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Grunge

Grunge

Grunge (engl. Schmuddel, Dreck) bezeichnet einen Musikstil, dessen Ursprünge und Anfänge in der US-amerikanischen Undergroundbewegung lagen. Grunge wurde auch als Seattle-Sound bezeichnet und greift verstärkt auf die Elemente des traditionellen Rock, Punk und Hardrock zurück.

Klangcharakteristik

Tatsächlich sind die Einflüsse auf die Grunge-Musik vielfältig. Die Schwierigkeit liegt darin, dass es sich bei Grunge um einen von der Musikindustrie angeschobenen Hype handelte, der sich überwiegend auf die Stadt Seattle konzentrierte. Es gab dort jedoch eine große Anzahl von Bands, die unterschiedlich klangen und sich künstlerisch unterschiedlich entwickelten.

Geschichte

Zu den ersten Bands, die in diesem Bereich experimentierten, gehörten Wipers und Mission Of Burma, deren Stil in den späten 70ern und frühen 80ern dem vorherrschenden Punk-Publikum zu rockig oder, im Falle von Mission Of Burma, zu komplex waren. Später folgte Hüsker Dü, deren Ursprünge in der Punkszene lagen. Sie kombinierten die Energie des Punk-Rock mit dem komplexeren Songwriting des Rock und erreichten damit Mitte der 80er ein größeres Publikum. Einen Schritt weiter bewegten sich Dinosaur Jr., die mit ihrer Nähe zum klassischen Rock im Stile von Neil Young und einem extrem übersteuerten Gitarrensound mit Wah Wah-Effekten, im Stil des Garagenrock der 60er Jahre, viel Aufmerksamkeit erregten. Weitere Einflüsse waren Sonic Youth, Big Black, Butthole Surfers und andere Vertreter des Noise-Rock. Die Veröffentlichungen ganzer Labels wie z.B. Homestead, SST Records oder Amphetamine Reptile waren ausschlaggebend. Prägend für die Szene waren College-Radios, in denen viel von dieser Independent-Musik zu hören war und der provinzielle Charakter der Region um Seattle. Eine Gegend in der nur unbekanntere Musiker eine Auftrittsmöglichkeit suchten. Mitte der 1980er bildete sich ein Kern in der Szene Seattles zu denen neben Green River, Soundgarden, U-Men auch The Melvins gehörten. Zu diesem Zeitpunkt entstand auch der Begriff Grunge. Später, im Jahr 1988, wurde in Seattle der Sub Pop Singles Club gegründet, ein Label auf dem die ersten Aufnahmen lokaler Bands wie Tad, Mudhoney, Nirvana und Soundgarden erschienen. Ein großer Teil der Aufnahmen wurden von Jack Endino produziert und es kristallisierte sich ein Klang heraus, den man für geeignet hielt, als Seattle Sound vermarktet zu werden. Ein Jahr später wurde ein Rock Journalist des britischen Melody Maker-Magazins auf diese Produktionen aufmerksam, worauf im März 1989 der umfangreiche Artikel Seattle, Rock City erschien. In Seattle sorgte dieser Artikel für große Aufregung. Der Rest der Welt zeigte nur mäßiges Interesse. Das änderte sich schlagartig mit dem Erscheinen des zweiten Albums Nevermind von Nirvana im September 1991. Auslöser des Grunge-Hypes war der Song Smells Like Teen Spirit von jenem Album. Dank des häufigen Einsatzes des Musik-Videos bei MTV avancierte der Song zum Hit. Die Musikindustrie und die Medien entwickelten fortan ein ausgeprägtes Interesse für jeden in Seattle, der eine Gitarre bedienen konnte. Das Magazin Spin beschrieb es in der Dezember-Ausgabe von 1992 mit den Worten: "Seattle ist momentan für die Rockwelt, was Bethlehem für das Christentum ist." Bands ohne Plattenvertrag wurden plötzlich unter Vertrag genommen. Andere Bands, die schon bei einem Independent-Label unter Vertrag waren, wurden per Vertriebsverträge an die großen Plattenfirmen weitergereicht. Die Kommerzialisierung der Szene ging sehr schnell. Markante Bekleidungsstücke wie das Flanellhemd wurden als neue Mode verkauft. Dabei waren Flanellhemden im Alltag der Region von Seattle seit Jahrzehnten ein beliebtes Kleidungstück bei jung und alt. So wurde ein banaler Alltagsgegenstand zum Dresscode der neuen Grunge-Szene. Nicht nur durch den Selbstmord des Sängers Kurt Cobain von Nirvana im April 1994 fand Grunge ein jähes Ende. Ursache war auch die Fixierung der Musikindustrie auf den Ort Seattle, dessen kreatives Potential bald ausgeschöpft war. Die Musikindustrie und die Medien ersetzten den Begriff Grunge durch den Begriff Alternative. Es fand eine Entwicklung statt, die eine Parallele zum Punk-Rock erkennen lässt, als der Begriff Punk-Rock der musikalischen Vielfalt nicht mehr entsprach und durch den nichtssagenden Terminus New Wave ersetzt wurde. Damit öffnete man die Szene für neue Bands und stilistische Varianten.

Kritik

Der Grunge-Hype war bei den Kritikern der Musikindustrie ein beliebtes Angriffsziel. Die Entwicklung zeigt, wie die Musikindustrie mit einer handvoll Bands und deren Auftreten, im Bezug auf Aussehen und Attitüde, einen Hype produzierte, von der sie noch heute zehrt. Erwähnenswert ist die konträre Haltung der Band Pearl Jam zur Kommerzialisierung, nach ihrem Welterfolg des Albums Ten. Diese Haltung hält bis heute unter anderem die Vorstellung der nicht kommerziellen Underdog-Attitüde und das Gefühl eines Undergrounds im Bezug auf Grunge und Alternative aufrecht, obwohl schon die zweite Generation des Grunge (z.B. Stone Temple Pilots) mehr einem modernisierten Mainstream-Rock nach klassischem Vorbild der Major-Label entsprach.

Bands


- Alice In Chains
- Babes in Toyland
- Bush
- Dinosaur Jr.
- Farmer's Revenge
- Green River
- Hammerbox
- Hole
- Lemonheads
- Mad Season
- Mother Love Bone
- Mudhoney
- Nirvana
- Pearl Jam
- Presidents of the United States of America
- Screaming Trees
- Seether
- Silverchair
- Skin Yard
- Smashing Pumpkins
- Soundgarden
- Stone Temple Pilots
- Tad
- Temple Of The Dog
- Trustcompany
- Union Youth

Labels


- 12 pylons
- City Slang
- Kill Rock Stars
- Amphetamine Reptile
- SST Records
- Homestead Records
- SYR (Sonic Youth)
- Sound Guerilla
- Sub Pop
- Touch and Go

Siehe auch


- Portal:Rockmusik

Weblinks


- Die Seite [http://www.grunge.de Grunge.de] beschäftigt sich ausführlich mit dem Thema Grunge und bietet unter anderem auch eine sehr umfangreiche Diplomarbeit über Grunge sowie ein Grungelexikon
- Eine Betrachtung der [http://www.gib-schub.de/alternative/artikel/grunge/grunge1.html] Grunge-Geschichte aus heutiger Perspektive
- Die Website [http://www.seattlesound.de seattlesound.de] befasst sich mit Grunge Bands, insbesondere Nirvana, Foo Fighters (sind kein grunge, haben nur in den ersten zwei alben noch einen hauch von grunge in sich, aber wenn man sich die vielen Rockelemente anschaut bzw. anhört dann merkt man erst wie sehr sie eigentlich eine Rockband sind) und Grunge im Allgemeinen.
- Howitt, Bernie: Popular Culture - Grunge [http://hsc.csu.edu.au/pta/scansw/grunge.html] / Society & Culture Association Kategorie:Rock Kategorie:Punk Kategorie:Musikgenre Kategorie:Jugendkultur ! ja:グランジ

Englische Sprache

Die englische Sprache (Englisch) ist eine germanische Sprache. Sie gehört, wie auch das Deutsche und das Niederländische, dem westlichen Zweig der germanischen Sprachen an. In einem eigenen Artikel gibt es mehr zur Geschichte der englischen Sprache. Englisch ist heute die am weitesten verbreitete Sprache der Welt, während es sich bei Mandarin-Chinesisch um die meistgesprochene Sprache handelt. Die englische Sprache wird in sehr vielen Ländern als erste Fremdsprache in den Schulen gelehrt (siehe Englisch (Schule)) und ist offizielle Sprache der meisten internationalen Organisationen. Viele dieser Organisationen haben daneben noch andere offizielle Sprachen. Englisch gilt als Weltsprache. Heute wird Englisch weltweit von etwa 340 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen, das heißt, etwa 340 Millionen Menschen sind anglophon. Zählt man die Zweitsprachler hinzu, kommt man auf etwa 510 Millionen Sprecher.

Verbreitung

Amtssprache

Englisch ist Amtssprache in den folgenden Staaten, wobei die Zahlen die ungefähre Zahl der Muttersprachler angeben, soweit bekannt: Englisch ist zudem Amtssprache bei der Europäischen Union, bei der Afrikanischen Union, der Organisation Amerikanischer Staaten und bei den Vereinten Nationen.

Sonstige Verwendung

Die englische Sprache dient zudem als Verkehrssprache in folgenden Ländern und Regionen:
- Gibraltar
- Hongkong
- Israel
- Malaysia
- St. Martin
- Somalia
- Zypern

Sprachwissenschaftliche Einordnung

Das Englische gehört zu den indogermanischen Sprachen, die ursprünglich sehr stark flektierende Merkmale aufwiesen. Alle indogermanischen Sprachen weisen diese Charakteristik bis heute mehr oder minder auf. Es besteht jedoch in allen diesen Sprachen eine Tendenz weg von flektierenden und hin zu isolierenden Formen. Im Englischen ist diese Tendenz besonders ausgeprägt gewesen, so dass es sich im Laufe seiner Entwicklung im Wesen stark gewandelt hat. Heute trägt die englische Sprache überwiegend isolierende Züge und ähnelt strukturell teilweise stärker isolierenden Sprachen wie dem Chinesischen als den genetisch eng verwandten Sprachen wie dem Deutschen. Zudem hat sich die Sprache heute durch die weite Verbreitung in viele Dialekte aufgeteilt. Viele europäische Sprachen bilden auch völlig neue Begriffe auf Basis der englischen Sprache (Anglizismen). Auch in einigen Fachsprachen werden die Termini von Anglizismen geprägt, z.B. in den Bereichen Informatik und Wirtschaft. Der Language Code ist en beziehungsweise eng (nach ISO 639); der Code für Altenglisch (etwa 450 bis 1100) ist ang und der Code für Mittelenglisch (etwa 1100 bis 1500) ist enm.

