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Grab Am Main

Grab am Main

Würzburg ist eine kreisfreie Stadt in Bayern am Mainufer. Sie ist Sitz der Regierung von Unterfranken, des Bezirks Unterfranken und des Landkreises Würzburg. Gegenwärtig hat die Stadt etwas über 129.000 Einwohner und steht damit nach München, Nürnberg, Augsburg und Regensburg an fünfter Stelle unter den Großstädten des Freistaates. Gleichzeitig ist Würzburg nach Nürnberg die zweitgrößte Stadt und ein Zentrum Frankens. Die Stadt ist Bischofssitz der katholischen Diözese Würzburg. Würzburg bildet eines der 23 Oberzentren des Freistaates Bayern. Die nächstgelegenen größeren Städte sind Frankfurt am Main etwa 120 km nordwestlich, Nürnberg etwa 115 km südöstlich und Stuttgart etwa 140 km südwestlich. Die Einwohnerzahl der Stadt Würzburg überschritt 1934 die Grenze von 100.000, wodurch sie nominell zur Großstadt wurde und als solche - trotz ihrer geringen Industriedichte - der vernichtenden Bombardierung im Zweiten Weltkrieg (am 16.März 1945) anheim fiel. Nach der Gemeindereform 1974-1978, bei der u.a Lengfeld, Ober- und Unterdürrbach sowie Versbach und Rottenbauer eingemeindet wurden, entwickelte sich Würzburg zu einer dynamischen Stadt. Im Jahr 2004 beging Würzburg sein 1300-jähriges Stadtjubiläum. Die Würzburger Residenz mit Hofgarten und Residenzplatz wurde 1981 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

Geografie

Würzburg liegt zu beiden Seiten des Mains im mittleren Maintal (Maindreieck). Die Stadt wird überragt von der Festung auf dem Marienberg auf der westlichen Höhe einer Muschelkalkplatte, in die sich der Main eingesenkt hat. Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Würzburg. Sie werden im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden, genannt und gehören alle zum Landkreis Würzburg: Veitshöchheim, Rimpar, Estenfeld, Rottendorf, Gerbrunn, Randersacker, Eibelstadt, Reichenberg, Eisingen, Höchberg, Waldbüttelbrunn und Zell am Main

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet von Würzburg ist in 13 Stadtbezirke eingeteilt, die sich weiter in insgesamt 25 Stadtteile gliedern. Die Stadtbezirke und Stadtteile sind fortlaufend nummeriert. Bei der folgenden Übersicht sind die Stadtteile mit ihren Nummern den 13 Stadtbezirken zugeordnet:

Geschichte

Stadtteil Stadtteil Für die Zeit um 1000 v. Chr. ist eine keltische Fliehburg nachgewiesen. 689, noch vor der ersten urkundlichen Erwähnung
- 1. Mai 704, erfolgte die Missionierung durch Kilian, Kolonat und Totnan.
- 741/742 Gründung des Bistums Würzburg mit Bischof Burkard
- Im 11. Jahrhundert gelangt eine Silbermünze aus Würzburg bis auf die Färöer, wie der Münzfund von Sandur belegt.
- 1156 Hochzeit Friedrich I. Barbarossas mit Beatrix von Burgund
- 1168 Belehnung des damaligen Bischofs Herold mit der Herzogswürde durch Friedrich I. Barbarossa auf dem Reichstag zu Würzburg. Die Bischöfe der Stadt konnten sich fortan "Fürstbischöfe" nennen und den Titel "Herzog in Franken" führen.
- 1402 Erstbegründung der Universität Würzburg
- 1476 Ketzerprozess und Feuertod des Hans Böhm
- 15731617 Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn regiert
- 1582 Neu-Gründung der Julius-Maximilians-Universität Würzburg
- 1631 Eroberung durch den Schwedenkönig Gustav Adolf
- 1720-1744 Bau der Residenz
- 1805 Würzburg wird Hauptstadt des gleichnamigen Großherzogtums
- 1814 Würzburg wird bayerisch und gleichzeitig eine direkt der Regierung unterstehende Stadt (welche später als kreisfreie Stadt bezeichnet wird); ferner wird die Stadt Sitz eines Verwaltungsbezirks, aus dem später der Landkreis Würzburg hervorgeht
- 1817 Würzburg wird Hauptstadt des Regierungsbezirks Unterfranken
- 1895 Wilhelm Conrad Röntgen entdeckt die nach ihm benannten Strahlen
- 1934 Würzburg wird Großstadt
- 1945, 16. März Würzburger Schicksalstag: Bei einem etwa zwanzig Minuten dauernden Terrorangriff der Royal Air Force kommen über 5 000 Menschen ums Leben; die Innenstadt wird zu neunzig Prozent zerstört (Würzburgs Bombardierung am 16. März 1945). Das prächtige barocke Stadtbild der Würzburger Altstadt liegt in Schutt und Asche. Die Stadt wird als Grab am Main bezeichnet. Die Zerstörungen sind so verheerend, dass Stimmen laut werden, die Stadt gar nicht wieder aufzubauen, sondern als mahnendes Trümmerfeld zu belassen (die Siegermächte unterstützten dies). Wie man heute jedoch sieht, hat die Bevölkerung sich damals anders entschieden und ihr Würzburg zu neuer Blüte gebracht.
- 1990 Bayerische Landesgartenschau in Würzburg
- 2004 Feier des 1300-jährigen Stadtjubiläums

Eingemeindungen

Folgende ehemals selbständige Städte und Gemeinden wurden nach Würzburg eingemeindet:
- 1. Januar 1930: die Stadt Heidingsfeld mit den Gemeindeteilen Heidingsfeld, Heuchelhof, Vogelshof und Zwickerleinshof
- 1. Januar 1974: die Gemeinde Rottenbauer
- 1. Juli 1976: aus der Gemeinde Oberdürrbach die Gemeindeteile Oberdürrbach, Schafhof und Ziegelhütte
- 1. Juli 1976: die Gemeinde Unterdürrbach
- 1. Januar 1978: die Gemeinde Lengfeld mit den Gemeindeteilen Holzmühle, Pilziggrund, Riedmühle und Rosenmühle
- 1. Januar 1978: die Gemeinde Versbach mit den Gemeindeteilen Herrnmühle, Schäfermühle und Straubmühle
- 1. Mai 1978: aus der Gemeinde Höchberg der Gemeindeteil Steinbachtal

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Steinbachtal

Religion

Würzburg wurde 741/742 Sitz eines Bistums, das sich neben seinem geistlichen Gebiet bald auch ein weltliches Herrschaftsgebiet schaffen konnte (Fürstbistum ab 1164 beziehungsweise Hochstift Würzburg). Oberster Herr dieses Territoriums war der Bischof, später der Fürstbischof. Die Reformation konnte im Bistum zunächst Fuß fassen, wurde dann aber vor allem durch die Gegenreformation ab 1586 stark unterdrückt. Die Anhänger des Luthertums wurden aus der Stadt verbannt. Während der schwedischen Besatzung konnten die Protestanten vorübergehend wieder Fuß fassen. 1633 wurde ihnen für ein Jahr sogar der Dom eingeräumt. Doch brachte erst das bayerische Religionsedikt von 1803 eine Gleichbehandlung beider Konfessionen. Im selben Jahr erhielten die Protestanten die Kirche des säkularisierten St. Stephans-Klosters. Später wurden weitere Gemeinden gegründet. Alle Gemeinden gehören von Anfang an zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und sind Teil des Dekanats Würzburg innerhalb des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg. Heute haben auch verschiedene Freikirchen in Würzburg ihre Gemeinden gegründet. Das 1802 säkularisierte Fürstbistum Würzburg wurde 1821 als eigenständiges Bistum innerhalb der Kirchenprovinz Bamberg neu umschrieben. Innerhalb dieses Bistums gehören heute die Pfarrgemeinden der Stadt zu den Dekanaten "Würzburg/Stadt", "Würzburg links des Mains" und "Würzburg rechts des Mains".

Politik

Die Stadt wurde schon von Anfang an vom Rat und vom Bürgermeister verwaltet. Der Rat ist seit 1256 bezeugt. An dessen Spitze stand der Schultheiß. Da Würzburg Bischofssitz war, gab es später einen sog. "alten Rat" und einen "neuen Rat". Der Alte Rat, auch Oberrat genannt, war die bischöfliche Aufsichtsbehörde, der neue Rat hatte kaum Befugnisse. Nach dem Bauernkriegen wurden die bürgerlichen Freiheiten nahezu ganz eingeschränkt. An der Spitze der Stadt stand fortan der vom Bischof eingesetzte Stadtschultheiß. Anfang des 18. Jahrhunderts wurden der innere und der äußere Rat zu einem Kollegium vereinigt. 1818 erhielt die Stadt jedoch durch das Bayerische Gemeindeedikt wieder ihre Selbstverwaltung. An der Spitze der Stadt stand fortan der Erste Bürgermeister, der ab 1920 den Titel Oberbürgermeister erhielt. Die Stadtoberhäupter Würzburgs seit 1797

Wappen

Das Wappen der Stadt Würzburg zeigt in Schwarz eine schräg gestellte, eingekerbte, von Rot und Gold gevierte Fahne an silberner Lanzenstange. Die Stadtflagge ist Rot-Gelb mit aufgelegtem Wappen. Die Fahne als Ortswappen taucht seit dem zweiten Drittel des 16. Jahrhunderts auf. Es handelt sich um die Fahne des alten Herzogtums Franken, jedoch in anderer Farbgebung. Ferner war die Fahne des Herzogtums nicht geviert. Seit 1570 wird die Fahne auch ausnahmslos in den Siegeln der Stadt verwendet.

