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Grateful Dead
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Grateful Dead ist eine 1965 gegründete Rock-Band um frontman Jerry Garcia, die spätestens durch das Woodstock Festival eine wichtige Rolle in der US-amerikanischen Musikszene und Gegenkultur einnahm.
Bandgeschichte
Ab 1965 erwarben sich die Grateful Dead den Ruf einer magischen Live-Band. Während dieser Zeit spielte Jerry Garcia auch bei anderen Bands im Studio mit, darunter Jefferson Airplane, New Riders Of The Purple Sage und Crosby, Stills, Nash & Young, bei denen er das Pedal-steelgitarrenintro ihres Hits Teach Your Children spielte.
Unzufrieden war Jerry Garcia mit dem mehrstündigen Auftritt beim Woodstock Festival, der mit St. Stephen begann und bald von der Band wegen angeblicher Monitorprobleme auf der Bühne unterbrochen wurde. Durch den Regen während des Auftritts erlitt der Rhythmusgitarrist Bob Weir einen Stromschlag von seinem Mikrofon, was später sogar in [http://www.wdirewolff.com/deadlob10.htm einen Comicstrip] verarbeitet wurde. Rückblickend betrachtet waren auch viele Fans der Meinung, dass die Band zuvor bereits bessere Auftritte gehabt hatte. Da der Auftritt [http://news.acousticsounds.com/story_detail.cfm?story_id=39 gewollt] weder im Film noch auf dem Album zu hören war, wussten viele Menschen lange Zeit überhaupt nichts davon, dass The Dead überhaupt in Woodstock gespielt hatten, zumal Jerry Garcia im Konzertfilm als Besucher zu sehen war.
1970 besannen sich die Dead mit ihren Alben Workingman's Dead und American Beauty wieder mehr auf ihre Folk- und Bluegrasswurzeln. Im Januar wurde Jerry Garcia zusammen mit den anderen Mitgliedern der Band in New Orleans festgenommen, aber nach wenigen Tagen wieder freigelassen. In diesem Jahr gab die Band so viele Konzerte wie in keinem anderen Jahr in ihrer Karriere.
In den folgenden Jahren spielte die Band jedes Jahr etwa 100 Konzerte und veröffentlichte regelmäßig Studioalben. 1973 spielten sie mit The Band und der Allman Brothers Band in Watkins Glen beim Summerjam, das von 600.000 Zuschauern besucht wurde. Erschöpft von den Tourstrapazen nahm sich die Band dann von Oktober 1974 bis Anfang 1976 eine Pause, in der sie nur 4 Konzerte spielte. Während dieser Zeit arbeiteten Jerry Garcia und andere Bandmitglieder an Soloprojekten. 1978 hatten die Grateful Dead einen legendären Auftritt bei den Pyramiden von Gizeh, der musikalisch aber eher enttäuschend ausfiel.
In den 80ern wurden die Grateful Dead immer populärer und spielten in immer größeren Stadien und Hallen, obwohl sie zwischen 1980 und 1987 kein einziges Studioalbum veröffentlichten. 1985 erwischte man Jerry im Golden Gate Park mit Drogen. Seine Strafe war unter anderem die Aufführung eines Benefizkonzertes. 1986 fiel er ins Koma, erholte sich und führte zeitweise ein etwas gesünderes Leben. 1987 nahmen die Grateful Dead ihr Album In The Dark auf. Es wurde ihr kommerziell erfolgreichstes Album und zum erstenmal in der 22-jährigen Bandgeschichte hatten sie mit Touch of Grey eine Top-Ten-Single. Zu dieser Zeit spielt die Band längst in den größten Stadien der USA. Die meisten Songs des Albums spielt die Band schon seit fünf Jahren bei Live-Konzerten.
Zwischen 1990 und 1992 zählte auch der Pianist Bruce Hornsby zur festen Formation. Er ersetzte den langjährigen Pianisten Brent Mydland, der im Juli 1990 durch ein Drogencocktail starb. Sowohl davor als auch danach spielte er noch als special guest bei diversen Shows mit, lehnte aber eine Übernahme in die Band ab, um seine Solokarriere zu verfolgen.
1994 wurde Jerry Garcia als Mitglied der Grateful Dead in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Nach mehr als 3000 Konzerten spielten Grateful Dead am 9. Juli 1995 an der historischen Stätte Soldier Field in Chicago ihr letztes Konzert. Es war zugleich Jerry Garcias letzter Auftritt. Er starb am 9. August an einem Herzinfarkt.
Nachdem die Herbsttour bereits abgesagt worden war gab die Band am 8. Dezember ihre offizielle Trennung bekannt.
Seit einigen Jahren touren die überlebenden Bandmitglieder (in leicht abgewandelter Besetzung) als "The Dead" wieder. Daneben haben die meisten überlebenden Bandmitglieder eigene Projekte, von denen wiederum "Phil and Friends" und Bob Weirs "Ratdog" an musikalischer Potenz den Grateful Dead nahekommen.
Stil
Musikalisch eklektizistisch mischten die Grateful Dead Einflüsse von Bluegrass, Jazz (insbesondere John Coltrane) und psychedelischem Acid Rock. Sie waren neben der The Allman Brothers Band wohl die bekannteste Rockgruppe mit zwei Schlagzeugern.
Legendär geworden sind sie durch ihre oft schier endlosen Improvisationsteile, die in und zwischen ihren Stücken bei Live-Auftritten waberten und als Auskopplungen mittlerweile eigenständige Sampler füllen, sowie das ausgiebige Touren und die Duldung teilweise qualitativ hochwertiger Mitschnitte aller Konzerte durch die Fans (solange diese kein kommerzielles Interesse hatten).
Ein bescheidener Durchbruch erfolgte 1970 mit dem gesangs- und countrybeeinflussten Studioalbum "American Beauty". Den größten kommerziellen Erfolg brachte jedoch "In The Dark" (1987) und die Singleauskoppelung "Touch Of Grey".
Wall Of Sound
Die Wall of Sound war eine enorme Lautsprecherkonstruktion, die der Förderer und Soundtechniker der Band Owsley Stanley III, genannt Bear, zusammenstellte. Die Band erweiterte die Wall in den 70ern immer mehr, indem sie einen bedeutenden Anteil ihrer Einnahmen in ihr Soundsystem reinvestierte. Sie wollten ihren Zuschauern den bestmöglichen Livesound bieten. Dazu fügten sie jedes Jahr immer weitere Lautsprecher hinzu bis die Wand über 10 Meter hoch war und mehrere 100 Tonnen wog.
Da die Lautsprecher direkt hinter der Band aufgebaut waren, musste die Band ein spezielles Mikrofonsystem benutzen um Rückkopplungen zu vermeiden. Dazu benutzten sie zwei Mikrofone übereinander. Die Sänger sangen ins obere Mikrofone während das untere den Sound der Wall aufnahm. Der Sound des unteren Mikrofons wurde mit dem Ausgangssignal des oberen überlagert. Aufgrund der damals möglichen Technik litt darunter die Soundqualität des Gesanges. Die Wall of Sound wurde in den 80ern dann ersetzt durch ein neues Soundsystem das nach dem Prinzip der gängigen Anlagen aufgebaut war.
Fangemeinde: Deadheads
Bemerkenswert ist die Fangemeinde der Grateful Dead, die sogenannten deadheads. Sie bestand aus in Batikhemden gekleideten und halluzinogenen Drogen zugewandten Hippies, die ihren Idolen auf Tour zum Teil quer durch die USA folgten.
Die deadheads in ihrer extremsten Ausprägung begründeten ein kulturelles Phänomen, indem sie ihr komplettes Leben nach dem Tourzyklus der Band ausrichteten und ihr dabei quer durch die USA folgten. Ihren Lebensunterhalt bestritten dabei nicht wenige durch den Verkauf von selbstangefertigtem Kunsthandwerk, Fanartikeln und "sanften" Drogen. Auch in Deutschland gab es einige Anhänger dieser Bewegung, die ihr Hippie-Sein meist im stillen Kämmerlein pflegten, dabei längst bürgerlichen Idealen folgten, sich aber mit Hilfe ihrer angehimmelten Gruppe der Spießer-Welt entgegenstellten, der sie selbst angehörten, und die einmal im Jahr in die USA flogen um dort in einer gemieteten Limousine mit Klimaanlage ihren verratenen Idealen nachzufahren. Einst zur counter culture der 60er Jahre gehörend, überlebte das Phänomen "deadhead" bis mindestens Mitte der 1990er Jahre, fand aber zunächst ein Ende, als Jerry Garcia 1995 im Alter von 53 Jahren an einem Herzinfarkt starb und die Gruppe sich auflöste. Die Fans wandten sich teils anderen Jambands wie Phish, String Cheese Incident oder Widespread Panic zu, können nun aber durch das Touren von "The Dead" als deadheads weiter existieren. Auch in Europa finden weiterhin Treffen der Deadheads statt, meist unter Beteiligung von Coverbands.
Bootlegs
Im Gegensatz zu den vielen Musikern, die Bootlegs mit allen juristischen Mitteln verfolgen, hat Grateful Dead einen anderen Weg beschritten. Bei ihren Konzerten wurden spezielle Bereiche abgetrennt ("taping areas"), damit die Fans dort ihre portablen Anlagen zum Mitschneiden der Konzerte aufbauen konnten. Diese Aufnahmen wurden, bzw. werden zwischen den Fans getauscht, etliche sind auch auf Platten oder CDs veröffentlicht. Trotz dieser Vorgehensweise gehörte die Musikgruppe über etliche Jahre zu den bestverdienenden in den USA. Eine Vielzahl anderer Bands ist ebenfalls "taper-friendly" und erlaubt die Weitergabe ihrer Konzertmitschnitte, solange daran kein Geld verdient wird.
