Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Gundeldingen

Gundeldingen

Gundeldingen (Dial. Gundeli) ist ein Quartier im Süden der Schweizer Stadt Basel mit etwa 20'000 Einwohnern. Es ist nach dem Landgut/Schlösschen Gundeldingen benannt. Das Wohnquartier liegt auf der Grossbasler Seite, südlich zwischen dem Bahnhof SBB und dem Bruderholz-Hügel. Im Gegensatz zum übrigen Stadtgebiet fällt die nach amerikanischen Vorbildern nachempfunden, fast schachbrettartigen Struktur mit seinen parallelen Strassenzüge auf. Da Gundeldingen durch den Bahnhof und seine Gleisanlagen praktisch vom restlichen Stadtgebiet getrennt ist, hat das Quartier Gundeldingen den Charakter einer eigenständigen Kleinstadt.

Geschichte

Noch zu Beginn der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zählte das Quartier kaum dreissig Häuser und lediglich einige schmale Strässchen und Feldwege, welche der landwirtschaftlichen Erschliessung dienten. Weite Obstbaumanlagen und Getreidefelder, aber auch Reb- und Kräutergärtchen bestimmten das Bild des Gundeldingerfeldes. Das Feld befand sich damals im Besitz der Stadtgemeinde Basel. Ab 1872 kaufte die Süddeutsche Immobilien-Gesellschaft, mit Segen der Stadt Basel, das 72 ha umfassende Land zwischen Bahnhof, Gundeldinger-, Margarethen- und Reinachstrasse in mehrern Tranchen auf. Die Gesellschaft hatte die Absicht, das erschlossene Land möglichst schnell wieder an Bauwillige zu verkaufen. Am 1. Juni 1874 genehmigte der Grosse Rat der Stadt Basel den Überbauungsplan für das Quartier und innerhalb weniger Jahre wurde das ganze Gebiet grosstädtisch überbaut. Der älteste Neutrale Quartierverein von Basel, der Neutrale Quartierverein Gundeldingen, kurz NQVG, besteht seit 1875.

Verkehr

Das Gundeldinger Quartier wird hauptsächlich durch die Tramlinien 15, 16 und E11 sowie die Buslinie 36 erschlossen. Die abfällig verwendete Variante der Dialektbezeichnung (Gündülü) bezieht sich auf den relativ hohen Ausländeranteil in der Wohnbevölkerung des Quartiers.

Weblinks


- [http://www.statistik-bs.ch/kennzahlen/quartier/wv06 Statistische Daten zum Gundeldinger Quartier]
- [http://www.nqv-gundeldingen.ch/ Neutraler Quartierverein Gundeldingen]
Gundeldingen

Quartier

Quartier bezeichnet
- allgemein eine Unterkunft, speziell auch für militärische Verbände
- in der Schweiz und Frankreich ein Stadtviertel, siehe auch Quartier (Paris)
- in Deutschland städtische Bereiche mit eigenem Namen, die jedoch keine amtlich geführten Stadtteile sind

Basel

Basel (franz. Bâle, ital. Basilea) ist eine Stadt in der Schweiz am Dreiländereck Schweiz-Deutschland-Frankreich. Sie bildet zusammen mit den Gemeinden Riehen und Bettingen den Halbkanton Basel-Stadt. Basel wird unterteilt in Kleinbasel auf der rechten und Grossbasel mit dem Münsterhügel auf der linken Rheinseite. In die Stadt eingegliedert ist das frühere Fischerdorf Kleinhüningen. Das eigentliche Zentrum Basels ist die Altstadt in Grossbasel rund um den Marktplatz und das Rathaus aus dem 14. Jahrhundert. Mit ihren engen Strassen und Gassen lädt die Altstadt auf beiden Seiten der Mittleren Rheinbrücke zum Flanieren ein. In die vom Autoverkehr befreite Innenstadt gelangen die Besucher mit dem Tram. Basel ist nach Zürich und Genf die drittgrösste Stadt der Schweiz und Zentrum der Chemie- und Pharmaindustrie. Sie bildet einen Eisenbahnknotenpunkt mit einem der grössten Rangierbahnhöfe Europas im benachbarten Muttenz. Mit den Frachthäfen der Region Basel, den einzigen der Schweiz, besteht über den Rhein eine Verbindung zur Nordsee. Der Flughafen Basel Mulhouse Freiburg wird gemeinsam mit den französischen Nachbarn betrieben. Er liegt auf französischem Territorium, ist jedoch durch eine exterritoriale Strasse von der Schweiz aus erreichbar. Innerhalb des Flughafen-Areals verläuft daher eine Zollgrenze. Basel wird manchmal als deutschsprachiger Teil der Romandie bezeichnet. Wie diese ist Basel eher liberal und europafreundlich, währenddessen der Rest der Deutschschweiz eher konservativ und europakritisch eingestellt ist. Entsprechend auch das Motto von Basel Tourismus: "Basel tickt anders".

Wappen

Basel Tourismus Das Wappen der Stadt Basel sowie des Halbkantons Basel-Stadt ist ein nach links (heraldisch rechts) gerichteter schwarzer Krummstab auf weissem Feld, Baselstab genannt. Drei Querbalken unterbrechen diesen Stab, der nach unten breiter wird und in drei Zacken ausläuft. Das Sinnbild des Baselstabs ist der gekrümmte Hirtenstab der Bischöfe. Wappenschildhalter sind Löwen, wilde Männer, Engel und seit dem 15. Jahrhundert auch Basilisken - das sind Drachen mit einem Hahnenkopf und einem Schlangenschwanz.

Geographie

Lage

Die im äussersten Nordwesten gelegene und gleichzeitig drittgrösste Stadt der Schweiz liegt zu beiden Seiten des Rheins. Dieser macht zwischen den Vorhöhen des Schwarzwaldes und des Schweizer Jura eine 90°-Biegung, die man Rheinknie nennt. An dieser Stelle endet der Rheinabschnitt Hochrhein und es beginnt der Oberrhein. Am höher gelegenen südlichen Rheinufer fliesst die Birs in den Rhein und bildet die Grenze zum Kanton Basel-Landschaft. Auf dem flacheren nördlichen Ufer dehnen sich grosse Industriegebiete aus. Dank dieser Lage wurde Basel schon früh zum Knotenpunkt wichtiger Verkehrswege und damit ein bedeutender Handelsplatz. Die Stadt zählt deshalb zu den am dichtesten besiedelten Gebieten Europas und verfügt dennoch über 320 ha Grünfläche und 71 ha Wald. Die Stadt Basel und die zwei Landgemeinden Riehen und Bettingen weisen einschliesslich ihrer Wasserflächen 3694 ha auf und sind damit der flächenmässig kleinste Schweizer Kanton. Dennoch sind innerhalb dieses verhältnismässig kleinen Landstücks beträchtliche Höhenunterschiede vorhanden. Den tiefsten Punkt im Kanton Basel-Stadt misst man am Rheinhafen in Kleinhüningen mit 245 m, der Münsterplatz im Zentrum liegt 270 m über dem Meeresspiegel und die höchste Erhebung liegt oberhalb Bettingen bei St. Chrischona mit 522 m. Dort befindet sich auch der Fernsehturm St. Chrischona, das höchste Gebäude der Schweiz.
700px
Blick vom Basler Münster auf Kleinbasel und das Rheinknie. In der Mitte erkennt man den Messeturm.

Klima

Die Stadt Basel hat durch die von der Burgundischen Pforte einströmende mediterrane Luft ein äusserst mildes und sonniges Klima. Im Jahresdurchschnitt liegt die Temperatur bei 9,4° C. Pro Jahr misst man 785 Liter pro Quadratmeter Niederschlag. Im Winter liegt Basel meist nur unter einen dünnen Schneedecke. Durchschnittlich liegt in Basel an 30 Tagen im Jahr Schnee. Die Winde sind relativ schwach und wehen bei gutem Wetter von Osten, bei schlechtem von Westen.

