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Gudrun Ensslin

Gudrun Ensslin

Gudrun Ensslin (
- 15. August 1940 in Bartholomä, Baden-Württemberg; † 18. Oktober 1977 in Stuttgart-Stammheim) war einer der Köpfe und Gründungsmitglied der Roten Armee Fraktion. In "883", dem Gegenblatt zur Roten Presse Korrespondenz, begründete sie den Aufbau der Roten Armee Fraktion. Ensslin war Tochter eines schwäbischen Pfarrers, wuchs in Tuttlingen auf, studierte einige Zeit an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Anglistik, Germanistik und Pädagogik), anschließend an der Freien Universität Berlin und hatte gemeinsam mit Bernward Vesper einen Sohn: Felix Robert Ensslin (
- 13. Mai 1967 in Berlin). Wie auch Ulrike Meinhof war sie Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes. Sie gehörte nach zwei Kaufhausbrandstiftungen sowie mehreren Banküberfällen zu den meistgesuchten Terroristen Deutschlands. Verhaftet wurde sie am 8. Juni 1972 in Hamburg. Sie beging mutmaßlich zusammen mit Andreas Baader und Jan-Carl Raspe am 18. Oktober 1977 im Alter von 37 Jahren im Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses Stuttgart-Stammheim Suizid, indem sie sich an einem Lautsprecherkabel erhängte.Ob diese staatlichen Angaben stimmen, konnte nicht einwandfrei geklärt werden. Ihre Mitgefangene und RAF-Mitglied Irmgard Möller, die in der gleichen Nacht mit Messerstichen lebensgefährlich verletzt wurde, schließt einen Selbstmord aus. Sie ist auf dem Dornhaldenfriedhof in Stuttgart beigesetzt. Durch Aussagen der einzigen Überlebenden Irmgard Möller und der Anwälte der Gefangenen (u.a. Otto Schily) kam die These auf, es habe sich nicht um eine kollektive Selbsttötungsaktion infolge der gescheiterten Freipressungsversuche ("Deutscher Herbst") gehandelt, sondern um staatlich angeordnete Hinrichtungen. Da die offiziellen Untersuchungen der Todesumstände von Widersprüchen und Verschleierungen überschattet waren, sahen viele Linke ihre Einstellung zum westdeutschen Staat bestätigt. Siehe auch: Deutscher Herbst

Literatur


- Gudrun Ensslin, "Zieht den Trennungsstrich jede Minute". Biefe an ihre Schwester Christiane und ihren Bruder Gottfried aus dem Gefängnis 1972-1973, Hrsg. von Christiane Ensslin und Gottfried Ensslin, Hamburg: Konkret Literatur Verlag 2005
- Michael Kapellen: Doppelt leben. Bernward Vesper und Gudrun Ensslin. Die Tübinger Jahre, Tübingen: Verlag Klöpfer & Meyer 2005
- Gerd Koenen, Vesper, Ensslin, Baader. Verlag Kiepenheuer & Witsch, 2001,

Weblinks


-
- http://www.dieterwunderlich.de/Gudrun_Ensslin.htm
- http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/EnsslinGudrun/
- [http://www.buchkritik.at/kritik.asp?IDX=3047 Rezension von Volker Frick zu Gudrun Ensslin: "Zieht den Trennungsstrich, jede Minute", hrsg. von Christiane Ensslin und Gottfried Ensslin]
- [http://www.burks.de/forum/phpBB2/viewtopic.php?t=1437 die Rote Armee aufbauen!: Gastkolumne von Gudrun Ensslin]
- [http://www.stuttgart-im-bild.de/html/baader__ensslin__raspe.html Grabstein in Stuttgart] Ensslin, Gudrun Ensslin, Gudrun Ensslin, Gudrun Ensslin, Gudrun Ensslin, Gudrun

15. August

Der 15. August ist der 227. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 228. in Schaltjahren) - somit bleiben 138 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 636 - In der Schlacht am Jarmuk in Palästina unterliegt die byzantinische Armee den Arabern, die daraufhin die Herrschaft in der oströmischen Provinz übernehmen.
- 778 - Der bretonische Markgraf Hruotland kommt nach heldenhafter Verteidigung in der Nachhutschlacht von Roncesvalles ums Leben und lebt im Rolandslied fort.
- 927, 15. August zerstörten die vom Slawen Sabir geführten Sarazenen endgültig die griechisch-römische Stadt Tarentum
- 1235 - Auf dem von Friedrich II. einberufenen Reichstag in Mainz wird der Mainzer Landfriede beschlossen.
- 1936 - Eröffnung des ersten Lebensborn-Heimes in Ebersberg (Oberbayern)
- 1944 - Die Alliierten landen an der Mittelmeerküste in Südfrankreich (Operation Dragoon).
- 1945 - Kaiser Hirohito verkündet im Rundfunk Japans bedingungslose Kapitulation.
- 1945 - Korea erreicht die Unabhängigkeit von Japan.
- 1947 - Der Mountbattenplan tritt in Kraft: Die britische Kolonialherrschaft in Indien endet mit der Unabhängigkeit Indiens und Pakistans.
- 1948 - Staatsgründung Südkoreas
- 1950 - Vom Staatspräsidenten Achmed Sukarno wird die Republik Indonesien ausgerufen.
- 1960 - Die Republik Kongo erlangt ihre volle Unabhängigkeit von Frankreich.
- 1971 - Bahrain erhält seine Unabhängigkeit.
- 1975 - Bei einem Militärputsch wird Bangladeschs Premierminister Mujibur Rahman mitsamt seiner Familie getötet.
- 1986 - Peru wird vom Internationalen Währungsfonds (IWF) für kreditunwürdig erklärt.
- 1989 - Frederik Willem de Klerk wird südafrikanisches Staatsoberhaupt.
- 1990 - Protestmärsche von Indios gegen die Zerstörung des Urwalds in Bolivien.
- 1993 - In Paraguay endet die Militärdiktatur des General Andrés Rodríguez.
- 2002 - Michael Somare wird Regierungschef in Papua-Neuguinea
- 2003 - Dr. Oscar Nicanor Duarte Frutos wird Staatspräsident in Paraguay
- 2003 - Die USA verbieten die iranische Oppositionsgruppe Mudschahedin.
- 2004 - Fürst Hans Adam II. von Liechtenstein übergibt seine Regentschaft an seinen Sohn Alois.

Wirtschaft


- 1785 - In Frankreich wird das Livre formell durch den Franc ersetzt.
- 2001 - Nach über 60 Jahren nimmt Zeppelin mit dem Zeppelin NT wieder den Passagierflugbetrieb auf.

Wissenschaft und Technik


- 1914 - Der Panama-Kanal wird eröffnet.

Kultur


- 1248 - Baubeginn des Kölner Doms.
- 1843 - Eröffnung des Kopenhagener Tivoli
- 1948 - Uraufführung der Oper Le vin herbé von Frank Martin bei den Salzburger Festspielen.
- 1960 - Uraufführung der Oper Le Mystère de la Nativité von Frank Martin bei den Salzburger Festspielen.
- 1965 - Die Beatles spielen im New Yorker Shea Stadium das Livekonzert mit der höchsten Besucherzahl ihrer Karriere.
- 1969 - In Bethel im Bundesstaat New York beginnt das Woodstock-Festival.

Religion


- 1534 - In Paris legt der Freundeskreis um Ignatius von Loyola ein Gelübde ab, aus dem der Jesuitenorden hervorgehen wird.
- 1549 - Der Jesuit Francisco de Xavier y Jassu trifft auf der Insel Kyushu ein und beginnt mit der christlichen Missionierung Japans.
- 2005 - Beginn des XX. Weltjugendtags in Köln mit Papst Benedikt XVI. (bis 21. August)

Katastrophen


- 1950 - Ein Erdbeben der Stärke 8,6 im indischen Assam fordert 1.530 Menschenleben.
- 1968 - Ein Erdbeben auf Celebes fordert etwa 68.200 Tote.
- 1973 - 330 Menschen sterben bei schweren Überschwemmungen in Indien.

