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Green Berets

Green Berets

Green Berets ist die informelle Bezeichnung für das Special Forces Command (Airborne) der US Army, die wahrscheinlich am besten bekannte Spezialeinheit der US Army, der ebenfalls das 1st Special Forces Operational Detachment (Airborne) DELTA angehört. Wegen ihres hohen Bekanntheitsgrades werden die Green Berets oft mit anderen Spezialtruppen der U.S. Army verwechselt. Prinzipiell sind alle Spezialtruppen dem U.S. Army Special Operations Command (USASOC) untergeordnet. Neben den Green Berets unterstehen z.B. die US Army Rangers und die Night Stalkers dem USASOC. In der Terminologie der US Army werden Spezialtruppen mit "Special Operations Forces" bezeichnet, da der naheliegende Term: "Special Forces" bereits als Eigennamen für die Green Berets vergeben ist.

Aufgaben

Stärker als bei allen anderen US-Spezialtruppen überschneidet sich das Aufgabengebiet der "Green Berets" mit dem von Geheimdiensten. Die wesentlichen Szenarien sind der Einsatz im Ausland (Foreign Internal Defense), unkonventionelle Kriegsführung, spezielle Aufklärung, direkte Kampfhandlung und Terrorismus-Abwehr. Der Einsatz im Ausland stellt die wichtigste Operationsform in Friedenszeiten dar. "Green Berets" unterstützen Militär und Polizei befreundeter Staaten mit Ausbildung auf den Gebieten militär- und polizeitechnischer Fähigkeiten, Menschenrechte und humanitärer sowie Öffentlichkeitsarbeit. Dieser Ansatz behält auch im Kriegsfall seine Bedeutung, wenn Green Berets im gegnerischen oder umkämpften Territorium US-freundliche Truppen, Milizen oder Guerilla-Einheiten aufstellen, ausbilden und anführen. Unkonventionelle Kriegsführung umfasst zahlreiche verdeckte Operationen in gegnerisch kontrolliertem oder politische schwierigem Umfeld, unter anderem Guerilla-Kriegsführung gegen wichtige Ziele hinter gegnerischen Linien, psychologische Kriegsführung und Propaganda sowie Sabotage. Weitere Aufgaben umfassen die Koordination gemeinsamer Einsätze mit verbündeten Streitkräften anderer Nationalität, Such- und Rettungsoperationen, Sicherheitsberatung, friedenserhaltende und humanitäre Einsätze, Minenräumung und Kampf gegen Drogenhandel.

Organisation

Das Special Forces Command (Airborne) entspricht in seiner Größe etwa einer kompletten Division und bildet damit die größte Einheit der Spezialtruppen der US Army. Aufgrund ihrer speziellen Aufgaben sind die "Green Berets" jedoch nur ansatzweise wie eine klassische militärische Einheit organisiert. Kleinere oder größere Truppen sind jederzeit auf der ganzen Welt stationiert oder im Einsatz. Das Special Forces Command (Airborne) umfasst sieben Special Forces Groups, zwei von ihnen gehören der Nationalgarde an und sind, vereinfacht dargestellt, Reserve-Einheiten. Jede Gruppe besteht aus drei Bataillonen, einer Unterstützungskompanie und einer Stabskompanie. Die genaue Größe der Bataillone ist unbekannt, wahrscheinlich besteht jedes aber aus drei Kompanien. Der Bataillonsstab wird als Operational Detachment C bezeichnet. Jede Kompanie verfügt über drei Operational Detachments Alpha oder "A Teams". Der Kompaniestab wird als Operational Detachment B bezeichnet. Jedes A Team besteht aus zwölf "Green Berets": zwei Offizieren und zehn Unteroffizieren (Kommandeur und Stellvertreter sind Offiziere, zwei Aufklärer/ Gefechtseinsatz, zwei Funker, zwei Spreng-Pioniere, zwei Waffenspezialisten und zwei Sanitäter mit chirurgischer Ausbildung). Alle Mitglieder sprechen mehrere Sprachen und sind in der Lage, mehrere technisch-militärische Aufgaben im Team wahrzunehmen. Sie operieren verdeckt und können sich ohne Versorgung unbegrenzte Zeit in gegnerischem Gebiet, geführt durch den Stab einer Armeegruppe bis zu einer Tiefe von 800 km, aufhalten und zu Lande, zu Wasser und durch die Luft bewegen. Das Team kann sich in zwei Untergruppen teilen. Ihre Aufgabe ist es, Personen auf gegnerischem Gebiet zu rekrutieren, Partisaneneinheiten zu formieren und diese zum Einsatz gegen kleinere gegnerische Einheiten und Objekte zu bringen. Der Stabschef der Partisanenformation wird aus den Ortsansässigen bestimmt. Parallel zu ihren direkten Aufgaben trainieren A Teams während ihrer Einsätze bei jeder Gelegenheit verbündete Einheiten bis zu Bataillonsgröße. Ein A Team pro Kompanie verfügt über eine Kampftaucher-Zusatzausbildung und ein weiteres über eine spezielle Fallschirmjäger-Ausbildung für Sprünge mit extrem niedriger Schirmöffnungshöhe. B Teams sind elf Mann stark und übernehmen praktisch die gesamte Arbeit eines Kompaniestabs. Darüber hinaus sind sie in der Lage, verbündete Einheiten von bis zu Regimentsstärke zu führen.
- Das Hauptquartier der 1st Special Forces Group (Airborne) befindet sich in Fort Lewis, Washington. Sie wurde 1960 aufgestellt, 1974 deaktiviert und 1984 wieder aktiviert.
  - Das 1. Bataillon ist auf der Torii Station, Okinawa, stationiert. Seine Hauptaufgabe sind gemeinsame Übungen mit verbündeten Streikräften und das Stellen von Bereitschaftskräften für schnelle Krisenreaktion im Pazifikraum. Das Bataillon umfasst rund 250 Soldaten. Es ist die einzige US-Kampfeinheit in Japan.
  - Das 2. und 3. Bataillon wurden 1984 in Fort Lewis, Washington, aufgestellt. Ansonsten ist lediglich bekannt, dass das 3. Bataillon mehrere Einsätze in Thailand absolviert hat.
- Das Hauptquartier der 3rd Special Forces Group (Airborne) befindet sich in Fort Bragg, North Carolina. Sie wurde 1990 aufgestellt. Ihr wichtigstes Einsatzgebiet ist der afrikanische Kontinent. Dort trainieren ihre Mitglieder gemeinsam mit verbündeten europäischen Soldaten seit 1997 afrikanische Soldaten mit dem Ziel, eine Truppe aufzustellen, die innerhalb kurzer Zeit Friedens- und humanitäre Einsätze ausführen kann.
- Das Hauptquartier der 5th Special Forces Group (Airborne) befindet sich in Fort Campbell, Kentucky. Sie wurde 1960 aufgestellt und ist seitdem ununterbrochen aktiv. Sie war in Vietnam eingesetzt, später im Nahen Osten, in Somalia, Pakistan und Bosnien.
- Das Hauptquartier der 7th Special Forces Group (Airborne) befindet sich in Fort Bragg, North Carolina. Sie wurde 1957 als 77th Special Forces aufgestellt und 1960 in ihre jetzige Form überführt. Nach Einsätzen in Vietnam war die Gruppe vor allem in Südamerika aktiv, unter anderem in Panama, El Salvador, Honduras sowie in verschiedenen anderen Staaten im Kampf gegen den Drogenhandel. Eine Kompanie ist in Puerto Rico stationiert.
- Das Hauptquartier der 10th Special Forces Group (Airborne) befindet sich in Fort Carson, Columbia. Das 1. Bataillon ist in Böblingen in der Panzerkaserne stationiert. Sie besteht aus rund 1.100 Soldaten.
- Das Hauptquartier der 19th Special Forces Group (Airborne) befindet sich in Camp Williams, Utah. Sie gehört der Nationalgarde an. Operationsschwerpunkt ist Südostasien.
- Das Hauptquartier der 20th Special Forces Group (Airborne) befindet sich in Birmingham, Alabama. Sie gehört der Nationalgarde an. Operationsschwerpunkt ist Südamerika

Literatur


- Hartmut Schauer: US 'Green Berets' - Soldaten aus dem Dunkel, ISBN 3613010526
- Tom Clancy: Special Forces - Die Spezialeinheiten der U.S. Army, ISBN 3453869125

Weblinks


- [http://www.soc.mil/hqs/hqs_home.htm U.S. Army Special Operations Command - Homepage]
- [http://www.specialoperations.com/Army/Special_Forces/default.html SOC - Green Berets auf einer Spezialtruppen Fanpage] Kategorie:Militärischer Verband (USA) Kategorie:Spezialeinheit

US Army

Die US-Armee (engl. United States Army) ist der Teil der US-Streitkräfte, der für militärische Operationen zu Lande verantwortlich ist. Die Bezeichnung US Army wird sehr häufig synonym zum gesamten amerikanischen Militär verwendet. Das so bezeichnete amerikanische Heer wurde 1775 vor der Gründung der Vereinigten Staaten im Zuge des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges eingerichtet. Sie unterteilt sich in drei Teile: Aktive Armee, Reserve und Nationalgarde. Alle drei Teile haben an jedem Krieg der USA seit dem 1. Weltkrieg teilgenommen. Der Gebrauch der Armeereserve und der Nationalgarde nahm nach dem Vietnamkrieg zu. Sie nahmen am zweiten Golfkrieg, den militärischen Maßnahmen im Kosovo und dem dritten Golfkrieg teil. Das europäische Hauptquartier der US-Armee (Englische Abkürzung: USAREUR) ist in Heidelberg, deren übergeordnete Kommandoeinheit ist das United States European Command) (USEUCOM) in Stuttgart. Siehe auch: Streitkräfte der USA Streitkräfte der USA

Rekrutierung und Ausbildung

Ausbildung

Rekruten aus Übersee werden der 1. Rekrutierungsbrigade der US-Armee zugerechnet.

Struktur

1. Rekrutierungsbrigade der US-Armee

Einheiten

Die US-Armee ist in mehreren, zum Teil überlappenden Ebenen organisiert. Auf strategischer Ebene sind die stehenden Armeen die größten Strukturen. Zur Zeit existieren 5 Armeen:
- 1. Armee (östl. USA, Reservearmee)
- 3. Armee (Zentralkommando: u.a. Katar, Kuwait)
- 5. Armee (westl. USA, Reservearmee)
- 7. Armee (Europa)
- 8. Armee (Korea) Die nächstkleineren Einheiten sind die Heeresabteilungen (Korps). Zurzeit existieren vier Korps:
- 1. Korps in Fort Lewis (Washington) mit
  - 3. Brigade, 2. Infanteriedivision
  - 1. Brigade, 25. Infanteriedivision
- 3. Korps in Fort Hood (Texas) mit
  - 1. Kavalleriedivision in Fort Hood (Texas)
  - 4. Infanteriedivision in Fort Hood (Texas)
  - 7. Infanteriedivision in Fort Carson (Colorado)
  - 3. gepanzertes Kavallerieregiment in Fort Carson (Colorado)
  - 24. Infanteriedivision in Fort Riley (Kansas)
  - 1. Brigade, 1. Infanteriedivision in Fort Riley (Kansas)
  - 3. Brigade, 1. Panzerdivision in Fort Riley (Kansas)
- 5. Korps in Heidelberg mit
  - 1. Infanteriedivision ("The Big Red One") in Würzburg
  - 1. Panzerdivision ("Old Ironsides") in Wiesbaden
- 18. Luftlandekorps in Fort Bragg (North Carolina) mit:
  - 3. Infanteriedivision in Fort Stewart (Georgia)
  - 10. Bergdivision in Fort Drum (New York)
  - 82. Luftlandedivision ("All-Americans") in Fort Bragg (North Carolina)
  - 101. Luftlandedivision ("Screaming Eagles") in Fort Campbell (Kentucky)
  - 2. gepanzertes Kavallerieregiment in Fort Polk (Louisiana)
  - 11. gepanzertes Kavallerieregiment in Fort Irwin (Kalifornien) Bis auf das in Heidelberg stationierte 5. Korps haben alle anderen Abteilungen ihre Hauptquartiere in den USA. Die Korps sind jeweils an ihr Operationsgebiet angepasst, verfügen jedoch grundsätzlich über die Fähigkeit, militärische Aufgaben aller Art über längere Zeit auszuführen.

