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Guillaume Farel

Guillaume Farel

Guillaume Farel (
- 1489 in Gap in der Dauphiné; † 13. September 1565 in Neuenburg) war ein Reformator der französischen Schweiz sowie Vorgänger und Mitarbeiter Johannes Calvins. Farel wandte sich während seiner Studienzeit in Paris unter Jacques Lefèvre d'Étaples dem Evangelium zu und ging 1521 nach Meaux, vom Bischof Guillaume Briçonnet, einem Freund gemäßigter Reform, berufen. Von da 1523 vertrieben, begab er sich nach Straßburg, Zürich, Bern und Basel. Seine öffentliche Disputation in letztgenannter Stadt über die Unterscheidungslehren der römischen und protestantischen Kirche (1524) endete mit einem glänzenden Sieg über seine Gegner. Dennoch erzwangen dieselben bald darauf seine Entfernung. Farel reformierte seitdem in Montbéliard (1525), Aigle (1526), in der ganzen südwestlichen Schweiz, vorzugsweise in Neuenburg, wo 1530 die neue Lehre eingeführt wurde. In Genf konnte er erst 1533 festen Fuß fassen und verteidigte bei dem Religionsgespräch im Januar 1534 dem Rat gegenüber die reformierte Lehre so siegreich, dass dieser im August 1535 die Reformation annahm. Von hoher Bedeutung für das Reformationswerk in Genf war, dass Farel 1536 den durchreisenden Calvin zum Bleiben zu bewegen vermochte. Als 1538 der Rigorismus beider Reformatoren ihre Ausweisung aus Genf bewirkt hatte, wählte Farel Neuenburg zum Hauptort seiner Tätigkeit; aber auch hier veranlasste sein rücksichtsloser Eifer Unruhen. Nach neuen Missionsreisen in Frankreich starb Farel. Seine Schriften sind meist Gelegenheitsschriften ohne theologische Bedeutung; seine Stärke war das mündliche, von glühendem Eifer eingegebene Wort. Eine Statue von Guillaume Farel steht am Genfer Reformationsdenkmal.

Siehe auch


- Bibelstudium

Weblinks


- [http://www.bbkl.de/f/farel_w.shtml Artikel im Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon]
- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D11113.html Artikel im Historischen Lexikon der Schweiz]
- [http://hzg.blogg.de/index.php?cat=Zeugnisse Europas christliches Erbe: Guillaume Farel] Farel, Guillaume Farel, Guillaume Farel, Guillaume Farel, Guillaume Farel, Guillaume Farel, Guillaume

1489

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 25. Februar: Monaco wird formell durch den französischen König durch Patentbrief anerkannt
- Der Krakauer Hochaltar wird fertiggestellt
- Der Palazzo Strozzi wird in Florenz gebaut

Geboren


- 21. Januar: Sebastian Münster, Kosmograph und Hebraist († 1552)
- Mai: Urbanus Rhegius, Reformator
- 4. Juni: Anton II., Herzog von Lothringen († 1544)
- 18. Juni: Francesco Maria Molza, italienischer Dichter († 1544)
- 24. Juni: Lorenz Fries, Würzburger fürstbischöflicher Rat, Historiker und Chronist († 1550)
- 2. Juli: Thomas Cranmer, engl. Reformator und Erzbischof († 1556) (hingerichtet)
- 10. November: Heinrich der Jüngere, Herzog zu Braunschweig-Lüneburg, Fürst von Braunschweig-Wolfenbüttel († 1568)

Gestorben


- 6. April: Hans Waldmann, diktatorischer Bürgermeister von Zürich (im Zuge einer Stadtrevolution hingerichtet) (
- 1435) ko:1489년

Dauphiné

Die Dauphiné ist eine Landschaft in Südostfrankreich östlich der Rhône, südlich von Savoyen und nördlich der Provence, die sich bis zur italienischen Grenze erstreckt. Bekannte Gegenden sind die Dauphiné-Alpen mit dem Pelvoux, das von den Tälern der Romanche, der Durance und des Drac begrenzt wird und deren Voralpen mit den regionalen Nationalparks Vercors und Grande Chartreuse. Sie sind touristisch gut erschlossen, während die flachere Niederdauphiné (Bas-Dauphiné) südöstlich von Lyon stärker landwirtschaftlich genutzt wird. Eine bekannte Stadt der Dauphiné ist Grenoble. Die Dauphiné geht auf einen eigenständigen Feudalstaat aus dem 11. Jahrhundert zurück. Ihr Name geht auf den Titel Dauphin (Kronprinz) zurück. 1349 kehrt der letzte Dauphin Humbert II., Gründer der Universität von Grenoble, von einem Kreuzzug, der seine finanziellen Mittel überfordert hatte, ohne nennenswerte Beute zurück, verkauft die Dauphiné an die französische Krone, dankt ab und nimmt die weiße Kutte der Dominikaner. Der König von Frankreich, Philippe VI. aus dem Hause der Valois, bestimmt die Dauphiné zur Ausstattung des Thronfolgers. Ein Jahrhundert später wird die Dauphiné zur Krondomäne (Domaine royal). Die Dauphiné ist eine der Wiegen der Französischen Revolution. Schon 1763 beginnt sie, sich gegen die königlichen Steuern aufzulehnen und ihre regionalen Freiheitsrechte zu schützen. 1788 verteidigen die Bewohner von Grenoble ihr Parlament erfolgreich mit Barrikaden und von den Dächern herab gegen königliche Truppen, die den Beschluss des Königs Louis XVI. durchsetzen wollen, alle souveränen Höfe des Königreichs zu schließen. Bis 1791 noch hält sich diese glorreiche Versammlung, dann wird sie endgültig und ohne Widerstand durch die Revolution aufgelöst. In diesem Jahr wird die Dauphiné in drei Verwaltungsbezirke aufgeteilt: Isère, Drôme und Hautes-Alpes. Im Zweiten Weltkrieg macht der deutsche Vormarsch an der Isère halt und die Dauphiné wird, wie auch Savoyen, eine der wichtigsten Bastionen der Résistance. Sie unterhält Lager im unzugänglichen Massiv von Vercors und unternimmt Angriffe auf die faschistischen Truppen. Nach der Invasion der Alliierten in der Normandie organisieren sich Freiwillige zu paramilitärischen Verbänden, die von den Alliierten aus der Luft mit Waffen und Material versorgt werden. Zwei reguläre deutsche Gebirgsdivisionen schließen die Widerstandsgruppen ein und treiben sie nach harten Kämpfen auseinander.

Bekannte Persönlichkeiten

Henry Beyle, bekannt unter seinem Pseudonym Stendhal. In seinem Roman "Das Leben des Henry Brulard" beschreibt er seine Kindheit und Jugend in Grenoble. Pierre du Terrail, Chevalier de Bayard, der "Ritter ohne Furcht und Tadel", der in den italienischen Kriegen des 15. Jahrhunderts wegen seiner vorbildlichen Tapferkeit bekannt wurde. Kategorie:Historisches Territorium Kategorie:Historische Landschaft Dauphine, wichtige Bastion der

