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Grundwasserleiter

Grundwasserleiter

Ein Aquifer (v. lat.: aqua = Wasser + ferre = tragen) ist in der Hydrogeologie ein Leiter für Grundwasser. Der Begriff Aquifer entspricht im Wesentlichen dem Begriff Grundwasserleiter. Es werden drei Arten von Aquiferen / Grundwasserleitern unterschieden: # Porengrundwasserleiter bestehen aus Locker- oder Festgestein, dessen Porenraum von Grundwasser durchflossen wird # Kluftgrundwasserleiter bestehen aus Festgestein. Sie enthalten durchflusswirksame Klüfte und Gesteinsfugen # Karst-Grundwasserleiter bestehen aus verkarsteten Karbonatgesteinen mit durchflusswirksamen Verkarstungen Ein Aquifer wird geologisch durch wasserundurchlässige Schichten (z. B. Tone) begrenzt, die dann Aquifugen genannt werden. Dadurch bilden sich Grundwasserstockwerke oder Grundwasserhorizonte. Ihre Kenntnis und Erkundung ist wichtig für die Trinkwassergewinnung und die bergbauliche Grundwasserbeeinflussung (siehe dazu: Tagebauentwässerung, Wasserhaltung). Die wichtigste Eigenschaft eines Aquifers ist die Transmissivität.

Aquifere als Wärme- und Kältespeicher

Aquifere können darüber hinaus genutzt werden, um Wasser zu speichern und gezielt zum Heizen oder Kühlen von Gebäuden einzusetzen. Im Sommer wird dazu das Wasser über Sonnenkollektoren erwärmt und in einem Aquifer (W) gespeichert. Dieses warme Wasser wird im Winter zum Heizen der Gebäude verwendet und das kalte Wasser fließt dann in ein anderes Aquifer (K). Dieses kalte Wasser dient im Sommer der Gebäudekühlung und fließt dann durch die Sonnenkollektoren, wird erwärmt und wieder im Aquifer (W) gespeichert.

Aquifere als CO2-Speicher

Es werden Überlegungen angestellt und die Möglichkeiten untersucht Aquifere in einer Tiefe zwischen 900 und 1000 Metern als CO2-Speicher zur CO2-Sequestrierung zu nutzen. Im Gegensatz zur Sequestrierung in Ozeanen (bis zu 1000 Dekaden) kann hierbei – nach Grimston et al. (2001) – mit einer Speicherdauer von über 100.000 Dekaden gerechnet werden. Allerdings birgt diese Speicherung enorme ökologische Gefahrenpotentiale, wenn solch eine Speicherblase an die Oberfläche dringt.

Weblinks


- [http://www.bine.info/templ_main.php/energiemanagement/energiekonzepte/300/link=clicked&search=&broschuere=&cd=&buecher=&foto=/ Projektinformation: Aquiferspeicher für das Reichstagsgebäude]
- [http://www.thema-energie.de/category/show_category.cfm?cid=1303 Wissenskatalog Energie: Aquiferspeicher für den Reichstag] ! Kategorie:Geologie Kategorie:Wasserwirtschaft

Latein

Als Latein bzw. Lateinisch (lat. lingua Latina: „lateinische Sprache“) bezeichnet man die Sprache, die ursprünglich vom Volksstamm der Latiner gesprochen wurde, der Bewohner von Latium mit Rom als Zentrum. Innerhalb der indogermanischen Sprachen gehört Latein zur Gruppe der italischen Sprachen. Es bildete die Grundlage für alle heutigen romanischen Sprachen.

Entwicklung

romanischen Sprachen Ursprünglich in Rom und dem umliegenden Gebiet (Latium) gesprochen, wurde Latein später an humanistischen Gymnasien unterrichtet. Neben Griechisch war Latein die Amtssprache des römischen Reiches. Wegen der kulturellen Überlegenheit des Ostens verlor es dabei zeitweise in Nordafrika und selbst in Rom seine Vorrangstellung. So war die Liturgiesprache der römischen Christen bis um 300 das Griechische. In dieser Zeit drangen viele griechische Lehnwörter ins Lateinische ein. Während der Spätantike begannen sich verschiedene Volkssprachen, aus denen im Mittelalter die romanischen Sprachen entstehen sollten, phonetisch und grammatikalisch von der lateinischen Hochsprache wegzuentwickeln. Doch noch im 6. Jahrhundert entstanden hochsprachliche lateinische Werke. Im Oströmischen Reich war Latein bis ins frühe 7. Jahrhundert neben Griechisch eine der beiden Amtssprachen. Im Westen übernahmen die Germanen mit den Grundelementen der spätrömischen Verwaltung auch die lateinische Sprache, die in der Administration bis in die frühe Neuzeit vorherrschend blieb. Seit der Völkerwanderung und der Christianisierung der (zunächst zumeist arianischen) Germanenvölker wurde Latein im Westen des früheren Römischen Reiches und in den römisch-katholischen Folgestaaten die Sprache des Klerus (Kirchenlatein), der Rechtswissenschaft (Glossatoren) und der sich bildenden Hochschulen (studia generalia). Es bildete somit die Schriftsprache, vor allem für das kirchliche und weltliche Urkundenwesen (Diplomatik) im frühen Europa. In völkerrechtlichen Verträgen (z. B. im Westfälischen Frieden von 1648) dominierte Latein bis in das 17. Jahrhundert hinein. Es bildet noch bis ins 20. Jahrhundert den Affixvorrat für die Fachterminologie in den Wissenschaften und verliert durch die fortschreitende Absorption in die englische und andere Sprachen lediglich an direkter, nicht jedoch an indirekter Bedeutung. Es wird noch an vielen Schulen unterrichtet.

