ausgebauten Rad- und Wanderwegen.

Regelmäßige Veranstaltungen


- Blütenlauf auf dem Kamenzer Hutberg
- Kamenzer Lessing-Tage (jahrlich im Januar und Februar)
- Fete de la Musique jedes Jahr am 21. Juni
- Kamenzer Forstfest (jährlich in der Woche in die der 24. August (Sankt Bartholomäustag fällt)
- Kamenzer Nasenfest (Stadtfest mit dem so genannten Nasenmarkt, jeden 3. Oktober)
- Karneval in Kamenz
- Kindertobetag jedes Jahr in den Winterferien

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt


- Bekannt ist die Stadt als Geburtsort des Dichters Gotthold Ephraim Lessing, dessen Vater, Johann Gottfried Lessing, Pastor an der Hauptkirche St. Marien war. Das Geburtshaus Lessings wurde beim letzten großen Stadtbrand 1842 vernichtet, doch erinnert heute ein sorgfältig geführtes Museum an den berühmtesten Sohn der Stadt.
- Einer der bedeutendsten deutschen Maler der Moderne, Georg Baselitz ist 1938 als Hans-Georg Kern in Deutschbaselitz (heute ein Ortsteil von Kamenz) geboren.
- Bruno Richard Hauptmann, der wegen der Entführung und der Ermordung des Lindberghs Kindes verurteilt und hingerichtet wurde, wurde am 26. November 1899 in Kamenz geboren.

Sonstiges

Kulturelle Besonderheiten

Der Safe Club e.V.. Ältester Jugendclub der Stadt und als Austragungsort musikalischer Gastspiele und Lesungen weit ab vom Mainstream stehts seinen Idealen treu geblieben. Daneben im normalen Clubbetrieb täglich von 20 Uhr an geöffnet.

Kulinarische Spezialitäten

Eine besondere Kamenzer Spezialität sind die Kamenzer Würstchen. Eine sehr würzige Mischung aus Wiener und Knacker die warm gegessen wird.

Weblinks


- [http://www.museum-westlausitz.de/ Museum der Westlausitz]
- Kategorie:Ort in Sachsen Kategorie:Ort in der Lausitz

Freistaat Sachsen

Der Freistaat Sachsen (sorbisch: Sakska), historisch: Obersachsen bzw. Kursachsen, ist ein ostdeutsches Land der Bundesrepublik Deutschland im mittelhochdeutschen Dialektraum. Es grenzt an mehrere Bundesländer an: im Norden an Brandenburg, im Nordwesten an Sachsen-Anhalt, im Westen an den Freistaat Thüringen und im Südwesten an den Freistaat Bayern. Außerdem hat es gemeinsame Grenzen mit Tschechien (im Süden) und Polen (im Osten).

Geografie

Derzeit existieren im Freistaat drei Großstädte – im Sommer 2003 waren es noch vier. Die mit Abstand größten sind Leipzig, mit einer Einwohnerzahl von etwa 499.000 und einer Fläche von 297,60 km² und Dresden, mit einer Einwohnerzahl von etwa 489.500 und einer Fläche von 328,30 km². Als dritte Großstadt folgt die Stadt Chemnitz mit einer Einwohnerzahl von etwa 247.500 und einer Fläche von 220,85 km². Durch den starken Bevölkerungsrückgang durch Abwanderung in die westlichen (alten) Bundesländer verlor die viertgrößte Stadt Zwickau Ende 2003 den Großstadtstatus. Die geografische Gliederung als das östlichste deutsche Bundesland kann mit einer Vielzahl von Ansätzen erfolgen. Nach topografischen Gesichtspunkten eignet sich vor allem ein Einteilung in Flachland, Hügelland und Mittelgebirge. Zwickau Zum Flachland gehören vor allem die Leipziger Tieflandsbucht südlich von Leipzig sowie die Niederlausitz bzw. Oberlausitz im Nordosten. Beide sind durch jüngere Ablagerungen aus dem eiszeitlichen Paläozän und den Flussniederungen gekennzeichnet, sowie insbesondere durch deren tertiäre Braunkohlevorkommen im Untergrund. Das Hügelland weiter südlich mit seinen weitflächigen Lößablagerungen (Lößhügelland) und der damit verbundenen hohen Bodenqualität geht auf die Endmoränenbildung zurück. Die sächsischen Mittelgebirge gliedern sich von West nach Ost durch eher unscharfe Grenzen. Im Südwesten Sachsens erstreckt sich das eigentlich bis nach Bayern reichende Vogtland mit dem Erzgebirgsbecken als Nordgrenze und dem Elstergebirge im Südosten. Nach Osten folgt die Pultscholle des Erzgebirges, welches meist in West- und Osterzgebirge (geteilt durch das Flöhatal), seltener auch zusätzlich in das Mittelerzgebirge untergliedert wird. Die Höhenlagen nehmen dabei von West nach Ost langsam ab, weshalb auch die mit 1215 Metern höchste Erhebung Sachsens, der Fichtelberg, zum West- bzw. Mittelerzgebirge gehört. Nach Süden erstreckt sich das Erzgebirge über die Landesgrenze hinaus bis an den Egertalgraben. Den nördlichen Bereich des Erzgebirges entlang der Kammlagen nimmt der Naturpark Erzgebirge/Vogtland ein. Das Sächsische Elbland trennt das Erzgebirge schließlich nach Nordosten von Lausitzer Bergland und Zittauer Gebirge ab. Neben diesen Landschaftseinheiten gibt es zahlreiche weitere Unterscheidungen und Nuancen, welche in der Liste der Landschaften in Sachsen verzeichnet sind. Eine weitere Gliederung Sachsens kann nach hydrologischen Gesichtspunkten erfolgen. Der wichtigste, größte und einzig schiffbare Fluss ist die Elbe. Sie durchzieht den Freistaat von Südosten nach Nordwesten. Wichtige Quellflüsse sind die Mulde, die Weißeritz, die Zschopau, die Weiße Elster und die Spree, deren allgemeine Fließrichtung Norden ist und die ebenfalls zum Fluss-System der Elbe gehören. Im Osten wird der Freistaat von der Lausitzer Neiße begrenzt, die in die Oder mündet.

Geschichte des Freistaates Sachsen

Siehe auch: Hauptartikel Geschichte Sachsens Der erste ”Freistaat” Sachsen entstand 1918 nach der Abdankung des (ober-)sächsischen Königs und Auflösung des Königreichs Sachsen. 1945 entstand das ”Land” Sachsen als Teil der sowjetisch besetzten Zone in Deutschland aus dem Gebiet des vormaligen Freistaates und aus Teilen der preußischen Provinz Schlesien westlich der Neiße. Im Jahr 1952 wurde u.a. das Land Sachsen in einem neuen Staat DDR aufgelöst und in 14 kleinere Bezirke aufgeteilt: u.a. Sachsen in Leipzig, Chemnitz, später umbenannt in Karl-Marx-Stadt und Dresden. Nach dem Untergang des kommunistischen DDR-Regimes und Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland wurde im Herbst 1990 auch der Freistaat Sachsen wiedererrichtet.

