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Grand Rapids (Michigan)

Grand Rapids (Michigan)

Grand Rapids, Michigan, auch als Furniture City (Möbelstadt) bekannt, ist eine Stadt in den USA. Es ist die Kreisstadt (County Seat) des Kent County im südwestlichen Teil des Bundesstaates. Die Stadt hat aktuell eine Einwohnerzahl von 195.115 (1.7.2004).

Geschichte

Das Gebiet von Grand Rapids wurde zuerst nach 1820 von Missionaren und Pelzhändlern besiedelt, die im allgemeinen friedlich mit dem Stamm der Otawa lebten, der nahe dem Grand River wohnte. Der offizielle Gründer von Grand Rapids war Louis Campau, der im November 1826 erschien, um mit den Indianern Handel zu treiben. Zuwanderer aus New York und Neu-England kamen nach 1830. Grand Rapids wurde offiziell am 1. Mai 1850 zur Stadt, als die Gemeinde, die damals 2.686 Einwohner hatte, für die Annahme der Stadtverfassung stimmte. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Stadt ein bedeutendes Zentrum der Holzindustrie und in den USA führend auf dem Gebiet der Möbelherstellung. Die Stadt wurde auch zu einem Mittelpunkt der niederländischen Einwanderung im 19. Jahrhundert.

Politik

Bürgermeister (City Mayor): George Heartwell, seit 1. Januar 2004 Die Bürger von Grand Rapids führten 1916 das Rat-Manager-System ein. Seitdem ist die politische Verantwortung zwischen dem Bürgermeister und dem angestellten City Manager, der vom Rat bestellt wird, geteilt. Der Rat hat im übrigen nur gesetzgebende Funktion.

Geographie

Grand Rapids liegt am Grand River, wo früher eine Reihe von Stromschnellen (rapids) war, in einer Höhe von 188 Metern über N.N.. Gemäß dem US-amerikanischen Amt für Statistik hat die Stadt eine Fläche von 117,4 km².

Wirtschaft

Grand Rapids war lange ein Zentrum der Möbel- und der Autoindustrie. In jüngerer Zeit kamen einige Unternehmen der Biotechnologie hinzu, zusätzlich zum Van Andel Medical Institute, und der neuen Cook-Devos Medical Training Facility, die Teil der Grand Valley State University ist, sowie der neuen medizinischen Ausbildungsstätte, die der Michigan State University zugeordnet ist. Bei Grand Rapids liegt der Gerald R. Ford International Airport.

Sehenswürdigkeiten


- John Ball Park
- Calvin College
- Van Andel Arena
- Devos Place convention center

Persönlichkeiten


- Gerald R. Ford, U.S.-Präsident

Söhne und Töchter der Stadt


- Roger B. Chaffee, Astronaut Apollo 1
- Anthony Kiedis, Mitbegründer, Texter und Sänger einer kalifornischen Funk-Rockband, den Red Hot Chili Peppers
- Andy Richter, Entertainer

Weblinks


- [http://www.grand-rapids.mi.us/ Official Website of the City of Grand Rapids, Michigan]
- [http://www.visitgrandrapids.org/ Welcome to Grand Rapids, MI]
- [http://www.grmuseum.org/ Public Museum of Grand Rapids]
- [http://www.gramonline.org/ Grand Rapids Art Museum]
- [http://www.grsymphony.org/ Grand Rapids Symphony]
- [http://www.imdb.com/BornWhere?Grand%20Rapids,%20Michigan,%20USA/ Well known residents from Grand Rapids, MI] Kategorie:Ort in Michigan

Michigan

Michigan [] ist ein Staat der Vereinigten Staaten von Amerika. Michigan ist als Geburtsort der Automobilindustrie bekannt, besitzt aber auch eine große Tourismus-Branche. Reiseziele wie Traverse City, Mackinac Island und die gesamte Obere Halbinsel ziehen Sportler und Naturliebhaber aus den ganzen USA und Kanada an. Michigan hat die längste Küste eines US-Bundesstaates mit Ausnahme von Alaska und ist der Bundesstaat mit den meisten Sportbooten.

Geschichte

Einst ein bedeutender Lieferant von Holz, Eisen und Kupfer, wurde Michigan nach Abnahme der natürlichen Ressourcen zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum Geburtsort der Autoindustrie. Henry Fords erste Niederlassung in Highland Park, einer Vorstadt von Detroit, kennzeichnete den Beginn einer neuen Ära im Personentransport und änderte das gesellschaftliche Klima der USA dauerhaft. Obwohl noch immer viele Autohersteller ihre Niederlassungen in Detroit haben, hat die Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Vorherrschaft auf diesem Gebiet verloren, da viele Autohersteller die großen Gewerbegebiete verließen und wegen der niedrigeren Löhne neue Niederlassungen in den Südstaaten und im Ausland gründeten.

Frühe europäische Geschichte


- 1622 Etienne Brule und sein Gefährte Grenoble, französische Entdecker, erreichen als wahrscheinlich erste Weiße den Oberen See.
- 1701 Antoine de Lamothe Cadillac und sein Leutnant Alphonse de Tonty gründen an der Stelle des heutigen Detroit einen Außenposten, den sie Fort Pontchartrain nennen.

US-Amerikanische Geschichte


- 1805 Das Michigan-Territorium wird geschaffen. Detroit ist als Regierungssitz vorgesehen, William Hull wird zum Gouverneur ernannt. Detroit wird durch einen Brand zerstört.
- 1812 Nach Ausbruch des Kriegs von 1812 zwingen britische Truppen unter Sir Isaac Brock Brigadegeneral Hulls Armee in Detroit zur Kapitulation und halten Teile Michigans besetzt, bis sie durch den amerikanischen Sieg in der Schlacht auf dem Eriesee im Herbst 1813 zum Rückzug gezwungen werden. Durch die Schlacht am Thames River wird auch die Widerstandskraft der Indianer gebrochen.
- 1835 Erste Verfassungsgebende Versammlung. Steven T. Mason wird erster Gouverneur und beginnt einen Krieg gegen Ohio wegen der Stadt Toledo. In diesem Krieg, der später als Toledo-Krieg bezeichnet wird gewinnt Ohio Toledo, aber Michigan erhält die Obere Halbinsel, die zu dieser Zeit zum Wisconsin-Territorium gehört.

Weitere wichtige geschichtliche Ereignisse


- 26. Januar 1837 Michigan wird 26. Staat der USA
- 1847 Ein Gesetz wird verabschiedet, das Lansing als neue Hauptstadt bestimmt.
- 1957 Die acht Kilometer lange Mackinac Brücke wird am 1. November eröffnet.
- 1974 Gerald R. Ford aus Grand Rapids wird 38. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika
- 1987 Michigan feiert das 150. Jubiläum seiner Aufnahme als Staat der USA.

Politik


- Gouverneurin: Jennifer Granholm
- Liste der Gouverneure von Michigan

Geographie

Liste der Gouverneure von Michigan Michigan grenzt im Süden an Ohio, Indiana und Illinois, im Südwesten der Oberen Halbinsel an Minnesota und Wisconsin. Daneben grenzt es an den Oberen See, Michigansee, Huronsee und Eriesee. Michigan besteht aus zwei Halbinseln, der Oberen und der Unteren Halbinsel, die nur durch die Mackinac Brücke verbunden sind. Über 80% der Bevölkerung Michigans leben im südlichsten Drittel der unteren Halbinsel. Die übrigen Gebiete sind dünn besiedelt und teilweise sumpfig. Das Klima von Michigan nimmt weltweit eine Sonderstellung ein, da es maritim-feucht ist (durch die großen Seen), aber kontinentale Temperaturschwankungen mit sehr heißen Sommern und sehr kalten Wintern aufweist. Die Obere Halbinsel ist reich an Bodenschätzen wie Eisen, Silber und Kupfer. Es wurden auch kleinere Goldvorkommen entdeckt. Im 19. Jahrhundert dominierte Bergbau die Wirtschaft der oberen Halbinseln. Wegen des Klimas findet man wenig Landwirtschaft auf der Oberen Halbinsel. Der Tourismus ist inzwischen der größte Wirtschaftszweig.

