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Hubble-Weltraumteleskop
Das Hubble-Weltraumteleskop (oder Hubble Space Telescope, HST) ist ein Weltraumteleskop für sichtbares Licht, Ultraviolett- und Infrarotstrahlung, das die Erde in etwa 589 km Höhe innerhalb von 96 Minuten einmal umkreist. Das HST wurde am 24. April 1990 vom Space Shuttle Discovery auf der Mission STS-31 im Rahmen einer Zusammenarbeit von NASA und ESA ausgesetzt und nach dem Astronomen Edwin Hubble benannt.
Der Betrieb eines Teleskopes außerhalb der Erdatmosphäre hat große Vorteile, da deren Filterwirkung auf elektromagnetische Signale bestimmter Wellenlängen, zum Beispiel im Ultraviolett und im Infrarot entfällt. Es treten auch keine Störungen durch Luftbewegung auf, die bei terrestrischen Teleskopen nur mit großem Aufwand ausgeglichen werden können.
Die Bildqualität des Hubble-Weltraumteleskops war in den ersten Betriebsjahren durch einen Herstellungsfehler des Teleskops begrenzt, der 1993 erfolgreich korrigiert werden konnte.
Danach erbrachte es Ergebnisse von großer wissenschaftlicher Bedeutung und starker Wirkung auf die Öffentlichkeit.
Geschichte
Schon der Raketenpionier Hermann Oberth wies auf die Möglichkeiten eines Teleskops im Weltraum hin. Konkretere Formen nahmen diese Vorstellungen mit einem Vorschlag von Lyman Spitzer an, den er 1946 unter dem Eindruck der V2-Raketenentwicklung machte. Spitzer war auch die treibende Kraft hinter Studien aus den 1960er Jahren für ein 'Large Space Telescope' von etwa 3 m Spiegeldurchmesser, die schließlich in das HST-Projekt der NASA mündeten. Die Entwicklung wurde durch den Astrophysiker John Norris Bahcall vorangetrieben. Die ESA übernahm 15% der Kosten gegen Zusicherung eines entprechenden Mindestanteils an der Beobachtungszeit für europäische Astronomen.
Startschwierigkeiten
Das Hubble-Weltraumteleskop war nach dem Start zunächst nicht im geplanten Umfang zu gebrauchen, weil es nur unscharfe Bilder zur Erde sandte. Wie sich bald herausstellte, war der Hauptspiegel des Teleskops fehlerhaft. Dies lag an einem unbemerkt gebliebenen Schaden an der Testeinrichtung (einem sog. Nullkorrektor), mit der die Computer-gesteuerten Schleifmaschinen kalibriert wurden. Das Resultat war eine geringfügig zu flache Form des Spiegels, die zu deutlichen Bildfehlern ("sphärische Aberration") führte. Eine nachträgliche Korrektur durch weitere optische Elemente war möglich, da der Fehler rekonstruiert werden konnte und der Spiegel sehr genau in diese falsche Form gebracht worden war.
Wartung und Reparatur
sphärische Aberration
Während eines späteren Einsatzes des Shuttles wurde der Spiegelfehler dann mit weiteren und wesentlich kleineren Spiegeln ausgeglichen. Hier zeigten sich die Vorteile eines neuen Konzeptes, das eine Reparatur und Wartung des Teleskops in regelmäßigen Abständen vorsah.
Bis heute fanden insgesamt 4 Wartungsmissionen statt. Die entscheidende Spiegelkorrektur fand während der ersten Mission (STS-61) Anfang Dezember 1993 statt. Weiterhin startete u.a. am 17. Dezember 1999 der Space Shuttle Discovery zur Mission (STS-103) und die Astronauten runderneuerten Hubble hierbei während insgesamt 24 Stunden und 33 Minuten im All: Neben neuen Kreiseln erhielt das Weltraumteleskop neue Antennen, neue Bauteile in der Energieversorgung, bessere Sensoren und einen leistungsfähigeren Computer.
Lebensdauer und Ende der Mission
Das Teleskop sollte ursprünglich im Jahr 2006 oder 2007 durch eine neue Service-Mission neue Batterien, Gyroskope zur Lageregelung und Instrumente erhalten und im Jahr 2010 außer Betrieb genommen werden. Diese Mission ist jedoch nach dem Absturz der Raumfähre Columbia mit Verweis auf Sicherheitsrisiken vorerst abgesagt worden. Eine als Ersatz geplante robotische Mission steht im Rahmen der Neuausrichtung der NASA in Bezug auf Flüge zum Mond unter Finanzierungsvorbehalt. Außerdem sind die Experten sich nicht sicher, ob ein Reparaturroboter in einer so kurzen Zeit entwickelt werden kann. Sollte diese nicht durchgeführt werden, dann endet der Betrieb des Teleskops spätestens im Jahr 2007 und es wird später, irgendwann in den Jahren danach, in der Erdatmosphäre verglühen. Ein Nachfolgeprojekt, das James Webb Space Telescope, wird frühestens 2012 starten und nur im Infrarot- und nahem Infrarot-Bereich arbeiten.
Technische Beschreibung
Das HST wiegt 11,6 Tonnen, ist 13,2 Meter lang und hat einen maximalen Durchmesser von 4,2 Metern. Seine Konstruktion ist die eines Spiegelteleskops vom Typ Ritchey-Chrétien mit zwei hyperbolischen Spiegeln. Der Hauptspiegel weist einen Durchmesser von 2,4 Metern auf und die effektive Brennweite des Systems beträgt 57,6 Meter. Die zum Betrieb notwendige Elektrizität wird mit Solarzellen erzeugt.
Von Anfang an war das Hubble-Weltraumteleskop so konstruiert, dass von Astronauten Reparaturen ausgeführt und verbesserte Beobachtungsinstrumente eingesetzt werden konnten.
Mehrere Wartungsflüge waren notwendig, um die Mängel bei der Herstellung des Teleskops zu korrigieren und ausfallende Stabilisatorkreisel zu ersetzen. Da das Teleskop ständig ein wenig an Höhe verliert, wird es bei jedem Wartungsflug wieder auf eine etwas höhere Umlaufbahn gebracht.
Instrumente
Neben drei Sternsensoren für die genaue Ausrichtung des Teleskops (Fine Guidance Sensors FGS) hat das Hubble-Weltraumteleskop Platz für fünf wissenschaftliche Instrumente. Die Entwicklung der Instrumentierung reagierte zunächst auf den Zwang zur Korrektur der Bildfehler des Teleskops, später wurden zunehmend leistungsfähigere Instrumente eingebaut, die neue technische Möglichkeiten nutzen. Die Instrumente des HST sind:
- Wide Field / Planetary Camera 1 (WFPC1) 1990–1993. Die erste mit CCDs ausgestattete Kamera des HST wurde bereits 1993 durch das Nachfolgemodell WFPC2 ersetzt, das zur Korrektur der Bildfehler des Teleskops eingerichtet ist.
- Faint Object Camera (FOC) 1990–2002. Die für schwache Objekte optimierte Kamera für sichtbares und ultraviolettes Licht war ein Beitrag der ESA.
- Faint Object Spectrograph (FOS) 1990–1997.
- Goddard High Resolution Spectrograph (GHRS) 1990–1997.
- High Speed Photometer (HSP) 1990–1993.
- Corrective Optics Space Telescope Axial Replacement (COSTAR) seit 1993. COSTAR ist kein eigentliches wissenschaftliches Instrument sondern eine Einrichtung zur Korrektur des Bildfehlers des Teleskops für die Instrumente der ersten Generation FOC, FOS und GHRS. COSTAR wurde anstelle von HSP eingebaut. In die neueren Instrumente ab WFPC2 wurden entsprechende Korrekturelemente direkt eingebaut.
- Near Infrared Camera and Multiobject Spectrometer (NICMOS) seit 1997. NICMOS enthält Kameras und Spektrometer für das nahe Infrarot bis 2,5 µm Wellenlänge. Seine ursprüngliche Kühlung durch festen Stickstoff erschöpfte sich durch ein Wärmeleck rasch. Seit 2002 kann es mit einem neuen mechanischen Kühlsystem wieder benutzt werden.
- Space Telescope Imaging Spectrograph (STIS) seit 1997, zur Zeit außer Betrieb.
- Advanced Camera for Surveys (ACS) seit 2002.
Zwei weitere Instrumente sind in Entwicklung: Wide Field / Planetary Camera 3 (WFPC3) und Cosmic Origins Spectrograph (COS). Wegen der ungesicherten Zukunft des HST werden diese möglicherweise nicht mehr zum Einsatz kommen.
Aufgaben und Ergebnisse
Mit seiner komplexen Instrumentierung wurde das Hubble-Weltraumteleskop für vielfältige Aufgaben konstruiert. Besondere Aufmerksamkeit galt einem Programm, durch Beobachtung von Cepheiden in nahen Galaxien (bis zu einer Entfernung von etwa 20 Mpc) die genaue Entfernung dieser Galaxien zu bestimmen. Durch Vergleich mit der Radialgeschwindigkeit der Galaxien sollte sich die Hubble-Konstante, die die Ausdehnung des Universums bestimmt, und somit auch das Alter des Universums berechnen lassen. Nach Behebung der Anfangsschwierigkeiten war das HST in diesem und anderen Bereichen erfolgreich. Besonders bekannte Ergebnisse sind:
- Höchstempfindliche Aufnahmen zum Studium der Entwicklung von Galaxien, wie das Hubble Deep Field und das Hubble Ultra Deep Field.
- Eichung der kosmischen Entfernungsskala durch Beobachtung von Cepheiden in nahen Galaxien.
- Untersuchung der sich beschleunigenden kosmischen Expansion durch Beobachtung ferner Supernovae (siehe Kosmologische Konstante bzw. Dunkle Energie).