Sprachvarianten der englischen Sprache

Durch die weltweite Verbreitung der englischen Sprache hat diese in verschiedenen Gegenden zahlreiche Varianten entwickelt. Nach der bekanntesten und fremdartigsten Variante des Englischen spricht man oft auch von einer Pidginisierung, wenn eine Sprache sich durch ihre weite Verbreitung in mehrere Sprachen aufzuteilen beginnt, die untereinander kaum noch kompatibel sind. Folgende Sprachvarianten werden unterschieden:
- Siehe auch: Internationale Klassifizierungen (Englische Sprache) Eine Reihe von Pidginsprachen und Kreolsprachen haben sich auf englischem Substrat entwickelt. Das Eindringen von Anglizismen in andere Sprachen wird manchmal mit abwertenden Namen wie "Denglisch" (Deutsch und Englisch) oder "Franglais" (Französisch und Englisch) versehen. Dabei handelt es sich nicht um Varianten des Englischen, sondern um Erscheinungen in anderen Sprachen.
- Siehe auch: Englische Sprache in anderen Sprachen Der scherzhafte Begriff "Engrish" bezeichnet ebenfalls keine Variante der englischen Sprache, sondern bezieht sich auf das unbeholfene Englisch, das gelegentlich in asiatischen Ländern anzutreffen ist, hier insbesondere bei Japanern, die den Lateral "l", der im Japanischen nicht vorkommt, durch "r" ersetzen.

Ähnliche/Verwandte Wörter

Deutsch und Niederländisch

Überraschend sind die sehr zahlreichen englischen Wörter, bei denen die Verwandtschaft mit dem Deutschen und dem Niederländischen durch Bedeutungsverschiebung oder -verengung oft nicht ins Auge fällt.

Dänisch

Französisch

Textsammlungen

Beim Project Gutenberg stehen zahlreiche Texte frei zur Verfügung.

Siehe auch


- Englische Grammatik
- Ghoti
- Liste englischer Redensarten
- Englische Phonetik
- Englische Sprache in der Werbung
- Liste von Sprachen nach der Zahl ihrer Muttersprachler
- Chronologie englischsprachiger Medien

Literatur


- Wolfgang Viereck, Heinrich Ramisch, Karin Viereck: dtv Atlas Englische Sprache. dtv, 2002. ISBN 3423032391
- J. C. Wells: Accents of English. Volume I: An Introduction. Cambridge University Press, 1982. ISBN 0521297192
- J. C. Wells: Accents of English. Volume II: The British Isles. Cambridge University Press, 1982. ISBN 0521285402
- J. C. Wells: Accents of English. Volume III: Beyond the British Isles. Cambridge University Press, 1982. ISBN 0521285410
- Michael McCarthy, Felicity O'Dell: English Vocabulary in Use. upper-intermediate and advanced. Cambridge University Press, 1994
- Raymond Murphy: English Grammar in Use. Cambridge University Press, 1985
- Robert Phillipson: Linguistic Imperialism. Oxford University Press, 2000. ISBN 0194371468

Weblinks


- http://dict.leo.org/ – umfangreiches und ständig erweitertes Deutsch-Englisch und Englisch-Deutsch Online-Wörterbuch
- http://www.odge.de/ - Deutsch-Englisch und Englisch-Deutsch Wörterbuch mit über 420.000 Übersetzungen (auch ungewöhnliches)
- http://www.dict.cc/ – Deutsch-Englisch und Englisch-Deutsch Wörterbuch mit mittlerweile über 400.000 Übersetzungen
- http://www.dict.org/ – greift auf mehrere Wörterbücher zu, die das dict-Protokoll benutzen
- http://www.EnglishTensesWithCartoons.com Englishe Zeiten
- http://www.phon.ucl.ac.uk/home/estuary/index.html - Estuary English
- http://www.wordorigins.org/ – Die Herkunft einiger hundert englischer Wörter
- http://www.etymonline.com/ – Online Etymology Dictionary, Erklärungen zur Herkunft einiger tausend englischer Wörter
- http://www.englisch-hilfen.de/ – kostenlose Nachhilfe mit Erklärungen und Übungen
- http://www.ego4u.de/ – Englische Grammatik Online
- http://www.sprachschule-lbt.de/index.php?sprachschulen=englischkurse-5-spaltensystem&englisch-lernen=lernhilfen – kostenloses Grammatiksystem der englischen Sprache zum Selbstlernen
- http://www.quickdic.de/ – Wörterbuch zum Herunterladen
- http://www.phrasen.com/ – Wörterbuch der englischen Redewendungen
- http://www.urbandictionary.com - Slang Dictionary
- http://www.woerterbuch.info/ – Deutsch-Englisch Wörterbuch mit 600.000 Übersetzungen und 125.000 Synonymen
- http://www.alt-usage-english.org/audio_archive.shtml - Sprachfiles für Indisch-, Britisch-, Austrailienenglish und noch vieles mehr Kategorie:Einzelsprache Kategorie:Englische Sprache Kategorie:Anglistik als:Englische Sprache ja:英語 ko:영어 ms:Bahasa Inggeris simple:English language th:ภาษาอังกฤษ zh-min-nan:Eng-gí

Dreck

Als Schmutz bezeichnet man die Verunreinigung eines Gegenstandes, einer Fläche, Person, oder anderen Dingen. Umgangssprachlich wird Schmutz auch als Dreck oder Siff (seit ca. 1900, abgek. v. Syphilis) bezeichnet. Schmutz kennzeichnet sowohl den Zustand der Verunreinigung, als auch das Material, das diese Verunreinigung bildet, wie Staubpartikel, Schlamm, Erde, Sand oder Essensreste. Ob eine Materieansammlung eine Verschmutzung bildet ist orts- und zeitabhängig und unterliegt teilweise auch subjektiven Einschätzungen. Schmutz ist in diesem Sinne das "falsche Ding zur falschen Zeit am falschen Ort".

Haushalt

Schmutz bietet Mikroorganismen und Schädlingen Nahrung und gute Lebensbedingungen. Im Schmutz gibt es daher viele krankheitserregende Keime (siehe Haushaltshygiene). Daher ist die Entfernung für die Hygiene, sowie für die Werkstofferhaltung enorm wichtig. Die Haftung des Schmutzes ist abhängig von mehreren Faktoren.
- Art des Schmutzes (organisch, anorganisch + flüssig oder fest)
- Alter des Schmutzes (je länger die Schmutzhaftung desto schwieriger die Entfernung)
- Beschaffenheit der Oberfläche (rau, glatt) Die Haftung des Schmutzes ist möglich durch
- Elektrostatische Kräfte (Schmutzteilchen und Werkstoffoberfläche sind unterschiedlich geladen)
- Adhäsionskräfte (Anziehungskraft unterschiedlicher Stoffe)
- Mechanische Verankerung (Brotkrümmel, Granulat, Fäden in dem Fasermaterial eines Textilbelages)
- Chemische Oberflächenveränderung (Rost, Patina, Grünspan)

Naturwissenschaft, Technik, Medizin

In Naturwissenschaft, Technik, Medizin bezeichnet Kontamination die Vergiftung oder Verunreinigung eines Organismus oder eines Systems durch unerwünschte oder schädliche Stoffe. Die Wiederherstellung des gewünschten Zustands wird als Dekontamination bezeichnet.

Industrielle Fertigung

In der Industrie werden Reinräume zur Sicherung vor unerwünschten Stoffe eingerichtet. Es handelt sich um geschlossene Räume mit kontrolliertem Zugang.

Andere Bedeutungen

Ausdrucksform des Punk

Schmutz ("Siff") spielt beim Punk eine wichtige Rolle als Ausdruck des Protestes gegenüber der Gesellschaft und/oder um einen Gegensatz zu herrschenden Moden herauszustellen.

Beschimpfung

Die Bezeichnung Schmutz wurde und wird auch als abwertende Bezeichnung, Beschimpfung, für künstlerische Werke verwendet. Teilweise gleichzeitig oder auch synonym mit Schund.

Fett

In vielen Teilen im deutschsprachigen Raum wurde (und wird teilweise heute noch) der Begriff "Schmutz" für Fett verwendet. Rösti mit Gätzischmutz ist eine in der Schweiz beliebte Speise, welche mit Schweinefett zubereitet wird.

Kuss

In der Schweiz wird auch ein Kuss so genannt.

Getränk

In Norddeutschland und der Region um den Teutoburger Wald wird ein Getränk aus Bier und Cola so genannt.

Brettspielvariante

Schmutz ist auch eine, vor allem in Süddeutschland bekannte, Variation von Mensch ärgere dich nicht, bei dem je zwei Spieler als Team zusammenspielen. Hierbei dürfen Figuren des eigenen Teams nicht überholt werden, die Partie ist erst gewonnen, wenn die Figuren beider Teamspieler im Ziel sind.

Nachnamen

In der Schweiz in den Kantonen Baselland, Bern und Fribourg anzutreffende Nachnamen. Möglicherweise ursprünglich aus dem mittelhochdeutschen "smutzen" -> schmunzeln. Schmutz als Bezeichnung für Verunreinigung ist erst später anzutreffen und kommt als Ursprung kaum in Frage.

Literatur


- Christian Enzensberger: Größerer Versuch über den Schmutz, Essay (Erstauflage 1968)

Weblinks


- http://www.quarks.de/schmutz/ (Man beachte den Download-Link unten auf der Seite.)
- [http://www.reinigungsportal.com Alles zum Thema Sauberkeit und Reinigung] Kategorie:Gegenstand Kategorie:Abfall

Underground (Kunst)

Der Underground (englisch, wörtlich Untergrund) ist ein Begriff, der in vielen Sparten der Kunst den Teil der Szene bezeichnet, der nicht auf die Masse ausgerichtet ist, unabhängig produziert und oft auch eine Gegenkultur darstellt. Gegenpol ist der sogenannte Mainstream, mit dem die allgemein etablierte, oder auch für die „Masse“ produzierte Kunst bezeichnet wird. Häufig orientiert sich der Mainstream später am Underground, kopiert Elemente und Ideen. Die Grenzen zwischen Underground und Mainstream sind fließend. Oft greifen Vertreter des sogenannten Underground die etablierte oder kommerzielle Kunst (Darstellende Kunst, Musik, Literatur) öffentlich an und sprechen diesen die künstlerische Qualität ab: Es handele sich um seichte Massenware, die nur an kommerziellem Erfolg interessiert sei und zudem meist reaktionäre Inhalte vertrete. Besonders in der Szene der Rock- und Popmusik hat sich hier ein regelrechter Streit zwischen Under- und Overground entwickelt, in dem Underground auch zu einem marketingwirksamen Schlagwort wurde, oft ohne mit irgendwelchen Inhalten verbunden zu sein (z.B. Grunge, "Alternative"). Auch in der Jugendkultur und bei den Clubs gibt es eine klare Trennung zwischen Underground und Mainstream, wobei hier die Leute, die Underground-Kultur schaffen für sich beanspruchen, die anspruchsvolleren, authentischeren (etwa experimentelleren) Veranstaltungen, Ausstellungen, Konzerte und Ähnliches zu bieten, die dazu unabhängig von kommerziellem Erfolg, aus Idealismus und Kreativität entständen. Dieser Streit ist einerseits absurd, da viele Aktionen, die vorher stolz als Underground bezeichnet wurden, nach dem entsprechenden Erfolg und mit den dann vorhandenen Mitteln kommerzialisiert werden und so dem Mainstream angehören. Andererseits muss auch ein kommerzieller Erfolg nicht bedeuten, ursprüngliche Ideale und Abneigungen zu verraten. Viele Werke der Hochkultur stellen heute - gemessen etwa an ihren Verkaufszahlen - auch eine Art Underground dar. Im Film waren es der Experimentalfilm, der Undergroundfilm oder Strömungen wie Nouvelle Vague, Autorenfilm, New British Cinema, die einer Hollywood-Ästhetik andere Bilder und Inhalte entgegenstellten.