Antike

Antike Schreibweise

Die lateinische Sprache wurde ursprünglich als scriptio continua, d. h. als zusammenhängender Fluss von Zeichen ohne Zwischenräume geschrieben. Auch Satzzeichen und Kleinbuchstaben wurden in der Antike nicht verwendet. Auf Wachstafeln war nämlich wenig Platz zum Schreiben, und Papyrus war teuer. Die antiken lateinischen Texte sind für uns heute daher schwer zu lesen. Vergleiche folgendes Beispiel: Alte Schreibweise: AVREAPRIMASATAESTAETASQVAEVINDICENVLLO SPONTESVASINELEGEFIDEMRECTVMQVECOLEBAT POENAMETVSQVEABERANTNECVERBAMINANTIAFIXO AERELEGEBANTVRNECSVPPLEXTVRBATIMEBAT IVDICISORASVISEDERANTSINEVINDICETVTI NONDVMCAESASVISPEREGRINVMVTVISERETORBEM MONTIBVSINLIQVIDASPINVSDESCENDERATVNDAS NVLLAQVEMORTALESPRAETERSVALITORANORANT NONDVMPRAECIPITESCINGEBANTOPPIDAFOSSAE NONTVBADIRECTINONAERISCORNVAFLEXI NONGALEAENONENSISERANTSINEMILITISVSV MOLLIASECVRAEPERAGEBANTOTIAGENTES Heutige Schreibweise: Aurea prima sata est aetas, quae vindice nullo, sponte sua, sine lege fidem rectumque colebat. poena metusque aberant nec verba minantia fixo aere legebantur, nec supplex turba timebat iudicis ora sui, sed erant sine vindice tuti. nondum caesa suis, peregrinum ut viseret orbem, montibus in liquidas pinus descenderat undas, nullaque mortales praeter sua litora norant. nondum praecipites cingebant oppida fossae, non tuba directi, non aeris cornua flexi, non galeae, non ensis erant: sine militis usu mollia securae peragebant otia gentes. Auszug aus Ovids Metamorphosen: Die Schöpfung (Das goldene Zeitalter) Details zu den verwendeten Buchstaben finden sich in dem Artikel Lateinisches Alphabet. Siehe zu diesem Thema auch: Paläografie (dort Lateinische Paläografie), Capitalis, Versalschrift und Majuskel.

Antike Aussprache

Auf die antike Aussprache der lateinischen Sprache wird im Artikel Lateinische Aussprache eingegangen.

Literatur

Mit Antiker Literatur des Lateinischen beschäftigt sich u. a. der Artikel Lateinische Literatur.

Gegenwart

Auch heute ist Latein noch an vielen Gymnasien aller Fachrichtungen zu finden. Etwa ein Drittel aller Gymnasiasten im deutschen Sprachraum lernt Latein als erste, zweite oder dritte Fremdsprache. An humanistischen Gymnasien wird dem Lateinischen, neben dem Griechischen, noch eine herausgehobene Bedeutung zugemessen, was früher auf eine aktive Beherrschung des Lateinischen zielte. Tatsächlich werden auch heute noch für zahlreiche Studiengänge das Latinum oder Lateinkenntnisse gefordert, insbesondere in zahlreichen geisteswissenschaftlichen Fächern. Das Latinum ist als Studienvoraussetzung für die Fächer Medizin und Jura weitestgehend abgeschafft, häufig aber nicht in Fächern wie Anglistik, Philosophie oder sogar Musikwissenschaften. Unabhängig von den Studienanforderungen wird von Befürwortern des Lateins betont, dass das Erlernen der lateinischen Sprache weiterhin Basis für die korrekte Verwendung von Fremdwörtern sei, das Erlernen anderer romanischer Sprachen wesentlich erleichtere und erhebliche Transfer-Effekte für die Denkschulung aufträten. Das Übersetzen lateinischer Texte fördere auf Grund der erheblichen Komplexität vieler lateinischer Sätze auch das logische Denken. Von den Gegnern ist hingegen zu hören, dass die Auseinandersetzung mit jeder Art von Grammatik, egal welcher Sprache, das strukturierte Denken fördere, und dass das Erlernen moderner romanischer Sprachen, welche im Gegensatz zu Latein noch gebraucht werden, mindestens ebenso gut dazu geeignet sei, die zahlreichen lateinischen Lehnwörter im Deutschen korrekt zu verwenden und andere romanische Sprachen zu erlernen. In der Tat sind viele gesamtromanische, also in allen romanischen Sprachen auftretende Wörter nicht im klassischen Latein vorhanden und müssen dann neu gelernt werden: guerra „Krieg“, testa „Kopf“, cavallo „Pferd“, mangiare/manger „essen“, andare
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„gehen“ , boc(c)a/bouche „Mund“, blanco/blanc „weiß“, die Himmelsrichtungen etc. Viele dieser Wörter erklären sich nämlich aus dem umgangssprachlichen oder dem späten Latein oder stammen aus der Soldatensprache, also aus Varietäten, die nicht in der Schule gelehrt werden. Aus deutschen und US-amerikanischen Untersuchungen geht hervor, dass zwischen absolviertem Lateinunterricht und der Beherrschung der englischen Sprache in Schrift und vor allem Wort eine signifikante Korrelation besteht. Ein kausaler Zusammenhang ist allerdings nicht nachgewiesen worden – möglicherweise macht eine hohe sprachliche Begabung eines Kindes die Wahl des als schwierig geltenden Latein wahrscheinlicher. Da auch im modernen Lateinunterricht die Sprachproduktion eindeutig der Rezeption (Leseverstehen) untergeordnet ist, glauben viele, Latein falle Menschen mit ausgeprägter Begabung für Mathematik und formelle Denkvorgänge generell leichter als andere Fremdsprachen, wohingegen Menschen mit ausgeprägter Begabung für intuitives Erlernen von Sprachen andere Fremdsprachen leichter fänden. Dieser Zusammenhang lässt sich allerdings nicht häufig verifizieren: Die Erfahrung zeigt, dass die Schülerleistungen in Latein überwiegend Hand in Hand mit denen in der Muttersprache und anderen Fremdsprachen gehen.