Sport


- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 774 - Heizei, 51. Kaiser von Japan
- 1255 - Matteo I. Visconti, politischer Führer Mailands
- 1455 - Georg von Wittelsbach, Herzog von Bayern-Landshut
- 1488 - Fernando Kolumbus, spanischer Seefahrer
- 1679 - Adam Friedrich Zürner, deutscher Kartograf
- 1728 - Georg Daniel Auberlen, deutscher Schulmeister, Musiker und Komponist
- 1740 - Matthias Claudius, deutscher Dichter und Journalist
- 1768 - Christoph von Schmid, deutscher Dichter und Jugendbuchautor
- 1769 - Napoleon Bonaparte, Kaiser Napoléon I. von Frankreich
- 1776 - Christian Gottlieb Schick, deutscher Maler
- 1776 - Ignaz Xaver von Seyfried, österreichischer Komponist
- 1785 - Thomas de Quincey, englischer Schriftsteller
- 1787 - Alexander Alexandrowitsch Aljabjew, russischer Komponist
- 1794 - Elias Magnus Fries, schwedischer Botaniker
- 1799 - Wilhelm Achtermann, deutscher Bildhauer
- 1808 - Alfred von Reumont, deutscher Staatsmann und Historiker
- 1813 - Jules Grévy, französischer Staatsmann und Politiker
- 1822 - Wilhelm Rust, deutscher Komponist und Musikwissenschaftler
- 1830 - Maria Lebstück, Offizierin und Freiheitskämpferin in Ungarn
- 1845 - Walter Crane, englischer Maler
- 1857 - Albert Ballin, deutscher Reeder
- 1858 - Michael Hainisch, österreichischer Bundespräsident
- 1859 - Emma Calvé, französische Sängerin
- 1865 - Hantaro Nagaoka, japanischer Physiker
- 1867 - Anathon Aall, norwegischer Philosoph
- 1872 - Sri Aurobindo, indischer Philosoph und Guru
- 1878 - Pjotr Nikolajewitsch Wrangel, General im russischen Bürgerkrieg
- 1879 - Ethel Barrymore, US-amerikanische Schauspielerin
- 1880 - Otto Weddigen, deutscher U-Boot Kommandant
- 1881 - Elisabeth Schiemann, Botanikerin
- 1882 - Marion Bauer, US-amerikanische Komponnistin
- 1883 - Ivan Mestrovic, kroatischer Bildhauer und Professor der Bildhauerei
- 1886 - Karl Korsch, deutscher Philosoph, Marxist
- 1887 - Edna Ferber, US-amerikanische Schriftstellerin, Nobelpreisträgerin
- 1888 - Gottlieb Duttweiler, Schweizer Unternehmer und Politiker
- 1888 - Thomas E. Lawrence, britischer Archäologe (Lawrence von Arabien)
- 1888 - Albert Spalding, US-amerikanischer Violinvirtuose und Komponist
- 1890 - Jacques Ibert, französischer Komponist
- 1892 - Iwan Wassiljewitsch Boldin, Der Chef der sowjetischen Militäradministration Thüringen
- 1892 - Louis Victor de Broglie, französischer Physiker, Nobelpreisträger
- 1896 - Gerty Cori, US-amerikanische Biochemikerin, Nobelpreisträgerin
- 1900 - Jan Brzechwa, polnischer Lyriker
- 1901 - Alfred Gille, deutscher Politiker
- 1901 - Arnulfo Arias, dreimaliger Präsident Panamas
- 1901 - Hans Lorbeer, deutscher Schriftsteller
- 1905 - Manfred von Brauchitsch, deutscher Autorennfahrer
- 1909 - Hugo Winterhalter, US-amerikanischer Bandleader
- 1910 - Josef Klaus, österreichischer Politiker und Regierungschef
- 1911 - Buster Brown, US-amerikanischer Sänger
- 1912 - Wendy Hiller, britische Schauspielerin
- 1913 - Heinz Trökes, deutscher Maler und Grafiker
- 1914 - Paul Rand, bekannter US-amerikanischer Designer von Firmenlogos
- 1916 - Heinz Oestergaard, deutscher Modedesigner
- 1917 - Hans Bals, deutscher Politiker und MdB
- 1917 - Jack Lynch, irischer Politiker
- 1918 - Anton Freiherr von Aretin, deutscher Politiker
- 1919 - Maria Mucke, deutsche Sängerin und Schauspielerin
- 1920 - Konstantin Prinz von Bayern, deutscher Politiker und MdB
- 1922 - Lukas Foss, US-amerikanischer Komponist
- 1923 - Schimon Peres, israelischer Politiker und Friedensnobelpreisträger
- 1924 - Hedy Epstein, deutsche Schriftstellerin und Bürgerrechtlerin
- 1924 - Selma Meerbaum-Eisinger, deutschsprachige Schriftstellerin
- 1924 - Werner Abrolat, deutscher Schauspieler
- 1925 - Leonie Ossowski, deutsche Schriftstellerin
- 1925 - Oscar Peterson, kanadischer Jazzpianist und -komponist
- 1926 - Konstantinos Stefanopoulos, griechischer Politiker und Staatspräsident
- 1927 - John Cranko, südafrikanischer Tänzer und Choreograph
- 1933 - Bill Pinkey, US-amerikanischer Sänger
- 1933 - Bobby Helms, US-amerikanischer Sänger
- 1933 - Floyd Ashton, US-amerikanischer Sänger
- 1934 - Nino Ferrer, französischer Sänger
- 1935 - Jürgen Werner, deutscher Fußballspieler
- 1936 - Lothar Buchmann, deutscher Fußballspieler und -trainer
- 1940 - Gudrun Ensslin, deutsche Terroristin (RAF)
- 1942 - Friede Springer, deutsche Verlegerin
- 1942 - Gerhard Roth, Professor für Verhaltensphysiologie
- 1942 - Pete York, britischer Musiker
- 1944 - Gianfranco Ferré, italienischer Modedesigner und Unternehmer
- 1944 - Sylvie Vartan, französische Sängerin
- 1945 - Alain Juppé, französischer Politiker
- 1945 - Begum Khaleda Zia, bengalische Politikerin, Premierministerin von Bangladesch
- 1946 - Jimmy Webb, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1949 - Kate Taylor, US-amerikanische Sängerin
- 1950 - Anne Mountbatten-Windsor, britische Prinzessin
- 1950 - Jorma Ollila, Unternehmer
- 1950 - Thomas Aldridge, US-amerikanischer Musiker
- 1951 - Herfried Münkler, deutscher Politikwissenschaftler
- 1952 - Rudi Kargus, deutscher Fußballspieler
- 1953 - Mark Thatcher, britischer Unternehmer
- 1955 - Davy Sidjanski, US-amerikanischer Verleger
- 1955 - Roger Willemsen, Publizist, Autor, Essayist und Moderator
- 1955 - Uli Spieß, österreichischer Skirennläufer
- 1960 - Karlheinz Essl, österreichischer Komponist
- 1960 - Susanne Mischke, deutsche Schriftstellerin und Drehbuchautorin
- 1961 - Dietmar Mögenburg, deutscher Leichtathlet
- 1963 - Alejandro González Iñárritu, mexikanischer Filmregisseur
- 1967 - Brahim Boutayeb, marokkanischer Leichtathlet
- 1969 - Robertson Frizero Barros, brasilianischer Schriftsteller und Dichter.
- 1970 - Chris Byrd, US-amerikanischer Boxer
- 1972 - Ben Affleck, US-amerikanischer Schauspieler
- 1974 - Maxim Wengerow, russischer Geiger
- 1974 - Birgit Wiedel-Weidinger, deutsche Schauspielerin
- 1981 - Silvan Zurbriggen, Schweizer Skirennfahrer

