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Gunnar Staalesen

Gunnar Staalesen

Gunnar Staalesen (
- 1947 in Bergen, Norwegen) ist ein norwegischer Schriftsteller, der überwiegend Kriminalromane schreibt. Daneben arbeitet er als Dramaturg am Theater in Bergen.

Leben

Gunnar Staalesen hat Englisch, Französisch und Literaturwissenschaften studiert. Seit 1970 veröffentlicht er Kriminalromane. Am erfolgreichsten dabei ist die Serie um den Privatdetektiv Varg Veum, die sich stilistisch an den hard-boiled Romanen von Raymond Chandler und Ross Macdonald orientiert.

Werke


- 1970: Uskyldstider
- 1972: Fortellingen om Barbara
- 1975: Rygg i rand, to i spann
- 1976: Mannen som hatet julenisser
- 1977: Bukken til havresekken (dt. Das Haus mit der grünen Tür)
- 1979: Din, til doden (dt. Dein bis in den Tod)
- 1980: Tornerose sov i hundre är (dt. Dornröschen schlief wohl hundert Jahr)
- 1981: Kvinnen i kjøleskapet (dt. Die Frau im Kühlschrank)
- 1983: I mørket er alle ulver grå (dt. Im Dunkeln sind alle Wölfe grau)
- 1985: Hekseringen (dt. Der Hexenring)
- 1988: Svarte får (dt. Schwarze Schafe)
- 1989: Falne Engler (dt. Gefallene Engel)
- 1990: Vikingskattens hemmelighet
- 1991: Bitre blomster (dt. Bittere Blumen)
- 1993: Varg Veums Bergen - En annerledes Bergensguide
- 1993: Dødelig Madonna
- 1993: Begravde hunder biter ikke (dt. Begrabene Hunde schlafen nicht)
- 1995: Skriften på veggen (dt. Die Schrift an der Wand)
- 1996: Amalie Skrams verden
- 1996: De døde har det godt (dt. Tote haben's gut)
- 1997: 1900. Morgenrød
- 1998: 1950: High Noon
- 2000: 1999. Aftensang
- 2002: Som i et speil (dt. Wie in einem Spiegel)
- 2004: Ansikt til ansikt Staalesen, Gunnar Staalesen, Gunnar Staalesen, Gunnar Staalesen, Gunnar Staalesen, Gunnar Staalesen, Gunnar Staalesen, Gunnar

1947

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 1. Januar: Philipp Etter wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Verstaatlichung der Bergwerke in Großbritannien
- 1. Januar: Gründung der „Bizone“: Die amerikanische und die britische Besatzungszone werden zu einem einheitlichen Wirtschaftsraum zusammengefasst. Die französische Zone wird später angeschlossen
- 1. Januar: Niederlande wird Mitglied in der UNESCO
- 22. Januar: Ecuador wird Mitglied in der UNESCO
- 10. Februar: Friedensverträge mit Finnland, Italien, Ungarn, Rumänien und Bulgarien
- 25. Februar: Der Alliierte Kontrollrat der Siegermächte des II. Weltkriegs löst durch Gesetz Nr. 46 endgültig den Staat Preußen auf
- 1. März: Der IWF nimmt seine Arbeit auf
- 6. März: Liberia wird Mitglied in der UNESCO
- 8. März: Gründung des Demokratischen Frauenbundes in Berlin
- 12. März: Truman-Doktrin, Beginn der amerikanischen Containment-Politik
- 1. April bis 10. April: bei Mont Pèlerin in der Schweiz treffen sich 36 Liberale auf Einladung Friedrich Hayeks, Gründung der Mont Pelerin Society
- 10. April: Syrien wird Mitglied in der IBRD (Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung) und IWF (Internationaler Währungsfonds) und der Weltbank
- 28. April: Zwei frühere Esperanto-Weltverbände vereinigen sich unter dem alten Namen „Universala Esperanto-Ascoio“
- 3. Mai: Die neue japanische Verfassung tritt in Kraft
- 3. Juni: Der britische Vizekönig Mountbatten gibt den Plan zur Teilung Indiens bekannt, der mit der Gründung Pakistans zwei Monate später vollzogen wird
- 5. Juni- US-Außenminister George Marshall gibt vor der Harvard-Universität die Grundlagen des Marshall-Planes zur Unterstützung Europas bekannt
- 14. Juni: Die sowjetische Militäradministration errichtet die „Deutsche Wirtschaftskommission“ (DWK) als Leitinstanz der Zentralverwaltungen der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ)
- 14. Juni: Der Farmer Mac Brazel findet auf einer von ihm verwalteten Farm ungewöhnliche Trümmerteile. Das gefundene mattsilbrige Material wird knapp 40 Jahre später als UFO-Absturz von Roswell berühmt
- 10. Juli: Die „Exodus“ läuft aus dem Hafen von Sète mit Ziel Palästina aus. Das Schicksal ihrer Passagiere wird die internationale Meinung zugunsten der Gründung des Staates Israel maßgeblich beeinflussen
- 26. Juli: In den USA tritt der National Security Act in Kraft. Darin werden unter anderem die Schaffung des US-Verteidigungsministerium, der US Air Force und der Central Intelligence Agency verfügt
- 14. August: Gründung des Staates Pakistan
- 15. August: Der Mountbattenplan tritt in Kraft. Indien erhält seine Unabhängigkeit
- 18. August: Erste Nachkriegs-Export-Messe in Hannover wird eröffnet
- 29. August: Kuba wird Mitglied in der UNESCO
- September: Im Weinbaugebiet von Bordeaux wird ein extrem guter Wein eingebracht. Insbesondere in Saint-Emilion und Pomerol sind die Weine von phantastischer Qualität
- 30. September: Andrei Alexandrowitsch Schdanow hält seine berühmt gewordene Rede zur Zwei-Lager-Theorie auf der Gründungsversammlung des Kominform
- 30. September: Pakistan und Jemen werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen
- 27. Oktober: Luxemburg wird Mitglied in der UNESCO
- 30. Oktober: Hongkong wird Mitglied in der Welthandelsorganisation WTO
- 31. Oktober: Kolumbien wird Mitglied in der UNESCO
- 8. November: Uruguay wird Mitglied in der UNESCO
- 16. Dezember: Honduras wird Mitglied in der UNESCO
- 30. Dezember: König Michael I. von Rumänien dankt ab, Rumänien wird eine kommunistische Volksrepublik

Wissenschaft und Technik


- 14. Oktober: Chuck Yeager durchbricht offiziell als erster Mensch die Schallmauer in seiner Bell X-1 in etwa 15.000m Höhe

Kultur


- 4. März: Uraufführung der Oper Die Flut von Boris Blacher in Dresden
- 29. März: Uraufführung der Oper Albert Herring von Benjamin Britten in Glyndebourne
- 19. April: Uraufführung der Oper Veronika von Rafael Kubelik in Brünn, (Brno)
- 3. Juni: Uraufführung der Oper Les mamelles de Tirésias von Francis Poulenc an der Opéra-Comique in Paris
- 6. August: Uraufführung der Oper Dantons Tod von Gottfried von Einem bei den Salzburger Festspielen
- 25. Oktober: Uraufführung der Oper Genoveva von Natanael Berg am Kungliga Teatern in Stockholm
- Erstmaliges stattfinden der Bachwoche Ansbach
- Erstmalige Vergabe des Tony Awards

Katastrophen


- 16. April: Explosion der mit Ammoniumnitrat beladenen Frachtschiffe Grandcamp (Frankreich) und Highflyer (USA) im Hafen von Texas City (Texas, USA). 486 Tote, über 100 Vermisste, 3000 Verletzte, Hunderte Obdachlose und 65 Millionen US-Dollar Schaden
- 30. Mai: Nähe Baltimore, Maryland, USA. Eine DC-4 der Eastern Airlines auf dem planmäßigen Flug von Newark, New Jersey nach Miami, Florida stürzt kurz vor dem regulären Zwischenstopp in Baltimore in ein Waldgebiet. Alle 53 Menschen an Bord sterben
- 28. Juli: Explosion des mit Ammoniumnitrat beladenen Frachtschiffs Ocean Liberty (Norwegen) im Hafen von Brest (Frankreich). 21 Tote, über 100 Verletzte und 2 Millionen Pfund Sterling Schaden an Land
- 2. August: Absturz der Star Dust in den Anden
- 24. Oktober: Bryce-Canyon-Nationalpark, Utah, USA. Eine DC-6 der United Airlines stürzt kurz vor dem Flughafen ab. Alle 52 Menschen sterben
- 22. Dezember: Zugunglück auf der Strecke Niederlahnstein-Neuwied. 41 Tote, 75 Verletzte

