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Gustav Holst

Gustav Holst

Gustav Theodore Holst // (
- 21. August 1874 in Cheltenham, † 25. Mai 1934 in London), gelegentlich auch Gustavus Theodore von Holst, ist ein englischer Komponist mit lettischer - und sehr weit entfernt auch spanischer - Abstammung. Er wird der Spätromantik zugeordnet. Holst strebte zunächst eine Karriere als Pianist an; im Alter von 17 Jahren musste er diese Pläne aufgrund einer Nervenentzündung des Armes aufgeben. Später studierte er Komposition und Posaune bei Charles Villiers Stanford am Royal College of Music in London und arbeitete zwischen 1898 und 1903 in verschiedenen Orchestern als Posaunist. Anschließend war er an einigen Institutionen als Musiklehrer beschäftigt. Zwischen 1919 und 1923 lehrte er Komposition am Royal College of Music und der Reading-Universität. Seine Tochter Imogen Holst war ebenfalls Komponistin und Dirigentin.

Werke


- Werkverzeichnis
  - http://www.gustavholst.info/compositions/ Berühmt wurde Holst vor allem durch seine Suite The Planets (Die Planeten, 1914-1917/1916).
- 6 Opern,
- 2 Chorballette
- Kammer- und Klaviermusik,
- Chor- und Orchestermusik Ausgewählte Werke:
- The Hymn of Jesus (1917)
- The Perfect Fool - eine Oper (1918-1922/1923)
- At the Boar's Head - eine Oper (1924/1925)
- The Tale of the Wandering Scholar (1929) - eine Oper,
- Savitri - eine Oper,
- The Golden Goose (1926) - ein Chorballett,
- The Morning of the Year (1927),
- A Somerset Rhapsody (1907)
- St. Paul's Suite (Finale is another arrangement of 4th movement in Second Suite) (1913)
- # Jig
- # Ostinato
- # Intermezzo
- # Finale (The Dargason)
- Hammersmith: Prelude and Scherzo (1930
- Lyric Movement (1933)
- The Mystic Trumpeter (1904)

Für Blasorchester/Military-Band


  - First Suite for Military Band in Eb (1909)
- # Chaconne
- # Intermezzo
- # the planets 1914
- # March
  - Second Suite for Military Band in F (1911)
- # March: Morris Dance, Swansea Town, Claudy Banks
- # Song Without Words "I'll Love my Love"
- # Song of the Blacksmith
- # Fantasia on the "Dargason"
  - A Moorside Suite (1928)
- # Scherzo
- # Nocturne
- # March
  - Fugue à la Gigue (1928)
  - Hammersmith Op. 52 (1930)
- # Prelude
- # Scherzo

Weblinks


-
- [http://www.gustavholst.info Gustav Holst] Holst, Gustav Holst, Gustav Holst, Gustav Holst, Gustav Holst, Gustav Holst, Gustav ja:グスターヴ・ホルスト ko:구스타브 홀스트

21. August

Der 21. August ist der 233. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 234. in Schaltjahren) - somit bleiben 132 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1526 - Alonso de Salazar entdeckt die Marshallinseln.
- 1614 - Judenpogrom im Rahmen des Frankfurter "Fettmilchaufstandes"
- 1745 - Zar Peter III. heiratet Katharina die Große
- 1892 - Auf der Tafelfichte wird ein Aussichtsturm eröffnet.
- 1897 - Felix Hoffmann synthetisiert Heroin nach dem Verfahren von C.R. Wright von 1874. Es wird von der Firma Bayer als Medikament angeboten.
- 1911 - Bei Renovierungsarbeiten im Louvre wird die Mona Lisa entwendet.
- 1944 - Geschichte der Vereinten Nationen: Die Konferenz von Dumbarton Oaks zur Beratung von Satzung und Struktur einer künftigen Weltorganisation beginnt.
- 1953 - Malediven. Wiederherstellung des Sultanats.
- 1954 - Der CDU-Bundestagsabgeordnete Karlfranz Schmidt-Wittmack setzt sich in die DDR ab.
- 1959 - Nach einem Volksentscheid wird Hawaii der 50. Bundesstaat der USA (siehe auch: 18. März).
- 1968 - Beendigung des Prager Frühlings: Warschauer-Pakt-Truppen besetzen innerhalb weniger Stunden alle strategisch wichtigen Positionen in der ČSSR.
- 1971 - Kopenhagen, Dänemark. Eine Ilyushin-18 stürzt beim Landeanflug ins Meer. 28 Menschen sterben, 3 können gerettet werden.
- 1978 - Gründung der Deutschen Botschaftsschule Peking, Volksrepublik China
- 1986 - Die plötzliche Freisetzung von Kohlendioxid aus dem Nyos-See in Kamerun kostet mehr als 1700 Menschenleben.
- 1991 - Lettland wird von der Sowjetunion unabhängig, die Verfassung von 1922 wird wieder in Kraft gesetzt.
- 2005 - 1,2 Mio. Menschen feiern mit Papst Benedikt XVI. die Abschlussmesse des XX. Weltjugendtages auf dem Marienfeld bei Köln.

Wirtschaft

Wissenschaft und Technik


- 1957 - Die weltweit erste Interkontinentalrakete, die sowjetische R-7, macht ihren ersten erfolgreichen Testflug.
- 1965 - Beim zweiten Versuch glückt der Start von Gemini 5. Mit 190 Stunden im Weltall werden Gordon Cooper und Charles Conrad einen neuen Langzeitrekord aufstellen.
- 1972 - Start des Ultraviolett- und Röntgen-Teleskops Orbiting Astronomical Observatory 3 auch Copernicus Observatory genannt.

Kultur


- 1719 - Uraufführung der Oper Sirita von Antonio Caldara in Wien.
- 1830 - Uraufführung der Oper Trois Jours en une heure von Adolphe Adam an der Opéra-Comique in Paris.

Sport


- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1955 - erstes Fussball-Länderspiel der Staaten UdSSR und BR Deutschland (Spielort: Moskau, Dynamo-Stadion). Die Sowjetunion gewinnt vor 80.000 Zuschauern (darunter 1500 Deutsche) mit 3:2.
- 2005 - erstes Formel 1 Rennen in der Türkei siehe Formel 1.

