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| György Ligeti |
György LigetiGyörgy Ligeti [] ( - 28. Mai 1923 in Dicsőszentmárton (heute Târnăveni), Siebenbürgen) ist ein ungarischer Komponist, der als einer der großen Komponisten des 20. Jahrhunderts gesehen wird. Einem größeren Publikum ist er am besten durch seine Beiträge zum Soundtrack von Stanley Kubricks 2001: Odyssee im Weltraum bekannt.
Leben
Ligeti begann seine musikalische Ausbildung am Konservatorium von Kolozsvár (heute Cluj-Napoca) und später in Budapest, musste sie aber 1943 unterbrechen, weil die Nationalsozialisten ihn dazu zwangen.
Nach dem Krieg konnte er seine Studien wieder aufnehmen und 1949 abschließen. Ein Jahr lang arbeitete er als Musikethnologe an rumänischer Volksmusik, kehrte aber dann an seine alte Schule in Budapest zurück, diesmal als Lehrer für Harmonielehre, Kontrapunkt und Musikanalyse. Zu dieser Zeit wurde die Kommunikation zwischen Ungarn und dem Westen durch die kommunistische Partei eingeschränkt, so dass Ligeti gezwungen war, heimlich westliche Radiosendungen zu hören, um die aktuellen musikalischen Entwicklungen zu verfolgen. Nach dem Volksaufstand in Ungarn 1956 floh er nach Wien. Später nahm er die österreichische Staatsbürgerschaft an, die er bis heute besitzt. Sein 1965 geborener Sohn Lukas Ligeti lebt als Schlagzeuger und Komponist in New York.
In Wien war es Ligeti möglich, einige Schlüsselfiguren der Avantgarde zu treffen, darunter die Komponisten Karlheinz Stockhausen und Gottfried Michael König, die damals Pionierarbeit im Bereich der elektronischen Musik leisteten. Ligeti arbeitete mit ihnen im Kölner Studio für Elektronische Musik und ließ sich von den Klängen inspirieren, die mit den neuen technischen Möglichkeiten erzeugbar waren. Allerdings schrieb er selbst nur wenige Werke im Bereich der elektronischen Musik, er konzentrierte sich auf Instrumentalmusik, die jedoch häufig elektronisch klingende Texturen enthält.
Seit dieser Zeit wurde Ligetis Arbeit besser bekannt und anerkannt. Ligeti nahm 1973 eine Lehrtätigkeit in Hamburg auf, die er bis 1989 innehatte.
2004 erhielt er den inoffiziellen Nobelpreis für Musik, den Polar Music Prize.
Der große Kosmopolit lebt heute zurückgezogen und schwer krank in Wien.
Werke
Ligetis frühesten Werke sind Erweiterungen der musikalischen Sprache seines Landsmanns Béla Bartók. Die Klavierstücke Musica Ricercata (1951–1953) werden beispielsweise oft mit Bartóks Mikrokosmos verglichen.
Bereits in diesem frühen Stadium seiner Karriere wurde Ligeti in seiner Arbeit von der Kommunistischen Partei Ungarns beeinträchtigt. Das zehnte Stück der Musica Ricercata wurde wegen angeblicher "Dekadenz" von den Behörden verboten. Bedenkt man die weit radikalere Richtung, die Ligeti einzuschlagen beabsichtigte, ist es kaum erstaunlich, dass er Ungarn baldmöglichst verließ.
Nach seiner Ankunft in Köln begann er, elektronische Musik zu komponieren. Zu den wenigen Arbeiten in diesem Bereich gehören Glissandi (1957) und Artikulation (1958). Später widmete er sich wieder verstärkt der Instrumentalmusik, die jedoch von seiner Arbeit mit elektronisch erzeugten Klängen beeinflusst wurde. Apparitions (1958–1959) war eines der ersten Werke, die ihm eine gewisse kritische Aufmerksamkeit einbrachten, aber es ist seine nächste Arbeit, Atmosphères, die heute am besten bekannt ist.
Atmosphères (1961) ist für großes Orchester geschrieben. Es gilt als ein Kernstück von Ligetis Œuvre, da es viele der Themen vorgibt, mit denen er sich im Laufe der sechziger Jahre beschäftigen würde. Es verzichtet beinahe vollständig auf Melodie, Harmonie und Rhythmus, und konzentriert sich vollständig auf die Klangfarbe. Es beginnt mit einem massiven Zusammenklang – jede Note der chromatischen Skala über ein Spektrum von fünf Oktaven wird gleichzeitig gespielt. Das Stück scheint aus diesem anfänglichem, sehr leisem Akkord zu erwachsen, wobei die Texturen sich ständig wandeln.
In den siebziger Jahren entstand seine erste Oper Le Grande Macabre, inspiriert vom absurden Theater.
In den achtziger Jahren erweiterte Ligeti sein stilistisches Spektrum.
Seine Etüden für Soloklavier entstanden über einen langen Zeitraum in den achtziger und neunziger Jahren – sie beschäftigen sich mit komplexen rhythmischen Verwicklungen, wurden durch die „Studies“ für Player-piano von Conlon Nancarrow und die afrikanische Musik der südlichen Sahara inspiriert. Zu seinen großen Werkprojekten zählt auch eine Reihe von Instrumentalkonzerten, zu denen das Konzert für Klavier und Orchester (1985-1988) und das Konzert für Violine und Orchester (1990/1992) gehören. Von seinen neuesten Werken sind des Weiteren besonders zu erwähnen: Sonate für Viola solo (1991-94) sowie Síppal, dobbal, nádihegedüvel/Mit Pfeifen, Trommeln, Schilfgeigen für Mezzosopran und vier Schlagzeuger (2000).
Filmographie
Stanley Kubrick etablierte die Musik von Ligeti bei einem breiteren Publikum durch die Benutzung seiner Musik in einigen seiner Filme (leider [http://www.gyoergy-ligeti.de/symposium/ ohne Ligeti's Zustimmung]). Aufgelistet sind hier die Filme gemeinsam mit den ausgewählten Musikstücken, soweit bekannt.
- 1968 - 2001: Odyssee im Weltraum - Regie: Stanley Kubrick - "Lux Aeterna", "Atmosphères", "Adventures" and "Requiem for Soprano, Mezzo-Soprano, Two Mixed Choirs, and Orchestra"
- 1980 - Shining - Regie: Stanley Kubrick
- 1984 - 2010 – Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen - Regie: Peter Hyams - "Lux Aeterna"
- 1991 - Merci la vie - Regie: Bertrand Blier
- 1995 - Heat - Regie: Michael Mann - "Concerto for Violoncello and Orchestra"
- 1999 - Eyes Wide Shut - Regie: Stanley Kubrick - "No.2: Mesto, Rigido e Cerimonale" from "Musica ricercata"
- 2002 - Reflections of Evil - Regie: Damon Packard
- 2002 - The Future Is Not What It Used to Be - Regie: Mika Taanila
- 2004 - After the Day Before - Regie: Attila Janisch
Weblinks
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- http://www.gyoergy-ligeti.de/
- http://www.aeiou.at/aeiou.music.14.2/140202.htm
- [http://www.lichtensteiger.de/ligeti.html Über Atmosphères], mit Linksammlung zu György Ligeti
- http://d-sites.net/english/ligeti.htm – Aventures von György Ligeti
Ligeti, György
Ligeti, György
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Ligeti, Gyorgy
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28. MaiDer 28. Mai ist der 148. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 149. in Schaltjahren) - somit verbleiben noch 217 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 585 v. Chr. - Eine durch Thales vorhergesagte Sonnenfinsternis bewirkt der Überlieferung nach einen Waffenstillstand zwischen den Lydern und den Medern.
- 1830 - US-Präsident Jackson unterzeichnet den Indian Removal Act zur zwangsweisen Umsiedlung der Indianer Nordamerikas.
- 1871 - Der 72 Tage anhaltende Aufstand des "Nationalkomitee der Nationalgarde" und der mit ihr verbündeten Pariser Bevölkerung - der Pariser Kommune - der u.A. durch die Ablehnung der Waffenstillstandsbedingungen nach dem Deutsch-Französischen Krieg begonnen hat, endet nach sechswöchigem Beschuss von Paris und mit der "Blutwoche" vom 21.-28- Mai, in der bei Kämpfen und den darauf folgenden Massenexekutionen 20-30.000 Menschen ihr Leben verlieren.
- 1918 - Armenien erklärt sich zur unabhängigen Republik.
- 1918 - Gründung der unabhängigen Republik Aserbaidschan
- 1926 - Revolte von Gomes da Costa in Portugal
- 1932 - Die Fertigstellung des Abschlussdeichs macht die niederländische Zuidersee zum Binnengewässer.
- 1937 - Die Golden Gate Bridge in San Francisco wird für den Autoverkehr freigegeben.
- 1938 - Hitler befiehlt den Ausbau des vor 1937 begonnenen Westwalls zu Frankreich.
- 1940 - Belgien. Kapitulation von König Leopold III..
- 1961 - Der Observer veröffentlicht einen Aufruf, sich durch Briefe für die Freilassung politischer Gefangener einzusetzen - Amnesty International ist geboren.
- 1964 - In Alexandria wird auf der Gipfelkonferenz der Arabischen Liga die PLO ("Organisation zur Befreiung Palästinas") gegründet.
- 1979 - Der Beitrittsvertrag mit Griechenland zur europäischen Gemeinschaft (EG) wird unterzeichnet.
- 1983 - Die Grüne Partei der Schweiz wird gegründet.
- 1987 - Mathias Rust landet am Tag der Grenzstreitkräfte mit einer Cessna auf dem Roten Platz in Moskau.
- 1991 - Äthiopien. Sturz des kommunistischen Militärregimes.
- 1991 - Eritrea. Truppen der EPLF (Volksbefreiungsfront Eritrea) und der TPLF (Volksbefreiungsfront Tigray) marschieren in Addis Abeba ein und stürzen das kommunistische Militärregime.
- 1993- Edmund Stoiber wird Bayrischer Ministerpräsident
- 1993 - Monaco wird als 182. Mitglied in die Vereinten Nationen (UNO) aufgenommen. Ebenfalls aufgenommen werden Eritrea und Mazedonien
- 1999 - Dr. Rudolf Schuster wird Staatspräsident der Slowakei
Wirtschaft
- 1937 wird "Gesellschaft zur Vorbereitung des Deutschen Volkswagens mbH" gegründet. Daraus entstand dann der Volkswagen Konzern
- 1992 - Armenien tritt dem IWF bei.
Wissenschaft, Technik
- 2003 - München entscheidet sich als die erste Großstadt in Deutschland für die Ausrüstung der städtischen EDV mit Linux statt mit Windows.
Kultur
- 1608 - Uraufführung der Oper "Arianna" von Claudio Monteverdi in Mantua.
- 1904 - Die revidierte Fassung von Giacomo Puccinis Oper "Madame Butterfly" wird in Brescia uraufgeführt.
- 1905 - Uraufführung der Kinderoper "Der Schnee-Held" von César Cui in Jalta.
- 1920 - Uraufführung der Operette "Die blaue Mazur" von Franz Lehár am Theater an der Wien in Wien.
- 1934 - Uraufführung der Oper "Rolande et le mauvais garçon" von Henri Rabaud an der Grand Opéra Paris.
- 1938 - Uraufführung der Oper "Mathis der Maler" von Paul Hindemith am Stadttheater in Zürich.
Religion
- 2003 - Der erste Ökumenische Kirchentag, ein Laientreffen von Christen vor allem der beiden großen Konfessionen in Deutschland unter der Losung "Ihr sollt ein Segen sein", beginnt in Berlin.
Katastrophen
- 1977 - Ein Feuer im Beverly Hills Supper Club in Southgate, Kentucky fordert 165 Menschenleben.
- 1995 - Ein Erdbeben der Stärke 7,5 erschüttert die Stadt Neftegorsk auf Sachalin, Russland, ca. 2.000 Tote.
Sport
- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1966 - Der TSV 1860 München wird deutscher Fußballmeister.
- 1997 - Borussia Dortmund gewinnt das Endspiel der UEFA Champions League in München mit 3:1 Toren gegen die italienische Mannschaft von Juventus Turin.
Geboren
- 1371 - Johann ohne Furcht, Herzog von Burgund
- 1660 - Georg I., König von Großbritannien
- 1669 - Graf von Saint Germain, angeblich Sohn des Fürsten Franz II. Rákóczi.
- 1710 - Thomas Arne, britischer Komponist
- 1735 - François-Christophe Kellermann, französischer General
- 1738 - Joseph-Ignace Guillotin, französischer Arzt und Politiker
- 1759 - William Pitt der Jüngere, Premierminister von Großbritannien
- 1779 - Thomas Moore, irischer Schriftsteller
- 1786 - Louis McLane, US-amerikanischer Außenminister
- 1789 - Bernhard Ingemann, dänischer Schriftsteller
- 1807 - Louis Agassiz, US-amerikanischer Zoologe und Geologe
- 1818 - Pierre Gustave Toutant Beauregard, General der Konföderierten
- 1836 - Alexander Mitscherlich (Chemiker), deutscher Chemiker
- 1840 - Hans Makart, österreichischer Maler und Dekorationskünstler
- 1841 - Giovanni Sgambati, Pianist
- 1853 - Carl Larsson, schwedischer Maler
- 1854 - Germán Riesco Errázuriz, chilenischer Politiker
- 1862 - Theodor Fischer, deutscher Architekt und Stadtplaner
- 1867 - Reimmichl, bürgerlich: Sebastian Rieger, Tiroler Volksdichter
- 1879 - Milutin Milanković, serbischer Astrophysiker
- 1879 - Henri-Pierre Roché, französischer Schriftsteller
- 1881 - Augustin Bea, Jesuit, römisch-katholischer Kardinal
- 1884 - Edvard Beneš, Mitbegründer, Außenminister und Präsident der Tschechoslowakei
- 1886 - Jakob Fischbacher, deutscher Politiker
- 1886 - Karl Aloys Schenzinger, deutscher Autor von Romanen und Sachbüchern
- 1888 - Jakob Fischbacher, deutscher Politiker der Bayernpartei
- 1888 - James Francis Thorpe, erfolgreicher Fünfkämpfer und Zehnkämpfer
- 1889 - Richard Réti, berühmter Schachspieler
- 1892 - Josef Dietrich, SS-Oberstgruppenführer und Generaloberst der Waffen-SS
- 1893 - Mina Witkojc, niedersorbische Dichterin und Publizistin
- 1900 - Heinrich Müller, Chef der Gestapo im Reichssicherheitshauptamt
- 1906 - Wolf Albach-Retty, österreichischer Schauspieler
- 1908 - Ian Fleming, britischer Schriftsteller (James-Bond-Romane)
- 1910 - T-Bone Walker, US-amerikanischer Musiker
- 1911 - Fritz Hochwälder, Dramatiker
- 1912 - Patrick White, australischer Schiftsteller
- 1912 - Verena Loewensberg, Malerin
- 1915 - Wolfgang Schneiderhan, deutscher Geiger
- 1917 - Papa John Creach, US-amerikanischer Musiker
- 1918 - Marie-Luise Jahn, war Mitglied der Weißen Rose
- 1921 - Heinz Günther Konsalik, deutscher Schriftsteller
- 1923 - György Ligeti, ungarischer Komponist
- 1924 - Alfonso Prinz zu Hohenlohe, deutscher Adliger
- 1925 - Bülent Ecevit, türkischer Politiker, Regierungschef und Premierminister
- 1925 - Dietrich Fischer-Dieskau, deutscher Kammersänger (Bariton)
- 1926 - Gerhard Beil, SED-Funktionär und Minister für Außenwirtschaft der DDR
- 1929 - Horst Frank, deutscher Schauspieler
- 1930 - Frank Drake, US-amerikanischer Astronom und Astrophysiker
- 1931 - Carroll Baker, US-amerikanische Schauspielerin
- 1936 - Cathy Carr, US-amerikanische Sängerin
- 1938 - Jerry West, US-amerikanischer Basketballspieler
- 1939 - Prince Buster, jamaikanischer Musiker und Songschreiber
- 1940 - Wilfried Baasner, deutscher Schauspieler
- 1940 - Maeve Binchy, irische Schriftstellerin und Kolumnistin
- 1943 - Tony Mansield, britischer Musiker
- 1944 - Billy Vera, US-amerikanischer Sänger
- 1944 - Gladys Knight, US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin
- 1944 - Rudolph Giuliani, US-amerikanischer Politiker, Bürgermeister von New York City
- 1945 - John Fogerty, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1945 - Leo Pleysier, niederländischsprachiger Schriftsteller aus Belgien
- 1947 - Frangis Ali-Sade, aserbaidschanische Komponistin
- 1948 - Ray Laidlaw, britischer Musiker
- 1949 - Ernst Burgbacher, deutscher Politiker und Mitglied der FDP
- 1956 - Jerry Douglas, US-amerikanischer Country-Musiker
- 1959 - Steve Strange, britischer Sänger und Songschreiber
- 1963 - Valerie Dore, italienische Sängerin
- 1967 - Omar Pedrini, italienischer Musiker
- 1968 - Kronprinz Frederik, dänischer Kronprinz
- 1968 - Kylie Minogue, australische Sängerin und Schauspielerin
- 1969 - Eric Fish, deutscher Sänger und Musiker
- 1971 - Ekaterina Gordeeva, russische Eiskunstläuferin
- 1971 - Isabelle Carré, französische Filmschauspielerin
- 1972 - Boris Palmer, deutscher Politiker und MdL
- 1972 - Michael Boogerd, niederländischer Radrennfahrer
- 1974 - Hans Jörg Butt, deutscher Fußballspieler
Gestorben
Hans Jörg Butt
- 1505 - Ascagnio Sforza, Erzbischof von Eger, Kardinal
- 1551 - Johannes Aal, Schweizer Theologe, Komponist und Dramatiker
- 1747 - Luc de Clapiers, französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller
- 1750 - Sakuramachi, 115. Kaiser von Japan
- 1787 - Leopold Mozart, Salzburger Geiger, Musikpädagoge, Komponist
- 1805 - Luigi Boccherini, italienischer Komponist und Cellist
- 1833 - Friedrich Haeffner, schwedischer Komponist
- 1836 - Anton Reicha, tschechischer Komponist
- 1849 - Anne Brontë, britische Schriftstellerin
- 1869 - Ernst Wilhelm Hengstenberg, deutscher protestantischer Theologe
- 1872 - Sophie von Österreich, Tochter von König Maximilian I. von Bayern
- 1890 - Victor Ernst Nessler, deutscher Komponist
- 1902 - Adolf Kussmaul, deutscher Arzt und medizinischer Forscher
- 1905 - Balduin Möllhausen, deutscher Reisender und Schriftsteller
- 1905 - Friedrich Junge, deutscher Biologe
- 1910 - Emil Zuckerkandl, österreichischer Mediziner
- 1912 - Paul Emile Lecoq de Boisbaudran, französischer Chemiker
- 1916 - Albert Lavignac, französischer Musikwissenschaftler und Komponist
- 1916 - Iwan Franko, ukrainischer Dichter und Schriftsteller
- 1918 - Richard Aßmann, deutscher Meteorologe
- 1933 - Marga von Etzdorf, deutsche Fliegerin
- 1936 - Bertha Pappenheim, Frauenrechtlerin und Sozialarbeiterin
- 1936 - Karl Litzmann, deutscher General der Infanterie im Ersten Weltkrieg
- 1937 - Alfred Adler, österreichischer Allgemeinmediziner und Sozialmediziner; Begründer der Individualpsychologie
- 1938 - Diedrich Speckmann, deutscher Schriftsteller
- 1940 - Väinö I., Prinz und Landgraf zu Hessen sowie zwei Monate lang König von Finnland
- 1970 - Iuliu Hossu, Bischof von Fagaras und Kardinal
- 1971 - Audie Murphy, US-amerikanischer Filmschauspieler
- 1972 - Eduard VIII. König von Großbritannien
- 1974 - Hans Georg Wunderlich, deutscher Geologe
- 1976 - Steffan Danielsen, färöischer Maler
- 1981 - Mary Lou Williams, US-amerikanische Jazzpianistin
- 1989 - Erwin Welke, deutscher Politiker
- 1990 - Wilhelm Wagenfeld, deutscher Gebrauchs-Designer
- 2000 - Donald Watts Davies, Physiker
- 2001 - Tony Ashton, englischer Musiker
- 2003 - Alexander Heimann, Schweizer Krimiautor
- 2003 - Friedrich Baumschulte, deutscher Schauspieler
- 2003 - Ilya Prigogine, russisch-belgischer Chemiker, Nobelpreisträger
- 2004 - Jerzy Klempel, polnischer Handballspieler
- 2004 - Umberto Agnelli, italienischer Industrieller (Fiat)
Feier- und Gedenktage
- Nationalfeiertag in Aserbaidschan (Unabhängigkeitstag von 1918)
- Nationalfeiertag in Äthiopien (Tag der Revolution von 1991)
Siehe auch
- 27. Mai - 29. Mai
- 28. April - 28. Juni
- Historische Jahrestage - Zeitskala
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0528
ja:5月28日
ko:5월 28일
simple:May 28
th:28 พฤษภาคม
Ungarn
Die Republik Ungarn (ungarisch amtlich Magyar Köztársaság, , allgemein üblich Magyarország) ist ein Staat im Pannonischen Becken in Mitteleuropa und grenzt an Österreich, die Slowakei, die Ukraine, Rumänien, Serbien, Kroatien und Slowenien.
