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| Hugo Gernsback |
Hugo GernsbackHugo Gernsback ( - 16. August 1884 in Luxemburg, † 19. August 1967 in New York City) war ein US-amerikanischer Verleger und Science Fiction-Autor. Er wanderte 1905 in die USA ein. Er heiratete dreimal: Rose Harvey 1906, Dorothy Kantrowitz 1921, Mary Hancher 1951. 1925 gründete Gernsback den Radiosender WRNY und war an der Ausstrahlung der ersten Fernsehsendungen beteiligt.
Gernsback begründete das moderne Genre des Science Fiction indem er 1926 Amazing Stories, das erste dieser Literaturgattung gewidmete Zeitschrift gründete. Er spielte auch bei der Begründung des Science Fiction Fandoms eine Schlüsselrolle, indem er die Adressen von Leserbriefschreibern in seinen Zeitschriften veröffentlichte.
Der Science Fiction Achievement-Preis, der jedes Jahr aufgrund der Stimmen von Mitgliedern der World Science Fiction Society an verschiedene Werke verliehen wird, ist nach Gernsback Hugo benannt worden. Gernsback war 1996 einer der begründenden Einträge in die Science Fiction and Fantasy Hall of Fame.
Gernsback schrieb auch selbst Science Fiction, einschließlich des Romans "Ralph 124C 41+" 1911. Sein Werk wird allgemein aufgrund der Vielfalt seiner Ideen als lesenwert angesehen, nicht wegen der literarischen oder erzählerischen Qualität. Hugo Gernsback erwarb bis zu seinem Tode 80 Patente.
Gernsback, Hugo
Gernsback, Hugo
Gernsback, Hugo
Gernsback, Hugo
Gernsback, Hugo
Gernsback, Hugo
ja:ヒューゴー・ガーンズバック
16. AugustDer 16. August ist der 228. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 229. in Schaltjahren) – somit bleiben noch 137 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
Schaltjahren
- 1809 - Auf Initiative Wilhelm von Humboldts wird die Berliner Humboldt-Universität gegründet.
- 1896 - Am Klondike River in Kanadas Yukon-Territorium wird Gold gefunden, die Nachricht löst einen Goldrausch aus.
- 1908 – Nach seiner Begnadigung durch Kaiser Wilhelm II. wird der als „Hauptmann von Köpenick“ bekannt gewordene Wilhelm Voigt aus der Haft entlassen.
- 1924 – In London wird der Dawes-Plan unterzeichnet, der die Reparationszahlungen des Deutschen Reichs auf eine neue Grundlage stellen sollte.
- 1945 - Polen tritt in Moskau der Sowjetunion etwa 46 Prozent seines früheren Staatsgebietes ab.
- 1946 – Von Vertretern der „kurdischen Intelligenz“ und dem städtischen Kleinbürgertum wird die Kurdische Demokratische Partei (KDP) gegründet. Molla Mustafa Barzani wird, trotz Abwesenheit, zum Vorsitzenden gewählt.
- 1960 – Zypern erlangt seine Unabhängigkeit von Großbritannien.
- 1984 – Bei der deutschen Lufthansa droht ein Arbeitskampf, nachdem der Vermittlungsversuch des ehemaligen „Superministers“ Karl Schiller von 80 Prozent der Belegschaft abgelehnt wurde. Die Lage gilt als kompliziert, da das Bodenpersonal, vertreten durch die ÖTV, eine diametrale Position zum fliegenden Personal, dargestellt von der DAG, einnimmt.
- 1986 – Salvador Jorge Blanco wird Staatspräsident der Dominikanischen Republik.
- 1996 – Leonel Fernández Reyna wird Staatspräsident der Dominikanischen Republik.
- 2000 – Hipólito Mejía wird Staatspräsident der Dominikanischen Republik.
Katastrophen
- 1906 – Ein Erdbeben der Stärke 8,2 erschüttert Valparaíso, Chile ca. 20.000 Tote
- 1976 – Ein Erdbeben der Stärke 7,9 fordert in Mindanao auf den Philippinen etwa 8.000 Menschenleben.
- 1987 – In Detroit im US-Bundesstaat Michigan stürzt ein Passagierflugzeug kurz nach dem Start auf eine belebte Straße. 156 Menschen sterben, ein Kind wird gerettet.
- 1991 – Imphal, Indien. Beim Anflug prallt eine aus Kalkutta kommende Boeing 737 der Indian Airlines gegen einen Hügel, weil der Pilot vom Landekurs abgewichen ist. Keiner der 69 Menschen überlebt.
- 2005 - Bei einem Flugzeugabsturz in Venezuela sind alle 160 Insassen des Passagierjets ums Leben gekommen. Der Fluggesellschaft West Caribbean Airlines zufolge zerschellte die McDonnell Douglas MD-82 in der Umgebung von Machiques im westvenezolanischen Staat Zulia.
Verbrechen
- 1988 – In Gladbeck beginnt in einer Filiale der Deutschen Bank eine Geiselnahme, die erst 54 Stunden später auf der Autobahn zwischen Köln und Frankfurt am Main beendet wird. Zwei Geiseln und ein Polizist sterben.
- 2005 – In Taizé wird der Klostergründer Frère Roger von einer - wahrscheinlich geistig gestörten - Frau beim Abendgebet durch 3 Messerstiche ermordet.
- 2005 - Der Computerwurm Zotob befällt den Fernsehrsender CNN. Es wird "live" übertragen.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1, siehe: Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1984 – Die 4. Skatweltmeisterschaft wird in der Dortmunder Westfalenhalle vom Schirmherr, NRW-Ministerpräsident Johannes Rau, eröffnet.
- 2004 – Michael Ballack löst Oliver Kahn als Kapitän der deutschen Fußballnationalmannschaft ab.
Kultur
- 1876 - Im Bayreuther Festspielhaus Uraufführung der Oper "Siegfried" von Richard Wagner
- 1977 – Im Landesmuseum in Hannover ausgestellte Bilder von Martin Luther und seiner Frau Katharina von Bora, gemalt von Lucas Cranach, fallen einem Säureattentat zum Opfer.
Wissenschaft
- 2004 – Die Raumsonde Cassini-Huygens entdeckt zwei Saturnmonde.
