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Gustav Struve
Gustav von Struve bzw. nach der Ablegung seines Adelstitels Gustav Struve ( - 11. Oktober 1805 in München; † 21. August 1870 in Wien) war ein deutscher Politiker, Rechtsanwalt, Publizist und radikaldemokratischer Revolutionär während der Märzrevolution von 1848/1849 im Großherzogtum Baden.
Lebenslauf
Struve war der Sohn des aus dem Kleinadel stammenden russischen Staatsrats Johann Gustav von Struve. Aufgewachsen in München, absolvierte er ein juristisches Studium in Göttingen und Mannheim. Zwischen 1829 und 1831 war er im oldenburgischen Staatsdienst beschäftigt. 1836 ließ er sich im badischen Mannheim als Rechtsanwalt nieder.
In Baden stieg er auch in die Politik ein, indem er die liberalen Abgeordneten in der badischen Kammer durch journalistisches Engagement unterstützte. Dabei wandte er sich immer stärker radikaldemokratischen und frühsozialistischen Positionen zu.
1845 heiratete er Amalie Düsar, die uneheliche Tochter eines Sprachlehrers aus Mannheim. Durch diese zu der Zeit nicht "standesgemäße" Heirat kam es zum Zerwürfnis mit seiner Herkunftsfamilie. Dies und seine lebensreformerische Haltung, die er mit seiner Frau teilte, veranlassten das Ehepaar 1846 von der evangelischen Konfession in die damals bestehende "Deutsch-Katholische Kirche" zu konvertieren, die eine Vereinigung von Katholizismus, Protestantismus, Judentum und moderner Wissenschaft anstrebte. Des Weiteren legte Struve 1847 seinen Adelstitel ab. Diese einschneidenden privaten Veränderungen in Gustav Struves Leben belegen den starken auch inhaltlichen Einfluss, den seine für die Zeit ungewöhnlich selbstbewusste, der frühen Frauenbewegung verbundene Frau auf ihn hatte und Zeit seines Lebens auch behielt.
Es war die Zeit des Vormärz, der Jahre zwischen dem Wiener Kongress 1815 und dem Beginn der Märzrevolution 1848, in der das reaktionäre metternichsche System der Restauration herrschte, gegen das Struve sich zunehmend wandte.
Zusammen mit Friedrich Hecker beteiligte sich Struve an führender Stelle an der badischen Revolution ab März 1848. Auch Hecker gehörte wie Struve zum radikaldemokratischen und antimonarchistischen Flügel der Revolutionäre, der in Baden, hier insbesondere in den vielerorts gegründeten politischen Volksvereinen relativ stark vertreten war.
Als die Märzrevolution ausgelöst wurde, forderte Struve in einem von ihm veröffentlichten Programm eine föderative Republik für ganz Deutschland, das aber vom Frankfurter Vorparlament abgelehnt wurde.
Gemeinsam mit Hecker und anderen führenden Aufständischen wollte er seine Ideen von Südwestdeutschland aus verbreiten. Im sogenannten "Heckeraufstand" riefen Hecker, Struve und andere am 12. April 1848 in Konstanz die Republik aus. Struve und seine Frau waren daraufhin beteiligt am "Heckerzug", einer Freischar, die sich mit der aus dem Elsass anmarschierenden "Deutschen Demokratischen Legion" des revolutionären Dichters Georg Herwegh vereinigen und in die badische Hauptstadt Karlsruhe marschieren wollte, um die Republik von dort aus in ganz Baden durchzusetzen. Der Heckerzug wurde jedoch bald im Schwarzwald bei Kandern von regulären Truppen besiegt und die Revolutionäre aufgerieben. Hecker und Struve flohen in die Schweiz, von wo aus Gustav Struve weiter versuchte, die Revolution voran zu bringen.
Ein erneuter Versuch Struves, am 21. September 1848 bei einem Aufstand in Lörrach die Republik auszurufen, scheiterte ebenfalls. Struve wurde gefangen genommen und inhaftiert. Bei den Maiaufständen 1849 wurde er befreit.
Im Verlauf des badischen Maiaufstands gelang es, nachdem die badische Garnison in der Bundesfestung Rastatt gemeutert hatte, den Großherzog Leopold (Baden) in die Flucht zu treiben, worauf sich am 1. Juni 1849 eine provisorische republikanische Regierung unter dem gemäßigteren liberalen Politiker Lorenz Brentano bildete, an der Struve beteiligt war. Gegenüber der Gefahr durch die anrückenden Truppen des deutschen Bundes unter Führung des preußischen Prinzen Wilhelm von Preußen, dem späteren Kaiser Wilhelm I., verhielt sich Brentano zögerlich und hoffte, durch Verhandlungen eine militärische Eskalation zu vermeiden. Darauf wurde Brentano von Struve und dessen Anhängern gestürzt. Es kam zur Volksbewaffnung. Unter Führung des polnischen Revolutionsgenerals Ludwik Mieroslawski versuchte das Revolutionsheer, die Übermacht der preußischen Truppen abzuwehren, aber die Revolution wurde schließlich nach heftigen Kämpfen um Rastatt am 23. Juli 1849 von den preußischen Truppen niedergeschlagen und war damit endgültig gescheitert.
Gustav Struve konnte sich mit einigen anderen Revolutionären einer Hinrichtung entziehen, und floh zusammen mit seiner Frau, die ihn während der Revolution immer auch aktiv kämpfend und agitatorisch unterstützt hatte, ins Exil, das die Eheleute zunächst in die Schweiz, und über England schließlich 1851 in die USA führte ([http://www.uni-oldenburg.de/nausa/1848/struve.htm Passagierliste]). Auch hier versuchte er, publizistisch für seine radikaldemokratischen Ziele zu arbeiten. Durch seinen energischen Einsatz für die Präsidentschaftskandidatur von Abraham Lincoln trug er dazu bei, die deutschstämmige Bevölkerung des Bundesstaats New York, die bis dahin eher zu den Demokraten neigte, für die damalige republikanische Partei zu gewinnen, was mit zum letztlichen Wahlsieg Lincolns beitrug. Anfang der 1860er Jahre war Struve am Sezessionskrieg auf Seiten der Nordstaaten beteiligt. Nach dem Tod seiner Frau Amalie, die an den Folgen einer Geburt 1862 in New York gestorben war, und nachdem er in der alten Heimat amnestiert worden war, kehrte er 1863 nach Deutschland zurück. Struve starb am 21. August 1870 in Wien.
Bibliografie
Amalie und Gustav von Struve:
- „[http://www.rombach.de/buchverlag/autoren_buecher.php?id=281&b1=1&b2=10&s1=1 Heftiges Feuer]“. Die Geschichte der badischen Revolution 1848. Mit einer Einführung von Irmtraud Götz von Olenhusen und einem Nachwort von Thea Bauriedl, Rombach Verlag, Freiburg, ISBN 3-7930-0877-0
Gustav von Struve:
- "Politische Briefe", Mannheim 1846
- "Das öffentliche Recht des deutschen Bundes", 2 Bände, 1846
- "Grundzuge der Staatswissenschaft", 4 Bände, Frankfurt (Main), 1847/48
- "Geschichte der drei Volkserhebungen in Baden", Bern 1849
- "Weltgeschichte", 6 Bände, New York 1856/59; mit einer Erweiterung, Coburg 1866/69
- "Das Revolutionszeitalter", New York 1859/60
- "Diesseits und jenseits des Oceans", Coburg 1864/65
- "Kurzgefasster Wegweiser für Auswanderer", Bamberg 1867
- "Pflanzenkost, die Grundlage einer neuen Weltanschauung", Stuttgart 1869
- "Das Seelenleben, oder die Naturgeschichte des Menschen", Berlin 1869
- "Eines Fürsten Jugendliebe", Drama, Wien 1870
Amalie von Struve:
- "Erinnerungen aus den badischen Freiheitskämpfen", Hamburg 1850
- "Historische Zeitbilder", 3 Bände, Bremen 1850
Weblinks
-
- [http://www.bad-bad.de/gesch/struve.htm kurzer Lebenslauf mit Bild Struves]
- [http://www.ghkuhlmann.de/1848/Glossar/PE02.html Kurzbiografie der Eheleute Amalie und Gustav Struve]
Literatur
Michael Kunze: „Der Freiheit eine Gasse - Traum und Leben eines deutschen Revolutionärs“, München (Kindler) 1990 - biografisch mit umfangreichem Literaturverzeichnis
Struve, Gustav von
Struve, Gustav von
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Struve, Gustav von
Struve, Gustav von
Struve, Gustav von
Struve, Gustav von
1805
- 11. April: Bündnis Russland-Großbritannien gegen Frankreich
- 9. Mai: Uraufführung der Oper Délia et Verdikan von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris
- 15. Mai: In der Auslage des Fleischerladens von Johann Georg Lahner in Wien hängen die neu kreierten Wiener Würstchen
- 9. August: Beitritt Österreichs zur antifranzösischen Koalition
- 8. September: Dritter Koalitionskrieg gegen Frankreich
- 25. September: Napoléon Bonaparte überquert mit seiner Armee den Rhein
- 17. Oktober: Karl Mack von Leiberich kapituliert in Ulm mit den Resten der geschlagenen österreichischen Armee im dritten Koalitionskrieg gegenüber französischen Truppen unter Napoleon Bonaparte
- 21. Oktober: Schlacht von Trafalgar, Sieg Admiral Nelsons über die französisch-spanische Flotte
- 25. Oktober: Zar Alexander I. in Berlin
- 2. November: Mehmed Ali wird Statthalter von Ägypten
- 3. November: Preußisch-russisches Bündnis (Vertrag von Potsdam)
- 11. November: Schlacht bei Loiben-Dürnstein. Die Russen und Österreicher kämpfen gegen die Franzosen
- 13. November: Koalitionskrieg: Die Armee von Napoléon Bonaparte nimmt Wien ein. Die Truppen rücken kampflos in die Stadt ein
- 2. Dezember: In der Dreikaiserschlacht bei Austerlitz siegt Napoleon über die Österreicher unter Kaiser Franz II. und die Russen unter Zar Alexander I.
