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| Gustaf Graf Horn |
Gustaf Graf HornGustaf Karlsson Horn, Graf von Björneborg, ( - 22. Oktober 1592 in Örbyhus bei Uppsala; † 10. Mai 1657 in Skara) war ein schwedischer Feldherr im Dreißigjährigen Krieg.
Leben
Dreißigjährigen Krieg
Horn studierte zunächst in Rostock, Jena und Tübingen und trat dann unter König Gustav Adolf in den Militärdienst. Er eroberte 1625 Dorpat und war dann Oberbefehlshaber der schwedisch-finnischen Truppen in Livland. 1630 kam er mit König Gustaf Adolf nach Deutschland und nahm 1630 die Festung Kolberg. Beim Vordringen auf Frankfurt an der Oder kommandierte er die eine Hälfte der schwedischen Armee. In der Schlacht bei Breitenfeld befehligte er den linken Flügel.
Nach dem Tod Gustav Adolfs bei Lützen übernahm Horn mit Banér die militärische Führung des schwedischen Heeres, während sein Schwiegervater Graf Oxenstierna die Regierung übernahm.
Die Rivalität mit Bernhard von Sachsen-Weimar, der ihm den Oberbefehl über die schwedische Armee in Deutschland streitig machte, waren eine der Ursachen für die Niederlage der Protestanten in der Schlacht bei Nördlingen am 6. September 1634, die das Ende der schwedischen Vorherrschaft in Deutschland bedeutete. Horn hatte von dieser Auseinandersetzung dringend abgeraten. Horn geriet bei Nördlingen in Gefangenschaft, aus der er erst 1642 im Tausch gegen Johann von Werth wieder frei kam und nach Schweden zurückkehrte.
1644 führte er dem General Torstenson wieder ein Heer zur Hilfe nach Skåne in Südschweden und nötigte damit die Dänen zum Frieden von Brömsebro. Auch unter Königin Christine und Karl X. stand Horn in hohem Ansehen.
Er wurde Präsident des Kriegskollegiums und 1653 Reichsmarschall. Schließlich verwaltete er Livland und Skåne als Statthalter.
Gustaf Karlsson Horn starb am 10. Mai 1657 in Skara.
Horn, Gustaf Karlsson
Horn, Gustaf Karlsson
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Horn, Gustaf Karlsson
Horn, Gustaf Karlsson
ja:グスタフ・ホルン
22. OktoberDer 22. Oktober ist der 295. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 296. in Schaltjahren) - somit bleiben 70 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1797 - André-Jacques Garnerin springt mittels Fallschirm aus einem Ballon. Sein Sprung ist der erste Fallschirmsprung in Europa.
- 1836 - Sam Houston wird erster Präsident der unabhängigen Republik Texas.
- 1895 - Nach einem spektakulären Eisenbahnunfall im Bahnhof Montparnasse in Paris wird der Lokführer zu 50 Franc Strafe verurteilt und muss für zwei Monate ins Gefängnis.
- 1904 - Doggerbank-Zwischenfall. Beschuss britischer Fischerboote vor der Doggerbank durch die Russische Ostseeflotte.
- 1943 - Ein Britischer Bombenangriff auf Kassel zerstört die Stadt größtenteils und führt zum Tod tausender Bewohner.
- 1946 - In der Sowjetischen Besatzungszone werden rund 2100 Wissenschaftler und Spezialisten zusammen mit ihren Familien zu Reparationsleistungen in die Sowjetunion verschleppt
- 1948 - Walter Ulbricht erklärt die Oder-Neiße-Grenze zwischen Deutschland und Polen als endgültig
- 1953 - König Sisavong Vong von Laos ruft einseitig die vollständige Unabhängigkeit des Landes von Frankreich aus.
- 1962 - John F. Kennedy kündigt nach der Entdeckung von sowjetischen Raketenabschussbasen auf Kuba eine Blockade des für die Insel bestimmten Flug- und Schiffsverkehrs an. Siehe Kubakrise
- 1962 - In der Sowjetunion wird Oberst Oleg Penkowski wegen Spionage für die USA und England verhaftet.
- 1990 - Ein Handelsabkommens zwischen der EU und Rumänien wird unterzeichnet.
- 1990 - Souveränitätserklärung von Turkmenistan, das sich somit von der aufgelösten Sowjetunion lossagt.
- 1999 - Maurice Papon, ein Vertreter des Vichy-Regimes in Frankreich während des 2. Weltkriegs, 1961 verantwortlich für die Todesschüsse auf algerische Demonstranten in Paris, tritt seine Gefängnisstrafe aufgrund seiner Verbrechen gegen die Menschlichkeit an.
Wirtschaft
Wissenschaft, Technik
- 1938 - Die erste Herstellung einer Fotokopie einer Schriftvorlage gelingt Chester Carlson in einem Labor, Nähe New York, der darauf ein Patent erhält.
- 1968 - Nach 163 Erdumkreisungen wassert Apollo 7 sicher im Atlantik.
Kultur
- 1725 - Uraufführung des Singspiels "Die Hamburger Schlacht-Zeit, oder Der mißgelungene Betrug" von Reinhard Keiser am Theater am Gänsemarkt in Hamburg.
- 1904 - Mit der "B.Z. am Mittag" erscheint in Berlin die erste deutsche Boulevard-Zeitung im Straßenverkauf.
- 1959 - Uraufführung des Antikriegsfilms "Die Brücke" von Bernhard Wicki.
- 1962 - Uraufführung der Oper "L'opéra d'Aran" ("Die Oper von der Insel Aran") von Gilbert Bécaud in Paris
- 1964 - Jean-Paul Sartre lehnt den ihm verliehenen Literaturnobelpreis ab.
- 1965 - Ein Kulturabkommen zwischen Deutschland und Portugal wird unterzeichnet und am 29. Dezember 1966 in Kraft treten.
- 1985 - Erstausstrahlung der Serie "Die Schwarzwaldklinik" im ZDF
- 1987 - Uraufführung der Oper "Nixon in China" von John Adams an der Grand Opera an Houston, Texas.
- 2005 - Mit einem [http://www.nightwish.com/deutsch/lettertotarjade.html offenen Brief] wird die Sängerin der Band Nightwish offiziell aus der Band ausgeschlossen
Religion
- 1844 - Die von der Miller-Bewegung erwartete Wiederkehr von Jesus Christus bleibt aus. Enttäuschte Anhänger gründen später die Siebenten-Tags-Adventisten.
- 1922 - Wiederbezug der Benediktinerabtei St. Matthias (Trier)
- 1978 - Mit der Inthronisation von Papst Johannes Paul II. beginnt dessen Pontifikat.
Katastrophen
- 1707 - Strandung von 4 Schiffen eines Geschwaders der Royal Navy unter Admiral Sir Clowdisley Shovell auf den Scilly Inseln wegen Navigationsfehlern. Über 1600 Tote, 26 Überlebende
- 1940 - Nach der Kollision mit einem Frachtschiff sinkt der kanadischen Zerstörer "Margaree" im Nordatlantik. Dabei sterben 140 Menschen.
