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| Grönländer |
GrönländerGrönländer sind eine auf Grönland ansässige inuitisch-dänische Mischbevölkerung, die die Sprache der Inuit bewahrt hat. Im 19. Jahrhundert und zu Beginn des 20. Jahrhunderts gaben sie ihre traditionelle Lebensweise als nomadisierende Jäger größtenteils auf.
Als Grönländer wurden früher die Kajakboote bezeichnet.
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Grönland (auf Grönländisch Kalaallit Nunaat- "Land der Menschen", dänisch Grønland - "Grünland") ist die größte Insel der Erde. Geographisch wird sie zum arktischen Nordamerika gezählt, politisch ist sie autonomer Bestandteil des Königreichs Dänemark. Seit 1979 besteht das Autonomie-Statut (hjemmestyreloven), seit 1985 ist Grönland nicht mehr Mitglied der Europäischen Gemeinschaft.
Größere Orte sind die Hauptstadt Nuuk (Godthåb), Aasiaat (Egedesminde), Uummannaq, Qasigiannguit (Christianshåb), Ilulissat (Jakobshavn), Sisimiut (Holsteinsborg), Maniitsoq (Sukkertoppen), Tasiilaq (Ammassalik), Narsaq, Upernavik, Nanortalik, Paamiut (Frederikshåb), Qaqortoq (Julianehåb).
Ebenfalls den Stadtstatus haben Ivittuut, Kangaatsiaq, Qaanaaq (Thule), Ittoqqortoormiit (Scoresbysund).
Die internationalen Flughäfen sind Kangerlussuaq (Søndre Strømfjord, bei Sisimiut, Anbindungen an Dänemark), Narsarsuaq (bei Narsaq, Anbindungen an Island und Dänemark), Kulusuk (bei Tasiilaq, Anbindung an Island), und Constaple Point bei Ittoqqortoormiit (Scoresbysund, Anbindungen an Island).
Siehe auch: Städte in Grönland.
Bevölkerung
Etwa 20 Prozent der Bevölkerung sind außerhalb des Landes geboren. 87% gelten als Grönländer (Nachfahren der Kalallit). Aufgrund der andauernden Rückwanderung europäischer Bewohner bleibt die Bevölkerungszahl fast konstant. 98 Prozent der Bevölkerung sind protestantisch.
Die Inuit Grönlands werden in drei Gruppen unterteilt. Den Hauptteil stellen die Westgrönländer dar, die an der Westküste zwischen Upernavik und Nanortalik leben. Die Ostgrönländer, die in den Kommunen Tasiilaq und Ittoqqortoormiit leben, trafen erst vor etwa 100 Jahren auf Europäer. Die Nachfahren der letzten Einwanderungswelle von Inuit aus Kanada stellen die Polarinuit (Inughuit) dar, die in Avanersuaq leben.
Vor allem in den größeren Orten Grönlands lebt auch eine dänische Minderheit. Diese Minderheit ist zu 90% in Nuuk zu finden. Auch ein noch kleinerer Teil Deutsche lebt in Nuuk.
Regierung
Grönland ist demokratisch verfasst. Das Parlament (Landsting) wird alle vier Jahre gewählt und wählt seinerseits den Premierminister und die Regierung (Hjemmestyre). Grönland ist durch zwei direkt gewählte Abgeordnete im dänischen Parlament vertreten.
Die grönländische Regierung und das Landsting verwalten die grönländischen Angelegenheiten. Dies geht bis in den Bereich der Gesetze und Rechtsprechung. Dänische Gesetze können vom Landsting übernommen werden. Die Landesverteidigung obliegt Dänemark, die Außenpolitik ist weitgehend von Dänemark übernommen, es gibt spezielle Aspekte grönländischer Außenpolitik, beispielsweise die Beziehungen zu anderen Inuit-Regionen oder die Nichtmitgliedschaft in der EU.
Im Jahre 2006 soll ein Referendum den künftigen Status der Insel bestimmen. Gegenwärtig wird durch die Erschließung von Rohstoffen versucht, sich wirtschaftlich weiter von Dänemark zu lösen.
Geschichte
- Um 3000 v. Chr. wanderten die Vorfahren der ersten Inuit über die Beringstraße aus Asien nach Alaska.
- Um 2500 v. Chr. gab es die ersten Einwanderungswellen von Indianern nach Grönland (Sarqaq-Kultur). Bereits aus dieser Zeit sind Jagdplätze zum Beispiel in der Disko-Bucht und bei Qaja in der Nähe des Jakobshavn-Isfjords nachgewiesen.