Verbindungen zum Internet
Keines der Bandmitglieder hatte eine besondere Affinität zur Computer- und Netzwerktechnik. Trotzdem ist die Band in mehrfacher Hinsicht Bestandteil der Entwicklung des Internet. Das liegt vor allem an den Deadheads, die oftmals aus Ingenieursstudiengängen kamen. Auch die Nähe zu den Entwicklungsstätten des Silicon Valley trug zur Nutzung neuer Techniken bei. Im einflussreichen früheren Mailboxsystem The Well gab es schon bald ein eigenes Diskussionsforum, die Grateful Dead Conference. Eine der ersten Newsgroups des Usenet war [news:rec.music.gdead rec.music.gdead].
Mit dem Aufkommen des mp3-Formats und der ersten Tauschbörsen war schlagartig die Digitalisierung und weltweite Verbreitung ungeheurer Mengen an Musik möglich. Die Grateful Dead reagierten darauf als erste mit einer "[http://www.dead.net/hotline_info/NEW_DOCUMENTS/mp3.html policy]", die sozusagen ihre "taper-friendly" Haltung ins Internet erweiterte und zum Vorbild für andere Bands wurde. In der Folge entstanden mehrere Websites, die sich um die Verbreitung der Musik kümmerten. Die Tauschbörsensoftware Furthur ist auf die Weitergabe frei tauschbarer Live-Konzerte (auch anderer Bands) spezialisiert.
Über Jahre hinweg gab es Überlegungen der Band, die eigenen Konzertmitschnitte ("Vault") über das Internet zu verkaufen. Die Streitereien erledigten sich mit dem Ende der Dot-Com-Blase. Im Jahr 2004 hat die Band als angemessenen Veröffentlichungsort Apple's iTunes Music Service und eine [http://stores.musictoday.com/store/dept.asp?band_id=171&dept_id=6764 eigene Seite] gewählt.
Diskografie
Im Folgenden werden nur die regulär veröffentlichten Studio- und Live-Alben berücksichtigt. Seit 1991 sind in der Dick's Picks und der View From The Vault Serie über 40 Alben mit Mittschnitten der zahllosen Live-Konzerte auf CD und zum Teil auch auf DVD veröffentlicht worden.
Weblinks
- [http://www.dead.net Offizielle Webpräsenz] (englisch)
- [http://www.rukind.com/ Kostenlose Gitarrennoten von Grateful-Dead-Songs]
- [http://www.archive.org/audio/etreelisting-browse.php?collection=etree&cat=Grateful%20Dead Archiv mit Konzertmitschnitten von 1965-1995]
- [http://www.deaddisc.com/ Ausführliche Grateful-Dead-Diskografie] (englisch)
- [http://www.germanheads.de/ www.germanheads.de (Deutsche Deadhead-Seite)]
- [http://www.deadicated.de/ www.deadicated.de (Deutsche Deadhead-Seite)]
Kategorie:Rockband
Kategorie:US-amerikanische Band
Kategorie:1960er Band
Kategorie:1970er Band
Kategorie:1980er Band
Kategorie:1990er Band
Kategorie:2000er Band
Kategorie:Wikipedia:QualitätssicherungHier werden die Qualitätssicherungskandidaten aufgelistet.
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Qualitätssicherungskandidaten
Qualitätssicherungskandidaten
1965
Jahreswidmungen
- 1965 ist „Internationales Jahr der Kooperation“
Politik und Weltgeschehen
- 1. Januar: Hans-Peter Tschudi wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die Zollsenkung um 10 % innerhalb der EWG tritt in Kraft
- 1. Januar: Wehrdienstleistende erhalten ab sofort 2,70 DM anstelle von 2,30 DM Sold pro Tag
- 1. Januar: Die beschlossene Lohnsteuersenkung tritt in Deutschland in Kraft
- 2. Januar: In Pakistan gewinnt Ayub Khan die Präsidentschaftswahlen
- 2. Januar: Erste offene Schlacht zwischen Südvietnam und Vietcong
- 2. Januar: In Syrien werden über 100 Industrieunternehmen verstaatlicht
- 6. Januar: Hindi wird offizielle Staatssprache Indiens.
- 30. Januar: Investitionsschutzabkommen zwischen Taiwan und Deutschland
- 10. Februar: Malta wird Mitglied in der UNESCO
- 18. Februar: Gambia wird unabhängig
- 21. Februar: Malcolm X wird in New York City von Black-Muslims ermordet
- 26. Februar: Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Niedersachsen
- 6. März: Commander J. R. Willford flog mit seinem Hubschrauber Sikorsky SH-3 A 3.388 km: Weltrekord
- 11. März: Portugal wird Mitglied in der UNESCO
- 18. März: Der Kosmonaut Alexei Archipowitsch Leonow verlässt als erster Mensch eine Raumkapsel im Weltraum
- 22. März: Nicolae Ceauşescu wird Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Rumäniens.
- 29. März: Mit der Schließung der Grube Georg in Willroth endeten der über 2000 Jahre lang betriebene Erzbergbau im Siegerland.
- 6. April: Der erste kommerzielle Nachrichtensatellit Early Bird wird gestartet.
- 23. April: Der erste Fernsehsatellit der Sowjetunion, Molnija-1, erreicht seine Umlaufbahn.
- 13. Mai: Ägypten bricht die Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland ab.
- 3. Juni: Erste Amerikanische EVA durch Edward H. White an Bord von Gemini 4.
- 19. Juni: Das bisherige Oberhaupt Algeriens, Ahmad Ben Bella wird vom Militär gestürzt. Oberst Houari Boumedienne übernimmt die Macht. Er verstaatlicht die meisten ausländischen Montangesellschaften und startet eine Agrarreform.
- 24. Juni: Die Ergänzung des Grundgesetzes um eine Notstandsverfassung scheitert im Deutschen Bundestag an der nötigen Zweidrittel-Mehrheit.
- 26. Juni: Auf der Strecke München-Augsburg wird erstmals mit einem fahrplanmäßigen Schnellzug mit über Tempo 200 km/h der Eisenbahnbetrieb in Deutschland aufgenommen.
- 15. Juli: Die Entlassung des Ministerpräsidenten Georgios Papandreou durch König Konstantin von Griechenland löst blutige Demonstrationen im Lande aus.
- 19. Juli: Der Mont-Blanc-Tunnel, mit 11,6 km der längste Straßentunnel der Welt, wird eröffnet.
- 26. Juli: Die Malediven werden unabhängig.
- 4. August: Die Cookinseln erhalten die Autonomie, bleiben jedoch mit Neuseeland assoziiert, das die Außen- und Verteidigungspolitik übernimmt.
- 9. August: Singapur wird unabhängig durch Ausscheiden aus der Malayischen Föderation.
- 19. September: Bundestagswahlen in der Bundesrepublik Deutschland: CDU/CSU 47,6 % (245 Mandate), SPD 39,3 % (202), FDP 9,5 % (49); West-Berliner Abgeordnete: 15 SPD, 6 CDU, 1 FDP
- 21. September: Singapur, Malediven und Gambia werden Mitglieder der Vereinten Nationen.
- 22. September: Unter Einschaltung der UNO wird ein Waffenstillstand im Krieg zwischen Indien und Pakistan unterzeichnet.
- 30. September: Umsturzversuch in Indonesien durch Oberstleutnant Untung; General Suharto gelingt es, den Putsch zu unterdrücken. In den folgenden Monaten kommt es zu zahlreichen Ausschreitungen, denen zwischen 100.000 und 500.000 Menschen (hauptsächlich Kommunisten) zum Opfer fallen.
- 3. Oktober: Auf Kuba wird die Einheitspartei PURS (Partei der sozialen Revolution) in Kommunistische Partei Kubas (PCC) umbenannt.
- 13. Oktober: Im Kongo erzwingen Präsident Joseph Kasavubu und Armeechef Mobutu Sese Seko den Rücktritt des Ministerpräsidenten Moise Tschombé.
- 15. Oktober: DDR-Bürgern im Rentenalter wird es von ihrer Regierung gestattet, auch in nichtsozialistische Staaten zu reisen.
- 22. Oktober: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Portugal. In Kraft seit dem 29. Dezember 1966
- 26. Oktober: Vereidigung des neuen Kabinetts unter Bundeskanzler Ludwig Erhard
- 27. Oktober: In Hessen erklärt der Staatsgerichtshof das Schulgebet für generell unzulässig.
- 29. Oktober: In Paris wird der marokkanische Oppositionspolitiker Mehdi Ben Barka unter Mitwirkung der französischen Polizei entführt und soll am 29./30. Oktober ermordet worden sein.
- 2. November: Die Ruhr-Universität in Bochum nimmt ihren Lehrbetrieb auf.
- 9. November: Um 17.45 Uhr ereignet sich ein Stromausfall im Nordosten der USA und in weiten Teilen Kanadas. Etwa 30 Millionen Menschen sind davon betroffen.
- 11. November: Rhodesien erklärt unter Ian Smith einseitig seine Unabhängigkeit von Großbritannien, will aber weiter loyal zur Königin Elisabeth II. stehen.
- 12. November: Der UNO-Sicherheitsrat verurteilt die einseitige Unabhängigkeitserklärung Rhodesiens vom 11.11. als rechtswidrig und fordert Großbritannien zum Eingreifen auf.
- 20. November: Grundsteinlegung für die neue Universität Regensburg
- 25. November: Mobutu Sese Seko übernimmt nach einem Staatstreich (siehe 13.10.) die Macht im Kongo.