Grundlegender Aufbau der operativen Ebene

Hierarchie

Anmerkungen

1. Die Mannschaften und Unteroffiziere der US Army werden als enlisted bezeichnet. Ab der Soldstufe E4 (CPL/SPC) beginnt die Dienstgradgruppe der Non-Commissioned Officer (NCO), welche ab der Soldstufe E6 (SSG) auch Staff oder Senior NCO (SNCO) genannt wird. 2. Die US Army rekrutiert ihre Offiziere über mehrere interne und externe Organisationen und Institutionen:
- United States Military Academy in West Point (New York)
- Absolventen der Militärakademien der anderen amerikanischen Streitkräfte können und dürfen sich dazu entschließen, ins Offizierskorps der Army berufen zu werden
- Mannschaftsgrade oder College-Absolventen die erfolgreich die Officer Candidate School (OCS) bestehen.
- College-Absolventen, die achtsemestrige Army-Reserve Officer Training Corps-Kurse (ROTC) an einer Universität durchlaufen haben.
- Anwälte, Ärzte, Krankenschwestern, Tierärzte und Prediger dürfen sofort in ihr entsprechendes berufliches Korps berufen werden.
- Mannschaftsgrade dürfen, wenn sie nach Meinung mehrerer Offiziere dazu geeignet sind (z.B. wegen besonderer Pflichterfüllung und/oder wegen herausragender Führungseigenschaften), zu Felde zu Offizieren befördert werden. Audie Murphy wurde auf diese Art und Weise zum Offizier gemacht. Offiziere erhalten ihre Einberufung ins Offizierskorps vom US-Präsidenten. Zunächst werden sie als Reserveoffiziere berufen. Auf Befördeung zum Major hin können sie vom Präsidenten der regulären Armee zugeteilt werden, sofern dafür das Einverständnis und darüber hinaus eine Empfehlung des Senats vorliegt. [http://www4.law.cornell.edu/uscode/10/531.html]. Offiziere werden einer Teilstreitkraft zugewiesen bis sie den Rang eines Brigadier General erreicht haben. Ab diesem Zeitpunkt wird von ihnen ein Mindestmaß an Kompetenz erwartet, sodass sie befähigt sind, Soldaten aus jeder beliebigen Teilstreitkraft zu kommandieren. Sobald Offiziere ihr Patent erhalten haben, durchlaufen sie eine intensive mehrstufige militärische Weiterbildung, die mit teilstreitkraftspezifischen Maßnahmen einhergeht und sich bis zum Command and General Staff College in Fort Leavenworth, Kansas fortsetzen kann. Ein Nachweis der spezifischen Weiterbildung ist bei der Beförderung zu bestimmten Rängen unabdingbar. 3. Der Laufbahngruppe des Warrant Officer ist eine Besonderheit. Nach Ernennung auf Befehl des Secretary of the Army wird er nach der Beförderung zum Chief Warrant Officer Two (CW2) durch den Präsidenten vereidigt (Offizierspatent). Der Warrant Officer entspricht ungefähr einem Offizier, ihm werden nach der Beförderung zum Chief Warrant Officer Four (CW4) geringfügige Privilegien zugestanden. Jedoch ist er nur Spezialist auf seinem Fachgebiet und kann keine Kommandogewalt über Truppen ausüben. Aus den Reihen der Warrant Officer rekrutieren sich in der Army sehr viele Hubschrauberpiloten. Am ehesten ist ein Warrant Officer mit einem Offizier des militärfachlichen Dienstes der Bundeswehr zu vergleichen. Warrant Officers werden hauptsächlich an der US Army Warrant Officer Candidate School in Fort Rucker, Alabama rekrutiert. 4. Der Posten/Rang Sergeant Major of the Army ist einzigartig. Er ist in beratendender Funktion für den Generalstabschef der Army tätig und unterrichtet ihn in Angelegenheiten, die die Mannschaftsgrade in besonderem Maße betreffen. 5.Der Specialist (SPC; Soldstufe E-4) entspricht dem Rang des Corporal. Er hat aber technische Fähigkeiten, die außerhalb des Verantwortungsbereichs des Corporal liegen. Im Gegenzug wird bei einem Corporal mehr Wert auf seine Führungsqualität im Gefecht gelegt, was erklärt, warum ein Specialist in der Befehlskette der USA im Gegensatz zur Soldstufe unter dem Corporal steht. 6. Die Tätigkeiten der Soldaten der Army werden mit der Military Occupational Specialty (MOS) festgelegt. Dies sind Tätigeitsbeschreibungen, wie beispielsweise Panzerfahrer, Infanterist oder Hubschrauberpilot.

Der Generalstab des amerikanischen Heeres

Im Gegensatz zur Bundeswehr wird die US-Armee von einem Generalstab befehligt. Ihm ist der Vereinigte Generalstab der USA (Joint Chiefs of Staff) übergeordnet. Gegenwärtig sind im Generalstab des Heeres vertreten:
- Der Minister des Heeres: Francis J. Harvey
- Der Staatssekretär des Heeres: Raymond F. DuBois
- Generalstabsvorsitzender des Heeres: General Peter Schoomaker
- Der Stellvertretende Generalstabsvorsitzender des Heeres: General Richard M. Cody
- Der Sergeant Major des Heeres: Sergeant Major Kenneth O. Preston Der Posten des Sergeant Major of the Army wurde eingeführt, um Mehrheitsverhältnisse im Generalstab mit einer Person, die der Truppe noch recht nahe steht und somit am wahrscheinlichsten in ihrem Sinne bezüglich Einsatzbereitschaft entscheidet, zu erzwingen.

Ausrüstung der US-Armee

Infanterieausrüstung

Gemäß häufiger Bekundungen und interner Doktrin stützt sich die Kampfkraft der US Army auf einen bestmöglich ausgerüsteten und ausgebildeten Soldaten, weswegen sie sich wie keine andere Teilstreitkraft der Welt auf technische, moralische und natürliche Verbesserungen am individuellen Soldaten konzentriert. Diese Entwicklung hat jedoch die Kriegsführung der Army stetig und überproportional verteuert.

Handwaffen


- Bajonett
- M16 (Sturmgewehr)

- M40 (Handgranate)
- M4 (Sturmgewehr)

- M9 (Pistole)

- Colt M1911 (Diese Pistole wurde offiziell durch die Beretta ersetzt, findet aber durch Beliebtheit und Verbreitung noch vielfach Anwendung)
- M203 (Granatwerfer) für das M16 und das M4

- M240 (Maschinengewehr)
- M249 SAW (Maschinengewehr)

- M60 (Maschinengewehr)
- Mk19 (Maschinengranatwerfer)
- M224 (Mörser)
- M252 (Mörser)
- Molle West(Taktische-Kampfweste)

Waffen gegen gepanzerte Fahrzeuge


- TOW

- FGM-148 Javelin

Sonstiges


- GPS
- Joint Service Lightweight Integrated Suit Technology (JSLIST) (System zum Schutze des Soldaten vor der Kriegsführung mit Massenvernichtungswaffen
- M40/42 (Gasmaske)
- M256 Chemical Agent Detector

Fahrzeuge

Gepanzerte Fahrzeuge


- M1 Abrams

- M2 Bradley

- M113

- MLRS

- M6 Linebacker

- M120 (Mörserfahrzeug)

Artillerie


- Haubitze M102
- M109 Paladin

- Haubitze M119
- Haubitze M198

Flugabwehr


- MIM-104 Patriot
- M1097 Avenger

Transport- und Versorgungsfahrzeuge


- Heavy Expandable Multipurpose Tactical Truck (HEMTT)

- Hummer oder Humvee (HMMWV: High Mobility Multipurpose Wheeled Vehicle)

- Jeep

- Dodge W 200 M 880 Series

- 5-Ton-Truck

- CUCV

- M1070
- Palletized Load System/PLS

Andere Fahrzeuge


- M88 Hercules
- M93 Nuclear, Biological and Chemical Reconaissance System)
- Stryker

Fluggerät

Da die militärische Luftfahrt bis zum Kriegseintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg im amerikanischen Militär nur eine untergeordnete Rolle spielte, unterstand sie bis dahin der US-Armee. 1941 wurde sie in die am 20. Juni des selben Jahres gegründete US Air Force, die 1943 den anderen Teilstreikräften gleichgestellt wurde, ausgegliedert. Deswegen besaß die US-Armee bis dahin nur ein sehr kleines Luftschlagkontingent. Desweiteren erging in diversen Abkommen der amerikanischen Teilstreitkräfte untereinander ein Verbot an die Army, überhaupt die Planung solcher Fluggeräte anzugehen. Zum Zeitpunkt des Abschlusses dieser Abkommen war die militärische Nutzung von Hubschraubern noch nicht abzusehen. Im Vertragswerk ist von "Festflügelkampfflugzeugen" die Rede. Diese Vertragslücke nutzten sowohl die Army als auch das Landkontingent der Marines, die sonst Kampfflugzeuge nur auf den Schiffen der US Navy nutzen dürfen, zur Anschaffung militärischer Hubschrauber aller Art.

Hubschrauber/Helikopter

Die Army setzt militärische Hubschrauber aller Art ein:
- Kampfhubschrauber:
  - AH-64 Apache

  - AH-1 Cobra

  - MH-6 Little Bird nur im 160th Special Operations Aviation Regiment (160th SOAR)
- Transporthubschrauber:
  - CH-47 Chinook (Truppen und Material)

  - UH-60 Black Hawk (in mehreren Ausführungen)
- Hubschrauber zur Aufklärung und Beobachtung
  - OH-58 Kiowa

Manöver, Übungen

Alle Einheiten der US-Armee sind zur Durchführung regelmäßiger Übungen verpflichtet, die theoretisch überall stattfinden dürfen, meistens aber auf armeeeigenem Gelände, mit dem der Großteil der Einheit nicht vertraut ist. Allerdings gibt es auch zentrale Manöverplätze. Diese sind in den USA das Joint Readiness Training Center (JRTC) in Fort Polk, Louisiana und das National Training Center (NTC) in Fort Irwin, Kalifornien. In Europa gibt es die Truppenübungsplätze in Grafenwöhr zum Training mit scharfer Munition im Joint Multinational Training Center (JMTC), früher ETC (European Training Center) bzw. GTA (Grafenwoehr Training Area), und in Hohenfels zum Feindmanövertraining im Combat Maneuver Training Center (CMTC), früher HTA (Hohenfels Training Area). Daneben werden jährliche regionale Manöver durchgeführt, bei der vornehmlich die einzelnen Divisionen, die in Deutschland stationiert sind, gegeneinander antreten. Diese wurden bis 1989 im sehr großen Rahmen abgehalten und nannten sich bis dahin REFORGER, Return of the Forces to Germany. Damals wurden ganze Divisionen aus den USA zur fiktiven Unterstützung gegen den Feind eingeflogen. So kam zur Verstärkung für das damalige 5. Korps (Frankfurt) mit der 3. Panzer- und der 8. Infanteriedivision zusätzlich die 2. Panzerdivision, wobei das 7. Korps (Stuttgart) mit der 1. Panzer- und der 3. Infanteriedivision, das von der 1. Infanteriedivision unterstützt wurde die Truppen des Warschauer Paktes simulierte. Mit diesen gigantischen Manövern wollte die US-Regierung ihre Entschlossenheit zur Unterstützung des NATO-Partners Deutschland im Falle eines sowjetischen Angriffs zeigen.

