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| Grignard-Verbindung |
Grignard-VerbindungEine Grignard-Verbindung entsteht, wenn ein Alkylhalogenid (z.B. Bromethan BrCH2CH3) oder ein Arylhalogenid (z.B. Chlorbenzol C6H5Cl) in Anwesenheit von trockenem DiethylEther oder Tetrahydrofuran mit metallischem Magnesium reagiert.
Das Magnesium-Atom schiebt sich zwischen die Kohlenstoff-Halogen-Bindung. Zwei freie Elektronenpaare von Ethermolekülen koordinieren an das Magnesium und stellen das zur Stabilität notwendige Elektronenoktett (siehe: Oktettregel) her.
In der Grignard-Verbindung trägt das dem Magnesium benachbarte Kohlenstoffatom eine negative Partialladung, es wird sozusagen "umgepolt". Dadurch werden nützliche Reaktionen, wie die Knüpfung von Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen ermöglicht. Die Reaktion von Grignard-Verbindungen mit Carbonylverbindungen wird allgemein als Grignard-Reaktion bezeichnet und findet vielfach Anwendung bei der Synthese von Alkoholen.
Grignard-Reagenzien reagieren sehr heftig mit Wasser, -SH oder -NH-Gruppen, weshalb trockener Ether für eine Grignard-Reaktion verwendet werden muss.
Victor Grignard erhielt 1912 für seine Entdeckung den Nobelpreis.
Kategorie:Chemie
AlkylhalogenidEin Halogenalkan ist eine Organische Verbindung aus der Gruppe der Alkane.
Es besteht aus einem Kohlenwasserstoffmolekül, bei dem ein oder mehrere Wasserstoffatome durch ein Element aus der 7. Hauptgruppe des Periodensystems ersetzt wurde.
Halogenalkane haben eine höhere Siedetemperatur als das jeweils entsprechende Alkan, da Halogenalkanmoleküle untereinander eine stärkere Bindung haben. Diese resultiert aus der stärkeren Elektronegativität von Halogenen gegenüber Wasserstoff. Bei Halogenalkanen gibt es deshalb neben den Van-der-Waals-Kräften auch schwache Dipolkräfte.
Halogenalkane (Halogenkohlenwasserstoffe) sind hervorragende Lösungsmittel für Stoffe, welche sich im Wasser nicht lösen. Außerdem kann es noch zur Entfettung von Metalloberflächen in der Metallverarbeitung nutzen.
Bekannte Halogenwasserstoffe in Alltag und Umwelt:
Tetrachlormethan (CCl4) als Lösungsmittel, Trichlorfluormethan, FCKW (CCl3F) als Treibgas bzw. Kühlmittel
Durch den stetigen Anwachs des Verbrauchs, steigt in Deutschland in vielen Gebieten die Verschmutzung des Grundwassers.
Kategorie:Stoffgruppe
Ether
Ein Ether (veraltet: Äther) ist eine durch Kondensationsreaktion zweier Alkohole gewonnene chemische Verbindung.
Der bekannteste Ether ist der Diethylether (Narkosemittel, Äther), der einfachste: Dimethylether. Diethylether wird aus Ethanol mit Schwefelsäure gewonnen.
Neben den "normalen" Ethern existieren auch cyclische Ether. (Bspw: THF - Tetrahydrofuran)
Die meisten Ether sind relativ reaktionsträge und werden daher oft als Lösemittel in der präparativen organischen Chemie verwendet.
Da Ether schlecht Wasserstoffbrückenbindungen ausbildet, nimmt die Löslichkeit in Wasser bei höheren Ethern schnell ab. In 1 Liter Wasser lösen sich ca. 65 ml des bekannten Diethylethers.
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R1 und R2 sind Alkylrest
Nomenklatur
Gemäß den IUPAC-Richtlinien werden Ether als Alkoxy-Alkane bezeichnet, wobei die Gruppe O-R als Alkoxy-Substituent einer Alkan-Kette behandelt wird. Der kleine bzw. niederrangigere Substituent der Kette R-O-R' ist hierbei der Alkoxy-Rest, der größere bzw. höherrangigere Substituent bildet den Stamm des Stoffnamens.
Entsprechend verläuft die Benennung geradkettiger Alkoxy-Alkane:
Die Verbindung H3C-O-CH3 setzt sich zusammen aus einem H3C-O-Substituenten
und dem Methyl-Rest als Stamm, wobei allerdings beide Reste gleichwertig sind.
Entsprechend heißt die Verbindung Methoxymethan (= Dimethylether).
weitere Beispiele:
H3C-O-CH-(CH3)2 ⇒ 2-Methoxypropan
denn: Die Propan-Kette ist höherranging als die Methylgruppe
und der Methoxy-Substituent bindet an die 2-(bzw. iso-)Position der Propan-Kette.
FH2C-CH2-O-CH2-CH3 ⇒ 2-Ethoxy-1-Fluoroethan
denn: Zwar sind beide Ketten gleichlang, aber der fluorierte (und damit höher substituierte)
Rest ist höherrangig. Da der Fluoro-Substituent auch einen höheren Rang besitzt
als die Sauerstoff-Brücke, ist das fluorierte C-Atom die 1-Position des Stamms.
Auch cyclische Ether sind bekannt und werden als Cycloalkane betrachtet, bei denen ein (oder mehrere) C-Atom durch ein O-Atom ersetzt wurde. Um dies zu verdeutlichen, wird die Silbe "Oxa" an der entsprechenden Position eingefügt:
C-C
/ \
C O ⇒ Oxacyclohexan
\ / (Die an die C-Atome gebundenen H-Atome sind nicht dargestellt!)
C-C
Die Verbindung ist cyclisch ("cyclo"), hat eine Kettenlänge von 6 Atomen ("hexan")
und an einer Position ist ein C-Atom durch ein Sauerstoff-Atom ersetzt ("oxa").
Entsprechend wäre die Verbindung
F
|
C-C
/ \
C O
\ /
C-C
das 3-Oxafluorocyclohexan (die Sauerstoff-Brücke befindet sich relativ zum
höherrangigeren Fluoro-Substituenten in 3-Position).
(Die an die C-Atome gebundenen H-Atome sind nicht dargestellt!)
In der Praxis sind für einige Ether Trivialnamen gebräuchlich, die auf einer Nennung der über die Sauerstoff-Brücke gebundenen Reste und einer Hinzufügung der Silbe "Ether" am Ende basieren, z. B.: Diethylether (Ethoxyethan) oder Methylethylether (Methoxyethan).
Ethersynthese
Für Ether sind verschiedene Synthesewege möglich. Der wohl bekannteste Mechanismus ist die Ethersynthese nach Alexander W. Williamson (1824-1904, Prof. am University College London). Hierbei wird ein Alkali-Alkoholat (hier ein Natrium-Alkoholat) mit einem Halogenalkan zur Reaktion gebracht, wobei neben dem entsprechenden Alkali-Halogen-Salz das gewünschte Produkt, der Ether, entsteht:
Die Williamson-Ethersynthese führt bei intramolekularer Reaktion zu cyclischen Ethern:
Der einfachste Vertreter dieser Klasse ist das Oxacyclopropan, der bekannteste Vertreter das Tetrahydrofuran (THF), welches ein beliebtes Lösemittel in der organischen Chemie ist.
weitere Mechanismen:
- säurekatalysierte Kondesation von Alkoholen
Unter Säurekatalyse können zwei Moleküle Alkohol zu einem Ether kondensiert werden:
Bei Verwendung nur einer Alkoholart können auf diesem Weg symmetrische Ether dargestellt werden.
- Addition von Alkoholen an Doppelbindungen
Alkohole können an Doppelbindungen addieren, wobei zunächst das Proton der Alkohol-Gruppe elektrophil an die Doppelbindung addiert wird. Anschließend lagert sich das Alkoholat nukleophil an:
Heteroether
Neben den 'normalen' Ethern, also Alkylresten mit Sauerstoffbrücke, gibt es auch Analoga mit Verwandten des Sauerstoffs. In der 6. Hauptgruppe folgt auf den Sauerstoff der Schwefel. Dieser bildet entsprechend den oben beschriebenen Regeln so genannte Thioether. Bei diesen ist die Sauerstoffbrücke durch eine Schwefelbrücke ersetzt. Einer der bekanntesten Thioether dürfte das Senfgas sein.
Kronenether
Kronenether sind eine besondere Gruppe von cyclischen Ethern, die die Erwähnung unter einem eigenen Stichwort verdienen. Allgemein sind Kronenether cyclische Ether, die aus aneinander gebundenen 1,2-Diethern sind. Die gängige Nomenklatur von Kronenethern ist ungewöhnlich. Einer der einfachsten Kronenether ist [12]Krone-4. Hierbei gibt [12] die Gesamtzahl der Atome im Molekül und -4 die Zahl der Sauerstoffatome im Molekül an. Nähere Informationen hierzu gibt es im Artikel Kronenether.
Gefahrenhinweise, Lagerung und Verwendung
Im Umgang mit Ethern (aller Art) ist besonders darauf zu achten, dass Ether mit Luftsauerstoff hochexplosive Peroxide bilden. Diese können meist durch die Braunverfärbung von essigsauren Iodid-Lösungen nachgewiesen werden. Im Handel sind spezielle Teststäbchen erhältlich. Die Lagerung von Ethern für den Labor-Gebrauch sollte daher nur in kleinen Gebinden von maximal 1 Liter über Kaliumhydroxid-Plätzchen in Braunglasflaschen erfolgen.
Bei dem Umgang mit niederen Ethern sollte deren niedriger Siedepunkt und leichte Entflammbarkeit nie unterschätzt werden. (Diethyl)Ether-Luft-Gemische sind von 2-36 Vol% explosiv.
Wichtig ist, daß Ether-Dämpfe nicht nur farblos, sondern auch schwerer als Luft sind. Sie sammeln sich also an tiefgelegenen Stellen. Aufgrund dieser Tatsache und der narkotisierenden Wirkung von Ethern sind Ether nur in gut funktionierenden Abzügen zu verwenden.
Trivia
- Der in der Umgangssprache bekannte 'Ether' bezeichnet Diethylether (C2H5-O-C2H5), einen der einfachsten Ether.
- Das Wort 'Ether' stammt aus dem Griechischen (aither, αιτηρ) und bedeutet in etwa "obere Luft" oder "Feuerluft".
- Diethylether diente zur Zeit der Prohibition teilweise als Ethanol-Ersatz (orale Einnahme) und vereinzelt sind auch noch heute Missbrauchsfälle bekannt. Die physiologische Wirkung ist ähnlich der des Alkohols und beim Abbau des Diethylethers im Körper entsteht unter anderem auch Ethanol.
Kategorie:Stoffgruppe
ja:エーテル (化学)
Magnesium
Magnesium ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Mg und der Ordnungszahl 12. Als acht-häufigstes Element ist es zu etwa zwei Prozent am Aufbau der Erdkruste beteiligt.
Geschichte
Die Herkunft der Elementbezeichnung wird in der Literatur unterschiedlich dargestellt:
# von altgriech. μαγνητις λυθος in der Bedeutung Magnetstein
# von Magnesia (Griechenland), einem Gebiet im östlichen Griechenland
# von Magnesia, einer Stadt in Kleinasien, auf dem Gebiet der heutigen Türkei.
1755 erkannte Joseph Black in England Magnesium als ein Element. 1808 isolierte Sir Humphry Davy reines Metall durch Elektrolyse einer Mischung aus Magnesia und Quecksilberoxid. AA Bussy stellte es 1831 in massiver Form dar.
Vorkommen
Magnesium kommt nicht in elementarer Form vor, als Verbindungen überwiegen Carbonate, Silicate, Chloride und Sulfate. Es ist ein sehr häufig vorkommendes Element, so bestehen ganze Gebirgszüge, wie die Dolomiten, aus einem magnesiumhaltigen Mineral, dem Dolomit.
In Wässern ist es ebenfalls meistens vorhanden und verursacht zusammen mit dem Calcium die Härte des Wassers. Im Meerwasser ist es mit mehr als 1 kg/m³ enthalten.
Mineralien
- Dolomit CaMg(CO3)2
- Magnesit (Bitterspat) MgCO3
- Enstatit MgSiO3
- Olivin (Mg, Fe)2 [SiO4]
- Serpentin Mg3[Si2O5] (OH)4
- Talk Mg3[Si4O10] (OH)2
- Meerschaum Mg4[Si6O15] (OH)2
- Kieserit MgSO4 - H2O
- Schönit K2Mg(SO4)2 - 6 H2O
- Carnallit KMgCl3 - 6 H2O
- Spinell MgAl2O4
Eigenschaften
Das feste, silbrig-glänzende Leichtmetall Magnesium, das circa ein Drittel leichter als Aluminium ist, überzieht sich an Luft mit einer schützenden Oxidhaut, in Wasser mit einer schwerlöslichen Magnesiumhydroxidschicht, welche bei höheren Temperaturen aber unbeständig ist. Schwache Säuren und Ammoniumsalze greifen die Hydroxidschicht ebenfalls an. Gegen Fluorwasserstoffsäure und Alkalien ist es im Gegensatz zum Aluminium relativ beständig.
Frisch hergestelltes Magnesiumpulver erwärmt sich an der Luft bis zur Selbstentzündung. Dünnes Band oder Folien lassen sich leicht entzünden.
Es verbrennt mit einer grellweißen Flamme zu Magnesiumoxid MgO und Magnesiumnitrid Mg3N2. Auch in vielen Oxiden wie Kohlenmonoxid, Stickoxid und Schwefeldioxid verbrennt Magnesium.
Reinmagnesium ist schlecht gießbar und hat eine geringe Festigkeit und Härte.
Verwendung
Metallisches Magnesium
Schwefeldioxid
Reines Magnesium hat technisch wenig Bedeutung. Magnesiumband und -draht wird in (Foto-)Blitzbirnen, beziehungsweise früher als Blitzlichtpulver verwendet, Magnesiumpulver in Brandsätzen, -bomben und Leuchtmunition, aber auch als Zusatz in Feuersteinen für Feuerzeuge.
In der Metallurgie dient es als vielseitiges Reduktionsmittel :
- Kroll-Prozess zur Herstellung von Titan
- Reduktionsmittel zur Herstellung von Uran, Kupfer, Nickel, Chrom und Zirconium
- Magnesiumgranulat zur Entschwefelung von Eisen und Stahl
- Zuschlagstoff für Kugelgrafitguss
In der organischen Chemie wird es zur Herstellung von Grignard-Verbindungen genutzt.
Grignard-Verbindung
Weil sich Magnesium sehr leicht entzündet wird es auch als sehr robustes Feuerzeug verwendet. Diese, als Fire Starter Kits vertriebenen, Magnesiumblöcke haben auf einer Seite einen langen Stab dessen Abrieb, wie der Feuerstein beim Feuerzeug, sich mit dem Luftsauerstoff entzündet. Die Prozedur ähnelt stark der in der Steinzeit üblichen Methode, durch Feuerstein und Zunder Feuer zu machen, wobei das Magnesium die Rolle des Zunders übernimmt. Zuerst werden, mit einem Messer, vom Metallblock möglichst lange und dünne Spähne abgeschabt und auf dem eigentlichen Brennmaterial plaziert. Anschließend werden, durch schaben an der Rückseite Funken möglichst nahe an den Magnesiumspänen erzeugt, die sich daraufhin entzünden. Der gleiche Effekt lässt sich auch mit Anspitzern erzielen, da sie häufig aus einer Magnesium Legierung gefertigt werden, jedoch müssen die, zur Zündung notwendigen Funken, anderweitig erzeugt werden.
Magnesiumlegierungen
Werkstofftechnisch sind Mg-Al-, Mg-Mn-, Mg-Si-, Mg-Zn- und vor allem Mg-Al-Zn-Legierungen von Bedeutung. Wichtigste Anwendung ist aber wohl die Härtung von Aluminiumlegierungen durch einen Mg-Zusatz bis zu fünf Prozent. Zusätzlich verbessert sich die Schweißbarkeit. Sie finden Anwendung als Verpackungsmaterial, zum Beispiel in Getränkedosen.
In den letzten Jahrzehnten hat man wegen der möglichen Gewichtseinsparung versucht, Aluminium durch Magnesium zu ersetzen. Bei gleicher Belastbarkeit sind Bauteile aus Magnesiumlegierungen leichter als solche aus Kunststoff.
Das machte Magnesium schon früh für mobile Anwendungen interessant. 1909 stellte man Anwendungen auf einer Luftschiffausstellung vor. In Kraftfahrzeugen nutzte man Magnesiumlegierungen zur Herstellung von Gehäuseteilen sowie zur Herstellung von Felgen für Großfahrzeuge. Ab den 1930ern verwendete man sie massiv im deutschen Flugzeugbau. Die möglichen Gewichtseinsparungen, gerade im Flugmotorenbau, führten zu einem schnellen Ausbau der Magnesiumgewinnung in den USA Anfang der 1940er.
Heute werden auch Fahrgestelle und Rumpfteile von Flugzeugen und Fahrradteile aus Magnesiumlegierungen hergestellt.
Die Kurbelgehäuse der Motoren des VW-Käfers bestanden aus Mg-Si-Legierungen. Heute werden im Maschinenbau überwiegend Mg-Al-Zn-Legierungen verwendet. Durch Druckgiessen lassen sich viele Bauteile endabmessungsnah und ohne kostenintensive Nachbearbeitung herstellen:
- Felgen
- Profile
- Gehäuse
- Motorhauben
- Motordeckel
- Handbremshebel
Teile des 3-Liter-Lupos und zunehmend Teile anderer Automarken werden aus Magnesiumlegierungen gefertigt.
Magnesiumlegierungen zeichnen sich durch hohe Dämpfung aus. Dies führt bei Schwingungsbelastung zu einer Verringerung der Vibration und Geräuschemission. Auch aus diesem Grund sind Magnesiumlegierungen interessante Werkstoffe.
Magnesiumverbindungen
- Totgebranntes Magnesiumoxid zur Auskleidung von Hochtemperaturanlagen wie Schmelzöfen, Gießpfannen und so weiter
- Magnesia (Magnesiumcarbonat) zur Verbesserung des Griffs durch Aufsaugen des Schweißes im Bereich des Turnens, Gewichthebens und der Leichtathletik
Medizinische Anwendungen
- Magnesiumhydroxid zur Bindung von überschüssiger Magensäure.
Physiologie
Magnesium ist als Mineralstoff für Mensch, Tier und Pflanze unentbehrlich.
Im Blattgrün der Pflanzen (Chlorophyll) ist es etwa zu zwei Prozent enthalten. Pflanzen verwelken bei Magnesiummangel.
Der Mensch benötigt Magnesium für das Zusammenspiel von Muskel und Nerv sowie für die Muskelkkontraktion. Magnesiummangel löst beim Menschen Herzrhythmusstörungen und Muskelkrämpfe aus. Im Bereich von Psyche und Stoffwechsel wird vermutet, dass auch Depression durch einen Magnesiummangel verstärkt wird. Auch kann es durch Mangel zum Herzinfarkt kommen.
Der Körper enthält 20 g Magnesium. Die erforderliche Tagesdosis von ca. 300 mg wird in der Regel durch eine ausgewogene Ernährung mit Vollkornbrot, Nüssen, Gemüse (Blattspinat, Kohlrabi) erreicht.
Erhöhter Bedarf kann über Nahrungsergänzungsmittel gedeckt werden. Gefahr von Magnesiummangel besteht beispielsweise
- bei kohlehydratarmer Ernährung oder Diäten,
- in der Schwangerschaft und Stillzeit,
- in der Wachstumsphase bei Jugendlichen,
- bei Alkoholmissbrauch,
- bei Stress,
- bei Sportlern,
- bei Abführmittelmissbrauch, Erbrechen, oder bei langanhaltendem Durchfall.
Bei Magnesiumpräparaten als Tabletten, Kau- oder Lutschtabletten, Granulat oder Injektionslösungen ist die Dosierung wichtig. Verschiedene Studien (z. B. J. Clin. Invest. 88 (1991) 396-402) kommen zu dem Ergebnis, dass bei einer Einnahme von 120 mg ca. 35% resorbiert werden, jedoch bei Einnahme einer kompletten Tagesdosis von 360 mg nur noch ca. 18%.
Herstellung
Die Herstellung von Magnesium erfolgt vorwiegend über zwei Wege:
- Schmelzelektrolyse von geschmolzenem Magnesiumchlorid in DOW-Zellen. Sie bestehen aus großen eisernen Trögen, die von unten beheizt werden. Als Anoden dienen von oben eingelassene Graphitstäbe, die an den Spitzen von einer ringförmigen Kathode umgeben sind. Das metallische Magnesium sammelt sich auf der Salzschmelze und wird abgeschöpft. Das entstehende Chlorgas sammelt sich im oberen Teil der Zelle und wird wieder verwendet zur Herstellung von Magnesiumchlorid aus Magnesiumoxid. Zur Schmelzpunkterniedrigung des Magnesiumchlorids wird der Salzschmelze noch Calcium- und Natriumchlorid zugesetzt.
- Thermische Reduktion von Magnesiumoxid (Pidgeon Prozess) In einem Behälter aus Chrom-Nickel-Stahl wird gebrannter Dolomit, Schwerspat und ein Reduktionsmittel wie Ferrosilicium, Koks oder Calciumcarbid eingefüllt. Anschließend wird evakuiert (Abpumpen des Gases) und auf 1160 °C erhitzt. Das dampfförmige Magnesium kondensiert am wassergekühlten Kopfstutzen außerhalb des Ofens. Das chargenweise gewonnene Magnesium wird durch Vakuumdestillation weiter gereinigt.
Der Pidgeon Prozess sowie einige andere Herstellverfahren spielen eine untergeordnete Rolle.
Verbindungen
- Magnesiumcarbonat MgCO3
- Magnesiumchlorid MgCl2
- Magnesiumdiborid MgB2, ein Supraleiter
- Magnesiumfluorid MgF2
- Magnesiumhydrid MgH2
- Magnesiumhydroxid (Brucit) Mg(OH)2
- Magnesiumoxid MgO
- Magnesiumsulfat MgSO4
- Spinell MgAl2O4
Vorsichtsmaßnahmen
Magnesiumschmelzen und Magnesiumpulver sind leicht brennbar. Mit Luft und Wasser reagieren sie sehr heftig. Magnesiumbrände dürfen nicht mit Wasser gelöscht werden. Im Allgemeinen wird trockener Sand, trockene Gusseisenspäne oder Feuerlöschmittel der Klasse D empfohlen. Magnesium reagiert zudem mit Wasser und reduziert dieses zu Wasserstoff und Sauerstoff. Das gleißend helle Licht von brennendem Magnesium kann die Augen schädigen, deswegen sollte niemals direkt in die Flamme gesehen werden.
Weblinks
- [http://www.webelements.com/webelements/elements/text/Mg/index.html WebElements.com - Magnesium]
- [http://environmentalchemistry.com/yogi/periodic/Mg.html EnvironmentalChemistry.com - Magnesium]
- [http://www.pniok.de/mg.htm Abbildung in der Elementansammlung von Heinrich Pniok auf www.Pniok.de]
Kategorie:Erdalkalimetall
Kategorie:Periode-3-Element
Kategorie:Nahrungsergänzung
ja:マグネシウム
ko:마그네슘
th:แมกนีเซียม
HalogenZu den Halogenen gehören die Elemente Fluor, Chlor, Brom, Iodund.
Elementare Halogene liegen in Form von Molekülen vor (F2, Cl2 etc.).
Alle Halogene sind sehr reaktionsfreudige Nichtmetalle oder Halbmetalle. Dies lässt sich dadurch erklären, dass den Halogenen nur noch ein Valenzelektron zur Vollbesetzung der Valenzschale fehlt.
Die Reaktivität nimmt von Fluor zu Iod ab.
Die Halogene reagieren gut mit Wasserstoff und bilden dabei Halogenwasserstoffe, die in Wasser gelöst zu Säuren werden, welche eine mehr oder weniger große Acidität aufweisen. Halogene reagieren auch gut mit Metallen.
Der Name dieser Gruppe leitet sich aus griechisch hals (Salz) und griechisch gennan (erzeugen) ab. So kam die wörtliche Übersetzung "Salzbildner" zustande.
Halogene kommen vor allem in Verbindungen mit Natrium in Form von Salzen vor.
Natriumhalogenide: NaF, NaCl, NaBr, NaI
Mit Silbernitrat können Chlorid, Bromid und Iodid nachgewiesen werden. Dazu wird das zu prüfende
Salz gelöst, mit Salpetersäure angesäuert und Silbernitrat hinzugegeben. Es entsteht ein flockiger Niederschlag von einem Silberhalogenid. AgCl ist weiß, AgBr ist leicht gelblich (eher weiß) und AgI ist satt gelb.
ja:ハロゲン
ko:할로젠
ms:Halogen
th:แฮโลเจน
ElektronenpaarUnter einem Elektronenpaar versteht man zwei Elektronen mit entgegengesetztem Spin, die dasselbe Atom- oder Molekülorbital besetzen.
Aufgrund des Pauli-Prinzips können Elektronen innerhalb eines Atoms (genauer: innerhalb eines elektronisch abgeschlossenen Systems) nicht in allen Quantenzahlen übereinstimmen. Pro Orbital, definiert durch Hauptquantenzahl, Nebenquantenzahl und magnetische Quantenzahl sind daher höchstens zwei Elektronen mit unterschiedlicher Spinquantenzahl möglich.
Die Elektronen verteilen sich nach bestimmten Regeln auf die zur Verfügung stehenden Orbitale. Als Faustregel lässt sich sagen: Ein neues, energetisch höher liegendes Orbital wird nur dann besetzt, wenn der Energieunterschied niedrig ist. Bei größerem Unterschied werden die energieärmeren Orbitale zuerst doppelt besetzt, unter Bildung von Elektronenpaaren.
Zur Besetzung der Atomorbitale der einzelnen Elemente siehe auch Elektronenkonfiguration.
Sie entstehen durch Kombination von Atomorbitalen der Bindungspartner.
Eine besondere Rolle spielen Elektronenpaare bei der chemischen Bindung:
Neben der Ionenbindung und der metallischen Bindung stellt die durch gemeinsame Elektronenpaare vermittelte Atombindung die wichtigste Verbindungsart dar.
Siehe auch
- Quantenzahl
- Elektronenkonfiguration
Kategorie:Chemie
PartialladungUnter Partialladung versteht man die unterschiedliche Ladung zweier Bindungspartner (Atome oder Molekülteile).
Unterscheiden sich die Bindungspartner einer Bindung in ihrer Elektronegativität, so ist die Verteilung der Bindungselektronen nicht mehr gleichmäßig, sondern es kommt zu einer Polarisation (unterschiedlichen Ladung der Partner), die durch die Verschiebung der Ladungsträger (Elektronen) hervorgerufen wird. Diese Elektronenverschiebung bewirkt, dass die Bindungspartner teilweise (=partiell) positiv und negativ geladen sind.
Je größer die Elektronegativitätsdifferenz (ΔEN) ist, desto größer wird der Grad der Polarisation und damit die Ausbildung der Partialladungen. Da zwischen unterschiedlichen Ladungen Bindungskräfte entstehen, werden diese um so größer, je größer der Ladungsunterschied ist. Ab einer bestimmten Größe der Differenz (1,7) spricht man von einer Ionenbindung und Ionen.
Kategorie:Chemie
Grignard-ReaktionUnter der Grignard-Reaktion versteht man die Addition von Organomagnesiumverbindungen der Struktur R-Mg-X (sog. Grignard-Reagenzien; X = Cl, Br, I; R = Kohlenstoffsubstituent) an Carbonylgruppen. Die Reaktion wurde zu Ehren Ihres Entdeckers Victor Grignard benannt, und findet vielfach Anwendung bei der Synthese von Alkoholen.
Mechanistisch gesehen handelt es sich bei der Grignard-Reaktion um eine nukleophile Addition, in der das negativ polarisierte Kohlenstoffatom (Carbanion) eines Grignard-Reagenzes an das Kohlenstoffatom einer Carbonylgruppe addiert. Es wird angenommen, dass am Übergangszustand der Reaktion zwei Moleküle des Grignard-Reagenzes beteiligt sind, wodurch sich ein sechsgliedriger Übergangszustand ergibt.
Bild:Grignard-Reaktion_Mechanismus.png
Durch die nukleophile Addition entsteht zunächst ein Alkoholat, das in einem Aufarbeitungsschritt zum Alkohol protoniert wird.
Die Grignard-Reaktion liefert abhängig von der eingesetzten Carbonylverbindung primäre, sekundäre oder tertiäre Alkohole:
Bild:Grignard-Reaktion_verschiedene_Produkte.png
Ester ergeben unter Addition von zwei Äquivalenten Grignard-Reagenz tertiäre Alkohole, wobei durch einmalige Addition zunächst als Intermediat ein Keton entsteht. Dieses kann jedoch nicht isoliert werden, da es schneller mit dem Grignard-Reagenz reagiert als der eingesetzte Ester.
Bild:Grignard-Reaktion_mit_Estern.png
Im Labor werden die benötigten Grignard-Reagenzien meist in situ in einem Ether als Lösungsmittel hergestellt und unmittelbar mit der Carbonylkomponente umgesetzt. Anschließend wird die Reaktionsmischung in leicht oder stark saurer wässriger Lösung aufgearbeitet, und das Reaktionsprodukt daraus isoliert.
Neben Aldehyden, Ketonen und Estern können auch Kohlendioxid, Nitrile, Imine, Epoxide, Thioester etc. mit Grignard-Reagenzien umgesetzt werden.
Als Nebenreaktion zur eigentlichen Grignard-Reaktion tritt bei der Umsetzung von sterisch gehinderten Grignard-Reagenzien mit Ketonen oft eine Reduktion der Carbonylkomponente auf, die als Grignard-Reduktion bezeichnet wird.
Siehe auch: Namensreaktionen
Kategorie:Namensreaktion
ja:グリニャール試薬
Synthese (Chemie)In der Chemie bezeichnet die Synthese ein Verfahren, mit welchem aus Elementen eine Verbindung oder aus einfacher gebauten Verbindungen ein komplizierter zusammengebauter Stoff herzustellen ist.
Als Totalsynthese bezeichnet man die Herstellung eines Naturstoffes, ohne dass hierbei auf Zwischenprodukte zurückgegriffen wird, die in Organismen durch Biosynthese gebildet wurden.
Das umkehrende Verfahren, in dem Verbindungen in ihre Bestandteile (zumindest theoretisch) zerlegt werden, bezeichnet man als qualitative Analyse bzw. als quantitative Analyse.
Einige wichtige chemische Synthesereaktionen sind:
- Gattermann-Synthese, Aldehyde, Phenole oder andere Aromaten
- Merrifield-Synthese, Totalsynthese von Insulin
- Strecker-Synthese, α-Aminocarbonsäuren bzw. Aminosäuren
- Gabriel-Synthese, Synthese primärer Amine
- Gabriel-Synthese, Herstellung Methylchlorsilanen, als Zwischenprodukt für die Herstellung von Silikonen
- Fischer-Tropsch-Synthese, Herstellung flüssiger Kohlenwasserstoffe aus Synthesegas
- Haber-Bosch-Verfahren, Herstellung von Ammoniak
- Metathese, Herstellung von großen organischen (Ring-)Molekülen
Bei der Festphasensynthese wird eine Substanz durch chemische Reaktion hergestellt, indem ein Grundmolekül an einen polymeren Träger chemisch gebunden ist. An diesem werden dann nach folgendem Reaktionschema die chemischen Veränderungen durchgeführt: Reaktion, Waschschritte mit Lösungsmitteln zum Reinigen des polymer gebundenen Moleküls, Reaktion, Waschschritte, Reaktion, ..., bis zum gewünschten Zielmolekül. Dieses wird dann in einer Reaktion vom Polymer abgetrennt und ggf. durch weitere Reinigungsschritte als Reinsubstanz gewonnen.
Siehe auch:'
Chemische Reaktion
Kategorie:Chemische Reaktion
Alkohol (Chemie)Als Alkohole (aus dem Arabischen al-kuhl الكحول, oder al-ghawl الغول) bezeichnet man in der Chemie eine Stoffgruppe organischer Verbindungen, die eine oder mehrere funktionelle Hydroxygruppe(n) (-O-H) besitzen. Eine sich von den Alkanen ableitende Untergruppe der Alkohole wird als Alkanole bezeichnet
Die meisten Alkohole mischen sich mit Wasser und lösen manche Ionen.
Mit einem hohen pKs-Wert sind sie aber nur schwach sauer und deprotonieren nur mit starken, wasserfreien Basen wie Natriumamid in flüssigem Ammoniak zu Alkoholaten.
Mit wachsender Länge einer Kohlenwasserstoffkette werden Alkohole insbesondere Alkanole zunehmend hydrophober.
Alkohole werden in der chemischen Industrie als Lösungsmittel und als Frostschutzmittel eingesetzt.
- Volumenkontraktion bei Mischung von Ethanol und Wasser.
- Alkohole sind brennbar, je länger die Kohlenstoffkette ist umso stärker ist die Rußbildung.
- Ethanol hat eine höhere elektrische Leitfähigkeit als Wasser.
- Alkohole haben einen schwach sauren Charakter
Der Schmelzpunkt von Ethanol liegt bei -114,5 °C, der Siedepunkt bei 78,32 °C.
Alkohole sind oft gesundheitsschädlich und teilweise äußerst giftig.
Die letale Dosis Methanol liegt bei etwa 5 bis 50 Gramm. Geringere Mengen können, schon alleine durch das Einatmen der Dämpfe, zur Erblindung führen.
Spektroskopie von Alkoholen
Im IR-Spektrum von Alkoholen ist deutlich der breite Peak der O-H-Valenzschwingung im Bereich von 3200-3650 cm-1 zu erkennen. Die Breite des Peaks wird durch Wasserstoffbrückenbindungen mit Wassermolekülen verursacht und ist in Spektren von wasserfreien Alkoholen in einem engeren Bereich von 3620-3650 cm-1 zu finden.
Schmelz- und Siedepunkte, Löslichkeit
Abhängigkeit der Siedepunkte:
#Im Vergleich zu Kohlenwasserstoffen mit der gleichen Molaren Masse haben Alkanole einen höheren Schmelz- und Siedepunkt, da die Hydroxygruppe Wasserstoffbrückenbindungen ausbildet.
#Je mehr Hydroxygruppen ein Molekül aufweist, desto mehr Wasserstoffbrückenbindungen können ausgebildet werden, desto höher ist der Siedepunkt.
#Zwischen den Kohlenwasserstoffresten bilden sich zusätzlich Van-der-Waals-Kräfte aus. Deswegen ist der Siedepunkt um so höher, je länger der Kohlenwasserstoff-Rest ist.
#Da die Stärke der Van-der-Waals-Wechselwirkungen nicht nur von der Zahl der CH-Glieder im Kohlenwasserstoffrest sondern auch von der Oberfläche des Restes abhängig ist, weisen stark verzweigte, kugelige Moleküle mit der Hydroxygruppe in der Mitte einen niedrigeren Siedepunkt auf als unverzweigte, langgestreckte, primäre Alkanole.
Abhängigkeit der Löslichkeit:
#Die Fähigkeit der Hydroxygruppe, auch zu Wassermolekülen Wasserstoffbrückenbindungen ausbilden zu können, ist für die gute Löslichkeit vor allem kurzkettiger Alkanole verantwortlich.
#Je mehr Hydroxygruppen eine Alkanol aufweist, um so besser ist seine Wasserlöslichkeit.
#Diesem Effekt wirkt allerdings der hydrophobe, also Wasser abweisende, unpolare Kohlenwasserstoffrest entgegen: Je länger er ist, um so geringer ist die Wasserlöslichkeit des Alkanols.
Anmerkung:
: - bei Siedepunkt: Die Substanz zersetzt sich vor erreichen des Siedepunktes. Werte in Klammern geben den Siedepunkt bei 20 hPa Druck an.
:∞ bei Löslichkeit: unbegrenzt mit Wasser mischbar.
Bei einzelnen Werten kann es in der Literatur zu Abweichungen kommen. (Siehe Diskussion:Alkohol (Chemie))
:Wertigkeit: Man bezeichnet Alkohole mit einer OH-Gruppe auch als einwertig, Alkohole mit zwei oder drei OH-Gruppen als zwei- bzw. dreiwertig (Diole/Triole), und Alkohole mit vier oder mehr OH-Gruppen als mehrwertig oder allgemein als Polyalkohole (Polyole).
:Primär, sekundär, tertiär: Primäre Alkohole haben eine weitere Alkylgruppe an dem Kohlenstoffatom, an das die OH-Gruppe gebunden ist.
Sekundäre (tertiäre) Alkohole haben zwei (drei) weitere Kohlenstoffatome an dem Kohlenstoffatom, an das die OH-Gruppe gebunden ist.
Reaktionen
Zwei Alkohole können zu einem Ether kondensieren. Mit Carbonsäuren reagieren Alkohole unter Wasserabgabe zu Estern, diese Reaktion wird Veresterung genannt. Primäre Alkohole lassen sich zu Aldehyden, sekundäre Alkohole zu Ketonen oxidieren. Mit Aldehyden reagieren Alkohole zu Halbacetalen, Halbacetale reagieren nochmals mit Alkoholen zu Acetalen. Die Alkoholatbildung bezeichnet die Reaktion von Alkanolen mit Alkalimetallen.
Nachweis von Alkoholen
Wenn man zu einer flüssigen Alkoholprobe Natrium hinzufügt, so entsteht Wasserstoff, welches man mit der Knallgasprobe nachweisen kann. Diese Methode gilt als Alkoholnachweis.
weblinks
- [http://timms.uni-tuebingen.de/List/List01.aspx?rpattern=UT_2002_____00%5B12%5D_chemorg_000_ Mitschnitte von Vorlesungen der Universität Tübingen, Experimentalchemie II, Organische Chemie]
ALkohol kann man nachweisen indem man es anzündet, wenn die Flamme blau brennt ist es Alkohol.
Siehe auch
Methanol, Ethanol, Propanol, Phenol, Ether, Ketone, Aldehyde, Glycerin, Glycol
Kategorie:Stoffgruppe
Kategorie:Biomasse
ja:アルコール
simple:Alcohol
Victor GrignardViktor Grignard ( - 6. Mai 1871 in Cherbourg; † 13. Dezember 1935 in Lyon) war ein französischer Chemiker.
Grignard erhielt 1912 den Nobelpreis für Chemie "für das von ihm aufgefundene so genannte Grignard'sche Reagenz, das in den letzten Jahren in hohem Grad den Fortschritt der organischen Chemie gefördert hat".
Die ebenfalls nach Victor Grignard benannte Grignard-Reaktion besitzt große Bedeutung für die synthetische Herstellung von Alkoholen.
Grignard, Victor
Grignard, Victor
Grignard, Victor
Grignard, Victor
Grignard, Victor
ja:フランソワ・グリニャール
1912
Katastrophen
- 15. April: Untergang der Titanic
- 2. Juli: Atlantic City, New Jersey, USA. Das erste amerikanische Luftschiff explodierte. 5 Tote
- 9. August: Ein Erdbeben der Stärke 7,3 im Iran ca. 5.500 Tote
Politik
- 1. Januar: Die Mongolei und Tibet erklären ihre Unabhängigkeit
- 1. Januar: Das Fernsprechwesen in Großbritannien wird verstaatlicht
- 1. Januar: Ludwig Forrer wird neuer Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Proklamation der Republik China durch Sun Yat-sen, die bis zum Sieg Mao Zedongs 1949 existiert
- 6. Januar: New Mexico wird 47. Bundesstaat der USA
- 12. Januar: Reichstagswahlen
- 12. Februar: Abdankung des letzten chinesischen Kaisers Puyi 溥儀 auf Druck von Yuan Shikai
- 13. März: Das Royal Flying Corps wird gegründet
- 8. Oktober: Beginn des 1. Balkankrieges
- 18. Oktober: Ende des italienisch-türkischen Krieges durch den Vertrag von Lausanne. Das Osmanische Reich verzichtet auf seinen nordafrikanischen Besitz (im heutigen Libyen) zu Gunsten Italiens
- 28. November: Albanien. Ausrufung der Unabhängigkeit
- 3. Dezember: Vorläufiger Waffenstillstand im 1. Balkankrieg
- Ruhrstreik: Militär wird eingesetzt
Wissenschaft und Technik
- 18. Januar: Robert Falcon Scott erreicht als Zweiter den Südpol
- 1. März: eröffnung der ersten Hamburger U-Bahnlinie zwischen Rathaus und Barmbek
- 10. April: Jungfernfahrt der Titanic
- 1. August: Inbetriebnahme der Jungfraubahn-Station Jungfraujoch
- Victor Franz Hess entdeckt die Höhenstrahlung (Kosmische Strahlung) mit Hilfe von Ballonflügen in der Erdatmosphäre (veröffentlicht in: Physikalische Zeitschrift 13 (1912), 1084)
- Max von Laue veröffentlicht die Entdeckung der Röntgenstrahlinterferenz (in: Münchener Berichte 1912, 303)
Kultur
- 15. März: Uraufführung der Oper Das Spielwerk und die Prinzessin von Franz Schreker an der Hofoper in Wien
- 13. April: Uraufführung der musikalischen Komödie Die Brautwahl von Ferruccio Busoni am Opernhaus Hamburg
- 18. August: Uraufführung der Oper Der ferne Klang von Franz Schreker in Frankfurt am Main
- 29. Februar: Uraufführung der Oper Leila von Natanael Berg am Kungliga Teatern in Stockholm
- 25. September: Der Börsenverein der Deutschen Buchhändler verkündet in Leipzig die Errichtung der Deutschen Bücherei
Religion
- Felix von Hartmann wird Erzbischof von Köln
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 5. Mai: Beginn der V. Olympischen Sommerspiele in Stockholm
- 1. Januar: Kim Philby, britischer Geheimagent und sowjetischer Spion († 1988)
- 1. Januar: Victor George Reuther, US-Gewerkschaftführer († 2004)
- 3. Januar: Wolf von Aichelburg, rumänisch-deutscher Schriftsteller († 1994)
- 7. Januar: Günter Wand, deutscher Dirigent († 2002)
- 8. Januar: José Ferrer, Schauspieler, Regisseur († 1992)
- 10. Januar: Buddy Johnson, US-amerikanischer Musiker († 1984)
- 10. Januar: Maria Mandel, Wächterinn im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau († 1948)
- 14. Januar: Maria Neubaum, deutsche Lyrikerin und Dramatikerin († 1978)
- 14. Januar: Rudolf Hagelstange, deutscher Schriftsteller († 1984)
- 15. Januar: Michel Debré, französischer Politiker († 1996)
- 16. Januar: Heinrich Drimmel, österreichischer Politiker und Jurist († 1991)
- 19. Januar: Leonid Witaljewitsch Kantorowitsch, Nobelpreisträger für Wirtschaft († 1986)
- 21. Januar: Konrad Bloch, deutscher Biochemiker und Nobelpreisträger († 2000)
- 28. Januar: Jackson Pollock, US-amerikanischer Maler († 1956)
- 1. Februar: Albin Kitzinger, deutscher Fußballspieler († 1970)
- 2. Februar: Hans Leussink, deutscher Bundesminister für Bildung und Wissenschaft (1969–1972)
- 4. Februar: Louis-Albert Vachon, emeritierter Erzbischof von Quebec und Kardinal
- 6. Februar: Eva Braun, Lebensgefährtin und Ehefrau von Adolf Hitler († 1945)
- 7. Februar: Matthias Heidemann, deutscher Fußballspieler († 1970)
- 8. Februar: Horst Ademeit, deutscher Militärpilot († 1944)
- 11. Februar: Juan Carlos Aramburu, Erzbischof von Tucumán und Buenos Aires († 2004)
- 11. Februar: Rudolf Firkušný, tschechischer Pianist († 1994)
- 13. Februar: Antonia Pozzi, italienische Dichterin († 1938)
- 14. Februar: Josef Schwammberger, SS-Oberscharführer († 2004)
- 17. Februar: Andre Norton, US-amerikanische Schriftstellerin († 2005)
- 18. Februar: Heinz Kühn, deutscher Politiker und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen († 1992)
- 19. Februar: Thomas Mancuso, US-amerikanischer Mediziner († 2004)
- 20. Februar: Pierre Boulle, französischer Schriftsteller († 1994)
- 23. Februar: Aenne Brauksiepe, deutsche Politikerin († 1997)
- 24. Februar: Ulrich de Maizière, Generalinspekteur der Bundeswehr
- 26. Februar: Hans Sachs, deutscher Jurist, Mitglied im TV-Quiz Was bin ich? († 1993)
- 3. März: Klaus Gysi, Minister für Kultur und Staatssekretär für Kirchenfragen der DDR († 1999)
- 8. März: Aloys Odenthal, Widerstandskämpfer in der Zeit des Nationalsozialismus († 2003)
- 10. März: Paul Janes, deutscher Fußballspieler († 1987)
- 13. März: Carl Raddatz, deutscher Film- und Theaterschauspieler († 2004)
- 14. März: Werner-Viktor Toeffling, Maler und Bühnenbildner († 2001)
- 15. März: Louis Boon, belgischer Schriftsteller († 1979)
- 19. März: Adolf Galland, deutscher Luftwaffenoffizier und Jagdflieger († 1996)
- 22. März: Agnes Martin, US-amerikanische Künstlerin († 2004)
- 22. März: Karl Malden, US-amerikanischer Schauspieler
- 23. März: Wernher von Braun, deutscher-US-amerikanischer Raketentechniker und Raumfahrtpionier († 1977)
- 27. März: James Callaghan, britischer Premierminister († 2005)
- 28. März: Marina Michailowna Raskowa, sowjetische Pilotin († 1943)
- 29. März: Hanna Reitsch, deutsche Flugpionierin und Fliegerin († 1979)
- 31. März: Hermann Höcherl, deutscher Politiker († 1989)
- 1. April: Joseph Parecattil, Erzbischof von Ernakulam und Kardinal († 1987)
- 8. April: Alois Brunner, Organisator des Massenmordes an den Juden in Wien, Griechenland und Frankreich
- 8. April: Sonja Henie, norwegische Eiskunstläuferin († 1969)
- 9. April: Franz Seybold, deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer († 1978)
- 9. April: Lew Sinowjewitsch Kopelew, russischer Schriftsteller († 1997)
- 11. April: Gusti Wolf, österreichische Kammerschauspielerin
- 14. April: Robert Doisneau, französischer Fotograf († 1994)
- 15. April: Kim Il-sung, kommunistischer Machthaber Nordkoreas († 1994)
- 18. April: Max Waldmeier, Schweizer Astronom und Sonnenforscher († 2000)
- 19. April: Gerhart Ziller, Minister für Maschinenbau der DDR († 1957)
- 19. April: Glenn Theodore Seaborg, US-amerikanischer Chemiker und Atomphysiker († 1999)
- 19. April: Rudolf Fischer, Schweizer Rennfahrer († 1976)
- 21. April: Hermann Withalm, österreichischer Politiker und Vizekanzler († 2003)
- 21. April: Marcel Camus, französischer Regisseur († 1982)
- 22. April: Helmut Artzinger, deutscher Politiker und MdB († 1996)
- 22. April: Kathleen Ferrier, britische Opernsängerin († 1953)
- 26. April: Alfred Elton van Vogt, kanadischer Science Fiction Autor († 2000)
- 30. April: Julius Axelrod, US-amerikanischer Mediziner und Neurochemiker († 2004)
- 1. Mai: Otto Kretschmer, deutscher U-Boot-Kommandant († 1998)
- 2. Mai: Axel Springer, Gründer und Inhaber des Axel Springer Verlags († 1985)
- 6. Mai: Ellen Müller-Preis, österreichische Florettfechterin
- 8. Mai: Gertrud Fussenegger, österreichische Schriftstellerin
- 9. Mai: Frank Seiboth, deutscher Politiker († 1994)
- 12. Mai: Archibald Cox, US-amerikanischer Professor für Verfassungsrecht († 2004)
- 13. Mai: Gil Evans, kanadischer Jazzmusiker († 1988)
- 16. Mai: Pjotr Andrejewitsch Abrassimow, Botschafter der UdSSR in der DDR
- 16. Mai: Studs Terkel, US-amerikanischer Schriftsteller und Radiomoderator
- 17. Mai: Percy Young britischer Musikschriftsteller und Komponist († 2004)
- 18. Mai: Hermann Langbein, Schriftsteller († 1995)
- 18. Mai: Perry Como, US-amerikanischer Sänger († 2001)
- 18. Mai: Richard Brooks, US-amerikanischer Regisseur († 1992)
- 18. Mai: Walter Sisulu, Antiapartheid-Kämpfer und südafrikanischer Politiker († 2003)
- 22. Mai: Herbert Charles Brown, britischer Chemiker und Nobelpreisträger († 2004)
- 26. Mai: János Kádár, Kommunist und ungarischer Politiker († 1989)
- 27. Mai: John Cheever, US-amerikanischer Schriftsteller († 1982)
- 28. Mai: Patrick White, australischer Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger († 1990)
- 31. Mai: Alfred George Deller, britischer Sänger und Dirigent († 1979)
- 1. Juni: Herbert Tichy, Schriftsteller, Geologe, Journalist und Bergsteiger († 1987)
- 5. Juni: Josef Neckermann, deutscher Versandkaufmann und Dressurreiter († 1992)
- 12. Juni: Willi Brundert, Widerstandskämpfer und deutscher Kommunalpolitiker († 1970)
- 14. Juni: Annibale Bugnini, katholischer Geistlicher († 1982)
- 16. Juni: Willibald Schmaus, deutscher und österreichischer Fußballspieler († 1979)
- 19. Juni: Alfred Jensch, Chefkonstrukteur bei Carl Zeiss in Jena († 2001)
- 23. Juni: Alan Turing, britischer Mathematiker und Kryptoanalytiker († 1954)
- 28. Juni: Carl Friedrich von Weizsäcker, deutscher Physiker und Philosoph
- 28. Juni: Stefan Dittrich, deutscher Politiker und MdB († 1988)
- 30. Juni: Ludwig Bölkow, deutscher Ingenieur und Unternehmer († 2003)
- 1. Juli: Inge von Wangenheim, deutsche Schriftstellerin und Schauspielerin († 1993)
- 4. Juli: Gerhard Schaffran, Bischof von Dresden-Meißen († 1996)
- 4. Juli: Joe Bain, US-amerikanischer Ökonom († 1991)
- 6. Juli: Heinrich Harrer, Autor, Forschungsreisender, Bergsteiger
- 10. Juli: Hans Meyers, deutscher Künstler und Autor
- 11. Juli: Sergiu Celibidache, rumänischer Dirigent († 1996)
- 11. Juli: Alois Lugger, österreichischer Politiker († 2005)
- 14. Juli: Willard Motley, US-amerikanischer Schriftsteller († 1965)
- 14. Juli: Woody Guthrie, US-amerikanischer Gewerkschafter und Liedermacher († 1967)
- 18. Juli: Lilly Stepanek, österreichische Schauspielerin († 2004)
- 21. Juli: Karl W. Deutsch, Politikwissenschaftler († 1992)
- 24. Juli: Kurt Hager, Mitglied des ZK der SED in der DDR († 1998)
- 27. Juli: Igor Markevitch, russischer Komponist und Dirigent († 1983)
- 31. Juli: Milton Friedman, Wirtschaftswissenschaftler, Nobelpreisträger
- 3. August: Otto Siffling, deutscher Fußballspieler († 1939)
- 4. August: David Raksin, US-amerikanischer Komponist von Filmmusik († 2004)
- 4. August: Raoul Wallenberg, schwedischer Diplomat († 1947?)
- 10. August: Jorge Amado, lateinamerikanischer Autor († 2001)
- 10. August: Peter Nellen, deutscher Politiker († 1969)
- 11. August: Eva Ahnert-Rohlfs, deutsche Astronomin († 1954)
- 13. August: Ben Hogan, US-amerikanischer Golfspieler († 1997)
- 14. August: Erwin Strittmatter, deutscher Schriftsteller († 1994)
- 15. August: Wendy Hiller, britische Schauspielerin († 2003)
- 18. August: Otto Ernst Remer, deutscher Wehrmachtsoffizier († 1997)
- 18. August: Volker Gwinner, deutscher Komponist und Organist († 2004)
- 23. August: Gene Kelly, US-amerikanischer Schauspieler und Tänzer († 1996)
- 25. August: Erich Honecker, deutscher Politiker, Staatsratsvorsitzender der DDR († 1994)
- 27. August: Ruth Cohn, Vertreterin der humanistischen Psychologie
- 29. August: Emil Schumacher, deutscher Maler († 1999)
- 29. August: Sohn Kee-chung, erster koreanische Medaillengewinner bei Olympischen Spielen († 2002)
- 30. August: Edward Mills Purcell, US-amerikanischer Physiker († 1997)
- 5. September: John Cage, US-amerikanischer Komponist († 1992)
- 5. September: Kristina Söderbaum, Schauspielerin († 2001)
- 7. September: David Packard, Mitbegründer des Technologiekonzern Hewlett-Packard († 1996)
- 15. September: Gisela Hernández Gonzalo, kubanische Komponistin († 1971)
- 19. September: Kurt Sanderling, deutscher Dirigent
- 21. September: Chuck Jones, Comiczeichner und Filmregisseur von Zeichentrickfilmen († 2002)
- 28. September: Raban Adelmann, deutscher Politiker und MdB († 1992)
- 29. September: Michelangelo Antonioni, italienischer Filmregisseur, Autor und Maler
- 5. Oktober: Karl Hass, deutscher SS-Offizier, verurteilt als Kriegsverbrecher († 2004)
- 6. Oktober: Erwin Weiss, österreichischer Komponist († 2004)
- 7. Oktober: Peter Walker, britischer Rennfahrer († 1984)
- 8. Oktober: Anton Benya, österreichischer Politiker († 2001)
- 9. Oktober: Friedrich Beermann, deutscher Politiker († 1975)
- 12. Oktober: Hermann Graf, deutscher Jagdflieger († 1988)
- 14. Oktober: Helmut Schelsky, deutscher Soziologe († 1984)
- 15. Oktober: Genrich Saulowitsch Altschuller, russischer Ingenieur und Wissenschaftler († 1998)
- 17. Oktober: Johannes Paul I., Papst (†1978)
- 18. Oktober: Aurelio Sabattani, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 2003)
- 21. Oktober: Don Byas, Jazz Tenorsaxophon Spieler († 1972)
- 21. Oktober: Georg Solti, ungarischer Dirigent († 1997)
- 25. Oktober: Luigi Raimondi, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1975)
- 26. Oktober: Don Siegel, Regisseur († 1991)
- 26. Oktober: Lotti Huber, deutsche Schauspielerin, Sängerin, Tänzerin († 1998)
- 27. Oktober: Conlon Nancarrow, mexikanischer Komponist († 1997)
- 27. Oktober: Heinz Nickelsburg, deutscher Tischtennisspieler
- 31. Oktober: Jean Améry, österreichischer Schriftsteller († 1978)
- 3. November: Alfredo Stroessner, ehemaliger Präsident und Diktator Paraguays
- 5. November: Carl Baumann, deutscher Künstler († 1996)
- 6. November: Max Prantl, Dichter und Maler († 1957)
- 7. November: Ernst Lehner, deutscher Fußballspieler († 1986)
- 11. November: Roberto Mattá, chilenischer Maler und Bildhauer († 2002)
- 12. November: Bernardino Echeverría Ruiz, Erzbischof von Guayaquil und Kardinal († 2000)
- 15. November: Erich Mirek, deutscher Schauspieler († 2004)
- 18. November: Walter Schulz, deutscher Philosoph († 2000)
- 20. November: Otto von Habsburg, deutsch-österreichischer Politiker und Autor
- 21. November: Eleanor Powell, US-amerikanische Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin († 1982)
- 23. November: Franz Amrehn, deutscher Politiker († 1981)
- 23. November: Jean Hengen, Erzbischof von Luxemburg († 2005)
- 24. November: Francis Durbridge, britischer Schriftsteller und Drehbuchautor († 1998)
- 26. November: Eugène Ionesco, französischer Dramatiker († 1994)
- 27. November: Samuel Mitja Rapoport, deutscher Biochemiker († 2004)
- 28. November: Heinz Galinski, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland († 1992)
- 28. November: Morris Louis, US-amerikanischer Maler († 1962)
- 1. Dezember: Hans Hauschulz, SED-Politiker († 1951)
- 1. Dezember: Minoru Yamasaki, US-amerikanischer Architekt († 1986)
- 3. Dezember: Helmut Kindler, Verleger
- 8. Dezember: Jura Soyfer, österreichischer Schriftsteller († 1939)
- 9. Dezember: Hans Mock, deutscher und österreichischer Fußballspieler († 2001)
- 12. Dezember: Thorbjørn Egner, Zeichner († 1990)
- 13. Dezember: Luiz Gonzaga, Sänger, Akkordeonspieler und Komponist († 1989)
- 15. Dezember: Ray Eames, Designerin († 1988)
- 20. Dezember: Rudolf Gebhardt, deutscher Kunstflieger († 1998)
- 21. Dezember: Walter Krause, Politiker († 2000)
- 29. Dezember: Peggy Glanville-Hicks, australische Komponistin († 1990)
- 30. Dezember: Arthur Sarnoff, US-amerikanischer Zeichner
- Isser Harel, israelischer Geheimdienstchef († 2003)
- 3. Januar: Felix Dahn, deutscher Professor für Rechtswissenschaften, Schriftsteller, Historiker ( - 1834)
- 15. Januar: Henry du Pré Labouchère, britischer Politiker ( - 1831)
- 16. Januar: Georg Heym, deutscher Schriftsteller, Vertreter des frühen Expressionismus ( - 1887)
- 25. Januar: Karl Junker, Maler, Bildhauer und Architekt ( - 1850)
- 29. Januar: Herman Bang, dänischer Schriftsteller ( - 1857)
- 1. Februar: Hugo Bußmeyer, deutscher Komponist ( - 1842)
- 10. Februar: Joseph Lister, britischer Mediziner ( - 1827)
- 16. Februar: Nikolai von Japan, russischer Mönch und orthodoxer Erzbischof von Tokio und Japan ( - 1836)
- 21. Februar: Osborne Reynolds, britischer Physiker ( - 1842)
- 22. Februar: Richard Andree, deutscher Geograph und Ethnograph ( - 1835)
- 6. März: Heinrich Kämpchen, deutscher Schriftsteller ( - 1847)
- 17. März: Lawrence Oates, britischer Polarforscher ( - 1880)
- 20. März: Edward Adrian Wilson, englischer Polarforscher, Arzt und Ornithologe ( - 1872)
- 29. März: Robert Falcon Scott, britischer Marineoffizier und Südpolarforscher ( - 1868)
- 30. März: Karl May, deutscher Schriftsteller ( - 1842)
- 6. April: Giovanni Pascoli, italienischer Dichter ( - 1855)
- 9. April: Gottfried Straßer, Pfarrer und Dichter ( - 1854)
- 10. April: Ernst Christian Achelis, evangelischer Theologe ( - 1838)
- 12. April: Clara Barton, US-amerikanische Philanthropin ( - 1821)
- 15. April: Benjamin Guggenheim, US-amerikanischer Geschäftsmann ( - 1865)
- 15. April: Edward John Smith, Kapitän der Titanic ( - 1850)
- 15. April: Isidore Strauss, US-amerikanischer Geschäftsmann und Politiker. ( - 1845)
- 15. April: Jacques Futrelle, amerikanischer Schriftsteller ( - 1875)
- 15. April: John Jacob Astor IV, US-amerikanischer Geschäftsmann, Erfinder und Schriftsteller ( - 1864)
- 20. April: Bram Stoker, irischer Schriftsteller ( - 1847)
- 25. April: Wacław Rolicz-Lieder, polnischer Lyriker ( - 1866)
- 29. April: Subh-i-Azal, Führer der Bábisten ( - 1830)
- 14. Mai: August Strindberg, schwedischer Schriftsteller und Dramatiker ( - 1849)
- 14. Mai: Friedrich VIII. (Dänemark), war König von Dänemark von 1906 bis 1912 ( - 1843)
- 18. Mai: Eduard Strasburger, Botaniker und Professor ( - 1844)
- 26. Mai: Jan Blockx, belgischer Komponist ( - 1851)
- 28. Mai: Paul Emile Lecoq de Boisbaudran, französischer Chemiker ( - 1838)
- 30. Mai: Wilbur Wright, US-amerikanischer Flugpionier und Flugzeugbauer ( - 1867)
- 5. Juni: Quintin Steinbart, Schulleiter ( - 1841)
- 12. Juni: Frédéric Passy, französischer Friedensnobelpreisträger und Politiker ( - 1822)
- 1. Juli: Harriet Quimby, US-amerikanische Flugpionierin ( - 1875)
- 10. Juli: Adolf Deucher, Schweizer Politiker ( - 1831)
- 13. Juli: Marc-Emile Ruchet, Schweizer Politiker ( - 1853)
- 13. Juli: Robert Stock, Pionier der Telekommunikation ( - 1858)
- 17. Juli: Henri Poincaré, französischer Mathematiker und Theoretischer Physiker ( - 1854)
- 30. Juli: Anton Fischer, Erzbischof von Köln, Kardinal ( - 1840)
- 30. Juli: Mutsuhito, 122. Kaiser von Japan ( - 1852)
- 7. August: François-Alphonse Forel, Schweizer Arzt, Naturforscher ( - 1841)
- 10. August: Paul Wallot, deustcher Architekt ( - 1841)
- 13. August: Jules Massenet, französischer Opernkomponist ( - 1842)
- 16. August: Johann Martin Schleyer, katholischer Priester, Lyriker und Philanthrop ( - 1831)
- 20. August: József Samassa, Erzbischof von Eger und Kardinal ( - 1828)
- 20. August: William Booth, Gründer und erster General der Heilsarmee ( - 1829)
- 7. September: Martin Kähler, deutscher protestantischer Theologe ( - 1835)
- 9. September: Berta Behrens, deutsche Schriftstellerin ( - 1848)
- 13. September: Nogi Maresuke, war General in der kaiserlichen Armee Japans ( - 1849)
- 24. September: Adolf Marschall von Bieberstein, deutscher Politiker ( - 1842)
- 6. Oktober: Auguste Beernaert, belgischer Politiker und Regierungschef ( - 1829)
- 7. Oktober: Jakob Minor, österreichischer Literaturhistoriker ( - 1855)
- 22. November: Ansgar von Reichenbach und Steegen, Forschungsreisender, Mäzen und Esoteriker ( - 1849)
- 28. November: Otto Brahm, deutscher Kritiker, Theaterleiter und Regisseur ( - 1856)
- 2. Dezember: Otis Bardwell Boise, US-amerikanischer Komponist ( - 1844)
- 9. Dezember: Carl Justi, deutscher Philosoph und Kunsthistoriker ( - 1832)
- 12. Dezember: Luitpold von Bayern, Prinzregent von Bayern ( - 1821)
Nobelpreise
- Physik: Gustaf Dalén
- Chemie: Victor Grignard und Paul Sabatier
- Medizin: Alexis Carrel
- Literatur: Gerhart Hauptmann
- Friedensnobelpreis: Elihu Root
Weblinks
- http://www.dhm.de/lemo/html/1912/ (Lebendiges virtuelles Museum Online)
ja:1912年
ko:1912년
simple:1912
th:พ.ศ. 2455
Nobelpreis
Der Nobelpreis wurde von dem schwedischen Erfinder und Industriellen Alfred Nobel gestiftet. In seinem Testament legte er fest, dass mit seinem Vermögen eine Stiftung gegründet werden sollte, deren Zinsen „als Preise denen zugeteilt werden, die im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben“. Das Geld sollte zu fünf gleichen Teilen auf die Gebiete Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin, Literatur und für Friedensbemühungen verteilt werden. Die Nobel-Stiftung wurde am 29. Juni 1900, vier Jahre nach dem Tod Alfred Nobels, gegründet, die ersten Preise dann 1901 verliehen. Seit 1969 wird auch ein Preis für Wirtschaftswissenschaften verliehen, der allerdings von der schwedischen Reichsbank, in Erinnerung an Nobel, gestiftet wurde.
Die Nobelpreise
Einen Nobelpreis für Mathematik gibt es nicht (siehe dazu auch den Abschnitt: Vergleichbare Preise). Böse Zungen behaupten, dies läge an einer Verfeindung Nobels mit dem Mathematiker Gösta Mittag-Leffler, der angeblich auch eine Affäre mit Nobels Frau gehabt haben soll. Letzteres taucht besonders häufig auf, ist aber mit Sicherheit falsch, da Nobel nie verheiratet war. Über eine Verfeindung von Nobel und Mittag-Leffler ist offiziell ebenfalls nichts bekannt. Dass es nun aber keinen Nobelpreis für Mathematik gibt, liegt wahrscheinlich daran, dass der Praktiker Nobel diese „Hilfswissenschaft“ nie besonders leiden konnte; sie gehörte für ihn einfach nicht zu den Kategorien, die die Menschheit voranbringen. Ein späteres Angebot des Nobelkomitees auf Einrichtung eines Nobelpreises für Mathematik ist von führenden Mathematikern abgelehnt worden, wohl um die Konkurrenz unter den Wissenschaftlern nicht zusätzlich zu steigern.
Gösta Mittag-Leffler
Der Nobelpreis ist heute die höchste Auszeichnung in der wissenschaftlichen Welt. Er wird seit 1901 jedes Jahr an Nobels Todestag, dem 10. Dezember, verliehen. Die Preisträger werden auf Basis der eingesandten Nominierungen und der Empfehlungen des Nobelkomitees, die jedoch nicht berücksichtigt werden müssen, von verschiedenen Gremien ausgewählt und Anfang Oktober bekanntgegeben:
- Für Physik und Chemie von der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften
- Für Physiologie oder Medizin von der Nobelversammlung des Karolinska Institutet in Stockholm
- Für Literatur von der Schwedischen Akademie
- Für den Friedensnobelpreis von einem fünfköpfigen Ausschuss des Norwegischen Parlaments
- Neben den von Nobel gestifteten Preisen wird seit 1969 der von der Schwedischen Reichsbank gestiftete Preis für Ökonomische Wissenschaften in Erinnerung an Alfred Nobel im Bereich der Wirtschaftswissenschaften verliehen. Die Preisträger werden ebenfalls von der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften bestimmt.
Der Friedensnobelpreis wird in Oslo verliehen, alle anderen Preise vom schwedischen König in Stockholm. Es ist nicht genau bekannt, welche Gründe den Schweden Alfred Nobel dazu bewogen haben, einem Komitee des norwegischen Parlaments diese ehrenvolle Aufgabe zuzuweisen. Norwegen und Schweden waren zur Zeit der Stiftung des Preises noch in einer Personalunion unter schwedischer Führung verbunden und die Außenpolitik lag beim schwedischen Reichstag. Es wird vermutet, dass Nobel dem Stortinget eher die für die Auswahl notwendige Neutralität zugetraut hat. 1905 löste sich die Union auf und Norwegen wurde ein selbstständigs Königreich. Dafür und für die Formulierung, dass »Preise unabhängig von der Nationalität an die Besten« gehen sollten, war Nobels Testament zu Anfang äußerst unbeliebt beim schwedischen König.
1905
Alle Preisträger erhalten eine Urkunde, eine Goldmedaille und einen Geldbetrag. Dieser ist vom Jahreszinsertrag der Nobelstiftung abhängig. Im Jahr 1901 war der Preis mit 150.800 Kronen dotiert. Er steigerte sich seit 1970 von umgerechnet 288.000 DM auf ca. 1,1 Mio. Euro (entspricht 10 Millionen Kronen) im Jahr 2004. Etwas problematisch ist inzwischen Nobels Verfügung, dass der Preis in einer Kategorie an nicht mehr als drei Personen verliehen werden dürfe. In vielen Bereichen der Wissenschaft gehen heute neue Erkenntnisse jedoch nicht mehr von einzelnen Wissenschaftlern aus, sondern werden oft international in großen Teams erarbeitet. Bisher ist der Preis nur vier Menschen zweimal verliehen worden – Marie Curie (1903 für Physik und 1911 für Chemie), Linus Pauling (1954 für Chemie und 1962 für Frieden), John Bardeen (1956 und 1972 jeweils für Physik) und Frederick Sanger (1958 und 1980 jeweils für Chemie). Das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) erhielt 1954 und 1981 den Friedensnobelpreis. Seine Vorgängerorganisation, das Internationale Nansen-Büro für Flüchtlinge (Hochkommissariat des Völkerbundes), wurde 1938 mit diesem Preis ausgezeichnet, sein Leiter Fridtjof Nansen 1922. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz wurde für seine Friedensbemühungen sogar dreimal (1917, 1944, 1963) ausgezeichnet, 1963 zusammen mit der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften. Der Gründer des IKRK und der Rotkreuz-Bewegung, Henry Dunant, erhielt 1901 zusammen mit dem französischen Pazifisten Frédéric Passy den ersten Friedensnobelpreis.
Der Nominierungsprozess
Um für einen Nobelpreis in Frage zu kommen, muss man nominiert werden. Das Recht, eine Nominierung auszusprechen, haben je nach Preiskategorie unterschiedliche Personen:
- Grundsätzlich frühere Preisträger der jeweiligen Kategorie
- Für Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin und Wirtschaftswissenschaften sind die Mitglieder des jeweiligen Nobelkomitees, der Akademie der Wissenschaften, Professoren der jeweiligen Fachrichtung an bestimmten skandinavischen Universitäten und weitere ausgesuchte Individuen und Lehrkräfte an ausgewählten weiteren Universitäten nominierungsberechtigt.
- Für den Nobelpreis in Literatur können Vorschläge von Literatur- und Linguistikprofessoren, Mitgliedern der Schwedischen Akademie und ähnlicher Institutionen, und den Präsidenten repräsentativer Schriftstellervereinigungen eingereicht werden.
- Vorschläge für den Friedensnobelpreis kann jedes Mitglied einer Regierung oder eines internationalen Gerichts machen, außerdem Professoren der Fachrichtungen Sozialwissenschaft, Geschichte, Philosophie, Recht und Theologie sowie die Leiter von Friedensforschungsinstituten und ähnlichen Organisationen.
Gemäß den Statuten der Stiftung werden Informationen über Nominierte und Nominierende sowie diesbezügliche Meinungen und Untersuchungen seitens des Komitees für einen Zeitraum von 50 Jahren unter Verschluss gehalten.
Vergleichbare Preise
- Right Livelihood Award (Alternativer Nobelpreis)
- Frieden: Albert-Einstein-Friedenspreis
- Kunst und Wissenschaft: Wolf-Preis
- Literatur: Pulitzer-Preis
- Architektur: Pritzker-Preis
- Mathematik: Fields-Medaille, Abelpreis
- Mathematik, Geowissen | | |