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Großes Bett Von Ware

Großes Bett von Ware

Das Große Bett von Ware (engl. Great Bed of Ware) ist ein sehr großes Bett mit Eichenholz-Pfosten, verziert mit Einlegearbeiten, welches sich ursprünglich in einer Herberge in Ware, England, befand. Es ist bemerkenswert, weil mehr als fünfzehn Personen darauf komfortabel übernachten können; und es wurde von William Shakespeare in "Twelfth Night" erwähnt:
Go, write it in a martial hand; be curst and brief; it is no matter how witty, so it be eloquent and full of invention; taunt him with the licence of ink; if thou 'thou'st' him some thrice, it shall not be amiss; and as many lies as will lie in thy sheet of paper, although the sheet were big enough for the bed of Ware in England, set 'em down; go about it. Let there be gall enough in thy ink; though thou write with a goose-pen, no matter. About it.
Weil das Bett nach dem Erscheinen dieses Werks Berühmtheit erlangte, schnitzten viele Benutzer des Bettes ihre Namen in die Pfosten. Zur Zeit befindet sich das Bett, welches vermutlich um 1590 erbaut wurde, im Victoria and Albert Museum in London.
- [http://www.vam.ac.uk Website des Museums] Kategorie:Möbelstück

Bett

Das Bett beschreibt im Allgemeinen einen Ruhe- oder Schlafplatz.

Grundlegender Aufbau

Ein einfaches Bett besteht heute aus einem Rahmen oder Gestell, auf dem eine Matratze liegt.

Geschichte

Schon im alten Ägypten schlief man auf kunstvoll verzierten Liegen, sie wurden, wie später bei den Griechen und Römern, nicht nur zum Schlafen, sondern auch als Liege bei Tisch verwendet, denn bis ins 19. Jahrhundert war es unüblich, Schlaf- und Wohnbereich zu trennen. Die Ägypter hatten hochbeinige Bettgestelle, welche mittels eines Trittes bestiegen werden mußten, mit Polstern belegt und mit einem Mückennetz ringsum abgeschlossen waren. Charakteristisch sind die aus Stein, Holz oder Metall gearbeiteten halbkreisförmigen Kopfstützen. Assyrer, Meder und Perser hatten ähnliche Betten mit bunten, prächtigen Teppichen und mit allerlei Zierat aus Metall, Perlmutter, Elfenbein. Das Bett des Odysseus war nach der Homerischen Überlieferung ein verziertes vierfüßiges Rahmenwerk, bespannt mit Riemen aus purpurn schimmernder Stierhaut und bedeckt mit Fellen und Teppichen, mit leinenem Überzug und wolligem Mantel als Decke. Die Griechen hatten hölzerne Bettstellen, oft mit reich verzierten Füßen und lehnenartiger Erhöhung am Kopfende. Auf Gurten ruhten die mit Wolle oder vegetabilischen Fasern gefüllte Matratze und ein rundes Kopfpolster, welche mit Leinentüchern, wollenen Decken, Fellen oder einem Lederüberzug bedeckt wurden. Das Bett der Römer (lectus cubicularis) war ähnlich konstruiert und oft mit großem Luxus ausgestattet. Ein Gestell aus Holz oder Bronze stand auf meist bronzenen Füßen, die mit kostbarem Metall oder Elfenbein verziert waren, und trug auf Gurten die mit Schilf, Heu, Wolle oder Federn von Gänsen oder Schwänen gefüllte Matratze [culcita oder culcitra(etymologisch nicht völlig klar) - wörtlich: Kissen, Polster; torus - wörtlich: Polster, Lager, Sofa, Bett, Ehebett, Liebe und dementsprechend schließlich Ehe! Weitere Möglichkeiten: stratum, stragulum]; am Kopfende lagen kleine Kissen (pulvinus - Sitz- oder Kopfkissen; cervical - nur in der Bedeutung des Kopfkissens). Über die Matratze breitete man Decken (stragula - lat. Plural von stragulum; tegumenta, operimenta, velamenta) aus kostbaren Stoffen, oft mit reichen Stickereien und in purpurner Farbe. Ebenso reich waren die Behänge (toralla; Singular: toral - wörtl.: Sofa-, Bettdecke), welche von der Matratze bis auf den Fußboden reichten. Die hintere Seite des Bettes war oft mit einer Lehne (pluteus - im Allgemeinen die eines Speisesofas, aber auch das Speisesofa selbst wurde mit dieser Bezeichnung auch fallweise tituliert) versehen. Außer diesen Schlafbetten hatten die Römer das Ehebett (lectus genialis), das niedrige Krankenlager (lectus aegrotantis, scimpodium), das Paradebett der Toten (lectus funebris), das Ruhebett (lectus lucubratorius), auf welchem man las, meditierte oder liegend schrieb, und das niedrige, sofaartige Speisebett (lectus, triclinium - ein griechisches Lehnwort). An dieser Stelle sei Folgendes bemerkt: Die angeführten lateinischen Begriffe sind teilweise sehr uneindeutig und vielseitig. Ein Beispiel für die Varianz der Semantik sei lectus. Dieser wird oder wurde - etwaige Attribute nicht einbezogen - u. a. für die Beschreibung der Begriffe Bett, Lager, Ruhebett, Braut- bzw. Ehebett, Speisesofa und Leichenbett verwendet. Hier wurden nach Möglichkeit die jeweils gebräuchlichsten Bezeichnungen genannt, doch die Überschneidungen sind zahlreich und somit kommt es auf Nuancen an, welches Wort zu bevorzugen ist. Betten waren zu diesen Zeiten der reichen Obersicht vorbehalten. Für die breite Masse der Bevölkerung waren Betten purer Luxus, sie schliefen auf dem Boden, hatten einfache Lager aus Strohsäcken oder einfachen Matratzen. Matratze Im Mittelalter kamen Himmelbetten in Mode. Das vierpfostige Bett mit Vorhängen diente tagsüber als Sitzgelegenheit, nachts wurden die Vorhänge zugezogen, und es bildete sich ein Alkoven. Die Betten wurden von nun an immer größer und geräumiger, die Stoffe wurden feiner, die Materialien exquisiter und die Schnitzereien kunstvoller. Noch im frühen Mittelalter bedeckte man auch oft den Fußboden mit Teppichen, belegte diese mit Kissen, welche mit Federn (plumit) oder fester mit Wolle oder Haaren gestopft waren (matraz), und benutzte Pelze als Decken. Die Bettstellen waren ursprünglich den römischen sehr ähnlich und aus Bronze gefertigt. Man legte sich damals meist nackt ins Bett und hüllte sich in das große, über die Kissen gebreitete Leintuch (Leilachen, linde Wat, Linten). Vom 13. Jahrhundert an entwickelte sich größerer Luxus, die hölzernen Bettstellen wurden mit eingelegter Arbeit verziert, geschnitzt und bemalt. Damals entstanden auch bereits die Spannbetten, die am Tag als Sofa dienten. Auf einem vierfüßigen, mit Stricken überspannten Gestell lag das lederne, mit seidenen Stoffen überzogene und mit Federn gefüllte Unterbett, welches mit der gesteppten Decke (Kulter) bedeckt wurde. Auf dieses Möbel wurden für die Nacht ein leinenes Betttuch (Lilachen) gebreitet und einige Kissen, namentlich die so genannten Ohrkissen, hinzugefügt. Zum Füllen der Kissen dienten zur Zeit der Minnesänger besonders Eider- und Adlerdaunen. Als Zudecken dienten seidenbezogene, pelzgefütterte Decken. Bei den gewöhnlichen Betten benutzte man als Unterlage bis in das 12. Jahrhundert hinein nur Stroh. Unterbetten und Matratzen findet man erst viel später. Ein eignes Bett benutzten damals nur ganz vornehme Leute; das Gefolge, die Ritter mußten zu zweien oder dreien ein schmales Lager teilen. Das Hauptbett für das Ehepaar bildete das hervorragendste Möbel der Kemenate. Bereits damals wurden die Vorhänge und die Betthimmel Mode, und an letzteren befestigte man Hängelampen als Nachtlicht. Das Kopfende des Bettes wurde stets an die Wand gestellt, so dass man von beiden Seiten in das Bett steigen konnte. Dabei aber ließ man zwischen Bett und Wand an der einen Seite einen nicht zu breiten Raum (la ruelle) als Empfangsort für intime Freunde, der Anfang des späteren Boudoirs(ein kleines, elegantes Damenzimmer). Wirkliche Alkoven kamen erst im 16. Jahrhundert in Gebrauch. Allmählich stieg der Luxus, die Ausstattungsstücke der Betten vermehrten sich, und die Größe des Bettes wuchs derart, dass es im 15. Jahrhundert wie ein Haus in der Stube stand, groß genug, eine ganze Familie aufzunehmen. An den Höfen hatte man Paradebetten, welche nicht benutzt, sondern in Prunkgemächern aufgestellt wurden. Dort wurden diejenigen vornehmen Personen, namentlich fremde Gesandte, empfangen, welche zwar nicht zum Betreten des Schlafzimmers berechtigt waren, aber doch vor den übrigen Höflingen ausgezeichnet werden sollten. In diesen Prunkzimmern fand das so genannte grand lever statt, das petit lever dagegen im Schlafzimmer. Ähnlich, wenn auch mit weniger Luxus ausgestattet, waren die Betten des wohlhabenden Bürgerstandes. Allmählich veränderte sich aber die Form des Bettgestells; dasselbe nahm nach und nach die Gestalt eines Kastens an (Bettlade), in welchem dann die Bettstücke aufgetürmt wurden. Im 18. Jahrhundert kamen dann die schweren Federbetten auf. Als das Bett schließlich in Massenproduktion ging, verschwanden die kunstvollen Verzierungen wieder. Die Betten bestanden nun aus einfachen Materialen wie Eisen oder Holz und waren für jedermann erschwinglich. Kunstvolle Verzierungen und teure Materialien spielen heute in der Bettenproduktion kaum noch eine Rolle, viel mehr sind Schlafkomfort und ergonomische Aspekte in den Mittelpunkt gerückt.

