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Großer Preis Von Deutschland

Großer Preis von Deutschland

Unter dem Prädikat Großer Preis von Deutschland werden hauptsächlich die Weltmeisterschaftsläufe für Motorräder sowie Automobile (Formel 1) ausgetragen. Es gab aber auch schon lange vor und auch noch nach der Einführung dieser Weltmeisterschaften Rennen mit diesem Prädikat, etwa das Formel 2-Rennen 1960 auf dem Nürburgring. Nürburgring

Ergebnisse

Geschichte

Der Große Preis von Deutschland für Automobile wurde zuerst 1926 auf der Berliner AVUS ausgetragen, wechselte dann zum neu gebauten Nürburgring, um 1959 noch einmal in Berlin ausgetragen zu werden. Von 1961 bis 1964 wurde auf der Solitude-Rennstrecke gefahren. Erstmals 1970 und ansonsten ab 1977 ist der Hockenheimring Austragungsort, mit der Ausnahme 1985, wo einmal auf der nun neu gebauten GP-Strecke auf dem Nürburgring gefahren wurde. Der Große Preis von Deutschland für Motorräder wechselte öfters im Zwei-Jahres-Rhythmus den Austragungsort. In den 1950er und 1960er Jahren war Süddeutschland mit der Stuttgarter Solitude und dem Hockenheimring oft vertreten, dazu kam einmalig der Schottenring oder der Nürburgring, wo jedoch oft anstatt der bekannteren Nordschleife die kürzere und sichere Südschleife gefahren wurde. Seit den 1970ern war aus Sicherheitsgründen meist der Hockenheimring die erste Wahl. In den 1990ern wurde die GP-Strecke auf dem Nürburgring von den Fans nicht richtig akzeptiert, worauf auf den umgebauten traditionsreichen Sachsenring gewechselt wurde, der seit 1998 jeweils ausverkauft ist.
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Deutschland

Deutschland (die Langform der amtlichen Staatsbezeichnung lautet Bundesrepublik Deutschland) ist ein Bundesstaat in Mitteleuropa und hat gemeinsame Grenzen mit Dänemark, Polen, Tschechien, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien und den Niederlanden. Im Norden bilden die Nordsee und die Ostsee die natürlichen Staatsgrenzen. Bundeshauptstadt und Regierungssitz ist Berlin; einige Bundesministerien befinden sich in der Bundesstadt Bonn, dem ehemaligen Regierungssitz. Das politische System ist föderal und als parlamentarische Demokratie organisiert: Nach Artikel 20 des Grundgesetzes versteht sich Deutschland als demokratischer und sozialer Bundesstaat und Rechtsstaat. Dieser Bundesstaat besteht aus 16 teilsouveränen Bundesländern. Deutschland ist mit über 82 Mio. Einwohnern der bevölkerungsreichste Staat Europas. Die Bundesrepublik Deutschland ist unter anderem Mitglied der Vereinten Nationen, der Europäischen Union, der NATO und der G8. Viele Links zu Artikeln mit Deutschlandbezug finden sich im Portal Deutschland.

Geografie

Lage

Deutschland liegt in Mitteleuropa zwischen 47°16′15″ und 55°05′33″ nördlicher Breite und 5°52′01″ und 15°02′37″ östlicher Länge. Die Nord-Süd-Ausdehnung reicht von List auf Sylt (Schleswig-Holstein) bis Oberstdorf (Bayern) und beträgt 876 km; die West-Ost-Ausdehnung zwischen der Gemeinde Selfkant (NRW) und Deschka (Sachsen) beträgt 640 km. Nachfolgend sind die an Deutschland angrenzenden Staaten und Meere im Uhrzeigersinn aufgeführt. Die Grenzlänge (insgesamt 3.757 km lang) ist hinter den jeweiligen Staaten in Klammern angegeben. Im Norden grenzt Deutschland an Dänemark (67 km), im Nordosten an Polen (442 km), im Osten an Tschechien (811 km), im Südosten an Österreich (815; ohne Grenze im Bodensee), im Süden an die Schweiz (316 km; mit Grenzen der Exklave Büsingen, aber ohne Grenze im Bodensee), im Südwesten an Frankreich (448 km), im Westen an Luxemburg (135 km) und Belgien (156 km) und im Nordwesten an die Niederlande (567 km). Während im Nordwesten die Küsten der Nordsee und im Nordosten die Ostsee die natürlichen Staatsgrenzen bilden, hat Deutschland im Süden Anteil an den Alpen.

Exklaven

Eine Exklave Deutschlands ist das am Hochrhein gelegene Büsingen, das zum Landkreis Konstanz in Baden-Württemberg gehört. Sie ist 7,62 km² groß und gänzlich von den drei Schweizer Kantonen Schaffhausen, Thurgau und Zürich umgeben. Daneben existiert eine zweite Exklave auf irischem Territorium, unweit von Dublin. Es handelt sich um einen Friedhof, auf dem während des Zweiten Weltkrieg gefallene deutsche Soldaten beerdigt wurden. Um nach dem Krieg eine kostspielige und aufwändige Überführung der Leichen zu vermeiden, wurde das Gebiet an die Bundesrepublik Deutschland übergeben.

Mittelpunkt Deutschlands

Der geographische Mittelpunkt Deutschlands liegt laut dem Statistischen Jahrbuch Deutschland (Stand: 2000) in der Gemeinde Niederdorla im westlichen Thüringen auf der .

Großlandschaften

Die landschaftlichen Großräume unterscheiden sich vor allem in der Abfolge von Nord nach Süd, da das Gelände nach Süden hin tendenziell höher und steiler wird. Der nördliche Teil Deutschlands, die Norddeutsche Tiefebene, ist ein hauptsächlich von den Eiszeiten geformtes Tiefland, an das sich nach Süden die bewaldeten Mittelgebirge im Zentrum und in südlicheren Teilen des Landes anschließen. Insbesondere in Bayern, aber auch in Baden-Württemberg, gehen diese Landschaften in das relativ hoch liegende Nördliche Alpenvorland und dies wiederum in das Hochgebirge der Alpen über.

Geologie

Deutschland ist geologisch vielgestaltig. Während die glazial geprägten Landschaften, die Flussniederungen und -becken erst ab dem Tertiär ihre Gestalt annahmen, sind die Mittelgebirge deutlich älteren Datums. Die kristallinen Rumpfgebirge (z. B. der Schwarzwald) sind bereits im Erdaltertum entstanden und bestehen hauptsächlich aus metamorphem und Tiefengestein wie Gneisen und Granit. Ähnlich alt ist das Rheinische Schiefergebirge, dessen Entstehung auf Silur und Devon zu datieren ist. An dessen Nordrand finden sich auch Formationen aus dem Karbon, in denen die gewaltigen Steinkohlevorkommen im Ruhrgebiet eingelagert waren. Die süddeutsche Landschaft ist größtenteils auf die Entwicklungen im Erdmittelalter zurück zu führen: Während die Pfalz, Thüringen, Teile Bayerns und Sachsens geologisch im Trias gebildet wurden, ist die sich quer durch den süddeutschen Raum ziehende Schwäbische und Fränkische Alb ein Ergebnis der Auffaltung und Hebung von Meeresboden aus dem Jurazeitalter. Erstere Regionen weisen Sandstein, letztere Kalkstein als vorherrschende geologische Formation auf. Vulkanismus wird in Deutschland nicht beobachtet. Dennoch findet sich in einigen Gebieten vulkanisches Gestein aus früherer Aktivität, insbesondere in der Vulkaneifel und auf dem Vogelsberg in Hessen. Auch Erdbeben mit schweren Folgen kommen praktisch nicht vor, da Deutschland vollständig auf der Eurasischen Platte liegt. Das Land wird daher nicht von Grenzen zwischen aneinander anstoßenden großen Platten der Erdkruste durchzogen. Dennoch ist der Rheingraben in Nordrhein-Westfalen als mäßig gefährdete Erdbebenzone eingestuft, die sich bis in die Nachbarländer Belgien und Niederlande erstreckt (siehe auch Erdbebengebiet Kölner Bucht).

