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Hugo Kaun

Hugo Kaun

Hugo Wilhelm Ludwig Kaun (
- 21. März 1863 in Berlin; † 2. April 1932 ebenda) war ein deutscher Komponist, Dirigent und Musikpädagoge. Seine musikalische Ausbildung erhielt er in seiner Heimatstadt. 1886 oder 1887 verließ er Deutschland und ging in die USA, nach Milwaukee. Als Dirigent deutscher Chöre, wie des “Milwaukee Liederkranz” und des “Milwaukee Männerchor” erwarb er schnell einen bedeutenden Einfluss auf das Musikleben der Stadt. Weiterhin lehrte er am dortigen Konservatorium und war dort Kollege von Wilhelm Middelschulte. Sein ältester Sohn Bernhard Kaun wurde Filmmusikkomponist in Hollywood. Anfang des 20. Jahrhunderts kehrte Hugo Kaun nach Deutschland zurück. In seine Heimatstadt Berlin zurückgekehrt, setzte er seine Lehrtätigkeit fort. Selbst lukrative Angebote aus dem Ausland konnten ihn nicht dazu bewegen, Berlin ein zweites Mal zu verlassen. Im Jahre 1912 wurde er zum Mitglied der Königlichen Akademie der Künste berufen. Er verstarb 1932 in Berlin. Sein kompositorisches Schaffen umfasst hauptsächlich Opern, Sinfonien, Werke für Orgel und Klavier sowie weitere Instrumentalwerke. Darüber hinaus vertonte er Gedichte. Seinen abwechslungsreichen Lebensweg hat er in seiner Autobiographie “Aus meinem Leben. Erlebtes und Erlauschtes” geschildert.

Werke (Auswahl)


- ”Märkische Suite” für Orchester op. 92Autobiographie
- Sinfonische Dichtung “Sir John Falstaff” op. 60
- Klavierkonzert c-moll op.115
- Oktett op. 34
- Symphonie No. 3 in e-Moll op. 96
- Musikdrama “Sappho”
- Opern
  - ”Der Fremde”
  - ”Menandra”
  - ”Der Pietist” (“Oliver Brown”)
- Humoreske op. 79
- Choralvorspiele op. 89
- Trio für Orgel op. 58

Weblinks

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21. März

Der 21. März ist der 80. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 81. in Schaltjahren) - somit bleiben 285 Tage bis zum Jahresende. Tag des Frühlingsäquinoktiums (Tagundnachtgleiche)

Ereignisse

Frühlingsäquinoktiums
- 1804 - Der Code Napoleon wird Frankreichs Bürgerliches Gesetzbuch.
- 1871 - Otto von Bismarck wird Reichskanzler.
- 1913 - Albert Schweitzer und seine Frau Helene brechen zu ihrer ersten Reise nach Afrika auf, um in Lambaréné in Äquatorialafrika ein Krankenhaus aufzubauen.
- 1918 - 1. Weltkrieg: Beginn der Deutsche Frühjahrsoffensive 1918
- 1933 - Tag von Potsdam. Staatsakt in der Garnisonkirche
- 1935 - Rückbenennung Persiens in Iran
- 1938 - das Gebiet von wird von Sudetendeutschen Freikorps besetzt.
- 1939 - Litauen tritt das Memelland an Deutschland ab.
- 1960 - In Sharpeville in Südafrika kommt es zu einem Massaker, indem die Polizei auf eine Gruppe schwarzer südafrikanischer Demonstranten feuert und dabei 69 Menschen tötet und 180 verletzt.
- 1960 - Im DDR-Fernsehen startet die Sendereihe "Der schwarze Kanal", in der Karl-Eduard von Schnitzler den Kapitalismus bekämpft.
- 1965 - Bürgerrechtler beginnen mit Martin Luther King den Marsch von Selma nach Montgomery, Alabama.
- 1975 - In Äthiopien wird die Monarchie durch das Militär abgeschafft.
- 1979 - Der in Camp David ausgehandelte Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten wird vom israelische Parlament mit großer Mehrheit gebilligt.
- 1980 - US-Präsident Jimmy Carter kündigt den Boykott der Olympischen Spiele in Moskau durch die USA an.
- 1990 - Lee Teng-huis wird Präsident der Nationalversammlung in Taiwan.
- 1990 - Namibia wird als letztes afrikanisches Land unabhängig, erster Präsident ist Sam Nujoma (SWAPO).
- 1999 - Finnland. Paavo Lipponen wird in seinem Amt als Ministerpräsident bestätigt.
- 2001 - Bulgarien. Transit- und Stationierungsabkommen für Truppen der NATO.
- 2004 - Mazedonien stellt die Anträge auf die Mitgliedschaft in der NATO und die Aufnahme in die EU.
- 2004 - Franz Müntefering wird auf einem SPD-Sonderparteitag mit 95,1 % der Stimmen zum Nachfolger von Gerhard Schröder als Bundesvorsitzender der SPD gewählt.

Kultur


- 1799 - Uraufführung der Oper "Dankgefühl einer Geretteten" von Johann Nepomuk Hummel
- 1839 - Felix Mendelssohn Bartholdy dirigiert die postume Uraufführung von Franz Schuberts Große Sinfonie C-Dur im Gewandhaus zu Leipzig
- 1872 - Uraufführung der Oper "Hermione" von Max Bruch an der Hofoper Berlin.
- 1877 - Uraufführung der Oper "Die Folkunger" von Edmund Kretschmer in Dresden.
- 1896 - Uraufführung der Oper "Das Heimchen am Herd" von Karl Goldmark an der Hofoper in Wien.

Wirtschaft


- 1967 - Honda stellt das erste japanische Importauto auf dem deutschen Markt vor - den 3,33 Meter langen Kleinsportwagen "S 800".

Wissenschaft und Technik

Religion


- 1556 - In Oxford wird der Erzbischof von Canterbury, Thomas Cranmer, auf dem Scheiterhaufen wegen Hochverrats und Häresie verbrannt.
- 1937 - Die gegen die kirchenfeindliche Haltung des Regimes in Deutschland gerichtete Enzyklika "Mit brennender Sorge" Papst Pius XI. wird in allen deutschen katholischen Gemeinden verlesen.

Katastrophen


- 1957 - Pazifik. Eine Maschine der U.S. Air Force mit 67 Menschen an Bord verschwindet etwa 400 km vor Tokyo vom Radar und ist seither verschollen.
- 1991 - Bei der Landung in Al Mishab, Saudi-Arabien, verunglückt eine Lockheed C-130 der Königlich Saudischen Luftwaffe, wobei 98 von 101 Menschen an Bord umkommen.

Sport


- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1988 - Mike Tyson gewinnt seinen Boxkampf gegen Tony Tubbs im Tokyo Dome durch technischen KO und wird dadurch Weltmeister im Schwergewicht .