- 26. Dezember: Frieden von Pressburg zwischen Österreich und Frankreich
- 28. Dezember: Napoleon kommt nach Passau
- Joseph-Marie Jacquard stellt in Paris seine Lochkartengesteuerte Webmaschine vor, was sich als entscheidender Auslöser der Industriellen Revolution erweist
- Gründung der Dorfbauern Schützengesellschaft Emsdetten
- Dominica. Frankreich erobert die Insel zum zweiten Mal
- Russische Hilfstruppen unter General Kutusow ziehen durch Schrattenthal in Niederösterreich
Kultur
- 7. April: Uraufführung der 3. Sinfonie (Eroica) von Ludwig van Beethoven
- 20. November: Uraufführung der Oper Fidelio von Ludwig van Beethoven in Wien
- 5. Januar: P. G. Berg, schwedischer Verleger († 1889)
- 23. Januar: Tommaso Vallauri, italienischer Philologe und Professor der Rhetorik († 1897)
- 27. Januar: Samuel Palmer, britischer Maler († 1881)
- 27. Januar: Sophie von Österreich, Tochter von König Maximilian I. von Bayern († 1872)
- 2. Februar: Johann Baptist Sonderland, deutscher Maler und Radierer († 1878)
- 3. Februar: Otto Theodor von Manteuffel, preußischer Politiker († 1882)
- 13. Februar: Peter Gustav Lejeune Dirichlet, deutscher Mathematiker († 1859)
- 16. Februar: Heinrich von Hofstätter, Bischof von Passau († 1875)
- 3. März: Jonas Furrer, Schweizer Politiker († 1861)
- 5. März: Theodore Labarre, französischer Harfenvirtuose und Komponist († 1870)
- 16. März: Peter Ernst von Lasaulx, Philosoph und Philologe († 1861)
- 2. April: Hans Christian Andersen, dänischer Schriftsteller († 1875)
- 8. April: Hugo von Mohl, deutscher Botaniker († 1872)
- 20. April: Franz Xaver Winterhalter, deutscher Portraitmaler und Lithograf († 1878)
- 24. April: Johannes Zeltner, Ehrenbürger in Wittenberg († 1882)
- 1. Mai: Johann Jacoby, preußischer Politiker und führender deutscher Radikaldemokrat († 1872)
- 6. Mai: Ferdinand Sauter, österreichischer Mundartdichter († 1854)
- 10. Mai: Alexander Braun, deutscher Botaniker († 1877)
- 11. Mai: Friedrich Heinrich Eduard Kochhann, Berliner Politiker († 1890)
- 14. Mai: Johann Peter Emilius Hartmann, dänischer Komponist († 1900)
- 20. Mai: Georg Gottfried Gervinus, Historiker und nationalliberaler Politiker († 1871)
- 23. Mai: Heinrich Buff, deutscher Physiker und Chemiker († 1878)
- 5. Juni: Jacob Niclas Ahlström, schwedischer Kapellmeister und Komponist († 1857)
- 10. Juni: Victor Baltard, französischer Architekt († 1874)
- 17. Juni: Christian Friedrich Ludwig Buschmann, deutscher Musikinstrumentenbauer
- 22. Juni: Ida von Hahn-Hahn, deutsche Schriftstellerin und Lyrikerin († 1880)
- 22. Juni: Giuseppe Mazzini, italienischer Nationalund Gründer des „Jungen Italiens“ († 1872)
- 29. Juni: Charles-Laure-Hugues-Théobald de Choiseul-Praslin, französischer Adliger und Mörder († 1847)
- 5. Juli: Robert FitzRoy, britischer Marineoffizier und Meteorologe († 1865)
- 16. Juli: Johann Christoph Blumhardt, deutscher Pfarrer und evangelischer Theologe († 1880)
- 17. Juli: Karl Georg Ludwig Guido, Graf von Usedom, preußischer Diplomat († 1884)
- 26. Juli: Claude Félix Abel Niepce de Saint-Victor, französischer Chemiker, Erfinder und Fotograf († 1870)
- 29. Juli: Alexis de Tocqueville, französischer Publizist und Politiker († 1859)
- 4. August: William Rowan Hamilton, irisch-englischer Mathematiker und Physiker († 1865)
- 10. August: Franz Toldy, ungarischer Literaturhistoriker († 1875)
- 23. August: Anton von Schmerling, österreichischer Politiker und Jurist († 1893)
- 11. September: Friedrich von Bothmer, bayerischer General der Infanterie († 1886)
- 2. Oktober: Carl Theodor Barth, deutscher Jurist und demokratischer Publizist († 1837)
- 11. Oktober: Gustav von Struve, deutscher Politiker, Rechtsanwalt, Publizist und Revolutionär († 1870)
- 23. Oktober: Adalbert Stifter, österreichischer Heimatdichter, Maler und Pädagoge († 1868)
- 14. November: Fanny Hensel geb. Mendelssohn, deutsche Komponistin († 1847)
- 19. November: Ferdinand Vicomte de Lesseps, französischer Diplomat und Ingenieur († 1894)
- 19. November: Johann Friedrich Hermann Albers, deutscher Mediziner und Pathologe († 1867)
- 21. November: Wilhelm Friedrich Christian Gustav Krafft, deutscher Politiker († 1854)
- 28. November: Carl Overweg, deutscher Politiker und Industrieeller († 1876)
- 28. November: John Lloyd Stephens, Forschungsreisender, Amateurarchäologe, Autor, Anwalt und Diplomat († 1852)
- 29. November: Friedrich Wilhelm Kasiski, preußischer Infanteriemajor und Kryptograph († 1881)
- 7. Dezember: Jean Eugène Robert-Houdin, französischer Magier († 1871)
- 10. Dezember: Karl Ferdinand Sohn, Maler († 1867)
- 12. Dezember: William Lloyd Garrison, US-amerikanischer Schriftsteller († 1879)
- 20. Dezember: Thomas Graham, britischer Chemiker († 1869)
- 23. Dezember: Joseph Smith, Gründer und erster Prophet der Mormonen († 1844)
- 13. Januar: Franz Anton Ernst, böhmischer Komponist ( - 1745)
- 16. März: Franz Xaver Freiherr von Wulfen, Physiker, Mathematiker, Botaniker und Mineraloge ( - 1728)
- 26. März: Gabriel Gruber, Ordensgeneral ( - 1740)
- 3. Mai: Heinrich Zimmermann, deutscher Reisender und Reiseschriftsteller ( - 1741)
- 9. Mai: Friedrich Schiller, deutscher Dichter und Dramatiker ( - 1759)
- 28. Mai: Luigi Boccherini, italienischer Komponist und Cellist ( - 1743)
- 10. Juli: Thomas Wedgwood, Pionier der Fototechnik ( - 1771)
- 21. Oktober: Horatio Nelson, britischer Admiral ( - 1758)
ko:1805년
simple:1805
München
München ist die Landeshauptstadt des Freistaates Bayern. Nach Berlin und Hamburg ist München die drittgrößte Großstadt Deutschlands und gilt als eines der wichtigsten Wirtschafts-, Verkehrs- und Kulturzentren der Bundesrepublik.