Gewässer

Erdbebengebiet Kölner Bucht bei Koblenz (Deutsches Eck)]] Deutschland grenzt mit den Bundesländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein an die Nordsee. Diese ist ein Randmeer des Atlantiks und das am dichtesten befahrene Seegebiet der Erde. Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein liegen an der Ostsee, einem Binnenmeer, das über den Skagerrak mit der Nordsee verbunden ist. Der Tidenhub an der Ostsee ist wesentlich geringer als an der Nordsee. Die deutschen Flüsse gehören zu sechs großen Flusssystemen, deren Einzugsbereiche fast die gesamte Fläche einnehmen. Diese sind der Rhein, die Donau, die Elbe, die Oder, die Weser, und die Ems. Der längste dieser Flüsse ist die Donau; sie ist mit 2.845 km ab dem Zusammenfluss von Brigach, Breg und der Donauquelle in Donaueschingen beziehungsweise 2.888 km ab der Breg-Quelle am Rande des Schwarzwaldes nach der Wolga der zweitlängste Strom in Europa. Allerdings verläuft nur ein kleiner Teil der Donau-Gesamtstrecke durch Deutschland. Die Donau mündet ins Schwarze Meer. Alle anderen deutschen Flüsse entwässern in die Nord- oder Ostsee. Der Abschnitt der Europäischen Wasserscheide durch Deutschland verläuft östlich des Oberrheingrabens über den Hauptkamm des Schwarzwaldes, danach folgt sie der Schwäbischen und Fränkischen Alb. Der Rhein ist von diesen Strömen derjenige, der die längste Strecke innerhalb Deutschlands zurücklegt: Von seinem 1.320 km langen Flusslauf führen 852 km durch Deutschland. Er hat zudem für die Deutschen eine identitätsstiftende Rolle inne, die sich aus der Geschichte und zahlreichen Mythen und Sagen speist. Auch seine wirtschaftliche Funktion ist bedeutend: er ist eine der am stärksten befahrenen Wasserstraßen Europas. Die Elbe entspringt im Riesengebirge an der Grenze Tschechiens zu Polen und mündet nach ungefähr 1.165 km – davon 770 km in Deutschland – bei Cuxhaven in die Nordsee. Sie gehörte zeitweilig zu den am meisten mit Schadstoffen belasteten Flüssen Europas, doch mittlerweile hat sich die Wasserqualität deutlich verbessert. Die Oderquellen befinden sich in den tschechischen Beskiden. Nach wenigen Kilometern fließt die Oder nach Polen und in ihrem Mittellauf durch Schlesien. In ihrem Unterlauf bildet sie die deutsch-polnische Grenze um dann wieder in Polen bei Stettin in das Stettiner Haff zu münden. Als Swine fließt sie schließlich zwischen den Inseln Usedom und Wollin durch Swinemünde in die Ostsee. Die Weser speist sich aus den Flüssen Werra und Fulda und entwässert den mittleren Teil Deutschlands. Die Einzugsgebiete von Oder und Ems liegen im äußersten Osten bzw. Westen. Die Seen in Deutschland sind größtenteils in der Folge der Eiszeit entstanden, nach deren Ende sich ehemalige Gletschertäler (Gletscher- und Gletscherwasserabflussrinnen) teilweise mit Wasser füllten. Daher finden sich die meisten der großen Seen in ehemals von Inlandeis bedeckten Gebieten oder deren Vorland, insbesondere in Mecklenburg und dem Alpenvorland. Der größte mit deutschem Anteil ist der Bodensee, an den auch Österreich und die Schweiz grenzen. Der größte vollständig zu deutschem Staatsgebiet gehörende See ist die Müritz, die Teil der mecklenburgischen Seenplatte ist. Siehe auch: Liste der Flüsse in Deutschland, Liste der Seen in Deutschland

Gebirge und Senken

Liste der Seen in Deutschland Die Alpen sind das einzige Hochgebirge, an dem Deutschland Anteil hat. Hier befindet sich mit der Zugspitze (2.962 m) der höchste Berg Deutschlands. Die Mittelgebirge nehmen tendenziell von Nord nach Süd an Höhe und Ausdehnung zu. Höchster Mittelgebirgsgipfel ist der Feldberg im Schwarzwald mit 1.493 m, gefolgt vom Großen Arber im Bayerischen Wald mit 1.453 m. Gipfel über 1.000 m erreichen außerdem das Erzgebirge, das Fichtelgebirge, die Schwäbische Alb und als Sonderfall der Harz, der sich recht isoliert als nördlichstes Mittelgebirge in Deutschland mit dem Brocken auf 1.141 m erhebt. Nördlich der Mittelgebirgsschwelle erheben sich nur noch vereinzelte Formationen über 100 m, von denen der Hagelberg im Fläming mit 200 m die höchste ist. Details finden sich in der Liste der höchsten Berge Deutschlands und der Liste der Gebirge Deutschlands. Die niedrigste begehbare Landesstelle Deutschlands liegt bei 3,54 m unter Normalnull in einer Senke bei Neuendorf-Sachsenbande in der Wilstermarsch (Schleswig-Holstein). Ebenfalls in diesem Bundesland befindet sich die tiefste Kryptodepression: Sie liegt mit 39,10 m u. NN am Grund des Hemmelsdorfer Sees nord-nordöstlich von Lübeck. Die tiefste künstlich geschaffene Stelle liegt bei 293 m u. NN am Grund des Tagebau Hambach östlich von Jülich in Nordrhein-Westfalen.

Inseln

Jülich Gemessen an der Küstenlinie verfügt Deutschland über eine beachtliche Zahl an Inseln. Diese sind in der Nordsee meist in Form von Inselketten dem Festland vorgelagert und stellen Festlandsreste dar, die durch Landsenkung und nachfolgende Überflutung von der Küste getrennt wurden. Unterteilt werden sie in die nordfriesischen und die ostfriesischen Inseln, die Bestandteil des deutschen Wattenmeeres sind. Die nordfriesischen Inseln gehören zu Schleswig-Holstein und bestehen aus den größeren Inseln Sylt, Föhr, Amrum, Pellworm und Nordstrand sowie den wesentlich kleineren Halligen. Die zu Niedersachsen gehörenden ostfriesischen Inseln sind von Aufbau und Größe sehr ähnlich. Größte dieser Inseln ist Borkum. Einen Sonderfall stellt die weiter in der Nordsee gelegene Insel Helgoland dar, die Deutschlands einzige Hochseeinsel ist. Die Inseln in der Ostsee liegen an der deutschen Boddenküste, sind tendenziell größer und weisen ein stärker bewegtes Relief auf. Die größte dieser Inseln und gleichzeitig größte deutsche Insel ist Rügen, gefolgt von Usedom, deren Ostzipfel bereits zu Polen gehört. Wie die Nordseeinseln sind auch die Ostseeinseln beliebte Reiseziele und von bekannten Seebädern gesäumt. Auch in einigen deutschen Binnengewässern gibt es Inseln, von denen die bekanntesten Mainau und Reichenau im Bodensee sowie Herrenchiemsee im Chiemsee sein dürften. Für die vollständige Aufführung aller Inseln siehe: Liste deutscher Inseln

Klima

Deutschland gehört zur gemäßigten Klimazone Mitteleuropas im Bereich der Westwindzone und befindet sich im Übergangsbereich zwischen dem maritimen Klima in Westeuropa und dem kontinentalen Klima in Osteuropa. Das Klima wird unter anderem vom Golfstrom beeinflusst, der die klimatischen Werte für die Breitenlage ungewöhnlich mild gestaltet. Extreme Wetterbedingungen wie langanhaltende Dürren, Tornados, strenger Frost oder extreme Hitze sind vergleichsweise selten. Gelegentlich treten jedoch Stürme auf, die in den Jahren 2000 und 2002 zu schweren Schäden geführt haben. Regelmäßig ereignen sich auch Hochwasser, die nach intensiven Regenperioden im Sommer (Oderhochwasser 1997, Elbehochwasser 2002) oder nach der Schneeschmelze im Winter zu Überschwemmungen und erheblichen Zerstörungen führen können. Dass es am Rhein häufiger zu Hochwasser kommt, liegt wahrscheinlich an der im 19. Jahrhundert unter der Leitung von Tulla durchgeführten Rhein-Begradigung, die weitgehend zur Beseitigung der früheren Rheinauen geführt hat. Dürren betreffen hauptsächlich den Nordosten Deutschlands, können zuweilen aber auch das ganze Land in Mitleidenschaft ziehen, wie zuletzt während der Hitzewelle 2003. Die Klimadaten betragen (gemittelte Werte der Jahre 1961–1990): Quelle: [http://www.cru.uea.ac.uk/~timm/cty/obs/TYN_CY_1_1.html Tyndall Centre for Climate Change Report] Die deutschlandweiten Klimamittel werden je nach Region teils erheblich über- oder unterschritten. Die höchsten Jahrestemperaturen verzeichnet Südbaden mit über 11 °C, während in Oberstdorf der Durchschnitt unter 6 °C liegt. Zudem zeichnet sich ein allgemeiner Trend zu höheren Temperaturen ab: Nach Angabe des Deutschen Wetterdienstes lagen in 14 der 15 Jahre seit 1990 die Durchschnittstemperaturen über dem langjährigen Mittel von 8,3 °C, im Jahr 2000 wurden sogar 9,9 °C erreicht. Insbesondere die Sommer sind deutlich wärmer geworden. Zudem verfrüht sich der Frühlingseinzug im Schnitt um fünf Tage pro Jahrzehnt. Zugvögel halten sich fast einen Monat länger in Deutschland auf als noch in den siebziger Jahren.

Böden und Flächennutzung

Die Zusammensetzung und Qualität der Böden ist regional sehr unterschiedlich. In Norddeutschland bildet ein küstennaher Gürtel aus fruchtbaren Marschböden die Grundlage für ertragreiche Landwirtschaft, während die dahinter liegende, eiszeitlich geprägte Geest nur sehr magere Böden aufweist. In der Lüneburger Heide ist dieser durch jahrhundertelange Weidewirtschaft zum Podsol degeneriert, so dass Ackerbau kaum möglich ist. Sehr unergiebig sind auch die Gebiete der Alt- und Jungmoränenlandschaft, in denen sich Flugsand angelagert hat. Brandenburg beispielsweise war schon in historischer Zeit als des „Heiligen Reiches Streusandbüchse“ berüchtigt. Zwischen der Moränenlandschaft und der Mittelgebirgsstufe zieht sich von West nach Ost eine Reihe von Börden: In diesen Gebieten ist durch eiszeitliche Lössablagerungen äußerst fruchtbarer Boden entstanden. Dieser besteht zumeist aus Braunerden, im Osten teils auch aus Schwarzerden und wird intensivst landwirtschaftlich genutzt. In den Mittelgebirgen herrschen magere Böden vor, die landwirtschaftlich nur extensiv bewirtschaftet werden. Die weitaus größte Fläche ist bewaldet. Ergiebige Böden finden sich in Süddeutschland insbesondere entlang der Flüsse Rhein, Main und Donau. Insgesamt werden 53,5 % der deutschen Fläche landwirtschaftlich genutzt, Wälder bedecken weitere 29,5 %. Aufgrund hoher Bevölkerungsdichte und Mobilität macht die Siedlungs- und Verkehrsfläche stolze 12,3 % aus (Tendenz weiterhin steigend). Wasserflächen kommen auf 1,8 %, die restlichen 2,4 % verteilen sich auf sonstige Flächen, zumeist Ödland.

