Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Gustav Theodor Fechner

Gustav Theodor Fechner

Gustav Theodor Fechner (
- 19. April 1801 in Groß Särchen bei Muskau; † 18. November 1887 in Leipzig; Pseudonym Dr. Mises) war ein deutscher Physiker und Philosoph.

Leben

Fechner studierte zunächst Medizin und promovierte in Leipzig. Anschließend widmete er sich der Übersetzung der führenden Lehrbücher für Physik und Chemie von Jean Baptiste Biot und Louis Jacques Thénard. 1834 wurde er Ordinarius für Physik an der Universität Leipzig, der erste Direktor eines Instituts für Physik in Deutschland. Ab etwa 1824 übersetzte er Werke namhafter französischer Physiker wie L. J. Thenard, J. F. Demonferrand und Jean Baptiste Biot. Im Jahr 1884 wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Leipzig ernannt. 1884 Fechner gilt als Begründer der Psychophysik, die eine Beziehung zwischen Objekt, dem physikalischem Reiz und der Sinnesempfindung (Perzept) herstellt. 1840 führten seine anstrengenden Versuche zum Galvanismus und zur physiologischen Optik zu einem Augenleiden, das ihn beinahe erblinden ließ. In der Folge widmete sich Fechner der philosophischen Begründung der Physik und verhalf 1855 mit seinem Werk Atomenlehre der Atomistik zum Durchbruch. Fechner ist auch der Autor eines bekannten Hauslexikons in acht Bänden ("Das Hauslexikon"), das ab 1834 herausgegeben wurde.

Vorschule der Ästhetik

Im Jahr 1876 veröffentlichte er das Buch "Vorschule der Ästhetik" (Volltext im Projekt Gutenberg [http://gutenberg.spiegel.de/fechner/vaestht1/vaesthi1.htm]), prägend nicht nur für die Genauigkeit seiner Beschreibungen, sondern auch für die Innovation seines Ansatzes (empirisch, oder "von unten", statt induktiv, oder "von oben"), beeinflusst noch bis heute wichtige Ansätze. Er scheiterte zwar in dem Versuch, das allgemeingültige Gesetz des ästhetischen Empfindens zu bestimmen, stellte jedoch eine Reihe von Regelmäßigkeiten fest, und ordnete diese zu Prinzipien. Gefallen wird mit Lust, Missfallen mit Unlust gleichgestellt. Es wird unterschieden zwischen "Schön" (etwas, was im Jetzt einen positiven Lustertrag erzeugt) und "gut" (etwas, was langfristig einen positiven Lustertrag erzeugt). z.B. kann ein Haus "gut" sein (indem es stabil gebaut wurde, und viele Jahre lang für eine sichere Unterkunft sorgen wird) und trotzdem "häßlich" (im Gegensatz zu "schön") oder auch "schön" sein (hübsch anzusehen) und dennoch "schlecht" (wird nicht lange halten). Einige seiner Prinzipien sind:

Das Prinzip der ästhetischen Schwelle

Etwas muss sowohl von der Stärke wie auch von der Qualität her aufmerksamkeitswürdig sein, damit ich mich ihm zuwende. Die innere und äußerliche Schwelle sind voneinander abhängig (umso höher die innerliche Schwelle ist, desto intensiver muss der externe Reiz sein, um bemerkt zu werden). Eine Werbung muss z.B. entweder sehr groß oder vom Inhalt her sehr interessant sein, damit ich sie beim Vorbeifahren überhaupt betrachte. Umso interessanter der Inhalt, desto kleiner kann die Größe sein, und ich werde sie trotzdem bemerken.

Das Prinzip der ästhetischen Hilfe

Wenn Kleinigkeiten, die Gefallen erwecken, zusammenfallen, ist das daraus resultierende Gefallen viel größer als für die einzelnen Teile an sich. Eine schöne Landschaft ist an sich schon schön, aber wenn dazu das Wetter noch schön ist, man sich in guter Gesellschaft befindet, am besten nach einer genussvollen Mahlzeit, dann ist die Welt "perfekt" (also viel besser, als das Ergebnis der einzelnen Situationen an sich). Für Sachen, die Missfallen erwecken gilt die gleiche Regel, allerdings werden solche Situationen weniger häufig vorkommen, da man missfallenerregende Situationen nach Möglichkeit sofort beseitigt, bevor sie sich aufsümmieren (obwohl es immer noch passieren kann, dass z.B. der Reifen platzt wenn es gerade regnet, und man sowieso schon spät ist, um eine Präsentation zu halten. Das daraus resultierende Missfallen ist ebenfalls größer als für die einzelnen Teile der Situation an sich).

Das Prinzip der einheitlichen Verknüpfung des Mannigfaltigen

Der Mensch hat ein angeborenes Bedürfnis nach Abwechslung. Der Wechsel muss aber durch etwas verbunden sein, muss eine Einheit aufweisen. Umso länger die Beschäftigungsdauer mit einem Objekt, desto höher sollte die Mannigfaltigkeit sein, um nicht langweilig zu werden. Eine Mannigfaltigkeit, die keine Einheit aufweist, wird als chaotisch empfunden. Das Verhältnis einzelner Teile zueinander kann sehr einfach sein (wie z.B. im Kreis, wo jedes Teil sich genau gleich zu den anderen Teilen verhält) oder auch hoch komplex. Eine einzelne (auch völlige) Unterbrechung einer Gleichförmigkeit ist seine stärkste Störung (z.B. ein Fleck auf einem weißen Kleid). Eine regelmäßige Unterbrechung kann durch die Regelmäßigkeit die Störung der Unterbrechung ausgleichen und sogar übersteigen (Grund weshalb wir komplexe Muster leeren Flächen bevorzugen). Umso abwechslungsreicher eine Sache ist, desto stärker wird das ästhetische Empfinden ausfallen, vorausgesetzt, eine Einheit wird wahrgenommen. Fehlt die Einheit, sieht man ein Chaos, dem man nichts abgewinnen kann. Umso höher die geistige Fähigkeit, komplexes wahrzunehmen und zu verarbeiten, desto größer das Verlangen danach, und umso schnelleres Eintreten von Langeweile bei einfachen Gebilden.

Prinzip der Widerspruchslosigkeit, Einstimmigkeit oder Wahrheit

Sich einer Einstimmigkeit bewusst zu werden ist immer im Sinne der Lust, ein Widerspruch immer im Sinne der Unlust. Widerspruch bedeutet allerdings nicht, dass etwas hier schwarz und dort weiß ist, sondern dass etwas aufrgund einer (fehlerhaften) Schlussfolgerung, sowohl schwarz als auch weiß ist. Die Lust ist desto größer, umso überraschender die Einstimmigkeit auftritt, oder umso mehr mit einem Widerspruch gerechnet wurde. Innere Wahrheit bezeichnet man einen zusammenhängenden Kreis von Vorstellungen, die keinen Widerspruch aufweisen. Äußere Wahrheit ist eine Vorstellung, die zur wahrgenommenen Wirklichkeit widerspruchslos ist. Die Wahrheit ist immer im Sinne der Lust, sowohl weil sie "schön" als auch weil sie "gut" ist.

Das ästhetische Assoziationsprinzip

"Eine Orange findet man schöner als eine entsprechend bemalte Holzkugel" - somit begründet Fechner das Assoziationsprinzip. Das sinnliche Auge nimmt vielleicht das gleiche wahr, das geistige Auge sieht aber in der Orange einiges mehr hinein, so z.B. der erfrischende Geschmack, aber auch das Land wo es herkommt, und eigene Vorstellungen bezüglich dieses Landes und seiner Kultur (Sommer, Sonnenschein, Meer, Urlaub, freundliche Menschen, usw.). Das, was das sinnliche Auge wahrnimmt (der direkte Eindruck) kann dabei im Einklang oder im Widerspruch zu dem Assoziierten stehen. Umso älter und erfahrener ein Mensch ist, desto mehr tendieren die Erinnerungen (Assoziationen) dazu, die eigentliche Erfahrung zu überlagern. Junge Menschen sind dagegen weit beeinflussbarer. Je nach bereits gesammelten Erfahrungen werden auch assoziativ Anforderungen an neue Dinge gestellt. Werden diese Anforderungen erfüllt, tritt ein Gefühl der Einstimmigkeit auf. Werden sie nicht erfüllt, empfinden wir einen Widerspruch. Ein "Gefühl" sind schnelle, unbewusste Assoziationen, bei denen die Erfahrung bereits aus dem Gedächtnis verschwunden ist, das Ergebnis im assoziativen Gefühl aber erhalten bleibt.