Städtepartnerschaften

Die Stadt Würzburg unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
- Caen (Frankreich), seit 1962
- Dundee, Schottland (Vereinigtes Königreich), seit 1962
- Rochester, Bundesstaat New York, (Vereinigte Staaten von Amerika), seit 1966
- Mwanza (Tansania), seit 1966
- Otsu (Japan), seit 1979
- Salamanca (Spanien), seit 1980
- Suhl (Thüringen), seit 1988
- Umeå (Schweden), seit 1992
- Bray (Republik Irland), seit 2000

Wirtschaft und Infrastruktur

Republik IrlandDie Stadt ist hauptsächlich durch ihre Hochschulen, die Julius-Maximilians-Universität, die Musikhochschule und die Fachhochschule geprägt. Sie beschäftigen über 5.500 wissenschaftliche und technische Angestellte und Beamte sowie Versorgungs- und Verwaltungspersonal (Stand: 2003). Nächstgrößter Arbeitgeber mit etwa 5.000 Angestellten und Beamten ist die Stadt Würzburg selbst. Größter industrieller Arbeitgeber ist die Koenig & Bauer AG (KBA), ein Hersteller von Druckmaschinen. Industrie und Gewerbe sind zumeist kleine und mittelständische Betriebe in den Industriegebieten Hafen, Aumühle und Würzburg-Ost.

Verkehr

Würzburg ist historisch ein bedeutender Knotenpunkt für den Verkehr. Diese ursprünglich durch den Main hervorgerufene verkehrszentrale Lage wird heute durch die Autobahnen und die Deutsche Bahn bestimmt. Durch das südliche Stadtgebiet führt in West-Ost-Richtung die Bundesautobahn A 3 Köln-Frankfurt am Main-Nürnberg-Regensburg-Passau. Im Osten der Stadt führt die Bundesautobahn A 7 Ulm-Kassel-Hamburg vorbei (Kreuz Biebelried). Im Südwesten endet die Autobahn A 81, die von Singen/Stuttgart kommt (Dreieck Würzburg-Kist). Durch das Stadtgebiet führen die Bundesstraßen B 8, B 13, B 19 und B 27. Würzburg ist überregionaler Knotenpunkt im Personenverkehr der Deutschen Bahn. Es kreuzen sich vor allem die Nord-Süd-Verbindung zwischen München/Nürnberg und Kassel/Hamburg und die von Nordwest nach Südost verlaufende Trasse vom Rheinland und Frankfurt am Main nach Regensburg/Passau/Wien/Budapest. Im Eisenbahngüterverkehr hat Würzburg seine früher bedeutende Knotenpunktfunktion dagegen mit der Stillegung seines Rangierbahnhofes im Februar 2005 verloren. Der Hauptbahnhof Würzburg ist für seine Unansehnlichkeit bekannt. Zuletzt bestätigte das im Juli 2005 die "Bild am Sonntag" (BamS): Der Hauptbahnhof bekam bei einem Test von 23 deutschen Bahnhöfen die Note fünf - mangelhaft - und landete auf dem letzten Platz. Den öffentlichen Personennahverkehr versorgen mehrere Straßenbahn- und Buslinien der Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB) sowie Buslinien der Allgemeinen Personennahverkehrs-GmbH (APG), die den Verkehrsverbund Mainfranken (vvm) bilden, innerhalb dessen alle Linien zu einheitlichen Preisen zu benutzen sind. Sportflieger starten und landen auf dem 3,5 km nordwestlich vom Stadtzentrum gelegenen Flugplatz Würzburg-Schenkenturm. Geschäftsreisejets können den Flugplatz Giebelstadt im Landkreis Würzburg anfliegen. Zur Zeit wird das Flugplatzgelände auch teils militärisch von der US-Armee genutzt, weswegen es einer Zugangserlaubnis und für den Flugverkehr ein Prior Permission Request (PPR) bedarf.

Medien

In Würzburg unterhält der Bayerische Rundfunk das Regionalstudio Mainfranken und auf der Frankenwarte bei den geographischen Koordinaten 9°54'24" östliche Länge und 49°46'50" nördliche Breite eine Sendeanlage für UKW, Mittelwelle und TV mit einem gegen Erde isolierten, abgespannten 111 Meter hohen Stahlfachwerkmast. Bis 1999 wurde für den Mittelwellensender die Sendefrequenz 520 kHz genutzt. Diese Frequenz liegt nicht im offiziellen Mittelwellenband und somit konnte der nur 200 Watt starke Würzburger Sender, der zusammen mit dem gleich starken Sender in Hof im Gleichwellenbetrieb betrieben wurde, gut zum Test der Ausbreitungsbedingungen im Mittelwellenbereich genutzt werden. Da aber viele moderne Radios die Frequenz 520 kHz nicht mehr empfangen konnten, erfolgte 1999 eine Frequenzänderung auf 729 kHz. Auf der Frankenwarte betreibt auch die Deutsche Telekom AG eine Rundfunkübertragungsstelle mit zwei abgespannten Stahlfachwerkmasten von 118 Metern und 85 Metern Höhe, die sich bei 9°54'13" östliche Länge und 49°46'48" nördliche Breite beziehungsweise bei 9°54'09" östliche Länge und 49°46'49" nördliche Breite befinden. Außerdem existiert auf der Frankenwarte noch ein Mobilfunkturm in Fertigbetonbauweise bei 9°54'19" östliche Länge, 49°46'50" nördliche Breite. Ferner besteht dort die private "Funkhaus Würzburg Studiobetriebs GmbH", welche die beiden Hörfunkprogramme "Radio Gong" und "Radio Charivari" veranstaltet. Des Weiteren gibt es seit 1987 noch einen lokalen Fernsehsender namens "TV Touring". Ehemals waren es sogar zwei Sender, die Würzburg abwechselnd mit Lokalfernsehen versorgten. In den Anfangsjahren war auch noch die RTU (Radio Television Unterfranken) zu sehen, deren Gesellschafter die Zeitungsgruppe Main Post war. Als Rundfunksender der amerikanischen Streitkräfte sendet der AFN (American Forces Network) ebenfalls in Würzburg von einem kleinen, gegen Erde isolierten, abgespannten Stahlfachwerkmast, auf dem Areal der US-Streitkräfte (Senderstandort: 9°58'53" östliche Länge, 49°47'32" nördliche Breite) auf der Mittelwellenfrequenz 1143 kHz und der UKW-Frequenz 104,9 MHz. Bis 1992 gab es in Würzburg auch noch einen dritten Lokalsender mit dem Namen "Radio W1", der auf UKW 95,8 MHz gesendet hat (heute ist dort "Radio Melodie" mit einem 24 Stunden Volksmusikprogramm zu hören). Dieser Sender wurde aber im Oktober 1992 unter anderem aus finanziellen Gründen eingestellt. Als Tageszeitungen erscheinen die "Mainpost Würzburg" und das "Volksblatt", vertrieben durch die Mainpost Verlagsgruppe (gehört zur Verlagsgruppe Holtzbrinck) mit Sitz in Würzburg/Heuchelhof.

Bildung und Forschung

Verlagsgruppe Holtzbrinck
- Julius-Maximilians-Universität, Erstgründung 1402, Neugründung 1582, eine der ältesten und traditionsreichsten Universitäten Deutschlands, seit 1802 bayerische Universität
- Hochschule für Musik Würzburg, gegründet 1804 als öffentliche Musikanstalt an der Universität, ist sie die älteste Musikausbildungsstätte Deutschlands. 1821 wurde sie Königliches Musikinstitut, 1875 Königliche Musikschule, 1912 Königliches Konservatorium der Musik, 1921 Bayerisches Staatskonservatorium und anschließend Bayerische Fachakademie für Musik. 1973 erhielt sie den Namen Hochschule für Musik. 2001 wurde sie in die Fachakademie für Musik Würzburg eingegliedert.
- Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt; gegründet 1971 aus einem Polytechnikum mit Abteilungen in Würzburg und Schweinfurt. Ab 1995 wurde die Abteilung Aschaffenburg angegliedert, die sich jedoch bereits am 1. Oktober 2000 wieder selbständig machte.
- Fraunhofer-Institut für Silicatforschung (ISC)
- Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung e.V. (ZAE Bayern) Abteilung Wärmedämmung und Wärmetransport.
- BioMed/ZmK Innovations- und Gründerzentrum für Biotechnologie und -medizin (BioMed) und Zentrum für moderne Kommunikationstechnologien ZmK.
- Gymnasien: Riemenschneider - Gymnasium; Wirsberg - Gymnasium; Siebold - Gymnasium; Röntgen - Gymnasium; Grünewald Gymnasium; Mozart-Schönborn - Gymnasium; Ursulinen; Deutschhaus - Gymnasium; Friedrich-Koenig - Gymnasium

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater


- Mainfrankentheater Würzburg, Drei-Sparten-Theater
- Bockshorn! im Kulturspeicher – Kabarett, Theater unter anderem
- [http://www.theater-ensemble.net theater ensemble] – Experimentelles, Traditionelles, off-Theater
- Theater am Neunerplatz
- Theater Chambinzky – Boulevardtheater
- Theater Spielberg – Kinder und Jugendtheater,
- Werkstattbühne
- Plastisches Theater Hobbit – Figurentheater, Maskentheater
- Würzburger Kasperhaus – Traditionelles Kaspertheater im Gewölbekeller
- blackboX – theater für tanz
- tanzSpeicher – theater für zeitgenössischen tanz
- Theater Augenblick – Theater der Mainfränkischen Werkstätten
- [http://www.kunstkeller-wuerzburg.de Kunstkeller Würzburg] Theater im Gewölbekeller

