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Hawaii

Hawaii

Hawaii, kulturell Polynesien zugehörig und der 50. Bundesstaat der USA, ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean.

Geographie

Pazifischen Ozean Insgesamt gehören 137 Inseln mit einer Gesamtfläche von 16.636 km² zu Hawaii, die meisten davon sind jedoch nicht bewohnt.
Die 8 größten Inseln sind (von West nach Ost) Niihau, Kauai, Oahu, Molokai, Lanai, Kahoolawe, Maui und Hawai'i, die größte Insel, die auch Big Island genannt wird. Die Midwayinseln gehören geographisch zwar zu der Inselkette, nicht aber politisch.
Die Inseln sind alle vulkanischen Ursprungs. Auf der größten Insel, Hawaii, ist der Vulkan Kilauea noch aktiv. Diese Schildvulkane der Hawaii-Inseln sind die größten Vulkane der Welt. Der Mauna Kea liegt dabei mit 4.201 m Höhe über dem Meer und einer Basis in 5.000 m Wassertiefe, also insgesamt über 9.000 m, an der Spitze. 28 Kilometer(15 Meilen) südöstlich des Kilauea Vulkans befindet sich ein unterseeischer Vulkan Loihi. Loihi ist der jüngste Vulkan, der mit der hawaiischen Kette verbunden ist. Erdbebenschwärme zeigen an, dass der Vulkan aktiv ist. Der Gipfel des Vulkans ist 969 m (3.178 Fuß) unterhalb des Meeresspiegels und enthält eine krater(caldera)-ähnliche Vertiefung. Zwei Risszonen dehnen sich nördlich und südöstlich aus. Wenn Loihi mit einer Häufigkeitsrate ausbricht, die mit der des Kilauea und des Mauna Loa vergleichbar ist, dann erreicht er den Meeresspiegel in einigen zehntausend Jahren. Siehe auch: Liste der Countys in Hawaii Flüsse und Seen Das Trinkwasser auf den Inseln wird unter anderem über artesische Brunnen gewonnen. Der längste Fluss ist der Kaukonahua auf der Insel Oahu. Der größte natürliche See ist der Halulu-See, auf Niihau.

Bevölkerung

Niihau Neben den polynesischen Ureinwohnern siedelten sich nach der Entdeckung weiße Missionare, Händler und Walfänger in Hawaii an. Für den Zuckerrohranbau und später Ananasanbau wurden chinesische und japanische Arbeitskräfte angeworben, die sich dort ansiedelten und teilweise ihre Kultur mitbrachten. Die berühmten "goldenen Menschen" von Hawaii entstanden aus der Durchmischung der polynesischen Ureinwohner mit den asiatischen (v.a. japanischen) Einwanderern. Die Hawaii-Inseln zählen etwa 1,2 Millionen Einwohner. Hauptstadt und zugleich größte Stadt des Archipels ist Honolulu mit etwa 390.000 Einwohnern. Die größten Bevölkerungsgruppen bildeten im Jahre 2000 Asiaten mit 41,6% (einschließlich 16,7% japanischer, 14,7% philippinischer und 4,7% chinesischer Herkunft), 24,3% Menschen europäischer Herkunft und 6,6% hawaiianische Ureinwohner. Verbreitete Sprachen auf Hawaii sind neben Englisch Hawaii Creole English und die indigene Hawaiianische Sprache. Größte Städte (Einwohner 2000)
- Honolulu - 371.657
- Hilo - 40.759
- Kailua - 36.513
- Kaneohe - 34.970
- Waipahu - 33.108
- Pearl City - 30.976
- Waimalu - 29.371
- Mililani Town - 28.608
- Kahului - 20.146
- Kihei - 16.749
- Wahiawa - 16.151
- Liste der Städte in Hawaii

Geschichte

Liste der Städte in Hawaii

Besiedlung

Es waren vermutlich Polynesier von den Marquesas-Inseln, welche zwischen dem zweiten und sechsten Jahrhundert nach Hawaii gelangten. Eine zweite Siedlerwelle von Polynesiern folgte etwa im 11.Jahrhundert von Tahiti aus. Die Seefahrer waren in der Lage, die ungeheure Entfernung von etwa 5000 Kilometern von den Marquesas mit großen Auslegerkanus dank einer ausgefeilten Navigationstechnik zu überwinden. Sie navigierten nach den Sternen, nach der Dünung, nach Wolkenbildung und -zug und nach Vogelschwärmen. All diese Informationsquellen zusammengenommen ermöglichten es ihnen, über tausende von Kilometern zielgenau eine bestimmte Insel anzusteuern. Ihre Doppelrumpfboote bestanden aus ausgehölten und mit Harzen abgedichteten Baumstämmen als Schwimmkörpern. Diese wurden durch sich in der Mitte zwischen ihnen kreuzende Balken zusammengehalten. Auf dem den Schwimmkörpern entgegengesetzten Ende der Balken saß eine teilweise überdachte, leichtgebaute Plattform mit einer Tragfähigkeit bis zu 100 Personen. Zusammengehalten wurde die ganze Konstruktion mit Seilen, die aus den Fasern der dicken Außenschale der Kokosnuss geflochten waren und über eine Haltbarkeit von bis zu fünf Jahren im Salzwasser verfügten. Auch das Segel des polynesischen Doppelrumpfbootes war eine Besonderheit. Mast und Segelfläche bildeten eine Einheit, ähnlich einem überdimensionalen Palmblattfächer mit zwei nach oben zeigenden Spitzen, zwischen denen eine halbkreisförmige Aussparung war, deren tiefsten Punkt die (eingebaute) Mastspitze bildete. Am jeweiligen Ende der beiden Schwimmkörper war zwischen ihnen eine Holzkonstruktion befestigt, in die sich, je nach Bedarf, das Segel stecken ließ. Daher besaß das polynesische Reiseboot im "westlichen Sinne" weder Bug noch Heck, sondern Bug konnte auch Heck sein und umgekehrt, je nach Fahrtrichtung. Die Segelfläche selbst bestand aus einem seitlich aneinander genähten, aus Palmblattspitzen geflochtenen Band und war zwar an den Enden elastisch aber durch den in der Mitte eingebundenen Mast eben doch auch ziemlich steif.
An der Spitze der neu-hawaiianischen Gesellschaft standen die Adligen, die ihre mystische Herkunft auf mehrere Götter zurückführten und ihre Macht auf das Prinzip des kapu stützten. Das kapu erlaubt und verbietet bestimmte Handlungen beziehungsweise den Zutritt zu bestimmten Orten (Tabu). Den Adligen folgten gesellschaftlich die Priester und nach diesen kam das gemeine Volk. Zeitweise kam es zu Kriegen zwischen verschiedenen Stämmen; ein Clan wurde jeweils vom Alii angeführt, einem von den Göttern abstammenden (adligen) Häuptling.

James Cook

Am 18. Januar 1779 landete James Cook auf seiner 3. Pazifikreise in Kauai. Der eigentliche Zweck seines Unternehmens bestand darin, eine Passage in den Atlantik zwischen Alaska und Sibirien zu finden. Er nannte die Inseln, auf denen noch immer mehrere Königreiche bestanden, zu Ehren von Lord Sandwich „Sandwich Islands”. Vermutet wird allerdings, dass der Spanier Juan Gaetano bereits 1527 auf Hawaii landete. Cook betrieb Tauschgeschäfte mit den Einheimischen und ließ neben Schweinen, Ziegen und div. Saatguten auch Geschlechtskrankheiten auf der Insel zurück, welche die Bevölkerung innerhalb der folgenden 80 Jahre von 300.000 auf 60.000 schrumpfen ließen. Ein Jahr später, 1780, kehrte Cook zurück und landete zufällig auf einem der heiligsten Plätze Hawaiis, und das zu einem Zeitpunkt, als die einheimische Bevölkerung ein Fest zu ehren der Gottheit Lono abhielt. Cook wird anschließend als jene Gottheit verehrt, doch nach einigen Missverständnissen mit den Einheimischen und seinem Versuch, die Inseln mit Waffengewalt zu erobern, werden er und ein Teil seiner Mannschaft getötet.

Übernahme durch die USA

Zwischen 1781 und 1811 wurden die Inseln unter Kamehameha I. geeinigt, dessen fünf Nachfolger bis 1872 regierten. Ab 1820 ließen sich immer mehr europäische und US-amerikanische Missionare und Händler in Honolulu nieder; in der Zeit entwickelte sich der Handel zwischen Asien und Amerika immer mehr. Hawaii selbst war sehr erfolgreich mit dem Anbau von Zuckerrohr und Melonen und dem Walfang. Immer mehr Europäer und Amerikaner ließen sich in Hawaii nieder und verdrängten die einheimischen Kulturen. Verschiedene Könige versuchten durch die Schaffung einer Verfassung den Einfluss der Amerikaner und Europäer einzudämmen. Der Einfluss der USA wurde dennoch immer größer. 1875 wurde ein Vertrag geschlossen, der es erlaubte, Zucker aus Hawaii zollfrei in die USA zu exportieren. 1887 konnten die USA nach einer Ergänzung des Vertrags den Marinestützpunkt Pearl Harbor übernehmen. Als Königin Liliuokalani († 1917) den US-amerikanischen Einfluss zurückdrängen wollte, wurde sie 1893 in einem von Plantagenbesitzern und den USA unterstützten Putsch gestürzt und 1894 die Republik Hawaii errichtet. Die Republik war nur von kurzer Dauer. Wegen der großen strategischen Bedeutung wurde Hawaii während des Spanisch-Amerikanischen Krieges am 7. Juli 1898 von den Vereinigten Staaten annektiert. Diese Machtübernahme stieß bei vielen Einheimischen auf Widerstand und Proteste. Vereinigten Staaten Ab 14. Juni 1900 zählte Hawaii zum US-Territorium. Nach dem 1. Weltkrieg wurde Pearl Harbor zum wichtigsten Flottenstützpunkt der USA ausgebaut. Mit dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 begann für die Vereinigten Staaten der Zweite Weltkrieg und über Hawaii wurde das Kriegsrecht verhängt. Nachdem durch massive Förderung der Einwanderung von US-Amerikanern die Hawai'ianer zur Minderheit im eigenen Land geworden waren, wurde Hawaii am 21. August 1959 nach einem Volksentscheid der 50. Bundesstaat der USA. Zum ersten hawaiianischen Gouverneur wurde William F. Quinn erklärt. Die USA verabschiedeten 1993 die Apology Resolution (formell United States Public Law 103-150), mit der sie den Putsch gegen die Monarchie von 1893 für unrechtmäßig erklärten und sich dafür entschuldigten. Am 23. November 1993 wurde das Gesetz von beiden Häusern des Kongresses verabschiedet und am gleichen Tag von Präsident Bill Clinton unterzeichnet. Die polynesische Urbevölkerung, nun in der Minderheit, fordert heute wieder mehr Unabhängigkeit, Rechte und Land für die Hawaiianer sowie eine Lösung von den USA. Die Unabhängigkeitsbewegung und Spannungen zwischen den ethnischen Gruppen abzubauen sind ein Schwerpunkt des [http://www.peaceinstitute.hawaii.edu/ Matsunaga Institute for Peace], das auf einen gewaltfreien Ausgleich der Konflikte hinarbeitet. Der traditionelle Aloha-Geist steht für Gastfreundschaft, gute Laune und Zusammenhalt. Literarisch wurde die Geschichte Hawaiis in einem bekannten Roman von James A. Michener Hawaii verarbeitet. siehe auch Könige von Hawaii Liste der Gouverneure von Hawaii