- Nachweis von schwarzen Löchern in den Kernregionen vieler naher Galaxien.
Great Observatories
Das Hubble-Weltraumteleskop war das erste von vier Weltraumteleskopen welche von der NASA im Rahmen des "Great Observatory Programms" geplant wurden. Die anderen drei sind Compton Gamma Ray Observatory, Chandra X-Ray Observatory und Spitzer Space Telescope.
Sichtbarkeit
Die Umlaufbahn des Hubble-Weltraumteleskops um die Erde umfasst nur wenige Breitengrade nördlich und südlich des Äquators und ist somit von Mitteleuropa aus nicht zu beobachten. Die aktuelle Position erläutert die NASA auf einer eigens hierfür eingerichteten [http://science.nasa.gov/temp/HubbleLoc.html Webseite].
Weblinks
- [http://hubble.nasa.gov/ Offizielle NASA-Seite zu Hubble] (engl.)
- [http://www.extrasolar-planets.com/raumfahrt/hubble.php extrasolar-planets.com - Hubble Weltraumteleskop] (dt.)
- http://hstexhibit.stsci.edu/
- [http://oposite.stsci.edu/pubinfo/pictures.html Archiv mit frei zugänglichen Bildern] die durch das Teleskop aufgenommen wurden.
- Wikinews: :n:Bekommt Hubble doch noch eine Chance?
Kategorie:Weltraumteleskop
Kategorie:1990
ja:ハッブル宇宙望遠鏡
ko:허블 우주망원경
simple:Hubble Space Telescope
WeltraumteleskopEin Weltraumteleskop ist ein Teleskop, das sich außerhalb der störenden Erdatmosphäre im Weltraum befindet. Vorteile des Weltraums für Teleskope sind fehlende Luftunruhe, Zugang zu von der Atmosphäre verschluckten Bereichen elektromagnetischer Strahlung wie Gammastrahlung, Röntgenstrahlung, und Infrarotstrahlung, sowie die Möglichkeit sehr langer Basislinien zum Beispiel in der Radiointerferometrie.
Meist befinden Weltraumteleskope sich in der Umlaufbahn um die Erde, aber zukünftige Teleskope sollen zunehmend die Lagrange-Punkte der Erdumlaufbahn besetzen. Bereits heute befindet sich SOHO am inneren Lagrangepunkt L1, von dem aus die Sonne ununterbrochen beobachtet werden kann. Die Sonde zur Erforschung der kosmischen Hintergrundstrahlung WMAP kreist um den äußeren Lagrangepunkt L2, an dem die gleichzeitige Abschirmung störender Strahlung von Erde und Sonne einfacher ist. Eine weitere Möglichkeit sind Umlaufbahnen um die Sonne wie beim Spitzer Space Telescope.
Beispiele sind das Hubble-Weltraumteleskop oder dessen Nachfolger, das James Webb Weltraumteleskop
!
ja:宇宙望遠鏡
InfrarotastronomieDie Infrarotastronomie ist ein experimenteller Teilbereich der Astronomie, der die von astronomischen Objekten ausgesandte Infrarotstrahlung nutzt. Diese Strahlung liegt in einem Teil des elektromagnetischen Spektrums, der vom menschlichen Auge nicht wahrgenommen werden kann.
Auge im infraroten Licht bei 2 μm]]
Beobachtungsbereich
Der infrarote Strahlungsbereich, auch Wärmestrahlung genannt, liegt zwischen dem optischen (Wellenlänge < 700 nm) und dem Submillimeter-Bereich (> 300 μm) und wird in drei Bereiche unterteilt, das
- Nahe Infrarot (ca. 700 nm - 4 μm)
- Mittlere Infrarot (4 - 40 μm)
- Ferne Infrarot (40 - 300 μm),
die genauen Grenzen sowohl des Infrarotbereichs als auch der Teilbereiche variieren jedoch bei verschiedenen Quellen. In der Astronomie werden in diese Bereiche weiter in Wellenlängenbänder unterteilt, in denen die Atmosphäre weitgehende transparent ist. Die Bänder sind mit Grossbuchstaben bezeichnnet, nach den Namen der optischen Filter, die nur Strahlung der entsprechenden Wellenlängen passieren lassen: I (um 1.05 μm), J (1.25 μm), H (1.65 μm), K (2.2 μm), L (3.45 μm), M (4.7 μm), N (10 μm) und Q (20 μm). Außerhalb dieser Bänder ist wasserdampfhaltige Luft praktisch undurchsichtig.
Instrumentelle Voraussetzungen
Filter]
Die oberhalb etwa 2µm immer stärker störende Wärmestrahlung der Atmosphäre, des Teleskops und der Instrumente selbst prägt zum großen Teil die Instrumentenentwicklung.
Standorte für Teleskope
Infrarotstrahlung wird von der Erdatmosphäre sehr stark absorbiert, besonders durch den atmosphärischen Wasserdampf. Nur unterhalb 1 μm und in einigen kleinen Fenstern bis etwa 40 μm ist eine Beobachtung mit erdgebundenen Teleskopen möglich. Erdgebundene Infrarotteleskope werden deshalb bevorzugt an hohen und trockenen Standorten errichtet. Beispiele sind das Mauna-Kea-Observatorium oder die Observatorien der ESO. Auch die Eisschilde der Antarktis sind wegen ihrer Höhe, Kälte und Trockenheit von Interesse. Oft werden große Teleskope sowohl für optische als auch für Infrarotbeobachtungen benutzt, es gibt aber auch einige speziell für Infrarotbeobachtungen optimierte Teleskope.
Da mit zunehmender Höhe die Absorption stark zurückgeht wurden schon seit den 1960ern Infrarotteleskope in hochfliegenden Ballons und ballistischen Forschungsraketen verwendet. Seit den 1960ern werden auch hochfliegende Flugzeuge (Lear Jet Observatory, KAO, SOFIA) eingesetzt. Im Weltraum verschwindet nicht nur die atmosphärische Absorption, es wird auch möglich kleinere Teleskope im Ganzen auf sehr tiefe Temperaturen zu kühlen und damit ihre störende Wärmestrahlung zu unterdrücken. Seit den 1980ern werden deshalb vermehrt Weltraumteleskope für das Infrarot eingesetzt, von besonderer Bedeutung sind IRAS, ISO, Spitzer und in naher Zukunft auch das JWST.
Instrumente
Die Instrumente der Infrarotastronomie ähneln in der Konzeption den Kameras und Spektrographen der visuellen Astronomie. Auch sie müssen aber stark gekühlt werden. Meist
dienen dazu mit flüssigem Stickstoff oder Helium gekühlte Kryostaten oder mechanische Kühlgeräte. Die im Infrarot z.B. für Linsen verwendeten optischen Materialien unterscheiden sich von den für sichtbares Licht gebräuchlichen. Häufig wechseln Infrarotinstrumente in einem Choppen genannten Vorgang rasch die Beobachtungsrichtung zwischen dem untersuchten Objekt und einer benachbarten Himmelsposition. Durch Subtraktion der gemessenen Signale läßt sich das Signal der Quelle leichter vom starken Hintergrund trennen.
Seit den 1990ern ist für Beobachtungen im nahen Infrarot adaptive Optik zur Korrektur der Luftunruhe (Seeing) möglich. Damit erreichen große erdgebundene Teleskope ihre volle beugungsbegrenzte Auflösung und können in dieser Hinsicht mit dem Hubble Space Telescope konkurrieren.
Detektoren
Über den weiten Wellenlängenbereich der Infrarotastronomie kommen mehrere Arten von Detektoren zum Einsatz. Bis zu etwa 1 μm Wellenlänge sind normale, auch in der visuellen Astronomie gebräuchliche CCD-Detektoren empfindlich. Für größere Wellenlängen werden spezielle Detektoren benötigt.
Nach dem zweiten Weltkrieg begann mit Detektoren aus Bleisulfid (PbS) der Aufstieg der Infrarotastronomie. Heute werden besonders für das nahe Infrarot nach dem Prinzip der Photodiode funktioniernde Detektoren benutzt, aus Halbleitermaterialien wie Indiumantimonid InSb und Quecksilbercadmiumtellurid HgCdTe. Nach dem Prinzip des Photowiderstands arbeitende Detektoren aus dotiertem Silizium (z.B. Si:Ga) und Germanium (z.B. Ge:Ga) finden bei längeren Wellenlängen Verwendung. Daneben werden, heute besonders bei den längsten Wellenlängen,
thermische Detektoren (Bolometer) eingesetzt. Diese weisen die durch die Strahlung erzeugte Wärmeenergie im Detektor nach. Bis in die 1980er Jahre waren Infrarotdetektoren fast stets Einzeldetektoren, die für größere Aufnahmen über den Himmel geführt werden mußten. Seither sind Detektoranordungen bis zu 2048 - 2048 Elementen bei den kurzen Wellenlängen und bis zu wenigen tausend Elementen bei langen Wellenlängen verfügbar geworden.
Besonderheiten der Infrarotastronomie
Durchdringung von interstellarem Staub
Bolometer
Die Abschwächung (Extinktion) von elektromagnetischer Strahlung durch den interstellaren Staub variiert stark mit der Wellenlänge. Bei 2µm in nahen Infrarot ist sie gegenüber dem sichtbaren Licht bereits auf etwa 1/10 zurückgegangen. Damit werden hinter Staub verborgenene Gebiete beobachtbar, z.B. junge Sterne, das galaktische Zentrum und die Kerne von Infrarotgalaxien.
Beobachtung kalter Objekte
Nach dem Planckschen Strahlungsgesetz strahlen kalte
Himmelskörper wie z.B. Braune Zwerge oder noch tief in Molekülwolken eingebettete Sterne hauptsächlich im Infrarot.