Geografie
Deutschland)]]
München ist eine der flächengrößten Städte Deutschlands. München bildet eines der 23 Oberzentren des Freistaates Bayern.
Höchster Punkt der Stadt ist der Warnberg mit 579 m über NN, der tiefste Punkt liegt mit 482 m über NN im nördlichen Schwarzhölzl im Stadtteil Feldmoching.
Die Isar durchfließt das Stadtgebiet auf einer Länge von 13,7 km von Südwest nach Nordost. Bekannte Flussinseln sind die Museumsinsel mit dem Deutschen Museum und die in unmittelbarer Nähe gelegene Praterinsel. Im weiteren Umland liegen zahlreiche große Seen, wie z. B. der Ammersee, Wörthsee oder der Starnberger See. Weitere Fließgewässer sind die Würm, die, aus dem Starnberger See kommend, den Westen Münchens durchfließt, der Hachinger Bach, der im Südosten bei Perlach in das Stadtgebiet eintritt und nördlich von Neuperlach versickert, sowie etliche von der Isar abzweigende Stadtbäche wie der Eisbach, der Auer Mühlbach, der unmittelbar nach seiner Ableitung aus dem Isarkanal als erstes den Münchner Tierpark Hellabrunn durchfließt, sowie der Brunnbach. Die Stadtbäche wurden größtenteils entlang der Isar angelegt, einige durchfließen auch die Innenstadt, wobei die Bäche im Zentrum heute größtenteils unterirdisch durch Röhren geführt werden oder seit dem Bau von S- und U-Bahnlinien teilweise trockengelegt wurden. Seen im Münchener Stadtgebiet sind der Kleinhesseloher See im Englischen Garten, der See im Olympiagelände sowie der Lerchenauer, Fasanerie- und Feldmochinger See, allesamt im Norden von München.
Ausdehnung
Die Gesamtfläche der Stadt München beträgt 31.043 ha; München ist damit nach Berlin, Hamburg, Köln, Dresden und Bremen die flächenmäßig sechstgrößte Großstadt Deutschlands. Von den gut 310 km² entfallen 44 % auf Gebäude und zugehörige Freiflächen, 16,9 % auf Landwirtschaftsflächen, 16,5 % auf Verkehrsflächen, 14,7 % auf Erholungsflächen, 4,4 % auf Waldflächen, 1,2 % auf Wasserflächen und weitere 2,2 % auf Flächen anderer Nutzung. Die Grenze der Stadt umfasst 117,4 km. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt von Nord nach Süd 20,9 km und von Ost nach West 26,8 km. (Stand 31. Dezember 2000)
Bezirke und Nachbargemeinden
2000
Mit der Neugliederung des Stadtgebiets im Jahr 1992 wurde die Zahl der Stadtbezirke in München von 41 auf 25 verringert. Sie heißen (in alphabetischer Reihenfolge): Allach-Untermenzing (23), Altstadt-Lehel (1), Aubing-Lochhausen-Langwied (22), Au-Haidhausen (5), Berg am Laim (14), Bogenhausen (13), Feldmoching-Hasenbergl (24), Hadern (20), Laim (25), Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt (2), Maxvorstadt (3), Milbertshofen-Am Hart (11), Moosach (10), Neuhausen-Nymphenburg (9), Obergiesing (17), Pasing-Obermenzing (21), Ramersdorf-Perlach (16), Schwabing-Freimann (12), Schwabing-West (4), Schwanthalerhöhe (8), Sendling (6), Sendling-Westpark (7), Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln (19), Trudering-Riem (15) und Untergiesing-Harlaching (18).
Im Bereich des Bezirks 22 entsteht derzeit der neue Stadtteil Freiham.
Folgende Gemeinden und gemeindefreien Gebiete grenzen an die Stadt München (sie werden nach dem Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt):
Oberschleißheim, Garching, Ismaning, Unterföhring, Aschheim, Feldkirchen, Haar, Putzbrunn, Neubiberg, Unterhaching, Perlacher Forst, Oberhaching, Grünwald, Pullach, Forstenrieder Park, Neuried, Planegg und Gräfelfing (alle Landkreis München), Germering, Puchheim und Gröbenzell (alle Landkreis Fürstenfeldbruck) sowie Karlsfeld (Landkreis Dachau)
Landkreis Dachau
Klima
Die Stadt München liegt im Übergangsbereich zwischen dem feuchten atlantischen und dem trockenen kontinentalen Klima. Weitere wesentliche wetterbestimmende Faktoren sind die Alpen als mitteleuropäische und die Donau als regionale Wetterscheide. Aufgrund dieser Konstellation ist das Wetter relativ wechselhaft. Der Föhn bringt das ganze Jahr hindurch aus südlicher Richtung unregelmäßig warme, trockene Luftströmungen nach München. Damit verbunden ist eine sehr gute Fernsicht - und insbesondere auch der berühmte bayerisch-blaue Himmel - so dass auch die Bayerischen Alpen sehr deutlich zu sehen sind. Die bisher höchste offiziell vom Deutschen Wetterdienst gemessene Temperatur in der offiziellen DWD-Wetterstation in München-Nymphenburg war 37,2 Grad Celsius im Juli 1983. München wurde auch schon durch seine Lage im gewitterintensivsten Bundesland Bayern von heftigen Unwettern betroffen. Am bemerkenswertesten ist hier das Hagelunwetter vom 12. Juli 1984, bei dem Schäden in Höhe von umgerechnet 1,5 Mrd. Euro entstanden. München ist durch die Nähe zu den Alpen auch die schneereichste Großstadt Deutschlands.
Eine Auswertung der Wetterstatistiken hat ergeben, dass der südliche Teil der Stadt am sonnigsten ist. Der nördliche hat mehr Nebel. Der westliche ist trockener als der östliche. Dies ist grundsätzlich auch eine Folge der Höhenunterschiede innerhalb der Stadt, die ein entsprechendes Kleinklima generieren, sowie eine Trennung der Stadt in Ost-/Westrichtung durch die Isar.
Bevölkerung
München hat ca. 1,28 Millionen Einwohner, die Arbeitslosenzahl liegt bei etwa 82.000 (Stand Mitte 2005). Der Ausländeranteil liegt derzeit bei etwa 23 % (293.386 in absoluten Zahlen, Stand 31. Dezember 2004). Die größten Gruppen darunter stellten Türken (43.110), Kroaten (25.104), Serben (24.086) und Griechen (22.781) dar.
Geschichte
Isar
Hauptartikel: Geschichte Münchens
München wurde 1158 zum ersten Mal als Villa Munichen urkundlich erwähnt, nachdem der Herzog von Bayern und Sachsen Heinrich der Löwe nahe dieser schon bestehenden Mönchssiedlung am Platz der heutigen Ludwigsbrücke bei den Isarinseln eine Brücke über die Isar errichtet hatte. Durch einen Gewaltstreich hatte Heinrich dabei die bestehende Brücke des Bischofs von Freising bei Unterföhring zerstört, um selbst vom reichen Salzhandel zu profitieren. Mit der Brücke, und damit dem Salzhandel, erhielt München durch einen Schiedsspruch das Markt-, Münz- und Zollrecht von Kaiser Friedrich Barbarossa zugesprochen.
Bereits knapp zwanzig Jahre später, im Jahre 1175, wurde München der Stadtstatus gewährt und die erste Befestigungsanlage errichtet.
Als Heinrich 1180 vom Kaiser geächtet wurde, fiel Bayern an die Wittelsbacher und München an den Bischof von Freising. 1240 kam auch München in wittelsbachischen Besitz und wurde bereits 1255 nach der ersten Landesteilung herzogliche Residenz.
