Home About us Products Services Contact us Bookmark
:: wikimiki.org ::
Hubertus Strughold

Hubertus Strughold

Hubertus Strughold (
- 15. Juni 1898; † 1986 in Texas) war ein Luftfahrtmediziner Hubertus Strughold wurde in Westfalen geboren. Er studierte Medizin in Münster, Göttingen und Würzburg. 1922 promovierte er in Münster. Er wurde Assistent von Max von Frey am physiologischen Insitut in Würzburg. 1927 habilitierte er. In seiner ersten Vorlesung über Luftfahrtmedizin, die erste Vorlesung die es je über diese Thema gab, prognostizierte er den ungläubigen Studenten, dass eines Tages Tausende von Menschen über den Atlantik fliegen würden. Einige Wochen später machte Charles Lindbergh seinen legendären Transatlantik-Flug. Strughold wurde 1933 außerordentlicher Professor und später Leiter des Instituts für Luftmedizin der Wehrmacht. Dort wurden Versuche in Unterdruckkammern an Patienten gemacht. Zuerst nahm Strughold Soldaten als Versuchskandidaten, später KZ-Häftlinge. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Strughold nicht wie einige seiner Mitarbeiter wegen etwaiger Verbrechen an Patienten angeklagt. Er wurde Professor für Physiologie an der Universität in Heidelberg. 1947 nahm er eine Einladung an das Luftfahrtmedizinische Institut der US Air Force in Randolph Field (Texas), an. Am 9. Februar 1949 wurde das erste Institut für Weltraummedizin der Welt gegründet mit Strughold als ersten Professor für Weltraummedizin. Strughold ging schon damals davon aus, das die medizinischen Probleme eines Raumflugs, wie Wirkung der Schwerelosigkeit, Beschleunigung und Ernährung in den folgenden 10 bis 15 Jahren zu lösen seinen, womit er Recht behielt. Strughold bereite von medizinischer Seite das Apollo-Programm vor und gilt heute als Vater der Raumfahrt-Medizin. 1983 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Ihm zu Ehren wird der Hubertus Strughold-Award verliehen und 1985 wurde vom Senat in Texas ein Hubertus Strughold Tag erklärt.

Werke


- Your body clock (1972)
- Grundriß der Luftfahrtmedizin (1939)
- Beiträge zur Kenntnis der Refraktärphasen des menschlichen Rückenmarkes Habil-Schrift 1927 Würzburg Strughold, Hubertus Strughold, Hubertus Strughold, Hubertus Strughold, Hubertus Strughold, Hubertus

15. Juni

Diese Seite wird nach einiger Kritik an der generellen Gestaltung der Tagesbeiträge umgearbeitet - siehe Wikipedia:Formatvorlage Tag/Neugestaltung , Diskussion:15. Juni ---- Der 15. Juni ist der 166. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 167. in Schaltjahren) - somit bleiben 199 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse

Schaltjahren
- 1215 - Der englische König Johann I. Ohneland unterzeichnet in Runnymede nach einem Aufstand der Barone die Magna Charta.
- 1219 - Während der Schlacht von Lyndanise (heute Tallinn), bei der König Waldemar II. und das dänische Heer gegen die heidnischen Esten kämpfen, fällt der Sage zufolge der Dannebrog, Flagge Dänemarks vom Himmel und ermöglicht den Dänen den Sieg.
- 1520 - Papst Leo X. erklärt Martin Luther in seiner Bulle "Exsurge Domine" zum Ketzer.
- 1883 - Der deutsche Reichstag macht die Krankenversicherung zu einer Pflichtversicherung.
- 1919 - John Alcock und Arthur Whitten Brown beenden den ersten nonstop Transatlantik-Flug.
- 1945 - Neugründung der SPD in Berlin
- 1950 - Der Deutsche Bundestag beschließt den Beitritt der Bundesrepublik zum Europarat.
- 1969 - Nach dem Rücktritt von Charles de Gaulle - in einem Referendum ist dessen Vorschlag für eine Regionalisierung der Verwaltung abgelehnt worden - wird in Frankreich Georges Pompidou zum neuen Staatspräsidenten gewählt.
- 1972 - Ulrike Meinhof und Gerhard Müller von der Rote Armee Fraktion werden in der Wohnung eines Lehrers in Langenhagen verhaftet.
- 1977 - In Spanien finden erstmals seit 41 Jahren, dem Beginn der Diktatur Francisco Francos, wieder freie Wahlen statt.
- 1992 - In Burkina Faso wird Youssouf Quedraogo von Präsident Präsident Blaise Campaoré zum Regierungschef ernannt.
- 1995 - Dominica. Edison James wird Regierungschef.
- 1997 - In Bahrains Hauptstadt Manama treffen sich die Außenminister von Bahrain und Katar zur Beilegung der Gebietsstreitigkeiten um die Hawar-Inseln.
- 1998 - Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verlängert das Mandat der Friedenstruppe SFOR für Bosnien und Herzegowina.
- 1998 - Burundi führt erstmals Friedensgespräche mit Tansania.
- 1999 - Vasgen Sarkissian wird armenischer Regierungschef.

Wirtschaft


- 1844 - Charles Goodyear erhält ein Patent auf die Vulkanisation von Gummi.

Wissenschaft und Technik

Kultur


- 1755 - Uraufführung der Oper Il Don Chisciotte von Ignaz Holzbauer in Schwetzingen.
- 1814 - Uraufführung des Singspiels Die Rückfahrt des Kaisers von Johann Nepomuk Hummel am Theater an der Wien in Wien.
- 1831 - Uraufführung der Oper Der Liebestrank von Daniel-François-Esprit Auber an der Opéra-Comique in Paris.
- 1893 - Uraufführung der Operette Poor Jonathan von Isaac Albéniz im Prince of Wales' Theatre in London.

Religion


- 1243 - Nach einer Sedisvakanz von 585 Tagen beginnt in Anagni das Konklave zur Wahl des Nachfolgers für den am 10. November 1241 verstorbenen Papst Coelestin IV..

Katastrophen


- 1896 - Ein schweres Erdbeben auf der Japan Insel Hondo fordert etwa 27.000 Todesopfer.
- 1904 - Auf dem East River in New York sinkt der Raddampfer General Slocum mit 1388 Personen an Bord nach einem Brand. Mindestens 1021 Tote

Sport


-
Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
-
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1954 - Der Europäische Fußballverband UEFA wird in Basel gegründet.