13. September

Der 13. September ist der 256. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 257. in Schaltjahren). Somit verbleiben noch 109 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 81 - Domitian wird nach dem Tod seines Bruders Titus römischer Kaiser.
- 604 - Sabinianus erhält die Zustimmung von Kaiser Phokas und wird offiziell Papst.
- 1189 - Richard Löwenherz wird in der Westminster Abbey als Richard I. zum König von England gekrönt.
- 1276 - Johannes XXI. wird vom Konklave zum Papst gewählt
- 1683 - Das polnische Entsatzheer unter Jan III. Sobieski schlägt während der zweiten türkischen Belagerung Wiens die türkischen Truppen in die Flucht.
- 1745 - Franz I. Stephan wird Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.
- 1759 - Die Briten besiegen in der Schlacht auf der Abraham-Ebene die Franzosen und sichern damit die Eroberung von Québec und Französisch-Kanada.
- 1891 - Anlässlich der internationalen Elektrizitätsausstellung in Frankfurt am Main erfolgt die erste Fernübertragung elektrischer Energie mit Drehstrom über eine Entfernung von 176 km bei einer Spannung von 10.000 Volt.
- 1899 - In New York City wird Henry Bliss das erste US-amerikanische Todesopfer bei einem Autounfall.
- 1906 - Erster Luftkampf über Europa
- 1920 - Der Roman In Stahlgewittern von Ernst Jünger wird veröffentlicht.
- 1922 - In Al 'Aziziyah in Libyen wird die Rekordtemperatur von +58 °C gemessen.
- 1923 - In Madrid (Spanien) findet unter General Miguel Primo de Rivera ein Staatsstreich statt.
- 1933 - Mit der Parole „Kampf gegen Hunger und Kälte“ eröffnet Reichskanzler Adolf Hitler eine Propagandakampagne für das neue Winterhilfswerk zur Unterstützung Arbeitsloser.
- 1940 - Deutsche Bomben beschädigen den Buckingham Palast.
- 1950 - In Deutschland wird die erste Volkszählung durchgeführt: Es werden 47,3 Mio. Menschen ermittelt.
- 1951 - Das Düsseldorfer Schauspielhaus wird unter der künstlerischen Leitung und Geschäftsführung von Gustaf Gründgens eröffnet.
- 1955 - In Moskau enden Verhandlungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Sowjetunion mit einer Vereinbarung über die Rückführung der letzten 9.628 deutschen Kriegsgefangenen und der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen.
- 1959 - Die russische Raumsonde Lunik 2 schlägt als erster künstlicher Flugkörper auf dem Mond auf.
- 1968 - Albanien verlässt den Warschauer Pakt.
- 1971 - Heinrich Böll wird Präsident des internationalen P.E.N.-Clubs.
- 1972 - Als Folge des Attentats bei den Olympischen Spielen in München wird in Deutschland als Sondereinheit zur Terrorismusbekämpfung die GSG 9) gegründet.
- 1973 - General Augusto Pinochet übernimmt nach dem Putsch gegen Salvador Allende in Chile die Macht.
- 1974 - Überfall auf die franzsösiche Botschaft in Den Haag durch Mitglieder der Japanischen Roten Armee
- 1979 - Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Sri Lanka
- 1979 - Der erste bundesdeutsche Prozess gegen Neonazis endet mit der Verurteilung von sechs rechtsradikalen Straftätern zu Freiheitsstrafen zwischen vier und elf Jahren. Unter den Verurteilten ist der frühere Bundeswehr-Leutnant Michael Kühnen.
- 1988 - Der Bundesrat der Schweiz lehnt den Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft (EG) ab.
- 1990 - Die Bundesrepublik und die UdSSR unterzeichnen einen Zusammenarbeits- und Nichtangriffsvertrag. Für den Abzug der Roten Armee aus der DDR bis 1994 erhält die UdSSR 13 Milliarden DM (6,6 Milliarden Euro).
- 1993 - Abkommen Oslo I wird von Yitzhak Rabin und Yassir Arafat in Washington (D.C.) unterzeichnet.
- 2005 - Der Münchner Olympiaturm muss wegen einer Bombendrohung evakuiert werden. Bei der Bombe handelt es sich um eine Attrappe.

Katastrophen


- 1858 - Bei dem durch ein Feuer an Bord verursachten Untergang des deutschen Passagierdampfers „Austria“ sterben 471 Passagiere und Besatzungsmitglieder.
- 1939 - Der Minenkreuzer „La Tour D'Auvergne“ (Frankreich) sinkt nach der Explosion der an Bord lagernden Seeminen in Casablanca (Marokko). 215 Mann der 396 Mann starken Besatzung kommen ums Leben.
- 1997 - Namibia. Kollision einer Tupolew Tu-154 der Deutschen Luftwaffe mit einer Lockheed C-141 Starlifter der US-Luftwaffe über dem Atlantik, rund 120 km westlich von Namibia. Alle 24 Menschen an Bord der Tupolew und alle 9 der Starlifter starben.
- 1999 - In Moskau werden 130 Menschen bei der Explosion eines Hochhauses durch eine Bombe getötet.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 1475 - Cesare Borgia, italienischer Renaissanceherrscher
- 1669 - Johann Christopher Jauch, deutscher Theologe und Barockdichter
- 1682 - Theodor Christlieb Reinhold, deutscher Komponist
- 1693 - Joseph Emanuel Fischer von Erlach, österreichischer Architekt
- 1740 - Marc Antoine Berdolet, französischer Priester und Bischof
- 1750 - Friedrich Ludwig Sckell, deutscher Landschaftsgärtner Friedrich Ludwig Sckell
- 1755 - Oliver Evans, US-amerikanischer Erfinder
- 1775 - Laura Secord, kanadische Nationalheldin des Kriegs von 1812
- 1802 - Arnold Ruge, deutscher Schriftsteller
- 1813 - John Sedgwick, US-amerikanischer General der Nordstaaten
- 1813 - Valérie de Gasparin, Schweizer Schriftstellerin Valérie de Gasparin
- 1819 - Clara Schumann, deutsche Pianistin
- 1825 - Rudolf Henneberg, deutscher Maler
- 1830 - Marie von Ebner-Eschenbach, österreichische Autorin
- 1842 - Guglielmo Ciardi, italienischer Maler
- 1842 - Jan Maurycy Pawel Puzyna de Kosielsko, Kardinal und Bischof von Krakau
- 1863 - Arthur Henderson, britischer Politiker
- 1874 - Arnold Schönberg, österreichischer Komponist
- 1876 - Sherwod Anderson, US-amerikanischer Erzähler
- 1877 - Elisabeth Kuyper, deutsche Komponistin und Dirigentin
- 1877 - Wilhelm Filchner, deutscher Geophysiker und Forschungsreisender
- 1881 - Rudolf Samoilowitsch, russisch-sowjetischer Arktisforscher
- 1883 - August Zaleski, polnischer Diplomat und Politiker
- 1885 - Wilhelm Blaschke, österreichischer Mathematiker
- 1886 - Melli Beese, deutsche Pilotin und Flugzeugkonstrukteurin
- 1886 - Robert Robinson, britischer Chemiker, Nobelpreisträger 1947
- 1887 - Leopold Ruzicka, schweizerischer Chemiker, Nobelpreisträger 1939
- 1892 - Viktoria Luise von Preußen, Herzogin von Braunschweig-Lüneburg, deutsche Schriftstellerin
- 1894 - John Boynton Priestley, britischer Schriftsteller
- 1894 - Julian Tuwim, polnischer Lyriker
- 1895 - Morris Kirksey, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1898 - Roger Désormière, französischer Dirigent
- 1898 - Bernard Etté, deutscher Kapellmeister, Instrument Violine
- 1899 - Bolko von Richthofen, deutscher Historiker
- 1901 - Walter Menzel, deutscher Politiker der SPD
- 1903 - Claudette Colbert, US-amerikanische Schauspielerin
- 1904 - Richard Scheringer, deutscher Antifaschist
- 1911 - Bill Monroe, US-amerikanischer Musiker und Songschreiber
- 1916 - Dick Haymes, argentinischer Sänger
- 1916 - Roald Dahl, englischer Schriftsteller
- 1918 - Rosemary Kennedy, Angehörige des Kennedy-Clans, Schwester von John F. Kennedy
- 1922 - Charles Brown, US-amerikanischer Musiker
- 1925 - Amilcar Salomón Zorilla, peruanischer Maler
- 1925 - Mel Torme, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1929 - Nikolai Ghiaurov, bulgarisch-österreichischer Opernsänger
- 1931 - Marjorie Jackson, australische Leichtathletin und Gouverneurin von South Australia
- 1932 - Pedro Rubiano Sáenz, Erzbischof von Bogotá und Kardinal
- 1937 - Bertold Sommer, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 1938 - John Smith, britischer Politiker, Vorsitzender der Labour Party
- 1939 - Dave Quincy, britischer Musiker
- 1939 - James Johnson, US-amerikanischer Sänger
- 1939 - Richard Kiel, US-amerikanischer Schauspieler
- 1939 - Arleen Augér, US-amerikanische Sopranistin
- 1940 - Kurt Faltlhauser, deutscher Politiker der CSU, bayerischer Finanzminister
- 1941 - Ahmet Necdet Sezer, Staatspräsident der Türkei
- 1941 - Bernd Lötsch, österreichischer Biologe
- 1941 - David Clayton-Thomas, britischer Musiker
- 1941 - Knut Kiesewetter, deutscher Musiker
- 1941 - Oscar Arias Sánchez, Politiker und Staatspräsident von Costa Rica
- 1941 - Tadao Ando, japanischer Architekt
- 1942 - Jan Kanty Pawluskiewicz, polnischer Komponist
- 1944 - Hartmut Schauerte, CDU-Politiker, Mitglied des Deutschen Bundestages
- 1944 - Jacqueline Bisset, britische Schauspielerin
- 1944 - Peter Cetera, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1945 - Alain Louvier, französischer Komponist
- 1945 - Gertrude Mongella, Präsidentin des afrikanischen Parlaments
- 1947 - Elfgard Schittenhelm, deutsche Leichtathletin
- 1949 - Itamar Assumpção, brasilianischer Sänger, Komponist, Arrangeur und Schauspieler
- 1950 - Włodzimierz Cimoszewicz, polnischer Politiker
- 1952 - Johanna Schaller, deutsche Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1952 - Randy Jones, US-amerikanischer Sänger
- 1953 - Günther Krause, deutscher CDU- Politiker, DDR-Staatssekretär, Bundesminister
- 1954 - Den Hegarty, britischer Sänger
- 1955 - Andreas Staier, deutscher Cembalist und Pianist
- 1958 - Robert Millar, schottischer Radrennfahrer
- 1958 - Peter Wirnsberger, österreichischer Skirennläufer
- 1960 - Kevin Carter, Südafrikanischer Fotojournalist
- 1961 - Dave Mustaine, amerikanischer Heavy-Metal-Musiker
- 1961 - Tom Holt, englischer Fantasy-Schriftsteller
- 1965 - Zak Starkey, britischer Musiker
- 1966 - Maria Furtwängler, deutsche Schauspielerin
- 1967 - Michael Johnson, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1967 - Stephen Perkins, Schlagzeuger und Songschreiber
- 1968 - Emma Sjöberg, schwedisches Model
- 1971 - Antje Westermann, deutsche Schauspielerin
- 1971 - Goran Ivanisevic, kroatischer Tennisspieler
- 1971 - Stella McCartney, britische Modedesignerin
- 1973 - Christine Arron, französische Leichtathletin und Olympionikin
- 1976 - Reto von Arx, Schweizer Eishockeyspieler
- 1976 - Tami Kiuru, finnischer Skispringer
- 1977 - Fiona Apple, USA, Pop-Sängerin
- 1979 - Warteres Warteressowitsch Samurgaschew, russischer Ringer
- 1980 - Daisuke Matsuzaka, japanischer Baseballspieler