Sport
- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
Leichtathletik
Leichtathletik
Leichtathletik
Leichtathletik
- 700 - Willibald von Eichstätt, erster Bischof von Eichstätt
- 1197 - Juntoku, 84. Kaiser von Japan
- 1511 - Erasmus Reinhold, deutscher Astronom und Mathematiker
- 1565 - Benedikt Carpzov der Ältere, deutscher Professor für Rechtswissenschaften
- 1591 - Alfonso III. d'Este, ältester Sohn des Herzogs Cesare d'Este
- 1605 - Frédéric-Maurice de La Tour d'Auvergne, duc de Bouillon, französischer General
- 1648 - Alexei I., russischer Zar
- 1688 - Nadir Schah, Schah von Persien
- 1689 - Johann V., portugiesischer König
- 1729 - Johann Reinhold Forster, deutscher Naturforscher
- 1751 - Nathanael Gottfried Leske, deutscher Naturforscher
- 1761 - Antoine Barnave, französischer Politiker
- 1811 - Franz Liszt, Pianist und Komponist
- 1818 - Charles Marie Leconte de Lisle, französischer Dichter
- 1844 - Sarah Bernhardt, französische Schauspielerin
- 1858 - Auguste Viktoria, deutsche Kaiserin
- 1859 - Karl Muck, deutscher Dirigent
- 1860 - Traugott Tamm, deutscher Schriftsteller
- 1869 - Oskar Hergt, deutscher Politiker
- 1870 - Iwan Bunin, russischer Dichter
- 1872 - Alessio Ascalesi, Erzbischof von Neapel und Kardinal
- 1880 - Jan van Beek, niederländischer Fußballspieler
- 1881 - Clinton Davisson, US-amerikanischer Physiker (Physiknobelpreis 1937)
- 1881 - Johannes Freumbichler, österreichischer Heimatschriftsteller
- 1885 - Giovanni Martinelli, italienischer Opernsänger (Tenor)
- 1891 - Kurt Hickethier, deutscher Arzt
- 1899 - Otto Krayer, deutscher Arzt und Pharmakologe
- 1900 - Karl Walz, deutscher Politiker (CDU)
- 1903 - George Beadle, US-amerikanischer Biologe
- 1903 - Curly Howard, amerikanischer Komiker (The Three Stooges)
- 1906 - Kees van Baaren, niederländischer Komponist und Lehrer
- 1906 - Fritz Cremer, deutscher Bildhauer
- 1913 - Robert Capa, US-amerikanischer Fotograf
- 1913 - Bao Dai, letzter Kaiser von Vietnam
- 1913 - Hans-Peter Tschudi, Schweizer Politiker
- 1919 - Doris Lessing, englische Schriftstellerin
- 1920 - Timothy Leary, US-amerikanischer Psychologe
- 1921 - Georges Brassens, französischer Chansonnier
- 1921 - Herbert Gruhl, deutscher Politiker und Umweltschützer
- 1923 - Bert Trautmann, deutscher Fußballspieler
- 1925 - Robert Rauschenberg, US-amerikanischer Maler
- 1929 - Lew Jaschin, sowjetischer Torwart
- 1934 - Julio Jiménez, spanischer Radrennfahrer
- 1936 - Jacques Berndorf, Schriftsteller und Journalist
- 1937 - Manos Loïzos, griechischer Komponist
- 1938 - Sir Derek Jacobi, britischer Schauspieler
- 1938 - Christopher Lloyd, US-amerikanischer Schauspieler
- 1938 - Claus Hipp, deutscher Unternehmer und Künstler
- 1939 - Joaquím Alberto Chissano, mosambikanischer Unabhängigkeitskämpfer, Staatspräsident
- 1942 - Annette Funicello, US-amerikanische Sängerin
- 1943 - Catherine Deneuve, französische Filmschauspielerin
- 1943 - Urszula Dudziak, polnische Jazzsängerin
- 1943 - Robert Fuller, US-amerikanischer Sänger
- 1943 - Robert Long, niederländischer Sänger und Songschreiber
- 1943 - Wolfgang Thierse, deutscher Politiker (SPD), Bundestagsvizepräsident
- 1943 - Hans Hartz, deutscher Musiker
- 1945 - Leslie West, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1946 - Eddie Brigati, US-amerikanischer Sänger
- 1948 - Arsène Wenger, französischer Fußballtrainer
- 1949 - Manfred Trojahn, deutscher Komponist
- 1949 - Butch Goring, kanadischer Eishockeyspieler und -trainer
- 1952 - Jeff Goldblum, US-amerikanischer Schauspieler
- 1959 - Stefan Kurt, Schweizer Schauspieler
- 1963 - Brian Boitano, US-amerikanischer Eiskunstläufer
- 1964 - DraÏen Petroviç, kroatischer Basketballspieler
- 1965 - Alison Louise Kennedy, britische Schriftstellerin
- 1967 - Ulrike Maier, österreichische Skirennläuferin
- 1969 - Helmut Lotti, belgischer Sänger
- 1975 - Michel Salgado, spanischer Fußballspieler
- 1975 - Steve Vermaut, belgischer Radrennprofi
- 1975 - Ulyana Gumeniuk, ukrainische Malerin
Gestorben
Ulyana Gumeniuk
Ulyana Gumeniuk
Ulyana Gumeniuk
- 741 - Karl Martell, fränkischer Hausmeier aus dem Geschlecht der Karolinger
- 1100 - Břetislav II., böhmischer Herzog der Přemysliden, ermordet
- 1383 - Ferdinand I. der Schöne, portugiesischer König 1367-1383
- 1563 - Diego de Siloé, spanischer Baumeister und Bildhauer
- 1764 - Jean Marie Leclair, französischer Geiger, Komponist
- 1802 - Samuel Arnold, englischer Komponist und Organist
- 1818 - Joachim Heinrich Campe, deutscher Schriftsteller, Sprachforscher und Pädagoge
- 1843 - Roman Soltyk, polnischer General
- 1847 - Henriette Herz, deutsche Schriftstellerin
- 1849 - Gottlob König, deutscher Forstwissenschaftler
- 1854 - Jeremias Gotthelf, Schweizer Schriftsteller
- 1859 - Louis Spohr, deutscher Komponist
- 1863 - Johann Friedrich Böhmer, deutscher Historiker ( - 1795)
- 1882 - Ion Andreescu, rumänischer Maler
- 1882 - János Arany, ungarischer Dichter
- 1902 - Walter Hauser, Schweizer Politiker, Staatspräsident
- 1906 - Paul Cézanne, französischer Maler des Impressionismus
- 1919 - Hermann Weingärtner, deutscher Turner und Olympiasieger
- 1922 - Lyman Abbott, US-amerikanischer Religionsphilosoph
- 1928 - Andrew Fisher, australischer Premierminister
- 1943 - Josef Venantius von Wöss, österreichischer Kirchenmusiker, Komponist und Verlagsredakteur
- 1953 - Albert Meyer, Schweizer Politiker
- 1954 - Oswald de Andrade, brasilianischer Schriftsteller
- 1957 - Bok de Korver, niederländischer Fußballspieler
- 1959 - Jorgo Busianis, griechischer Maler
- 1965 - Paul Tillich, deutscher protestantischer Theologe und Religionsphilosoph
- 1969 - Tommy Edwards, US-amerikanischer Sänger
- 1973 - Pablo Casals, Cellist, Komponist und Dirigent
- 1975 - Arnold J. Toynbee, britischer Kulturtheoretiker und Geschichtsphilosoph
- 1976 - Else Brökelschen, deutsche CDU-Politikerin
- 1979 - Arnold Joseph Toynbee, britischer Historiker
- 1979 - Nadia Boulanger, französische Musikpädagogin, Komponistin und Dirigentin
- 1981 - David Burghley, britischer Leichtathlet und langjähriger IAAF-Präsident
- 1986 - Albert von Szent-Györgyi Nagyrapolt, ungarischer Biochemiker (Medizinnobelpreis 1937)
- 1986 - Ye Jianying, chinesischer Politiker, Staatsoberhaupt der Volksrepublik China
- 1987 - Jerzy Chromik, polnischer Leichtathlet
- 1987 - Lino Ventura, französischer Filmschauspieler
- 1990 - Werner Jarowinsky, war Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der SED in der DDR
- 1993 - Jiri Hájek, tschechoslowakischer Politiker
- 1994 - Tilli Breidenbach, deutsche Schauspielerin ("Lindenstraße")
- 1995 - Mary Wickes, US-amerikanische Schauspielerin
- 1998 - Eric Ambler, englischer Schriftsteller
- 2002 - Richard Helms, US-amerikanischer Politiker und CIA-Chef
- 2004 - Jean-François Leuba, ehem. schweizerischer Nationalratspräsident
- 2005 - Franky Gee alias "Captain Jack", kubanischer Musiker
- 2005 - Arman, französisch-US-amerikanischer Objektkünstler und Mitbegründer des Nouveau Réalisme
Feier- und Gedenktage
- Gedenktag des Heiligen Ingbert
- Gedenktag des Seligen Kaiser Karl
Siehe auch
- 21. Oktober - 23. Oktober
- 22. September - 22. November
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
1022
ja:10月22日
ko:10월 22일
simple:October 22
th:22 ตุลาคม
10. MaiDer 10. Mai ist der 130. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 131. in Schaltjahren) - somit bleiben 235 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
Schaltjahren
- 1534 - Jacques Cartier entdeckt Neufundland.
- 1655 - Jamaika wird von den Engländern erobert.
- 1774 - Mit dem Tod seines Vaters wird Ludwig XVI. König von Frankreich.
- 1796 - Napoléon Bonaparte siegt in der Schlacht von Lodi.
- 1871 - Der Friede von Frankfurt beendet den Deutsch-Französischen Krieg. Frankreich muss das Elsass und Teile Lothringens abtreten.
- 1877 - Rumänien erklärt seine Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich - und wird nach dem Ende des russisch-türkischen Kriegs von 1877-78 durch den Vertrag von Berlin als unabhängig anerkannt.
- 1933 - In Deutschland beginnen Nationalsozialisten und ihre Helfershelfer aus Kreisen von Professoren und Studenten mit der Bücherverbrennung.
