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Guinea

Guinea

Guinea ist ein Staat in Westafrika, der an Guinea-Bissau, Senegal, Mali, Liberia, Sierra Leone, die Elfenbeinküste und den Atlantik grenzt. Seine Unabhängigkeit erlangte die ehemalige französische Kolonie am 2. Oktober 1958. Ruiniert wurde das Land in den letzten Jahrzehnten trotz seiner Bodenschätze vor allem durch kommunistische Experimente und die blutige Diktatur Sékou Tourés. Bedingt durch die Senilität des derzeitigen Präsidenten herrscht weitgehend Agonie in Politik und Gesellschaft.

Geographie

Guinea befindet sich in Westafrika zwischen 7° und 12° nördlicher Breite und 8° und 15° westlicher Länge. Insbesondere der Mittel- und Südostteil des Landes befinden sich auf der Oberguineaschwelle. Ein Teil davon ist das bis 1.537 m hohe Bergland von Futa Djalon in der westlichen Mitte des Landes. Der Mount Nimba, der sich im äußersten Südosten des Landes an der Grenze zur Elfenbeinküste befindet, ist mit 1.752 m der höchste Berg beider Staaten. Die Lebensräume variieren vom Regenwald im Hochland bis zum Savannen-Grasland. Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005):
- Conakry 1.871.185 Einwohner
- Nzérékoré 132.842 Einwohner
- Kindia 117.095 Einwohner
- Kankan 114.103 Einwohner Siehe auch: Liste der Städte in Guinea

Bevölkerung

Die in Guinea vorherrschende Religion ist der sunnitische Islam. Neben der Amtssprache Französisch werden Fulbe (Peulh, Fula), Malinke und Susu sowie weitere einheimische Sprachen gesprochen. Bevölkerung: 9.467.866 (2005) Alterstruktur:
- 0-14 Jahre: 44,4 %
- 15-64 Jahre: 52,4 %
- 65 Jahre und älter: 3,2 % Bevölkerungswachstum: 2,37 % (2004) Ethnische Gruppen: Ful (Felatta) 40 %, Malinke 30 %, Susu 20 %, kleinere ethnische Gruppen (Kissi, Toma, Baga) 10 % Religion: Muslime 88 %, Christen 5 %, traditionelle Religionen 7 %

Geschichte

Ab dem 18. Jahrhundert gab es im Fouta Djalon, im heutigen Mittelguinea, die Fulbe-Theokratie. Ab 1850 begannen systematische Kolonisierungsversuche durch Frankreich, die auf zum Teil heftigen Widerstand stießen, vor allem im heutigen Oberguinea unter der Führung von Samory Touré. 1892/1893 wurde das heutige Guinea als Teil Französisch-Westafrikas französische Kolonie. Am 2. Oktober 1958 entschied Guinea sich in einer Volksabstimmung als einzige französische Kolonie in Afrika für die vollständige Unabhängigkeit. Es folgte die Ausrufung der Ersten Republik mit Sékou Touré als Staatspräsidenten; es kam zum Bruch mit Frankreich. Im November 1958 nahm man diplomatische Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland auf. Im November 1970 erfolgten die portugiesische Landung in Guinea und ein Umsturzversuch von Exilguineern, der jedoch scheiterte. Nach dem Tod Sekou Tourés am 26. März 1984 übernahm am 3. April 1984 der Oberst Lansana Conté die Macht, gestützt auf ein Militärkomitee. Es kam zur Proklamation der 2. Republik. Nach Ausbruch des Bürgerkriegs 1990 in den Nachbarländern Liberia und Sierra Leone kamen Tausende von Flüchtlingen nach Guinea; zeitweise bis zu 700.000. Noch heute (Stand 2004) sind es ca. 150.000. Am 19. Dezember 1993 wurde in der ersten demokratischen Präsidentschaftswahl General Lansana Contée als Präsident bestätigt. Es folgte die Ausrufung der 3. Republik im Januar 1994. In den darauf folgenden Jahren kam es zu Aufständen, die im Februar 1996 in die Niederschlagung einer Militärrevolte gipfelten. Am 18. Dezember 1998 wurde Präsident Lansana Contée mit 54 % der abgegebenen Stimmen für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt, wobei die Oppositionsparteien allerdings von massivem Wahlbetrug sprechen. Schon tags darauf werden mehrere Oppositionspolitiker verhaftet. Contée ernennt am 8. März 1999 den Präsidenten des Obersten Gerichtshofes, Lamine Sidimè vom „Parti de l’unité et du progrès“ (PUP), zum neuen Regierungschef. Von September 2000 bis März 2001 wehrte man Angriffe sierraleonischer und liberianischer Rebellen auf das guineische Staatsgebiet ab. Im November 2001 wurden durch ein umstrittenes Referendum zur Verfassungsänderung, u. a. die rechtlichen Voraussetzungen für einen Verbleib von Staatspräsident Lansana Contée im Amt über 2003 hinaus geschaffen. Bei einem Gipfeltreffen der Staatspräsidenten von Guinea, Liberia und Sierra Leone in Rabat im Februar 2002, wurden Wege zur Beilegung des Regionalkonflikts erörtert. Im Juni 2002 endeten die von wichtigen Oppositionsparteien boykottierten, nicht demokratisch verlaufenen Parlamentswahlen mit einem klaren Sieg der Präsidentenpartei PUP.

Politik

Bildung

In Guinea herrscht eine Analphabetenquote von 70 %, die Einschulungsrate im Primärschulbereich liegt bei etwa 50 %, im Sekundärbereich bei 10 % und im Hochschulbereich bei 1 %. In Guinea gibt es zwei Universitäten, in der Hauptstadt Conakry und in Kankan, bei denen insgesamt etwa 6.000 Studenten eingeschrieben sind.

Verwaltung

Guinea wird inoffiziell in die Regionen Niederguinea, Oberguinea, Fouta Djalon und Waldguinea, offiziell aber in 33 Präfekturen und die Sonderzone Conakry eingeteilt. Die Präfekturen sind: Beyla, Boffa, Boké, Coyah, Dabola, Dalaba, Dinguiraye, Dubréka, Faranah, Forécariah, Fria, Gaoual, Guéckédou, Kankan, Kérouané, Kindia, Kissidougou, Koubia, Koundara, Kouroussa, Labé, Lélouma, Lola, Macenta, Mali, Mamou, Mandiana, Nzérékoré, Pita, Siguiri, Télimélé, Tougué und Yomou.

Wirtschaft

Guinea gehört zu den ärmsten und industriell am wenigsten entwickelten Ländern der Erde. Einige Kennziffern der Wirtschaft Guineas:
- Anteil der Wirtschafstsektoren an der Gesamtwirtschaft
  - Landwirtschaft: 24 %
  - Industrie: 31 %
  - Dienstleistungen: 45 %
- Bruttosozialprodukt pro Kopf: 430 Euro
- Durchschnittl. Jahreseinkommen je Einwohner: 190 Euro
- Inflation: 3,5 %
- Bodenschätze in Guinea: Bauxit, Uran, Diamanten
- Wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse: Kaffee, tropische Früchte, Fisch, Holz

Kultur


-
Nationalfeiertag: 2. Oktober

Bekannte Personen aus Guinea


- Sékou Touré 1922-1984 (erster Präsident von Guinea)
- Sona Diabaté (Musikerin)
- Mory Kanté (Musiker)
- Famoudou Konaté und Mamady Keïta (bekannteste „Djembéfola“ - Meister der Djembetrommel - auch als Lehrer in Deutschland aktiv)
- Miriam Makeba (südafrikanische Exilantin, Musikerin)

Weblinks


- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=14&land_id=54 Länderinformation des deutschen Auswärtigen Amtes]
- [http://www.guinee.gov.gn Website des Staatspräsidenten (französisch)] Kategorie:Staat ja:ギニア ko:기니 ms:Guinea

Afrika

Afrika ist mit einer Fläche von 30,3 Mio. km² (22 % der gesamten Landfläche der Erde) nach Asien und Amerika der drittgrößte Kontinent und damit ungefähr dreimal so groß wie Europa. Die etwa 906 Mio. Einwohner (Stand Mitte 2005) machen 14 % der gegenwärtigen Weltbevölkerung aus, wobei dieser Anteil durch die hohen Geburtenraten in den nächsten Jahrzehnten vermutlich noch steigen wird. Afrika ist im Norden vom Mittelmeer, im Westen vom Atlantik, im Osten vom Indischen Ozean und dem Roten Meer umgeben. Die Sahara teilt den Kontinent in das hauptsächlich von Arabern bewohnte Nordafrika und das subsaharische Afrika (Schwarzafrika). Geprägt wird der Erdteil von der kulturellen Vielfalt seiner unzähligen Völker, dem Erbe des Kolonialismus, den Folgen der extremen Armut weiter Teile der afrikanischen Bevölkerung sowie dem aktuellen Bemühen, Afrikas Marginalisierung in vielen Bereichen zu überwinden und nachhaltige Lösungen für seine zahlreichen Probleme zu finden.

Etymologie

Im Altertum bezeichnete Africa nur das Gebiet des heutigen Tunesien, der Kontinent wurde Libyen genannt. Der Name wurde vom römischen Senator und Feldherrn Scipio Africanus (Eroberer Karthagos) erstmals verwendet und könnte von einem einheimischen Stamm abgeleitet sein oder auf dem phönizischen afar („Staub“), dem griechischen aphrike („unkalt“), dem lateinischen aprica („sonnig“) oder dem lateinischen Wort Afer (Plural: Afri) beruhen, was soviel wie „Afrikaner, Punier“ bedeutet.

Geographie

Lage

Afrika wird im Westen vom Atlantik, im Osten vom Indischen Ozean und dem Roten Meer und im Norden vom Mittelmeer begrenzt. Die Küstenlänge beträgt 30.490 km, was gemessen an der großen Fläche relativ wenig ist. Die einzige Landverbindung zu anderen Festlandmassen, bzw. zu Asien, bildet der Sinai, der zwischen Afrika und der Arabischen Halbinsel liegt. Europa liegt Afrika an der Straße von Gibraltar und der Straße von Sizilien am nächsten. Der afrikanische Erdteil ist nur wenig gegliedert; er hat weniger Inseln und Halbinseln als alle anderen Kontinente. Die weitgehend unbesiedelte Sahara trennt das zum Mittelmeerraum gehörende Nordafrika vom südlich gelegenen Schwarzafrika (subsaharisches Afrika). Der kleinste Staat auf dem Festland, Gambia, ist etwa so groß wie Zypern und der größte, Sudan, ungefähr acht mal so groß wie Deutschland. Die größte Insel ist Madagaskar, die vor der Südostküste Afrikas im Indischen Ozean (Indik) liegt. Die Kanarischen Inseln im Nordwesten und die Städte Ceuta und Melilla zählen zu Spanien und damit zur Europäischen Union.

