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Gottlieb Daimler]
Gottlieb Daimler (eigentlich Däumler, - 17. März 1834 in Schorndorf; † 6. März 1900 in Cannstatt bei Stuttgart) war ein deutscher Ingenieur, Konstrukteur und Industrieller. Daimler entwickelte das erste funktionsfähige Kraftfahrzeug modernen Typs.
Leben
Daimler wurde am 17. März 1834 in Schorndorf, als Sohn des Bäckermeisters Johannes Däumler und dessen Ehefrau Frederika geboren. Nachdem er die Realschule 1848 abgeschlossen hatte, ließ sich Daimler zum Büchsenmacher ausbilden. 1852 beendete er die Ausbildung mit der Gesellenprüfung. 1853 begann er durch Vermittlung des württembergischen Wirtschaftsförderers Ferdinand von Steinbeis in einer Maschinenbaufirma im elsässischen Graffenstaden zu arbeiten. 1857 verließ er die Firma und begann ein Maschinenbaustudium an der Polytechnischen Schule in Stuttgart, wo er sich dem Corps Stauffia anschloss. Nach Ende seines Studiums und mehreren von Steinbeis initiierten Studienreisen ins Ausland begann er 1862 als Konstrukteur für die Metallwarenfabrik Straub in Geislingen an der Steige zu arbeiten. 1865 wurde ihm die Leitung der Maschinenfabrik eines Waisenheims in Reutlingen übertragen, wo er zum ersten Mal mit Wilhelm Maybach zusammentraf. 1867 heiratete Daimler die Apothekerstochter Emma Kunz, mit der er fünf Kinder hatte, darunter Sohn Paul Daimler.
1869 übernahm Daimler den Vorstand der Werkstätten der Karlsruher Maschinenbaugesellschaft. Kurze Zeit später fing auch Maybach an, als Technischer Zeichner in der Firma zu arbeiten. Nach drei Jahren wechselte Daimler von der Maschinenbaugesellschaft zur Gasmotorenfabrik Deutz, wo er von Nikolaus Otto die Leitung der Werkstätten übertragen bekam. Auch Maybach wechselte zu Deutz und brachte 1872 unter der Leitung Daimlers den Ottomotor zur Serienreife. Unter der Leitung Daimlers entwickelte sich die Firma von einer kleinen Werkstatt zu einem seinerzeitigen Weltunternehmen.
Ottomotor
Nach einem Streit zwischen Daimler und Otto verließ Daimler 1882 die Firma Deutz und gründete in Cannstatt eine Versuchswerkstatt. Sein Ziel war die Entwicklung kleiner, schnell laufender Verbrennungsmotoren, die universell einsetzbar sein sollten und Fahrzeuge aller Art zu Lande, zu Wasser und in der Luft antreiben konnten. Nach einem Jahr (1883) meldete er einen gemeinsam mit Maybach entwickelten Einzylinder-Viertaktmotor an und optimierte den Einsatz von Benzin als Treibstoff.
Eine weitere Erfindung von Daimler und Maybach war der 1885 konstruierte "Reitwagen", das erste Motorrad der Welt. Daurauf folte der Einbau des "Ottomotors" in ein Boot und damit die Erfindung des Motorbootes. Im Oktober 1886 baute Daimler seinen Motor in eine von Wilhelm Wimpff gefertigte Kutsche, womit er als Erfinder der 4-rädrigen Kraftwagens gilt. (Die "Kraftdroschke" von Carl Benz besaß nur 3 Räder.) 1887 baute Daimler einen Motor in eine Ausstellungsbahn (Straßenbahn) ein. Nicht lange danach "erfand" Daimler den Lastwagen.
Straßenbahn
Straßenbahn
Um die entwickelten Motoren vertreiben zu können, ließ Daimler in den Jahren 1886-1889 einen Motorwagen von Maybach konstruieren, der auf der Pariser Weltausstellung vorgeführt wurde. Zeitgleich konstruierte Carl Friedrich Benz das erste Automobil.
1887 gründete Daimler eine Fabrik in Cannstatt und rüstete 1888 die Gondel eines Gasballons mit einem Motor aus. So entstand eines der ersten Luftschiffe. 1890 geriet die Firma in Schwierigkeiten, da sie nicht genügend Fahrzeuge verkaufen konnte. Zur Sanierung des Betriebs gründete Daimler die Daimler-Motoren-Gesellschaft, an der neben ihm und Wilhelm Maybach die Indstriellen Max Duttenhofer und Wilhelm Lorenz beteiligt waren. Wegen Streitigkeiten mit Lorenz trat Daimler 1893 aus der Gesellschaft aus. In der Zwischenzeit hatte er zusammen mit Maybach 1892 den ersten Zweizylinder-Reihenmotor entwickelt.
Nach dem Tod seiner Frau 1889 heiratete er 1893 Lina Schwend, mit der er zwei Kinder hatte.
Durch die Unterstützung des britischen Industriellen Frederick R. Simms, der die Rechte am Phönix-Motor nur bei einer Rückkehr Daimlers in die Daimler-Motoren-Gesellschaft erwerben wollte, wurde Daimler 1894/95 wieder Anteilseigner und schließlich Vorsitzender des Aufsichtsrats. Er ließ 1899 von Maybach einen Rennwagen bauen, der auf den Namen Mercedes getauft wurde (nach dem Vornamen der Tochter von Daimlers Fahrer, Konstrukteur und Händler Emil Jellinek).
Emil Jellinek]
1900 starb Gottlieb Daimler in Cannstatt bei Stuttgart und wurde dort auf dem Uff-Kirchhof beerdigt. Seiner Familie hinterließ er etwa ein Viertel des Aktienkapitals der Daimler-Motoren-Gesellschaft. Daimler hatte Lizenzgebühren aus Frankreich unterschlagen und Duttenhofer erwirkte, mit der Androhung eines Skandals, von der Familie einen Verzicht auf alle Führungsansprüche. Kurz darauf wurde eine Kapitalerhöhung beschlossen, durch die die Familie Daimler in die Rolle eines Kleinaktionärs der Daimler-Motoren-Gesellschaft zurückgedrängt wurde, und keinerlei Einfluss auf deren weitere Entwicklung mehr nahm. 1926 wurde die Daimler-Motoren-Gesellschaft mit der Firma von Carl Benz zur Daimler-Benz AG verschmolzen.
Siehe auch
- Mercedes-Benz Museum in Stuttgart-Untertürkheim
- 1993 wird das Neckarstadion in Bad Cannstatt in Gottlieb-Daimler-Stadion Stuttgart umbenannt
- Daimler Motor Company
Literatur
- Harry Niemann: Gottlieb Daimler. Fabriken, Banken und Motoren. 1. Auflage. Delius Klasing, Bielefeld 2000, ISBN 3-7688-1210-3
Weblinks
-
- [http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/DaimlerGottlieb/ Biografie Gottlieb Daimlers im LeMO]
- [http://automarken.net/biografien/daimler.shtml Biografie Gottlieb Daimlers bei automarken.info]
- http://www.proaltcannstatt.de/Daimler.htm
- http://www.mercedes-benz.com/com/d/home/heritage/museum/index.html - Das Mercedes-Benz Museum
- http://www.daimler.co.uk/ „Daimler - Britains oldest Automobile Marqué“
- http://www.daimler-benz-stiftung.de/home/de/start.html
- http://www.seelberg.de/mobil/daimler/index.html Seelberg.de - Gottlieb Daimler in Cannstatt
- http://www.mb-portal.net/html/story/story0.htm Pioniere des Automobilbaus
- http://www.zeit.de/2004/15/M-Daimler "Die Zeit": Der Tüftler im Glashaus
Daimler, Gottlieb
Daimler, Gottlieb
Daimler, Gottlieb
Daimler, Gottlieb
Daimler, Gottlieb
Daimler, Gottlieb
Daimler, Gottlieb
Daimler, Gottlieb
1834
- 1. Januar: 18 deutsche Fürstentümer treten, unter Ausschluss Österreichs, dem Deutschen Zollverein bei. Oberstes Ziel dieser Vereinigung ist die Vereinfachung des Handels zwischen den deutschen Staaten. Es kommt zu einer wirtschaftlichen Verbesserung aller beteiligter Staaten
- 23. April: Gründung der ersten deutschen Baptistengemeinde in Hamburg. Sie entwickelt sich in der Folgezeit zur Keimzelle vieler kontinentaleuropäischen Baptistenkirchen
- 26. Mai: Der portugiesische Usurpator Michael I. verzichtet zugunsten seiner ehemaligen Verlobten Maria II. da Gloria auf den Thron
- 28. Juli: Charles Texier entdeckt die Ruinen von Boghazköy (hethitisch Hattuša)
- Dänemark. In Kopenhagen wird der Vergnügungspark Tivoli eröffnet
- Georg Büchner und Friedrich Ludwig Weidig verfassen den Hessischen Landboten.