Gestorben

Silvan Zurbriggen (1405-1464)]]
- 423 - Flavius Augustus Honorius, erster weströmischer Kaiser
- 778 - Hruotland, bretonischer Markgraf und Held des Rolandslieds
- 874 - Altfrid, Bischof von Hildesheim
- 952 - Suzaku, 61. Kaiser von Japan
- 1038 - Stephan I., erster König von Ungarn
- 1057 - Macbeth, König von Schottland
- 1118 - Alexios I. Komnenos, byzantinischer Kaiser von 1081 bis 1118
- 1270 - Ludwig IX. (Hessen-Darmstadt), König von Frankreich
- 1274 - Robert von Sorbon, französischer Theologe
- 1464 - Pius II., Papst seit 1458
- 1506 - Alexander Agricola, Komponist, Sänger und Instrumentalist
- 1552 - Hermann V. von Wied, Erzbischof von Köln
- 1568 - Stanislaus Kostka, polnischer Jesuit
- 1576 - Valentin Bakfark, ungarischer Komponist
- 1666 - Adam Schall von Bell, deutscher Wissenschaftler und Missionar
- 1728 - Marin Marais, französischer Gambist und Komponist
- 1758 - Pierre Bouguer, französischer Geodät und Astronom
- 1799 - Barthélemy-Catherine Joubert, französischer General
- 1819 - Cornelius Hermann von Ayrenhoff, österreichischer Offizier, Autor
- 1824 - Carl Arnold Kortum, deutscher Arzt und Schriftsteller
- 1826 - Franz Dinnendahl, Konstrukteur der ersten Dampfmaschine im Ruhrgebiet
- 1850 - Johann Werner Henschel, Bildhauer
- 1852 - Johan Gadolin, finnischer Chemiker
- 1889 - Theodor Christlieb, evangelischer Theologe
- 1907 - Joseph Joachim, österreichischer Geiger, Dirigent und Komponist
- 1911 - Albert Ladenburg, deutscher Chemiker
- 1915 - Rudolf Watzl, österreichischer Ringer
- 1918 - Heinrich Köselitz, deutscher Schriftsteller und Komponist
- 1934 - Raymond Hood, US-amerikanischer Architekt
- 1935 - Paul Signac, französischer Maler und Grafiker
- 1936 - Grazia Deledda, italienische Schriftstellerin
- 1940 - Walter Hasenclever, deutscher Schriftsteller
- 1944 - Hans Bernd von Haeften, deutscher Jurist und Widerstandskämpfer
- 1947 - Hermann Eris Busse, deutscher Schriftsteller
- 1951 - Artur Schnabel, österreichischer Pianist und Komponist
- 1952 - Jesse Thoor, deutscher Schriftsteller
- 1953 - Ludwig Prandtl, deutscher Physiker
- 1958 - Big Bill Broonzy, US-amerikanischer Blues-Sänger
- 1961 - Mario Sironi, italienischer Maler
- 1963 - Wsewolod Wjatscheslawowitsch Iwanow, russischer Schriftsteller
- 1966 - Gerhart Pohl, deutscher Schriftsteller und Lektor
- 1966 - Jan Kiepura, polnischer Tenor
- 1967 - René Magritte, belgischer Maler des Surrealismus
- 1968 - Luis Gianneo, argentinischer Komponist
- 1971 - Thomas Wayne, US-amerikanischer Sänger
- 1974 - Otto Braun, deutscher Schriftsteller
- 1975 - Mujibur Rahman, Gründer von Bangladesch
- 1982 - Hugo Theorell, schwedischer Physiologe, Nobelpreisträger
- 1984 - Norman Petty, US-amerikanischer Songschreiber
- 1985 - Hubert Ehrengut, deutscher Arzt
- 1988 - Hans Heinz Stuckenschmidt, deutscher Musikhistoriker
- 1989 - Heinrich Krone, deutscher Politiker, MdB und Bundesminister
- 1990 - Wiktor Zoi, russischer Rocksänger
- 1992 - Erwin Stein, deutscher Politiker und Richter am Bundesverfassungsgericht Karlsruhe
- 1992 - Giorgio Perlasca, italienischer Faschist und Retter tausender Juden in Budapest
- 1993 - Robert Kempner, deutscher Rechtsanwalt und Ankläger in den Nürnberger Prozessen
- 1996 - Albert Osswald, Ministerpräsident des Landes Hessen
- 1996 - Liesel Christ, Frankfurter Volksschauspielerin
- 1996 - Max Thurian, Schweizer Theologe
- 2003 - Gerhard Mauz, deutscher Journalist
- 2004 - Sune Bergström, schwedischer Biochemiker und Nobelpreisträger
- 2005 - James Dougherty, erster Ehemann von Marilyn Monroe
- 2005 - Herta Ware, US-amerikanische Schauspielerin

Feier- und Gedenktage


- Nationalfeiertag Liechtensteins
- Nationalfeiertag der Republik Kongo
- Heilige Jungfrau Mariä Himmelfahrt - Feiertag in vielen (katholischen) Ländern
- Nationalfeiertag in Polen - Tag der Polnischen Armee
- Unabhängigkeitstag in Indien

Siehe auch


- 14. August - 16. August
- 15. Juli - 15. September
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0815 ja:8月15日 ko:8월 15일 simple:August 15 th:15 สิงหาคม

Bartholomä

Bartholomä ist eine Gemeinde im Ostalbkreis. Der Erholungsort liegt auf dem Albuch, einem Teil der Schwäbischen Alb. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein mit Sitz in Heubach.

Geschichte

Von der Geschichte kaum einer anderen Gemeinde im Ostalbkreis ist so wenig bekannt, da in den Archiven der seit dem 17. Jahrhundert häufig wechselnden ritterschaftlichen Herren kaum Unterlagen erhalten geblieben sind. Die Ersterwähnung im Jahr 1365 als Laubenhart wurde erst 1994 publik. 1365 verkauften Ulrich von Rechberg zu Gröningen und seine Söhne eine umfangreiche Herrschaft, nahmen aber den Kirchensatz (das Patronatsrecht) ze Laubenhart ausdrücklich aus. Bis 1531 (oder 1532?) war Bartholomä, das im 16. Jahrhundert seinen alten Namen Laubenhart zugunsten der Bezeichnung nach dem Kirchenheiligen Bartholomäus (bis heute besteht ein Bartholomäusmarkt) aufgab, rechbergisch. Bis 1638 waren die von Woellwarth zu Lauterburg die Ortsherren. Sie führten auch die Reformation ein. 1638 kaufte der Ulmer Patrizier Hans Jakob Schad das Rittergut. Über die von Wollmershausen kam es an die vom Holz zu Alfdorf, die 1740 Alleinbesitzer wurden. 1806 kam das Dorf an Württemberg.

Partnerschaft

Bartholomä unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu Casola Valsenio in Italien.

Sehenswürdigkeiten

Eine besondere Attraktion stellt das Felsenmeer des Wentals mit seinen ungewöhnlichen Felsformationen dar.

Ortsneckname

Die Bartholomäer gaben sich früher viel mit dem Besenbinden ab. Ihre Übernamen "Birke-Schnalzger" mussten sie einstecken, weil sie sich ihr Birkenreisig auf eine eigenartige Weise zu beschaffen wussten. Die Bartholomäer kletterten auf junge Birken, hängten sich an die Gipfel, bis die Zweige auf den Boden reichten - dann schnitten sie die schönsten davon ab, sprangen herunter und ließen die Bäume wieder zurück "schnalzen". [http://www.albuch.de/frameset.html Quellenangabe]

Berühmte Söhne und Töchter


- Gudrun Ensslin (
- 15. August 1940 in Bartholomä; † 18. Oktober 1977 in Stuttgart-Stammheim) Mitglied der Rote Armee Fraktion.

Weblinks


- [http://www.bartholomae.de Offizielle Internetpräsenz] Kategorie:Ort in Baden-Württemberg Kategorie:Ostalbkreis

18. Oktober

Der 18. Oktober ist der 291. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 292. in Schaltjahren) - somit verbleiben 74 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1502 - Gründung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- 1813 - Die Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig wird mit dem Einzug verbündeter preußischer und russischer Truppen in Leipzig besiegelt.
- 1817 - Etwa 500 studentische Vertreter deutscher Universitäten treffen sich aus Protest gegen das reaktionäre politische System zum Wartburgfest in Eisenach.
- 1818 - Auflösung der Universität Duisburg, dafür wird die Universität Bonn gegründet.
- 1818 - Die Gründung der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft als Vertretung der Studenten aus 14 deutschen Hochschulen erfolgt in Jena.
- 1861 - Wilhelm I. wird in Königsberg zum König in Preußen gekrönt.
- 1907 - Verabschiedung der Haager Landkriegsordnung.
- 1977 - In Mogadischu wird eine entführte Lufthansa-Maschine durch GSG9-Einheiten (Operation Feuerzauber) gestürmt.
- 1989 - Egon Krenz löst Erich Honecker als Staats- und Parteichef der DDR ab, nachdem dieser "aus gesundheitlichen Gründen" von seinen Ämtern zurückgetreten ist.
- 1991 - Aserbaidschan erklärt gegenüber der Sowjetunion seine staatliche Unabhängigkeit.
- 1995 - Die Stromnetze Tschechiens, Ungarns, Polens und der Slowakei werden mit den westeuropäischen UCPTE-Verbundnetz synchronisiert.
- 1995 - Die erste Version von OpenBSD erscheint.
- 2005 - Otto Schily eröffnet als Alterspräsident die konstituierende Sitzung des 16. Deutschen Bundestages.

Wirtschaft

Wissenschaft, Technik


- 1954 - Texas Instruments kündigt das weltweit erste Transistorradio an.
- 1965 - Zwei Amateurastronomen entdecken in Japan den später nach ihnen benannten Kometen "Ikeya-Seki", einen so genannten "Sonnenstreifer".
- 1967 - Die russische Sonde Venera 4 erhascht einen ersten Blick unter die Wolkendecke der Venus.
- 1995 - Die erste Ausgabe von OpenBSD wird freigegeben (OpenBSD1.1).

Kultur


- 1752 - Uraufführung der Oper "Le Devin du village" von Jean-Jacques Rousseau in Fontainebleau.
- 1851 - "Moby Dick" von Herman Melville erscheint erstmalig bei Richard Bentley in London.
- 1854 - Uraufführung der komischen Oper "La Nonne sanglante" ("Die blutige Nonne") von Charles Gounod in Paris.
- 1902 - Der "Brief des Lord Chandos" von Hugo von Hofmannsthal erscheint
- 1904 - Die "5. Sinfonie" von Gustav Mahler wird in Köln mit dem Komponisten am Dirigentenpult uraufgeführt.
- 1941 - Der Spielfilm "Die Spur des Falken" von Regisseur John Huston mit Humphrey Bogart als Hauptdarsteller wird erstmalig gezeigt.
- 1941 - Deutsche Erstaufführung der Oper "Aladdin" von Kurt Atterberg in Chemnitz.

Religion


- 1685 - Das Edikt von Nantes wird in Frankreich widerrufen und die reformierte Kirche aufgelöst; es kommt zur Massenflucht der Hugenotten.
- 1914 - Die internationalen Schönstatt-Bewegung wird als geistige Erneuerungsbewegung in der katholischen Kirche von Josef Kentenich gegründet.