Seit 1314 war Herzog Ludwig IV. deutscher König, seit 1328 auch Kaiser und München wurde als seine Residenz durch einen zweiten Mauerring erheblich erweitert. Seit dieser Zeit sind die Farben Münchens die Farben des alten Reiches: Schwarz und Gold.
Seit dem Ende des 14. Jahrhunderts kam es wiederholt zu Aufständen der Bürgerschaft gegen die Herzöge, die daraufhin ihren Regierungssitz vom Alten Hof in die neue Residenz am Stadtrand verlegten. 1442 wurden die jüdischen Bürger aus der Stadt vertrieben.
Nachdem München in der Spätgotik eine neue kulturelle Blütezeit erlebt hatte, wurde die Stadt 1506 mit der Wiedervereinigung des Landes Hauptstadt von ganz Bayern.
Danach ging der Einfluss der Bürgerschaft mehr und mehr zurück, die Wittelsbacher bestimmten fortan die Entwicklung der Stadt. München wurde ein Zentrum der Renaissance aber auch der Gegenreformation. Unter Herzog Maximilian I. von Bayern
wurde München 1623 kurfürstliche Residenzstadt, musste aber 1632 die Besatzung schwedischer Truppen erdulden. München musste ein hohes Lösegeld bezahlen und Geiseln stellen um seiner Zerstörung zu entgehen.
Nachdem der Dreißigjährige Krieg 1648 beendet war öffnete sich die Stadt dem italienischen Barock.
1704 kam München im Spanischen Erbfolgekrieg für mehrere Jahre unter habsburgische Besatzung, da sich Kurfürst Maximilian II. mit Frankreich verbündet hatte. Ein Aufstand der Bürger und Bauern wurde in der Sendlinger Mordweihnacht blutig beendet.
Nach der Kaiserkrönung von Kurfürst Karl VII. Albrecht besetzten habsburgische Truppen 1742 erneut die Stadt.
Obwohl München bereits 1328 kaiserliche Residenzstadt war, begann der Aufstieg zur Großstadt erst 450 Jahre später. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wuchs München rapide, was 1806 noch beschleunigt wurde, als München die Hauptstadt des napoleonischen Königreichs Bayern wurde. Hatte München 1700 gerade einmal 24.000 Einwohner, so verdoppelte sich die Bewohnerzahl bald alle 30 Jahre, so dass 1871 170.000 Menschen in München lebten und 1933 840.000.
1933
Unter der Regierung von Ludwig I., König von Bayern (1825–1848) wurde München zu einer weithin bekannten Kunststadt. Die Klassizisten Leo Klenze und Friedrich von Gärtner gestalteten die Ludwigstraße, den Königsplatz und die Residenz.
Max II. (1848 - 1864) förderte insbesondere die Geisteswissenschaften, trat aber ebenfalls als Bauherr hervor, im neuen an die englische Gotik erinnernden "Maximilianstil", entstanden unter anderem die Bauten an der Maximilianstraße, heute eine der exklusivsten Einkaufstraßen des Kontinents.
Unter seinem Bruder Prinzregent Luitpold (1886–1912) erlebte München einen gewaltigen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Es entstanden unter anderem die Prinzregentenstraße und das Prinzregententheater. Schwabing erlebte um die Jahrhundertwende
eine Blüte als Künstlerviertel, in dem zahlreiche bedeutende Literaten und Maler der Zeit verkehrten. 1896 wurde die Münchner Kulturzeitschrift Jugend erstmals herausgegeben, die namensgebend für den Jugendstil wurde. In seiner Erzählung Gladius Dei hat Thomas Mann für diese Epoche das geflügelte Wort "München leuchtet" geprägt.
Nach dem Ersten Weltkrieg scheiterte1919 kurz nach dem Ende der Monarchie auch in München die kommunistische Revolution (siehe: Münchner Räterepublik) und in den folgenden Jahren wurde München zunehmend die „Hauptstadt der Bewegung“ Hitlers. 1923 scheiterte der Hitlerputsch vor der Feldherrnhalle, 1933 wurde auch München gleichgeschaltet. 1938 wurde das Münchner Abkommen abgeschlossen. Bezahlt hatte die Stadt so wie die meisten deutschen Großstädte mit umfangreichen Zerstörungen durch Flächenbombardements der Alliierten im Zweiten Weltkrieg.
Zweiten Weltkrieg
Nach dem weitgehend am historischen Stadtbild orientierten Wiederaufbau entwickelte sich München nach dem Zweiten Weltkrieg zum High-Tech-Standort, außerdem siedelten sich zahlreiche Unternehmen der Dienstleistungsbranche an, so zum Beispiel Medien, Versicherungen und Banken. Auch der Tourismus erlebte in der an bedeutenden Museen (z. B. Alte, Neue und Pinakothek der Moderne, Deutsches Museum) und Sehenswürdigkeiten reichen Stadt einen Aufschwung. Im Jahre 1972 war München Gastgeber der XX. Olympischen Sommerspiele, die durch ein Attentat palästinensischer Terroristen überschattet wurden. Für die Spiele wurde die Stadt mit einer zusätzlichen U-Bahn-Linie ausgestattet.
Im Jahre 1992 wurde der vor den Toren Münchens gelegene neue Flughafen eröffnet, der alte Flughafen München-Riem wurde geschlossen und zur Messestadt Riem umgebaut.
Am Messegelände wurde das Gelände der Bundesgartenschau 2005 (BUGA 2005) angelegt.
Politik
Als Landeshauptstadt ist München der Sitz des Landtages und der bayerischen Staatsregierung. Ferner ist die Stadt München Sitz der Regierung von Oberbayern, des Bezirks Oberbayern und des Landkreises München. Traditionell dominieren in München die Mitte-Links-Parteien, was in Bayern eher selten ist. So war das einzige von der SPD gewonnene Direktmandat in Bayern bei den Bundestagswahlen 2002 und 2005 der Wahlkreis München-Nord. Seit 1993 wird München von Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) regiert. Derzeit wird der Münchner Stadtrat von einer Koalition aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Rosa Liste geführt.
Wappen
SPD
Das Wappen der Stadt München zeigt in Silber einen Mönch mit goldgeränderter schwarzer Kutte und roten Schuhen, in der Linken ein rotes Eidbuch haltend, die Rechte zum Schwur erhoben. Die Stadtfarben sind schwarz-gelb. Bei dem heutigen Stadtwappen handelt es sich um das so genannte „kleine Wappen“, das 1957 vom Stadtrat festgelegt wurde. Das so genannte „große Wappen“ zeigt in Silber ein offenes rotes Stadttor zwischen zwei roten Zinnentürmen mit von Schwarz und Gold mehrfach zickzackartig gebänderten Dächern; oben ein wachsender, golden gekrönter und bewehrter goldener Löwe; im Tor der Mönch des kleinen Wappens. Im amtlichen Verkehr wird das große Wappen nicht mehr verwendet.
Aus dem Mönch im Wappen entwickelte sich im Laufe der Zeit das Münchner Kindl.
Städtepartnerschaften
- 25px seit 1954: Edinburgh (Schottland)
- 25px seit 17. März 1960: Verona (Italien)
- 25px seit 30. Mai 1964: Bordeaux (Frankreich)
- 25px seit 28. August 1972: Sapporo (Japan)
- 25px seit 18. September 1989: Cincinnati (USA)
- 25px seit 6. Oktober 1989: Kiew (Ukraine)
- 25px seit 1996: Harare (Simbabwe), zwischen 1999 und April 2002 wegen der Menschenrechtsverletzungen der simbabwischen Regierungspartei auf offizieller Ebene eingefroren
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Kultur
Menschenrechtsverletzung
München ist international bekannt für seine Sammlungen der alten und klassischen Kunst. So gehören zum Beispiel die Alte- und die Neue Pinakothek, sowie die Pinakothek der Moderne und das Lenbachhaus zu den weltweit renommiertesten Kunstmuseen. Das Deutsche Museum mit zum Teil einmaligen technischen Exponaten gehört mit über 1 Million Besucher pro Jahr zu den meistbesuchten Museen Europas. Aber auch weitere Kultureinrichtungen gehören zu den bekanntesten in Deutschland, so das Völkerkundemuseum, die Archäologische Staatssammlung, das Münchner Stadtmuseum im ehemaligen Zeughaus am St.-Jakobsplatz. Weiter gibt es im Innenstadtbereich die Bayerische Staatsoper, das Bayerische Staatsschauspiel, das im ehemaligen Residenztheater seine Hauptbühne hat und die Münchner Kammerspiele, die zu den führenden Ensembles im deutschen Sprachraum gehören. Überregional bekannte kulturelle Veranstaltungen sind unter anderem die Opernfestspiele und das Filmfest. Das berühmte Münchener Oktoberfest auf der Theresienwiese ist das größte Volksfest dieser Art und wird von Touristen aus aller Welt besucht.
