Guillaume AmontonsGuillaume Amontons ( - 31. August 1663 in Paris; † 11. Oktober 1705 in Paris) war ein französischer Physiker.
Er entdeckte die bei Gasen gültige Proportionalität von Druck und Temperatur bei konstantem Volumen, das Gesetz von Amontons. Er führte konstruktive Verbesserungen bei Thermometern, Hygrometern und Barometern ein. Als erster vermutete er das Vorhandensein eines absoluten Nullpunktes.
Amontons, Guillaume
Amontons, Guillaume
Amontons, Guillaume
Amontons, Guillaume
Amontons, Guillaume
ja:ギョーム・アモントン
31. AugustDer 31. August ist der 243. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 244. in Schaltjahren) - somit bleiben 122 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1888 - Der Londoner Serienmörder "Jack the Ripper" begeht seinen ersten Mord.
- 1897 - Einweihung des Kaiser-Wilhelm I.-Denkmals am Deutschen Eck in Koblenz.
- 1914 - Die Schlacht bei Tannenberg endet mit einem Sieg für die deutschen Truppen.
- 1926 - Neutralitäts- und Nichtangriffsvertrag zwischen der UdSSR und Afghanistan (Laufzeit drei Jahre)
- 1939 - Der fingierte Überfall auf den Sender Gleiwitz durch Angehörige der SS markiert den Schlusspunkt in Hitlers Eskalationspolitik gegenüber Polen und liefert die Rechtfertigung für den Angriff auf Polen am folgenden Morgen.
- 1942 - Generalstreik in Luxemburg gegen die deutsche Besatzungsmacht
- 1950 - Verbot der Zeugen Jehovas in der DDR. Es folgen Hunderte von Verhaftungen und Schauprozesse.
- 1962 - Trinidad und Tobago werden unabhängig von England.
- 1980 - Geburtsstunde der Solidarność: Polens Vizepremier Jagielski und Streikführer Wałęsa unterzeichnen in Danzig das Augustabkommen.
- 1987 - Dschibuti wird Mitglied in der UNESCO.
- 1990 - Auf dem Weg zur Deutschen Wiedervereinigung wird in Berlin der Einigungsvertrag unterzeichnet.
- 1991 - Kirgisistan wird unabhängig.
- 1991 - Usbekistan wird unabhängig.
- 1992 - Pascal Lissouba wird Präsident der Republik Kongo.
- 1994 - Die letzten russischen Truppen verlassen Estland und Lettland.
- 1994 - Die letzten alliierten Streitkräfte (aus der Sowjetunion) verlassen Berlin.
- 1994 - Sinn Féin, der politische Arm der Irisch-Republikanische Armee, ruft erstmals einen einseitigen Waffenstillstand aus.
- 1997 - Lady Di stirbt bei einem Autounfall in einem Tunnel in Paris zusammen mit ihrem Lebensgefährten Dodi Fayed.
- 2004 - Grundsteinlegung für eine neue, parallel zum Rügendamm verlaufende Brücke. Die entstehende Brücke soll die längste Deutschlands werden.
Wirtschaft
Wissenschaft, Technik
- 1951 - Die erste Langspielplatte mit 33 1/3 Umdrehungen in der Minute wird in Düsseldorf von der Deutschen Grammophon vorgestellt.
Kultur
- 1916 - Otto Walter findet in Aigeira den Kopf der berühmten Zeus-Statue.
- 1928 - In Berlin findet die Uraufführung der Dreigroschenoper im Theater am Schiffbauerdamm statt.
Religion
Katastrophen
- 1950 - London, Großbritannien. Auf dem Flughafen verunglückte eine Vickers Viking wegen starken Nebels. 28 Tote.
- 1968 - Erdbeben der Stärke 7,3 im Iran, 12.000 bis 20.000 Tote
- 1974 - Zugunglück im Bahnhof von Zagreb in Kroatien, mehr als 150 Tote
- 1986 - Cerritos, nahe Los Angeles, Kalifornien, USA. Kollision einer Douglas DC-9 der Aeromexico im Landeanflug mit einer Piper PA 28. 82 Menschen starben.
- 1997 - Die Explosion eines Sprengsatzes im "Ochotny Rjad"-Einkaufszentrum unter der Manege in Moskau fordert 1 Todesopfer 40 weitere Personen werden verletzt.
- 1999 - Buenos Aires, Argentinien. Eine Boeing 737 der Lineas Aereas Privadas Argentinas, mit annähernd 100 Menschen an Bord, schießt beim Start über die Start- und Landebahn hinaus auf einen Golfplatz, wo sie Feuer fängt. 80 Menschen sterben, 26 können mit zum Teil schweren Verletzungen gerettet werden.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
- 12 - Caligula, römischer Kaiser von 37 bis 41
- 161 - Commodus, römischer Kaiser von 180 bis 192.
- 1760 - Aristide Aubert Dupetit-Thouars, französischer Admiral
- 1777 - Jean Pierre Joseph d'Arcet, französischer Chemiker
- 1797 - James Ferguson, schottischer Ingenieur und Astronom
- 1798 - Georg Friedrich Puchta, deutscher Jurist
- 1802 - Karl Freiherr von Urban, österreichischer Feldmarschallleutnant
- 1821 - Hermann von Helmholtz, deutscher Physiker
- 1830 - Edmund Kretschmer, deutscher Komponist
- 1842 - Josef Riehl, österreichischer Unternehmer
- 1843 - Georg von Hertling, deutscher Politiker und Philosoph
- 1863 - Sergei Michailowitsch Prokudin-Gorski, russischer Pionier der Farbfotografie
- 1870 - Maria Montessori, Schweizer Pädagogin
- 1874 - Edward Thorndike, amerikanischer Psychologe
- 1878 - Frank Jarvis, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1879 - Alma Mahler-Werfel, österreichisch-US-amerikanische Künstlerin, Lebensgefährtin von Gustav Mahler, Oskar Kokoschka und Franz Werfel
- 1879 - Yoshihito, 123. Tennō (Kaiser) von Japan
- 1880 - Eduard Edert, deutscher parteiloser Politiker und Schriftsteller, MdB 1949-1953
- 1880 - Wilhelmina, Königin der Niederlande
- 1893 - Lilly Laskine, französische Harfenistin
- 1895 - Karl Fiehler, Politiker der NSDAP und Münchener Oberbürgermeister von 1933 bis 1945
- 1897 - Fredric March, US-amerikanischer Schauspieler
- 1906 - Raymond Sommer, französischer Rennfahrer
- 1908 - William Saroyan, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1909 - Walter Zawadil, deutscher Politiker MdB 1949-1953
- 1913 - Bernard Lovell, britischer Astrophysiker
- 1915 - Alice Schwarz-Gardos, israelische Journalistin
- 1918 - Lucrecia Kasilag, philippinische Komponistin
- 1918 - Alan Jay Lerner, US-amerikanischer Liedtexter (My Fair Lady)
- 1922 - August Graf Kageneck, deutscher Journalist
- 1924 - Harry Meyen, deutscher Schauspieler und Regisseur
- 1925 - Marvin Davis, US-amerikanischer Unternehmer
- 1928 - James Coburn, US-amerikanischer Schauspieler
- 1928 - Jaime Lachica Sin, emeritierter Erzbischof von Manila und Kardinal
- 1938 - Martin Bell, britischer Nachrichtensprecher und Politiker
- 1941 - Wolfgang Hilbig, deutscher Schriftsteller
- 1942 - Raymond Ranjeva, Jurist aus Madagaskar und Vizepräsident des Internationalen Gerichtshofes
- 1945 - Van Morrison, britischer Sänger und Songschreiber
- 1945 - Itzhak Perlman, israelischer Violinist
- 1948 - Harald Ertl, österreichisch-deutscher Formel-1-Rennfahrer
- 1948 - Rudolf Schenker, deutscher Musiker und Songschreiber (Scorpions)
- 1948 - Holger Osieck, deutscher Fußballtrainer und -funktionär
- 1949 - Richard Gere, US-amerikanischer Schauspieler
- 1949 - David Politzer, US-amerikanischer Physiker
- 1949 - Rick Roberts, US-amerikanischer Musiker
- 1954 - Robert Kotscharjan, armenischer Politiker, Regierungschef und Staatspräsident
- 1955 - Edwin Moses, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1961 - Neill Archer, englischer Tenor
- 1969 - Nathalie Bouvier, französische Skirennläuferin
- 1970 - Arie van Lent, Fußballer mit holländischer und deutscher Staatsbürgerschaft
- 1972 - Chris Tucker, US-amerikanischer Schauspieler
- 1976 - Roque Junior, brasilianischer Fußballspieler
- 1982 - Patrick Nuo, Schweizer Sänger
- 1982 - Ian Crocker, US-amerikanischer Schwimmer
Gestorben
Ian Crocker
- 1056 - Theodora III., Kaiserin von Byzanz
- 1234 - Go-Horikawa, 86. Kaiser von Japan
- 1287 - Konrad von Würzburg, deutscher Lyriker, Epiker und didaktischer Dichter