Wappen und Flagge

Das Wappen geht auf das ehemalige Königreich Sachsen zurück - insbesondere auf das Geschlecht der Askanier, deren anhaltinische Linie ebenfalls ein goldenen Schild mit schwarzen Querbalken führte. Obwohl der Schild bereits im 12. Jahrhundert auftauchte, wurde der grüne Rautenkranz erst um 1260 aufgelegt. Er steht für den Verzicht des askanischen Hauses Sachsen-Wittenberg auf sein Stammland in Niedersachsen-Lauenburg und verdankt seine Form dem gotischen Baustil. Als die männliche Linie der Askanier um 1422 ausstarb, übernahmen die 'Markgrafen zu Meißen' die Kurwürde und das Wappen. Wie auch in anderen Ländern gibt es für Sachsen ein Wappenzeichen. Da dies oft als zu modern empfunden wurde hat das Land im Jahr 2005 ein weiteres Wappenzeichen eingeführt. Die Wappenzeichen dürfen im Gegensatz zu dem Wappen von jedermann genehmigungsfrei verwendet werden. Die Landesflagge ist weiß-grün; die Landesdienstflagge trägt zusätzlich das Landeswappen.

Religionen in Sachsen

In Sachsen sind alle großen Kirchen vertreten, wobei das Land mehrheitlich evangelisch-lutherisch geprägt ist. Ein vergleichsweise geringer Teil der Bevölkerung bekennt sich zum römisch-katholischen Glauben. Darüber hinaus finden sich in Sachsen zahlreiche Freikirchen und andere christliche Gemeinschaften, sowie eine jüdische und muslimische Minderheit. Der vorwiegende Teil der Bevölkerung Sachsens ist säkularisiert.

Politik

Die CDU ist in Sachsen seit der Wende die mit Abstand stärkste Volkspartei. Seit dem 18. April 2002 ist Georg Milbradt Ministerpräsident von Sachsen, seit dem 10. November 2004 steht er einer CDU/SPD-Koalition vor. Sein Stellvertreter ist der SPD-Landesvorsitzende Thomas Jurk. Im Folgenden sein Kabinett:
- Sächsische Staatskanzlei, Chef der Staatskanzlei: Hermann Winkler (CDU)
- Sächsisches Staatsministerium der Finanzen, Staatsminister: Horst Metz (CDU)
- Sächsisches Staatsministerium des Innern, Staatsminister: Albrecht Buttolo (CDU)
- Sächsisches Staatsministerium der Justiz, Staatsminister: Geert Mackenroth (CDU)
- Sächsisches Staatsministerium für Kultus, Staatsminister: Steffen Flath (CDU)
- Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Staatsministerin: Helma Orosz( CDU)
- Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Staatsminister: Stanislaw Tillich (CDU)
- Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Staatsministerin: Barbara Ludwig (SPD)
- Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit, Staatsminister: Thomas Jurk (SPD) Der Sächsische Landtag besteht in der 4. Wahlperiode (2004 - 2009) aus 124 Abgeordneten (normal 120). Diese teilen sich wie folgt auf: CDU 55 Sitze, PDS 31 Sitze, SPD 13 Sitze, NPD 12 Sitze, FDP 7 Sitze, Bündnis 90/Die Grünen 6 Sitze. Landtagspräsident ist Erich Iltgen, es gibt drei Vizepräsidenten: Regina Schulz, Andrea Dombois, Gunther Hatzsch. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion ist Fritz Hähle, der PDS-Fraktion Peter Porsch, der SPD-Fraktion Cornelius Weiss, der NPD-Fraktion Holger Apfel, der FDP-Fraktion Holger Zastrow, der Grünen-Fraktion Antje Hermenau. Im Januar 2005 kam es im Landtag von Sachsen zum Skandal, als das Parlament aus Anlaß des Einzuges der NPD-Abgeordneten eine Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus abhalten wollte und die Abgeordneten der NPD daraufhin aus Protest gegen diese Form einer Anklage ihrer Partei demonstrativ den Sitzungssaal verließen. Der Verfassungsgerichtshof des Freistaates Sachsen befindet sich in Leipzig. Siehe auch:
- Bisherige Ministerpräsidenten
- Liste der Persönlichkeiten (Sachsen)
- Liste der ehemaligen Ministerien Sachsens
- Liste der Sächsischen Minister a.D.

Verwaltungsgliederung

Regierungsbezirke

Sachsen ist in die drei Regierungsbezirke Dresden, Chemnitz und Leipzig untergliedert.
Die Regierungsbezirke enthalten insgesamt 22 Landkreise und sieben kreisfreie Städte (Stand: 1. November 2005).

Landkreise

Die 22 sächsischen Landkreise im Einzelnen:

Kreisfreie Städte

Die sieben kreisfreien Städte Sachsens im Einzelnen:
- Chemnitz (C)
- Dresden (DD)
- Görlitz (GR)
- Hoyerswerda (HY)
- Leipzig (L)
- Plauen (PL)
- Zwickau (Z)

Kreisreform

Bis zum Jahr 2011 soll im Rahmen der Verwaltungsreform der Landesbehörden auch eine erneute Kreisreform erfolgen, welche vorsieht, aus den 22 Landkreisen 12 zu machen und die sieben kreisfreien Städte auf drei zu reduzieren. Bei dieser Reform könnte es zu nachfolgender Kreiszusammenlegung kommen: (LK = Landkreis, KS = kreisfreie Stadt) Landkreise: # LK Delitzsch + LK Leipziger Land # LK Torgau-Oschatz + LK Muldentalkreis + LK Döbeln # LK Riesa-Großenhain + LK Meißen # LK Kamenz + KS Hoyerswerda # LK Niederschlesischer Oberlausitzkreis + KS Görlitz # LK Bautzen + LK Löbau-Zittau # LK Weißeritzkreis + LK Sächsische Schweiz # LK Freiberg + LK Mittlerer Erzgebirgskreis # LK Mittweida + LK Chemnitzer Land # LK Stollberg + LK Annaberg + LK Aue-Schwarzenberg # LK Zwickauer Land + KS Zwickau # LK Vogtlandkreis + KS Plauen kreisfreie Städte: # Leipzig # Chemnitz # Dresden

Städte und Gemeinden

Sachsen besteht aus insgesamt 515 politisch selbständigen Städten und Gemeinden (Stand: 1. Januar 2005). Diese verteilen sich wie folgt: sieben kreisfreie Städte, 35 Große Kreisstädte und 473 sonstige kreisangehörige Gemeinden (136 Städte und 337 Gemeinden). Die kreisangehörigen Gemeinden haben sich teilweise zur Erledigung ihrer Verwaltungsgeschäfte zu Verwaltungsgemeinschaften zusammen geschlossen: 251 Gemeinden sind in 101 Verwaltungsgemeinschaften und 34 Gemeinden in 10 Verwaltungsverbänden eingebunden. Größte Städte ¹ Eingemeindung von Döbernitz am 1. März 2004
² Eingemeindung von Rebesgrün am 1. Januar 2003
³ Eingemeindung von Wyhratal am 1. Januar 2004 Siehe auch: Liste der Orte in Sachsen

Wirtschaft

Die sächsische Wirtschaft hat nach dem Wiedervereinigung der Territorium der ehemaligen DDR mit dem Bundesrepublik Deutschland einen starken Strukturwandel erlebt. Die in der Industrie stark rückständigen Betriebe wurden meist geschlossen. Braunkohlewerke wurden stillgelegt und befinden sich zur Zeit in der Rekultivierung.
Heute steht Sachsen vor Thüringen auf einem Spitzenplatz der mitteldeutschen Wirtschaft, wenngleich das Problem der hohen Arbeitslosigkeit noch immer nicht gelöst ist. Sachsen hat mit Wachstumsraten zwischen acht und zehn Prozent die höchsten in Deutschland.