Theresienwiese
Hauptartikel: Sehenswürdigkeiten in München
Bedeutende Bauwerke
Der Marienplatz gilt als der Mittelpunkt Münchens und liegt, umgeben von dem Neuen- und dem Alten Rathaus, mitten im Zentrum der Altstadt.
Wenige Schritte davon liegt die Peterskirche, die älteste Kirche der Altstadt, deren erster Bau noch aus der Romanik stammte.
Südlich davon liegt die Asamkirche, die im Inneren in prunkvollem Rokoko gestaltet wurde.
Das Wahrzeichen der Stadt ist die nahe gelegene gotische Frauenkirche mit ihren zwei markanten Türmen. Viele Sehenswürdigkeiten sind von hier aus gut zu erreichen, so zum Beispiel die die Michaelskirche größte Renaissancekirche nördlich der Alpen, die Residenz, das Hofbräuhaus und der Viktualienmarkt.
Südlich der Residenz, vor der Oper, beginnt die im 19. Jahrhundert als Paradestraße gestaltete Maximilianstraße. Sie führt von der Altstadt nach Osten über die Isar in Richtung des Maximilianeums, dem Sitz des bayerischen Landtages. Heute ist sie eine luxuriöse Einkaufsmeile.
bayerischen Landtagesbayerischen LandtagesIm Norden des Stadtzentrums, direkt vor der Residenz, liegt der Odeonsplatz mit der Feldherrenhalle und der barocken Theatinerkirche. Nach Norden führt von hier die zweite große Prachtstraße Münchens, die Ludwig-/Leopoldstraße, an der Ludwig-Maximilians-Universität und am Siegestor vorbei durch Schwabing aus der Stadt heraus.
Unweit des Deutschen Museums und des Kulturzentrums Gasteig, befindet sich in der Au mit dem nach vierjähriger Bauzeit 1901 eröffneten und im Jugendstil ausgestatteten Müllerschen Volksbad das älteste öffentliche Hallenbad Münchens.
Ein weiterer bedeutender Platz ist der nordwestlich der Altstadt gelegene Königsplatz mit Glyptothek, Propyläen und die Staatlichen Antikensammlungen.
Etwas abseits vom Stadtzentrum im Westen liegt das Schloss Nymphenburg, das mit seiner einzigartigen Komposition aus Parkanlage und Bauwerk besticht und als Sommerresidenz der Wittelsbacher diente. An die Parkanlage schließt sich unmittelbar der botanische Garten mit seinen Treibhäusern an. Hinter den Mauern der Schlossanlage liegt auch das spätgotische Schloss Blutenburg.
Im Norden der Stadt liegt das für die Olympischen Sommerspiele 1972 errichtete Olympiagelände. Das architektonisch sehenswerte Ensemble aus Olympiastadion, Schwimmhalle und Olympiahalle ist besonders wegen der gewagten Zeltdachkonstruktion, die sich in die Hügellandschaft des umgebenden Parks hervorragend einpasst, weltberühmt. Hier steht auch der bereits 1968 eröffnete, 291 m hohe Olympiaturm.
Als weitere bedeutende Sportstätte wurde im Mai 2005 die am Nordende der Stadt gelegene Allianz Arena eröffnet, in der die Heimspiele der Fußballer des FC Bayern München und des TSV 1860 München stattfinden.
In München finden sich ca. 1200 Brunnen, davon ca. 700 städtische. Der älteste ist der Fischbrunnen auf dem Marienplatz. Ein weiterer markanter Brunnen ist der Wittelsbacher Brunnen am Lenbachplatz von Adolf von Hildebrand.
Parks
Weltberühmt ist der Englische Garten, der München vom Zentrum bis an die nördliche Stadtgrenze durchzieht, und mit 3,7 km² Fläche sogar den Central Park in New York übertrifft. Bedeutend ist auch der Olympiapark, der neben mehreren Seen auch einen hervorragenden Blick über die Stadt vom Olympiahügel bietet. Daneben existieren zahlreiche weitere Parks und Grünflächen, wie zum Beispiel der Westpark oder der Schlosspark Nymphenburg, die München im Sommer zu einer äußerst grünen Stadt machen und im Winter sogar auf eigens gespurten Loipen das Langlaufen ermöglichen. Gleich drei barocke Schlösser befinden sich an der nördlichen Stadtgrenze im Park von Schloss Schleißheim.
Die Isarauen sind eine lang gezogene, schmale Parklandschaft entlang des Gebirgsflusses, der anlässlich der Bundesgartenschau 2005 teilweise renaturiert wurde. Man kann die Stadt, von Nord nach Süd immer an der Isar, durchgehend im Grünen durchlaufen oder -radeln. Die eigentlichen Isarauen zwischen Deutschem Museum und der Isarinsel Flaucher sind beliebter Ort zum Grillen und Baden (auch FKK).
Für die Bundesgartenschau 2005 wurde eine weitere, ausgedehnte Parkanlage im Osten Münchens errichtet.
Orchester und Chöre
- Bayerisches Staatsorchester
- Münchner Philharmoniker
- Philharmonischer Chor München
- Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
- Münchner Symphoniker
- Münchner Rundfunkorchester
- Chor des Bayerischen Rundfunks
- Capella Antiqua
- Münchener Bach-Chor
- Münchener Kammerorchester
- Bayerische Kammerphilharmonie
- Sinfonietta München (Universitätsorchester)
- Abaco-Orchester (Orchester der Universität)
- Jugend Symphonie Orchester München
- Akademisches Symphonieorchester München
Regelmäßige Veranstaltungen
- Februar/März: Verschiedene Veranstaltungen während der "Starkbierzeit" (z. B. am Nockherberg)
- April: Frühlingsfest auf der Theresienwiese
- April/Mai: Auer Dult (Maidult)
- Mai-August: Münchner Bladenight Europas größte Nachtskate-Veranstaltung
- Mai/Juni: StuStaCulum Deutschlands größtes von Studenten organisiertes Musik und Theaterfestival
- Juni: Streetlife-Festival
- Juni/Juli: Tollwood-Festival
- Juli: Christopher Street Day
- Juli: Feierwerk-Festival
- Juli: Auer Dult (Jakobidult)
- Juli: Bell'Arte Musikalischer Sommer im Brunnenhof der Münchner Residenz
- August: Sommerfest im Olympiapark
- September: Streetlife-Festival
- Mitte September bis erster Sonntag im Oktober: Oktoberfest auf der Theresienwiese (Wiesn)
- September/Oktober: Auer Dult (Kirchweihdult)
- November/Dezember: SPIELART - Das Theaterfestival in München.
- November/Januar: Winter-Tollwood
- Dezember: Christkindlmärkte
Kulinarische Spezialitäten
- Auszogne (Schmalznudel)
- Weißwürste
- Leberkäse
- Brezn
- verschiedene Biersorten
- Obazda
Wirtschaft
Laut einer Vergleichsstudie (von den Zeitschriften WirtschaftsWoche, der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und der Kölner IW Consult GmbH) hat München unter den 50 größten deutschen Städten die höchste Wirtschaftskraft und Lebensqualität.
Verkehr
Der 1992 eröffnete Flughafen München Franz-Josef-Strauß im Erdinger Moos (internationaler Flughafen-Code: MUC (IATA-Code) EDDM (ICAO-Code)), 29 km außerhalb Münchens, ist mit 26,8 Mio. Passagieren 2004 der zweitgrößte Flughafen Deutschlands und der achtgrößte Europas. Seit der Entscheidung der Lufthansa, München als zweites Drehkreuz neben Frankfurt zu etablieren, wird der Flughafen international immer besser angebunden. Wegen des gestiegenen Passagieraufkommens wurde ein neues Terminal gebaut und 2003 eröffnet. Umstritten ist die Entscheidung, bis 2011 eine dritte Start- und Landebahn zu errichten. Eine Anbindung des Flughafens an München durch den Transrapid wird vom Freistaat Bayern geplant, ist aber ebenfalls umstritten und wird auch vom Münchner Stadtrat mehrheitlich abgelehnt. Eine solche Verbindung soll die Fahrtzeit zum Flughafen auf neun Minuten verkürzen und eine Anbindung des Flughafens an das Fernbahnnetz der Deutschen Bahn sein.
