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Grenada
Grenada ist eine Insel der kleinen Antillen, gehört zu den Inseln unter dem Winde und liegt zwischen der Karibik und dem Atlantik. Der Inselstaat bildet einen eigenständigen Mitgliedstaat des Commonwealth of Nations.
Bevölkerung
Die Einwohner Grenadas sind zu über 95% ganz oder teilweise afrikanischer Abstammmung. Etwa 3% sind indischer Abstammung. Es gibt eine kleine Minderheit rein europäischer Herkunft.
Sprache
Die Amtssprache ist Englisch. Daneben sind Kreolsprachen im Gebrauch, u. a. das im Französischen wurzelnde Patois.
Religion
Ca. 60 % der Einwohner sind katholisch, etwa 15 % Anglikaner, 9 % Adventisten, 7 % gehören zu Pfingstkirchen, 3 % sind Methodisten, knapp 1 % Zeugen Jehovas.
Geschichte
Grenada wurde 1498 von Kolumbus entdeckt, er nannte die Insel Conception. Von 1674 bis zum Pariser Frieden 1763 war sie französische Kolonie und gehört seit diesem Zeitpunkt zum Britischen Commonwealth. 1974 wurde Grenada unabhängig. 1979 putschte sich eine Kuba-nahe Regierung an die Macht.
Am 25. Oktober 1983 besetzten US-amerikanische Truppen 6 Tage nach Ermordung des grenadischen Premierministers Maurice Bishop völkerrechtswidrig die Insel. Bei der US-Invasion mit dem Codenamen Urgent Fury wurden die dort stationierten Bauarbeiter, Ingenieure und Studenten gefangen genommen und später nach Kuba zurückgeschickt.
Anfang September 2004 wurde Grenada vom Hurrikan Ivan schwer in Mitleidenschaft gezogen. 95 % der Häuser der Hauptstadt St. George's wurden zerstört oder beschädigt. Die für die Landwirtschaft wichtigen Plantagen der Insel wurden verwüstet. Der Verlust von mehr als 35 Menschenleben war zu beklagen. Die Trinkwasser- und Stromversorgung brach zusammen.
Im Juli 2005 wurde Grenada erneut von einem Hurrikan (Emily) heimgesucht. Erneut entstand schwere Verwüstung an Gebäuden, Infrastruktur und Feldern. Emily forderte auf Grenada mindestens ein Todesopfer.
Siehe auch:
- Liste der Generalgouverneure von Grenada
- Liste der Premierminister von Grenada
Wirtschaft
- Bruttosozialprodukt 1997: 306,94 Mio. Dollar
- Bruttosozialprodukt 1997 / Einwohner: 3.140 Dollar
- Bruttosozialprodukt 1997 / km²: 891.605 Dollar
Eines der Hauptexportprodukte ist die Muskatnuss, weshalb Grenada auch als „Muskatinsel“ bekannt ist.
Weblinks
- [http://www.gov.gd Seite der Regierung Grenadas]
- [http://www.spiceisle.com Homepage von Cable & Wireless mit vielen Informationen über Grenada.]
- [http://www.loose-verlag.de/grenada.htm Infos über Grenada und Links von Stefan Loose]
- [http://www.dumontreise.de/land_region_info.php?laenderid=76&destination_land_regionid=59# Ausführliche Infos über Grenada bei Dumont]
- [http://www.islandtrees.com/DCCOU.HTM Info über Carriacou]
Kategorie:Insel (Karibik)
Kategorie:Monarchie
Kategorie:Staat
Grenada
ja:グレナダ
ko:그레나다
ms:Grenada
simple:Grenada
zh-min-nan:Grenada
InselEine Insel ist eine Landmasse, die vollständig von Wasser umgeben ist, aber nicht als Kontinent gilt. Auch durch den Menschen künstlich erstellte Bauwerke (Brücken, Fahrdämme) verändern die Inseleigenschaft nicht, wenn die Natur bis dahin für die vollständige Wasserumgebung gesorgt hat. Sylt ist also nach wie vor eine Insel. Der Peloponnes ist dementsprechend eine Halbinsel - obwohl ein Kanal die Landenge und Verbindung zur Attika durchschneidet.
Einige Länder haben diese Definition noch erweitert. So darf in Kanada erst dann von einer Insel gesprochen werden, wenn auf einem Stück Land ein Baum wächst. Diese Definition ist dort nötig, da nur auf Inseln gebaut werden darf.
Man unterscheidet zwei Arten hinsichtlich der Lage von Inseln:
#Ozeanische Inseln, die oft als Bestandteil mittelozeanischer Rücken, frei vom Kontinent aus dem Meer aufragen (meist Vulkane oder Koralleninseln (Atolle))
#Kontinentale Inseln, die auf dem Festlandsockel ruhen.
Eine weitere denkbare Unterscheidung wäre die nach der Art des Gewässers in:
#Hochseeinsel, wie z.B. Helgoland bzw. See- oder Meeresinsel
#Binnenseeinsel
#Flussinsel
Große Inseln
Legende: ~= bedeutet: bitte ausfüllen
Geowissenschaftlich interessante Inseln in der Wikipedia
- Kachelotplate
- Sable Island
- Surtsey
Verwandte Themen
- Größte Insel
- Schwimmende Insel
- Gefängnisinsel
- Schatzinsel
- Inselkette
- Liste der Inseln
- Liste der Inselstaaten
- Liste britischer Inseln
- Liste dänischer Inseln
- Liste deutscher Inseln
- Liste griechischer Inseln
- Liste niederländischer Inseln
- Liste polnischer Inseln
- Liste russischer Inseln
- Liste unbewohnter Inseln
siehe auch
- Insel (Altmark), Gemeinde im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt
- Kommissionsinsel, Stadtviertel der Stadt Kehl am Rhein
- Insel-Verlag, Insel-Bücherei
Kategorie:Physische Geographie
ja:島
ko:섬
ms:Pulau
simple:Island
th:เกาะ
zh-min-nan:Tó-sū
Inseln unter dem WindeAls Inseln unter dem Winde bezeichnet man den südlichen Teil der Kleinen Antillen. Eine Inselgruppe der Gesellschaftsinseln im Pazifik heißt ebenso.
Die Inseln unter dem Winde besitzen insgesamt eine Fläche von etwa 8.500 km² und haben etwa 2.100.000 Einwohner. Sie gehören teilweise zu Frankreich, teilweise sind sie unabhängig.
Frankreich
Da die Zuordnung nationale Unterschiede aufweist (siehe dazu Inseln über dem Winde), wird hier die britische Sicht wiedergegeben. Zu den Inseln unter dem Winde (engl. Windward Islands) gehören:
- Martinique (Teil Frankreichs)
- St. Lucia (unabhängig)
- St. Vincent (unabhängig)
- Grenadinen (teils zu St. Vincent, teils zu Grenada)
- Grenada (unabhängig)
- Barbados (unabhängig)
- Tobago (zu Trinidad)
- Trinidad (unabhängig)
Manche Autoren zählen Barbados, Tobago und Trinidad nicht zu den Inseln unter dem Winde.
Siehe auch: Inseln über dem Winde
Kategorie:Inselgruppe
Kategorie:Geographie (Karibik)
KaribikDas bis 7.680 m tiefe Karibische Meer (kurz die Karibik) ist als südöstlicher Teil des Amerikanischen Mittelmeers durch die Westindische Inselkette, die sich in einem Bogen vom Golf von Mexiko bis fast nach Venezuela erstreckt, vom Atlantischen Ozean abgetrennt.
Die Karibik ist nach dem Volk der Kariben benannt, das die spanischen Eroberer auf den Kleinen Antillen vorgefunden hatten.
Bevölkerung
Die Karibik ist ein buntes Völkergemisch mit insgesamt etwa 35 Mio.
Einwohnern. Neben den Spaniern leben auch Kreolen, Mulatten und Inder auf den verschiedenen Inseln der Karibik.
Spanisch und Englisch sind die Hauptsprachen der Karibik. Daneben wird auf Haiti auch Französisch gesprochen, hinzu kommen verschiedene Kreol-Sprachen. Niederländisch wird ebenfalls gesprochen.
Geologie
Der größte Teil der Karibik, die im Kaimangraben bis 7.680 m tief ist, befindet sich auf der Karibischen Platte, nur ihr Nordwestteil, der jenseits dieses Tiefseegrabens liegt, liegt auf der Nordamerikanischen Platte.
Geschichte der Karibik
Nordamerikanischen Platte
Vor den Entdeckungen im 1. Jahrtausend v. Chr. setzten die Arawak-Indianer von Venezuela kommend auf die karibischen Inseln über. Von Trinidad kommend, breiteten sie sich nach Norden aus. Ihnen folgten rund 1500 Jahre später die kriegerischen Kariben, die die Arawaken langsam von den kleinen Antillen vertrieben. Zur Zeit der Entdeckungsreisen Christoph Kolumbus besiedelten die Arawaken Kuba, Hispaniola sowie die Bahamas, während die Kariben die kleinen Antillen bewohnten.
Entdecker und Siedler
Als Kolumbus im Auftrag der spanischen Krone 1492 auf San Salvador landete, war er vor allem auf der Suche nach Gold und anderen Reichtümern. Aber die Arawaken legten keinen Wert auf das, was Europäer als Reichtum ansahen. So wurde die Karibik zwar besiedelt, aber die Konquistadoren zog es alsbald auf den amerikanischen Kontinent. Nach und nach ließen sich auch Engländer, Niederländer und Franzosen nieder; sogar Dänemark und Kurland waren im Besitz einiger Kolonien.
Die Karibik war besonders im 16. Jahrhundert Schauplatz von Piraterie. Die kleinen Inseln boten den Seeräubern, die zum Teil als Freibeuter im Auftrag eines Königs unterwegs waren, zahlreiche Unterschlupfmöglichkeiten und die spanischen Schatzflotten ein gutes Angriffsziel. Port Royal auf Jamaika sowie die französische Siedlung auf Tortuga waren regelrechte Piratensiedlungen.
Unabhängigkeit
Die meisten Inseln wurden Mitte des 20. Jahrhunderts unabhängig.
