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Greenpeace

Greenpeace

Greenpeace ist eine internationale, gemeinnützige Umweltschutzorganisation die am 15. September 1971 in Vancouver / Kanada als Nachfolgeorganisation des "Don't Make A Wave Committee" gegründet wurde. Anlass war der Protest gegen die Atomtests der USA in Alaska. Im Vergleich zu vielen anderen Umweltschutzorganisationen ist Greenpeace eher handlungsorientiert. Greenpeace-Aktivisten beschränken sich nicht auf das Einreichen von Petitionen, sondern begeben sich zum Ort des Geschehens und versuchen mit gewaltfreien Mitteln einzugreifen. Greenpeace-Aktivisten handeln oft spektakulär in der Öffentlichkeit (Besetzungen von Schornsteinen, Öltanker-Beobachtungen in Schlauchbooten usw.), nicht jedoch, ohne die Hintergründe in teilweise aufwändigen (u.U. selbst in Auftrag gegebenen) Studien zu untersuchen. Es gibt nationale Greenpeace-Vereine in einer Menge Ländern. Ein eigener Verein in Deutschland wurde 1980 in Bielefeld gegründet und 1981 auf Initiative von Greenpeace International nach Hamburg verlegt.

Struktur

Das oberste Beschlussgremium in Deutschland ist die 40-köpfige Mitgliederversammlung. Hier sitzen zu gleichen Teilen (jeweils 10 Personen) Mitarbeiter von Greenpeace Deutschland, Mitarbeiter von ausländischen Greenpeace-Büros, Personen aus dem öffentlichen Leben sowie ehrenamtliche Mitglieder. Diese 40 Mitglieder werden nicht von den Fördermitgliedern gewählt, was Greenpeace schon des öfteren den Vorwurf eingebracht hat, eine undemokratische Organisationsstruktur zu haben. Als offizielle Begründung für die Entscheidung gegen die demokratische Wahl des obersten Beschlussgremiums durch die Fördermitglieder, gibt Greenpeace an, es benötige hierarchische Strukturen, um schnell, flexibel und effektiv arbeiten zu können. Im Jahr 2003 hatte der Verein 530.000 Förderer (2,3 % mehr als 2002). Spenden und Erbschaften beliefen sich auf 37 Millionen Euro (0,6 % weniger als 2002). Greenpeace hat einen offiziellen Beraterstatus im 'Wirtschafts- und Sozialrat' der UNO, einen Kooperationsstatus in der Welternährungs-Organisation (FAO), hat Beobachterstatus im Umweltprogramm der UNO (UNEP), der Basel-Konvention gegen Giftmüllexporte, der Klimarahmen-Konvention, der Helsinki-Kommission zum Ostseeschutz, in allen gesetzgebenden Institutionen der Europäischen Union, im EU-Rat, im EU-Parlament und in ca. 20 weiteren internationalen Gremien.

Finanzen

Greenpeace hat nach eigener Aussage etwa 2,83 Millionen Fördermitglieder, davon 534.000 in Deutschland. Das jährliche Spendenaufkommen beträgt nach eigenen Angaben ca. 37 Millionen Euro. Greenpeace beschäftigt in Deutschland 175 Menschen, weltweit 1.361. Die meisten Spenden erhält Greenpeace von privaten Mitgliedern, aber auch von prominenten Personen wie dem Medienunternehmer Ted Turner. Greenpeace nimmt keine Spenden von Unternehmen oder Regierungen an, um Abhängigkeit von diesen zu vermeiden.

Eigeninitiativen

Im Jahr 1993 brachte Greenpeace in Zusammenarbeit mit dem Hersteller Foron den weltweit ersten Kühlschrank auf den Markt, der ohne gefährliche Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) oder Fluorkohlenwasserstoffe (FKW) als Kühlmittel auskam. Vorher hatte die Industrie behauptet, ein Ersatz dieser Stoffe zu günstigen Preisen wäre nicht möglich. Greenpeace hat bereits 1996 ein Auto vorgestellt, das bei 90 km/h auf deutlich unter drei Liter Benzinverbrauch kommt. Mit einem Kredit von Greenpeace baute die Schweizer Firma Wenko einen serienmäßigen Renault Twingo mit Benzinmotor um, den Twingo Smile und führte damit alle Argumente der Autoindustrie ad absurdum, ein Drei-Liter-Auto sei nur als Diesel und dann technisch sehr aufwändig mit umweltschädlicher Aluminium-Karosserie zu bauen. Greenpeace gründete 1999 die Genossenschaft Greenpeace Energy, die mittlerweile etwa 11.000 Mitglieder hat. Greenpeace Energy verkauft Strom aus regenerativen Stromquellen an etwa 25.000 Kunden. Die Genossenschaftsform macht Greenpeace Energy unabhängig von Banken.

Öffentliche Wahrnehmung

Kritik

Greenpeace wird wegen seiner hierarchischen Struktur und auch wegen seiner Methoden kritisiert. 1989 wurde in Kanada das Steuerrecht für gemeinnützige Organisationen geändert. Greenpeace und andere Organisationen verloren dadurch den Status der Gemeinnützigkeit. In Deutschland gab es mehrere politisch motivierte Versuche, die Gemeinnützigkeit abzuerkennen, die jedoch bislang alle gescheitert sind. Im September 2003 warf die Public Interest Watch Greenpeace in den USA vor, sie verstoßen gegen das US-Steuerrecht (siehe Weblinks unten). Diese Vorwürfe führten jedoch nie zu einem Gerichtsverfahren. Im Dezember 2004 untersuchte das Finanzamt Hamburg, ob Greenpeace gegen Gesetze verstoßen hat und ihr deshalb der Status der Gemeinnützigkeit für 2003 aberkannt werden soll. So wurde Greenpeace vorgeworfen sich auf seiner Internetseite nicht ausreichend von bestimmten Aktionen der vergangenen Jahre distanziert zu haben. Dies würde zu hohen Steuernachforderungen führen. Greenpeace-Sprecher bezeichnen das Vorhaben des Hamburger Finanzamts als absurd, da sich der Verein in zahllosen Fällen für das Gemeinwohl einsetze.

Anerkennung

Zu den Leistungen von Greenpeace für das Gemeinwohl schreibt der Direktor der Weltbank James D. Wolfensohn im Jahr 2000: „Greenpeace hat eine extrem wichtige Rolle gespielt, als es darum ging, die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Umweltbelange zu lenken und die Öffentlichkeit dort zu mobilisieren [...]. Wir begrüßen diese Rolle[...].“ Und der frühere Umweltminister und heutige Direktor der UNEP Prof. Klaus Töpfer bei seiner Verabschiedung zur UNEP: „Mein Wunsch ist dabei, dass ich auch mit Greenpeace weiterhin in konstruktiv-kritischer Zusammenarbeit in Kontakt bleiben kann.“ Der frühere Greenpeace-Geschäftsführer Thilo Bode bekam für seine Tätigkeit bei Greenpeace im Jahre 2001 das Bundesverdienstkreuz erster Klasse. Der ehemalige Bundespräsident Johannes Rau in seiner Lobesrede: „Greenpeace hat im vergangenen Jahrzehnt wichtige Entwicklungen zum Schutz der Umwelt initiiert und zum Teil auch selbst umgesetzt.“ Und selbst der frühere Polizei-Einsatzleiter bei den Castor-Transporten Hans Reime wird von der DPA wie folgt zitiert: „Insbesondere Greenpeace möchte ich für die fairen Aktionen danken. Es war immer eine Herausforderung.“ In Österreich wurde Greenpeace 2004 von der Bundesregierung mit dem Konrad-Lorenz-Preis für Umweltschutz ausgezeichnet.

Personen

Viele der Greenpeace-Aktivisten haben über die Organisation hinaus einen Ruf erworben. Hierzu zählen
- Crewmitglieder bei der ersten Greenpeace-Aktion, darunter: Robert Hunter (Journalist), Ben Metcalfe (Journalist), Patrick Moore (heutiger Kritiker der Organisation).
- Vorsitzende von Greenpeace International: David McTaggart (Gründer von GPI, Vorsitzender 1979-1991), Thilo Bode (1995-2001), Gerd Leipold (Gründungsmitglied von Greenpeace Deutschland, Vorsitzender von Greenpeace International seit 2001).
- Paul Watson, Aktivist der frühen Jahre, hat sich von Greenpeace getrennt und die (radikalere) Organisation Sea Shepherd gegründet.
- Fernando Pereira war ein Fotograf und kam 1985 beim Bombenanschlag des französischen Geheimdienstes auf die Rainbow Warrior ums Leben.
- Monika Griefahn war Gründungsmitglied von Greenpeace Deutschland und von 1984 bis 1990 im internationalen Vorstand von Greenpeace, bevor sie Umweltministerin in Niedersachsen wurde.