- 1940 - Der Westfeldzug (Fall Gelb) der Truppen des Dritten Reichs beginnt mit dem Einmarsch in die Niederlande, Belgien und Luxemburg.
- 1941 - Rudolf Heß fliegt auf eigene Faust nach Schottland um Friedensverhandlungen aufzunehmen und gerät dabei in Kriegsgefangenschaft.
- 1949 - Der Parlamentarische Rat entscheidet sich für Bonn als Hauptstadt Deutschlands.
- 1954 - Das Bundesarbeitsgerichts in Kassel wird offiziell eröffnet.
- 1957 - Erste Nationalversammlung im französischen Ostkamerun.
- 1981 - Bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin siegt die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Richard von Weizsäcker deutlich. Damit ist nach dem Scheitern des Senats von Dietrich Stobbe (SPD) auch sein Nachfolger Hans-Jochen Vogel (SPD) gescheitert.
- 1981 - François Mitterrand wird französischer Präsident.
- 1992 - Almaty, Kasachstan. Staatspräsident Nursultan Nasarbajew und der russische Präsident Boris Jelzin unterzeichnen den Freundschafts- und Zusammenarbeitsvertrag.
- 1993 - Juan Carlos Wasmosy wird demokratisch gewählter Staatspräsident in Paraguay.
- 1994 - Nelson Mandela wird erster schwarzafrikanischer Präsident Südafrikas.
Wirtschaft
- 1904 - Gründung der Aktiengesellschaft A. Horch & Cie. Motorwagen-Werke AG in Zwickau.
Wissenschaft, Technik
- 1954 - Texas Instruments stellt in Dayton (Ohio) den ersten Silizium-Transistor vor.
Kultur
- 1790 - Uraufführung des historischen Dramas Jeanne d'Arc à Orléans von Rodolphe Kreutzer am Comédie-Italienne in Paris.
- 1809 - In Wien müssen Aufführungen des "Fidelio" von Ludwig van Beethoven für diesen und den nächsten Tag abgesagt werden, da die in Schönbrunn eingetroffenen napoleonischen Truppen androhen, die Stadt zu beschießen.
- 1843 - Uraufführung der Oper Die sizilianische Vesper von Peter Joseph von Lindpaintner in Stuttgart.
- 1907 - Uraufführung der Oper Ariane et Barbe-bleu (Blaubart) von Paul Dukas an der Opéra-Comique in Paris.
- 1914 - Uraufführung der Oper Die Marketenderin von Engelbert Humperdinck in Köln.
- 1922 - Uraufführung der Oper Venus von Othmar Schoeck in Zürich.
Religion
- 946 - Agapet II. wird als Nachfolger von Marinus II. als Papst inthronisiert.
Katastrophen
- 1997 - Ein Erdbeben der Stärke 7,5 im Iran fordert 1.560 Tote.
- 2001 - Bei einer Panik in einem Fussball-Stadion in Ghana sterben 120 Menschen.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
Leichtathletik
Leichtathletik
Leichtathletik
- 1265 - Fushimi, 92. Kaiser von Japan
- 1697 - Jean-Marie Leclair, französischer Komponist und Violinist
- 1714 - Sophie Charlotte Biereichel, Schauspielerin und Frau von Konrad Ernst Ackermann
- 1727 - Anne Robert Jacques Turgot, Baron de l'Aulne, französischer Staatsmann und Ökonom
- 1745 - Wilhelm Florentin von Salm-Salm, Erzbischof von Prag
- 1746 - Gaspard Monge, französischer Mathematiker und Physiker
- 1752 - Pierre Riel de Beurnonville, französischer General und Staatsmann, Pair und Marschall von Frankreich
- 1760 - Claude Joseph Rouget de Lisle, französischer Komponist, Dichter und Offizier
- 1760 - Johann Peter Hebel, deutscher Dichter, evangelischer Theologe und Pädagoge
- 1770 - Louis-Nicolas Davout, französischer General, Pair und Marschall von Frankreich
- 1784 - Carlo Filangieri, italienischer General
- 1788 - Augustin Jean Fresnel, französischer Physiker und Ingenieur
- 1788 - Katharina Pawlowna, Königin von Württemberg
- 1789 - Jared Sparks, US-amerikanischer Geschichtsschreiber
- 1799 - Wilhelm Adolf Lette, deutscher Sozialpolitiker und Jurist
- 1805 - Alexander Braun, deutscher Botaniker
- 1807 - Jean Victor Coste, französischer Naturforscher
- 1809 - Peter Tunner, steirischer Bergbaupionier
- 1816 - Friedrich Gerstäcker, deutscher Abenteuer-Schriftsteller
- 1817 - Emma Herwegh, deutsche Revolutionärin
- 1835 - Wilhelm Hermann von Blume, preußischer General
- 1838 - John Wilkes Booth, US-amerikanischer Schauspieler (Attentäter Abraham Lincolns)
- 1843 - Benito Pérez Galdós, spanischer Schriftsteller
- 1847 - Wilhelm Killing, deutscher Mathematiker
- 1850 - Thomas Lipton, britischer Unternehmer
- 1855 - Adolf Brütt, deutscher Bildhauer und Gründer der Weimarer Bildhauerschule
- 1855 - Sri Yukteswar, indischer Yogi und Guru
- 1870 - Franz Xaver Müller, österreichischer Komponist, Priester und Domkapellmeister
- 1872 - Marcel Mauss, französischer Ethnologe
- 1873 - Richard Wilhelm, deutschsprachiger Sinologe
- 1876 - Ivan Cankar, slowenischer Schriftsteller
- 1878 - Gustav Stresemann, Außenminister der Weimarer Republik und zusammen mit Aristide Briand Friedensnobelpreisträger 1926
- 1883 - Eugen Leviné, Kommunist der Münchner Räterepublik
- 1884 - Roberto Firpo, argentinischer Tango-Musiker
- 1885 - Fritz von Unruh, deutscher Schriftsteller und Dichter
- 1886 - Karl Barth, schweizerischer protestantischer Theologe
- 1886 - Olaf Stapledon, britischer Science-Fiction-Autor
- 1887 - Iman Dozy, niederländischer Fußballspieler
- 1888 - Max Steiner, österreichischer Komponist
- 1890 - Alfred Jodl, deutscher Generaloberst und Berufsoffizier
- 1890 - Clarence Brown, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1897 - Einar Gerhardsen, norwegischer sozialdemokratischer Politiker
- 1897 - Rudolf Henz, Schriftsteller; Programmdirektor des Österreichischen Rundfunks
- 1899 - Ernst Rüdiger Starhemberg, österreichischer Politiker
- 1899 - Fred Astaire, US-amerikanischer Tänzer, Sänger und Schauspieler
- 1900 - Adolf Jobst, österreichisch-tschechischer Politiker, Restaurator und Maler
- 1900 - Karl Ernst Krafft, schweizerischer Statistiker, Charakterologe und Wirtschaftsberater
- 1901 - John Desmond Bernal, britischer Physiker
- 1902 - Anatole Litvak, russisch-französischer Filmregisseur
- 1902 - David O. Selznick, US-amerikanischer Filmproduzent
- 1903 - Hans Jonas, deutsch-jüdischer Philosoph und Ethiker
- 1904 - Antonio Buenaventura, philippinischer Komponist
- 1905 - Markos Vamvakaris, griechischer Sänger, Komponist und Bouzouki-Interpret
- 1907 - Alfons XIII., spanischer König 1886-1931
- 1908 - Josef Wallner, deutscher Politiker (WAV, DP sowie fraktionslos)
- 1909 - Maybelle Carter, US-amerikanische Country- und Folksängerin
- 1910 - Eric Berne, kanadischer Arzt und Psychiater
- 1914 - Erwin Lange, deutscher SPD-Politiker, MdB und Europaparlamentarier
- 1914 - Karl-Heinz Lauterjung, deutscher Physiker
- 1916 - Alfred Weidenmann, deutscher Jugendbuchautor und Regisseur
- 1916 - Milton Babbitt, US-amerikanischer Komponist
- 1917 - Kurt Brand, deutscher Science-Fiction-Autor
- 1921 - Oliver Hassencamp, deutscher Jugendbuch- und Romanautor
- 1922 - Emilio Arenales Catalán, guatemaltekischer Politiker
- 1923 - Gerhard Wahrig, deutscher Lexikograph
- 1923 - Heydär Äliyev, aserbaidschanischer Politiker
- 1926 - Hugo Banzer Suárez, bolivianischer Militär, Politiker und Staatspräsident
- 1928 - Arnold Rüütel, estnischer Politiker und Präsident
- 1928 - Lothar Schmid, deutscher Verleger und Schachspieler
- 1929 - Mel Lewis, US-amerikanischer Jazzmusiker
- 1929 - Helga Schmedt, deutsche SPD-Politikerin und MdB
- 1931 - Ettore Scola, italienischer Filmregisseur
- 1933 - Horst Waffenschmidt, deutscher Jurist, CDU-Politiker und MdB