- 500 v. Chr. bis 1000 indianische Dorset-Kultur.
- Um 875 entdeckte der Wikinger Gunnbjørn die Insel und nannte sie Gunnbjørnland.
- 982 musste Erik der Rote aus Island fliehen und landete schließlich im Südwesten von Grönland. Er gab der Insel ihren Namen. Mit seinen Gefolgsleuten besiedelte er ab 986 die Gegend um Brattahlid.
- 986 erreichten nur 14 von 25 isländischen Auswandererschiffen mit 700 Menschen an Bord Grönland.
- Aus der Zeit um 1000 sind im Süden Wohn- und Kirchenruinen nordländischer Siedler erhalten.
- 1000 kehrte Leif Eriksson, der Sohn Eriks des Roten, von Norwegen, wo er Christ wurde, mit einem Missionar nach Grönland zurück. Die grönländischen Wikinger wurden Christen und errichteten die erste Kirche.
- Um 1000 entdeckte Leif Eriksson von Grönland kommend Nordamerika (Vinland). Die Handelsbeziehungen mit Vinland dauerten bis ins 14. Jahrhundert.
- Ab etwa 1000 wanderten Inuit aus Alaska und Nordkanada ein (Thule-Kultur).
- 1076 gab Adam von Bremen in seiner Chronik des Erzbistums Hamburg den ersten schriftlichen Nachweis über die Besiedlung und Christianisierung Grönlands, das bei ihm Gronland heißt.
- Um 1124-1126 wurde Grönland eine eigene Diözese, der Bischofssitz war in Gardar, dem heutigen Igaliku.
- 1350 berichtete der isländische Kirchenmann Ivar Bardarsson, dass die westliche Siedlung aufgegeben sei. Inuit erschienen in der Nähe des Normannengebietes und rotteten die Versterbygd-Grönländer aus.
- Von 1408 stammt die letzte schriftliche Aufzeichnung der Nordmänner, die von einer Hochzeit in der Kirche von Hvalsey berichtete. Die Kontakte mit Norwegen und Island rissen ab. Aufgrund des Verlustes der Vesterbygd, der Verbindung zu Vinland, kommt es zu vermehrtem Holzmangel.
- Um 1550 erlosch die letzte nordische Siedlung in Grönland. Ob sich die Nordmänner mit den Inuit vermischt haben oder ausgestorben sind, ist bislang ungeklärt.
- 1721 kam es durch die Landung des Missionars Hans Egede zu einer europäischen Neubesiedlung der Insel.
- Im 18. und 19. Jahrhundert wurde Grönland immer wieder von niederländischen, dänischen, deutschen und anderen Walfängern besucht. Die Grönlandfahrt trug wesentlich zur wirtschaftlichen Entwicklung Flensburgs bei, das damals zweitgrößter Hafen Dänemarks war.
- 1814 wurde im Frieden von Kiel die dänisch-norwegische Personalunion aufgelöst, Grönland fiel an Dänemark.
- Im ersten Weltkrieg 1914 - 1918 blieb Dänemark (und damit auch Grönland) neutral.
- 1933 gab Norwegen nach einem Schiedsspruch des Permanenten Internationalen Gerichtshofes in Den Haag zugunsten Dänemarks seine Ansprüche auf Grönland endgültig auf.
Seit dem Zweiten Weltkrieg wird Grönland insbesondere von den USA militärisch genutzt. Dabei spielt die geographische Lage Grönlands eine große Rolle.
Im Zweiten Weltkrieg wurde es vor allem als Basis für atlantiküberwachende Flugzeuge auf der Suche nach deutschen U-Booten und als Basis und Auftankstation für eigene Seemissionen benutzt. Dies wurde möglich, nachdem das Deutsche Reich Dänemark kampflos besetzte, da Grönland politisch zu Dänemark gehört. Es gab darüber hinaus auch deutsche Versuche, die Insel zur Errichtung von Wetterstationen zu nutzen, die allesamt scheiterten.
Ab 1945 bauten die USA an größeren Luftstützpunkten in Grönland wie der Thule Air Base, denn im Kalten Krieg spielte die Nähe zur UdSSR quer über den Nordpol eine wichtige Rolle. Zwar ist diese Nähe weder für Schiffe noch für Bodeneinheiten nutzbar, aber durchaus der Luftraum für Flugzeuge und Raketen. Ein Vertrag über die gemeinsame Verteidigung der Insel zwischen den USA und Dänemark wurde 1951 geschlossen, 1953 wurde Grönland integraler Bestandteil von Dänemark.