Beispiele

In der Musik:
- Die Anfänge von Punk, Alternative, House, Techno, Hip Hop
- Heutige Sub-Genres (Siehe z.B. Death Metal, Grindcore, Liste der elektronischen Musik)
- Die Hardcore Punk-Bewegung In der Literatur:
- Fanzine
- Poetry Slam Im Comic:
- Underground-Comics (v.a. Robert Crumb, Gilbert Shelton) In der Kunst:
- Off-Galerie, Off-Kunst
- Demoszene

Siehe auch


- Streetwear, Untergrundliteratur, Independent, Credibility, Subversion, Kunst, Kulturindustrie, Avantgarde, Massenmedien, Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit Kategorie:Kunst Kategorie:Musikgenre Kategorie:Comic Kategorie:Film

Seattle

Seattle ist die größte Stadt im US-Bundesstaat Washington. Sie liegt im Nordwesten der Vereinigten Staaten zwischen dem Puget Sound und Lake Washington, etwa 180 km südlich der kanadischen Grenze im Landkreis King County. Im Jahr 2004 hatte die Stadt 571.000 Einwohner. Der Stadtname geht zurück auf den legendären Indianerhäuptling Chief Seattle (1786 - 1866), der wegen seiner berühmten — aber letztendlich gefälschten — Rede eines der großen Idole der Ökologiebewegung des späten 20. Jahrhunderts wurde. Seattle hat den Beinamen rainy city - und das, obwohl der Niederschlag geringer ist als in vielen anderen US-amerikanischen Städten. Der Spitzname kommt von den vielen wolkenreichen und regnerischen Tagen im Jahr.

Ereignisse

Große Ereignisse in der Geschichte Seattles waren
- der große Brand von 1889, der den gesamten "Business District" zerstörte, aber keine Menschenleben kostete,
- die Alaska-Yukon-Pazifik Ausstellung von 1909, die den Grundriss des Campus der University of Washington prägte,
- der Generalstreik von 1919, der erste Generalstreik des Landes,
- die Weltausstellung von 1962,
- die Goodwill Games von 1990 und
- die WTO-Konferenz von 1999, die zu heftigen Ausschreitungen einiger Globalisierungs-Gegner und zum Einsatz von Gas durch die Polizei führte

Geschichte

Als Geburtstunde war ein von Seattle wird die Ankunft der Familie Denny, der so genannten Denny Party, angesehen, die am 13. November 1851 am Alki Point landete. Sie siedelten im April 1852 an die windgeschütztere Elliott Bucht, dem heutigen Pioneer Square, um. Die ersten Pläne zur Gründung einer Ansiedlung ("Town"), die sog. "Plats", wurden am 23. Mai 1853 eingereicht. Die Gründung der Stadt ("City") erfolgte 1869. Die Stadt wurde benannt nach Noah Sealth, Häuptling der Stämme Duwamish und Suquamish, besser bekannt unter dem Namen Chief Seattle. Zwischen 1890 und 1910 versechsfacht sich die Bevölkerungszahl der Stadt. Am 6. Juni 1889 vernichtet ein Großbrand weite Teile der Stadt. Ein trockener Frühling und starke Winde behinderten den Kampf gegen die Flammen. Am Abend waren knapp 26 Hektar der Stadt zerstört. 1909 findet die Alaska-Yukon-Pacific-Ausstellung auf dem heutigen Campus der University of Washington statt. 1914 wurde eines der ersten Wahrzeichen von Seattle, der Smith Tower, eröffnet. Er war mit 159 Metern damals das höchste Gebäude westlich des Mississippi. Als Beginn des modernen Seattles wird die Weltausstellung von 1962 gesehen, in deren Rahmen viele der Wahrzeichen der Stadt wie Space Needle, Key Arena (Coliseum), Science Center und Monorail entstanden. Im Dezember 1999 kam es am Rande einer WTO-Tagung in der Stadt zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Globalisierungsgegnern und der Polizei ("Battle of Seattle").

Geografie

Battle of Seattle Seattle liegt zwischen dem Puget Sound und dem Lake Washington auf 47°37'35" n. B. und 122°19'59" w.L. Die Stadt liegt im Schatten der westlich gelegenen Olympic Mountains; östlich schließen sich die Issaquah Alps und die Cascade Range an. Die Flüsse, Seen und Wälder waren einst sehr fruchtbar, so dass die ursprünglichen Bewohner eine der wenigen sesshaften Jäger-und-Sammler-Kulturen ausbildeten. Die Stadt selbst ist recht hügelig, wobei sich die größten Steigungen in Downtown befinden. Die Geografie des Downtown-Bezirks wurde über die Jahrzehnte stark verändert. War es zu Beginn der Siedlung noch eine kurze, flache und überspülte Küste mit anschließendem Steilhang, flachte man den Steilhang ab und schüttete, um die regelmäßigen Überschwemmungen zu beenden, das Land an der Küste auf, so dass man heute einen kontinuierlichen steilen Anstieg von der Küste im Downtown-Bezirk vorfindet. Seattle wird neben Bergen und Hügeln vom Wasser dominiert. An der westlichen Seite erlaubt der Puget Sound einen Zugang zum Pazifik. Innerhalb der Stadt befinden sich mehrere Seen wie etwa der Lake Washington und der Lake Union, welche mit Kanälen verbunden sind. Die Stadt hat eine Fläche von 369.2 km². 217.2 km² davon sind Land, 152.0 km² sind Wasser. Damit beträgt der Anteil des Wasser an der Fläche 41.16%. Die Stadt und ihre Umgebung erlauben aufgrund ihrer Lage von Wassersport über Wandern und Bergsteigen bis zu Wintersport eine Vielzahl von Freizeitaktivitäten. Seattle befindet sich am östlichen Pazifikrand auf einer geologisch aktiven Zone. Mehrere starke Erdbeben haben die Stadt in ihrer Geschichte erschüttert:
- 14. Dezember 1872 (7.3)
- 13. April 1949 (7.1)
- 29. April 1965 (6.5)
- 28. Februar 2001 (6.8) Nur 83 Kilometer südöstlich von Seattle liegt der Mount Rainier, ein 4.392 Meter hoher Schichtvulkan, welcher zuletzt 1854 ausbrach.

Wirtschaft

1854 Die Wirtschaft Seattles ist bestimmt von ständigem auf und ab. Den ersten wirtschaftlichen Aufstieg erhielt die Stadt durch den Boom der Holzwirtschaft. 1897 führt der Klondike-Goldrausch zu einem weiteren Anstieg, gefolgt von einem starken Wachstum der Schiffsindustrie. 1916 wurde die Firma Boeing in Seattle gegründet, die bis heute einen starken Wirtschaftsfaktor in der Stadt darstellt. 2001 zog Boeing seinen Sitz aus Seattle ab und verlegte ihn nach einem Wettstreit verschiedener amerikanischer Städte aufgrund von Steuererleichterungen nach Chicago. Dessen ungeachtet ist die Region Seattle immer noch der Sitz der Verkehrsflugzeugsparte und verschiedener anderer Boeing-Werke sowie der Boeing Employees Credit Union (BECU). In jüngerer Vergangenheit ist Seattle zu einem der Zentren der IT-Branche geworden, was der Stadt einerseits einen starken Wachstumsimpuls gab, andererseits die Stadt auch stark die Auswirkungen des Endes der New-Economy-Blase spüren ließ. Die wichtigste der IT-Firmen mit Sitz bei Seattle ist sicherlich der Software-Hersteller Microsoft. Aber auch andere bekannte IT- und Telekommunikationsfirmen wie Amazon, RealNetworks, AT&T Wireless und T-Mobile USA haben ihren Sitz in Seattle. Weitere bekannte, in Seattle ansässige Firmen sind z.B. die weltweit tätige Kaffeehauskette Starbucks oder auch die amerikanische Kaufhauskette Nordstrom.

Kultur

Nordstrom Seattle ist ein Kulturzentrum des pazifischen Nordwesten der USA. Es ist die Heimat des Seattle Symphony Orchestra sowie der Seattle Opera und des Pacific Northwest Ballet. In der Pop-Kultur ist Seattle in den 1990er als Ausgangspunkt eines neuen Rockmusikstils, des Grunge mit ihren bekanntesten Vertretern, der Band Nirvana, bekannt geworden. Doch auch die Avantgarde-Jazz-Musiker Bill Frisell und Wayne Horvitz sowie der Rapper Sir Mix-a-Lot und die Bands Goodness, The Walkabouts und The Presidents of the United States of America stammen aus Seattle. Seattle hat mehrere Kunstmuseen wie das Consolidated Works, das Frye Art Museum, die Henry Art Gallery, das Seattle Art Museum und das Seattle Asian Art Museum. Daneben verfügen weitere Museen und Kultureinrichtungen über Kunstsammlungen wie etwa das Burke Museum of Natural History and Culture, welches eine hervorragende Sammlung indianischer Kunst besitzt. Weiterhin existieren in Seattle etwa einhundert kommerzielle sowie ein Dutzend nicht-kommerzielle Kunstgalerien und Ateliers, die mindestens einmal im Monat auch der Öffentlichkeit zugänglich sind. Viele der Galerien und Studios befinden sich rund um den Pioneer Square. Neben den Kunstmuseen finden sich eine Vielzahl weiterer Museen in Seattle. Das "Burke Museum of Natural History and Culture" auf dem Campus der Universität zeigt eine Vielzahl von Gegenständen aus den Bereichen Botanik, Zoologie und Geografie; ferner eine anthropologische Sammlung mit Schwerpunkt auf indianische Völker des Nordwestens. Maritime Geschichte zeigt das "Maritime Heritage Museum" am Lake Union. Das "Museum of Flight", welches unter anderem im ursprünglichen Boeing Produktionswerk beheimatet ist, zeigt die Geschichte der Luftfahrt und feierte vor kurzem sein 50jähriges Bestehen. Das "Nordic Heritage Museum" in Ballard zeigt die Geschichte skandinavischer Immigranten, das "Seattle Metropolitan Police Museum" am Pioneer Square die Geschichte der örtlichen Polizei. Auf dem Campus des Seattle Center befindet sich das "Pacific Science Center", das "Science Fiction Museum" und das von Paul Allen gestiftete "Experience Music Project". Das "Seattle Aquarium" befindet sich an der Elliott Bay waterfront; der "Woodland Park Zoo" liegt im Norden der Stadt.