- 1935 - Larry Williams, US-amerikanischer Musiker
- 1935 - Peter Pütz, Professor für neuere deutsche Literaturwissenschaft
- 1935 - Judith Beckmann, US-amerikanische Sopranistin
- 1937 - Tamara Press, sowjetische Kugelstoßerin und Diskuswerferin
- 1938 - Manuel Santana, ehemaliger spanischer Tennisspieler
- 1939 - Uwe Wandrey, deutscher Schriftsteller
- 1940 - Arthur Alexander, US-amerikanischer Songschreiber und Sänger
- 1941 - Danny Rapp, US-amerikanischer Sänger
- 1944 - Jackie Lomax, britischer Sänger
- 1944 - Marie-France Pisier, französische Schauspielerin
- 1946 - Dave Mason, britischer Musiker
- 1946 - Donovan, britischer Songschreiber und Musiker
- 1946 - Franz-Josef Paefgen, Chairman & CEO von Bentley Motors
- 1946 - Graham Gouldman, britischer Musiker
- 1946 - Tony Clunn, englischer Major und Hobbyarchäologe
- 1946 - Ulrich Stranz, deutscher Komponist
- 1947 - Angelika Graf, deutsche Politikerin und MdB
- 1947 - Jay Ferguson, US-amerikanischer Sänger
- 1947 - Vic Elmes, britischer Musiker
- 1951 - Petra Hammesfahr, deutsche Schriftstellerin
- 1951 - Ron Banks, US-amerikanischer Sänger
- 1952 - Mario Capezzuto, deutscher Politiker und MdL
- 1952 - Roland Kaiser, deutscher Schlagersänger
- 1952 - Vanderlei Luxemburgo, brasilianischer Fußballtrainer
- 1953 - Ralf Rothmann, deutscher Schriftsteller
- 1954 - Sabine Postel, deutsche Schauspielerin
- 1957 - Sid Vicious, britischer Punk-Musiker, Bassist
Sid Vicious
- 1960 - Bono, irischer Sänger und Songschreiber
- 1960 - Gerry Kley, deutscher FDP-Politiker
- 1960 - Harald Meller, deutscher Archäologe
- 1960 - Merlene Ottey, slowenisch-jamaikanische Leichtathletin
- 1961 - Johanna ter Steege, niederländische Schauspielerin
- 1962 - David Fincher, US-amerikanischer Regisseur, Produzent und Schauspieler
- 1962 - John Ngugi, ehemaliger kenianischer Leichtathlet
- 1964 - Gitta Connemann, deutsche CDU-Politikerin und MdB
- 1965 - Linda Evangelista, kanadisches Top-Model
- 1966 - Jonathan David Edwards, britischer Dreispringer
- 1968 - Johannes Kalpers, deutscher Sänger
- 1968 - Markus Zoecke, ehemaliger deutscher Tennisspieler
- 1969 - Dennis Bergkamp, niederländischer Fußballspieler
- 1972 - Christian Wörns, deutscher Fußballspieler
- 1972 - Katja Seizinger, deutsche Skirennläuferin
- 1973 - Kaya Yanar, deutscher Entertainer
- 1973 - Oliver Drechsel, deutscher Pianist
- 1973 - Rüstü Recber, türkischer Fußball-Torhüter
- 1977 - Nick Heidfeld, deutscher Formel-1-Rennfahrer
- 1977 - Sergei Nakariakov, russischer Trompeter
- 1978 - Mithat Demirel, deutscher Basketballspieler
- 1979 - Wiradech Kothny, thailändisch-deutscher Fechter
- 1980 - Mounir El Baz, marokkanischer Showstar
- 1983 - Florian Mayer, deutscher Profi-Tennisspieler
Gestorben
Florian Mayer
- 1034 - Mieszko II. Lambert, König, später Herzog von Polen
- 1424 - Go-Kameyama, 99. Kaiser von Japan
- 1521 - Sebastian Brant, deutscher Humanist und Autor des Narrenschiffs
- 1566 - Leonhart Fuchs, deutscher pflanzenkundiger Mediziner
- 1631 - Dietrich von Falkenberg, schwedischer Oberst und Militärkommandant von Magdeburg
- 1632 - Louis de Marillac, französischer Heerführer und Staatsmann, Marschall von Frankreich
- 1641 - Johan Banér, schwedischer Feldmarschall
- 1657 - Gustav Horn, schwedischer Feldherr im Dreißigjährigen Krieg
- 1723 - Meinrad Guggenbichler, bedeutender Barock-Bildhauer
- 1733 - Jacob August Franckenstein, lexikalischer Redakteur
- 1733 - Johann Burckhardt Mencke, Verleger und Herausgeber
- 1737 - Nakamikado, 114. Kaiser von Japan
- 1739 - Cosmas Damian Asam, deutscher Bildhauer, Maler und Baumeister
- 1760 - Johann Christoph Graupner, deutscher Komponist
- 1764 - Christian Friedrich Henrici, wichtigster Textdichter Johann Sebastian Bachs
- 1774 - Ludwig XV., König von Frankreich
- 1798 - George Vancouver, britischer Offizier der Royal Navy und Entdecker
- 1818 - Paul Revere, US-amerikanischer Freiheitskämpfer
- 1822 - Roch-Ambroise Cucurron Sicard, französischer Geistlicher und »Taubstummen«-Lehrer.
- 1829 - Thomas Young, englischer Physiker
- 1848 - Caspar von Geismar, rettete die Stadt Weimar vor Zerstörung und Plünderung durch die abziehenden Truppen Napoleons.
- 1850 - Joseph Louis Gay-Lussac, französischer Chemiker und Physiker
- 1863 - Thomas Jonathan Jackson, Südstaaten-Kommandeur im amerikanischen Bürgerkrieg
- 1889 - Michail Jewgrafowitsch Saltykow-Schtschedrin, russischer Schriftsteller und Satiriker
- 1891 - Carl Wilhelm von Nägeli, schweizerischer Botaniker
- 1901 - Georg Christian Dieffenbach, deutscher Pfarrer und Dichter
- 1904 - Henry Morton Stanley, britisch-amerikanischer Journalist, Afrikaforscher und Buchautor
- 1909 - Georg Howaldt, Kommerzienrat, Ingenieur
- 1910 - Carl Reinecke, deutscher Komponist
- 1915 - Albert Weisgerber, deutscher Maler und Grafiker
- 1915 - Karl Lamprecht, Professor für Geschichte
- 1939 - Sigfús Einarsson, isländischer Komponist
- 1943 - Siegfried Rädel, deutscher Politiker und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime
- 1945 - Konrad Henlein, sudetendeutscher nationalsozialistischer Politiker
- 1945 - Richard Glücks, Leiter der Inspektion der Konzentrationslager
- 1951 - Willi Busch, deutscher Schauspieler
- 1952 - Paul Greifzu, deutscher Automobil- und Motorrad-Rennfahrer
- 1954 - Erik Reger, deutscher Schriftsteller
- 1963 - Gianfranco Comotti, italienischer Rennfahrer
- 1964 - Elfriede Jaeger, deutsche Politikerin und MdB
- 1964 - Michail Fjodorowitsch Larionow, russischer Maler
- 1966 - Erich Engel, deutscher Film- und Theaterregisseur
- 1971 - Mihail Jora, rumänischer Komponist
- 1975 - Ernst August Farke, deutscher Politiker und MdB
- 1977 - Alfred Eduard Frauenfeld, österreichischer nationalsozialistischer Politiker
- 1977 - Joan Crawford, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 1979 - Louis Boon, belgischer Schriftsteller
- 1982 - Friedrich Schröder Sonnenstern, deutscher Zeichner und Maler
- 1982 - Peter Weiss, Schriftsteller, Maler, Graphiker
- 1987 - Hermann Glöckner, deutscher Maler
- 1989 - Woody Shaw, US-amerikanischer Jazz-Trompeter und Komponist
- 1994 - John Wayne Gacy, US-amerikanischer Serienmörder
- 1996 - Gerd Duwner, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 1998 - Cesare Perdisa, italienischer Rennfahrer
- 2001 - Werner Schuster, Arzt und Politiker
- 2002 - Yves Robert, französischer Filmregisseur
- 2002 - David Riesman, amerikanischer Soziologe
- 2003 - Heinrich Schipperges, deutscher Medizinhistoriker
- 2003 - Heinz Oestergaard, deutscher Modeschöpfer
- 2005 - Otto Steiger, Schweizer Schriftsteller
- 2005 - David Wayne, US-amerikanischer Rockmusiker
Feier- und Gedenktage
- Epimachus, katholischer Märtyrer
- Gordian, katholischer Märtyrer
- Johannes (Johannes von Avila, Apostel von Andalusien)
Siehe auch
- 9. Mai - 11. Mai
- 10. April - 10. Juni
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0510
ja:5月10日
ko:5월 10일
simple:May 10
th:10 พฤษภาคม
1657
Weltgeschehen
- Der Codex Manesse, eine berühmte Liederhandschrift, taucht in Paris wieder auf
- Huygens entwickelt die Grundlagen der Wahrscheinlichkeitsrechnung
Kultur
- 13. Februar: Uraufführung des musikalischen Dramas Oronte von Johann Caspar Kerll in München