Kultur
- 28. September: Uraufführung der Oper Die Bürgschaft von Peter Joseph von Lindpaintner in Stuttgart
- 2. Januar: Friedrich Louis Dobermann, Justizangestellter im thüringischen Apolda († 1894)
- 7. Januar: Philipp Reis, deutscher Erfinder des Telefons († 1874)
- 17. Januar: August Weismann, deutscher Biologe († 1914)
- 17. Januar: Franz Josef Bucher, Schweizer Hotelier, Eisenbahnpionier und Unternehmer († 1906)
- 7. Februar: Estanislao del Campo, argentinischer Dichter und Journalist († 1880)
- 8. Februar: Dmitri Iwanowitsch Mendelejew, russischer Chemiker († 1907)
- 9. Februar: Felix Dahn, deutscher Jurist, Schriftsteller, Historiker († 1912)
- 9. Februar: Gustav Ritter von Meyer, Justizrat und Ehrenbürger von Bayreuth († 1909)
- 9. Februar: Kamehameha IV., König von Hawaii (von 1855 bis 1863) († 1863)
- 16. Februar: Ernst Haeckel, deutscher Zoologe und Philosoph († 1919)
- 23. Februar: Gustav Nachtigal, deutscher Afrikaforscher († 1885)
- 17. März: Gottlieb Daimler, deutscher Ingenieur, Konstrukteur und Industrieller († 1900)
- 23. März: Julius Reubke, Komponist († 1858)
- 24. März: William Morris, britischer Schriftsteller († 1896)
- 26. März: Hermann Wilhelm Vogel, Fotochemiker
- 2. April: Frédéric Auguste Bartholdi, französischer Bildhauer († 1904)
- 15. April: Herrmann Bachstein, deutscher Eisenbahnpionier († 1908)
- 28. April: Antoine Louis John Ruchonnet, Schweizer Politiker († 1893)
- 5. Mai: Viktor Alexandrowitsch Hartmann, russischer Architekt, Bildhauer und Maler († 1873)
- 23. Mai: Carl Bloch, dänischer Maler († 1890)
- 19. Juni: Charles Haddon Spurgeon, englischer Baptistenpastor und Prediger († 1892)
- 9. Juli: Jan Nepomuk Neruda, tschechischer Journalist, Dichter und Schriftsteller († 1891)
- 11. Juli: James McNeill Whistler, amerikanischer Maler († 1903)
- 16. Juli: Franz Adolf Eduard Lüderitz, Begründer der Kolonie Deutsch-Südwestafrika († 1886)
- 19. Juli: Edgar Degas, französischer Maler und Bildhauer († 1917)
- 23. Juli: James Gibbons, Erzbischof des Erzbistums Baltimore und Kardinal († 1921)
- 1. August: Jakob Audorf, Funktionär des Allgemeinen Deutschen Arbeiterbildungsvereins (ADAV) († 1898)
- 5. August: Alexander Brückner, deutscher Geschichtsschreiber († 1896)
- 14. August: Friedrich Leopold Goltz, deutscher Physiologe
- 22. August: Samuel Pierpont Langley, Astrophysiker und Flugpionier († 1906)
- 2. September: Joseph Zemp, Schweizer Politiker († 1908)
- 5. September: Robinson Ellis, Englischer klassischer Philologe
- 15. September: Heinrich von Treitschke, deutscher Historiker, politischer Publizist und MdR († 1896)
- 16. September: Julius Wolff, deutscher Dichter und Schriftsteller († 1910)
- 3. Oktober: Vilém Blodek, tschechischer Komponist († 1874)
- 10. Oktober: Aleksis Kivi, finnischer Nationalschriftsteller († 1872)
- 12. Oktober: Lotte Mende, deutsche Schauspielerin († 1891)
- 18. Oktober: Hermann Cremer, deutscher protestantischer Theologe († 1903)
- 22. Oktober: Ferdinand Bonaventura Fürst Kinsky, bedeutender böhmischer Adliger († 1904)
- 10. November: José Hernández, argentinischer Journalist und Poet († 1886)
- 10. November: José Hernández, argentinischer Journalund Poet
- 12. November: Alexander Porfirjewitsch Borodin, russischer Komponist, Chemiker und Mediziner († 1887)
- 12. November: Franz Brandts, Industrieller aus Mönchengladbach († 1914)
- 13. Dezember: Leonhard Kohl von Kohlenegg, österreichischer Schriftsteller und Schauspieler († 1875)
- 16. Dezember: Léon Walras, französischer Volkswirt († 1910)
- 21. Dezember: Adolf von Sonnenthal, Schauspieler († 1909)
- 26. Februar: Alois Senefelder, österreichischer Schauspieler und Theaterschriftsteller ( - 1771)
- 6. Oktober: Carl Friedrich Emil von Ibell, Regierungspräsident des Herzogtums Nassau ( - 1780)
- 27. September: Elisa Radziwill, erste Liebe des Kaisers Wilhelm I. ( - 1803)
- 15. September: Ernst Ludwig Heim, deutscher Arzt ( - 1747)
- 8. Oktober: François-Adrien Boïeldieu, französischer Opernkomponist ( - 1775)
- 13. November: Friedrich Adolf Ebert, bedeutender deutscher Bibliothekar und Bibliograph ( - 1791)
- 12. Februar: Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher, protestantischer Theologe und Philosoph ( - 1768)
- 8. Januar: Jacques Julien Houton de Labillardière, war französischer Naturforscher und Reisender ( - 1755)
- 9. September: James Weddell, Polarforscher, Seefahrer und Walfänger ( - 1787)
- 10. Februar: Johann Christian Hundeshagen, forstlicher Praktiker, Professor und Wissenschaftler ( - 1783)
- 28. August: Johann Heinrich Karl Hengstenberg, Kirchenliederdichter ( - 1770)
- 20. August: Johann Jakob Humann, Bischof von Mainz ( - 1771)
- 7. August: Joseph-Marie Jacquard, französischer Erfinder ( - 1752)
- 31. August: Karl Ludwig Harding, deutscher Astronom ( - 1765)
- 23. Februar: Karl Ludwig von Knebel, deutscher Lyriker und Übersetzer ( - 1744)
- 12. März: Karl Wilhelm Feuerbach, Mathematiklehrer und Mathematiker ( - 1800)
- 6. Dezember: Ludwig Adolf Wilhelm von Lützow, preußischer General ( - 1782)
- 9. Juli: Michael Seymour, britischer Marineoffizier ( - 1768)
- 24. September - Jonas Galusha, US-amerikanischer Politiker, Jurist und Gouverneur von Vermont ( - 1753)
- 24. September: Peter IV., König von Portugal, Kaiser von Brasilien ( - 1798)
- 25. Juli: Samuel Taylor Coleridge, britischer Schriftsteller ( - 1772)
- 23. Dezember: Thomas Robert Malthus, britischer Ökonom ( - 1766)
- Edward Smith Stanley, 12. Earl of Derby ( - 1752)
ko:1834년
simple:1834
th:พ.ศ. 2377
Schorndorf (Württemberg)
Schorndorf ist eine Stadt etwa 26 km östlich von Stuttgart in Baden-Württemberg. Sie ist nach Waiblingen und Fellbach die drittgrößte Stadt des Rems-Murr-Kreises und ist Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden.