1979 erlangte Grönland eine Selbstverwaltung und die innere Autonomie mit eigenem Parlament und eigener Regierung. 1982 gab es eine Volksabstimmung über den Austritt aus der Europäischen Gemeinschaft, der 1985 Grönland vollzogen wurde, in erster Linie wegen der Überfischung grönländischer Gewässer durch damals westdeutsche Fangflotten. Grönland genießt allerdings weiterhin den Status eines überseeischen EU-Territoriums mit den Vorteilen einer Zollunion.
Nach dem Ende des Kalten Krieges verblasste die militärische Bedeutung Grönlands, allerdings gibt es Bemühungen seitens der USA, auf Grönland Bodenstationen für den geplanten US-Atomraketenabfangschild errichten zu dürfen.
Geografie
Grönland reicht von 59°50' nördlicher Breite (Kap Farvel) bis 83°37' nördlicher Breite (Kap Morris Jesup), ist 2.650 km lang und bis 1.000 km breit. Grönlands Nordküste ist mit 710 km Abstand das dem Nordpol am nächsten gelegene Festland.
Im Norden der Insel liegt der vereiste Arktische Ozean. Im Osten grenzt sie an die Grönlandsee und an die Irminger See sowie im Westen an die Davisstraße und die Baffinbai, alles Randmeere des Atlantiks. Im Nordwesten geht Grönland in die sehr zerklüftete und äußerst weitläufige Inselwelt der Königin-Elizabeth-Inseln über.
Grönland hat überaus große Eisvorkommen. Das bis zu 3000 m mächtige, durchschnittlich 1500 m starke) Inlandeis bewegt sich an den Küsten zum Meer und lässt oft Eisberge von mehreren Kilometern Länge entstehen. Lediglich etwa 341.700 km² der Fläche Grönlands sind eisfrei. In Grönland befinden sich mit 4.000 m die zweitgrößten Eishöhen der Welt, nur die Antarktis weist noch größere auf. Würde das gesamte Inlandeis Grönlands schmelzen, so würde der Wasserstand weltweit um 6 m steigen. Das Inlandeis ist weniger eine Folge des heutigen Klimas, vielmehr ist es ein Überbleibsel der letzten Eiszeit vor circa 10.000 Jahren.
Eiszeit
Grönland ist ein im Süden leicht gewelltes Hochland, das an der Küste durch zahlreiche Fjorde, Buchten und Meeresstraßen gegliedert ist. Im Zentrum und im Norden besteht der Untergrund aus einem riesigen, zum Teil unter dem Meeresspiegel liegenden, Becken. Grönland umsäumen an seinem Hochlandsrand sehr hohe Berge und Gebirge, die im Gunnbjörn am Ostrand der Insel bis zu 3.700 m hoch aufragen. Höchste Erhebung ist der 3.753 m hohe Gunnbjørn Fjeld, der alternativ auch als Hvitserk bezeichnet wird.
In Grönland herrscht polares und subpolares Klima, das an der Westküste durch den Golfstrom gemildert wird. Die Temperatur auf dem Inlandeis hat ein absolutes Temperaturminimum von -70 °C; im Sommer kommt sie bis an 0 °C heran. Die Küstenstreifen, an der Westküste bis 150 km breit, und alle vorgelagerten Inseln sind eisfrei und haben Tundravegetation, die nach Norden hin stark abnimmt.
Die Städte und Siedlungen liegen durchweg im eisfreien Künstenstreifen, aus klimatischen Gründen überwiegend an der Westküste. Im küstenfernen Inlandeis wurden zeitweilig Forschungsstationen wie Eismitte und North Ice unterhalten.
Tierwelt
Der bekannteste Vertreter der grönländischen Tierwelt ist der Eisbär (Ursus maritimus, grönlandisch: Nanoq). Dieser hat seinen eigentlichen Lebensraum in erster Linie im äußersten Norden und im nordostgrönländischen Nationalpark, dem größten Nationalpark der Welt. Mit dem Treibeis, welches mit dem Ostgrönlandstrom um Kap Farvel bis nach Südgrönland kommt, gelangen Eisbären auf der Jagd nach Robben bis in den äußersten Süden (Nanortalik), und mit anderen Treibeisströmungen nach Upernavik in Nordwestgrönland.