- 18. Januar: Heinrich Casimir von Nassau-Dietz, Vorfahre der Könige der Niederlande († 1696)
- 11. Februar: Bernard le Bovier de Fontenelle, Französischer Schriftsteller († 1757)
- 1. März: Samuel Werenfels, reformierter Theologe († 1740)
- 8. Mai: Martino Altomonte, italienischer Maler († 1745)
- 25. April: Emmerich Thököly, Anführer eines Aufstands gegen die habsburgische Herrschaft und Fürst von Siebenbürgen († 1705)
- 11. Juli: Friedrich I., König von Preußen († 1713)
- 25. Juli: Philipp Heinrich Erlebach, barocker Komponist
- 12. August: Eberhard Werner Happel, deutscher Schriftsteller († 1690)
- 11. September: Johann Sinapius, schlesischer Gelehrter (Historiker) († 1725)
- 2. Dezember: Johann Werner de Veyder, Weihbischof und Generalvikar in Köln († 1723)
- 15. Dezember: Michel Richard delalande, französischer Komponist († 1726)
- 19. Februar: Reinhard Bake, evangelischer Theologe und Pfarrer am Magdeburger Dom ( - 1587)
- 2. April: Ferdinand III. (HRR), deutscher Kaiser 1637–1657 ( - 1608)
- 10. April: Johann Konrad Varnbüler, württembergischer Diplomat ( - 1595)
- 10. Mai: Gustav Horn, schwedischer Feldherr im Dreißigjährigen Krieg ( - 1592)
- 3. Juni: William Harvey, englischer Arzt und Anatom, Entdecker des Blutkreislaufs und Wegbereiter der modernen Physiologie ( - 1578)
- 26. Juni: Tobias Michael, deutscher Komponist und Thomaskantor ( - 1592)
- 19. August: Frans Snijders, belgischer Maler ( - 1579)
- 23. September: Joachim Jungius, deutscher Mathematiker, Physiker und Philosoph ( - 1587)
- Frans Snyders, flämischer Maler ( - 1579)
ko:1657년
FeldherrFeldherr meint den Oberbefehlshaber und bezeichnet den höchsten Militär (Soldaten) im Krieg.
Nach Carl von Clausewitz bezeichnet man als Feldherr den "an der Spitze eines gesamten Krieges oder eines Kriegstheaters stehenden General".
Das Dilemma
Der Feldherr steht der politischen Spitze gegenüber und ist ihnen unterstellt. Da die von ihm allein verantworteten militärischen Entscheidungen Konsequenzen haben, wird von ihm auch in hohem Maße "Einsicht in die höheren Staatsverhältnisse" verlangt.
Aufgaben
- im Frieden Planung militärischer Optionen für politische Konflikte
- im Krieg die Wiederherbeiführung politischer Lösungen durch Zerschlagung der militärischen Handlungsfähigkeit des Gegners.
Im Einzelnen sind seine Aufgaben nach Montgomery:
- Einen Kampfverband schaffen und ihn für die geplante Aufgabe vorbereiten
- Die Organisation im Stab zu schaffen, die eine effektive Führung des Kampfverbandes ermöglicht
- Den Kampfverband so in die Schlacht führen, dass er schnell die beste Wirksamkeit entwickelt (Aufmarsch)
- Im Gefecht die taktischen Grundsätze möglichst wirksam benutzen: Überraschung, Konzentration der Kräfte, Zusammenarbeit aller Waffen, Kontrolle, Einfachheit, Schnelles Handeln, Initiative, Motivation der kämpfenden Truppe.
Feldherren in der Geschichte
Leider hat es in der Geschichte genug Feldherren gegeben, die die obigen Aufgaben nicht erfüllen konnten. Die Ergebnisse waren im allgemeinen ein furchtbares Desaster.
Clausewitz erwähnt auch den "Unter-Feldherren", der sich jedoch bereits im starken Maße vom Feldherren unterscheidet, da er viele Entscheidungen nicht mehr alleinverantwortlich zu tragen hat. Damit wird die Trennungslinie zum Feldherren eindeutig der zufallenden Verantwortung zugeschrieben.
Da Politik und Militär in der Geschichte nicht immer strikt getrennt waren, sind auch einige Politiker und Monarchen, die im Kriegsfalle ihre Armeen befehligt haben, den Feldherren zuzurechnen.
Bekannte Feldherren
Siehe: Liste bekannter Feldherren, :Kategorie:Militärperson
Weblink
- [http://gutenberg.spiegel.de/clausewz/krieg/inhalt.htm Carl von Clausewitz: Vom Kriege]
Kategorie:Kriegs- und Gefechtsführung
Dreißigjähriger KriegDer Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 war zugleich ein Religionskrieg und ein klassischer Staatenkonflikt um Hegemonie oder Gleichgewicht zwischen den Mächten Europas. In ihm entluden sich sowohl die Gegensätze zwischen der Katholischen Liga und der Protestantischen Union innerhalb Deutschlands als auch der habsburgisch-französische Gegensatz auf europäischer Ebene. So trugen die habsburgischen Mächte Österreich und Spanien ihre dynastischen Interessenkonflikte mit Frankreich, den Niederlanden, Dänemark und Schweden aus.
Die Feldzüge und Schlachten fanden überwiegend auf dem Boden des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation statt. Die Kriegshandlungen selbst, aber auch die durch sie verursachten Hungersnöte und Seuchen verheerten und entvölkerten ganze Landstriche des Reiches. In Süddeutschland etwa überlebte nur ein Drittel der Bevölkerung. Alle wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse wurden völlig umgestürzt. Deutschland brauchte mehr als ein Jahrhundert, um sich von den Kriegsfolgen zu erholen.
Seuche
Vorgeschichte und Ursachen
Konfessionelle Gegensätze
Nach der ersten Phase der Reformation, die Deutschland konfessionell gespalten hatte, versuchten die katholischen und protestantischen Landesherren zunächst, eine für beide Seiten akzeptable Verfassungsordnung und ein Mächtegleichgewicht zwischen den Konfessionen im Reich zu finden. Im Augsburger Religionsfrieden vom 25. September 1555 einigten sie sich schließlich auf den Grundsatz cuius regio, eius religio (Wer die Herrschaft hat, bestimmt die Glaubensrichtung seiner Untertanen). Seither waren das katholische und das lutherische Glaubensbekenntnis als gleichberechtigt anerkannt, nicht jedoch das reformierte.
Mit der weiteren Ausbreitung der Reformation gegen Ende des 16. Jahrhunderts und dem gleichzeitigen Wiedererstarken des Katholizismus in der Gegenreformation schwand jedoch zunehmend die Bereitschaft zum Kompromiss. Eine neue Generation von Fürsten – sowohl auf katholischer als auch auf evangelischer Seite – strebte danach, mit Gewalt die eigene Position auf Kosten der Gegenseite auszubauen oder verlorengegangenes Terrain zurückzugewinnen. Dazu kam das Bestreben der Calvinisten nach reichsrechtlicher Gleichstellung ihrer Konfession. Verschärft wurde die Lage in Deutschland zu Beginn des 17. Jahrhunderts durch eine Wirtschaftskrise sowie durch dynastische Konflikte, die weit über den konfessionellen Gegensatz hinausgingen.
Dynastische Gegensätze
Seit Beginn des 16. Jahrhunderts versuchte Frankreich sich aus der Umklammerung durch die Habsburgischen Territorien – Spanien, die Niederlande und die Freigrafschaft Burgund – zu lösen. Der habsburgisch-französische Konflikt um die Vorherrschaft überlagerte bis zum 18. Jahrhundert alle anderen Auseinandersetzungen in Europa, so auch den Dreißigjährigen Krieg. Beide Seiten suchten sich dabei ihre Verbündeten auch jenseits konfessioneller Grenzen. So unterstützte das katholische Frankreich die protestantischen Niederlande, die seit 1568 einen Unabhängigkeitskrieg – den so genannten Achtzigjährigen Krieg - gegen die spanische Linie der Habsburger führten, deren Oberhaupt die römisch-deutsche Kaiserkrone trug. Nach fast 40 Jahren Krieg schlossen Spanien und die Niederlande 1609 einen Waffenstillstand, der aber auf 12 Jahre befristet war.