Gebirge und Berge

Dies sind die 5 höchsten Gebirge bzw. Bergmassive mit ihrem jeweils höchsten Berg in Afrika: Außerdem zählt der Atlas mit dem Toubkal (4.165 m ü. NN) in Marokko, der Mount Meru (4.562,13 m), ein Inselberg in Tansania, und der Kamerunberg (4.095 m), ein Inselberg in Kamerun, zu den höchsten Gebirgen, Bergmassiven bzw. Bergen des Kontinents.

Gewässer

Flüsse

Der längste Strom Afrikas, der zugleich den längsten der Erde darstellt, ist der Nil (6.671 km). Danach folgen der Kongo (4.374 km), welcher der wasserreichste des Kontinents ist, der Niger (4.184 km) und der Sambesi (2.736 km).

Seen

Die größten Seen Afrikas sind der Viktoriasee (68.870 km²), der nach dem Kaspischen Meer und dem Oberen See der drittgrößte See der Erde ist, der Tanganjikasee (32.893 km²) und der Malawisee (29.600 km²). Die beiden letzteren sind auch mit 1.470 m (und damit zweittiefster der Erde) und 706 m die tiefsten Seen in Afrika.

Stauseen

Die größten Stauseen bzw. Wasserspeicher Afrikas sind das Viktoria-Reservoir, welcher der flächen- (68.870 km²) und volumenmäßig (204,8 Milliarden ) größte Stausee der Erde ist, der Volta-Stausee (8.482 km²; 153 Mrd. m³) und der Kariba-Stausee (5.580 km²; 180,6 Mrd. m³).

Geologie

Im Norden Afrikas zieht sich das Atlas- oder Maghreb-Gebirge durch die Staaten Marokko, Algerien und Tunesien, das zusammen mit den Alpen im Zuge der Annäherung der afrikanischen an die eurasische Platte entstanden ist. Durch den Osten Afrikas zieht sich der Große Afrikanische Grabenbruch, welcher die Fortsetzung des Grabenbruchs unter dem Roten Meer ist und auf eine Abspaltung des Horns von Afrika und Arabiens vom Rest Afrikas hindeutet. Der dabei entstehende Vulkanismus hat unter anderem das Kilimandscharo-Massiv, das höchste Bergmassiv Afrikas, das Ruwenzori-Gebirge und das Mount-Kenya-Massiv geschaffen. Im weiteren Verlauf des Grabenbruchs liegen Rudolfsee, Kiwusee, Tanganjikasee und Malawisee sowie der Unterlauf des Sambesi.

Klima und Natur

Durch seine Lage beiderseits des Äquators und seine kompakte Form besitzt Afrika die größte zusammenhängende Landmasse der Tropen. 75 % der Fläche Afrikas liegen innerhalb der Wendekreise, die die mathematische Tropengrenze bilden. Der größte Teil Zentral- und Westafrikas ist von tropischem Regenwald bedeckt; das Kongobecken ist nach Amazonien das zweitgrößte Regenwaldgebiet der Erde. Um die Wendekreise sind große Wüsten entstanden; die Sahara im Norden wird nur durch die Flussoase des Nils unterbrochen, im Süden befinden sich die Namib als Nebelwüste und die Kalahari als Trockensavanne. Im Bereich zweier jährlicher Niederschlagsmaxima breiten sich die Trockenwälder und Feuerökosysteme aus, beispielsweise Mopane, Miombo oder Chipya-Vegetation. Südostafrika ist durch den Einfluss des Monsun und die großen Täler von Sambesi und Limpopo fruchtbarer.

Bevölkerung

Völker

Im Norden Afrikas lebten schon Jahrtausende vor der Ankunft der Araber um das 7. Jahrhundert herum berberische Völker. Diese leben seitdem vor allem in den gebirgigen Regionen des Maghreb, wo sie vor den arabischen Invasoren Zuflucht fanden, um sich im Laufe der folgenden Jahrhunderte aber deutlich mit jenen zu durchmischen und eine eigene maghrebinische Kultur zu schaffen, die einige Unterschiede zur übrigen arabischen Welt aufweist, beispielsweise in der Sprache. Auch die Völker Nordostafrikas, wie z.B. die Amharen sind semitische Völker. Südlich der Sahara, die von den nomadisierenden Tuareg bewohnt ist, leben einige Tausend verschiedene schwarzafrikanische Völker. Von den westafrikanischen sind die Mande- und Voltaic-Völker zu nennen. Hausa und Yoruba leben im östlichen Westafrika, Wolof und Fulbe im westlichen Teil. In Zentral- und Ostafrika sind die Bantu beheimatet, eine aus zahlreichen Völkern bestehende Gruppe. Die Khoisan-Völker zählen zu den am längsten in Afrika ansässigen Ethnien. Größte Gruppe von im Zuge der Kolonialisierung eingewanderten Menschen sind die Buren in Südafrika. Moderne Migrationsbewegungen haben Libanesen nach West- sowie Inder und Chinesen nach Ostafrika gebracht. Siehe auch: Liste der afrikanischen Völker

Religion

In Nordafrika, Ostafrika und Westafrika ist der Islam weit verbreitet. Mehr als 41 % aller Afrikaner (darunter in Nordafrika Araber) gehören dem Islam an. Daneben gibt es vor allem in West- und Südostafrika eine große Anzahl derer, die Animismus praktizieren. Man schätzt das weitere 10 % der Afrikaner dem Animismus anhängen. Die restlichen rund 48 % gehören christlichen Konfessionen an (u.a Kopten) Die Mehrheit der afrikanischen Christen lebt im Süden Afrikas. Eine Sonderrolle spielt die Äthiopisch-Orthodoxe Kirche, da in Äthiopien das Königreich Axum als erstes Land der Welt im dritten Jahrhundert das Christentum zur Staatsreligion machte. Außerdem sind unter den nicht-afrikanischen Minderheiten auch Bahai, Judentum, Hinduismus und Buddhismus verbreitet.

Sprachen

Hauptartikel: Afrikanische Sprachen Insgesamt gibt es über 2000 eigenständige afrikanische Sprachen von denen rund 50 als größere Sprachen gelten, die jeweils von über einer Million Menschen gesprochen werden. Einige der wichtigsten afrikanischen Sprachen sind Swahili, Hausa und Fulbe. Die ehemaligen Kolonialsprachen Englisch, Französisch, Portugiesisch, Spanisch, Italienisch und Deutsch, Niederländisch(Afrikaans) werden vielerorts noch heute gesprochen. Zu den afroasiatischen Sprachen gehören Arabisch, Hausa und Amharisch, zu den nigerkordofanischen Sprachen zählen Bambara, Swahili, Wolof, Yoruba und Zulu. Die Khoisan-Sprachen werden von den gleichnamigen Völkern im Südlichen Afrika gesprochen; charakteristisch für sie sind Klicklaute. Auf Madagaskar werden Austronesische Sprachen wie Malagasy, Howa (Dialekt des Merina) und andere Merina-Dialekte.

Städte

Die größte Stadt Afrikas ist Kairo in Ägypten mit 15.100.000 Einwohnern. Siehe auch: Liste der größten Städte Afrikas