Geboren

Tokyo Dome Tokyo Dome Tokyo Dome
- 927 - Song Taizu, Chinesischer Kaiser, Gründer der Song-Dynastie
- 1295 - Heinrich Seuse, deutscher Dominikanermönch und Mystiker
- 1474 - Angela Merici, Gründerin des Ursulinen-Ordens
- 1683 - Ludolf August von Bismarck, russischer General
- 1685 - Johann Sebastian Bach, deutscher Komponist
- 1716 - Josef Seger, böhmischer Komponist
- 1736 - Claude-Nicolas Ledoux, französischer Architekt
- 1745 - Marianne von der Leyen, Regentin in Blieskastel
- 1757 - James Sowerby, britischer Naturforscher und Maler
- 1763 - Jean Paul, deutscher Dichter und Schriftsteller
- 1768 - Jean Baptiste Joseph Fourier, französischer Mathematiker und Physiker
- 1775 - Lucien Bonaparte, jüngster Bruder der Bonapartes
- 1806 - Benito Juárez, mexikanischer Staatsmann und Präsident
- 1809 - Carl Gustav Friedrich Hasselbach, Geheimer Regierungsrat und Kommunalpolitiker
- 1809 - Jules Favre, französischer Politiker
- 1810 - Johann Anzengruber, österreichischer Schriftsteller
- 1839 - Modest Mussorgski, russischer Komponist
- 1852 - Arthur Milchhöfer, deutscher Archäologe
- 1869 - Florenz Ziegfeld Jr., US-amerikanischer Theaterproduzent
- 1874 - Alfred Tysoe, britischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1876 - Ludwig Finckh, deutscher Schriftsteller und Lyriker
- 1876 - Walter Tewksbury, US-amerikanischer Athlet
- 1879 - Josef Steinbach, österreichischer Gewichtheber
- 1880 - Hans Hofmann, deutschstämmiger Maler
- 1882 - Fritzi Massary, österreichische Schauspielerin
- 1887 - Edwin Scharff, deutscher Bildhauer
- 1887 - Erich Mendelsohn, deutscher Architekt
- 1889 - W. S. Van Dyke, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1893 - Bo Carter, US-amerikanischer Blues-Musiker
- 1893 - Hans Zulliger, schweizerischer Volksschullehrer
- 1894 - Rudolf Nebel, deutscher Raketentechniker
- 1895 - Joseph Panholzer, deutscher Politiker (Bayernpartei)
- 1901 - Karl Arnold, deutscher Politiker (Zentrumspartei, später CDU), Ministerpräsident NRW
- 1901 - Rudolf Harms, deutscher Schriftsteller
- 1902 - Eddie James House, US-amerikanischer Musiker
- 1904 - Max Steenbeck, deutscher Physiker
- 1913 - Paul Fröhlich, Mitglied des Politbüros des ZK der SED der DDR
- 1913 - Werner Höfer, deutscher Journalist
- 1915 - Willi Schwabe, deutscher Schauspieler, Sänger und Moderator
- 1920 - Eric Rohmer, französischer Film- und Theaterregisseur, Essayist, Filmkritiker und -theoretiker
- 1921 - Arthur Grumiaux, belgischer Violinist
- 1922 - Russ Meyer, US-amerikanischer Sexfilm-Regisseur und -Produzent
- 1925 - Hugo Koblet, Radrennfahrer der Schweiz
- 1925 - Peter Brook, britischer Theaterregisseur
- 1926 - Ralph Abernathy, US-amerikanischer Bürgerrechtskämpfer
- 1927 - Hans-Dietrich Genscher, deutscher FDP-Politiker, Innenminister 1969-1974, Außenminister 1974-1992
- 1928 - Peter Hacks, deutscher Dramatiker und Schriftsteller
- 1930 - Otis Spann, US-amerikanischer Musiker
- 1932 - Walter Gilbert, US-amerikanischer Chemiker
- 1935 - Brian Clough, englischer Fußballspieler
- 1935 - Hubert Fichte, deutscher Schriftsteller
- 1937 - Anton Pfeifer, deutscher CDU-Politiker, MdB 1969-2002
- 1941 - Hubert Deittert, deutscher CDU-Politiker, MdB
- 1942 - Françoise Dorléac, französische Schauspielerin
- 1944 - Gila von Weitershausen, deutsche Schauspielerin
- 1944 - Marie-Christine Barrault, französische Schauspielerin
- 1944 - Charles Greene, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1945 - Rose Stone, US-amerikanische Musikerin
- 1946 - Ray Dorset, britischer Musiker
- 1946 - Timothy Dalton, englischer Schauspieler
- 1947 - Franco Mussida, italienischer Musiker
- 1949 - Slavoj Žižek, slowenischer Psychoanalytiker und Philosoph
- 1950 - Horst Hoffmann, deutscher Schriftsteller
- 1950 - Roger Hodgson, britischer Musiker
- 1958 - Marlies Göhr, deutsche Leichtathletin
- 1958 - Gary Oldman, britischer Schauspieler
- 1959 - Nobuo Uematsu, japanischer Pianist und Komponist
- 1960 - Ayrton Senna, dreifacher Formel-1-Weltmeister
- 1960 - Hansrüedi Zbinden, schweizer Entertainer
- 1961 - Lothar Matthäus, deutscher Fußballspieler
- 1962 - Matthew Broderick, US-amerikanischer Schauspieler
- 1963 - Ronald Koeman, niederländischer Fußballspieler und -trainer
- 1969 - Ali Daei, iranischer Fußballspieler
- 1971 - Dirk von Lowtzow, deutscher Musiker und Texter (Tocotronic)
- 1971 - Wanja Lindner, deutscher Einradhockeyspieler und Kunstradfahr-Trainer
- 1973 - Andrei Kivilev, kasachischer Radrennfahrer
- 1974 - Eric Baumann, deutscher Radprofi
- 1975 - Mark Williams, Snooker-Profispieler
- 1978 - Rani Mukherjee, indische Schauspielerin und Fotomodell
- 1980 - Ronaldinho, brasilianischer Fußballspieler
- 1982 - Ejagayehu Dibaba, äthiopische Leichtathletin und Olympionikin

Gestorben

Ejagayehu Dibaba Ejagayehu Dibaba Ejagayehu Dibaba Ejagayehu Dibaba
- 547 - Benedikt von Nursia, italienischer Mönch, Begründer des christlichen Mönchtums im Westen
- 850 - Nimmyō, 54. Kaiser von Japan
- 1065 - Richeza von Polen, Königin von Polen
- 1073 - Alexander II., in Rom; Papst seit 1061
- 1145 - Johannes von Valence, Zisterzienser, lebte im Kloster des heiligen Bernhards in Clairvaux
- 1487 - Bruder Klaus, schweizerischer Einsiedler, Asket und Mystiker
- 1556 - Thomas Cranmer, anglikanischer Erzbischof und Reformator
- 1656 - James Ussher, irischer anglikanischer Theologe
- 1715 - Johann Baptist von Arco, Oberbefehlshaber der bayerische Armeen im Spanischen Erbfolgekrieg
- 1729 - John Law, schottischer Nationalökonom
- 1743 - Philipp Karl von Eltz, Kurfürst und Erzbischof des Bistums Mainz
- 1751 - Johann Heinrich Zedler, Leipziger Buchhändler und Verleger
- 1762 - Nicolas Louis de Lacaille, französischer Astronom
- 1791 - Friedrich Bogislav Graf von Tauentzien, preußischer General
- 1795 - Guovanni Arduino, Geologe
- 1804 - Louis Antoine Henri de Condé, Herzog von Enghien, französischer Herzog
- 1830 - Johann Rudolf Wyss, schweizerischer Autor
- 1831 - José Tomás Ovalle, Präsident von Chile
- 1842 - Ignaz Anton Demeter, 1839 bis 1842 Erzbischof von Freiburg
- 1843 - Robert Southey, englischer Geschichtsschreiber und Dichter
- 1857 - William Scoresby, britischer Seefahrer und Forscher
- 1862 - Alfred I. Fürst zu Windisch-Graetz, österreichischer Adeliger und Feldmarschall
- 1891 - Joseph Eggleston Johnston, US-amerikanischer General
- 1892 - Annibale de Gasparis, italienischer Astronom
- 1896 - Isabel Burton, britische Reiseschriftstellerin
- 1906 - Carl von Siemens, deutscher Industrieller
- 1909 - Rudolf von Gottschall, deutscher Schriftsteller und Literaturkritiker
- 1910 - Nadar, französischer Fotograf
- 1910 - Johannes Schilling, deutscher Bildhauer
- 1921 - Joseph Müller, Weihbischof in Köln
- 1932 - Georg Dehio, deutscher Kunsthistoriker
- 1934 - Franz Schreker, österreichischer Komponist
- 1935 - Wilhelm Niemann, deutscher Navigationsoffizier der DO-X
- 1936 - Alexander Konstantinowitsch Glasunow, russischer Komponist
- 1938 - Ernst Epstein, österreichischer Architekt
- 1939 - Evald Aav, estnischer Sänger, Komponist und Chorleiter
- 1939 - Pietro Abbà Cornaglia, Komponist aus dem Piemont
- 1940 - Felice Nazzaro, italienischer Rennfahrer
- 1945 - Arthur Nebe, Chef des Reichskriminalpolizeiamtes, beteiligt am Attentatsversuch auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944
- 1948 - Felix Linnemann, Präsident des Deutschen Fußball-Bunds
- 1951 - Willem Mengelberg, niederländischer Dirigent
- 1952 - Peter Petersen, deutscher Reformpädagoge
- 1959 - Heinrich Leuchtgens, deutscher Politiker und MdB
- 1960 - Hermann Burte, deutscher Maler und Schriftsteller
- 1963 - Josef Gauchel, deutscher Fußballspieler
- 1966 - Lauri Ikonen, finnischer Komponist
- 1968 - Gerhart Eisler, deutscher Journalist und Politiker
- 1970 - Marlen Haushofer, österreichische Schriftstellerin
- 1980 - Hans Dichgans, deutscher Politiker und MdB
- 1985 - Michael Redgrave, britischer Schauspieler
- 1987 - Robert Preston, US-amerikanischer Schauspieler
- 1988 - Hans Fronius, österreichischer Maler und Graphiker
- 1989 - Cesare Musatti, italienischer Mathematiker, Philosoph und Psychologe
- 1990 - Lev Yashin, russischer Fußballspieler
- 1991 - Leo Fender, amerikanischer Techniker und Firmengründer
- 1992 - René König, deutscher Soziologe
- 1995 - Wolfgang Harich, Philosoph und Journalist in der DDR
- 1998 - Galina Ulanowa, russische Primaballerina
- 2000 - Wolfgang Gress, Wirtschaftsfunktionär der DDR
- 2003 - Leonard Hokanson, US-amerikanischer Pianist
- 2003 - Wolfgang Kartte, deutscher Volkswirtschaftler
- 2004 - Hermann-Josef Weidinger, österreichischer Kräuterpfarrer
- 2004 - Mirwais Sadik, afghanischer Politiker

