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Greater London Authority

Greater London Authority

Die Greater London Authority (kurz GLA) verwaltet Greater London mit den 32 Londoner Stadtbezirken und der City of London. Die neue Verwaltungsbehörde begann ihre Tätigkeit am 3. Juli 2000 und besteht aus dem direkt gewählten Mayor of London (Oberbürgermeister) und der London Assembly (Stadtparlament) mit 25 Mitgliedern. Der aktuelle Mayor ist Ken Livingstone. Die neue Organisation ersetzt zum größten Teil ihre Vorgängerin, den Greater London Council (GLC). Sie wurde 1986 von der Premierministerin Margaret Thatcher abgeschafft, angeblich wegen Ineffizienz, aber auch weil die Vertreter der Labour Party meist die Mehrheit besaßen. Der wahre Grund dafür dürfte aber der GLC-Vorsitzende Ken Livingstone (der heutige Mayor) gewesen sein, der sie mit populistischen Themen und Ausgaben für Sozialprogramme ärgerte. Die Kompetenzen der GLC wurden teils an die Stadtbezirke übertragen, teils direkt der Zentralregierung. Die GLA wurde geschaffen, um die Koordination zwischen den verschiedenen Stadtbezirken zu verbessern. Das Amt des Mayor of London wurde geschaffen, um einen Repräsentanten für die ganze Stadt zu haben. Der Mayor setzt die politischen Tagesgeschäfte fest, erstellt das Budget und erteilt Ratschläge an die Verkehrs- und Planungsbehörden der Hauptstadt. Die Hauptaufgaben der London Assembly sind die Überwachung des Mayors, das Führen von Untersuchungen, das Ändern des Budgets sowie das Unterbreiten von Vorschlägen. Obwohl die GLA weniger Macht als ihre Vorgängerin GLC hat, besitzt sie Kompetenzen, die die GLC niemals hatte. So kann sie zum Beispiel die Mitglieder der Aufsichtsbehörde der Stadtpolizei (Metropolitan Police) ernennen. Die GLA ist nicht zu verwechseln mit der Corporation of London und dem Lord Mayor of London. Diese kontrollieren lediglich die City of London. Während die GLA eine moderne Verfassung besitzt, ist die Struktur der politischen Behörden der City seit dem Mittelalter unverändert geblieben. Die GLA ist in der neu erbauten City Hall am Südufer der Themse untergebracht, gleich neben der Tower Bridge.

Weblinks


- [http://www.london.gov.uk Greater London Authority] Kategorie:Londoner Behörde London

Greater London

Das Verwaltungsgebiet Greater London umfasst die zentralen Städte City of London, City of Westminster sowie 31 weitere Stadtbezirke ("London boroughs"), also jenes Gebiet, das allgemein schlicht und einfach als London bekannt ist. Die Fläche beträgt 1579 km2, bei der Volkszählung 2001 wurden 7.172.036 Einwohner gezählt. Seit dem Jahre 2000 wird Greater London von der Greater London Authority verwaltet und wird vom direkt gewählten Mayor of London (Oberbürgermeister) Ken Livingstone regiert. Die London Assembly bildet die Legislative.

Geschichte

Greater London wurde 1965 gebildet, als die City of London, die County of London, die Grafschaft Middlesex sowie Teile der Grafschaften Essex, Kent, Surrey und Hertfordshire zusammengefügt wurden. Greater London umfasste somit alle überbauten Gebiete innerhalb des Grüngürtels. Greater London hatte zu Beginn eine zweistufige Form der Verwaltung. Auf der ersten Stufe standen die Greater London Council (GLC) und die Corporation of London (zuständig für die City of London), darunter die 32 Stadtbezirke. Die GLC wurde 1986 von Premierministerin Margaret Thatcher aufgehoben. Einige Funktionen wurden an die Corporation und die 32 Stadtbezirke übertragen, andere direkt an die Zentralregierung. Im Jahre 2000 schuf die Labour-Regierung unter Tony Blair im Rahmen einer Verwaltungsreform die Greater London Authority, bestehend aus der London Assembly und dem Amt des Mayor of London (Oberbürgermeister). Seither hat Greater London wieder eine einheitliche Verwaltung. Die Bürgermeisterwahlen 2000 und 2004 wurden beide von Ken Livingstone gewonnen, dem letzten Vorsitzenden der GLC.

Karte der London Boroughs

Einwohner in Klammern (Stand: UK Census, 2001) Siehe auch: Verwaltungsgliederung Englands Kategorie:England Kategorie:London London

City of London

Die City of London ist das historische und wirtschaftliche Zentrum von Greater London. Es wird oft einfach The City oder Square Mile (Quadratmeile) genannt. Obwohl die City während Jahrhunderten gleichbedeutend mit London war, wird der Stadtname nun für das gesamte überbaute Gebiet verwendet. Die City of London ist eine zeremonielle Grafschaft. Die City of London ist der flächenmäßig kleinste und der am wenigsten bevölkerte Stadtteil Londons. Die Fläche beträgt 2,90 km2 (etwa eine Quadratmeile), im Jahre 2002 betrug die Einwohnerzahl 7.807. Die Bevölkerung setzt sich zusammen aus 84,6% Weißen, 6,8 % Südasiaten, 2,6 % Schwarzen und 2,0 % Chinesen.

Besonderheiten

Die City of London hat einen besonderen politischen Status. Grund dafür sind die von Krone über die Jahrhunderte verliehenen Privilegien. Da die ungeschriebene englische Verfassung noch nie revidiert wurde, bestehen diese Privilegien immer noch fort. Die City wird durch die Corporation of London verwaltet. Den Vorsitz der Corporation führt der Lord Mayor of London. Dieses Amt ist nicht zu verwechseln mit dem neu geschaffenen Amt des Mayor of London. Das Wahlverfahren für die Corporation entspricht nicht den üblichen demokratischen Prinzipien, da die Wirtschaftsvertreter einen überproportionalen Einfluss ausüben. Innerhalb der City befinden sich die rechtlich eigenständigen Enklaven Inner Temple und Middle Temple auf dem Gelände der Royal Courts of Justice, welche nicht durch die Corporation verwaltet werden. Die City selbst hat eine Anzahl von Exklaven außerhalb ihrer Grenzen. Diese umfassen acht Grünflächen (Parks und Wälder) in und um London, jedoch keine überbauten Gebiete. Seit der Regentschaft Elizabeth I. ist es Tradition, dass der jeweilige britische Monarch vor dem Betreten der City of London an der Temple Bar ein Gesuch an den Lord Mayor of London stellt. Als Zeichen der Loyalität wird vom Lord Mayor daraufhin das Sword of State präsentiert. Allerdings hat der Lord Mayor nicht - wie manchmal vermutet - das Recht, dem Monarchen den Zutritt zur City zu verwehren. Die City of London besitzt eine eigene Polizeibehörde, die City of London Police. Im gesamten übrigen Stadtgebiet von Greater London ist die Metropolitan Police zuständig.

Ausdehnung

Die City of London war einst durch Befestigungsanlagen begrenzt, die sogenannte London Wall. Diese waren bereits durch die Römer errichtet worden, um die strategisch günstig gelegene Hafenstadt zu schützen. Die Mauer ist mittlerweile fast vollständig verschwunden, nur einzelne Abschnitte sind überhaupt noch sichtbar. Ein bedeutender Abschnitt beim Museum of London wurde am 29. Dezember 1940 bei Aufräumarbeiten nach einem deutschen Luftangriff entdeckt. Im Westen grenzt die City of London an die City of Westminster, im Norden an Islington und Hackney, im Osten an Tower Hamlets und im Süden an die Themse und Southwark. Der Tower von London liegt entgegen der vorherrschenden Meinung nicht mehr in der City, sondern in Tower Hamlets. Im Fluss verläuft die Grenze zwar in der Mitte, jedoch ist die Corporation für den Unterhalt der gesamten London Bridge zuständig (bei den anderen Brücken nur bis zur Mitte).

Geschichte

Die City of London besitzt seit 886 das Recht zur Selbstverwaltung, als König Alfred der Große seinen Schwiegersohn zum Gouverneur von London ernannte. Alfred sorgte dafür, dass die Händler über genügend Unterkünfte verfügten. In der City entwickelte sich ein eigenes Rechtssystem für die Händler. Im 10. Jahrhundert, als Winchester noch die Hauptstadt Englands war, gewährte König Æthelstan der City das Recht, eigene Münzen zu prägen. Nach der Schlacht von Hastings im Jahre 1066 marschierte die Armee von Wilhelm dem Eroberer bis nach Southwark, konnte aber weder die London Bridge besetzen noch die Stadt erobern. Nach der Plünderung der umliegenden Gebiete durch die Normannen kapitulierten die angelsächsischen Könige. Wilhelm honorierte die Standhaftigkeit der Londoner und erkannte deren Privilegien an. Allerdings ließ er den Tower von London und zwei weitere Burgen errichten, um die Stadt zu kontrollieren. König Heinrich I. verlieh 1132 London den Status eines County (Grafschaft). 1141 entstand der Vorläufer der Corporation of London. Die Stadt wurde 1212 durch einen Stadtbrand teilweise zerstört. Bei einem weiteren Großbrand, dem großen Brand von London wurde die Stadt im Jahre 1666 vollständig zerstört.