Quartiere

Die Stadt Basel kennt keine Bezirke oder Stadtteile, sondern gliedert sich nach Wohnvierteln, den sogenannten Quartieren. Es gibt insgesamt 19 dieser Quartiere, die sich links und rechts des Rheins verteilen.
- Die linksrheinischen Quartiere: Altstadt (Grossbasel), Vorstädte, Am Ring, Breite, St. Alban, Gundeldingen, Bruderholz, Bachletten, Gotthelf, Iselin, St. Johann.
- Die rechtsrheinischen Quartiere: Altstadt (Kleinbasel), Clara, Wettstein, Hirzbrunnen, Rosental, Matthäus, Klybeck und seit 1893 Kleinhüningen. Die zwei Landgemeinden Riehen und Bettingen gehören nicht dem Stadtgebiet Basels an. Bettingen

Bevölkerung


- Einwohner:
  - Stadtgemeinde Basel: 166'000 Einwohner (2004)
  - Trinationale Agglomeration Basel (TAB, mit Frankreich und Deutschland): rund 731'000 Einwohner (2004; Quelle: TAB)
  - Kanton Basel-Stadt: 188'000 Einwohner (2004)
- Auto-Kennzeichen (Kanton Basel-Stadt): BS

Wirtschaftsleben

Trinationale Agglomeration Basel Basel kommt aufgrund seiner zentralen Lage in Mitteleuropa eine besonders wichtige und bevorzugte handelgeografische Bedeutung zu. Der Lebens- und Wirtschaftsraum am Dreiländereck umfasst über 2,3 Millionen Einwohner und über 1 Million Erwerbstätige (Stand 2001). Basel ist Standort und teilweise Hauptsitz vieler chemischer Betriebe. Zusammen mit den Fabriken im benachbarten Schweizerhalle stellt Basel 20% des Schweizer Exports und erwirtschaftet ein Drittel des Sozialproduktes. Neben der Chemie sind ebenfalls die Industriezweige der Maschinen- und Metallproduktion, Textilien und der Nahrungs- und Genussmittel angesiedelt. Die jahrhunderte lange Tradition im Buchdruck und in der Papierherstellung hat dazu geführt, dass mehrere Verlage in Basel beheimatet sind. Seit 1917 hat sich aus der Schweizer Mustermesse, einer nationalen Leistungsschau, ein europaweit bedeutender Messestandort entwickelt. Die Messe Basel trägt jedes Jahr zahlreiche Fachmessen und Kongresse aus, unter anderem die "Art Basel", die weltweit wichtigste Messe für zeitgenössische Kunst und die BASELWORLD, die weltweit grösste Uhren- und Schmuckmesse. Ebenfalls traditionell begründet ist die starke Bedeutung Basels als Kapital- und Bankenzentrum. Seit dem späten Mittelalter war Basel ein bedeutender Bankenplatz. Neben vielen Banken und Versicherungen hat die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hier ihren Sitz. Die Schweizer Nationalbank (SNB) hat in Basel eine Niederlassung.

In Basel ansässige Unternehmen

Die folgenden bedeutenden Unternehmen haben ihren Sitz in Basel:
- Novartis AG (vorm. Ciba-Geigy AG und Sandoz AG)
- Roche Holding AG (F. Hoffmann-La Roche & Co. AG)
- Die Stadt ist Hauptsitz der UBS AG, einer Schweizer Grossbank.
- Die SWISS International Air Lines AG (vorm. Crossair)
- Die mch Messe Schweiz AG, mit den weltbekannten Messen Art Basel (Kunst) und Baselworld (Uhren und Schmuck)
- Der deutsche Bayer-Konzern errichtet seine Europazentrale der rezeptfreien Medikamente nach der Übernahme der Roche-Consumer Health (RCH) ab 2005 in Basel.

Verlagswesen und Medien

Die Gründung der Universität Basel im Jahr 1460 brachte der Stadt und auch dem Druckgewerbe und Verlagswesen grossen Aufschwung. Zu den Papiermachern kamen über 50 Drucker, darunter so berühmte wie Petri, Amerbach und Froben. 1468 erschien eine lateinische Bibel, welche mit beweglichen Lettern von Bertold Ruppel gesetzt wurde. 1488 gründete Petri seinen Verlag, der heute das älteste bestehende Druck- und Verlagshaus ist (heute: Schwabe & Co.). Mit dem berühmtesten aller Basler Drucker, Johann Froben, wurde nach 1500 Basel zum führenden Verlags- und Druckort Europas. Heute zählt Basel über 15 Buchverlage, darunter beispielsweise der namhafte Birkhäuser Verlag. Medien der Stadt Basel Die Basler Zeitung (baz) ist die grösste Tageszeitung der Nordwestschweiz. Daneben gibt es die kleinere Basellandschaftliche Zeitung, die in Liestal erscheint. Regionale Nachrichten erscheinen auch in den Gratiszeitungen 20 Minuten und Baslerstab. Neben der Sendung Regionaljournal des Radiosenders DRS gibt es in der Region Basel eigene Radiosender wie Radio Basilisk, Radio Basel 1 und Radio X Basel. Ausserdem bedienen die Fernsehsender Telebasel und NW1 die Stadt und die Nordwestschweiz mit eigenen Programmen, die aber auf zahlreiche Wiederholungen angelegt sind.

Verkehr

Rheinschifffahrt und Rheinhafen Basel

NW1 Seit dem Mittelalter ist Basel ein bedeutender Handels- und Umschlagplatz für den Warenverkehr zwischen dem Mittelmeer und der Nordsee. Die Fahrt auf dem Rhein zwischen Basel und Rotterdam beträgt 832 km und dauert für heutige Motorschiffe bergab zwischen 3 und 4 Tagen, bergauf etwa eine Woche. Die Fahrt zwischen Basel und Strassburg wird durch den Rheinseitenkanal erleichtert. Durch diesen Kanal umgehen die Schiffe die gefährlichen Stromschnellen von Istein. Die Mannheimer Akte aus dem Jahr 1868 gewährleistet der Schweiz die vollen Verkehrsrechte. Der Rhein gilt bis zur Mittleren Rheinbrücke in Basel als Internationales Gewässer. Rund 15% des gesamten schweizerischen Exports werden in den Rheinhäfen umgeschlagen, das sind jährlich etwa 9 Millionen Tonnen. Basel besitzt insgesamt vier Häfen, zwei davon liegen auf dem Stadtgebiet von Basel (Rheinhafen Kleinhünigen und St. Johann). An den vier Häfen sind beide Kantone Basel-Stadt und Basel-Land beteiligt. #Der rechtsrheinische Rheinhafen Kleinhüningen #Der linksrheinische Rheinhafen St. Johann ist der älteste von allen vieren. #Der linksrheinische Hafen Birsfelden #Der linksrheinische Auhafen Muttenz Siehe auch: Rheinhäfen beider Basel

Eisenbahn und Luftfahrt

Auf dem Stadtgebiet befinden sich drei Fern-Bahnhöfe. Der Bahnhof Basel SBB (Centralbahnhof) mit den nationalen Linien nach Zürich, Bern/ Luzern und Delémont und den internationalen Linien (Deutschland/ Italien). Zum selben Gebäudekomplex gehört auch der Französische Bahnhof Basel SNCF (Elsässerbahnhof) mit den Linien nach Mulhouse - Paris/ Brüssel. Der Badische Bahnhof (Basel Bad Bf) befindet sich im Norden der Stadt und wird von der Deutschen Bahn betrieben. Hier halten sämtliche Züge von und nach Deutschland, hier beginnt auch die Hochrheinstrecke in Richtung Waldshut und die mittlerweile durch die Schweizerische Bundesbahnen bediente Wiesentalbahn nach Zell im Wiesental. Daneben existieren die beiden Regionalbahnhöfe St. Johann (an der Bahnlinie Basel SNCF-St. Louis) und St. Jakob (an der Linie Basel SBB-Muttenz, wobei diese Station normalerweise nur von Extrazügen während Veranstaltungen im Stadion St. Jakob-Park bedient wird). Der internationale Flughafen EuroAirport befindet sich nordwestlich der Stadt in Frankreich; es führt eine exterritoriale Strasse von Basel aus zum Flughafen. Es ist der weltweit einzige binationale Flughafen (betrieben von Basel und Mulhouse, mitbenutzt von Freiburg im Breisgau).

Automobil

Die Stadt Basel ist Knotenpunkt wichtiger Strassenverbindungen nach Deutschland und Frankreich. Aus Luzern bzw. Zürich verbindet die A2 bzw. die A3 die deutsche A 5 Richtung Karlsruhe und die französische A 35 Richtung Mulhouse. Fünf Strassen- und eine Eisenbahnbrücke verbinden die beiden Teile Basels über den Rhein. In Flussrichtung sind das die Schwarzwaldbrücke (Autobahn- und Eisenbahnbrücke), die Wettsteinbrücke, die Mittlere Rheinbrücke, die Johanniterbrücke sowie die doppelstöckige Dreirosenbrücke. Siehe auch: Basler Brücken Insbesondere in Grossbasel durchziehen drei Strassenzüge in konzentrischer Ringform das Stadtgebiet. Viele Strassen in den Quartieren sind im rechtwinkligen Karomuster angeordnet. Der Stadtkern ist weitestgehend als Fussgängerzone vom Autoverkehr befreit.

Nahverkehr - Tram/Bus

Basel ist im Tarifverbund Nordwestschweiz und wird im Nahverkehr durch die Basler Verkehrsbetriebe und den Baselland Transport erschlossen. Eingesetzt werden Trams und Busse. Zur Zeit findet eine Kontroverse über die Abschaffung der Trolleybusse statt; die BVB plant, diese abzuschaffen und sie durch Erdgasbusse zu ersetzen. Eine Volksinitiative wurde eingereicht, sodass in nächster Zeit das Stimmvolk darüber befinden kann. Das Nahverkehrssystem im Baseler Stadtgebiet ist gut konzipiert, die Tramlinien verkehren im Fünf- bis Zehnminutentakt.

