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Gwangju-Massaker

Gwangju-Massaker

Das Gwangju-Massaker oder Massaker von Gwangju entstand aus einer eskalierten Demonstration in der südkoreanischen Stadt Gwangju im Jahr 1980. Es gilt als Symbol für die Unterdrückung der Demokratiebewegung in Südkorea in den 80er Jahren.

Vorgeschichte

Nach dem Attentat auf den seit 1961 regierenden Diktator Park Chung-hee Ende 1979 hatte Premierminister Choi Kyu-ha das Amt des Präsidenten von Südkorea übernommen, de facto wurde das Land aber weiterhin von der Armeeführung beherrscht, in der sich Chun Doo-hwan im Dezember 1979 an die Spitze geputscht hatte. Nach der Auflösung der Nationalversammlung und nach dem Anschwellen der Demokratiebewegung wurde am 17. Mai 1980 der landesweite Ausnahmezustand ausgerufen.

Verlauf

Die Proteste in Gwangju entzündeten sich an der Schließung der dortigen Universität infolge des Ausnahmezustands am 18. Mai. Viele Bewohner der Stadt schlossen sich nach ersten Zusammenstössen mit der Polizei den Demonstrationen an. Daraufhin wurde die Stadt von der Armee abgeriegelt. Nachdem es bei Zusammenstössen mit Armeetruppen erste Todesopfer gegeben hatte, stürmten einige der Demonstranten Polizeireviere, um sich zu bewaffnen. Am neunten Tag nach Ausbruch der Proteste stürmte die Armee das Hauptversammlungszentrum der Demonstranten. Innerhalb von 90 Minuten hatte sie die Lage unter Kontrolle gebracht, dabei wurden mindestens 200 Demonstranten getötet, weitere 1000 schwer verletzt und mehrere Tausend festgenommen. Nach Aussagen von Zeugen wurden die Gefangenen schwer misshandelt und viele überlebten die teilweise monatelange Gefangenschaft nicht.

Bewertung und Folgen

Das Geschehen kann nur aus der besonderen politischen Situation Südkoreas verstanden werden. Die koreanischen Studenten waren und sind zu einem Großteil sehr nationalbewußt, und deshalb zwangsläufig sehr amerikakritisch, sowie unermüdliche Verfechter der koreanischen Wiedervereinigung. Da sie hierbei auch Sympathie für Nordkorea zeigten und dies auch bei Demonstrationen öffentlich machten, waren sie ständig im Blickfeld der Sicherheitsorgane wie Polizei und Geheimdienst. Gwangju ist die Hochburg der koreanischen Katholiken, die im Lande selbst eine Minderheit sowohl unter den Christen als auch den anderen Religionen bilden. Ihr politischer Führer war Kim Dae Jung, der von den Militärregimes als Staatsfeind verfolgt wurde. Hinzu kam die Tatsache, daß die Herrschenden fast alle aus den Gyeongsang-Provinzen kamen und die Jeolla-Provinzen um Kwangdschu an den staatlich gelenkten Investitionsprogrammen kaum teilhatten, was die dortige Bevölkerung in die Arme der Opposition trieb. Der verantwortliche Armeechef Chun Doo-hwan übernahm im Februar 1981 das Präsidentenamt, nachdem sein Vorgänger Choi Kyu-ha im August 1980 zurückgetreten war. Er behielt das Amt bis 1988, wonach eine allmähliche Aufarbeitung der Ereignisse begann. Eine in den 90er Jahren eingesetzte Kommission gab die Zahl der Opfer des Gwangju-Massakers mit 207 Toten und etwa 1000 Schwerverletzten an. Opferorganisationen gehen von mindestens 1000 Toten und 15.000 Verletzten aus. Die Opfer wurden auf einem eigenen Friedhof bestattet, an dem später eine nationale Gedenkstätte eingerichtet wurde.

Weblinks


- http://www.518.org Organisation (kor./engl.)
- http://cyber518.gwangju.kr/ Virtuelles Museum (kor./engl.) Kategorie:Massaker Kategorie:Koreanische Geschichte Kategorie:1980 ja:光州事件 ko:광주 민주화 운동

Eskalation

Eskalation (< engl.: escalation; zu escalator Rolltreppe) ist das Steigern und Verschärfen bei der Anwendung - ursprünglich militärischer und politischer - Mittel. Im Bereich des Wirtschaftslebens wird der Begriff der "Eskalation" auch verwendet, um die Regel zu beschreiben, dass bestimmte Entscheidungen kontrolliert eine Ebene "nach oben" (zu den jeweiligen Vorgesetzten) delegiert werden, wenn in einer Konfliktsituation auf der unteren Entscheidungsebene keine Übereinkunft möglich ist. siehe auch: Konflikteskalationsmodell nach Friedrich Glasl Gegenteil: Deeskalation Kategorie: Politischer Begriff Kategorie:Konfliktlösung

Gwangju

Gwangju ist eine Stadt in der Provinz Jeollanam-do im Südwesten von Südkorea. Gwangju ist die Hauptstadt der Provinz, ist aber politisch eine eigenständige Einheit. Sie liegt etwa 330 Km südlich von Seoul. Die Stadt hat 1.416.937 Einwohner. Damit ist Gwangju die sechstgrößte Stadt Südkoreas. 1995 fand hier erstmalig die Gwangju-Biennale statt, eine große Ausstellung zeitgenössischer Kunst. Sie findet nun in Abständen von zwei bis drei Jahren regelmäßig statt.

Geschichte

Die Stadt wurde vor 57 v. Chr. gegründet und war seitdem ein Zentrum des Handels in der Region. Während der Zeit der drei Reiche war Gwangju auch ein administratives Zentrum des Baekje-Reiches. Als die Eisenbahn 1914 Gwangju mit Seoul verband, wuchs die moderne Industrie um Gwangju. Besonders Baumwolltextilfabriken, Reismühlen und Brauereien konnten sich etablieren. 1929, während der japanischen Besatzung Koreas, wuchs eine Konfrontation zwischen koreanischen und japanischen Studenten zu einer regionalen Demonstration an, die in einer der größten der landesweiten Aufstände gegen die Besatzer gipfelte. 1967 wurde eine bezeichnete Industriezone errichtet und Gwangju wuchs markant, insbesondere die Automobilindustrie, die sich in der Stadt niederließ. Im Mai 1980 fanden Demonstrationen gegen die neue Militärregierung von Chun Doo-hwan in Gwangju statt. Diese Demonstrationen wurden durch militärische Kräfte unterdrückt, darunter auch Eliteeinheiten der Special Operations Command. Die meisten Berichterstatter stimmen darin überein, dass dieser Einsatz von großer Brutalität geprägt war, einschließlich mehrerer Vorfälle, wo Soldaten mit automatischen Waffen auf die unbewaffneten Demonstranten schossen. Offizielle Quellen gehen von 140 getöten Zivilisten aus, andere Quellen sprechen von 2000 Toten. Wegen diesem Vorfall, der heute Gwangju-Massaker genannt wird, wird Gwangju auch Schrein der koreanischen Demokratie genannt. Die Choson Universität wurde im Jahr 1946 eröffnet. Einige alte Tempel sind in und um die Stadt zu finden. Die U-Bahn Gwangju wurde nach 8-jähriger Bauzeit 2004 eröffnet.

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet ist in fünf Stadtteile (Gu) aufgeteilt:
- Buk-gu (Hangeul 북구; Hanja 北區)
- Dong-gu (동구; 東區)
- Gwangsan-gu (광산구; 光山區)
- Nam-gu (남구; 南區)
- Seo-gu (서구; 西區)

Partnerstädte


- Sendai, Japan
- Medan, Indonesien
- Tainan, Taiwan seit dem 17. September 1968
- San Antonio, USA seit dem 4. Februar 1982
- Guangzhou, China seit dem 25. Oktober 1996

Weblinks


- http://eng.gjcity.net/ - Offizielle Website (Englisch)
- http://www.518.org/ - Website der May 18 Memorial Foundation (Koreanisch, Englisch auswählbar)
Kategorie:Ort in Südkorea Gwangju ja:光州広域市 ko:광주광역시

Südkorea

Die in Ostasien gelegene Republik Korea, weitläufig Südkorea genannt, ist ein Staat auf der südlichen Hälfte der koreanischen Halbinsel. Im Norden grenzt es an Nordkorea, die sozialistische Hälfte Koreas. Die beiden koreanischen Staaten hatten sich 1948 im aufkommenden Kalten Krieg gegründet, und die Teilung wurde mit dem folgenden Koreakrieg zementiert. Im Osten grenzt es an das Ostmeer (Japanisches Meer), im Süden liegt die Koreastraße und im Westen liegt das Gelbe Meer. Die Hauptstadt ist Seoul. Auf koreanisch heißt das Land Daehan Minguk (대한 민국; 大韓民國; dt.: Große Han-Republik). Allgemein wird es in Südkorea jedoch mit seiner Kurzform Hanguk (한국, 韓國, Han-Nation) oder Namhan (남한; 南韓, Süd-Han) genannt.

