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| Hugo Chávez |
Hugo ChávezHugo Rafael Chávez Frías ( - 28. Juli 1954 in Sabaneta, Bundesstaat Barinas, Venezuela) ist seit 1999 venezolanischer Staatspräsident. Chávez wurde als Sohn des Dorfschullehrers Hugo de los Reyes Chávez und seiner Frau Elena Frías de Chávez geboren, er war zweimal verheiratet und hat fünf Kinder (Rosa, Virginia, María Gabriela, Hugo Rafael und Rosiné).
venezolanischer
Hintergrund
Geschichtlicher Abriss
1958 wurde der Diktator Marcos Pérez Jiménez von der sozialdemokratischen Acción Democrática (AD) und der Kommunistischen Partei gestürzt. Nach dem Sturz verbündete sich die AD jedoch mit der christdemokratischen COPEI und vereinbarte mit dieser im Punto-Fijo-Abkommen eine regelrechte Aufteilung der Herrschaft über Venezuela. Die so isolierte Kommunistische Partei eröffnete zwar einen Guerillakrieg, wurde aber entweder von der Allianz assimiliert oder militärisch zerschlagen. Bis in die neunziger Jahre waren so die herrschenden Parteien entweder die Acción Democrática oder die COPEI, sie stellten auch die Präsidenten.
Nach der Ölkrise von 1973 stiegen in der ersten Amtszeit von Carlos Andrés Pérez (1974 bis 1979) die Einkünfte des Landes aus dem Erdölexport so rapide, dass das Land eines der wohlhabendsten Länder Südamerikas wurde, „[...] durch den Verkauf von Erdöl hat Venezuela von 1973 bis 1983 rund 240 Milliarden US-Dollar eingenommen“ (Arturo Uslar Pietri); die damit einhergehende Verteilungspolitik führte zu einer für lateinamerikanische Verhältnisse außerordentlich hohen politischen Stabilität des Landes. Mit dem eklatanten Verfall des Ölpreises seit 1983 brachen diese Einkünfte jedoch weg. Da es keine Investitionen in andere Wirtschaftszweige gegeben hatte, die die drastisch sinkenden Erdöleinnahmen zu kompensieren vermochten, führte dies, gemeinsam mit den immer höher werdenden Auslandsschulden (1993 etwa 35 Milliarden Dollar) zu einer anhaltenden Wirtschaftskrise.
Der in der zweiten Amtszeit Carlos Andrés Pérez' (1989–1993) als Folge von Weisungen des Internationalen Währungsfonds begonnene neoliberale Wirtschaftskurs führte ab dem 27. Februar 1989, ausgelöst durch eine Preiserhöhung im öffentlichen Verkehr, zum sogenannten Caracazo. Von den Barrios, den Slums der Hauptstadt, ausgehend, kam es über mehrere Tage zu schweren Aufständen und Plünderungen der wohlhabenderen Viertel. Die Regierung Pérez ließ die Aufstände gewaltsam niederschlagen, zwischen 400 und 5000 Menschen kamen dabei ums Leben. Nach zwei Putschversuchen im Jahre 1992, einem am 4. Februar durch Hugo Chávez und einem am 27. November, sowie 1993 einem Jahr mit volkswirtschaftlichem Minuswachstum und der schlussendlichen Absetzung des Präsidenten durch den Obersten Gerichtshof wegen Veruntreuung und Korruption, wurde Rafael Caldera 1994 Präsident. Bis 1998 gelang ihm zwar die politische Stabilisierung, der Wirtschaftskrise wurde aber auch er nicht Herr. (So lag bei seinem Amtsantritt 1994 die Inflationsrate bei 71 %, es gab eine schwere Währungskrise und einen Zusammenbruch des Bankensystems.)
Chávez' Bolivarismus und die „Bolivarischen Zirkel“
Chávez war bereits seit seiner Jugend ein begeisterter Anhänger des südamerikanischen Freiheitshelden Simón Bolívar. Auch die spätere Gründung seiner Bewegung, der MBR-200, fand bewusst am 24. Juli 1983, dem 200. Geburtstag Simón Bolívars statt. Während seiner Studienzeit entwickelte Chávez im Laufe mehrerer Jahre gemeinsam mit anderen Offizieren eine linksnationalistische Doktrin namens Bolivarismus. Diese orientierte sich zwar hauptsächlich an Bolívar, war aber stark beeinflusst von den Schriften des marxistischen Historikers Federico Brito Figueroa, denen Chávez im Studium begegnet war, integrierte aber auch Einflüsse aus der südamerikanischen Tradition des Sozialismus, z. B. Fidel Castros, Che Guevaras oder Salvador Allendes. Diese Auffassungen wurden maßgeblich für sein späteres politisches Handeln.
Die zentralen Punkte des Bolivarismus sind:
- nationale Unabhängigkeit
- politische Beteiligung der Bevölkerung durch Volksentscheide und Referenden
- ökonomische Eigenständigkeit
- eine Ethik des Dienstes am Volk
- gerechte Verteilung der umfangreichen Erdöleinnahmen
- Bekämpfung von Korruption
Seine Politik wird auch als „Bolivarianische Revolution“ bezeichnet. Da sich Chávez' Politik stark auf die Unterstützung durch die Bevölkerung stützt und die Integration basisdemokratischer Elemente in die Politik ein wesentlicher Zug des Bolivarismus ist, rief er 2000 zur Gründung der sogenannten Bolivarischen Zirkel auf und ermächtigte den Vizepräsidenten Diosdado Cabello, diese Gründungen finanziell zu unterstützen. Diese dezentral auf Stadtteil- und Blockebene organisierten und trotz ihres Ursprungs autonomen Zirkel sollten eigentlich die bolivaristischen Ideen in die Bevölkerung tragen und ein Forum zur praktischen Mitarbeit bilden. Anders aber als z. B. Nachbarschaftskomitees waren sie in ihrer Kompetenz nicht auf lokale Politik beschränkt, sondern äußerten sich auch zu gesamtpolitischen Fragen. Die je nach Quelle zwischen 60.000 und 2,3 Millionen Anhänger starke Bewegung wurde allerdings aus Oppositionskreisen auch der Anwendung von Gewalt und sogar politischer Morde beschuldigt. Die Bolivarischen Zirkel sind nicht auf Venezuela beschränkt; es existieren auch im Ausland Unterstützergruppen, im deutschsprachigen Raum zum Beispiel in Wien, Tübingen oder Bielefeld.
Der Konflikt zwischen Chávez und der Opposition
Chávez ist eine heftig umstrittene Persönlichkeit. Seine Anhänger erklären, er sei ein Verteidiger der Armen, ein Revolutionär, der die Macht der Reichen zerstören und den Reichtum Venezuelas gleichmäßiger verteilen wolle. Seine Gegner wiederum behaupten, Chávez habe seine Revolution ausgenutzt, um das Missmanagement zu rechtfertigen - mit dem Ergebnis, dass die Korruption noch wesentlich zugenommen habe.
Wie erwähnt, wurde Venezuela 40 Jahre lang wechselnd von zwei Parteien, der Acción Democrática und der konservativen COPEI, beherrscht. Dabei entwickelte sich, gefördert vor allem durch den rapiden Anstieg des Ölpreises seit der Ölkrise 1973, zunehmend eine dünne Oberschicht mit kleptokratischer und oligarchischer Struktur, die fast alle gesellschaftlichen Institutionen dominierte. Der Wahlsieg von Chávez' Bewegung 1998 bedeutete somit ihre Vertreibung aus der Regierung, die Eigentumsverhältnisse blieben aber (bisher) weitgehend unangetastet. Während die Chávez-Regierung zwar die Regierungsmacht in der Hand hat, zeigt sich häufig der gebliebene Einfluss der - sich vor allem aus den wohlhabenden Schichten der Gesellschaft rekrutierenden - "alten" Eliten in Wirtschaft, Verwaltung, Polizei und Militär (auch wenn sich die Situation für die Chávez-Regierung stabilisiert hat). Insbesondere die Medien befinden sich fast komplett in den Händen der Opposition und spielen eine wesentliche Rolle im Konflikt mit dieser. Die Macht der Medien zeigte sich besonders im Putsch gegen Hugo Chávez im Jahr 2002.
Chávez, der seit 1999 Staatspräsident ist, hat es mit einer sehr starken Opposition zu tun, die nicht nur die gegnerischen Parteien, sondern strukturell und personell unverändert gebliebene gesellschaftliche Machtgruppen wie Unternehmerverbände, einige Gewerkschaften, fast alle Massenmedien und die Kirchen einschließt. Hinter Chávez hingegen stehen wesentliche Teile des Militärs sowie der Bevölkerung. Raul Zelik vergleicht Chávez' Situation mit der der Regierung von Salvador Allende 1972 und zitiert dazu die italienische Publizistin Rossana Rossandra, nach der „ihr größtes Problem sei, dass sie zwar an der Regierung, aber nicht an der Macht sei.“ Auf eine akute innenpolitische existenzielle Bedrohung der Regierung Chávez darf daraus aber nicht geschlossen werden.