Bildung

Basel ist eine humanistisch geprägte Universitätsstadt. Bedeutende Angebote für die höhere Ausbildung:
- Die Universität Basel mit 8720 Studierenden und Doktorierenden (WS 03/04) in verschiedenen Fakultäten (Rechtswissenschaften, Medizin, Geisteswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Naturwissenschaften, Psychologie). Weitherum bekannt ist unter anderem das Biozentrum der Universität Basel.
- Die Fachhochschule beider Basel mit etwa 2500 Studierenden (Departemente: Industrie, Bau, Wirtschaft, Gestaltung und Kunst)
- Die Hochschule für Pädagogik und Soziale Arbeit beider Basel (HPSA-BB)
- Die Musik-Akademie mit etwa 10'000 Unterrichteten, davon über 400 in der Musikhochschule (2000/2001)
- Die Volkshochschule (Erwachsenenbildung)

Kunst und Kultur

Basel geniesst den Ruf, eine Stadt der Musik und der Museen zu sein. Paul Sacher gründete bereits in den 1930er Jahren die Schola Cantorum Basiliensis, was zum Zentrum der Erforschung und Pflege alter Musik wurde. Das Angebot an Konzerten ist überaus reichhaltig und hochstehend. Die Knabenkantorei Basel (KKB) gilt als bester Knabenchor der Schweiz. Das Musical Theater Basel an der Messe bietet regelmässig Vorführungen an und gilt als eine der modernsten Bühnen Europas. Basel hat viele kleinere und grössere Kinos im gesamten Stadtgebiet verteilt. Die grösste Ansammlung an Kinos findet sich entlang der Steinenvorstadt an der Heuwaage. Viele der Filme werden im Originalton mit Untertitel gezeigt. Über 30 Museen prägen das Kulturleben in Basel. In Basel findet jährlich eine der weltweit bedeutendsten Kunstmessen, die Art Basel, statt.

Archäologie

Die [http://www.archaeobasel.ch/index.php Archäologische Bodenforschung] ist eine kantonale Fachstelle, die sich um das archäologische Erbe des Kantons bemüht. Lebensumstände und Stadtentwicklung

Architektur

Für besondere Verdienste um den Ortsbildschutz erhielt Basel vom Schweizer Heimatschutz im Jahre 1996 den Wakkerpreis. Auf dem Münsterberg erhebt sich das 1019 von den Stiftern Kaiser Heinrich II. und Kaiserin Kunigunde geweihte Basler Münster als Denkmal romanischer und gotischer Baukunst in rotem Sandstein. Basel beherbergt viele interessante architektonische Preziosen. Nebst Zeugnissen der frühen Moderne mit Bauten von Karl Moser (Betonkirche St. Antonius 1925-27), Hans Bernoulli, Hannes Meyer oder Hans Schmid, sind in den 80er und 90er Jahren Bauten der Basler Büros Herzog & de Meuron, Diener und Diener oder Morger und Degelo dazugekommen. Auch international bekannte Architekten wie Renzo Piano oder Donald Judd haben in Basel gebaut. Der 105 Meter hohe Messeturm mit 31 Etagen ist das höchste Nutzgebäude der Schweiz. Er wurde von der Architektengemeinschaft Morger & Degelo konzipiert und zwischen Juli 2001 und Oktober 2003 erbaut. Die Grundstückfläche beträgt rund 1230 Quadratmeter Das Gesamtgewicht beträgt circa 50'000 Tonnen. Das höchste Gebäude der Schweiz ist der 250 Meter hohe Fernsehturm auf St. Chrischona bei Basel.

Museen

Basel gilt als eine der europaweit bedeutendsten Museumsstädte. Das Kunstmuseum Basel ragt dabei als die älteste städtische Kunstsammlung der Welt überhaupt heraus. Schwerpunkte des Museums liegen bei Künstlern der Renaissance sowie des 19. und 20. Jahrhunderts. Werke ab etwa 1960 werden im Museum für Gegenwartskunst ausgestellt. Weitere bedeutende Kunstsammlungen sind unter anderem das Tinguely-Museum Basel und die private Fondation Beyeler, die in einem von Renzo Piano entworfenen Haus Bilder und Plastiken vor allem der klassischen Moderne zeigt. Das Schaulager wurde 2003 eröffnet und ist vom Konzept her eine Mischung zwischen öffentlichem Museum, Konservatorium und Kunstforschungsinstitut. Sehenswert sind auch die anderen Museen, wie etwa das Antikenmuseum, das Architekturmuseum, das Naturhistorische Museum und das Museum für Völkerkunde. Daneben gibt es eine Vielzahl kleinerer Sammlungen und Museen, wie beispielsweise die Anatomische Sammlung der Universität, die im Anatomischen Museum zu sehen ist, das Pharmaziehistorische Museum, das Jüdische Museum (Kornhausgasse) oder das Spielzeugmuseum sowie das Puppenmuseum am Barfüsserplatz. Auf deutscher Seite in Weil am Rhein unweit der Grenze befindet sich ausserdem das von Frank O. Gehry entworfene Vitra Design Museum. Tipp für alle Baselbesucher: Städtische Museen gewähren am ersten Sonntag im Monat freien Eintritt. Siehe auch: Die Liste der Basler Museen

Theater und Musik

Basel hat eine Fülle musikalischer Angebote wie kaum eine andere Stadt in der Schweiz. Das Sinfonieorchester Basel gehört zu den renommierteren Orchestern Europas. Daneben haben sich in jüngster Zeit einige spezialisierte Orchester einen Namen gemacht wie Capricio, und das Ensemble Phoenix oder das Kammerorchester Basel[http://www.kammerorchesterbasel.com/], das mit Christopher Hogwood einen reputierten ersten Gastdirigenten hat. Auch die vielen Chöre stehen für eine herausragende Chorkultur in Basel. Bekannt sind vor allem der Basler Gesangsverein und die Knabenkantorei Basel (KKB). Alle drei Jahre findet das Europäischen Jugendchorfestival (EJCF) statt. Als gösstes Mehrspartentheater der deutschsprachigen Theaterlandschaft tat sich das Theater Basel mit vielbeachteten modernen Schauspiel-Inszenierungen, mit Tanztheater, Opernaufführungen und -uraufführungen hervor (Macbeth, Zauberflöte, La Traviata). Basel verfügt über eine Musikakademie mit weltbekannten Unterabteilungen wie Schola Cantorum Basiliensis und Musikhochschule. Auch die Paul-Sacher-Stiftung hat ihren Sitz in Basel. Die Basler Musikszene bringt immer wieder national und international bekannte Bands hervor, z. B. Lovebugs, Cloudride, oder The Glue. Seit 2001 ist das jährliche Festival Imagine fester Bestandteil der regionalen Musikszene, wie auch im Sommer das Stimmenfestival.

Basler Fasnacht

Stimmenfestival Siehe Hauptartikel: Basler Fasnacht Basel ist weit über seine Grenzen hinaus bekannt für seine Fasnacht. Beginn und zugleich Höhepunkt der Basler Fasnacht ist der Morgestraich, der in der Nacht von Sonntag auf Montag nach Aschermittwoch um vier Uhr beginnt. Aktive beim Morgestraich sind ausschliesslich Trommler, Pfeifer (Piccoloflötenspieler), sowie Vorträbler. Ganz wichtig sind die hell erleuchteten Laternen, die die aktiven Fasnächtler auf ihrem Kopf tragen. Jede Clique (Fasnachtsgesellschaft) hat zudem eine grosse Laterne mit dabei, auf der das Sujet (das Thema), das während der Fasnacht ausgespielt wird, auf künstlerische Art und Weise abgehandelt wird. Die Laternen erzeugen eine ganz spezielle Atmosphäre, da in der Innenstadt während dieser Zeit kein anderes Licht brennt. Blitzfotografie ist ebenfalls unerwünscht. Zur Fasnacht gehören auch die kabarettistischen Schnitzelbänke in Baseldeutscher Sprache. Traditionelle Speise zur Fasnacht ist die Mehlsuppe und die Zwiebelwähe. Nach 72 Stunden endet die Basler Fasnacht am Donnerstag Morgen um vier Uhr.

Gastgewerbe

Basel hat eine Vielzahl geschichtsträchtiger Gastbetriebe und Hotels. Das Hotel Drei Könige, im Grossbasel neben der Mittleren Brücke, ist eines der ältesten verbrieften Hotels Europas, in dem schon zahlreiche Persönlichkeiten der Geschichte abgestiegen sind. Weitere bekannte Lokale sind das Restaurant Atlantis am Klosterberg, die Hasenburg und das Gifthüttli in der Grossbasler Altstadt.