Schorndorf überschritt 1963 die 20.000-Einwohnergrenze. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die baden-württembergische Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Januar 1967 beschloss. Mit der Gemeinde Winterbach hat die Stadt Schorndorf eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.
Geografie
Schorndorf liegt in einer tiefen Talerweiterung der Rems, die im Süden vom Schurwald und im Norden von den Berglen und vom Welzheimer Wald begrenzt wird. Im Stadtgebiet münden die von Norden kommenden kleinen Flüsse Schornbach und Wieslauf in die Rems. Diese durchfließt von Ost nach West die Kernstadt. Die Schorndorfer Altstadt befindet sich südlich des Flusses.
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Schorndorf. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Westen genannt:
Winterbach, Berglen, Rudersberg, Welzheim, Urbach, Plüderhausen (alle Rems-Murr-Kreis), Adelberg, Wangen bei Göppingen und Göppingen (alle Landkreis Göppingen) sowie Lichtenwald Landkreis Esslingen.
Stadtgliederung
Schorndorf besteht aus der Kernstadt und den 7 im Rahmen der Gebietsreform der 1970er Jahre eingegliederten Stadtteilen Buhlbronn, Haubersbronn, Miedelsbach, Oberberken, Schlichten, Schornbach und Weiler/Rems. Zu einigen der Stadtteile gehören teilweise noch separat gelegene Wohnplätze mit besonderem Namen, Metzlinsweiler Hof zu Buhlbronn, Metzlinsweiler Mühle zu Haubersbronn, Unterberken zu Oberberken und Mannshaupten zu Schornbach.
In der Kernstadt werden zum Teil weitere Wohngebiete mit eigenem Namen unterschieden, deren Bezeichnungen sich im Laufe der Geschichte aufgrund der Bebauung ergeben haben und die jedoch meist nicht genau abgrenzbar sind. Hierzu gehören beispielsweise Fuchshof und Grauhalde.
Raumplanung
Schorndorf ist ein Mittelzentrum innerhalb der Region Stuttgart, deren Oberzentrum Stuttgart ist. Zum Mittelbereich Schorndorf gehört der Süden und Osten des Rems-Murr-Kreises, d.h. das Rems- und Wieslauftal sowie angrenzende Gebiete. Im Einzelnen sind dies neben Schorndorf die Städte und Gemeinden Alfdorf, Kaisersbach, Plüderhausen, Remshalden, Rudersberg, Urbach, Welzheim und Winterbach.
Geschichte
Im Jahre 1235 wird der Ort erstmals als Dorf "Uff dem Sand" urkundlich erwähnt. Um 1250 erwirbt Graf Ulrich I. von Württemberg den Ort und baut ihn zur Stadt aus. Sie wird alsbald Sitz eines württembergischen Amtes. 1634 brennt die Stadt nach der Besetzung durch kaiserlichen Truppen fast vollständig ab. 1688 verhindern die "Weiber von Schorndorf" die Übergabe der Festung an französische Truppen unter General Mélac. 1759 wird das Amt Schorndorf zum Oberamt erhoben, doch wird das Oberamt 1806 durch Abgabe einiger Gemeinden an die Nachbarämter verkleinert.
Am 17. März 1834 wird Gottlieb Daimler, der Erfinder des ersten schnellaufenden leichten Benzinmotors, in der Höllgasse geboren. 1861 wird die Remstalbahn eröffnet und Schorndorf wird Bahnstation.
Mit der Kreisneugliederung in Württemberg 1938 wird das Oberamt Schorndorf aufgelöst. Das gesamte Schorndorfer Umland kommt zum Landkreis Waiblingen. 1967 wird Schorndorf zur Großen Kreisstadt erhoben. In den Jahren 1972 - 1975 werden 7 umliegende Gemeinden nach Schorndorf eingegliedert und bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 wird Schorndorf Teil des neuen Rems-Murr-Kreises.
Religionen
Schorndorf gehörte zunächst zum Bistum Konstanz und war dem Archidiakonat "ante nemus" (Schwarzwald) zugeordnet. Infolge der Zugehörigkeit zum Herzogtum Württemberg wurde hier, wie im übrigen Württemberg, ab 1534 die Reformation eingeführt. Danach war Schorndorf über viele Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. Sie wurde auch bald Sitz eines Dekanats innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Ursprünglich gab es nur die Stadtkirchengemeinde Schorndorf, zu der neben der Pfarrkirche mehrere Kapellen gehörte. Als die Gemeinde durch Zuzug stark anwuchs, wurden 1971 die Pauluskirchengemeinde (Kirche von 1966) und die Versöhnungskirchengemeinde (Kirche von 1974) abgetrennt. Alle 3 Kirchengemeinden bilden aber weiterhin die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Schorndorf. Auch die heutigen Stadtteile Schorndorfs gehörten früher zur Württemberg und sind daher überwiegend protestantisch. Die Gemeindeglieder von Buhlbronn gehörten zunächst zur Pfarrei Bouch, dann zu Oppelsbohm und seit 1890 zur Kirchengemeinde Schornbach, das schon früh eine eigene Pfarrei wurde, doch hat Buhlbronn seit 1971 eine eigene Kirche, die Friedenskirche. Haubersbronn bildet eine eigene Kirchengemeinde. Miedelsbach gehörte zunächst zu Lorch, dann zu Oberurbach, teilweise auch zu Haubersbronn, von 1807 bis 1989 zur Nachbargemeinde Steinenberg (Gemeinde Rudersberg), und ist seit 1989 eine eigenständige Kirchengemeinde, die seit 1967 eine eigene Kirche, die Christuskirche, hat. Oberberken gehörte zunächst ebenfalls zu Lorch, später zur Pfarrei Hundsholz und 1859 wurde der Ort zusammen mit Unterberken eine eigene Kirchengemeinde. Schlichten war lange Zeit eine Filiale der Pfarrei Winterbach. Im 19. Jahrhundert wurde es eine eigene Pfarrverweserei und 1859 eine selbständige Pfarrei, die auch den Nachbarort Baiereck (Stadt Uhingen) betreut. Weiler/Rems war lange Zeit eine Filiale von Schorndorf, wurde aber 1852 eine eigene Pfarrei. Alle Kirchengemeinden der Stadt Schorndorf gehören zum Dekanat Schorndorf.
Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken nach Schorndorf. 1907 wurde in Schorndorf die Katholische Kirche St. Martin gebaut und 1917 wurde Schorndorf eine eigene Pfarrei. 1955 wurde die neue Heilig-Geist-Kirche erbaut, die 1970 umgebaut wurde. Die alte St.-Martin-Kirche dient seither als Kapelle. Zur Kirchengemeinde Schorndorf gehören auch die Katholiken aus Buhlbronn, Ober-/Unterberken, Schornbach und Haubersbronn, doch gibt es in Haubersbronn seit 1955 eine eigene Kirche St. Bonifatius. Die Katholiken aus Miedelsbach gehören zur Pfarrei Heiligste Dreifaltigkeit Rudersberg, die von Weiler/Rems zur Pfarrei Mariä Himmelfart Winterbach, doch gibt es in Weiler seit 1966 eine eigene Kirche St. Stephanus. Alle genannten katholischen Gemeinden gehören zum Dekanat Waiblingen, das zusammen mit dem Dekanat Backnang den Dekanatsverband Rems-Murr innerhalb des Bistums Rottenburg-Stuttgart bildet.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Schorndorf auch Freikirchen, darunter die Evangelisch-methodistische Kirche, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) und das Christliche Zentrum Scala der Volksmission Schorndorf e.V. Auch die Neuapostolische Kirche, die Christliche Wissenschaft und die Christengemeinschaft sind in Schorndorf vertreten.
Eingemeindungen
Folgende Gemeinden wurden in die Stadt Schorndorf eingemeindet:
- 1. Januar 1972: Buhlbronn
- 1. Januar 1973: Miedelsbach, Schlichten und Weiler/Rems (bis 16. Juli 1964 nur Weiler)
- 1. Januar 1975: Haubersbronn, Oberberken und Schornbach
Einwohnerentwicklung
Die Einwohnerzahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).