Modernes Latein

Auch heute werden deutsch-lateinische Lexika aufgrund neulateinischen Wortgutes herausgegeben, z. B. das „lexicon auxiliare“ oder das vom Vatikan herausgegebene „lexicon recentis latinitatis“, welches erst im Jahre 2004 eine Neubearbeitung erfuhr. Der finnische Rundfunksender YLE (Yleisradio) verbreitet Wochennachrichten in neulateinischer Sprache. Radio Bremen veröffentlicht regelmäßig die Nuntii Latini in schriftlicher und gesprochener Version. Seit April 2004 veröffentlicht auch die deutschsprachige Redaktion bei Radio Vatikan Nachrichten auf Lateinisch. Dabei handelt es sich um ursprünglich deutsche Meldungen. Gero P. Weishaupt übersetzt sie für die Redaktion ins Lateinische. Sehr beliebt ist auch die lateinische Fassung der Asterix-Comics, die der deutsche Altphilologe Graf v. Rothenburg (Rubricastellanus) verfasst hat. Der Autor Nikolaus Groß, beruflich seit zehn Jahren Deutsch-Lektor in der südkoreanischen Hauptstadt, hat 2004 eine komplett latinisierte Übertragung von Patrick Süskinds Das Parfum im Brüsseler Verlag der Fundatio Melissa, einem überregionalen Verein zur Pflege des gesprochenen Lateins, veröffentlicht. Dem Buch ist mit dem „Glossarium Fragrantiae“ eine größere Liste aktualisierter Neuschöpfungen beigegeben. Vom selben Wortartisten existiert des weiteren ein Buch über den Baron Mynchusanus (Münchhausen). 2003 erschien bereits der erste Teil der Harry Potter-Bücher von J. K. Rowling auf Latein (Harrius Potter et Philosophi Lapis). Daneben gibt es noch viele weitere Übersetzungen „klassischer“ Werke ins Lateinische, so zum Beispiel Karl Mays Winnetou III, oder Der kleine Prinz (Regulus) von St. Exupéry. Durch das Internet ist die Verfügbarkeit alter lateinischer Texte sowie das Entstehen neuer lateinischer Texte erheblich begünstigt worden. Inzwischen gibt es sogar lateinische Fassungen von Popsongs. Daneben entstehen auch neue Popsongs in lateinischer Sprache, etwa Cursum Perficio, gesungen von Enya, Liberatio, eines von vielen lateinischen Musikstücken der Gruppe „Krypteria“, oder bei Gruppen der Dark Wave bzw. Gothic (Jugendkultur). Roma Ryan hat neben Cursum Perficio für Enya noch weitere Songs in lateinischer Sprache verfasst. In Internetforen wie Grex Latine Loquentium kommunizieren Teilnehmer aus vielen Ländern ausschließlich in Latein. In der klassischen beziehungsweise neoklassischen Musik findet Latein ebenfalls Verwendung. So hat etwa der niederländische Komponist Nicholas Lens auf seinem Werk Flamma Flamma ein lateinisches Libretto vertont, für sein Werk Terra Terra hat Lens selbst ein Libretto in lateinischer Sprache verfasst. Nicht zu vergessen sind auch die zahlreichen Vertonungen lateinischer Gedichte wie z. B. von Jan Novák. Carl Orff unterlegte mehreren seiner Vokal-Kompositionen Texte in Latein oder Griechisch. Igor Strawinski ließ das nach Sophokles von Jean Cocteau in französischen Versen verfasste Libretto zu Ödipus Rex“ von Jean Daniélou ins Lateinische übersetzen. Das Lehrbuch Lingua Latina per se illustrata des dänischen Autors Hans H. Ørberg hat die bisher hauptsächlich für den Unterricht in modernen Sprachen eingesetzte einsprachige Lehrmethode auf den altsprachlichen Unterricht übertragen. Das Lehrbuch erfreut sich in verschiedenen Ländern einer steigenden Beliebtheit.

Latein in den Wissenschaften

In der Biologie erfolgt die Namensbildung der wissenschaftlichen Namen lateinisch und griechisch, wobei neuere Vorschläge vorsehen, die Regeln nur aus der lateinischen Sprache zu entnehmen. In der Medizin sind die anatomischen Fachbegriffe lateinisch, für die einzelnen Organe wird zusätzlich auch latinisiertes Griechisch verwendet. Die Krankheitsbezeichnungen leiten sich aus dem Griechischen ab. Zahlreiche Sprichwörter haben einen lateinischen Ursprung und sind teilweise auch in der deutschen Übersetzung zu geflügelten Worten geworden. In den Rechtswissenschaften existieren verschiedene lateinische Lehrsätze und Fachbegriffe (Latein im Recht). Auch in der Geschichtswissenschaft spielt vor allem Latein weiterhin eine große Rolle. In der Meteorologie werden lateinische Begriffe in der Wolkenklassifikation eingesetzt.

Latein in der katholischen Kirche

Latein ist neben Italienisch die Amtssprache des Vatikanstaats. Die katholische Kirche veröffentlicht alle amtlichen Texte von weltkirchlicher Bedeutung in Latein. Das gilt für die liturgischen Bücher, den Katechismus, den Codex des kanonischen Rechts sowie die päpstlichen Rechtsvorschriften (canones, decretales) und Rundschreiben (Enzykliken). Bis zum zweiten Vatikanischen Konzil (1962–1965) war Latein die offizielle Gottesdienstsprache und ist dies (laut Sacrosanctum Concilium) offiziell noch heute, wobei andere Sprachen jedoch gleichfalls erlaubt sind. Tatsächlich werden nur noch sehr wenige Gottesdienste in Latein gehalten. Der gegenwärtig amtierende Papst Benedikt XVI. bevorzugt bei seinen Messen aber das Lateinische vor dem Italienischen. Siehe auch: Lateinische Kirche

Referenzlisten


- Lateinische Präpositionen
- Liste lateinischer Ortsnamen
- Liste lateinischer Präfixe
- Liste lateinischer Redewendungen
- Liste lateinischer Suffixe
- Liste von lateinischen Palindromen
- Lateinische Zahlwörter

Siehe auch


- Grammatik des Lateinischen
- Lateinische Aussprache
- Lateinische Sprichwörter
- Küchenlatein
- Vulgärlatein
- Mittellatein
- Lateinische Literatur
- Sprachen im Römischen Reich
- Jägerlatein
- Panlatinismus

Weblinks


- [http://www.commtec.de/wb/ Wörterbuch Latein-Deutsch-Latein auxilium online (mit Download-Möglichkeit)]
- [http://www.latein-pagina.de/iexplorer/stil.htm Lateinische Stilblüten]
- [http://www.thelatinlibrary.com/ The Latin Library – klassische Texte im Original]
- [http://www.albertmartin.de/latein/ Latein-Deutsch-, Deutsch-Latein-Wörterbuch mit hilfreichen Extras]
- [http://www.radiobremen.de/online/latein/ Nuntii latini bei Radio Bremen]
- [http://www.latein-pagina.de/ Latein-Pagina]
- [http://www.antikeundeuropa.de/Alte_Sprachen_heute/alte_sprachen_heute.html Alte Sprachen heute]
- [http://www.fh-augsburg.de/~harsch/a_chron.html Sammlung lateinischer Texte/bibliotheca Augustana]
- [http://www.music.indiana.edu/tml/ Lateinische Musiktraktate im Original]
- [http://www.lateinservice.de/index.htm Die deutsche Latein-Seite]
- [http://www.alcuinus.net/GLL/ Grex Latine Loquentium (Internetforum in lateinischer Sprache)]
- [http://www.kreienbuehl.ch/lat/ Latein und Altgriechisch Site]
- [http://www.latein24.de/ Übersetzungen vieler klassischer lateinischer Texte bei Latein24.de] Kategorie:Einzelsprache
-
als:Latein ja:ラテン語 ko:라틴어 simple:Latin language th:ภาษาละติน zh-min-nan:Latin-gí