Ballungsräume und Infrastruktur

Vor allem die Ballungsräume Leipzig-Halle und Chemnitz-Zwickau sind Antrieb der sächsischen Wirtschaft. Das Ballungsgebiet Dresden ist gemessen am Bruttoinlandsprodukt der wirtschaftlich stärkste Raum Sachsens. Dresden spielt dabei durch die Ansiedlung von AMD und Infineon sowie vieler Zulieferbetriebe eine wichtige Rolle in der Mikrotechnologie. Diese drei Räume bilden die Ecken der Metropolregion Sachsendreieck. Die wichtigsten Autobahnstrecken in Sachsen entstanden schon in den 1930-er Jahren, welche in den letzten Jahren auf den modernsten Stand gebracht wurden. Wichtige Straßenbauprojekte sind die Verbindungen der A 72 zwischen Chemnitz und Leipzig, die A 17 zwischen Dresden und Prag und die A 38 als Südumfahrung Leipzigs.

Sprache

Im Freistaat Sachsen werden hauptsächlich meißenische und lausitzische Dialekte gesprochen, die zu der ostmitteldeutschen Dialektgruppe gehören. In der Lausitz wird ein obersorbischer Dialekt der sorbischen Sprache, die zur westslawischen Sprachgruppe gezählt wird, von rund 60.000 Sorben gesprochen. Diese Sprache ist aber in ihrer Existenz gefährdet. Des Weiteren existieren vogtländische und erzgebirgische Dialekte als Mischformen mit dem Ostfränkischen und Nordbairischen.

Tourismus

Insbesondere das Erzgebirge, die Sächsische Schweiz, das Zittauer Gebirge und das Sächsische Vogtland sind vom Tourismus geprägt. Siehe auch: Hauptartikel Tourismus in Sachsen.

Siehe auch


- Portal:Sachsen
- Verfassung des Freistaates Sachsen

Weblinks


- http://www.sachsen.de/
- http://www.sachsen-macht-schule.de/ Sächsisches Staatsministerium für Kultur
- [http://www.stadtplandienst.de/sachsen.asp Sachsen im Deutschen Stadtplandienst]
- [http://www.statistik.sachsen.de/wahlen/allg/Seite_1.htm Wahlergebnisse (Statistisches Landesamt)] ja:ザクセン州 ko:작센 주 simple:Saxony

1781

Ereignisse


- 29. Januar: Uraufführung der Oper Idomeneo von Wolfgang Amadeus Mozart im Cuvilliés-Theater in München
- 30. April: Uraufführung des Singspiels Der Rauchfangkehrer von Antonio Salieri in Wien
- Gründung der Stadt Los Angeles
- Wilhelm Herschel entdeckt den Planeten Uranus
- Veröffentlichung von Immanuel Kants Kritik der reinen Vernunft
- März: Niederschlagung des seit November andauernden Túpac-Amaru-Aufstands in Perú

Kultur


- 29. Januar: Uraufführung der Oper Idomeneo von Wolfgang Amadeus Mozart in München
- 25. Februar: Uraufführung der Oper La fedeltà premiata (Die belohnte Treue) von Joseph Haydn in Esterház
- 21. April: Uraufführung der Oper Elisa von Johann Gottlieb Naumann in Dresden
- 30. April: Uraufführung der Oper Der Rauchfangkehrer von Antonio Salieri am Burgtheater in Wien
- 25. Mai: Uraufführung der Oper Die Entführung aus dem Serail von Johann André im Döbbelins Theater in Berlin

Geboren


- 26. Januar: Ludwig Achim von Arnim, deutscher Dichter († 1831)
- 30. Januar: Adelbert von Chamisso, deutscher Dichter und Botaniker († 1838)
- 9. Februar: Johann Baptist von Spix, deutscher Naturwissenschaftler
- 17. Februar: René Théophile Hyacinthe Laënnec, französischer Mediziner und Erfinder des Stethoskops († 1826)
- 6. März: Ignaz Franz Castelli, österreichischer Dichter und Dramatiker († 1862)
- 13. März: Joseph Johann von Littrow, Astronom († 1840)
- 13. März: Karl Friedrich Schinkel, preußischer Baumeister und Architekt († 1841)
- 22. April: Hermann Uber, deutscher Komponist und Kreuzkantor († 1822)
- 25. April: Ferdinand Karl von Österreich-Este, Feldmarschall und Generalgouverneur von Galizien und Siebenbürgen († 1850)
- 6. Mai: Karl Christian Friedrich Krause, deutscher Philosoph († 1832)
- 8. Mai: Pedro de Sousa Holstein, portugiesischer Politiker und Militär († 1850)
- 9. Mai: Friedrich Adolph August Struve, Arzt und Apotheker († 1840)
- 14. Mai: Friedrich Ludwig Georg von Raumer, deutscher Politiker und Historiker († 1873)
- 14. Mai: Friedrich von Raumer, deutscher Geschichtsschreiber († 1873)
- 8. Juni: George Stephenson, britischer Ingenieur († 1848)
- 21. Juni: Siméon Denis Poisson, französischer Physiker und Mathematiker († 1840)
- 6. Juli: Thomas Stamford Raffles, Gründer von Singapur († 1826)
- 11. Juli: Bartolomeo Borghesi, italienischer Inschriftenforscher († 1860)
- 27. Juli: Mauro Giuliani, italienischer Gitarrist und Komponist († 1829)
- 22. August: Juliana Blasius, deutsche Räuberbraut des Johannes Bückler († 1851)
- 23. August: Friedrich Tiedemann, deutscher Anatom und Physiologe († 1861)
- 3. September: Eugène Beauharnais, Stiefsohn Napoleons, General, Herzog († 1824)
- 6. September: Anton Diabelli, österreichischer Komponist († 1858)
- 27. September: Wilhelm I., König von Württemberg († 1864)
- 5. Oktober: Bernard Bolzano, Philosoph, Theologe und Mathematiker († 1848)
- 1. November: Karl Joseph Stieler, deutscher Maler († 1858)
- 8. November: Karl Godulla, deutscher Großindustrieller († 1848)
- 20. November: Karl Friedrich Eichhorn, deutscher Jurist und Professor († 1854)
- 11. Dezember: David Brewster, schottischer Physiker, Erfinder des Kaleidoskops († 1868)