Sport


- Basel war einer von sechs Spielorten der Fussball-Weltmeisterschaft 1954.
- Hier fand die 5. Gymnaestrada 1969 statt.
- Die St. Jakobshalle war 1986 einer der Austragungsorte der Handball-Weltmeisterschaft und ist 2006 einer von fünf Austragungsorten der Handball-Europameisterschaft.
- Das Stadion St. Jakob Park ist einer von acht Austragungsorten der Fussball-Europameisterschaft 2008.
- Basel ist Schauplatz der Swiss Indoors (Tennis).
- Der Ski-Club Basel ist der älteste Skiclub der Schweiz.
- In Basel wurde die UEFA gegründet.
- Basel ist Sitz der International Handball Federation.
- FC Basel: 11x Schweizer Meister im Fussball.
- Herausragende Sportler aus Basel sind oder waren:
  - Murat und Hakan Yakin, Fussballer
  - Marco Streller, Fussballer
  - Alexander Frei, Fussballer
  - Karl Odermatt, ehem. Fussballer
  - Gottfried Dienst, ehem. Fussballschiedsrichter
  - Emil Handschin, ehem. Eishockeyspieler
  - Roger Federer, Tennisspieler
  - Patty Schnyder, Tennisspielerin
  - Gianna Hablützel, Fechterin

Geschichte

Gianna Hablützel] Gianna Hablützel
- ab 500 v. Chr. - Die Kelten lassen sich am Rheinknie nieder
- 44 v. Chr. - Gründung von Augusta Raurica (Kaiseraugst) rund 10 Kilometer rheinaufwärts durch die Römer. Bau eines Kastells auf dem Münsterhügel
- 374 - Der Ortsname Basilia wird erstmals urkundlich erwähnt
- um 450 - Zusammenbruch des Römischen Reiches, die Alemannen siedeln sich in Basel an
- Ende des 5. Jahrhunderts - Basel fällt an die Franken
- 740 - Basel wird Bischofsstadt
- 912 - Basel gehört zu Burgund
- 917 - Zerstörung der Stadt durch die Ungarn
- 1000 - Basel ist freie Reichsstadt
- 1019 - Beginn des Münsterbaus durch Kaiser Heinrich II.
- 1032 - Basel gehört zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation
- 1080 - Bau der ersten Stadtmauer (weitere folgen ca. 1230 und im 14. Jh.
- 1225-1226 - Bau der ersten Basler Rheinbrücke durch den Bischof Heinrich von Thun und Gründung der Stadt Kleinbasel zur Brückensicherung
- 1291 - Gründung der Eidgenossenschaft
- 1348 - die Hälfte der Bevölkerung stirbt während einer Pestepidemie
- 1356 - Basler Erdbeben, das bis heute schwerste Erdbeben Mitteleuropas
- 1392 - Die Bürgerschaft von Grossbasel erwirbt von Bischof Friedrich von Blankenheim die Stadt Kleinbasel für 29.800 Gulden
- 1397 - Juden werden aus der Stadt verbannt
- 14. Jahrhundert - die Stadt befreit sich von der bischöflichen Herrschaft, behält aber den Bischofsstab als Baselstab im Wappen
- 1431-1449 - Konzil von Basel (1439 Wahl von Gegenpapst Felix V.)
- um 1433 Beginn der Papierfabrikation in Basel
- 1440 - Der Basilisk wird zum Wappenhalter des Basler Stadtwappens
- 1444 - Schlacht bei St. Jakob - die Eidgenossen unterliegen dem französisch-österreichischen Heer
- 1460 - Stiftung der Universität durch Papst Pius II., Basel hat damit die älteste Universität der Schweiz; Einführung des Buchdrucks; Neben dem Humanisten Erasmus von Rotterdam weilen auch Paracelsus und Hans Holbein der Jüngere in Basel
- 1471 - Kaiser Friedrich III. verleiht der Stadt das Messeprivileg
- 1499 - Schwaben- bzw. Schweizerkrieg; Basel löst sich vom Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und wendet sich der Eidgenossenschaft zu
- 1500 - der Bau des Münsters ist vollendet
- 1501 - 13. Juli Basel tritt als 11. Ort der Eidgenossenschaft bei; Bau des Rathauses
- 1529 - Übertritt Basels zur Reformation nach einem Zunftaufstand
- 1543 - in Basel erscheint das erste komplette Lehrbuch der menschlichen Anatomie De Humanis Corporis Fabrica (Über den Bau des menschlichen Körpers) von Andreas Vesalius (1514 - 1564)
- 1563-1564 - Pest, "Grosser Sterbendt" (ca. 4'000 Tote auf 12'000 Einwohner)
- 1576-1578 - Pest, (ca. 800 Tote)
- 1582-1583 - Pest, (ca. 1'200 Tote)
- 1589 - Gründung des Gymnasiums oder der lateinischen Stadtschule (heute: Gymnasium am Münsterplatz
- 1593-1594 - Pest, (ca. 900 Tote)
- 1609-1611 - grosse Pestepidemie, (ca. 3'600 Tote)
- 1662 - Ankauf der Amerbachschen Kunstkabinetts, Grundstock des heutigen Kunstmuseums
- 1758 - Gründung des Handelshauses Johann Rudolf Geigy
- 1795 - der Frieden von Basel beendet den Krieg zwischen Frankreich, Spanien und Preussen
- 1815 - der Wiener Kongress anerkennt die ewige bewaffnete Neutralität der Schweiz; der Jura wechselt vom Basler Bischof zum Kanton Bern
- 1833 - Landgemeinden wehren sich gegen die Dominanz der Stadt und konstituieren sich als eigener Halbkanton Baselland
- 1844 - Erster Bahnverkehr in der Schweiz in Basel
- 1849 - Bau der Museen an der Augustinergasse
- 1860 - die Stadtmauern werden geschleift; nur einige der grösseren Tore wie das Spalentor bleiben erhalten
- 1897 - 26. - 29. August Theodor Herzl organisiert den 1. Zionistischen Weltkongress in Basel. Auf dem Kongress wurde die "Schaffung einer öffentlich und gesetzlich gesicherten Heimat für das jüdische Volk in Palästina" beschlossen. Zu diesem Zweck wurde ein Fonds und eine jüdische Bank gegründet. (siehe auch: [http://www.lgd.de/projekt/judentum/herzl.htm])
- 1901 - Renovation und Neuanbau des Rathauses
- 1953 - Einweihung des ersten binationalen Flughafens der Welt: Basel-Mülhausen
- 1960 - Basel feiert seine zweitausendjährige Stadtgeschichte
- 1963 - Gründung der Regio Basiliensis für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit
- 1966 - Frauen erhalten das kantonale Stimmrecht
- 1969 - die Wiedervereinigung von Basel-Stadt und Baselland scheitert am Nein der Stimmberechtigten in Baselland
- 1986 - Chemieunglück am 1. November bei Schweizerhalle
- 1989 - Das Basler Übereinkommen zur Kontrolle der grenzüberschreitenden Abfallwirtschaft wird in Basel zur Unterschriftreife gebracht.
- 1993 - der Flughafen Basel-Mulhouse wird zum trinationalen Flughafen Basel Mulhouse Freiburg
- 1990er - Fusion von Sandoz und Ciba-Geigy zu Novartis, sowie des Schweizerischen Bankvereins (SBV) und der Schweizerischen Bankgesellschaft zur UBS; die Biotechnologie hält Einzug
- 2001 - Basel-Stadt und Baselland feiern 500 Jahre Zugehörigkeit zur Eidgenossenschaft
- 2004 - Basel wird rotgrün. Erstmals seit 1950 gibt es wieder eine linke Regierungsmehrheit.

Persönlichkeiten


- Lucius Munatius Plancus (87 v. Chr.-15 v. Chr.), legendärer Stadtgründer
- Burkhard von Fenis (um 1040-1107), Bischof von Basel
- Konrad von Würzburg (zwischen 1220 und 30-1287), einer der zwölf Meister des Meistersanges
- Johann Froben (um 1460-1527), Buchdrucker und Verleger
- Hans Holbein der Ältere (1465-1524), Maler
- Erasmus von Rotterdam (1469-1536), Humanist
- Pamphilus Gengenbach, (um 1480-1524/25), Buchdrucker und Schriftsteller
- Johannes Oekolampad (1482-1531), Reformator von Basel
- Paracelsus (1493-1541), Naturforscher und Philosoph, 1527-1528 Stadtarzt in Basel
- Hans Holbein der Jüngere (1497-1543), Maler
- Theodor Zwinger (1533-1588), Gelehrter, Kritiker von Paracelsus, in Basel geboren und Mitglied der medizinischen Fakultät in Basel
- Caspar Bauhin (1560-1624), Botaniker und Universitätsprofessor, siehe auch die Familie Bauhin.
- Felix Platter (1536-1617), Arzt und Schriftsteller
- Thomas Platter (1574-1628), Arzt und Schriftsteller
- Johann Rudolf Wettstein (1594-1666), Basler Bürgermeister, verhandelte 1648 beim Westfälischen Frieden für die Eidgenossenschaft
- Johann Bernoulli (1667-1748), Mathematiker (Bruder von Jakob Bernoulli und Vater von Daniel Bernoulli)
- Jakob Bernoulli (1654-1705), Mathematiker und Physiker
- Daniel Bernoulli (1700-1782), Mathematiker, lehrte an der Universität Basel
- Leonhard Euler (1707-1783), Mathematiker
- Jacob Burckhardt, Philosoph, Mathematiker und Historiker, lehrte an der Universität Basel
- Peter Ochs, arbeitete 1798 an der helvetischen Verfassung mit
- Christoph Merian, Grossgrundbesitzer und Initiant der Christoph Merian Stiftung
- Arnold Böcklin (1827-1901), Maler, Zeichner, Graphiker und Bildhauer, geboren in Basel
- Friedrich Nietzsche (1844-1900) deutscher Philosoph, lehrte von 1869 bis 1879 an der Universität Basel
- Heinrich Altherr (1878-1947), Maler
- Karl Barth (1886-1968), Theologe
- Paul Sacher (1906-1999), Dirigent und Kulturmäzen
- Alfred Rasser (1907-1977), Kabarettist und Schauspieler
- Max Kämpf, (1912-1982), Künstler, Maler und Zeichner
- Arthur Cohn (
- 1927), Filmproduzent und Gewinner von 6 Oscars
- Hans Rémond (
- 1932), Künstler
- Urs Widmer (
- 1938), Schriftsteller
- Beat Raaflaub (
- 1946), Dirigent
- -minu (
- 1947), Kolumnist
- Michael Koch (
- 1982), Schauspieler Siehe auch: Basler Persönlichkeiten, Söhne und Töchter von Basel