Der zweitgrößte Landsäuger Grönlands ist der Moschusochse (Ovibos moschatus), der ursprünglich nur in Nordostgrönland vorkam, wo er in oft großen Herden anzutreffen ist. Der Moschusochse wurde jedoch auch an der Westküste ausgesetzt, etwa in Kangerlussuaq, Ivittuut und bei Upernavik, wo er sich zu stabilen Beständen vermehrt hat. Rentiere (Rangifer tarandus) kommen, teilweise in großen Herden, vor allem an der Westküste vor.
Kleinsäuger wie Hermelin (Mustela erminea) und Lemming (Lemmus lemmus) leben nur in Nordostgrönland. Auch der Polarwolf (Canis lupus) kommt nur dort und im äußersten Norden vor.
Weit verbreitet sind Polarhase (Lepus arcticus) und Polarfuchs (Alopex lagopus).
Auch die Welt der Meeressäuger ist mit Minkwalen, Buckelwalen, Belugas, Schwertwalen, Narwalen, Grönlandwalen, Walrössern, Grönlandrobben, Sattelrobben, Bartrobben und Ringelrobben besonders artenreich. Die Inuit zählen auch den Eisbär zu den Meeressäugern, weil dieser die meiste Zeit seines Lebens auf dem Meer bzw. Pack- und Treibeis verbringt.
Die Vogelwelt ist ebenfalls reichhaltig. Am weitesten verbreitet sind Kolkrabe, Gryllteiste, Dreizehenmöwe, Schneeammer, Eiderente, Eistaucher, Odinshühnchen und Alpenschneehuhn.
Viele Seevögel nisten an den Vogelfelsen, die besonders groß in Upernavik, Qaanaaq und Ittoqqortoormiit sind. Wichtiger Brutvogel ist die Dickschnabellumme (Uria lomvia), deren größte Kolonien im Upernavik-Distrikt liegen. Es gibt weitere Kolonien in den Distrikten Qaanaaq, Ilulissat (Ritenbenk/Appat), Maniitsoq, Nuuk, Ivittuut, Ittoqqortoormiit und im Archipel Ydre Kitsitsut, welches zu Qaqortoq gerechnet wird. Trottellummen (Uria aalge) sind vergleichsweise selten und kommen an einigen Vogelfelsen in Südwestgrönland vor. Der hocharktische Krabbentaucher (Alle alle) kommt in riesigen Kolonien bei Qaanaaq und Ittoqqortoormiit vor. Es gibt kleinere Kolonien bei Upernavik (Horse Head) und in der Diskobucht (Grönne Ejland). Der Papageitaucher (Fratercula arctica) hat für nordatlantische Verhältnisse eher kleinere Kolonien in Grönland, etwa bei Aasiaat, Upernavik, Nuuk, auf Ydre Kitsitsut (Qaqortoq) und vor Nanortalik sowie bei Ittoqqortoormiit und Qaanaaq. Gryllteisten (Cepphus grylle) sind in ganz Grönland verbreitet und leben nicht nur an den Vogelfelsen. Weitere Bewohner der Vogelfelsen sind Dreizehenmöwen und Kormorane.
Küstenseeschwalben haben ihre größten Kolonien in der Diskobucht (Grönne Ejland). Thorshühnchen und Prachteiderenten kommen von der Diskobucht an nördlich vor. Seeadler sind vor allem in Südwestgrönland verbreitet, Falken und Skuas haben einen größeren Lebensraum.
Die Schneeeule lebt hauptsächlich in Nord- und Nordostgrönland. Auch viele Gänsearten (etwa Nonnengans, Schneegans, Meerente, Blässgans, u.a.) leben in Grönland. Die hocharktische Rosenmöwe kommt nur im äußersten Norden vor.
Kajak
Das Wort „Kajak“ kommt aus dem Grönländischen. Dieses Boot wurde hier schon sehr früh als Mittel für die Jagd im Sommer benutzt. Im Gegensatz zum Umiaq, dem Frauen-Boot, war das Kajak sehr schmal und genau dem Körper einer bestimmten Person angepasst. Im Winter diente der Hundeschlitten der Jagd.
Auch wenn Motorboot, welches von der Form her dem Umiaq entspricht, und Snowscooter die traditionellen Jagdmittel größtenteils abgelöst haben, werden diese nach wie vor, vor allem in den entlegenen Regionen wie Qaanaaq, Ittoqqortoormiit und in den Dörfern bei Upernavik, benutzt.