Gestorben


- 15. Januar: Maria Anna von Spanien, Prinzessin von Spanien und Königin von Portugal (
- 1718)
- 4. Februar: Josef Mysliveček, tschechischer Komponist (
- 1737)
- 15. Februar: Gotthold Ephraim Lessing, deutscher Philosoph und Dichter (
- 1729)
- 18. März: Anne Robert Jacques Turgot, französischer Staatsmann und Ökonom der Vorklassik (
- 1727)
- 18. Mai: Túpac Amaru II, peruanischer Cacique und Rebellenführer (
- 1738), wird auf der Plaza de Armas in Cusco grauenvoll hingerichtet
- 11. JuliAdolf Karl Kunzen, Komponist (
- 1720)
- 16. August: Charles-François de Broglie, Französischer Diplomat (
- 1719)
- 11. September: Johann August Ernesti, deutscher Theologe und Philologe (
- 1707)
- 4. November: Faustina Bordoni, italienische Sängerin (
- 1697)
- 14. Dezember: Johann Friedrich Adolf von der Marwitz, preußischer General (
- 1723)
- Maria Anna von Spanien, Prinzessin von Spanien und Königin von Portugal (
- 1718) ko:1781년

Braunschweig

Braunschweig (niedersächsisch Brunswiek) ist eine Großstadt in Norddeutschland im Osten des Bundeslandes Niedersachsen. Sie ist mit ca. 240.000 Einwohnern nach Hannover die zweitgrößte Stadt Niedersachsens und eines der Oberzentren des Landes. Braunschweig war bis 1918 Residenzstadt des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg, nach Abdankung des Herzogs Landeshauptstadt des Freistaats Braunschweig bis 1946. Bis zur Auflösung des Landkreises Braunschweig im Jahr 1974 war Braunschweig Kreisstadt sowie bis zum 31. Dezember 2004 Sitz der Bezirksregierung des gleichnamigen Regierungsbezirks (Auflösung der Bezirksregierungen in Niedersachsen). Die Stadt ist Sitz des Oberlandesgerichts Braunschweig. Nächstgelegene größere Städte sind Wolfsburg, etwa 26 km nordöstlich, Hannover, etwa 56 km westlich und Magdeburg, etwa 80 km östlich von Braunschweig. Die Einwohnerzahl der Stadt Braunschweig überschritt 1890 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Die Stadt Braunschweig ist Teil der geplanten Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen.

Geografie

Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen] Braunschweig liegt im Alluvialtal auf zum Teil brüchigen, ehemals sumpfigen Böden zu beiden Seiten des Flusses Oker, welcher im östlichen und westlichen Umflutgraben den Stadtkern umfließt. Die Oker entspringt im Harz und mündet zwischen Gifhorn und Celle in die Aller.

Nachbargemeinden

Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Braunschweig. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt: Lehre (Landkreis Helmstedt), Cremlingen, Sickte (Samtgemeinde Sickte) und Wolfenbüttel (alle Landkreis Wolfenbüttel), Salzgitter (Kreisfreie Stadt), Vechelde und Wendeburg (Landkreis Peine) sowie Schwülper, Vordorf und Meine (alle Samtgemeinde Papenteich, Landkreis Gifhorn)

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Braunschweigs ist in 20 Stadtbezirke im Sinne von § 55 der Niedersächsischen Gemeindeordnung (NGO) eingeteilt. In jedem Stadtbezirk gibt es einen von der Bevölkerung gewählten Stadtbezirksrat mit einem Bezirksbürgermeister als Vorsitzenden. Die Stadtbezirksräte haben je nach Einwohnerzahl des Stadtbezirks zwischen 7 und 19 Mitglieder. Sie sind zu allen wichtigen, den Stadtbezirk betreffenden Angelegenheiten zu hören.
Die Stadtbezirke wurden am 1. November 1981 eingerichtet. Damals waren es noch 22 Stadtbezirke, seit 2001 gibt es jedoch nur noch 20 Stadtbezirke, nachdem sich einige Stadtbezirke auf freiwilliger Basis zusammen geschlossen haben. Die 20 Stadtbezirke mit ihren amtlichen Nummern:
- Stadtbezirk 111: Wabe-Schunter
- Stadtbezirk 112: Bienrode-Waggum-Bevenrode
- Stadtbezirk 113: Hondelage
- Stadtbezirk 114: Volkmarode-Schapen
- Stadtbezirk 120: Östliches Ringgebiet
- Stadtbezirk 212: Heidberg-Melverode
- Stadtbezirk 213: Südstadt-Rautheim-Mascherode
- Stadtbezirk 214: Stöckheim-Leiferde
- Stadtbezirk 221: Innenstadt
- Stadtbezirk 222: Viewegs Garten-Bebelhof
- Stadtbezirk 311: Weststadt
- Stadtbezirk 312: Timmerlah-Geitelde-Stiddien
- Stadtbezirk 313: Broitzem
- Stadtbezirk 314: Rüningen
- Stadtbezirk 320: Westliches Ringgebiet
- Stadtbezirk 412: Lehndorf-Watenbüttel
- Stadtbezirk 413: Veltenhof-Rühme
- Stadtbezirk 414: Wenden-Thune-Harxbüttel
- Stadtbezirk 421: Nordstadt
- Stadtbezirk 422: Schunteraue Für statistische Zwecke ist das Stadtgebiet Braunschweig in insgesamt 74 Statistische Bezirke eingeteilt, die fortlaufend nummeriert sind. Diese tragen meist historische Namen. 01 Stadtkern, 02 Hagen, 03 Altewiek, 04 Hohetor, 05 Neustadt, 06 Altes Hochschulviertel, 07 Am Hagenring, 08 Prinzenpark, 09 Viewegs Garten, 10 Bürgerpark, 11 Wilhelmitor-Süd, 12 Wilhelmitor-Nord, 13 Petritor-Ost, 14 Petritor-West, 15 Petritor-Nord, 16 Nordbahnhof, 17 Neues Hochschulviertel, 18 Gliesmarode, 19 Riddagshausen, 20 Hauptfriedhof, 21 Hauptbahnhof, 22 Bebelhof, 23 Zuckerberg, 24 Am Südsee, 25 Gartenstadt, 26 Hermannshöhe, 27 Rothenburg, 28 Weinberg, 29 Alt-Lehndorf, 30 Siedlung Lehndorf, 31 Ölper Holz, 32 Kanzlerfeld, 33 Bundesanstalten, 34 Völkenrode, 35 Watenbüttel, 36 Ölper, 37 Schwarzer Berg, 38 Veltenhof, 39 Hafen, 40 Rühme-West, 41 Rühme-Ost, 42 Vorwerksiedlung, 43 Siegfriedviertel, 44 Schuntersiedlung, 45 Kralenriede, 46 Bienrode, 47 Querumer Forst, 48 Querum, 49 Pappelberg, 50 Naturschutzgebiet, 51 Mastbruch, 52 Lindenberg, 53 Südstadt, 54 Heidberg, 55 Melverode, 56 Broitzem, 57 Geitelde, 58 Stiddien, 59 Timmerlah, 60 Lamme, 61 Wenden, 62 Harxbüttel, 63 Thune, 64 Waggum, 65 Bevenrode, 66 Hondelage, 67 Dibbesdorf, 68 Volkmarode, 69 Schapen, 70 Rautheim, 71 Mascherode, 72 Stöckheim, 73 Leiferde, 74 Rüningen