¹ Volkszählungsergebnis
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat hat seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 insgesamt 36 Sitze. Diese verteilen sich auf die einzelnen Parteien und Gruppierungen wie folgt:
- CDU 11 Sitze
- SPD 9 Sitze
- FDP-Freie Wähler 8 Sitze
- Bündnis 90/Die Grünen 5 Sitze
- S.U.B. 2 Sitze
- UB-PLUS 1 Sitz
Bürgermeister
An der Spitze der Stadt Schorndorf werden 1290 "12 consules seu judices" genannt, dem seit 1264 ein "scultetus" vorstand. Im 14. Jahrhundert gibt es einen Amtmann, dann Untervogt, Vogt, der über das gesamt Amt Schorndorf gesetzt war. Dem Schorndorfer Obervogt unterstanden bis 1755 auch die Ämter Waiblingen und Winnenden. Im 15. Jahrhundert trat auch ein Bürgermeister als Vertreter des Gerichts auf. Später gab es 4 Bürgermeister und 8 Richter.
Seit 1819 trug das Stadtoberhaupt die Bezeichnung "Stadtschultheiß" seit 1930 Bürgermeister und mit der Erhebung zur Großen Kreisstadt am 1. Januar 1967 lautet die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Dieser wird von den Wahlberechtigten auf 8 Jahre direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Seine allgemeinen Stellvertreter sind der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung "Erster Bürgermeister" und der 2. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung "Bürgermeister".
Stadtoberhäupter seit 1821:
- 1821-1828: Gottlob Friedrich von Stump
- 1828-1866: Philipp Friedrich Palm
- 1866-1872: Johannes Frasch
- 1879-1903: Jakob Friz
- 1903-1905: Heinrich Beisswanger
- 1905-1933: Jakob Raible
- 1933-1945: Richard Beeg
- 1945: Walter Arnold
- 1945-1948: Gottlob Kamm
- 1948-1954: Emil Hayer
- 1954-1962: Franz Illenberger
- 1962-1982: Rudolf Bayler
- 1982-1990: Reinhard Hanke
- 1990-heute: Winfried Kübler
Wappen
Das Wappen der Stadt Schorndorf zeigt unter goldenem Schildhaupt, darin eine liegende schwarze Hirschstange, in Rot zwei schräg gekreuzte mit dem Blatt nach oben gekehrte goldene Spaten (früher: Schoren, daher Schorndorf). Die Stadtflagge ist gelb-rot.
Wappen und Flagge werden schon seit Jahrhunderten geführt.
Städtepartnerschaften
Die Stadt Schorndorf unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
- Tulle in Frankreich (seit 1969) [http://www.ville-tulle.fr/ Weblink]
- Kahla in Thüringen (seit 1991) [http://www.kahla-thueringen.de/kahla_neu/1024/index.htm Weblink]
- Bury in Großbritannien (seit 1994) [http://www.bury.gov.uk/bury/default.asp Weblink]
- Tuscaloosa in den USA (seit 1996) [http://www.ci.tuscaloosa.al.us/ Weblink]
- Dueville in Italien (seit 1998) [http://www.comune.dueville.vi.it/1024x768/home.htm Weblink]
- Radenthein in Österreich (Partnerstadt des Stadtteils Weiler/Rems seit 1966) [http://www.radenthein.com/ Weblink]
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Durch das Stadtgebiet Schorndorfs führt die Bundesstraße 29 Stuttgart-Aalen. Sie ist als Umgehungsstraße ausgebaut und führt nördlich um die Kernstadt. Die nächste Anschlussstelle auf die Bundesautobahn ist Aichelberg an der A 8 Stuttgart-Ulm.
Ferner liegt Schorndorf an der Remstalbahn Stuttgart-Aalen. Der Bahnhof Schorndorf ist auch Endhaltestelle der Linie S 2 (Stuttgart-Schorndorf) der S-Bahn Stuttgart. Ein weiterer Haltepunkt im Schorndorfer Stadtgebiet ist Weiler/Rems. Von Schorndorf verkehrt auch in nördlicher Richtung die Wieslauftalbahn nach Rudersberg. Haltestellen im Schorndorfer Stadtgebiet sind Hammerschlag, Haubersbronn und Miedelsbach. Ferner verkehren im Stadtgebiet zahlreiche Buslinien. Alle Linien verkehren zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS).
Ansässige Unternehmen
In Schorndorf gibt es vor allem Betriebe der Elektroindustrie, der Lederindustrie und im Bereich Maschinenbau.
Medien
In Schorndorf erscheinen als Tageszeitung die "Schorndorfer Nachrichten".
Öffentliche Einrichtungen
Schorndorf hat ein Amtsgericht, ein Finanzamt und ein Notariat. Ferner befindet sich hier eine Außenstelle des Landratsamts Rems-Murr-Kreis.
Bildung
Schorndorf hat 2 Gymnasien (Burg-Gymnasium und Max-Planck-Gymnasium), 1 Realschule (Gottlieb-Daimler-Realschule), 2 Grund- und Hauptschulen mit Werkrealschule (Keplerschule und Schillerschule Haubersbronn), 1 Hauptschule mit Werkrealschule (Karl-Friedrich-Reinhard-Schule), 1 Förderschule (Albert-Schweitzer-Schule), 3 Grundschulen in der Kernstadt (Fuchshofschule, Künkelinschule und Schlosswallschule) sowie je eine Grundschule in den Stadtteilen Miedelsbach, Weiler/Rems (Reinhold-Maier-Schule), Oberberken (Schurwaldschule) und Schornbach (Sommerrainschule). Im Stadtteil Buhlbronn befindet sich eine Außenstelle der Nachbarschaftsschule Buhlbronn-Vorderweißbuch, deren Sitz sich in der Gemeinde Berglen befindet.
Der Rems-Murr-Kreis ist Schulträger der beiden Beruflichen Schulen (Grafenbergschule - Gewerbliche Schule und Kaufmännische Schule), sowie der Fröbelschule für Geistig- und Körperbehinderte mit Schulkindergarten für Geistig- und Körperbehinderte und des Schulkindergartens für Sprachbehinderte.
Die private Abendrealschule Schorndorf e.V. rundet das schulische Angebot in Schorndorf ab.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
Das Figuren Theater Phoenix ist ein Theater für Jung und Alt. Es inszeniert mit Tischfiguren, Marionetten, Schatten- und Handfiguren vor allem Märchenbearbeitungen oder literarische Vorlagen wie z.B. Kinderbücher. Regelmäßige Konzert- u.Theaterveranstaltungen gibt es in der
Barbara-Künkelin-Halle
Infos unter [http://www.barbara-kuenkelin-halle.de].
Museen
Beruflichen Schulen
Das "Stadtmuseum" bei der Stadtkirche ist in zwei Fachwerkhäusern, der ehemaligen Lateinschule und der früheren "Deutsche Schule" untergebracht und zeigt die Stadt- und Kulturgeschichte Schorndorfs und seiner näheren Umgebung.
Das "Geburtshaus von Gottlieb Daimler" in der Höllgasse wurde 1979 als Museum und Tagungsstätte der Mercedes Benz AG (DaimlerChrysler AG) eingerichtet.
Die "Galerie für Kunst und Technik" im Arnold-Areal wurde 2004 eröffnet.
Bauwerke
1979
Die historische Altstadt und besonders der Marktplatz mit dem Marktbrunnen und zahlreichen historischen Fachwerkhäusern gilt als einer der schönsten Deutschlands. Hier steht das Rathaus, das von 1726 bis 1730 erbaut wurde, und als Wahrzeichen der Stadt gilt. Unweit die Palmsche Apotheke, das Gottlieb-Daimler-Denkmal und die Mosaik "Die Weiber von Schorndorf" von 1965 sowie das ehemalige Wohnhaus von Barbara Walch-Künkelin. Südlich des Marktplatzes erhebt sich die Evangelische Stadtkirche von 1477 und unweit davon die ehemalige Lateinschule, in der das Stadtmuseum untergebracht ist sowie das Haus am Gumpbrunnen.
