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Hugo Sperrle

Hugo Sperrle

Hugo Sperrle (
- 7. Februar 1885 in Ludwigsburg; † 2. April 1953 in München) war ein deutscher Heeres- und Luftwaffenoffizier (seit 1940 Generalfeldmarschall) und während des Zweiten Weltkrieges Divisions- und Korpskommandeur.

Jugend

Seine militärische Laufbahn begann im Jahr 1903 mit dem Eintritt als Fahnenjunker in das württembergische Infanterie-Regiment 126. Nach verschiedenen Verwendungen und Beförderungen meldete sich Sperrle bei Ausbruch des 1. Weltkrieges zur Fliegerausbildung.

Erster Weltkrieg

Gegen Ende des Jahres 1914 wurde er zum Hauptmann befördert. Ein Jahr später, im Dezember 1915 wurde er Führer der Feldfliegerabteilung 42. Im Februar 1916 stürzte Sperrle mit seinem Flugzeug ab und wurde schwer verletzt. Bereits zwei Monate später meldete er sich wieder zum Dienst, doch erst im Juli bekam Sperrle ein neues Kommando. Im weiteren Verlauf des 1. Weltkrieges brachte es Sperrle bis zum Kommandeur der Flieger der 7. Armee. Sperrle wurde mehrfach ausgezeichnet, so mit beiden Klassen des Eisernen Kreuzes und mit dem Ritterkreuz des Hohenzollernschen Hausordens mit Schwertern.

Zwischen den Kriegen

Auch nach dem Krieg verblieb Sperrle beim Militär und wurde bis Anfang der 1930er Jahre in verschiedenen Stellungen eingesetzt. Dabei wurde er am 1. Oktober 1926 zum Major, am 1. Februar 1931 zum Oberstleutnant und schließlich Ende 1933 zum Oberst befördert. Bereits Anfang 1934 wurde mit dem verdeckten Aufbau einer neuen deutschen Luftwaffe begonnen, und Sperrles Fähigkeiten und Kenntnisse auf diesem Gebiet genutzt, indem er zum Kommandeur der 1. Flieger-Division ernannt wurde. Mit dem 1. Oktober 1935 wurde Sperrle zum Generalmajor befördert und als Kommandierender General und Befehlshaber im Luftkreis V nach München versetzt. Am spanischen Bürgerkrieg nahme Sperrle als erster Kommandeur der Legion Condor teil. Nach der Rückkehr aus Spanien wurde Sperrle am 1. November 1937 zum General der Flieger befördert. Am 1. April 1938 übernahm er den Befehl über das Luftwaffen-Gruppenkommando 3 in München, dem erhebliche Kräfte unterstanden.

Zweiter Weltkrieg

Mit dem Beginn des 2. Weltkrieges wurde aus dem Luftwaffen-Gruppenkommando 3 die Luftflotte 3, die ausschließlich im Westen eingesetzt wurde. Nach dem Sieg über Frankreich gehörte Sperrle zu jenen Offizieren, die am 19. Juli 1940 zu Generalfeldmarschällen befördert wurden. Nach dem Beginn des Russlandfeldzuges verblieben im Westen nur noch relativ schwache Luftstreitkräfte, die Sperrles Luftflotte 3 unterstellt waren. 1940, Ex-Luftwaffengeneral Hans-Jürgen Stumpff und Ex-Feldmarschall der Luftwaffe Erhard Milch spielen Karten, während sie auf den Aufruf als Zeugen vor dem Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg warten]] Im Zuge einer Umgliederung wurde Sperrle zum Oberbefehlshaber des Luftwaffenkommandos West ernannt. Am Tag der alliierten Invasion am 6. Juni 1944 unterstanden Sperrle ca. 400 Flugzeuge, von denen aber weniger als die Hälfte einsatzfähig war. Entsprechend gering waren Sperrles Möglichkeiten, den alliierten Luftstreitkräften etwas entgegen zu setzen. Aufgrund der daraus resultierenden Unzufriedenheit Hitlers, wurde Sperrle im August 1944 entlassen und bis zum Kriegsende nicht wieder verwendet.

Nachkriegszeit

Nach dem Krieg war Sperrle unter den Angeklagten im Prozess gegen das Oberkommando der Wehrmacht. Als einer von zwei unter den 14 Angeklagten wurde er freigesprochen. Siehe auch:
- Prozess Oberkommando der Wehrmacht

Auszeichnungen


- Spanische Medalla de la Campaña
- Spanisches Cruz de Guerra
- Spanische Flugzeugführerabzeichen
- Flugzeugführerabzeichen
- Ehrenkreuz für Frontkämpfer
- Gemeinsames Flugzeugführer- und Beobachterabzeichen in Gold mit Brillanten
- Ritterkreuz des kgl. Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern
- Spanienkreuz in Gold mit Brillanten
- Eisernes Kreuz (1914) 2. und 1. Klasse
- Eisernes Kreuz (1939) 2. und 1. Klasse
- Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes

Weblinks


- http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/aussenpolitik/condor/index.html Sperrle, Hugo Sperrle, Hugo Sperrle, Hugo Sperrle, Hugo Sperrle, Hugo Sperrle, Hugo