- 26. November: Frankreich startet von Hammaguir in Algerien mit einer Rakete vom Typ „Diamant A“ den Satelliten Asterix. Dies ist der erste Satellitenstart ohne Beteiligung der USA oder der ehemaligen UdSSR.
- November: Grenzzwischenfälle zwischen Argentinien und Chile in der patagonischen Kordillere
- November: In Dahomé wird der Präsident M. Apithy gestürzt (siehe 22.12.).
- 16. Dezember: König Taufa’ahau Tupou IV. wird Staatsoberhaupt von Tonga.
- 19. Dezember: In Frankreich wird General Charles de Gaulle in einer Stichwahl mit 55,2 % der Stimmen zum zweiten Mal zum Staatspräsidenten für weitere sieben Jahre gewählt.
- 22. Dezember: In Dahomé übernimmt die Armee unter der Führung von General Ch. Soglo die Macht, das Parlament wird aufgelöst und die Parteien werden verboten.
- Internationale Rot-Kreuz-Konferenz in Wien; Beschluss der bis heute gültigen Grundsätze des Roten Kreuzes (Menschlicheit: Unparteilichkeit: Neutralität: Unabhängigkeit: Freiwilligkeit: Einheit: Universalität)
- Die Antibabypille kommt in der DDR auf den Markt
- Wolf Biermann wird in der DDR erstmals mit Auftrittsverbot bestraft
- Entwicklung des Sailwing, des ersten Gleitschirms. Erste Flüge damit im September 1965
Kultur
- 7. April: Uraufführung der komischen Oper Der junge Lord von Hans Werner Henze in Berlin
- 2. November: Uraufführung der Oper Jacobowsky und der Oberst von Giselher Klebe an der Hamburgischen Staatsoper
- 30. November: Uraufführung der Oper Das Wundertheater von Hans Werner Henze in Frankfurt am Main
- 22. Dezember: Der Film Doktor Schiwago wird in New York uraufgeführt
- Der Wiederaufbau des Bergdorfes Bardou wird begonnen
- Erstaustrahlung der Sendung aspekte
- Artur Fischer erfindet Fischertechnik
Katastrophen
- 6. Februar: Anden, Chile. Eine chilenische DC.6B der Chilean Linea Area Nacionale stürzt in den Anden ab. Alle Passagiere sterben.
- 30. März: Saigon, Südvietnam. Bei einem Bombenanschlag auf die US-Botschaft sterben 22 Menschen.
- 20. Mai: Kairo, Ägypten. Absturz einer pakistanischen Boeing 707 der PIA. Alle 124 Menschen an Bord starben
- 2. Juni: Pakistan.Ein Wirbelsturm fordert im Osten des Landes ca. 30.000 Menschenleben.
- 25. Juni: El Toro, Kalifornien, USA. Absturz einer C-135 der U.S. Air Force
- 8. Juli: British Columbia, Kanada. Kollision einer Douglas DC-6B der Canadian Pacific Airlines, wahrscheinlich ausgelöst durch Sabotage. Alle 52 Menschen an Bord starben
- 8. November: Cincinnati, USA. Eine Boeing 727 der American Airlines stürzte während der Landung ab. 58 Menschen starben, 4 wurden gerettet
- 11. November: In Salt Lake City, Utah, USA, musste eine Boeing 727 notlanden. 91 Menschen überlebten die Notlandung. Trotzdem starben 43 Menschen durch Rauch und Feuer, weil sie nicht schnell genug das Flugzeug verlassen konnten. 48 Menschen wurden gerettet
- 7. Dezember: Bei Santa Cruz auf Teneriffa prallte eine Douglas DC-3 der Spantax nach dem Start aus unbekannten Gründen gegen einen Berg. Alle 32 Insassen starben.
Sport
- 25. Mai Lewiston (Maine), USA. Muhammad Ali verteidigt seinen Titel als Boxweltmeister im Schwergewicht gegen Sonny Liston.
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 3. Januar: Aiman Abdallah, TV-Moderator
- 3. Januar: Jens Albinus, dänischer Schauspieler ("Der Adler")
- 4. Januar: Julia Ormond, britische Schauspielerin
- 4. Januar: Guy Forget, ehemaliger französischer Tennisspieler
- 4. Januar: Cait O'Riordan, englische Sängerin
- 4. Januar: Beth Gibbons, Sängerin der englischen Trip Hop-Gruppe Portishead
- 5. Januar: Patrik Sjöberg, ehemaliger schwedischer Leichtathlet
- 6. Januar: Christine Wachtel, deutsche Leichtathletin
- 7. Januar: Dieter Thomas Kuhn, deutscher Musiker
- 9. Januar: Joely Richardson, englische Schauspielerin
- 9. Januar: Haddaway, Sänger aus Trinidad und Tobago
- 10. Januar: Oliver Johanndrees, Zeichner für Perry Rhodan-Romane
- 12. Januar: Maybrit Illner, deutsche Fernsehmoderatorin
- 12. Januar: Marina Kiehl, deutsche Skirennläuferin
- 14. Januar: Michael Hennrich, deutscher Politiker
- 15. Januar: Markus Ferber, deutscher Politiker
- 15. Januar: Adam Jones, Gitarrist der progressiven Rockband Tool
- 15. Januar: Maurizio Fondriest, italienischer Radrennfahrer
- 18. Januar: Viktor Gernot, österreichischer Kabarettist, Schauspieler, TV-Moderator und Sänger
- 20. Januar: Sophie Helen Rhys-Jones, Ehefrau von Prince Edward, Earl of Wessex
- 20. Januar: John Michael Montgomery, US-amerikanischer Country-Sänger
- 22. Januar: Diane Lane, US-amerikanische Schauspielerin
- 23. Januar: Gerald Jatzek, österreichischer Autor und Musiker
- 26. Januar: Gernot Klemm, Berliner Politiker
- 28. Januar: Nadia Bonfini, italienische Skirennläuferin
- 29. Januar: Julia Stemberger, österreichische Schauspielerin
- 29. Januar: Dominik Hašek, tschechischer NHL-Torhüter
- 1. Februar: Tobias Pflüger, deutscher Politikwissenschaftler und Friedensforscher
- 1. Februar: Stéphanie von Monaco, Kind von Fürst Rainier III. von Monaco und Gracia Patricia von Monaco
- 1. Februar: Sherilyn Fenn, US-amerikanische Schauspielerin
- 1. Februar: Adam Benzwi, US-amerikanischer Pianist
- 1. Februar: Brandon Lee, US-amerikanischer Schauspieler; Sohn von Bruce Lee († 1993)
- 4. Februar: Haimo Hieronymus, Künstler und Autor
- 5. Februar: Gheorghe Hagi, ehemaliger rumänischer Fußballspieler
- 6. Februar: Jan Svěrák, tschechischer Filmregisseur, Schauspieler und Drehbuchautor
- 7. Februar: Chris Rock, US-amerikanischer Filmschauspieler und Komiker
- 8. Februar: Astrid Harzbecker, deutsche Komponistin, Texterin und Sängerin
- 8. Februar: Mathilda May, französische Schriftstellerin
- 9. Februar: Dieter Baumann, deutscher Langstreckenläufer
- 9. Februar: Christian Schenk, deutscher Leichtathlet
- 10. Februar: Dana Winner, belgische Sängerinn
- 13. Februar: Sven Demandt, ehemaliger deutscher Fußballspieler und Trainer
- 13. Februar: Ida Ladstätter, österreichische Skirennläuferin
- 17. Februar: Thomas Forsberg, schwedischer Musiker († 2004)
- 18. Februar: Rainer Schmidt (Tischtennisspieler), deutscher Tischtennisspieler
- 18. Februar: Dr. Dre, US-amerikanischer Rapper und Musikproduzent
- 19. Februar: Michael Westphal, deutscher Tennisspieler († 1991)
- 20. Februar: Silvius von Kessel, Domorganist
- 20. Februar: Dirk Schulz, Zeichner
- 23. Februar: Tim Mudde, Rechtsextremist in den Niederlanden
- 23. Februar: Helena Suková, tschechoslowakische Tennisspielerin
- 23. Februar: Michael Dell, Unternehmer
- 24. Februar: Susanne Kronzucker, deutsche Journalistin und Moderatorin
- 24. Februar: Hans-Dieter Flick, deutscher Fußballspieler
- 24. Februar: Kristin Davis, US-amerikanische Schauspielerin
- 25. Februar: Sylvie Guillem, französische Tänzerin
- 27. Februar: Oliver Reck, deutscher Fußballtorhüter und Torwarttrainer
- 2. März: Marco Schädler, Komponist
- 3. März: Dragan Stojković, ehemaliger serbischer Fußballspieler
- 4. März: WestBam, deutscher DJ
- 4. März: Paul W. S. Anderson, Film-Regisseur
- 7. März: Jesper Parnevik, schwedischer Golfpro
- 9. März: Elías Antonio Saca González, Präsidenten von El Salvador
- 11. März: Eric Jelen, ehemaliger deutscher Tennisspieler
- 14. März: Aamir Khan, indischer Schauspieler
- 19. März: Florian Lahnstein, deutscher Manager (Investmentbank)
- 21. März: Oliver Rohrbeck, deutscher Synchronsprecher
- 21. März: Xavier Bertrand, französischer Politiker
- 22. März: Stefan Glowacz, deutscher Profi-Bergsteiger, Extrem-Kletterer
- 23. März: Richard Grieco, US-amerikanischer Schauspieler
- 24. März: Mark Calaway, US-amerikanischer Wrestler
- 25. März: Stefka Kostadinowa, bulgarische Hochspringerin
- 25. März: Frank Ordenewitz, ehemaliger Fußballspieler
- 25. März: Sarah Jessica Parker, US-amerikanische Schauspielerin
- 26. März: Violeta Szekely, rumänische Leichtathletin und Olympionikin
- 29. März: Paraskevi Patoulidou, griechische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 29. März: Lara Wendel, Schauspielerin
