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Guayaquil
Guayaquil (eigentlich Santiago de Guayaquil) ist die Hauptstadt der ecuadorianischen Provinz Guayas und die größte Stadt und wichtigster Hafen in Ecuador.
Sie hat (2003) 2.196.800 Einwohner; im Großraum Guayaquil leben mehr als drei Millionen Menschen. Damit ist Guayaquil knapp doppelt so groß wie die Hauptstadt Quito.
Geografie
Guayaquil liegt am Westufer des Guayas, etwa 50 km oberhalb von dessen Mündung in den Golf von Guayaquil. Der Guayas ist ein in Guayaquil stattfindender Zusammenfluss des Daule und des Babahoyo.
Das ursprüngliche Zentrum von Guayaquil liegt auf geringer Höhe zwischen drei Hügeln und dem Estero Salado, einem weit ins Landesinnere ragenden Meeresarm, der inzwischen zum Teil ausgetrocknet und u.a. mit gehobenen Wohnvierteln bebaut worden ist.
Das Klima in Guayaquil ist tropisch, also schwül-heiß. Das Jahr teilt sich in eine Trocken- und eine Regenzeit ("Winter"). Letztere dauert von etwa Januar bis Juni.
Die geographischen Koordinaten Guayaquils sind .
Geschichte
Gründungsgeschichte
Die Gründungsgeschichte Guayaquils ist ebenso wie die Herkunft des Namens unsicher. Eine Stadt namens Santiago (de Quito) wurde erstmals als Ausgangspunkt für Vorstöße zur Pazifikküste bereits 1534 von Diego de Almagro und Sebastián de Benalcázar gegründet, allerdings am Colta-See in der Nähe des heutigen Riobamba. Da ihre Lage den Ansprüchen der Conquista nicht genügte, wurde sie schrittweise an die Küste verlegt. Dabei wurde sie mehrfach von einheimischen Kämpfern der Chola-, Chone-, Puna- und Huancavilca-Indianer zerstört.
Bis 1542 erscheint der Posten in Urkunden als Santiago de la Culata, da die Siedlungsgebiete der Huancavilca von der Verwaltung in Quito (seit 1539/40) als Provincia de la Culata bezeichnet wurden. Seit Dezember 1542 taucht der Name Guayaquil auch als Gebietsbezeichnung wiederholt auf und scheint sich mit der zunehmenden "Familiarisierung" der Spanier mit den Einwohnern der Region langsam durchzusetzen.
Der Legende nach verweist der Name Guayaquil auf einen legendären Häuptling der Puruhá-Indianer namens Guayas und seine aus dem Hochland stammende Frau Quill, die dieser der Legende nach getötet haben soll, bevor er sich ertränkte, um nicht den Spaniern in die Hände zu fallen. Vermutlich war Guayal jedoch die Bezeichnung für einen Ort und seinen Häuptling und Quill/Kil eine Quellgöttin bzw. die Bezeichnung wasserreicher Gebiete. Die Legende um Guayas und Quill kann so als eine Allegorie auf den Untergang der Huancavilca-Indianer interpretiert werden. Es existieren aber weitere linguistische Erklärungsansätze, nach denen Guayaquil etwa im Tsafiki, der präinkaischen Sprache der heutigen Colorado-Indianer "Unser großes Haus" bedeutet. [http://www.gobernacionguayas.gov.ec/contenido/i_h_or.htm], [http://www.exploringecuador.com/deutsch/articulos/nuevos/guayaquil_ekuador.htm]
Das um 1542/3 gegründete erste Santiago de Guayaquil wurde nach der Erhebung des Gonzalo Pizarro gegen Vizekönig Blasco Núñez de Vela (seit 1544) von königstreuen Truppen nochmals verlegt. Am 25. Juli 1547 soll die Stadt von den Kapitänen Francisco de Olmos, Rodrigo Vargas de Guzmán und Toribio de Castro ein letztes Mal an ihrem heutigen Standort gegründet worden sein. Der 25. Juli ist in der katholischen Kirche der Gedenktag des Apostels Jakobus (span. Santiago).
Nach anderen, nicht zwingend widersprüchlichen Angaben gilt Francisco de Orellana als Gründer Guayaquils. Diese Angabe bezieht sich wahrscheinlich auf eine für 1537 oder 1538 angegebene Gründung einer der Vorgängerinnen des heutigen Guayaquil.
Kolonialzeit
In der Kolonialzeit wurde Guayaquil bald zu einer bedeutenden Hafenstadt des Vizekönigreichs Peru und später Neugranadas, über die einerseits die Produkte der Küstenregion (Holz, später auch Kakao und Erdnüsse) abtransportiert wurden und andererseits Produkte aus anderen Kolonien und aus Spanien anlandeten. Ihre geografische Lage auf halber Strecke zwischen Lima und Mittelamerika verstärkten seine Bedeutung ebenso wie das weit ins Inland reichende Flusssytem. Guayaquil entwickelte sich zu einem der bedeutensten Werft-Standorte in Südamerika.
Durch seine exponierte Lage wurde Guayaquil im 17. und 18. Jahrhundert mehrfach von Piraten und Freibeutern angegriffen und geplündert. Die Encyclopædia Britannica (1911) notiert folgende Angriffe: 1624 durch Jacob Clark, 1686 durch französische Piraten, 1687 durch englische und französische Freibeuter unter Edward Davis, George Hout und Pierre Le Picard. 1707 durch William Dampier und 1709 durch Woodes Rogers und Etienne Courtney. Letzterer Angriff endete mit der flucht der Piraten vor einer Gelbfieberepidemie. Die Angriffe des späten 17. Jahrhunderts führten zur Verlegung des Stadtzentrums Richtung Süden. Ferner wurden 1730 und 1763 die Befestigungs- und Verteidigungsanlagen verstärkt.
Auch durch Feuer wurde Guayaquil mehrfach heimgesucht, darunter 1707, 1784, 1865, 1896 und 1899.
Unabhängigkeit
1899
Am Morgen des 9. Oktober 1820 erklärte sich Guayaquil als erster Bestandteil des heutigen Ecuador für unabhängig von der spanischen Kolonialherrschaft. Die Unabhängigkeit wurde fast ohne Blutvergießen erreicht, da die 1.500 Soldaten eines Reserve-Grenadier-Batallions und die Zivilbevölkerung Guayaquils die königstreuen Wachen und die spanischen Autoritäten schnell überwinden und gefangennehmen konnten.
Die Stadt gab sich den Status einer freien Provinz, die von José Joaquín de Olmedo als Jefe Civil regiert wurde. Die Freie Provinz Guayaquil umfasste die Küstenregion Ecuadors und Küstengebiete die heute zu Südkolumbien und Nordperu gehören.
1822 trafen in Guayaquil die beiden "Befreier" Simón Bolívar (aus dem Norden kommend) und José de San Martín (aus dem Süden kommend) zusammen und unterzeichneten einen Kompromiß über enge staatliche Beziehungen zwischen den von ihnen begründeten Republiken. Guayaquil wurde daraufhin - ohne selbst konsultiert zu werden - von Großkolumbien annektiert. Seit der Abspaltung Ecuadors von Großkolumbien im Jahre 1830 gehört es zu Ecuador.
19. Jahrhundert
Im 19. Jahrhundert war Guayaquil vielfach Schauplatz bzw. Ausgangspunkt von militärischen Aufständen und Staatsstreichen:
Der erste fand im November 1830 statt und wandte sich gegen die Abspaltung von Großkolumbien. Er endete nach dem Tod Bolívars. 1833 wird die Erhebung Vicente Rocafuertes nach einem Monat von Truppen des Präsidenten Juan José Flores niedergeschlagen. 1835 wird Rocafuerte dennoch Präsident Ecuadors.
1845 endet die zweite Präsidentschaft von Flores nach einem von Guayaquil ausgehenden Staatsstreich, der unter maßgeblicher Beteiligung von José Joaquín de Olmedo und Diego Noboa Vicente Ramón Roca zum Präsidenten macht. Diese Ereignisse gingen als revolución marcista (Märzrevolution) in die ecuadorianische Geschichte ein.
Am 17. Juli 1851 nehmen die Generäle José María Urbina und Francisco Robles den inzwischen als Präsidenten amtierenden Noboa bei einem Besuch in Guayaquil fest, verbringen ihn außer Landes und proklamieren sich als Machthaber.