Gestorben


- 81 - Titus, römischer Kaiser
- 407 - Johannes Chrysostomos, Kirchenlehrer in Konstantinopel
- 1213 - Peter II., König von Aragonien
- 1248 - Kunhut aus Schwaben, böhmische Königin
- 1352 - Alberto II. della Scala, Mitregent seines Onkels Cangrande I. della Scala über Verona
- 1565 - Guillaume Farel, Reformator der romanischen Schweiz
- 1592 - Michel de Montaigne, französischer Schriftsteller
- 1598 - Philipp II., König von Spanien
- 1617 - Julius Echter von Mespelbrunn, Fürstbischof von Würzburg und Herzog in Franken
- 1632 - Leopold V., Bischof von Passau und Straßburg, Regent von Tirol
- 1650 - Ferdinand von Bayern, Erzbischof des Erzbistums Köln
- 1664 - Johann Jacob von Königsegg-Rothenfels, Domherr in Köln
- 1705 - Emmerich Thököly, Fürst von Siebenbürgen
- 1735 - Ferdinand Albrecht II., Herzog von Braunschweig
- 1759 - James Wolfe, britischer General
- 1794 - Jean-Pierre Claris de Florian, französischer Dichter
- 1806 - Charles James Fox, englischer Staatsmann und Redner
- 1808 - Katharina Elisabeth Goethe, Dichtermutter
- 1847 - Nicolas-Charles Oudinot, Marschall von Frankreich
- 1851 - Franz Raveaux, deutschen Revolutionäre der Märzrevolution
- 1871 - İbrahim Şinasi, türkischer Dichter, Schriftsteller
- 1872 - Ludwig Andreas Feuerbach, deutscher Philosoph
- 1881 - Ambrose Everett Burnside, General der Unionsarmee im Amerikanischen Bürgerkrieg
- 1885 - Friedrich Kiel, deutscher Komponist der Spätromantik und ein Musikpädagoge
- 1894 - Emmanuel Chabrier, französischer Komponist und Pianist
- 1906 - Albrecht von Preußen, preußischer Generalfeldmarschall und Regent des Herzogtums Braunschweig
- 1908 - Edmund Kretschmer, deutscher Komponist
- 1912 - Nogi Maresuke, General in der kaiserlichen Armee Japans
- 1914 - Robert Hope-Jones, bedeutender Erfinder im Bereich Orgelbau.
- 1924 - Pekka Juhani Hannikainen, finnischer Komponist
- 1928 - Italo Svevo, italienischer Schriftsteller
- 1946 - Amon Göth, KZ-Aufseher
- 1948 - Paul Wegener, deutscher Schauspieler
- 1949 - Schack August Steenberg Krogh, dänischer Arzt und Zoologe
- 1957 - Wilhelm Diess, bayerischer Erzähler, Jurist und Theaterdirektor
- 1961 - Fritz Mühlenweg, deutscher Schriftsteller
- 1970 - Emanuel Goldberg, russisch-jüdischer Feinmechaniker
- 1973 - Betty Field, US-amerikanische Schauspielerin
- 1973 - Max Fechner, Minister für Justiz der DDR
- 1977 - Kai Rosenberg, dänischer Komponist
- 1977 - Leopold Stokowski, US-amerikanischer Dirigent
- 1977 - Steve Biko, südafrikanischer Bürgerrechtler
- 1980 - Joseph Suder, deutscher Komponist und Dirigent
- 1985 - Benno Sterzenbach, deutscher Theater- und Film-Schauspieler
- 1987 - Mervyn LeRoy, US-amerikanischer Filmregisseur und Filmproduzent
- 1991 - Joe Pasternak, US-amerikanischer Filmproduzent
- 1991 - Metin Oktay, türkischer Fußballspieler
- 1993 - Christoph Delz, Schweizer Komponist und Pianist
- 1995 - Fritz Bennewitz, deutscher Theaterregisseur
- 1996 - Tupac Shakur, US-amerikanischer Rapper und Schauspieler
- 1998 - Alois Grillmeier, deutscher katholischer Theologe
- 1999 - Benjamin Bloom, US-amerikanischer Universitätsprofessor
- 2000 - Rolf Kauka, deutscher Comic-Künstler und Verleger (Vater von Fix und Foxi)
- 2001 - Carl Malsch, deutscher evangelischer Pastor
- 2001 - Charles Regnier, deutscher Schauspieler
- 2001 - Dorothy McGuire, US-amerikanische Schauspielerin
- 2001 - Jaroslav Drobny, tschechoslowakischer Tennis- und Eishockeyspieler
- 2004 - Erwin Weiss, österreichischer Komponist
- 2005 - Toni Fritsch, österreichischer Fußballer

Feier- und Gedenktage


- Johannes Chrysostomos, Bischof und Kirchenlehrer

Siehe auch

:12. September - 14. September :13. August - 13. Oktober :Historische Jahrestage - Zeitskala :Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0913 ja:9月13日 ko:9월 13일 simple:September 13 th:13 กันยายน

1565

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 8. September: Malta. Ende der türkischen Belagerung
- Adelsbund in den Niederlanden gegen die Verschärfung der Ketzeredikte durch König Philipp II.
- Arthur Golding veröffentlicht seine Übersetzung von Ovids Metamorphosen
- São Sebastião do Rio de Janeiro wird von Estácio de Sá gegründet

Geboren


- 16. Mai: Friedrich Taubmann, deutscher humanistischer Gelehrter und Dichter († 1613)
- 18. August: Ludwig II. von Nassau-Weilburg, Graf von Nassau-Weilburg († 1627)
- 17. September: Eduard Fortunat von Baden, Markgraf von Baden († 1600)
- 6. Oktober: Marie de Gournay, französische Philosophin († 1645)
- 22. Oktober: Benedikt Carpzov der Ältere, deutscher Professor der Rechtswissenschaften († 1824)
- um 1565: Paul Miki, japanischer Märtyrer († 1597)