- 2005 - erstes Testspiel der Adler in der SAP Arena

Geboren


- 1165 - Philipp II. August, König von Frankreich
- 1520 - Bartholomäus Sastrow, deutscher Schriftsteller
- 1567 - Franz von Sales, Bischof von Genf/Annecy, Ordensgründer, Kirchenlehrer
- 1643 - Alfons VI., König von Portugal
- 1670 - James FitzJames, 1. Duke of Berwick-upon-Tweed, französischer Heerführer und Marschall
- 1698 - Guarnerius del Gesu, italienischer Geigenbauer
- 1765 - Wilhelm IV., König des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland und König von Hannover
- 1789 - Augustin Louis Cauchy, französischer Mathematiker
- 1794 - Bernhard Studer, Schweizer Geologe
- 1798 - Jules Michelet, französischer Historiker
- 1826 - Carl Gegenbaur, deutscher Anatom
- 1848 - Paul Pierre Henry, französischer Optiker und Astronom
- 1848 - Max Liebermann von Sonnenberg, deutscher Offizier, Abgeordneter und Publizist
- 1862 - Emilio Salgari, italienischer Schriftsteller
- 1871 - Leonid Andrejew, russischer Schriftsteller
- 1872 - Aubrey Beardsley, englischer Zeichner
- 1872 - Korfiz Holm, deutscher Schriftsteller
- 1874 - Gustav Holst, britischer Komponist
- 1882 - Franz Kruckenberg, deutscher Ingenieur und Konstrukteur
- 1885 - Wilhelm Schmidt, deutscher Politiker, MdB 1949-1953
- 1889 - Hermann-Bernhard Ramcke, deutscher General im 2. Weltkrieg
- 1893 - Lili Boulanger, französische Komponistin
- 1894 - Christian Schad, deutscher Maler und Grafiker
- 1904 - Count Basie, US-amerikanischer Musiker
- 1913 - Wiktor Rosow, russischer Dramatiker
- 1916 - Robert Gagné, US-amerikanischer experimenteller Psychologe und Pädagoge
- 1926 - Marian Jaworski, römisch-katholischer Erzbischof von Lemberg und ein Kardinal
- 1928 - Chris Brasher, britischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1930 - Margaret, Prinzessin von England
- 1930 - Atef Sidki, ägyptischer Jurist, Politiker, Regierungschef
- 1932 - Melvin Van Peebles, afro-amerikanischer Filmemacher
- 1933 - Janet Baker, englische Mezzo-Sopranistin
- 1936 - Wilt Chamberlain, US-amerikanische Basketball-Legende
- 1938 - Kenny Rogers, US-amerikanischer Sänger
- 1939 - James Burton, US-amerikanischer Musiker
- 1939 - Tom Coster, US-amerikanischer Musiker und Songschreiber
- 1939 - Harold Reid, US-amerikanischer Sänger
- 1939 - Festus Mogae, botswanischer Politiker und Staatspräsident
- 1942 - Tommy Kent, deutscher Schlagersänger
- 1942 - Ernst Welteke, deutscher Politiker und Volkswirt, Präsident der Deutschen Bundesbank
- 1944 - Jackie DeShannon, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin
- 1947 - Ben Shneiderman, US-amerikanischer Informatiker
- 1952 - Glenn Hughes, britischer Musiker (Deep Purple)
- 1952 - Jiří Paroubek, tschechischer Politiker
- 1952 - Joe Strummer, britischer Musiker und Sänger (Clash)
- 1954 - Didier Six, französischer Fußballspieler
- 1957 - Axel Breitung, deutscher Musiker und Songschreiber
- 1963 - Muhammad VI., König von Marokko
- 1964 - Johnny Haeusler, deutscher Musiker, Radiomoderator, Mediendesigner und Blogger
- 1967 - Carrie-Anne Moss, kanadische Schauspielerin
- 1969 - Oliver Geißen, deutscher TV-Moderator
- 1984 - Alizée, französische Sängerin
- 1991 - Gion Stump, schweizer Musiker

Gestorben


- 1131 - Balduin II. (Jerusalem), König von Jerusalem, Teilnehmer des ersten Kreuzzugs
- 1568 - Jean Parisot de la Valette, 49. Großmeister des Malteserordens
- 1614 - Erzsébet Báthory, ungarische Adlige
- 1724 - Ludwig (Spanien), König von Spanien
- 1762 - Mary Wortley Montagu, englische Schriftstellerin
- 1814 - Benjamin Thompson, Militär- und Experimentalphysiker
- 1836 - Claude Louis Marie Henri Navier, französischer Mathematiker und Physiker
- 1838 - Adelbert von Chamisso, deutscher Naturforscher und Dichter
- 1844 - Georg Friedrich Benecke, deutscher Gelehrter
- 1856 - Peter Joseph von Lindpaintner, deutscher Komponist und Dirigent
- 1868 - Karl Immanuel Nitzsch, Theologe
- 1870 - Gustav Struve, deutscher Politiker und radikaldemokratischer Revolutionär
- 1872 - David Kalisch, deutscher Schriftsteller
- 1876 - Gustav Simon, Chirurg und Autor medizinischer Bücher
- 1877 - Ferdinand Becker, deutscher Maler
- 1885 - Helen Hunt Jackson, US-amerikanische Autorin
- 1899 - Hermann Joseph Schmitz, Weihbischof und Offizial in Köln
- 1901 - Adolf Fick, deutscher Physiologe
- 1911 - Jozef Israëls, niederländischen Maler jüdischer Herkunft
- 1925 - Eugen Gutmann, deutscher Bankier
- 1932 - Frederick Corder, englischer Komponist
- 1940 - Hermann Obrecht, Schweizer Politiker
- 1940 - Lew Dawidowitsch Trotzki, ukrainisch-russischer Revolutionär und Politiker
- 1940 - Paul Juon, russischer Komponist
- 1943 - Henrik Pontoppidan, dänischer Schriftsteller
- 1944 - Friedrich Gustav Jaeger, Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944
- 1944 - Robert Uhrig, deutscher Kommunist und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus
- 1947 - Ettore Bugatti, italienischer Automobilfabrikant und Konstrukteur
- 1951 - Gustav Davis, österreichischer Journalist und Zeitungsherausgeber
- 1951 - Constant Lambert, englischer Komponist
- 1957 - Harald Ulrik Sverdrup, norwegischer Ozeanograph und Professor
- 1958 - Stevan Hristić, jugoslawischer Komponist
- 1978 - Nicolaas Diederichs,
- 1978 - Norbert Conrad Kaser, Südtiroler Dichter
- 1979 - Karl Bergmann, deutscher Politiker, MdB
- 1980 - Joe Dassin, französischer Sänger
- 1982 - Sobhuza II., König von Swasiland
- 1983 - Benigno Aquino, philippinischer Oppositionspolitiker
- 1984 - Ewald Sprave, deutscher Politiker, Bürgermeister von Dortmund
- 1986 - Thad Jones, US-amerikanischer Jazz-Trompeter
- 1987 - Imre Reiner, ungarischer Maler, Grafiker und Typograf
- 1988 - Ray Eames, Designerin und Namensgeberin für Klubsessel 'Eames Lounge Chair'
- 1990 - Kurt Müller, deutscher Politiker
- 1991 - Oswald von Nell-Breuning, katholischer Theologe und Nationalökonom
- 1991 - Wolfgang Hildesheimer, deutschsprachiger Schriftsteller und Maler
- 1995 - Subrahmanyan Chandrasekhar, US-amerikanischer Astro-Physiker
- 1999 - Erwin Hegemann, deutscher Künstler
- 2000 - Ellen Schlüchter, deutsche Rechtswissenschaftlerin
- 2000 - Gustav 'Bubi' Scholz, deutscher Boxer
- 2002 - Laure Wyss, Schweizer Journalistin und Schriftstellerin
- 2003 - Ismail Abu Schanab, palästinensischer Politiker
- 2003 - Wilfred Thesiger, britischer Forschungsreisender
- 2005 - Robert Moog, Erfinder des Moog-Synthesizers
- 2005 - Horst Tappe, deutscher Fotograf

Feier- und Gedenktage

Nationalfeiertag in Lettland: Ausrufung der Republik von 1918 Gedenktag des Papstes Pius X (Gestorben am 20. August)

Siehe auch


- 20. August - 22. August
- 21. Juli - 21. September
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0821 ja:8月21日 ko:8월 21일 simple:August 21 th:21 สิงหาคม

Cheltenham (England)

Cheltenham (oder Cheltenham Spa) ist ein Badeort (daher Spa) und Borough in Gloucestershire, England, in der Nähe von Gloucester und Cirencester. Der Slogan der Stadt lautet: Salubritas et Eruditio — Gesundheit und Bildung. Die Stadt liegt am Rand der Cotswolds und genießt einen Ruf als vornehme und reiche Stadt. Seit der Entdeckung der sehr mineralhaltigen Quellen 1716 ist die Stadt ein Badeort mit überregionaler Bedeutung, obwohl keine Abfüllung des Wassers mehr erfolgt. Aus internationaler Sicht genießt Cheltenham Berühmtheit durch die Pferderennen. Der Cheltenham Racecourse am Stadtrand im Vorort Prestbury ist das Zentrum des britischen Springreitens. Die Parcours werden von November bis April genutzt. Höhepunkt ist der Cheltenham Gold Cup, der Mitte März während des Cheltenham Festivals stattfindet. Da dies zeitgleich zum St. Patrick's Day stattfindet, finden sich viele irische Touristen mit Interesse am Pferdesport in der Stadt ein. Eine Städtepartnerschaft besteht
- zu der französischen Stadt Annecy,
- zu Cheltenham (Pennsylvania) in den USA,
- zu Göttingen, Deutschland,
- zu Sochi in Russland und
- zu Weihai, in China. Besondere Beziehungen werden auch
- zu Stampersgat, in den Niederlanden und
- zu Kisumu in Kenia gepflegt.