- 1422 - Heinrich V., König von England aus dem Haus Lancaster
- 1528 - Mathis Gothart-Nithart, deutscher Maler und Graphiker,Baumeister,Wasserkunstmacher
- 1667 - Johann Rist, Dichter und Prediger
- 1688 - John Bunyan, Baptistenprediger und Schriftsteller aus England
- 1688 - Maria Magdalena von Oettingen, 2.te Frau des Markgrafen Wilhelm von Baden
- 1709 - Andrea Pozzo, italienischer Maler
- 1762 - Momozono, 116. Kaiser von Japan
- 1795 - André Danican Philidor, Schachspieler
- 1799 - Nicolas-Henri Jardin, französischer Architekt
- 1801 - Nicola Sala, italienischer Komponist
- 1811 - Louis Antoine de Bougainville, französischer Seefahrer und Schriftsteller
- 1832 - Antoine-Léonard de Chézy, französischer Orientalist und Mitbegründer der Indologie
- 1834 - Karl Ludwig Harding, deutscher Astronom
- 1864 - Ferdinand Lassalle, deutscher Politiker und Publizist
- 1867 - Charles-Pierre Baudelaire, französischer Dichter der Moderne
- 1883 - Levin Schücking, deutscher Schriftsteller
- 1900 - John Bennet Lawes, britischer Agrikulturchemiker
- 1902 - Mathilde Wesendonck, deutsche Schriftstellerin
- 1913 - Erwin Bälz, Leibarzt der Kaiserlichen Familie und Mitbegründer der modernen Medizin in Japan
- 1915 - Greene Vardiman Black, US-amerikanischer Mediziner
- 1920 - Wilhelm Wundt, deutscher Philosoph und Psychologe
- 1927 - Andranik Torosi Ozanyan, armenischer Widerstandskämpfer
- 1928 - Bruno Wille, deutscher Philosoph, Journalist und Schriftsteller
- 1930 - Eduard Meyer, deutscher Althistoriker
- 1939 - Wilhelm Bölsche, deutscher Schriftsteller und Naturforscher
- 1940 - Raymond Smith Dugan, US-amerikanischer Astronom
- 1941 - Marina Iwanowna Zwetajewa, russische Dichterin und Schriftstellerin
- 1945 - Stefan Banach, polnischer Mathematiker
- 1948 - Andrei Alexandrowitsch Schdanow, sowjetischer Politiker
- 1948 - Janus Djurhuus, ausgebildeter Jurist, färöische Dichter
- 1954 - Robert Kotscharjan, armenischer Politiker, Regierungschef und Staatspräsident
- 1955 - Eberhard Koebel, Autor, Gründer der Jungenschaft
- 1955 - Willi Baumeister, deutscher Maler
- 1956 - Yves Nat, französischer Pianist und Komponist
- 1958 - Hans Ehrenberg, deutscher Theologe
- 1959 - Josef Oesterle, deutscher Politiker
- 1963 - Georges Braque, französischer Maler des Kubismus
- 1965 - Edward Elmer Smith, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1966 - Kasimir Edschmid, deutscher Schriftsteller
- 1966 - Willi Hammelrath, Gründer der Arbeiterhochschule Burg Vondern
- 1967 - Ilja Ehrenburg, sowjet-russischer Schriftsteller
- 1967 - Juan Vitalio Acuña Núñez, kubanischer Revolutionär
- 1967 - Tamara Bunke, Guerilliera in Lateinamerika
- 1969 - Ottmar Gerster, deutscher Komponist
- 1969 - Rocky Marciano, US-amerikanischer Boxer
- 1973 - John Ford, US-amerikanischer Regisseur
- 1985 - Frank MacFarlane Burnet, australischer Mediziner
- 1986 - Henry Moore, englischer Bildhauer und Maler
- 1986 - Jorge Alessandri, chilenischer Politiker
- 1986 - Urho Kaleva Kekkonen, finnischer Politiker
- 1992 - Wolfgang Güllich, deutscher Sportkletterer
- 1993 - Siegfried Schürenberg, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 1995 - Gertrud Luckner, christliche Widerstandskämpferin, Pazifistin
- 1995 - Horst Janssen, deutscher Zeichner und Grafiker
- 1997 - Diana Frances Spencer, Ehefrau des englischen Thronfolgers Prince Charles
- 1997 - Dodi Fayed, auch Dodi Al-Fayed, Freund und Begleiter von Prinzessin Diana ( - 15. April 1955)
- 2002 - Lionel Hampton, US-amerikanischer Jazz-Vibraphonist und Bandleader ( - 20. April 1908)
- 2004 - Carl Wayne, britischer Sänger und Schauspieler
- 2005 - Józef Rotblat, polnischer Dichter und Nobelpreisträger
- 2005 - Michael Sheard, schottischer Schauspieler
- 2005 - Emil Rudolf Greulich, deutscher Schriftsteller
Feier- und Gedenktage
- Nationalfeiertag in Malaysia
- Nationalfeiertag in Kirgisistan
- Nationalfeiertag in Trinidad und Tobago
- Nikodemus
Siehe auch
- 30. August - 1. September
- 31. Juli - 30. September
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0831
ja:8月31日
ko:8월 31일
simple:August 31
th:31 สิงหาคม
1663
Politik und Weltgeschehen
- Umwandlung des Reichstags in den Immerwährenden Reichstag zu Regensburg
- 6. Januar: Heinrich Anselm von Ziegler und Kliphausen, deutscher Schriftsteller († 1696)
- 26. Februar: Thomas Newcomen, englischer Erfinder († 1729)
- 6. März: Franz Atterbury, war englischer Bischof von Rochester († 1732)
- 7. März: Tommaso Antonio Vitali, italienischer Violinist und Komponist († 1745)
- 16. März: Christoph Hackner, schlesischer Architekt († 1741)
- 22. März: August Hermann Francke, deutscher Theologe und Sozialpädagoge († 1727)
- 27. März: Johann Andreas Eisenbarth, wandernder Chirurg und Augenarzt († 1727)
- 25. Mai: Johann Dientzenhofer, Bamberger Baumeister der Barockzeit († 1726)
- 31. August: Guillaume Amontons, französischer Physiker († 1705)
- 18. Oktober: Prinz Eugen von Savoyen, der edle Ritter, Feldmarschall des habsburgisch-kaiserlichen Heeres seit 1693 († 1736)
- 30. Oktober: Johann Ludolph Quenstedt, Buchhändler und erster Oberbürgermeister von Wittenberg († 1714)
- 25. November: Jean Frédéric Ostervald, schweizer reformierter Theologe († 1747)
- Guillaume Amontons, französischer Physiker
- 1. März: Adam Adami, Weihbischof von Hildesheim ( - 1610)
- 8. März: Hans Christoph Graf von Königsmarck, schwedischer Feldmarschall im Dreissigjährigen Krieg ( - 1600)
- 16. Juli: Wilhelm VI., Landgraf in Hessen-Kassel ( - 1629)
- 8. November: Christian Reichsgraf zu Rantzau ( - 1614)
- 28. Dezember: Francesco Maria Grimaldi, italienischer Physiker und Mathematiker ( - 1618)
ko:1663년
11. OktoberDer 11. Oktober ist der 284. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 285. in Schaltjahren) - somit bleiben 81 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1305 - Otto III., Herzog von (Nieder-) Bayern, wird zum König von Ungarn gekrönt
- 1746 - In der Schlacht bei Roucoux (Österreichischer Erbfolgekrieg) besiegen die Franzosen unter Moritz von Sachsen die verbündeten Österreicher, Briten und Niederländer.
- 1899 - Nachdem ein Ultimatum Paul Krugers, des ersten Präsidenten des Transvaal, und des Präsidenten des Oranje-Freistaates, Steyn, von den Briten abgelehnt wird, erfolgt die offizielle Kriegserklärung des Transvaal an Großbritannien und beginnt tags darauf der Burenkrieg.
- 1963 - Der 87jährige Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) überreicht in Bonn dem Bundespräsidenten Heinrich Lübke (CDU) seine Rücktrittserklärung.
- 1986 - Ein zweitägiges Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Ronald Reagan und dem sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow beginnt in Reykjavik - und wird aufgrund des amerikanischen Beharrens auf der Strategic Defense Initiative scheitern.
- 1994 - Der zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts erklärt den Kohlepfennig für verfassungswidrig.
- 1992 - Eduard Schewardnadse wird georgischer Staatspräsident.
- 1998 - Bei den Präsidentschaftswahlen in Aserbaidschan wird Heydär Äliyev wieder als Präsident gewählt.
- 2001 - König Abdullah II. von Jordanien ist auf Staatsbesuch in Deutschland.
- 2002 - Lokendra Bahadur Chand wird neuer Premierminister in Nepal.
Wirtschaft
Wissenschaft und Technik
- 1850 - Die Universität von Sydney nimmt den Lehrbetrieb auf. Sie ist die älteste Hochschule auf dem Fünften Kontinent.