Hydrogeologie

Die Hydrogeologie (von griechisch hydros Wasser, geo Erde und logos (Lehre)) ist die Wissenschaft vom Wasser in der Erdkruste, wobei Wechselwirkungen mit oberirdischen Einflüssen bestehen. Sie ist eine angewandte Disziplin der geologischen Wissenschaften. Forschungsgegenstände sind das Grundwasser und alle Faktoren, die Einfluß auf das Grundwasser haben. Die Hydrologie als angrenzender Forschungsbereich befasst sich mit dem oberirdischem Wasser (s.a. Wasserkreislauf). Unterdisziplinen der Hydrogeologie sind
- Die Geohydraulik, die die Bewegung des Grundwassers im Untergrund erforscht
- Die Hydrochemie (Hydrogeochemie), die Lehre über chemische Zusammensetzung des Wassers Wesentliche Aufgaben der Hydrogeologie sind:
- Erkundung von potentiellen Grundwasservorräten
- Absicherung von Grundwasservorräten in qualitativer und quantitativer Hinsicht
- Ermittlung der Grundwasserneubildung
- Grundwassermanagement z.B. durch Ausweisung und Überwachung von Trinkwasserschutzgebieten
- Sanierung von Grundwasserkontaminationen
- Modellierung von Grundwasserströmung und Transport im Grundwasser
- Hydrogeologische Beratung bei Bauvorhaben (Bemessung von Grundwasserhaltungen) Grundlage der Hydrogeologie ist die Kenntnis des Aufbaus des Untergrundes. Basis dafür sind geologische Karten, Ergebnisse von Bohrungen und dreidimensionale Modelle des geologischen Untergrundes. Werkzeuge und Methoden zur Erkundung und Überwachung (Monitoring) des Grundwassers sind Fernerkundung (remote sensing), geophysikalische Methoden, Bohrungen, Grundwassermessstellen, Pumpversuche, Laborversuche und die wasserchemische Analytik. Im Zentrum des hydrogeologischen Interesses steht der Durchlässigkeitsbeiwert (K- oder Kf-Wert), der 1856 von Henry Darcy durch empirische Untersuchungen eingeführt wurde. Der Kf-Wert dient zur quantitativen Einstufung der Wasserdurchlässigkeit eines Gesteins. Aus dem Kf-Wert lassen sich unter Zuhilfenahme anderer Größen weitere hydrogeologisch wichtige Parameter ableiten: die Transmissivität (Profildurchlässigkeit), die Abstandsgeschwindigkeit und transportierte Wassermengen. Zur Bestimmung der Wasserdurchlässigkeit stehen diverse Methoden zur Verfügung: Auswertung von Kornverteilungskurven, Laborversuche, Pumpversuche, Tracertests und numerische Modelle. Die Relevanz von hydrogeologischen Modellen ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Mittels numerischer Grundwassermodelle lassen sich z.B. hydraulische Maßnahmen oder die Auswirkungen von Umweltschäden vorab berechnen.

Weblinks


- [http://www.geosciences-forum.com/ Geosciences-Forum: Hydrogeologie] Kategorie:Wissenschaft Kategorie:Geologie Kategorie:Wasser

Grundwasserleiter

Ein Aquifer (v. lat.: aqua = Wasser + ferre = tragen) ist in der Hydrogeologie ein Leiter für Grundwasser. Der Begriff Aquifer entspricht im Wesentlichen dem Begriff Grundwasserleiter. Es werden drei Arten von Aquiferen / Grundwasserleitern unterschieden: # Porengrundwasserleiter bestehen aus Locker- oder Festgestein, dessen Porenraum von Grundwasser durchflossen wird # Kluftgrundwasserleiter bestehen aus Festgestein. Sie enthalten durchflusswirksame Klüfte und Gesteinsfugen # Karst-Grundwasserleiter bestehen aus verkarsteten Karbonatgesteinen mit durchflusswirksamen Verkarstungen Ein Aquifer wird geologisch durch wasserundurchlässige Schichten (z. B. Tone) begrenzt, die dann Aquifugen genannt werden. Dadurch bilden sich Grundwasserstockwerke oder Grundwasserhorizonte. Ihre Kenntnis und Erkundung ist wichtig für die Trinkwassergewinnung und die bergbauliche Grundwasserbeeinflussung (siehe dazu: Tagebauentwässerung, Wasserhaltung). Die wichtigste Eigenschaft eines Aquifers ist die Transmissivität.

Aquifere als Wärme- und Kältespeicher

Aquifere können darüber hinaus genutzt werden, um Wasser zu speichern und gezielt zum Heizen oder Kühlen von Gebäuden einzusetzen. Im Sommer wird dazu das Wasser über Sonnenkollektoren erwärmt und in einem Aquifer (W) gespeichert. Dieses warme Wasser wird im Winter zum Heizen der Gebäude verwendet und das kalte Wasser fließt dann in ein anderes Aquifer (K). Dieses kalte Wasser dient im Sommer der Gebäudekühlung und fließt dann durch die Sonnenkollektoren, wird erwärmt und wieder im Aquifer (W) gespeichert.

Aquifere als CO2-Speicher

Es werden Überlegungen angestellt und die Möglichkeiten untersucht Aquifere in einer Tiefe zwischen 900 und 1000 Metern als CO2-Speicher zur CO2-Sequestrierung zu nutzen. Im Gegensatz zur Sequestrierung in Ozeanen (bis zu 1000 Dekaden) kann hierbei – nach Grimston et al. (2001) – mit einer Speicherdauer von über 100.000 Dekaden gerechnet werden. Allerdings birgt diese Speicherung enorme ökologische Gefahrenpotentiale, wenn solch eine Speicherblase an die Oberfläche dringt.

Weblinks


- [http://www.bine.info/templ_main.php/energiemanagement/energiekonzepte/300/link=clicked&search=&broschuere=&cd=&buecher=&foto=/ Projektinformation: Aquiferspeicher für das Reichstagsgebäude]
- [http://www.thema-energie.de/category/show_category.cfm?cid=1303 Wissenskatalog Energie: Aquiferspeicher für den Reichstag] ! Kategorie:Geologie Kategorie:Wasserwirtschaft

Aquifuge

Mit Aquifuge werden in der Hydrogeologie die Schichten bezeichnet, die eine Grundwasser leitende Schicht (Aquifer) begrenzen und selbst wasserundurchlässig (z. B. Tone) sind. Dadurch bilden sich Grundwasserstockwerke oder Grundwasserhorizonte. Kategorie:Aquifer Kategorie:Geologie

Transmissivität

Die Transmissivität ergibt sich aus der Durchlässigkeit eines Grundwasserleiters (Aquifer) und dessen Mächtigkeit. Sie errechnet sich aus dem Produkt von K-Wert (Durchlässigkeitsbeiwert) [Länge/Zeit], und Mächtigkeit des Aquifer [Länge]. Die Dimension ist Länge²/Zeit, meist wird sie in m²/s angegeben. Als Feldversuch zur Ermittlung der Transmissivität wird zumeist ein Pumpversuch durchgeführt, bedingt eignet sich auch ein Slug- oder Bail-Test dazu. Kategorie:Aquifer Kategorie:Wasserwirtschaft

Sonnenkollektor

Ein Sonnenkollektor ist eine Vorrichtung zur Wärmegewinnung aus der Sonnenstrahlung. Ein Sonnenkollektor "sammelt" und absorbiert die im Sonnenlicht enthaltene Energie, wobei im Gegensatz zu photovoltaischen Anlagen auch der infrarote Strahlungsanteil (Wärmestrahlung) bei diffusem Licht genutzt wird.