Politik

Hauptartikel: Politisches System Deutschlands

Staatsorganisation

Hauptartikel: Politisches System Deutschlands Hauptstadt und Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland ist Berlin. Nach Artikel 20 GG ist die Bundesrepublik Deutschland ein demokratischer, sozialer und rechtsstaatlicher Bundesstaat. Es gibt 16 teilsouveräne Bundesländer, von denen einige wiederum in Regierungsbezirke untergliedert sind. Die staatliche Ordnung regelt das Grundgesetz. Staatsoberhaupt ist der Bundespräsident mit repräsentativen Aufgaben. Protokollarisch gesehen folgen ihm der Präsident des Deutschen Bundestages, der Bundeskanzler und der jeweils amtierende Bundesratspräsident, der gemäß dem Grundgesetz den Bundespräsidenten vertritt. Der Regierungschef Deutschlands ist der Bundeskanzler. Er besitzt die Richtlinienkompetenz für die Politik der Bundesregierung (Kanzlerdemokratie). Bundesregierung Als Bundesstaat ist Deutschland föderal organisiert, d. h. es gibt zwei Ebenen im Politischen System: die Bundesebene, die den Gesamtstaat Deutschland nach außen vertritt, und die Länderebene, die in jedem Bundesland einzeln existiert. Jede Ebene besitzt eigene Staatsorgane der Exekutive (ausführende Gewalt), Legislative (gesetzgebende Gewalt) und Judikative (rechtsprechende Gewalt). Siehe auch: Gewaltenteilung Bundestag und Bundesrat entscheiden gemeinsam über die Gesetze des Bundes und haben die Befugnis mit Zweidrittelmehrheit in beiden Organen das Grundgesetz, die Verfassung Deutschlands, zu ändern. In den Bundesländern entscheiden die Länderparlamente über die Gesetze ihres Landes. Obwohl die Abgeordneten der Parlamente nach dem Grundgesetz nicht weisungsgebunden sind, dominieren Vorentscheidungen in den Parteien die Gesetzgebung. Parteien] Die Exekutive wird auf Bundesebene durch die Bundesregierung gebildet, die durch den Bundeskanzler geleitet wird. Auf der Ebene der Bundesländer leitet der Ministerpräsident (bzw. der Bürgermeister der Stadtstaaten) die Exekutive. Die Verwaltungen des Bundes und der Länder werden jeweils durch die Fachminister geleitet, sie stehen an der Spitze der Behörden. Wie in anderen Ländern auch, spielen Verbände im politischen System eine wichtige Rolle. Mit ihrer Lobbyarbeit versuchen sie, die Politik in die Richtung ihrer Interessen zu bewegen. Die Sinnhaftigkeit dieser Tätigkeiten ist nicht unumstritten und unterliegt häufiger Kritik insbesondere der durch die Lobbyarbeit jeweils negativ betroffenen anderen Verbände. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe wacht über die Einhaltung des Grundgesetzes. Die Obersten Gerichtshöfe des Bundes sind der Bundesgerichtshof mit Hauptsitz in Karlsruhe, das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, das Bundesarbeitsgericht in Erfurt, das Bundessozialgericht in Kassel und der Bundesfinanzhof in München. Der Großteil der Rechtsprechung liegt in der Verantwortung der Bundesländer. Die Bundesgerichte sind fast immer nur Revisionsinstanz und prüfen die Entscheidungen der Landesgerichte auf formelle und materielle Rechtmäßigkeit. Siehe auch: Grundgesetz

Bundesländer

Parteienlandschaft

Die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) wurde 1945 als überkonfessionelle Nachfolgepartei bürgerlicher und religiös geprägter Parteien gegründet. In ihr vereinigten sich vor allem Kräfte aus der Zentrumspartei. Sie ist konservativ geprägt. Mit der Ausnahme Bayerns ist die CDU im gesamten Bundesgebiet vertreten. Die Christlich Soziale Union (CSU) hat eine ähnliche konservative Ausrichtung, wirkt aber nur in Bayern. Gemeinsam bilden beide Parteien im Deutschen Bundestag eine Fraktionsgemeinschaft, zusammen werden sie „die Union“ oder auch „Unionsparteien“ genannt. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) existiert einschließlich ihrer Vorläuferorganisationen seit 1863, und ist damit die älteste bis heute existierende politische Partei Deutschlands. Sie hat die Tradition der Sozialdemokratie begründet. Nach Verbot in der Zeit des Nationalsozialismus wurde sie 1945 wiedergegründet. Sie versteht sich seit ihrem Godesberger Programm von 1959 auch offiziell nicht mehr nur als Arbeiterpartei, sondern als eine Volkspartei, die für breite Schichten wählbar sein will. Ihr Bekenntnis lautet „Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität“. Die Freie Demokratische Partei (FDP) wurde 1948 gegründet und beruft sich in ihrem Selbstverständnis auf die Tradition des deutschen Liberalismus, der sich bereits 1861 mit der Deutschen Fortschrittspartei in Preußen als erste politische Partei Deutschlands im heute verstandenen Sinn organisiert hatte, sich wenige Jahre darauf jedoch in sich gegeneinander konkurrierende unterschiedliche Parteien aufgespalten hatte. Die moderne FDP steht insbesondere in Wirtschafts-, aber auch in Bürgerrechtsfragen für mehr Freiheiten und Verantwortung des Einzelnen, sowie für eine stärkere Zurückhaltung des Staates - insbesondere bei wirtschaftlichen Belangen. Sie war mit insgesamt 42 Jahren am längsten als kleinerer Koalitionspartner sowohl der CDU/CSU als auch der SPD an der Regierungsverantwortung der Bundesrepublik beteiligt. Die Grünen entstanden als bundesweite Partei 1979/80 aus den damals neuen sozialen Bewegungen, beispielsweise der modernen Frauenbewegung, der Friedens- und der Ökologiebewegung der 1970er Jahre. 1983 zogen sie erstmals in den Bundestag ein. 1990 schlossen sie sich mit der ostdeutschen Bürgerbewegung Bündnis 90 zu Bündnis 90/Die Grünen zusammen. Die Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) war die Rechtsnachfolgerin der in der DDR allein herrschenden SED. Inhaltlich beruft sich die Partei auf sozialistische Ideale, und steht im Parteienspektrum des Bundestags links von der SPD. Bedeutendere Wahlerfolge für die PDS blieben zunächst auf Ostdeutschland beschränkt. 2005 wurde aus Protest gegen die Reformpolitik der rot-grünen Bundesregierung die Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) auf Initiative von Gewerkschaftern und enttäuschten vormaligen SPD-Mitgliedern gegründet. Für die Bundestagswahl 2005 öffnete die PDS ihre Listen für WASG-Mitglieder. Aus diesem Grund hat sich die PDS inzwischen in Die Linkspartei. umbenannt. Beide Parteien streben eine Vereinigung an. Rechtsextreme Parteien waren, von der Deutschen Reichspartei im Ersten Bundestag (1949–1953) abgesehen, nie im deutschen Bundestag vertreten, konnten aber auf Landesebene zeitweise in Parlamente einziehen. Eine relative Blütezeit erlebten sie Ende der 1960er und seit der Wiedervereinigung. Parteien dieser Richtung sind Die Republikaner, die Deutsche Volksunion (DVU) und die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD). Es gibt zahlreiche regionale Parteien und „Splitterparteien“, deren politischer Einfluss auf Bundesebene aber durch die Sperrklausel der 5%-Hürde in der Regel auf außerparlamentarische Aktivitäten beschränkt ist. Die Ausnahmeregelung, über Direktmandate in den Bundestag einzuziehen, ist für diese ebenso fast unmöglich. Im Landtag von Schleswig-Holstein ist jedoch aufgrund einer Sonderregelung für die dänische Minderheit der Südschleswigsche Wählerverband gesetzlich garantiert vertreten. In der Geschichte der Bundesrepublik gab es mehrere Parteiverbote, gegen die rechtsradikale SRP 1952 und gegen die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) 1956. Ein Verbotsantrag gegen die NPD scheiterte 2004 unter anderem wegen Versagens des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Nahezu allen einflussreichen Parteien stehen – mehr oder weniger selbständig – Jugendorganisationen zur Seite. Die wichtigsten sind die Junge Union (CDU/CSU), die Jusos (SPD), die Jungen Liberalen (FDP), die Grüne Jugend (Bündnis 90/Die Grünen) sowie ['solid] (Die Linkspartei.). Siehe auch: Politische Parteien in Deutschland, Geschichte der Parteien in Deutschland, Politisches Spektrum, Bundestagswahl 2005