Bildung

Experience Music Project 36% der Bevölkerung Seattles über 25 hat mindestens einen Bachelor-Abschluss; 93% haben einen High-School-Abschluss. Neben dem öffentlichen Schulsystem gibt es eine Reihe von Privatschulen. Vier der High Schools sind katholisch, eine evangelisch-lutherisch, weitere sechs sind nicht-konfessionell. Ferner gibt es drei Community Colleages in Seattle. Die Bildung in Seattle wird dominiert von der University of Washington. An ihr studieren mehr als 38.000 Studenten, womit es die größte Hochschule im Nordwesten der USA ist. Ihr Maskottchen sind die Huskies. Die Schulfarben sind gold und lila. Weitere Universitäten sind etwa die Seattle University, die Jesuit School und die von Methodisten gegründete Seattle Pacific University. Weitere kleinere Schulen widmen sich der Ausbildung in den Bereichen Kunst oder Psychologie

Söhne und Töchter der Stadt


- Paul Allen, Mitbegründer von Microsoft
- Debbie Armstrong, Skirennläuferin
- Linda B. Buck, Neurophysiologin
- Chris Cornell, Sänger, Gitarrist und Songwriter
- Frances Farmer, Schauspielerin
- Bill Gates, Mitbegründer von Microsoft
- Richard Gordon, Astronaut
- David Guterson, Schriftsteller
- Jimi Hendrix, afroamerikanischer Gitarrist, Sänger und Komponist
- Gary Kildall, Informatiker und Computer-Pionier
- Gene Nelson, US-amerikanischer Filmregisseur, Schauspieler, Drehbuchautor und Filmproduzent
- Jennifer Warnes, US-amerikanische Sängerin
- Minoru Yamasaki, amerikanischer Architekt

Städtepartnerschaften

Seattle unterhält eine Städtepartnerschaft mit Beerscheba in Israel

Weblinks


- [http://www.meinewortesindwiediesterne.de Die Rede des Häuptlings Seattle]
- [http://seattlewiki.org/wiki/Main_Page Seattle-wiki], Stadtwiki
- [http://www.seattlesound.de seattlesound.de], Seite über Seattles Grunge-Kultur
- [http://www.washington.edu], Seite der University of Washington, Seattle Kategorie:Ort in Washington Kategorie:Ort mit Seehafen ja:シアトル ko:시애틀

Rock

Der Begriff Rock bezeichnet:
- ein Kleidungsstück, siehe Rock (Kleidung)
- eine Musikrichtung, siehe Rock (Musik) und Rock ’n’ Roll
- einen konkav-konvexen Klemmkeil für das Felsklettern, sieh Rock (Klemmkeil)
- den mythologischen Vogel Rock, siehe Roch Persönlichkeiten mit Nachnamen Rock:
- Ze do Rock, deutschsprachiger, brasilianischer Schriftsteller Persönlichkeiten mit Vornamen Rock:
- Rock Hudson, US-amerikanischer Schauspieler Siehe auch: The Rock

Punk

Das Wort Punk bezeichnet
- eine Jugendkultur, die Mitte der 1970er in New York entstand, und bald international, speziell in London, ihren „Boom“ erlebte.
- die zugehörige Musikrichtung der Rockmusik, siehe Punk (Musik)
- eine Person, die sich als Angehöriger der Jugendkultur Punk bezeichnet; Punk, Plural: Punks, deutsche Fremdbezeichnung auch: Punker.

Herkunft des Wortes

Das Wort Punk // aus dem Englischen ist älter als oft angenommen wird. Es taucht bereits bei Shakespeare auf z.B. in Maß für Maß und bezeichnet eine Prostituierte. Aus einer anderen Bedeutung von Punk „faules Holz“ ergeben sich weitere durch Übertragung: Punk bezeichnet allgemein etwas Niedriges, Minderwertiges, also „Unsinn“; auf Personen bezogen „Anfänger, unerfahrene Person; Strolch, Kleinkrimineller, Landstreicher“, oder gar „Abschaum, Dreck“. Heute ist mit Punk vor allem eine Person gemeint, die sich nicht den gerade geltenden gesellschaftlichen Normen angepasst hat. Punk zeichnet sich auch durch revoltive Kleidung und Verhaltensweise aus. Im Musikbereich wurde der Begriff Punk-Rock 1972 von Lenny Kaye eingebracht, dem Gitarristen der Patti Smith Group, in den Erläuterungen einer von ihm veröffentlichten Anthologie des amerikanischen Garagenrocks der 1960er Jahre. Der Punk-Veteran Donny the Punk hat erklärt, dass das Wort Punk von einem Slangausdruck für Vergewaltigungen im Gefängnis kommt („I punked that kid“). Ein Punk ist in diesem Zusammenhang das Opfer.

Geschichte

Der Ursprung des modernen Punk liegt in den späten sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Vorreiter dieser Zeit waren die Gruppen The Stooges, MC5, The Sonics und The Velvet Underground. Punk war vor allem in seinen Ausdrucksformen eine Reaktion auf die Hippie-Bewegung. Er wendete sich sowohl gegen den Idealismus als auch gegen die Haltung der Hippies. Stattdessen setzte Punk auf offene Ablehnung der Gesellschaft.

Analyse der Entstehung

Greil Marcus' Auffassung zufolge ist Punk unweigerlich mit dem Situationismus der 1960er Jahre verknüpft. Diesen Standpunkt wollte auch Malcolm McLaren als einer der frühen Hauptprotagonisten, in der Arbeit mit den Sex Pistols (als Mentor dieser Gruppe) gerne als den Ausgangspunkt dieser Bewegung ausgeben. Allerdings ist der Situationismus durch politische Ziele des Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus gefärbt. Der Anarchismus bei den frühen Punks wie Steve Jones, Paul Cook und Sid Vicious gleicht jedoch eher Nihilismus oder einer gewaltsamen diebischen Anomie (im wörtlichen Sinne). Anomie Dass zwischen dem Situationismus und dem Punk kaum eine Verbindung besteht, geht auch eindeutig aus dem Buch „Sex Pistols - The Inside Story“ von Fred und Judy Vermorel hervor. Dieses bildet aus heutiger Sicht eine der zuverlässigsten Quellen der Geschehnisse um die Sex Pistols und der frühen Punkbewegung Londons, da es zeit- und protagonistennah erstellt wurde. Durch die Autobiographie Johnny Rottens No Irish, No Blacks, No Dogs wird die These, dass die Londoner Punk-Szene losgelöst vom Situationismus zu betrachten ist, zusätzlich unterstützt.

USA

Die Punkbewegung war immer eng mit der gleichnamigen Musikrichtung verbunden. Punk stellte sich gegen einst als progressiv geltende Bands, die nach Meinung der Bewegung durch rein kommerzielle Strategien in die Hitparaden gepuscht wurden und gegen Bands wie Pink Floyd, Genesis oder Led Zeppelin, die sich in immer unglaublicherer Gigantomanie auf LP und im Konzert verbreiteten. Welches die erste Punkrock-Band war, darüber lässt sich streiten. Genannt werden in dem Zusammenhang, oder als Vorläufer, The Velvet Underground, eine Band um Andy Warhol, die schon in den 1960ern aktiv waren, The Stooges, Iggy Pop, The New York Dolls, MC5, die Ramones oder auch Patti Smith. Alle diese Bands kommen aus den USA. Als amerikanisches Zentrum des Punks gilt der Club CBGB in New York City. Als britischer Vorläufer gelten the Who, die frühen Kinks und Bands wie The Troggs.

Großbritannien

Die Entstehung des englischen Punks – in den frühen 1970ern – ist aus vielen Gründen sehr speziell und lässt sich im Großen und Ganzen nicht mit der US-amerikanischen Entwicklung vergleichen. Grundlage des englischen Punks war ein in erster Linie apolitischer Groll auf sämtliche institutionellen Organisationen. Fehlender oder mangelhafter Halt durch die Bildungsinstitutionen und nach dem Verlassen dieser die mangelnden Aussichten (soziale und kulturelle Armut) – bedingt durch das steife englische Klassensystem - überhaupt eine Arbeit zu finden, geschweige denn einen gesellschaftlichen Aufstieg innerhalb dieses Systems, bildeten das Fundament für die punkimmanente Grundeinstellung. Derart ausgeschlossen aus dem Kreise der Geldverdiener, war es den Jugendlichen (die den Hauptanteil der Bewegung ausmachten) verwehrt, an den Dingen – die ihr Herz begehrte oder begehren gemacht wurde – wie modischer Bekleidung, neue und neueste Musik in allen Formen und im Allgemeinen dem Konsum von Getränken in Gaststätten teilzuhaben. So kann die jugendliche Punkbewegung Londons – wo das Zentrum der Entstehung war – als ein seit dem Anfang der 1970er sich über mehrere Jahre entwickelnde spätpubertäre Antihaltung sowohl gegenüber politischen Establishment als auch gegenüber der Kulturindustrie (insbesondere der Musikindustrie) und dem Bürgertum allgemein verstanden werden. Die Alternative hieß Eigenproduktion unter anderem der Bekleidung, wenn auch aus dem Altkleidercontainer, Musik (am Beispiel der Sex Pistols mit geklautem Equipment), und dazugehörige Vertriebswege und -mittel. So bahnte sich langsam aber sicher eine neue Kultur den Weg an die Oberfläche. Grundsätze waren: Ekstase, Verschwende dich selbst, glaube niemandem, do it yourself, stelle Autorität oder Stars in Frage. Es entstand eine junge, zynische, flüchtige und schnelllebige Subkultur, mit eigenen poetischen, politischen und apolitischen Ausdrucksformen: Sicherheitsnadeln im Gesicht, ein Feiern von Hässlichkeit, Kopierte Fanzines, in denen man gegen alles und jeden Stellung bezog, aber auch spontane dadaistische Aktionskunst, exzessiver Konsum von Alkohol, Drogen und Sex, alles selbstorganisiert und selbstverwaltet. Die Musik war eine schnelle, sehr einfache effektive und reduzierte Variante von Rock'n'Roll, wenn man drei Akkorde auf der Gitarre beherrschte, konnte man sie schon spielen. Virtuosität, Gitarren-Soli und ähnliche Star-Gesten waren verhasst. Die Texte bestanden aus knappen Anklagen und Beschimpfungen, Reflexionen über das eigene Leben oder reinem Dadaismus. Es war die Zeit, in der die alten Rockdinosaurier, die seit Jahren die Hitparaden beherrschten, sich mit der aufkommenden Disco-Kultur vereinten, weltweit waren Massenarbeitslosigkeit und Krisen auf dem Vormarsch. Ronald Reagan, Margaret Thatcher und Helmut Kohl standen in der Politik für eine Abkehr von der sozialdemokratischen Dekade der 70er (Willy Brandt) mit ihren Appellen an Bürgersinn und Demokratie und der Hoffnung auf Wandel in Folge der 68er-Generation. Konservative Werte waren nun wieder auf dem Vormarsch, und Leistung sollte sich wieder lohnen. Diesem offiziellen Optimismus setzten die Punks demonstrativ einen radikalen Pessimismus entgegen, der aber auch die Ziele der Arbeiterbewegung oder die Neue Linke zurückwies. Im Mittelpunkt stand die eigene Subjektivität, das eigene Leiden am Zustand der Welt, das sichtbar gemacht und so gegen sie gewendet werden sollte. Man war nicht der Auffassung, das Kritik auch konstruktiv sein müsse. Bands dieser Zeit sind die Slits, die X-Ray Spex, die Adverts oder Wire. Einige der frühen Punkmusiker studierten an Kunsthochschulen und kannten ältere radikale Avantgarde-Konzepte, andere waren aus kleinen Verhältnisse stammende Arbeitslose oder Arbeitsverweigerer, die alles zurückwiesen, was es an Kultur und Sinnstiftung zuvor gegeben hatte. Ihnen gemeinsam war eine ständige latente Aggressivität als Attitüde, auch untereinander. Ohne sich dezidiert politisch zu engagieren, waren Ideen von Emanzipation unter Punks trotzdem wie selbstverständlich verbreitet. Die Kleidung und dieses Auftreten, und die Zurückweisung aller positiven Werte der Gesellschaft als Lügen, die für den Mainstream eine einzige Provokation darstellten, stießen oft auf völliges Unverständnis, offene Feindseligkeiten und Hass in der Gesellschaft. Gleichzeitig wurde Punk unter Jugendlichen aber auch zu einer Art Popkultur. Parallel zum Entstehen des Punks entwickelte sich zeitgleich die ebenso radikale Industrial Culture mit Vorreitern wie Throbbing Gristle, Cabaret Voltaire und SPK.

Die nächsten Generationen

Erst die zweite, dritte und vierte Generation politisierte den Punk zunehmend. SPK Von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird die langsam entstehende Punk-Kultur 1976 in England, als die Sex Pistols mit ihren Singles (Anarchy in the UK, und 1977 God Save The Queen) Furore machen. Zeitgleich schießen aber viele andere Bands aus dem Boden, und die Punk-Bewegung diversifiziert in fast ebensoviele Richtungen, wie Anarcho-Punk, Oi Punk, Skapunk, Fun Punk, Skatepunk, und viele mehr. Eine etwas mehr auf den Massengeschmack ausgerichtete Nachfolgebewegung war New Wave. Einen Versuch, den Geist des Punk zu bewahren bildete die Hardcore-Bewegung, die Anfang der Achtziger Jahre entstand. Als wichtigste Bands seien an dieser Stelle Agnostic Front, Dead Kennedys, Black Flag, Minor Threat und Sick Of It All erwähnt. Sick Of It All Es gibt gemeinsame Merkmale, die typisch sind für die Punk-Kultur: Punk bringt seine Kritik durch Punkmusik, den Kleiderstil, aber auch Fanzines und eine bestimmte Grafik (Collagen, Xerographien und Comic-Zeichnungen) zum Ausdruck. Punk betont das Hässliche und will provozieren. Er stellt sich gegen die Gewohnheiten, die herrschende Klasse, die Konsumgesellschaft, das Bürgertum und gegen Snobismus. Durch seine strikte Antihaltung und einer Lebensart von „Anarchie und Chaos”, wendet er sich gegen das ihm vorgelebte hierarchische Gesellschaftssystem. Manche Punks sehen für sich keine Zukunftsperspektive (Schlagwort: „No Future” auf sich selbst angewendet), somit ist auch die oft körperschädigende Lebensart vieler Punks zu erklären. Es gibt aber auch komplett gegenteilige Tendenzen in der Punk-Szene, wie die Veganer- und Straight Edge-Bewegung. Ende der 1970er traten in England verschiedene Bands wie Crass, Conflict oder Zounds auf, die sich einem radikalen Antikommerzialismus verschrieben hatten. Ihr Protest richtete sich nicht nur direkt gegen Institutionen wie Politik, Kapital und Geistlichkeit, sondern gegen die Gesellschaft und deren grundlegende Werte, insbesondere die Konsumgesellschaft. So lebten die Mitglieder der Band Crass nahe London auf einer Farm in dem Versuch einer autarken und selbstversorgten, in kommunenartiger Struktur organisierter Lebensweise. Tonträger dieser Bands wurden meist zum Selbstkostenpreis verkauft, Konzerteintrittspreise waren, wenn sie überhaupt erhoben wurden, lediglich kostendeckend. Im Bezug auf Alkohol und Drogen, die in der restlichen Punkszene häufig konsumiert wurden, ging diese Strömung auch auf Gegenkurs: Um nicht von Händlern und Herstellern der Alkoholika und Drogen finanziell und moralisch abhängig zu sein, wurden diese Produkte strikt abgelehnt. Ähnlich verhielt es sich mit Fleischverzehr. Es wurde versucht, sich in keinem Lebensbereich durch etablierte Strukturen vereinnahmen zu lassen, bzw. ihnen zu folgen.

1980er und 1990er

Punk war in den 1980ern die dominierende Kultur in den meisten Autonomen Zentren. Die Chaostage in Hannover waren von 1982 bis 1984 ein fester Treffpunkt der Szene. Diese wurden 1994/1995 wiederholt, führten zu bundesweiten Medienberichten und sorgten für ein kleines Revival der Szene. Dass soviel „Anti” trotzdem von der Mode vereinnahmt werden konnte, überraschte in den frühen 1980ern manche Punks selber. Malcolm McLaren und die Sex Pistols hatten allerdings immer darauf beharrt, dass es sich bei der ganzen Angelegenheit um The great Rock'n'Roll Swindle, also den großen Rock'n'Roll-Schwindel handelte, einen bewusst herbeigeführten Hype, und die kommerzielle Verwertung und somit Verbreitung ihrer absolut antikommerziellen, antibürgerlichen Werte und Lieder war in ihren Augen begrüßenswert. Die Mode fand sich innerhalb der Szene. Bestimmten Bands wie zum Beispiel The Exploited wurde vorgeworfen konservativ einen Stil zu bewahren um kommerziell erfolgreich zu sein. Punk beeinflusste aber auch die Mainstream-Kultur. Die Neue Deutsche Welle wurde ursprünglich von Bands getragen, die der Punk-Szene sehr nahe standen, bevor die Musikindustrie den Trend entdeckte und eigene Bands ins Rennen schickte. In den späten 80ern und 90ern gehörte der Punk dann zum selbstverständlichen Straßenbild in Europa. In London ließen sich besonders gestylte Punks zusammen mit Touristen fotografieren. Selbst in Kinderbüchern oder der Fernsehserie Lindenstrasse tauchten Punks auf. Mit massenkompatiblen Bands wie Die Toten Hosen oder Die Ärzte war Punk zum Teil des Mainstreams avanciert und wurde ähnlich verkauft. Von der anfänglichen, noch apolitischen, naiven Radikalität über eine politische Radikalität von Teilen der nächsten Generationen entwickelte sich Punk zur mehrheitsfähigen, konstruktiv kritischen Stimme, und ging schließlich in der Grunge- oder Alternative-Bewegung auf. Zugleich entstand eine Gegenbewegung innerhalb der Szene, von vielen wurden die politische und kulturelle Ausrichtung zwar weiterhin fortgesetzt, die Punk-Mode aber als Klischee (Tracht (Kleidung)) empfunden, das den ursprünglichen Reiz des Experimentellen, Nie-Dagewesenen eingebüßt hatte. Andererseits verbreitete sich die Subkultur von Punk in verschiedenen Geschwindigkeiten, von London und New York aus trat sie in Deutschland zunächst in Hamburg und Berlin, später in anderen Großstädten, und noch später dann in den ländlichen Gebieten auf. Was man unter Punk verstand, wurde dabei immer wieder neu erfunden. Viele Leute sind der Ansicht, dass alle Punks, die nach der ersten Welle kamen, nur noch modische Nachahmungen sein könnten und den Kernsatz des „alles neu” der anfänglichen Punkbewegung, oder die im Punk oft verkörperten politischen Ansichten (z. B. Anarchie) gar nicht mehr erfüllen können. Einige dieser Strömungen konstituierten die Hardcore Punk-Bewegung oder später die Hamburger Schule, andere wandten sich auch den neuen elektronischen Musikstilen zu (Atari Teenage Riot), in denen sie das Element des „neu“ wiederentdeckten. Wieder andere gingen in den politischen Strömungen der Antifa, den Autonomen oder der Hausbesetzer-Kultur auf. Waren ursprünglich für die Punks Plastik, Künstlichkeit und Müll interessant, wendete man sich nun manchmal auch der Ökologie zu. Gleichzeitig schwappte in den 90ern in der Folge von Grunge eine neue Welle aus den USA nach Europa. Allen voran die Band Nirvana (Seattle) welche den Punk oder Grunge erstmals erfolgreich vermarkteten und somit auch salonfähig machten. Nach dem Selbstmord des Frontsängers Kurt Cobain, folgten Bands wie Green Day und The Offspring. Diese Bands äußerten sich teilweise auch politisch, stellten aber oft den Spaß-Aspekt in den Vordergrund. Die Bands hatten Videos auf MTV und erreichten Erfolge in Charts. Für viele der älteren Punks waren sie zu harmlos und kommerziell. Aber die alte Provokation scheint auch weiterhin wirksam zu sein, noch heute kommt es immer wieder zu Punkerverboten, also dem Verbot der Versammlung von Punks, zum letzten mal etwa im Frühling 2005 in Hamburg-Ottensen, als nach öffentlichen Trinkgelagen von Punks diese von Hundertschaften der Polizei vertrieben wurden und sogar ein Verbot des öffentlichen Abspielens von Punkrock ausgesprochen wurde. Zur Verwirrung trug dabei die Tatsache bei, dass im Zuge eines Retro-Revivals der 80er viele zufällig anwesende Jugendliche, die sich wohl nicht als Punks sehen würden, aus Mode-Gründen auch Nietengürtel, zerrissene Jeans oder Punkfrisuren trugen, und so auch von polizeilichen Maßnahmen betroffen waren. Während zum Anfang der Punkszene die meisten noch recht jung waren, sind mittlerweile die „Altpunks“ über 40 Jahre alt, einige von ihnen stehen heute in der Mitte der Gesellschaft. Charlie Harper, Frontmann der englischen „UK Subs“, feierte 2004 gar seinen 60. Geburtstag. Eine futuristische Fortsetzung fand die Punk-Weltsicht im Cyberpunk-Genre. Heute wird der Punk oft von jungen Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahren kopiert, ohne Hintergrundwissen darüber zu besitzen. So wird diese Subkultur in ihrem Wesen beschmutzt, wodurch sie auch unter "echten" Punks stark verachtet sind.