Feier- und Gedenktage


- Kurdisches Neujahresfest Newroz
- Neujahrfest bzw. Nouruz in Iran, Afghanistan, Tadschikistan bzw. Zentralasien
- Tag der Menschenrechte in Südafrika (siehe Ereignisse 1960)
- Internationaler Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung (UNO) und Beginn der Woche der Solidarität mit den gegen Rassismus und Rassendiskriminierung kämpfenden Völkern
- Internationaler Tag des Waldes (UNO)
- Welttag der Poesie (UNESCO)

Siehe auch


- 20. März - 22. März
- 21. Februar - 21. April
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0321 ja:3月21日 ko:3월 21일 simple:March 21 th:21 มีนาคม

Berlin

Berlin ist Hauptstadt, bevölkerungsreichste und flächengrößte Stadt Deutschlands. Sie ist Stadtstaat und ein eigenständiges Bundesland. Berlin ist nach London die zweitgrößte Stadt der EU. Historisch war Berlin mehrfach Hauptstadt deutscher Staaten wie des Markgrafentums/Kurfürstentumes Brandenburg, des Königreiches Preußen, des Deutschen Reiches oder der DDR (nur der damalige Ostteil der Stadt). Seit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 ist Berlin gesamtdeutsche Hauptstadt und seit dem Hauptstadtbeschluss des Deutschen Bundestages von 1991 nimmt die Stadt seit 1999 auch die Funktion als Parlaments- und Regierungssitz Deutschlands wahr. Die Stadt ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt und ein wichtiges Wirtschafts-, Kultur- und Bildungszentrum mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Theatern, Museen und Baudenkmälern. Geordnete Links auf Artikel mit Berlinbezug finden sich im Portal:Berlin.

Geografie

Geografische Lage

Portal:Berlin Berlin ist gänzlich vom Bundesland Brandenburg umgeben und liegt im Osten der Bundesrepublik Deutschland, etwa 70 km westlich der Grenze zu Polen. Die Stadt ist einer der Verdichtungsräume der Bundesrepublik. Berlin befindet sich in eiszeitlich geprägter Landschaft im Warschau-Berliner Urstromtal zwischen den Hochebenen des Barnim und des Teltow. Das historische Zentrum Berlins liegt an der schmalsten Stelle des von der Spree in ost-westlicher Richtung durchflossenen Urstromtals. Im westlichsten Bezirk Spandau mündet die Spree in die Havel, die den Westen Berlins in Nord-Süd Richtung durchfließt. Der Flusslauf der Havel ähnelt dabei oft einer Seenlandschaft, die größten Ausbuchtungen bilden der Tegeler See und der Große Wannsee. Wesentliche Teile des heutigen Berlins liegen auf den beiden Hochebenen: Große Teile der Bezirke Reinickendorf und Pankow liegen auf dem Barnim, während der Hauptteil der Bezirke Charlottenburg-Wilmersdorf, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Neukölln auf dem Teltow gelegen ist. Weder zum Urstromtal noch zum Barnim oder Teltow gehört Berlin-Spandau westlich der Havel, das zum Teil der Nauener Platte zuzurechnen ist. Die höchsten Erhebungen Berlins sind der aus Trümmerschutt des Zweiten Weltkriegs künstlich aufgeschüttete Teufelsberg (115 m ü. NN) im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und die Müggelberge (115 m) im Bezirk Treptow-Köpenick. Siehe auch: Liste der Erhebungen in Brandenburg und Berlin

Stadtgliederung

Nach dem Gebietsreformgesetz vom 10. Juni 1998 wurde die Zahl der Verwaltungsbezirke zum 1. Januar 2001 von 23 auf 12 reduziert. Berlin ist seitdem gegliedert in die Bezirke:
- Charlottenburg-Wilmersdorf
- Friedrichshain-Kreuzberg
- Lichtenberg
- Marzahn-Hellersdorf
- Mitte
- Neukölln
- Pankow
- Reinickendorf
- Spandau
- Steglitz-Zehlendorf
- Tempelhof-Schöneberg
- Treptow-Köpenick Siehe auch: Liste der Bezirke und Ortsteile Berlins