Prinzip des Sonnenkollektors

Sonnenkollektoren erreichen bei der Verwertung der Sonnenstrahlung relativ hohe Wirkungsgrade - typischerweise zwischen 60 und 75 Prozent. In Europa fallen bei Sonnenschein je nach Jahreszeit und Sonnenstand zwischen 200 und 1000 W/m² ein (siehe auch Solarkonstante). Wichtigster Bestandteil des Kollektors ist der Absorber, der die Wärme aufnimmt und sie einem ihn durchfließenden Wärmeträger weitergibt. Mit Hilfe der Flüssigkeit dieses Wärmeträgers wird die Wärme aus dem Kollektor abgeführt und anschließend gespeichert (z.B. über Wärmetauscher) oder direkt als Prozesswärme verwendet. Um Wärmeverluste zu vermeiden, ist eine gute Isolierung des Absorbers gegenüber der Umgebung und auch eine Abschirmung der warmen Leitungen notwendig. Nach der Isolierungstechnik unterscheidet man
- Flachkollektoren, die herkömmliche Isolationsstoffe verwenden;
- Vakuumröhrenkollektoren, die die thermische Isolierung durch ein Vakuums erreichen, aber mehr als doppelt so teuer sind;
- Schwimmbadabsorber, die als Niedertemperatur-Kollektoren zur Schwimmbaderwärmung verwendet werden: Sie bestehen meist aus Kunststoff und sind in der Regel überhaupt nicht zusätzlich isoliert.
- Die einfachste Bauart (freilich kein Kollektor im strengen Sinn) ist ein dunkler, wassergefüllter Behälter mit großer Oberfläche. Bei Sonnenschein erwärmen sich geeignete Behälter in wenigen Stunden bis fast zur Siedetemperatur, was im Süden seit Jahrhunderten genützt wird. Sogar im Mitteleuropa kann ein gewöhnlicher Gartenschlauch Wassertemperaturen von über 60° erreichen. Der Sonnenkollektor ist der zentrale Bestandteil einer thermischen Solaranlage, die in der Regel zur Warmwassergewinnung genutzt wird, seltener auch zur Raumheizungsunterstützung. Eine Besonderheit ist der Thermosiphonkollektor, der für Solaranlagen konzipiert ist, die ohne Pumpe nach dem Schwerkraft-Umlaufprinzip arbeiten. Der Thermosiphonkollektor hat häufig bereits einen Warmwasserspeicher integriert und stellt damit eine komplette einfache Solaranlage dar, wie sie vor allem in südlichen Ländern (Griechenland, Türkei, Israel) auf vielen Dächern zu finden ist.

Aufbauschema

Israel Nebenstehendes Schema zeigt den prinzipiellen Aufbau eines Flachkollektors mit den wichtigsten Bauteilen. Die durch eine Glasplatte einfallenden Sonnenstrahlen treffen auf einen Absorber. Beim Auftreffen der Sonnenstrahlen wird kurzwellige, energiereiche Strahlung in langwellige Strahlung (Wärmestrahlung) umgewandelt. Die dabei freiwerdende Wärme darf nicht verlorengehen, weshalb der Kollektor allseitig wärmegedämmt ist. Wärme, die nicht direkt vom Absorber aufgenommen oder von diesem als Emission wieder abgestrahlt wird, wird durch die Glasscheibe zurück reflektiert. Sie ist somit im Kollektor gefangen. Dies ist der Effekt, der oft mit Wärmefalle oder Treibhauseffekt beschrieben wird. Der erhitzte Absorber überträgt die Wärme auf die in fest mit dem Absorber verbundenen Kupfer- oder Aluminiumrohren fließende Wärmeträgerflüssigkeit. Diese transportiert die gesammelte Wärmeenergie zu einem Verbraucher oder einem Wärmespeicher. Es gibt Solaranlagen mit offenem Flüssigkeitskreislauf, bei denen der Absorber direkt vom Brauchwasser durchströmt wird (vor allem bei Thermosiphonanlagen). In Regionen mit größerer Frostgefahr werden jedoch in der Regel getrennte Flüssigkeitskreisläufe verwendet, bei denen die Wärme aus dem in sich geschlossenen Solarkreislauf per Wärmetauscher auf das Brauchwasser übertragen wird. Gute Flachkollektoren erzeugen ca. 450kWh Wärmeenergie je m2 und Jahr, gute Vakuumkollektoren bis 600kWh/m2a und mehr.