Museen und Galerien


- Museum am Dom – Moderne und zeitgenössische Künstler (Joseph Beuys, Otto Dix, Käthe Kollwitz) sowie alte Meister (unter anderem Tilman Riemenschneider)
- Domschatz – Museum der Diözese Würzburg (Grabbeigaben, Goldschmiedearbeiten und liturgische Gewänder)
- Fürstenbaumuseum – fürstbischöfliche Wohnräume, Schatzkammer und Abteilung Stadtgeschichte Würzburgs
- Historischer Saal der Fischerzunft
- Hofspitalkirche "Spitäle" – in der spätgotischen 1789 umgebauten Kapelle des ehemaligen Hofspitals befindet sich die Galerie Spitäle mit Wechselausstellungen zeitgenössischer Künstler
- Museum im Kulturspeicher – eröffnet am 22. Februar 2002 in einem ehemaligen Getreidespeicher am Alten Hafen, beherbergt es die Kunstsammlung der ehemaligen städtischen Galerie mit mainfränkischer Kunst aus dem 19. und 20. Jahrhundert und die private Sammlung Peter C. Ruppert, eine der bedeutendsten Sammlungen Konkreter Kunst. Zudem Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst
- Kunstschiff "Arte Noah" – Wechselausstellungen zeitgenössischer Künstler
- Mainfränkisches Museum auf der Festung Marienberg – Sammlung fränkischer Kunstwerke, darunter die größte Sammlung von Skulpturen des Bildhauers Tilman Riemenschneider; vorgeschichtliche Sammlung; Zeugnisse fränkischer Weinkultur; Volkskunde
- Martin-von-Wagner-Museum der Universität Würzburg mit Antikensammlung, Gemäldegalerie und Graphischer Sammlung
- Mineralogisches Museum – Edelsteine, Mineralien, Kristalle, Erze und Meteoriten
- Röntgen-Gedächtnisstätte – zeigt das Originallabor, in dem Wilhelm Conrad Röntgen die nach ihm benannten Röntgenstrahlen entdeckte
- Siebold-Museum – Ständige Sammlung und Wechselausstellungen unter anderem mit Exponaten aus dem Nachlass des Würzburger Japanforschers Philipp Franz von Siebold
- Staatsgalerie Würzburg - bayerische Staatsgemäldesammlung

Bauwerke


- Alte Universität
- Alter Kranen am Kranenkai. Erbaut 17721773 von Balthasar Neumanns Sohn.
- Bismarckturm
- Bürgerspital zum Hl. Geist
- Falkenhaus am Markt Ehemaliges Gasthaus mit Stuckdekoration aus dem Jahre 1751, heute Tourist Information und Stadtbücherei
- Festung Marienberg (auch Marienfeste genannt), das Wahrzeichen der Stadt mit dem Mainfränkischen Museum
- Frankenwarte
- Grafeneckart und Rathaus mit Vierröhrenbrunnen
- Hof Conti
- Hofgarten der Residenz
- Höfe und Bürgerhäuser, Unterer Markt und Gressengasse
- Huttenschlößchen
- Juliusspital
- Neubaukirche
- Neue Universität
- Residenz (UNESCO-Weltkulturgut), erbaut 17201744 von Balthasar Neumann
- Roter Bau
- Rückermainhof Bild:Marienberg_wuerzburg.jpg|Festung Marienberg Image:St kilian marienberg wuerzb.jpg|St. Kilian auf der Alten Mainbrücke und Feste Marienberg Bild:Würzburg Feste Marienberg Fürstengarten.JPG|Fürstengarten der Feste Marienberg Bild:Wuerzburger_Residenz_vom_Hofgarten.jpg|Würzburger Residenz (vom Hofgarten aus) Image:Wuerzburg_alter_kranen.jpg|Alter Kranen Image:Wuerzburg grafeneckart.jpg|Altes Rathaus Grafeneckart Bild:neue_uni_wuerzburg.jpg|Neue Universität

Kirchen

Siehe Artikel Kirchen in Würzburg. Bild:Neubaukirche_wuerzburg.jpg|Neubaukirche Image:Wuerzburg Cathedral N Transept Schoenborn Chapel f nw.jpg|Schönbornkapelle am Dom Image:Wuerzburg Cathedral Schoenborn Chapel f w.jpg|Schönbornkapelle am Dom

Mainbrücken


- Alte Mainbrücke mit Heiligenfiguren um 1730
- Brücke der Deutschen Einheit
- Friedensbrücke (ursprünglich: Luitpoldbrücke, wurde nach dem 2. Weltkrieg umbenannt)
- Konrad-Adenauer-Brücke
- Ludwigsbrücke: Umgangssprachlich ist sie in der Bevölkerung, wegen der vier Löwenstatuen an den beiden Auffahrten zur Brücke, als Löwenbrücke bekannt.
- Laurentiusbrücke: Als Verbindung von Würzburgs neuem Hafen nach Zell am Main ist diese Brücke als Zeller Brücke bekannt.
- Sebastian-Kneipp-Fußgängersteg Bild:Würzburg alte Mainbrücke.JPG|Alte Mainbrücke in Würzburg Image:St kilian marienberg wuerzb.jpg|St. Kilian auf der Alten Mainbrücke und Feste Marienberg Bild:Würzburg Löwenbrücke.JPG|Ludwigsbrücke (umgangssprachlich Löwenbrücke)

Sonstige Sehenswürdigkeiten


- Botanischer Garten
- Aussichtsturm Frankenwarte
- Im Stadtteil Keesburg befindet sich die Volkssternwarte Würzburg

Nachtleben

Die meisten Kneipen, Cafes und Bars liegen innerhalb des Stadtkerns entlang der Juliuspromenade, Karmelitenstraße und Sanderstraße. Hervorzuheben sind u.a.:
- Brauhaus (Bar mit hauseigener Brauerei, montags Studentenabend)
- Joe's (mexikanische Bar und Restaurant, dienstags Happyhour)
- Nachtwächter (Würzburgs älteste Studentenkneipe, täglich ab 20h geöffnet)
- Sternbäck (rustikale Kneipe, vor allem an Fasching gut besucht)
- Diskothek akw! (Autonomes Kulturzentrum Würzburg), ca. 1 km vom Stadtzentrum
- Diskothek Labyrinth "Laby", in der Nähe des Berliner Rings, Beethovenstraße)
- Diskothek "Airport" (Technodiskothek mit mehreren Tanzflächen), ca. 5 km vom Stadtzentrum
- Blaue Grotte (Erste Pizzeria Deutschlands, Elefantengasse)
- Diskothek "Zauberberg" mit Biergarten "Zaubergarten"
- Kult (Kneipe, Kollektiv ohne Chef, berühmtes Wahlfrühstück), an der Sanderstraße
- Diskothek "Das Boot" (Alter Kohledampfer , welcher als Diskothek umgebaut wurde und nun in einem Hafenbecken liegt), in der Nähe des Cinemaxx und des Kulturspeichers
- Hans Huckebein (Textorstraße; gemütliche nordische Seemannskneipe)
- Tomate, kleine Reggae-Kneipe am Rande der Innenstadt (Pleicherschulgasse) Ein weiteres nächtliches Highlight in Würzburg ist die Distelhäuser Shuttle Party. Sie findet immer in der ersten Woche der Vorlesungszeit - und im Oktober 2005 bereits zum dreiundzwanzigstenmal - statt.

Regelmäßige Veranstaltungen


- Januar: [http://www.filmwochenende-wuerzburg.de/ Internationales Filmwochenende]
- März/April: Frühjahrsvolksfest, Stadtmarathon
- April: ShuttleParty
- Mai: Africa Festival - Das größte Fest afrikanischer Kulturen in Europa
- Mai/Juni: Würzburger Weindorf
- Juni: Kunstmarkt, Umsonst und Draußen Festival
- Juni/Juli: Mozart-Fest
- Juli: Kiliani-Volksfest
- August: Historische Bürgermahlzeit
- August/September: Fürstbischöfliche Hofmusiktage
- August/September: Weinparade am Dom
- September/Oktober: Mainfranken-Messe
- September: Stadtfest und Theaterfest
- Oktober: ShuttleParty
- Oktober/November: Würzburger Kabarett-Tage
- November: "Würzburger Bachtage"
- Dezember: Weihnachtsmarkt

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Ehrenbürger der Stadt Würzburg in der Reihenfolge der Verleihung des Ehrenbürgerrechts:
- 1819: Georg Josef von Seuffert, Bezirksgerichtsdirektor
- 1819: Dr. Johann Adam von Seuffert, Professor an der Universität
- 1819: Dr. Wilhelm Josef Behr, Professor der Rechte
- 1819: Rudolf Graf von Rechteren-Limpurg, Generalmajor
- 1824: Arnold Friedrich Ritter von Mieg, Ministerialrat
- 1830: Dr. Lukas Schönlein, Arzt
- 1837: Georg Thomas Haaf, geistlicher Rat und Pfarrer
- 1837: Eleonore Landgräfin von Hessen-Rotenburg, Wohltäterin
- 1838: Dr. Franz Horn, Rektor der Kreisgewerbeschule
- 1851: Dr. Josef Fröhlich, Gründer der Musikschule
- 1851: Johannes Bolongaro Crevenna, Kaufmann und Fabrikant
- 1856: Ludwig Wickenmayer, Stadtpfarrer zu St. Gertrud
- 1857: Martin von Wagner, Direktor der Akademie der bildenden Künste
- 1857: Jakob Huth, Weinhändler
- 1858: Dr. Wilhelm Scanzoni von Lichtenfels, Professor
- 1866: Dr. Ludwig Weis, Erster Bürgermeister
- 1866: Dr. Friedrich August Freiherr von Zu-Rhein, Staatsrat, Präsident der Regierung von Unterfranken
- 1871: Jakob Freiherr von Hartmann, Generalkommandant
- 1891: Dr. Josef von Schork, Erzbischof von Bamberg
- 1892: Dr. Albert von Koeliker, Universitätsprofessor
- 1899: Dr. Friedrich Graf von Luxburg, Präsident der Regierung von Unterfranken
- 1902: Dr. Franz Josef von Stein, Erzbischof von München
- 1911: Dr. Friedrich Prym, Universitätsprofessor
- 1913: Philipp Ritter von Michel, Oberbürgermeister
- 1916: Dr. Friedrich Ritter von Brettreich, Staatsminister
- 1921: Dr. Wilhelm Conrad Röntgen, Universitätsprofessor
- 1948: Dr. h.c. Hans Löffler, Oberbürgermeister
- 1961: Dr. Franz Stadelmayer, Oberbürgermeister
- 1995: Gerda Laufer, Mitglied des Stadtrats, Bezirksrats und Landtags
- 2000: Maitre Jean-Marie Girault, Oberbürgermeister von Caen (Frankreich)
- 2000: Dr. Hans-Bernhard Bolza-Schünemann, Unternehmer, Präsident der IHK Ehrenbürger von Heidingsfeld:
- 1901: Franz Otto, Altbürgermeister von Heidingsfeld