Geboren


- 1330 - Edward von Woodstock, der Schwarze Prinz, englischer Heerführer im Hundertjährigen Krieg; ab 1343 Prince of Wales, designierter Thronfolger von England, der den Tod seines Vaters, König Eduard III. und damit seine eigene Krönung allerdings nicht erleben wird.
- 1682 - Franz Georg von Schönborn, Kurfürst-Erzbischof, Fürstbischof, Fürstpropst
- 1698 - Georg Browne, russischer Feldmarschall
- 1749 - Georg Joseph Vogler, deutscher Komponist, Organist, Priester, Musikpädagoge und Musiktheoretiker; Lehrer von Carl Maria von Weber und Giacomo Meyerbeer. Giacomo Meyerbeer
- 1824 - Paul Brigham, US-amerikanischer Politiker, Jurist und Gouverneur von Vermont
- 1843 - Edvard Grieg, norwegischer Komponist
- 1859Friedrich Schirmer, Bürgermeister von Bunzlau und Oberbürgermeister von Wittenberg
- 1866 - Charles Wood, irischer Komponist
- 1881 - Milly Steger, deutsche Künstlerin in Berlin.
- 1884 - Harry Langdon, US-amerikanischer Schauspieler
- 1890 - Wilhelm Leuschner, Reichstagsabgeordneter, Widerstandskämpfer, NS-Opfer
- 1894 - Trygve Gulbranssen, norwegischer Schriftsteller
- 1900 - Ernst Ising, deutscher Mathematiker und Physiker, der das sog. Ising-Modell zur Beschreibung des Ferromagnetismus entwickelte.
- 1900 - Otto Luening, US-amerikanischer Komponist und Pionier der elektro-akustischen Musik in den USA
- 1914 - Juri Wladimirowitsch Andropow, sowjetischer Politiker und Staatschef
- 1915 - Thomas Huckle Weller, US-amerikanischer Bakteriologe, Virologe and Parasitologe, Nobelpreis für Medizin 1954
- 1916 - Herbert Simon, US-amerikanischer Sozialwissenschaftler, Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften 1978
- 1917 - John B. Fenn, US-amerikanischer Chemiker, Nobelpreis für Chemie 2002 für seine bedeutenden Beiträge zur Proteinforschung
- 1917 - Karl Steinbuch, deutscher Kybernetiker, Nachrichtentechniker und Informationstheoretiker
- 1919 - Alberto Sordi, italienischer Filmschauspieler
- 1920 - Marion S. Kellogg, US-amerikanische Managerin und Unternehmensberaterin
- 1921 - Heinz Kaminski, Chemie-Ingenieur und Weltraumforscher
- 1922 - Jaki Byard, US-amerikanischer Jazzmusiker
- 1923 - Erland Josephsson, schwedischer Schauspieler
- 1923 - Errol Garner, US-amerikanischer Musiker
- 1924 - Ezer Weizmann, israelischer Politiker und Staatspräsident
- 1927 - Hugo Pratt, italienischer Comic-Autor
- 1928 - Irenäus Eibl-Eibesfeldt, österreichischer Verhaltensforscher
- 1929 - George Barlow, US-amerikanischer Professor, Zoologe, Ichthyologe
- 1931 - Ingrid van Bergen, deutsche Schauspielerin
- 1931 - Jerzy Chromik, polnischer Leichathlet
- 1936 - Claude Brasseur, französischer Schauspieler
- 1937 - Herbert Feuerstein, deutscher Kabarettist und Entertainer
- 1937 - Waylon Jennings, US-amerikanischer Country-Musiker
- 1941 - Frank Strecker, deutscher Schauspieler
- 1942 - John McLaughlin, stellvertrender Direktor der CIA
- 1943 - Johnny Hallyday, französischer Sänger
- 1943 - Poul Nyrup Rasmussen, dänischer Politiker
- 1946 - Brigitte Fossey, französische Schauspielerin
- 1946 - Demis Roussos, griechischer Sänger
- 1949 - Simone Rethel, deutsche Schauspielerin
- 1949 - Trevor Horn, britischer Musikproduzent
- 1950 - Cosey, schweizerischer Comic-Zeichner und Illustrator
- 1950 - Noddy Holder, britischer Sänger und Songschreiber (
Slade)
- 1953 - Antonia Rados, österreichische Fernsehjournalistin
- 1954 - James Belushi, US-amerikanischer Schauspieler und Musiker
- 1954 - Terri Gibbs, US-amerikanische Country- und Gospelsängerin
- 1954 - Mario Kempes, ehemaliger argentinischer Fußballspieler und heutiger Fußballtrainer
- 1956 - Jewgeni Alexejewitsch Kisseljow, russische Fernsehjournalist
- 1958 - Eric Heiden, US-amerikanischer Eisschnellläufer
- 1963 - Helen Hunt, US-amerikanische Schauspielerin
- 1969 - Oliver Kahn, deutscher Fußball-Torwart, mehrfacher Welttorhüter
- 1970 - Leah Remini, US-amerikanische Schauspielerin
- 1973 - Silke Scheuermann, deutsche Schriftstellerin
- 1983 - Julia Fischer, deutsche Geigerin

Gestorben


- 707 - Mommu, 42. Kaiser von Japan
- 948 - Romanos I., Admiral der byzantinischen Flotte, gemeinsam mit Konstantin VII. Kaiser des Byzanthinischen Reiches, de facto allerdings Alleinherrscher von 920 bis 944
- 991 - Theophanu, Frau Kaiser Ottos II. und Mitkaiserin des Heiligen Römischen Reiches
- 1073 - Go-Sanjo, 71. Kaiser von Japan, ab 1068
- 1088 - Gebhard von Helfenstein, Erzbischof von Salzburg, Seliger
- 1197 - Heinrich Bretislav III., Herzog von Böhmen, ab 1193
- 1246 - Friedrich II., Herzog von Österreich und der Steiermark
- 1341 - Andronikos III., byzantinischer Kaiser ab 1328
- 1361 - Johannes Tauler, deutscher Theologe und Mystiker
- 1381 - Wat Tyler, englischer Bauernführer
- 1383 - Johannes VI., byzantinischer Kaiser
- 1505 - Ercole I. d'Este, Herzog von Ferrara, Modena und Reggio
- 1586 - Primoz Trubar, protestantischer Prediger
- 1785 - Pilâtre de Rozier, französischer Physiker und Luftfahrtpioniere
- 1829 - Therese Huber, deutsche Schriftstellerin
- 1849 - James K. Polk, 11. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika
- 1852 - Friedrich Groos, deutscher Arzt und Philosoph
- 1857 - Carl Czerny, österreichischer Pianist und Klavierpädagoge
- 1858 - Ary Scheffer, französischer Radierer und Bildhauer
- 1878 - Soamiji Maharaj, indischer Mystiker und Religionsstifter der Radhasoami-Religion
- 1888 - Friedrich III., König von Preußen und Deutscher Kaiser
- 1889 - Mihai Eminescu, rumänischer Dichter
- 1893 - Ferenc Erkel, ungarischer Komponist
- 1895 - Richard Genée, österreichischer Komponist und Librettist
- 1905 - Carl Wernicke, deutscher Psychiater und Entdecker des sensorischen Sprachzentrums
- 1905 - Hermann von Wissmann, Reichskommissar und Gouverneur in Deutsch-Ostafrika
- 1915 - Hans Dülfer, deutscher Bergsteiger
- 1915 - Henry Moseley, englischer Physiker
- 1917 - Friedrich Robert Helmert, deutscher Geodät und Mathematiker
- 1927 - Ottavio Bottecchia, italienischer Radrennfahrer
- 1930 - Arthur Salomonsohn, deutscher Bankier
- 1938 - Ernst Ludwig Kirchner, deutscher Maler des Expressionismus
- 1940 - Blumepeter, Mannheimer Lokallegende
- 1941 - Otfrid Foerster, deutscher Neurowissenschaftler
- 1941 - Traugott von Jagow, Polizeipräsident von Berlin
- 1955 - Carl Wirths, deutscher Politiker
- 1962 - Alfred Cortot, schweizerischer Pianist und Dirigent
- 1968 - Wes Montgomery, US-amerikanischer Jazz-Gitarrist
- 1971 - Wendell Meredith Stanley, US-amerikanischer Chemiker, Nobelpreisträger
- 1979 - Ernst Meister, deutscher Schriftsteller
- 1980 - Bob Nolan, Gründungsmitglied der Sons Of The Pioneers
- 1980 - Sergio Pignedoli, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1984 - Edgar Jené, Maler und Grafiker, Surrealist
- 1985 - Andy Stanfield, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1991 - William Arthur Lewis, britischer Wirtschaftswissenschaftler, Nobelpreisträger
- 1993 - James Hunt, englischer Autorennfahrer
- 1993 - John Connally, US-amerikanischer Politiker, Gouverneur von Texas, Finanzminister
- 1996 - Ella Fitzgerald, US-amerikanische Jazz-Sängerin
- 1998 - Hartmut Boockmann, deutscher Historiker
- 1999 - Sigrid Hunke, Religionswissenschaftlerin und Germanistin
- 2002 - Choi Hong Hi, Begründer des Taekwondo
- 2003 - Hume Cronyn, kanadischer Schauspieler
- 2003 - Jewgenij Kolobow, russischer Dirigent
- 2003 - Volker Kriegel, deutscher Musiker (Jazz-Rock)
- 2004 - Werner Büdeler, deutscher Raumfahrt-Fachjournalist
- 2005 - Alessio Galletti, italienischer Radrennfahrer
- 2005 - Carlo Maria Giulini, italienischer Dirigent
- 2005 - Suzanne Flon, französische Schauspielerin

Feier- und Gedenktage


- Kirchenjahr: Gedenktag des Hl. Vitus (Veit, "Sankt Veits-Tag"),

Siehe auch


- 14. Juni - 16. Juni
- 15. Mai - 15. Juli
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
- Leichtathletik-Weltrekorde 0615 ja:6月15日 ko:6월 15일 simple:June 15 th:15 มิถุนายน


Göttingen

Göttingen ist eine traditionsreiche Universitätsstadt im Südosten des Bundeslandes Niedersachsen. Sie ist nach Hannover, Braunschweig, Osnabrück und Oldenburg (Oldb) die fünftgrößte Stadt und eines der Oberzentren des Landes. Göttingen ist Kreisstadt und größte Stadt des gleichnamigen Landkreises und war bis 1964 eine kreisfreie Stadt. Damals wurde sie durch das vom Landtag in Niedersachsen verabschiedete so genannte "Göttingen-Gesetz" in den Landkreis Göttingen integriert, wird jedoch weiterhin den kreisfreien Städten gleichgesetzt, sofern "dieses Gesetz nichts anderes bestimmt". Größere Städte in der Nähe sind Kassel, ca. 38 km südwestlich, Braunschweig, ca. 92 km nordöstlich und Hannover, ca. 94 km nördlich von Göttingen. Die Einwohnerzahl der Stadt Göttingen überschritt 1965 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Die Stadt Göttingen ist Teil der geplanten Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen.

