:: wikimiki.org ::
| Gustav Anton Zeuner |
Gustav Anton ZeunerGustav Anton Zeuner ( - 30. November 1828 in Chemnitz; † 17. Oktober 1907 in Dresden) war ein deutscher Ingenieur.
Als Sohn eines Tischlers kam Zeuner 1828 in Chemnitz auf die Welt. Nach einer Tischlerlehre in der Werkstatt seines Vaters nahm er im Jahr 1845 ein Studium an der Chemnitzer Gewerbeschule auf.
Von 1848 bis 1851 studierte er an der Bergakademie Freiberg Mechanik und Bergmaschinenlehre. Anschließend reiste er nach Paris, wo der die Gelehrten Jean Victor Poncelet und Henri Victor Regnault kennen lernte. Nach seiner Rückkehr gründete er u.a. mit seinem Freiberger Lehrer Prof. Julius Weisbach die Zeitschrift Civilingenieur, deren Hauptredakteur er 1853 wurde.
1853 promovierte Zeuner in Leipzig über das Foucaultsche Pendel, mit dem er sich während seines Aufenthaltes in Paris eingehend befasst hatte.
Im Jahr 1855 übernahm Zeuner die Professur für Mechanik und theoretische Maschinenlehre am Eidgenössischen Polytechnikum Zürich. Unter den Doktoranden, die er fortan betreute, waren Conrad Röntgen und Carl von Linde. 1859 wurde er stellvertretender Direktor und 1865 Direktor des Polytechnikums. Von diesem Posten trat er jedoch nach drei Jahren zurück, um mehr Zeit für seine wissenschaftliche Arbeit zu haben. Zahlreiche Veröffentlichungen entstanden in dieser Zeit.
Als Julius Weisbach 1871 starb, ging Gustav Zeuner zurück nach Freiberg, um an der Bergakademie die Professur für Mechanik und Bergmaschinenlehre zu übernehmen. Gleichzeitig wirkte er bis 1873 als Direktor der Bergakademie. Danach ging er nach Dresden, wo er das Polytechnikum zur Technischen Hochschule ausbaute. Dort wurde auch das 1930 erweiterte Hauptgebäude der Mechanischen Abteilung nach ihm benannt, Zeuner-Bau.
Gustav Zeuner starb 1907 in Dresden.
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Die Schiebersteuerungen (1858)
- Grundzüge der mechanischen Wärmetheorie (1860)
- Über das Wanken der Locomotiven (1861)
- Das Locomotiven-Blasrohr (1863)
- Abhandlungen aus der mathematischen Statistik (1869)
- Zur mathematischen Statistik (1886)
- Technische Thermodynamik (1887)
- Vorlesungen über Theorie der Turbinen (1899)
Weblinks
-
- [http://www.tu-dresden.de/mw/geschichte/zeuner.html tu-dresden.de] Kurzbiographie
Literatur
Gerd Grabow: Das Leben und Wirken von Gustav Anton Zeuner. – Leipzig : Dt. Verlag für Grundstoffindustrie, 1984. – (Freiberger Forschungshefte ; D 160)
Zeuner, Gustav
Zeuner, Gustav
Zeuner, Gustav
Zeuner, Gustav
30. NovemberDer 30. November ist der 334. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 335. in Schaltjahren) - somit bleiben 31 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1215 - Schlußsitzung des Vierten Laterankonzils in Rom.
- 1782 - Zwischen den siegreichen nordamerikanischen Kolonien und der englischen Krone wird in Paris ein vorläufiges Friedensübereinkommen unterzeichnet.
- 1939 - Mit dem Überfall sowjetischer Truppen auf Finnland beginnt der Winterkrieg, dem 127.000 sowjetische Soldaten und an die 25.000 Finnen zum Opfer fallen. Finnland wahrt seine Unabhängigkeit, muss aber ein Zehntel seines Staatsgebiets abtreten.
- 1943 - Eine Vereinbarung, in Europa im Juni 1944 einzudringen, wird bei der Konferenz von Teheran hergestellt.
- 1966 - Barbados erhält seine Unabhängigkeit
- 1967 - Ende der britischen Kolonialherrschaft im Südjemen und Ausrufung der Republik Südjemen
- 1970 - Umbenennung Südjemens in Demokratische Volksrepublik Jemen
- 1974 - Das bekannteste Fossil des Australopithecus afarensis, Lucy nach dem Beatles-Song Lucy in the sky with diamonds benannt, wird in Hadar, Äthiopien gefunden.
- 1989 - Die RAF verübt in Bad Homburg v.d. Höhe ein Bombenattentat auf den Bankier Alfred Herrhausen.
- 1997 - Das Funknavigationssystem OMEGA wird abgeschaltet.
- 1998 - Amtsantritt von Hun Sen als Regierungschef von Kambodscha
- 1998 - Parlamentswahlen in Syrien
- 1999 - Der Atomreaktor Barsebäck I bei Malmö, Schweden, wird stillgelegt
- 2000 - Mazedonien. Aufhebung der Regierungskoalition
- 2001 - Mazedonien. 7. Regierungsumbildung
Wirtschaft
- 1676 - In Hamburg wird die weltweit erste Feuerversicherung, die Hamburger Feuerkasse gegründet.
- 1998 - Die Deutsche Bank ist damit einverstanden, Bankers Trust für 10 Milliarden US-Amerikanische Dollar zu kaufen. Sie wird somit das größte Geldinstitut der Welt.
Wissenschaft, Technik
- 1609 - Galileo Galilei beobachtet zum ersten Mal den Mond mit seinem Teleskop und fertigt Zeichnungen von Gebirgen, Kratern und Ozeanen an.
Kultur
- 1809 - Uraufführung der Oper Pimmalione von Luigi Cherubini in Paris
- 1815 - Uraufführung der Oper Der Herr und sein Diener von Conradin Kreutzer in Stuttgart.
- 1848 - Uraufführung der Oper Poliuto von Gaetano Donizetti am Teatro di S. Carlo, in Neapel.
- 1861 - Uraufführung der Oper The Puritan's Daughter von Michael William Balfe im Covent Garden in London.
- 1880 - Uraufführung der Oper Névtelen hősök (Anonyme Helden) von Ferenc Erkel in Budapest.
- 1885 - Uraufführung der Oper Le Cid von Jules Massenet an der Grand Opéra Paris.
- 1904 - Uraufführung des Dramas Resurrezione (Auferstehung) von Franco Alfano am Teatro Vittorio Emanuele in Turin.
- 1910 - Uraufführung der Oper Macbeth von Ernest Bloch an der Opéra-Comique in Paris.
- 1935 - Uraufführung der Operette Hopsa von Paul Burkhard in Zürich.
- 1964 - Uraufführung der komischen Oper Das Ende einer Welt von Hans Werner Henze in Frankfurt am Main.
- 1965 - Uraufführung der Oper Das Wundertheater von Hans Werner Henze in Frankfurt am Main.
Religion
- 722 - Der angelsächsische Mönch Bonifatius wird in Rom zum Missionsbischof ohne festen Sitz ernannt.
Gedenktag des Apostels Andreas
Katastrophen
- 1961 - Sydney, Australien. Eine Vickers Viscount der Ansett Australia verunglückt bei starken Turbulenzen in der Luft. Alle 15 Menschen sterben.
