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Grüne Mosaikjungfer

Grüne Mosaikjungfer

Die Grüne Mosaikjungfer (Aeshna viridis) ist eine Libellenart aus der Familie der Edellibellen (Aeshnidae). Diese sind eine Familie der Großlibellen (Anisoptera). Es handelt sich bei der Grünen Mosaikjungfer um eine große Libelle mit einer Flügelspannweite von maximal 8,5 Zentimetern.

Merkmale

Die Grüne Mosaikjungfer erreicht Flügelspannweiten von 8 bis 8,5 Zentimetern. Der Brustabschnitt (Thorax) der Tiere ist gelb-grün gefärbt, wobei auch die Seitenflächen grün sind und nicht wie bei der Herbst-Mosaikjungfer (Aeshna mixta) eine auffällige Strichzeichnung trägt. Auf der Oberseite des Thorax besitzen sie zwei große grüne Flecken, die jedoch anders als bei der Blaugrünen Mosaikjungfer (Aeshna cyanea) nicht oval sind. Der Hinterleib (Abdomen) der Männchen ist schwarz mit einer blauen Zeichnung, der der Weibchen schwarz mit einer grünen Zeichnung

Lebensweise

Die Grüne Mosaikjungfer ist in den Monaten Juli bis Oktober an stehenden Gewässern des nördlichen Mitteleuropas einschließlich Norddeutschland anzutreffen. Dabei ist ihr Vorkommen von der Existenz der Krebsschere (Stratiotes aloides) abhängig, in welche die Weibchen beinahe ausschließlich ihre Eier einstechen. Ihre Jagdflüge finden meist in der Abenddämmerung statt. Morgens sind die Libellen in Gewässernähe an Pflanzen zu finden. Die Männchen fliegen auf der Suche nach einer geeigneten Partnerin über den Schwimmblattrasen der Krebsschere, die Paarung erfolgt allerdings mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit am Gewässerrand oder am Ufer.

Larvenentwicklung

Die Eier werden relativ spät gelegt und überwintern als solche, die Larven schlüpfen erst im darauffolgenden Jahr. Die Larvalentwicklung dauert zwei bis drei Jahre.

Bedrohung

Die Grüne Mosaikjungfer ist aufgrund ihre engen Bindung an die Krebsschere sehr selten geworden und wird in der Roten Liste Deutschlands in der Kategorie 1 - Vom Aussterben bedroht - geführt. Das Verschwinden der Libelle sowie auch der Pflanze wird auf die Aktivitäten der Angelsportler zurückgeführt, die die Krebsschere als Behinderung beim Angeln ansehen und die Bestände aus diesem Grunde fast komplett vernichtet haben.

Literatur


- Bellmann H (1993): Libellen beobachten - bestimmen, Naturbuch Verlag Augsburg, ISBN 3894401079
- Jurzitza G (2000): Der Kosmos-Libellenführer, Franckh-Kosmos Verlags GmbH & Co., Stuttgart, ISBN 3440084027
- Peter G (1987): Die Edellibellen Europas, Die Neue Brehm-Bücherei Bd. 585, Wittenberg, ISBN 3740300507. Kategorie:Libellen

Wikipedia:Taxoboxen

ACHTUNG: Die Taxobox-Vorlage hat sich geändert! Bitte hilf mit, alte Taxoboxen durch diese neue zu ersetzen. Bitte keine Taxoboxen nach der alten Vorlage mehr anlegen! ---- Eine Taxobox ist in einem Artikel über ein Taxon (= eine systematisch erfasste und benannte Tier- oder Pflanzengruppe bzw. Tier- oder Pflanzenart) eine Tabelle mit Informationen zur systematischen Einordnung und Unterteilung. Taxoboxen sollten nur für rezente, nicht aber für ausgestorbene Arten angelegt werden. (Arten, die erst in historischer Zeit ausgestorben sind, bilden eine Ausnahme von dieser Regel). Wenn Du mehr über die Gestaltung eines Tier- oder Pflanzenartikels wissen möchtest, solltest Du auch Wikipedia:WikiProjekt Lebewesen und Wikipedia:Leitlinien Biologie lesen. Eine Möglichkeit, Taxoboxen zu erzeugen, ist der [http://vs.aka-online.de/taxoboxomat/ Taxoboxomat].

Übergeordnete Taxa

Es sollen stets die fünf übergeordneten Taxa genannt werden. Bei einer Art könnten dies also die Gattung, die Tribus, die Unterfamilie, die Familie und die Überfamilie sein. Wenn eines dieser Taxa fehlt, rückt statt dessen ein anderes nach. Wenn also zum Beispiel die Tribus fehlt, wird zusätzlich noch die Unterordnung genannt.

Untergeordnete Taxa

Untergeordnete Taxa können, müssen aber nicht in der Taxobox stehen. Wenn sie genannt werden, müssen alle untergeordneten Taxa erwähnt sein und nicht bloß eine Auswahl. Sind es mehr als zehn untergeordnete Taxa, werden sie nicht in der Taxobox, sondern nur im Fließtext genannt. Allgemein ersetzt die Aufführung in der Taxobox nicht die Erwähnung im Fließtext.

Schreibweise der Taxa

Wissenschaftliche Taxonnamen werden nur für Gattung und Art kursiv dargestellt. Der Name einer Gattung wird immer großgeschrieben, der Artname besteht immer aus zwei Bestandteilen: Dem Gattungsnamen, der auch durch (großgeschriebene) Initiale abgekürzt werden kann und dem Artepithet, das immer kleingeschrieben wird.

Wissenschaftlicher Name

Jede Taxobox hat einen Abschnitt "Wissenschaftlicher Name". Hier wird neben dem gültigen Namen der Autor (Erstbeschreiber) und das Jahr der Erstbeschreibung angegeben. Bei Pflanzen, Pilzen und Algen entfällt das Jahr der Erstbeschreibung. Nähere Informationen hierzu findet man in den Leitlinien Biologie.

Keine Kommentare in der Taxobox

Alle Unklarheiten die Einordnung und Unterteilung betreffend sollen im Text stehen. Die Taxobox soll von Kommentaren freibleiben. Sie soll auch keine Synonyme, Basionyme und andere alternative Schreibweisen des wissenschaftlichen Namens enthalten.

Bild

Steht ein Bild zur Verfügung, wird es in die Taxobox integriert. In einer Taxobox steht nur ein Bild. Weitere Bilder können außerhalb der Taxobox in den Artikel eingebracht werden. Unter dem Bild wird die Art mit eventuellen Besonderheiten (Weibchen, Winterfell, weiße Morphe etc.) genannt.

Weitere Informationen in der Taxobox

In der Taxobox unterbleiben alle Angaben, die nicht die Systematik betreffen. Angaben zu Größe, Gewicht, Verbreitung, Lebensweise, Bedrohungs- und Schutzstatus, Blütezeit etc. gehören in den Text und nicht in die Taxobox.

Schablone für Copy and Paste

Bitte ersetze alle in Großbuchstaben geschriebenen Wörter durch die Entsprechungen. Noch einfacher ist es, wenn Du die Tabelle aus einem Artikel rauskopierst, in der sie bereits halbwegs ähnlich vorhanden ist.



Taxon-Kategorien im MediaWiki-Namensraum

Dies ist eine Auflistung aller im MediaWiki-Namensraum angelegten Elemente zu den Taxoboxen sowie ihrer Entsprechungen. Diese Kürzel sollen in den Taxoboxen statt des Platzhalters "EINHEIT" eingesetzt werden. Für die Kategorien „Klassifikation“, „Domäne“ sowie „Stammgruppe“ gibt es noch kein besonderes Element, hierfür wird bisher einfach Klassifikation, Domäne bzw. Stammgruppe in die Taxobox eingesetzt.

Beispielhaftes Aussehen einer Taxobox

Beispiel für eine Pflanzenart


Beispiel für eine Tierfamilie


Beispiel für einen Speisepilz


Siehe auch: Portal:Lebewesen/Artikel ohne Taxobox, Portal:Lebewesen/Artikel mit alter Taxobox Taxoboxen Taxoboxen Kategorie:WikiProjekt Lebewesen

Libellen

Die Libellen (Odonata) bilden eine Überordnung innerhalb der Klasse der Insekten (Insecta). Von den 4700 bekannten Arten leben in Mitteleuropa etwa 80. Die Flügelspannweite der Tiere beträgt in der Regel zwischen 20 und 110 mm, die Art Megaloprepus coerulatus kann allerdings sogar eine maximale Spannweite von 190 mm erreichen.

Namensgebung

Der Ursprung des Namens „Libellen“ war lange Zeit ungeklärt. Eingeführt wurde der Name von Carl von Linné, der die Gruppe als „Libellula“ bezeichnete, ohne dies näher zu erläutern. Aufgrund dieser Ungewissheit wurde angenommen, dass der Name sich von dem lateinischen Wort für „Büchlein“ „libellum“ ableitet. Die tatsächliche Quelle des Namens wurde erst in den 1950er Jahren entdeckt. Sie stammt aus dem Werk „L'histoire entière des poissons“ von Guillaume Rondelet (1558), in dem folgendes geschrieben steht (deutsche Übersetzung nach Jurzitza 2000): : „Ein kleines Insekt könnte Libellula fluviatilis genannt werden, da sein Körperbau einem Meeresfisch ähnelt, der Zygaena oder Libella heißt. Er hat die Form einer Wasserwaage, wie sie die Architekten verwenden, und wird in Italien auch Hammerfisch genannt. Jenes Tier ist sehr klein, hat die Form eines ‚T‘ oder einer Wasserwaage, besitzt aber auf jeder Seite drei Beine. Der Schwanz endet in drei grünen Spitzen, mit deren Hilfe das Tier schwimmt.“ Guillaume Rondelet beschreibt in diesen Zeilen eine Larve einer Kleinlibelle und vergleicht diese mit dem Hammerhai (Gattung Libella).