Deutschen Bahn
Auch auf der Schiene ist München gut an das internationale Streckennetz angeschlossen. Vom Münchner Hauptbahnhof führen Bahnlinien in alle Himmelsrichtungen: ICE-Linien 11 Berlin-Frankfurt-München-Innsbruck und 25 Hamburg-Nürnberg-München-Garmisch-Partenkirchen; ferner beginnen hier die Linien 28 Augsburg-Nürnberg-Berlin, 41 Ingolstadt-Nürnberg-Frankfurt am Main und 42 Stuttgart-Frankfurt-Köln-Dortmund. Daneben gibt es mit Bahnhof München-Pasing und München Ost zwei weitere wichtige Bahnhöfe. Dem Eisenbahngüterverkehr dient der Rangierbahnhof München-Nord.
Das Straßennetz von und nach München ist dicht. Folgende Bundesautobahnen führen von oder nach München: A 8 Stuttgart-Salzburg, A 9 Nürnberg-München mit Abzweigung A 93 nach Regensburg und A 92 Landshut-Deggendorf, A 94 (im Bau) Passau, A 95 Garmisch-Partenkirchen und A 96 Memmingen-Lindau (Bodensee). München ist fast vollständig von einem Autobahnring, der A 99, umgeben. Folgende Bundesstraßen führen durch München: B 2, B 2R (Mittlerer Ring), B 11, B 12, B 13 und B 304.
B 304
Im Öffentlichen Personen-Nahverkehr bedient die S-Bahn München 10 S-Bahn-Linien und die MVG (Münchner Verkehrsgesellschaft, Tochter der Stadtwerke München) 8 U-Bahn-Linien, 12 Straßenbahnlinien sowie zahlreiche Buslinien. Weitere Buslinien werden von Privatunternehmen betrieben. Sie alle fahren zu einheitlichen Preisen innerhalb des Münchner Verkehrsverbunds (MVV).
Das U-Bahnnetz Münchens ist mit 85,6 km das drittlängste Deutschlands (unterirdisch mit 77,4 km sogar das zweitlängste) und befördert täglich 900.000 Menschen.
Ansässige Unternehmen
Wichtige Wirtschaftszweige in München sind Tourismus, Fahrzeug- und Maschinenbau, Elektrotechnik und Softwareindustrie. München ist auch wichtiger Finanzstandort und das Versicherungszentrum Deutschlands. Weiter ist die Stadt ein wichtiger Standort für Biotechnologie, die sich allerdings im schon zur Nachbargemeinde Planegg gehörenden Ortsteil Martinsried konzentriert. Auch als Medienstandort ist die Stadt von deutschlandweiter Bedeutung. In München haben weltweit nach New York die meisten Verlage ihren Sitz. Fernseh- und Filmindustrie sind ebenfalls in der Stadt und im unmittelbaren Umland stark vertreten (Fernsehindustrie in Unterföhring und Filmindustrie in Geiselgasteig (zu Grünwald)). München ist mit der Messe München ein bedeutender Messestandort.
In München haben zahlreiche Großunternehmen ihren Firmensitz. Besonders nach dem 2. Weltkrieg haben viele Firmen ihre Zentrale aus Berlin oder Ostdeutschland nach München verlegt.
Medien
München ist Sitz des Bayerischen Rundfunks. Ferner gibt es in München zahlreiche private Fernseh- und Hörfunkanbieter.
München ist mit etwa 250 ansässigen Verlagen ein wichtiger Standort der Printmedien (beispielsweise Burda Verlag mit Focus, Deutscher Taschenbuch Verlag, Langenscheidt Verlag, Süddeutscher Verlag). Neben den zahlreichen Buch- und Zeitschriftenverlagen sind die Tageszeitungen Süddeutsche Zeitung (SZ), Münchner Merkur, Abendzeitung (AZ), Tageszeitung (TZ) das kostenlose Stadtmagazin In-München sowie die Online-Magazine munichx.de und munich-online.de zu nennen.
Die Deutsche Journalistenschule bildet in München Journalisten für alle Medien aus.
In den Landkreis-Gemeinden Grünwald (Ortsteil Geiselgasteig) und Unterföhring sind weitere zahlreiche Unternehmen der Film- und Fernsehbranche angesiedelt (beispielsweise Bavaria Filmstudios, PREMIERE, ProSiebenSat.1, RTL2).
Öffentliche Einrichtungen und Vereine
RTL2
RTL2]
In München haben folgende Bundesbehörden, -einrichtungen und -institutionen sowie Körperschaften und überregional bekannte Vereine ihren Sitz (alphabetische Auflistung):
- ADAC e. V.
- Börse München
- Bayerischer Oberster Rechnungshof
- Bayerischer Rundfunk
- Bundesfinanzhof
- Bundespatentgericht
- Deutsches Patent- und Markenamt
- Erzbistum München und Freising
- Europäisches Patentamt
- Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern
- FC Bayern München e.V.
- Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e. V.
- Goethe-Institut Inter Nationes e. V.
- Hauptzollamt München
- Institut für Ostrecht München e. V.
- Institut für Städtebau und Wohnungswesen
- Max-Planck-Gesellschaft
- Oberfinanzdirektion des Bundes
- Prüfungsamt des Bundes München – eines von 9 Prüfungsämter des Bundes
- Russisch-orthodoxe Diözese des orthodoxen Bischofs von Berlin und Deutschland (K. d. ö. R.)
- Sanitätsamt der Bundeswehr
- Verein für Sozialarbeit e. V. – Verbund sozialer Einrichtungen
- Verwaltungsamt für innere Restitutionen München – ehemals Zentralamt für Vermögensverwaltung
- Zollfahndungsamt München
Die Verwaltung der Landeshauptstadt München selbst ist in 11 Fachreferate (Baureferat, Referat für Gesundheit und Umwelt, Referat für Arbeit und Wirtschaft, Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Kommunalreferat, Kreisverwaltungsreferat, Kulturreferat, Personal- und Organisationsreferat, Schul- und Kultusreferat, Sozialreferat, Stadtkämmerei) sowie das Direktorium untergliedert.
Bildung und Forschung
Universitäten und Hochschulen
- Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU); gegründet 1472 in Ingolstadt, 1802 nach Landshut und von dort 1826 nach München verlegt
- Technische Universität München (TUM); gegründet 1868 als Polytechnische Schule München, 1872 um eine landwirtschaftliche Abteilung erweitert, 1930 wurde die Hochschule für Landwirtschaft und Brauerei Weihenstephan eingegliedert. Seit 1970 trägt sie ihren heutigen Namen.
- Universität der Bundeswehr München; die Universität trägt zwar in ihrem Namen die Stadt München, doch befindet sich ihr Sitz im benachbarten Neubiberg; die Hochschule wurde 1973 gegründet als Ausbildungsstätte für Offiziere und Offiziersanwärter der Bundeswehr. Daher können im Regelfall nur Angehörige der Bundeswehr an dieser Universität studieren.
- Hochschule für Musik und Theater München; gegründet 1830 als Singschule, wurde sie 1867 auf Anregung Richard Wagners in die Königlich-bayerische Musikschule überführt, welche 1892 zur Staatlichen Akademie der Tonkunst erhoben wurde. 1924 erhielt sie den Namen Hochschule für Musik München, 1946 wurde sie wiedereröffnet. Seit 1998 trägt sie ihren heutigen Namen.
- Hochschule für Fernsehen und Film München; gegründet 1966 als staatliche Einrichtung zur Ausbildung von Redakteuren, Regisseuren und Drehbuchautoren
- Akademie der Bildenden Künste München; gegründet 1808 als Königliche Akademie der Bildenden Künste, 1946 mit der Kunstgewerbeschule und der Akademie der Angewandten Kunst vereinigt, trägt sie seit 1953 ihren heutigen Namen
- Hochschule für Philosophie München; gegründet 1925 in Pullach, erhielt sie im selben Jahr die Anerkennung als Hochschule für Priesterausbildung. 1932 wurde sie zur Philosophischen Fakultät kanonischen Rechts erhoben, 1971 zog sie nach München um. Träger der Hochschule ist der Jesuitenorden.