Sehenswürdigkeiten


- Saint Paul's Cathedral
- Guildhall
- London Wall
- Museum of London
- Royal Exchange
- Old Bailey

Weblinks


- [http://www.cityoflondon.gov.uk Corporation of the City of London (Bezirksverwaltung)] Kategorie:Stadtbezirk von London ja:シティ・オブ・ロンドン simple:City of London

2000

Ereignisse

Jahreswidmungen


- 2000 ist „Internationales Jahr der Physik“
- Der Königs-Fliegenpilz (Amanita regakis) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Der Rotmilan (Milvus milvus) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Die Sandbirke (Betula pendula) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Das Rote Waldvöglein (Cephalanthera rubra) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)
- Die Äskulapnatter (Elaphe longissima longissima) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
- Die Fetthenne (Sedum) ist Staude des Jahres (Bund deutscher Staudengärtner)

Januar


- 1. Januar: Adolf Ogi wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die USA übergeben den Panamakanal, der seit seiner Fertigstellung am 15. August 1914 unter US-amerikanischer Hoheit stand, an Panama. 12.000 amerikanische Soldaten verlassen daraufhin die Militärbasen, die einst zum Schutz des Kanals errichtet worden waren
- 1. Januar: Die neue Bundesverfassung in der Schweiz tritt in Kraft
- 1. Januar: Turkmenistan schafft die Todesstrafe ab
- 7. Januar: Monaco. Eigene Vertretung in der EU in Brüssel
- 9. Januar: Islam Abduganijewitsch Karimow wird erneut als Staatspräsident in Usbekistan in seinem Amt bestätigt
- 21. Januar: Putsch und Sturz des Präsidenten in Ecuador
- 24. Januar: Der Fernseh-Sender N24 nimmt den Sendebetrieb auf

Februar


- 8. Februar: Griechenland. Konstantinos Stefanopoulos wird wieder als Staatspräsident gewählt
- 15. Februar: Die Beitrittsverhandlungen zwischen der EU und Lettland beginnen
- 15. Februar: Mandé Sidibé wird Staatspräsident von Mali
- 15. Februar: Die Slowakei beginnt mit den Beitrittsverhandlungen mit der EU
- 18. Februar: Stjepan Mesic wird Staatspräsident in Kroatien
- 20. Februar: Parlamentswahlen in Kirgisistan
- 27. Februar: Parlamentswahlen in Tadschikistan

März


- 1. März: Finnland. Tarja Halonen wird Staatspräsidentin
- 1. März: Vertrag über Freihandelszone zwischen der EU und Marokko bis 2010
- 1. März: Patrick Leclercq wird Staats- und Außenminister von Monaco
- 1. März: Dr. Jorge Batlle wird Staatspräsident von Uruguay
- 11. März: Chile. Neuer Ministerpräsident ist Ricardo Lagos
- 11. März: Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Eritrea und Dschibuti
- 18. März: Machtwechsel in Taiwan
- 20. März: Lehrer- und Schulabkommen zwischen Bulgarien und Deutschland
- 23. März: Ruanda. Rücktritt von Staatspräsident Pasteur Bizimungu
- 26. März: Griechenland. Schengener Abkommen voll umgesetzt

April


- 1. April: Abdoulaye Wade wird Staatspräsident in Senegal
- 8. April: Parlamentswahlen in Nauru
- 9. April: Georgien. Eduard Schewardnadse wird erneut zum Staatspräsident gewählt
- 15. April: Neues Museum Nürnberg wird eröffnet
- 20. April: Präsidentschaftswahlen in Nauru. Neuer Präsident wird Bernard Dowiyogo
- 22. April: Paul Kagame wird Staatspräsident von Ruanda

Mai


- 1. Mai: Horst Köhler, Deutschland, wird Direktor des IWF (Internationaler Währungsfond)
- 4. Mai: Großbritannien. Erste Direktwahl des Bürgermeisters von Groß-London
- 13. Mai: Eine Explosion in einer Feuerwerksfabrik zerstört Teile der Stadt Enschede
- 13. Mai: Dänemark gewinnt zum 2. Mal den Eurovision_Song_Contest
- 15. Mai: Armenien. Regierungschef wird Andranik Margarjan
- 17. Mai: Ahmet Necdet Sezer wird Staatspräsident in der Türkei
- 19. Mai: Putsch auf Fidschi
- 20. Mai: Chen Shui-bian wird Staatsoberhaupt in Taiwan
- 25. Mai: Kroatien wird Mitglied im PfP (Partnership for Peace) der NATO
- 25. Mai: Israel zieht sich aus dem Süden Libanons zurück und beendet die Besetzung
- Erstmaliges stattfinden der Blauen Nacht in Nürnberg

Juni


- 1. Juni: Das Assoziationsabkommen zwischen Israel und der EU tritt in Kraft
- 1. Juni: die Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover wird eröffnet (bis 31. Oktober 2000)
- 12. Juni: Jemen erkennt im Vertrag zu Dschidda den Grenzverlauf zu Saudi-Arabien an
- 13. Juni: Staatsstreich auf den Salomonen
- 14. Juni: Georgien wird Mitglied in der Welthandelsorganisation (WTO)
- 21. Juni: Der erste Rundbrief der ISO erscheint
- 23. Juni: Äthiopien unterzeichnet das Cotonou-Abkommen mit der EU

Juli


- 1. Juli: Das Recht auf gewaltfreie Erziehung wird in Deutschland gesetzlich festgeschrieben (vergleiche Kinderrechte)
- 1. Juli: Die Öresundbrücke, eine 16 Kilometer lange Verbindung von Kopenhagen nach Malmö, wird durch Königin Margrethe II. von Dänemark und König Carl Gustaf XVI. von Schweden eröffnet
- 2. Juli: Präsidentschaftswahlen in Mexiko
- 8. Juli: „Harry Potter und der Feuerkelch“ erscheint mit einer Startauflage von 3,8 Million Exemplaren in den USA und 1,5 Millionen Exemplaren in England
- 13. Juli: Am zweiten „Sozialen Tag“ von Schüler Helfen Leben tauschen 100.000 Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein und Hamburg Ihre Schulbank gegen einen bezahlten Job und spenden über 2,1 Millionen Euro für mildtätige Zwecke
- 17. Juli: Dr. Baschar al-Assad wird Staatspräsident von Syrien
- 25. Juli: Concorde-Absturz bei Paris mit 117 Toten
- 25. Juli: Mazedonien. Neues Schulgesetz
- 26. Juli: Nambariin Enkhbayar wird Regierungspräsident der Mongolei
- 26. Juli: Die Pharma- und Chemiekonzerne Novartis und AstraZeneca können nach einer Entscheidung der EU-Kommission den neuen weltgrößten Pflanzenschutzmittel-Produzenten Syngenta bilden
- 27. Juli: Mazedonien. 4. Umbildung der Regierung

August


- 1. August: Moshe Katsav wird Staatspräsident von Israel
- 16. August: Dominikanische Republik. Rafael Hipólito Mejía Domínguez wird Staatspräsident
- 18. August: Die Versteigerung der UMTS-Lizenzen in Deutschland geht mit einem Erlös von 50,8 Milliarden Euro zuende
- 27. August: Brand im Moskauer Fernsehturm Ostankino

September


- 5. September: Tuvalu wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 23. September: Wrackteile des seit 1947 verschwundenen Flugzeugs Star Dust werden gefunden
- 24. September: Jugoslawien. Vorgezogene Präsidentschaftswahlen und Wahlen zum jugoslawischen Bundesparlament
- 28. September: Durch den Besuch Ariel Scharons auf dem Tempelberg in Jerusalem wird die 2. Intifada ausgelöst; welche aber nachgewiesenermaßen von den Palästinensern schon davor längst geplant war, der Besuch Sharons dienste lediglich als Vorwand
- 28. September: Dänemark - In einer Volksabstimmung lehnen die dänischen Wähler die Einführung der Gemeinschaftswährung Euro ab.