Katastrophen


- 1356 - Eine Serie von gewaltigen Erdstössen und darauf folgende Brände zerstören die Stadt Basel weitestgehend (siehe: Basler Erdbeben).

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 2004 - Durch einen Sieg in der 14. Partie verteidigt Wladimir Kramnik (RUS) den Weltmeistertitel im klassischen Schach erfolgreich gegen Herausforderer Peter Leko (HUN).

Geboren


- 1127 - Go-Shirakawa, 77. Kaiser von Japan
- 1527 - Luca Cambiaso, italienischer Maler
- 1663 - Prinz Eugen von Savoyen, österreichischer Feldherr und Kunstmäzen
- 1683 - Augustin Leyser, Jurist
- 1706 - Baldassare Galuppi, italienischer Komponist
- 1740 - James Boswell, Biograph von Dr. Samuel Johnson
- 1741 - Choderlos de Laclos, französischer Schriftsteller (Gefährliche Liebschaften)
- 1774 - Adolf Müllner - deutscher Schriftsteller
- 1777 - Heinrich von Kleist, deutscher Dichter und Schriftsteller
- 1800 - Sir Henry Taylor, englischer Dramatiker und Kolonialbeamter
- 1801 - Justo José de Urquiza, argentinischer Präsident
- 1804 - Rama IV., König von Siam
- 1831 - Friedrich III., preußischer König und deutscher Kaiser
- 1834 - Hermann Cremer, deutscher protestantischer Theologe (Dogmatiker)
- 1854 - Salomon André, schwedischer Ingenieur und Polarforscher
- 1854 - Karl Kautsky, führender Theoretiker der deutschen und internationalen Sozialdemokratie
- 1859 - Henri Bergson, französischer Philosoph
- 1868 - Ernst Didring, schwedischer Schriftsteller
- 1882 - Lucien Petit-Breton, französischer Radrennfahrer
- 1894 - Frieda Müller, deutsche Altersrekordlerin
- 1896 - Friedrich Hollaender, deutscher Komponist
- 1898 - Clemente Biondetti, italienischer Rennfahrer
- 1898 - Lotte Lenya, österreichische Sängerin und Schauspielerin
- 1900 - Walther Hasemann, deutscher FDP-Politiker
- 1902 - Pascual Jordan, deutscher Physiker
- 1903 - Lina Radke, deutsche Leichtathletin
- 1905 - Félix Houphouët-Boigny, erster Präsident der Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste)
- 1909 - Norberto Bobbio, italienischer Rechtsphilosoph und Publizist
- 1909 - Nikolai Petrowitsch Kamanin, sowjetischer Pilot
- 1913 - Wilhelm Schröder, SED-Politiker, Minister für Land- und Forstwirtschaft der DDR
- 1918 - Konstantinos Mitsotakis, griechischer Politiker und Regierungschef
- 1919 - Pierre Trudeau, kanadischer Politiker
- 1919 - Anita O'Day, US-amerikanische Jazzsängerin
- 1923 - Ilse Donath, deutsche Tischtennisspielerin
- 1925 - Ramiz Alia, albanischer Politiker und Staatschef
- 1925 - Melina Mercouri, griechische Schauspielerin
- 1926 - Chuck Berry, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1926 - Klaus Kinski, deutscher Schauspieler
- 1927 - George Campbell Scott, US-amerikanischer Bühnenschauspieler, Regisseur und Produzent († 1999)
- 1932 - René Bliard, französischer Fußballspieler
- 1935 - Peter Boyle, US-amerikanischer Schauspieler
- 1936 - Horst Antes, deutscher Maler
- 1936 - Jaime Lucas Ortega y Alamino, Erzbischof von Havanna und Kardinal
- 1937 - Gerhard Schäfer, von 1989 bis 2002 Richter am Bundesgerichtshof
- 1937 - Cynthia Weil, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin
- 1938 - Guy Roux, französischer Fußballtrainer
- 1939 - Flavio Cotti, schweizerischer Politiker
- 1939 - Lee Harvey Oswald, Mörder von US-Präsident John F. Kennedy
- 1943 - Russ Giguere, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1943 - Edison James, dominikanischer Politiker und Regierungschef
- 1943 - Andrej Bajuk, slowenischer Politiker und Ministerpräsident
- 1944 - Hans Büttner, deutscher SPD-Politiker
- 1944 - Katherine Kurtz, amerikanische Schriftstellerin
- 1944 - Nelson Freire, brasilianischer Pianist
- 1944 - Harry Blum, deutscher Politiker
- 1946 - Howard Shore, kanadischer Komponist und Dirigent
- 1947 - Laura Nyro, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin
- 1949 - Joe Egan, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1950 - Marek Kondrat, polnischer Schauspieler
- 1951 - Stephan Schwartz, deutscher Schauspieler
- 1956 - Dick Crippen, britischer Musiker
- 1956 - Martina Navratilova, US-amerikanische Tennisspielerin
- 1956 - Michael Lesch, deutscher Schauspieler
- 1959 - Ernesto Canto, mexikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1960 - Jean-Claude Van Damme, belgischer Schauspieler
- 1961 - Wynton Marsalis, US-amerikanischer Jazz-Musiker
- 1968 - Michael Stich, deutscher Tennisspieler
- 1971 - Hadschi Bankhofer, österreichischer Moderator

Gestorben


- 1141 - Leopold IV., Herzog von Bayern und Markgraf von Österreich
- 1503 - Pius III., für wenige Tage Papst (ab 22. September 1503)
- 1595 - Alvaro de Mendaña de Neyra, spanischer Entdecker und Seefahrer
- 1678 - Jacob Jordaens, flämischer Maler
- 1813 - Donatien-Marie-Joseph de Vimeur, vicomte de Rochambeau, französischer General
- 1817 - Gomes Freire de Andrade, portugiesischer General
- 1817 - Étienne-Nicolas Méhul, französischer Komponist
- 1865 - Henry John Temple, britischer Politiker
- 1866 - Philipp Franz von Siebold, deutscher Arzt, Japan- und Naturforscher
- 1868 - Rama IV., König von Siam (1851-1868)
- 1869 - Simon Jenko, slowenischer Dichter
- 1871 - Charles Babbage, englischer Mathematiker, Philosoph, Erfinder und politischer Ökonom
- 1888 - Alessandro Antonelli, italienischer Architekt
- 1893 - Charles Gounod, französischer Komponist
- 1896 - Antonio Meucci, amerikanischer Erfinder italienischer Abstammung
- 1911 - Alfred Binet, französischer Pädagoge und Psychologe
- 1918 - Koloman Moser, österreichischer Maler, Grafiker und Kunsthandwerker
- 1921 - Ludwig III., letzter bayrischer König
- 1924 - Egil Hovland, norwegischer Komponist
- 1931 - Lesser Ury, deutscher Maler
- 1931 - Thomas Alva Edison, US-amerikanischer Erfinder
- 1934 - Santiago Ramón y Cajal, spanischer Mediziner und Nobelpreisträger
- 1934 - Rudolf von Tavel, Schweizer Journalist und Schriftsteller
- 1944 - Viktor Ullmann, Komponist, Dirigent und Pianist
- 1955 - José Ortega y Gasset, spanischer Philosoph, Soziologe und Essayist
- 1959 - Boughera El-Ouafi, algerischer Leichtathlet
- 1961 - Rodolphe Rubattel, schweizerischer Politiker
- 1961 - Wilhelm Boden, deutscher Jurist und Politiker
- 1965 - Frank Hutchens, neuseeländischer Komponist
- 1965 - Hans Zulliger, schweizerischer Volksschullehrer
- 1973 - Hans Schwippert, deutscher Architekt
- 1977 - Andreas Baader, einer der Köpfe der RAF
- 1977 - Gudrun Ensslin, Gründungsmitglied der RAF
- 1977 - Hanns-Martin Schleyer, deutscher Jurist und Arbeitgeberpräsident
- 1977 - Jan-Carl Raspe, Mitglied der Kommune 2 in West-Berlin
- 1980 - Hans Ehard, deutscher Jurist und CSU-Politiker
- 1985 - Stefan Askenase, belgisch-polnischer Pianist
- 1990 - Heinz Oskar Vetter, deutscher Gewerkschafter, früherer DGB-Chef
- 1994 - Eberhard Feik, deutscher Schauspieler
- 1994 - Max Müller, deutscher Philosoph
- 1996 - Hans Drachsler, deutscher CSU-Politiker und MdB
- 1996 - Otto Heinrich Kühner, deutscher Schriftsteller
- 1997 - Adolf Schröter, deutscher Porträt- und Landschaftsmaler
- 2002 - Frederick Kanfer, Vertreter der modernen Verhaltenstherapie
- 2003 - Manuel Vázquez Montalbán, spanisch-katalanischer Schriftsteller und Journalist
- 2004 - Koose Muniswamy Veerappan, indischer Verbrecher
- 2004 - Ilija Dzuvalekovski, mazedonischer Schauspieler
- 2005 - Alexander Nikolajewitsch Jakowlew, sowjetischer Politiker
- 2005 - Heinrich Nettesheim, deutscher Ringer

Feier- und Gedenktage


- christlich: Lukas (Evangelist)

Siehe auch


- 17. Oktober - 19. Oktober
- 18. September - 18. November
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 1018 ja:10月18日 ko:10월 18일 simple:October 18 th:18 ตุลาคม

Stuttgart-Stammheim

Stammheim ist der nördlichste Stadtbezirk von Stuttgart, gelegen zwischen dem Stadtbezirk Stuttgart-Zuffenhausen im Osten und Süden, dem Langen Feld mit seinen fruchtbaren, bis zu 10 m dicken Löß-Schichten im Westen, und der Stadt Kornwestheim im Norden.