Seit Chávez' Amtsantritt hat die oppositionelle Allianz auf verschiedensten Wegen versucht, Chávez zu stürzen, per Amtsenthebungsverfahren 2000, durch einen Putsch 2002, zwei Generalstreiks 2002 und 2003 sowie durch ein Referendum zur Amtsenthebung 2004. Chávez wiederum hat im Gegenzug vielfach versucht, die Allianz zu schwächen, zu zerschlagen oder zu spalten, und hat dabei auch nicht vor gelegentlich drastischen Mitteln zurückgeschreckt. So ließ er ein Referendum über eine personelle Reorganisation der Gewerkschaften durchführen oder wehrte sich gegen eine Anti-Chávez-Kampagne der privaten, in konservativer Hand befindlichen Fernsehsender mit einem Gesetz, das Medien auf „Wahrheitsgemäßheit“ verpflichtete.
Chávez und die USA
Wie kaum ein anderes Land Lateinamerikas mit Ausnahme Panamas war Venezuela seit den 1930er Jahren an die USA gebunden, für die die venezolanischen Ölreserven von strategischer Bedeutung sind. Chávez' Politik, die sich an Simón Bolivar und seiner Betonung der nationalen Unabhängigkeit orientierte, kollidierte mit der amerikanischen Monroe-Doktrin, die Mittel- und Südamerika als „Hinterhof der USA“ definiert und schon mehrfach als Rechtfertigung massiver Interventionen in Südamerika diente, zum Beispiel in Chile, Kuba, Panama und Nicaragua; dementsprechend stand Chávez seit Beginn seiner Amtszeit unter starkem Druck der USA. Insbesondere als der Umbau der Ölindustrie nicht nur die einheimische Oberschicht einiger Pfründe beraubte, sondern vor allem die amerikanischen Ölgesellschaften Privilegien verloren und finanziell stärker belastet wurden, zog Chávez die Feindschaft der USA auf sich. Verstärkt wurde das auch durch die Revitalisierung der OPEC auf Betreiben Venezuelas, die das Ziel hatte, den Ölpreis wieder zu stärken; eine Notwendigkeit für das Land, das seit dem Kollaps des Ölmarktes 1983 unter einer schweren Wirtschaftskrise litt. Eine Verdoppelung des Ölpreises auf 20 US-Dollar pro Barrel war die Folge. Die enge Freundschaft Chávez' mit Fidel Castro steigerte die Antipathie der Vereinigten Staaten noch zusätzlich.
Die USA unterstützen die Oppositionsparteien seitdem sowohl materiell und logistisch als auch organisatorisch. Während des Putsches wurden beispielsweise Teile der Funkkommunikation der Putschisten über Schiffe der US Navy abgewickelt, die vor der venezolanischen Küste lagen, außerdem finanzierte die Regierung von Präsident George W. Bush die venezolanische Opposition weiter umfangreich durch die Behörde National Endowment for Democracy, allein im Putschjahr 2002 flossen von ihr 877.000 Dollar an die Opposition.
Mitglieder der amerikanischen Regierung beschuldigten Chávez wiederholt der Begünstigung des internationalen Terrorismus, insbesondere der kolumbianischen Guerillagruppe FARC. Auch Querverbindungen zu Al-Qaida wurden behauptet. Keine dieser Behauptungen aber konnte bisher bewiesen werden. Es wurden dadurch Vermutungen laut, dass es in solchen Erklärungen darum gehe, „Venezuela medial für die Einreihung in die Achse des Bösen vorzubereiten“, eine von Präsident George W. Bush als Gegner der freien Welt benannte Gruppe mehrerer Staaten, wie den Iran, Myanmar (Birma) und Nordkorea umfasst.
Im Oktober und November 2003 veröffentlichten venezolanische Parlamentsabgeordnete Material, das die Vorbereitungen eines erneuten Putsches rechter Kreise Venezuelas in Zusammenarbeit mit der CIA nahelegte. Diesbezüglich bestätigten die USA zwar die militärische Ausbildung oppositioneller Kräfte, dementierte aber jede direkte Beteiligung der CIA.
Wegen seiner Unterstützung des Umsturzes gegen den demokratisch gewählten haitianischen Präsidenten Jean-Bertrand Aristide nannte Chávez den amerikanischen Präsidenten George W. Bush im Februar 2004 einen „pendejo“. Der Begriff ist eine schwere Beleidigung und bedeutet im venezolanischen Spanisch soviel wie "Idiot" oder "Arschloch".
Präsident Hugo Chávez hatte am 18. März 2004 zudem gedroht, dass eine gewaltsame Entfernung von ihm aus dem Amt einen Anstieg des Ölpreises auf über 50 US-Dollar zur Folge haben wird. Dies sagte er gegenüber US-Offiziellen und inländischen Oppositionellen vor dem Hintergrund eines möglichen Referendums im Zuge seiner Wahl. In einem Interview mit der "New York Times" hatte Chávez die USA zudem davor gewarnt, sich weiter in die inneren Angelegenheiten von Venezuela einzumischen. Dies könnte für die USA gefährliche Folgen haben. Die USA beziehen aktuell rund 15% ihres Öls aus Venezuela. Chávez hatte wiederholt damit gedroht, dass er im Fall einer Invasion oder Blockade die Öllieferungen an die USA einstellen werde. Einige Beobachter sehen diese 'Bedrohung' durch die USA als Instrument der innenpolitischen Meinungsmache.
Im August 2005 verschärfte sich der Tonfall, als der bekannte ultrakonservative Fernseh-Prediger und ehemalige Präsidentschaftskandidat Pat Robertson öffentlich zum Mord an Chávez aufrief. "Wir haben die Fähigkeit, ihn auszuschalten und ich glaube die Zeit ist gekommen, dass wir diese Fähigkeit nutzen", so Robertson über den "gefährlichen Feind" der USA. Nach einem Sturm der Entrüstung in den Medien reagierte die US-Administration: Ein Außenamtssprecher ließ verlauten, sie teilten die Meinung Robertsons nicht und hielten sie für unüberlegt. Donald Rumsfeld verwehrte sich gegen "jede Unterstellung", die USA wollten sich in Angelegenheiten Venezuelas einmischen, seine Abteilung "tut so etwas nicht".
Chávez als Symbolfigur
Wohl kaum ein lateinamerikanischer Politiker seit dem Tod von Salvador Allende hat so starken Widerhall in der internationalen Politik gefunden wie Hugo Chávez. In Lateinamerika gilt er vielen als undogmatischer Modernisierer linksdemokratischer Ideen. Er wird aber vom bürgerlich-konservativen Lager ebenso verabscheut wie von der Unterschicht geliebt. Auch international setzt sich diese Spaltung fort, Michael Lingenthal zum Beispiel, Landesbeauftragter der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung in Venezuela, betitelte im Mai 2003 einen Bericht „Ein Land am Abgrund – Venezuela im Würgegriff seines Präsidenten“ [http://www.kas.de/db_files/dokumente/einblicke/7_dokument_dok_pdf_1868_1.pdf], wohingegen sich Chávez' Politik bei der westlichen Linken, als Gegenkonzept zum Neoliberalismus, einiger Unterstützung erfreut (siehe [http://www.zmag.org/venezuela_watch.htm]).
Politische Biografie
Armeezeit
Chávez trat mit 17 Jahren in die venezolanische Armee ein, war unter anderem als Fallschirmspringer aktiv und absolvierte später ein Studium der Sozialwissenschaften auf der Militärakademie in Caracas. 1990 schloss er dort einen weiteren Studiengang in Politikwissenschaft an der Universität Simón Bolívar ab.
Am 24. Juli 1983 gründete Chávez das Movimiento Bolivariano Revolucionario 200 (Revolutionäre Bolivarianische Bewegung 200), abgekürzt MBR-200, eine linksnationalistische paramilitärische Widerstandsbewegung mit Zellenstruktur im Grenzgebiet zu Kolumbien, die er bis Mitte der 90er Jahre führte. Zu dieser Zeit wies Chávez noch jede Beteiligung an Wahlen von sich. Seine bis heute guten Beziehungen zu Fidel Castro rühren aus dieser Zeit.
Vom Putschisten zum Parteiführer
Als der sozialdemokratische Präsident Carlos Andrés Pérez ein rigoroses Sparprogramm einleitete, das besonders die armen Schichten hart traf, führte Chávez am 4. Februar 1992 einen Putsch der MBR-200 gegen die Regierung an, der nach 12 Stunden scheiterte. Chávez erhielt jedoch die Möglichkeit, sich über das Fernsehen mit einer Rede an die Bevölkerung zu wenden. Nach zwei Jahren im Gefängnis wurde er von Präsident Rafael Caldera begnadigt. Er galt aufgrund seiner Ansprache nach Ende des Putsches weiterhin als politisch ernst zu nehmende Persönlichkeit und organisierte nach seiner Haftentlassung eine eigene Partei, die MVR, Movimiento V [Quinta] Republica („Bewegung für eine Fünfte Republik“).
Die erste Präsidentschaft
Chávez gewann die Präsidentschaftswahlen am 6. Dezember 1998 mittels einer Antikorruptions- und Antiarmutskampagne mit einem Stimmenanteil von 56%, der größten Mehrheit in Venezuela seit vier Jahrzehnten. Die beiden etablierten Parteien, denen er Vetternwirtschaft, Kleptokratie und Korruption vorwarf, erlitten dabei massive Stimmenverluste und erhielten nurmehr 9% Zustimmung. Paradoxerweise lud er zu seiner Vereidigung am 2. Februar 1999 den letzten Diktator Venezuelas, General Marcos Pérez Jiménez, ein, was Irritationen hervorrief.