Viele im interstellaren Medium häufige Atome, Ionen und Moleküle haben wichtige Strahlungsübergänge im Infrarot. Besonders geeignet ist die Infrarotspektroskopie für die Bestimmung der Zusammensetzung und der physikalischen Bedingungen von Gas
mit Temperaturen von einigen hundert Kelvin.
Kalter (< 100 Kelvin) Staub im interstellaren Medium strahlt das absorbierte Licht im fernen Infrarot wieder ab, und ist oft ein großer Beitrag zur Energiebilanz astronomischer Objekte.
Im mittleren Infrarot gibt es starke Emission von organischen Verbindungen im interstellaren Medium, die mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen verwandt sind.
Beobachtungen bei hoher Rotverschiebung
Durch die kosmische Rotverschiebung wird das von Galaxien im frühen Universum ausgesandte
sichtbare oder UV-Licht auf der Erde im nahen Infrarot beobachtet. Dies ist z.B. entscheidend für die Auslegung des James Webb Space Telescope.
Beobachtungsobjekte und wissenschaftliche Ziele
Im Sonnensystem
Planeten, Monde, Kometen und Asteroiden in unserem Sonnensystem werden intensiv im Infrarot beobachtet. Von IRAS wurden z.B. einige neue Asteroiden und Kometen sowie drei Staubbänder im Bereich des Asteroidengürtels entdeckt, die vermutlich durch Kollisionen innerhalb des Asteroidengürtels entstanden sind. Ein neues Ziel sind Eigenschaften von transneptunischen Objekte des Kuipergürtels und der Oortschen Wolke
In der Milchstraße
Oortschen Wolke
Viele Infrarotbeobachtungen in der Milchstraße zielen auf ein Verständnis der Entstehung von Sternen. Großflächige Suchen nach jungen Sternen in allen Entwicklungsstadien und nach Braunen Zwergen werden kombiniert mit hochaufgelösten Aufnahmen und mit Spektroskopie. Zirkumstellare Staubscheiben ergaben erste Anzeichen für die Entstehung und Entwicklung von Planetensystemen um andere Sterne. Im Galaktischen Zentrum
wird im Infrarot die Umgebung des nächsten supermassereichen schwarzen Lochs untersucht. Entwickelte Sterne und ihr Massenauswurf sind ein weiteres Ziel der Infrarotastronomie in unserer Milchstraße.
Infrarotspektroskopie dient zur Untersuchung des Zustands und der chemischen Zusammensetzung des interstellaren Mediums. Von IRAS wurde auch eine diffuse Infrarotstrahlung und filamentartige Staubwolken entdeckt, die sich bis in hohe galaktische Breiten ausdehnen.
Außerhalb unserer Milchstraße
Infrarotgalaxien strahlen im Gegensatz zur Milchstraße und den meisten anderen Galaxien bis zu 99% ihrer Gesamtleuchtkraft im fernen Infrarot ab. Wechselwirkungen und Zusammenstöße mit anderen Galaxien tragen zu ihrer Entstehung bei. Die Infrarotastronomie untersucht den Beitrag hoher Sternentstehungsraten in Starbursts und von aktiven Galaxienkernen zu diesem Phänomen.
Die Entwicklung von Galaxien im frühen Universum wird immer intensiver im Infrarot studiert. Im nahen Infrarot wird das rotverschobene Licht der Sterne dieser Galaxien beobachtet, im fernen Infrarot und Submillimeterbereich der von Staub verschluckte und wieder abgestrahlte Anteil.
Geschichtliche Entwicklung und Ausblick
Nachdem William Herschel 1800 die Infrarotstrahlung der Sonne entdeckt hat, konnte Charles Piazzi Smyth 1856 erstmals eine infrarote Komponente im Spektrum des Mondlichts nachweisen. William Coblentz konnte ab 1915 Infrarotstrahlung von 110 Sternen nachweisen und gilt als einer der Begründer der IR-Spektroskopie. Diese frühen Messungen wurden meist mit Bolometern oder Thermoelementen gewonnen.
In den 1950ern brachten die Bleisulfid (PbS)-Detektoren einen Empfindlichkeitssprung im nahen Infrarot. Wie auch bei vielen späteren Detektorentwicklungen für das nahe und mittlere Infrarot profitierte die Astronomie hier vom militärischen Interesse an empfindlichen Detektorsystemen z.B. zur Verfolgung von Flugzeugen und Raketen. Um 1960 entwickelten Harold L. Johnson und Mitarbeiter das erste photometrische System für das Infrarot.
1963 wurden mit den ersten Ballonmissionen Infrarotbeobachtungen des Mars durchgeführt und bereits 1967 wurde mit einer Serie von Raketenflügen die erste Kartierung des gesamten Himmels im mittleren Infrarot durchgeführt, hierbei wurden bei einer Gesamtbeobachtungszeit von nur 30 Minuten mehr als 2000 Infrarotquellen entdeckt. Im gleichen Jahr wurde auch das Mauna-Kea-Observatorium gegründet, das auch heute noch die größten Infrarotteleskope beherbergt.
Anfang der 70er Jahre wurde ein militärischer C-141A Transportjet zu einem Infrarotteleskop umgebaut, das ab 1974 als Kuiper Airborne Observatory (KAO) Beobachtungen in 14 km Höhe durchführte.
Der Durchbruch der Infrarotastronomie kam jedoch in den 1980ern mit den ersten Satellitenmissionen. 1983 durchmusterte IRAS den Himmel. 1989 wurde COBE gestartet und entdeckte Anisotropien der kosmischen Hintergrundstrahlung. 1995 folgte mit dem Infrared Space Observatory (ISO) das erste echte Weltraumobservatorium für das Infrarot mit Kamera, Photometer und Spektrometern. 1997 folgte die Aufrüstung des Hubble-Teleskops mit dem Infrarotinstrument NICMOS, 2003 wurde das derzeit leistungsfähigste Infrarotteleskop Spitzer Space Telescope gestartet.
Die Entwicklung der Infrarotastronomie geht zur Zeit hauptsächlich in zwei Richtungen:
- Beobachtungen mit höchster räumlicher Auflösung vom Boden, unter Nutzung adaptiver Optik oder der Interferometrie wie am Very Large Telescope Interferometer (VLTI). Geplante Riesenteleskope wie OWL sind ohne adaptive Optik nicht denkbar.
- weitere Steigerung der Empfindlichkeit von Flugzeug- und Satellitenteleskopen. In der Bauphase sind das Flugzeugobservatorium SOFIA sowie die Satelliten Planck, Herschel und James Webb Space Telescope. Geplant sind TPF (NASA) bzw. Darwin (ESA), mit denen erstmals die direkte Beobachtung exosolarer Planeten möglich sein könnte.
Siehe auch: Portal:Astronomie
Literatur
- Glass, Ian (1999): Handbook of Infrared Astronomy. Cambridge: Cambridge University Press, ISBN 0-521-63311-7 (Technische Grundlagen)
Weblinks
- [http://coolcosmos.ipac.caltech.edu/cosmic_classroom/ir_tutorial/ Infrared Astronomy Tutorial] (engl.)
Kategorie:Beobachtungsmethode der Astronomie
Erde
Die Erde (von indogermanisch er[t]) ist der dritte Planet des Sonnensystems. Sie ist ca. 4,55 Milliarden Jahre alt und ist der einzige bekannte belebte Ort. Das Planetenzeichen ist 18px oder 14px.
Der lateinische Name ist Terra. Die Erde zählt zu der Gruppe der erdähnlichen (terrestrischen) Planeten.
Entstehung und Aufbau der Erde
Hauptartikel: Entstehung der Erde, Innerer Aufbau der Erde, Erdfigur und Plattentektonik
Plattentektonik
Die Erde ist der größte Gesteinsplanet im uns bekannten Sonnensystem. Alle anderen Planeten sind kleiner oder bestehen wie Jupiter hauptsächlich aus Gas in stark komprimierten Zuständen. Die Erde entstand vor etwa 4,6 Milliarden Jahren. Man geht heute allgemein davon aus, dass sie während der ersten 100 Millionen Jahre einem intensiven Bombardement von Meteoriten ausgesetzt war. Heute ist nur noch ein geringer Beschuss zu verzeichnen. Die meisten der Meteore werden von Objekten kleiner als 1 cm hervorgerufen. Im Gegensatz zum Mond sind auf der Erde die meisten Einschlagkrater durch geologische Prozesse wieder ausgelöscht worden. Durch die kinetische Energie der Impakte während des schweren Bombardements und durch die Wärmeproduktion des radioaktiven Zerfalls erhitzte sich die junge Erde, bis sie größtenteils aufgeschmolzen war. In der Folge kam es zu einer gravitativen Differenzierung des Erdkörpers in einen Erdkern und einen Erdmantel. Die schwersten Elemente, vor allem Eisen, sanken in die Richtung des Schwerpunkts des Planeten, während leichte Elemente, vor allem Sauerstoff, Silizium und Aluminium nach oben stiegen. Aus diesen Elementen bildeten sich hauptsächlich silikatische Minerale, aus denen auch die Gesteine der Erdkruste bestehen. Aufgrund ihres vorwiegenden Aufbaus aus Eisen und Silikaten hat die Erde wie alle terrestrischen Planeten eine recht hohe mittlere Dichte von 5,515 g/cm3.