Kultur und Sport
Universität
An der Universität „Ilisimatusarfik“ in Nuuk studieren etwa 120 Studierende, davon wenige Ausländer. In den Studienfächern Verwaltung, Kultur- und Sozialgeschichte Grönlands sowie Grönländische Sprach-, Literatur- und Medienstudien können Bachelor- und Master-Abschlüsse erworben werden. Außerdem gibt es das Studienfach Theologie. Unterrichtet wird größtenteils auf Dänisch, in einigen Kursen auch auf Grönländisch.
Fußball
Siehe auch: Fußball in Grönland
Grönland ist bisher nicht Mitglied der FIFA. Ein Beitritt wird zwar anvisiert, UEFA und FIFA sperren sich aber bisher. Das grönländische Nationalteam wird von Sepp Piontek trainiert. Im Jahr 2001 fand ein Länderspiel gegen eine Auswahl aus Tibet statt, das ebenfalls keine offizielle Nationalelf hat, da es in den 1950er Jahren von der Volksrepublik China okkupiert wurde.
Kunsthandwerk
Siehe: Tupilak
Der Weihnachtsmann von Grönland
Nach Angaben der dänischen Botschaft in Deutschland erreichen jedes Jahr tausende Briefe das Weihnachtspostamt des Weihnachtsmanns in Grönland, weil viele Kinder auf der Welt glauben, der Weihnachtsmann wohne in Grönland. Im Sommer kann man sein Haus besichtigen. Es liegt einen kleinen Spaziergang außerhalb der Ortschaft Uumannaq, unterhalb des markanten Robbenherzberges.
Grönland hat darauf reagiert und dem Weihnachtsmann eine eigene Website eingerichtet. Es dürfte die meistbesuchte Website mit der Top-Level-Domain .gl sein: http://www.santa.gl/
Sonstiges
Grönland heißt auch ein Ortsteil von Sommerland in Schleswig-Holstein.
Literatur
Grönland (ISBN 3-7701-4423-6) ein Reiseführer durch Grönland
Weblinks
- [http://dk.nanoq.gl/enhed.asp?page=enhed&objno=522 Grönländische Regierung] (inuktitut, dänisch, englisch)
- [http://www.greenland-guide.gl/ Grönländische Touristen-Informationen] (englisch)
- [http://www.um.dk/deutsch/daenemark/enzyklopaedie/kap7/7-1-8.asp Königlich Dänisches Ministerium des Äußeren]
- [http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/europe/country_profiles/1023393.stm Profiles at BBC] (englisch)
- [http://www2.daenemark.org/tysk/tekst.php?id=109 Dänische Botschaft über den Weihnachtsmann in Grönland]
- [http://www.arc-pic.com/ Fotos aus Grönland]
- [http://www.ilisimatusarfik.gl/ Universität von Grönland]
- [http://www.maxweise.de/Greenland/ Grönlandfotos mit einigen Panoramen]
Kategorie:Insel (Nordamerika)
Kategorie:Insel (Arktis)
Kategorie:Insel (Grönland)
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Kategorie:Dänemark
Kategorie:Ehemalige Kolonie
Kategorie:Abhängiges Gebiet (Dänemark)
Kategorie:Glaziologie
ja:グリーンランド
ko:그린란드
simple:Greenland
zh-min-nan:Chheⁿ-tē
Inuit
Das Wort Inuit (Einzahl Inuk, Zweizahl Inuuk) bedeutet Menschen. Es bezeichnet verschiedene zirkumpolar lebende Volksgruppen - in der Arktis rund um den Nordpol. Analog wird die Bezeichnung Eskimo(s) verwendet, doch ist dabei zu beachten, dass die beiden Begriffe Inuit und Eskimo verschiedentlich nicht ganz deckungsgleich verwendet werden - dann nämlich, wenn auch entfernter verwandte arktische Volksgruppen mit einbezogen werden, die wie die Inuit traditionell von einer Jagdkultur geprägt sind.
Die Zahl der Inuit wird heute auf etwa 150.000 veranschlagt. Davon leben auf Grönland etwa 50.000 Inuit, ebenso viele in Kanada - im Territorium Nunavut etwa 25.000, in den Nordwest-Territorien, im Gebiet Nunavik (Nord-Québec und auf Labrador zusammen ebenfalls etwa 25.000) - sowie in Alaska etwa 30.000. Eine Gruppe von 10-20.000 lebt in Tschukotka (nordöstliches Sibirien). Die Inuit führen regional unterschiedliche Bezeichnungen: Inuit in Nord- und Nordostkanada, Inuit und spezieller Kalaallit auf Grönland, Yupik in Sibirien und Teilen Alaskas, Inupiat im übrigen Alaska und in Nordwestkanada..