Außenpolitik

Die wichtigsten Leitlinien bundesdeutscher Außenpolitik sind die Westbindung und die europäische Integration. Deutschland hat am Aufbau europäischer Organisationen einen entscheidenden Anteil; Ziel war dabei auch, den Nachbarn Angst vor Deutschland zu nehmen und die Beschränkungen durch die Besatzungsmächte überflüssig zu machen. Die Bundesrepublik ist seit 1950 Mitglied des Europarates und unterschrieb 1957 die Römischen Verträge, den Grundstein für die heutige Europäische Union. Zentraler Aspekt für die Sicherheitspolitik und Ausdruck der Westbindung ist die Mitgliedschaft in der NATO, der die Bundesrepublik 1955 beitrat. Während des Kalten Kriegs war der Spielraum deutscher Außenpolitik begrenzt. Als eines der wichtigsten Ziele galt die Wiedervereinigung. Militäreinsätze im Ausland kamen nicht in Frage. Laut Grundgesetz darf sich die Bundeswehr an Angriffskriegen nicht beteiligen, ihre Aufgabe besteht lediglich in der Landes- und Bündnisverteidigung. Durch die von Deutschland initiierte Ostpolitik unter der Devise Wandel durch Annäherung, die zunächst von wichtigen Verbündeten sehr skeptisch betrachtet wurde, konnten dennoch eigenständige politische Akzente gesetzt werden. Später wurde diese Politik als erfolgreich angesehen. Seit der Wiedervereinigung hat Deutschland seine außenpolitischen Grundsätze erweitert und einen Weg zu größerer internationaler Verantwortung eingeschlagen. So nimmt die Bundeswehr seit 1991 mit Zustimmung des Bundestages und zusammen mit verbündeten Armeen an verschiedenen friedenserhaltenden und -erzwingenden Einsätzen auch außerhalb Deutschlands und des Territoriums der Nato-Verbündeten teil (Out-Of-Area-Einsätze). Traditionell spielt Deutschland zusammen mit Frankreich eine führende Rolle in der Europäischen Union. Deutschland treibt die Bemühungen voran, über die Wirtschafts- und Währungsunion hinaus ein einheitliches und wirkungsvolles System der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik zu schaffen. Weitere außenpolitische Ziele sind die Verwirklichung des Kyoto-Protokolls zum Klimaschutz sowie die weltweite Anerkennung des Internationalen Strafgerichtshofs. Bedeutendes Interesse hat Deutschland auch an einer friedlichen Lösung des Nahostkonflikts. Aufgrund der schwierigen Materie und den Begrenzungen deutscher Politik besteht der Beitrag vor allem in der Bereitstellung informeller Kontaktmöglichkeiten zwischen den beteiligten Parteien. Die Bundesregierung lehnte den Irak-Krieg 2003 ab, da sie die Existenz von Massenvernichtungswaffen bezweifelte, eine diplomatische Lösung bevorzugte und um erhebliche Gefahren für die politische Stabilität des gesamten als fragil eingestuften Raumes fürchtete. Dafür wurde sie von wichtigen Verbündeten stark kritisiert. Zusammen mit den Verbündeten Großbritannien und Frankreich bemüht sich die Bundesrepublik, den Iran im Dialog dazu zu bewegen, auf die Weiterführung seines Atomprogramms zu verzichten. Die Bundesregierung strebt einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen an. Die Durchsetzung dieses Zieles wird jedoch aufgrund des Widerstands anderer, teils verbündeter Staaten erschwert und hat nur geringe Aussicht auf Erfolg. So würden zwar Frankreich und Großbritannien die G4 Staaten (Deutschland, Indien, Japan und Brasilien) grundsätzlich unterstützen; jedoch fehlt Deutschland die Zustimmung der USA, so wie Japans Beitritt durch China blockiert wird.

Militär

Vereinten Nationen Vereinten Nationen] Hauptartikel: Bundeswehr Nach ihrer Gründung 1949 hatte die Bundesrepublik Deutschland zunächst keine eigenen Streitkräfte. Unter dem Eindruck des Koreakrieges und der als aggressiv empfundenen sowjetischen Politik in Osteuropa trat die Bundesrepublik 1955 der NATO bei und stellte Streitkräfte auf. Nach der Wiedervereinigung wurden Teile der Nationalen Volksarmee der DDR in diese Streitkräfte eingegliedert. Die als Bundeswehr bezeichnete militärische Gesamtorganisation besteht aus den Streitkräften und ihrer Verwaltung. Die Streitkräfte gliedern sich in die Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine und die unterstützenden Organisationsbereiche Streitkräftebasis und Zentraler Sanitätsdienst. In der Bundeswehr dienten im April 2005 257.000 Soldaten und 125.000 zivile Mitarbeiter. Seit 2001 haben auch Frauen uneingeschränkten Zugang zum Dienst in den Streitkräften. Ihr Anteil beträgt 6,2 % der Soldaten (Stand 2005). Die Bundesrepublik Deutschland gab im Jahr 2004 24,4 Mrd. Euro für die Bundeswehr aus, womit sie im internationalen Vergleich nach absoluten Ausgaben den sechsten Platz und im Vergleich zum jeweiligen BIP einen Platz im letzten Drittel der NATO belegt. Das wird von einigen als zu wenig angesehen, vor allem, da die Bundeswehr sich nach dem Kalten Krieg auf erheblich veränderte Aufgaben einstellen muss. Auf dem US-Stützpunkt Ramstein und dem Luftwaffenstützpunkt Büchel (in Rheinland-Pfalz) sind heute noch 65 US-amerikanische Wasserstoffbomben stationiert, an deren Einsatzplanung Deutschland im Rahmen der nuklearen Teilhabe beteiligt ist.

Geschichte

Der Hauptartikel Geschichte Deutschlands vermittelt einen detaillierten Überblick. Zum mittelalterlichen Deutschland siehe Deutschland im Mittelalter. Für die Entwicklung der neuen deutschen Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg siehe die Artikel Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und Geschichte der DDR.

Frühgeschichte und Antike

Geschichte der DDR Die ältesten Siedlungsbelege auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland sind etwa 700.000 Jahre alt, seit rund 500.000 Jahren geht man von einer dauerhaften Besiedlung aus. In Deutschland existieren bedeutende Fundstätten aus der Urzeit: Nach dem Neanderthal in Mettmann ist der frühe menschliche Vertreter der Gattung Homo sapiens neanderthalensis, dem Neanderthaler, benannt. Diese wurden vor etwa 40.000 Jahren von dem zugewanderten Homo sapiens sapiens, dem modernen Menschen, verdrängt. In der Jungsteinzeit entwickelten sich Ackerbau, Viehzucht und feste Siedlungsplätze. Aus dieser Zeit sind einige bedeutende kulturelle Funde erhalten, etwa die Venus von Willendorf und die Himmelsscheibe von Nebra, die darauf deutet, dass schon um 2000 vor Christus in dieser Region Astronomie betrieben wurde. Erste schriftliche Erwähnung finden keltische und germanische Stämme bei den Griechen und Römern in der vorchristlichen Zeit. Um 500 vor Christus war das heutige Süddeutschland keltisch und das heutige Norddeutschland germanisch besiedelt. Die Germanen wanderten im Laufe der Jahrhunderte südwärts, so dass um Christi Geburt die Donau die ungefähre Siedlungsgrenze zwischen Kelten und Germanen war. Sprachforscher vermuten, dass viele Merkmale süddeutscher Dialekte auf keltischen Einfluss zurückgehen. Von 58 v. Chr. bis etwa 455 n. Chr. gehörten die Gebiete links des Rheins sowie südlich der Donau zum Römischen Reich, von etwa 80 bis 260 n. Chr. auch der größte Teil des heutigen Baden-Württemberg südlich des Limes. Die Gebiete im heutigen Deutschland verteilten sich auf die Provinzen Germania Superior, Germania Inferior und Raetia. In diesem Gebiet gründeten die Römer viele Legionslager, die sich später zu Städten entwickelten. Wichtigste Städte zu römischer Zeit waren Köln, Trier (die älteste Stadt Deutschlands) und Augsburg. Zur Sicherung der Grenzen siedelten die Römer befreundete germanische Stämme in den Provinzen an. Außerdem wanderten Siedler aus anderen Teilen des Römischen Reiches, insbesondere aus Italien, ein und wurden westlich des Rheins und südlich der Donau sesshaft. Weitreichende Neuerungen, die auch das deutsche Vokabular beeinflussten, führten die Römer insbesondere in Hausbau, Handwerk, Wein- und Ackerbau sowie Verwaltung und Militär ein. Eine erste Geschichte Gesamtgermaniens verfasste der römische Schreiber Tacitus im Jahr 98.

Völkerwanderung und Frühmittelalter

98 Nach dem Einfall der Hunnen 375 und zeitgleich mit dem Niedergang Westroms ab 395 setzte die Völkerwanderung ein, in deren Verlauf die germanischen Stämme immer weiter nach Südwesten zogen. In die fast menschenleeren Gebiete des heutigen Ostdeutschland wanderten im 7. Jahrhundert bis zur Elbe-Saale-Linie slawische Stämme ein. Weite Teile der Bevölkerung der heutigen ostdeutschen Bundesländer waren daher bis ins hohe Mittelalter slawisch geprägt (Germania Slavica). Erst im Zuge der hochmittelalterlichen Ostsiedlung wurden sie assimiliert und akkulturiert. Der Hauptteil West- und Mitteleuropas wurde vom Frankenreich eingenommen, das heutige Norddeutschland wurde von den Sachsen beherrscht. Nach der blutigen Unterwerfung und Zwangsmissionierung der Sachsen erstreckte sich das Frankenreich bis zur Nordsee, der Elbe und dem heutigen Österreich. Auf dem Höhepunkt der fränkischen Macht stellte Karl der Große einen Anspruch auf die Führungsmacht in Europa. 800 ließ er sich in Rom zum Kaiser krönen. Doch die Einheit seines Reiches währte nicht lange: Streitigkeiten unter seinen Nachfolgern bewirkten im Vertrag von Verdun (843) die Dreiteilung des Reiches in das ostfränkische Reich unter König Ludwig Germanicus (später: ... dem Deutschen), das westfränkische Reich unter König Karl dem Kahlen und dem zwischen ihnen liegenden Königreich Lothars I., das den Namen Lotharingien erhielt. Das ostfränkische Reich bildete den groben geografischen Rahmen für das später entstehende Deutsche Reich.