Gestorben


- 19. Januar: Diego Laínez, Jesuit (
- 1512)
- 14. Mai: Nikolaus von Amsdorf, deutscher Reformator und Theologe zur Zeit Luthers (
- 1483)
- 13. September: Guillaume Farel, Reformator der romanischen Schweiz und Vor- und Mitarbeiter Calvins (
- 1489)
- 4. Oktober: Pier Paolo Vergerio, Lutherischer Theologe (
- um 1498)
- 5. Oktober: Lodovico Ferrari, Mathematiker (
- 1522)
- 2. November: Mechthild von Bayern, Frau des Markgrafen Philibert von Baden (
- 1532)
- 9. Dezember: Giovanni Angelo Medici, Papst von 1559 bis 1565 (
- 1499)
- 12. Dezember: Johann Rantzau, war „Dreier (dänischer) Könige Oberster Feldherr und Rat“ (
- 1492)
- 13. Dezember: Conrad Gesner, schweizerischer Arzt, Naturforscher und Altphilologe (
- 1516)
- August: Sigmund Hemmel, Komponist aus Stuttgart (
- ca. 1520) ko:1565년

Reformator

Der Begriff Reformator bezeichnet in der Kirchengeschichte eine Person, die bei der Gründung und Ausformung der evangelischen Konfessionen eine prägende Rolle spielte. Wichtige Reformatoren sind: um 925-950: Theophil bzw. Bogomil - mazedonischer Priester -> Bogomilen -> Waldenser 1140-1206: Petrus Valdes, (Petrus Waldus bzw. Petrus Valdus), Prediger -> Waldenser 1182-1226: Franz von Assisi, forderte Wandel innerhalb der Kirche, Gebot der Armut und Nächstenliebe -> Franziskaner -> Kapuziner 1320-1384: John Wyclif, übersetzt die Bibel ins Englische 1365-1416: Hieronymus von Prag, Mitstreiter und Verteidiger von Jan Hus, brachte aus England Schriften von John Wyclif nach Prag -> wurde wie Hus, wegen seiner Verteidigung, am Konzil von Konstanz hingerichtet (verbrannt). 1391-1471: Jan Rokycanský, tschechischer Priester, Schüler und Anhänger von John Wyclif, Ultraquist, Prager Kontrahent der Taboriten und ihres Anführer Jan Ziska. 1396-1415: Jan Hus, Tschechien, am Konzil von Konstanz hingerichtet (verbrannt) -> Hussiten, Böhmische Brüder, Mährische Brüder, Herrnhuter Brüdergemeine 1452-1498: Hieronymus Savonarola, italienischer Prediger und Protoreformator. Kritiker des Papstes. 1480-1541: Andreas Bodenstein genannt Karlstadt, Wittenberg -> Förderer und Mitstreiter Martin Luthers, später Differenzen (Laienreformation). Basel 1482-1531: Johannes Oekolampad, Basel -> Reformierte 1483-1546: Martin Luther, Wittenberg -> Lutheraner 1484-1531: Ulrich Zwingli, Zürich -> Reformierte 1484-1530: Niklaus Manuel Deutsch, Bern -> Reformierte 1484-1551: Joachimus Vadianus (Vadian) -> Humanist, Dichter, Arzt, Bürgermeister und Reformator in St. Gallen 1485-1548: Johannes Bugenhagen, Wittenberg -> Lutheraner 1487-1541: Wolfgang Capito, Straßburg -> Reformierte 1489-1525: Thomas Müntzer, Wiedertäufer, aktiv im deutschen Bauernkrieg 1489-1556: Thomas Cranmer, London -> Anglikaner 1489-1565: Guillaume Farel, Frankreich, Genf -> Reformierte, Waldenser 1489-1543: Urbanus Rhegius, u.a. Augsburg, Lüneburg, Braunschweig -> Lutheraner 1491-1551: Martin Bucer, Straßburg, Cambridge -> Anglikaner 1493-1552: Olavus Petri, Stockholm -> Lutheraner 1493-1555: Justus Jonas (Jodokus Koch), Halle (Saale) -> Lutheraner 1494-1536: William Tyndale, Antwerpen -> Anglikaner 1494-1561: Hans Tausen, Dänemark -> Lutheraner 1496-1562: Menno Simons, Friesland -> Mennoniten 1497-1560: Philipp Melanchthon (Schwarzerd), Wittenberg -> Lutheraner 1498-1552: Andreas Osiander, Nürnberg, Königsberg/(Preußen) -> Lutheraner, später Osiandrischer Streit mit Luther und Melanchthon um die Rechtfertigungslehre. 1499-1552: Katharina von Bora, Ehefrau und Mitstreiterin Luthers
- Johannes Brenz, 1499-1570: Württemberg, Lutheraner
- Heinrich Bullinger, 1504-1575: Zürich -> Reformierte
- John Knox, Schottland 1505-1572: -> Church of Scotland, Presbyterianer
- Johannes Calvin, 1509-1564: Genf -> Reformierte, Calvinisten, Hugenotten, Presbyterianer, Church of Scotland
- Pierre Viret, 1511-1571: Lausanne (Schweiz) -> Reformierte
- Theodore Beza, 1519-1605: Genf -> Reformierte
- Guy de Bray, 1523-1567: Niederlande -> Reformierte
- Johann Amos Comenius, 1592-1670: mährischer Pädagoge, Theologe, Philosoph -> Mährische Brüder -> Herrnhuter Brüdergemeine
- Gerrard Winstanley (1609-1676) englischer protestantischer Reformer, politischer Aktivist: True Levellers, Digger

Literatur


- Kurt Aland,
Die Reformatoren Luther - Melanchthon - Zwingli - Calvin, mit einem Nachwort zur Reformationsgeschichte, Gütersloher Verlagshaus: Gütersloh 1980, 2. Aufl., ISBN 3-579-03964-4 Siehe auch: Reformation Reformator ! Reformatoren

Schweiz

Die Schweizerische Eidgenossenschaft (franz. Confédération suisse, ital. Confederazione Svizzera, rätoroman. Confederaziun svizra, lat. Confoederatio Helvetica), kurz Schweiz, ist ein Binnenstaat in Mitteleuropa. Der Name Schweiz ist die ins Hochdeutsche übertragene Form des Kantonsnamens Schwyz, der auf die gesamte Eidgenossenschaft verallgemeinert wurde. Die Schweiz liegt zwischen Bodensee und Genfersee, Alpenrhein und Jura, Hochrhein und Alpensüdrand. Sie grenzt nördlich an Deutschland (345.7 km Grenzlänge), östlich an Liechtenstein (41.1 km) und Österreich (165.1 km), südlich an Italien (734.2 km). Der westliche Nachbar ist Frankreich mit 571.8 km gemeinsamer Grenzlänge.

In Kürze

Frankreich Die Schweiz ist geprägt von Gebirgen, Seen und Wäldern. Die Schweizer verstehen sich als «Willensnation» – sie bilden weder ethnisch noch sprachlich noch religiös eine Einheit. Ihr Zusammengehörigkeitsgefühl speist sich aus der gemeinsamen Geschichte, den gemeinsamen Mythen, gemeinsamen politischen Grundhaltungen (Föderalismus, Volksrechte) und zum Teil aus dem Gefühl, in Europa einen Sonderfall zu bilden. Der Legende nach wurde die Eidgenossenschaft am 1. August 1291 auf der Rütli-Wiese gegründet. Der 1. August ist deshalb heute Nationalfeiertag. Die Schweiz in ihrer heutigen Form als föderalistischer Bundesstaat besteht seit 1848. Sie gliedert sich in 26 Kantone. Die ständige Wohnbevölkerung beträgt 7.4 Millionen, davon sind 20.6 % Ausländer. Die Lebenserwartung beträgt 82.8 Jahre für Frauen und 77.2 für Männer (BFS, 2005). Offizielle Landessprachen sind deutsch, französisch, italienisch und rätoromanisch. 41 % der Schweizer Bürger sind römisch-katholisch und 40 % sind evangelisch-reformiert. Die Schweiz ist mit einem Bruttoinlandsprodukt von durchschnittlich 58'000 Schweizer Franken (38'000 Euro) pro Einwohner und Jahr eines der wirtschaftlich stärksten Länder der Welt. Drei Viertel der Erwerbstätigen sind im Dienstleistungssektor tätig. Die Schweiz versteht sich als aussenpolitisch neutral. Sie ist Mitglied der UNO, der EFTA, des Europarats, der WTO, nicht aber der Europäischen Union. Das Landeskennzeichen der Schweiz ist «CH», für Confœderatio Helvetica, die lateinische Bezeichnung für Schweizerische Eidgenossenschaft.