Geschichte

Braunschweig wurde der Legende nach vom sächsischen Grafen Bruno II. († 1017) gegründet. Der Stadtname, ursprünglich Brunswik, setzt sich zusammen aus dem Eigennamen Bruno und der Bezeichnung für einen Rast-, Lager- und Umschlagplatz der Kaufleute, wik. Der Ort war dafür ideal geeignet, da er an einer Oker-Furt lag. Schriftlich erwähnt wird der Name Braunschweigs zum ersten Mal als Brunesguik in der Weiheurkunde der St. Magni-Kirche aus dem Jahre 1031. Nach anderer Herleitung ist der erste Teil des Namens jedoch in der Bedeutung von Brand zu sehen, Brunswik wäre demnach ein Platz, der durch Brandrodung entstanden ist. Furt

Braunschweig unter Heinrich dem Löwen

Braunschweig wuchs unter Herzog Heinrich dem Löwen (
-  1129/30, † 6. August 1195, u. a. der Gründer von München, 1158 und Lübeck (1159), zu einer mächtigen Stadt mit mehreren Stadtteilen (sog. Weichbilde wie z. B.: dem von Heinrich gegründeten Hagen, darüber hinaus „Altstadt“, „Neustadt“, „Altewiek“ und „Sack“). Zusätzlich gab es zwei Sonderbezirke, die Klosterfreiheit St. Ägidien und den Burgbereich. Jeder dieser Stadtteile hatte sein eigenes Recht und somit sein eigenes Rathaus und Gotteshaus. Burgbereich] Heinrich baute Braunschweig zu seiner Residenz aus. Er erweiterte die brunonische Burg Dankwarderode, ließ die alte Kirche von 1030 niederbrennen und 1173 einen Dom an ihrer Stelle errichten, der kurz vor Heinrichs Tod weitgehend fertiggestellt und mit dem Weihfest am 29. Dezember 1226 abgeschlossen war. Er ist St. Blasius, Johannes dem Täufer und Thomas Becket geweiht. Heute dient der Braunschweiger Dom als evangelisch-lutherische Kirche. Heinrich der Löwe erlangte so viel Macht, dass er den Löwen zu seinem Wappentier wählte und um 1166 einen Bronzelöwen gießen ließ, den er auf dem Burgplatz aufstellte (das Original befindet sich heute in der Burg) - die erste freistehende Bronzeskulptur nördlich der Alpen. Es ist das Wahrzeichen und Wappentier der Stadt. Braunschweig war durch seine Lage an der bis hier schiffbaren Oker eine wichtige Handelsstadt und vom 13. Jahrhundert an Mitglied der Hanse.

Herzogtum Braunschweig-Lüneburg

Auch das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg geht auf Heinrich den Löwen zurück und war Teil des Landes der Welfen. In der Folge zerfiel das Herzogtum durch Erbteilung in verschiedene Teilstaaten. Im 14. Jahrhundert bildete sich das Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel heraus. Die Stadt Braunschweig gewann etwa 1430 die städtische Unabhängigkeit und die welfischen Landesherren verlegten ihre Residenz ins nahe Wolfenbüttel. Braunschweig gilt neben Gent und Paris als eine der unruhigsten Städte des spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Europa. Immer wieder wurden Verfassungskonflikte durch revolutionäre Bürgerunruhen ausgetragen, die in Braunschweig "Schichten" genannt wurden. 1671 kam die Stadt wieder unter fürstliche Herrschaft und 1753 verlegte die Herzöge ihre Residenz nach Braunschweig zurück. In diesem Zeitraum entstand das Braunschweiger Residenzschloss. Im Barock war Braunschweig unter anderem geprägt durch Herzog Anton Ulrich, der in Salzdahlum nahe Wolfenbüttel eine barocke Residenz mit einem herausragenden Garten schuf. Das Herzog Anton Ulrich-Museum mit seinen bedeutenden Werken geht auf ihn zurück. 1806 wurde Karl Wilhelm Ferdinand, Herzog von Braunschweig, als preußischer Generalfeldmarschall in der Schlacht bei Jena und Auerstedt tödlich verwundet. Als Folge des sich daran anschließenden Friedens von Tilsit wurde Braunschweig von den Franzosen besetzt und war vom Juli 1807 bis Oktober 1813 mit dem Département Oker Teil des neu gegründeten napoleonischen Königreiches Westfalen.

Herzogtum Braunschweig

Nach dem Wiener Kongress wurde es 1814 als Herzogtum Braunschweig wieder gegründet. Hier gehörte Braunschweig zunächst zur Kreisdirektion Wolfenbüttel, doch wurde sie 1825 eine landesunmittelbare Stadt und 1833 Sitz einer eigenen Kreisdirektion, aus dem später der Landkreis Braunschweig hervorging. 1850 wurde sie erneut landesunmittelbar. 1850 Im Deutschen Krieg von 1866 kämpften die Braunschweiger auf der Seite Preußens. Das Herzogtum trat 1871 freiwillig dem Deutschen Reich bei. Nachdem 1884 Wilhelm, der letzte braunschweiger Welfenherzog, kinderlos verstarb, wurde Braunschweig durch das Königreich Preußen verwaltet. Erst mit der Hochzeit zwischen Viktoria Luise (Tochter Kaiser Wilhelm II.) und Prinz Ernst August von Braunschweig-Lüneburg am 24. Mai 1913 kam es zur Aussöhnung zwischen Welfen und Hohenzollern und ein Welfe wurde erneut Herrscher über Braunschweig. Ab 1870 gehörte die Stadt zur Kreisdirektion Braunschweig. Im November 1918 kam es in Braunschweig zwei Tage früher als in Berlin zur Revolution, der Herzog musste abdanken. 1924 bzw. 1933 wurde Braunschweig endgültig autonom, d.h. die Stadt erhielt einen Status, den man anderenorts als kreisfreie Stadt bezeichnet, blieb aber weiterhin Sitz des Landkreises Braunschweig.