Siehe auch


- Baseldeutsch
- Basler Läckerli
- Basler Dybli
- Universität Basel

Weblinks


- [http://www.basel.ch/ Offizielle Website der Stadt Basel]
- [http://www.geo-bs.ch/stadtplan_stadtplan_karte.cfm?&Zoom=2000 Interaktiver Stadtplan von Basel]
- [http://www.mybasel.ch/ My Basel - Umfangreiche und aktuelle Stadtinformationen]
- [http://www.museenbasel.ch/ Museen - Museen und Ausstellungen in Basel und Umgebung]
- [http://www.baseltourismus.ch/ Basel Tourismus - Offizielle Website von Basel Tourismus]
- [http://www.altbasel.ch/ Website über die Geschichte Basels]
- [http://www.faehri.ch/ Website der vier Basler Rheinfähren, einzigartige Tourismusattraktion der Stadt] Kategorie:Ort in der Schweiz Kategorie:Ort im Kanton Basel-Stadt Kategorie:Schweizer Gemeinde Kategorie:Hauptort eines Kantons (Schweiz) Kategorie:Reichsstadt als:Basel ja:バーゼル

Grossbasel

Grossbasel nennt sich der linksrheinische Stadtteil der Schweizer Stadt Basel. Grossbasel mit dem Münster auf dem Münsterhügel und die Altstadt rund um den Marktplatz mit dem Rathaus aus dem 14. Jahrhundert ist das eigentliche Zentrum von Basel. Die engen Strassen und Gassen laden zum Flanieren ein. Grossbasel umfasst die Quartiere Iselin, St. Johann, Gotthelf, Gundeldingen, Bachletten, Bruderholz, Breite, St. Alban, Am Ring, die Vorstädte und die Grossbasler Altstadt. Die Mittlere Rheinbrücke verbindet die beiden Stadtteile Grossbasel und Kleinbasel auf der anderen Seite, der rechten Seite des Rheins. Kategorie:Basel Kategorie:Ort in der Schweiz

Bruderholz

Das Bruderholz ist eine Hochfläche in den beiden Halbkantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft in der Schweiz. Der Name leitet sich von den Waldbrüder (Einsiedler) ab, welche früher in kleinen Gehölzstreifen und Wäldchen an den Steilhängen des Bruderholzes hausten. Das Bruderholz verläuft in nordöstlich-südwestlicher Richtung und trennt das Birstal vom Leimental. Der sanfte Höhenzug gehört zum Sundgauer Hügelland und erhebt sich gegen 100 Meter über die benachbarten Täler. Er ist leicht gewellt und steigt schwach gegen Süden an. Der Untergrund und die Talsohle besteht aus Cyrenenmergel (Blauer Letten/ Oligozän) aus der Tertiär. Darüber hat es Deckenschotter (zum Teil Nagelfluh) und als Deckschicht feine, gelbliche Stauberde, dem Löss/ Lösslehm aus der Eiszeit (Diluvium). Diese Deckschicht ist sehr fruchtbar, und daher dehnen sich auf dem Plateau fette Äcker und saftige Wiesen aus. Ebenfalls nach dem Höhenzug benannt ist das südlichste Quartier der Stadt Basel, siehe Basel-Bruderholz. Kategorie:Basel Kategorie:Berg in der Schweiz

Bahnhof Basel SBB

Der Bahnhof Basel SBB (meist Basel SBB, seltener Centralbahnhof genannt) ist, gemessen an der Personen- und Güterbeförderung, der zweitgrößte Bahnhof der Schweiz hinter dem Zürcher Hauptbahnhof. Züge aus Basel in die Schweiz fahren von Basel SBB. Fernzüge nach Deutschland fahren ebenfalls vom Basel SBB, während Regionalzüge nach Deutschland jedoch am Badischen Bahnhof, dem zweiten Hauptbahnhof in Basel, starten. Züge nach Frankreich fahren von Basel SNCF, dem französischen Bahnhof, der dem Bahnhof SBB angegliedert ist, aber über eigene Empfangsräumlichkeiten und durch Zollschranken abgetrennte Perrons verfügt. Das repräsentative Gebäude mit neobarocker Fassade wurde zwischen 1905 und 1907 von Emil Faesch und Emanuel La Roche erbaut.

Geschichte

Die erste Eisenbahn, die "Chemin de fer Strassbourg-Bâle (StB)" erreicht Basel im Jahr 1844 und 1845 baute die Elsässerbahn den ersten Bahnhof auf Stadtgebiet, innerhalb der Stadtmauern. Basel war damit die erste Schweizer Stadt welche an das neue Verkehrsmittel angeschlossen war (siehe auch Bahnhof Basel SNCF). Nach Einzug der Eisenbahn, wurde in Basel leidenschaftlich über das Für und Wider der Eisenbahn und gar über eine Fortsetzung der Bahn Richtung Gotthard diskutiert. Von Norden näherte sich die Rheintal-Eisenbahnlinie von MannheimKarlsruhe der Rheinstadt und erreichte 1851 Haltingen (einen Ortsteil von Weil am Rhein) an der Schweizer Grenze. 1853 wurde in Basel die Eisenbahngesellschaft Schweizerische Centralbahn gegründet, mit der Absicht einen Anschluss der Stadt Basel an den Rest der Schweiz herzustellen, vorweg mit Zürich, LuzernGotthard, der neuen Hauptstadt Bern und mit BielLausanneGenf.

Provisorischer Bahnhof der Centralbahn von 1854

Sofort wurde 1854 mit dem Bau der künftigen Stammlinie – der Hauensteinlinie – begonnen. Bis zur Eröffung der Abschnittes Basel–Liestal blieb die umstrittene Frage des Standortes und der Gestaltung des Basler Bahnhofes aber ungelöst. Um den Betrieb am 19. Dezember 1854 trotzdem aufnehmen zu können, errichtete die Centralbahn an der Engelgasse/Lange Gasse mit einfachen Mitteln ein hölzernes Provisorium, welches nach den vom Direktionsarchitekten L. Maring entworfenen Plänen ausgeführt wurde. Am Eröffnungstag waren bis auf die hölzerne Bahnhalle die Hochbauten erstellt. Dieser bescheidene, mit behelfsmässigen Einrichtungen versehene Bahnhof bestand aus einzelnen Gebäuden und wurde nur während knapp sechs Jahren benützt. Die Bahnanlage bestand aus dem Aufnahmegebäude, einem Güterschuppen, einer Wagen- und Lokomotivremise und einer Drehscheibe am Gleisende. Da das Aufnahmegebäude seitlich, an der Nordostseite der Gleisanlagen lag, galt der Bahnhof nicht als Kopfbahnhof. Der Bahnhof war isoliert und hatte weder Anschluss an den französischen Bahnhof, noch an den im Jahre 1855 erstellten Badischen Bahnhof.

Centralbahnhof von 1860

Am 29. Juni 1857 stimmte der Grosse Rat von Basel dem Bau einer Verbindung der französischen Linie mit der Centralbahn und dem Bau eines durchgehenden Bahnhofes auf dem Feld vor dem Elisabethen-Bollwerk zu. Die Kosten des Landkaufes trug die Stadt, die Baukosten für den Bahnhof wurden von der Centralbahn übernommen. Anfang 1859 begannen die Bauarbeiten am neuen Bahnhof, welcher nebst dem Personenbahnhof, den gegen das Gundeldingerquartier versetzten Güterbahnhof und zwei Lokomotivremisen für die Schweizerische Centralbahn und die französische Ostbahn umfasste. Bereits am 4. Juni 1860 konnte der Bahnbetrieb im durch Rudolf Maring gestalteten, neuen Basler Centralbahnhof aufgenommen werden. Es dauerte aber noch bis Mai 1861, bis alle Einrichtungen vollständig waren. Der Bahnof war ein Gemeinschaftbahnhof mit zentralem Aufnahmegebäude mit seiner nördlichen Front gegen den neu geschaffenen Centralbahnplatz und rechts und links davon befindlichen Einsteigehallen mit je zwei Gleisen, nach Osten für die schweizerischen Züge und nach Westen für die französischen Züge. Im Süden gegenüber dem Aufnahmegebäude befand sich der Güterschuppen und zwei grosse Lagerhäuser mit Zufahrt von der Güterstrasse her. Weitere Veränderungen für den Centralbahnhof von Basel brachten in den darauf folgenden Jahren markante Verkehrssteigerungen:
- Am 3. November 1873 wurde die Verbindungsbahn zwischen dem Badischen Bahnhof und dem Centralbahnhof in Basel dem Betrieb übergeben.
- Am 2. August 1875 fand die von der Centralbahn und der Nordostbahn als Gemeinschaftwerk erbaute Bözberglinie via Pratteln Anschluss an Basel.
- Ab 25. September 1875 erreichte auch die Jurabahn von Biel und Delle her über Delsberg den Bahnhof Basel. Dadurch wurde es eng und der Centralbahnhof konnte den zusätzlichen Verkehr kaum noch bewältigen. Als erste Massnahme wurde 1875 das Zerlegen und Bilden von Güterzügen in einen provisorischen Rangierbahnhof auf dem freie Feld "auf dem Wolf", östlich des Bahnhofes verlegt. Daneben tauchten erste Wünsche auf, die lästigen Bahnübergänge längs der Elsässerbahn und im Centralbahnhof durch eine Tieferlegung der Bahn und durch Strassenüberführungen zu ersetzen. Schon 1874 baute man für die Fussgänger provisorische, hölzerne Passerellen bei der Margarethenstrasse und der Heumattstrasse, welche später durch eiserne ersetzt wurden. 1879 wurde im Bereich der heutigen Peter-Merian-Brücke die Pfeffingerstrasse unter dem Bahnhof hindurchgeführt. 1898/99 beschloss der Bundesrat
- den Bau eines neuen Centralbahnhofes an der bisherigen Stelle
- das Absenken der ganzen Anlage um 2.7 Meter
- die Verlegung der Elsässerlinie in Tieflage, in einem weiten Bogen um die Stadt
- die Verlegung des gesamten Güter- und Lagerhausbetriebes nach dem provisorischen Rangierbahnhof Wolf Mitte 1902 konnte für den Neubau des Centralbahnhofes auf dem bereits abgesenkten, südlichem Geländeteil ein provisorischer Bahnhof eingerichtet werden und 1902/03 der alte Bahnhof abgebrochen werden.