Oktober


- 3. Oktober: Rücktritt des Premierministers Tang Fei in Taiwan
- 5. Oktober: Friedliche Massenproteste in Serbien und Montenegro
- 7. Oktober: Großherzog Henri, Herzog von Luxemburg, Herzog von Nassau, wird Staatsoberhaupt in Luxemburg
- 7. Oktober: Vojislav Koštunica wird neuer Präsident der Bundesrepublik Jugoslawien
- 8. Oktober: Aleksander Kwaśniewski wird als Staatspräsident in Polen im Amt bestätigt
- 10. Oktober: Oman wird in die WTO (Welthandelsorganisation) aufgenommen
- 14. Oktober: „Harry Potter und der Feuerkelch“ erscheint mit einer Startauflage von einer Million Exemplaren in Deutschland
- 22. Oktober: Côte d'Ivoire. Präsidentschaftswahlen
- 26. Oktober: Côte d'Ivoire. Laurent Gbagbo wird Staatspräsident
- 26. Oktober: Serbien und Montenegro wird Mitglied im Stabilitätspakt für Südosteuropa
- 26. Oktober: Der Euro erreicht mit 0,8225 US-Dollar sein bisheriges Allzeittief gegenüber dem US-Dollar
- 29. Oktober: Kirgisistan. Askar Akajew wird erneut als Staatspräsident bestätigt
- 29. Oktober: Präsidentschaftswahlen in Kirgisistan

November


- 1. November: Serbien und Montenegro wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 5. November: Parlamentswahlen in Aserbaidschan
- 7. November: Präsidentschaftswahlen in den USA
- 13. November: Finnland wird Mitglied der WEAG (Western European Armament Group)
- 21. November: Peru. Der Kongress enthebt Staatspräsident Alberto Fujimori seines Amtes
- 24. November: Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen zwischen Mazedonien und der EU
- 26. November: Parlamentswahlen in Rumänien
- 27. November: Serbien und Montenegro wird Mitglied in der OSZE
- 27. November: Der längste Straßentunnel der Welt, der 24,5 Kilometer lange Lærdaltunnel wird für dem Verkehr übergeben
- 30. November: Mazedonien. Aufhebung der Regierungskoalition

Dezember


- 1. Dezember: Beginn der Beitrittsverhandlungen zwischen Bulgarien und der EU
- 1. Dezember: Beschluss der EU: Ende der Visapflicht für bulgarische Staatsbürger
- 1. Dezember: Vicente Fox Quesada wird Staatspräsident von Mexiko
- 6. Dezember: Serbien und Montenegro wird Mitglied in der UNIDO
- 10. Dezember: Ion Iliescu wird Staatspräsident in Rumänien
- 11. Dezember: Frankreich macht Zusage über 440 Mio USD Hilfe für Burundi
- 12. Dezember: Friedensvertrag von Algier zwischen Äthiopien und Eritrea
- 12. Dezember: Eine Entscheidung des Supreme Court macht George W. Bush zum neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten
- 20. Dezember: Serbien und Montenegro wird Mitglied in der UNESCO
- 28. Dezember: Prof. Dr. Adrian Năstase wird Premierminister in Rumänien

Katastrophen


- 30. Januar: Dammbruch einer Absetzanlage in Baia Mare (Rumänien), der eine schwere Umweltkatastrophe zur Folge hat
- 23. Februar: Mosambik versinkt im Wasser, mehr als eine Million Menschen sind vom Hochwasser betroffen, es gibt Hunderte Tote
- 19. April: Insel Samal, Philippinen. Eine Boeing 737 stürzte während des Landeanflugs ca. 6 km vor der Start- und Landebahn ab. Alle 131 Personen an Bord starben
- 4. Mai: Ein Erdbeben der Stärke 7,6 auf Sulawesi, Indonesien. 46 Tote
- 13. Mai: Bei der Explosion einer Feuerwerkskörperfabrik in der niederländischen Stadt Enschede sterben 22 Menschen und über 1000 werden verletzt. Ein ganzer Stadtteil wird zerstört
- 25. Mai: Am Aéroport Charles de Gaulle in Paris, stießen eine Shorts 330 der Fluggesellschaft Stream Line mit einer Air Libert MD-80 zusammen. Alle Maschinen auf dem Flughafen waren mit französischen Crews besetzt und ihnen wurden auf Französisch Anweisungen erteilt. So bekam die britische Crew der Stream Line nicht mit, dass eine andere Maschine eine Freigabe für die gleiche Startbahn bekommen hat. Bei diesen Unfall starb der Co-Pilot der Stream Line. Der Unfall ließ sich auf die Benutzung unterschiedlicher Sprachen im Flugfunk zurückführen. Bis heute ist es in einigen Ländern immer noch üblich, dass mit Piloten in ihrer Muttersprache gesprochen wird und nicht auf Englisch
- 4. Juni: Ein Erdbeben der Stärke 7,9 auf Sumatra, Indonesien. 103 Tote
- 25. Juli: Bei dem Absturz einer französischen Concorde am 25. Juli 2000 bei Paris kamen 113 Menschen ums Leben. Air France stellte daraufhin den Flugbetrieb der Concorde ein, die britische Flugaufsicht entzog der Concorde die Bescheinigung der Flugtauglichkeit, die sie erst nach zahlreichen Konstruktionsänderungen wieder erlangte
- 12. August: Untergang des russischen U-Boots Kursk, 118 Tote
- 23. August: Oman. Absturz eines Airbus A320 der Gulf Air während des Landeanflugs ca. 3 km vor der Start- und Landebahn. Alle 143 Menschen an Bord starben
- 11. November: Bei einem Brand in der Gletscherbahn Kaprun sterben 155 Menschen
- 25. November: Ein Erdbeben der Stärke 6,3 im Kaukasus, Russland. 31 Tote
- 6. Dezember: Ein Erdbeben der Stärke 7,0 in Turkmenistan. 11 Tote
- 27. Dezember: In Grosny werden bei einem Bombenanschlag 83 Menschen getötet

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 18. März: Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Paea Wolfgramm in der Alsterdorfer Sporthalle in Hamburg, Deutschland, durch KO
- 1. April: Vitali Klitschko verliert seinen Boxkampf gegen Chris Byrd im Estrel Convention Center, Berlin, Deutschland, durch technischen KO
- 29. April: Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen David Bostice im Madison Square Garden, New York, USA, durch technischen KO
- 29. April: Lennox Lewis gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Michael Grant im Madison Square Garden, New York, USA, durch KO
- 2. Juli: Frankreich wird in Rotterdam Fußball-Europameister
- 15. Juli: Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Monte Barrett in der London Arena in London, Großbritannien, durch technischen KO
- 15. Juli: Lennox Lewis gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Francois Botha in der London Arena, London, Großbritannien, durch technischen KO
- 15. September bis 1. Oktober: Die XXVII. Olympischen Sommerspiele finden in Sydney statt
- 14. Oktober: Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Chris Byrd in der Kölnarena in Köln, Deutschland, durch einen Punktesieg
- 11. November: Lennox Lewis gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen David Tua in Mandalay Bay, Las Vegas, Nevada, USA, durch Sieg nach Punkten
- 25. November: Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Timo Hoffmann in der Preussag Arena, Hannover, Deutschland, durch einen Punktesieg

Gesellschaft


- 8. April: Einrichtung der ersten deutschen Babyklappe in Hamburg-Altona
- Joanne K. Rowling: Harry Potter und der Feuerkelch

Geboren


- 13. Mai: Lukas Marie, Sohn von Prinzessin Tatjana von Liechtenstein und Philipp von Lattorf
- 9. September: Victoria Federica de Marichalar y de Borbón, Tochter von Infantin Elena von Spanien und Jaime de Marichalar
- 6. Dezember: Pablo Nicolás Urdangarín Borbón, Sohn von Infantin Cristina von Spanien und Iñaki Urdangarín
- 6. Dezember: Prinz Nikolaus Sohn von Erbprinz Alois von Liechtenstein, und Sophie Prinzessin von Bayern

