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Granit- Und Gneisplateau

Granit- und Gneisplateau

Allgemeines

Das Granit- und Gneisplateau (auch Granit- und Gneishochland) stellt den österreichischen Anteil an der Böhmischen Masse dar. Sie ist das geologisch älteste Gebiet Österreichs.

Geologie

Die Böhmische Masse ist der Rumpf eines variszischen Gebirges, welches durch diverse Brüche in Schollen zerlegt wurde. Im Westen überweigt der Granit (steinige Böden, Blockmeere, Wackelsteine => Wollsackverwitterung und Felskanzeln) und im Osten Gneis mit tiefgründigen Böden. Die Böhmische Masse war "Widerlager" der Alpenbildung; sie reicht unter Molasse des Alpenvorlandes bis weit unter den Alpenrand (bewiesen durch Bohrungen).

Oberflächenstruktur

Auf welligen Hochflächen fließen Bäche in Muldentälern und bilden freie Mäander (diese entstehen eher auf weicherem Gestein mit geringerem Gefälle: Wenn ein Bach einen steilen Hang hinunterfließt, kann es kaum zu einer Mäanderbildung kommen). Außerdem gibt es viele Moore. Die größeren Flüsse fließen in engen, gewundenen, tief eingeschnitten Tälern. Durch die Mäander kommt es zu abgetrennten Umlaufbergen (z.b.: am Kamp).

Markante Gebiete

Nordwesten:
- Böhmerwald im Nordwesten (mit Plöckenstein - 1378 m) Grenze zwischen Mühlviertel und Waldviertel (jeweils über 1000 m):
- Freiwald
- Weinsberger Wald
- Ostrong Ostrand:
- Manhartsberg (537 m, Fuß trägt tertiäre Strandterassen mit periglazialen Lössdecken)
- (tertiäre) Horner Becken Südrand (Gebiete von Donau vom Rest des Plateaus abgetrennt):
- Sauwald (895 m)
- Kürnberger Wald
- Neustadtler Platte
- Hiesberg
- Dunkelsteiner Wald (725 m) Kategorie:Österreich Kategorie:Gebirge

Böhmische Masse

Als Böhmische Masse wird das geologisch alte Rumpfgebirge im Grenzgebiet von Tschechien, Nieder- bzw. Oberösterreich und Bayern bezeichnet.

Gebirgsmassiv aus dem Erdaltertum

Es stellt den stark erodierten Rest eines altes Gebirgsmassivs dar, welches seit dem Paläozoikum die Geologie Mitteleuropas dominierte. Teilweise ist es laurasisches Grundgestein aus der Zeit vor 500-350 Mio. Jahren, doch finden sich auch Gesteine mit einem Alter von 800 und mehr Mio. Jahren - z.B. bei Zwettl und Horn in Niederösterreich. Das ursprüngliche Gebirge war in seiner Höhe mindestens den Ostalpen vergleichbar, doch wurden seine höchsten Gipfel im Laufe von 300-400 Millionen Jahren auf Höhen von etwa 1500 Meter abgetragen. Es erlitt merkliche Deformationen und Metamorphosen während der kaledonischen und der späteren variszischen Gebirgsbildung, die im Verschweißen mehrerer Kontinente zu "Pangäa" gipfelte. Damals bestand eine extrem lange Gebirgskette, die von den Appalachen über Spanien, die Bretagne und das Massif Central nach Mitteldeutschland und Böhmen reichte. Bevor dieses globale Gebirge durch die Atlantik-Öffnung zerrissen wurde, könnte es fast die Dimensionen des heutigen Himalaya gehabt haben. Ein Zeuge dieser Gebirgsbildung ist die im Satellitenbild gut erkennbare, östliche Überschiebung des Moldanubikums (Mühl-/Waldviertel) auf das Moravikum. Letztere Formation wurde unter dieser Decke tief subduziert und aufgeschmolzen. Das Magma stieg hoch und erstarrte in Form riesiger Plutone (Weinsberger Granit). Die Böhmische Masse war "Widerlager" der Alpenbildung.

Heutige Struktur

Heute sind die wichtigsten Teile dieses Komplexes der Böhmerwald - der geologisch mit dem Bayerischen Wald verwandt ist - und die hohen bzw. tief zerfurchten Rumpfflächen des österreichischen Mühl- und Waldviertels, sowie die Böhmisch-Mährische Höhe zwischen Budweis und Brünn. Kleinere Streifen finden sich auch am Nordwestrand des Wiener Beckens und im Dunkelsteiner- und Sauwald knapp südlich der Donau. Die Böhmische Masse besteht aus kristallinen Gesteinen, vornehmlich aus Graniten und Gneisen. Die erstgenannten Tiefengesteine lagern im Süden und Westen (wo sie in vielen hochqualitativen Steinbrüchen abgebaut werden), setzen sich aber in der nördlichen Umrandung von Böhmen fort. Die metamorphen Gesteine aus Gneis und kristallinen Schiefern liegen großteils im inneren Ring, sowie in Mähren und Niederösterreich. Von den Geologen Österreichs und Bayerns wird die böhmische Masse auch als kristallines Grundgebirge bezeichnet, weil sie über weite Gebiete unter die jüngeren Formationen der Ostalpen und der Molasse des Alpenvorlandes zu liegen kam. Es handelt sich hier teilweise um tektonische Überschiebungen von weit mehr als 100 Kilometern, angetrieben durch die Afrikanische Platte und ihre Norddrift. Diese löste vor etwa 30 Mio. Jahren die alpidische Gebirgsbildung und weiträumige Bewegungen aus.
Unter den nördlichen Kalkalpen finden sich die Gesteine der Böhmischen Masse als langer, flach deformierter Streifen. Beim Traunstein (1691 m) - etwa 60 km südlich der Donau bei Linz und damit fast 100 km vom heutigen Rumpfgebirge entfernt - liegt dieses Kristallin in 7-10 km Tiefe. Die Dichte-Anomalien machen nur einige Prozent aus, lassen sich aber trotz dieser Tiefen im lokalen Schwerefeld nachweisen. Auch im östlichen Bayern ist die Böhmische Masse die älteste geologische Einheit, bildet aber großteils flachere Landschaften. Die Rumpffläche (nördlich der Donau) ist geprägt durch sanfte Mulden und Täler sowie weitgespannte, niedrige Rücken und Kuppen. Aus dem sauren Grundgestein haben sich v.a. Braunerden entwickelt, in Mulden und ebenen Flächen auch vom Grundwasser beeinflußte Böden des Typs Gley.

Vergleiche mit anderen Rumpfgebirgen

Wie in teilweise gleichaltrigen Rumpfgebirgen der variszischen Orogenese (z.B. dem Harz) sind die Talstrukturen oft unregelmäßiger gegliedert als im jungen Faltengebirge der Alpen, was eine Folge von langandauernder Tektonik und Erosion ist. Orografisch gleichförmiger sind hingegen die Hochflächen.
Im Gegensatz zu Harz, Ural und anderen variszischen Gebirgen, die ähnliche Formen aufweisen, finden sich allerdings kaum Lagerstätten von Erzen.