Direkte Faktoren und assoziative Faktoren

Nach Fechner sind sowohl die direkten Faktoren (in der bildenden Kunst also Farbe, Helligkeit, Proportion, usw.) wie auch die assoziativen Faktoren (Bildinhalte oder -bedeutung) grundlegend wichtig für das ästhetische Empfinden. Unterschiedliche Versuche wurden seitdem unternommen, um die Beziehungen zwischen Einheit und Mannigfaltigkeit bzw. Ordnung und Komplexität zu klären. Neuere Versuche untersuchen die Verhältnisse in der bildenden Kunst und in der Musik. Dörner untersucht z.B. das ästhetische Empfinden anhand von dem Grundbedürfnis der "Reduzierung von Unbestimmtheit". Siehe auch: Geschichte und Entwicklung der Enzyklopädie, Wahrnehmung, Distaler Reiz, Proximaler Reiz, Perzept, Weber-Fechner-Gesetz

Weblinks


-
- [http://www.uni-leipzig.de/~fechner/ Gustav-Theodor-Fechner-Gesellschaft e.V.] Fechner, Gustav Theodor Fechner, Gustav Theodor Fechner, Gustav Theodor Fechner, Gustav Theodor Fechner, Gustav Theodor Fechner, Gustav Theodor

19. April

Der 19. April ist der 109. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 110. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 256 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 65 - Nach Aufdeckung der pisonischen Verschwörung nimmt sich Piso das Leben. In der Folge werden auch Seneca, Lucan und Petron als angebliche Mitverschwörer dazu gezwungen.
- 1529 - Auf dem Reichstag zu Speyer treten sechs Fürsten und 14 Reichsstädte als Vertreter der protestantischen Minderheit gegen die Verhängung der Reichsacht gegen Martin Luther sowie der Ächtung seiner Schriften und Lehre auf, was als Protestation zu Speyer bezeichnet wird.
- 1587 - Sir Francis Drake versenkt die 24 Schiffe der spanischen Armada im Hafen von Cádiz.
- 1775 - Mit Schlachten bei Lexington und Concord und der anschließenden Belagerung von Boston beginnt der amerikanische Unabhängigkeitskrieg.
- 1839 - Belgien wird völkerrechtlich anerkannt (Londoner Protokoll).
- 1923 - Ägypten wird durch Verfassungsänderung zur Monarchie.
- 1943 - Organisiert von der ŻOB beginnt im Warschauer Ghetto der Aufstand gegen die Fortsetzung der Deportationen.
- 1943 - Erste willentliche Einnahme von LSD-25 durch dessen Entdecker Dr. Albert Hofmann ("Bicycle Day")
- 1956 - Die amerikanische Schauspielerin Grace Kelly heiratet Rainer III. von Monaco
- 1967 - Deutschland. Der ehemalige Bundeskanzler Konrad Adenauer stirbt im Alter von 91 Jahren.
- 1971 - Die Sowjetunion startet mit der Saljut 1 die erste Raumstation.
- 1995 - Bei einem Bombenanschlag auf das Murrah Federal Building in Oklahoma City werden 168 Menschen getötet.
- 1998 - Dr. Thomas Klestil wird im Amt als Bundespräsident in Österreich bestätigt
- 1999 - Der Reichstag in Berlin wird Parlamentssitz des Deutschen Bundestags.
- 2003 - Nigeria. Staatspräsident Olusegun Obasanjo wird im Amt bestätigt
- 2005 - Joseph Kardinal Ratzinger wird zum Papst Benedikt XVI. gewählt. Die Sedisvakanz 2005 ist nach 17 Tagen beendet. :: - Griechenland ratifiziert den Vertrag über eine Verfassung für Europa.

Wirtschaft


- 1951 - 1. deutsche Automobilausstellung in Frankfurt am Main. Eröffnung durch Bundespräsident Theodor Heuss.

Wissenschaft und Technik


- 1965 - Gordon Moore veröffentlicht seine Beobachtung, dass die Komplexität der jeweils modernsten integrierten Schaltkreise exponentiell anwächst (Mooresches Gesetz).

Kultur


- 1676 - Uraufführung der Oper La Donna ancora è fedele von Bernardo Pasquini im Palazzo Colonna in Rom.
- 1720 - Uraufführung des musikalischen Dramas Caio Gracco von Leonardo Leo im Palazzo Reale in Neapel.
- 1774 - An der Pariser Oper wird "Iphigenie in Aulis" von Christoph Willibald Gluck uraufgeführt.
- 1945 - Uraufführung das Musical Carousel von Richard Rodgers am Majestic Theatre in New York.
- 1947 - Uraufführung der Oper Veronika von Rafael Kubelik in Brünn, (Brno)

Religion


- 2005 - Der deutsche Kardinal Joseph Ratzinger wird, im Alter von 78 Jahren, vom Konklave zum Papst gewählt. Er gibt sich den Namen Benedikt XVI. Er ist der erste deutschstämmige Papst seit fast 500 Jahren.

Katastrophen


- 1902 - Ein Erdbeben der Stärke 7,5 in Guatemala, Mittelamerika, etwa 2.000 Tote
- 1944 - Der Tanker "John Straub" (USA) sinkt bei den Sanak-Inseln nach einer inneren Explosion mit der gesamten Besatzung (65 Tote).
- 2000 - Eine Boeing 737 stürzt während des Landeanflugs auf die philippinische Insel Samal, etwa 6 km vor der Start- und Landebahn ab. Alle 131 Personen an Bord sterben.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1879 - Der FC St. Gallen, der zweitälteste Fußballklub des europäischen Festlandes und älteste Fußballklub der Schweiz wird gegründet.
- 1991 - Evander Holyfield gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen George Foreman im Convention Center, Atlantic City, durch eine Punktesieg.