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Afrikas Die ältesten bisher bekannten menschlichen Lebensspuren fanden sich in Ostafrika. Es gilt als fast sicher, dass sich sowohl die primitiveren Menschenarten als auch der Homo sapiens von dort über die Welt ausgebreitet haben. Im Niltal in Nordafrika befand sich mit Ägypten eine der ersten Hochkulturen. Von dort breitete sich der Ackerbau schon früh nach Sudan und andere Gebiete Afrikas aus. Mangels schriftlicher Aufzeichnungen ist darüber aber noch wenig bekannt. Nordafrika war durch das Mittelmeer mit Europa und Vorderasien eher verbunden als getrennt. Karthago, eine Gründung der Phönizier im heutigen Tunesien, war um die Mitte des 1. Jahrtausend v. Chr. die herrschende Großmacht im westlichen Mittelmeer, bis sie in den Punischen Kriegen von Rom abgelöst wurde. Dieses herrschte ab 30 v. Chr. (Eroberung Ägyptens) über ganz Nordafrika. Schon die alten Ägypter (Königin Hatschepsut) unternahmen Fahrten nach Punt, wahrscheinlich im heutigen Somalia. Auch das Reich der Königin von Saba, welches wohl in Südarabien sein Zentrum hatte, soll sich über Teile des Horns von Afrika bis in den Norden Äthiopiens erstreckt haben. Die Herrscher Äthiopiens führten ihre Abstammung auf die Königin von Saba zurück. Herodot berichtet, dass um 600 v. Chr. karthagische Seeleute im Auftrag des Pharao Necho in drei Jahren Afrika vom Roten Meer bis zur Nilmündung umfahren hätten. Da er davon berichtet, sie hätten behauptet, die Sonne „zu ihrer Rechten“, also im Norden, gesehen zu haben, gilt dieser Bericht als glaubwürdig. Sicher ist die Fahrt des karthagischen Admirals Hanno um 500 v. Chr., der von Südspanien aus mindestens bis Sierra Leone kam. Während der Völkerwanderung eroberten die Wandalen das römische Nordafrika von Marokko bis Libyen. Schon vor der Hedschra wanderten arabische Stämme nach Nordafrika ein. Mit dem Siegeszug des Islam wurde Ägypten 641, Marokko 670 erobert. In den folgenden Jahrhunderten wurde Nordafrika praktisch vollständig islamisiert, der Sahel, West- und Ostafrika zumindest teilweise. Sahel] Sahel] 1250 richtete sich der Sechste Kreuzzug gegen Ägypten (die anderen Kreuzzüge richteten sich gegen Palästina). Zwischen dem 9. und 16. Jahrhundert entwickelten sich im Gebiet des heutigen Mali mehrere mächtige, unabhängige Königreiche. Im 15. Jahrhundert wurde die Westküste Afrikas von Portugal aus erforscht. Portugal und Spanien errichteten im 15. und 16. Jahrhundert erste Stützpunkte an der Nordküste. Nach der Entdeckung Amerikas war Afrika für die Europäer hauptsächlich als Quelle für Sklaven interessant. Ein erheblicher Anteil der Bevölkerung von Brasilien, Haiti und anderen Inseln der Karibik, aber auch der USA sind afrikanischer Abstammung. Zum Zweck des Sklavenhandels wurden Forts an den Küsten errichtet, den Transport aus dem Binnenland übernahmen meist einheimische Königreiche. In Ostafrika waren bis ins 17. Jahrhundert arabische Händler vorherrschend. Das Innere des Kontinents war den Europäern weitestgehend unbekannt. Erste Forschungsreisen unternahmen Ende des 18. Jahrhunderts von der Association for Promotion the Discovery of the Interieur of Africa (Africa Association, London) ausgesandte Männer verschiedener Nationalitäten. Nach der industriellen Revolution und dem Verbot des Sklavenhandels 1807 wurde Afrika eher uninteressant. Erst mit dem Aufkommen des Imperialismus wuchs das Interesse der europäischen Großmächte am dunklen Kontinent und der Wettlauf um Afrika führte innerhalb von weniger als 20 Jahren zur Besetzung fast des gesamten Kontinents. Auf der Kongokonferenz in Berlin wurde 1884/85 der größte Teil Innerafrikas zwischen den europäischen Mächten aufgeteilt, bis 1912 verloren die meisten afrikanischen Völker ihre Freiheit. Unabhängig blieben nur Liberia, eine Siedlungskolonie freigelassener nordamerikanischer Sklaven, sowie das alte Reich Abessinien (heute Äthiopien), welches allerdings kurz vorm 2.Weltkrieg 1936 durch Hilfe aus dem nationalsozialistischem Deutschland (Giftgas und Artillerie) von Italien für ca. fünf Jahre annektiert wurde. Im Ersten Weltkrieg waren die deutschen Kolonien Kriegsschauplatz, viele Afrikaner kämpften auch in Europa. Im Zweiten Weltkrieg fanden Kämpfe vor allem in Nordafrika und am Horn von Afrika statt. Zweiten Weltkrieg Im Zuge der Dekolonisation Afrikas wurden mehrere Staaten in den 1950er Jahren unabhängig. 1960 gilt als das Jahr der afrikanischen Unabhängigkeit, da der Großteil der französischen Kolonien in diesem Jahr in die Unabhängigkeit entlassen wurde. Als letzte europäische Besitzung auf dem Festland wurde Dschibuti 1977 unabhängig. In Südafrika ist die schwarze Bevölkerungsmehrheit erst seit 1994 an der Regierung. Einige Inseln gehören bis heute verschiedenen europäischen Staaten. Durch die künstlichen Grenzen der Kolonialzeit haben die meisten afrikanischen Staaten kein Nationalgefühl entwickeln können. Dies und die einseitige Ausrichtung der Wirtschaften auf Exportartikel führten u.a. dazu, dass die politische Lage in den meisten Staaten instabil ist und autoritäre Regime vorherrschen. Dadurch fällt ein großer Teil der natürlichen Reichtümer des Kontinents der Korruption zum Opfer beziehungsweise wird von internationalen Konzernen abgeschöpft. Verbunden mit unterentwickelter Infrastruktur, klimatischen Problemen, hohem Bevölkerungszuwachs und in neuerer Zeit sehr hohen Aids-Raten führt dies dazu, dass fast ganz Afrika der Dritten Welt angehört.

Politik

Mit der Gründung der Afrikanischen Union (AU) soll ein neues Kapitel in der afrikanischen Politik eingeschlagen werden; Eigenverantwortung, gegenseitige Kontrolle, gute Regierungsführung sollen die afrikanische Renaissance ermöglichen.

Gliederung


- Nordafrika
- Westafrika
- Ostafrika
- Zentralafrika
- Südliches Afrika

Wirtschaft

Hauptartikel: Wirtschaft Afrikas Weite Teile der Wirtschaft im mittleren und südlichen Afrika sind auf den Export ausgerichtet (z. B. Bananenplantagen, Tropenhölzer, Gold- und Diamantenminen, Kakaoplantagen). Daneben gibt es in den Städten größere Industrie- und kleinere Handwerksbetriebe, die unter anderem für den Eigenbedarf produzieren. Auf dem Lande herrscht oft Selbstversorgungswirtschaft, beispielsweise Anbau von Maniok und Batate, Fischerei, Tierzucht. Außerdem ist in manchen Gegenden der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle (z. B. Safari). In den Staaten Nordafrikas bringt vor allem die Förderung von Erdöl und Erdgas Einnahmen. Daneben gibt es am Nil und in einigen fruchtbaren Gebieten Landwirtschaft. Die Nil-Staudämme werden zur Stromerzeugung genutzt.

Exportartikel


- Kakao: etwa 70% Weltmarktanteil
- Diamanten: etwa 50% Weltmarktanteil
- Gold: etwa 25% Weltmarktanteil
- Erdöl: etwa 10% Weltmarktanteil

Kultur

Kino

Hauptartikel Afrikanisches Kino Filme wurden in Afrika seit der Erfindung des Kinos, darunter ethnographische Filme und kolonialistische Propagandafilme, gedreht. Eine eigene Filmindustrie entwickelte sich insbesondere in Ägypten.
In den Ländern südlich der Sahara konnte sich eine eigenständige Produktion erst nach dem Zweiten Weltkrieg entwickeln. Als „Vater“ des afrikanischen Kinos gilt Ousmane Sembène. Das afrikanische Autorenkino hat es schwer, die afrikanischen Zuschauerinnen und Zuschauer zu erreichen, da die kommerziellen Kinos nach dem Blocksystem Filme einkaufen und überwiegend Hollywoodfilme und indische Produktionen zeigen. Wo das afrikanische Publikum jedoch Gelegenheit hat, afrikanische Filme zu sehen, wie beim panafrikanischen Filmfestival FESPACO in Ouagadougou (Burkina Faso) zeigt es lebhaftes Interesse. Zur Finanzierung und Produktion sind afrikanische Filmemacherinnen und Filmemacher vielfach immer noch auf europäische Institutionen angewiesen. Eine kommerziell rentable Videoproduktion hat sich in Nigeria entwickelt. Weitere bekannte Regisseurinnen und Regisseure u.a.:
Souleymane Cissé, Safi Faye, Anne-Laure Folly, Med Hondo, Djibril Diop Mambéty. Zeitschrift: Écrans d'Afrique

Literatur

Hauptartikel: Afrikanische Literatur Zu den wichtigsten afrikanischen Autoren gehören der Literaturnobelpreisträger Wole Soyinka und der mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnete Chinua Achebe, der „Vater“ der afrikanischen Literatur. Weitere bedeutende Autoren sind u.a.: Chinua Achebe (Nigeria), Mobolaji Adenubi (Nigeria), Ama Ata Aidoo (Ghana), Amadou Hampâté Bâ, Francis Bebey (Kamerun), Mongo Beti (Kamerun), Steve Chimombo (Malawi), Mia Couto (Mosambik), Amma Darko (Ghana), E.B. Dongala (Volksrepublik Kongo), Naruddin Farah (Somalia), Nadine Gordimer (Südafrika), Bessie Head (Südafrika/Botswana), Lília Momplé (Mosambik), Grace Ogot (Kenia), Ben Okri (Nigeria), Ousmane Sembène (Senegal), Ngugi wa Thiong'o (Kenia), Yvonne Vera (Zimbabwe), Naguib Mahfouz (Ägypten, Literaturnobelpreis 1988), Tayeb Salih (Sudan), John M. Coetzee (Südafrika, Literaturnobelpreis 2003), Waris Dirie (Somalia), Damon Galgut (Südafrika) Siehe auch: Arabische Literatur

Kunst

Hauptartikel: Afrikanische Kunst Afrikanische Kunst Afrikanische Kunst

Musik

Hauptartikel: Afrikanische Musik, Afrikanischer Tanz Für die meisten afrikanischen Musikkulturen ist Gesang die wichtigste Musik. Viele afrikanische Kulturen haben Tonsprachen, das heißt Sprachen, in denen die Tonhöhe zur Unterscheidung von Bedeutung benutzt wird; dies hat zum Teil erheblich Konsequenzen zum Beispiel dadurch, dass mit auf Instrumenten gespielten Tonfolgen bedeutungsvoller und für die Zuhörer verständlicher Text gespielt werden kann. Aber auch, dass Tonfolgen in Vokalmusik dem Sprachton unterworfen sein können. Über afrikanische Musik kann man nicht sprechen ohne den Tanz einzuschließen. Viele afrikanische Sprachen haben ein Wort für die beiden in „westlicher“ Kultur zumeist unterschiedenen Konzepte. Historische Forschungen haben gezeigt, dass afrikanische Musikkulturen niemals statisch sondern im Gegenteil überaus dynamisch waren und sind. Verschiedene Tonsysteme, Musiken in Verknüpfung mit Kult, Repräsentation, dörflichen Festen, städtischer Unterhaltung, seit Anfang des 20. Jahrhunderts eine kommerzielle Musik-Industrie (Schellack-Platten) existieren jeweils unter lokal verschiedenen Bedingungen und sorgen so für eine große Diversität afrikanischer Musik. Eine grobe Einteilung in Stilgebiete unterscheidet den Khoisanid geprägten Süden vom Bantusprachigen Zentralafrika, und den mehr oder weniger islamisch beeinflussten Regionen Ost- wie Westafrikas.