Geschichte

Von der Lage und der Geschichte her sind die Voraussetzungen ähnlich wie bei diesen Nachbargemeinden. Im Gegensatz zu diesen entwickelte sich Stammheim aber aus einer bäuerlichen Gemeinschaft nicht zu einem Industriegebiet, sondern zu einem ruhigen Wohnbereich mit derzeit rund 12.000 Einwohnern (2004). Stammheim ist gekennzeichnet durch alte Villenviertel und moderne Siedlungen mit Ein- und Mehrfamilienhäusern. Das freie Feld oder Schrebergarten-Areale sind von jedem Punkt aus in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.

Stadtbezirksgliederung

Die ehemals selbständige zum Oberamt Ludwigsburg gehörige Gemeinde Stammheim wurde am 1. April 1942 nach Stuttgart eingemeindet und bei der Einteilung der Stadt Stuttgart in Stadtbezirke im Jahre 1956 zu einem eigenständigen Stadtbezirk erklärt. Bei der Neugliederung der Stuttgarter Stadtteile zum 1. Januar 2001 wurde der Stadtbezirk Stammheim in die beiden Stadtteile Stammheim-Mitte und Stammheim-Süd aufgeteilt.

Kultur und Sehenwürdigkeiten

Stadtteil
- Das Schloss Stammheim wurde 1579 von Heinrich Schickhardt erbaut.
- Schloss-Scheuer Stammheim der Rudolf Schmid und Hermann Schmid Stiftung
- Heimatmuseum Stammheim

Justizvollzugsanstalt

Bekannt geworden ist Stammheim durch die Justizvollzugsanstalt, die 1963 nach den damals modernsten Erkenntnissen der Sicherheit erbaut wurde.
- Siehe hierzu JVA Stuttgart-Stammheim.

Persönlichkeiten


- Wolle Kriwanek (
- 29. Dezember 1949 Stuttgart-Stammheim; † 20. April 2003 in Backnang) Rockmusiker und Schwäbischer Deutschrocker

Weblinks


- [http://www.stuttgart.de/sde/item/gen/14196.htm Städtische Website mit Sehenswürdigkeiten]
- [http://www.stuttgart-stammheim.de/ Private Website Stuttgart-Stammheim.de - ohne Inhalt]
- [http://www.buergerverein-stammheim.de/Stammheim/stammheim.html Bürgerverein Stuttgart-Stammheim]
- [http://www.kjg-stammheim.com KJG Stammheim Kath. Junge Gemeinde Stuttgart-Stammheim] Stammheim

883 (Zeitung)

883 ist eine anarchistisch-libertäre Zeitschrift, die mit wechselnden Untertiteln und in wechselnder Zusammensetzung der Redaktion - und oftmals kriminalisiert - von 1969-1972 erschien. Gilt in Themen, Sprache und Aufmachung (Illustrationen mit Fotomontagen und Comics, denunziatorisch in Richtung Staat) als geradezu typisches Blatt der späten Studentenbewegung. Anfangs war 883 eher marxistisch orientiert, wandelte sich später aber in ein anarchistisches Blatt. Das Blatt nannte sich nach der Telefonnummer der Redaktion in der Uhlandstrasse 52 (883 56 51). Unmittelbare Nachfolger der Zeitschrift 883 sind die Zeitschriften "Bambule" und "Hannoversche Fresse", "Fizz" (eine Kreuzberger anarchistisch-libertäre Zeitschrift, gegründet von Peter-Paul Zahl, mit starken Sympathien für die Stadtguerilla. Von insgesamt 10 Ausgaben wurden 9 verboten) und "Hundert Blumen". Der Titel "Hundert Blumen" stammt aus dem Mao-Ausspruch: "Lasst hundert Blumen blühen, lasst hundert Schulen miteinander wetteifern", der auch das Motto der Zeitschrift bildet. Die "883" erschien in verschiedenen Großstädten wie West-Berlin, Hannover, Bremen, Mainz Ab Nr.13 führte "883" im Impressum den Untertitel: Zeitschrift für Agitation und sozialistische Praxis, ab Nr.37-51: Flugschrift für Agitation und sozialistische Praxis, ab Nr.63-65: Kampfblatt der kommunistischen Rebellen und ab Nr.84: Revolutionäre Aktion Zum Redaktionskollektiv 883, Nr.65 gehören vor allem: Fritz Teufel, Renate Sami, Andreas Baader, Ulli Fischer, Heinz Brodemann, Gerd Mehrer, Ulrike Meinhof, Michael Baumann, Horst Mahler, Theo Berger, Günther Maschke, Hans Holzbauer, Gudrun Ensslin, Siegfried Hecker.

Quellen


- [http://www.free.de/dada/dada-p/P0001881.HTM Nachfolgezeitschrift von 883 "Bambule"]
- [http://www.free.de/dada/dada-p/P0000881.HTM "Hannoversche Fresse" Nachfolge von 883]
- [http://www.archivtiger.de/database/zs/agit883/a883_7/a883_7-0.htm 883 Nr.7]
- [http://www.free.de/dada/dada-p/P0000921.HTM Agit 883] Kategorie:Zeitung

Pfarrer

Pfarrer ist ein in christlichen Kirchen und Gemeinschaften verwendeter Begriff für eine Person, die mit der Leitung von Gottesdiensten, der seelsorglichen Betreuung und in der Regel auch der Leitung einer Gemeinde betraut ist. In der Katholischen Kirche trifft letzteres immer zu - statt der Leitung einer Gemeinde kann ein Pfarrer jedoch auch einen anderen, speziellen Dienst (siehe unten) übernehmen-, da hier gerade dies den Pfarrer vom Nichtpfarrer unterscheidet. Die beiden großen Kirchen in Deutschland regeln die Rechte und Pflichten der Pfarrer und (in der evangelischen Kirche auch) Pfarrerinnen durch Kirchengesetz (Pfarrerdienstrecht), das sich weitgehend am staatlichen Beamtenrecht und an den Laufbahnen von Studienräten orientiert. Ein Pfarrer bekleidet ein Pfarramt und ist dementsprechend eine Amtsperson. Weil der (katholische) Pfarrer der Leiter einer Pfarrei ist oder war, bezeichnet der Begriff Pfarrer immer das Amt. Dahingegen ist der Begriff Pastor ein Titel. Ein Pastor ist deshalb nicht immer auch Pfarrer. Ein Pfarrer trägt aber immer auch den Titel Pastor. Der Begriff Stadtpfarrer ist ein heute seltener verwendeter Titel bzw. eine Anrede für den leitenden Pfarrer einer Pfarre innerhalb einer Stadt. Häufig wird heute in Großstädten ein (leitender) Stadtdechant (römisch-katholisch) bzw. Stadtdekan (evangelisch) ernannt, gelegentlich mit dem Titel Propst. Seine Stellung und Aufgaben hängen von der Konfession ab: in den evangelischen Kirchen und der altkatholischen Kirche ist der Pfarrer meist von der Gemeinde gewählt, in der römisch-katholischen Kirche wird er vom Bischof ernannt. Allgemein kann man sagen, dass ihm Aufgaben im Bereich des Gottesdienstes, des Bildungsauftrages der Kirche und der Seelsorge sowie in der Praxis meist auch im Bereich der gemeindlichen Bau- und Verwaltungstätigkeit obliegen. In den evangelischen Kirchen ist es stets ein ordinierter Theologe, in der katholischen, anglikanischen und orthodoxen Kirche ein eigens geweihter Priester. (Nach evangelischem Verständnis sind alle Gläubigen qua Taufe Priester, d.h. Menschen mit unmittelbarem Zugang zu Gott und insbesondere der Kompetenz, Sünden zu vergeben, daher erübrigt sich eine eigene Priesterweihe.). Katholische Pfarrer sind als Priester dem Zölibat verpflichtet, müssen also unverheiratet leben. Neben dem Wirkungsbereich innerhalb einer Ortsgemeinde (Pfarrei; in Österreich: Pfarre) arbeiten Pfarrer auch in anderen Institutionen: Schulpfarrer, Krankenhauspfarrer, Gefängnispfarrer, Leiter karitativer Einrichtungen, Studenten-/Hochschulpfarrer, Studienleiter an Akademien, Wirtschafts- und Sozialpfarrer, Betriebsseelsorger, Militärpfarrer, Polizeipfarrer, Fernsehpfarrer, Medienpfarrer, Zirkuspfarrer oder Schaustellerpfarrer. Das Wort "Pfarrer" hat seinen Ursprung in der griechischen Bezeichnung "parochia", welches einen Bezirk oder ein Gebiet bedeutet(ursprünglich auch im weltlichen Bereich üblich), so dass der "Pfarrer" den "Pfarr(h)er(r)n" eines Gebietes, einer "Parochie" darstellt.