Weblinks und WikiLinks


- [http://home.datacomm.ch/marsteam/gg/europa.htm Geografie Europas]
- [http://www.8ung.at/geologie/geinfueh.htm Geologie Österreichs und Böhmische Masse]
- [http://www.waldwildnis.de/cd/geo/geotxt/b_masse.htm Süddeutsche Böhm.Masse, geolog.Skizzen]
- [http://www.landkreis-passau.de/gutachten/bestandserhebung/landschaft.htm Landkreis Passau, Landschaft und Geologie]
- [http://www.innovations-report.de/html/berichte/geowissenschaften/bericht-9223.html Der Harz "wuchs" um mehr als 4km! Rumpfgebirge, geolog.Profile]
- Siehe auch: Böhmerwald, Harz, Rheinisches Schiefergebirge, Schwarzwald, Appalachen; Karbon (Geologie), Granit- und Gneishochland Kategorie:Geologie

Variszisch

Unter der variszischen oder variskischen Orogenese versteht man die Gebirgsbildung im mittleren Paläozoikum innerhalb des Gebietes heutiger europäischer Mittelgebirge. Diese Phase der Gebirgsbildung begann etwa um die 400 mya und dauerte etwa 100 Ma an. Der Begriff variszisch wurde ursprünglich aus dem Namen des germanischen Stammes der Varisker (Vogtland) hergeleitet, deren Hauptort im Gebiet der Stadt Hof lag und von den Römern Curia Variscorum genannt wurde. Der Begriff bezeichnete später in der Geologie eine Nordost-Südwest-Ausrichtung eines (beliebigen) Gebirgszuges oder Gesteinsschicht und bezeichnete das Gegenteil der hercynischen Ausrichtung. Der Fachausdruck wurde um 1880 vom Wiener Geologen Eduard Suess geprägt, auf den auch erste Vorstellungen der Plattentektonik zurückgehen. Da fast alle heute vorhandenen, Nordost-Südwest ausgerichteten Gesteins-Formationen auf eine gemeinsame Orogenese zurückgehen, wird heutzutage variszisch nur noch als zeitliche Angabe verstanden für geologische Vorgänge, die sich im mittleren Erdaltertum (Devon bis Karbon) zugetragen haben. Also in einem Zeitraum vor etwa 400 bis 300 mya.

Lage der variszischen Gebirge

Die variszische Orogenese führte zur Bildung eines Systems von (heute abgetragenen) Hochgebirgen, die sich in verschiedenen Phasen vom Devon bis zum Ende des Paläozoikums auffalteten, während weiter östlich zunächst noch der "Ural-Ozean lag. Das Variszikum erstreckte sich von den östlichen Bereichen Deutschlands über das südliche Belgien und Frankreich bis nach Wales in Großbritannien (Schottland hingegen gehört der kaledonischen Phase an). Die Reste des Gebirges finden sích in mehreren Rumpf- und Mittelgebirgen in West- und Mitteleuropa wieder.

Entstehung

Auf der bestehenden Landmasse setzten sich Sedimente ab, die zu hohem Druck und hohen Temperaturen der darunterliegenden Gesteinsschichten und in der Folge zu deren metamorpher Umwandlung führten. Durch Plattentektonik (vor allem Annäherung der Afrikanischen Platte an die eurasische) wirkte währenddessen Druck aus Südosten. Dies verursachte Zonen mit Antiklinalen (Aufwölbungen) und Synklinalen (Mulden). Letztendlich folgte daraus die Auftürmung eines Hochgebirges, welches als variskisches Hochgebirge bezeichnet wird. Gleichzeitig mit dieser Gebirgsbildung setzte starke Erosion ein, die mit steigendem Abstand zur Meereshöhe zunimmt. Die Steinkohleflöze des Ruhrgebietes sind durch Bedeckung organischer Schichten mit den erodierten Sedimenten entstanden. An Verwerfungslinien (tektonische Störungen) konnte Magma aufsteigen und es kam entweder zu vulkanischer Aktivität oder unterirdisch entstandenen Plutonen. Bereits im Perm war das variszische Hochgebirge zur so genannten permischen Rumpffläche ab-erodiert und von Sedimentschichten überlagert. Diese Rumpfgebirge blieben daher nur als variszische "Inseln" zwischen den jüngeren Gesteinen des Mesozoikums erhalten. Im Laufe der weiteren Erdgeschichte folgte die Bruchtektonik, welche die Gestalt der heute noch vorhandenen Mittelgebirge prägte. Knapp vor dem Beginn der variszischen Gebirgsbildung entstanden im Devon durch die untermeerische Verwitterung vulkanischer Gesteine zahlreiche Lagerstätten mit Roteisenerzen, die früher in Eisenerzgruben abgebaut wurden. Im Unterkarbon wurden vielerorts (z.B. in Hessen) Gesteine vom Typ der Grauwacken abgelagert, welche eine Hauptphase der Gebirgsbildung in der Zeit des Oberkarbons (vor 322 bis 290 Mio. Jahren) anzeigen. Dabei wurden die ursprünglich flach abgelagerten Gesteinseinheiten gefaltet, zerbrochen und geschiefert. Aus tonigen Gesteinen entstanden die heutigen Tonschiefer, die lange als Dachschiefer in mehreren Gruben abgebaut wurden. Siehe auch:

Siehe auch


- alpidisch
- hercynisch
- Orogenese
- Bayerischer Wald
- Erzgebirge
- Fichtelgebirge
- Harz
- Rheinisches Schiefergebirge
- Schwarzwald
- kaledonische Orogenese

Weblinks


- [http://www.hlug.de/medien/boden/natraum.html hlug.de] Geologische Entwicklung in Hessen
- [http://www.innovations-report.de/html/berichte/geowissenschaften/bericht-9223.html innovations-report.de] Der Harz "wuchs" um mehr als 4km! geologische Profile
- [http://www.angewandte-geologie.geol.uni-erlangen.de/muenchbe.htm Variszische Gebirgsbildung mit Details aus Oberfranken] Kategorie:Geologie Kategorie:Historische Geologie Kategorie:Gebirge

Granit

Granite (von lat. granum: „Korn“) sind massige, grobkristalline Tiefengesteine, die aus etwa gleichen Teilen Quarz, Alkalifeldspat und Plagioklas bestehen. Daneben enthalten sie etwa 20–40 % mafische Minerale (Biotit, Muskovit, seltener Amphibole). Als Akzessorien führen sie Zirkon, Apatit, Titanit, auch Magnetit, Rutil, Ilmenit. Der Merksatz „Feldspat, Quarz und Glimmer, die vergess' ich nimmer“ gibt die Zusammensetzung von Granit etwas vereinfacht wieder. Granite gehören zu den häufigsten Gesteinen innerhalb der kontinentalen Erdkruste. Sie entstehen primär an Subduktionszonen: die abtauchende (ozeanische) Platte erwärmt sich, der hohe Wassergehalt lässt Sedimente aufschmelzen, dabei entsteht saures, granitisches Magma. Bei orogenen (gebirgsbildenden) Prozessen entsteht ebenfalls Granit. Granite sind meist schwach radioaktiv, da sie Spuren von Uran, Rubidium und anderen radioaktiven Elementen enthalten. Ein weiterer Träger der Radioaktivität ist das in den Feldspäten und Glimmern enthaltene Kalium. Im Allgemeinen ist Granit mittel- bis grobkörnig. Frischer Granit ist hart und widerstandsfähig, außerdem hat er eine schwach angedeutete Klüftigkeit. Durch die so genannte Wollsack-Verwitterung bilden sich, von den Klüften ausgehend, matratzenförmige Gesteinsblöcke.