Heiliges Römisches Reich (962–1806)

Hauptartikel: Heiliges Römisches Reich Als traditioneller Beginn der deutschen staatlichen Tradition wird oft der 2. Februar 962 angesehen, an dem Otto I. als erster ostfränkischer König in Rom zum Kaiser gekrönt wurde und damit das Heilige Römische Reich begründete. Als Anfang wird aber auch das Jahr 911 genannt, der Regierungsantritt Konrads I. als erster nicht-karolingischer Herrscher in Deutschland. Im 10. Jahrhundert wurde erstmals für das bisherige ostfränkische Reich auch der Terminus regnum teutonicum („Deutsches Reich“) verwandt. Die fränkischen Teilreiche waren schon zuvor unterschiedliche Wege gegangen: Während sich das ehemalige Westfränkische Reich, dessen fränkische Bewohner sich romanisierten, mit der Zeit zum französischen Zentralstaat entwickelte, blieb das ostfränkische Reich durch Territorialfürsten geprägt, die den Kaiser wählten und dadurch ihre Partikularinteressen geltend machen konnten. Obwohl die Kaiser des römisch-deutschen Reiches wiederholt versuchten ihre Position zu stärken, teilte sich das Reich immer weiter in weitgehend souveräne Klein- und Kleinststaaten sowie Reichsstädte. Nach Reformation und Dreißigjährigem Krieg, dem nach Opferzahl relativ zur Gesamtbevölkerung Deutschlands fatalsten Krieg, hatte der Kaiser nur noch eine überwiegend formale Machtstellung. Der Name des Heiligen Römischen Reiches änderte sich über die Jahrhunderte mehrfach. So wurde es im 12. Jahrhundert noch als „Heiliges Reich“ bezeichnet, ab Mitte des 13. Jahrhunderts als „Heiliges Römisches Reich“ und ab dem 15. Jahrhundert als Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation.

Der Weg zum deutschen Nationalstaat (1806–1871)

Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation Dieser Zustand währte bis 1806, als Napoléon in seinen Eroberungskriegen Mitteleuropa überrannte und das schwache Reichsgebilde zum Einsturz brachte. Der letzte Kaiser des faktisch nur noch formell bestehenden Heiligen Römischen Reiches (deutscher Nation), Franz II., der erst 1804 auch Kaiser des österreichischen Vielvölkerstaates geworden war, musste die Reichskrone auf Druck des französischen Kaisers ablegen. Unter Napoléon Bonaparte wurde die Anzahl der deutschen Staaten durch Zusammenlegung erheblich verringert und auch viele Reichsstädte verloren ihre Unabhängigkeit (deren Zahl hatte zeitweise über 80 betragen). Nach der Niederlage Napoleons restaurierte der Wiener Kongress weitgehend die alten Herrschaftsverhältnisse. Deutschland, nun ohne einigendes Band, war teilweise im Deutschen Bund, einer losen Vereinigung von 38 deutschen Staaten unter Führung Österreichs organisiert. Kurz darauf wurde der Deutsche Zollverein geschaffen, in dem das wiedererstarkte Preußen dominierende Macht war. Schon bald nach der gescheiterten nationalen und liberalen Märzrevolution von 1848/1849 kam es zur Kollision der Preußen mit der Großmacht Österreich um die Vormachtstellung im Deutschen Bund wie auch in Europa, die zum Deutschen Krieg von 1866 führte. Nachdem Preußen diesen Krieg für sich entschieden hatte, kam es zur Auflösung des Deutschen Bundes, zur Annexion seiner norddeutschen Kriegsgegner durch Preußen und dadurch zu einer weiteren Schrumpfung der Zahl deutscher Staaten.

Deutsches Kaiserreich (1871–1918)

Die anschließende Gründung des Norddeutschen Bundes unter preußischer Führung leitete die so genannte kleindeutsche Lösung ein. Diese zielte entsprechend der Intention Bismarcks auf eine staatliche Einigung unter der Hegemonie Preußens ohne die damalige Großmacht Österreich. Das Deutsche Reich wurde nach dem gewonnenen Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 und der Proklamation des preußischen Königs Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser im Spiegelsaal von Versailles ausgerufen. Mit der Reichsgründung wurden Gebiete eingegliedert, die noch nie oder nicht mehr zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gehört hatten, sondern seit den Polnischen Teilungen Ende des 18. Jh. Teile Preußens außerhalb des Reiches waren. Dazu gehörten West-, Ostpreußen und Danzig, das überwiegend polnischsprachige Gebiet Posen und Schleswig. Frankreich trat (deutsch- und französischsprachige) Teilgebiete der Regionen Lothringen (nördliche und östliche Teile) und Elsass (ohne Belfort) ab, welche als direkt von der Zentrale verwaltetes "Reichsland Elsass-Lothringen" ohne Gliedstaatrechte konstituiert wurden. Als ideeller Begründer des Deutschen Reiches wurde Otto von Bismarck erster Reichskanzler. Seine antidemokratisch-konservative Grundhaltung verhinderte allerdings die Reichseinigung unter demokratischen Bedingungen und schuf die Voraussetzung dafür, dass in Deutschland Nationalismus und Demokratie einander fremd wurden. Er führte einen wenig erfolgreichen Kampf gegen die Sozialdemokratie, die polnische Minderheit und die katholische Kirche (siehe Kulturkampf). Seine aggressiv-kriegerische Außenpolitik änderte sich ab der Reichsgründung dagegen zu einer Bündnispolitik, die auf die Isolierung Frankreichs abzielte und ein vertraglich geregeltes, aber fragiles Paktsystem in Europa schuf. Gleichwohl blieb die Außenpolitik imperialistisch ausgerichtet: Auf der Berliner Kongo-Konferenz trat Deutschland 1884 mit der Forderung nach einem „Platz an der Sonne“ in den Kreis der Kolonialmächte ein, nachdem schon in den frühen 1880er Jahren deutsche Vereine Territorien in Afrika und Asien erworben hatten. Im Dreikaiserjahr kam Wilhelm II. an die Macht, der wenig später Bismarck zur Kündigung zwang und die Außenpolitik in Richtung Konfrontation änderte. Das Attentat auf den

Formel 2

Die Formel 2 war eine Rennkategorie für einsitzige, offene Rennwagen. Sie wurde
1947 als Unterbau für die Formel 1 ausgeschrieben. Sie ist die Nachfolgeklasse der vor dem Zweiten Weltkrieg üblichen Voiturette-Klasse. Neben Einzelrennen, die in keiner Meisterschaft zusammengefasst wurden, gab es nationale Meisterschaften und ab 1967 die Europameisterschaft. Die Fahrerweltmeisterschafts-Saisonen 1952 und 1953 wurden nach dem Reglement der Formel 2 ausgetragen, da nach dem Rückzug von Alfa Romeo nicht genügend konkurrenzfähige F1-Autos verfügbar waren. Alfa Romeo Die Regulierungen änderten sich im Laufe der Zeit, zunächst galt eine Hubraumobergrenze von 2000 cm3 (bzw. 500 cm3 für kompressorbetriebene Fahrzeuge). Nach Einführung des neuen F1-Hubraumlimits von 2500 cm3 für 1954 wurde die F2 auf 1500 cm3 herabgesetzt. Diese F2-Regeln wurden ab 1961 zur F1 erhoben, aber schon nach vier Jahren war man mit den kleinen Motoren unzufrieden, und die F1 verdoppelte ab 1966 ihren Hubraum von 1500 cm3 auf 3000 cm3. Der F2-Hubraum wurde daraufhin auf 1600 cm3 vergrößert. Diese Fahrzeuge mit über 200 PS durften auf dem Nürburgring aufgrund der Länge der Strecke zwecks Auffüllung des Starterfeldes gleichzeitig mit der F1 antreten und konnten einige der schwereren F1-Boliden hinter sich lassen. Zudem traten viele F1-Piloten auch bei reinen F2-Rennen an, wo sie jedoch nicht für EM-Punkte berechtigt waren. So gewann Jochen Rindt zahlreiche F2-Rennen, konnte die selben Gegner aber in der F1 aufgrund seiner meist unterlegenen Fahrzeuge lange Jahre nicht schlagen. Der zweifache F1-Weltmeister Jim Clark starb gar in einem F2-Rennen, ebenso wie der Deutsche Gerhard Mitter, der beim Training zum GP von Deutschland im Werks-BMW verunglückte. BMW Seit 1972 galten wieder 2000 cm3 und sechs Zylinder als Obergrenze. Bis 1975 musste vom Motortyp eine Mindeststückzahl (100 bis 1000) im letzten Jahr gebaut worden sein. Ab 1976 waren reine Rennmotoren erlaubt, die über 300 PS leisteten. Auf dem Nürburgring wurden damit Anfang der 1980er Jahren Rundenzeiten erzielt, die denen der F1 Mitte der 1970er entsprachen. 1967 führte die FIA die F2-Europameisterschaft ein, die bis 1984 Bestand hatte. 1985 wurde die Formel 2 durch die Formel 3000 abgelöst, bei der die ehemaligen Ford-Cosworth-Saugmotoren weiterverwendet wurden, die in der F1 durch die Einführung der Turbos nicht mehr konkurrenzfähig waren. Im Jahre 2005 wurde die Formel GP2 eingeführt, bei der aus Gründen der Zuverlässigkeit einheitliche V8-Motoren mit 4000 cm3 benutzt werden.