Geboren


- 1613 - Christoph Bach, deutscher Ratsmusikant und Großvater von Johann Sebastian Bach
- 1752 - Friederike Brion, Geliebte des Johann Wolfgang von Goethe
- 1759 - August Wilhelm Iffland, berühmter Schauspieler, Theaterdirektor und Dramatiker
- 1772 - David Ricardo, britischer Nationalökonom
- 1780 - Pierre-Jean de Béranger, französischer Dichter und Chansonier
- 1793 - Ferdinand I., Kaiser von Österreich
- 1795 - Christian Gottfried Ehrenberg, deutscher Biologe und Zoologe
- 1801 - Gustav Theodor Fechner,deutscher Physiker und Philosoph
- 1812 - Karl Joachim Marquardt, deutscher Historiker
- 1832 - José Echegaray, spanischer Dramatiker
- 1835 - Hermann Landois, Zoologieprofessor und Gründer des Westfälischen zoologischen Gartens zu Münster
- 1846 - Ignaz Auer, deutscher Politiker
- 1858 - Siegfried Ochs, deutscher Chorleiter und Komponist
- 1866 - Henri Detering, niederländischer Industrieller
- 1872 - Alice Salomon, liberale Sozialreformerin in der deutschen Frauenbewegung
- 1873 - Konstantin Nikolajewitsch Igumnow, russischer Komponist und Klaviervirtuose
- 1874 - Ernst Ruedin, schweizerischer Arzt, Psychiater und Rassenhygieniker
- 1879 - Richard Scheibe, deutscher Bildhauer
- 1881 - Gustav Robert Löscher, Schriftsteller (Pseudonym Hans Löscher) und Pädagoge
- 1882 - William von Simpson, deutscher Schriftsteller
- 1883 - Getúlio Dornelles Vargas, Staatspräsident Brasiliens
- 1883 - Hans Burgeff, deutscher Botaniker und Universitätsprofessor
- 1886 - Louis Ruyter Radcliffe Grote, deutscher Arzt
- 1889 - Otto Georg Thierack, im Dritten Reiches in Deutschland Reichsminister der Justiz
- 1891 - François Rosay, französische Schauspielerin
- 1891 - Riccardo Bacchelli, italienischer Schriftsteller
- 1895 - Anton Pieck, niederländischer Maler, Zeichner und Grafiker
- 1897 - Bruno Diekmann, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein
- 1902 - Weniamin Alexandrowitsch Kawerin, russischer Schriftsteller
- 1912 - Gerhart Ziller, Minister für Maschinenbau und Schwermaschinenbau der DDR
- 1912 - Glenn Theodore Seaborg, US-amerikanischer Chemiker und Atomwissenschaftler
- 1912 - Rudolf Fischer, deutsch-schweizer Rennfahrer
- 1921 - Roberto Tucci, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1922 - Erich Hartmann, deutscher Luftwaffenoffizier und Fliegerass im 2. Weltkrieg
- 1922 - Kuno Klötzer, deutscher Fußballtrainer
- 1924 - Werner Kohlmeyer, deutscher Fußballspieler
- 1927 - Ernst Lange, deutscher protestantischer Theologe und Kirchenreformer
- 1928 - Alexis Korner, englischer Blues-Musiker
- 1928 - Moon Mullican, US-amerikanischer Musiker
- 1932 - Fernando Botero, kolumbianischer Maler
- 1933 - Jayne Mansfield, US-amerikanische Schauspielerin
- 1934 - Dickie Goodman, US-amerikanischer Komiker
- 1934 - Jean Ziegler, schweizerischer Professor für Soziologie, Politiker und Sachbuchautor
- 1935 - Justin Francis Rigali, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1936 - Wilfried Martens, belgischer Jurist, Politiker und Regierungschef
- 1939 - Peter Berthold, deutscher Biologe, Ethnologe und Zoologe
- 1942 - Alan Price, britischer Musiker
- 1942 - Frank Elstner, deutscher TV-Showmaster
- 1943 - Claus Theo Gärtner, deutscher Schauspieler
- 1943 - Eva Graham, britische Sängerin
- 1944 - James Heckman, US-amerikanischer Ökonom
- 1946 - Tim Curry, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
- 1947 - Mark Volman, US-amerikanischer Musiker
- 1947 - Murray Perahia, US-amerikanischer Pianist sephardischer Herkunft
- 1949 - Paloma Picasso, spanisch-französische Designerin
- 1950 - Ulli Melkus, Autorennfahrer der DDR
- 1951 - Jóannes Eidesgaard, färöischer Politiker
- 1957 - Lilli Gruber, Südtirolerin, Mitglied des Europäischen Parlaments
- 1963 - Edgar Schmitt, deutscher Fußballspieler
- 1965 - Melitta Rühn, siebenbürgisch-sächsische Turnerin
- 1966 - Oliver Welke, ist Autor, Comedian und Moderator
- 1968 - Ashley Judd, US-amerikanische Schauspielerin
- 1969 - Zsuzsa Polgar, ungarische Schachspielerin
- 1970 - Kelly Holmes, britische Leichtathletin
- 1972 - Rivaldo, brasilianischer Fußballspieler
- 1972 - Sonja Nef, schweizer Skirennläuferin
- 1974 - Marcus Ehning, international erfolgreicher deutscher Springreiter
- 1979 - Antoaneta Stefanova, bulgarische Schachspielerin
- 1979 - Kate Hudson, US-amerikanische Schauspielerin
- 1981 - Hayden Christensen, kanadischer Schauspieler
- 1987 - Maria Scharapowa, russische Tennisspielerin
- 1988 - Kolja Moersch, deutscher Taenzer

Gestorben


- 65 - Gaius Calpurnius Piso, römischer Politiker, Redner und Literaturmäzen
- 843 - Judith (Kaiserin), Seit 819 zweite Gemahlin Ludwigs des Frommen
- 1054 - Leo IX. (Papst), Papst von 1049 bis 1054
- 1390 - Robert II. (Schottland), schottischer König 1371-1390
- 1497 - Pierre Basin, belgischer Sänger
- 1524 - Petrus Mosellanus, Philologe, Theologe und Kirchenlehrer (
- 1493)
- 1560 - Philipp Melanchthon, deutscher Reformator der so genannten Wittenberger Reformation
- 1567 - Michael Stifel, deutscher Theologe und Mathematiker
- 1588 - Paolo Veronese, italienischer Renaissance-Maler
- 1689 - Christina I. (Schweden), Königin von Schweden 1632-165
- 1768 - Giovanni Antonio Canal, italienischer Landschaftsmaler
- 1799 - Pieter Hellendaal, niederländischer Komponist, Organist und Violinist
- 1824 - George Gordon Byron, 6. Baron Byron of Rochdale, englischer Dichter
- 1831 - Johann Gottlieb Friedrich von Bohnenberger, deutscher Astronom und Mathematiker
- 1837 - Jean Pierre Frédéric Ancillon, preußischer Staatsmann und Erzieher
- 1882 - Charles Darwin, britischer Naturforscher und Begründer der Evolutionstheorie
- 1888 - Thomas Russell Crampton, britischer Maschinenbauer und Ingenieur
- 1896 - Matthäus Hörfarter, katholischer Theologe
- 1906 - Pierre Curie, französischer Physiker und Nobelpreisträger
- 1913 - Hugo Winckler, deutscher Archäologe und Sprachwissenschaftler
- 1914 - Charles Sanders Peirce, Mathematiker, Philosoph und Logiker
- 1926 - Alexander Alexandrowitsch Tschuprow, Russischer Statistiker
- 1933 - Adolf Stoltze, deutscher Journalist und Lokaldichter
- 1937 - William Morton Wheeler, US-amerikanischer Ethologe, Taxonom und Ameisenforscher
- 1945 - Emil Rungwerth, Heimatforscher
- 1952 - Jean-Marie Musy, Schweizer Politiker
- 1956 - Ernst Robert Curtius, Gelehrter und Romanist
- 1959 - Gustav Kramer, Biologe, Zoologe, Ornithologe, entdeckte den Sonnenkompass bei Vögeln
- 1967 - Konrad Adenauer, deutscher Politiker und Bundeskanzler
- 1970 - Konrad Frühwald, deutscher Politiker und MdB
- 1972 - Adolf Bach, deutscher Germanist
- 1973 - Hans Kelsen, US-amerikanischer Jurist
- 1979 - Wilhelm Bittrich, deutscher General und SS-Obergruppenführer
- 1983 - Jerzy Andrzejewski, polnischer Schriftsteller
- 1985 - Willie Mabon, US-amerikanischer Musiker
- 1989 - Daphne du Maurier, britische Schriftstellerin
- 1991 - Josef Wallner, deutscher Politiker
- 1994 - Jochen Ziem, deutscher Schriftsteller
- 1999 - Hermine Braunsteiner-Ryan, Aufseherin in den KZs Ravensbrück und Majdanek
- 2001 - Edith Picht-Axenfeld, deutsche Cembalistin
- 2002 - Reginald Rose, US-amerikanischer Schriftsteller
- 2003 - Aurelio Sabattani, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 2004 - Jim Cantalupo, US-amerikanischer Unternehmer (McDonald's)
- 2004 - John Maynard Smith, britischer Genetiker, Evolutionsbiologe
- 2004 - Norris McWhirter, britischer Verleger
- 2004 - Wolfgang Unger, deutscher Chorleiter
- 2005 - Niels-Henning Ørsted Pedersen, dänischer Jazzbassist
- 2005 - Stan Levey, US-amerikanischer Jazzdrummer
- 2005 - Bryan Ottoson, Gitarrist der US-amerikanischen Band American Head Charge

Feier- und Gedenktage


- Kirchliche Gedenktage:
  - Hl. Leo IX., Papst (katholisch)
  - Sel. Marcel Callo, Märtyrer (katholisch)
- Namenstag: Leo
- Bicycle-Day - 1943 entdeckt Albert Hofmann, als er mit dem Fahrrad nach Hause fährt, die psychoaktiven Eigenschaften des LSD.

Siehe auch


- 18. April - 20. April
- 19. März - 19. Mai
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0419 ja:4月19日 ko:4월 19일 simple:April 19 th:19 เมษายน

Muskau

Bad Muskau (früher Muskau, sorbisch: Mužakow, soviel wie „Wilder Mann“) ist eine Stadt im Niederschlesischen Oberlausitzkreis, Bundesland Sachsen, (Deutschland).

Geographie

Die Stadt liegt an der Neiße und teilt sich mit der am östlichen Flussufer gelegenen polnischen Nachbargemeinde Łęknica (Lugknitz) den weltberühmten Landschaftspark des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau über verschiedene Grenzbrücken hinweg. Bad Muskau besitzt eine Sole-Quelle und eine einzigartige Vitriol-Quelle. Am südlichen Stadtrand beginnt die Muskauer Heide und das Revier der Wölfe in der Oberlausitz.