Größte Städte


- Liste der Städte in Michigan
- Liste der Countys in Michigan

Weblinks


- http://www.michigan.gov/ Offizielle Website (engl.)
- [http://www.aktivepolitik.de/infothek/USA_Bundesstaaten_Michigan.htm Geschichte Michigans]
- [http://www.detroitinfo.de Deutsches Forum für Umzug nach und Leben in Metro Detroit, Michigan] Ausführliches deutschsprachiges Stichwortverzeichnis bezüglich aller Belange des täglichen Lebens im Großraum Detroit, MI. Kategorie:US-Bundesstaat ja:ミシガン州 ko:미시간 주

1850

Ereignisse

Politik


- 1. Januar: Henri Druey wird Bundespräsident der Schweiz
- 24. Juli und 25. Juli: In der Schlacht bei Idstedt sterben circa 1400 Menschen
- 29. November: Preußen und Österreich schließen die Olmützer Punktation. Preußen muß seine Unionspolitik aufgeben
- Offizielle Einführung der Brailleschrift in Frankreich an Blindenschulen
- Die zwei kroatischen Städte Gradec und Kaptol werden zur Stadt Zagreb vereint und mit der Unterstadt verbunden

Wirtschaft


- 18. März: American Express wird von Henry Wells und William Fargo gegründet
- 1. Juni: Einführung der Briefmarke in Österreich

Wissenschaft und Technik


- 11. Oktober: Die Universität von Sydney nimmt den Lehrbetrieb auf. Sie ist die älteste Hochschule auf dem Fünften Kontinent
- Es wird erstmals ein Seekabel von England nach Frankreich verlegt
- Rudolf Clausius fasst die Gedanken von Julius Robert von Mayer und Nicolas Léonard Sadi Carnot in den ersten beiden Hauptsätzen der Thermodynamik zusammen

Katastrophen


- 16. April: Einsturz der Hängebrücke von Angers (Frankreich) aufgrund der Resonanz, welche durch 730 im Gleichschritt marschierende Soldaten verursacht wurde. Dabei starben 226 Menschen

Kultur


- 25. Juni: Uraufführung der Oper Genoveva von Robert Schumann in Leipzig
- 28. August: Uraufführung der Oper Lohengrin von Richard Wagner in Weimar unter Leitung von Franz Liszt
- 28. Dezember: Uraufführung der komischen Oper La Dame de pique von Fromental Halévy an der Opéra-Comique in Paris

Geboren


- 2. Januar: Elisabeth Gnauck-Kühne, deutsche Frauenrechtlerin († 1917)
- 3. Januar: Sonja Kowalewski, russische Mathematikerin († 1891)
- 4. Januar: Paul D'Abrest, böhmischer Schriftsteller († 1893)
- 5. Januar: Gottlob Krause, Afrikareisender
- 6. Januar: Eduard Bernstein, deutscher Theoretiker und Politiker († 1932)
- 14. Januar: Pierre Loti, französischer Marineoffizier und Schriftsteller († 1923)
- 15. Januar: Mihai Eminescu, rumänischer Dichter († 1889)
- 17. Januar: Joaquim Arcoverde de Albuquerque Cavalcanti, Erzbischof von Rio de Janeiro und Kardinal († 1930)
- 22. Januar: Karl Litzmann, deutscher General der Infanterie im Ersten Weltkrieg († 1936)
- 24. Januar: Giuseppe Mori, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1934)
- 24. Januar: Hermann Ebbinghaus, deutscher Psychologe († 1909)
- 27. Januar: Edward John Smith, Kapitän der „Titanic“ († 1912)
- 27. Januar: Marie Fillunger, österreichische Sängerin († 1930)
- 17. Februar: Alexander Mell, Blindenlehrer († 1931)
- 22. Februar: Fjodor Alexandrowitsch Wassiljew, russischer Maler († 1873)
- 6. März: Victoria Benedictsson, schwedische Schriftstellerin († 1888)
- 11. März: Eduard Züblin, Pionier des Eisenbetons znd Unternehmer-Ingenieur († 1916)
- 26. März: Edward Bellamy, US-amerikanischer SF-Autor († 1898)
- 9. April: Hermann Zumpe, deutscher Dirigent († 1903)
- 16. April: Sidney Thomas, bedeutender britischer Metallurg († 1885)
- 25. April: Louise Adolpha Le Beau, deutsche Pianistin und Komponistin († 1927)
- 10. Mai: Thomas Lipton, britischer Selfmademan, Händler und Schöpfer der Lipton Tee Marke († 1931)
- 17. Mai: Antonio Scontrino, italienischer Komponist († 1922)
- 18. Mai: Oliver Heaviside, britischer Mathematiker und Physiker († 1925)
- 21. Mai: Gustav Lindenthal, Brückenbauingenieur († 1935)
- 26. Mai: Carl Klönne, Bankier († 1915)
- 5. Juni: Pat Garrett, US-amerikanischer Sheriff von Lincoln County († 1908)
- 6. Juni: Ferdinand Braun, deutscher Physiker († 1918)
- 6. Juni: Karl Ferdinand Braun, deutscher Physiker († 1918)
- 18. Juni: Richard Heuberger, österreichischer Komponist († 1914)
- 24. Juni: Horatio Herbert Kitchener, britischer General und Politiker († 1916)
- 29. Juni: Jacob Adolf Hägg, schwedischer Komponist († 1928)
- 6. Juli: Emil Kränzlein, Fabrikant und Geheimer Kommerzienrat († 1936)
- 16. Juli: Carl Roman Abt, Schweizer Maschinen-Ingenieur, Erfinder, Unternehmer († 1933)
- 19. Juli: Ferdinand Schrey, Mitbegründer der Stenografie († 1938)
- 5. August: Guy de Maupassant, französischer Schriftsteller († 1893)
- 25. August: Charles R. Richet, französischer Mediziner und Nobelpreisträger († 1935)
- 30. August: Karl Junker, Maler, Bildhauer und Architekt († 1912)
- 6. September: Léon-Adolphe Amette, Erzbischof von Paris und Kardinal († 1920)
- 11. September: Bernhard Howaldt, deutscher Unternehmer und Ingenieur († 1908)
- 16. September: Ottmar von Angerer, deutscher Mediziner († 1918)
- 17. September: Franziskus von Bettinger, Kardinal († 1917)
- 21. September: Hans Sitt, deutscher Komponist († 1922)
- 23. September: Richard Hertwig, deutscher Zoologe († 1937)
- 8. Oktober: Henry Le Chatelier, französischer Chemiker, Metallurge und Physiker († 1936)
- 12. Oktober: Pellegrino Matteucci, italienischer Afrikareisender († 1881)
- 19. Oktober: Annie Smith Peck, US-amerikanische Bergsteigerin († 1935)
- 21. Oktober: Hermann Müller (Thurgau), Schweizer Botaniker († 1905)
- 6. November: Remmer Janssen, ostfriesischer Erweckungsprediger († 1931)
- 12. November: Michail Iwanowitsch Tschigorin, russischer Schachspieler († 1908)
- 12. November: Therese von Bayern, deutsche Ethnologin, Zoologin, Botanikerin und Anthropologin († 1925)
- 13. November: Robert Louis Stevenson, schottischer Schriftsteller († 1894)
- 16. November: Federico Errázuriz Echaurren, chilenischer Politiker († 1901)
- 19. November: Hans Heinrich Julius Brendicke, Berliner Turnlehrer und Redakteur († 1925)
- 22. November: Georg Dehio, deutscher Kunsthistoriker († 1932)
- 27. November: Helene von Mülinen, Kämpferin um das schweizerische Frauenstimmrecht († 1924)
- 5. Dezember: Alexander Girardi, österreichischer Schauspieler († 1918)
- 9. Dezember: Emma Abbott, US-amerikanische Opernsängerin († 1891)
- 13. Dezember: Iver Holter, norwegischer Komponist († 1941)
- 21. Dezember: Francesco Ragonesi, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1931)
- 25. Dezember: Wilhelm Viëtor, deutscher Sprachwissenschaftler und Neuphilologe († 1918)
- Leylâ Saz, türkische Komponistin († 1936)
- John Collier (Maler)