Provisorischer Centralbahnhof von 1902

Das definitive Projekt für einen neuen Centralbahnhof in Basel wurde 1899 ausgearbeitet und am 16. März 1900 erteilte der Bundesrat die Zustimmung. Das Tieferlegen des gesamten Bahnhofgebietes und der Zufahrtslinien verlangte eine sorgfältige Planung. Zuerst wurde der Güterverkehr nach dem Wolfbahnhof verlegt und am 12. Mai 1901 konnte die in Tieflage und in einem weiten Bogen geführte Elsässerbahn eröffnet werden. Auf dem freigewordenen, abgesenkten Gebiet südlich des Bahnhofs, wurde darauf der provisorische Bahnhof gebaut und am 2. Juni 1902 in Betrieb genommen. Die Erschliessung erfolgte ebenfalls von Süden, von der Güterstrasse her. Hierzu wurden nicht nur verschiedene Strassen verlängert, sondern auch zwei Strassenbahnlinien. Das Provisorium blieb bis zum 24. Juni 1907 in Betrieb, die provisorischen Anlagen und Zufahrten wurden daraufhin abgebaut und die beiden Tramlinien in der Güterstrasse durchgebunden. Etwa an der Stelle der Zufahrtsstrasse entstand die Bahnhofsunterführung ins Gundeldingerquartier.

Bahnhof Basel SBB von 1907

1902 wurde die Schweizerische Centralbahn in die neu geschaffenen Schweizerischen Bundesbahnen überführt und der neue Bahnhof, welcher von da an als Schweizer Bundesbahnhof bzw. Basel SBB bezeichnet wird, wurde eines der ersten Bauwerke der SBB. Der von E. Faesch und E. La Roche entworfene neue Bahnhof Basel SBB wurde am 24. Juni 1907 dem Betrieb übergeben. Der asymmetrische Grundriss des Bahnhofs zeigt nach aussen das für die damalige Zeit repräsentative Aussehen der Bundesbauten und die Innenräume sind weit und hoch gebaut. Das Aufnahmegebäude ist auf die Mittelachse des Centralbahnplatzes ausgerichtet und zeigt ein riesiges verglastes Tudorbogenfenster zwischen zwei Uhrtürmen unter geschweiften Hauben. Hinter der Fassade könnte man einen Kopfbahnhof vermuten, was aber in Basel nicht der Fall ist. Durch die Eingänge in den Uhrentürmen erreichen die Reisenden die Schalterhalle mit ihrer mit Holz ausgelegten Stahlbogenkonstruktion. Riesige Wandbilder aus den 1920er-Jahren werben für die touristischen Schönheiten der Schweiz. Im Flügel zur Rechten befanden sich die Restaurants. Der Bahnhof war berühmt für seine Bahnhofbuffets, diese wurden aber in den 90er-Jahren schrittweise aufgegeben und neben einem verbliebenen Spezialitätenrestaurant belegen nun andere kommerzielle Läden die hohen mit Wandgemälden verzierten Räume. Ein separater Eingang westlich des Centralplatzes an der Centralbahnstrasse führt zu den in Richtung Frankreich fahrenden Züge, dem Bahnhof Basel SNCF. Die Perronzuteilung entsprach anfänglich noch dem Privatbahnzeitalter, weil die Perronbenützung nach Richtungen getrennt war und wurde erst 1960 aufgegeben. Der Bahnhof besitzt 14 Gleise an Perronkanten, von welchen die drei Kopfgleise 1–3, welche früher für den Lokalverkehr reserviert waren, und die Gleise 4–10 von einer fünfschiffigen Bahnhalle überspannt werden. Die Halle wurde 1905 von der Firma Buss AG, Basel erstellt und weist eine Breite von 93 m und eine Länge von 120 m (Gleise 1/2), 230 m (Gleise 3/4) bzw. 200 m (Gleise 5-10) auf. Das Gleis 4 ist bis zum französischen Bahnhof durchgehend und geht dort in das Gleis 30 über, bei welchem die Oberleitung von der französischen Fahrstromspannung von 25.000 V 50 Hertz auf die schweizerische von 15.000 Volt 16,7 Hertz umgeschaltet werden kann. Auf der südlichen Seite des Bahnhofes befindet sich eine Doppelspurlinie in tieferer Lage, welche den Rangierbahnhof Basel bzw. Muttenz mit der französischen Stammlinie verbindet und hauptsächlich durchgehenden Güterzügen dient. In den letzten Jahren wurde der Bahnhof an vielen Ecken umgestaltet, renoviert, ergänzt und gar von späteren Einbauten befreit. Da die Tieferlegung der Gleise wenig durchdacht war, war es schwierig, den Bahnhof gleisemässig zu erweitern. Es gelang aber auf der Südseite die Perronanlage mit den zusätzlichen Gleise 11/12, mit einer Verlängerung der Personenunterführung zum Gundeldingerquartier, und 2003, mit dem Bau der Passarelle, mit den Gleise 14/15 zu ergänzen. Damit konnte die Kapazität im Zusammenhang mit der Einführung des Taktfahrplanes von 1982 und der Bahn 2000 erhöht werden. In einem weiteren Schritt soll später noch die Gleise 16/17 folgen, für welche schon Vorarbeiten geleistet wurden. Im Jahr 2003 konnte die neue Passarelle eröffnet werden, welche am westlichen Ende der Perronhalle von der Schalterhalle über die Gleise bis ins Quartier Gundeldingen die Bahnsteige miteinander verbindet. Diese Fussgängerpassage mit Shopping hat eine Länge von 185 m, ist 30 m Breit und ersetzt die dunkle, nicht einladende Unterführung. Dieser Tunnel wird heute für betriebliche und logistische Zwecke benutzt. Die Passarelle ist ein Teil des neuen kommerziellen Konzeptes der SBB, der RailCity. Mit dem Bau der Passarelle wurde auch das RailCenter und die Bahnauskunft von der Schalterhalle in die ehemalige Gepäckhalle verlegt. Der Einbau des Kundendienstes in der Schalterhalle von 1987 konnte darauf entfernt werden und die ausgeräumte Halle kann ihren schönen und weiten Raumeindruck voll entfalten. 1987 1998 und 1999 wurde ein neues Stellwerk im Auftrag der SBB errichtet. Architekten des Stellwerks waren Herzog & de Meuron.