Szenetypische Erscheinung

Obwohl Punk als Idee gerade gegen Normen und für Individualität auftritt, hat sich seit den 80ern ein gewisser Dresscode herausgebildet, der innerhalb der Szene vorherrscht, auch wenn er keinesfalls verpflichtend ist. Wegen der Vielzahl der Strömungen, die jeweils eigene Codes hervorgebracht haben, ist es schwierig, „den“ Punk zu beschreiben. Auch solche Leute, deren Aussehen nicht sehr auffällig ist, bezeichnen sich oft selbst als Punks. Im Allgemeinen treten bei beiden Geschlechtern Kombinationen folgender Elemente auf:

Frisuren

Punks sind berüchtigt für ihre auffälligen Haarschnitte. Am bekanntesten ist der sog. „Irokesenschnitt“, bei dem die Seiten abrasiert werden und ein Haarstreifen vom Nacken bis zur Stirn stehenbleibt, der kammartig aufgestellt wird. Wenn dieser nicht aufgestellt ist bezeichnet man diesen als „Mohawk“. Variationen mit mehreren parallel verlaufenden „Iros“ kommen vor. Bei der „Spike“-Frisur stehen die Haare zu Stacheln geformt vom Kopf ab. In der Regel werden die Haare zusätzlich grell gefärbt, oft in mehreren Farben. Dazu wurde früher gerne Autolack benutzt, was heute nur noch selten vorkommt, da die Haare danach abbrechen können. Weitere Frisuren, die es gibt, entstehen z. B. auch durch das Abrasieren der Haare auf der einen Seite oder des Färbens der rechten und linken Seite in unterschiedlichen Farben. Die auffallenden Frisuren, genauso wie die Kleidung u. ä., sind Provokation um auf sich aufmerksam zu machen und dadurch auch auf seine Einstellung hinzuweisen.

Körperschmuck

Piercingschmuck ist in der Punkszene verbreiteter als in anderen Jugendbewegungen. Schon um 1980 haben sich Punks Sicherheitsnadeln durch die Haut gestochen, um sie als Schmuck zu tragen. Tätowierungen sind ebenfalls sehr häufig. Besonders extreme Formen von Piercings und Tattoos finden sich besonders bei der Szeneströmung der Fetischpunks...

Kleidung

Punks tragen gerne sogenannte „Springerstiefel“, oftmals handelt es sich um BW(Bundeswehr) Kampfstiefel, die in Second-Hand-Shops oder im „Army“–Versandendhandel preisgünstig zu erwerben sind. Seit einigen Jahren werden jedoch bevorzugt Boots (Doc Martens) getragen. Auch „Modepunks“ bevorzugen dieses Schuhwerk. Aber auch Turnschuhe werden gerne getragen. (Chucks)(Converse All Stars). Weitere Kleidungsmerkmale:
- Enge Hosen, z. B. Jeans, oftmals gebleicht mit verschiedenen Mustern. Beliebt in der Szene sind jedoch sog. Bondagehosen in buntem Karomuster, die mit zahlreichen Reißverschlüssen und Stoffbändern versehen sind. Dazu gehört oft eine Art Kilt.
- Nietengürtel und Ketten.
- Lederjacken (oft bestückt mit Nieten, Sicherheitsnadeln, Sprüchen, Aufnähern, Schottenrockmuster und Felle mit Zebra oder Leopardenmuster), auch Bomberjacken , Harringt`s oder sogar Parkas.
- Nietenarm- und Halsbänder, Stiefelbänder und Ketten als Accessoires Punkkleidung ist oft zerrissen, bemalt, beschriftet oder anderweitig von ihrem Träger verändert.
- Verzierungen wie Buttons;Aufnäher oder z.B Sicherheitsnadeln

Zitate

:Heute ist Punk eine Möglichkeit, den Alltag aus den Angeln zu heben. Für mich ist eine Frau, die einen LKW nach Indien fährt, eine gute Punkrockerin. Punk ist für mich ein Straßenbahnfahrer, der 30 Jahre lang seine Bahn durch die Stadt fährt. Punk ist ein Friseur, der eine Frisur macht, die voll scheiße aussieht. Punk ist ein Taxifahrer in Budapest, der über alle roten Ampeln heizt, bloß weil du ihm gesagt hast „Gib Gas, Mann!“. Punk ist sicherlich keine schwarze Lederjacke, das ist nämlich gar Nichts [...] Punk ist wie Gott! Man glaubt dran, und jeder stellt sich was anderes darunter vor [die Ärzte],Die Toten Hosen] Zitate: Sängerin einer Punkband: : Ich bin einfach ich. Ich mache einfach nur das, worauf ich Lust habe. Tu, was dir gefällt. Individualismus. Darum gehts doch, oder? :Aber natürlich bin auch ich eine politische Person, die sich damit auseinandersetzen muß, wie ich meine Texte mit meinem Leben in Einklang bringe. Ich versuche dies, ohne Dogmen zu verfallen, nach denen kein Mensch leben könnte. Gerade das habe ich von CRASS gelernt: Ich bewundere sie auf der einen Seite, auf der anderen war es immer mein Anliegen, die CRASS-Botschaft ohne all die festen Regeln und diesen Ernst rüberzubringen. Sänger einer Punkband(Dead Kennedys) :(...) das ist Punk in den Neunzigern: Die Leute wollen einfach nur noch dazugehören, sie wollen keine Regeln mehr brechen. Ich hasse zum Beispiel den Begriff 'old school'. Als wir mit den DEAD KENNEDYS begannen, wollten wir gerade nicht Teil irgendeiner fucking school sein, sondern wir wollten es den fucking teachers zeigen und die ganzen gottverdammten Schulen in die Luft sprengen, die einem damals die Luft zum Atmen raubten. – [[Jello Biafra]

Literatur


- Martin Büsser:
If the Kids are united... - von Punk zu Hardcore und zurück. Ventil Verlag, 2000. ISBN 3-930-55948-X
- Greil Marcus:
Lipstick Traces - von dada bis punk, eine geheime Kulturgeschichte. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1996. ISBN 3-499-60102-8
- Jürgen Teipel:
Verschwende deine Jugend. Ein Doku-Roman über den deutschen Punk und New Wave. (=Suhrkamp Taschenbuch 3271) Suhrkamp, Frankfurt am Main 2001. ISBN 3-518-39771-0
- Paul Ott und Hollow Skai (Hgg.):
Wir waren Helden für einen Tag. Aus deutschsprachigen Punk-Fanzines 1977-1981. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1983. ISBN 3-499-17682-3
- Jan Off:
Vorkriegsjugend. Ventil Verlag, 2004. ISBN 3-930-55988-9
- Legs McNeil, Gillian McCain:
Please Kill Me!. Hannibal, 2004. ISBN 3-854-45237-3
- John Savage,
Englands Dreaming - Anarchy, Sex Pistols, Punk Rock and Beyond. Edition Tiamat, Berlin 2001. ISBN 3-893-20045-2
- Klaus N.Frick:
Vielen Dank, Peter Pank. Verlag Thomas Tilsner, 1998. ISBN 3-910-07956-3
- [[Oxford English Dictionary]]
- Eva Bude:
Verpisst Euch!. Europa Verlag Hamburg, 2005. ISBN 3-203-75526-2

Weblinks


- http://www.jugendszenen.com/punk Guter Überblick über die Szene [[Kategorie:Subkultur
! Kategorie:Lebensart

Musikindustrie

Der Begriff Musikindustrie bezeichnet den Industriezweig, der Musik produziert.

Begriffsgeschichte

Ursprünglich als reiner Fachbegriff für die sich seit den 1890er Jahren durch die Einführung der Notenrolle sich entwickelnde industrielle Massenproduktion von Trägermedien entstanden, bezog sich der Begriff damals einzig auf die wirtschaftlichen Vorgänge zur Herstellung und den Verkauf von Musik. Im Laufe der Zeit wurde der Begriff zunehmend verwässert und durch synonyme Begriffe wie Musikwirtschaft oder "Phonographische Industrie" teilweise ersetzt. Zu dieser Verwässerung trug in starkem Maße der englische falsche Freund music industry bei, der korrekt übersetzt Musikbranche lautet (engl. industry = Branche). So umfasst der Begriff heute die Talentsuche und Herstellung von CDs (Labels, Presswerke und Studios), die Werbung und Promotion (Fernsehen, Film, Musikvideos, Rundfunk, Printmedien, Internet und Konzerte), den Vertrieb und Verkauf (Einzelhandel, Webshops), die Musikverlage, Urheberrechtgesellschaften (BMI) und Verwertungsgesellschaften (GEMA) bis hin zu den Interessenverbänden (IFPI).