US-Interventionen in der Karibik und Mittelamerika
- Nicaragua: 1833, 1854-57, 1896, 1909-10, 1912-25, 1926-33
- Mexiko: 1845-48, 1914, 1916-17
- Honduras: 1896, 1905, 1907, 1911, 1917, 1919, 1924-29
- Kuba: 1898, 1901-03, 1906-09, 1912, 1917-19, 1921-23, 1933, 1961
- Panama: 1903, 1908, 1912, 1917-18, 1921, 1989
- Dominikanische Republik: 1904, 1914, 1916-24, 1965-66
- Haiti: 1915-35, 1944, 1994
- Costa Rica: 1919
- Guatemala: 1920, 1954
- Grenada: 1983
An die Karibik grenzende Staaten
- Belize (da dieses Land englischsprachig ist, wird es in der Literatur teilweise mit zur Karibik gezählt)
- Costa Rica
- Guatemala
- Honduras
- Kolumbien
- Mexiko
- Nicaragua
- Panama
- USA
- Venezuela
Inselgruppen im Atlantik, die aber zur Karibik gezählt werden
- Bahamas
- Turks- und Caicosinseln
Inseln und Inselgruppen in der Karibik
Turks- und Caicosinseln
- Amerikanische Jungferninseln
- Anguilla
- Antigua und Barbuda
- Aruba
- Barbados
- Bonaire
- Britische Jungferninseln
- Corn Islands (Nicaragua)
- Curaçao
- Dominica
- Grenada
- Guadeloupe
- Hispaniola (mit den Staaten Haiti, Dominikanische Republik)
- Isla Margarita (Venezuela)
- Islas del Rosario (Kolumbien)
- Jamaika
- Kaimaninseln
- Kuba
- Martinique
- Montserrat
- Navassa
- Niederländische Antillen
- Puerto Rico
- Saint-Barthélemy (St. Barts)
- Saint Martin
- San Andrés y Providencia (Kolumbien)
- Sint Eustatius
- St. Kitts und Nevis
- St. Lucia
- St. Vincent und die Grenadinen
- Trinidad und Tobago
Literatur
Eine geistreiche Beschreibung zur Geschichte, Situation und Bedeutung der Karibik zur Zeit der europäischen Kolonisation der Welt findet sich in dem von Andreas Venzke herausgegebenen Tagebuch des Seemanns Heinrich Hasebeck: Gasparan oder die letzte Fahrt des Francis Drake, Benziger-Verlag, Zürich 1996 ISBN 3-545-36531-X
Verwandte Themen
- Mittelamerika
- Westindische Inseln
- Inseln über dem Winde
- Inseln unter dem Winde
- Antillen
- ABC-Inseln
Kategorie:Meer
Kategorie:Geographie (Karibik)
Kategorie:Karibik
ja:カリブ海
ko:카리브 해
InselstaatEin Inselstaat ist ein Staat, der aus einer oder mehreren Inseln besteht und/oder aus einem oder mehreren Teil(en) einer oder mehrerer Inseln, nicht aber aus dem Festland eines Kontinents. Sie unterscheiden sich damit von den Binnen- und Küstenstaaten. Von den derzeit insgesamt 194 souveränen Staaten der Welt (Stand: 2004) liegen 47 auf einer oder mehreren Inseln.
Siehe auch:
- Liste der Staatsformen souveräner Staaten
- Liste der Inselstaaten
- Liste unabhängiger Staaten
- Liste unabhängiger Staaten nach Bevölkerungsdichte
- Liste unabhängiger Staaten nach Einwohnerzahl
- Liste unabhängiger Staaten nach Fläche
Kategorie:Politische Geographie
AmtsspracheEine Amtssprache ist die Sprache, in der die Behörden (Regierung, Gerichte) eines Staates miteinander und mit der Bevölkerung kommunizieren und mit der sich Bürger und Bewohner an die Verwaltungseinrichtungen wenden können. Ein Land kann gleichzeitig mehrere Amtssprachen haben. Im Gegensatz zur Amtssprache bezeichnet Schulsprache eine Sprache, die im Unterricht an den Schulen eines Landes verwendet wird.
Was wird zur Amtssprache?
Nicht immer spiegeln die Amtssprache(n) die tatsächlichen Muttersprachen der Bewohner eines Landes wider.
In Europa, Asien oder Amerika ist meist die am häufigsten gesprochene Sprache eines Landes auch gleichzeitig dessen Amtssprache; so ist Deutsch die Amtssprache Deutschlands und Portugiesisch die Amtssprache Brasiliens. In Afrika dagegen sind meist Kolonialsprachen Amtssprache, so Französisch in Mali oder Englisch in Sambia. Diese Sprachpolitik begünstigt oft die herrschende Elite, die, im Gegensatz zum "gemeinen" Volk als einzige Klasse die Amtssprache beherrscht.
Nur in wenigen Fällen (Schweiz mit 4 Amtssprachen, Südafrika mit 12) sind alle verbreiteten Sprachen eines Landes auch Amtssprachen. So ist z.B. das in Deutschland mit über 2 Millionen Muttersprachlern (davon fast 1 Million deutscher Nationalität) stark vertretene Türkisch keine Amtssprache genauso wenig wie Elsässisch Amtssprache in Frankreich ist. Diese Tendenz wird mit der Notwendigkeit der nationalen Einheit und dem verwaltungsmäßigen Mehraufwand (Ausbildung aller Beamten und Ausdruck aller Formulare in mehreren Sprachen) begründet, führt aber in der Praxis zu einer sozialen Abwertung der Sprecher von solchen Nicht-Amtssprachen.
Ein Kompromiss ist, dass Minderheitensprachen nur auf regionaler Ebene den Status einer Amtssprache erhalten (so Deutsch in Südtirol, Sorbisch in der Lausitz).
Amtssprachen in einzelnen Ländern
Nicht alle Staaten haben ihre Amtssprache offiziell festgelegt.
USA
In den USA haben zwar manche Bundesstaaten Englisch als Amtssprache festgelegt, die Legislative der Vereinigten Staaten selbst jedoch hat es nie in diesen Status erhoben.
Da aber die Verfassung und sämtliche Gesetze auf Englisch vorliegen, kann es durchaus als offizielle Sprache angesehen werden. (Die oft gehörte Behauptung, Deutsch wäre im 18. Jahrhundert beinahe Amtssprache der USA geworden, ist eine Legende (die sogenannte Muehlenberg-Legende).)
Deutschland
In Deutschland legt § 23 Abs. 1 VwVfG Deutsch als Amtssprache fest. Durch die Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen sind Behörden einzelner Bundesländer verpflichtet, auch in den Regionalsprachen Niedersächsisch (umgangssprachlich als Niederdeutsch bezeichnet), Friesisch, Dänisch bzw. Sorbisch zu korrespondieren.
Österreich
In Österreich ist Deutsch als Amtssprache festgelegt.
Die Minderheitensprachen sind im österreichischen Staatsvertrag 1955 und in zahlreichen Verordnungen über die genauen Regionen festgelegt.
Minderheitensprachen als Amtssprachen sind (nach Anzahl der Sprecher geordnet):
- Kroatisch (in Burgenland und Steiermark)
- Slowenisch (in Kärnten)
Weiteres unter Minderheitssprachen in Österreich
Schweiz
In der Schweiz existieren vier Amtssprachen:
- Deutsch
- Französisch
- Italienisch
- Rätoromanisch
Indien
In Indien existieren 17 regionale Amtssprachen (neben den 2 überregionalen Amtssprachen Hindi und Englisch):
- Asamiya
- Bengali
- Gujarati
- Kannada
- Kashmiri
- Konkani
- Malayalam
- Marathi
- Meitei
- Nepali
- Oriya
- Punjabi
- Sanskrit
- Sindhi
- Tamil
- Telugu
- Urdu
Siehe auch
- Liste der Amtssprachen
- Amtssprachen der Europäischen Union
Literatur
- [http://stattweb.de/cgi-bin/baseportal.pl?htx=/stattweb.de/ArchivDetail&db=Archiv&Id=176 Anonym (sp): Staat, "Nation" und Sprache. Vierteilige Artikelreihe zur Sprachpolitik in Nationalstaaten und in der Europäischen Union. In: Stattzeitung für Südbaden, Ausgaben 56-59 (2004).]
Weblinks
- http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__23.html - §23 VwVfG
Kategorie:Sprache
Kategorie:Allgemeines Verwaltungsrecht
ja:公用語
ko:공용어
simple:Official language
zh-min-nan:Koaⁿ-hong gí-giân
Englische Sprache
Die englische Sprache (Englisch) ist eine germanische Sprache. Sie gehört, wie auch das Deutsche und das Niederländische, dem westlichen Zweig der germanischen Sprachen an.
In einem eigenen Artikel gibt es mehr zur Geschichte der englischen Sprache.
Englisch ist heute die am weitesten verbreitete Sprache der Welt, während es sich bei Mandarin-Chinesisch um die meistgesprochene Sprache handelt.
Die englische Sprache wird in sehr vielen Ländern als erste Fremdsprache in den Schulen gelehrt (siehe Englisch (Schule)) und ist offizielle Sprache der meisten internationalen Organisationen. Viele dieser Organisationen haben daneben noch andere offizielle Sprachen. Englisch gilt als Weltsprache.
Heute wird Englisch weltweit von etwa 340 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen, das heißt, etwa 340 Millionen Menschen sind anglophon. Zählt man die Zweitsprachler hinzu, kommt man auf etwa 510 Millionen Sprecher.
Verbreitung
Amtssprache
Englisch ist Amtssprache in den folgenden Staaten, wobei die Zahlen die ungefähre Zahl der Muttersprachler angeben, soweit bekannt:
Englisch ist zudem Amtssprache bei der Europäischen Union, bei der Afrikanischen Union, der Organisation Amerikanischer Staaten und bei den Vereinten Nationen.
Sonstige Verwendung
Die englische Sprache dient zudem als Verkehrssprache in folgenden Ländern und Regionen:
- Gibraltar
- Hongkong
- Israel
- Malaysia
- St. Martin
- Somalia
- Zypern
Sprachwissenschaftliche Einordnung
Das Englische gehört zu den indogermanischen Sprachen, die ursprünglich sehr stark flektierende Merkmale aufwiesen.
Alle indogermanischen Sprachen weisen diese Charakteristik bis heute mehr oder minder auf.
Es besteht jedoch in allen diesen Sprachen eine Tendenz weg von flektierenden und hin zu isolierenden Formen.
Im Englischen ist diese Tendenz besonders ausgeprägt gewesen, so dass es sich im Laufe seiner Entwicklung im Wesen stark gewandelt hat.
Heute trägt die englische Sprache überwiegend isolierende Züge und ähnelt strukturell teilweise stärker isolierenden Sprachen wie dem Chinesischen als den genetisch eng verwandten Sprachen wie dem Deutschen.
Zudem hat sich die Sprache heute durch die weite Verbreitung in viele Dialekte aufgeteilt. Viele europäische Sprachen bilden auch völlig neue Begriffe auf Basis der englischen Sprache (Anglizismen). Auch in einigen Fachsprachen werden die Termini von Anglizismen geprägt, z.B. in den Bereichen Informatik und Wirtschaft.
Der Language Code ist en beziehungsweise eng (nach
ISO 639);
der Code für Altenglisch (etwa 450 bis 1100) ist ang
und der Code für Mittelenglisch (etwa 1100 bis 1500) ist enm.
Sprachvarianten der englischen Sprache
Durch die weltweite Verbreitung der englischen Sprache hat diese in verschiedenen Gegenden zahlreiche Varianten entwickelt.
Nach der bekanntesten und fremdartigsten Variante des Englischen spricht man oft auch von einer Pidginisierung, wenn eine Sprache sich durch ihre weite Verbreitung in mehrere Sprachen aufzuteilen beginnt, die untereinander kaum noch kompatibel sind.
Folgende Sprachvarianten werden unterschieden:
- Siehe auch: Internationale Klassifizierungen (Englische Sprache)
Eine Reihe von Pidginsprachen und Kreolsprachen haben sich auf englischem Substrat entwickelt.
Das Eindringen von Anglizismen in andere Sprachen wird manchmal mit abwertenden Namen wie "Denglisch" (Deutsch und Englisch) oder "Franglais" (Französisch und Englisch) versehen. Dabei handelt es sich nicht um Varianten des Englischen, sondern um Erscheinungen in anderen Sprachen.
- Siehe auch: Englische Sprache in anderen Sprachen
Der scherzhafte Begriff "Engrish" bezeichnet ebenfalls keine Variante der englischen Sprache, sondern bezieht sich auf das unbeholfene Englisch, das gelegentlich in asiatischen Ländern anzutreffen ist, hier insbesondere bei Japanern, die den Lateral "l", der im Japanischen nicht vorkommt, durch "r" ersetzen.
Ähnliche/Verwandte Wörter
Deutsch und Niederländisch
Überraschend sind die sehr zahlreichen englischen Wörter, bei denen die Verwandtschaft mit dem Deutschen und dem Niederländischen durch Bedeutungsverschiebung oder -verengung oft nicht ins Auge fällt.
Dänisch
Französisch
Textsammlungen
Beim Project Gutenberg stehen zahlreiche Texte frei zur Verfügung.
Siehe auch
- Englische Grammatik
- Ghoti
- Liste englischer Redensarten
- Englische Phonetik
- Englische Sprache in der Werbung
- Liste von Sprachen nach der Zahl ihrer Muttersprachler
- Chronologie englischsprachiger Medien
Literatur
- Wolfgang Viereck, Heinrich Ramisch, Karin Viereck: dtv Atlas Englische Sprache. dtv, 2002. ISBN 3423032391
- J. C. Wells: Accents of English. Volume I: An Introduction. Cambridge University Press, 1982. ISBN 0521297192
- J. C. Wells: Accents of English. Volume II: The British Isles. Cambridge University Press, 1982. ISBN 0521285402
- J. C. Wells: Accents of English. Volume III: Beyond the British Isles. Cambridge University Press, 1982. ISBN 0521285410
- Michael McCarthy, Felicity O'Dell: English Vocabulary in Use. upper-intermediate and advanced. Cambridge University Press, 1994
- Raymond Murphy: English Grammar in Use. Cambridge University Press, 1985
- Robert Phillipson: Linguistic Imperialism. Oxford University Press, 2000. ISBN 0194371468
Weblinks
- http://dict.leo.org/ – umfangreiches und ständig erweitertes Deutsch-Englisch und Englisch-Deutsch Online-Wörterbuch
- http://www.odge.de/ - Deutsch-Englisch und Englisch-Deutsch Wörterbuch mit über 420.000 Übersetzungen (auch ungewöhnliches)
- http://www.dict.cc/ – Deutsch-Englisch und Englisch-Deutsch Wörterbuch mit mittlerweile über 400.000 Übersetzungen
- http://www.dict.org/ – greift auf mehrere Wörterbücher zu, die das dict-Protokoll benutzen
- http://www.EnglishTensesWithCartoons.com Englishe Zeiten
- http://www.phon.ucl.ac.uk/home/estuary/index.html - Estuary English
- http://www.wordorigins.org/ – Die Herkunft einiger hundert englischer Wörter
- http://www.etymonline.com/ – Online Etymology Dictionary, Erklärungen zur Herkunft einiger tausend englischer Wörter
- http://www.englisch-hilfen.de/ – kostenlose Nachhilfe mit Erklärungen und Übungen
- http://www.ego4u.de/ – Englische Grammatik Online
- http://www.sprachschule-lbt.de/index.php?sprachschulen=englischkurse-5-spaltensystem&englisch-lernen=lernhilfen – kostenloses Grammatiksystem der englischen Sprache zum Selbstlernen
- http://www.quickdic.de/ – Wörterbuch zum Herunterladen
- http://www.phrasen.com/ – Wörterbuch der englischen Redewendungen
- http://www.urbandictionary.com - Slang Dictionary
- http://www.woerterbuch.info/ – Deutsch-Englisch Wörterbuch mit 600.000 Übersetzungen und 125.000 Synonymen
- http://www.alt-usage-english.org/audio_archive.shtml - Sprachfiles für Indisch-, Britisch-, Austrailienenglish und noch vieles mehr
Kategorie:Einzelsprache
Kategorie:Englische Sprache
Kategorie:Anglistik
als:Englische Sprache
ja:英語
ko:영어
ms:Bahasa Inggeris
simple:English language
th:ภาษาอังกฤษ
zh-min-nan:Eng-gí
KreolsprachenKreolsprachen sind Sprachen, die in einer Sprachkontaktsituation von mehreren Sprachen entstanden sind, wobei oft ein Großteil des Wortschatzes der neuen Sprache auf eine der beteiligten Kontaktsprachen zurückgeht. Nach dem Prozess der Kreolisierung ist dann vor allem die Grammatik, oft auch das Lautsystem der neuen Sprachen völlig anders als das der beteiligten Ausgangssprachen.
Die Basis von Kreolsprachen
Einige Kreolsprachen haben jedoch einen Wortschatz, der in unterschiedlichen Anteilen auf mehrere Ausgangssprachen zurückgeht, so dass man nicht sagen kann, sie basierten hauptsächlich auf dem Wortschatz nur einer Sprache.
Manche Kreolsprachen entwickeln sich im Laufe der Zeit aus Pidgin-Sprachen. Der Unterschied zwischen einem Pidgin und einer Kreolsprache besteht darin, dass letztere als Erstsprache (Muttersprache) erworben wird.
Eine Kreolsprache muss jedoch nicht immer aus einem Pidgin entstanden sein. Kreolsprachen können auch entstehen, wenn Nichtkreolsprachen so schnell expandieren, dass über einen längeren Zeitraum die Sprachsituation von Nichtmuttersprachlern dominiert wird. Dies führt meist dazu, dass die jeweilige Sprache einen Teil ihres "sprachlichen Ballasts" ablegt. Unregelmäßige Formen und Strukturen werden konsequent regularisiert und nicht zum Verständnis notwendige, redundante Formen werden abgestoßen. Sangho scheint ein Beispiel für solch eine Kreolsprache zu sein.
In den meisten Kreolsprachen, die während der Kolonialisierung durch Europäer entstanden sind, basiert der Wortschatz auf dem Portugiesischen, Französischen, Englischen oder dem Niederländischen. Die einzige deutschbasierte Kreolsprache ist das Unserdeutsch.
Es gibt auch Kreolsprachen, die keine europäische Basis haben, obwohl sie im Zusammenhang mit der Kolonialisierung entstanden sind, z.B. das in der Zentralafrikanischen Republik gesprochene Sangho.
Der Ausbau einer Pidginsprache zu einer Kreolsprache erfolgt oft durch die Kinder der Pidgin sprechenden Eltern. Es gibt eine Theorie, die davon ausgeht, dass Kinder aufgrund einer "inneren Universalgrammatik" in der Lage sind, Regelmäßigkeiten aufzuspüren bzw. zu erzeugen und damit eine neue Grammatik zu bilden. Der Wortschatz wird dabei ebenfalls erweitert, besonders, wenn die ursprüngliche Pidginsprache zu ihrer Muttersprache wird und bestimmte Begriffe fehlen.
Kreolsprachen können durch einen Prozess des Sprachausbaus zu modernen Standardsprachen werden.
Die Kreolistik erforscht die Entstehung und die Eigenschaften von Kreol- und Pidginsprachen.
Siehe auch
- Liste der Kreolsprachen
- Kreolisierung
- Pidgin-Sprachen
- Kreolen
- Panlatinismus
Weblinks
- [http://cf.linguistlist.org/cfdocs/new-website/LL-WorkingDirs/forms/langs/input_wr_action_speci.cfm Creole Languages]
Kreolsprachen
Kategorie:Sprache
Kategorie:Linguistik
ko:크레올어
ja:クレオール言語
Französische Sprache
Die französische Sprache (Französisch) gehört zur
romanischen Gruppe der indogermanischen Sprachen. Sie wird gegenwärtig von ca. 77 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen. Zählt man Zweitsprachler hinzu, kommt man auf ca. 130 Millionen Sprecher
(Stand für beide Zahlen 1999).
Der Language Code ist fr bzw. fra oder
fre (nach ISO 639); für Altfranzösisch (842 bis
ca. 1400) ist der Code fro und für Mittelfranzösisch
(ca. 1400 bis 1600) ist der code frm.
Geschichte der französischen Sprache
Die französische Sprache entwickelte sich nach dem Zerfall des Römischen Reiches aus dem Vulgärlatein der gallo-römischen Bevölkerung in der Nordhälfte des heutigen Frankreichs. Allerdings färbte die keltische Bevölkerung die neu entstehende Volkssprache vorwiegend im Klangbild. Einen stärkeren Einfluss übten die Germanen, insbesondere die Franken, aus. Sie eroberten das Gebiet in der Spätantike und prägten den französischen Wortschatz entscheidend mit. Dabei bildeten sich verschiedene Dialekte heraus, die als Langues d'oïl zusammengefasst werden. Die ersten Dokumente, die der französischen Sprache zugeordnet werden, sind die Straßburger Eide, die 842 sowohl auf Altfranzösisch als auch auf Althochdeutsch verfasst wurden.
Unter den Kapetingern kristallisiert sich Paris allmählich als politisches Zentrum Frankreichs heraus, wodurch der dortige Dialekt, das Franzische, zur Hochsprache reift. Aufgrund der zunehmend zentralistischen Politik werden die anderen Dialekte stark zurückgedrängt.
Nachdem 1066 Wilhelm der Eroberer den englischen Thron besteigt, wird das normannische Französisch für zwei Jahrhunderte die Sprache des englischen Adels. In dieser Zeit wurde die englische Sprache sehr stark vom Französischen beeinflusst.
Mit den Albigenserkreuzzügen erreicht Frankreich seine heutige Ausdehnung. Dabei werden die Langues d'oc (siehe unten) zugedrängt und unterdrückt.
Durch den Edikt von Villers-Cotterêts wird 1539 die Französische Sprache als Landessprache Frankreichs festgelegt.
Im Jahre 1634 gründete Kardinal Richelieu die Académie Française, die sich mit der "Vereinheitlichung und Pflege der französischen Sprache" beschäftigt.
Ab dem 17. Jahrhundert wird Französisch die lingua franca des europäischen Adels, zunächst in Mitteleuropa, im 18. und 19. Jahrhundert auch in Osteuropa (Polen, Russland, Rumänien). In dieser Zeit entwickelte sich Frankreich zu einer Kolonialmacht und legte damit den Grundstein für die heutige Verbreitung der französischen Sprache außerhalb Europas und der französischen Kreolsprachen. Das 1830 unabhängig gewordene Belgien erobert ebenfalls Kolonien, wo die französische Sprache eingeführt wird.
Im 18. Jahrhundert übernimmt das Französische als Sprache des Adels die Domäne der internationalen Beziehungen und der Diplomatie (zuvor: Latein). Als Großbritannien im 19. Jahrhundert zur herrschenden Kolonialmacht, und die USA im 20. Jahrhundert zur Weltmacht wurden, ändert sich die Sprachsituation zu Gunsten der englischen Sprache.
Mit der Dezentralisierung in den 1980er Jahren wird den Regionalsprachen sowie den Dialekten in Frankreich mehr Freiraum eingeräumt, wodurch sie eine Renaissance erfahren. 1994 wird in Frankreich das Loi Toubon erlassen, ein Gesetz, das den Schutz der französischen Sprache sichern soll.
Aussprache
Siehe: Aussprache der französischen Sprache
Verbreitung
Amtssprache
Französisch ist allein oder zusammen mit anderen Sprachen Amtssprache in folgenden Staaten (in Klammern die Anzahl der Muttersprachler)
Außerdem ist Französisch eine der Amtssprachen der Europäischen, der Afrikanischen Union, der Organisation Amerikanischer Staaten sowie der Vereinten Nationen.
Sonstige Verwendung
Französisch ist darüber hinaus Verkehrssprache in folgenden Ländern und Regionen:
- Algerien
- Andorra
- Dominica
- Kanalinseln (unter britischer Krone)
- Libanon
- Louisiana (USA)
- Marokko
- Mauretanien
- Tunesien
Zudem bildet Französisch die Grundlage verschiedener Terminologien, z.B. in der gastronomischen Fachsprache und im Ballett.
Sprachvarianten der französischen Sprache
Französisch ist eine indoeuropäische Sprache und gehört zu den galloromanischen Sprachen, die in zwei Gruppen geteilt werden: langues d'oïl im nördlichen Frankreich und Belgien und langues d'oc im Süden Frankreichs. Hierbei ist der Status, was dabei Dialekt und was eigenständige Sprachen ist, umstritten. Meistens spricht man von zwei Sprachen und deren jeweiligen Patois, den französischen Dialekten. Das Französische wird den langues d'oïl zugeordnet und geht auf eine Mundart aus dem Raum Ile de France zurück.
Sie grenzen sich von den langues d'oc ab, die südlich des Flusses Loire verbreitet sind und eine eigene Sprache darstellen. Die Unterscheidung bezieht sich auf die Verwendung des Wortes Ja - Oc im Süden und Oïl im Norden. Zudem ist bei den Langues d'oc, die zusammenfassend auch als Okzitanisch bezeichnet werden, der romanische Charakter stärker ausgeprägt.
Daneben gibt es das Franko-Provenzalische, was mitunter keiner der beiden anderen gallo-romanischen Sprachen zugeordnet wird. Da es allerdings keine Hochsprache entwickelt hat, wird es von manchen als Dialekt der langues d'oc angesehen.
Gallo-romanische Sprachen:
- langues d'oïl (Französisch)
- Gallo, Wallonisch, Picardisch
- Franko-Provenzalisch
- langues d'oc (Okzitanisch)
- Provenzalisch, Languedokisch, Gaskognisch
Aufgrund der internationalen Verbreitung gibt es auch landestypische Eigenheiten der französischen Sprache:
- Belgisches Französisch
- Schweizer Französisch
- Französisch in den USA
- Cajun
- Französisch in Louisiana
- Französisch in Neuengland
- Französisch in Kanada
- Kanadisches oder Quebecer Französisch
- Akadisches Französisch
- Neufundländisches Französisch
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Alle wichtigen Dinge zur Konjugation finden sich unter französische Konjugation
Objekt
Objektpronomen
Welches Objektpronomen ersetzt welches Objekt?
Dieses "de" kann auch ein Teilungsartikel sein.
Welches Objektpronomen steht in welcher Reihenfolge im Satz?
wobei
- [se] für ein eventuelles Reflexivpronomen steht,
Wo stehen die Objektpronomen im Satz?
- Objektpronomen stehen immer vor dem konjugierten Verb.
- Ausnahme bei Infinitivkonstruktionen: Objektpronomen stehen dann vor dem handlungstragenden Infinitiv
Beispiele
Modus Indicatif :
Modus Subjonctif :
Dieses Modus existiert nicht im Deutschen. Er ist mit Konstruktionen mit "que" zu verwenden.
Modus Conditionnel :
Dieses Modus drückt die Bedingung aus.
Außerdem hat die französische Sprache das Modus Impératif, das in Présent und Passé geteilt ist. Diese Teilung gilt auch für die Moden Participe und Infinitif.
Konnektoren
cause (Ursache)
conjonctions:
parce que
puisque,
pour la simple et bonne raison que,
comme,
étant donné que,
du fait que,
attendu que,
considérant que,
vu que,
soit parce que,
sous prétexte que,
ce n'est pas parce que,
car,
en effet,
tellement,
tant,
d'autant plus que,
d'autant moins que,
d'autant mieux que,
surtout que,
à présent que,
maintenant que,
dès l'instant où,
dès lors que,
du moment que
prépositions:
à cause de,
grâce à,
avec,
étant donné,
du fait,
à la lumière de,
attendu que,
eu égard à,
vu,
à la suite de,
par suite de,
sous,
à,
pour,
par,
de,
à force de,
faute de,
par manque de,
à defaut de,
sous prétexte que,
sous couleur de,
sous couvert de
conséquence (Folge)
conjonctions:
si bien que,
de telle manière que,
de telle façon que,
de telle sorte que,
en sorte que,
tel +Nomen +que,
verbe +tellement,
verbe +tant,
si +Adj. +que,
au point que,
tant et si bien que,
tant et tant que,
à telle enseigne que,
pour que,
il s'en faut de ... que,
sans que,
donc,
partant,
par conséquant,
en conséquence,
c'est pourquoi,
voilà pourquoi,
de ce fait,
c'est pour cela que,
alors,
depuis lors,
dès lors,
de cette manière,
ainsi,
aussi,
du coup,
d'où,
de là
but (Ziel)
conjonctions:
pour,
afin de,
pour que,
afin que,
si...c'est pour que,
de manière à,
de façon à,
de manière que,
de façon que,
de sorte que,
de manière à ce que,
de façon à ce que,
de telle manière que,
de telle façon que,
de telle sorte que,
pour ne pas,
afin de ne pas,
de peur de,
de crainte de,
il faut que,
il suffit de
prépositions:
dans le but de,
en vue de,
à dessein de,
histoire de,
question de,
affaire de,
dans/avec l'intention de,
dans la perspective de,
dans le souci de,
avec l'idée de,
dans/avec l'espoir de,
avec l'arrière-pensée de,
dans le seul but de,
à seule fin de,
en vue de,
en perspective de,
dans un souci de
condition (Bedingung)
conjonctions:
à condition que,
à la seule condition que,
à une seule contition, c'est que...,
sous la condition que,
pourvu que,
pour peu que,
si tant est que,
pour autant que,
dans la mesure où
prépositions:
à,
à condition de,
faute de,
à defaut de,
à moins de,
quitte à,
au risque de,
avec,
en das de,
sans,
en l'absence de,
sauf,
sous réserve de
hypothèse (Annahme)
conjonctions:
à supposer que,
en supposant que,
supposé,
une supposition,
en admettant que,
au cas où,
dans le cas où,
pour le cas où,
dans l'hypothèse où,
des fois que,
suivant que,
selon que,
soit que,
...,autrement,
...,sans cela/quoi,
...,faute de quoi,
à moins que
opposition (Gegensatz)
adverbes:
au contraire,
à l'opposé,
inversement,
en revanche,
par contre,
à la place
prépositions:
contrairement à,
au contraire de,
contre,
à l'encontre de,
à/au rebours de,
à l'opposé de,
à l'inverse de,
au détriment de,
face à,
en face de,
à côté de,
auprès de,
au lieu de,
à la place de,
loin de
conjonctions:
et,
alors que,
tandis que,
alors même que,
pendant que,
tandis que,
cependant que,
là où,
autant...autant...,
au lieu que
concession (Einschränkung)
adverbes:
pourtant,
cependant,
nonobstant,
néanmoins,
toutefois,
seulement,
malheureusement,
quand même,
tout de même,
malgré tout
coordonnants:
mais,
or,
et
prépositions:
malgré,
sans,
en dépit de,
au mépris de,
nonobstant,
avec,
pour,
sans,
au risque de,
quitte à
conjonctions:
bien que,
quoique,
sans que,
encore que,
même si,
quand bien même,
tout/pour/si/aussi/quelque +Adj. +que +Subj.,
quoi que ce soit,
quoi qu'il arrive/advienne,
où que,
quel que soit
comparaison (Vergleich)
conjonctions:
comme,
comme pour,
comme quand,
comme lorsque,
aussi +Adj./Adv. +que...,
autant +de +Nominalgruppe +que...,
rien ne...tant que,
ainsi que,
au même titre que,
de même que,
tel que,
tel...,tel...,
autant...,autant...,
plus...que,
rien de plus +Adj...que de +Inf.,
davantage,
meilleur que,
mieux que,
pire que,
pis que,
plutôt que,
à mesure que,
au fur et à mesure que,
tant que,
plus...,plus...,
moins...,moins...,
d'autant plus/moins/mieux...que...
prépositions:
comme,
de,
en
Französische Wendungen im deutschen Sprachgebrauch
- à - je, zu (je), für (je); vor Preisangaben von Waren.
- à bas [a'ba] - "nieder mit".
- a condition - bedingungsweise (Lieferung).
- à deux mains - mit beiden Händen
- à discretion - nach Belieben.
- à fonds perdu - auf Verlustkonto, nichtrückzahlbar.
- à jour - "bis zu dem Tage", auf dem laufenden.
- à la ... - nach Art von ...
- à la bonne heure - ["zur guten Stunde"], sehr gut!, bravo!, ausgezeichnet!
- à la carte [-'kart] - nach der (Speise-)Karte, nach Wahl
- à la mode - nach der Mode, modisch
- à la suite[-'syit] - im Gefolge
- à propos - nebenher bemerkt
- à quatre - zu vieren
- à tout prix - um jeden Preis
- comme il faut - wie es sich gehört
- déjà-vu
- jour-fix
- peut-à-peut
- vis-à-vis
Sprachregulierung
Die Französische Sprache wird reguliert durch:
- Académie française
- Loi Toubon - Gesetz zum Schutz der französischen Sprache
Siehe auch
- Frankophonie
- Sprachen in Frankreich
- Französische Rechtschreibreform
- Französischunterricht
- Argot
- Verlan
- Gérondif
- Gallizismus
Weblinks
- [http://www.academie-francaise.fr/ L'académie française]
- [http://sf.gidoo.de/de/service/rectifications-orthographiques.html Informationen zu den orthografischen Korrekturen (rectifications orthographiques)]
- [http://www.russki-mat.net/frz/Argot.htm Wörterbuch der französischen Umgangssprache]
- [http://www.sprachurlaub.de/service/franzoesisch-lernen.htm Vollständige franzöische Grammatik - sehr anschaulich]
- [http://www.verben.info/ Französische Verben online üben]
-
Kategorie:Indogermanisch
Kategorie:Romanische Sprache
Kategorie:Einzelsprache
Kategorie:Schweizer Sprache
als:Französische Sprache
ja:フランス語
ko:프랑스어
simple:French language
th:ภาษาฝรั่งเศส
zh-min-nan:Hoat-gí
Römisch-Katholische Kirche
Die römisch-katholische Kirche (v. griech. καθολικός „allgemein“) ist die zahlenmäßig größte Konfession innerhalb des Christentums. Sie umfasst 23 Teilkirchen mit eigenem Ritus, darunter die (zahlenmäßig größte) lateinische Kirche und die unierten Ostkirchen. Mit den altkatholischen Kirchen und den orthodoxen Kirchen teilt die katholische Kirche die Siebenzahl der Sakramente und das Weiheamt, aufgegliedert in Bischof, Priester und Diakon. Unterscheidendes Merkmal ist die Anerkennung des Primats des Papstes.
Der katholischen Kirche gehören weltweit etwa 1,25 Mrd. Gläubige an.
Zur Bezeichnung
Die Bezeichnung „römisch-katholische Kirche" ist ein konfessioneller Begriff, der in der Folge der Reformation zur einfacheren Unterscheidung der gespaltenen christlichen Bekenntnisse entstanden ist. Gemeint ist die katholische Kirche, die den Primat des Papstes anerkennt. Da der katholische Kirchenbegriff eine konfessionelle Verfassung der Kirche wegen ihrer Singularität nicht kennt, hat sie Schwierigkeiten mit dieser Bezeichnung. Gleichwohl weisen offizielle Dokumente im ökumenischen Dialog - wohl aus Vereinfachungsgründen - bisweilen die Bezeichnung „römisch-katholisch" auf. Die Verwendung der Bezeichnung „römisch-katholische Kirche“ widerspricht jedoch nicht dem katholischen Glauben, da „römisch“ durchaus ein (Neben-)Merkmal der Kirche ist, nämlich die Leitung der Kirche durch den Nachfolger des in Rom begrabenen Petrus darstellt.
In der Regel aber bezeichnet sich die römisch-katholische Kirche selbst nur mit »katholische Kirche«, oder theologisch gelegentlich ausführlich als „die eine, heilige, katholische und apostolische (d. h. auf die Apostel zurückgehende) Kirche“. Die Bezeichnung »lateinische Kirche« bezieht sich auf die (katholische) Kirche des Abendlandes (im Gegensatz zu den unierten Ostkirchen). Wenn in diversen kirchlichen Texten, wie z. B. Konzilsdokumenten von der »heiligen römischen Kirche« oder kurz von der »römischen Kirche« die Rede ist, ist damit die Diözese von Rom gemeint, der in katholischer Auffassung aufgrund des Primats des Bischofs von Rom über die ganze katholische Kirche ebenfalls eine besondere Bedeutung für die ganze Kirche zukommt.
Im allgemeinen und amtlichen Sprachgebrauch vor allem in westlichen Ländern werden die Bezeichnungen »katholische Kirche« und „römisch-katholische Kirche" in der Regel synomym verwendet. In Deutschland ist die Bezeichnung »katholisch« auch namensrechtlich geschützt und darf (ohne unterscheidenden Zusatz) als Bezeichnung nur für Einrichtungen und Veranstaltungen der römisch-katholischen Kirche benutzt werden.
Die katholische Kirche versteht sich auch theologisch als die katholische Kirche: Nach ihrer Auffassung kann es nur eine katholische, d. h. universelle Kirche Jesu Christi geben, und in ihr selbst ist diese eine Kirche auf so einzigartige Weise verwirklicht, dass es keine andere katholische Kirche geben kann.
Dies widerspricht dem Selbstverständnis einer ganzen Reihe von anderen Kirchen, die sich selbst als katholisch verstehen, sei es, da sie sich mit einem der katholischen Kirche ähnlichen Ausschließlichkeitsanspruch als die eine, wahre katholische Kirche sehen, sei es, da sie sich als Teil einer weiter verstandenen katholischen Kirche sehen, die auch weitere konfessionell verfasste Kirchen umfasst. Solche Kirchen verwenden in offiziellen Texten für die katholische Kirche in der Regel auch die Bezeichnung „römisch-katholische Kirche", selbst wenn im Alltag Angehörige dieser Kirchen meist dem allgemeinen deutschen Sprachgebrauch folgen. Zwar spricht die katholische Kirche auch z. B. den orthodoxen Kirchen nicht die Katholizität ab, allerdings werden sie als »nicht in voller Einheit« mit der katholischen Kirche stehend oder als getrennte Kirchen bezeichnet.
Siehe auch: katholisch
Geschichtliche Herleitung der Struktur
Ein Bischof (v. griech. ἐπίσκοπος „Hüter, Aufseher“) ist seit ca. 100 n. Chr. Vorsteher der christlichen Gemeinde in einer Stadt und den umliegenden Dörfern. Der Bereich eines Bischofs heißt Bistum oder Diözese (v. griech. διοίκησις „Verwaltung“), die Stadt ist der Bischofssitz. (Als Deutschland christianisiert wurde, gab es keine Städte, daher wurden die Diözesen ziemlich große ländliche Bezirke. Noch heute sind die Diözesen hier viel größer als z. B. in Italien, wo es schon in der Antike richtige Städte gab.)
In den ersten 3 Jahrhunderten bildeten sich die Kirchenprovinzen heraus. Eine Kirchenprovinz umfasst mehrere Diözesen, der Vorsteher heißt Metropolit. Im Deutschen nennt man ihn normalerweise Erzbischof und diejenige Diözese, deren Bischof der Erzbischof ist, heißt auch Erzbistum. Der Sitz eines Erzbischofs ist die Metropole (= Mittel-polis, Großstadt, Hauptstadt). In der römisch-katholischen Kirche haben die Metropoliten an Bedeutung verloren. Es ist heute mehr ein formaler Vorrang.
Bis 451 n. Chr. wurden die fünf „wichtigsten" Metropoliten zu Patriarchen (Rom, Konstantinopel, Alexandria, Antiochia, Jerusalem). Der Streit zwischen Rom und Konstantinopel führte dazu, dass sich die westliche Kirche schließlich von der östlichen (orthodoxen) trennte.
Heute gibt es etwas über 10 Patriarchate, wichtig ist vor allem Moskau. Im Westen gab es nur einen Patriarchen (Rom), der sehr viele Rechte auf Rom konzentrierte, während im Osten die Patriarchate sehr viel selbständiger blieben. Einige östliche Bistümer haben sich im Laufe der Geschichte mit Rom versöhnt (uniert), meist durch den Einfluss von katholischen Herrschern (Siebenbürgen, Ukraine u. a.). Es gibt heute an einigen Orten mehrere Bischöfe, z. B. einer mit Rom uniert, einer katholisch, einer orthodox. Die unierten Kirchen haben einen Ritus, der auf die griechische Kultur des antiken oströmischen Reiches zurückgeht, werden deshalb oft auch als griechisch-katholisch bezeichnet.
Siehe auch: Geschichte der römisch-katholischen Kirche
Die eine Kirche und ihre Teilkirchen
Die katholische Kirche besteht aus 23 Teilkirchen, deren weitaus größte die Lateinische Kirche ist. Die übrigen 22 Kirchen teilen sich auf die anderen Ritenfamilien auf; es sind Teile anderer Teilkirchen, die sich im Laufe der letzten 1000 Jahre mit Rom versöhnt haben, ihren historisch gewachsenen Ritus aber beibehalten. Nur die Maroniten haben keinen orthodoxen Gegenpart; sie gehören gänzlich zur katholischen Kirche.
Äußeres Merkmal der Zugehörigkeit zur katholischen Kirche ist neben der gemeinsamen Glaubenslehre die Anerkennung des päpstlichen Primats, d.h. der spirituellen und juristischen Leitungsfunktion des Papstes. Dieser übt jedoch nur über die Lateinische Kirche patriarchale Gewalt aus; die übrigen Teilkirchen haben meist eigene Patriarchen oder Großerzbischöfe.
In der Erklärung Dominus Iesus der Kongregation für die Glaubenslehre heißt es dazu erläuternd:
»Es gibt also eine einzige Kirche Christi, die in der katholischen Kirche subsistiert und vom Nachfolger Petri und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird. Die Kirchen, die zwar nicht in vollkommener Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen, aber durch engste Bande, wie die apostolische Sukzession und die gültige Eucharistie, mit ihr verbunden bleiben, sind echte Teilkirchen. Deshalb ist die Kirche Christi auch in diesen Kirchen gegenwärtig und wirksam, obwohl ihnen die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche fehlt, insofern sie die katholische Lehre vom Primat nicht annehmen, den der Bischof von Rom nach Gottes Willen objektiv innehat und über die ganze Kirche ausübt.«
Nach dem Annuario Pontificio 2005 gibt es in der katholischen Kirche die folgenden Teilkirchen:
Lateinischer Ritus
# lateinische Kirche
Westsyrischer Ritus
# Maroniten
# syrisch-katholische Kirche
# syro-malankara katholische Kirche
Ostsyrischer Ritus
# chaldäisch-katholische Kirche
# syro-malabarische Kirche
Armenischer Ritus
# armenisch-katholische Kirche
Byzantinischer Ritus
# albanische griechisch-katholische Kirche
# bulgarisch-katholische Kirche
# griechische griechisch-katholische Kirche
# italo-albanische Kirchen
# Kirche der Byzantiner der Eparchie Krizevci
# mazedonisch-katholische Kirche
# melkitische griechisch-katholische Kirche
# rumänische griechisch-katholische Kirche
# russische griechisch-katholische Kirche
# ruthenisch griechisch-katholische Kirche
# slowakische griechisch-katholische Kirche
# ukrainische griechisch-katholische Kirche
# ungarische griechisch-katholische Kirche
# weißrussische griechisch-katholische Kirche
Alexandrinischer Ritus
# koptisch-katholische Kirche
# äthiopisch-katholische Kirche
Eine hierarchische Kirche
Als unverzichtbares Strukturelement wird das Petrusamt angesehen, das gemäß katholischer Lehre von Petrus (Matthäus 16,18) auf alle seine Nachfolger im römischen Bischofsamt übergeht. Anders als westliche säkulare Staatsformen, bei denen demokratische Strukturen selbstverständlich geworden sind, ist die katholische Kirche darum hierarchisch strukturiert.
Papst und Kardinäle
An der Spitze der katholischen Kirche steht der Papst. Er ist höchste Autorität in Fragen der Lehre und der Kirchenordnung (siehe päpstliche Unfehlbarkeit). Allgemein verbindliche Leitsätze werden als Enzykliken und Instruktionen veröffentlicht.
Ihm zur Seite stehen als seine engsten und wichtigsten Mitarbeiter die Kardinäle; sozusagen das Domkapitel des Papstes. Manche Kardinäle arbeiten in der Kurie, der kirchlichen Zentralverwaltung in Rom (Kurienkardinäle); andere sind Erzbischöfe oder Bischöfe in verschiedensten Staaten der Welt (s. u.). Jeder Kardinal bis auf wenige Ausnahmen ist ein geweihter Bischof.
Erzbischöfe und Bischöfe
Unter dem Papst kommen in hierarchischer Reihenfolge die Erzbischöfe und Bischöfe. Regional ist die katholische Kirche in Kirchenprovinzen mit einem Erzbistum und mehreren Bistümern organisiert. Die Bischöfe eines oder mehrerer Staaten treffen regelmäßig in Bischofskonferenzen zusammen (siehe auch Bistum). Die Bischöfe sind Leiter der Ortskirchen.
Dechant und Dekanat - Priester und Pfarreien
Mitarbeiter der Bischöfe sind die Priester und für den nicht priesterlichen Dienst die Diakone. Die Gläubigen selbst sind lokal zu Pfarreien (regional auch Pfarren) zusammengeschlossen, denen ein Priester als Pfarrer vorsteht. Verwaltungsrechtlich werden manchmal mehrere Pfarreien zu einem Dekanat zusammengefasst und vom zuständigen Bischof wird ein Pfarrer der betroffenen Pfarreien zum Dechant ernannt. Für die Ämter des Bischofs und des Priesters ist in der lateinischen Kirche der Zölibat regelmäßig vorgeschrieben; Diakone müssen sich vor der Diakonsweihe zwischen Ehe und Zölibat entscheiden. In den unierten Kirchen können auch Priester heiraten.
Katholische Studentengemeinden sind eine spezielle Form von Pfarrei. Sie sind meist nicht selbstständig, sondern einer bestehenden Ortspfarrei angegliedert, unterstehen aber direkt dem Bistum.
Gemeinschaften und Orden
Daneben gibt es zahlreiche Gemeinschaftsformen, von losen Bewegungen über Säkularinstitute bis hin zu einer großen Zahl von Ordensgemeinschaften. In Deutschland sind viele katholische Jugendverbände im Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) organisiert. Die Zahl vom BDKJ unabhängiger Jugendbewegungen, die vor allem in neuen geistlichen Gemeinschaften beheimatet sind, wächst. Zur katholischen Kirche gehören einige regionale und überregionale Hilfswerke, die sich der Linderung von Armutsfolgen widmen. Im deutschen Raum bekannt ist z. B. die Caritas. Die katholische Kirche gilt mit rund 100.000 Beschäftigten in Deutschland als der größte Arbeitgeber.
Eine deutsche Eigenheit ist die Tatsache, dass der Staat für die Kirche die Kirchensteuer erhebt, mit der die Kirche u. a. ihre sozialen Einrichtungen erhält.
Gottesvolk
Alle Stände und Gemeinschaften der Kirche bilden gemeinsam das Gottesvolk. Jeder Katholik hat durch Taufe und Firmung Anteil an der Sendung der Kirche in die Welt (Laienapostolat, vgl. Zweites Vatikanisches Konzil).
Wie die Kirche selbst hat auch der Gottesdienst eine bestimmte Struktur, so dass es dem katholischen Christen möglich ist, an jedem Gottesdienst des gleichen Ritus auch im Ausland teilzunehmen. Auch das katholische Kirchenjahr bietet immer wiederkehrende Feste und Gedenktage.
In der Bundesrepublik Deutschland zählte die katholische Kirche 2003 26,16 Millionen Mitglieder, das sind 300.000 weniger als im Vorjahr und 31,7 Prozent der Gesamtbevölkerung. Knapp 4 Millionen besuchen sonntags die Eucharistiefeier. Die Zahl der Kirchenaustritte liegt konstant bei über 100.000 jährlich.
Glaubensinhalte
- Dreifaltigkeit: Jesus als Sohn Gottes ist eines Wesens mit Gott selbst (s. Menschwerdung Gottes); Gott ist Vater (Jesu und der Menschen), Sohn (Gottes) und Heiliger Geist. Durch sein geschichtliches Leben und Wirken, seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung hat der Sohn Gottes die Sünde der Welt auf sich genommen und den Weg zu Gott für alle Menschen geöffnet.
- Gottes Wirken in der Welt: Gott ist nicht nur der Schöpfer, sondern greift aus Liebe zu jedem einzelnen Menschen aktiv in die Welt ein; sein Handeln ist jedoch nach menschlichen Maßstäben nicht komplett begreifbar (siehe Theodizee-Frage).
- Die katholische Kirche sieht sich in der Nachfolge der Apostel, deren Glaubensbekenntnis sie in der Kraft des Heiligen Geistes durch die Zeiten bewahrt, vertieft und angesichts neuer Fragestellungen klärt. Diese Tradition der Kirche, deren wichtigster und deshalb eigenständig genannter („die Heilige Überlieferung und die Heilige Schrift“), aber nicht einziger Teil die Bibel ist, bildet ihre Lehrgrundlage. Das Apostelamt wurde laut katholischer Lehrauffassung nahtlos durch Weihe mit Handauflegung von den Aposteln bis zu den heutigen katholischen Geistlichen weitergegeben (apostolische Sukzession).
- Sakramente: Gott schenkt nach katholischer Lehre den Menschen das Heil durch die Sakramente. Die katholische Kirche kennt sieben Sakramente: Taufe, Firmung, Eucharistie, Buße und Versöhnung (Beichte), Krankensalbung, das Sakrament der Weihe, und Ehe. In den Sakramenten, vor allem in der Eucharistie, kommt die Kirche selbst als universales Heilssakrament zur Erscheinung.
- Endgericht und Leben nach dem Tod (Eschatologie): Die katholische Kirche erwartet das Wiederkommen Christi in Herrlichkeit und das Gericht über alle Menschen. Maßstab des Gerichts wird der Glaube und die (nach dem Maß der Gaben) verwirklichte Liebe sein. Die Erlösten empfangen paradiesisches, ewiges Leben in Gottesnähe ("Schau" Gottes von Angesicht zu Angesicht, himmlisches Hochzeitsmahl). Für jeden Menschen gibt es auch die Möglichkeit endgültiger Verlorenheit bei der Abkehr von Gott ("Hölle"). Die Hoffnung des Christusglaubens lässt sich jedoch nicht begrenzen.
- Marien- und Heiligenverehrung: Menschen, die ein christuszentriertes Leben geführt haben, können anderen Glaubenden als Vorbilder dienen. Gott ist besonders in Beziehungen zwischen Menschen erfahrbar, und da solche Beziehungen nach dem Tod nicht abbrechen müssen, kann die Beschäftigung mit solchen Vorbildern (Heiligen) sehr hilfreich sein. Die Heiligen gelten auch als Fürsprecher bei Gott, denn man geht davon aus, dass sie sich bereits in der Gemeinschaft mit Gott befinden. Die universale Heilsmittlerschaft Christi, auf den alle Heiligen verweisen, wird dadurch nicht in Frage gestellt, sondern unterstrichen. Der Prozess der Heiligsprechung ist sehr umfangreich und kann mehrere Jahrzehnte andauern. Dies gilt auch für die Anerkennung von Jesus-, Marien- und Heiligenerscheinungen, auf die sich die Wallfahrtsorte gründen.