Geographie

Seoul Seoul Südkorea belegt den südlichen Teil der koreanischen Halbinsel. Die Landschaft besteht aus zum Teil bewaldeten Bergen im Osten und dichtbevölkerten Ebenen entlang der Küste im Süden und Westen. Südkorea verfügt mit dem Wattenmeer Saemangeum an der Westküste über das zweitgrößte Wattenmeer der Erde. Das Klima ist relativ gemäßigt, mit ausgeprägten Regenfällen im Sommer. Die kurze Regenzeit wird
Jangma genannt. Der Winter kann äußerst kalt sein. Temperaturen weit unter dem Nullpunkt sind die Regel. Winde bringen kalte Luft aus Sibirien. Die größte Stadt ist Seoul im Nordwesten. Weitere Großstädte sind Incheon westlich von Seoul, Daejeon in Zentralsüdkorea, Gwangju im Südwesten, und Daegu und Busan im Südosten. Siehe auch: Liste der Städte in Südkorea

Bevölkerung

Hauptartikel: Koreaner Die Bevölkerung Koreas gilt als relativ homogen. Die einzige Minderheit ist eine kleine chinesische Gemeinschaft. Da Südkorea neben Japan die große Asienkrise (1997) am besten überstanden hat, ist eine große Zahl von Arbeitern aus anderen Teilen Asiens (Thailand, Philippinen und Indien) und auch aus Afrika nach Südkorea ausgewandert, um in den großen Fabriken eine Arbeit zu finden. Durch die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten findet man mittlerweile eine große US-amerikanische Einwohnerschaft, die einen ganzen Stadtteil von Seoul namens Itaewon-dong prägt. Hier findet man unter anderem auch das „UN-Dorf“ neben vielen Botschaften und ausländischen Unternehmen. Auf der anderen Seite wohnen viele Koreaner im Ausland, namentlich in der Volksrepublik China und Zentralasien. Josef Stalin sandte tausende von Koreanern dorthin. Als Folge der japanischen Kolonialzeit wohnt auch eine ansehnliche Anzahl von Koreanern in Japan. Politische, soziale und wirtschaftliche Unruhen in Südkorea haben dazu geführt, dass viele Koreaner in die USA und Kanada ausgewandert sind. Seitdem sich allerdings die Lage in Korea wieder stabilisiert hat, sind viele Koreaner (jetzt mit doppelter Staatsbürgerschaft) wieder zurück nach Korea gekommen.

Religion

51 % der Bevölkerung bekennen sich zu einer Konfession. Davon sind 46 % Buddhisten, 52 % Christen (39 % Protestanten und 13 % Katholiken), 1 % sind Konfuzianer und 1 % Sonstige. Viele Menschen nehmen Religion nicht so streng und feiern Feste von verschiedenen Religionen. Eine derartige Religionsvermischung lehnen die ca. 90.000 Zeugen Jehovas im Land jedoch kategorisch ab. Viele Christen gehen in die ihnen persönlich liegende über(über)nächste Gemeinde. In Seoul sind auf den Häusern viele rot angestrahlte Kreuze. Schamanische Riten sind immer noch weitverbreitet. Konfuzianische Werte dominieren gegenwärtig noch immer die meisten Aspekte des koreanischen Alltags und auch Tanz-Zeremonien.

Sprache und Schrift

Hauptartikel: Koreanische Sprache, Hangeul, Hanja In Südkorea ist die koreanische Sprache offizielle Amts- und Schriftsprache. Die koreanische Sprache wird von einigen Sprachwissenschaftlern zu den Altaisprachen gezählt, von anderen als isolierte Sprache angesehen. Englisch wird als zweite Sprache von der Primarschule an gelehrt. Später werden auch Chinesisch oder Japanisch gelehrt. Die europäischen Sprachen Französisch, Deutsch und Spanisch werden auch gelehrt, sind aber allgemein weniger beliebt. In letzter Zeit steigt das Interesse an Angeboten des Goethe-Institutes. Außerdem ist es unter Schulabgängern verbreitet, vor dem Studienbeginn eine Europareise zu unternehmen, was viele dazu bewegt, sich für das Lernen einer europäischen Sprache zu entscheiden. Die koreanische Schrift Hangeul ist im Gegensatz zu den in Ostasien sonst üblichen Logogramm-Schriften eine echte Alphabetschrift mit 51 Buchstaben, 24 einfachen und 27 zusammengesetzten. Diese Buchstaben werden aber silbenweise zu Blöcken zusammengefasst, wodurch für nicht Eingeweihte der Eindruck entstehen kann, sie wäre ähnlich komplex wie beispielsweise die chinesische Schrift. Tatsächlich lassen sich die Grundlagen aber innerhalb von vier bis fünf Stunden lernen, weshalb Hangeul teilweile auch als Atsim-Gul (Vormittagsschrift, innerhalb eines Vormittags erlernbar) genannt wird. Von der Bedeutung etwa vergleichbar mit Latein in Europa sind die chinesischen Schriftzeichen, die in Korea Hanja genannt werden. Viele koreanische Wörter wurden aus dem Chinesischen übernommen, durch den Wegfall der Tonhöhen der chinesischen Sprache gibt es sehr viele Homonyme. Diese Wörter mit gleicher Aussprache, aber unterschiedlicher Bedeutung werden in Hangeul auch gleich geschrieben, die Bedeutung ergibt sich durch den Kontext. Zur Klarstellung wird deshalb in Fachtexten oft hinter wichtigen Wörtern die eindeutigen Hanja angegeben. Auch findet jeder koreanische Name seinen Ursprung im Hanja, daher werden auf Visitenkarten die drei koreanischen Silben meist auch durch die drei chinesischen Schriftzeichen erklärt.

Geschichte

Die Geschichte vor dem Zweiten Weltkrieg ist unter Korea zu finden.

Unabhängigkeit von Japan

Am 22. August 1910 wurde Korea von Japan annektiert. Diese schmerzhafte Phase, von Koreanern Ilje Sidae genannt, endete erst mit der Kapitulation Japans am 15. August 1945. Bereits 1943 hatten die USA, Großbritannien und die Volksrepublik China auf der Konverenz von Kairo verkündet,
bewusst der Versklavung der koreanischen Bevölkerung, [sind wir] entschlossen, dass Korea zu gegebener Zeit frei und unabhängig werden soll. Russland stimmte dem 1945 zu. Auf der Konferenz von Jalta vom 4. bis 11. Februar 1945 wurde beschlossen, die koreanische Halbinsel bei der Kapitulation Japans entlang des 38. Breitengrads zu teilen, um die Kapitulation der japanischen Soldaten in Korea zu bewerkstelligen. Später sollte eine gemeinschaftliche Treuhandschaft der USA, Chinas, Großbritanniens und Russlands eingerichtet werden, um die Zeit bis zum Aufbau koreanischer Regierungs- und Verwaltungorganen zu überbrücken. Wie geplant wurde aber nur die Kapitulation der Japaner durchgeführt, zu der Treuhandschaft kam es nie. Stattdessen wurden im Norden und Süden von den Russen respektive Amerikanern Militärregierungen errichtet, die die Verwaltung des Landes bis zu landesweiten Wahlen sicherstellen sollten. Eine russisch-amerikanische Kommission traff sich 1946 in Pjöngjang und 1947 in Seoul, um die Vereinigung Koreas voranzutreiben, doch im aufkommenden Kalten Krieg konnte man keine Einigung erreichen und die Gespräche wurden nicht fortgesetzt. 1947 beschloß die UN-Generalversammlung, in Korea Wahlen durchzuführen. Die Soviets jedoch lehnten Wahlen in ihrem Sektor ab, daher konnten die Wahlen im Mai 1948 nur im Süden abgehalten werden. Die aus dieser Wahl hervorgegangene erste Nationalversammlung beschloss im Juli die Verfassung, und drei Tage später wurde Syngman Rhee zum Präsidenten gewählt. Am 15. August 1948 kam es dann zur Staatsgründung der Republik Korea. Wie auch die einen Monat später in Pjöngjang gegründete Demokratische Volksrepublik Korea (Nordkorea) sah man sich als einzige rechtmäßige Regierung der gesamten koreanischen Halbinsel. Beide kündigten darüber hinaus an, dass man auch dafür kämpfen würde, um die Kontrolle über den jeweils anderen Sektor zu gewinnen. Mitte 1949 waren die Russen und Amerikaner aus Korea abgezogen. Nordkorea konnte mit der Hilfe Russlands und Chinas seine Industrie schnell wieder aufbauen. Die Japaner hatten während der Besatzungszeit Industrie vor allem im rohstoffreicheren Norden angesiedelt und Landwirtschaft im Süden, was dazu führte, dass anfangs keine der beiden Zonen selbstversorgend war. Daher war Nordkorea auch besser in der Lage, eine schlagkräftige Armee aufzubauen. An der Grenze zwischen den beiden Staaten kam es immer öfter zu Gefechten.