Körperbau der Libellen

Die Libellen zeichnen sich durch einen außergewöhnlichen Flugapparat aus. Die Fähigkeit, ihre beiden Flügelpaare auch unabhängig voneinander bewegen zu können, ermöglicht es ihnen, abrupte Richtungswechsel zu vollziehen, in der Luft stehen zu bleiben oder bei einigen Arten sogar rückwärts zu fliegen. Beim Flug werden Maximalgeschwindigkeiten von 50 km/h erreicht. Die Frequenz des Flügelschlages ist dabei mit etwa 30 Schlägen pro Sekunde relativ langsam. Arten Arten Die großen Vorder- und Hinterflügel sind (vor allem bei den Kleinlibellen) annähernd gleich groß und weisen eine komplexe Flügeladerung auf. Dabei reicht die Spannweite der Tiere von 18 Millimetern bei Agriocnemis pygmaea bis zu 19 Zentimetern bei Megaloprepus caerulatus, Pseudostigmatidae. Da ihnen das für die Neuflügler typische Flügelgelenk fehlt, können sie die Flügel nicht nach hinten über den Hinterleib legen. Anders als bei allen anderen Insekten setzen bei den Libellen die Flugmuskeln direkt an den Flügeln an. Stabilisiert werden die Flügel durch eine Reihe von Längsadern, zwischen denen die Flugfläche nicht plan sondern zickzackförmig aufgespannt ist. Im Zentrum des Flügels treffen sich diese Adern in einem Knotenpunkt (Nodus), damit sie auch bei einer Längsbeanspruchung nicht abknicken können. Am vorderen Bereich der Flügelspitze besitzen die meisten Arten ein vergrößertes und dunkel gefärbtes Flügelfeld, das als Flügelmal (Pterostigma) bezeichnet wird und das im Flug als Trimmtank durch Füllung mit Hämolymphe benutzt werden kann. Insgesamt unterscheidet sich die Flügeladerung bei den unterschiedlichen Libellenarten sehr stark, sodass sie als Bestimmungsmerkmal und zur systematischen Einordnung der Tiere genutzt werden kann. Pterostigma Der Kopf der Libellen ist deutlich von den Brustsegmenten getrennt und dadurch extrem beweglich. Auffällig sind die großen Facettenaugen, die bei einigen Arten aus bis zu 30.000 Einzelaugen (Ommatidien) bestehen können. Zwischen den Komplexaugen liegen auf der Kopfoberseite außerdem drei kleine Punktaugen, die wahrscheinlich nur der Wahrnehmung von Helligkeiten dienen. Mit diesem System verfügen sie wahrscheinlich über den besten Sehsinn unter den Insekten. Die Fühler der Libellen sind borstenartig kurz und bestehen aus acht Gliedern. Ihre Funktion besteht hauptsächlich in der Ermittlung der Fluggeschwindigkeit, die sie mit Hilfe von an ihnen befindlichen Sinneshaaren bestimmen. Die Mundwerkzeuge und besonders die Mandibeln sind kräftig entwickelt und bezahnt (daher der wissenschaftliche Name „Odonata“). Vorn werden diese von der Oberlippe (Labrum) abgeschlossen. Die Maxillen tragen jeweils einen Taster und die Unterlippe (Labium) ist zweilappig ausgebildet. Die Brust (Thorax) der Libellen ist wie bei allen Insekten dreiteilig aufgebaut. Die beiden hinteren Brustsegmente sind sehr kräftig ausgebildet und schräg gegenüber dem ersten Segment ausgerichtet. Auf diesem Weg entsteht ein nach vorn gerichteter „Fangkorb“ aus den Beinen. Diese besitzen außerdem kräftige Klauen und sind am Unterschenkel (Tibia) meist bedornt, um die Beutetiere besser halten zu können. Der Hinterleib ist meist schlank ausgebildet und farbig. Er besteht aus acht Segmenten, die häutig miteinander verbunden sind. Durch die Länge bewirkt er eine Stabilisierung beim Flug. Die Beweglichkeit des Hinterleibes ist vor allem für die Paarung der Tiere notwendig. Die Männchen besitzen am Ende des Hinterleibs eine Greifzange aus umgebildeten Hinterleibsanhängen (Cerci), mit der sie das Weibchen bei der Paarung festhalten können. Dabei besitzen die Kleinlibellen ein oberes und ein unteres Paar Hinterleibszangen, bei den Großlibellen ist das untere Paar zu einer Platte verschmolzen. Die Männchen besitzen am Hinterleib außerdem einen Kopulationsapparat, die Weibchen einen Eiablageapparat (Ovipositor). „... Fast jeder dieser Weidegründe enthält einen Wasserspiegel, von Schwertlilien umkränzt, an denen Tausende kleiner Libellen wie bunte Stäbchen hängen, während die der größeren Art bis auf die Mitte des Weihers schnurren, wo sie in die Blätter der gelben Nymphäen, wie goldene Schmucknadeln in emaillierte Schalen niederfallen, und dort auf die Wasserinsekten lauern, von denen sie sich nähren.“ Annette von Droste-Hülshoff: Westphälische Schilderungen aus einer westphälischen Feder

Lebensräume

Annette von Droste-Hülshoff Libellen sind vor allem in der Nähe von Gewässern zu finden, da ihre Larven auf Wasser als Lebensraum angewiesen sind. Besonders viele Vertreter der Großlibellen wie etwa die Blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea) fliegen zum Beutefang jedoch auch weite Gebiete abseits der Gewässer ab. Insbesondere in der Reifungsphase bewegen sich Libellen für einige Wochen abseits der Gewässer. Auch die Weibchen sind meist nicht am Gewässer zu finden, da sie sonst sofort von einem Männchen zur Paarung genötigt würden. Einige Libellenarten sind auch nicht selten in Stadtrandgebieten und durchgrünten Wohnsiedlungen anzutreffen. Nur verhältnismäßig wenige Libellen sind ausgesprochene Fließgewässerarten, vor allem in den schnellfließenden Oberläufen und im Quellbereich findet man entsprechend nur gut angepasste Tiere. In diesen Gebieten leben vor allem die Quelljungfern der Gattung Cordulegaster, deren Larven auf das sauerstoffreiche Wasser dieser Gewässer angewiesen sind. Diese findet man allerdings in den ruhigeren Bereichen hinter Steinen oder Wasserpflanzen. Die Zweigestreifte Quelljungfer (Cordulegaster boltonii) kann allerdings auch an langsam fließenden Gewässern gefunden werden. Typische Bewohner der Flüsse und langsamen Bäche sind die Prachtlibellen (Gattung Calopteryx) sowie die Flussjungfern (Gomphidae). An schmalen Fließen und Wiesenbächen finden sich beispielsweise die Helm-Azurjungfer (Coenagrion mercuriale) sowie die Vogel-Azurjungfer (Coenagrion ornatum). Weit mehr Arten bevorzugen stehende Gewässer als Lebensraum. Sie finden sich an Tümpeln, Seen und Teichen, wo ihre Larven vor allem in den flacheren Uferzonen und zwischen Wasserpflanzen leben. Dabei sind einige Arten wie die Pechlibellen (Gattung Ischnura) und eine Reihe von Mosaikjungfern (Gattung Aeshna) kaum spezialisiert, und viele Libellenlarven können auch relativ hohe Verschmutzungsgrade tolerieren. Spezialisiertere Arten wie etwa einige Heidelibellen (Gattung Sympetrum) brauchen bestimmte Typen von Kleingewässern oder gar Sümpfe. Ein besonders gefährdeter Lebensraum sind die Moore, die ebenfalls vielen Arten von Libellen als Lebensraum dienen. Diese Arten sind an die hier existierenden Bedingungen wie den extrem niedrigen pH-Wert der Gewässer und die teilweise sehr geringen Sauerstoffressourcen angepasst und können entsprechend in anderen Lebensräumen nur schwer überleben. Auch hier leben verschiedene Azurjungfern wie etwa die Speer-Azurjungfer (Coenagrion hastulatum) sowie Mosaikjungfern wie die Torf-Mosaikjungfer (Aeshna juncea). Besonders typische Moorarten sind die meisten Moosjungfern (Gattung Leucorrhinia).

Lebensweise

Moosjungfern Libellen sind Räuber, die ihre Beutetiere im Flug fangen. Sie nutzen dafür ihre zu einem Fangapparat umgestalteten Beine, mit denen sie ihre Opfer ergreifen. Die Beute der Libellen besteht im Wesentlichen aus anderen Insekten, wobei das Spektrum sehr groß ist. Libellen attackieren beinahe wahllos alle Tiere, die sie überwältigen können. Besonders die Männchen attackieren dabei zur Paarungszeit auch andere Libellen, manchmal sogar Angehörige der eigenen Art, zeigen also Kannibalismus. Die Jagdflüge sind dabei nicht auf die Gewässer beschränkt, sie finden auch auf Wiesen, Waldlichtungen oder anderen freien Flächen statt. Einige Arten, vor allem Libellenarten der tropischen Regionen, aber auch die heimische Grüne Mosaikjungfer (Aeshna viridis), sind ausgesprochene Dämmerungsjäger. Dabei sind sie vollständig auf ihre Augen zur Auffindung der Beute angewiesen. Wie viele andere Insekten nutzen auch die Libellen die Sonnenwärme zur Aufheizung ihres Körpers, besonders der Muskulatur. Zu diesem Zweck setzen sich einige Arten an sonnenexponierte Stellen und spreizen ihre Flügel um unter den Flügeln die Wärme zu speichern. Besonders bei Arten der kühleren Gebirgsregionen ist dieses Verhalten häufig zu beobachten. Trotz ihrer Schnelligkeit haben Libellen eine große Anzahl von Fressfeinden. Besonders angreifbar sind sie dann, wenn sie sich zum letzten Mal häuten und sich aus der Exuvie arbeiten. Vor allem Frösche, Fledermäuse und Vögel fressen Libellen, aber auch Wespen, Webspinnen und Ameisen können frisch geschlüpfte Libellen attackieren und verzehren. Ebenso können fleischfressende Pflanzen wie etwa der Sonnentau (Drosera) für Libellen zur Gefahr werden. Zu den Parasiten der Libellen gehören vor allem die Larven von Wassermilben, in Mitteleuropa speziell die der Gattung Arrenurus. Die Larven der Libellen fallen vor allem anderen Libellenlarven, aber auch anderen Räubern im Wasser zum Opfer. Die Lebensdauer der adulten Tiere beträgt bei den meisten Arten durchschnittlich etwa sechs bis acht Wochen. Manche Arten leben auch nur etwa zwei Wochen. Die längste Lebensdauer als ausgewachsene Libelle haben in Mitteleuropa die Winterlibellen (Gattung Sympecma), welche als erwachsenes Tier überwintern und dadurch zehn bis elf Monate leben. Das „aktive“ Leben beträgt bei ihnen allerdings ebenfalls nur maximal 4 Monate, da sie den Rest der Zeit inaktiv sind.

Fortpflanzung und Entwicklung

Winterlibellen Winterlibellen Winterlibellen Die beiden ausgewachsenen Libellen finden sich im Flug, wobei nach einem Vorspiel häufig das Männchen das Weibchen mit der Hinterleibszange hinter dem Kopf ergreift. Danach biegt sich das Weibchen im Flug nach vorn und berührt mit ihrer Geschlechtsöffnung am achten oder neunten Hinterleibssegment den Samenbehälter des Männchens am zweiten oder dritten Hinterleibssegment. Dabei entsteht das für Libellen typische Paarungsrad. Das Weibchen legt nach der Begattung die Eier in ein Gewässer ab. Dabei gibt es Arten, welche die Eier in Wasserpflanzen einstechen (endophytisch) und solche, die die Eier im Flug ins Wasser abwerfen oder unter Wasser am Substrat abstreifen (exophytisch). Diese Eiablage kann sowohl in der Tandemstellung erfolgen als auch allein durch das Weibchen. Viele Arten benötigen ganz spezielle Ablagesubstrate oder Ablagepflanzen, das Weibchen der Grünen Mosaikjungfer sticht die Eier beispielsweise nur in die Blätter der Krebsschere (Stratiotes aloides) ein, viele Moorlibellen sind an das Vorkommen von Torfmoosen (Sphagnum) gebunden. Aus den Eiern schlüpfen bei beinahe allen Arten so genannte Prolarven, die sich morphologisch von den späteren Larven deutlich unterscheiden. Sie sind meist länger und ihre Beine sind nicht einsatzbereit. Die erste Häutung erfolgt daraufhin entweder in den ersten Sekunden oder in den ersten Stunden nach dem Schlüpfen. Im Wasser sind die Larven gut angepasste Räuber und besitzen als wirksamstes Organ für diese Lebensweise eine typische Fangmaske, die im Ruhezustand unter den Kopf gefaltet wird. Ist ein potentielles Opfer in Reichweite, schnellt dieses klauenbewehrte Instrument hervor und die Beute wird gepackt. Kleinlibellen (Zygoptera) bevorzugen als Beute vor allem Mückenlarven und Kleinkrebse wie etwa die Bachflohkrebse (Gammarus pulex). Larven der Großlibellen (Anisoptera) jagen entsprechend größere Beutetiere wie kleine Kaulquappen oder Insekten und deren Larven. Zur Atmung unter Wasser besitzen Libellenlarven zwei verschiedene Techniken, wodurch sie auf den ersten Blick unterschieden werden können: Die Kleinlibellen haben an ihrem Hinterende drei blattförmige Tracheenkiemen, mit denen sie Sauerstoff aus dem Wasser aufnehmen können. Großlibellen hingegen besitzen keine sichtbaren Kiemen, diese sind in den Enddarm verlagert (Rektalkiemen). Die Aufnahme des Sauerstoffs erfolgt hier durch ein spezielles Gewebe im Enddarm. Die Dauer des Larvenlebens einer Libelle übertrifft jenes der daraus hervorgehenden Imago in der Regel beträchtlich: die Spanne, die einzelne Arten als Larve im Wasser verbringen, reicht in Mitteleuropa von etwa drei Monaten (z.B. Frühe Heidelibelle Sympetrum fonscolombii, Sommergeneration) bis immerhin zu fünf Jahren (Quelljungfern, Gattung Cordulegaster). Eine ein- oder zweijährige Larvalentwicklung ist der am häufigsten vorkommende Fall. Dabei durchlaufen die Tiere mehr als zehn kontinuierlich größer werdende Larvenstadien, die jeweils mit einer Häutung abgeschlossen werden. Gegen Ende des letzten Larvenstadiums verlässt das Tier das Wasser, um meist an vertikalen Strukturen zum Schlupf (Emergenz) senkrecht fest zu verankern. Eine Ausnahme bilden die Flussjungfern (Gomphidae), die häufig in waagerechter Position auf Kieseln oder dem blanken Boden schlüpfen. Das Spektrum der Emergenzorte reicht von Wurzelwerk, Steinen oder Fels, Büschen und Bäumen bis hin zu anthropogenen Strukturen wie Brückenpfeilern oder Bootshäusern. Am häufigsten suchen die Larven allerdings die Stängel oder Blätter von Ufer- oder Wasserpflanzen beziehungsweise Schilf zum Schlupf auf. Die zur Emergenz zurückgelegte Strecke ist manchmal ganz beträchtlich. Insbesondere bei Falkenlibellen (Corduliidae) und Quelljungfern (Cordulegastridae) sind Distanzen von einigen bis vielen Metern dokumentiert, die Larven auf ihrem Weg zu einem passenden Ort für den Schlupf zurücklegten - in einem Fall (Zweifleck Epitheca bimaculata, nach Heidemann & Seidenbusch 1992) sogar mehr als hundert Meter! In der Regel erfolgt der Schlupf jedoch in direkter Nähe zum Gewässer. Dort schlüpft dann das ausgewachsene Insekt (Imago) aus der Larvenhülle, die als Exuvie zurückbleibt. Anhand der Exuvie kann bei europäischen Libellen die dazugehörige Art in fast allen Fällen problemlos bestimmt werden.

Gefährdung der Libellen

Im Jahr 2001 wurde die Plattbauchlibelle (Libellula depressa) zum Insekt des Jahres gewählt. Begründet wurde diese Entscheidung damit, dass die auffällige und weit verbreitete Art stellvertretend für alle Libellen (Odonata) stehen und auf deren Gefährdung in Deutschland aufmerksam machen soll. Die Gefahr geht vor allem von einer ständig voranschreitenden Verschmutzung und Trockenlegung vieler Gewässer aus, die von den Libellenlarven als Lebensraum gebraucht werden. Die Folge: zwei Drittel der rund 80 heimischen Arten sind gefährdet, 20 Prozent sogar vom Aussterben bedroht. Da den meisten Laien die Artunterscheidung nicht möglich ist, stehen alle Libellenarten in Deutschland und den meisten Nachbarländern unter Artenschutz, es dürfen also nur die leeren Häutungshemden (Exuvien) gesammelt werden. Entgegen einem weit verbreiteten Irrglauben sind Libellen ungiftig und können auch nicht stechen, sie sind also für den Menschen völlig harmlos. Alte Namen wie etwa „Teufelsnadel“ kamen durch diese falsche Vorstellung zustande und brachten den Libellen einen schlechten Ruf ein. Wenn eine gefangene Libelle einem Menschen in den Finger beißt, ist das zwar spürbar, aber selbst bei den größten heimischen Arten nicht schmerzhaft. Artenschutz

Evolution der Libellen

Die ältesten Funde von libellenähnlichen Tieren stammen aus dem oberen Karbon und sind etwa 320 Millionen Jahre alt. Diese als Palaeodictyopteren bezeichneten Tiere hatten eine Flügelspannweite von bis zu 60 Zentimetern bei Stenodictya und fanden sich offensichtlich in bewaldeten Gebieten, da ihre Fossilien in der Steinkohle gefunden wurden. Sie gehörten allerdings noch nicht zu den Libellen sondern stellen wahrscheinlich die Vorfahren aller Geflügelten Insekten dar. Anders als alle heutigen Insekten besaßen sie auch am ersten Brustsegment, dem Prothorax, flügelartige Fortsätze. Aus dem oberen Karbon sind außerdem etwa 20 verschiedene „echte“ Libellenvorfahren bekannt. Diese Tiere werden als Protodonata oder auch Megasecoptora bezeichnet und umfassen als bekannteste Vertreter die Riesenlibellen Meganeura monyi mit bis zu 70 und Meganeuropsis permiana mit bis zu 72 Zentimetern Flügellänge. In der Trias und der Kreide fand man Vertreter einer Gruppe, die man ursprünglich für die Vorfahren der Kleinlibellen hielt und als Protozygoptera bezeichnete, auf den Falklandinseln. Die aus der gleichen Zeit gefundenen Protanisoptera in Sibirien und Australien hielt man entsprechend für die Vorfahren der Großlibellen. Ebenfalls nicht in die heutigen Taxa einzuordnen sind die Archizygoptera und die Triadophlebiomorpha. Diese Tiere und auch die der folgenden Epochen erreichten nur noch Körpergrößen von sechs bis maximal 20 Zentimetern und entsprachen damit denen heutiger Arten. Diese Gruppen stellen wie die Protodonata jedoch noch keine Vertreter der heutigen Libellen dar. Erste Vertreter der heute lebenden Libellentaxa traten erstmalig in der Kreide, eventuell auch bereits im Jura, auf. Die Veränderungen im Bau und wahrscheinlich auch in der Lebensweise der Libellen waren in den letzten 150 Millionen Jahren nur noch minimal. Die größten Libellen der Jurazeit schwirrten vor etwa 150 Millionen Jahren in der Gegend von Solnhofen und Eichstätt durch die Lüfte. Diese Libellenart namens Aeschnogomphus intermedius erreichte eine Flügelspannweite von 21 Zentimetern und eine Körperlänge von 15 Zentimetern (E. Probst: Rekorde der Urzeit, S. 108, München 1992). Jura

Systematik der Libellen

siehe dazu den Artikel: Systematik der Libellen Bei den Libellen unterscheidet man drei Untergruppen, welche auch als monophyletische Gruppen angesehen werden (Lohmann 1996). Nach Ansicht einiger Forscher sind die Kleinlibellen allerdings keine natürliche Gruppe (Monophylum), sondern eine Zusammenfassung mehrerer basaler Taxa der Libellen. Die Kleinlibellen (Zygoptera, etwa 2600 Arten) haben wie die Stammart der Libellen gleich große Flügelpaare, die in Ruhestellung nach hinten über dem Körper zusammengefaltet werden, die Augen stehen weit auseinander. Ein weiteres Merkmal dieses Taxons ist die Ausstattung der Larven mit drei Tracheenkiemen. Als Epiprocta werden die beiden folgenden Gruppen aufgrund der vergrößerten und nahe beieinander liegenden Augen sowie der Ausstattung mit einer Greifzange am Hinterleib der Männchen zusammengefasst (Epiproct). Auch die Entwicklung der Rektalkiemen bei diesen Taxa taucht als gemeinsames Merkmal auf. Die Urlibellen (Anisozygoptera oder Epiophlebioptera) existieren heute nur noch in zwei Arten im Himalaya und in Japan. Sie unterscheiden sich von den Großlibellen durch eine spezifische Ausbildung des Pedicellus, der Antennen sowie durch den Besitz eines Stridulationsorgans am Abdomen. Bei den Großlibellen (Anisoptera, etwa 2500 Arten), sind die Flügelpaare ungleich groß und stehen in Ruhestellung seitlich vom Körper ab. Außerdem ist die dorsale Flugmuskulatur reduziert und die Tiere besitzen einen speziell ausgestalteten Kopulationsapparat (Penis). Libellen (Odonata) |-- Kleinlibellen (Zygoptera) |-- Epiprocta |-- Urlibellen (Anisozygoptera, Epiophlebioptera) |-- Großlibellen (Anisoptera) Eine systematische Liste der Arten Europas ist unter Systematik der Libellen zu finden.

Libellen in Kunst und Kultur

Libellen besitzen eine Reihe volkstümlicher Namen, die sich auf ihre Verwendung in der Mythologie und im Volksglauben zurückführen lassen. So waren die Libellen in der germanischen Mythologie der Göttin Freya oder Frigg zugeordnet und heilig. Diese heidnische Verehrung wurde von Missionaren gemeinsam mit der Bedeutung des der Freya gewidmeten Freitag umgekehrt, die Libellen wurden zu „Teufelsnadeln“, „Teufelsbolzen“ oder „Augenstechern“ und der Freitag zum Unglückstag. Bis heute hat sich die damals verbreitete Angst vor Libellen durch das Märchen, Libellen könnten stechen, gehalten. In Luxemburg ist der Name „Siwestécher“ (Siebenstecher) gebräuchlich, der auf den Glauben zurückgeht, dass sieben Libellenstiche einen Menschen töten können. Auch in der Literatur ist die Libelle regelmäßig zu finden, so etwa in Heinrich Heines Gedicht „[http://wikisource.org/wiki/Heinrich_Heine_Die_Libelle Die Libelle]“, in verschiedenen Werken von Annette von Droste-Hülshoff ([http://www.planet-interkom.de/wolf.busch/drweiher.htm Der Weiher], Westphälische Schilderungen aus einer westphälischen Feder) oder auch in Heinz Erhardts humoristischem Gedicht „Die Libelle“, in dem er schrieb: : Liebe Libelle, : flieg nicht so schnelle! : Denk der Gefahren, : die deiner harren ... Vor allem in modernen Zeichentrickserien, beginnend mit der Biene Maja über Antz bis hin zu verschiedenen japanischen Mangas wird die Libelle aufgrund ihrer Flugkünste als Fluggerät genutzt, in anderen stellt sie das Design für futuristisch anmutende Raumschiffe in Libellenform dar (etwa bei Captain Future oder Lexx). Bemerkenswert ist auch der mehrminütige Vorspann der Hollywood-Science-Fiction-Komödie "Men in Black", der komplett aus dem Blickwinkel einer jagenden Libelle gestaltet wurde. Im Zuge der Wahl „Schönstes deutsches Wort“, die von der Goethe-Gesellschaft veranstaltet wurde, wurde „Libelle“ zum schönsten Wort in der Kategorie „Vorschläge von Kindern“ gewählt.

Weblinks


- http://www.insektenderurzeit.de.vu Insekten der Urzeit

Literatur


- d'Aguilar J, Dommanget J-L (1998): Guide des Libellules d'Europe et d'Afrique du nord; Delachaux et niestlé, ISBN 2-603-01119-7
- Arnold A (1990): Wir beobachten Libellen, Verlag Harri Deutsch, ISBN 3-332-00259-7
- Askew R R (1988): The Dragonflies of Europe, Harley Books, ISBN 0-946589-10-0
- Bellmann H (1993): Libellen beobachten – bestimmen, Naturbuch Verlag Augsburg, ISBN 3-894-40522-8
- Corbet PS (1999): Dragonflies: Behaviour and Ecology of Odonata, Harley Books Colchester, ISBN 0-946589-64-X
- Jurzitza G (2000): Der Kosmos-Libellenführer, Franckh-Kosmos Verlags GmbH & Co., Stuttgart, ISBN 3-440-08402-7
- Kuhn K, Burbach K (1998): Libellen in Bayern, Eugen Ulmer Verlag, ISBN 3-8001-3495-0
- Lohmann H (1996): Das phylogenetische System der Anisoptera (Odonata), Entomol. Z. 106, 209-252
- Silsby J (2001): Dragonflies of the World, Smithsonian, ISBN 1-560-98959-9
- Sternberg K, Buchwald R (2000): Libellen Baden-Württembergs, Eugen Ulmer Verlag, ISBN 3-8001-3508-6 (Band 1) und ISBN 3-8001-3514-0 (Band 2)

Weblinks


- [http://www.Libellen.Jochen.de Libellen Europas] (Libellen-Fotos von Jochen M. Müller)
- [http://www.ausgabe.natur-lexikon.com/libellen.php Libellen im Natur-Lexikon]
- [http://www.sglibellen.de/libellen.html Seite der Schutzgemeinschaft Libellen in Baden-Württemberg e.V.]
- [http://umweltundnatur.lernnetz.de/libell01.htm Wissenswertes über Libellen]
- [http://clv.dyndns.info/pdf/255133.pdf "Kunstflieger par excellence"] (S.60-74 (PDF), in: Werner Gitt unter anderem : Wenn Tiere reden könnten, 14. Aufl. 2004, ISBN 3-89397-133-5; Libellen aus kreationistischer Sicht)
- [http://tolweb.org/tree?group=Odonata&contgroup=Pterygota englischer Text über die Abstammung der Libellen, mit Abbildungen zum Bau]
- [http://www.libellula.org/ Seite der Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen e.V.] (Fachverband im deutschsprachigen Raum, Herausgeber der Fachzeitschrift "Libellula")
- [http://www.fotocommunity.de/pc/pc/cat/724 (Fotos von Libellen auf www.fotocommunity.de)] (Fotos von Libellen unterschiedlichster Fotografen)
- [http://www.macro-photo.org/species-checklist-arthropods-insects-birds-avians/dragonflies-odonata-macro-photo-images-gallery.htm Makrofotografie] - Fotos von Libellen

Gesprochene Wikipedia

Kategorie:Libellen ja:トンボ

Edellibellen

Die Edellibellen (Aeshnidae) sind eine Familie der Großlibellen (Anisoptera) innerhalb der Libellen (Odonata). In Deutschland leben 13 Arten dieser Gruppe, die zu den größten und auffälligsten der heimischen Libellen zählen.

Merkmale

Die heimischen Edellibellen erreichen Spannweiten von bis zu 11 Zentimetern wie beispielsweise die bekannte Große Königslibelle (Anax imperator). Der Körper der Tiere ist dabei meist auffällig gezeichnet und kann die unterschiedlichsten Farbkombinationen aufweisen.

Lebensweise

Die Edellibellen umfassen sehr unterschiedliche Arten, die stark differierende Lebensraumansprüche und Lebensweisen haben. Sie sind sehr geschickte Flieger. Dabei gibt es einige Arten wie etwa die Torf-Mosaikjungfer (Aeshna juncea), die auf sehr spezielle Lebensräume, in diesem Fall Moorgebiete mit Torfmoosen (Sphagnum), angewiesen sind. Andere wie die Große Königslibelle oder die Blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea) sind dagegen an sehr vielen unterschiedlichen Gewässern zu finden.

Fortpflanzung

Bei den meisten Arten der Edellibellen bilden die Männchen Reviere an den Gewässern aus, in denen die Larven leben. Diese verteidigen sie gegen Eindringlinge. Die Weibchen fliegen meist entlang des Ufers und durchqueren dabei diese Reviere kurzzeitig, die meiste Zeit fliegen sie allerdings auf dem freien Wasser. Die Paarung beginnt in der Regel in der Luft, die eigentliche Kopulation findet allerdings im Sitzen statt. Dabei paart sich das Weibchen häufig mehrfach hintereinander mit verschiedenen Partnern. Aus diesem Grund entfernt das Männchen zu Beginn der Paarung mit seinen zu einer Zange umgestalteten Cerci am Hinterende das Spermapaket des Vorgängers aus der weiblichen Geschlechtsöffnung. Bereits gebildete Tandems aus kopulierenden Geschlechtspartnern werden häufig von anderen Männchen angegriffen, wobei der Gewinner das Weibchen übernimmt. Die Eiablage erfolgt durch Einstechen der Eier in lebendes oder totes Pflanzenmaterial, meistens in Abwesenheit des Männchens. Eine Ausnahme bildet dabei etwa die Kleine Königslibelle (Anax parthenope).

Literatur


- Bellmann H (1993): Libellen beobachten - bestimmen, Naturbuch Verlag Augsburg, ISBN 3894401079
- Jurzitza G (2000): Der Kosmos-Libellenführer, Franckh-Kosmos Verlags GmbH & Co., Stuttgart, ISBN 3440084027
- Peter G (1987): Die Edellibellen Europas, Die Neue Brehm-Bücherei Bd. 585, Wittenberg, ISBN 3740300507.

Weblinks


- [http://www.biologie.uni-ulm.de/bio3/public_html/dfam5.html Gut bebilderte Seite der Uni Ulm] Kategorie:Libellen

Libellen

Die Libellen (Odonata) bilden eine Überordnung innerhalb der Klasse der Insekten (Insecta). Von den 4700 bekannten Arten leben in Mitteleuropa etwa 80. Die Flügelspannweite der Tiere beträgt in der Regel zwischen 20 und 110 mm, die Art Megaloprepus coerulatus kann allerdings sogar eine maximale Spannweite von 190 mm erreichen.

Namensgebung

Der Ursprung des Namens „Libellen“ war lange Zeit ungeklärt. Eingeführt wurde der Name von Carl von Linné, der die Gruppe als „Libellula“ bezeichnete, ohne dies näher zu erläutern. Aufgrund dieser Ungewissheit wurde angenommen, dass der Name sich von dem lateinischen Wort für „Büchlein“ „libellum“ ableitet. Die tatsächliche Quelle des Namens wurde erst in den 1950er Jahren entdeckt. Sie stammt aus dem Werk „L'histoire entière des poissons“ von Guillaume Rondelet (1558), in dem folgendes geschrieben steht (deutsche Übersetzung nach Jurzitza 2000): : „Ein kleines Insekt könnte Libellula fluviatilis genannt werden, da sein Körperbau einem Meeresfisch ähnelt, der Zygaena oder Libella heißt. Er hat die Form einer Wasserwaage, wie sie die Architekten verwenden, und wird in Italien auch Hammerfisch genannt. Jenes Tier ist sehr klein, hat die Form eines ‚T‘ oder einer Wasserwaage, besitzt aber auf jeder Seite drei Beine. Der Schwanz endet in drei grünen Spitzen, mit deren Hilfe das Tier schwimmt.“ Guillaume Rondelet beschreibt in diesen Zeilen eine Larve einer Kleinlibelle und vergleicht diese mit dem Hammerhai (Gattung Libella).

Körperbau der Libellen

Die Libellen zeichnen sich durch einen außergewöhnlichen Flugapparat aus. Die Fähigkeit, ihre beiden Flügelpaare auch unabhängig voneinander bewegen zu können, ermöglicht es ihnen, abrupte Richtungswechsel zu vollziehen, in der Luft stehen zu bleiben oder bei einigen Arten sogar rückwärts zu fliegen. Beim Flug werden Maximalgeschwindigkeiten von 50 km/h erreicht. Die Frequenz des Flügelschlages ist dabei mit etwa 30 Schlägen pro Sekunde relativ langsam. Arten Arten Die großen Vorder- und Hinterflügel sind (vor allem bei den Kleinlibellen) annähernd gleich groß und weisen eine komplexe Flügeladerung auf. Dabei reicht die Spannweite der Tiere von 18 Millimetern bei Agriocnemis pygmaea bis zu 19 Zentimetern bei Megaloprepus caerulatus, Pseudostigmatidae. Da ihnen das für die Neuflügler typische Flügelgelenk fehlt, können sie die Flügel nicht nach hinten über den Hinterleib legen. Anders als bei allen anderen Insekten setzen bei den Libellen die Flugmuskeln direkt an den Flügeln an. Stabilisiert werden die Flügel durch eine Reihe von Längsadern, zwischen denen die Flugfläche nicht plan sondern zickzackförmig aufgespannt ist. Im Zentrum des Flügels treffen sich diese Adern in einem Knotenpunkt (Nodus), damit sie auch bei einer Längsbeanspruchung nicht abknicken können. Am vorderen Bereich der Flügelspitze besitzen die meisten Arten ein vergrößertes und dunkel gefärbtes Flügelfeld, das als Flügelmal (Pterostigma) bezeichnet wird und das im Flug als Trimmtank durch Füllung mit Hämolymphe benutzt werden kann. Insgesamt unterscheidet sich die Flügeladerung bei den unterschiedlichen Libellenarten sehr stark, sodass sie als Bestimmungsmerkmal und zur systematischen Einordnung der Tiere genutzt werden kann. Pterostigma Der Kopf der Libellen ist deutlich von den Brustsegmenten getrennt und dadurch extrem beweglich. Auffällig sind die großen Facettenaugen, die bei einigen Arten aus bis zu 30.000 Einzelaugen (Ommatidien) bestehen können. Zwischen den Komplexaugen liegen auf der Kopfoberseite außerdem drei kleine Punktaugen, die wahrscheinlich nur der Wahrnehmung von Helligkeiten dienen. Mit diesem System verfügen sie wahrscheinlich über den besten Sehsinn unter den Insekten. Die Fühler der Libellen sind borstenartig kurz und bestehen aus acht Gliedern. Ihre Funktion besteht hauptsächlich in der Ermittlung der Fluggeschwindigkeit, die sie mit Hilfe von an ihnen befindlichen Sinneshaaren bestimmen. Die Mundwerkzeuge und besonders die Mandibeln sind kräftig entwickelt und bezahnt (daher der wissenschaftliche Name „Odonata“). Vorn werden diese von der Oberlippe (Labrum) abgeschlossen. Die Maxillen tragen jeweils einen Taster und die Unterlippe (Labium) ist zweilappig ausgebildet. Die Brust (Thorax) der Libellen ist wie bei allen Insekten dreiteilig aufgebaut. Die beiden hinteren Brustsegmente sind sehr kräftig ausgebildet und schräg gegenüber dem ersten Segment ausgerichtet. Auf diesem Weg entsteht ein nach vorn gerichteter „Fangkorb“ aus den Beinen. Diese besitzen außerdem kräftige Klauen und sind am Unterschenkel (Tibia) meist bedornt, um die Beutetiere besser halten zu können. Der Hinterleib ist meist schlank ausgebildet und farbig. Er besteht aus acht Segmenten, die häutig miteinander verbunden sind. Durch die Länge bewirkt er eine Stabilisierung beim Flug. Die Beweglichkeit des Hinterleibes ist vor allem für die Paarung der Tiere notwendig. Die Männchen besitzen am Ende des Hinterleibs eine Greifzange aus umgebildeten Hinterleibsanhängen (Cerci), mit der sie das Weibchen bei der Paarung festhalten können. Dabei besitzen die Kleinlibellen ein oberes und ein unteres Paar Hinterleibszangen, bei den Großlibellen ist das untere Paar zu einer Platte verschmolzen. Die Männchen besitzen am Hinterleib außerdem einen Kopulationsapparat, die Weibchen einen Eiablageapparat (Ovipositor). „... Fast jeder dieser Weidegründe enthält einen Wasserspiegel, von Schwertlilien umkränzt, an denen Tausende kleiner Libellen wie bunte Stäbchen hängen, während die der größeren Art bis auf die Mitte des Weihers schnurren, wo sie in die Blätter der gelben Nymphäen, wie goldene Schmucknadeln in emaillierte Schalen niederfallen, und dort auf die Wasserinsekten lauern, von denen sie sich nähren.“ Annette von Droste-Hülshoff: Westphälische Schilderungen aus einer westphälischen Feder

Lebensräume

Annette von Droste-Hülshoff Libellen sind vor allem in der Nähe von Gewässern zu finden, da ihre Larven auf Wasser als Lebensraum angewiesen sind. Besonders viele Vertreter der Großlibellen wie etwa die Blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea) fliegen zum Beutefang jedoch auch weite Gebiete abseits der Gewässer ab. Insbesondere in der Reifungsphase bewegen sich Libellen für einige Wochen abseits der Gewässer. Auch die Weibchen sind meist nicht am Gewässer zu finden, da sie sonst sofort von einem Männchen zur Paarung genötigt würden. Einige Libellenarten sind auch nicht selten in Stadtrandgebieten und durchgrünten Wohnsiedlungen anzutreffen. Nur verhältnismäßig wenige Libellen sind ausgesprochene Fließgewässerarten, vor allem in den schnellfließenden Oberläufen und im Quellbereich findet man entsprechend nur gut angepasste Tiere. In diesen Gebieten leben vor allem die Quelljungfern der Gattung Cordulegaster, deren Larven auf das sauerstoffreiche Wasser dieser Gewässer angewiesen sind. Diese findet man allerdings in den ruhigeren Bereichen hinter Steinen oder Wasserpflanzen. Die Zweigestreifte Quelljungfer (Cordulegaster boltonii) kann allerdings auch an langsam fließenden Gewässern gefunden werden. Typische Bewohner der Flüsse und langsamen Bäche sind die Prachtlibellen (Gattung Calopteryx) sowie die Flussjungfern (Gomphidae). An schmalen Fließen und Wiesenbächen finden sich beispielsweise die Helm-Azurjungfer (Coenagrion mercuriale) sowie die Vogel-Azurjungfer (Coenagrion ornatum). Weit mehr Arten bevorzugen stehende Gewässer als Lebensraum. Sie finden sich an Tümpeln, Seen und Teichen, wo ihre Larven vor allem in den flacheren Uferzonen und zwischen Wasserpflanzen leben. Dabei sind einige Arten wie die Pechlibellen (Gattung Ischnura) und eine Reihe von Mosaikjungfern (Gattung Aeshna) kaum spezialisiert, und viele Libellenlarven können auch relativ hohe Verschmutzungsgrade tolerieren. Spezialisiertere Arten wie etwa einige Heidelibellen (Gattung Sympetrum) brauchen bestimmte Typen von Kleingewässern oder gar Sümpfe. Ein besonders gefährdeter Lebensraum sind die Moore, die ebenfalls vielen Arten von Libellen als Lebensraum dienen. Diese Arten sind an die hier existierenden Bedingungen wie den extrem niedrigen pH-Wert der Gewässer und die teilweise sehr geringen Sauerstoffressourcen angepasst und können entsprechend in anderen Lebensräumen nur schwer überleben. Auch hier leben verschiedene Azurjungfern wie etwa die Speer-Azurjungfer (Coenagrion hastulatum) sowie Mosaikjungfern wie die Torf-Mosaikjungfer (Aeshna juncea). Besonders typische Moorarten sind die meisten Moosjungfern (Gattung Leucorrhinia).

Lebensweise

Moosjungfern Libellen sind Räuber, die ihre Beutetiere im Flug fangen. Sie nutzen dafür ihre zu einem Fangapparat umgestalteten Beine, mit denen sie ihre Opfer ergreifen. Die Beute der Libellen besteht im Wesentlichen aus anderen Insekten, wobei das Spektrum sehr groß ist. Libellen attackieren beinahe wahllos alle Tiere, die sie überwältigen können. Besonders die Männchen attackieren dabei zur Paarungszeit auch andere Libellen, manchmal sogar Angehörige der eigenen Art, zeigen also Kannibalismus. Die Jagdflüge sind dabei nicht auf die Gewässer beschränkt, sie finden auch auf Wiesen, Waldlichtungen oder anderen freien Flächen statt. Einige Arten, vor allem Libellenarten der tropischen Regionen, aber auch die heimische Grüne Mosaikjungfer (Aeshna viridis), sind ausgesprochene Dämmerungsjäger. Dabei sind sie vollständig auf ihre Augen zur Auffindung der Beute angewiesen. Wie viele andere Insekten nutzen auch die Libellen die Sonnenwärme zur Aufheizung ihres Körpers, besonders der Muskulatur. Zu diesem Zweck setzen sich einige Arten an sonnenexponierte Stellen und spreizen ihre Flügel um unter den Flügeln die Wärme zu speichern. Besonders bei Arten der kühleren Gebirgsregionen ist dieses Verhalten häufig zu beobachten. Trotz ihrer Schnelligkeit haben Libellen eine große Anzahl von Fressfeinden. Besonders angreifbar sind sie dann, wenn sie sich zum letzten Mal häuten und sich aus der Exuvie arbeiten. Vor allem Frösche, Fledermäuse und Vögel fressen Libellen, aber auch Wespen, Webspinnen und Ameisen können frisch geschlüpfte Libellen attackieren und verzehren. Ebenso können fleischfressende Pflanzen wie etwa der Sonnentau (Drosera) für Libellen zur Gefahr werden. Zu den Parasiten der Libellen gehören vor allem die Larven von Wassermilben, in Mitteleuropa speziell die der Gattung Arrenurus. Die Larven der Libellen fallen vor allem anderen Libellenlarven, aber auch anderen Räubern im Wasser zum Opfer. Die Lebensdauer der adulten Tiere beträgt bei den meisten Arten durchschnittlich etwa sechs bis acht Wochen. Manche Arten leben auch nur etwa zwei Wochen. Die längste Lebensdauer als ausgewachsene Libelle haben in Mitteleuropa die Winterlibellen (Gattung Sympecma), welche als erwachsenes Tier überwintern und dadurch zehn bis elf Monate leben. Das „aktive“ Leben beträgt bei ihnen allerdings ebenfalls nur maximal 4 Monate, da sie den Rest der Zeit inaktiv sind.

Fortpflanzung und Entwicklung

Winterlibellen Winterlibellen Winterlibellen Die beiden ausgewachsenen Libellen finden sich im Flug, wobei nach einem Vorspiel häufig das Männchen das Weibchen mit der Hinterleibszange hinter dem Kopf ergreift. Danach biegt sich das Weibchen im Flug nach vorn und berührt mit ihrer Geschlechtsöffnung am achten oder neunten Hinterleibssegment den Samenbehälter des Männchens am zweiten oder dritten Hinterleibssegment. Dabei entsteht das für Libellen typische Paarungsrad. Das Weibchen legt nach der Begattung die Eier in ein Gewässer ab. Dabei gibt es Arten, welche die Eier in Wasserpflanzen einstechen (endophytisch) und solche, die die Eier im Flug ins Wasser abwerfen oder unter Wasser am Substrat abstreifen (exophytisch). Diese Eiablage kann sowohl in der Tandemstellung erfolgen als auch allein durch das Weibchen. Viele Arten benötigen ganz spezielle Ablagesubstrate oder Ablagepflanzen, das Weibchen der Grünen Mosaikjungfer sticht die Eier beispielsweise nur in die Blätter der Krebsschere (Stratiotes aloides) ein, viele Moorlibellen sind an das Vorkommen von Torfmoosen (Sphagnum) gebunden. Aus den Eiern schlüpfen bei beinahe allen Arten so genannte Prolarven, die sich morphologisch von den späteren Larven deutlich unterscheiden. Sie sind meist länger und ihre Beine sind nicht einsatzbereit. Die erste Häutung erfolgt daraufhin entweder in den ersten Sekunden oder in den ersten Stunden nach dem Schlüpfen. Im Wasser sind die Larven gut angepasste Räuber und besitzen als wirksamstes Organ für diese Lebensweise eine typische Fangmaske, die im Ruhezustand unter den Kopf gefaltet wird. Ist ein potentielles Opfer in Reichweite, schnellt dieses klauenbewehrte Instrument hervor und die Beute wird gepackt. Kleinlibellen (Zygoptera) bevorzugen als Beute vor allem Mückenlarven und Kleinkrebse wie etwa die Bachflohkrebse (Gammarus pulex). Larven der Großlibellen (Anisoptera) jagen entsprechend größere Beutetiere wie kleine Kaulquappen oder Insekten und deren Larven. Zur Atmung unter Wasser besitzen Libellenlarven zwei verschiedene Techniken, wodurch sie auf den ersten Blick unterschieden werden können: Die Kleinlibellen haben an ihrem Hinterende drei blattförmige Tracheenkiemen, mit denen sie Sauerstoff aus dem Wasser aufnehmen können. Großlibellen hingegen besitzen keine sichtbaren Kiemen, diese sind in den Enddarm verlagert (Rektalkiemen). Die Aufnahme des Sauerstoffs erfolgt hier durch ein spezielles Gewebe im Enddarm. Die Dauer des Larvenlebens einer Libelle übertrifft jenes der daraus hervorgehenden Imago in der Regel beträchtlich: die Spanne, die einzelne Arten als Larve im Wasser verbringen, reicht in Mitteleuropa von etwa drei Monaten (z.B. Frühe Heidelibelle Sympetrum fonscolombii, Sommergeneration) bis immerhin zu fünf Jahren (Quelljungfern, Gattung Cordulegaster). Eine ein- oder zweijährige Larvalentwicklung ist der am häufigsten vorkommende Fall. Dabei durchlaufen die Tiere mehr als zehn kontinuierlich größer werdende Larvenstadien, die jeweils mit einer Häutung abgeschlossen werden. Gegen Ende des letzten Larvenstadiums verlässt das Tier das Wasser, um meist an vertikalen Strukturen zum Schlupf (Emergenz) senkrecht fest zu verankern. Eine Ausnahme bilden die Flussjungfern (Gomphidae), die häufig in waagerechter Position auf Kieseln oder dem blanken Boden schlüpfen. Das Spektrum der Emergenzorte reicht von Wurzelwerk, Steinen oder Fels, Büschen und Bäumen bis hin zu anthropogenen Strukturen wie Brückenpfeilern oder Bootshäusern. Am häufigsten suchen die Larven allerdings die Stängel oder Blätter von Ufer- oder Wasserpflanzen beziehungsweise Schilf zum Schlupf auf. Die zur Emergenz zurückgelegte Strecke ist manchmal ganz beträchtlich. Insbesondere bei Falkenlibellen (Corduliidae) und Quelljungfern (Cordulegastridae) sind Distanzen von einigen bis vielen Metern dokumentiert, die Larven auf ihrem Weg zu einem passenden Ort für den Schlupf zurücklegten - in einem Fall (Zweifleck Epitheca bimaculata, nach Heidemann & Seidenbusch 1992) sogar mehr als hundert Meter! In der Regel erfolgt der Schlupf jedoch in direkter Nähe zum Gewässer. Dort schlüpft dann das ausgewachsene Insekt (Imago) aus der Larvenhülle, die als Exuvie zurückbleibt. Anhand der Exuvie kann bei europäischen Libellen die dazugehörige Art in fast allen Fällen problemlos bestimmt werden.

Gefährdung der Libellen

Im Jahr 2001 wurde die Plattbauchlibelle (Libellula depressa) zum Insekt des Jahres gewählt. Begründet wurde diese Entscheidung damit, dass die auffällige und weit verbreitete Art stellvertretend für alle Libellen (Odonata) stehen und auf deren Gefährdung in Deutschland aufmerksam machen soll. Die Gefahr geht vor allem von einer ständig voranschreitenden Verschmutzung und Trockenlegung vieler Gewässer aus, die von den Libellenlarven als Lebensraum gebraucht werden. Die Folge: zwei Drittel der rund 80 heimischen Arten sind gefährdet, 20 Prozent sogar vom Aussterben bedroht. Da den meisten Laien die Artunterscheidung nicht möglich ist, stehen alle Libellenarten in Deutschland und den meisten Nachbarländern unter Artenschutz, es dürfen also nur die leeren Häutungshemden (Exuvien) gesammelt werden. Entgegen einem weit verbreiteten Irrglauben sind Libellen ungiftig und können auch nicht stechen, sie sind also für den Menschen völlig harmlos. Alte Namen wie etwa „Teufelsnadel“ kamen durch diese falsche Vorstellung zustande und brachten den Libellen einen schlechten Ruf ein. Wenn eine gefangene Libelle einem Menschen in den Finger beißt, ist das zwar spürbar, aber selbst bei den größten heimischen Arten nicht schmerzhaft. Artenschutz

Evolution der Libellen

Die ältesten Funde von libellenähnlichen Tieren stammen aus dem oberen Karbon und sind etwa 320 Millionen Jahre alt. Diese als Palaeodictyopteren bezeichneten Tiere hatten eine Flügelspannweite von bis zu 60 Zentimetern bei Stenodictya und fanden sich offensichtlich in bewaldeten Gebieten, da ihre Fossilien in der Steinkohle gefunden wurden. Sie gehörten allerdings noch nicht zu den Libellen sondern stellen wahrscheinlich die Vorfahren aller Geflügelten Insekten dar. Anders als alle heutigen Insekten besaßen sie auch am ersten Brustsegment, dem Prothorax, flügelartige Fortsätze. Aus dem oberen Karbon sind außerdem etwa 20 verschiedene „echte“ Libellenvorfahren bekannt. Diese Tiere werden als Protodonata oder auch Megasecoptora bezeichnet und umfassen als bekannteste Vertreter die Riesenlibellen Meganeura monyi mit bis zu 70 und Meganeuropsis permiana mit bis zu 72 Zentimetern Flügellänge. In der Trias und der Kreide fand man Vertreter einer Gruppe, die man ursprünglich für die Vorfahren der Kleinlibellen hielt und als Protozygoptera bezeichnete, auf den Falklandinseln. Die aus der gleichen Zeit gefundenen Protanisoptera in Sibirien und Australien hielt man entsprechend für die Vorfahren der Großlibellen. Ebenfalls nicht in die heutigen Taxa einzuordnen sind die Archizygoptera und die Triadophlebiomorpha. Diese Tiere und auch die der folgenden Epochen erreichten nur noch Körpergrößen von sechs bis maximal 20 Zentimetern und entsprachen damit denen heutiger Arten. Diese Gruppen stellen wie die Protodonata jedoch noch keine Vertreter der heutigen Libellen dar. Erste Vertreter der heute lebenden Libellentaxa traten erstmalig in der Kreide, eventuell auch bereits im Jura, auf. Die Veränderungen im Bau und wahrscheinlich auch in der Lebensweise der Libellen waren in den letzten 150 Millionen Jahren nur noch minimal. Die größten Libellen der Jurazeit schwirrten vor etwa 150 Millionen Jahren in der Gegend von Solnhofen und Eichstätt durch die Lüfte. Diese Libellenart namens Aeschnogomphus intermedius erreichte eine Flügelspannweite von 21 Zentimetern und eine Körperlänge von 15 Zentimetern (E. Probst: Rekorde der Urzeit, S. 108, München 1992). Jura

Systematik der Libellen

siehe dazu den Artikel: Systematik der Libellen Bei den Libellen unterscheidet man drei Untergruppen, welche auch als monophyletische Gruppen angesehen werden (Lohmann 1996). Nach Ansicht einiger Forscher sind die Kleinlibellen allerdings keine natürliche Gruppe (Monophylum), sondern eine Zusammenfassung mehrerer basaler Taxa der Libellen. Die Kleinlibellen (Zygoptera, etwa 2600 Arten) haben wie die Stammart der Libellen gleich große Flügelpaare, die in Ruhestellung nach hinten über dem Körper zusammengefaltet werden, die Augen stehen weit auseinander. Ein weiteres Merkmal dieses Taxons ist die Ausstattung der Larven mit drei Tracheenkiemen. Als Epiprocta werden die beiden folgenden Gruppen aufgrund der vergrößerten und nahe beieinander liegenden Augen sowie der Ausstattung mit einer Greifzange am Hinterleib der Männchen zusammengefasst (Epiproct). Auch die Entwicklung der Rektalkiemen bei diesen Taxa taucht als gemeinsames Merkmal auf. Die Urlibellen (Anisozygoptera oder Epiophlebioptera) existieren heute nur noch in zwei Arten im Himalaya und in Japan. Sie unterscheiden sich von den Großlibellen durch eine spezifische Ausbildung des Pedicellus, der Antennen sowie durch den Besitz eines Stridulationsorgans am Abdomen. Bei den Großlibellen (Anisoptera, etwa 2500 Arten), sind die Flügelpaare ungleich groß und stehen in Ruhestellung seitlich vom Körper ab. Außerdem ist die dorsale Flugmuskulatur reduziert und die Tiere besitzen einen speziell ausgestalteten Kopulationsapparat (Penis). Libellen (Odonata) |-- Kleinlibellen (Zygoptera) |-- Epiprocta |-- Urlibellen (Anisozygoptera, Epiophlebioptera) |-- Großlibellen (Anisoptera) Eine systematische Liste der Arten Europas ist unter Systematik der Libellen zu finden.

Libellen in Kunst und Kultur

Libellen besitzen eine Reihe volkstümlicher Namen, die sich auf ihre Verwendung in der Mythologie und im Volksglauben zurückführen lassen. So waren die Libellen in der germanischen Mythologie der Göttin Freya oder Frigg zugeordnet und heilig. Diese heidnische Verehrung wurde von Missionaren gemeinsam mit der Bedeutung des der Freya gewidmeten Freitag umgekehrt, die Libellen wurden zu „Teufelsnadeln“, „Teufelsbolzen“ oder „Augenstechern“ und der Freitag zum Unglückstag. Bis heute hat sich die damals verbreitete Angst vor Libellen durch das Märchen, Libellen könnten stechen, gehalten. In Luxemburg ist der Name „Siwestécher“ (Siebenstecher) gebräuchlich, der auf den Glauben zurückgeht, dass sieben Libellenstiche einen Menschen töten können. Auch in der Literatur ist die Libelle regelmäßig zu finden, so etwa in Heinrich Heines Gedicht „[http://wikisource.org/wiki/Heinrich_Heine_Die_Libelle Die Libelle]“, in verschiedenen Werken von Annette von Droste-Hülshoff ([http://www.planet-interkom.de/wolf.busch/drweiher.htm Der Weiher], Westphälische Schilderungen aus einer westphälischen Feder) oder auch in Heinz Erhardts humoristischem Gedicht „Die Libelle“, in dem er schrieb: : Liebe Libelle, : flieg nicht so schnelle! : Denk der Gefahren, : die deiner harren ... Vor allem in modernen Zeichentrickserien, beginnend mit der Biene Maja über Antz bis hin zu verschiedenen japanischen Mangas wird die Libelle aufgrund ihrer Flugkünste als Fluggerät genutzt, in anderen stellt sie das Design für futuristisch anmutende Raumschiffe in Libellenform dar (etwa bei Captain Future oder Lexx). Bemerkenswert ist auch der mehrminütige Vorspann der Hollywood-Science-Fiction-Komödie "Men in Black", der komplett aus dem Blickwinkel einer jagenden Libelle gestaltet wurde. Im Zuge der Wahl „Schönstes deutsches Wort“, die von der Goethe-Gesellschaft veranstaltet wurde, wurde „Libelle“ zum schönsten Wort in der Kategorie „Vorschläge von Kindern“ gewählt.

Weblinks


- http://www.insektenderurzeit.de.vu Insekten der Urzeit

Literatur


- d'Aguilar J, Dommanget J-L (1998): Guide des Libellules d'Europe et d'Afrique du nord; Delachaux et niestlé, ISBN 2-603-01119-7
- Arnold A (1990): Wir beobachten Libellen, Verlag Harri Deutsch, ISBN 3-332-00259-7
- Askew R R (1988): The Dragonflies of Europe, Harley Books, ISBN 0-946589-10-0
- Bellmann H (1993): Libellen beobachten – bestimmen, Naturbuch Verlag Augsburg, ISBN 3-894-40522-8
- Corbet PS (1999): Dragonflies: Behaviour and Ecology of Odonata, Harley Books Colchester, ISBN 0-946589-64-X
- Jurzitza G (2000): Der Kosmos-Libellenführer, Franckh-Kosmos Verlags GmbH & Co., Stuttgart, ISBN 3-440-08402-7
- Kuhn K, Burbach K (1998): Libellen in Bayern, Eugen Ulmer Verlag, ISBN 3-8001-3495-0
- Lohmann H (1996): Das phylogenetische System der Anisoptera (Odonata), Entomol. Z. 106, 209-252
- Silsby J (2001): Dragonflies of the World, Smithsonian, ISBN 1-560-98959-9
- Sternberg K, Buchwald R (2000): Libellen Baden-Württembergs, Eugen Ulmer Verlag, ISBN 3-8001-3508-6 (Band 1) und ISBN 3-8001-3514-0 (Band 2)

Weblinks


- [http://www.Libellen.Jochen.de Libellen Europas] (Libellen-Fotos von Jochen M. Müller)
- [http://www.ausgabe.natur-lexikon.com/libellen.php Libellen im Natur-Lexikon]
- [http://www.sglibellen.de/libellen.html Seite der Schutzgemeinschaft Libellen in Baden-Württemberg e.V.]
- [http://umweltundnatur.lernnetz.de/libell01.htm Wissenswertes über Libellen]
- [http://clv.dyndns.info/pdf/255133.pdf "Kunstflieger par excellence"] (S.60-74 (PDF), in: Werner Gitt unter anderem : Wenn Tiere reden könnten, 14. Aufl. 2004, ISBN 3-89397-133-5; Libellen aus kreationistischer Sicht)
- [http://tolweb.org/tree?group=Odonata&contgroup=Pterygota englischer Text über die Abstammung der Libellen, mit Abbildungen zum Bau]
- [http://www.libellula.org/ Seite der Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen e.V.] (Fachverband im deutschsprachigen Raum, Herausgeber der Fachzeitschrift "Libellula")
- [http://www.fotocommunity.de/pc/pc/cat/724 (Fotos von Libellen auf www.fotocommunity.de)] (Fotos von Libellen unterschiedlichster Fotografen)
- [http://www.macro-photo.org/species-checklist-arthropods-insects-birds-avians/dragonflies-odonata-macro-photo-images-gallery.htm Makrofotografie] - Fotos von Libellen

Gesprochene Wikipedia

Kategorie:Libellen ja:トンボ

Thorax

Als Thorax (griech., Brustkorb) wird in der Medizin/Anatomie der Brustraum bezeichnet. Die Wand des Thorax wird von Brustwirbelsäule, Brustbein und Rippen (knöcherner Thorax) sowie von Muskulatur gebildet. Er umschließt die Brusthöhle und, aufgrund der Kuppelform des Zwerchfells, auch den oberen (bei Tieren vorderen) Teil der Bauchhöhle.

Inhalt des Thorax


- Lungen
- Mediastinum mit
  - Herz
  - Thymus
  - großen Blutgefäßen (Brustteil der Aorta, obere Hohlvene, Lungengefäße)
  - verschiedene Nerven (Nervus phrenicus, Nervus vagus, Grenzstrang)
  - Lymphknoten und Ductus thoracicus

Häufigste Verletzungen des Thorax


- Hämatothorax
- Pneumothorax
- Spannungspneumothorax
- Chylothorax Schwierig ist die Unterscheidung eines nichtkardialen Thoraxschmerzes von einer echten Angina pectoris. Kategorie:Anatomie

Blaugrüne Mosaikjungfer

Die Blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea) ist eine Libellenart aus der Familie der Edellibellen (Aeshnidae). Diese sind eine Familie der Großlibellen (Anisoptera). Es handelt sich bei der Blaugrünen Mosaikjungfer um eine große Libelle mit einer Flügelspannweite von maximal elf Zentimetern.

Merkmale

Die Blaugrüne Mosaikjungfer erreicht Flügelspannweiten von 9,5 bis 11 Zentimetern und damit fast die Größe der größten mitteleuropäischen Art, der Großen Königslibelle (Anax imperator) liegt. Der Brustabschnitt (Thorax) der Tiere ist gelb-grün mit schwarzer Zeichnung und trägt dorsal bei beiden Geschlechtern auffällige ovale grüne Flecken, der Hinterleib (Abdomen) der Männchen ist schwarz mit grünen Flecken auf der Oberseite. Das Männchen hat auf der Unterseite sowie am Hinterende des Abdomens außerdem blaue Flecken. Bei unausgefärbten Tieren wirken auch die grünen Flecken blau, wodurch bei diesen jungen Tieren eine Verwechslung mit der Torf-Mosaikjungfer (Aeshna juncea) möglich ist.

Lebensweise

Die Blaugrüne Mosaikjungfer ist in den Monaten Juli bis Oktober an stehenden Gewässern aller Art anzutreffen, darunter auch Kleingewässer und Gartenteiche. Ihre Jagdflüge können sehr ausgedehnt sein, so dass man sie vor allem in Wäldern und auf Waldlichtungen in einiger Entfernung zum Gewässer trifft. Sie fliegen hier in geringer Höhe auf der Jagd nach anderen Insekten. Die Männchen fliegen auf der Suche nach einer geeigneten Partnerin die Ufer des Gewässers ab, wobei sie häufig in einem Rüttelflug stehen bleiben. Die Paarung beginnt am Wasser und endet meistens in den Baumkronen der gewässernahen Bäume. Das Weibchen sticht die Eier vor allem in treibende Holzstückchen sowie in Baumstämme und Uferbereiche nahe dem Wasserspiegel ein.