Bettformen

;Bettgestell mit Matratze : Dies stellt die heute gebräuchlichste Form dar. Das Bettgestell besteht dabei meist aus Holz oder Metall. Auf ihm ruht ein Lattenrost, auf dem wiederum eine Matratze liegt. Es gibt verschiedene Variationen wie das Doppelbett, das Hochbett oder das Stockbett. ;Feldbett: Dies ist ein zusammenklappbares, mit reißfestem Stoff bespanntes Gestell aus Holz oder Metall (meist Aluminium) in Form einer tragbaren Liege. Die Bezeichnung rührt aus dem Militärbereich, da man das Feldbett mit ins Feld zum Kriegsschauplatz transportieren konnte. In den Lazaretten zur Erstversorgung standen fast ausschließlich Feldbetten. ;Futonbett: Diese sehr alte Form stammt aus Japan. Sie bezeichnet eine einfache, meist harte Matratze die entweder auf dem Boden oder auf einem niedrigen Holzgestell liegt. ;Himmelbett : Das Himmelbett ist ähnlich dem normalen Bett, jedoch mit verlängerten Bettpfosten ausgestattet, die einen Himmel aus Stoff und Vorhänge für die Seiten halten. Im Mittelalter war es sehr verbreitet, da nicht nur die Intimität geschützt wird, sondern auch die Wärme im Alkoven gehalten wird. ;Wasserbett : Das Bett besteht aus einer Matratze, die mit Wasser gefüllt ist. Schon die alten Perser vor rund 3000 Jahren nutzen diese Form des Bettes. Sie füllen Säcke aus Ziegenhäuten mit Wasser, um darauf zu schlafen. Diese frühen Wasserbetten konnten kühlen, wenn sie mit frischen Quellwasser gefüllt wurden oder wärmen, wenn sie tagsüber in die Sonne gelegt wurden. Das Wasserbett wurde aber erst Mitte des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt. 1885 wurde das Wasserbett dann in Serie verkauft. Besonders wegen der medizinischen Wirkung des Wasserbettes, z. B. für Dekubituspatienten, wird das Bett von vielen Ärzten empfohlen. Wasserbetten werden i.d.R. elektrisch geringfügig beheizt. ;Gitterbett: Beim Gitterbett schützen seitlich angebrachte Gitter vor dem Herausfallen aus dem Bett. Zum Besteigen des Bettes kann das Gitter weggeklappt bzw. Gitterstäbe entfernt werden. Gitterbetten werden in erster Linie für Babys, Kleinkinder sowie geistig verwirrte Personen verwendet. ;Pflegebett: Das Pflegebett unterscheidet sich vom normalen Bett durch seine Verstellmöglichkeiten (manuell oder motorisch) der Liegefläche und Liegehöhe. Damit kann es den Bedürfnissen einer bettlägerigen bzw. pflegebedürftigen Person angepasst werden. Gleichzeitig wird dadurch auch die Pflege erleichtert.