Söhne und Töchter der Stadt

Die folgende Übersicht enthält bedeutende, in Würzburg geborene Persönlichkeiten, unabhängig davon, ob diese ihren späteren Wirkungskreis in Würzburg hatten, chronologisch aufgelistet nach dem Geburtsjahr. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
- 12201230, Konrad von Würzburg, † 31. August 1287, einer der zwölf Meister der Meistersanges
- um 1470, Matthias Grünewald, † August 1528 (?) in Halle/Saale (?), Maler (Isenheimer Altar)
- 1745, 22. August, Heinrich Freiherr von Warnsdorf alias Philipp Ernst Freiherr von Warnsdorf, † 17. Februar 1817 in Fulda, Päpstlicher Administrator in Fulda 1814–1817
- 1749, 15. Juni, Georg Joseph Vogler (Abbé Vogler), † 6. Mai 1814 in Darmstadt, Komponist (Kirchenmusik unter anderem) und Theologe
- 1758, 14. März, Adam Friedrich Freiherr von Groß zu Trockau, † 21. März 1840 in Würzburg, Apostolischer Vikar in Bamberg 1812–1821 und Bischof von Würzburg 1821–1840
- 1761, 20. Januar, Lothar Anselm Freiherr von Gebsattel, † 1. Oktober 1846 in Mühldorf am Inn, Erzbischof von München und Freising 182–46
- 1761, 17. Februar, Philipp Franz von Siebold, † 18. Oktober 1866 in München, deutscher Arzt, Japan- und Naturforscher
- 1783, 23. Mai, Johann Peter von Richarz, † 2. Juli 1855 in Augsburg, Bischof von Speyer 1835–1836 und Bischof von Augsburg 1836–1855
- 1811, 14. September, Franz Xaver Himmelstein, † 4. April 1889 in Würzburg, Kapitularvikar in Würzburg 1875–1879
- 1820, 15. August , Adolf von Pfretzschner, † 27. April 1901 in München, Politiker, Ministerpräsident
- 1826, 21. August, Carl Gegenbaur, † 14. Juni 1903 in Heidelberg, Zoologe und einer der Väter der Evolutionsmorphologie
- 1867, Max Dauthendey, † 1918 in Malang auf Java, Dichter und Maler
- 1878, 24. Dezember, Gustav von Bergmann, † 16. September 1955 in München, Internist, Begründer der Lehre von den nicht organisch bedingten Krankheitserscheinungen
- 1882, 24. Juni, Carl Diem, † 17. Dezember 1962 in Köln, Sportwissenschaftler (erfand das Deutsche Sportabzeichen 1913 und initiierte 1936 erstmals, dass ein Fackelträger von Griechenland zum jeweiligen Olympia-Austragungsort läuft)
- 1882, 4. September, Leonhard Frank, † 18. August 1961 in München, Schriftsteller (1914 Fontane-Preis für den in Würzburg spielenden Roman "Die Räuberbande")
- 1883, 27. Januar, Gottfried Feder, † 24. September 1941 in Murnau, Wirtschaftstheoretiker der NSDAP
- 1884, 30. Juni, Franz Halder, † 2. April 1972 in Aschau, Generaloberst, 1938 Chef des Generalstabs des Heeres
- 1885, Hermann Heimerich, † 1963, Politiker
- 1890, 10. Mai, Alfred Jodl, † 16. Oktober 1946 (Hinrichtung durch Erhängen) in Nürnberg, Generaloberst, Chef des Wehrmachtsführungsstabes im Oberkommando der Wehrmacht
- 1890, Emy Roeder, † 1971, Bildhauerin
- 1900, 14. August, Margret Boveri, † 6. Juli 1975 in Berlin, Journalistin und Publizistin
- 1901, 5. Dezember, Werner Heisenberg, † 1. Februar 1976 in München, Physiker (1932 Nobel-Preis)
- 1912, 5. Juni, Josef Neckermann, † 13. Januar 1992 in Dreieich, Unternehmer, Sportfunktionär und Dressurreiter
- 1916, 15. Oktober, Karl Ebert, † 12. November 1974, Weihbischof des Apostolischen Administrators von Erfurt und Meiningen
- 1919, 1. März, Ludwig Volkholz (gen.: Jager-Wiggerl), † 23. Mai 1994 in Graefenwiesen, bayerischer Politiker (MdB, MdL) der Bayernpartei und Gründer der C.B.V..
- 1924, 3. Mai, Jehuda Amichai (Ludwig Pfeuffer), † 22. September 2000 in Jerusalem, bedeutender israelischer Dichter und Schriftsteller
- 1926, 21. Oktober, Leo Kirch, Medienunternehmer
- 1937, 20. Mai, Franz Steinkühler, Gewerkschafter, Vorsitzender der IG Metall (ab 1986)
- 1951, 29. September, Jutta von Dithfurth, Sprecherin der GRÜNEN im Bundestag, Gründerin der "Ökologischen Linken/Alternative Liste (Öko-Linx)"
- 1953, Thomas Bach, Olympiasieger im Fechten und hochrangiger Sportfunktionär
- 1960, 6. Februar, Frank-Markus Barwasser, Kabarettist, Mundartkünstler und Schöpfer der bekannten Figur des Erwin Pelzig
- 1963, 14. Mai, Pia Beckmann, seit 2002 Oberbürgermeisterin
- 1964, 1. Mai, Gottfried von der Goltz, Musiker (Violinist)
- 1975, 29. Oktober, Frank Baumann, Fußballnationalspieler
- 1978, 19. Juni, Dirk Nowitzki, Basketballspieler in der NBA (Dallas Mavericks) Sonstige Würzburger Persönlichkeiten von Bedeutung Burkard (Bischof von Würzburg im 8. Jhd.), Lorenz Fries (Geschichtsschreiber), Balthasar Neumann (Barockbaumeister), Tilman Riemenschneider (Bildhauer), Walther von der Vogelweide (Minnesänger), Michael de Leone (Schriftensammler), Caspar Schott (Gelehrter), Hermann Zilcher (Komponist), Wolfgang Bötsch (Politiker), Peter Sippel (FIFA Schiedsrichter)

Lokale Spezialitäten

Würzburg ist das Zentrum des Frankenweins; auf dem Stadtgebiet befinden sich die bekannteste Frankenweinlage Würzburger Stein und die drei großen, traditionsreichen Weingüter mit jeweils saalartigen Weinstuben: die Hofkellereien (staatlich, früher Fürst-eigen), das Juliusspital (kirchlich) und das Bürgerspital (bürgerlich). Eine weitere Besonderheit der Würzburger Trinkkultur sind die Bäcken, Weinstuben, in denen man mitgebrachtes Essen verzehren darf. Außerdem hat Würzburg seit den 1980er Jahren eine eigene Würzburger Bratwurst.

Sonstiges


- In Würzburg wurde am 13. Oktober 1945 die Christlich-Soziale Union in Bayern eV (CSU) gegründet.
- Romane, die in Würzburg spielen:
  - Die Räuberbande, Roman von Leonhard Frank
  - Das Ochsenfurter Männerquartett, Roman von Leonhard Frank
  - Die Jünger Jesu, Roman von Leonhard Frank
  - Nicht von jetzt, nicht von hier, Roman von Jehuda Amichai
  - Wolfsbrut, Roman von Roman Rausch
  - Kilian. In Sachen Mord, Roman von Roman Rausch
  - Tiepolos Fehler, Roman von Roman Rausch
  - Die Zeit ist nahe, Roman von Roman Rausch
  - Der Gesang der Hölle, Roman von Roman Rausch
- Bücher des Würzburgers Günter Huth
  - Der Schoppenfetzer und die Silvanerleiche, Regionalkrimi von Günter Huth
  - Der Schoppenfetzer und der Tod des Nachtwächters, Regionalkrimi von Günter Huth
  - Der Schoppenfetzer und das Rotweingrab, Regionalkrimi von Günter Huth
  - Der Schoppenfetzer und das Riesling-Attentat, Regionalkrimi von Günter Huth
- Filme, die in Würzburg spielen:
  - Lammbock von Christian Zübert mit Moritz Bleibtreu, Lukas Gregorowicz und Marie Zielcke
- Bücher der Würzburgerin Cornelia Boese
  - Die gute Fee im Kasten. Die Souffleuse im Mittelalter. Monographie von Cornelia Boese
  - Polska für den Elch. Eine skandinavische Reiseerzählung von Cornelia Boese
  - Ich bin der unsichtbare Herrscher einer magischen Welt. Gedichtband von Cornelia Boese
  - Gaulimauli. Eine vergnügliche Reimreise mit und zu Mozart von Cornelia Boese
  - Von Räubern, Feen und großen Geistern. Würzburger Künstlergeschichten von Cornelia Boese

Literatur


- Bayerisches Städtebuch; Band V 1. Teilband Unter-, Mittel- und Oberfranken aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte" – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1971
- Nestmeyer, Ralf: Franken. Ein Reisehandbuch. Michael-Müller-Verlag, Erlangen, 2004
- Schock-Werner, Barbara: Die Bauten im Fürstbistum Würzburg unter Julius Echter von Mespelbrunn (1573-1617), Schnell & Steiner, 2005, ISBN: 379541623X
- Grübel, Sybille, Wesely, Clemens: Würzburg. 100 Jahre Stadtgeschichte, Sutton-Verlag 1998, ISBN: 3897020394
- Süß, Peter: Würzburg, der offizielle Stadtführer, Stürtz 2005, ISBN: 3800309963