Wirtschaft

Der Hauptwirtschaftszweig von Hawaii ist der Anbau und Export von Zuckerrohr. Der Walfang wurde bereits von Kamehameha V. (1863-1873) verboten, so dass der Anbau dieser Pflanzen immer wichtiger wurde. Nebenbei werden auch Bananen, Kaffee, Tabak, Ananas, Reis, Baumwolle und Cannabis geerntet. 1990 führte die US Regierung die Operation Wipeout aus. Es wurden über 90 % der hawaiianischen Cannabispflanzen vernichtet, das entsprach etwa einem Wert von 6 Milliarden US-Dollar. Quelle: [http://www.globalsecurity.org/military/ops/wipeout.htm] Des weiteren ist die Tourismusindustrie und die Hollywood-Filmindustrie [http://www.islandx.de/himovie.htm] auf Hawaii ein bedeutender Zweig der Wirtschaft. Der Hafen Honolulus hat ausgedehnte Verladeanlagen und liegt im Mittelpunkt der transpazifischer Passagier- und Frachtschifffahrtslinien. Der Internationale Flughafen Honolulu ist Flugverkehrsknotenpunkt im Pazifik. Industriezweige sind Lebensmittelverarbeitung (Dosenananas), Zuckerraffinade, Maschinenbau, Metallwaren, Baustoffe und Bekleidungsindustrie. Militäranlagen wie der Flottenstützpunkt Pearl Harbor, die Hickam Air Force Base und das Tripler Army Medical Center sind auch für die örtliche Wirtschaft von Bedeutung. Hickam Air Force Base

Oahu

Oahu ist die drittgrößte Insel Hawaiis, auf der 75 % der 1,2 Millionen Einwohner der Inselkette leben. Die meisten japanischen Einwanderer leben hier. Honolulu, Hawaiis weltoffene Hauptstadt, erstreckt sich auf einer Länge von über 42 km. Neben dem multikulturellen Stadtzentrum liegen auf Oahu der lebendige und weltberühmte Badeort Waikiki sowie der (erloschene) Vulkan "Diamond Head", das Wahrzeichen von Honolulu und Waikiki. Waikiki Beach, ein 4 km langer Strand mit bis zu 15 m hohen Wellen, gilt als ein Surferparadies. Auf der Militär-Basis Pearl Harbor kann man die Gedenkstätte des Schlachtschiffes ARIZONA anlässlich des Angriffs der Japaner am 7. Dezember 1941 besichtigen. Dabei kamen 2346 US-Soldaten ums Leben und 8 Schiffe wurden versenkt. Heute ist dieser große geschützte Hafen an der Südküste fast gänzlich militärisches Sperrgebiet. Er dient den USA als strategische Flottenbasis und U-Boot Stützpunkt für den Pazifikraum.

Kauai

Hawaiis älteste und grünste Insel wird auch Garteninsel genannt. Die gezackten und üppig bewachsenen Klippen im Norden dieses Tropenparadieses stehen im starken Kontrast zu der trockeneren Westseite, die durch Waimea Canyon geprägt ist. Der Großteil der Küste wird von ursprünglichen, feinen Sandstränden mit Korallenriffen umsäumt. Am eindrucksvollsten ist die entlegene "Na Pali" Küste. Der Gipfel des Waialeale (1569 m) ist als regenreichster Ort der Erde bekannt. Jurassic Park wurde auf dieser Insel verfilmt.

Bildungssystem und Infrastruktur

1840 errichtete König Kamehameha III. das erste staatliche Schulsystem. 1907 wurde die [http://www.hawaii.edu/ University of Hawaii] gegründet, 1965 die [http://www.hpu.edu/ Hawaii Pacific University] und 1955 die [http://www.chaminade.edu/ Chaminade University of Honolulu]. Die Lebenshaltungskosten in Hawaii sind sehr hoch. Studenten können sich bei den üblichen Stipendiengebern um eine finanzielle Förderung bemühen. Der Deutsche Akademische Auslandsdienst (DAAD) verleiht unter anderem Kurzzeitstipendien für Arbeitsaufenthalte, Reisepauschale eingeschlossen. Bei der Bewerbung hilft der Nachweis, dass es sich um ein Pflichtpraktikum laut Studienordnung handelt.

Wohnen

Die Wohnheime auf dem Campus der University of Hawaii in Honolulu sind sehr teuer und haben fast nur Doppelzimmer. Eine Jugendherberge gibt es in der Seaview Avenue, gegenüber der [http://www.hawaii.edu/ University of Hawaii]. Die Übernachtung kostet etwa 15 Dollar.

Transport

Eine Fahrt im Shuttle-Bus vom Flughafen kostet etwa 10 US-Dollar. Auf Oahu gibt es das beste Bussystem der USA, "THE BUS" genannt. Mit diesen Bussen kann man für den Einheitstarif von zwei US-Dollar für Erwachsene bzw. einem US-Dollar für Jugendliche bis 16 Jahren für zwei Stunden die ganze Insel erkunden. Ein Monats-Buspass kostet derzeit 40 USD und ist u.a. in allen 7-Eleven-Läden erhältlich.

Sport


- Ironman Hawaii
- [http://www.prh.noaa.gov/hnl/pages/SRF.php Surfwetter]
- [http://www.surf-news.com/ Surf News]
- [http://www.psk-iskf-jka.org/ Pacific Shotokan Karate]
- [http://www.hawaiianh2o.com/ Outriggerlinks]

Kultur

Hula

siehe dazu den Artikel Hula.

Kunsthandwerk

Tapa Matten Kunsthandwerk aus Holz

Medizin


- La'au Lapa'au
- Lomilomi (Traditionelle Hawaiianische Massage), siehe Lomi Lomi

Verwandte Themen


- Die traditionellen Blumenkränze, die Gästen um den Hals gelegt werden, sind die Leis.
- Ein 6-Sterne-Hotel auf Hawaii ist das Fairmont Kea Lani Maui Hotel.

Weblinks


- [http://www.state.hi.us/ Seite des Bundesstaates Hawaii]
- [http://www.hawaii-info.de/ Hawaii-Info auf Deutsch]
- [http://www.hawaii-wetter.de/ aktuelles Wetter auf Hawaii]
- [http://www.janesoceania.com/hawaii_1851/index.htm Imressions of a minister of religion, 1851]
- [http://www.janesoceania.com/hawaii_kauai_mythology/index.htm Kauia'i mythology]
- [http://www.geocities.com/~olelo/alohaspiritlaw.html The Aloha spirit law]
- [http://www.hear.org/images/organisms/hawaii/index.html Organisms of Hawaii - unzählige Bilder zur Flora & Fauna Hawaiis]
- [http://volcano.und.nodak.edu/vwdocs/volc_images/north_america/hawaii/hawaii.html Loihi]
- [http://www.g-o.de/index.php?cmd=focus_detail2&f_id=23&rang=10 Schildvulkane]
Kategorie:US-Bundesstaat Kategorie:Inselgruppe Kategorie:Hawaii Kategorie:Australien und Ozeanien ja:ハワイ州 ko:하와이 주 simple:Hawaii th:มลรัฐฮาวาย zh-min-nan:Hawai‘i

Polynesien

Polynesien ist die östlichste der Kulturregionen Ozeaniens. Polynesien mit seinen Inseln und Inselgruppen erstreckt sich von den Hawai'i-Inseln (USA) im Norden nach Neuseeland im Südwesten und der Osterinsel (Chile) im Südosten (=Polynesisches Dreieck). Im Westen verläuft die Grenze zwischen den Gilbertinseln Tuvalu. Ebenfalls dazu gehören Samoa, Cookinseln, Französisch-Polynesien, Niue, Kiribati, Gesellschaftsinseln und Tonga. Die Fidschi-Inseln liegen an der Grenze zu Melanesien. Ebenso zu Polynesien gehören einige in Melanesien liegende polynesische Enklaven. Westlich liegen Melanesien und Mikronesien. Das Wort Polynesien entstammt dem Griechischen: poly = viele + nesoi = Inseln.

Bevölkerung

Die Gesamtbevölkerung Polynesiens wird auf 6 Mio. geschätzt, davon 1 Mio. Polynesier. Äußerlich unterscheiden sie sich stark von den übrigen Ozeaniern durch hellere Hautfarbe, glattere Haare und größere Gestalt.

Besiedlung

Die Besiedelung Polynesiens begann um 1500 v. Chr. Nach der Theorie des Archäologen Peter Bellwood drangen Seefahrer aus Taiwan über die Philippinen in den Raum des Inseldreiecks Tonga/Fidschi/Samoa vor und breiteten sich über die Inselwelt aus. Dieser Vorgang wird mit der Ausbreitung von Pflanzenbau und einer bestimmten Art von Keramik ( Lapita-Ware) in Verbindung gebracht. Andere Autoren glauben an eine Besiedlung von Melanesien aus. Um 1300 v. Chr. wurde die Insel Fidschi erreicht, von dort aus erfolgte die Ausbreitung weiter ostwärts über Samoa und Tonga bis zur Osterinsel. Der Völkerkundler Thor Heyerdahl hat gezeigt, dass eine Besiedlung Polynesiens theoretisch auch von Osten her möglich gewesen wäre. Die Kon-Tiki ist ein Floß aus Balsa, wie es die Ureinwohner Perus and der Westküste Südamerikas bauen. Heyerdahl ist damit bis zu den Tuamotu-Inseln vorgedrungen. Der Humboldtstrom erleichtert den Verkehr von Ost nach West und erschwert ihn in die Gegenrichtung.

Seefahrt

Für die Fernfahrten benutzten die Polynesier Auslegerkanus aus zusammengebundenen Planken, die mit ihren scherenförmigen oder dreieckigen Segeln eine Geschwindigkeit von 7-8 Knoten erreichten. Sie trugen bis zu 200 Personen, wobei auch Tiere und Nutzpflanzen mittransportiert wurden. Für die Navigation auf offener See gab es unterschiedliche Techniken, die aus astronomischen und terrestrischen Bestandteilen zusammengesetzt war. Auf der Südhalbkugel nimmt dabei das "Kreuz des Südens" ein zentrale Funktion ein. Neben diesen kannten die Polynesier auch noch ca. 300 weitere Sternengebilde und 5 sogenannte "kleine Sterne", die Planeten des Sonnensystems. Wichtige terrestische Markierungen wie Landschaftsmerkmale und Wellen- und Strömungsbewegungen wurden mit Hilfe der Stabkarten-Technologie festgehalten.

Kultur

Auf dem riesigen Gebiet von Polynesien mit all den Inseln, die durch viele Kilometer offenes Meer voneinander getrennt sind, entstanden verschiedene Kulturen. Die Strecke Tahiti bis Hawai’i beträgt 3220 km (2000 Meilen), was etwa der Strecke von Portugal bis Sizilien entspricht. Dennoch reisten die Polynesier auf Hawai'i mehrmals zu den Inseln zurück, die sie 1250 verliessen. Mit der Überfahrt der Hokule’a wurde 1976 erneut bewiesen, dass die von um 1250 von den Polynesiern zurückgelegte Strecke auch heute von den polynesieschen Navigationsexperten ohne Kompass, Sextanten oder andere moderne Navigationsgeräte zurückgelegt werden können. Dies ist nur ein Beispiel des kulturellen Schatzes von Polynesien.

Experten (Kahuna)

Die Polynesier kannten ein System von Experten für alle Lebensbereiche. Man könnte es mit einem Universitären System vergleichen, das auch Philosophie, Handwerk und Kunst umschliesst. Die Kahuna (Experten) trugen grosse gesellschaftliche Verantwortung. Die mündliche Literatur transportierte mittels der Oli und Mele (Gesänge) über Jahrhunderte die Geschichte jeder Insel. Mittels solcher Gesänge und Gebete, die für Europäer ungewohnt unmelodiös sind, wurden die Kenntnisse der Kahuna, die Geschichte der Ahnen und der Hawaiianischen Kultur weitergegeben. Das Kumulipo von Hawai'i ist eines der überlieferten Genealogien (Stammbaum) und zählt hunderte von Zeilen, die auswendig gelernt wurden.