Klima

Die Stadt befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Berlin-Dahlem beträgt 9,2 Grad Celsius und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 578 Millimeter. Die wärmsten Monate sind Juni, Juli und August mit durchschnittlich 16,6 bis 18,4 Grad Celsius und die kältesten Dezember, Januar und Februar mit 0,5 bis 1,8 Grad Celsius im Mittel. Der meiste Niederschlag fällt in den Monaten Juni und August mit 62 bis 67 Millimeter im Durchschnitt, der wenigste im Februar, April und Oktober mit 36 bis 38 Millimeter im Mittel.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Berlins Die Stadt Cölln, Teil der Doppelstadt Berlin-Cölln (auf der Spreeinsel gelegen), wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt, 1244 folgte dann die Erwähnung Berlins, welches sich auf dem nördlichen Ufer der Spree befand. Die beiden Städte bekamen 1307 ein gemeinsames Rathaus. Der Name Berlin hat nichts mit dem Bären im heutigen Stadtwappen zu tun. Er geht vermutlich auf die slawische Silbe berl (Sumpf) zurück. 1415 wurde Friedrich I. Kurfürst der Mark Brandenburg und blieb dies bis 1440. Mitglieder der Familie Hohenzollern regierten bis 1918 in Berlin, erst als Markgrafen von Brandenburg, dann als Könige von Preußen und schließlich als deutsche Kaiser. Die Einwohner von Berlin haben diese Veränderungen nicht immer begrüßt. Preußen Preußen Preußen] 1448 revoltierten sie im „Berliner Unwillen“ gegen den Schlossneubau des Kurfürsten Friedrich II. Eisenzahn. Dieser Protest war jedoch nicht von Erfolg gekrönt und die Bevölkerung büßte viele ihrer politischen und ökonomischen Freiheiten ein. 1451 wurde Berlin dann Residenzstadt der brandenburgischen Markgrafen und Kurfürsten und musste seinen Status als freie Hansestadt aufgeben. Der Dreißigjährige Krieg zwischen 1618 und 1648 hatte für Berlin verheerende Folgen: ein Drittel der Häuser wurden beschädigt, die Bevölkerung halbierte sich. Friedrich Wilhelm, bekannt als der Große Kurfürst, übernahm 1640 die Regierungsgeschäfte von seinem Vater. Er startete eine Politik der Immigration und der religiösen Toleranz. Ab dem folgenden Jahr kam es zur Gründung der Vorstädte Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt. 1671 wurde fünfzig jüdischen Familien aus Österreich ein Zuhause gegeben. Mit dem Edikt von Potsdam 1685 lud Friedrich Wilhelm die französischen Hugenotten nach Brandenburg ein. Über 15.000 Franzosen kamen, von denen sich 6.000 in Berlin niederließen. Um 1700 waren 20 Prozent der Berliner Einwohner Franzosen, und ihr kultureller Einfluss war groß. Viele Einwanderer kamen außerdem aus Böhmen, Polen und Salzburg. 1701 erlangte Berlin durch die Krönung Friedrich I. zum König den Status der Hauptstadt Preußens. Per 1. Januar 1710 erfolgte die Vereinigung der Städte Berlin, Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt zur Königlichen Haupt- und Residenzstadt Berlin. Aber schon bald entstanden neue Vorstädte, die Berlin vergrößerten. 1861 kam es zur Eingemeindung von Wedding, Moabit sowie der Tempelhofer, der Schöneberger, der Spandauer und weiteren Vorstädten. 1871 wurde Berlin dann Hauptstadt des neu gegründeten Deutschen Reiches. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde 1918 in Berlin die Republik ausgerufen. 1920 folgte dann mit dem Groß-Berlin-Gesetz erneut eine umfassende Eingemeindung mehrerer Städte, Landgemeinden und Gutsbezirke rund um Berlin. Berlin hatte damit rund vier Millionen Einwohner. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurde Berlin die Hauptstadt des Dritten Reiches. Die Nazis nutzten die 1936 in Berlin stattfindenden Olympischen Sommerspiele für Propagandazwecke. Es gab auch Pläne, Berlin zur Welthauptstadt Germania umzubauen. Diese wurden jedoch durch den Zweiten Weltkrieg vereitelt. Während des Krieges wurden große Teile Berlins durch Bomben und durch den Häuserkampf zerstört. Nach der Einnahme der Stadt durch die Rote Armee und die Kapitulation 1945 wurde Berlin, analog zu der Regelung für das gesamte Deutschland, in vier Sektoren aufgeteilt. Die Sektoren der Westalliierten (USA, Großbritannien und Frankreich) bildeten den westlichen Teil der Stadt, während der Sektor der Sowjetunion von nun an den Ostteil bildete. Für Gesamtberlin blieb allerdings eine Gesamtverantwortung aller vier Alliierten bestehen. Die zunehmenden politischen Differenzen zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion führten 1948/49 zu einer wirtschaftlichen Blockade West-Berlins, die die Alliierten mit der so genannten Luftbrücke erfolgreich zu umgehen versuchten. Nach der Gründung der demokratischen Bundesrepublik Deutschland im Westen Deutschlands und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) im Osten Deutschlands, beides im Jahr 1949, verschärfte sich der Kalte Krieg auch in Berlin. Während die Bundesrepublik ihre Hauptstadt nach Bonn verlegte, was zunächst als Provisorium gedacht war, ernannte die DDR Ost-Berlin zur Hauptstadt der DDR. Der Ost-West-Konflikt gipfelte im Bau der Berliner Mauer durch die DDR am 13. August 1961. Berlins Osten und Westen waren nun vollkommen voneinander getrennt; der Übergang war nur noch an bestimmten Kontrollpunkten möglich, allerdings nicht mehr für die Bewohner der DDR und Ost-Berlins. 1971 wurde das Viermächte-Abkommen über Berlin unterzeichnet. Während die Sowjetunion den Vier-Mächte-Status nur auf West-Berlin bezog, unterstrichen die Westmächte 1975 in einer Note an die Vereinten Nationen ihre Auffassung vom Vier-Mächte-Status über Gesamt-Berlin. 1989 kam es unter dem Druck der ostdeutschen Bevölkerung zur Wende in der DDR, die Mauer fiel. Bereits 1990 wurden die beiden deutschen Staaten als Bundesrepublik Deutschland wiedervereinigt und Berlin per Einigungsvertrag deutsche Hauptstadt. 1991 beschloss der Bundestag nach kontroverser öffentlicher Diskussion, dass die Stadt auch wieder Sitz der deutschen Bundesregierung sein sollte. Am 1. September 1999 nahmen Regierung und Parlament ihre Arbeit in Berlin auf.

Bevölkerung

Parlament Parlament In Berlin leben 3.389.078 Einwohner (Stand Ende März 2005) auf einer Fläche von 891,75 Quadratkilometern. Die Bevölkerungsdichte der Region beträgt 3.811 Einwohner pro Quadratkilometer. Der durchschnittliche Berliner im Jahre 2004 war 41,7 Jahre alt. Das entspricht einer Erhöhung von 2,5 Jahren über einen Zeitraum von zwölf Jahren. Im Juni 2005 lebten rund 458.600 Einwohner mit ausländischem Pass aus 185 Staaten in Berlin. Das entspricht rund 13,5 Prozent. Insgesamt wohnen rund 36.000 Bürger aus dem nächstgelegenen Nachbarland, Polen, sowie rund 119.000 Türken in Berlin. Berlin hat außerhalb der Türkei die größte türkische Gemeinde in Europa. 2004 erhielten nach Angaben des statistischen Landesamts 6507 Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft Laut dem Statistischen Landesamt (2005) sind 60 Prozent der Berliner nicht Mitglied einer Religionsgemeinschaft, 23 Prozent evangelische Christen, 9 Prozent Katholiken und sechs Prozent Mitglied der islamischen Gemeinde.

Einwohnerentwicklung

Im Jahre 1919 lebten in Berlin 1,9 Millionen Menschen. Mit der Bildung der Einheitsgemeinde Groß-Berlin verdoppelte sich die Einwohnerzahl am 1. Oktober 1920 sprunghaft auf 3,9 Millionen. Die neue Stadtgemeinde vergrößerte sich in der Fläche auf das Dreizehnfache: von 66,93 auf 878,1 Quadratkilometer. 811,17 Quadratkilometer mit 1,9 Millionen Menschen waren aus der damaligen Provinz Brandenburg an die neue Stadtgemeinde gekommen; das waren zwei Prozent des Territoriums, jedoch fast 44 Prozent der Bevölkerung Brandenburgs. Die neue Fläche entsprach damit fast der Größe der Insel Rügen (926,4 Quadratkilometer). Berlin war 1920 zur flächenmäßig zweitgrößten Stadt der Welt nach Los Angeles und nach der Einwohnerzahl – hinter London und New York – zur drittgrößten Stadt der Erde geworden. Bis 1934 wuchs die Bevölkerung Berlins auf einen Höchststand von 4,464 Millionen, sank dann aber, bedingt durch die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges und der Teilung der Stadt, bis 1980 um 30 Prozent auf einen Tiefststand von drei Millionen. Der Bevölkerungsverlust in den Jahren 1950 bis 1960 wurde vor allem durch Abwanderungen aus Ost-Berlin verursacht. Während West-Berlin einen Zuwachs von 2,58 % verzeichnete, sank in Ost-Berlin die Einwohnerzahl um 9,86 %. Diese so genannte Abstimmung mit den Füßen war Ausdruck der Unzufriedenheit vieler Ostberliner. Seit 1980 verzeichnete die Stadt wieder einen Anstieg um 350.000 auf circa 3,39 Millionen Einwohner im Januar 2005. Nach Berechnungen wird die Einwohnerzahl Berlins wegen der niedrigen Geburtenraten bis 2050 auf rund drei Millionen sinken. Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1860 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. ¹ Volkszählungsergebnis

Politik

2005] Hauptartikel: Politik in Berlin Berlin ist seit der Wiedervereinigung der ehemals getrennten beiden deutschen Staaten am 3. Oktober 1990 ein vollwertiges Bundesland und zugleich eine kreisfreie Stadt, die in nunmehr zwölf Bezirke untergliedert ist. Daneben ist Berlin die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland. Der Deutsche Bundestag entschied im so genannten Hauptstadtbeschluss am 20. Juni 1991, dass Berlin auch Regierungs- und Parlamentssitz des vereinigten Deutschlands werden soll. Somit ist die Stadt heutzutage Sitz der Bundesregierung, des Bundestages und des Bundesrates.