Sport


- 18. Mai: erstmaliges Motorradrennen am Norisring Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren

1. Halbjahr


- 1. Januar: Jane Olivor, US-amerikanische Pop-Sängerin
- 2. Januar: Ute Erdsiek-Rave, deutsche Politikerin
- 2. Januar: Eberhard Figgemeier, Redakteur für Sport beim ZDF
- 5. Januar: Rita Kühne, deutsche Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 5. Januar: Joachim Vobbe, deutscher Alt-katholischer Bischof
- 5. Januar: Jörg Swoboda, Pastor des Bundes evangelisch-freikirchlicher Gemeinden (Baptisten)
- 8. Januar: David Bowie, britischer Musiker
- 8. Januar: Igor Ivanov (Schachspieler), Schachprofi
- 8. Januar: Samuel Schmid, Schweizer Politiker
- 8. Januar: William Bonin, Serienmörder († 1996)
- 9. Januar: Juri Nikolajewitsch Balujewski, russischer General
- 10. Januar: Peer Steinbrück, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen
- 10. Januar: George Alec Effinger, Science-Fiction-Autor († 2002)
- 13. Januar: Jürgen Linden, Politiker und Oberbürgermeister der Stadt Aachen
- 14. Januar: Ina Deter, deutsche Musikerin
- 14. Januar: Peter Nogly, deutscher Fußballspieler
- 14. Januar: Hans Fehr, Schweizer Politiker
- 15. Januar: Michael Schanze, deutscher Sänger, Buchautor und Fernsehmoderator
- 16. Januar: Sandy Denny, britische Sängerin († 1978)
- 16. Januar: Karl-Heinz Klär, deutscher Politiker
- 17. Januar: Herman van Dijk, niederländisch Ökonometriker
- 18. Januar: Horst Engel, deutscher Politiker
- 18. Januar: Kitano Takeshi, japanischer Regisseur und Schauspieler
- 19. Januar: Leszek Balcerowicz, polnischer Wirtschaftswissenschaftler und Politiker
- 19. Januar: Rod Evans, Sänger
- 20. Januar: Anton Schindling, deutscher Historiker
- 20. Januar: Dag Jostein Fjærvoll, norwegischer Politiker der Kristelig Folkeparti
- 21. Januar: Andrzej Bachleda, ehemaliger polnischer Skirennläufer
- 22. Januar: Ingrid Puganigg, österreichische Schriftstellerin
- 23. Januar: Megawati Sukarnoputri, Präsidentin Indonesiens
- 23. Januar: Jürg Frischknecht, Schweizer Journalist und Schriftsteller
- 26. Januar: Robert Cailliau, belgischer Informatiker
- 26. Januar: Patrick Dewaere, französischer Schauspieler († 1982)
- 29. Januar: David Byron, englischer Musiker († 1985)
- 29. Januar: Jochen Sanio, Präsident der deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
- 29. Januar: Linda B. Buck, US-amerikanische Neurophysiologin
- 1. Februar: Gaston Rahier, belgischer Motocrossfahrer († 2005)
- 3. Februar: Dave Davies, englischer Musiker
- 3. Februar: Georg Jarzembowski, MdEP, Regierungsdirektor a. D
- 3. Februar: Paul Auster, US-amerikanischer Schriftsteller und Regisseur
- 5. Februar: Benoît Jacquot, französischer Drehbuchautor und Filmregisseur
- 6. Februar: Horst-Wolfram Kerll, deutscher Diplomat
- 7. Februar: Jürgen Türk, deutscher Politiker und MdB
- 7. Februar: John Weathers, Musiker
- 7. Februar: Ruth Aspöck, Schriftstellerin
- 9. Februar: Joe Ely, Country-Sänger und Songwriter
- 9. Februar: Heinz Bömler, Künstler
- 10. Februar: Louise Arbour, kanadische Richterin und UN-Hochkommissar für Menschenrechte
- 11. Februar: Gerd B. Achenbach, deutscher Philosoph
- 11. Februar: Derek Shulman, Musiker
- 12. Februar: Urs Faes, Schweizer Schriftsteller
- 13. Februar: Jerzy Montag, Rechtsanwalt und Politiker
- 13. Februar: Mike Krzyzewski, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 14. Februar: Jochen Welt, deutscher Politiker, MdB
- 14. Februar: Herman Rechberger, in Finnland lebender österreichischer Musiker und Komponist
- 14. Februar: Tim Buckley, Singer/Songwriter aus den USA († 1975)
- 15. Februar: Dagmar Käsling, deutsche Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 15. Februar: Wencke Myhre, Schlagersängerin
- 15. Februar: John Adams (Komponist), US-amerikanischer Komponist
- 16. Februar: Veríssimo Correira Seabra, ehemaliger Präsident von Guinea-Bissau († 2004)
- 16. Februar: Toni Bortoluzzi, Schweizer Politiker und Nationalrat
- 18. Februar: Carlos Lopes, potugiesischer Leichtathlet
- 19. Februar: Wulf von Schimmelmann, deutscher Manager, Vorstandsvorsitzender der Postbank
- 20. Februar: Henry Hübchen, deutscher Film- und Theater-Schauspieler
- 20. Februar: Peter Strauss, US-amerikanischer Schauspieler
- 21. Februar: Olympia Snowe, US-amerikanische Politikerin
- 21. Februar: Stephen Hadley, US-Sicherheitsberater von US-Präsident George W. Bush
- 22. Februar: Antje-Katrin Kühnemann, deutsche Fernsehmoderatorin und Ärztin
- 22. Februar: Tanja May, deutsche Schlagersängerin
- 25. Februar: Lee Evans, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 26. Februar: Sandie Shaw, britische Popsängerin
- 27. Februar: Gidon Kremer, lettischer Violinist
- 27. Februar: Mike Montgomery, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 27. Februar: Alan Guth, US-amerikanischer Physiker
- 28. Februar: Włodzimierz Lubański, polnischer Fußballspieler
- 1. März: Peter Tettinger, deutscher Jurist († 2005)
- 1. März: Klaus Uwe Benneter, deutscher Politiker
- 2. März: Michael Frenzel, deutscher Manager
- 2. März: Wolfgang Wodarg, deutscher Politiker
- 2. März: Hans-Hermann Wendhausen, deutscher Politiker und MdL
- 2. März: Søren Kragh-Jacobsen, Regisseur
- 2. März: Juri Wladimirowitsch Matijassewitsch, russischer Mathematiker
- 3. März: Takeo Ischi, japanischer Sänger und Jodler
- 3. März: Jennifer Warnes, US-amerikanische Sängerin
- 4. März: Uschi Brüning, deutsche Jazz-Sängerin und Soul-Sängerin
- 4. März: Jan Garbarek, Saxophonist, Jazz-Musiker
- 5. März: Nobuhiko Hasegawa, japanischer Tischtennisspieler
- 6. März: Rob Reiner, US-amerikanischer Filmregisseur, Filmproduzent und Schauspieler
- 6. März: Dick Fosbury, US-amerikanischer Leichtathlet
- 7. März: Wolfgang Grotthaus, deutscher Politiker
- 7. März: Walter Röhrl, deutscher Rennfahrer
- 9. März: Keri Hulme, neuseeländische Schriftstellerin
- 10. März: Kim Campbell, kanadische Politikerin
- 12. März: Peter Harry Carstensen, deutscher Politiker, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein
- 12. März: Kalervo Palsa, finnischer Maler des Expressionismus († 1987)
- 13. März: Beat Richner, Kinderarzt und Musiker
- 14. März: Billy Crystal, US-amerikanischer Komiker, Schauspieler und Regisseur
- 15. März: Ry Cooder, Musiker
- 15. März: Franz Schuh (Autor), österreichischer Schriftsteller und Essayist
- 15. März: Federico Peña, Verkehrsminister (United States Secretary of Transportation)
- 16. März: Keith Devlin, britischer Mathematiker und Wissenschaftsjournalist
- 19. März: Inge Bödding, deutsche Leichtathletin
- 19. März: Joseph-Theodor Blank, deutscher Politiker
- 19. März: Erika Zuchold, Turnerin, Weltmeisterin
- 19. März: Glenn Close, US-amerikanische Schauspielerin
- 20. März: John Boswell, Historiker († 1994)
- 20. März: Samuel Kobia, kenianischer Theologe und ÖRK-Generalsekretär
- 22. März: Jelena Hoffmann, deutsche Politikerin und MdB
- 22. März: André Heller, österreichischer Liedermacher, Poet
- 23. März: Christiane Brunner, Schweizer Anwältin, Gewerkschaftlerin und Politikerin
- 24. März: Aurora Lacasa, hauptsächlich in der DDR Schlagersängerin
- 25. März: Elton John, britischer Sänger, Komponist und Pianist
- 26. März: Subhash Kak, indischer Dichter, Philosoph und Wissenschaftstheoretiker
- 27. März: Brian Jones (Flugpionier), britischer Flugpionier
- 27. März: Aad de Mos, niederländischer Fußballtrainer
- 29. März: Michael Bauer (Journalist), deutscher Journalist
- 1. April: Ingrid Steeger, deutsche Schauspielerin