Einfluss vom Westen

Die eindringenden Europäer und Amerikaner waren auf der Suche nach Fellen, neuen Routen und Rohstoffen und zeigten wenig Respekt oder Interesse, die tausende Jahre alten Kulturen kennenzulernen. Die Krankheiten, welche sie einschleppten rafften den grössten Teil der Bevölkerung auf den Inseln von Polynesien weg. Aber auf den Schiffen der Eroberer waren auch einige Wissenschafter, die die Sprache lernten. Der deutsche Dichter Adalbert Chamisso (1781 – 1838) war einer der ersten, die auf Deutsch Teile von Polynesien beschrieben als er Kapitän Romanzow auf der Rurik bei einer Entdeckungsreise in die Südsee begleitete. http://gutenberg.spiegel.de/chamisso/weltreis/weltreis.htm Er war ein Zeitzeuge der polynesischen Kultur, mit der Kunst der Tätowierung, den alten, heiligen Tänzen und Ritualen und der damals gegenüber der europäischen viel weiter entwickelten Textilkunst. Auch brachten die ersten Forscher Zeugnisse der Literatur, die mündlich über Jahrtausende weitergegeben wurde. Mit dem Eindringen der christlichen Missionare (Kalvinisten)gingen leider viele der alten Traditionen verloren. Die Reise der Holule'a brachte in den Inseln von Hawai'i wie auch in Tahiti eine Verstärkung der Identität und eine Rückbesinnung auf die eigene Kultur.

Medizin

Die Experten (Kahuna) für Medizin waren auf vielen Gebieten Meister: - Kahuna ho’ohanau: Geburten, Kinderkrankheiten (Hebammen, Gynäkologie, Pädiatrie) - Kahuna ha‘i’wi: Knochen zusammenfügen (Chirurgie/Orthopädie) - Kahuna Lomilomi: Massage (Körpertherapie / Physio-therapie) - Kahuna la’au lapa’au: Kräuterkunde (Allgemeinpraktiker, Naturheiler, Kräuterspezialist) - Kahuna Kahea: Psychotherapie / Körperpsychotherapie

Massage

In den deutsch sprachigen Ländern ist heute insbesondere die Traditionelle Hawaiianische Massage bekannt. Massage bedeutet auf Hawaiianisch "Lomilomi" und auf Tahitianisch "Romi". Lomilomi hat schon viele Menschen in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz von der ganzheitlichen Medizin überzeugt. Romi ist in den französisch-sprachigen Ländern besser bekannt.

Naturheilkunde

Seit einigen Jahren interessiert sich die Forschung auch für das Können der polynesischen Naturheilkundler (Kahuna la’au lapa’au), da sie seit jahrhunderten erfolgreiche Therapien gegen gewisse Arten von Krebs kannten. Einige pflanzliche Heilmittel (Noni) sind schon in Europa erhältlich. Seit 1986 wird in Deutschland und der Schweiz Lomilomi, die Traditionelle Hawaiianische Massage angeboten, insbesondere der Lomilomi Stil von Kahu Abraham Kaua'i.

Tanz Musik

Vor dem eindringen der Missionare war die Musik Bestandteil von Ritualen. Die heiligen Gesänge wurden für die Verbindung zu den verschiedenen Gottheiten verwendet. Als die Portugiesen die Ukulele mitbrachten änderte sich die Musik drastisch, indem zu den monotonen Gebeten, Sprechgesängen (Chants) und Gesängen die Harmonien der Ukulele dazukam.

Kunst

Untrennbar vom Tanz und von den Ritualen sind die wunderschönen Blumenkränze (Lei), welche aus Blumen, Kräutern und Muscheln zu wahren Kunstwerken gefertigt werden. Die Polynesier waren Meister in der mehrfarbigen Textilbedruckung (Tapa, Kapa) und besinnen sich heute wieder auf diese alte Kunst.

Sport

Der Rudersport war schon immer auch ein kulturelles Ereignis, da es Zeiten gab, die für Feste und Wettkämpfe reserviert waren (Makahiki) und kriegerische Handlungen ruhen mussten. Heute sind die Wettkämpfe der verschiedenen Ruderklubs beliebte gesellschaftliche Ereignisse. Während dieser Festivale konnten die Männer ihre Kampfsportarten (Lua) unter Beweis stellen und sich in Ringkämpfen messen.

Weblinks

[http://www.tempelmassage.com/hawaii Infos über Huna und Kahuna]

Siehe auch


- Polynesier
- polynesische Sprachen
- Maori
- Französisch-Polynesien
- Australien (Kontinent)
- Massage Kategorie:Australien und Ozeanien Kategorie:Polynesien ja:ポリネシア ko:폴리네시아 zh-min-nan:Polynesia

Bundesstaat

Föderalismus bezeichnet grundsätzlich ein Organisationsprinzip, bei dem die einzelnen Glieder (seien es Länder, Provinzen oder auch nur Vereine) über eine gewisse Eigenständigkeit verfügen, aber zu einer übergreifenden Gesamtheit zusammen geschlossen sind. Im politischen Bereich ist damit speziell ein staatliches Organisationsprinzip gemeint, infolge dessen einzelne Gliedstaaten (Länder) einen Bundesstaat - der Begriff Bundesstaat kann dabei sowohl den Gesamtstaat als auch die Gliedstaaten meinen - oder (in wesentlich lockerer Form) einen Staatenbund bilden. Der Begriff leitet sich vom lat.: foedus, foedera (Bund, Bündnis, Vertrag) ab. Die Gliedstaaten (auch Länder, Bundesländer, Kantone oder Bundesstaaten genannt) geben dabei - allerdings nicht im Falle eines Staatenbundes - ihre staatliche Souveränität auf, behalten aber ihre Staatlichkeit als Gebietskörperschaft. Der Gesamtstaat, der Bund, entscheidet über alle Fragen von Einheit und Bestand des Ganzen (z.B. Sicherung der Bündnisgrenzen), die Länder haben Selbstbestimmungsrecht in ihren Kompetenzbereichen (in Deutschland z.B. Bildung, Polizei). Meist wird der Begriff Föderalismus auf souveräne Staaten bezogen, die mehreren geografisch eingegrenzten Teilgebieten ihres Staates eine gewisse politische Autonomie einräumen. Diese darf nicht ohne weiteres wieder entzogen werden und ist meist in der Verfassung festgelegt. Die so genannten Gliedstaaten besitzen eigene politische Organe und eigene Kompetenzen zur Regelung ihrer Angebote und leiten diese Rechte nicht vom Zentralstaat ab. Im Gegensatz zum Staatenbund besitzt der Gesamtstaat im Föderalismus auch eigene Kompetenzen, die er ohne die Zustimmung der Gliedstaaten regeln kann. Beispiel für institutionellen Föderalismus sind manche Parteien, die sich, zum Beispiel in Deutschland, in den Gliedstaaten bilden und Aufgaben und Kompetenzen der Organisation auf eine Dachorganisation übertragen, die in Teilgebieten eigenständig agieren kann, in anderen Teilen jedoch auf die Teilorganisation angewiesen sind. Der Föderalismus ist immer geprägt vom Spannungsfeld der Beziehungen zwischen Zentralstaat und den Gliedstaaten, sodass es durchaus zu Pendelbewegungen hin zu mehr Zentralisierung oder zu mehr Dezentralisierung kommen kann.

Entstehung

Bundesstaaten können auf zwei Arten entstehen:
- Ein Zusammenschluss bislang selbstständiger Staaten zu einem größeren Staatswesen (siehe Schweiz)
- Auflockerung und Zerteilung von bisherigen Zentralstaaten.

Kompetenzverteilung

Bei der Aufgabenverteilung wird unterschieden zwischen
- sachlicher Kompetenzverteilung, d.h. die staatlichen Zuständigkeiten werden zwischen Bund und Gliedstaat nach inhaltlichen Kriterien verteilt: Beispielsweise übernimmt der Bund die Außen- und Geldpolitik, während die Länder für Bildungswesen und Innere Sicherheit zuständig sind.
- funktionaler Kompetenzverteilung, d.h. die Zuständigkeiten zwischen Bund und Gliedstaaten unterscheiden sich nach Art der zu erbringenden Leistung: Der Bund erarbeitet z.B. Gesetze und die Gliedstaaten führen die Gesetze aus.

Abgrenzung zu Zentralstaaten und zum Staatenbund

Föderalismus grenzt sich zum einen vom Zentralismus, zum anderen vom Staatenbund ab. Betrachtet werden hierbei im Sinne des Völkerrechts souveräne Staaten, die ihre innerstaatlichen Angelegenheiten ohne Einmischung anderer Staaten regeln. Ausnahme kann die freiwillige Übertragung von Kompetenzen an überstaatliche Organisationen (beispielsweise die Europäische Union) sein. Ein zentralistischer Staat hat nur eine politische Entscheidungsebene, die zentral alle Angelegenheiten des Staates bestimmt oder diese lokalen politischen Behörden kommissarisch überträgt. Diese lokalen Behörden haben jedoch keine eigenen Rechte, die den Zentralstaat hindern diese Kompetenzen wieder zu entziehen oder die Behörde aufzulösen. Beispiel hierfür ist Frankreich. Ein Staatenbund hingegen entsteht durch Zusammenschluss mehrerer souveräner Staaten auf Basis von Verträgen. Hier können zwar gemeinsame Institutionen gebildet werden. Ein Staat kann jedoch jederzeit wieder aus alleiniger Entscheidung austreten. Ein Beispiel ist die UNO.

Eigenschaften föderaler Staaten

Föderale Staaten besitzen meist eine Verfassung, die nur durch die Mehrheit der Gliedstaaten und die Mehrheit der gesamtstaatlichen Legislative geändert werden kann. Diese legt Kompetenzen für Gliedstaaten und Gesamtstaat fest. In jedem Gliedstaat gibt es legislative, exekutive und judikative Organe. Dies erweitert die vertikale Gewaltenteilung um eine horizontale Gewaltenteilung, die eine hemmende Wirkung entfachen kann und damit die Stabilität des politischen Systems fördert. Gleichzeitig entlastet die Bearbeitung politischer Probleme durch die Gliedstaaten den Gesamtstaat. Die Bürger können sowohl ein gesamtstaatliches als auch ein gliedstaatliches Parlament wählen. Meist besitzt die gesamtstaatliche Ebene zwei Parlamentskammern. Die eine vertritt dabei auch gliedstaatliche Interessen.

Föderales Europa

Lange Zeit konnte man bei der EWG und EG von einem Staatenbund sprechen. Verträge wie die Montanunion hatten sogar ein Ablaufdatum. Heute besitzt die EU neben einer Verwaltung auch feste Kompetenzen, die auf Basis der EU-Verträge vom Europäischem Gerichtshof überprüft werden. Solange die EU noch keine eigene Verfassung besitzt, kann man zwar noch nicht von einem föderalen Staat sprechen; aber die EU ist auf dem Weg, zu einem Staat über Staaten zu werden, der mehr ist als ein Staatenbund. Manche bezeichnen die EU deshalb heute als Staatenverbund.