- 30. März: Piers Morgan, britischer Reporter
- 30. März: Paul Harather, österreichischer Filmregisseur, Filmproduzent und Drehbuchautor
- 30. März: Juliet Landau, US-amerikanische Schauspielerin
- 31. März: Tom Barrasso, US-amerikanischer Eishockeyspieler
- 2. April: Rodney King, afroamerikanischer US-Bürger, Opfer von Polizeiwillkür
- 2. April: Dawid Gamkrelidse, georgischer Oppositionsführer
- 4. April: Robert Downey Jr., US-amerikanischer Schauspieler
- 5. April: Florian Scheuba, österreichischer Schauspieler, Kabarettist und Moderator
- 6. April: Theresia Bauer, baden-württembergische Politikerin
- 6. April: Frank Black, US-amerikanischer Musiker
- 10. April: Bernd Schneider (Schach), deutscher Schachspieler
- 11. April: Birgit Homburger, deutsche Politikerin
- 11. April: Simone Thomalla, Fernsehschauspielerin
- 12. April: Kim Bodnia, dänischer Filmschauspieler
- 14. April: Roland Dieckmann, deutscher Politiker
- 14. April: Meta Merz, österreichische Schriftstellerin († 1989)
- 15. April: Claudia Leistner, deutsche Eiskunstläuferin
- 15. April: Brigit Herdejürgen, deutsche Politikerin
- 15. April: Soichi Noguchi, japanischer Astronaut
- 16. April: Martin Lawrence, US-amerikanischer Schauspieler und Comedian
- 17. April: William Mapother, US-amerikanischer Schauspieler
- 19. April: Melitta Rühn, rumänische Turnerin
- 19. April: Suge Knight, Unternehmer in der Hip Hop-Branche
- 21. April: Gerit Kling, deutsche Schauspielerin
- 21. April: Thomas Helmer, deutscher Fußballspieler
- 21. April: Ed Belfour, Eishockeytormann, der NHL bei den Toronto Maple Leafs
- 25. April: Jens Adler, deutscher Fußballspieler
- 26. April: Kevin James, US-amerikanischer Schauspieler
- 28. April: Eva Twardokens, US-amerikanische Skirennläuferin
- 30. April: Joachim Schultze, deutscher Krebsforscher
- 30. April: Gundula Gause, Nachrichtensprecherin beim ZDF
- 1. Mai: Booker T, US-amerikanischer Wrestler
- 5. Mai: Mark Keller, Schauspieler
- 7. Mai: Owen Hart, Wrestler († 1999)
- 8. Mai: Antonio Ananiev, BulgareFußballspieler
- 9. Mai: Steve Yzerman, kanadischer Eishockeyspieler
- 10. Mai: Linda Evangelista, kanadisches Mannequin und Fotomodell
- 13. Mai: Lari White, US-amerikanische Country-Sängerin und Songwriterin
- 15. Mai: Eoin Colfer, irischer Schriftsteller
- 15. Mai: Carlos Castaño Gil, kolumbianischer Paramilitär
- 16. Mai: Krist Novoselic, US-amerikanischer Musiker
- 17. Mai: Trent Reznor, Der Gründer und Bandleader der Band Nine Inch Nails
- 20. Mai: Hans-Peter Liese, deutscher Europaabgeordneter
- 20. Mai: Roberta Brunet, italienische Leichtathletin und Olympionikin
- 20. Mai: Kristina Andersson, schwedische Skirennläuferin
- 23. Mai: Tom Tykwer, deutscher Filmregisseur und Filmproduzent
- 23. Mai: Manuel Sanchis, ehemaliger spanischer Fußballspieler
- 24. Mai: John C. Reilly, US-amerikanischer Schauspieler
- 25. Mai: Yahya Jammeh, Staatspräsident von Gambia
- 27. Mai: Pat Cash, Tennisspieler
- 28. Mai: André Trulsen, deutscher Fußballspieler
- 28. Mai: Michael Thalheimer, deutscher Regisseur
- 28. Mai: Knacki Deuser, Dt. Moderator und Comedian
- 31. Mai: Brooke Shields, Schauspielerin
- 1. Juni: Nigel Short, englischer Schach-Großmeister
- 1. Juni: Olga Nasarowa, weißrussische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 2. Juni: Jens-Peter Herold, deutscher Leichtathlet
- 3. Juni: Thomas Ohrner, deutscher TV-Moderator und Schauspieler
- 4. Juni: Andrea Jaeger, ehemalige US-amerikanische Tennisspielerin
- 4. Juni: Mick Doohan, ehemaliger australischer Motorradrennfahrer
- 6. Juni: Ogata Megumi, japanische Seiyu- und J-Pop-Sängerin
- 7. Juni: Mick Foley, ehemaliger US-amerikanischer Profiwrestler und Autor
- 8. Juni: Rob Pilatus, niederländischer Sänger († 1998)
- 10. Juni: Elizabeth Hurley, britische Schauspielerin
- 10. Juni: Veronica Ferres, deutsche Schauspielerin
- 12. Juni: Karin Thaler, deutsche Schauspielerin
- 12. Juni: Gwen Torrence, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 17. Juni: Ralf Lübke, deutscher Leichtathlet
- 19. Juni: Sabine Braun, deutsche Leichtathletin und Olympionikin
- 19. Juni: Christine Lambrecht, deutsche Politikerin
- 21. Juni: Yang Liwei, erster chinesischer Taikonaut
- 21. Juni: Ruperta Lichtenecker, österreichische Politikerin und Bundesrat
- 23. Juni: Paul Arthurs, Gründungsmitglied der Britpopikonen Oasis
- 23. Juni: Manuel Andrack, TV-Redakteur, Autor und Sidekick der Harald Schmidt Show
- 24. Juni: Uwe Krupp, deutscher Eishockeyspieler, jetzt Trainer
- 2. Juli: Norbert Röttgen, deutscher Politiker und MdB, Jurist
- 3. Juli: Connie Nielsen, dänische Schauspielerin
- 3. Juli: Hans Dorfner, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 6. Juli: Jens Müller, deutscher Rennrodler und dreifacher Olympiasieger
- 6. Juli: Hannes Zehentner, deutscher Skirennläufer
- 8. Juli: John Shackley, englischer Schauspieler
- 11. Juli: Andreas Fröhlich, Schauspieler, Synchronregisseur und Dialogbuchautor
- 13. Juli: Arnd Schmitt, deutscher Fechter
- 16. Juli: Claude Lemieux, kanadischer Eishockeyspieler
- 18. Juli: Vesselina Kasarova, bulgarische Sopranistin
- 18. Juli: Petra Müller, deutsche Leichtathletin und Olympionikin
- 18. Juli: Eva Ionesco, französische Schauspielerin
- 19. Juli: Claus-Dieter Wollitz, deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer
- 22. Juli: Karl Koch, deutscher Hacker († 1989)
- 22. Juli: Shawn Michaels, US-amerikanischer Wrestler
- 23. Juli: Jörg Stübner, deutscher Fußballer
- 23. Juli: Saul Hudson, Gitarrist der Rock-Band Guns N' Roses
- 24. Juli: Doug Liman, US-amerikanischer Regisseur und Produzent
- 25. Juli: Dagmar Trodler, deutsche Schriftstellerin
- 25. Juli: Illeana Douglas, US-amerikanische Schauspielerin
- 25. Juli: Marty Brown, US-amerikanischer Country-Sänger
- 26. Juli: Jeremy Piven, US-amerikanischer Schauspieler
- 27. Juli: José Luis Chilavert, paraguayischer Fußballtorwart
- 28. Juli: Daniela Mercury, brasilianische Sängerin
- 28. Juli: Lori Loughlin, US-amerikanische Schauspielerin
- 29. Juli: Chang-Rae Lee, US-amerikanischer Schriftsteller
- 31. Juli: Joanne K. Rowling, britische Schriftstellerin, Autorin von Harry Potter
- 1. August: Sam Mendes, britischer Regisseur
- 3. August: Beatrice Weder di Mauro, Schweizer Ökonomin
- 4. August: Michael Skibbe, deutscher Fußballspieler und Trainer
- 6. August: Juliane Köhler (Schauspielerin), deutsche Schauspielerin
- 6. August: Cherno Jobatey, deutscher TV-Moderator
- 6. August: Stephane Peterhansel, französischer Rallyepilot
- 6. August: Luc Alphand, französischer Skirennläufer und Motorsportler
- 6. August: Yuki Kajiura, japanische Komponistin
- 6. August: David Robinson, US-amerikanischer Basketball-Spieler
- 6. August: Greg Poss, US-amerikanischer Eishockeytrainer
- 6. August: Ravi Coltrane, US-amerikanischer Jazzsaxophonist
- 7. August: Bernd Truntschka, ehemaliger deutscher Eishockeyspieler
- 8. August: Oliver Breitenstein, deutscher Maler
- 8. August: Marion Mitterhammer, österreichische Schauspielerin
- 10. August: Claudia Christian, eine US-amerikanische Schauspielerin, Regisseurin, Sängerin und Musikerin
- 12. August: Peter Krause, US-amerikanischer Film- und Fernsehschauspieler
- 14. August: Emmanuelle Béart, französische Schauspielerin
- 15. August: Rob Thomas (Fernsehproduzent), US-amerikanischer Schriftsteller, Drehbuchautor und Fernsehproduzent
- 16. August: Ercan Durmaz, deutscher Schauspieler türkischer Abstammung
- 22. August: David Reimer, kanadischer Staatsbürger († 2004)
- 22. August: Mats Wilander, schwedischer Tennisspieler
- 23. August: Roger Avary, US-amerikanischer Filmregisseur und Autor
- 24. August: Sylvia Eder, österreichische Skirennläuferin
- 24. August: Pavel Telička, tschechischer Politiker und EU-Kommissar
- 24. August: Marlee Matlin, US-amerikanische Schauspielerin
- 24. August: Reggie Miller, US-amerikanischer Basketballspieler
- 27. August: Thomas Dörflinger, deutscher Politiker