Die Erde hat, wie alle Planeten, durch die Eigengravitation ihrer großen Masse annähernd die Form einer Kugel. Durch die Fliehkräfte ihrer ziemlich schnellen Rotation ist sie an den Polen geringfügig abgeplattet. Der Äquatorumfang ist dadurch mit 40.075,004 km um 67,183 km bzw. um 0,17 % größer als der Polumfang mit 39.940,638 km. Der Poldurchmesser ist mit 12.713,500 km dementsprechend um 42,77 km bzw. um 0,34 % kleiner als der Äquatordurchmesser mit 12.756,270 km. Solch ein geometrisches Verhältnis ist das eines Ellipsoids. Der Meeresspiegel (das Geoid) weicht davon nochmals um ± 100 Meter ab. Die Unterschiede im Umfang tragen mit dazu bei, dass es keinen eindeutig höchsten Berg auf der Erde gibt. Nach der Höhe über dem Meeresspiegel ist es der Mt. Everest im Himalaya und nach dem Abstand des Gipfels vom Erdmittelpunkt der auf dem Äquatorwulst stehende Vulkanberg Chimborazo in den Anden. Von der jeweils eigenen Basis an gemessen ist der Mauna Kea auf der vom pazifischen Meeresboden aufragenden großen vulkanischen Hawaii-Insel am höchsten.
Wie die meisten festen Planeten und fast alle größeren Monde, z. B. der Erdmond, weist auch die Erde eine deutliche Dichotomie ihrer Oberfläche auf, d. h. eine Zweiteilung in unterschiedlich ausgeprägte Halbkugeln. Die Oberfläche der Erde unterteilt sich in eine Landhemisphäre und eine Wasserhemisphäre. Die Wasserfläche hat in der gegenwärtigen geologischen Epoche einen Gesamtanteil von 70,7 %. Die von der Landfläche umfassten 29,3 % entfallen hauptsächlich auf sieben Kontinente; der Größe nach: Asien, Afrika, Nordamerika, Südamerika, Antarktika, Europa und Australien. Wobei Europa als große westliche Halbinsel Asiens im Rahmen der Plattentektonik wahrscheinlich nie eine selbstständige Einheit gewesen ist. Die kategorische Grenzziehung zwischen Australien als kleinstem Erdteil und Grönland als größter Insel wurde nur rein konventionell festgelegt. Die Fläche des Weltmeeres wird im Allgemeinen in drei Ozeane einschließlich der Nebenmeere unterteilt: In den Pazifik, den Atlantik und den Indik. Die tiefste Stelle, das Witjastief 1 im Marianengraben, liegt 11.034 m unter dem Meeresspiegel.
Nach seismischen Messungen ist die Erde hauptsächlich aus drei Schalen aufgebaut: Aus dem Erdkern, dem Erdmantel und der Erdkruste. Diese Schalen sind durch seismische Diskontinuitätsflächen (Unstetigkeitsflächen) voneinander abgegrenzt. Die Erdkruste und der oberste Teil des oberen Mantels bilden zusammen die so genannte Lithosphäre. Sie ist zwischen 50 und 100 km dick und zergliedert sich in große und kleinere tektonische Einheiten, die Platten. Die größten Platten entsprechen in ihrer Anzahl und Ordnung in etwa jener der von ihnen getragenen Kontinente, mit Ausnahme der pazifischen Platte. All diese Schollen bewegen sich gemäß der Plattentektonik relativ zueinander auf den teils aufgeschmolzenen, zähflüssigen Gesteinen des oberen Mantels, der 100 bis 150 km mächtigen Asthenosphäre. Der innere Erdkern ist fest, der äußere geschmolzen und gut 4.000 °C heiß.
Ein dreidimensionales Modell der Erde wird, wie alle verkleinerten Nachbildungen von Weltkörpern, Globus genannt.
Atmosphäre
Hauptartikel: Erdatmosphäre
Die Erde besitzt eine etwa 640 km hohe Atmosphäre. Deren Masse beträgt 5,13 x 1018 kg und macht somit knapp ein Millionstel der Erdmasse aus. Der mittlere Luftdruck auf dem Niveau des Meeresspiegels ist 1.013 hPa groß; bei einer mittleren Luftdichte von 1,293 kg/m3. In den bodennahen Schichten besteht die Lufthülle im Wesentlichen aus 78 % Stickstoff, 21 % Sauerstoff und 1 % Edelgasen. Dazu kommt ein wechselnder Anteil an Wasserdampf (0 – 5 %), der das Wettergeschehen bestimmt.
Die auf der Erde gemessenen Temperaturextreme betragen –89,6 °C (gemessen am 21. Juli 1983 in der Wostok-Station in der Antarktis auf 3.420 Metern Höhe, was einer Temperatur von –60 °C auf Meereshöhe entspräche) und +58 °C (gemessen am 13. September 1922 in Al 'Aziziyah in Libyen auf 111 Metern Höhe). Die mittlere Temperatur in Bodennähe beträgt 15 °C; die Schallgeschwindigkeit bei dieser Temperatur beträgt in der Luft am Meeresniveau etwa 340 m/s.
Die Erdatmosphäre streut den kurzwelligen, blauen Spektralanteil des Sonnenlichts etwa fünfmal stärker als den langwelligen, roten und bedingt dadurch bei hohem Sonnenstand die Blaufärbung des Himmels. Dass die Oberfläche der Meere und Ozeane vom Weltall aus gesehen blau erscheinen, weswegen die Erde seit dem Beginn der Raumfahrt auch der Blaue Planet genannt wird, ist jedoch auf die stärkere Absorption roten Lichtes im Wasser selbst zurückzuführen. Die Spiegelung des blauen Himmels an der Wasseroberfläche ist dabei nur von nebensächlicher Bedeutung.
Globaler Energiehaushalt
Der Energiehaushalt der Erde wird im Wesentlichen durch die Einstrahlung der Sonne und die Ausstrahlung der Erdoberfläche bzw. Atmosphäre bestimmt, also durch den Strahlungshaushalt der Erde. Der sonstige vorwiegend durch radioaktive Zerfälle erzeugte Energiebeitrag beträgt nur etwa 0,1 %. Die Albedo der Erde beträgt im Mittel 0,367, wobei ein wesentlicher Anteil auf die Wolken der Erdatmosphäre zurückzuführen ist. Dies führt zu einer globalen effektiven Temperatur von 246 K (-27 °C). Die Durchschnittstemperatur am Boden liegt jedoch durch einen starken atmosphärischen Treibhauseffekt bzw. Gegenstrahlung bei etwa 288 K (15 °C), wobei die Treibhausgase Wasser und Kohlendioxid den Hauptbeitrag liefern.
Herkunft des irdischen Wassers
Hauptartikel: Herkunft des irdischen Wassers
Die Herkunft des Wassers auf der Erde, insbesondere die Frage, warum auf der Erde deutlich mehr Wasser vorkommt als auf den anderen erdähnlichen Planeten, ist bis heute nicht befriedigend geklärt. Ein Teil des Wassers dürfte durch das Ausgasen der Magma entstanden sein, also letztlich aus dem Erdinneren stammen. Ob dadurch aber die Menge an Wasser erklärt werden kann, ist fragwürdig. Weitere große Anteile könnten aber auch durch Einschläge von Kometen, transneptunischen Objekten oder wasserreichen Asteroiden (Protoplaneten) aus den äußeren Bereichen des Asteroidengürtels auf die Erde gekommen sein. Messungen des Isotopenverhältnisses von Deuterium zu Protium (D/H-Verhältnis) deuten dabei eher auf Asteroiden hin, da in Wassereinschlüssen in kohligen Chondriten ähnliche Verhältnisse gefunden wurden wie in ozeanischem Wasser, wohingegen bisherige Messungen dieses Isotopen-Verhältnisses an Kometen und transneptunischen Objekten nur schlecht mit irdischem Wasser übereinstimmten.
Himmelsmechanik
Umlaufbahn
Der mittlere Abstand des Zentrums der Erde vom Zentrum der Sonne ist die große Bahnhalbachse und beträgt etwa 149.597.870 km. Ursprünglich wurde dieser Abstand der Definition der Astronomische Einheit (AE) zugrunde gelegt, die als astronomische Längeneinheit hauptsächlich für Entfernungsangaben innerhalb des Sonnensystems verwendet wird. Der sonnennächster Punkt der Erde, das Perihel, liegt bei 0,983 AE AE und sein sonnenfernster Punkt, das Aphel, bei 1,017 AE. Sie läuft also auf einer elliptischen Umlaufbahn mit einer Exzentrizität von 0,0167 um die Sonne. Für einen Umlauf um die Sonne benötigt sie 365 d 6 h 9 min 9,54 s, diese Zeitspanne wird auch als Siderischen Jahres bezeichnet.
Die Bahnebene der Erde wird als Ekliptik bezeichnet.
Mond
Hauptartikel: Mond
Die Erde wird von einem Mond umkreist. Dieser ist im Vergleich zur Erde deutlich größer als es bei den anderen Planeten mit Ausnahme des Pluto/Charon-Systems der Fall ist. Der große Mond ist verantwortlich für die Stabilität der Schiefe der Ekliptik der Erde und damit auch für die guten Bedingungen zum Entstehen von Leben auf der Erde.
Rotation und Gezeiten
Die Erde rotiert einmal in 23 h 56 min 4,09 s um ihre eigene Achse. Analog zum siderischen Jahr wird diese Zeitspanne als ein Siderischer Tag bezeichnet. Aufgrund der Bahnbewegung der Erde entlang ihrer Umlaufbahn und der daraus resultierenden leicht unterschiedlichen Position der Sonne an nacheinander folgenden Tagen ist ein Sonnentag, der als die Zeitspanne zwischen zwei Sonnenhöchstständen (Mittag) definiert ist, etwas größer als ein Siderischer Tag und wird nach Definition in 24 Stunden eingeteilt.
Aufgrund der Neigung der Rotationsachse der Erde von 23,44° gegen die Ekliptik werden die Nord- und die Südhalbkugel der Erde an verschiedenen Punkten ihrer Umlaufbahn um die Sonne unterschiedlich beleuchtet, was zu den das Klima der Erde prägenden Jahreszeiten führt.
Jahreszeiten
Der Mond verursacht auf der Erde Gezeiten. Ebbe und Flut in den Meeren und im Erdmantel bremsen die Erdrotation und verlängern dadurch gegenwärtig die Tage um etwa 20 Mikrosekunden pro Jahr. Die Gezeiten wirken sich auch auf die Landmassen aus, die sich um etwa einen halben Meter heben und senken.
Die Rotationsenergie der Erde wird dabei in Wärme umgewandelt. Der Drehimpuls wird auf den Mond übertragen, dessen Bahn sich dadurch um etwa 4 Zentimeter pro Jahr von der Erde entfernt. Dieser schon lange vermutete Effekt ist seit etwa 1995 durch Laser-Distanzmessungen abgesichert.
Die zunehmende Tageslänge kann geologisch anhand von Wachstumsringen in fossilen Korallen nachgewiesen werden.
Man findet in diesen Sedimenten eine Spur für jeden Tag, und eine jährliche Regelmäßigkeit, aus der sich die Anzahl der Tage im damaligen Jahr bestimmen lässt. In der Vergangenheit zeigt sich die Zunahme der Tageslänge anhand überlieferter Sonnenfinsternisse, die bei gleich bleibender Tageslänge an einem anderen Ort auf der Erde sichtbar gewesen wären.
Extrapoliert man diese Abbremsung in die Zukunft, wird auch die Erde einmal dem Mond immer die gleiche Seite zuwenden, wobei ein Tag auf der Erde dann 47 Mal so lang wäre wie heute. Damit unterliegt die Erde dem gleichen Effekt, der in der Vergangenheit schon zur gebundenen Rotation des Mondes geführt hat. Zu dem Zeitpunkt, an dem diese Korotation eintreten wird, wird das Wechselspiel der Gezeiten beendet sein. Die Flutberge verbleiben dann immer an einem Ort auf der Verbindungslinie Erde-Mond und es wird zu einer dauerhaften Verformung des Erdkörpers kommen, ähnlich dem des Mondes. Diese Überlegungen kann man allerdings als hypothetisch betrachten, da zum einen die Stabilität der Erdrotation nicht gewährleistet ist. Zum anderen wird sich durch den Übergang der Sonne zu einem weißen Zwerg auch das gesamte Sonnensystem verändert haben.
Leben und Klima
weißen Zwerg
Die Erde ist bisher der einzige Planet, auf dem Leben bzw. eine Biosphäre nachweisbar ist. Nach dem gegenwärtigen Stand der Forschung begann das Leben auf der Erde möglicherweise innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums, gleich nach dem Ausklingen eines schweren Bombardements großer Asteroiden, dem die Erde nach ihrer Entstehung vor ca. 4,6 Milliarden Jahren bis etwa vor 3,9 Milliarden Jahren als letzte Phase der Bildung des Planetensystems ausgesetzt war. Nach dieser Zeit hat sich eine stabile Erdkruste ausgebildet und soweit abgekühlt, dass sich Wasser auf ihr sammeln konnte. Die ältesten direkten, allerdings umstrittenen Hinweise auf Leben, die als versteinerte Cyanobakterien gedeutet werden, sind 3,5 Milliarden Jahre alt und wurden in Gesteinen der Warrawoona-Gruppe im Nordwesten Australiens gefunden. In 3,85 Milliarden Jahre altem Sedimentgestein aus der Isua-Region im Südwesten Grönlands wurden in den Verhältnissen von Kohlenstoffisotopen Anomalien entdeckt, die auf biologischen Stoffwechsel hindeuten könnten; bei dem Gestein kann es sich aber auch statt um Sedimente lediglich um ein stark verändertes Ergussgestein ohne derartige Bedeutung handeln. Die ältesten und eindeutigen Lebensspuren auf der Erde sind 1,9 Milliarden Jahre alte fossile Bakterien aus der Gunflint-Formation in Ontario.
Die chemische wie die biologische Evolution sind untrennbar mit der Klimageschichte verknüpft. Das Leben wird in seiner Entwicklung von den herrschenden Bedingungen geprägt und hat seinerseits Einfluss auf die Entwicklung und das Erscheinungsbild der Erde.
Durch den Stoffwechsel des pflanzlichen Lebens bzw. durch die Photosynthese wurde die Erdatmosphäre mit molekularem Sauerstoff angereichert und bekam ihren oxidierenden Charakter. Zudem wurde die Albedo und damit die Energiebilanz durch die Pflanzendecke merklich verändert.
Klimazonen
Die Erde wird anhand unterschiedlich intensiver Sonneneinstrahlung in Klimazonen eingeteilt, die sich vom Nordpol zum Äquator erstrecken – und auf der Südhalbkugel spiegelbildlich verlaufen.
Die jahreszeitlichen Temperaturschwankungen sind umso stärker, je weiter die Klimazone vom Äquator und vom nächsten Ozean entfernt liegt.
Polarzone
Unter den Polargebieten versteht man zum einen die Region innerhalb des nördlichen Polarkreises, die Arktis, sowie den Kontinent der Antarktis auf der Südhalbkugel der Erde.
Besonderes Kennzeichen der Polarregionen sind neben dem kalten Klima mit viel Schnee und Eis der bis zu einem halben Jahr dauernde Polartag mit der Mitternachtssonne bzw. die Polarnacht, aber auch die Polarlichter.
Gemäßigte Zone
Die gemäßigte Klimazone erstreckt sich vom Polarkreis bis zum vierzigsten Breitengrad und wird in eine kalt-, kühl- und warmgemäßigte Zone eingeteilt.
Diese Zone weist einen großen Unterschied zwischen den Jahreszeiten auf, der in Richtung der Erdmitte jedoch etwas abnimmt.
Ein weiteres Merkmal sind die Unterschiede zwischen Tag und Nacht, die je nach Jahreszeit stark variieren. Diese Unterschiede nehmen, je näher man dem Pol kommt, immer mehr zu.
Die Vegetation wird durch Nadel-, Misch- und Laubwälder geprägt, wobei die Nadelwälder in Richtung Äquator immer weniger werden.
Subtropen
Die Subtropen liegen in der geographischen Breite zwischen den Tropen in Äquatorrichtung und den gemäßigten Zonen in Richtung der Pole, ungefähr zwischen 25°-40° nördlicher und südlicher Breite. Diese Gebiete haben typischerweise tropische Sommer und nicht-tropische Winter. Man kann sie unterteilen in trockene, winterfeuchte, sommerfeuchte und immerfeuchte Subtropen.
Eine weit verbreitete Definition definiert das Klima dort als subtropisch, wo die Mitteltemperatur im Jahr über 20 Grad Celsius liegt, die Mitteltemperatur des kältesten Monats jedoch unter der Marke von 20 Grad bleibt.
Die Unterschiede zwischen Tag und Nacht fallen relativ gering aus.
Die Vegetation reicht von der Artenvielfalt, wie sie z.B. im Mittelmeer auftritt, über die Vegetation der trockenen Savanne bis hin zur kargen oder auch völlig fehlenden Vegetation in Wüsten wie der Sahara.
Tropen
Die Tropen befinden sich zwischen dem nördlichen und südlichen Wendekreis. Die Tropen können in die wechselfeuchten und immerfeuchten Tropen unterschieden werden.
In den Tropen sind Tag und Nacht immer gleichlang (jeweils 12 Stunden). Jahreszeiten gibt es als Solches nur in den wechselfeuchten Tropen und lassen sich nur in eine Trocken- und Regenzeit unterscheiden.
Typisch für die wechselfeuchten Tropen sind die Feuchtsavannen, die sich nördlich und südlich der großen Regenwälder befinden. Sie zeichnen sich durch ihre weiten Grasländer aus. Beispiele sind die afrikanische Savanne und der Bantanal in Südbrasilien und Paraguay.
Für die immerfeuchten Tropen, die sich rund um den Äquator befinden, sind die großen, sehr artenreichen Regenwälder, wie z.B. der Amazonas typisch.
Jahreszeiten
Die Jahreszeiten werden in erster Linie von der Einstrahlung der Sonne verursacht und sind in der gemäßigten Zone am stärksten ausgeprägt.
Die Unterschiede entstehen durch die Neigung der Erde. Dies hat zur Folge, dass die Sonne zwischen dem nördlichen und südlichen Wendekreis hin- und herwandert (daher auch der Name). Dadurch entstehen auch neben den unterschiedlichen Einstrahlungen auch die Unterschiede zwischen Tag und Nacht.
Die Wanderung erfolgt im Jahresrhythmus wie folgt:
- 21. Dezember (Wintersonnenwende): Die Sonne befindet sich auf dem südlichen Wendekreis bzw. auf dem Kreis des Steinbocks. Auf der Nordhalbkugel ist nun der kürzeste und auf der Südhalbkugel der längste Tag des Jahres. Durch die nun folgende geringe Einstrahlung der Sonne auf die Nordhalbkugel beginnt nun der Winter. Am Nordpol beginnt die Polarnacht und am Südpol der Polartag.
- 19. bis 21. März: Tagundnachtgleiche auf nördlicher und südlicher Halbkugel: Frühlingsbeginn im Norden und Herbstbeginn im Süden.
- 21. Juni (Sommersonnenwende): Längster Tag im Norden und kürzester Tag im Süden. Am Nordpol beginnt der Polartag und am Südpol die Polarnacht. Auf der Nordhalbkugel beginnt nun der astronomische Sommer und auf der Südhalbkugel der astronomische Winter. Die Sonne befindet sich am nördlichen Wendekreis (Kreis des Krebses).
- 22. oder 23. September: Tagundnachtgleiche: Im Norden beginnt der Herbst, im Süden der Frühling. Die Sonne ist auf Höhe des Äquators.
Zwischen den beiden Wendekreisen, wo sich die Tropen befinden gibt es kaum Unterschiede zwischen den Jahreszeiten, da die Sonne dort immer im Zenit steht.
Einfluss des Menschen
Die ersten Menschen lebten als Jäger und Sammler. Mit der Neolithischen Revolution begannen im Vorderen Orient (11.), in China (8.) und im mexikanischen Tiefland (6. Jahrtausend vor Christus) Ackerbau und Viehzucht. Die Kulturpflanzen verdrängten die natürliche Pflanzenwelt. Im Zuge der Industrialisierung wurden weiträumige Landflächen in Industrie- und Verkehrsfläche umgewandelt.
Die Wechselwirkungen zwischen Lebewesen und Klima haben heute durch den zunehmenden Einfluss des Menschen eine neue Quantität erreicht. Während im Jahr 1920 circa 1,8 Milliarden Menschen die Erde bevölkerten, wuchs die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2000 auf 6,1 Milliarden an. In den Entwicklungsländern ist für die absehbare Zukunft weiterhin ein starkes Bevölkerungswachstum zu erwarten, während in vielen hoch entwickelten Ländern die Bevölkerung stagniert oder nur sehr langsam zunimmt, deren industrieller Einfluss auf die Natur aber weiterhin wächst.
Siehe auch: Klimazonen
Siehe auch
- Liste aller Länder und Staaten der Erde
- Biosphäre 2
- Magnetismus
- Jahreszeiten
- Satellit
- Geowissenschaften
- Envisat (ESA-Umweltsatellit)
- Merkurtransit, Venustransit
- Die Erde in Daten und Zahlen
- Nasa World Wind (Computerprogramm)
- Google Earth (Computerprogramm)
Literatur
- David Oldroyd: Die Biographie der Erde. Zweitausendeins 1998. ISBN 3-86150-285-2
- J. D. Macdougall: Eine kurze Geschichte der Erde. Econ Taschenbuchverlag 2000. ISBN 3-612-26673-X
- Cesare Emilliani: Planet Earth. Cosmology, Geology, and the Evolution of Live and Environment. Cambridge University Press 1992.
Weblinks
- [http://www.uni-muenster.de/MineralogieMuseum/vulkane/Vulkan-3.htm Bau der Erde und Vulkanismus]
- [http://www.raumfahrer.net/planeterde Raumfahrer.net Sonderseite: Planet Erde]
- [http://www.kowoma.de/gps/geo/mapdatum.htm Ellipsoide, Geoide und topografische Oberflächen]
- [http://home.arcor.de/m.panitzki/html/navigation/index_navigation.htm Ellipsoide, Geoide und topografische Oberflächen II]
- Real Video (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri):
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&g2=1&f=050202.rm Wie schnell entstand die Erde?]
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=020414.rm Warum ist die Erde warm?]
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=010204.rm&g2=1 Wie alt ist die Erde?]
Kategorie:Erde
ja:地球
ko:지구
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zh-min-nan:Tē-kiû
1990
Jahreswidmungen
- 1990 ist „Internationales Jahr der Literatur“
- Der Pirol (Oriolus oriolus) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Die Buche (Fagus sylvatica) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Die Pyramiden-Hundswurz (Anacamptis pyramidalis) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)
Januar
- 1. Januar: Arnold Koller wird Bundespräsident der Schweiz
- 2. Januar: Der Kunstpreis der Wolf-Stiftung geht dieses Jahr an den Maler Anselm Kiefer
- 7. Januar: Der Schiefe Turm von Pisa wird aus Sicherheitsgründen für Besucher gesperrt
- 15. Januar: Wendezeit in der DDR. Demonstranten stürmen die Berliner Stasi-Zentrale. Die dabei sichergestellten Akten arbeitet bis heute die BStU auf
- 20. Januar: Militärintervention in Baku
- 26. Januar: Die Deutsche Terminbörse nimmt als erste neue Börse nach dem 2. Weltkrieg den Handel auf
Februar
- 2. Februar: UdSSR: Das Zentralkomitee der KPdSU gibt das Machtmonopol der Partei auf
- 3. Februar: Bulgarien. Andrej Lukanov wird Ministerpräsident
- 5. Februar: Wendezeit in der DDR: Das Wahlbündnis Allianz für Deutschland wird geschlossen. Acht Vertreter des Zentralen Runden Tisches (darunter Wolfgang Ullmann, Rainer Eppelmann, Matthias Platzeck, Tatjana Böhm) werden in die Regierung Modrow aufgenommen
- 11. Februar: Die bedingungslose Freilassung Nelson Mandelas markiert den Anfang vom Ende der Apartheid
- 15. Februar: Im Celler Prozess gegen die – neben Karl Koch – am KGB-Hack beteiligten DOB, Pedro und ein Hacker namens Urmel wird das Urteil gesprochen. Sie werden zu Freiheitsstrafen auf Bewährung zwischen 2 Jahren und 14 Monaten verurteilt
- 16. Februar: Der SWAPO-Politiker Sam Nujoma wird zum ersten Präsidenten des unabhängigen Namibia gewählt
März
- 11. März: Litauen erklärt sich für unabhängig
- 11. März: Komoren. Said Mohamed Djohar wird zum Staatspräsident gewählt
- 14. März: Michail Gorbatschow wird zum Präsidenten der UdSSR gewählt
- 18. März: Erste freie Wahl zur Volkskammer in der DDR
- 18. März: Zwölf Gemälde im Gesamtwert 100 Million US-Dollar, werden von zwei Dieben, die als Polizisten verkleidet waren, aus dem Isabella-Stewart-Gardner-Museum in Boston, Massachusetts, gestohlen. Das ist der größte Kunstraub in der Geschichte der USA
- 21. März: Mit Nujomas Vereidigung als Staatspräsident durch UN-Generalsekretär Pérez de Cuéllar wird Namibias Unabhängigkeit vollzogen
- 21. März: Lee Teng-huis wird Präsident der Nationalversammlung in Taiwan
- 24. März: Islam Karimow wird Staatspräsident in Usbekistan
- 25. März: Erste demokratische Wahlen seit mehr als 40 Jahren in Ungarn
- 27. März: Der nach Kuba sendende US-amerikanische Fernsehsender TV Martí nimmt seinen Betrieb auf
- 30. März: Estland erklärt sich zur Republik
April
- 1. April: Start der privaten Lokalsender in Nordrhein-Westfalen. Als Erster geht Radio Duisburg auf Sendung
- 3. April: Bulgarien. Petar Mladenov wird Präsident
- 5. April: 18 Tage nach den ersten freien Wahlen zur Volkskammer der DDR konstituiert sich diese und wählt Sabine Bergmann-Pohl zu ihrer Präsidentin
- 9. April: Einführung des Mehrparteiensystems in Nepal
- 12. April: Lothar de Maizière wird erster (und letzter) demokratisch gewählter Ministerpräsident der DDR
- 12. April: In Hardegg (Niederösterreich) wird der Grenzübergang über die Thayabrücke Hardegg – Čížov in die ČSFR eröffnet
- 23. April: Namibia wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 23. April: Bürgerbefragung in Karl-Marx-Stadt: 76 % entscheiden sich für die alte Stadtbezeichnung „Chemnitz“
- 24. April: Nursultan Nasarbajew wird Staatspräsident von Kasachstan
- 25. April: Oskar Lafontaine wird bei einem Attentat lebensgefährlich verletzt
Mai
- 4. Mai: Lettland erklärt seine Unabhängigkeit
- 5. Mai: Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten: In Bonn beginnt die erste Runde der Zwei-plus-Vier-Gespräche
- 10. Mai: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Vietnam. In Kraft seit dem 6. März 1991
- 18. Mai: Theo Waigel und Walter Romberg unterzeichnen den Deutsch-Deutschen Staatsvertrag zur Bildung einer Wirtschafts-, Sozial- und Währungsunion
- 22. Mai: Die Vereinigung der beiden jemenitischen Staaten, der Arabischen Republik Jemen und der Volksrepublik Jemen, wird vollzogen
- 23. Mai: Gabun. Der ungeklärte Tod des Oppositionspolitikers Joseph Rendjambe löst Unruhen und Tumulte in Libreville und Port Gentil aus
- 23. Mai: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Ruanda. In Kraft seit dem 2. April 1991
- 25. Mai: Parlamentswahlen in Myanmar
- 29. Mai: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Bangladesch
- 29. Mai: Ein Abkommen zur Errichtung der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWD) wird unterzeichnet
- 30. Mai: Neue Verfassung in Schleswig-Holstein tritt in Kraft
- 30. Mai: Frankreich verhängt in Folge des Auftretens von BSE ein Importverbot für alle britischen Rindfleisch-Produkte
- 31. Mai: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Singapur. In Kraft seit dem 23. August 1991
Juni
- 1. Juni: Karl-Marx-Stadt wird in Chemnitz rückbenannt, nachdem in einer Befragung 76 % der Bürger für den alten Namen gestimmt hatten
- 6. Juni: Susanne Albrecht wird – als erste der ausgestiegenen und mit neuer Identität in der DDR lebenden RAF-Terroristen – in Ost-Berlin festgenommen
- 11. Juni: DDR-Regierungschef Lothar de Maizière besucht offiziell die USA und hat eine Begegnung mit Präsident George H. W. Bush