Siehe auch


- Greenpeace-Flotte: Arctic Sunrise, Beluga I & II, Esperanza, Hubschrauber Tweety, Moby Dick, MV Greenpeace, MV Sirius, Phyllis Cormack, Rainbow Warrior I & II, Vega
- Jährliches Treffen der Jugendgruppen: Greendays
- Brent Spar
- Bergwaldprojekt (Gründung 1987 durch Greenpeace)
- Arche Warder
- Nichtstaatliche Organisation
- Greenpeace Magazin
- Greenpeace Stiftung
- Greenpeace Energy

Literatur


- Nikolaus Eckhardt: Die Regenbogenkämpfer. Signal-Verlag. Baden-Baden 1983, ISBN 3-7971-0225-9
- Christian Altmann, Marc Fritzler: Greenpeace - Ist die Welt noch zu retten? ECON Taschenbuch Verlag, Düsseldorf 1995, ISBN 3-612-26127-4

Weblinks


- [http://www.greenpeace.org Internationale Homepage der Organisation] (englisch) :
- Greenpeace national: [http://www.greenpeace.de Deutschland], [http://www.greenpeace.ch Schweiz] :
- Greenpeace Regional: Seit Dezember 2000 wird [http://www.greenpeace.at Greenpeace Österreich] weiterentwickelt zu Greenpeace in Zentral- und Osteuropa und ist für folgende Staaten zuständig: Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Polen, Ungarn, Rumänien, Slowakei, Slowenien
- [http://www.publicinterestwatch.org/pdfs/PIW_report.pdf Greenpeace, Dirty Money] (PDF, englisch) - Bericht von Public Interest Watch, der Greenpeace Verstöße gegen das Steuergesetz vorwirft
- [http://www.novo-magazin.de/75/novo7528.htm NOVO-Artikel: Frische Milch in alten Schläuchen] - kritischer Artikel über die Gentechnik-Kampagne von Greenpeace
- [http://de.einkaufsnetz.org/gentechnik/lebensmittel/10588.html Der Greenpeace-Einkaufsratgeber "Essen ohne Gentechnik"] (Deutschland)
- [http://www.greenpeace.at/fileadmin/at/dokumente/gentechnik/Lebensmittel/gentechnik_einkaufsliste.pdf Gentechnik-Einkaufsliste] (Österreich, PDF, 64 kb) Kategorie:Umweltschutzorganisation Kategorie:NGO ja:グリーンピース (NGO) th:กรีนพีซ zh-min-nan:Le̍k-sek Hô-pêng

15. September

Der 15. September ist der 258. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 259. in Schaltjahren) - somit bleiben 107 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 533 - Byzantinische Truppen unter Belisar erobern Karthago.
- 608 - Bonifatius IV. wird zum Papst gewählt.
- 921 - Ludmilla von Böhmen wird auf Befehl ihrer heidnischen Schwiegertochter Drahomíra ermordet.
- 1514 - Thomas Wolsey wird zum Erzbischof von York ernannt.
- 1697 - Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen wird zum König von Polen gekrönt.
- 1806 - Die französische Armee übergibt die Freie Reichsstadt Nürnberg an Bayern.
- 1815 - Johann Wolfgang von Goethe verbringt einen Abend mit Marianne von Willemer und anderen Freunden auf der Gerbermühle bei Frankfurt am Main; aus dieser Begegnung wird später sein berühmtes Gedicht Ginkgo biloba hervorgehen.
- 1821 - Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras und Nicaragua werden unabhängig von Spanien.
- 1905 - Ungarn. 100 000 Menschen demonstrieren in Budapest für die Einführung des allgemeinen Wahlrechts. Von 20 Millionen ungarischen Staatsbürgern dürfen nur eine Million wählen.
- 1916 - Großbritannien setzt in der Schlacht an der Somme an der nordfranzösischen Front erstmals neun gepanzerte Kettenfahrzeuge ein.
- 1923 - Mit Verhängung des Kriegsrechts eröffnet die Regierung des Bundesstaats Oklahoma den Kampf gegen den Geheimbund Ku-Klux-Klan.Ku-Klux-Klan
- 1935 - Auf dem 7. Reichsparteitag beschließt und verkündet der Reichstag die Nürnberger Rassengesetze. Diese berauben Deutschlands Juden weitere Rechte.
- 1939 - Hinrichtung des ersten deutschen Kriegsdienstverweigerers im 2. Weltkrieg, August Dickmann.
- 1945 - Ein US-amerikanischer GI erschießt versehentlich den Komponisten Anton von Webern.
- 1948 - Argentinien wird Mitglied in der UNESCO.
- 1949 - Konrad Adenauer wird erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.
- 1957 - CDU und CSU erreichen bei der 3. Wahl zum Deutschen Bundestag mit dem Slogan "Keine Experimente!" die absolute Mehrheit (50,2% der abgegebenen Stimmen).
- 1959 - Der russische Regierungschef Nikita Chruschtschow besucht als erster sowjetischer Politiker nach dem Zweiten Weltkrieg die USA und trifft den US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower.
- 1973 - Karl XVI. Gustaf wird König von Schweden.
- 1981 - Vanuatu wird Mitglied bei den Vereinten Nationen.
- 1982 - PLO-Chef Jasir Arafat hat eine Privataudienz bei Papst Johannes Paul II.
- 1991 - Bangladesch vollzieht den Übergang zu einer parlamentarischen Demokratie.
- 1991 - Die Sozialdemokratische Partei Schwedens erzielt das schlechteste Wahlergebnis seit 1928 und verliert das Regierungsmandat
- 1999 - Der Weltsicherheitsrat billigt einstimmig eine internationale bewaffnete Friedenstruppe für Ost-Timor.
- 2002 - Parlamentswahlen und anschließende Regierungsumbildung in Mazedonien
- 2002 - In Schweden gewinnen die Sozialdemokraten mit Göran Persson die Reichstagswahlen.

Wirtschaft


- 2004 - Infineon einigt sich mit dem US-Justizministerium auf eine Strafe von 160 Mio USD, nachdem sich der Konzern illegaler Preisabsprachen bei Speicherchips (DRAMs) schuldig bekannt hat.

Wissenschaft, Technik


- 1830 - Mit Eröffnung der Strecke Liverpool-Manchester beginnt das Zeitalter der Dampfeisenbahn.
- 1969 - Der US-amerikanische Eisbrecher-Tanker "Manhattan" schafft die Nordwest-Passage.
- 1994 - Der Schweizer Astronom Didier Queloz entdeckt den ersten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems.
- 1998 - Die ICE-Strecke Hannover - Berlin wird in Betrieb genommen.

Kultur


- 1900 - Das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg wird auf Initiative vermögender Hamburger Bürger und Unternehmer eröffnet.
- 1930 - Uraufführung des Films "Die Drei von der Tankstelle" mit Heinz Rühmann in Berlin.
- 1968 - Eröffnung der Neuen Nationalgalerie; Architekt: Mies van der Rohe
- 1973 - Uraufführung der Oper Yvonne, Prinzessin von Burgund von Boris Blacher in Wuppertal.
- 2000 - Die Wartburg bei Eisenach wird in die Liste der Weltkulturerben der UNESCO aufgenommen.
- 2002 - In Kassel endet die documenta 11. Verzeichnet wurde ein Rekord von 650 000 Besuchern.

Religion


- 1991 - Kurt Krenn wird Bischof der Diözese St. Pölten - und weigert sich 13 Jahre später, aus "gesundheitlichen" Gründen abzutreten.
- 1997 - Das Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und Mecklenburg-Vorpommern wird von Erzbischof Giovanni Lajolo und Ministerpräsident Berndt Seite unterzeichnet.

Katastrophen


- 1966 - Beim Untergang des U-Bootes Hai der Bundesmarine sterben 20 Seeleute.
- 1995 - Tawau, Malaysia. Absturz einer Fokker 50 der Malaysia Airlines, weil sie zu spät aufsetzt und das Durchstarten misslingt. 34 der 53 Menschen an Bord sterben.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1994 - Die nach dem Vorbild der NHL gebildete Deutsche Eishockey-Liga nimmt mit der Begegnung Augsburger Panther - Mad Dogs München (Endstand 1:6) den Spielbetrieb auf.
- 2000 - In Sydney (Australien) werden die 27. Olympischen Sommerspiele eröffnet.