Gestorben


- 1. Januar: Nat Adderley, US-amerikanischer Jazz-Kornettist und -Trompeter (
- 1931)
- 2. Januar: Patrick O’Brian, Schriftsteller (
- 1914)
- 4. Januar: Reinhard Riegel, deutscher Rechtswissenschaft und Datenschutzexperte (
- 1942)
- 5. Januar: Diether Krebs, deutscher Schauspieler und Kabarettist (
- 1947)
- 5. Januar: Bernhard Wicki, österreichischer Schauspieler und Filmregisseur (
- 1919)
- 6. Januar: Don Martin, Cartoonist des MAD-Magazins (
- 1931)
- 7. Januar: Klaus Wennemann, deutscher Schauspieler (
- 1940)
- 8. Januar: Henry Eriksson, schwedischer Leichtathlet und Olympiasieger (
- 1920)
- 8. Januar: Herbert Turnauer, österreichischer Industrieller (
- 1907)
- 8. Januar: Fritz Thiedemann, deutscher Springreiter (
- 1918)
- 9. Januar: Bruno Zevi, italienischer Architekt, Architekturhistoriker, Autor und Universitätsprofessor (
- 1918)
- 10. Januar: John Newland, US-amerikanischer Filmregisseur, Filmproduzent und Drehbuchautor (
- 1917)
- 17. Januar: Philip Jones, englischer Trompeter und Gründer des Philip Jones Brass Ensemble (
- 1928)
- 18. Januar: Sadayoshi Tanabe, ältester Mann der Welt vom 29. April 1999 bis zu seinem Tod (
- 1888)
- 18. Januar: Margarete Schütte-Lihotzky, erste weibliche österreichische Architektin (
- 1897)
- 18. Januar: Francis Haskell, englischer Kunsthistoriker (
- 1928)
- 19. Januar: Bettino Craxi, italienischer sozialistischer Politiker (
- 1934)
- 19. Januar: G. Ledyard Stebbins, US-amerikanischer Biologe, Botaniker (
- 1906)
- 19. Januar: Hedy Lamarr, Schauspielerin und Erfinderin (
- 1913)
- 20. Januar: John Donald Abney, US-amerikanischer Jazzpianist (
- 1923)
- 26. Januar: Donald Budge, US-amerikanischer Tennisspieler (
- 1915)
- 26. Januar: Alfred Elton van Vogt, kanadischer Science Fiction Autor (
- 1912)
- 27. Januar: Mae Faggs, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin (
- 1932)
- 27. Januar: Friedrich Gulda, österreichischer Pianist und Komponist (
- 1930)
- 29. Januar: Hannes Schmidhauser, Schweizer Filmschauspieler, Drehbuchautor und Regisseur (
- 1926)
- 31. Januar: Gil Kane, Comiczeichner (
- 1926)
- 31. Januar: Martin Benrath, deutscher Schauspieler (
- 1926)
- 1. Februar: Wilhelm Kümpel, Domorganist und Kirchenmusikdirektor (
- 1920)
- 3. Februar: Alla Rakha, indischer Musiker (Tabla) (
- 1919)
- 4. Februar: Joachim-Ernst Berendt, deutscher Musikjournalist und -kritiker (
- 1922)
- 4. Februar: Henry Jaeger, deutscher Schriftsteller (
- 1927)
- 4. Februar: Lothar Alisch, deutscher Politiker (
- 1951)
- 5. Februar: George Koltanowski, belgisch-US-amerikanischer Schachspieler (
- 1903)
- 5. Februar: Claude Autant-Lara, französischer Filmregisseur (
- 1901)
- 7. Februar: Big Punisher, US-amerikanischer Rapper (
- 1971)
- 7. Februar: Dave Peverett, englischer Blues- und Hard Rock-Musiker (
- 1943)
- 7. Februar: Sid Abel, kanadischer Eishockeyspieler und -trainer (
- 1918)
- 8. Februar: Angelika Mechtel, deutsche Schriftstellerin (
- 1943)
- 9. Februar: Hans Platschek, deutscher Maler und Publizist (
- 1923)
- 11. Februar: Dieter Pavlik, deutscher Politiker (
- 1935)
- 11. Februar: Roger Vadim, französischer Filmregisseur (
- 1928)
- 11. Februar: Jacqueline Auriol, durchbrach als erste Frau die Schallmauer (
- 1917)
- 12. Februar: Jalacy Hawkins, US-amerikanischer Sänger (
- 1929)
- 13. Februar: James Cooke Brown, US-amerikanischer Soziologe und Science-Fiction-Autor (
- 1921)
- 13. Februar: Charles M. Schulz, Erfinder der Comicserie „Die Peanuts“ (
- 1922)
- 16. Februar: Lila Kedrova, russische Schauspielerin (
- 1918)
- 19. Februar: Anatoli Alexandrowitsch Sobtschak, russischer Politiker (
- 1937)
- 19. Februar: Friedensreich Hundertwasser, Mahler und Architekt (
- 1928)
- 21. Februar: Constance Cummings John, sierra leonische Frauenrechtlerin, Politikerin und Lehrerin (
- 1918)
- 22. Februar: Dieter Borkowski, deutscher Schriftsteller, Journalist und Historiker (
- 1928)
- 22. Februar: Hubert Aratym, österreichischer Maler (
- 1926)
- 23. Februar: Ofra Haza, israelische Sängerin (
- 1959)
- 23. Februar: Albrecht Goes, deutscher Schriftsteller und protestantischer Theologe (
- 1908)
- 26. Februar: Franz Fuchs, Briefbombenattentäter (
- 1949)
- 2. März: Franz Stadler, deutscher Funktionär, ADAC-Präsident 1972-89 (
- 1913)
- 3. März: Otto Grünmandl, österreichischer Kabarettist und Schriftsteller (
- 1924)
- 5. März: Daniel Abraham Yanofsky, kanadischer Schachspieler (
- 1925)
- 6. März: Lolo Ferrari, französische Pornodarstellerin und Sängerin (
- 1970)
- 7. März: William D. Hamilton, englischer Biologe (
- 1936)
- 9. März: René Gardi, Reiseschriftsteller (
- 1909)
- 10. März: Ivo Robić, kroatischer Schlagersänger (
- 1926)
- 12. März: Ignatius Kung Pin-Mei, Erzbischof von Philadelphia und Kardinal (
- 1901)
- 14. März: Anne Wibble, schwedische Politikerin, Finanzministerin 1991–94 (
- 1943)
- 17. März: Harry Blum, deutscher Politiker (
- 1944)
- 18. März: Eberhard Bethge (Theologe), deutscher evangelischer Pastor und Theologe (
- 1909)
- 21. März: Wolfgang Gress, Wirtschaftsfunktionär der DDR (
- 1929)
- 22. März: Max Epstein, US-amerikanischer Klenzmer-Musiker. (
- 1912)
- 22. März: Mark Lombardi, US-amerikanischer Künstler (
- 1951)
- 22. März: Hans-Günter Hoppe, deutscher Politiker (
- 1922)
- 26. März: Werner Zeyer, deutscher Politiker (
- 1929)
- 27. März: Ian Dury, englischer Musiker, Songwriter und Schauspieler (
- 1942)
- 27. März: Frank Strecker, deutscher Schauspieler, Regisseur und Autor (
- 1941)
- 29. März: Karl-Heinz Lauterjung, deutscher Physiker (
- 1914)
- 30. März: Rudolf Kirchschläger, Diplomat, Politiker, österreichischer Bundespräsident (
- 1915)
- 31. März: Gisèle Freund, deutsch-französische Fotografin und Fotohistorikerin (
- 1908)
- 6. April: Bernardino Echeverría Ruiz, Erzbischof von Guayaquil und Kardinal (
- 1912)
- 6. April: Habib Bourguiba, tunesischer Präsident (1957–1987) (
- 1903)
- 9. April: Tony Cliff, britischer Sozialist (
- 1917)
- 10. April: Walter Stöhrer, deutscher Maler (
- 1937)
- 10. April: Larry Linville, US-amerikanischer Schauspieler (
- 1939)
- 13. April: Giorgio Bassani, italienischer Schriftsteller und Publizist (
- 1916)
- 13. April: Aivars Gipslis, lettischer Schach-Grossmeister (
- 1937)
- 14. April: Phil Katz, Erfinder der ZIP-Kompression (
- 1962)
- 15. April: Edward Gorey, US-amerikanischer Autor und Illustrator (
- 1925)
- 16. April: Rudolf Grenz, Historiker und Autor
- 18. April: Martin Mailman, US-amerikanischer Komponist und Professor (
- 1932)
- 20. April: Eugene Hartzell, US-amerikanischer Komponist (
- 1932)
- 25. April: Niels Viggo Bentzon, ein dänischer Komponist und Pianist (
- 1919)
- 27. April: Lothar Herbst, polnischer Poet und führender Oppositioneller (
- 1940)
- 28. April: Federico Brito Figueroa, venezolanischer marxistischer Historiker und Anthropologe (
- 1921)
- 28. April: Jerzy Einhorn, Professor für Strahlentherapie und Politiker (Kristdemokrat) (
- 1925)
- 3. Mai: John Joseph O'Connor, Erzbischof von New York und Kardinal (
- 1920)
- 4. Mai: Hendrik Casimir, Niederlaendischer Physiker (
- 1909)
- 4. Mai: Gino Bartali, italienischer Radrennfahrer (
- 1914)
- 7. Mai: Douglas Fairbanks jr., US-amerikanischer Filmschauspieler (
- 1909)
- 8. Mai: Coutoucou Hubert Maga, ehemaliger Präsident von Benin (
- 1916)
- 14. Mai: Obuchi Keizō, 84. japanischer Premierminister (
- 1937)
- 16. Mai: Andrzej Szczypiorski, polnischer Schriftsteller (
- 1924)
- 21. Mai: John Gielgud, britischer Schauspieler (
- 1904)
- 21. Mai: Erich Mielke, Minister für Staatssicherheit der DDR (
- 1907)
- 21. Mai: Barbara Cartland, Autorin romantischer Literatur (
- 1901)
- 22. Mai: Ernst Dieter Lueg, Journalist (
- 1930)
- 25. Mai: Nicholas Clay, englischer Schauspieler (
- 1946)
- 27. Mai: Maurice Richard, kanadischer Eishockeyspieler (
- 1921)
- 28. Mai: Vincentas Sladkevicius, Erzbischof von Kaunas und ein Kardinal (
- 1920)
- 28. Mai: Donald Watts Davies, Physiker (
- 1924)
- 29. Mai: Dieter Ordelheide, deutscher Ökonom (
- 1939)
- 30. Mai: Jürgen von Woyski, deutscher Bildhauer und Maler (
- 1929)
- 31. Mai: Tito Puente, Jazz-, Salsa- und Mambo-Musiker (
- 1923)
- 3. Juni: Merton H. Miller, US-amerikanischer Ökonom und Nobelpreisträger (
- 1923)
- 4. Juni: Paul Zougrana, Erzbischof von Ouagadougou und Kardinal (
- 1917)
- 5. Juni: Huschang Golschiri, Iranischer Schriftsteller (
- 1937)
- 5. Juni: Martin „Kleinti“ Simon, deutscher Liedermacher (
- 1966)
- 8. Juni: Joachim von Elbe, Jurist und Diplomat (
- 1902)
- 9. Juni: Ernst Jandl, Dichter (
- 1925)
- 9. Juni: Alfred Weidenmann, deutscher Jugendbuchautor und Regisseur (
- 1916)
- 9. Juni: London, England. Er führt die Greater London Authority an und ist zuständig für die Erstellung des Budgets und die strategische Planung einiger Regierungsaufgaben in ganz Greater London. Dazu zählen u.a. Verkehr, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und Wirtschaftsförderung. Das Amt des Mayor of London sollte man nicht mit demjenigen des Lord Mayor of London verwechseln. Dieser Titel ist historisch gewachsen und hat heute fast nur noch zeremonielle Bedeutung. Der Mayor of London wird alle vier Jahre direkt vom Volk gewählt. London spielte in dieser Hinsicht eine Vorreiterrolle, andere Städte in Großbritannien sind seither diesem Beispiel gefolgt. Die erste Wahl fand am 4. Mai 2000 statt und wurde von Ken Livingstone gewonnen. Seine Wahl war sehr umstritten. Nachdem er von der Labour Party nicht nominiert worden war, kandidierte er als Unabhängiger und wurde aus der Partei ausgeschlossen. Die Conservative Party musste ihren Kandidaten Jeffrey Archer zurückziehen, nachdem dieser wegen Meineids angeklagt (und später auch verurteilt) wurde. Bei der zweiten Wahl am 10. Juni 2004 wurde Livingstone wiedergewählt, diesmal als offizieller Labour-Kandidat.