Gestorben


- 1. Januar: Heinrich Friedrich Link, deutscher Naturwissenschaftler (
- 1767)
- 20. Januar: Adam Oehlenschläger, dänischer Nationaldichter der Romantik (
- 1779)
- 22. Januar: Vinzenz Pallotti, katholischer Priester und Ordensgründer (
- 1795)
- 27. Januar: Johann Gottfried Schadow, preußischer Bildhauer und Grafiker (
- 1764)
- 20. Februar: Hermann Biow, bedeutender deutscher Fotograf des 19. Jahrhunderts (
- 1804)
- 25. Februar: Daoguang, chinesischer Kaiser (Qing-Dynastie) (
- 1782)
- 26. März: Wilhelm Ernst Weber, deutscher Pädagoge und Philologe (
- 1780)
- 27. März: Wilhelm Beer, deutscher Bankier und Astronom (
- 1797)
- 3. April: Johann Wenzel Tomaschek, Böhmischer Musiklehrer und Komponist (
- 1774)
- 9. April: William Prout, britischer Mediziner und Chemiker (
- 1785)
- 16. April: Johann David Heegewaldt, Geheimer Hofrat (
- 1773)
- 21. April: Johann Heinrich Cassebeer, Botaniker, Geologe, Landwirtschafts- und Weinbaufachmann, Politiker (
- 1784)
- 21. April: Nikolaus Wesselényi, ungarischer Politiker, Großgrundbesitzer (
- 1796)
- 23. April: William Wordsworth, britischer Dichter (
- 1770)
- 25. April: Karl Ernst Wilhelm Freiherr von Canitz und Dallwitz, preußischer General und Staatsmann (
- 1787)
- 10. Mai: Joseph Louis Gay-Lussac, französischer Chemiker und Physiker (
- 1778)
- 21. Mai: Christian Friedrich Ammon, deutscher protestantischer Theologe (
- 1766)
- 2. Juli: Robert Peel, britischer Staatsmann und Politiker (
- 1788)
- 4. Juli: William Kirby, englischer Pfarrer und Entomologe (
- 1759)
- 7. Juli: Carl Rottmann, deutscher Landschaftsmaler (
- 1797)
- 8. Juli: Adolph Friedrich, Herzog von Cambridge, britischer Feldmarschall (
- 1774)
- 9. Juli: Bab, persischer Religionsstifter, Gründer der Religion des Babismus (
- 1819)
- 9. Juli: Jean-Pierre Boyer, Präsident von Haiti (
- 1776)
- 9. Juli: Zachary Taylor, US-amerikanischer General und 12. Präsident der USA (
- 1784)
- 15. August: Johann Werner Henschel, Bildhauer (
- 1782)
- 17. August: José de San Martín, südamerikanischer Revolutionär (
- 1778)
- 18. August: Honoré de Balzac, französischer Schriftsteller (
- 1799)
- 22. August: Nikolaus Lenau, österreichischer Schriftsteller (
- 1802)
- 1. September: Karl Friedrich von Gärtner, deutscher Botaniker und Arzt (
- 1772)
- 7. September: Julius Minding, deutscher Arzt und Schriftsteller (
- 1808)
- 21. September: Friedrich Robert Fählmann, deutsch-estnischer Philologe (
- 1798)
- 22. September: Johann Heinrich von Thünen, deutscher Autor (
- 1783)
- 23. September: José Gervasio Artigas, uruguayischer Offizier und Freiheitskämpfer (
- 1764)
- 2. Oktober: Josef Madersperger, Schneidermeister und einer der Erfinder der Nähmaschine (
- 1768)
- 12. Oktober: Pedro de Sousa Holstein, portugiesischer Politiker (
- 1781)
- 4. November: Gustav Schwab, deutscher Pfarrer, Schriftsteller und Herausgeber (
- 1792)
- 5. November: Ferdinand Karl von Österreich-Este, Generalgouverneur von Galizien und Siebenbürgen (
- 1781)
- 6. November: Friedrich Wilhelm Graf von Brandenburg, preußischer General der Kavallerie und Staatsmann (
- 1792)
- 10. November: Sir Phineas Riall, britischer General (
- 1775)
- 18. November: Stephan Metz, Mainzer Bürgermeister (
- 1789)
- 22. November: Lin Zexu, Chinesischer Beamter, 1. Opiumkrieg (
- 1785)
- 24. Dezember: Claude Frédéric Bastiat, Französischer Ökonom und Journalist (
- 1801)
- 24. Dezember: Frédéric Bastiat, französischer Ökonom und Journalist (
- 1801)
- 25. Dezember: Heinrich Stephani, Pädagoge und Schulreformer (
- 1761)
- 28. Dezember: Heinrich Christian Schumacher, dänisch-deutscher Astronom (
-  1780) ko:1850년 simple:1850

2004

Ereignisse

Jahreswidmungen


- 2004 ist „Internationales Jahr zum Gedenken an den Kampf gegen die Sklaverei und an ihre Abschaffung“ (UNESCO)
- 2004 ist „Internationales Jahr des Reis“ (UNO)
- 2004 ist „Internationales Jahr der Technik
- 2004 ist „Internationales Jahr der Erziehung durch Sport
- Ewe ist Afrikanischer Stamm des Jahres (Ghana, Togo, Benin) (Internationale Stämme Mission)
- Jahreslosung: „Jesus Christus spricht: Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen.“ (Markus 13:31)
- Das Alpenglöckchen (Soldanella alpina) ist Blume des Jahres (Stiftung Naturschutz Hamburg/Deutschland)
- Der Zaunkönig (Troglodytes troglodytes) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Der Echte Hausschwamm (Serpula lacrymans) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Die Weißtanne (Abies alba) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Die Grüne Hohlzunge (Coeloglossum viride) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)
- Der Siebenschläfer (Myoxus glis) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
- Der Storchschnabel (Geranium) ist Staude des Jahres (Bund deutscher Staudengärtner)

Natur


- 19. April: Partielle Sonnenfinsternis (südliches Afrika)
- 4. Mai: Totale Mondfinsternis
- 8. Juni: Der erste Venustransit (Sonnendurchgang) seit 1882 ist in Mitteleuropa von 7:20 Uhr bis 13:23 MESZ zu beobachten
- 5. Oktober: In Deutschland wird mit 27,25 °C der wärmste 5. Oktober seit 125 Jahren gemessen
- 11. Oktober: Am frühen Morgenhimmel ist die Venus dem Mond besonders nahe und gut zu beobachten
- 14. Oktober: Partielle Sonnenfinsternis (Nordost-Asien, Nord-Pazifik)
- 28. Oktober: Totale Mondfinsternis
- 5. Dezember: Ein Erdbeben mit Epizentrum in der Gemarkung Waldkirch erschüttert den gesamten südwestdeutschen Raum. Trotz einer Stärke von 5,4 auf der Richterskala kam es nur zu kleineren Sachschäden
- 26. Dezember: Seebeben im Indischen Ozean und Tsunami-Flutwelle. Verheerende Schäden in den Küstenregionen im Golf von Bengalen, Südasien und Südostasien. Siehe Erdbeben im Indischen Ozean 2004