Philosophie

Hauptartikel: Afrikanische Philosophie Philosophische Inhalte werden zum Großteil noch immer über nicht-schriftliche Medien, wie beispielsweise mündlicher Überlieferung, vermittelt, da die meisten afrikanischen Völker keine Schriftform entwickelten. Dementsprechend schwierig gestaltet sich der Umgang mit dem philosophischen Erbe Afrikas. Amadou Hampâté Bâ drückte es einmal so aus; es verbrenne immer eine ganze Bibliothek, wenn ein Alter stirbt. Dichter wie Ngugi wa Thiong'o schreiben zudem aus Protest gegen den ihrer Meinung nach eurozentristischen Blick hiesiger Wissenschaften und aufgrund ihres Zielpublikums in ihrer eigenen Sprache, für die oft noch keine Schriftform existierte. Schriftformen wurden erst in den letzten Jahrzehnten, auch unter europäischer Mithilfe entwickelt. Philosophen und Theoretiker sind einem europäischen Publikum meist aus dem Zusammenhang kultureller Befreiungsversuche bekannt. Siehe auch: Postkolonialismus, Literaturliste zur afrikanischen Philosophie

Medien

Zeitschriften in Afrika Zeitschriften im deutschsprachigen Raum
- [http://www.Africa-Live.de/ AFRICA live]
- Africa positive
- [http://www.theafricancourier.de/ The African Courier]

Organisationen

Politische Organisationen


- Afrikanische Union (AU, früher OAU)

Wirtschaftliche Organisationen


- Zentralafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion
- Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion
- Economic Community of West African States

Andere


- CAF Afrikanischer Fußballverband

Literatur

Einführungen und Handbücher


- Jacob E. Mabe (Hrsg.): Das Afrika-Lexikon. Ein Kontinent in 1000 Stichwörtern. Metzler, Stuttgart 2004, ISBN 3476020460 (Dieses Lexikon enthält einige nützliche Artikel; heikle Themen wie die Unterstützung zahlreicher afrikanischer Diktaturen durch Frankreich und die USA werden jedoch ausgespart)
- Julius Wagner, Willy Eggers (Hrsg.): Harms' Handbuch der Erdkunde. Band 5: Afrika. 9. neubearbeitete Auflage. List, München 1973
- Christoph Plate, Theo Sommer (Hrsg.): Der bunte Kontinent. Ein neuer Blick auf Afrika. DVA, Stuttgart München 2001
- Bartholomäus Grill: Ach, Afrika. Berichte aus dem Inneren eines Kontinents. Siedler Verlag, Berlin 2003

Gesamtdarstellungen


- Jacques Maquet, Herbert Ganslmayr: Afrika. Die schwarzen Zivilisationen. Kindler, München 1985
- John Iliffe: Geschichte Afrikas. C.H. Beck, München 1997
- Joseph Ki-Zerbo: Die Geschichte Schwarz-Afrikas. Fischer, Frankfurt am Main 1993

Spezielle Aspekte


- Susan Arndt (Hrsg.): AfrikaBilder. Studien zu Rassismus in Deutschland. Unrast Verlag, ISBN 3-89771-407-8
- Susan Arndt, Antje Hornscheidt (Hrsg.): Afrika und die deutsche Sprache. Ein kritisches Nachschlagewerk. Unrast Verlag 2004, ISBN 3-89771-424-8
- Gerhard Hauck: Gesellschaft und Staat in Afrika. Brandes & Apsel, Frankfurt am Main 2001
- Ryszard Kapuściński: Afrikanisches Fieber. Erfahrungen aus vierzig Jahren. (Heban, Polen 1998; dt. Ausgabe Berlin: Eichborn 1999, als Taschenbuch: ISBN 3492232981)
- Ngugi wa Thiong'o: Moving the Centre. Essays über die Befreiung afrikanischer Kulturen. Münster 1995, ISBN 3-928300-27-X

Siehe auch

Neokolonialismus, Bevölkerungszahlen Afrikas, Afrikanische Völker, Afrikanische Kultur, Afrikanische Union (AU), Afrikanische Küche, Liste der größten Städte Afrikas, Liste der afrikanischen Universitäten

Weblinks


- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/aussenpolitik/regionalkonzepte/afrika/index_html Afrikapolitik des deutschen Auswärtiges Amtes]
- [http://www.bpb.de/themen/2MDWSY,0,Afrika.html Schwerpunkt Afrika bei der Bundeszentrale für politische Bildung]
- [http://www.afrika-start.de Afrika-Start.de - aktuelle deutschsprachige Informationen über Afrika]
- [http://www.afrika-heute.de/ AFRIKA-HEUTE.DE - Tagesaktuelle Nachrichten, Analyse, Hintergrundinformationen rund um Afrika]
- [http://www.africa-live.de/ AFRICA live - deutsches Afrikamagazin mit tagesaktuellen Nachrichten]
- [http://www.pbs.org/wnet/africa/ Afrikafeature des Senders PBS (englisch)]
- [http://allafrica.com/ allafrica.com - Nachrichtensite zu Afrika (englisch)]
- [http://afrika.heim.at/Afrika.htm Website über Afrika]
- [http://www.weltkarte.com/afrika/indexindex.htm Landkarten von Afrika]
- [http://www.pygmies.info/ Afrikanische Pygmäen] Kultur und fotos der ersten Einwohner von Afrika
- [http://www.afrikafoto.de/ Afrika Fotos - 36 Fotos aus acht afrikanischen Staaten]
- [http://www.ify.ch/africa/ Links zu afrikanischen Staaten, internationalen Organisationen und Websites mit Afrikabezug]
- [http://dmoz.org/World/Deutsch/Regional/Afrika/ ODP-Linkverzeichnis zu Afrika]
Kategorie:Kontinent ja:アフリカ ko:아프리카 ms:Afrika simple:Africa th:ทวีปแอฟริกา zh-min-nan:Hui-chiu


Guinea-Bissau

Guinea-Bissau (port.: Guiné-Bissau) ist ein Staat in Afrika. Er liegt an der afrikanischen Westküste zum Atlantik und grenzt an Senegal und Guinea.
- Nationalfeiertag: 24. September
- Religion: ca. 50 % Moslems, ca. 40 % Naturreligionen, ca. 10 % Christen

Geographie

Geographische Lage

Im Norden grenzt die Republik an Senegal (gemeinsame Grenze rd. 338 km), im Osten an Guinea (gemeinsame Grenze rd. 386 km). Mit einer Gesamtfläche von 36.125 km² ist das Land ca. 10 % kleiner als die Schweiz, es ist jedoch zu berücksichtigen, dass lediglich ca. 78 % dieser Fläche auf dem Festland liegt. Die geographischen Koordinaten der Hauptstadt Bissau sind 11°50' nördl. Breite und 15°36' westl. Länge.

Landschaftsbild

An das überwiegend flache Landesinnere schließt sich ein durch marine Erosion stark zerklüfteter Küstenstreifen. Dem Festland vorgelagert liegt der Bissagos-Archipel im Atlantik.

Klima

Das Klima ist tropisch, überwiegend feucht. Die Regenzeit dauert von Mai bis Oktober.

Städte

Die größten Städte in Guinea-Bissau sind (Stand 1. Januar 2005): Bissau 388.028 Einwohner, Bafatá 22.521 Einwohner, Gabú 14.430 Einwohner, Bissorã 12.688, Bolama 10.769 Einwohner und Cacheu 10.490 Einwohner.
- Siehe auch Liste der Städte in Guinea-Bissau

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte von Guinea-Bissau Vor der Besetzung durch die Portugiesen gehörte das Gebiet zum Königreich Mali. 1446 kam das Gebiet als Portugiesisch-Guinea zu Portugal. Dem Unabhängigkeitskrieg von 1963 bis 1974 folgte die Anerkennung der Unabhängigkeit durch Portugal am 10. September 1974.

Politik

Nach der Verfassung von 1984 ist Guinea-Bissau eine Präsidialrepublik, seit 1991 mit einem Mehrparteiensystem. Die direkt gewählten Regionalräte entsenden aus ihrer Mitte 150 Abgeordnete in die Nationalversammlung, die ihrerseits den 15-köpfigen Staatsrat wählt, der als Exekutive fungiert. Seit 1991 ist das Amt des Premierministers (Regierungschef) wieder eigenständig. Sitzverteilung der Wahl vom 30. März 2004:
- Partido Africano da Indepencia da Guinea e Cabo Verde (PAIGC): 45 von 102 Sitzen.
- Partido para a Renovacao Social(PRS): 35 von 102 Sitzen.
- Partido Unido Social Democratico(PUSD): 17 von 102 Sitzen.
- Sonstige: 3 von 102 Sitzen.
- 2 Sitze der Diaspora zustehende Mandate wurden nicht vergeben.

Verwaltungsgliederung

Guinea-Bissau gliedert sich in acht Regionen und einen autonomen Sektor um die Hauptstadt Bissau. Die Regionen teilen sich wiederum in 37 Sektoren. Für die Regionen wurde der jeweilige Name der Hauptstadt in Klammern mitangegeben, die Sektoren sind nach ihren jeweiligen Hauptstädten benannt. Lediglich für die drei Sektoren des Bissagos-Archipels sind auch die Hauptorte in Klammern mitangegeben.

Wirtschaft

Guinea-Bissau zählt zu den ärmsten Ländern der Erde. Mehr als 75 % der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig. Ihre Produktivität bewegt sich auf dem Niveau einer Selbstversorgungswirtschaft (Subsistenzwirtschaft). Angebaut werden können Reis, Mais, Hirse, Maniok, Yams, Bataten und Zuckerrohr. Die auf die Bedürfnisse der Kolonialmacht Portugal ausgerichtete Wirtschaft war nach deren Abzug nicht mehr lebensfähig. Durch den Unabhängigkeitskrieg verfiel die Landwirtschaft noch mehr. Eine eigenständige Industrie existiert nicht. In den Export gelangen Cashew-Nüsse, Erdnüsse, Palmkerne und Palmöl.

Weblinks


- [http://www.abenaa.de/guineabissau.htm Reiseerfahrungen und Fotos aus Guinea-Bissau]
- [http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/pu.html Guinea-Bissau im World Fact Book des CIA] Kategorie:Staat ja:ギニアビサウ ko:기니비사우 ms:Guinea-Bissau zh-min-nan:Guiné-Bissau

Senegal

Für den gleichnamigen Fluss in Westafrika siehe Senegal (Fluss) ---- Senegal (République du Sénégal) ist ein Staat in Westafrika, am Atlantik.