Der Koreakrieg

Siehe Hauptartikel: Koreakrieg Am 25. Juni 1950 überschritt die Nordkoreanische Volksarmee die Grenze am 38. Breitengrad und leitete damit den Koreakrieg ein. Der amerikanische Präsident Harry S. Truman hatte bereits wieder einige Truppen nach Südkorea geschickt, die jedoch keinesfalls ausreichten, um die materielle Überlegenheit der Nordkoreaner über die südkoreanische Armee auszugleichen. Die Hauptstadt Seoul fiel bereits nach drei Tagen und rund einen Monat später kontrollierten die Nordkoreaner bereits die gesamte koreanische Halbinsel bis auf einen schmalen Streifen im Süden um Busan. Erst hier gelang es den Südkoreanern, die Lage zu stabilisieren, die Situation blieb aber gefährlich. Die UNO beschloss unter Abwesenheit der vetoberechtigten Sowjetunion, auf Seite Südkoreas einzugreifen. Mit der Landung bei Incheon Mitte September 1950 gelang es den UN-Truppen, die zu 90% aus US-amerikanischen Truppen bestanden, das Kriegsglück der Nordkoreaner zu beenden. Am 30. September überschritten die Truppen Südkoreas den 38. Breitengrad, um Korea unter eigener Flagge wiederzuvereinigen. Im November erreichte man erste Abschnitte des Grenzflusses Yalu zu China. Dieses befürchtete, dass die Truppen die Grenze überschreiten könnten, wie für die UN-Operation verantwortliche General Douglas MacArthur gefordert hatte und griff daraufhin mit einer „Freiwilligenarmee“ in den Koreakrieg ein. Die UN-Truppen wurden bis über den 38. Breitengrad zurückgedrängt, wo sich die Situation festigte. Ab 1951 begann man unter der Vermittung der Sowjetunion mit Waffenstillstands-Verhandlungen. Der Waffenstillstand wurde am 27. Juli 1953 beschlossen, unterzeichnet wurde er von der UN, Nordkorea und China. Der Präsident Südkoreas Syngman Rhee weigerte sich, den Vertrag zu unterzeichnen. Vorgesehen wurde die Einrichtung einer vier Kilometer tiefen demilitarisierten Zone ungefähr am 38. Breitengrad sowie von Verhandlungsräumen in Panmunjeom. Die demilitarisierte Zone stellt auch heute noch die Grenze der beiden koreanischen Staaten dar. Ein Friedensvertrag wurde bis heute nicht unterzeichnet, obwohl mehrere Versuche dafür unternommen wurden. Die Folgen des Koreakriegs waren dramatisch. Schätzungen über getötete Koreaner belaufen sich auf Zahlen zwischen einer und drei Millionen, weit mehr waren vertrieben worden. Die koreanische Infrastruktur lag in Schutt und Asche. Mindestens genauso schlimm waren die psychologischen Folgen. Die Angst vor einer erneuten Invasion beeinträchtigt bis heute die Politik in beiden Staaten, wenn auch zusehens weniger.

1950er Jahre nach dem Koreakrieg

Nach dem Koreakrieg ging es wirtschaftlich mit Südkorea kaum aufwärts. Als Land ohne größere Bodenschätze war Südkorea auf Importe angewiesen, auch waren die wenigen Industrieanlagen wie die gesamte Infrastruktur zerstört. Trotz Entwicklungshilfe ging es kaum aufwärts. Hierfür ist zu einem Großteil die Misswirtschaft des Präsidenten Syngman Rhee verantwortlich. Dieser war 1948 noch von der Nationalversammlung zum Präsidenten gewählt worden, aber um seine Chancen zu verbessern, liess er 1952 unter dem Kriegsrecht zahlreiche Oppositionspolitiker verhaften und eine Verfassungsänderung durchsetzen, durch die der Präsident direkt vom Volk gewählt wurde. Eine weitere Verfassungsänderung 1956 erlaubte ihm das Antreten zu beliebig vielen Amtszeiten. Bei den Präsidentschaftswahlen 1960 waren die Wahlfälschungen kaum noch zu übersehen. Die wirtschaftliche Entwicklung war enttäuschend, Korruption offen sichtbar und der Regierungsstil von Rhee immer autokratischer. Es kam zu monatelangen, landesweiten Studenten-Demonstrationen gegen ihn, die immer mehr Unterstützer der übrigen Bevölkerungsteile fand. Am 26. April 1960 trat Rhee schliesslich zurück und ging ins Exil nach Hawaii, wo er 9 Jahre später starb.

Wirtschaftlicher Aufschwung unter Militärregierungen

Die darauf folgende Chang-Myon Regierung wurde 1961 durch General Park Chung-hee mit einem Staatsstreich entmachtet. 1963 wurde Park zum Präsidenten gewählt. Im Oktober 1979 wurde Park ermordet, und es folgte ein Übergangsregierung unter Kriegsrecht. 1980 wurde Chun Doo-hwan von einem Wahlgremium zum Präsidenten gewählt. Erst 1987 kam es zu einer Verfassungsänderung, nach der der Präsident wieder vom Volk gewählt werden sollte. Danach wurde General Roh Tae-woo und 1992 Kim Young-sam zum Präsidenten gewählt. 1997 wurde der inzwischen für seine Friedensbemühungen mit Nordkorea mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Kim Dae-jung zum Präsidenten gewählt, ihm folgte sein politischer Zögling Roh Moo-hyun 2003 im Amt nach. Nach dem Koreakrieg konnte Südkorea sich in rasantem Tempo wirtschaftlich entwickeln. Dies wurde erreicht durch ein Zusammenspiel von Wirtschaft und gezielten Förderprogrammen der Regierung. Die Regierung war autokratisch und zivile Unruhen dominierten. Diese wurden immer wieder blutig niedergeschlagen, wie zum Beispiel im Gwangju-Massaker 1980. Die Wiedervereinigung (
Tongil) mit dem Norden bleibt politisch ein aktuelles Thema, aber ein Friedensvertrag wurde noch immer nicht unterzeichnet. Die Politik und auch das Leben in Südkorea werden zudem in großem Maße von der Angst vor einer neuen Invasion Nordkoreas bestimmt. So ist es Südkoreanern gemäß dem Nationalen Sicherheitsgesetz nicht erlaubt, Kontakt nach Nordkorea aufzunehmen. Auch darf Nordkorea in der Öffentlichkeit nicht gelobt oder für Nordkorea geworben werden. Das aus deutscher Sicht prominenteste Opfer dieses Gesetzes wurde der deutsche Staatsbürger und Exilkoreaner Prof. Song Du-yul, der im November 2003 bei einer Vortragsreise verhaftet und im März 2004 zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Inzwischen wurde dieses Urteil zu drei Jahren Gefängnis auf Bewährung revidiert. Eine Abschaffung des Gesetzes ist von Präsident Roh Moo-hyun angedacht, aber noch nicht durchgeführt. Im Juni 2000 trafen sich die Regierungen von Nord und Süd offiziell. Dieses Treffen wird als Erfolg der Sonnenscheinpolitik des Südens betrachtet. Im März 2004 wurde Präsident Roh Moo-hyun vom Parlament des Amtes enthoben. Als Übergangspräsident amtierte der damalige Regierungschef Goh Kun. Dem Präsidenten wurde vorgeworfen, aus Wahlkampfgründen gegen das strenge Gebot der Neutralitätspflicht im Amt verstoßen zu haben. Am 14. Mai 2004 hob das südkoreanische Verfassungsgericht die Amtsenthebung von Präsident Roh Moo-hyun auf. In der Begründung des Urteils hieß es, dass die zwei Monate zuvor im Parlament vorgebrachten Gründe für eine Amtsenthebung nicht ausreichten.