Geboren


- 1254 - Marco Polo, venezianischer Händler, Reisender und Schriftsteller
- 1584 - Georg Rodolf Weckherlin, deutscher Lyriker
- 1666 - Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg, Prinzessin von Ahlden
- 1675 - Wachtang VI., georgischer König und Wissenschaftler
- 1736 - Jean-Sylvain Bailly, Französischer Astronom und erster Bürgermeister von Paris
- 1737 - Jacob Philipp Hackert, deutscher Maler
- 1756 - Karl Philipp Moritz, deutscher Philosoph, Schriftsteller und Künstler
- 1760 - Bogislav Friedrich Emanuel von Tauentzien, preußischer General
- 1772 - Friedrich Konrad Hornemann, deutscher Afrikaforscher in britischen Diensten
- 1787 - Henri Dufour, Schweizer Kartograf und General
- 1789 - James Fenimore Cooper, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1800 - Paul Friedrich, Großherzog von Mecklenburg-Schwerin
- 1803 - Grandville, französischer Zeichner und Karikaturist
- 1820 - Hermann Heinrich Becker, deutscher Politiker
- 1827 - Karl Rudolf Friedenthal, deutscher Politiker, Jurist und Unternehmer
- 1828 - Alexander Michailowitsch Butlerow, russischer Chemiker
- 1830 - Porfirio Díaz, mexikanischer Politiker
- 1834 - Heinrich von Treitschke, deutscher Historiker, Mitglied des Reichstags
- 1842 - Carl Diercke, deutscher Kartograf
- 1857 - William H. Taft, US-amerikanischer Politiker (27. US-Präsident)
- 1858 - Charles de Foucauld, Französischer Adliger und Ordensgründer
- 1858 - Jenö Hubay, ungarischer Komponist und Violinvirtuose
- 1863 - Horatio Parker, US-amerikanischer Komponist
- 1869 - Fritz Overbeck, deutscher Maler
- 1873 - Otto Wels, deutscher SPD-Politiker, Reichstagsabgeordneter
- 1876 - Bruno Walter, US-amerikanischer Dirigent, Pianist und Komponist deutscher Herkunft
- 1881 - Ettore Bugatti, italienischer Automobilfabrikant und Konstrukteur
- 1885 - Grete Beier, deutsche Mörderin
- 1885 - Ina Seidel, deutsche Schriftstellerin
- 1886 - Paul Pierre Lévy, französischer Mathematiker
- 1890 - Agatha Christie, britische Schriftstellerin, Kriminalautorin
- 1890 - Frank Martin, Schweizer Komponist
- 1891 - Moscheh Ya'akov Ben-gavriel, israelischer Schriftsteller
- 1894 - Jean Renoir, französischer Filmregisseur, Drehbuchautor
- 1894 - Oskar Klein, schwedischer Physiker
- 1895 - Tamara Ramsay, deutsche Kinderbuchschriftstellerin
- 1897 - Kurt Daluege, SS-Oberstgruppenführer und Chef der Ordnungspolizei
- 1898 - Edward Gottlieb, russisch-US-amerikanischer Unternehmer
- 1901 - Liselotte Welskopf-Henrich, deutsche Schriftstellerin und Historikerin
- 1901 - Walter Bader, deutscher Archäologe und Denkmalschützer
- 1903 - Roy Acuff, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber, Countrymusiker
- 1904 - Tom Conway, britischer Schauspieler.
- 1905 - Patrick O'Callaghan, irischer Leichtathlet
- 1906 - Jacques Becker, französischer Regisseur
- 1907 - Alfred Delp, deutscher Jesuit und Widerstandskämpfer
- 1907 - Fay Wray, US-amerikanische Schauspielerin
- 1908 - Gerd Gaiser, deutscher Schriftsteller
- 1909 - Hans Fischinger, deutscher Filmregisseur
- 1912 - Gisela Hernández Gonzalo, kubanische Komponistin
- 1913 - Hans Filbinger, deutscher CDU-Politiker, Ministerpräsident von Baden-Württemberg
- 1914 - Adolfo Bioy Casares, argentinischer Schriftsteller
- 1914 - Jens Otto Krag, dänischer Politiker (Sozialdemokrat), Ministerpräsident
- 1914 - Will Quadflieg, deutscher Theaterschauspieler
- 1915 - Helmut Schön, deutscher Fußballtrainer und -spieler
- 1919 - Fausto Coppi, italienischer Radrennfahrer
- 1921 - Snooky Pryor, US-amerikanischer Sänger
- 1922 - Jackie Cooper, US-amerikanischer Schauspiel-Kinderstar
- 1923 - Anton Heiller, österreichischer Komponist und Organist
- 1925 - James Coignard, französischer Maler und Graphiker
- 1926 - Shohei Imamura, japanischer Filmregisseur ("Black Rain").
- 1927 - Erika Köth, deutsche Sängerin, Sopran
- 1928 - Henry Silva, US-amerikanischer Schauspieler
- 1928 - Julian Cannonball Adderley, US-amerikanischer Jazz-Saxophonist
- 1929 - Johannes Dyba, Bischof von Fulda
- 1929 - Murray Gell-Mann, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger
- 1932 - Charles Wilp, deutscher Künstler, Fotograf und Kurzfilmregisseur
- 1933 - Rafael Frühbeck de Burgos, spanischer Dirigent
- 1935 - Petra Schürmann, deutsche TV-Moderatorin, Schauspielerin, "Miss World"
- 1936 - Ashley J. Cooper, australischer Tennisspieler
- 1936 - Jürgen Timm, FDP-MdB 1980-1994
- 1938 - Lothar Warneke, deutscher Regisseur
- 1937 - Fernando de la Rúa, argentinischer Präsident
- 1937 - Robert E. Lucas, US-amerikanischer Ökonom
- 1939 - Gerhard Dobesch, österreichischer Althistoriker, Keltologe und Altphilologe
- 1940 - Chris Menges, britischer Kameramann und Filmregisseur
- 1940 - Jimmy Gilmer, US-amerikanischer Sänger
- 1941 - Les Braid, britischer Musiker
- 1942 - Lee Dorman, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1944 - Jean-Claude Cousseran, französischer Diplomat
- 1944 - Jürgen Schrempp, deutscher Industriemanager
- 1945 - Carmen Maura, spanische Schauspielerin
- 1945 - Jessye Norman, US-amerikanische Sängerin
- 1945 - Ron Shelton, US-amerikanischer Profi-Baseball-Spieler und Drehbuchautor, Regisseur und Produzent
- 1946 - Oliver Stone, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1946 - Tommy Lee Jones, US-amerikanischer Schauspieler
- 1947 - Dirk Reinartz, deutscher Fotograf
- 1949 - Michael Lameck, deutscher Fußballspieler
- 1951 - Johan Neeskens, niederländischer Fußballspieler
- 1951 - Lisa Fitz, deutsche Kabarettistin
- 1959 - Andreas Eschbach, deutscher Science-Fiction-Autor
- 1960 - Frank Emmelmann, deutscher Leichtathlet
- 1961 - Dan Marino, US-amerikanischer Footballspieler
- 1962 - Rebecca Miller, US-amerikanische Regisseurin, Schauspielerin, Bildhauerin und Malerin
- 1965 - Thomas Stangassinger, österreichischer Skirennläufer
- 1967 - Hans-Jörg Tauscher, deutscher Skirennläufer
- 1969 - Kay Gee, US-amerikanischer DJ
- 1971 - Josh Charles, US-amerikanischer Filmschauspieler ("Club der toten Dichter")
- 1971 - Sigi Terpoorten, deutsche Filmschauspieler
- 1971 - Wayne Ferreira, südafrikanischer Tennisprofi
- 1972 - Letizia Ortiz Rocasolano, Frau des spanischen Thronfolgers
- 1974 - Murat Yakin, schweizerischer Fußballspieler türkischer Herkunft
- 1975 - Anastacia, US-amerikanische Popsängerin
- 1975 - Gerrit Schmidt-Foß, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 1984 - Harry von Wales, britischer Prinz (jüngerer Sohn von Prinz Charles)

Gestorben


- 921 - Ludmilla von Böhmen, Herzogin und Märtyrin, Namenspatronin
- 1231 - Ludwig der Kelheimer, auch bekannt unter dem Namen Herzog Ludwig I von Bayern
- 1362 - Wilhelm von Gennep, Erzbischof von Köln
- 1386 - Roland von Salsomaggiore, italienischer Einsiedler, Namenspatron
- 1510 - Katharina von Genua, italiaenische Krankenschwester und Mystikerin, Namenspatronin
- 1525 - Jan van Woerden, niederländischer Märtyrer der Reformationszeit
- 1688 - Otto Wilhelm Graf von Königsmarck, Heerführer und Staatsmann in verschiedenen Diensten
- 1692 - Georg Adam Struve, deutscher Jurist
- 1697 - Catharina Charlotte de la Gardie, war die Ehefrau von Otto Wilhelm Graf von Königsmarck
- 1700 - André Le Nôtre, französischer Gartengestalter und Landschaftsarchitekt
- 1780 - Jacob Rodrigues Péreire, Person zwischen Avignoner und portugiesischen Juden
- 1834 - Ernst Ludwig Heim, deutscher Arzt
- 1841 - Alessandro Rolla, italienischer Violinspieler und Komponist
- 1842 - Francisco Morazán, Präsident der Zentralamerikanischen Föderation
- 1842 - Pierre Baillot, französischer Violinspieler und Komponist
- 1844 - Gustav von Hugo, deutscher Jurist
- 1859 - Isambard Kingdom Brunel, britischer Ingenieur
- 1859 - Václav Klicpera, tschechischer Dramatiker
- 1864 - John Hanning Speke, britischer Afrikaforscher
- 1875 - Guillaume-Benjamin Duchenne, französischer Physiologe
- 1883 - Joseph Antoine Ferdinand Plateau, Physiker
- 1900 - Abraham Kuhn, elsässischer Arzt und Professor
- 1905 - Avia Marscher, Benediktinerin, Namenspatronin
- 1921 - Robert von Ungern-Sternberg, Baron deutsch-baltischer Herkunft in zaristischen Diensten
- 1926 - Rudolf Eucken, deutscher Philosoph und Träger des Literaturnobelpreises
- 1933 - Max Hoelz, deutscher Politiker
- 1934 - Jean Bungartz, deutscher Tiermaler und Autor verschiedener Bücher
- 1938 - Ferdinand Hueppe, deutscher Mediziner und Präsident des deutschen Fußballbundes
- 1938 - Thomas Wolfe, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1939 - August Dickmann, deutscher Kriegsdienstverweigerer, hingerichtet
- 1945 - Anton Webern, österreichischer Komponist
- 1946 - Ludwig Hohlwein, deutscher Plakatkünstler
- 1953 - Erich Mendelsohn, deutschstämmiger Architekt
- 1954 - Arthur Wieferich, deutscher Mathematiker
- 1955 - Eduard Strauch, SS-, Sicherheitspolizei- und SD-Befehlshaber und Kriegsverbrecher
- 1958 - Constant Feith, niederländischer Fußballspieler
- 1967 - Hans Haug, schweizer Komponist
- 1968 - Josef Kentenich, Gründer der internationalen Schönstatt-Bewegung.
- 1968 - Otto Schön, Büroleiter des Politbüros des Zentralkomitees der SED in der DDR
- 1971 - John Desmond Bernal, britischer Physiker
- 1972 - Ásgeir Ásgeirsson, zweiter Präsident Islands
- 1973 - Gustav VI. Adolf, König von Schweden
- 1973 - Max Kneissl, bedeutender deutscher Geodät
- 1973 - Max Zimmering, deutscher Schriftsteller
- 1975 - Pawel Ossipowitsch Suchoi, russischer Flugzeugkonstrukteur, Chefdesigner
- 1976 - Josef Sudek, tschechischer Fotograf
- 1978 - Wilhelm Emil Messerschmitt, deutscher Flugzeugkonstrukteur und Unternehmer
- 1980 - William Evans, US-amerikanischer Jazzpianist und Komponist
- 1985 - Wolfgang Abendroth, deutscher Politologe
- 1989 - Robert Penn Warren, US-amerikanischer Schriftsteller und Dichter
- 1990 - Thomas Fogerty, US-amerikanischer Rockgitarrist
- 1991 - Karl-Herbert Scheer, deutscher Science-Fiction-Autor
- 1991 - Sulchan Zinzadse, georgischer Komponist
- 1995 - Rien Poortvliet, niederländischer Maler und Zeichner
- 1999 - Horst Ludwig Meyer, deutscher Terrorist der RAF
- 2002 - Kay Espenhayn, deutsche Schwimmsportlerin
- 2003 - Josef Hirsal, tschechischer Schriftsteller
- 2003 - Sergio Ortega, chilenischer Komponist und Pianist
- 2003 - Walter Davy, österreichischer Regisseur und Schauspieler
- 2004 - Daouda Malam Wanké, nigerischer Politiker und Staatspräsident
- 2004 - Hugo Borger, Generaldirektor der Kölner Museen
- 2004 - Johnny Ramone, US-amerikanischer Gitarrist und Gründungsmitglied der Ramones