Geographie

Senegal ist das westlichste Land Afrikas. Es liegt im Übergang der Sahelzone zu den Tropen. Östliches Nachbarland ist Mali. Im Norden grenzt Senegal mit dem Grenzfluss Senegal an Mauretanien und im Süden an Guinea und Guinea-Bissau. Senegal umschließt das ebenfalls am Atlantik liegende Gambia vollständig. Die höchste Erhebung (namenlos) ist 581 m hoch. Die Küste ist 531 km lang. Die Landschaft besteht aus Ebenen, die zu den Gebirgsausläufern im Südosten langsam ansteigen. Im Süden des Landes - bei Vélingara - befindet sich der Vélingara-Krater. Das Klima ist subtropisch. In der Regenzeit (Mai bis November) gibt es starke Südostwinde. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Januar bei etwa 23° C und im Juli bei etwa 28° C.

Städte

Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Dakar 1.998.635 Einwohner, Touba 428.059 Einwohner, Thiès 240.152 Einwohner, Rufisque 187.203 Einwohner, Kaolack 173.782 Einwohner, Mbour 170.699 Einwohner, Ziguinchor 162.436 Einwohner und Saint-Louis 130.750 Einwohner.
- Siehe auch: Liste der Städte in Senegal

Bevölkerung

Die Bevölkerung zählt etwa 11 Millionen Menschen, davon sind etwa 58 % unter 20 Jahre alt. Das Bevölkerungswachstum beträgt jährlich etwa 2,7 %. Die Bevölkerungszahl hat sich in den letzten knapp 20 Jahren mehr als verdoppelt. Zu den etwa 20 ethnischen Gruppen zählen: Wolof (33 %), Serer (20 %), Fulbe, Diola, Toucouleurs, Mandingue, Soninké. Weil als Folge der Kolonialzeit die Schule französischsprachig war, und die Kinder dem Unterricht nicht folgen konnten, sind etwa 65 % der Bevölkerung Analphabeten (unter den Frauen 74 %) Seit 2003 ist das Schulsystem aber reformiert. Den überwiegenden Teil bilden die sunnitischen Muslime mit 94 %. Die meist römisch-katholischen Christen machen etwa 5 % aus. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 55 Jahre bei Männern und 58 Jahre bei Frauen (2004). Die Mehrheit der Bevölkerung lebt an der Westküste; dort vor allem im Einzugsgebiet der Hauptstadt Dakar. 51 % der Bevölkerung leben in eher ländlichen Gegenden.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Senegals
- Paläolithikum, Neolithikum: frühe Kulturen
- um 470 v. Chr. Expedition des karthagischen Admirals Hanno.
- um 500: Wolof und Serer ziehen in das Gebiet des heutigen Senegal
- 9. Jahrhundert: Tukulor siedeln im Flusstal des Senegal
- 11. - 14. Jahrhundert: Das mächtige Tukulor-Reich Tekrur beherrscht den östlichen Teil des Senegal.
- ab 1444: Errichtung erster Handelsstützpunkte durch Portugiesen an der Mündung des Senegal. Später Verdrängung durch Niederländer und Franzosen.
- ab dem 17. Jahrhundert: Franzosen siedeln sich im Gebiet von Senegambien an. Rivalitäten mit Großbritannien.
- 1677: Niederländische Siedler werden von den Franzosen vertrieben. Die Küste ist nun unter französischer Kontrolle.
- 1758-1779, 1809-1816: Großbritannien besetzt den Senegal
- 1840-1865: Frankreich erobert das gesamte heutige Senegal
- 1883: Die Bewohner der vier Küstenstädte erhalten französische Bürgerrechte
- 1895: Frankreich erklärt den heutigen Senegal zu seiner Kolonie; Dakar wird die Hauptstadt von "Französisch-Westafrika"
- 1914: Die ersten afrikanisch-stämmigen Abgeordneten werden in französische Nationalversammlung entsandt
- 1946: Alle Bürger erhalten das Wahlrecht
- 25. November 1958: Frankreich gewährt fast vollständige Autonomie
- 18. Juni 1960: Unabhängige Republik
- August 1960: Léopold Sédar Senghor wird zum ersten Präsident gewählt
- 1962: Regierungschef (genau: "Président du conseil") Mamadou Dia versucht Staatsstreich
- 1963: Neue Verfassung mit erweiterten Befugnissen für den Präsidenten
- 1968, 1973: Große Studentenproteste gegen die Machtfülle des Präsidenten
- 1970-1981: Abdou Diouf ist Regierungschef unter Präsident Léopold Sédar Senghor.
- 1976: Verfassungsänderung: Einführung des Mehrparteiensystems
- 1980: Rücktritt des 1963, 1968, 1973 und 1978 wiedergewählten Präsidenten Senghor aus Altersgründen. Nachfolger: Abdou Diouf
- 1982: Senegal und Gambia formen gemeinsam die Konföderation Senegal. Beginn der Separatistenbewegung in der Casamance Mouvement des Forces démocratiques de la Casamance
- 1983: Abdou Diouf gewinnt seine ersten Präsidentschaftswahlen mit 84% der Stimmen
- 1988: Ausbruch von Unruhen in Dakar nach Wiederwahl mit großer Mehrheit von Diouf und seiner Partei. Regierung ruft den Notstand aus
- 1989: Auflösung der Konföderation mit Gambia
- späte 80er Jahre: Grenzstreitigkeiten mit Mauretanien
- 1993: Wiederwahl Dioufs, Opposition wirft ihm Wahlbetrug vor
- 15. Mai 1993: Die Ermordung des stellvertretenden Präsidenten des Verfassungsgerichts, Babacar Sèye, stürzt das Land in eine innenpolitische Krise.
- Januar 1994: Nach der Abwertung des CFA-Franc Ausbruch von Unruhen, Ausschreitungen mit Todesopfern in Dakar. In der Folge Massenverhaftungen und Anklagen gegen Oppositionspolitiker
- 1995: Regierungschef Habib Thiam bildet ein neues Kabinett mit Beteiligung der Oppositionspartei Parti Démocratique Sénégalais (PDS)
- August 1997: Verschärfung des Casamance-Konflikts, hunderte Todesopfer unter Rebellen, Zivilisten und Soldaten
- 24. Mai 1998: Bei Parlamentswahlen gewinnt die Sozialistische Partei von Präsident Diouf. Mamadou Lamine Loum wird neuer Regierungschef . Nur noch ein Oppositionspolitiker ist an der Regierung beteiligt.
- Juni 1998: Militärputsch im benachbarten Guinea-Bissau. Senegal und Guinea entsenden Truppen
- seit 1999: Vermittlung Gambias im Casamance-Konflikts
- März 2000: Staatsoberhaupt Diouf unterliegt bei Präsidentschaftswahlen dem Kandidaten der Opposition Abdoulaye Wade, (PDS)
- April 2000: Abdoulaye Wade ernnent Moustapha Niasse (AFP) zum neuen Regierungschef. . Bildung einer aus sieben Parteien bestehenden Regierungskoalition
- Januar 2001: Änderung der Verfassung per Referendum: unter anderem Begrenzung der Amtszeit des Präsidenten auf maximal zwei Mandate à 5 Jahre, die Bürgerrechte, insbesondere die der Frauen werden gestärkt
- März 2001: Bruch der Regierungskoalition. Justizministerin Madior Boye (PDS) wird Premierministerin
- 29. April 2001: Bei Parlamentswahlen gewinnt das von Abdoulaye Wade angeführte, aus 40 Parteien bestehende "Parteienbündnis für den Wandel" 89 von 120 Sitze. Die Partei von Moustapha Niasse, die Alliance des Forces du Progrès (AFP) bekommt 11 Sitze. Die Parti Socialiste (PS) von Abdou Diouf, die bisher die stärkste Kraft im Parlament war erreicht nur noch 10 Sitze. Bildung der Regierung unter Premierministerin Boye (PDS)
- 26. September 2002: Untergang der senegalesischen Fähre Joola, der einzigen Fähre zwischen Casamance und Dakar dabei über 1800 Todesopfer
- 7. November 2002: Idrissa Seck (PDS) wird Premierminister. Das Kabinett wird mit 4 Staatsministern und 27 Ministern neu gebildet.
- 27. August 2003: Kabinettsumbildung, Seck weiterhin Premierminister. , nun 34 Minister
- 21. April 2004: Macky Sall (PDS) wird Premierminister.

Politik

Innenpolitik

Senegal zeichnet sich (seit der neuen Verfassung) durch rechtsstaatliche und demokratische Strukturen aus, grundlegende Freiheitsrechte, insbesondere Religions-, Meinungs-, Presse- und Versammlungsfeiheit, sind gewährleistet. Ein Problem der Innenpolitik ist der Konflikt mit Casamance, eine südlich von Gambia, aber in Senegal, gelegene Region. Die Rebellenbewegung MFDC kämpft um deren Unabhängigkeit, da sie historisch, wirtschaftlich und ethnisch religiös anders geprägt ist (siehe oben: Untergang der Joola). Seit 2004 gibt es eine vorläufige Beruhigung. Im Bereich Erziehung gibt es große Probleme: 65 % sind Analphabeten, die Einschulungsquote liegt bei 60 %. Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem hohen Bildungsstandard einer kleinen Elite und dem niedrigen der Mehrheit der Bevölkerung. Seit 2002/2003 wird dem durch Einführung der nationalen Sprachen in den ersten beiden Grundschuljahren und verstärkte Alphabetisierung Erwachsener, entgegengewirkt.

Außenpolitik

Insgesamt dominiert hier die Beziehung zu Frankreich. Die senegalesische Regierung pflegt Diplomatie auf hohem Standard. Dabei bemüht sie sich, eine Balance zwischen Dritte-Welt-Ländern und Industrieländern zu wahren, hat also eine Vermittlerrolle. Das wichtigste Anliegen ist die afrikanische Einheit. Die CEDEAO (Communaute Economique des Etats de l' Afrique de l' Ouest) ist ein erster Schritt in diese Richtung.