Politik

Das Staatsoberhaupt der koreanischen Republik ist der Präsident, der vom Volk gewählt wird. Der Präsident wird jeweils für fünf Jahre gewählt und kann nicht wiedergewählt werden. Er ist der höchste Vertreter der Republik und der Befehlshaber über die Armee. Der Premierminister wird vom Präsidenten ausgewählt. Er leitet die Regierung. Das Kabinett besteht aus mindestens 15, aber maximal 30 Mitgliedern und wird vom Präsidenten ernannt. Sowohl Premierminister als auch Kabinettsmitglieder müssen vom Parlament bestätigt werden. Das südkoreanische Parlament hat eine Kammer und wird
Gukhoe (Nationalversammlung) genannt. Die Parlamentarier werden für vier Jahre gewählt. Das Parlament besteht aus 299 Abgeordneten. Das System wurde im Jahr 2004 überholt. Das dritte wichtige Organ im System Südkoreas ist das Verfassungsgericht. Es überwacht die Arbeit der Regierung und entscheidet im Falle von Misstrauensanträgen etc. Das Gericht besteht aus 9 obersten Richtern. Der Präsident ernennt 3 Richter für den höchsten Gerichtshof direkt, das Parlament bestimmt ebenfalls 3, muss diese aber vom Präsidenten bestätigen lassen. Der Vorsitzende des obersten Gerichtshofs ernennt die letzten 3 Richter.

Verwaltungsgliederung

2004 Südkorea gliedert sich in eine besondere Stadt, sechs selbstständige Großstädte und neun Provinzen. Besondere Stadt
- Seoul (Auf der Karte: 1,
Seoul Teukbyeolsi; 서울 특별시; 漢城特別市) Großstädte
- Busan (Auf der Karte: 2,
Busan Gwangyeoksi; 부산 광역시; 釜山廣域市)
- Daegu (3,
Daegu Gwangyeoksi; 대구 광역시; 大邱廣域市)
- Daejeon (6,
Daejeon Gwangjeoksi; 대전 광역시; 大田廣域市)
- Gwangju (5,
Gwangju Gwangjeoksi; 광주 광역시; 光州廣域市)
- Incheon (4,
Incheon Gwangjeoksi; 인천 광역시; 仁川廣域市)
- Ulsan (7,
Ulsan Gwangjeoksi; 울산 광역시; 蔚山廣域市) Provinzen
- Chungcheongbuk-do (Auf der Karte: 10, 충청 북도; 忠清北道)
- Chungcheongnam-do (11, 충청 남도; 忠清南道)
- Gangwon-do (9, 강원도; 江原道)
- Gyeonggi-do (8, 경기도; 京畿道)
- Gyeongsangbuk-do (14, 경상 북도; 慶尚北道)
- Gyeongsangnam-do (15, 경상 남도; 慶尚南道)
- Jeju-do (16, 제주도; 濟州道)
- Jeollabuk-do (12, 전라 북도; 全羅北道)
- Jeollanam-do (13, 전라 남도; 全羅南道)

Wirtschaft

Südkorea ist eine gelenkte Volkswirtschaft, die in den letzten Jahren zunehmend dereguliert und privatisiert wurde. Südkorea gilt als einer der vier ostasiatischen Tigerstaaten. Noch vor etwa dreißig Jahren war das Bruttoinlandsprodukt des Agrarlands auf dem Niveau von armen Staaten in Afrika und Asien. Im Jahr 2003 war das Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt Südkoreas mit 14.830 Euro etwa so groß wie das von Portugal. Im III. Quartal 2004 stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Prozent, nachdem im II. Quartal 2004 ein BIP-Wachstum von 5,5 Prozent verzeichnet worden war. Nordkorea ist um ein Vielfaches weitaus schwächer, als es die DDR im Vergleich zur Bundesrepublik gewesen war: ein oft genanntes der Hindernisse einer Vereinigung der so viel krasser kommunistisch bzw. am Markt orientierten Wirtschaften. 2005 (geschätzt) lag das BIP total (PPP) bei 916 Milliarden Euro und liegt damit weltweit auf dem 12. Platz. (Nominal bei 600 Milliarden Euro auf Platz 13.) Das entspricht einem BIP pro Einwohner (PPP) von 18.785 Euro (33. Platz). (12.320 Euro BIP / Einwohner nominal: Platz 36.) Dieses wirtschaftliche Wachstum wurde mit einem Bündnis von Wirtschaft und Regierung erreicht. Maßnahmen beinhalteten gerichtete Kredite, Importrestriktionen, Sponsoring von bestimmten Wirtschaftssektoren und Industrien, und einen enormen Aufwand von Seiten der Arbeiter. Der Import von Rohmaterialien wurde forciert, Investment wurde der Konsumation vorgezogen. Die Asienkrise im Jahr 1997 hat die Schwachstellen des Wundermodells offenbart, unter anderem hohe Schulden/Eigenkapital-Verhältnisse, massive Überschuldung und Vernachlässigungen im Finanzsektor. Nach der Asienkrise fielen die Wachstumsraten der koreanischen Wirtschaft, aber sind noch immer wesentlich höher als in Europa oder den USA. Seit dem in den 1970er Jahren eintretenden Aufschwung konnten sich mehrere südkoreanische Firmen erfolgreich am Weltmarkt etablieren. Darunter fallen beispielsweise Samsung, Hyundai oder Daewoo. Von diesen sogenannten Jaebeols sind aber nur kleine Teile in Europa bekannt, Samsung beispielsweise ist in Korea auch im Versicherung-, Maschinen-, Großhandels- und Immobiliensektor aktiv. Während der Asienkrise mussten die Unternehmen aber viele Geschäftsbereiche veräußern, Daewoo verkaufte beispielsweise seine Automobilsparte an General Motors.

Kultur

Hauptartikel: Koreanische Kultur, Südkoreanische Kultur, Traditionelle koreanische Denkweisen, Koreanische Literatur Südkorea teilt die traditionelle Kultur (Koreanische Kultur, Traditionelle koreanische Denkweisen) mit der von Nordkorea. Die gegenwärtige Kultur ist aber sehr verschieden. In Korea füllen sich bei Literaturlesungen teilweise Stadien. Manche empfinden die koreanische Literatur als wehleidig. Koreanische Comics werden Manhwa genannt und finden zunehmen Fans auch in Deutschland. Auf der Frankfurter Buchmesse 2005 war Korea Gastland.

Gesetzliche Feiertage

Weitere Themen


- Südkoreanische Kultur
- Traditionelle koreanische Denkweisen
- Portal:Korea

Weblinks


- [http://www.koreaemb.de/ Botschaft der Republik Korea in Deutschland]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=14&land_id=87 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.koreaheute.de/ Korea Heute] - Umfangreiche Informationen zu Korea, betrieben von der südkoreanischen Botschaft
- [http://german.tour2korea.com/ Tour2Korea] - Deutsche Webseite der Korea National Tourism Organization
- [http://www.koreaverband.de/ Koreaverband e.V.] Informiert über Verhältnisse und Entwicklungen auf der koreanischen Halbinsel
- [http://www.duei.de/ifa/de/content/aktuelles/pdf/Auer.pdf Die zwei Gesichter der koreanischen Wirtschaft] (PDF-Datei)
- [http://www.willi-stengel.de/sitemap.htm#Infos%20zu%20Korea Ausführliche Homepage über Korea] - Kultur, Geschichte, Wirtschaft, Statistiken und vieles mehr
- [http://www.explorekorea.de/willkommen/willkommen.htm Explorekorea.de]Informationen zu Land, Leute, Kultur u.v.m.
- [http://www.korea-wiki.de/index.php/Hauptseite Korea-Wiki] Wiki-Projekt für Touristen und Auswanderer nach Südkorea
- [http://www.Suedkorea.at Suedkorea.at] Infoportal über das Land und die Kultur
- Statistisches [http://www.destatis.de/download/d/veroe/laenderprofile/lp_korea.pdf Länderprofil der Republik Korea] vom Statistischen Bundesamt (PDF-Datei)
Sudkorea Sudkorea ja:大韓民国 ko:대한민국 ms:Korea Selatan simple:South Korea th:ประเทศเกาหลีใต้ zh-min-nan:Hân-kok


Choi Kyu-ha

Choi Kyu-ha (
- 16. Juli 1919 in Wonju / Provinz Gangwon-do) war von 1976 bis 1979 Premierminister und von 1979 bis 1980 Präsident von Südkorea. Choi studierte während des Zweiten Weltkriegs in Japan Englische Sprache und Literatur sowie Politikwissenschaften. Ab 1946 arbeitete er in der provisorischen Regierung in Südkorea. Den Hauptteil seiner Karriere (1951 bis 1971) war er im Außenministerium (Außenminister 1967-1971) bzw. im diplomatischen Dienst tätig, unter anderem in Japan und als Botschafter in Malaysia. 1975 war er zunächst kommissarisch, ab 1976 offiziell 12. Premierminister Südkoreas. Nach der Ermordung von Präsident Park Chung-hee im Oktober 1979 wurde er am 6. Dezember 1979 als 4. Präsident Südkoreas dessen Nachfolger. Bereits am 12. Dezember führte Chun Doo-hwan einen Militärputsch durch und rief als Armeechef am 17. Mai 1980 den landesweiten Ausnahmezustand aus. Im August 1980 trat Choi als Präsident zurück. Kategorie:Mann Kategorie:Koreaner Kategorie:Präsident (Südkorea) Kategorie:Geboren 1919 ja:崔圭夏 ko:최규하