Farbe

Die Farbe des Granits wird vom Charakter der gröberen Feldspatkörner bestimmt. Granit ist meist von hellgrauer, gelblicher oder rötlicher, seltener von bläulicher Farbe.

Granittypen

Man unterscheidet vier verschiedene Typen von Graniten:
- I-Typ Granite sind Restdifferentiate von Mantelschmelzen.
- S-Typ Granite sind das Ergebnis einer Auffschmelzung von Sedimentgesteinen.
- A-Typ Granite treten oft bei beginnendem Aufreißen kontinentaler Kruste in Erscheinung (z. B. auch im Oberrheingraben).
- M-Typ Granite entstehen an ozeanischen Inselbögen.

Bedeutung im Bauwesen

ozeanischen Inselbögen Granite haben wegen ihrer hohen Widerstandskraft, Härte und Wetterfestigkeit und wegen ihrer guten Schleifbarkeit und Polierbarkeit eine wirtschaftliche Bedeutung im Bauwesen. Sie finden sich:
- im Straßenbau als Pflasterstein, Bordstein, Schotter,
- im Bahnbau als Schotter,
- im Hochbau als Außenwandverkleidung, Bodenbelag,
- im Innenausbau als Wandverkleidung, Treppenbelag, Innenverkleidung, Tischplatte,
- im Gartenbau als Pflasterstein, Rabattenstein, Brunnen,

Vorkommen von Granit

Brunnen
- Fichtelgebirge
- Oberpfälzer Wald
- Bayerischer Wald
- Schwarzwald
- Odenwald
- Lausitz
- Zentralalpen
- Waldviertel, Böhmische Masse, Österreich
- Mühlviertel, Böhmische Masse, Österreich

Europäische Granit-Landschaften

Die größten von Graniten geprägten Landschaften des deutschen Sprachraums oder seiner Ränder sind unter anderem (in alphabetischer Reihenfolge): Bayerischer Wald, Böhmerwald und Böhmische Masse, Engadin, Erzgebirge, Fichtelgebirge, Hohe Tauern, Lausitz, Mühlviertel, Oberpfälzer Wald, Odenwald, Ränder des Oberrheingrabens, Schwarzwald, Waldviertel, Zentralalpen (Bergell), Adamello und große Teile der Westalpen (Zentraler Aaregranit, Innertkirchner-Lauterbrunner Kristallin, Rotondo-Gruppe, Mont-Blanc-Granit).

Granite als geologischer Überbegriff

Häufiger wird das Wort aber als Überbegriff jener vielen Gesteine verwendet, die in Struktur, Körnung und Entstehung Ähnlichkeiten mit „dem Granit“ haben. Granit schlechthin gibt es allerdings nicht, sondern nur in verschiedenen Ausprägungen, Alter, Festigkeiten und Farben. Letztere können praktisch alle gedämpften Farbtöne der Natur annehmen, aber auch fast schwarz bis fast weiß. Die diversen Granite haben außer sehr unterschiedlicher Färbung und chemischer Zusammensetzung auch wechselnden Wassergehalt (meist einige Prozent). Als weitest verbreitete Gesteinsfamilie der oberen Erdkruste finden wir sie in praktisch allen Ländern, teilweise aber auch durch die Eiszeit als Findlinge in „fremde“ Landschaften transportiert, wo sie als frei liegende Blöcke die Landschaften um einen geheimnisvollen Charakter bereichern. Besonderheiten sind auch die „polsterartige“ Verwitterung und die damit zusammenhängende moosüberwachsene Struktur, der bodenbildende Gries, die Entstehung von Blockheiden und Hochmooren, die touristische Vermarktung von granitischen Landschaften in „mystischen Projekten“ und Seminaren, frühere Hexengeschichten und viele Wackelsteine, an denen man seine Kräfte messen kann. Im Folgenden wird anhand einiger „alter“ Gebirge die Vielfalt dieser Gesteinsgruppe dargelegt.
Als Musterbeispiele dienen vor allem zwei Regionen Mitteleuropas, die neben dem Fremdenverkehr auch für Bergbau und Industrie wichtig sind: der alte Gebirgszug vom Erzgebirge zum fränkischen Fichtelgebirge im Norden Bayerns und der zentraleuropäische Rumpf der uralten „Böhmischen Masse“ in Tschechien und dem nordöstlichen Österreich.
Bild:Granite azul noce.jpg|
Azul Noce (Spanien)
Bild:Granite giallo.jpg|
Giallo Veneziano (Brasilien)
Bild:Granite_gran_violet.jpg|
Gran Violet (Brasilien)
Bild:Granite lavanda blue.jpg|
Lavanda Blue (Brasilien)

Tiefengestein in wechselnder Zusammensetzung

Das Wort Granit kommt von (lat.) granum für Körnung oder Korn. Das Gestein bildet große Teile des Erdinneren und dringt seit vielen Jahrmillionen periodisch an die Erdoberfläche – sei es durch Vulkanismus, bei Phasen der Gebirgsbildung oder auch als Deckengestein. Granite sind grob-, aber auch feinkristalline Tiefengesteine, die im wesentlichen aus Feldspaten bestehen, durchmischt mit Quarz (SiO2) und etwas weniger Glimmer, (heller Muskovit, dunkler Biotit). Auch andere Gesteine mischen sich bei – etwa Amphibole – was ebenfalls zur Vielfalt der Erscheinungsformen beiträgt. Spurenminerale wie Magnetit, Titanit, Gesteine mit Gehalt an Zirkon oder Ilmenit machen ihre große wirtschaftliche Bedeutung in manchen Regionen und für den Bergbau aus. Siehe auch: Liste der Gesteine

Weblinks


- [http://www.graniteland.de Granit-Datenbank mit Bildern]
- [http://www.steine-portal.de/ Verschiedene Granite im Bild] Kategorie:Gestein ja:花崗岩 ko:화강암