Braunschweig zur Zeit des Nationalsozialismus

Die Stadt Braunschweig trägt seit Jahrzehnten vollkommen zu Unrecht das Stigma, dafür verantwortlich zu sein, dass der ehemals österreichische Staatsangehörige und seit 1925 auf eigenes Betreiben staatenlose Adolf Hitler durch diverse politische Schachzüge eine Anstellung als Regierungsrat beim Braunschweiger Landeskultur- und Vermessungsamt (mit Datum vom 25. Februar 1932) - mit Dienstpflicht als Sachbearbeiter bei der Braunschweigischen Gesandtschaft in Berlin – zugeschanzt bekam. Verantwortlich dafür war nicht die Stadt, sondern ein direkter Auftrag der NSDAP-Parteiführung an das NSDAP-Mitglied und Minister für Inneres und Volksbildung des Freistaates Braunschweig Dietrich Klagges. Goebbels notierte diesbezüglich am 4. Februar 1932 in seinem Tagebuch: „Es ist beabsichtigt, den Führer in Braunschweig zum außerordentlichen Professor zu ernennen.“ Zunächst versuchte Klagges, Hitler eine außerordentliche Professur für den konstruierten Lehrstuhl „Politik und organische Gesellschaftslehre“ an der Technische Hochschule Braunschweig zuzuschanzen. Dieser dilettantische Versuch scheiterte jedoch kläglich, denn ihm stellte sich sofort eine große Opposition u. a. aus der Hochschulleitung entgegen (man wollte an der renommierten Braunschweiger Universität keinen arbeitslosen Postkartenmaler ohne Schulabschluss). Der Plan wurde alsbald fallen gelassen. Es folgte ein zweiter Versuch, dessen Ideegeber der DVP-Abgeordnete Dr. Wessels war. Dieser schlug vor, Hitler eine Stelle in der braunschweigischen Gesandtschaft beim Reichsrat in Berlin zu besorgen. Dieser zweite Anlauf glückte schließlich: Am 26. Februar 1932 erfolgte Hitlers Vereidigung, womit er gleichzeitig die deutsche Staatsangehörigkeit erhielt und schließlich die Möglichkeit, bei der Reichspräsidentenwahl zu kandidieren. Offensichtlich erschöpfte sich damit aber auch schon seine Tätigkeit für die Gesandtschaft des Landes Braunschweig in Berlin. Von einer weiteren Ausübung seiner Dienstpflichten gegenüber dem Land Braunschweig ist nichts überliefert. Im Übrigen stimmte der Landtag des Freistaates Braunschweig am 1. März 1932 der vom Staatsministerium für Inneres beantragten Regierungsratstelle zu und schloss damit die Einbürgerung Hitlers ab. Nur sieben Monate später, im Oktober 1932, beantragte Hitler unbefristeten Urlaub, da „die fortlaufenden politischen Kämpfe“ ihm „in der nächsten Zeit die Erfüllung [seines] Dienstauftrages“ nicht ermöglichten. Am 16. Februar 1933 ersuchte der nunmehr amtierende Reichskanzler Adolf Hitler in einem kurzen Schreiben um Entlassung aus dem braunschweigischen Staatsdienst - welche ihm umgehend „mit sofortiger Wirkung“ gewährt wurde. Einige Historiker zweifeln inzwischen an, ob Hitler tatsächlich jemals die deutsche Staatsbürgerschaft offiziell erwarb - rückblickend betrachtet eher eine akademische und müßige Frage. Ironie der Geschichte: Hitler hätte am 30. Januar 1933 auch ohne die deutsche Staatsangehörigkeit, die er auf so schmähliche Weise vom Freistaat Braunschweig 1932 zugeschanzt bekommen hatte, Reichskanzler werden können. Hitlers „Gastspiel“ in Braunschweig war nur von kurzer Dauer. Schon vor 1932 war er nur selten in der Stadt, danach nur noch ein einziges Mal: am 17. Juli 1935 nahm er die Umbauarbeiten im Braunschweiger Dom in Augenschein und besuchte die Gemeinschaftssiedlung Lehndorf. Traurig und beschämend für Braunschweig: Dieser Makel wird wohl noch lange auf der Stadt liegen, da immer noch viel zu wenige Menschen (selbst in Braunschweig) von den tatsächlichen Geschehnissen wissen. Im Braunschweig zur Zeit des Nationalsozialismus spielt das Buch "Ich war Hitlerjunge Salomon" von Sally Perel, welches auch verfilmt wurde. Perel hatte als jüdisches Kind den Krieg in einer Schule für Hitlerjungen in Braunschweig überlebt, nachdem er sich in Osteuropa gegenüber den Besatzern als nichtjüdisches deutsches Waisenkind ausgegeben hatte, um dem Holocaust zu entgehen.

Zerstörung des alten Braunschweig

Im Zweiten Weltkrieg wurde vor allem Braunschweigs mittelalterlich geprägte Innenstadt durch Luftangriffe sehr stark zerstört und somit das Antlitz der über tausendjährigen Großstadt nachhaltig und bis in die Gegenwart reichend entstellt. Mehr als 40 schwere und schwerste Angriffe britischer und amerikanischer Bomberverbände galten vorwiegend Rüstungsbetrieben (Flugzeuge, Panzer, optische Präzisionsinstrumente) und der Versuchsanstalt für Luftfahrt im Westen der Stadt, verheerten aber ab 1943 auch immer stärker das gesamte Stadtgebiet.

Bombenangriff am 15.Oktober 1944

Beim schlimmsten Angriff in der Nacht vom 14. Oktober auf den Sonntag, den 15. Oktober 1944 wurden fast die gesamte Innenstadt (ca. 90%) sowie sämtliche Kirchen zerstört. Hunderte von Fachwerkhäusern gingen im 2½ Tage wütenden Feuersturm unter, weil das British Bomber Command für dieses Flächenbombardement eine Mischung aus ca. 200.000 Phosphor-, Brand- und Sprengbomben verwendete, um möglichst großflächige Schäden durch schwer zu bekämpfende Brände zu verursachen. Durch eine Ironie des Schicksals blieb der Braunschweiger Dom, den die Nazis zur Nationalen Weihestätte umfunktioniert hatten, von den Bomben verschont. In dieser Nacht starben in Braunschweig zwischen 484 und 640 Menschen. Ungefähr 23.000 Personen, die sich vor dem Bombardement in Bunker der Innenstadt gerettet hatten, saßen dort wegen des sich aus den Bränden schnell entwickelnden Feuersturms gefangen und konnten nur durch die Initiative des Leutnants der Braunschweiger Feuerschutzpolizei Rudolf Prescher (
- 1912 in Dresden; † 1997 in Braunschweig) am frühen Morgen des 15. Oktober durch Bildung von „Wassergassen“ gerettet werden. Insgesamt sind dem Luftkrieg in Braunschweig nach Meldungen des Braunschweiger Standesamts 1.619 Deutsche und 1.286 Ausländer zum Opfer gefallen.