Geografie

CH Die Schweiz gliedert sich in fünf geografische Räume, die klimatisch grosse Unterschiede aufweisen: den Jura, das Mittelland, die Voralpen, die Alpen und die Alpensüdseite. 38% (14'813 km²) der Schweizer Fläche werden landwirtschaftlich genutzt. Davon sind 30.4% (12'522 km²) Wald. Überbaut sind 5.8% (2418 km²). 25.5 % (10'531 km²) – vorwiegend in den Bergen – gelten als unproduktive Naturfläche. Die maximale Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 220 km, die grösste West-Ost-Ausdehnung 348 km.

Geologie

Die geologische Struktur der Schweiz ist im Wesentlichen das Ergebnis einer Plattenkollision Afrikas und Europas während der letzten Jahrmillionen. Geologisch wird die Schweiz in fünf Hauptregionen eingeteilt: Die Alpen bestehen im Kern aus Granit, der Jura ist ein junges Faltengebirge aus Kalkstein. Zwischen dem Jura und den Alpen liegt das teils flache, teils hügelige Mittelland. Dazu kommen noch die Poebene im südlichsten Zipfel des Tessins, dem Mendrisiotto (Mendrisio), sowie die Oberrheinische Tiefebene um Basel, welche zum allergrössten Teil ausserhalb der Schweiz liegen.

Berge

Oberrheinische Tiefebene In der Schweiz gibt es insgesamt 74 Viertausender. Davon befinden sich 55 ganz in der Schweiz; 19 sind an der Grenze zu Italien. Die zwölf höchsten Berge der Schweiz befinden sich alle in den Walliser Alpen. Der höchste unter ihnen ist die Dufourspitze im Monte-Rosa-Gebirgsmassiv mit 4634 m. Die Dufourspitze ist damit gleichzeitig der höchste Punkt der Schweiz. Der im Ausland bekannteste Berg in den Schweizer Alpen ist das Matterhorn (4478 m) südlich von Zermatt. Im Berner Oberland bilden der Eiger (3970 m), der Mönch (4107 m) und die Jungfrau (4158 m) eine bekannte Dreiergruppe. Die markanten Punkte der Ostalpen sind der Piz Bernina (4049 m), der östlichste Viertausender der Alpen, und der Piz Palü (3901 m). In den Voralpen sind die Erhebungen deutlich tiefer, nicht desto weniger existieren hier bekannte Punkte, so der Luzerner Hausberg Pilatus (2032 m), der Titlis (3238 m), die Rigi (1797 m) im Kanton Schwyz oder der Säntis (2502 m) im Alpstein in der Ostschweiz. Erwähnenswert sind auch die Gebirge im Tessin. Die grösste Erhebung im Jura befindet sich in Frankreich, es ist der Crêt de la Neige mit 1718 m. Der höchste Schweizer Jura-Berg ist der Mont Tendre mit 1679 m. Der bekannteste Vertreter ist jedoch vermutlich das Chasseral (1607 m). Weitere Berge sind la Dôle (1677 m), Chasseron (1607 m) und le Suchet (1588 m). Siehe auch: Liste der Berge in der Schweiz Liste der Berge in der Schweiz]]

Seen

Die Schweiz hat aufgrund ihrer topographischen Struktur und vor allem aufgrund der Vergletscherung während der Eiszeiten viele Seen. Ein Grossteil sind kleinere Bergseen. Der grösste See der Schweiz ist der Genfersee (580.03 km²) an der französischen Grenze. Er liegt zu knapp 60 % auf Schweizer Boden. Der an Deutschland und Österreich grenzende Bodensee ist mit 536.00 km² etwas kleiner (23.73 % der Uferlänge auf Schweizer Boden). Der Lago Maggiore an der italienischen Grenze (19,28 % auf Schweizer Territorium) bildet mit 193 m ü.M. den tiefsten Punkt der Schweiz. Die grössten sich ausschliesslich in der Schweiz befindenden Seen sind der Neuenburgersee (215.20 km²), der Vierwaldstättersee (113.72 km²) und der Zürichsee (88.17 km²). Siehe auch: Liste der Seen in der Schweiz

Flüsse

Liste der Seen in der Schweiz]] Zwei der drei grössten Flüsse Europas, der Rhein und die Rhône, haben ihren Ursprung in der Schweiz. Beide entspringen im Gotthardmassiv. In der Schweiz befinden sich mehrere Wasserscheiden. Der Rhein fliesst bei Reichenau im Kanton Graubünden aus Vorder- und Hinterrhein zusammen, wobei nur der Vorderrhein tatsächlich dem östlichen Gotthardmassiv entspringt. Der Hinterrhein entspringt im weiter südlich gelegenen Rheinwald, in der Nähe des San Bernhardino-Passes an der Grenze zum Tessin. Der Rhein fliesst von Reichenau in nördlicher Richtung durch das Rheintal und bildet die Grenze zum Fürstentum Liechtenstein und dem Österreichischen Bundesland Vorarlberg bis in den Bodensee. Bei Konstanz, verlässt er den Bodensee in westlicher Richtung und bildet zu einem grossen Teil die Grenze zu Deutschland (Der grösste Teil des Kantones Schaffhausen und ein Teil des Halbkantons Basel-Stadt befindet sich nördlich des Rheins). Kurz nach Schaffhausen (Neuhausen) befindet sich der grösste Wasserfall Mitteleuropas, der Rheinfall (siehe Bild). Im weiteren Verlauf durchquert er die Stadt Basel und verlässt die Schweiz daraufhin in Richtung Norden bis er schliesslich in die Nordsee mündet. Die Rhône entspringt auf der westlichen Seite des Gotthardmassivs (Rhônegletscher) und fliesst durch den gesamten Kanton Wallis in den Genfersee. Am westlichen Seeende fliesst die Rhône durch die Stadt Genf, verlässt kurz darauf die Schweiz und mündet ins Mittelmeer. Mit Ausnahme der Engadiner und Tessiner Gewässer münden alle Gewässer der Schweiz in Rhein oder Rhône. Der Inn entspringt südlich von St. Moritz (Maloja) im Engadin (Graubünden). Er fliesst durch Silser- und Silvaplanersee in Richtung Norden und verlässt die Schweiz bei Vinadi. Er passiert die bekannten Tiroler Städte Landeck und Innsbruck und mündet im bayerischen Passau in die Donau. Der Namensgeber des Kantons Tessin, der Ticino, entspringt im südlichen Gotthardmassiv und fliesst durch die Nordhälfte des Kantons in den Lago Maggiore und verlässt damit die Schweiz. Er mündet schliesslich in den Po. Innerhalb der Schweiz hat der Rhein mit 375 km den längsten Lauf, gefolgt vom Rhein-Zubringer Aare mit 295 km (die Aare entspringt wie die Rhône im westlichen Gotthardmassiv). Die Rhône hat eine Länge von 264 km innerhalb der Schweiz. Im nördlichen Gotthardmassiv entspringt zusätzlich der aus der Schweizer Geschichte bekannte Fluss Reuss (Fluss), welcher in den Vierwaldstättersee, durch Luzern und schliesslich zusammen mit der aus Zürich kommenden Limmat in die Aare fliesst. Der wohl bekannteste Fluss des Jura ist der Le Doubs, der in Frankreich entspringt nach Norden fliesst und teils die schweiz/französische Grenze bildet, teils auf Schweizer Boden fliesst. Im Kanton Jura macht der Le Doubs einen Richtungswechsel und fliesst in südwestlicher Richtung in die Saône. Siehe auch: Liste der Flüsse in der Schweiz