Liste föderal verfasster Staaten


- Argentinien, 23 Provinzen, 1 Bundesdistrikt, Verfassung von 1853/1994
- Äthiopien, 9 Regionen, 2 Gebiete mit Sonderstatus, Verfassung von 1995
- Australien, 6 Bundesstaaten, 2 Territorien, 3 Außengebiete, Verfassung von 1901
- Belgien, 3 Regionen, 3 Sprachgebiete, Verfassung von 1994
- Brasilien, 26 Bundesstaaten, 1 Bundesdistrikt, Verfassung von 1988
- Deutschland, 16 Länder, Grundgesetz von 1949
- Estland, 15 Landkreise, Verfassung von 1992
- Kanada, 10 Provinzen, 3 Territorien, Verfassung von 1867/1982
- Indien, 28 Staaten, 7 Territorien, Verfassung von 1950
- Komoren, 3 Territorien, Verfassung von 2001
- Malaysia, 13 Bundesstaaten, 3 Territorien, Verfassung von 1957
- Mexiko, 31 Bundesstaaten, 1 Territorium, Verfassung von 1917
- Mikronesien, 4 Teilstaaten, Verfassung von 1979
- Nigeria, 36 Bundesstaaten, 1 Territorium, Verfassung von 1979
- Österreich, 9 Bundesländer, Verfassung von 1929.
- Pakistan, 4 Provinzen, 2 Territorien, Verfassung von 1973
- Russland, 21 Republiken, 1 Autonomes Gebiet, 10 Autonome Kreise, 6 Regionen, 49 Gebiete und 2 Städte mit Subjektstatus, Verfassung von 1993
- Schweiz, 26 Kantone (bis 2000: 20 Kantone und 6 Halbkantone), Verfassung von 1848 (Totalrevisionen von 1874 und 1999)
- Spanien, 19 Autonome Regionen, Verfassung von 1978
- Südafrika, 9 Provinzen, Verfassung von 1996
- St. Kitts und Nevis
- Venezuela, 23 Bundesstaaten, 1 Bundesdistrikt, Verfassung von 1999
- Vereinigte Arabische Emirate, 7 Emirate, Verfassung von 1971
- Vereinigte Staaten von Amerika, 50 Bundesstaaten, 1 Bundesdistrikt, Verfassung von 1787

Nicht mehr existente Bundesstaaten


- Äthiopien
- Deutsches Reich (1871-1918)
- Jugoslawien
- Norddeutscher Bund (1867-1871)
- Tschechoslowakei

Siehe auch


- Bundestreue
- Subsidiarität
- Exekutivföderalismus
- Statistik der deutschen Länder von 1925 Einzelne Artikel für Staaten:
- Föderalismus in Deutschland
- Föderalismus in der Schweiz Kategorie:Politische Geographie Kategorie:Politischer Begriff Kategorie:Staatsphilosophie ja:連邦

Inselkette

Eine Inselkette ist eine bestimmte Form von der Inselgruppe, bei denen die einzelnen Inseln aneinander gereiht positioniert sind. Meist ist eine Inselkette vulkanischen Ursprungs. Liegt die Inselkette am Rand einer Subduktionszone, handelt es sich im allgemeinen um einen Inselbogen.

Einige Inselketten


- Alëuten, sichelförmige Inselkette
- Antillen (Karibik), (Kuba bis Aruba) fast 3500 km
  - Inseln unter dem Winde
  - Inseln über dem Winde
- Äolischer Inselbogen (Italien)
- Bermuda
- Florida Keys etwa 350 km
- Friesische Inseln
- Hawaii über 3000 km schnurstracks Nordwest (Pazifik, USA)
- Kornaten (Kroatien)
- Kanarische Inseln (Nordwest-Afrika)
- Lofoten
- Maskarenen im Indischen Ozean
- Neu-Hebriden Inselbogen (Vanuatu) im Südwest-Pazifik
- ostasiatischer Inselbogen im Pazifik von den Kurilen bis Taiwan
  - Kurilen 1200 km (Russland/ Japan)
  - Japanische Inselkette: etwa 5000 km; die größten dieser Inseln sind Sachalin (russisch), Hokkaidō, Honshū, Shikoku und Kyushu
  - Ryukyu-Inseln mit Okinawa
- Sumatra, Java und Kleine Sunda-Inseln
- Tuvalu-Inselkette
- Marsvulkane am Tharsis-Plateau Kategorie:Physische Geographie

Kauai

Kaua'i ist Hawaiis älteste und grünste Insel und wird auch Garteninsel genannt. Die 8 größten Inseln von Hawai'i sind (von West nach Ost) Ni'ihau, Kaua‘i, O'ahu, Moloka‘i, Lana'i, Kaho'olawe, Maui und Hawai'i, die größte Insel, die auch Big Island genannt wird. Die Inselhauptstadt ist Lihue mit 6.500 Einwohnern. Auf 1433km² birgt sie eine Vielfalt von Landschaftsformen. Das Gebiet um den 1.569 m hohen Mount Wai'ale'ale gilt mit mehr als 11.000 mm Jahresniederschlag als regenreichster Punkt der Erde Die gezackten und üppig bewachsenen Klippen im Norden dieses Tropenparadieses stehen im starken Kontrast zu der trockeneren Westseite, die durch den Waimea Canyon geprägt ist (der auch als Grand Canyon des Pazifik bezeichnet wird). Der Großteil der Küste wird von ursprünglichen, feinen Sandstränden mit Korallenriffen umsäumt. Am eindrucksvollsten ist die entlegene "Na Pali" Küste mit ihren bis zu 1 Kilometer hohen Felsklippen.Pazifik

Geschichte

Als König Kamehameha I., der Große (
- 1758 - † 1819) im Jahre 1796 mit rund 10.000 Kriegern Kauai erobern wollte, ging seine Flotte in der rauhen See unter. Erst 1810 unterwarf sich der König von Kauai der Herrschaft von Kamehameha I. Später kamen Missionare, die auch Zuckerrohrplantagen errichteten. Heute zählt die Insel mehr als 60.000 Bewohner, die sich durch Anbau von Zuckerrohr, tropischen Früchten und zunehmend von der Tourismusindustrie ernähren.

Tourismus

Zuckerrohr Zuckerrohr Zuckerrohr Zuckerrohr Der Tourismus ist im Gegensatz zu z. B. Maui und Big Island noch nicht so stark ausgeprägt. Doch sind sehr viele Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Im flachen Hanalei Tal wachsen ausgedehnte Tarofelder. Vom Hanalei Valley Loockout am Hwy. 56 hat man einen wunderschönen Ausblick. Kapaa mit seinem angrenzenden Coconut Beach ist ein Ausgangspunkt zu vielen Sehenswürdigkeiten. Die Fern Grotto wird zwar als Attraktion bezeichnet, ist aber eine klassische Touristenfalle. Die Na-Pali Coast ist Hauptanziehungspunkt für geübte Wanderer. Für den gesamten Pfad sollte man zwei Tage einplanen. Die Aussicht hier ist grandios! Das Kilauea Pont Lighthouse, ein Leuchtturm aus dem Jahre 1913 befindet sich auf steilen Klippen. Heute ist es zum Teil Vogelschutzgebiet in welchem Albatrosse, Tölpel und Fregattvögel brüten. Poipu an der sonnigen, regenarmen Südseite ist die wichtigste Urlaubsregion mit vielen Hotelanlagen und Ferienwohnungen. Die Badebuchten dehnen sich hier rund 10 km aus. Das Spouting Horn, ein Meeresgeysir an der Poipu-Küste wird von vielen Touristen besucht. Waimea ist Ausgangspunkt für den Waimea Canyon. Auf dem Highway 550 führt die Straße zum Westrand des Canyons mit vielen schönen Aussichtspunkten. Der zum Teil mehr als 1.000 m Canyon ähnelt verblüffend seinem großen Bruder in Arizona und wird daher auch Grand Canyon des Pazifik genannt. In der Nähe von Waimea, im äussersten Westen der Insel, am Ende des Hwy. 50 liegt der naturbelassene Barking Sands Beach, eine wüstenhaft trockene Dünenlandschaft mit menschenleeren Stränden.

Weblinks


- [http://www.kauaigov.org/ Homepage des County of Kauai, Hawaii] Kategorie:Hawaii Kategorie:Polynesien Kategorie:Insel (Ozeanien) Kategorie:Insel (USA) ja:カウアイ島 simple:Kauai

Molokai

Molokai The friendly island ist eine zu Hawaii (USA) gehörende Insel. Die acht größten Inseln von Hawaii sind (von West nach Ost) Niihau, Kaua‘i, Oahu, Moloka‘i, Lanai, Kahoolawe, Mau‘i und Hawai'i, die größte Insel, die auch Big Island genannt wird. Hawai'i
- Länge: 60 km
- Breite: 16 km
- Größe: 676 km²
- Einwohner: ca 7.000, hauptsächlich polynesischer Abstammung.
- Hauptstadt: Kaunakakaí
- Höchste Erhebung: 1.512 m (Mauna Kamakou) Die Insel lebt vom Anbau von Wassermelonen und Saatgut. Die Landwirtschaft soll auch weiterhin die wirtschaftliche Basis bilden.

Auf Molokai findet man die Geburtsstätte der Hulagöttin Laka, in jedem Jahr wird auf Molokai am dritten Wochenende im Mai die Geburt des Hula gefeiert. Molokai wird gerne die hawaiianischte Insel, vordem auch "vergessene Insel" genannt, da sie dünn besiedelt, zum größten Teil unberührt und noch weitestgehends vom Massentourismus verschont geblieben ist. Die Bevölkerung versucht den Tourismus einzudämmen und auf die Westküste zu beschränken.

Geschichte

Im Jahre 1795 unterwarf König Kamehameha I sich die Insel in einer blutigen Schlacht. In späteren Jahren mussten die Inselbewohner in harter Fronarbeit für den König die Sandelholzwälder fällen und diese dann auf die Schiffe transportieren. Im Jahre 1866 wurde die abgelegene Halbinsel Kalaupapa zur Quarantänestation für Leprakranke erklärt. Der belgische Missionar Pater Damian de Veuster kümmerte sich hingebungsvoll um die Ausgestoßenen, bis er 1889 selbst an Lepra starb. Der Missionar, der 1995 seliggesprochen wurde, wird heute noch von den Einheimischen verehrt. Hafenanlagen und die Ruine eine Zuckerrohrfabrik zeugen von der jüngeren Geschichte.

Tourismus

Eine vierstündige Führung durch die alte Leprakolonie zeigt das Leben und Wirken des bekannten Missionars Pater Damien. An der Südküste ist das Meer, bedingt durch ein vorgelagertes Riff, sehr ruhig und seicht. An der Ostküste, entlang des Highway 450, findet man schöne Badebuchten, die auch zum Schnorcheln geeignet sind. Die schönsten Strände befinden sich im Westen Molokais, unter anderem sind dies Kawakiu Beach und Papohaku Beach, allerdings sind hier der Wellengang und die Strömung sehr stark ausgeprägt. In der Nähe von Maunaloa, im Westen der Insel, wird in einem Park, in dem afrikanische und fernöstliche Tierarten gezüchtet werden, eine Molokai Ranch Wildlife Park Safari angeboten. Den Molokai Forest Reserve kann man per Fuß oder Geländewagen erkunden und auf der Main Forest Road gelangt man schließlich auf den 1512 m hohen Mt. Kamakou und den 1000 m hohen Waikolu Lookout. Das Halawa Valley erreicht man über den Hwy. 450. Ein kurzer Wanderweg führt durch das grüne Tal zu den 75 m hohen Moaula Falls. Kategorie:Hawaii Kategorie:Polynesien Kategorie:Insel (Ozeanien) Kategorie:Insel (USA) simple:Moloka'i

Lanai

Lāna'i ist eine zu Hawaii (USA) gehörende Insel. Die acht größten Inseln von Hawaii sind (von West nach Ost) Niihau, Kaua‘i, Oahu, Moloka‘i, Lanai, Kahoolawe, Mau‘i und Hawai'i, die größte Insel, die auch Big Island genannt wird.
- Länge: 29km
- Breite: 21km Die höchste Erhebung ist der 1027 m hohe Mt. Lanaihale im Südosten der Insel. Erst um 1400 wurde dieses Eiland von den Hawaiianern besiedelt. Später kamen weiße Missionare, Chinesen und Mormonen, die um 1802 den Zuckerrohranbau einführten. Im Jahre 1922 kaufte der Ananaskönig Jim Dole die Insel für 1,1 Mio. Dollar. Heute wird dort fast ausschließlich Rinderzucht und Farmwirtschaft betrieben. Die wenig erschlossene Insel wird von nur 2400 Einwohnern bevölkert. Die Insel besteht aus einem Hochplateau. Ein fünftel der Insel ist mit Ananas bebaut, so das Lana'i lange Zeit größte Ananasplantage der Welt war. Landwirtschaftliches nicht genutztes Land ist naturbelassen.