Traditionen

Wie alle anderen Teilstreitkräfte des US-Militärs legt die Army großen Wert auf Geschichte und pflegt ihre Traditionen weitläufig. Ein nicht geringer Teil ihres Budgets fließt an ihre eigenen historischen und sozialen Institutionen.

Vereidigung

Nach der Grundausbildung müssen alle Rekruten einen Eid schwören oder eine Eidesstattliche Versicherung ableisten: I swear to protect the Constitution of the United States from all enemies, both foreign and domestic, (so help me God). zu deutsch: Ich schwöre, dass ich die Verfassung der Vereinigten Staaten sowohl vor ihren inneren als auch auswärtigen Feinden beschützen werde, (so wahr mir Gott helfe). Dieser Eid bekräftigt weniger die Verteidigung des unmittelbaren Nationalstaats USA als der Verfassung der USA und ist eine Manifestierung der Bedenken ihrer Begründer. Die religiöse Beteuerung ist zwar freiwillig, wird aber von offizieller Seite unterstützt. So wird sie in keiner Werbung für die Streitkräfte ausgelassen.

Hymne der United States Army

March along, sing our song
with the Army of the free
Count the brave,
count the true,
who have fought to victory.
We're the Army and proud of our name;
We're the Army and proudly proclaim:
First to fight for the right, and to build the Nation's might,
And the Army Goes Rolling Along
Proud of all we have done,
Fighting till the battle's won,
And the Army Goes Rolling Along
Chorus:
Then it's hi, hi, hey! The Army's on its way
Count off the cadence loud and strong (two, three)
For wher-e'er we go, You will always know
that the Army Goes Rolling Along
Valley Forge, Custer's ranks, San Juan hill and Patton's tanks,
And the Army went rolling along.
Minute men from the start,
Always fighting from the heart,
And the Army keeps rolling along.
Chorus:
Men in rags, men who froze, still that Army met its foes,
And the Army went rolling along.
Faith in God, then we're right,
And we'll fight with all our might,
As the Army keeps rolling along.
Unter dem umgangssprachlichen Namen (US) Army Hymn ist dieser Marsch bekannt. Tatsächlich heißt das Lied Mighty is Our Army, es wurde von Ralph Lee Bowerman komponiert.

Soldatenschwur/Warrior's creed

Ende der Neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts brachte das Pentagon einen inoffiziellen Soldatenschwur in Umlauf, der keinesfalls mit der tatsächlichen Vereidigung zu verwechseln ist. Sein Wortlaut ist absichtlich pathetisch gewählt und soll an jene erinnern. I am an American Soldier.
I am a Warrior and a member of a team.
I serve the people of the United States
and live the Army Values.
I will always place the mission first.
I will never accept defeat.
I will never quit.
I will never leave a fallen comrade.
I am disciplined, physically and mentally tough,
trained and proficient in my warrior tasks and drills.
I always maintain my arms, my equipment and myself.
I am an expert and I am a professional.
I stand ready to deploy, engage and destroy
the enemies of the United States of America
in close combat.
I am a guardian of freedom
and the American way of life.
I am an American Soldier.
Generell werden nur die vier fett markierten Zeilen zitiert.

Veteranenorganisationen

Die
US Army betreibt die umfangreichste Veteranenfürsorge unter den US-Streitkräften. Damit will sie das Bild des verdienten, gemeinen Infanteristen pflegen. Allerdings legt die Mehrheit der amerikanischen Öffentlichkeit ein insgesamt stärkeres Augenmaß auf die Army als auf die Air Force und die Navy, während das Marine Corps nicht nur diesbezüglich eine Sonderstellung innehat.
- Amerikanische Legion

Weblinks


- [http://www.army.mil/ Homepage der United States Army]
- [http://www.hqusareur.army.mil/ Homepage der US Army, Europe]
- [http://www.usarmygermany.com Homepage der US Army Germany]
- [http://www.vcorps.army.mil/ Homepage des 5. Korps, Heidelberg]
- [http://www.army.mil/fact_files_site/ Übersicht Ausrüstung der US Army auf ebenjener Website]
- [http://www.panzerbaer.de/archiv/us_ftx_reforger_1987-a.htm Panzerbaer.de mit einer Galerie zu
REFORGER 1987]
- [http://www.army.mil/symbols/Downloads/ArmySongCombined.mp3 Download einer Kurzfassung der
Army Hymn, ca. 600 kB]
- [http://www.army.mil/symbols/ Traditionen der
US Army] Army Kategorie:Heer ja:アメリカ陸軍

Spezialeinheit

Eine Spezialeinheit stellt die Elite eines polizeilichen oder militärischen Verbandes dar. Vorläufer der militärischen Sondereinheiten waren die Kommandos des Zweiten Weltkriegs.

Einheiten

Auswahl polizeilicher und militärischer Einheiten in alphabetischer Reihenfolge: Siehe auch: Kommando der Kleinkampfverbände der Kriegsmarine

Literatur


- David Bohrer: US-Eliteverbände, ISBN 361302151X
- Eldar Mike: Israels geheime Marinekommandos, 2000, ISBN 3613020122
- Yers Keller / Frank Fosset: Frankreichs Elite, ISBN 361302103X
- Frank B. Metzner / Joachim Friedrich: Polizei-Sondereinheiten Europas, ISBN 3613022494
- Hartmut Schauer: US Air Commandos - Die "Special Forces" aus der Luft, ISBN 3613022435
- Terry White: Eliteverbände der Welt, ISBN 3613016885
- Rojahn, Christoph: Militärische Antiterroreinheiten als Antwort auf die Bedrohung des internationalen Terrorismus und Instrument nationaler Sicherheitspolitik - das Beispiel Amerika, München 2000, ISBN 3896758411
- Tom Clancy / John Gresham: Special Forces Die SPezialeinheiten der U.S. Army ISBN 3453212649

Weblinks


- [http://www.spezialeinheiten.com Spezialeinheiten.com - Infos zu Spezialeinheiten aus aller Welt]
- [http://www.sondereinheiten.de Sondereinheiten.de - Deutsche Spezialeinheiten im Internet]
- [http://www.sek-team.net SEK-TEAM.net - Spezialeinheiten im Visier]
- [http://www.defence-net.de Defence-Net.de - Terrorismus & Terrorbekämpfung]
- [http://www.spezialeinheiten.net Internationale Spezialeinheiten und deren Einsätze]
- [http://www.specialoperations.com/ Special Operations]
- [http://www.hotbarrel.de/ Ehemahlige Fallschirmjäger Kommando-Kompanie]
- [http://www.se-v.de/ Soforthilfe nach gravierenden Unfällen e.V.]
- [http://www.doppeladler.com/misc/ Website mit Artikeln über das Eko Cobra, das Jagdkommando und das 160th SOAR] Kategorie:Militärischer VerbandKategorie:Polizeilicher Verband !

US Army

Die US-Armee (engl. United States Army) ist der Teil der US-Streitkräfte, der für militärische Operationen zu Lande verantwortlich ist. Die Bezeichnung US Army wird sehr häufig synonym zum gesamten amerikanischen Militär verwendet. Das so bezeichnete amerikanische Heer wurde 1775 vor der Gründung der Vereinigten Staaten im Zuge des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges eingerichtet. Sie unterteilt sich in drei Teile: Aktive Armee, Reserve und Nationalgarde. Alle drei Teile haben an jedem Krieg der USA seit dem 1. Weltkrieg teilgenommen. Der Gebrauch der Armeereserve und der Nationalgarde nahm nach dem Vietnamkrieg zu. Sie nahmen am zweiten Golfkrieg, den militärischen Maßnahmen im Kosovo und dem dritten Golfkrieg teil. Das europäische Hauptquartier der US-Armee (Englische Abkürzung: USAREUR) ist in Heidelberg, deren übergeordnete Kommandoeinheit ist das United States European Command) (USEUCOM) in Stuttgart. Siehe auch: Streitkräfte der USA Streitkräfte der USA

Rekrutierung und Ausbildung

Ausbildung

Rekruten aus Übersee werden der 1. Rekrutierungsbrigade der US-Armee zugerechnet.

Struktur

1. Rekrutierungsbrigade der US-Armee

Einheiten

Die US-Armee ist in mehreren, zum Teil überlappenden Ebenen organisiert. Auf strategischer Ebene sind die stehenden Armeen die größten Strukturen. Zur Zeit existieren 5 Armeen:
- 1. Armee (östl. USA, Reservearmee)
- 3. Armee (Zentralkommando: u.a. Katar, Kuwait)
- 5. Armee (westl. USA, Reservearmee)
- 7. Armee (Europa)
- 8. Armee (Korea) Die nächstkleineren Einheiten sind die Heeresabteilungen (Korps). Zurzeit existieren vier Korps:
- 1. Korps in Fort Lewis (Washington) mit
  - 3. Brigade, 2. Infanteriedivision
  - 1. Brigade, 25. Infanteriedivision
- 3. Korps in Fort Hood (Texas) mit
  - 1. Kavalleriedivision in Fort Hood (Texas)
  - 4. Infanteriedivision in Fort Hood (Texas)
  - 7. Infanteriedivision in Fort Carson (Colorado)
  - 3. gepanzertes Kavallerieregiment in Fort Carson (Colorado)
  - 24. Infanteriedivision in Fort Riley (Kansas)
  - 1. Brigade, 1. Infanteriedivision in Fort Riley (Kansas)
  - 3. Brigade, 1. Panzerdivision in Fort Riley (Kansas)
- 5. Korps in Heidelberg mit
  - 1. Infanteriedivision ("The Big Red One") in Würzburg
  - 1. Panzerdivision ("Old Ironsides") in Wiesbaden
- 18. Luftlandekorps in Fort Bragg (North Carolina) mit:
  - 3. Infanteriedivision in Fort Stewart (Georgia)
  - 10. Bergdivision in Fort Drum (New York)
  - 82. Luftlandedivision ("All-Americans") in Fort Bragg (North Carolina)
  - 101. Luftlandedivision ("Screaming Eagles") in Fort Campbell (Kentucky)
  - 2. gepanzertes Kavallerieregiment in Fort Polk (Louisiana)
  - 11. gepanzertes Kavallerieregiment in Fort Irwin (Kalifornien) Bis auf das in Heidelberg stationierte 5. Korps haben alle anderen Abteilungen ihre Hauptquartiere in den USA. Die Korps sind jeweils an ihr Operationsgebiet angepasst, verfügen jedoch grundsätzlich über die Fähigkeit, militärische Aufgaben aller Art über längere Zeit auszuführen.

Grundlegender Aufbau der operativen Ebene

Hierarchie

Anmerkungen

1. Die Mannschaften und Unteroffiziere der US Army werden als enlisted bezeichnet. Ab der Soldstufe E4 (CPL/SPC) beginnt die Dienstgradgruppe der Non-Commissioned Officer (NCO), welche ab der Soldstufe E6 (SSG) auch Staff oder Senior NCO (SNCO) genannt wird. 2. Die US Army rekrutiert ihre Offiziere über mehrere interne und externe Organisationen und Institutionen:
- United States Military Academy in West Point (New York)
- Absolventen der Militärakademien der anderen amerikanischen Streitkräfte können und dürfen sich dazu entschließen, ins Offizierskorps der Army berufen zu werden
- Mannschaftsgrade oder College-Absolventen die erfolgreich die Officer Candidate School (OCS) bestehen.
- College-Absolventen, die achtsemestrige Army-Reserve Officer Training Corps-Kurse (ROTC) an einer Universität durchlaufen haben.
- Anwälte, Ärzte, Krankenschwestern, Tierärzte und Prediger dürfen sofort in ihr entsprechendes berufliches Korps berufen werden.
- Mannschaftsgrade dürfen, wenn sie nach Meinung mehrerer Offiziere dazu geeignet sind (z.B. wegen besonderer Pflichterfüllung und/oder wegen herausragender Führungseigenschaften), zu Felde zu Offizieren befördert werden. Audie Murphy wurde auf diese Art und Weise zum Offizier gemacht. Offiziere erhalten ihre Einberufung ins Offizierskorps vom US-Präsidenten. Zunächst werden sie als Reserveoffiziere berufen. Auf Befördeung zum Major hin können sie vom Präsidenten der regulären Armee zugeteilt werden, sofern dafür das Einverständnis und darüber hinaus eine Empfehlung des Senats vorliegt. [http://www4.law.cornell.edu/uscode/10/531.html]. Offiziere werden einer Teilstreitkraft zugewiesen bis sie den Rang eines Brigadier General erreicht haben. Ab diesem Zeitpunkt wird von ihnen ein Mindestmaß an Kompetenz erwartet, sodass sie befähigt sind, Soldaten aus jeder beliebigen Teilstreitkraft zu kommandieren. Sobald Offiziere ihr Patent erhalten haben, durchlaufen sie eine intensive mehrstufige militärische Weiterbildung, die mit teilstreitkraftspezifischen Maßnahmen einhergeht und sich bis zum Command and General Staff College in Fort Leavenworth, Kansas fortsetzen kann. Ein Nachweis der spezifischen Weiterbildung ist bei der Beförderung zu bestimmten Rängen unabdingbar. 3. Der Laufbahngruppe des Warrant Officer ist eine Besonderheit. Nach Ernennung auf Befehl des Secretary of the Army wird er nach der Beförderung zum Chief Warrant Officer Two (CW2) durch den Präsidenten vereidigt (Offizierspatent). Der Warrant Officer entspricht ungefähr einem Offizier, ihm werden nach der Beförderung zum Chief Warrant Officer Four (CW4) geringfügige Privilegien zugestanden. Jedoch ist er nur Spezialist auf seinem Fachgebiet und kann keine Kommandogewalt über Truppen ausüben. Aus den Reihen der Warrant Officer rekrutieren sich in der Army sehr viele Hubschrauberpiloten. Am ehesten ist ein Warrant Officer mit einem Offizier des militärfachlichen Dienstes der Bundeswehr zu vergleichen. Warrant Officers werden hauptsächlich an der US Army Warrant Officer Candidate School in Fort Rucker, Alabama rekrutiert. 4. Der Posten/Rang Sergeant Major of the Army ist einzigartig. Er ist in beratendender Funktion für den Generalstabschef der Army tätig und unterrichtet ihn in Angelegenheiten, die die Mannschaftsgrade in besonderem Maße betreffen. 5.Der Specialist (SPC; Soldstufe E-4) entspricht dem Rang des Corporal. Er hat aber technische Fähigkeiten, die außerhalb des Verantwortungsbereichs des Corporal liegen. Im Gegenzug wird bei einem Corporal mehr Wert auf seine Führungsqualität im Gefecht gelegt, was erklärt, warum ein Specialist in der Befehlskette der USA im Gegensatz zur Soldstufe unter dem Corporal steht. 6. Die Tätigkeiten der Soldaten der Army werden mit der Military Occupational Specialty (MOS) festgelegt. Dies sind Tätigeitsbeschreibungen, wie beispielsweise Panzerfahrer, Infanterist oder Hubschrauberpilot.

Der Generalstab des amerikanischen Heeres

Im Gegensatz zur Bundeswehr wird die US-Armee von einem Generalstab befehligt. Ihm ist der Vereinigte Generalstab der USA (Joint Chiefs of Staff) übergeordnet. Gegenwärtig sind im Generalstab des Heeres vertreten:
- Der Minister des Heeres: Francis J. Harvey
- Der Staatssekretär des Heeres: Raymond F. DuBois
- Generalstabsvorsitzender des Heeres: General Peter Schoomaker
- Der Stellvertretende Generalstabsvorsitzender des Heeres: General Richard M. Cody
- Der Sergeant Major des Heeres: Sergeant Major Kenneth O. Preston Der Posten des Sergeant Major of the Army wurde eingeführt, um Mehrheitsverhältnisse im Generalstab mit einer Person, die der Truppe noch recht nahe steht und somit am wahrscheinlichsten in ihrem Sinne bezüglich Einsatzbereitschaft entscheidet, zu erzwingen.

Ausrüstung der US-Armee

Infanterieausrüstung

Gemäß häufiger Bekundungen und interner Doktrin stützt sich die Kampfkraft der US Army auf einen bestmöglich ausgerüsteten und ausgebildeten Soldaten, weswegen sie sich wie keine andere Teilstreitkraft der Welt auf technische, moralische und natürliche Verbesserungen am individuellen Soldaten konzentriert. Diese Entwicklung hat jedoch die Kriegsführung der Army stetig und überproportional verteuert.

Handwaffen


- Bajonett
- M16 (Sturmgewehr)

- M40 (Handgranate)
- M4 (Sturmgewehr)

- M9 (Pistole)

- Colt M1911 (Diese Pistole wurde offiziell durch die Beretta ersetzt, findet aber durch Beliebtheit und Verbreitung noch vielfach Anwendung)
- M203 (Granatwerfer) für das M16 und das M4

- M240 (Maschinengewehr)
- M249 SAW (Maschinengewehr)

- M60 (Maschinengewehr)
- Mk19 (Maschinengranatwerfer)
- M224 (Mörser)
- M252 (Mörser)
- Molle West(Taktische-Kampfweste)

Waffen gegen gepanzerte Fahrzeuge


- TOW

- FGM-148 Javelin

Sonstiges


- GPS
- Joint Service Lightweight Integrated Suit Technology (JSLIST) (System zum Schutze des Soldaten vor der Kriegsführung mit Massenvernichtungswaffen
- M40/42 (Gasmaske)
- M256 Chemical Agent Detector

Fahrzeuge

Gepanzerte Fahrzeuge


- M1 Abrams

- M2 Bradley

- M113

- MLRS

- M6 Linebacker

- M120 (Mörserfahrzeug)

Artillerie


- Haubitze M102
- M109 Paladin

- Haubitze M119
- Haubitze M198

Flugabwehr


- MIM-104 Patriot
- M1097 Avenger

Transport- und Versorgungsfahrzeuge


- Heavy Expandable Multipurpose Tactical Truck (HEMTT)

- Hummer oder Humvee (HMMWV: High Mobility Multipurpose Wheeled Vehicle)

- Jeep

- Dodge W 200 M 880 Series

- 5-Ton-Truck

- CUCV

- M1070
- Palletized Load System/PLS

Andere Fahrzeuge


- M88 Hercules
- M93 Nuclear, Biological and Chemical Reconaissance System)
- Stryker

Fluggerät

Da die militärische Luftfahrt bis zum Kriegseintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg im amerikanischen Militär nur eine untergeordnete Rolle spielte, unterstand sie bis dahin der US-Armee. 1941 wurde sie in die am 20. Juni des selben Jahres gegründete US Air Force, die 1943 den anderen Teilstreikräften gleichgestellt wurde, ausgegliedert. Deswegen besaß die US-Armee bis dahin nur ein sehr kleines Luftschlagkontingent. Desweiteren erging in diversen Abkommen der amerikanischen Teilstreitkräfte untereinander ein Verbot an die Army, überhaupt die Planung solcher Fluggeräte anzugehen. Zum Zeitpunkt des Abschlusses dieser Abkommen war die militärische Nutzung von Hubschraubern noch nicht abzusehen. Im Vertragswerk ist von "Festflügelkampfflugzeugen" die Rede. Diese Vertragslücke nutzten sowohl die Army als auch das Landkontingent der Marines, die sonst Kampfflugzeuge nur auf den Schiffen der US Navy nutzen dürfen, zur Anschaffung militärischer Hubschrauber aller Art.

Hubschrauber/Helikopter

Die Army setzt militärische Hubschrauber aller Art ein:
- Kampfhubschrauber:
  - AH-64 Apache

  - AH-1 Cobra

  - MH-6 Little Bird nur im 160th Special Operations Aviation Regiment (160th SOAR)
- Transporthubschrauber:
  - CH-47 Chinook (Truppen und Material)

  - UH-60 Black Hawk (in mehreren Ausführungen)
- Hubschrauber zur Aufklärung und Beobachtung
  - OH-58 Kiowa

Manöver, Übungen

Alle Einheiten der US-Armee sind zur Durchführung regelmäßiger Übungen verpflichtet, die theoretisch überall stattfinden dürfen, meistens aber auf armeeeigenem Gelände, mit dem der Großteil der Einheit nicht vertraut ist. Allerdings gibt es auch zentrale Manöverplätze. Diese sind in den USA das Joint Readiness Training Center (JRTC) in Fort Polk, Louisiana und das National Training Center (NTC) in Fort Irwin, Kalifornien. In Europa gibt es die Truppenübungsplätze in Grafenwöhr zum Training mit scharfer Munition im Joint Multinational Training Center (JMTC), früher ETC (European Training Center) bzw. GTA (Grafenwoehr Training Area), und in Hohenfels zum Feindmanövertraining im Combat Maneuver Training Center (CMTC), früher HTA (Hohenfels Training Area). Daneben werden jährliche regionale Manöver durchgeführt, bei der vornehmlich die einzelnen Divisionen, die in Deutschland stationiert sind, gegeneinander antreten. Diese wurden bis 1989 im sehr großen Rahmen abgehalten und nannten sich bis dahin REFORGER, Return of the Forces to Germany. Damals wurden ganze Divisionen aus den USA zur fiktiven Unterstützung gegen den Feind eingeflogen. So kam zur Verstärkung für das damalige 5. Korps (Frankfurt) mit der 3. Panzer- und der 8. Infanteriedivision zusätzlich die 2. Panzerdivision, wobei das 7. Korps (Stuttgart) mit der 1. Panzer- und der 3. Infanteriedivision, das von der 1. Infanteriedivision unterstützt wurde die Truppen des Warschauer Paktes simulierte. Mit diesen gigantischen Manövern wollte die US-Regierung ihre Entschlossenheit zur Unterstützung des NATO-Partners Deutschland im Falle eines sowjetischen Angriffs zeigen.