Geografie

Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen Göttingen liegt an der Grenze der Leine-Ilme-Senke gegen den Göttingen-Northeimer Wald, im Tal der Leine am Fuße des Hainberges im Osten und des Egelsbergs beziehungsweise Kleinen Hagens im Westen.

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Göttingens ist in 18 Stadtbezirke beziehungsweise Stadtteile eingeteilt. Einige der Stadtteile sind allein oder mit benachbarten Stadtteilen zusammen Ortschaften im Sinne der Niedersächsischen Gemeindeordnung (NGO). Sie haben einen vom Volk gewählten Ortsrat, der je nach Einwohnerzahl der Ortschaft zwischen 9 und 13 Mitglieder hat. Vorsitzender des Ortsrat ist ein Ortsbürgermeister. Die Ortsräte sind zu wichtigen, die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme obliegt jedoch dem Rat der Stadt Göttingen. Trotz der Zusammenlegung von ehemals eigenständigen Gemeinden zu Ortschaften sind die Dörfer eigenständig geblieben. Siehe auch:
- Die Göttinger Stadtbezirke und Ortschaften

Nachbargemeinden

Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Göttingen. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören alle zum Landkreis Göttingen: Flecken Bovenden, Waake (Samtgemeinde Radolfshausen), Gleichen, Friedland, Rosdorf, Stadt Dransfeld (Samtgemeinde Dransfeld) und Flecken Adelebsen

Geschichte

Göttingen geht auf ein Dorf zurück, dass sich archäologisch bis ins 7. Jahrhundert nachweisen lässt. Dieses Dorf wurde 953 unter dem Namen "Gutingi" erstmals in einer Urkunde Ottos I. erwähnt. Archäologische Funde weisen auf ein ausgebildetes Handwerk hin und lassen auf weitreichende Handelsbeziehungen schließen. Zu einem nicht näher bekannten Zeitpunkt etwa zwischen 1150 und 1200 wurde nordwestlich dieses Dorfs eine Stadt gegründet, die den Ortsnamen weiterführte. Stadtgründer war wahrscheinlich Heinrich der Löwe. Um 1200 besaß Göttingen bereits die Stadtrechte. Das nunmehr so genannte "Alte Dorf" gliederte sich allmählich vollständig in die Stadt ein. Von 1351 bis 1572 war Göttingen Mitglied der Hanse. Über das Fürstentum Calenberg-Göttingen kam die Stadt 1584 an das Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel, 1635 an Calenberg und 1692 schließlich zum Kurfürstentum Hannover. 1737 wurde die Georg-August-Universität eröffnet. 1806 war die Stadt vorübergehend preußisch, kam dann 1807 zum Königreich Westfalen, doch 1813 erneut zu Hannover, das ab 1814 zum Königreich erhobenen wurde. Hier wurde Göttingen 1815 Sitz eines Amtes, das ab 1823 zur neu gebildeten "Landdrostei Hildesheim" gehörte. Die Stadt selbst genoss jedoch von Anfang an eine gewisse Selbständigkeit. Das Amt Göttingen wurde in der Folgezeit mehrfach verändert. 1854 wurde Göttingen an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Heute halten die meisten ICE in Nord-Süd-Richtung in Göttingen. 1866 kam Göttingen mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen. 1885 erhielt Göttingen den Status einer Kreisfreien Stadt und wurde Sitz des aus dem Amt Göttingen hervorgegangenen Landkreises Göttingen. In der Zeit des Nationalsozialismus befand sich in der Nähe von Göttingen das Jugendkonzentrationslager Moringen, das 1945 befreit wurde. Aus der Landdrostei Hildesheim ging der neue Regierungsbezirk Hildesheim hervor, zu dem Stadt- und Landkreis Göttingen fortan gehörten. Diese Verwaltungszugehörigkeit veränderte sich für die Stadt Göttingen erst im Jahre 1964, als sie durch das so genannte Göttingen-Gesetz wieder dem Landkreis Göttingen eingegliedert wurde. Im Rahmen der Kreisreform wurde 1973 der Landkreis Göttingen um die aufgelösten Landkreise Duderstadt und Hannoversch Münden vergrößert. Anfang der 1990er Jahre geriet Göttingen wegen der sogenannten "Scherbendemos" der Autonomen Antifa in die Schlagzeilen. Zwischen 1990 und 2000 gab es aus dieser linksradikalen Bewegung zahlreiche Aktionen, welche ein bundesweites Medienecho auf sich zogen.

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden wurden nach Göttingen eingegliedert:
- 1963: Herberhausen
- 1964: Geismar, Grone, Nikolausberg und Weende
- 1973: Deppoldshausen, Elliehausen, Esebeck, Groß Ellershausen, Hetjershausen, Holtensen, Knutbühren und Roringen

Einwohnerentwicklung

1973 Die Einwohnerentwicklung weist seit dem Mittelalter ein Wachstum auf, das sich mit Beginn der frühen Neuzeit stark beschleunigt hat. 1985 wurden mit 132.100 Einwohnern ein vorläufiger Höchsstand erreicht. Ende des Jahres 2004 hatte Göttingen 129.500 Einwohner. Studentenzahlen der Uni Göttingen 2004: Sommersemester: 23.446, Wintersemester: 24.398 Studentenzahlen der Uni Göttingen 2005: Sommersemester: 23.649, Wintersemester: 24.400 Quelle: Studierendenstatistik der Universität Göttingen, Stabsstelle DV der Zentralverwaltung, Stand: 21.10.2005). Siehe auch: Daten zur Einwohnerentwicklung in Göttingen.

Religionen

Das Gebiet der Stadt Göttingen gehörte anfangs zum Erzbistum Mainz beziehungsweise zu dessen Archidiakonat Nörten. 1528 wurden die Schriften Martin Luthers in der Stadt verbreitet und 1529 wurde die erste protestantische Predigt in Göttingen in der Paulinerkirche gehalten. Danach war Göttingen über viele Jahrhunderte eine fast ausschließlich lutherische Stadt. 1530 erhielt die Stadt eine neue Kirchenordnung mit einem Stadtsuperintendenten, welcher dem Landessuperintendenten in Grubenhagen unterstand. Alle Kirchengemeinden der Stadt bildeten einen Gesamtverband. Über das Fürstentum Calenberg-Göttingen kam die Stadt 1584 an das Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel, 1634 an Braunschweig-Lüneburg und mit diesem schließlich zum Kurfürstentum und späteren Königreich Hannover. Hier wurde Göttingen Sitz eines Sprengels, zu dem mehrere Kirchenkreise, darunter auch der Kirchenkreis Göttingen gehört. Alle protestantischen Kirchengemeinden der Stadt Göttingen gehören heute - sofern es sich nicht um Freikirchen handelt - zum Kirchenkreis Göttingen der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers. Ab 1713 wurden in Göttingen auch reformierte Hausgottesdienste gehalten, 1736 gab es französisch-reformierte Gottesdienste. Dies alles führte 1748 zur Gründung einer reformierten Gemeinde, die 1752 in die Konföderation reformierter Kirchen in Niedersachsen aufgenommen wurde. 1928 war die reformierte Gemeinde Göttingens Gründungsmitglied des Bundes Evangelisch-reformierter Kirchen Deutschlands, dem sie heute noch angehört. Ab 1746 wurden für die Studenten in Göttingen auch wieder katholische Gottesdienste erlaubt, ein Jahr später auch für alle Einwohner der Stadt, doch konnte erst 1787 die erste katholische Kirche (St. Michael) nach der Reformation gebaut werden. 1825 entstand eine selbständige Pfarrgemeinde, die zum Bistum Hildesheim gehörte. 1929 wurde eine zweite katholische Kirche gebaut, die Pauluskirche. Später wurde Göttingen Sitz eines Dekanats des Bistums Hildesheim, zu dem heute alle Pfarrgemeinden der Stadt gehören. Neben den beiden großen Kirchen gibt es auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten, gegründet 1894), eine Mennoniten-Gemeinde (gegründet 1946), die Evangelische Freikirche Ecclesia, eine Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten, eine Gemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) und die Orth Harald Kirche, eine Freie Evangelische Gemeinde (FeG). In Göttingen gibt es auch eine seit dem 16. Jahrhundert nachweisbare jüdische Gemeinde, deren Synagoge in der Reichspogromnacht 1938 niedergebrannt wurde. Der jüdische Friedhof neben dem Stadtfriedhof hat die Zeit des Nationalsozialismus erstaunlich gut überstanden. Mittlerweile gibt es wieder ein reges jüdisches Gemeindeleben. Zum Jahresbeginn 2004 konnte in der Angerstraße ein neues Gemeindezentrum eingeweiht werden. Am 06. Februar 2004 konnte der erste Erew-Shabbat-Gottesdienst im neuen Gotteshaus gefeiert werden. Ebenso gibt es mehrere muslimische Gemeinden. Momentan wird eine repräsentative Moschee in Grone gebaut. Darüber hinaus ist auch die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und die Neuapostolische Kirche in Göttingen vertreten.