- 13. Juni: Der endgültige Abriss der Berliner Mauer beginnt
- 17. Juni: In der Bundesrepublik Deutschland letztmalig arbeitsfreier Nationalfeiertag, seither nur noch nationaler Gedenktag
- 19. Juni: Das Schengener Abkommen wird von den Benelux-Staaten, Deutschland und Frankreich unterzeichnet
- 20. Juni: Die EWG und die EFTA beginnen Verhandlungen über die Schaffung des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR)
- 22. Juni: Während in Berlin die zweite Runde der Verhandlungen zum Zwei-plus-Vier-Vertrag beginnt, wird der Checkpoint Charlie abgebaut
- 23. Juni: Souveränitätserklärung der Republik Moldau
- 28. Juni: Die KSZE-Menschenrechtskonferenz in Kopenhagen einigt sich darauf, demokratische Grundprinzipien wie freie Wahlen und Mehrparteiensystem festzuschreiben
- 29. Juni: Mit der Aktualisierung des Montreal-Protokolls während der Ozonschichtschutz-Konferenz in London wird beschlossen, die Herstellung von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) bis zum Jahr 2000 weltweit zu beenden
Juli
- 1. Juli: In der DDR löst mit Inkrafttreten der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion der beiden deutschen Staaten die D-Mark die Mark der DDR als gesetzliches Zahlungsmittel ab
- 1. Juli: Aufhebung der Beschränkung des Warenverkehrs zwischen Australien und Neuseeland
- 14. Juli: Der bayerische Schauspieler Walter Sedlmayr (Theodor Hirneis oder Wie man ehem. Hofkoch wird, Polizeiinspektion 1) wird ermordet aufgefunden
- 19. Juli: Das Bundesverfassungsgericht beurteilt unterschiedliche Kündigungsfristen für Arbeiter und Angestellte als unvereinbar mit dem Grundgesetz
- 21. Juli: Roger Waters gibt auf dem Potsdamer Platz in Berlin das bislang größte Konzert in der Geschichte der Rockmusik (The Wall)
- 22. Juli: Die Volkskammer der DDR beschließt das Ländereinführungsgesetz
August
- 1. August: Bulgarien. Schelju Schelew wird Staatspräsident
- 2. August: Zweiter Golfkrieg: Irakische Truppen marschieren in Kuwait ein
- 3. August: Souveränitätserklärung Armeniens
- 6. August: Zweiter Golfkrieg: Die Vereinten Nationen veranlassen mit der Resolution 661 Wirtschaftssanktionen gegen den in Kuwait einmarschierten Irak
- 10. August: Sondergipfel der Arabischen Liga nach irakischem Einmarsch in Kuwait
- 10. August: Die Raumsonde Magellan tritt nach 15-monatiger Reise in die Umlaufbahn der Venus ein
- 22. August: São Tomé und Príncipe gibt sich eine neue Verfassung
- 23. August: Die Ost-Berliner Volkskammer stimmt für den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland
- 24. August: Die Werchowna Rada (Oberster Rat), das Parlament der Ukraine, erklärt die Unabhängigkeit des Landes
- 29. August: Das Atom-Testgeländes bei Semipalatinsk, Kasachstan, wird geschlossen
- 31. August: Auf dem Weg zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten wird in Berlin der Einigungsvertrag unterzeichnet
- August: Ein Friedensabkommen beendet nach 15 Jahren den libanesischen Bürgerkrieg
September
- 10. September: Bei einem Treffen in Jakarta einigen sich Vertreter der Parteien Kambodschas auf die Annahme des UN-Friedensplanes
- 10. September: Die Basilika Notre-Dame de la Paix in Yamoussoukro, Elfenbeinküste, die größte christliche Kirche der Welt, wird geweiht
- 12. September: Auf dem Weg zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten wird in Moskau der Zwei-plus-Vier-Vertrag unterzeichnet
- 13. September - Deutschland und die Sowjetunion vereinbaren einen Kooperations- und Nichtangriffsvertrag mit 20 Jahren Laufzeit.
- 14. September: Das weltweite Human Genome Project zur Entschlüsselung des menschlichen Genoms wird gegründet
- 18. September: Liechtenstein wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 19. September: Der Palast der Republik wird wegen Asbestbelastung geschlossen
- 24. September - Die DDR tritt aus dem Warschauer Pakt aus.
- 27. September - In Berlin vereinigen sich die west- und ostdeutschen Sozialdemokraten. Der Vorsitzende der Ost-SPD, Wolfgang Thierse, wird auf dem Parteitag Stellvertretender Vorsitzender der Gesamt-SPD.
Oktober
- Oktober: in Bordeaux wird eine hervorragende Wein-Ernte eingebracht
- 3. Oktober: Mit dem Beitritt der der Gebiete der DDR samt Ost-Berlins zum zum Geltungsbereich des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland wird die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten vollzogen. Damit enden die Reste der Alliierten Vorbehaltsrechte bezüglich Gesamtdeutschland und Berlin als Folge des Zweiten Weltkriegs – Deutschland wird vollends souverän. Erstmalig ist der 3. Oktober als Tag der Deutschen Einheit auch gesamtdeutscher Nationalfeiertag, wodurch die Bürger der alten Bundesrepublik Deutschland in diesem Jahr – neben dem 17. Juni – einmalig zwei Nationalfeiertage begehen
- 12. Oktober: Ägypten. Ermordung des Präsidenten der Volksversammlung Dr. Refaat Al-Mahgoub
- 12. Oktober: Wolfgang Schäuble, deutscher Bundesminister des Innern, wird bei einem Schussattentat schwer verletzt
- 14. Oktober: Im vereinten Deutschland tritt das von der Volkskammer der DDR am 22. Juli beschlossene Ländereinführungsgesetz in Kraft. In den Neuen Ländern finden Wahlen zu den Landesparlamenten statt. Dabei wird im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns, Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens die CDU stärkste Partei, in den Wahlen zum Brandenburger Landtag die SPD
- 21. Oktober: In einem Treibnetz wird – als sechstes Exemplar überhaupt – ein Riesenmaulhai gefunden und – mit Sendern versehen – tags darauf wieder freigelassen
- 22. Oktober: Handelsabkommen zwischen der EU und Rumänien
- 22. Oktober: Souveränitätserklärung von Turkmenistan
- 25. Oktober: Kasachstan erklärt seine Souveränität innerhalb der UdSSR; im darauffolgenden Jahr wird es ein unabhängiger Staat
- 27. Oktober: Saparmurat Nijasow wird Staatspräsident von Turkmenistan
November
- 6. November: Das 9. Zusatzprotokoll der Europäischen Menschenrechtskonvention, das jedem Bürger ermöglicht, sich persönlich an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu wenden, wird vorgelegt
- 9. November: Demokratische Verfassung in Nepal
- 9. November: Die Sowjetunion und Deutschland unterzeichnen den „Vertrages über gute Nachbarschaft, Partnerschaft und Zusammenarbeit“
- 11. November: Der UN-Sicherheitsrat verabschiedet die Resolution 678 (der Irak soll sich bis zum 15. Januar 1991 aus Kuwait zurückziehen)
- 14. November: Unterzeichnung des Deutsch-Polnischen Grenzvertrags zwischen Deutschland und Polen
- 19. November: OSZE-Gipfeltreffen in Paris
- 29. November: Ägypten. Neuwahlen zur Volksversammlung
Dezember
- 2. Dezember: Bei der Bundestagswahl 1990, der ersten gesamtdeutschen, wird die Regierung von Helmut Kohl im Amt bestätigt
- 5. Dezember: Bangladesch. Sturz des Präsidenten Hussain Mohammed Ershad
- 7. Dezember: Mit dem Inkrafttreten des Stromeinspeisegesetzes in Deutschland wird die Stromerzeugung durch erneuerbare Energiequellen politisch deutlich unterstützt
- 11. Dezember: Nach einem Referendum tritt die neue Verfassung in Benin in Kraft
- 15. Dezember: Souveränitätserklärung Kirgisistans
- 17. Dezember: In Albanien wird ein Mehrparteiensystem eingeführt
- 19. Dezember: Bulgarien. Bildung der Regierung unter Dimitar Popov
- 19. Dezember: Die Raketensondierungen in Zingst werden aus Sicherheitsgründen vorläufig eingestellt
- 20. Dezember: Der erste gesamtdeutsche Bundestag tritt zu einer konstituierenden Sitzung in Berlin zusammen
- Ford kauft Jaguar
Kultur
- 5. Mai: Uraufführung des musikalischen Dramas Das verratene Meer von Hans Werner Henze in Berlin
- 24. August: Die Diddl-Maus wird von Thomas Goletz erstmals skizziert
- 1. Oktober: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Guatemala. In Kraft seit dem 23. April 1992
- 30. Oktober: Uraufführung der Oper Der Tulifant von Gottfried von Einem in Wien
Katastrophen
- 13. Januar: Nahe Perwouralsk, Russland. Bei einer Tupolew Tu-134 der Aeroflot auf dem Weg von Tjumen nach Ufa ließ ein Brand in einem Frachtabteil Triebwerke und Elektrik ausfallen. Beim folgenden Absturz verloren 27 der 71 Insassen ihr Leben