Verschärfung der Konfliktlage
Während der erneute Ausbruch des Kampfes um die Niederlande absehbar war, verschärften sich die konfessionellen Gegensätze im Reich: Im Jahr 1608 untersagte der protestantische Rat der Stadt Donauwörth den Katholiken die Ausübung ihres Glaubens. Daraufhin wurde über die Stadt die Reichsacht verhängt. Herzog Maximilian I. von Bayern führte Donauwörth gewaltsam zum katholischen Glauben zurück. Als Reaktion darauf schlossen sich die meisten protestantischen Reichsstände zur Protestantischen Union zusammen, um den Bestrebungen zur Rekatholisierung evangelischer Gebiete entgegenzutreten. Führer der Union war der calvinistische Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz. Im Gegenzug schlossen sich 1609 die katholischen Reichsstände unter der Führung Maximilians I. von Bayern – einem Wittelsbacher wie Friedrich V. – zur Katholischen Liga zusammen.
Katholischen Liga
Konfessionelle und dynastische Spannungen hatten mittlerweile in ganz Europa ein enormes Konfliktpotenzial angehäuft. Diese Spannungen hätten sich beinahe bereits 1610 im Jülich-Klevischen Erbfolgestreit entladen und zum Ausbruch eines großen, gesamteuropäischen Krieges geführt. Verhindert wurde dies nur durch die Ermordung des französischen Königs Heinrich IV., der die treibende Kraft hinter dem anti-habsburgischen Bündnis gewesen war.
Der Ausbruch des Krieges
Der Auslöser, der zum Ausbruch des großen Krieges führte, war schließlich der Aufstand der mehrheitlich protestantischen böhmischen Stände im Jahr 1618. Im Streit um die Nutzung einer Kirche in dem böhmischen Dorf Braunau hatte der streng katholische, gegenreformatorisch gesinnte österreichische Erzherzog und König von Böhmen Ferdinand II., der 1619 zum Kaiser gewählt werden sollte, den Majestätsbrief widerrufen, der den Protestanten in Böhmen Religionsfreiheit zugesichert hatte.
Die Aufständischen schritten im Mai 1618 zu einer in Böhmen traditionellen Form des Protests und warfen die kaiserlichen Räte Martinitz und Slavata sowie einen Sekretär aus einem Fenster der Prager Burg. Zufällig überlebten die kaiserlichen Räte den Fenstersturz, weil sie wahrscheinlich auf einen Misthaufen gefallen waren. Die Errettung wurde nachher von katholischer Seite als göttliche Fügung angesehen. Dieser 2. Prager Fenstersturz gilt bis heute als Auslöser des Krieges.
Die böhmischen Stände beriefen sich nun auf ihr angestammtes Recht, ihren König selbst zu wählen und erklärten 1619 Ferdinand für abgesetzt. Statt seiner wählten sie den Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz, das Oberhaupt der Protestantischen Union im Reich. Beeinflusst von seinem Minister, Christian I. von Anhalt-Bernburg, akzeptierte Friedrich die Wahl, erhielt von den protestantischen Reichsständen nach der Unterzeichnung des Ulmer Vertrags jedoch nicht die erhoffte militärische Unterstützung. Dennoch zog Friedrich in Prag ein. Er hoffte auch auf Unterstützung aus dem international recht agilen Kalvinismus, wie etwa in den Freien Niederlanden und auf seine engen verwandtschaftlichen Beziehungen zur englischen Krone. Er sollte dort aber nicht länger als ein Jahr regieren und als "Winterkönig" in die Geschichte eingehen.
Der Aufstand der böhmischen Stände bedeutete eine grundsätzliche Infragestellung der kaiserlichen Vorherrschaft, die Ferdinand II. nicht akzeptieren konnte, ohne das gesamte Machtgefüge des Reiches zu gefährden. Da ihm aber selbst die Mittel für einen Krieg mit Friedrich V. und den böhmischen Ständen fehlten, schloss er mit Maximilian I. von Bayern den Vertrag von München. Danach sollte der Herzog den böhmischen Aufstand mit einer Armee der Katholischen Liga niederschlagen. Im Gegenzug sollte der bayerische Wittelsbacher die Kurwürde seines pfälzischen Vetters Friedrich erhalten und die Oberpfalz für Bayern annektieren dürfen.
annektieren
Mit der Entsendung der Liga-Truppen unter der Führung des bayerischen Feldherrn Johann Tserclaes Tilly nach Böhmen trat der Konflikt endgültig in die kriegerische Phase ein.
Alle Beteiligten waren entscheidende Schritte zu weit gegangen: Ferdinand II., der seine katholische Überzeugung über Frieden und Kompromiss in seinem Herrschaftsbereich stellte; Friedrich V., der eine Krone akzeptierte, die traditionell den Habsburgern zustand, wohl wissend, dass Ferdinand II. schon aus Gründen der Reputation nicht kampflos auf sie verzichten konnte; und schließlich Maximilian I., der die Unterstützung des Kaisers von Forderungen abhängig machte, die das Mächtegleichgewicht im Reich so stark zugunsten des Katholizismus verschieben mussten, dass die protestantischen Fürsten dies nicht würden hinnehmen können.
Der Verlauf
Obwohl zunächst religiös begründet, wurde im Verlauf des Krieges schon bald offenbar, dass er aus rein machtpolitischen Gesichtspunkten geführt wurde. Im Gebiet des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation bekriegten sich zwei Machtblöcke, die beide von katholischen Mächten geführt wurden: die spanischen und österreichischen Habsburger einerseits und Frankreich andererseits. Insgesamt lassen sich in den 30 Jahren von 1618 bis 1648 vier aufeinanderfolgende Konflikte unterscheiden.
Böhmisch-pfälzischer Krieg (1618–1623)
Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation
Anfänglich erschien es so, als würden die böhmischen Stände mit ihrem Aufstand erfolgreich sein. Das böhmische Heer unter Heinrich Matthias von Thurn drang in die österreichischen Stammlande der Habsburger ein und stand am 6. Juni 1619 vor Wien. Besonders der mit den Böhmen verbündete Fürst von Siebenbürgen, Bethlen Gábor, machte Kaiser Ferdinand II. schwer zu schaffen. Erst als der Kaiser im Münchner Vertrag (8. Oktober 1619), die Unterstützung von Maximilian I. von Bayern versprochen bekam, der protestantische Kurfürst von Sachsen, Johann Georg I. an die Seite des Kaisers trat und die in der Union zusammengeschlossenen protestantischen Reichsstände Friedrich V. von der Pfalz nicht adäquat zu Hilfe kamen (Ulmer Vertrag), wendete sich das Kriegsblatt. In der Schlacht am Weißen Berg wurde das Heer der böhmischen Stände unter Christian I., Fürst von Anhalt-Bernburg von den kaiserlich-ligistischen Truppen unter Tilly und Karl Bonaventura Graf von Buquoy schwer geschlagen. Nach der Schlacht floh Friedrich aus Böhmen, über ihn wurde die Reichsacht verhängt. Ein Großteil der aufständischen böhmischen Adeligen wurde am 21. Juni 1621 hingerichtet. Schon vorher hatte sich die Protestantische Union aufgelöst.
1621
Die noch verbliebenen protestantischen Heerführer Christian von Halberstadt und Ernst von Mansfeld setzten den Krieg außerhalb Böhmens fort. In den pfälzischen Erblanden des "Winterkönigs" konnten sie zunächst bei Wiesloch und Wimpfen größere Erfolge feiern, mussten jedoch bei Höchst gegen die Kaiserlichen und bei Fleurus gegen die Spanier schwere Niederlagen erleiden. Die Pfalz konnte nicht gehalten werden und Friedrich V. verlor am 23. Februar 1623 die Kurwürde, die auf Maximilian von Bayern übertragen wurde. Christian von Halberstadt erlitt bei Stadtlohn erneut eine verheerende Niederlage und seine dezimierten Truppen waren fortan für die Kaiserlichen kein ernstzunehmender Gegner mehr.