Weblinks


- [http://www.wuerzburg.de/ Offizielle Internetpräsenz der Stadt]
- [http://www.schloesser.bayern.de/deutsch/schloss/ Residenz und Festung Marienberg]
- [http://www.tiepolo-wuerzburg.net/index.php/ Restaurierung der Tiepolo-Fresken] Wurzburg ! Wurzburg Wurzburg ja:ヴュルツブルク

Kreisfreie Stadt

Die kreisfreie Stadt (in Baden-Württemberg als Stadtkreis bezeichnet) ist eine kommunale Gebietskörperschaft, die nach dem Kommunalrecht Deutschlands ihre Aufgaben in eigener Zuständigkeit erledigt. In der Regel handelt es sich dabei um Großstädte, also Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern oder größere Mittelstädte. Allerdings gibt es in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen auch Großstädte, die nicht kreisfrei sind, z.B. Hildesheim, Moers, Neuss, Recklinghausen, Reutlingen oder Witten und im Gegensatz dazu in Bayern und Rheinland-Pfalz Stadtkreise bzw. kreisfreie Städte, die weniger als 50.000 Einwohner haben. Die kleinste kreisfreie Stadt in Deutschland ist Zweibrücken in Rheinland-Pfalz mit rund 38.000 Einwohnern (2004), der größte Stadtkreis die bayerische Landeshauptstadt München mit 1,3 Millionen Einwohnern. Berlin und Hamburg sind zwar größer, aber nicht kreisfreie Städte, sondern Stadtstaaten. Der Stadtstaat Bremen besteht sogar aus 2 Stadtkreisen, nämlich der Stadt Bremen und der ca. 60 km nördlich gelegenen Seestadt Bremerhaven. Derzeit wird im Landkreis Lüchow-Dannenberg diskutiert, sich in eine kreisfreie Gemeinde umzuwandeln. Dies wäre in der Bundesrepublik einmalig.

Historische Entwicklung

Preußen

Bei der 1816 erfolgten Gliederung Preußens in Landkreise wurden die Provinzhauptstädte Aachen, Breslau, Danzig, Düsseldorf, Erfurt, Halle, Königsberg, Magdeburg, Minden, Münster, Posen, Potsdam und Stettin als Stadtkreise der unmittelbaren Kontrolle der Provinzregierung unterstellt. Seine Kreisfreiheit verlor Minden bereits 1817 schon wieder, ebenso 1820 auch Düsseldorf und Erfurt, die wieder in die jeweiligen Landkreise eingegliedert wurden. Nach der Annexion des Königsreiches Hannover, des Kurfürstentums Hessen-Kassel und des Herzogtums Nassau im Jahre 1866 wurden die ehemaligen Hauptstädte dieser Staaten, Hannover, Kassel und Wiesbaden, als Stadtkreise übernommen. Durch das starke Wachstum der Städte infolge der Industrialisierung wurde die Forderung an die Adresse der preußischen Regierung nach einer Neugliederung der Landkreise und der Bildung von Stadtkreisen immer lauter. Waren Barmen und Elberfeld, die 1861 Stadtkreise wurden, noch als Ausnahmefall charakterisiert worden, so musste die Regierung 1872 offiziell der Neugliederung von Stadtkreisen zustimmen. Düsseldorf, Erfurt, Köln und Krefeld waren die ersten Städte, die von dieser neuen Regelung profitierten. 1873 wurden auch Duisburg, Elbing, Görlitz, Liegnitz und Stralsund neue Stadtkreise. Ab 1875 war generell eine Einwohnerzahl von mehr als 30.000 Voraussetzung für die Bildung von Stadtkreisen. In einigen Fällen, wie z.B. Hamborn wurde 1911 aus einem rasant auf 100.000 Einwohner gewachsenen Dorf direkt ein Stadtkreis. Dieser wurde 18 Jahre später im Jahre 1929 mit Duisburg zum Stadtkreis Duisburg-Hamborn vereinigt.

Sachsen

Ursprünglich wurden nur die drei Bezirkshauptstädte Dresden, Leipzig und Chemnitz als Unmittelbare Städte von der Einteilung in Amtshauptmannschaften ausgenommen. Als die Stadt Plauen jedoch um 1904 zu einer Großstadt mit über 100.000 Einwohnern herangewachsen war, musste die sächsische Regierung reagieren und gewährte 1907 auch der viertgrößten sächsischen Stadt Plauen und der fünftgrößten sächsischen Stadt Zwickau das Privileg der Kreisfreiheit. Die seit 1919 amtierende sozialdemokratische Regierung stand dem Wunsch der Städte nach Kreisfreiheit deutlich offener gegenüber und gewährte 1922 zunächst den Städten Bautzen, Freiberg, Meißen und Zittau, im Jahre 1924 dann auch vielen weiteren Städten (unter anderem Döbeln, Freital, Mittweida, Pirna und Riesa) das Privileg der Kreisfreiheit. Die Stadt Radebeul wurde 1935 als letzte sächsische Stadt zum Stadtkreis erhoben, nachdem sie durch den Zusammenschluss mit der Stadt Kötzschenbroda die geforderte Einwohnerzahl von 30.000 Einwohnern erreicht hatte. Die Städte Görlitz (Stadtkreis seit 1873) und Hoyerswerda (Stadtkreis seit 1996) gehörten bis 1945 zur preußischen Provinz Niederschlesien.

Übrige deutsche Staaten

Das Großherzogtum Oldenburg gewährte außer der Landeshauptstadt Oldenburg (Oldb.) auch den Städten Jever (1855), Varel (1858), Delmenhorst (1903) und Rüstringen (1911), das 1937 mit Wilhelmshaven vereinigt wurde, das Privileg der Kreisfreiheit. Die Freistaaten Mecklenburg-Schwerin und Thüringen führten bei ihrer staatlichen Neugliederung in den Jahren 1920 bis 1922 das in Preußen übliche System mit Stadt- und Landkreisen ein. Nach der Vereinigung der beiden mecklenburgischen Freistaaten Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz im Jahre 1934 wurden die beiden Strelitzer Städte Neubrandenburg und Neustrelitz als Stadtkreise übernommen, die übrigen Strelitzer Städte jedoch dem Landkreis Stargard eingegliedert. Baden, Braunschweig, Hessen-Darmstadt und Württemberg kannten bis zur Verwaltungsreform 1938 mit Ausnahme der württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart keine Stadtkreise.

Die Deutsche Gemeindeordnung von 1935

Die Deutsche Gemeindeordnung von 1935 führte den Begriff "Stadtkreis" neu ein. In der "Ersten Verordnung zur Durchführung der Deutschen Gemeindeordnung" vom 23. März 1935 wurden alle Stadtkreise, geordnet nach Bundesstaaten aufgezählt. 1942 gab es hierzu eine Ergänzung. Dabei muss berücksichtigt werden, dass es sich bei diesen Stadtkreisen mit Ausnahme der im Staat Preußen nicht um Stadtkreise im heutigen Sinne handelte. Sie waren eher zu vergleichen mit "kreisangehörigen Städten mit Sonderstatus", also etwa Großen Kreisstädten. Siehe hierzu: Liste der kreisangehörigen Städte mit Sonderstatus in Deutschland.

Bundesrepublik Deutschland

In der Bundesrepublik Deutschland wurden anfangs nur zwei kreisfreie Städte neu errichtet: Wolfsburg am 1. Oktober 1951 und Leverkusen am 1. April 1955. Andererseits wurden im Zuge der Gebietsreformen der 1970er Jahre viele kreisfreie Städte entweder in die benachbarten Landkreise eingegliedert, z.B. Cuxhaven, Fulda, Gladbeck, Hildesheim, Neu-Ulm, Siegen und Witten oder aber mit einer Nachbarstadt vereinigt, z.B. Rheydt, Wanne-Eickel und Wattenscheid.

Deutsche Demokratische Republik

Während in den ersten Jahren der sowjetischen Besatzung noch Stadtkreise eingerichtet wurden (z.B. Schönebeck (Elbe) im Jahre 1946), beseitigte die 1950 bis 1952 durchgeführte Verwaltungsreform die Mehrzahl der historisch gewachsenen Stadtkreise. Allerdings wurden in der DDR-Regierung auch neue Stadtkreise gebildet. So war z.B. Johanngeorgenstadt von 1951 bis 1957 Stadtkreis; denn durch den Uranabbau war die Zahl der Einwohner auf über 40.000 gewachen. Nach 1957 sank sie wieder ab. Auch die neu errichtete Stalinstadt (heute Eisenhüttenstadt) wurde 1953 von der DDR-Regierung zum Stadtkreis erhoben. Schwedt(Oder) (1961) und Suhl (1967) gehörten ebenfalls zu den Städten, die wegen ihrer politischen und wirtschaftlichen Bedeutung Stadtkreise wurden. Die erst 1967 gegründete und wegen fehlender Infrastruktur oft als "Schlafstadt" verspottete Großsiedlung Halle-Neustadt wurde 1971 zur kreisfreien Stadt erklärt, 1990 aber wieder der Stadt Halle (Saale) eingliedert.

Österreich

In Österreich wird eine kreisfreie Stadt als Statutarstadt bezeichnet. Lediglich zwischen 1938 und 1945 wurden diese Statutarstädte wie im übrigen Deutschen Reich als Stadtkreise bezeichnet. Diese verfügen im Gegensatz zu kreisfreien Städten über eine eigene Kommunalverfassung, das Statut. Eine Statutarstadt übernimmt zugleich die Aufgaben der Bezirkshauptmannschaft.