Traditionen

Wie alle anderen Teilstreitkräfte des US-Militärs legt die Army großen Wert auf Geschichte und pflegt ihre Traditionen weitläufig. Ein nicht geringer Teil ihres Budgets fließt an ihre eigenen historischen und sozialen Institutionen.

Vereidigung

Nach der Grundausbildung müssen alle Rekruten einen Eid schwören oder eine Eidesstattliche Versicherung ableisten: I swear to protect the Constitution of the United States from all enemies, both foreign and domestic, (so help me God). zu deutsch: Ich schwöre, dass ich die Verfassung der Vereinigten Staaten sowohl vor ihren inneren als auch auswärtigen Feinden beschützen werde, (so wahr mir Gott helfe). Dieser Eid bekräftigt weniger die Verteidigung des unmittelbaren Nationalstaats USA als der Verfassung der USA und ist eine Manifestierung der Bedenken ihrer Begründer. Die religiöse Beteuerung ist zwar freiwillig, wird aber von offizieller Seite unterstützt. So wird sie in keiner Werbung für die Streitkräfte ausgelassen.

Hymne der United States Army

March along, sing our song
with the Army of the free
Count the brave,
count the true,
who have fought to victory.
We're the Army and proud of our name;
We're the Army and proudly proclaim:
First to fight for the right, and to build the Nation's might,
And the Army Goes Rolling Along
Proud of all we have done,
Fighting till the battle's won,
And the Army Goes Rolling Along
Chorus:
Then it's hi, hi, hey! The Army's on its way
Count off the cadence loud and strong (two, three)
For wher-e'er we go, You will always know
that the Army Goes Rolling Along
Valley Forge, Custer's ranks, San Juan hill and Patton's tanks,
And the Army went rolling along.
Minute men from the start,
Always fighting from the heart,
And the Army keeps rolling along.
Chorus:
Men in rags, men who froze, still that Army met its foes,
And the Army went rolling along.
Faith in God, then we're right,
And we'll fight with all our might,
As the Army keeps rolling along.
Unter dem umgangssprachlichen Namen (US) Army Hymn ist dieser Marsch bekannt. Tatsächlich heißt das Lied Mighty is Our Army, es wurde von Ralph Lee Bowerman komponiert.

Soldatenschwur/Warrior's creed

Ende der Neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts brachte das Pentagon einen inoffiziellen Soldatenschwur in Umlauf, der keinesfalls mit der tatsächlichen Vereidigung zu verwechseln ist. Sein Wortlaut ist absichtlich pathetisch gewählt und soll an jene erinnern. I am an American Soldier.
I am a Warrior and a member of a team.
I serve the people of the United States
and live the Army Values.
I will always place the mission first.
I will never accept defeat.
I will never quit.
I will never leave a fallen comrade.
I am disciplined, physically and mentally tough,
trained and proficient in my warrior tasks and drills.
I always maintain my arms, my equipment and myself.
I am an expert and I am a professional.
I stand ready to deploy, engage and destroy
the enemies of the United States of America
in close combat.
I am a guardian of freedom
and the American way of life.
I am an American Soldier.
Generell werden nur die vier fett markierten Zeilen zitiert.

Veteranenorganisationen

Die
US Army betreibt die umfangreichste Veteranenfürsorge unter den US-Streitkräften. Damit will sie das Bild des verdienten, gemeinen Infanteristen pflegen. Allerdings legt die Mehrheit der amerikanischen Öffentlichkeit ein insgesamt stärkeres Augenmaß auf die Army als auf die Air Force und die Navy, während das Marine Corps nicht nur diesbezüglich eine Sonderstellung innehat.
- Amerikanische Legion

Weblinks


- [http://www.army.mil/ Homepage der United States Army]
- [http://www.hqusareur.army.mil/ Homepage der US Army, Europe]
- [http://www.usarmygermany.com Homepage der US Army Germany]
- [http://www.vcorps.army.mil/ Homepage des 5. Korps, Heidelberg]
- [http://www.army.mil/fact_files_site/ Übersicht Ausrüstung der US Army auf ebenjener Website]
- [http://www.panzerbaer.de/archiv/us_ftx_reforger_1987-a.htm Panzerbaer.de mit einer Galerie zu
REFORGER 1987]
- [http://www.army.mil/symbols/Downloads/ArmySongCombined.mp3 Download einer Kurzfassung der
Army Hymn, ca. 600 kB]
- [http://www.army.mil/symbols/ Traditionen der
US Army] Army Kategorie:Heer ja:アメリカ陸軍

Delta Force

Die Delta Force ist eine US-amerikanische militärische Spezialeinheit.

Aufbau und Aufgaben

Über die Delta Force, eigentlich 1st Special Forces Operational Detachment (Airborne) DELTA, ist wenig bekannt. Die kleine Einheit gehört nicht dem US Special Operations Command der US Army an, sondern untersteht den Stabschefs der Army. Ihre offizielle Aufgabenbeschreibung ist schwammig gehalten und umfasst schnelle, punktgenaue Operationen mit weit gefächerten Fertigkeiten. Dabei soll die Delta Force in der Lage sein, so unentdeckt vorzugehen, wie keine andere US-Einheit. (Delta is organized for the conduct of missions requiring rapid response with surgical applications of a wide variety of unique skills, while maintaining the lowest possible profile of U.S. involvement.) Es ist davon auszugehen, dass die Delta Force, zusammen mit der Naval Special Warfare Development Group(DEVGRU), die Einheit des US-Militärs ist, die am stärksten auf den Kampf gegen Terroristen, vor allem in urbaner Umgebung, ausgerichtet ist. Zu ihren stets geheim gehaltenen Einsätzen gehören aber auch spezielle Operationen hinter feindlichen Linien, wie das Töten einzelner Personen. Ihr Hauptquartier befindet sich in Fort Bragg (North Carolina, genannt The Home of the Airborne). Dort sind unter anderem auch der John F Kennedy Special Warfare Center und das 160th Special Operations Aviation Regiment (SOAR) Night Stalkers untergebracht. Das Hauptquartier des Special Operations Command befindet sich teilweise in Ft. Bragg und in Tampa, Florida. Wahrscheinlich ist die Delta Force in drei Schwadrone organisiert (A,B, und C Squadron), die sich in zahlreiche kleinere Truppen aufgliedern, die jeweils ganz spezielle Vorgehensweisen trainieren, zum Beispiel Fallschirmsprünge aus großer Höhe, Gebirgskampf oder Landungsoperationen. Außerdem wird davon ausgegangen, dass zugehörige Logistik- und Ausbildungs-Einheiten existieren (Support personnel and Selection Cadre). Die Anzahl der Soldaten ist geheim, ehemalige Mitglieder schätzen, dass es höchstens 1200 sind. Die Delta Force rekrutiert ihre Mitglieder aus Freiwilligen, die aus den Reihen der Fallschirmjäger, der Green Berets und der US Army Rangers stammen. Sie durchlaufen einen rund vier Wochen langen Auswahlprozess und absolvieren danach eine halbjährige Ausbildung zusätzlich zu ihrer bereits vorhandenen Special Forces- bzw. Fallschirmjäger-Ausbildung. Die Einheit wurde angeblich circa 1999 umbenannt und ist jetzt nicht mehr als Delta Force, sondern als CAG (Combat Applications Group) bekannt. Der Geheimstatus hat sich in den Jahren nach den Terrorangriffen vom 11. September 2001 intensiviert.

Geschichte

Die Delta Force wurde 1977 von Colonel Charles Beckwith gegründet. Als Vorbild galt und gilt der britische Special Air Service. Über die Einsätze der Delta Force ist wenig bekannt. 1990 beschützten sie als Leibwächter hochrangige US-Offiziere in Saudi-Arabien und führten später im Irak Angriffe gegen Raketenabschussrampen aus. 1993 waren sie in Somalia Teil der Task Force Ranger, die versuchten den Warlord Mohammed Farah Aidid festzunehmen (Operation Irene). Gemeinsam mit dem britischen Special Air Service waren Deltas 1997 in Lima, als Terroristen in der japanischen Botschaft Geiseln nahmen.

Literatur


- Haney, Eric L.: Delta Force - Im Einsatz gegen den Terror, München 2003, ISBN 3442152151
- Rojahn, Christoph: Militärische Antiterroreinheiten als Antwort auf die Bedrohung des internationalen Terrorismus und Instrument nationaler Sicherheitspolitik - das Beispiel Amerika, München 2000, ISBN 3896758411
- Col. Charlie A. Beckwith(Ret.) - Delta Force, in Amerika beim Avon-Verlag erschienen gewährt den wahrscheinlich besten Eindruck in die Gründungszeit der Delta Force

Weblinks


- [http://www.specialoperations.com/Army/Delta_Force/default.html SOC - Delta Force]
- [http://www.globalsecurity.org/military/agency/army/sfod-d.htm GlobalSecurity.org]
- [http://www.spezialeinheiten.net spezialeinheiten.net]
- [http://www.google.com/custom?q=delta+force&sitesearch=fas.org&sa=Search&cof=LW%3A600%3BBIMG%3Ahttp%3A%2F%2Fwww.fas.org%2Fpaper2.jpg%3BL%3Ahttp%3A%2F%2Fwww.fas.org%2Ffas_banner.gif%3BLH%3A50%3BAH%3Acenter%3BGL%3A0%3BAWFID%3A0d60397048482b28%3B&formAction= Kongressbericht über das Special Operations Command] Kategorie:Militärischer Verband (USA) Kategorie:Spezialeinheit ja:デルタフォース

US Army Rangers

Die Rangers gehören dem Army Special Operation Command an und stellen nach dem Special Forces Command (Airborne), besser bekannt als "Green Berets", den zahlenmäßig größten Teil der Spezialtruppen der US Army.

Aufgaben

Die Ausbildung und Ausrüstung der Rangers ist auf eine Reihe von Aufgaben ausgelegt, sowohl auf spezielle als auch auf klassische militärische Operationen. Grundsätzlich handelt es sich bei den Rangers um leichte Infanterie mit der Aufgabe, schnell und unbemerkt tief ins gegnerische Territorium einzudringen und ihr Einsatzgebiet ebenso zu verlassen, um dort Informationen zu beschaffen, Überfälle auszuführen, gegnerische Operationen zu stören, Landepunkte für nachfolgende Einheiten zu sichern und Personal und Ausrüstung zu bergen. Darüber hinaus sind die Rangers in der Lage, alle Operationen zu übernehmen, die Luftlande-, Fallschirmjäger- oder leichte Infanterie-Einheiten ausführen können. Allerdings ist ihre Fähigkeit zum Kampf gegen gepanzerte Einheiten wegen der leichten Bewaffnung eingeschränkt. Ähnliches gilt für Luftabwehr- und Artilleriekapazitäten. Darüber hinaus verfügen die Rangers nur über geringe eigene Nachschubkapazitäten und sonstige Kampfunterstützung, was sie bei längeren Einsätzen im hohen Maß vom Aufbau einer Unterstützungs-Infrastruktur abhängig macht. Auf strategischer Ebene sollen Ranger-Einheiten innerhalb kürzester Zeit weltweit stationierbar sein, so dass mindestens ein Bataillon jederzeit einen hohen Grad an Gefechtsbereitschaft aufrecht erhält (Ranger Ready Force - RRF). Auch die übrigen Bataillone sollen 18 Stunden nach Alarmierung marschbereit sein.