Verwaltungsgliederung

Senegal ist in elf Regionen (régions) gegliedert:
- Dakar
- Diourbel
- Fatick
- Kaolack
- Kolda
- Louga
- Matam
- Saint-Louis
- Tambacounda
- Thiès
- Ziguinchor

Wirtschaft

Grundsätzlich hat Senegal den Status eines Entwicklungslandes, ist jedoch im Vergleich zu anderen westafrikanischen Ländern weiter entwickelt, was aber ihre Produkte im Regionalvergleich überteuert wirken lässt. In Senegal sind 78 % der Erwerbstätigen im Agrarsektor tätig, der allerdings weniger als 20 % am BIP ausmacht (60 % stammen inzwischen aus dem Dienstleistungssektor, z. B. Tourismus). Gleichzeitig hat das Land mit 47 % eine der höchsten Urbanisierungsraten Afrikas. Aufgrund des ariden Klimas können nur 16 % der Landfläche für landwirtschaftlichen Anbau genutzt werden und zwar lediglich im Senegal-Tal und an den nördlichen Küstenstreifen Bewässerungslandwirtschaft. Die wichtigsten agraischen Devisenbringer sind Erdnüsse und Baumwolle (Senegal gehört weltweit zu den größten Erdnussproduzenten). Weil große Teile der Nutzfläche für den Erdnussanbau gebraucht werden, kann der Eigenbedarf an Grundnahrungsmittel nicht gedeckt werden, daher werden diese (vor allem Reis und Weizen) im großen Stil importiert, was zu einem enormen Devisenverbrauch führt. Baumwolle Fischerei ist inzwischen der wichtigste Wirtschaftszweig, da die Küstengewässer Senegals reiche Fischfanggründe aufweisen. Die senegalesischen Kleinfischer können die lokalen und regionalen Märkte ausreichend versorgen. Die Fangrechte für Hochseefischerei sind jedoch an Japan und Südkorea verkauft. Insgesamt stellt der Fischfang heute das wichtigste Exportgut Senegals dar (28,5 %) und hat den früher dominierenden Erdnussanbau abgelöst. Senegal hat eine verhältnismäßig weit entwickelte verarbeitende Industrie (allerdings nur in den Großstädten), aber das Industriekapital ist in ausländischer Hand. Wichtige Industriezweige sind Lebensmittel- (Öl, Fisch, Zucker), chemische Industrie und Textilverarbeitung. Die Nationalparks ziehen einige Touristen an, wobei die Regierung darauf bedacht ist, Massentourismus zu vermeiden. Als Bodenschätze sind Phosphat und Gold zu nennen, ebenso Eisenerz und Erdöl, allerdings können letztere wegen fehlender Infrastruktur und Geldes nicht gefördert werden.

Kultur

Der senegalesische Schriftsteller und Filmemacher Ousmane Sembène gilt als "Vater" des afrikanischen Films.

Flagge

Die drei panafrikanischen Farben sind nach dem Vorbild der Trikolore angeordnet. Der fünfzackige Stern symbolisiert die Freiheit und den Fortschritt. Die Flagge besteht seit 1960.

Nationalhymne

:Pincez tous vos koras, frappez les balafons :Le lion rouge a rugi :Le dompteur de la brousse :D'un bond s'est élancer :Dicipand les ténèbres soleil sur notre espoir :Soleil sur notre coeur :Debout frères revoici l'Afrique rassemblé :Fivre de notre coeur :Épaules contre épaules :Et plus que frères ô Sénégalais debout :Unisons la mer et les sources :Unisons la steppe et la fôret :Salut Afrique mère :Auf deutsch: Nehmt eure Koras, schlagt die Marimbas, der rote Löwe hat gebrüllt ...

Sehenswürdigkeiten


- Lac Retba, auch Lac Rose genannt. Wegen seiner einzigartigen rosaroten Färbung, hat der Lac Rose seinen Namen erhalten. Die UNESCO hat den sehr salzhaltigen See zum Welterbe deklariert. Am Ufer türmen sich Salzberge auf, die aus dem Lac Rose abgebaut werden.

Sport

Den größten Erfolg ihrer Geschichte erreichte die Fußball-Mannschaft von Senegal bei der Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea. Sie erreichte das Viertelfinale und übertraf damit die Erwartungen von Experten bei weitem. Die Mannschaft des Senegals belegt den 40. Platz der FIFA-Weltrangliste. Ein bekannter Fußballer aus Senegal ist El Hadji Diouf. Er wechselte nach der erfolgreichen Weltmeisterschaft 2002 nach England zum FC Liverpool.

An- und Einreise

Die Anreise in den Senegal von Mauretanien aus auf eigener Achse ist über Rosso und Diama möglich. Der Grenzübergang in Rosso besteht aus einer Fähre, in Diama befährt man einen Hochwasserschutzdamm bis zu einer Staustufe, die als Brücke ausgeführt ist. Der Damm in Diama ist der Fähre in Rosso der Einfachheit halber vorzuziehen, allerdings besteht in Diama ein 7,5-Tonnen-Limit, welches nicht sehr strikt exekutiert wird; darüber hinaus ist die Fahrt nur für durchschnittlich geländetaugliche Fahrzeuge möglich (Seitenneigung des Dammes an ein paar Stellen). EU-Bürger benötigen für den Senegal kein Visum, ein mindestens 6 Monate gültiger Reisepass reicht aus. Fahrzeuge, die älter als 5 Jahre sind, benötigen ein Carnet de Passage.

Literatur


- Mamadou Diouf, Une histoire du Sénégal : le modèle islamo-wolof et ses périphéries, Paris : Maisonneuve & Larose, 2001
- Werner Glinga, Literatur in Senegal: Geschichte, Mythos und gesellschaftliches Ideal in der oralen und schriftlichen Literatur, Berlin : Reimer, 1990
- Brigitte Reinwald, Der Reichtum der Frauen: Leben und Arbeit der weiblichen Bevölkerung in Siin/Senegal unter dem Einfluss der französischen Kolonisation, Münster [u.a.] : Lit, 1995
- Paulin Soumanou Vieyra, Le cinéma au Sénegal, Brüssel, Paris, 1983

Weblinks

Tourism
- [http://www.teranga-senegal.com Teranga Senegal] - Tourismusportal
- [http://www.senegalaisement.com Senegalaisement] Kategorie:Staat ! ja:セネガル ko:세네갈 ms:Senegal simple:Senegal zh-min-nan:Senegal

Mali

Mali ist ein seit 1960 von Frankreich unabhängiger Staat in Westafrika und grenzt im Norden an Algerien und Mauretanien, im Westen an Senegal, im Osten an Niger und im Süden an Burkina Faso und die Elfenbeinküste. Die ehemalige Kolonie Französisch-Sudan hat einen bedeutenden Anteil an der Sahara, sowie an Sahel und Sudan. Mali gilt als gelungenes Beispiel einer Demokratisierung in Afrika, ist dennoch eines der ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Der Landesname Mali wurde in Anlehnung an das gleichnamige mittelalterliche Großreich gewählt. In der einheimischen Sprache Bambara ist "Mali" ebenfalls das Wort für das Wappentier Malis: Das Nilpferd.

Geographie

Mali besteht zu zwei Dritteln aus Wüste. Das Land hat Anteil an Sahara, Sahelzone und Sudan. Die nördliche Landeshälfte wird von einem Ausläufer des algerischen Ahaggar-Massivs überragt. Den südlichen und zentralen Teil durchzieht der Niger in breiten Tiefländern. Zwischen Ségou und Timbuktu bildet der Niger ein großes Binnendelta - die Massina. Die Klimazonen reichen vom tropisch-feuchten Sudanklima bis zum Wüstenklima der Sahara. Entsprechend nehmen die Jahresniederschläge im Norden von über 1.000 mm auf weniger als 100 mm ab. Mitunter bleiben die Regenfälle jahrelang aus. Die Vegetation besteht im Süden aus Feuchtsavanne (mit Galeriewäldern an den Flussläufen), die nach Norden in Dornbuschsavanne übergeht; es folgen schließlich Halbwüste und der saharische Wüstengürtel.

Bevölkerung

Die Bevölkerung Malis setzt sich aus ca. 30 verschiedenen Ethnien zusammen, u.a. Bambara (mit 30% Hauptbevölkerung), Malinké, Fulani (Fulbe, Peulh), Sarakolé (Maraka), Songhai, Soninké, Bobo, Bozo, Minianka, Senufo, Dogon, Khassonké, Tuareg, Mauren, Dioula, die sich durch verschiedene Sprachen und Kulturen auszeichnen und friedlich zusammenleben. Die Einwohner der Sudanzone nahmen durch den Kontakt mit den nordafrikanischen Muslimen schon frühzeitig großenteils den Islam als Religion an. Gleichzeitig bestanden daneben die einheimischen Glaubensformen weiter. Heute lebt die Bevölkerung Malis im Bewußtsein ihrer reichen Vergangenheit, die in den Liedern der Griots und zahlreichen Geschichten weiterlebt. Über 90% der Bevölkerung sind Muslime, die vor allem im Norden leben, im Süden dagegen leben etwa 8% Anhänger vom Animismus und rund 1,8% Christen. 54 % der malischen Bevölkerung sind Analphabeten, nur etwa zwei Drittel haben Zugang zu frischem Trinkwasser. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 45 Jahren. Das Bruttosozialprodukt pro Kopf liegt bei nur etwa 192 Euro. Neben der Amtssprache Französisch, die jedoch meist nur als Fremdsprache gesprochen wird, gibt es in Mali zahlreiche einheimische Sprachen: Bambara, Fulani oder Songhai. Von vielen Maliern werden mehrere dieser Sprachen verstanden. Im Norden Malis kam es in der Vergangenheit häufiger zu Konflikten mit den dort heimischen Nomaden, den Tuareg.

Religion

Der Islam ist mit 90% die verbreitetste Religion in Mali; 8% der Bevölkerung praktizieren animistische Religionen. Katholiken und Protestanten machen einen Anteil von 2% aus. Die Unterstützung muslimischer Länder ermöglicht ein bescheidenes Wirtschaftswachstum.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Malis Mali war vom 11. Jahrhundert bis 1893 ein islamisches Großreich. 1893 wurde es mit der Eroberung von Timbuktu unter dem Namen Französisch-Sudan zur Kolonie Frankreichs. Seine Unabhängigkeit von Frankreich erlangte Mali am 22. September 1960, der seither als Nationalfeiertag gilt. Nach der Unabhängigkeit war Mali ein Einparteienstaat, 1968 putschte sich General Moussa Traoré an die Macht, 1991 kam es dann nach Unruhen zu demokratischen Reformen und eine Verfassung wurde geschaffen. 1992 wurde Dr. Alpha Oumar Konaré zum Präsidenten gewählt. Die Wahl 2002 gewann Amadou Toumani Touré, allerdings war die Wahlbeteiligung mit ca 30 % sehr gering.