Dänisch-niedersächsischer Krieg (1623–1629)
Nachdem die protestantischen Heere im Reich eine Niederlage nach der anderen erlitten hatten, griff nun Christian IV. von Dänemark zu den Waffen. Der dänische König plante mit seinem Verbündeten Ernst von Mansfeld einen Feldzug, der sich zunächst gegen Thüringen und dann gegen Süddeutschland richten sollte. Christian konnte diesen Plan jedoch nicht umsetzen, da er am 27. August 1626 bei Lutter am Barenberge eine vernichtende Niederlage gegen Tilly einstecken musste. Nach der Schlacht verloren die Dänen die Unterstützung sämtlicher protestantischer Fürsten in Norddeutschland. Bereits am 25. April 1626 hatte Christians Verbündeter Ernst von Mansfeld an der Dessauer Elbbrücke eine entscheidende Niederlage gegen den kaiserlichen Feldherren Wallenstein erlitten. Mansfelds militärische Karriere war nach der Schlacht beendet. Die protestantische Sache im Reich schien verloren und Ferdinand II. erließ das Restitutionsedikt (1629), das den Höhepunkt der kaiserlichen Macht im Reich markierte.
Schwedischer Krieg (1630–1635)
1629
Nachdem mit Dänemark eine Ostseemacht aus dem Dreißigjährigen Krieg ausgeschieden war, sah Gustav Adolf von Schweden die Chance gekommen seine hegemonialen Ansprüche in Nordosteuropa durchzusetzen. Er landete mit seiner Armee am 4. Juli 1630 auf Usedom und zwang Pommern, Mecklenburg, Brandenburg und Sachsen zu einem Bündnisvertrag. Am 17. September 1631 trafen die Schweden bei Breitenfeld auf die kaiserlichen Truppen unter Tilly, der noch kurz zuvor die Stadt Magdeburg dem Erdboden gleich gemacht hatte. Tilly wurde vernichtend geschlagen und konnte auch im folgenden Jahr den Vormarsch der Schweden in Süddeutschland nicht aufhalten. In der Schlacht bei Rain am Lech wurde er verwundet und zog sich nach Ingolstadt zurück, wo er am 30. April an den Folgen der Verwundung starb. Die Schweden versuchten die Stadt einzunehmen, was ihnen jedoch nicht gelang. Diesen Zeitvorsprung nutzte Kurfürst Maximilian um von Ingolstadt nach Regensburg zu ziehen und es zu besetzen. Die Schweden drangen daraufhin bis München vor und bedrohten Österreich.
Österreich
In dieser für den Kaiser gefährlichen Situation ernannte er den 1630 auf dem Reichstag von Regensburg entlassenen Wallenstein erneut zum Oberbefehlshaber der kaiserlichen Truppen (April 1632). Wallenstein gelang es tatsächlich Gustav Adolf Paroli zu bieten. Der charismatische schwedische König verlor in der Schlacht bei Lützen am 16. November 1632 das Leben. Die Herrschaft für die noch unmündige Christine von Schweden, Tochter Gustav Adolfs, übernahm Axel Oxenstierna. Dieser schloss mit den Protestanten des fränkischen, schwäbischen und rheinischen Reichskreises den Heilbronner Bund (1633–1634) und führte den Kampf weiter. Sein fähigster Gegner Albrecht von Wallenstein wurde am 26. Februar 1634 in Eger ermordet. Im selben Jahr konnten die kaiserlichen Armeen in der Schlacht bei Nördlingen den ersten wirklich großen Sieg über die Schweden unter dem bedeutenden Feldherrn Bernhard von Sachsen-Weimar erringen.
Bernhard von Sachsen-Weimar
Die protestantischen Reichstände, zuallererst Kursachsen brachen im Jahre 1635 aus dem Bündnis mit Schweden aus und schlossen mit Kaiser Ferdinand II. den Prager Frieden, der die Aussetzung des Restitutionsedikt von 1629 beinhaltete. Man beschloss auch, nun gemeinsam gegen die Feinde des Reiches vorzugehen. Der Dreißigjährige Krieg hörte damit auf ein Krieg der Konfessionen zu sein, da sich ab 1635 die protestantischen und katholischen Stände des Reiches sowie das protestantische Schweden und das katholische Frankreich gegenüberstanden.
Schwedisch-Französischer Krieg (1635–1648)
Obwohl Frankreich fast zur Gänze von habsburgischen Territorien umgeben war und ein Hauptinteresse an der Schwächung der spanischen und kaiserlichen Macht hatte, wurde es bis 1635 nicht selbst militärisch aktiv. Erst als der Kaiser militärische Siege gegen Schweden errang und dadurch die Gefahr bestand, dass er seine Macht auf ganz Deutschland ausdehnen könnte, trat Frankreich offen in den Krieg ein. Schon vorher hatte die französische Krone Schweden und die protestantischen Fürsten, im Vertrag von Bärwalde 1631, finanziell unterstützt.
Vertrag von Bärwalde
Zudem suchte Kardinal Richelieu, der als Erster Minister König Ludwigs XIII. die Politik des Landes maßgeblich bestimmte, durch diplomatische Aktivitäten einzelne Fürsten im Westen des Reichs an sich zu binden. Dies gelang beispielsweise in dem Schutzvertrag mit dem Kurfürsten von Trier Philipp Christoph von Sötern, der den Franzosen kampflos die Festungen Philippsburg und Ehrenbreitstein einbrachte. In den folgenden Jahren drangen Französische Armeen unter den Generälen Turenne und Condé bis nach Bayern und Böhmen vor. Mit dem Eingreifen Frankreichs stand fest, dass der habsburgische Kaiser seinen absoluten Machtanspruch gegenüber den Reichsständen nicht würde durchsetzen können.
Der Westfälische Friede und die Kriegsfolgen
Es dauerte knapp 30 Jahre, bis alle Beteiligten eingesehen hatten, dass "mit Krieg keine Seelen zu gewinnen sind" und keine Partei einen dauerhaften Sieg würde erringen können. Als die Truppen ausgeblutet waren, Erfolge ausblieben und die Sinnlosigkeit weiterer Kämpfe offenbar wurde, war man 1648 endlich bereit, Frieden zu schließen (letzte Schlacht in Nederling).
Zur Aushandlung des Friedensvertrages wählte man die Städte Münster, traditionell eine Hochburg der Katholiken, und Osnabrück, das dem protestantischen Lager zugehörte. Der kaiserliche Gesandte, Graf (später Fürst) Johann Ludwig von Nassau Hadamar führte die Friedensverhandlungen zum erfolgreichen Abschluss.
Im Westfälischen Frieden wurden neben der katholischen und der lutherischen nun auch die reformierte Konfession im Reich als gleichberechtigt anerkannt. Vier konfessionell gemischten Städten wurde Parität verordnet.
Die neue Großmacht Schweden erwarb 1648 Vorpommern und das Herzogtum Bremen mit Verden. Spanien verlor nicht nur die Niederlande endgültig, sondern auch seine Stellung als Großmacht. Österreich verlor kaiserlichen Einfluss an die Fürsten, und auch die angestrebte religiöse Einheit wurde nicht erreicht. Frankreich hingegen wurde zum mächtigsten Land Europas.
Die Folgen für das Heilige Römische Reich waren gewaltig. Die Niederlande fielen vom Reich ab und wurden international – sogar von Spanien – anerkannt. Die Landesfürsten erlangten fast völlige Souveranität. Der Titel des Kaisers war nun kaum noch mehr als ein Ehrentitel, auch wenn die Habsburger ihn noch bis 1806 führten.
Wenig beachtet aber nicht minder bedeutsam war, dass Deutschland mit der Unabhängigkeit der Niederlande und dem Verlust wichtiger Küstenregionen und Ostseehäfen an Schweden fast völlig von der Hohen See abgeschnitten war. Es war weitgehend vom Erwerb von Kolonien ausgeschlossen und damit vom Seehandel, der andere Nationen wie England, Schweden, Spanien und die Niederlande nach dem Dreißigjährigen Krieg einflussreich und wohlhabend machen sollte. Mit dem überseeischen Handel ging in diesen Ländern ein Aufschwung des liberalen Bürgertums einher, dessen Ausbleiben für Deutschland kaum ermessliche geschichtliche und gesellschaftliche Folgen ergeben hat.
Der Krieg endete ohne wirklichen Sieger. Sein Ende bedeutete jedoch auch die Abkehr von Glaubenskriegen in Europa. Deutschland war verwüstet, verarmt und über ganze Landstriche entvölkert: Weit mehr als bei allen früheren (und vielen späteren) Kriegen war praktisch die gesamte deutsche Zivilbevölkerung in Mitleidenschaft gezogen worden. Heutigen Erkenntnissen zufolge waren die Verluste an Menschenleben geringer als in früheren Schätzungen angenommen wurde, die bei 25 bis 33 Prozent lagen, aber dennoch erheblich. Von etwa 20 Millionen Bewohnern des Reiches fanden schätzungsweise drei bis vier Millionen den Tod, ein Bevölkerungsanteil von 15 bis 20 Prozent.