Feier- und Gedenktage


- Nationalfeiertag/Unabhängigkeit Guatemalas
- El Salvadors Nationalfeiertag
- Gedächtnis der Schmerzen Mariens (katholisch)
- Gedenktag der katholischen Heiligen Oranna

Siehe auch


- 14. September - 16. September
- 15. August - 15. Oktober
- September - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0915 ja:9月15日 ko:9월 15일 simple:September 15 th:15 กันยายน

Vancouver

Vancouver ist eine Stadt in Britisch-Kolumbien an der Westküste Kanadas. Der Großraum Vancouver ist mit 2,16 Mio. Einwohnern (2004) die größte Stadt im westlichen Kanada und die insgesamt drittgrösste des Landes. Wenn man das Umland (z. B. West Vancouver) der Stadt nicht mit einbezieht, hat sie jedoch nur 550.000 Einwohner. Bürgermeister ist derzeit (2002-2005) Larry W. Campbell.
Vancouver erhielt seinen Namen nach dem britischen Offizier George Vancouver, der die Region 1792 vermessen hatte.

Geschichte

Der spanische Kapitän José María Narvaez war 1791 der erste Europäer, der die Küsten in der Gegend des heutigen Vancouver erkundete. Ein Jahr später schloss sich der britische Kapitän George Vancouver der spanischen Expedition an, die mittlerweile ein Basislager am Nootkasund aufgeschlagen hatte. Man erkundete die Straße von Georgien sowie Puget Sound. Es war die Holzindustrie, die sich als erstes in der näheren Umgebung des heutigen Vancouver ansiedelte. Die erste Sägemühle nahm 1863 ihren Betrieb in Moodyville (1915 umbenannt in "North Vancouver") auf. Zwei Jahre später - 1865 - folgte die Sägemühle "Stamp's Mill". Aus ihr sollte die Stadt Vancouver entstehen. Bis zum Jahr 1870 war direkt westlich angrenzend von "Stamp's Mill" die Gemeinde Granville entstanden. Verwaltet wurde sie von der Kolonialverwaltung von British Columbia. Der geläufigere Name für Granville war allerdings "Gastown" - eine Bezeichnung, die sich bis heute für diesen Teil Vancouvers gehalten hat. Das Jahr 1885 bedeutete einen wichtigen Fortschritt für Granville, denn die "Canadian Pacific Railway" wählte den Ort als westlichen Endbahnhof für die transkontinentale Eisenbahn. Die Eisenbahn entschied außerdem, den Namen des Ortes in "Vancouver" zu ändern, nicht zuletzt, weil "Vancouver Island" als bekannte Landmarke helfen sollte, den Menschen von der Ostküste eine Orientierung zu geben, wo sich die Stadt befindet. Am 6. April 1886 wurde die Umbenennung amtlich und die Stadt erhielt ihren heutigen Namen. Am 13. Juni 1886 zerstörte ein Brand große Teile der Stadt, aber dank des von der Eisenbahn ausgelösten wirtschaftlichen Aufschwungs erholte sich Vancouver schnell und wuchs stetig. Im Jahr 1986 fand die Expo 86 (Weltausstellung) in Vancouver statt.

Einwohner

Vancouver zeichnet sich durch eine sehr vielfältige Bevölkerung aus. Es leben Menschen vieler ethnischer Herkünfte und verschiedenster Religionen in der Stadt. So finden sich in Vancouver neben der zweitgrößten "Chinatown" in Nordamerika (nach San Francisco) auch Gegenden, die von indischen ("Little India"), japanischen ("Japantown") oder griechischen ("Greektown") Einflüssen dominiert werden. Vancouver erlebte 1997 einen enormen Boom und Bevölkerungszuwachs, der durch die Wiedereingliederung Hongkongs an China verursacht wurde. Dies hat zu einem starken zahlenmäßigen Anstieg der chinesischstämmigen Bevölkerung in Vancouver geführt. Derzeit leben im Großraum Vancouver ca. 2 Millionen Menschen. Die Stadt Vancouver im engeren Sinne zählte 2004 ca. 580.000 Einwohner.

Klima

In Vancouver herrscht ein ausgeglichenes Klima, das wesentlich durch den Pazifik beeinflusst wird. Die Sommer sind warm, aber nicht besonders heiß, und die Winter sind mild. Es muss aber immer mit teils starken Niederschlägen gerechnet werden (auch Nebel), insbesondere im Winter. Es ist jedoch nur selten mit Frost zu rechnen. Bei einem Besuch von Vancouver empfiehlt es sich, trotzdem immer warme Sachen und entsprechende Regenkleidung dabei zu haben.

Bildung


- Universität von Vancouver

Sehenswürdigkeiten

Universität von Vancouver Universität von Vancouver
- Gastown, die Altstadt mit seltener Dampfuhr (Steam Clock) - Ecke Water- und Cambie-Street
- Chinatown, die direkt an Gastown angrenzt, die zweitgrößte chinesische Enklave nach San Francisco
- Queen Elizabeth Park, ein berühmter botanischer Garten
- Stanley Park u.a. mit Totempfählen
- Aquarium Marine Science Centre
- Grouse Mountain. Der Ausblick von dessen Gipfel auf Vancouver, die umliegenden Berge und die Pazifikküste ist einzigartig. Zu erreichen per Seilbahn oder über den berüchtigten "grouse grind", einen steil ansteigenden Pfad, der auf 3 km Länge 800 Höhenmeter umfaßt.
- Capilano Suspension Bridge. In Vancouvers Norden gelegene, spektakuläre Hängebrücke, die als Touristenattraktion vermarktet wird.
- Cypress Mountain, Grouse Mountain und Mount Seymour sind die Skigebiete direkt vor der Haustür Mehr als nur einen Ausflug wert ist die Insel Vancouver Island mit der Hauptstadt von British Columbia Victoria. Sehenswert in Vancouver ist auch das Planetarium, dass einen sehr hohen Wissensstand vermittelt und immer aktuell ist. Auch eine Fahrt mit dem Skytrain bietet ein besonderes Erlebnis.

Sport


- Vancouver ist die Heimatstadt des NHL-Teams Vancouver Canucks, des Footballclubs BC Lions und des Fußballklubs Vancouver Whitecaps. Außerdem hatte die Stadt bis 2001 auch ein Basketballteam namens Vancouver Grizzlies, das jedoch aufgrund schwacher Zuschauerresonanz und andauernder Erfolgslosigkeit nach Memphis im US-amerikanischen Bundesstaat Tennessee wechselte.
- In Vancouver finden die Olympischen Winterspiele 2010 statt, ein Teil der Wettbewerbe auch in Whistler.
- Sport betreiben ist eine der Lieblingsbeschäftigung der Einheimischen. Daher gibt es auch ein reichhaltiges Angebot: gut ausgebautes Radwegenetz, Beachvolleyballplätze, Kajakverleihstationen, ausgezeichnete Schwimmbäder (Pool am Strand von Kitsilano hat 137m!) und in der nahen Umgebung gibt es viele Möglichkeiten zum Wandern, Klettern, Mountainbiken und Skifahren (Whistler und die drei Local Mountains: Cypress Mountain, Mount Seymour und Grouse Mountain)