Wollsackverwitterung

Die Wollsack-Verwitterung ist eine besondere Form der Verwitterung von Gesteinen. Durch das Zusammenwirken von physikalischen und chemischen Prozessen entstehen bei der Wollsack-Verwitterung kantengerundete Gesteinsblöcke, die wie Kissen, Matratzen oder eben Wollsäcke übereinander gestapelt liegen. chemischen Vorwiegend bei grobkristallinen Gesteinen wie beispielsweise Granit, Quarzporphyr und Gneis, aber auch bei massivem Sandstein tritt diese Verwitterungsform weltweit in Erscheinung. So genannte Wollsäcke kommen oft in Form von weitgehend vegetationsfreien Felsburgen vor, z. B. an den Externsteinen und an vielen Stellen im Harz, in Myanmar (z.B.Goldener Fels), Devil's Marbles in Zentral-Australien, im Oberpfälzer Wald in der Teufelsküche oder flächenhaft in Form von Blockmeeren, z. B. im Luisenburg-Felsenlabyrinth im Fichtelgebirge. Im sächsischen Erzgebirge ist u. a. der "Hefekloßfelsen" bei Breitenbrunn/Erzgeb. ein beliebtes Ausflugsziel. Bekannt sind ebenfalls die "Tors" genannten markanten Granitfelsen im englischen Dartmoor. Dartmoor Grundlagen der Wollsack-Entstehung sind Verwitterungsprozesse an massiven Gesteinsmassen unterhalb der Bodenoberfläche. In der Regel entstehen im Laufe der Zeit oberflächennah Risse und Spalten im Gestein und damit grundsätzlich eckige Blöcke. Dieser Prozess wird als Klüftung bezeichnet. Die Frostsprengung kann hierbei eine bedeutende Rolle spielen. In die gebankten, quer- oder längsgeklüfteten Steine dringen daraufhin chemisch aggressive Lösungen (Niederschlagswasser) ein und beginnen, die Minerale des Gesteins zu zersetzen. Das geschieht in erster Linie an den Ecken und Kanten der einzelnen Blöcke, da dort die Angriffsflächen größer sind als an den Seiten. Dadurch werden spitze und kantige Stellen der Blöcke gerundet. Durch die grundsätzliche Lockerung des Gefüges zerfallen die Steine dabei oberflächig zu feinkörnigem lockeren Grus. Dieser Prozess wird als Abgrusung oder Vergrusung bezeichnet. Teilweise kommt es auch zur Abschuppung zusammenhängender dünner Gesteinsplättchen, der so genannten Desquamation. Begünstigt werden die chemischen Lösungsvorgänge durch warme und wechselfeuchte Klimate der Tropen und Subtropen. Beendet wird die Wollsack-Verwitterung durch eine Freilegung der Gesteinsblöcke, wenn Boden und Verwitterungsrückstände fortgetragen werden, z. B. durch Bodenerosion. Wegen der Vegetationslosigkeit und fehlenden Bodenbedeckung sind die oftmals abenteuerlich anmutenden Felsformationen anschließend anderen Verwitterungsformen ausgesetzt.

Weblinks


- http://www.harzlife.de/index.html?info/wollsackverwitterung.html
- http://www.geologieinfo.de/geolexikon/begriff.php?was=wollsackverwitterung
- http://www.bayern.de/wwa-bt/trinkwasser/seiten/geobes.htm
- http://www.vfmg-weiden.de/doost.htm Kategorie:Geologie

Molasse

Als Molasse bezeichnet man das Abtragungsmaterial (Sedimente) eines Orogens. Bekannt sind die tertiären Molassen im Vorland der Alpen, die während der letzten Phase der Alpenbildung abgelagert worden sind. Geröll, Tone, Sand und Mergel wurden von den Flüssen aus den sich bildenden Alpen ins Vorland transportiert und dort abgelagert. Am Alpenrand herrschen Sandstein und Nagelfluh vor, in größerer Entfernung feinere Ablagerungen. Man unterscheidet Süßwassermolasse mit fluvialen und limnischen Sedimenten von der Meeresmolasse mit mariner Fazies. siehe auch
- Mittelland (Schweiz)
- Nördliche Kalkalpen
- Liste geowissenschaftlicher Themen
- Konglomerat
- Formation (Geologie)
- Pannon
- Pont Weiteres Beispiel sind die Molassen der variszischen Orogenese aus dem Perm in Deutschland: Rotliegendes

Weblinks


- [http://www.GoldauerBergsturz.ch/index.html Die Internetseite zum Goldauer Bergsturz von 1806 (Bekanntester Bergsturz in einem Molassegebiet)] Kategorie:Geologie

Bach (Gewässer)

Ein Bach ist ein nicht allzu breites, mal schnell und mal langsam fließendes natürliches Gewässer. Üblicherweise wird ein Fließgewässer dann als Bach bezeichnet, wenn es nicht breiter als 5 m ist. Breitere Fließgewässer gelten als Flüsse. Der alte Begriff Fließ ist heute noch für viele Bäche insbesondere in Brandenburg und Berlin in Gebrauch, beispielsweise für das Tegeler Fließ oder das Pfefferfließ. Kennzeichnend für den Bach sind die Strömungsgeschwindigkeit des Wassers, die Temperaturverhältnisse, der Sauerstoffgehalt, die Lichtverhältnisse, die im Bach auftretenden Organismen sowie die Umweltbelastung durch Chemikalien. Weiterhin ist charakteristisch für einen Bach, dass sein Wasserspiegel steigt oder sinkt, im Bach enthaltene Substrate sich verlagern, ja sogar der Lauf des Baches sich mit der Zeit verändern kann. Der naturbelassene Bach unterliegt daher einer natürlichen Dynamik. Die Strömungsgeschwindigkeit wird durch im Bach befindliche Steine, Totholz und kleinere Inseln, Verengungen, örtliche Vertiefungen oder flachere Bereiche beeinflusst. Blickt man auf die Gesamtstrecke eines Baches, so lassen sich ein Oberlauf, ein Mittellauf und ein Unterlauf unterscheiden. Demzufolge gibt es drei regionale Grundtypen von Bächen: Inseln]
- Gebirgsbach,
- Mittelgebirgsbach und
- Flachlandbach. In Gebirgsbächen herrscht wegen des größeren Gefälles eine stärkere Strömung, was für günstige Sauerstoffverhältnisse, aber auch für eine starke Erosion sorgt. Die Gewässersohle ist sehr steinig. Die im Gebirgsbach vorkommenden Tiere sind gegen Sauerstoffmangel sehr empfindlich. Wasserpflanzen kommen so gut wie gar nicht vor. In Mittelgebirgsbächen nimmt das Gefälle und damit die Strömung ab. Neben der Erosion kommt es auch zu einer Sedimentation. Kleinere Inseln und Kiesbänke entstehen immer wieder neu an verschiedenen Stellen. Die hier entstehenden mannigfaltigen Kleinräume bieten den verschiedenartigsten Wasserlebewesen eine Lebensgrundlage. Kies In Flachlandbächen ist das Gefälle am geringsten. Das Wasser fließt gemächlich in weiten Mäandern dahin. Sedimentation und Nährstoffreichtum sind recht groß, so dass die Gewässersohle relativ sandig und mit organischem Material durchsetzt ist. Bei geringer Strömung kommen zahlreiche Wasserpflanzen im Bach vor. Gewässersohle Die beschriebene Situation kann durch die Eingriffe des Menschen stark verändert sein. Bachbegradigungen und die Einleitung von Schadstoffen in die Bäche haben in Ballungsgebieten zu erheblichen Störungen des natürlichen Verlaufs und zu einer Beeinträchtigung der Selbstreinigungskraft industrienaher Fließgewässer geführt. Auch die Überdüngung der Felder in Bachnähe durch die vielerorts übliche intensive Landwirtschaft sorgt für erhöhte Schadstoffwerte im Bach. Die Phosphat- und Nitratzufuhr führt zu einem verstärkten Algenwachstum, die Einleitung von Abwässern zu einer Massenvermehrung von Bakterien. Siehe auch: Wildbach

Weblinks


- [http://www.hmulv.hessen.de/umwelt/wasser/gewaesser_hochwasser/materialien/ Ein Bach ist mehr als Wasser - Unterrichtsmaterialien zum Thema Ökologie und Schutz von Fließgewässern]
- [http://www.naturdetektive.de/2004/dyn/9.htm?url=4949%2Ehtm Steckbrief zu den Fließgewässern] Kategorie:Hydrologie Kategorie:Limnologie Kategorie:Physische Geographie Kategorie:Biotop Kategorie:Gewässer Kategorie:Fluss