Wappen

In Grün ein naturfarbener "Wilder Mann" mit grünem Blätterkranz und Hüftschurz, in der Rechten ein gesenktes Schwert mit goldenem Griff und silberner Klinge, in der Linken eine rote Hirschstange haltend. [Das heraldisch unzulässige Hell- neben einem Dunkelgrün lassen eine verderbte Siegelumsetzung des 19. Jh. und ggf. einen ursprünglich blauen Schildgrund vermuten.] Die Hirschstange stammt aus dem Wappen der von Biebersteins, die Muskau 1452 das Stadtrecht erteilten. Diese Darstellung stammt aus Siegeln aus dem 15. Jahrhundert.

Geschichte

Muskau wurde als günstig an der Neiße gelegener Handels- und Manufakturplatz im 13. Jahrhundert im Zuge der deutschen Kolonialisation gegründet. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1249. Einen stark abgenommenen Teil der Bevölkerung stellen bis heute die Sorben. Das Sorbische ist zweite Amtssprache. Der Stadtname stammt aus dem sorbischen Muzakow, übersetzt etwa "Männerstadt". Die Standesherrschaft Muskau war die größte des Hl. Römischen Reiches Deutscher Nation und gehörte bis 1815 zum Markgraftum Oberlausitz des Kurfürstentums (dann Königreichs) Sachsen. Im Jahre 1815 kamen, als Ergebnis des Wiener Kongresses, der die politische Ordnung Europas nach den Napoleonischen Kriegen (1813-1815) neu regelte, der nördliche und der östliche Teil der Oberlausitz zu Preußen und trug fortan die amtliche Bezeichnung Preußische Oberlausitz. Verwaltungsmäßig wurde dieses Gebiet in die bis 1945 bestehende Provinz Niederschlesien integriert. Trotzdem hat es offiziell eine (nieder-)schlesische Oberlausitz nie gegeben und die Oberlausitzer wurden zu keinem Zeitpunkt (Nieder-)Schlesier, auch wenn das der Name des Landkreises suggeriert (Kuratorium einige Oberlausitz). Standesherren waren bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts die Reichsgrafen Callenberg, bis 1845 Graf (später gefürstet) Hermann von Pückler-Muskau, dann (nach einem Spekulantenintermezzo) Prinz Wilhelm Friedrich Karl von Oranien-Nassau und danach bis 1945 die Grafen Arnim. Ihre Bürger waren mit wenig Ausnahmen im Stand der "Erbuntertänigkeit", was erst unter preußischer Herrschaft beendet wurde. Im 18. Jahrhundert war Muskauer Töpferware weit verbreitet. Im 19. Jahrhundert wurden um die Stadt herum Braunkohle und die seltenen Alaun-Vorkommen des Muskauer Faltenbogens abgebaut. Auf dem Rückzug der napoleonischen Armee aus Russland brachten württembergische Kürassiere eine Flecktyphusepidemie nach Muskau, durch die 1811/12 etwa ein Fünftel der Bevölkerung starb. 1939 wurde das Dorf Lugknitz eingemeindet. Infolge der Grenzziehung entlang der Neiße wurde aus den östlich der Neiße liegenden Stadtteilen die Gemeinde Łęknica neu gebildet, zu deren ehemaligen Fluren noch Teile von Muskau, insbesondere der größte Teil des Fürst-Pückler-Parkes hinzukamen, während die links der Neiße gelegenen Lugknitzer Fluren bei Muskau verblieben. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt durch Artilleriefeuer der über die Neiße drängenden Sowjetarmee stark zerstört, ist heute jedoch weitgehend wieder aufgebaut. An die Endphase des Krieges erinnert noch heute ein sowjetisches Ehrenmal. 1952 wurde Muskau die Zusatzbezeichnung "Bad" verliehen.

Städtepartnerschaften


- Łęknica (Polen)

Stadtgliederung

Neben der Kernstadt besteht Bad Muskau aus den Stadtteilen Berg und Köbeln (im 18. Jh. Gobelin, sorb. Kobjelin, das Fürst Pückler wegen seines Parks von jenseits der Neiße umgesetzt hat).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten in Bad Muskau sind unter anderen:

Parkanlagen


- Fürst-Pückler-Park mit Schlossteich und Neiße
- Historischer Badepark

Bauwerke


- Kirchruine (des ehemaligen Kirchspiels Berg, restauriert) aus dem 13. Jahrhundert
- Feines Renaissance-Schloss ("Altes Schloss"), 16. Jh, Gaststätte (siehe auch Schloss Muskau)Schloss Muskau
- Fürst-Pückler-Schloss 19. Jh, aufwändig restauriert
- St.-Andreas-Kirche (vormals "Wendische Kirche")
- Historische Gasse "Schmelze"
- Historisches Kurhotel "Stadt Berlin" (2004 in Restaurierung)
- Holzbau des Sanatoriums Herrmannsbad, 19. Jh
- Innenhof "Marstall", 19. Jh, Gaststätte
- Historisches Botanisches Winterhaus Pücklers
- Das selbsterbaute Haus von Leopold Schefer
- Sowjetisches Offizierskasino, 1948
- Turmvilla und Villa Caroline, Jugend- und Kulturprojekt im Park
- Waldeisenbahn Muskau ( 600mm Spurweite - Personenverkehr ) Leopold Schefer

Male


- Hungerstein (Erinnerung an die große Hungersnot in den 1770er Jahren)
- Auf dem Friedhof die Grabsteine von Leopold Schefer und Machbuba
- Sowjetisches Ehrenmal, 1945
- Kriegerdenkmal Koebeln
-

Persönlichkeiten

Mit Muskau verbunden


- Der Reichsgraf Kurt Reinicke von Callenberg begründete die Muskauer Dynastie der Callenberger, die zeit ihres Bestehens den Anspruch aufrecht erhielt, dass die Standesherrschaft Muskau ein ursprünglich reichsunmittelbares, sodann kursächsisches Lehen sei, also kein Territorium des Markgraftums Oberlausitz.
- Der bedeutendste deutsche Gartenkünstler, der Schriftsteller Fürst Hermann von Pückler-Muskau, war 1811-45 Standesherr von Muskau.
- Der Dichter und Komponist Leopold Schefer (1784-1862) wirkte hier - abgesehen von seinen Reisen bis Asien und Nordafrika - sein Leben lang, während der napoleonischen Kriege 1811-15 sogar als Generalinspektor der Standesherrschaft Muskau.
- Der Autor des "Jungen Deutschlands" und später berühmte Theaterleiter Heinrich Laube saß 1837-38 als verurteilter Burschenschafter (dank der Intervention des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau) auf Schloss Muskau eine sehr kommode "Festungshaft"-Zeit ab und wurde während der Märzrevolution 1848 von den Muskauern sogar als Abgeordneter für die Paulskirche nominiert (was er um eines anderen Wahlkreises willen ausschlug).
- Der selber als Gartenkünstler später bedeutende Eduard Petzold wirkte in Muskau als Parkdirektor des oft lange abwesenden Fürsten Pückler und des Prinzen Wilhelm Friedrich Karl von Oranien-Nassau und legte hier ein damals berühmtes (heute untergegangenes) Arboretum an.
- Der Germanist, Turnschüler von Friedrich Ludwig Jahn und Burschenschafter Hans Ferdinand Maßmann starb am 03. August 1874 in Muskau.

Söhne und Töchter der Stadt

nach Geburtsjahr geordnet
- 1751: Nathanael Gottfried Leske
- 1772: Carl Gottlieb Bellmann
- 1784: Leopold Schefer
- 1785: Fürst Hermann von Pückler-Muskau

Literatur über Bad Muskau

Eine befriedigende größere Monografie über Bad Muskau heute steht noch aus. Biografien (v. Arnim, Der letzte Callenberger), Parkführer u. dergl. mussten oft dafür eintreten. Über das historische Muskau um 1770 unterrichtet Leske und über die Zeit von 1770 bis 1820 informieren ausführlich Bettina und Lars Clausen in ihrer 2-bändigen Soziobiografie über Schefer (Zu allem fähig, Frankfurt a.M. 1985). Über die Zeit danach bis 1845 lässt sich Etliches aus den Werken über den Fürsten Pückler (siehe dort) und über den Park zusammen klauben, wobei allerdings die Gemeinde Muskau oft zu kurz kommt. Über die Arnimzeit sind die Schriften von v. Arnim und Boehlcke nützlich.