Sport
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1996 - Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Frantisek Sumina in Wien, Österreich, durch technischen KO
- 1996 - Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Exum Speight in Wien, Österreich, durch technischen KO
Geboren
- 538 - Gregor von Tours, in Clermont-Ferrand; fränkischer Bischof und Geschichtsschreiber († 17.11.594)
- 1340 - Johann von Berry, seit 1360 Herzog von Berry und Auvergne
- 1427 - Kasimir IV. der Jagiellone, in Krakau; polnischer König († 1492)
- 1466 - Andrea Doria, genuesischer Seefahrer und Staatsmann
- 1628 - John Bunyan, englischer Schriftsteller
- 1642 - Andrea Pozzo, italienischer Maler
- 1667 - Jonathan Swift, anglo-irischer Schriftsteller
- 1670 - John Toland, englischer Freidenker
- 1715 - Johann Philipp Bethmann, deutscher Unternehmer und Bankier (†1793)
- 1796 - Carl Loewe, deutscher Komponist
- 1800 - Karl Heinrich Edmund von Berg, deutscher Forstmann und Lehrer
- 1813 - Charles-Valentin Alkan, französischer Musiker und Komponist (†1888)
- 1817 - Theodor Mommsen, deutscher Historiker
- 1825 - William Adolphe Bouguereau, französischer Maler
- 1828 - Gustav Zeuner, deutscher Ingenieur
- 1835 - Mark Twain, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1844 - Rudolf Lavant deutscher Schriftsteller
- 1858 - Jagadis Chandra Bose, indischer Physiker und Botaniker
- 1869 - Nils Gustav Dalén, schwedischer Physiker
- 1872 - Morris Fuller Benton, US-amerikanischer Ingenieur und Typograf
- 1874 - Winston Churchill, britischer Politiker
- 1897 - Lilli von Mendelssohn, Violinistin
- 1889 - Edgar Douglas Adrian, britischer Physiologe und Nobelpreisträger
- 1899 - Hans Krása, tschechisch-deutscher Komponist, 1944 in Auschwitz ermordet
- 1907 - Fritz Eckhardt, österreichischer Schauspieler
- 1911 - Martin Teich, deutscher Meteorologe, ZDF-Wettermoderator
- 1913 - Elisabeth Scherer, deutsche Schauspielerin
- 1915 - Brownie McGhee, US-amerikanischer Musiker
- 1924 - Allan Sherman, US-amerikanischer Komiker und Fernsehproduzent
- 1926 - Richard Crenna, US-amerikanischer Schauspieler
- 1932 - Bob Moore, US-amerikanischer Musiker und Songschreiber
- 1934 - Roberto Cossa, argentinischer Schriftsteller und Journalist
- 1935 - Herbert Prikopa, österreichischer Dirigent, Opernsänger, Schauspieler, Komponist, Schriftsteller, Pianist, Kabarettist
- 1936 - Arndt Bause, deutscher Komponist (" Sing mei Sachse sing") (†2003)
- 1936 - Frank Itfield, britischer Sänger
- 1937 - Jimmy Bowen, US-amerikanischer Manager, Musiker, Musikproduzent, und Songschreiber
- 1937 - Paul Stookey, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1943 - Leo Lyons, britischer Musiker (Ten Years After)
- 1943 - Terrence Malick, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1943 - Andreas Grothusen, deutscher Schauspieler
- 1944 - Robert Grill, US-amerikanischer Musik1949er und Sänger
- 1945 - Roger Glover, britischer Musiker und Sänger (Deep Purple)
- 1945 - Radu Lupu, rumänischer Komponist
- 1947 - David Mamet, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1949 - Vaclav Pokorny, tschechischer Maler und Bildhauer
- 1950 - Claudia Rieschel, deutsche Schauspielerin
- 1952 - Mandy Patinkin, US-amerikanischer Schauspieler
- 1953 - Shuggie Otis, US-amerikanischer Musiker
- 1955 - Billy Idol, britischer Sänger und Songschreiber
- 1956 - Heinz Rudolf Kunze, deutscher Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1956 - Claude-Oliver Rudolph, deutscher Schauspieler
- 1958 - David McClymount, britischer Musiker
- 1960 - Gary Lineker, englischer Fußballspieler
- 1965 - Ben Stiller, US-amerikanischer Schauspieler
- 1974 - Stipe Erceg, deutsch- kroatischer Schauspieler
- 1975 - Mindy McCready, US-amerikanische Country-Sängerin
- 1980 - Sido, deutscher Rapper
- 1981 - Eduardo "Edu" Goncalves brasilianischer Fußballspieler beim Vfl Bochum
- 1982 - Elisha Cuthbert, kanadische Schauspielerin
- 1990 - Magnus Carlsen, norwegischer Schachspieler
Gestorben
Magnus Carlsen
- 1519 - Michael Wolgemut, deutscher Maler und Holzschneider; wichtigster Vertreter der älteren fränkischen Schule; Lehrer Albrecht Dürers
- 1647 - Francesco Bonaventura Cavalieri, italienischer Methematiker
- 1718 - Karl XII. (Schweden), König von Schweden
- 1755 - Johann Elias Bach, deutscher Komponist
- 1760 - Friederike Caroline Neuber, deutsche Schauspielerin und Theaterleiterin ( - 1697)
- 1846 - Friedrich List, in Kufstein; deutscher Volkswirtschaftler und Politiker ( - 1789)
- 1866 - John Mercer, britischer Chemiker
- 1868 - August Theodor Blanche, schwedischer Schriftsteller
- 1898 - Ion Georgescu, rumänischer Bildhauer, Maler und Zeichner ( - 1856)
- 1900 - Oscar Wilde, irischer Schriftsteller und Dramatiker ( - 1854)
- 1901 - Edward John Eyre, britischer Forscher und Gouverneur ( - 1815)
- 1904 - Nikolaj Sklifosowskij, russischer Chirurg ( - 1836)
- 1921 - Herrmann Amandus Schwarz, deutscher Mathematiker ( - 1843)
- 1931 - Frans Hjalmar Nordling Nortamo, finnischer Schriftsteller und Arzt ( - 1860)
- 1934 - Hélène Boucher, französische Fliegerin (als erste Frau über die Alpen) ( - 1908)
- 1935 - Wilhelm Fricke, deutscher Bariton ( - 1860)
- 1935 - Fernando Pessoa, portugiesischer Dichter ( - 1888)
- 1937 - Harry Graf Kessler, europäischer Lebenskünstler
- 1939 - Béla Kun, ungarischer Journalist und Arbeiterführer ( - 1886)
- 1939 - Max Skladanowsky, deutscher Erfinder und Filmproduzent ( - 1863)
- 1944 - Max Halbe, deutscher Schriftsteller und Dramatiker ( - 1865)
- 1947 - Ernst Lubitsch, deutscher Regisseur
- 1954 - Wilhelm Furtwängler, deutscher Dirigent und Komponist ( - 1886)
- 1955 - Josip Štolcer-Slavenski, kroatischer Komponist ( - 1896)
- 1957 - Beniamino Gigli, italienischer Opernsänger und Filmschauspieler ( - 1890)
- 1970 - Alfonso Caso Andrade, mexikanischer Archäologe, Jurist und Politiker ( - 1896)
- 1971 - Johann Josef Demmel, deutscher Bischof ( - 1890)
- 1972 - Hans Erich Apostel, deutsch-österreichischer Komponist ( - 1901)
- 1977 - Miloš Crnjanski, Dichter, Erzähler, Reisebeschreiber, Bühnendichter
- 1979 - Arno Assmann, deutscher Schauspieler, Regisseur und Intendant ( - 1908)
- 1979 - Zeppo Marx, US-amerikanischer Schauspieler und Comedian (Marx Brothers) ( - 1901)
- 1980 - Hans Reiffenstuel, Maler
- 1981 - Georges Brassens, französischer Chansonnier und Komponist ( - 1921)
- 1982 - Adolf Heusinger, deutscher General
- 1987 - Helmut Horten, deutscher Warenhauskönig und Mäzen ( - 1909)
- 1989 - Ahmadou Ahidjo, kamerunischer Politiker, Staatspräsident von Kamerun ( - 1924)
- 1989 - Alfred Herrhausen, deutscher Bankier
- 1990 - Hilde Spiel, österreichische Journalistin und Schriftstellerin ( - 1911)
- 1994 - Irwin Kostal, US-amerikanischer Komponist und Dirigent ( - 1911)
- 1999 - Ulrich Wildgruber, deutscher Schauspieler
- 2002 - Hans Hartz, deutscher Musiker und Liedermacher
- 2003 - Barber B. Conable, US-amerikanischer Finanzpolitiker und Jurist
- 2003 - Gertrude Ederle, US-amerikanische Schwimmerin
- 2003 - Eugenio Monti, italienischer Bobfahrer
Feiertage und Gedenktage
- Nationalfeiertag von Barbados anlässlich dessen Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahre 1966.