Söhne und Töchter der Stadt


- Eddie Edwards, britischer Skispringer
- Robert Hardy, Schauspieler
- Arthur Harris, im 2. Weltkrieg Oberkommandierender des Bomber Command und Luftmarschall der britischen Royal Air Force
- Gustav Holst, britischer Komponist
- Edward Inglefield, britischer Admiral und Polarforscher
- Brian Jones (Musiker), britischer Musiker (The Rolling Stones)
- Richard O'Brien, englischer Schauspieler, Autor und Komponist
- Ralph Richardson, britischer Schauspieler
- Edward Adrian Wilson, Arzt und Polarforscher

Weblinks

Edward Adrian Wilson
- [http://www.visitcheltenham.com/libraries/templates/index.asp Visiting Cheltenham (englisch), Tourismus]
- [http://www.cheltenhammuseum.org.uk/home/home.asp Art das örtliche Museum]
- [http://www.cheltenham.co.uk Der Cheltenham Racecourse]
- [http://www.cheltenhamfestivals.co.uk Die Cheltenham Festivals] ---- : Weitere Orte mit der Bezeichnung Cheltenham sind unter Cheltenham zu finden. Kategorie:Ort in England ja:チェルトナム

1934

Ereignisse

Politik


- 1. Januar: Das bereits am 14. Juli 1933 im Nazi-Regime verabschiedete Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses tritt in Kraft
- 1. Januar: Gauleiter Friedrich Hildebrandt wird neuer Reichsstatthalter von Mecklenburg
- 1. Januar: Das Land Mecklenburg wird aus den Ländern Mecklenburg-Strelitz und Mecklenburg-Schwerin gegründet
- 1. Januar: Neuer Lordsiegelbewahrer in Großbritannien wird Anthony Eden
- 1. Januar: [[Marcel Pilet-Golaz]] wird neuer Bundespräsident der [[Schweiz
- 26. Januar: Freundschafts- und Nichtangriffspakt zwischen Deutschland und Polen
- 12. Februar: Beginn des Februaraufstandes in Österreich
- 14. Juni: Hitler auf Staatsbesuch in Italien. Treffen mit Mussolini in Venedig
- 30. Juni: Röhm-Putsch, „Säuberung“ der SA-Führung
- 25. Juli: nationalsozialistischer Putschversuch in Österreich („Juliputsch“), bei dem Bundeskanzler Dollfuß getötet wird
- 30. Juli: der bisherige Unterrichtsminister Dr. Schuschnigg wird österreichischer Bundeskanzler
- 2. August: Die Reichswehr wird auf Adolf Hitler vereidigt
- 2. August: Reichspräsident Paul von Hindenburg stirbt
- 19. August: Volksabstimmung über die Zusammenlegung der Ämter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers in der Person Adolf Hitler
- September: Eintritt der UdSSR in den Völkerbund
- 27. Oktober: Der Marsch von 100.000 Kommunisten unter Führung Mao Tse-tungs durch China beginnt („Langer Marsch“)

Wissenschaft/Technik


- 5. November Das unter der Anleitung von Umberto Nobile erbaute russische Luftschiff CCCP-B6 (UdSSR-W6) führt seine Jungfernfahrt durch. Es gilt als das erfolgreichste russische Luftschiff

Kultur


- 22. Januar: Uraufführung der Oper Lady Macbeth von Mzensk (Orig.: Katerina Ismailowa) von Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch am Maly-Theater in Sankt Petersburg
- 23. Januar: Uraufführung der Oper La Fiamma von Ottorino Respighi am Teatro Reale in Rom
- 31. Januar: Uraufführung der Kammeroper The Wandering Scholar von Gustav Holst in Liverpool
- 28. März: Uraufführung der Operette Märchen im Grand-Hotel von Paul Abraham im Theater an der Wien in Wien
- 28. Mai: Uraufführung der Oper Rolande et le mauvais garçon von Henri Rabaud an der Grand Opéra Paris
- Die EmigrantenzeitungAufbau“ wird von jüdischen Flüchtlingen in New York gegründet
- Juli: Kongress der Europäisch-Baptistische Föderation (EBF) in Berlin anlässlich des 100jährigen Jubiläums der deutschen Baptisten

Katastrophen


- 15. Januar: Erdbeben der Stärke 8,1 in Nepal und Indien, ca. 10.700 Tote
- 12. März: Das japanische Torpedoboot Tomozuru kentert während einer Übung im Sturm vor Sasebo. Von den 113 Besatzungsmitgliedern kommen ca. 100 Mann ums Leben
- 11. Mai: einer der heftigsten Staubstürme der US-amerikanischen Geschichte trägt 300 Mio. t Mutterboden Tausende km in den Atlantik, Vernichtung der Existenz von 165.000 Farmern
- 29. Juni: Der durch eine Kollision mit dem Zerstörer Inazuma schwer beschädigte Zerstörer Miyuki (beide Japan) sinkt vor der Insel Tsushima. 6 Tote und 4 Verletzte
- 16. Juli: In Kummersdorf sterben bei der Explosion eines mit Wasserstoffperoxid betriebenem Raketentriebwerk Dr. Kurt Wahmke und 2 Techniker

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- Am 10. Juni gewinnt Gastgeber Italien die Fußball-WM vor der Tschechoslowakei, Deutschland und Österreich