Erklärung des Namens
Inuit ist in Inuktitut das Wort für Menschen. Die bislang noch bekanntere Bezeichnung Eskimo stammt aus der Sprache der Cree- und Algonkin-Indianer, die - räumlich benachbart siedelnd - immer wieder Auseinandersetzungen mit den Inuit hatten. Das Wort wird üblicherweise als Rohfleischesser gedeutet, neuerdings auch als Schneeschuhflechter - doch macht letztere Deutung nur Sinn für Alaska-Eskimos, da die Inuit im Norden und Nordosten Kanadas vor der Kontaktzeit mit Qallunaat (d. s. aus dem Süden kommende Nicht-Inuit) über keine entsprechenden Rohmaterialien verfügten. Eskimo in der Bedeutung Rohfleichesser wird von vielen, doch längst nicht von allen Inuit als herabsetzend angesehen. In Nordamerika, doch auch in der übrigen Welt wird der Begriff Eskimo immer seltener benutzt, vor allem nachdem die Inuit seit den 1950er-Jahren politisch und kulturell zunehmend ins öffentliche Interesse rückten.
Herkunft der Inuit
Die Herkunft der Vorfahren der Inuit ist nicht genau bekannt. Bei Inuit-Kleinkindern ist jedoch noch heute ein "Mongolenfleck" sichtbar, was aus guten Gründen als genetische Verwandtschaft mit Mongolen gedeutet werden kann.
Als sicher gilt heute, dass "Paläo-Eskimos" etwa 3000 v.Chr. (nach der letzten, etwa 10000 v.Chr. endenden Eiszeit) von Asien aus über die Beringstraße nach Alaska (Nordamerika) einwanderten. Sie sind also deutlich später als die Indianer auf den amerikanischen Kontinent gelangt (Paläo-Indianer ca. 28000 v.Chr., Athabasken-Indianer ca. 12000 v.Chr.).
Um etwa 2000 v.Chr. (Klima der Arktis wärmer als heute) wanderte dann ein Teil der Paläo-Eskimos von Alaska bis nach Grönland; es entwickelte sich die "Independence-Kultur" und die "Prä-Dorset-Kultur", später (500 v.Chr. bis 1000 n.Chr.) die "Dorset-Kultur" (so nach Fundstücken nahe der heutigen Südbaffin-Siedlung Cape Dorset benannt).
Parallel dazu (2000 v.Chr. bis 1000 n.Chr.) entwickelte sich im durch pazifischen Einfluss wärmeren Alaska eine "Neo-Eskimo-Kultur".
Um ca. 1000 n.Chr. folgte eine neuerliche Wanderung von Alaska-Eskimos über Nordkanada bis Grönland (Klima deutlich wärmer als heute). Sie waren den Dorset-Eskimos, deren Entwicklung langsamer fortgeschritten war, deutlich überlegen und verdrängen sie oder vermischen sich mit ihnen. Ihre Kultur wird nach Fundstücken nahe der nordgrönländischen Siedlung Thule als "Thule-Kultur" bezeichnet; Zeitdauer der Thule-Kultur von etwa 1000 bis etwa 1500 (bis zum Beginn der "Kleinen Eiszeit" - um 1550-1850). Die "Thule-Eskimos" sind die direkten Vorfahren der heutigen Inuit. Der folgende Zeitraum von 1500 bis 1900 gilt als "Inuit-Frühgeschichte".
Traditionelle Lebensweise
Die Inuit bewohnen den arktischen Teil Nordamerikas, und haben eine relativ einheitliche (Jagd-)Kultur, die lange Zeit auf dem Jagen von Meeressäugern (Robben, Walrosse, Wale, Eisbären), aber auch von Landtieren (Karibus) basierte. Wichtigste Jagdwaffe war die Harpune. Daneben betrieben sie Fischfang und sammelten Früchte. Das Verfolgen jagdbarer Tiere war der Grund für ihre nomadische Lebensweise; in Zeiten ausreichender Jagdwildvorkommen lebten sie ortsfest.
Zur Fortbewegung auf dem Wasser nutzten sie den Kajak oder den vielsitzigen Umiak (Frauenboot); auf dem Land und dem Meereseis diente ihnen im Winter der von Hunden, den Huskies, gezogene Qamutik (Schlitten) als Transportmittel. Im Sommer dienten die Hunde als Tragetiere.