- 25. Januar: New York, USA. Einer Boeing 707 der kolumbianischen Luftfahrtgesellschaft Avianca ging beim Anflug auf den John F. Kennedy International Airport der Treibstoff aus und sie stürzte während der Landung ab. 73 Menschen starben, 74 wurden gerettet
- 14. Februar: Bangalore, Indien. Ein Airbus A320 der Indian Airlines sank beim Landeanflug zu schnell und stürzte ab. 92 Menschen starben, 54 wurden gerettet
- 26. Februar: Der Orkan Wiebke tobt in der Nacht vom 26. auf den 27. Februar mit Böen der Windstärke 9 bis 10 über Süddeutschland und richtet dabei Millionenschäden an. Auf dem Jungfraujoch in der Schweiz werden Windgeschwindigkeiten von 285 km/h gemessen. Wiebke wird erst als „Jahrhundertereignis“ eingestuft, erweist sich jedoch später als eines von vielen schweren Unwettern über Deutschland. Die deutsche Küste erlebt in der Zeit vom 26. bis zum 28. Februar zwei Sturm-, zwei Orkanfluten und eine Windflut
- 5. Mai: Guatemala-Stadt, Guatemala. Eine Frachtmaschine Douglas DC-6 stürzte auf die Stadt. 24 Personen starben
- 11. Mai: Bei Lohr am Main, Deutschland verunglückte eine C-160 Transall der Deutschen Luftwaffe. 10 Menschen starben
- 20. Juni: Erdbeben der Stärke 7,7 im Iran, 40.000 bis 50.000 Tote
- 1. Juli: Schwere Unwetter mit grossen Hagelschäden in der Oststeiermark (Raum Hartberg)
- 16. Juli: Erdbeben der Stärke 7,8 auf Luzon, Philippinen, 1.621 Tote
- 1. August: Eine aus Eriwan, Armenien kommende Jakowlew Jak-40 der Aeroflot prallte beim Anflug auf Stepanakert, Nagorny-Karabach bei schlechter Sicht gegen einen Berg. Keiner der 47 Insassen überlebte
- 10. August: Eine Antonow An-12 der Afghanischen Luftwaffe verunglückte kurz nach dem Start bei Shindand, im Westen Afghanistans. Alle 83 Insassen starben
- 29. August: Ramstein Air Base, Deutschland. Ein Militärtransporter vom Typ Lockheed C-5A Galaxy der US Air Force stürzte unmittelbar nach dem Start ab. Es starben 13 der 17 Besatzungsmitglieder
- 11. September: Nord-Atlantik. Bei einem Überführungsflug von Malta nach Peru via Island stürzte eine Boeing 727 der peruanischen Faucett vor Neufundland, Kanada ins Meer. Alle 18 Insassen kamen dabei um
- 2. Oktober: Baiyun, Volksrepublik China. Während der Notlandung einer Boeing 737 der Xiamen Airlines kommt es zwischen dem Pilot und dem Entführer zu einem Kampf und die Maschine gerät außer Kontrolle. Sie rammt eine Boeing 707 der China Southwest Airlines und kracht anschließend in eine Boeing 757 der gleichen Fluggesellschaft. 132 Menschen starben, 141 überlebten das Desaster
- 19. Oktober: Bei einer der schwersten Massenkarambolagen Deutschlands fahren auf der A9 bei Münchberg 170 Fahrzeuge ineinander, 10 Menschen sterben, 123 werden verletzt, 34 davon schwer
- 14. November: Zürich, Schweiz. Eine Douglas DC-9 der Alitalia stürzte während des Landeanflugs ab. 46 Menschen starben
- 21. November: Thailand. Auf dem Inlandsflug der Bangkok Airways von Bangkok nach Ko Samui verloren die Piloten der DHC-8 Dash 8 nach einem missglückten Landeanflug die Orientierung. In schlechtem Wetter sank die Maschine unbemerkt und stürzte in eine Kokosnuss-Plantage. Keiner der 38 Menschen an Bord überlebte
- 3. Dezember: Detroit, Michigan, USA. Zwei Verkehrsmaschinen der Northwest Airlines, eine Douglas DC-9 auf dem Weg nach Pittsburgh und eine Boeing 727 auf dem Weg nach Memphis, kollidierten im Nebel am Boden. Die Piloten der DC-9 waren versehentlich auf die Startbahn gerollt. Bei dem Zusammenprall mit über 150 km/h wurde bei jeder Maschine eine Tragfläche abgerissen und bei der DC-9 brach Feuer aus. 8 Menschen starben, 198 Menschen überlebten
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 11. Februar: James (Buster) Douglas gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Mike Tyson im Tokyo Dome, Tokyo, Japan, durch K.O
- 8. Juni: Im Eröffnungsspiel der 14. Fußball-WM gelingt Kamerun ein 1:0-Sieg gegen den amtierenden Weltmeister Argentinien
- 8. Juli: Durch einen von Brehme verwandelten Foulelfmeter gewinnt die DFB-Auswahl das Finale der 14. Fußball-WM mit 1:0 und wird zum dritten Mal Weltmeister
- 12. September: Fußballländerspiel Färöer-Österreich in Landskrona. Das 1:0 für die Amateure von den Färöern begründet ein Fußballmärchen
- 25. Oktober: Evander Holyfield gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen James (Buster) Douglas im The Mirage, Las Vegas, durch KO
- 20. November: Der Deutsche Fußball-Verband (DFV) der DDR beschließt seine Auflösung
- 7. Januar: Liam Aiken, US-amerikanischer Schauspieler
- 12. Januar: Sergej Karjakin, ukrainischer Schach-Großmeister
- 4. März: Andrea Bowen, US-amerikanische Schauspielerin
- 6. März: Ronja Prinz, deutsche Schauspielerin
- 16. März: James Bulger, Opfer eines Gewaltverbrechens († 1993)
- 23. März: Eugenie von York, Tochter von Prinz Andrew und Sarah Ferguson
- 24. März: Keisha Castle-Hughes, australische Schauspielerin
- 9. April: Kristen Stewart, US-amerikanische Schauspielerin
- 15. April: Emma Watson, britische Schauspielerin
- 16. Mai: Thomas Sangster, britischer Schauspieler
- 11. Juli: Connor Paolo, US-amerikanischer Schauspieler
- 17. Juli: Mattie Stepanek, US-amerikanischer Lyriker († 2004)
- 24. Juli: Daveigh Chase, US-amerikanische Schauspielerin
- 6. August: JonBenét Ramsey, US-amerikanisches Kinder-Model († 1996)
- 17. August: Rachel Hurd-Wood, britische Schauspielerin
- 7. September: Tanja Kolbe, deutsche Eiskunstläuferin
- 7. November: Rosa-Mystique Jones, nauruische Leichtathletin
- 30. November: Magnus Carlsen, norwegischer Schach-Großmeister
- 10. Dezember: Tamira Paszek, österreichische Tennisspielerin
- 20. Dezember: Joanna 'JoJo' Levesque, US-amerikanische Sängerin
- 25. Dezember: Marie Luise Stahl, deutsche Schauspieler
- Sho Yano: US-amerikanisches Wunderkind
- 1. Januar: Ernst Kuzorra, deutscher Fußballspieler ( - 1905)
- 4. Januar: Vladimir Ussachevski, russisch-US-amerikanischer Komponist ( - 1911)
- 4. Januar: Harold E. Edgerton, US-amerikanischer Elektroingenieur,Erfinder des Stroboskops ( - 1903)
- 6. Januar: Hans Jaray, Kammerschauspieler, Regisseur und Autor ( - 1906)
- 6. Januar: Pawel Alexejewitsch Tscherenkow, russischer Physiker ( - 1904)
- 8. Januar: Terry-Thomas, britischer Schauspieler ( - 1911)
- 9. Januar: Bazilio Olara Okello, Präsident Ugandas ( - 1929)
- 9. Januar: Rosemarie Clausen, deutsche Theaterfotografin ( - 1907)
- 10. Januar: Ernst Engelbrecht-Greve, deutscher Politiker ( - 1916)
- 14. Januar: Hellmut Haase-Altendorf, deutscher Komponist und Pianist ( - 1912)
- 16. Januar: Alfred Maleta, österreichischer Politiker, Nationalratspräsident ( - 1906)
- 17. Januar: Charles Hernu, französischer Politiker ( - 1923)
- 19. Januar: Rajneesh Chandra Mohan, Gründer und Führer einer religiösen Bewegung in Indien ( - 1931)
- 19. Januar: Herbert Wehner, deutscher Politiker ( - 1906)
- 21. Januar: Wilhelm Flitner, Pädagoge ( - 1889)
- 22. Januar: Gerhard Klarner, deutscher Nachrichtensprecher ( - 1926)
- 25. Januar: Ava Gardner, US-amerikanische Schauspielerin ( - 1922)
- 26. Januar: Bob Gerard, britischer Rennfahrer ( - 1914)
- 26. Januar: Lewis Mumford, Philosoph ( - 1895)
- 26. Januar: Higashikuni Naruhiko, japanischer Politiker und Premierminister ( - 1887)
- 2. Februar: Mel Lewis, US-amerikanischer Jazzmusiker ( - 1929)
- 7. Februar: Alan J. Perlis, Informatiker ( - 1922)
- 8. Februar: Del Shannon, US-amerikanischer Rock 'n' Roll-Sänger ( - 1934)
- 10. Februar: Josef Hindels, österreichischer Widerstandskämpfer im 3. Reich ( - 1916)
- 13. Februar: Heinz Haber, deutscher Astrophysiker ( - 1913)
- 14. Februar: Tony Holiday, deutscher Sänger ( - 1951)
- 14. Februar: Luděk Čajka, tschechischer Eishockeyspieler ( - 1964)
- 16. Februar: Keith Haring, US-amerikanischer Künstler ( - 1958)
- 23. Februar: James M. Gavin, US-amerikanischer Generalleutnant ( - 1907)
- 24. Februar: Alessandro Pertini, italienischer Politiker ( - 1896)
- 3. März: Bruce Low, niederländischer Schlager– und Gospelsänger ( - 1913)
- 4. März: Konstantin Konstantinowitsch Kokkinaki, sowjetischer Testpilot ( - 1910)
- 5. März: Edmund Conen, deutscher Fußballer ( - 1914)
- 7. März: Carl Alvar Wirtanen, US-amerikanischer Astronom ( - 1910)
- 7. März: Claude Arrieu, französisch | | |