Politik

Neuapostolische Kirche An der Spitze der Stadt stand schon seit dem 12. Jahrhundert der Rat mit 24 Ratsherren. Ab 1319 unterstand auch die Neustadt dem Rat. Die Wahl des Rates erfolgte am Montag nach dem Michaelistag. Ab 1611 wurden die 24 Ratsherren von der gesamten Bürgerschaft gewählt. Der Rat wählte aus seiner Mitte den Bürgermeister. Ab 1669 gab es nur noch 16 Ratsherren, später nur noch 12. Ab 1690 wurde das Stadtregiment völlig neu geordnet. Danach gab es den Rat, der aus dem Gerichtsschulze, 2 Bürgermeistern, dem Syndikus, dem Stadtsekretär und 8 Ratsherren, die von der Regierung zu wählen waren, bestand. Während der Zugehörigkeit der Stadt zum Königreich Westfalen leitete ein Maire die Stadtverwaltung. Ihm stand ein Munizipalrat zur Seite. 1831 wurde ein neues Verfassungs- und Verwaltungsreglement erlassen. Danach gab es einen Bürgermeister beziehungsweise ab 1844 einen Oberbürgermeister. Mit der neuen Städteordnung von 1852 gab es wieder einen Bürgermeister, der ab 1885 erneut den Titel Oberbürgermeister trug. Während des Dritten Reichs wurde das Stadtoberhaupt von der Partei eingesetzt. 1946 führte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten Rat. Dieser wählte aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Daneben gab es ab 1946 einen ebenfalls vom Rat gewählten hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 2000 wurde in Göttingen die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seit 1999 direkt vom Volk gewählt. Es gibt jedoch weiterhin einen eigenen Vorsitzenden des Rates, der nach jeder Kommunalwahl bei der konstituierenden Sitzung des Rates aus dessen Mitte gewählt wird. Siehe auch: Liste der Oberbürgermeister, Oberstadtdirektoren und Ratsmehrheiten

Wappen

Das Wappen der Stadt Göttingen zeigt in geteiltem Schild: Oben in Blau auf silbernem Bogen drei silberne rotbedachte Türme, der mittlere mit goldenem Knauf und begleitet von vier goldenen Kugeln (2:2), die seitlichen vierfenstrig, mit goldener Kreuzblume; unten in Rot ein linkshin schreitender blaubewehrter goldener Löwe. Die Stadtflagge ist schwarz-gold. Das Wappen ist bereits seit 1278 nachweisbar und wurde in seiner heutigen Form zuletzt 1961 in der Hauptsatzung der Stadt festgelegt. Zeitweise verwendete die Stadt auch ein einfacheres Wappen, das in Schwarz den golden gekrönten, goldenen Großbuchstaben G zeigte.

Städtepartnerschaften

Göttingen unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
- Thorn (Polen), seit 1978
- Cheltenham (Vereinigtes Königreich), seit 1951
- Pau (Frankreich), seit 1982
- Lutherstadt Wittenberg (Sachsen-Anhalt), seit 1988
- La Paz Centro (Nicaragua), seit 1989 (nur "Solidaritätsvereinbarung")

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Nicaragua Durch das westliche Stadtgebiet von Göttingen führt von Nord nach Süd die Bundesautobahn 7 Hannover - Kassel - Würzburg. Südlich von Göttingen entsteht mit dem Dreieck "Drammetal" der Anschluss an die Bundesautobahn 38 nach Halle (Saale) und Leipzig. Ferner führen die Bundesstraßen 3 und 27 durch Göttingen. Der Bahnhof Göttingen liegt an der Neubaustrecke Hannover-Würzburg und ist damit eine Haltestelle des ICE. Ferner verkehren von hier direkte ICE über Braunschweig nach Berlin. Im alten Streckennetz liegt Göttingen an der Nord-Süd-Hauptstrecke von Hamburg über Hannover aus Norden und nach Fulda bzw. Frankfurt (Main) im Süden. Nahe Göttingen zweigt eine Nebenstrecke in den Solling ab, in Richtung Bodenfelde und Altenbeken. Die nächsten Flughäfen sind in Hannover, Kassel und Paderborn. Den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen die Buslinien der Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB). Vielfach bevorzugtes Verkehrsmittel in der Studentenstadt ist allerdings das Fahrrad. Durch seine weitgehend hügellose Lage ist der Stadtkern mit seinen vielen Fahrradwegen sehr einladend. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten werden rund um die Uhr Kontrollen und – in unregelmäßigen Abständen, vornehmlich im Nahbereich der Universität – auch Razzien durchgeführt

Medien

Printmedien: In Göttingen erscheint als einzige lokale Tageszeitung das Göttinger Tageblatt, das vom Madsack-Verlag herausgegeben wird. Wöchentlich erscheinen die kostenlosen Anzeigenblätter blick (ebenfalls Madsack) und EXTRA TIP. Darüber hinaus gibt es die Initiative zur Gründung einer "unabhängigen und genossenschaftlich organisierten" Wochenzeitung, der Göttinger Wochenzeitung. Alle 1-2 Wochen erscheint die als linksradikal wahrgenommene Göttinger Drucksache. Monatlich erscheinen die Stadtmagazine 37°, diggla, pony, publiker, tagessatz und trends&fun sowie vierteljährlich das Regionaljournal für Südniedersachsen regjo. Radiosender: Zwar ist in Südniedersachsen der Hessische Rundfunk mit seinen Programmen schon gut zu empfangen, stärkster überregionaler Radiosender ist aber der NDR, der in Göttingen mit einem eigenen TV- und Hörfunkstudio vertreten ist. Darüber hinaus gibt es die Privatsender Antenne, ffn, die in Göttingen ebenfalls kleine Studios eingerichtet haben, sowie Radio 21 und seit 1997 das nichtkommerzielle Lokalradio Stadtradio Göttingen. Internetportale: Wichtige lokale Internetadressen sind zum Beispiel das Portal der Göttinger Stadtverwaltung, der Marktplatz-Südniedersachsen , das Internetportal goettingeneins und das linksalternative Internetmagazin goest.

Filmstadt Göttingen

1945 - 1960 war Göttingen Produktionsstätte zahlreicher Spielfilme u. a.
- 1949 - Liebe 47 (Regie: Wolfgang Liebeneiner Hauptdarstellerin: Hilde Krahl, nach Wolfgang Borcherts Stück "Draußen vor der Tür")
- 1950 - Frauenarzt Dr. Prätorius (Regie: Curt Goetz und Karl Peter Gillmann, Darsteller: Curt Goetz, Valerie von Martens, Albert Florath, Rudolf Reif, Erich Ponto)
- 1951 - Das Haus in Montevideo (Regie: Curt Goetz und Valerie von Martens, Darsteller: Curt Goetz, Valerie von Martens, Albert Florath)
- 1953 - Hokuspokus (Regie: Kurt Hoffmann, Darsteller: Curt Goetz, Valerie von Martens, Hans Nielsen, Erich Ponto)
- 1958 - Wir Wunderkinder (Regie: Kurt Hoffmann)
- 1959 - Rosen für den Staatsanwalt (Regie: Wolfgang Staudte)
- 1959 - Buddenbrooks (Regie: Alfred Weidenmann, Darsteller: Liselotte Pulver, Nadja Tiller, Hansjörg Felmy, Lil Dagover, Werner Hinz, Hanns Lothar, Rudolf Platte, Günther Lüders)
- 1959 - Natürlich die Autofahrer (Hauptdarsteller: Heinz Erhardt) sowie zahlreiche weitere Heinz-Erhardt-Filme Produktionsfirma war die "Göttinger Filmaufbau-Gesellschaft", die von Hans Abich und Rolf Thiele 1946 gegründet wurde. Die Gesellschaft steht für den problemorientierten Kinofilm der 50er-Jahre sowie die Produktion zahlreicher Komödien mit Heinz Erhardt. 1960 siedelte die Gesellschaft nach München um. Die Curt-Goetz-Filme wurden von der Domnick-Filmproduktion GmbH produziert.
- 2004 wurde in Göttingen und Hannoversch Münden eine "Tatort"-Folge gedreht ("Dunkle Wege")