Geboren
- 1397 – Albrecht II., Römisch-deutscher König, König von Ungarn und Böhmen, Herzog von Österreich
- 1603 – Adam Olearius, Diplomat und Schriftsteller
- 1604 – Bernhard von Sachsen-Weimar, Feldherr
- 1645 – Jean de La Bruyère, französischer Schriftsteller
- 1650 – Vincenzo Coronelli, italienischer Kartograf und Globenbauer
- 1706 – Florian Bahr, deutscher Jesuit und China-Missionar
- 1761 – Jewstignei Ipatowitsch Fomin, russischer Komponist
- 1763 – Friedrich August, Herzog von York und Albany, Fürstbischof von Osnabrück und britischer Feldmarschall und Heerführer
- 1795 – Heinrich Marschner, deutscher Opernkomponist
- 1802 – Moritz Wilhelm Drobisch, deutscher Mathematiker und Philosoph
- 1815 – Johannes Bosco, italienischer Priester und Ordensgründer
- 1821 – Arthur Cayley, englischer Mathematiker
- 1832 – Wilhelm Wundt, deutscher Philosoph und Psychologe
- 1845 – Gabriel Lippmann, luxemburgischer Physiker und Nobelpreisträger
- 1852 – Adolf Schlatter, evangelischer Schweizer Theologe
- 1858 – Arthur Achleitner, deutscher Schriftsteller
- 1863 – Gabriel Pierné , französischer Komponist
- 1865 – Ettore Tolomei, italienischer Nationalist
- 1865 – Denis Joseph Dougherty, Erzbischoff von Philadelphia
- 1866 – Rudolf Greinz, österreichischer Schriftsteller
- 1871 – Sachari Paliaschwili, georgischer Komponist
- 1872 – Siegmund von Hausegger, Komponist und Dirigent
- 1877 – Augusto Giacometti, Schweizer Maler
- 1884 – Hugo Gernsback, Verleger und Schriftsteller
- 1893 – Hans Koch, deutscher Jurist und Widerstandskämpfer
- 1895 – Albert Cohen, schweizer Schriftsteller
- 1895 – Liane Haid, österreichische Schauspielerin und Sängerin
- 1896 – Tina Modotti, Schauspielerin und Fotografin
- 1902 – Georgette Heyer, britische Schriftstellerin
- 1904 – Wendell Meredith Stanley, US-amerikanischer Chemiker und Nobelpreisträger
- 1905 – Marian Rejewski, polnischer Mathematiker und Kryptologe
- 1906 – Franz Josef II., Fürst von Liechtenstein
- 1907 – Alexander Uriah Boscovich, israelischer Komponist
- 1911 – Ernst Friedrich Schumacher, britischer Ökonom
- 1913 – Menachem Begin, israelischer Politiker
- 1914 – Gudrun Genest, deutsche Schauspielerin
- 1914 – Pawel Stepanowitsch Kutachow, sowjetischer Pilot
- 1915 – Al Hibbler, US-amerikanischer Sänger
- 1916 – Kurt Fichtner, Minister für Erzbergbau und Metallurgie in der DDR
- 1920 – Charles Bukowski, US-amerikanischer Dichter und Schriftsteller
- 1921 – Max Thurian, schweizer Theologe
- 1924 – Ralf Bendix, deutscher Schlagersänger
- 1927 – Fess Parker, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
- 1927 – Herbert Schäfer, deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer
- 1928 – Ara Güler, türkischer Fotograf
- 1929 – Bill Evans, US-amerikanischer Musiker
- 1929 – Helmut Rahn, deutscher Fußballspieler
- 1930 – Tony Trabert, ehemaliger US-amerikanischer Tennisspieler
- 1930 – Wolfgang Völz, deutscher Fernseh- und Filmschauspieler
- 1931 – Eydie Gormé, US-amerikanische Sängerin
- 1933 – Reiner Kunze, deutscher Schriftsteller
- 1934 – Gottfried Müller, Minister für Medienpolitik der DDR
- 1934 – Pierre Richard, französischer Schauspieler
- 1938 – Rocco Granata, italienischer Sänger
- 1940 – Bruce Beresford, australischer Filmregisseur
- 1942 – Barbara George, US-amerikanische Sängerin
- 1942 – Reinhard Klimmt, deutscher Politiker, Ministerpräsident im Saarland und Bundesminister
- 1944 – Bernd Zamulo, deutscher Musiker
- 1944 – Karin Schubert, deutsche Politikerin
- 1944 – Kevin Ayers, britischer Musiker
- 1944 – Shel Shapiro, britischer Musiker und Songschreiber
- 1945 – Gary Loizzo, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1945 – Gordon Fleet, australischer Musiker
- 1946 – Lesley Ann Warren, US-amerikanische Schauspielerin
- 1948 – Annemarie Huber-Hotz, schweizerische Bundeskanzlerin
- 1948 – Barry Hay, niederländischer Musiker und Sänger
- 1950 – Wiltrud Drexel, österreichische Skirennläuferin
- 1950 – Jack Unterweger, österreichischer Krimineller und Schriftsteller
- 1954 – James Cameron, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1958 – Angela Bassett, US-amerikanische Schauspielerin
- 1958 – Madonna, US-amerikanische Pop-Sängerin, Songschreiberin und Schauspielerin
- 1960 – Franz Welser-Möst, österreichischer Dirigent
- 1960 – Timothy Hutton, US-amerikanischer Schauspieler
- 1963 – Andreas Dresen, deutscher Filmregisseur
- 1968 – Mateja Svet, slowenische Skirennläuferin
- 1968 - Enrique Ortíz de Landázuri, spanischer Komponist und Sänger
- 1971 – Stefan Klos, deutscher Fußballspieler (Torwart)
- 1974 – Didier Cuche, Schweizer Skirennläufer
- 1974 – Krisztina Egerszegi, ungarische Schwimmerin
- 1980 – Robert Byron Hardy, Musiker
- 1981 – Roque Santa Cruz, Fußballspieler aus Paraguay
- 1982 – Julia Schruff, deutsche Tennisspielerin
- 1983 – Poom Jensen, Enkel des thailändischen Königs Rama IX.
Gestorben
- 1190 – Dedo V. der Feiste, Erbe mehrerer Markgrafen
- 1291 – Friedrich Tuta, Regent der Markgrafschaft Meißen
- 1327 – Rochus von Montpellier, französischer Heiliger
- 1339 – Azzo Visconti, italienischer (Mailändischer) Fürst
- 1358 – Albrecht II., Herzog von Österreich
- 1419 – Wenzel, römisch-deutscher König, König von Böhmen, Kurfürst von Brandenburg
- 1445 – Margaret Stuart, Tochter von Jakob I. (Schottland), Ehefrau von Ludwig XI. (Frankreich)
- 1518 – Loyset Compère, flämischer Komponist, Sänger und Kleriker
- 1532 – Johann von Sachsen, Kurfürst von Sachsen
- 1678 – Andrew Marvell, englischer Dichter und Politiker
- 1689 – Dorothea Sophie von Brandenburg, Kurfürstin von Brandenburg
- 1705 – Jakob Bernoulli, Schweizer Mathematiker und Physiker
- 1734 - Johann Georg Zimmermann, Postkommissar
- 1743 – Matthias Klotz, Begründer des Geigenbaus in Mittenwald
- 1746 – Giuseppe Gonzaga, spanischer Herzog von Guastalla
- 1748 – Pier Giuseppe Sandoni, italienischer Komponist
- 1765 – Tharsander, Pseudonym des Pfarrers Georg Wilhelm Wegener
- 1781 – Charles-François de Broglie, französischer Diplomat
- 1837 - Christian Ludwig Nitzsch, Biologe
- 1846 – Sylvain-Charles Valée, General und Marschall von Frankreich
- 1867 – Joseph Ambrosius Geritz, Bischof von Ermland
- 1893 – Jean-Martin Charcot, französischer Neurologe
- 1894 – Ludwig Knoop, Unternehmer
- 1895 – Mathieu Auguste Geffroy, französischer Geschichtsschreiber
- 1899 – Robert Wilhelm Bunsen, deutscher Chemiker
- 1900 – José Maria Eça de Queiroz, portugiesischer Schriftsteller
- 1910 – Pedro Montt Montt, chilenischer Politiker
- 1912 – Johann Martin Schleyer, deutscher katholischer Priester, Lyriker und Philanthrop
- 1916 – Umberto Boccioni, italienischer Maler und Bildhauer
- 1920 – Joseph Norman Lockyer, britischer Astrophysiker
- 1925 – Alfred Merz, österreichisch-deutscher Meereskundler
- 1938 – Andrej Hlinka, slowakischer Priester und Politiker
- 1938 – Robert Johnson, US-amerikanischer Bluesmusiker
- 1940 – Henri Desgrange, Chef der franz. Sportzeitung L'Auto und Begründer der Tour de France
- 1942 – Rudolf Greinz, österreichischer Schriftsteller
- 1945 – Nico Richter, niederländischer Komponist
- 1948 – Babe Ruth, deutschstämmiger amerikanischer Baseballspieler
- 1949 – Margaret Mitchell, US-amerikanische Journalistin und Schriftstellerin
- 1956 – Bela Lugosi, ungarisch-US-amerikanischer Schauspieler
- 1957 – Irving Langmuir, US-amerikanischer Chemiker, Physiker und Nobelpreisträger
- 1959 – Wanda Landowska, Cembalistin und Pianistin
- 1972 – Pierre Brasseur, französischer Schauspieler
- 1973 – Selman Abraham Waksman, US-amerikanischer Forscher
- 1975 – Friedrich Sämisch, deutscher Schachspieler
- 1977 – Elvis Presley, US-amerikanischer Rock'n'Roll-Sänger
- 1987 – Arthur Grundmann, deutscher Politiker (FDP), MdB
- 1993 – René Dreyfus, französischer Rennfahrer
- 1993 – Stewart Granger, US-amerikanischer Schauspieler
- 1997 – Nusrat Fateh Ali Khan, pakistanischer Musiker
- 2002 – Abu Nidal, palestinensischer Terrorist
- 2003 – Haroldo de Campos, brasilianischer Schriftsteller
- 2003 – Idi Amin, ugandischer Ex-Diktator
- 2004 – Burnu Acquanetta, US-amerikanische Schauspielerin
- 2004 – Carl Mydans, US-amerikanischer Fotograf
- 2004 – Ivan Hlinka, tschechischer Eishockeyspieler und Nationaltrainer
- 2004 – Robert Quiroga, US-amerikanischer Boxer
- 2005 – Alexander Gomelski, russischer Basketballtrainer
- 2005 – Eva Renzi, deutsche Schauspielerin
- 2005 – Frère Roger, Gründer des ökumenischen Männerordens von Taizé
Feier- und Gedenktage
- Gedenktag des Heiligen Stefan von Ungarn
- In Essen und Hildesheim: Gedenktag des Heiligen Bischofs Altfrid
Siehe auch
:15. August – 17. August
:16. Juli – 16. September
:Historische Jahrestage – Zeitskala
:Wikipedia:Glaskugel – Wikipedia:Formatvorlage Tag
0816
ja:8月16日
ko:8월 16일
simple:August 16
th:16 สิงหาคม
1884
- 9. Juni: Grundsteinlegung des Reichstagsgebäudes in Berlin durch Wilhelm, den späteren Wilhelm II.