Weblinks


- http://www.badmuskau.de - Homepage der Stadt Bad Muskau
- http://www.badmuskau.info - Tourismusinformation der Stadt und der Region um Bad Muskau
- http://www.muskauer-park.de - Stiftung Fürst-Pückler-Park
- http://www.turmvilla.de - Bad Muskau: Jugend- und Kulturprojekt im Muskauer Park
- http://www.waldeisenbahn.de
- [http://www.cottbus-und-umgebung.de/a2s0i72si276.html Bad Muskau: Bilder] Kategorie:Ort in Sachsen Kategorie:Ort in der Lausitz

1887

Ereignisse


- 18. Januar: Erstsynthese des Amphetamins durch L. Edeleanu an der Universität Berlin
- 5. Februar: Otello von Giuseppe Verdi wird in Mailand uraufgeführt
- 8. Februar: Privatisierung des Reservationslandes der US-amerikanischen Indianer durch den Dawes Act
- 3. Mai: Bei dem Grubenunglück von Nanaimo, Britisch-Kolumbien, Kanada sterben 150 Bergleute, nur sieben überleben
- 18. Juni: Der Rückversicherungsvertrag zwischen Deutschland und Russland wird geschlossen
- 7. Juni: Ludwik Lejzer Zamenhof veröffentlicht in Warschau die erste Broschüre über die neue Sprache Esperanto
- 19. Dezember: Die Deutsche Kolonialgesellschaft wird gegründet
- 21. Dezember: Lambrecht (Pfalz) erhält die Stadtrechte
- Heinrich Hertz erzeugte erstmals künstlich Elektromagnetische Wellen
- Svante Arrhenius veröffentlicht seine Theorie der elektrolytischen Dissoziation
- Albert Abraham Michelson und Edward Morley führen ihr Experiment zur Bestimmung der absoluten Geschwindigkeit der Erde im Äther durch, es geht negativ aus, siehe Michelson-Morley-Experiment
- Ferdinand Tönnies veröffentlicht als die erste deutsche theoretische Grundlegung der Soziologie „Gemeinschaft und Gesellschaft“
- Der Begriff „Made in Germany“ entsteht. Deutsche Erzeugnisse wurden in Britannien mit diesem Stempel versehen, um sie als minderwertig darzustellen. Durch die Wertigkeit der Waren stieg aber der Verkauf
- Gründung der japanischen Firma Yamaha
- „Der Vater“ von August Strindberg erscheint

Kultur


- 16. März: Uraufführung der Oper Proserpine von Camille Saint-Saëns an der Grand Opéra Paris
- 18. Juni: Uraufführung der komischen Oper Die Musikanten von Friedrich von Flotow in Mannheim
- 29. September: Der Hamburger Sport-Verein e. V. wird als Zusammenschluss dreier Hamburger Sportvereine gegründet
- 29. Oktober: Uraufführung der Operette Die sieben Schwaben von Karl Millöcker am Theater an der Wien in Wien
- Gründung der National University of Fine Arts and Music in Tokio