- Andreastag, Andreasnacht
- Andreas: katholischer, evangelischer, anglikanischer und orthodoxer Gedenktag
Siehe auch
- 29. November - 1. Dezember
- 30. Oktober - 30. Dezember
- November - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
1130
ja:11月30日
ko:11월 30일
simple:November 30
th:30 พฤศจิกายน
1828
- Siméon Denis Poisson führt die Querkontraktionszahl in die Elastizitätsprobleme ein
- Robert Brown veröffentlicht seine Entdeckung der Molekularbewegung (Edinburgh New Philosophical Journal 5 (1828))
- In Großenhain wurde die erste deutsche Bürgerbibliothek mit 132 Werken eröffnet
- Bureau Veritas in Antwerpen gegründet als erste Klassifikationsgesellschaft, (1832 nach Paris übergesiedelt)
- Friedrich Wöhler gelingt die Synthese von Harnstoff und beweist damit, dass organische Moleküle auch außerhalb von lebenden Systemen entstehen; die Grundlage der Biochemie und organischen Chemie
- 4. Juli: Der Grundstein für die erste Eisenbahn in den USA, der „Baltimore & Ohio Railroad (B & O)“, wird gelegt
Kultur
- 1. Februar: Uraufführung der Oper Ali, Pascha von Janina von Albert Lortzing am Stadttheater in Münster
- 26. Mai: Uraufführung der Oper Les Francs-Juges von Hector Berlioz am Salle du Conservatoire in Paris
- 8. August: Uraufführung der Oper Gabriella di Vergy von Saverio Mercadante am Teatro San Carlos in Lissabon
- 15. Oktober: Uraufführung der Oper Die Räuberbraut von Ferdinand Ries in Frankfurt am Main
- 9. Dezember: Uraufführung der Oper Clari von Fromental Halévy am Théâtre-Italienne in Paris
- 22. Dezember: Uraufführung der romantischen Oper Der Vampyr von Heinrich Marschner am Stadttheater in Leipzig
- 7. Januar: Karl Sontag, deutscher Schauspieler
- 8. Februar: Jules Verne, französischer Schriftsteller († 1905)
- 12. Februar: George Meredith, britischer Schriftsteller († 1909)
- 20. Februar: Charles Wimar, Maler († 1863)
- 20. März: Henrik Ibsen, norwegischer Schriftsteller († 1906)
- 17. April: Julius Bremer, Mitbegründer der Magdeburger Arbeiterbewegung († 1894)
- 21. April: Otto Blau, deutscher Orientalist († 1879)
- 23. April: Albert I., von 1873 bis 1902 König von Sachsen († 1902)
- 25. April: Johanna Mestorf, Erste Museumsdirektorin Deutschlands († 1909)
- 28. April: Leopold Auerbach, deutscher Anatom († 1897)
- 5. Mai: Albert Marth, deutscher Astronom († 1897)
- 8. Mai: Henri Dunant, Begründer der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung und Mitgründer des IKRK († 1910)
- 12. Mai: Dante Gabriel Rossetti britischer Maler († 1882)
- 13. Mai: Hannes Finsen, isländischer Jurist, Gouverneur auf den Färöern († 1892)
- 21. Mai: Rudolf Koller, Schweizer Maler († 1905)
- 2. Juni: James Cutler Dunn Parker, US-amerikanischer Komponist († 1916)
- 5. Juni: Otto Martin Torell, schwedischer Geologe, Naturforscher und Nordpolfahrer († 1900)
- 17. Juni: Johann Karel Jacob de Jonge, niederländischer Historiker († 1880)
- 21. Juni: Ferdinand André Fouqué, französischer Geologe († 1904)
- 23. Juni: Johannes Schilling, deutscher Bildhauer († 1910)
- 25. Juni: Friederike Kempner, Dichterin († 1904)
- 7. Juli: Johann Joseph Otto Duvigneau, Magdeburger Kommunalpolitiker und Ehrenbürger († 1899)
- 16. Juli: Ludwig Gabillon, Burgschauspieler und Regisseur († 1896)
- 21. Juli: Heinrich Scharrer, deutscher Botaniker und Landschaftsarchitekt († 1906)
- 23. Juli: Jonathan Hutchinson, englischer Chirurg und Pathologe († 1913)
- 8. September: Joshua Lawrence Chamberlain, US-amerikanischer Militär und Politiker
- 9. September: Leo Tolstoi, russischer Schriftsteller(† 1910)
- 15. September: Alexander Michailowitsch Butlerow, russischer Chemiker († 1886)
- 19. September: Fridolin Anderwert, Schweizer Politiker († 1880)
- 28. September: Friedrich Albert Lange, deutscher Philosoph und protestantischer Theologe († 1875)
- 30. September: József Samassa, Erzbischof von Eger undKardinal († 1912)
- 3. Oktober: Woldemar Bargiel, deutscher Komponist († 1892)
- 5. November: Ernst Hello, französischer Schriftsteller und Philosoph († 1885)
- 7. November: Paul Baudry, französischer Maler († 1886)
- 14. November: Andreas Andresen, deutscher Kunstbuchautor († 1871)
- 30. November: Gustav Zeuner, deutscher Ingenieur († 1907)
- 13. Dezember: Albert Suckow, württembergischer Kriegsminister
- 23. Dezember: Mathilde Wesendonck, Geliebte des Komponisten Richard Wagner († 1902)
- 29. Januar: Paul François Jean Nicolas Vicomte de Barras, französischer Politiker ( - 1755)
- 16. März: Johann Georg August Galletti, deutscher Historiker und Geograf ( - 1750)
- 27. März: Johann Gottfried Tulla, badischer Ingenieur ( - 1770)
- 5. April: Georg Joachim Göschen, deutscher Verleger ( - 1752)
- 16. April: Francisco José de Goya y Lucientes, spanischer Maler ( - 1746)
- 15. Mai: William Congreve, britischer Artillerist, Ingenieur und Raketentechniker ( - 1772)
- 7. Juli: August Hermann Niemeyer, deutscher Theologe und Pädagoge ( - 1754)
- 14. Juli: Carl Weisflog, deutscher Schriftsteller ( - 1770)
- 15. Juli: Jean-Antoine Houdon, Bildhauer ( - 1741)
- 8. August: Nicholas-Louis Robert, Erfinder der Papiermaschine ( - 1761)
- 9. August: Friedrich Ludewig Bouterweck, deutscher Philosoph und Schriftsteller ( - 1766)
- 14. August: Karl August (Sachsen), war Herzog und Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach ( - 1757)
- 22. August: Franz Josef Gall, deutscher Arzt und Anatom ( - 1758)
- 29. August: Ludwig August Struve, Arzt ( - 1795)
- 23. September: Richard Bonington, britischer Maler ( - 1802)
- 18. Oktober: Konrad Engelbert Oelsner, deutscher politischer Publizist ( - 1764)
- 26. Oktober: Albrecht Thaer, Begründer der Agrarwissenschaft ( - 1752)
- 5. November: Sophia Dorothea Augusta Luisa von Württemberg, Zarin von Russland ( - 1759)
- 8. November: Thomas Bewick, englischer Grafiker und Holzschneider ( - 1753)
- 18. November: Ludwig Hofacker, Evangelischer Theologe ( - 1798)
- 19. November: Franz Schubert, österreichischer Komponist ( - 1797)
- 21. November: Bernhard Joseph Docen, deutscher Literaturwissenschaftler, Bibliothekar und Schriftsteller ( - 1782)
- 22. Dezember: William Hyde Wollaston, Arzt, Physiker und Chemiker ( - 1766)
ko:1828년
simple:1828
Chemnitz
Chemnitz [] ist eine Stadt im Westen des Freistaates Sachsen. Mit knapp 250.000 Einwohnern ist sie nach Leipzig und Dresden die drittgrößte Stadt sowie eines der sechs Oberzentren des Bundeslandes. Chemnitz hat den Status einer kreisfreien Stadt und ist Sitz des gleichnamigen Regierungsbezirks.
Die Stadt bildet neben Zwickau einen Kern der „Wirtschaftsregion Chemnitz-Zwickau“ und ist Bestandteil der „Metropolregion Sachsendreieck“.
Der Name „Chemnitz“ leitet sich vom Fluss gleichen Namens her, der die Stadt durchfließt. Dessen Name wiederum geht auf die slawische Bezeichnung Kamjenica (= Steinbach im Sorbischen; kamjeń = Stein; vgl. Kamenz) zurück.
Vom 10. Mai 1953 bis zum 1. Juni 1990 hieß Chemnitz Karl-Marx-Stadt.
Die Einwohnerzahl der Stadt Chemnitz überschritt ca. 1883 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde.
__TOC__
Geografie
Chemnitz liegt im so genannten Erzgebirgischen Becken, in einer weiten Talmulde am Fluss Chemnitz, umrahmt von Ausläufern des Erzgebirges im Süden, von Höhen des Mittelsächsischen Berglandes im Norden und vom Beutenberg im Osten. Grundlage des Erzgebirgischen Beckens bildet eine Formation „Rotliegendes“, die sich seit dem Oberkarbon gebildet hat.
Siehe dazu auch: Liste der Landschaften in Sachsen, Liste der Gewässer in Sachsen
Nachbargemeinden
Die nachfolgenden Gemeinden grenzen an die Stadt Chemnitz. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt:
- im Landkreis Freiberg: Niederwiesa, Flöha und Augustusburg
- im Mittleren Erzgebirgskreis: Gornau/Erzgeb. und Amtsberg
- im Landkreis Stollberg: Burkhardtsdorf und Neukirchen/Erzgeb.
- im Landkreis Chemnitzer Land: Oberlungwitz, Hohenstein-Ernstthal, Callenberg, Limbach-Oberfrohna und Niederfrohna
- im Landkreis Mittweida: Hartmannsdorf, Burgstädt, Lichtenau und Frankenberg
Stadtgliederung
Frankenberg
Das Stadtgebiet von Chemnitz ist in 39 Stadtteile eingeteilt. Die Stadtteile Einsiedel, Euba, Grüna, Klaffenbach, Kleinolbersdorf-Altenhain, Mittelbach, Röhrsdorf und Wittgensdorf sind zugleich Ortschaften im Sinne der §§ 65 bis 68 der Sächsischen Gemeindeordnung. Für diese Ortschaften gibt es jeweils einen Ortschaftsrat, der je nach Einwohnerzahl der Ortschaft zwischen 10 und 16 Mitglieder hat sowie einen Ortsvorsteher als Vorsitzenden.