Öffentliche Einrichtungen

Göttingen ist Sitz folgender Einrichtungen beziehungsweise Institutionen:
- Kreiswehrersatzamt Göttingen
- Regionalverband Südniedersachsen
- Amtsgericht Göttingen
- Landgericht Göttingen
- Verwaltungsgericht Göttingen
- Arbeitsgericht Göttingen
- Finanzamt Göttingen
- Agentur für Arbeit Göttingen

Bildung und Forschung

Agentur für Arbeit
- Georg-August-Universität Göttingen; gegründet 1734 durch den damaligen Kurfürsten Georg II August von Hannover, König von England.
- Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
- Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen; gegründet 1971 aus mehreren Vorgängereinrichtungen für Handwerk, Baugewerbe und Sozialpädagogik mit den Standorten Hildesheim und Holzminden. 1974 wurde in Göttingen ein weiterer Standort eröffnet.
- Private Fachhochschule Göttingen; gegründet 1994
- Fachhochschule im DRK; gegründet 2002
- Berufsakademie Göttingen; gegründet 1983
- Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (GWDG); Rechenzentrum für die Universität und die Max-Planck-Institute
- Max-Planck-Institute:
  - Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin
  - Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie
  - Max-Planck-Institut für Geschichte
  - Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation
- Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)
- Deutsches Primatenzentrum
- IWF Wissen und Medien gGmbH
- Soziologisches Forschungsinstitut (SOFI) e.V.
- Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Göttingen e.V.
- Volkshochschule Göttingen e.V. Außerdem hat Göttingen das komplette Angebot an allgemein bildenden und beruflichen Schulen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Volkshochschule Göttingen Volkshochschule Göttingen
- Deutsches Theater Göttingen
- Junges Theater Göttingen
- Theater im OP

Musik

Die jährlich im Frühsommer veranstalteten Internationalen Händel-Festspiele gehen zurück auf die ersten Wiederaufführungen von Händel-Opern in nachbarocker Zeit, die in den 1920er Jahren von Musikwissenschaftlern in Göttingen initiiert wurden. Im späten 20. Jahrhundert wurden die Festepiele unter der Leitung von John Eliot Gardiner und später Nicholas McGegan zu einem Zentrum der musikalischen und szenischen historischen Aufführungspraxis der Werke Händels. Die Festspiele ziehen ein internationales Publikum an, insbesondere auch aus Händels Wahlheimat Großbritannien. 1964 machte der Chanson Göttingen der französischen Sängerin Barbara die Stadt auch im Ausland bekannt. Heute sind es vorwiegend Einrichtungen wie das Göttinger Symphonieorchester, das Jugend-Sinfonieorchester, der Göttinger Flowmarkt oder die Guano Apes und Ganz Schön Feist, die über die Stadtgrenzen hinaus bekannt sind. Auch Solisten der Chorakademie Göttingen werden an Musiktheatern der Region regelmäßig engagiert.

Literatur


- Literarisches Zentrum Göttingen

Museen


- Städtisches Museum
- Kunstsammlung der Universität
- Karzer der Universität
- Sammlung für Völkerkunde der Universität (u.a. mit der Baron von Asch-Sammlung und der Cook/Forster-Sammlung)
- Zoologische Sammlungen der Universität
- Bismarck-Häuschen am Wall (die Studentenwohnung Otto von Bismarcks)

Bauwerke

In der Innenstadt innerhalb des Walles liegen sieben Kirchen:
- St. Albani im Osten der Innenstadt, leicht erhöht gelegen im Gebiet des ursprünglichen Gutingi, der Keimzelle der heutigen Stadt.
- St. Jacobi, weithin sichtbares Wahrzeichen und höchste Kirche der Stadt.
- St. Johannis, zweitürmige Marktkirche. Am 23. Januar 2005 brannte der Nordturm der Kirche nach einer Brandstiftung aus.
- St. Marien ist die Kirche der ehemaligen Deutschordenskommende.
- St. Michaelis, die einzige katholische Kirche in der Innenstadt, ist wie ein Bürgerhaus in die Straße eingereiht; die kirchliche Fassade wurde erst um 1900(?) ausgeführt.
- St. Nikolai, die heutige Universitätskirche, ist von der Baugestalt her unscheinbar. Jedoch wurden bei archäologischen Untersuchungen romanische Fundamente (12.Jh.?) angetroffen.
- Paulinerkirche, heute umfunktioniert als alte Universitätsbibliothek, ist eine ehemalige Dominikanerkirche. Davon sind die 5 ältesten Stadtpfarrkirchen: Albani, Jacobi, Johannis, Nikolai und Pauliner - Marien kam wahrscheinlich erst nach einer Stadterweiterung hinzu. St. Marien Auch das Alte Rathaus ist im Kern gotisch. Auf dem davorgelegenen Marktplatz befindet sich der berühmte Gänselieselbrunnen, das Wahrzeichen der Stadt. Außerdem finden sich zahlreiche mitunter stark restaurierte Fachwerkhäuser (13. bis 19. Jahrhundert) wie zum Beispiel die Junkernschänke (1547), das Bornemannsche Haus, das Schrödersche Haus und das Lichtenberghaus, mit dem sich die Stadt Göttingen im "ZEIT"-Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" bewirbt. Die Innenstadt ist noch heute fast vollständig umgeben vom im 18. Jahrhundert zu einem Spazierweg umgebildeten Wall. Zu den universitären Sehenswürdigkeiten zählen die Aula mit dem Karzer (in dem auch der Reichskanzler v. Bismarck als Student einsaß - und sich an der Wand verewigte), die neben anderen Göttinger Bauten auch auf dem 10-DM-Schein zu sehen war, das Alte Auditorium und der Alte Botanische Garten. Die ehemalige Sternwarte beim Geismarer Tor ist ein klassizistischer Bau mit Anklängen an die so genannte Revolutionsarchitektur (um 1800). Am Geismarer Tor befindet sich das ehem. Acchouchierhaus (Entbindungsanstalt der späten Aufklärungszeit), das heute als Universitätsinstitut genutzt wird. An die Studienzeit Bismarcks erinnert neben dem Karzer das Bismarck-Häuschen am Wall unmittelbar vor den Toren der Stadt. Auf dem Hainberg gibt es einen der um 1900 beliebten Bismarcktürme. Im Stadtteil Nikolausberg findet man in exponierter Lage eine malerische Dorfkirche, deren romanischen Bauteile stilistisch mit der so genannten Bauschule von Königslutter in Verbindung zu stehen scheinen. Ursprünglich als Klosterkirche gegründet, siedelte der Konvent schon früh in das nahe im Tal gelegene Weende (heute auch Stadtteil von Göttingen) über. Nördlich von Göttingen, oberhalb von Bovenden, befindet sich die Ruine der mittelalterlichen Burg Plesse. Burg Plesse

Regelmäßige Veranstaltungen


- April/Mai: Kinothek-Filmfest
- Mai/Juni: Kunstmarkt
- Juni: Internationale Händel-Festspiele
- Oktober: Internationale Orgeltage
- Oktober: Göttinger Literaturherbst
- November: Göttinger Jazzfestival

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Siehe: Liste der Ehrenbürger von Göttingen