- 1958 - Die NASA startet mit "Pioneer 1", die erste unbemannte Mondsonde, wobei die Sonde allerdings und letztlich die Erdanziehungskraft nicht überwinden kann.
- 1968 - Mit Apollo 7 wird der erste bemannte Flug eines Apollo-Raumschiffs durchgeführt.
Kultur
- 1874 - Uraufführung der komischen Oper Der Widerspenstigen Zähmung von Hermann Goetz in Mannheim.
- 1901 - Der Marquis von Keith, ein Schauspiel in fünf Akten von Frank Wedekind, wird im Berliner Residenztheater uraufgeführt.
- 1909 - Uraufführung der Oper Der goldene Hahn (Orig.: Solotoi petuschok) von Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow an der Zimin-Oper in Moskau.
- 1913 - Uraufführung der Operette Die ideale Gattin von Franz Lehár am Theater an der Wien in Wien.
- 1941 - Uraufführung der Oper Die Hexe von Passau von Ottmar Gerster in Düsseldorf.
- 1980 - Die Oper Der Traumgörge von Alexander von Zemlinsky wird 38 Jahre nach dem Tod des Komponisten in Nürnberg uraufgeführt.
Religion
- 1962 - Papst Johannes XXIII. eröffnet das Zweite Vatikanische Konzil, zu dem er auch Vertreter von 18 nichtkatholischen Kirchen eingeladen hat.
Katastrophen
- 1634 - Die nordfriesische Marschinsel Alt-Nordstrand geht in der Nacht zum 12. Oktober in einem Orkan bzw. der diesem folgenden Burchardiflut unter, wobei von den 8.600 Bewohnern ungefähr 6.400 ums Leben kommen.
- 1737 - Ein Erdbeben im Raum Kalkutta (Indien) fordert ca. 300.000 Tote
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1997 - Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Marcos Gonzalez in Cottbus durch KO
Geboren
- 1599 - Abraham de Fabert, französischer Heerführer und Militäringenieur
- 1671 - Friedrich IV., König von Dänemark und Norwegen
- 1728 - Franz Seraph von Kohlbrenner, deutscher (bayerischer) Publizist
- 1741 - James Barry, englischer Maler
- 1758 - Heinrich Wilhelm Olbers, deutscher Arzt und Astronom
- 1766 - (vermutet) Poul Poulsen Nolsøe, färöischer Nationalheld
- 1788 - Simon Sechter, österreichischer Musiktheoretiker, Musikpädagoge, Organist, Dirigent und Komponist
- 1805 - Gustav Struve, deutscher Politiker und radikaldemokratischer Revolutionär
- 1806 - Aleksandar Karađorđević, serbischer Fürst
- 1810 - Anton Zwengauer, deutscher Maler
- 1821 - George Williams, britischer Gründer des Christlicher Verein Junger Menschen
- 1825 - Conrad Ferdinand Meyer, schweizerischer Dichter des Realismus
- 1841 - Friedrich Hegar, schweizerischer Komponist und Dirigent
- 1844 - Henry John Heinz, US-amerikanischer Geschäftsmann und Erfinder
- 1845 - Reinhold Kraetke, Staatssekretär des Reichspostamtes
- 1849 - Carl Wolff, siebenbürger Volkswirtschaftler, Journalist und Politiker
- 1849 - William Knox D'Arcy, britischer Unternehmer
- 1863 - Xavier Leroux, französischer Komponist
- 1865 - Emma Graf, schweizerische Frauenrechtlerin
- 1868 - Ernst Kornemann, deutscher Althistoriker
- 1876 - Gertrud von Le Fort, deutsche Schriftstellerin
- 1881 - Hans Kelsen, österreichischer Jurist
- 1881 - Lewis Fry Richardson, britischer Mathematiker und Friedensforscher
- 1882 - Robert Nathaniel Dett, kanadischer Komponist
- 1882 - Will Vesper, deutscher Schriftsteller
- 1883 - Wilhelm Hamacher, deutscher Politiker der Zentrumspartei
- 1884 - Eleanor Roosevelt, ehemalige First Lady der USA
- 1884 - Friedrich Bergius, deutscher Chemiker, Nobelpreis für Chemie 1931
- 1884 - Sig Ruman, US-amerikanischer Schauspieler
- 1885 - Alfréd Haar, ungarischer Mathematiker
- 1885 - François Mauriac, französischer Schriftsteller
- 1887 - Oscar Shaw, US-amerikanischer Schauspieler
- 1888 - Christine Teusch, deutsche Politikerin, ehemalige Kultusministerin in Nordrhein-Westfalen
- 1888 - Emil Bohnke, deutscher Bratschist, Komponist und Dirigent
- 1889 - Charles F. Wennerstrum, US-amerikanischer Richter, u. a. bei den Nürnberger Prozessen
- 1894 - Boris Pilnjak, russischer Dichter
- 1895 - Jakov Gotovac, kroatischer Komponist und Dirigent
- 1895 - Hans Schiebelhuth, deutscher Schriftsteller und Dichter
- 1903 - Hans Söhnker, deutscher Schauspieler
- 1905 - Jean-Marie Villot, französischer Kardinal und Camerlengo der katholischen Kirche
- 1910 - Albert Hößler, deutsche Widerstandskämpfer
- 1911 - Juan Carlos Zabala, argentinischer Leichtathlet, olympischer Marathonsieger 1932
- 1914 - Reuben Fine, US-amerikanischer Schachspieler und Psychoanalytiker
- 1918 - Jerome Robbins, US-amerikanischer Tänzer
- 1919 - Art Blakey, US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger
- 1920 - James Aloysius Hickey, emeritierter Erzbischof von Washington und Kardinal
- 1924 - Mal Whitfield, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1925 - Elmore Leonard, US-amerikanischer Krimi-Schriftsteller
- 1925 - Wander Bertoni, österreichischer Bildhauer
- 1927 - Joséphine Charlotte (Luxemburg), Mutter des Luxemburger Großherzogs Henri
- 1928 - Alfonso de Portago, spnaischer Autorennfahrer
- 1929 - Dorothee Wilms, deutsche Politikerin
- 1929 - Liselotte Pulver, schweizerische Schauspielerin
- 1930 - Dagobert Lindlau, deutscher Journalist
- 1932 - Dottie West, US-amerikanische Country-Sängerin
- 1935 - Jan van Vlijmen, niederländischer Komponist
- 1937 - Bobby Charlton, englischer Fußballspieler
- 1939 - Khin Nyunt, myanmarischer General und Politiker
- 1939 - Zenon Grocholewski, polnischer Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1940 - Christoph Blocher, schweizerischer Unternehmer und Politiker, Bundesrat
- 1941 - Lester Bowie, US-amerikanischer Jazz-Trompeter, -Bandleader und -Komponist
- 1945 - Joana, deutsche Sängerin und Songschreiberin
- 1945 - Robert Peter Gale, US-amerikanischer Mediziner
- 1946 - Daryl Hall, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1946 - Sawao Kato, japanischer Kunstturner
- 1948 - Peter Kodwo Appiah Turkson, ghanaischer Erzbischof und Kardinal
- 1950 - Andrew Woolfolk, US-amerikanischer Musiker
- 1951 - Jean-Jacques Goldman, französischer Komponist und Interpret
- 1952 - Angelika Mertens, deutsche Politikerin
- 1954 - Danny Sugerman, US-amerikanischer Musik-Manager
- 1954 - Sascha Hehn, deutscher Schauspieler
- 1955 - Hans-Peter Briegel, deutscher Fußballspieler und -trainer
- 1956 - Nicanor Duarte Frutos, Präsident von Paraguay
- 1961 - Alfred Dorfer, österreichischer Kabarettist und Schauspieler
- 1961 - Lois Renner, österreichischer bildender Künstler
- 1962 - Joan Cusack, US-amerikanische Schauspielerin
- 1965 - Juan Ignacio Cirac, spanischer Physiker und Direktor am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching
- 1966 - Christoph Peters, deutscher Schriftsteller
- 1967 - Andreas Ehret, deutscher Pianist
- 1969 - Tetiana Terestschuk-Antipowa, ukrainische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 1972 - Claudia Black, australische Schauspielerin
- 1973 - Takeshi Kaneshiro, japanisch-taiwanischer Schauspieler
- 1974 - Valerie Niehaus, deutsche Schauspielerin
- 1975 - Renate Lingor, deutsche Fußballspielerin
- 1978 - Sascha Reinelt, deutscher Hockeyspieler
- 1983 - Ruslan Ponomarjow, ukrainischer Schachspieler
Gestorben
- 965 - Brun(o) I. von Sachsen, Erzbischof von Köln, Herzog von Lothringen
- 1303 - Bonifatius VIII. (Benedetto Caetani), Papst 1294-1303
- 1347 - Ludwig der Bayer, deutscher Kaiser
- 1531 - Ulrich Zwingli, schweizerischer Reformator
- 1708 - Ehrenfried Walther von Tschirnhaus, deutscher Philosoph und Mathematiker
- 1833 - Ernst Fries, deutscher Maler der Romantik
- 1849 - Valentin Streuber, badischer Revolutionär. standrechtlich erschossenValentin Streuber