Tourismus

Als Urlaubsziel hat sich die Annanas Insel noch nicht richtig entwickelt, wohl aber ist sie beliebtes Tagesausflugsziel von Maui. Vorwiegend Golfer und Wanderer (12km lange Munro Trail) bevölkern zu den Hauptreisezeiten die Insel. Im Hinterland erwarten einen alte hawaiische Ruinen. Der kleine Hauptort Lana'i City liegt rund 500 m über dem Meer, in der Mitte der Insel, im erfrischend, kühlen Hochland zu Füßen einer Bergkette. Als Windschutz werden seit 1920 in und um den Ort Norfolk-Pinien angepflanzt. Sie geben dem Ort ein sympathisches Gesamtbild. Die 7th Street und die 8th Street sind die Hauptstrassen mit wenigen Geschäften. Bei einem Rundgang lohnt sich ein Blick in die prächtigen Hausgärten. Die Insel ist ideal für Golfer, Naturfreunde und zum Erholen und Baden. Lanai ist ein kleiner Geheimtipp für Individualisten. Der schönste Badestrand ist die geschützte Hulupoe Beach an der Südküste von Lāna'i. Der einsame, meist sehr windige Polihua Beach an der Nordwestküste besitzt einen herrlichen Blick auf die Insel Molokai und ist nur zu Fuß oder mit Allradfahrzeug erreichbar. Kategorie:Hawaii Kategorie:Insel (USA) Kategorie:Insel (Ozeanien) simple:Lana'i

Maui

Maui ist mit einer Fläche von insgesamt 1883 km² die zweitgrößte Insel des Archipels von Hawaii. Wegen der durch Erosion entstandenen flachen Landbrücke (Isthmus) zwischen den "West Maui Mountains" und dem Haleakala wird Maui auch als "The Valley Isle" bezeichnet (Da die Landbrücke von den beiden Bergregionen aus wie ein Tal aussieht). Maui gehört zum amerikanischen Bundesstaat Hawaii und ist die größte Insel in Maui County. Letzteres umfasst auch die Inseln Lāna‘i, Kaho‘olawe und Moloka‘i. Im Jahre 2000 zählte Maui insgesamt 117.644 Einwohner. Die größten Städte auf der Insel sind Kahului, Wailuku, Lahaina und Kīhei.

Klima

Auf Meereshöhe herrscht in Maui ein über alle Monate des Jahres hinweg stabiles, tropisches Klima. Die Durchschnittstemperaturen liegen im Sommer zwischen 24 und 29 °C, im Winter etwa 2-4 °C darunter. Die Wassertemperatur des Pazifik liegt bei 24-27°C Die regenreichste Zeit ist von November bis April. Die jährlichen Niederschlagsmengen variieren aufgrund der Topographie der Insel beträchtlich. So gehört die Gipfelregion des West Maui Volcano mit ca. 10 m Regen pro Jahr zu den regenreichsten Orten der Erde, während in Kihei, das im Regenschatten des Haleakala liegt, jährlich lediglich 250 mm Niederschlag zu verzeichnen sind. Die Hurrican-Saison in Maui geht vom Spätsommer bis in den Herbst hinein. Der letzte Hurrican "Iniki" (1992) streifte Maui nur. Die weit häufigeren tropischen Winterstürme kommen meist aus südöstlicher Richtung. Solche Stürme werden als Kona-Sturm bezeichnet. Maui ist Tsunami-gefährdet. Ein gutes Warnsystem existiert seit Jahrzehnten. Jeder Tourist sollte sich vor Ort darüber informieren.

Wirtschaft

Die dominierenden Wirtschaftszweige auf der Insel sind die Landwirtschaft und der Tourismus. Ein großer Teil der fruchtbaren Ebene zwischen dem West Maui Volcano und dem Haleakala wird von Zuckerrohr- und Ananasplantagen genutzt. Allein die Hawaiian Commercial and Sugar betreibt auf Maui Zuckerrohrplantagen mit einer Gesamtfläche von 150 km². Eine Eigenart des Zuckerrohranbaus auf Maui ist das genzielte Abbrennen der Felder kurz vor der Ernte. Die Tradition geht auf einen entlassenen Plantagenarbeiter zurück, der aus lauter Frust die Felder seines Arbeitgebers abbrannte. Als dieser dann die Ernte trotzdem doch einholte, zeigte sich, dass die Ausbeute an Rohzucker höher war als normalerweise üblich. Seitdem gehört die von Einheimischen "Maui Snow" genannte Asche zum alltäglichen Bild in den südlich der Zuckerrohrfelder gelegenen Ortschaften, wie z. B. Kihei. Größter Flughafen der Insel ist der Maui Airport in Kahului (IATA-Code: OGG; ICAO-Code: PHOG). Von hier aus gibt es Verbindungen zu den anderen Inseln des Archipels von Hawaii und zum amerikanischen Festland, so zum Beispiel nach Chicago, San Francisco, Los Angeles, Atlanta und Vancouver.

Forschung

Auf Maui befindet auch das Air Force Maui Optical and Supercomputing Site (AMOS). Das dazugehörige Maui High Performance Computing Center (MHPCC) in Kihei betreibt einige der weltweit schnellsten Computer. Auf dem Haleakala befindet sich mit dem AEOS-Teleskop (Advanced Electro-Optical System) das größte militärisch genutzte Teleskop der Vereinigten Staaten. Es hat einen Öffnungsdurchmesser von 3,67 Metern und ist als eines der ersten Instrumente seiner Art mit einer adaptiven Optik ausgestattet worden. Diese Technologie ermöglicht die Kompensation des atmosphärischen Flimmerns. Auf dem Haleakala befinden sich außerdem noch mehrere Teleskope (0,4 bis 1,6 Meter Öffnungsdurchmesser), die im Rahmen des amerikanischen Space Surveillance System dazu beitragen, einen Katalog von derzeit rund 13.000 künstlichen Weltraumobjekten zu pflegen. Da der 3.055 Meter hohe Gipfel des Haleakala einer der fünf weltweit wichtigsten astronomischen Standorte ist, befinden sich auch zahlreiche andere Beobachtungsinstrumente hier, so zum Beispiel ein Sonnenobservatorium der Universität von Hawaii.

Tourismus

Im Jahre 2002 zählte Maui insgesamt über zwei Millionen Besucher. Die wichtigsten Touristenzentren auf der Insel sind die Küsten zwischen Lahaina und Kapula sowie zwischen Kihei und Wailea. Während Oahu überwiegend von japanischen Touristen besucht wird, ist Maui bei Besuchern vom US-Festland und aus Kanada sehr populär. Zu den vielen Sehenswürdigkeiten der Insel zählen die Road to Hana, der 110km² große Haleakala-Nationalpark, das Iao Valley, sowie die weltberühmten Surf- und Windsurfreviere im Norden von Maui (Ho'okipa, Jaws, Lanes, Spreckelsville, Kanaha).

Haleakala Krater

Der Highway 378 führt bis auf ca. 3.040 m Höhe auf den Haleakala. Für die von Kahului aus ca. 50 Meilen (80 km) lange Strecke (via Haleakala Highway #37) benötigt man mindestens 1,5 Stunden. Oben angekommen erwartet den Besucher ein farbenprächtiges Panorama. Die Farbenvielfalt wird verursacht durch die je nach Zusammensetzung in rot, grün, blau oder gelb schimmernde Lava. Auf Wanderpfaden ist der über 1.000 m tiefe Krater gut begehbar. Hier findet man unter anderem die seltene Nene Gans und das sehr seltene Silberschwert, das nur am Gipfel des Haleakala Kraters vorkommt. Tagsüber ist der Berg oft in Wolken eingehüllt. Die Straße um "East Maui" Road to Hana führt auf den östlichen ca. 50 Meilen über 54 Brücken und sehr vielen Kurven in eine Regenwaldregion mit Aussichtspunkten sowie hunderten von Wasserfällen, die teils in romantischen Teichen ("Pools") enden, die zum Baden einladen (zum Beispiel Ohe'o Gulch, Seven Pools). Folgt man der Straße nach Kipahulu, gelangt man nicht nur zum gleichnamigen Teil des Haleakala Nationalparks, sondern nach einer weiteren Meile auch zur letzten Ruhestätte des Luftfahrtpioniers Charles Lindbergh in der Nähe der Palapala Ho'omau Church.

Kihei und die Südküste

Der sonnige Küstenteil an der Maalea Bay hat sich in letzter Zeit zu einem sehr beliebten Ferienzentrum entwickelt. Besonders Windsurfer schätzen die nachmittäglichen starken Winde von März bis Oktober. Von Kihei oder Wailea aus können Schnorchel und Tauchgänge in mehrere interessante Tauchreviere Mauis unternommen werden. Darunter befinden sich die Kraterinsel Molokini und ein mit Recht als Turtletown (Stadt der Meeresschildkröten) bezeichnetes Gebiet in Makena. In allen Gewässern um Maui kann man von November bis März Buckelwale beobachten, die hier zur Paarung und zum Kalben überwintern. Besonders die Maalea Bay (nur 15 m tief) ist bei den Walen beliebt (Bester Aussichtspunkt: McGregor Point). Beidseitig der Hauptstraße der South Kihei Road befinden sich die meisten Apartment Komplexe und Hotels. Noch weiter südlich schließt sich Wailea an, mit einigen der exklusivsten Hotel und Golfanlagen der Welt.

Lahaina

Der Name bedeutet "Gnadenlose Sonne" in hawaiischer Sprache. Das alte Walfänger- und Plantagenstädtchen mit ca. 10.000 Einwohnern bemüht sich seinen Flair trotz Touristen und Kommerz zu bewahren. Die schöne Lage in Lee (im Westen) der West Maui Montains veranlassten König Kamehameha I dazu, seinen Hof nach Lahaina zu verlegen. Später wurde dann Lahaina der wichtigste Walfängerhafen im Pazifik. Blickfang ist der im Jahre 1873 gepflanzte Banyan Baum im Ortszentrum (ein "Ficus" Baum, dessen Krone fast 1 Hektar Fläche überstreicht). Einige Museen (zum Beispiel das Baldwin Home), die Carthaginian II (ein restaurierter Zweimaster) und der Wo Hing Temple, das Prison" zeugen von der Vergangenheit der ehemaligen Inselhauptstadt. Ebenso einen Besuch wert ist das Pioneer-Inn, eine über 100jährige Walfängerkneipe im Hafen von Lahaina, wo die Zeit stillzustehen scheint.