Geboren


- 1. Januar: Josef Opatoschu, jiddischer Schriftsteller († 1954)
- 1. Januar: Wilhelm Canaris, deutscher Admiral (1945)
- 3. Januar: August Macke, deutscher Maler des Expressionismus († 1914)
- 7. Januar: Thomas Wimmer, bayerischer Politiker der SPD und Oberbürgermeister Münchens († 1964)
- 8. Januar: Jack Akkersdijk, niederländischer Fußballspieler († 1953)
- 11. Januar: Aldo Leopold, US-amerikanischer Forstwissenschaftler und Ökologe († 1948)
- 15. Januar: Willy Seidel, deutscher Schriftsteller († 1934)
- 19. Januar: Andrei Grigorjewitsch Schkuro, russischer General († 1947)
- 21. Januar: Wolfgang Köhler, Mitbegründer der Gestaltpsychologie († 1967)
- 23. Januar: Jean Julien Fulcanelli, Alchimist und esoterischer Schriftsteller († 1932)
- 26. Januar: François Faber, luxemburgischer Radrennfahrer († 1915)
- 27. Januar: Carl Blegen, US-amerikanischer Archäologe († 1971)
- 28. Januar: Arthur Rubinstein, polnischer Pianist († 1982)
- 29. Januar: August Wilhelm von Preußen, preußischer Prinz († 1949)
- 2. Februar: Ernst Hanfstaengel, Pressechef der NSDAP († 1975)
- 3. Februar: Georg Trakl, österreichischer Dichter († 1914)
- 3. Februar: Max Josef Metzger, katholischer Priester und NS-Opfer († 1944)
- 5. Februar: Albert Paris Gütersloh, österreichischer Maler und Schriftsteller († 1973)
- 5. Februar: Richard Gölz, Kirchenmusiker und Theologe († 1975)
- 6. Februar: Joseph Frings, Erzbischof von Köln († 1978)
- 8. Februar: Heinrich Spoerl, deutscher Schriftsteller († 1955)
- 14. Februar: Anton Faistauer, österreichischer Maler († 1930)
- 17. Februar: Joseph Bech, luxemburgischer Staatsmann und Politiker († 1975)
- 17. Februar: Leevi Madetoja, finnischer Komponist († 1947)
- 22. Februar: Savielly Tartakower, Schachspieler († 1956)
- 25. Februar: Ewald Mataré, deutscher Maler und Bildhauer († 1965)
- 27. Februar: Pjotr Nikolajewitsch Nesterow, russischer Pilot und Flugzeugkonstrukteur († 1914)
- 5. März: Heitor Villa-Lobos, brasilianischer Komponist und Dirigent († 1959)
- 11. März: Raoul Walsh, US-amerikanischer Filmregisseur († 1980)
- 18. März: Robert Berény, ungarischer Maler († 1953)
- 21. März: Erich Mendelsohn, Architekt († 1953)
- 22. März: Chico Marx, US-amerikanischer Schapieler und Komiker († 1961)
- 23. März: Anthony van Hoboken, Musikwissenschaftler und Musiksammler († 1983)
- 23. März: Josef Capek, tschechischer Maler, Zeichner und Illustrator († 1945)
- 23. März: Juan Gris, spanisch-französischer Maler des Kubismus († 1927)
- 23. März: Rudolf Kinau, niederdeutscher Schriftsteller († 1975)
- 25. März: Chuichi Nagumo, Vizeadmiral der kaiserlichen japanischen Marine († 1944)
- 29. März: Phraya Phahon Phonphayuhasena, Premierminister von Thailand († 1947)
- 1. April: Leonard Bloomfield, US-amerikanischer Sprachwissenschaftler († 1949)
- 2. April: Louise Schroeder, deutsche Politikerin († 1957)
- 10. April: Bernardo Alberto Houssay, argentinischer Physiologe, Nobelpreisträger († 1971)
- 10. April: Heinz Tiessen, deutscher Komponist († 1971)
- 18. April: Ludwig Wolker, führende Gestalt der katholischen Jugendbewegung und Mitbegründer des Bundes der deutschen katholischen Jugend
- 21. April: Robert Krups, Gründer des Unternehmens Krups († 1950)
- 22. April: Harald Bohr, dänischer Mathematiker († 1951)
- 29. April: Frederik Jacobus Johannes Buytendijk, Biologe, Anthropologe und Psychologe († 1974)
- 1. Mai: Hans Demmelmeier, deutscher Politiker und MdB († 1973)
- 6. Mai: Michael Browne, katholischer Geistlicher († 1971)
- 10. Mai: Iman Dozy, niederländischer Fußballspieler († 1957)
- 11. Mai: Paul Wittgenstein, österreichischer Pianist († 1961)
- 16. Mai: Jakob van Hoddis, deutscher Dichter des Expressionismus († 1942)
- 18. Mai: Ernst Wiechert, Schweizer Schriftsteller († 1950)
- 18. Mai: Sterling Rohlfs, US-amerikanischer Testpilot
- 22. Mai: Arthur Cravan, britischer Dichter, Amateurboxer und Dada-Vorläufer († 1918)
- 22. Mai: Wilhelm Kaisen, deutscher Politiker, Bremer Bürgermeister († 1979)
- 23. Mai: Albert Thoralf Skolem, norwegischer Mathematiker, Logiker und Philosoph († 1963)
- 25. Mai: Pater Pio, Kapuzinerpater († 1968)
- 29. Mai: Carl Schröter, deutscher Politiker († 1952)
- 31. Mai: Saint-John Perse, französischer Dichter und Diplomat († 1975)
- 3. Juni: Olga Körner, deutsch Politikerin († 1969)
- 8. Juni: Bruno Peyn, deutscher Schriftsteller
- 10. Juni: Wladimir Iwanowitsch Smirnow, russisch-sowjetischer Mathematiker († 1974)
- 13. Juni: Bruno Frank, deutscher Schriftsteller († 1945)
- 18. Juni: Marcet Haldeman, US-amerikanische Autorin († 1941)
- 20. Juni: Adolf Jutz, deutscher Maler und Zeichner († 1945)
- 20. Juni: Kurt Schwitters, deutscher Maler, Werbegrafiker und Universalkünstler († 1948)
- 22. Juni: Julian Huxley, englischer Biologe, Philosoph und Schriftsteller († 1975)
- 23. Juni: Ernst Rowohlt, deutscher Verleger († 1960)
- 25. Juni: George Abbott, US-amerikanischer Drehbuchautor, Regisseur und Schauspieler († 1995)
- 2. Juli: Elisabeth Baumann-Schlachter, Schweizer Schriftstellerin († 1941)
- 6. Juli: Annette Kellerman, australische Kunstschwimmerin und Filmschauspielerin († 1975)
- 6. Juli: Walter Flex, deutscher Dichter († 1917)
- 7. Juli: Marc Chagall, russisch-französischer Maler († 1985)
- 10. Juli: Gé Fortgens, niederländischer Fußballspieler († 1957)
- 13. Juli: Walter Graf von Brockdorff-Ahlefeldt, deutscher General im Zweiten Weltkrieg († 1943)
- 14. Juli: Phibul Songkhram, Feldmarschall, Premierminister und Militärdiktator († 1964)
- 16. Juli: Karl Uhle, deutscher Fußballspieler
- 18. Juli: Vidkun Abraham Lauritz Jonssøn Quisling, norwegischer Politiker und Offizier († 1945)
- 18. Juli: Vidkun Quisling, norwegischer Nationalsozialist († 1945)
- 22. Juli: Gustav Hertz, deutscher Physiker und Nobelpreisträger († 1975)
- 28. Juli: Marcel Duchamp, französischer Maler und Objektkünstler († 1968)
- 29. Juli: Emil Phillip, Diakon der evangelischen Gemeinde Zossen, († 1965)
- 29. Juli: Rudi Stephan, deutscher Komponist († 1915)
- 31. Juli: Hans Freyer, deutscher Soziologe und Philosoph († 1969)
- 2. August: Fritz Jöde, deutscher Musikpädagoge († 1970)
- 2. August: Oskar Anderson, Statistiker, Ökonom († 1960)
- 7. August: Hermann Rauschning, deutscher Musikwissenschaftler und Politiker († 1982)
- 7. August: Ulrich Salchow, schwedischer Eiskunstläufer († 1949)
- 9. August: Hans Oster, deutscher Berufsoffizier und Widerstandskämpfer († 1945)
- 12. August: Erwin Schrödinger, österreichischer Physiker († 1961)
- 15. August: Edna Ferber, US-amerikanische Schriftstellerin († 1968)
- 17. August: Egon Lustgarten, österreichischer Dirigent und Komponist († 1961)
- 17. August: Karl I., letzter Kaiser von Österreich bzw. († 1922)
- 17. August: Marcus Mosiah Garvey, jamaikanischer Journalist († 1940)
- 18. August: Hermann Finsterlin, utopischer Architekt, Maler, Dichter und Komponist († 1973)
- 21. August: Maud Farris-Luse, älteste Frau der Welt († 2002)
- 22. August: Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk, Reichsfinanzminister und Reichsaußenminister († 1977)
- 25. August: Fartein Valen, norwegischer Komponist († 1952)
- 25. August: Friedrich-Wilhelm Lübke, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein († 1954)
- 30. August: Adam Kuckhoff, deutscher Schriftsteller und Widerstandskämpfer († 1943)
- 3. September: Max Brauer, deutscher Politiker († 1972)
- 4. September: Erich Lasse, akademischer Kunstmaler
- 7. September: Herman Peltzer, niederländischer Fußballspieler († 1957)
- 8. September: Walther Hensel, deutscher Volksliedforscher und Volksliedsammler († 1956)
- 12. September: Auguste Lazar, österreichische Schriftstellerin († 1970)
- 13. September: Leopold Ruzicka, Schweizer Chemiker († 1976)
- 14. September: Friedrich Wagner, Archäologe († 1963)
- 15. September: Carlos Dávila, chilenischer Politiker, Diplomat und Journalist († 1955)
- 16. September: Nadia Boulanger, französische Musikpädagogin, Komponistin und Dirigentin († 1979)
- 18. September: Giacinto Ghia, italienischer Automobildesigner († 1944)
- 19. September: Erwein Freiherr von Aretin, bayerischer Journalist und Heimatpolitiker († 1952)
- 22. September: Denis Nowell Pritt, britischer Jurist und Politiker († 1972)
- 22. September: Wilhelm Niklas, deutscher Politiker († 1957)
- 23. September: Wilhelm Hoegner, deutscher Jurist und Politiker († 1980)
- 28. September: Avery Brundage, 5. Präsident des IOC († 1975)
- 30. September: Lil Dagover, deutsche Schauspielerin († 1980)
- 3. Oktober: Rudolf Hermann, deutscher Theologe und Religionsphilosoph († 1962)
- 5. Oktober: René Cassin, Jurist und Friedensnobelpreisträger († 1976)
- 6. Oktober: Le Corbusier, französisch-schweizer Architekt († 1965)
- 6. Oktober: Maria Jeritza, österreichische Kammersängerin (Sopran) († 1982)
- 11. Oktober: Oscar Shaw, US-amerikanischer Schauspieler (
- 1967)
- 12. Oktober: Fritz Eichler, österreichischer Archäologe († 1971)
- 12. Oktober: Paula von Preradović, österreichische Schriftstellerin († 1951)
- 13. Oktober: Jozef Tiso, de-facto-Vorsitzender der Slowakischen Volkspartei († 1947)
- 14. Oktober: Carlo Grano, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1976)
- 15. Oktober: Chester Ray Longwell, US-amerikanischer Geologe († 1975)
- 15. Oktober: Emil Hegetschweiler, Schweizer Schauspieler († 1959)
- 20. Oktober: John Reed, US-amerikanischer Journalist († 1920)
- 20. Oktober: Vic Gonsalves, niederländischer Fußballspieler († 1922)
- 24. Oktober: Henk Muller, niederländischer Fußballspieler († 1940)
- 24. Oktober: Octave Lapize, französischer Radrennfahrer († 1917)
- 25. Oktober: Hans von Tschammer und Osten, Reichssportführer im Dritten Reich († 1943)
- 27. Oktober: Nico de Wolf, niederländischer Fußballspieler
- 30. Oktober: Georg Heym, deutscher Schriftsteller († 1912)
- 31. Oktober: Chiang Kai-shek, chinesischer Politiker, Präsident der Republik China († 1975)
- 1. November: Max Trapp, deutscher Komponist († 1971)
- 3. November: Magda Spiegel, deutsche Opernsängerin
- 7. November: Guus van Hecking-Colenbrander, niederländischer Fußballspieler († 1945)
- 8. November: Juri Alexandrowitsch Schaporin, russischer Komponist († 1966)
- 10. November: Arnold Zweig, deutscher Schriftsteller († 1968)
- 10. November: Hans Ehard, deutscher Jurist und Politiker († 1980)
- 15. November: Georgia O'Keeffe, US-amerikanische Malerin († 1986)
- 16. November: Hans Blume, niederländischer Fußballspieler
- 17. November: Bernard Montgomery, britischer Feldmarschall des Zweiten Weltkrieges († 1976)
- 17. November: Ernst August von Hannover, Herzog von Braunschweig-Lüneburg, letzter regierende Herzog von Braunschweig-Lüneburg († 1953)
- 19. November: Alfred Baeumler, deutscher Philosoph und Pädagoge († 1968)
- 19. November: James Batcheller Sumner, US-amerikanischer Chemiker († 1955)
- 23. November: Boris Karloff, englischer Filmschauspieler († 1969)
- 23. November: Henry Moseley, englischer Physiker († 1915)
- 23. November: Lothar Rendulic, österreichischer General (Generaloberst) († 1971)
- 24. November: Erich von Manstein, deutscher Generalfeldmarschall im dritten Reich († 1973)
- 25. November: Nikolai Iwanowitsch Wawilow, russischer Botaniker und Genetiker († 1943)
- 28. November: Ernst Röhm, Führer der SA († 1934)
- 7. Dezember: Ernst Toch, deutsch-österreichischer Komponist († 1964)
- 12. Dezember: Kurt Atterberg, schwedischer Komponist († 1974)
- 13. Dezember: George Pólya, US-amerikanischer Mathematiker († 1985)
- 14. Dezember: Xul Solar, argentinischer Maler († 1963)
- 15. Dezember: Theodor Busse, deutscher General († 1986)
- 15. Dezember: Zenta Maurina, lettische Schriftstellerin († 1978)
- 22. Dezember: Srinivasa Aiyangar Ramanujan, indischer Mathematiker († 1920)
- 28. Dezember: Walter Ruttmann, deutscher Filmregisseur († 1941)
- 30. Dezember: Charlie Dunbar Broad, englischer Philosoph († 1971)