Formel-2-Europameister

Siehe auch

Formel 3

Weblinks


- [http://www.formula2.net Detaillierte Ergebnisse aller Rennen seit 1947 (englisch)] Kategorie:Formelsport

Nürburgring

Der Nürburgring ist eine legendäre Rennstrecke in der Eifel, die am 18. Juni 1927 eingeweiht wurde. Im Jahre 1984 wurde an gleicher Stelle die zum damaligen Zeitpunkt "modernste und sicherste Grand-Prix-Strecke der Welt" eröffnet. Benannt wurde "der Ring" nach der Burgruine Nürburg bzw. der gleichnamigen Ortschaft, die ebenso wie Quiddelbach, Herschbroich und Breidscheid im Innern der heute 20,8 Kilometer langen Nordschleife liegen. Die erste "Gebirgs-, Renn- und Prüfungsstrecke" in der Gegend zwischen Adenau und Mayen, mit ihren vielen Kurven, Gefällen und Sprunghügeln, galt jahrzehntelang in ihrer ursprünglich 22,8 km langen Nordschleifen-Variante als einer der schwierigsten Grand-Prix-Kurse der Welt und wurde deswegen auch als "Grüne Hölle" bezeichnet. Der zu bewältigende Höhenunterschied beträgt fast 300 Meter. Zudem gab es eine weniger bekannte 7,7 km lange Südschleife, welche durch die Gemarkung Müllenbach führte und die selten genutzte Möglichkeit, beide zu einem ca. 28 km langen Kurs zu verbinden. Hin und wieder wurden aber auch Sprintrennen auf einem nur 2,2 km langen Kurs im Start-Ziel-Bereich veranstaltet. Außerdem gab es Bergrennen mit Start in "Müllenbach", dem tiefsten Punkt der Strecke. Gefahren wurde entgegen der üblichen Richtung hoch zu Start und Ziel. Da dann die Rückführung weiter im Kreis zurück nach Müllenbach führte, war ein unterbrechungsloser Betrieb möglich. Solche Bergrennen konnten innerhalb eines Tages mit Trainings- und Wertungsläufen durchgeführt werden. Der Argentinier Onofre Marimón verunglückte 1954 tödlich auf dem Nürburgring. Die enge, von Hecken umsäumte Strecke geriet seit Ende der 1960er-Jahre angesichts der immer schnelleren Fahrzeuge zunehmend in die Kritik. Im Jahre 1970 erwirkten die Formel-1-Fahrer kurzfristig einen Boykott, worauf der Große Preis von Deutschland vorübergehend an den Hockenheimring verlegt wurde. Nach Umbauarbeiten 1970/71 kehrte die Königsklasse für zweimal drei Jahre in die Eifel zurück, wobei allerdings jeweils weitere Umbaumaßnahmen verlangt wurden. Aufgrund der Hanglage können an vielen Stellen jedoch keine der geforderten breiten Auslaufzonen erstellt werden, da dies enorme Erdbewegungen erfordern würde. Zudem hatten die Ambulanzen bei Unfällen immer kilometerlange Wege zurückzulegen. So stand schon vorher fest, dass die Formel 1 aufgrund dieser Sicherheitsmängel ihren letzten Lauf am 1. August 1976 dort austragen würde. Dieses Rennen wurde dann zusätzlich vom schweren Feuerunfall Niki Laudas überschattet, der aber nicht, wie immer noch häufig und gerne kolportiert wird, ursächlich für die endgültige GP-Verlegung nach Hockenheim war. Die Motorrad-WM trug zuletzt 1980 einen Grand Prix dort aus. Andere Rennserien (Formel 2, DRM, 1000-km-Rennen, Sportwagen usw.) fuhren trotz großer Bedenken noch bis zum Jahre 1983 auf der Nordschleife. Sogar während der laufenden Umbauarbeiten, nun allerdings mit einer provisorischen Boxenanlage. Sportwagen Im Jahre 1984 wurde dann auf dem Gelände der bisherigen Start-Ziel-Schleife die moderne, ca. 4,5 km lange Grand-Prix-Strecke eingeweiht. Dazu wurde die ursprüngliche Südschleife aufgegeben, die zum größten Teil in die neue Grand-Prix-Strecke oder in öffentliche Zufahrtswege aufging und nur noch sehr selten reaktiviert wird. Der neue Grand-Prix-Kurs wurde im Jahre 2002 mit dem Bau der Mercedes-Arena auf ca. 5,1 km erweitert. Hier wird seit 1995 jährlich der Formel-1-Grand Prix von Europa ausgetragen (1997 und 1998 jedoch als "Großer Preis von Luxembourg", da der Große Preis von Europa 1997 in Jerez [Spanien] als Saisonabschluss und 1998 gar nicht ausgetragen wurde), mit 60 Runden und einer Gesamtdistanz von 308,863 km. Aber auch diverse Motorrad-, Truck- und DTM-Rennen sind auf dem Nürburgring zu Hause. Im Bereich Müllenbach gibt es neben dem normalen Asphaltkurs zusätzliche Schotterpassagen, wodurch hier auch Rallycross-Rennen organisiert werden können. Außerdem fand in diesem so genannten Rallycross-Stadion Müllenbachschleife im Jahre 1989 das zweite Race of Champions der Autosport-Geschichte statt. In Verbindung mit der jetzt noch 20,8 km langen reinen Nordschleife können 24 bzw. 26 km lange Varianten kombiniert werden, auf denen Tourenwagen mehrstündige Langstreckenrennen austragen; und zudem das 24-Stunden-Rennen, das im Jahr 2004 ca. 220.000 Zuschauer anlockte (deutlich mehr als die Formel 1, die wesentlich höhere Eintrittspreise verlangt). Hier fahren rund 220 Autos, vom 100-PS-Kleinwagen über DTM-Werksautos bis hin zum 700 PS starken Turbo-Porsche, gleichzeitig um die Wette, wobei sich jeweils über 700 Fahrer (Amateure und Profis) an den Lenkrädern ablösen. Abends und an Sonntagen kann jedermann gegen eine Gebühr von 15 Euro pro Runde plus 4,50 Euro Bearbeitungsgebühr (Stand: Juni 2005) mit seinem Straßenfahrzeug auf der "berühmt-berüchtigten" Nordschleife fahren. Genutzt wird die gesamte Strecke auch für Sportfahrerlehrgänge, bei denen Rennfahreraspiranten und Rennsport-Interessierte die Ideallinie auf dem Ring erlernen können. Sehr bekannt ist auch das Musikfestival Rock am Ring, das jährlich am Pfingstwochenende auf dem Nürburgring stattfindet. Zu diesem mehrtägigen Rock-Event treffen sich jeweils tausende Besucher und zelten dabei sogar auf der Rennstrecke selbst. Auf dem Nürburgring fand außerdem schon dreimal (in 1927, 1966 und 1978) die Straßenrad-Weltmeisterschaft statt.

Literatur


- Michael Behrndt, Jörg-Thomas Födisch: 75 Jahre Nürburgring; Heel Verlag; 2002; ISBN 3898800830

Weblinks


- [http://www.nuerburgring.de/ Offizielle Seite]
- [http://www.nurburgring.de/ Fan-Seite]
- [http://adac.24h-rennen.de/ 24-Stunden-Rennen]
- [http://www.project-lemans.de Seite mit Informationen zu GT-Rennen und -Fahrzeugen] Kategorie:Rennstrecke Kategorie:Rheinland-Pfalz Kategorie:Rheinland Kategorie:Formel-1-Rennstrecke ja:ニュルブルクリンク