Politik

Januar


- 1. Januar: Joseph Deiss wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Irland übernimmt von Italien die Präsidentschaft im europäischen Rat
- 1. Januar: Die Mehrwertsteuer wird in Kap Verde eingeführt
- 1. Januar: Der niederländische Außenminister Jaap de Hoop Scheffer wird NATO-Generalsekretär
- 13. Januar: Helmut Kohl erhält den Internationalen Adalbertpreis
- 14. Januar: Óscar Berger Perdomo wird Staatspräsident von Guatemala
- 15. Januar bis 21. Januar: Weltsozialforum im Mumbai, (Indien)
- 16. Januar: Die Außenminister Joschka Fischer (Deutschland), Dominique de Villepin (Frankreich) und Włodzimierz Cimoszewicz (Polen) treffen sich im Rahmen des Weimarer Dreiecks
- 19. Januar: Erste Vorwahl der demokratischen Partei in Iowa, (USA)
- 20. Januar: Mazedonien beschließt per Gesetz die Gründung einer staatlichen Universität in Tetovo
- 21. Januar: Das auswärtige Amt finanziert zwei Justizaufbauprojekte des Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht (Heidelberg) in Afghanistan
- 24. Januar: Entlassung des Vorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit Florian Gerster nach Misstrauensvotum
- 25. Januar: Georgien: Michail Saakaschwili wird Staatspräsident

Februar


- 2. Februar: Brunei: Karl XVI. Gustaf von Schweden löst durch sein Lob des Sultans eine außenpolitische Krise seiner Heimat aus
- 5. Februar: Lettland: Ministerpräsident Einars Repse tritt zurück
- 6. Februar: Bundeskanzler Gerhard Schröder erklärt seinen Rücktritt vom Parteivorsitz der SPD zu Gunsten von Franz Müntefering
- 8. Februar: Volksabstimmungen in der Schweiz, unter anderem wird die zweite Tunnelröhre durch den Gotthard in der Innerschweiz deutlich abgelehnt
- 13. Februar: Präsident Blaise Compaoré von Burkina Faso trifft auf Einladung von Bundespräsident Johannes Rau in Deutschland ein
- 19. Februar: Bundesminister Joschka Fischer nimmt in Brüssel, Belgien an einem EU-Seminar gegen Antisemitismus teil
- 20. Februar: Parlamentswahlen im Iran, viele liberale Kandidataten wurden ausgeschlossen, die Wahlbeteiligung sank auf etwa 50 Prozent
- 26. Februar: Staatspräsident Boris Trajkovski von Mazedonien stirbt bei einem Flugzeugabsturz
- 29. Februar: Bürgerschaftswahlen in Hamburg, die CDU erhält die absolute Mehrheit, Ole von Beust bleibt 1. Bürgermeister

März


- 1. März: Internationale Friedenstruppen treffen in Haiti ein
- 2. März: Eröffnung der neuen Botschaft der Niederlande in Berlin durch Königin Beatrix
- 7. März: Landtagswahlen in Kärnten und Salzburg, Gemeinderatswahlen Tirol
- 9. März: Lettland: Indulis Emsis wird neuer Ministerpräsident
- 10. März: Griechenland: Kostas Karamanlis wird Ministerpräsident
- 14. März: Wladimir Putin wird als Präsident Russlands in seinem Amt bestätigt
- 14. März: Michail Jefimowitsch Fradkow wird Vorsitzender der Regierung in Russland
- 14. März: Parlamentswahlen in Spanien
- 18. März: In Ottawa findet der EU-Kanada-Gipfel statt
- 22. März: Mazedonien stellt Antrag auf Mitgliedschaft in der NATO und der EU
- 23. März: Bundeskanzler Gerhard Schröder besucht Warschau, Polen
- 27. März: Kommunalwahlen in Nigeria
- 28. März: Präsidentschaftswahlen in Guinea-Bissau
- 29. März: Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowakei und Slowenien werden Mitglied der NATO
- 30. März: Kerstin Müller, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, trifft die afghanische Frauenministerin Habiba Sorabi zu einem Gespräch im Auswärtigen Amt
- 30. März: Bundesaußenminister Joschka Fischer trifft mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai zu einem Gedankenaustausch zusammen

April


- 2. April: Bulgarien wird Mitglied der NATO
- 2. April: Lettland wird in die NATO aufgenommen
- 3. April: Etwa 500.000 Menschen demonstrieren in Berlin, Köln und Stuttgart gegen den Reformkurs der deutschen Bundesregierung
- 3. April und 17. April: Präsidentenwahl in der Slowakei
- 5. April: Das Auswärtige Amt unterstützt das Minensuchhunde-Zentrum (MDC) in Afghanistan mit 1,9 Million Euro
- 14. April: Parlamentswahlen in Südafrika
- 15. April: Niederlande: Offizieller Besuch von Bundeskanzler Gerhard Schröder in Rotterdam und Den Haag
- 17. April: Ivan Gašparovič wird neuer Staatspräsident der Slowakei
- 17. April: José Luis Zapatero wird Ministerpräsident in Spanien
- 19. April: Bundesaußenminister Joschka Fischer reist nach Afghanistan
- 22. April: Gründung eines Goethe-Instituts in Ljubljana, Slowenien
- 25. April: Parlaments- und Kommunalwahlen in Äquatorialguinea
- 25. April: Heinz Fischer wird bei der Wahl zum Bundespräsidenten in Österreich gewählt
- 26. April: Giftgas-Attentat in Jordanien vereitelt, es hätten 80.000 Menschen sterben können
- 27. April: Thabo Mbeki wird als Präsident von Südafrika vereidigt
- 28. April: Branko Crvenkovski wird Staatspräsident in Mazedonien
- 29. April: Regierungsumbildung in Mali
- 30. April: Der Skandal um Misshandlungen irakischer Häftlinge im Bagdader US-Militärgefängnis Abu Ghraib wird publik

Mai


- 1. Mai: Die europäische Union wird um zehn Mitglieder erweitert: Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern (siehe EU-Osterweiterung)
- 1. Mai: In Polen gilt für Investitionen ab sofort das EU-Recht
- 2. Mai: Parlamentswahlen in Panama
- 7. Mai: Surya Bahadur Thapa tritt als Premierminister von Nepal zurück
- 7. Mai: Verfassungsänderungen in der Türkei zur EU-Anpassung
- 16. Mai: Volksabstimmung in der Schweiz
- 22. Mai: Manmohan Singh wird Premierminister in Indien
- 23. Mai: Horst Köhler wird von der Bundesversammlung im ersten Wahlgang zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Ergebnis: Horst Köhler 604 Stimmen, Gesine Schwan 589 Stimmen
- 25. Mai: Der 49. Eurovision Songcontest findet in Istanbul, Türkei statt
- 27. Mai: USA und Bahrain unterzeichen ein Freihandelsabkommen
- 29. Mai: Estland wird Vollmitglied in der NATO

Juni


- 1. Juni: Im Irak nominiert der Übergangsrat den künftigen Staatspräsidenten Ghazi al Jawar. Der designierte Ministerpräsident Ijad Allawi stellt die 26 Mitglieder seines Kabinetts vor, dem die USA am 30. Juni die Macht übergeben werden
- 1. Juni: Lic. Elías Antonio Saca González wird Staatspräsident von El Salvador
- 4. Juni bis 13. Juni: Europride in Hamburg
- 6. Juni: 60. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie. Erstmals nimmt mit Gerhard Schröder ein deutscher Bundeskanzler an den Gedenkfeiern in der Normandie teil (siehe D-Day)
- 7. Juni: In Marokko tritt ein neues Arbeitsgesetz in Kraft
- 8. Juni bis 10. Juni: G8-Gipfeltreffen in Sea Island (Georgia), USA
- 9. Juni: Das Bundesverfassungsgericht lehnt eine Verfassungsklage gegen das Ladenschlussgesetz ab
- 13. Juni: Wahlen zum Europaparlament
- 13. Juni: Landtagswahl in Thüringen
- 13. Juni: Kommunalwahlen in Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt
- 21. Juni: Fünfter Ostseegipfel in Estland
- 22. Juni: In Nauru wird Präsident René Harris bei einem Misstrauensvotum abgesetzt und durch Ludwig Scotty ersetzt
- 24. Juni: Deutschland. Bundesaußenminister Joschka Fischer trifft den Premierminister von Armenien, Andranik Markarjan
- 27. Juni: Kommunalwahl in Thüringen, die SPD verliert, die PDS gewinnt Stimmen hinzu
- 28. Juni: Im Irak erfolgt die Machtübergabe von der Koalitions-Übergangsverwaltung an die Irakische Übergangsregierung