Die Ortschaftsräte sind zu wichtigen, die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören. Eine endgültige Entscheidung obliegt dann jedoch dem Gemeinderat der Gesamtstadt Chemnitz.
Die Stadtteile mit ihren amtlichen Nummern:
¹ zugleich Ortschaft
Geschichte
Im Jahre 1136 wurde bei Chemnitz durch König Lothar III. ein Benediktinerkloster gegründet, das 1143 das Marktrecht erhielt. In einiger Entfernung des Klosters wurde vermutlich nach 1170 durch den König in der Nähe einer Furt durch den Fluss Chemnitz eine stadtähnliche Siedlung gegründet, die schon bald darauf in die Aue verlegt wurde. Bis 1308 war Chemnitz freie Reichsstadt. Schon im Mittelalter war es ein Wirtschaftszentrum, insbesondere durch das im 14. Jahrhundert erhaltene Bleichprivileg.
Seit Ende des 18. Jahrhunderts wurde Chemnitz ein Standort der Industrie mit sehr hohem BSP, ab 1800 wurde die Spinnerei maschinell betrieben. Die Ursprünge gehen auf Johann Esche aus Limbach zurück. Daraufhin wuchs er rasch an, man bezeichnete ihn als „Sächsisches Manchester“, „Ruß-Chamtz“ oder auch als „Rußnitz“. Chemnitz wurde eine der bedeutendsten Industriestädte Deutschlands.
Chemnitz wurde schon früh Sitz eines Verwaltungsbezirks (Amtshauptmannschaft) innerhalb der Kreishauptmannschaft Zwickau des Staates Sachsen. Im Jahre 1874 schied die Stadt aus der Amtshauptmannschaft Chemnitz aus und wurde eine „exemte Stadt“, welche man später als kreisfreie Stadt bezeichnete. Sie blieb aber weiterhin Sitz der Amtshauptmannschaft, aus welcher später der Landkreis Chemnitz hervorging. 1900 wurde die Kreishauptmannschaft Chemnitz als Vorläufer des heutigen Regierungsbezirks Chemnitz gebildet. 1910 entstand die Amtshauptmannschaft Stollberg aus Teilen der Amtshauptmannschaft Chemnitz.
Amtshauptmannschaft Stollberg
Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Chemnitz stark zerstört, vor allem bei den anglo-amerikanischen Bombardierungen am 5. März 1945. Nach Auflösung der Länder in der DDR im Jahre 1952 wurde Chemnitz Sitz eines Bezirks, der infolge der am 10. Mai 1953 auf Beschluss der DDR-Regierung erfolgten Umbenennung der Stadt Chemnitz in „Karl-Marx-Stadt“, zu Ehren von Karl Marx, ebenfalls in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt wurde. Im Vorfeld des Beitritts Sachsens zur BRD wurde am 23. April 1990 eine Volksabstimmung über den künftigen Namen der Stadt abgehalten. Dabei stimmten 76 % der Bürger für den alten Namen „Chemnitz“. Die offizielle Rückbenennung erfolgte am 1. Juni 1990, also noch vor dem formellen Beitritt der DDR zur BRD. Nach Wiedererrichtung des Landes Sachsen 1990 wurde auch der Bezirk Karl-Marx-Stadt aufgelöst.
Im Rahmen der Kreisreform in Sachsen 1994 wurde der Landkreis Chemnitz aufgelöst. Ein Teil wurde mit den Landkreisen Hohenstein-Ernstthal und Glauchau zum neuen Landkreis Chemnitzer Land zusammen geschlossen. Der andere Teil ging im Landkreis Mittweida auf, einige Gemeinden kamen auch zum Mittleren Erzgebirgskreis. Chemnitz selbst blieb eine kreisfreie Stadt.
Mitte der 1990er Jahre begann die Bebauung der innerstädtischen Bauflächen um das Rathaus zu einem neuen Stadtkern, welche nach rund 10 Jahren noch nicht abgeschlossen ist. Zu dieser Bildung einer neuen Mitte wurden vor allem Kaufhäuser und Einkaufszentren im Bereich des Marktes angesiedelt.
Eingemeindungen
Folgende Gemeinden und Gemarkungen wurden in die Stadt Chemnitz eingegliedert:
- 1844 Niklasgasse
- 1880 Schlosschemnitz
- 1894 Altchemnitz
- 1900 Gablenz, Kappel und Altendorf
- 1904 Hilbersdorf
- 1907 Bernsdorf
- 1909 Helbersdorf
- 1913 Borna und Furth
- 1914 Markersdorf und Ebersdorf
- 1922 Heinersdorf
- 1926 Rottluff
- 1929 Reichenhain
- 1950 Adelsberg, Erfenschlag, Glösa, Harthau, Rabenstein und Stadt Siegmar-Schönau (gebildet am 1. Oktober 1935 durch den Zusammenschluss von Siegmar und Schönau; zur Stadt gehörten auch die ehemaligen Gemeinden Reichenbrand und Stelzendorf)
- 1994 Euba
- 1997 Einsiedel (mit dem bereits am 15. Juli 1936 eingegliederten Berbisdorf), Klaffenbach und Kleinolbersdorf-Altenhain
- 1999 Röhrsdorf, Grüna, Wittgensdorf und Mittelbach
Einwohnerentwicklung
1999
Auch Chemnitz ist seit etwa 1989 von einem starken Bevölkerungsrückgang betroffen. So verlor die Stadt – gemessen am heutigen Gebietsstand – seit 1990 mehr als 20 % ihrer Einwohner. Trotz zahlreicher Eingemeindungen in den 1990er Jahren (s. o.) konnte der negative Bevölkerungstrend nur kurzzeitig gestoppt werden. Die Einwohnerzahl der Stadt fiel im Dezember 2003 (lt. Statistischem Landesamt des Freistaates Sachsen) unter die Grenze von 250.000. Schätzungen ergaben, dass sich die Einwohnerzahl bis zum Jahre 2020 wahrscheinlich zwischen 220.000 und 230.000 einpendeln wird.
Es folgt eine Übersicht mit den Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1860 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen statistischen Ämter bzw. um Angaben der Stadtverwaltung.
² Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen (Gebietsstand jeweils zum 1. Januar des Folgejahres)
Religionen
Siehe auch unter „Weblinks“.
Die Bevölkerung der Stadt Chemnitz gehörte anfangs zum Bistum Meißen. Die Stadt war bereits ab 1254 Sitz eines Archidiakonats. Ab 1313 war der jeweilige Abt des Benediktinerklosters der Archidiakon. 1539 wurde die Reformation eingeführt und mit dem Pfarrer in St. Jacobi eine Superintendentur verbunden. 1540 wurden die noch bestehenden Klöster aufgehoben. Danach war Chemnitz über viele Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. Vorherrschend war das lutherische Bekenntnis, doch kamen im 16. Jahrhundert auch reformierte Bestrebungen auf, die sich jedoch nicht durchsetzen konnten. Chemnitz blieb innerhalb Sachsens stets Sitz einer Superintendentur. Heute bezeichnet man diesen Verwaltungsbezirk als Kirchenbezirk. Die Kirchengemeinden der Stadt gehören alle zu diesem Kirchenbezirk innerhalb der Region Chemnitz der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Der Kirchenbezirk Chemnitz umfasst auch Gemeinden außerhalb der Stadt Chemnitz. Innerhalb der Evangelischen Landeskirche gibt es in Chemnitz auch eine Landeskirchliche Gemeinschaft.
Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken in die Stadt. Diese gründeten alsbald auch wieder eine eigene Pfarrgemeinde. Wie alle Katholiken im damaligen Königreich Sachsen gehörte auch die Gemeinde in Chemnitz zum Apostolischen Vikariat mit Sitz in Dresden, das seit 1743 zuständiger Verwaltungsbezirk in der Nachfolge des in der Reformationszeit aufgelösten Bistums Meißen war. Aus diesem Verwaltungsbezirk entstand 1921 (wieder) das Bistum Meißen, seit 1980 Bistum Dresden-Meißen, das heute zur Kirchenprovinz Berlin (Erzbistum Berlin) gehört. Chemnitz wurde innerhalb des Bistums Meißen Sitz eines Dekanats, zu dem auch Pfarrgemeinden außerhalb von Chemnitz gehören.