Söhne und Töchter der Stadt


- Hayden Christensen, Schauspieler
- David Seven Deers, kanadisch-indianischer Bildhauer
- James Doohan, kanadischer Schauspieler
- Stephen Fearing, kanadischer Sänger und Songwriter
- Don Francks, kanadischer Schauspieler und Musiker
- Ian Hacking, kanadischer Wissenschaftstheoretiker und
- John Howe, kanadischer Illustrator|Buchillustrator
- Mike Jackel, Basketballspieler
- Joshua Jackson, kanadischer Schauspieler
- Britt Janyk, Kanadische Skirennläuferin
- Michael Janyk, Kanadischer Skirennläufer
- Kid Koala, DJ, Musikproduzent
- Kristin Kreuk, kanadische Schauspielerin und Model
- Mercedes McNab, kanadische Schauspielerin
- David McTaggart, Greenpeace-Aktivist und Funktionär
- Carrie-Anne Moss, kanadische Schauspielerin
- Peter Newell, kanadischer Basketballtrainer
- Ross Rebagliati, kanadischer Snowboarder
- Teryl Rothery, kanadische Schauspielerin
- Michael Shanks, kanadischer Schauspieler
- Dorothy Stratten, kanadisches Playmate und Schauspielerin
- Devin Townsend, kanadischer Sänger und Gitarrist
- Percy Williams, kanadischer Leichtathlet

Weblinks


- en:[http://www.city.vancouver.bc.ca/ City of Vancouver]
- en:[http://www.portvancouver.com/media/port_facts.html Port of Vancouver]
- en:[http://www.vec.ca/English/4/vancouver_360_tours.CFM Virtual Tours of Vancouver Canada]
- en:[http://wikitravel.org/en/article/Vancouver Vancouver travel guide at Wikitravel]
- en:[http://www.discovervancouver.com Discover Vancouver]
- dt:[http://www.usa-sondershausen.de/vancouver.php Touristinformationen Vancouver] Kategorie:Ort in Britisch-Kolumbien Kategorie:Ort mit Seehafen ja:バンクーバー市 ko:밴쿠버 simple:Vancouver, British Columbia

Kanada

Kanada (engl./frz.: Canada) ist ein Staat in Nordamerika. Der einzige unabhängige Nachbarstaat sind die USA, mit denen Kanada rege Wirtschaftsbeziehungen pflegt. Ferner grenzt Kanada an das zu Dänemark gehörende Grönland und an das zu Frankreich gehörende St. Pierre und Miquelon. Kanada ist ein Flächenstaat, dessen Bevölkerung zum Großteil auf wenige städtische Zentren konzentriert ist. Um die ethnische, sprachliche und kulturelle Vielfalt der einzelnen Bevölkerungsgruppen zu gewährleisten, ist Kanada politisch als Föderation organisiert; ein Mosaik der Kulturen ist (im Gegensatz zum Modell des Schmelztiegels) politisch gewollt. Die Unabhängigkeitsbestrebungen Québecs, die Rechte der französischsprachigen Bevölkerungsgruppe und die Rechte der indianischen Völker prägen zentrale Konfliktlinien innerhalb der kanadischen Gesellschaft.

Geographie

Québec Kanada ist mit einer Fläche von 9.984.670 Quadratkilometern nach Russland das zweitgrößte Land der Erde. Davon sind 9.093.507 km² Landmasse und 891.163 km² Wasserfläche. Die größte Nord-Süd-Ausdehnung über Landfläche beträgt 4.634 Kilometer von Kap Columbia auf den Ellesmere-Inseln, Nunavut nach Mittelinsel auf dem Eriesee in Ontario, die größte Ost-West-Entfernung beträgt 5.514 Kilometer von Kap Spear in Neufundland und Labrador bis zur Grenze des Yukon-Territoriums mit Alaska. Die Gesamtlänge der Grenze zwischen Kanada und den USA beträgt 8.890 Kilometer. Kanada hat mit 202.080 Kilometern die längste Küstenlinie der Welt. Es grenzt an die USA (im Süden und im Westen (Alaska)), den Pazifischen Ozean, das Nordpolarmeer, Grönland (Seegrenze) und den Atlantischen Ozean. Die größte Insel ist die Baffininsel. Der Osten des Landes wird vom Sankt-Lorenz-Strom dominiert, der Norden von der Hudson Bay. In Mittelkanada schließen sich – als nördliche Fortsetzung des US-amerikanischen „Mittleren Westen“ – weitläufige Ebenen an. Westlich davon liegen die Rocky Mountains und die Pazifikküste. Die größte Stadt ist Toronto, gefolgt von Montréal, Vancouver und Calgary. Der Nordteil wird vom kanadisch-arktischen Archipel geprägt. Die nördlichste Halbinsel ist Boothia.

Klima

Kanada umfasst unterschiedliche Klimazonen (vom Polarklima bis zum gemäßigten Klima). Hauptsächlich bestimmt jedoch das Boreale Klima mit langen kalten Wintern (bis zu –35 °C) und kurzen heißen Sommern (bis zu 35 °C) den überwiegenden Teil Kanadas. Aufgrund der Größe des Landes ist das Klima in den einzelnen Bundesstaaten sehr unterschiedlich. So wurden z.B. im Winter 2004 / 2005 Temperaturen von -58 °C in Burwash Landing / Yukon Territory gemessen. An der Westküste findet man angenehmes Seeklima mit hohen Niederschlägen, da sich die feuchte vom Ozean kommende Luft am Westrand des Küstengebirges abregnet. Die Jahreszeiten sind in den Provinzen Quebec und Ontario am deutlichsten zu entdecken. Hier gibt es kalte Winter, angenehme Frühjahre und Herbstmonate und von Juli bis September den oft sehr schwül-heißen Sommer mit Durchschnittstemperaturen um 25 °C.

Bevölkerung

Die Bevölkerung Kanadas beträgt geschätzte 32 Millionen. Der letzte Census-Report von 2001 gibt die kanadische Bevölkerung mit 30.007.094 an. Das ergibt eine Bevölkerungsdichte von ca. 3,2 Einwohner/km², welche damit eine der geringsten der Welt ist. Der Großteil der Bevölkerung lebt in den Provinzen Québec und Ontario entlang des Sankt-Lorenz-Stromes, d. h. rund um Toronto, Montréal, Québec, Ottawa, London und Hamilton. 11,4 Millionen leben in Ontario, 7,2 Millionen in Québec, 3,9 Millionen in British Columbia und 3 Millionen in Alberta. Die restlichen Provinzen und Territorien haben jeweils weniger als 1 Million Einwohner, wobei Nunavut mit knapp 27.000 Einwohnern das bevölkerungsärmste Territorium Kanadas ist.

Sprachen

Landessprachen sind Englisch und Französisch. In Nunavut ist auch Inuktitut Amtssprache. Alle Provinzen mit Ausnahme von Québec (frz.) und Neubraunschweig (bilingual engl./frz.) sind englischsprachig, im Volksmund auch genannt English Canada. Alle Regionen haben nicht-englischsprachige Minderheiten, in der Hauptsache Nachkommen der ursprünglichen Bewohner, Inuit (im Norden) und Indianervölker (siehe auch Indianer Nordamerikas). In Neuschottland gibt es eine Minderheit, die Schottisches Gälisch spricht.

Demographische Struktur und Entwicklung

Schottisches Gälisch Kanada ist ein klassisches Einwandererland. Große Einwanderergruppen kamen in der Vergangenheit aus dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Deutschland, der Ukraine, Polen und aus den USA. Heutzutage wächst die Bedeutung der Einwanderer aus Fernost, vor allem aus der Volksrepublik China. Die Geburtenrate betrug 2003 10,99 Geburten pro 1000 Einwohner, die Sterberate 7,61 Todesfälle pro 1000 Einwohner. Das Bevölkerungswachstum betrug 0,94 %. Die durchschnittliche Lebenserwartung in Kanada liegt bei 73,6 Jahren. 26 % der Kanadier sind 19 Jahre oder jünger, 13 % 65 Jahre oder älter. Das mittlere Alter der erwerbsfähigen Bevölkerung liegt bei 42 Jahren, die Schätzung für 2011 bei 43,7.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Kanadas Der erste Versuch einer europäischen Besiedlung erfolgte durch die Wikinger unter Leif Eriksson um 1000. Die Siedlung hatte jedoch nicht lange Bestand. Die erste dauerhafte Siedlung gründeten, mit Québec, die Franzosen 1608. Nach mehreren Kriegen zwischen Frankreich und England fielen alle nordamerikanischen Kolonien 1763 an die englische Krone. 1812 bis 1814 kam es zwischen den unabhängigen USA und Großbritanniens verbliebenen Kolonien in Kanada zu einem Krieg. 1867 erhielten die britischen Kolonien eine Verfassung und eine gewisse Eigenständigkeit gegenüber Großbritannien. Formal erhielt Kanada erst 1982 die vollständige Unabhängigkeit.

Politik

Kanada ist eine Föderation mit zehn Provinzen und drei von der Regierung verwalteten Territorien. Kanada ist eine repräsentative parlamentarische Demokratie mit einer symbolischen konstitutionellen Monarchie innerhalb des Britischen Commonwealth of Nations. Das symbolische Staatsoberhaupt ist die britische Königin Elizabeth II., sie wird durch einen Generalgouverneur vertreten. Der Premierminister ist der liberale Paul Martin. Das Parlament besteht aus dem demokratisch gewählten Unterhaus und dem Senat, dessen Mitglieder ernannt werden. Die Legislaturperiode dauert fünf Jahre, aber der Premierminister kann das Unterhaus vorzeitig auflösen und Neuwahlen ausrufen.

