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Großlibellen
Die Großlibellen (Anisoptera) sind eine Unterordnung der Libellen und umfassen weltweit etwa 2.800 Arten, die in zehn Familien untergliedert werden.
Merkmale
Die Großlibellen sind meist größer und kräftiger gebaut als die Kleinlibellen. Sie besitzen wesentlich größere Facettenaugen, die bei vielen Arten in der Kopfmitte zusammenstoßen, immer aber weniger als eine Augenbreite voneinander getrennt sind. In Ruhestellung werden die Flügel seitlich vom Körper abgespreizt, die Großlibellen besitzen keinen Mechanismus zum Zusammenlegen der Flügel. Die Flügeladerung ist sehr reichhaltig ausgebildet, ein auffälliges Merkmal bei allen Großlibellen ist das Flügeldreieck nahe der Basis von Vorder- und Hinterflügel, dessen Gestalt eine Rolle bei der Unterscheidung der Familien spielt. Die Hinterflügel sind meist etwas breiter als die Vorderflügel ausgebildet, bei vielen Arten sind die Flügel teilweise bunt getönt oder dunkel gefleckt.
Großlibellen sind oft sehr geschickte und ausdauernde Flieger. Sie können beide Flügelpaare unabhängig voneinander bewegen, sehr schnelle Wendungen ausführen, teilweise sogar rückwärts fliegen. Es gibt unter den Großlibellen auch Wanderarten, die regelmäßig sehr große Strecken überwinden.
Die Larven der Großlibellen leben räuberisch im Wasser und unterscheiden sich von denen der Kleinlibellen durch das Fehlen der blattförmigen Hinterleibsanhänge, sie besitzen dagegen am Hinterleibsende fünf kräftige Stacheln, die sie zur Verteidigung einsetzen können.
Systematik
Weltweit werden die Großlibellen in folgende Familien unterteilt:
- Aeshnidae
- Austropetaliidae
- Chlorogomphidae
- Cordulegasteridae
- Corduliidae
- Gomphidae
- Libellulidae
- Neopetaliidae
- Petaluridae
- Synthemistidae
Kategorie:Libellen
zh-min-nan:Chhân-eⁿ
Ordnung (Biologie)Die Ordnung ist eine hierarchische Stufe der biologischen Systematik. Sie wird weiter aufgeteilt in Überordnung (superordo), Ordnung (ordo) und Unterordnung (subordo).
Sie steht zwischen Klasse und Familie.
Ordnungsnamen enden in der Botanik lateinisch auf „-ales“.
Kategorie:Taxonomie
Facettenauge
Als Facetten-, Fassetten- oder Komplexauge bezeichnet man den häufig bei Insekten vorkommenden Augentyp, bei dem ein Auge sich aus mehreren, bei bestimmten Insekten wie z. B. den Libellen sogar aus einigen zehntausend Einzelaugen (Ommatidien) zusammensetzt.
Facettenaugen sind meistens annähernd halbkugelförmig, was bewirkt, dass jedes ihrer Einzelaugen in eine geringfügig andere Richtung blickt. Die Facettenaugen befinden sich an beiden Seiten des Insektenkopfes. Das Insekt kann sich so ein Bild seiner Umgebung aus einzelnen Bildpunkten zusammensetzen.
Ommatidie
Jedes Einzelauge hat denselben Aufbau.
Die Anzahl von Einzelaugen unterscheidet sich von Art zu Art, manchmal auch innerhalb der Geschlechter einer Art. Bei der Glühwürmchenart Lampyris z. B. haben die Weibchen pro Seite nur 300 Ommatidien, die Männchen hingegen 2500, beim Junikäfer haben Männchen 3700 pro Seite, Weibchen 2700. Dieser Unterschied entstand meistens daraus, dass die Männchen bei der Paarung die Weibchen aufsuchen müssen.
Generell haben schneller fliegende Insekten mehr Einzelaugen.
Die räumliche Auflösung des Facettenauges ist durch die Anzahl der Bildpunkte begrenzt und ist somit weit geringer als etwa die Auflösung des menschlichen Linsenauges. Allerdings kann die zeitliche Auflösung bei Facettenaugen weit höher sein. Sie liegt etwa bei fliegenden Insekten, die hohe Reaktionsgeschwindigkeiten benötigen, bei 250 Bildern pro Sekunde, was etwa dem zehnfachen des menschlichen Auges von 24 Bildern pro Sekunde entspricht.
Außerdem verfügen Spezies mit Facettenaugen über ein ungleich größeres Blickfeld als das des Menschen, eigentlich besitzen sie sogar das größte Blickfeld aller bekannten Lebewesen.
Man merkt dies vielleicht auch im Alltag. Wenn man z.B. versucht, seine Hand (egal von welcher Seite) einer Fliege zu nähern, so wird man feststellen müssen, dass die Fliege schon lange vor der Berührung das Weite sucht. Das ist für die Fliege (und alle anderen facettenaugenbesitzenden Tiere natürlich auch) im Kampf ums Überleben ungemein vorteilhaft, weil sie den sich nähernden Feinden schon lange, bevor ernste Gefahr droht, entfliehen können.
Weblinks
- http://www.uni-ulm.de/elektronenmikroskopie/page.html Das Facettenauge im Rasterelektronenmikroskop (Uni Ulm)
- http://cvs.anu.edu.au/andy/beye/beyehome.html B-EYE: The world through the eyes of a bee
Kategorie:Entomologie
Kategorie:Auge
Kategorie:Anatomie (Wirbellose)
Kategorie:LibellenHier sollen alle Artikel über Libellen (Odonata) eingeordnet werden.
Kategorie:Insekten
Chipper - A tree chipper is a mechanical device that breaks down wood into small pieces
- A chipper can also be a similar mechanical device that breaks down other things, such as plastic bottles for recycling.
- An occasional (weekend) heroin user or tobacco smoker.
- a chipper is a slang term in Ireland and UK for fish & chip shop
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