- 1889 - James Prescott Joule, britischer Physiker
- 1893 - Ford Madox Brown, englischer Maler
- 1896 - Anton Bruckner, österreichischer Komponist und Dirigent
- 1907 - Adolf Furtwängler, deutscher Archäologe
- 1928 - Thomas Hardy, britischer Schriftsteller
- 1940 - Vito Volterra, italienischer Mathematiker und Physiker
- 1957 - René Auberjonois, schweizerischer Maler und Zeichner
- 1958 - Johannes R. Becher, deutscher Schriftsteller
- 1961 - Chico Marx, US-amerikanischer Schauspieler, einer der fünf Marx-Brothers
- 1963 - Jean Cocteau, französischer Dichter, Regisseur und Schauspieler
- 1963 - Edith Piaf, französische Chansonsängerin
- 1965 - Walter Stampfli, schweizerischer Politiker
- 1970 - Oliver Buckenauer, deutscher Schriftsteller und Ökonom
- 1976 - Connee Boswell, US-amerikanische Blues- und Jazz-Sängerin und Schauspielerin
- 1985 - Tex Williams, US-amerikanischer Country-Musiker
- 1987 - Uwe Barschel, deutscher CDU-Politiker
- 1988 - Max Imdahl, deutscher Kunsthistoriker
- 1996 - Lars Valerian Ahlfors, finnisch-US-amerikanischer Mathematiker
- 1997 - Käthe Gold, österreichische Schauspielerin
- 2002 - Werner Eberlein, deutscher Kommunist
- 2003 - Fredy Knie, schweizerischer Zirkusdirektor
- 2004 - Hans-Dietrich Brosda, deutscher Sportler
- 2004 - Reinhard Hesse, deutscher Redenschreiber und Journalist
- 2005 - Johannes Gachnang, Schweizer Künstler, Ausstellungsmacher und Verleger
- 2005 - Michael Maerker, Niederrheinischer Bildhauer und Maler
Feier- und Gedenktage
- Gedenktag des Heiligen Brun(o), Erzbischof von Köln
Siehe auch
- 10. Oktober - 12. Oktober
- 11. September - 11. November
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
1011
ja:10月11日
ko:10월 11일
simple:October 11
th:11 ตุลาคม
ProportionalitätEine proportionale Funktion ist eine homogene lineare Zuordnung zwischen Argumenten x und ihren Funktionswerten y, so dass also
:
gilt. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass der Graph eine Gerade mit dem y-Achsenabschnitt 0 ist, d.h. die Gerade verläuft durch den Koordinatenursprung. m ist dabei die Steigung der Geraden:
:
Das mathematische Formelzeichen für die Proportionalität ist entweder ∝ (das Proportionalitätszeichen) oder ~ (die Tilde). Die Aussage
: y ist proportional zu x
wird also angeschrieben als
:
Die proportionale Funktion (proportionale Zuordnung) tritt bei vielen Problemen der Alltagsmathematik auf, etwa bei der Zuordnung zwischen Menge und Preis, Volumen und Masse, Zeit und Strecke. m wird in diesen Fällen zu einer Systemkonstante, die die Berechnungsgrundlage enthält, etwa Einheitspreis = Preis/Menge; Dichte = Masse/Volumen; Geschwindigkeit = Strecke/Zeit.
Den Wert m nennt man Proportionalitätsfaktor.
Beispiel
konstant
Die Tabelle gibt die Masse verschiedener Volumen von Öl an (siehe auch das Bild rechts):
Berechnet man den Quotienten y/x, so erhält man stets den gleichen Wert, nämlich die Systemkonstante Dichte = Masse/Volumen = 0,8 t/m3. Auch der umgekehrte Quotient ist konstant und eine Systemkonstante. Hier erhält man im Beispiel Volumen/Masse = 1,25 m3/t, also wie viel Volumen eine Tonne des Öls einnimmt.
Den Kalkül zur Berechnung proportionaler Funktionen nennt man den Dreisatz (früher auch: Regeldetri).
Siehe auch
- Antiproportionalität
- Dreisatz
Kategorie:Arithmetik
Kategorie:Lineare Algebra
ja:比例
Temperatur
Die Temperatur ist eine physikalische Zustandsgröße, die vom Menschen als Wärme beziehungsweise Kälte empfunden wird. Hohe Temperaturen bezeichnet man als heiß, niedrige als kalt. Tatsächlich jedoch beschreibt die Temperatur die mittlere kinetische Energie pro Teilchen, sie ist eine makroskopische und damit phänomenologische Größe und verliert bei Betrachtungen auf Teilchenebene ihren Sinn.
Wärmeleitung und Temperaturempfinden
Stehen zwei Körper unterschiedlicher Temperatur in Wärmekontakt, so wird nach dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik solange Energie vom wärmeren zum kälteren Körper übertragen, bis beide im thermischen Gleichgewicht stehen und die gleiche Temperatur angenommen haben. Es gibt dabei drei Möglichkeiten der Wärmeübertragung:
# Wärmeleitung
# Konvektion
# Wärmestrahlung
Der Mensch kann Temperaturen nur im Bereich um 30 °C fühlen. Genau genommen nimmt man nicht Temperaturen wahr, sondern die Größe des Wärmestroms durch die Hautoberfläche, weshalb man auch von einer gefühlten Temperatur spricht. Dies hat für das Temperaturempfinden einige Konsequenzen:
- Temperaturen oberhalb der Oberflächentemperatur der Haut fühlen sich warm an, solche unterhalb empfinden wir als kalt
- Materialien mit hoher Wärmeleitfähigkeit, wie Metalle, führen zu höheren Wärmeströmen und fühlen sich deshalb wärmer beziehungsweise kälter an, als Materialien mit niedrigerer Wärmeleitfähigkeit, wie Holz oder Polystyrol
- Bei gleich kalter Außentemperatur ist die gefühlte Temperatur bei Wind durch den Windchill niedriger als bei Windstille
- Der Mensch kann Lufttemperatur von überlagerter Wärmestrahlung nicht unterscheiden, was auch ganz allgemein gilt und unter anderem dazu führt das Lufttemperaturen immer im Schatten gemessen werden
- Gleiche Temperatur wird von den beiden Händen als unterschiedlich wahrgenommen, wenn diese selbst unterschiedliche Oberflächentemperatur aufweisen
Genaugenommen gilt dies nicht nur für das menschliche Empfinden, auch in vielen technischen Anwendungen ist nicht die Temperatur von Bedeutung, sondern der Wärmestrom. So hat die Atmosphäre der Erde oberhalb 1000 km Temperaturen von mehr als 1000 °C, dennoch verglühen deshalb keine Satelliten. Auf Grund der geringen Teilchendichte ist der Energieübertrag minimal.
Temperatur, thermische Energie und der Nullte Hauptsatz der Thermodynamik
Die formalen Eigenschaften der Temperatur werden in der Thermodynamik behandelt und dort über die Entropie S und die innere Energie U definiert. Man bezeichnet die Temperatur hier als eine systemeigene, intensive Zustandsgröße. Im eindimensionalen Fall in x-Richtung kann man die Temperatur über folgende Gleichung definieren:
:
Bei einer sehr großen Ansammlung von Teilchen und dem Vorliegen eines idealen Gases, kann man die Maxwell-Boltzmann-Verteilung anwenden und in der Folge die Temperatur wie folgt definieren:
:
Hierbei stehen die einzelnen Formelzeichen für folgende Größen:
- M - Molmasse
- R - universelle Gaskonstante
- - quadratisch gemittelte Teilchengeschwindigkeit (hier zum Quadrat)
Die Temperatur ist damit ein Maß für den durchschnittlichen ungerichteten, also zufälligen, Bewegungsenergieanteil (kinetische Energie) einer Ansammlung von Teilchen. Die Teilchen sind hierbei die Luftmoleküle bzw. die Moleküle oder Atome eines Gases, einer Flüssigkeit oder eines Festkörpers. In der statistischen Mechanik steht die Temperatur mit der Energie pro Freiheitsgrad in Zusammenhang. Im idealen Gas aus einatomigen Molekülen sind das drei Translationsfreiheitsgrade pro Molekül und bei mehratomigen Gasen können weitere Rotationsfreiheitsgrade hinzu kommen.
Bei Gasen kann man diesen Zusammenhang zwischen Temperatur und Teilchengeschwindigkeit nach obiger Beziehung sogar quantitativ angeben. Eine Verdopplung der Temperatur auf der Kelvin-Skala führt bei idealen Gasen zu einer Erhöhung der quadratisch gemittelte Teilchengeschwindigkeit um den Faktor 2½ = 1,414. Zwei unterschiedliche Gase haben dann die gleiche Temperatur, wenn das Produkt aus der Molmasse des jeweiligen Gases und dem Quadrat der quadratisch gemittelten Teilchengeschwindigkeit gleich groß ist.