Außenpolitik

Militär

Hauptartikel: Kanadische Streitkräfte

Provinzen und Territorien

Kanadische Streitkräfte Hauptartikel: Provinzen und Territorien Kanadas Kanada ist in 10 Provinzen und 3 Territorien gegliedert. Das sind von West nach Ost:
- Yukon-Territorium (Whitehorse), Territorium
- Nordwest-Territorien (engl. Northwest Territories, fr. Territoires du Nord-Ouest, Yellowknife), Territorium
- Nunavut (Iqaluit), Territorium
- Britisch-Kolumbien (engl. British Columbia, fr. Colombie-Britannique, Victoria)
- Alberta (Edmonton)
- Saskatchewan (Regina)
- Manitoba (Winnipeg)
- Ontario (Toronto)
- Québec (Québec)
- Neubraunschweig (engl. New Brunswick, fr. Nouveau-Brunswick, Fredericton)
- Prinz-Eduard-Insel (engl. Prince Edward Island, fr. Île-du-Prince-Édouard, Charlottetown)
- Neuschottland (engl. Nova Scotia, fr. Nouvelle-Écosse, Halifax)
- Neufundland und Labrador (engl. Newfoundland and Labrador, fr. Terre-Neuve-et-Labrador, Saint John's) Der Unterschied zwischen kanadischen Provinzen und Territorien besteht darin, dass die Bundesregierung eine direktere Macht auf die Territorien ausübt, während die Provinzen durch eigene Provinzregierungen verwaltet werden.

Wirtschaft

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) betrug im Jahr 2003 preisbereinigt 756,25 Mrd. Euro gegenüber 727,42 Mrd. Euro im Jahr 2002. Damit ist Kanada gemessen am BIP pro Kopf mit 23.909 Euro an achter Stelle in der Welt. Real wuchs das BIP im Jahr 2003 um 2,2 %, ein Jahr zuvor waren es noch 3,4 %. Die Inflationsrate betrug 2003 2,6 %. Kanada ist Mitglied im NAFTA (North-American Free Trade Agreement) zwischen Kanada, den USA und Mexiko.

Kultur

Das heutige Kanada wird überwiegend durch die europäischen Einflüsse der Pioniere, Forscher, Händler und Fischer aus Großbritannien, Frankreich und Irland geprägt, die ab 1497 den nördlichen Teil des Kontinents erforscht und bald besiedelt haben. Viele ihrer Traditionen bleiben weiterhin Teil von Kanada, etwa ihre Nahrung, Sprache, Erzählungen, Geschichte, Feiertage und Sport. Viele Kanadier können ihre Wurzeln zurück zu diesen Ländern verfolgen und sind stolz auf ihre Herkunft. Kanada und Großbritannien teilen eine gemeinsame Geschichte und arbeiten durch viele Organisationen wie den Commonwealth, die G-8 und die NATO zusammen. Die beiden Länder teilen das gleiche Staatsoberhaupt und zählen zu den ältesten parlamentarischen Demokratien in der Welt. Großbritannien ist Kanadas drittgrößter Handelspartner und nach den USA auf Platz zwei der ausländischen Touristen, die Kanada besuchen. Vielfältig sind die kulturellen Überlieferungen der kanadischen Indianer oder der first nations, wie sie sich selbst nennen. Jedes Volk hat seine eigene Kultur, Sprache und Geschichte. Ihre Kultur wurde ausschließlich mündlich übertragen. Verschiedene Stämme schufen einzigartige Kunstwerke wie geflochtene Körbe, gemalte Abbildungen und geschnitzte Tier-Skulpturen. Eine besondere Rolle spielen die Inuit (auch Eskimos genannt) im Norden des Landes. Ihre Kultur ist in besonderem Maße von der Anpassung an die widrigen Klimaverhältnisse geprägt. Viel dieses kulturellen Vermächtnis wird bis heute in Kanada gefeiert. Das Emblem der Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver ist ein inukshuk (Steinmand'l) aus aufeinander gestapelten Steinen in menschlicher Form, als Symbol für die Inuitkultur. Seit den 1990er Jahren sind in Kanada viele Asiaten, vorwiegend aus Hongkong, China und Korea, eingewandert. Insbesondere in Vancouver und Toronto bilden sie eine starke nationale Minderheit. Kanada hat viele namhafte Künstler der Rock- und Popmusik hervorgebracht, z.B. Joni Mitchell, Bryan Adams, Michael Bublé, Leonard Cohen, Céline Dion, Shania Twain, Nelly Furtado, Avril Lavigne, Alanis Morissette, Nickelback, NoMeansNo, Rush, Simple Plan, Skye Sweetnam, Smashing Pumpkins, Sum 41 und Neil Young. Populäre Jazzmusiker sind u. a. Oscar Peterson und Diana Krall. Zu den bekannten kanadischen Schauspielern gehören Keanu Reeves, Carrie-Anne Moss, Pamela Anderson, Jim Carrey, Michael J. Fox, William Shatner und Mike Myers. Auf dem Gebiet der klassischen Musik ist der bekannteste Kanadier sicherlich Glenn Gould (1932–1982), der einer breiteren Öffentlichkeit als begnadeter Interpret vor allem der Werke Bachs bekannt ist. Berühmtheit erlangte der damals 22-Jährige im Jahr 1955 mit einer aufsehenerregenden Einspielung der Goldberg-Variationen. Kanada verfügt über eine reiche, wenn auch junge literarische Tradition. Insbesondere seit den 1960er Jahren genießen Autoren wie Leonard Cohen, Margaret Atwood und Michael Ondaatje auch außerhalb ihrer Landesgrenzen erhebliche Bekanntheit. Der eigentliche Nationalsport ist Lacrosse, jedoch ist in Kanada auch Eishockey sehr beliebt, was nicht nur den US-amerikanischen Mannschaften in der NHL beim Kampf um den begehrten Stanley Cup bestens bekannt sein dürfte, sondern auch weit über die Grenzen Kanadas hinaus. Außerdem erfreut sich auch Curling großer Beliebtheit. Siehe auch: Kanadische Literatur, Liste kanadischer Schriftsteller

Umwelt

Der Kohlenstoffdioxidausstoß pro Kopf des Landes gehört zum weltweit höchsten, was an der wirtschaftlichen Ausrichtung und der Größe des Landes liegt. Zum einen wird dort viel geflogen, zum anderen baut die Wirtschaft vor allem auf Holzhandel und Fischfang auf. Ein großes Problem stellt der Lachsfang auf dem Yukon River dar. In der Vergangenheit waren immer genügend große Lachsbestände vorhanden, mittlerweile musste jedoch der Lachsfang zum Teil schon saisonell verboten werden (Saison 2002). Schuld für das Fehlen der Fischzüge zu den Quellen des Yukon sind US-amerikanische Fischtrawler, welche vor der Mündung des Yukon River großzügig alles abfischen und somit die Rückwanderung und das Ablaichen der Lachse erschweren. Ein Einspruch der Kanadischen Regierung ist nicht zu erwarten, da gefürchtet wird, dass sonst die amerikanischen Kreuzfahrtschiffe auf dem Weg nach Alaska nicht mehr an der kanadischen Küste halt machen. Der Tourismus würde somit in den betroffenen Regionen stark geschädigt. Ein noch nicht gelöster Konflikt zwischen Interessenvertretern von Naturschutz und Industrie ist die teilweise recht rabiate Tötung von Robben zur Fell- und Fleischgewinnung. Hier gerät Kanada einerseits unter den moralischen Druck der Weltöffentlichkeit, andererseits unter den Druck der neufundländischen Bevölkerung, für welche die Robbenjagd einen notwendigen Nebenverdienst darstellt. In Kanada gibt es eine Reihe bekannter Nationalparks und Provinzparks (Provicial Parks, z. B. Algonquin Park, Ontario). Siehe Nationalparks in Kanada Nach einer Studie der Simon Fraser Universität, die auf Betreiben der David Suzuki Foundation durchgeführt wurde, gehört Kanada zu jenen Industrienationen mit der schlechtesten Umweltschutz-Bilanz. So liegt Kanada auf dem 28. Platz von 30 untersuchten Staaten auf dem Gebiet der Ökonomischen Zusammenarbeit und Entwicklung. Auch teilt sich das Land den 30. Rang bei der Produktion von Atommüll und der Kohlenmonoxidemission. Außerdem nimmt man beim Wasserverbrauch den 29. Platz ein. Europäische Staaten wie Schweden, die Schweiz, Dänemark und Deutschland rangieren an der Spitze dieser Umweltbilanz, während Kanada, Belgien und die USA an derem unteren Ende stehen. „The ability of other high-income countries, such as Sweden, to achieve much lower levels of pollution shows it can be done,“ teilte einer der Wissenschaftler in einer Stellungsnahme dazu mit. „There's no excuse - all it requires is a strong commitment from government.“

Portal Kanada

In unserem Portal Kanada findet man weitere Artikel zu Kanada nach Themen sortiert. Auch aktuelle Nachrichten aus Kanada sowie Hinweise, wie man sich an der Arbeit im Wikipedia-Bereich Kanada engagieren kann, sind vorhanden.

Weblinks


- [http://www.canada.ca Offizielle Homepage von Kanada]
- [http://www.kanada.de Die Kanadische Botschaft in Deutschland]
- [http://www.travel-images.com/canada.html Kanada-Bilder]
- [http://www.kanada-studien.de/ Gesellschaft für Kanada-Studien]
- [http://www.weltkarte.com/nordamerika/landkarte-kanada.htm Landkarten und Stadtpläne von Kanada]
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USA

Die Vereinigten Staaten von Amerika (engl.: United States of America, kurz: USA) sind eine Bundesrepublik in Nordamerika. Sie grenzen im Norden an Kanada und (über die 100 km breite Beringstraße mit dem Bundesstaat Alaska) an Russland, im Süden an Mexiko, im Osten an den Atlantik und im Westen an den Pazifik. Die Vereinigten Staaten entstanden 1776 mit der Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien in Amerika und gewannen durch starke Industrialisierung und massive Immigration aus Europa im 19. Jahrhundert rasch an Einfluss. Am Ende des 20. Jahrhunderts waren sie nach der Überwindung des totalitären Faschismus (im 2. Weltkrieg) und Kommunismus (im Kalten Krieg), zu der sie wesentlich beitrugen, die einzige verbliebene Supermacht. Seit etwa der Mitte des 20. Jahrhunderts sind die USA weltweit die weltpolitisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich, (populär)kulturell und militärisch führende Macht. In all diesen Gebieten prägen sie die Gegenwart in einem Maße wie kein anderes Land der Welt.

Geographie

Hauptartikel: Geographie der USA Das Kernland der USA besteht aus 48 Bundesstaaten und dem District of Columbia (D.C.), die innerhalb einer gemeinsamen Grenze liegen. Inklusive der beiden Bundesstaaten Alaska und Hawaii, die außerhalb dieses Kernlandes liegen, zählen die USA 50 Bundesstaaten. Das Landschaftsbild ist sehr vielfältig: es gibt Waldgebiete und Mittelgebirge an der Ostküste, Mangrovenwälder im subtropischen Florida, die Flusssysteme von Mississippi und Missouri, weite Ebenen im Zentrum des Landes, große Gebirgszüge wie die Rocky Mountains, trockene Wüsten im Südwesten, gemäßigte Regenwälder im Nordwesten und Küstengebirge an der Westküste der USA. Hinzu kommen die arktische Region der Tundra in Alaska und die tropischen Inseln von Hawaii mit dem 4.170 Meter hohen Vulkan Mauna Loa. Das Kernland der USA liegt zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt. Alaska und Hawaii sowie die politisch an die USA angeschlossenen Außengebiete (beispielsweise Puerto Rico und Guam) liegen außerhalb dieser Zone. Im Norden grenzt das Kernland an Kanada, im Süden an Mexiko und an den Golf von Mexiko. Im Osten liegt der Atlantische Ozean und im Westen der Pazifische Ozean. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 2.500 km. Zwischen Atlantik und Pazifik liegen rund 4.500 km. Hawaii ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean. Alaska liegt nordwestlich von Kanada und ist durch die Beringstraße von Russland getrennt.
- Grenze zu Kanada: 8.895 km (davon 2.477 km zwischen Alaska und Kanada)
- Grenze zu Mexiko: 3.326 km
- Küstenlinie: 19.924 km

Fläche

Die Vereinigten Staaten sind der flächenmäßig drittgrößte Staat der Erde nach Rußland und Kanada.
- Fläche der 50 Bundesstaaten (inkl. District of Columbia): 9.629.891 km²
- Landmasse: 9.158.453 km²
- Wasserfläche: 47.356 km² Siehe auch: Liste der US-amerikanischen Staaten nach Fläche sortiert

Bevölkerung

Bevölkerungsgruppen

Die USA gelten traditionell als Schmelztiegel (melting pot) der Völker. Die ersten kolonialen Einwanderer auf dem von Indianern besiedelten Kontinent waren Europäer; anfänglich vorrangig spanischer, französischer und englischer Herkunft. Ab Mitte des 18. und verstärkt zur Mitte des 19. Jahrhunderts folgten Europäer deutscher und irischer Herkunft. Später kamen Einwanderer aus anderen Regionen Europas, vor allem aus Italien, Skandinavien und Osteuropa. Die europäischstämmigen US-Amerikaner bilden heute 74 % der Bevölkerung der USA. deutscher Afro-Amerikaner, Nachfahren der afrikanischen Sklaven, stellen etwas mehr als 13 % Bevölkerungsanteil. Sie leben vor allem im Süden der USA und in den großen Industriestädten des Nordens, wie z. B. Detroit. Asiatische Einwanderer, z. B. aus China, Japan, Korea, Indien und den Philippinen bilden noch eine relativ kleine Gruppe (ca. 4 %). Die Einwanderungspolitik war Anfang des 20. Jahrhunderts gegenüber Asiaten besonders restriktiv. Heute zeigen sich weiterhin sozialstrukturell große Unterschiede zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung: Schwarze haben im Durchschnitt ein geringeres Einkommen, eine kürzere Lebenserwartung, eine schlechtere Ausbildung und eine höhere Kriminalitätsrate. Die Ursachen dafür und mögliche Wege der Problembehebung sind innerhalb der USA heftig umstritten. Nicht nur in den Südstaaten sind Wohngegenden und nicht-öffentliche Einrichtungen - wie die sozial wichtigen Kirchen oder private Organisationen - oft faktisch noch nach Rassen getrennt, wenn auch die formale Trennung inzwischen ungesetzlich und verpönt ist. Vielfach liegt dies ebenfalls an den ökonomischen Unterschieden. Vor allem im Südwesten der USA und in Florida gibt es einen hohen Bevölkerungsanteil lateinamerikanischer (hispanischer) Herkunft. Sie werden in den Statistiken separat geführt, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft. Ihr Anteil wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig (bis 2004 auf knapp 13 %), da viele Lateinamerikaner vor der wirtschaftlichen Not ihrer Heimatländer in den Norden fliehen. Sie leben oft als illegale Einwanderer und halten stark an ihrer Kultur und Sprache fest. Die Indianer ("Native Americans") (siehe auch Indianer Nordamerikas) bilden heute eine kleine, jedoch langsam wieder wachsende Minderheit; nur in Alaska erreichen sie eine zweistellige Prozentzahl der Bevölkerung. Ebenfalls relativ viele Indianer leben in South Dakota und Oklahoma.

Sprachen

Die am meisten gesprochene Sprache in den USA ist historisch bedingt amerikanisches Englisch. Daneben werden aber auch noch vereinzelt die vielen Sprachen der amerikanischen Ureinwohner und zunehmend die Sprachen anderer immigrierter Ethnien gesprochen, insbesondere Spanisch, aber auch Koreanisch, Chinesisch und Vietnamesisch. Französisch, Polnisch und Deutsch, die aufgrund früherer Migrationswellen in bestimmten Regionen einst eine wichtige Rolle spielten, werden heute fast nur noch als Fremdsprache gesprochen. Die USA als Ganzes haben keine Amtssprache, jedoch werden alle amtlichen Schriftstücke auf Englisch verfasst. In einigen Bundesstaaten ist Englisch Amtssprache, einzelne Staaten und Territorien definieren sich jedoch als zwei- oder dreisprachig. Siehe auch:

- Gesellschaft der USA
- Deutsche Sprache in den USA
- Deutsche in den USA
- Das amerikanische Spanisch der USA
- Französisch in Louisiana
- Französisch in Neuengland
- Liste US-amerikanischer Persönlichkeiten

Religion

Im Jahr 2004 bezeichneten sich 54 % der Bevölkerung als protestantisch, 25 % als römisch-katholisch, 10 % gaben keine religiöse Überzeugung an (aber nur 0,3 bis 0,5 % waren explizit Atheisten oder Agnostiker), 3 % waren Mitglied einer orthodoxen Kirche, 2 % waren Mormonen, 2 bis 3 % Juden und weniger als 2 % moslemisch. Kleinere Gruppen, je 0,3 bis 0,5 %, bezeichneten sich als Buddhist, Hindu oder hingen dem Unitarismus an. Die größte einzelne Konfession war die Römisch-Katholische Kirche, gefolgt von der Southern Baptist Convention, der United Methodist Church und den Mormonen. Die Zahl der praktizierenden Christen ist im Vergleich zu anderen westlichen Industrieländern sehr hoch. Allerdings hat auch hier der Bevölkerungsanteil, der sich zum Christentum bekennt in den Jahren von 1990 (86,2 %) bis 2004 (81 %) abgenommen