Verwaltungsgliederung

Der Staat gliedert sich in 8 Regionen und den Hauptstadtdistrikt. Siehe auch: Regionen in Mali, Liste der Städte in Mali

Wirtschaft

Weniger als 2 % der Landesfläche werden als Ackerland verwendet, gleichzeitig beschäftigt die Landwirtschaft jedoch rund 80 % der erwerbstätigen Bevölkerung. In den Gebieten der Flüsse Niger und Senegal sowie südlich der 600 mm Isohyete ist Ackerbau als Überflutungs-, Bewässerungs-, und Regenfeldbau möglich. Zu den Hauptanbauprodukten gehören Erdnuss, Mais, Sorghum sowie Baumwolle. Auf Grund der Niederschlagsmenge von 600 mm im Jahr, die, je nördlicher man kommt, abnimmt, besteht ein Ernterisiko. Die Anbauzonen werden jedoch durch die Bevölkerungsexplosion weit über die Trockengrenze ausgedehnt. Nördlich der 600 mm Isohyete, im Bereich des 200-mm-Jahresniederschlages werden Weizen sowie Grünfutter angebaut. Südlich der 600 mm Isohyete befindet sich eine Zone mit 700 bis 1.900 mm Jahresniederschlag und somit größerer Erntesicherheit. Traditionelle Wirtschaftsweisen in Mali Die traditionelle Wirtschaftsform ist der Wanderhackbau. Angebaut wird meist bis zur Bodenerschöpfung, die nach 3-5 Jahren eintritt. Früher lag dieses Land 10-20 Jahre brach, bevor es erneut bewirtschaftet wurde. Diese Zeit hat sich bis heute immer weiter verkürzt. Gründe hierfür sind das Bevölkerungswachstum und die Besitzstruktur: bei den meisten Stämmen hat jeder Stammesangehörige Anspruch auf ein Stück Land. Regenfeldbauern im Gebiet Malis legen außerdem mehr Felder an, als in Gunstjahren zur Eigenversorgung eigentlich notwendig wären. Es werden sowohl Gunststandorte als auch weniger fruchtbare Felder bestellt. Eine erste Gruppe dieser Felder, die nicht auf Gunststandorten gelegen ist, wird nach den ersten Niederschlägen mit verschiedenen Feldfrüchten unterschiedlicher Vegetationsperioden bestellt. Diese Strategie führt dazu, dass in günstigen Jahren mit genügend Niederschlag die Ernteerträge hoch sind und in Dürrejahren trotzdem noch mit kleinen Erträgen zu rechnen ist. Diese Risikominimierung führt durch einen großen Kulturlandverbrauch zu einer Erhöhung der Desertifikationsgefahr. Da die mehrjährige Speicherung der Ertragsüberschüsse traditionell üblich ist, würde die Alternative, nämlich nur Gunststandorte intensiv zu bewirtschaften, zwar in Ungunstjahren ähnliche Erträge erzielen, Gunstjahre würden jedoch um einiges bescheidener ausfallen. Dies würde eine Risikoerhöhung für die Bauern darstellen. Diese traditionelle Art der Landnutzung ist tief in der Bevölkerung verwurzelt. Adressen der diplomatischen und konsularischen Missionen in Deutschland Republik Mali Berlin, Botschaft Kurfürstendamm 72, 10709 Berlin Tel: Berlin (030) 31 99 88-3 Fax: 030- 31 99 88 48 Frau Fatoumata Siré Diakite, Botschafterin Konsularbezirk: Bundesgebiet Erfurt, Honorarkonsul Arnstädter Str. 24, 99096 Erfurt Tel: 0361 / 56 69 660 Fax:0361./.56 69 662 Sprechzeit: mo u. di 9-12 Volker Heitland, Honorarkonsul Konsularbezirk: Länder Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt Frankfurt a.M., Honorarkonsul Esperantostraße 61, 60598 Frankfurt a.M. Tel: 069 / 63 15 18 49 Fax:069 / 63 15 18 57 E-mail: Konsulat-mali@aeroterra.de Sprechzeit: mo u. fr 9-12 , mi 14-16 und nach Vereinbarung. Reinhold Joest, Honorarkonsul Hamburg, Honorargeneralkonsul Hamburger Str. 11 VI, 22083 Hamburg Tel: Hamburg (0 40) 2 27 80 39 Fax:0 40-2 27 98 69 Sprechzeit: mo u. do 10-12.30 u. nach Vereinbarung. Dr. Hans-Georg Graichen, Honorargeneralkonsul Konsularbezirk: Länder Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein Kamp-Lintfort, Honorarkonsul Postfach 10 48 30, 40039 Düsseldorf; Dachsberger Weg 15, 47475 Kamp-Lintfort Tel: 02842 – 6498 Fax: 02842 – 8381 Sprechzeit: di u. fr 10 – 12 und nach Vereinbarung. Bernd Schulz, Honorarkonsul Konsularbezirk: Land Nordrhein-Westfalen Stand: 03.05.2005

Weblinks


- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=104 Länderinformation des deutschen Auswärtigen Amtes]
- [http://www.malitourisme.com/ Website des Tourismusministeriums (französisch)]
- [http://www.mali-online.de/ Informationen über Mali von seiner Konsularischen Vertretung in Düsseldorf] ---- Den Namen Mali tragen auch:
- Christian Mali (18321906), ein Kunstmaler und Professor in München.
- Das Braith-Mali-Museum in Biberach an der Riß
! Kategorie:Staat ja:マリ共和国 ko:말리 ms:Mali zh-min-nan:Mali

Liberia

---Sidenote START---
Die Republik Liberia (manchmal auch Liberien) ist ein Staat in Westafrika. Er grenzt an Côte d'Ivoire, Guinea und Sierra Leone sowie an den Atlantik.

Geographie

Nachbarländer sind Elfenbeinküste, Guinea und Sierra Leone. Liberia liegt im Südwesten Westafrikas und hat eine Atlantikküste. Es liegt hauptsächlich in der tropischen Regenwaldzone,die zum größten Teil gerodet wurde.Das Innere Liberias besteht größtenteils aus Bergland.

Städte

Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Monrovia 939.524 Einwohner, Gbarnga 45.835 Einwohner, Bensonville 33.188 Einwohner Harper 32.661 Einwohner, Buchanan 25.731 Einwohner, Zwedru 25.678 Einwohner und Yekepa 24.695 Einwohner.
- Siehe auch: Liste der Städte in Liberia

Bevölkerung

Cirka 3,3 Mio. Menschen leben in Liberia. Es existiert eine von Afro-Amerikanern abstammende Bevölkerungsschicht, die Kreolen oder Amerikoliberianer genannt werden.Sie machen jedoch nur 2-5% der Bevölkerung Liberias aus und sind meist Christen. Rund 20 Hauptstämme:zus. ca. 1/3 Kpelle, 17% Bassa, 14% Grebo, 9% Gio, 9% Mano, 8% Vai, 7% Gola, Loma, Bela, Kru, Krahn, Kissi und Malinke(Mandingo). Zudem leben ca. 8.000 Libanesen in Liberia. Die Bevölkerungswachstumsrate beträgt ca. 2% pro Jahr (Schätzung 2002)
- Siehe auch: Volksgruppen in Liberia

Sprachen

Mande wird im Westen und Norden des Landes gesprochen und Kru im Osten und Süden. Englisch ist die Muttersprache von 2,5 % der Bevölkerung, die als Nachfahren der aus den USA rückgesiedelten, befreiten Sklaven gelten. Sonst wird Englisch als Verwaltungssprache genutzt. Weitere Sprachen in Liberia sind Gola, Kpelle u. a.

Religion

Die Angaben über die religiöse Zugehörigkeit der Liberianer schwanken teilweise stark. Die folgende Übersicht gibt die in der Literatur angebene Bandbreite wieder:
- Christen: 10-33%, davon:
  - Katholiken: 2-9%
  - Protestanten: 8-24%
- Muslime: 15-20%
- Indigene Religionen(Animismus, Naturreligionen): 40-70%

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Liberias. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erreichten Portugiesen die Küste des heutigen Liberias, ohne dass es zu einer Erkundung des Landes kam. Im Jahr 1822 kaufte die American Colonization Society,eine Gesellschaft von weißen US-amerikanischen Gegnern der Sklaverei, den Küstenstreifen, um dort schon freigelassene ehemalige Sklaven anzusiedeln und gleichzeitig selbst Kolonialherren zu werden. Zu Beginn des amerikanischen Bürgerkrieges lebten dort rund 12.000 Afroamerikaner. Die daraus entstehende Herrschaft einer (gesellschaftlich gesehen) künstlichen, schwarzen Elite wurde erst im April 1980 durch einen Putsch durch Samuel K. Doe brutal gebrochen. Am 22. April wurden dreizehn Vertreter der früheren Regierung, darunter mehrere Minister und der ältere Bruder des abgesetzten Präsidenten William R. Tolbert, erschossen. Das Land versank in der Folge zunehmend im Chaos, das bis heute nicht beseitigt werden konnte und die gesamte Region destabilisiert. Doe wurde 1989 abgesetzt, danach herrschte 14 Jahre lang Bürgerkrieg. Nachdem der Waffenstillstand der Bürgerkriegsparteien 2003 besiegelt war, verließ Präsident Taylor das Land. Eine Übergangsallparteienregierung wurde eingesetzt mit Gyude Bryant als Staatsoberhaupt. Heute stehen die Chancen für einen Wiederaufbau nicht schlecht:
- international wurden ca. 420 Millionen Euro als Entwicklungshilfe bereitgestellt.
- Liberia ist in viele multinationale Gemeinschaften eingebunden.
- vermutlich wird das Embargo der UN demnächst aufgehoben werden. Allerdings sank während des Bürgerkriegs das Pro-Kopf-Einkommen unter 125 Euro; die Arbeitslosigkeit liegt bei 85 %.