Im thermischen Gleichgewicht nimmt jeder Freiheitsgrad der Materie (Bewegung, potenzielle Energie, Schwingungen, elektronische Anregungen etc.) eine der Temperatur entsprechende Menge an Energie auf. Wieviel genau muss aus der kanonischen Verteilung (Boltzmannkonstante) berechnet werden und ist durch das Verhältnis von Energie zu Temperatur mal Boltzmannkonstante kB bestimmt. Bei der kontinuierlichen (klassischen) kinetischen Energie ist dies genau kBT/2. Die Boltzmannkonstante ergibt einen Zusammenhang zwischen Energie und Temperatur, welcher 11.606,7 Kelvin pro Elektronenvolt beträgt. Bei Raumtemperatur (300 Kelvin) ergibt dies 0,0258472 eV. Die durchschnittliche kinetische Energie der Teilchen ist abhängig von der Molekülmasse bzw. Molmasse. Dabei sind die schweren Teilchen jedoch auch langsamer. Bei idealen Gasen gleichen sich Massenerhöhung und Geschwindigkeitsernierdrigung gegenseitig aus, was zum Gesetz von Avogadro führt.
Die thermische Energie ist jedoch wie die Temperatur selbst nur ein Mittelwert innerhalb eines Vielteilchensystems und ihr Zusammenhang mit der Teilchengeschwindigkeit lässt sich ebenfalls aus der Maxwell-Boltzmann-Verteilung ableiten:
:
Das thermische Gleichgewicht hat eine wichtige Eigenschaft, welche in der Thermodynamik zur Formulierung des Nullten Hauptsatzes führt.
Wenn ein System A sich mit einem System B sowie B sich mit einem System C im thermischen Gleichgewicht befinden, so befindet sich auch A mit C im thermischen Gleichgewicht. Das thermische Gleichgewicht ist damit transitiv, was es möglich macht die empirische Temperatur θ einzuführen. Diese ist so definiert, dass zwei Systeme genau dann die gleiche empirische Temperatur haben, wenn sie sich im thermischen Gleichgewicht befinden.
Messung der Temperatur
Messung durch Kontakt
Die Temperaturmessung erfolgt mit Hilfe von Thermometern oder anderen wärmesensitiven Messgeräten. Bei Messungen mit massebehafteten Sensoren ist der Wärmeleitung besonders Rechnung zu tragen: Man muss genügend lange warten, bis diese Temperatur-Angleichung im Rahmen der gewünschten Messgenauigkeit eingetreten ist. Andererseits können dabei andere Einflüsse wirksam werden (z.B. Wärmestrahlung, eigener Atem). Die Messgenauigkeit wird bei den feinsten Methoden durch die Brownsche Molekularbewegung begrenzt, bei der Lufttemperatur aber meist durch lokale Turbulenzen.
Die Temperaturerfassung durch Kontakt ist in vier Teilbereiche aufzuteilen:
#die mechanische Erfassung mittels
# - Gas- oder Flüssigkeitsthermometer (z.B. traditionelle Quecksilber- oder Alkoholthermometer)
# - Bimetallthermometer
# - Temperaturmessfarben (auch thermochromatische Farben; Farbumschlag bei einer bestimmten Temperatur)
# - Seeger-Kegel (Formkörper, die ihre Festigkeit und dadurch ihre Kontur bei einer bestimmten Temperatur ändern)
#die resistiven Temperaturaufnehmer (Widerstandsthermometer)
#die Thermoelemente
#die indirekte, erfahrungsgestützte Messung über tabellierte Stoffdaten (zum Beispiel umgekehrte Schmelzpunktbestimmung)
Schmelzpunktbestimmung
Messung durch elektromagnetische Strahlung
Die Temperatur kann indirekt durch die Wärmestrahlung mit einem Pyrometer gemessen werden. Durch diese ist auch eine Thermografie möglich, also eine Farbanzeige oder Hell-Dunkel Darstellung der Temperatur von Flächen und Räumen wie im Bild zur Linken, welches einem Kaffeeautomaten zeigt. Gut erkennbar ist hierbei auch die thermische Spiegelung.
Eine andere Art der Temperaturmessung durch elektromagnetische Strahlung auch anderer Wellenlängenbereiche bieten die Bolometer.
Siehe hierzu auch Messgeräte, Messtechnik, Messung und Kategorie Temperaturmessung
Temperaturskalen und ihre Einheiten
SI-Einheit
Die SI-Einheit der thermodynamischen Temperatur (Formelzeichen: T) ist Kelvin (Einheitenzeichen: K). Ein Kelvin ist der 273,16te Teil der thermodynamischen Temperatur des Tripelpunktes von Wasser, bei dem dessen feste, flüssige und gasförmige Phase koexistieren. Der Nullpunkt der Kelvinskala liegt beim absoluten Nullpunkt. Es ist üblich und nützlich Temperaturdifferenzen immer in Kelvin anzugeben.
Nicht-SI-Einheiten
Die empirische Temperatur (Formelzeichen: ; gelegentlich auch t), auch als Celsiustemperatur bezeichnet, da in Grad Celsius (Einheitenzeichen: °C) angegeben, ergibt sich damit aus der thermodynamischen Temperatur durch
:.
Temperaturdifferenzen können vom Prinzip her auch in Grad Celsius angegeben werden, das den gleichen Skalenabstand aufweist wie die Kelvin-Skala, dessen Nullpunkt sich aber auf den Gefrierpunkt von Wasser beim Normaldruck (mittlerer Luftdruck auf Meereshöhe) bezieht. Der so festgelegte Gefrierpunkt liegt gerade 0,01 K unterhalb der Temperatur des Tripelpunktes von Wasser.
In den USA ist die Fahrenheit-Skala mit der Einheit Grad Fahrenheit (Einheitenzeichen: °F) immer noch sehr gebräuchlich. Die absolute Temperatur auf Fahrenheit-Basis wird mit Grad Rankine (Einheitenzeichen: °Ra) bezeichnet. Die Rankine-Skala hat den Nullpunkt wie die Kelvin-Skala beim absoluten Temperaturnullpunkt, im Gegensatz zu dieser jedoch die Skalenabstände der Fahrenheit-Skala.
Temperaturskalen
Eine Temperaturskala ist eine Methode der Angabe einer Temperatur in einer Skala und damit der Bestimmung der jeweiligen Messtemperatur in Bezug zu einem Vergleichswert. Zu ihrer Erstellung werden immer mindestens zwei Fixpunkte benötigt. Diese legt man bei bestimmten temperaturabhängigen Eigenschaftsänderungen von Stoffen oder auch anderen Messergebnissen fest. Die häufigsten Fixpunkte sind hierbei der absolute Temperaturnullpunkt, sowie der Schmelzpunkt und Siedepunkt von Wasser. Ausgehend von diesen Fixpunkten wählt man einen Gradabstand für die Größe des Intervalls zwischen zwei Graden und kann auf diese Weise eine Maßeinheit für die Temperatur definieren. Es ist dabei jedoch wichtig, dass der Temperaturbereich zwischen den gewählten Fixpunkten einen konstanten Anstieg aufweist, da man ansonsten unterschiedlich große Gradabstände erhält, je nachdem ob die betrachtete Temperatur näher oder ferner von einem der Fixpunkte liegt. Die bekanntesten Temperaturskalen mit ihren verschiedenen Charakteristika sind in den folgenden Tabellen dargestellt. Die heute gültige Temperaturskala ist die "International Temperature Scale of 1990" (ITS-90).
:¹ Einige Werte dieser Tabelle sind gerundet
:² Übliche Körpertemperatur ist 36.8 °C ± 0.7 °C, oder 98.2 °F ± 1.3 °F
Ein Programm zur automatischen Temperaturumrechnung ist in den Weblinks zu finden.
Ausgewählte Temperaturen
Spezifische Stoffwerte können den entsprechenden Artikel wie beispielsweise Siedepunkt und Schmelzpunkt entnommen werden. Ein Vergleich der Größenordnung von Temperaturen der Kelvin-Skala ist gesondert dargetellt.
Siehe auch
- Kategorie Schwellenwerte der Temperatur
- Absolute Temperatur
- Kritische Temperatur
- Curie-Temperatur
- Debye-Temperatur
- Boyle-Temperatur
- Dopplertemperatur
- Oberflächentemperatur
- Rekristallisationstemperatur
- Potenzielle Temperatur
- Virtuelle Temperatur
- Temperaturresistenz
- Tagesmitteltemperatur
- Wärmekapazität
Weblinks
- [http://www.chemie.fu-berlin.de/chemistry/general/units.html#temp Temperatur-Umrechnung]
- [http://www.temp-web.de/modules.php?name=Content&pa=showpage&pid=26 Informationen rund um die Temperatur]
- [http://www.its-90.com/ Website der ITS-90 (engl.)]