Organisation

Die Rangers der US Army sind im 75th Ranger Regiment mit Hauptquartier in Fort Benning, Georgia, zusammengefasst. Die Stabskompanie mit rund 130 Mitgliedern umfasst Stabs-, Feuerleit-, Ausbildungs- und medizinisches Personal sowie eine große Fernmeldeabteilung und drei Aufklärungsteams, die jeweils sechs Mann stark sind. Die Aufklärungsteams sind meist die ersten Rangers, die sich während einer Operation in das Zielgebiet begeben, im Regelfall per Luftlandung. Dort verschaffen sie sich ein erstes Bild der Lage, markieren und sichern den Absprungort für die Ranger-Haupttruppe. Die wesentlichen Bestandteile des Ranger-Regiments sind die drei aktiven Bataillone mit einem Personal-Sollbestand von jeweils rund 580 Rangers. Allerdings liegt die Gesamtzahl etwas höher, da rund 15 Prozent der Soldaten sich jederzeit auf Lehrgängen befinden. Jedes Bataillon besteht aus drei Infanterie-Kompanien und einer Stabskompanie. Jede Kompanie verfügt über drei Infanterie-Züge und einen Zug, der mit schweren Waffen ausgerüstet ist. Das 1st Ranger Battalion ist in Hunter Airfield, Georgia, das 2nd Ranger Battailon in Fort Lewis, Washington, das 3rd Ranger Battalion in Fort Benning, Georgia, stationiert. Darüber hinaus existiert unter dem Dach des Regiments eine Ranger-Ausbildungsbrigade mit drei Ausbildungsbataillonen. Je nach Aufgabe kann das Regiment spezielle Teams zusammenstellen, die beispielsweise für Tauchgänge, Sabotageaktionen, Luftabwehr oder die Zusammenarbeit mit anderen Truppengattungen speziell ausgebildet und ausgerüstet sind. Die Rangers sind besonders im Einnehmen feindlicher Flugfelder ausgebildet und arbeiten oft mit der 82nd Airborne Division sowie den US Air Force Special Operation Units zusammen.

Ausrüstung

Standardmäßig sind Ranger-Bataillone nur mit leichter Ausrüstung versehen, was die unauffällige Beweglichkeit im Gelände, die Luftverlade- und Luftlandefähigkeit erhöhen soll. Neben M16-Sturmgewehr als Infanteriewaffe, teilweise mit M203-Granatwerfern, verfügen die Rangers über spezielle leichte Panzerabwehrwaffen, 60, 81 und 120mm-Mörser, Maschinenegewehre (M240B), Granatwerfer und Boden-Luft-Raketenwerfer vom Typ "Stinger". Pro Bataillon sind als Fahrzeuge lediglich zwei leichte Trucks vorgesehen.

Geschichte

Stinger Die Rangers berufen sich auf die Tradition der ersten Siedler in den USA, die unter Ausnutzung des Geländes gegen Indianer und britische oder französische Truppen kämpften. Namenspatron sind Rogers' Rangers, die unter Robert Rogers auf britischer Seite im Franzosen- und Indianerkrieg kämpften. Auch im amerikanischen Bürgerkrieg waren Ranger-Einheiten, vor allem auf konföderierter Seite, hinter feindlichen Linien im Einsatz. Die moderne Ranger-Truppe wurde am 19. Juni 1942 in Nordirland aufgestellt. Als Vorbild dienten die britischen Commandos, die auch massiv Ausbildungshilfe leisteten. Um den neuen Verband von den Commandos abzugrenzen, wählte man den Namen "Rangers". Der erste Kommandeur war Major William O. Darby. Die Rangers kämpften im Zweiten Weltkrieg auf vielen Kriegsschauplätzen in Nordafrika, Italien und in der Normandie. Auf dem pazifischen Kriegsschauplatz waren sie vor allem in Indien aktiv. Als Luftlande-Einheiten operierten Rangers erstmals im Koreakrieg. In Vietnam waren sie als Kämpfer und als Ausbilder verbündeter vietnamesischer Truppen aktiv. Anfang 1974 wurde das 75th Ranger Regiment aufgestellt. Einsätze seitdem umfassen unter anderem Grenada (1983), Panama, Irak (1991) und Somalia (1993).

Literatur

Hartmut Schauer: US Rangers - Geschichte einer Elitetruppe, ISBN 3613011360

Weblinks


- [http://www.globalsecurity.org/military/agency/army/75rr.htm Rangers auf globalsecurity.org] Rangers Rangers

160th SOAR

Das 160th Special Operations Aviation Regiment, kurz 160th SOAR und auch als Night Stalkers bekannt, ist das Hubschrauberregiment des US Special Operations Command und stellt mit seinen speziell modifizierten Hubschraubern Lufttransportkapazitäten für die Spezialkräfte aller US-amerikanischen Teilstreitkräfte bereit. Teilstreitkräfte

Allgemeines

Zu den Nutzern des 160th SOAR gehören die Spezialeinheiten Rangers, SEALs, Green Berets und Delta Force. Die Abkürzung SOAR wurde in Anlehnung an das englische Verb „to soar“ gewählt, was in etwa „lautlos dahinschweben“ bedeutet und den Auftrag des Regiments sehr treffend beschreibt. Das Regiment besteht aus ca. 1400 Soldaten und soll bis 2009 um 900 Mann und 35 Helikopter erweitert werden.

Geschichte

Delta Force Durch die missglückte Geiselbefreiung im Iran mit dem Namen Operation Eagle Claw wurde der US Army Anfang der 1980er Jahre bewusst, dass sie ein spezielles Heeresfliegerregiment benötigte, welches verdeckte (Transport-)Operationen für Sonderkommandos durchführen kann. Aus diesem Grund wurde die Einheit Task Force 160 gebildet und mit der Übung spezieller Flugtaktiken begonnen. Am 16. Oktober 1981 wurde aus dieser Einheit das 160th Special Operations Aviation Battalion, welches aber weiterhin unter dem Namen Task Force 160 bekannt war. Die Einheit bildete sich anfangs aus Teilen der bekanntesten US-amerikanischen Heeresfliegerbatallione wie zum Beispiel dem 101st Aviation Battalion, dem 158th Aviation Battalion, dem 229th Aviation Battalion und dem 159th Aviation Battalion. Die Spezialisierung auf Nachtoperationen brachte der Einheit später in der Öffentlichkeit den Namen Night Stalkers ein. Die Piloten der Einheit flogen Einsätze während der Operation Urgent Fury auf Grenada unter sehr schlechten Wetterbedingungen. Auch bei der Operation Prime Chance im Persischen Golf und der Operation Just Cause in Panama bewährte sich die Einheit. Am 16. Mai 1990 wurde das Batallion zum Regiment erweitert und nahm ebenfalls an der gescheiterten, von Task Force Ranger durchgeführten Operation Irene teil.

Gliederung

Das Regiment besteht aus drei Heeresfliegerbataillonen, einem Unterstützungsbataillon, zwei unabhängigen Heeresfliegerkompanien und einer Ausbildungskompanie. Operation Irene Operation Irene
- Das 1st Battalion/160th SOAR ist in Fort Campbell, dem selben Stützpunkt wie die 101st Air Assault, stationiert und ist ausgerüstet mit 18 AH-6H/J Little Birds, 18 MH-6H/J, 20 MH-60K Black Hawks und 15 MH-60L. Von den MH-60L sollen die Hälfte in der DAP Konfiguration ausgerüstet sein. Das Batallion wurde 1990 gebildet und unterstützt vor allem die Einheiten 1st Special Forces Detachment Team Delta (SFOD-D) und das SEAL Team Six. Dieses Bataillon war am 3. Oktober 1993 bei der Schlacht von Mogadischu beteiligt, in deren Verlauf 18 US-Soldaten starben und der Pilot Mike Durant abgeschossen und gefangen genommen wurde.
- Das 2nd Battalion/160th SOAR ist mit 24 Schwerlasthubschraubern vom Typ MH-47E Chinook ausgerüstet und wurde ebenfalls 1990 gebildet. Das zweite Battaillon sorgt für die Langstreckenunterstützung der Einheiten und ist ebenfalls in Fort Campbell stationiert.
- Das 3rd Battalion/160th SOAR wurde 1989 aus Teilen der 129th Aviation Company gebildet und ist auf dem Hunter Army Airfield in Georgia stationiert. Es ist ausgerüstet mit 20 MH-60L, von denen die Hälfte in der DAP Konfiguration ausgerüstet ist und 8 MH-47E. Primär unterstützt das Bataillon das 75th Ranger Regiment.
- Die als D-Company bezeichnete Heeresfliegerkompanie war bis vor kurzem in Puerto Rico stationiert, zog nun aber auch nach Fort Campbell. Ausgerüstet ist die Kompanie mit 10 MH-60L. Es gibt Planungen, die Kompanie zu einem weiteren Bataillon zu erweitern.
- Die zweite unabhängige Kompanie ist die E-Company, die in Daegu, Südkorea stationiert ist und mit ihren 8 MH-47E Helikoptern die Unterstützung für die Spezialkräfte in Südostasien liefert.
- Das 4th Battalion/160th SOAR ist die Wartungs- und Versorgungseinheit des Regiments.
- Die Special Operations Aviation Training Company ist als Trainingseinheit des Regiments in Fort Campbell stationiert und mit 15 MH-6C, 3 MH-47D, 2 MH-47E, 3 MH-60L und 2 MH-60K ausgerüstet.

Ausbildung

Um Pilot des 160th SOAR zu werden, muss ein Pilot nach Abschluss der Flugschule eine komplette Stationierungsrunde mitmachen und einen speziellen Lehrgang abschließen. Insgesamt 1000 Flugstunden und 100 Nachtflugstunden werden gefordert. In der Ausbildung in Fort Campbell muss der angehende Pilot verschiedene Übungen durchlaufen und wird auf härteste geprüft. Die Ausbildung dauert für Piloten 8 Monate, in denen Flugmanöver in nur 6 Meter Höhe geübt werden. Zusätzlich besuchen Piloten oftmals andere Lehrgänge, wie zum Beispiel die Luftlandeschule. Kategorie:Militärischer Verband (USA) Kategorie:Spezialeinheit

Verdeckte Operation

Verdeckte Operationen (nachrichtendienstlicher, politischer und militärischer Begriff, vom engl. Covert Operation) sind politische oder militärische Aktivitäten, die sowohl heimlich (zur Verschleierung der Identität des Urhebers) als auch verdeckt ablaufen, das heißt ihre Existenz wird vom Urheber bei Bedarf aktiv dementiert (= verdeckt). Sie werden in Situationen angewendet, in denen ein offenes Vorgehen nicht zum angestrebten Ziel führen oder den Erfolg der Maßnahme gefährden würde. Eine verdeckte Operation richtet sich meist gegen einen Staat oder eine Region, kann aber auch Ziele im eigenen Land betreffen, z. B. in einem politischen Krisengebiet. Gründe für die Wahl einer verdeckten Operation sind zum Beispiel, wenn die Ziele oder Methoden der Operation gegen bestehende Gesetze, parlamentarische Verbote oder internationales Recht verstoßen oder eine negative Berichterstattung in den eigenen Medien oder denen des Ziellandes vermieden werden soll. Verdeckte Operationen sind ein klassisches Betätigungsfeld von Geheimdiensten. Bei Operationen mit militärischem Charakter kommen häufig Spezialeinheiten wie die US-amerikanische Delta Force, der britische Special Air Service (SAS) oder die russische OMON zum Einsatz. Der wesentliche Unterschied zur klassischen nachrichtendienstlichen Spionage ist, dass nicht die Gewinnung von Informationen über das Zielland, sondern dessen aktive Manipulation im Mittelpunkt stehen. Verdeckte Operationen sind ein Instrument zur Durchsetzung der Interessen eines Staates, dessen Potenzial durch die Machtfülle der Akteure, große finanzielle Möglichkeiten und die faktische weitgehende Ungebundenheit an Gesetze immens ist. Dies drückt sich umgekehrt in häufig dramatischen Folgen für die betroffenen Zielländer oder Regionen und deren Bevölkerung aus (siehe z. B. Contra-Krieg gegen Nicaragua, Operation Condor).