Sonstiges


- 1. Januar: USA, Alcatraz wird zu einem Bundesgefängnis umfunktioniert

Geboren


- 1. Januar: Lakhdar Brahimi, algerischer Politiker
- 1. Januar: Alfred Gleitze, Berliner Kommunalpolitiker († 2004)
- 1. Januar: Hans Huber (Boxer), deutscher Boxer
- 1. Januar: Giuseppina Leone, italienische Leichtathletin und Olympionikin
- 4. Januar: Hellmuth Karasek, deutscher Journalist, Buchautor und Literaturkritiker
- 4. Januar: Rudolf Schuster, von 1999 bis 2004 der zweite Staatspräsident der Slowakei
- 7. Januar: Tassos Papadopoulos, Präsident von Zypern
- 7. Januar: Charles Jenkins, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 8. Januar: Jacques Anquetil, französischer Radrennfahrer († 1987)
- 8. Januar: Alexandra Ripley, US-amerikanische Schriftstellerin († 2004)
- 10. Januar: Leonid Krawtschuk, erste Präsident der Ukraine
- 11. Januar: Jean Chrétien, kanadischer Politiker
- 12. Januar: Jannpeter Zopfs, Richter am deutschen Bundesgerichtshof
- 15. Januar: Hans-Wilhelm Ebeling, Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit der DDR
- 18. Januar: Hendrick R. Chin A Sen, Staatspräsident von Surinam († 1999)
- 19. Januar: Patsy Rowlands, britische Schauspielerin († 2005)
- 21. Januar: Franz Böhmert, Sportfunktionär († 2004)
- 22. Januar: Bill Bixby, US-amerikanischer Schauspieler († 1993)
- 27. Januar: Édith Cresson, französische Politikerin
- 29. Januar: Kassian Lauterer, Abt der Territorialabtei Wettingen-Mehrerau
- 30. Januar: Giovanni Battista Re, Kardinal
- 30. Januar: Eva Mozes Kor, Überlebende des Holocaust
- 2. Februar: Otar Iosseliani, georgisch-französischer Filmregisseur
- 3. Februar: Johannes Kühn, deutscher Schriftsteller
- 6. Februar: Alexander Schroth, deutscher Schriftsteller
- 7. Februar: Murtasa Rachimow, Präsident der russischen Teilrepublik Baschkirien
- 7. Februar: Edward Fenech Adami, Präsident von Malta
- 8. Februar: Elly Ameling, Sopranistin
- 8. Februar: Joachim Angerer, Universitätsprofessor und Abt
- 9. Februar: Manfred von Richthofen (Sport), deutscher Sportler, Unternehmer und Sportfunktionär
- 11. Februar: Mary Quant, britische Modedesignerin, gilt als Erfinderin des Minirocks
- 11. Februar: Manuel Noriega, Chef der Nationalgarde von Panama
- 12. Februar: Anne O. Krueger, Stellvertretende Generaldirektorin des IWF
- 12. Februar: Bill Russell, US-amerikanischer Basketballspieler
- 13. Februar: George Segal, US-amerikanischer Schauspieler
- 15. Februar: Niklaus Wirth, Schweizer Informatiker
- 17. Februar: Alan Bates, britischer Schauspieler († 2003)
- 17. Februar: Frederik Hetmann, ein deutscher Schriftsteller
- 18. Februar: Heini Müller, deutscher Fußballspieler und Trainer
- 19. Februar: Herbert Rosendorfer, Schriftsteller
- 20. Februar: Kurt Wölfflin, österreichischer Schriftsteller († 1998)
- 24. Februar: Klaus Darga, deutscher Schachspieler
- 24. Februar: Bingu wa Mutharika, Präsident von Malawi
- 24. Februar: George Ryan, US-amerikanischer Politiker, Gouverneur von Illinois
- 27. Februar: N. Scott Momaday, indianisch-amerikanischer Schriftsteller, Literaturwissenschaftler und Maler
- 27. Februar: Ralph Nader, US-amerikanischer Verbraucheranwalt und Politiker
- 1. März: Jacques Chessex, französischsprachiger Schriftsteller aus der Schweiz
- 3. März: Jacek Kuroń, polnischer Bürgerrechtler, Publizist, Historiker und Politiker († 2004)
- 4. März: Mario Davidovsky, argentinischer Komponist
- 4. März: Gleb Pawlowitsch Jakunin, russischer Dissident und Politiker
- 5. März: Daniel Kahneman, israelisch-US-amerikanischer Psychologe, Nobelpreisträger
- 8. März: Kurt Mahr, deutscher Schriftsteller († 1993)
- 9. März: Lothar Zysk, ehemaliger Richter am deutschen Bundesgerichtshof
- 9. März: Dietmar Grieser, österreichischer Schriftsteller
- 9. März: Juri Alexejewitsch Gagarin, sowjetischer Kosmonaut und Oberst der Luftwaffe († 1968)
- 11. März: Ingrid Lotz, deutsche Leichtathletin
- 12. März: Adolf Frohner, österreichischer Maler und Grafiker
- 14. März: Volker von Törne, deutscher Lyriker und Schriftsteller († 1980)
- 14. März: Dionigi Tettamanzi, Erzbischof von Mailand und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 14. März: Eugene Cernan, US-amerikanischer Astronaut
- 16. März: Roger Norrington, britischer Dirigent
- 20. März: David Malouf, australischer Autor
- 20. März: Peter Berling, deutscher Autor und Schauspieler
- 21. März: Abū l-Hasan Banīsadr, Präsident des Iran (1980/81)
- 24. März: Richard Leising, deutscher Lyriker († 1997)
- 25. März: Karlheinz Schreiber, deutscher Waffenhändler
- 25. März: Bobby Vee, US-amerikanischer Rock 'n' Roll- und Popsänger
- 25. März: Johnny Burnette, US-amerikanischer Rockabilly-Musiker († 1964)
- 26. März: Alan Arkin, US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur
- 27. März: Jutta Limbach, Rechtswissenschaftlerin und SPD-Politikerin
- 30. März: Hans Hollein, österreichischer Architekt und Designer
- 31. März: Carlo Rubbia, italienischer Physiker
- 31. März: Shirley Jones, US-amerikanische Schauspielerin
- 31. März: John D. Loudermilk, US-amerikanischer Country-Sänger und Songschreiber
- 31. März: Richard Chamberlain, US-amerikanischer Schauspieler
- 31. März: Heinz Kautzleben, Wissenschaftler und Geophysiker aus der DDR
- 1. April: Roberto Ciulli, italienischer Theaterregisseur
- 1. April: Jim Ed Brown, US-amerikanischer Country-Musiker
- 2. April: Hans-Jürgen Warnecke, deutscher Wissenschaftler
- 2. April: Paul Cohen (Mathematiker), US-amerikanischer Mathematiker
- 3. April: Jane Goodall, britische Verhaltensforscherin
- 3. April: Annekathrin Bürger, deutsche Schauspielerin
- 5. April: Roman Herzog, deutscher Bundespräsident und Präsident des BVerfG
- 5. April: Frank Gorshin, US-amerikanischer Schauspieler († 2005)
- 6. April: Ingo Insterburg, deutscher Komödiant
- 6. April: Anton Geesink, niederländischer Judoka
- 8. April: Kisho Kurokawa, japanischer Architekt
- 12. April: Michael Grzimek, Tierfilmer († 1959)
- 13. April: Siegfried Matthus, deutscher Komponist
- 13. April: Heinrich Wilhelm Laufhütte, Richter am Bundesgerichtshof
- 16. April: Vicar, Comiczeichner bei Disney
- 16. April: Robert Stigwood, Musik- und Filmproduzent
- 19. April: Jean Ziegler, Schweizer Professor für Soziologie und Politiker
- 24. April: Shirley MacLaine, US-amerikanische Schauspielerin
- 26. April: Josef Seiz, deutscher Tischtennisspieler
- 27. April: Jürgen Kühling, Richter am Bundesverfassungsgericht
- 28. April: Max Amling, deutscher Politiker
- 29. April: Pedro Pires, Präsident von Kap Verde seit März 2001
- 29. April: Otis Rush, US-amerikanischer Blues-Gitarrist
- 30. April: Jürgen Schneider, deutscher Bauunternehmer und Pleitier
- 1. Mai: Laura Betti, italienische Schauspielerin († 2004)
- 3. Mai: Georges Moustaki, französischer Sänger und Lyriker
- 5. Mai: Alfred Freiherr von Oppenheim, deutscher Privatbankier († 2005)
- 5. Mai: Henri Konan Bédié, Präsident der Elfenbeinküste
- 6. Mai: Oskar Gottlieb Blarr, deutscher Komponist, Organist und Kirchenmusiker
- 6. Mai: Hennes Junkermann, deutscher Radrennfahrer, war von 1955 bis 1973 Profi
- 7. Mai: Günter Topmann, deutscher Politiker und MdB
- 8. Mai: Walther Hadding, deutscher Zivilrechtswissenschaftler
- 11. Mai: Thomas Buergenthal, Mitglied des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag
- 11. Mai: Jack Twyman, US-amerikanischer Basketballspieler
- 12. Mai: Werner Bräunig, deutscher Schriftsteller († 1976)
- 13. Mai: Hans-Peter Schwarz, deutscher Historiker und Politikwissenschaftler
- 13. Mai: Peter Häberle, ein deutscher Staatsrechtslehrer
- 13. Mai: Adolf Muschg, Schweizer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler
- 20. Mai: Alfons Schilling, Schweizer Künstler
- 21. Mai: Bengt Ingemar Samuelsson, schwedischer Biochemiker, Nobelpreisträger
- 23. Mai: Robert Moog, Pionier der elektronischen Musik, Erfinder eines der ersten Synthesizer († 2005)
- 24. Mai: Nils Diederich, deutscher Politiker und Politikwissenschaftler
- 27. Mai: Uwe Friedrichsen, deutscher Schauspieler, Hörbuch- und Synchronsprecher
- 27. Mai: Harlan Ellison, US-amerikanischer Autor
- 28. Mai: Gerhard Dahne, deutscher Publizist und Verleger
- 29. Mai: Udo Proksch, Geschäftsmann, Krimineller († 2001)
- 30. Mai: Dieter Süverkrüp, deutscher Liedermacher
- 30. Mai: Alexei Archipowitsch Leonow, sowjetischer Kosmonaut
- 1. Juni: Pat Boone, US-amerikanischer Sänger
- 2. Juni: Karl-Heinz Feldkamp, ehemaliger Fußballspieler und Trainer
- 4. Juni: Yaak Karsunke, deutscher Schriftsteller und Schauspieler
- 4. Juni: Vilhjálmur Einarsson, isländischer Leichtathlet und olympischer Medaillengewinner
- 4. Juni: Pierre Étienne Louis Eyt, Erzbischof von Bordeaux und Kardinal († 2001)
- 5. Juni: Ralph Rumney, englischer Künstler († 2002)
- 6. Juni: Albert II. (Belgien), regierender König der Belgier
- 7. Juni: Peter Monteverdi, Schweizer Autobauer und Vater der Automarke Monteverdi († 1998)
- 7. Juni: Wynn Stewart, US-amerikanischer Country-Musiker († 1985)
- 9. Juni: Dieter Haack, deutscher Politiker
- 9. Juni: Jackie Wilson, Rhythm and Blues- und Soul-Sänger († 1984)
- 10. Juni: Alois Mock, Politiker
- 12. Juni: Winfried Scharlau, deutscher Journalist und Historiker († 2004)
- 14. Juni: Peter O. Chotjewitz, deutscher Schriftsteller und Jurist
- 14. Juni: Mieke Telkamp, niederländische Juristin und Sängerin
- 16. Juni: William F. Sharpe, US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler
- 17. Juni: Peter Janssens, Komponist, Erfinder des Sacro Pop/NGL († 1998)
- 19. Juni: Thomas Dieterich, Richter am Bundesverfassungsgericht und Präsident des Bundesarbeitsgerichts
- 20. Juni: Wilhelm A. Kewenig, deutscher Politiker († 1993)
- 21. Juni: Ken Matthews, britischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 22. Juni: Paul Ambros, ehemaliger Eishockeyspieler
- 22. Juni: Herbert Schimansky, Richter am Bundesgerichtshof von 1982 bis 1999
- 23. Juni: Ingrid Kötter, deutsche Kinder- und Jugendbuchautorin
- 24. Juni: Maria Carta, italienische Schauspielerin und Sängerin († 1994)