Im September 1876 erhebt sich der neu ernannte Oberbefehlshaber der Streitkräfte, General Ignacio de Veintimilla, gegen Präsident Antonio Borrero und ernennt sich zum Diktator. Er kann sich nicht durchsetzen, wiederholt die Aktion erneut 1878, diesmal mit Erfolg, bis er 1883 nach Ausbruch eines Bürgerkriegs aus dem Land flieht.
1883
1837 entstand aus einem Teil des Bistums Cuenca das katholische Bistum Guayaquil, das seit 1956 ein Erzbistum ist.
Liberale Revolution und Exportbourgeoisie
1895 proklamierte die Stadt Guayaquil Eloy Alfaro, der sich ebenfalls infolge des Bürgerkriegs von 1883 im Exil (in Panama) befand, als Obersten Befehlshaber des Landes. Alfaro kehrte daraufhin aus dem Exil zurück und zog von der Küste aus mit Truppen in die Andenregion. Es gelang ihm, die reguläre Regierung von Präsident Luis Cordero zu stürzen. Da er daraufhin den Einfluss von Kirche und Klerus stark beschnitt und die Bestrebungen vor allem des Bürgertums der Küstenstädte hin zu einer exportorientierten kapitalistischen Wirtschaftspolitik unterstützte, ging die Machtübernahme Alfaros als Liberale Revolution in die Geschichte Ecuadors ein.
Im Kontext einer steigenden Weltnachfrage unterstützte die Politik Alfaros den zweiten Kakaoboom, der seit Ende des 19. Jahrhunderts die wirtschaftliche Aktivität in Guayaquil an Dynamik gewinnen ließ. Es entwickelte sich eine neue Klasse von Agrarexporteuren, die sich europäisch ausrichteten und mit ihrem Reichtum das Stadtbild prägten. Guayaquil gewann in dieser Zeit seinen Ruf als "Perle des Pazifik".
1896 legte eine Feuersbrunst die seinerzeit größtenteils aus Holz- und Bambusbauten bestehende Stadt beinahe zur Hälfte in Asche. Der Wiederaufbau in Stein machte zwar das koloniale Erbe und die Häuser der Exportbourgoisie weitgehend zunichte, bedeutete aber einen großen Schritt in die Moderne und verlieh der Stadt mit zum Teil eleganten Zementbauten erstmals Großstadtflair.
20. Jahrhundert
Der vor allem seit dem 2. Weltkrieg stark expandierende Bananenanbau und eine gleichzeitige Phase des Versuchs importsubstituierender Industrialisierung verstärken die Position Guayaquils als Handels- und Industriemetropole Ecuadors. Durch starke Zuwanderung bilden sich große Armenviertel. Der populistische fünfmalige Präsident Ecuadors José María Velasco Ibarra hat hier, obwohl aus Quito stammend, seinen größten Rückhalt. Viele weitere Präsidenten Ecuadors im 20. Jahrhundert stammen aus Guayaquil, darunter Carlos Julio Arosemena Monroy, Jaime Roldós, León Febres Cordero, Abdalá Bucaram und der amtierende Präsident Alfredo Palacio.
Bevölkerungsentwicklung
Von ursprünglich etwa 150 Einwohnern stieg die Bevölkerung zunächst aufgrund der Piratenüberfälle, Säuchen und Brände nur langsam, aber beständig auf 2.000 (1600), 5.000 (1693), 11.000 (1734) und 15.000 (1820).
Etwa seit den 1830er Jahren nahm die Bevölkerung, vor allem durch Zuwanderung, stark zu. Im Jahr 1860 betrug sie etwa 35.000, bevor sie infolge der Entwicklung Guayaquils zum Hafen der expandierenden Exportwirtschaft Ecuadors (v.a. Kakao) in der Folgezeit nochmals sehr rasch anwuchs auf über 80.000 (1899), 150.000 (1930), 200.000 (1944).
Seit den 1950er Jahren wuchs die Bevölkerung pro Jahrzehnt um mehr als 100.000 Einwohner. Bevölkerung und bewohnte Stadtfläche wuchsen seitdem um mehr als das Zehnfache. Die Mehrheit der Bevölkerung ist arm. Viele leben in schnell und unorganisiert besiedelten, aber nur langsam und im nachhinein infrastrukturell erschlossenen Gebieten, in Ecuador invasiones genannten Marginalsiedlungen.
Wirtschaft und Infrastruktur
Guayaquil ist die wichtigste Hafenstadt Ecuadors, seit dem 19. Jahrhundert ist sie Anlaufziel internationaler Frachter, die die Hauptexportgüter des Landes, Bananen, Kakao und Kaffee, heute auch Shrimps (Garnelen) in alle Welt transportieren. Das ecuadorianische Erdöl wird kaum über Guayaquil exportiert. Früher legten die Schiffe direkt am Hafendamm, dem Malecón, auf Höhe des Stadtzentrums an. Seit 1963 befindet sich ein moderner Hafen etwa zehn Kilometer südlich davon.
Neben dem Im- und Exporthandel ist Guayaquil auch ein bedeutendes Finanzzentrum Ecuadors, das allerdings in den letzten zehn Jahren durch den Zusammenbruch zweier Großbanken gelitten hat. Die Industrie ist in bedeutendem Maße auf Meeresprodukte spezialisiert, darunter die Herstellung von Fischmehl. Daneben existieren größere Anlagen von Lebensmittel- und Getränkeherstellern und weiteren Industrien für den heimischen Bedarf.
Die längste Brücke Ecuadors, die "Brücke der Nationalen Einheit", die offiziell Puente Rafael Mendoza Avilés heißt, spannt sich von Guayaquil über den Guayas bzw. Daule und Babahoyo hin zur auf der anderen Seite gelegenen Stadt Durán. Sie ist insgesamt 2.825 m lang, 1.032 m von Guayaquil bis zur kleinen, den Fluss Daule vom Babahoyo trennenden Insel La Puntilla und 1.793 m von dieser nach Durán. Von Durán führen die bedeutendsten Straßen nach Riobamba und Santo Domingo de los Colorados, die Guayaquil mit der Sierra, den ecuadorianischen Anden, verbinden.
Bis bis vor einigen Jahren fuhren (seit 1908) vom Bahnhof in Durán auch die täglichen Züge nach Quito ab, die aber derzeit nicht mehr oder nur noch zu Tourismuszwecken verkehren. Seit 1963 besitzt Guayaquil einen Flughafen, den Aeropuerto Simón Bolívar, und seit 1984 ein modernes Busterminal, das den alten Bahnhof in seiner Bedeutung verdrängt hat.
Guayaquil ist der Sitz zahlreicher Universitäten, darunter der staatlichen Universidad de Guayaquil, der kirchlichen Universidad Católica und verschiedener Hochschulen in privater Trägerschaft, u.a. der Escuela Superior Politécnica del Litoral (ESPOL) und der Universidad Laica Vicente Rocafuerte.
Sehenswürdigkeiten
Universität
Der zumindest einigen zugängliche Reichtum der Stadt hat aber auch zu Ausbau und Remodelierung von Teilen des Zentrums zu einem Ensemble aus restaurierten Kolonial-, und Republikbauten des 19. Jahrhunderts und moderner Architektur bewirkt. Besonders die Uferpromenade "Malecón 2000" und die in Rehabilitierung befindlichen Siedlungen auf der angrenzenden Bergkuppe Santa Ana sollen Touristen aus aller Welt anlocken. Am Fuß des Cerro Santa Ana liegt das mit seinen Holzbauten koloniales Ambiente bewahrende Barrio Las Peñas, in dem die Stadt ihren historischen Ursprung hat.
Einen Einblick in das kulturelle und Naturerbe Guayaquils gibt der 2003 eröffnete Parque Histórico in Samborondón am Guayaquil gegenüber liegenden Ufer des Daule. Er verbindet auf einer Fläche von 8 Hektar einen jungen Mangrovenwald mit ökologischem Zoo (mit einheimischen Tieren wie dem Tapir, dem Ozelot und vielen Vögeln), einen landwirtschaftlichen Betrieb des 19. Jahrhunderts mit Kakaopflanzung und ein Ensemble rekonstruierter Gebäude des Guayaquil um 1900, den "Malecón 1900".
Der 25. Juli und der 9. Oktober sind offizielle Feiertage in Guayaquil die mit Paraden und anderen Festakten begangen werden.