- 28. August: Amanda Tapping, britische Schauspielerin
- 28. August: Shania Twain, kanadische Sängerin in der Country- und Popmusik
- 29. August: Gerhard Rodax, österreichischer Fußballspieler
- 2. September: Anja Schüte, deutsche Schauspielerin
- 2. September: Lennox Lewis, ehemaliger britischer Profiboxer
- 3. September: Charlie Sheen, US-amerikanischer Schauspieler
- 3. September: Daddy Freddy, jamaikanischer Musiker
- 7. September: Jörg Pilawa, deutscher TV-Moderator
- 7. September: Andreas Thom, ehemaliger Fußballspieler und heute Trainer
- 7. September: Darko Pančev, ehemaliger jugoslawischer und mazedonischer Fußballspieler
- 7. September: Uta Pippig, Leichtathletin und Marathonläuferin
- 7. September: Angela Gheorghiu, rumänische Opernsängerin
- 11. September: Baschar al-Assad, Präsident von Syrien
- 11. September: Moby, Produzent und DJ im Bereich der elektronischen Musik
- 12. September: Oliver Kalkofe, deutscher Komiker, Kolumnist und Schauspieler
- 13. September: Zak Starkey, britischer Musiker
- 14. September: Andrea Händler, österreichische Kabarettistin und Schauspielerin
- 15. September: Thomas Stangassinger, österreichischer Skirennläufer
- 16. September: Karlheinz Riedle, deutscher Fußballspieler
- 17. September: Bryan Singer, US-amerikanischer Regisseur, Filmproduzent und Drehbuchautor
- 19. September: Carsten Linke, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 19. September: Helen Duval, Pornodarstellerin
- 21. September: David Wenham, australischer Schauspieler
- 21. September: Frédéric Beigbeder, französischer Schriftsteller
- 22. September: Manfred Binz, deutscher Fußballspieler
- 22. September: Jörg Sievers, deutscher Fußballspieler
- 22. September: Tony Drago, maltesischer Snookerspieler
- 22. September: Ernesto Bertarelli, Unternehmer, Segler
- 24. September: Hans-Werner Moser, deutscher Fussballprofi
- 25. September: Martin Vázquez, ehemaliger spanischer Fußballspieler
- 25. September: Scottie Pippen, US-amerikanischer Basketballspieler
- 26. September: Lene Espersen, dänische Ökonomin und Politikerin
- 26. September: Petro Poroschenko, ukrainischer Politiker
- 27. September: Maria Schrader, deutsche Schauspielerin
- 27. September: Atze Schröder, deutscher Komiker
- 28. September: Jürgen Herget, deutscher Geograph
- 28. September: Ginger Fish, Musiker
- 29. September: Oliver Däumler, deutscher Rollhockey-Spieler
- 1. Oktober: Dirk Bremser, deutscher Fußballtrainer
- 2. Oktober: Michael Breuer, deutscher Politiker
- 3. Oktober: Adriana Calcanhotto, brasilianische Sängerin
- 3. Oktober: Jan-Ove Waldner, schwedischer Tischtennisspieler
- 5. Oktober: 1. August 1942 in San Francisco, Kalifornien; † 9. August 1995 in Lagunitas-Forest Knolls, Kalifornien) war ein Musiker, der vor allem durch seine Rolle als Bandleader der Grateful Dead bekannt wurde.
Biographie
Jerry Garcia war der Sohn der Krankenschwester Ruth und des Swingmusikers José und wurde nach dem Tin-Pan-Alley-Komponisten Jerome Kern benannt.
Mit vier Jahren verlor Garcia den Mittelfinger seiner rechten Hand, als sein älterer Bruder ihm diesen beim Holzhacken mit einer Axt abtrennte.
Ein Jahr später musste Garcia mitansehen, wie sein Vater bei einem Angelunfall ertrank. Er wuchs in den folgenden Jahren bei seinen Großeltern auf, während seine Mutter arbeiten ging.
Musik
Zu seinem 15. Geburtstag 1957 bekam er seine erste Gitarre. Jerry Garcia nahm Zeichenstunden in einem College und spielte in seiner Freizeit Gitarre, hauptsächlich Country, Jazz, Folk und Blues.
1960 verließ er die High School und trat in den Militärdienst ein, wurde aber bald wieder entlassen, nachdem er wiederholt nicht zum Dienst erschienen war.
Er kehrte zurück nach San Francisco und traf dort den Dichter Robert Hunter, mit dem er später so gut wie alle seine Lieder für die Grateful Dead und seine Soloprojekte schreiben sollte.
Garcia kaufte in Dana Morgans Musikladen ein Banjo von dem jungen Angestellten Bill Kreutzmann, der später Schlagzeuger bei den Grateful Dead werden sollte.
Garcia spielte zu dieser Zeit in einigen Bluegrass-Bands. Zu dieser Zeit gründete er mit Bob Weir, Bob Matthews, Marshall Leicster, Tom Stone und Ron McKernan (alias Pig Pen), die sich alle regelmäßig in Dana Morgans Musikladen aufhielten, die Bluegrass Band Mother McCree's Uptown Jug Champions. Auf Drängen Pig Pens entwickelte sich Mother McCree immer mehr zum Elektrischen hin und so wurde aus der Formation 1965 die Warlocks und später im selben Jahr schließlich die Grateful Dead.
Soloprojekte
1972 begann Jerry Garcia aktiv an seiner Solokarriere zu arbeiten. Bereits 1971 hatte er zusammen mit Howard Wales ein Soloalbum aufgenommen, bei dem aber alle Songs von Wales geschrieben wurden. Sein erstes wirkliches Soloalbum enthielt dann aber hauptsächlich Garcia/Hunter-Kompositionen, von denen einige Eingang in das Grateful-Dead-Repertoire fanden. Bei diesem Album spielt Garcia auch alle Instrumente (Gitarren, Keyboards, Gesang) selbst, wodurch es eine der seltenen Aufnahmen wird, bei den man Jerry Garcia an einem Tasteninstrument hört. Nur das Schlagzeug wird vom Grateful-Dead-Kollegen Bill Kreutzmann gespielt.
In der Folgezeit spielte Garcia regelmäßig mit seiner Jerry Garcia Band. Außerdem war er Mitglied (beziehungsweise Bandleader) bei Legion of Mary und Old And In The Way. Bei fast allen Soloprojekten begleiteten ihn John Kahn am Bass und Merl Saunders an den Keyboards. Auch Mitglieder der Grateful Dead waren oft Gastmusiker bei Garcias Solobands. Seine Soloarbeiten wurden auch stark von seiner Freundschaft zu David Grisman geprägt, einem der besten Mandolinenspielern der Welt, der auch schon mit Jazzikonen wie Stephane Grappelli gespielt hatte. Bei Old And In The Way hatte Garcia schon mit Grisman zusammengearbeitet. 1990 hatten sie wieder Kontakt aufgenommen und seither viel zusammen gejammt und auch Konzerte gegeben. Ihr Stil beinhaltete unter anderem Jazz, Folk und Bluegrass, war aber immer akustisch. 1991 veröffentlichten sie Garcia/Grisman, worauf einige weitere Alben sowie der Film Grateful Dawg im Jahr 2000 folgten. Besonders sind hier die Pizza Tapes hervorzuheben. Dabei handelt es sich um die Aufnahme einer Jam-Session, die den Musikern von einem Pizzaauslieferer gestohlen wurde. Als das Bootleg immer weitere Kreise zog, wurde die Session offiziell veröffentlicht.
1987 brachte der Speiseeishersteller Ben & Jerry's die nach dem Musiker benannte Sorte Cherry Garcia auf den Markt.
Equipment
Gitarren
: Du konntest einen Verstärker verlieren, du konntest Sachen kaputt machen - und manchmal haben wir das auch. Aber ich hätte Jerry nie in die Augen schauen können und sagen: „Ich habe deine Gitarre nicht.“ - Steve Parish, Jerry Garcias Equipmentmanager
Jerry Garcia besaß etwa 25 Gitarren. Seine erste Gitarre, die er zu seinem 15. Geburtstag geschenkt bekommen hatte, war eine Danelectro. 1965 spielte er bei den Warlocks auf einer roten Guild Starfire, die auch auf dem ersten Grateful-Dead-Album The Grateful Dead von 1967 zu hören ist. Später in diesem Jahr wechselte er zu einer schwarzen Gibson Les Paul von 1957, mit P90-Tonabnehmern und Bigsby-Tremolo. Im darauf folgenden Jahr spielte er auf einer Gold-Top Les Paul mit P90 Single Coil-Tonabnehmern. Im Sommer 1968 wechselte er zu einer anderen, schwarzen Les Paul, diesmal ohne Tremolo. Im Jahr 1969 spielte er auf einer Gibson SG, mit der er auch auf dem Album Live Dead zu hören ist. 1970 sah man ihn dann mit einer 63er Sunburst Fender Stratocaster, bevor er im Mai wieder auf seine Gibson SG zurückgriff. Bei den akustischen Aufnahmen in diesem Jahr spielte er eine Martin D-18 und eine ZB Pedal Steel. 1971 wechselte er ein weiteres Mal, diesmal zu einer Sunburst Gibson Les Paul. Im März und April sah man ihn auch mit einer Spezialanfertigung, die von der Firma Alembic stammen soll. Im Mai zeigte er sich mit einer 57er Strat, die er von Graham Nash bekommen hatte.