Kritik

Bereits 1948 kritisierte die erste wissenschaftliche Veröffentlichung (Adorno/Horkheimer: „Dialektik der Aufklärung“) die Kommerzialisierung der Kulturindustrie („industrialisierte Produktion von Kultur“) und damit auch die Musikindustrie: Die Kunst würde in ein stereotypes und standardisiertes Gerüst gezwängt und so ihrer Kreativität beraubt. Die Entwicklung der Plattenfirmen, auch Labels genannt, die eine zentrale Position innerhalb der Musikindustrie darstellen, stehen immer wieder in der Kritik. Diese zielt auf das Oligopol weltweit agierender Konzerne. Ist die gesamtwirtschaftliche Struktur der Labels in den 40er, 50er und 60er Jahren durch eine Vielzahl von kleinen Labels gekennzeichnet, beginnt jedoch schon Ende der 60er eine Konzentration der Marktanteile auf immer weniger Labels (z. B. Virgin Group, Warner Brothers, Ariola). Die so erwirtschafteten Gewinne münden in eine Merger-&Aquisitionswelle. Die daraus entstandenen, auch als Major-Labels bezeichneten, Labels gewinnen immer größeren Einfluss auf Abläufe des Industriezweiges und darüber hinaus. Dies führt zu einer Erweiterung der Bedeutung Musikindustrie auf Bereiche, die an der Herstellung und dem Verkauf von Musik gar nichts oder nur indirekt zu tun haben. Ein Problem bei der Erfassung des Begriffs Musikindustrie besteht in der Undurchsichtigkeit des zugänglichen Zahlenmaterials und der komplexen, ständigen Veränderungen ausgesetzten Unternehmensstrukturen. So weichen Informationen oft voneinander ab oder die Zusammensetzung von Statistiken und Zahlen sind nicht zu erschließen. Hinzu kommt, dass man auf die öffentlichen Angaben der Musikindustrie angewiesen ist, die aber aus wirtschaftlich taktischem Kalkül handeln.

Aktuelle Diskussion

Nach einem stetigen wirtschaftlichen Wachstum in den 1980er und 1990er Jahren, verursacht v. a. auch durch das neue Format der CD und sinkende Produktionskosten, geriet die Musikindustrie nach dem Jahrtausendwechsel in Absatzschwierigkeiten. Zusätzlich zur allgemein schlechten wirtschaftlichen Lage werfen Kritiker der Musikindustrie als Erklärung u. a. strategische Fehlausrichtungen und mangelnde Innovationskraft vor. Von Seiten der Musikindustrie hingegen wird v. a. die zunehmende Popularität so genannter Musiktauschbörsen verantwortlich gemacht. Die Auseinandersetzung um den Stellenwert der Musiktauschbörsen ist der derzeitige Kernpunkt der Diskussion. Die Musikindustrie muss sich den Vorwurf gefallen lassen, in ihrer Fixiertheit auf das Medium CD den Aufschwung des Internets verschlafen zu haben. Die Möglichkeit neuer Vertriebswege für die eigenen Produkte wurde nicht genutzt. Nach vergeblichen Versuchen, die Tauschbörsen vom Markt zu klagen, versucht man mittlerweile die Fehlsteuerung zu korrigieren, indem eigene kostenpflichtige Angebote im Internet platziert werden. Ein anderer neuer Absatzweg der Musikindustrie sind kostenpflichtige Telefon-Klingeltöne. Zusätzlich versieht die Musikindustrie CDs mit Kopierschutz/Abspielschutz; da diese (von Kritikerseite "Un-CDs" genannten) Tonträger nicht standardkonform sind, funktionieren sie nicht auf allen Geräten: vor allem portable Geräte, CD-Spieler fürs Auto und PC-Laufwerke verweigern oft den Dienst. Viele potenzielle Käufer scheinen sich durch solche Mechanismen vom Kauf abgeschreckt zu fühlen. Auch die Fixierung auf mit immer größerem Budget ausgestattete "gecastete" Musiker löste die strategischen Erwartungen der Musikindustrie nicht ein. Als weiteren Grund für die Krise der Musikindustrie wird in Deutschland gehandelt, dass die Privatradios, aber auch zunehmend die Popwellen der ARD zuviele Musiktitel am Tag wiederholen, wodurch der Hörer vom Kaufen neuer Veröffentlichungen abgeschreckt werden könnte. Eine Umfrage der Computerzeitschrift c't zum Thema Digital Rights Management ergab, dass gerade diejenigen, die Musik illegal aus dem Internet herunterladen, auch mehr Geld für den legalen Erwerb von Tonträgern ausgeben (Quelle: [http://www.heise.de/newsticker/meldung/56553]). Das unterstützt die These, dass kostenlose Angebote Kunden zum Kauf anregen könnten. Siehe auch: Major-Label, Independent-Label, Musikpiraterie, Kopierschutz

Literatur


- Janko Röttgers: [http://www.heise.de/tp/deutsch/html/buch_10.html Mix, Burn & R. I. P. – Das Ende der Musikindustrie], ISBN 3936931089, erhältlich unter der Creative Commons Lizenz, siehe Weblink
- Norman Lebrecht, When the Music Stops: Managers, Maestros and the Corporate Murder of Classical Music, Simon & Schuster, 1996
- [http://www.jochenhaller.de/ueber/ Jochen Haller], [http://www.musikindustrie.biz Urheberrechtsschutz in der Musikindustrie: Eine ökonomische Analyse], Verlag Josef Eul, 2005. ISBN 3-89936-352-3

Weblink


- [http://www.mixburnrip.de Mix, Burn & R.I.P. Das Ende der Musikindustrie]
- Christian Imhorst, [http://imhorst.com/Gen_D.html Die "verlorene Generation" der Musikindustrie], erhältlich unter der GFDL !

Seattle

Seattle ist die größte Stadt im US-Bundesstaat Washington. Sie liegt im Nordwesten der Vereinigten Staaten zwischen dem Puget Sound und Lake Washington, etwa 180 km südlich der kanadischen Grenze im Landkreis King County. Im Jahr 2004 hatte die Stadt 571.000 Einwohner. Der Stadtname geht zurück auf den legendären Indianerhäuptling Chief Seattle (1786 - 1866), der wegen seiner berühmten — aber letztendlich gefälschten — Rede eines der großen Idole der Ökologiebewegung des späten 20. Jahrhunderts wurde. Seattle hat den Beinamen rainy city - und das, obwohl der Niederschlag geringer ist als in vielen anderen US-amerikanischen Städten. Der Spitzname kommt von den vielen wolkenreichen und regnerischen Tagen im Jahr.

Ereignisse

Große Ereignisse in der Geschichte Seattles waren
- der große Brand von 1889, der den gesamten "Business District" zerstörte, aber keine Menschenleben kostete,
- die Alaska-Yukon-Pazifik Ausstellung von 1909, die den Grundriss des Campus der University of Washington prägte,
- der Generalstreik von 1919, der erste Generalstreik des Landes,
- die Weltausstellung von 1962,
- die Goodwill Games von 1990 und
- die WTO-Konferenz von 1999, die zu heftigen Ausschreitungen einiger Globalisierungs-Gegner und zum Einsatz von Gas durch die Polizei führte

Geschichte

Als Geburtstunde war ein von Seattle wird die Ankunft der Familie Denny, der so genannten Denny Party, angesehen, die am 13. November 1851 am Alki Point landete. Sie siedelten im April 1852 an die windgeschütztere Elliott Bucht, dem heutigen Pioneer Square, um. Die ersten Pläne zur Gründung einer Ansiedlung ("Town"), die sog. "Plats", wurden am 23. Mai 1853 eingereicht. Die Gründung der Stadt ("City") erfolgte 1869. Die Stadt wurde benannt nach Noah Sealth, Häuptling der Stämme Duwamish und Suquamish, besser bekannt unter dem Namen Chief Seattle. Zwischen 1890 und 1910 versechsfacht sich die Bevölkerungszahl der Stadt. Am 6. Juni 1889 vernichtet ein Großbrand weite Teile der Stadt. Ein trockener Frühling und starke Winde behinderten den Kampf gegen die Flammen. Am Abend waren knapp 26 Hektar der Stadt zerstört. 1909 findet die Alaska-Yukon-Pacific-Ausstellung auf dem heutigen Campus der University of Washington statt. 1914 wurde eines der ersten Wahrzeichen von Seattle, der Smith Tower, eröffnet. Er war mit 159 Metern damals das höchste Gebäude westlich des Mississippi. Als Beginn des modernen Seattles wird die Weltausstellung von 1962 gesehen, in deren Rahmen viele der Wahrzeichen der Stadt wie Space Needle, Key Arena (Coliseum), Science Center und Monorail entstanden. Im Dezember 1999 kam es am Rande einer WTO-Tagung in der Stadt zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Globalisierungsgegnern und der Polizei ("Battle of Seattle").

Geografie

Battle of Seattle Seattle liegt zwischen dem Puget Sound und dem Lake Washington auf 47°37'35" n. B. und 122°19'59" w.L. Die Stadt liegt im Schatten der westlich gelegenen Olympic Mountains; östlich schließen sich die Issaquah Alps und die Cascade Range an. Die Flüsse, Seen und Wälder waren einst sehr fruchtbar, so dass die ursprünglichen Bewohner eine der wenigen sesshaften Jäger-und-Sammler-Kulturen ausbildeten. Die Stadt selbst ist recht hügelig, wobei sich die größten Steigungen in Downtown befinden. Die Geografie des Downtown-Bezirks wurde über die Jahrzehnte stark verändert. War es zu Beginn der Siedlung noch eine kurze, flache und überspülte Küste mit anschließendem Steilhang, flachte man den Steilhang ab und schüttete, um die regelmäßigen Überschwemmungen zu beenden, das Land an der Küste auf, so dass man heute einen kontinuierlichen steilen Anstieg von der Küste im Downtown-Bezirk vorfindet. Seattle wird neben Bergen und Hügeln vom Wasser dominiert. An der westlichen Seite erlaubt der Puget Sound einen Zugang zum Pazifik. Innerhalb der Stadt befinden sich mehrere Seen wie etwa der Lake Washington und der Lake Union, welche mit Kanälen verbunden sind. Die Stadt hat eine Fläche von 369.2 km². 217.2 km² davon sind Land, 152.0 km² sind Wasser. Damit beträgt der Anteil des Wasser an der Fläche 41.16%. Die Stadt und ihre Umgebung erlauben aufgrund ihrer Lage von Wassersport über Wandern und Bergsteigen bis zu Wintersport eine Vielzahl von Freizeitaktivitäten. Seattle befindet sich am östlichen Pazifikrand auf einer geologisch aktiven Zone. Mehrere starke Erdbeben haben die Stadt in ihrer Geschichte erschüttert:
- 14. Dezember 1872 (7.3)
- 13. April 1949 (7.1)
- 29. April 1965 (6.5)
- 28. Februar 2001 (6.8) Nur 83 Kilometer südöstlich von Seattle liegt der Mount Rainier, ein 4.392 Meter hoher Schichtvulkan, welcher zuletzt 1854 ausbrach.