Das Land Berlin

Das Landesparlament des Landes Berlin, die gesetzgebende Gewalt, ist nach der Verfassung von Berlin das Abgeordnetenhaus von Berlin. In ihm sind zur Zeit Abgeordnete aus SPD, CDU, Die Linkspartei., Bündnis 90/Die Grünen und FDP vertreten. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) und die Linkspartei.PDS bilden eine Koalition. Die Landesregierung, die Exekutive, ist der Senat von Berlin, bestehend aus dem Regierenden Bürgermeister (derzeit Klaus Wowereit, SPD) und bis zu acht Senatoren. Der Regierende Bürgermeister ist dabei zugleich Repräsentant des Landes und der Stadt. 1996 scheiterte eine Volksabstimmung zur Vereinigung der Bundesländer Berlin und Brandenburg am Widerstand der Brandenburger Bevölkerung.

Wappen und Flagge

Hauptartikel: Hoheitszeichen Berlins

Die Verwaltung

Hoheitszeichen Berlins Da Berlin eine Einheitsgemeinde ist, stellen die Bezirke keine eigenständigen Gemeinden dar und sind somit stark vom Senat und auf Verwaltungsebene von den Senatsverwaltungen abhängig, die die Fachaufsicht ausüben. Dennoch gibt es in jedem Berliner Bezirk eine eigene – allerdings nicht als Parlament, sondern als Teil der Verwaltung ausgestaltete – Volksvertretung, die Bezirksverordnetenversammlung (BVV), welche das Bezirksamt, bestehend aus Bezirksbürgermeister und fünf Stadträten, nach Parteienproporz wählt. Bürgermeister und Stadträte haben daher trotz ihrer quasipolitischen Wahl den Status eines Wahlbeamten inne. Die Bürgermeister der Bezirke bilden unter Vorsitz des Regierenden Bürgermeisters den Rat der Bürgermeister, der den Senat berät. Berlin hat pro Kopf der Bevölkerung die meisten Landesbeamten. Dies entstammt zum Teil noch der Situation der geteilten Stadt mit Westberliner Exklave, deren Beamtenschaft für das Bundesland übernommen wurden. Siehe auch: Bezirksverwaltung in Berlin

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Hauptartikel: Sehenswürdigkeiten in Berlin

Theater

Sehenswürdigkeiten in Berlin] Berlin ist bekannt für seine zahlreichen Theater- und Kleinkunstbühnen. Die bekanntesten sind das Berliner Ensemble, die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und das Deutsche Theater Berlin. Es verfügt außerdem über drei Opernhäuser, die Staatsoper, die Deutsche Oper und die Komische Oper. Jedes Jahr finden in Berlin die Internationalen Filmfestspiele, die Berlinale, mit der Verleihung des Goldenen Bären statt. Daneben besitzt Berlin mehrere Orchester und Chöre. Neben den Berliner Philharmonikern und dem Berliner Sinfonie Orchester gibt es mehrere Orchester und Chöre der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH. Dies sind das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (Kent Nagano), das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (Marek Janowski), der Rundfunkchor Berlin (Simon Halsey) und der RIAS Kammerchor (Daniel Reuss). Diese Orchester und Chöre treten oft zusammen (Orchester mit Chor) im Konzerthaus, der Philharmonie oder in anderen Sälen in Deutschland oder auf Tourneen auf der ganzen Welt auf. Im Berliner Sängerbund sind 236 Laienchöre mit über 10 000 Mitgliedern vereinigt.

Museen

Berliner Sängerbund ] Hauptartikel: Museen in Berlin Berlin verfügt über eine Vielzahl von Museen. Bereits 1841 wurde die von Spree und Kupfergraben umflossene Museumsinsel im nördlichen Teil der Spreeinsel durch königliche Order zu einem „der Kunst und der Altertumswissenschaft geweihten Bezirk“ bestimmt. In der Folge entstanden dort mehrere Museen, wie das Alte Museum im Lustgarten, das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie, das heutige Bodemuseum und das Pergamonmuseum. Diese Museen stellen vor allem Exponate aus der Zeit der Antike aus. Außerhalb der Museumsinsel befinden sich Museen über vielfältige Themen. Die Gemäldegalerie und Neue Nationalgalerie sind Kunstmuseen, das Bauhaus-Archiv ein Architekturmuseum. Das Jüdische Museum zeigt eine ständige Ausstellung zu 2.000 Jahren jüdisch-deutscher Geschichte. Das Jagdschloss Grunewald beherbergt eine erlesene Gemäldesammlung aus dem 15. bis 19. Jahrhundert. In Dahlem konzentrieren sich zahlreiche ethnologische Museen. In Lichtenberg wurde auf dem Areal des früheren Ministeriums für Staatssicherheit der DDR das Stasi-Museum eingerichtet. Das Museum am Checkpoint Charlie, auch als Mauermuseum bekannt, zeigt Momente aus der Teilungsgeschichte.