Paia

In der alten Zuckerrohrstadt (
Paia Sugar Mill, 2000 stillgelegt) an der Nordküste der Insel treffen sich etwa seit 1980 die Windsurfer aus aller Welt. Paia liegt etwa in der Mitte zwischen den weltberühmeten Windsurfspots. Hier herrschen die besten Windsurf-und Surfbedingungen der Insel. Das Korallenriff "Spartan Reef" mit Wassertiefen von 1 Meter bis 30 cm lässt den berühmten "North Swell", die Dünung des Nordpazifik, nach einigen tausend Kilometer Reise and diesem Riff zu gewaltigen Wellen (=Surf) auflaufen. Die besonders von den Winterstürmen zwischen Japan und den Aleuten aufgewühlten Wogen brechen mehrmals jährlich, jeweils einige Tage am Northshore mit bis zu 20 m Höhe (Jaws). Aber auch an "normalen" Tagen im Winter (2-4 m Welle) sowie im Sommer (1-2 m Welle) ist die Kombination mit dem Passatwind (Tradewind) weltweit einmalig. Durch den Isthmus zwischen den 2000 m hohen West Maui Mountains und dem 3000 m hohem Haleakala wird der Passatwind (normal ca. 4 Beaufort) auf tagsüber 5-9 Beaufort beschleunigt. Dazu kommt auch der "Venturi-Effekt" des Haleakala, der an klaren sonnigen Tagen durch aufsteigende warme Luft im Westen wie ein gewaltiger Staubsauger wirkt. Ende März (PWA World Cup) und Anfang November (Aloha Classic) trifft sich die Weltelite der Windsurfer in Ho'okipa zu den beiden wichtigsten "Wave" Regatten.

Iao Valley

Direkt in der Verwaltungshauptstadt des County, Wailuku, beginnend führt die Iao Road in westlicher Richtung als Sackgasse ca. 5 Meilen in dieses schöne grüne, hochalpin anmutende Tal. Das Tal wird von den immergrünen Hängen der
West Maui Montains umrahmt. Hier befindet sich der Kepaniwai County Park, eine Gartenanlage mit Pavillons und rauschenden Bächen. Am Ende der Straße ragt schließlich das Wahrzeichen des Tales, die 370m hohe Iao Needle, ein Monolith, überwuchert von üppigem Dschungel, über dem Tal. Schöne Spazierwege führen entlang des Iao River zu einigen Aussichtspunkten. Wer mag, kann flussaufwärts abenteuerlichen Hiking Trails folgen.

Sugar Museum

Das Alexander & Baldwin Sugar Museum zeigt das ländliche Hawaii. Arbeitsgeräte und Fotos aus vergangener Zeit zeigen das Leben auf einer Zuckerrohrplantage.

Maui Tropical Plantation

Diese Baumschule (kommerziell), etwa 4 km südlich von Wailuku, gibt einen guten Überblick über die Nutzpflanzen der Hawai'ischen Inseln (kostet Eintritt, ist aber empfehlenswert).

Maui Historical Society Museum

Dieses eher kleine und etwas eigenwillige Museum in einem alten Missionarshaus zeigt alte Gegenstände aus früherer Zeit. Hier ist unter anderem auch ein aus Redwood-Holz hergestelltes Surfbrett von Duke Kahanamoku ausgestellt. Duke Kahanamoku

Weblinks


- [http://www.hawaii-tourism.de/ Offizielle Website von Hawaii Tourism Europe]
- [http://www.co.maui.hi.us/ Official website for the government of the County of Maui]
- [http://www.visitmaui.com/ Maui Visitors Bureau]
- [http://www.mauifilmfestival.com/ Maui Film Festival]
- [http://www.hiff.org/ Hawaii International Film Festival]
- [http://www.mauinews.com/ Tageszeitung]
- [http://www.nativebookshawaii.com/ Native Books Hawaii -- online site for Hawaiian art & culture, food & cooking, history of the islands, historical sites & their stories, Hula Chant & Music, Keiki, Hawaiian Language, Literature of Hawaii, Marine Life, Mythology & Folklore, Natural History of the Islands, Nostalgia, Polynesian Navigation, the Greater Pacific, Hawaiian Plants & Gardening, Surfing & Island Recreation, Travel, CD's, and educational materials.]
- [http://www.petergelsey.com/maui-photos.html Maui Fotos]
- [http://www.wcamaui.com/Rules.htm Wailea Community Association -- Design Guidelines, CC&R's of this master planned community, resort news, Calendar of Events in Wailea]
- [http://www.hawaii.gov/portal/ Maui government site re: doing business in Hawaii; colleges & universities in Hawaii; community associations; and other useful government info through this official government portal]
- [http://www.hisurf.com/hawaiian/dictionary.html/ Hawaiianisches Wörterbuch] Kategorie:Hawaii Kategorie:Insel (USA) Kategorie:Insel (Ozeanien) Kategorie:Polynesien ja:マウイ島 simple:Maui


Midwayinseln

Die Midwayinseln sind ein 5,2 km² großes Atoll im nördlichen Pazifik, die zu Amerikanisch-Ozeanien gehören. Auf 28°13' nördlicher Breite, und 177°22' westlicher Länge liegen sie etwa auf 1/3 des Wegs zwischen Honolulu und Tokyo beziehungsweise etwa in der Mitte zwischen Kalifornien und Japan. Sie bestehen aus einem ringförmigen Riff von etwa 6 km Durchmesser und zwei Hauptinseln, sowie mehreren kleinen Eilanden, die Hundertausenden von Seevögeln als Brutstätte dienen. Das Atoll ist der nordwestlichste Teil der Hawaii-Inseln, gehört aber nicht zum US-Bundesstaat Hawaii. Es gibt Bestrebungen, sie dem Staat anzugliedern. Ursprünglich unbesiedelt, haben die Inseln heute etwa 450 Einwohner (andere Angaben 2300), meist Militär und Zivilangestellte des Marinestützpunktes der United States Navy. Midway wurde erst 1859 entdeckt, aber bereits 1867 von den USA annektiert, also dreißig Jahre vor den Hawaii-Inseln. Sie diente zunächst hauptsächlich als Station auf dem Weg von Kalifornien nach Japan. Ab 1903 unterstanden die Inseln dem US-Marineministerium, 1940 entstand ein Luftwaffenstützpunkt. Seit 1996 unterstehen die militärisch nicht mehr so bedeutenden Inseln dem US-Innenministerium. Bekannt wurden die Inseln hauptsächlich durch die Schlacht um Midway (4. bis 7. Juni 1942), die zwischen Japan und den USA als eine der entscheidenden Schlachten während des Pazifikkriegs im Zweiten Weltkrieg ausgetragen wurde. Am 31. Oktober 1996 wurde mit einem präsidialen Erlass die Kontrolle über das Atoll dem US Fish and Wildlife Service des US-Innenministeriums und das Gebiet damit ein Teil des National Wildlife Refuge-Programms. Es wird auch etwas Tourismus zugelassen.

Weblinks


- [http://midway.fws.gov/intro/default.htm Midway Atoll: National Wildlife Refuge]
- [http://www.pazifik-infostelle.org/documents/country/midway.html Länderinformation (englisch)]
Kategorie:Atoll Kategorie:Abhängiges Gebiet (USA) Kategorie:Australien und Ozeanien ja:ミッドウェー島 zh-min-nan:Midway Khoân-chiau

Kilauea

Kilauea ist ein aktiver Schildvulkan auf den Hawaii-Inseln und einer der fünf Vulkane, die zusammen die Hauptinsel Hawai'i bilden. In der Hawaiianischen Sprache bedeutet kilauea "spucken" oder "viel verbreiten". Der Kilauea ist derzeit einer der aktivsten Vulkane auf dem Planeten Erde und einer der am meisten von Touristen besuchten aktiven Vulkane. Der jüngste Ausbruch dauert seit Januar 1983 an. Er findet nicht im Hauptkrater, sondern im ca. 15 km davon entfernten Pu'u 'O'o-Krater statt. Lava gelangt hierbei mitunter bis zum Meer. Dabei fließt sie nicht die gesamte Strecke überirdisch, sondern häufig in Lava-Tunneln. Solche sich natürlich bildenden Tunnel ermöglichen es der flüssigen Lava, sehr große Strecken zurückzulegen, ohne stark abzukühlen. Während der größte Teil der Eruptionen nicht den explosiven Charakter hat, den man von Schichtvulkanen wie z.B. dem Mt St. Helens oder dem Pinatubo kennt, gibt es auch hier einige Ausnahmen. So ereigneten sich z.B. vom 11.-27.Mai 1924 eine Vielzahl an starken Explosionen im Halema'uma'u-Krater, bei denen tonnenschwere Gesteinsbrocken teilweise kilometerweit geschleudert wurden. Verursacht wurde dieses Ereignis dadurch, dass große Mengen Grundwasser mit Magma in Berührung kamen. Dadurch wurde das Wasser schlagartig verdampft, wodurch das darüberliegende Gestein weggesprengt wurde. Die überwiegende Zahl der Ausbrüche verläuft vergleichsweise friedlich, da die Lava hawaiianischer Vulkane eine sehr geringe Viskosität besitzt. Dadurch kann das eingeschlossene Gas vor einem Ausbruch leichter entweichen und keinen so hohen Druck aufbauen, wie z.B. beim Ausbruch des Mt St. Helens im Jahre 1980. Die Viskosität von Lava wird von mehreren Faktoren beeinflusst: ihrer Temperatur, der chemischen Zusammensetzung und ihrem Gasgehalt. Kilauea ist Teil eines größeren Netzes von Vulkanen, die die komplette Kette der Hawaii-Inseln bildeten, während sich der ozeanische Meeresgrund über einen örtlich festliegenden Hot-Spot im Erdmantel bewegte. Auf der Insel befinden sich neben dem Kilauea noch zwei weitere aktive Vulkane, der Mauna Loa und der Hualalai und zwei inaktive bzw. quasi inaktive Vulkane, der Mauna Kea und der Kohala. In den letzten 100000 Jahren ist der Kilauea bis auf eine Höhe von 1200 Meter ü.d.M. gewachsen. Und über 5000 Meter des Kilauea befinden sich unterhalb der Meeresoberfläche.

Weblinks


- [http://volcano.und.nodak.edu/vwdocs/volc_images/north_america/hawaii/kilauea.html Volcano World: Kilauea]
- http://www.swisseduc.ch/stromboli/perm/hawaii/index-de.html Kategorie:Vulkan Kategorie:Berg (Hawaii) ja:キラウエア火山 simple:Kilauea

Liste der Countys in Hawaii

Der US-Bundesstaat Hawaii ist in 5 Countys unterteilt:
- Hawaii County umfasst die gesamte Insel Hawaii.
- Honolulu County umfasst Oahu und die nordwestlichen Inseln des Archipels.
- Kalawao County umfasst die Kalaupapa-Halbinsel auf Molokai.
- Kauai County umfasst die Inseln Kauai und Niihau.
- Maui County umfasst Maui, Kahoolawe, Lanai und den größten Teil von Molokai. ! Hawaii ja:ハワイ州の郡一覧

Artesisch

Eine artesische Quelle bezieht sich auf den artesischen (das heißt gespannten) Zustand von Grundwasser, das infolge Überdrucks eigenständig oberflächennah ausfließt bzw. über das Gelände sprudelt. Zu einer solchen Erscheinung kommt es, wenn ein Grundwasserleiter (Aquifer) zwischen zwei undurchlässigen, muldenförmigen Schichten (Aquifugen) lagert und die Grundwasserentnahmestelle tiefer als der Grundwasserspiegel im Grundwasserleiter liegt. Artesische Quellen treten als artesische Becken und als artesische Brunnen auf. Von diesen durch den Gewichtsdruck des Wassers entstandenen Quellen sind die durch Hitze erzeugten Geysire zu unterscheiden. Kategorie:Geologie Kategorie:Gewässer Kategorie:Aquifer

Oahu

Oahu ist eine der acht Hauptinseln des Hawaii-Archipels. Sie wird auch The Gathering Place genannt. Die acht größten Inseln von Hawaii sind (von West nach Ost) Niihau, Kaua‘i Kauai, Oahu, Moloka‘i Molokai, Lanai, Kahoolawe, Mau‘i Maui und Hawai'i Insel Hawaii, die größte Insel, die auch Big Island genannt wird. Mit 1557 km² ist sie die drittgrößte der Inseln, die 900.000 Einwohner machen etwa 75% der Bevölkerung des Bundesstaates aus. Oahu ist 64 km lang und 42 km breit und ist auch das wirtschaftliche Zentrum Hawaiis. Die Insel ist bergig, bis zu 1200 m hoch. Honolulu erstreckt sich über den größten Teil Oahus, außerhalb der Stadt werden Ananas und Zuckerrohr angebaut. Wichtigster Erwerbszweig ist der Tourismus (siehe The Royal Hawaiian Hotel). Auf Ohahu liegen Honolulu, die Hauptstadt des US-Bundesstaates Hawaii und der US-Marinestützpunkt Pearl Harbor, Ort des japanischen Überraschungsangriffes vom 7. Dezember 1941. Rund 40.000 Soldaten sind auf Oahu stationiert.