Bettgrößen

Siehe auch


- Bettware | Torfbett | Schlafsack | Wiege | Hängematte
- Flussbett

Weblinks


- [http://www.ergonomie-katalog.com/0/infos/bett-1.php Ergonomie Katalog: Das Bett] Informationen rund um das Bett, gesundes Schlafen, rückengerechte Matratzen
- [http://www.das-kind-muss-ins-bett.de/ Tipps und Forum rund um das Thema "Das Kind muss ins Bett"] Kategorie:Möbelstück simple:Bed] [[ca:Llit]] [[cs:Postel ja:ベッド simple:Bed

Ware

Die Ware (v. mittelhochdt.: war(e) in Verwahrung Genommenes) bildet die ökonomische Elementarform der Marktwirtschaft. Sie ist ein materielles oder immaterielles Gut, das durch seine Eigenschaften menschliche Bedürfnisse befriedigt, allerdings nur durch Tausch bzw. Kauf erwerbbar ist. Kennzeichen der Ware ist, dass der gesellschaftliche Bedarf ausgenutzt wird, um einen ökonomischen Gegenwert zu verlangen; wirkliche Waren werden also explizit für den Handel produziert. Diese ökonomische Kalkulation unterstellt, dass sich in der Gesellschaft eine Form von Geld etabliert hat. Den Prozess des zur-Ware-werdens bezeichnet man auch als Kommodifizierung. Die Ware ist also durch zwei gegensätzliche Faktoren bestimmt, ihre
- Produkt-Eigenschaften und ihren
- ökonomischen Charakter

Sonderform Gebrauchsgut

Als Gebrauchsgut (Commodities) kann sie wirken, wenn ihre materiellen Qualitäten sie für den Konsum oder die Weiterverarbeitung nützlich machen; das unterscheidet die Ware aber nicht gegenüber anderen Arten von Gütern, besonders in früheren Gesellschaften. Die Übersetzung von Commodities ist eine Sonderform von Ware und bedeutet: Bedarfsartikel, Gebrauchsgut oder Handelsartikel. Commodities sind Produkte, die als Massenware verkauft werden und sich hauptsächlich in ihrem Preis von anderen Produkten unterscheiden. Dabei sind sowohl Produktqualität als auch Produkteigenschaften nahezu identisch. Als weiteres Charakteristikum besitzt ein Commodity keinerlei Differenzierungspotenzial. Diese hohe Austauschbarkeit hat zur Folge, dass der Hersteller eines Commodity für den Markt primär irrelevant ist und damit auch nahezu keine Kundenbindung existiert. Hieraus resultiert eine sehr geringe Marge, welche nur ein niedriges Serviceniveau erlaubt, da der einzige Wettbewerbsvorteil eines Commodity ein niedriger Preis ist. Daher gilt bei Commodities ganz klar die Wettbewerbsbedingung, dass die Kostenführerschaft der schlagende Wettbewerbsvorteil ist. Commodities sind oftmals Produkte, die lange Zeit als „Specialties“ (siehe specialties) mit einer relativ hohen Marge von nur wenigen Anbietern verkauft wurden. In Folge der Globalisierung drängen neue Wettbewerber, v.a. aus dem asiatischen Raum, mit Billigware in den Markt. Diese neuen Billiganbieter haben inzwischen die Qualität für viele Produkte entscheidend verbessern oder gar angleichen können, weshalb das Produkt nicht mehr ein „Specialty“ ist, sondern ein „Commodity“ geworden ist. Die wichtigsten Commodities werden in fest definierten Qualitäten an Warenbörsen international gehandelt (z.B. Getreide, Metalle, Erdöl etc.). Wichtige Warenbörsen befinden sich u.a. in New York (New York Metal Exchange NYMEX), Chicago und London.

Geschichte

Obwohl der Ursprung der Ware bis in die Vorgeschichte zurückreicht, blieb die Warenproduktion in allen früheren Gesellschaften eine Ausnahme; erst mit dem Aufkommen kapitalistischer Produktionsverhältnisse wurde sie zum bestimmenden ökonomischen Zweck.

Immaterieller Handel mit Waren

Bei Warentermingeschäften werden statt der Ware Optionsscheine (eine Art vordatierte Kaufverträge) gehandelt. An die Stelle der materiellen Güter treten Wertpapiere, da die gehandelte Ware selbst noch nicht existiert oder für den Handel noch nicht verfügbar ist. Durch Vermietung oder Leasing geht die Ware zwar zeitweilig in den Besitz des Empfängers über, bleibt aber Eigentum des Anbieters. Der Preis richtet sich nach der Nutzungsdauer oder Nutzungsmenge und wird in der Regel fortgesetzt für festgelegte Zeitabschnitte erhoben oder (bei kurzzeitiger Nutzung, z.B. bei Mietautos) nach Abschluss der Nutzungszeit abgerechnet. Siehe auch: Handelsware, Kommissionsverkauf, Wertverfall von Waren, Sore (Diebesgut)

Literatur


- Anselm Jappe (2005): Die Abenteuer der Ware. Für eine neue Wertkritik. Unrast-Verlag. ISBN 3-89771-433-7
- Karl Marx: Ware. In: Kapital I, MEW 23, 49. [http://www.marx-forum.de/marx-lexikon/lexikon_w/ware.html]
- Förderverein Krisis: Zeitschrift KRISIS. beiträge zur kritik der warengesellschaft. [http://www.krisis.org/] Kategorie:Wirtschaft Kategorie:Handel Kategorie:Marxismus ja:商品

William Shakespeare

William Shakespeare (
- 1564 in Stratford-upon-Avon; † 23. April 1616 in Stratford-upon-Avon (Datum des seinerzeit in England noch geltenden julianischen Kalenders, Sterbedatum nach dem in den katholischen Ländern, später auch in England eingeführten gregorianischen Kalender: 3. Mai 1616)) gilt als einer der größten Dichter und Dramatiker der Weltgeschichte. Dramatiker

Leben

Frühe Jahre

Dramatiker Shakespeares genaues Geburtsdatum ist nicht überliefert. Das Datum seiner Taufe ist in den Taufregistern von Holy Trinity Church in Stratford mit 26. April 1564 angegeben. Da es in jener Zeit üblich war, die Kinder drei Tage nach der Geburt zu taufen, ist anzunehmen, dass er am 23. April geboren wurde. Dieses Datum hat zudem den besonderen Reiz, dass Shakespeare auch an einem 23. April 1616 starb. William Shakespeare ist der Sohn John Shakespeares und Mary Ardens; seine Mutter entstammt einer wohlhabenden Familie des niederen Adels. William besuchte vermutlich die Lateinschule in Stratford-upon-Avon. Genau weiß man das nicht, weil keine Aufzeichnungen oder Schülerlisten aus jener Zeit mehr vorhanden sind, aber für den Sohn eines erfolgreichen Bürgers der Stadt kam wohl kaum etwas anderes in Frage als eine gute Schulausbildung. Sollte er tatsächlich diese Schule besucht haben, ist er in Latein, Geschichte, Morallehre und Dichtkunst unterrichtet worden. Mit 18 Jahren heiratet er 1582 die um 8 Jahre ältere Bauerntochter Anne Hathaway. Das genaue Datum der Heirat ist unbekannt, aber das Aufgebot wurde am 28. November bestellt. Sechs Monate danach, am 26. Mai 1583, wurde seine Tochter Susanna geboren. Es knüpfen sich allerlei Spekulationen an die Tatsache, dass William eine viel ältere Frau wahrscheinlich nur deswegen heiratete, weil sie ein Kind von ihm erwartete. Auch, dass er schon bald seine Familie verließ, um nach London zu gehen, und dass er Anne in seinem Testament später nur sein second-best bed (sein zweitbestes Bett) hinterließ, mag auf eine wenig glückliche Ehe deuten. Andrerseits kann die Ehe so schlecht nicht gewesen sein, denn die Shakespeares hatten insgesamt drei Kinder (die Zwillinge Hamnet und Judith kamen am 2. Februar 1585 zur Welt – Hamnet starb 1596 im Alter von nur 11 Jahren), und in späteren Jahren kehrte er als reicher Mann nach Stratford und zu seiner Frau zurück, kaufte dort ein großes Haus (New Place), und lebte fortan mit seiner Familie.