Literatur/Quellen


- Bahnhöfe der Schweiz - Von den Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg; Werner Stutz; Verlag Berichthaus Zürich, 1976; ISBN 3855720185
- Der Bahnhof Europas - 125 Jahre Centralbahnhof Basel 1860-1985; Pharos Verlag Basel, 1985; ISBN 3723002218

Weblink


- [http://www.railcity.ch/index/index_basel.htm RailCity Basel]
- [http://www.onlinereports.ch/2003/passerelleBahnhofSBB.htm Bericht über umgestalteten Bahnhof Basel SBB] Basel SBB Basel SBB

1872

Ereignisse


- 1. Januar: Das Strafgesetz für alle deutschen Bundesstaaten tritt in Kraft
- 1. März: Gründung des Yellowstone-Nationalparkes in den USA
- 26. März: Erdbeben unbekannter Stärke in Owens Valley, Kalifornien, USA. 27 Tote
- April: Erdbeben in der Türkei, über 1.000 Tote
- 4. Juli: Jesuitengesetz: Verbot aller Niederlassungen des Ordens der Jesuiten auf deutschem Boden
- November: In der Nacht vom 12. auf den 13. November wird die gesamte deutsche Ostseeküste von einer schweren Sturmflut heimgesucht, 271 Tote (siehe Ostseesturmflut 1872)
- Ein Reichsgesetz verfügt die Schließung aller Spielbanken im Reichsgebiet
- Das bereits bekannte Badminton-Spiel wird vom Duke of Beaufort zum ersten Mal auf seinem Landsitz Badminton in England vorgestellt
- Das Kitab-i-Aqdas, das Heiligste Buch der Baha'i, wird von Baha'u'llah niedergeschrieben
- Berlin wird Hauptstadt des 2. Deutschen Reiches

Kultur


- 20. Februar: Das Metropolitan Museum of Art wird in New York eröffnet
- 21. März: Uraufführung der Oper Hermione von Max Bruch an der Hofoper Berlin
- 16. November: Uraufführung der Operette Sol-si-ré-pif-pan von Georges Bizet im Château d'Eau in Paris
- Gründung der Universität von Klausenburg: die spätere „Universität der Wissenschaften Szeged

Geboren


- 4. Januar: Edmund Rumpler, Ingenieur († 1940)
- 6. Januar: Alexander Nikolajewitsch Skrjabin, russischer Pianist und Komponist († 1915)
- 6. Januar: Alexander Skrjabin, russischer Pianist und Komponist († 1915)
- 11. Januar: Paul Graener, deutscher Komponist († 1944)
- 16. Januar: Edward Gordon Craig, englischer Schauspieler, Regisseur und Theatertheoretiker († 1966)
- 16. Januar: Henri Busser, französischer Komponist († 1973)
- 23. Januar: Joze Plecnik, slowenischer Architekt († 1957)
- 23. Januar: Paul Langevin, französischer Physiker († 1946)
- 28. Januar: Otto Braun, deutscher Politiker der Weimarer Republik († 1955)
- 8. Februar: Theodor Lessing, deutscher Philosoph und Publizist († 1933)
- 12. Februar: Diedrich Speckmann, deutscher Schriftsteller († 1938)
- 12. Februar: Conrad Heese, Rechtsanwalt und Justizrat († 1945)
- 6. März: Johan Bojer, norwegischer Schriftsteller († 1959)
- 6. März: Paul Juon, russischer Komponist († 1940)
- 7. März: Piet Mondrian, niederländischer Maler († 1944)
- 10. März: Aron Alexandrowitsch Solz, russischer Jurist und Revolutionär († 1945)
- 12. März: Ernst Hottenroth, Bildhauer († 1908)
- 19. März: Sergei Pawlowitsch Djagilew, russischer Herausgeber, Kunstkritiker und Kurator († 1929)
- 20. März: Bernhard Goldenberg, deutscher Manager († 1917)
- 30. März: Sergei Nikiforowitsch Wassilenko, russischer Komponist und Dirigent († 1956)
- 31. März: Alexandra Kollontai, russische Revolutionärin und Diplomatin († 1952)
- 31. März: Arthur Griffith, irischer Politiker († 1922)
- 1. April: Conrad Gröber, deutscher Bischof († 1948)
- 9. April: Léon Blum, französischer Politiker († 1950)
- 13. April: Alexander Roda Roda, österreichischer Schriftsteller und Publizist († 1945)
- 19. April: Alice Salomon, liberale Sozialreformerin in der deutschen Frauenbewegung († 1948)
- 25. April: Alexandra von Hessen-Darmstadt, Ehefrau von Zar Nikolaus II. († 1918)
- 29. April: Eyvind Alnæs, norwegischer Komponist († 1932)
- 1. Mai: Hugo Alfvén, schwedischer Komponist und Dirigent
- 1. Mai: Sidónio Pais, portugiesischer Militär und Putschist, später Präsident († 1918)
- 10. Mai: Marcel Mauss, französischer Ethnologe († 1950)
- 16. Mai: Maximilian Bayer, deutscher Offizier, Pfadfinder († 1917)
- 18. Mai: Bertrand Russell, Mathematiker und Philosoph († 1970)
- 31. Mai: Charles Greeley Abbot, US-amerikanischer Astrophysiker († 1973)
- 3. Juni: Habibullah Khan, von 1901 bis 1919 Emir von Afghanistan († 1919)
- 12. Juni: Emil Hácha, tschechischer Präsident des Protektorats Böhmen und Mähren († 1945)
- 13. Juni: Hans Erlwein, deutscher Baumeister († 1914)
- 14. Juni: Irene Abendroth, Königlich Sächsische Kammersängerin († 1932)
- 1. Juli: Louis Blériot, französischer Luftfahrtpionier († 1936)
- 4. Juli: Calvin Coolidge, 30. Präsident der USA († 1933)
- 16. Juli: Roald Amundsen, norwegischer Polarforscher († 1928)
- 22. Juli: Karl Helfferich, deutscher Politiker und Bankier († 1924)
- 23. Juli: Edward Adrian Wilson, englischer Polarforscher, Arzt und Ornithologe († 1912)
- 3. August: Christian Schreiber, deutscher Geistlicher († 1933)
- 3. August: Haakon VII., König von Norwegen († 1957)
- 13. August: Richard Martin Willstätter, deutscher Chemiker († 1942)
- 15. August: Sri Aurobindo, indischer Philosoph und Guru († 1950)
- 16. August: Siegmund von Hausegger, Komponist und Dirigent († 1948)
- 18. August: Adolf Schmal, österreichischer Fecht- und Radsportler († 1919)
- 18. August: Hugo Bettauer, österreichischer Schriftsteller († 1925)
- 21. August: Aubrey Beardsley, britischer Dichter, Zeichner, Graphiker, Karikaturist und Illustrator († 1898)
- 23. August: Elsa Neumann, deutsche Physikerin († 1902)
- 5. September: Carl Friedrich von Siemens, deutscher Industrieller († 1941)
- 7. September: Thomas Pelham Curtis, US-amerikanischer Leichtathlet († 1944)
- 10. September: Wladimir Arsenjew, russischer Forschungsreisender und Schriftsteller († [1930])
- 25. September: Carlo Graf Sforza, italienischer Politiker, Antifaschist († 1952)
- 25. September: Paul Reinecke, deutscher Archäologe
- 27. September: Karl Scheurer, Schweizer Politiker († 1929)
- 3. Oktober: Hermann Anschütz-Kaempfe, deutscher Erfinder des Kreiselkompass († 1931)
- 12. Oktober: Ralph Vaughan Williams, englischer Komponist und Dirigent († 1958)
- 14. Oktober: Reginald Doherty, englischer Tennisspieler († 1910)
- 15. Oktober: Wilhelm Miklas, Politiker († 1956)
- 22. Oktober: Alessio Ascalesi, Erzbischof von Neapel und Kardinal († 1952)
- 1. November: Friedrich Funder, Herausgeber der Wiener Tageszeitung Reichspost († 1959)
- 15. November: Hans Dominik, deutscher Science-Fiction- und Sachbuchautor († 1945)
- 26. November: Cläre Stinnes, Ehefrau des Ruhrindustriellen Hugo Stinnes († 1973)
- 30. November: Karl Friedrich Wilhelm Otto Richter, deutscher Politiker († 1927)
- 30. November: Morris Fuller Benton, Ingenieur und Schriftentwerfer († 1948)
- 4. Dezember: Pietro Fumasoni Biondi, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1960)
- 5. Dezember: Harry Nelson Pillsbury, US-amerikanischer Schachspieler († 1906)
- 7. Dezember: Johan Huizinga, niederländischer Kulturhistoriker († 1945)
- 10. Dezember: Ludwig Klages, deutscher Lebensphilosoph und Psychologe († 1956)
- 12. Dezember: Bruno Cassirer, deutscher Verleger und Galerist († 1941)
- 12. Dezember: Heinrich Vogeler, Künstler († 1942)
- 18. Dezember: Abdullah Abdurahman, Politiker Südafrikas († 1905)
- 30. Dezember: William Larned, US-amerikanischer Tennisspieler († 1926)
- Edward Burlingame Hill, US-amerikanischer Komponist († 1960)