Bereits kurz nach Amtsantritt 1999 ließ sich Chávez vom Parlament eine Reihe von Sondervollmachten vor allem im Bereich der Wirtschaft einräumen, um den verschuldeten Staatshaushalt zu sanieren und die Armut zu bekämpfen. Im April 1999 veranlasste Chávez ein Referendum, das ihm die Zustimmung zur Erarbeitung einer neuen Verfassung gab. Auf deren Grundlage sollte das gesamte System reformiert werden. In der verfassunggebenden Versammlung Asamblea Nacional Constituyente, die daraufhin gewählt wurde, erhielt Chávez' MVR über 90% der Mandate. Am 12. August 1999 rief die Constituyente per Dekret den Notstand aus und übertrug sich die Vollmacht, in die Arbeit sämtlicher staatlicher Organe einzugreifen und sie gegebenenfalls auch aufzulösen. Eine Woche später verhängte sie den Ausnahmezustand über die gesamte Justiz, wenig später entmachtete sie auch das Parlament. Im Ausland wurde dies als schleichender Staatsstreich kommentiert.
Am 14. November 1999 ließ Chávez die seit 1961 geltende Verfassung per Volksentscheid durch eine neue ersetzen. Die Etablierung dieser neuen Verfassung wird vielfach als Chávez bisher bedeutendste politische Leistung erachtet. Sie erweitert zwar auch die Machtbefugnisse des Präsidenten, führt aber darüberhinaus beträchtliche basisdemokratische Elemente in die venezolanische Politik ein, verbietet jedwede Privatisierung der staatlichen Ölressourcen, gibt Armeeangehörigen erstmals das Wahlrecht und gesteht der indigenen Bevölkerung 54% des Landes zu. Aufgrund der Erneuerung der Verfassung ließ Chávez für 2000 Neuwahlen ansetzen, diese bestätigten Chávez im Amt bis 2006.
Die zweite Präsidentschaft
basisdemokratische
Am 30. Juli 2000 wurde Chávez mit fast 60% der abgegebenen Stimmen im Amt bestätigt. Aus den gleichzeitig stattfindenden Parlamentswahlen ging Chávez' MVR mit 99 von insgesamt 165 Mandaten als absolut stärkste Kraft hervor, und auch die Gouverneurswahlen erbrachten eine Mehrheit für den MVR. Durch die absolute Mehrheit im Parlament erließ Chávez immer mehr Dekrete, die seine Macht stärkten, was zunehmend im In- und Ausland, vor allem aber in den USA, auf Kritik stieß.
Im Dezember 2000 ließ Chávez ein äußerst umstrittenes Referendum über die Neuorganisation der Gewerkschaften durchführen; zur Entscheidung stand sein Plan, innerhalb eines halben Jahres alle führenden Funktionäre der Gewerkschaften ihrer Ämter zu entheben und die Gewerkschaftsmitglieder ihre Führungspersonen neu wählen zu lassen. Damit hoffte er, sich der alten der Opposition eng verbundenen Führungsriege zu entledigen. In diesem Referendum entfielen etwa zwei Drittel der Stimmen auf Chávez' Antrag. Daraufhin beantragte die größte Oppositions- und ehemalige Regierungspartei des Landes, die Acción Democrática (AD), ein Amtenthebungsverfahren, das jedoch scheiterte.
Der Putsch
Einen neuen Höhepunkt erreichte die Auseinandersetzung zwischen Chávez und großen Teilen der venezolanischen Gesellschaft Anfang 2002, nachdem Chávez im Februar 2002 die Führungsriege des staatlichen Erdölkonzerns PDVSA durch neue, regierungstreue Manager austauschte. Dieser Angriff auf den oligarchischen Kern der Wirtschaft, zusammen mit der weiterhin andauernden wirtschaftlichen und sozialen Krise, veranlasste einen Verbund aus Gewerkschaften, Wirtschaftsverbänden, katholischer Kirche, der vorherigen Regierungspartei und privaten Fernsehsendern Venezuelas am 9. April 2002 zum Generalstreik, mit dem sie den Rücktritt von Chávez erzwingen wollten. Am dritten Streiktag schlugen die Massenproteste in Unruhen um, bei denen in Folge eines massiven Polizeieinsatzes über ein Dutzend Demonstranten getötet und Hunderte verletzt wurden. Da die Polizei dem Bürgermeister von Caracas untersteht, zu der Zeit dem offen antichávezistischen Alfredo Peña, und zahlreiche Beweise die Verwicklung der Stadtpolizei in den Putsch belegen [http://www.narconews.com/Issue26/article541.html], gilt als wahrscheinlich, dass Peña Teil der Putschisten war. Einige Teile des Militärs traten auf die Seite der Gewerkschaften und Unternehmer über und nahmen Chávez am 12. April 2002 in Haft. Noch am selben Tag ließ sich Pedro Carmona als Übergangspräsident vereidigen. Dieser löste als seine erste Amtshandlung das Parlament und das Oberste Gericht auf, was national wie international auf scharfe Kritik stieß. Der Staatsstreich löste Massenproteste bei weiten Teilen der Bevölkerung aus, die zu dieser Zeit fest hinter Chávez standen. Während der Siegesfeier setzte die Garde des Präsidentenpalastes die Putschisten fest und verhaftete sie, nur Carmona gelang die Flucht. Am 15. April 2002 wurde Chávez aus der Militärhaft befreit und wieder ins Präsidentenamt eingesetzt.
Überraschend erklärte der spanische Außenminister Miguel Angel Moratinos Ende November 2004 bei einem Besuch von Chávez, dass Spanien unter José María Aznar den Putschversuch unterstützt habe. Er bezeichnete dies als ein "Vorgehen [...], das sich nicht wiederholen dürfe" und versicherte, dass Spanien "künftig die Demokratie in Lateinamerika unterstützen" wolle.
Der Streik
Aus verschiedenen Gründen kam es in der Folgezeit immer wieder zu Protesten und Streiks. Am 2. Dezember 2002 riefen einige Gewerkschaftsverbände und die Unternehmerverbände erneut einen Generalstreik aus, der zunächst mehrmals um jeweils einen Tag verlängert und schließlich für unbefristet erklärt wurde. Die zentrale Forderung der Streikenden war der Rücktritt des Präsidenten. Chávez lehnte jedoch seinen Rücktritt ab, was zur Folge hatte, dass sich der Streik über zwei Monate hinzog und dadurch für den Staat Verluste von circa 4 Milliarden Euro entstanden. Mehrere zehntausend Menschen verloren in Folge ihre Arbeit. Auf Initiative des neuen brasilianischen Präsidenten Lula da Silva bildete sich eine Gruppe der Freunde Venezuelas, bestehend aus Brasilien, Chile, Mexiko, den USA, Spanien und Portugal, daneben schaltete sich auch der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter in die Vermittlungen zwischen Chávez und der Opposition ein. Carter unterbreitete zwei Vorschläge: Eine Verfassungsänderung, die Chávez' Amtszeit von sechs auf vier Jahre verkürzt hätte, oder eine Volksabstimmung zur Halbzeit von Chávez' Amtszeit über dessen Verbleib im Präsidentenamt, die am 19. August 2003 hätte stattfinden sollen. Beide Parteien konnten sich jedoch nicht auf einen Vorschlag einigen; dennoch gab die Opposition auf internationalen Druck am 3. Februar 2003 ihren Streik auf.
Das Referendum
Am 3. Juni 2004 gab der Präsident des Nationalen Wahlrats, Francisco Carrasquero bekannt, dass von 3,4 Millionen von der Opposition für ein Referendum gegen Chávez gesammelten Stimmen 2,54 Millionen anerkannt würden und so das Referendum mit knapp 15.738 Stimmen Überschuss zugelassen würde. Diesem musste sich Chávez am 15. August 2004, vier Tage vor Beendigung des vierten Jahres seiner sechsjährigen Amtszeit, stellen. Um Chávez des Amtes zu entheben, benötigte die Opposition in einer Volksabstimmung allerdings mehr als die 3,7 Millionen Stimmen, die der Politiker bei seiner Wiederwahl für eine zweite Amtszeit 2000 erhielt.
Gemäß den Verlautbarungen der Wahlkommission hatte das Referendum, das eine extrem hohe Wahlbeteiligung in Höhe von etwa 70 Prozent aufwies, (zweimal wurde die Schließung der Wahllokale am Wahltag verschoben), nicht zur Ablösung der Regierung geführt. Laut dem Endergebnis votierten 59,25 Prozent gegen Chávez' Amtsenthebung und 40,74 Prozent dafür.
Internationale Wahlbeobachter bescheinigten der Wahl entgegen bereits vorab geäußerten Befürchtungen der Opposition über einen möglichen Wahlbetrug einen einwandfreien Verlauf, der amerikanische Ex-Präsident Jimmy Carter nannte sie „eine Übung in Sachen Demokratie“. Als zentraler Faktor für Chávez' Erfolg galt die wirtschaftliche Erholung des Landes. Insbesondere durch den Anstieg des Ölpreises war die venezolanische Wirtschaft im ersten Quartal 2004 um 30 Prozent gewachsen, auch für das zweite Quartal wurde ein Wachstum von zwölf bis 14 Prozent erwartet, dies stärkte Chávez' Position. Ein weiterer Faktor für die Niederlage war auch die äußerst schwache Mobilisierung der Opposition, deren innere Gespaltenheit einen ungünstigen Eindruck auf die Wähler gemacht haben dürfte.