Larvenentwicklung

Die Eier werden relativ spät gelegt und überwintern als solche, die Larven schlüpfen erst im darauffolgenden Jahr. Die Larvenzeit dauert zwei bis drei Jahre. Bild:Aeshna cyanea - young female (aka).jpg|kürzlich geschlüft, weiblich Bild:Aeshna cyanea - body top (aka).jpg|Makroaufnahme des Rumpfes von oben Bild:Aeshna cyanea - body side (aka).jpg|Makroaufnahme des Rumpfes von der Seite Bild:Aeshna cyanea - head close-up (aka).jpg|Makroaufnahme des Kopfes Bild:Aeshna cyanea - larva (aka).jpg|im Larvenstadium

Literatur


- Bellmann H (1993): Libellen beobachten - bestimmen, Naturbuch Verlag Augsburg, ISBN 3894401079
- Jurzitza G (2000): Der Kosmos-Libellenführer, Franckh-Kosmos Verlags GmbH & Co., Stuttgart, ISBN 3440084027
- Peter G (1987): Die Edellibellen Europas, Die Neue Brehm-Bücherei Bd. 585, Wittenberg, ISBN 3740300507.

Weblinks


- [http://www.biologie.uni-ulm.de/bio3/public_html/A_cya.html Gut bebilderte Seite der Uni Ulm]
- [http://www.naturspektrum.de/spezies/aeshna_cyanea.php Informationen und Fotos auf naturspektrum.de] Kategorie:Libellen

Krebsschere

Die Krebsschere (Stratiotes aloides), auch als Wasseraloe oder Wassersäge bezeichnet, ist eine Wasserpflanzenart aus der Familie der Froschbissgewächse (Hydrocharitaceae). Es ist die einzige Vertreterin der Gattung Stratiotes. Verwandte aus derselben Familie sind der Froschbiss und die Wasserpest-Arten.

Merkmale

Die Blätter wachsen in starren, bis zu 40 Zentimeter großen, halbuntergetauchten Rosetten, die frei schwimmen und schräg aufwärts gerichtet sind. Die trichterförmige Wuchsform erinnert an eine Aloe. Die Blätter sind bis zu vier Zentimeter breit, dreikantig und hakig vorwärtsgerichtet gesägt. Die Hochblätter ihrer Stiele sehen den Scheren von Krebsen ähnlich. Durch intensive Ausläuferbildung in den Blattachseln sind die einzelnen Rosetten submers miteinander zu großen Einheiten verbunden. Nach unten treibt die Pflanze dichte Büschel langer, unverzweigter Wasserwurzeln, die Nährstoffe aus dem freien Wasser aufnehmen. Die Blüten erreichen einen Durchmesser von drei bis vier Zentimetern und bestehen aus je drei weißen Kron- und drei grünen Kelchblättern; das Zentrum mit den Vermehrungsorganen ist gelb. Die Art ist zweihäusig; es gibt also männliche und weibliche Pflanzen. Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Die eiförmige, sechskantige Frucht wird bis zu 3,5 Zentimeter lang. Wichtiger als die Verbreitung über Samen ist aber die vegetative Vermehrung über Ausläufer.

Vorkommen

zweihäusig Krebsscheren wachsen in Schwimmblattgesellschaften warmer, windgeschützter, schlammiger, meso- bis eutropher, basenreicher, nicht verschmutzter und meist stehender Gewässer der Talauen, beispielsweise in Altwässern, Gräben, Tümpeln und Kanälen. Im norddeutschen Tiefland kommt die Art zerstreut vor, mit Schwerpunkten in den Auen der Unterläufe größerer Flüsse. Im Hügel- und Bergland ist sie selten und fehlt über weite Strecken. Die Krebsschere steht auf der Roten Liste gefährdeter Arten und ist im Sinne des Gesetzes „Besonders geschützt“ (BArtSchV, Bundesartenschutzverordnung). Sie ist empfindlich gegenüber starken Schwankungen des Wasserstandes und Verunreinigungen. Ihre Bestände werden auch durch Maßnahmen zur Gewässerunterhaltung (Grabenräumung, Teichwirtschaft) dezimiert. Manche Angler entfernen illegalerweise die für sie störenden Schwimmteppiche.

Besonderheiten

BArtSchV Die Pflanzen, die bei Vorkommen gerne sehr gesellig wachsen, treiben nur während des Sommers an der Wasseroberfläche. Im Herbst sinken die Rosetten auf den Gewässergrund ab und bilden Winterknospen (Turionen); die äußeren Blätter sterben ab. Im kommenden Frühling steigen die Winterknospen an die Oberfläche und bilden dort neue Pflanzen. Aber auch das Herz alter Rosetten schwimmt nach der Überwinterung am Grund wieder auf und wächst weiter. Die starke Biomasseproduktion großer Vorkommen wirkt verlandungsfördernd (schlammbildend) in Gewässern. Durch Hochwasser wird die Art verbreitet. Die Krebsschere ist auch eine beliebte Zierpflanze in Gartenteichen. Die Großlibellenart Grüne Mosaikjungfer hat sich bei ihrer Eiablage ganz auf die Krebsschere spezialisiert und ist daher an ihr Vorkommen gebunden. Weitere Abbildungen: [http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:WehningerBrack.jpg], [http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:DiversitivePool.jpg]

Literatur


- Garve, E. (1994): Atlas der gefährdeten Farn- und Blütenpflanzen in Niedersachsen und Bremen. – Naturschutz Landschaftspflege Niedersachsen 30. ISBN 3-922321-68-2
- Haeupler, H. & T. Muer (2000): Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart. ISBN 3-8001-3364-4
- Haeupler, H. & P. Schönfelder (1988): Atlas der Farn- und Blütenpflanzen der Bundesrepublik Deutschland. – Ulmer-Verlag, Stuttgart. ISBN 3-8001-3434-9
- Wendelberger, E. (1986): Pflanzen der Feuchtgebiete. – BLV-Intensivführer, München. ISBN 3-405-12967-2

Weblinks

Kategorie:Froschbissgewächse

Larve

] Eine Larve (von lat. Lar, Plural: Lares (römische Schutzgottheiten) – bedeutet ursprünglich Maske, Gespenst) stellt in der Zoologie eine Zwischenform in der Entwicklung vom Ei zum Erwachsenenstadium dar, die bei Tieren auftritt, die eine Metamorphose durchlaufen. Die bekanntesten Tiergruppen mit einem Larvenstadium sind die Insekten sowie die Amphibien. Die Larven von Froschlurchen werden dabei Kaulquappen genannt, bei Insekten heißen sie u. a. Maden oder Raupen; als Finnen bezeichnet man das Larvenstadium bei Bandwürmern. Larven sehen völlig anders aus als das ausgewachsene Tier und haben oft auch eine ganz andere Lebensweise. So leben zum Beispiel die Larven von Stechmücken oder Libellen im Wasser, während das ausgewachsene Insekt (Imago), an Land lebt. Nicht immer muss das Larvenstadium nur eine kurze Übergangsphase sein; es kann durchaus den größten Teil des Lebens eines Tieres ausmachen. So lebt der Maikäfer zwei bis fünf Jahre als Larve (Engerling), als ausgewachsener Käfer nur wenige Wochen. Noch extremer sieht es bei den Eintagsfliegen aus. Nach der Umwandlung zum Imago leben manche Arten nur noch wenige Stunden. Des Weiteren gibt es Arten, bei denen schon die Larven geschlechtsreif werden und nie die Verwandlung durchführen (so genannte Neotenie), zum Beispiel der mexikanische Axolotl-Molch. Bild:Zophobas morio larva - top (aka).jpg|Larve des Großen Schwarzkäfers (Zophobas morio) Bild:Anthrenus verbasci - larva side (aka).jpg|Larve des Wollkrautblütenkäfer (Anthrenus verbasci) Kategorie:Metamorphose simple:Larva

Angelsport

Unter Angeln versteht man die Ausübung der Fischerei mit einer Angel. Die Angel besteht im einfachsten Fall nur aus Angelschnur, Haken und Köder, im Allgemeinen jedoch noch aus der Angelrute, der Angelrolle zum Aufrollen der Schnur und dem sogenannten Vorfach, einer dünnen Schnur zwischen Hauptschnur und Haken. Als Bindeglied zwischen Hauptschnur und Vorfach werden üblicherweise Wirbel eingesetzt. Die Angelrute ist ein Gerät, mit dem der Aktionsradius beim Angeln erweitert und das Fangen erleichtert wird. Eine Angelrute hat die Aufgabe, das Positionieren des Angelhakens mit Köder an der Angelschnur zu erleichtern, den Anhieb (Haken des Fisches) sicher zu setzen und den Fisch schnell und waidgerecht zu drillen (den Fisch ermüden) um ihn dann sicher zu landen. Bei Angelruten unterscheidet man grundsätzlich zwischen Steck- und Teleskopruten. Moderne, hochwertige Angelruten werden aus Glasfaser und/oder Kohlefaser gefertigt. Mit Ausnahme von Stippruten, auch Kopfruten genannt, sind Angelruten mit Schnurlaufringen versehen. Angelruten können zwischen 0,45 (Eisangel-Ruten) und 14,5 Meter (Kopfruten/Wettkampfruten) lang sein.

Angelmethoden

Es gibt verschiedene Angelmethoden:

Brandungsfischen

Brandungsangeln erfolgt vom Strand oder von der Klippe aus. Dabei wird mit relativ schweren Gewichten (typisch 100-250 g) und Ruten um 4 m Länge der Köder (meist Wattwurm oder Fischfetzen) möglichst weit ausgeworfen, oft über 100 m weit. Klassische Rutenlängen sind 3,9 m und 4,2 m. Zur Steigerung der Wurfweite finden spezielle Weitwurfvorfächer Verwendung. Sie dienen hauptsächlich zur Reduzierung des Luftwiderstandes und zur Stabilisierung des Vorfaches. Da die Fliehkräfte beim Wurf so groß werden können, dass die Angelschnur überlastet wird und reißen kann, werden sogenannte Schlagschnüre erhöhter Festigkeit in doppelter Rutenlänge als Vorschnur genutzt. Der typische Zielfisch in Deutschland ist der Dorsch und die diversen Plattfische.

Feederfischen

Das Feederfischen ist eine Angelmethode, die meistens für den Fang von Weißfischen betrieben wird. Sie verbindet die ursprüngliche Grundmontage mit einem Weg, das Grundfutter unmittelbar zum eigentlichen Köder, der auf dem Haken sitzt, zu bringen. Dies wird dadurch verwirklicht, dass man, anstatt ein normales Grundblei zu verwenden, einen Futterkorb auf die Hauptschnur zieht, der sich nach dem Auftreffen auf dem Gewässergrund leert. Für das Feederfischen empfiehlt es sich eine besonders feine Rute mit einer entsprechend feinen Spitze zu verwenden, da sich der Biss des Fisches ausschließlich durch die Straffung der Hauptschnur und durch das "Zucken" der Rutenspitze bemerkbar macht. Die Angelgerätehersteller haben bereits seit einigen Jahren sich intensiv mit dieser Methode befasst und entsprechende Geräte entwickelt. Inzwischen gibt es eine enorme Bandbreite an Feederruten, die in jedem Fachhandel käuflich zu erwerben sind.

Fliegenfischen

Das Fliegenfischen ist eine aktive Art des Angelns. Nachdem der Zielfisch ausgemacht ist, erfolgt die Präsentation des Köders mit der Fliegenrute und Fliegenrolle. Der Köder imitiert die natürlichen Nahrung der Fische, wie zum Beispiel Insekten. Die Meistbenutzten Köder sind Fliege, Streamer und Nymphe. Fliegen sind ca. 1 cm groß und bestehen aus leichten Federn. Hier wird unterschieden zwischen Trocken- und Nassfliegen. Trockenfliegen schwimmen auf der Wasseroberfläche, Nassfliegen schwimmen im Film der Wasseroberfläche oder direkt im Wasser. Streamer sind größer als Fliegen (bis zu ca. 10 cm), sie imitieren in der Regel kleine Fische und wird meist unter der Wasseroberfläche angeboten. Nymphen werden nur unter Wasser angeboten, sie imitieren zur Wasseroberfläche aufsteigende Insekten.