- 2. April: Emmylou Harris, Country-Sängerin
- 2. April: Camille Paglia, Kunst- und Kulturhistorikerin
- 4. April: Frank Spieth, deutscher Politiker
- 4. April: Salvatore Sciarrino, italienischer Komponist
- 5. April: Gloria Macapagal Arroyo, Präsidentin der Philippinen
- 6. April: Christel Riemann-Hanewinckel, deutsche Politikerin
- 6. April: John Ratzenberger, US-amerikanischer Schauspieler
- 7. April: Florian Schneider-Esleben, deutscher Musiker
- 8. April: Steve Howe, britischer Gitarrist
- 8. April: Michael Holzach, deutscher Journalist und Buchautor († 1983)
- 8. April: Pascal Lamy, französischer Politiker
- 8. April: Larry Norman, Sänger und Komponist
- 8. April: Randy Stonehill, Sänger und Komponist
- 10. April: Bunny Wailer, jamaikanischer Raggae-Musiker
- 11. April: Hartmut Barth-Engelbart, deutscher Autor
- 11. April: Uli Edel, deutscher Filmregisseur
- 12. April: Tom Clancy, US-amerikanischer Schriftsteller
- 12. April: David Letterman, US-amerikanischer Talkmaster
- 13. April: Holger Schwiers, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 13. April: Reto Hänny, Schweizer Schriftsteller
- 15. April: Sepp Krassnitzer, österreichischer Musiker
- 15. April: Lois Chiles, Schauspielerin, Dozentin
- 16. April: Gerry Rafferty, britischer Sänger und Songwriter
- 16. April: Fred Viebahn, deutscher Schriftsteller
- 16. April: Kareem Abdul-Jabbar, US-amerikanischer Basketballspieler
- 17. April: Albert Dess, deutscher Europaabgeordneter
- 17. April: Albert Deß, deutscher Politiker
- 17. April: Achim Großmann, deutscher Politiker
- 17. April: Werner Hackmann, Präsident der Deutschen Fußball Liga
- 17. April: Sherrie Levine, US-amerikanische Fotographin und Konzeptkünstlerin
- 18. April: Konradin Groth, deutscher Trompeter
- 18. April: Jerzy Stuhr, polnischer Schauspieler und Regisseur
- 18. April: Moses Blah, Staatspräsident von Liberia
- 19. April: Murray Perahia, Pianist
- 19. April: Michael Herbricht, Politiker der Partei Die Republikaner
- 19. April: Norbert Conrad Kaser, Südtiroler Dichter († 1978)
- 21. April: Iggy Pop, US-amerikanischer Rocksänger, Komponist und Schlagzeuger
- 22. April: Cornelius Horan, ehemaliger katholischer Priester aus Irland
- 23. April: Christer Pettersson, Hauptverdächtigter der Ermordung des schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme († 2004)
- 23. April: Reinhard Schwabenitzky, österreichischer Regisseur und Drehbuchautor
- 24. April: Josep Borrell, spanischer Politiker
- 25. April: Johan Cruijff, niederländischer Fußballspieler
- 26. April: David Byrne (Politiker), irischer Politiker, bis November 2004 EU-Kommissar
- 27. April: Pete Ham, britischer Rocksänger und -gitarrist († 1975)
- 28. April: Ernst Pfister, deutscher Politiker
- 29. April: Jim Ryun, US-amerikanischer Politiker und ehemaliger Leichtathlet
- 30. April: Thomas Goppel, deutscher Politiker
- 30. April: Karin von Welck, Professorin, Kultursenatorin in Hamburg
- 1. Mai: Jacob Bekenstein, Israelischer Physiker
- 1. Mai: Danilo Popivoda, jugoslawischer ehemaliger Fußballspieler
- 2. Mai: Philippe Herreweghe, belgischer Dirigent
- 3. Mai: Götz Aly, deutscher Journalist und Historiker
- 5. Mai: Malam Bacai Sanhá, ehemaliger Präsident von Guinea-Bissau
- 8. Mai: H. Robert Horvitz, Professor für Biologie
- 9. Mai: Dieter Rampl, Münchner Unternehmer
- 9. Mai: Peter Planyavsky, österreichischer Organist und Komponist
- 10. Mai: Angelika Graf, deutsche Politikerin und MdB
- 10. Mai: Rainer Fornahl, deutscher Politiker
- 11. Mai: Hansjürgen Garstka, Datenschutzbeauftragte des Landes Berlin
- 12. Mai: Georg von Rauch, deutscher Terrorist († 1971)
- 13. Mai: Irmgard Möller, deutsche Terroristin und Mitglied der Rote Armee Fraktion
- 14. Mai: Karin Struck, deutsche Schriftstellerin
- 14. Mai: Martin Böttger, deutscher Bürgerrechtler und Politiker
- 14. Mai: Klaus-Peter Thaler, deutscher Radrennfahrer
- 14. Mai: Hans Orsolics, österreichischer Boxer und Sänger
- 15. Mai: Paulo de Carvalho, portugiesischer Sänger populärer Musik
- 17. Mai: Andrew Latimer, britischer Musiker und Gründungsmitglied der Band Camel
- 17. Mai: Michael Wolffsohn, deutscher Historiker und Politologe
- 19. Mai: Barbara Schöne, deutsche Schauspielerin und Sängerin
- 19. Mai: Maude Barlow, kanadische Schriftstellerin und Aktivistin
- 20. Mai: Sky du Mont, argentinischer Schauspieler
- 20. Mai: Bernhard Paul, österreichischer Zirkusdirektor, Regisseur und Clown
- 23. Mai: Hans-Jürgen Pohmann, ehemaliger deutscher Tennisspieler und Journalist
- 27. Mai: Hans-Peter Repnik, deutscher Politiker und MdB
- 27. Mai: Said (Schriftsteller), iranischer Schriftsteller
- 28. Mai: Zahi Hawass, ägyptischer Archäologe
- 28. Mai: Frangis Ali-Sade, aserbaidschanische Pianistin und Komponistin
- 29. Mai: Gene Robinson, anglikanischer Bischof der Episcopal Church in den USA in New Hampshire
- 29. Mai: Astrid Proll, Mitbegründerin der Roten Armee Fraktion
- 30. Mai: Wolfgang Seeliger, deutscher Dirigent
- 30. Mai: Erik Spiekermann, deutscher typografischer Gestalter und Schriftentwerfer
- 31. Mai: Gabriele Hinzmann, deutsche Leichtathletin
- 1. Juni: Georg Elwert, deutscher Ethnosoziologe († 2005)
- 1. Juni: Konstantin Wecker, deutscher Musiker, Liedermacher, Komponist und Autor
- 1. Juni: Ron Dennis, Formel 1 Teamchef von McLaren-Mercedes
- 2. Juni: Heiderose Berroth, deutsche Politikerin, MdL
- 2. Juni: Eckhard Naumann, deutscher Politiker
- 3. Juni: John Dykstra, Spezialeffekt-Experte
- 4. Juni: Viktor Klima, Politiker, österreichischer Bundeskanzler, Manager
- 4. Juni: Hanspeter Latour, Schweizer Fußballtrainer und ehemaliger Spieler
- 5. Juni: David Hare, britischer Dramatiker und Filmregisseur
- 6. Juni: David Blunkett, britischer Politiker, Innenminister
- 6. Juni: Peter Lenk, ist ein deutscher Bildhauer
- 8. Juni: Julie Driscoll, britische Sängerin
- 8. Juni: Eric F. Wieschaus, US-amerikanischer Biochemiker und Nobelpreisträger
- 9. Juni: Betty Mahmoody, US-amerikanische Autorin
- 13. Juni: Alan G. Lafley, seit 2000 CEO von Procter & Gamble
- 14. Juni: Barry Melton, US-amerikanischer Gitarrist
- 16. Juni: Günther Kaufmann, deutscher Schauspieler
- 16. Juni: #NAME?, Schweizer Autor und Kolumnist
- 17. Juni: Jógvan Arge, Autor und Politiker der Färöer
- 18. Juni: Hanns Zischler, deutsche Filmschauspieler
- 18. Juni: Godelieve Quisthoudt-Rowohl, deutsche Politikerin
- 19. Juni: Salman Rushdie, britischer Schriftsteller
- 20. Juni: Werner Dreibus, deutscher Politiker
- 20. Juni: Josef Clemens, Kurien-Bischof und Sekretär des Päpstlichen Rates für die Laien
- 21. Juni: Joey Molland, britischer Rocksänger und -gitarrist, Mitglied von Badfinger
- 22. Juni: Jerry Rawlings, ehemaliger Präsident von Ghana
- 22. Juni: Octavia Butler, US-amerikanische Science-Fiction-Autorin
- 22. Juni: Pete Maravich, US-amerikanischer Basketballspieler († 1988)
- 24. Juni: Mick Fleetwood, Rockmusiker
- 25. Juni: Ingrid Franzen, deutsche Politikerin
- 26. Juni: Rainer Stinner, deutscher Politiker und MdB
- 26. Juni: Peter Sloterdijk, Kulturphilosoph
- 26. Juni: Karl Auer, Präsident des Fußballvereins TSV 1860 München
- 28. Juni: Christine Deviers-Joncour, bezahlte Geliebte des franz. Außenministers Roland Dumas
- 29. Juni: Peter Frankenberg, deutscher Geograph und Politiker
- 29. Juni: Brian Herbert, Sohn von Frank Herbert, der als Schöpfer des Dune-Universums bekannt ist
- 30. Juni: Wladimir Wladimirowitsch Petrow, sowjetischer Eishockeyspieler