Bauwerke

Checkpoint Charlie] Das zwischen 1788 und 1791 errichtete Brandenburger Tor ist Berlins Wahrzeichen und Symbol der überwundenen Teilung. Es ist den Propyläen auf der Akropolis in Athen nachempfunden und wird von einer Quadriga mit der Siegesgöttin Viktoria gekrönt, die von ihrem Schöpfer Johann Gottfried Schadow jedoch als Friedensgöttin Eirene gedacht war. Das Tor ist das westliche Ende der Straße Unter den Linden, die sich bis zur Museumsinsel in der Spree und dem Berliner Dom hinzieht. Bis zur Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 verlief dort die Grenze zwischen beiden Stadthälften. 1990 In diesem Areal liegen die im Jahre 1743 im Rokokostil erbaute Deutsche Staatsoper, die zwischen 1774 und 1780 errichtete Staatsbibliothek, das von 1695 bis 1706 nach Plänen von Andreas Schlüter gebaute barocke ehemalige Zeughaus und die zwischen 1747 und 1773 errichtete Hedwigs-Kathedrale, die Hauptkirche des katholischen Bistums Berlin. Der Französische Dom am Gendarmenmarkt war im 17. Jahrhundert Mittelpunkt des französischen Viertels. Die im Jahre 1809 eröffnete Humboldt-Universität zu Berlin, an welcher der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel lehrte, brachte 27 Nobelpreisträger hervor. Eine beliebte Einkaufspromenade in Berlin ist der Kurfürstendamm mit seinen zahlreichen Hotels, Geschäften, Restaurants. Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wurde zwischen 1891 und 1895 erbaut. Sie markiert das östliche Ende des Boulevards. Ihre Turmruine blieb als Mahnmal erhalten. Gleich daneben entstand nach Plänen Egon Eiermanns von 1959 bis 1961 eine neue Kirche auf achteckigem Grundriss mit einem sechseckigen frei stehenden Kirchturm. Die östliche Verlängerung des Kurfürstendammes bildet die Tauentzienstraße, wo sich mit dem KaDeWe (Kaufhaus des Westens) das größte Kaufhaus des europäischen Kontinents und das zwischen 1963 und 1965 erbaute Europa-Center befinden. Das 22-stöckige Gebäude beherbergt viele Geschäfte, Restaurants, Büros, ein Kino und eine Aussichtsplattform. In nordöstlicher Richtung erstreckt sich mit über drei Kilometern Länge die größte Parkanlage Berlins, der Tiergarten. Tiergarten In der Nähe des Brandenburger Tores befinden sich die 1957 errichtete Kongresshalle und das zwischen 1884 und 1894 gebaute Reichstagsgebäude. Es wurde am 27. Februar 1933 durch einen Brand schwer beschädigt und im Zweiten Weltkrieg erneut erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Seit dem Jahre 1999 ist das Gebäude Sitz des Deutschen Bundestages. Einen Besuch wert ist auch der Zoologische Garten von Berlin, einer der größten und ältesten der Welt, und das 1785 errichtete Schloss Bellevue, einst Sommerwohnung von Prinz August Ferdinand, des Bruders Friedrich des Großen, heute Amtssitz des Bundespräsidenten. Bundespräsident] Die Oranienburger Straße war vor dem Zweiten Weltkrieg das Zentrum des jüdischen Viertels. Zu deren Wiederaufbau gehörte unter anderem die Restaurierung der 1866 fertig gestellten Neuen Synagoge. Sie wurde durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. 1995 wieder eröffnet dient sie heute als Mittelpunkt für das Studium und die Erhaltung jüdischer Kultur. In nördlicher Richtung liegt der älteste jüdische Friedhof der Stadt. Östlich der beiden Spreearme, die die Spreeinsel umfließen, liegt der Alexanderplatz mit vielen Geschäften und Restaurants, ganz in der Nähe davon der 368 Meter hohe Fernsehturm – das höchste Gebäude Deutschlands – und das Rote Rathaus. Zwei Statuen, eine männliche und eine weibliche, mit Blick auf den Eingang des Rathauses sollen an die Beseitigung der vielen Trümmer nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erinnern. Sehenswert im östlichen Zentrum Berlins sind der alte Stadtteil Prenzlauer Berg und die Einkaufsstraßen Schönhauser Allee und Kastanienallee. Der Potsdamer Platz ist eine Verkehrsdrehscheibe im Zentrum Berlins, von der mehrere große Straßen ausgehen. Er wurde 1741 auf Erlass von Friedrich Wilhelm I., König in Preußen angelegt. 1923 begann von dem in der Nähe gelegenen Vox-Haus aus die Geschichte des Rundfunks in Deutschland. Bis 1940 war der Potsdamer Platz der verkehrsreichste Platz Europas. Nach dem starken Bombardement durch die Alliierten im Zweiten Weltkrieg lag er in Trümmern. 1961 wurde er durch die Berliner Mauer geteilt und die Gegend verfiel. Der fühere Verlauf der Berliner Mauer wird seit einigen Jahren durch in den Boden eingelassene Pflastersteine gekennzeichnet. Durch die Hochhausbebauung des Potsdamer Platzes, die eine große Anzahl an Geschäften und Restaurants beherbergen, hat dieser sich als Bindeglied zwischen den bis zur Wende getrennten Stadthälften entwickelt. In Charlottenburg wurde das Olympiastadion für die Olympischen Sommerspiele von 1936 errichtet, sowie der 150 Meter hohe Funkturm, der zwischen 1924 und 1926 anlässlich der 3. Deutschen Funkausstellung entstand und sehr schnell zu einem der Wahrzeichen Berlins avancierte. Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind das Schloss Charlottenburg (Baubeginn 1695), ein barocker Repräsentationsbau der Hohenzollern mit bedeutender Gemäldesammlung, die Zitadelle Spandau und das im Stil des Klassizismus erbaute Schloss Tegel (auch Humboldt-Schloss), ehemals Wohnsitz des Naturforschers und Geographen Alexander von Humboldt.

Parkanlagen

Alexander von Humboldt ]] Alexander von Humboldt] Alexander von Humboldt] Der Große Tiergarten liegt im Zentrum Berlins, im Ortsteil Berlin-Tiergarten des Bezirks Mitte. Mit 210 Hektar ist er der größte Berliner Park. Einige große Straßen durchschneiden den Park, darunter die Ost-West-Achse Straße des 17. Juni. Sie kreuzen sich am Großen Stern, in dessen Mitte die Siegessäule steht. Der erste Tiergarten wurde schon 1527 angelegt, allerdings an anderer Stelle, nämlich in der Nähe des Berliner Schlosses, westlich der Cöllner Stadtmauer. Das kleine Gebiet wurde seit 1530 nach Westen und Norden hin durch Zukäufe erweitert, bis zu den Grenzen des heutigen Tiergartens und darüber hinaus. Neben dem Tiergarten mit seinen zahlreichen historischen Gebäuden gehört der Treptower Park im Südosten Berlins zu den bedeutendsten Parks der Stadt. Er wurde von 1876 bis 1882 vom ersten Berliner Gartenbaudirektor Gustav Meyer angelegt und war 1896 Schauplatz der Großen Berliner Gewerbeausstellung. Die weite an der Spree sich hinziehende Gartenlandschaft ist eines der beliebtesten Ausflugsziele der Berliner, nicht zuletzt auch wegen der bereits 1821 und 1822 als Neues Gartenhaus an der Spree erbauten heutigen Gaststätte. Eine Besonderheit unter den Parks ist der Botanische Garten Berlin. Im Südwesten der Stadt gelegen, wird er neben seiner wissenschaftlichen Bestimmung (er gehört zur Freien Universität Berlin) auch als Erholungspark genutzt. Die Vorgängereinrichtung existierte bereits seit 1697 auf dem Gelände des heutigen Kleistparks in Schöneberg, ab 1897 folgte der Bau der neuen Parkanlage in Dahlem. Mit einer Fläche von über 43 Hektar und etwa 22.000 verschiedenen Pflanzenarten gehört er zu den größten und weltweit bedeutendsten Botanischen Gärten und ist der größte in Europa. Das 25 Meter hohe, 30 Meter breite, und 60 Meter lange Große Tropenhaus ist das höchste Gewächshaus der Welt. Im Südwesten von Berlin an der historischen Brücke zu Potsdam liegt unter anderem die Pfaueninsel mit dem zwischen 1794 und 1797 im Stil einer Ruine erbauten Lustschloss und einem englischen Garten.

Freizeit und Erholung

englischen Garten] Der von der Havel durchflossene Große Wannsee bedeckt eine Fläche von 260 Hektar. Mit ihm besitzt Zehlendorf, eine der bevorzugtesten Wohngegenden der Stadt, Berlins beliebtestes Naherholungsgebiet, das Wassersport, Ausflugsschifffahrt und das Strandbad Wannsee bietet. In der Villa Am Großen Wannsee 56-58 allerdings fand am 20. Januar 1942 die sogenannte Wannsee-Konferenz "zur Endlösung der Judenfrage" statt. Heute ist dort eine Gedenkstätte eingerichtet. Der Müggelsee und die Müggelberge im Südosten Berlins sind zu allen Jahreszeiten beliebte Ausflugsziele. Das Strandbad ist in den Sommermonaten ein Besuchermagnet. Der Müggelsee ist der größte der Berliner Seen. Vielfach findet man die Bezeichnung Großer Müggelsee, da er mit dem Kleinen Müggelsee einen Bruder hat, der allerdings lediglich 0,16 Quadratkilometer umfasst. Der See dehnt sich über 7,4 Quadratkilometer aus (maximal 4,3 Kilometer lang; 2,6 Kilometer breit) und ist bis zu acht Meter tief. Der See und die am Südrand gelegenen Müggelberge, mit 115 Meter die höchsten Berliner Erhebungen, entstanden während des Pleistozäns. Auf dem sogenannten Kleinen Müggelberg wurde 1889 der vielbesuchte und beliebte Müggelturm errichtet, der einen Ausblick über den See und die Wälder bis hin zur Stadtsilhouette Berlins bietet beziehungsweise bot.

Sport

Müggelturm] In Berlin gibt es zahlreiche Sportvereine, wobei sich die meisten dem Breitensport widmen. Ein paar Vereine sind aber zusätzlich auch im Bereich des professionellen Sports tätig. Dazu zählen insbesondere im Fußball Hertha BSC und der 1. FC Union Berlin, im Eishockey die Eisbären, im Basketball Alba und im American Football Berlin Thunder. In der Volleyball-Bundesliga ist die Hauptstadt gleich mit drei Vereinen vertreten. Jedes Jahr findet in Berlin der weltbekannte Berlin-Marathon sowie das ISTAF statt. Nachdem Berlin die Bewerbung um die Olympischen Sommerspiele 2000 verloren hatte, wird im Jahr 2006 nun das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft in Berlin ausgetragen werden. Dazu wurde das Olympiastadion komplett saniert. Im Jahr 2009 werden die Leichtathletik-Weltmeisterschaften im Berliner Olympiastadion ausgetragen.