- [http://www.marco-burmeister.de/index_frameaufbau.html?helferlein_temperatur_grad Umrechnungen zw. den Temperaturskalen Celsius, Fahrenheit, Kelvin, Rankine, Réaumur (Online)]
Kategorie:Physikalische Größe
Kategorie:Thermodynamik
Kategorie:Temperaturmessung
ja:温度
ko:온도
th:อุณหภูมิ
Volumen
Das Volumen (Formelzeichen: V) ist der räumliche Inhalt eines Körpers.
Die SI-Einheit für das Raummaß ist das Kubikmeter (Einheitenzeichen m3). Vereinzelt liest man noch die veralteten Abkürzungen cbm für m³ und ccm für cm³. Die Schreibweise m^3 sollte nur noch dann benutzt werden, wenn das Anzeigesystem keine hochgestellten Exponenten anzuzeigen vermag.
Geschichte
Die ersten bekannten Formeln zur Volumenbestimmung (auch Stereometrie) stammen schon aus dem frühen Ägypten. Das Moskauer Papyrus ist eine Sammlung von Rechenaufgaben und ist etwa auf das Jahr 1850 v. Chr. datiert. Unter anderem sind hier die Formeln für die Bestimmung der Volumina für Rechteckkegel beschrieben.
Die Bestimmung wurde durch Analyse und anschließender Synthese erreicht. Das heißt, der Körper wurde in mehrere bekannte Körper zerlegt und die Einzelvolumina addiert.
Messmethoden
Im Laufe der Zeit haben sich ganz unterschiedliche Methoden zur Bestimmung von Volumina entwickelt:
- Auslitern: Der Körper wird mit Sand oder Wasser gefüllt, dessen Menge anschließend in einem bekannten Gefäß bestimmt wird; somit lässt sich bei Gefäßen das Volumen ihres Innenraumes bestimmen.
- Wasserverdrängung: Der Körper wird in ein vollständig mit Wasser gefülltes Gefäß eingetaucht. Das übertretende Wasser wird anschließend in einem bekannten Gefäß gemessen.
In der Theorie kann aus bekannten Ausmaßen und Form des Körpers ebenfalls das Volumen durch Rechnung nach für den entsprechenden Körper gültigen Formeln bestimmt werden:
Beispiele:
- Quader mit den Kanten a,b und c:
- Würfel mit der Kantenlänge a:
- Kugel mit dem Radius r:
- Rotationskörper der Funktion f(x) bei Rotation um die x-Achse:
- Körper, bei Schnitten orthogonal zur x-Achse Hat ein Körper die stetige Querschnittsfunktion x-> f(x) mit x im Intervall(a;b) dann hat er das Volumen:
- Zylinder mit der Grundfläche A und der Höhe h:
- Kegel mit der Grundfläche A und der Höhe h:
Sonstiges
Auch außerhalb der Mathematik findet sich der Begriff Volumen, z.B. im
- Haarvolumen (Fülle des Haars)
- Teil (eigentlich: "Band") eines mehrbändigen Werkes im (Buchwesen), abgeleitet vom englischen "volume"
- Menge von Daten in Bezug auf Transferkapazität oder Speicherplatz (Informatik)
- Zu den Grenzen des Volumenbegriffs der Mathematik bei Verwendung in der tatsächlichen Welt siehe Banach-Tarski-Paradoxon und Maßtheorie
Kategorie:Raumgeometrie
Kategorie:Analysis
Kategorie:Physikalische Größe
ja:体積
simple:Volume
Thermometer
Ein Thermometer ist ein Messgerät zur Erfassung der Temperatur. Erfunden wurde das erste auf Schwerkraft und Dichte basierende Thermometer - das Galileo-Thermometer - 1592 von Galileo Galilei. Man unterscheidet nach Aufbau und/oder verwendetem Sensor:
- Ausdehnungsthermometer (Bsp.: Quecksilberthermometer/Bimetall)
- Gasthermometer (Temperaturmessung wird auf eine Druckmessung zurückgeführt)
- Dampfdruckthermometer (Zusammenhang zwischen Dampfdruck einer Flüssigkeit und der absoluten Temperatur - Clausius Clapeyron)
- Widerstandsthermometer (Bsp.: Thermometer mit Pt100-Fühlern)
- Thermoelemente (Bsp.: Thermometer mit NiCrNi-Fühlern)
- Halbleiter-Thermometer (Bsp.: Thermometer mit PTC-Fühlern) und
- Strahlungsthermometer (Pyrometer).
- Ramanthermometer basierend auf der Ramanspektroskopie
- Einen Sonderfall der Strahlungsthermometer stellen die Thermografie-Kameras dar.Thermografie-Kameras Sie ergeben flächenmäßige Temperaturdiagramme (Thermobilder) die in der Medizin, Technik und Architektur verwendet werden.
- Fieberthermometer sind Thermometer die zum Erkennen einer veränderten Körpertemperatur verwendet werden. Früher meist Ausdehnungsthermometer heute zunehmend elektronisch.
Kategorie:Messgerät
Kategorie:Temperaturmessung
Kategorie:Meteorologische Messgeräte
simple:Thermometer
HygrometerDas Hygrometer ist ein Messinstrument zur Bestimmung der Luftfeuchtigkeit, also des Wasserdampfgehaltes der Luft.
Messgeräte und Messverfahren
Luft]
Absorptionshygrometer
Absorptionshygrometer enthalten ein hygroskopisches (wasseranziehendes) Material, dessen Eigenschaften sich durch die Feuchtigkeit ändern. Am bekanntesten ist das Haarhygrometer. Es enthält ein Haar, das sich bei Feuchtigkeit ausdehnt. Der Längenunterschied bei völlig trockener Luft (0 % Luftfeuchtigkeit) und gesättigter Luft (100 %) beträgt dabei etwa 2,5 %. Früher kamen dabei Menschen-, Schaf- oder Pferdehaare zur Anwendung, heute werden auch Kunstfasern verwendet. Die traditionellen Wetterhäuschen sind im Prinzip Haarhygrometer.
Eine andere Möglichkeit ist Messung der Gewichtszunahme bei der Einlagerung von Wasser. Moderne elektronische Absorptionshygrometer basieren auf der Veränderung des elektrischen Widerstands oder der elektrischen Kapazität einer Schicht eines hygroskopischen Kunststoff-Polymers.
dient der Bilderpositionierung, bitte nicht entfernen
Taupunkt-Hygrometer
Die Bestimmung des Taupunkts ist ein vergleichsweise aufwändiges, aber präzises Messverfahren. Dazu wird ein Spiegel soweit abgekühlt, bis sich die Luftfeuchtigkeit auf ihm niederschlägt. Mit einer Lichtquelle und einem Photosensor wird der Moment der Kondensation bestimmt. Aus der Temperatur, die der Spiegel zu diesem Zeitpunkt hat, kann die Luftfeuchte berechnet werden.
Psychrometer
Siehe Psychrometer.
Weitere Verfahren
- Bei chemischen Hygrometern ändern sich Eigenschaften eines Materials aufgrund der chemischen Reaktion mit Wasser, zum Beispiel in Form von Farbänderungen, die auf Teststreifen abgelesen werden können.
- Optische Hygrometer bestimmen die Luftfeuchte durch die Messung der Absorption von Licht mit einer bestimmten, für Wasserdampf charakteristischen Wellenlänge oder durch Messung der Änderung der Brechzahl.
Daneben gibt es noch eine Reihe weiterer Möglichkeiten, die Luftfeuchtigkeit zu bestimmen, die aber vergleichsweise selten angewendet werden. Alle Verfahren haben ihre Vor- und Nachteile, das optimale Hygrometer für alle Anwendungen gibt es nicht.
Siehe auch: Coulometrischer Feuchtesensor, Hygrograph
Geschichte
Das erste Haarhygrometer wurde 1783 von Horace-Bénédict de Saussure demonstriert. Er benutzte dazu ein blondes Frauenhaar. Um 1820 gelang die Messung der Luftfeuchtigkeit über den Taupunkt, 1887 konstruierte R. Assmann das erste Psychrometer.
Weblinks
Kategorie:Messgerät
Kategorie:Meteorologische Messgeräte
BarometerEs findet eine Übersetzung aus dem französischen Artikel mit dessen Anpassung und einer letztendlichen Zusammenführung statt. Mithilfe erwünscht.
----
Übersetzung aus dem französischen Artikel
Ein Barometer ist Messgerät zur Bestimmung des Luftdrucks und findet in einer Vielfalt unterschiedlichster Formen und Typen meist in der Meteorologie Anwendung. Es handelt sich folglich um eine spezielle Gruppe von Druckmessgeräten. Eine Weiterentwicklung des Barometers ist der Barograph, der die zeitliche Entwicklung des Luftdrucks an einem Ort schriftlich oder elektronisch erfasst.