Zwischen all diesen Gitarren wechselte Garcia immer wieder hin und her und war doch nie ganz zufrieden mit den Fabrikprodukten, bis er 1972 die erste Gitarre kaufte, die der Gitarrenbauer Doug Irwin jemals baute. Sie kostete 850 $ und ist bekannt als 001. Er bestellte von Doug Irwin eine weitere Gitarre, die speziell auf seine Wünsche zugeschnitten war und erhielt sie im Mai 1973 für 1500 $. Wie viele andere seiner Gitarren verschenkte er die 001. Ihr neuer Besitzer war das Crew-Mitglied Ramrod.
Seine neue Gitarre wurde wegen einer entsprechenden Intarsie Wolf genannt. Kaum hatte Garcia die neue Gitarre in den Händen, bestellte er bei Doug Irwin eine weitere Gitarre. Er stellte dabei keine besonderen Anforderungen sondern verließ sich dabei voll auf Doug. Nachdem er eine Zeit lang eine Aluminium-Gitarre von Travis Bean ausprobiert hatte, spielte er 1977 wieder die Wolf, die er 1979 durch die Tiger ersetzte. Doug Irwin hatte sechs Jahre damit verbracht, sie zu bauen, und Jerry Garcia spielte das 7 kg schwere Instrument 11 Jahre lang. Die Tiger erlaubte es Jerry Garcia, seine Effektgeräte von der Gitarre aus zu steuern. Außerdem besaß die Gitarre einen versteckten Vorverstärker. 1988 wurde die Wolf zeitweise reaktiviert um für Jerrys MIDI-Synthesizer-Experimente zu dienen. Jerry benutzte die MIDI-Geräte, um seine Gitarre wie eine Trompete oder andere Instrumente klingen zu lassen. 1989 lieferte Doug Irwin die Rosebud aus, die 11.000 $ kostete und als sein Meisterwerk gilt.
Im Jahr 1993 kam Jerrys nächste Gitarre mit der Post: Stephen Cripe, ein Schreiner aus Florida, der Jahre damit verbracht hatte, individuell angefertigte Inneneinrichtungen von karibischen Yachten zu bauen, hatte eine Gitarre gebaut. Dazu kopierte er Doug Irwins Design der Tiger und veränderte es leicht. Die Gitarre baute er aus einem einzigen Stück ostindischen Rosenholzes, das er aus einem Opiumbett aus dem 19. Jahrhundert gewann. Garcia war begeistert. Er ließ zwar das elektrische Innenleben überarbeiten, ansonsten war er aber hingerissen von der Gitarre. Er nannte sie „die Gitarre, auf die ich immer gewartet hatte“ und spielte fast nur noch auf diesem Instrument. Sie wurde bekannt unter dem Namen Lightning Bolt (Blitzstrahl). Garcia traf Cripe bei einem Konzert in Flordia und bestellte für 6.500 $ eine weitere Gitarre, die als Top Hat bekannt wurde, obwohl Garcia fast nie auf ihr spielte.
Sein letztes Konzert in Chicago begann Jerry Garcia mit Irwins Rosebud, aber während des Konzerts gab es Probleme und Garcia griff auf die Ersatzgitarre der Tour zurück - die Tiger - und beendete sein letztes Konzert mit seinem alten, vertrauten Handwerkszeug.
Über die akustischen Gitarren, die Garcia benutzte, ist weniger bekannt. Außer der oben erwähnten Martin spielte er auf verschiedenen Takamine-Instrumenten und einer 1939er Gibson Super 400N, von der angenommen wird, dass es die letzte Gitarre ist, auf der Garcia gespielt hat.
In seinem Testament verfügte Jerry Garcia, dass Doug Irwin alle fünf Gitarren, die dieser für Garcia gebaut hatte, bekommen sollte. Die anderen Bandmitglieder, ausgenommen Phil Lesh, erhoben dagegen Einspruch. Da die Gitarren vom Geld der Band gekauft worden wären, könnten sie nicht Garcias alleiniger Besitz gewesen sein. Diese Kontroverse verärgerte viele Fans, die immer auf die nichtkommerzielle Ausrichtung der Band stolz gewesen sind. Man einigte sich im Januar 1996 schließlich darauf, dass Irwin die Modelle Tiger und Wolf behalten dürfte. Da Irwin 1998 auf Grund eines Autounfalls verarmte, beschloss er, diese Gitarren zu versteigern. Zusammen brachten sie 1,74 Millionen US-Dollar ein, wobei die Käufer unbekannt blieben.
Effektgeräte
In den früher 70ern benutzte Garcia fast nur ein Wah-Wah-Pedal von Vox. In den späten 70ern erweiterte er sein Equipment um einen Mutron Octive Divider, MXR Distortion und einige andere Geräte.
In den späten 80ern verwendete er hauptsächlich Boss-Effektgeräte, zum Beispiel Octave Divider, Turbo Overdrive und zwei Effektschleifen. Außerdem benutzte er extrem teure Lexicon-Effektgeräte, die eigentlich zur Verwendung im Studio hergestellt waren.
Krankheit
1957 hatte Jerry Garcia Bekanntschaft mit Marijuana gemacht und nahm seit 1965 regelmäßig Drogen. Vor allem gegen seine Heroinsucht kämpfte er lange Zeit. 1986 fiel er in ein mehrtägiges Koma. Die Diagnose: Diabetes. Im Jahr 1991 hatte er einen weiteren Zusammenbruch. 1992 musste sogar die Herbsttour abgesagt werden, weil Jerry zu schwer erkrankt war.
Im Sommer 1995 begab er sich in ein Drogen-Rehabilitations-Zentrum 100 km nördlich von San Francisco. Seinen Bandkollegen hatte er erzählt, er ginge mit seiner Frau nach Hawaii in den Urlaub.
Am 10. August 1995 um 4:23 Uhr morgens wurde Jerry Garcia in seinem Zimmer von einer Krankenschwester am Boden liegend gefunden. Sie stellte fest, dass er nicht mehr atmete. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Die Todesursache war ein Herzinfarkt. Am 13. August wurde im Golden Gate Park ein Erinnerungsgottesdienst gehalten, an dem Bandmitglieder, seine Familie und Freunde und tausende von Fans teilnahmen. US-Präsident Bill Clinton ehrte ihn dabei als eine "Amerikanische Ikone".
Familie
Jerry Garcia heiratete 1963 Sarah Ruppenthal, mit der er seine erste Tochter Heather hatte.
Vom 31. Dezember 1981 bis zum Januar 1994 war er mit Carolyn Adams Garcia, auch bekannt als Mountain Girl, verheiratet. Mit ihr hatte er die Tochter Theresa. Nach der Scheidung heiratete er Deborah Koons Garcia, mit der er vom 14. Februar 1994 bis zum seinem Tod verheiratet war. Nach seinem Tod brach zwischen seinen letzten beiden Frauen ein erbitterter Streit über seinen Nachlass aus. Jerry hatte seiner Ex-Frau Carolyn ein beträchtliches Vermögen hinterlassen. Seine letzte Frau bezweifelte Jerrys Zurechnungsfähigkeit aufgrund seiner Drogensucht und versuchte, das Vermögen an sich zu reißen. Das Gericht entschied gemäß Jerrys Willen und sprach Carolyn ihren Teil des Nachlasses zu.
Kunst
Jerry Garcia war auch als Maler und Zeichner sehr aktiv. Er schuf über 500 Bilder und Zeichnungen. Er studierte Kunst an der California School of Fine Arts, die jetzt San Francisco Art Institute heißt. Er arbeitete mit Wasserfarben, Bleistift und Tinte, fand aber auch Gefallen an Digitaler Kunst, wovon beispielsweise das Cover des Grateful Dead Albums Infrared Roses zeugt.
In den USA gibt es eine Krawattenserie, auf der Jerry Garcias Kunst abgedruckt ist. Außerdem werden seine Bilder auf Etiketten von Weinflaschen abgedruckt.
Diskografie
- 1971 - Hooteroll? (zusammen mit Howard Wales)
- 1972 - Garcia
- 1973 - Live at the Keystone
- 1974 - Garcia (Compliments of Garcia)
- 1976 - Reflections
- 1978 - Cats Under The Stars
- 1982 - Run For The Roses
- 1988 - Keystone Encores Vol. 1
- 1988 - Keystone Encores Vol. 2
- 1988 - Almost Acoustic
- 1988 - Live at the Keystone Vol. 1
- 1988 - Live at the Keystone Vol. 2
- 1991 - Garcia/Grisman
- 1991 - Jerry Garcia Band
- 1993 - Not for Kids Only
- 1996 - Shady Grove
- 1997 - How Sweet It Is
Weblinks
- http://www.jerrygarcia.com/
Garcia, Jerry
Garcia, Jerry
Garcia, Jerry
Garcia, Jerry
Garcia, Jerry
GegenkulturEine Gegenkultur ist eine bestimmte, längerfristig gesellschaftlich wirksame Untergruppe (Teilmenge) einer gegebenen menschlichen Kultur. Im Gegensatz zur Subkultur stellen – nach Yinger – ihre Mitglieder die primären Werte und Normen in Frage und entwickeln ihr eigenes System an sozialen Werten und Normen (siehe Vision, Utopie).
Beispiele für solche Gegenkulturen finden sich im Pietismus, in der frühen Arbeiterbewegung und in einigen Jugendkulturen des 20. Jahrhunderts (Wandervogel, 68er-Bewegung). Ein Paradebeispiel für eine moderne Gegenkultur ist die Hardcore Punk-Bewegung.