Söhne und Töchter der Stadt

Die folgenden Personen wurden in Göttingen geboren. Für die Nennung hier ist es unerheblich, ob die Personen ihren späteren Wirkungskreis in Göttingen hatten oder nicht. Viele sind andernorts bekannt geworden. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollzähligkeit.
- Arthur Auwers (
- 12. September 1838; † 24. Januar 1915), Astronom, der für die damalige Zeit sehr genaue Sternkataloge aufstellte.
- Dorothea Schlözer (
- 10. August 1770; † 12. Juli 1825 in Avignon,
erste deutsche Frau, die einen Doktortitel erhielt (1798).
- Heinrich Georg August Ewald (
- 16. November 1803; † 4. Mai 1875 in Göttingen),
Theologe und Orientalist.
- Karl von Buchka (
- 23. September 1885; † 11. Februar 1960),
deutscher Politiker (DVP, CDU), MdB.
- Alfred Meyer (
- 5. Oktober 1891; † Mai 1945 ),
Reichsstatthalter von Lippe 1936-45.
- Uta Hagen (
- 12. Juni 1919; † 14. Januar 2004 in New York),
deutsch-amerikanische Schauspielerin und Schauspielpädagogin.
- Hans-Jochen Vogel (
- 3. Februar 1926),
deutscher Politiker (SPD), MdB, Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau (1972-1974), Bundesjustizminister (1974-1981), Regierender Bürgermeister von Berlin (1981), Vorsitzender der SPD-Fraktion im Bundestag (1983-1991), Vorsitzender der SPD (1987-1991).
- Bernhard Vogel (
- 19. Dezember 1932),
Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz (1976-1988), Ministerpräsident von Thüringen (1992-2003).
- Berno von Cramm (
- 28. November 1934),
Schauspieler und Synchronsprecher.
- Friedhelm Döhl (
- 7. Juli 1936),
Komponist ("Passion" für Orchester; "Julianische Minuten").
- Jens Reich (
- 26. März 1939),
Molekularbiologe und Menschenrechtler.
- Peter Struck (
- 24. Januar 1943),
Bundesminister der Verteidigung.
- Claudia Butenuth (
- 20. September 1946),
Schauspielerin und Autorin.
- Gudrun Landgrebe (
- 20. Juni 1950),
Schauspielerin.
- Didi Jünemann (
- 1952),
deutscher Kabarettist, Schauspieler und Musiker.
- Herbert Grönemeyer (
- 12. April 1956),
Sänger ("Männer") und Schauspieler ("Das Boot").
- Max Goldt eigentlich Matthias Ernst (
- 18. September 1958),
Schriftsteller und Musiker.
- Oliver Frank (
- 1. September 1963),
Schlagersänger ("Palermo bei Nacht").
- Martin Sonneborn (
- 15. Mai 1965),
Journalist (Titanic) und Politiker (Die PARTEI).
- Juliane Köhler (
- 6. August 1965),
Schauspielerin.
- Gundula Krause (
- 7. Juli 1966),
Folkgeigerin.
- John von Düffel (
- 20. Oktober 1966),
deutscher Schriftsteller.
- Katharina Lehmann (
- 2. August 1967),
Schauspielerin.

Weitere Persönlichkeiten mit Bezug zu Göttingen

Hier werden bekannte Persönlichkeiten aufgeführt, die in Göttingen einen Teil ihres Lebens verbracht haben oder in Göttingen gestorben sind.
- Otto Hahn (
- 8. März 1879 in Frankfurt am Main, † 28. Juli 1968 in Göttingen),
Deutscher Chemiker und Nobelpreisträger. Ehrenbürger von Göttingen
- Otto von Bismarck (
- 1. April 1815 in Schönhausen, † 30. Juli 1898 in Friedrichsruh),
Gründer und erster Reichskanzler des Deutschen Reichs und einer der berühmtesten Corpsstudenten in Göttingen
- Georg Christoph Lichtenberg (
- 1. Juli 1742 in Ober-Ramstadt bei Darmstadt; † 24. Februar 1799 in Göttingen),
deutscher Schriftsteller und der erste deutsche Professor für Experimentalphysik.
- Gottfried August Bürger (
- 31. Dezember 1747 in Molmerswende im Ostharz; † 8. Juni 1794 in Göttingen),
deutscher Dichter.
- Johann Friedrich Blumenbach (
- 11. Mai 1752 in Gotha; † 22. Januar 1840 in Göttingen),
deutscher Anatom und Anthropologe.
- Carl Friedrich Gauß (
- 30. April 1777 in Braunschweig, † 23. Februar 1855 in Göttingen),
Mathematiker, Astronom, Geodät und Physiker
- Jacob Grimm
- 4. Januar 1785 in Hanau; † 20. September 1863 in Berlin),
deutscher Sprach- und Literaturwissenschaftler, Jurist, gilt als Begründer der deutschen Philologie und Altertumswissenschaft.
- Wilhelm Grimm (
- 24. Februar 1786 in Hanau; † 16. Dezember 1859 in Berlin),
deutscher Sprach- und Literaturwissenschaftler sowie Märchen- und Sagensammler.
- Christian Friedrich Andreas Rohns (
- 28. November 1787 in Lodersleben bei Querfurt, † 25. Februar 1853 in Göttingen),
Architekt und Bauunternehmer.
- Heinrich Heine (
- 13. Dezember 1797 in Düsseldorf als Harry Heine; † 17. Februar 1856 in Paris),
einer der bedeutendsten deutschen Dichter und Journalisten des 19. Jahrhunderts.
- Robert Wilhelm Bunsen (
- 30. März 1811 in Holzminden; † 16. August 1899 in Heidelberg),
Chemiker (entwickelte den "Bunsen-Brenner").
- Julius Wellhausen (
- 17. Mai 1844 in Hameln; † 7. Januar 1918 in Göttingen),
protestantischer Theologe.
- Gottlob Frege (
- 8. November 1848 in Wismar; †; 26. Juli 1925 in Bad Kleinen),
Philosoph.
- Felix Klein (
- 25. April 1849 in Düsseldorf, † 22. Juni 1925 in Göttingen),
Mathematiker.
- Max Planck (
- 23. April 1858 in Kiel; † 4. Oktober 1947 in Göttingen),
Physiker, Nobelpreis 1918.
- Lou Andreas-Salomé (
- 12. Februar 1861 in Petersburg, † 5. Februar 1937 in Göttingen),
Schriftstellerin und Psychoanalytikerin.
- David Hilbert (
- 23. Januar 1862 in Königsberg, Ostpreußen; † 14. Februar 1943 in Göttingen),
einer der bedeutendsten Mathematiker aller Zeiten.
- Walther Nernst (
- 25. Juni 1864 in Briesen (Westpreußen); † 18. November 1941 in Zibelle, Oberlausitz bei Bad Muskau),
Physiker und Chemiker, Nobelpreis 1920.
- Gustav Wyneken (
- 19. März 1875 in Stade; † 8. Dezember 1964 in Göttingen),
deutscher Reformpädagoge.
- Karl Julius Walther Lietzmann (
- 7. August, 1880 in Drossen; † 12. Juli 1959 in Göttingen),
Mathematiker, Pädagoge und einflussreicher Mathematikdidaktiker.
- Emmy Noether (
- 23. März 1882 in Erlangen; † 14. April 1935 in Pennsylvania, USA),
Mathematikerin.
- Leonard Nelson (
- 11. Juli 1882 in Berlin; † 29. Oktober 1927 in Göttingen),
politischer Philosoph.
- Zhu De (
- Dezember 1886; † 6. Juli 1976),
Politiker.
- Richard Becker (
- 3. Dezember 1887 in Hamburg; † 16. März 1955 in Bad Schwalbach),
deutscher Physiker.
- Heinz Hilpert (
- 1. März 1890 in Berlin; † 25. November 1967 in Göttingen),
deutscher Theaterregisseur.
- Werner Heisenberg (
- 5. Dezember 1901 in Würzburg; † 1. Februar 1976 in München),
einer der bedeutendsten Physiker des 20. Jahrhunderts, Nobelpreis 1932.
- Heinz Erhardt (
- 20. Februar 1909 in Riga; † 5. Juni 1979 in Hamburg-Wellingsbüttel),
Komiker, Musiker, Entertainer, Schauspieler und Dichter.
- Peter von Oertzen (
- 2. September 1924 in Berlin),
deutscher Politologe, Landesminister a.D.
- Hartmut von Hentig (
- 23. September 1925 in Posen),
deutscher Pädagoge und Publizist.
- Günter Grass (
- 16. Oktober 1927 in Danzig),
Schriftsteller.
- Wa