Staats- und Landesname
Die Selbstbezeichnung der Ungarn weicht stark von den ausländischen Namen für Ungarn ab. So taucht magyar (früher magyeri) schon im 9. und 10. Jahrhundert in islamischen Quellen auf. Es ist wahrscheinlich ein Kompositum aus magy (< ugrisch - mańćε = „Mensch, Mann, Geschlecht“) und er(i) (ebenfalls „Mensch, Mann, Geschlecht“). Allerdings ist zu beachten, dass das Wort anfangs nur die Bezeichnung eines von sieben (unterschiedlichen) nomadischen Stämmen war, die im 9. Jahrhundert und Anfang des 10. Jahrhundert räuberische Einfälle in Europa, vor allem in Großmähren, unternahmen. Die Stämme hießen Megyer (Magyar), Tarján, Jenő, Kér, Keszi, Kürt-Gyarmat und Nyék. Gegen Ende des 10. Jahrhunderts ist es dem Stamm der Magyaren – d. h. den Nachkommen Árpáds – gelungen, die restlichen Stämme unter seiner Oberherrschaft zu vereinigen. Von da an kann von Magyaren (wenn auch noch nicht im ethnischen Sinne) gesprochen werden.
Der Name „Ungarn“ gelangte aus dem Slawischen in die europäischen Sprachen. Das slawische Wort lässt sich auf die bulgarotürkische Stammesbezeichnung onogur (on = „zehn“ + ogur = „Stamm“) zurückführen, die dadurch entstand, dass die Vorfahren der Ungarn im 5. und 6. Jahrhundert in enger Verbindung mit dem Reich der Onoguren lebten, dessen führender Stammesverband „Onoguren“ hieß. Das „H-“ im lateinischen hungarus (und dadurch auch in manchen anderen Sprachen) entstand dadurch, dass der Name irrtümlicherweise mit den Hunnen (Hunni) gleichgesetzt wurde.
Das Team um Luigi Luca Cavalli-Sforza weist darauf hin, dass höchstens 10 % der heute in Ungarn lebenden Menschen von den landnehmenden magyarischen Sippen abstammen, was den Schluss zulässt, dass es zu einer weitgehenden kulturellen Verschmelzung mit den ursprünglichen Bewohnern (Kelten, Slawen, Awaren, Skythen, Hunnen, Germanen, Romanen usw.) des Karpatenbeckens gekommen ist. Dies würde wiederum bedeuten, dass alle anderen Abstammungslegenden (z. B. Hunnen) einen wahren Kern in sich bergen.
Siehe auch: Magyaren
Geographie
Magyaren
Landesgrenzen
Die Länge der Außengrenze beträgt 2.009 km. Davon entfallen auf:
- Österreich: 366 km
- Slowakei: 515 km
- Ukraine: 103 km
- Rumänien: 443 km
- Serbien: 151 km
- Kroatien: 329 km
- Slowenien: 102 km
Landschaften
- Die Landschaften Ungarns sind:
- das Alpenvorland
- das Kleine Tiefebene
- die Transdanubische Hügellandschaft mit dem Mecsek - Gebirge
- das Grosse Tiefebene
- das Transdanubische Mittelgebirge: Bakony, Vértes, Dunazug - Gebirge
- das Nordungarische Mittelgebirge: Börzsöny, Cserhát, Mátra mit dem höchsten Gipfel Kékes (1014 m), Bükk, Zempléner Gebirge
Gewässer
Flüsse
- Die zwei größten Flüsse Ungarns sind:
- Donau (ungarisch: Duna)
- Theiß (ungarisch: Tisza)
- andere wichtige Flüsse sind: Zala, Mur, Raab, Sajó, Kőrös
Seen
- Die grössten Seen von Ungarn sind:
- Balaton (deutsch: Plattensee)
- Velencei-tó (deutsch: Velencer See)
- Fertő-tó (deutsch: Neusiedler See)
Niedrigste Landesteile
- Theiß – 78 m ü. NN
Siehe auch: Geographie Ungarns und Nationalparks in Ungarn
Städte
- Die sieben größten Städte Ungarns sind Budapest, Debrecen, Miskolc, Szeged, Pécs und Győr.
- Weitere Städte sind in der Liste der Orte in Ungarn aufgeführt.
Klima
Liste der Orte in Ungarn
Wegen der Binnenlage und der abschirmenden Wirkung der Gebirge hat Ungarn ein relativ trockenes Kontinentalklima mit kalten Wintern und warmen Sommern. Die mittleren Temperaturen liegen im Januar zwischen -1 °C und -3 °C sowie im Juli zwischen 21 °C und 23 °C. Im Frühsommer sind die ergiebigsten Niederschläge zu verzeichnen. Die mittlere Niederschlagsmenge beträgt im Westen rund 800 Millimeter, während in den östlichen Landesteilen in trockenen Jahren 500 Millimeter unterschritten werden können.
Bevölkerung
Kontinentalklima
Die Bevölkerung Ungarns besteht mehrheitlich aus Ungarn (89 %, auch: Magyaren).
Daneben gibt es Roma (5 %), Deutsche (Donauschwaben) (2,6 %), Rumänen (2 %), Serben (1 %), Slowaken (1 %) Ruthenen (0,9 %), Jenische (0,5%). Für 2001 wurde ein Bevölkerungswachstum von –0,32 % geschätzt.
Vor dem Zweiten Weltkrieg war die Minderheit der Roma stärker vertreten, und im Land lebten außerdem rund 800.000 Juden.
Religionen und Konfessionen
- 67,5 % römisch-katholische aber ungarisch-katholische Katholiken
- 20 % Calvinisten
- 5 % Lutheraner
- 7,5 % Atheisten oder andere
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Ungarns
Die Magyaren wanderten, angeführt von dem Großfürsten Árpád Ende des 9. Jahrhunderts in das Karpatenbecken ein und führten Raubzüge durch ganz Europa. Sie wurden auch von Árpáds Nachfolgern erfolgreich weitergeführt, bis 955 Otto I. die Angriffe der Ungarn durch einen vernichtenden Sieg auf dem Lechfeld einschränken konnte. Das Königreich Ungarn wurde 1000 von Stephan I. gegründet.
Im „Mongolensturm“, mehreren Angriffen der Goldenen Horde der Mongolen in den Jahren 1241 und 1242, verlor fast 50 % der Bevölkerung Ungarns ihr Leben. Daher riefen die ungarischen Fürsten unter anderem deutsche Siedler ins Land, die sich in der Folgezeit magyarisierten.
Im Jahre 1301 starb der letzte Herrscher des Hauses Árpád. In der Folgezeit hatte Ungarn nur noch einen ungarischen König, Matthias Corvinus.
1370–1386 und 1440–1444 wurde Ungarn unter den Anjou und Jagiellonen in Personalunion mit Polen regiert. 1490–1526 regierten die polnisch-litauischen Jagiellonen Ungarn und Böhmen in Personalunion.
Allmählich verwandelte sich das Königreich in ein großes und unabhängiges Land mit ausgeprägter westlicher Kultur. Matthias Corvinus (1458–1490) führte diese Entwicklung fort. Unter seiner Herrschaft wurde Ungarn während der Renaissance ein Zentrum der Kultur in Europa.
Das Ende der Unabhängigkeit Ungarns kam um die Mitte des 16. Jahrhunderts gleichzeitig mit den osmanischen Eroberungen. Der größte Teil Ungarns kam unter türkische Herrschaft, die noch nicht eroberten Teile kamen entweder unter habsburgische Herrschaft (wie der Westen Oberungarns) oder wurden von Ungarn getrennt und als Fürstentum Siebenbürgen unter osmanische Oberhoheit gestellt.
Nach 145 Jahren türkischer Besetzung Ungarns fiel Buda im Jahre 1686, und Ungarn wurde von den Habsburgern zurückerobert. Die Ungarn missbilligten aber die harte Herrschaft der Habsburger, so dass es von 1703 bis 1711 zum Kuruzenaufstand unter Fürst Franz II. Rákóczi kam, einem Adeligen aus Siebenbürgen.
Da die Spannungen durch den niedergeschlagenen Aufstand nicht beseitigt wurden, entluden sie sich in der Revolution von 1848/1849, die allerdings auch, zwar mit Hilfe Russlands, blutig niedergeschlagen wurde.
Nach anhaltenden Unruhen im Land wurde Ungarn durch den österreichisch-ungarischen Ausgleich von 1867 Teil Österreich-Ungarns und damit nahezu unabhängig. Allerdings hielt dieser Vielvölkerstaat den inneren Unruhen nicht lange Stand und zerfiel nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg in seine nationalen Bestandteile. Ungarn erklärte am 31. Oktober 1918 den Austritt aus der österreichisch-ungarischen Monarchie.
Schon kurz darauf, am 16. November 1918, wurde eine demokratische Republik ausgerufen. Erster Präsident wurde Graf Mihály Károlyi.
Die sozialen Missstände in Folge des verlorenen Krieges hielten jedoch an. Die Regierung wurde von Kommunisten unter Führung Béla Kuns gestürzt und eine Räterepublik gegründet, die allerdings nicht lange Bestand haben sollte. Unter Billigung der Entente-Staaten marschierten tschechoslowakische, serbische und rumänische Truppen ins Land ein und stürzten die Räterepublik bereits nach 4 Monaten Regierungszeit.
Im Januar 1920 wurde Miklós Horthy von der Nationalversammlung zum Reichsverweser gewählt. Die Regierung erkannte daraufhin den Friedensvertrag von Trianon an, nach dessen Bedingungen Ungarn zwei Drittel seines Staatsgebiets abtreten musste. Ungarn näherte sich aufgrund wirtschaftlicher Krisen und revisionistischer Propaganda politisch immer mehr dem nationalsozialistischen Deutschland an. Daraus folgte auch der Kriegseintritt am 27. Juni 1941 auf Seiten der Achsenmächte. Als Ungarn ab Mitte März 1944 von deutschen Truppen besetzt und eine Kollaborationsregierung unter Döme Sztójay eingesetzt wurde, begann die Deportation der jüdischen Bevölkerung. Über 200.000 der auf dem Staatsgebiet von 1937 lebenden Juden kamen in Konzentrations- und Vernichtungslagern ums Leben. Weitere über 200.000 Opfer stammten aus den Gebieten, die Ungarn nach den Wiener Schiedssprüchen besetzt hatte. Nach dem Sturz Horthys 1944 wurde die Kriegsbeteiligung unter der faschistischen Bewegung der Pfeilkreuzler von Ferenc Szálasi fortgesetzt. Für Ungarn endeten die Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs mit dem Einmarsch der Roten Armee am 4. April 1945.
Ungarn kam unter sowjetischen Einfluss, und am 20. August 1949 wurde eine Verfassung nach russischem Vorbild beschlossen. Bis 1953 verfolgte Ungarn unter Mátyás Rákosi einen stalinistischen Kurs.
Am 23. Oktober 1956 kam es zu einem Volksaufstand, in dessen Verlauf Imre Nagy, der bereits von 1953 bis 1955 Ministerpräsident war, erneut zum Ministerpräsidenten ernannt wurde. Er bildete eine Mehrparteien-Regierung, forderte die parlamentarische Demokratie und die Neutralität Ungarns. Der Aufstand wurde jedoch durch die sowjetische Armee blutig niedergeschlagen, und viele Ungarn verließen nach dem gescheiterten Volksaufstand das Land und emigrierten nach Westeuropa und Nordamerika.
Danach erfolgten erste Wirtschaftsreformen, die unter János Kádár (1956–1988) durchgeführt wurden. 1987 bildeten sich Oppositionsgruppen, die den friedlichen Systemwechsel vorantrieben. Auch in der kommunistischen USAP gab es immer mehr oppositionelle Stimmen, die freie Wahlen und den Abzug der sowjetischen Truppen forderten. Dies leitete die Grenzöffnung nach Österreich und damit die Zerschneidung des Eisernen Vorhangs ein. Somit hatte Ungarn entscheidenden Anteil an der politischen Wende 1989 in den ehemaligen Ostblockstaaten und damit auch der friedlichen Revolution in der DDR, die den Weg zum Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland ebnete.
Seit dem Zusammenbruch der UdSSR ist Ungarn stark westlich orientiert, was sich am Beitritt zur NATO 1999 und vor allem am Beitritt zur Europäischen Union am 1. Mai 2004 im Zuge der EU-Osterweiterung zeigt. Zuvor fand am 12. April ein Referendum zum EU-Beitritt statt, bei dem zwar nur 45,6 % der acht Millionen Wahlberechtigten zur Wahl gingen, aber zu 84 % für den Beitritt stimmten.
Siehe auch: Liste der ungarischen Herrscher, Liste der ungarischen Staatspräsidenten
Politik
Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989/90 wurde auch das ungarische Staatswesen erneuert. Am 23. Oktober 1989 trat eine modifizierte Verfassung in Kraft, deren Vorbild unter anderem das deutsche Grundgesetz war. Die Regierung ist dem Parlament verantwortlich, für die Regierungstätigkeit trägt der Ministerpräsident Verantwortung. Um die größtmögliche Stabilität der Regierung zu gewährleisten, wurde die Institution des konstruktiven Misstrauensvotums geschaffen.
Stabilität]]
Das Parlament wählt den Präsidenten der Republik, den Ministerpräsidenten, die Mitglieder des Verfassungsgerichts, den Ombudsmann der Minderheiten, den Präsidenten des Obersten Gerichts und den Generalstaatsanwalt. Das Einkammerparlament hat 386 Abgeordnete, die auf vier Jahre gewählt werden. In Ungarn gibt es ein gemischtes Wahlsystem, ähnlich wie in Deutschland. Seit dem August 2000 war der parteilose Ferenc Mádl als Präsident, der für 5 Jahre gewählt wird, im Amt; er kandidierte allerdings nicht bei der Wahl zum Staatspräsidenten 2005, so dass sich die MSZP, die aktuelle Regierungspartei, auf Katalin Szili als Präsidentschaftskandidatin einigte. Bei der Wahl, die am 6. und 7. Juni stattfand, unterstützte allerdings der kleinere Koalitionspartner, der liberale SZDSZ sie nicht, weil sie als Parteipolitikerin nicht die Überparteilichkeit eines Staatspräsidenten verkörpern könne. Der SZDSZ nahm an der Wahl nicht teil. So gewann László Sólyom die Wahl, ehemaliger Präsident des ungarischen Verfassungsgerichts, der von der Opposition unterstützt wird.
Seit den letzten Parlamentswahlen am 27. Mai 2002 ist die MSZP (Ungarische Sozialistische Partei) zusammen mit dem SZDSZ (Bund Freier Demokraten) die Regierung. Der aktuelle Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány, der seit dem 29. September 2004 im Amt ist, ist Nachfolger von Péter Medgyessy, der nach Versuchen der Regierungsumstrukturierung zurückgetreten war. Außenminister ist Ferenc Somogyi, der am 2. November 2004 die Nachfolge von László Kovács, dem neuen ungarischen EU-Kommissar angetreten ist.
Verwaltungsgliederung
Ungarn ist in 19 Komitate und 23 Städte mit Komitatsrecht eingeteilt. 1999 wurde das Land in sieben statistische Planungsregionen eingeteilt, auch um die Auflagen der Europäischen Union zu erfüllen.
Europäischen Union
Europäischen Union
Siehe auch: Liste der Städte und Orte in Ungarn, Liste der Komitate Ungarns
Weblink: [http://www.ungarische-botschaft.de/gif/megy.gif Politische Karte Ungarns, eingeteilt in Komitate]
Infrastruktur
Verkehr
Straßenverkehr
Die Verkehrsinfrastruktur ist relativ gut ausgebaut. Insgesamt gibt es derzeit vier Autobahnen auf ca. 450 km, nummeriert mit M1 (Budapest – Győr – Staatsgrenze Österreich A4 [Ostautobahn]), M3 (Budapest – Gyöngyös – Miskolc; in Bau), M5 (Budapest – Kecskemét – Szeged), M7 (Budapest – Siófok – Nagykanizsa; teilweise noch in Bau) und die M0, als Umfahrung um Budapest. Außerdem sind weitere Autobahnen in Planung und teilweise schon in Bau, z. B. die M6, die südlich entlang der Donau verläuft. Alle Autobahnen laufen sternförmig auf Budapest zu und münden in die M0.
Schienenverkehr
Die Eisenbahnlinien laufen, wie die Autobahnen auch, sternförmig auf die zentral gelegene Hauptstadt zu. Betreibergesellschaft ist die ungarische MÁV.
Flugverkehr
Internationaler Flughafen ist Budapest Ferihegy südöstlich von Budapest. Er ist auch der Sitz der größten ungarischen Fluggesellschaft Malév. Außerdem gibt es noch regionale Flugplätze, z. B. den Flughafen Balaton.
Siehe auch: Liste ungarischer Flughäfen
Energieversorgung
Die Energieversorgung beruht hauptsächlich auf Wärmekraftwerken, in denen aus Kohle und größtenteils importiertem Erdöl und Erdgas Strom erzeugt wird. Ferner ist die Kernenergie mit einem Anteil von 38 % von größerer Bedeutung (Atomkraftwerk in Paks).
Wasserwirtschaft
Wasserversorgung
Aufgrund seiner beckenartigen Struktur verfügt Ungarn im Vergleich zu anderen Staaten Mitteleuropas über relativ große Wasserressourcen, die bei ca. 120 Milliarden m3 Frischwasser im Jahr liegen. Davon entfallen jedoch 90 % auf Flüsse, die außerhalb der Staatsgrenzen entspringen (Donau, Drau, Theiß). Das bedeutet, dass die Wasserqualität dieser Flüsse nur in begrenztem Ausmaß durch nationale Maßnahmen zu beeinflussen ist. Darüber hinaus hat Ungarn nationale Probleme, die vor allem aus der langjährigen Vernachlässigung der Abwasserbehandlung resultieren.
In Ungarn stammt 90 % des Trinkwassers aus Grundwasserressourcen. Insgesamt beträgt die jährliche Wasserentnahmemenge etwa 5500 Mio. m3, wovon etwa 85 % Oberflächenwasser und 15 % Grundwasser sind. Die durchschnittliche Gesamtwasserentnahme pro Kopf liegt in Ungarn bei etwa 550 m3 im Jahr oder 1500 Liter pro Tag, was ungefähr dem Doppelten der Werte von Polen, Rumänien oder Tschechien entspricht und leicht über dem deutschen Verbrauch (500 m3/Jahr/Person) liegt. Von dieser Menge entfallen auf die öffentliche Wasserversorgung ca. 13 % (195 l/Tag/Person), auf die Industrie- und Energieerzeugung ca. 78 % und auf die Landwirtschaft ca. 9 %. Vor der Systemwende war der Wasserverbrauch noch bedeutend höher. Der deutliche Rückgang ist bedingt durch die Stilllegung von Bauxit- und Kohlebergwerken, den rückläufigen Bedarf der Industrie und den stetigen Anstieg der Wasserpreise, die seit 1990 von den Gemeinden festgelegt werden und durch den Abbau von Subventionen erheblich gestiegen sind. In Budapest z. B. betrugen im Jahre 2004 die Gebühren für Frischwasser 0,56 €/m3 und die Abwassergebühren 0,73 €/m3 (Umrechnungskurs vom 12. Mai 2004). Viele Kommunen wenden inzwischen außerdem einen progressiven Wassertarif an, der hohen Wasserverbrauch bestraft.
Von den 10,2 Millionen Ungarn sind mittlerweile 98 % an die öffentliche Trinkwasserversorgung angeschlossen. Allerdings entspricht die Trinkwasserqualität noch nicht in allen Gebieten des Landes den Mindestanforderungen der Europäischen Union. Gerade in ländlichen Gebieten bestehen oft erhebliche, teilweise regionalspezifische Schwierigkeiten bei der Versorgung. Ein großes Problem ist dabei die zum Teil auch geogen bedingte Belastung des Trinkwassers mit Arsen und Nitraten bzw. Nitriten und anderen Stoffen wie Asbest, Eisen, Mangan, Antimon, Bor, Fluoriden und Jodiden. Ein anderes Problem sind die zahlreichen wilden Mülldeponien, die in Trinkwassergebieten liegen und wegen mangelnder Abdichtung das Grundwasser verunreinigen.
Abwasserentsorgung
Der Anteil der Haushalte, die an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen sind, liegt bei etwa 51 % und betrifft ca. 60 % der Bevölkerung. Die Quote der an das Kanalnetz angeschlossenen Haushalte schwankt jedoch je nach Größe der Stadt. In der Hauptstadt Budapest liegt sie bei etwa 90 %, in anderen Großstädten Ungarns bei 75 %. In mittelgroßen Städten erreicht die Anschlussquote 45 bis 50 %, und in Dörfern liegt sie lediglich bei 35 %. Der Anschluss ans Kanalnetz besagt allerdings noch wenig über die anschließende Aufbereitung des Wassers. Nur etwa ein Drittel der Bevölkerung ist bisher auch an Kläranlagen angeschlossen, von denen drei Viertel sowohl mit einer primären als auch sekundären Reinigungsstufe ausgestattet ist. Eine tertiäre Behandlungsstufe, in der Phosphor und Stickstoff entfernt werden, findet man nur in den wenigsten Anlagen. Die Abwässer derjenigen Haushalte, die nicht an ein öffentliches Kanalnetz angeschlossen sind, werden etwa zu einem Drittel dezentral behandelt, überwiegend in Kleinkläranlagen, meistens Mehrkammerabsetzgruben. Etwa 3200 Gemeinden in Ungarn haben überhaupt kein Abwassersystem und keine Kläranlage. Dagegen werden Industrieabwässer zu mehr als 90 % ordnungsgemäß behandelt.
Jährlich fallen in Ungarn durch kommunale Abwässer über 100.000 t Klärschlämme in Trockenmasse an, die zum Großteil auf Deponien verfüllt werden, aber auch in der Landwirtschaft als Dünger zum Einsatz kommen oder kompostiert werden.
- [http://www.wasser-zek.de/download/Geschaeftschancen%20in%20der%20ungarischen%20WT.pdf Quelle]
Wirtschaft
Ungarn erwirtschaftet ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 18.574 Mrd. Forint (2003, etwa 73,26 Mrd. Euro), was 7.233 Euro pro Kopf entspricht. 3,3 % des Bruttoinlandsprodukts entstanden in der Landwirtschaft, 32,5 % in der Industrie und 64,2 % im Dienstleistungssektor. Mit einer Exportquote (Warenausfuhren in Prozent des BIP) von 65 % ist die Wirtschaft sehr offen. Über ein Drittel der Ausfuhren gehen nach Deutschland, etwa 8 % nach Österreich und jeweils etwa 6 % nach Italien und Frankreich. Über die Hälfte der Ausfuhren entfallen auf Güter des Maschinenbaus und der Fahrzeugindustrie. Ein hoher Teil der Ausfuhren wird von Unternehmen in ausländischem Besitz getätigt. Wichtige Industriestandorte sind v. a. der Raum Budapest und die Grenzregion zu Österreich. Die größte ungarische Unternehmung ist der Mineralölkonzern MOS, an zweiter Stelle folgt die Audi Hungary Kft, die einiges für die ungarische Infrastruktur bewegt hat, insbesondere um Györ.
Eine wichtige Rolle als Einnahmequelle spielt der Tourismus in Budapest, in der Puszta und am Plattensee (Balaton).
Karte
Wirtschaftsdaten
- Bruttoinlandsprodukt (BIP) (2004): 80,9 Mrd. € (1)
- Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (2004): 7.997 € (1)
- Monatliches Bruttoeinkommen (2001): 510 €
- Import (2004): 46 907 Mio. € (1)
- Export (2004): 44.516 Mio. € (1)
- Inflationsrate (2003): 4,7 % (1)
- Arbeitslosenquote (2003): 5,9 %
- Staatsausgaben
- Militär: 1,7 %
- Gesundheit: 9,7 %
- Bildung: 5,2 %
- Renten: 4,6 %
- Beschäftigungsverteilung (2001)
- Industrie: 34,1 %
- Land-/Forstwirtschaft: 6,2 %
- Dienstleistungen: 59,7 %
- Selbstständigenrate: 13,8 %
(1) Quelle: [http://portal.ksh.hu/portal/page?_pageid=37,115776&_dad=portal&_schema=PORTAL Statistisches Zentralamt Ungarn]
Wirtschaftliche Entwicklung 2004/2005
Das Wachstum der ungarischen Wirtschaft hat sich 2004 auf knapp 4,2 % beschleunigt. Es blieb damit schwächer als der durchschnittliche Produktionsanstieg in den osteuropäischen EU-Beitrittsländer, der auf rund 5 % anzog. Das Wirtschaftswachstum in den bisherigen 15 EU-Mitgliedsstaaten (2,3 %) wurde aber klar übertroffen. Hauptantriebskraft für das Wachstum in Ungarn waren 2004 neben den deutlich höheren Exporten die Investitionen. Der private Verbrauch stieg nicht mehr so stark wie im Vorjahr. 2005 dürfte sich das Wirtschaftswachstum in Ungarn – wie in den anderen Beitrittsländern und in den EU-15-Staaten – im Zuge einer internationalen Konjunkturabschwächung etwas verringern.
Der Anstieg der Verbraucherpreise beschleunigte sich 2004 auf 6,8 %. Das Inflationstempo war damit deutlich höher als in der Gesamtheit der Beitrittsländer (+ 4 %). Hintergrund für den rascheren Preisanstieg als im Vorjahr waren zum Teil nur „Einmaleffekte“, die durch den Beitritt zur EU bedingt waren, aber auch – wie überall – gestiegene Rohstoffpreise. Außerdem wurden staatlich regulierte Preise angehoben sowie Umsatz- und Verbrauchsteuern erhöht. So wurden zum 1. Januar 2004 drei Mehrwertsteuersätze eingeführt. Der allgemeine Steuersatz beträgt weiterhin 25 %, während der ermäßigte Satz (beispielsweise für Zeitungen, Bücher und Lebensmittel) auf 15 % angehoben und ein weiterer Steuersatz für die bisher steuerbefreiten Medikamente von 5 % eingeführt wurde. 2005 dürften die Preise daher nur noch um rund 3 ½ % steigen.
Die Arbeitslosenquote konnte in Ungarn bis 2001 knapp unter 6 % gedrückt werden. Sie hält sich seither mit geringen Schwankungen auf diesem Niveau. Abgesehen von Slowenien weist kein anderes ostmitteleuropäisches EU-Beitrittsland eine ähnlich niedrige Arbeitslosenquote aus. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote in den EU-Beitrittsländern lag 2004 demgegenüber bei rund 14 %, die Arbeitslosenquote in den EU-15-Staaten war mit rund 8 % auch höher. Wegen unterschiedlicher Methoden bei der Ermittlung der Arbeitslosenzahl sind die nationalen Arbeitslosenquoten international allerdings nur eingeschränkt vergleichbar.
Schwachpunkte der ungarischen Wirtschaft sind die hohen Defizite im Staatshaushalt und in der außenwirtschaftlichen Leistungsbilanz. Da die Importe 2004 erneut deutlich stärker stiegen als die Exporte, hielt sich das Defizit in der Leistungsbilanz mit rund 9 % des Bruttoinlandsprodukts auf sehr hohem Niveau.
Das Haushaltsdefizit konnte von 2002 bis 2004 von gut 9 % des Bruttoinlandsprodukts auf knapp 5 % halbiert werden. Auch 2005 wird es voraussichtlich weiter gedrückt werden können. Es dürfte aber mit rund 4 % des Bruttoinlandsprodukts noch deutlich über dem Referenzwert von 3 % des BIP liegen, den der Maastricht-Vertrag für eine Qualifikation für die Teilnahme an der Europäischen Währungsunion verlangt.
Auseinandersetzungen über die Haushaltssanierung stehen im Zentrum der ungarischen Wirtschaftspolitik. Sie waren ein Grund für den Rücktritt von Ministerpräsident Péter Medgyessy im Herbst 2004 und sind auch Teil der Kontroversen zwischen der ungarischen Regierung und der Zentralbank.
Der neue Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány nannte in seiner Antrittsrede im Parlament als sein wirtschaftspolitisches Ziel die Übernahme des Euros bis zum Jahr 2010. Dafür wird angesichts des hohen Budgetdefizits eine konsequente Sparpolitik verfolgt werden müssen. Wirtschaftspolitische Themen werden auch bei den nächsten Parlamentswahlen, die Mitte 2006 stattfinden, eine große Rolle spielen.
Kultur
Gastronomie
Hauptartikel: Ungarische Küche
Die ungarische Küche gilt im Vergleich zu anderen europäischen als relativ „schwer“. Das Nationalgericht ist Pörkölt, das im deutschsprachigen Raum aber unter Gulasch bekannt ist und das es in zahreichen Variationen gibt. Das in Ungarn bekannte Gulyás entspricht ungefähr der deutschen Bezeichnung „Gulaschsuppe“. Weltberühmt ist, neben dem Paprika, der auch gemahlen als Gewürz besonders in der ungarischen und mittlerweile auch in ausländischen Küchen verwendet wird, der Tokajer (ung. Tokaji), der süße Dessertwein aus dem Tokajer Weingebiet. Beim Tokajer werden nur spätreifende Rebsorten verwendet, so dass die Weintrauben nicht nur von den trockenen, heißen Sommern, sondern auch von den langen, warmen und nebelreichen Herbsten profitieren.
Architektur
Herbst
Einige der wichtigsten erhaltenen Bauten Ungarns sind im spätromanischen Stil gebaut und sind stark von rheinischen Einflüssen geprägt, z. B. die Kirchen von Zsámbék und Ják aus dem 13. Jahrhundert. In der Gotik sind besonders zwei- und dreischiffige Hallenkirchen charakteristisch (z. B. die Schwarze Kirche in Brassó (Braşov, heute Rumänien) aus dem 15. Jahrhundert). Unter König Sigismund (ung. Zsigmond) entstand in Buda ein Fürstensitz, den König Matthias Corvinus in florentinischem Stil ausbauen ließ. Eines der bedeutendsten Werke dieser Epoche ist das Schloss des Fürsten Esterházy, dessen Vorbild das Schloss in Versailles war. Mihály Pollack, einer der Hauptbaumeister des Klassizismus in Ungarn, kam gebürtig aus Wien. Miklós Ybl, der vornehmlich im Renaissancestil baute, ließ in Ungarn diese Epoche noch einmal aufleben (z. B. beim Opernhaus in Budapest).
Imre Steindl errichtete das Parlamentsgebäude (1885–1902) in Budapest im neugotischen Stil, wodurch dieser in Ungarn wieder kurzzeitig in Mode kam. In den 1930er Jahren erbaute man mehrere Mustersiedlungen im Bauhausstil.
Nach dem Zweiten Weltkrieg bauten ungarische Architekten vorwiegend im Sozialistischen Realismus, wodurch auch einige Plattenbauten entstanden. Der Einfluss internationaler Strömungen nahm später immer weiter zu, da es nun erlaubt war, private Architekturbüros zu eröffnen und sich das Land wirtschaftlich zunehmends öffnete. Imre Makovecz und Dezső Ekler bauten in den 1980er Jahren in einer organischen, anthroposophischen Architektur. Andere Architekten wandten sich internationalen Trends zu oder suchten den Anschluss an die Architektur der Vorkriegszeit.
Malerei
1980er
Der bekannteste ungarische Maler des 15. Jahrhunderts, war Michele Ongaro (auch Pannonio). Er arbeitete am Hof von Ferrara in Italien. Die ungarischen Maler des 17. und 18. Jahrhunderts arbeiteten ebenfalls hauptsächlich im Ausland. Im 19. Jahrhundert kam die nationale Historienmalerei auf (mit bekannten Malern wie Gyula Benczur, Bertalan Székely, Mór Than). Miklós Barabás, ein Porträtist, gelang es als ersten ungarischem Maler im eigenen Land Anerkennung zu finden. Die Bilder von Mihály Zichy und von Géza Mészöly sind vor allem von der Romantik geprägt. Mihály Munkácsy verband in verschiedensten Kompositionen aus dem bäuerlichen Volksleben Impressionismus vorbereitende Freilichtmalerei mit realistischen Elementen. Ähnlichkeit haben auch die Werke von Pál Szinyei Merse.
Um die Jahrhundertwende erlangten die Künstlerkolonie Nagybánya, die von Károly Ferenczy geführt wurde, sowie einige andere Gruppen zu Bedeutung, hauptsächlich als Künstler einer realistisch gefärbten oder romantisierenden Naturmalerei. Die sozialistisch-realistischen Genre- und Historienmalerei war in den 1950er und 1960er Jahren besonders beliebt. Danach kamen unterschiedliche internationale Strömungen ins Spiel, hauptsächlich aber die Medienkunst und die abstrakte und realistische Malerei (beispielsweise Imre Bak oder Dóra Maurer). Mit Viktor Vasarely, Zsigmond Kemény und László Moholy-Nagy stammen einige der führenden, im Ausland arbeitenden Künstler des 20. Jahrhunderts aus Ungarn. Heutzutage bekannte Maler aus Ungarn sind István Szőnyi, Jenő Barcsay und Aurél Bernáth.
Medien
Ungarische Tageszeitungen
- Magyar Hírlap
- Magyar Nemzet
- Népszabadság
- Népszava
Deutschsprachige Medien
In Ungarn erscheint eine deutschsprachige unabhängige Zeitung, der 1854 gegründete Pester Lloyd; seit 1994 wird sie wieder in Budapest herausgegeben und informiert wöchentlich über Wirtschaft, Politik und Kultur aus Ungarn und Ostmitteleuropa. Außerdem gibt es die Neue Zeitung und die Budapester Zeitung auf Deutsch. Auch gibt es seit 2003 ein Zweimonatsmagazin, das PEP-Magazin, das sich mit aktuellen Entwicklungen der ungarischen Jugendkultur und „Lifestyle“ beschäftigt.
Lesenswert ist auch die Zeitschrift Drei Raben, die in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut in Budapest herausgegeben wird. Besonders hinzuweisen ist noch auf die Online-Anthologie junger ungarischer Literatur in deutscher Sprache [http://www.literatur.hu literatur.hu].
Deutschsprachige Fernsehsendungen mit ungarischen Untertiteln werden regelmäßig vom öffentlich-rechtlichen Sender MTV (Magyar Televízió) ausgestrahlt.
Feiertage
Literatur
- Steven W. Sowards: Moderne Geschichte des Balkans. Der Balkan im Zeitalter des Nationalismus, BoD 2004, ISBN 3-8334-0977-0
Weitere Themen
- Geschichte Ungarns
- Finno-ugrische Völker
- Magyaren
- Königreich Ungarn
- Österreich-Ungarn
- Ungarische Sprache
- Ungarische Runen
- Ungarische Fußballnationalmannschaft
Weblinks
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=181 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland
- [http://www.deutschebotschaft-budapest.hu Deutsche Botschaft Budapest]
- [http://www.ungarische-botschaft.de Ungarische Botschaft Berlin]
- [http://www.magyarorszag.hu Verwaltungsportal der ungarischen Regierung] (ungarisch/deutsch)
- [http://www.civic-edu.net Bildungs- und Informationssportal] (ungarisch/deutsch)
- [http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/hu.html CIA World Factbook] (Informationen zu verschiedenen Bereichen Ungarns)
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- 20px Wiki-Portal Ungarn
Kategorie:Staat
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Kategorie:Land in der EU
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KomponistEin Komponist (von lat.: componere = zusammenstellen) ist ein Künstler, der musikalische Werke (Kompositionen) schafft.
Das Ergebnis des Kompositionsvorganges liegt abschließend in notierter Form (per Hand oder direkt als Notensatz im Computer) vor; andere Fixierungen (Demotape, Aufnahme etc.) sind dabei durchaus möglich.
Die Musik eines Komponisten wird durch Interpreten (Musiker, Sänger) zum Erklingen gebracht.
Die Bezeichnung Komponist wird auch unabhängig vom Genre der Musik gebraucht und meint dann eine Person, die etwas künstlerisch gestaltet (zum Beispiel Schachaufgaben komponiert).
In Deutschland melden sich Komponisten meist bei der GEMA an, die die Urheberrechte von Komponisten treuhänderisch verwaltet, und Tantiemen aus Sendungen und Aufführungen an die Komponisten weiterleitet. Jedes Land hat seine eigene Organisationen (etwa die ASCAP und BMI in den USA oder die AKM in Österreich) zur Verwaltung derartiger Rechte.
Die Berufsbezeichnung Komponist ist nicht geschützt, auch Autodidakten können sich so nennen. Wenig bekannt ist, dass das Kompositionsstudium an den deutschen Musikhochschulen ein meist 10semestriges künstlerisches Vollstudium erfordert, in dem das umfangreiche Handwerk (dazu gehört unter anderem Musiktheorie, Gehörbildung, Instrumentation, Instrumentalspiel, Aufführungspraxis) erlernt wird.
Der zuständige Berufsverband, in dem sich deutsche Komponisten bundesweit und in Regionalgruppen organisieren, ist der Deutsche Komponistenverband, der von Werner Egk gegründet wurde und heute über etwa 1500 Mitglieder besitzt.
Komponisten
Kategorien
- :Kategorie:Komponist - :Kategorie:Komponisten nach Nationalität
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- :Kategorie:Komponist (Filmmusik)
- :Kategorie:Komponist (Klassische Musik)
- :Kategorie:Komponist (Oper) - :Kategorie:Komponist (Operette) - :Kategorie:Komponist (Musical)
- :Kategorie:Komponist (Kirchenmusik)
- :Kategorie:Komponist (Barock) - :Kategorie:Komponist (Renaissance) - :Kategorie:Komponist (Moderne)
Listen
- Liste der Komponisten
- Liste von Komponistinnen
- Liste deutscher Komponisten klassischer Musik
- Liste klassischer Komponisten in der DDR
- Liste sorbischer Komponisten klassischer Musik
- Liste österreichischer Komponisten klassischer Musik
- Liste von Schweizer Komponisten
- Chronik der Komponisten
- Liste deutscher Pop- und Rockkomponisten
- Liste der Filmmusik-Komponisten
- Liste von Operetten-Komponisten
- Liste von Blasmusik-Komponisten
Weblinks
- [http://berufenet.arbeitsamt.de/bnet2/K/B8311106aufgaben_t.html Bundesanstalt für Arbeit: Komponist/in]
- [http://www.dkv.allmusic.de/ Deutscher Komponistenverband]
Kategorie:Musikberuf
ja:作曲家
ko:작곡가
SoundtrackDer Begriff Soundtrack bezeichnet ursprünglich die gesamte Tonspur eines Films. Heutzutage versteht man darunter jedoch häufig nur noch die Musik aus Filmen und Computerspielen, die oft auf so genannten Soundtrack-CDs separat veröffentlicht wird. Oft wird dafür auch die aus dem Englischen kommende Abkürzung OST (Original Soundtrack) gebraucht, welche auf den Ausdruck Music from the OST (Musik von der originalen Tonspur) zurückgeht.
- für Musik aus Filmen, siehe Filmmusik
- für Musik aus Videospielen, siehe Soundtrack (Videospiel)
Weblinks
- http://www.filmmusic.com/
2001: Odyssee im Weltraum
2001: Odyssee im Weltraum ist ein sehr bekannter und einflussreicher US-amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahre 1968 basierend auf der Kurzgeschichte The Sentinel von Arthur C. Clarke.
Regie führte der berühmte Filmemacher Stanley Kubrick. Er entwickelte in Zusammenarbeit mit Clarke auch das Drehbuch.
Der Film enthält eine Reihe von Spezialeffekten, die in den 1960ern sensationell waren und auch heute noch verblüffen, wie zum Beispiel die Darstellung der künstlichen Schwerkraft und Daves Reise am Ende des Films.
Der Film kam im berühmten welthistorischen „Umbruchjahr“ 1968 erstmals in die Kinos und avancierte aufgrund seines für Science-Fiction-Filme eher untypischen mystisch-philosophischen Charakters schnell zu einem Kultfilm der Hippie- und New-Age-Bewegung. Noch heute sorgt der Inhalt für Diskussionen. Seine Faszination ist vielleicht auch dadurch bedingt, dass er viele Interpretationen zulässt und mehr Fragen stellt als beantwortet. Trotzdem lässt sich die Gesamtaussage des Films am Ende grob so formulieren: Eine Parabel über die Evolution intelligenten Lebens und eine Gratwanderung zwischen Bewunderung technologischer Errungenschaften und Kritik an der rationalisierten menschlichen Zivilisation.
Handlung
Nach knapp drei Minuten atmosphärischer Musik zu schwarzem Bild ist das Erste, was der Zuschauer zu sehen bekommt, das Logo der Produktionsfirma Metro-Goldwyn-Mayer. In der darauf folgenden Szene befinden sich Mond, Erde und Sonne in Konjunktion. Die Sonne geht auf, und die Credits werden eingeblendet.
Der Morgen der Menschheit
Eine Gruppe von Vormenschen in der afrikanischen Savanne. Ihr Alltag wird bestimmt von Not und vom Kampf ums nackte Überleben:
Ein Leopard reißt ein Mitglied der Gruppe, aber auch Artgenossen aus einer anderen Sippe versuchen ihnen ihre Wasserstelle streitig zu machen. Eines Morgens erwacht die Gruppe neben einem schwarzen Monolithen, der, unbemerkt von den Vormenschen, möglicherweise von einer außerirdischen Rasse auf die Erde gebracht wurde.
Welchem Zweck dient der Monolith? Dies wird schnell klar, als Moonwatcher, einem der Vormenschen, beim Anblick eines ausgebleichten Knochens ein revolutionärer Gedanke durch den Kopf schießt: den Knochen als Werkzeug oder Waffe zu verwenden.
Schnitt: Das Leben der Vormenschenhorde hat sich entscheidend verändert. Es steht jetzt genügend Fleisch von den erbeuteten Tapiren zur Verfügung. Als wieder einmal eine andere Horde versucht, sich der Wasserstelle zu bemächtigen, tötet Moonwatcher den Anführer der fremden Horde mit einem solchen Knochen. Triumphierend schleudert er das Werkzeug gen Himmel.
Clavius
In einem künstlerisch oft zitierten Bildschnitt wird der Knochen durch einen Erdsatelliten ersetzt. Ein pfeilförmiges Raumschiff nähert sich einer großen radförmigen Raumstation. Zu den Klängen des Walzers An der Schönen Blauen Donau gleitet die Fähre in die Nabe des riesigen rotierenden Rades. Äonen sind seit Moonwatcher vergangen. Man schreibt das Jahr 2000. Der Raumfahrtfunktionär Dr. Haywood Floyd, einziger Passagier der Fähre, ist auf dem Weg zur Mondstation Clavius. Seltsame Dinge scheinen dort vor sich zu gehen. Eine Nachrichtensperre wurde verhängt. Es kursieren Gerüchte über eine Epidemie, die auf der Station ausgebrochen sein soll.
Als Floyd auf Clavius eintrifft, wollen ihm die Wissenschaftler der Basis etwas zeigen, das in einiger Entfernung außerhalb der Station ausgegraben wurde. Man bricht mit einer Mondfähre dorthin auf: in einer Grube steht ein Monolith, der dem aus der Eröffnungssequenz gleicht. Er ist absolut schwarz – nichts wird von ihm reflektiert. Das Gebilde scheint eindeutig außerirdischer Herkunft zu sein.
Als über der Grube die Sonne aufgeht und ihr Licht auf den Monolithen fällt, sendet dieser ein starkes elektromagnetisches Signal in Richtung des Planeten Jupiter.
Die Menschheit hat es geschafft, die Erde zu verlassen, den Mond zu besuchen, den Monolithen auf dem Mond zu finden und auszugraben.
Die Reise zum Jupiter
18 Monate später – die USA haben den Bau des Raumschiffs Discovery beendet. Die Mission ist, am Jupiter nach weiteren Spuren der Fremden zu suchen. An Bord sind die Astronauten Poole und Bowman, drei weitere Kollegen, die in Kältekammern schlafen, sowie der Computer HAL, der mit einem Bewusstsein ausgestattet ist und das Raumschiff im Grunde autonom steuert.
Doch HAL unterläuft scheinbar ein Fehler, als er ein voll funktionsfähiges Bauteil zum Austausch vorschlägt.
Poole und Bowman erwägen, HAL abzuschalten. Als HAL davon erfährt, sieht er die Mission gefährdet und tötet Astronaut Poole auf dessen Wartungsspaziergang außerhalb des Raumschiffes. Ebenso schaltet er die Lebenserhaltungssysteme der drei schlafenden Kollegen ab. Nur Astronaut Bowman kann sich retten, und es gelingt ihm, HAL stillzulegen.
Für eine Interpretation aus psychoanalytischer Perspektive siehe auch: Double Bind
Wiedergeburt
Als Bowman mit der Discovery am Jupiter anlangt, schwebt ein Gegenstück zu den beiden anderen Monolithen schwerelos am Lagrange-Punkt zwischen dem Planeten und seinem Mond Io.
Bowman besteigt ein Shuttle, um den Monolithen zu untersuchen und fliegt mit seinem Shuttle durch ihn hindurch in eine andere Welt.
Für das, was nun geschieht, lässt der Film viel Raum zur Interpretation:
Zunächst wird der Betrachter in eine lange psychedelische Farbsequenz geradezu hineingezogen. Anschließend sieht man Bowman, erheblich gealtert, in einem Hotelzimmer, das in einer Art klassizistischem Stil eingerichtet ist. Der ganze Raum stellt eine Art Habitat für den Menschen Bowman dar, der als Gast bei der außerirdischen Intelligenz unterkommt, die selber nie in visuelle Erscheinung tritt. Bowman betrachtet sich in einem Spiegel. Er sieht sich darin selber als sterbenden Greis auf dem Bett liegen. Eine geniale Szene, welche die eigentlich lange Zeit bis zum Tod Bowmans sehr geschickt überbrückt. In der Schlusssequenz sieht man Bowman als einen riesigen Fötus, das so genannte „Starchild“, wobei wieder wie am Anfang die Fanfare aus Richard Strauss’ sinfonischer Dichtung Also sprach Zarathustra erklingt.
Filmmusik
Stanley Kubrick beauftragte zuerst Alex North, der auch die Filmmusik zu Spartacus geschrieben hatte, die Musik für den Film zu komponieren. Diese sollte sich an klassischen Stücken orientieren. Kubrick benutzte aber schließlich doch bestehende klassische und avantgardistische Werke für diesen Film.
Der Film beginnt mit dem Stück Atmosphères von György Ligeti zu schwarzem Bild. Die nächste Szene, nach der Einblendung des Logos des Filmstudios, zeigt Sonne, Mond und Erde in Konjunktion. Die Sonne geht auf und die Einleitung aus Also sprach Zarathustra von Richard Strauss ertönt. Alle Erscheinungen der Monolithen werden leitmotivisch von dem Chorstück Kyrie aus dem Requiem untermalt, das ebenfalls von György Ligeti stammt. In einer der nächsten Szenen erklingt der Walzer An der schönen blauen Donau von Johann Strauß, wobei ein Raumschiff eine abstrakte Art von Tanz mit der Raumstation vollführt, zu der es unterwegs ist: Die Drehung des Walzertanzens erscheint im Weltraum. Die Musik wurde hier erstmals als eigenständiges narratives Element eingesetzt.
Fortsetzungen
1984 erschien die Fortsetzung des Films, 2010 – Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen (engl. 2010: The Year We Make Contact), welche auf Clarkes Buch 2010: Odyssey Two (2010 – Die neue Odyssee) basiert. Allerdings geriet er unter anderer Regie zur lauen, konventionellen Fortsetzung und konnte dem Anspruch des Buches von Clarke und der künstlerischen Umsetzung des ersten Teils nicht gerecht werden.
Die Teile drei (2061: Odyssey Three) und vier (3001: The Final Odyssey) liegen nur in Buchform vor und wurden bislang nicht verfilmt.
In verschiedenen anderen Filmen und Serien waren Hommagen an 2001: Odyssee im Weltraum zu sehen. Hier eine Auswahl.
- Die Simpsons (Folge 1.08 (falsche angabe der folge)): Mr. Burns liegt in einem ähnlichen Raum auf dem Bett wie Bowman am Ende des Films.
- Die Simpsons (Folge 3.43): Diese Episode beginnt genau wie der Film mit den Affen am Wasserloch, dem Monolithen, Gestirne die in einer Reihe stehen. Sogar die Musik ist die gleiche. Es wird sogar der Titel Dawn of Man eingeblendet. Am Ende der Episode läuft die Die blaue Donau.
- Die Simpsons (Folge 4.02): Bill Clinton und Bob Dole schweben ins Weltall hinaus, wie der Körper von Frank Poole im Film.
- Die Simpsons (Folge 4.20): In der Originalfassung dieser Folge singt der Liebestester mit dem Geist von Grandpa das Lied Daisy, nachdem er von Jimbo, Dolph und Kearney zusammengetreten wurde. Das gleiche Lied singt HAL 9000, als er von David Bowman abgeschaltet wird.