Die "dunklen Jahre"

Nach der Geburt der Zwillinge verschwindet Shakespeare aus den offiziellen Dokumenten, und wohl auch aus Stratford. Über die folgenden acht Jahre weiß man bis heute nichts. Diese Zeit wird deshalb the dark years genannt (die dunklen Jahre). Wenn auch keine Fakten bekannt sind, so gibt es umso mehr Anekdoten und Vermutungen. So soll William als Wilderer verhaftet worden sein und eine Zeit lang im Gefängnis verbracht haben. Oder er soll als Schulmeister gearbeitet haben. Dann wieder heißt es, er habe als Söldner in den Niederlanden gekämpft, oder er habe sich als Diener bei einer adeligen Familie verdingt. Am glaubwürdigsten ist vielleicht die Geschichte, dass er einer reisenden Theatertruppe nach London gefolgt ist und dort am Theater gearbeitet hat, um Hilfsdienste zu verrichten. Das erste schriftliche Dokument, das belegt, dass er in London ist, stammt von dem Dichter Robert Greene, der ihn 1592 in einem Pamphlet als Emporkömmling diffamierte, der sich Dinge anmaßte, die ihm nicht zustünden, da er ja nicht wie die angesehenen Dichter seiner Zeit seine Kunst an der Universität gelernt hätte ("There is an upstart crow, beautified with our feathers, that with his tygers heart wrapt in a Players hide supposes he is as well able to bombast out a blank verse as the best of you; and, being an absolute Johannes Factotum, is in his own conceit the only Shake-scene in a country" – Das Wortspiel Shake-Scene ist dabei wohl offensichtlich eine Anspielung auf seinen Namen). Dieses Pamphlet wurde nach dem Tode Greenes veröffentlicht, und der Herausgeber fügte gleich eine Entschuldigung bei, woraus man schließen kann, dass Shakespeare schon bekannt, vielleicht auch populär war und einflussreiche Gönner hatte. Er war zu dieser Zeit bereits Mitglied der Truppe Lord Strange's Men, die sich ab 1594 Lord Chamberlain's Men nannte; Shakespeares Schauspieltruppe war eine der führenden des elisabethanischen London.

Stückeschreiber und Schauspieler

Shakespeare arbeitete als Schauspieler in kleineren Rollen, war Teilhaber der Theatertruppe, insofern prozentual an allen Gewinnen beteiligt, und er schrieb für seine Leute Schauspiele, die überwiegend sehr erfolgreich waren und hohe Einnahmen brachten. Wenn man bedenkt, dass London damals etwa 100.000 Einwohner hatte, dass ein Theater bis zu 3000 Zuschauer fasste, und dass es mehrere Schauspielhäuser in London gab, dann kann man einerseits ermessen, ein wie wichtiges Medium das Theater im elisabethanischen London war, aber auch, wie viele Stücke gebraucht wurden, um das Publikum zufrieden zu stellen. Wenn ein Schauspiel drei- bis viermal hintereinander aufgeführt worden war, musste ein neues her. London So waren Shakespeare und viele andere Stückeschreiber sehr begehrt. Es war deshalb auch gang und gäbe, zum Beispiel ältere Stücke umzuschreiben und wieder aufzuführen; Shakespeares Hamlet ist eine solche moderne Adaption eines älteren Stückes. Oder man verarbeitete Sagen und Märchen zu Dramen, wie etwa König Lear. Eine ebenfalls gängige Methode war, bei erfolgreichen Stücken Fortsetzungen zu schreiben (wie auch heute etwa in der Filmbranche üblich). So war zum Beispiel die Figur des Falstaff in Heinrich IV so populär, dass ihn Shakespeare in Die lustigen Weiber von Windsor wieder aufleben ließ. In dieser Branche war Erfolg die Hauptsache. Der Aspekt Kunst spielte für Shakespeare beim Theater keine Rolle. Schauspiele gingen in den Besitz der entsprechenden Schauspieltruppen über und wurden ängstlich gehütet, damit kein anderes Theater an den Text gelangen und das Stück auch aufführen konnte. Dennoch gab es mehr oder weniger inoffizielle Drucke, denn es herrschte auch eine rege Nachfrage nach solchen Texten.

Dichter und Geschäftsmann

Shakespeare wollte aber mehr sein als nur ein Stückeschreiber. Und so versuchte er sich auch in dem eigentlichen Medium der Dichter jener Zeit, in der Lyrik. Er schrieb 1593 die zwei Verserzählungen Venus and Adonis und Lucrece, die er seinem adeligen Gönner Henry Wriothesley (gesprochen ['rɪðlɪ]), Earl of Southampton zueignete. Und auch einen Zyklus von 154 Sonetten. Als Widmungsträger der Sonette ist "the only begetter" "Mr. W.H." genannt: bis heute ist es nicht geklärt, wer sich hinter den Initialen W.H. verbirgt. Sie behandeln sehr intime Themen wie Liebe, Freundschaft, Tod, und waren wohl ursprünglich nicht zur Veröffentlichung gedacht. Sonett 1597 war Shakespeare bereits Mitbesitzer des Londoner Globe Theatre, das seine Truppe als Nachfolger für das Theatre baute, dessen Pachtvertrag ausgelaufen war. Die Lord Chamberlain’s Men benannten sich nach ihrem Mäzen und Sponsor, dem Lord Chamberlain, und sie waren auch am Hof der Königin Elisabeth beliebt. Später, unter deren Nachfolger Jakob I. durften sie sich dann sogar nach dem königlichen Gönner King’s Men nennen. Als Schauspieler, Stückeschreiber, aber vor allem als Teilhaber des erfolgreichen Globe erwarb sich Shakespeare ein beträchtliches Vermögen und Einfluss, so dass ihm 1596 für seine Verdienste ein Familienwappen gewährt wurde, das sein Vater schon nach 1570 erfolglos beantragt hatte. Und 1597 kaufte er sich das zweitgrößte Haus in seiner Geburtsstadt Stratford, New Place. Aus dem Jahr 1598 ist ein Brief erhalten, in dem sich ein gewisser Richard Quiney bei Shakespeare für ein Darlehen von 30 Pfund bedankt. (18 Jahre später heiratete William Shakespeares Tochter Judith dessen Sohn Thomas.) 1596 baute der Theaterunternehmer James Burbage das Blackfriars Theatre, an dem sich später auch Shakespeare beteiligte, ein im Gegensatz zum Globe überdachten Theater, in dem seine Truppe von nun an während der Wintermonate spielte. Das Publikum dort war exklusiver als in den großen Freilichtbühnen, und allgemein traten die Kultur des Adels und die des Volkes unter Jakob I. weiter auseinander als unter Königin Elisabeth.