Klima

Liste der Flüsse in der Schweiz Liste der Flüsse in der Schweiz Liste der Flüsse in der Schweiz Nördlich der Alpen herrscht gemässigtes mitteleuropäisches Klima, südlich der Alpen ist es eher mediterran. Das Klima ist regional jedoch sehr unterschiedlich. Dies ist bedingt durch die Höhenlage wie auch durch die geografische Lage. Während in der Innerschweiz, in den Alpen und im Tessin die durchschnittliche Regenmenge bei ungefähr 2000 mm/Jahr liegt, beträgt sie im Wallis (Rhônetal) nur 550 mm/Jahr; der trockenste Ort ist Ackersand mit 521 mm im Jahresmittel. Im Mittelland beträgt die Menge etwa 1000–1500 mm/Jahr. Die Regenmenge ist im Sommer mit Ausnahme des Rhônetals ungefähr doppelt so hoch wie im Winter. So liegt das Monatsmittel in Zürich im Januar bei 73 mm und im Juni bei 131 mm. Das Monatsmittel für Juli in Sion im Rhônetal dagegen liegt bei 40 mm und im Januar bei 61 mm (jeweils Auswertungen der Jahre 1961–1990). Die Temperaturen in der Schweiz sind primär abhängig von der Höhenlage. Generell liegt in den Niederungen die Durchschnittstemperatur im Januar bei rund -1 bis +1 °C. Im wärmsten Monat, dem Juli, liegt diese bei 16 bis 19 °C. Die Jahrestemperaturen betragen ungefähr 7 bis 9 °C. In der Magadinoebene im Tessin liegt der Durchschnittswert etwa 2 bis 3 °C höher. Im Oberengadin ist es rund 10 °C kälter. Der durchschnittlich wärmste Ort (mit einer MeteoSchweiz-Messstation) ist Locarno-Monti mit einem Jahresmittel von 11.5 °C, der kälteste auf dem Jungfraujoch mit -7.5 °C. Absolute Rekorde mass man in Grono mit 41.5 °C am 11. August 2003, beziehungsweise in La Brévine mit -41.8 °C (12. Januar 1987). Während Hagel in den Alpen, in der Romandie wie auch im Tessin ein eher seltenes Ereignis ist, war deren Intensität in der Periode 1999–2002 vor allem im Emmental, im Laufental wie auch im Toggenburg am höchsten. Es hagelte dort bis zu 60 Minuten im Jahresdurchschnitt. In den anderen Regionen beschränkt sich Hagel auf unter 30 Minuten. Nebel ist im ganzen Mittelland zu beobachten. Besonders häufig ist der Nebel entlang der Aare, der nördlichen Reuss wie auch im Thurgau, wo er vor allem im Herbst über mehrere Wochen auftreten kann. In den Tälern erscheint der Nebel seltener. Häufig auftretende Winde in der Schweiz sind der milde Föhn und die kalte Bise. Die höchste je gemessene Windgeschwindigkeit ist 285 km/h (Jungfraujoch, 27. Februar 1990). Bekannte Formen von Naturkatastrophen in der Schweiz sind Schnee- und Gerölllawinen sowie Überschwemmungen.

Flora und Fauna

30 Prozent der Landoberfläche der Schweiz sind bewaldet. In den Alpen dominieren Nadelhölzer (Tannen, Fichten, Lärchen, Arven). Die Wälder in den Alpen haben wichtige Funktionen als Lawinen- (Bannwald) und Hochwasserschutz (der Wald fängt die Regenmenge auf und gibt sie nur langsam wieder ab). Im Mittelland, im Jura und auf der Alpensüdseite unterhalb von 1000 Metern wachsen Laubmischwälder und Laubwälder. Im Tessin gibt es als regionale Besonderheit ausgedehnte Kastanienwälder, die in früheren Zeiten eine Hauptrolle bei der Ernährung der Bevölkerung spielten.

Bevölkerung

Sprachen

Kastanienwälder Der Artikel 4 der Bundesverfassung hält seit 1999 fest: «Die Landessprachen sind Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch.». Im Artikel 701 heisst es zudem: «Die Amtssprachen des Bundes sind Deutsch, Französisch und Italienisch. Im Verkehr mit Personen rätoromanischer Sprache ist auch das Rätoromanische Amtssprache des Bundes.» Im Kanton Zürich ist zusätzlich die Gebärdensprache verfassungsmässig anerkannt. Wegen der oben zitierten Verfassungsbestimmung mit vier anerkannten Landessprachen, nehmen manche Leute irrtümlich an, Schweizer sprächen vier Sprachen, was jedoch nicht der Fall ist. Wirklich viersprachig ist einzig der Bundesstaat als Institution. Bereits auf Kantons- und Gemeindeebene ist es anders: In den meisten Fällen existiert nur eine Amtssprache. Wer aus einem anderssprachigen Landesteil zuzieht, hat kein Recht darauf, in seiner angestammten Sprache mit den neuen Kantons- und Gemeindebehörden zu verkehren. Mit 63.7 % ist Deutsch (hellgrau) die meistverbreitete Sprache. Die Bevölkerung spricht aber gemeinläufig einen der vielen schweizerdeutschen Dialekte. Französisch wird von 20.4 % (blau) der Bevölkerung gesprochen. Dieser Teil des Landes wird häufig die Suisse romande oder Romandie genannt. Im Kanton Tessin und vier Südtälern des Kantons Graubünden wird Italienisch (rot, Anteil 6.5 %) gesprochen. Die vierte Landessprache, Rätoromanisch (grün), hat einen Anteil von 0.5 % und wird in Graubünden gesprochen, wobei praktisch alle Rätoromanischsprachigen daneben noch deutsch sprechen. Durch Zuwanderung bedingt sprechen mittlerweile 9 % der Einwohner andere Sprachen als die Landessprachen. Von diesen ist das Serbisch-Bosnisch-Kroatische mit 1.5 % am weitesten verbreitet. Als Fremdsprachen beherrschen die meisten Schweizer eine zweite Landessprache und Englisch. Siehe auch: Sprachen in der Schweiz, :Kategorie:Schweizer Sprache

Religionen

:Kategorie:Schweizer Sprache] Von den Schweizer Bürgern sind 41 % katholisch, 40 % reformiert, 2.5 % in Freikirchen, 5.5 % gehören zu anderen Religionsgemeinschaften und 11 % sind ohne Religionszugehörigkeit. Von den Ausländern in der Schweiz sind 44 % römisch-katholisch, 5 % evangelisch-reformiert, 17 % orthodox, 18 % islamisch, und 2 % ohne Bekenntnis. Es ist den Kantonen überlassen, ob sie ausgewählten Religionsgemeinschaften einen besonderen Status als Landeskirche verleihen wollen. In den meisten Kantonen haben die Römisch-Katholische Kirche und die Evangelisch-Reformierte Kirche, in einigen Kantonen zusätzlich die Christkatholische Kirche diesen Status inne. In einigen Westschweizer Kantonen gibt es keine Landeskirchen, weil dort Kirche und Staat vollständig getrennt sind. Protestantisch dominiert sind der Kanton Bern, Teile von Graubünden und Schaffhausen, Zürich, Basel die meisten Westschweizer Kantone, insbesondere die Calvinstadt Genf. Die Römisch-Katholische Kirche dominiert in den Kantonen Freiburg, Jura, Wallis, Tessin, in den Kantonen der Zentralschweiz und in Teilen der Ostschweiz. Die Christkatholische Kirche ist nur in Teilen der Nordwestschweiz von Bedeutung. Mit 0.33 % ist der Buddhismus in der Schweiz stärker vertreten als in anderen Ländern Europas. Siehe auch: Religionen in der Schweiz