Im Westen befindet sich das Gottlieb Daimler Geburtshaus in der Höllgasse mit einem kleinen (Museum) und das ehemalige Alte Bad. Nördlich des Marktplatzes ist das ehemalige Spital, das Stadtarchiv und das Burgschloss zu finden.
Das unter Denkmalschutz stehende Forstamt wurde 1913 im späten Jugendstil auf dem verfüllten Wassergraben der ehemaligen württembergischen Landesfestung erbaut.
Fernmeldeturm "Schorni" im Industriegebiet Schorndorf-West (Geographische Koordinaten: 9°30'43" östliche Länge, 48°48'25" nördliche Breite)
In den Stadtteilen gibt es folgende Kirchen:
Die evangelische Kirche Haubersbronn ist eine Chorseitenturmanlage des frühen 16. Jahrhunderts, doch wurde die Kirche mehrmals erweitert und verändert. Die evangelische Pfarrkirche Oberberken wurde 1859 anstelle einer Kirche, die vor 1490 errichtet wurde, erbaut. 1974 wurde sie nochmals umgebaut. Die Schlichtener evangelische Kirche wurde 1717 als Rechtecksaal ohne Turm neu erbaut. Die Vorgängerkirche, eine 1460 erwähnte Kapelle war 1707 niedergebrannt worden. Die evangelische Kirche Schornbach wurde 1472 erbaut. Das Schiff wurde aber erst 1722 erstellt.
Regelmäßige Veranstaltungen
- Jedes Jahr findet am vorletzten Juli-Wochenende das Stadtfest [http://www.schowo.de Schorndorfer Woche (SchoWo)] statt.
- Im Jahr 2005 finden in Schorndorf die Heimattage Baden-Württemberg statt.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
- 1834, 17. März, Gottlieb Daimler, † 6. März 1900 in Cannstatt, deutscher Ingenieur, Konstrukteur und Industrieller.
- 1889, 16. Oktober, Dr. Reinhold Maier, † 19. August 1971 in Stuttgart, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, MdR (DDP), MdB (FDP/DVP) und Bundesvorsitzender der FDP
- Karl Friedrich Reinhard, französischer Diplomat, Staatsmann und Schriftsteller deutscher Herkunft
Ehrenbürger
Die Stadt Schorndorf hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:
- 1949: Dr. Reinhold Maier, liberaler deutscher Politiker (s.u. Söhne und Töchter der Stadt)
- 1951: Hermann Arnold ( - 1. Januar 1888; † 7. Juni 1973), Fabrikant und Ehrensenator
- 1954: Eugen Bentel ( - 21. August 1886; † 2. Mai 1969), Bürgermeister in Haubersbronn
- 1961: Walter Arnold ( - 19. Juni 1891; † 20. Oktober.1973), Fabrikant
- 1967: Gottlob Kamm ( - 21. Oktober 1897; † 20. November 1973), Staatsminister, Sozialdemokrat
- 1986: Karl Wahl ( - 10. Juni 1909; † 22. März 1986), Stadtrat, Sozialdemokrat
- 1988: Fritz Abele ( - 7. Januar 1915 ; † 18. Mai 1994), Dipl.-Ing. (FH)
- 1998: Johann-Phillip Palm ( - 9. Oktober 1918; † 8. Mai 2004), Apotheker
Literatur
- Württembergisches Städtebuch; Band IV Teilband Baden-Württemberg Band 2 aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1961
Weblinks
- [http://www.schorndorf.de/servlet/PB/menu/-1/index.html Internetpräsenz der Stadt Schorndorf]
- [http://www.hallo-schorndorf.de/ Schorndorfer Internetverzeichnis]
- [http://www.staedte-verlag.de/stadtplaene/stadt-stadtseite.php4?plz=73614 Stadtplan der Stadt Schorndorf]
- [http://www.feuerwehr-schorndorf.de Freiwillige Feuerwehr Schorndorf]
- [http://www.martinzimmermann.com/schorndorf.html Fotos aus Schorndorf]
- [http://www.schorndorfer-waldwichtel.de/ Schorndorfer Waldkindergarten]
- [http://www.ortsring-weiler.de Christliche Pfadfinder]
- [http://www.barbara-kuenkelin-halle.de]
Kategorie:Rems-Murr-Kreis
Kategorie:Ort in Baden-Württemberg
1900
Bewegende Ereignisse
- 4. Januar: In der russischen Region um Tiflis zerstört ein Erdbeben zehn Dörfer. Dabei kommen etwa 1.000 Menschen ums Leben
- 8. März: Das 1860 unter Ludwig XIV. gegründete französische Nationaltheater Comédie-Francaise brennt bis auf die Außenmauern nieder. Unter den Todesopfern befindet sich auch die 22-jährige Schauspielerin Jane Henriot. Am 29. Dezember wird das Gebäude neu eröffnet
- 28. Mai: In Portugal, Spanien, Algerien und in Teilen der USA kann eine totale Sonnenfinsternis beobachtet werden
- 8. September: Ein Stufe-4-Hurrikan vernichtet die texanische Küstenstadt Galveston und reißt 8000 Menschen in den Tod
- 29. Oktober: Bei einer Explosion in einer New Yorker Chemiefabrik kommen fast 200 Menschen ums Leben
- 16. Dezember: Das deutsche Schulschiff „Gneisenau“ sinkt im Hafen von Málaga. 41 Menschen ertrinken
Politik und Wirtschaft
- 1. Januar: Im Deutschen Reich treten das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) und das Handelsgesetzbuch (HGB) in Kraft
- 1. Januar: Walter Hauser löst Eduard Müller als Bundespräsident der Schweiz ab. Hauser wird nach 1892 zum zweiten Mal Bundespräsident
- 1. Januar: In Österreich-Ungarn wird die Österreichische Krone ausschließliches Zahlungsmittel. Die neue Goldwährung ersetzt den Gulden, der seit 1892 langsam aus dem Verkehr gezogen wurde
- 1. Januar: Das Personenstandsgesetz tritt auf Helgoland in Kraft. Ehen müssen ab sofort vor einem Standesbeamten geschlossen werden
- 1. Januar: Das Invalidenversicherungsgesetz tritt im Deutschen Reich in Kraft
- 1. Januar: Italien, König Umberto I. erlässt eine Amnestie
- 1. Januar: Jahrhundertfeier im Zeughaus Berlin, veranstaltet von Kaiser Wilhelm II.