Söhne und Töchter der Stadt
- Frederick Ashton, Ballett-Tänzer und Choreograph
- Abdalá Bucaram, Rechtsanwalt und Politiker
- Gabriel García Moreno, prägender ecuadorianischer Politiker im 19. Jahrhundert
- Andrés Gómez, ecuadorianischer Tennisspieler
- Alfredo Palacio, ecuadorianischer Kardiologe, seit dem 20. April 2005 Präsident von Ecuador
- Pancho Segura, Tennisspieler aus Ecuador
- Otilino Tenorio, ecuadorianischer Fußballspieler
- Mike Judge, Produzent und Synchronsprecher
Weblinks
- [http://www.guayaquil.gov.ec/ Offizielles Portal der Stadt(verwaltung) Guayaquil]
- [http://www.eluniverso.com/ El Universo, die größte Tageszeitung in Guayaquil]
- [http://www.lateinamerikanachrichten.de/?/artikel/187.html Guayaquil – eine Stadt im Wandel - Artikel der Lateinamerikanachrichten zu den Veränderungen in der Stadt von 2000 bis 2004]
- [http://www.ecua.net.ec/guayaquil2003/historia.htm Artikel zur Geschichte Guayaquils (span.) von Ing. Alfredo García E.]
- [http://www.eluniverso.com/especiales/htm/camara.htm Webcam der Puente de Unidad Nacional über den Guayas]
- [http://www.ug.edu.ec/ Website der Universidad de Guayaquil]
- [http://www.ucsg.edu.ec/ Website der Universidad Católica de Santiago de Guayaquil]
- [http://www.espol.edu.ec/ Website der Escuela Superior Politécnica del Litoral]
Kategorie:Ort in Ecuador
Kategorie:Ort mit Seehafen
ja:グアヤキル
Ecuador
Die Republik Ecuador (span. República del Ecuador, dt. auch Ekuador, vgl. „Äquator“) ist ein Staat in Südamerika und grenzt an Kolumbien und Peru. Er liegt am Pazifik zwischen 1° 30' n. Br. und 5° 00 s.Br. sowie zwischen 75° 15' und 81° 00' w.L. (Festland). Die etwa 1.000 km westlich des Festlands gelegenen Galápagos-Inseln befinden sich auf etwa gleicher Breite und zwischen 89° 15' und 91° 40' w.L.
Die Bevölkerung gehört überwiegend der katholischen Glaubensrichtung an und spricht neben der Amtssprache Spanisch auch die Sprachen Quichua und Shuar, sowie einige weitere lokale Indianersprachen.
Geografie
Indianer
Das am Äquator gelegene Land lässt sich in vier völlig unterschiedliche Zonen aufteilen: den Küstenbereich (Costa), die Anden (Sierra), das bewaldete Amazonas-Tiefland (Oriente) und die Galápagos-Inseln.
Die Küste Ecuadors ist eine fruchtbare Ebene, nur etwas über dem Meeresspiegel gelegen, und deshalb sehr warm (bis 40°C). Dort befindet sich die größte Stadt des Landes - Guayaquil.
Von Nord nach Süd verläuft die Bergkette der Anden mitten durch Ecuador. In den Hochebenen um 2.500 m mit gemäßigter Temperatur liegen die Hauptstadt Quito und die drittgrößte, aber vergleichsweise kleine Stadt Cuenca. Die Berge, teilweise aktive Vulkane, erreichen 5.000 bis 6.000 Meter. Unter ihnen ist die höchste Erhebung der Erde (vom Erdmittelpunkt aus), der Chimborazo, mit 6.310 m über dem Meeresspiegel. In diesem Gebiet liegen auch viele sehenswerte Kraterseen, wie z.B. der Kratersee Quilotoa.
Im Osten des Landes beginnt der Wald des Amazonas-Tieflandes mit heißem und feuchtem Klima. Alle Flüsse dort sind Oberläufe des Amazonas. Die wichtigsten von ihnen sind der Napo, der Coca, der Pastaza, der Putumayo und der Aguarico.
Als vierte Zone bezeichnet man die weit im Pazifik gelegenen Galápagos-Inseln.
Auf diesen Inseln hat sich eine weltweit einzigartige Pflanzen- und Tierwelt entwickelt.
Bevölkerung
Galápagos-Inseln
Die ethnische Zusammensetzung der Einwohner von Ecuador ist sehr heterogen und spiegelt die verschiedenen Phasen der Geschichte des Landes wider. Mit dem Stand von 2004 wird folgende ungefähre Zusammensetzung der Bevölkerung angegeben:
- Indigenas: 20,0 % (nach Angaben der Indigena-Organisation CONAIE bis zu 50%),
- Mestizen: 35,0 %,
- Mulatten: 15,0 %,
- Afroamerikaner: 5,0 %,
- europäischer Abstammung: 25,0%.
Dabei gibt es große geografische Unterschiede: Während der Anteil der indigenen Bevölkerung im Hochland besonders hoch ist, konzentrieren sich die Menschen mit afrikanischer Herkunft in der Region um Esmeraldas sowie im Chota-Tal (spanisch: Valle de Chota) (Provinz Imbabura) im Nordwesten des Landes.
Über 90% der Einwohner sind Katholiken.
Geschichte
Katholiken
Hauptartikel: Geschichte Ecuadors
Das Gebiet Ecuadors war vor der Kolonialisierung zunächst in mehrere kleinere unabhängige Indianersstaaten aufgeteilt. Erst Ende des 15. Jahrhunderts eroberten die Inka das gesamte Land, wurden aber bereits Anfang des 16. Jahrhunderts wiederum von den Spaniern unterworfen. Während der Kolonialzeit nahm die Real Audiencia de Quito das heutige Gebiet Ecuadors ein. Das Land erkämpfte sich unter Simón Bolívar und Antonio José de Sucre 1821 die Unabhängigkeit von Spanien und gehörte bis 1830 zur Gran Colombia. Sein weiterer eigenständiger geschichtlicher Weg war durch hohe politische und territoriale Instabilität gekennzeichnet. Die unablässige Abfolge zahlreicher Putsche und Staatsstreiche reicht bis in heutige Zeit. Im 19. Jahrhundert kam es immer wieder zu kürzeren Bürgerkriegsepisoden, eine Entwicklung, die nach der Mitte des Jahrhunderts durch die klerikale Diktatur des Gabriel García Moreno für einige Jahre unterbrochen werden konnte. In der Gegenreaktion gelang es Eloy Alfaro am Ende des Jahrhunderts, eine erste radikalliberale Regierung zu etablieren. Während des gesamten 20. Jahrhunderts verlor Ecuador in schneller Folge weitreichende Territorien an seine Nachbarn, das letzte Mal noch 1998 an Peru.
Siehe auch: Liste der Präsidenten von Ecuador
Verwaltungsgliederung
Liste der Präsidenten von Ecuador
Entsprechend der Verfassung ist Ecuador ein unteilbarer Staat. Zur Verwaltung des Landes gibt es eine Aufteilung in Provinzen (provincias), Kantone (cantones) und Gemeinden (parroquias).
Die 22 Provinzen, ihre Größe und die entsprechenden Provinzhauptstädte sind:
- im Andenhochland (sierra):
- Azuay (8.100 km², 650.000 Einwohner, Hauptstadt: Cuenca),
- Bolívar (4.000 km², 200.000 Einw., Hauptstadt: Guaranda),
- Cañar (3.100 km², 200.000 Einwohner, Hauptstadt: Azogues),
- Carchi (3.600 km², 240.000 Einwohner, Hauptstadt: Tulcán),
- Cotopaxi 6.000 km², 350.000 Einwohner, Hauptstadt: Latacunga),
- Chimborazo (6.600 km², 480.000 Einwohner, Hauptstadt: Riobamba),
- Imbabura (4.600 km², 350.000 Einwohner, Hauptstadt: Ibarra),
- Loja (11.000 km², 500.000 Einwohner, Hauptstadt: Loja),
- Pichincha (13.000 km², 2,5 Millionen Einwohner, Hauptstadt: Quito),
- Tungurahua (3.340 km², 450.000 Einwohner, Hauptstadt: Ambato).
- an der Küste (costa):
- El Oro (5.850 km², 700.000 Einwohner, Hauptstadt: Machala),
- Esmeraldas (15.200 km², 450.000 Einwohner, Hauptstadt: Esmeraldas),
- Guayas (20.500 km², 3,6 Millionen Einwohner, Hauptstadt: Guayaquil),
- Los Ríos (7.200 km², 750.000 Einwohner, Hauptstadt: Babahoyo),
- Manabí (19.000 km², 1,6 Millionen Einwohner, Hauptstadt: Portoviejo).