Wirtschaft

1854 Die Wirtschaft Seattles ist bestimmt von ständigem auf und ab. Den ersten wirtschaftlichen Aufstieg erhielt die Stadt durch den Boom der Holzwirtschaft. 1897 führt der Klondike-Goldrausch zu einem weiteren Anstieg, gefolgt von einem starken Wachstum der Schiffsindustrie. 1916 wurde die Firma Boeing in Seattle gegründet, die bis heute einen starken Wirtschaftsfaktor in der Stadt darstellt. 2001 zog Boeing seinen Sitz aus Seattle ab und verlegte ihn nach einem Wettstreit verschiedener amerikanischer Städte aufgrund von Steuererleichterungen nach Chicago. Dessen ungeachtet ist die Region Seattle immer noch der Sitz der Verkehrsflugzeugsparte und verschiedener anderer Boeing-Werke sowie der Boeing Employees Credit Union (BECU). In jüngerer Vergangenheit ist Seattle zu einem der Zentren der IT-Branche geworden, was der Stadt einerseits einen starken Wachstumsimpuls gab, andererseits die Stadt auch stark die Auswirkungen des Endes der New-Economy-Blase spüren ließ. Die wichtigste der IT-Firmen mit Sitz bei Seattle ist sicherlich der Software-Hersteller Microsoft. Aber auch andere bekannte IT- und Telekommunikationsfirmen wie Amazon, RealNetworks, AT&T Wireless und T-Mobile USA haben ihren Sitz in Seattle. Weitere bekannte, in Seattle ansässige Firmen sind z.B. die weltweit tätige Kaffeehauskette Starbucks oder auch die amerikanische Kaufhauskette Nordstrom.

Kultur

Nordstrom Seattle ist ein Kulturzentrum des pazifischen Nordwesten der USA. Es ist die Heimat des Seattle Symphony Orchestra sowie der Seattle Opera und des Pacific Northwest Ballet. In der Pop-Kultur ist Seattle in den 1990er als Ausgangspunkt eines neuen Rockmusikstils, des Grunge mit ihren bekanntesten Vertretern, der Band Nirvana, bekannt geworden. Doch auch die Avantgarde-Jazz-Musiker Bill Frisell und Wayne Horvitz sowie der Rapper Sir Mix-a-Lot und die Bands Goodness, The Walkabouts und The Presidents of the United States of America stammen aus Seattle. Seattle hat mehrere Kunstmuseen wie das Consolidated Works, das Frye Art Museum, die Henry Art Gallery, das Seattle Art Museum und das Seattle Asian Art Museum. Daneben verfügen weitere Museen und Kultureinrichtungen über Kunstsammlungen wie etwa das Burke Museum of Natural History and Culture, welches eine hervorragende Sammlung indianischer Kunst besitzt. Weiterhin existieren in Seattle etwa einhundert kommerzielle sowie ein Dutzend nicht-kommerzielle Kunstgalerien und Ateliers, die mindestens einmal im Monat auch der Öffentlichkeit zugänglich sind. Viele der Galerien und Studios befinden sich rund um den Pioneer Square. Neben den Kunstmuseen finden sich eine Vielzahl weiterer Museen in Seattle. Das "Burke Museum of Natural History and Culture" auf dem Campus der Universität zeigt eine Vielzahl von Gegenständen aus den Bereichen Botanik, Zoologie und Geografie; ferner eine anthropologische Sammlung mit Schwerpunkt auf indianische Völker des Nordwestens. Maritime Geschichte zeigt das "Maritime Heritage Museum" am Lake Union. Das "Museum of Flight", welches unter anderem im ursprünglichen Boeing Produktionswerk beheimatet ist, zeigt die Geschichte der Luftfahrt und feierte vor kurzem sein 50jähriges Bestehen. Das "Nordic Heritage Museum" in Ballard zeigt die Geschichte skandinavischer Immigranten, das "Seattle Metropolitan Police Museum" am Pioneer Square die Geschichte der örtlichen Polizei. Auf dem Campus des Seattle Center befindet sich das "Pacific Science Center", das "Science Fiction Museum" und das von Paul Allen gestiftete "Experience Music Project". Das "Seattle Aquarium" befindet sich an der Elliott Bay waterfront; der "Woodland Park Zoo" liegt im Norden der Stadt.

Bildung

Experience Music Project 36% der Bevölkerung Seattles über 25 hat mindestens einen Bachelor-Abschluss; 93% haben einen High-School-Abschluss. Neben dem öffentlichen Schulsystem gibt es eine Reihe von Privatschulen. Vier der High Schools sind katholisch, eine evangelisch-lutherisch, weitere sechs sind nicht-konfessionell. Ferner gibt es drei Community Colleages in Seattle. Die Bildung in Seattle wird dominiert von der University of Washington. An ihr studieren mehr als 38.000 Studenten, womit es die größte Hochschule im Nordwesten der USA ist. Ihr Maskottchen sind die Huskies. Die Schulfarben sind gold und lila. Weitere Universitäten sind etwa die Seattle University, die Jesuit School und die von Methodisten gegründete Seattle Pacific University. Weitere kleinere Schulen widmen sich der Ausbildung in den Bereichen Kunst oder Psychologie

Söhne und Töchter der Stadt


- Paul Allen, Mitbegründer von Microsoft
- Debbie Armstrong, Skirennläuferin
- Linda B. Buck, Neurophysiologin
- Chris Cornell, Sänger, Gitarrist und Songwriter
- Frances Farmer, Schauspielerin
- Bill Gates, Mitbegründer von Microsoft
- Richard Gordon, Astronaut
- David Guterson, Schriftsteller
- Jimi Hendrix, afroamerikanischer Gitarrist, Sänger und Komponist
- Gary Kildall, Informatiker und Computer-Pionier
- Gene Nelson, US-amerikanischer Filmregisseur, Schauspieler, Drehbuchautor und Filmproduzent
- Jennifer Warnes, US-amerikanische Sängerin
- Minoru Yamasaki, amerikanischer Architekt

Städtepartnerschaften

Seattle unterhält eine Städtepartnerschaft mit Beerscheba in Israel

Weblinks


- [http://www.meinewortesindwiediesterne.de Die Rede des Häuptlings Seattle]
- [http://seattlewiki.org/wiki/Main_Page Seattle-wiki], Stadtwiki
- [http://www.seattlesound.de seattlesound.de], Seite über Seattles Grunge-Kultur
- [http://www.washington.edu], Seite der University of Washington, Seattle Kategorie:Ort in Washington Kategorie:Ort mit Seehafen ja:シアトル ko:시애틀

Wipers

Wipers sind eine Punkband aus Portland, Oregon, USA, die 1977 um den Gitarristen und Sänger Greg Sage gegründet wurde. Sie spielten in wechselnden Besetzungen mit dem musikalisch dominierenden Greg Sage als einziger Konstante, so dass Wipers mehr oder weniger ein Soloprojekt sind. Das erste Album Is This Real? erschien 1980 und erreichte Kultstatus in der Independentszene. Ähnliches gilt für die beiden Nachfolger Youth Of America und Over The Edge. Einen größeren Bekannheitsgrand erreichten sie, als Kurt Cobain sie als eine seiner musikalischen Haupteinflüsse bezeichnete und mit Nirvana zwei Songs von Is This Real? coverte. Sie gelten daher heute als eine der Bands, die den Grunge im Allgemeinen wesentlich beeinflusst hat. Während die ersten drei LP-Veröffentlichungen von kurzen, harten, eingängigen Stücken (mit einigen Ausnahmen auf Youth Of America) geprägt sind, sind die Songs auf den späteren Alben langsamer, weniger explosiv und stark mit Gitarrensolos durchsetzt. Nach Auffassung der meisten Hörer stellte dies keine Verbesserung dar, so dass die ersten drei Alben zumeist als der Höhepunkt der Band angesehen werden. 1992 erschien das Tribute-Album Eight Songs For Greg Sage And The Wipers (auf Vinyl) bzw. Fourteen Songs For Greg Sage and The Wipers (als CD), auf dem u.a. Nirvana, Hole und Thurston Moore (Sonic Youth) vertreten sind. Greg Sage betreibt heute außerdem das Label Zeno Records in Phoenix, Arizona.

Diskografie


- Is This Real? (1980)
- Youth of America (1981)
- Over the Edge (1983)
- The Wipers (1985, Live-Album)
- Straight Ahead (1985, Soloalbum Greg Sage)
- Land of the Lost (1986)
- Follow Blind, (1987)
- The Circle (1988)
- Sacrifice (for Love) (1991, Soloalbum Greg Sage)
- Best Of Wipers (1991)
- Silver Sail (1995)
- The Herd (1996)
- Power in One (1999)
- 3 CD Box Set (2001)

Weblinks


- [http://www.zenorecords.com/wipers/enter.htm Website von Zeno Records] Kategorie:Punkband

1980er

Ereignisse


- Solidarność in Polen
- Sowjetunion in Afghanistan
- 18. Mai 1980: Der Vulkan Mount Saint Helens im US-Bundesstaat Washington bricht aus.
- 13. Mai 1981: Attentat auf Papst Johannes Paul II.
- Ronald Reagan wird Präsident der USA
- 1981: AIDS wird als epidemische Krankheit erkannt
- NATO-Doppelbeschluss
- Ära Kohl in Deutschland
- Hungerkatastrophe in Äthiopien
- Öko-Bewegung, Entstehen der Grünen Parteien
- Michail Gorbatschow: Perestroika, Glasnost
- Falklandkrieg
- Hitler-Tagebücher Fälschung
- Affaire Waldheim
- 26. April 1986: Atomreaktor-Katastrophe in Tschernobyl
- 9. November 1989: Fall der Berliner MauerMaueröffnung

Kulturgeschichte


- Alf (Fernsehserie)
- A-Team (Fernsehserie)
- Austropop
- Der Frühstücksclub
- Bücher der 80er
- Buttons, Aufkleber, Handzettel und Plakate
- Chaostage in Deutschland
- Club 2 (Österreichische Kulturdiskussionsserie)
- Cyberpunk
- Dauerwelle, VoKuHiLa, Fönfrisur und Haargel
- Euro Disco
- Heavy Metal
- Hip Hop in den USA
- Homecomputer
- Indiana Jones-Trilogie
- Leggings
- Lotus Esprit (Auto)
- Knight Rider (Fernsehserie)
- MacGyver (Fernsehserie)
- Miami Vice (Fernsehserie)
- Neue Deutsche Welle
- Null-Bock-Generation
- New Wave
- Popper (Jugendkultur)
- Reaganomics und Thatcherismus
- Rubiks Würfel
- Die Schwarzwaldklinik (Fernsehserie)
- Space Shuttle
- Spontisprüche
- Star Wars
- Swatch
- Yuppies als Kulturphänomen
- Walkman
- ORF-Musiksendung Wurlitzer

Persönlichkeiten (Auswahl)

Weblinks


- [http://80s.itsmyplanet.info/ 80er-Jahre-Lexikon] ja:1980年代 ko:1980년대