Wirtschaft

Leichtathletik-Weltmeisterschaften] Hauptartikel: Wirtschaft Berlins Das Bruttoinlandsprodukt des Landes Berlin betrug im Jahr 2001 75,8 Mrd. Euro. Zum Vergleich: Hamburg erzielte ein Bruttoinlandsprodukt von 73,7 Mrd. Euro, im Land Brandenburg waren es 42,3 Mrd. Euro (Quelle: IHK-Bericht 2000/2001). In Berlin gab es 2001 insgesamt 138.688 der Industrie- und Handelskammer zugehörige Betriebe. Davon waren 48.289 im Handelsregister eingetragen und 90.399 so genannte Kleingewerbetreibende (IHK-Bericht 2000/2001). Über 80 Prozent der Unternehmen Berlins gehören dem Tertiärsektor an. Mit 1,2 der 1,5 Millionen Arbeitnehmer Berlins sind in diesem Bereich ebenfalls weit über 80 Prozent der Erwerbstätigen beschäftigt. Berlin ist also Hochburg des Dienstleistungssektors. Die Bruttowertschöpfung liegt bei rund 69 Mrd. Euro pro Jahr.

Medien

Bruttowertschöpfung Hauptartikel: Berliner Medienlandschaft Berlin ist der Sitz vieler regional und bundesweit sendender Rundfunkanstalten. Neben Fernsehsendern wie MTV, Nick, bald auch VIVA und VIVA Plus, Sat.1, N24, TV.Berlin oder FAB gibt es in Berlin eine große Anzahl so genannter Privatradios. Auch die öffentlich-rechtlichen Sender RBB und Deutsche Welle TV haben hier ihren Sitz. Der politischen Bedeutung als Hauptstadt tragen die meisten überregionalen Sender wie ARD, ZDF, RTL oder DeutschlandRadio mit einem „Hauptstadtstudio“ Rechnung. In Berlin erscheinen die meisten Tageszeitungen Deutschlands. Die größten Abonnement-Zeitungen sind die Berliner Zeitung, die Berliner Morgenpost sowie Der Tagesspiegel, die alle drei jeweils einen umfangreichen Berlin-Teil aufweisen. Bundesweite Bedeutung haben die linksliberale taz, die konservative Welt, das Linkspartei-nahe Neue Deutschland und die Linkspartei-kritische Junge Welt. Außerdem gibt es in Berlin die Boulevardzeitungen B.Z., Bild Berlin und Berliner Kurier. Neben den Zeitungen gibt es verschiedene Anzeigenblätter wie die Berliner Woche, das Berliner Abendblatt oder die Zweite Hand; außerdem erscheinen verschiedene Stadtmagazine wie der Tip, (030) oder die Zitty. In Berlin haben der Verlag Walter de Gruyter und der Springer-Verlag ihren Sitz. Sie bieten neben Büchern und Zeitschriften auch viele multimediale Angebote.

Infrastruktur

Öffentlicher Verkehr

Springer-Verlag Springer-Verlag] Dem innerstädtischen Verkehr dienen die S-Bahn – betrieben von der S-Bahn Berlin GmbH – sowie die U-Bahn, Straßenbahnen und Busse – betrieben von der BVG. Wie man der Netzspinne leicht entnehmen kann, wird die Innenstadt in Ost-West-Richtung von der als Hochbahn angelegten Stadtbahn durchquert, welche parallel von S-Bahn sowie Regional- und Fernverkehr befahren wird. Sie verbindet das Westkreuz mit dem Ostkreuz, und passiert dabei den Bahnhof Charlottenburg, den Zoologischen Garten, den Lehrter Bahnhof, den Bahnhof Friedrichstraße, den Alexanderplatz und den Ostbahnhof. Auf der Nord-Süd-Achse übernimmt die U-Bahnlinie 9 den größten Teil des Fahrgastaufkommens, ergänzt durch die teilweise unterirdische Nord-Süd-Trasse der S-Bahn. Die S-Bahntrasse kreuzt am Bahnhof Friedrichstraße die Stadtbahn. Noch im Bau befindet sich die größtenteils unterirdische Fernbahntrasse vom Bahnhof Papestraße über den Lehrter Bahnhof bis nach Gesundbrunnen (als Teil des so genannten Pilzkonzeptes). Vervollständigt wird der Bahnverkehr durch die Ringbahn, welche die Innenstadt einschließt. Zum Eisenbahnknotenpunkt Berlin gehört auch der bei Potsdam gelegene Rangierbahnhof Seddin. Für den Regionalverkehr verkehren Regionalbahn- und Regionalexpresslinien der Deutschen Bahn sowie zwei InterConnex-Linien. Siehe auch: Liste Berliner Bahnhöfe

Autobahnen

Die Innenstadt wird von Westen her von einem Autobahn-Halbkreis (A 100 – Berliner Stadtring) umgeben, der langfristig zu einem Ring vervollständigt werden soll und eine reine Stadtautobahn darstellt. Rund um Berlin verläuft die Autobahn A 10 (Berliner Ring). Von der A 100 gibt es innerhalb des Stadtgebiets folgende Autobahnen Richtung Berliner Ring:
- A 111 in Richtung Nordwesten (Richtung Hamburg und Rostock)
- A 113 in Richtung Südosten (Richtung Dresden und Cottbus). Diese Autobahn beginnt derzeit erst am Dreieck Treptow im äußersten Südosten der Stadt. Bis 2007 soll der im Bau befindliche Anschluss von der A 100 (beginnend am Dreieck Neukölln) bis zur Berliner Stadtgrenze fertig gestellt sein. Am 14. Juli 2004 wurde dazu das erste Teilstück vom Dreieck Neukölln bis zur Anschlussstelle Späthstraße für den Verkehr freigegeben.
- A 115 in Richtung Südwesten (Richtung Hannover und Leipzig), deren anfängliches gerades Teilstück umgangssprachlich auch heute noch AVUS genannt wird. Zusätzlich hierzu gibt es im Norden der Stadt noch die A 114 von der Prenzlauer Promenade im Bezirk Pankow zur A 10 in Richtung Stettin. Die nur wenige Kilometer lange ehemalige A 104, die im Südwesten der Stadt den Berliner Stadtring (A 100)) nach Süden hin mit Berlin-Steglitz verbindet, wurde inzwischen zur Autostraße herabgestuft. Die A 103 verbindet den Berliner Stadtring – von einem weiter östlich gelegenen Anschluss – nach Südwesten hin mit dem Steglitzer Kreisel in Richtung Potsdam.

Flughäfen

Berlin besitzt drei Flughäfen: Tegel (TXL), Tempelhof (THF) und Schönefeld (SXF). Letzterer liegt allerdings knapp hinter der Berliner Stadtgrenze und befindet sich somit im Land Brandenburg. Langfristig ist geplant, den Flughafen Schönefeld zu vergrößern, um die im Innenstadtbereich liegenden Flughäfen Tegel und Tempelhof zu entlasten beziehungsweise zu schließen. Das Großprojekt Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) stößt bei einigen Anwohnern in Berlin und Brandenburg auf Widerstand. Mit dem bereits geschlossenen Flugplatz Johannisthal besaß Berlin den ersten Flugplatz Deutschlands.