Würzburg

Würzburg ist eine kreisfreie Stadt in Bayern am Mainufer. Sie ist Sitz der Regierung von Unterfranken, des Bezirks Unterfranken und des Landkreises Würzburg. Gegenwärtig hat die Stadt etwas über 129.000 Einwohner und steht damit nach München, Nürnberg, Augsburg und Regensburg an fünfter Stelle unter den Großstädten des Freistaates. Gleichzeitig ist Würzburg nach Nürnberg die zweitgrößte Stadt und ein Zentrum Frankens. Die Stadt ist Bischofssitz der katholischen Diözese Würzburg. Würzburg bildet eines der 23 Oberzentren des Freistaates Bayern. Die nächstgelegenen größeren Städte sind Frankfurt am Main etwa 120 km nordwestlich, Nürnberg etwa 115 km südöstlich und Stuttgart etwa 140 km südwestlich. Die Einwohnerzahl der Stadt Würzburg überschritt 1934 die Grenze von 100.000, wodurch sie nominell zur Großstadt wurde und als solche - trotz ihrer geringen Industriedichte - der vernichtenden Bombardierung im Zweiten Weltkrieg (am 16.März 1945) anheim fiel. Nach der Gemeindereform 1974-1978, bei der u.a Lengfeld, Ober- und Unterdürrbach sowie Versbach und Rottenbauer eingemeindet wurden, entwickelte sich Würzburg zu einer dynamischen Stadt. Im Jahr 2004 beging Würzburg sein 1300-jähriges Stadtjubiläum. Die Würzburger Residenz mit Hofgarten und Residenzplatz wurde 1981 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

Geografie

Würzburg liegt zu beiden Seiten des Mains im mittleren Maintal (Maindreieck). Die Stadt wird überragt von der Festung auf dem Marienberg auf der westlichen Höhe einer Muschelkalkplatte, in die sich der Main eingesenkt hat. Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Würzburg. Sie werden im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden, genannt und gehören alle zum Landkreis Würzburg: Veitshöchheim, Rimpar, Estenfeld, Rottendorf, Gerbrunn, Randersacker, Eibelstadt, Reichenberg, Eisingen, Höchberg, Waldbüttelbrunn und Zell am Main

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet von Würzburg ist in 13 Stadtbezirke eingeteilt, die sich weiter in insgesamt 25 Stadtteile gliedern. Die Stadtbezirke und Stadtteile sind fortlaufend nummeriert. Bei der folgenden Übersicht sind die Stadtteile mit ihren Nummern den 13 Stadtbezirken zugeordnet:

Geschichte

Stadtteil Stadtteil Für die Zeit um 1000 v. Chr. ist eine keltische Fliehburg nachgewiesen. 689, noch vor der ersten urkundlichen Erwähnung
- 1. Mai 704, erfolgte die Missionierung durch Kilian, Kolonat und Totnan.
- 741/742 Gründung des Bistums Würzburg mit Bischof Burkard
- Im 11. Jahrhundert gelangt eine Silbermünze aus Würzburg bis auf die Färöer, wie der Münzfund von Sandur belegt.
- 1156 Hochzeit Friedrich I. Barbarossas mit Beatrix von Burgund
- 1168 Belehnung des damaligen Bischofs Herold mit der Herzogswürde durch Friedrich I. Barbarossa auf dem Reichstag zu Würzburg. Die Bischöfe der Stadt konnten sich fortan "Fürstbischöfe" nennen und den Titel "Herzog in Franken" führen.
- 1402 Erstbegründung der Universität Würzburg
- 1476 Ketzerprozess und Feuertod des Hans Böhm
- 15731617 Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn regiert
- 1582 Neu-Gründung der Julius-Maximilians-Universität Würzburg
- 1631 Eroberung durch den Schwedenkönig Gustav Adolf
- 1720-1744 Bau der Residenz
- 1805 Würzburg wird Hauptstadt des gleichnamigen Großherzogtums
- 1814 Würzburg wird bayerisch und gleichzeitig eine direkt der Regierung unterstehende Stadt (welche später als kreisfreie Stadt bezeichnet wird); ferner wird die Stadt Sitz eines Verwaltungsbezirks, aus dem später der Landkreis Würzburg hervorgeht
- 1817 Würzburg wird Hauptstadt des Regierungsbezirks Unterfranken
- 1895 Wilhelm Conrad Röntgen entdeckt die nach ihm benannten Strahlen
- 1934 Würzburg wird Großstadt
- 1945, 16. März Würzburger Schicksalstag: Bei einem etwa zwanzig Minuten dauernden Terrorangriff der Royal Air Force kommen über 5 000 Menschen ums Leben; die Innenstadt wird zu neunzig Prozent zerstört (Würzburgs Bombardierung am 16. März 1945). Das prächtige barocke Stadtbild der Würzburger Altstadt liegt in Schutt und Asche. Die Stadt wird als Grab am Main bezeichnet. Die Zerstörungen sind so verheerend, dass Stimmen laut werden, die Stadt gar nicht wieder aufzubauen, sondern als mahnendes Trümmerfeld zu belassen (die Siegermächte unterstützten dies). Wie man heute jedoch sieht, hat die Bevölkerung sich damals anders entschieden und ihr Würzburg zu neuer Blüte gebracht.
- 1990 Bayerische Landesgartenschau in Würzburg
- 2004 Feier des 1300-jährigen Stadtjubiläums

Eingemeindungen

Folgende ehemals selbständige Städte und Gemeinden wurden nach Würzburg eingemeindet:
- 1. Januar 1930: die Stadt Heidingsfeld mit den Gemeindeteilen Heidingsfeld, Heuchelhof, Vogelshof und Zwickerleinshof
- 1. Januar 1974: die Gemeinde Rottenbauer
- 1. Juli 1976: aus der Gemeinde Oberdürrbach die Gemeindeteile Oberdürrbach, Schafhof und Ziegelhütte
- 1. Juli 1976: die Gemeinde Unterdürrbach
- 1. Januar 1978: die Gemeinde Lengfeld mit den Gemeindeteilen Holzmühle, Pilziggrund, Riedmühle und Rosenmühle
- 1. Januar 1978: die Gemeinde Versbach mit den Gemeindeteilen Herrnmühle, Schäfermühle und Straubmühle
- 1. Mai 1978: aus der Gemeinde Höchberg der Gemeindeteil Steinbachtal

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Steinbachtal

Religion

Würzburg wurde 741/742 Sitz eines Bistums, das sich neben seinem geistlichen Gebiet bald auch ein weltliches Herrschaftsgebiet schaffen konnte (Fürstbistum ab 1164 beziehungsweise Hochstift Würzburg). Oberster Herr dieses Territoriums war der Bischof, später der Fürstbischof. Die Reformation konnte im Bistum zunächst Fuß fassen, wurde dann aber vor allem durch die Gegenreformation ab 1586 stark unterdrückt. Die Anhänger des Luthertums wurden aus der Stadt verbannt. Während der schwedischen Besatzung konnten die Protestanten vorübergehend wieder Fuß fassen. 1633 wurde ihnen für ein Jahr sogar der Dom eingeräumt. Doch brachte erst das bayerische Religionsedikt von 1803 eine Gleichbehandlung beider Konfessionen. Im selben Jahr erhielten die Protestanten die Kirche des säkularisierten St. Stephans-Klosters. Später wurden weitere Gemeinden gegründet. Alle Gemeinden gehören von Anfang an zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und sind Teil des Dekanats Würzburg innerhalb des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg. Heute haben auch verschiedene Freikirchen in Würzburg ihre Gemeinden gegründet. Das 1802 säkularisierte Fürstbistum Würzburg wurde 1821 als eigenständiges Bistum innerhalb der Kirchenprovinz Bamberg neu umschrieben. Innerhalb dieses Bistums gehören heute die Pfarrgemeinden der Stadt zu den Dekanaten "Würzburg/Stadt", "Würzburg links des Mains" und "Würzburg rechts des Mains".

Politik

Die Stadt wurde schon von Anfang an vom Rat und vom Bürgermeister verwaltet. Der Rat ist seit 1256 bezeugt. An dessen Spitze stand der Schultheiß. Da Würzburg Bischofssitz war, gab es später einen sog. "alten Rat" und einen "neuen Rat". Der Alte Rat, auch Oberrat genannt, war die bischöfliche Aufsichtsbehörde, der neue Rat hatte kaum Befugnisse. Nach dem Bauernkriegen wurden die bürgerlichen Freiheiten nahezu ganz eingeschränkt. An der Spitze der Stadt stand fortan der vom Bischof eingesetzte Stadtschultheiß. Anfang des 18. Jahrhunderts wurden der innere und der äußere Rat zu einem Kollegium vereinigt. 1818 erhielt die Stadt jedoch durch das Bayerische Gemeindeedikt wieder ihre Selbstverwaltung. An der Spitze der Stadt stand fortan der Erste Bürgermeister, der ab 1920 den Titel Oberbürgermeister erhielt. Die Stadtoberhäupter Würzburgs seit 1797

Wappen

Das Wappen der Stadt Würzburg zeigt in Schwarz eine schräg gestellte, eingekerbte, von Rot und Gold gevierte Fahne an silberner Lanzenstange. Die Stadtflagge ist Rot-Gelb mit aufgelegtem Wappen. Die Fahne als Ortswappen taucht seit dem zweiten Drittel des 16. Jahrhunderts auf. Es handelt sich um die Fahne des alten Herzogtums Franken, jedoch in anderer Farbgebung. Ferner war die Fahne des Herzogtums nicht geviert. Seit 1570 wird die Fahne auch ausnahmslos in den Siegeln der Stadt verwendet.