Hegenefischen

Als Hegene bezeichnet man eine etwa 2 m lange Schnur, von Anglern Vorfach genannt, an deren Ende ein Senkblei ist. Seitlich gehen bis zu fünf kürzere Schnüre, in der Höhe versetzt ab, an denen sogenannte Nymphen, das sind Köder in Fliegenlarvenform angebracht werden. Es wird also mit mehreren Ködern gleichzeitig gefischt. Es gibt zwei Arten, mit der Hegene zu fischen: Bei der direkten Methode wird die Hegene mit der Rute langsam angehoben und dann schnell wieder abgesenkt. Durch die Bewegung soll der Fisch angelockt werden. Bei der Schwimmermethode wird die Hegene unter eine Schwimmer/Posenmontage montiert, die Köder treiben somit in verschiedenen Höhen im Wasser und erhöhen die Wahrscheinlichkeit daß ein Fisch anbeißt.

Karpfenangeln (Carpfishing)

Karpfenangeln ist der spezialisierte Fang von Karpfen (engl. Carp). Der meist benutzte Köder ist der so genannte Boilie, eine gekochte Teigkugel welche in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich ist, z. B. in Erdbeer, Banane, Scopex und Birdfood. Aber auch Mais, Tigernüsse, Erdnüsse und gekochte Kartoffeln sind beliebte und mehr oder weniger gute Köder. Üblich ist, die gefangenen Fische nicht zu töten, sondern sie nach schonendem Wiegen und Vermessen zu fotografieren und wieder in ihr Element zu entlassen. Diese Methode wird als "Catch and Release" bezeichnet und ist in der Bundesrepublik Deutschland aus Tierschutzgründen untersagt. (Das "Catch and Release" an sich ist nicht verboten ... lediglich das Zufügen länger anhaltendem Leids durch das Fotografieren zum Zweck der Selbstdarstellung verstößt gegen das Tierschutzgesetz!) Damit sich die Tiere nicht verletzen, werden besondere Methoden angewandt. So kommen zum Beispiel fischhautschonende Keschernetze, Abhakmatten und besondere Hakenmontagen (z. B. Haken ohne Widerhaken) zum Einsatz. Eine Besonderheit ergibt sich durch den langwierigen Ansitz. Oft verbringt der Karpfenangler mehrere Tage und Nächte am Wasser damit, auf einen Biss zu warten. Um Bisse in der Nacht nicht zu versäumen, gibt es so genannte elektronische Bissanzeiger, welche bei einem Biss einen mehr oder weniger lauten Ton erzeugen. Mittlerweile gibt es außerdem viel Ausrüstung, die auch andere Angelbereiche erobert hat, um das lange Ansitzen und Warten erträglicher zu machen.

Meeresfischen

In Nordeuropa werden auf hoher See u. a. Dorsch, Hering und Makrele geangelt. In Küstennähe sind je nach Saison auch Hering, Meerforelle und Hornhecht zu beangeln.

Schleppfischen

Als Schleppfischen bezeichnet man das Angeln mit einer Angelrute in einem fahrenden Boot (Motor- oder Muskelbetrieben), wobei der nachgeschleppte Köder durch die Geschwindigkeit des Bootes in Bewegung gerät. Auf diese Art werden vorzugsweise Raubfische geangelt.

Spinnfischen

Spinnfischen, auch Spinnen genannt (aus dem Englischen to spin) ist eine Art des Angelns, bei der überwiegend Kunstköder wie Blinker, Wobbler, Weichplastikköder (Twister und Shads) oder eben Spinner eingesetzt werden. Vibrationen und optische Reize beim Einholen der Köder verleiten Raubfische anzubeißen. Spinnfischen wird vom Boot oder vom Ufer aus praktiziert. Es ist eine Kunst für sich den Köder richtig zu führen, ob man kurze Stops einlegt oder einfach schnell einholt. Bei dieser Methode wird in aller Regel nicht lange an einem Platz verharrt, sondern das Gewässer wird nach beisswillligen Fischen abgesucht.

Stippfischen

Das Stippfischen ist eine Angeltechnik, bei der eine Rute ohne Rolle benutzt wird. Die Schnur wird an der Spitze montiert und sollte nicht länger als die Rute selbst sein. Die Rute kann eine Länge von 3 m bis 16,5 m haben. Diese Methode wird hauptsächlich zum Fang von Weißfischen benutzt. Um den Biß eines Fisches deutlich zu erkennen, werden hier feine Schwimmer (auch Posen genannt) als Bißanzeiger eingesetzt. Des Weiteren ist das Angeln mit verkürzter Schnur eine weitere beliebte Variante des Stippfischens. Die Schnur ist am oberen Ende einer 9 bis zu 16 Meter langen Rute montiert, reicht allerdings nur bis zum 4. oder 5. Teil der meist steckbaren Kopfrute. Durch die kürzere Schnur, meistens 1 m mehr als der Gewässergrund, wird ein genaueres Führen des Köders erzielt, da man auf einer Entfernung von 9 bis 13 Metern direkt unter der Rutenspitze angeln kann. Um die Fluchten des gehakten Fisches abzufangen, ist dazu meist ein Gummizug in die oberen 2-3 Teile eingezogen. Dieser übernimmt im Drill die Funktion eines Puffers, ähnlich der Bremse beim angeln mit der Stationär-Rolle.

Eisangeln

Unter Eisangeln versteht man das Angeln im Winter auf zugeforeren Gewässern. Dazu wird mittels eines Eisbohrers ein Loch in das tragende Eis gebohrt und dann entweder nur mit Schnur oder einer kurzen Rute geangelt.

Rutenarten


- Bologneserute
- Eisangelrute
- Fliegenrute
- Feederrute
- Grundangelrute
- Karpfenrute (Boilierute)
- Matchrute
- Pilkrute
- Spinnrute
- Stipprute (Kopfrute)
- Tori-Leinen Diese Rutenarten lassen sich noch in sogenannte Steck- oder Teleskopruten untergliedern. Auch im gewerblichen Fischfang wird das Angeln als Fischfangmethode genutzt, insbesondere durch die Langleinenfischerei (Angeln mit Schnur und Haken, z. B. sogenannte Aalschnüre) oder durch die Thunfischerei (Angeln mit Rute, Schnur und Haken).

Rechtliche Aspekte

Das Angeln unterliegt grundsätzlich dem Landesfischereigesetz und der Landesfischereiordnung. Zur Ausübung benötigt man einen gültigen Fischereischein ("Angelschein"), diesen erhält man nach bestandener Fischerprüfung auf Antrag bei der Bezirksregierung und einen Fischereierlaubnisschein, dieser wird vom Fischereirecht-Inhaber ausgestellt ("Eigentümer des Gewässers"). Neben dem Landesfischereigesetz sind für Angler auch noch die folgenden Gesetze und Verordnungen von Relevanz: Tierschutzgesetz, Bundesartenschutzverordnung, Tierschutz-Schlachtverordnung, Bundesnaturschutzgesetz.

Wirtschaftliche Bedeutung

Die wirtschaftliche Bedeutung der Freizeitfischerei ist in Deutschland etwa ebenso groß wie die des gewerblichen Fischfangs. Nach Schätzungen setzen Unternehmen, die mit Freizeitfischerei beschäftigt sind, in der Bundesrepublik jährlich 6,4 Milliarden Euro um. Sie beschäftigen dabei 52.000 Arbeitnehmer. Die meisten dieser Arbeitsplätze sind in der Nahrungs- und Futtermittelindustrie, im Einzelhandel und in der Fischerei (z. B. Fischzuchtbetriebe) sowie im Beherbergungs- und Gaststättengewerbe anzusiedeln. Am beliebtesten ist das Angeln in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, wo nach Schätzungen in jeweils 22-23 % der Haushalte mindestens eine Person aktiver Angler ist. Wieviele Angler es genau gibt, ist unbekannt. Eine Million Menschen sind in Deutschland in einem Verein organisiert, laut einer Umfrage des Allensbacher-Instituts sagen rund fünf Millionen Deutsche, sie würden ab und zu oder regelmäßig angeln. Ungefähr 94 % der deutschen Angler sind männlich, eine ähnliche Quote gilt in der Schweiz. 2002 angelten sie etwa 45.000 Tonnen Fisch; die gewerbliche See- und Flussfischerei fing in derselben Zeit etwa 4.000 bis 7.000 Tonnen.

Angelzubehör


- Abhakmatte
- Angelgerätekoffer, -tasche
- Bissanzeiger
- Gaff
- Hakenlöser
- Rod-Pod: :Eine Auflage für die Angelruten während des angelns, die mit einem elektronischen Sensor zur Bissanzeige ergänzt werden kann
- Setzkescher: :Aufbewahrungsnetz in der Angelfischerei um Fische im Wasser schonend darin aufzubewahren fachlich "hältern" genannt.
- Unterfangkescher: :Ein feinmaschiges Netz mit einem Stiel um Fische schonend aus dem Wasser zu entnehmen. In der Angelfischerei "landen" genannt.

Siehe auch

Hobby, Gewässer, Anglerlatein

Weblinks


- [http://www.carp.de/start.shtml Carp.de] Informationen und Hilfen zum Thema Karpfenangeln
- [http://www.carpermania.de/ Carpermania.de] Modernes Karpfenangeln
- [http://www.barsch-alarm.de barsch-alarm.de]Informationen rund ums Barsch angeln
- [http://home.intergga.ch/til Spinnfischen auf Raubfische] Fischarten, Köder, Gewässer, Gerät, Methoden
- [http://www.dersportfischer.de/ Nachschlagbuch für Angelgeräte, Fischereimethoden und Sportfischerprüfung]
- [http://www.fisherfriendsaustria.at/ Österreichs erster Anglerverein zur Erhaltung von Kultur und Brauchtum]
- [http://www.catfish-saone.de/ Catfish-Saône.de] Informationen rund um das Wallerangeln in Europa
- [http://www.blinkern.de/ blinkern.de] Informationen zum Angeln auf den Bodden um Rügen Kategorie:Angeln Kategorie:Fanggerät ja:釣り simple:Fishing

Kategorie:Libellen

Hier sollen alle Artikel über Libellen (Odonata) eingeordnet werden. Kategorie:Insekten

Karelian Autonomous Soviet Socialist Republic

The Karelo-Finnish Soviet Socialist Republic (Karelo-Finnish S.S.R., Finnish Karjalais-Suomalainen sosialistinen neuvostotasavalta, Russian Карело-Финская Советская Социалистическая Республика or Karelo-Finskaya Sovietskaya Sotsialisticheskaya Respublika) was a republic of the Soviet Union that existed between 1940 and 1956.

History

The attack by the Soviet Union on Finland and the ensuing Winter War ended less successfully than the Soviet side had expected. The preparations for setting up a communist-controlled administration for Finland would also have been in vain if it was not for the separation of the Karelian Autonomous Soviet Socialist Republic from the Russian SFSR. The Karelo-Finnish Soviet Socialist Republic, which was set up on March 31, 1940 by merging the KASSR with the Finnish Democratic Republic which had been created in territory captured from Finland during the Winter War. The new republic was to serve as a reminder for the Finns that the Soviet Union had not renounced its claims on Finland. In the ensuing Continuation War, the territory was occupied by Finland more or less from July 1941 until July 1944, and in the following peace Finland was able to defend its independence. On July 16, 1956, the republic was incorporated into the Russian SFSR as the Karelian Autonomous Soviet Socialist Republic. It became the Republic of Karelia, a subdivision of the Russian Federation, on November 13, 1991.

Politics

The chairman of the Karelo-Finnish Supreme Soviet (1940-1956) was Finnish communist Otto Ville Kuusinen. In Finland, which had suffered hard from the civil war in 1918 between the White Guard and Red (socialist) "Worker Protection Guards", Kuusinen came to be hated even by the socialist side. In the republic there was also a separate Karelo-Finnish Communist Party led in the 1940s by G.N. Kupriyanov.

See also


- Winter War
- Finnish Karelia
- Karelia
- Republics of the Soviet Union
- Soviet Union Category:Early Soviet Republics Category:History of Finland

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