Siehe auch: Underground, Kultur, Subkultur, Soziologie, Freiräume, Kreativität, Innovation
Literatur
- Martin Ableitinger: Hardcore Punk und die Chancen der Gegenkultur : Analyse eines gescheiterten Versuchs; Verlag Dr. Kovac, 2004. ISBN 3830016360
Weblinks
- [http://www.breaking-the-rules.com Dokumentation BREAKING THE RULES (2005) über Entstehung der Gegenkulturen in Amerika] (englisch)
Kategorie:Soziologie Kategorie:Volkskunde
New Riders Of The Purple SageDie New Riders of the Purple Sage (benannt nach einem Western von Zane Grey) entstanden 1969 in Marin County (Kalifornien). Jerry Garcia, Mickey Hart und Phil Lesh kamen von Grateful Dead, bald darauf schlossen sich ihnen John „Marmaduke“ Dawson (Gesang, Gitarre) und David Nelson (Gesang, Gitarre, Mandoline) an.
Die NRPS spielten anfangs als Vorgruppe von Grateful Dead und bekamen 1970 einen Plattenvertrag. Hart und Lesh verließen die Band, dafür kamen Dave Torbert (Bass, Gitarre, Gesang) und Spencer Dryden (Perkussion, Schlagzeug) von Jefferson Airplane. 1971 kam das Debüt The New Riders Of The Purple Sage auf den Markt, auf dem eine Mischung aus West Coast und Country zu hören war. Nach dem Erscheinen des Albums verließ auch Garcia die Band, als Ersatz kam Buddy Cage (Steelgitarre).
Es folgten die Alben Powerglide (1972) und Gypsy Cowboy (1973), sowie die Single I Don’t Need No Doctor. Die 73er Produktion The Adventures Of Panama Red, auf der Buffy Sainte-Marie und die Memphis Horns als Gäste mitwirkten, erreichte sogar Goldstatus.
Nach dem Live-Album Home, Home On The Road (1974) wechselte Torbert zu Kingfish. Stattdessen stieß Skip Battin (Ex-Byrds) zu den NRPS, der das erste Mal auf dem Country-Album Brujo aus dem Jahre 1975 zu hören war. Auf Oh What A Mighty Time (1975), bei dem auch Sly Stone mitwirkte, vereinten die NRPS Country, Gospel und Rock. Die 76er LP New Riders bestand zu einem Großteil aus Coverversionen.
Noch vor Who Are These Guys (1977) stieg Battin aus, der durch Stephen Love ersetzt wurde. Das von Bob Johnston produzierte Album bekam eher schlechte Kritiken, was sich bei den nachfolgenden Alben Marin County Line (1978) und Feelin’ Alright (1980) fortsetzte. Auf Feelin’ Alright gehörten Love und Dryden schon nicht mehr der Band an, dafür waren Allen Kemp (Gitarre, Gesang) und Patrick Shanahan (Schlagzeug, Gesang) gekommen.
Es folgten die Alben Live (1982), Midnight Moonlight (1985), Keep On Keepin’ On (1987) und Live In Japan (1994).
Kategorie:1970er Band
Kategorie:Countryband
Kategorie:Rockband
Crosby, Stills, Nash & Young
Crosby, Stills & Nash - auch bekannt als CSN - aus denen zeitweilig Crosby, Stills, Nash & Young, kurz CSNY, wurde, war eine Folk-orientierte Rockband mit David Crosby, Stephen Stills, Graham Nash und später auch Neil Young. Die Band war eine der wenigen Gruppen, die es in den späten 1960ern in Amerika an Popularität mit den Beatles aufnehmen konnte.
Crosby, Stills, Nash & Young war eine so genannte Supergroup, deren Mitglieder bereits in anderen Bands erfolgreich gewesen waren. David Crosby (The Byrds), Graham Nash (The Hollies) und Stephen Stills (Buffalo Springfield) gründeten CSN 1968 als Folk-Band. Das erste Album der Gruppe, Crosby, Stills & Nash, erschien 1969 und war ein durchschlagender Erfolg. Neil Young (zuvor zusammen mit Stills bei Buffalo Springfield) schloss sich wenig später der Gruppe an, um am zweiten Album mitzuarbeiten. Der zweite Liveauftritt der Formation in der neuen Besetzung fand beim Woodstock Festival statt. Die Bandmitglieder waren dementsprechend nervös und spielten zwei Sets. Den Anfang machte Judy Eyes Blues, eine Suite von 8 Minuten, die vom Ende der Liebesbeziehung zwischen Stephen Stills und Judy Collins handelt und unter anderem Someday Soon von Ian Tyson enthält. Außerdem spielten sie mit den Songs 4 + 20 und Wooden Ships zwei Lieder, die erst auf dem 1970er Album Deja Vu erscheinen sollten. Dieses Album wurde ein großer Erfolg.
In ihrem 1971er Song Chicago verarbeiten sie die Ereignisse, die 1968 zur Anklage der Chicago Seven geführt hatten.
Nach einer Sommertour trennte sich die Gruppe nach persönlichen Querelen. Das kurz darauf veröffentlichte Live-Album Four Way Street war wiederum äußerst erfolgreich. 1974 kam die Band für eine internationale Tournee erneut zusammen und brachte das Album So Far heraus. Von CSN (ohne Young) erschien 1977 das Album CSN und 1982 dann Daylight Again. 1985 bis 1986 war Crosby im Gefängnis und kämpfte mit Drogenproblemen. 1988 spielte die Gruppe mit Young das Album American Dream ein; Young hatte versprochen, an einem Album mitzuarbeiten, falls Crosby seine Drogenprobleme in den Griff bekäme. Es folgten 1990 Live it up, 1994 After the Storm (CSN) und 1999 Looking Forward (CSNY). 2004 erschien ein neues Doppelalbum von Crosby & Nash sowie ein Konzert von 1985 (DVD).
Diskografie
- Crosby, Stills & Nash (1969)
- Déjà Vu (1970)
- Four Way Street (1971)
- So Far (1974)
- CSN (1977)
- Replay (1980)
- Daylight Again (1982)
- American dream (1988)
- Live it up (1990)
- After The Storm (1994)
- Carry On (1998)
- Looking Forward (1999)
Weblinks
- http://www.csny.net/
- http://www.crosbystillsnash.com/
- http://www.laut.de/wortlaut/artists/c/crosby_stills_nash_and_young/index.htm
Kategorie:Rockband
Kategorie:US-amerikanische Band
Kategorie:1960er Band
Kategorie:1970er Band
Kategorie:1980er Band
Kategorie:1990er Band
Jerry GarciaJerome John "Jerry" Garcia ( - 1. August 1942 in San Francisco, Kalifornien; † 9. August 1995 in Lagunitas-Forest Knolls, Kalifornien) war ein Musiker, der vor allem durch seine Rolle als Bandleader der Grateful Dead bekannt wurde.
Biographie
Jerry Garcia war der Sohn der Krankenschwester Ruth und des Swingmusikers José und wurde nach dem Tin-Pan-Alley-Komponisten Jerome Kern benannt.
Mit vier Jahren verlor Garcia den Mittelfinger seiner rechten Hand, als sein älterer Bruder ihm diesen beim Holzhacken mit einer Axt abtrennte.
Ein Jahr später musste Garcia mitansehen, wie sein Vater bei einem Angelunfall ertrank. Er wuchs in den folgenden Jahren bei seinen Großeltern auf, während seine Mutter arbeiten ging.
Musik
Zu seinem 15. Geburtstag 1957 bekam er seine erste Gitarre. Jerry Garcia nahm Zeichenstunden in einem College und spielte in seiner Freizeit Gitarre, hauptsächlich Country, Jazz, Folk und Blues.
1960 verließ er die High School und trat in den Militärdienst ein, wurde aber bald wieder entlassen, nachdem er wiederholt nicht zum Dienst erschienen war.
Er kehrte zurück nach San Francisco und traf dort den Dichter Robert Hunter, mit dem er später so gut wie alle seine Lieder für die Grateful Dead und seine Soloprojekte schreiben sollte.
Garcia kaufte in Dana Morgans Musikladen ein Banjo von dem jungen Angestellten Bill Kreutzmann, der später Schlagzeuger bei den Grateful Dead werden sollte.
Garcia spielte zu dieser Zeit in einigen Bluegrass-Bands. Zu dieser Zeit gründete er mit Bob Weir, Bob Matthews, Marshall Leicster, Tom Stone und Ron McKernan (alias Pig Pen), die sich alle regelmäßig in Dana Morgans Musikladen aufhielten, die Bluegrass Band Mother McCree's Uptown Jug Champions. Auf Drängen Pig Pens entwickelte sich Mother McCree immer mehr zum Elektrischen hin und so wurde aus der Formation 1965 die Warlocks und später im selben Jahr schließlich die Grateful Dead.
Soloprojekte
1972 begann Jerry Garcia aktiv an seiner Solokarriere zu arbeiten. Bereits 1971 hatte er zusammen mit Howard Wales ein Soloalbum aufgenommen, bei dem aber alle Songs von Wales geschrieben wurden. Sein erstes wirkliches Soloalbum enthielt dann aber hauptsächlich Garcia/Hunter-Kompositionen, von denen einige Eingang in das Grateful-Dead-Repertoire fanden. Bei diesem Album spielt Garcia auch alle Instrumente (Gitarren, Keyboards, Gesang) selbst, wodurch es eine der seltenen Aufnahmen wird, bei den man Jerry Garcia an einem Tasteninstrument hört. Nur das Schlagzeug wird vom Grateful-Dead-Kollegen Bill Kreutzmann gespielt.