Gestorben


- 14. Januar: Friedrich von Amerling, österreichischer Maler (
- 1803)
- 19. Januar: André-Charles-Victor Reille, französischer General (
- 1815)
- 22. Januar: António Maria de Fontes Pereira de Melo, portugiesischer Politiker und Staatsmann (
- 1819)
- 27. Januar: Wilhelm Henzen, Epigraphiker (
- 1816)
- 8. Februar: Albert Adamo, deutscher Genremaler (
- 1849)
- 19. Februar: Eduard Douwes Dekker, niederländischer Schriftsteller (
- 1820)
- 19. Februar: Multatuli (Eduard Douwes Dekker), niederländischer Schriftsteller (
- 1820)
- 27. Februar: Alexander Porfirjewitsch Borodin, russischer Komponist, Chemiker und Mediziner (
- 1834)
- 4. März: Peter Johann Beckx, war General der Jesuiten (
- 1795)
- 4. März: Pierre Jean Beckx, General der Jesuiten (
- 1795)
- 19. März: Józef Ignacy Kraszewski, polnischer Schriftsteller (
- 1812)
- 2. April: Friedrich Wilhelm Grimme, deutscher Schriftsteller, Heimatdichter und Botaniker (
- 1827)
- 10. April: Wilhelm Adolf Schmidt, deutscher Historiker (
- 1812)
- 27. April: Alfred von Reumont, deutscher Staatsmann und Historiker (
- 1808)
- 8. Mai: Johannes von Kuhn, deutscher Theologe (
- 1806)
- 23. Mai: Ludvig Mathias Lindeman, norwegischer Komponist (
- 1812)
- 4. Juni: William Almon Wheeler, war der 19. US-Vizepräsident (
- 1819)
- 22. Juni: Eugenie Marlitt, deutsche Schriftstellerin des Biedermeier (
- 1825)
- 7. Juli: Adolph Bermpohl, Navigationslehrer, DGzRS-Gründer (
- 1833)
- 14. Juli: Alfred Krupp, deutscher Erfinder und Industrieller (
- 1812)
- 25. Juli: John Taylor, 3. Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (
- 1808)
- 2. August: Gustav Werner, evangelischer Pfarrer und Gründer der gleichnamigen Stiftung (
- 1809)
- 27. August: Wilhelm Valentin Volckmar, Komponist Organist (
- 1812)
- 14. September: Friedrich Theodor Vischer, deutscher Schriftsteller und Politiker (
- 1807)
- 29. September: Bernhard von Langenbeck, deutscher Chirurg (
- 1810)
- 30. September: Josef Matras, österreichischer Schauspieler und Sänger (
- 1832)
- 17. Oktober: Gustav Robert Kirchhoff, deutscher Physiker (
- 1824)
- 22. Oktober: Josef Groll, bayerischer Braumeister (
- 1813)
- 26. Oktober: Johannes Ronge, deutscher katholischer Priester (
- 1813)
- 2. November: Jenny Lind, schwedische Sängerin (
- 1820)
- 8. November: Doc Holliday, Zahnarzt und Revolverheld des Wilden Westens (
- 1851)
- 18. November: Gustav Theodor Fechner, deutscher Physiker und Philosoph (
- 1801)
- 19. November: Emma Lazarus, US-amerikanische Dichterin (
- 1849)
- 25. November: Johann Jakob Bachofen, Schweizer Jurist und Altertumsforscher (
- 1815)
- 5. Dezember: Philippe Rousseau, französischer Maler (
- 1808)
- 23. Dezember: Leonard Sowinski, polnischer Dichter und Litterarhistoriker (
- 1831)
- Crazy Horse, Häuptling der Lakota-Indianer (
- um 1847)

Staatsoberhäupter

Amerika


- Mexiko: Porfirio Diaz, Präsident (18841911)

Asien


- Afghanistan (Barakzai-Dynastie): Emir Abdur Rahman Khan
- Japan: Mutsuhito, Kaiser (18671912)

Europa


- Portugal: Ludwig I., König von Portugal, (18611889)
- Schweiz: Numa Droz, Bundespräsident der Schweiz, (1887) ko:1887년 simple:1887 th:พ.ศ. 2430

Leipzig

Leipzig ist die größte Stadt in Sachsen sowie eines der sechs Oberzentren dieses Bundeslandes. Zusammen mit Halle bildet Leipzig den Ballungsraum Leipzig-Halle. Leipzig ist Bestandteil der „Metropolregion Sachsendreieck“. Der Name der Stadt leitet sich vom slawischen Lipsk (Linden-Ort) - so die bis heute im Sorbischen übliche Bezeichnung - ab. Poetisch spricht man seit Goethe von „Klein-Paris“ oder auch „Pleiß-Athen“ (nach dem Fluss Pleiße). Im Jahre 1165 verlieh Markgraf Otto der Reiche von Meißen Leipzig das Stadtrecht und das Marktprivileg. Heute hat Leipzig den Status einer kreisfreien Stadt und ist Sitz eines der drei Regierungsbezirke des Freistaates Sachsen. Nächstgrößere Städte sind Berlin, etwa 145 km nordöstlich; Prag, etwa 195 km südöstlich und Frankfurt am Main, etwa 295 km südwestlich von Leipzig. Die Einwohnerzahl Leipzigs überschritt etwa 1870 die Grenze von 100.000, wodurch sie offiziell zur Großstadt wurde. Heute hat Leipzig knapp eine halbe Million Einwohner.

Geografie

Großstadt Leipzig liegt im Zentrum der Leipziger Tieflandsbucht einem Teil der Norddeutschen Tiefebene und fast im Schwerpunkt der drei benachbarten Landeshauptstädte Dresden, Magdeburg und Erfurt. Durch die Stadt fließt die Weiße Elster, in die hier die Pleiße, die Luppe und die Parthe münden. Mit Leipzig wird vor allem die Pleiße in Verbindung gebracht, die unmittelbar am Stadtzentrum vorbeifließt. Anfang der 1950er Jahre wurden die Pleiße und ein Teil des Elstermühlgrabens wegen der Wasserverschmutzung durch die Braunkohleverarbeitung südlich von Leipzig verrohrt und teilweise auch zugeschüttet, sodass Leipzig seinen Charakter als Flussstadt verlor. Seit den 1990er Jahren werden die Flussläufe nach und nach wieder freigelegt. Die höchsten Erhebungen sind der Monarchenhügel (159 m), der Fockeberg (153 m) sowie der Galgenberg (163 m, knapp außerhalb der Stadtgrenze). Leipzig zählt aktuell nach umfangreichen Eingemeindungen (Ende der 1990er Jahre) zu den flächengrößten Städten Deutschlands. Vorher war es, im Gegensatz dazu, eine der kompaktesten Großstädte. Die heutige Bevölkerungszahl hatte Leipzig bereits vor 1914 erreicht; vor Beginn des Zweiten Weltkriegs sogar über 700.000. Nach kriegsbedingtem Rückgang hat Leipzig vor allem seit Ende der 1980er Jahre erheblichen Bevölkerungsschwund zu verzeichnen, sodass heute die halbe Million Einwohner knapp unterschritten wurde, obwohl die kürzlichen Eingemeindungen die Fläche der Stadt etwa verdoppelten und mehrere große Industriegemeinden hinzukamen. Momentan steigt die Einwohnerzahl Leipzigs aber wieder langsam an.