Absorbertechnik

Der Absorber soll direkte und diffuse Sonnenstrahlung möglichst gut auffangen und in Wärme umwandeln (Absorption). Zugleich soll er möglichst wenig Wärme wieder in Form von Strahlung abgeben (Emission). Technisch ausgedrückt: Er soll sich selektiv verhalten. In heißen Ländern werden häufig Absorber eingesetzt, die lediglich mit so genanntem Solarlack "beschichtet" sind. Dieser Solarlack ist sehr hitzebeständig und in der Regel schwarz, um so bestmögliche Absorptionswerte zu erreichen. Zugleich sind aber auch die Emissionswerte sehr hoch und damit schlecht; ein großer Teil der eingefangenen Wärme wird direkt wieder abgestrahlt. Um die Energieverluste zu minimieren, wird daher in weniger sonnenverwöhnten Ländern auf hoch-selektive Beschichtung gesetzt, die Absorptionswerte über 90 % und Emissionswerte unter 10 % aufweisen. Eine der ersten Beschichtungen, die diesem Anspruch entsprach und serienmäßig hergestellt werden konnte, war die so genannte Schwarzchrom-Beschichtung. Sie wurde in einem galvanischen Verfahren auf das aus Kupfer oder Aluminium bestehende Absorberblech aufgebracht. Sehr vereinfacht gesagt bestand sie aus mikroskopischen Chromhärchen, die das Sonnenlicht zwischen sich einfingen. Bis etwa 1997 war die Schwarzchrom-Beschichtung marktbeherrschend. Mittlerweile erlauben aber neuere Beschichtungen nicht nur höhere Wirkungsgrade, sondern gelten - vor allem wegen des Verzichts auf galvanische Prozesse - auch unter Produktions- und Recycling-Aspekten als umweltfreundlicher. Eine immer weniger verbreitete Alternative zu Schwarzchrom war eine ebenso galvanisch aufgebrachte Nickelbeschichtung ("Schwarznickel"). Am verbreitetsten ist heute eine aufgesputterte Schicht auf Titanbasis mit blauer Farbe, die gegenüber Schwarzchrom zwar leicht schlechtere Absorptionswerte aufweist, aber dafür deutlich niedrigere Emissionswerte und damit insgesamt einen besseren Wirkungsgrad erreicht. Die ersten serienreifen Beschichtungen dieser Art wurden in Form von Titan-Nitrit-Oxid-Beschichtungen in Deutschland entwickelt und von der Fa. TiNox [http://www.tinox.de] auf den Markt gebracht. Theoretisch sind bei dieser Beschichtung je nach Schichtaufbau auch andere Farben möglich; diese erreichen aber bisher keine vergleichbaren Leistungswerte. Eine weitere Neuentwicklung ist die sunselect-Beschichtung des Glas- und Beschichtungsherstellers Interpane [http://www.sunselect.de], eine Ceramic-Metall-Struktur (vermutlich ebenfalls auf Titan-Basis), die wie die Titan-Nitrit-Oxid-Beschichtungen im Vakuum-Sputter-Verfahren aufgebracht wird und ebenfalls schwarzbläulich schimmert. Beide Beschichtungen lassen sich bisher nur auf Absorberblechen aus Kupfer aufbringen; entsprechende Techniken für Aluminiumabsorber sind erst seit kurzem auf dem Markt. Auch diese Aluminiumabsorber verwenden jedoch zur Wärmeabführung mittels der "Solarflüssigkeit" (siehe dazu Thermische Solaranlage) eine Verrohrung aus Kupfer, die per Laser-Schweißverfahren mit dem Absorber verbunden wird. Neben der Beschichtung unterscheiden sich Absorber verschiedener Hersteller auch in ihrem prinzipiellen Aufbau. Häufig sind Absorber, die aus einzelnen Finnen bestehen, etwa 10-15 cm schmalen Streifen, auf deren Rückseite jeweils ein dünnes Rohr aufgeschweißt ist, die dann an beiden Enden in ein Sammelrohr eingelötet werden, so dass eine Art "Harfe" entsteht. Daneben gibt es Flächenabsorber, die aus einem einzigen Absorberblech bestehen; die Verrohrung ist bei diesen meist serpentinenartig auf der Rückseite aufgelötet oder -geschweißt. Eine dritte Bauform sind die Kissenabsorber. Wie Flächenabsorber bestehen sie aus einem einzigen durchgehenden Absorberblech, auf die aber rückseitig statt einer Rohrleitung ein pressgeformtes zweites Blech aufgebracht ist; die Wärmeträgerflüssigkeit strömt zwischen diesen beiden Blechen. Grundsätzlich weisen Flächenabsorber die besten Leistungswerte auf. Da anfangs die Hersteller der neuen hochselektiven Beschichtung nur Kupferbleche verarbeiten konnten, die eine bestimmte Breite nicht überschritten, werden vor allem in älteren Kollektormodellen noch überwiegend Absorberfinnen eingesetzt. Zudem erlauben Absorberfinnen mehr unterschiedliche Kollektor-Bauformen.

Solarglas

Das für den Kollektor verwendete Glas soll möglichst viel energiereiche Strahlung in den Kollektor einfallen lassen und nur die vom Absorber emittierte oder reflektierte Wärmestrahlung wieder zurück ins Kollektorinnere reflektieren. Für Hochleistungskollektoren wird daher heute meist ein spezielles Solarglas verwendet, das diese Anforderungen besser erfüllt als normales Fensterglas. Chemisch unterscheidet es sich von diesem hauptsächlich durch den geringeren Eisengehalt. Optisch sichtbar wird dieser Unterschied beim Blick auf die Kante einer Solarglas-Scheibe: Während Fensterglas beim Blick auf die Kante grünlich wirkt, ist Solarglas auch aus dieser Blickrichtung klar. Eine weitere Anforderung ist die Bruchfestigkeit gegenüber Hagel und Schneelast (ähnlich wie bei Dachfenstern), die bei möglichst geringer Scheibendicke erreicht werden soll.

Erfinder

Das Prinzip der Solarthermie wird seit langem angewandt: Brenn- und Hohlspiegel gab es schon in der Antike. Die Verwendung von Sonnenenergie geht auf den griechischen Mathematiker und Erfinder Archimedes von Syrakus (285-212 v. Chr) zurück, der angeblich mit Hilfe von Brennspiegeln die römische Flotte in Brand setzte. Im 18. Jahrhundert erfand der Naturforscher Horace-Bénédict de Saussure die Vorläufer der heutigen Solar-Kollektoren. Er baute im 18. Jhd. einen einfachen Holzkasten mit schwarzem Boden und Glasabdeckung. Mit diesem ersten Sonnenkollektor erreichte er eine Temperatur von 87°C.

Geschichtliches zur Nutzung der Photovoltaik

Mitte des 19. Jahrhunderts gelang es erstmals dem Franzosen Mouchot, die Sonnenenergie in Elektrizität umzuwandeln. Das Prinzip der Photovoltaik wurde bereits 1839 vom Franzosen Becquerel entwickelt und durch den Einsatz von Silizium als Halbleitermaterial ca. 80 Jahre später in eine effiziente Form überführt. Die Photovoltaik wurde zu einem festen Bestandteil der Raumfahrt und sichert vielfach die Stromversorgung von Raumsonden.