Braunschweig nach dem zweiten Weltkrieg

Ein Stadtplan von 1948 (sog. Trümmerplan) zeigt die Innenstadt in weitgehend verwüstetem Zustand, erschlossen durch zahlreiche kleine Gleise einer "Trümmerbahn", mit welcher nach und nach der Schutt der zerstörten Häuser abtransportiert wurde. Nach Zuordnung des Landes Braunschweig zum späteren Bundesland Niedersachsen 1946 wurde der einem Regierungsbezirk vergleichbare "Verwaltungsbezirk Braunschweig" geschaffen, zu dem u.a. die kreisfreie Stadt und der Landkreis Braunschweig gehörten. Das Wiederaufbaukonzept der Stadt geschah um sog. "Traditionsinseln" herum, die, etwa beim Altstadtmarkt, ein weitgehend historisches Bild der Stadt bewahren. 1960 kam es zum Höhepunkt des Wiederaufbaus und der Umgestaltung Braunschweigs, als die Ruine des Braunschweiger Residenzschlosses entgegen dem Willen der protestierenden Bevölkerung abgerissen wurde. Im Rahmen der Kreisreform in Niedersachsen 1977 wurde der Landkreis Braunschweig aufgelöst und sein Gebiet auf die umliegenden Landkreise aufgeteilt. Die Stadt selbst blieb aber kreisfrei. 1978 entstand schließlich aus dem Verwaltungsbezirk Braunschweig der neue Regierungsbezirk Braunschweig mit neuem Zuschnitt. Die Regierungsbezirke des Landes Niedersachsen wurden zum 1. Januar 2005 aufgelöst.

Eingemeindungen


- 1931: Veltenhof
- 1934: Gliesmarode, Lehndorf, Melverode, Oelper, Querum, Riddagshausen und Rühme
- 1. März 1974 insgesamt 22 Gemeinden, und zwar
  - vom Landkreis Braunschweig die Gemeinden Bevenrode, Bienrode, Broitzem, Dibbesdorf, Hondelage, Lamme, Mascherode, Rautheim, Rüningen, Schapen, (Klein-)Stöckheim, Thune, Timmerlah, Völkenrode, Volkmarode, Waggum, Watenbüttel und Wenden ¹
  - vom Landkreis Gifhorn die Gemeinde Harxbüttel
  - vom Landkreis Wolfenbüttel die Gemeinden Geitelde, Leiferde und Stiddien ¹ die restlichen Gemeinden des Landkreises Braunschweig wurden den Nachbarlandkreisen eingegliedert

Einwohnerentwicklung

Landkreis Wolfenbüttel ¹ Volkszählungsergebnis Hinweis: Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter bzw. der Stadtverwaltung selbst.

Religionen

Die Stadt Braunschweig gehörte anfangs zum Gebiet der Bistümer Hildesheim und Halberstadt. Die Grenze beider Bistümer bildete die Oker. Das hildesheimische Gebiet gehörte zum Archidiakonat Stöckheim, das halberstädtische zum Archidiakonat Atzum. 1391 wurde von beiden Bischöfen in Braunschweig ein Offizialat eingerichtet, das die kirchlichen Angelegenheiten der Stadt im Auftrag beider Bistümer erledigte. Ab 1522 fand die reformatorische Bewegung Einzug und ab 1525 wurde die erste evangelische Predigt in Braunschweig gehalten. Bis 1528 wurde die Reformation nach lutherischem Bekenntnis durch Luthers Mitstreiter Dr. Johann Bugenhagen eingeführt. Die Stadt bekam eine über die Stadtgrenzen hinaus berühmte Kirchenordnung und war fortan über viele Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. Sie regelte ihre kirchlichen Angelegenheiten relativ autonom. Erst 1671 wurde die Kirchenverwaltung in die Braunschweigische Evangelisch-Lutherische Landeskirche des Herzogtums Braunschweig eingegliedert. Hier wurde die Stadt alsbald Sitz einer Superintendentur. Heute bezeichnet man diese Verwaltungsebene als Propstei. Alle protestantischen Kirchengemeinden der Stadt, sofern es sich nicht um Freikirchen handelt, gehören heute zur Propstei Braunschweig der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Braunschweig. Im 18. Jahrhundert gründeten sich in Braunschweig auch eine deutsch-reformierte und eine französisch-reformierte Gemeinden, die sich 1811 zu einer reformierten Gemeinde vereinigten. Bis heute ist die Kirchengemeinde selbständig geblieben. Sie wurde 1928 Gründungsmitglied des Bundes Evangelisch-reformierten Kirchen Deutschlands, der bis heute eine kleine Anzahl reformierter Gemeinden umfasst, die nicht Mitglied in einer Landeskirche sind und in Braunschweig seinen Sitz hat. Ebenfalls Anfang des 18. Jahrhunderts wurden auch den Katholiken in Braunschweig wieder gestattet, Gottesdienste abzuhalten, so dass sich alsbald eine katholische Gemeinde gründen konnte. Diese gehörte ab 1824 zum neu festgelegten Bistum Hildesheim, welches bis 1930 zur Kirchenprovinz Köln (Erzbistum Köln), dann zur Kirchenprovinz Paderborn (Erzbistum Paderborn) und seit 1995 zur neu gegründeten Kirchenprovinz Hamburg (Erzbistum Hamburg) gehört. Die Pfarrgemeinden der Stadt gehören zum Dekanat Braunschweig, dessen Gebiet auch Gemeinden außerhalb der Stadt Braunschweig umfasst. Katholische Hauptkirche in Braunschweig ist das Liebfrauenmünster St. Aegidien, die Kirche eines ehemaligen Benediktinerklosters. Neben den beiden großen Kirchen gibt es auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, zwei Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden (Baptisten), die Evangelisch-methodistische Kirche, die Evangelische Freikirche Querum, das Christuszentrum Braunschweig e. V., die Ecclesia-Gemeinde Braunschweig e. V. und die Gemeinschaft Christi. Darüber hinaus sind auch die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, die Neuapostolische Kirche, die Apostolische Sendungskirche, Die Christengemeinschaft, die Kirche Christi, Wissenschaftler (Christian Science) und die Jehovas Zeugen in Braunschweig vertreten. Seit dem Mittelalter gab es in Braunschweig ein vielgestaltiges jüdisches Leben. Die 1875 fertiggestellte Synagoge wurde unter der Nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1938 zerstört. Von 1942 bis 1945 wurden die Braunschweiger Juden in die Vernichtungslager im Osten deportiert. Heute gibt es wieder eine jüdische Gemeinde mit über 600 Mitgliedern.