Geschichte

Hauptartikel Geschichte der USA Das Gebiet der heutigen USA wurde vor Jahrtausenden durch die Vorgänger der späteren Indianerstämme besiedelt. Die schriftliche Geschichtsschreibung beginnt jedoch erst mit der Ankunft der europäischen Siedler im 16. Jahrhundert. Die erste europäische Siedlung auf dem heutigen US-Gebiet war von den Spaniern in St. Augustine, Florida, im Jahr 1565. Die politische Geschichte der USA geht jedoch aus den 13 britischen Kolonien hervor, deren Besiedlung mit der Gründung von Jamestown, Virginia im Jahr 1609 anfing. Der Ankunft der Mayflower in Plymouth Colony (später mit Massachusetts Bay Colony zu Massachusetts zusammengefügt) 1620 ist ebenfalls für viele US-Amerikaner ein wichtiges symbolisches Datum. Schwedische Kolonien an der Delaware-Bucht und niederländische Siedlungen um New York (damals Nieuw Amsterdam) waren nicht von Dauer bzw. wurden von den englischen Siedlern assimiliert. Französische Siedlungen entlang der Mississippi- und St.-Lorenz-Flüsse fielen 1763 an Großbritannien oder (westlich des Mississippi) an Spanien, das auch eigene Kolonien im Südwesten und in Florida hatte. Die spanischen Gebiete nahmen an der Revolution, die durch die Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776 ausgelöst wurde, nicht teil. Nach dem Unabhängigkeitskrieg, der im Vertrag von Paris 1783 endete, wurden die USA durch Großbritannien als eigenständiger Staat anerkannt. Zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges lebten etwa zwei Millionen Weiße und 500.000 versklavte Schwarze in den ursprünglichen 13 Kolonien. Jenseits der Appalachen erstreckte sich bis zum Mississippi-Fluss ein weiteres, großes Gebiet, das etwa zehn Millionen Ureinwohner („Indianer“) bewohnten. Diese Konstellation ergab zwei wichtige Themen für die kommende Entwicklung der Nation: Die weitere Landnahme Richtung Westen zu Lasten der Indianer sowie die Auseinandersetzung um die Sklaverei, die später den Kampf um die Bürgerrechte der Nachkommen der ehemaligen Sklaven bestimmte. Nördlich des Ohio-Flusses, im sogenannten Northwest Territory, aus der die späteren Bundesstaaten Ohio, Indiana, Michigan, Illinois, und Wisconsin hervorgingen, wurde die Sklaverei verboten. Ein Vermessungssystem von Quadraten ("Sections"), die eine Quadratmeile groß sind, wurde eingeführt, was noch heute für das Verkehrsnetz und die kommunalen Gemeindegrenzen dieses Gebiets prägend ist. Um die öffentlichen Schulsysteme zu finanzieren, wurde vereinbart, dass der Verkaufserlös von der 16. Section einer jeden Township (36 Sections) zugunsten der Schulen ging. Nachdem sich die 1777 verabschiedeten und 1781 ratifizierten Konföderationsartikel als zu schwach erwiesen hatten, um das Überleben des jungen Staatenbundes zu gewährleisten, wurde 1787 in Philadelphia eine Verfassung geschrieben, welche die modernste Verfassung der damaligen Zeit war, und die heute die älteste noch gültige geschriebene Staatsverfassung der Welt ist.

Indianerpolitik

Die US-Indianerpolitik wurde bis etwa 1820 von einer vorsichtigen Erweiterung der europäischen Siedlungen geprägt, die im wesentlichen die vormalige Politik der europäischen Mächte in den USA fortsetzte. Mit der Präsidentschaft Andrew Jacksons und dem Trail of Tears begann eine verstärkte Landnahme und Besiedlungspolitik, die zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte. Die Indianer-Kriege zogen sich mit größeren Unterbrechungen bis zum Massaker von Wounded Knee in South Dakota 1890 hin. 1900 wurden nur noch 237.000 Indianer gezählt, wobei nicht nur Krieg, sondern auch Krankheiten, gegen die sich die Ureinwohner keine Immunität entwickelt hatten, und ethnische Vermischung mit den Neuankömmlingen zu diesem Rückgang geführt haben. Bis die Ureinwohner des Kontinents volle Bürgerrechte erhielten, dauerte es bis 1924.

Sklaverei und Rassentrennung

South Dakota]] Obwohl die Einfuhr von weiteren Sklaven aus Übersee 1808 verboten wurde, hatte sich die Zahl der Sklaven bis 1860 auf etwa vier Millionen erhöht. Die Sklavenfrage entzweite zunehmend die Süd- von den Nordstaaten, da in den Nordstaaten die Industrialisierung einsetzte, dagegen die Südstaaten mit ihren riesigen Baumwollplantagen auf die Sklaverei angewiesen zu sein glaubten. Im Norden gewannen Bewegungen wie die Abolitionists, die die Abschaffung der Sklaverei forderten, starken Zulauf, stand doch diese in deutlichem Widerspruch zur Verheißung der Unabhängigkeitserklärung "all men are created equal" (alle Menschen sind gleich geschaffen). Der Krieg gegen Mexiko (1846-48) verstärkte diese Spannungen, da viele im Nordosten des Landes in diesem Krieg eine ungerechtfertigte Landnahme zugunsten der Ausbreitung der Sklavenstaaten sahen. Nachdem 1860 Abraham Lincoln für die neu gegründeten Republikaner zum Präsidenten gewählt wurde, traten elf Südstaaten aus der Union aus. Dies bedeutete den Beginn des Sezessionsskrieges (1861–1865). Die Nordstaaten gingen als Sieger daraus hervor, und die Sklaverei wurde abgeschafft. Die Schwarzen erhielten mit dem Civil Rights Act von 1866 und dem 14th Amendment von 1868 formal das volle Bürgerrecht. Nach dem Ende der militärischen Besetzung der Südstaaten durch die Nordstaaten (Reconstruction) 1876 haben erstere schnell (Jim-Crow-)Gesetze erlassen, welche die Bürgerrechte der Schwarzen wieder einschränkten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bürgerrechtsbewegung konnten die letzten formellen Ungleichbehandlungen aufgehoben werden. Ein sehr wesentlicher Schritt dahin war die Aufhebung der Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen durch den Supreme Court 1954 (Brown v. Board of Education), das ein Urteil des gleichen Gerichts (Plessey vs. Ferguson) aus dem Jahr 1896 aufhob. Der Schulbesuch von Schwarzen in "weißen" Schulen musste teilweise mit Hilfe der Nationalgarde durchgesetzt werden; im öffentlichen Leben (insbesondere im Süden) herrschte bis in die 1960er Jahre hinein Rassentrennung. In Louisiana zum Beispiel war es nicht ungewöhnlich, dass Ku-Klux-Klan-Mitglieder ins Parlament gewählt wurden. Martin Luther King war die Galionsfigur der gewaltlosen Bürgerrechtsbewegung, und 1963 hielt er anlässlich eines Protestmarschs in Washington seine berühmte Rede „I have a Dream...“. 1968 wurde er in Memphis ermordet. Auch in den folgenden Jahrzehnten kam es gelegentlich zu Rassenunruhen. Dennoch wurde auf Ebene der Bundesgesetzgebung schon in dieser Zeit Antidiskriminierungsregelungen (Civil Rights Act, das Restaurants, Hotels und Verkehrsunternehmen die ethnische Diskriminierung verbot) erlassen, vierzig Jahre vor den analogen Regelungen in der EU. Auch das Bewusstsein für Konzepte wie "Diversity" und die gegenseitige Rücksichtnahme sind zwischenzeitlich weiterentwickelt als in Ländern, die weniger Erfahrungen mit multikulturellen Gesellschaften haben.

Industrialisierung

1890 wurde die frontier für geschlossen erklärt: die Gebiete im Osten und im Westen des Kontinents waren faktisch zusammengewachsen. Der "Wilde Westen" war somit Geschichte. Als Folge der nach dem Sezessionskrieg einsetzenden stürmischen Industrialisierung bildeten sich riesige Trusts (Kartelle), die in ihrer Machtentfaltung auch die Regierungsgewalt beeinflussten. Daher wurde 1890 der Antitrust Act verabschiedet, als dessen Folge viele Großkonzerne zerschlagen wurden. Prominentes Beispiel: Standard Oil von John D. Rockefeller. Populistische Bewegungen, die von Bauern unterstützt wurden, setzten auch eine Regulierung der Eisenbahntarife durch und forderten (erfolglos) einen Wechsel vom Goldstandard auf eine bimetallische (Gold und Silber) Währung. Ein prominenter Vertreter dieser Bewegung war der erfolglose Präsidentschaftskandidat aus Illinois, William Jennings Bryan. Zwischen 1880 und 1910 wurde die riesige Zahl von 18 Millionen Einwanderern in die USA aufgenommen, und die USA wurden zur größten Industrienation der Welt.

Börsenkrach und New Deal

Auf den New Yorker Börsenkrach im Oktober 1929 folgte die Weltwirtschaftskrise, welche die USA in die bisher größte innenpolitische Krise stürzte. 1932 waren etwa 15 Millionen US-Amerikaner arbeitslos. Präsident Franklin D. Roosevelt legte daraufhin das Sozial- und Investitionsprogramm New Deal auf, das den Social Security Act von 1935 sowie zahlreiche öffentliche Projekte wie Straßen, Brücken, Flughäfen oder zum Beispiel auch das Tennessee-Valley-Staudamm-Projekt enthielt. Dennoch dauerte es bis Ende der 1930er Jahre, bis die Krise überwunden war.

Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit

Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor traten die USA in den Zweiten Weltkrieg ein, und im August 1945 gingen sie siegreich aus dem Krieg hervor. Der sich kurz darauf abzeichnende Kalte Krieg führte dazu, dass viele US-Amerikaner den Kommunismus als Feindbild betrachteten. Eine innenpolitische Folge des Kalten Krieges nach 1945 war die "McCarthy-Ära". Der republikanische Senator Joseph McCarthy profilierte sich im Senatsausschuss für unamerikanische Aktivitäten (HUAC) dadurch, dass er eine paranoide Hexenjagd auf angebliche Kommunisten veranstaltete, die er besonders unter Filmschaffenden, Politikern und Militärs vermutete. Die zu diesem Zweck inszenierten Anhörungen wurden auch oft im Fernsehen übertragen. Wer die Aussage verweigerte, musste mit Berufsverbot rechnen. Als McCarthy sogar den Präsidenten Eisenhower verdächtigte, wurde er 1954 vom Senat entmachtet.

Gesellschaftlicher Umbruch: 1960er und 1970er

Die 1950er und 1960er Jahre waren geprägt von ökonomischer Prosperität sowie dem Auftreten der Bürgerrechtsbewegung der Afro-Amerikaner. Im Zuge eines gesamtgesellschaftlichen Umbruchs entwickelte sich in den 1960er Jahren auch eine starke Bewegung gegen den Vietnamkrieg und um 1970 auch eine starke Frauenrechtsbewegung und eine wachsende Schwulenbewegung, die (anders als in Europa) schnell gemeinsam von und für