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Schweiz. Nach dem Untergang des Römischen Reiches besiedelten Burgunder und Alamannen das Gebiet der heutigen Schweiz. Bis 746 unterwarfen die Franken beide Völker, deren Territorium Teil des Fränkischen Reiches wurde. Bei der Teilung dieses Reiches kam das Gebiet der Schweiz zum Ostfrankenreich, dem späteren Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Ihr Gebiet gehörte dabei grösstenteils zum Stammesherzogtum Schwaben und zum Königreich Burgund. In der frühen deutschen Geschichte spielen Adelsgeschlechter aus der Schweiz wie die Habsburger, Zähringer, Kyburger, Lenzburger und Rudolfinger eine wichtige Rolle. Ausserdem waren die Alpenpässe für die deutsche Herrschaft über Italien von grösster Wichtigkeit. So lässt sich erklären, weshalb die deutschen Herrscher immer ein ganz besonderes Augenmerk auf die Talschaften in den Alpen legten. Die Bewohner der Talschaften der Innerschweiz sahen diese «Reichsunmittelbarkeit» als Privileg. Burgund] Die drei «Urkantone» oder «Waldstätte» (Orte) Uri, Schwyz und Unterwalden schlossen 1291 nach dem Tod des deutschen KönigsRudolf I. von Habsburg einen Bund zum Schutz ihrer «alten Freiheiten». Eine diesbezügliche Urkunde, der sogenannte Bundesbrief, ist datiert auf Anfang August 1291. Der Legende nach geschah die Beschwörung dieses Bundes auf dem Rütli. Ins breite Bewusstsein der Menschen drang diese Legende mit dem 1804 veröffentlichten Theaterstück «Wilhelm Tell» von Friedrich Schiller. Im 19. Jahrhundert wurde der 1. August 1291 als Datum für die Begründung der alten Eidgenossenschaft und damit als schweizerischer Nationalfeiertag festgelegt. Beim Bündnis von 1291 ging es jedoch weniger um den Schutz vor dem Haus Habsburg, als vielmehr darum, sich für die Unsicherheiten nach der Wahl eines neuen deutschen Königs abzusichern. Tatsächlich folgte ja auf Rudolf eine eher unsichere Zeit mit schnell wechselnden Herrschern. Das schlechte Verhältnis zwischen den Eidgenossen und dem Herrscherhaus der Habsburger rührt von der deutschen Königswahl vom 25.11.1314 her, als der Wittelsbacher Ludwig der Bayer und der Habsburger Friedrich der Schöne gleichzeitig zum deutschen König gewählt wurden. Die Eidgenossen hielten zu Ludwig dem Bayer. Dies und ein Überfall auf das Kloster Einsiedeln bewog Leopold I. von Österreich 1315 zu einem Kriegszug gegen die Eidgenossen, der in der Schlacht am Morgarten unglücklich für ihn endete. Um ihre Selbständigkeit gegenüber Habsburg zu wahren, schlossen sich Luzern, Zürich, Glarus, Zug und Bern im 14. Jahrhundert dem Bund der Waldstätte an. Das resultierende Gebilde wurde als die Acht Alten Orte bezeichnet. Es folgten weitere Auseinandersetzungen mit dem Haus Habsburg: 1386 bei Sempach und 1388 bei Näfels gelang es den Eidgenossen habsburgische Ritterheere zu schlagen. 1415 eroberten sie sogar die habsburgischen Stammlande im Aargau. Zwischen der Stadt Zürich und den übrigen Eidgenossen kam es wegen der Erbschaft der Grafen von Toggenburg zum Alten Zürichkrieg (1436–1450) in dessen Verlauf sich Zürich mit Habsburg verbündete. In der Schlacht bei St. Jakob an der Birs wurden die habsburgischen Hilfstruppen der Armagnaken zwar nicht geschlagen, sie zogen sich jedoch angesichts der hohen Verluste wieder zurück. Zürich war schliesslich zur Rückkehr in die Eidgenossenschaft gezwungen. Ein weiterer Krieg brachte Habsburg 1460 um den Thurgau, so dass sich Herzog Sigismund von Tirol am 11.6.1474 in der «Ewigen Richtung» gezwungen sah, die alte Eidgenossenschaft als eigenständiges Staatswesen anzuerkennen. 1474 zogen die Eidgenossen auf Wunsch Kaiser Friedrich III. gegen Karl den Kühnen von Burgund und vernichteten den mächtigen burgundischen Staat. Bern und Freiburg expandierten in dieser Zeit ins vormals savoyisch und burgundisch kontrollierte Waadtland, das sie bis 1536 ganz eroberten. Der militärische Sieg über die Burgunder bestärkte die Eidgenossenschaft in ihrem Willen nach Selbständigkeit. Aus diesem Grund widersetzte sie sich der Reichsreform von Kaiser Maximilian I.. Der Versuch Maximilians, im sogenannten Schwabenkrieg die Eidgenossen gefügig zu machen, endete 1499 im Frieden zu Basel mit der faktischen Unabhängigkeit der Schweiz vom Heiligen Römischen Reich. Mit dem Beitritt von weiteren Kantonen erweiterte sich die Eidgenossenschaft bis 1513 auf Dreizehn Orte. Dazu kamen weitere Verbündete, die sogenannten zugewandten Orte. zugewandten Orte Die Expansion der Eidgenossenschaft in Richtung Oberitalien erfolgte zur Sicherung der Alpenpässe. Dadurch wurde die Eidgenossenschaft in die komplizierten italienischen Kriege zwischen Habsburg, Frankreich, Venedig, dem Papst, Spanien und den verschiedenen italienischen Potentaten verwickelt. Aus jener Zeit stammt auch die Schweizergarde, die der Papst Julius II. 1506 gründete. Bis 1513 gelang den Eidgenossen die Eroberung des heutigen Tessin und schliesslich sogar von Mailand, über welches sie die Schutzherrschaft ausübten. Nach einer Niederlage gegen Frankreich in der Schlacht bei Marignano 1515 endete die militärische Dominanz über Oberitalien. Der Mythos der Unbesiegbarkeit der Schweizer war widerlegt und es offenbarte sich die politische Zerstrittenheit der Orte untereinander. Dadurch wurde ab 1515 eine weitere wirksame Aussenpolitik verhindert und es begann die Phase des "Stillsitzens", was man später Neutralitätspolitik nannte. Die Dreizehn Orte schlossen 1521 ein Soldbündnis mit Frankreich ab und erhielten dafür Pensionen, Zoll- und Handelsvergünstigungen und politischen Beistand bei inneren und äusseren Konflikten. Die alte Eidgenossenschaft wurde damit faktisch ein französisches Protektorat. Die von Ulrich Zwingli 1519 eingeleitete Reformation in Zürich breitete sich im Mittelland aus und führte zu grossen Spannungen zwischen den verschiedenen Kantonen. Nach den religiös begründeten Kappelerkriegen kam es 1531 im Zweiten Kappeler Landfrieden zum Kompromiss: Zürich, Bern, Basel, Schaffhausen und Teile von Graubünden blieben reformiert; die Urkantone, Luzern, Zug, Solothurn und Freiburg blieben katholisch. 1541 setzte Johannes Calvin in Genf die Reformation durch. Trotzdem kam es noch zweimal in den Villmergerkriegen von 1656 und 1712 zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Konfessionsgruppen unter den Orten. Am 24. Oktober 1648 erreichte die Schweiz im Westfälischen Frieden die völkerrechtliche Anerkennung ihrer Souveränität und löste sich damit vom Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Am 5. Mai 1798 wurde die Alte Eidgenossenschaft von Frankreich besetzt. Im Gebiet der Schweiz wurde daraufhin nach französischem Vorbild eine Helvetische Republik als Zentralstaat errichtet. Die bisherigen Unterschiede zwischen Untertanenlande und herrschenden Städten und Orten wurden aufgehoben. Fünf Jahre später, 1803, verordnete Napoléon Bonaparte in der Mediationsakte der Schweiz jedoch wieder eine Verfassung, welche zum Prinzip des Föderalismus und damit zu autonomen Kantonen zurückkehrte. Die ehemaligen Untertanengebiete und die zugewandten Orte wurden in die neuen Kantone St. Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau, Tessin und die Waadt umgewandelt. Waadt 1815 wurde die «immer währende Neutralität der Schweiz» durch die europäischen Grossmächte am Wiener Kongress anerkannt. Eine neue Verfassung, der «Bundesvertrag», stärkte in der so genannten Restauration die Eigenständigkeit der Kantone, so das die Schweiz wieder zu einem Staatenbund wurde. Streitigkeiten zwischen den liberal-progressiven und den konservativ-katholischen Kantonen führten 1847 zum Sonderbundskrieg. Nach der Niederlage der konservativ-katholischen Kantone wurde die Schweiz in den modernen Bundesstaat umgewandelt und die Autonomie der Kantone durch eine neue Bundesverfassung (1848) eingeschränkt. Bern wurde der Sitz der Bundesbehörden und des Parlaments. Die Bundesverfassung wurde nur zweimal 1874 und 1999 revidiert. Auf Initiative von Henri Dunant erfolgt 1864 in Genf die Gründung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Während der beiden Weltkriege bewahrte die Schweiz offiziell ihre Neutralität, die allgemeine Mobilmachung wurde jedoch angeordnet. Die Schweiz nahm im Zweiten Weltkrieg einerseits Flüchtlinge auf, wies aber zeitweise gezielt Juden an den Grenzen ab. Die Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg wurde in den 1990er-Jahren im Bergier-Berichtes kritisch aufgearbeitet. Unrühmliche Kapitel der neueren Zeit sind einerseits die Verfolgung der Jenischen zwischen 1926 und 1972 durch das «Hilfswerk» Kinder der Landstrasse und anderseits die sechsstellige Zahl an Verdingkindern, welche zwischen 1800 bis in die 1960er und 1970er-Jahren zu Zwangsarbeit auf Bauernhöfen eingesetzt wurden und häufig misshandelt worden sind. Die Volksrechte wurden seit 1848 immer stärker ausgebaut. 1919 wurde das Proporzwahlverfahren für den Nationalrat eingeführt. 1971 wurde in einer Volksabstimmung das Frauenstimmrecht nach jahrzehntelangen Kampf angenommen. Der von der Regierung angestrebte Beitritt zum EWR scheiterte 1992. Die Schweiz trat nach einer positv ausgegangenen Volksabstimmung am 10. September 2002 den Vereinten Nationen (UNO) bei.