Mäander

Als Mäander (griech.) bezeichnet man:
- die türkischen Flüsse Großer Mäander (Büyük Menderes) und Kleiner Mäander (Küçük Menderes)
- nach diesen Flüssen benannte Schlingen, die viele andere Flüsse im Mittel- und Unterlauf aufweisen, siehe Mäander (Flussschlinge)
- ein dem Mäander nachempfundenes Ornament, siehe Mäander (Ornamentik)
- die wellenförmige Ausprägung der Luftmassengrenze entlang der Polarfront, siehe Rossby-Welle
- Technik: gebogene Serpentine aus Rohr oder Rundstahl (Anwendung: Kühldecken, Solarkollektorbau, Kühlschränke, Heizelemente)

Tal

Ein Tal ist ein geomorphologisches Phänomen. Fließende Wässer schaffen in Verbindung mit bestimmten tektonischen Prozessen (wie Aufwölbung der Erdoberfläche bzw. Gebirgsbildung) bestimmte Talprofile. Faktoren sind z.B. Stärke der Erosion bzw. Reliefenergie, Gesteinsart und Lagerungsverhältnisse der Gesteine. Täler können aber auch durch andere Gegebenheiten entstehen. Man unterscheidet z.B. zwischen Klamm, Canon, Kerbtal (V-Tal), Muldental und dem Kasten- oder Sohlental. In Hochgebirgen mit früherer größerer Gletscherausdehnung unterscheidet man das U-Tal und das V-Tal. Das U-Tal, auch Trogtal genannt, wurde durch einen Gletscher geschliffen, das V-Tal (Kerbtal) entstand durch einen Bach, der sich immer tiefer in das Gebirge eingrub. Das Wort geht zurück auf die indogermanische Wurzel "dhel-" = Biegung, Höhlung, Wölbung und ist mit dem Wort Delle verwandt. Der tieftste Punkt beziehungsweise die tiefste Linie eines Tales wird als Talsohle bezeichnet. In Flusstälern wird sie durch den Fluss gebildet.
Der Begriff Talsohle wird oft auch als Synonym für Tiefpunkte (z.B. der wirtschaflichen Lage) benutzt. Beispiele: „Wir haben die Talsohle erreicht“ oder „Wir durchschreiten die Talsohle“. Kategorie:Geomorphologie !Tal

Kamp (Fluss)

Der Kamp ist ein Fluss in Niederösterreich mit einer Länge von 153 Kilometern. Er entspringt im Weinsberger Wald (Waldviertel) und durchfließt mäanderartig ein enges Tal, das wegen seiner landschaftlichen Schönheit ein beliebtes Ausflugsziel ist. Er mündete einst in der Nähe von Krems. Ein Mündungsarm, der Mühlkamp fließt durch Grafenwörth. Im Zuge des Baues des Donaukraftwerkes Altenwörth wurde die Mündung des Kampes nach Altenwörth, Gemeinde Kirchberg am Wagram, verlegt. Im Oberlauf wurden in den Jahren 1949 bis 1957 durch die heutige EVN drei Stauseen, den Ottensteiner Stausee, den Dobrastausee und den Thurnberger Stausee errichtet. Während der NS-Zeit wurde von der deutschen Wehrmacht der Truppenübungsplatz Döllersheim errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Truppenübungsplatz wesentlich verkleinert. Das Gebiet war aber durch die Zwangsumsiedlungen leer. Dadurch war es verhältnismäßig einfach diese Stauseen zu errichten. Nur ein kleines Gebiet am Rand wurde zum heutigen Truppenübungsplatz Allentsteig verwendet. In die Schlagzeilen ist der Stausee während der Jahrhunderthochwasser im Jahr 2002 gekommen, wo man der EVN vorwarf, die Schleusen zu spät geöffnet zu haben und damit ein Mitverschulden an der Hochwasserkatastrophe zu haben. Im Nachhinein konnte aber kein schuldhaftes Verhalten nachgewiesen werden. Im Zuge dieses Hochwassers hat der Fluss zahlreiche Orte überschwemmt und sich zum Teil ein neues Bett gesucht. Als Schutz gegen neuerliche Hochwasser soll er wieder mehr Freiraum bekommen. Um die genauen Unterlagen für etwaige Rückhaltebecken und Auen zu bekommen, läuft auf der Universität für Bodenkultur Wien ein einzigartieges Forschungsprojekt, in dem Teile des Flusses maßstäblich nachgebaut werden. Vor allem der Ottensteiner Stausee mit der Burg Ottenstein, aber auch das Kamptal selbst, zählt zu den beliebten Erholungsgebieten. Im Unterlauf des Kampes liegt das Weinbaugebiet Kamptal. Es umfasst alle Gemeinden des Gerichtsbezirkes Langenlois. Neben der Weinstadt Langenlois zählen dazu bekannte Weinbauorte wie Schönberg, Gobelsburg oder Kammern. Hauptsorten des Gebietes sind der Grüne Veltliner und der Riesling. Letzterer findet seinen optimalen Anbau in den berühmten Lagen Heiligenstein und Seeberg.

Weblinks

[http://www.ktv-gars.at/kajak/kamp.htm#II Ein Kajak - Flussführer über den Kamp] Kategorie:Fluss in Österreich Kategorie:Fluss in Niederösterreich Kategorie:Nebenfluss der Donau

Plöckenstein

Der Plöckenstein (tschechisch Plechý) ist ein 1.378 m hoher Berg im Böhmerwald.

Lage

Der Berg ist nicht nur die höchste Erhebung des österreichisch-tschechischen Böhmerwalds, sondern auch die höchste des Mühlviertels in Oberösterreich. Er liegt nur etwas westlich des großen Lippener Stausees (Tschechien) genau auf der Grenze dieser Staaten und ist bekannt durch die Erzählungen von Adalbert Stifter, an den dort auch ein Denkmal erinnert.

Dreiländereck

Der Plöckenstein liegt nur etwa 1,3 km östlich des Dreiländerecks Deutschland-Österreich-Tschechien. Dieses befindet sich dort leicht östlich des 1.363 m hohen Bayrischen Plöckensteins an der sogenannten Dreiecksmark auf einem 1.320 m hoch gelegenen Sattel, welcher die beiden "Plöckensteine" miteinander verbindet. Von 1965 bis 1989 war nicht nur das Grenzgebiet an diesem Dreiländereck für die osteuropäischen Bürger unerreichbar, so dass nur die "Westbürger" an den Stacheldraht herantreten konnten, um einen Blick hinüber zu werfen. Doch seitdem die Grenzen nach osteuropäischen fielen, kann man diese Gegend wieder besuchen, so dass zahlreiche Menschen aus Ost und West dort hinkommen.