Juli


- 1. Juli: Amtsantritt des neuen deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler
- 1. Juli: Gegen den irakischen Ex-Diktator Saddam Hussein wird Anklage erhoben
- 8. Juli: Angelobung des österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer
- 9. Juli: Pawel Chlebnikow wird in Moskau von Unbekannten erschossen
- 15. Juli: Antrittsbesuch des neuen deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler in Polen, anschließend Besuch in Frankreich

August


- 1. August: 60. Jahrestag des Beginns des Warschauer Aufstands: Bundeskanzler Gerhard Schröder nimmt als erster deutscher Bundeskanzler als Ehrengast an den Feierlichkeiten teil
- 2. August: In Deutschland tritt die Sondersteuer auf Alkopops in Kraft, die handelsübliche 275-Milliliter-Flaschen um 85 Cent verteuert (zuzüglich Mehrwertsteuer) und die Getränke für Jugendliche unattraktiver machen soll
- 9. August: In Deutschland, vor allem in Ostdeutschland, demonstrieren etwa 50.000 Menschen gegen die Hartz IV-Gesetze
- 16. August: In Deutschland, vor allem in Ostdeutschland, demonstrieren etwa 85.000 Menschen gegen die Hartz IV-Gesetze
- 16. August: Präsident Hugo Chávez in Venezuela gewinnt das Referendum über seine Amtsenthebung. etwa 58 % der Wähler stimmen für ihn (Wahlbeteiligung etwa 95 %)
- 19. August: Erneut demonstrieren in Erfurt und Brandenburg knapp 10.000 Menschen gegen die Hartz IV-Gesetze
- 22. August: Norwegen: Der Schrei, ein Bild des norwegischen Malers Edvard Munch, wird von maskierten Tätern aus dem Osloer Munch-Museum entwendet
- 23. August: Auf den Montagsdemonstrationen demonstrieren mindestens 70.000 Menschen gegen die Hartz IV-Gesetze
- 29. August: Etwa 300.000 Menschen demonstrieren in New York City gegen die Politik von Präsident George W. Bush
- 29. August: Scharif al-Misri wird als führendes Mitglied der Terrorgruppe Al-Qaida in Qetta (Pakistan) zusammen mit einem mutmaßlichen Komplizen verhaftet
- 30. August: Auf den Montagsdemonstrationen demonstrieren erneut mindestens 70.000 Menschen gegen die Hartz IV-Gesetze
- 31.Eröfnung der RIMS Reihn-Main-International-Montessori-Schule

September


- [[5. September]]: Bei den Landtags[[wahlen im Saarland
ist die SPD mit knapp 14 % Verlust auf 30,8 % die einzige Verliererin. Die Wahlbeteiligung sinkt von 69 % (1999) auf 56 % (2004)
- 6. September: In Deutschland, vor allem in Ostdeutschland, demonstrieren Zehntausende (ARD: 50.000, ZDF/RTL: deutlich weniger als in der Vorwoche, SAT1/N-TV: 75.000) gegen die Hartz IV-Gesetze
- 10. September: Polen Das polnische Parlament, der Sejm, hat ohne Gegenstimme die Regierung in Warschau aufgefordert, angemessene Maßnahmen in der Angelegenheit von Reparationen gegenüber Deutschland zu ergreifen
- 12. September: Zehntausende von Israelis demonstrierten in Jerusalem gegen die beabsichtigte Räumung von Siedlungen im Gazastreifen
- 13. September: Bundespräsident Horst Köhler hält unterschiedliche Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland für unvermeidlich
- 13. September: In Deutschland, vor allem in Ostdeutschland, demonstrieren Zehntausende, allerdings deutlich weniger als in der Vorwoche, gegen die Hartz IV-Gesetze
- 14. September: Die OECD stellt in ihrer Vergleichsstudie „Bildung auf einen Blick“ erneut Mängel im deutschen Bildungssystem fest
- 19. September: Bei der Landtagswahl in Brandenburg verlieren SPD und CDU mehr 7 %, die PDS gewinnt 5 % und die DVU ist erneut im Landtag vertreten
- 19. September: Bei der Landtagswahl in Sachsen verliert die CDU fast 16 %, die SPD rutscht unter die 10 % Marke und die NPD bekommt etwas mehr als 9 %. Auch Grüne und FDP kommen in den Landtag
- 19. September: Bei der Landtagswahl in Vorarlberg erreicht die ÖVP die absolute Mehrheit
- 20. September: Die Präsidentschaftswahlen in Indonesien (die Auszählung wurde erst Anfang Oktober abgeschlossen) werden von Susilo Bambang Yudhoyono gewonnen, der die bisherige Präsidentin Megawati Sukarnoputri ablöst
- 26. September: Bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen verliert die CDU ca. 7 %, bleibt aber stärkste Partei im Land. Die SPD verliert erneut ca. 3 %, die Grünen und die FDP gewinnen jeweils ca. 3 %
- 26. September: Volksabstimmung in der Schweiz

Oktober


- 2. Oktober: In Berlin demonstrieren ca. 50.000 gegen die Hartz IV-Gesetze
- 2. Oktober: In Amsterdam protestieren ca. 200.000 Menschen gegen die Sparpläne der christlich-liberalen Regierung
- 3. Oktober: Bei Parlamentswahlen in Slowenien geht die konservative Slowenische Demokratische Partei unter Janez Janša als Sieger hervor, die bisher regierende linksliberale Liberaldemokratische Partei Sloweniens verliert über 13 % und wird vermutlich in Opposition gehen
- 5. Oktober: Der Vorstand von Karstadt-Quelle verkündet, dass zur Sanierung des Konzern 5.500 Stellen abgebaut werden sollen. Nach Verhandlungen mit der Gewerkschaft ver.di und dem Betriebsrat soll dieser Abbau sozialverträglich stattfinden
- 5. Oktober: Der designierte EU-Innenkommissar Rocco Buttiglione ist wegen seiner Haltung zur Homosexualität und Frauen auf Kritik gestoßen
- 6. Oktober: Die USA räumen ein, dass im Irak keine Massenvernichtungswaffen, einer der Gründe für den Irak-Krieg, gefunden wurden
- 9. Oktober: Die Präsidentschaftswahlen in Afghanistan werden von Unregelmäßigkeiten begleitet. Später wird der amtierende Präsident Hamid Karzai mit 55,4 % der Stimmen zum Sieger erklärt
- 12. Oktober: Der Kalif von Köln, Metin Kaplan, wird aus Deutschland in die Türkei abgeschoben und dort sofort verhaftet
- 14. Oktober: General Motors gibt bekannt, dass 12.000 Stellen in Europa, davon 10.000 in Deutschland gestrichen werden sollen. Daraufhin streiken die Arbeiter im Opel Werk Bochum sechs Tage lang
- 16. Oktober: Die Schweizer Gewerkschaften GBI und SMUV fusionieren zur Großgewerkschaft Unia
- 17. Oktober: Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko lässt sich in einem umstrittenem Referendum für eine dritte Amtszeit bestätigen
- 23. Oktober: Eine gute Woche vor der Präsidentenwahl in der Ukraine haben zehntausende Oppositionsanhänger in Kiew für eine freie und faire Abstimmung demonstriert
- 24. Oktober: Die Serben im Kosovo boykottieren die Parlamentswahlen. Gewinner mit ca. 55 % (nach ersten Hochrechnungen) ist die Partei von Ibrahim Rugova
- 27. Oktober: Der designierte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso lässt die Abstimmung über die EU-Kommission im EU-Parlament verschieben, um eine Abstimmungsniederlage zu verhindern. In der Folge werden die zwei Kommissare Rocco Buttiglione (Italien) und Ingrida Udre (Lettland) gegen Franco Frattini (Italien) und Andris Piebalgs (Lettland) ausgetauscht
- 31. Oktober: Bei den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine kommt es zu Unregelmäßigkeiten. Der vom bisherigen Präsidenten Leonid Kutschma favorisierte Kandidat Wiktor Janukowytsch kommt auf 40 %, Wiktor Juschtschenko auf 39 % der Stimmen, daher wird es eine Stichwahl geben