Neben den beiden großen Kirchen können auch viele Gemeinden verschiedener Freikirchen auf ein langes Wirken in Chemnitz zurückblicken, darunter eine Altlutherische Gemeinde, die Elim-Gemeinde (Mitglied im Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden), eine Evangelisch-Freikirchliche Baptistengemeinde, die Heilsarmee, eine Evangelisch-Freikirchliche Brüdergemeinde, zwei Evangelisch-methodistische Gemeinden (Methodisten) sowie ein in der Evangelisch-methodistischen Kirche beheimatetes Klinikum (Bethanien), eine Evangelisch-reformierte Gemeinde (diese gehört zur Evangelisch-reformierten Kirche mit Sitz in Leer) und eine freie evangelische Gemeinde.
Das Leben der Stadt Chemnitz wurde durch eine, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstandene, lebendige jüdische Gemeinde stark geprägt. Im Jahr 1879 fand die erste Bestattung auf dem jüdischen Friedhof im Stadtteil Altendorf statt und 1899 konnte die erste Chemnitzer Synagoge am Stephansplatz eingeweiht werden. 1923 hatte die jüdische Gemeinde mit 3.500 Mitgliedern ihren Höchststand erreicht. Es gab 26 jüdische Vereine und jeder dritte der 600 Chemnitzer Fabrikanten, jeder zehnte Arzt sowie viele Künstler waren Juden. Durch den NS-Terror verloren, wie in ganz Europa, viele jüdische Bürger ihr Leben oder mussten fliehen. Auch die Synagoge wurde zerstört. Ab 1945 gab es wieder eine winzige Gemeinde. 1957 hatte sie gerade noch 35 Mitglieder und 1989 war die Gemeinde auf 12 Personen geschrumpft. Nach dem Beitritt der DDR zur BRD stieg die Zahl durch Zuwanderung aus ehemaligen GUS-Ländern auf heute ca. 650 Mitglieder. Außerdem wurde im Jahr 2002 eine neue Synagoge geweiht.
Etwa 80 % der Bevölkerung gehören keiner Religion an.
Politik
2002
Im Jahre 1298 ist für Chemnitz bereits ein Bürgermeister und ein Rat bezeugt, die beide an der Spitze der Stadtverwaltung standen. Im 14. Jahrhundert hatte der Rat mit dem Bürgermeister insgesamt 12 Mitglieder. Ab 1415 gab es drei Räte, der „alte Rat“ (vom Vorjahr), der „neue Rat“ und der „ruhende Rat“, wobei der alte und neue Rat zusammen den „voll sitzenden Rat“ ergaben. Ihm stand der Bürgermeister vor. Nach dem Dreißigjährigen Krieg gab es nur noch ein Ratskollegium. 1831 wurde eine neue Städteordnung eingeführt. Danach wählten die Bürger ihre Vertretung, die ihrerseits den Bürgermeister und die besoldeten Stadträte wählte. Mit dem Ausscheiden der Stadt Chemnitz aus der Amtshauptmannschaft 1874 erhielt der Bürgermeister den Titel Oberbürgermeister.
Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die sowjetische Besatzungsmacht den „Rat der Stadt“ beziehungsweise die Stadtverordnetenversammlung ein. In der DDR fanden Wahlen statt, bei denen es oft nur eine Möglichkeit gab zu wählen. Es wurde starker direkter und indirekter Druck auf nicht linienkonforme Teile der Bevölkerung ausgeübt, die Wahlen waren nicht frei und unabhängig.
Nach dem Beitritt der DDR zur BRD wurde das zunächst als Stadtverordnetenversammlung, nunmehr als Stadtrat bezeichnete Gremium, wieder frei gewählt. Vorsitzender dieses Gremiums war zunächst ein besonderer Vorsitzender (ab 1990 Reinhold Breede, CDU). Heute ist der Oberbürgermeister Vorsitzender des Stadtrats. Der Stadtrat wählte anfangs auch den Oberbürgermeister. Seit 1994 wird der Oberbürgermeister jedoch direkt von den Bürgern der Stadt gewählt.
Liste der (Ober-)Bürgermeister von Chemnitz und Karl-Marx-Stadt
1994
Wappen
Das Wappen der Stadt Chemnitz zeigt in gespaltenem Schild vorn in Gold zwei blaue Pfähle, hinten in Gold einen schwarzen Löwen mit roter Zunge und Bewehrung.
Die Pfähle stehen für die Grafschaft Landsberg, der Löwe für die Grafschaft Meißen. Beide Wappensymbole sind bereits seit dem 15. Jahrhundert in den Siegeln der Stadt nachweisbar. Sie wurden auch von den Kurfürsten von Sachsen als Herrscher über die Stadt Chemnitz geführt. Seit dem 18. Jahrhundert werden beide Wappensymbole in gespaltenem Schild dargestellt.
Städtepartnerschaften
Chemnitz unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
- Tampere, Finnland, seit 1961
- Laibach (Ljubljana), Slowenien, seit 1966
- Arras, Frankreich, seit 1967
- Timbuktu, Mali, seit 1968
- Ústí nad Labem (Aussig an der Elbe), Tschechien, seit 1970
- Mülhausen (frz. Mulhouse) , Frankreich, seit 1981
- Łódź, Polen, seit 1981
- Manchester, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland, seit 1983
- Wolgograd, Russland, seit 1988
- Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen), seit 1988
- Akron (im Bundesstaat Ohio), USA, seit 1997
- Taiyuan, China, seit 1999
Wirtschaft und Infrastruktur
Stadtentwicklung
1999
1999
1999
Mit der Umbenennung in Karl-Marx-Stadt wurde für Chemnitz sehr ambitioniert versucht ein Stadtzentrum zu errichten, das die klassischen Auffassungen vom Städtebau einer sozialistischen Stadt symbolisieren sollte. Die Pläne wurden allerdings auf Grund von finanziellen Mängeln und einem Prioritätenwechsel zugunsten der Wohnraumschaffung nie komplett verwirklicht.
Bei Chemnitz handelt es sich um die einzige deutsche Großstadt, für die, ähnlich dem Wiederaufbau der direkten Nachkriegsjahre, erst seit 1990 ein Stadtzentrum geplant und realisiert wurde bzw. wird, welches sich den Grundsätzen der „Europäischen Stadt“ verpflichtet fühlt. In seinen Dimensionen ist das bis dahin im wesentlichen als Freifläche brachliegende Gelände, an der Stelle der ehemaligen Innenstadt, nur mit dem Bauvorhaben „Potsdamer Platz“ in Berlin vergleichbar.
Verkehr
Durch das nordwestliche Stadtgebiet von Chemnitz führt die A 4 Erfurt - Dresden, die hier die A 72 Hof - Chemnitz kreuzt. Die Weiterführung der A 72 nach Leipzig ist in Bau.
Ferner führen folgende Bundesstraßen durch die Stadt: B 95, B 107, B 169, B 173 und B 174.
Von Chemnitz führen Bahnlinien zu dem wichtigen Knoten Leipzig, nach Dresden und Zwickau auf der Sachsen-Franken-Magistrale und nach Riesa - Berlin sowie mehrere kleinere Strecken in das Chemnitzer Umland. Die Strecke nach Leipzig wird derzeit für eine Geschwindigkeit von 160 km/h ausgebaut. Alle vier Stunden fährt der InterCity nach Dresden bzw. nach Nürnberg, dreimal täglich ein InterRegio nach Berlin.
Gemessen an ihrer Größe ist Chemnitz sehr schlecht an nationale Bahnverbindungen angebunden. Seit Mitte der 1990er Jahre gibt es daher Diskussionen in der Stadt, welche die politisch Verantwortlichen auffordern, sich um eine Verbesserung der Anbindung zu bemühen.
Im Eisenbahngüterverkehr ist Chemnitz nach Stilllegung des Rangierbahnhofes Chemnitz-Hilbersdorf kein Eisenbahnknoten mehr.
Die Stadt Chemnitz ist in den Verkehrsverbund Mittelsachsen eingebunden.
Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in der Stadt bedienen fünf Straßenbahnlinien und 32 Buslinien der „Chemnitzer Verkehrs-Aktiengesellschaft“ (CVAG). Siehe auch: Stadtbahn Chemnitz
Den Regionalverkehr betreiben:
- Citybahn Chemnitz GmbH (mit der Modellstrecke Chemnitz Hbf - Stollberg und den Strecken nach Burgstädt und Hainichen)
- DB Regio AG Verkehrsbetrieb Sachsen (Strecken nach Zwickau, Dresden, Leipzig, Riesa)
- DB RegioNetz Verkehrs GmbH Erzgebirgsbahn (Strecken nach Aue, Annaberg-Buchholz, Olbernhau)
- Autobus GmbH Sachsen, REGIOBUS GmbH Mittweida, BVO Verkehrsbetriebe Erzgebirge GmbH, Verkehrsbetriebe Kreis Freiberg GmbH, Reisedienst Dörfelt OHG
Chemnitz ist deutschlandweit durch das „Chemnitzer Modell“ im öffentlichen Personennahverkehr bekannt geworden. Dabei handelt es sich um den Einsatz von Niederflur-Straßenbahnen, die Chemnitz mit dem Umland verbinden und dabei sowohl das Netz der CVAG als auch das Schienennetz der DB befahren. Die wohl bekannteste dieser Linien verbindet das Stadtzentrum von Chemnitz mit der Stadt Stollberg. Das Netz dieser Bahnen, die in einem eigenen Betrieb zusammengefasst sind, umfasst derzeit vier Linien; Erweiterungspläne liegen vor. Dafür ist ein Umbau des Hauptbahnhofs vorgesehen, der ein direktes Umsteigen vom Fernverkehr auf den Regionalverkehr ermöglichen soll.