Einsatzbereiche: Haushalt bis Industrie

Die bekannteste Anwendung der aus Sonnenenergie gewonnenen Hitze ist die Warmwassererzeugung im Haushalt. Bei geeigneter Auslegung von Kollektorfläche und Speichervolumen reicht sie bei uns während des gesamten Sommerhalbjahres zum Waschen und Baden.
Die ersten großflächigen Anwendungen waren seit der Energiekrise der 1970er-Jahre die Beheizung von öffentlichen und zunehmend auch privaten Schwimmbädern. Auch Industriebetriebe nutzen die Sonnenenergie seit langem als Beitrag zur Prozessenergie, wobei zumindest eine Vorwärmung der Wärmeträger möglich ist. Auch das Anwärmen von Biomassekulturen - etwa zur Erzeugung von Biogas ist längst zur Marktreife gediehen. Etwas anspruchsvoller ist in der Haustechnik die solare Beheizung oder die Kühlung. Beim sog. Energiehaus ist eine fast vollständige Übernahme der Heizung durch die Sonnenstrahlung möglich. Bei Standardheizungen kann sie im Jahresschnitt bis zu einigen Zehnerprozenten zur Heizenergie beitragen und daher die Heizkosten merklich senken. Eine Amortisation der relativ teuren großflächigen Kollektoren und der Armaturen ist laut Firmenangaben in cca. 20 Jahren zu erwarten. Um auch an bewölkten und regnerischen Tagen genügend Heißwasser sicherzustellen, ist in der Thermischen Solaranlage meist ein Wärmespeicher eingebaut, der für Haushalte - je nach Familiengröße - von etwa 300 bis 1000 Liter Wasserfüllung reicht. Übliche Marktgeräte heizen die untere Hälfte, deren Konvektion bei ausreichendem Sonnenschein dann den ganzen Boiler erwärmt. Bei bedecktem Wetter ist eine Zusatzheizung mit Strom oder dem Heizkessel üblich. Von den thermischen Sonnenkollektoren zu unterscheiden sind die Solarzellen bzw. Solarmodule, die Sonnenenergie in elektrische Energie umwandeln (Photovoltaik). Siehe auch: Thermische Solaranlage, Thermochemischer Wärmespeicher, Sonnenofen, Aufwindkraftwerk

Weblinks


- [http://www.thema-energie.de www.thema-energie.de] - Deutsche Energie-Agentur (dena): Portal für Energiesparen und Erneuerbare Energien: :[http://www.thema-energie.de/category/show_category.cfm?cid=18 - Wissenskatalog Energie: Solarwärme] :[http://www.thema-energie.de/article/show_article.cfm?id=2352 - Interaktiver Solarförderberater] Kategorie:Wärmeerzeuger Kategorie:Solarenergie Kategorie:Umwelttechnik

Kategorie:Aquifer

Kategorie:Geologie Kategorie:Gewässer

Kategorie:Geologie

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International telephone codes

At a glance

In depth

Zone 1 – North American Numbering Plan Area

Areas within NANPA (North American Numbering Plan Area) have been assigned area codes as if they were areas within the United States. The codes below in format +1-XXX represent that area code within the +1 NAMPA--Not a separate country code. For example, the country code for Guam is +1 followed by the area code 671--not +671.
- +1 United States of America
  - Including U.S. territories in the Pacific Islands:
    - +1-671 Guam
    - +1-670 Northern Mariana Islands
    - +1-684 American Samoa
- +1 Canada (area code details can be found at [http://www.cnac.ca/mapcodes.htm cnac.ca])
- +1-441 Bermuda
- Many, but not all, Caribbean nations, with area codes:
  - +1-264 Anguilla
  - +1-268 Antigua and Barbuda
  - +1-242 Bahamas
  - +1-246 Barbados
  - +1-284 British Virgin Islands
  - +1-345 Cayman Islands
  - +1-767 Dominica
  - +1-809 and +1-829 Dominican Republic
  - +1-473 Grenada
  - +1-876 Jamaica
  - +1-664 Montserrat
  - +1-787 and +1-939 Puerto Rico
  - +1-869 Saint Kitts and Nevis
  - +1-758 Saint Lucia
  - +1-784 Saint Vincent and the Grenadines
  - +1-868 Trinidad and Tobago
  - +1(868)620, 1(868)678, 1(868)700 to 1868(799), 1(868)680 to 1(868)689 = Trinidad and Tobago-Cellular
  - +1-649 Turks and Caicos Islands
  - +1-340 U.S. Virgin Islands :For more information please see [http://www.nanpa.com/ nanpa.com]

Zone 2 – Mostly Africa


- 20 – Egypt
- 210 – unassigned
- 211 – unassigned
- 212 – Morocco
- 213 – Algeria
- 214 – unassigned
- 215 – unassigned
- 216 – Tunisia
- 217 – unassigned
- 218 – Libya
- 219 – unassigned
- 220 – The Gambia
- 221 – Senegal
- 222 – Mauritania
- 223 – Mali
- 224 – Guinea
- 225 – Côte d'Ivoire (Ivory Coast)
- 226 – Burkina Faso
- 227 – Niger
- 228 – Togo
- 229 – Benin
- 230 – Mauritius
- 231 – Liberia
- 232 – Sierra Leone
- 233 – Ghana
- 234 – Nigeria
- 235 – Chad
- 236 – Central African Republic
- 237 – Cameroon
- 238 – Cape Verde
- 239 – São Tomé and Príncipe
- 240 – Equatorial Guinea
- 241 – Gabon
- 242 – Republic of the Congo (Brazzaville)
- 243 – Democratic Republic of the Congo (Kinshasa, formerly known as Zaire)
- 244 – Angola
- 245 – Guinea-Bissau
- 246 – Diego Garcia
- 247 – Ascension Island
- 248 – Seychelles
- 249 – Sudan
- 250 – Rwanda
- 251 – Ethiopia
- 252 – Somalia (also used in Somaliland)
- 253 – Djibouti
- 254 – Kenya
- 255 – Tanzania
- 256 – Uganda
- 257 – Burundi
- 258 – Mozambique
- 259 – Zanzibar - never implemented - see 255 Tanzania
- 260 – Zambia
- 261 – Madagascar
- 262 – Réunion
- 263 – Zimbabwe
- 264 – Namibia
- 265 – Malawi
- 266 – Lesotho
- 267 – Botswana
- 268 – Swaziland
- 269 – Comoros and Mayotte
- 27 – South Africa
- 28x – unassigned
- 290 – Saint Helena
- 291 – Eritrea
- 292 – unassigned
- 293 – unassigned
- 294 – unassigned
- 295 – discontinued (was assigned to San Marino, see +378)
- 296 – unassigned
- 297 – Aruba
- 298 – Faroe Islands
- 299 – Greenland

Zone 3 – Europe


- 3 – (proposed in 1996 as the European Union country code [http://europa.eu.int/en/record/green/gp9611/])
- 30 – Greece
- 31 – The Netherlands
- 32 – Belgium
- 33 – France
- 34 – Spain
- 350 – Gibraltar
- 351 – Portugal
- 352 – Luxembourg
- 353 – Republic of Ireland
- 354 – Iceland
- 355 – Albania
- 356 – Malta
- 357 – Cyprus; for the TRNC (Northern Cyprus), the country code is 90 392
- 358 – Finland
- 359 – Bulgaria
- 36 – Hungary
- 37 – discontinued (was assigned to the GDR, area now covered by Germany's country code 49)
- 370 – Lithuania
- 371 – Latvia
- 372 – Estonia
- 373 – Moldova
  - 373 533 – Transnistria
- 374 – Armenia
- 375 – Belarus
- 376 – Andorra
- 377 – Monaco
- 378 – San Marino
- 379 – Vatican City
- 38 – discontinued (was assigned to Yugoslavia before break-up)
- 380 – Ukraine
- 381 – Serbia and Montenegro
- 382 – unassigned
- 383 – unassigned
- 384 – unassigned
- 385 – Croatia
- 386 – Slovenia
- 387 – Bosnia and Herzegovina
- 388 – European Telephony Numbering Space - Europe-wide services
- 389 – Republic of Macedonia
- 39 – Italy