Politik

An der Spitze der Stadt Braunschweig stand anfangs der herzogliche Vogt, doch wurde das Amt bereits im 12. Jahrhundert an Bürger verliehen. Einen Rat gab es in den drei so genannten Weichbildern Altstadt, Hagen und Neustadt in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die drei Räte schlossen sich seit 1269 zu einem Rat der Gesamtstadt zusammen. Die Zusammensetzung des Rates variierte im Laufe der Geschichte mehrmals, 1386 hatte er 105 Mitglieder, ab 1614 nur noch 56. Die laufende Verwaltung oblag einem Ausschuss des Rates ("Enger Rat"), der ab 1386 25, ab 1614 15 Mitglieder hatte. Ab 1671 gab es nur noch einen aus 16 Senatoren bestehenden Rat, der vom Herzog zu bestätigen war. Dem Rat stand ein Bürgermeister vor. Während der französisch-westfälischen Zeit 1808 bis 1813 galt die "Maireverfassung", mit einem Maire an der Spitze der Stadt. Danach wurde die alte Verfassung mit dem Rat, der sich nunmehr "Stadtgericht" nannte, wieder eingeführt. Nach Trennung von Justiz und Verwaltung im Jahre 1825 führte der Rat die Bezeichnung Magistrat. Bereits ab 1813 trug das Stadtoberhaupt den Titel "Stadtdirektor", seit 1848 gibt es einen "Oberbürgermeister" in Braunschweig. Während des Zeit des Dritten Reiches wurde das Stadtoberhaupt von der NSDAP eingesetzt. 1946 führte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten Rat. Dieser wählte aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Daneben gab es ab 1946 einen ebenfalls vom Rat gewählten hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 2001 wurde in Braunschweig die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seit 2001 direkt vom Volk gewählt. Es gibt jedoch weiterhin einen eigenen Vorsitzenden des Rates, der nach jeder Kommunalwahl bei der konstituierenden Sitzung des Rates aus dessen Mitte gewählt wird. Oberbürgermeister seit 1807
- 1807 - 1808: Wilhelm August Christian Freiherr von Mahrenholtz, Maire
- 1809 - 1813: Friedrich Ludwig Freiherr von Münchhausen, Maire
- 1813 - 1825: Johann Heinrich Wilmerding, Stadtdirektor
- 1825 - 1848: Wilhelm Julius Ludwig Bode, Stadtdirektor
- 1848 - 1879: Dr. Karl Wilhelm Heinrich Caspari, Oberbürgermeister
- 1879 - 1904: Wilhelm Pockels, Oberbürgermeister
- 1904 - 1925: Hugo Retemeyer, Oberbürgermeister
- 1925 - 1929: Dr. Paul Trautmann, Oberbürgermeister
- 1929 - 1933: Ernst Böhme (SPD), Oberbürgermeister
- 1933 - 1943/45: Dr. Wilhelm Hesse (NSDAP), Oberbürgermeister
- 1943 - 1945: Dr. Hans Joachim Mertens, kommissarischer Oberbürgermeister
- 1945: Dr. Erich Bockler, Oberbürgermeister
- 1945: Hugo Macke, Oberbürgermeister
- 1945 - 1948: Ernst Böhme (SPD), Oberbürgermeister (2. Amtszeit)
- 1949 - 1953: Otto Bennemann (SPD), Oberbürgermeister
- 1953 - 1955: Dr. Kurd Semler (CDU), Oberbürgermeister
- 1955 - 1959: Otto Bennemann (SPD), Oberbürgermeister (2. Amtszeit)
- 1959 - 1964: Martha Fuchs (SPD), Oberbürgermeisterin
- 1964 - 1972: Bernhard Ließ (SPD), Oberbürgermeister
- 1972 - 1974: Walter Klöditz (SPD), Oberbürgermeister
- 1974 - 1976: Günter Jaenicke (CDU), Oberbürgermeister
- 1976 - 1981: Gerhard Glogowski (SPD), Oberbürgermeister
- 1981 - 1986: Hartmut Scupin (CDU), Oberbürgermeister
- 1986 - 1990: Gerhard Glogowski (SPD), Oberbürgermeister (2. Amtszeit)
- 1990 - 2001: Werner Steffens (SPD), Oberbürgermeister
- 2001 - heute: Dr. Gert Hoffmann (CDU), Oberbürgermeister Oberstadtdirektoren 1946 - 2001
- 1946 - 1960: Erich Walter Lotz
- 1960 - 1980: Hans Günther Weber
- 1980 - 1989: Dr. Joachim Körner
- 1989 - 2001: Dr. Jürgen Bräcklein

Wappen

Das Wappen der Stadt Braunschweig zeigt in Silber einen schwarz bewehrten, rot gezungten roten Löwen. Der Löwe ist das Symbol Heinrichs des Löwen, der die Stadt Braunschweig zu einem bedeutenden Gemeinwesen ausbaute. Es ist schon seit dem 13. Jahrhundert nachweisbar. Die heutige offizielle Festlegung erfolgte erst 1953 in der Hauptsatzung der Stadt.

Städtepartnerschaften

Braunschweig unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft bzw. -freundschaft:
- 25pxBandung, Indonesien, seit 1960
- 25pxNîmes, Frankreich, seit 1962
- 25pxBath, Vereinigtes Königreich, seit 1971
- 25pxSousse, Tunesien, seit 1980
- 25pxKiryat Tivon, Israel, seit 1985/86
- 25pxKasan, Russland, seit 1988 (Städtefreundschaft)
- 25pxOmaha, Nebraska, USA, seit 1992 (Städtefreundschaft)
- 25pxMagdeburg, Sachsen-Anhalt, Deutschland, seit 1987

Wirtschaft und Infrastruktur

Stadt und Region Braunschweig haben in ihrer Geschichte mehrere industrielle Strukturwandel erlebt. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg war Braunschweig ein Zentrum der Konservenindustrie mit vielen verarbeitenden Betrieben sowie einer spezialisierten Maschinenbau-Industrie.
Mit dem Niedergang der Konservenindustrie und der Abwanderung der Industrie in andere Länder verschob sich der Schwerpunkt in Richtung auf die Automobilindustrie. Automobilindustrie Braunschweig war Sitz der Büssing Automobilwerke, die 1972 in der Firma MAN aufgegangen sind. Die Fahrzeuge der MAN tragen noch heute das Firmenemblem der Firma Büssing, einen stilisierten Braunschweiger Löwen, auf dem Kühlergrill. Die Fahrzeuge mit dem stilisierten Braunschweiger Löwen werden heute in Salzgitter hergestellt, 20 km südlich von Braunschweig. 1904 wurde auf der Strecke von Wendeburg nach Braunschweig die weltweit erste und noch heute bestehende Omnibuslinie eröffnet. Heinrich Büssing aus Nordsteimke betrieb sie mit seiner "Automobil-Omnibus-Betriebs-Gesellschaft Braunschweig" . Auf der Strecke setzte er zum Praxistest Fahrzeuge ein, die er in seinem Werk bauen ließ. Die Automobilindustrie ist durch ein Herstellungswerk der Volkswagen AG und die Nähe der Stadt Wolfsburg sowie zahlreiche Zulieferfirmen für die Volkswagen AG und die MAN nach wie vor prägend für Braunschweig, da ein erheblicher Teil der Arbeitsplätze und auch der Steuereinnahmen direkt und indirekt an dieser Branche ausgerichtet sind. Maschinenbau Ein interessantes Experiment ist die "Kooperationsinitiative im Maschinenbau", ein Zusammenschluss mittelständischer Maschinenbau-Unternehmen aus der Region Braunschweig, die gemeinsam einkaufen, die Qualifikation der Mitarbeiter erhöhen und auch auf anderen Gebieten zusammenarbeiten. Musikinstrumente Braunschweig ist eines der Zentren der deutschen Musi