Chun Doo-hwan

Chun Doo-hwan (
- 18. Januar 1931) kam in einem Militärputsch an die Macht und regierte in Südkorea von 1980 bis 1988. Demonstrationen gegen sein Regime im Mai 1980 in Gwangju wurden blutig niedergeschlagen. Der Vorfall ist heute als Gwangju-Massaker bekannt. Kategorie:Mann Kategorie:Koreaner Kategorie:Militärperson (Südkorea) Kategorie:Präsident (Südkorea) Kategorie:Geboren 1931 ja:全斗煥 ko:전두환

17. Mai

Der 17. Mai ist der 137. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 138. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 228 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse

Schaltjahren
- 1648 - Schlacht bei Zusmarshausen (Bayern) ist das letzte größere Gefecht im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648).
- 1654 - Verabschiedung des Reichstags zu Regensburg 1653/54, der unter Kaiser Ferdinand III. erstmals nach dem 30jährigen Krieg zusammentrat. Auf Beschluss dieses Reichstages wurde danach kein Reichstag mehr abgehalten, sondern die Institution des so genannten "Immerwährenden Reichstags" verabschiedet.
- 1814 - Nach dem Ende der Dänisch-norwegischen Personalunion wird Norwegen für kurze Zeit unabhängig. Die in Eidsvoll unterzeichnete Verfassung bleibt mit leichten Änderungen bis heute gültig; der 17. Mai ist heute Nationalfeiertag.
- 1935 - Am 17. Mai untersagte der damalige Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Bernhard Rust, den Unterricht von Esperanto in deutschen Schulen.
- 1954 - Der Oberste Gerichtshof der USA verbietet die Rassentrennung an öffentlichen Schulen.
- 1972 - Nach dem gescheiterten konstruktiven Misstrauensvotum gegen Kanzler Willy Brandt wurde im Bundestag der Grundlagenvertrag zwischen der Bundesrepublik und Polen ratifiziert.
- 1980 - Ausrufung des landesweiten Ausnahmezustandes in Südkorea
- 1992 - Demonstrationen in Bangkok gegen die Militärmachthaber, etwa 450 Menschen werden erschossen, Auslöser für eine verstärkte Demokratisierung des Landes.
- 1994 - Erste freie Wahlen in Malawi
- 1999 - Ehud Barak wird zum israelischen Ministerpräsidenten gewählt.
- 2000 - Ahmet Necdet Sezer wird Staatspräsident in der Türkei

Wirtschaft


- 1846 - Adolphe Sax erhält das Patent für das von ihm erfundene Saxophon.

Wissenschaft und Technik


- 1902 - Der Mechanismus von Antikythera, antikes Artefakt aus Zahnrädern, wird entdeckt.

Kultur


- 1890 - Uraufführung der Oper Cavalleria rusticana (Sizilianische Bauernehre) von Pietro Mascagni am Teatro Costanzi in Rom.
- 1931 - Uraufführung der Oper Die Mutter von Alois Hába in München.
- 1956 - Kulturabkommen zwischen Deutschland und Griechenland. In Kraft seit dem 16. Juni 1957
- 1966 - Bob Dylan Live 1966 „The Royal Albert Hall Concert“ The Bootleg Series Vol. 4
- 1971 - Uraufführung der musikalischen Show Der langwierige Weg in die Wohnung der Natascha Ungeheuer von Hans Werner Henze in Rom.

Religion

Katastrophen


- 1943 - Bei britischen Bombenangriffen auf mehrere Talsperren im Sauerland werden die Edertalsperre und die Möhnetalsperre zerstört. Es sind über 1600 Tote zu beklagen.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1928 - Eröffnung der IX. Olympischen Sommerspiele Amsterdam

Geboren

Amsterdam Amsterdam Amsterdam
- 1008 - Heinrich I., König von Frankreich
- 1490 - Albrecht von Brandenburg Preußen, erster Herzog von Preußen
- 1628 - Ferdinand Karl, Landesfürst von Tirol
- 1705 - Ambrosius Stub, dänischer Dichter
- 1749 - Edward Jenner, englischer Landarzt, der die moderne Pockenschutzimpfung entwickelte
- 1793 - Vincenz Ferreri Dominikus Kuenzer, katholischer Priester
- 1800 - Carl Friedrich Zöllner, deutscher Komponist
- 1821 - Sebastian Kneipp, deutscher Naturheilkundler
- 1825 - Johann Jakob Egli, schweizerischer Geograph
- 1836 - Joseph Norman Lockyer, britischer Astrophysiker
- 1836 - Wilhelm Steinitz, österreichischer Schachspieler aus Böhmen
- 1842 - August Thyssen, deutscher Industrieller
- 1843 - Otto Intze, Professor für Wasserbau
- 1844 - Julius Wellhausen, deutscher Theologe
- 1845 - Jacint Verdaguer, katalanischer Dichter
- 1848 - Tony Schumacher, deutsche Kinderbuchautorin
- 1850 - Antonio Scontrino, italienischer Komponist
- 1860 - Nataly von Eschstruth, deutsche Schriftstellerin
- 1863 - Charles Robert Ashbee, englischer Architekt
- 1866 - Eric Satie, französischer Komponist und Pianist
- 1866 - Julian Balthasar Marchlewski, Politiker und Mitgründer des Spartakusbundes
- 1873 - Henri Barbusse, französischer Schriftsteller
- 1879 - Hans Grade, deutscher Flugpionier
- 1886 - Alfons XIII. von Spanien, spanischer König
- 1895 - Georg Wulf, deutscher Flugpionier und Flugzeugbauer
- 1897 - Odd Hassel, norwegischer Chemiker
- 1900 - Nikolai Berezowski, russischer Komponist
- 1900 - Ruhollah Chomeini, Schiitenführer
- 1901 - Werner Egk, deutscher Komponist
- 1904 - Jean Gabin, französischer Filmschauspieler
- 1909 - Magda Schneider, deutsche Schauspielerin
- 1911 - Maureen O'Sullivan, US-amerikanische Schauspielerin
- 1912 - Percy Young britischer Musikschriftsteller und Komponist
- 1915 - Hans Joachim Faller, Richter am deutschen Bundesverfassungsgericht
- 1918 - Birgit Nilsson, schwedische Opernsängerin
- 1921 - Sigi Feigel, schweizerischer Rechtsanwalt
- 1922 - Antje Weisgerber, deutsche Schauspielerin
- 1924 - Hannes Messemer, deutscher Schauspieler
- 1924 - Kazimierz Dejmek, polnischer Theater-Regisseur
- 1925 - Michel de Certeau, französischer Kulturphilosoph
- 1926 - Dietmar Schönherr, österreichischer Schauspieler
- 1926 - Karl Lieffen, deutscher Schauspieler
- 1927 - Hans Koch, Kulturwissenschaftler und Kulturfunktionär der SED in der DDR
- 1927 - Heinz Frieler, deutscher Politiker und MdB
- 1927 - Winnie Jakob, tschechisch-österreichische Karikaturistin
- 1928 - Idi Amin, ugandischer Diktator
- 1929 - Branko Zebec, jugoslawischer Fußballspieler
- 1932 - Miloslav Vlk, Kardinal und Erzbischof von Prag
- 1936 - Dennis Hopper, US-amerikanischer Schauspieler und Filmemacher
- 1936 - Lars Gustafsson, schwedischer Schriftsteller
- 1938 - Paolo Bortoluzzi, italienischer Tänzer und Choreograph
- 1939 - José Antonio Abreu, venezolanischer Komponist
- 1941 - Csilla von Boeselager, Mitbegründerin des ungarischen Malteser-Caritas-Dienstes
- 1942 - Eberhard David, Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld
- 1942 - Taj Mahal, US-amerikanischer Musiker
- 1944 - David Kelly, britischer Mikrobiologe, Biowaffenexperte
- 1944 - Jesse Winchester, US-amerikanischer Musiker
- 1944 - Wolf-Dietrich Berg, deutscher Schauspieler
- 1946 - Udo Lindenberg, Rockmusiker, Schriftsteller und Maler
- 1947 - Andy Latimer, britischer Musiker
- 1947 - Michael Wolffsohn, deutscher Historiker und Politikwissenschaftler
- 1948 - Bill Bruford, einflussreicher britischer Schlagzeuger
- 1948 - Horst Köppel, ehemaliger deutscher Fußballspieler und Trainer
- 1949 - Elke Leonhard, deutsche Politikerin und MdB
- 1952 - Bernhard Brink, deutscher Schlagersänger und TV-Moderator
- 1953 - George Johnson, US-amerikanischer Musiker
- 1956 - Bob Saget, US-amerikanischer Schauspieler
- 1957 - Wilfried Hannes, deutscher Fußballspieler
- 1959 - Michaela Sburny, österreichische Politikerin
- 1959 - Paul Di'anno, britischer Sänger
- 1961 - Enya, irische Musikerin
- 1962 - Thomas Rachel, deutscher Politiker und MdB
- 1965 - Trent Reznor, US-amerikanischer Musiker, siehe Nine Inch Nails
- 1967 - Kusai Hussein, Sohn von Saddam Hussein
- 1968 - Florian Schwarthoff, deutscher Leichtathlet
- 1971 - Máxima, Ehefrau von Kronprinz Willem-Alexander der Niederlande
- 1973 - Josh Homme, US-amerikanischer Musiker, u.a. Queens of the Stone Age
- 1974 - Andrea Jane Corr, irische Sängerin in der Pop-Folk-Gruppe The Corrs
- 1979 - David Jarolím, tschechischer Fußballspieler
- 1981 - Cosma Shiva Hagen, deutsche Schauspielerin
- 1982 - Tony Parker, französischer Basketballspieler

