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Grand-Teton-Nationalpark
Der Grand-Teton-Nationalpark liegt im Westen Wyomings südlich des Yellowstone-Nationalpark. Er hat seinen Namen von der Teton Bergkette, die sich in Nord/Süd-Richtung durch den Park zieht. Östlich der Berge liegt die weite Ebene mit dem Namen Jackson Hole und der große Bergsee Jackson Lake.
Als erster Weißer dürfte John Colter um 1808 diese Gegend zu Gesicht bekommen haben. Der Name der Berge kommt vom französischen Wort für Brust und bezieht sich auf deren Form. Die Gegend wurde am 26. Februar 1929 zum Nationalpark erklärt.
Geographie und Geologie
Das zerklüftete Profil der Teton Bergkette erhebt sich ohne Vorgebirge zweitausend Meter aus der Ebene. Die Höchste Erhebung, der Grand Teton liegt 4.197 Meter über dem Meeresspiegel. In den Bergen befinden sich 12 Gletscher.
Plattentektonik war die Ursache der Gebirgsbildung. Vor 9 Millionen Jahren stießen zwei Platten des Erdmantels aufeinander. Eine Platte driftete nach unten, wodurch die Ebene von Jackson Hole entstand. Die zweite Platte wurde nach oben gedrückt und bildete die Berge. Gletscher haben während der Eiszeit die Täler in den unteren Regionen der Berge geformt.
Am Fuß der Berge liegen weite Wiesen mit kleineren, teilweise bewaldeten Hügeln und mehrere Seen, die durch natürliche Zuflüsse aus den Bergen gespeist werden. Der größte See, der Jackson Lake, wurde durch einen Staudamm künstlich vergrößert, bevor der Nationalpark gegründet wurde.
In den tiefer gelegenen Einschnitten unterhalb der Wiesen sammelt sich das Wasser in Bächen. Der Fluss mit dem Namen Snake River verlässt das Hochland durch einen enges Tal im Süden.
Südlich des Nationalparks, bei der Ortschaft Jackson, liegt das National Elk Refuge. In dieses Rückzugsgebiet wandern im Winter Wapiti-Hirsche, um der Kälte der höher gelegenen Regionen zu entkommen.
Aktivitäten
Im Park gibt es rund 300 km Wanderwege. Die Berge sind ein Paradies für Bergsteiger. Rafting ist auf dem Snake River möglich. Der National Park Service bietet lehrreiche Aktivitäten an.
Im Winter gibt es unter anderem die Möglichkeiten für Skilanglauf und Fahrten mit dem Schlittenhund.
Die meisten Besucher benutzen den Grand-Teton-Nationalpark als Durchgangsstation zum Yellowstone-Nationalpark.
Siehe auch
Nationalparks in den USA
Weblinks
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Kategorie:Nationalpark in den USA
Wyoming
Wyoming [] ist mit knapp 500.000 Einwohnern der bevölkerungsmäßig kleinste Bundesstaat der USA. Er liegt im Westen der Vereinigten Staaten und steigt von den Prärien Ost-Wyomings zu den Rocky Mountains hin an. Er grenzt im Norden an Montana, im Osten an South Dakota und Nebraska, im Süden an Colorado und im Westen an Utah und Idaho. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Wyomings zählen der Yellowstone-Nationalpark und der Grand-Teton-Nationalpark.
Geschichte
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war Wyoming zu einem großen Teil von Indianern folgender Stämme bewohnt:
- Absarokee
- Arapaho
- Bannock
- Cheyenne
- Lakota
- Pawnee
- Nördliche Shoshone
- Ute
Früher pflegten auch die Comanche, Kiowa und Kiowa-Apachen im heutigen Wyoming zu jagen.
Kiowa-Apachen
Das Wyoming-Territorium (aus dem der Staat später entstand) führte 1869 als erstes Gebiet der USA das Frauenwahlrecht ein. Der Staat wählte später auch die erste weibliche Abgeordnete ins US-Parlament und hatte noch später die erste Gouverneurin (Ministerpräsidentin) der USA.
Die Kleinstadt Cody liegt ungefähr 40 km östlich des Yellowstone-Nationalparks. Sie beherbergt ein Buffalo-Bill-Museum, das dem Andenken an William Frederick 'Buffalo Bill' Cody (1846 - 1917) dient. William F. Cody war Ende des 19. Jahrhunderts Mitbegründer der Stadt Cody.
Politik
Die Verfassung Wyomings ist immer noch die erste aus dem Jahre 1890. An der Spitze der Exekutive ist der Gouverneur, der für vier Jahre gewählt wird. Die Legislative Wyomings besteht aus einem Senat mit 30 und einem Parlament mit 60 Mitgliedern. Der Bundesstaat schickt einen Abgeordneten in das US-Repräsentantenhaus und (wie alle Bundesstaaten) zwei Senatoren in den US-Senat. Bei Präsidentenwahlen stellt er somit drei Wahlmänner.
Wyoming gilt als einer der konservativsten, und auf nationaler Ebene gesehen einer der am zuverlässigsten republikanisch wählenden Staaten der Vereinigten Staaten von Amerika. Seit 1964 hat Wyoming nicht mehr für einen demokratischen Präsidentschaftskandidaten gestimmt. In der Präsidentschaftswahl 2004 hat der später wiedergewählte George W. Bush den drittgrößten Wahlerfolg mit 69% der Stimmen verbuchen können. Der derzeitige Vizepräsident Dick Cheney stammt aus Wyoming und hat den Staat von 1979 - 1990 im Kongress vertreten.
Allerdings haben die Demokraten seit 1975 lediglich 8 Jahre nicht den Gouverneursamt besetzt. Der derzeitige Gouverneur Dave Freudenthal, wurde 2002 gewählt und hat eine der höchsten Zustimmungsraten des ganzen Landes.
Statistik
Größte Städte
Siehe auch
- Liste der Gouverneure von Wyoming
- Liste der Städte in Wyoming
- Liste der Countys in Wyoming
Kategorie:US-Bundesstaat
ja:ワイオミング州
ko:와이오밍 주
Yellowstone-Nationalpark
Der in den US-Bundesstaaten Wyoming (96 %), Montana (3 %) und Idaho (1 %) gelegene [] wurde am 1. März 1872 gegründet und ist damit der älteste Nationalpark der Welt. Mit seinen 8.983 km² Fläche gehört er zu den größten Nationalparks der USA. Seinen Namen trägt der Park wegen der gelben Felsen im Grand Canyon des Yellowstone. Er ist Teil der Rocky Mountains und hat eine durchschnittliche Höhe von etwa 2.440 Meter über NN. Der höchste Punkt des Parks, Eagle Peak, erreicht sogar eine Höhe von 3.462m. 1978 hat ihn die UNESCO zum Welterbe erklärt.
Geschichte
Um 1807 bekam der Trapper John Colter das Gebiet des heutigen Nationalparks als erster Weißer zu Gesicht. Sheepeater-Shoshone-Indianer haben die Gegend jedoch bereits vor 12.000 Jahren bevölkert. Zu Colters Zeit lebten sie noch immer dort, weitere Stämme wie die Blackfeet, Absarokee und Bannock durchstreiften das Yellowstone-Gebiet gelegentlich um zu jagen und fischen. Sie verwendeten den dort reichlich vorkommenden Obsidian für die Herstellung von Schneidewerkzeugen und Waffen.
John Colters Schilderungen über den Yellowstone wurde kaum Glaube geschenkt, als er 1810 in die Zivilisation zurückkehrte. Die Unzugänglichkeit des Gebietes verhinderte eine rasche Besiedelung durch die Weißen; doch wagten sich einige Pelzfänger und Goldsucher dorthin vor, zum Beispiel 1834 Warren Ferris und 1857 Jim Bridger. 1869 kam eine erste Expedition, die Folsom-Expedition, in das Yellowstone-Gebiet zustande; doch wurden auch deren Schilderungen kaum beachtet. Immerhin stellte General Henry D. Washburn gemeinsam mit dem Schriftsteller Nathaniel P. Langford und Leutnant Gustavus C. Doane ein Jahr später die Washburn-Langford-Doane-Expedition zusammen. Sie gaben unter anderem dem Geysir Old Faithful seinen Namen. Mit dabei war Truman Everts, der unter abenteuerlichsten Umständen beinahe sein Leben verlor. Endlich war die Presse bereit, über das außergewöhnliche Gebiet zu berichten. Die Schilderungen wurden im ganzen Land begierig gelesen.
Der Geologe Ferdinand V. Hayden ließ sich von Washburn ermuntern und startete 1871 eine zweijährige Forschungsreise (Hayden-Expedition) in das Yellowstone-Gebiet. Unter der 34-köpfigen Gruppe befanden sich der Maler Thomas Moran und der Fotograph William Henry Jackson. Die Bild- und Schrifterzeugnisse einer vierten Forschungsreise (Barlow-Heap-Expedition), die noch im selben Jahr stattfand, wurden im großen Brand von Chicago vernichtet, so dass gerade Morans Bilder und Jacksons Fotos an Bedeutung gewannen.
Inzwischen waren die weißen Siedler weit nach Westen vorgerückt und hatten nicht nur die Indianer verdrängt, sondern auch viele Tiere und Pflanzen. Die Rocky Mountains waren das letzte Rückzugsgebiet. Bald kam die Forderung nach einem geschützten Gebiet für Tiere und Pflanzen. Die Berichte und Bilder der Teilnehmer der Expeditionen in das Yellowstone-Gebiet mit seinen rund 10.000 heißen Quellen und 3.000 Geysiren beeindruckten die Parlamentarier in Washington D.C. so stark, dass sie 1872 ein Gesetz erließen, welches das Yellowstone-Gebiet für immer vor Goldsuchern, Siedlern und Trappern schützen sollte. Am 1. März 1872 unterschrieb Präsident Ulysses S. Grant das Gesetz und gründete damit den ersten Nationalpark der Welt.
1876 trieb es die Hunkpapa-Lakota unter Sitting Bull in den Park, auf der Suche nach Jagdbeute, die es weiter östlich in den Plains kaum mehr gab. Ein Jahr später flohen Chief Joseph und seine Nez Percé durch den Yellowstone, wurden von der US-Armee aber kurz vor der kanadischen Grenze abgefangen. Ab 1880 lebten keine Indianer mehr im Yellowstone-Gebiet.
Zwischen 1886 und 1916 war die US-Armee für den Nationalpark verantwortlich. Eine Truppe war im Fort Yellowstone stationiert, bei der heutigen Ortschaft Mammoth Hot Springs. Anschließend übernahm der National Park Service die Verantwortung.
Zu Beginn der 1920er-Jahre brachte die neue Eisenbahnlinie, mit einer Station nördlich des Parks, die ersten Touristen. Anfänglich spielte die Jagd eine wichtige Rolle, nicht nur um die Reisenden versorgen zu können, sondern auch als willkommene Abwechslung. Später wurde sie verboten.
2003 besuchten knapp drei Millionen Touristen den Park.
Geologie
Der liegt zu weiten Teilen in der Caldera des Yellowstone-Vulkans über der in mehreren Kilometern Tiefe liegenden Magmakammer. Er ist berühmt für seine vulkanogene Landschaft mit Geysiren, Schlammtöpfen und heißen Quellen. Von den rund 200 Geysiren im Nationalpark erfreut sich besonders der Geysir Old Faithful bei Touristen großer Beliebtheit, spuckt er nämlich in ungewohnter Regelmäßigkeit sein Wasser in Abständen von momentan zwischen etwa 60 und 90 Minuten in die Luft.
Ursache ist die Magmakammer des Vulkans, welche das von Bergen herabfließende und im porösen Lavagestein versickernde Wasser erwärmt. Die Niederschläge betragen etwa 650 Millimeter jährlich. In heißen Quellen, Geysiren oder blubbernden Schlammlöchern tritt es wieder an die Erdoberfläche.
Die Niederschläge lassen aus den Bergen des Parks auch drei Flüsse entspringen. Der Yellowstone River gab dem National-Park den Namen, er verlässt den National-Park im Norden. Der Madison River fliesst im Westen ab und der Snake River im Süden.
Flora & Fauna
Der Park ist Rückzugsgebiet für selten gewordene Tierarten, zum Beispiel Bisons. Sieben Huftier- (Bison, Elch, Wapiti, Maultierhirsch, Gabelbock, Dickhornschaf, Bergziege), zwei Bären- (Schwarzbär, Grizzlybär) und etwa 50 weitere Säugetiertierarten (unter anderem Puma, Luchs, Wolf und Kojote); elf Fisch-, fünf Reptilien-, vier Amphibien- und über 200 zum Teil seltene Vogelarten sind im Gebiet des Nationalparkes heimisch.
In den 1970er-Jahren gewöhnten sich Bären an die Touristen und fraßen Abfälle und menschliche Nahrung. Aufklärende Merkblätter und ein rigoroses Fütterungsverbot halten die Bären inzwischen erfolgreich von den Camping- und Picknickplätzen fern und schützen sie so vor Abhängigkeit.
Angriffe von Bären auf Menschen sind eher selten, denn der Bär meidet die Nähe des Menschen. Lediglich wenn er bedrängt wird oder Junge bei sich hat, kann es zu gefährlichen Begegnungen zwischen Bär und Mensch kommen. Die meisten gefährlichen Begegnungen passieren mit Bisons. Viele Besucher verkennen, dass auch dies Wildtiere sind und verkennen die Möglichkeiten dieser Tiere. Denn Bisons können sehr rasch auf über 50 km/h beschleunigen und halten diese Geschwindigkeit über einen längeren Zeitraum aufrecht. Es sind mitnichten träge Kolosse und man sollte ihnen (besonders wenn Jungtiere anwesend sind) mit gebührendem Respekt in sicherem Abstand gegenüber treten.
In den letzten Jahren wurden im Yellowstone Park wieder erfolgreich Wölfe angesiedelt, sehr zum Unmut der Schafzüchter rund um den Yellowstone-Park. Sie erhalten eine Entschädigung, obwohl keine gesicherten Erkenntnisse vorliegen, dass die Wölfe Schafe außerhalb des Parks reißen.
Nadelwald, hauptsächlich aus langnadligen Kiefern bestehend, überzieht einen Großteil der Parkfläche. 1988 gab es zuletzt einen großen Waldbrand, der beinahe 4.000 km² des Parks erfasste: 2.300 km² Wald verbrannten ganz, bei 1.450 km² lediglich das Unterholz. Dazu kamen 250 km², bei denen das Gras und gelegentlich Büsche der Wiesen verbrannten. Lange Zeit hat man jede Art von Waldbrand sofort bekämpft, bis es 1988 zu diesem extremen Waldbrand kam. Seit dieser Zeit hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Waldbrände im Park etwas völlig normales darstellen. Waldbrände werden nicht mehr bekämpft, sondern nur beobachtet, um ein unkontrolliertes Ausbreiten zu verhindern. Teilweise werden die Waldbrände künstlich gelegt, damit es nicht zu solch katastrophalen Bränden wie 1988 kommt. Die Auswirkungen dieses Brandes sind noch nach über 15 Jahren an vielen Stellen deutlich zu sehen.
Die heißen Quellen beeinflussen die Vegetation. Für die meisten Pflanzen ist eine direkte Berührung mit dem siliziumhaltigen, heißen Wasser zerstörend. Andere wiederum verändern dadurch ihren Wachstumsrhythmus.
Sehenswürdigkeiten
- Artist Point - Beeindruckender Aussichtspunkt
- Grand Canyon of the Yellowstone - Bis zu knapp 400 m tiefe Schlucht mit drei Wasserfällen
- Mammoth Hot Springs - Kalkterrassen im Norden des Parks
- Old Faithful - Wohl bekanntester Geysir der Erde
- Petrified Tree - Einige Millionen Jahre alter versteinerter Baumstamm
- Yellowstone Lake - Größter Bergsee der USA
- Yellowstone River - Fluss, der durch den Nationalpark fließt
- Yellowstone-Fälle - Verschiedene Wasserfälle des Yellowstone-Flusses
- Tower-Falls - Wasserfall des Tower Creek Flusses
Siehe auch
- Nationalparks in den USA
- Yellowstone (Vulkan)
Literatur
- Thomas Riepe: YELLOWSTONE -Im Land der Wölfe und Kojoten-. Monsenstein und Vannerdat, 128 Seiten, 2005, ISBN 3865821243
Weblinks
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- [http://www.yellowstone-natl-park.com/ Yellowstone Nationalpark]
- [http://www.educeth.ch/stromboli/perm/yellowstone/index-de.html Yellowstone Caldera auf Stromboli]
Kategorie:Weltnaturerbe
Kategorie:Rocky Mountains
Kategorie:Nationalpark in den USA
Kategorie:Wyoming
Kategorie:Vulkanismus
ja:イエローストーン国立公園
John ColterJohn Colter ( - ca. 1774 bei Staunton, Virginia; † November 1813 in Missouri), auch John Coulter, war ein amerikanischer Trapper und Teilnehmer mehrerer Expeditionen, die den amerikanischen Westen erkundeten. Seine Streifzüge als Trapper führten ihn wiederholt in bis dahin nicht erforschte Gebiete. Unter anderem entdeckte Colter als erster Weißer die heißen Quellen des heutigen Yellowstone-Nationalparkes.
Einige seiner Erlebnisse sind in die amerikanische Mythenbildung eingegangen.
Sein bekanntestes Erlebnis ist sein Rennen gegen Blackfeet-Indianer, das unter anderem von Autoren wie Washington Irving literarisch verarbeitet wurde.