2. Halbjahr


- 1. Juli: Helga Kühn-Mengel, deutsche Politikerin
- 1. Juli: Albert H. Keil, Pfälzer Mundartdichter
- 2. Juli: Werner Weidenfeld, Professor für politische Systeme und Europäische Einigung
- 2. Juli: Jürg Amann, Schweizer Schriftsteller
- 3. Juli: Rob Rensenbrink, ehemaliger niederländischer Fußballspieler
- 4. Juli: David McWilliams, englisch/irischer Musiker († 2002)
- 5. Juli: Hans-Michael Bock, deutscher Filmhistoriker, Filmmacher und Publizist
- 7. Juli: Gyanendra, König von Nepal
- 7. Juli: Fredl Fesl, niederbayerischer Musiker und Sänger
- 9. Juli: Mitch Mitchell, Schauspieler und Musiker
- 9. Juli: Orenthal James Simpson, US-amerikanischer American Footballstar und Schauspieler
- 10. Juli: Sven Pedersen, dänischer Schach- und Fernschachspieler
- 10. Juli: Arlo Guthrie, Musiker
- 12. Juli: Josef Miller, bayerische Politiker
- 12. Juli: Brian May, britischer Gitarrist
- 12. Juli: Henning Kagermann, Physiker
- 13. Juli: Navin Ramgoolam, Premierminister von Mauritius
- 16. Juli: Assata Shakur, US-amerikanische Bürger- und Menschenrechtlerin
- 17. Juli: Dorthe Kollo, dänisch-deutsche Schlagersängerin
- 17. Juli: Camilla Mountbatten-Windsor, Herzogin von Cornwall, zunächste Geliebte und nun Ehefrau von Prince Charles, Herzog von Wales
- 18. Juli: Jörg Ziercke, Präsident des deutschen Bundeskriminalamts
- 19. Juli: Hans-Jürgen Kreische, deutscher Fußballspieler
- 20. Juli: Gerd Binnig, deutscher Physiker und Nobelpreisträger
- 20. Juli: Carlos Santana, Musiker
- 20. Juli: Wilhelm Leber, Stammapostel der Neuapostolischen Kirche
- 21. Juli: Johannes Weinrich, deutscher Terrorist
- 21. Juli: Elisabeth Jeggle, deutsche Politikerin
- 21. Juli: Co Adriaanse, niederländischer Fußballtrainer
- 22. Juli: Don Henley, US-amerikanischer Rockmusiker (The Eagles)
- 23. Juli: Hans-Jürgen Wittkamp, deutscher Fußballspieler
- 23. Juli: Werner Kofler, österreichischer Schriftsteller
- 24. Juli: Ernst Sucharipa, österreichischer Diplomat († 2005)
- 25. Juli: Adolfo Rodríguez Saá, argentinischer Politiker, Präsident von Argentinien
- 26. Juli: Georg Herold, deutscher Bildhauer
- 26. Juli: Klaus Hofbauer, deutscher Politiker
- 28. Juli: Dick Ebersol, Radio- und Fernsehpersönlichkeit, NBC Sports-Präsident
- 28. Juli: Barbara Ferrell, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 29. Juli: Thomas Rosenlöcher, deutscher Schriftsteller
- 30. Juli: Arnold Schwarzenegger, österreichisch-US-amerikanischer Schauspieler und Politiker, Gouverneur von Kalifornien
- 31. Juli: Richard Griffiths, britischer Schauspieler
- 31. Juli: Hans Kaiser, deutscher Politiker
- 31. Juli: Hubert Védrine, französischer Politiker
- 1. August: Günter Baumann, deutscher Politiker und MdB
- 1. August: Jan Tomasz Gross, US-amerikanischer Soziologe und Historiker
- 2. August: Massiel

Norwegen

Das Königreich Norwegen (
norwegisch: Kongeriket Norge/Noreg) ist ein Land in Nordeuropa. Das skandinavische Land grenzt im Osten an Schweden und im Nordosten an Finnland und Russland. Die Wirtschaftszone Norwegens in der Nordsee grenzt im Süden an die Dänemarks und im Westen an jene Schottlands. Norwegens Staatsform entspricht einer parlamentarischen Monarchie (Königreich mit parlamentarischer Legislative) und ist als Zentralstaat organisiert.

Geographie

Zentralstaat Hauptartikel: Geographie Norwegens Die Geographie Norwegens ist von Gebirgsketten und kargen Hochebenen, den Fjells geprägt. Das "Land der Trolle und Fjorde" macht seinem Namen alle Ehre: Die etwa 20.000 km lange Atlantikküste wird unzählige Male von den schmalen und tiefen Buchten unterbrochen, die Meerwasser bis weit ins Landesinnere bringen. Die charaktervolle Landschaft lädt Naturliebhaber und Romantiker ein, ebenfalls an die kleinen Fabelwesen zu glauben, die jeder Norweger als Trolle kennt. Im Landesinneren gestalten hohe Wasserfälle und fischreiche Flüsse die Oberflächenstruktur. Die Bevölkerung ist nicht nur in den größten Städten konzentriert, sondern über das Land ausgebreitet - von Süd nach Nord nimmt die Bevölkerungsdichte allerdings ab. Außer Oslo hat Norwegen drei Städte mit über 100.000 Einwohnern, nämlich Bergen, Trondheim und Stavanger. Norwegen besitzt fünf überseeische Regionen:
- Svalbard (Spitzbergen und Bäreninsel) im Nordatlantik und Nordpolarmeer
- Jan Mayen im Nordatlantik
- Bouvetinsel im Südpolarmeer
- Peter-I.-Insel im Südpolarmeer
- Königin-Maud-Land in der Antarktis Siehe auch: Liste der Städte in Norwegen, Nationalparks in Norwegen

Bevölkerung

Nationalparks in Norwegen

Einwohnerzahl

Im Herbst 2004 ist die Zahl der Norweger auf über 4,6 Mio. gestiegen und sie steigt um ca. 30.000 Menschen jedes Jahr. Viele davon sind zugewanderte Flüchtlinge oder Einwanderer. Norwegen hat außerdem eine höhere Geburtenrate als andere Länder Europas.

Zusammensetzung

92,1 % der Bevölkerung sind Norweger, dazu zählen auch die Minderheiten der ca. 40.000 Saami (Lappen) und ca. 10.000 Finnen (Kvener). Am 1. Januar 2005 wohnten 364.981 Ausländer in Norwegen; ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung betrug 7,9%. Die nicht-norwegische Bevölkerung verteilt sich nach den folgenden Herkunftsländern: Pakistan (26.950), 0,6 %; Schweden (22.859), 0,5 %; Dänemark (19.197), 0,4 %; Irak (18.369), 0,4 %; Vietnam (17.864), 0,4 %; Somalia (16.765), 0,4 %; Bosnien (14.641), 0,3 %; Iran (13.983), 0,3 %; Türkei (13.504), 0,3 %; Serbien (12.455), 0,3 %. (Stand jeweils: 1. Januar 2005) 75 % der Norweger leben in Städten.