- Hochschule für Politik München; gegründet 1950
- Fachhochschule München (FHM); gegründet 1971 durch Zusammenschluss von sieben Ingenieurschulen und Höheren Fachschulen
- Katholische Stiftungsfachhochschule München; gegründet 1971 aus vier höheren Fachschulen für Sozialarbeit und Sozialpädagogik. Sie ist eine Fachhochschule in Trägerschaft der katholischen Kirche, welche in Benediktbeuern eine weitere Abteilung hat.
- Munich Business School – private, staatlich anerkannte Fachhochschule
- Ukrainische Freie Universität München (UFU) ist eine private Exil-Universität, deren Sitz nach Aufenthalten in Wien und Prag sich jetzt in München befindet.
Akademien
- Bayerische Akademie für Werbung und Marketing (BAW) gegründet 1949 als Ausbildungsinstitut für Berufe in Marketing, Kommunikation, PR und Medien.
- Bayerische Verwaltungsschule (BVS) mit dem BVS-Bildungszentrum München, Anbieter für Aus- und Fortbildung im staatlichen und kommunalen Bereich in Deutschland.
- Fachakademie für Augenoptik (Munich College of Optometry), Höhere Staatliche Fachschule für Augenoptik. Angebotene Ausbildung: staatlich geprüfter Augenoptiker und Augenoptikermeister
Institute
- Max-Planck-Institut
- Ausländisches und internationales Sozialrecht
- Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht
- Kognitions- und Neurowissenschaften (weiterer Sitz in Leipzig)
- Physik (Werner-Heisenberg-Institut)
- Psychiatrie
- Psychologische Forschung
- Fraunhofer-Institut
- Patentstelle für die Deutsche Forschung (PST)
- Systeme der Kommunikationstechnik (ESK)
- Institut für Rundfunktechnik (IRT)
- Goethe Institut
- Spanisches Kulturinstitut Instituto Cervantes
- Sprachen & Dolmetscher Institut München
Weitere Informationsquellen
Wikipedia
- Portal:München
Geografie
- Das Wetter in München
- Eingemeindungen in die Stadt München
- Liste der Stadtbezirke Münchens
Geschichte
- Geschichte der Stadt München
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Grün- und Wasserflächen in München
- Kirchen und Schlösser in München
- Museen in München
- Olympiagelände in München
- Sehenswürdigkeiten in München
- Theater in München
- Liste Münchner Straßennamen
Politik
- Liste der Stadtoberhäupter Münchens
Sonstiges
- Liste der Söhne und Töchter der Stadt München
- Liste der Ehrenbürger von München
Literatur
- Lion Feuchtwanger: Erfolg (Roman über die Situation in München in den Anfangsjahren der Weimarer Republik)
- Bayerisches Städtebuch; Band V 2. Teilband Ober-, Niederbayern, Oberpfalz und Schwaben aus „Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte“ – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1974
- Hubert Ettl / Bernhard Setzwein (Hrsg.): München. Reise-Lesebuch. Text-Bildband, Hardcover, 179 S., mit Texten von Herbert Achternbusch, Carl Amery, Bruno Jonas, Hermann Lenz, Gerhard Polt u.a. und Fotos von Volker Derlath, Heinz Gebhardt, Regina Schmeken u.a., edition lichtung, Viechtach 1999 (ISBN 3-929517-28-0)
Weblinks
- [http://www.geoinfo-muenchen.de/ Amtlicher Stadtplan der Stadt München]
- [http://www.muenchen.info/ Informationsportal der Münchner Stadtverwaltung]
- [http://www.mvg-mobil.de/netzplaene.htm U- und S-Bahn-Netzpläne von München]
- [http://www.leo.org/muenchen/ leo.org] Link Everything Online (München)
- [http://www.monacomedia.de/muenchenwiki/index.php/Hauptseite München Wiki] Stadtwiki: Weblinks, Veranstaltungen, Trivia, Stadtleben, Gastronomie etc...
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Kategorie:Bayerische Geschichte
Kategorie:Ort in Bayern
Kategorie:Deutsche Landeshauptstadt
Kategorie:Fußball-Weltmeisterschaft 2006
ja:ミュンヘン
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21. AugustDer 21. August ist der 233. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 234. in Schaltjahren) - somit bleiben 132 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1526 - Alonso de Salazar entdeckt die Marshallinseln.
- 1614 - Judenpogrom im Rahmen des Frankfurter "Fettmilchaufstandes"
- 1745 - Zar Peter III. heiratet Katharina die Große
- 1892 - Auf der Tafelfichte wird ein Aussichtsturm eröffnet.
- 1897 - Felix Hoffmann synthetisiert Heroin nach dem Verfahren von C.R. Wright von 1874. Es wird von der Firma Bayer als Medikament angeboten.
- 1911 - Bei Renovierungsarbeiten im Louvre wird die Mona Lisa entwendet.
- 1944 - Geschichte der Vereinten Nationen: Die Konferenz von Dumbarton Oaks zur Beratung von Satzung und Struktur einer künftigen Weltorganisation beginnt.
- 1953 - Malediven. Wiederherstellung des Sultanats.
- 1954 - Der CDU-Bundestagsabgeordnete Karlfranz Schmidt-Wittmack setzt sich in die DDR ab.
- 1959 - Nach einem Volksentscheid wird Hawaii der 50. Bundesstaat der USA (siehe auch: 18. März).
- 1968 - Beendigung des Prager Frühlings: Warschauer-Pakt-Truppen besetzen innerhalb weniger Stunden alle strategisch wichtigen Positionen in der ČSSR.
- 1971 - Kopenhagen, Dänemark. Eine Ilyushin-18 stürzt beim Landeanflug ins Meer. 28 Menschen sterben, 3 können gerettet werden.
- 1978 - Gründung der Deutschen Botschaftsschule Peking, Volksrepublik China
- 1986 - Die plötzliche Freisetzung von Kohlendioxid aus dem Nyos-See in Kamerun kostet mehr als 1700 Menschenleben.
- 1991 - Lettland wird von der Sowjetunion unabhängig, die Verfassung von 1922 wird wieder in Kraft gesetzt.
- 2005 - 1,2 Mio. Menschen feiern mit Papst Benedikt XVI. die Abschlussmesse des XX. Weltjugendtages auf dem Marienfeld bei Köln.
Wirtschaft
Wissenschaft und Technik
- 1957 - Die weltweit erste Interkontinentalrakete, die sowjetische R-7, macht ihren ersten erfolgreichen Testflug.
- 1965 - Beim zweiten Versuch glückt der Start von Gemini 5. Mit 190 Stunden im Weltall werden Gordon Cooper und Charles Conrad einen neuen Langzeitrekord aufstellen.
- 1972 - Start des Ultraviolett- und Röntgen-Teleskops Orbiting Astronomical Observatory 3 auch Copernicus Observatory genannt.
Kultur
- 1719 - Uraufführung der Oper Sirita von Antonio Caldara in Wien.
- 1830 - Uraufführung der Oper Trois Jours en une heure von Adolphe Adam an der Opéra-Comique in Paris.
Sport
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1955 - erstes Fussball-Länderspiel der Staaten UdSSR und BR Deutschland (Spielort: Moskau, Dynamo-Stadion). Die Sowjetunion gewinnt vor 80.000 Zuschauern (darunter 1500 Deutsche) mit 3:2.
- 2005 - erstes Formel 1 Rennen in der Türkei siehe Formel 1.