Washington Irving
Leben
Familie
Colter hatte schottische Vorfahren. Um 1700 wanderte Johns Urgroßvater Micajah Coalter nach Amerika aus. Michael, der älteste Sohn von Micajah und Johns Großvater, änderte den Namen in Colter. Einige Familienmitglieder schrieben sich auch Coulter.
Die Colters erwarben größere Ländereien bei Staunton in Virginia, wo John zur Welt kam. Fünf Jahre später zogen sie nach Maysville, Kentucky.
Erscheinungsbild
John Colter hatte blaue Augen und war 178 cm groß. Er galt als scheuer, mutiger Mensch mit rascher Auffassungsgabe.
Lewis-und-Clark-Expedition
John Colter meldete sich am 15. Oktober 1803 in Maysville als Gefreiter für die Expedition von Meriwether Lewis und William Clark quer durch die heutigen USA. Die Expeditionsteilnehmer wurden nach harten Kriterien ausgewählt: Sie mussten gute Jäger sein, stämmige, gesunde und unverheiratete Männer, die an die Wälder gewöhnt waren und die körperliche Strapazen erdulden konnten. Bis zum Start am 14. Mai 1804 wurden die Teilnehmer in der Nähe von St. Louis, das sie im Dezember 1803 erreichten, auf die Reise vorbereitet. Colter sollte nie mehr nach Virginia zurückkehren. Für seinen Dienst erhielt er fünf US-Dollar pro Monat. Den Expeditionsteilnehmern war es jedoch gestattet, nebenbei Pelztiere zu fangen und so ihren Lohn aufzubessern.
Die Reise fand zu einem guten Teil auf dem Flussweg statt. Colter stand unter dem Kommando von Sergeant John Ordway, der das größte Schiff führte.
Nachdem Colter zu Beginn einmal zur Disziplin gerufen werden musste, tat er sich rasch als hervorragender und zuverlässiger Jäger hervor. Während seiner Streiftouren durch die Wälder begegnete er Indianern verschiedenster Stämme: Lakota, Mandan, Gros Ventre, Menominee, Nez Percé. Einmal überraschte er drei Flathead-Indianer, die zwei Shoshone verfolgten, weil diese ihnen 23 Pferde geraubt hatten. Colter gelang es, einen der Flathead zu überreden, der Expedition als Führer zu dienen. Der bisherige indianische Führer, ebenfalls ein Shoshone, kehrte gerne nach Hause zurück, da sie sich nun in fremdem Territorium bewegten.
Colter zeichnete sich während der anstrengenden Expedition durch seinen unermüdlichen Einsatz aus. Er verfügte über eine ausgezeichnete Kondition, so dass er und George Drouillard die einzigen waren, die Tag für Tag zur Jagd auszogen. Seine Leistung für die Expedition wurde geehrt, indem ein Bach, der bisher als Potlatch Creek bekannt war, in Colter's Creek umbenannt wurde.
Am 7. November 1805 erreichte die Gruppe den Pazifik. Nach dem Winter trat sie die Heimreise an.
Fallensteller
Pazifik
Pazifik
Am 5. August 1806 bat Colter Captain Clark um die Entlassung. Bei einem Dorf der Mandan hatten sie Joseph Dixon und Forrest Hancock, zwei Fallensteller aus Illinois, kennen gelernt, denen er sich als Partner anschließen wollte. Clark entsprach dem Wunsch und drückte seine große Zufriedenheit mit Colters Leistung aus. Colter hatte von der Möglichkeit, durch Pelzjagd den Lohn aufzubessern, regen Gebrauch gemacht und tauschte nun seine erbeuteten Felle gegen die nötige Ausrüstung für zwei Jahre aus. Die drei verabschiedeten sich nach Süden in Richtung Yellowstone Valley.
Den Winter verbrachten sie in einem Unterstand. Colter nutzte diese Zeit, um die Umgebung zu erkunden.
Da der Biberfang in dieser Region nicht sehr ergiebig war und Colter Meinungsverschiedenheiten mit seinen Partnern hatte, trennte er sich im Frühling von ihnen. Colter fuhr den Yellowstone River hinunter bis zum Missouri River. Dort kam ihm die Lisa-und-Drouillard-Expedition der Missouri Fur Company entgegen, bei der unter anderem drei ehemalige Kollegen aus der Lewis-und-Clark-Expedition teilnahmen: George Drouillard, John Potts und Peter Weiser. Manuel Lisa, der Leiter der Pelzhandels-Expedition, konnte John Colter für die Teilnahme an der 42-köpfigen Expedition gewinnen, die zum größten Teil aus französischen Kanadiern bestand. Später schloss sich auch Hancock an. Ob Dixon ebenfalls mit von der Partie war, ist ungewiss.
Während die Expedition unbehelligt durch die Gebiete der Lakota-, Arikaree-, Mandan-, Hidatsa-Indianer reiste, kam es zu Konfrontationen mit Indianern im Gebiet der Assiniboine, die allerdings friedlich gelöst werden konnten.
Am Yellowstone River angelangt, schwenkte die Expedition auf diesen ein. Im Oktober 1807 erreichte sie die Einmündung des Big Horn Rivers. Im November errichteten die Teilnehmer dort, auf dem Territorium der Absarokee-Indianer, ein Blockhaus, das sie nach Lisas Sohn Fort Raymond tauften. Fort Raymond, zuweilen auch Manuel's Fort genannt, war das erste Gebäude im Gebiet des späteren Bundesstaates Montana und sollte als Handelsstation dienen. Lisa schickte seine Trapper - darunter auch Colter - aus, um die Handelsstation bei den benachbarten Stämmen bekannt zu machen. Colters über 500 Meilen lange Tour führte ihn ins Gebiet der heutigen Yellowstone und Grand-Teton-Nationalparks.
Erkundungen im Yellowstone-Gebiet
Grand-Teton-Nationalpark
Colters Route ist nicht schlüssig rekonstruierbar. Vermutlich drang er erst zum Stinkingwater River (heute: Shoshone River) vor, in eine von vulkanischen Aktivitäten geprägten Gegend, die als Colter's Hell bekannt wurde. Dann durchquerte er den heutigen Grand-Teton-Nationalpark, umging den Jackson Lake und zog weiter nach Norden, wo er auf den Yellowstone Lake traf. Diesen umging er nördlich und folgte dem Yellowstone River bis zu den Tower Falls, möglicherweise sogar bis zu den Mammoth Hot Springs. Anschließend kehrte er mit einem Abstecher zu Colter's Hell wieder nach Fort Raymond zurück, wo er im späten Frühling 1808 eintraf. Einen Großteil seines Marsches hatte er also im Winter unternommen. Dabei hatte er auf der Suche nach Indianerstämmen immer wieder Abstecher in verschiedene Richtungen gemacht. Mit Sicherheit hatte er ein Dorf der Absarokee besucht. Zuweilen hatte er die Dienste von Indianern angenommen, die ihn durch schwieriges Gelände geführt hatten.
Nach einer Erholungspause schickte ihn Lisa in das Gebiet der Blackfeet-Indianern. Colter schloss sich unterwegs einer aus mehreren Hundert bestehenden Gruppe von Absarokee- und Flathead-Indianern an. Am Gallatin River wurden sie von einer vermutlich noch zahlreicheren Blackfeet-Gruppe angegriffen, die traditionell mit den Absarokee verfeindet waren. Colter half seinen Gefährten, den Angriff abzuwehren und wurde dabei am Bein verwundet, so dass er sich für den Rest des Kampfes nur noch kriechend wehren konnte. Die unterlegenen Blackfeet griffen in den nächsten fünfzig Jahren immer wieder Weiße an, weil sie - angesichts von Colters unfreiwilligem Mitwirken gegen sie - überzeugt waren, dass sich die Weißen mit den Absarokee verbündet hatten. Colter brach seine Reise ab und kehrte zum Fort Raymond zurück.