Größte Kommunen

Religion

Es gibt eine amtlich Evangelisch-lutherische Staatskirche: die protestantische, basierend auf der evangelisch-lutherischen Religion. Oberhaupt der protestantischen Staatskirche ist der König. Alle Einwohner Norwegens haben das Recht, ihre Religion frei auszuüben. Rund 10% nehmen regelmäßig an Gottesdiensten oder anderen religiösen Veranstaltungen teil. Verteilung nach Religionen:
- Mitglieder der lutherischen Staatskirche: 85,7 %
- andere Protestanten: 3,5 %
- Katholiken: 1,0  %
- Moslems: 1,7 %
- Buddhisten: 0,2 %
- ohne Religion: 5,6 % Stand: 1. Januar 2004

Gesundheit, Soziales und Bildung

Sprachen

Norwegisch ist eine nordgermanische Sprache, z. T. stark geprägt vom Niederdeutschen. Die Schriftsprache teilt sich in zwei Varianten: Etwa 85-90 % der Einheimischen schreiben Bokmål (wörtlich: 'Buch-Sprache'). Das Bokmål ist sowohl vom Dänischen als auch von den verschiedenen Mundarten beeinflusst. Etwa 10-15 % schreiben Nynorsk ('Neu-Norwegisch'). Das Nynorsk, das bis 1929 als Landsmål bekannt war und 1885 als zweite offizielle Schriftsprache anerkannt wurde, ist eine künstliche, von Ivar Aasen aus den Dialekten des westlichen Teils des Landes geformte Sprache und wird heute vor allem an der Westküste, in der Fjordregion und in Telemark verwendet. Als gesprochene Sprache spielen heute Dialekte immer noch eine große Rolle.In der Schule müssen norwegische Schüler sowohl Bokmål als auch Nynorsk lernen. Zu den verschiedenen Sprachen siehe ausführlich Norwegische Sprache. Neben Norwegisch werden vor allem im Norden des Landes von den nationalen Minderheiten noch Samisch und Finnisch gesprochen. Norweger lernen wahlfrei Deutsch oder Französisch (die Mehrheit Deutsch) und obligatorisch Englisch als Fremdsprachen in der Schule. Deutsch war traditionell (bis etwa 1950) die erste Fremdsprache in Norwegen (wie auch im restlichen Skandinavien). Heute ist Englisch der Verbreitung nach die erste Fremdsprache, vor Deutsch als zweiter Fremdsprache und Französisch als dritter Fremdsprache. Englisch, Deutsch und Französisch haben einen offiziellen Status als Primärfremdsprachen.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Norwegens Die menschliche Besiedlung Norwegens begann nach der letzten Eiszeit etwa im 8. Jahrtausend v. Chr., als Jäger und Sammler dem schmelzenden Eis nach Norden folgten. Die bisher ältesten Funde menschlicher Besiedlung sind rund 10.300 Jahre alt. Sie wurden bei Tunnelarbeiten unweit des Nordkaps gefunden. Der steinzeitlichen Megalithkultur Skandinaviens folgten in der Bronze- und Eisenzeit germanische Einflüsse. In der Zeit der Wikinger (800-1050) wurde Norwegen durch König Harald Hårfagre um das Jahr 900 geeint. In dieser Zeit erfolgte von Norwegen aus die Besiedlung Islands, der Färöer und Grönlands. Einige erreichten sogar Neufundland im heutigen Amerika. Aber auch die Normandie in Frankreich wurde von den 'Nordmännern' besiedelt. Normandie Ab 1380 in Personalunion mit Dänemark, trat Norwegen 1397 der Kalmarer Union bei und wurde darin ein relativ unbedeutendes Mitglied. Das Kalmarer Reich hielt formell bis 1523 (Ausscheiden Schwedens), mit Dänemark jedoch bis 1814. Wegen politischer Unterstützung Frankreichs musste Dänemark Norwegen nach den Napoleonischen Kriegen im Frieden von Kiel an den König von Schweden abtreten. Die Übergabe geschah allerdings nicht direkt, weshalb Norwegen für kurze Zeit unabhängig war und sich am 17. Mai 1814 in Eidsvoll seine Verfassung gab, die mit leichten Änderungen bis heute gültig ist. Der 17. Mai ist seitdem Nationalfeiertag. Es folgten 91 Jahre einer Personalunion mit Schweden, bevor sie nach einer Volksabstimmung am 13. August 1905, in der sich eine überwältigende Mehrheit der männlichen Norweger für die Beendigung der Zwangs-Union aussprachen, aufgelöst wurde. Neuer König wurde Prinz Carl aus dem Hause Glücksburg als Haakon VII. Im Ersten Weltkrieg erklärte Norwegen zusammen mit Dänemark und Schweden seine Neutralität. 1920 trat das Land dem Völkerbund bei. Im Zweiten Weltkrieg, im April 1940, wurde das neutrale Norwegen von Deutschland im Rahmen der Operation Weserübung besetzt. Als Reichskommissar für das besetzte Norwegen wurde Josef Terboven ernannt. Militärisch wurde die Okkupation mit den strategisch wichtigen Häfen an der norwegischen Küste und besonders auch mit dem Hafen Narvik zum Nachschub von Eisenerz aus dem schwedischen Kiruna und einer bevorstehenden englischen Landung begründet. Die Bedeutung Narviks für die deutsche Kriegswirtschaft ist jedoch umstritten, denn das Dritte Reich war weniger auf die schwedischen Eisenerzlieferungen angewiesen als gemeinhin angenommen. Vielmehr galt es, durch die Besetzung des Hafens England von seinen schwedischen Erzzufuhren abzuschneiden. Dies findet seine Bestätigung in der Anweisung Hitlers, die Hafenanlagen für den Gegner und damit zwangsläufig auch für Deutschland unbrauchbar zu machen. Von größerer Bedeutung waren die norwegischen Rohstoffe für die deutsche Kriegswirtschaft, was die Besetzung des Landes vor dem Hintergrund der Schaffung eines "Europäischen Großwirtschaftsraumes" unter deutscher Hegemonie erforderlich machte. Als Hauptrohstoffe seien Eisenerz, Schwefelkies, Molybdän und Aluminium genannt. Gerade der Ausbau der Aluminiumindustrie wurde im "Leichtmetallausbau Norwegen" besonders gefördert. Es handelte sich hierbei um ein gigantisches Investitionsprojekt, durch das die Aluminiumproduktion verachtfacht werden sollte ("Koppenberg-Plan") und an dem auch die deutsche Großindustrie (IG-Farben) aktiv beteiligt war. Letztendlich führte der Kriegsverlauf bereits 1943 zu einer weitgehenden Einstellung der Vorhaben. Norwegen leistete zwar sechs Wochen lang militärischen Widerstand, war aber der deutschen Marine unterlegen. Außerdem gab es auch norwegische Nationalsozialisten (unter ihnen Vidkun Quisling), die sich mit den Deutschen verbündeten und dadurch schließlich an die Macht kamen. Da der größte Teil der norwegischen Bevölkerung ihnen aber ablehnend gegenüberstand, erlangten Widerstandsorganisationen einen hohen Stellenwert. In der Folge kam es immer wieder zu Gefechten der deutschen Truppen mit Großbritannien. Beim Rückzug der deutschen Truppen wandten diese die Politik der verbrannten Erde an. Viele Orte und Anlagen in Nord-Norwegen wurden vollständig niedergebrannt. Die moderne Geschichte seit 1969 ist geprägt von Wachstum und Reichtum durch das Erdöl. Siehe auch: Norwegische Kolonien