Unmittelbar nach der Bekanntgabe des Ergebnisses kam es in Caracas zu teilweise gewaltsamen Demonstrationen von Anti-Chavisten, die das Ergebnis inakzeptabel fanden und weiterhin von einem Wahlbetrug ausgehen. Dabei fielen mehrere Schüsse und eine Frau wurde tödlich verletzt. Von welcher Seite die Schüsse fielen, ist nicht geklärt.
Aktuelles
Bei einem Besuch in Libyen am 22. November 2004 erhält Chávez von Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi den Gaddafi-Menschenrechtspreis für seinen Einsatz für die Armen in Venezuela.
Chávez' Rede auf dem Weltsozialforum in Porto Allegre 2005 sorgte für viel Aufsehen. Er bekannte in dieser Rede, dass er den Sozialismus für die richtige Lösung hält, und lobte besonders den brasilianischen Präsidenten Lula.
Pat Robertson, ein US- amerikanischer Fernsehprediger, forderte im August 2005 die Ermordung von Chávez, da Venezuela unter seiner Führung eine Plattform für kommunistische Infiltration und islamistischen Extremismus in Südamerika darstelle [http://www.cnn.com/2005/US/08/23/robertson.chavez/index.html]. Robertson entschuldigte sich - nach Protesten - einen Tag später für diesen Aufruf.
Chávez hat die christliche Missionsgesellschaft "New Tribes Mission" aus dem Land verbannt, da er ihnen "imperialistische Infiltration" und Verbindungen zur CIA vorwarf. Zur selben Zeit übergab er 6800 Quadratkilometer Land an die Ureinwohner Venezuelas. Chávez sagte hierzu, er führe eine Revolution für die Armen, und die Verteidigung der Rechte der Ureinwohner des Landes sei eine der Prioritäten hierfür.
Am 20. Oktober 2005 warnte Chávez bei einem Treffen mit französischen Geschäftsleuten in Paris US-Präsident George W. Bush vor einer eventuellen Invasion seines Landes. Vor dem Hintergrund der Verknappung der US-amerikanischen Erdölreserven im Zuge mehrerer Hurrikans im Golf von Mexiko hatte der Fernsehprediger Pat Robertson, der als geistiger Berater Bushs gilt, die Ermordung Chávez' und Vereinnahmung der dortigen Öl- und Gasbestände gefordert. Robertson hatte sich zwar für seinen Ausfall entschuldigt, was den bekannten Globalisierungs- und Imperialismusgegner Chávez dennoch nicht beruhigte. Jeden Tag sende Venezuela 1,5 Million Barrel Rohöl in die Vereinigten Staaten, was man jederzeit stoppen könne. Ein Preis von 160 US-Dollar pro Barrel wäre dann durchaus im Bereich des Möglichen. Obwohl der Sprecher des US-Departements Sean McCormack die Wogen zu glätten versuchte, passte die auf Druck der USA erfolgte Stornierung der Lieferung von F-16-Lizenzkampfjets durch Israel gegenüber den südamerikanischen Staat ins derzeitige Stimmungsbild beider Staaten.
Dokumentation
Grundlagenartikel in der Wikipedia
- Venezuela
- Geschichte Venezuelas
- Simón Bolívar
- Federico Brito Figueroa
- Liste der Staatspräsidenten von Venezuela
Tageszeitungen
- „Bush Officials Met With Venezuelans Who Ousted Leader“, New York Times, 16. April 2002
- „U.S. Cautioned Leader of Plot Against Chávez“, New York Times, 17. April 2002
- „American Navy helped Venezuelan coup“, The Guardian, 30. April 2002
- „Zapatero anuncia que Moratinos explicará al Parlamento su acusación contra Aznar“, El Pais, 23. November 2004
Periodika
- „Die vielen Gesichter des Hugo Chávez“, Schwerpunkt- und Titelthema der Lateinamerika Nachrichten, Heft 318 vom Dezember 2000,
- Arturo Uslar Pietri, „Venezuela für Chávez und gegen Korruption“, in: Le Monde diplomatique Nr. 5709 11. Dezember 1998, [http://www.monde-diplomatique.de/pm/1998/12/11/a0439.text.name,askZouVc5.n,30]
- Ignacio Ramonet, „Chávez“, in: Le Monde diplomatique Nr. 5965 15. Oktober 1999, [http://www.monde-diplomatique.de/pm/1999/10/15/a0245.text.name,askZouVc5.n,26]
- Gabriel García Márquez, „Die zwei Gesichter des Hugo Chávez“, in: Le Monde diplomatique Nr. 6216 11. August 2000, [http://www.monde-diplomatique.de/pm/2000/08/11/a0004.text.name,askZouVc5.n,21]
- Pablo Aiquel, „Was meint Hugo Chávez mit Bolivarismus?“, in: Le Monde diplomatique Nr. 6293 vom 10. November 2000, [http://www.monde-diplomatique.de/pm/2000/11/10/a0056.text.name,askCaVyxS.n,1]
- Maurice Lemoine, „Der Herbst des Populisten Hugo Chávez“, in: Le Monde diplomatique Nr. 6751 vom 17. Mai 2002 [http://www.monde-diplomatique.de/pm/2002/05/17.mondeText.artikel,a0016.idx,1]
Bücher
- Richard Gott: „In The Shadow of The Liberator: Hugo Chávez and the Transformation of Venezuela“. London 2000. ISBN 1-85984-775-7
- André Scheer: „Kampf um Venezuela – Hugo Chávez und die Bolivarianische Revolution“, Essen 2004, ISBN 3910080499
- Raul Zelik, Sabine Bitter, Helmut Weber: „Made in Venezuela – Notizen zur Bolivarianischen Revolution“, Berlin 2004, ISBN 3935936281
- Hugo Chávez, David Deutschmann, Javier Salado (Hrsg.): „Chávez: Venezuela and the New Latin America“, 2004, ISBN 1920888004
- Kollektiv p.i.s.o. 16: "Venezuela. Welcome to our Revolution. Innenansichten des bolivarianischen Prozesses", München 2004, ISBN 3-9809970-1-4
- Rafael Sevilla, Andreas Boekh (Hrsg.): "Venezuela - Die Bolivarische Republik". Bad Honnef 2005, ISBN 3-89502-197-0
- Sahra Wagenknecht: "Aló Presidente - Hugo Chávez und Venezuelas Zukunft". Berlin, ISBN 3360010558
Dokumentarfilme
- Kim Bartley & Donnacha O'Briain: „[http://www.chavezthefilm.com/ Chávez – Ein Staatsstreich von innen]“, ([http://german.imdb.com/title/tt0363510/ IMDb-Eintrag])
(Der vielprämierte Film entstand während des Putsches gegen Chávez im Präsidentenpalast.),
Weblinks
Allgemein
- [http://www.zmag.org/venezuela_watch.htm Venezuela Watch (engl.)]
- [http://www.venezuela-info.net Venezuela-info.net – Aktuelles und Hintergründe zur Bolivarischen Revolution in Venezuela]
- [http://www.netzwerk-venezuela.de Netzwerk Venezuela]
- [http://www.venezuelanalysis.com venezuelanalysis.com]
- [http://www.venezuela-avanza.de Venezuela Avanza]
- [http://www.raulzelik.net/textarchiv/venez-index.htm Texte zu Venezuela von Raul Zelik]
- [http://www.andre-scheer.de/content/Venezuela/ Texte zu Venezuela von André Scheer]
Zur Person
- [http://www.cidob.org/bios/castellano/lideres/c-063.htm Biografie (spanisch)]
Zum Putsch
- [http://www.narconews.com/Issue26/article541.html Zur Verwicklung der Stadtpolizei in den Putsch]
- [http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/18732/1.html Finanzierung und Unterstützung aus dem Norden für die Opposition]
- [http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/18702/1.html Die Historie der US-amerikanischen Einflussnahme]
Nach dem Putsch
- Telepolis: [http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/16064/1.html Chávez & Venezuela nach dem Putsch 2003]
- Telepolis: [http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/17580/1.html Das Referendum gegen Chávez 2004]
- Telepolis: [http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/18009/1.html Ruhe vor dem Sturm? – Die venezolanische Opposition führt einen erstaunlich lustlosen Wahlkampf 2004]
- Telepolis: [http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/18008/1.html Parteipresse zur Pressepartei 2004]
- Telepolis: [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20555/1.html ALBA gegen ALCA - Venezuela und Kuba knüpfen Bündnisse gegen den Einfluss der USA in Lateinamerika 2005]
- Telepolis: [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20630/1.html Aufbruch oder Niedergang?]
- Telepolis: [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20703/1.html Populisten unter sich: Chávez gegen Bush]
- Harald Neuber: [http://www.jungewelt.de/2005/09-19/007.php Chávez für Revolution in den USA] Präsident Venezuelas zu Besuch in der Bronx (junge Welt, 19. September 2005)
Chávez, Hugo
Chávez, Hugo
Chávez, Hugo
Chávez, Hugo
Chávez, Hugo
Hugo Chávez
ja:ウゴ・チャベス
28. JuliDer 28. Juli ist der 209. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 210. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 156 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1353 - Anna von Schweidnitz wird zur Königin von Böhmen gekrönt.