Tourismus

Die vielen beliebten Strände ziehen die Touristen aller Welt (überwiegend Japaner) an, vor allem der Strand von Waikiki, der auch als „Metropole der Südsee“ bezeichnet wird, hinter dem sich die erloschenen Vulkane Diamond Head und Punchbowl erheben. Allein Waikiki hat 38.000 Hotelzimmer. Honolulu bedeutet „geschützte Bucht“ und wird von 370.000 Einwohnern bevölkert. Die Metropole erinnert mit ihren Wolkenkratzern an die großen Städte des USA-Festlandes. Im Stadtzentrum findet man um die King Street und die Beretania Street an ihrer Kreuzung mit der Punchbowl Street die meisten der geschichtlich und politisch interessanten Bauten. Der zehnstöckige Aloha Tower ist seit 1921 das Wahrzeichen für den Hafen von Honolulu, mit einer guten Aussicht über den Hafen und Honolulu. Die Kodak Hula Show stellt eine interessante Einführung in die hawaiische Tanzkunst dar. Viele Museen zeugen von der Kunstfertigkeit und Kultur der Insulaner. Waikiki soll der schönste Strand der hawaiischen Inseln sein. Pearl Harbor ist U-Boot-Stützpunkt, Flottenbasis und militärisches Oberkommando der Amerikaner für den gesamten Pazifikraum. Traurige Berühmtheit erhielt der Ort durch den Angriff der Japaner am 7. Dezember 1941. Die USA trat daraufhin in den Zweiten Weltkrieg ein. Zum Gedenken an dem Angriff und die Opfer wurde 1962 über dem gesunkenen Schlachtschiff das U.S.S. Arizona Memorial errichtet. In dem 56 Meter lange Denkmal sind die Namen der Opfer eingraviert, die hier begraben liegen. Haleiwa an der Nordküste ist ein Treffpunkt der Surfer, die oft unter Lebensgefahr im Haleiwa Alii Beach Park und an den Stränden östlich bzw. nord-östlich des Ortes, die berühmten NorthShore-Strände, die hohen Winterwellen reiten. Einige der berühmtesten Surf-Strände an der North-Shore sind "Sunset Beach", "Himalaya's", "Holton's", "Rocky Point", "Alligator Rock" und natürlich die "Banzai Pipeline" beim "Ehukai Beach Park". Der Waimea Falls Park, ein botanischer Garten im Tal des Weimea Stream, zeigt Oahu von seiner schönsten Seite. Laie an der Nordwestküste ist eingebettet in einer tropisch grünen Plantagenlandschaft. Hier befindet sich eine mormonische Kirche. Das Polynesian Cultural Center ist wohl der beste Kulturtripp Hawaiis. In einem Freilichtmuseum sind Minidörfer aus sieben Südseeregionen nachgebaut worden: Tonga, Tahiti, die Marquesas-Inseln, Hawaii, Fidschi, Samoa und Neuseeland. Hier wird die tratitionelle Kultur und das Handwerk hervorragend dargeboten. Kategorie:Hawaii Kategorie:Polynesien Kategorie:Insel (Ozeanien) Kategorie:Insel (USA) ja:オアフ島 ko:오아후 섬 simple:Oahu

Missionar

Ein Missionar (aus dem Lateinischen für Gesandter) ist ein Angehöriger einer Religion, dessen erklärte Absicht es ist, Nicht- oder Andersgläubige zu seiner Religion zu bekehren.

Christentum

Das Christentum entfaltet seine Wirksamkeit wesentlich aus der Aktivität der Missionare. So sind Apostel der Heiden wie Apostel Paulus als die ersten christlichen Missionare anzusehen. Auch heute noch sind Missionare unterwegs und gelangen bis zu den entlegensten Teilen der Welt zb. Papua-Neuguinea um ihren Glauben anderen zu übertragen. Kritik: Die Missionare gehen davon aus, dass ihr Glaube der einzig Richtige ist und versuchen mit dieser Einstellung andere zu konvertieren. Wichtige Missionare waren Bonifatius oder die Slawenapostel Kyrill und Methodius oder die der Goten Wulfila, sowie die irische Mönche im frühen Mittelalter. Es geschah häufig, dass christliche Missionare heilige Eichen niederschlugen, wie auch andererorts, z.B. in Sachsen. An diesen heiligen Eichen wollten die christlichen Botschafter die Übermacht ihres Glaubens über die indigenen Religionen der Nichtgetauften beweisen.

Islam

Missionsbestrebungen im Islam waren insbesondere in Indonesien, Afrika, der arabischen Halbinsel, auf dem Balkan und in Zentralasien von bleibender Wirkung. (siehe auch Dai (Islam)) Nicht alle Religionen sind missionarisch tätig: Beispiele sind das Judentum, Sikhs oder Zarathustrier.

Missionare


- Ansgar (Erzbischof)
- St. Arbogast
- Winfried Bonifatius
- Columban von Luxeuil
- Ethelbert von Kent
- Goar
- Jonathan Edwards (Prediger)
- Justus von Canterbury
- Johann Ludwig Krapf
- Liudger (Ludger)
- David Livingstone
- Hudson Taylor
- James Hepburn
- Charles Haddon Spurgeon
- Mellitus
- Patrick von Irland
- Severin von Noricum
- Virgilius von Salzburg
- Suitbert
- Willibrord
- John Wesley
- Richard Wilhelm
- Willehad
- Johann Flierl
- Luis Lintner
- Wilhelm Posselt
- Alexander Merensky

Organisationen, Institutionen, Missionsgesellschaften


- Basler Mission
- Berliner Mission
- Dänisch-Hallesche Mission
- Hermannsburger Mission
- Leipziger Mission
- Liebenzeller Mission
- die Jesuiten
- Steyler Missionare Siehe auch: Missionierende Religion, Missionarsstellung ! ja:宣教師 zh-min-nan:Thoân-kàu-sū

Weblinks


- [http://www.weyer-neustadt.de/content/DesktopDefault.aspx?tabid=178 Missionare in Franken: Willibrord, Bonifatius, Burkard, Lullus, Megingaud] Kategorie:Mann Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (8. Jh.) Kategorie:Heiliger Kategorie:Missionar

Händler

Als Händler werden Personen oder Unternehmen bezeichnet, die Waren aufkaufen und sie wieder verkaufen. Sie erzielen einen Gewinn, indem der Verkaufspreis höher als der Ankaufspreis ist. Viele Händler haben sich spezialisiert (z. B. Autohändler, Fahrradhändler, Gemüsehändler). Als Dealer hingegen wird im Deutschen in der Regel eine Person bezeichnet, die, in Deutschland illegalerweise, mit Drogen handelt. Meist erzielen solche Dealer horrende Gewinne, müssen jedoch auch mit Strafen bei der Entlarvung ihrer Machenschaften rechnen. Ein berühmter Dealer ist zum Beispiel Howard Marks, der tonnenweise Haschisch und Mariuhana schmuggelte, und das über die ganze Welt. Man vermutet, dass allein durch ihn zu seiner aktiven Zeit 10 % des weltweiten Haschischschmuggels abgewickelt wurde. Gegenüber dem Verbraucher ist ein Händler meist als Unternehmer zu qualifizieren, mit der Folge, dass das Recht zum Verbraucherschutz greift. Nach dem deutschen Handelsrecht gilt ein Händler in vielen Fällen als Kaufmann.

Personennamen


- Andrea Händler, Kabarettistin

Siehe auch

Handel, Handeln Kategorie:Beruf Kategorie:Handel

Zuckerrohr

Wikipedia:Taxoboxen Zuckerrohr (Saccharum officinarum) ist eine Pflanze aus der Familie der Süßgräser (Poaceae) und wird dort der Unterfamilie Panicoideae mit etwa 3270 weiteren Arten zugeordnet.

Beschreibung

Vom Aussehen her ähnelt es dem Bambus oder Mais oder jeder anderen Einkeimblättrigen Pflanze. Die Halme können einen Durchmesser von bis zu 5 cm und eine Höhe von bis zu 4 m erreichen.

Geschichte

Seine Geschichte begann vermutlich auf Neuguinea, wo man 1928 eine nahe verwandte Wildpflanze, das Gras Saccharum robustum, entdeckte. Bis zur Züchtung der Zuckerrübe aus der Runkelrübe war das Zuckerrohr die einzige Quelle, um Zucker zu gewinnen. Als ursprüngliche Herkunftsgebiete werden Insel-Indien, aber auch Neuguinea (und China) angegeben, die genaue genetische Herkunft ist aber noch unklar. Im Mittelmeergebiet war das Zuckerrohr schon während der Römerzeit bekannt, es erfuhr eine weitere Verbreitung durch die Mauren, Araber und reiste mit der entstehenden Plantagenwirtschaft der Spanier nach Südamerika. Die Portugiesen brachten es in die Bucht von Benin, auf die Kanaren, in die Karibik und nach Mittelamerika. Der Zuckerrohranbau in der so genannten Neuen Welt hat entscheidend zur Verschleppung schwarzafrikanischer Ethnien in die Sklaverei (10 - 15 Mio. Menschen) und zur Ausrottung ganzer Volksgruppen in Mittelamerika geführt. Heute wird Zuckerrohr weltweit angebaut und stellt etwa 55% der Zuckerproduktion. Hauptanbauländer sind Indien, Australien, Thailand, Südafrika, die karibischen Inseln wie Kuba, Jamaika und die Dominikanische Republik und natürlich Brasilien. Die Arbeitsbedingungen auf den Zuckerrohrfeldern sind teilweise katastrophal. Häufig werden Kinder und Frauen als Arbeitskräfte eingesetzt, schlechte Bezahlung ist in den Regionen des Zuckerrohranbaus ohnehin an der Tagesordnung. Entsprechend billig kann der Rohrzucker angeboten werden, in der EU ist er allerdings wegen sehr hoher Zölle trotzdem nicht konkurrenzfähig gegen den Rübenzucker.