1885

Ereignisse


- 23. April: Der belgische König Leopold II. erklärt sich zum Eigentümer des Kongo: ein völkerrechtlich einzigartiger Vorgang, dass eine Einzelperson sich zum Eigentümer eines Landes ernennt
- 15. Oktober: Die Marshallinseln erhalten den Status eines Deutschen Schutzgebietes
- 7. November: In Craigellachie (Kanada) wird der Bau der ersten kanadischen Pazifik-Eisenbahnlinie mit der feierlichen Eröffnung abgeschlossen
- 10. November: erste Fahrt eines Motorrads, gebaut von Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach
- 12. Weltausstellung in Antwerpen, Belgien
- Hiram Maxim erfindet das Maschinengewehr
- Ernst Mach macht Schallwellen sichtbar
- Johann Jakob Balmer veröffentlicht seine empirische Formel zu den möglichen Frequenzen des Wasserstoffspektrums (in: Annalen der Physik und Chemie N. F. 25 (1885), 80–87), siehe (Balmer-Serie)
- Philipp III. Krementz wird Erzbischof von Köln
- Pastor Friedrich von Bodelschwingh gründet die erste Bausparkasse in Deutschland
- serbisch-bulgarischer Krieg
- Albert Boehringer gründet Boehringer Ingelheim

Kultur


- 14. März: Uraufführung der Oper István király (König Stephan) von Ferenc Erkel in Budapest
- 28. März: Uraufführung der Operette Don Cesar von Rudolf Dellinger am Carl Schultze Theater in Hamburg
- 5. April: Uraufführung der Oper Noé von Georges Bizet in Karlsruhe
- 28. April: Erstmals wird die Internationale Buddhistische Flagge anlässlich des Vesakh Tages in Colombo, Ceylon, gehisst
- April: Vincent van Gogh malt Die Kartoffelesser
- 30. November: Uraufführung der Oper Le Cid von Jules Massenet an der Grand Opéra Paris
- Gründung der Leipziger Baumwollspinnerei
- Das Home Insurance Building, der erste „Wolkenkratzer“ der Welt, wird in Chicago gebaut