- 1794 - Maximilien de Robespierre wird hingerichtet. Damit endet die Zeit des Terrors in Frankreich
- 1800 - Erstbesteigung des Großglockners, höchster Berg Österreichs
- 1821 - José de San Martín ruft die Unabhängigkeit Perus von Spanien aus.
- 1914 - Österreich-Ungarn erklärt Serbien den Krieg: Der erste Weltkrieg beginnt.
- 1924 - Erstmalige Übertragung eines Konzerts im Rundfunk
- 1945 - Ein Militärflugzeug rast in das Empire State Building. Dabei nimmt das Gebäude keinen Schaden, jedoch gibt es Todesopfer.
- 1951 - Der Disney-Film "Alice im Wunderland" hat in den USA Premiere.
- 1955 - Der US-amerikanische Präsident Dwight D. Eisenhower läßt durch den Sprecher des Weißen Hauses, James Hagerty, verkünden, dass er als nationalen Beitrag der USA zum Internationalen Geophysikalischen Jahr einen Erdsatelliten in Auftrag geben werde.
- 1969 - Kulturabkommen zwischen Deutschland und Jugoslawien. In Kraft seit dem 26. Januar 1970
- 1977 - Antrag Spaniens auf Beitritt zu EG
- 1984 - Eröffnung der Olympischen Sommerspiele in Los Angeles.
- 1993 - Andorra wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 2001 - Dr. Alejandro Toledo Manrique wird Staatspräsident in Peru
- 2004 - Ärzte ohne Grenzen verkündet das Ende seiner 24-jährigen Tätigkeit in Afghanistan aufgrund anhaltender Gefährdung der Helfer durch die Propaganda der Koalitionstruppen unter Führung der USA.
- 2005 - Die IRA erklärt offiziell das Ende des bewaffneten Kampfes gegen die britischer Herrschaft in Nordirland.
Kultur
- 1929 - Uraufführung der Oper Lehrstück von Paul Hindemith in Baden-Baden.
Katastrophen
- 1566 - Durch einen Sturm sinken zahlreiche Schiffe der vor Gotland liegenden dänisch-lübeckischen Flotte. Etwa 6.000 Seeleute und Soldaten sollen dabei den Tod gefunden haben.
- 1943 - In Hamburg lösen die bis dahin schwersten Luftangriffe der Geschichte einen verheerenden Feuersturm aus.
- 1945 - New York, USA: Ein B-25 Bomber kollidiert mit dem Empire State Building zwischen dem 78. und 79. Stockwerk. 13 Tote, davon 10 Zivilisten.
- 1947 - Explosion des mit Ammoniumnitrat beladenen Frachtschiffs Ocean Liberty (Norwegen) im Hafen von Brest (Frankreich). 21 Tote, über 100 Verletzte und 2 Millionen Pfund Sterling Schaden an Land.
- 1948 - Bei einer Explosion auf dem Gelände der BASF-Nitrolackfabrik in Ludwigshafen am Rhein kommen 207 Menschen ums Leben.
- 1976 - Erdbeben der Stärke 8,2 in Tangshan, Volksrepublik China. Offiziell 242.000 Tote, inoffiziell bis zu 800.000 Tote.
- 1981 - Erdbeben der Stärke 7,3 im Iran, ca. 1.500 Tote.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
- 1456 - Jacopo Sannazaro, italienischer Dichter
- 1761 - Karl Joseph von Riccabona, Bischof von Passau
- 1783 - Friedrich Wilhelm Graf von Bismark, deutscher Generalleutnant und Militärschriftsteller
- 1804 - Ludwig Feuerbach, deutscher Philosoph
- 1812 - Józef Ignacy Kraszewski, polnischer Schriftsteller, Historiker und Publizist
- 1835 - Karl Beurmann, deutscher Afrikareisender
- 1859 - Franz Eugen Schlachter, Evangelist, Altphilologe und Übersetzer der Schlachter-Bibel
- 1866 - Beatrix Potter, britische Autorin
- 1868 - Leonhard Ragaz, Schweizer Theologe
- 1874 - Ernst Cassirer, deutscher Philosoph in der Emigration
- 1887 - Marcel Duchamp, französischer Maler und Objektkünstler
- 1893 - Meinrad Inglin, schweizer Schriftsteller
- 1893 - Rued Langgaard, dänischer Komponist und Organist
- 1900 - Hanns Otto Münsterer, deutscher Mediziner, Schriftsteller und Volkskundler
- 1902 - Karl Raimund Popper, österreichisch-britischer Philosoph
- 1903 - Ernst Wilhelm Bohle, NS-Gauleiter und Leiter der Auslandsorganisation der NSDAP
- 1904 - Pawel Alexejewitsch Tscherenkow, russischer Physiker und Nobelpreisträger
- 1907 - Dolf Sternberger, deutscher Politikwissenschaftler und Journalist
- 1907 - Earl Tupper, Erfinder der Tupperware
- 1909 - Aenne Burda, deutsche Verlegerin
- 1909 - Malcolm Lowry, britischer Schriftsteller
- 1910 - Erich Kuby, deutscher Journalist und Schriftsteller
- 1915 - Charles H. Townes, US-amerikanischer Physiker
- 1915 - Richard Kerry, Vater von US-Präsidentschaftskandidat John Kerry
- 1922 - Jacques Piccard, Schweizer Tiefseeforscher und Ozeanograph
- 1924 - Luigi Musso, italienischer Rennfahrer
- 1924 - Wes Craven, amerikanischer Filmregisseur, -produzent
- 1925 - Baruch S. Blumberg, US-amerikanischer Mediziner
- 1925 - Rolf Ludwig, deutscher Schauspieler
- 1925 - Juan Schiaffino, uruguayischer Fußballspieler
- 1927 - Hans Bauer, deutscher Fußballspieler
- 1928 - Griselda Gambaro, argentinischer Dramatiker
- 1929 - Jacqueline Lee Bouvier, Ehefrau von John Fitzgerald Kennedy (JFK)
- 1936 - Milan Uhde, tschechischer Schriftsteller und Politiker
- 1938 - Alberto Fujimori, Präsident Perus
- 1938 - Chuan Leekpai, thailändischer Staatsmann und Premierminister
- 1938 - George Cummings, US-amerikanischer Musiker
- 1941 - Colin Higgins, australischer Schriftsteller
- 1941 - Ricardo Muti, italienischer Dirigent
- 1943 - Michael Bloomfield, US-amerikanischer Musiker
- 1945 - Jim Davis (Cartoonist), amerikanischer Zeichner ([[Garfield]])
- 1945 - Rick Wright, britischer Musiker
- 1946 - Jonathan Edwards (Musiker), US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1947 - Barbara Ferrell, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1949 - Peter Doyle, australischer Sänger
- 1949 - Simon Kirke, britischer Musiker
- 1949 - Steven Peregrine Took, britischer Musiker und Sänger
- 1951 - Veronika Fischer, deutsche Sängerin
- 1951 - Gregg Guiffria, US-amerikanischer Musiker
- 1951 - Santiago Calatrava, spanischer Architekt, Künstler und Bauingenieur
- 1953 - Krista Sager, deutscher Politiker
- 1954 - Gerd Faltings, deutscher Physiker und Mathematiker
- 1954 - Hugo Chávez, venezolanischer Staatspräsident
- 1957 - Georgi Parwanow, bulgarischer Historiker, Politiker und Staatspräsident
- 1960 - Chris Reece, US-amerikanischer Musiker (Social Distortion)
- 1960 - Harald Lesch, deutscher Physiker, Astronom, Philosoph, Autor und Fernsehmoderator
- 1962 - Torsten Gütschow, deutscher Fußballspieler
- 1965 - Lori Loughlin, US-amerikanische Schauspielerin
- 1975 - Imke Duplitzer, deutsche Degenfechterin
- 1977 - Emanuel Ginóbili, argentinischer Basketballspieler
Gestorben
- 450 - Theodosius II., Kaiser des oströmischen Reiches
- 1057 - Viktor II., Papst von 1055 bis 1057
- 1230 - Leopold VI., Herzog von Österreich und der Steiermark
- 1357 - Bartolus de Saxoferrato, italienischer Rechtsgelehrter
- 1527 - Rodrigo de Bastidas, spanischer Eroberer
- 1540 - Thomas Cromwell, englischer Staatsmann
- 1617 - Felix Platter, schweizer Arzt und Schriftsteller
- 1655 - Cyrano de Bergerac, französischer Schriftsteller
- 1720 - Johann Samuel Welter, deutscher Komponist
- 1721 - Pir Nureddin al-Dscherrahi, Gründer des Dscherrahi-Derwisch-Ordens in Istanbul
- 1741 - Antonio Vivaldi, italienischer Komponist
- 1750 - Johann Sebastian Bach, deutscher Komponist, Organist und Cembalist
- 1794 - Antoine de Saint-Just, französischer Revolutionär
- 1794 - Maximilien de Robespierre, französischer Politiker
- 1799 - Johann Georg Distler, österreichischer Geiger und Komponist
- 1811 - Heinrich Joseph von Collin, Schriftsteller
- 1817 - Jane Austen, englische Schriftstellerin
- 1818 - Gaspard Monge, französischer Mathematiker und Physiker
- 1842 - Clemens Brentano, deutscher Schriftsteller
- 1844 - Joseph Bonaparte, König von Neapel und Spanien
- 1849 - Carlo Alberto I., König von Piemont-Sardinien und Herzog von Savoyen