- 2. Januar: In Wien erscheint die Österreichische Kronen-Zeitung. Herausgeber der neuen Tagesgazette ist Gustav Davis
- 3. Januar: Der französische Staatsgerichtshof in Paris verurteilt den Dichter und Politiker Paul Déroulède wegen Hochverrats zu zehn Jahren Verbannung
- 4. Januar: In Böhmen und in Mähren gehen etwa 70000 Bergbauarbeiter in den Streik. Sie verlangen eine Arbeitszeitverkürzung und eine Lohnerhöhung von 20 %. Im Februar schließen sich tausende weitere Bergmänner im ganzen Reich an. Die schlechte Organisation und finanzielle Notlagen lassen den Streik im März ohne Erfolge scheitern
- Zweite Tirpitzsche Flottenvorlage für die Aufrüstung der Deutschen Marine gegen die britische Seeherrschaft
- 7. Februar: Das britische Unterhaus lehnt mit großer Mehrheit einen Antrag der irischen Nationalisten auf Beendigung des Burenkrieges ab
- 12. Februar: Lenin kehrt nach 3 Jahren aus sibirischer Verbannung zurück
- 17. Februar: Kaiser Wilhelm II. erklärt die Samoa-Inseln zu deutschem Schutzgebiet
- 26. Februar: Vor dem Unterhaus gibt der britische Kriegsminister Bodrick bekannt, dass im Burenkrieg auch Frauen und Kinder „zu ihrem Schutz“ in Konzentrationslagern festgehalten wurden. Die Ernährungslage in diesen Lagern wird als „schwierig“ bezeichnet
- 27. Februar: Gründung des Labour Representation Committee als Vorläufer der britischen Labour Party
- 6. März – In Bremen wird Wilhelm II. bei einem Attentat durch den Arbeiter Dietrich Weiland schwer am Kopf verletzt
- 14. März: US-Präsident William McKinley unterzeichnet das Goldstandard-Gesetz. Diese festgeschriebene Deckung der Geldwährung durch Gold wird 71 Jahre später durch Richard Nixon aufgehoben
- 31. März: Tomáš Garrigue Masaryk gründet die Tschechische Volkspartei: als tschechische Unabhängikeitsbewegung und als Absage an den Panslawismus
- 4. April: Auf dem Brüsseler Hauptbahnhof wird auf Albert Eduard, Prince of Wales, ein misslungenes Attentat verübt. Der Täter, ein 16-jähriger Klempner, begründete seine Tat mit der britischen Unterdrückungspolitik im Burenkrieg. Die britische Presse macht am Folgetag die Hetzpolitik der kontinentaleuropäischen Staaten gegen den Burenkrieg für das Attentat verantwortlich. Am 5. Juli wird der Täter wegen Unzurechnungsfähigkeit freigesprochen
- 14. April: Der französische Staatspräsident Emile Loubet eröffnet die Pariser Weltausstellung
- 15. April: Die Deutsche Ostafrika-Linie nimmt den regelmäßigen Schiffsverkehr nach Kapstadt auf
- 5. Mai: Nach schweren Unruhen und Massenkundgebungen in Barcelona, Madrid, Valladolid, Burgos und Saragossa gegen die neuen Steuergesetze verhängt die spanische Regierung den Belagerungszustand über Barcelona. Spanien geriet seit 1898 durch den Kampf gegen den Aufstand in Kuba und den Krieg gegen die USA in eine desolate Haushaltslage
- 22. Mai: Der Deutsche Reichstag nimmt den umstrittenen Gesetzesentwurf über Sittlichkeitsdelikte (Lex Heinze) in seiner Kompromißfassung an
- 12. Juni: Der Reichstag verabschiedet das 2. Flottengesetz, das das Wettrüsten mit Großbritannien zur See vorantreibt (Tirpitzsche Flottenvorlage)
- 14. Juni: Einmarsch der „Boxer“ in Peking
- 14. Juni: Hawaii wird ein von den USA annektiertes Territorium und 1959 zum 50. Bundesstaat
- 19. Juni: Während der Unruhen im Zuge des Boxeraufstands wird der deutsche Gesandte von Ketteler auf offener Strasse erschossen
- 19. Juli: Die erste Pariser Metro-Strecke wird in Betrieb genommen. Der 10,6 km lange Tunnel verbindet die Stationen Porte Maillot und Porte de Vincenne
- 27. Juli: Kaiser Wilhelm II. hält in Bremerhaven die sogenannte „Hunnenrede“ vor den nach Ostasien abkommandierten Truppen. Es folgen internationale Proteste
- 29. Juli: König Umberto I. von Italien wird bei einem Attentat des Anarchisten Gaetano Bresci in Monza getötet, ihm folgt Viktor Emanuel III. auf dem Throne
- 1. August: Lenin verlässt Russland in seine 5 Jahre andauernde Genfer Emigration
- 2. August: In Paris wird auf den Schah von Persien, Muzaffar ad-Din, ein erfolgloses Attentat verübt. Der Schah überraschte den bewaffneten 25-jährigen Attentäter mit einem Schlag auf das Handgelenk
- 6. August: Zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich wird der Fernsprechverkehr eröffnet
- 14. August: Große Teile der Brüsseler Weltausstellung werden durch ein Feuer zerstört
- 15. August: Ein Expeditionscorps der westlichen Mächte erobert Peking (siehe Boxeraufstand)
- 31. August: Aufnahme des direkten Telegraphenverkehrs zwischen Deutschland und den USA mittels Überseekabel. Die Strecke geht von Borkum nach New York City
- 1. September: Großbritannien teilt die Annexion von Transvaal in Südafrika mit
- 19. September: Der britische Feldmarschall Frederick Sleigh Roberts erklärt den Burenkrieg für beendet
- 23. September: Der deutsche Feldmarschall Alfred Graf von Waldersee erhält den Oberbefehl über die alliierten Truppen im Boxerkrieg
- 1. Oktober: Bei einer Brandkatastrophe in Baku werden 97 Bohrtürme und ca. 8.000 t Erdöl vernichtet
- 16. Oktober: Jangtse-Abkommen zwischen Großbritannien und dem Deutschen Reich
- 17. Oktober: Bernhard von Bülow wird neuer deutscher Reichskanzler
- 6. November: William McKinley wird als Präsident der USA wiedergewählt; sein Vizepräsident ist Theodore Roosevelt
- 12. November: Die Weltausstellung in Paris geht zu Ende. Die Veranstalter zählten in den sieben Monaten rund 47 Millionen Besucher
- 13. November: In Frankreich werden Frauen ab sofort als Rechtsanwältinnen zugelassen
Wissenschaft und Technik
- 10. Januar: Auf der Vulkan-Werft in Stettin findet in Gegenwart von Kaiser Wilhelm II. der Stapellauf des Doppelschraubendampfers Deutschland der HAPAG statt. Die Deutschland ist das bis dahin größte, stärkste und schnellste deutsche Schiff und erhält am 5. Juli das Blaue Band für die schnellste Atlantik-Überquerung
- 21. Februar: Der in in Ulm geborene Physiker Albert Einstein wird in Zürich eingebürgert
- 25. März: In Guide Bridge bei Manchester wird der erste Zweitakt-Dieselmotor getestet
- 27. März: Der schwedische Wissenschaftler und Asienforscher Sven Hedin entdeckt in China die Ruinenstadt Loulan
- 2. Juli: Das Starrluftschiff LZ I unternimmt in Friedrichshafen am Bodensee erfolgreich seine erste Versuchsfahrt
- 27. August: Erster regelmäßiger Langstreckenverkehr von Autobussen (London: Leeds)
- 19. Oktober: Max Planck gibt vor der Deutschen Physikalischen Gesellschaft in Berlin seine Entdeckung des Strahlungsgesetzes bekannt
- 14. Dezember: Max Planck trägt die theoretische Deutung des Strahlungsgesetzes vor, wobei er fand, dass die Strahlungsenergie nur in bestimmten Portionen (Energiequanten) abgegeben werden kann (Geburtsstunde der Quantentheorie)
Kultur
- Die Erzählung „Lieutenant Gustl“ von Arthur Schnitzler erscheint
- Der Roman „Im Schlaraffenland“ von Heinrich Mann erscheint
- 6. Januar: Carl Hauptmanns Drama Ephraims Breite in Breslau uraufgeführt