Südlich von Chemnitz ist der Flugplatz Chemnitz-Jahnsdorf gelegen. Das Gebäude des ehemaligen Flughafens aus der Anfangszeit der Luftfahrt in Deutschland ist noch erhalten und liegt heute inmitten des Wohngebietes „Fritz Heckert“ in der Chemnitzer Südstadt.
Medien
- Im Raum Chemnitz erscheint als Tageszeitung die „Freie Presse“, mit rund 364.100 Exemplaren pro Werktag nach eigener Aussage die auflagenstärkste regionale Tageszeitung Deutschlands.
- Monatlich erscheint das Stadtmagazin „Stadtstreicher“ mit einem Veranstaltungsplaner für Chemnitz, Zwickau und deren Großraum.
- In der Region Chemnitz ist der Radio-Sender „CHEMNITZ 102.1“ zu empfangen.
- Ebenfalls in der Region Chemnitz ist über Kabel und Antenne der TV-Sender „SACHSEN FERNSEHEN“ zu empfangen.
- Einer der „Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanäle“ (SAEK) ist in Chemnitz ansässig.
- Radio UNiCC e. V. – das Uniradio der TU Chemnitz, empfangbar täglich von 18-19 Uhr auf 102,7 MHz
- Chemnitzer Bürgerradio Radio T, empfangbar täglich von 19-24 Uhr auf 102,7 MHz
Ansässige Unternehmen
- Volkswagen Sachsen GmbH, Motorenfertigung Chemnitz
- Bruno Banani
- Premium Bodywear AG
- enviaM (envia Mitteldeutsche Energie AG)
- Diamant Fahrradwerke GmbH
- Union Werkzeugmaschinen GmbH Chemnitz (älteste existierende Werkzeugmaschinenfabrik Deutschlands)
- IT Services and Solutions GmbH
- NILES-SIMMONS-Hegenscheidt Gruppe
- Technologiezentrum Chemnitz GmbH
- CBS Information Technologies AG
- Sparkasse Chemnitz
- Stadtwerke Chemnitz
- Hörmann Gruppe
- Siemens Chemnitz
Öffentliche Einrichtungen
In Chemnitz haben folgende Einrichtungen und Institutionen beziehungsweise Körperschaften des öffentlichen Rechts ihren Sitz:
- Bundespolizeiamt (BPOLAMT) Chemnitz
- Handwerkskammer Chemnitz
- IHK Südwestsachsen Chemnitz-Plauen-Zwickau
- Kreiswehrersatzamt Chemnitz
- Oberfinanzdirektion Chemnitz
- Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (ehemaliges Landesarbeitsamt)
Bildung und Forschung
Landesarbeitsamt
- Technische Universität Chemnitz (TUC): Die Universität geht zurück auf die 1836 gegründete Königliche Gewerbeschule Chemnitz, die anfangs eine Bildungsstätte der Textilindustrie war. 1882 kam die Elektrotechnik hinzu und nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie als Staatliche Akademie für Technik geführt. 1953 stieg sie zur Hochschule für Maschinenbau auf und 1963 wurde sie eine Technische Hochschule. Schließlich wurde sie 1986 in den Rang einer Technischen Universität erhoben. Die Technische Universität betreut aktuell zwischen 10.000 und 11.000 Studenten.
- Gymnasien: • Alexander-von-Humboldt-Gymnasium • Dr.-Wilhelm-André-Gymnasium • Georgius-Agricola-Gymnasium • Gottfried-Leibniz-Gymnasium (soll aufgehoben werden und schließt sich zusammen mit dem Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium) • Gymnasium Einsiedel (mit integrierten Behinderten) • Johannes-Kepler-Gymnasium (mit mathematisch/naturwissenschaftlich vertieftem Profil) • Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasium • Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium • Sportgymnasium Chemnitz • Werner-Heisenberg-Gymnasium (soll aufgehoben werden)
- Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU)
- Sächsisches Textilforschungsinstitut e. V.
Freizeit- und Sportanlagen
Siehe auch: :Kategorie:Chemnitz (Sport)
:Kategorie:Chemnitz (Sport)
- Sportforum (Hauptstadion – Zuschauerkapazität: 18.500 Plätze; Leichtathletik- /Mehrzweckhalle – Zuschauerkapazität: 1.450 Plätze; Radrennbahn – Zuschauerkapazität: 15.000 Plätze; drei Rasenplätze, zwei Hartplätze, Kunstrasenplatz; eine 50-Meter-Schwimmhalle; Boxer-/Ringerhalle; zwei Kunstturnhallen; Spielhalle; Judohalle)
- Chemnitz Arena (Messe- und Veranstaltungshalle für bis zu 11.000 Zuschauer)
- Richard-Hartmann-Halle – Heimspielstätte des Basketballvereins BV TU Chemnitz 99 (Zuschauerkapazität 2.000 Plätze)
- Sporthalle am Schloßteich - Spielstätte der ChemCats (Zuschauerkapazität: ca. 750 Plätze)
- Stadion an der Gellertstraße – Heimspielstätte des CFC (Zuschauerkapazität: 12.500 Plätze)
- Eissport und Freizeitzentrum Chemnitz (Eissporthalle 4.000 Plätze; Trainingshalle; 400 m Eisschnelllaufbahn; Rollhockeystadion)
- Stausee Oberrabenstein und weitere fünf Freibäder
- Stadtbad und weitere drei Hallenbäder
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bühnen
- Die Theater Chemnitz • Opernhaus Chemnitz (Oper, Operette, Ballett, Musical) Opernhaus Chemnitz • Schauspielhaus Chemnitz • Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz • Figurentheater
- Stadthalle Chemnitz
- „Das Chemnitzer Kabarett“ (ehem. „1. Chemnitzer Kabarett“)
- Kabarett Kiste – Kabarett „Sachsenmeyer & Co“
- TACH-Theater
- Armes Theater mit V. E. B. (Vereinseigene Bühne)
- FRESSTheater
Museen
Opernhaus Chemnitz
Opernhaus Chemnitz
- Sächsisches Industriemuseum
- Kunstsammlungen Chemnitz im König-Albert-Museum
- Schlossbergmuseum einschließlich Burg Rabenstein und Roter Turm
- Kulturkaufhaus „DAStietz“
- Neue Sächsische Galerie (im Tietz)
- Museum für Naturkunde (im Tietz)
- Henry-van-de-Velde-Museum in der Villa Esche
- Deutsches Spielemuseum
- Museum für sächsische Fahrzeuge
- Sächsisches Eisenbahnmuseum
- Ebersdorfer Schulmuseum
- Straßenbahnmuseum Kappel
- Medizinhistorische Sammlungen des Klinikum Chemnitz gGmbH
- Kulturgeschichtliches Spezialmuseum für Militärgeschichte
- Museumsspeicher Ebersdorf
Kinos
Bauwerke
Villa Esche
Siehe auch: Sehenswürdigkeiten in Chemnitz.
- Wahrzeichen der Stadt Chemnitz („Stadt mit Köpfchen“) ist noch immer der „Nischel“, das wuchtige Karl-Marx-Monument . Bei diesem Denkmal handelt es sich um die größte Porträtbüste der Welt. Sie wurde durch den russischen Künstler Lew Kerbel gestaltet, in Bronze gegossen und 1971 feierlich enthüllt.