- in Amazonien (Oriente):
- Morona Santiago (25.700 km², 100.000 Einwohner, Hauptstadt: Macas),
- Napo (34.000 km², 150.000 Einwohner, Hauptstadt: Tena),
- Orellana (20.700 km², 71.000 Einwohner, Hauptstadt: Puerto Francisco de Orellana)
- Pastaza (30.000 km², 100.000 Einwohner, Hauptstadt: Puyo),
- Sucumbíos (18.300 km², 120.000 Einwohner, Hauptstadt: Nueva Loja),
- Zamora Chinchipe (23.000 km², 100.000 Einwohner, Hauptstadt: Zamora).
- Dazu kommt die Insulare Region Galápagos: (8.010 km², 30.000 Einwohner, Hauptstadt: Puerto Baquerizo Moreno)
Siehe auch: Liste der Städte in Ecuador
Infrastruktur
Der Straßenverkehr, wichtigster Verkehrsträger des Landes, findet auf einem Straßennetz mit einer Gesamtlänge von 43.197 km (1999) statt, von dem jedoch gerade einmal 8.165 km befestigt sind. Wichtigste Straße ist das Teilstück der Carretera Panamericana, die von Nord nach Süd das Land durchquert.
Das Eisenbahnnetz ist 812 km lang und besitzt eine Spurweite von 1.067 mm. In den 1980ern hat die Bedeutung der Bahn nachgelassen. Die einzigen regelmäßigen Verbindungen sind für Touristen gedacht. Der öffentliche Personenverkehr wird hauptsächlich durch Busse realisiert, die von Privatunternehmen, sog. Cooperativas, betrieben werden.
Internationale Flughäfen befinden sich in Quito und Guayaquil. Der Außenhandel findet vor allem auf dem Seeweg statt. Wichtige Hafenstädte sind Guayaquil, Puerto Bolívar und El Balao.
Wirtschaft
Die Wirtschaftsleistung des Landes ist gering und Ecuador gehört zu den ärmeren Ländern Lateinamerikas. Bis zu einem Viertel der Bevölkerung lebt bereits als Arbeitsmigranten im Ausland, vor allem in den USA (Miami) und Spanien (v.a. Madrid). Ecuador hat im Jahre 2000 seine eigene Währung, den Sucre, zu Gunsten des US-Dollar aufgegeben, prägt aber in vertraglicher Absprache mit den USA weiterhin Kleinmünzen mit der Denomination US-Cent (centavos) und eigenem Vorder- und Rückbild.
Über die Hälfte der Wirtschaftsleistung hängt mit der Förderung und dem Export von Erdöl zusammen. Weitere wichtige Exportartikel sind traditionell Bananen, Garnelen (camarones) und Kakao sowie der berühmte Panama-Hut, der nur hier hergestellt wird.
In den letzten Jahren hat sich auch der Tourismus zu einem wichtigen Wirtschaftszweig entwickelt, gilt Ecuador doch als eines der Länder mit der höchsten Biodiversität der Welt. Ecuador bietet darüber hinaus eine Vielfalt an Landschaften, die ihresgleichen suchen. Genannt seien die Galápagos-Inseln, die Straße der Vulkane und der tropische Bergwald am Osthang der Anden.
Historische Nationalflaggen von Ecuador
Der Wechsel von der an die Flagge Großkolumbiens angelehnten dreifarbigen Flagge (Tricolor) auf die auch in anderen südamerikanischen Staaten vorzufindende Kombination weiß-hellblau-weiß (s. Flagge Argentiniens) erfolgte nach der sog. Märzrevolution gegen Präsident General Juan José Flores (1845). Nach dem Sieg des klerikal-konservativen Gabriel García Moreno gegen die liberale Partei in der nationalen Krise von 1859/60 machte dieser die Tricolor wieder zur Nationalflagge Ecuadors, was bis heute so geblieben ist.
Weitere Themen
- Literatur: Diego Viga, Benjamín Carrión, Jorge Icaza
- Bildende Kunst: Oswaldo Guayasamin
- Musik: andine Musik
- Sport: Ecuadorianische Fußballnationalmannschaft, Jefferson Pérez
siehe auch: Portal:Südamerika
Weblinks
-
- http://www.inwent.org/v-ez/lis/ecuador/index.htm - Landeskundliche Informationsseite deutscher Entwicklungshilfe-Organisationen zu Ecuador (auf deutsch)
- http://www.vivecuador.com/html2/eng/home.htm - Portal des ecuadorianischen Informations- und Tourismusministeriums (auf Englisch)
- http://www.edufuturo.com - Informationsportal über alle Aspekte der ecuadorianischen Gesellschaft, entstanden im Rahmen von Schulbildungsprojekten der Provinz Pichincha (spanisch)
- http://www.ecuador.org - Seiten der ecuadorianischen Botschaft in Washington mit Informationen über Politik, Wirtschaft, etc. (englisch)
- http://www.amnesty-ecuador.de - Ecuador-Koordinationsgruppe von amnesty international
Zeitungen
- http://www.eluniverso.com - El Universo, auflagenstärkste Zeitung des Landes, erscheint in Guayaquil (spanisch)
- http://www.elcomercio.com - El Comercio, wichtigste Zeitung in Quito (spanisch)
- http://www.hoy.com.ec - Diario Hoy, weitere Zeitung in Quito (spanisch), auf den Seiten finden sich die Inhalte umfangreicher Beilagen zu Geschichte, Kultur, etc.
- http://www.elmercurio.com.ec - El Mercurio, wichtigste Tageszeitung in Cuenca (spanisch)
Kategorie:Südamerika
Kategorie:Staat
Kategorie:Ecuador
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ms:Ecuador
zh-min-nan:Ecuador
2003
Jahreswidmungen
- 2003 ist „Das Europäische Jahr der Menschen mit Behinderung“
- 2003 ist „Internationales Jahr der Chemie“
- 2003 ist „Jahr des Süßwassers“ (UNESCO)
- 2003 ist „Jahr der Bibel“
- Der Papageigrüne Saftling (Hygrocybe psittacina) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Der Mauersegler (Apus apus) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Die Schwarzerle (Alnus glutinosa) Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Die Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)
- Der Wolf (Canis lupus) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
- Die Salbei (Salvia) ist Staude des Jahres (Bund deutscher Staudengärtner)
Politik
Januar
- 1. Januar: Pascal Couchepin wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Angola und Deutschland gehörten als nichtständige Mitglieder für zwei Jahre dem UN-Sicherheitsrat an
- 1. Januar: Luiz Inácio Lula da Silva wird Staatspräsident von Brasilien
- 15. Januar: Ecuador. Lucio Gutiérrez Borbúa wird Staatspräsident
- 19. Januar: Kuba. Dritte Direktwahlen zur Nationalversammlung
- 22. Januar: Parlamentswahl in den Niederlanden
Februar
- 2. Februar: Landtagswahlen in Niedersachsen und Hessen mit jeweils deutlichen Siegen der CDU
- 2. Februar: Verfassungsänderung in Kirgisistan
- 4. Februar: Durch Parlamentsbeschluss erfolgte die Umbenennung von Jugoslawien in Serbien und Montenegro
- 5. Februar: Armenien tritt der WTO bei
- 9. Februar: Präsident Wladimir Putin, Russland, und Bundespräsident Johannes Rau, Deutschland, eröffneten die deutsch-russischen Kulturtage in Berlin
- 10. Februar: Deutschland und die Niederlande übernahmen in Afghanistan die Führung der ISAF (Sicherheitsunterstützungstruppe)
- 11. Februar: Bolivien. Aufstand der Polizei: als Folge davon kam es zu Massenunruhen mit mehreren Toten und Hunderten Verletzter
- 21. Februar: Kroatien stellte in Athen, Griechenland, den Antrag auf Mitgliedschaft in der EU
- 26. Februar: Rolandas Paksas wird als Staatspräsident Litauens vereidigt
- 27. Februar: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Tadschikistan
- 28. Februar: Tschechische Republik. Václav Klaus wird Staatspräsident
März
- Österreich hat nach der Nationalratswahl 2002 große Probleme eine neue Regierung zu finden. ÖVP und FPÖ entschließen sich zu einer Neuauflage der im Vorjahr gescheiterten schwarz-blauen Koalition
- 1. März: Handelsabkommen zwischen der EU und dem Libanon