Charakteristik

Eine typische verdeckte Operation ist die finanzielle oder logistische Unterstützung einer politischen Gruppierung oder Bewegung im Zielland, um darüber die eigenen Ziele durchzusetzen. Dies reicht von legaler Einflussnahme (z. B. Unterstützung für demokratische Oppositions-Gruppen) über die Diffamierung politisch missliebiger Personen oder Gruppen durch Desinformation und "Operative Informationen" bis hin zur Unterstützung von paramilitärischen oder Guerilla-Truppen und Terroristen und der Verfolgung einer Strategie der Spannung. Ein weiterer Fall ist die (legale) Unterstützung des Militärs in einem weniger entwickelten Zielland, etwa durch Ausbildungsprogramme und umfangreiche militärische Zusammenarbeit, um später eine politisch unerwünschte Regierung durch einen Militärputsch von verbündeten Offizieren entfernen zu lassen. Typische verdeckte Operationen mit überwiegend militärischem Charakter sind die Befreiung von Geiseln im feindlichen Ausland, die Bekämpfung von Guerilla-Truppen oder des organisierten Drogenhandels. Verdeckte Operationen werden auch gegen verbündete oder befreundete Staaten durchgeführt, etwa um deren Unterstützung oder die Vorgehensweise gegen einen gemeinsamen Feind zu sichern (siehe Gladio).

Grundelemente/Typologie verdeckter Operationen


- Aufbau und Beeinflussung politischer Gruppierungen im Zielland
- Desinformation zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung oder der Diffamierung politischer Gegner ("Operative Information")
- Paramilitärische und militärische Operationen, etwa durch Spezialeinheiten
- Aufbau und Beeinflussung (para-)militärischer Gruppierungen im Zielland
- Strategie der Spannung
- Vorgehen gegen Terroristen
- Unterstützung von Terroristen
- Subversion
- Staatsstreiche
- Entführungen
- (Politischer) Mord
- Sabotage

Rechtliche Aspekte und Folgen

Verdeckte Operationen sind in Friedenszeiten eines der wenigen Mittel, unter Umgehung der Souveränität eines Staates direkt auf dessen Innere Angelegenheiten Einfluss zu nehmen. Die eingesetzten Mittel verstoßen häufig sowohl gegen das nationale Recht des ausführenden als auch das des Zielstaates sowie gegen Internationales Recht, was die Notwendigkeit der Geheimhaltung umso dringlicher erscheinen lässt. Wird eine verdeckte Operation aufgedeckt, führt dies in manchen Fällen zu ernsten diplomatischen Krisen zwischen den betroffenen Staaten. Aufgedeckte verdeckte Operationen eines verbündeten Staates werden von der Regierung des betroffenen Staates gegenüber der eigenen Bevölkerung häufig so weit wie möglich verheimlicht oder verharmlost, um die ohnehin angespannten Beziehungen nicht durch einen Aufruhr der öffentlichen Meinung weiter zu belasten.

Öffentliche Wahrnehmung

Verdeckte Operationen bilden ein etabliertes und regelmäßig angewandtes, wenn auch sehr kontroverses Instrument der Außenpolitik zahlreicher Staaten. Dabei liegt es in der Natur der Sache, dass sie im Vergleich zu ihrer Bedeutung in der Berichterstattung der Medien und damit der öffentlichen Wahrnehmung deutlich unterrepräsentiert sind.

Bekannte Akteure

Zahlreiche Geheimdienste haben Abteilungen, deren offizielle Aufgabe die Durchführung verdeckter Operationen ist. Die CIA und das Verteidigungsministerium der USA (Pentagon) sind zwei der bekanntesten Organisationen, die systematisch und mit offiziellem Auftrag verdeckte Operationen betreiben. Der ehemalige sowjetische KGB und das Ministerium für Staatssicherheit der DDR führten ebenfalls zahlreiche verdeckte Operationen durch, der entsprechende Begriff lautete „Aktive Maßnahmen“. Weitere bekannte Akteure sind der britische MI6, der französische DGSE und der israelische Mossad (ohne Anspruch auf Vollständigkeit). Dem deutschen Bundesnachrichtendienst sind verdeckte Operationen gesetzlich untersagt.

Beispiele

CIA


- Operation Ajax - Sturz des iranischen Premierministers Mossadegh 1953, Einsetzung des Schahs Mohammad Reza Pahlavi
- Operation PBSUCCESS - Sturz von Jacobo Arbenz Guzmán, Präsident von Guatemala 1954
- Demagnetize - Eindämmung des Kommunismus in Italien und Frankreich ab den 50er Jahren
- Ausschaltung Che Guevaras in Bolivien 1967
- Invasion in der Schweinebucht - Militärischer Angriff von Exilkubanern auf Kuba 1961, um die Revolutionsregierung Castros zu stürzen
- Operation IAFEATURE - Unterstützung der UNITA und der Intervention Südafrikas im angolanischen Bürgerkrieg, die zum Eingreifen Kubas 1975 führte
- Operation Condor war eine multinationale verdeckte Operation rechtsgerichteter Militärdiktaturen in Südamerika zur gemeinsamen Verfolgung und Ermordung von politischen Gegnern, die von der CIA technisch und logistisch sowie durch Schulungen unterstützt wurde
- Gladio - Aufbau und Unterhalt von Geheimarmeen in Westeuropa von den 50ern bis in die späten 80er Jahre, die u. a. in zahlreiche Terroranschläge in Italien sowie in den griechischen Militärputsch von 1967 verwickelt waren

KGB


- vermutet: Inszenierung des Mordanschlags auf Papst Johannes Paul II. mit Hilfe des bulgarischen Geheimdiensts, um den Einfluss des polnischstämmigen Papstes auf den politischen Wandel in Osteuropa zu beenden (siehe Solidarność)

Ministerium für Staatssicherheit der DDR


- Bestechung des CDU-Politikers Julius Steiner 1972, um das konstruktive Misstrauensvotum der CDU unter Rainer Barzel gegen Bundeskanzler Willy Brandt zu Fall zu bringen
- Die Gruppe Ralf Forster (auch DKP-Militärorganisation genannt) war eine geheime Teilorganisation der Deutschen Kommunistischen Partei während des Kalten Krieges. Sie war vom MfS ausgebildet und sollte im Kriegsfall auf dem Gebiet der Bundesrepublik Sabotageakte und Anschläge auf Personen verüben (siehe äquivalent Gladio bei CIA)

DGSE (Frankreich)


- Versenkung des Greenpeace-Schiffes Rainbow Warrior und Tötung eines Greenpeace-Mitglieds 1985 durch einen Sprengsatz, den zwei französische Agenten in einem neuseeländischen Hafen anbrachten. Greenpeace führte zu dieser Zeit eine intensive Kampagne gegen die französischen Atomtests auf dem Mururoa-Atoll im Südpazifik.

Zitate

Staaten haben keine Moral, sondern Interessen. Winston Churchill

Siehe auch


- Nachrichtendienst
- Spezialeinheit
- Paramilitär
- Gladio
- Strategie der Spannung
- Militärputsch
- Agent Provocateur

Weblinks


- [http://covertaction.org/ Covert Action] - Online-Ausgabe eines renommierten Magazins über Geheimdienstaktivitäten
- [http://www.janes.com/security/international_security/ Jane's Intelligence Weekly]
- [http://www.isn.ethz.ch/ International Relation and Security Network] der ETH Zürich
- [http://www.cato.org/pubs/pas/PA118.HTM guter Übersichtsartikel zu US-Operationen] vom Cato-Institut
- [http://www.gwu.edu/~nsarchiv/NSAEBB/NSAEBB2/nsaebb2.htm Artikel über die Hintergründe der Contra-Affäre] Kategorie:nachrichtendienstlicher Begriff Kategorie:Politik Kategorie:Kriegs- und Gefechtsführung Kategorie:Fachsprache (Militär)

Psychologische Kriegsführung

Die Operative Information, früher als Psychologische Kriegsführung (Psychological Warfare) bezeichnet, umfasst alle Methoden und Maßnahmen zur Beeinflussung des Verhaltens und der Einstellungen von gegnerischen Streitkräften sowie fremder Zivilbevölkerungen im Rahmen militärischer Operationen. Sie unterstützt die Operationsführung der eigenen Streitkräfte. Zur Planung und Umsetzung nutzt die P. Erkenntnisse der Kommunikationswissenschaft, der Werbung und der Public Relations. Zum Einsatz kommen Medien aller Art (Hörfunk, TV, Lautsprecheraufrufe, Handzettel, Plakate, Zeitungen, Give-aways, Gesprächsmedien usw.).

Begriff

Der Begriff "Psychologische Kriegsführung" ist veraltet. Da sich heute der Einsatz von Militärmacht zunehmend nicht mehr auf der Ebene des unmittelbaren kriegerischen Konfliktes bewegt, sondern häufig zur Befriedung oder Stabilisierung in Spannungs- oder Konfliktgebieten dient (z.B. UN-Friedensmissionen), hat sich auch die Terminologie entsprechend gewandelt. Im NATO-Sprachgebrauch hat sich der Begriff "Psychological Operations" (PSYOPS) durchgesetzt, als Paralleldisziplin zu MEDIAOPS (Media Operations), worunter im zivilen Sprachgebrauch Public Relations/Medienarbeit zu verstehen ist. PSYOPS und MEDIAOPS sind zwar in einigen Einsatzgebieten Teilgebiete von INFOOPS (Information Operations), jedoch hat weder INFOOPS noch MEDIAOPS irgendeine Befehlsgewalt über PSYOPS. Und das aus gutem Grund. Diesen begrifflichen Unterschieden und hierarchischen Zuordnungen entsprechen Entscheidungs- und Befehlswegen.