Städtepartnerschaften

Die Stadt Würzburg unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
- Caen (Frankreich), seit 1962
- Dundee, Schottland (Vereinigtes Königreich), seit 1962
- Rochester, Bundesstaat New York, (Vereinigte Staaten von Amerika), seit 1966
- Mwanza (Tansania), seit 1966
- Otsu (Japan), seit 1979
- Salamanca (Spanien), seit 1980
- Suhl (Thüringen), seit 1988
- Umeå (Schweden), seit 1992
- Bray (Republik Irland), seit 2000

Wirtschaft und Infrastruktur

Republik IrlandDie Stadt ist hauptsächlich durch ihre Hochschulen, die Julius-Maximilians-Universität, die Musikhochschule und die Fachhochschule geprägt. Sie beschäftigen über 5.500 wissenschaftliche und technische Angestellte und Beamte sowie Versorgungs- und Verwaltungspersonal (Stand: 2003). Nächstgrößter Arbeitgeber mit etwa 5.000 Angestellten und Beamten ist die Stadt Würzburg selbst. Größter industrieller Arbeitgeber ist die Koenig & Bauer AG (KBA), ein Hersteller von Druckmaschinen. Industrie und Gewerbe sind zumeist kleine und mittelständische Betriebe in den Industriegebieten Hafen, Aumühle und Würzburg-Ost.

Verkehr

Würzburg ist historisch ein bedeutender Knotenpunkt für den Verkehr. Diese ursprünglich durch den Main hervorgerufene verkehrszentrale Lage wird heute durch die Autobahnen und die Deutsche Bahn bestimmt. Durch das südliche Stadtgebiet führt in West-Ost-Richtung die Bundesautobahn A 3 Köln-Frankfurt am Main-Nürnberg-Regensburg-Passau. Im Osten der Stadt führt die Bundesautobahn A 7 Ulm-Kassel-Hamburg vorbei (Kreuz Biebelried). Im Südwesten endet die Autobahn A 81, die von Singen/Stuttgart kommt (Dreieck Würzburg-Kist). Durch das Stadtgebiet führen die Bundesstraßen B 8, B 13, B 19 und B 27. Würzburg ist überregionaler Knotenpunkt im Personenverkehr der Deutschen Bahn. Es kreuzen sich vor allem die Nord-Süd-Verbindung zwischen München/Nürnberg und Kassel/Hamburg und die von Nordwest nach Südost verlaufende Trasse vom Rheinland und Frankfurt am Main nach Regensburg/Passau/Wien/Budapest. Im Eisenbahngüterverkehr hat Würzburg seine früher bedeutende Knotenpunktfunktion dagegen mit der Stillegung seines Rangierbahnhofes im Februar 2005 verloren. Der Hauptbahnhof Würzburg ist für seine Unansehnlichkeit bekannt. Zuletzt bestätigte das im Juli 2005 die "Bild am Sonntag" (BamS): Der Hauptbahnhof bekam bei einem Test von 23 deutschen Bahnhöfen die Note fünf - mangelhaft - und landete auf dem letzten Platz. Den öffentlichen Personennahverkehr versorgen mehrere Straßenbahn- und Buslinien der Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB) sowie Buslinien der Allgemeinen Personennahverkehrs-GmbH (APG), die den Verkehrsverbund Mainfranken (vvm) bilden, innerhalb dessen alle Linien zu einheitlichen Preisen zu benutzen sind. Sportflieger starten und landen auf dem 3,5 km nordwestlich vom Stadtzentrum gelegenen Flugplatz Würzburg-Schenkenturm. Geschäftsreisejets können den Flugplatz Giebelstadt im Landkreis Würzburg anfliegen. Zur Zeit wird das Flugplatzgelände auch teils militärisch von der US-Armee genutzt, weswegen es einer Zugangserlaubnis und für den Flugverkehr ein Prior Permission Request (PPR) bedarf.

Medien

In Würzburg unterhält der Bayerische Rundfunk das Regionalstudio Mainfranken und auf der Frankenwarte bei den geographischen Koordinaten 9°54'24" östliche Länge und 49°46'50" nördliche Breite eine Sendeanlage für UKW, Mittelwelle und TV mit einem gegen Erde isolierten, abgespannten 111 Meter hohen Stahlfachwerkmast. Bis 1999 wurde für den Mittelwellensender die Sendefrequenz 520 kHz genutzt. Diese Frequenz liegt nicht im offiziellen Mittelwellenband und somit konnte der nur 200 Watt starke Würzburger Sender, der zusammen mit dem gleich starken Sender in Hof im Gleichwellenbetrieb betrieben wurde, gut zum Test der Ausbreitungsbedingungen im Mittelwellenbereich genutzt werden. Da aber viele moderne Radios die Frequenz 520 kHz nicht mehr empfangen konnten, erfolgte 1999 eine Frequenzänderung auf 729 kHz. Auf der Frankenwarte betreibt auch die Deutsche Telekom AG eine Rundfunkübertragungsstelle mit zwei abgespannten Stahlfachwerkmasten von 118 Metern und 85 Metern Höhe, die sich bei 9°54'13" östliche Länge und 49°46'48" nördliche Breite beziehungsweise bei 9°54'09" östliche Länge und 49°46'49" nördliche Breite befinden. Außerdem existiert auf der Frankenwarte noch ein Mobilfunkturm in Fertigbetonbauweise bei 9°54'19" östliche Länge, 49°46'50" nördliche Breite. Ferner besteht dort die private "Funkhaus Würzburg Studiobetriebs GmbH", welche die beiden Hörfunkprogramme "Radio Gong" und "Radio Charivari" veranstaltet. Des Weiteren gibt es seit 1987 noch einen lokalen Fernsehsender namens "TV Touring". Ehemals waren es sogar zwei Sender, die Würzburg abwechselnd mit Lokalfernsehen versorgten. In den Anfangsjahren war auch noch die RTU (Radio Television Unterfranken) zu sehen, deren Gesellschafter die Zeitungsgruppe Main Post war. Als Rundfunksender der amerikanischen Streitkräfte sendet der AFN (American Forces Network) ebenfalls in Würzburg von einem kleinen, gegen Erde isolierten, abgespannten Stahlfachwerkmast, auf dem Areal der US-Streitkräfte (Senderstandort: 9°58'53" östliche Länge, 49°47'32" nördliche Breite) auf der Mittelwellenfrequenz 1143 kHz und der UKW-Frequenz 104,9 MHz. Bis 1992 gab es in Würzburg auch noch einen dritten Lokalsender mit dem Namen "Radio W1", der auf UKW 95,8 MHz gesendet hat (heute ist dort "Radio Melodie" mit einem 24 Stunden Volksmusikprogramm zu hören). Dieser Sender wurde aber im Oktober 1992 unter anderem aus finanziellen Gründen eingestellt. Als Tageszeitungen erscheinen die "Mainpost Würzburg" und das "Volksblatt", vertrieben durch die Mainpost Verlagsgruppe (gehört zur Verlagsgruppe Holtzbrinck) mit Sitz in Würzburg/Heuchelhof.

Bildung und Forschung

Verlagsgruppe Holtzbrinck
- Julius-Maximilians-Universität, Erstgründung 1402, Neugründung 1582, eine der ältesten und traditionsreichsten Universitäten Deutschlands, seit 1802 bayerische Universität
- Hochschule für Musik Würzburg, gegründet 1804 als öffentliche Musikanstalt an der Universität, ist sie die älteste Musikausbildungsstätte Deutschlands. 1821 wurde sie Königliches Musikinstitut, 1875 Königliche Musikschule, 1912 Königliches Konservatorium der Musik, 1921 Bayerisches Staatskonservatorium und anschließend Bayerische Fachakademie für Musik. 1973 erhielt sie den Namen Hochschule für Musik. 2001 wurde sie in die Fachakademie für Musik Würzburg eingegliedert.
-