- 1849 - Gabriel-Jean-Joseph Molitor, französischer General, Marschall und Pair von Frankreich
- 1864 - Johann Hermann Kufferath, deutscher Komponist
- 1875 - Johann Baptist von Schweitzer, deutscher Politiker und Mitglied des Reichstages
- 1885 - Henri Milne-Edwards, französischer Naturforscher
- 1885 - Moses Montefiore, britischer Unternehmer und jüdischer Philanthrop
- 1897 - Etienne Vacherot, französischer Gelehrter und Philosoph
- 1930 - Allvar Gullstrand, schwedischer Mediziner, Nobelpreisträger für Medizin 1910
- 1942 - William Matthew Flinders Petrie, englischer Archäologe
- 1944 - Ernst Lejeune, deutscher Kaufmann und Münzsammler
- 1944 - Sir Ralph Howard Fowler, britischer Physiker
- 1946 - René Mazaud, französischer Rennfahrer
- 1951 - Kurt Bürger, Ministerpräsident von Mecklenburg
- 1957 - Edith Abbott, US-amerikanische Sozialwissenschaftlerin und Sozialreformerin
- 1958 - Jeanne Berta Semmig, deutsche Schriftstellerin und Dichterin
- 1963 - Carl Borgward, deutscher Automobilkonstrukteur
- 1965 - Kurt Hueck, deutscher Botaniker
- 1968 - Ángel Herrera Oria, Erzbischof von Quebec und Kardinal
- 1968 - Corneille Heymans, belgischer Physiologe, Nobelpreis für Medizin 1938
- 1968 - José Arce, argentinischer Politiker
- 1968 - Otto Hahn, deutscher Physiker und Chemiker, Nobelpreis für Chemie 1944
- 1969 - Frank Loesser, US-amerikanischer Komponist
- 1970 - John Barbirolli, britischer Dirigent
- 1975 - Walter Hellman, der am längsten amtierende Weltmeister im Damespiel
- 1976 - Lucie Mannheim, deutsche Schauspielerin
- 1994 - Erwin Ringel, österreichischer Tiefenpsychologe und Neurologe
- 1997 - Seni Pramoj, thailändischer Premierminister
- 1998 - Consalvo Sanesi, italienischer Formel 1-Rennfahrer
- 1998 - Zbigniew Herbert, polnischer Schriftsteller
- 1999 - Manfred Schmidt, Comic-Zeichner und humoristischer Reiseschriftsteller
- 2000 - Abraham Pais, niederländischer Physiker
- 2002 - Archer John Porter Martin, britischer Chemiker, Nobelpreis für Chemie 1952
- 2004 - Curth Anatol Tichy, österreichischer Schauspieler
- 2004 - Eugene Roche, US-amerikanischer Schauspieler
- 2004 - Francis Crick, britischer Physiker und Biochemiker, Nobelpreisträger
- 2004 - Olivier von Winterstein, Intendant der Dresdner Philharmonie
- 2004 - Tiziano Terzani, italienischer Journalist
Feier- und Gedenktage
Nationaler Feiertag in Peru (1821)
Siehe auch
:27. Juli - 29. Juli
:28. Juni - 28. August
:Historische Jahrestage - Zeitskala
:Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0728
ja:7月28日
ko:7월 28일
simple:July 28
th:28 กรกฎาคม
1954
Politik
- 1. Januar: Rodolphe Rubattel wird Bundespräsident der Schweiz
- 25. Februar: Ghamal Abdel Nasser wird Präsident von Ägypten
- 1. März: Die USA zünden im Pazifik die bisher stärkste Wasserstoffbombe, 600-fache Stärke der Hiroshimabombe
- 13. März: die Viet Minh kämpfen bei Dien Bien Phu gegen die Franzosen
- 21. April: Russische Förderation wird Mitglied in der UNESCO
- 21. April: Im Grenzverkehr zwischen Deutschland und Frankreich wird kein Visum mehr benötigt
- 28. April: In Colombo (Sri Lanka) treffen die Ministerpräsidenten von Indien, Pakistan, Birma, Ceylon und Indonesien zu einer Asienkonferenz zusammen, auf der unter anderem die aktuelle Situation in Indochina beraten wird
- 12. Mai: Belarus und die Ukraine werden Mitglieder in der UNESCO
- 17. Mai: USA Der Supreme Court der Vereinigten Staaten von Amerika verbietet die Rassentrennung an öffentlichen Schulen
- 20. Mai: Chiang Kai-shek wird Präsident von Taiwan
- 29. Mai: Vom 29.-31. Mai findet die erste Bilderberg-Konferenz statt
- 20. Juli: Otto John, Präsident des Bundesverfassungsschutzes, setzt sich in die Deutsche Demokratische Republik ab
- 21. Juli: Auf der Genfer Konferenz wird nach dem Indochinakrieg die Teilung Vietnams beschlossen
- 22. Juli: Laos wird unabhängig
- 22. Juli: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und den USA
- 18. August: Offenbach am Main wird mit der Geburt ihres einhunderttausendsten Einwohners zur jüngsten Großstadt Hessens
- 30. August: Gründung der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) scheitert an der Ablehnung des EVG-Vertrags durch die französische Nationalversammlung
- 2. Oktober: Auf der Londoner Außenministerkonferenz wird die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland und die Aufnahme in die Nato beschlossen
- 4. Oktober: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Österreich
- 23. Oktober: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Frankreich. In Kraft seit dem 28. Juli 1955
- 23. Oktober: Der Brüsseler Pakt wird erweitert und in die Westeuropäische Union (WEU) umgewandelt
- 31. Oktober: In Algerien startet die Nationale Befreiungsfront (Front de Libération Nationale) Aktionen gegen die französische Kolonialherrschaft und verlangt die Unabhängigkeit des Landes
- 1. November: Der Algerienkrieg bricht aus
- 24. November: Theodor Blank, Konrad Adenauers Beauftragter zur Wiederbewaffnung, wird in Augsburg von Protestierern niedergebrüllt
- 2. Dezember: Nach einer Außenministerkonferenz in Moskau wird angekündigt, dass der Ostblock militärisch kooperieren werde, wenn eine militärische Integration in Westeuropa und die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland erfolge
- 10. Dezember: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Spanien. In Kraft seit dem 14. März 1956
- 24. Dezember: Laos wird unabhängig
Wirtschaft
- 1. Januar: Die deutsche Bahn schafft die 3. Klasse ab. Künftig gibt es nur noch die 1. und die 2. Allerdings wurde der Komfort nicht besser: Statt der Plastiksitze in der dritten Klasse entfernte die Bahn die Plüschsitze der bisherigen 1. Klasse. Die 2. und 3. wurden schlicht umbenannt und so zur 1. und 2
- Erstmals erreicht der Ernährungsstand der BRD wieder den Ernährungsstand Deutschlands aus der Vorkriegszeit. Allerdings hat sich das Essverhalten geändert: Es wird deutlich mehr Obst sowie weniger Fleisch gegessen und weniger Alkohol getrunken
Wissenschaft und Technik
- 21. Januar: Das erste atomgetriebene U-Boot, die „Nautilus“, wird von der US-Marine in Dienst gestellt
- 4. März: erste erfolgreiche Nierentransplantation am Brigham Hospital in Boston
- 26. August: O. B. I. Wester erreicht mit seinem Hubschrauber Sikorsky XH-39 den Geschwindigkeitsweltrekord von 251,7 km/h
- Einführung des Farbfernsehens mit der Fernsehnorm NTSC in den USA
- 18. Oktober: Texas Instruments kündigt das weltweit erste Transistorradio an
- 1954: Das erste Kernkraftwerk der Welt wird in Obninsk bei Moskau in Betrieb genommen
Kultur
- 1. April: Uraufführung der Oper The Tender Land von Aaron Copland in der City Centre Opera in New York
- 1. Mai: Pablo Picasso malt das Porträt Sylvette
- 23. Juni: Uraufführung der Oper Die Witwe von Ephesus von Hermann Reutter in Köln
- 5. Juli: Der Lastwagenfahrer Elvis Presley nimmt im „Sun Studio“ in Memphis (Tennessee) den alten Blues-Song „That's All Right, Mama“ auf und beginnt damit seine unvergleichliche Karriere als Rock'n'Roll-Star
- 17. August: Uraufführung der Oper Penelope von Rolf Liebermann bei den Salzburger Festspielen
- Veröffentlichung der Geschichte der O
Katastrophen
- 10. Januar: Explosion einer DH 106 Comet über Italien in der Luft, alle 35 Insassen kamen ums Leben. Während den Untersuchungen wurde die Comet nicht mehr verwendet. Kurz nachdem das Startverbot aufgehoben wurde, verunglückte am 8. April eine weitere Comet unter ähnlichen Umständen, dieses Mal waren 21 Todesopfer zu beklagen. Der Comet wurde die Betriebserlaubnis entzogen. Durch weitere Untersuchungen wurde Materialermüdung als Unglücksursache festgestellt, eine damals neue Erkenntnis