Während sich Frankreich und England bereits zu Nationalstaaten entwickelt hatten, bildete Deutschland einen lockeren Verbund von Fürstentümern, der sich aber in den nächsten 150 Jahren als wesentlicher Friedensfaktor in Europa erweisen sollte. Bis zur Französischen Revolution war das Reich noch stark genug, um Angriffe von Außen abzuwehren, aber zu schwach, um selbst angreifen zu können. Andererseits wirkte sich das Fehlen einer starken Zentralmacht und einer Hauptstadt von der Größe Londons oder Paris' negativ auf die Herausbildung eines selbstbewussten Bürgertums aus.
Der Krieg in der kollektiven Erinnerung
Der Dreißigjährige Krieg entvölkerte ganze Landstriche und hat natürlich vielfältige Spuren in Kunst und Alltagsleben hinterlassen – von einfachen Kinderreimen wie Bet’, Kindchen, bet’, morgen kommt der Schwed’ bis zu großen Werken der Dichtkunst.
In seinem Schelmenroman Der abenteuerliche Simplicissimus, erschienen 1669, schilderte Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen (1625–1676) die Wirren und Gräuel des Krieges und schuf damit den ersten bedeutenden Roman der deutschen Literatur. Einen Augenzeugenbericht hat uns der Söldner Peter Hagendorf in seiner Chronik hinterlassen.
Das Erlebnis von nicht enden wollendem Krieg, Hunger, Krankheiten und allgemeiner Zerstörung ließ eine Lyrik von bis dahin nicht gekannter Eindringlichkeit entstehen, in der sich die Gewissheit von Tod und Vergänglichkeit mit barocker Lebensgier verband. So schrieb Andreas Gryphius das Sonett „Tränen des Vaterlandes Anno 1636“, das bis heute zu den meist zitierten Antikriegsgedichten zählt. Es beginnt mit den Versen:
:Wir sind doch nunmehr ganz, ja mehr denn ganz verheeret! Der frechen Völker Schar, die rasende Posaun Das vom Blut fette Schwert, die donnernde Kartaun, Hat aller Schweiß und Fleiß und Vorrat aufgezehret.
Im 18. Jahrhundert beschäftigte sich Friedrich Schiller als Historiker und Dramatiker mit dem Krieg. 1792 veröffentlichte er eine in weiten Teilen noch heute gültige „Geschichte des Dreißigjährigen Krieges“. Sieben Jahre später vollendete er sein dreiteiliges Drama „Wallenstein“.
Mit wachsendem zeitlichen Abstand sahen Schriftsteller in dem großen Konflikt des 17. Jahrhunderts zunehmend eine Metapher für die Schrecken des Krieges überhaupt. Das bekannteste Beispiel dafür aus dem 20. Jahrhundert ist Bertolt Brechts Stück "Mutter Courage und ihre Kinder", das im Dreißigjährigen Krieg angesiedelt ist, aber deutlich macht, dass die Verrohung und Zerstörung des Menschen durch die Gewalt überall und zu jeder Zeit möglich ist.
Literatur
- Alfred Döblin: Wallenstein, bei DTV, Juni 2003, Erstausgabe 1920, expressionistischer Roman
- Ricarda Huch: Der Dreißigjährige Krieg (Erstausgabe hieß: Der große Krieg in Deutschland), Erstausgabe 1912–1914 in 3 Bänden, historischer Roman
- Klaus Bußmann und Heinz Schilling (Hg.): 1648 – Krieg und Frieden in Europa, Katalogband und zwei Textbände, Münster 1998 [Dokumentation der Europaratsausstellung zum 350-jährigen Jubiläum des Westfälischen Friedens in Münster und Osnabrück. Standardwerk zu den europäischen Verflechtungen im Krieg]
- Bernhard Kroener und Ralf Proeve (Hg.): Krieg und Frieden. Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit, Paderborn 1996
- Burkhardt, Johannes: Der Dreißigjährige Krieg, Frankfurt a. M. 1992 [ein Standardwerk zur modernen Interpretation des Krieges und seiner Ursachen]
- Fritz Dickmann: Der Westfälische Friede, Münster 1965 [Standardwerk zu den Friedensschlüssen von Münster und Osnabrück]
- Heinz Duchhardt (Hg.): Der Westfälische Friede. Diplomatie, politische Zäsur, kulturelles Umfeld, Rezeptionsgeschichte, München 1998
- Findeisen, Jörg-Peter: Der Dreißigjährige Krieg. Eine Epoche in Lebensbildern, Graz/Wien/Köln 1998
- Ernst Höfer: Das Ende des Dreißigjährigen Krieges. Strategie und Kriegsbild, Köln/Weimar/Wien 1997
- Cordula Kapser: Die bayerische Kriegsorganisation in der zweiten Hälfte des Dreißigjährigen Krieges 1635–1648/49 (Schriftenreihe der Vereinigung zur Erforschung der Neueren Geschichte 25), Münster 1997
- Benigna von Krusenstjern, Hans Medick (Hg.): Zwischen Alltag und Katastrophe. Der Dreißigjährige Krieg aus der Nähe, Göttingen 1999
- Mieck, Ilja: Wallenstein 1634. Mord oder Hinrichtung? in Demandt, Alexander (Hrsg.) Das Attentat in der Geschichte, Suhrkamp Taschenbuch Verlag, Frankfurt a. M., 1999
- Golo Mann: Wallenstein, Frankfurt am Main 1971 [Erzählende Biographie des kaiserlichen Feldherrn]
- Markus Meumann, Dirk Niefanger (Hg.): Ein Schauplatz herber Angst. Wahrnehmung und Darstellung von Gewalt im 17. Jahrhundert, Göttingen 1997
- Friedrich Schiller: Die Geschichte des Dreißigjährigen Krieges, München 1988 [erstmals erschienen 1792]
- Friedrich Schiller: Wallenstein, bei Reclam, Ditzingen, 2003, Erstausgabe 1800
- Gunnar Teske: Bürger, Bauern, Söldner und Gesandte. Der Dreißigjährige Krieg und der Westfälische Frieden in Westfalen, Münster, 1997, ardey verlag, 2te Auflage 1998, ISBN 3-87023-085-1
- Cicely Veronica Wedgwood: Der Dreißigjährige Krieg, Berlin 2002 [Erstausgabe: London 1938; noch immer eine der besten erzählenden Darstellungen des Krieges]
- Julia Zunckel: Rüstungsgeschäfte im Dreißigjährigen Krieg. Unternehmerkräfte, Militärgüter und Marktstrategien im Handel zwischen Genua, Amsterdam und Hamburg (Schriften zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte 49), Berlin 1997
- Peter Engerisser: "Von Kronach nach Nördlingen – Der Dreißigjährige Krieg in Franken, Schwaben und der Oberpfalz 1631–1635", Verlag Heinz Späthling 2004, ISBN 3-926621-32-X, knapp 700 Seiten starkes Kompendium mit mehr als 120 Kurzbiographien,
- Literaturempfehlung für Jugendliche: Tilman Röhrig: "In 300 Jahren vielleicht", Arena-Verlag, Würzburg, ISBN 3-401-01850-7, sehr spannend geschrieben, manchmal etwas grausam-realistisch, also nicht unbedingt etwas für schwache Nerven.
- Hans-Christian Huf: Mit Gottes Segen in die Hölle- Der dreißigjährige Krieg, Ullstein-Verlag Berlin 2001
- Bertolt Brecht: Mutter Courage und ihre Kinder 1939 - Der Zerfall einer Familie im 30jährigen Krieg
Weblinks
- [http://www.fruehe-neuzeit.net/modules.php?op=modload&name=Web_Links&file=index&req=viewlink&cid=5 Virtuelle Bibliothek] Geschichte Frühe Neuzeit – Konfessionelles Zeitalter und Dreißigjähriger Krieg (1500–1648)
- [http://www.uni-muenster.de/FNZ-Online/ Einführung in die Frühe Neuzeit, Uni Münster]
- [http://www.uni-potsdam.de/u/geschichte/mdk/index.htm Museum des Dreißigjährigen Krieges]
- [http://www.krieg.historicum.net/themen/m30jk/m30jk.htm München im Dreißigjährigen Krieg]
- [http://www.krieg.historicum.net/themen/m30jk/30jkpersonen.htm Dramatis Personae – Akteure des Dreißigjährigen Krieges]
- [http://www.muenster.de/friede/d/04_akteure/04_set.htm Die Akteure des Dreißigj | | |