Politik

Hauptartikel: Politisches System der Schweiz

Politisches System

Die Schweiz, die weder ethnisch noch sprachlich noch religiös eine Einheit bildet, ist ein Bundesstaat. Sie unterscheidet sich von anderen Staaten durch
- die direkte Demokratie: Das Volk kann über Initiativen und Referenden direkten Einfluss auf die Regierungstätigkeit nehmen. In zwei Kantonen, Appenzell Innerrhoden und Glarus, gibt es noch eine Urform der schweizerischen Basisdemokratie: die Landsgemeinde.
- den ausgeprägten Föderalismus: Die Kantone sind neben dem Volk der Verfassungsgeber des Bundes und behalten alle Aufgaben, die in der Bundesverfassung nicht explizit dem Bund zugeordnet werden. Ausserdem starke Beteiligung der Kantone in allen Phasen der politischen Willensbildung (Vernehmlassung, Ständerat, Ständemehr)
- die Konkordanzdemokratie
- ihre selbstdeklarierte Neutralität

Gewaltenteilung

Wie in allen anderen Demokratien ist die Staatsgewalt, gestützt auf die Schweizerische Bundesverfassung, in drei Säulen gegliedert:
- Die Legislative (Bundesversammlung) besteht aus zwei Kammern, dem Nationalrat mit 200 Mitgliedern als Vertreter des Volks sowie dem Ständerat mit 46 Mitgliedern als Vertreter der Kantone. Das schweizerische Parlament ist ein sogenanntes Milizparlament: Die National- und Ständeräte üben ihr Mandat (wenigstens nominell) nebenberuflich aus.
- Die Exekutive ist der Bundesrat mit der Verwaltung. Er besteht aus sieben gleichberechtigten Mitgliedern (Kollegialitätsprinzip), den so genannten «Bundesräten» (Ministern), die je einem Departement der Bundesverwaltung vorstehen. Die Bundesräte werden vom Parlament gewählt. Für jeweils ein Jahr wird ein Mitglied des Bundesrates von der Bundesversammlung zum Bundespräsidenten gewählt. Er leitet die Sitzungen des Bundesrates und nimmt repräsentative Aufgaben im In- und Ausland wahr, hat aber keine Vorrechte gegenüber dem Restbundesrat.
- Die Judikative besteht aus dem Schweizerischen Bundesgericht mit Sitz in Lausanne, dem Eidgenössischen Versicherungsgericht mit Sitz in Luzern, dem Bundesstrafgericht in Bellinzona und dem Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen. Gewählt werden die Bundesrichter, welche meistens einer Partei angehören, von der Bundesversammlung. Das System der Bundesgerichte befindet sich gegenwärtig im Umbau, insbesondere wurden die beiden letztgenannten erstinstanzlichen Gerichte neu geschaffen. Das Strafgericht hat die Arbeit 2004 aufgenommen; das Verwaltungsgericht wird dies voraussichtlich 2007 tun. Ein besonderer Verfassungsgerichtshof wie in anderen Ländern existiert in der Schweiz nicht, doch können alle Gerichte eine (beschränkte) Verfassungsgerichtsbarkeit ausüben. Siehe auch: Liste der Bundespräsidenten der Schweiz, Liste der Mitglieder des Schweizerischen Bundesrates

Parteien

Parteien mit Vertreter im Bundesrat («Bundesratsparteien») sind:
- die Schweizerische Volkspartei (SVP; Stimmenanteil 2003: 26.6%),
- die Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP; Stimmenanteil 2003: 23.3%),
- die Freisinnig-Demokratische Partei (FDP; Stimmenanteil 2003: 17.3%) sowie
- die Christlichdemokratische Volkspartei (CVP; Stimmenanteil 2003: 14.4%). SP, FDP und SVP haben je zwei Sitze, die CVP hat einen. Diese Verteilung ist neu seit Dezember 2003, davor galt die sogenannte Zauberformel. Von den übrigen Parteien hat die Grüne Partei der Schweiz den grössten Stimmenanteil (2003: 7.4%). Siehe auch: Politische Parteien in der Schweiz

Internationale Organisationen

Politische Parteien in der Schweiz Die Schweiz ist Mitglied in vielen internationalen Organisationen. Als eines der letzten Länder trat die Schweiz 2002 der UNO bei, ist aber zugleich das erste Land, dessen Volk über den Beitritt abstimmen durfte. Daneben ist die Schweiz in der OSZE, dem Europarat wie auch in der EFTA tätig. Die Schweiz nimmt an der Partnerschaft für den Frieden der NATO teil und ratifizierte das Kyoto-Protokoll. Die Schweiz ist weder Mitglied der Europäischen Union (EU) noch des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR); jedoch bestehen wichtige bilaterale Verträge zwischen der Schweiz und der EU. Ein Beitritt zur NATO stünde im Konflikt zur Neutralität der Schweiz. Siehe auch: Die Schweiz in den Vereinten Nationen

Politische Strukturen

Kantone

Die Schweiz in den Vereinten Nationen Die Schweiz besteht aus 26 Kantonen (vor der Totalrevision der Bundesverfassung von 1999: 23 Kantone, wovon drei in je zwei Halbkantone gegliedert waren). Die Schweiz weist im europäischen Vergleich einen sehr ausgeprägten Föderalismus auf, der die politische und wirtschaftliche Kleinräumigkeit und Fragmentiertheit der Schweiz verstärkt.

Enklaven und Exklaven

Büsingen am Hochrhein wie auch Campione d'Italia sind Enklaven in der Schweiz:
- Die deutsche Gemeinde Büsingen ist nördlich des Rheins vom Kanton Schaffhausen umgeben, südlich davon grenzt sie an die Kantone Zürich und Thurgau.
- Das italienische Campione, bekannt für sein Spielcasino, ist am Luganersee innerhalb des Kantons Tessin. Weitere Enklaven und Exklaven gehören eher in das Kuriositätenkabinett, so liegt das Suworow-Denkmal in der Schöllenenschlucht in russischem Hoheitsgebiet. Deren Fläche beträgt 563 m². Die Schweiz selbst hat innerhalb Liechtensteins eine Exklave. Beide Gebiete sind allerdings nur einige Quadratmeter gross.

Regionen

Schöllenenschlucht Neben den geologischen und den geografischen Regionen definierte das Bundesamt für Statistik für die Schweiz sieben Grossregionen. Diese sind die Ostschweiz, Zürich, die Zentralschweiz, die Nordwestschweiz, die Espace Mittelland, die Région Lémanique wie auch der Ticino. In der Umgangssprache wird die Zentralschweiz häufig Innerschweiz genannt. Die Region zwischen Bern und Zürich wird auch als Mittelland bezeichnet und der französischsprachige Teil der Schweiz wird als Romandie, Welschschweiz oder Westschweiz bezeichnet. Siehe auch: Grossregionen der Schweiz

Städte

Die grösste Schweizer Stadt ist Zürich mit rund 366'000 Einwohnern (Stand 2004). Die Agglomeration umfasst 1'080'000 Einwohner. Weitere Grossstädte mit über 100'000 Einwohnern sind Genf, Basel, die Bundesstadt Bern sowie Lausanne. Die Bevölkerungsdichte ist im flachen Mittelland sehr hoch, im Alpenland und im Jura naturgemäss dünn. Siehe auch: Liste der Städte und Gemeinden der Schweiz.

Landesverteidigung

Hauptartikel: Schweizer Armee Die Schweizer Armee ist die bewaffnete Streitmacht der Schweizerisc