- Altes Rathaus, 1497 errichtet und mehrfach umgebaut
- Siegertsches Haus, einziges noch erhaltenes Haus mit Barockfassade am Markt (Johann Christoph von Naumann 1735-1741)
- Neues Rathaus (Richard Möbius, 1911)
- Opernhaus (Richard Möbius, 1909)
- König-Albert-Museum (Richard Möbius, 1909)
- Roter Turm – Teil der historischen Stadtbefestigung (altes Wahrzeichen der Stadt)
- Burg Rabenstein
- Wasserschloss Klaffenbach
- Uhrturm der Fa. Schubert & Salzer (Erich Basarke, 1927)
- ehemaliges Kaufhaus Schocken (Erich Mendelsohn, 1930)
- Stadtbad, bedeutendes Denkmal der architektonischen Moderne (Fred Otto, 1928-35)
- Geburtshaus Fritz Heckerts (heute „HECK-ART“, Restaurant und Galerie)
- Der Kaßberg als eines der größten Gründerzeit- und Jugendstilviertel Europas
Bild:Roter_Turm_in_Chemnitz.jpg|Roter Turm
Bild:Siegertsches_Haus_in_Chemnitz.jpg|Siegertsches Haus
Bild:Koenig_Albert_Museum_in_Chemnitz.jpg|König-Albert-Museum
Bild:Opernhaus in Chemnitz.jpg|Opernhaus
Bild:Kaufhaus_Schocken_in_Chemnitz.jpg|Kaufhaus Schocken
Bild:Kulturkaufhaus_in_Chemnitz.jpg|Kulturkaufhaus DAStietz
Bild:Stadtbad_in_Chemnitz.jpg|Stadtbad
Bild:Uhrturm_in_Chemnitz.jpg|Uhrturm der Fa. Schubert & Salzer
Kirchen
Kaßberg
- Stadtkirche St. Jakobi, älteste erhaltene Kirche der Stadt (14. Jh.)
- Schlosskirche (spätgotische Hallenkirche als Nachfolger einer romanischen Basilika von 1136, ehem. Benediktinerkloster) und Schlossbergmuseum
- Johanniskirche, erstmals urkundlich erwähnt 1264 (stand jedoch außerhalb der Stadtmauern – siehe oben Stadtkirche St. Jakobi)
- Petrikirche, neugotischer Sandsteinbau (Hans Enger, 1888)
- Pauli-Kreuz-Kirche (Otto Bartning, 1936)
- Friedenskirche (Kaßbergstraße 30) 1879 (Methodistengemeinde)
- Luther-Kirche (1908)
- St. Joseph, größte kath. Gemeinde der Stadt, (1905)
- Markuskirche, neugotische Backsteinkirche mit Doppelhelm-Turm (1895)
- St. Andreaskriche (1888)
- St. Josephkirche(1888)
Bild:Lutherkirche_in_Chemnitz.jpg|Lutherkirche
Bild:Markuskirche_in_Chemnitz.jpg|St. Markuskirche
Bild:Johanniskirche_in_Chemnitz.jpg|Johanniskirche
Bild:Josephkirche_in_Chemnitz.jpg|St. Josephkirche
Villen
1888
- Villa Esche (Jugendstilarchitektur von Henry van de Velde, 1903/11)
- Villa Koerner (Henry van de Velde, 1914)
Das neue Chemnitz
- Die neue Chemnitzer Innenstadt mit Gebäuden von international renommierten Architekten wie Helmut Jahn, Hans Kollhoff und Christoph Ingenhoven
- Neue Synagoge an der Stollberger Straße (Weihe: 24. Mai 2002; Architekt: Professor Alfred Jacoby). In der sog. Reichskristallnacht vom 9. zum 10. November 1938 wurde die alte Chemnitzer Synagoge (erbaut 1897-1899 nach Plänen von Architekt Wenzel Bürger) am Stephanplatz ebenso wie 2.000 weitere jüdische Gotteshäuser im Deutschen Reich in Brand gesetzt, beschädigt und später abgetragen.
- Kulturkaufhaus „DAStietz“, ein ehemaliges Kaufhaus (Wilhelm Kreis, 1913), welches heute die Stadtbibliothek, die Volkshochschule, das Naturkundemuseum, die Neue Sächsische Galerie u. a. beherbergt. Im großen Lichthof befindet sich der Versteinerte Wald.
- Chemnitz-Arena, Mehrzweckhalle mit bis zu 13.000 Steh- oder 7.000 Sitzplätzen (einstige Produktionshalle auf dem Gelände der ehemaligen Wanderer-Werke)
Höchste Bauwerke
Wanderer-Werke
- Weit sichtbar ist der Schornstein des Heizkraftwerkes Nord, mit einer Höhe von 300 m ist er das höchste Bauwerk der Stadt.
- Das höchste Gebäude ist mit 93 m Höhe das 1974 erbaute Mercure Hotel Kongress im Stadtzentrum.
- Mit 84 m ist der doppelhelmige Turm der Markuskirche (nach Entwürfen der Berliner Firma Abesser & Kröger, geweiht 1895) auf dem Sonnenberg der höchste Kirchturm und ein markantes Wahrzeichen.
- Das erste Chemnitzer Hochhaus (Willy Schönfeld, 1925/26) war das noch heute bestehende Gebäude der ehemaligen Weberei Cammann & Co. mit einer Höhe von 40 m.
Weitere Sehenswürdigkeiten
- Der Versteinerte Wald im Kulturkaufhaus „DAStietz“, eines der bedeutendsten Naturdenkmale in Deutschland
- Der Schlossteich und die Schillingschen Figuren
- Der Tierpark Chemnitz
- Das Kosmonautenzentrum Sigmund Jähn im Küchwaldpark
- Parkeisenbahn im Küchwaldpark
- Der Stadtpark entlang der Chemnitz
- Unterirdische Gewölbegänge im Kaßberg
- Schaubergwerk „Felsendome Rabenstein“
- Wildgatter Oberrabenstein
- Botanischer Garten Chemnitz (Schulbiologiezentrum)
- Arktisch-Alpiner Garten der Walter-Meusel-Stiftung
Regelmäßige Veranstaltungen
- Februar: Tage der jüdischen Kultur
- März: Chemnitzer Linux-Tage: Am 1. Samstag und Sonntag im Monat März
- Mai - September: Kunst- und Handwerkermarkt an jedem 1. Freitag im Monat
- Mai: Chemnitzer Museumsnacht
- Juli/August: splash! Festival (größtes Hip-Hop- und Reggae-Festival Europas)
- zweites Septemberwochenende: Stadtfest
- September: SOUL EXPRESSION (internationale Breakdanceveranstaltung)
- September: Künstlerbuchmesse
- Oktober: Internationales Kinderfilmfestival „Schlingel“
- Oktober: Kulturfestival „Begegnungen“ mit vielfältigen Veranstaltungen
- November: Tage der erzgebirgischen Folklore
- Dezember: Erzgebirgischer Weihnachtsmarkt
Persönlichkeiten
Für Ehrenbürger, Söhne und Töchter der Stadt und weitere verdienstvolle mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten, siehe Liste der Persönlichkeiten der Stadt Chemnitz
Literatur
- Thematische Stadtpläne Chemnitz. 5 Teile zu einzelnen Architekturepochen. Chemnitz: edition vollbart 2002/2003.
- Kassner, Jens/Weiske, Christine. Reformarchitektur in Chemnitz. Chemnitz: edition vollbart 2003.
- Zur Entstehung und Frühgeschichte der Stadt Chemnitz. Kolloquium des Stadtarchivs Chemnitz, 24. April 2002, Volksbank Chemnitz. Aus dem Stadtarchiv Chemnitz 6 (Stollberg 2002), ISBN 3-00-011097-6.
- Schriftenreihe: Aus dem Stadtarchiv Chemnitz (Chemnitz 1998 ff.), ZDB-ID 20028933.
- Zeitschrift: Mitteilungen des Chemnitzer Geschichtsvereins: Jahrbuch (Chemnitz 1992 ff.), ZDB-ID 9137270.
- „Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte“ Band II Mitteldeutschland – Im Auftrag der Konferenz der landesgeschichtlichen Kommissionen Deutschlands mit der Unterstützung des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart 1941.
- Chemnitz. Neue Bauten in der Stadtmitte 1990-2003. Verlag Edition Leipzig 2003.
Filme
- »Bilderbuch Deutschland« Chemnitz, Erstausstrahlung: ARD, 27.06.2004, 45 Min. [http://www3.mdr.de/bilderbuch/chemnitz/]
Weblinks
- [http://www.chemnitz.de Offizielle Homepage der Stadtverwaltung]
- [http://www.chemnitz-tourismus.de Touristeninformation]
- [http://www.cwe-chemnitz.de Homepage der Chemnitzer Wirtschaftsförderung]
- [http://www.kirche-chemnitz.de Internetpräsenz der Chemnitzer Kirchen]
- [http://www.historisches-chemnitz.de Auf den Spuren des alten Stadtbildes und der Stadtentwicklung]
- [http://www.chemnitzer74.de/chemnitz/index.htm Historische Entwicklung der Stadt Chemnitz]
- [http://www.wasserwacht-chemnitz.de/chgesch.htm Überblick über die Geschichte von Chemnitz]
- [http://www.webcam-chemnitz.de Eine Webcam über den Dächern von Chemnitz]
- [http://www.kosmonautenzentrum.de Offizielle Homepage des Kosmonautenzentrums „Sigmund Jähn“]
Kategorie:Ort in Sachsen
!