- 11. März: Recep Tayyip Erdogan wird Ministerpräsident in der Türkei
- 16. März: Parlamentswahlen in El Salvador
- 16. März: Parlamentswahlen in Finnland
- 17. März: Verfassungsänderung in Frankreich. Hauptpunkt: Dezentralisierung Frankreichs
- 20. März: Beginn des Dritten Golfkriegs: Die Regierung Deutschlands und weite Teile der deutschen Bevölkerung stellten sich zusammen mit Frankreich im Irak-Konflikt gegen die Kriegspolitik der USA und Großbritanniens. Seitens der USA erhielt sie dafür harsche Kritik, aber auch Unterstützung von Russland und China
- 23. März: Verfassungsänderung in Tschetschenien
- 23. März: 90 % der Bevölkerung Sloweniens waren für einen EU-Beitritt
- 24. März: US-Präsident George W. Bush kündigt dem amerikanischen Volk in einer nur vier Minuten langen Rede den Beginn des Krieges gegen den Irak an
- 26. März: Unterzeichnung des NATO-Beitrittsprotokolls in Brüssel durch Estlands Außenministerin Kristiina Ojuland
April
- 3. April: Serbien und Montenegro wird Mitglied im Europarat
- 4. April: Mehrere Hundert Menschen wurden bei einem Massaker in Ituri, Demokratische Republik Kongo, getötet
- 9. April: Einmarsch der von den USA geführten Truppen in Bagdad, Irak
- 9. April: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Libanon
- 10. April: Estland. Juhan Parts wird Ministerpräsident
- 14. April: Militätputsch in Guinea-Bissau
- 16. April: Estland und Malta unterzeichnen in Athen, Griechenland, den Beitrittsvertrag zur EU
- 17. April: Finnland. Anneli Jäätteenmäki wird Regierungschefin (für 63 Tage)
- 19. April: Nigeria. Staatspräsident wird Olusegun Obasanjo wird im Amt bestätigt
- 21. April: Die Koalitions-Übergangsverwaltung für den Irak wird gegründet
- 27. April: Dritte demokratische Wahlen im Jemen
- 27. April: Allgemeine Wahlen in Paraguay
- 29. April: Gemeinsame Erklärung in Brüssel, Belgien, von Deutschland, Frankreich, Luxemburg und Belgien zur Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik
- 30. April: Burundi. Domitien Ndayizeye wird Staatspräsident
- 30. April: Die Einwohner des Golfstaates Katar stimmen der ersten Verfassung seit der Unabhängigkeit von Großbritannien (1971) zu
Mai
- 1. Mai: Gipfeltreffen in Athen, Griechenland, zwischen Japan und der EU
- 1. Mai: US-Präsident George W. Bush erklärt den wesentlichen Teil der Kampfhandlungen im Irak für beendet
- 2. Mai: Albanien und die USA unterzeichnen ein Nichtauslieferungsabkommen amerikanischer Staatsbürger an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag
- 25. Mai: Argentinien. Dr. Néstor Kirchner wurde Staatspräsident
- 25. Mai: Armenien. Wahl zur Nationalversammlung
- 26. Mai: Ruanda. 93 % Zustimmung zur neuen Verfassung
- 28. Mai: Deutschland stellt Großraumzelte für die vom Erdbeben in Algerien Betroffenen zur Verfügung
Juni
- 1. Juni: Der Wechselkurs des Taka, Landeswährung in Bangladesch, zum USD wird freigegeben
- 1. Juni: In Deutschland tritt das neue Ladenschlussgesetz in Kraft
- 4. Juni: Surya Bahadur Thapa wird Premierminister von Nepal
- 5. Juni: Unterzeichnung des Kulturabkommens zwischen Kasachstan und Deutschland
- 5. Juni: Dieter Althaus wird Ministerpräsident des Freistaates Thüringen
- 8. Juni: Putschversuch in Mauretanien scheitert
- 8. Juni: Polen. 77 % stimmen für den Beitritt in die EU
- 10. Juni: Deutschland. Hans Martin Bury wird zum Beauftragten für die deutsch-französische Zusammenarbeit ernannt
- 12. Juni: Vereidigung des Rumpfkabinets in Nepal
- 17. Juni: Parlamentswahlen in Jordanien
- 24. Juni: Finnland. Matti Vanhanen wird Ministerpräsident
- 24. Juni: Die USA frieren die Vermögen der 55 Personen auf der Liste der meistgesuchten ehemaligen Regimemitglieder ein
- 25. Juni: Verleihung des Deutsch-Französischen Journalistenpreis (DFJP)
Juli
- 4. Juli: Gemeinsame Erklärung über die Beendigung des Krieges in Côte d'Ivoire
- 5. Juli: Parlamentswahlen in Kuwait
- 6. Juli: Sghaïr Ould M'Bareck wird Regierungschef in Mauretanien
- 6. Juli: Abgeordnetenwahl in Mexiko
- 10. Juli: Übergabe des EU-Fragebogens an Kroatien
- 15. Juli: Kuwait. Erstmals Trennung des Amtes des Kronprinzen und des Regierungschefs
- 15. Juli: Revolte in São Tomé und Príncipe durch unzufriedene Söldner
- 27. Juli: Parlamentswahlen in Kambodscha
August
- 6. August: Côte d'Ivoire. Das Amnestiegesetz tritt in Kraft
- 8. August: René Harris wird Staatspräsident, Regierungschef und Außenminister in einer Person in Nauru
- 11. August: Liberia. Präsident Charles Taylor geht ins Exil nach Nigeria
- 15. August: Dr. Nicanor Duarte Frutos wird Staatspräsident in Paraguay
- 18. August: Ein bilaterales Konsolidierungsabkommen über die Schulden Angolas gegenüber der Bundesrepublik Deutschland wurde unterzeichnet
- 27. August: Die maoistische Führung kündigt den Waffenstillstand in Nepal
- 27. August: Kabinettsumbildung im Senegal
- 30. August: Der Premierminister Khin Nyunt von Myanmar verkündet die „Myanmar Roadmap to Democracy“
September
- 5. September: Besuch der Königin Margrethe II. (Dänemark) in Deutschland
- 5. September: Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder besucht Prag/Tschechien
- 9. September: Der deutsche Bundespräsident Johannes Rau stattet der Volksrepublik China einen Staatsbesuch ab
- 10. September: Mijailo Mijailovic sticht in einem Stockholmer Kaufhaus Schwedens Außenministerin Anna Lindh nieder
- 11. September: Kuba. Das spanische Kulturinstitut wird durch die kubanische Regierung geschlossen
- 14. September: Estland. Volksabstimmung über den geplanten EU-Beitritt
- 14. September: Erneuter Militärputsch in Guinea-Bissau
- 22. September: Henrique Pereira Rosa wird Staatspräsident von Guinea-Bissau
- 23. September: Landtagswahl in Bayern
- 24. September: Litauen. Das Kabinett beschließt den Verkauf der Anteile an der russischen Gasprom
- 28. September: Italien. Es kommt zu einem großflächigen Stromausfall, der die weiße Nacht vorzeitig beendet
Oktober
- 4. Oktober: Oman. Erste Wahlen, bei denen alle Personen über 21, auch Frauen, wahlberechtigt sind
- 5. Oktober: Präsidentschaftswahlen in Tschetschenien
- 12. Oktober: Kommunalwahlen in Albanien mit leichten Stimmengewinnen für die Opposition
- 13. Oktober: Die Außenminister Joschka Fischer (Deutschland) Dominique de Villepin (Frankreich) und Lydie Polfer (Luxemburg) eröffnen das Pierre-Werner-Institut in Luxemburg
- 14. Oktober: Gyude Bryant wird Staats- und Regierungspräsident der Übergangsregierung in Liberia
- 15. Oktober: Aserbaidschan. Ilham Äliyev wird zum Präsidenten gewählt
- 17. Oktober: Das deutsche Auswärtiges Amt unterstützt Frauenprojekte in Kandahar/Afghanistan, mit 1 Mio. Euro
- 17. Oktober: Bolivien. Staatspräsident und Regierungschef wurde Carlos Mesa
- 17. Oktober: Bolivien. Präsident Gonzalo Sánchez de Lozada tritt zurück
- 17. Oktober: Deutschland und Tschechoslowakei treffen Abkommen über Sozialversicherung
- 17. Oktober: In Österreich wird die nullkommasieben Kampagne gestartet
- 18. Oktober: Rumänien nimmt eine neue Verfassung an
- 19. Oktober: Parlamentswahlen in der Schweiz