Nürburgring

Der Nürburgring ist eine legendäre Rennstrecke in der Eifel, die am 18. Juni 1927 eingeweiht wurde. Im Jahre 1984 wurde an gleicher Stelle die zum damaligen Zeitpunkt "modernste und sicherste Grand-Prix-Strecke der Welt" eröffnet. Benannt wurde "der Ring" nach der Burgruine Nürburg bzw. der gleichnamigen Ortschaft, die ebenso wie Quiddelbach, Herschbroich und Breidscheid im Innern der heute 20,8 Kilometer langen Nordschleife liegen. Die erste "Gebirgs-, Renn- und Prüfungsstrecke" in der Gegend zwischen Adenau und Mayen, mit ihren vielen Kurven, Gefällen und Sprunghügeln, galt jahrzehntelang in ihrer ursprünglich 22,8 km langen Nordschleifen-Variante als einer der schwierigsten Grand-Prix-Kurse der Welt und wurde deswegen auch als "Grüne Hölle" bezeichnet. Der zu bewältigende Höhenunterschied beträgt fast 300 Meter. Zudem gab es eine weniger bekannte 7,7 km lange Südschleife, welche durch die Gemarkung Müllenbach führte und die selten genutzte Möglichkeit, beide zu einem ca. 28 km langen Kurs zu verbinden. Hin und wieder wurden aber auch Sprintrennen auf einem nur 2,2 km langen Kurs im Start-Ziel-Bereich veranstaltet. Außerdem gab es Bergrennen mit Start in "Müllenbach", dem tiefsten Punkt der Strecke. Gefahren wurde entgegen der üblichen Richtung hoch zu Start und Ziel. Da dann die Rückführung weiter im Kreis zurück nach Müllenbach führte, war ein unterbrechungsloser Betrieb möglich. Solche Bergrennen konnten innerhalb eines Tages mit Trainings- und Wertungsläufen durchgeführt werden. Der Argentinier Onofre Marimón verunglückte 1954 tödlich auf dem Nürburgring. Die enge, von Hecken umsäumte Strecke geriet seit Ende der 1960er-Jahre angesichts der immer schnelleren Fahrzeuge zunehmend in die Kritik. Im Jahre 1970 erwirkten die Formel-1-Fahrer kurzfristig einen Boykott, worauf der Große Preis von Deutschland vorübergehend an den Hockenheimring verlegt wurde. Nach Umbauarbeiten 1970/71 kehrte die Königsklasse für zweimal drei Jahre in die Eifel zurück, wobei allerdings jeweils weitere Umbaumaßnahmen verlangt wurden. Aufgrund der Hanglage können an vielen Stellen jedoch keine der geforderten breiten Auslaufzonen erstellt werden, da dies enorme Erdbewegungen erfordern würde. Zudem hatten die Ambulanzen bei Unfällen immer kilometerlange Wege zurückzulegen. So stand schon vorher fest, dass die Formel 1 aufgrund dieser Sicherheitsmängel ihren letzten Lauf am 1. August 1976 dort austragen würde. Dieses Rennen wurde dann zusätzlich vom schweren Feuerunfall Niki Laudas überschattet, der aber nicht, wie immer noch häufig und gerne kolportiert wird, ursächlich für die endgültige GP-Verlegung nach Hockenheim war. Die Motorrad-WM trug zuletzt 1980 einen Grand Prix dort aus. Andere Rennserien (Formel 2, DRM, 1000-km-Rennen, Sportwagen usw.) fuhren trotz großer Bedenken noch bis zum Jahre 1983 auf der Nordschleife. Sogar während der laufenden Umbauarbeiten, nun allerdings mit einer provisorischen Boxenanlage. Sportwagen Im Jahre 1984 wurde dann auf dem Gelände der bisherigen Start-Ziel-Schleife die moderne, ca. 4,5 km lange Grand-Prix-Strecke eingeweiht. Dazu wurde die ursprüngliche Südschleife aufgegeben, die zum größten Teil in die neue Grand-Prix-Strecke oder in öffentliche Zufahrtswege aufging und nur noch sehr selten reaktiviert wird. Der neue Grand-Prix-Kurs wurde im Jahre 2002 mit dem Bau der Mercedes-Arena auf ca. 5,1 km erweitert. Hier wird seit 1995 jährlich der Formel-1-Grand Prix von Europa ausgetragen (1997 und 1998 jedoch als "Großer Preis von Luxembourg", da der Große Preis von Europa 1997 in Jerez [Spanien] als Saisonabschluss und 1998 gar nicht ausgetragen wurde), mit 60 Runden und einer Gesamtdistanz von 308,863 km. Aber auch diverse Motorrad-, Truck- und DTM-Rennen sind auf dem Nürburgring zu Hause. Im Bereich Müllenbach gibt es neben dem normalen Asphaltkurs zusätzliche Schotterpassagen, wodurch hier auch Rallycross-Rennen organisiert werden können. Außerdem fand in diesem so genannten Rallycross-Stadion Müllenbachschleife im Jahre 1989 das zweite Race of Champions der Autosport-Geschichte statt. In Verbindung mit der jetzt noch 20,8 km langen reinen Nordschleife können 24 bzw. 26 km lange Varianten kombiniert werden, auf denen Tourenwagen mehrstündige Langstreckenrennen austragen; und zudem das 24-Stunden-Rennen, das im Jahr 2004 ca. 220.000 Zuschauer anlockte (deutlich mehr als die Formel 1, die wesentlich höhere Eintrittspreise verlangt). Hier fahren rund 220 Autos, vom 100-PS-Kleinwagen über DTM-Werksautos bis hin zum 700 PS starken Turbo-Porsche, gleichzeitig um die Wette, wobei sich jeweils über 700 Fahrer (Amateure und Profis) an den Lenkrädern ablösen. Abends und an Sonntagen kann jedermann gegen eine Gebühr von 15 Euro pro Runde plus 4,50 Euro Bearbeitungsgebühr (Stand: Juni 2005) mit seinem Straßenfahrzeug auf der "berühmt-berüchtigten" Nordschleife fahren. Genutzt wird die gesamte Strecke auch für Sportfahrerlehrgänge, bei denen Rennfahreraspiranten und Rennsport-Interessierte die Ideallinie auf dem Ring erlernen können. Sehr bekannt ist auch das Musikfestival Rock am Ring, das jährlich am Pfingstwochenende auf dem Nürburgring stattfindet. Zu diesem mehrtägigen Rock-Event treffen sich jeweils tausende Besucher und zelten dabei sogar auf der Rennstrecke selbst. Auf dem Nürburgring fand außerdem schon dreimal (in 1927, 1966 und 1978) die Straßenrad-Weltmeisterschaft statt.

Literatur


- Michael Behrndt, Jörg-Thomas Födisch: 75 Jahre Nürburgring; Heel Verlag; 2002; ISBN 3898800830

Weblinks


- [http://www.nuerburgring.de/ Offizielle Seite]
- [http://www.nurburgring.de/ Fan-Seite]
- [http://adac.24h-rennen.de/ 24-Stunden-Rennen]
- [http://www.project-lemans.de Seite mit Informationen zu GT-Rennen und -Fahrzeugen] Kategorie:Rennstrecke Kategorie:Rheinland-Pfalz Kategorie:Rheinland Kategorie:Formel-1-Rennstrecke ja:ニュルブルクリンク

1961

Ereignisse

Jahreswidmungen


- Internationales Jahr der Gesundheit und medizinischen Forschung

Politik


- 1. Januar: Friedrich Traugott Wahlen wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar Der Hamburger Senat wählt aus seiner Mitte den bisherigen Finanzsenator Paul Nevermann (SPD) zum neuen Ersten Bürgermeister und damit zum Nachfolger von Max Brauer, der am Tag zuvor zurückgetreten war
- 3. Januar: Beendigung der diplomatischen Beziehungen zwischen Kuba und den USA
- 19. Januar: Amtsübergabe von US-Präsident Dwight D. Eisenhower an John F. Kennedy
- 6. Februar: Zypern wird Mitglied in der UNESCO
- 15. März: Premierminister Hendrik Frensch Verwoerd kündigt den Austritt Südafrikas aus dem Commonwealth an. Der Austritt erfolgt am 31. Mai
- 18. März: Franz Josef Strauß wird neuer Vorsitzender der CSU
- 17. April: Von den USA gesteuerte Invasion in der Schweinebucht (Kuba)
- 18. April: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Afghanistan. In Kraft seit dem 14. Juni 1963
- 27. April: Sierra Leone wird unabhängig
- 27. April: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Niederlande. In Kraft seit dem 21. April 1962
- 30. Mai: Dominikanische Republik. Tod des Diktators Trujillo
- 31. Mai: Südafrika (vorher Südafrikanische Union) wird zur Republik, Staatsoberhaupt (vorher Queen Elizabeth II) wird als Präsident Charles Robert Swarts
- 3. Juni: Gipfeltreffen Kennedy und Chruschtschow in Wien
- 12. Juni: Aktivisten des Befreiungsausschuss Südtirol sprengen in Bozen Strommasten. Ihr Ziel ist die Autonomie Südtirols
- 19. Juni: Kuwait wird unabhängig
- 20. Juli: Kuwait wird Mitglied der Arabischen Liga
- 13. August: Baubeginn der Berliner Mauer
- 27. August: Vertrag über die Kulturbeziehungen zwischen Deutschland und den Niederlanden
- 11. September: Es beginnt der bewaffnete Aufstand in Süd-Kurdistan unter Barzani, der nach und nach zu einer Volksbewegung der nationalen Befreiung wird. Die irakische Luftwaffe beginnt mit massiver Bombardierung kurdischer Dörfer
- 17. September: Bei der Bundestagswahl 1961 verliert die CDU ihre absolute Mehrheit
- 18. September: Der amtierende UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld stürzt unter mysteriösen Umständen bei einer Friedensmission im Kongo ab. Sein Nachfolger wird Sithu U Thant
- 27. September: Sierra Leone wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 28. September: die Vereinigte Arabische Republik zwischen Ägypten und Syrien löst sich nach Austritt Syriens auf
- 1. Oktober: Unabhängigkeit von Westkamerun und Vereinigung mit Ostkamerun
- 3. Oktober: Irland wird Mitglied in der UNESCO
- 27. Oktober: Mauretanien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 27. Oktober: Mongolei wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 30. Oktober: Syrien wird Mitglied in der ILO (Internationale Arbeitsorganisation)
- 30. Oktober: Auf der russischen Insel Nowaja Semlja wird die Zar-Bombe gezündet, die stärkste jemals gezündete Wasserstoffbombe
- 9. November: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Pakistan. In Kraft seit dem 30. Dezember 1962
- 12. November: Stalingrad wird in Wolgograd umbenannt
- 3. Dezember: Albanien bricht die Beziehungen zur Sowjetunion ab
- 9. Dezember: Sansibar und Tanganyika schließen sich zu Tansania zusammen
- 14. Dezember: Vereinigte Republik Tansania wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 16. Dezember: Gründung von Umkhonto We Sizwe, dem militanten Arm des African National Congress, der sich gegen die Apartheid in Südafrika einsetzte
- 18. Dezember: Indien besetzt die letzten portugiesischen Kolonialgebiete aus seinem Territorium
- 20. Dezember: Dominikanische Republik. Erste freie Wahlen

Wissenschaft und Technik


- 12. April: Der erste bemannte Weltraumflug der Geschichte startet: Die Raumkapsel Wostok mit dem Kosmonauten Juri Gagarin an Bord
- Nach Tausenden bekannten Fällen von Missbildung Dysmelie wird das 1957 von einer Stolberger Firma auf den Markt gebrachte Contergan vom Markt genommen
- 5. Mai: Als 1. Amerikaner fliegt Alan Shepard ins All

Kultur


- 20. Mai: Uraufführung der Oper Elegy for Young Lovers von Hans Werner Henze in Schwetzingen
- 8. September: Unternehmen Stardust von Karl-Herbert Scheer erscheint als Nr. 1 der Serie Perry Rhodan
- 25. September: Uraufführung der Oper Alkmene von Giselher Klebe an der Deutschen Oper Berlin
- 15. Oktober: Uraufführung der Oper Leonce und Lena von Kurt Schwaen an der Deutschen Oper Berlin
- 17. Dezember: Uraufführung der Oper Das lange Weihnachtsmahl von Paul Hindemith am Nationaltheater in Mannheim
- Max Frisch schreibt das Theaterstück „Andorra“, das allerdings in einem fiktiven, und nicht dem realen Land Andorra spielt. Mehr hierzu siehe Andorra (Drama)
- Exquisite Wein-Ernte in Bordeaux
- Perry Rhodan (heute erfolgreichste Science-Fiction- und Heftroman-Serie der Welt) erscheint zum ersten mal

Umwelt


- 11. September: Der World Wide Fund for Nature (WWF) wird in der Schweiz gegründet