Kategorie:Reichsstadt
ja:ケムニッツ
17. OktoberDer 17. Oktober ist der 290. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 291. in Schaltjahren) - somit verbleiben 75 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1469 - Ferdinand II. von Aragón und die Infantin Isabella I. von Kastilien heiraten, wodurch Aragonien und Kastilien zu Spanien vereint werden.
- 1662 - Karl II. von England verkauft Dünkirchen für 40.000 Pfund an Frankreich.
- 1777 - Amerikanische Truppen besiegen die Engländer in der Schlacht von Saratoga.
- 1805 - Karl Mack von Leiberich kapituliert in Ulm mit den Resten der geschlagenen österreichischen Armee im dritten Koalitionskrieg gegenüber französischen Truppen unter Napoleon Bonaparte
- 1810 - Oktoberfest in München eröffnet.
- 1847 - Königlich-Preußisches Meteorologisches Amt in Berlin eröffnet.
- 1897 - Gründung des VfB Oldenburg als FC 1897 Oldenburg
- 1961 - Eine Demonstration von 30.000 Algeriern in Paris gegen eine über sie verhängte Ausgangssperre führt zu einem Blutbad mit einer unbekannten Zahl von Toten, Tausenden von Verletzten und 14.000 Verhaftungen unter der Verantwortung des damaligen Polizeipräfekten Maurice Papon.
- 1962 - Das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Irland wird unterzeichnet.
- 1966 - Lesotho und Botswana werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen
- 1987 - Die Cookinseln werden Mitglied in der UNESCO.
- 1989 - Neue DDR-Flüchtlinge in der Warschauer BRD-Botschaft werden mit Sondermaschinen der polnischen Fluggesellschaft LOT in die BRD aufsgeflogen.
- 1991 - Erste demokratische und freie Wahlen in Polen nach der Wende.
- 1994 - Bulgarien. Auflösung des Parlaments
- 1996 - Nauru wird Mitglied in der UNESCO.
- 1997 - Die aktuelle Verfassung tritt in Polen in Kraft.
- 1998 - Kirgisistan. Referendum zur Einführung des Privateigentums an Grund und Boden
- 2001 - In einem Hotel des arabischen Teils von Jerusalem wird der israelische Tourismusminister Rehavam Zeevi erschossen.
- 2003 - Das Auswärtige Amt unterstützt Frauenprojekte im afganischen Kandahar mit 1 Mio. Euro.
- 2003 - In Österreich wird die nullkommasieben Kampagne gestartet, um mehr Geld für die Entwicklungszusammenarbeit zu bekommen.
- 2003 - Nach dem Rücktritt von Sánchez de Lozada wird Carlos Mesa bolivianischer Staatspräsident und Regierungschef.
- 2005 - Ein Lokschuppen des Verkehrsmuseums Nürnberg brennt fast vollständig aus, mehrere historische Lokomotiven werden zerstört oder schwer beschädigt.
Kultur
- 1825 - Uraufführung der Oper Don Sanche, ou Le château d'amour von Franz Liszt in Paris.
Wissenschaft, Technik
Paris
- 1604 - Der Astronom Johannes Kepler beobachtet im Sternbild Schlangenträger zum ersten Mal die Supernova 1604 ("Keplers Stern"), die bislang letzte Supernova in unserer Milchstraße.
- 1911 - Das Luftschiff SL I nach den Plänen von Johann Schütte startet in Mannheim-Rheinau zum ersten Probeflug.
- 1985 - Intel stellt mit dem 80386 die erste 32-Bit-CPU der x86-Familie vor.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
- 1253 - Ivo Hélory, bretonischer Advokat und Priester
- 1577 - Cristofano Allori, italienischer Maler
- 1680 - Anna Constantia Gräfin von Cosel, Mätresse August des Starken
- 1696 - August III., Kurfürst von Sachsen und König von Polen
- 1741 - Heinrich Zimmermann, deutscher Reisender und Reiseschriftsteller
- 1753 - Johann Rudolf Dolder, Schweizer Politiker
- 1760 - Claude Henri de Saint-Simon, französischer Philosoph
- 1765 - Henri Clarke d'Hunebourg, französischer General und Staatsmann
- 1796 - Leopold Kupelwieser, österreichischer Maler
- 1803 - Ferenc Deák, ungarischer Politiker
- 1813 - Georg Büchner, deutscher Dramatiker
- 1815 - Emanuel Geibel, deutscher Lyriker
- 1820 - Édouard Albert Roche, französischer Mathematiker
- 1835 - Alexandrine Tinné, niederländische Afrikaforscherin
- 1859 - Childe Hassam, US-amerikanischer Maler
- 1873 - Alfred Polgar, österreichischer Schriftsteller
- 1883 - Alexander Sutherland Neill, schottischer Pädagoge und Vertreter der antiautoritären Erziehung
- 1889 - Nestor Machno, russischer Revolutionär
- 1892 - Otakar Jeremiáš, tschechischer Komponist und Dirigent
- 1894 - Hermann Ehren, deutscher Politiker (CDU)
- 1895 - Doris Humphrey, US-amerikanische Tänzerin
- 1898 - Simon Vestdijk, niederländischer Schriftsteller
- 1899 - Robert Kempner, deutscher Rechtsanwalt und Ankläger in den Nürnberger Prozessen
- 1900 - Jean Arthur, US-amerikanische Schauspielerin
- 1903 - Andrej Antonowitsch Gretschko, Oberbefehlshaber der in der DDR stationierten sowjetischen Truppen
- 1903 - Nathanael West, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1907 - Herbert Böhme, deutscher Journalist und Schriftsteller
- 1912 - Johannes Paul I., Papst
- 1913 - Robert Lembke, deutscher Journalist und TV-Moderator
- 1915 - Arthur Miller, US-amerikanischer Dramatiker
- 1916 - Knut Freiherr von Kühlmann-Stumm, deutscher Politiker (FDP, später CDU)
- 1916 - Friedrich Schoenfelder, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 1918 - Rita Hayworth, US-amerikanische Schauspielerin
- 1919 - Zhao Ziyang, Premierminister der Volksrepublik China und Generalsekretär der Kommunistischen Partei
- 1920 - Montgomery Clift, US-amerikanischer Schauspieler
- 1920 - Miguel Delibes, spanischer Schriftsteller
- 1922 - Luíz Bonfá, brasilianischer Gitarrist und Komponist
- 1923 - Barney Kessel, US-amerikanischer Jazz-Gitarrist
- 1928 - Cozy Cole, US-amerikanischer Musiker
- 1928 - Henryk Roman Gulbinowicz, litauischer Erzbischof von Wrocław und Kardinal
- 1929 - Karl-Hermann Flach, liberaler Politiker
- 1930 - Robert Atkins, US-amerikanischer Kardiologe
- 1931 - Ernst Hinterberger, österreichischer Schriftsteller
- 1931 - Anatoli Pristawkin, russischer Schriftsteller und Politiker
- 1931 - Gina Ruck-Pauquèt, deutsche Schriftstellerin
- 1933 - Soeur Sourire, belgische Chansonette
- 1933 - William Alison Anders, Astronaut der USA
- 1934 - Christian Bruhn, deutscher Komponist
- 1934 - Ulrike Meinhof, deutsche Journalistin und Terroristin
- 1938 - Evel Knievel, US-amerikanischer Motorradstuntman
- 1941 - Alan Howard, britischer Musiker
- 1941 - James Seals, US-amerikanischer Musiker
- 1942 - Gary Puckett, US-amerikanischer Sänger
- 1946 - Cameron Mackintosh, britischer Musical-Produzent
- 1946 - Adam Michnik, polnischer Publizist
- 1946 - Bob Seagren, US-amerikanischer Stabhochspringer
- 1948 - Lutz Dammbeck, deutscher Maler und Filmemacher
- 1950 - Philippe Xavier Christian Ignace Marie Barbarin, Erzbischof von Lyon und Kardinal
- 1958 - Alan Jackson, US-amerikanischer Country-Sänger
- 1959 - Francisco Guillermo Flores Pérez, Staatspräsident von El Salvador
- 1966 - Jürgen Rollmann, deutscher Fußballspieler und Journalist
- 1968 - Ziggy Marley, jamaikanischer Musiker
- 1972 - Wyclef Jean, US-amerikanischer Musiker, Songwriter und Produzent
- 1972 - Marshall Mathers (Eminem), US-amerikanischer Rap-Musiker und Schauspieler
- 1974 - Sevatheda Fynes, bahamaische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1979 - Kimi Räikkönen, finnischer Formel-1-Rennfahrer
- 1981 - Burcu Dal, deutsche Schauspielerin
Gestorben
- 1456 - Nicholas Grenon | | |