- 14. Januar: Uraufführung der Oper Tosca von Giacomo Puccini am Teatro Costanzi in Rom
- 26. Januar: In Stuttgart wird das Schauspiel Wenn wir Toten erwachen von Henrik Ibsen uraufgeführt
- 9. März: In Frankfurt am Main wird August Strindbergs Passionsdrama Ostern uraufgeführt
- 13. März: Uraufführung der Oper Das stille Dorf von Alexander von Fielitz in Hamburg
- 3. November: Uraufführung der Oper Das Märchen vom Zaren Saltan von Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow an der Solodownikow-Privatoper in Moskau
Sport
- 28. Januar: In Leipzig wird der Deutsche Fußball-Bund gegründet
- 6. Februar: Auf dem Csobaer See (Hohe Tatra) findet erstmals eine Europameisterschaft im Eisschnellauf statt
- 9. Februar: Der 20-jährige US-amerikanische Tennisspieler Dwight F. Davis stiftet den nach ihm benannten Davis Cup. Erster Gewinner des Davis-Cups werden die USA mit einem 3:0 Sieg über Großbritannien
- 10. Februar: Der 23-jährige norwegische Eisschnellläufer Peder Östlund stellt in Davos innerhalb von zwei Tagen fünf neue Weltrekorde auf
- 27. Februar: Gründung des Fußballvereins FC Bayern München
- 18. März: Gründung des Fußballvereins Ajax Amsterdam
- 4. Mai: Gründung des Fußballvereins 1. FC Nürnberg
- 11. Mai: Der US-Amerikaner James J. Jeffries gewinnt in Coney Island gegen seinen Landsmann James J. Corbett die Boxweltmeisterschaft im Schwergewicht
- 14. Mai: Eröffnung der II. Sommerolympiade in Paris: als Beiprogramm der laufenden Weltausstellung
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 2. Januar: Gustav Fuchs, deutscher Politiker der CSU († 1969)
- 5. Januar: Yves Tanguy, französischer Maler des Surrealismus († 1955)
- 9. Januar: Rudolf Hindemith, deutscher Komponist und Dirigent († 1974)
- 12. Januar: Vaino Hannikainen, finnischer Komponist († 1960)
- 15. Januar: William Heinesen, Bedeutendste Dichter der Färöer († 1991)
- 18. Januar: François de Menthon, († 1984)
- 19. Januar: Heinrich Hohl, deutscher Politiker († 1968)
- 21. Januar: Bernhard Rensch, deutscher Evolutionsbiologe († 1990)
- 21. Januar: Werner Schwarz, deutscher Politiker († 1982)
- 22. Januar: Ernst Busch, deutscher Sänger, Schauspieler und Regisseur († 1980)
- 24. Januar: René Guillot, französischer Jugendschriftsteller († 1969)
- 25. Januar: Theodosius Dobzhansky, russisch-amerikanischer Genetiker and Evolutionsbiologe († 1975)
- 28. Januar: Hermann Kesten, deutscher Schriftsteller († 1996)
- 28. Januar: Jan Hendrik Oort, niederländischer Astronom († 1992)
- 30. Januar: Isaak Dunajewski, ukrainischer Musiker und Komponist († 1955)
- 31. Januar: Lisa Korspeter, deutsche Politikerin († 1992)
- 4. Februar: Jacques Prévert, französischer Autor, Dichter und Chansonnier († 1977)
- 5. Februar: Adlai Stevenson, US-amerikanischer Politiker der Demokratischen Partei († 1965)
- 5. Februar: Karl Blessing, deutscher Bundesbankpräsident († 1971)
- 11. Februar: Hans-Georg Gadamer, deutscher Philosoph († 2002)
- 12. Februar: Pink Anderson, US-amerikanischer Blues-Musiker († 1974)
- 16. Februar: Nasrollah Entezam, iranischer Politiker († 1980)
- 22. Februar: Luis Buñuel, Filmemacher († 1983)
- 22. Februar: Sean O'Faolain, irischer Schriftsteller († 1991)
- 25. Februar: Alois Hundhammer, deutscher Minister († 1974)
- 26. Februar: Fritz Wiessner, deutsch-amerikanischer Bergsteiger († 1988)
- 2. März: Bruno Heusinger, zweiter Präsident des Bundesgerichtshofs († 1987)
- 2. März: Kurt Weill, deutscher Komponist († 1950)
- 3. März: Fritz Rotter, österreichischer Autor und Komponist († 1984)
- 5. März: Lilli Jahn, deutsche Ärztin und Briefautorin († 1944)
- 7. März: Evald Aav, estnischer Sänger, Komponist und Chorleiter († 1939)
- 7. März: Herbert Blumer, US-amerikanischer Soziologe († 1987)
- 8. März: Otto Peltzer, deutscher Leichtathlet und Trainer († 1970)
- 9. März: Howard Hathaway Aiken, US-amerikanischer Computerpionier († 1973)
- 13. März: Giorgos Seferis, griechischer Schriftsteller, Literatur-Nobelpreisträger († 1971)
- 15. März: Ernst Neufert, Architekt, Bauhauslehrer, Autor der 'Bauentwurfslehre' († 1986)
- 15. März: Gilberto Freyre, brasilianischer Soziologe und Anthropologe († 1987)
- 15. März: Wolfgang Schadewaldt, deutschen Altphilologen, Literaturwissenschaftler, Autor und Übersetzer († 1974)
- 16. März: Werner Eggerath, deutscher Politiker († 1977)
- 18. März: Alfred Poell, Wiener Kammersänger († 1968)
- 18. März: Johannes Sobek, deutscher Fußballspieler († 1989)
- 19. März: Frédéric Joliot-Curie, französischer Physiker († 1958)
- 23. März: Erich Fromm, deutscher Psychoanalytiker, Philosoph und Sozialpsychologe († 1980)
- 23. März: Hassan Fathy, ägyptischer Architekt († 1989)
- 23. März: Werner Schütz, deutscher Politiker, Kultusminister in Nordrhein-Westfalen († 1975)
- 25. März: Hans Luckey, baptistischer Theologe († 1976)
- 28. März: Ernst Brüche, deutscher Physiker († 1985)
- 29. März: Otto Kaufmann, Heimatforscher († 1985)
- 29. März: Roman Lampl, deutscher Politiker († 1965)
- 30. März: Ted Heath, britischer Posaunist und Bandleader († 1969)
- 31. März: Bernhard Bauknecht, Deutscher Politiker und MdB († 1985)
- 2. April: Roberto Arlt, argentinischer Erzähler, Dramatiker und Journalist († 1942)
- 3. April: Franz Carl Weiskopf, deutschsprachiger Schriftsteller († 1955)
- 5. April: Herbert Bayer, österreichischer Grafikdesigner, Typograph, Maler († 1985)
- 5. April: Jorge González von Marées, chilenischer Politiker († 1962)
- 5. April: Spencer Tracy, US-amerikanischer Filmschauspieler († 1967)
- 11. April: Sándor Márai, ungarischer Schriftsteller († 1989)
- 15. April: Wilhelm Wagenfeld, deutscher Gebrauchs-Designer († 1990)
- 17. April: Gebhard Müller, Ministerpräsident von Baden-Württemberg († 1990)
- 19. April: Richard Hughes, britischer Hörspielautor († 1976)
- 20. April: John Jahr, deutscher Verleger († 1991)
- 21. April: Hans Fritzsche, deutscher Nazi-Funktionär und Journalist († 1953)
- 24. April: Franz Stein, Oberbürgermeister der Stadt Mainz († 1967)
- 24. April: Leon Klepper, rumänischer Komponist
- 25. April: Gladwyn Jebb, britischer Politiker, 1. Generalsekretär der Vereinten Nationen († 1996)
- 25. April: Wolfgang Pauli, österreichischer Physiker und Nobelpreisträger († 1958)
- 26. April: Charles Francis Richter, US-amerikanischer Seismologe († 1985)
- 26. April: Douglas Sirk, Bühnenregisseur und Filmregisseur der UFA († 1987)
- 28. April: Bruno Apitz, deutscher Schriftsteller († 1979)
- 29. April: Otto Jaag, Schweizer Hydrobiologe († 1978)
- 1. Mai: Ignazio Silone, italienischer Schriftsteller († 1978)
- 10. Mai: Adolf Jobst, Restaurator und Maler († 1974)
- 10. Mai: Karl Ernst Krafft, Schweizer Statistiker, Charakterologe und Wirtschaftsberater († 1945)
- 11. Mai: Elinor Hubert, deutsche Politikerin († 1973)
- 11. Mai: Pridi Banomyong, Premierminister von Thailand († 1983)
- 12. Mai: Helene Weigel, deutsche Schauspielerin († 1971)
- 12. Mai: Karl von Appen, deutscher Bühnenbildner († 1981)