Ausflusgziele in naher oder unmittelbarer Umgebung


- Dreisesselberg
  - Von den zu kissenartigen Formen verwitterten Granitfelsen dieses Berges reicht der Blick an klaren Tagen nicht nur bis zu den Alpen.
- Lippener Stausee (auch Moldaustausee genannt)
  - Dieser Stausee ist etwa 45 km lang und liegt 720 m ü. NN
- Plöckensteinsee (1.090 m)
  - Dieser nur etwa 0,075 km² große Bergsee befindet sich unterhalb des Plöckensteins.
- Schwarzenbergscher Schwemmkanal
- Stifterdenkmal (1.311 m)
  - Auf einem Felswandvorsprung über dem Plöckensteinsee wurde von 1876 bis 1877 ein 14,5 m hoher Obelisk zum Andenken an Adalbert Stifter ("Dichter des Böhmerwaldes") erbaut. Kategorie:Bayerischer Wald Kategorie:Berg in Tschechien Kategorie:Berg in Bayern Kategorie:Berg in Oberösterreich

Waldviertel

] Das Waldviertel ist der nordwestliche Teil des österreichischen Bundeslandes Niederösterreich. Im Süden wird es von der Donau, im Südwesten von Oberösterreich, im Nordwesten und Norden von Tschechien und im Osten vom Manhartsberg (537 m) begrenzt. Letzterem verdankt es auch den Namen Viertel ober dem Manhartsberg (siehe auch: Weinviertel).

Geografie

Das Waldviertel umfasst eine Fläche von etwa 4.600 km² und wird von etwa 231.000 Personen bevölkert (Stand: Volkszählung 1991). Die wichtigsten Städte sind die Bezirkshauptorte Gmünd, Waidhofen an der Thaya, Horn, die Braustadt Zwettl und Krems. Es umfasst die Bezirke Zwettl, Gmünd, Waidhofen an der Thaya, Horn, Krems-Land, die Statutarstadt Krems an der Donau und den Nordwestteil des Bezirks Melk. Die Orte an der südlichen Grenze, wie Krems an der Donau oder Spitz, sehen sich eher als Bestandteil des Donauraumes. Im Zentrum des Waldviertel befindet sich der nach dem Anschluss 1938 angelegte Truppenübungsplatz Allentsteig.

Geologie

Das Waldviertel ist eine Urgesteins-Hügellandschaft mit Höhen bis ca. 1.000 m. Wichtigster Fluss des nordöstlichen Teils dieser nördlich der Donau gelegenen Landschaft ist der Kamp. Nördlich von Krems tritt er in das Donautal, dessen nördliche Hangkante durch alte schotterführende Terrassen, dem sogenannten Wagram gebildet wird. Das Kamptal ist etwa 100 m tief in die Hochfläche des Waldviertels eingeschnitten. Das Waldviertel ist ein tertiäres Hügelland, in dem aber an einigen Stellen das zur böhmischen Masse gehörende Grundgebirge zutage tritt. Granitblöcke finden sich an vielen Stellen, wie in der Blockheide Gmünd, einige davon als so genannte Wackelsteine. Weite Teile weisen eine Lößbedeckung auf.

Wirtschaft

Das Waldviertel ist seit jeher ein strukturschwaches Landwirtschaftsgebiet. Neben der Landwirtschaft entstand hier sehr zeitig eine Textilindustrie, die sich aus den zahlreichen Kleinwebereien entstand. Auf vielen Bauernhöfen stand vorher ein Webstuhl, auf dem die Schafwolle des eigenen Hofes verarbeitet wurde. Speziell Bandwebereien und Flechtereien entstanden hier, die dem Waldviertel auch den Beinamen Bandlkramerland gaben. Auch nach dem zweiten Weltkrieg war das Waldviertel durch den Eisernen Vorhang stark benachteiligt. Erst durch die Öffnung kann das Waldviertel durch das neue Hinterland wirtschaftlich aufholen. Im Raum Karlstein an der Thaya hatte sich eine Uhrenindustrie gebildet, man nennt diese Region auch "Horologenland". Österreichs einzige Uhrmacherfachschule ist hier situiert. Durch den Holzreichtum entstanden aber auch zahlreiche Glaserzeugungen, wodurch der Waldbestand stark reduziert wurde. Dieser hat sich aber durch den Wechsel zu anderen Energieträgern wieder erholt, durch den Rückgang der Landwirtschaft ist die Waldfläche sogar in der Zunahme begriffen. Im Torismus setzt man auf vornehmlich auf sanften Tourismus und Wellnesstourismus wie im Moorbad Harbach oder im Dunglzentrum in Gars am Kamp. Viele landwirtschaftliche Produkte, wie den Waldviertler Graumohn und daraus hergestellte Artikel werden vermarktet. Die Landwirtschaft setzt sehr stark auf Direktvermarktung (Abhof-Verkauf) in den Wiener Bereich. Auch die Fischzucht in vielen Fischteichen, die massiv zur Zeit der Kaiserin Maria Theresia angelegt wurden, um die immer wieder auftretenden Lebensmittelknappheiten zu schwächen, ist ein Nischenprodukt. Alljährlich zu Weihnachten werden viele Karpfen vor allem für den Wiener Markt abgefischt. Im nördlichen Waldviertel gibt es den Versuch einer eigenen Regionalwährung, der Waldviertler Regional wird in etwa 200 Unternehmen akzeptiert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kulturelle Anziehungspunkte sind neben Krems, dem Kamptal und der Wachau der Wallfahrtsort Maria Taferl, die Stifte Geras und Zwettl sowie zahlreiche Burganlagen wie etwa Rappottenstein.

Weblinks


- [http://www.waldviertel.or.at/ Waldviertel Homepage]
- [http://members.chello.at/loew.robert/Waldviertel.html "Großvaters Erinnerungen"] Ein Buch über und in Waldviertler Mundart von Anna Forster Kategorie:Region in Niederösterreich

Weinsberger Wald

Der Weinsberger Wald (auch Weinsberger Forst) ist das größte geschlossene Waldgebiet Österreichs. Benannt wurde der Weinsberger Wald nach dem Weinsberg, seiner höchsten Erhebung. Er ist der Teil des Granit- und Gneisplateaus, der im Grenzgebiet zwischen Waldviertel (Niederösterreich) und Mühlviertel (Oberösterreich) liegt. In ihm entspringen u.a. die Flüsse Kamp, Krems und Ysper. Die wichtigsten Ortschaften sind Arbesbach und Königswiesen. Kategorie:Region in Niederösterreich Kategorie:Region in Oberösterreich Kategorie:Waldgebiet

Manhartsberg

Der Manhartsberg ist ein niedriger, flacher Bergrücken in Niederösterreich. Er ist die im Süden und Osten liegende Flanke des Granitmassivs der Böhmischen Masse. Der Manhartsberg reicht von der Thaya bis zum Wagram und ist teilweise mit tertiären Schichten (Sanden) überlagert. Der Manhartsberg bildet als Ostrand des Böhmischen Massivs den Grenzstein für das Viertel ober dem Manhartsberg (Waldviertel) und das Viertel unter dem Manhartsberg (Weinviertel). Seine Westseite wurde vom Kamp geformt. Die Höhe des Manhartsberges beträgt 537 Meter über der Adria. Die westlichen Abhänge des Manhartsberges sind Teil des Naturparks Kamptal-Schönberg. Am Nordwesthang Richtung Maissau kann man Amethysten finden. Nahe seines höchsten Punktes befinden sich noch Reste einer Funkmessstellung aus dem Zweiten Weltkrieg. Kategorie:Berg in Niederösterreich

Tertiär (Geologie)

Unter Tertiär versteht man einen früher häufig verwendeten Begriff innerhalb der Historischen Geologie. Es umfasste die Zeit von vor 65 Millionen Jahren (Ende der Kreidezeit) bis vor 1,8 Millionen Jahren (Beginn des Quartärs). Seit dem Jahr 2004 werden die Begriffe Tertiär und Quartär in der international gültigen und von der Internationalen Kommission für Stratigraphie herausgegebenen Geologischen Zeitskala (Geologic Time Scale 2004) nicht mehr verwendet. An die Stelle des Tertiärs und des Quartärs traten das Paläogen (früher: Alttertiär) und das Neogen (früher: Jungtertiär) als Perioden des Känozoikums. Das Neogen wurde bis zur geologischen Gegenwart verlängert und umfasst nun auch die Epochen des Quartärs.