- 26. Juni: Dave Grusin, US-amerikanischer Filmkomponist und Jazzmusiker
- 28. Juni: Helmut Hesse, deutscher Ökonom
- 1. Juli: Sydney Pollack, US-amerikanischer Filmregisseur, Produzent und Schauspieler
- 3. Juli: Wolfgang Milde, deutscher Handschriftenwissenschaftler und Bibliotheksdirektor
- 3. Juli: Manfred Bieler, deutscher Schriftsteller, Hörspiel- und Fernsehspielautor († 2002)
- 6. Juli: Günther Domenig, österreichischer Architekt
- 7. Juli: Richard Taylor (Politiker), britischer Politiker
- 7. Juli: Vinko Globokar, jugoslawischer Posaunist und Komponist
- 8. Juli: Hinrich Schwenker, deutscher Handballspieler († 2005)
- 9. Juli: Arno Reinfrank, deutscher Schriftsteller, Publizist und Übersetzer († 2001)
- 9. Juli: Pierre Perret, französischer Autor und Sänger
- 10. Juli: Alfred Biolek, Talkshow-Moderator
- 11. Juli: Helen Cresswell, britische Bestseller-Autorin († 2005)
- 11. Juli: Teuvo Kohonen, finnischer Informatiker, Erfinder der Self-Organizing Maps
- 11. Juli: Giorgio Armani, italienischer Modeschöpfer
- 12. Juli: Peter Bulthaup, deutscher Philosoph und Chemiker († 2004)
- 12. Juli: Van Cliburn, US-amerikanischer Pianist
- 13. Juli: Wole Soyinka, nigerianischer Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger
- 15. Juli: Harrison Birtwistle, englischer Komponist
- 16. Juli: Jean-François Leuba, Schweizer Jurist und Politiker († 2004)
- 17. Juli: Pat McCormick, Comedy-Autor († 2005)
- 17. Juli: Rainer Kirsch, deutscher Schriftsteller und Lyriker
- 18. Juli: Edward Bond, englischer Dramatiker
- 20. Juli: Horst Stark, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 20. Juli: Uwe Johnson, deutscher Schriftsteller († 1984)
- 21. Juli: Ulrich Müther, Architekt
- 22. Juli: Peter Selmer, deutscher Rechtswissenschaftler
- 22. Juli: Louise Fletcher, US-amerikanische Schauspielerin
- 23. Juli: Veronika Petrovici, plastische Chirurgin
- 23. Juli: Steve Lacy, US-amerikanischer Jazz-Musiker und Sopransaxophonist († 2004)
- 24. Juli: Horst Floth, deutscher Bobsportler († 2005)
- 28. Juli: Brian May (Australien), ein Komponist für Filmmusik († 1997)
- 29. Juli: Albert Speer (junior), deutscher Architekt und Stadtplaner
- 29. Juli: Rainer Maria Gohlke, deutscher Manager
- 30. Juli: Engelbert Kraus, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 1. August: Pit Krüger, deutscher Komiker, Sänger und Schauspieler († 2003)
- 1. August: Oskar Negt, deutscher Sozialphilosoph
- 2. August: Waleri Fjodorowitsch Bykowski, sowjetischer Kosmonaut
- 3. August: Jonas Savimbi, angolanischer Politiker und Gründer und Anführer der UNITA-Rebellen († 2002)
- 5. August: Vern Gosdin, US-amerikanischer Country-Sänger
- 6. August: Christian John Storey Bonington, Bergsteiger
- 6. August: Heiner Ameling, Künstler, Maler, Bildhauer († 2004)
- 7. August: Dieter Schlesak, deutscher Schriftsteller und Mitglied des deutschen P.E.N. Zentrums
- 8. August: Cláudio Hummes, Erzbischof von São Paulo und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 10. August: Ludwig Elm, deutscher Politiker, MdB
- 14. August: Franco Costa, italienischer Maler
- 16. August: Pierre Richard, französischer Schauspieler
- 16. August: Jean Löring, Mäzen († 2005)
- 16. August: Gottfried Müller, Minister für Medienpolitik der DDR
- 20. August: Frieda Grafe, deutsche Filmkritikerin, Filmessayistin und Übersetzerin († 2002)
- 20. August: Arno Surminski, deutscher Schriftsteller
- 20. August: Ernst-Jürgen Dreyer, deutscher Schriftsteller, Dramatiker, Übersetzer und Musikwissenschaftler
- 22. August: Hartmut Boockmann, deutscher Historiker († 1998)
- 22. August: Norman Schwarzkopf, jr., während des 2. Golfkrieges Oberbefehlshaber aller amerikanischen Streitkräfte am persischer Golf
- 23. August: Carlos Amigo Vallejo, Erzbischof von Sevilla und Kardinal
- 23. August: Barbara Eden, US-amerikanische Schauspielerin
- 24. August: Kenny Baker, britischer Schauspieler
- 25. August: Alī Akbar Hāschemī Rafsandschānī, iranischer Geistlicher und Politiker
- 26. August: Paul Gauselmann, deutscher Unternehmer
- 28. August: Leander Petzoldt, deutscher Volkskundler
- 29. August: Horst Szymaniak, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 30. August: Baloo Gupte, indischer Cricketspieler († 2005)
- 30. August: Richard Grathoff, Phänomenologe und Professor Emeritus fur Soziologie
- 2. September: Allen Carr, Autor
- 3. September: Freddie King, Bluesmusiker († 1976)
- 4. September: Clive W. J. Granger, britischer Wirtschaftswissenschaftler
- 4. September: Guy-Claude Burger, Musiker und Physiker
- 4. September: Engelbert Kliemstein, österreichischer Künstler († 1961)
- 5. September: Ricardo de la Espriella Toral, 37. Präsident von Panama
- 5. September: Paul Josef Cordes, Erzbischof und Präsident des päpstlichen Rates Cor Unum
- 7. September: Omar Karami, libanesischer Politiker
- 7. September: Waldo de los Rios, Pianist, Orchesterleiter, Arrangeur und Komponist († 1977)
- 7. September: Little Milton, US-amerikanischer Blues-Musiker († 2005)
- 10. September: Roger Maris, US-amerikanischer Baseballspieler († 1985)
- 11. September: Norma Croker, australische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 12. September: Glenn Ashby Davis, US-amerikanischer Leichtathlet
- 14. September: Kate Millett, US-amerikanische Feministin
- 16. September: Hans A. Engelhard, deutscher Politiker
- 16. September: Ronnie Drew, irischer Sänger und Gitarrist
- 16. September: Reinhard Döhl, Literatur- und Medienwissenschaftler, Autor und Künstler († 2004)
- 16. September: Elgin Baylor, US-amerikanischer Basketballspieler
- 17. September: Maureen Connolly, US-amerikanische Tennisspielerin († 1969)
- 19. September: Brian Epstein, Manager der Beatles († 1967)
- 20. September: Sophia Loren, italienische Filmschauspielerin
- 21. September: Leonard Cohen, kanadischer Schriftsteller, Komponist und Sänger
- 22. September: Lute Olson, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 23. September: Per Olov Enquist, schwedischer Schriftsteller und Journalist
- 24. September: John Brunner, britischer Science-Fiction-Autor († 1995)
- 24. September: Manfred Wörner, deutscher Politiker († 1994)
- 26. September: Dick Heckstall-Smith, britischer Musiker, Saxophonist († 2004)
- 26. September: Winnie Madikizela-Mandela, südafrikanische Politikerin
- 27. September: Wilford Brimley, US-amerikanischer Schauspieler
- 28. September: Brigitte Bardot, französische Schauspielerin
- 30. September: Alan A'Court, britischer Fußballspieler
- 30. September: Udo Jürgens, österreichischer Sänger und Liedermacher
- 1. Oktober: Petar Radenkovic, jugoslawischer Fußballorwart
- 2. Oktober: Klaus Schnädelbach, deutscher Geodät
- 7. Oktober: Ulrike Meinhof, deutsche Journalistin und Terroristin; Mitbegründerin der RAF († 1976)
- 7. Oktober: Amiri Baraka, US-amerikanischer Lyriker, Dramatiker, Musikkritiker und Prosaautor
- 9. Oktober: Abdullah Ibrahim, Pianist und Komponist aus Südafrika
- 10. Oktober: Clauss Dietel, Präsident des Verbandes Bildender Künstler der DDR
- 12. Oktober: Richard Meier, US-amerikanischer Architekt
- 13. Oktober: Nana Mouskouri, griechische Sängerin
- 13. Oktober: Roland Gräf, Regisseur der DEFA
- 16. Oktober: Rolf Geiger, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 17. Oktober: Johnny Haynes, britischer Fußballspieler († 2005)
- 17. Oktober: Jörg Schlaich, deutscher Bauingenieur und emeritierter Professor
- 17. Oktober: Christian Bruhn, Komponist, Arrangeur und Songschreiber
- 19. Oktober: Eva-Maria Hagen, deutsche Schauspielerin, Sängerin, Malerin und Autorin
- 19. Oktober: Yakubu Gowon, von 1966–1975 Staatspräsident von Nigeria
- 22. Oktober: Julio Jiménez, ehemaliger spanischer Radrennfahrer
- 24. Oktober: Ute Quast, deutsche Medizinerin und Sachbuchautorin
- 25. Oktober: Carlos Sherman, belarussisch-spanischer Übersetzer und Schriftsteller († 2005)
- 26. Oktober: Ulrich Plenzdorf, deutscher Schriftsteller, Drehbuchautor und Dramaturg
- 26. Oktober: Jacques Loussier, französischer Pianist und Komponist
- 26. Oktober: Peter Marginter, österreichischer Autor, Essayist und Übersetzer
- 30. Oktober: Frans Brüggen, niederländischer Dirigent und Flötist
- 30. Oktober: Hamilton Camp, US-amerikanischer Schauspieler, Sänger und Songschreiber († 2005)
- 31. Oktober: Wilhelm Clemens Maria Buckermann, dt. Kommunalpolitiker († 2004)
- 31. Oktober: Nariman Sadiq, letzte ägyptische Königin († 2005)
- 1. November: Klaus Richtzenhain, deutscher Leichtathlet
- 1. November: Umberto Agnelli, italienischer Unternehmer († 2004)
- 2. November: Ken Rosewall, ehemaliger Tennisspieler
- 8. November: Lothar Milde, deutscher Leichtathlet
- 9. November: Elmar Pieroth, deutscher Politiker und Berliner Wirtschaftssenator (CDU)
- 9. November: Ingvar Carlsson, schwedischer Premierminister
- 9. November: Carl Sagan, US-amerikanischer Astronom († 1996)
- 10. November: Lucien Bianchi, belgischer Rennfahrer und Le-Mans-Sieger († 1969)
- 11. November: Cornelia Schmalz-Jacobsen, deutsche Politikerin
- 11. November: Margarethe Bacher, saarländische Spitzenköchin († 2005)
- 12. November: Vavá, brasilianischer Fußballspieler († 2002)
- 12. November: Leonid Stein, sowjetischer Schachspieler († 1973)
- 12. November: Charles Manson, US-amerikanischer Mörder
- 15. November: Martin Bangemann, deutscher Politiker und Bundesminister
- 15. November: Adolf Katzenmeier, Physiotherapeut der deutschen Fußballnationalmannschaft
- 18. November: Vassilis Vassilikos, griechischer Schriftsteller
- 19. November: Roland Ducke, deutscher Fußballspieler († 2005)
- 20. November: Lew Abramowitsch Polugajewski, russisch-sowjetischer Schachmeister († 1995)
- 21. November: Dietrich Weise, deutscher Fußballtrainer
- 23. November: Lew Hoad, australischer Tennisspieler († 1994)
- 24. November: Wolfgang Rademann, deutscher Fernsehproduzent
- 24. November: Dieter E. Zimmer, deutscher Schriftsteller, Übersetzer und Publizist
- 24. November: Alfred Schnittke, deutsch-russischer Komponist und Pianist († 1998)
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Lettland