Politik

Die seit 1847 bestehende Republik Liberia ist der zweitälteste unabhängige Staat Afrikas. 1984 wurde eine neue Verfassung durch Volksabstimmung angenommen, die sich wie die vorhergehende, eng an das US-amerikanische Modell anlehnt. Sie definiert Liberia als präsidiale Republik. Der für sechs Jahre gewählte Präsident ist danach zugleich Staatsoberhaupt, Regierungschef und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Die Legislative liegt beim Parlament, das aus zwei Kammern besteht: Dem Senat mit 15 und dem Repräsentantenhaus mit 64 gewählten Abgeordneten. Weiße haben in Liberia kein Wahlrecht. Seit dem 14. Oktober 2003 ist Gyude Bryant (Liberian Action Party) Vorsitzender der Übergangsregierung (Chairman of the Transitional National Government of Liberia). Stellv. Vorsitzender der Übergangsregierung ist Johnson Wesley (National Democratic Party of Liberia). Die weiteren Minister:
- Landwirtschaftsminister George Kammie
- Handels- und Industrieminister Samuel Wulu
- Bildungsministerin Evelyn Kandakai
- Finanzminister Lusine Kamara
- Außenminister Thomas Yaya Nimley
- Minsterin für Gender Development Vaba Gayflor
- Minister für Gesundheit und soziale Wohlfahrt Peter Coleman
- Minister für Information, Kultur und Tourismus --NICHT BESETZT--
- Innenminister H. Dan Morias
- Justizminister Kabineh Janneh
- Arbeitsminister Laveli Supuwood
- Minister für Land, Minen und Energie Willie Mulbah
- Verteidigungsminister Daniel Chea
- Minister für nationale Sicherheit --NICHT BESETZT--
- Minister für Planung und Wirtschaftsfragen Christian Herbert
- Minister für Post und Telekommunikation Eugene Lenn Nagbe
- Minister für öffentliche Arbeiten --NICHT BESETZT--
- Minister für Ländliche Entwicklung E. C. B Jones
- Transportminister Vamba Kanneh
- Ministerin für Jugend und Sport Wheatonia Dixon-Barnes
- Staatsminister für Angelegenheiten des Präsidenten Jackson Doe Weitere wichtige politische Persönlichkeiten:
- Parlamentspräsident(National Transitional Legislative Assembly) The Hon. George Dweh
- Gouverneur der Zentralbank Elias Saleeby
- Botschafter in den USA William Bull
- Repräsentant des Landes bei der UN in New York Lamine Kawah Parteien:
- National Patriotic Party (NPP) – Regierung
- Unity Party (UP) – Opposition
- Liberia Action Party (LAP)
- Liberian People's Party (LPP)
- Liberia Unification Party (LUP)
- National Democratic Party of Liberia (NDPL)
- True Whig Party (TWP)
- United People's Party (UPP) Gewerkschaft: Liberian Federation of Labour Unions Aus den Präsidentschaftswahlen vom November 2005 ging überraschend deutlich Ellen Johnson-Sirleaf mit ca. 59% der Stimmen als Siegerin hervor. Damit setzte sie sich gegen insgesamt 22 Kandidaten durch.

Entwicklungshilfe

In den achtziger Jahren hat die Liberische Post in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundespost ein fünfstelliges Postleitzahlsystem eingeführt.

Verwaltungsgliederung

Liberia gliedert sich in 15 Regionen (Counties). Diese sind (in Klammern die Hauptstadt): Bomi (Tubmanburg), Bong (Gbarnga), Gbarpolu (Bopolu), Grand Bassa (Buchanan), Grand Cape Mount (Robertsport), Grand Gedeh (Zwedru), Grand Kru (Barclayville), Lofa (Voinjama), Margibi (Kakata), Maryland (Harper), Montserrado (Bensonville), Nimba (Sanniquellie), Rivercess (Rivercess), River Gee (Fish Town) und Sinoe (Greenville).

Wirtschaft


- Exportgüter: Gummi, Holz, Eisen, Diamanten, Kakao, Kaffee
- Viele Schifffahrtsgesellschaften fahren unter liberischer Flagge, was vor allem an den niedrigen Kosten (keine Steuern über die Gebühren für die Registrierung hinaus) und der Verschwiegenheit der Behörden liegt. Dadurch hat Liberia, an Bruttoregistertonnen gemessen, die zweitgrößte Flotte der Welt.

Kultur


- Nationalfeiertag: 26. Juli Unabhängigkeitstag Wichtige Medien: Radio: Star Radio (internat.), Radio Veritas (kath. Kirche), DC 101,1; Zeitungen: Patriot, New Liberia (pro Regierung), Inquirer, News, Democrat (Opposition) Journalistenverband: Press Union of Liberia (PUL)

Weblinks


- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=14&land_id=95 Auswaertiges Amt über Liberia]
- [http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/li.html CIA über Liberia] (englisch)
- [http://www.travel-images.com/liberia.html Liberia - Bilder] (englisch)
- [http://www.konsulate.de/botschaften/botschaft_liberia_info.php Botschaft und Konsulate in Deutschland] Kategorie:Staat ja:リベリア ko:라이베리아 ms:Liberia simple:Liberia zh-min-nan:Liberia

Sierra Leone

Die Republik Sierra Leone ist ein Staat in Westafrika und grenzt an Guinea, Liberia und den Atlantik. Die ehemalige britische Kolonie belegt seit Jahren den letzten Platz auf der Liste des UNDP, gleichbedeutend mit dem Status des am wenigsten entwickelten von 177 untersuchten Ländern. Nach einem Jahrzehnt blutigen Bürgerkrieges ist das Land nun mit seinem Wiederaufbau und der Aufarbeitung der jüngeren Geschichte beschäftigt.

Geographie

Sierra Leone grenzt im Nordwesten, Norden und Nordosten an die Republik Guinea und im Südosten an Liberia. Im Süden und Südwesten liegt der Atlantische Ozean. Eine bis zu 110 km breite Ebene zieht sich an der Küste entlang, auf der Freetown-Halbinsel erheben sich die Sierra Lyoa Mountains bis zu einer Höhe von 1.000 m. Einigen Küstenregionen sind bis zu 112 km lange Sandbänke vorgelagert. Hinter der feuchten Küstenebene beginnt das z. T. landwirtschaftlich genutzte Waldgebiet, durch das die drei wichtigsten Flüsse fließen. Das Land steigt zu den östlichen Guinea Highlands an, einem Hochplateau mit Erhebungen von über 1.830 m in den Loma Mountains und Tingi Hills. Der höchste Berg ist der Bintimani mit 1.948 m. Geographische Lage: 10°-13° westliche Länge, 7°-10° nördliche Breite an der westafrikanischen Atlantikküste. Die größten Städte in Sierra Leone sind (Stand 1. Januar 2005): Freetown 802.639 Einwohner, Bo 174.354 Einwohner, Kenema 143.137 Einwohner, Makeni 87.679 Einwohner und Koidu 87.539 Einwohner.
- Siehe auch: Liste der Städte in Sierra Leone Die wichtigsten Inseln sind:
- Banana Islands (ein Schnorchel- und Tauchgebiet bestehend aus den 2 Hauptinseln Rickett und Banan Island und einigen kleineren Inseln)
- Turtle Islands
- Sherbro-Insel. Die Landesgrenze ist insgesamt 958 km lang, davon grenzen 652 km im Norden an Guinea und 306 km im Süden an Liberia. Die Küstenlänge beläuft sich auf 402 km. Die größten Flüsse sind: Mano und Moro.

Klima

Das Klima ist tropisch-feucht mit Niederschlägen bis zu 3.400 mm pro Jahr. Die Vegetation reicht von tropischem Regenwald im Süden über Savanne bis hin zu Halbwüste und Wüste im Norden des Landes.

Bevölkerung

Die Bevölkerung beläuft sich auf ca. 5,05 Millionen Menschen, die Bevölkerungsdichte beträgt etwa 78 Menschen je km². Im Dezember 2004 hat eine neue Volkszählung stattgefunden, deren Ergebnisse (Stand Juli 2005) noch nicht vorliegen. Die Bevölkerung setzt sich aus vielen verschiedenen Bevölkerungsgruppen zusammen. Die wichtigsten sind die Mende mit 34,6 %, die Temne mit 31,7 %, die Limba mit 8,4 % und die Kono mit 5,2 %. Splittergruppen sind die Bullum-Sherbro, die Fulbe, die Kuranko, die Yulanka, die Kissi und andere. 60 % der Einwohner sind Moslems, 30 % Anhänger von Naturreligionen und 10 % sind Christen.

Geschichte

1462 erreichte der Portugiese Pedro de Cintra das heutige Sierra Leone; in der Folgezeit wurden mehrere europäische Handelsniederlassungen gegründet. 1787 errichteten britische Philanthropen für befreite Sklaven die Niederlassung Freetown, die 1808 britische Kronkolonie wurde. Am 27. April 1961 erhielt das Land die Unabhängigkeit im Rahmen des Commonwealth. Nach Militärputschen 1967 und 1968 wurde 1971 die Republik ausgerufen. Bereits seit 1989 kämpfte die Revolutionary United Front gegen die Regierung. 1994 begann ein Bürgerkrieg, der mit äußerster Brutalität geführt wurde. Dabei wurden Amputationen und Misshandlungen in großen Teilen der Bevölkerung vorgenommen und von beiden Seiten Kindersoldaten zwangsrekrutiert. Der Bürgerkrieg wurde durch den illegalen Handel mit Diamanten finanziert. Durch britische Militärintervention konnte der Krieg beendet werden und der politische und wirtschaftliche Wiederaufbau eingeleitet werden.

Administrative Gliederung

Sierra Leone ist aufgeteilt in die drei Provinzen Northern, Southern und Eastern sowie das Gebiet um die Hauptstadt Freetown (Western Area).

Kultur

Medien

In den 1980er Jahren wurde ein fast landesweites Fernsehnetz durch die europäische Entwicklungshilfe aufgebaut. Das Studio hierfür befand sich in Freetown, die Verteilung erfolgte über Relaisstellen. Leider hat sich das Fernsehnetz