Nutzung

Inhaltsstoffe des Zuckerrohrs sind Zucker (überwiegend Saccharose) mit einem Anteil von bis zu 18% und ein Wachs, das teilweise auch industriell genutzt wird. Bei der industriellen Rohr-Zuckerfabrikation werden die faserigen Bestandteile des Zuckerrohrs (die Bagasse) als Brennstoff für die Zuckerproduktion genutzt. Der Anbau des Zuckerrohrs geschieht über Stecklinge. Halmstücke aus dem unteren Bereich der „Zuckerrohrhalme“, die zwei bis vier Knoten aufweisen, werden je nach Technisierungsgrad entweder manuell oder maschinell reihenweise dicht hintereinander in den Boden gelegt und angehäufelt, so dass die Halmstücke leicht mit Boden überdeckt sind. Der Reihenabstand beträgt 1,2 bis 1,5 m (pro Hektar 15.000-20.000 Stecklinge). Nach kurzer Zeit (ein- bis zwei Wochen) treiben die Stecklinge aus, d. h. sie bilden Wurzeln und treiben an den Augen neue Halme (Rohre) aus. Rund 3 bis 4 Monate Wachstumszeit benötigt der Bestand bis zum Reihenschluß. Die erste Ernte, das Schneiden des Rohrs, kann 9 bis 24 Monate nach dem Auspflanzen erfolgen. Der Erntezeitpunkt richtet sich nach Zuckergehalt und Reifegrad. Die Halme werden direkt über dem Boden und in einer Höhe unter dem zuckerlosem Blattapparat abgeschnitten. Die “Halmstümpfe” schlagen wieder aus und nach weiteren 12 Monaten kann die nächste Ernte geschnitten werden. Bis zu 8 Ernten können auf einem Zuckerrohrfeld wachsen. In Indien beträgt die Nutzungsdauer z. B. 2 Schnitte, in Brasilien dagegen 5 Schnitte. Eine Zuckerrohrpflanze kann bis zu 20 Jahre alt werden. In Brasilien wird Zuckerrohr auch dazu verwendet, einen Schnaps (den Cachaça) zu brennen, der zur Herstellung von Caipirinha benötigt wird. Außerdem dient aus Zuckerrohr gewonnener Alkohol als Kraftstoff für Autos (siehe Flexible Fuel Vehicle). Der aus frischem Zuckerrohr gepresste, meist gekühlte Saft ist z.B. in Kuba oder Spanien als Guarapo ein beliebtes Getränk.

Bilder

Image:Saccharum-officinarum-harvest.JPG|Zuckerrohr-Ernte ohne Maschinen. Image:Cuba canna da zucchero.jpg|Links und rechts Zuckerrohr-Plantagen auf Kuba.

Literatur


- Hobhouse, Henry: Sechs Pflanzen verändern die Welt. Chinarinde, Zuckerrohr, Tee, Baumwolle, Kartoffel, Kokastrauch. Klett-Cotta : Hamburg 4. Auflage 2001, 401 S., ISBN 3-608-91024-7 (spannend zu lesende Geschichte mit komplett anderer Perspektive)

Weblinks

Kategorie:Süßgräser Kategorie:Nutzpflanze ja:サトウキビ

Ananas

Die Ananas (Ananas) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Bromeliengewächse (Bromeliaceae). Die Ananas ist eine tropische Frucht (Obst), die bereits Christoph Kolumbus 1493 auf Guadeloupe für sich, seine Mannschaft und für Europa entdeckte. In Europa in Orangerien angebaut wurde sie ab 1690.

Nutzung

Heute wird Ananas überall im tropischen Gürtel zwischen 25° nördlicher und südlicher Breite angebaut. Berühmt sind die Plantagen auf Hawaii, deren Früchte meistens in Blechkonserven zu uns kommen und mit Riz Casimir oder als Toast Hawaii auf den Speiseplan gelangen. Auch die konservierte (erhitzte) Ananas hat in der Küche ihre Bedeutung. Wegen des zerstörten Bromelins macht sie Milchspeisen nicht bitter und verhindert nicht das Gelieren von Götterspeise. Andererseits gilt frische Ananas als Zartmacher beim Kochen von Fleisch. Die bekannteste Art ist die gewöhnliche Ananas (Ananas comosus (L.) Merr.), die aus dem tropischen Amerika stammt und dann auch in Asien, Afrika und Südeuropa kultiviert worden ist. Seit etwa 1830 wird die Ananas in Europa auch in großen Treibhäusern gezogen. Die Frucht müsste botanisch korrekterweise als Fruchtverband angesehen werden, da im Gegensatz zu einer Sammelfrucht viele Einzelblüten sowie die jeweiligen Tragblätter (Hochblätter, Brakteen) an Aufbau und Ausbildung beteiligt sind. Allerdings wird umgangssprachlich nur von der Ananasfrucht gesprochen, weshalb dieser Begriff hier auch weiterverwendet werden soll. Die Frucht besitzt eine goldgelbe Farbe und einen Schopf aus Blättern. Sie muss sorgfältig geschält werden: man schneidet zuerst den Schopf ab, dann wird die Schale von oben nach unten entfernt, die Frucht geviertelt und der Strunk entfernt. Der Geschmack ist süß-säuerlich. Zum Essen sollte die Ananas wirklich gut reif sein, das erkennt man entweder am Duft oder weil sich die grünen Blätter ganz leicht von der Frucht lösen lassen. Auch als Zierpflanzen werden einige Sorten der Ananas verwendet. Manchmal werden Pflanzen mit Früchten zum Kauf angeboten und es gibt auch Sorten mit bunten Blättern. Es kann auch versucht werden den oberen grünen Teil der Frucht zu bewurzeln indem man ihn in fingertiefes Wasser stellt, was jedoch selten glückt. Erfolgversprechender ist die Anzucht des abgeschnittenen Schopfes (1 cm der Frucht), wenn man hier das Fruchtfleisch vollständig entfernt, so dass die verholzste Verlängerung des Schopfes (ähnlich einer Pfahlwurzel) freigelegt wird. Unter fließendem Wasser gereinigt und gut abgetrocket, wächst dieser Schopf in einem Sand-/ Kokos- bzw. Torfgemisch in wenigen Monaten an. Staunässe und restliches Fruchtfleisch können zu Pilzbefall führen. Botanisch gesehen sind die Ananasfrüchte Sammelfrüchte aus Beeren. Unter der Oberfläche dieser sechseckigen Beeren, die jeweils von einer Blüte hervorgebracht wurden, liegt ein Samenkorn. Bei den gezüchteten Sorten sind meist nur noch wenige bis keine Samen mehr zu finden. Die ursprünglichen Ananas-Arten und -Sorten haben stachelbewehrte Blattränder. Durch Selektion hat man einige Sorten entwickelt, die glatte Blattränder haben.

Inhaltsstoffe

Sie ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen sowie auch an Enzymen (Bromelain oder Bromelin), die die Verdauung fördern, Entzündungen hemmen, den Blutdruck senken und Ablagerungen an den Gefäßinnenwänden abbauen (Ursache für Arteriosklerose) sowie Vitamin E, das als Schutz vor freien Radikalen dient. Auch bei Magenproblemen und Gelenkbeschwerden soll die Ananas helfen. Quelle: EU Nährwertkennzeichnungsrichtlinie (EU NWKRL 90/496/EWG) & REWE Nährwerttabelle Quelle: EU Nährwertkennzeichnungsrichtlinie (EU NWKRL 90/496/EWG)

Siehe auch


- In Österreich wird die Gartenerdbeere (Fragaria x ananassa) auch als „Ananaserdbeere“ bezeichnet.
- Auch die Kapstachelbeere (Physalis) wird zuweilen als Ananaskirsche bezeichnet.

Weblinks


- [http://www.inasien.de/magazin/kulinarisches/kulinarisches_2003-05_01.php Die Ananas aus kulinarischer Sicht - „in Asien!“ Ausgabe 5/2003]
- [http://www.frugeba.ch/foodnet/050010.cfm?id=65010029 Die Geschichte der Dosen-Ananas] (und weitere Infos rund um die Ananas bei Foodnet)
- [http://www.kuebelpflanzeninfo.de/exot/ananas.htm Anzucht]
- [http://www.pta-forum.de/pflanzen/portana.htm Arzneipflanzenporträt – Enzymatische Wirksamkeit des Bromelains] Kategorie:Bromeliengewächse Kategorie:Obst ja:パイナップル ms:Nenas

Japaner

Demographie

Die japanische Gesellschaft ist eine moderne Industriegesellschaft, die alle demographischen Eigenschaften einer solchen teilt. Dazu zählt vor allem ein hoher Anteil von Kleinfamilien und Alleinstehenden bedingt durch eine hohe Scheidungsrate und eine geringe Geburtenrate (nur 1,3 Kinder pro Frau). Außerdem leidet Japan an einer zunehmenden Überalterung aufgrund der hohen Lebenserwartung (nach einigen Statistiken die höchste der Welt). Weitere Merkmale sind ein hoher Bildungsstand und eine sehr breite Mittelschicht.

ethnische Minderheiten

Die Gesellschaft ist ethnisch und linguistisch weitgehend homogen. Die Einwohner Okinawas (im Deutschen etwas holprig als "Okinawaner" bezeichnet) gelten üblicherweise als ethnische Japaner, bilden aber nach anderer Lesart die größte Minderheit von etwa 1,5 Millionen Menschen. Weitere Minderheiten sind die koreanische Minderheit (etwa 1 Million), Chinesen und Taiwanern (etwa 0,5 Millionen), Philippinern (etwa 0,5 Millionen) und Brasilianern (die meisten davon japanischer Abstammung, etwa 250.000), sowie den Ainu, japanischen Ureinwohnern (größtenteils in Hokkaido, etwa 20.000). 99% der Bevölkerung sprechen japanisch als Muttersprache.

Randgruppen

Da die japanische Gesellschaft sehr auf Homogenität setzt, ist sie gegenüber ethnischen oder sonstigen Unterschieden generell intolerant. Menschen, die als "anders" oder "schmutzig" bzw. "unrein" identifiziert werden, sind oft Ausgrenzung oder Diskriminierung ausgesetzt. Sie zählen zur Kaste der unreinen Berufe, der Burakumin. Auch Ausländer (Gaijin) sind von Diskriminierung betroffen. Das kann soweit führen, dass selbst Japaner, die eine längere Zeit im Ausland lebten und wieder nach Japan zurückkehren, diskriminiert werden. Homosexuelle Menschen werden von den konservativen Teilen der Bevölkerung ebenfalls nicht angenommen. Eine Sonderstellung nimmt die gesetzlose "Kaste" der Yakuza ein. Ihre Existenz wird zwar akzeptiert, aber nicht gutgeheißen. Auch Überlebende der Atombombenabwürfe (Hibakusha) auf Nagasaki und Hiroshima und deren Nachfahren waren oft allerlei Formen der Diskriminierung ausgesetzt. Die Sorge gilt hier vor allem bleibenden Erbschäden, die ein Ehepartner in die Familie bringen könnte. Auch war das Thema lange Zeit tabu.

Besonderheiten der japanischen Gesellschaft

Die Kurve der Frauenerwerbstätigkeit zeigt ein M-Form. Das bedeutet, dass Frauen nach der Ausbildung ins Berufsleben einsteigen, nach der Hochzeit aber oft wieder aussteigen. Erst wenn die Kinder die Oberschule besuchen oder erwerbstätig sind, kehren sie ins Arbeitsleben zurück. Vor allem Facharbeiter und Gebildete binden sich stark an ihren Betrieb. Sie identifizieren sich mit dem Erfolg der Firma. Auf der anderen Seite stehen die sogenannten Freeta, nicht firmengebundene Arbeitskräfte, die von Teilzeitjob zu Teilzeitjob wechseln. Auch die Zahl der parasitären Singles, Jugendliche über 20 die noch bei den Eltern wohnen, weil es ökonomische Vorteile bringt, nimmt zu.

Sozialer Verhaltenskodex

Die Verhaltensregeln sind sehr genau festgelegt und für Außenstehende nicht immer leicht nachvollziehbar. (siehe Soziales Verhalten in Japan) Um in der Gese