Wahlen zum Mayor of London

2000

2004

Kategorie:Londoner Behörde

Ken Livingstone

Kenneth Robert Livingstone (
- 17. Juni 1945 in Lambeth, London) ist der Oberbürgermeister von London (Mayor of London) und Mitglied der Labour Party. Sein Spitzname lautet Red Ken (Roter Ken), dies aufgrund seiner ausgesprochen linken Politik. Er ist eine der schillerndsten politischen Figuren des Landes und hat eine Vorliebe dafür, Molche als Haustiere zu halten.

Einstieg in die Politik

Nach seiner Schulzeit arbeitete er zuerst acht Jahre lang als Techniker in der Krebsforschung und besuchte später eine Weiterbildung als Lehrer. 1969 trat er der Labour Party bei. 1971 wurde er in die Lokalverwaltung des Stadtbezirks Lambeth gewählt, wo er Vizepräsident der Sozialwohnungskommission war (als Nachfolger des späteren Premierministers John Major). 1973 wurde er Abgeordneter des Greater London Council (GLC). 1979 kandidierte er im Wahlkreis Hampstead erfolglos als Abgeordneter des House of Commons. Zwischen 1978 und 1982 war er Bezirksrat in Camden. Die Wahlen zum GLC am 7. Mai 1981 gewann die Labour Party unter der Führung des moderaten Andrew McIntosh. Livingstone hatte sich im Wahlkreis Paddington aufstellen lassen und wurde gewählt. Nur einen Tag später forderte er McIntosh heraus. Dank der Stimmen des linken Flügels wurde Livingstone der neue Vorsitzende des GLC.

Vorsitzender des Greater London Council

Eine der ersten Maßnahmen, die Livingstone umsetzte, war die Fahrpreissubventionierung auf Bus- und U-Bahnlinien. Obwohl das Programm Fares Fair (Faire Fahrpreise) sehr beliebt war und zu vermehrter Benützung des öffentlichen Verkehrs führte, focht die von Konservativen dominierte Verwaltung des Stadtbezirks Bromley (wo es keine U-Bahnlinien gibt) die Maßnahme an und erhielt von den Lordrichtern Recht. Trotz dieser Niederlage blieb Livingstone für die Conservative Party ein ständiges Ärgernis. So provozierte er die Thatcher-Regierung, indem er auf einer riesigen Anzeigetafel die aktuellen Arbeitslosenzahlen zeigte, und zwar auf dem Dach der County Hall (dem Sitz der GLC), das direkt gegenüber dem Palace of Westminster liegt. Weitere Provokationen waren die Ausrufung eines „Antifaschistischen Jahres“, die Unterstützung von Friedensorganisationen und die Proklamation einer „nuklearfreien Zone“ in London. Der größte Affront war wohl die Einladung der Sinn Féin-Anführer Gerry Adams und Danny Morrison im Dezember 1982. Da ihnen die Einreise nach London aufgrund eines eilig erlassenen Anti-Terror-Gesetzes verwehrt wurde, traf Livingstone sie stattdessen in Nordirland. Nachdem Adams als Unterhaus-Abgeordneter gewählt worden war, wurde die Einreisesperre wieder aufgehoben. Diese Aktionen machten Livingstone zu einer beliebten Zielscheibe der Presse. Die Zeitung The Sun nannte ihn Red Ken (Roter Ken) und beschrieb ihn als die „abscheulichste Person von ganz Großbritannien“. Nach den Unterhauswahlen von 1983 legte die Regierung der GLC immer mehr Steine in den Weg. So wurden z.B. sämtliche Subventionen gestrichen; ein Antrag zur Abschaffung des GLC scheiterte nur knapp. Livingstone und drei andere Stadträte traten am 2. August 1984 aus Protest zurück und erzwangen dadurch Neuwahlen. Die Kampagne lief unter dem Motto "Rettet die Demokratie in London!". Die Conservative Party stellte allerdings keinen einzigen Kandidaten auf; dies hatte eine sehr niedrige Wahlbeteiligung zur Folge, so dass die Kampagne letztlich scheiterte. Das Parlament beschloss am 15. Dezember 1984, die GLC per 31. März 1986 aufzulösen. Deren Kompetenzen wurden teilweise an die einzelnen Stadtbezirke und teilweise an die Zentralregierung übertragen.

Livingstone im Unterhaus

Livingstone kandidierte 1987 erneut als Unterhausabgeordneter und wurde im Wahlkreis Brent East gewählt. Seine Rolle war auf die eines Hinterbänklers beschränkt, weil sein radikaler Sozialismus innerhalb der Partei immer weniger Anklang fand. Zu dieser Zeit bewegte sich Labour unter Neil Kinnock immer mehr zur Mitte. Die Exponenten des linken Flügels, zu den Livingstone gehörte, wurden für die „Unwählbarkeit“ der Labour Party verantwortlich gemacht. 1992 wurde Livingstone glanzvoll wiedergewählt. Neben seiner Parlamentstätigkeit hatte er noch einige "Nebenjobs"; so war er Kandidat in Gameshows, Redner an Banketten und Restaurantkritiker für die Zeitung Evening Standard. 1995 steuerte er einige Worte zum Blur-Album The Great Escape bei.

Umstrittene Wahl

Livingstone wurde 1997 erneut als Unterhausabgeordneter bestätigt, als Labour unter Tony Blair an die Macht kam. Eines der Hauptanliegen der neuen Labour-Regierung war die Stärkung der Lokalverwaltung durch die Schaffung der Greater London Authority, mit ähnlichen Kompetenzen wie die GLC. Livingstone wurde auf die parteiinterne Kandidatenliste für die Wahl zum Mayor of London gesetzt, trotz der persönlichen Antipathie von Tony Blair, der Livingstone für ein „sozialistisches Relikt“ hielt. Obwohl Livingstone bei der parteiinternen Kandidatenauswahl im Februar 2000 am meisten Stimmen erhielt, wurde der treue Blair-Anhänger und frühere Gesundheitsminister Frank Dobson zum Kandidaten gekürt. Dieser profitierte von einem kuriosen Wahlsystem, bei dem die Stimmen der Parlamentsabgeordneten viel stärker gewichtet wurden als jene der einfachen Parteimitglieder. Am 6. März erklärte Livingstone, dass er als Unabhängiger kandidieren würde. Am 4. April wurde er aus der Partei ausgeschlossen. Die Wahl des Mayor am 4. Mai 2000 gewann Livingstone mit großem Vorsprung. Der offizielle Labour-Kandidat Frank Dobson, der von der Parteiführung angeblich zur Kandidatur gezwungen worden war, zeigte während des gesamten Wahlkampfs wenig Enthusiasmus und landete lediglich auf dem enttäuschenden dritten Platz. Er landete noch hinter Steve Norris, dem Kandidaten der Konservativen (deren ursprünglicher Kandidat Jeffrey Archer wurde während des Wahlkampfs wegen Meineids angeklagt und später auch verurteilt). Livingstones Wahlsieg war für Premierminister Blair eine große persönliche Schlappe.

Londons erster Bürgermeister

Eines der Hauptanliegen Livingstones war die Modernisierung und Teilprivatisierung der London Underground. Livingstone setzte gegen den Widerstand der Ladenbesitzer auch die City-Maut Congestion Charge durch, um das motorisierte Verkehrsaufkommen im Stadtzentrum zu reduzieren. Wegen dieser Leistung wurde er 2003 zum "Politiker des Jahres" gewählt. Livingstone machte Schlagzeilen, als er den US-Präsidenten George W. Bush als „die größte Gefahr für das Leben auf dem Planeten“ bezeichnete. Er gab gleichzeitig in der City Hall einen Empfang für „all jene, die nicht George Bush sind“ und lud dazu prominente Gegner des Irak-Kriegs ein. Die Labour Party fürchtete, bei der zweiten Wahl zum Mayor of London noch schlechter abzuschneiden als beim ersten Mal. So wurde Livingstone im Januar 2004 wieder offiziell in die Partei aufgenommen, trotz Widerstand von prominenten Parteimitgliedern wie Finanzminister Gordon Brown, Vizepremier John Prescott und dem ehemaligen Parteivorsitzenden Neil Kinnock. Am 10. Juni 2004 wurde Livingstone mit beachtlichem Vorsprung wiedergewählt.

Zweite Amtszeit als Mayor of London

Im Februar 2005 wurde Livingstone in der Öffentlichkeit heftigst kritisiert. Er hatte Oliver Finegold, einen jüdischen Journalisten von Evening Standard, mit einem KZ-Wärter verglichen, nachdem dieser versucht hatte, Livingstone nach einem Empfang zu interviewen. Livingstone sagte dem Reporter er solle „für eine Zeitung arbeiten, die nicht dafür bekannt ist, den Faschismus zu unterstützen“. Dies war eine Anspielung auf die im gleichen Verlag erscheinende Zeitung Daily Mail, die in den 1930ern Sympathien für Adolf Hitler gezeigt hatte. Die Standards Board for England, die Aufsichtsbehörde für alle Lokalverwaltungen in England, leitete daraufhin eine Untersuchung ein. Falls Livingstone sich nicht öffentlich entschuldigt, droht im schlimmsten Fall eine fünfjährige Sperre für öffentliche Ämter. Im März 2005 sorgte er für weitere Schlagzeilen, als er in einer Kolumne für die Zeitung The Guardian den israelischen Premierminister Ariel Sharon als Kriegsverbrecher bezeichnete und ihn für die Massaker in Sabra und Schatila sowie ethnische Säuberungen verantwortlich machte. Im September 2005 setzte er sich öffentlich dafür ein, auf dem Trafalgar Square eine Statue von Nelson Mandela aufzustellen. Livingstone sagte: „Es gibt keinen besseren Ort für eine Statue von Nelson Mandela als unser bedeutendster Platz, so dass jede Generation die nächste an den Kampf gegen Rassismus erinnern kann“. Livingstone hatte sich stark für die Wahl Londons als Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 2012 engagiert. Der positive Entscheid des IOC war deshalb ein großer persönlicher Erfolg. Nur einen Tag später erschütterten die Terroranschläge vom 7. Juli die Stadt. Daraufhin startete Livingstone eine Kampagne, um den Multikulturalismus der Stadt zu betonen und bei den Stadtbewohnern ein Gefühl der Einheit zu schaffen.

Weblinks


- [http://www.london.gov.uk Greater London Authority]
- [http://www.london.gov.uk/mayor/mayorbiog.jsp Biografie auf GLA] Livingstone, Ken Livingstone, Ken Livingstone, Ken Livingstone, Ken Livingstone, Ken

Greater London Council

Der Greater London Council (kurz GLC) war zwischen 1965 und ihrer Auflösung 1986 die oberste Verwaltungsbehörde von Greater London. Sie war die Nochfolgerin des Metropolitan Board of Works (1855-1889) und des London County Council (1888-1965). Die GLC war alleine verantwortlich für den öffentlichen Nahverkehr, die Feuerwehr, die Notfallplanung und den Katastrophenschutz. Gemeinsam mit den Boroughs war sie verantwortlich für Straßenbau, sozialen Wohnungsbau und den Bau von Freizeiteinrichtungen. Für weitere Aufgaben waren die Boroughs selbst verantwortlich.

Gründung

Die Labour Party hatte seit 1934 den London County Council dominiert. In den 1950ern kam die von der Conservative Party geführte Regierung zum Schluss, dass die Wahlen immer einseitiger wurden, weil der LCC nur in den inneren Stadtteilen (heute Inner London) zuständig war, deren Bevölkerung überwiegend Labour wählte. Die Regierung suchte nach Möglichkeiten, um eine Verwaltungsbehörde für ganz London zu schaffen, da die äußeren Stadtteile mehrheitlich konservativ wählten. 1957 wurde eine parlamentarische Kommission eingesetzt. Diese empfahl 1960 die Schaffung von 52 London Boroughss als Basis für die lokale Selbstverwaltung. Außerdem sollte der LCC die bereits bestehenden, aber mit weniger Befugnissen ausgestatteten Planungsbehörden für ganz London ersetzen. Den Empfehlungen wurde weitgehend entsprochen, allerdings wurde die Anzahl der London Boroughs auf 32 begrenzt. Die am 1. April 1965 gegründete Verwaltungseinheit Greater London umfasste die County of London und Middlesex sowie Teile von Essex, Hertfordshire, Kent und Surrey, dazu kamen die kreisfreien Städte Croydon, East Ham und West Ham.

Politische Kontrolle

Die ersten Wahlen zum GLC fanden am 9. April 1964 in allen zukünftigen London Boroughs statt. Entgegen der Hoffnungen der Konservativen erreichte die Labour Party eine komfortable absolute Mehrheit (64 Labour, 36 Conservative); Bill Fiske wurde der erste Vorsitzende des GLC. Bei den nächsten Wahlen 1967 führte die Unzufriedenheit mit der nationalen Regierung zu einer Umkehrung der Verhältnisse (82 Conservative, 18 Labour). Desmond Plummer wurde der erste konservative Vorsitzende einer stadtweiten Verwaltungsbehörde nach 34 Jahren. 1970 siegten die Konservativen ebenfalls, allerdings mit einer reduzierten Mehrheit. 1972 wurde das Wahlsystem geändert; es gab nur noch Wahlkreise mit einem Mandat und die Amtszeit des GLC wurde auf vier Jahre ausgedehnt. Bei den Wahlen im Jahr 1973 gewann Labour mit einem stark sozialistisch geprägten Wahlprogramm. 57 Sitze gingen an Labour, 33 Sitze an die Konservativen und zwei Sitze an die Liberal Party. Die Pläne der GLC-Mehrheit unter dem Vorsitzenden Reg Goodwin erhielten durch die Ölkrise von 1974 einen Dämpfer. Die hohe Inflation und das Budgetdefizit von 1,6 Milliarden Pfund hatten eine massive Steuererhöhung und unpopuläre Leistungskürzungen zur Folge. Einige Monate vor den Wahlen des Jahres 1977 begann sich Labour in zwei Gruppen zu spalten. Die von Ken Livingstone angeführte linke Gruppe lehnte das Wahlprogramm der Partei ab. Die Konservativen gelangten im Mai 1977 wieder an die Macht, nachdem sie unter der Führung von Horace Cutler 64 Sitze gewannen (Labour erreichte lediglich 28 Sitze). Cutler, ein Anhänger des Thatcherismus, ließ das Budget kürzen und entledigte sich des kostspieligen sozialen Wohnungsbaus. Die Labour Party war weiterhin zerstritten. Goodwin trat 1980 überraschend zurück; in der darauf folgenden parteiinternen Wahl um den Vorsitz wurde Livingstone nur knapp vom moderaten Andrew McIntosh geschlagen. Doch Livingstones Lager konnte bis zu den Wahlen 1981 die Kontrolle über die Partei erlangen und das Wahlprogramm nach ihren Vorstellungen gestalten. Vor den Wahlen im Mai 1981 stellten die Konservativen die Behauptung auf, dass unmittelbar nach einem Labour-Wahlsieg Andrew McIntosh durch Ken Livingstone ersetzt würde. McIntosh und Parteichef Michael Foot beteuerten, dass die unwahr sei. Schließlich gewann Labour mit einer kleinen Mehrheit von sechs Mandaten. Nur einen Tag nach den Wahlen setzte sich der linke Labour-Flügel durch, setzte MacIntosh ab und wählte Livingstone zum GLC-Vorsitzenden. Livingstone gelang es, die meisten seiner Anliegen durchzusetzen und wurde bald ein sehr beliebter Politiker.