Gestorben

Tony Parker Tony Parker
- 1189 - Minamoto no Yoshitsune, japanischer Feldherr
- 1336 - Go-Fushimi - 93. Kaiser von Japan (1298 - 1301)
- 1510 - Sandro Botticelli, italienischer Maler und Zeichner der Florentiner Schule
- 1587 - Gotthard Kettler, letzter Meister des Deutschen Ordens in Livland
- 1648 - Peter Melander von Holzappel, bedeutender Feldherr im Dreißigjährigen Krieg
- 1660 - Abraham de Fabert, französischer Heerführer und Militäringenieur, Marschall von Frankreich
- 1662 - Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar, deutscher Herzog
- 1694 - Johann Michael Bach, deutscher Komponist
- 1700 - Adam Adamandy Kochański, polnischer Mathematiker
- 1707 - Benjamin Raule, holländischer Reeder und kurbrandenburgischer Generalmarinedirektor
- 1727 - Katharina I. (Russland), Zarin von Russland 1725-1727
- 1765 - Alexis-Claude Clairaut, französischer Mathematiker und Physiker
- 1822 - Armand Emmanuel du Plessis, Herzog von Richelieu, französischer Staatsmann
- 1829 - John Jay, US-amerikanischer PolitikerPolitiker
- 1838 - René Caillié, französischer Afrikaforscher
- 1866 - Adolf Bernhard Marx, deutscher Komponist und Musikwissenschaftler
- 1875 - John Cabell Breckinridge, US-amerikanischer General und Staatsmann
- 1882 - François Chabas, französischer Ägyptologe
- 1886 - Josef Haltrich, sächsischer Lehrer, Pfarrer und Volkskundler
- 1889 - Marie Friederike Franziska Hedwig von Preußen, Königin von Bayern und Mutter Ludwigs II.
- 1900 - Hermann Howaldt, deutscher Ingenieur
- 1907 - Albert Clément, französischer Rennfahrer
- 1908 - Carl Koldewey, deutscher Polarforscher
- 1919 - Guido von List, Autor und Begründer der Ariosophie
- 1923 - Thomas Scott Baldwin, US-amerikanischer Ballonfahrer und Flugpionier
- 1930 - Max Valier, südtiroler Schriftsteller, Astronom und Raketenbau-Pionier
- 1935 - Paul Dukas, französischer Komponist und Musikpädagoge
- 1944 - Milena Jesenska, tschechische Schriftstellerin
- 1947 - Seabiscuit, US-amerikanisches Rennpferd
- 1958 - Hugo Häring, deutscher Architekt und Autor
- 1962 - Arseni Grigorjewitsch Golowko, sowjetischer Admiral
- 1969 - Grażyna Bacewicz, polnische Komponistin
- 1969 - Josef Beran, Erzbischof von Prag und Kardinal
- 1976 - Norbert Frýd, Schriftsteller und Publizist
- 1980 - Harold Connolly, kanadischer Journalist und Premierminister
- 1987 - Gunnar Myrdal, schwedischer Ökonom
- 1989 - Lucia Moholy, schweizerische Fotografin tschichischer Herkunft
- 1991 - Tom Trana, schwedischer Rallyefahrer
- 1994 - Nicolás Gómez Dávila, kolumbianischer Philosoph
- 1996 - Nikolaus Utermöhlen, deutscher Musiker und Künstler
- 2003 - Luigi Pintor, italienischer Journalist, Schriftsteller und Politiker
- 2003 - Moses Rosenkranz, rumänischer Schriftsteller
- 2004 - Essedin Salim, irakischer Politiker
- 2004 - Izz ad-Din Salim, Präsident des provisorischen irakischen Regierungsrats
- 2004 - Edgardo Martín, kubanischer Komponist
- 2004 - Matthias Weisheit, deutscher Politiker
- 2004 - Tony Randall, US-amerikanischer Schauspieler
- 2005 - Piero Dorazio, italienischer Maler

Feier- und Gedenktage


- Nationalfeiertag in Norwegen
- Feiertag in Nauru (Tag der Verfassung von 1968)
- Weltfernmeldetag (ITU)
- Schandtag: der 17.5. wurde in Deutschland früher ironisch als der Feiertag der Schwulen bezeichnet, eine Anspielung auf den § 175 StGB, der männliche Homosexualität unter Strafe stellte (er wurde 1969 liberalisiert und 1994 endgültig abgeschafft).
- Namenstag von Pascal

Siehe auch


- 16. Mai - 18. Mai
- 17. April - 17. Juni
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0517 ja:5月17日 ko:5월 17일 simple:May 17 th:17 พฤษภาคม

1980

Ereignisse

Jahreswidmungen


- Das Birkhuhn (lat. Lyrurus tetrix) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)