Die letzten Jahre

46-jährig kehrte Shakespeare wohlhabend nach Stratford zurück und verbrachte dort seine letzten Lebensjahre, wobei er die Verbindungen zu seinen ehemaligen Kollegen jedoch nicht ganz abreißen ließ, und noch bei einigen Theaterproduktionen als Mitautor beteiligt war. In Stratford starb er 1616 und wurde in der Holy Trinity Church beigesetzt. Die genaue Todesursache ist nicht bekannt, aber das Testament vom März jenes Jahres ist mit sichtlich zittriger Hand unterschrieben. So ranken sich auch um seinen Tod allerlei Gerüchte, wie jenes, dass er zu viel getrunken hatte. Jakob I. Bei einer chemischen Untersuchung von Bruchstücken von Tabakspfeifen, die auf Shakespeares Grundstück in Stratford gefunden wurden, fanden sich Spuren von Marihuana und Kokain, das im 16. Jahrhundert erstmals von Südamerika nach Europa eingeführt wurde. Dies gab Anlass zu Spekulationen, ob Shakespeare Drogen konsumiert haben könnte. (Befürworter dieser Theorie verweisen auch auf die Verwendung der Ausdrücke noted weed und compounds strange in Sonnet 76 und die Anspielung auf eine Tenth Muse in Sonnet 38.) 1623 wurde von den Bürgern Stratfords in der Altarwand der Kirche ein Gedenkstein errichtet, mit einer steinernen Büste und einem lateinischen Spruch. Und seine ehemaligen Theaterkollegen John Hemminges und Henry Condell veröffentlichten seine Werke unter dem Titel Mr William Shakespeare's Comedies, Histories and Tragedies in einem großformatigen Buch, Folio genannt. Wenn auch einige seiner Dramen schon zu Lebzeiten gedruckt worden waren, so war dies doch die erste Gesamtausgabe. Es enthält nicht nur seine Stücke, sondern auch ein Vorwort und ein Lobgedicht des zu jener Zeit populären Dichters Ben Jonson, in dem er Shakespeare als Triumph Englands würdigt und als Dichter für alle Zeiten: Triumph my Britain, thou hast one to show
To whom all scenes of Europe homage owe.
He was not of an age, but for all time! ... Das Portrait, das die Titelseite schmückt, ist das einzige Bild Shakespeares, von dem man annehmen kann, dass der Künstler Martin Droeshout ihn noch persönlich gesehen haben könnte.

Starben Cervantes und Shakespeare am selben Tag?

Es wird immer wieder behauptet, dass der spanische Schriftsteller Miguel de Cervantes und Shakespeare am selben Tag starben, nämlich am 23. April 1616. Dies ist allerdings nicht korrekt. Sie starben zwar am selben Datum, nicht allerdings am selben Tag. Grund ist der, dass Spanien bereits im Jahr 1582 den Gregorianischen Kalender eingeführt hatte, während England noch den julianischen Kalender verwendete. Cervantes starb am 23. April 1616 des gregorianischen Kalenders, und da dieser dem julianischen Kalender um 10 Tage voraus war, hatte Shakespeare an diesem Tag noch 10 Tage zu leben - und starb schließlich am 3. Mai 1616 (nach dem gregorianischen Kalender). England führte den gregorianischen Kalender erst im Jahr 1752 ein.

Spekulationen um die Urheberschaft seiner Werke

Ein bekannter Scherz lautet: Shakespeares Werke sind nicht von ihm geschrieben worden, sondern von einem anderen Mann gleichen Namens. Hintergrund dafür ist, dass immer wieder Diskussionen und Debatten geführt werden, nach denen der Shakespeare-Dichter nicht ein Emporkömmling geringer Bildung aus der Provinz sein könne. Dabei war die Grammar School in Stratford keineswegs eine zweitklassige Ausbildungsstätte. Die Schüler lernten neben Latein und Griechisch sogar Hebräisch und schrieben schon während der Schulzeit kleine Dramen analog der klassischen Stücke, die übersetzt und analysiert wurden. Zweifelsohne aber sind kaum Original-Handschriften von Shakespeare gefunden worden. Zu wenig in der gegenwärtigen Forschung bleibt dabei aber berücksichtigt, dass 1637 Newplace, das Privathaus Shakespeares in Stratford, von puritanischen Ratsherren gesäubert wurde, d.h. das Schrifttum des verpönten Theaterautors wurde entfernt und vernichtet (die verwitwete Tochter Susanna konnte sich nicht wehren). Außerdem wurde 1645 das Globe-Theater in London dem Erdboden gleichgemacht. Gleichzeitig herrschte ein Glaubenskrieg zwischen Anglikanern und Katholiken, der auch auf Shakespeares Familie (katholisch) und seine Biographie nicht ohne Auswirkungen blieb (vgl. Hammerschmidt-Hummel, Honigman, Wilson etc). Durch all die fehlenden Quellen und Unkenntnis der geschichtlichen Hintergründe wurden ab dem 19. Jahrhundert Zweifel an der Autorschaft angemeldet. 1752 Zwei bekanntere Anwärter auf die „echte“ Shakespeare-Autorschaft sind Edward De Vere, Earl of Oxford, und der Philosoph Francis Bacon. Sogar Königin Elisabeth selbst wurde als Autorin der Werke in die Spekulationen einbezogen. Als „eigentlicher“ Autor seiner Werke wird bereits seit Ende des 19.Jahrhunderts sein im gleichen Jahr 1564 geborener Zeitgenosse Christopher Marlowe favorisiert [http://www2.prestel.co.uk/rey/webster.htm], ein brillianter Dramatiker der elisabethanischen Ära. Einflussreich für die Weiterentwicklung der Marlowe-Hypothese war die Monographie von Calvin Hoffman: The murder of the man who was Shakespeare, Julian Messner Inc., New York 1955. In jüngster Zeit wurde die Hypothese von John Baker mit neuen Argumenten unterstützt [http://www2.localaccess.com/marlowe/pamphlet/pamphlet.htm]. Es gibt demnach verschiedene Argumente, dass Marlowe 1593 wegen einer mit Todesstrafe drohenden Anklage der Häresie und des Atheismus (vorübergehende Festnahme am 20. Mai 1593) mit Hilfe seiner Gönner (z.B. Lord Walsingham) dauerhaft untertauchen und sein Tod, kaum mehr als eine Woche später, am 30. Mai 1593 vorgetäuscht werden musste.[http://www2.prestel.co.uk/rey/title.htm] Die überlieferte "Wirtshausschlägerei", bei der Marlowe angeblich zu Tode kam, fand demnach in Wirklichkeit im Hause von Eleanor Bull statt, einem gehobenen Hause einer Familie mit verwandschaftlichen Bindungen zur Königin und Lord Burghley. Der rasch begnadigte Mörder (Frizer) von Marlowe war ein enger Vertrauter des Lord Walsingham. Es bleibt sehr auffällig, dass erst nach dem "vermeintlichen" Tod von Marlowe zum ersten Mal der "literarische" Shakespeare in einem für damalige Verhältnisse nicht mehr jungen Alter von 29 Jahren auftauchte, dessen spätere Werke unter der Annahme erklärt werden können, dass sie in Wirklichkeit eine Fortführung der Arbeiten von Marlowe sind, der zuvor bereits zahlreiche Schriften, Dramen und Übersetzungen verfasst hatte. Wichtige "autobiografische" Teile der Sonnette könnten durch die Annahme eines lebenslangen inneren Exils eine angemessene Erklärung finden [http://www.marlowe-society.org/sonnet74.htm ]. Im Text werden auch Kryptogramme vermutet [http://www.masoncode.com/Marlowe%20wrote%20Shakespeare's%20Sonnets.htm]. Auch die Gräfin Mary Pembroke ist in jüngster Zeit von der amerikanischen Hobbyforscherin Robin Williams als Verfasserin genannt worden. Eine andere Theorie besagt, dass mehrere Zeitgenossen zusammen unter dem Pseudonym Shakespeare geschrieben haben. Für jede dieser Hypothesen gibt es gewisse Indizien, aber keine sicheren Beweise. Die so genannten Stratfordianer vertreten weiterhin die Meinung, dass Shakespeare alleiniger Autor der ihm zugeschriebenen Werke ist [http://shakespeareauthorship.com/].