Katastrophen


- 15. Februar: Brüssel, Belgien. Absturz einer Boeing 707 beim Landeanflug. Alle 72 Personen an Bord starben, ebenso eine Person vom Bodenpersonal
- 11. Juli: Flughafen Stapleton, Denver, Colorado, USA. Eine DC-8 der United Airlines mit 129 Menschen an Bord, hatte ein hydraulisches Problem während des Fluges. Während der Notlandung auf dem Flughafen Stapleton platzten zwei Reifen und das Flugzeug fing an sich zu drehen und fing Feuer. Die Brandbekämpfung und Rettung der Personen wurde von einer unterbesetzten und schlecht ausgestatteten Abteilung des Flughafens begonnen. Auf die Hinzuziehung der Städtischen Feuerwehr oder auf ein Hilfeersuchen an die sich in der Nähe befindliche Basis der U.S. Air Force wurde verzichtet. Sieben Monate vor der Katastrophe hatte ein Inspektor festgestellt, dass die Flughafen-Feuerwehr und die Notfall-Ausrüstung ungenügend war. Insbesondere bemängelte er die unzureichende Wasserkapazität und die fehlende Schaum-Löschanlage. Die städtischen Beamte von Denver lobten trotzdem die Erfolge und Anstrengungen der Flughafen-Feuerwehr. 17 Menschen starben (eine davon vom Bodenpersonal), 84 Menschen kamen mit Verletzungen davon
- 12. Juli: Casablanca, Marokko. Absturz einer tschechischen Ilyushin-18
- 16. Juli: Azul, Brasilien. Absturz einer Boeing 707 der Argentine Airlines
- 1. September: Eine Lockheed L-049 der TWA stürzte bei Hinsdale, Illinois, USA, ab. 78 der 89 Personen starben dabei
- 10. September: Beim Autorennen,Großer Preis von Monza verunglückt der deutsche Rennfahrer Graf Berghe von Trips tödlich. Auch 16 Zuschauer sterben
- 10. September: Shannon, Irland. Absturz einer DC-6 der President Airlines
- 12. September: Rabat, Marokko. Absturz einer Caravelle der Air France
- 10. September: Flug Düsseldorf: USA, stürzt bei der Zwischenlandung in Irland ab. 83 Tote, davon 65 Deutsche
- 31. Oktober: der Hurrikan Hattie zerstört die Hauptstadt von Belize
- 1. November: Eine Douglas DC-7C der brasilianischen Fluggesellschaft Panair do Brasil stürzte beim Landeanflug auf Recife, Brasilien ab. Alle 45 Personen werden dabei getötet
- 8. November: Richmond, Virginia, USA. Absturz einer Lockheed Constellation der Imperial Airlines
- 30. November: Sydney, Australien. Eine Vickers Viscount der Ansett Australia stürzte aufgrund von starken Turbulenzen bei Sydney ab. Alle 15 Insassen starben

Sonstiges


- 12. Juli: Der Holzsendeturm des Rundfunksenders Nürnberg-Kleinreuth wird gesprengt

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1. Januar: Sven Regener, deutscher Musiker und Schriftsteller
- 1. Januar: Mirwais, französischer Musiker und Musikproduzent
- 1. Januar: Zübeyir Aydar, Vorsitzender des Volkskongresses Kurdistan
- 2. Januar: Ingo Lenßen, Rechtsanwalt und Schauspieler
- 3. Januar: Susanne Riess-Passer, österreichische Politikerin
- 6. Januar: Toru Tanabe, japanischer Opernsänger und Schauspieler
- 7. Januar: Roland Suso Richter, Filmregisseur
- 8. Januar: Calvin Smith, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 13. Januar: Julia Louis-Dreyfus, US-amerikanische Schauspielerin
- 17. Januar: Maja Tschiburdanidse, georgische Schachspielerin
- 18. Januar: Mark Messier, ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler in der NHL
- 21. Januar: Manfred Müller (Landrat), deutscher Lokalpolitiker im Kreis Paderborn
- 21. Januar: Cornelia Pröll, österreichische Skirennläuferin
- 24. Januar: Karl-Heinz Smuda, deutscher Hörfunkjournalist
- 24. Januar: Guido Buchwald, deutscher Profi-Fußballspieler und Fußballtrainer
- 24. Januar: Christa Kinshofer, deutscher Skirennläuferin
- 24. Januar: Wulf R. Halbach, Medien- und Kommunikationswissenschaftler
- 24. Januar: Nastassja Kinski, deutsche Schauspielerin
- 26. Januar: Wayne Gretzky, kanadischer Eishockeyspieler
- 26. Januar: Benjamín Rausseo, venezolanischer Komiker und Entertainer
- 30. Januar: Ulrike Dietmann, deutsche Autorin
- 30. Januar: Richard Reichensperger, österreichischer Journalist und Literaturkritiker († 2004)
- 2. Februar: Lauren Lane, Schauspielerin
- 4. Februar: Stewart O'Nan, US-amerikanischer Schriftsteller
- 5. Februar: Dietmar Bär, deutscher Schauspieler
- 6. Februar: Malu Dreyer, deutscher Politiker
- 6. Februar: Bernd Dittert, ehemaliger deutscher Bahnradfahrer, Bundestrainer im Bahnradsport
- 8. Februar: Ellen Arnhold, Fernsehmoderatorin der ARD
- 8. Februar: Vince Neil, US-amerikanischer Musiker
- 10. Februar: Eva Pfaff, ehemalige deutsche Tennisspielerin
- 10. Februar: Alexander Payne, US-amerikanischer Filmregisseur
- 11. Februar: Andreas Krautscheid, deutscher Politiker und MdB a.D., Rechtsanwalt
- 17. Februar: Ariane Ehrat, Schweizer Skirennläuferin
- 18. Februar: Armin Laschet, deutscher Europaabgeordneter
- 18. Februar: Hagen Liebing, Musiker und leitender Musikredakteur bei dem Stadtmagazin Tip Berlin
- 19. Februar: Justin Fashanu, britischer Fußballspieler († 1998)
- 20. Februar: Imogen Stubbs, britische Schauspielerin
- 21. Februar: Andreas Modl, Bundesreferent für das American Karate System im Deutschen Karate Verband
- 21. Februar: Martha Hackett, US-amerikanischer Schauspielerin
- 24. Februar: Erna Solberg, norwegische konservative Politikerin
- 25. Februar: Hermann Gröhe, Mitherausgeber Chrismon
- 28. Februar: Mark Latham, australischer Politiker und Vorsitzender der Australian Labor Party
- 28. Februar: Klaus-Peter Willsch, deutscher Politiker und MdB
- 1. März: Albert Mülleder, österreichischer Domkapellmeister zu Wiener Neustadt († 1999)
- 2. März: Ingeborg Gräßle, deutsche Politikerin
- 4. März: Sabine Everts, deutsche Leichtathletin
- 8. März: Larry Murphy, ehem. kanadischer Eishockeyspieler
- 10. März: Mike Bullard, kanadischer Eishockeyspieler und -trainer
- 15. März: Sabine Baeß, deutsche Eiskunstläuferin
- 15. März: Max Julen, Schweizer Skirennfahrer, Olympiasieger
- 16. März: Todd McFarlane, kanadisch/US-amerikanischer Comiczeichner
- 18. März: Heidi Preuss, ehemalige US-amerikanische Skirennläuferin
- 18. März: Richard Biggs, ein US-amerikanischer Fernseh- und Theaterschauspieler († 2004)
- 19. März: Rune Bratseth, norwegischer Fußballspieler
- 20. März: Maja Maranow, deutsche Schauspielerin
- 20. März: Ingrid Arndt-Brauer, eine deutsche Politikerin
- 22. März: Ingolf Roßberg, gegenwärtiger Oberbürgermeister von Dresden
- 23. März: Petra Selg, deutsche Politikerin
- 23. März: Steve Holmes, Rumänisch-deutscher Pornodarsteller
- 24. März: Nina Hoger, deutsche Schauspielerin
- 24. März: Jörg Baberowski, deutscher Historiker
- 27. März: Tony Rominger, ehemaliger Schweizer Radrennfahrer
- 28. März: Barbara Wussow, österreichische Fernsehschauspielerin
- 29. März: Michael Winterbottom, britischer Filmregisseur
- 1. April: Regine Mösenlechner, deutsche Skirennläuferin
- 2. April: Karina Thayenthal, deutsche Schauspielerin
- 3. April: Eddie Murphy, US-amerikanischer Schauspieler und Komiker
- 7. April: Marco Rima, Schauspieler und Kabarettist
- 9. April: Robert Zoller, österreichischer Skirennläufer
- 12. April: Lisa Gerrard, australische Musikerin und Sängerin
- 13. April: Uwe Hübner, deutscher Radio- und Fernsehmoderator
- 14. April: Robert Carlyle, schottischer Schauspieler
- 15. April: Kerstin Walther, deutsche Leichtathletin
- 15. April: Luca Barbarossa, italienischer Sänger
- 18. April: Franco Cesarini, Schweizer Komponist und Dirigent
- 19. April: Kirsten Emmelmann, ehemalige deutsche Leichtathletin
- 23. April: Frank Lippmann, deutscher Fußballspieler
- 23. April: Dirk Bach, deutscher Schauspieler, Moderator und Comedian
- 25. April: Frank De Winne, belgischer Astronaut
- 26. April: Joan Chen, chinesisch-US-amerikanische Schauspielerin und Regisseurin
- 27. April: Karl Alpiger, Schweizer Skirennläufer
- 28. April: Julia Jones, Dirigentin
- 30. April: Thomas Schaaf, deutscher Fußballer und Trainer
- 30. April: Franky van der Elst, ehemaliger belgischer Fußballspieler
- 30. April: Isiah Thomas, US-amerikanischer Basketballspieler
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