November


- 2. November: Präsidentschaftswahlen in USA: George W. Bush wird nach einem Kopf an Kopf-Rennen mit seinem Gegner John F. Kerry erneut für vier Jahre zum Präsidenten gewählt
- 7. November: Das Referendum gegen die neuen Gemeindegrenzen in Mazedonien ist gescheitert, da nur etwa 26 % der Stimmberechtigten abstimmten. Das Gesetz schreibt ein Quorum von 50 % vor. In der Konsequenz haben alle großen Gemeinden im Westen Mazedoniens eine albanische Bevölkerungsmehrheit
- 10. November: Der Politiker Georg Milbradt (CDU) ist in Sachsen erst im zweiten Anlauf erneut zum Ministerpräsidenten gewählt worden. Er hatte nur 62 von 65 Stimmen der CDU/SPD Koalition bekommen. Der Kandidat Uwe Leichsenring der NPD erhielt 14 Stimmen, 2 mehr als die NPD Sitze im Landtag hat
- 11. November: Jassir Arafat stirbt gegen 3:30 Uhr morgens, sein Leichnam wird nach Kairo gebracht, wo am folgenden Tag die Trauerfeier stattfindet und anschließend: unter chaotischen Umständen: die Beisetzung in Ramallah
- 15. November: Der Beitritt Griechenlands zum Euro beruht auf seit 1997 gefälschten Defizitzahlen. Später werden auch die italienschen Zahlen bezweifelt. Das statistische Amt der EU, EUROSTAT, gerät damit wieder ins Zwielicht
- 17. November: Das Bundeskabinett beschließt die Entsendung von zwei Transall-Flugzeugen mit ca. 200 Soldaten zur Unterstützung vom Transport von OAU-Soldaten in die Region Darfur im Sudan
- 18. November: Im zweiten Anlauf hat der neue EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso für sein veränderte Kommission eine Mehrheit im EU-Parlament erhalten
- 18. November: Der CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer wirft deutschen Managern mangelnden Patriotismus vor
- 19. November: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat in einer Resolution zu einer baldigen Lösung für den Sudan-Konflikte aufgerufen und vage mit Sanktionen gedroht
- 20. November: Es werden Misshandlungsvorwürfe bei gestellten Geiselnahmen bei der Bundeswehr bekannt. In den folgenden Wochen werden weitere Misshandlungen in verschiedenen Kasernen bekannt
- 21. November: Nach der Stichwahl bei den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine wird Wiktor Janukowytsch zum Sieger erklärt, die OSZE zweifelt den Wahlsieg an, die Opposition spricht von Wahlbetrug. Beginn von landesweiten Massenprotesten („Orangene Revolution“)
- 21. November: Ca. 25.000 Menschen demonstrierten nach einem Aufruf muslimischer Verbände in Köln gegen islamistischen Terror und Gewalt
- 21. November: In Namibia wird Hifikepunye Pohamba (SWAPO) mit 76 % zum neuen Präsidenten gewählt und löst damit Sam Nujoma ab. Seine Partei, die SWAPO, erhält ca. 75 % der Parlamentssitze
- 25. November: Die IAEO berät über das iranisches Atomprogramm. Die USA glauben, dass der Iran eine Atombombe entwickeln will. Der Iran beteuert, dass er nur ein friedliche Nutzung der Kernenergie plant
- 27. November: Die Behörden von Papua-Neuguinea beginnen mit der Evakuierung von 9000 Menschen von der Insel Manam, da diesen wegen wochenlanger Vulkan-Aktivitäten (Aschenregen) eine Hungesnot droht
- 28. November: Bundesfinanzminister Hans Eichel kritisiert, dass alle neuen Bundesländer, mit Ausnahme von Sachsen, die Fördermittel aus dem Aufbau Ost ganz oder teilweise missbrauchen
- 28. November: In Rumänien werden der Staatspräsident und das Parlament gewählt. In die Stichwahl kommen Adrian Nastase (Sozialdemokraten) und Traian Băsescu (Allianz für Gerechtigkeit und Wahrheit). Die Opposition spricht von Wahlbetrug. Auch die OSZE äußert Bedenken wegen des Ablaufs der Wahl
- 30. November: Die OECD bemängelt in ihrer „Baby-PISA“-Studie die Zahl der Kita-Plätze in den alten Bundesländern. In den neuen Bundesländern gehört das Kinderbetreuungssystem zu den weltweit besten

Dezember


- 1. Dezember: Die Regierungskoalition von Ministerpräsident Ariel Scharon in Israel zerbricht, weil die Vertreter seines größten Koalitionspartners gegen den Haushaltsentwurf 2005 gestimmt haben
- 3. Dezember: Der Bundestag beschließt die Entsendung von bis zu 200 Soldaten zur Unterstützung der Afrikanischen Union im Darfur-Einsatz
- 22. Dezember: CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer tritt nach Vorwürfen über falsche Angaben zu Gehaltszahlungen seines früheren Arbeitgebers RWE zurück
- 26. Dezember: Bei der Wiederholungswahl zu den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine setzt sich der oppositionelle Kandidat Wiktor Juschtschenko gegen den beurlaubten Ministerpräsidenten Wiktor Janukowytsch mit 51,99 % zu 44,19 % der abgegebenen Stimmen durch

Terroranschläge und Kriege


- 29. Januar: Bei einem Terroranschlag auf Bus Nummer 19 in Jerusalem (Israel) sterben elf Israelis. 50 Menschen werden verletzt. Der Attentäter war ein 24 Jahre alter Palästinenser aus Bethlehem und Mitglied der Al Aqsa Märtyrer Brigaden
- 22. Februar: Acht Menschen Sterben bei einem Selbstmordattentat auf Bus Nummer 14A in Jerusalem (Israel). Über 60 werden verwundet. Der palästinensische Attentäter war Mitglied der Al Aqsa Märtyrer Brigaden und kam aus Bethlehem
- 11. März: Schwerer Terroranschlag in Madrid, 191 Tote, 1.500 Verletzte
- 28. April: Terroranschlag in Diplomatenviertel von Damaskus, vier Tote
- 2. Juni: In Afghanistan werden fünf Mitarbeiter der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen in einem Hinterhalt ermordet
- 11. Juli: Ein Selbstmordattentäter sprengt sich in Tel Aviv (Israel) an einer Bushaltestelle in die Luft. Ein Israeli wird dabei getötet, 33 werden verletzt
- 28. Juli: Bei der Explosion einer Autobombe in Bakuba (Irak) sterben 68 Menschen und etwa 40 werden verletzt
- 2. August: Bei Bombenanschlägen auf fünf christliche Kirchen in Bagdad und Mossul im Irak werden elf Menschen getötet und ca. 50 verletzt
- 15. August: In Gatumba (Burundi) haben Hutu-Rebellen ein Flüchtlingslager der UNO überfallen und 189 Menschen getötet sowie etwa 70 verletzt
- 24. August: In Russland stürzen, infolge eines tschetschenischen Terroranschlages, fast gleichzeitig zwei Flugzeuge mit 89 Menschen an Bord ab
- 30. August: Bei einem Anschlag eines tschetschenischen Selbstmordattentäters im Norden von Moskau in der Nähe eines U-Bahnhofes werden min. 39. Menschen getötet und ca. 130 verletzt
- 31. August: Zwei Selbstmordattentäter töten in Beerscheba (Israel) sechzehn Menschen. Über 100 Israelis werden verletzt als die Palästinenser sich innerhalb weniger Minuten in die Luft sprengen. Ziel des Anschlags: Die Stadtbusse Nummer 6 und Nummer 12
- 31. August: Im Irak werden zwölf nepalesische Geiseln durch islamistische Extremisten der Gruppe Ansar el Sunna ermordet
- 1. September: Etwa 30 tschetschenischen Rebellen nehmen ca. 1200–1500 Geiseln in einer Schule in Beslan in Nordossetien
- 3. September: Die Schule in Beslan wird durch die Einsatzkräfte gestürmt, dabei gibt es mindestens 338 Tote und 704 Verletzte
- 4. September: Durch die Explosion einer Autobombe vor einer Polizeischule im nordirakischen Kirkuk werden 15 Menschen getötet und weitere 20 Menschen verletzt
- 6. September: Durch die Explosion einer Autobombe im Nordirak sind sieben amerikanische Soldaten und drei Iraker getötet worden
- 7. September: Seit Beginn des Irak-Krieges sind 1000 amerikanische Soldaten gefallen. Die weit höhere Anzahl der getöteten Iraker ist unbekannt
- 9. September: ein Bombenanschlag auf die australische Botschaft in Jakarta kostet 11 Menschen das Leben
- 13. September: Am Wochenende sind 68 Iraker und Amerikaner im Irak getötet worden
- 14. September: Bei der Explosion einer Autobombe vor einer Polizeiwache in Bagdad sind mindestens 47 Menschen getötet und 114 verletzt worden
- 14. September: In Bakuba wurden zwölf Polizisten in einen Hinterhalt gelockt und getötet
- 16. September: Bei amerikanischen Luftangriffen nahe Falludscha sind bis zu 60 Iraker getötet worden
- 25. September: Im Süden Afghanistans haben (vermutlich) Taliban-Kämfer bei mehreren Anschlägen neun Soldaten getötet
- 30. September: Bei drei fast zeitgleichen Autobombenanschlägen in Bagdad sterben mehr als 42 Menschen (meist Kinder) und 139 werden verletzt
- 1. Oktober: Bei einem Selbstmordattentat auf die Zainabia-Moschee in Sialkot/Pakistan sterben 31 Menschen und mehr als 45 werden verletzt
- 2. Oktober: Am 135. Geburtstag von Mahatma Gandhi gab es mehrere Bombenanschläge im Nordosten Indiens (Dimapur im Bundesstaat Nagaland und Kokrajhar im Bundesstaat Assam) mit min. 44 Toten und 93 Verletzten
- 2. Oktober: Bei einer Offensive amerikanischer Truppen und irakischen Nationalgardisten in Samarra werden mindestens 100 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt
- 3. Oktober: Bei einer nach Raketenangriffen durch die Hamas begonnenen Offensive der israelischen Armee im Gazastreifen kamen in den vergangenen Tagen über 50 Menschen ums Leben
- 4. Oktober: Bei drei Bombenanschlägen in Bagdad und Mossul und Luftangriffen der Amerikaner in Falludscha starben mehr als 30 Menschen und mehr als 100 wurden verletzt
- 7. Oktober: Bei einer Offensive der US-Streitkräfte und irakischer Sicherheitskräfte und einer Reihe von Anschlägen starben 17 Menschen im Irak. Sieben bei einem Anschlag in Diwanija
- 7. Oktober: Bei Selbstmordanschlägen in Taba und Ras el Schitan (Moon Island Village) auf der Sinai-Halbinsel in Ägypten wurden 32 Menschen getötet und mehr als 150 verletzt
- 7. Oktober: Bei einem Selbstmordanschlag in der Stadt Multan in Pakistan sind mindestens 39 Menschen getötet und mehr als 80 verletzt worden
- 8. Oktober: Bei einem Bombardement der US-Luftwaffe wurden in Falludscha elf Menschen getötet
- 18. Oktober: Bei der Explosion einer Autobombe in Bagdad wurden mindestens sechs Menschen getötet und 27 verletzt
- 23. Oktober: Im Norden des Irak werden 49 Polizeirekruten ermordet. Am gesamten Wochenende sterben bei Anschlägen und Bombardierungen ca. 100 Menschen
- 2. November: Auf offener Straße in Amsterdam wird der niederländische Filmemacher Theo van Gogh durch einen islamischen Extremisten niedergestochen und erschossen. In der Folge werden mehrere Moscheen und islamische Schulen in den Niederlanden angezündet
- 6. November: Regierungssoldaten der Elfenbeinküste töten bei einem Angriff neun französische Soldaten. Die Regierung hatte zuvor auch das Friedensabkommen mit den Rebellen gebrochen
-

Roger B. Chaffee

Roger Bruce Chaffee (
- 15. Februar 1935 in Grand Rapids, Michigan; † 27. Januar 1967 in Cape Canaveral/Florida) war ein amerikanischer Astronaut. Er starb bei der Apollo 1 Katastrophe.

Biographie

Die ersten sieben Lebensjahre wuchs Roger Chaffee in Greenville, Michigan, bei seinen Eltern Don und Blanche Chaffee auf. Don Chaffee war ein Doppeldecker-Pilot, der sich mit Passagier- und Fallschirmflügen und ab 1942 als angestellter Pilot der U.S. Artillerie sein Geld verdiente. Als er seinen Sohn im Alter von sieben Jahren mit auf einen Flug über den Michigansee nahm, stand für diesen sofort fest, dass er Pilot werden wollte. Roger Chaffee's Interessen lagen in jungen Jahren beim Modellflug und bei der Musik, für die er sich ab seiner Schulzeit interessierte. Er lernte Blasinstrumente und gründete mit anderen in der High School eine Tanzcombo. Mit dreizehn Jahren trat Chaffee den heimischen Pfadfindern bei, bei denen er sich schnell die ersten Leistungsabzeichen verdiente. In der Schule lagen seine Interessen auf den wissenschaftlichen Fächern, wie Mathematik und Chemie. Sein besonderes Interesse weckte die Elektronik.

Von der High School zum Marine-Piloten

Nach seinem Schulabschluss 1953 bewarb sich Roger Chaffee bei mehreren Hochschulen und begann schließlich im Herbstsemester sein Studium am Illinois Institute of Technology in Chicago, für das er ein Stipendium der U.S. Marine über das Naval Reserve Officer Training Corps (NROTC) Programm erhielt. 1954 entschloss er sich seine Leidenschaft für das Fliegen und die Technik im Studium zu vereinen und Luftfahrtingenieur zu werden. Dies ließ sich am besten an der Purdue University in Lafayette, Indiana, verwirklichen. Im September 1955 lernte er eine junge Frau aus Oklahoma City kennen. Ihr Name war Martha Horn. Beide heirateten im August 1957. Am 2. Juni 1957 bekam Roger Chaffee seinen Bachelorabschluss an der Universität, wo er auch kurz zuvor die Prüfung für seinen Flugschein absolvierte. Sein militärisches Flugtraining wurde in Pensacola, Florida, fortgesetzt, wo er die Beechcraft T-34 Mentor und die North American T-28 Trojan flog. Später trainierte er in Kingsville, Texas, auf dem Grumman F9F Cougar Jet. Im Jahr 1958 wurde er Vater einer Tochter und 1961 eines Sohnes. Nach Beendigung seiner Flugausbildung durchlief er verschiedene Flugjobs bei der Marine, bis er Qualitätsoffizier bei der Heavy Photographic Squadron 62 die in Jacksonville, Florida, stationiert war, wurde. Eine der Aufgaben war das Fotografieren des neu erbauten Cape Canaveral.