Die meisten Inuit lebten als Familiengruppen in Camps - während des Winters im Qarmaq (Plural: Qarmait), einer Behausung, die je nach Region und verfügbarem Material aus Stein, Gras- und Erdsoden, niedrigem Gestrüpp, gelegentlichem Treibholz und Walknochen erbaut und mit Schnee abgedichtet wurden. Schneehäuser (Iglus) dienten in der Regel nicht als permanente Winterunterkünfte, sondern wurden auf Reisen angelegt. Im Sommer lebte man im luftdurchlässigeren Zelt, das aus Fellen mit Walknochenstangen errichtet wurde. Elemente polarer Kultur waren im übrigen u.a. das Langhaus und die mit Öl aus dem Speck von Meeressäugern betriebene Serpentin-Öllampe (Qulliq).
Kulturelle Umwälzungen
Langhaus
Über das Zusammentreffen der Inuit-Kultur mit der Kultur der Weißen wird im Zusammenhang mit der zunehmenden Emanzipation der Inuit viel geschrieben, und das durchaus nicht immer frei von Ideologie. Häufig werden geschichtliche Zusammenhänge auch verkürzt dargestellt, um etwa ein einzelnes Faktum hervorzuheben, worunter zwangsläufig die Gesamtschau leidet.
Seit dem 2. Weltkrieg unterliegt die Inuit-Kultur starken Umwälzungen: Das Nomadenleben ist seit Ende der 1960er-Jahre praktisch zu Ende, und die Inuit bewohnen heute im Süden Kanadas vorgefertigte, wegen des Permafrosts auf Stelzen errichteten Siedlungshäusern. Diese Häuser werden mit Ölöfen beheizt (jedes Haus mit Heizölvorratstank). Frischwasser wird mit dem Tanklastwagen gebracht, und das verbrauchte Wasser wird ebenfalls mit Tanklastern abtransport. Kochplatz mit Elektroherd, Spüle, Gefrierschrank, Waschraum mit Dusche und/oder Badewanne und Spültoilette, selbst Waschmaschine und Wäschetrockner sind üblich. Das TV-Gerät läuft fast rund um die Uhr.
Schlittenhunde (heute eher ein Luxus) wurden durch Motorschlitten abgelöst, und die Jagd auf Grönlandwale findet aufgrund internationaler Schutzmaßnahmen nur noch sporadisch nach strengen staatlichen, auf einer Übereinkunft beruhenden Regeln zur Aufrechterhaltung von Tradition statt (Nunavut: fünf Grönlandwale innerhalb von zehn Jahren). Traditioneller Handel mit Robben- und Fuchsfellen sowie mit Handarbeiten aus Walross-Elfenbein sind infolge Boykotts durch viele Staaten (aus Tierschutzgründen) praktisch zum Erliegen gekommen.
Dafür sind jedoch seit der 2. Hälfte der 1950er Jahre Kunst und Kunsthandwerk wichtige Quellen der Wertschöpfung geworden. Serpentin- und Marmorskulpturen, Kunstgrafik, Wandbehänge und -teppiche (u.a. aus Baker Lake, Arviat und Pangnirtung), Schmuck, Keramiken, Puppen) geben heute einer großen Zahl von Inuit-Künstlern und -Künstlerinnen aller Generationen neben Jagen und Fischen eine wesentliche Lebensgrundlage. Als Künstler international bekannt wurden etwa aus den Nunavut-Siedlungen Arviat: George Arluk, Lucy Tassiur Tutswituk; Baker Lake: Barnabus Arnasungaaq, Irene Avaalaaqiaq, Jessie Oonark (+); Cape Dorset: Kenojuak Ashevak, Pitseolak Ashoona (+), Nuna Parr, Kananginak Pootoogook, Pauta Saila, Aqjangajuk Shaa, Toonoo Sharky, Uvilu Tunnillie; Iglulik: Germaine Arnaktauyok (heute in Yellowknife wohnhaft); Pangnirtung: Andrew Qappik.
Eine positive Entwicklung sowohl auf wirtschaftlichem wie auf kulturellem Gebiet erhoffen sich die Inuit im Nordosten Kanadas von der Bildung des Territoriums Nunavut, das seit 1. April 1999 besteht und von den Inuit selbst verwaltet wird. Besonderer Wert wird hier auch auf die Pflege von Inuit-Tradition gelegt.