Energieversorgung

Die Energieversorgung von Berlin verfügt über einige Besonderheiten. Im Zweiten Weltkrieg wurde geplant, Berlin über eine als Erdkabel ausgeführte Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) vom Kraftwerk Dessau zu speisen. Mit dem Bau dieser Anlage wurde 1943 begonnen, sie konn

2. April

Der 2. April ist der 92. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 93. in Schaltjahren) – somit bleiben 273 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1513Florida wird vom Eroberer Juan Ponce de León für die spanische Krone in Besitz genommen.
- 1801Napoleonische Kriege: In der Seeschlacht von Kopenhagen zerstören die Engländer unter Lord Nelson die dänische Flotte.
- 1814Ludwig XVIII. wird König von Frankreich.
- 1920 – Die Reichswehr marschiert im Ruhrgebiet ein, um den Aufstand der kommunistischen Roten Ruhrarmee niederzuschlagen.
- 1951 – General Dwight D. Eisenhower erhält die Oberbefehlsgewalt über die NATO-Truppen in Europa.
- 1953 – Der ÖVP-Politiker Julius Raab tritt sein Amt als neuer Bundeskanzler Österreichs an.
- 1974 – Der französische Staatspräsident Georges Pompidou stirbt kaum 63jährig im Amt. Sein Nachfolger wird Valéry Giscard d'Estaing.
- 1974 – In Kanada wird Französisch neben Englisch eine gleichberechtigte, offizielle Amtssprache.
- 1979Menachem Begin reist als erster israelischer Regierungschef zu einem offiziellen Staatsbesuch nach Ägypten.
- 1982 – Mit der Besetzung der Falklandinseln (argentinisch: Islas Malvinas) durch argentinische Truppen beginnt der Falklandkrieg.
- 1989Tunesien. Wahl von Zine El Abidine Ben Ali als Staatspräsident.
- 1992Volker Rühe wird in Deutschland als Verteidigungsminister vereidigt.
- 1992Edith Cresson tritt nach nur zehnmonatiger Amtszeit in Frankreich als Regierungschefin zurück.
- 1997 – In Polen verabschieden Sejm und Senat in einer gemeinsamen Sitzung die neue Verfassung.
- 1998Maurice Papon, der 87jährige ehemalige Haushaltsminister Frankreichs, wird als Nazi-Kollaborateur in Bordeaux wegen seiner Mitschuld an der Deportation von fast 1.700 Juden verurteilt.
- 1999 – In Belgrad werden das Gebäude des serbischen und jugoslawischen Innenministeriums von der NATO mit Marschflugkörpern beschossen.
- 2000Kairo, Ägypten. Beginn des EU-Afrika-Gipfels.
- 2004 – Sieben Nationen treten der NATO als vollwertige Mitglieder bei: Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowakei und Slowenien.

Wirtschaft


- 1792 – Die USA führen den Dollar als offizielles und einheitliches Zahlungsmittel ein.
- 1853 – In Darmstadt wird mit der Bank für Handel und Industrie die erste deutsche Aktienbank gegründet.

Wissenschaft und Technik


- 1905 – Ein mit Ehrengästen besetzter Zug durchfährt erstmals den Simplon-Tunnel, den mit 19.8 km zum damaligen Zeitpunkt längsten Eisenbahntunnel der Welt.

Kultur


- 1785 – Uraufführung der Oper La finta principessa von Luigi Cherubini am King's Theatre in London.
- 1800 – Die "Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21" von Ludwig van Beethoven wird im Wiener Hofburgtheater uraufgeführt.
- 1803 Das heute nur noch selten aufgeführte Trauerspiel "Die natürliche Tochter" von Johann Wolfgang von Goethe hat im Hoftheater zu Weimar seine Premiere.
- 1910 – Uraufführung der Operette Der letzte Jonas von Rudolf Dellinger am Residenztheater in Dresden.
- 1916 – Uraufführung der Oper Die schöne Bellinda von Hans Huber in Bern.

Religion


- 2005 – Papst Johannes Paul II. stirbt. Er war mehr als 26 Jahre lang das Oberhaupt der katholischen Kirche.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1892 – Gründung des Fussballvereins Hertha BSC Berlin, Namensgeberin war ein Schiff das den Namen Hertha trug.
- 1893 – Gründung des VfB Stuttgart.

Geboren


- 747Karl der Große, ab 768 König der Franken, Kaiser des Heiligen Römischen Reichs
- 1586Pietrodelle Valle, italienischer Reisender und Reiseschriftsteller
- 1587Virginia Centurione Bracelli, italienische Heilige († 1658)
- 1628Constantin Dedekind, deutscher Komponist und Dichter († 1715)
- 1647Anna Maria Sibylla Merian, deutsche Malerin und Insektenforscherin
- 1653Georg von Dänemark, Herzog von Cumberland, Ehemann Königin Annes von Großbritannien
- 1665Christoph I. von Dohna-Schlodien, brandenburgisch-preußischer General
- 1679Marcellus Laroon der Jüngere, englischer Maler
- 1719Johann Wilhelm Ludwig Gleim, deutscher Schriftsteller
- 1725Giacomo Casanova, italienischer Abenteurer und Schriftsteller
- 1788Wilhelmine Reichard, deutsche Ballonfahrerin
- 1797Jean Louis Marie Poiseuille, französischer Mediziner und Physiker
- 1798August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, deutscher Lyriker
- 1803Franz Lachner, deutscher Komponist und Organist
- 1804Jassuda Bédarride, französischer Jurist
- 1805Hans Christian Andersen, dänischer Märchenautor
- 1806Giacomo Antonelli, römischer Kardinal und Staatssekretär
- 1806Friedrich Halm, österreichischer Dichter und Dramatiker
- 1827William Holman Hunt, britischer Maler
- 1834Frédéric Auguste Bartholdi, französischer Bildhauer
- 1840Émile Zola, französischer Schriftsteller
- 1844Oskar Loew, deutscher Chemiker
- 1862Nicholas Murray Butler, US-amerikanischer Philosoph und Publizist
- 1863Henry van de Velde, belgischer Architekt und Maler
- 1867 - Eugene Sandow, Begründer des Bodybuildings
- 1878 - Antun Dobronić, kroatischer Komponist
- 1879Alexander Moissi, österreichischer Schauspieler
- 1884Dolf Kessler, niederländischer Fußballspieler
- 1887Louise Schroeder, deutsche SPD-Politikerin
- 1890Agnes Straub, deutsche Schauspielerin
- 1891Max Ernst, deutsch-französischer Maler
- 1892Rudolf Bockelmann, deutscher Opernsänger
- 1892Maurice-Yves Sandoz, schweizer Schriftsteller
- 1895Georg Baur, deutscher CDU-Politiker
- 1899Heinrich Rau, Mitglied des Politbüros des ZK der SED
- 1900Roberto Arlt, argentinischer Erzähler, Dramatiker und Journalist
- 1900Heinrich Besseler, deutscher Professor in Heidelberg, Jena, Leipzig
- 1902Jan Tschichold, deutscher Schriftentwerfer, Kalligraf, Typograf, Autor und Lehrer
- 1905Kurt Herbert Adler, österreichisch-amerikanischer Dirigent und Opernregisseur
- 1905Serge Lifar, französisch-russischer Tänzer und Choreograph
- 1912Rosemary Biggs, britische Hämatologin
- 1912Herbert Mills, US-amerikanischer Sänger
- 1914 – Sir Alec Guinness, britischer Schauspieler
- 1917Lou Monte, US-amerikanischer Sänger
- 1917Iris von Roten, schweizerische Juristin, Journalistin und Frauenrechtlerin
- 1919Delfo Cabrera, argentinischer Marathonläufer
- 1922Dino Monduzzi, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1923George Spencer-Brown, britischer Philosoph und Mathematiker
- 1925Hans Rosenthal, deutscher Quizmaster
- 1926Max Greger, deutscher Bandleader und Musiker
- 1926Jack Brabham, australischer Autorennfahrer
- 1926Edgar Hilsenrath, deutscher Schriftsteller
- 1927Ferenc Puskás, ungarischer Fußballspieler
- 1928Serge Gainsbourg, französischer Sänger
- 1928Alain Vanzo, französischer Opernsänger
- 1928Serge Gainsbourg, französischer Chanson-Dichter, -Komponist und -Sänger
- 1929Hans Koschnick, deutscher Politiker
- 1932Siegfried Rauch, deutscher Schauspieler
- 1932Edward Michael Egan, Erzbischof von New York und ein Kardinal
- 1933György Konrád, ungarischer Schriftsteller
- 1935Doris Schaltenbrand-Naef
- 1939Marvin Gaye, US-amerikanischer Sänger
- 1940Herbie Hancock, US-amerikanischer Jazz-P