Politik

Verfassung

Norwegische Kolonien Das norwegische Grundgesetz vom 17. Mai 1814 ist von der französischen Verfassung Ende des 18. Jahrhunderts inspiriert. Das Prinzip der Gewaltenteilung von Montesquieu war wesentliches Vorbild. Trotz dieses liberalen Einflusses waren Juden und Jesuiten im Reich bis in die 1850er Jahre illegale Minderheiten. Die in der Verfassung festgeschriebene Gewaltenteilung führte zu mehreren Machtproben zwischen der Regierungsbürokratie (Exekutive), die wesentlich vom schwedischen Königshaus kontrolliert wurde, und dem Storting (der norwegischen Nationalversammlung; Legislative). Die Krone versuchte, ihre Privilegien als Exekutivmacht auszubauen und das Storting unter Berufung auf die Verfassung weitgehend von den Regierungsgeschäften auszuschließen. Der Konflikt spitzte sich weiter zu, als sich im Zuge der Industrialisierung die Klassenunterschiede zwischen der beamteten Machtelite und dem aufsteigenden Bürgertum auch in Norwegen verschärften. In der Gesellschaft wuchs die Ablehnung des königlichen Beamtenstaates. In der Kommunalpolitik war der nationale Regierungsapparat bereits 1837 durch die Einführung der lokalen Selbstverwaltung praktisch entmachtet. Entsprechend energisch bemühte sich der schwedische Adel um die Wahrung seines Einflusses auf nationaler Ebene. Die Spannungen eskalierten bis 1884, dem Jahr, das in Norwegen die Einführung des Parlamentarismus markiert. Der bürgerlich-liberale Stortings-Abgeordnete Johan Sverdrup setzte gegen den Widerstand des Königs Oskar II. von Norwegen das staatsrechtliche Prinzip durch, dass eine Regierung für den eigenen Machterhalt die Unterstützung des Storting benötigt. Durch diese Abhängigkeit war die durch die Gewaltenteilung festgeschriebene politische Souveränität der Monarchie zugunsten einer Stärkung des Parlaments faktisch aufgehoben. Der König musste Sverdrup als neuen Ministerpräsidenten mit der Regierungsbildung beauftragen. In Norwegen gilt das Prinzip des Parlamentarismus. Das Parlament, das aus 165 Abgeordneten besteht, besitzt die Macht. Alle vier Jahre werden neue Repräsentanten gewählt (bis 1936 jedes dritte). Das Parlament (Stortinget, buchstäblich übersetzt "Das große Thing") besteht aus zwei Teilen, Odelstinget und Lagtinget. Der Unterschied ist aber nicht sehr deutlich, so dass man es als Einkammer-System bezeichnen kann. Zudem gibt es die gemeindliche Selbstverwaltung. Die 437 norwegischen Kommunen wählen auch jedes vierte Jahr ihre Repräsentanten für die lokale Verwaltung. Norwegen ist jedoch ein Zentralstaat, in dem die lokalen Behörden immer mehr an Einfluss verloren haben. Traditionell ist aber das Prinzip von lokaler Macht wichtig. In Norwegen haben Große Koalitionen keine Tradition. Minderheiten mit Unterstützung des Parlamentes sind häufiger. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es nur zweimal eine Mehrheitsregierung. Die Sammlungsregierung von Einar Gerhardsen gleich nach dem Krieg, und die Arbeiterpartei-Regierung (Sozial-Demokraten) von 1959. In den letzten Jahren haben die Minderheitsregierungen zu "Stortingsregjering" (Parlamentsregierung) geführt und sind unter Druck geraten. Bei den Wahlen am 12. September 2005 konnte die "Arbeiderpartiet" (Sozialdemokratische Arbeiterpartei) mit 32,8 % die meisten Stimmen erlangen, so dass zusammen mit der Senterpartiet (grüne Zentrumspartei) und der Sosialistisk Venstreparti (Sozialistischen Linkspartei) die bei den Wahlen angestrebte rot-grüne Regierungsalternative gebildet werden konnte. Neuer Premierminister wurde Jens Stoltenberg. Das Staatsoberhaupt ist König Harald V.. In Norwegen gab es bisher 6 Volksabstimmungen:
- 1905 über die Auflösung der Union mit Schweden. (Ergebnis: Ja)
- 1905 über die Einsetzung Prinz Carls von Dänemark als König Haakon VII. (Ergebnis: Ja)
- 1916 über das Verbot von Alkohol. (Ergebnis: Ja)
- 1927 über die Aufhebung dieses Verbots. (Ergebnis: Ja)
- 1972 über den Beitritt in die Europäische Gemeinschaft. (Ergebnis: Nein)
- 1994 über den Beitritt in die Europäische Union. (Ergebnis: Nein) Siehe auch: Liste von norwegischen Regierungen, Liste der norwegischen Könige

Parteien

im Storting sind zur Zeit vertreten:
- Arbeiderpartiet (Arbeiterpartei / Sozialdemokratische Partei)
- Høyre (Rechte / Konservative)
- Fremskrittspartiet (Fortschrittspartei / Rechte Protestpartei)
- Sosialistisk Venstreparti (Sozialistische Linkspartei)
- Kristelig Folkeparti (Christliche Volkspartei)
- Senterpartiet (Zentrumspartei / Interessenvertretung der Bauern)
- Venstre (Linke / Liberale) andere kleine Parteien:
- Kystpartiet (Küstenpartei / Partei für Menschen an der Küste in Nord-Norwegen)
- Arbeidernes Kommunistparti (Kommunistische Partei der Arbeiter / kommunistisch)
- Norges Kommunistiske Parti (Kommunistische Partei Norwegen / kommunistisch)
- Rød Valgallianse (Rotes Wahlbündnis / Norwegens größte kommunistische Partei)
- Kristent Samlingsparti (Christliche Sammlungspartei / christlich, extrem-konservativ)
- Demokratene (Die Demokraten / extrem konservativ)
- Det Liberale Folkepartiet (Die liberale Volkspartei / liberal)
- Pensjonistpartiet (Rentner-Partei / Partei für alte Menschen)
- Miljøpartiet De Grønne (Umweltpartei die Grünen" / Umweltpartei)

Verwaltungsgliederung

Kystpartiet Das Land ist in 19 Verwaltungsprovinzen (Fylker) eingeteilt. Die kleinste Provinz nach Fläche ist die Hauptstadt Oslo.

Wirtschaft

Die gültige Währung Norwegens ist die Norwegische Krone. Norwegen besitzt laut HDI-Rang 2005 den höchsten Lebensstandard der Welt. Das Pro-Kopf-Einkommen ist eines der höchsten.

Erdöl

Norwegen ist der siebtgrößte Erdölförderer der Welt. 2003 wurden 151,7 Mio. Tonnen Erdöl gefördert. Die Reserven betrugen 2003 noch 10,1 Mrd. Barrel.

Tourismus


- Tourismus in Norwegen
- Skigebiete in Norwegen Bild:Hammerfest Meridiandenkmal 1975.jpg|Hammerfest Meridianmonument Bild:AK2 ubt.JPEG|Häuserzeile in Kristiansand. Bild:Lofoten_Hamnoy.jpg|Hafen von Hamnøy auf den Lofoten. Bild:Karl johan statue_1.jpg|Kgl. Schloss in Oslo. Bild:Gudbransdalen Bahnhof 1975.jpg|Bahnhof im Gudbrandsdalen. Bild:Fjord in Norway.jpg|Nærøyfjord Bild:Preikestolen_platform2.png|Preikestolen am Lysefjord Bild:Trondheim Laden 1975.jpg|Laden in Trondheim Bild:Hanseviertel Bergen.jpg|Hanseviertel Bergen Bild:Oslofjord.jpg|Oslofjord Bild:Oslo Skyline.jpg|Skyline von Oslo Bild:Oslo Hafen.jpg|Gorch Fock im Osloer Hafen

Kultur

Bibliothekswesen

Das Bibliothekswesen Norwegens wird von der bibliothekarischen Fachwelt als vorbildlich angesehen. Es gibt 892 kommunale öffentliche Bibliotheken, 336 wissenschaftliche Bibliotheken und 19 Landesbibliotheken sowie die Norwegische Nationalbibliothek. Das seit 1947 bestehende Bibliotheksgesetz schreibt den kostenlosen Zugang zu Bibliotheken vor. Norwegen hat eines der umfassendsten Systeme für Pflichtexemplarabgabe weltweit.

Literatur

Norwegen erlebte in der letzten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen kulturellen Aufschwung, an dem Autoren wie Henrik Ibsen, Bjørnstjerne Bjørnson, Alexander Kielland, Jonas Lie, Amalie Skram, Arne Garborg, Hans E. Kinck und Knut Hamsun einen maßgeblichen Anteil hatten. Drei Norweger erhielten den Nobelpreis für Literatur: Bjørnstjerne Bjørnson (1903), Knut Hamsun (1920) und Sigrid Undset (1928). Der Friedensnobelpreis wird nach Beschluss des norwegischen Nobelkomitees in Oslo verliehen.
Siehe auch: Liste norwegischsprachiger Schriftsteller

Musik, Theater, bildende Kunst

Die wichtigsten Theaterbühnen sind
Den Norske Opera (Oper, die auch das Nationalballett beherbergt), das Nationaltheatret in Oslo, Den Nationale Scene in Bergen und das Nynorsk-Theater Det Norske Teatret in Oslo. Der bekannteste norwegische Komponist ist Edvard Grieg. Zu den bekannteren Rock-/Metalbands Norwegens gehören z. B. Dimmu Borgir, Burzum, Gorgoroth, Immortal, Turbonegro, Gluecifer und Kaizers Orchestra. Der bekannteste Maler ist Edvard Munch, seine Werke sind größtenteils im Munch-Museum in Oslo zu sehen. Siehe auch: Liste der norwegischen Beiträge beim Eurovision Song Contest

Sport

Siehe auch: Liste norwegischer Sportler

Weblinks

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Kriminalroman

Der Krimi (Kriminalroman oder Kriminalfilm) ist eine Gattung der Literatur und der Filmkunst. Ein Krimi beschreibt ein Verbrechen und seine Verfolgung und Aufklärung durch die Staatsgewalt oder eine Privatperson. Der Kriminalroman teilt sich in zwei verschiedene Subgattungen auf, die Detektivgeschichte und den Thriller.