Lettland (lettisch Latvija) liegt in Nordeuropa, im Zentrum des Baltikums. Lettland grenzt im Süden an Litauen, im Südosten an Weißrussland, im Osten an Russland, im Norden an Estland und im Westen an die Ostsee.

Geographie

Ostsee Lettland besteht im Wesentlichen aus den vier historischen Regionen Kurland (Kurzeme) im Westen, Livland (Vidzeme) im Nordosten, Semgallen (Zemgale) als schmaler Streifen zwischen Daugava und der litauischen Grenze sowie Lettgallen (Latgale) im Südosten, und ist zum größten Teil ein bewaldetes (40 % der Fläche) Moränen-Hügelland mit zahlreichen Seen und einer langen, wenig gegliederten Küstenebene. Es ist mit knapp 64.600 km² etwas kleiner als Bayern. Längste Flüsse sind die Daugava und die Gauja. Die Hauptstadt Riga ist auch in geographischer Hinsicht das Zentrum des dünn besiedelten Landes.

Natur

Neben Hirschen, Rehen und Füchsen kommen auch Elche, Wölfe und Biber vor. Die vier längsten Flüsse in Lettland sind:
- mit 452 km Länge in
- mit 357 km Länge (auf lettischem Territorium) vorwiegend in
- mit 119 km Länge in
- mit 95 km Länge in

Größte Städte

Siehe auch: Liste der Städte in Lettland

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Lettlands

Politik

Lettland ist eine parlamentarische Präsidialrepublik. Die Führung der Staatsgeschäfte,vor allem jedoch die internationale Repräsentation sind die wichtigsten Aufgaben des Präsidentenamtes, das die gewählte Regierung ernennt und entlässt. Die amtierende Präsidentin bzw. der amtierende Präsident fungiert zugleich als Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Die Regierungsaufgaben und die Führung des Kabinetts übernimmt jedoch der Premierminister,den die jeweils stärkste Fraktion im Parlament (Saeima) stellt und der von den 100 Abgeordneten gewählt wird. Dieses Parlament wird im Verhältniswahlrecht in freien, gleichen und geheimen Wahlen gewählt. Neben den Direktkandidaten der 26 Wahlkreise in 5 Provinzen fallen an die stärksten Fraktionen noch weitere Mandate, die dann aus der Parteiliste besetzt werden. Das Kabinett besteht aus 17 Ministerien, den Vorsitz führt der Premierminister, außerdem gehören dem Kabinett die jeweiligen Staatssekretäre sowie die Fraktionsvorsitzenden der regierenden Parteien an, die jedoch über kein Stimmrecht verfügen. Die Präsidentin bzw. der Präsident nimmt regelmäßig an Sitzungen des Kabinetts und auch der Saeima teil. Die amtierende Regierungskoalition nahm als dritte Regierung seit 2004 im Dezember 2004 ihr Amt an. Das von Ministerpräsident Aigars Kalvitis geführte Kabinett setzt sich aus den Fraktionen der Volkspartei (TP), der Neuen Zeit (JL), Lettlands Erster Partei (LPP) und der Grüne/Bauern-Union (LZPB) zusammen. Lettland ist nach der Entscheidung auf dem EU-Gipfeltreffen am 13. Dezember 2002 in Kopenhagen zum 1. Mai 2004 mit neun weiteren ost-, mittel-, nordost- und südosteuropäischen Staaten in die Europäische Union aufgenommen worden. In einem Referendum am 20. September 2003 stimmte die wahlberechtigte lettische Bevölkerung diesem Vorhaben mit knapp 67 % zu. Im Zuge der NATO-Osterweiterung wurde Lettland Mitglied der NATO. Siehe auch: Liste der politischen Parteien in Lettland, Kabinett Kalvitis