- 7. August: Die Kriegsschiffe Leipzig und Elisabeth nehmen in der Bucht von Angra Pequena die Kolonie Südwestafrika für das Deutsche Reich in Besitz
- 16. September: Eröffnung der Lößnitzgrundbahn als 3. sächsische Schmalspurbahn
- 13. Oktober: Die Internationale Meridian Konferenz in Washinghton, DC faellt einen Beschluss über die Zeitzonen. Der Meridian von Greenwich wird internationaler Nullmeridian
- 15. November: Es beginnt die Berliner Kongokonferenz, an deren Ende die Aufteilung Afrikas in Kolonialgebiete steht
- Weltausstellung in New Orleans, Louisiana
- Aufstand der Métis gegen die kanadische Regierung
- Ludwig Boltzmann begründet das von Josef Stefan gefundene Gesetz über die Gesamtstrahlungsleistung (Stefan-Boltzmann-Gesetz, siehe 1879)
- In Neumarkt in der Oberpfalz wird die erste Fahrradfabrik Europas gegründet: Die „Express-Werke“
Kultur
- 25. Januar: Uraufführung der Operette Gasparone von Karl Millöcker am Theater an der Wien in Wien
- 31. Januar: Uraufführung der Oper Pedro de Zalaméa von Benjamin Godard am Théâtre Royal in Antwerpen
- 15. Februar: Uraufführung der Oper Maseppa von Pjotr Iljitsch Tschaikowski am Bolschoi-Theater in Moskau
- 31. Mai: Uraufführung der Oper Le Villi von Giacomo Puccini am Teatro Dal Verme in Mailand
- 31. Oktober: Uraufführung der Operette Der Feldprediger von Karl Millöcker am Theater an der Wien in Wien
- Mark Twain schreibt The Adventures of Huckleberry Finn
- Edwin Abbott Abbott schreibt Flatland
- 2. Januar: Auguste Piccard, Schweizer Wissenschaftler, Physiker und Erfinder († 1962)
- 4. Januar: Max Brose, Kaufmann und Industrieller († 1968)
- 8. Januar: Viktor Geramb, österreichischer Volkskundler († 1958)
- 15. Januar: Erwin Jacobi, deutscher Staats- und Kirchenrechtler († 1965)
- 16. Januar: Alfred Grünwald, österreichischer Operettenlibrettist († 1951)
- 16. Januar: Frederick Dewhurst Yates, englischer Schachspieler († 1932)
- 20. Januar: Jewgeni Iwanowitsch Samjatin, russischer Revolutionär und Schriftsteller († 1937)
- 26. Januar: Edward Sapir, US-amerikanischer Ethnologe und Linguist († 1939)
- 31. Januar: Theodor Heuss, 1. Bundespräsident der BRD († 1963)
- 12. Februar: Max Beckmann, deutscher Maler und Graphiker († 1950)
- 23. Februar: Casimir Funk, polnischer Biochemiker († 1967)
- 24. Februar: William Theodore Heard, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1973)
- 26. Februar: Francesco Borgongini Duca, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1954)
- 10. März: Franz Kuhn, deutscher Jurist, Sinologe und literarischer Übersetzer († 1961)
- 13. März: Hugh Walpole, britischer Schriftsteller († 1941)
- 15. März: Walter Thomas Layton, britischer Zeitungsverleger und Nationalökonom († 1966)
- 23. März: Else von Hollander-Lossow, deutsche Übersetzerin und Erzählerin
- 24. März: Eugène Gabriel Gervais Laurent Tisserant, Kardinaldekan der katholischen Kirche († 1972)
- 24. März: Petrus Josephus Wilhelmus Debye, niederländischer Physiker und Chemiker († 1966)
- 25. März: Georges Imbert, Chemiker und Erfinder († 1950)
- 26. März: Wilhelm Backhaus, deutscher Pianist († 1969)
- 28. März: Fritz Heckert, Abgeordneter im deutschen Reichstag (Weimarer Republik), KPD-Mitglied († 1936)
- 2. April: Dolf Kessler, niederländischer Fußballspieler
- 4. April: Isoroku Yamamoto, japanischer Großadmiral († 1943)
- 5. April: Hans Ewers, deutscher Politiker der DP († 1968)
- 6. April: Walter Huston, kanadischer Schauspieler († 1950)
- 7. April: Bronislaw Malinowski, britischer Sozialanthropologe († 1942)
- 12. April: Otto Fritz Meyerhof, Deutsch-amerikanischer Biochemiker, Nobelpreisträger († 1951)
- 18. April: Ludwig Meidner, deutscher Maler, Dichter und Grafiker († 1966)
- 21. April: Kees van Nieuwenhuizen, niederländischer Fußballspieler († 1981)
- 24. April: Otto Froitzheim, deutscher Tennisspieler († 1962)
- 27. April: Arthur Wieferich, deutscher Mathematiker († 1954)
- 1. Mai: Felipe Boero, argentinischer Komponist († 1958)
- 8. Mai: Harry S. Truman, der 33. Präsident der USA († 1972)
- 10. Mai: Roberto Firpo, Argentinischer Tango-Musiker († 1969)
- 11. Mai: Charlot Strasser, ; Schweizerischer Psychiater und Schriftsteller († 1950)
- 12. Mai: Josef Brönner, deutscher Politiker († 1958)
- 14. Mai: Claudius Dornier, deutscher Flugzeugkonstrukteur († 1969)
- 18. Mai: Martin Elsaesser, deutscher Architekturprofessor († 1957)
- 23. Mai: Josef Nadler, deutscher Germanist und Literaturhistoriker († 1963)
- 27. Mai: Max Brod, tschechischer Schriftsteller († 1968)
- 28. Mai: Edvard Beneš, tschechoslowakischer Politiker († 1948)
- 4. Juni: Fjodor Iwanowitsch Tolbuchin, Sowjetischer Feldherr und Marschall († 1949)
- 5. Juni: Ralph Benatzky, österreichischer Komponist († 1957)
- 10. Juni: Walther Schreiber, deutscher Politiker († 1958)
- 13. Juni: Anton Drexler, Mitbegründer der Deutschen Arbeiterpartei (DAP) († 1942)
- 13. Juni: Burrill Crohn, Arzt und der Erstbeschreiber des Morbus Crohn († 1905)
- 15. Juni: Harry Langdon, Schauspieler († 1944)
- 17. Juni: Karl Wilhelm, Herzog von Södermanland († 1965)
- 18. Juni: Édouard Daladier, französischer Politiker (Parti Radical Socialiste) († 1970)
- 19. Juni: Agnes von Zahn-Harnack, deutsche Lehrerin, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin († 1950)
- 20. Juni: Johannes Heinrich Schultz, deutscher Neurologe († 1970)
- 23. Juni: Werner Krauß, deutscher Schauspieler († 1959)
- 25. Juni: Wilhelm Diess, bayerischer Erzähler, Jurist und Theaterdirektor († 1957)
- 26. Juni: Peter Petersen, Reformpädagoge († 1952)
- 30. Juni: Franz Halder, General der deutschen Wehrmacht im 2. Weltkrieg († 1972)
- 2. Juli: Alfons Maria Jakob, deutscher Neurologe († 1931)
- 4. Juli: Fritz ter Meer, deutscher Chemiker († 1967)
- 6. Juli: Willem Marinus Dudok, Niederlande Architekt aus den Niederlanden († 1974)
- 7. Juli: Lion Feuchtwanger, deutscher Schriftsteller († 1958)
- 12. Juli: Amedeo Modigliani, italienischer Maler und Bildhauer († 1920)
- 15. Juli: Enrique Soro Barriga, chilenischer Komponist († 1954)
- 17. Juli: Boris Wladimirowitsch Assafjew, russischer Komponist († 1949)
- 18. Juli: Alberto di Joric, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1979)
- 18. Juli: Herman Jurgens, niederländischer Fußballspieler († 1964)
- 19. Juli: Carl Eduard (Sachsen-Coburg-Gotha), Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha († 1954)
- 23. Juli: Emil Jannings, deutscher Schauspieler († 1950)
- 24. Juli: Jakob Sprenger (NS-Politiker), nationalsozialistischer Politiker († 1945)
- 28. Juli: Zenzl Mühsam, Frau des Dichters Erich Mühsam († 1962)
- 29. Juli: Fritz Neumayer, deutscher Politiker (FDP und FVP) († 1973)
- 30. Juli: Ernö Szép, ungarischer Dichter, schriftsteller und Jounalist († 1953)
- 31. Juli: Carl Friedrich Goerdeler, deutscher Politiker und Widerstandskämpfer († 1945)
- 3. August: Constant Feith, niederländischer Fußballspieler († 1958)
- 3. August: Josias Braun-Blanquet, Schweizer Botaniker († 1980)
- 4. August: Dora Herxheimer, bildende Künstlerin († 1905)
- 4. August: Henri Cornet, französischer Radrennfahrer († 1941)
- 5. August: Ludwik Hirszfeld, Mediziner und Immunologe
- 10. August: Robert Pohl, deutscher Physiker († 1976)
- 13. August: Guus Lutjens, niederländischer Fußballspieler († 1974)
- 16. August: Hugo Gernsback, Verleger und Schriftsteller († 1967)
- 20. August: Rudolf Karl Bultmann, Philosoph, Evangelischer Theologe, Neutestamentler († 1976)
- 22. August: Raymonde de Laroche, erste Frau der Welt, die einen Pilotenschein machte († 1919)
- 24. August: Earl Derr Biggers, US-amerikanischer Krimi-Schriftsteller († 1933)
- 27. August: Vincent Auriol, Politiker und Präsident der französischen Republik († 1966)
- 28. August: Christian Stock, deutscher Politiker und erster Ministerpräsident von Hessen († 1967)
- 29. August: Ehm Welk, deutscher Schriftsteller († 1966)
- 30. August: Theodor Svedberg, schwedischer Chemiker († 1971)
- 9. September: Arthur Lieutenant, deutscher Politiker. († 1968)
- 24. September: Gustave Garrigou, französischer Radrennfahrer († 1963)
- 29. September: Wilhelm Bendow, deutscher Schauspieler und Komiker († 1950)
- 7. Oktober: Fritz Noether, deutscher Mathematiker († 1941)
- 8. Oktober: Walter von Reichenau, Generalfeldmarschall im Dritten Reich († 1942)
- 11. Oktober: Friedrich Bergius, deutscher Chemiker, Nobelpreisträger († 1949)
- 11. Oktober: Sig Ruman, Schauspieler († 1967)
- 15. Oktober: Wilhelm Schapp, deutscher Philosoph und Jurist († 1965)
- 16. Oktober: Rembrandt Bugatti, italienischer Bildhauer († 1916)
- 21. Oktober: Claire Waldoff, bekannte deutsche Chanson-Sängerin. († 1957)
- 30. Oktober: Rudolf Forster, österreichischer Schauspieler († 1968)
- 8. November: Christian Mergenthaler, Ministerpräsident von Württemberg († 1980)
- 8. November: Hermann Rorschach, Schweizer Psychiater († 1922)
- 24. November: Michel de Klerk, Niederlande Architekt aus den Niederlanden († 1923)
- 27. November: Paul Alexandre Arnoux, französischer Schriftsteller († 1973)
- 28. November: Anton Lens, niederländischer Fußballspieler († 1955)
- 30. November: John Maurice Clark, US-amerikanischer Ökonom († 1963)
- 1. Dezember: Karl Schmidt-Rottluff, deutscher Maler des Expressionismus († 1976)
- 2. Dezember: Johannes Popitz, Preußischer Finanzminister und Widerstandskämpfer († 1945)
- 3. Dezember: Rajendra Prasad, indischer Politiker und 1. Staatspräsident († 1963)
- 3. Dezember: Walter Stampfli, Schweizer Politiker († 1965)
- 6. Dezember: Izhak Ben Zwi, jüdischer Politiker und Staatspräsident († 1963)
- 11. Dezember: Otto Kneipp, deutscher Politiker der FDP († 1965)
- 12. Dezember: John Heijning, niederländischer Fußballspieler († 1947)
- 14. Dezember: Albert Steffen, Anthroposoph und Literat († 1963)
- 14. Dezember: Erich Ponto, deutscher Schauspieler († 1957)
- 17. Dezember: Heinrich Scholz, Evangelischer Theologe und Philosoph († 1956)
- 18. Dezember: Hans Meyer (Philosoph), deutscher Philosoph († 1966)
- 19. Dezember: Antonín Zápotocký, tschechoslowakischer Politiker († 1957)
- 30. Dezember: Hideki Tojo, 40. japanischer Premierminister und General († 1948)
- 2. Januar: Johann Gerhard Oncken, Begründer der deutschen Baptistengemeinden ( - 1800)
- 5. Januar: Eduard Lasker, Politiker und Jurist ( - 1829)
- 6. Januar: Gregor Mendel, Abt und Naturforscher ( - 1822)
- 6. Januar: Johann Gregor Mendel, Mönch, Genetiker ( - 1822)
- 9. Januar: Daniel Harrwitz, deutscher Schachmeister ( - 1823)
- 10. Januar: Graf Alexei Sergejewitsch Uwarow, russischer Archäologe ( - 1825)
- 22. Januar: Karl Georg Ludwig Guido, Graf von Usedom, war ein preußischer Diplomat ( - 1805)
- 25. Januar: Johann Gottfried Piefke, Militärmusiker und Komponist ( - 1817)
- 2. Februar: Julius Köbner, Mitbegründer der deutschen Baptistengemeinden ( - 1806)
- 3. Februar: Josefine Gallmeyer, österreichische Schauspielerin ( - 1838)
- 12. Februar: Aaron Bernstein, deutscher Schriftsteller ( - 1812)
- 24. Februar: Georg Büchmann, deutscher Philologe ( - 1822)
- 26. Februar: Johann Daniel Eschenburg, Senator der Freien und Hansestadt Lübeck ( - 1809)
- 10. März: Wladimir Fjodorowitsch Adlerberg, russischer General und Minister ( - 1791)
- 14. März: Robert Oettel, Kaufmann, Stadtverordneter, Begründer der dt. Rassegeflügelzucht ( - 1798)
- 16. März: Paul Pogge, Afrikareisender ( - 1838)
- 19. März: Elias Lönnrot, finnischer Mediziner ( - 1802)
- 31. März: Konrad Deubler, österreichischer Landwirt, Bauernphilosoph ( - 1814)
- 6. April: Emanuel Geibel, deutscher Lyriker ( - 1815)
- 22. April: Marie Taglioni, italienische Tänzerin ( - 1804)
- 12. Mai: Bedrich Smetana, Musiker ( - 1824)
- 12. Mai: Friedrich Smetana, böhmischer Komponist ( - 1824)
- 15. Mai: Georg Friedrich Kolb, deutscher Politiker ( - 1808)
- 18. Mai: Heinrich Göppert, deutscher Botaniker, Paläontologe und Professor ( - 1800)
- 26. Mai: Joaquim António de Aguiar, portugiesischer Politiker ( - 1792)
- 26. Mai: Wilhelm Achtermann, deutscher Bildhauer ( - 1799)
- 31. Mai: Bethel Henry Strousberg, deutscher Unternehmer der Gründerzeit ( - 1823)
- 13. Juni: Anton Zwengauer, deutscher Maler ( - 1810)
- 19. Juni: Johann Gustav Droysen, deutscher Historiker ( - 1808)
- 25. Juni: Hans Rott, österreichischer Komponist und Organist ( - 1858)
- 1. Juli: Allan Pinkerton, Gründer einer Privatdetektei ( - 1819)
- 8. Juli: Prof. Georg Eberlein, deutscher Baumeister und Maler ( - 1819)
- 10. Juli: Karl Richard Lepsius, deutscher Ägyptologe und Afrikaforscher ( - 1810)
- 10. Juli: Paul Morphy, amerikanischer Schachspieler ( - 1837)
- 10. Juli: Paul Morphy, US-amerikanischer Schachspieler ( - 1837)
- 18. Juli: Ferdinand von Hochstetter, Geologe, Naturforscher und Entdecker ( - 1829)
- 30. Juli: Mark Pattison, englischer Autor ( - 1813)
- 1. August: Heinrich Laube, deutscher Schriftsteller und Dramatiker ( - 1806)
- 3. August: Paul Abadie d. J., französischer Baumeister ( - 1812)
- 13. August: Arthur Wellesley, 2. Duke of Wellington, britischer General ( - 1807)
- 14. August: Moritz Thausing, Kunstschriftsteller. ( - 1838)
- 30. September: Louis Lacombe, französischer Komponist ( - 1818)
- 3. Oktober: Hans Makart, österreichischer Maler und Dekorationskünstler ( - 1840)
- 25. Oktober: Carlo Alberto Castigliano, italienischer Baumeister, Ingenieur und Wissenschaftler ( - 1847)
- 29. Oktober: Albert Dulk, deutscher Freidenker, Dramatiker, Revolutionär ( - 1819)
- 31. Oktober: Marie Bashkirtseff, russische Malerin, Schriftstellerin und Philosophin ( - 1858)
- 11. November: Alfred Brehm, deutscher Zoologe ( - 1829)
- 25. November: Adolph Wilhelm Hermann Kolbe, deutscher Chemiker ( - 1818)
- 25. November: Mathilde F. Anneke, Herausgeberin einer deutschen Frauenzeitungen ( - 1817)
- 25. November: Mathilde Franziska Anneke, Schriftstellerin und Journalistin ( - 1817)
- 10. Dezember: Jules Bastien-Lepage, französischer Maler ( - 1848)
Staatsoberhäupter
Amerika
- Mexiko: Porfirio Diaz, Präsident (1884–1911)
Asien
- Afghanistan (Barakzai-Dynastie): Emir Abdur Rahman Khan
- Japan: Mutsuhito, Kaiser (1867–1912)
Europa
- Portugal: Ludwig I., König von Portugal, (1861–1889)
- Schweiz: Emil Welti, Bundespräsident der Schweiz, (1884)
ko:1884년
simple:1884
th:พ.ศ. 2427
Luxemburg
Das Großherzogtum Luxemburg ist ein Staat in Mitteleuropa. Es grenzt an Frankreich und Belgien sowie an die deutschen Bundesländer Rheinland-Pfalz und Saarland.
Geographie
Der Norden des Landes ist ein Teil der Ardennen und wird Ösling genannt. Es liegt auf durchschnittlich 400 bis 500 Metern über dem Meeresspiegel. Die Landschaft im Ösling ist geprägt von bewaldeten Bergen und Hügeln und tiefen Flusstälern, wie zum Beispiel der Sauer. Mit 558,35 Metern stellt der „Burgplatz“ in Huldange (deutsch: Huldingen) die höchste Erhebung des Landes dar.
Im Süden liegt das fruchtbare Gutland, das zum Lothringer Stufenland gehört. Dieses Gebiet weist eine höhere Bevölkerungs- und Industriedichte als das Ösling auf. Der niedrigste Punkt des Landes, Spatz genannt (129 Meter ü.M.), befindet sich am Zusammenfluss von Sauer und Mosel in Wasserbillig.
Da das Klima des Landes durch atlantische Westwinde beeinflusst wird, sind die Temperaturen und Niederschlagswerte im allgemeinen mäßig.
Wichtige Flüsse Luxemburgs sind die Mosel, die im Südosten den Grenzfluss zu Deutschland bildet, die Sauer, die Our und die Alzette.
Siehe auch: Flüsse in Luxemburg
Bevölkerung
Luxemburg hat etwa 462.500 Einwohner. Nationalsprache ist Luxemburgisch („Lëtzebuergesch“), ein moselfränkischer Dialekt des Hochdeutschen. Nach Schätzungen bekennen sich etwa 90 Prozent der Bevölkerung zum römisch-katholischen Glauben.
Luxemburg besitzt einen hohen Ausländeranteil von 39,0 Prozent (2005). 14,1 Prozent der Gesamtbevölkerung sind Portugiesen, 4,8 Prozent Franzosen, 4,2 Prozent Italiener, 3,5 Prozent Belgier, 2,3 Prozent Deutsche und 1,0 Prozent Briten (2004). 7.500 Ausländer arbeiten bei den in Luxemburg angesiedelten europäischen Institutionen. Den niedrigsten Anteil hat die ausländische Bevölkerung in der Gemeinde Hoscheid – auf deren 418 Einwohner kommen 12,2 Prozent Ausländer – den höchsten hat Fels (franz. Larochette) mit 61,5 Prozent. In der Hauptstadt liegt er bei circa 53,7 Prozent. Dem Patriotismus und der Verbundenheit mit der Heimat wird in Luxemburg trotz allem ein sehr hoher Stellenwert zugesprochen, unter anderem in der (aus der Zeit der Okkupation übernommenen) Parole „roude Léiw huel se“ oder aber auch „Mir wëlle bleiwen wat mir sin“ (wir wollen bleiben was wir sind).
Des Weiteren arbeiten in Luxemburg knapp über 113000 Grenzpendler aus den umliegenden Nachbarregionen (2005). 52,3 Prozent der Pendler kommen aus dem französischen Lothringen, 27,3 Prozent aus Belgien und 20,3 Prozent aus Deutschland (2003). Insgesamt macht dieser Anteil der Arbeitnehmer 40 % der in Luxemburg Beschäftigten aus.
Die Sprachsituation in Luxemburg ist sehr komplex. Da Luxemburgisch geographisch auf sehr begrenztem Raum gesprochen bzw. verstanden wird, sieht sich die Bevölkerung gezwungen, mindestens eine weitere Fremdsprache, z. B. Deutsch, Französisch oder Englisch zu beherrschen. Dazu kommt, dass in der Justiz ausschließlich Deutsch, in Banken oder Geschäften ausschließlich Französich gesprochen wird. (Ausnahme: Kleine Geschäfte in Dörfern etc. oder Kassiererinnen aus dem Ausland) Laut einer Erhebung des Eurobarmoter 2005, beherrschen 99 % der Befragten eine weitere Fremdsprache. Damit ist Luxemburg Spitzenreiter in Europa.
Im Jahr 1986 wurde das Volk Luxemburgs mit dem Karlspreis der Stadt Aachen ausgezeichnet. Hiermit wurde anerkannt, dass Luxemburger zu überzeugten Europäern der ersten Stunde zählen und luxemburgische Politiker wichtige Beiträge zur europäischen Einigung geleistet haben. Der Text, der an Jean (Johann) Großherzog von Luxemburg stellvertretend für sein Volk überreichten Medaille lautet: Karlspreis der Stadt Aachen 1986. Das Volk Luxemburgs, Vorbild der Beharrlichkeit auf dem Weg zur Einheit Europas.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Luxemburgs
Die ersten Besiedlungsspuren im Gebiet des heutigen Luxemburg stammen von den Kelten, die schon im 2. Jahrhundert v. Chr. hier siedelten. Um 58–51 v. Chr. eroberte Gaius Julius Cäsar Gallien und so gehörte auch Luxemburg zum Imperium Romanum.
Im 5. Jahrhundert n. Chr. verdrängten die Franken, wie in ganz Gallien, die römische Herrschaft. Wandermönche sorgten für eine allmähliche Christianisierung.
698 wurde bereits das Kloster Echternach von dem angelsächsischen Missionar Willibrord gegründet.
963 wurde die Stadt Luxemburg und die Grafschaft Luxemburg von Graf Siegfried gegründet. Er erwarb den kleinen Bockfelsen im Alzettetal durch einen Tauschhandel mit dem St.-Maximin-Kloster in Trier, dem er dafür Land im heutigen Ösling (Feulen) gab. Damit war der Grundstein für das Haus Luxemburg gelegt, woraus später 5 römisch-deutsche Kaiser oder Könige entspringen sollten (Heinrich VII. (1308), Karl IV. (1346, zweite Wahl 1347; Kaiser seit 1355), Wenzel (Wahl zum römisch-deutschen König erfolgte noch zu Lebzeiten Karls 1376), Jobst von Mähren (1410; umstrittene Wahl zwischen ihm und Sigismund) und Sigismund (1410 und noch einmal 1411 gewählt)).
Im Jahre 1354 wurde Luxemburg unter der Herrschaft Wenzels I. von Kaiser Kaiser Karl IV. zum Herzogtum erhoben.
Unter Karl IV. gehörten Luxemburg und Teile Belgiens zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. 1482 fiel es an die Habsburger, 1555 an deren spanische Linie, die 1659 im Pyrenäenfrieden den Süden von Diedenhofen bis Montmédy an Frankreich abtreten musste (1. Luxemburger Teilung). 1684 bis 1697 war das Land infolge der Reunionen Ludwigs XIV. in französischem Besitz. Nach dem Spanischen Erbfolgekrieg fällt Luxemburg 1713 an die Österreichischen Niederlande, 1795/1801 bis 1814 gehörte es zu Frankreich.
Auf dem Wiener Kongress wird das Großherzogtum in den Deutschen Bund und gleichzeitig in Personalunion mit dem Königreich der Niederlande verbunden (2. Teilung). Jedoch wird es ein souveränes Großherzogtum. 1830 schloss es sich der belgischen Revolution an; die wallonische Westhälfte wurde 1839 an Belgien abgetreten. Diese 3. Teilung wird allerding erst als der Beginn der eigentlichen Souveränität gesehen. Auch nach der Auflösung des Deutschen Bundes (1866) blieb Luxemburg weiterhin im Deutschen Zollverein (1843–1919). Die sogenannte Luxemburgkrise, bei der Napoleons III. versucht hatte Luxemburg zu kaufen mündete in den zweiten Londoner Vertrag von 1867, der Luxemburg für neutral erklärt. Nach dem Aussterben des Mannesstammes des niederländischen Königshauses gelangten 1890 die früheren Herzöge von Nassau in Luxemburg an die Regierung. Damit hat Luxemburg seine eigene Dynastie, das Haus Nassau-Weilburg. Seit 2000 regiert der sechste Spross dieser Dynastie Großherzog Henri.
Im Ersten Weltkrieg (1914–1918) wurde das neutrale Luxemburg von den Truppen des deutschen Kaiserreiches besetzt.
1922 schloss es mit Belgien die „Union Économique Belgo-Luxembourgeoise“ ab. Hierin wurde u. a. die Parität zwischen belgischem und luxemburger Franken beschlossen, welche durch die Einführung des Euro überflüssig wurde.
Im Zweiten Weltkrieg (1939–1945) wurde das immer noch neutrale Land von der deutschen Wehrmacht besetzt, ab 1942 sogar vom Dritten Reich annektiert, und hatte besonders schlimm unter der Nazi-Diktatur zu leiden. So versuchten die Besatzer, Luxemburg zu „germanisieren“. Dies beinhaltete, dass französische Vor- und Nachnamen verdeutscht wurden (nicht immer sinngemäß). Der Gebrauch der französischen Sprache sowie französischer Ausdrücke im „Lëtzebuergesch“ wurde verboten. Eine Untergrundorganisation gab es zwar in Luxemburg, doch war sie aufgrund der Größe nicht mit der in Frankreich zu vergleichen. Allerdings bekundete die Bevölkerung offen ihre tiefe Abneigung gegenüber den Besatzern. So war Luxemburg der einzige besetzte Staat, der mit einem Generalstreik gegen die Zwangsrekrutierung protestierte. Andere, subtilere Arten des Protestes waren der sog. „Spéngelkrich“ und die durch die Nazis erhobene Volkserhebung, in der über 90 % der Bevölkerung angaben, Luxemburger zu sein, sich dem luxemburgischen Staat angehörig zu fühlen und als Muttersprache „Lëtzebuergesch“ zu reden. Die Erlebnisse des Zweiten Weltkrieges und insbesondere die zwanghafte „Verdeutschung“ förderten die vermehrte Aufnahme französischer Ausdrücke in die Luxemburger Sprache und festigten die Sprache „Lëtzebuergesch“ als nationales Symbol. Viele Ortschaften wurden im Weltkrieg zerstört, insbesondere während der Ardennenoffensive, welche den Norden des Landes schwer traf. Junge Luxemburger, welche vor der Zwangsrekrutierung ins Ausland fliehen konnten, schlossen sich mehrheitlich den Alliierten an. Sie nahmen, in ein belgisches Bataillon integriert, an der Landung in der Normandie teil. Luxemburg gehört offiziell zu den Siegermächten des Zweiten Weltkrieges.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Zoll- und Wirtschaftsunion schrittweise auf die Niederlande ausgedehnt (Benelux-Staaten). 1948 wurde formell die seit 1867 bestehende „immerwährende Neutralität“ aufgehoben.
1952 wird Luxemburg Sitz der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS), auch Montanunion genannt.
Unter den Kabinetten Dupong (1945–1953) und Bech (1953–1958) wurde Luxemburg Mitglied
- der Vereinten Nationen (1945),
- des Europarats,
- der OEEC (Vorläufer der OECD),
- der NATO,
- der Montanunion,
- der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und
- der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM).
Luxemburg ist Gründungsmitglied der Europäischen Union und ist heute Sitz des EU-Ministerrates, des Europäischen Gerichtshofes, der EU-Kommission, der Europäischen Investmentbank und des Europäischen Rechnungshofes. Am 1. Januar 2002 wurde auch in Luxemburg der Euro als offizielles Zahlungsmittel im Bargeldverkehr eingeführt.
Politik
Luxemburg ist eine konstitutionelle Monarchie in Form einer parlamentarischen Demokratie. Laut der Verfassung von 1868 ist das Staatsoberhaupt der Großherzog. Die Gesetzgebung ist Aufgabe des Einkammerparlaments, das alle fünf Jahre gewählt wird (immer dann, wenn Europawahlen sind).
Die exekutive Gewalt wird vom Großherzog und der Regierung ausgeübt. Die aktuelle Regierung ist seit dem 31. Juli 2004 im Amt und setzt sich zusammen aus dem Premierminister, der auch den traditionellen Titel Staatsminister führt, zwölf Ministern, einem delegierten Minister und einer Staatssekretärin. Ein beratendes Organ ist der Staatsrat, der aus 27 Mitgliedern besteht und zu je einem Drittel vom Parlament, vom Großherzog und vom Staatsrat selbst ernannt wird. Wer einmal in das luxemburgische Wählerverzeichnis eingetragen ist, hat eine Wahlpflicht.
- Siehe auch: Liste der Premierminister von Luxemburg, Liste der Großherzöge Luxemburgs, Liste der Parteien in Luxemburg
Justiz
Im Großherzogtum gibt es drei Friedensgerichte (in Esch-sur-Alzette, Luxemburg und Diekirch), zwei Bezirksgerichte (in Luxemburg und Diekirch) und einen Oberen Gerichtshof (Luxemburg), der den Berufungsgerichtshof und den Kassationshof umfasst.
Des Weiteren gibt es ein Verwaltungsgericht (in Luxemburg) und einen Verwaltungsgerichtshof (Luxemburg) sowie einen Verfassungsgerichtshof (Luxemburg).
Bildung
Seit 2001 plante die Regierung eine eigenständige Universität aufzubauen. In den Bereichen Medizin, Naturwissenschaften, Technik, Recht, Wirtschaft sowie Sozial- und Erziehungswissenschaften werden inzwischen in insgesamt 5 Fakultäten Studenten ausgebildet. Allerdings sind die Studiengänge nicht vollständig in Luxemburg zu belegen, so dass weiterhin mehrsemestrige Studienaufenthalte im Ausland notwendig bleiben. Dabei spielen besonders belgische, französische und deutsche Universitäten eine wichtige Gastgeberrolle; insbesonders auch deshalb, weil in Luxemburg bewusst nicht alle Studiengänge angeboten werden.
Durch den Aufbau der Universität soll der Forschungsstandort Luxemburg gestärkt und der Wirtschaftsstandort Luxemburg gefestigt werden. Außerdem sollen vermehrt ausländische Studenten nach Luxemburg gelockt werden.
Militär
Luxemburg besitzt eine kleine, ca. 1.000 Soldaten starke Freiwilligenarmee. Daneben gab es bis 2001 eine etwa 600 Mann starke Gendarmerie, die mittlerweile mit der Polizei fusioniert ist. Die Armee ist in ein Infanteriebatallion und zwei Aufklärungskompanien gegliedert. Mit einer dieser beiden Kompanien beteiligt sich Luxemburg am Eurokorps.
Eigene Marine- und Luftstreitkräfte besitzt Luxemburg jedoch nicht. Aus juristischen Gründen sind allerdings die Aufklärungsflugzeuge der NATO (AWACS) in Luxemburg registriert; sie fliegen somit unter luxemburgischem Hoheitszeichen. Luxemburg beteiligt sich in enger Kooperation mit Belgien außerdem an der Finanzierung und am Betrieb der zukünftigen Militärtransporter Airbus A400M.
Luxemburger Soldaten sind an EUFOR (Bosnien) und KFOR (Kosovo) sowie an der ISAF-Mission (Afghanistan) beteiligt.
Der Verteidigungshaushalt betrug 2004 rund 208 Millionen Euro oder 0,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Verwaltungsgliederung
Bruttoinlandsprodukt
Das Land wird untergliedert in drei Distrikte (Grevenmacher, Luxemburg, Diekirch) mit zwölf Kantonen und 116 Gemeinden.
Siehe auch: Liste der Distrikte in Luxemburg
- Liste der Städte im Großherzogtum Luxemburg
- Liste der Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg
Wirtschaft
1839-1885
1839 war Luxemburg ein kleines isoliertes Agrarland. Um aus dieser Isolation auszubrechen tritt Luxemburg 1842 dem deutschen Zollverein bei. Durch den Bau von Eisenbahnlinien bekommt Luxemburg bessere Verkehrsverbindungen zu Deutschland, Belgien und Frankreich.
1886-1918
Im Süden Luxemburgs gibt es reichlich Eisenerzvorkommen, die aber nicht effizient genutzt werden können, bis 1886 der Engländer Sidney Thomas das Thomas-Verfahren entwickelt, welches es erlaubt phosphorreiches Eisenerz zu schmelzen.
1886 markiert den Startschuss für die moderne Eisenindustrie in Luxemburg. Deutsches Kapital und deutsche Arbeitskräfte helfen die Industrie aufzubauen. So wird aus einem Agrarstaat langsam eine Industrienation.
1919-1945
80% der Industrieproduktion wurde exportiert. Als Mitglied des Zollvereins exportierte Luxemburg vor allem nach Deutschland. Doch nach dem Ersten Weltkrieg musste Luxemburg aus politischen Gründen diese Zollunion aufgeben.
Luxemburg muss sich also 1919 nach einem neuen Wirtschaftspartner umsehen. In dem Referendum vom 20. September 1919 werden die Luxemburger unter anderem dazu aufgefordert sich für Frankreich oder Belgien als neuen Wirtschaftspartner zu entscheiden. 73% der Bevölkerung sprechen sich für Frankreich aus. Doch es sollte anders kommen, am 10 Mai 1920 informiert Frankreich die Luxemburger Regierung, dass es nicht die Absicht hat eine Wirtschaftsunion mit Luxemburg einzugehen. Also ist Luxemburg gezwungen mit Belgien zu verhandeln. Nach langwierigen Verhandlungen wird die UEBL (Union economique belgo-luxembourgeoise) 1921 gegründet. Sie trat offiziell 1922 in Kraft. Die UEBL führt unter anderem dazu, dass Luxemburg in eine Währungsunion mit Belgien eintritt, die bis zur Einführung des Euro im Jahre 1999 andauerte.
Die Luxemburger Eisenindustrie musste sich den neuen Gegebenheiten anpassen:
- Erstens wurde das Kapital der Firmen umstrukturiert. Deutsche Aktionäre stiegen aus und Belgische und Französische Aktionäre kamen hinzu.
- Zweitens musste sich die ganze Industrie von einem großen Binnenmarkt (der Markt der Zollunion) auf einen Weltmarkt umstellen.
1929, das Jahr der Weltwirtschaftskrise war für Luxemburg ein wichtiges Jahr, weil einerseits die Luxemburger Börse (Bourse de Luxembourg) gegründet wird, andererseits weil das Parlament (Chambre des Députés) ein Gesetz über Steuerermäßigungen für Holdinggesellschaften beschloss. Diese Gesetzgebung bietet die Grundlage für den späteren Finanzplatz Luxemburg.
Die 1930er Jahre sind überschattet von wirtschaftlichen, sozialen und politischen Krisen. Gewerkschaften werden gegründet, Massenstreiks werden veranstaltet und die Regierung versucht die kommunistische Partei mit dem Maulkorbgesetz zu verbieten.
1946-1949
1947 ratifiziert das Parlament den BENELUX Vertrag der zur Gründung einer Zollunion zwischen Belgien, den Niederlanden und Luxemburg führt.
1950-1974
Als einer der wichtigsten Stahlproduzenten in Europa ist Luxemburg 1951 Gründungsmittglied der EGKS der (Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl). Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande, Belgien und Luxemburg einigen sich ihre Kohle und Stahlproduktion unter ein supranationales Kontrollorgan mit Sitz in Luxemburg zu stellen.
1975-2000
Kultur
Bibliothekswesen
Das Buch- und Bibliothekswesen entwickelte sich aufgrund der politischen Situation nur zögerlich in Luxemburg.
Auf dem Territorium des ehemaligen Herzogtums gab es viele bedeutende Klosterbibliotheken, wie zum Beispiel in Echternach, Orval und in Luxemburg (Stadt) die Münsterabtei sowie die Bibliothek des 1773 aufgelösten Jesuitenordens. Während der Französischen Revolution gelangte 1795 ein Teil dieser Bücher in die „Écoles Centrales“ oder später auch in ein „Dépôt littéraire“, viele Bücher werden jedoch auch als Kriegsbeute in ganz Europa verstreut. Trotzdem entsteht 1798 in Luxemburg die erste öffentliche Bibliothek, aus der sich etwa 50 Jahre später die heutige Nationalbibliothek entwickelt.
Diese zentrale Bibliothek entsteht erst, als 1848 die Stadtbibliothek Luxemburg, die Bibliothek des Athenäums und die Bibliothek der Gesellschaft für Forschung und Erhaltung der geschichtlichen Denkmäler im Großherzogtum Luxemburg zusammengelegt werden. Die Bibliothek konnte im Laufe der Zeit zur wichtigsten zentralen Dokumentationsstelle des Landes ausgebaut werden.
Heute ist die Nationalbibliothek für den Erhalt des Bestandes an luxemburgischen Druckwerken zuständig. Sie sammelt alle in Luxemburg gedruckten und verlegten Veröffentlichungen und erwirbt im Ausland verlegte Veröffentlichungen mit Bezug zu Luxemburg oder von Luxemburgern. Die Luxemburgensia-Abteilung umfasst 150.000 Bände sowie 3.000 Zeitschriftentitel.
Die Nationalbibliothek ist die größte wissenschaftliche Bibliothek Luxemburgs. Alle Wissenschaftsbereiche sind hier vertreten. Der Allgemeinbestand umfasst rund 750.000 Bände und 3.500 internationale Zeitschriftentitel aller Disziplinen. In den Lese- und Nachschlageräumen sind rund 30.000 Bände frei zugänglich. Pro Jahr wird der Allgemeinbestand um rund 10.000 Bände erweitert.
Nicht nur das Bibliothekswesen, sondern auch das Buchwesen an sich entwickelte sich relativ spät in Luxemburg.
Die ersten Druckschriften erschienen erst gegen Ende des 16. Jh., das erste vollständig in luxemburgischer Sprache gedruckte Buch im Jahre 1600. Außer an Schulbücher und religiöse Handschriften gab es keine Nachfrage an Büchern. Erst 1704 erschien die erste luxemburgische Zeitung in französischer Sprache („La Clef du Cabinet des Princes“), 1824 die erste Zeitung in deutscher Sprache („Luxemburger Wochenblatt“).
Die luxemburgische Sprachsituation erfordert außerdem eine kostenintensive Anschaffung von Literatur in mindestens drei Sprachen, d. h. jedes Buch über ein bestimmtes Thema muss in mindestens zwei Sprachen (dt. & frz.) angeschafft werden. Die zweitbedeutendste Bibliothek ist die nur im Rahmen der Schloßbesichtigung öffentliche Hofbibliothek mit immerhin 30000 Bänden und bedeutenden Sammlungen. Sie ist erst zu 10 % erschlossen und noch weitgehend unbekannt.
Wichtige wissenschaftliche Bibliotheken sind neben der Bibliothèque Nationale, das Centre Universitaire, einige spezialisierte Bibliotheken (Centre national de la littérature, Bibliothèque du Grand Seminaire etc.), die Bibliotheken der ausländischen Kulturinstitute und die Bibliotheken europäischer Institutionen: die Europäische Kommission, das Europaparlament, der Europäische Gerichtshof und die Europäische Investitionsbank etc.
Film
Luxemburgs Filmszene ist klein. Filme auf Luxemburgisch werden nur alle paar Jahre gedreht. Dafür kommen diese aber beim Publikum recht gut an. Bedeutender sind die ausländischen Produktionen, die Luxemburg wegen der landschaflichen Vielfalt und den günstigen Bedingungen zu schätzen wissen. Zu diesen Filmen zählt auch „Girl with a Pearl Earring“ (2003) mit Scarlett Johansson der für drei Oscars nominiert wurde.
International bekannte luxemburgische Schauspieler sind u. a. Thierry van Werveke (als Henk in „Knockin' On Heaven's Door“) oder André Jung der vom Magazin Theater Heute zweimal (1981 & 2002) zum besten Schauspieler gewählt wurde.
Der wohl originellste Regisseur Luxemburgs ist Daniel Wiroth, welcher in seinen Filmen Realfilm mit Stop-motion-Animation verbindet und somit Welten voller Poesie erschafft.
Doch die junge luxemburger Filmszene ist am kreativen Brodeln. Als Beispiel dafür kann man die Initiativen von Filmreakter und Pyramid Pictures sehen.
Musik
Die Musikszene in Luxemburg gewinnt immer mehr an Bedeutung. Zwar sind die wenigsten Bands über die Landesgrenzen hinaus bekannt, doch entstehen jedes Jahr eine Menge talentierter Schüler- wie Studentenbands. Die Szene umfast fast alle Stile, die Verbreitesten sind aber Metal wie Rock Gruppen, die vor allem bei kleineren Veranstaltungen auftreten. Außerdem hat fast jede Gemeinde ihre eigene Dorfkapelle, die allen möglichen Festen auftreten. Gut besuchte und in de Regel hochkarätig besetzte Konzerte gibt es im Sommer im Rahmen der Aktion „Summer in the City“. Einer der Höhepunkte ist die „Blues'n'Jazz Rallye“ in der Altstadt und ein Konzert-Reigen auf dem Marktplatz.
Zu den bekanntesten Luxemburger Bands und Künstlern gehören: Fluyd, Cool Feet, Defdump, Fausti, Gast Waltzing, Gollo, Jimmy Martin, Mercury, Monika, Park Café, T42, The Gentles,disappointed, Inborn, ILL?, [http://www.inbetween.lu Inbetween]...
Die klassische Musik hat ebenfalls einen hohen Stellenwert im luxemburgischen Kulturleben. Zu den bekannten Größen gehören das Orchestre Philharmonique du Luxembourg (ehem. Symphonieorchester von RTL) sowie das Orchester der Streitkräfte. Außerdem hat Luxemburg eine Reihe hervorragender Solisten hervorgebracht, die etwa mit den [http://www.sel.lu Solistes Européens] unter der Leitung von Jack Martin Händler auftreten.
Theater
Theater hat in Luxemburg eine lange Tradition. In vielen Gemeinden gibt es Theatergruppen, und die Auftritte sind gut besucht. Die bedeutendsten Theater sind das Staats- und das Kapuzinertheater in Luxemburg (Stadt).
Sport
Die verbreiteste Sportart in Luxemburg ist Fußball. International ist die Nationalmanschaft aber vollkommen unbedeutend (Fifa Ranking: 155).
Erfolgreicher ist der Luxemburger Radsport. So siegte bereits vier Mal ein Luxemburger bei der Tour de France. Dies waren:
- François Faber 1909
- Nicolas Frantz 1927, 1928
- Charly Gaul 1958
Der Luxemburger Leichtathlet Josy Barthel gewann bei den XV. Olympischen Sommerspielen 1952 in Helsinki über 1500m als erster und bisher einziger Luxemburger olympisches Gold.
Immer populärer werden über die Jahre aber Ballsportarten wie Basketball oder Handball. Auch das Interesse an Kampfsport- und Kampfkunstarten ist am ständigen Wachsen, wie es der Erfolg der zahlreichen Judo- und Karatevereine zeigt.
Weitere Themen
- Liste der Städte im Großherzogtum Luxemburg
- Liste der Gemeinden im Großherzogtum Luxemburg
- Portal:Benelux
Weblinks
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=99 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.land.lu/html/dossiers/dossier_drecker/bibliotheikhaff_210700.html Luxemburgensia]
Kategorie:Land in der EU
Kategorie:Monarchie
Luxemburg, Großherzogtum
!Großherzogtum Luxemburg
!Luxemburg
Kategorie:Karlspreis
als:Luxemburg
ja:ルクセンブルク
ko:룩셈부르크
ms:Luxembourg
simple:Luxembourg
th:ประเทศลักเซมเบิร์ก
zh-min-nan:Luxembourg
1967
Jahreswidmungen
- 1967 ist „Internationales Jahr des Tourismus“
Politik und Weltgeschehen
- 1. Januar: Roger Bonvin wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Neuer Intendant der freien Volksbühne in Berlin wird Hansjörg Uzerath
- 13. Januar: Gnassingbé Eyadèma wird Staatspräsident in Togo
- 14. Februar: Erste konzertierte Aktion zur Überwindung der Wirtschaftskrise unter Bundeswirtschaftsminister Karl Schiller (SPD)
- 21. März: Guyana wird Mitglied in der UNESCO
- 11. April: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Belgien
- 21. April: Militärputsch in Griechenland
- 29. Mai: Karol Wojtyła, der spätere Papst Johannes Paul II. wird zum Kardinal ernannt
- 2. Juni: Berlin: Während eines Staatsbesuchs des Schah des Irans kommt es zu Demonstrationen und schweren Ausschreitungen. Der Student Benno Ohnesorg wird von einem Polizisten erschossen. Der Regierende Bürgermeister Heinrich Albertz tritt am 26. September mit dem gesamten Senat zurück
- 5.: 10. Juni: Sechs-Tage-Krieg zwischen Israel und seinen Nachbarn
- 5. Juni: über der Demokratischen Republik Vietnam wird das 2.000 Flugzeug der USA abgeschossen
- 16. Juni: Das Monterey Pop Festival (16.–18. Juni) in Kalifornien wird zu einem der wichtigsten Konzerte der Rock-Musikgeschichte
- 10. Juli: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Trinidad und Tobago sowie zwischen Deutschland und Thailand
- 8. August: Gründung der Vereinigung südostasiatischer Nationen (ASEAN)
- 25. August: Start des Farbfernsehens in der Bundesrepublik Deutschland
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