Polen

Auch Polen gehört zu den Ländern, in denen zwischen Landkreisen und Stadtkreisen unterschieden wird. Einige Städte wurden bereits im Deutschen Kaiserreich zum Stadtkreis (Bromberg 1875, Graudenz und Thorn 1900) bzw. im KuK-Reich zur Statutarstadt erhoben (z.B. Bielitz). Andere Städte wurden erst nach 1918 von der neugegründeten polnischen Republik zu Stadtkreisen erklärt, z.B. Gniezno (1925), Inowrocław (1925) und Kalisz (1929).

Vereinigtes Königreich

Im Vereinigten Königreich wurden County Boroughs 1889 eingeführt, 1974 aber wieder abgeschafft. Die Voraussetzung für die Gewährung des Status war eine gewisse Mindestzahl von Einwohnern, die von zuerst 50.000 über 75.000 (1926) auf zuletzt 100.000 erhöht wurde. 1992 wurden wieder so genannte Unitary Authority eingeführt, die weitgehend den alten "County boroughs" entsprechen.

USA

In den USA gibt es ebenfalls das Konzept einer kreisfreien Stadt unter dem Namen independent city (auf englisch). Seit dem Jahre 1871 sind in Virginia alle Städte per Gesetz kreisfrei, aber auch in anderen Bundesstaaten gibt es "independent cities", z.B. Baltimore in Maryland oder Saint Louis in Missouri.

Siehe auch


- Kommune
- Stadt
- Kreisstadt
- Stadtstaat
- Gemeinde
- Gemeindearten
- Kommunalwahl
- Liste der kreisfreien Städte in Deutschland
- Statutarstadt in Österreich Kategorie:Politische Geographie ! Kategorie:Kommunalverwaltung Kategorie:Körperschaft des öffentlichen Rechts ja:独立市 ko:독립시

Bayern

Der Freistaat Bayern liegt im Süden und Südosten der Bundesrepublik Deutschland und ist das flächenmäßig größte Bundesland. Angrenzend sind (im Uhrzeigersinn) die Länder Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Sachsen. Im Osten grenzt Bayern an Tschechien, im Süden an Österreich und an den Bodensee. Im Freistaat leben traditionell drei deutsche Volksstämme: die Franken (Ober-, Mittel- und Unterfranken), die Schwaben und die Baiern ("Altbayern").

Geschichte

Siehe die Hauptartikel Vorgeschichte Bayerns, Geschichte Bayerns und Königreich Bayern Die Schreibweise des Landesnamens mit "y" geht auf eine Anordnung von König Ludwig I., König von Bayern vom 20. Oktober 1825 zurück, mit der die ursprüngliche Schreibweise "Baiern" abgelöst wurde. Er "importierte" das Y aus dem griechischen Alphabet, da sein zweiter Sohn, Otto I., König von Griechenland wurde und seinerseits die bayerischen Farben weiß-blau als griechische Nationalfarben etablierte.

Politik

Siehe den Hauptartikel Politisches System Bayerns. Im Bayerischen Landtag sind derzeit drei Parteien vertreten. Nach den Wahlen vom 21. September 2003 ergab sich folgende Sitzverteilung (insges. 180 Sitze):
- CSU 124 Sitze
- SPD 41 Sitze
- Bündnis 90/Die Grünen 15 Sitze
Die Ergebnisse der Landtagswahl 2003 sahen wie folgt aus:

Bayerische Staatsregierung

In Bayern regiert seit 1966 die CSU mit absoluter Mehrheit, seit den Landtagswahlen am 21. September 2003 sogar mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit der Abgeordneten. Amtierender Ministerpräsident ist seit dem 17. Juni 1993 Dr. Edmund Stoiber (CSU). Am 7. Oktober 2003 wurde Edmund Stoiber als Ministerpräsident vom Landtag wiedergewählt, am 14. Oktober das neue Kabinett von ihm ernannt und vom Landtag bestätigt. Der Bayerischen Staatsregierung gehören zurzeit folgende Mitglieder an:

- Edmund Stoiber (CSU), Ministerpräsident des Freistaates Bayern
- Günther Beckstein (CSU), Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister des Innern
- Erwin Huber (CSU), Leiter der Staatskanzlei und Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Verwaltungsreform
- Eberhard Sinner (CSU), Staatsminister für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen
- Beate Merk (CSU), Staatsministerin der Justiz
- Thomas Goppel (CSU), Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst
- Siegfried Schneider (CSU), Staatsminister für Unterricht und Kultus
- Kurt Faltlhauser (CSU), Staatsminister der Finanzen
- Otto Wiesheu (CSU), Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
- Werner Schnappauf (CSU), Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
- Josef Miller (CSU), Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten
- Christa Stewens (CSU), Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
- Georg Schmid (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium des Inneren
- Karl Freller (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Unterricht und Kultus
- Franz Meyer (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium der Finanzen
- Hans Spitzner (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
- Emilia Müller (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
- Jürgen Heike (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen Siehe auch: Wahlergebnisse und Staatsregierungen in Bayern seit 1945

Staatsaufbau

Grundlage der Landespolitik ist die am 2. Dezember 1946 beschlossene Bayerische Verfassung. Bayern ist demnach Freistaat (Republik) und Volksstaat (Demokratie). Seit dem 1. Januar 2000 existiert nach der Abschaffung des Senats ein parlamentarisches Einkammersystem. Die gesetzgebende Gewalt liegt beim Bayerischen Landtag, dessen Abgeordnete alle fünf Jahre (bis 1998: alle vier Jahre) gewählt werden. Bis Ende 1999 existierte mit dem Senat eine zweite Kammer, mit der Vertreter sozialer und wirtschaftlicher Interessenverbände ein politisches Gegengewicht zum Landtag schaffen sollten. In einem Volksentscheid wurde am 8. Februar 1998 die Abschaffung dieser Kammer beschlossen. Chef der Staatsregierung ist der Bayerische Ministerpräsident, der ihre Geschäfte leitet, die Richtlinien der Politik bestimmt, Bayern nach außen vertritt und die Staatsminister und -sekretäre ernennt. Das oberste bayerische Gericht ist der Bayerische Verfassungsgerichtshof. Des weiteren gibt es noch diverse obere Landesgerichte (Bayer. Oberstes Landesgericht, Bayer. Verwaltungsgerichtshof, Landesarbeits-, Landessozialgericht) sowie die restliche Judikative. Am 20. Oktober 2004 beschloss der Bayerische Landtag die Auflösung des Bayerischen Obersten Landesgerichts mit Wirkung zum 1. Juli 2006. Außer vom Landtag können in Bayern Gesetze und Verfassungsänderungen auch durch Volksbegehren und Volksentscheid beschlossen werden. Ein Volksentscheid ist außerdem zu jeder Änderung der Bayerischen Verfassung notwendig, auch wenn die Verfassungsänderung vom Landtag beschlossen wurde. Siehe auch: Bayerischer Ministerpräsident, Gesetzgebungsverfahren in Bayern

Wahlrecht

Gesetzgebungsverfahren in Bayern] Im Vergleich zu Wahlen auf Bundesebene weist das bayerische Wahlrecht mehrere Besonderheiten auf: Direktkandidaten, die in ihrem Wahlbezirk die Wahl gewonnen haben, können nur in den Landtag einziehen, wenn auch ihre Partei die Hürde von 5 Prozent erreicht hat. Darüber hinaus ergibt sich die Sitzverteilung im Landtag aus der Summe der Erst- und Zweitstimmen. In anderen Bundesländern und bei Bundestagswahlen entscheidet die Erststimme über die Wahl des Direktkandidaten im Wahlbezirk und allein die Zweitstimme bestimmt die Zahl der Sitze im Parlament, was üblicherweise dazu führt, dass Erststimmen häufiger den großen Parteien mit aussichtsreichen Direktkandidaten gegeben werden. Wer nach Bayern umzieht und eine kleinere Partei wählt, sollte also bei Landtagswahlen darüber nachdenken, ihr auch die Erststimme zu geben, die im bayerischen System also nicht "verloren gehen" kann. Eine weitere Besonderheit findet sich im Kommunalwahlrecht. Zum einen besitzt jeder Wähler genau so viele Stimmen wie Sitze zu vergeben sind; sind also im Gemeinderat bzw. Stadt- oder Kreistag z. B. 45 Sitze zu besetzten, so hat jeder Wähler 45 Stimmen. Desweiteren besteht die Möglichkeit des Kumulierens ("Häufeln", mehrere Stimmen können auf einen Kandidaten abgegeben werden) und des Panaschierens (Stimmen können auf Kandidaten verschiedener Listen verteilt werden). Am 21. September 2003 wurde per Volksentscheid die Altersgrenze für das passive Wahlrecht von 21 auf 18 abgesenkt. Daneben gibt es in Bayern zahlreiche direktdemokratische Elemente. Neben dem Volksentscheid auf Landesebene wurde am 1. Oktober 1995 durch eine Volksabstimmung die direkte Demokratie auf Kommunalebene eingeführt. Pro Jahr gibt es in Bayern rund 100 Volksabstimmungen.