Abschaffung und Ersatz

Die Einhaltung von Livingstones sozialistisch geprägten Wahlversprechen erwies sich als sehr kostspielig, was unweigerlich zu einem Konflikt mit der Regierung von Premierministerin Margaret Thatcher führte. Livingstone provozierte die Regierung, indem er auf der Fassade der County Hall (Sitz des GLC) eine riesige Leuchtreklame mit den aktuellen Arbeitslosenzahlen anbringen ließ, direkt gegenüber dem Palace of Westminster (Sitz der Regierung). 1983 beschloss das Kabinett, den GLC aufzulösen. Die Regierung argumentierte, der GLC sei ineffizient und unnötig; die Aufgaben könnten von den Boroughs viel effizienter erledigt werden. Die Abschaffung erfolgte aber eigentlich aus rein politischen Gründen. Der Local Government Act, der die Auflösung des GLC per 31. März 1986 vorsah, erhielt im Unterhaus eine knappe Mehrheit. Während ihrer letzten Amtszeit war die GLC hauptsächlich damit beschäftigt, neue Arbeitsstellen für die 22.000 Angestellten zu finden. Nach der Auflösung des GLC war London die weltweit einzige Metropole ohne zentrale Verwaltung. Die meisten Aufgaben wurden an die Boroughs übertragen, während einige direkt der Regierung unterstellt wurden. Doch bald zeigte es sich, dass das Fehlen einer zentralen Behörde unerlässlich für das Funktionieren einer Großstadt war, denn immer häufiger kam es zu Koordinationsschwierigkeiten. Nachdem Tony Blair im Jahr 1997 Premierminister geworden war, versprach er die Wiedereinsetzung einer Behörde für ganz London. 1999 wurde in einer Volksabstimmung die Einsetzung der Greater London Authority (GLA) angenommen. Die GLA, bestehend aus der London Assembly und dem Mayor of London, nahm ihre Tätigkeit im darauf folgenden Jahr auf. Zum ersten Mayor (Oberbürgermeister) wurde Ken Livingstone gewählt, der letzte Vorsitzende des GLC.

Vorsitzende des GLC


- Bill Fiske 1964-67
- Desmond Plummer 1967-73
- Sir Reg Goodwin 1973-77
- Sir Horace Cutler 1977-81
- Ken Livingstone 1981-84
- John Wilson 1984
- Ken Livingstone 1984-86

Wahlen zum Rat des GLC

1964

1967

1970

1973

Die Anzahl der Sitze wurde nach einer Änderung des Wahlsystems von 100 auf 92 reduziert.

1977

1981

Kategorie:Londoner Behörde ja:グレーター・ロンドン・カウンシル

Margaret Thatcher

Margaret Hilda Thatcher, Baroness Thatcher of Kesteven LG, OM, PC (
- 13. Oktober 1925 in Grantham, Lincolnshire, England als Margaret Hilda Roberts) war von 1979 bis 1990 die erste weibliche Premierministerin des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland.