- 2005 - erstes Testspiel der Adler in der SAP Arena
Geboren
- 1165 - Philipp II. August, König von Frankreich
- 1520 - Bartholomäus Sastrow, deutscher Schriftsteller
- 1567 - Franz von Sales, Bischof von Genf/Annecy, Ordensgründer, Kirchenlehrer
- 1643 - Alfons VI., König von Portugal
- 1670 - James FitzJames, 1. Duke of Berwick-upon-Tweed, französischer Heerführer und Marschall
- 1698 - Guarnerius del Gesu, italienischer Geigenbauer
- 1765 - Wilhelm IV., König des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland und König von Hannover
- 1789 - Augustin Louis Cauchy, französischer Mathematiker
- 1794 - Bernhard Studer, Schweizer Geologe
- 1798 - Jules Michelet, französischer Historiker
- 1826 - Carl Gegenbaur, deutscher Anatom
- 1848 - Paul Pierre Henry, französischer Optiker und Astronom
- 1848 - Max Liebermann von Sonnenberg, deutscher Offizier, Abgeordneter und Publizist
- 1862 - Emilio Salgari, italienischer Schriftsteller
- 1871 - Leonid Andrejew, russischer Schriftsteller
- 1872 - Aubrey Beardsley, englischer Zeichner
- 1872 - Korfiz Holm, deutscher Schriftsteller
- 1874 - Gustav Holst, britischer Komponist
- 1882 - Franz Kruckenberg, deutscher Ingenieur und Konstrukteur
- 1885 - Wilhelm Schmidt, deutscher Politiker, MdB 1949-1953
- 1889 - Hermann-Bernhard Ramcke, deutscher General im 2. Weltkrieg
- 1893 - Lili Boulanger, französische Komponistin
- 1894 - Christian Schad, deutscher Maler und Grafiker
- 1904 - Count Basie, US-amerikanischer Musiker
- 1913 - Wiktor Rosow, russischer Dramatiker
- 1916 - Robert Gagné, US-amerikanischer experimenteller Psychologe und Pädagoge
- 1926 - Marian Jaworski, römisch-katholischer Erzbischof von Lemberg und ein Kardinal
- 1928 - Chris Brasher, britischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1930 - Margaret, Prinzessin von England
- 1930 - Atef Sidki, ägyptischer Jurist, Politiker, Regierungschef
- 1932 - Melvin Van Peebles, afro-amerikanischer Filmemacher
- 1933 - Janet Baker, englische Mezzo-Sopranistin
- 1936 - Wilt Chamberlain, US-amerikanische Basketball-Legende
- 1938 - Kenny Rogers, US-amerikanischer Sänger
- 1939 - James Burton, US-amerikanischer Musiker
- 1939 - Tom Coster, US-amerikanischer Musiker und Songschreiber
- 1939 - Harold Reid, US-amerikanischer Sänger
- 1939 - Festus Mogae, botswanischer Politiker und Staatspräsident
- 1942 - Tommy Kent, deutscher Schlagersänger
- 1942 - Ernst Welteke, deutscher Politiker und Volkswirt, Präsident der Deutschen Bundesbank
- 1944 - Jackie DeShannon, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin
- 1947 - Ben Shneiderman, US-amerikanischer Informatiker
- 1952 - Glenn Hughes, britischer Musiker (Deep Purple)
- 1952 - Jiří Paroubek, tschechischer Politiker
- 1952 - Joe Strummer, britischer Musiker und Sänger (Clash)
- 1954 - Didier Six, französischer Fußballspieler
- 1957 - Axel Breitung, deutscher Musiker und Songschreiber
- 1963 - Muhammad VI., König von Marokko
- 1964 - Johnny Haeusler, deutscher Musiker, Radiomoderator, Mediendesigner und Blogger
- 1967 - Carrie-Anne Moss, kanadische Schauspielerin
- 1969 - Oliver Geißen, deutscher TV-Moderator
- 1984 - Alizée, französische Sängerin
- 1991 - Gion Stump, schweizer Musiker
Gestorben
- 1131 - Balduin II. (Jerusalem), König von Jerusalem, Teilnehmer des ersten Kreuzzugs
- 1568 - Jean Parisot de la Valette, 49. Großmeister des Malteserordens
- 1614 - Erzsébet Báthory, ungarische Adlige
- 1724 - Ludwig (Spanien), König von Spanien
- 1762 - Mary Wortley Montagu, englische Schriftstellerin
- 1814 - Benjamin Thompson, Militär- und Experimentalphysiker
- 1836 - Claude Louis Marie Henri Navier, französischer Mathematiker und Physiker
- 1838 - Adelbert von Chamisso, deutscher Naturforscher und Dichter
- 1844 - Georg Friedrich Benecke, deutscher Gelehrter
- 1856 - Peter Joseph von Lindpaintner, deutscher Komponist und Dirigent
- 1868 - Karl Immanuel Nitzsch, Theologe
- 1870 - Gustav Struve, deutscher Politiker und radikaldemokratischer Revolutionär
- 1872 - David Kalisch, deutscher Schriftsteller
- 1876 - Gustav Simon, Chirurg und Autor medizinischer Bücher
- 1877 - Ferdinand Becker, deutscher Maler
- 1885 - Helen Hunt Jackson, US-amerikanische Autorin
- 1899 - Hermann Joseph Schmitz, Weihbischof und Offizial in Köln
- 1901 - Adolf Fick, deutscher Physiologe
- 1911 - Jozef Israëls, niederländischen Maler jüdischer Herkunft
- 1925 - Eugen Gutmann, deutscher Bankier
- 1932 - Frederick Corder, englischer Komponist
- 1940 - Hermann Obrecht, Schweizer Politiker
- 1940 - Lew Dawidowitsch Trotzki, ukrainisch-russischer Revolutionär und Politiker
- 1940 - Paul Juon, russischer Komponist
- 1943 - Henrik Pontoppidan, dänischer Schriftsteller
- 1944 - Friedrich Gustav Jaeger, Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944
- 1944 - Robert Uhrig, deutscher Kommunist und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus
- 1947 - Ettore Bugatti, italienischer Automobilfabrikant und Konstrukteur
- 1951 - Gustav Davis, österreichischer Journalist und Zeitungsherausgeber
- 1951 - Constant Lambert, englischer Komponist
- 1957 - Harald Ulrik Sverdrup, norwegischer Ozeanograph und Professor
- 1958 - Stevan Hristić, jugoslawischer Komponist
- 1978 - Nicolaas Diederichs,
- 1978 - Norbert Conrad Kaser, Südtiroler Dichter
- 1979 - Karl Bergmann, deutscher Politiker, MdB
- 1980 - Joe Dassin, französischer Sänger
- 1982 - Sobhuza II., König von Swasiland
- 1983 - Benigno Aquino, philippinischer Oppositionspolitiker
- 1984 - Ewald Sprave, deutscher Politiker, Bürgermeister von Dortmund
- 1986 - Thad Jones, US-amerikanischer Jazz-Trompeter
- 1987 - Imre Reiner, ungarischer Maler, Grafiker und Typograf
- 1988 - Ray Eames, Designerin und Namensgeberin für Klubsessel 'Eames Lounge Chair'
- 1990 - Kurt Müller, deutscher Politiker
- 1991 - Oswald von Nell-Breuning, katholischer Theologe und Nationalökonom
- 1991 - Wolfgang Hildesheimer, deutschsprachiger Schriftsteller und Maler
- 1995 - Subrahmanyan Chandrasekhar, US-amerikanischer Astro-Physiker
- 1999 - Erwin Hegemann, deutscher Künstler
- 2000 - Ellen Schlüchter, deutsche Rechtswissenschaftlerin
- 2000 - Gustav 'Bubi' Scholz, deutscher Boxer
- 2002 - Laure Wyss, Schweizer Journalistin und Schriftstellerin
- 2003 - Ismail Abu Schanab, palästinensischer Politiker
- 2003 - Wilfred Thesiger, britischer Forschungsreisender
- 2005 - Robert Moog, Erfinder des Moog-Synthesizers
- 2005 - Horst Tappe, deutscher Fotograf
Feier- und Gedenktage
Nationalfeiertag in Lettland: Ausrufung der Republik von 1918
Gedenktag des Papstes Pius X (Gestorben am 20. August)
Siehe auch
- 20. August - 22. August
- 21. Juli - 21. September
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0821
ja:8月21日
ko:8월 21일
simple:August 21
th:21 สิงหาคม
Wien
Wien ist die Bundeshauptstadt und zugleich ein Land der Republik Österreich. Wien hat 1.631.082 Einwohner, im Großraum Wien leben etwa 2 Millionen Menschen.
Die Wahrzeichen von Wien sind der Stephansdom und das Wiener Riesenrad im Prater.
Wien ist Sitz verschiedener internationaler Organisationen, wie der OPEC, der OSZE oder der internationalen Atomenergiebehörde IAEA, sowie dritte UNO-Stadt.
Die Innenstadt von Wien wurde im Dezember 2001 auf Antrag der Republik Österreich von der | | |