Zone 4 – Europe


- 40 – Romania
- 41 – Switzerland
- 42 – previously Czechoslovakia
- 420 – Czech Republic
- 421 – Slovakia
- 422 – unassigned
- 423 – Liechtenstein
- 424 – unassigned
- 425 – unassigned
- 426 – unassigned
- 427 – unassigned
- 428 – unassigned
- 429 – unassigned
- 43 – Austria
- 44 – United Kingdom
- 45 – Denmark
- 46 – Sweden
- 47 – Norway
- 48 – Poland
- 49 – Germany

Zone 5 – Mexico, Central and South America, West Indies


- 500 – Falkland Islands
- 501 – Belize
- 502 – Guatemala
- 503 – El Salvador
- 504 – Honduras
- 505 – Nicaragua
- 506 – Costa Rica
- 507 – Panama
- 508 – Saint-Pierre and Miquelon
- 509 – Haiti
- 51 – Peru
- 52 – Mexico
- 53 – Cuba
- 54 – Argentina
- 55 – Brazil
- 56 – Chile
- 57 – Colombia
- 58 – Venezuela
- 590 – Guadeloupe
- 591 – Bolivia
- 592 – Guyana
- 593 – Ecuador
- 594 – French Guiana
- 595 – Paraguay
- 596 – Martinique
- 597 – Suriname
- 598 – Uruguay
- 599 – Netherlands Antilles

Zone 6 – South Pacific and Oceania


- 60 – Malaysia
- 61 – Australia including external territories of Christmas Island and Cocos Islands
- 62 – Indonesia
- 63 – Philippines
- 64 – New Zealand
- 65 – Singapore
- 66 – Thailand
- 670 – East Timor - used to be Northern Mariana Islands which is now included in NANPA as code +1-670 (See Zone 1, above)
- 671 – used to be Guam - Now included in NANPA as code +1-671 (See Zone 1, above)
- 672 – Australian external territories other than Christmas, Cocos Islands, such as Australian Antarctic Territory, Norfolk Island
- 673 – Brunei Darussalam
- 674 – Nauru
- 675 – Papua New Guinea
- 676 – Tonga
- 677 – Solomon Islands
- 678 – Vanuatu
- 679 – Fiji
- 680 – Palau
- 681 – Wallis and Futuna
- 682 – Cook Islands
- 683 – Niue Island
- 684 – used to be American Samoa - Now included in NANPA as code +1-684 (See Zone 1, above)
- 685 – Samoa
- 686 – Kiribati, Gilbert Islands
- 687 – New Caledonia
- 688 – Tuvalu, Ellice Islands
- 689 – French Polynesia
- 690 – Tokelau
- 691 – Federated States of Micronesia
- 692 – Marshall Islands
- 693 – unassigned
- 694 – unassigned
- 695 – unassigned
- 696 – unassigned
- 697 – unassigned
- 698 – unassigned
- 699 – unassigned

Zone 7 – Russia and its vicinity (former Soviet Union)


- 7 – Russia, Kazakhstan.

Zone 8 – East Asia and Special Services


- 800 – International Freephone (UIFN)
- 801 – unassigned
- 802 – unassigned
- 803 – unassigned
- 804 – unassigned
- 805 – unassigned
- 806 – unassigned
- 807 – unassigned
- 808 – reserved for Shared Cost Services
- 809 – unassigned
- 81 – Japan
- 82 – South Korea
- 83x – unassigned
- 84 – Vietnam
- 850 – North Korea
- 851 – unassigned
- 852 – Hong Kong
- 853 – Macau
- 854 – unassigned
- 855 – Cambodia
- 856 – Laos
- 857 – unassigned
- 858 – unassigned
- 859 – unassigned
- 86 – Mainland China
- 870 – Inmarsat "SNAC" service
- 871 – Inmarsat (Atlantic East)
- 872 – Inmarsat (Pacific)
- 873 – Inmarsat (Indian)
- 874 – Inmarsat (Atlantic West)
- 875 – reserved for Maritime Mobile service
- 876 – reserved for Maritime Mobile service
- 877 – reserved for Maritime Mobile service
- 878 – Universal Personal Telecommunications services
- 879 – reserved for national mobile/maritime uses
- 880 – Bangladesh - SubCodes
- 881 – Mobile Satellite System
- 882 – International Networks
- 883 – unassigned
- 884 – unassigned
- 885 – unassigned
- 886 – Taiwan Code not officially assigned, listed by ITU as 'reserved'.
- 887 – unassigned
- 888 – unassigned
- 889 – unassigned
- 89x – unassigned

Zone 9 – West, South and Central Asia, Middle East


- 90 – Turkey
  - 90 392 – Turkish Republic of Northern Cyprus
- 91 – India
- 92 – Pakistan
- 93 – Afghanistan
- 94 – Sri Lanka
- 95 – Burma (Myanmar)
- 960 – Maldives
- 961 – Lebanon
- 962 – Jordan
- 963 – Syria
- 964 – Iraq
- 965 – Kuwait
- 966 – Saudi Arabia
- 967 – Yemen
- 968 – Oman
- 969 – used to be People's Democratic Republic of Yemen - now unified under 967 Yemen (formerly the Yemen Arab Republic)
- 970 – reserved for the Palestinian Authority
- 971 – United Arab Emirates
- 972 – Israel
- 973 – Bahrain
- 974 – Qatar
- 975 – Bhutan
- 976 – Mongolia
- 977 – Nepal
- 978 – unassigned - originally assigned to Dubai, now covered under 971
- 979 – International Premium Rate Service - originally assigned to Abu Dhabi, now covered under 971
- 98 – Iran
- 990 – unassigned
- 991 – International Telecommunications Public Correspondence Service trial (ITPCS)
- 992 – Tajikistan
- 993 – Turkmenistan
- 994 – Azerbaijan
- 995 – Georgia
- 996 – Kyrgyzstan
- 997 – unassigned
- 998 – Uzbekistan
- 999 – unassigned Zero (0) is unassigned.

See also


- E.164
- List of international call prefixes ITU list Category:Telephone numbering plans ko:국제전화 나라번호 ja:国際電話番号の一覧 th:รหัสโทรศัพท์ระหว่างประเทศ

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