Natur

Entlang der Flüsse zieht sich ein ausgedehntes Auwaldgebiet mitten durch die Stadt. Durch den Braunkohlentagebau wurde südlich von Leipzig ein Teil davon zerstört. Nach 1989 wurde der weitere Abbau gestoppt und mit der Rekultivierung der Tagebaurestlöcher begonnen. Inzwischen sind aus den gefluteten Tagebauen mehrere Seen als Leipziger Neuseenland entstanden, die eine gute Wasserqualität haben und der Naherholung dienen. Weitere Tagebaue befinden sich noch in der Flutung. Der Cospudener See liegt dem Leipziger Stadtzentrum am nächsten und dient schon gegenwärtig als Naherholungsgebiet.

Nachbargemeinden

Die nachfolgenden Gemeinden grenzen an die Stadt Leipzig. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Osten genannt:
- im Muldentalkreis (MTL): Borsdorf, Stadt Brandis und Stadt Naunhof
- im Leipziger Landkreis (L): Großpösna, Stadt Markkleeberg, Stadt Zwenkau, Kitzen und Stadt Markranstädt
- im Landkreis Delitzsch (DZ): Stadt Schkeuditz, Rackwitz, Krostitz, Jesewitz und Stadt Taucha

Stadtgliederung

Leipzig besteht aus 10 Stadtbezirken mit 63 Ortsteilen, siehe Liste der Ortsteile Leipzigs.

Stadtökologie

Die zu DDR-Zeiten betriebene Energiepolitik setzte sehr stark auf Braunkohle – so bezog Leipzig über 75% seines Stromverbrauchs aus dem „braunen Gold“. Als Teil der mitteldeutschen Straße der Braunkohle gab es gerade im Süden von Leipzig viele Tagebaue, der Grundwasserspiegel wurde abgesenkt und Biotope wurden zerstört. Doch auch die Fabrikabwässer hatten eine verheerende Wirkung für die Leipziger Umwelt. So wurde die Pleiße in den 1950er Jahren quasi für „tot“ erklärt, wenngleich heutzutage eine leichte Wiederbelebung des Flusses festzustellen ist. Doch dies waren nicht die einzigen Gründe dafür, dass die Region Leipzig-Halle zu den schmutzigsten Regionen der ehemaligen DDR gehörte. Die Altindustrie führte ebenso wie die Braunkohlekraftwerke zu einer enorm hohen Luftverschmutzung. Unsanierte Altbauwohnungen schluckten Energie ohne Ende und auch die Fernheizsysteme waren energetisch nicht sonderlich effektiv. Altlasten beeinflussten die Bodenqualität negativ - auch gab es wenige geordnete Mülldeponien. Das Grünfläche-je-Einwohner-Verhältnis ist 1990 sehr gering, ebenso wie der Pflegegrad der Wälder. Es gab kaum Nachpflanzungen für abgeholzte Bäume und großflächige Bodenversiegelungen vertrieben ganze Tierarten. Nach der Wende entstanden große Einkaufsparks auf der grünen Wiese und der Autoverkehr nahm stark zu. Doch auch die Arbeitslosigkeit stieg stark an, wobei die vielen Fabrikschließungen der Umwelt eine kleine Erholung gönnten. Ebenso wirkten sich die Abwanderungen in den Westen und die Umstellung von Kohle auf Erdgas positiv aus. Die Leipziger Wirtschaft stellt sich von Industrie auf Handel und Dienstleistung um, was wiederum zu einem Bauboom, gerade in der Innenstadt, führt. Die Verkehrsnetze werden ausgebaut, die Bodenversiegelung nimmt zu und auch die Lärmbelästigung steigt an. Dennoch kehren einige Tierarten zurück, so wurden 2001 bspw. 175 Käferarten in der Innenstadt entdeckt. Auch die grünen Innenhöfe der Großsiedlungen bilden wieder wichtige Stadtbiotope, da sie den Tieren Wärme und Futter bieten. Das Kleinklima der Stadt sollte aber auch durch Gebäudebegrünungen verbessert werden – jedoch machten die neuen Parkplatzmassen viele Erfolge wieder kaputt. Da bleibt es fast unnötig zu sagen, dass trotzdem 50 % der Stadtfläche Grünflächen sind. Allerdings ist ein Drittel auf Kleingartenvereine zurückzuführen (ca. 26% waren als Mitglied in einem Kleingartenverein aktiv). In den letzten Jahren setzt auch Leipzig verstärkt auf erneuerbare Energien – Schulen haben Solaranlagen auf dem Dach und Bauern stellen sich Windräder aufs Feld.

Geschichte und Religionen in Leipzig

Hauptartikel: Geschichte Leipzigs Als Gründungsjahr des Ortes an der Kreuzung der Via Imperii und der Via Regia gilt das Jahr 1165.

Wappen

Das Wappen der Stadt Leipzig zeigt in gespaltenem Schild, vorn in Gold einen rot gezungten und bewehrten schwarzen Löwen; hinten in Gold zwei blaue Pfähle. Der Löwe der Markgrafen zu Meißen und die sogenannten "Landsberger Pfähle" des Grafen von Landsberg sind alte wettinische Wappenbilder, die auf die Einbindung der Stadt Leipzig ins mittelalterliche Kursachsen verweisen. Nachweisen lässt sich das heutige Wappen erstmals 1468 als Siegel, auf denen vorher (um 1287) nur eine Burg bzw. eine Burg mit dem Löwen der Markgrafen zu sehen war. Der Unterschied zum Dresdner Wappen besteht lediglich in der Tingierung der Landsberger Pfähle, der zum Chemnitzer und DelitzscherWappen in der Anordnung der Schilde - beim Wappen des Leipziger Lands wurde dem Leipziger Wappen noch ein Fluss hinzugefügt. Die Stadtfarben sind blau-gelb.

Namensentwicklung

Einwohnerentwicklung

¹ Quelle: [http://www.statistik.sachsen.de/ Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen]

Politik

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde das zunächst als Stadtverordnetenversammlung, nunmehr als Stadtrat bezeichnete Gremium wieder frei gewählt. Vorsitzender dieses Gremiums war zunächst der Stadtpräsident: (1990-1994) Friedrich Magirius (parteilos). Seit 1994 ist der Oberbürgermeister Vorsitzender des Stadtrats. Der Stadtrat wählte anfangs auch den Oberbürgermeister. Seit 1994 wird der Oberbürgermeister jedoch direkt vom Volk gewählt. In den letzten Jahren wurde die Leipziger Kommunalpolitik von einer informellen Koalition der großen Parteien CDU und SPD geprägt, in die fallweise auch die PDS einbezogen wurde (so genanntes Leipziger Modell). Dadurch wurde die Kontrollfunktion des gewählten Stadtrats weitgehend ausgehebelt. Es kam deshalb zum überraschenden Konkurs städtischer Unternehmen und verschiedenen Korruptionsfällen, die 2004 zur Beurlaubung des Stadtkämmerers und 2005 zur Beurlaubung eines beigeordneten Bürgermeisters führten.

Ergebnis der Stadtratswahl vom 13. Juni 2004

1994 Die Wahlbeteiligung sank von 42,3 auf 38,6 %.

Ergebnis der Oberbürgermeisterwahl vom 10. April 2005

Die Wahlbeteiligung betrug 43,9 % gegenüber 50,6 % im Jahr 1998.

Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister von Leipzig seit 1778

Siehe Hauptartikel: Bürgermeister der Stadt Leipzig Die Stadt Leipzig hatte seit 1778 26 Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister. Letzter gewählter Oberbürgermeister war von 1998 bis zum 22. November 2005, dem Tag seiner Vereidigung zum Bundesverkehrsminister, Wolfgang Tiefensee. Seitdem ist der Posten des Oberbürgermeisters vakant. Ein neues Stadtoberhaupt wird erst im Februar 2006 gewählt. Als aussichtsreichste Kandidaten gelten derzeit Burkard Jung (SPD) und Robert Clemen (CDU).

Städtepartnerschaften

Leipzig unterhält eine Städtepartnerschaft mit folgenden Städten:

Nach Leipzig benannte Ortschaften

In der kanadischen Provinz Saskatchewan gibt es eine Kleinstadt namens Leipzig. Außerdem befinden sich mehrere nach