Politik


- 1. Januar: Georges-André Chevallaz wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Neue Verkehrsvereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR
- 1. Januar: Eine Neuregelung der elterlichen Sorgfaltspflicht tritt in der Bundesrepublik Deutschland in Kraft
- 1. Januar: Die DDR wird für 2 Jahre Mitglied im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen
- 2. Januar: Das sowjetische Militär beginnt eine Großoffensive im Afghanienkrieg
- 5. Januar: Die USA verhängen wegen des Einmarsches in Afghanistan Sanktionen gegen die Sowjetunion
- 13. Januar: In Karlsruhe wird von linken und ökologischen Gruppen die Bundespartei Die Grünen (heute Bündnis 90/Die Grünen) gegründet
- 16. Januar: Botswana wird Mitglied in der UNESCO
- 22. Januar: São Tomé und Príncipe wird Mitglied in der UNESCO
- 20. Februar: Erste Wahl in Simbabwe nach der neuen Verfassung
- 6. März: St. Lucia wird Mitglied in der UNESCO
- 6. April: Wiedereinführung der Sommerzeit
- 18. April: Südrhodesien wird als Simbabwe unabhängiger Staat. Die weiße Minderheitsregierung Ian Smiths (1964–1980) war international kaum anerkannt und mit Sanktionen belegt
- 30. April: Beatrix von Oranien-Nassau wird Königin der Niederlande und folgt damit ihrer Mutter Juliana von Oranien-Nassau
- 2. Mai: Die Panchayat-Ordnung (Einparteiensystem) wird in Nepal beibehalten
- 4. Mai: Jugoslawien. Tod von Staatspräsident Josip Broz Tito in Ljubljana
- 4. Mai- Das „Übereinkommen von Helsinki über den Schutz der Meeresumwelt des Ostseegebiets“ (Helsinki-Abkommen) tritt in Kraft
- 17.: 18. Mai: Demonstrationen gegen das neue Regime in Südkorea werden in Gwangju brutal niedergeschlagen. 207 Menschen sterben und rund 1000 werden schwer verletzt
- 4. Juni: Polizei und BGS räumen die „Republik Freies Wendland“, ein von Atomkraftgegenern errichtetes Dorf im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg
- 1. Juli: Die Bundesrepublik Deutschland und Kiribati nehmen diplomatische Beziehungen auf
- 3. Juli: Der Deutsche Bundestag verabschiedet das „Gesetz zur vorläufigen Regelung des Tiefseebergbaus“
- 15. Juli: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Portugal
- 18. Juli: Malediven werden Mitglied in der UNESCO
- 23. Juli: Israel erklärt Jerusalem zur ewigen Hauptstadt, die Knesset bestätigt dies sieben Tage später
- 30. Juli: die Inselgruppe Vanuatu wird unabhängig von Frankreich und dem Vereinigten Königreich
- 12. August: Paraguay wird Mitglied in der ALADI (Asociación Latinoamericana de Integración)
- 14. August: In der Danziger Lenin-Werft beginnt ein Streik, der sich auf Polen ausweitet. Die Forderungen: Mehr Freiheit und bessere Lebensqualität
- 25. August: Simbabwe wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 12. September: Das Militär putscht unter General Kenan Evren zum dritten Mal in der Türkei. Der Putsch wird unterstützt von der NATO und den USA. Die NATO stationiert anschließend schnelle Eingreiftruppen in Kurdistan, in Van und Batman. Kenan Evren begründet den Putsch mit: “zu den Quellen des Kemalismus zurückkehren” zu wollen und “die separatistischen Umtriebe zu bekämpfen”. Der Putsch richtet sich eindeutig gegen die aufkeimende kurdische Befreiungsbewegung und gegen linke und kommunistische Kräfte. Tausende von politischen Gefangenen werden gefoltert und zum Tode verurteilt. Die PKK zog sich schon ein Jahr zuvor teilweise aus Nordkurdistan in den Libanon zurück, nach dem Putsch werden alle Gruppen ins Ausland gerufen. Türkische oppositionelle Gruppen gehen auch ins Exil, die meisten nach Europa
- 16. September: St. Vincent und die Grenadinen wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 16. September: Investitionsschutz- und Förderungsvertrag zwischen Portugal und der Bundesrepublik Deutschland
- 17. September: Kriegsbeginn zwischen Irak und Iran
- 17. September: In Danzig wird die Gewerkschaft Solidarność gegründet
- 22. September: Beginn des Ersten Golfkrieges zwischen Iran und Irak
- 22. September: Simbabwe wird Mitglied in der UNESCO
- 24. September - Der Verkauf von Kalbfleisch wird in Italien generell verboten, nachdem in Proben das Hormon Östrogen entdeckt worden ist.
- 26. September: Bombenattentat auf dem Münchner Oktoberfest, 13 Tote, über 200 Verletzte
- 29. September: Tonga wird Mitglied in der UNESCO
- 5. Oktober: Bundestagswahl. Helmut Schmidt bleibt Kanzler und setzt sich gegen Franz Josef Strauß durch
- 13. Oktober: die Gründung der europäischen „Arianespace“ tritt in Kraft (siehe 26. März). Die Verhandlungen der beteiligten Firmen und ESA-Staaten wurden 1979/80 geführt
- 23. Oktober - Nikolaj Tichonow übernimmt nach dem Rücktritt Alexej Kossygins das Amt des sowjetischen Ministerpräsidenten.
- 4. November: Ronald Reagan gewinnt die US-Präsidentschaftswahlen
- 12. Dezember: In Berlin-Kreuzberg schlägt der Konflikt um die Politik der Flächensanierung in offene Unruhen um

Wissenschaft und Technik


- 26. März: Gründung der Arianespace durch Europas Raumfahrt-Firmen. Sie soll Produktion, Verkauf und Starts der ESA-Trägerraketen Ariane managen. Die vom Vorgänger ELDO entwickelte Ariane 1 hatte ihren Erststart zu Weihnachten 1979. Das Statut tritt am 13. Oktober 1980 in Kraft
- 23. Mai: Schon der 2.Start einer Ariane-Rakete (Erststart Dez.1979) misslingt wegen Schwingungen in der untersten, von Frankreich gebauten Stufe. Sie muss samt ihrer Ladung (u. a. bundesdeutscher Forschungssatellit Firewheel) gesprengt werden
- 7. August: Das erste Solarenergie-Flugzeug Grossamer Penguin absolviert seinen Jungfernflug
- 12. November: Die amerikanische Raumsonde Voyager 1 fliegt am Saturn vorbei und liefert viele Messungen und Fotos von Saturn, seinen Ringen und Monden

Kultur


- 21. Januar: Die Chinesische Mauer wird unter Denkmalschutz gestellt
- 14. April: Der Film Die Blechtrommel gewinnt einen Oscar für den besten ausländischen Film des Jahres 1979
- 2. Juni: Ernő Rubiks „Zauberwürfel“ beginnt seinen Siegeszug in deutschen Spielzeugläden
- 5. August: Einweihung der Deutschen Schule Manila, Philippinen
- 1. September: Gründung der Deutschen Schule Oslo, Norwegen
- 5. September: Uraufführung der Oper Satyagraha von Philip Glass an der Stadschouwburg an Rotterdam
- 8. September: Gründung der Deutschen Schule New York, USA
- 28. Oktober: Kulturabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Luxemburg. In Kraft seit dem 1. März 1982
- Veröffentlichung der ökumenischen Einheitsübersetzung der Bibel
- Gründung der Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Katastrophen


- 1. Januar: Schweres Erdbeben auf den Azoren, 52 Tote, mehr als 300 Verletzte
- 14. März: Warschau, Polen. Absturz einer Iljuschin Il-62 der polnischen LOT während des Landeanflugs. Alle 87 Menschen starben
- 18. März: Auf dem Raketenstartplatz Plessezk in Nordrussland explodiert bei den Startvorbereitungen während der Betankung eine Wostok-2M-Rakete und tötet 50 Personen
- 27. März: Ein Sturm zerstört die norwegische Versorgungs- und Wohnplattform Alexander Kielland im Ekofisk-Feld in der Nordsee, 123 Menschen sterben
- 22. April: Das Fährschiff „Don Juan“ (Philippinen) sinkt nach der Kollision mit einem Tanker. 313 Tote
- 25. April: Teneriffa, Kanaren, Spanien. Eine Boeing 727 der britischen Dan Air Services prallte während des Landeanflugs gegen einen Berg. Alle 146 Menschen starben
- 18. Mai: Der Vulkan Mt. Saint Helens im US-Bundesstaat Washington bricht aus, dank rechtzeitiger Evakuierung sterben nur 57 Menschen
- 27. Juni: Sizilien, Italien. Absturz einer Douglas DC-9 der Aero Transporti Italiani kurz vor Sizilien ins Mittelmeer. Alle 81 Menschen an Bord starben. Eine Mitschuld eines in der Nähe abgehaltenen Militärmanövers konnte nie bewiesen werden
- 1. bis 14. August: Hurrikan Allen in der Karibik, ca. 300 Tote
- 2. August: Eine rechte Extremistengruppe zündet eine Bombe im Bahnhof der italienischen Stadt Bologna. 85 Menschen sterben, mindestens 200 werden verletzt
- 19. August: Riad, Saudi-Arabien. Trotz Notlandung einer Lockheed L-1011 TriStar nach einem Feuer an Bord, können die 301 Passagiere nur noch tot geborgen werden. Alle sind erstickt
- 10. Oktober: Erdbeben der Stärke 7,7 zerstört El-Asnam (ehemals Orleansville), Algerien, fast vollständig. ca. 20.000 Tote
- 23. November: Erdbeben der Stärke 7,2 in Süditalien, ca. 3.000 Tote, 200.000 Obdachlose
- Erdbeben im Iran, 25 Tote
- Hitzewelle in Texas fordert 338 Tote

Sonstige Ereignisse


- 25. Juli: Die Töchter des deutschen Fernsehjournalisten Dieter Kronzucker, Susanne und Sabine, werden gemeinsam mit ihrem Cousin Martin Wächtler in der Toskana entführt. Nach 68 Tagen kommen sie am 1. Oktober gegen eine Lösegeldzahlung von 4,3 Millionen DM wieder frei

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 3. Februar: Larry Holmes gewinnt seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Lorenzo Zanon im Caesars Palace, Las Vegas, Nevada, USA, durch KO
- 22. Juni: Die Mannschaft der Bundesrepublik Deutschland wird Fußball-Europameister durch ein 2:1 gegen Belgien in Rom
- 7. Juli: Larry Holmes gewinnt seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Scott LeDoux im Metro Centre, Bloomington, USA, durch technischen KO
- 16. August: Birgit Friedmann holt in der niederländischen Stadt Sittard in der Disziplin 3.000 m und der Zeit von 8:48,05 min den ersten Leichtathletik-Weltmeistertitel der Geschichte für die Bundesrepublik Deutschland
- 20. August: Reinhold Messner bezwingt als erster Bergsteiger den Mount Everest im Alleingang und ohne Sauerstoff-Gerät
- 2. Oktober: Larry Holmes gewinnt seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Muhammad Ali im Ceasars Palace, Las Vegas, Nevada, USA, durch technischen k.o
- Die XXII. Olympischen Sommerspiele finden in Moskau statt, Boykott durch westliche Staaten wegen des sowjetischen Einmarsches in Afghanistan
- Die XIII. Olympischen Winterspiele finden in Lake Placid, USA statt