Das Rennen gegen die Blackfeet-Indianer
Gallatin River
Nachdem seine Wunde geheilt war, begab Colter sich erneut auf Biber-Fang. Vermutlich bei der zweiten Fang-Tour im Gebiet der Blackfeet-Indianer begleitete ihn John Potts. Dabei erlebten sie ein Abenteuer, das im Westen wieder und wieder in den verschiedensten Varianten erzählt wurde. Der tatsächliche Verlauf des Geschehens ist noch immer umstritten, dürfte sich aber etwa wie folgt zugetragen haben:
Als Colter und Potts eines Morgens, je in einem Kanu, im Jefferson River ihre Biberfallen absuchten, wurden sie von einigen hundert Blackfeet-Indianern überrascht und zum Anlegen aufgefordert. Colter warf seine Fallen ins Wasser und paddelte ans Ufer, wo ihn die Blackfeet sofort packten und ihm die Kleider vom Leibe rissen. Als Potts dies sah, weigerte er sich, sein Kanu ans Ufer zu steuern. Ein Indianer schoss einen Pfeil auf ihn ab und verletzte Potts schwer. Dieser schoss zurück und traf einen Indianer tödlich, worauf er von mehreren Pfeilen getötet wurde. Seine Leiche wurde ans Ufer gezogen und zerstückelt. Die Angehörigen des getöteten Indianers konnten nur mit Mühe abgehalten werden, auf Colter loszugehen. Die Blackfeet wiesen ihn an, um sein Leben zu laufen. Obwohl Colter nackt und barfuss rennen musste, konnte er sich einen Vorsprung zu den Indianern erkämpfen. Zum Madison River waren es rund fünf Meilen. Ein einzelner Indianer hatte sich aus der Masse der rennenden Blackfeet herausgelöst und war Colter auf den Fersen. Dieser blieb plötzlich stehen; es gelang ihm, dem Blackfeet den Speer zu entreißen und ihn damit zu erstechen. Rasch riss er dessen Decke an sich und sprang in den Fluss. Bevor die Indianer heran waren, gelang es ihm, sich in einem Biberbau zu verstecken, in dem er bis in die Nacht blieb. Dann machte er sich auf den Rückweg, umging den nahe gelegenen Pass, indem er einen hohen Berg erklomm, ernährte sich tagelange nur von Wurzeln und Baumrinde und kam nach einem Marsch von etwa 500 km nach Nordosten völlig erschöpft im Fort an.
Gesichert scheint, dass Colter und Potts mit den Blackfeet kämpften, dass Colter eine indianische Decke mit sich ins Fort Manuel brachte und dass die Blackfeet die erbeuteten Felle in eine Handelsstation brachten.
Rückkehr in die Zivilisation
Im folgenden Winter besuchte Colter erneut die Stelle des Kampfes, um die wertvollen, ins Wasser geworfenen Fallen zu holen. Kaum dort angelangt, wurde er heftig beschossen und floh erneut erfolgreich.
In den nächsten Monaten betätigte sich Colter als Fallensteller. Mindestens einmal führte er eine Gruppe nach Colter's Hell. Zwischendurch besuchte er Indianerdörfer, vor allem der Mandan und Hidatsa.
Vermutlich im März 1810 führte Colter eine Gruppe von 32 Männern in die Gegend von Three Forks, dem Quellgebiet des Gallatin-, Madison- und Jefferson-Rivers, um eine neue Handelsstation aufzubauen. Unterwegs wurden sie von einem Schneesturm überrascht. Die Lage wurde kritisch. Aufgrund der Schneeblindheit konnten sie tagelang kein Wild jagen und mussten drei Hunde und zwei Pferde essen. Plötzlich tauchten 30 Blackfeet-Männer auf, die Colters hilflose Gruppe allerdings nicht angriffen. Nachdem die Expedition jene Stelle durchquert hatte, wo Colter um sein Leben gelaufen war, erreichten sie am 3. April 1810 das Quellgebiet der drei Flüsse. Dort, mitten im Territorium der Blackfeet, errichteten sie ein palisadengeschütztes Camp. Während Colter anschließend einen Teil der Gruppe zu ersten Fangzügen führte, wurde das Camp von Gros Ventre-Indianern überfallen. Dabei kam es zu Toten auf beiden Seiten. Durch dieses Ereignis wurde Colter klar, dass es für ihn nur zwei Alternativen gab: Im Westen in ständiger Angst vor den Indianern, besonders vor den Blackfeet, zu leben oder nach Osten zurückzukehren. Er entschied sich, die Gegend für immer zu verlassen. Der spätere Tod seines langjährigen Kameraden George Drouillard sollte ihm Recht geben. Zusammen mit dem jungen William Bryant verließ er das Camp. Kurz darauf wurden sie von Blackfeet-Indianern angegriffen, konnten sich aber ins Dickicht retten.
Im Mai traf Colter in St. Louis ein. Er erntete für seine Geschichten nur Unglauben.
Lebensende
William Bryant
John Colter blieb nicht lange in St. Louis, sondern ließ sich nördlich von Charette, in der Nähe der heutigen Ortschaft Dundee im Franklin County in Missouri, nieder. Er ging dort ebenso auf Biberjagd wie Daniel Boone, der ebenfalls in Charette wohnte.
Irgendwann zwischen Mai 1810 und März 1811 heiratete Colter eine Frau namens Sally. Vermutlich hatten sie einen Sohn, der Hiram hieß.
Im November 1813 starb John Colter auf seiner Farm in Missouri an Gelbsucht. Zwei Jahre später heiratete Sally einen Mann namens James Brown.
Im September 1889 fanden drei Jäger am Coulter Creek eine große Pinie, in die ein X und darunter 'J C' eingeritzt war. Sie vermuteten, dass Colter 80 Jahre früher die Markierung angebracht hatte und meldeten den Fund den Behörden. Diese ließ den Baum fällen, um den Abschnitt mit den Initialen in einem Museum auszustellen. Beim Transport ging er jedoch verloren.
1931 fanden der Farmer William Beard und sein Sohn in der Nähe von Tetonia (Idaho) einen Magma-Stein, der von Hand zur Form eines menschlichen Kopfes geschnitzt worden war und den Schriftzug "John Colter 1808" trug. Der Colter-Stein kann heute im Moose Visitor Center im Grand-Teton-Nationalpark betrachtet werden.
Nachwirkung
Um Colter rankten sich bereits zu seiner Lebenszeit eine Reihe aufsehenerregender Geschichten. Entgegen vieler Erzählungen tötete er aber vermutlich nur einen einzigen Indianer, einen Blackfeet. Noch heute ist bei vielen Geschichten unklar, inwieweit sie den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen. Besonders die Flucht vor den Blackfeet war eine beliebte Geschichte, die von verschiedenen Autoren wiedergegeben wurde. Als erster schrieb sie Henry Brackenridge auf, der sie im Fort Manuel direkt von Colter hörte. Später übernahmen sie andere Autoren, so zum Beispiel 1836 Washington Irving in "Astoria".
Colters Verdienste liegen vor allem in seinen Leistungen bei der Lewis-und-Clark-Expedition, in seiner Fähigkeit, Beziehungen zu den verschiedensten Indianervölkern zu knüpfen und in den folgenden Erkundungen in bislang für die Weißen unbekannten Gebieten. 1814 ließ William Clark Colters Angaben in seine Skizze einer ersten Landkarte des amerikanischen Westens einfließen, da Colter während seiner Streifzüge eine Reihe von Gebirgszügen erkundet hatte, die Clark nicht bekannt waren.
In Erinnerung an seine Flucht vor den Blackfeet-Indianern findet im Quellgebiet des Missouri Rivers jährlich der John Colter Run statt.
Am 6. September 2003 eröffnete die Stadt New Haven in Missouri ein Museum über John Colter.