Daneben gibt es auch staatenübergreifende Bewegungen, welche die Kultur der Inuit bewahren und ihre politischen Forderungen koordinieren sollen, z.B. die Inuit Circumpolar Conference (ICC). Als sehr bedeutsames Problem wird der Treibhauseffekt angesehen, der nicht nur das traditionelle Leben der Inuit wesentlich zu verändern scheint, sondern auch Tier- und Pflanzenwelt stark beeinflusst. Die Regierung des Territoriums Nunavut, allen voran Premierminister Paul Okalik, zeigt daher essentielles Interesse daran, wie sich das Kyoto-Protokoll weiterentwickeln und seine Ziele erreichen wird.
Siehe auch
- Knud Rasmussen
- Nanuk der Eskimo
Literatur
- [http://archiv.magickpages.de/html/ddenk/entpol_p.shtml Roger Uchtmann: Die Geschichte vom Erlöschen der Lampen - Die Depolarisierung einer polaren Kultur]
- [http://www.ansgar-walk.de Ansgar Walk: Im Land der Inuit - Arktisches Tagebuch]
- [http://www.ansgar-walk.de Ansgar Walk: Kenojuak - Lebensgeschichte einer bedeutenden Inuit-Künstlerin]
Weblinks
- [http://www.nanoq.gl/ Regierung von Groenland (dän./inuk.)]
- [http://www.gov.nu.ca Regierung von Nunavut (engl./inuk.]]
- [http://www.krg.ca/ Regierung von Kativik, Québec (engl./frz./inuk.]]
- [http://www.tapirisat.ca/ Inuit Tapiriit Kanatami - Vertretung der Inuit in Kanada (englisch)]
- [http://yomee.com/Religions/Other/Inuit.htm Inuit - Eskimo Religion] Beschreibung der Religion und Demographie der Inuit (englisch)
- [http://www.inuit-kultur.de/ Inuit-Kultur - Abriß der Geschichte; Lebensweise der Inuit früher und heute im Vergleich]
Kategorie:Nordamerikanische Ethnie
Kategorie:Kanada
Kategorie:Grönland
Kategorie:Indigenes Volk in Russland
Kategorie:Alaska
simple:Inuit
InuktitutDie Sprache der Inuit, das Inuktitut (ᐃᓄᒃᑎᑐᑦ, wörtlich 'Wie die Inuit'), gehört zur Gruppe der Eskimo-Aleutischen Sprachen und zum Sprachtyp der polysynthetischen Sprachen.
Es wird von ca. 80.000 Menschen in Dänemark, Grönland, Kanada und Russland gesprochen. Die in Grönland und Dänemark gesprochene Varietät heißt Grönland-Inuktitut oder Grönländisch. In Kanada unterscheidet man die Dialekte West- und Ost-Inuktitut (letzteres auch Inuit genannt).
Einteilung des Inuktitut
Dialekte
Dialekte
1. Tunumiutut (Ostgrönländisch)
2. Kitaamiutut (Westgrönländisch)
3. Avenarsuarmiutut (Thule)
Inuktitut kangilliunerusutut (Ostinuktitut)
4. Nord-Baffin-Aivilik
5. Syd Baffin
6. Labrador
7. Tarramiut
Inuktitut killiunerususut (Westinuktitut)
8. Caribou
9. Netsilik
10. Copper
11. Mackenzie (Inuvialuktun)
Inupiaq-tut (Inupiaq)
12. North Slope
13. Kobuk
14. Seward Peninsula
Yupik-tut (Yupik)
15. Sibirisch-Eskimo
16. Zentral-Alaska-Eskimo
17. Stillehavs-Eskimo
Schrift
In Kanada wird das Inuktitut mit einer Silbenschrift geschrieben, die eine Variante der Unified Canadian Aboriginal Syllabics ist, siehe auch Cree-Schrift.
Weblinks
- [http://kl.wikipedia.com/ Grönländische Wikipedia] (wartet noch auf Mitarbeiter)
- [http://www.gov.nu.ca/Nunavut/English/font/ Inuktit-Fonts (englisch)]
Kategorie:EinzelspracheKategorie:Grönland
ko:이누이트어
Kategorie:Grönländer
Kategorie:Personen nach Nationalität
Kategorie:Grönland Willi HennigWilli Hennig (20 april 1913 – 5 november 1976) was een Duitse bioloog en wordt algemeen gezien als de 'vader' van het taxonomische systeem van de cladistiek.
Externe link
- [http://www.cladistics.org/about/hennig.html info over Willi Hennig]
Hennig, Willi
Hennig, Willi
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