- 1. Februar: Hokkaidō, Japan. Eine C-46 der U.S. Air Force stürzte ab
- 8. April: Stromboli, Italien. Eine Comet der BOA zerbrach in der Luft. Es war der 3. Unfall ähnlicher Art innerhalb eines Jahres. 21 Tote
- 9. September: Erdbeben der Stärke 6,8 in Orleansville, Algerien etwa 1.250 Tote
- 26. September: Der Untergang des Fährschiffs Toyo Maru (Japan) fordert 1172 Menschenleben
- 31. Oktober: Atlantik. Ein Flugzeug der United States Navy verschwand auf dem Flug von New Jersey zu den Azoren. 42 Menschen sind ebenfalls verschollen beziehungsweise sind höchstwahrscheinlich tot
- 19. Dezember: Idlewild Airport, heute John F. Kennedy International Airport, New York, USA. Eine DC-6 der italienischen Fluggesellschaft Alitalia schoss im Nebel über die Rollbahn hinaus und fiel in das kalte Wasser der Jamaica Bay woraufhin sie explodierte. 26 Menschen starben, zwei wurden gerettet
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 23. April: Die NBA führt die Wurfuhr ein, Geburtsstunde des modernen Basketball
- 15. Juni: Gründung des Europäischen Fußballverbandes UEFA in Basel
- 4. Juli: Fußball-WM in der Schweiz: Die deutsche Nationalmannschaft (Trainer Sepp Herberger) wird mit einem 3:2 Final-Sieg über Ungarn im Wankdorfstadion in Bern erstmalig Weltmeister (siehe: Wunder von Bern)
weitere
- 19. Oktober: Herbert Tichy, Sepp Jöchler und Pasang Dawa Lama gelingt die Erstbesteigung des 8201 m hohen Cho Oyu
- 31. Juli Erstbesteigung des K2, des zweithöchsten Berges der Erde durch Achille Compagnoni und Nino Lacedelli
- 1. Januar: Claudia Nell-Paul, deutsche Politikerin
- 1. Januar: Trutz Graf Kerssenbrock, deutscher Politiker
- 4. Januar: Oleg Iwanowitsch Romanzew, russischer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler
- 5. Januar: Pamela Sue Martin, US-amerikanische Schauspielerin
- 6. Januar: Martin Hein, deutscher Theologe und Bischof der evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck
- 6. Januar: Anthony Minghella, englischer Regisseur
- 11. Januar: Barbara Prammer, Politikerin
- 12. Januar: Andreas Franz, deutscher Schriftsteller
- 12. Januar: Klaus-Peter Wolf, deutscher Schriftsteller und Drehbuchautor
- 12. Januar: Johannes Gerlach, deutscher Strahlenphysiker und Politiker der SPD
- 12. Januar: Mojo Mendiola, Musik-Journalist und Impresario, Autor, Fotograf und Maler
- 13. Januar: Alexander Thieme, deutscher Leichtathlet
- 16. Januar: Reinhold Fanz, Fußballtrainer
- 18. Januar: Kurt Albert, Bergsteiger
- 19. Januar: Joachim Deckarm, deutscher Leichtathlet und Handballspieler
- 19. Januar: Cindy Sherman, Fotografin
- 19. Januar: Evelyne Gebhardt, Mitglied des Europaparlaments
- 21. Januar: Thomas de Maizière, deutscher Politiker
- 22. Januar: Bernd Heynemann, deutscher Politiker und ehemaliger Fußballschiedsrichter
- 22. Januar: Peter Pilz, österreichischer Politiker
- 23. Januar: Rüdiger Schnuphase, deutscher Fußballspieler
- 25. Januar: David Grossman, isrealischer Schriftsteller
- 29. Januar: Oprah Winfrey, US-amerikanischer Talk-Show-Host
- 30. Januar: Jochen Kowalski, deutscher Sänger
- 1. Februar: Carlo Conti, Schweizer Politiker
- 1. Februar: Christoph Böhr, stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU
- 2. Februar: Hansi Hinterseer, österreichischer Skirennläufer und Sänger
- 5. Februar: Cliff Martinez, US-amerikanischer Filmkomponist
- 7. Februar: Dieter Bohlen, deutscher Musiker, Musikproduzent und Komponist
- 8. Februar: Jochen Schroeder, deutscher Schauspieler und Sänger
- 9. Februar: Ulrich Walter, Astronaut, Physiker
- 10. Februar: Liane Deicke, deutsche Politikerin
- 10. Februar: Peter Ramsauer, deutscher Politiker
- 12. Februar: Phil Zimmermann, Kryptologe
- 13. Februar: Hannes Steinert, deutscher Maler
- 14. Februar: Vladimir Drinfeld, Mathematiker
- 15. Februar: Matt Groening, US-amerikanischer Trickfilmzeichner
- 16. Februar: Isolde Kunkel-Weber, deutsche Gewerkschafterin (ver.di)
- 16. Februar: Klaus-Werner Jonas, deutscher Politiker
- 16. Februar: Iain M. Banks, schottischer Schriftsteller
- 17. Februar: Lou Ann Barton, US-amerikanische Bluessängerin
- 17. Februar: Rene Russo, US-amerikanische Filmschauspielerin
- 18. Februar: Sigisbert Dolinschek, österreichischer Politiker
- 18. Februar: John Travolta, US-amerikanischer Schauspieler, Tänzer, Produzent und Autor
- 20. Februar: Patty Hearst, Enkeltochter des US-amerikanischen Medienmoguls William Randolph Hearst
- 21. Februar: Ivo Van Damme, belgischer Leichtathlet († 1976)
- 23. Februar: Wiktor Juschtschenko, ukrainischer Politiker, Präsident der Ukraine
- 24. Februar: Katharina Landgraf, deutscher Politiker und MdB
- 26. Februar: Arndt Ellmer, deutscher Science-Fiction-Schriftsteller
- 26. Februar: Wolf Rüdiger Marunde, deutscher Zeichner und Cartoonist
- 26. Februar: Recep Tayyip Erdoğan, Ministerpräsident der Türkei
- 26. Februar: Leon de Winter, niederländischer Schriftsteller
- 26. Februar: Ernst August Prinz von Hannover, Oberhaupt des Hauses der Welfen
- 27. Februar: Monika Heubaum, deutsche Politikerin und MdB
- 28. Februar: Alain Crépin, belgischer Komponist und Professor
- 1. März: Monika Pflug, ehemalige deutsche Eisschnellläuferin
- 1. März: Catherine Bach, US-amerikanische Schauspielerin
- 1. März: Ron Howard, US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Filmproduzent
- 3. März: Dieter Drabiniok, deutscher Politiker
- 3. März: Ona Zee, US-amerikanische Pornodarstellerin, -produzentin und -regisseurin
- 6. März: Harald Schumacher, deutscher Fußballer
- 8. März: Rainer Wend, deutscher Politiker
- 8. März: Karl Schnabl, österreichischer Skispringer
- 8. März: Marie-Therese Nadig, Schweizer Skirennläuferin
- 9. März: Roland Methling, deutscher Politiker
- 9. März: Christian Eberl, deutscher Politiker und seit 1981 Mitglied der FDP
- 9. März: Carlos Ghosn, Manager
- 9. März: Bobby Sands, nordirischer Widerstandskämpfer, Abgeordneter im britischen Unterhaus († 1981)
- 10. März: Luc Dardenne, Regisseur, Produzent, Drehbuchautor
- 11. März: Walter Döring, deutscher Politiker
- 11. März: Gale Norton, seit 2001 Innenministerin der USA in der Regierung George W. Bush
- 13. März: Renaud Donnedieu de Vabres, französischer Politiker
- 18. März: Dietrich Siegl, österreichischer Schauspieler
- 20. März: Charlie Simmer, ehemaliger kanadischer Profi-Eishockeyspieler
- 20. März: Christoph Ransmayr, Schriftsteller
- 20. März: Rudi Margreiter, Schweizer Schlagersänger († 2005)
- 20. März: Louis Sachar, US-amerikanischer Schriftsteller
- 21. März: Mike Dunleavy, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 22. März: Ute Schäfer, deutsche Politikerin
- 23. März: Marianne Thomann-Stahl, deutsche Politikerin
- 23. März: Gabriele Eckart, deutsche Schriftstellerin
- 23. März: Catherine Alric, französische Schauspielerin
- 25. März: Silvia Schmidt, deutsche Politikerin
- 26. März: Jutta Speidel, deutsche Schauspielerin
- 26. März: Udo Di Fabio, seit 1999 Richter am Bundesverfassungsgericht
- 27. März: Gerard Batten, deutscher Europaabgeordneter
- 29. März: Maritta Böttcher, deutsche Politikerin, MdB
- 30. März: Bernd Saxe, Bürgermeister der Hansestadt Lübeck
- 31. März: Marion Seib, deutsche Politikerin
- 1. April: Dieter Müller, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 1. April: Giancarlo Antognoni, italienischer Fussballer