Rezeption in Deutschland

Mary Pembroke In Deutschland hat die Shakespeare-Rezeption eine wechselvolle Geschichte, in der der Dichter für die verschiedensten Interessen in Dienst genommen, jedoch stets aufs Tiefste bewundert wurde. Von größter Bedeutung ist Shakespeare für die Literaturtheorie der Aufklärung bei Gotthold Ephraim Lessing (im 17. Literaturbrief 1759), für die Dramatiker des Sturm und Drang etwa bei Heinrich Wilhelm von Gerstenberg (Briefe über Merckwürdigkeiten der Litteratur, 1766/67), bei Johann Gottfried Herder (Von deutscher Art und Kunst, 1773) und Johann Wolfgang von Goethe (Rede zum Shäkespears Tag, 1771); jedoch ebenso für die deutsche Romantik und die Dramentheorie des 19. Jahrhunderts. Der im frühen 18. Jahrhundert noch tonangebende Theoretiker Johann Christoph Gottsched, der dem französischen Klassizismus des 17. Jahrhunderts verpflichtet war und dem folglich die den drei Aristotelischen Einheiten entsprechenden französischen Stücke viel eher zusagten, äußerte sich noch recht abfällig über Shakespeare. Doch nun wurde Shakespeare über die Bewunderung der neuen literarischen Wortführer zum Prototyp des Genies. Die Enthusiasten – jeder ernsthafte Dichter in Deutschland zwischen Lessing und Bertolt Brecht war ein Shakespeare-Enthusiast – feierten mit großer Einstimmigkeit die „Colossalische Grösse“ (Goethe) der Shakespeareschen Figuren und die vorerst unbeschreibliche Meisterschaft des Autors. Goethe ruft begeistert aus: „[...] Natur! Natur! nichts so Natur als Schäkespears Menschen“. Dass die Deutschen eine besondere Affinität zu Shakespeare haben und ihn, neben Goethe und Schiller, mitunter gern als ihren „dritten deutschen Klassiker“ beanspruchen, lässt sich auch an der bereits 1864 erfolgten Gründung der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft sehen. Bekannte Übertragungen der Dramen Shakespeares ins Deutsche sind die Ausgaben Christoph Martin Wielands, die Schlegel-Tieck-Ausgabe (August Wilhelm Schlegel, Wolf von Baudissin, Ludwig Tieck und Dorothea Tieck), sowie in neuerer Zeit die Übersetzungen von Erich Fried und Frank Günther.

Werke

Historiendramen


- König Johann (King John, um 1595/96)

York-Tetralogie


- Heinrich VI.
  - Teil 1 (King Henry VI, Part 1; ca. 1598–99)
  - Teil 2 (King Henry VI, Part 2; ca. 1590–92)
  - Teil 3 (King Henry VI, Part 3; ca. 1590–92)
- Richard III. (King Richard III; um 1593, gedruckt 1597)

Lancaster-Tetralogie


- Richard II. (King Richard II; zwischen 1590 und 1599, gedruckt 1597)
- Heinrich IV.
  - Teil 1 (King Henry IV, Part 1; um 1595/96, gedruckt 1598)
  - Teil 2 (King Henry IV, Part 2; um 1597, gedruckt 1600)
- Heinrich V. (King Henry V; 1599, gedruckt 1600 (Raubdruck))
- Heinrich VIII. (King Henry VIII or All Is True, ca 1612/13)

Komödien

Heitere Komödien


- Die Komödie der Irrungen (The Comedy of Errors; um 1591, gedruckt 1621)
- Verlorene Liebesmüh (auch: Liebes Leid und Lust; Love's Labour's Lost; um 1593, gedruckt 1598)
- Der Widerspenstigen Zähmung (The Taming of the Shrew; um 1594, gedruckt 1623)
- Die beiden Veroneser (The Two Gentlemen of Verona; ca. 1590–95, gedruckt 1623)
- Ein Sommernachtstraum (A Midsummer Night's Dream; 1595/96, gedruckt 1600)
- Der Kaufmann von Venedig (The Merchant of Venice; 1596)
- Viel Lärm um Nichts (Much Ado about Nothing; um 1598/99, gedruckt 1600)
- Wie es euch gefällt (As You Like It; um 1599, gedruckt 1623)
- Die lustigen Weiber von Windsor (The Merry Wives of Windsor; 1600/01)
- Was ihr wollt (Twelfth Night or What You Will; um 1601, gedruckt 1623)

Problemstücke


- Troilus und Cressida (Troilus and Cressida; um 1601, gedruckt 1610)
- Ende gut, alles gut (All's Well That Ends Well; 1602/03, gedruckt 1623)
- Maß für Maß (Measure for Measure; um 1604, gedruckt 1623)

Romanzen


- Perikles, Prinz von Tyrus (Pericles, Prince of Tyre; um 1607, erster Druck 1609)
- Cymbeline (Cymbeline; 1610)
- Ein Wintermärchen (The Winter's Tale; 1611, gedruckt 1623)
- Der Sturm (The Tempest; 1611, gedruckt 1623)

Tragödien

Frühe Tragödien


- Titus Andronicus (um 1589–92, gedruckt 1594)
- Romeo & Julia (Romeo and Juliet; 1595, gedruckt 1597 (Raubdruck), dann 1599)

Römerdramen


- Julius Cäsar (The Tragedy of Julius Caesar; 1599, gedruckt 1623)
- Antonius und Cleopatra (Antony and Cleopatra; um 1607, gedruckt 1623)
- Coriolanus (Coriolanus; um 1608, gedruckt 1623)