Von der Marine zur NASA

Nachdem die ersten Mercury-Astronauten benannt worden waren, lenkte sich Roger Chaffees Interesse in diese Richtung. Er richtete seine weitere Aus- und Weiterbildung auf das Ziel aus, als Astronaut ausgewählt zu werden. 1962 wurde die dritte Astronautengruppe von der NASA rekrutiert; Chaffee gehörte zu einer Gruppe von 1.800 Bewerbern. Ende 1962 wurde Chaffee ein Fortsetzungsstudium zum Magister in Dayton, Ohio, angeboten, was er annahm. Er zog mit seiner Familie um, ohne aber die Auswahltests zum Astronauten zu vernachlässigen. Die NASA unterrichtete seine Familie von seiner Auswahl, als er sich auf einem Jagdausflug befand. Am 18. Oktober 1963 flog Chaffee nach Houston und wurde dort offiziell in das dritte Astronautencorps aufgenommen. Houston Konsole]] 1964, nachdem die Familie nach Houston umgezogen war, begann Roger Chaffees Astronautenausbildung. Dazu gehörte nicht nur weiteres Flugtraining, sondern auch Überlebenstraining für fehlerhafte Land- oder Wasserlandungen, sowie das Studium der Mondoberfläche, da die dritte Astronautengruppe sich für die Mondlandung vorbereiten musste. Zu den Trainingseinheiten gehörte auch das EVA-Training (Weltraumspaziergang) in einem großen Wasserbecken. Als am 31. Oktober 1964 der Astronaut Ted Freeman bei einem Trainingsflug ums Leben kam, fiel Roger Chaffee die Ehre zu, bei der Beisetzung mit anderen Kollegen den Sarg tragen zu dürfen. Dies wiederholte sich mit Astronaut Elliott See, der zwei Jahre später mit seinem Kollegen Charlie Bassett zusammen abstürzte. Eine der ersten größeren Aufgaben Chaffees war es, bei der Gemini 4 Mission im Juni 1965 als Kommunikationsassistent zu agieren. Zusammen mit Gus Grissom flog er zudem eine Mission als Begleitflieger bei einer unbemannten Saturn 1B Mission, um deren Start zu fotografieren.

Apollo 012 (Apollo 1)

Kurz nach dem Gemini 8 Flug von Neil Armstrong and David Scott wurden von der NASA die Crewmitglieder für die erste bemannte Apollo Mission bekannt gegeben. Als Kommandant wurde Gus Grissom benannt, zusammen mit Ed White als Chefpilot und Roger Chaffee als Pilot. Für diesen ging natürlich ein Traum in Erfüllung, da es seine erste und gleichzeitig auch die erste Apollo Mission in Richtung der Mondlandung sein würde. Die Mission sollte im Frühjahr 1967 starten. 1967, White und Chaffee]] Während der nächsten Monate lernte die Crew in Downey, Californien ihre Raumkapsel in- und auswendig kennen. Die AS 012 wurde im dortigen Werk zusammengebaut. Da die Apollo-Kapsel aber noch nicht den ausgereiften Status erreicht hatte wie die Gemini-Vorgängermodelle, wurde der Start verschoben und weitere Tests anberaumt. Einer der wichtigsten Tests fand am 27. Januar 1967 auf der Startrampe in Cape Canaveral statt. Die komplette Besatzung, namentlich Edward H. White, Gus Grissom und Roger B. Chaffee nahmen in der Kapsel Platz, um einen Drucktest auszuführen. Dabei wurde die Apollo-Kapsel mit reinem Sauerstoff befüllt. Während des Tests fing jedoch (wahrscheinlich durch einen Kurzschluss) das Innere der Kapsel Feuer. Alle drei Astronauten kamen dabei ums Leben.

Siehe auch

Liste der Raumfahrer Chaffee, Roger B. Chaffee, Roger B. Chaffee, Roger B. Chaffee, Roger B. Chaffee, Roger B.

Astronaut

Der Begriff Raumfahrer oder Weltraumfahrer bezeichnet den Teilnehmer an einer bemannten Expedition in den Weltraum. Der erste Raumfahrer war im Jahr 1961 der Russe Juri Gagarin. Je nach ihrer Herkunft bezeichnet man Raumfahrer als Astronauten (USA, Westeuropa), Kosmonauten (Russland, ehemalige DDR und Ostblock) und Taikonauten (Volksrepublik China) - Taikonaut ist allerdings nur eine Bezeichnung in der englischen Presse, die chinesische Bezeichnung ist yǔháng yuán (宇航員, wörtlich "Universum-Navigator"). Siehe Liste der Raumfahrer für eine Liste aller Raumfahrer aller Nationen der Erde.

Astronaut

Der Begriff Astronaut (v. griech.: astron = Stern + nauta = Seefahrer) wurde geprägt durch das Buch Les Astronautes (Die Astronauten) (1927) des französischen Science-Fiction-Autors J.-H. Rosny Aîne. Dies geschah in Anlehnung an den Begriff Aeronaut (Luftschiffer). Dieser Begriff hat sich durch die US-amerikanische Raumfahrt fest etabliert, so auch für den (west-)deutschen Begriff Raumfahrer. Durch die Teilung Deutschlands und der in dieser Zeit durch die Fortschritte in der Raumfahrt gebräuchlich gewordene Begriff entstand im deutschen Sprachraum eine Besonderheit. Während im westlichen Teil der Begriff „Astronaut“ benutzt wurde, wurde im östlichen Teil der Begriff „Kosmonaut“ verwendet. Die Bundesrepublik Deutschland als Teil des Westbündnisses war wirtschaftlich und wissenschaftlich zu den USA orientiert, die DDR hingegen in den beiden Bereichen zur Sowjetunion.

Kosmonaut

Der Begriff Kosmonaut (v. griech.: kosmos = Weltraum + nauta = Seefahrer) bezeichnet einen russischen Raumfahrer. Diese Prägung entstand während des Wettlaufs zum Weltall der 1950er Jahre, als der Begriff Astronaut der sowjetischen Raumfahrt bereits amerikanisch besetzt und möglicherweise auch zu hoch gegriffen und unpassend erschien („Astronauten“ fahren zu den Sternen oder wenigstens zu anderen Himmelskörpern). So entschied man sich für diese eigene Neuprägung. Diese Bezeichnung ist heute noch im gesamten ehemaligen Ostblock verbreitet.

Taikonaut

Taikonaut (v. chines.: tai (太) = universal + kong (空) = Himmel; zusammen: Weltraum + griech.: nautes (ναύτης) = Seefahrer) ist ein für die internationalen Medien erschaffenes Kunstwort für chinesische Raumfahrer. Chinesische Funktionäre und Medien bevorzugen das Wort Yuhangyuan (chines.: Weltraumfahrer, gesprochen: Jü-hang-jüän, geschrieben: 宇航員). Ob China bei dieser offiziellen Bezeichnung bleibt oder das für Ausländer leichter ausprechbare Taikonaut übernimmt, ist noch offen. In offiziellen Veröffentlichungen der chinesischen Regierung für die internationale Presse wird meist das Wort „Astronaut“ verwendet. Die chinesische Regierung startete am 15. Oktober 2003 mit dem Raumschiff Shenzhou 5 (siehe auch: Shenzhou–Reihe) und dem Taikonauten Yang Liwei den ersten bemannten chinesischen Weltraumflug (siehe auch: Chinesische Raumfahrt).

Spacionaut / Euronaut

Der Begriff Spacionaut bzw. Spationaut ist abgeleitet vom französischen Wort espace für (Welt-)Raum, dem englischen space entsprechend. Es ist also die französische Übersetzung für Raumfahrer – egal, ob dieser französische Raumfahrer nun zusammen mit russischen Kosmonauten oder amerikanischen Astronauten reist. Innerhalb der europäischen Raumfahrtagentur ESA ist zudem der Begriff Euronaut für alle ESA-Raumfahrer angeregt, aber noch nicht durchgesetzt worden, da die ESA bisher keine eigenen Missionen startet. Österreichiche Raumfahrer werden auch gerne als "Austronauten" bezeichnet.

Wann welche Bezeichnung für welchen Raumfahrer?

Die Bezeichnung hängt i. d. R. von der Nation ab, deren Raumfahrzeug für den Start in den Weltraum gewählt wird. Kosmonauten werden meist mit der Sojus in den Weltraum befördert, während Astronauten in jüngerer Zeit das Spa