Verwaltungsgliederung

Hauptartikel: Verwaltungsgliederung Lettlands

Wirtschaft

BIP

Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts Lettlands liegt seit der Überwindung der Russlandkrise (also ab 2000) stets über 6 %, 2004 waren es 8,5 %. Das war die höchste Wachstumsrate aller EU-Staaten. Das BIP belief sich für 2004 auf knapp 11 Mrd. €, das sind pro Kopf 4.742 € und damit (in Euro gerechnet) das Dreifache des Wertes von 1995. Dennoch liegt Lettland damit auf dem letzten Rang in der EU (zum Vergleich: Deutschland 26.400 €) - der Aufholbedarf ist also weiterhin groß.

Direktinvestitionen

Die Summe der ausländischen Direktinvestitionen belief sich bis zur Jahresmitte 2004 auf 3,1 Milliarden Euro. Deutschland belegt mit Gesamtinvestitionen von 435 Mio. Euro (I. Quartal 2004; entspricht 15 %) den ersten Rang vor Schweden, Finnland, Dänemark, Norwegen und den USA. Diese Position begründet sich ganz wesentlich in der Expansion der Nord/LB auch nach Lettland (eigene Tochter). Daneben sind folgende Unternehmen große Investoren in Lettland:
- Telekommunikation: TeliaSonera (S/SF, Anteile an Lattelekom und LMT (Mobilfunk)), Tele2 (S)
- Energie: Ruhrgas/eon und Gazprom (D und RU/Anteile an Latvijas Gaze), Den Norske Stats (N/Erdöl (Statoil)), Shell (UK-NL/Erdöl), Transneftegaz (RU/Erdöl), Nefte (SF/Erdöl)
- Bankwesen: SEB (S/Anteile an Unibanka), Hansabanka (EE-SF), Vereins- und Westbank (D)
- Immobilien und Einzelhandel: LinstowWarner (N/Immobilien), Preatoni Group (I/u. a. Domina Hotels), Polarbek (USA/Radisson Hotel), Stockmann (SF), Kesko (SF)
- diverse: Rinzai (HKG-SGP/ Acot Industries (Modellbau aus Metall)), SAS (S/DK; Anteile an airbaltic)

Währung und Preise

Die nationale Währung Lettlands ist der Lats (int. Kürzel LVL), der ab März 1993 eingeführt wurde und den Lettischen Rubel ablöste, der als Übergangswährung ein Jahr lang im Umlauf gewesen war. Ein Lats sind 100 Santims. Die Preisentwicklung in Lettland ist seit der wirtschaftlichen Depression (Russlandkrise 1998/99) moderat, schritt aber mit Inflationsraten zwischen 2,5 und 3 % stets schneller voran als in den Nachbarstaaten Estland und Litauen. Mit dem EU-Beitritt und durch das starke Wirtschaftswachstum hat sie sich deutlich erhöht und lag für 2004 bei 6,2 %. Mit Wirkung vom 1. Januar 2005 wurde der Lats fest an den Euro zu einem Wechselkurs von 1 EUR = 0,702804 LVL gekoppelt. Die lettische Zentralbank hält den Lats-Wechselkurs in einer Bandbreite von +/- 1 % gegenüber dem Euro bis zur Euroeinführung (geplant: 2008/2009).

Staatsbudget und -defizit

Das Staatsbudget lag 2004 bei 3,9 Mrd. Euro, das Defizit bei 162 Mio. Euro, das sind 1,5 % des BIP. Den wechselnden Regierungen ist es somit gelungen (unterstützt vom starken Wirtschaftswachstum) die Neuverschuldung, die 1999 auf dem Höhepunkt der Russlandkrise noch bei 8,3 % des BIP gelegen hatte, kontinuierlich zu verringern.

Außenhandel

Die Exporte beliefen sich 2004 auf gut 3,15 Mrd. Euro, die Importe auf gut 5,7 Mrd. Euro. Das Defizit in der Handelsbilanz beträgt damit beachtliche 2,55 Mrd. Euro, das sind gut 80 % des Exportwertes oder bald ein Viertel des BIP. Durch positive Bilanzen bei Dienstleistungen sowie bei Direktinvestitionen und sonstigen Transferleistungen reduziert sich dieses Defizit in der Zahlungsbilanz zwar, bleibt aber bei knapp 1,35 Mrd. Euro weiterhin hoch bzw. hat sich in den letzten Jahren noch verstärkt. Insgesamt hat sich der Außenhandel in gut vier Jahren verdoppelt. 2004 hat sich insbesondere der Warenaustausch mit den unmittelbaren Nachbarstaaten (Estland, Litauen, Russland, Belarus, Polen) intensiviert. Hauptexportländer sind (2004) Großbritannien (13 %), Deutschland (12 %) und Schweden (10 %), Hauptexportprodukte Holz und Holzprodukte (über 30 % der Exporte), Metalle und Metallprodukte (14 %) sowie Textilien (11 %). Hauptimportländer sind Deutschland (14,5 %), Litauen (12,5 %) und Russland (9 %), Hauptimportgüter Maschinen und Elektrogeräte (20 %), Mineralprodukte (v. a. Erdöl, 13 %) und Fahrzeuge (11 %).

Produktionszweige

Das verarbeitende Gewerbe trägt ein Viertel zum BIP Lettlands bei. Wichtige Industriezweige sind:
- Maschinen- und Fahrzeugbau: Waggons, Omnibusse, Waschmaschinen
- Nahrungsmittelindustrie
- Metalle und Metallprodukte
- Textilindustrie
- Holzverarbeitung und Papier
- Dünger Siehe auch: Tourismus in Lettland

Energie

Lettland erzeugt Elektrizität zu gut zwei Dritteln aus Wasserkraft, die aus drei Wasserkraftwerken an der Daugava stammt. Die restliche selbst erzeugte Elektrizität stammt aus zwei großen Verbrennungskraftwerken bei Riga (TEC-1 und TEC-2), die ein Gemisch aus Schweröl, Erdgas und Torf verbrennen. Torf ist (neben Holz) der einzige primäre Brennstoff, den Lettland selbst produziert, und trägt ein gutes Fünftel zur Energie aus fossilen Brennstoffen bei. Erdöl, Erdgas und Kohle müssen vollständig (meist aus Russland) importiert werden. 40 % des Energiebedarfs wird durch importierten Strom aus Estland (Strom aus Ölschieferkraftwerken bei Narva) und Litauen (Atomstrom aus Kernkraftwerk Ignalina) gedeckt. Die deutsche Firma Preußen Elektra hat zwar bereits 1995 einen Pilot-Windpark an der Grenze zu Estland bei Ainazi errichtet, dem ein größeres Projekt bei Liepaja gefolgt ist, doch ist die Einspeisung von Windenergie noch vernachlässigbar gering. Neben dem eigenen Energieverbrauch ist Lettland auch ein bedeutendes Transitland für Energie. Von Polock in Belarus verlaufen zwei Erdöl-Pipelines nach Ventspils an der Ostsee sowie eine über lettisches Territorium nach Mažeikiai in Litauen. Betreiber ist das lettisch-russische Joint-Venture LatRosTrans. Die Endstation der Pipeline, Ventspils, ist (noch) der größte Verladehafen für Erdöl und Erdölprodukte in der Ostsee. Allerdings hat Russlands staatliches Öltransportunternehmen Transneft, das auch an LatRosTrans beteiligt ist (siehe Direktinvestitionen), aus wirtschaftspolitischen Gründen seit 2003 die Pipeline trocken gelegt, um eigene Ölhäfen in Russland (Primorsk bei St. Petersburg, Kaliningrad) zu bevorzugen. Der Ersatztransport über die Schiene konnte diesen Verlust naturgemäß nicht auffangen.