Terminologie und Nomenklatur

Der Begriff Tertiär wurde 1760 von Guovanni Arduino eingeführt. Er gliederte aufgrund seiner Beobachtungen an geologischen Schichten in Oberitalien in eine primäre (Basalte, Granite, Schiefer), sekundäre (fossile Kalkablagerungen) und tertiäre (jüngere Sedimentablagerungen) Epoche. Obwohl Arduino diese Dreiteilung ursprünglich nur zur Kennzeichnung unterschiedlicher Gesteinsformationen nutzte, wurde das System bald auch als zeitliches Raster verwendet. 1828 übernahm Charles Lyell den Begriff Tertiär in sein eigenes, deutlich präziseres System. Er unterteilte das Tertiär anhand der prozentualen Anteile von fossilen Muschelschalenfunden in den jeweiligen Schichten in Eozän, Miozän, älteres und jüngeres Pliozän. Da diese Methode jedoch nur für die untersuchte Region der Alpen und der norditalienischen Ebene geeignet war, wurden in der Folgezeit bis heute zahlreiche weitere stratigraphische Kategorien eingeführt (siehe unten). Unter anderem führten Abgrenzungsprobleme dazu, dass eine zunehmende Zahl von Wissenschaftlern die bisher verwendeten Begriffe Tertiär und Quartär für überholt hielten. Die Internationale Stratigraphische Kommission (ICS) befürwortete im Jahre 2004 die Abschaffung der beiden Begriffe und lehnte vor allem die Verwendung des Begriffes "Tertiär" ab. Unabhängig davon ist die Bezeichnung Tertiär für die geologische Periode nach der Kreidezeit noch weithin üblich.

Frühere Einteilung des Tertiär


- Paläogen mit
  - Paläozän, 65-58 Mio. Jahre
  - Eozän, 58-36 Mio. Jahre
  - Oligozän, 36-24 Mio. Jahre
- Neogen mit
  - Miozän, 24-5 Mio. Jahre
  - Pliozän, 5-1,8 Mio. Jahre Danach: Beginn des Quartärs mit Pleistozän und Holozän

Literatur


- Ernst Probst: Deutschland in der Urzeit", C. Bertelsmann, München 1986

Weblinks


- http://www.erdgeschichte.de.vu Perioden der Erdgeschichte ---- Kategorie:Erdzeitalter ja:第三紀


Löss

Löß (auch Löss) ist ein Gestein, das durch die Zerstörung anderer Gesteine (klastisches Gestein) entstanden ist und anschließend abgelagert wurde.

Beschreibung

Löß ist ein terrestrisches äolisches Schluffsediment, das zum größten Teil (50 bis 80 %) aus Quarzkörnern besteht. Bedingt durch den Windtransport besteht Löß aus gleichkörnigem, äußerst feinem Quarzstaub mit 8 bis 20 % Kalkigen-Bruchstücken. Verfestigt wird er durch ein toniges Bindemittel, das durch Eisenhydroxide gelblich eingefärbt ist. Zudem ist Löß mit wechselnden Mengen Feinsand durchmischt, sein Anteil am Gemenge kann bis zu 20 % ausmachen. Löß ist primär ein äolisches Sediment, seine Bestandteile wurden durch Wind ausgeblasen und transportiert, daher rühren seine charakteristisch gute Sortierung und die vorherrschend eckige Form der Körner. Auffallend ist die hohe Standfestigkeit von Lößwänden an Berghängen und in Hohlwegen. Das durch den Wind angeblasene Sediment ist gewöhnlich ungeschichtet, unverfestigt und sehr porös, kann jedoch bei späterer Umlagerung durch Wasser eine Schichtung erhalten (Schwemmlöß). Bei Überanspruchung durch landwirtschaftliche Nutzung oder sonstiger Verdichtung kann es zu einer schnell fortschreitenden Verwitterung der Lößböden kommen. Der damit einhergehende Verlust an Bindungskraft kann insbesondere bei starken Niederschlägen zum Auftreten von Bodenrutschen, Grabenbildung und ähnlichen Phänomenen führen. Außerdem entstanden so die berühmten Lößhohlwege im Süden Deutschlands.

Verbreitung

Lößhohlweg In Westeuropa tritt Löß sehr verbreitet auf mit Mächtigkeiten von bis zu 40 m.
- Lößgebiete werden in Süddeutschland auch als Gäulandschaften, in Norddeutschland als Börden bezeichnet. Volkstümliche Bezeichnungen für Löß in Südwestdeutschland (Ortenau, Kaiserstuhl) sind u. A. auch Leimen oder Mergel. Geologisch gesehen ist Mergel jedoch etwas anderes.
- Bekannte Lößgebiete sind
  - die Hildesheimer Börde in Niedersachsen
  - der Kaiserstuhl (Baden)
  - der Kraichgau im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland
  - das Gäu in Baden-Württemberg, bestehend aus Korn-, Schlehen-, Hecken- und Strohgäu
  - das Mainzer Becken bzw. Rheinhessen in Rheinland-Pfalz Südwestdeutschland
  - der Gäuboden (oder Dungau) in Niederbayern
  - die Wetterau in Hessen
  - die Magdeburger Börde in Sachsen-Anhalt
  - die Soester Börde in Nordrhein-Westfalen
  - die Jülicher Börde und die Zülpicher Börde der Niederrheinischen Bucht in Nordrhein-Westfalen
  - das Ravensberger Hügelland in Nordrhein-Westfalen
  - die Leipziger Tieflandsbucht
  - die Oberlausitz
  - und die Lommatzscher Pflege in Sachsen, in Polen setzt sich diese aus Deutschland hinüber reichende Zone in Schlesien und Kleinpolen fort. Hier schließen sich die Schwarzerdegebiete der Ukraine an.
- In Österreich ist die größte Verbreitung des Sediments im Weinviertel im nordöstlichen Niederösterreich zu finden. In Oberösterreich wurde im letzten Glazial entlang von Donau und Inn ebenfalls Löss abgelagert. Der in der südöstlichen Steiermark abgelagerte Staublehm wird zu den lössähnlichen Sedimenten gezählt.
- Die mächtigsten Lößdecken findet man in Ostasien, insbesondere in China. Entlang des Huang He (= Gelber Fluss) steht Löß in Decken von bis zu 400m an.