Siehe auch

Prediger, Kaplan, Vikar, Leutpriester, Pastor, Pfarrverweser

Weblinks


- [http://www.theologie-systematisch.de/ekklesiologie/12staende.htm Aktuelle Literatur zum Beruf],
- [http://www.pfaffenheini.net Website eines katholischen Pfarrers], Kategorie:Beruf ! Kategorie:Kirchenrecht

Tuttlingen

Tuttlingen ist eine Stadt im Süden Baden-Württembergs. Sie ist die Kreisstadt, die größte Stadt des Landkreises Tuttlingen und ein Mittelzentrum innerhalb der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg, zu dessen Mittelbereich alle 36 Städte und Gemeinden des Landkreises gehören. Die Einwohnerzahl Tuttlingens überschritt 1949 die 20.000-Einwohnergrenze. Deshalb wurde Tuttlingen bereits mit Inkrafttreten der baden-württembergischen Gemeindeordnung am 1. April 1956 kraft Gesetzes zur Großen Kreisstadt erklärt. Bislang ist sie die einzige Große Kreisstadt im Landkreis Tuttlingen. Mit den Gemeinden Emmingen-Liptingen, Neuhausen ob Eck, Rietheim-Weilheim, Seitingen-Oberflacht und Wurmlingen hat die Stadt Tuttlingen eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart. Die nächstgrößere Stadt Villingen-Schwenningen liegt etwa 30 km nordwestlich von Tuttlingen.

Geografie

Tuttlingen liegt im oberen Donautal beidseits an der noch jungen Donau. Die Stadt wurde am Fuß des Honbergs erbaut, eines Umlaufberges der Urdonau, die sich hier durch die Kalksteinformationen ihren Weg bahnte. Heute schließt die Stadt den Berg vollkommen ein. Obwohl die Burg Honberg vollständig zerstört wurde, ist das wiedererrichtete Denkmal mit seinen zwei charakteristischen Türmen zum Wahrzeichen der Stadt geworden.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Tuttlingen. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt:
Mühlheim an der Donau, Fridingen an der Donau, Neuhausen ob Eck, Emmingen-Liptingen, Immendingen, Talheim, Seitingen-Oberflacht, Wurmlingen (alle Landkreis Tuttlingen).

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet besteht aus der Kernstadt und den im Rahmen der Gemeindereform der 1970er Jahre eingegliederten Gemeinden Möhringen, Nendingen und Eßlingen. Die eingegliederten Stadtteile sind zugleich Ortschaften im Sinne von § 67ff der Gemeindeordnung, das heißt, sie haben jeweils einen von den Wahlberechtigten bei jeder Kommunalwahl direkt zu wählenden Ortschaftsrat, mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden. Zu einigen Stadtteilen gehören weitere räumlich getrennte Wohnplätze mit eigenem Namen, die oft sehr wenige Einwohner haben oder Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Bezeichnung sich im Laufe der Bebauung ergeben haben und deren Grenzen dann meist nicht genau festgelegt sind. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Gebiete:
- zur Kernstadt: Aichhalder Hof, Äußerer Talhof, Bleiche, Gallertalhof, Innerer Talhof, Lohhof, Ludwigstal, Maiental, Papiermühle, Wenigsbronner Hof, Württemberger Hof
- zu Möhringen: Brunnerhof, Engelberthof, Lindenhof, Vorstadt
- zu Nendningen: Altental, Neumühle

Geschichte

Tuttlingen fand 797 erstmals Erwähnung und gehörte kurze Zeit später zum Kloster Reichenau. Der Ort erhielt um 1250 das Stadtrecht und gehörte seit dem 14. Jahrhundert zu Württemberg. Mit dem Bau der Festungsanlage auf dem Honberg wurde Tuttlingen durch Eberhard im Bart um 1460 zu einer Grenzfestung ersten Ranges ausgebaut. Als befestigter südlicher Außenposten Württembergs war es im dreißigjährigen Krieg stets umkämpft, Hauptereignis war am 24. November 1643 die Schlacht bei Tuttlingen, bei der die gesamte französische Armee durch die vereinigten kaiserlich-bayerischen Truppen unter Hatzfeldt, Mercy und Werth aufgerieben wurde. Tuttlingen war schon früh Sitz eines Obervogteiamtes und wurde 1755 Sitz eines württembergischen Oberamtes, das im Laufe seiner Geschichte mehrmals verändert wurde. Am 1. November 1803 brannte Tuttlingen innerhalb der Stadtmauern völlig ab. Die Stadt wurde ab 1804 nach einem Plan des Landesbaumeisters Carl Leonhard Uber mit klassizistisch rechtwinkligen Straßen und quadratisch angelegten Häuserquartieren neu erbaut. Als Dachform war der Krüppelwalm vorgeschrieben. 1830 wurden die beiden württembergischen Exklaven innerhalb Badens, Bruderhof (267 ha) und Hohentwiel (116 ha), der Tuttlinger Stadtflur zugeordnet und gehörten ab 1851 als Teilgemeinden zur Stadt Tuttlingen. 1924 wurde das Oberamt Tuttlingen in den Landkreis Tuttlingen überführt, der 1938 um den aufgelösten Landkreis Spaichingen vergrößert wurde. 1945 gehörte er zum Land Württemberg-Hohenzollern und nach Bildung des Landes Baden-Württemberg 1952 zum Regierungsbezirk Südwürttemberg-Hohenzollern. 1956 wurde Tuttlingen Große Kreisstadt. Bei der Kreisreform 1973 erhielt der Landkreis Tuttlingen seine heutige Ausdehnung. Gleichzeitig wurde er dem nunmehrigen Regierungsbezirk Freiburg zugeordnet. Die beiden Tuttlinger Exklaven, Bruderhof und Hohentwiel, waren bereits 1967 bzw. am 1. Januar 1969 in die Stadt Singen (Hohentwiel) eingegliedert worden. Auch die Stadtteile Tuttlingens haben eine lange Geschichte. Eßlingen wurde 1225 als "Esselingen" erstmals erwähnt. Als Bestandteil der Herrschaft Möhringen gelangte der Ort im 16. Jahrhundert an das Fürstentum Fürstenberg und kam 1806 an Baden. Zunächst gehörte Eßlingen zum Oberamt Möhringen, ab 1813 zum Amt Engen, ab 1824 erneut zum Amt Möhringen, ab 1844 erneut zum Amt Engen und ab 1849 zum Amt bzw. Bezirksamt Donaueschingen, aus dem 1939 der Landkreis Donaueschingen hervorging. Mit der Eingemeindung in die Stadt Tuttlingen am 1. Juni 1972 kam der Ort zum Landkreis Tuttlingen. Möhringen wurde 786 als Mereingen erstmals erwähnt. Um 973 kam der Ort an die Reichenau, welche ihn an verschiedene Adelsgeschlechter verliehen. Im 13. Jahrhundert war Möhringen Sitz eines Vogteiamtes der Reichenau. Um 1300 wurde Möhringen vermutlich durch Heinrich von Klingenberg, Bischof von Konstanz, zur Stadt erhoben. Im 15. Jahrhundert ging die Gerichtsbarkeit auch auf die Klingenberg über, welche die Stadt 1527 mit den Dörfern Eßlingen und Ippingen an die Fürstenberger verkauften. 1806 kam Möhringen an Baden und gehörte zunächst zum Oberamt Möhringen, ab 1813 zum Amt Engen, ab 1824 erneut zum Amt Möhringen, ab 1844 erneut zum Amt Engen und nach dessen Auflösung 1936 zum Bezirksamt Donaueschingen, aus dem 1939 der Landkreis Donaueschingen hervorging. Mit der Eingemeindung in die Stadt Tuttlingen am 1. Januar 1973 kam Möhringen zum Landkreis Tuttlingen. Nendingen wurde 1092 erstmals erwähnt, doch wurde der Ort wohl wesentlich früher gegründet. Er war im Besitz der Grafen von Nellenburg, die ihn an die Hirscheck-Konzenberg, diese an die von Wartenberg weitergaben. Schließlich kam er über die Grafen von Zollern an die Herrschaft von Weitingen. 1411 war Nendingen Teil der Herrschaft Mühlheim, doch hatten zahlreiche Klöster Besitz im Ort. Mit Mühlheim kam Nendingen 1805 an Württemberg und wurde dem Oberamt Tuttlingen zugeordnet.