Etymologie
Der Begriff „Barometer“ wurde 1665-1666 durch den irischen Naturforscher Robert Boyle eingeführt. Er leitet sich vom griechischen báros „Schwere, Gewicht“ und métron „Maß“ ab, steht also für die Messung des Gewichtes der Luft.
Geschichte
Die Anfänge von Galilei
griechischen
Zur Zeit Galileis, etwa um 1635, wurden die Ingenieure und Brunnenbauer von Florenz beauftragt, umfangreiche Bewässerungsanlagen in den Gärten des Palastes zu erbauen. Sie installierten Saugpumpen, stellten aber erstaunt fest, dass diese nicht in der Lage waren, Wasser in eine Höhe von über 18 Klaftern, also etwa 10 Meter, anzusaugen. Galilei wurde eingeschaltet und beschrieb das Problem 1638 in seinen Discorsi e dimostrazioni matematiche, aber er stirbt 1642, ohne die Gelegenheit zur Ausarbeitung einer Lösung für dieses Problem gehabt zu haben.
In seinen Aufzeichnungen, bereits aus dem Jahr 1614, ist zu lesen, dass er zwar über das Gewicht der Luft nachdachte und dieses als den 660ten Teil des Gewichts des Wassers bestimmte, allerdings hatte er hieraus keine weiteren Schlüsse gezogen. Die Idee, dass die Flüssigkeit nicht von der Pumpe angezogen, sondern durch einen Druck in diese hineingetrieben wurde, stand im Widerspruch zu den Dogmen jener Zeit. Diese besagten, dass das Wasser aufstiege, weil die Natur „Abscheu vor der Leere“ (lat. horror vacui) habe.
Erfindung des Quecksilber-Barometers durch Torricelli
horror vacui
Evangelista Torricelli folgte Galilei als Physiker am Hofe des Grafen von Toskana nach dessen Tod. Er nahm die Studien seines Vorgängers wieder auf und führte Experimente durch, um zu beweisen, dass der Luftdruck für das Aufsteigen von Wasser in einen luftleeren Raum verantwortlich ist. Um keine Wassersäulen von 10 Metern Höhe verwenden zu müssen, nutzte er für seine Versuche Quecksilber, das die 13,6-fache Dichte von Wasser besitzt. Er füllte damit ein langes Glasrohr, verschloß dieses mit einem Finger, drehte es um und taucht es in ein mit Quecksilber gefülltes Becken. Dabei stellte er fest, dass das Rohr sich nicht vollständig leert, und dass immer eine bestimmte Quecksilbersäule bestehen blieb. Diese war ungefähr 76 cm hoch, unabhängig davon, wie weit er das Rohr ins Becken tauchte.
Er schloß daraus, dass der Luftdruck eine Kraft auf die Oberfläche des Beckens ausübt, die das Gewicht der Quecksilbersäule ausgleicht, und dass es diese Kraft ist, die das Wasser in den Pumpen bis etwa 10 Meter, aber eben nicht höher, aufsteigen ließ. Er stellte zudem fest, dass die Quecksilbersäule sich mit der Zeit änderte und dass eine Abnahme der Höhe einer Schlechtwetterperiode vorausging. Damit erfand Torricelli im Jahre 1643 das Barometer.
Da das offene Reservoir denkbar ungeeignet für den Transport des Messinstruments war, wurden verschiedene andere Lösungen erwogen. Man stellte zum Beispiel lederne poröse Reservoirs her, die an das Rohr angeschlossenen wurden, und die eine kleine Menge Quecksilber enthielten.
Sir Robert Boyle bog das Barometerrohr nach oben, was zu einem „Siphon-Rohr“ führt, wie es auch heute noch verwendet wird.
Der französische Physiker René Descartes (1596-1650) verbessert das System von Torricelli, indem er eine Papierskala hinzufügte. Er ist zudem der Erste, der die Idee verbreitet, dass der Luftdruck mit der Höhe abnimmt.
Blaise Pascal und der Luftdruck
Der Luftdruck führt dazu, dass sich eine Quecksilbersäule von etwa 76 cm Höhe bildet, er reicht aber nicht aus, um den luftleeren Raum darüber zu füllen. Um das Jahr 1640 ist die Frage, ob Luft ein Gewicht besitzt, unter den Wissenschaftlern eines der meistdiskutierten Themen.
Blaise Pascal wiederholte das Experiment von Torricelli und glaubte wie Descartes, dass, wenn die Luft ein Gewicht hätte, das Quecksilber weniger hoch aufsteigen müsste, wenn man das Experiment in größerer Höhe durchführen würde. Dies bestätigte sich auch, wenn auch mit sehr geringer Genauigkeit, auf der Spitze des 52 Meter hohen Turms von Saint-Jacques in Paris. Mit der Hilfe seines Schwiegersohns, der am Fuße des Puy-de-Dôme wohnte, wiederholte er das Experiment am 19. September 1648. Er führt das Experiment in verschiedenen Höhen durch und stellt fest, dass die Höhe der Quecksilbersäule mit zunehmender Seehöhe tatsächlich abnimmt.
Später benannte man die SI-Einheit für den Druck nach ihm als Pascal, was einem Newton pro Quadratmeter entspricht.
Magdeburger Halbkugeln
Otto von Guericke konnte 1663 den Luftdruck mit den Magdeburger Halbkugeln nachweisen und erlangte damit vor allem in Deutschland Bekanntheit. Es handelt sich dabei um zwei dicht aneinanderliegende halbe Hohlkugeln, die auch durch entgegen gesetzt ziehende Pferdegespanne, sobald die Luft zwischen den Hohlkugeln evakuiert worden war, nicht mehr voneinander getrennt werden konnten. Nach diesem Prinzip arbeiten auch heute noch Unterdruckkabinen.
Spätere Entwicklung
Erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Barometer von Instrumentenherstellern, Optikern und Uhrmachern hergestellt, zunächst zu wissenschaftlichen Zwecken, dann auch für den Hausgebrauch. Ab 1870 wurden auf den Skalen meteorologische Bezeichnungen hinzugefügt (gutes Wetter, wechselhaft, etc.).
Was Entdeckungen angeht, so spielt der Zufall manchmal mit. Im Jahre 1675 macht der Abt Picard, der nachts ein Quecksilberbarometer transportiert, eine merkwürdige Entdeckung. Bei jeder Bewegung erschien ein bläuliches Licht aus dem Rohr. Dieses Phänomen wurde von Francis Hauksbee, einem Schüler von Boyle, untersucht, aber es wurde zu dieser Zeit noch keine befriedigende Erklärung gefunden. Aber diesem Zeitpunkt beginnt man, erste Untersuchungen über elektrische Entladungen in hoch verdünnten Gasen anzustellen. Man weiß heute, dass es Reibungen von Quecksilberatomen an der Glaswand sind, die diese Lichterscheinung bewirken.
Typen
Flüssigbarometer
Francis Hauksbee
Flüssigbarometer bestehen aus einem mit einer Flüssigkeit gefüllten, senkrechten Rohr, das am oberen Ende luftdicht verschlossen ist. Das untere Ende taucht in ein Vorratsgefäß, das ebenfalls die jeweilige Flüssigkeit enthält. Durch sein Eigengewicht fließt die Flüssigkeit aus dem Rohr, wobei am oberen Ende ein Unterdruck entsteht. Der Luftdruck wirkt dem entgegen, so dass die Flüssigkeitssäule bei einer bestimmten Höhe zur Ruhe kommt.
Quecksilberbarometer
Unterdruck
Unterdruck
Am häufigsten wird hierbei Quecksilber als Flüssigkeit genutzt, wobei man in diesem Fall von einem
Quecksilberbaromete spricht. Bei Normalbedingungen erreicht Quecksilber eine Höhe von 760 mm, so dass für genaue Ergebnisse der abgelesene Wert rechnerisch auf die Standardbedingungen korrigiert werden muss, wobei es zu beachten gilt, dass sich Quecksilber und Glasrohr bei einer Temperaturerhöhung ausdehnen:
dient der Bilderpositionierung, bitte nicht entfernen
- - tatsächlicher Druck
- - abgelesener Druck
- - Raumtemperatur in °C
- Ausdehnungskoeffizient von Quecksilber: 0,000182
- für genaue Messungen sind noch die geografische Breite und die Höhe zu berücksichtigen
Quecksilber wird verwendet, weil durch sein hohes spezifisches Gewicht das Rohr kurz gehalten werden kann. Zum Vergleich müsste das Rohr bei Wasser etwa 10 Meter lang sein. Zum anderen verdunstet nur sehr wenig Quecksilber, trotz des Vakuums am oberen Ende des Rohres.
Das erste Quecksilberbarometer wurde 1643 von Evangelista Torricelli erfunden. Er beobachtete, dass sich die Höhe der Quecksilbersäule täglich veränderte und schloss daraus, dass sich auch der Luftdruck entsprechend ändert. Nach ihm wurde eine Einheit zur Messung des Luftdrucks (1 Torr = 1 mm Hg, entspricht ca. 133,32 Pa) benannt.