Verkehr

Eisenbahn

Größte Eisenbahngesellschaft ist die Latvijas Dzelzceli. Sie betreibt ein sternförmig auf Riga ausgerichtetes Streckennetz in 1.524mm Spurweite. Im Personenverkehr wird der S-Bahn-ähnliche Vorortzugverkehr im Großraum Riga und die Verbindungen über Daugavpils nach Russland, Weißrussland und Litauen bedient, im Güterverkehr kommen noch einige Strecken nach Ventspils und Liepaja hinzu. Die Strecken im Großraum Riga sind elektrifiziert.

Flugverkehr

Wichtigste Fluggesellschaft ist AirBaltic, die vor allem Ziele in Nord-, Mittel- und Westeuropa anfliegt. Sie hat ihren Sitz am Flughafen Riga, dem größten der drei Flughäfen des Landes.

Straße

Das Straßennetz ist - wie das Eisenbahnnetz - sternförmig auf Riga ausgerichtet. Im Großraum Riga sind die Fernstraßen autobahnartig ausgebaut. Ein großer Teil des Personenverkehrs wird mit Überlandbussen abgewickelt. Der Individualverkehr besitzt zunehmende Bedeutung. Lettland hat eine der geringsten Straßenverkehrsdichten in Europa, hält aber den Spitzenplatz bei den Verkehrstoten.

Schiffsverkehr

Wichtigste Seehäfen sind Riga, Liepaja und Ventspils. Von hier aus wird unter anderem russisches Erdöl verschifft. Daneben bestehen Fährverbindungen nach Schweden und Deutschland.

Bevölkerung

Im Jahre 2001 hatte Lettland 2.385.231 Einwohner. Davon waren 59% Letten, 29% Russen, 4% Weißrussen, 3% Ukrainer, 2,5% Polen, 1% Litauer und 1,5% sonstige (darunter Esten, Deutsche und wenige Liven).

Sprache

Hauptartikel: Lettische Sprache

Kultur und Gesellschaft

Lettland wird kulturell vor allem nordeuropäisch beeinflusst. Die Altstädte weisen die typischen im Raum der Hanse verbreiteten Elemente auf. Auch die aktuelle lettische Kultur besitzt vielfache Beziehungen zu Schweden und Finnland, vor allem aber zum norddeutschen Kulturraum. Die Religion ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch, außer im mehrheitlich katholischen Lettgallen; die Zahl regelmäßiger Kirchenbesucher ist jedoch heute extrem gering, vermutlich eine der niedrigsten in Europa. Die lettische lutherische Kirche ist sehr konservativ und lehnt Frauen als Pfarrer ab. Damit begibt sie sich in eine gegensätzliche Position zu der lettischen Exil-Kirche zum Beispiel in Schweden. In der Folklore spielen auch die Vorstellungen und Lieder der altlettischen Religion noch eine große Rolle. Der wichtigste Feiertag in Lettland ist Jānis (der Johannistag) am 23. Juni, um den sich viele alte Bräuche ranken. Lettland ist besonders bekannt für seine Volksmusik-Kultur. Von den typischen Dainas — meist vierzeiligen, nicht gereimten Lieder zu allen nur erdenklichen Themen von der Mythologie bis zu den Niederungen des Alltags — sind inzwischen über eine Million gesammelt worden, was im Verhältnis zur Bevölkerungszahl Weltspitze sein dürfte. Die Niederschrift dieser bis dahin mündlichen Überlieferung wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Krišjānis Barons begonnen; sein eigens dafür gefertigter Daina-Schrank gilt heute als eine Art Nationalheiligtum. In Rīga (während der Sowjetzeit an verschiedenen Orten im Ausland) findet alle fünf Jahre ein großes Sängerfest statt, an dem mehrere tausend lettische, exil-lettische und internationale Chöre teilnehmen. Wie bei den meisten sehr kleinen Völkern findet sich auch bei den Letten ein sehr ausgeprägtes Nationalgefühl. Wie auch in Estland war die Stadtkultur und der Großgrundbesitz deutschsprachig - und damit auch für Jahrhunderte die Intelligenz des Landes. Während des Zweiten Weltkrieges wurde diese Minderheit ausgesiedelt. Ebensowenig ist die kulturell bedeutende jüdisch-jiddische Minderheit im öffentlichen Leben mehr existent (siehe auch unter Jiddische Sprache).

Russische Minderheit

Neben der lettischen Mehrheitsbevölkerung (59 %(Y. 2005.)) gibt es eine starke russische Minderheit (28,6 %(Y. 2005.)) und kleine, meist russischsprachige Gruppen wie Weißrussen (3,9 %) und Ukrainer (2,6 %) sowie Polen (2,4 %) und Litauer (1,4 %) (Lettisches Amt für Staatsbürgerschafts- und Migrationsangelegenheiten, Januar 2005). Dazu kommt die Minderheit der ca. 1.500 Liven, vor allem in Riga und einigen Küstendörfern (siehe auch Livische Sprache, Kurland). Insbesondere sorgt der von der russischen Minderheit als Diskriminierung empfundene Umgang der lettischen Regierung mit der Staatsbürgerschaft seit Jahren für andauernde Konflikte, da nach Lettlands Unabhängigkeit nur diejenigen die lettische Staatsbürgerschaft erhielten, die entweder vor 1940 auf lettischem Boden geboren worden waren oder direkte Nachkommen solcher Personen sind. Das für alle Übrigen seit 1. Februar 1995 gültige Einbürgerungsverfahren ("Naturalisierung") besteht aus einem Sprachtest und Examen in lettischer Geschichte und Verfassungskunde. Das gilt auch für Personen, die schon seit Jahrzehnten in Lettland leben oder gar dort geboren wurden. Im Gegensatz zu den Letten, von denen etwa 80% zweisprachig leben, also sowohl ihre Muttersprache als auch Russisch verstehen, sprechen und schreiben, lebt nach offiziellen Angaben etwa die Hälfte der russischen Minderheit in Lettland einsprachig, was bedeutet, dass sie die lettische Sprache weder sprechen noch lesen können. Teils wegen der komplizierten Sprachtests und anderen Tests, teils aus Desinteresse, teils aus prinzipiellem Protest haben sich viele Russischsprachige (Russen, Weißrussen, Ukrainer) bis heute nicht einbürgern lassen (über die Hälfte). Sie erhalten als so genannte "Nicht-Staatsbürger" eigene Pässe, die ihnen zwar ein uneingeschränktes Aufenthalts- und Arbeitsrecht in Lettland sowie den Schutz durch den lettischen Staat sichern, andererseits bleiben sie von Wahlen (bislang auch Kommunalwahlen, allerdings umstritten) ausgeschlossen und brauchen für Reisen in die EU ebenso wie nach Russland ein Visum. Großen Aufruhr unter der russischsprachigen Bevölkerung verursachte die Einführung lettischsprachigen Unterrichts auch an den russischen Schulen: beginnend mit den 10. Klassen müssen seit dem Schuljahr 2004/5 in der Oberstufe mindestens 60 % des Unterrichts auf Lettisch abgehalten werden. Zahlreiche Mahnungen seitens des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte haben in den letzten Jahren zu verstärkten Bemühungen seitens des Staats geführt, die Einbürgerungsraten zu erhöhen. Durch den EU-Beitritt ist die Attraktivität des lettischen Passes (Reisefreiheit) für Russen ebenfalls gestiegen. Dennoch stehen den bisher knapp 100.000 Einbürgerungen seit 1995 gut 400.000 "Nicht-Staatsbürgern" gegenüber - 17 Prozent der lettischen Bevölkerung. Ein weiterer Streitpunkt ist die vor allem bei älteren Letten vorzufindende Verklärung der deutschen Besetzung Lettlands im 2. Weltkrieg, die in