In der Folgezeit spielte Garcia regelmäßig mit seiner Jerry Garcia Band. Außerdem war er Mitglied (beziehungsweise Bandleader) bei Legion of Mary und Old And In The Way. Bei fast allen Soloprojekten begleiteten ihn John Kahn am Bass und Merl Saunders an den Keyboards. Auch Mitglieder der Grateful Dead waren oft Gastmusiker bei Garcias Solobands. Seine Soloarbeiten wurden auch stark von seiner Freundschaft zu David Grisman geprägt, einem der besten Mandolinenspielern der Welt, der auch schon mit Jazzikonen wie Stephane Grappelli gespielt hatte. Bei Old And In The Way hatte Garcia schon mit Grisman zusammengearbeitet. 1990 hatten sie wieder Kontakt aufgenommen und seither viel zusammen gejammt und auch Konzerte gegeben. Ihr Stil beinhaltete unter anderem Jazz, Folk und Bluegrass, war aber immer akustisch. 1991 veröffentlichten sie Garcia/Grisman, worauf einige weitere Alben sowie der Film Grateful Dawg im Jahr 2000 folgten. Besonders sind hier die Pizza Tapes hervorzuheben. Dabei handelt es sich um die Aufnahme einer Jam-Session, die den Musikern von einem Pizzaauslieferer gestohlen wurde. Als das Bootleg immer weitere Kreise zog, wurde die Session offiziell veröffentlicht.
1987 brachte der Speiseeishersteller Ben & Jerry's die nach dem Musiker benannte Sorte Cherry Garcia auf den Markt.
Equipment
Gitarren
: Du konntest einen Verstärker verlieren, du konntest Sachen kaputt machen - und manchmal haben wir das auch. Aber ich hätte Jerry nie in die Augen schauen können und sagen: „Ich habe deine Gitarre nicht.“ - Steve Parish, Jerry Garcias Equipmentmanager
Jerry Garcia besaß etwa 25 Gitarren. Seine erste Gitarre, die er zu seinem 15. Geburtstag geschenkt bekommen hatte, war eine Danelectro. 1965 spielte er bei den Warlocks auf einer roten Guild Starfire, die auch auf dem ersten Grateful-Dead-Album The Grateful Dead von 1967 zu hören ist. Später in diesem Jahr wechselte er zu einer schwarzen Gibson Les Paul von 1957, mit P90-Tonabnehmern und Bigsby-Tremolo. Im darauf folgenden Jahr spielte er auf einer Gold-Top Les Paul mit P90 Single Coil-Tonabnehmern. Im Sommer 1968 wechselte er zu einer anderen, schwarzen Les Paul, diesmal ohne Tremolo. Im Jahr 1969 spielte er auf einer Gibson SG, mit der er auch auf dem Album Live Dead zu hören ist. 1970 sah man ihn dann mit einer 63er Sunburst Fender Stratocaster, bevor er im Mai wieder auf seine Gibson SG zurückgriff. Bei den akustischen Aufnahmen in diesem Jahr spielte er eine Martin D-18 und eine ZB Pedal Steel. 1971 wechselte er ein weiteres Mal, diesmal zu einer Sunburst Gibson Les Paul. Im März und April sah man ihn auch mit einer Spezialanfertigung, die von der Firma Alembic stammen soll. Im Mai zeigte er sich mit einer 57er Strat, die er von Graham Nash bekommen hatte.
Zwischen all diesen Gitarren wechselte Garcia immer wieder hin und her und war doch nie ganz zufrieden mit den Fabrikprodukten, bis er 1972 die erste Gitarre kaufte, die der Gitarrenbauer Doug Irwin jemals baute. Sie kostete 850 $ und ist bekannt als 001. Er bestellte von Doug Irwin eine weitere Gitarre, die speziell auf seine Wünsche zugeschnitten war und erhielt sie im Mai 1973 für 1500 $. Wie viele andere seiner Gitarren verschenkte er die 001. Ihr neuer Besitzer war das Crew-Mitglied Ramrod.
Seine neue Gitarre wurde wegen einer entsprechenden Intarsie Wolf genannt. Kaum hatte Garcia die neue Gitarre in den Händen, bestellte er bei Doug Irwin eine weitere Gitarre. Er stellte dabei keine besonderen Anforderungen sondern verließ sich dabei voll auf Doug. Nachdem er eine Zeit lang eine Aluminium-Gitarre von Travis Bean ausprobiert hatte, spielte er 1977 wieder die Wolf, die er 1979 durch die Tiger ersetzte. Doug Irwin hatte sechs Jahre damit verbracht, sie zu bauen, und Jerry Garcia spielte das 7 kg schwere Instrument 11 Jahre lang. Die Tiger erlaubte es Jerry Garcia, seine Effektgeräte von der Gitarre aus zu steuern. Außerdem besaß die Gitarre einen versteckten Vorverstärker. 1988 wurde die Wolf zeitweise reaktiviert um für Jerrys MIDI-Synthesizer-Experimente zu dienen. Jerry benutzte die MIDI-Geräte, um seine Gitarre wie eine Trompete oder andere Instrumente klingen zu lassen. 1989 lieferte Doug Irwin die Rosebud aus, die 11.000 $ kostete und als sein Meisterwerk gilt.
Im Jahr 1993 kam Jerrys nächste Gitarre mit der Post: Stephen Cripe, ein Schreiner aus Florida, der Jahre damit verbracht hatte, individuell angefertigte Inneneinrichtungen von karibischen Yachten zu bauen, hatte eine Gitarre gebaut. Dazu kopierte er Doug Irwins Design der Tiger und veränderte es leicht. Die Gitarre baute er aus einem einzigen Stück ostindischen Rosenholzes, das er aus einem Opiumbett aus dem 19. Jahrhundert gewann. Garcia war begeistert. Er ließ zwar das elektrische Innenleben überarbeiten, ansonsten war er aber hingerissen von der Gitarre. Er nannte sie „die Gitarre, auf die ich immer gewartet hatte“ und spielte fast nur noch auf diesem Instrument. Sie wurde bekannt unter dem Namen Lightning Bolt (Blitzstrahl). Garcia traf Cripe bei einem Konzert in Flordia und bestellte für 6.500 $ eine weitere Gitarre, die als Top Hat bekannt wurde, obwohl Garcia fast nie auf ihr spielte.
Sein letztes Konzert in Chicago begann Jerry Garcia mit Irwins Rosebud, aber während des Konzerts gab es Probleme und Garcia griff auf die Ersatzgitarre der Tour zurück - die Tiger - und beendete sein letztes Konzert mit seinem alten, vertrauten Handwerkszeug.
Über die akustischen Gitarren, die Garcia benutzte, ist weniger bekannt. Außer der oben erwähnten Martin spielte er auf verschiedenen Takamine-Instrumenten und einer 1939er Gibson Super 400N, von der angenommen wird, dass es die letzte Gitarre ist, auf der Garcia gespielt hat.
In seinem Testament verfügte Jerry Garcia, dass Doug Irwin alle fünf Gitarren, die dieser für Garcia gebaut hatte, bekommen sollte. Die anderen Bandmitglieder, ausgenommen Phil Lesh, erhoben dagegen Einspruch. Da die Gitarren vom Geld der Band gekauft worden wären, könnten sie nicht Garcias alleiniger Besitz gewesen sein. Diese Kontroverse verärgerte viele Fans, die immer auf die nichtkommerzielle Ausrichtung der Band stolz gewesen sind. Man einigte sich im Januar 1996 schließlich darauf, dass Irwin die Modelle Tiger und Wolf behalten dürfte. Da Irwin 1998 auf Grund eines Autounfalls verarmte, beschloss er, diese Gitarren zu versteigern. Zusammen brachten sie 1,74 Millionen US-Dollar ein, wobei die Käufer unbekannt blieben.
Effektgeräte
In den früher 70ern benutzte Garcia fast nur ein Wah-Wah-Pedal von Vox. In den späten 70ern erweiterte er sein Equipment um einen Mutron Octive Divider, MXR Distortion und einige andere Geräte.
In den späten 80ern verwendete er hauptsächlich Boss-Effektgeräte, zum Beispiel Octave Divider, Turbo Overdrive und zwei Effektschleifen. Außerdem benutzte er extrem teure Lexicon-Effektgeräte, die eigentlich zur Verwendung im Studio hergestellt waren.
Krankheit
1957 hatte Jerry Garcia Bekanntschaft mit Marijuana gemacht und nahm seit 1965 regelmäßig Drogen. Vor allem gegen seine Heroinsucht kämpfte er lange Zeit. 1986 fiel er in ein mehrtägiges Koma. Die Diagnose: Diabetes. Im Jahr 1991 hatte er einen weiteren Zusammenbruch. 1992 musste sogar die Herbsttour abgesagt werden, weil Jerry zu schwer erkrankt war.
Im Sommer 1995 begab er sich in ein Drogen-Rehabilitations-Zentrum 100 km nördlich von San Francisco. Seinen Bandkollegen hatte er erzählt, er ginge mit seiner Frau nach Hawaii in den Urlaub.
Am 10. August 1995 um 4:23 Uhr morgens wurde Jerry Garcia in seinem Zimmer von einer Krankenschwester am Boden liegend gefunden. Sie stellte fest, dass er nicht mehr atmete. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Die Todesursache war ein Herzinfarkt. Am 13. August wurde im Golden Gate Park ein Erinnerungsgottesdienst gehalten, an dem Bandmitglieder, seine Familie und Freunde und tausende von Fans teilnahmen. US-Präsident Bill Clinton ehrte ihn dabei als eine "Amerikanische Ikone".
Familie
Jerry Garcia heiratete 1963 Sarah Ruppenthal, mit der er seine erste Tochter Heather hatte.
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