- 1. April: Jeff Porcaro, Schlagzeuger der Rockband Toto († 1992)
- 2. April: Gregory Abbott, US-amerikanischer Musiker, Sänger, Komponist und Musikproduzent
- 3. April: Reinhard Gaier, deutscher Richter am Bundesverfassungsgericht
- 3. April: Eckhardt Rehberg, Politiker
- 4. April: Konstantin Kemularia, georgischer Politiker
- 4. April: Michel Camilo, Pianist und Komponist im Jazz- und Klassikgenre
- 5. April: Stan Ridgway, US-amerikanischer Musiker
- 6. April: Frieder Butzmann, deutscher Komponist, Hörspielautor und Performance-Künstler
- 6. April: Sepp Ferstl, deutscher Skirennläufer
- 7. April: Jackie Chan, Schauspieler
- 9. April: Arnold Stadler, deutscher Schriftsteller
- 9. April: Dennis Quaid, US-amerikanischer Schauspieler
- 10. April: Peter MacNicol, US-amerikanischer Schauspieler
- 12. April: Pat Travers, Blues-Rock Gitarrist
- 12. April: Steve Stevaert, populärer belgischer (flämischer) Politiker
- 14. April: Ōtomo Katsuhiro, japanischer Comic-Zeichner, Drehbuchautor und Regisseur
- 15. April: Ewald Schurer, deutscher Politiker und MdB
- 15. April: Wiktor Pynsenyk, ukrainischer Politiker, Finanzminister
- 15. April: Seka, US-amerikanische Pornodarstellerin
- 16. April: Sibylle Lewitscharoff, deutsche Schriftstellerin
- 16. April: Ellen Barkin, US-amerikanische Schauspielerin
- 17. April: Michael Sembello, US-amerikanischer Sänger und Musiker
- 18. April: Rick Moranis, kanadischer Schauspieler und Komödiant
- 18. April: Hans Liberg, niederländischer Musikcomedian
- 18. April: Torsten Persson, schwedischer Ökonom
- 19. April: Ingrid Peters, deutsche Sängerin
- 19. April: Trevor Francis, englischer Fußballspieler und Fußballtrainer
- 20. April: Gero von Boehm, deutscher Regisseur, Journalist und Autor
- 21. April: Walter Freiwald, deutscher Hörfunk- und Fernsehmoderator
- 22. April: Ulla Burchardt, deutsche Politikerin
- 23. April: Michael Moore, US-amerikanischer Dokumentarfilmer und Autor
- 24. April: Captain Sensible, britischer Sänger, Gitarrist und Bassist
- 24. April: Mumia Abu-Jamal, US-amerikanischer Journalist
- 28. April: Günther Hasinger, deutscher Astrophysiker
- 29. April: Tina York, deutsche Schlagersängerin
- 29. April: Heinz Schaden, österreichischer Kommunalpolitiker
- 29. April: Jerry Seinfeld, US-amerikanischer Schauspieler und Comedian
- 30. April: Jane Campion, Filmregisseurin
- 2. Mai: Werner Melzer, deutscher Fußballspieler
- 2. Mai: Elliot Goldenthal, US-amerikanischer Komponist
- 4. Mai: Pia Zadora, US-amerikanische Sängerin
- 5. Mai: Dagmar G. Wöhrl, deutsche Politikerin
- 6. Mai: Marcel Konrad, Schweizer Schriftsteller
- 12. Mai: Friðrik Þór Friðriksson, isländischer Filmregisseur und Filmemacher
- 13. Mai: Georg Gafron, deutscher Journalist
- 13. Mai: Jean-Louis Costes, französischer Performance-Künstler, Sänger, Schauspieler, Regisseur und Autor
- 13. Mai: Johnny Logan, irischer Sänger und Komponist
- 14. Mai: Peter Cestonaro, deutscher Fußballspieler
- 18. Mai: Reinhold Heil, deutscher Komponist, Tonmeister, Produzent, Pianist, Keyboarder und Sänger
- 18. Mai: Rolf Bietmann, deutscher Politiker, MdB
- 18. Mai: Ekkehardt Belle, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 18. Mai: Erik Gerets, Fußballspieler und Fußballtrainer
- 19. Mai: Phil Rudd, Schlagzeuger der australischen Hardrock-Band AC/DC
- 20. Mai: Esko Aho, finnischer Staatsmann und ehemaliger Premierminister
- 21. Mai: Josef Steinkogler, österreichischer Politiker
- 22. Mai: Clemens Eich, deutscher Schauspieler und Schriftsteller († 1998)
- 24. Mai: Rainald Goetz, deutscher Schriftsteller
- 26. Mai: Alan Hollinghurst, britischer Schriftsteller
- 26. Mai: Marian Gold, deutscher Musiker und Mitbegründer der Band Alphaville
- 26. Mai: Erich Hackl, österreichischer Schriftsteller
- 29. Mai: Jacqueline Todten, deutsche Leichtathletin
- 29. Mai: John Hencken, Schwimmer aus den USA
- 31. Mai: Petra Gerstenkorn, deutscher Politiker und MdB
- 31. Mai: Lissy Gröner, MdEP für die SPD
- 31. Mai: Wolfgang Pollanz, österreichischer Schriftsteller, Publizist und Musiker
- 31. Mai: Anders Hilborg, schwedischer Komponist und Professor
- 1. Juni: Jan Söffing, deutscher Politiker
- 2. Juni: Dennis Haysbert, US-amerikanischer Schauspieler
- 3. Juni: Hans-Werner Senfft, deutscher Politiker
- 4. Juni: Hermann Gerland, deutscher Fußballtrainer
- 5. Juni: Robert Hochbaum, deutscher Politiker
- 5. Juni: Nicko McBrain, Musiker und Schlagzeugspieler der Gruppe Iron Maiden
- 5. Juni: Peter Erskine, US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger
- 7. Juni: Louise Erdrich, indianisch-amerikanische Schriftstellerin
- 7. Juni: Günther Platter, Politiker, österreichischer Minister
- 8. Juni: Jochen Schümann, deutscher Segelsportler, Olympiasieger, Gewinner des America's Cup
- 9. Juni: Peter Campa, österreichischer Schriftsteller
- 11. Juni: Gerhard Grandke, Politiker
- 13. Juni: Andrzej Lepper, polnischer Politiker
- 14. Juni: Willem Schuth, deutscher Europaabgeordneter
- 14. Juni: Gianna Nannini, italienische Liedermacherin
- 15. Juni: Mario Kempes, ehemaliger argentinischer Fußballspieler und heutiger Fußballtrainer
- 15. Juni: James Belushi, US-amerikanischer Schauspieler und Musiker
- 19. Juni: Kathleen Turner, US-amerik. Schauspielerin
- 20. Juni: Karlheinz Brandenburg, deutscher Elektrotechniker, einer der Väter des MP3-Audiocodecs
- 20. Juni: Michael Anthony, Musiker
- 21. Juni: Friedlinde Gurr-Hirsch, deutsche Politikerin
- 21. Juni: Robert Menasse, österreichischer Schriftsteller und Essayist
- 21. Juni: Augustus Pablo, Reggae- und Dubmusiker († 1999)
- 21. Juni: Robert Pastorelli, US-amerikanischer Schauspieler († 2004)
- 24. Juni: Mark Edmondson, ehemaliger australischer Tennisspieler
- 25. Juni: David Paich, Keyboarder und Sänger der US-Rockband Toto
- 26. Juni: Mathias Bröckers, Journalist
- 26. Juni: Miroslav Nemec, Schauspieler
- 26. Juni: Luis Arconada, spanischer Fußballspieler
- 26. Juni: Steve Barton, US-amerikanischer Sänger († 2001)
- 28. Juni: Benoît Sokal, belgischer Comic-Autor
- 28. Juni: Alice Krige, Schauspielerin
- 29. Juni: Leslie G. Hunt, deutsch-US-amerikanischer Maler und Radierer
- 29. Juni: Marcello Viotti, italienischer Dirigent († 2005)
- 29. Juni: Beat Tschümperlin, Schweizer Politiker († 2004)
- 30. Juni: Pierre Charles, dominicanischer Politiker († 2004)
- 30. Juni: Kathy Kreiner, kanadische Skirennläuferin
- 1. Juli: Herbert Zimmermann (Fußballspieler), ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 1. Juli: Eva Lichtenberger, österreichische Politikerin
- 4. Juli: Günter Parche, Attentäter
- 4. Juli: Julian Dawson, britischer Musiker und Songpoet
- 10. Juli: Neil Tennant, britischer Musiker
- 12. Juli: Wolfgang Dremmler, deutscher Fußballspieler
- 12. Juli: Dave Irwin, ehemaliger kanadischer Skirennläufer
- 17. Juli: Angela Merkel, deutsche Politikerin
- 17. Juli: Joseph Michael Straczynski, US-amerikanischer Autor und Filmproduzent
- 18. Juli: Johann-Dietrich Wörner, Präsident der Technischen Universität Darmstadt
- 18. Juli: Ricky Skaggs, US-amerikanischer Country- und Bluegrass-Musiker
- 22. Juli: Axel Horstmann, deutscher Politiker und Minister des Landes Nordrhein-Westfalen
- 22. Juli: Al di Meola, italienisch-US-amerikanischer Fusion- und Jazz-Gitarrist
- 23. Juli: Annie Sprinkle, US-amerikanische Prostituierte und Pornodarstellerin
- 25. Juli: Wilhelm Priesmeier, deutscher Politiker
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