Eingemeindungen

In die Stadt Tuttlingen wurden folgende Gemeinden eingegliedert:
- 1. Juli 1972: Eßlingen
- 1. Januar 1973: Möhringen und Nendingen

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze). ¹ Volkszählungsergebnis

Religionen

Tuttlingen gehörte zunächst zum Bistum Konstanz und war dem Archidiakonat "ante nemus" (Kapitel Meßkirch) zugeordnet. Infolge der Zugehörigkeit zum Herzogtum Württemberg wurde hier, wie im übrigen Württemberg, ab 1535 die Reformation eingeführt. Danach war Tuttlingen über viele Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. Sie wurde auch bald Sitz eines Dekanats innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Die evangelische Hauptkirche ist die Stadtkirche St. Peter und Paul, ursprünglich eine kleine Kapelle, die mehrmals erweitert wurde und nach der Reformation Pfarrkirche wurde. Die Vorgängerpfarrkirche war die Martinskirche, die bei der bäuerlichen Vorgängersiedlung Tuttlingens, vor der Stadt, lag. Diese wurde bei der Schlacht von Tuttlingen 1643 zerstört und 1862 durch eine kleine Kapelle ersetzt. Die Stadtkirche brannte 1803 ab und wurde danach wieder aufgebaut. Als die Gemeinde durch Zuzug stark anwuchs, wurden 1958 die Martinskirche, 1966 die Auferstehungskirche und später noch die Versöhnungskirche im Wohngebiet Lohmehlen gebaut. An den vier Kirchen wirken mehrere Pfarrer. Die Gemeinden bilden zusammen mit der Erlöserkirchengemeinde Wurmlingen die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Tuttlingen. Die Stadtteile Tuttlingens blieben infolge der Zugehörigkeit zu Fürstenberg bzw. zur Johanniterkommende Villingen überwiegend katholisch. Doch gibt es dort heute auch protestantische Gemeindeglieder. Im Stadtteil Eßlingen gehörten sie zunächst zur Gemeinde Öfingen (Evangelische Landeskirche in Baden), wurden jedoch 1977 in die Gemeinde Talheim (Württemberg) umgepfarrt. Die Möhringer Protestanten gehören zur Pfarrei Immendingen, doch gibt es seit 1952 eine eigene Kirche. Die Nendinger Protestanten gehören zur Gemeinde Mühlheim, doch gibt es auch hier seit 1970 eine eigene Kirche "Krippe Christ". Seit der Zuordnung der Eßlinger Protestanten zur Pfarrei Talheim gehören alle evangelischen Einwohner im Stadtgebiet Tuttlingen zur Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken nach Tuttlingen. 1868 bis 1872 wurde in die katholische Kirche St. Gallus gebaut, die 1873 zur Pfarrei erhoben wurde. Nach dem Bau der Kirche Maria Königin 1961 wurde dort 1965 eine zweite Pfarrei errichtet. In Nendingen wurde die dortige katholische Kirche seit 1366 von der Johanniterkommende Villingen unterhalten. Anstelle der alten Kirche wurde die heutige Kirche St. Peter und St. Jakobus 1755 neu erbaut. Der Turm wurde erst 1863 ergänzt. Die Gemeinden in Nendingen und die beiden Tuttlinger katholischen Gemeinden gehören zum Dekanat Tuttlingen des Bistums Rottenburg-Stuttgart. Die katholischen Gemeinden in Eßlingen und Möhringen gehören jedoch zum Dekanat Donaueschingen des Erzbistums Freiburg, weil beide Gemeinden ab 1806 zu Baden gehörten. Die Eßlinger Kirche St. Jakob der Ältere und Andreas wurde 1494 erbaut und 1854 vergrößert. Die Kirche St. Andreas Möhringen wurde im Ende des 16. Jahrhunderts erbaut, doch gab es zuvor bereits eine Kirche. Der Turm wurde 1934 angefügt. Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Tuttlingen auch Freikirchen, darunter die Evangelisch-methodistische Kirche (Immanuelskirche). Auch die Neuapostolische Kirche ist in Tuttlingen vertreten.

Politik

Bei der Gemeinderatswahl 2004 erreichten die einzelnen Parteien folgende Sitze:

Bürgermeister

An der Spitze der Stadt Tuttlingen standen seit dem 14. Jahrhundert die "Zwölf", dem der Schultheiß, der Bürgermeister und 10 weitere Mitglieder des Gerichts angehörten. Dazu gab es 12 Ratsmitglieder. Später war der Oberamtmann Tuttlingens zugleich Bürgermeister der Stadt. Er wurde von der Herrschaft eingesetzt. Ab 1822 gab es einen gewählten Stadtschultheißen und den Gemeinderat. Seit 1903 trägt das Stadtoberhaupt von Tuttlingen die Amtsbezeichnung "Oberbürgermeister". Dieser wird heute von den Wahlberechtigten für eine Amtszeit von 8 Jahren direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Seine allgemeinen Stellvertreter sind der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung "Erster Bürgermeister" und der 2. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung "Bürgermeister". Bürgermeister von Tuttlingen seit 1829
- 1829-1866: Jakob Friedrich Schnekenburger, Stadtschultheiß
- 1866-1876: Julius Friedrich Walter Schad, Stadtschultheiß
- 1877-1903: Christian Storz, Stadtschultheiß
- 1903-1908: Dr. Julius Keck, Oberbürgermeister
- 1908-1938: Paul Friedrich Scherer, Obebürgermeister
- 1938-1945: Max Haus, Bürgermeister
- 1945: Gustav Zimmermann, kommissarischer Bürgermeister
- 1945-1946: Franz Heinkele, kommissarischer Bürgermeister
- 1946: Fritz Fleck, kommissarischer Bürgermeister
- 1946-1951: Otto Fink, Bürgermeister
- 1951-1980: Walter Balz, Oberbürgermeister
- 1980-2004: Heinz-Jürgen Koloczek, Oberbürgermeister
- 2004-heute: Michael Beck, Oberbürgermeister

Wappen

Das Wappen von Tuttlingen zeigt im goldenen, silbern bordiertem Schild drei liegende schwarze Hirschstangen übereinander. Die Flagge ist blau-gelb. In den Siegeln der Stadt war seit dem 18. Jahrhundert eine Lilie abgebildet. Dabei handelt es sich um ein Symbol auf Marksteinen. Zuvor waren jedoch nur die Hirschstangen der Württemberger abgebildet. Diese setzte man im 16. Jahrhundert in einen größeren Schild, weshalb man heute einen bordierten Schild findet. Diese Siegel setzte sich dann als Wappen der Stadt durch. Das Lilien-Wappen wurde dann nicht mehr verwendet.

Städtepartnerschaften

Tuttlingen unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
- Bex, französische Schweiz seit 1979
- Draguignan, Frankreich, seit 1989

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Tuttlingen liegt an der Gäubahn von Singen (Hohentwiel) nach Stuttgart. Auf dieser Strecke ist Tuttlingen Halt für die ICE-Züge zwischen Zürich und Stuttgart sowie der Cisalpino-Züge zwischen Mailand und Stuttgart. Aus Cisalpino- und ICE-Verbindungen ergibt sich für Tuttlingen zurzeit ein 2-Stunden-Takt im Fernverkehr. Zusätzlich verkehren zeitversetzt Regionalexpress-Züge zwischen Singen und Stuttgart (ebenfalls im 2-Stunden-Takt), von denen Tuttlingen ebenfalls profitiert. In Tuttlingen trifft die Gäubahn auf die Donautalbahn von Donaueschingen nach Ulm. Es verkehren im 2-Stunden-Takt Regionalexpress-Züge nach Ulm und Neustadt (Schwarzwald). Darüber hinaus ist Tuttlingen an das Ringzug-System angeschlossen, das Tuttlingen mit Immendingen und über die Wutachtalbahn mit Zollhaus-Blumberg, über die Donautalbahn mit Fridingen und über die Gäubahn mit Rottweil verbindet. Insgesamt verfügt Tuttlingen mit einer Kombination aus Fernverkehr, schnellem Nahverkehr und Ringzug über ein gutes Angebot im Schienenverkehr. Der heutige Tuttlinger Bahnhof wurde 1934 erbaut und liegt außerhalb des Tuttlinger Stadtkerns. Gut getaktete Stadtbusse verbinden den Bahnhof mit dem Omnibusbahnhof in der Innenstadt. Neben dem Bahnhof Tuttlingen mit seiner herausgehobenen Bedeutung als Eisenbahnknoten und Fernverkehrsbahnhof verfügt die Stadt Tuttlingen außerdem über insgesamt weitere sieben Ringzug-Haltepunkte und ist Ausgangspunkt zahlreicher Buslinien. Tuttlingen ist in den Verkehrsverbund TUTicket eingegliedert. Die nächsten Autobahnanschlüsse sind Geisingen oder Tuningen und führen auf die A81 (Stuttgart - Singen). Tuttlingen wartet schon lange auf Umgehungen, da die B311 (Ulm - Donaueschingen) und die B14 (Stockach - Rottweil) direkt durch die Stadt verlaufen. Für die B311 soll dieses Ziel durch eine Untertunnnelung von der Alexanderstraße bis in die Nähe des Aesculap-Platzes erreicht werden (Kreuzstraßentunnel). Die engen Straßen in der Tuttlinger Innenstadt machen eine logische Verkehrsführung schwer. Daher verirren sich Ortsfremde oft in dem Einbahnstraßen-Gewirr. Durch Tuttlingen führt der Donauradweg von Donaueschingen nach Wien. Der Abschnitt von Tuttlingen nach Sigmaringen gilt als einer der schönsten der Strecke.