Detektivgeschichten und Genreentwicklung bis heute

Die Bezeichnung Detektivgeschichte kommt aus dem Lateinischen (detegere „aufdecken“). Die klassische Detektivgeschichte geht von einem zu Beginn der Geschichte berichteten Verbrechen aus, oft ein Kapitalverbrechen, etwa ein Mord, das der handelnde Detektiv im Verlauf der Handlung aufklärt. Die eigentliche Verbrechensgeschichte (also wie es zu dem Verbrechen kam) ist mit Beginn der Handlung in der Regel abgeschlossen, während die Ermittlungsgeschichte im Detail geschildert wird. Der Detektiv dringt bei der Aufklärung des Verbrechens meist tief in die persönliche Vergangenheit der Verdächtigen und Opfer ein und untersucht zudem ihre privaten Verflechtungen untereinander. Viele Detektivgeschichten lassen den Leser im Unklaren darüber, wer das Verbrechen verübt hat. Der Reiz für den Leser oder Betrachter liegt unter anderem darin, dass er im Wettstreit mit dem Helden mitfiebern, mitraten kann. Diesen speziellen Typus bezeichnet man auch als Whodunnit, eine Verballhornung der Frage: „Who’s done it?“ (dt: „Wer hat es getan?“). Häufig wird der Detektiv bei seinen Ermittlungen von einer so genannten „Watsonfigur“ begleitet, die als Vermittler zwischen dem „genialen“ Ermittler und dem Leser auftritt. Durch Dialoge mit diesem und anderen Begleitern kann der Detektiv beziehungsweise Erzähler seine Schlussfolgerungen und Gedankengänge darlegen, Spuren aufzeigen und Indizien einbringen, aber auch bei Bedarf für weitere Verwirrung sorgen. Der Bypart kann auf verschiedenste Arten besetzt werden, er reicht vom bekannten Freund bei der Polizei, der hinreißenden Sekretärin und dem Spitzel an der Ecke über Liebhaber, Kollegen und Freunde bis hin zum intelligenten Computer in neueren Krimis. Neben dem klassischen Whodunnit entstanden beim Krimi nach und nach weitere Erzähl- und Handlungsschemata, Umfelder und Subgenres. Zu nennen wären hier etwa die Spionage- und Agententhriller (007, Nikita), der Polizeifilm mitsamt des oft gebrauchten Kommissariatsthemas (Maigret,Die purpurenen Flüsse) sowie die Schwarze Serie mitsamt des ausgebauten Typs des Hardboiled Detectives. Auch das umgedrehte Vorzeichen, das wie auch immer angelegte Gaunerstück als Gegensatz zur Ermittlung darf als Thema nicht vergessen werden. Zu nennen wären exemplarisch etwa Arsène Lupin, Die Gentlemen bitten zur Kasse als Verfilmung des großen englischen Postraubs, Leon als Geschichte eines Killers sowie im Hörfunk die Reihe Dickie Dick Dickens. Seltener, zugleich nicht weniger spannend sind Fälle, die sich außerhalb der (mittlerweile) gewohnten Bereiche bewegen, etwa im Mittelalter (Der Name der Rose von Umberto Eco, Bruder Cadfael von Ellis Peters), im Orient (Richter Di von Robert van Gulik) oder in der Zukunft (Jonas, der letzte Detektiv als Hörspiel, Stahlhöhlen von Isaac Asimov, Minority Report im Film und Buch). Jüngste Genreerweiterungen des Krimis sind vor allem im Ermittlungsbereich der Pathologie (Samantha Ryan) angesiedelt, während im Film seit den 70er/80er Jahren, als Typfilm könnte hier Dirty Harry mit Clint Eastwood genannt werden, vermehrt das Actiongenre besetzt war. Die Spannweite reicht vom Jugendbereich (Die drei Fragezeichen, Die Schwarze Hand, Nick Knatterton) bis hin zum Erwachsenenbereich des Rotlichtviertels und Erotikmangas. Lagen die Ursprünge im Roman und Groschenheft, sind Krimis mittlerweile in allen Medien zu finden, vom Fernsehen über den Film bis hin zum Manga und Comic (beispielsweise BlackSad als „Remake“ der Schwarzen Serie, Dick Tracy). Sie sind als etabliertes Genre medienübergreifend zu werten. Als Beispiel sei hier etwa die Reihe Nestor Burma von Léo Malet zu nennen, für Fernsehen und Hörfunk bearbeitet, von Jacques Tardi gekonnt im Bande Dessinée, im Comic umgesetzt.

Eine kleine Literaturliste

Bekannte Detektive des klassischen Detektivromans: Auguste Dupin (E.A. Poe), Sherlock Holmes (Arthur Conan Doyle), Hercule Poirot und Miss Marple (beide Agatha Christie), Lord Peter Wimsey (Dorothy L. Sayers), Father Brown (G. K. Chesterton), Nero Wolfe (Rex Stout). Bekannte literarische und cinematographische Vertreter im Polizei- und Geheimdienstbereich: Kommissar Maigret (Georges Simenon), Frankreich, Wachtmeister Studer (Friedrich Glauser), Schweiz, Inspektor „Dirty“ Harry Callahan, gespielt von Clint Eastwood, San Francisco, Jerry Cotton und Phil Decker, FBI, Krimiheftreihe Deutschland, James Bond, Agent 007 des englischen Secret Service, von Ian Fleming, Pierre Niemans und Max Kerkerian in Jean-Christophe Grangés purpurene Flüsse, Frankreich. Schwarze Serie: Zum eigenen Genre des Hardboiled Detective zählen unter anderem Philip Marlowe (Raymond Chandler), Sam Spade (Dashiell Hammett) und Lew Archer (Ross Macdonald), aber auch Mike Hammer (Mickey Spillane) kann und soll als (lesenswertes) Typbeispiel dienen. Das Subgenre ist nicht zuletzt durch das Kino der Schwarzen Serie/Film Noir weit verbreitet worden, wie uns filmische Klassiker mit Humphrey Bogart (Das unbekannte Gesicht), Elliott Gould, Robert Mitchum, Alain Delon (Le Samurai) und Jean-Paul Belmondo (Der Teufel mit der weißen Weste) beweisen. Kriminalisten neuerer Zeit sind Inspector Richard Jury (Martha Grimes), Kommissar Kurt Wallander (Henning Mankell), Commissario Guido Brunetti (Donna Leon), John Rebus (Ian Rankin), Simon Brenner (Wolf Haas), Vic Warshawski (Sara Paretsky), Irene Huss (Helene Tursten), die Tigerkatze Mrs. Murphy (Rita Mae Brown).

Thriller

Beim Thriller (von engl. to thrill „mitreißen, fesseln“) steht statt des Rätsels um den gesuchten Täter die Gefährdung des Helden im Mittelpunkt. Im Gegensatz zur klassischen Detektivgeschichte wird der Ermittler im Thriller zum Ziel der Täters. Stellt er im Detektivroman eine unantastbare Person dar, muss er im Thriller um sein Leben fürchten und sich nicht selten handgreiflich gegen seine Widersacher durchsetzen. Es wird zusätzliche Spannung erzeugt. Der Thriller wird dementsprechend weit mehr von Action- und Horror-Elementen des Filmgenres geprägt als der klassische Detektivroman. Ein Happy End ist nicht mehr garantiert. Es gibt auch sogenannte Mischformen des Detektivroman und Thrillers.

Ursprung

Als erster Autor von Detektivromanen wird Edgar Allan Poe angesehen (The Murders in the Rue Morgue, 1841), obwohl dieser auf Vorläufer (beispielsweise E. T. A. Hoffmann) zurückgreifen konnte. Kriminalliterarische Züge finden sich jedoch schon in der antiken Literatur, so beispielsweise in König Ödipus von Sophokles. Als Begründer der deutschsprachigen Kriminalerzählung ist August Gottlieb Meißner zu sehen. Als erster bedeutender deutschsprachiger Detektivromanautor jüngerer Zeit gilt Friedrich Glauser. Als einer der wichtigsten Begründer des Thrillers gilt der schottische Autor John Buchan, bedeutende Thriller schrieb auch Eric Ambler.