- Die Simpsons (Folge 5.15): Itchy greift Scratchy mit einer der im Film ähnelnden Raumschiffkapsel an. Homer schwebt in einem Space Shuttle der NASA zur Musik An der schönen blauen Donau und isst schwerelos im Raum verteilte Kartoffelchips. Darüber hinaus gleicht er seine Rotationsgeschwindigkeit genau so wie das Raumschiff der Raumstation einem Chip an. Am Schluss wirft Bart einen Stift in die Luft, der sich in einen Satelliten verwandelt, genau so wie am Anfang des Filmes der Knochen, der sich in ein Raumschiff verwandelt. Dazu ist die Musik Also sprach Zarathustra zu hören. Der Satellit trifft auf das Starchild, einem Fötus im Weltraum mit Homers Gesicht.
- Die Simpsons (Folge 8.23): Homer sitzt auf dem Massage-Sessel „Spine Melter 2000“, der auf vollen Touren vibriert und sieht das, was Dave Bowman sieht, wenn er durch das Sternentor reist.
- Die Simpsons (Folge 12.19): Marge entscheidet sich, das „Ultrahouse 3000“ zu kaufen, ein futuristisches Haus mit einem Computer (ähnlich HAL 9000). Der Computer verliebt sich in Marge und versucht Homer aus dem Weg zu schaffen. Am Ende schaltet Homer den Computer in der selben Art und Weise ab, wie David Bowman es tut, indem er dem Computer einzelne quaderförmige Elemente entnimmt, woraufhin dieser langsamer wird und seine Stimme sich verzerrt.
- Die Simpsons (Folge 10.13): In der Originalfassung dieser Folge spricht der Navigationscomputer des Lastwagens in einer ähnlichen Stimme und Aussprache wie HAL 9000 den Satz: „I’m afraid I can’t let you do this.“
- Star Trek: Deep Space Nine (Folge The Forsaken): Die Abschaltung des Bord-Computers ist genau wie jene von HAL 9000.
- Computerspiel Elite: In der Weltraumhandelssimulation erklingt nach dem Einschalten des Landecomputers zum Andocken an einer rotierenden Raumstation ebenfalls der Walzer An der schönen blauen Donau.
- David Bowie verfasste unter dem Eindruck des Films einen seiner bekanntesten Songs: Space Oddity (1969). Er schaffte damit seinen Durchbruch.
- Futurama (Folge 4.03): Bender verliebt sich in den Boardcomputer, der HAL 9000 ähnelt. Leela schaltet ihn auf ähnliche Weise ab, als er versucht die Mannschaft aus Liebeskummer zu töten.
- Im Film Independence Day meldet sich David Levinsons (Jeff Goldblum) Apple-Computer an Bord eines Alien-Fighters mit der freundlichen Stimme von HAL 9000 „Good Morning Dave“, als er diesen einschaltet, um den Computervirus in das feindliche Alien-Computersystem zu integrieren; dies ist eine Anspielung auf Dave Bowman des Films 2001.
- Viele Samples aus dem Film werden von Fans für Systemklänge in verschiedenen Betriebssystemen benutzt.
- Planet der Affen (Remake aus dem Jahr 2001): Zu Beginn des Films wird ein „Lieutenant Bowman“ auf der Raumstation über die Lautsprecher ausgerufen, eine Anspielung auf den David Bowman aus 2001: Odyssee im Weltraum.
- (T)Raumschiff Surprise – Periode 1: An einer Stelle im Film hört man ein Lied aus 2001: Odyssee im Weltraum, während jemand in Schwerelosigkeit schwebt.
- Werner – Beinhart!: In einer Realfilm-Parodie der Sequenz Der Morgen der Menschheit landet ein Bierkasten zwischen den Affen. Der „Moonwatcher“ schnappt sich eine Flasche, öffnet sie, trinkt sie aus und schleudert sie gen Himmel – Schnitt auf eine Zeichentrickszene mit der fliegenden Flasche.
- South Park (Folge 413): Trapper Keeper wird in einer ähnlichen Sequenz wie HAL 9000 abgeschaltet.
- Super Mario Bros. Super Show: Die Mario Bros. kaufen sich einen Pizzaback-Computer mit dem Namen HAL 9001. Der Computer hat das selbe „Auge“ wie HAL 9000.
- Die britische Funk-Gruppe Jamiroquai lehnte den Titel ihres fünftes Albums A Funk Odyssey an den Film an.
- Das Lied High Energy Protons der britischen Goa-Band Juno Reactor enthält den Sample Everything is going extremly well.
- In Gaspar Noes Psycho-Drama Irreversible wird das legendäre Baby aus dem Ende des Films als Filmplakat gezeigt: zu Beginn bzw. Ende über dem Bett des Pärchens. (dramatisch inszeniert)
- Im Film Zoolander versuchen Derek (Ben Stiller) und Hansel (Owen Wilson), einem Computer Informationen zu entlocken. Als es ihnen nicht gelingt, fangen sie an, sich wie Affen zu bewegen und mit der Tastatur auf den Monitor einzuschlagen. Eine eindeutige Anspielung auf die Szene aus 2001, in der der Affe den Knochen als Werkzeug entdeckt.
- Der Film Charlie und die Schokoladenfabrik aus dem Jahr 2005 enthält eine Parodie auf die Szene, in der die Affen den Monolithen entdecken. Der Monolith ist hier ersetzt durch eine Tafel Schokolade, die durch einen Fernseher teleportiert wird.
- Im Videospiel Metal Gear Solid heißen zwei der Hauptfiguren Dave und Hal, eine Anspielung auf Dave Bowman und HAL 9000.
- Die Weltall-Szenen des Films Red Planet (2000) sind an 2001: Odyssee im Weltraum angelehnt. Die Kommandatin der Mission heißt Kate Bowman und die Crew muss sich mit einer durchgedrehten Künstlichen Intelligenz (dem Roboter A.M.E.E.) auseinandersetzen.
- Die Wiedergeburt Gandalfs des Grauen als Gandalf der Weisse in Der Herr der Ringe ist eine filmästhetische Verbeugung Peter Jacksons vor Kubrick. Dazu interpretierte er die Geburt des „Starchild“.
- In einer Special-Folge von Spongebob Schwammkopf (Folge 58, Staffel 3, SpongeBob in der Steinzeit bzw. SpongeBob BC) wird 2001 interpretiert: Die Folge spielt in der Vergangenheit – noch bevor die ersten Lebewesen das Land betraten. Die Charaktere Sponska, Pata und Tada (Spongebob, Patrick und Thaddäus in der Vergangenheit) entdecken das Feuer. Patrick lässt aus Versehen Nahrung ins Feuer fallen, Thaddäus hält einen Stock. Nun starrt Spongebob wechselhaft auf den Stock und in das Feuer und ihm kommt die Eingebung, jene zu kombinieren und das Feuer so zu nutzen – ähnlich den Eingebungen der Menschenaffen in 2001. Die folgenden Einstellungen sind ein immer schneller werdender Wechsel zwischen dem Stock, Spongebobs Gesicht und dem Feuer – ähnlich den Einstellungen im Film während Daves Reise durch den Monolithen – unterstützt durch die „Musik“, die der Monolith verursacht hat (eine kurze Einblendung eines Barber-Shop-Männer-Chors). In den folgenden Einstellungen, in denen Spongebob den Stock und das Feuer zu nutzen begreift, wird eine musikalische Interpretation von Also sprach Zarathustra abgespielt.
Auszeichnungen
- Oscar 1968 für Stanley Kubrick (Spezialeffekte)
- BAFTA-Award für Geoffrey Unsworth (British Cinematography)
- BAFTA-Award für Tony Masters, Harry Lange und Ernest Archer (Art Direction)
- BAFTA-Award für Winston Ryder (Soundtrack)
- Cinema Writers Circle Award (Spanien) (Bester ausländischer Film)
- David di Donatello Award für Stanley Kubrick (Italien) (Cinema Straniero)
- Oscar-Nominierung 1968 für Tony Masters, Harry Lange, Ernie Archer (Ausstattung)
- Oscar-Nominierung 1968 für Stanley Kubrick, Arthur C. Clarke (Original-Drehbuch)
- Oscar-Nominierung 1968 für Stanley Kubrick (Regie)
- BAFTA-Award Nominierung 1968 für Stanley Kubrick (Bester Film)
- BAFTA-Award Nominierung 1968 für Stanley Kubrick (United Nations Award)
- Directors Guild of America Nominierung 1968 für Stanley Kubrick (Feature Film)
Siehe auch
- Die Schachpartie zwischen Dr. Frank Poole und HAL 9000, alias Roesch – Schlage, Hamburg 1910
- Science Fiction
Literatur
- Jerome Agel: The Making of Kubrick’s 2001. 1970, ISBN 0451071395 (vergriffen)
Weblinks
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- [http://cinetext.philo.at/magazine/2001.html Analyse von Gottlieb Florschütz]
- [http://www.filmzentrale.com/rezis/2001.htm Kritik in der www.filmzentrale.com]
- [http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=1844 OFdb-Eintrag für 2001: Odyssee im Weltraum]
- [http://www.palantir.net/2001/ 2001: A Space Odyssey Internet Resource Archive]
- [http://www.epilog.de/Film/1-9/2001_Odyssee_im_Weltraum_GB_1968.htm Epilog.de] – Interessante Details zur Produktion des Films
- [http://www.2001-odysseeimweltraum.de/ Offizielle deutsche Website zur Wiederaufführung 2001]
- [http://www.filmstarts.de/kritik/2001%20-%20odyssee%20im%20weltraum.html Filmstarts.de] – Tiefgehende Kritik mit gesamtem Handlungsablauf
- [http://www.filmspiegel.de/filme/2001-odysseeimweltraum/2001-odysseeimweltraum_1.php Filmspiegel.de] – Kritik
- [http://scireview.de/2001/ „2001: Der Stand der Dinge. Die Welten von Kubricks 2001 – damals und heute“] von Andreas Maas.
- [http://www.kubrick2001.com/ Interpretation des Films als Flash-Animation]
- [http://www.filmmusikwelt.de/index.php?D=d8cae32adbb81adfa04048f4a6ea8aa8&V=file&file=5a934c0feea540c55ffd416fc0ea5c71 Filmmusikwelt.de] – Besprechung der von Stanley Kubrick ursprünglich beauftragen Musik von Alex North
- [http://www.welt.de/data/2001/03/01/477017.html www.welt.de] – Ligeti im Streit mit Kubrick
- [http://www.sf-radio.net/filmwelt/science_fiction/1984/ 2001: Odyssee im Weltraum in der Filmw | | |