Spätere Tragödien


- Hamlet (Hamlet, Prince of Denmark; um 1601, gedruckt 1603, evtl. Raubdruck)
- Othello (um 1604, gedruckt 1622)
- König Lear (King Lear; um 1605, gedruckt 1608)
- Timon von Athen (Shakespeare) (Timon of Athens; um 1606, erster Druck 1623)
- Macbeth (um 1608, gedruckt 1623)

Lyrik


- Venus und Adonis (Venus and Adonis; 1593)
- Lucretia (The Rape of Lucrece)
- Der Liebenden Klage (A Lover's Complaint)
- Der verliebte Pilger (The Passionate Pilgrim)
- Der Phoenix und die Turteltaube (The Phoenix and Turtle)
- Sonette in Übertragungen von:
  - [http://www.sonett-central.de/gelbcke/Shakespeare.htm Ferdinand Adolph Gelbcke]
  - [http://www.sonett-central.de/george/Shakespeare.htm Stefan George]
  - [http://www.sonett-central.de/gildemeister/shakespeare.htm Otto Gildemeister]
  - [http://www.sonett-central.de/krauss-f/Shakespeare.htm Fritz Krauss]
  - [http://www.sonett-central.de/neidhardt/Shakespeare.htm Alexander Neidhardt]
  - [http://www.sonett-central.de/regis/Shakespeare.htm Gottlob Regis]
  - [http://www.sonett-central.de/robinson/Shakespeare.htm Terese Robinson]
  - [http://www.william-shakespeare.de/sonet/ Max Joseph Wolff]
  - Karl Kraus
  - Paul Celan

Filmografie (Auswahl)

Mit Beginn der Filmgeschichte taucht William Shakespeare auch als Drehbuchautor im Abspann von Filmen auf. Mittlerweile sind weit über 500 Filme nach seinen Stücken entstanden. Die erste Verfilmung geht auf das Jahr 1899 zurück und zeigt in einem dreiminütigen Film die Todesszene aus King John mit dem großen britischen Theaterschauspieler des 19. Jahrhunderts Sir Herbert Beerbohm Tree. In dieser Liste können natürlich nur einige wenige sehenswerte Filme aufgenommen werden. Dennoch sind wohl aus allen Epochen Filme erwähnt.
- 1921Hamlet – (mit Asta Nielsen in der Rolle des Dänen-Prinzen)
- 1922Othello – (mit Emil Jannings in der Titelrolle)
- 1923Der Kaufmann von Venedig – (mit Werner Krauß als Shylock)
- 1935A Midsummer Night's Dream – Regie: Max Reinhardt (mit James Cagney, Olivia de Havilland und Mickey Rooney als Puck)
- 1936Romeo and Juliet – Regie: George Cukor (mit Norma Shearer als Julia)
- 1944Henry V. – Regie und Titelrolle: Laurence Olivier
- 1948Hamlet – Regie und Titelrolle: Laurence Olivier
- 1948 – Macbeth – Regie und Titelrolle: Orson Welles
- 1950Julius Caesar – (mit Charlton Heston als Antonius)
- 1952Othello – Regie und Titelrolle: Orson Welles
- 1953Julius Caesar – Regie: Joseph L. Mankiewicz (mit Marlon Brando und James Mason)
- 1955Richard III. – Regie und Titelrolle: Laurence Olivier
- 1957Das Schloss im Spinnwebwald (Kumonosu Jō) - Macbeth Adaption von Akira Kurosawa(JAP)
- 1960Die Bösen schlafen gut (Warui Yatsu Hodo Yoku Nemuru)- Hamlet Adaption von Akira Kurosawa(JAP)
- 1964Hamlet – (mit Richard Burton als Hamlet)
- 1965Othello – (mit Laurence Olivier in der Titelrolle)
- 1968Romeo und Julia – Regie: Franco Zeffirelli (mit Olivia Hussey als Julia)
- 1969Hamlet – Regie: Tony Richardson (mit Nicol Williamson als Hamlet und Anthony Hopkins als Claudius)
- 1971King Lear – Regie: Peter Brook
- 1971 – The Tragedy of Macbeth – Regie: Roman Polański (mit Jon Finch)
- 1973Theatre of Blood mit Vincent Price und Diana Rigg
- 1979The Tempest – Regie: Derek Jarman
- 1985Ran - König Lear Adaption von Akira Kurosawa(JAP)
- 1989Henry V. – Regie und Titelrolle: Kenneth Branagh
- 1990Hamlet – Regie: Franco Zeffirelli (mit Mel Gibson, Glenn Close und Helena Bonham Carter)
- 1990 – Rosenkranz und Güldenstern – Hamlet Adaption von Tom Stoppard (mit Gary Oldman, Tim Roth, Richard Dreyfuss)
- 1991My Own Private Idaho - von Gus van Sant, mit Dialogen aus Falstaff von Orson Welles (gespielt von Keanu Reeves und William Richert), nach Shakespeares Heinrich IV.
- 1991Prosperos Bücher – Der Sturm Adaption von Peter Greenaway (mit Sir John Gielgud als Prospero)
- 1993Much Ado About Nothing – Regie und Hauptrolle: Kenneth Branagh (mit Emma Thompson, Keanu Reeves und Denzel Washington)
- 1995Richard III – (mit Ian McKellen, Annette Bening und Jim Broadbent)
- 1996Twelfth Night – Regie: Trevor Nunn (mit Helena Bonham Carter und Nigel Hawthorne)
- 1996 – William Shakespeares Romeo & Julia – Regie: Baz Luhrmann (mit Leonardo DiCaprio)
- 1996 – Hamlet – Regie und Titelrolle: Kenneth Branagh (mit Kate Winslet)
- 1996 – Looking for Richard – Regie: Al Pacino (mit Al Pacino und Alec Baldwin)
- 1998Shakespeare in Love - Regie: John Madden (mit Joseph Fiennes und Gwyneth Paltrow)
- 1999Titus – (mit Anthony Hopkins und Jessica Lange)
- 1999 – A Midsummer Night's Dream – Regie: Michael Hoffman (mit Kevin Kline, Michelle Pfeiffer und Calista Flockhart)
- 2000Hamlet – (mit Ethan Hawke)
- 2001O – Othello Adaption - Regie: Tim Blake Nelson
- 2003Richard II (mit Mark Rylance) – BBC Channel 4
- 2004Der Kaufmann von Venedig – Regie: Michael Radford

Literatur


- Hildegard Hammerschmidt-Hummel: William Shakespeare - Seine Zeit - Sein Leben - Sein Werk, Philipp von Zabern, Mainz 2003, ISBN 3-8053-2958-X
- Ina Schabert (Hrsg.): Shakespeare-Handbuch. Die Zeit – der Mensch – das Werk – die Nachwelt, 4. Aufl., Kröner-Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-520-38604-6
- Ulrich Suerbaum: Shakespeares Dramen, UTB, Stuttgart 2001, ISBN 3-825-21907-0
- John Michell: Wer schrieb Shakespeare?, Zweitausendeins, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-86150-368-9
- Peter Dawkins: The Shakespeare Enigma, Polair Publ., London 2004, ISBN 0-9545389-4-3 (engl.)
- E.A. Honigman: The Lost Years, 1985 (engl.)
- Ian Wilson: Shakespeare - The Evidence, 1993 (engl.)
- Theo Reichenberger: "Schurken bei Shakespeare und ihre Opfer". Kassel, Edition Reichenberger 1994. ISBN 3-928064-86-X
- Theo Reichenberger: "Graphiken zu Shakespeares Venus und Adonis". Kassel, Edition Reichenberger 2000. ISBN 3-935004-11-7