Rolle in der Literatur

Traditionell gelten Krimis im Literaturbetrieb als geringgeschätzte Kolportage/Trivialliteratur. Die Möglichkeiten, psychologische Momente zu schildern, die den Verbrecher antreiben, Milieubeschreibungen zu liefern oder den Ermittler in eigene Gewissensnöte zu stürzen, bieten aber durchaus Gelegenheit für anspruchsvolle Literatur. So kann man durchaus Fjodor Dostojewskis Roman Verbrechen und Strafe oder Wilhelm Raabes Stopfkuchen als Krimi auffassen. Auch Friedrich Dürrenmatt hat literarisch anspruchsvolle Kriminalromane geschrieben, ebenfalls Theodor FontaneUnterm Birnbaum. Mittlerweile ist der Krimi eine anerkannte Literaturgattung. Zahlreiche Literaturpreise werden für diese Gattung vergeben. Dazu zählen in Amerika der Grand Master Award und die Edgar Allan Poe Awards, in Europa die CWA Dagger Awards oder der Grand Prix de la Littérature Policière, in Deutschland der Deutsche Krimi Preis und der Glauser.

Krimis in Film und Fernsehen

Die Popularität des Genres hat Krimis zu einer festen Gattung in Film und Fernsehen werden lassen. Neben den Verfilmungen erfolgreicher Kriminalromane sind auch etliche Krimis und Thriller direkt für die Leinwand oder die Mattscheibe produziert worden. Erfolgreiche deutsche Kriminalserien im Fernsehen sind:
- Tatort
- Polizeiruf 110
- Schwarz rot gold
- Der Bulle von Tölz
- Der Alte
- Derrick
- Ein Fall für Zwei
- SOKO 5113 (SOKO Leipzig, SOKO Köln, SOKO Wismar, SOKO Kitzbühel, SOKO Wien, SOKO Rhein-Main., SOKO Donau)
- Wilsberg
- Kommissar Rex/Österreich, spielt in Wien
- Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger, ein Liebhaberstück aus Bayern Zu den älteren „importierten“ Serien zählen unter anderem:
- Kojak (New York)
- Columbo (US-Westküste)
- Detektiv Rockford, Anruf genügt (US-Westküste)
- Simon & Simon (US-Westküste)
- Magnum (Hawaii)
- Nestor Burma (Frankreich)
- Dempsey & Makepeace (London)
- Mit Schirm, Scharm und Melone (London bzw. England)
- Cagney & Lacey (New York)
- Der Dünne Mann
-
Bulldog Drummond (London)
-
Sherlock Holmes (England), in der älteren Fassung meist ein amerikanisches Serial
-
Miami Vice (Florida)
-
Quincy
-
Diagnose Mord
-
Madlock Zu den neueren, meist US-amerikanischen, Krimiserien zählen:
-
CSI (Las Vegas, Miami, New York)
-
Law & Order
-
Criminal Intent
-
Medical Detectivs
-
Crossing Jordan
-
Without a Trace
-
Cold Case
-
Profiler
-
NUMB3RS
-
Monk

Krimis im Hörspiel


-
Dickie Dick Dickens von Rolf und Alexandra Becker. Klassisch Mischung von Capone und Chicago, abgewürzt mit sehr viel Humor. Hörspielreihe.
-
Jonas, der letzte Detektiv. Hörspielreihe.
-
Selb’s Justiz, teils rabenschwarzer Krimi als Hörspielbearbeitung. Einzelsendung
-
Tassilo S. Grübel sechsteilige Hörspielreihe von Martin Walser, teils mit Bruno Ganz in der Hauptrolle verfilmt
-
Cleopatra, WDR-Hörspielumsetzung des preisgekrönten ersten Romanes aus der Max-Winter-Serie von Altmeister Felix Thijssen (unter anderem Miterfinder des Originals der Fernsehserie Die Wache), erschienen auf Deutsch im Grafit Verlag, Dortmund

Krimis im Comic


- Blacksad, als tierische (fabelhafte) Hommage an die schwarze Serie
-
120, Rue de la Gare (Nestor Burma) von Léo Malet, gezeichnet von Jacques Tardi
- Dick Tracy
- Detektiv Conan (Manga-Serie des japanischen Zeichners Aoyama Gōshō)
- Nick Knatterton, Parodie auf Sherlock Holmes und die Wirtschaftswunderzeit
- Sin City, rabenschwarze, düstere und blutige Noir-Serie von Miller.
- Ghost in the Shell, Anime bzw. Manga. Krimi- & Science-Fiction als Rahmen für philosophische Fragen.

Siehe auch

Liste der Krimiserien, Liste der Krimi-Autoren, Frauenkrimi, Deutsche Krimi-Straße, Krimispiel

Weblinks


- http://www.das-syndikat.com/
- http://www.hard-boiled-krimi.de/
- http://www.krimi-couch.de/
- http://www.krimi-forum.de/
- http://www.krimischule.de/
- http://www.kriminal-literatur.de/
- [http://www.krimilexikon.de/ Lexikon der deutschen Krimi-Autoren]
- [http://www.einseitig.info/html/content.php?txtid=274 Eine kurze Einführung in die Geschichte des internationalen Krimis] !Krimi Kriminalroman Kategorie:Filmgenre ! ja:推理小説


Ross Macdonald

Ross Macdonald, John Macdonald oder auch John Ross Macdonald (
- 2. Juni 1915 als Kenneth Millar in Los Gatos, Kalifornien); † 11. Juli 1983 in Santa Barbara, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schriftsteller und Dozent. Nachdem er sich ursprünglich John Macdonald genannt hatte, wechselte er sein Pseudonym zu Ross Macdonald, um Verwechslungen mit dem gleichnamigen Krimi-Autor John D. MacDonald zu vermeiden. Ross MacDonald war mit der Schriftstellerin Margaret Millar verheiratet. Zentrales Thema der Detektivromane Macdonalds sind gestrauchelte Jugendliche und die Schuld ihrer Eltern. Die meisten Romane Macdonalds beinhalten verästelte, weit in die Vergangenheit zurückreichende kriminelle Verstrickungen, die vom Privatdetektiv Lew Archer aufgelöst werden. Macdonald führte somit der Krimigattung die Gedanken der Psychoanalyse zu. Neben Dashiell Hammett und Raymond Chandler gilt Ross Macdonald als einer der wichtigsten Vertreter der harten Schule des Detektivromans. James Ellroy nennt ihn als eines seiner Vorbilder.

Werke

Romane ohne Lew Archer


- 1944: The Dark Tunnel
- 1946: Trouble Follows Me
- 1947: Blue City (dt. Blue City)
- 1948: The Three Roads (dt. Der Mörder im Spiegel)
- 1953: Meet Me At The Morgue (dt. Triff mich in der Leichenhalle)
- 1961: The Ferguson Affair (dt. Die Akte Ferguson)

Lew-Archer-Romane


- 1949: The Moving Target (dt. Reiche sterben auch nicht anders)
- 1951: The Way Some People Die (dt. Tote ertrinken nicht)
- 1952: The Ivory Grin (dt. Ein Grinsen aus Elfenbein)
- 1954: Find A Victim (dt. Anderer Leute Leichen)
- 1956: The Barbarous Coast (dt. Die Küste der Barbaren)
- 1958: The Doomsters (dt. Sanftes Unheil)
- 1959: The Galton Case (dt. Der Fall Galton)
- 1961: The Wycherly Woman (dt. Die wahre Mrs. Wycherly)
- 1962: The Zebra Striped Hearse (dt. Camping im Leichenwagen)
- 1964: The Chill (dt. Gänsehaut)
- 1965: The Far Side of the Dollar (dt. Die Kehrseite des Dollars)
- 1966: Black Money (dt. Schwarzes Geld)
- 1968: The Instant Enemy (dt. Durchgebrannt)
- 1969: The Goodbye Look (dt. Geld kostet zuviel)
- 1971: The Underground Man (dt. Der Untergrundmann)
- 1973: Sleeping Beauty (dt. Dornröschen war ein schönes Kind)
- 1976: The Blue Hammer (dt. Der blaue Hammer)

Erzählungs-Bände


- 1955: The Name is Archer
- 1974: Great Stories of Suspense
- 1977: Lew Archer, Private Investigator
- 1982: Early Millar. 1st Stories of Ross Macdonald and Margaret Millar
- 2000: Strangers in Town. Three Newly Discovered Stories

Sachbücher


- 1973: On Crime Writing
- 1981: Ceaselessly Into the Past [Selbstporträt]

Weblinks


-
- [http://www.alligatorpapiere.de/rossmacdonald.html Kommentierte Linksammlung]
- [http://www.mordlust.de/macdonald.html Biographie] Macdonald, Ross Macdonald, Ross Macdonald, Ross Macdonald, Ross Macdonald, Ross Macdonald, Ross Macdonald, Ross Macdonald, Ross

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