Unternehmen

Durch die Vielzahl an führenden Chirurgiebetrieben in und um Tuttlingen versteht sich die Stadt als "Weltzentrum der Medizintechnik". Wichtige Arbeitgeber sind ferner der Maschinenbau und das Bauhandwerk. Bis vor einigen Jahren galt Tuttlingen außerdem als Schuh-Stadt. Liste wichtiger Tuttlinger Unternehmen:
- Aesculap ist das älteste und renommierteste Unternehmen der Chirurgiebranche in Tuttlingen. Die Gebäude der Firma Aesculap prägen das Stadtbild am Bahnhof. Der große Kreisverkehr, an dem sich die Bundesstraßen 14 und 311 kreuzen, ist der "Aesculap-Platz", der zwischenzeitlich ganz von Firmengebäuden umringt wird. Im Norden schmückt ihn die alte Fabrik und Hauptgebäude. Links davon fügt sich das Aesculapium (Präsentations- und Informationseinrichtung der Firma) an. Es folgen Vertrieb und technischer Dienst.
- KARL STORZ (spezialisiert auf Endoskopie)
- Micromed (Hochfrequenzchirurgie)
- Gebrüder Martin
- MEDICON
- Henke-Sass Wolf
- Berchtold
- Binder
- Chiron (Maschinenbau, CNC-Maschinen)
- Schwäbische Hüttenwerke (Bremsscheiben)
- COMEG Endoskopie GmbH & Co. KG
- Ceatec Medizintechnik
- Gimmi Endoscopic Technology
- Rieker (Schuhhersteller)
- ILVO Harmonie (Musik/Reiki)
- Hettich-Zentrifugen

Behörden

Tuttlingen ist Sitz des Landkreises Tuttlingen. Ferner gibt es hier ein Amtsgericht, ein Notariat und ein Finanzamt.

Medien

Über das lokale Geschehen in Tuttlingen berichtet als Tageszeitung der "Gränzbote", eine Lokalausgabe der Schwäbischen Zeitung.

Bildungseinrichtungen

Tuttlingen hat zwei Gymnasien (Otto-Hahn-Gymnasium und Immanuel-Kant-Gymnasium), zwei Realschulen (Hermann-Hesse-Realschule und Ludwig-Uhland-Realschule), eine Förderschule (Albert-Schweitzer-Schule), drei Grund- und Hauptschulen (Möhringen, Nendingen und Wilhelmschule), vier Grundschulen (Grundschule im Holderstöckle, Karl-Grundschule, Schildrain-Grundschule und Schroten-Grundschule) sowie eine Hauptschule mit Werkrealschule (Schiller-Hauptschule mit Werkrealschule). Der Landkreis Tuttlingen ist Schulträger der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule (Gewerbliche Schule), der Kaufmännischen und Hauswirtschaftlichen Schule Tuttlingen, der Krankenpflegeschule der Kreiskliniken Tuttlingen und Spaichingen und der Johann-Peter-Hebel-Schule für Geistigbehinderte. Die private Gotthilf-Vollert-Schule für Erziehungshilfe und der private Schulkindergarten für Geistigbehinderte runden das schulische Angebot in Tuttlingen ab.

Freizeit- und Sportanlagen


- Freizeit- und Thermalbad "TuWass" mit staatlich anerkannter Heilquelle und großzügiger Saunalandschaft
- Kinopalast "Scala" - modernes Großraumkino mit 5 Sälen

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Stadthalle

Kulturzentrum von Tuttlingen ist die Stadthalle. Theater und Konzerte, sowohl klassische als auch Pop & Rock, konzentrieren sich auf diesen Ort. Als die alte Halle am Stadtgarten zu klein wurde um Künstler von internationler Größe gewinnen zu können, wurde an der Wöhrdenbrücke die neue Stadthalle erbaut. Da Tuttlingen nicht über eine eigene Theater-Gruppe verfügt, gastieren Künstler, die durch ein professionelles Management engagiert werden.

Museen


- Im Fruchtkasten in der Innenstadt findet sich das Heimatmuseum.
- Deutsches Dampflok- und Modelleisenbahnmuseum :Im früheren Bahnbetriebswerk des Stadtteils Möringen, am alten Lokschuppen, bietet Tuttlingen ein pittoreskes Eisenbahnmuseum mit Drehscheibe und 26 historischen Dampflokomotiven.

Bauwerke

Die [http://www.evang-kirche-tut.de/sites/stadtkirche/tp_stadtkirche.htm evangelische Stadtkirche] verleiht dem Stadtbild etwas Charakteristisches. Da die Innenstadt 1803 komplett abgebrannt ist, fehlen historische Gebäude. Die schöne Stadtkirche wurde mit großen Mühen und vielen Spenden errichtet und ist ein Lichtblick in der sonst so engen Innenstadt. Ihre reich gegliederte Jugendstilfassade gilt als eine der schönsten in Süddeutschland. [http://www.evang-kirche-tut.de/sites/stadtkirche/tp_stadtkirche.htm Stadtkirche] Die katholische Pfarrkirche St. Gallus wurde 1869 bis 1873 von Georg Morlock erbaut und 1937 bis 1939 umgebaut. Weitere Kirchen sind die evangelische Martinskirche (1958), die evangelische Auferstehungskirche (1968) und die evangelische Versöhnungskirche sowie die katholische Kirche Maria Königin (1961/63). 1961 Die spätmittelalterliche Burg Honberg wurde im 30-jährigen Krieg bis auf die Grundmauern zerstört. Die beiden Türme, die heute zum Wahrzeichen der Stadt geworden sind, errichtete erst wieder ein Förderverein durch Spenden im 19. Jahrhundert. Die weitläufigen Mauernreste der Festung beherbergen heute immer wieder Veranstaltungen wie den Honberg-Sommer und bieten den besten Ausblick auf die Innenstadt. "Tuttlinger Hut" bezeichnet eine Dachform, die für Tuttlingen typisch ist. Es handelt sich um ein Walmdach, das einen neuen Stadtbrand verhindern sollte. Bei der Neugestaltung der Innenstadt nach dem Stadtbrand 1803 wurde diese spezielle Dachform zum Standard in der Innenstadt. Auch in den Stadtteilen gibt es alte katholische Kirchen sowie zwei neue evangelische Kirchen. Siehe hierzu den Abschnitt Religionen.

Regelmäßige Veranstaltungen


- In den Sommermonaten wartet Tuttlingen beim Honberg-Sommer mit internationalen Künstlern auf, deren Repertoire von Jazz über Rock & Pop bis hin zu Alternative reicht.
- Seit dem Jahr 2000 schreibt die Stadt Tuttlingen den südwestdeutschen Kleinkunstpreis „Die Tuttlinger Krähe“ aus, einen mit 7.000 € dotierten Preis mit über 100 Bewerbern für die Finalrunde.
- Seit dem Jahr 1996 beginnt der Circus Sapperlot seine Tournee am 1. Samstag im August im Tuttlinger Stadtgarten.
- Im Mai/Juni findet jährlich das Volksfest statt
- Alle zwei Jahre findet im Herbst die Verbrauchermesse "Tuttlinger Herbst" statt.
- Am Fastnachtsamstag findet seit 1976 jährlich ein Fastnachtsumzug statt

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Die Stadt Tuttlingen hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:
- 1888: Johann Gottfried Stengelin, Stiftungsgründer
- ?: Christian Storz, Stadtschultheiß
- 1927: Christian Scheerer, Kommerzienrat

Söhne und Töchter der Stadt


- 1890, 13. Mai, Dr. Reinhold Teufel, Landgerichtsdirektor und Landgerichtspräsident a.D.
- 1888, 27. Januar, Maria Teufel, Ehefrau von Dr. Reinhard Teufel, gründete mit ihrem Gatten die "Reinhard und Maria-Teufel-Stiftung" zur Förderung der wissenschaftlichen Aus- und Fortbildung hochbegabter junger Wissenschaftler auf den Gebieten der Rechtswissenschaften und der Biologie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen
- 1947, 28. März, Herbert Moser, Politiker MdL Baden-Württemberg 1976 bis 1992, Vorsitzender des Finanzausschusses
- 1963, Michael Alber, Dirigent, Chordirektor der Staatsoper Stuttgart

Literatur


- Württembergisches Städtebuch; Band IV Teilband Baden-Württemberg Band 2 aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1961

Weblinks


- [http://www.tuttlingen.de/ Internetpräsenz der Stadt Tuttlingen]
- [http://www.stadthalle-tuttlingen.de/ Tuttlinger Hallen - Eigenbetrieb der Stadt Tuttlingen]
- [http://www.sport-tuttlingen.de/ Stadtverband für Sport Tuttlingen 1929 e.V.]