- 13. Mai: Hans Reinerth, deutscher Archäologe († 1990)
- 13. Mai: Jewgeni Gwaladse, georgischer Widerstandskämpfer († 1937)
- 14. Mai: Harold Glen Borland, US-amerikanischer Schriftsteller († 1978)
- 14. Mai: Leo Smit, niederländischer Komponist und Pianist († 1943)
- 17. Mai: Nikolai Berezowski, russischer Komponist († 1953)
- 20. Mai: Erika Cremer, deutsche Professorin der Physik († 1996)
- 23. Mai: Hans Frank, nationalsozialistischer deutscher Politiker († 1946)
- 28. Mai: Heinrich Müller, Chef der Gestapo im Reichssicherheitshauptamt († 1945)
- 3. Juni: Konstantin Andrejewitsch Werschinin, sowjetischer Pilot und Generaloberst. († 1973)
- 5. Juni: Dennis Gábor, ungarischer Physiker († 1979)
- 7. Juni: Frederick Terman, US-amerikanischer Ingenieur († 1982)
- 15. Juni: Ernst Ising, deutscher Mathematiker und Physiker († 1998)
- 15. Juni: Gotthard Günther, deutscher Philosoph († 1984)
- 15. Juni: Otto Luening, US-amerikanischer Komponist († 1996)
- 17. Juni: Hermann Reutter, Deutscher Komponist und Musiker († 1985)
- 17. Juni: Hubert Jedin, deutscher Kirchenhistoriker († 1980)
- 17. Juni: Martin Bormann, Leiter der Parteikanzlei der NSDAP († 1945)
- 22. Juni: Oskar Fischinger, deutscher Filmemacher, Pionier des abstrakten Films († 1967)
- 24. Juni: Raphael Lemkin, Jurist und Friedensforscher († 1959)
- 25. Juni: Louis Mountbatten, britischer Admiral und Staatsmann († 1979)
- 27. Juni: Albert Jütz, Schweizer Volksmusikant († 1925)
- 28. Juni: Heinrich Busch, deutscher Pianist und Komponist († 1929)
- 29. Juni: Antoine de Saint-Exupéry, französischer Schriftsteller und Flieger († 1944)
- 29. Juni: Antoine Marie Roger de Saint-Exupéry, französischer Schriftsteller und Flieger († 1944)
- 29. Juni: Friedrich Wührer, deutsch-österreichischer Pianist († 1975)
- 29. Juni: Richard Oelze, deutscher Maler († 1980)
- 1. Juli: Kurt Fischer, Politiker SED († 1950)
- 4. Juli: Alfred Rust, deutscher Archäologe († 1983)
- 4. Juli: Louis Armstrong, US-amerikanischer Jazztrompeter und -sänger († 1971)
- 4. Juli: Robert Desnos, französischer Dichter, Schriftsteller und Journalist († 1945)
- 4. Juli: Walther Kiaulehn, deutscher Journalist und Schriftsteller († 1968)
- 5. Juli: Bernard Jan Alfrink, Erzbischof emeritus von Utrecht († 1987)
- 7. Juli: Conrad Fink, deutscher Politiker († 1981)
- 8. Juli: George Antheil, US-amerikanischer Pianist, Komponist, Erfinder († 1959)
- 9. Juli: Ida Ehre, österreichisch-deutsche Schauspielerin und Regisseurin († 1989)
- 16. Juli: Robert Stamm, deutscher Politiker und Opfer des NS-Regimes († 1937)
- 18. Juli: Nathalie Sarraute, Rechtsanwältin und Schriftstellerin († 1999)
- 19. Juli: Arno Breker, deutscher Bildhauer († 1991)
- 20. Juli: Friedrich Holzapfel, deutscher Politiker († 1969)
- 26. Juli: Karl Berbuer, deutscher Schlagersänger († 1977)
- 27. Juli: Ernst Fritz Fürbringer, deutscher Filmschauspieler und Synchronsprecher († 1988)
- 27. Juli: Hans Haug, schweizer Komponist († 1967)
- 28. Juli: Hanns Otto Münsterer, deutscher Mediziner, Schriftsteller und Volkskundler († 1974)
- 29. Juli: Eyvind Johnson, schwedischer Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger 1974 († 1976)
- 29. Juli: Hermann Esser, Funktionär der NSDAP († 1981)
- 3. August: John Thomas Scopes, US-amerikanischer Lehrer († 1970)
- 4. August: Elizabeth Bowes-Lyon, Queen Mum († 2002)
- 8. August: Robert Siodmak, deutscher Filmregisseur († 1973)
- 8. August: Victor Young, US-amerikanischer Komponist, Violinist und Dirigent († 1956)
- 10. August: Jean Mantelet, Gründer der Firma Moulinex († 1991)
- 10. August: René Crevel, französischer Schriftsteller († 1935)
- 14. August: Margret Boveri, deutsche Journalistin († 1975)
- 18. August: Heinrich Germer, SED-Politiker der DDR in Magdeburg († 1952)
- 18. August: Imre Reiner, ungarischer Maler, Grafiker und Typograf († 1987)
- 18. August: Vijaya Lakshmi Pandit, indische Politikerin und UNO-Diplomatin († 1990)
- 23. August: Eduard Rhein, Erfinder, Publizist und Schriftsteller († 1993)
- 23. August: Ernst Krenek, österreichischer Komponist († 1991)
- 24. August: Josef Felder, deutscher Politiker († 2000)
- 24. August: Leonardo Conti, Chef der Reichsärztekammer († 1945)
- 25. August: Hans Adolf Krebs, deutsch-britischer Mediziner und Biochemiker († 1981)
- 26. August: Hellmuth Walter, Techniker, Unternehmer († 1980)
- 29. August: Semjon A. Lawotschkin, sowjetischer Flugzeugkonstrukteur († 1960)
- 2. September: Georg Diederichs, Sozialminister und niedersächsischer Ministerpräsident († 1983)
- 3. September: Urho Kaleva Kekkonen, finnischer Politiker und Premierminister († 1986)
- 6. September: Julien Green, französischer Schriftsteller († 1998)
- 7. September: Taylor Caldwell, Schriftstellerin und Journalistin († 1985)
- 11. September: Semjon Alexejewitsch Lawotschkin, sowjetischer Flugzeugkonstrukteur († 1960)
- 12. September: Haskell Brooks Curry, Logiker († 1982)
- 14. September: Robert Florey, französisch-US-amerikanischer Regisseur, Autor und Schauspieler († 1979)
- 18. September: Walther Wenck, Oberbefehlshaber der 12. Armee im Zweiten Weltkrieg († 1982)
- 20. September: Humberto Castelo Branco, Präsident Brasiliens († 1967)
- 20. September: Joachim Jeremias, Theologe und Orientalist († 1979)
- 25. September: Fritz Kolbe, Deutscher Spion und Widerstandskämpfer († 1971)
- 26. September: Gertrud Luckner, christliche Widerstandskämpferin, Pazifistin († 1995)
- 28. September: Otto Braun, deutscher Schriftsteller und KPD-Funktionär († 1974)
- 29. September: Arthur Hoffmann, deutscher Widerstandskämpfer im Zweiten Weltkrieg († 1945)
- 3. Oktober: Friedrich Funk, deutscher Politiker († 1963)
- 3. Oktober: Hans Heinrich Nieland, Oberbürgermeister der Stadt Dresden (1940–1945)
- 3. Oktober: Johanna Haarer, NS-Erziehungsideologin († 1988)
- 3. Oktober: Thomas Wolfe, US-amerikanischer Schriftsteller († 1938)
- 5. Oktober: Otto Reindl, deutscher Politiker (WAV, DP) († 1994)
- 6. Oktober: Willy Merkl, deutscher Bergsteiger († 1934)
- 7. Oktober: Heinrich Himmler, deutscher Politiker in der Zeit des Nationalsozialismus († 1945)
- 9. Oktober: Alastair Sim, britischer Schauspieler († 1976)
- 10. Oktober: Karl Kaufmann, NS-Gauleiter in Hamburg († 1969)
- 10. Oktober: Walter Stahlecker, SS-Brigadeführer und Generalmajor der Polizei († 1942)
- 14. Oktober: William Edward Deming, US-amerikanischer Wirtschaftspionier († 1993)
- 15. Oktober: Mervyn LeRoy, US-amerikanischer Filmregisseur und Filmproduzent († 1987)
- 17. Oktober: Jean Arthur, US-amerikanische Schauspielerin († 1991)
- 18. Oktober: Walther Hasemann, deutscher Politiker († 1976)
- 19. Oktober: Erna Berger, deutschen Sopranistin († 1990)
- 22. Oktober: Karl Walz, deutscher Politiker († 1990)
- 26. Oktober: Karin Boye, schwedische Schriftstellerin († 1941)
- 3. November: Adolf Dassler, deutscher Unternehmer († 1978)
- 3. November: Kurt Mothes, deutscher Botaniker († 1983)
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