Gestorben


- 2. Januar: Wilhelm Löhe, deutscher evangelischer Theologe (
- 1808)
- 21. Januar: Franz Grillparzer, österreichischer Dichter (
- 1791)
- 22. Januar: Franz von Elsholtz, deutscher Dichter und Schriftsteller (
- 1791)
- 6. Februar: James Chapman, englischer Afrikaforscher
- 6. März: Johann Jacoby, preußischer Politiker und führender deutscher Radikaldemokrat (
- 1805)
- 10. März: Giuseppe Mazzini, italienischer Nationalist und Gründer des „Jungen Italiens“ (
- 1805)
- 12. März: Zeng Guofan, chinesischer Staatsmann (
- 1811)
- 1. April: Hugo von Mohl, deutscher Botaniker (
- 1805)
- 2. April: Samuel Finley Breese Morse, US-amerikanischer Erfinder und Professor (
- 1791)
- 2. April: Samuel Morse, US-amerikanischer Erfinder (
- 1791)
- 27. April: Eugène Isabey, französischer Maler (
- 1804)
- 28. April: Moriz Adolph Briegleb, deutscher Politiker (
- 1809)
- 13. Mai: Moritz Hartmann, Journalist, Schriftsteller und Politiker jüdischer Herkunft (
- 1821)
- 28. Mai: Sophie von Österreich, Tochter von König Maximilian I. von Bayern (
- 1805)
- 31. Mai: Friedrich Gerstäcker, deutscher Abenteurer und Schriftsteller (
- 1816)
- 4. Juni: Jean-Baptiste Vaillant, französischer General und Marschall von Frankreich (
- 1790)
- 4. Juni: Stanislaw Moniuszko, polnischer Komponist (
- 1819)
- 20. Juni: Élie-Frédéric Forey, französischer General und Marschall von Frankreich (
- 1804)
- 21. Juni: Robert Prutz, deutscher Schriftsteller (
- 1816)
- 7. Juli: Pierre Lachambeaudie, französischer Fabeldichter (
- 1807)
- 18. Juli: Benito Juárez, mexikanischer Staatsmann und Staatspräsident (
- 1806)
- 26. Juli: Michele Carafa, italienischer Komponist von Opern (
- 1785)
- 3. August: Karl August Devrient, deutscher Theaterschauspieler (
- 1797)
- 5. August: Charles Eugène Delaunay, französischer Mathematiker und Astronom (
- 1816)
- 8. August: Eberhard zu Stolberg-Wernigerode, Politiker und preußischer Staatsbeamter (
- 1810)
- 8. August: Heinrich Abeken, deutscher Theologe (
- 1809)
- 11. August: Lowell Mason, US-amerikanischer Komponist und Musikpädagoge (
- 1792)
- 21. August: David Kalisch, deutscher Schriftsteller (
- 1820)
- 26. August: Johann Christoph Lüders, Görlitzer Industriepionier, Kommunalpolitiker und Kulturförderer (
- 1803)
- 2. September: Nikolai Frederik Severin Grundtvig, dänischer Philologe, Theologe (
- 1783)
- 3. September: Paul Camille von Denis, Ingenieur und Eisenbahnpionier (
- 1796)
- 13. September: Ludwig Andreas Feuerbach, deutscher Philosoph (
- 1804)
- 18. September: Karl XV., König von Schweden von 1859 bis 1872 (
- 1826)
- 19. September: Joseph Ignatz Peter, Teilnehmer an der Badischen Revolution 1848/49 (
- 1789)
- 10. Oktober: William H. Seward, US-amerikanischer Politiker, Außenminister (
- 1801)
- 14. Oktober: Albrecht von Preußen, preußischer Prinz und General (
-  1809)
- 20. Oktober: Friedrich Welwitsch, Afrikaforscher und Botaniker (
- 1806)
- 23. Oktober: Théophile Gautier, französischer Schriftsteller (
- 1811)
- 29. Oktober: Pierre Charles Fournier Saint Amant, französischer Schahmeister (
- 1800)
- 6. November: George Gordon Meade, General der Unionsarmee im amerikanischen Bürgerkrieg (
- 1815)
- 8. NovemberMoritz Ludwig Seyffert, Philologe und Pädagoge (
- 1809)
- 21. November: Torgeir Augundsson, norwegischer Komponist (
- 1801)
- 23. November: John Bowring, britischer Staatsmann, Reisender und Schriftsteller (
- 1792)
- 6. Dezember: Fritz Anneke, deutscher Revolutionär und nordamerikanischer Offizier (
- 1818)
- 11. Dezember: Kamehameha V., König von Hawaii (
- 1830)
- 22. Dezember: Jakob Becker, deutscher Maler, Radierer und Lithograph (
- 1810)
- 23. Dezember: George Catlin, US-amerikanischer Maler, Autor und Indianerkenner (
- 1796)
- 24. Dezember: William John Macquorn Rankine, britischer Physiker und Ingenieur (
- 1820)
- 31. Dezember: Aleksis Kivi, finnischer Nationalschriftsteller (
- 1834)

Staatsoberhäupter

Europa


- Portugal: Ludwig I., König von Portugal, (18611889)
- Schweiz: Emil Welti, Bundespräsident der Schweiz, (1872) ko:1872년 simple:1872 th:พ.ศ. 2415

Ha

Ha ist die Bezeichnung für
- einen ägyptischen Gott, siehe Ha (Gott)
- die Abkürzung eines chemischen Elements, siehe Hahnium
- die Abkürzung einer Flächeneinheit (ha), siehe Hektar
- ein Distrikt in Bhutan Kategorie:Abkürzung

Bahnhof Basel SBB

Der Bahnhof Basel SBB (meist Basel SBB, seltener Centralbahnhof genannt) ist, gemessen an der Personen- und Güterbeförderung, der zweitgrößte Bahnhof der Schweiz hinter dem Zürcher Hauptbahnhof. Züge aus Basel in die Schweiz fahren von Basel SBB. Fernzüge nach Deutschland fahren ebenfalls vom Basel SBB, während Regionalzüge nach Deutschland jedoch am Badischen Bahnhof, dem zweiten Hauptbahnhof in Basel, starten. Züge nach Frankreich fahren von Basel SNCF, dem französischen Bahnhof, der dem Bahnhof SBB angegliedert ist, aber über eigene Empfangsräumlichkeiten und durch Zollschranken abgetrennte Perrons verfügt. Das repräsentative Gebäude mit neobarocker Fassade wurde zwischen 1905 und 1907 von Emil Faesch und Emanuel La Roche erbaut.

Geschichte

Die erste Eisenbahn, die "Chemin de fer Strassbourg-Bâle (StB)" erreicht Basel im Jahr 1844 und 1845 baute die Elsässerbahn den ersten Bahnhof auf Stadtgebiet, innerhalb der Stadtmauern. Basel war damit die erste Schweizer Stadt welche an das neue Verkehrsmittel angeschlossen war (siehe auch Bahnhof Basel SNCF). Nach Einzug der Eisenbahn, wurde in Basel leidenschaftlich über das Für und Wider der Eisenbahn und gar über eine Fortsetzung der Bahn Richtung Gotthard diskutiert. Von Norden näherte sich die Rheintal-Eisenbahnlinie von MannheimKarlsruhe der Rheinstadt und erreichte 1851 Haltingen (einen Ortsteil von Weil am Rhein) an der Schweizer Grenze. 1853 wurde in Basel die Eisenbahngesellschaft Schweizerische Centralbahn gegründet, mit der Absicht einen Anschluss der Stadt Basel an den Rest der Schweiz herzustellen, vorweg mit Zürich, LuzernGotthard, der neuen Hauptstadt Bern und mit BielLausanneGenf.

Provisorischer Bahnhof der Centralbahn von 1854

Sofort wurde 1854 mit dem Bau der künftigen Stammlinie – der Hauensteinlinie – begonnen. Bis zur Eröffung der Abschnittes Basel–Liestal blieb die umstrittene Frage des Standortes und der Gestaltung des Basler Bahnhofes aber ungelöst. Um den Betrieb am 19. Dezember 1854 trotzdem aufnehmen zu können, errichtete die Centralbahn an der Engelgasse/Lange Gasse mit einfachen Mitteln ein hölzernes Provisorium, welches nach den vom Direktionsarchitekten L. Maring entworfenen Plänen ausgeführt wurde. Am Eröffnungstag waren bis auf die hölzerne Bahnhalle die Hochbauten erstellt. Dieser bescheidene, mit behelfsmässigen Einrichtungen versehene Bahnhof bestand aus einzelnen Gebäuden und wurde nur während knapp sechs Jahren benützt. Die Bahnanlage bestand aus dem Aufnahmegebäude, einem Güterschuppen, einer Wagen- und Lokomotivremise und einer Drehscheibe am Gleisende. Da das Aufnahmegebäude seitlich, an der Nordostseite der Gleisanlagen lag, galt der Bahnhof nicht als Kopfbahnhof. Der Bahnhof war isoliert und hatte weder Anschluss an den französischen Bahnhof, noch an den im Jahre 1855 erstellten Badischen Bahnhof.

Centralbahnhof von 1860

Am 29. Juni 1857 stimmte der Grosse Rat von Basel dem Bau einer Verbindung der französischen Linie mit der Centralbahn und dem Bau eines durchgehenden Bahnhofes auf dem Feld vor dem Elisabethen-Bollwerk zu. Die Kosten des Landkaufes trug die Stadt, die Baukosten für den Bahnhof wurden von der Centralbahn übernommen. Anfang 1859 begannen die Bauarbeiten am neuen Bahnhof, welcher nebst dem Personenbahnhof, den gegen das Gundeldingerquartier versetzten Güterbahnhof und zwei Lokomotivremisen für die Schweizerische Centralbahn und die französische Ostbahn umfasste. Bereits am 4. Juni 1860 konnte der Bahnbetrieb im durch Rudolf Maring gestalteten, neuen Basler Centralbahnhof aufgenommen werden. Es dauerte aber noch bis Mai 1861, bis alle Einrichtungen vollständig waren. Der Bahnof war ein Gemeinschaftbahnhof mit zentralem Aufnahmegebäude mit seiner nördlichen Front gegen den neu geschaffenen Centralbahnplatz und rechts und links davon befindlichen Einsteigehallen mit je zwei Gleisen, nach Osten für die schweizerischen Züge und nach Westen für die französischen Züge. Im Süden gegenüber dem