Heutige Bedeutung

Lößgebiete sind meist sehr fruchtbar und gehören meist auch zum Altsiedelland. Die Fruchtbarkeit entsteht aufgrund der kleinen Korngröße und dem damit verbundenen leicht zugänglichen Mineralreichtum. Die gute Durchlüftung, die guten Eigenschaften als Wasserspeicher und der Porenreichtum des Lößes erleichtern die Bodenbildung. Auf Löß entstehen tiefgründige, leicht bearbeitbare und enorm leistungsfähige Braunerden, Parabraunerden und Schwarzerden. Diese Böden und die entsprechenden Verbreitungsgebiete sind agrarwirtschaftlich besonders wichtig.

Medizinische Anwendung

In der Natur-Medizin wird Löß als Heilerde zur inneren und äußeren Anwendung verwendet. Gründe dafür sind die seiner geringen Korngröße zu verdankende hohe Oberfläche und sein hoher Gehalt an Mineralien.

Siehe auch


- Klei
- Mergel; Geschiebemergel
- Bodenwertzahl
- Eiszeit; Glazial

Weblinks


- [http://www.geomanie.de/fileadmin/content/downloads/referate/physische/Loess.pdf PDF Lößentstehung, Verbreitung, auch Karten, Erforscher Ferdinand Freiherr von Richthofen]
- [http://www.karl-heinz-hentschel.net/loess.html Lößkindel] Kategorie:Bodenkunde Kategorie:Geologie Kategorie:Historische Geologie

Tertiär (Geologie)

Unter Tertiär versteht man einen früher häufig verwendeten Begriff innerhalb der Historischen Geologie. Es umfasste die Zeit von vor 65 Millionen Jahren (Ende der Kreidezeit) bis vor 1,8 Millionen Jahren (Beginn des Quartärs). Seit dem Jahr 2004 werden die Begriffe Tertiär und Quartär in der international gültigen und von der Internationalen Kommission für Stratigraphie herausgegebenen Geologischen Zeitskala (Geologic Time Scale 2004) nicht mehr verwendet. An die Stelle des Tertiärs und des Quartärs traten das Paläogen (früher: Alttertiär) und das Neogen (früher: Jungtertiär) als Perioden des Känozoikums. Das Neogen wurde bis zur geologischen Gegenwart verlängert und umfasst nun auch die Epochen des Quartärs.

Terminologie und Nomenklatur

Der Begriff Tertiär wurde 1760 von Guovanni Arduino eingeführt. Er gliederte aufgrund seiner Beobachtungen an geologischen Schichten in Oberitalien in eine primäre (Basalte, Granite, Schiefer), sekundäre (fossile Kalkablagerungen) und tertiäre (jüngere Sedimentablagerungen) Epoche. Obwohl Arduino diese Dreiteilung ursprünglich nur zur Kennzeichnung unterschiedlicher Gesteinsformationen nutzte, wurde das System bald auch als zeitliches Raster verwendet. 1828 übernahm Charles Lyell den Begriff Tertiär in sein eigenes, deutlich präziseres System. Er unterteilte das Tertiär anhand der prozentualen Anteile von fossilen Muschelschalenfunden in den jeweiligen Schichten in Eozän, Miozän, älteres und jüngeres Pliozän. Da diese Methode jedoch nur für die untersuchte Region der Alpen und der norditalienischen Ebene geeignet war, wurden in der Folgezeit bis heute zahlreiche weitere stratigraphische Kategorien eingeführt (siehe unten). Unter anderem führten Abgrenzungsprobleme dazu, dass eine zunehmende Zahl von Wissenschaftlern die bisher verwendeten Begriffe Tertiär und Quartär für überholt hielten. Die Internationale Stratigraphische Kommission (ICS) befürwortete im Jahre 2004 die Abschaffung der beiden Begriffe und lehnte vor allem die Verwendung des Begriffes "Tertiär" ab. Unabhängig davon ist die Bezeichnung Tertiär für die geologische Periode nach der Kreidezeit noch weithin üblich.

Frühere Einteilung des Tertiär


- Paläogen mit
  - Paläozän, 65-58 Mio. Jahre
  - Eozän, 58-36 Mio. Jahre
  - Oligozän, 36-24 Mio. Jahre
- Neogen mit
  - Miozän, 24-5 Mio. Jahre
  - Pliozän, 5-1,8 Mio. Jahre Danach: Beginn des Quartärs mit Pleistozän und Holozän

Literatur


- Ernst Probst: Deutschland in der Urzeit", C. Bertelsmann, München 1986

Weblinks


- http://www.erdgeschichte.de.vu Perioden der Erdgeschichte ---- Kategorie:Erdzeitalter ja:第三紀


Sauwald

Der Sauwald ist der größte südlich der Donau liegende Teil der Böhmischen Masse in Oberösterreich. Manche meinen, der Name leite sich von den (ehemals ansässigen) Wildschweinen ab, doch vermutlich rührt der Name vom Begriff "Passauer Wald". Das ganze Gebiet war immer in enger Verbindung mit der dem Bistum bzw. der Stadt Passau. Die höchsten Kuppen ragen über 800 m Seehöhe, der Haugstein erreicht eine Höhe von 895 m über dem Meeresspiegel. Das Landschaftsprofil fällt nach Norden hin steil zur Donau ab, in alle anderen Richtungen laufen die Hügel etwas sanfter ins Umland aus. Trotzdem läßt sich immer eine klare Abgrenzung des Massivs in der Natur ausmachen. Politisch gesehen berührt der Sauwald Teile dreier Bezirke: den Norden des Bezirks Schärding und die (nord)westlichen Teile der Bezirke Grieskirchen und Eferding. Die wichtigsten Orte sind neben Schärding, das den westlichen Rand des Hochlandes berührt, Schardenberg, Esternberg, Münzkirchen, Sankt Roman, Kopfing, Vichtenstein, Sankt Aegidi, Natternbach und Waldkirchen. Wirtschaftlich dominieren die Landwirtschaft, Forstwirtschaft sowie etwas Tourismus. Diverse Betriebsansiedlungen und die Nähe zu den (kleineren) umliegenden wirtschaftlichen Zentren setzten zusätzliche Impulse. Kategorie:Region in Oberösterreich [http://www.sauwald.at Regionalverband Sauwald]

Kürnberger

Ferdinand Kürnberger,

Kategorie:Österreich

Siehe auch: Portal:Österreich Oesterreich als:Kategorie:Öschtreich ja:Category:オーストリア ko:분류:오스트리아

Kategorie:Gebirge

Gebirge Gebirge ja:Category:山地 ko:분류:산맥

Alan Cadman

Alan Glyndwr Cadman (born 26 July 1937), Australian politician, has been a Liberal member of the Australian House of Representatives since May 1974 representing the Division of Mitchell, New South Wales. He was born in Sydney, New South Wales, and was educated at the University of New South Wales. He was an orchardist and company director before entering politics. He is the second longest serving current member of the House of Representatives, elected at the same election as Prime Minister John Howard. Philip Ruddock is the only current member who has served for a longer period of time. Cadman was Parliamentary Secretary to the Prime Minister (Malcolm Fraser) 1981-83 and Parliamentary Secretary to the Minister for Workplace Relations and Small Business 1997-98. In early 2004, Cadman narrowly survived a preselection challenge in his seat of Mitchell by Ian Woodward, ultimately holding on by 58 votes to 55. Cadman, Alan Cadman, Alan

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