- 24. Oktober: Bundestagsbeschluss: Deutschland verstärkt sein Engagement in Afghanistan und richtet im Herbst 2003 zwei Außenstellen der Botschaft Kabul in Kundus und Herat ein
- 25. Oktober: Faisal al-Fayez wird Premierminister in Jordanien
- 27. Oktober: Sicherheitskonferenz in Mexiko
- 28. Oktober: Zweite Kommunalwahlen in Mosambik
- 29. Oktober: Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder besucht Bratislava, Slowakei
- 30. Oktober: Ein bilaterales Investitionsschutz und -förderungsabkommen wurde am in Luanda, Angola, unterzeichnet
- 30. Oktober: Erster Besuch des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder in Kroatien
November
- 2. November: Georgien. Dritte Parlamentswahlen. Wahlbetrug und Wahlfälschung überschatten diese Wahlen
- 5. November: Besuch des litauischen Staatspräsidenten Rolandas Paksas in Deutschland
- 12. November: Das deutsche Auswärtige Amt unterstützt Winternothilfe in Afghanistan mit 1,2 Mio. Euro
- 23. November: Georgien. Rücktritt Eduard Schewardnadses
- 23. November: Parlamentswahlen in Kroatien
- 28. November: Der deutsche Bundesaußenminister Joschka Fischer eröffnet Akademisches Jahr am Europa-Kolleg in Brügge/Belgien
Dezember
- 1. Dezember: Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder besucht die Volksrepublik China bereits zum fünften Mal
- 4. Dezember: Abkommen zwischen Monaco und der Europäischen Kommission über Rechtsangelegenheiten
- 7. Dezember: Wahlen zur Duma in Russland
- 8. Dezember: Simbabwe tritt aus dem Commonwealth aus
- 9. Dezember: Der Hamburger Senat aus CDU, FDP und der Partei Rechtsstaatlicher Offensive scheitert nach etwas über zwei Jahren. Es werden Neuwahlen ausgerufen
- 10. Dezember: Schweiz: nach 44 Jahren wurde die Zauberformel gesprengt. Damit erhielt die SVP einen zweiten Sitz und Christoph Blocher wurde zum Bundesrat gewählt
- 10. Dezember: Abkommen zwischen Russland und Deutschland über Reiseerleichterungen
- 12. Dezember: Kanada. Paul Martin wird Premierminister
- 12. Dezember: Neue Regierung in San Marino
- 13. Dezember: Irak: Saddam Hussein wurde in Tikrit festgenommen
- 15. Dezember: Internationales Forum zum Thema Myanmar in Bangkok/Thailand
- 20. Dezember: Im Abkommen von Moroni, Komoren, werden freie und demokratische Wahlen festgeschrieben
- 23. Dezember: Dr. Ivo Sanader wird Regierungschef in Kroatien
Siehe auch
Liste der Staatsoberhäupter 2003
Terroranschläge und Kriege
- 5. August: Eine Autobombe explodiert vor dem J.W. Marriot Hotel in Jakarta und tötet 12 Menschen
Katastrophen
- 8. Januar: Charlotte (North Carolina), North Carolina, USA. Eine Maschine der US-Airways verunglückt auf der Start- und Landebahn als die linke Tür während des Starts abfällt und in das Triebwerk gelangt. Das Flugzeug rast in einen Hangar und fängt Feuer. Alle 21 Menschen an Bord starben
- 8. Januar: Diyarbakır, Türkei. Aus Istanbul kommend stürzte eine Verkehrsmaschine beim Landeanflug ab. 75 Menschen starben, 5 konnten gerettet werden
- 9. Januar: Cerro Coloque, Peru. Absturz einer Fokker F-28. Alle 46 Menschen an Bord starben
- 17. Januar: Spanien. Absturz einer Fokker 50, aus Málaga kommend, nach Verfehlung der Landebahn. 19 Menschen starben, 9 konnten gerettet werden
- 21. Januar: Ein Erdbeben im Westen Mexikos forderte 29 Menschenleben
- 1. Februar: Im Abschluss des 16-tägigen Forschungsaufenthalt STS-107 zerbricht und verglüht die Columbia (Raumfähre) 15 Minuten vor der Landung auf Cape Canaveral. Alle 7 Besatzungsmitglieder, fünf Männer und zwei Frauen, kommen uns Leben
- 22. Februar: Ein Erdbeben der Stärke 5,5 nach der Richterskala entlang des Rheins zwischen Basel und Freiburg mit Epizentrum bei Straßburg erschütterte die Rheinregion und richtete geringen Schaden im Elsass an
- 24. Februar: Erdbeben der Stärke 6,3 in der Provinz Xinjiang, Volksrepublik China, 261 Tote
- 6. März: Tamanrasset, Algerien. Eine Boeing 737 der Air Algerie verfehlt die Landebahn und stürzt ab. Alle 103 Menschen an Bord starben
- 1. Mai: Ein Erdbeben der Stärke 6,4 im Osten der Türkei. 177 Tote
- 21. Mai: Erdbeben der Stärke 6,8 in Algerien, 2.266 Tote
- 27. Mai: Ein Erdbeben der Stärke 5,8 in Algerien. 9 Tote
- 7. Juli: Port Sudan, Sudan. Absturz einer Boeing 737 der Sudan Airways kurz nach dem Start, etwa 5 km nach der Start- und Landebahn. 116 Personen starben, ein Kind soll angeblich überlebt haben
- 21. Juli: Ein Erdbeben der Stärke 6,0 in der Provinz Yunnan, Volksrepublik China. 16 Tote
- 22. August: Eine schwere Explosion zerstört eine VLS-3 Rakete der Brasilianischen Weltraumbehörde auf dem Starttisch in der Alcântara Luftwaffenbasis im Norden Brasiliens. 21 Menschen sterben
- 26. Dezember: Ein Erdbeben der Stärke 6,6 nach Richter im Iran forderte schätzungsweise 35.000 Menschen das Leben
Wirtschaft
- 1. Januar: die EU verbietet die irreführenden Bezeichnungen „light“ und „mild“ für Zigaretten
- 4. April: Der bundesweit im Mittelwellenbereich zu empfangende Popmusiksender Megaradio stellt wegen Insolvenz seinen Betrieb ein
- Die Deutsche Bahn nimmt nach Umsatzverlusten Teile des neuen Preissystems zurück und führt die „Bahncard 50“ ein, mit der man wieder um 50 % reduzierte Fahrkarten ohne Zugbindung erwerben kann
- Juni: Ein vierwöchiger Streik der IG Metall in Ostdeutschland für die Einführung der 35-Stunden-Woche bleibt erfolglos
- Der in Birresborn angesiedelte Birresborner Phönix Sprudel wird wegen verunreinigter Quellen am 11.November geschlossen
- Das geplante satellitengestützte Autobahnmautsystem kann wegen technischer Probleme nicht planmäßig den Betrieb aufnehmen; seine Einführung wird Ende Dezember 2003 auf das dritte Quartal 2004 verschoben
Bildung, Wissenschaft und Technik
- 1. Januar: Die Universitäten Essen und Duisburg fusionieren zur Universität Duisburg-Essen
- 1. Januar: Die Universitäskliniken Kiel und Lübeck fusionieren zum Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
- 5. Januar: Der Saturn-Transit durch den Krebsnebel ermöglicht das Röntgen der Gashülle des Mondes Titan
- 1. Februar: Die Raumfähre Columbia zerbricht beim Landeanflug in etwa 60 km Höhe
- 28. Mai: Das erste geklonte Pferd mit dem Namen Prometea kommt zur Welt
- 31. Mai: Ringförmige Sonnenfinsternis in Grönland und Island
- 24. Juni: Eine Concorde fliegt zum letzten Mal von New York nach Paris
- 30. Juli: Der letzte VW Käfer rollt im Volkswagenwerk in Pueblo (Mexiko) vom Band
- August: Die in Deutschland höchste bisher gemessene Temperatur wird mit 40,8 °C in Perl-Nenning im Saarland am 8. August gemessen, muss jedoch später wieder nach unten auf 40,3 °C korrigiert werden. In der Schweiz stellt man erstmals Temperaturwerte von über 40 °C fest: am 11. August misst MeteoSchweiz in Grono (Graubünden) 41,5 °C. 2003 geht als heißestes Jahr in Deutschland seit 1540 in die Geschichte ein. Zusätzliche Todesfälle wegen der Sommerhitze gehen als Hitzetote ins öffentliche Bewusstsein ein. Zahlen für Frankreich, Italien und Deutschland gehen in die Tausende
- 15. Oktober: China startet ein erstes bemanntes Raumschiff mit dem Taikonauten Yang Liwei
- 24. Oktober: Letzter Flug der Concorde von New York nach London