Leben

Großbritannien und Nordirland Margaret Thatcher studierte zuerst Chemie und arbeitete eine Zeit lang als Chemikerin. Das Team, in dem sie arbeitete, erfand das Softeis. Kurz nach ihrer Hochzeit wandte sie sich der Rechtswissenschaft zu. Sie arbeitete eine kurze Zeit als Anwältin für Steuerrecht. 1950 nahm sie zum ersten Mal an Unterhauswahlen teil, scheiterte jedoch. 1951 heiratete sie Denis Thatcher. Am 15. August 1953 gebar sie die Zwillinge Carol und Mark. 1959 wurde sie als Kandidatin der Conservative Party für den Wahlkreis Finchley, im Norden Londons, ins Unterhaus gewählt. 1961 wurde sie zur Parlamentssekretärin im Ministerium für Sozialversicherungen ernannt. 1970 wurde sie Kultus- und Wissenschaftsministerin im Kabinett von Edward Heath. In dieser Funktion wurde sie als "Milchräuberin" bekannt, da sie die Gratis-Milch an Primarschulen abschaffte. Nach der Wahlniederlage der Konservativen im Jahr 1974 wurde sie 1975 in einer Kampfabstimmung gegen Amtsinhaber Edward Heath zur Parteivorsitzenden gewählt. Der von ihr selbst geliebte Spitzname "Eiserne Lady" (Iron Lady) stammt von einem Kommentar von Radio Moskau im Jahre 1976, nachdem sie in einer Ansprache die "bolschewistische" Sowjetunion scharf attackiert hatte. In den Parlamentswahlen von 4. Mai 1979 führte sie die konservative Partei zum Sieg. Die von ihr vertretene Wirtschaftspolitik (Thatcherismus) hatte im Hinblick auf Inflationsbekämpfung und Deregulierung zahlreiche Gemeinsamkeiten mit der von Ronald Reagan in den USA, verzichtete aber auf die von Reagan betriebene exzessive Erhöhung der Staatsausgaben und zumindest bis 1987 auch auf umfangreiche Steuersenkungen. In Thatchers erster Legislaturperiode stand zunächst die Inflationsbekämfung im Vordergrund (Monetarismus). In ihrer zweiten Legislaturperiode ging es vor allem darum, den Einfluss des Staates und der Gewerkschaften auf die Wirtschaft zurückzudrängen. Mit der Privatisierung vieler Staatsunternehmen (etwa der British Telecom, British Petroleum (BP), British Airways) aber auch lokaler Versorgungsunternehmen (Trinkwasserversorgung, Elektrizitätsunternehmen, Eisenbahn) wurde der Einfluss des Staates deutlich reduziert. Zum Schlüsselereignis wurde der Bergarbeiterstreik 1984/85. Er dauerte ein Jahr. Letztlich behielt die Regierung aber die Oberhand, da auch die Bevölkerung, die sich anfangs noch mit den Bergarbeitern solidarisiert hatte, angesichts der zunehmenden Radikalität des Bergarbeiterführers Arthur Scargill kein Verständnis mehr für eine Fortsetzung des Streiks hatte - der Winter of Discontent 1978/79 war noch nicht vergessen. Nach dem "Sieg" Thatchers über die Bergarbeiter war der Weg frei für weitere Reformen wie der Abschaffung des Closed Shop (Pflichtmitgliedschaft in Gewerkschaften für Arbeiter zahlreicher Unternehmen) und dem Verbot der so genanntenFlying Pickets (Streikposten, die nicht dem bestreikten Betrieb angehören). In der Wirtschaft fand daraufhin ein Innovationsschub statt, der Großbritannien gegenüber dem übrigen Europa allmählich wieder aufholen ließ. So konnten beispielsweise Ende der Achtziger die britischen Zeitungen vom Bleisatz auf den in anderen Ländern schon seit langem üblichen Fotosatz umgestellt werden, was die Gewerkschaften bis dahin immer verhindert hatten. Closed Shop Closed Shop] Eine Folge ihrer Inflationsbekämpfungspolitik in ihrer ersten Legislaturperiode war allerdings auch ein kurzfristig scharfer Anstieg der Arbeitslosenquote, die mit drei Millionen Arbeitslosen 1982 ihren Höhepunkt erlebte, um danach erst wieder gegen Ende der 1980er Jahre zu fallen. Seit Mitte der 1990er Jahre ist die Arbeitslosigkeit in Großbritannien geringer als in vielen anderen europäischen Ländern. Kritiker von Margaret Thatcher sehen den wirtschaftlichen Erfolg Großbritanniens nicht so sehr als eine Folge ihrer Wirtschaftspolitik, sondern führen ihn auf die bedeutenden Vorkommen von Erdöl in der Nordsee zurück. Neoliberale Experten und Thatchers Anhänger weisen hingegen darauf hin, dass es der später zur Lady Thatcher geadelten Premierministerin gelang, langfristig wirksame Strukturreformen durchzusetzen, deren positive Folgen auf die Wirtschaft noch heute anhalten und von denen Tony Blairs Regierung noch heute profitieren würde, da er unter New Labour Thatchers Wirtschaftspolitik weiterführte. Außenpolitisch folgte Margaret Thatcher der Linie der USA, sowohl im NATO-Doppelbeschluss als auch in der Haltung zu Libyen. Der Falklandkrieg im Jahre 1982 mit Argentinien brachte ihr einen Popularitätsschub. Bei den Wahlen vom 9. Juni 1983 profitierte sie davon, allerdings auch von der Spaltung der Labour Party. 1984 erreichte sie unter dem Motto "I want my money back" den bis heute gültigen Britenrabatt zur Finanzierung der EU - eine glanzvolle Durchsetzung nationaler Interessen, auch Tony Blair weicht nicht davon ab. Begründet wurde die Forderung nach dem Britenrabatt zunächst mit den wirtschaftlichen Schwierigkeiten Großbritanniens, später dann mit der Tatsache, dass Großbritannien kaum von der europäischen Subventionspolitik im Bereich Landwirtschaft profitiert, da die Landwirtschaft in Großbritannien (im Gegensatz etwa zu Frankreich) eine nur untergeordnete Rolle spielt. Am 12. Oktober 1984 entkam sie nur knapp einem Bombenanschlag der IRA in Brighton. Fünf Personen starben; Handels- und Industrieminister Norman Tebbit wurde verletzt. Im selben Jahr unterzeichnete sie einen Vertrag mit der Volksrepublik China über die Rückgabe der Kronkolonie Hongkong. 1985 verweigerte ihr die Universität Oxford die Ehrendoktorwürde, aus Protest gegen Kürzungen im Bildungsetat. Bei den Unterhauswahlen vom 11. Juni 1987 verloren die Konservativen zwar einige Sitze, behielten jedoch eine komfortable Mehrheit. Thatchers Popularitätskurve begann zu sinken, als sie 1989 eine als ungerecht empfundene personenbezogene Steuer (community charge, besser bekannt als poll tax Kopfsteuer) einführte. Dies führte zu heftiger Kritik und zu Demonstrationen, sogar in ausgesprochen konservativ geprägten Landesteilen und insbesondere in Schottland, wo die Poll Tax probeweise bereits 1988 eingeführt worden war. Im Prozess der deutschen Wiedervereinigung 1989/90 verhielt sich ihre Regierung weitgehend strikt ablehnend gegenüber einem vergrößerten Deutschland. Thatcher betonte in diesem Zusammenhang auch die Wichtigkeit einer engen Kooperation der europäischen Staaten und warnte vor einem europäischen Superstaat. Den 1992 unterzeichneten Vertrag von Maastricht lehnte sie daher ab. 1990 wurde sie bei der Wahl zum Parteivorsitz der Tories von Michael Heseltine herausgefordert, nachdem der von Thatcher kurz zuvor vom Außenministerium auf den Fraktionsvorsitz versetzte Sir Geoffrey Howe Heseltine öffentlich dazu aufgefordert hatte. Viele konservative Abgeordnete befürchteten unter anderem wegen der umstrittenen Einführung der Poll Tax, mit Thatcher an der Spitze die nächste Unterhauswahl zu verlieren. Daneben wurden die inflationstreibenden Steuersenkungen im Budget 1988 sowie die Ablehnung der europäischen Integration insbesondere in der Währungspolitik gegen sie vorgebracht, die bereits im Jahr zuvor zum Rücktritt des Finanzministers Nigel Lawson geführt hatte. Nachdem sie im ersten Wahlgang das notwendige Quorum (mindestens 15 % mehr als Heseltine) zur Wiederwahl als Parteivorsitzende knapp verfehlte, erklärte sie am 22. November 1990 ihren Rücktritt, John Major wurde ihr Nachfolger als Parteivorsitzender und Premierminister. 1992 verzichtete sie darauf, zur Wiederwahl für das Unterhaus anzutreten. Daraufhin wurde sie, wie bei pensionierten Premierministern üblich, im gleichen Jahr zur Baroness geadelt und ins Oberhaus aufgenommen. Nach ihrem Rücktritt schrieb sie ihre Memoiren und veröffentlichte diese in zwei Bänden. In den Medien kritisierte sie sehr oft die Arbeit ihres Nachfolgers, da er ihr zu pro-europäisch erschien. 1998 stattete sie dem zu dieser Zeit in London unter Hausarrest stehenden chilenischen Ex-Diktator Augusto Pinochet einen Besuch ab, der sehr kontrovers diskutiert wurde. 2000 und 2001 erlitt sie mehrere Schlaganfälle (welche auch zu dauerhaften teilweisen Gedächnisstörungen führten), woraufhin ihre Ärzte ihr rieten, künftig jeglichen Stress zu vermeiden. Trotzdem reiste sie 2004 nochmals in die USA, um am 11. Juni in Washington an der Trauerfeier für Ronald Reagan teilzunehmen. Thatcher war eine von vier Rednerinnen, die von Reagan zu Lebzeiten persönlich darum gebeten worden waren, an seiner Beerdigung zu sprechen. Sie sagte, Reagans politische Überzeugungen hätten Frische und Optimismus ausgestrahlt, die Menschen von allen sozialen Schichten und allen Nationen überzeugt und schließlich auch das Herz des "Reich des Bösen" erobert. Wie umstritten Thatchers Politik bis heute ist, zeigt sich unter anderem darin, dass sie 2002 und 2003 in zwei Umfragen einmal den 16. Platz unter den hundert größten Briten aller Zeiten erreichte und einmal den dritten Platz unter den hundert schlechtesten. Ihre Anhänger heben dabei ihre Wirtschafts- und Sozialpolitik hervor, die zu mehr Wohlstand für das Land und die einzelnen Bürger geführt habe. Kritiker werfen ihr die Zerstörung eines gesellschaftlichen Gemeinschaftsgefühls durch die Zerschlagung der Gewerkschaften und Ignoranz gegenüber immateriellen gesellschaftlichen Werten vor: Die Menschen seien jetzt zwar wohlhabender, aber trotzdem unzufriedener mit ihrer persönlichen Situation als vor ihrer Regierungszeit.

Zitate


- "Wenn Sie in der Politik etwas gesagt haben wollen, wenden Sie sich an einen Mann. Wenn Sie etwas getan haben wollen, wenden Sie sich an eine Frau."
- "I don't think there will be a woman Prime Minister in my lifetime." (Ich glaube nicht, dass es zu meiner Lebenszeit eine Premierministerin geben wird, bei "Val meets the V.I.P.s", BBC Television, March 1973)
- "There is no such thing as society." (So etwas wie Gesellschaft gibt es nicht.)
- "There is no alternative." ("TINA", Es gibt keine Alternative.)

Weblinks


- [http://www.number-10.gov.uk/output/page126.asp Offizielle Biographie Margaret Thatchers (en)]
- [http://www.kalenderblatt.de/index.php?what=thmanu&manu_id=546&tag=9&monat=6&weekd=&weekdnum=&year=2005&lang=de&dayisset=1 kalenderblatt.de: Margaret Thatcher wieder gewählt] Thatcher, Margaret Thatcher, Margaret Thatcher, Margaret Thatcher, Margaret Thatcher, Margaret Thatcher, Margaret ja:マーガレット・サッチャー ko:마거릿 대처

Budget

Ein Budget (feste Budgets werden auch Etat genannt) ist ein in wertmäßigen Größen (Geldbeträgen) formulierter Plan von Einnahmen und Ausgaben. Der Begriff bezeichnet
- in der mikroökonomischen Haushaltstheorie das zum Konsum verfügbare Einkommen eines Privathaushalts, siehe Haushaltsoptimum,
- in der Finanzwissenschaft die Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben öffentlich-rechtlicher Gebietskörperschaften, siehe Haushaltsplan,
- in der Betriebswirtschaftslehre einen meist kurzfristigen Plan, der die Allokation von Ressourcen steuert, siehe Budgetierung,
- im Gesundheitswesen eine staatliche Maßnahme zur Ausgabenbegrenzung der gesetzlichen Krankenkassen, siehe Budgetierung (Gesundheitswesen). Andere Verwendung:
- Budget Autovermietungsgesells