- In der katholischen Kirche sind Bitten für die Verstorbenen üblich. Verstorbenen, die sich noch im Läuterungszustand des Purgatoriums befinden, soll hiermit gedacht werden.
Morallehre
Die Morallehre der katholischen Kirche ist seit den Anfängen dadurch geprägt, an den Idealen der Bergpredigt festzuhalten und zugleich den Bedingungen der irdischen Realität Rechnung zu tragen. In früheren Jahrhunderten war regelmäßig der Vorwurf zu großer Laxheit Grund für Kritik und Abspaltungen (Montanismus, Novatianismus, Donatismus, Katharer, Waldenser). Heute entzündet sich die Kirchenkritik meist an vermeintlich zu hohen Idealen, gepaart mit dem Vorwurf der Heuchelei und Doppelmoral, vor allem im Bereich der Sexualität.
Der Bergpredigt folgend sind die zentralen katholischen Wertsetzungen Liebe, Wahrheit, Gewaltlosigkeit, Besitzverzicht, Treue, Keuschheit. Die Umsetzung in kirchliches und, wo möglich, staatliches Recht geschieht in immer neuen Anläufen und unter innerkirchlichen und gesellschaftlichen Konflikten.
Lange waren Themen wie Eid, Wehrpflicht oder Kapitalismus umstritten. Hier ist die katholische Morallehre traditionell eher kompromissbereit. Seit etwa 1968 steht mit der Enzyklika Humanae Vitae zeitgleich mit den soziokulturellen Umwälzungen fast ausschließlich die Ehe- und Sexualmoral im Mittelpunkt der Beachtung und Auseinandersetzung. Das kirchliche Lehramt hat sich immer wieder eindeutig im Sinn der Zusammengehörigkeit von Sexualität, lebenslanger Treue und Fortpflanzung und damit gegen Ehescheidung, "künstliche" Empfängnisverhütung und die Gleichwertigkeit der Homosexualität ausgesprochen. Ebenso kompromisslos wird der Lebensschutz vertreten und Abtreibung, Euthanasie, Klonen, Todesstrafe, Eugenik und Angriffskrieg abgelehnt.
Viele Positionen sind aber auch innerkirchlich seit langem umstritten. Die katholische Moraltheologie vertritt die Ansicht, dass die Werte des Evangeliums dem Naturrecht nicht widersprächen, sondern sein letzter und höchster Ausdruck seien. Diesen naturrechtlichen Ansatz und die kirchliche Lesart der im Neuen Testament grundgelegten Moral zu vermitteln gelingt der Kirche jedoch immer weniger. Auch Kirchgänger leben - oft im stillen Einverständnis mit ihren Seelsorgern vor Ort - in einem sogenannten vertikalen Schisma: Die immer wieder von Rom eingeschärften Weisungen werden in der Praxis entweder ignoriert oder mit innerer Emigration beantwortet.
Siehe auch: Evangelische Räte, Homosexualität im Neuen Testament
Ökumene
Die Verständigung und der Austausch mit anderen christlichen Glaubensgemeinschaften wird gesucht und gepflegt, insbesondere mit den östlich-orthodoxen Kirchen, der anglikanischen Kirche und den evangelischen Kirchen und Gemeinschaften. Die katholische Kirche ist jedoch nicht Mitglied im ökumenischen Rat der Kirchen.
Man setzt auch auf den Dialog mit anderen Religionen, wie weltweite religiöse Treffen zeigen, die auf Initiativen des Vatikan zurückgehen.
Aufgrund ihres Kirchen-, Amts- und insbesondere Eucharistieverständnisses ist sie gegen Interzelebration und Interkommunion. Nach dem ökumenischen Kirchentag 2003 gab es Sanktionen von Seiten der katholischen Kirche gegen einen Priester, der an einem ökumenischen Abendmahl aktiv teilgenommen hatte. Nach Ansicht der katholischen Kirche ist im konsekrierten Brot und Wein Jesus Christus real präsent. Diese Auffassung vertreten auch die übrigen katholischen Kirchen sowie die Lutheraner. Allerdings unterscheidet sich die Auffassung der Lutheraner insofern, als diese annehmen, die Realpräsenz sei nur für die Dauer des Abendmahls vorhanden. Alle anderen evangelischen Kirchen lehnen die Realpräsenz ab und sehen im Abendmahl einen symbolischen Erinnerungsakt. Aus diesem Grunde verpflichtet die katholische Kirche ihre Gläubigen dazu, nur an der Eucharistiefeier der eigenen Kirche teilzunehmen und erlaubt den Empfang der Kommunion Angehörigen getrennter Konfessionen nur unter besonderen Umständen. In bestimmten Notfällen wie Lebensgefahr darf ein katholischer Priester die Sterbesakramente auch Mitgliedern anderer Denominationen spenden. 2004 hat Papst Johannes Paul II. in der Enzyklika Ecclesia de Eucharistia noch einmal die Bedeutung der Eucharistie unterstrichen und dazu aufgerufen, jedem Missbrauch vorzubeugen.
Verbreitung
Die Katholische Kirche ist in weiten Teilen Mittel- und Südamerikas verbreitet, in Südeuropa (Spanien, Italien, Portugal), Westeuropa (Frankreich, Belgien, Niederlande), Osteuropa (Polen, Kroatien, Litauen) und in einigen Teilen Afrikas. In Asien beschränkt sich ihr Einfluss auf Osttimor und die Philippinen.
Weltweit gibt es über 1,1 Mrd Katholiken.
Die katholische Kirche und ihre jeweilige Landesentwicklung
- katholische Kirche in Afrika
- katholische Kirche in Afghanistan
- katholische Kirche in Albanien
- katholische Kirche in Andorra
- katholische Kirche in Argentinien
- katholische Kirche in Armenien
- katholische Kirche in Aserbaidschan
- katholische Kirche in Australien
- katholische Kirche in Belgien
- katholische Kirche in Bolivien
- katholische Kirche in Bosnien
- katholische Kirche in Brasilien
- katholische Kirche in Brunei
- katholische Kirche in Bulgarien
- katholische Kirche in Chile
- katholische Kirche in Dänemark
- katholische Kirche in Deutschland
- katholische Kirche in Ecuador
- katholische Kirche in Estland
- katholische Kirche in Finnland
- katholische Kirche in Frankreich
- katholische Kirche in Gibraltar
- katholische Kirche in Griechenland
- katholische Kirche in Großbritannien und Nordirland
- katholische Kirche in Irland
- katholische Kirche in Italien
- katholische Kirche in der Karibik
- katholische Kirche in Kolumbien
- katholische Kirche in Kuwait
- katholische Kirche in Kroatien
- katholische Kirche in Liechtenstein
- katholische Kirche in Luxemburg
- katholische Kirche in Monaco
- katholische Kirche in der Mongolei
- katholische Kirche in Nauru
- katholische Kirche in Nepal
- katholische Kirche in Neuseeland
- katholische Kirche in Österreich
- katholische Kirche in Paraguay
- katholische Kirche in Peru
- katholische Kirche in Polen
- katholische Kirche in Rumänien
- katholische Kirche in Singapur
- katholische Kirche in Spanien
- katholische Kirche in Ungarn
- katholische Kirche in Uruguay
- katholische Kirche in den USA
- katholische Kirche in Venezuela
Siehe auch
- Papstwahl
- Seelsorge
- Internetseelsorge
- Vatikanstadt
- Kirchenjahr
- Katholische Kirche
- Katholizismus
- Protestantismus
- Evangelische Kirche
- Volksfrömmigkeit
- Reformation
- Ökumene
- Religion während des Nationalsozialismus
- Kirchenkritik
- Portal:Religion
- Portal:Christentum
- Liste der katholischen Bistümer
- Kanonisches Recht
Weblinks
- [http://www.vatican.va/phome_ge.htm Offizielle Webseite des Vatikans]
- Römisch-Katholische Kirche von [http://dbk.de/ Deutschland] und der [http://www.kath.ch Schweiz]
- [http://www.bischofskonferenz.at Die Österreichische Bischofskonferenz]
- [http://www.catholic-hierarchy.org Weltweite Übersicht über lebende und verstorbene kath. Würdenträger (Engl.)]
- [http://www.katolsk.no/utenriks/index_de.htm katholische Diözesen auf der ganzen Welt]
- [http://www.stjosef.at/index.htm?dok_standardwerke.php~mainFrame St. Josef] - Standardwerke zu katholischen Theologie
- [http://theol.uibk.ac.at/leseraum/ Theologischer Leseraum] - Dokumente zum katholischen Lehramt
- [http://www.apostolische-nachfolge.de/ Personenverzeichnis] - Bischöfe in den Diözesen der Welt und Mitarbeiter der Kurie
- [http://www.damian-hungs.de/ Kurze Darstellung unierter Kirchen]
-
simple:Roman Catholicism
Anglikanische KircheDie Anglikanische Kirche (von lat.: anglicanus = englisch), mit offiziellem Namen Anglikanische Kirchengemeinschaft (englisch Anglican Communion) ist eine weltweite Kirchengemeinschaft, die in ihrer Tradition evangelische und römisch-katholische Glaubenselemente vereinigt, wobei die römisch-katholische Tradition in der Liturgie etwas vorherrscht und die evangelische in der Theologie. Sie hat ca. 50.767.000 Mitglieder.
Sprachgebrauch
Der offizielle Name ist Anglican Communion. Die Church of England ist die Mutterkirche der anglikanische Kirche. Die einzelnen Kirchen der Anglikanischen Kirchengemeinschaft Communion bezeichnen sich gewöhnlich als "Kirche von x" (z.B. Church of England) oder "Episkopalkirche von x" (z.B. Episcopal Church of Scotland), es sind aber auch andere Namen möglich.
Verbreitung
Die anglikanische Kirche ist, nach der römisch-katholischen und der orthodoxen Kirche, die drittgrößte christliche Kirche. Sie ist besonders in englischsprachigen Gebieten und in Gebieten des Commonwealth of Nations vertreten.
Weltweit gibt es etwa 75 Millionen anglikanische Christen, davon etwa 42 Millionen in Großbritannien und Nordirland.
Organisation
Die Kirchen der Anglikanischen Gemeinschaft
Die Anglikanische Kirchengemeinschaft besteht aus 38 selbständigen Landeskirchen, beziehungsweise Provinzen, die jeweils einem Primas unterstehen.
- Anglican Church in Aotearoa, New Zealand and Polynesia
- Anglican Church of Australia
- Anglican Church of Bermuda
- Anglican Church of Canada
- Anglican Church of Kenya
- Anglican Church of Korea
- Anglican Church of Papua New Guinea
- Chung Hua Sheng Kung Hui (China)
- Church in Wales
- Church of Bangladesh
- Church of Ceylon
- Church of England
- Church of Ireland
- Church of Nigeria
- Church of North India
- Church of Pakistan
- Church of South India
- Church of the Province of Burundi
- Church of the Province of Central Africa
- Church of the Province of Congo
- Church of the Province of Melanesia
- Church of the Province of Myanmar
- Church of the Province of Rwanda
- Church of the Province of South East Asia
- Church of the Province of Southern Africa
- Church of the Province of Tanzania
- Church of the Province of the Indian Ocean
- Church of the Province of the West Indies
- Church of the Province of Uganda
- Church of the Province of West Africa
- Episcopal Church in Jerusalem and the Middle East
- Episcopal Church in the USA
- Episcopal Church of Cuba
- Episcopal Church of the Sudan
- Hong Kong Sheng Kung Hui (Hong Kong)
- Iglesia Anglicana de la Region Central America
- Iglesia Anglicana del Cono Sud de las Americas
- Iglesia Anglicana de México
- Igreja Episcopal do Brasil
- Lusitanische Kirche von Portugal
- Nippon Sei Ko Kai (Japan)
- Philippine Episcopal Church
- Philippine Independent Church
- Scottish Episcopal Church
- Spanish Reformed Episcopal Church
In den USA hat die Episcopal Church USA zahlreiche Gemeinden, die sich in 10 Provinzen aufgliedern, unter der Jurisdiktion des Presiding Bischofs der Episkopalkirche. Die Unabhängigkeit der US Kirche von der englischen folgte auf dem US-amerikanischen Unabhängigkeitskrieg einerseits, weil der König nicht mehr als weltliche Oberhaupt der Kirche gelten sollte, und andererseits, weil es notwendig und erwünscht war, eigene Bischöfe zu haben, anstatt wie bisher unter der Aufsicht von Bischöfen in England zu bleiben. In den USA gehört die Episkopalkirche zu den ältesten Kirchen, ist heute aber viel kleiner (nur etwa 1-2% der Bevölkerung) als etwa die Baptisten, Methodisten oder Katholiken.
1980 wurde durch eine Union der Diözese von Gibraltar und der Jurisdiktion of North and Central Europe (FULHAM) die Diözese von Europa ("Diocese [of Gibraltar] in Europe") gegründet, die seither für die Gemeinden in Europa außerhalb Großbritanniens und Irlands zuständig ist. In Deutschland gibt es 33 anglikanische Gemeinden, davon 22 Standortpfarreien. Für Skandinavien und Deutschland zuständig ist der "Venerable" David Ratcliff mit Wohnsitz in Stockholm. Die anglikanische Kirche in der Schweiz gehört ebenfalls zur Diözese von Europa. Sie hat acht Standortpfarreien in größeren Städten und einige weitere Gemeinden, die von dort betreut werden.
Seit 1999 existiert eine Arbeitsgemeinschaft der Anglikanisch-Episkopalischen Kirchen in Deutschland (CAECG), die gemeinsam ihre Missionstätigkeit in Deutschland koordinieren. Anglikanische Gemeinden existieren beispielsweise in Berlin, Freiburg im Breisgau, Düsseldorf, Bonn/Köln, Hamburg, Stuttgart und Leipzig. Episkopal-Gemeinden existieren beispielsweise in Augsburg, Baden-Baden, Frankfurt am Main, Ingolstadt, Karlsruhe, Wiesbaden, München und Nürnberg. Die Verbreitung ist nahezu identisch mit der ehemaligen britischen beziehungsweise US-amerikanischen Besatzungszone in Deutschland.
- [http://www.anglican.org/domain/admin/countries.html Übersicht der Kirchen nach Mitgliedern und Diözesen]
Leitung der Kirchengemeinschaft
Rechtlich gesehen, ist das oberste Gremium die Lambeth Conference, eine Konferenz der Bischöfe aller Kirchen der Anglikanischen Kirchengemeinschaft.
Oberster geistlicher Leiter der Kirche ist der Primas der Church of England, also der Erzbischof von Canterbury (gegenwärtig Rowan Williams) als Primus inter Pares. Er besitzt kein Weisungsrecht gegenüber den übrigen Kirchen der Kirchengemeinschaft.
Er beruft die Treffen der Primaten der Anglikanischen Kirche ein und leitet sie. Diese Treffen haben ebenfalls kein Weisungsrecht gegenüber den einzelnen Kirchen. Gewöhnlich wird dabei ein gemeinsamer Pastoralbrief herausgegeben.
Der Anglikanische Beratende Versammlung trifft etwa alle drei Jahre zusammen und hat in erster Linie koordinierende Funktionen. Sie setzt sich aus Delegationen aller Anglikanischen Kirchen zusammen, wobei jede Kirche einen Bischof, einen Priester und einen Laien stellt.
Aufbau einer anglikanischen Kirche/Kirchenprovinz
Eine anglikanische Kirche oder Kirchenprovinz hat an ihrer Spitze für gewöhnlich als höchste gesetzgebende Instanz die Provinzsynode, die sich aus den Bischöfen, Klerusvertretern und Laienvertretern zusammensetzt. Die Synode tagt stets zu bestimmten Zeiten, wird jedoch ständig durch das Provinzbüro aufrecht erhalten. In diesem Provinzbüro werden alle laufenden Angelegenheiten der Kirche bearbeitet. Angefangen von den Finanzen, bis hin zur Klerikerausbildung. An seiner Spitze steht ein/e Generalsekretär/in.
Jeder anglikanischen Kirche steht ein Primas vor. Dieser kann der Bischof eines bestimmten Sitzes sein, so wie für England in Canterbury, ist aber für gewöhnlich nicht daran gebunden. Der Erzbischof ist dann, wie in den meisten Kirchen der anglikanischen Gemeinschaft, einer der Bischöfe der Provinz, welcher auf der Provinzsynode gewählt wurde und den Titel Primas/Erzbischof von .... (Name der entsprechenden Landeskirche) trägt. In einigen Landeskirchen ist seine Amtszeit beschränkt (beispielsweise Tansania).
Aufbau einer anglikanischen Diözese
Jeder Diözese steht ein Bischof vor, welchem, ist die Diözese von entsprechender Größe, Suffraganbischöfe beigeordnet sind. Diese entsprechen den Katholischen Weihbischöfen, besitzen aber im Gegensatz zu diesen einen eigenen Bezirk innerhalb der Diözese, bleiben aber in jedem Fall dem Diözesanbischof untergeordnet.
- [http://www.ucl.ac.uk/~ucgbmxd/success1.htm Sukzessionsliste der anglikanschen Bischofe]
Der Diözesanbischof besitzt eine Kathedrale, an welcher es den Kathedralklerus gibt. Diese unterstehen dem Dean (Dekan) oder Provost (Propst) und unterteilen sich in Residenzkanoniker, Honorarkanoniker (Praebendare) und Niedere Kanoniker.
Große Diözesen besitzen einen oder mehrere Regionalbischöfe. Sie entsprechen einem katholischen Weihbischof und sind zumeist gleichzeitig Archidiakon.
Der Diözesanklerus besteht aus Pfarrern, Hilfspfarrern und Vikaren. Mehrere Pfarrkirchen sind in Dekanaten zusammengefasst, so wie dies auch in der Katholischen Kirche der Fall ist. Besonders große Diözesen sind zudem noch in Archidiakonate unterteilt. Ihre Leiter nennen sich Archdiacon (Erzdiakon) und sind oftmals mit den Suffraganbischöfen identisch. Diese Archidiakonate entsprechen den Regionen in großen Katholischen Diözesen.
Um in die Reihen des Klerus der Anglikanischen Kirche aufgenommen zu werden, bewirbt man sich beim Bischof einer Diözese. Dieser wird diese Bewerbung an ein Nationales Kirchenministerium (Selection Conferences) weiterleiten, welches den Bewerber auf seine Eignung im Geistlichen, Geistigen, Gesundheitlichen und Familiären prüft. Ist dies geschehen, so sendet es ein Gutachten an den jeweiligen Bischof, in welchem es den Bewerber empfiehlt, bedingt empfiehlt oder ablehnt. Zugleich macht es auch Vorschläge zur Ausbildung, welche von einem normalen Hochschulstudium bis zu regionalen Kursen reichen. Hat der Bewerber die Zustimmung des Bischofs erhalten, so untersteht er fortan einem Diözesandirektor für die Ausbildung, mit welchem er sich in allen Bereichen seines Lebens auseinanderzusetzen hat, da er zum Schluss des Studiums ein Zeugnis zu dessen Eignung abgeben muss. Ist dieses positiv ausgefallen, so steht der Weihe des Bewerbers, oder der Bewerberin, nichts mehr im Wege.
Lehre
In der anglikanischen Lehre gibt es ein weites Spektrum zwischen der High Church (Anglo-Katholizismus), die in Liturgie und Lehre den anderen katholischen Kirchen nahe steht und der Low Church, die dem Protestantismus, insbesondere dem Calvinismus nahe steht.
Theologisch sind innerhalb der anglikanischen Kirche sehr liberale wie auch streng evangelikale und konservativ anglo-katholische Richtungen vertreten.
Dieses sehr weite Meinungsspektrum wird teilweise als Stärke der Anglikaner betrachtet, die somit ein weites Spektrum des heutigen Christentums ohne Kirchenspaltung in einer Kirche umfassen können. Teilweise wird aber auch kritisiert, dass die Kirche so für nichts mehr steht und der Beliebigkeit zu viel Raum gibt.
Was unterscheidet die Anglikanischen Kirchen nun von der Römisch-Katholischen Kirche?
In konservativen Richtungen der Highchurch:
- kein Primat in Leitung, Glaubens- und Sittenlehre
- kein Zölibat für den Klerus
In liberalen Richtungen der Lowchurch:
- Frauenordination
- es gibt kein Purgatorium (Fegfeuer)
- Brot und Wein sind nur symbolisch und wandeln sich nicht in Leib und Blut Christi
- es gibt keinen Primat in Leitung, Glaubens- und Morallehre
- man glaubt nicht an die leibhafte Aufnahme Mariens in den Himmel
- es gibt keinen Zölibat für den Klerus
- die | | |