- 23. November: Totale Sonnenfinsternis (Indischer Ozean, Antarktis)
- 18. Dezember: Linux-Kernel Version 2.6 veröffentlicht
- 25. Dezember: Landeversuch des europäischen Roboters Beagle 2; ob die Oberfläche des Mars erreicht wurde, ist unbekannt. Die Raumsonde Mars Express tritt in eine Umlaufbahn um Mars ein
Gesellschaft
- Kulturhauptstadt Europas ist 2003 die steirische Landeshauptstadt Graz
- In China bricht am Neujahrstag 1. Februar das Jahr des Schafes/der Ziege (Schriftzeichen Yang) an (siehe Chinesische Astrologie)
- 13. Februar: Gründung des dG'Entertainments
- 7. Mai: Erstmals in der Geschichte des Vatikans wurde eine Frau an die Spitze einer päpstlichen Akademie berufen. Letizia Pani Ermini wurde von Johannes Paul II. zur Präsidentin der Akademie für Archäologie ernannt
- 28. Mai bis 1. Juni: Der erste Ökumenische Kirchentag fand in Berlin statt
- 31. Mai: In Anwesenheit europäischer Regierungschefs wurde eine Replik des bei Kriegsende verschollenen Bernsteinzimmers im Katharinenpalast bei Sankt Petersburg nach 20 Jahren mühseliger Rekonstruktion eröffnet
- 12. Juli: In Berlin fand die letzte Loveparade statt
- 5. Dezember: Johannes Heesters wurde 100 Jahre
- Kino: X-Men 2, Matrix Reloaded, Good Bye Lenin, The Hulk, My Big Fat Greek Wedding, Catch Me If You Can, Solaris, The Ring, Chicago, Gangs Of New York, Daredevil, 28 Days Later, Das Dschungelbuch 2, Nicht auflegen, Fluch der Karibik, Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs
- Bei den Grammy Awards 2003 geht Neuling Norah Jones mit fünf Grammys als große Gewinnerin hervor
- Joanne K. Rowling: Harry Potter and the Order of the Phoenix
- Hillary Clinton: Gelebte Geschichte
- Michael Moore: Stupid White Men
- Dieter Bohlen: Hinter den Kulissen
Sport
- 8. März: Wladimir Klitschko verlor einen Boxkampf gegen Corrie Sanders in der Preussag Arena, Hannover, Deutschland, durch technisches K.o
- 12. April: Deutsche Vorauswahl für die Olympiabewerbung 2012 in München, gewählt wird Leipzig
- 21. Juni: Vitali Klitschko verlor einen Boxkampf gegen Lennox Lewis im Staples Center, Los Angeles, Kalifornien, USA, durch technisches K.o
- 12. Juli: 27. Juli: Hannah Stockbauer holte bei den 10. Schwimmweltmeisterschaften in Barcelona drei Goldmedaillen
- 23. August: 31. August: 9. Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Paris
- 30. August: Wladimir Klitschko gewann einen Boxkampf gegen Fabio Eduardo Moli in der Olympiahalle in München, Deutschland, durch K.o
- 27./28. September: 30. Berlin-Marathon
- 12. Oktober: die deutschen Frauen gewannen die Fußballweltmeisterschaft
- 12. Oktober: Michael Schumacher wurde zum sechsten Mal Formel 1-Weltmeister
- 6. November: Wok-Weltmeisterschaften in Winterberg
- 6. Dezember: Vitali Klitschko gewann einen Boxkampf gegen Kirk Johnson im Madison Square Garden, New York, USA, durch technisches K.o
- 20. Dezember: Wladimir Klitschko gewann einen Boxkampf gegen Danell Nicholson in der Ostseehalle in Kiel, Deutschland, durch technisches K.o
- 21. Dezember: Jan Ullrich wurde Sportler des Jahres, Hannah Stockbauer Sportlerin des Jahres und die Fußball-Nationalmannschaft der Frauen Mannschaft des Jahres
- Bayern München wurde zum 18. Mal deutscher Fußballmeister
- Deutschland wurde bei der Handball-WM in Portugal Vize-Weltmeister
- 100-Jahr-Feier der Tour de France, es gewann zum fünften Mal Lance Armstrong
- US-Tennisstar Andy Roddick gewinnt das Finale der USopen gegen Juan Carlos Ferrero und somit seinen 1.Grand Slam Titel
- 23. April: Prinzessin Laetitia-Maria von Belgien, Tochter von Prinzessin Astrid von Belgien und Erzherzog Prinz Lorenz von Österreich-Este
- 29. April: Maud Angelica Behn, Tochter von Prinzessin Märtha Louise von Norwegen und Ari Behn
- 15. Mai: Ana-Maria, Tochter von Prinzessin Alexia von Griechenland und Carlos Morales
- 27. Mai: Moritz Emmanuel Maria, Sohn von Prinz Constantin von Liechtenstein und Marie von Kalnoky
- 20. August: Prinz Gabriel Baudouin Charles Marie, Sohn von Kronprinz Philipp von Belgien und Prinzessin Mathilde d'Udekem d'Acoz
- 8. November: Louise Mountbatten-Windsor, Tochter von Prinz Prince Edward, Earl of Wessex und Sophie Helen Rhys-Jones
- 7. Dezember: Prinzessin Catharina-Amalia der Niederlande, Tochter von Prinz Willem-Alexander der Niederlande und Prinzessin Máxima, 2. der niederländischen Thronfolge
Dies ist eine Liste der bedeutendsten Persönlichkeiten, die 2003 verstorben sind. Für eine ausführlichere Liste siehe Nekrolog 2003.
- 24. Januar: Giovanni Agnelli, italienischer Unternehmer ( - 1921)
- 2. Februar: Lou Harrison, US-amerikanischer Komponist ( - 1917)
- 13. Februar: Walt Whitman Rostow, US-amerikanischer Ökonom und Wirtschaftshistoriker ( - 1916)
- 14. Februar: Schaf Dolly, erstes geklontes Säugetier der Welt ( - 1996)
- 20. Februar: Ulrich Roski, deutscher Liedermacher( - 1944)
- 28. Februar: Chris Brasher, britischer Leichtathlet und Olympiasieger ( - 1928)
- 3. März: Horst Buchholz, deutscher Schauspieler ( - 1933)
- 12. März: Zoran Đinđić (ermordet), serbischer Politiker ( - 1952)
- 17. Mai: Luigi Pintor, italienischer Schriftsteller, Journalist und Politiker ( - 1925)
- 20. Mai: Walter Höllerer, deutscher Germanistikprofessor und prägender Literat der frühen Bundesrepublik ( - 1922)
- 30. Mai: Günter Pfitzmann, deutscher Schauspieler ( - 1924)
- 5. Juni: Jürgen W. Möllemann, deutscher Politiker ( - 1945)
- 12. Juni: Gregory Peck, US-amerikanischer Schauspieler ( - 1916)
- 29. Juni: Katharine Hepburn, US-amerikanische Schauspielerin ( - 1907)
- 4. Juli: Barry White, US-amerikanischer Soulsänger ( - 1944)
- 16. Juli: Walross Antje, Maskottchen des NDR ( - 1976)
- 17. Juli: Hans Abich, deutscher Filmproduzent und Rundfunkpublizist ( - 1918)
- 22. Juli: Udai ( - 1964) und Kusai Hussein ( - 1967), die Söhne von Saddam Hussein
- 21. Juli: Ingrid von Bothmer, deutsche Schauspielerin ( - 1918)
- 27. Juli: Bob Hope, US-amerikanischer Komiker ( - 1903)
- 8. August: Hermann Oxfort, Berliner Bürgermeister und Justizsenator (FDP) ( - 1927)
- 13. August: Fluss im westlichen Küstentiefland Ecuadors. Gemeinsam mit seinen Zuflüssen Babahoyo und Daule und deren Zuflüssen bildet er das größte Wassereinzugssystem der Pazifikküste in Amerika. Die ecuadorianische Provinz Guayas ist nach dem Fluss benannt, der mit seinem Delta und den Nebenflüssen landschaftsprägend ist.
Der eigentliche Guayas entsteht auf der Höhe von Guayaquil durch den Zusammenfluss von Babahoyo und Daule. Nach etwa 50 Kilometern mündet der Fluss in einem breiten Delta in den Golf von Guayaquil, dem größten natürlichen Hafen an der Pazifikküste Südamerikas.
Der Guayas ist das für den Handel bedeutendste Wasserstraßensystem Ecuadors. Die Hafenstadt Guayaquil und das ihr gegenüberliegende Durán sind die größten anliegenden Städte. Beide verbindet die längste Brücke Ecuadors, die "Brücke der Nationalen Einheit", die offiziell Puente Rafael Mendoza Avilés heißt. Sie ist insgesamt 2.825 m lang, 1.032 m von Guayaquil bis zur kleinen Insel La Puntilla und 1.793 m von dieser nach Durán.
Die Zuflüsse des Guayas entspringen den Hängen der Anden. Vom längsten Quellfluss zum Golf von Guayaquil ist das System etwa 320 Kilometer lang. Insgesamt entwässert es einen Bereich von über 36.000 Quadratkilometern.
Die Landschaft besonders des Deltas ist durch (bedrohte) Mangrovensümpfe gekennzeichnet. Darüberhinaus ist im Delta aus Sedimenten eine Gruppe von Inseln entstanden, deren größte die Insel Puná ist. Der Guayas ist Lebensraum einer Reihe seltener, z.T. endemischer Tier- und Pflanzenarten, darunter besonders Fische (u.a. Salmler) und Vögel.
Kategorie:Fluss in Südamerika
Kategorie:Geographie (Ecuador)
1534
Politik und Weltgeschehen
- Martin Luther lässt die erste vollständige Fassung seiner Lutherbibel drucken
- Heinrich VIII. erlässt die Suprematsakte und gründet damit die anglikanische Kirche
- Das Herzogtum Württemberg führt die Reformation ein
- Der schwäbische Bund zerbricht an konfessionellen Gegensätzen
- Mesopotamien wird vom Osmanischen Reich besetzt
- Beginn der Kolonisierung von Kanada: Jacques Cartier entdeckt Prince-Edward-Island
- Gründung von Quito
- 13. Oktober: Alessandro Farnese wird als Paul III. zum Papst gewählt
- 17. November: König Heinrich VIII. wird Oberhaupt der Anglikanischen Kirche
- Isaak Luria, jüdischer Rabbi und Religionslehrer († 1572)
- 23. Juni: Oda Nobunaga, japanischer Fürst (Daimyō) und einer der „drei Reichseiniger“ († 1582)
- 1. Juli: Friedrich II., König von Dänemark und Norwegen von 1559 bis 1588 († 1588)
- 18. Juli: Zacharias Ursinus, reformierter Theologe († 1583)
- 9. Januar: Johannes Aventinus, deutscher Chronist ( - 1477)
- 24. Januar: Guillaume Briçonnet, Bischof ( - 1470)
- 5. März: Correggio, italienischer Maler der Renaissance ( - 1494)
- 4. April: Jan Matthys, niederländischer Bäcker und Wiedertäufer ( - 1490)
- 4. Juni: Veit Warbeck, Übersetzer des Romans Die schöne Magelone ( - um 1490)
- 7. September: Lazarus Spengler, war geistlicher Liederdichter ( - 1479)
- 25. September: Clemens VII., war Papst vom 18. November 1523 bis zum 25. September 1534 ( - 1478)
- 31. Oktober: Alfonso I. d'Este, Herzog von Ferrara, Modena und Reggio ( - 1476)
- 23. November: Otto Brunfels, deutscher Theologe und Botaniker ( - 1488)
- Otto Brunfels, deutscher Botaniker ( - 1488)
ko:1534년
Diego de AlmagroDiego de Almagro (auch d'Almagro) heißen zwei spanische Konquistadoren:
#Diego de Almagro (Vater) ( - 1475 - †1538)
#Diego de Almagro (Sohn) ( - 1520 - †1542)
Diego de Almagro ist auch der Name einer Kleinstadt in El Salvador.
Sebastián de BelalcázarSebastián de Belalcázar (häufig auch: Benalcázar sowie Belaicázar; eigentlicher Familienname: Moyano; - um 1479 oder 1495 in Belalcázar bei Córdoba, Andalusien; † 1551 in Cartagena de las Indias) war ein spanischer Konquistador. Er eroberte die Gebiete der heutigen Staaten Nicaragua und Ecuador sowie den Südwesten Kolumbiens.
Sebastián Moyano war vermutlich ein Bauernsohn. Die Hauptüberlieferung gibt an, dass er um 1479 geboren wurde. Demnach floh Sebastián vor seinem Bruder aus dem Elternhaus nach Sevilla. Von dort nahm er an der dritten Reise des Christoph Kolumbus nach Amerika (1498-1500) teil. Er soll 1507 in Santo Domingo gekämpft haben.
Einer anderen Überlieferung (José de Castellanos) entsprechend floh er 1507, weil ihm der Esel des Vaters im Schlamm versank. Aus Ungeduld soll er so heftig auf den Esel eingeschlagen haben, dass dieser starb, worauf er aus Angst vor dem Zorn des Vaters floh. Dieser Überlieferung entsprechend wurde er um 1495 geboren und gelangte 1519 mit den Truppen von Pedro Arias Dávila in die Neue Welt.
In jedem Fall gelangte er nach Darién (Panama) und von dort mit Francisco Hernández de Córdoba nach Westen, wo er bei der 1524 durchgeführten Konquista des heutigen Nicaragua eine wichtige Position einnahm. Er wohnte unter anderem der Gründung der Stadt León im heutigen Nicaragua bei, als deren legendärer erster "Bürgermeister" er gilt. Wahrscheinlich war er ein Hauptmann (capitán) und Befehlshaber in der Region. In dieser Zeit lernte er wohl Francisco Pizarro und Diego de Almagro kennen.
Um 1532 verkaufte er seine Güter in Nicaragua, rüstete zwei Schiffe und schloss sich der Konquista des Inkareiches an. Während Pizarro auf Cuzco maschierte, unterstand Belalcázar unterstand zunächst das Basislager im neu gegründeten San Miguel (nach mehreren geografischen Verlegungen das heutige Piura in Peru).
1533 stieß er mit einem Heer aus 150 spanischen Soldaten und zahlreichen indianischen Hilfstruppen nach Norden vor. In Cañar traf er auf die Truppen Rumiñahuis, eines Inkafürsten und Generals Atahualpas, der nach dessen Tod die Herrschaft über das nördliche Inkareich und dessen Hauptstadt Quito ausübte. Belalcázars Truppen gingen siegreich aus der Schlacht hervor. Auf seinem Rückzug nach Norden zerstörte Rumiñahui die wichtigsten Städte seines Herrschaftsgebiets. Belalcázar setzte ihm nach und gründete in der Nähe des heutigen Riobamba die "Städte" Santiago und San Francisco, von denen letztere am 6. Dezember 1534 in die Ruinen des zerstörten alten Quito verlegt wurde und erstere nach wiederholten Verlegungen das heutige Guayaquil an der Pazifikküste bildet. Belalcázar residierte zunächst in Quito, organisierte den Wiederaufbau, die Herrschaft und die Verfolgung Rumiñahuis, der schließlich in einem unzugänglichen Andengebiet gefangengenommen wurde. Nach Quito verbracht, versuchte Belalcázar vergeblich, Rumiñahui dazu zu bringen, den Verbleib des Goldes des Herrscherhauses aufzuklären. Rumiñahui wurde hingerichtet.
Nach 1536 stieß Belalcázar weiter nach Norden in das heutige Südwest-Kolumbien vor. Der Überlieferung nach sollen ihm in Quito kursierende Gerüchte um ein legendäres Goldland (Eldorado) im Norden dazu veranlasst haben. 1537 gründete er die Stadt Popayán und organisierte die Herrschaft über das Umland. Die Städte Cali, Neiva und Ampudia gelten als Gründungen Belalcázars aus dieser Zeit.
1539 traf er mit Nikolaus Federmann und Gonzalo Jiménez de Quesada zusammen, wobei alle die Herrschaft über das ehemalige Chibcha-Reich und das Gebiet von Bogotá, einer Wiedergründung Jiménez de Quesadas, beanspruchten. Jiménez de Quesada überzeugte sie, den Disput in Spanien entscheiden zu lassen, wo Belalcázar 1540 zum Statthalter von Popayán und den Äquinoktial-Provinzen (Provincias Equinocciales), die einen Teil des heutigen Kolumbien und einen Großteil des heutigen Ecuador umfassten, ernannt wurde. Als solcher stand er immer wieder in Auseinandersetzungen mit anderen Konquistadoren. Unter anderem unterstützte er den Vizekönig Blasco Núñez de Vela bei der Niederschlagung des Aufstandes des Gonzalo Pizarro (seit 1544). Nachdem er 1546 Jorge Robledo, dessen Herrschaftsgebiet (die Statthalterschaft Antioquia) er als eine aufständische Absplitterung des eigenen betrachtete, hatte hinrichten lassen, erreichten seine Feinde, dass er zum Tode verurteilt wurde und seine Güter konfisziert wurden. Die ihm allerdings zugestandene Berufung vor dem spanischen König konnte Belalcázar nicht mehr | | |