Weblinks


- [http://www.opensourceshakespeare.org Open Source Shakespeare (complete works)]
- [http://www.gutenberg.org/browse/authors/s#a65 Shakespeare-Werke in Englisch und Deutsch im Projekt Gutenberg.net]
- http://www.william-shakespeare.de/
- [http://www.shakespeare-gesellschaft.de/ Deutsche Shakespeare-Gesellschaft e. V.]
- [http://www.unibas.ch/shine Shakespeare in Europe Sh:in:E]
- [http://www.bl.uk/treasures/shakespeare/homepage.html British Library - Shakespeare in Quarto]
- [http://www.klassiker-der-weltliteratur.de/shakespeare.htm Illustrierte Biographie]
- [http://de.shakespeare-1.com/shakespeare-bacon-myth8shbn10.html Shakespeare und die Bacon-Mythen]
- http://www.shakespeare-oxford.com
- [http://www.shakespeare-company.com/ Bremer Shakespeare-Company]
-
- [http://www.goethezeitportal.de/fileadmin/PDF/db/wiss/epoche/martin_shakespeare_opern.pdf Dieter Martin: Deutsche Shakespeare-Opern um 1800] Shakespeare, William Shakespeare, William Shakespeare, William Shakespeare, William Shakespeare, William Shakespeare, William Shakespeare, William Shakespeare, William Shakespeare, William Shakespeare, William ! ja:ウィリアム・シェイクスピア ko:윌리엄 셰익스피어 ms:William Shakespeare simple:William Shakespeare th:วิลเลียม เชกสเปียร์

Victoria and Albert Museum

Das Victoria and Albert Museum (oftmals abgekürzt V&A) liegt an der Cromwell Road in Kensington, West London.

Geschichte

Das Museum wurde 1852 als South Kensington Museum gegründet. Der erste Direktor war Sir Henry Cole, einer der Organisatoren der "Great Exhibition", der einige Objekte dieser für das neue Museum erwarb. Im Laufe der Jahre wurden viele bedeutende Sammlungen erworben. Ursprünglich beinhaltete es sowohl Kunstsammlungen als auch naturwissenschaftliche Objekte. Seine Bronzetüren zeigen James Watt gleichberechtigt neben Tizian, Humphry Davy und Michelangelo. Allerdings wurden 1913 die naturwissenschaftlichen Sammlungen ausgegliedert und bilden seither den Grundstock des Science Museum. Seitdem ist das V&A eine der größten Sammlungen von dekorativer Kunst. Es wurde 1899 zu Ehren von Queen Victoria und ihres verstorbenen Prinzgemahls Albert umbenannt. 1980 wurde der Name des Museums unter Direktor Sir Roy Strong erweitert in "The Victoria and Albert Museum, the National Museum of Art and Design". Kürzlich entstand eine Kontroverse um einen £80 Millionen Erweiterungsbau nach einem Entwurf von Daniel Libeskind. Der "The Spiral" genannte Entwurf wurde als nicht zu den historischen Gebäuden passend kritisiert und mit einem Haufen Pappkartons verglichen. Im September 2004 wurde das Projekt durch den Verwaltungsrat gestoppt, als es klar wurde, das es keine Förderung aus Mitteln des Heritage Lottery Fund geben würde.

Sammlungen

Einer der eindrucksvollsten Teile des Museums sind die Abgusshöfe, die aus zwei großen zweistöckigen Räumen bestehen. Sie behrrbergen Hundertes von Gipsabdrücken von Skulpturten, Friesen and Grabmälern. Der eine Saal wird dominiert von einer originalgroßen Nachbildung der Trajanssäule, die in zwei Teilen gezeigt wird. Der andere zeigt Nachbildungen verschiedener Werke der italienischen Renaissance einschließlich des David von Michelangelo. Frühere Interpretationen des David von Donatello und Verrocchio, sind ebenfalls ausgestellt. Ein Kuriosum ist das Grosse Bett von Ware. Das V&A beherbergt auch die nationale Skulpturensammlung mit Berninis Neptun. und Tritonbrunnen and Canova's Drei Grazien. Das Gebäude ist im Victorian und Edwardian Stil gebaut und bedeckt 45,000 m², es hat 145 Räume und eine Sammlung von 4 Millionen Objekten. Der Eintritt ist frei.

Angeschlossene Sammlungen

Das Museum verwaltet auch das Museum of Childhood in Bethnal Green; und das Theatre Museum in Covent Garden. Früher wurde auch Apsley House vom V&A betreut.

Umgebung und Verkehrsanbindung

In der Nähe des Museums ist das Natural History Museum und das Science Museum. Die nächstgelegene Station der London Underground ist South Kensington, die durch einen Fußgängertunnel direkt mit dem Kellergeschoss des Museums verbunden ist. South Kensington im Zentrum der Rotunda des V&A's Haupteingangs.]] South Kensington

Weblinks


- [http://www.vam.ac.uk/ Official site]
- [http://www.thecityreview.com/london.htm Website with image of Spiral]
- [http://news.bbc.co.uk/1/hi/entertainment/arts/3665466.stm BBC story on axing of Spiral extension] Kategorie:Museum (London) ja:ヴィクトリア&アルバート美術館

Sopaipilla

La sopaipilla es una tortilla popular en el sur de Chile y Argentina, hecha de harina de trigo, zapallo o calabaza y manteca, que se frie en aceite. Ésta puede ser tanto dulce, como salada, servida como tentempié, o para comer en la calle cuando no se llega aún a casa, se compra en los diferentes puestos de comida que hay. Cuando es dulce, es hervida en agua con chancaca, azúcar quemada, aderezada con cáscara de naranja y palillos de canela. De esta forma se come tradicionalmente cuando llueve. Categoría:Gastronomía de Argentina Categoría:Gastronomía de Chile

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Hospital
from 1682.]] A hospital today is an institution for professional health care provided in part by physicians and nurses.

Terminology

During the Middle Ages the hospital could serve other functions, such as almshouse for the poor, or hostel for

Martian meteorite
A Martian meteorite is a meteorite that has landed on Earth but is believed to have originated from Mars. This could have been the result of an impact of a celestial body on Mars, sending material from Mars into space. Note that this does not refer to meteorites actually found on Mars, such as Heat Shield Rock. Mars meteorites include three rare groups of achondritic (stony) primates and other mammals.
- On a male, this covers the head of the penis (the glans penis). See foreskin.
- On a female, it surrounds and protects the clitoris. See clitoral hood

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