Geboren


- 2. Januar: Jérôme Pineau, französischer Radrennfahrer
- 3. Januar: Bryan Clay, US-amerikanischer Leichtathlet
- 4. Januar: Miguel (Fußballspieler), portugiesischer Fußballspieler
- 4. Januar: Jaroslaw Popowytsch, ukrainischer Radrennfahrer
- 5. Januar: Sebastian Deisler, deutscher Fußballspieler
- 6. Januar: Mihael Mikić, kroatischer Fußballspieler
- 7. Januar: David Arroyo, spanischer Radsportler
- 8. Januar: Annett Böhm, deutsche Judoka
- 8. Januar: Lucia Recchia, italienische Skirennläuferin
- 9. Januar: Sergio García, professioneller Golfspieler
- 13. Januar: Wolfgang Loitzl, österreichischer Skispringer
- 16. Januar: Cornelia Hirsch, deutsche Politikerin, MdB
- 16. Januar: Michelle Wild, ungarische Pornodarstellerin
- 17. Januar: Zooey Deschanel, US-amerikanische Schauspielerin
- 18. Januar: Nia Künzer, deutsche Fußballspielerin
- 20. Januar: Felicitas Woll, deutsche Schauspielerin
- 22. Januar: Christopher Masterson, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 25. Januar: Christian Olsson, schwedischer Leichtathlet
- 25. Januar: Xavi, spanischer Fußballspieler
- 27. Januar: Eva Padberg, deutsches Fotomodell und Mannequin
- 27. Januar: Marat Michailowitsch Safin, russischer Tennisspieler tatarischer Abstammung
- 28. Januar: Nick Carter, US-amerikanischer Sänger und Mitglied der Boygroup Backstreet Boys
- 29. Januar: Ivan Klasnić, kroatischer Fußballspieler
- 29. Januar: Jason James Richter, US-amerikanischer Schauspieler (Free Willy) und Musiker
- 30. Januar: Christoph Teinert, deutscher Fußballspieler
- 30. Januar: Jurica Vranješ, kroatischer Fußballspieler
- 30. Januar: Wilmer Valderrama, Schauspieler
- 30. Januar: Angela Williams, US-amerikanische Leichtathletin
- 31. Januar: Joel Brown, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1. Februar: Otilino Tenorio, ecuadorianischer Fußballspieler († 2005)
- 3. Februar: Markus Esser, deutscher Leichtathlet
- 9. Februar: Cassandra Steen, deutsche Soulsängerin
- 9. Februar: Angelos Charisteas, griechischer Fußballspieler
- 10. Februar: Marko Baacke, deutscher Nordischer Kombinierer
- 12. Februar: Juan Carlos Ferrero, spanischer Tennisspieler
- 12. Februar: Christina Ricci, US-amerikanische Schauspielerin
- 13. Februar: Sebastian Kehl, deutscher Fußballspieler
- 14. Februar: Lara (Sängerin), österreichische Sängerin
- 15. Februar: Samira Makhmalbaf, iranische Filmregisseurin und Drehbuchautorin
- 20. Februar: Anne Poleska, deutsche Schwimmerin
- 22. Februar: Jonathan Woodgate, englischer Fußballspieler
- 27. Februar: Bobby Valentino, afro-amerikanischer R&B-Sänger
- 27. Februar: Chelsea Clinton, Tochter des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton
- 28. Februar: Christian Poulsen, dänischer Fußballspieler
- 28. Februar: Sigurd Pettersen, norwegischer Skispringer
- 3. März: Ryan Day, walisischer Snookerspieler
- 5. März: Jessica Böhrs, deutsche Dancepop-Sängerin
- 7. März: Laura Prepon, Schauspielerin
- 8. März: Mohammadou Idrissou, Fußballspieler (Hannover 96)
- 10. März: Sandra Stumptner, Musikerin
- 13. März: Gabriel Melkam, nigeriansicher Fußballspieler
- 15. März: Camilla Renschke, deutsche Schauspielerin
- 16. März: Julia Schlecht, deutsche Volleyball-Nationalspielerin
- 17. März: Torsten Hiekmann, deutscher Radrennfahrer
- 18. März: Juliette Schoppmann, deutsche Pop- und Musicalsängerin
- 18. März: Alexei Konstantinowitsch Jagudin, russischer Eiskunstläufer
- 20. März: Philipp Bönig, deutscher Fußballspieler
- 21. März: Eric Baumann, deutscher Radrennfahrer
- 21. März: Andrei Kaschetschkin, kasachischer Radsportler
- 21. März: Marit Bjǿrgen, norwegische Skilangläuferin
- 22. März: Sebastian Schoof, deutscher Fußballspieler
- 23. März: Edrissa Sonko, gambischer Fußballspieler
- 25. März: Hanno Koffler, deutscher Schauspieler
- 25. März: Katrin Ritt, ist eine Schauspielerin
- 27. März: Stefan Feth, deutscher Tischtennisspieler
- 28. März: Albert Streit, deutscher Fußballspieler
- 1. April: Randy Orton, Wrestler der dritten Generation
- 2. April: Michael Mörz, österreichischer Fußballspieler
- 6. April: Tommi Evilä, finnischer Sportler
- 9. April: Luciano Galletti, argentinischer Fußball-Nationalspieler
- 10. April: Jiayi Shao, deutscher Fußballspieler
- 12. April: Brian McFadden, irischer Popsänger
- 13. April: Quentin Richardson, US-amerikanischer Basketballspieler
- 15. April: Fanny Rinne, deutsche Feldhockeyspielerin
- 15. April: Frank Schleck, luxemburgischer Radrennfahrer
- 16. April: Adriana Sage, US-amerikanisches Fotomodell und Schauspielerin
- 18. April: Martina Müller, deutsche Fußballspielerin
- 20. April: Jasmin Wagner, deutsche Pop-Sängerin und Moderatorin
- 20. April: Vibeke Skofterud, norwegische Skilangläuferin
- 23. April: Nils Döring, deutscher Fußballspieler
- 24. April: Julia Hummer, deutsche Schauspielerin und Musikerin
- 25. April: Alejandro Valverde, spanischer Radrennfahrer
- 26. April: Jordana Brewster, US-amerikanische Schauspielerin
- 27. April: Marisa Miller, US-amerikanisches Fotomodell
- 29. April: Kian Egan, irischer Popsänger
- 1. Mai: Julia Gennadijewna Tabakowa, russische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 2. Mai: Nicole Süßmilch, deutsche Nachwuchssängerin
- 2. Mai: Tim Borowski, deutscher Fußballspieler
- 6. Mai: Ricardo Oliveira, brasilianischer Fußballspieler
- 6. Mai: Wolke Hegenbarth, deutsche Schauspielerin
- 6. Mai: Torsten Knabel, österreichischer Fußballspieler
- 8. Mai: Michelle McManus, britische Sängerin
- 8. Mai: David Loosli, Schweizer Radrennfahrer
- 9. Mai: Grant Hackett, australischer Schwimmer
- 13. Mai: Thorsten Becker (Fußballer), deutscher Fußballspieler
- 13. Mai: Preston Callander, deutsch-kanadischer Eishockey-Stürmer
- 15. Mai: O.S.T.R., polnischer Rapper
- 16. Mai: Simon Gerrans, australischer Radrennfahrer
- 16. Mai: Jens Spahn, deutscher Politiker
- 19. Mai: Drew Fuller, US-amerikanischer Schauspieler
- 21. Mai: Lasse Kopitz, deutscher Eishockey-Profi
- 21. Mai: Benoît Peschier, französischer Kanute
- 21. Mai: Raab Himself, Teil der Jackass, Viva la Bam und CKY-Crew
- 23. Mai: Massimilian Porcello, deutsch-italienischer Fußballspieler
- 25. Mai: Alexander Hofmann, deutscher Motorradsportler
- 30. Mai: Steven Gerrard, englischer Fußballspieler
- 30. Mai: Joachim Standfest, österreichischer Profifußballspieler
- 12. Juni: Rogerio, brasilianischer Fußballspieler
- 13. Juni: Sarah Connor, deutsche Sängerin
- 15. Juni: Mary Carey, US-amerikanisches Model, Pornodarstellerin und eine Politikerin
- 16. Juni: Sibel Kekilli, deutsche Filmschauspielerin türkischer Abstammung
- 16. Juni: Martin Stranzl, österreichischer Fußballspieler
- 17. Juni: