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Hugo Grotius

Hugo Grotius

Hugo Grotius, ndl. Huigh oder Hugo de Groot (
- 10. April 1583 in Delft (Niederlande); † 28. August 1645 bei Rostock) war ein politischer Philosoph und Rechtsgelehrter. Es gibt noch einen (weiteren) namensgleichen niederländischen Komponisten Hugo de Groot (Komponist) (1897-1986). Grotius gilt als einer der intellektuellen Gründungsväter des Souveränitätsgedankens, der Naturrechtslehre und des Völkerrechts. Ihm zu Ehren wurde seine Büste in der Walhalla aufgestellt.

Biographie

Grotius wurde in eine wohlhabende protestantische Familie geboren. Er galt als Wunderkind, das bereits im Alter von 12 Jahren fließend Latein und Griechisch sprach und auf Latein Verse verfasste, die ob ihrer Eleganz und Subtilität auch von Gelehrten gerühmt wurden. Grotius studierte ab dem Alter von 11 Jahren an der Universität Leiden, wo er zunächst die üblichen Kurse in den freien Künsten absolvierte. 1599 wurde er an der Universität von Orléans zum Doktor der Rechte promoviert. Grotius machte schnell Karriere, wurde 1607 advocaat-fiscaal (Staatsanwalt) der Staaten von Holland und 1613 Pensionär (Stadtsyndikus) von Rotterdam. Grotius unterstützte die Staaten von Holland in ihrem Konflikt mit orthodoxen Calvinisten und dem Statthalter Prinz Moritz von Oranien. Er wurde 1618 mit Johan van Oldenbarnevelt von Moritz gefangen genommen. Oldenbarnevelt wurde hingerichtet, Grotius zum Schloss Loevestein verbracht. 1621 nutzte er ein Privileg in seiner Haft: Grotius durfte sich Bücher schicken lassen und diese wieder zurückgeben. Seine Frau Marie Reigersberg packte ihn in diese Bücherkiste, und so entkam Grotius, getarnt als Stapel theologischer Bücher, aus der Haft. Seine Flucht führte ihn zuerst nach Paris. Ab 1634 diente Grotius der schwedischen Königin Christina als Botschafter. Bei der Ausübung des Dienstes verstarb er nach einem Schiffsunglück in der Nähe von Rostock. Grotius lebte in einer Zeit intensiver Spannungen zwischen verschiedenen calvinistischen Gruppen in den Niederlanden, den Remonstranten und den Contraremonstranten, die in der Prädestinationslehre gegensätzliche Positionen vertraten. Später sah er den dreißigjährigen Krieg aus nächster Nähe. Es verwundert nicht, dass ein Großteil seines Werkes sich um den Ausgleich zwischen den Denominationen dreht und sich mit der Frage eines gerechten Krieges befasst.

Werk

In seinem Buch Mare Liberum ("Das freie Meer") formulierte er eine neue Grundregel, in der er proklamierte, die Meere seien internationale Gewässer und alle Nationen hätten das Recht, sie zur Handelsschifffahrt zu nutzen. England, mit den Holländern heftig um die Herrschaft im Welthandel konkurrierend, widersetzte sich dieser Idee und behauptete die Gewässerhoheit um die Britischen Inseln. Auch Grotius Landsmann Cornelis van Bynkershoek bejaht das Eigentum am Meer für die 3-Meilen-Zone, also der damaligen Reichweite von Geschützen. Die Debatte hatte wichtige ökonomische Implikationen. Die holländische Republik unterstützte im wesentlichen die Idee des Freihandels (hielt jedoch an dem Handelsmonopol an Muskatnuss und Gewürznelken in den Molukken fest). England verbot 1651 mit dem Seefahrtsgesetz die Einfuhr sämtlicher Waren, ausgenommen derer auf englischen Schiffen. Das Gesetz führte letztlich zum 1. Englisch-Holländischen Krieg (1652 - 1654). Grotius legte auch die Grundlagen für das Völkerrecht in Konfliktsituationen zwischen Nationen in seinem Buch De jure belli ac pacis ( Von den Gesetzen des Krieges und des Friedens). Das 1625 in Paris erschienene Buch gilt als Grotius' Meisterwerk, das im 17. und 18. Jhd. zahlreiche Auflagen erfuhr. Hugo Grotius beschreibt darin zum einen das Recht, welches in Kriegs- und in Friedenszeiten zwischen den Völkern zu gelten habe, zum anderen geht er aber noch viel weiter und zeigt "das Recht der ganzen Menschheit, d.h. alle Rechtsverhältnisse - auch zwischen Einzelpersonen - innerhalb der magna generis humani societas" auf, sodass das Werk als Abhandlung zum Naturrecht zu klassifizieren ist. Grotius war einer der ersten, der versuchte ein säkulares Recht zu begründen. Sein epochemachender Versuch, ein Naturrecht zu begründen, ging davon aus, dass es dem Menschen möglich sein müsste, zu einer gültigen Idee von "recht" und "unrecht" selbst dann zu gelangen, wenn Gott nicht existierte. Grotius zählt auch zu den wesentlichen Gründerpersönlichkeiten des internationalen Rechts, ist aber natürlich nicht der einzige: viele seiner Gedanken finden sich auch bei den Thomisten der Schule von Salamanca. Grotius half durch seine klare und umfassende Zusammenstellung, durch die fortschrittliche Betonung des Naturrechtsgedankens und schließlich durch seinen europaweiten Ruf allerdings sehr, den Gedanken eines Völkerrechts, das nicht notwendigerweise gleich ein Kriegsrecht ist, zu verbreiten. Grotius wurde in den Niederlanden hauptsächlich für seine verwegene Fluchtaktion berühmt. Sowohl das Rijksmuseum in Amsterdam als auch das Museum Het Prinsenhof in Delft behaupten, im Besitz der Original-Bücherkiste zu sein.

Siehe auch


- Achtzigjähriger Krieg
- Geschichte der Niederlande
- Dordrechter Synode

Weblinks


- [http://swb.bsz-bw.de/DB=2.1/SET=1/TTL=1/CMD?ACT=SRCHA&IKT=1004&SRT=YOP&TRM=Grotius%2C+Hugo Bücher von und über Hugo Grotius im Südwestdeutschen Bibliotheksverbund]
- [http://www.bautz.de/bbkl/g/grotius_h.shtml Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon] Grotius, Hugo Kategorie:Rechtsgeschichte Grotius, Hugo Grotius, Hugo Grotius, Hugo Grotius, Hugo Grotius, Hugo ja:フーゴー・グローティウス

10. April

Der 10. April ist der 100. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 101. in Schaltjahren) - somit bleiben 265 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1821 - Als Folge des Griechischen Unabhängigkeitskrieges wird der Ökumenische Patriarch Grigorios V. in Istanbul an einer Kirchentür erhängt
- 1864 - Ausrufung des österreichischen Erzherzogs Maximilian zum Kaiser von Mexiko.
- 1912 - In Southampton beginnt die Jungfernfahrt der Titanic. Ihr Ziel - New York - wird sie nie erreichen.
- 1915 - Pierre de Coubertin bestimmt vertraglich, dass das Internationale Olympische Komitee künftig seinen ständigen Sitz in Lausanne haben soll.
- 1941 - Die deutsche Wehrmacht marschiert in Zagreb ein.
- 1946 - Japan. Bei den ersten Parlamentswahlen nach dem 2. Weltkrieg dürfen erstmals auch Frauen wählen. Das Wahlalter wird auf 20 Jahre gesenkt.
- 1957 - Nach dreimonatiger Schließung wird der Sueskanal wieder geöffnet.
- 1974 - Die israelische Ministerpräsidentin Golda Meïr tritt zurück, nachdem ein Untersuchungsausschuss eine Mitschuld ihrer Regierung am Ausbruch des Jom-Kippur-Kriegs festgestellt hat.
- 1998 - In Belfast unterzeichnen 8 nordirische Parteien sowie die Regierungen von Großbritannien und der Republik Republik Irland ein Abkommen, das den Bürgerkrieg beenden soll.
- 2000 - Indien. 20 Berge im Himalaya ab 6.000 Meter werden durch die Regierung zur Besteigung freigegeben.
- 2003 - Estland. Juhan Parts wird Ministerpräsident

Wirtschaft


- 1883 - Der Maschinenbauingeneur Emil Rathenau gründet in Berlin die "Deutsche Edison-Gesellschaft für angewandte Elektrizität".
- 1991- Der letzte "Wartburg" läuft im thüringischen Eisenach vom Band.

Wissenschaft und Technik

Kultur


- 1840 - Uraufführung der Oper Die Märtyrer von Gaetano Donizetti in Paris.
- 1851 - Uraufführung der Oper Die Heimkehr aus der Fremde von Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig.
- 1913 - Die Oper "Die Liebe der drei Könige" von Halo Montemezzi wird an der Mailänder Scala uraufgeführt.
- 1919 - Uraufführung der musikalischen Komödie Masques et bergamasques von Gabriel Fauré in Monte Carlo.
- 1970 - Paul McCartney gibt seine Trennung von den Beatles bekannt.

Religion

Katastrophen


- 1963 - Der Untergang des US-amerikanischen Atom-U-Boots USS Thresher fordert 129 Menschenleben.
- 1972 - Bei einem Erdbeben der Stärke 7,1 sterben im Iran 5.054 Menschen.
- 1973 - Während des Landeanflugs stürzt eine Maschine der Invicta International Airlines bei Hochwald nahe der Stadt Basel in einem bewaldeten Hügelgebiet ab. 108 der 145 Fluggäste sterben bei dem Unglück.
- 1991 - Italien. Die italienische Fähre Moby Dick kollidiert mit dem Tanker Agip Abruzzo und sinkt. 132 Tote.

Sport


- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 2005 - Finian Maynard erreicht den Weltrekord für das schnellste segelbetriebene Wasserfahrzeug als Windsurfer mit 90,2 km/h.

Geboren


- 1502 - Ottheinrich von der Pfalz, Wittelsbacher Pfalzgraf bei Rhein, Kurfürst von der Pfalz (1556-1559)
- 1512 - Jakob V., König von Schottland von 1513 bis 1542
- 1579 - August der Jüngere, Herzog zu Braunschweig-Lüneburg
- 1583 - Hugo Grotius, niederländischer Philosoph und Rechtsgelehrter
- 1636 - Balthasar Kindermann, deutscher Dichter
- 1651 - Ehrenfried Walther von Tschirnhaus, deutscher Philosoph und Mathematiker
- 1727 - Samuel Heinicke, deutscher Pädagoge
- 1755 - Samuel Hahnemann, deutscher Arzt (Begründer der Homöopathie)
- 1780 - Heinrich Luden, deutscher Historiker
- 1783 - Hortense de Beauharnais, Königin von Holland und Mutter des Kaisers Napoléon III.
- 1794 - Matthew Perry (Offizier), US-amerikanischer Seeoffizier, zuletzt im Rang eines Commodore
- 1796 - James Bowie, nordamerikanischer Pionier und Trapper
- 1801 - Paul Devaux, belgischer Staatsmann
- 1802 - Johann Peter Lange, deutscher protestantischer Theologe
- 1803 - Adolf Heinrich Graf von Arnim-Boitzenburg, preußischer Politiker
- 1827 - Lew Wallace, US-amerikanischer Militär, Politiker und Schriftsteller
- 1829 - Johannes Janssen, deutscher Historiker
- 1829 - William Booth, Gründer und erster General der Heilsarmee
- 1838 - Johann Hinrich Fehrs, deutscher Erzähler und Lyriker
- 1847 - Joseph Pulitzer, US-amerikanischer Journalist und Herausgeber
- 1851 - Gennaro Granito Pignatelli di Belmonte, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1864 - Eugen d'Albert, deutscher Komponist und Pianist
- 1864 - Friedrich Wilhelm Nohe, 1. Vorsitzender des Deutschen Fußballbundes
- 1864 - Michael Mayr, österreichischer Historiker und Politiker
- 1866 - Theodor Lerner, deutscher Journalist und Polarforscher
- 1868 - Max Eckert-Greifendorff, deutscher Professor
- 1876 - Jean-Marie Musy, schweizerischer Politiker
- 1877 - Alfred Kubin, österreichischer Grafiker und Buchillustrator
- 1877 - Massimo Massimi, italienischer Kardinal
- 1880 - Aloys Fischer, deutscher Pädagoge
- 1886 - John Hayes, US-amerikanischer Marathonläufer, Olympiasieger
- 1887 - Bernardo Alberto Houssay, argentinischer Physiologe und Nobelpreisträger
- 1887 - Heinz Tiessen, deutscher Komponist
- 1893 - Heinrich Georg Ritzel, deutscher Politiker (SPD)
- 1894 - Ben Nicholson, englischer Maler und Objektkünstler
- 1897 - Theodor Bogler, deutscher Keramiker, Architekt und Benediktiner-Pater
- 1899 - Friedrich Traugott Wahlen, schweizerischer Politiker und Professor für Landwirtschaft
- 1903 - Hugh Adcock, britischer Fußballspieler
- 1903 - Willy Stahl, deutscher Politiker
- 1904 - Joachim Gottschalk, deutscher Schauspieler
- 1904 - Scott E. Forbush, US-amerikanischer Geophysiker
- 1910 - Abu-Bakr Khairat, ägyptischer Komponist
- 1911 - Alois Niederalt, deutscher Politiker
- 1911 - Martin Denny, US-amerikanischer Jazzpianist
- 1913 - Stefan Heym, deutscher Schriftsteller
- 1914 - Herbert Fischer, Botschafter der DDR in Indien
- 1917 - Robert B. Woodward, US-amerikanischer Chemiker und Nobelpreisträger
- 1919 - Richard Bergmann, österreichischer Tischtennisspieler
- 1921 - Sheb Wooley, US-amerikanischer Sänger
- 1924 - Wolfgang Menge, deutscher Reporter und Drehbuchautor
- 1926 - William H. Danforth, Vorstandsdirektor der Washington University
- 1928 - Rolf-Hans Müller, deutscher Bandleader
- 1929 - Hanns Lothar, deutscher Schauspieler
- 1929 - Max von Sydow, schwedischer Schauspieler
- 1929 - Mike Hawthorn, englischer Rennfahrer und Formel-1-Weltmeister
- 1931 - Bruno Weber, schweizerischer Architekt und Bildhauer
- 1932 - Mae Faggs, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1932 - Nat Nelson, US-amerikanischer Sänger
- 1932 - Omar Sharif, ägyptischer Schauspieler
- 1937 - Reinhard Brandt, deutscher Philosoph
- 1937 - Wolfgang Jehn, deutscher Komponist
- 1940 - Ricky Valance, britischer Sänger
- 1941 - Paul Theroux, US-amerikanischer Reiseschriftsteller
- 1944 - Thüring Bräm, Schweizer Dirigent und Komponist
- 1947 - Bunny Wailer. jamaicanischer Musiker
- 1948 - Bernd Clüver, deutscher Schlagersänger
- 1949 - Larry Wall, US-amerikanischer Linguist, Programmierer, und Autor
- 1950 - Dave Peverett, britischer Sänger
- 1951 - Steven Seagal, US-amerikanischer Schauspieler
- 1952 - Grigori Alexejewitsch Jawlinski, liberaler russischer Politiker und Vorsitzender der Partei Jabloko
- 1953 - Heiner Lauterbach, deutscher Schauspieler
- 1958 - Kathleen Glynn, Grafik-Designerin und Film-Produzentin
- 1959 - Brian Setzer, US-amerikanischer Musiker
- 1959 - Jochen Nickel, deutscher Schauspieler
- 1959 - Katrina Leskanich, britische Sängerin
- 1959 - Stanislaw Tillich, deutscher Politiker
- 1963 - Doris Leuthard, schweizer Politikerin
- 1963 - Mark Oliver Everett, US-amerikanischer Musiker
- 1965 - Bernd Schneider, deutscher Schachspieler
- 1966 - Heinz Barwich, Kernphysiker der DDR
- 1970 - Pauline Konga, kenianische Leichtathletin und Olympionikin
- 1973 - Tatjana Prinzessin von und zu Liechtenstein, Tochter des amtierenden Fürsten von Liechtenstein
- 1975 - Chris Carrabba, US-amerikanischer Musiker (Dashboard Confessional)
- 1976 - Sara Renner, kanadische Skilangläuferin
- 1978 - Eva Bramböck, österreichische Triathletin
- 1981 - Liz McClarnon, britische Sängerin
- 1984 - Mandy Moore, US-amerikanische Pop-Sängerin und Schauspielerin
- 1988 - Haley Joel Osment, US-amerikanischer Schauspieler

Gestorben


- 1055 - Konrad III. (Bayern), Herzog von Bayern seit 1054
- 1152 - Eberwin von Helfenstein, deutscher Prämonstratenser, katholischer Heiliger
- 1331 - Engelbert von Admont, österreichischer Benediktiner, katholischer Heiliger
- 1349 - Wilhelm von Ockham, englischer Philosoph und Scholastiker
- 1533 - Friedrich I. (Dänemark), König von Dänemark, Herzog von Schleswig und Holstein
- 1548 - Gonzalo Pizarro, spanischer Konquistador, hingerichtet in Cuzco
- 1553 - Friedrich I. (Dänemark), König von Dänemark und Norwegen (1523-1553)
- 1585 - Gregor XIII. (Papst), Papst seit 1572
- 1599 - Gabrielle d'Estrées, Geliebte Heinrichs IV. von Frankreich
- 1640 - Agostino Agazzari, italienischer Komponist und Musiktheoretiker
- 1646 - Santino Solari, italienischer Barockbaumeister (Salzburger Dom)
- 1648 - Hans Jakob von Koseritz, Mitglied der "Fruchtbringenden Gesellschaft"
- 1657 - Johann Konrad Varnbüler, württembergischer Freiherr und Diplomat
- 1694 - Katharina Regina von Greiffenberg, geistliche Lyrikerin
- 1749 - Gottfried Anshelm von Lindenau, Rittergutsbesitzer
- 1756 - Giacomo Antonio Perti, italienischer Kirchenmusiker und Komponist
- 1758 - Lorenz Heister, deutscher Anatom
- 1786 - John Byron, englischer Südseeforscher
- 1807 - Anna Amalie von Sachsen-Weimar-Eisenach, deutsche Herzogin und Komponistin
- 1813 - Christian Daniel von Finckh, Tribunalrichter in Oldenburg
- 1813 - Joseph-Louis Lagrange, italienischer Mathematiker und Astronom
- 1823 - Carl Leonhard Reinhold, österreichischer Vertreter der deutschen Aufklärung.
- 1835 - Magdalena Gabriela von Canossa, italienische Ordensgründerin
- 1863 - Giovanni Battista Amici, italienischer Astronom und Optiker
- 1863 - Hermann Steudner, Naturforscher und Afrikaforscher
- 1874 - Heinrich von Kittlitz, Ornithologe, Naturforscher, Reisender, Zeichner
- 1887 - Wilhelm Adolf Schmidt, deutscher Historiker
- 1897 - Friedrich Franz III., Großherzog von Mecklenburg-Schwerin
- 1911 - Samuel Loyd, US-amerikanischer Spiele-Erfinder und Rätselspezialist
- 1912 - Ernst Christian Achelis, evangelischer Theologe
- 1919 - Emiliano Zapata, Führer in der mexikanischen Revolution gegen Porfirio Diaz
- 1920 - Moritz Benedikt Cantor, erster deutscher Professor für die Geschichte der Mathematik
- 1924 - Hugo Stinnes, deutscher Großindustrieller und Politiker
- 1931 - Khalil Gibran, libanesischer Künstler und Dichter
- 1938 - King Oliver, US-amerikanischer Musiker
- 1948 - Wilhelm Külz, deutscher Politiker
- 1953 - Carol II., König von Rumänien (1930-1940)
- 1954 - Auguste Lumière, französischer Filmpionier
- 1954 - Ludwig Michael Curtius, deutscher Archäologe und Kunsthistoriker
- 1955 - Pierre Teilhard de Chardin, französischer Jesuit und Paläontologe
- 1958 - Chuck Willis, US-amerikanischer Musiker
- 1962 - Stuart Sutcliffe, Maler und Musiker, frühes Mitglied der Beatles
- 1966 - Evelyn Waugh, britischer Schriftsteller
- 1966 - Heinz Barwich, Kernphysiker der DDR
- 1970 - Rudolf Bergander, deutscher Maler und Kartenzeichner der Wehrmacht
- 1975 - Josephine Baker, amerikanische Tänzerin
- 1979 - Dom Paul Benoît, luxemburger Komponist
- 1979 - Nino Rota, italienischer Komponist
- 1979 - Paul Benoît, Luxemburger Komponist
- 1981 - Christa Johannsen, deutsche Schriftstellerin
- 1981 - Gerhard Grüneberg, SED-Funktionär
- 1982 - Peter Brückner, deutscher Sozialpsychologe
- 1986 - Eugen Grimminger, Mitglied der Widerstandsbewegung Weiße Rose
- 1987 - Berta Drews, deutsche Schauspielerin
- 1988 - Oktay Rifat, Schriftsteller
- 1992 - Peter Dennis Mitchell, britischer Chemiker und Nobelpreisträger
- 1995 - Günter Guillaume, Agent
- 1995 - Morarji Desai, indischer Politiker und Regierungschef
- 2000 - Walter Stöhrer, deutscher Maler
- 2002 - Manfred Köhnlechner, deutscher Heilpraktiker
- 2003 - Little Eva, US-amerikanische Sängerin
- 2004 - Jacek Kaczmarski, polnischer Liedermacher
- 2004 - Roland Rainer, österreichischer Architekt
- 2004 - Sakip Sabanci, Gründer der Sabanci Holding
- 2005 - Norbert Brainin, österreichisch-britischer Violinist

Feier- und Gedenktage


- Eberwin - Eberwin von Helfenstein, Prämonstratenser (katholisch)
- Engelbert - Engelbert von Admont, österreichischer Benediktiner, Abt von Admont (katholisch)
- Gerold - Gerold von Großwalsertal, (katholisch, auch 19. April)
- Hulda - Prophetin des Alten Bundes (orthodox)
- Magdalena - Magdalena von Canossa, italienische Ordensgründerin (katholisch)

Siehe auch


- 9. April - 11. April
- 10. März - 10. Mai
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0410 ja:4月10日 ko:4월 10일 simple:April 10 th:10 เมษายน

1583

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Galileo erfindet das Pendel
- Ernst von Bayern wird Erzbischof von Köln

Geboren


- 10. April: Hugo Grotius, Naturrechtsphilosoph († 1645)
- 26. Juni: Axel Oxenstierna, Schwedischer Kanzler († 1654)
- 27. Juni: Christoph von Dohna (Preußen), Politiker und Gelehrter zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges
- 24. August: Herzog Albrecht von Wallenstein, Feldherr und Politiker († 1634 ermordet)
- 9. September: Girolamo Frescobaldi, Komponist und Organist († 1643)
- 23. September: Christian II., Fürst aus dem Hause Wettin (albertinische Linie) († 1611)
- 24. September: Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein, General († 1634)
- Hans Georg von Arnim-Boitzenburg, Feldherr und Politiker im Dreißigjährigen Krieg († 1641)

Gestorben


- 25. Januar: Johannes Pistorius der Ältere (Niddanus), hessischer Reformator und Superintendent (
- 1504)
- 18. Juli: Johannes Thal, deutscher Arzt und Botaniker (
- 1542)
- Thomas Erastus, Theologe (
- 1524) ko:1583년

Niederlande

Die Niederlande (niederländisch Nederland) sind Teil des Königreichs der Niederlande in Westeuropa. Sie sind einer der am dichtesten besiedelten Staaten der Welt. Rund ein Viertel des Landes liegt unterhalb des Meeresspiegels und ist mit rund 3.000 km Deichen geschützt. Im deutsch- und englischsprachigen Raum wie auch in den Niederlanden selbst wird anstelle der offiziellen und korrekten Bezeichnung Niederlande umgangssprachlich häufig der Name Holland für das gesamte Staatsgebiet verwendet. Diese Bezeichnung stammt von der alten Grafschaft Holland her und bezieht sich eigentlich nur auf die heutigen Provinzen Nord- und Südholland. - Siehe dazu auch die Rubrik "Die Niederlande im deutschen Sprachgebrauch" am Seitenende.

Geografie

Räumliche Lage

Das ganze Landes liegt weniger als einen Meter über, einige Gebiete sogar unterhalb des Meeresspiegels.
Der höchste Punkt des Landes, der Vaalserberg im Südosten, befindet sich 322 m über dem Amsterdamer Pegel, dort liegt auch gleichzeitig das Dreiländereck zu Deutschland und Belgien. Die flachen Gebiete werden in der Regel durch Deiche vor Sturmfluten geschützt.
Teile der Niederlande, wie zum Beispiel fast die gesamte Provinz Flevoland, wurden durch Landgewinnung dem Meer abgewonnen. Sie werden als Polder bezeichnet.
Ungefähr ein Fünftel (18,41 %) der Landesfläche ist mit Wasser bedeckt, wovon den größten Teil das IJsselmeer ausmacht, eine ehemalige Nordsee-Bucht, die 1932 durch einen 29 km langen Abschlussdeich eingepoldert wurde. Die wichtigsten Flüsse in den Niederlanden sind der Rhein, die Waal und die Maas. Maas Die Hauptwindrichtung in den Niederlanden ist Südwest, daraus resultiert ein gemäßigtes maritimes Klima mit kühlen Sommern und milden Wintern. Siehe auch: Niederländische Inseln, Westfriesische Inseln

Nachbarländer

Die Niederlande grenzen im Westen und Norden an die Nordsee, im Osten an Deutschland und im Süden an Belgien. Siehe auch: Städte in den Niederlanden

Bevölkerung

Die Niederlande sind mit etwa 480 Einwohnern pro Quadratkilometer Landfläche eines der am dichtesten besiedelten Länder der Welt (zum Vergleich: Deutschland 236, Monaco 16.435, Namibia 2). Niederländisch ist die Amtssprache im gesamten Staat; daneben werden niederdeutsche Mundarten gesprochen. Das Friesische ist Amtssprache in der Provinsje Fryslân und dort auch Rundfunk- und Verwaltungssprache. Im Nordosten werden niedersächsische Dialekte gesprochen, im Südosten hochdeutsche Mundarten. In den Niederlanden wohnen Einwanderer aus der ganzen Welt: Indonesien, Karibik, Südamerika, Afrika, Türkei, Polen etc. Die wichtigsten Religionen (Stand: 2002) sind der Katholizismus (31 %), der Protestantismus (21 %) und der Islam (5,5 %). Die meisten Protestanten gehören einer calvinistischen Kirche an. 40 % der Niederländer fühlen sich keiner Religionsgemeinschaft zugehörig. Die katholische Bevölkerung lebt vor allem im Süden, die protestantische vor allem im Norden des Landes.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Niederlande Nach der Aufteilung des Frankenreiches gehörten die niederen Lande zum ostfränkischen Königreich (Regnum Teutonicae) und danach zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Unter Kaiser Karl V., der zugleich spanischer König war, war das Land in siebzehn Provinzen aufgeteilt und umfasste auch den Großteil des heutigen Belgiens. Nach der Unabhängigkeitserklärung der sieben nördlichen Provinzen (Allianz von Utrecht) vom 23. Januar 1579 und dem folgenden Achtzigjährigen Krieg gegen die spanischen Habsburger wurde die formelle Unabhängigkeit von Spanien im Westfälischen Frieden am 15. Mai 1648 besiegelt, der, gleichzeitig mit der Schweiz, zur Trennung vom mittelalterlichen deutschen Reich führte. Dieses Datum gilt als Geburtstag der heutigen Niederlande. In der Folge wuchsen die Niederlande (de nederen duitsche landen) als Republik der Vereinigten Niederlande, zu einer der größten See- und Wirtschaftsmächte des 17. Jahrhunderts. Während dieser Zeit wurden Kolonien und Handelsposten auf der ganzen Welt errichtet. Bekannt ist die Gründung von Nieuw Amsterdam, welches später in New York umbenannt wurde. In Asien schufen die Niederländer ihr Kolonialreich 'Nederlands-Indie', das heutige Indonesien, welches erst 1946 unabhängig wurde. Auch im nordöstlichen Südamerika (Surinam) und der Karibik entstanden Niederländische Kolonien (Aruba, Curaçao), (Bonaire), (Saba), (St. Eustatius) und (St. Maarten); diese Inseln sind heute stiller Teil der niederländischen Monarchie (Königreich). 1796 wurde mit französischer Unterstützung die Batavische Republik gegründet (benannt nach dem germanischen Stamm, der das Gebiet zwischen Rhein und Maas zuerst besiedelt hatte, den Batavern); 1806 machte Napoleon daraus das Königreich Holland. Nach der Einverleibung durch Frankreich unter Napoleon I. wurde 1815 das Königreich der Niederlande gegründet, das auch das heutige Belgien umfasste. Erster König wurde Wilhelm I. aus dem Haus Oranien-Nassau. Belgien und damit das die niederfränkischen Flandern erlangte nach der belgischen Revolution von 1830 seine Unabhängigkeit, die allerdings erst 1839 von Wilhelm I. anerkannt wurde. Der niederländische König war gleichzeitig Großherzog von Luxemburg, wo das Salische Gesetz kein weibliches Staatsoberhaupt zuließ. Als Wilhelm III. bei seinem Tod 1890 nur eine Tochter (Königin Wilhelmina) hinterließ, ging der Luxemburger Thron auf eine andere Erbfolgelinie im Haus Nassau über und Wilhelms Vetter Adolf von Nassau übernahm dort die Regierung. Die Niederlande blieben im Ersten Weltkrieg offiziell neutral und konnten sich auch erfolgreich aus dem Krieg halten. Sie hielten ihre Truppen aber dennoch bis zum Kriegsende mobilisiert und hatten überdies mit einer großen Flüchtlingswelle zu tun. Auch im Zweiten Weltkrieg versuchte die niederländische Regierung zunächst, sich aus dem Krieg herauszuhalten. Anderslautenden Warnungen glaubte sie nicht. Hitler jedoch befahl die Okkupation der Niederlande um so Frankreich unter Umgehung der "Maginot Linie" von Norden her einnehmen zu können. Nach dreitägigem Kampf zwangen die deutschen Truppen am Abend des 14.Mai 1940 die Niederlande mit dem Bombardement von Rotterdam zur Aufgabe. Die Innenstadt wurde durch Bomben und durch die anschließenden Brände weitgehend zerstört. Es war das erste Flächenbombardement im zweiten Weltkrieg. Die Niederlande waren von Mai 1940 bis Mai 1945 besetzt. Viele Niederländer arrangierten sich mit dem Regime und viele Mitläufer verinnerlichten auch die Ideologie eines großdeutschen bzw. großgermanischen Reiches. Die Judenverfolgung schlug in den Niederlanden besonders heftig zu: aus keinem anderen europäischen Land wurde ein so großer Bevölkerungsanteil abtransportiert. Noch immer ist die Rolle niederländischer Verwaltungsstellen und etwa der Niederländischen Eisenbahn beim Abstransport der Juden nicht restlos geklärt. Die Bevölkerung hatte aber mehrheitlich unter der Besatzung zu leiden und auch unter der Judenverfolgung (Anne Frank). Der südliche Teil der Niederlande wurde in der zweiten Hälfte des Jahres 1944 von den Alliierten befreit, der Norden des Landes erst durch das Kriegsende. 1949 kam die westdeutsche Stadt Elten (bei Kleve) mit Umgebung bis 1963 unter niederländische Verwaltung. Deren Bewohner blieben formal bundesdeutsche Staatsbürger, erhielten allerdings niederländische Pässe und wurden auch niederländischen Staatsbürgern rechtlich gleichgestellt. Forderungen nach Angliederung von Teilen des Münsterlandes und des grenznahen Rheinlandes an die Niederlande, deren Bürger niedersächsische und niederfränkische Dialekte - ebenso wie in den Niederlanden - sprachen, konnte sich in den Niederlanden letztlich jedoch nicht durchsetzen. Im Februar 1953 verheerte eine Sturmflut den Südwesten der Niederlande und forderte 1800 Tote. Die Niederlande sind Gründungsmitglied der Benelux-Wirtschaftsunion (seit 1944 geplant, am 3. Februar 1958 festgelegt und am 1. November 1960 in Kraft getreten). Sie waren ebenfalls Mitbegründer der NATO und der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (und damit der Europäischen Union). In der jüngsten Vergangenheit stand das multikulturelle politische Toleranzmodell der Niederlande auf dem Prüfstand. Ihre liberale Politik machte den Weg auch für eingewanderte radikale Islamisten und so genannte Hassprediger frei: Am 2. November 2004 kam es zum Mord an dem Regisseur Theo van Gogh. Die Folge des Mordes waren Anschläge auf Moscheen und Hassbekundungen gegen muslimische Bürger. Große Bevölkerungsteile fordern seither eine rigorose Politik gegen gewalttätige Einwanderer und eine Änderung der zu liberalen Einwanderungspolitik. Zahlreiche Politiker können seither nur noch unter Polizeischutz arbeiten und werden weiterhin von Islamisten bedroht.

Politik

Seit dem Ende der französischen Revolution im Jahre 1815 sind die Niederlande eine konstitutionelle Monarchie mit dem Königshaus Oranien-Nassau an der Spitze. Es herrscht allgemeines Wahlrecht ab 18 Jahren.

Staatsoberhaupt

Staatsoberhaupt seit 1980 ist Königin Beatrix von Oranien-Nassau. Gemäß der Verfassung ist sie Mitglied der Regierung und ernennt die Minister. In der Praxis lässt sie nach Wahlen einen informateur (meist ein hoher Beamter) die Parlamentsfraktionen befragen. Nach dessen Berichterstattung bestellt die Königin einen formateur, der das Kabinett zusammenstellt. Dabei kann es sich bereits um den künftigen Ministerpräsidenten handeln.

Parlament

Das Parlament (Staten-Generaal, Generalstände) besteht aus zwei Kammern. Die Wahl der 150 Mitglieder der Zweiten Kammer (Tweede Kamer) findet im Normalfall alle vier Jahre statt. Diese Kammer ist das Parlament im eigentlichen Sinne, als Volksvertretung und Kontrolle der Regierung. Die Erste Kammer (Eerste Kamer), inoffiziell auch Senat genannt, setzt sich aus 75 Vertretern der Provinzparlamente zusammen, die ebenfalls alle vier Jahre gewählt werden. Die Arbeit der Ersten Kammer besteht vor allem in der Begutachtung von Gesetzen, die die Zweite Kammer erarbeitet hat; unter Umständen kann die Erste Kammer ein Gesetz durch ein Veto blockieren. Der heutige Ministerpräsident Jan Peter Balkenende von den Christdemokraten ist seit 2002 im Amt.

Parteien


- Christlich-Demokratischer Apell/CDA (christlich-konservativ)
- Partei der Arbeit/PvdA (sozialdemokratisch)
- Volkspartei für Freiheit und Demokratie/VVD (liberal-konservativ)
- Sozialistische Partei/SP (links)
- Liste Pim Fortuyn/LPF (rechtspopulistisch)
- Grüne Linke/GL (ökologisch und sozialistisch)
- Democraten 66/D66 (sozial-liberal)
- Christen Union/CU (extrem christlich-konservativ)
- Staatskundig Reformierte Partei/SGP (extrem christlich-konservativ)
- Neue Kommunistische Partei der Niederlanden/NCPN (kommunistisch) Siehe auch: Liste der niederländischen Ministerpräsidenten

Gesellschaftspolitik

In den letzten Jahrzehnten wurden die Niederlande unter anderem für ihre liberale gesetzliche Reglementierung weicher Drogen (siehe Coffee Shop), der Prostitution (sie ist ein gesetzlich anerkanntes Gewerbe und Prostituierte sind daher sozialversichert), von Abtreibung und Sterbehilfe bekannt. Die Niederlande gehörten auch zu den ersten Staaten, die die Ehe für Homosexuelle ermöglichten. Mit Ausnahme der so genannten Randstad (Amsterdam, Rotterdam und Den Haag) hinken Offenheit und Toleranz in der Bevölkerung der eigenen liberalen Gesetzgebung jedoch noch Jahrzehnte hinterher und die Intoleranz wird hinter der vor allem in den Medien und der Politik demonstrativ vorgetragenen Political Correctness versteckt. So ist es in einigen Teilen des Landes um die Akzeptanz offen gelebter Homosexualität weit schlechter bestellt als in den meisten Teilen Deutschlands und oftmals finden verbale oder gar gewalttätige Übergriffe gegenüber Homosexuellen statt. Am 2. November 2004 wurde der islamkritische Filmregisseur Theo van Gogh in Amsterdam ermordet. In Folge kam es zu Brandanschlägen auf Moscheen und zu moslemischen Übergriffen auf Kirchen. Die Vorfälle lösten heftige Diskussionen über die Integration von Ausländern und über das Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen aus.

Militär

Es besteht keine allgemeine Wehrpflicht. Die Streitkräfte umfassen insgesamt 53.130 Personen, davon entfallen auf das Heer 23.150, auf die Luftwaffe 11.050 und auf die Marine 12.130 Soldaten. Die Militärausgaben betragen 1,6 % des BIP (zum Vergleich, Deutschland: 1,5 %, USA: 3,4 %). Die Führung des niederländischen Heeres ("Koninklijke Landmacht") ist durch das 1. D/NL-Korps eng mit der Deutschen Bundeswehr verzahnt.

Provinzen

1579 mit sieben Provinzen begonnen, kamen später die sogenannten Generalitätslande (NL: generaliteitslanden) als Provinzen Nord-Brabant und Limburg hinzu. Drenthe wurde ebenfalls eine eigene Provinz, und die dominierende Provinz Holland wurde 1840 aufgespalten in Nord-Holland und Süd-Holland. Die jüngste Provinz ist Flevoland, das erst 1986 als Provinz gegründet wurde. Seit dem 1. Januar 1986 gliedern sich die Niederlande in 12 Provinzen (NL: provincies). Die Provinzen wiederum gliedern sich in 483 Gemeinden (gemeenten).

Wirtschaft

Hauptartikel: Wirtschaft der Niederlande Die Niederlande haben ein gut funktionierendes, offenes Wirtschaftssystem. Seit den 1980er Jahren hat die Regierung ihre ökonomischen Eingriffe weitgehend zurückgenommen. Beim produzierenden Gewerbe dominieren Nahrungsmittel- und chemische Industrie, Erdölraffinerien und die Herstellung von Elektrogeräten. Lange vor seinen europäischen Nachbarn sorgte das Land für einen ausgewogenen Staatshaushalt und bekämpfte erfolgreich die Stagnation im Arbeitsmarkt. Die moderne und hoch technologisierte Landwirtschaft ist außerordentlich produktiv: neben Getreide-, Gemüse-, Früchte- und Schnittblumenanbau - die Tulpenzüchtung beeinflusste sogar die Geschichte des Landes - gibt es noch Milchviehhaltung in großem Maßstab. Letztere liefert die Grundlage für den Holländer Käse als wichtiges Exportprodukt. Die niederländische Landwirtschaft beschäftigt knapp unter 4 % der Arbeitnehmer, trägt jedoch erheblich zum Export bei. Die Niederlande sind nach den USA und Frankreich der weltweit drittgrößte Exporteur landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Als Mitbegründer der Euro-Zone wurde in den Niederlanden für Bankgeschäfte am 1. Januar 1999 die vorherige Währung, der Gulden, durch den Euro ergänzt. Drei Jahre später, am 1. Januar 2002, ersetzen die Euromünzen und -banknoten für die Konsumenten den Gulden als Zahlungsmittel.

Naturressourcen

Die Niederlande verfügen über Erdgaslager, aus denen nahe Groningen sowie in der südlichen Nordsee in großem Maßstab gefördert wird. 1996 wurden 75,8 Mrd. m³ (nach BP) gefördert. Damit stehen die Niederlande im Ländervergleich bei der Erdgasförderung auf Platz fünf, nach Russland (561,1 Mrd. m³), USA (546,9 Mrd. m³), Kanada (153,0 Mrd. m³) und Großbritannien (84,6 Mrd. m³). Weiterhin gibt es an der emsländischen Grenze kleinere Erdölreserven und größere Salzlagerstätten bei Delfzijl und Hengelo. Abgesehen von Torf (u. a. im Bourtanger Moor) verfügen die Niederlande über keine weiteren nennenswerten Bodenschätze.

Kultur

Feiertage

Malerei

Viele weltberühmte Maler waren Niederländer. Die Blütezeit der Republik im 17. Jahrhundert, das sogenannte Goldene Zeitalter brachte große Künstler wie Rembrandt van Rijn, Johannes Vermeer, Frans Hals, Carel Fabritius, Gerard Dou, Paulus Potter oder Jan Steen hervor. Berühmte Maler späterer Epochen waren Vincent van Gogh und Piet Mondriaan. M. C. Escher ist ein bekannter Grafiker.

Architektur

Niederländische Architekten gaben wichtige Impulse für die Architektur des 20. Jahrhunderts. Hervorzuheben sind vor allem Hendrik Petrus Berlage und die Architekten der De Stijl-Gruppe (Robert van't Hoff, J.J.P. Oud, Gerrit Rietveld). Johannes Duiker war ein Vertreter des Neuen Bauens. Die sogenannte Amsterdamer Schule (Michel de Klerk) leistete einen bemerkenswerten Beitrag zur expressionistischen Architektur. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg traten innovative niederländische Architekten hervor. Aldo van Eyck und Herman Hertzberger prägten die Architekturströmung Strukturalismus. Piet Blom wurde durch seine eigenwilligen Baumhäuser bekannt.

Wissenschaft

Aus den Niederlanden stammten Erasmus von Rotterdam, Baruch Spinoza und Christiaan Huygens. René Descartes verbrachte den Großteil seiner Schaffenszeit in den Niederlanden. Überhaupt fanden seit der frühen Neuzeit zahlreiche verfolgte Wissenschaftler in den Niederlanden Asyl und Wirkungsmöglichkeiten. Die moderne Soziologie verdankt ihrem niederländischen Begründer S. Rudolf Steinmetz bedeutende Anregungen.

Literatur

Im "Goldenen Zeitalter" (De Gouden Eeuw) der Niederlande blühte neben der Malerei auch die Literatur, als bekannteste Vertreter wären Joost van den Vondel und P. C. Hooft zu nennen. Wichtige Autoren im 20. Jahrhundert waren Harry Mulisch, Jan Wolkers und Simon Vestdijk. Und während der deutschen Besatzung verfasste Anne Frank in Amsterdam ihr weltbekanntes Tagebuch.

Musik

Das niederländische Musikleben war im Bereich der klassischen Musik lange Zeit nicht auf dem Niveau anderer europäischer Staaten organisiert. Erst Ende des 19. Jahrhunderts fand eine Professionalisierung statt und es bildeten sich zahlreiche Orchester und Kammerensembles. Wichtige Komponisten im 20. Jahrhundert sind Julius Röntgen, Willem Pijper, Mathijs Vermeulen, Louis Andriessen, Otto Ketting, Ton de Leeuw, Theo Loevendie, Misha Mengelberg, Tristan Keuris und Klaas de Vries (Liste niederländischer und flämischer Komponisten). Die wohl bekannteste niederländische Rockband Golden Earring hatte in den 1970er Jahren ihren größten Hit mit "Radar Love". Die Niederlande haben eine sehr lebendige Musik-Szene auf hohem Niveau. Es gibt zahlreiche Veranstaltungslokale und in den Medien wird den Künstlern viel Raum gegeben. Seit einigen Jahren ist "nederlandstalige muziek", Musik in der Landessprache sehr erfolgreich. Die berühmtesten Pop/Rockbands sind Blof, die meistgespielte Band im niederländischen Radio der vergangenen Jahre, und [http://www.acdaendemunnik.nl/ Acda en de Munnik], ein Duo, das mit Kleinkunstprogrammen bekannt geworden ist. Noch höhere Plattenverkaufszahlen erzielen Schlagerkünstler, wie Marco Borsato und [http://www.fransbauer.nl/ Frans Bauer]. Bekannte niederländische Rapper sind Ali B und Lange Frans & Baas B.

Natursehenswürdigkeiten


- De Hollandse Biesbosch, eine Fluss- und Sumpflandschaft
- Keukenhof
- die Nationalparks De Hoge Veluwe und Veluwezoon in der Veluwe
- die Naturschutzgebiete auf Texel
- Reeuwijkse Plassen bei Gouda
- Schiermonnikoog
- Die Deltawerke Schutzwehre gegen Sturmfluten. Gebaut nach der Sturmflut von 1953

Landesübliche Küche

Das inoffizielle Nationalgericht Stamppot ist zumeist eine passierte Mischung aus Kartoffeln und Gemüse. Häufig wird dabei Grünkohl (niederl. Boerenkool) verwendet. Teilweise werden auch angebratene Zwiebeln mit Schinkenspeck untergemengt. Eine regelrechte Snackbarkultur ist in den letzten Jahrzehnten entstanden. In diesen Fastfoodrestaurants erhält man Pommes Frites (niederl. Patat) mit Mayonnaise, Ketchup (auch gemischt mit Zwiebeln = special) oder Erdnusssoße (niederl. Pindasaus). Letztere hat sich durch die Einflüsse der Kolonialzeit etabliert. Überhaupt sind indonesische Einflüsse in der niederländischen Küche kaum zu übersehen, auch wenn die meisten Gerichte dem holländischen Geschmacksempfinden angepasst wurden. Neben den Pommes Frites werden in den Snackbars auch fritierte Fleisch- und Käsegerichte angeboten. Eine wirkliche Einzigartigkeit stellt der "Hollandse Nieuwe" dar. Dabei handelt es sich um rohe Heringsfilets, die am Schwanz gehalten über Kopf verzehrt werden, und über viele wertgebende Inhaltsstoffe verfügen sollen. International bekannt ist der niederländische Käse (niederl. Kaas), der sowohl als Brotbelag als auch in Stücke geschnitten verzehrt wird. Am weitesten verbreitet ist der Gouda, der seinen Ursprung in der gleichnamigen Stadt hat. Er ist in unterschiedliche Reifegrade eingeteilt. Jonger Kaas ist am kürzesten gelagert und schmeckt sahnig mild. Belegen ist die nächste Stufe mit einem würzigem Geschmack und einer festen Konsistenz. Oude Kaas ist die teuerste und aromatischste Lagerstufe. Besonders bekannt ist der "Oud Amsterdam". Das niederländische Frühstück ist eher spärlich und besteht meist aus einem Brot und einer Tasse Kaffee. Mittags gibt es ebenfalls belegte Brote dazu Milch oder Buttermilch. Die Hauptmahlzeit stellt das Abendbrot dar, welches aus warmen Speisen besteht und gegen fünf Uhr nachmittags eingenommen wird.

Die Niederlande im deutschen Sprachgebrauch

Der grammatikalisch richtige Gebrauch des Namens Niederlande ist vielen Sprechern nicht geläufig, was zu der fälschlichen Verwendung des Namens Holland beiträgt. Niederlande stellt eine Pluralform dar; vergleichbar mit den USA (die USA). Den Ländernamen gibt es im Singular nicht. Die Deklinationstabelle lautet wie folgt:
- Nominativ Plural: die Niederlande
- Genitiv Plural: der Niederlande
- Dativ Plural: den Niederlanden
- Akkusativ Plural: die Niederlande Beispielsätze
- Nominativ: Die Niederlande sind Mitglied der EU.
- Genitiv: Das Bruttosozialprodukt der Niederlande beträgt x Euro.
- Dativ: Deutschland hat den Niederlanden Hilfe versprochen.
- Akkusativ: Viele deutsche Touristen besuchen die Niederlande. Bei Satzkonstruktionen mit in ist zu beachten, dass in sowohl mit richtungsanzeigendem Akkusativ als auch mit ortsanzeigendem Dativ gebraucht werden kann:
- Ich fahre in die Niederlande. (richtungsanzeigender Akkusativ)
- Ich bin in den Niederlanden. (ortsanzeigender Dativ)

Weitere Themen


- Tourismus in den Niederlanden
- Nationalparks in den Niederlanden
- Liste der Bahnhöfe in den Niederlanden
- Niederländische Kolonien
- Niederländisch-Indien
- Liste der Königinnen und Könige der Niederlande
- Liste bekannter Niederländer
- Portal:Niederlande
- Portal:Benelux
- Niederlandistik Über Niederländische Sprache und Kultur

Weblinks


- [http://www.government.nl Offizielle Netzpräsenz der Regierung der Niederlande (englisch)]
- [http://www.koninklijkhuis.nl/ Offizielle Netzpräsenz des niederländischen Königshauses]
- [http://www.niederlandenet.de NiederlandeNet.de: Größtes Informationsportal über die Niederlande und die deutsch-niederländischen Beziehungen in deutscher Sprache]
- [http://www.niederlandeweb.de Offizielle Netzpräsenz der niederländischen Botschaft und Generalkonsulate in Deutschland]
- [http://www.netherlands-embassy.at Offizielle Netzpräsenz der niederländischen Botschaft in Wien]
- [http://www.niederlande-im-unterricht.de Deutsches Unterrichtsmaterial über die Niederlande für diverse Fächer, ausgerichtet auf die Lehrpläne Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=123 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.datenmatrix.de/cgi-local/hdbg-karten/karten.cgi?action=detail&templ=01_01_karten_detail&id=29 Karte: Die Niederlande um 1620 : Historische Karten (Haus der Bayerischen Geschichte)]
Kategorie:Staat ! Kategorie:Monarchie Kategorie:Land in der EU als:Niederlande [[got:

28. August

Der 28. August ist der 240. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 241. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 125 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse

Schaltjahren]
- 489 - Theoderichs Ostgoten-Heer bleibt Sieger über Odoakers Truppen in der Schlacht am Isonzo.
- 1521 - Belgrad fällt nach langer Belagerung an das Osmanische Reich.
- 1833 - Das britische Empire schafft die Sklaverei ab.
- 1914 - Im Seegefecht bei Helgoland versenken die Briten ohne eigene Schiffsverluste drei deutsche Kleine Kreuzer und ein Torpedoboot.
- 1916 - Deutsche Kriegserklärung an Rumänien, Italien wiederum erklärt dem deutschen Kaiserreich den Krieg.
- 1928 - In Paris wird der Briand-Kellogg-Pakt unterzeichnet, der den Angriffskrieg für völkerrechtswidrig erklärt.
- 1941 - Unter dem Vorwurf der Kollaboration mit Nazi-Deutschland verfügt ein Erlass die Deportation aller Russlanddeutschen aus der Wolgadeutschen Republik nach Sibirien und Kasachstan.
- 1963 - In Washington beteiligen sich über 200.000 schwarze und weiße Bürger am Protestmarsch gegen die Rassentrennung. Martin Luther King hält seine berühmte Rede "I have a dream"
- 1990 - Irak erklärt Kuwait zu seiner 19. Provinz.
- 1991 - Mit der Unterzeichnung eines Vertrages über die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Estland, Lettland und Litauen erkennt Deutschland die Unabhängigkeit der drei baltischen Staaten an.
- 1997 - Armenien und Russland unterzeichnen einen Freundschaftsvertrag.
- 2000 In Arusha (Tansania) wird ein Friedensvertrag für Burundi unterzeichnet.
- 2003 - In Deutschland legt die Kommission für die Nachhaltigkeit in der Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme ihren Abschlussbericht vor.

Wirtschaft


- 2004 - Zusammenschluss der Maklerverbände VDM und RDM zum Immobilien Verband Deutschland

Wissenschaft und Technik

Immobilien Verband Deutschland
- 1789 - Wilhelm Herschel entdeckt den Saturn-Mond Enceladus.
- 1831 - Von Michael Faraday vorgenommene Experimente führen zur seiner Entdeckung der elektromagnetischen Induktion.
- 1845 - In den USA erscheint die erste Ausgabe der populärwissenschaftlichen Zeitschrift Scientific American.
- 1949 - Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung wird gegründet.

Kultur


- 1724 - Uraufführung der Oper "Andromaca" von Antonio Caldara am Teatro della Favorita in Wien.
- 1850 - Die Oper "Lohengrin" von Richard Wagner wird im Großherzoglichen Hoftheater Weimar uraufgeführt.
- 1927 - Der Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main wird erstmals verliehen.
- 1981 - Mit einem Festakt wird die Alte Oper in Frankfurt am Main wiedereröffnet.

Religion

Katastrophen


- 1988 - Ramstein, Deutschland. Drei Düsenjets der italienischen Kunstflugstaffel Frecce Tricolori stoßen bei einer Flugshow auf dem Stützpunkt Ramstein Air Base zusammen. Während zwei der Jets im Bereich des Rollfeldes aufprallen, stürzt eine Maschine in die Zuschauermenge. Von den über 300.000 Zuschauern sterben 31 sofort, in der Folge 39 weitere. Über 500 wurden verletzt.
- 1993 - Chorog, Tadschikistan. Entführer zwingen den Piloten einer Jakowlew Jak-40 der Tajikistan Airlines, die überladene Verkehrsmaschine zu starten. Diese kann nicht abheben, schießt über die Startbahn hinaus und stürzt in ein Flussbett. 82 Menschen sterben, vier können gerettet werden.
- 2005 - In den USA verwüstet der Hurrikan Katrina die Küstenregionen des Golfes von Mexico. In New Orleans kommt es zu Dammbrüchen, worauf hin die Stadt zu ca. 80% überschwemmt wird. Es wird von über 1000 Toten ausgegangen.

Sport


- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1966 - Rudi Altig wird Straßenweltmeister der Radprofis.

Geboren

Rudi Altig
- 1025 - Go-Reizei, 70. Kaiser von Japan
- 1476 - Kano Motonobu, japanischer Maler
- 1496 - Konrad Heresbach, deutscher Humanist
- 1592 - George Villiers, Herzog von Buckingham, Minister unter den englischen Königen Jakob I. und Karl I.
- 1714 - Anton Ulrich, Prinz von Braunschweig
- 1749 - Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter
- 1798 - Harro Paul Harring, Revolutionär, Dichter und Maler
- 1800 - Dietrich Wilhelm Landfermann, deutscher Pädagoge und Demokrat
- 1801 - Antoine-Augustin Cournot, französischer Mathematiker und Wirtschaftstheoretiker
- 1802 - Karl Simrock, deutscher Schriftsteller
- 1810 - Carl August Haupt, deutscher Komponist
- 1810 - Constant Troyon, französischer Maler
- 1812 - Rudolf von Alt, österreichischer Maler
- 1814 - Sheridan Le Fanu, irischer Schriftsteller
- 1825 - Karl Heinrich Ulrichs, Vorkämpfer der Schwulen-Bewegung
- 1827 - Teresa Milanollo, italienische Komponistin und Violonistin (gest. 1904)
- 1831 - Ludvig Norman, schwedischer Komponist
- 1833 - Edward Burne-Jones, englischer Künstler
- 1838 - Abraham Kuhn, elsässischer Arzt und Professor
- 1841 - Julius Stinde, deutscher Chemiker, Journalist und Schriftsteller
- 1867 - Umberto Giordano, italienischer Komponist
- 1876 - Heinrich Wolfgang Seidel, deutscher Schriftsteller
- 1878 - Hermann Essig, deutscher Dramatiker, Erzähler und Lyriker
- 1884 - Christian Stock, deutscher SPD-Politiker und erster Ministerpräsident von Hessen
- 1886 - Robert Hohlbaum, österreichischer Schriftsteller
- 1892 - Augustin Souchy, deutscher Anarchist
- 1894 - Karl Böhm, österreichischer Dirigent
- 1896 - Liam O'Flaherty, irischer Schriftsteller
- 1897 - Charles Boyer, französischer Schauspieler
- 1901 - Paul Henry Lang, US-amerikanischer Musikwissenschaftler
- 1903 - Bruno Bettelheim, US-Psychoanalytiker und Kinderpsychologe
- 1908 - Robert Merle, französischer Schriftsteller und Romancier
- 1908 - Wilhelm Urban, deutscher Politiker, SPD-MdB 1961-1969
- 1910 - Tjalling Koopmans, niederländisch-US-amerikanischer Ökonom
- 1911 - Joseph Luns, niederländischer Politiker
- 1916 - Jack Vance, amerikanischer SF-Autor
- 1919 - Godfrey N. Hounsfield, britischer Ingenieur, einer der Väter der Computertomografie, Nobelpreis 1979 Computertomografie Computertomografie
- 1921 - Alfred Lengert, deutscher Schauspieler
- 1923 - Fernando Rielo, spanischer Philosoph
- 1924 - Janet Frame, neuseeländische Schriftstellerin
- 1925 - Billy Grammer, US-amerikanischer Musiker
- 1925 - Jurij Trifonow, sowjetischer Schriftsteller
- 1927 - Horst Vetter, deutscher Politiker und Berliner Senator
- 1928 - Karl Michael Vogler, deutscher Schauspieler
- 1929 - Ivan Nový tschechischer Schriftsteller und Publizist
- 1938 - Clem Cattini, britischer Musiker
- 1938 - Paul Martin, kanadischer Politiker, Premierminister von Kanada
- 1940 - Christian Ludwig Attersee, österreichischer Maler
- 1942 - Lothar Meid, deutscher Musiker
- 1942 - José Eduardo dos Santos, Staatschef von Angola
- 1942 - David Soul, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
- 1943 - Ann Honey Lantree, britische Musikerin
- 1946 - Ken Abdrews, britischer Musiker
- 1946 - Bob Beamon, amerikanischer Weitspringer, Olympiasieger 1968
- 1946 - Anders Gärderud, schwedischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1947 - Emlyn Hughes, englischer Fußballspieler
- 1948 - Daniel Seraphine, US-amerikanischer Musiker
- 1951 - Dieter Bast, deutscher Fußballspieler
- 1951 - Wayne Osmond, US-amerikanischer Musiker
- 1952 - Wendelin Wiedeking, Deutscher Automobilmanager
- 1953 - Dietmar Jakobs, deutscher Fußballspieler
- 1960 - Leroy Chiao, US-amerikanischer Astronaut
- 1965 - Satoshi Tajiri, japanischer Pokémon-Gründer
- 1965 - Shania Twain, kanadische Musikerin
- 1968 - Jo van Nelsen, deutscher Regisseur und Sänger
- 1971 - Todd Eldredge, US-amerikanischer Eiskunstläufer
- 1974 - Carsten Jancker, deutscher Fußballspieler
- 1974 - Tyree Washington, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1979 - Robert Hoyzer, deutscher Fußball-Schiedsrichter (Auslöser des Schiedsrichter-Skandals 2005)

Gestorben

Schiedsrichter-Skandals 2005 Schiedsrichter-Skandals 2005 Schiedsrichter-Skandals 2005
- 388 - Magnus Maximus, Kaiser im Westen des Römischen Reichs
- 430 - Aurelius Augustinus, Kirchenlehrer
- 770 - Kōken, 46. und 48. Kaiserin von Japan
- 876 - Ludwig der Deutsche, fränkischer König
- 995 - Heinrich II. (Bayern), Herzog von Bayern, genannt "der Zänker"
- 1481 - Alfons V. (Portugal), König von Portugal aus dem Hause Avis
- 1580 - Anton Brus von Müglitz, Bischof von Wien und Erzbischof von Prag
- 1593 - Ludwig, Herzog von Württemberg
- 1612 - John Smyth, britischer Priester, Baptist
- 1645 - Hugo Grotius, niederländisch-deutscher Naturrechtsphilosoph
- 1686 - Hans Karl Graf von Königsmarck, deutsch-schwedischer Offizier, Malteserritter und Abenteurer
- 1705 - Georg Wilhelm, Herzog des Fürstentums Calenberg und Herzog des Fürstentums Lüneburg
- 1793 - Adam-Philippe de Custine, französischer General
- 1797 - Joseph Wright, britischer Maler
- 1834 - Johann Heinrich Karl Hengstenberg, Kirchenliederdichter
- 1839 - François Régis de la Bourdonnaye, französischer Minister
- 1839 - William Smith, englischer Ingenieur und Geologe
- 1858 - Tannatt William Edgeworth David, britischer Polarforscher und Bergsteiger
- 1862 - Albrecht Adam, deutscher Schlachtenmaler
- 1863 - Eilhard Mitscherlich, deutscher Chemiker und Mineraloge
- 1867 - Carl Joseph Anton Mittermaier, deutscher Jurist, Publizist und Politiker
- 1888 - Georg Beseler, deutscher Jurist und Politiker
- 1914 - Anatoli Konstantinowitsch Ljadow, russischer Komponist
- 1919 - Adolf Schmal, österreichischer Fecht- und Radsportler
- 1928 - Hannah Harriet Chaplin, britische Tänzerin und Sängerin, Mutter von Charlie Chaplin
- 1939 - Eugène-Henri Gravelotte, französischer Fechter
- 1942 - Belisario Porras Barahona, mehrfacher Staatspräsident Panamas
- 1951 - Robert Walker, US-amerikanischer Schauspieler
- 1955 - Emmet Till, farbiger amerikanischer Jugendlicher. Ermordet, weil er einer weißen Frau hinterherpfiff.
- 1959 - Bohuslav Martinů, tschechischer Komponist
- 1959 - Raphael Lemkin, Jurist und Friedensforscher
- 1968 - Hans Lenz, deutscher Politiker, MdB und Bundesminister
- 1972 - René Leibowitz, französischer Dirigent, Musikpädagoge, Schriftsteller und Komponist
- 1978 - Robert Shaw, US-amerikanischer Schauspieler
- 1980 - Karl-Georg Graf von Stackelberg, Meinungsforscher, Gründer des EMNID-Instituts
- 1984 - Ali Mohammed Nagib, ägyptischer Politiker, Regierungschef, Staatschef
- 1985 - Ruth Gordon, US-amerikanische Schauspielerin (Harold und Maude)
- 1987 - John Huston, US-amerikanischer Regisseur und Schauspieler
- 1990 - Willy Vandersteen, belgischer Comic-Künstler
- 1995 - Michael Ende, deutscher Schriftsteller
- 2001 - Remy A. Presas, philippinischer Kampfkunst-Trainer
- 2003 - Peter Hacks, deutscher Dramatiker und Schriftsteller
- 2004 - Lina Zimmer, mit 111 Jahren die älteste Frau Deutschlands
- 2004 - Sigi Feigel, schweizerischer Rechtsanwalt
- 2005 - Hans Clarin, deutscher Schauspieler
- 2005 - Christoph Lindert, deutscher Schauspieler
- 2005 - Heinz Werner Hübner, deutscher Journalist

Feier - und Gedenktage


- Heiliger Augustinus (354 - 28. August 430)
- Heiliger Elmar; im 7./8. Jahrhundert Bischof in der Gegend von Lüttich

Siehe auch


- 27. August - 29. August
- 28. Juli - 28. September
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0828 ja:8月28日 ko:8월 28일 simple:August 28 th:28 สิงหาคม

1645

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Beginn der Friedensverhandlungen, die 1648 zum Westfälischen Frieden führten
- Blaise Pascal stellt der Öffentlichkeit seine Rechenmaschine vor
- Gotland wird Teil Schwedens
- 6. März: Truppen Hessen-Kassels rücken in Oberhessen ein. Beginn des Hessenkrieges mit Hessen-Darmstadt, ausgelöst durch Landgräfin Amalie Elisabeth
- 3. August: Dreißigjähriger Krieg: Die Zweite Schlacht von Nördlingen sieht französische Truppen als Sieger über die kaiserlichen
- Die Schweden mit ihrem General Lennart Torstenson besetzen die Stadt Schrattenthal in Niederösterreich

Geboren


- 9. Februar: Johann Aegidius Bach, deutscher Bratschist († 1716)
- 22. Februar: Johann Christoph Bach d. Ä., Zwillingsbruder von Johann Ambrosius Bach, dem Vater von Johann Sebastian Bach († 1693)
- 21. September: Louis Joliet, französischer Entdecker und Kartograf († 1904)
- 26. Oktober: Aert de Gelder, holländischer Maler († 1727)
- 14. November: Maximiliám van de Prassén, niederländischer Menschenrechtler († 1720)
- 24. Dezember: Hans Carl von Carlowitz, deutscher Wissenschaftler († 1714)
- 27. Dezember: Giovanni Antonio Viscardi, Italienischer Baumeister des Barock der überwiegend in Bayern arbeitete († 1713)
- Graf Georg Brankovic († 1711)

Gestorben


- 9. Januar: Mutio Vitelleschi, italienischer Ordensgeneral (
- 1563)
- 10. Januar: William Laud, war Erzbischof von Canterbury und einer der Berater des englischen Königs (
- 1573)
- 20. Januar: Maria Ward, Begründerin der englischen Fräulein und Wegbereiterin der Mädchenbildung (
- 1585)
- 12. April: Sigismund Heusner von Wandersleben, deutscher Offizier und Politiker (
- 1592)
- 19. Mai: Musashi Miyamoto, japanischer Samurai (
-  1584)
- 7. Juli: Georg Friedrich von Hohenlohe-Neuenstein-Weikersheim, Offizier und Gelegenheitsdichter (
- 1569)
- 13. Juli: Marie de Gournay, französische Philosophin (
- 1565)
- 23. Juli: Michael I. (Russland), war Zar von Russland von 1613 bis 1645 (
- 1596)
- 3. August: Franz von Mercy, Feldherr in Diensten der Katholischen Liga, der im Dreißigjährigen Krieg kämpfte (
- 1590)
- 7. August: Georg Corvin, Professor der Philosophie (
- um