Staatswappen, Flagge und Hymne

Hauptartikel: Bayerisches Staatswappen Das bayerische Staatswappen besteht aus sechs heraldischen Komponenten: Der goldene Löwe, ursprünglich mit der wittelsbachischen Pfalz am Rhein verbunden, steht heute für die Oberpfalz, der „fränkische Rechen“ für die drei fränkischen Bezirke, der blaue Panther für die Altbayern und die drei schwarzen Löwen für Schwaben. Das weiß-blaue Herzschild deutet den Gesamtstaat Bayern an, die Volkskrone bezeichnet nach dem Wegfall der Königskrone die Volkssouveränität. Der Freistaat Bayern besitzt zwei gleichgestellte Staatsflaggen: einmal die weiß-blau gerautete Flagge, zum anderen die Flagge mit horizontalen Streifen in den Farben Weiß und Blau. Zur Hymne siehe: Bayernhymne

Verwaltungsgliederung

Regierungsbezirke

Nachstehend die Regierungsbezirke mit Amtlichem Gemeindeschlüssel (AGS) und Abkürzung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern: Amtlichem Gemeindeschlüssel (AGS)

Landkreise

Die 7 Regierungsbezirke unterteilen sich in 71 Landkreise und 25 kreisfreie Städte: kreisfreie Städte

Kreisfreie Städte

Städte und Gemeinden

Der Freistaat Bayern besteht aus 2.056 politisch selbständigen Städten und Gemeinden sowie 215 gemeindefreien Gebieten (letztere sind ausnahmslos unbewohnt und auf 44 der 71 Landkreise verteilt). Die Gemeinden verteilen sich wie folgt: 25 kreisfreie Städte und 2.031 kreisangehörige Gemeinden (davon 27 Große Kreisstädte, 262 sonstige Städte, 384 Märkte und 1.358 sonstige Gemeinden (Stand 1. Oktober 2004). Von den 2.031 kreisangehörigen Gemeinden sind 991 Mitgliedsgemeinden in 314 Verwaltungsgemeinschaften, und 1.040 Einheitsgemeinden, Stand 1. Januar 2005).
Änderungen seit dem 1. Januar 2005:
- Erhebung einer Gemeinde zum Markt am 17. September 2005
- Erhebung der Stadt Fürstenfeldbruck zur Großen Kreisstadt am 01. Januar 2006 (geplant)

Größte Städte

Siehe auch: Liste der Orte in Bayern, Große Kreisstadt

Regionen

Geografie

Große Kreisstadt Bayern liegt in Süddeutschland und umfasst:
- die bayerischen Alpen im Süden
- das Alpenvorland bis zur Donau mit den 3 großen Seen Oberbayerns
- das ostbayerische Mittelgebirge und
- die Stufenlandschaft der Schwäbischen und Fränkischen Alb. Die niedrigste Stelle von Bayern befindet sich mit 107 m in Kahl am Main (Unterfranken), die höchste auf dem Gipfel der Zugspitze (2.962 m ü. NN), dem höchsten Berg Deutschlands im Wettersteingebirge (Landkreis Garmisch-Partenkirchen). Hauptfluss ist die Donau, die bei Passau nach Österreich übertritt. Ihre größeren Nebenflüsse sind (von Westen):
- Iller, Lech, Isar und Inn (fließen rechts zur Donau hin)
- Wörnitz, Altmühl, Naab und Regen (fließen links dagegen). Die 4 ersteren entspringen in den Alpen und sind wasserreicher. Der Inn führt (wegen des langen Oberlaufs) bei seiner Mündung in Passau meist etwas mehr Wasser als die Donau. Das Klima geht vom Nordwesten (relativ ausgeglichen) nach Osten ins Kontinentalklima über. An etwa 100 Tagen sind die Temperaturen unter Null, die Westwinde bringen durchschnittlich 70 cm Regen, im Nordstau der Alpen lokal bis 180 cm. Die mittlere Sonnenscheindauer beträgt etwa 1600 bis 1900 Stunden. Eigene Artikel existieren für: Seen in Bayern, Flüsse in Bayern und Landschaften in Bayern, Liste der Berge in Bayern

Wirtschaft

Bayern gilt als sehr wirtschaftsstarkes und reiches Bundesland, es hat sich in den letzten Jahrzehnten vom Agrar- zum Technologieland entwickelt. Die Arbeitslosenquote betrug im Juli 2004 6,5 Prozent. Das Bundesland Bayern weist allerdings auch die größten wirtschaftlichen Unterschiede aller Bundesländer auf. So verteilt sich die Wirtschaftskraft vor allem auf die Regionen um München (mit Oberbayern und Augsburg), so wie auf die Region Nürnberg-Fürth-Erlangen, auf Unterfranken zwischen Würzburg und Aschaffenburg sowie die Region Regensburg. In Regionen wie in Oberfranken oder der nördlichen Oberpfalz geht die Wirtschaftskraft stark zurück. Diese Regionen weisen teilweise Arbeitslosenzahlen von über 10 Prozent auf. In den letzten Jahren konnten hier allerdings sehr gute Fortschritte bei der Verbesserung der Situation vorgewiesen werden. An drei Standorten in Bayern befinden sich Atomkraftwerke, außerdem wird in Garching bei München ein Forschungsreaktor betrieben.

Kultur

Die Bayern können auf eine über 1000 Jahre alte Kultur- und Geistesgeschichte zurückblicken. Laut Art. 3 der Verfassung des Freistaates Bayern ist Bayern ein Kulturstaat. Der Freistaat fördert in seinem Haushalt 2003 Kunst und Kultur mit jährlich über 500 Mio. €, zusätzlich kommen erhebliche Leistungen der bayerischen Kommunen und privater Träger hinzu.

Museen

Theater, Schauspiel und Oper

Bayern verfügt über vier staatliche und 18 kommunale Theater mit eigenen Ensembles sowie eine Vielzahl privater Bühnen und freier Gruppen. Als letzte große Neugründung ging 2004 aus den Städtischen Bühnen Nürnberg das Staatstheater Nürnberg hervor. Insgesamt gibt es 35 feste Schauspiel-, Opern- und Operettenbühnen, 41 Freilicht- und Festspielunternehmen und 17 Puppentheater mit mehr als 14.000 Vorstellungen und über 4,8 Millionen Zuschauern jährlich. Unter diesen Bühnen befinden sich so renommierte Häuser wie:

Musik

Operetten] Bayern ist nicht nur das Land der traditionellen Volksmusik, der Jodler und Schuhplattler, sondern auch die Heimat so bekannter Komponisten wie
- Max Reger
- Carl Orff
- Richard Strauss
- Christoph Willibald Gluck Zu den besten in Bayern beheimateten klassischen Orchestern zählen
- die Münchner Philharmoniker
- das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
- die Bamberger Symphoniker, Bayerische Staatsphilharmonie
- das Bayerisches Staatsorchester am Nationaltheater
- die Münchner Symphoniker
- das Münchner Kammerorchester
- die Nürnberger Philharmoniker am Staatstheater Nürnberg
- die Nürnberger Symphoniker
- die Hofer Symphoniker
- das Philharmonisches Orchester Bad Reichenhall
- und das Kammerorchester Schloss Werneck Unter den Musikfestspielen herausragend sind die Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth und die Münchner Opernfestspiele. Münchner Opernfestspiele

Küche

Durch das Nebeneinander der drei bayerischen Stämme Altbaiern, Franken und Schwaben ist die bayerische Küche sehr vielfältig. Auch wenn die bayerische Küche deutlich mehr bietet als deftige und rustikale Spezialitäten, so sind es dennoch besonders diese Gerichte, die weit über die bayerischen Landesgrenzen hinweg bekannt geworden sind:
- Schweinsbraten, Schweinshaxe, Kalbshaxenbraten, Spanferkelbraten
- Semmelknödel, Kartoffelknödel, Leberknödel
- Sauerkraut, Kohlroulade, Krautwickel, Krautspätzle, Krautkrapfen
- Leberknödelsuppe, Leberspätzlesuppe, Speckknödelsuppe, Pfannkuchensuppe
- Weißwurst, Wollwurst, Stockwurst, Regensburger (Wurst), Nürnberger Rostbratwurst
- Apfelstrudel, Topfenstrudel, Kaiserschmarrn, Dampfnudeln, Rohrnudeln, Schmalznudeln, Bayerisch Creme
- Bayrischer Kartoffelsalat, Bayrischer Wurstsalat
- Obazda oder fränkisch: Grupfter
- Leberkäse, Leberkässemmel

Religion, Stämme und Sprache

Leberkässemmel
- röm.-katholisch 58,50% Stand 2003 (1950 71,9 %)
- evangelisch 23 % (1950 26,8 %)
- andere Konfessionen und Religionen etwa 4 % Jüdische Gemeinden gab es bis zum 19. Jahrhundert vor allem in ländlichen Gebieten Frankens und Schwabens sowie den freien Reichsstädten wie z. B. Nürnberg und Regensburg. Im wittelsbachischen Altbayern gab es so gut wie keine Juden; seit der Judenemanzipation zunehmend in bayerischen Städten. Von fast 200 jüdischen Gemeinden existieren heute in Bayern noch bzw. wieder 12 Gemeinden. Das bayerische Volk setzt sich aus vier staatlich anerkannten Stämmen zusammen: Zu den drei alten Stämmen, den Altbayern, Franken und Schwaben, kamen nach 1945 über zwei Millionen Flüchtlinge und Heimatvertriebene, vor allem Sudetendeutsche. Auch Sinti und Roma haben eine sehr lange Tradition in Bayern. Daneben sind auch Jenische in Bayern beheimatet. Gesprochen werden mehrere Dialekte aus drei großen Dialektfamilien:
- Bairisch im Großteil des Landes (Nord- und Mittelbairisch, am Rand zu Tirol auch Südbairisch)
- Fränkisch von etwa 3 Millionen im nördlichen und westlichen Landesteil
- Alemannisch von 2 Millionen Schwaben im Westen Ferner gibt es kleinere Gebiete, in denen Südostthüringisch sowie hessische Mundarten gesprochen werden. Sudetendeutsche Mundarten konnten sich nur in einzelnen Gemeinden, wo Sudetendeutsche angesiedelt wurden, vorübergehend halten. siehe: Dialekte in Bayern, Liste bayerischer Klöster

Literatur


- Max Spindler (Hg.): Handbuch der bayerischen Geschichte, München, 1971-1975 (4 Bände)
- Max Spindler (Hg.), Gertrud Diepolder: Bayerischer Geschichtsatlas, München, 1969
- Wilhelm Volkert, Richard Bauer: Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte: 1799-1980, München, 1983 ISBN 3-406-09669-7 Siehe auch: Portal:Bayern

Weblinks


- [http://www.bayern.de/ Bayerische Staatsregierung]
- [http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/ Bayerische Landesbibliothek Online]
- [http://www.digitalis.uni-koeln.de/Merianb/merianb_index.html Topographia Bavariae] Kupfertafeln von Matthäus Merian 1622
- [http://www.geschichte.hdbg.de Geschichte Bayerns (Haus der Bayerischen Geschichte)]
- [http://www.bayernviewer.de/ Bayern Viewer: Luftbilder und Karten flächendeckend]
- [http://www.bis.bayern.de/ Detaillierte Karten flächendeckend]
-
als:Bayern ja:バイエルン州 ko:바이에른 주 simple:Bavaria

Unterfranken

Unterfranken ist einer von 7 Regierungsbezirken in Bayern und nicht zu verwechseln mit dem deckungsgleichen Bezirk Unterfranken. Er liegt im Nordwesten des Freistaates und grenzt im Süden und Westen an die Bundesländer Baden-Württemberg bzw. Hessen, im Norden an den Freistaat Thüringen und im Osten an die bayerischen Regierungsbezirke Oberfranken und Mittelfranken. Der Main durchfließt Unterfranken, weshalb die Region manchmal auch als Mainfranken bezeichnet wird.