Literatur
- Burton Harris: John Colter - His Years in the Rockies, Charles Scribner's Sons, New York (1952), ISBN 0803272642
- Aubrey L. Haines: The Yellowstone Story. A History of our first National Park. University Press of Colorado, Niwot (Colorado), 1996, ISBN 0870813919 und ISBN 0870813900
- Mark H. Brown: The Plainsmen of the Yellowstone. A History of the Yellowstone Basin. G. P. Putnam's Sons, New York, 1961
Weblinks
- [http://www.cr.nps.gov/history/online_books/grte1/chap3.htm John-Colter-Biografie des National Park Service]
- [http://visitmt.com/categories/moreinfo.asp?IDRRecordID=13351&SiteID=1 John Colter Run]
Colter, John
Colter, John
Colter, John
Colter, John
Colter, John
1929
Politik
- 1. Januar: Robert Haab wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: José María Moncada wird neuer Staatspräsident von Nicaragua
- 1. Januar: Der in München aufgelegte Völkische Beobachter erscheint erstmals als Berliner Ausgabe
- 6. Januar: Das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen wird ausgerufen
- 11. Februar: Der Staat der Vatikanstadt (Stato della Città del Vaticano) wird nach den Lateranverträgen ein unabhängiger Staat
- 7. März: Blutnacht von Wöhrden. Beim Zusammenstoss zwischen NSDAP und KPD werden drei Menschen erschlagen
- 14. Juni: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Preußen
- 24. Juni: Erneuerung des ausgelaufenen Neutralitäts- und Nichtangriffsvertrages zwischen der UdSSR und Afghanistan (Laufzeit 5 Jahre)
- 1. August: Preußisches Gesetz zur kommunalen Neuordnung des rheinisch-westfälischen Industriegebiets. Die Städte Essen und Dortmund erhalten großzügige Gebietszuwächse. Aus den Städten Elberfeld und Barmen entsteht der neue Stadtkreis Barmen-Elberfeld, der 1930 in Wuppertal umbenannt wird. Duisburg und Hamborn vereinigen sich zum neuen Stadtkreis Duisburg-Hamborn. Bereits am 29. Juli 1929 wird aus den Stadtkreisen Oberhausen, Osterfeld und Sterkrade die neue Stadt Oberhausen gebildet
- 3. Oktober: König Alexander I. lässt während einer Staatskrise das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen in Jugoslawien umbenennen
Wirtschaft
- 17. April: Inbetriebnahme der Nord-Süd-Leitung, der ersten mit einer Spannung von 220kV betriebenen Hochspannungsleitung in Deutschland und der ersten Verbundleitung der Welt
- 25. August: In den Morgenstunden ereignet sich eines der größten Zugunglücke der 20er Jahre: kurz vor dem Bahnhof Buir entgleist der Schnellzug Paris-Warschau. Es sterben 13 Menschen, 40 werden verletzt
- 24. Oktober: Schwarzer Donnerstag an der New Yorker Börse, Beginn der Weltwirtschaftskrise
- 25. Oktober: Schwarzer Freitag
- 26. Oktober: Durch ein Abkommen zwischen dem Unternehmer Ivar Kreuger und der Weimarer Republik wird das 53 Jahre dauernde Zündwarenmonopol begründet
- 29. Oktober: Die Deutsche Bank, die Disconto-Gesellschaft, die Rheinische Creditbank und der Schaafhausen'sche Bankverein schließen sich zur Deutschen und Disconto-Bank (DeDi-Bank) zusammen. Diese Fusion ist die bis dahin größte Bankenfusion in der deutschen Wirtschaftsgeschichte
- 29. Oktober: Schwarzer Dienstag
- Durch die Hilfskasse der NSDAP wurde der Deutsche Ring Versicherungspartner der NSDAP und hatte eine Sterbegeldversicherung für NSDAP-Mitglieder und deren Angehörige vereinbart
Wissenschaft und Technik
- Irving Langmuir erforscht die kollektiven Schwingungen in der Gasentladung und führt den Begriff des Plasmas ein
- Werner Heisenberg und Wolfgang Pauli erweitern die Quantenmechanik zur Quantenelektrodynamik (Zur Quantendynamik der Wellenfelder. In: Zeitschrift für Physik 56(1929),1)
- 3. Juni: Dem Zeppelin LZ 126/ZR-3 „USS Los Angeles“ der US-Marine gelingt als erstem Luftschiff das Absetzen und die Aufnahme eines Flugzeuges in der Luft
- 16. Juni 1929: der Schnelldampfer „Bremen“ des Norddeutschen Lloyd Bremerhaven sticht unter Kommodore Leopold Ziegenbein in See. Am 22. Juli 1929: nach 4 Tagen, 17 Stunden und 42 Minuten läuft der Dampfer als neuer Inhaber der Blauen Bandes im New Yorker Hafen ein
- 5. November: Werner Forßmanns Arbeit über seine Selbstversuche zur Herzkathetisierung erscheint
- 23. Dezember: Uraufführung des ersten, in Deutschland gedrehten Tonfilms (Spielfilm) „Die Nacht gehört uns“ in Berlin (Regisseur: Carl Froelich, - 1875 in Berlin; † 1953 ebendort)
Kultur
- 10. Januar: Die Comicfiguren Tim und Struppi des belgischen Zeichner Hergé werden erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt
- 9. Februar: Uraufführung der komischen Oper Der Tenor von Ernst von Dohnányi in Budapest
- 22. Februar: Uraufführung der Operette Rosen aus Florida von Leo Fall in Wien
- 27. April: Uraufführung der Oper Jürg Jenatsch von Heinrich Kaminski an der Staatsoper in Dresden
- 15. Mai: Uraufführung der Oper Persée et Andromède ou Le Plus Heureux des trios von Jacques Ibert
- 8. Juni: Uraufführung der lustigen Oper Neues vom Tage von Paul Hindemith an der Kroll-Oper in Berlin
- 25. Juni: Uraufführung der Oper Judith von Eugène Goossens im Covent Garden in London
- 28. Juli: Uraufführung der Oper Lehrstück von Paul Hindemith in Baden-Baden
- 21. September: Uraufführung der Oper Engelbrekt von Natanael Berg am Kungliga Teatern in Stockholm
- 24. Oktober: Der feministische Essay Ein eigenes Zimmer von Virginia Woolf erscheint
- 7. November: Eröffnung des Museum of Modern Art
- Der Roman „Schall und Wahn“ von William Faulkner erscheint
Organisationen
- 1. November: Gründung der „Deutschen autonomen Jungenschaft vom 1. November 1929“ („dj.1.11“) durch Eberhard Koebel in Stuttgart
- Gründung der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) im bergischen Altenberg (Dhünn)
Religion
- 14. Juni: Die freie Ausübung des katholischen Glaubens in Preußen wird zwischen Preußen und dem Heiligen Stuhl in einem Konkordat vereinbart
Katastrophen
- 4. April: Die Briseis-Talsperre auf Tasmanien in Australien versagt nach schweren Regenfällen. Die daraus entstehende Flutwelle verwüstet die Stadt Derby, wobei ca. 14 Menschen ums Leben kommen
- 1. Mai: Erdbeben der Stärke 7,4 im Iran, ca. 3.300 Tote
- 25. August: In den Morgenstunden ereignet sich eines der größten Zugunglücke der 20er Jahre: kurz vor dem Bahnhof Buir entgleist der Schnellzug Paris-Warschau. Es sterben 13 Menschen, 40 werden verletzt
- 6. November: Surrey, Großbritannien. Eine Junkers G24 der deutschen Lufthansa explodiert über Surrey. 6 Tote
- 24. Dezember: Im Westflügel des Weißen Hauses in Washington wütet ein Feuer
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
1. Halbjahr
- 2. Januar: Ulrich Dübber, Journalist und Politiker († 1985)
- 3. Januar: Sergio Leone, italienischer Filmregisseur († 1989)
- 3. Januar: Gordon Moore, Mitbegründer der Firma Intel und Urheber des Mooreschen Gesetzes
- 4. Januar: Günter Schabowski, deutscher Politiker
- 4. Januar: Herbert Vorgrimler, katholischer Theologe und Schüler von Karl Rahner
- 4. Januar: Amitai Etzioni, US-amerikanischer Soziologe und bekannt für seine Arbeiten zum Kommunitarismus
- 4. Januar: Arik Brauer, österreichischer Maler, Sänger und Dichter
- 6. Januar: Babrak Karmal, afghanischer Politiker († 1996)
- 6. Januar: Dietrich Knothe, deutscher Dirigent († 2000)
- 6. Januar: Wilbert Harrison, US-amerikanischer Musiker († 1994)
- 8. Januar: Wolfgang Peters, deutscher Fußballspieler († 2003)
- 9. Januar: Heiner Müller, deutscher Dramatiker, Schriftsteller, Regisseur und Intendant († 1995)
- 9. Januar: Brian Friel, irischer Dramatiker
- 10. Januar: Wilhelm Hankel, deutscher Ökonom und Währungsfachmann
- 10. Januar: Klaus Kammer, deutscher Schauspieler († 1964)
- 11. Januar: Rafael Eitan, israelischer General und Mitglied der Knesset († 2004)
- 13. Januar: Joe Pass, US-amerikanischer Jazzgitarrist († 1994)
- 16. Januar: Pilar Lorengar, spanische Sopranistin († 1996)
- 20. Januar: Jo Miard, deutscher Bildhauer († 1982)
- 21. Januar: Bibi Johns, schwedische Schlagersängerin und Schauspielerin
- 22. Januar: Max Peter Ammann, Schweizer Filmregisseur
- 22. Januar: Petr Eben, tschechischer Komponist
- 23. Januar: Harald Metzkes, deutscher Maler
- 23. Januar: Hannelore Valencak, österreichische Schriftstellerin († 2004)
- 25. Januar: Michael Michai Kitbunchu, Erzbischof von Bangkok und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 25. Januar: Robert Faurisson, französischer Professor für Literatur, Revisionist (Holocaustleugner)
- 25. Januar: Benny Golson, US-amerikanischer Jazz-Tenorsaxophonist, Komponist und Arrangeur
- 27. Januar: Hans Berliner, Schachspieler
- 28. Januar: Claes Oldenburg, Künstler (Pop Art)
- 31. Januar: Jean Simmons, Filmschauspieler
- 31. Januar: Rudolf Mößbauer, Nobelpreisträger für Physik
- 31. Januar: Kurt Bretterbauer, österreichischer Geodät
- 2. Februar: Reiner Bredemeyer, deutscher Komponist († 1995)
- 3. Februar: Camilo Torres, kolumbianischer Priester und Befreiungs-Theologe († 1966)
- 3. Februar: Kurt Eisenblätter, Schauspieler
- 4. Februar: Walther Tröger, deutscher Jurist und Sportfunktionär
- 4. Februar: Eduard Zimmermann, Fernsehmoderator und Sicherheitsexperte
- 4. Februar: Friedhelm Busse, gehört zu den führenden Köpfen der militanten Neonaziszene in der BRD
- 4. Februar: Neil Johnston, US-amerikanischer Basketballspieler († 1978)
- 5. Februar: Luc Ferrari, französischer Komponist, Klangkünstler und Hörspielmacher († 2005)
- 5. Februar: Fred Sinowatz, Politiker, österreichischer Bundeskanzler
- 5. Februar: Hal Blaine, US-amerikanischer Musiker
- 6. Februar: Pierre Brice, französischer Schauspieler
- 6. Februar: Manfred Roeder, Rechtsanwalt und Holocaust-Leugner
- 7. Februar: Alejandro Jodorowsky, chilenischer Regisseur, Schauspieler und Autor
- 7. Februar: Wilhelm Rawe, deutscher Politiker
- 9. Februar: Willem Kersters, belgischer Komponist und Professor († 1998)
- 9. Februar: Taiji Kase, japanischer Karate-Großmeister († 2004)
- 10. Februar: Arne Benary, deutscher Wirtschaftswissenschaftler in der DDR († 1971)
- 10. Februar: Jerry Goldsmith, Filmmusikkomponist († 2004)
- 14. Februar: Vic Morrow, US-amerikanischer Schauspieler († 1982)
- 16. Februar: Christian Meier, deutscher Historiker
- 16. Februar: Gerhard Hanappi, österreischischer Fußballspieler († 1980)
- 16. Februar: Bernhard Luginbühl, Schweizer Künstler
- 17. Februar: Chaim Potok, amerikanisch-jüdischer Schriftsteller und Rabbi († 2002)
- 18. Februar: Len Deighton, britischer Fotograf und Autor
- 18. Februar: Günther Schramm, deutscher Schauspieler, Fernsehmoderator und Sänger
- 19. Februar: Jacques Deray, französischer Regisseur († 2003)
- 20. Februar: Uriella, geistige Führerin des Ordens Fiat Lux
- 20. Februar: Toshiro Mayuzumi, japanischer Komponist und Professor († 1997)
- 20. Februar: Amanda Blake, US-amerikanische Schauspielerin († 1989)
- 21. Februar: Gert Günther Hoffmann, deutscher Synchronsprecher († 1997)
- 23. Februar: Herbert Mies, deutscher Politiker
- 23. Februar: Wolfgang Junker, Minister für Bauwesen der DDR († 1990)
- 23. Februar: Alexius II., Patriarch von Moskau und ganz Russland
- 24. Februar: André Gunder Frank, deutschstämmiger Ökonom († 2005)
- 24. Februar: Zdzisław Beksiński, polnischer Maler und Grafiker († 2005)
- 26. Februar: August Lang, deutscher Politiker († 2004)
- 28. Februar: Frank Gehry, kanadisch-US-amerikanische Architekt und Designer
- 1. März: Georgi Markow, Schriftsteller († 1978)
- 4. März: Heinz Kuhrig, Minister für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft der DDR († 2001)
- 4. März: Bernard Haitink, niederländischer Dirigent
- 6. März: Günter Kunert, deutscher Schriftsteller
- 6. März: Nicolas Bouvier, Schweizer Schriftsteller († 1998)
- 9. März: Arnulf Zitelmann, deutscher Autor von Kinder-, Jugend- und Sachbüchern
- 9. März: Hugh Desmond Hoyte, Premierminister von Guyana († 2002)
- 11. März: Theo Sorg, evangelischer Theologe
- 12. März: Hans Müllejans, Dompropst in der Domkirche zu Aachen
- 13. März: Zbigniew Messner, polnischer Politiker und Ökonom, Ministerpräsident
- 17. März: Peter L. Berger, österreichisch-amerikanischer Soziologe
- 18. März: Christa Wolf, eine deutsche Schriftstellerin
- 19. März: Johannes Poigenfürst, österreichischer Unfallchirurg
- 20. März: Rudi Glöckner, deutscher Fußballschiedsrichter († 1999)
- 20. März: Josef Reding, deutscher Schriftsteller
- 21. März: Robert Lebeck, deutscher Fotograf
- 23. März: Roger Bannister, britischer Leichtathlet und Neurologe
- 23. März: Jürgen von Woyski, deutscher Bildhauer und Maler († 2000)
- 24. März: Franz Krienbühl, Eisschnelläufer († 2002)
- 24. März: Johannes Chemnitzer, SED-Funktionär in der DDR
- 26. März: Heinz Staab, 1984 bis 1990 Präsident der Max-Planck-Gesellschaft
- 26. März: Toshio Akiyama, japanischer Komponist und Professor
- 26. März: Thakar Singh, Vertreter der Sant Mat Lehre († 2005)
- 27. März: Žarko Petan, slowenischer Autor
- 29. März: Hans Elsässer, deutscher Astronom († 2003)
- 29. März: Lennart Meri, estnischer Politiker
- 31. März: Helmut Rothemund, deutscher Politiker († 2004)
- 1. April: Milan Kundera, tschechischer Schriftsteller
- 2. April: Hans Koschnick, deutscher Politiker und MdB
- 3. April: Ralf Paulsen, deutscher Sänger
- 3. April: Miyoshi Umeki, japanische Schauspielerin
- 3. April: Ernest Callenbach, Journalist und Schriftsteller
- 3. April: Gerhard Behrendt, Regisseur
- 3. April: Klaus Hemmerle, Theologieprofessor und Bischof von Aachen († 1994)
- 4. April: André Darrigade, französischer Radrennfahrer
- 5. April: Hugo Claus, flämischer Schriftsteller
- 5. April: Ismat T. Kittani, irakischer Diplomat († 2001)
- 5. April: Ivar Giaever, US-amerikanischer Physiker
- 6. April: Nancy MacKay, kanadische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 6. April: André Previn, Pianist, Komponist und Dirigent
- 7. April: Bob Denard, Söldner
- 8. April: Jacques Brel, Chansonnier und Schauspieler († 1978)
- 8. April: Hans Korte, deutscher Schauspieler
- 8. April: Walter Berry, österreichischer Sänger († 2000)
- 9. April: Hans-Eberhard Urbaniak, Gewerkschaftssekretär, langjähriger SPD-Bundestagsabgeordneter
- 10. April: Hanns Lothar, deutscher Schauspieler († 1967)
- 10. April: Mike Hawthorn, Formel-1-Rennfahrer, Formel-1-Weltmeister († 1959)
- 10. April: Liz Sheridan, US-amerikanische Schauspielerin
- 13. April: Waldemar Regele, Mariannhiller Missionar und Seelsorger am Wallfahrtsort Maria Beinberg († 2001)
- 13. April: Norbert Burger (1929), österreichischer Politiker
- 14. April: Bendjedid Chadli, algerischer Präsident (1978–1992)
- 14. April: Werner Lamberz, Mitglied des Politbüros des ZK der SED in der DDR († 1978)
- 14. April: Josef Ratzenböck, österreichischer Jurist und Politiker
- 15. April: Roland Cardon, belgischer Komponist und Professor († 2001)
- 17. April: James Last, deutscher Bandleader, Komponist, Arrangeur und Musikproduzent
- 17. April: Józef Pińkowski, polnischer Politiker und Ministerpräsident von Polen von 1980 bis 1981 († 2000)
- 18. April: Mario Francesco Pompedda, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 18. April: Jean Jülich, Mitglied der Kölner Edelweißpiraten, Gerechter unter den Völkern
- 19. April: Arthur Maurer, deutscher Heimatforscher
- 19. April: Hans R. Beierlein, Medienmanager und Musikverleger
- 19. April: Edward Crook, US-amerikanischer Boxer († 2005)
- 22. April: Michael Francis Atiyah, Mathematiker
- 22. April: Guillermo Cabrera Infante, spanischsprachiger Schriftsteller und Filmkritiker († 2005)
- 23. April: George Steiner, Schriftsteller, Literaturwissenschaftler und Kulturkritiker
- 23. April: Max Bolliger, Schweizer Schriftsteller
- 27. April: Willi Hoss, deutscher Politiker († 2003)
- 29. April: Kurt Böwe, deutscher Schauspieler († 2000)
- 30. April: Klausjürgen Wussow, deutscher Schauspieler
- 1. Mai: Ralf Dahrendorf, deutsch-englischer Soziologe, Politiker und Publizist
- 2. Mai: Édouard Balladur, französischer Politiker und Premierminister
- 2. Mai: Link Wray, US-amerikanischer Musiker
- 3. Mai: Hans Stadlmair, Dirigent und Komponist
- 4. Mai: Audrey Hepburn, Schauspielerin britisch-niederländischer Herkunft († 1993)
- 6. Mai: Paul Christian Lauterbur, US-amerikanischer Chemiker und Radiologe
- 8. Mai: Hanne Wieder, deutsche Kaberettistin, Diseuse und Schauspielerin († 1990)
- 8. Mai: Fernand Hoffmann, Luxemburger Pädagoge, Schriftsteller und Sprachwissenschaftler († 2000)
- 8. Mai: Günther Wyschofsky, Minister für chemische Industrie der DDR
- 8. Mai: Gillian Dobb, US-amerikanische Schauspielerin († 2001)
- 9. Mai: Dieter Medicus, deutscher Rechtswissenschaftler
- 9. Mai: Wolfgang Gress, Wirtschaftsfunktionär der DDR († 2000)
- 10. Mai: Mel Lewis, US-amerikanischer Jazzmusiker († 1990)
- 10. Mai: Helga Schmedt, deutscher Politiker und MdB
- 11. Mai: Gerhard Klingenberg, österreichischer Theaterregisseur und Intendant
- 12. Mai: Heino Falcke, deutscher evangelischer Theologe
- 12. Mai: Heinrich Segur, Leiter des deutschen Dienst von Radio Vatikan († 2005)
- 12. Mai: Samuel Shafishuna Nujoma, Staatspräsident von Namibia
- 13. Mai: Johannes Gründel, katholischer Theologe und Priester
- 15. Mai: Harald Puchelt, deutscher Mineraloge († 2004)
- 16. Mai: Friedrich Nowottny, deutscher Journalist und ehemaliger Intendant des WDR
- 17. Mai: Branko Zebec, jugoslawischer Fußballspieler und -trainer († 1988)
- 21. Mai: Hans Traxler, deutscher Illustrator und Cartoonist. Mitbegründer der Neuen Frankfurter Schule
- 23. Mai: Marvin J. Chomsky, US-amerikanischer Filmregisseur und Filmproduzent
- 25. Mai: Werner Zeyer, deutscher Politiker († 2000)
- 27. Mai: Péter Szondi, berühmter Literaturwissenschaftler ungarischer Herkunft. († 1971)
- 29. Mai: Peter Higgs, britischer Physiker
- 29. Mai: Harry Frankfurt, US-amerikanischer Philosoph
- 30. Mai: Oskar Brüsewitz, evangelischer Pfarrer († 1976)
- 1. Juni: Paul Markowski, Funktionär der SED in der DDR († 1978)
- 2. Juni: Frédéric Devreese, belgischer Komponist und Dirigent
- 2. Juni: Friedrich Vogel, deutscher Politiker
- 3. Juni: Werner Arber, Schweizer Mikrobiologe und Genetiker
- 4. Juni: Günter Strack, deutscher Schauspieler († 1999)
- 4. Juni: Karolos Papoulias, griechischer Staatspräsident
- 5. Juni: Hermann Josef Unland, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages
- 7. Juni: Antonio Carbajal, ehemaliger mexikanischer Fußballspieler
- 8. Juni: Viktor Josef Dammertz, Bischof emeritus von Augsburg
- 9. Juni: Johnny Ace, US-amerikanischer Musiker. († 1954)
- 10. Juni: Harald Juhnke, deutscher Entertainer, Film- und Bühnenschauspieler († 2005)
- 10. Juni: Edward Osborne Wilson, Entomologe und Biologe
- 10. Juni: James McDivitt, US-amerikanischer Astronaut
- 12. Juni: Eva Pflug, deutsche Schauspielerin
- 12. Juni: Anne Frank, jüdisches deutsches Mädchen, bekannt durch ihr Tagebuch († 1945)
- 12. Juni: Klaus Steilmann, Textilunternehmer in Bochum-Wattenscheid
- 14. Juni: Alexander Böhm, deutsche Rechtswissenschaftler
- 14. Juni: Rupert Lay, deutscher Philosoph und Theologe, Unternehmensberater und Psychotherapeut
- 14. Juni: Cy Coleman, US-amerikanischer Komponist († 2004)
- 15. Juni: Fakir Baykurt, Pädagoge und Schriftsteller († 1999)
- 15. Juni: George Barlow, US-amerikanischer Professor, Zoologe, Ichthyologe
- 17. Juni: Tigran Petrosjan, armenisch-sowjetischer Schach-Schach-Großmeister († 1984)
- 18. Juni: Jürgen Habermas, deutscher Soziologe und Philosoph
- 18. Juni: Menachem Ariav, Oberbürgermeister von Nazerat Illit
- 18. Juni: Ernst Gottfried Mahrenholz, Richter und Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts
- 20. Juni: Eugen von der Wiesche, deutscher Politiker und MdB
- 21. Juni: Gottfried Gruben, Bauforscher und Professor an der Technischen Universität München († 2003)
- 21. Juni: Traugott Buhre, deutscher Schauspieler
- 23. Juni: Henri Pousseur, belgischer Komponist
- 23. Juni: Bart Carlier, ehemaliger niederländischer Fußballspieler
- 23. Juni: Claude Goretta, Schweizer Filmregisseur und Fernsehproduzent
- 23. Juni: Bert Carlier, NiederländerFußballspieler
- 23. Juni: June Carter Cash, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin († 2003)
- 25. Juni: Francesco Marchisano, katholischer Kardinal, Erzpriester der Vatikanischen Basilika
- 25. Juni: Eric Carle, US-amerikanischer Kinderbuchautor
- 26. Juni: June Bronhill, australische Opernsängerin († 2005)
- 26. Juni: Milton Glaser, US-amerikanischer Grafikdesigner, Illustrator und Lehrer
- 28. Juni: Barthel Hrouda, deutscher Archäologe
- 29. Juni: Eberhard Jäckel, deutscher Zeithistoriker
- 29. Juni: Oriana Fallaci, italienische Widerstandskämpferin, Journalistin und Schriftstellerin
- 29. Juni: Michio Mamiya, japanischer Komponist
2. Halbjahr
- 1. Juli: Gerald M. Edelman, US-amerikanischer Mediziner
- 2. Juli: Edgar Ott, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher († 1994)
- 4. Juli: Jean Desforges, britische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 4. Juli: Wolfgang Hundhammer, renommierter Szenenbildner und Filmarchitekt
- 4. Juli: Darío Castrillón Hoyos, Kardinal
- 4. Juli: Konrad Swinarski, polnischer Theaterregisseur († 1975)
- 5. Juli: Jacqueline Harpman, belgische Autorin französischer Sprache
- 6. Juli: Jean-Pierre Mocky, französischer Regisseur
- 6. Juli: Gerd Zacher, Komponist und Organist
- 7. Juli: Reinhard Baumgart, deutscher Schriftsteller und Literaturkritiker († 2003)
- 9. Juli: Hassan II., König von Marokko (1961–1999) († 1999)
- 11. Juli: Hermann Prey, deutscher Bariton († 1998)
- 15. Juli: Francis Bebey, französischer Musiker und Schriftsteller († 2001)
- 17. Juli: Sergei Konstantinowitsch Godunow, russischer Mathematiker
- 18. Juli: Leonhard Pohl, deutscher Leichtathlet
- 18. Juli: Jalacy Hawkins, US-amerikanischer Sänger († 2000)
- 19. Juli: Martin Grüner, deutscher Politiker
- 20. Juli: Hansjörg Sinn, deutscher Chemiker und Politiker
- 20. Juli: Jean Baudrillard, französischer Philosoph und Soziologe
- 26. Juli: Alexis Weissenberg, französischer Pianist bulgarischer Herkunft
- 26. Juli: Joseph Jackson, Vater der berühmten Jackson-Familie
- 27. Juli: Jack Higgins, erfolgreicher britischer Autor
- 28. Juli: Jacqueline Lee Bouvier, Ehefrau von John Fitzgerald Kennedy († 1994)
- 28. Juli: Fritz Vilmar, Politologe, Soziologe, Globalisierungskritiker
- 29. Juli: Avet Terterian, armenischer Komponist († 1994)
- 30. Juli: Günter Prinz, deutscher Journalist
- 30. Juli: Werner Tübke, deutscher Maler († 2004)
- 30. Juli: Karl-Heinrich Hansmeyer, Wirtschaftswissenschaftler, Finanzwissenschaftler, Umweltökonom
- 1. August: Josef Homeyer, deutscher Bischof
- 2. August: José Afonso, portugiesischer Sänger und Komponisten († 1987)
- 3. August: Zdzisław Krzyszkowiak, polnischer Leichtathlet († 2003)
- 5. August: Julinho, brasilianischer Fußballspieler. († 2003)
- 6. August: Kateb Yacine, algerischer Schriftsteller († 1989)
- 8. August: Ronald Biggs, englischer Posträuber
- 8. August: José Luis Borau, spanischer Filmregisseur
- 9. August: Albert Tocco, US-amerikanischer Mafia-Boss († 2005)
- 12. August: Buck Owens, US-amerikanischer Country-Sänger
- 13. August: Hellmut Diwald, deutscher Historiker und Publizist († 1993)
- 15. August: Eugene Braunwald, US-amerikanischer Kardiologe
- 16. August: Ina-Maria Greverus, deutsche Volkskundlerin und Kulturanthropologin
- 16. August: Helmut Rahn, deutscher Fußballspieler († 2003)
- 16. August: Bill Evans (Jazzpianist), Jazzpianist († 1980)
- 18. August: Wolfgang Ullmann, deutscher Theologe, Kirchenhistoriker und Politiker († 2004)
- 19. August: Ion N. Petrovici, deutscher Neurologe
- 22. August: Ulrich Wegener, deutscher Polizeioffizier
- 22. August: Pauli Toivonen, finnischer Rallyefahrer († 2005)
- 23. August: Fritz Breuer, deutscher Fußballspieler
- 24. August: Paul Lendvai, österreichischer Journalist ungarischer Abstammung
- 26. August: Eva Bakos, österreichische Kulturjournalistin und Schriftstellerin. († 2004)
- 26. August: Karl Alfred Wolken, deutscher Schriftsteller
- 26. August: Yogi Bhajan, Kundalini-Yoga-Lehrer († 2004
Nationalpark
Geschichte der Nationalparks
Die Idee, eine besonders schützenswerte Naturlandschaft zum Nationalpark zu erklären, ist über 100 Jahre alt. 1872 wurde in den USA der Yellowstone-Nationalpark gegründet. Bereits seit 1864 gab es ein erstes Schutzgebiet im heutigen Yosemite-Nationalpark, das aber erst 1906 in das entstehende Nationalparksystem eingegliedert wurde. Die Idee der Gründer war, die Wunder der Natur zu bewahren, so dass auch nachfolgende Generationen sich an ihnen erfreuen und sich hier erholen können.