Goethe-Barometer
Das Prinzip eines Flüssigkeitsbarometers wird auch in leicht abgewandelter Form bei einem so genannten Goethe-Barometer genutzt, welches man auch als Goethe-Glas, Goethe-Wetterglas, Donnerglas oder Wetterglas bezeichnet. Hierbei handelt es sich um ein mit einer Flüssigkeit gefülltes, meist dekoratives Gefäß, welches an der Unterseite einen nach oben gestülpten und zur Atmosphäre hin offenen Schnabelhals besitzt, während das Hauptgefäß selbst gegenüber dem Luftdruck abgeschlossen ist. Bei niedrigem Luftdruck steigt daher der Flüssigkeitskeitspegel im Schnabelhals und sinkt dementsprechend bei hohem Luftdruck. Zwar hatte Goethe ein solches Barometer in seinem Besitz, jedoch war er nicht der Erfinder dieses Barometertyps, wobei jedoch unklar ist, wann und von wem es tatsächlich entwickelt wurde.
Goethe
Goethe
Dosenbarometer
Bei Dosenbarometern, auch Aneroid-Barometern, wird eine dosenartiger Hohlkörper aus dünnem Blech durch den Luftdruck verformt. Eine derartiger Hohlkörper wird nach seinem Erfinder Lucien Vidie (1805-1866) auch Vidie-Dose genannt. Bessere Barometer oder Barographen benutzen einen Stapel von bis zu acht derartiger „Dosen“ übereinander, um die Empfindlichkeit der Messung zu erhöhen. Über eine Mechanik wird diese Verformung, bei steigendem Luftdruck eine Verdichtung und bei sinkendem Luftdruck eine Ausdehnung, auf einen Zeiger übertragen.
Ein Problem hierbei ist die Temperaturempfindlichkeit eines solchen Systems. Da sich in der Vidie-Dose befindliche Luft bei Erwärmung ausdehnen würde, wird innerhalb der Dose ein Vakuum erzeugt. Doch auch die Bestandteile der Dose selbst zeigen eine thermische Volumenausdehnung und für ihren Bau werden daher spezielle Legierungen verwandt, bei denen mehrere Komponenten sich nach ihrem Temperaturverhalten her gegenseitig kompensieren und auf diese Weise den störenden Effekt einer Wärmeausdehnung reduzieren, wobei es jedoch trotzdem temperaturbedingte Messfehler gibt. Ein Druckmikrofon arbeitet ebenfalls nach diesem Prinzip.
Sturmglasbarometer
Das Sturmglasbarometer, erfunden und realisiert von Admiral Robert FitzRoy, Gründer der meteorologischen Abteilung des Britischen Handelsministeriums, funktioniert auf gänzlich anderer Grundlage. Eine alkoholische Lösung von Campher reagiert mit Kristallbildung auf Luftdruck- und Temperaturänderung. Eine klare Lösung steht hierbei für „gutes Wetter“ (hoher Luftdruck) und eine trübe Flüssigkeit signalisiert „schlechtes Wetter“ (niedriger Luftdruck).
Verwendung
Barometer werden meist in der Meteorologie verwendet und gehören hier als Standardinstrument zu nahezu jeder Wetterstation. Da der Luftdruck mit der Höhe abnimmt, dienen sie auch als Höhenmesser (Altimeter) in Flugzeugen. Wird nicht der Luftdruck der Erdatmosphäre, sondern ein künstlich erzeugter Über- oder Unterdruck gemessen, so spricht man von einem Manometer. Ein weiteres verwandtes Gerät ist das Variometer, das über die Veränderung des Luftdruckes eine Höhenänderung anzeigt (siehe auch Hypsobarometer, Höhenschreiber und Luftdruckmessung in der Luftfahrt). Der Verlauf einer Luftdruckänderung wird mit Barographen aufgezeichnet.
Oft werden Barometer, meist minderer Qualität, in den mittleren Breitengraden als „Wetteranzeigen“ verwendet, da sich Luftdruckänderungen und „schlechtes“ bzw. „gutes“ Wetter hier gegenseitig teilweise bedingen. Grund hierfür ist, dass der Frontendurchzug dynamischer Tiefdruckgebieten eine typische Luftdruckänderung zur Folge hat. Ein steigender Luftdruck wird dabei als Anzeichen für gutes Wetter und ein fallender Luftdruck als Anzeichen für schlechtes Wetter interpretiert. Da diese Tendenzen jedoch nur in bestimmten Fällen meteorologisch zu rechtfertigen sind und auch Schlechtwetterereignisse mit einem steigenden Luftdruck einher gehen können, stellen diese nur eine sehr grobe „Wettervorhersage“ dar.
In Kombination mit anderen Messgeräten finden Barometer in Aerographen und allgemein Wetterstationen Verwendung.
Weblinks
- [http://www.barometerworld.co.uk Das Barometer World Museum mit über 100 historischen Barometern in Merton, Devon]
- [http://www.freunde-alter-wetterinstrumente.de Die Freunde der alten Wetterinstrumente]
- [http://www.tomlom.de/flasche/flasche.html Eine Sammlung von Wettergläsern auch Goethebarometer genannt; dazu weiter Erläuterungen zur Geschichte des Wetterglases]
Kategorie:Messgerät
Kategorie:Meteorologische Messgeräte
Kategorie:1643
ja:気圧計
Absoluter NullpunktDer Absolute Nullpunkt (Formelzeichen T0) ist die theoretisch tiefste mögliche Temperatur, die als 0 Kelvin definiert ist, was minus 273,15 Grad Celsius oder minus 459,67 Grad Fahrenheit entspricht, aber nach dem dritten Hauptsatz der Thermodynamik (Nernst-Theorem) niemals exakt erreicht werden kann. Andererseits ist es nach der Thermodynamik durchaus möglich, Temperaturen zu erreichen, die dem absoluten Nullpunkt beliebig nahe kommen. Wissenschaftler konnten schon kleine Proben bis auf wenige Milliardstel Kelvin über den absoluten Nullpunkt abkühlen.
Die Temperatur eines Körpers wird durch die Bewegungsenergie seiner Atome bzw. Moleküle hervorgerufen, welche in der Maxwell-Boltzmann-Verteilung beschrieben wird. Je schneller sich die Teilchen bewegen, desto höher ist die Temperatur des Körpers, und je langsamer sie sich bewegen, desto geringer ist demnach wiederum dessen Temperatur. Der absolute Nullpunkt ist erreicht, wenn die Bewegungsenergie der Teilchen eines Körpers gleich der so genannten Nullpunktsenergie ist, die aus prinzipiellen quantenmechanischen Gründen nicht unterschritten und nicht aus dem System entfernt werden kann.
In der Nähe des absoluten Nullpunkts kommt es zu verschiedenen Effekten. Metalle zeigen Supraleitung und Helium sowie einige andere Gase zeigen ein Phänomen, das Superfluidität genannt wird. Dabei kondensieren sie zu einer Flüssigkeit, die keine Viskosität besitzt.
Der absolute Nullpunkt ist die Basis der Kelvin-Skala, wobei seine Existenz und sein extrapolierter Wert aus dem Gesetz von Gay-Lussac ableitbar sind.
Geschichte
Guillaume Amontons fand 1699 heraus, dass sich das Volumen einer Gasmenge proportional mit ihrer Temperatur verändert. Das führte zunächst zu verschiedenen Hypothesen, wonach es einen absoluten Nullpunkt geben müsse, bei dem das Volumen der Gasmenge gleich Null wäre, oder die Gesetzmäßigkeit der Volumenverkleinerung gelte bei flüssigen Gasen nicht mehr. Dann könne man die Temperatur beliebig weit absenken. William Thomson entdeckte 1848, dass nicht die Volumenverkleinerung für diese Frage entscheidend ist, sondern der Energieverlust. Hierbei ist es auch unerheblich, ob es sich um Gase oder feste Stoffe handelt. William Thomson schlug vor, eine neue, absolute Temperaturskala zu definieren. Diese hat keine negativen Werte, beginnt bei 0 (entspricht – 273,15 Grad Celsius) und steigt in Schritten zu je ein Grad Celsius an. Die Einheit für diese Temperaturskala wurde zunächst Grad A (A für absolut) genannt, später Grad K (K für Kelvin).
Kategorie:Thermodynamik
Kategorie:Schwellenwert (Temperatur)
ja:絶対零度
ko:절대 영도
Kategorie:MannDiese Kategorie dient dazu, Abfragen z. B. nach allen männlichen Nobelpreisträgern durchführen zu können.
Man kann zusammen mit der :Kategorie:Frau die Gesamtzahl der kategorisierten Biografien in der Wikipedia ermitteln.
Eine genauere Beschreibung und Hinweise zur diesbezüglichen Kategorisierung befinden sich in :Kategorie:Person.
Kategorie:Personen nach Geschlecht
♂
Kategorie:Franzose
Kategorie:Frankreich
Kategorie:Personen nach Nationalität
ja:Category:フランスの人物
ko:분류:프랑스 사람
|