Verwaltungsgliederung

Kreisfreie Städte


- Aschaffenburg
- Schweinfurt
- Würzburg

Landkreise


- Aschaffenburg
- Bad Kissingen
- Haßberge
- Kitzingen
- Main-Spessart
- Miltenberg
- Rhön-Grabfeld
- Schweinfurt
- Würzburg

Sonstige Städte


- Königsberg (Bayern)
- Lohr
- Gemünden
- Hammelburg
- Ochsenfurt
- Kitzingen (Große Kreisstadt)
- Karlstadt
- Münnerstadt

Wirtschaft

Die Arbeitslosen-Quote in Unterfranken betrug im Februar 2003 7,7 Prozent.

Verwaltungsgliederung des Regierungsbezirks Unterfranken vor der Kreisreform

Anmerkung: Bis nach dem Zweiten Weltkrieg hieß der Regierungsbezirk Mainfranken.
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Literatur

Horst-Günter Wagner: Die Entwicklung des Wirtschaftsraumes Unterfranken 1814-2000. S. 137-189 in: Peter Kolb/Ernst-Günter Krenig (Herausg.): Unterfränkische Geschichte Band 5/1, Würzburg 2001. ISBN 3-429-02373-4. Ralf Nestmeyer: Franken. Ein Reisehandbuch. Michael-Müller-Verlag, Erlangen, 2004. ISBN 3-89953-151-5.

Weblinks


- http://www.regierung.unterfranken.bayern.de/
- http://www.unterfranken-in-zahlen.de
- http://www.franken.de/
- http://www.mainfranken24.de/ Kategorie:Regierungsbezirk (Deutschland) !

Bezirk Unterfranken

Der Bezirk Unterfranken ist eine kommunale Gebietskörperschaft des öffentlichen Rechts im Bundesland Bayern. Der Bezirk ist in Bayern die dritte kommunale Ebene über den Gemeinden (1. Ebene) und Landkreisen (2. Ebene) und nicht zu verwechseln mit dem Regierungsbezirk Unterfranken, der den Zuständigkeitsbereich einer staatlichen Behörde, der Regierung von Unterfranken darstellt.
Dies ist einzigartig in ganz Deutschland und für Außenstehende schwer zu begreifen, da die jeweiligen Gebiete der Bezirke und der Regierungsbezirke deckungsgleich und die Verwaltungsbehörden oftmals im selben Gebäude untergebracht sind. Sie haben jedoch sehr unterschiedliche Aufgaben.
Der Bezirk Unterfranken hat 1,3 Mio. Einwohner in 307 Gemeinden und umfasst eine Fläche von 8.530 km². Unterfranken besteht aus 9 Landkreisen und 3 kreisfreien Städten. Hauptstadt ist Würzburg. Die Bezirke sind Selbstverwaltungskörperschaften und haben daher auch ein Parlament, den Bezirkstag, der alle 5 Jahre von den Wahlberechtigten des Bezirks direkt gewählt wird. Sie können Wappen und Fahnen wie eine Gemeinde oder ein Landkreis haben, was ein staatlicher Regierungsbezirk nicht hat. Die Bezirke nehmen jene Aufgaben wahr, die über die Zuständigkeit und das Leistungsvermögen der kreisfreien Städte und Landkreise hinausreichen. Sie schaffen öffentliche Einrichtungen, die für das soziale, wirtschaftliche und kulturelle Wohl der Bevölkerung notwendig sind. So sind sie z.B. Träger psychiatrischer und neurologischer Fachkrankenhäuser, von Spezialkliniken, Fach- und Sonderschulen und Freilichtmuseen. Ferner sind sie überörtliche Sozialhilfeträger. In anderen Bundesländern werden diese Aufgaben teilweise z.B. von den Landschaftsverbänden bzw. Landeswohlfahrtsverbänden erledigt. Der Bezirk Unterfranken pflegt eine Partnerschaft mit dem Departement Calvados in der Normandie/Frankreich. Zahlreiche unterfränkische Gemeinden sind Partnerschaften mit Gemeinden aus dem Departement Calvados eingegangen.

Wappen

Blasonierung: Unter rotem Schildhaupt, darin drei silberne Spitzen, gespalten von Blau und Rot; vorne eine schräggelegte, von Silber und Rot gevierte und zweimal gekerbte Standarte an goldener Lanze, hinten ein sechsspeichiges silbernes Rad. Abb. siehe http://www.stmuk.bayern.de/blz/web/bezirke/unterfr/ufr-wap3.gif

Weblinks


- http://www.bezirk-unterfranken.de/ Unterfranken !

Landkreis Würzburg

Der Landkreis Würzburg ist ein Landkreis im Süden des Regierungsbezirks Unterfranken in Bayern. Nachbarkreise sind im Norden der Landkreis Main-Spessart und der Landkreis Schweinfurt, im Osten der Landkreis Kitzingen und der Landkreis Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim und im Süden und Westen der baden-württembergische Main-Tauber-Kreis. Die kreisfreie Stadt Würzburg ist ganz vom Landkreis Würzburg umgeben.

Politik

Kreistag

(Stand: Wahl am 3. März 2002)

Wappen

Geteilt und unten gespalten, oben in Rot drei silberne Spitzen, unten vorne in Silber übereinander zwei schreitende, herschauende rot bewehrte schwarze Löwen, hinten in Blau eine goldene Lilie.

Kreispartnerschaften

Der Landkreis pflegt Partnerschaften mit dem Landkreis Mate Yehuda in Israel und dem Landkreis Olomouc in Tschechien.

Verkehr

Die Bundesautobahn 3 erschließt den Landkreis Würzburg in West-Ost-Richtung. Am Autobahndreieck Würzburg-West zweigt die Autobahn 81 nach Süden ab. Den Nordosten des Landkreises durchquert die Bundesautobahn 7 in Nord-Süd-Richtung. Das Schienennetz im Landkreis Würzburg besteht aus folgenden zweigleisigen, elektrifizierten Hauptbahnen, die sternförmig auf Würzburg Hauptbahnhof ausgerichtet sind und von der Deutschen Bahn betrieben werden:
- Nach Nordwesten verläuft die Main-Spessart-Bahn Richtung Aschaffenburg. An den Bahnhöfen Veitshöchheim und Thüngersheim halten stündlich Regionalbahnen nach Gemünden (Main).
- Nach Nordosten verläuft die Strecke Richtung Bamberg. An den Bahnhöfen Rottendorf, Seligenstadt (b Würzburg) und Bergtheim halten stündlich Regionalbahnen nach Schweinfurt. In Seligenstadt beginnt die eingleisige Mainschleifenbahn, die jedoch ausschließlich touristische Bedeutung hat.
- Nach Südosten verläuft die Strecke Richtung Treuchtlingen. An den Bahnhöfen Winterhausen, Goßmannsdorf und Ochsenfurt halten stündlich Regionalbahnen nach Treuchtlingen.
- Nach Südwesten verläuft die Frankenbahn Richtung Stuttgart. An den Bahnhöfen Geroldshausen, Kirchheim (Unterfr) und Gaubüttelbrunn halten Regionalbahnen nach Lauda, die in unregelmäßigem Takt verkehren.

Städte und Gemeinden

(Fläche in km² am 31. Dezember 2001, Einwohnerzahlen vom 30. Juni 2005)

Weblinks


- [http://www.landkreis-wuerzburg.de/ Offizielle Website] Wurzburg !

Nürnberg

)]] Nürnberg ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Frankens und mit 498.650 Einwohnern (September 2005) hinter München die zweitgrößte Stadt Bayerns. Die kreisfreie Stadt bildet mit den Städten Fürth und Erlangen ein Städtedreieck, welches das Kernland des mittelfränkischen „Großraums“ (Ballungszentrum) bildet und eines der 23 Oberzentren des Freistaates Bayern darstellt. Seit dem 28. April 2005 darf die Stadt gemeinsam mit ihrem Umland auch offiziell als Metropolregion Nürnberg bezeichnet werden, eine von 11 Metropolregionen in Deutschland. __toc__

Geografie

Deutschland Nürnberg liegt zu beiden Seiten der Pegnitz, eines Flusses, der etwa 80 Kilometer nordöstlich der Stadt entspringt, nach Eintritt in das Stadtgebiet dieses von Ost nach West auf einer Länge von etwa 14 km durchfließt – wobei der Fluss im Bereich der Altstadt stark kanalisiert ist – und nach Verlassen des Stadtgebiets nur wenige Kilometer nördlich der Innenstadt von Fürth zusammen mit der Rednitz den Fluss Regnitz bildet. Das Gebiet der Stadt umfasst eine Fläche von 186,6 km². Im Westen ist die Bebauung fast mit der Nachbarstadt Fürth und Zirndorf und im Südwesten mit Stein und Oberasbach zusammengewachsen. Nördlich d