Die Länder Kanada, Australien und Neuseeland folgten bald mit der Errichtung von Nationalparks, da hier noch große Gebiete unberührter Natur existierten, die relativ einfach geschützt werden konnten. In Europa wurden die ersten Nationalparks 1909 in Schweden errichtet, 1914 in der Schweiz. Vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte sich die Idee, und heute existieren in etwa 120 Ländern mehr als 2.200 Nationalparks. Die landschaftliche Vielfalt der Gebiete ist enorm und beinhaltet fast alle Landschaftstypen.
In Deutschland wurde mit dem Nationalpark Bayerischer Wald der erste Nationalpark erst 1970 errichtet. 1978 folgte der Nationalpark Berchtesgaden, der Königssee und Watzmann umschließt. 1985 und 86 wurden die Küstenbereiche des deutschen Wattenmeers als Nationalpark ausgewiesen. In der DDR gab es bis kurz vor der Wende keine Nationalparks. Rund 15% der Landesfläche waren aber öffentlichem Zugang versperrt und wiesen fast unberührte Landschaften auf. In den Umbruchszeiten der Wende wurden 1990 noch vor der Wiedervereinigung fünf Nationalparks in der Noch-DDR umgesetzt. Seitdem kamen bis 2004 sechs weitere Nationalparks hinzu, die Errichtung eines Parks "Elbtalaue" scheiterte 1999. So bestehen 2004 in Deutschland 15 Nationalparks.
Nationalparks in Deutschland
Der Nationalpark gehört in Deutschland zu den Möglichkeiten des gebietsbezogenen Naturschutzes, den das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) bereitstellt.
Gesetzgebung und Verwaltung
In §24 des BNatSchG wird festgelegt, dass Nationalparks dem großräumigen Schutz von Gebieten von besonderer Eigenart dienen sollen. Diese Gebiete müssen in einem überwiegenden Teil die Voraussetzungen eines Naturschutzgebietes erfüllen. Laut internationaler Konvention gelten für einen Nationalpark folgende Kriterien:
# es handelt sich um ein hervorragendes Gebiet von nationalem Interesse
# der Nationalpark wird öffentlich kontrolliert, d.h. Eigentümer ist eine zentrale Regierung, die auch die Verwaltung und Finanzierung sicherstellt
# es herrscht ein strenger gesetzlicher Schutz mit Einschränkung oder Verbot der Nutzung
# der Nationalpark ist für die Öffentlichkeit erschlossen.
Grundsätzlich sind hier alle Handlungen, Eingriffe und Vorhaben verboten, die dem Schutzzweck zuwiderlaufen. Im übrigen gilt für jedes bauliche oder sonstige Vorhaben die Eingriffs-Ausgleichs-Regelung des Bundesnaturschutzgesetzbuches.
Nationalparks sind bei der Bauleitplanung zu berücksichtigen und müssen in Bebauungsplänen dargestellt und beachtet werden. Man spricht hier von einer nachrichtlichen Übernahme. Sie sind verbindlich und können nicht etwa aufgrund eines übergeordneten Allgemeinwohls in der Abwägung überwunden werden.
Neben dem Nationalpark kennt das Bundesnaturschutzgesetz weitere Schutzmöglichkeiten, die mehr oder weniger rigide sind und unterschiedliche Zweckbestimmungen haben:
- Besonderer Gebietsschutz: Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete, Biosphärenreservate, Naturparks,
- Schutz einzelner Landschaftsteile: Naturdenkmale, geschützte Landschaftsbestandteile
- Schutz von Arten und Biotopen: Biotopschutz
- Europäische Schutzgebiete nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie zur Bildung eines europäischen Biotopverbundsystems Natura 2000.
Nationalparks-Liste für Deutschland
- Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer seit 1985, 441 000 ha
- Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer seit 1986, 240.000 ha
- Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft seit 1990, 80.500 ha
- Nationalpark Müritz - seit 1990, 32.000 ha
- Nationalpark Unteres Odertal seit 1990, 32.884 ha
- Nationalpark Bayerischer Wald seit 1970, 13.042 ha, Erweiterung 1997, insgesamt 24.250 ha
- Nationalpark Berchtesgaden seit 1978, 21.000 ha
- Nationalpark Harz - seit 1994, 2005 zusammengeschlossen mit dem Nationalpark Hochharz - seit 1990, insgesamt 24.700 ha
- Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer seit 1990, 13.750 ha
- Nationalpark Eifel seit 2004, 11.000 ha
- Nationalpark Sächsische Schweiz seit 1990, 9.292 ha
- Nationalpark Hainich seit 1997, 7.600 ha
- Nationalpark Kellerwald-Edersee seit 2004, 5.724 ha
- Nationalpark Jasmund - seit 1990, 3.000 ha
- Nationalpark Senne-Egge - (geplant)
Zusammen sind dies etwa 2,6% des Bundesgebietes.
Der Nationalpark Elbtalaue wurde direkt nach seiner Einrichtung 1998 wegen einer Klage 1999 wieder aufgelöst - das Gebiet erfüllt nicht die Anforderungen an die Naturbelassenheit.
Anfang 2005, wurden der Nationalpark Harz und der Nationalpark Hochharz zu einem Nationalpark zusammengeschlossen. Damit entfällt die Bezeichnung "Nationalpark Hochharz".
Geschichte der österreichischen Nationalparks
Die Einrichtung der österreichischen Nationalparks nahm jeweils mehrere Jahre in Anspruch. Damit liegt Österreich im internationalen Vergleich im Mittelfeld. Bei einem Drittel der weltweit errichteten Nationalparks beträgt die Dauer aufgrund von Konfliktintensitäten mehr als 20 Jahre.
Liste der Nationalparks
- Nationalpark Donau-Auen seit 1996, 9.300 ha
- Nationalpark Kalkalpen seit 1997, 21.000 ha
- Nationalpark Hohe Tauern seit 1981 in Kärnten 40.000 ha, seit 1984 in Salzburg 80.500 ha, seit 1992 in Tirol 61.000 ha, insgesamt 181.500 ha
- Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel seit 1993, 9.700 ha (gemeinsam mit Ungarn)
- Nationalpark Thayatal seit 1999, 1.300 ha (gemeinsam mit Tschechien)
- Nationalpark Gesäuse seit 2002, 11.000 ha
Im Tiroler Lechtal war ein Nationalpark in Diskussion. Die Tiroler Landesregierung beschloss allerdings im Jahr 2004 die Errichtung eines Naturparks.
Nationalpark der Schweiz
- Nationalpark der Schweiz (Kanton Graubünden) http://www.nationalpark.ch/
Nationalparks in Europa
- Nationalparks in England und Wales
- Nationalparks in Estland, Lettland und Litauen
- Nationalparks in Finnland
- Nationalparks in Frankreich
- Nationalparks in Irland
- Nationalparks in Island
- Nationalparks in Italien
- Nationalparks in Kroatien
- Nationalparks in Norwegen
- Nationalparks in den Niederlanden
- Nationalparks in Polen
- Nationalparks in Schweden
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- Nationalparks in der Slowakei
- Slowenien: Nationalpark Triglav
- Nationalparks in Spanien
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- Nationalparks in Äthiopien
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- siehe auch: Naturparks in Afrika
Nordamerika:
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