Bundeswehr

Früher sprach man in der deutschen Bundeswehr von "Psychologischer Kriegsführung" (PSK). Ab 1970 dann von "Psychologischer Verteidigung"( PSV). Sie wurde von der damaligen PSK/PSV-Truppe (der Vorgänger der heutigen OpInfo-Truppe) wahrgenommen. Heute (ab 1990) spricht man von "Operativer Information" (OpInfo), was die NATO-Terminologie in gewisser Weise zusammenfasst. Hierzu zählt vor allem, daß die OpInfo, will sie langfristig funktionieren, nur nachprüfbare Informationen verbreiten kann; ansonsten würde sie, und mit ihr auch die gesamten Streitkräfte im Einsatzland, ihre Glaubwürdigkeit verlieren. Die Truppe Operative Information ist seit 1998 eine eigene Truppengattung der Bundeswehr, und gehört nicht mehr zur Fernmeldetruppe des Heeres. Sie gehört zur Streitkräftebasis. Die OpInfo-Truppe besteht heute aus dem Zentrum Operative Information (ZOpInfo) in Mayen sowie dem unterstellten Bataillon für Operative Information 950 (OpInfoBtl 950) in Koblenz. Auch das Betreuungsradio der Bundeswehr (Radio Andernach) gehört zur OpInfo-Truppe, auch wenn Radio Andernach unter keinen Umständen PSYOPS-Tätigkeiten wahrnimmt und auch niemals wahrnehmen darf. Radio Andernach unterscheidet sich vom Zielgruppenradio, das durchaus an PSYOPS-Tätigkeiten teilnimmt, z.B. durch Werbespots und Nachrichtensendungen, Magazine und Reportagen die von den zivilen Radiosendern und von Radiosendern der Nato in dem Einsatzgebiet abgespielt werden, Zielgruppenradio genannt. Des weiteren verfügt OpInfo über eigene TV Produktionseinheiten, die in Broadcast Norm produzieren. Die Beiträge werden fast alle im Einsatzland produziert und via den lokalen TV Sendern im Einsatzland abgestrahlt. Eine weitere Komponente sind die Einsatz Kamera Trupps (EKT). Die EKT fliegen auf Wunsch des Bundesministeriums der Verteidigung in die jeweiligen Einsatzländer und übertragen von dort Live nach Deutschland. Sie tragen als weitere Option dazu bei eine bessere Lagebeurteilung vorzunehmen. Im Standort Mayen verfügt OpInfo über ein voll ausgerüstetes und einsatzbereites TV Studio inkl. hochmoderne Regie.

Geschichte

Im Zweiten Weltkrieg setzten sowohl die Achsenmächte, als auch Alliierte auf die Psychologische Kriegsführung.
- Dazu gehörte es auf Seiten der USA und Großbritanniens, berühmte deutsche Exilanten wie Thomas Mann per Rundfunk an die deutsche Bevölkerung appellieren zu lassen.
- Nach der Maxime, es sei nicht wichtig, ob etwas wahr sei, es sei nur wichtig, ob etwas wirke, setzte Deutschland Astrologen wie Karl Ernst Krafft ein, worauf die Briten mit Louis de Wohls Horoskopen und Nostradamus-Deutungen (und Fälschungen] konterten, die in Form von Flugblättern verteilt wurden. So spielte man etwa die Generäle Erwin Rommel (deutscher "Wüstenfuchs",
- 15.11.1891) und Montgomery (Großbritannien,
- 17.11.1887) gegeneinander aus. (Literatur: Ellic Howe. Uranias Kinder. Verlag Beltz Athenäum, 1995)
- An der Ostfront schickten deutsche Soldaten einen mit Schnaps abgefüllten Rotarmisten zu den feindlichen Linien zurück.Wenige Stunden später konnten sie sich vor Überläufern kaum retten (Der zweite Weltkrieg,ISBN 3-570-01403-7)

Zielgruppen

Zu den Zielgruppen der Operativen Information gehören im Verteidigungsfall feindliche Truppen, sowie die Zivilbevölkerung in vom Feind besetzten Gebieten. In den aktuellen Auslandseinsätzen der Bundeswehr wirkt die Operative Information auf die Bevölkerung der Einsatzgebiete ein, mit dem Ziel westliche Werte wie Demokratie und Menschenrechte zu verbreiten. Die Zielgruppe der OpInfo werden direkt durch den Generalinspekteur der Bundeswehr befohlen.

Methoden

Die Methoden der Psychologischen Kriegsführung sind vielfältig und befinden sich ständig im Wandel. So wurden während des dritten Golfkrieges von der US Army auch auf persönliche Webseiten von Armeeangehörigen Einfluss genommen, um der Öffentlichkeit ein positiveres Bild von den Kriegseinsätzen zu vermitteln. Zu den "traditionellen" Methoden der Operativen Information gehören:
- Verteilung von Flugblättern und Informationsschriften, auch hinter feindlichen Linien durch Abwurf aus Flugzeugen sowie "Flugblattwerfer"; oftmals sind Flugblätter auch im Stil der jeweiligen Landeswährung gefertigt und auf den ersten Blick kaum von einem auf der Straße liegenden Geldschein zu unterscheiden
- Einsatz von Radio- sowie Fernsehsendungen
- Lautsprecherbeschallung

Beispiele


- die Propagandatruppe der Wehrmacht des dritten Reichs
- Während des Kalten Kriegs wurde in der Bundesrepublik von Franz Josef Strauß das Referat für Psychologische Kampfführung der Bundeswehr eingerichtet. Die offizielle Aufgabe bestand darin, auf antimilitaristische Propagandazeitschriften der DDR zu reagieren, die vor Bundeswehrkasernen verteilt wurden.

Weblinks


- [http://www.operative-information.de/ Homepage der Truppe für Operative Information der Bundeswehr]
- [http://www.dhm.de/ausstellungen/kalter_krieg/brosch_09.htm über das Referat für Psychologische Kampfführung der Bundeswehr (PSK)] (Deutsches Historisches Museum: Kalter Krieg) Kategorie: Kriegs- und Gefechtsführung Kategorie:Bundeswehr Kategorie:Nachrichtendienstlicher Begriff

Sabotage

Als Sabotage bezeichnet man einen Vorgang, der die Störung eines wirtschaftlichen oder militärischen Ablaufs hervorruft - zur Erreichung eines bestimmten (oft politischen) Zieles. Im alltäglichen Sprachgebrauch ist mit Sabotage oft auch die gewaltsame Beschädigung und Zerstörung von Gerät, Maschinen, Infrastruktur oder anderen Dingen zugunsten eines höheren Zweckes gemeint (Gewalt gegen Sachen). Menschen, die Sabotage betreiben, werden als Saboteure bezeichnet. Das Wort Sabotage entstand wahrscheinlich durch die Tatsache, dass französische Arbeiter ihre Holzschuhe (frz. "sabot") in die Mäh- und Dreschmaschinen warfen, um gegen die immer weiter fortschreitende Mechanisierung ihrer Arbeit zu kämpfen oder um sich eine Auszeit zu nehmen, bis die Maschinen repariert waren, wenn dieses überhaupt noch möglich war. Aus diesem Grund wurde der Sabot als ein Symbol der anarchistischen ArbeiterInnen benutzt. Siehe auch: Luddismus, Maschinenstürmer, Subversion

Literatur


- Emile Pouget, Le sabotage (1913). notes et postface de Grégoire Chamayou et Mathieu Triclot, Mille et une nuit, 2004, engl. Sabotage, ISBN 0-89875-459-3, Paperback, 112pp, University Press of the Pacific 2001
- Sabotage. ArbeiterInnen aus den USA erzählen ihre Version des alltäglichen Klassenkampfes, Verlag: Sisina, Berlin 1993, ISBN 3-92993-300-4 Kategorie:Politischer Widerstand

Verdeckte Operation

Verdeckte Operationen (nachrichtendienstlicher, politischer und militärischer Begriff, vom engl. Covert Operation) sind politische oder militärische Aktivitäten, die sowohl heimlich (zur Verschleierung der Identität des Urhebers) als auch verdeckt ablaufen, das heißt ihre Existenz wird vom Urheber bei Bedarf aktiv dementiert (= verdeckt). Sie werden in Situationen angewendet, in denen ein offenes Vorgehen nicht zum angestrebten Ziel führen oder den Erfolg der Maßnahme gefährden würde. Eine verdeckte Operation richtet sich meist gegen einen Staat oder eine Region, kann aber auch Ziele im eigenen Land betreffen, z. B. in einem politischen Krisengebiet. Gründe für die Wahl einer verdeckten Operation sind zum Beispiel, wenn die Ziele oder Methoden der Operation gegen bestehende Gesetze, parlamentarische Verbote oder internationales Recht verstoßen oder eine negative Berichterstattung in den eigenen Medien oder denen des Ziellandes vermieden werden soll. Verdeckte Operationen sind ein klassisches Betätigungsfeld von Geheimdiensten. Bei Operationen mit militärischem Charakter kommen häufig Spezialeinheiten wie die US-amerikanische Delta Force, der britische Special Air Service (SAS) oder die russische OMON zum Einsatz. Der wesentliche Unterschied zur klassischen nachrichtendienstlichen Spionage ist, dass nicht die Gewinnung von Informationen über das Zielland, sondern dessen aktive Manipulation im Mittelpunkt stehen. Verdeckte Operationen sind ein Instrument zur Durchsetzung der Interessen eines Staates, dessen Potenzial durch die Machtfülle der Akteure, große finanzielle Möglichkeiten und die faktische weitgehende Ungebundenheit an Gesetze immens ist. Dies drückt sich umgekehrt in häufig dramatischen Folgen für die betroffenen Zielländer oder Regionen und deren Bevölkerung aus (siehe z. B. Contra-Krieg gegen Nicaragua, Operation Condor).

Charakteristik

Eine typische verdeckte Operation ist die finanzielle oder logistische Unterstützung einer politischen Gruppierung oder Bewegung im Zielland, um darüber die eigenen Ziele durchzusetzen. Dies reicht von legaler Einflussnahme (z. B. Unterstützung für demokratische Oppositions-Gruppen) über die Diffamierung politisch missliebiger Personen oder Gruppen durch Desinformation und "Operative Informationen" bis hin zur Unterstützung von paramilitärischen oder Guerilla-Truppen und Terroristen und der Verfolgung einer Strategie der Spannung. Ein weiterer Fall ist die (legale) Unterstützung des Militärs in einem weniger entwickelten Zielland, etwa durch Ausbildungsprogramme und umfangreiche militärische Zusammenarbeit, um später eine politisch unerwünschte Regierung durch einen Militärputsch von verbündeten Offizieren entfernen zu lassen. Typische verdeckte Operationen mit überwiegend militärischem Charakter sind die Befreiung von Geiseln im feindlichen Ausland, die Bekämpfung von Guerilla-Truppen oder des organisierten Drogenhandels. Verdeckte Operationen werden auch gegen verbündete oder befreundete Staaten durchgeführt, etwa um deren Unterstützung oder die Vorgehensweise gegen einen gemeinsamen Feind zu sichern (siehe Gladio).

Grundelemente/Typologie verdeckter Operationen


- Aufbau und Beeinflussung politischer Gruppierungen im Zielland
- Desinformation zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung oder der Diffamierung politischer Gegner ("Operative Information")
- Paramilitärische und militärische Operationen, etwa durch Spezialeinheiten
- Aufbau und Beeinflussung (para-)militärischer Gruppierungen im Zielland
- Strategie der Spannung
- Vorgehen gegen Terroristen
- Unterstützung von Terroristen
- Subversion
- Staatsstreiche
- Entführungen
- (Politischer) Mord
- Sabotage

Rechtliche Aspekte und Folgen

Verdeckte Operationen sind in Friedenszeiten eines der wenigen Mittel, unter Umgehung der Souveränität eines Staates direkt auf dessen Innere Angelegenheiten Einfluss zu nehmen. Die eingesetzten Mittel verstoßen häufig sowohl gegen das nationale Recht des ausführenden als auch das des Zielstaates sowie gegen Internationales Recht, was die Notwendigkeit der Geheimhaltung umso dringlicher erscheinen lässt. Wird eine verdeckte Operation aufgedeckt, führt dies in manchen Fällen zu ernsten diplomatischen Krisen zwischen den betroffenen Staaten. Aufgedeckte verdeckte Operationen eines verbündeten Staates werden von der Regierung des betroffenen Staates gegenüber der eigenen Bevölkerung häufig so weit wie möglich verheimlicht oder verharmlost, um die ohnehin angespannten Beziehungen nicht durch einen Aufruhr der öffentlichen Meinung weiter zu belasten.

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