Geboren


- 2. Januar: Eddy de Neve, niederländischer Fußballspieler († 1943)
- 15. Januar: Lorenz Böhler, österreichischer Chirurg († 1973)
- 16. Januar: Wladyslaw Raczkiewicz, Polnischer Beamter und Politiker († 1947)
- 21. Januar: Umberto Nobile, italienischer Luftschiffpionier († 1978)
- 22. Januar: Eugène Christophe, französischer Radrennfahrer († 1970)
- 24. Januar: Christian Ingerslev Baastrup, dänischer Radiologe
- 27. Januar: Eduard Künneke, deutscher Operettenkomponist († 1953)
- 27. Januar: Jerome David Kern, US-amerikanischer Komponist († 1945)
- 30. Januar: Iuliu Hossu, Bischof von Fagaras und Kardinal († 1970)
- 6. Februar: Jo Eshuijs, niederländischer Fußballspieler († 1979)
- 7. Februar: Harry Sinclair Lewis, US-amerikanischer Schriftsteller († 1951)
- 7. Februar: Hugo Sperrle, deutscher Generalfeldmarschall im Dritten Reich († 1953)
- 7. Februar: Michael Gamper, Priester und Publizist († 1956)
- 7. Februar: Sinclair Lewis, US-amerikanischer Schriftsteller († 1951)
- 9. Februar: Alban Berg, österreichischer Komponist († 1935)
- 12. Februar: Julius Streicher, NS-Politiker und Herausgeber des Stürmer († 1946)
- 17. Februar: Emmy Hennings, deutsche Schriftstellerin, Kabarettistin und Lebenskünstlerin
- 17. Februar: Ernst Altstaedt, deutscher Internist († 1953)
- 17. Februar: Romano Guardini, Philosoph und katholischer Theologe († 1968)
- 21. Februar: Sacha Guitry, französischer Schauspieler, Filmregisseur und Dramatiker († 1957)
- 24. Februar: Chester W. Nimitz, Oberbefehlshaber der alliierten Marine im Pazifikkrieg († 1966)
- 24. Februar: Stanislaw Ignacy Witkiewicz, polnischer Maler und Schriftsteller († 1939)
- 25. Februar: Alice von Battenberg, († 1969)
- 26. Februar: Aleksandras Stulginskis, Präsident Litauens († 1969)
- 1. März: Jürgen Fehling, deutscher Theaterregisseur und Schauspieler († 1968)
- 1. März: Lionel Atwill, US-amerikanischer Film- und Theaterschauspieler († 1946)
- 10. März: Pierre Boulanger, französischer Ingenieur und Citroën-Vorstand († 1950)
- 17. März: Ralph Rose, US-amerikanischer Leichtathlet († 1913)
- 22. März: Eugen Fürst zu Oettingen-Wallerstein, deutscher Politiker
- 25. März: Siegfried Handloser, Chefs des Wehrmachts-Sanitätswesens
- 27. März: Heinrich Mohn, deutscher Verleger († 1955)
- 1. April: Wallace Beery, US-amerikanischer Schauspieler († 1949)
- 6. April: Carlos Salzédo, Harfenist und Komponist († 1961)
- 8. April: Alexander Rüstow, deutscher Philosoph, Sozialwissenschaftler und Volkswirt († 1963)
- 12. April: Fritz Schuler, deutscher Politiker († 1955)
- 12. April: Hermann Hoth, Offizier der Reichswehr und der Wehrmacht († 1971)
- 12. April: Robert Delaunay, französischer Maler († 1941)
- 13. April: Georg Lukács, jüdisch-ungarischer Philosoph, Literaturwissenschaftler und -kritiker († 1971)
- 14. April: Adolf Uzarski, deutscher Schriftsteller, Maler und Graphiker († 1970)
- 17. April: Tania Blixen, dänische Schriftstellerin († 1962)
- 17. April: Toine van Renterghem, niederländischer Fußballspieler († 1967)
- 25. April: Aloys Feldmann, deutscher Politiker († 1965)
- 26. April: Carl Einstein, deutscher Kunsthistoriker und Schriftsteller († 1940)
- 29. April: Egon Erwin Kisch, Journalist und Reporter († 1948)
- 29. April: Wallingford Riegger, US-amerikanischer Komponist († 1961)
- 6. Mai: Rudolph Valentino, italienischer Schauspieler († 1926)
- 10. Mai: Fritz von Unruh, deutscher Schriftsteller und Dichter († 1970)
- 14. Mai: Otto Klemperer, deutscher Dirigent und Komponist († 1973)
- 22. Mai: Julio Fonseca, costaricanischer Komponist († 1950)
- 22. Mai: Hans Lukaschek, deutscher Politiker († 1960)
- 28. Mai: Hellmuth Felmy, deutscher General im Zweiten Weltkrieg († 1965)
- 31. Mai: Alois Hudal, Bischof und Fluchthelfer diverser Naziverbrecher († 1963)
- 31. Mai: Alter Kacyzne, jiddischer Schriftsteller und Fotograf († 1941)
- 2. Juni: Hans-Gerhard Creutzfeldt, deutscher Neurologe († 1964)
- 3. Juni: Jakow Michailowitsch Swerdlow, sowjetischer Politiker († 1919)
- 4. Juni: Colin Ross, österreichischer Journalist und Reiseschriftsteller († 1945)
- 17. Juni: Oscar Funcke, deutscher Politiker und Fabrikant († 1965)
- 17. Juni: Richard Ermisch, deutscher Architekt und Oberbaurat in Berlin († 1960)
- 19. Juni: Stevan Hristić, jugoslawischer Komponist († 1958)
- 22. Juni: Milan Vidmar, slowenischer Schachmeister († 1962)
- 26. Juni: Billy Jenkins, Kunstschütze, Lassowerfer und Greifvogeldresseur († 1954)
- 30. Juni: Viktor Schauberger, österreichischer Förster, Forscher und Erfinder († 1958)
- 4. Juli: Louis B. Mayer, US-Amerikanischer Filmproduzent († 1957)
- 6. Juli: Ernst Busch (GFM), deutscher Generalfeldmarschall († 1945)
- 8. Juli: Ernst Bloch, deutscher Philosoph († 1977)
- 8. Juli: Paul Leni, Bühnenbildner und Regisseur († 1929)
- 9. Juli: Caius Welcker, niederländischer Fußballspieler († 1939)
- 13. Juli: Adolf Behne, Architekt, Kunstpolitiker und Wissenschaftler († 1948)
- 24. Juli: Hermann Clausen, dänisch-deutscher Politiker († 1962)
- 24. Juli: Paul von Hase, deutscher General und Widerstandskämpfer († 1944)
- 9. August: Philip van Dijk, niederländischer Fußballspieler († 1937)
- 21. August: Wilhelm Schmidt (Bayern), deutscher Politiker und MdB († 1962)
- 27. August: Georg Wilhelm Pabst, österreichischer Regisseur († 1967)
- 29. August: Hans Jahn, deutscher Politiker († 1960)
- 31. August: Herbert Westren Turnbull, englischer Mathematiker († 1961)
- 4. September: Antonio Bacci, katholischer Geistlicher († 1971)
- 5. September: Useir Gadschibekow, aserbaischanischer Komponist († 1948)
- 9. September: Paul Henckels, deutscher Schauspieler († 1967)
- 10. September: Dora Pejačević, kroatische Komponistin († 1923)
- 11. September: David Herbert Lawrence, britischer Schriftsteller († 1930)
- 13. September: Robert Robinson, britischer Chemiker und Nobelpreisträger († 1975)
- 13. September: Wilhelm Blaschke, österreichischer Mathematiker und Autor († 1962)
- 15. September: Grete Beier, eine deutsche Mörderin († 1908)
- 15. September: Ina Seidel, deutsche Schriftstellerin († 1974)
- 16. September: Karen Horney, deutsch-US-amerikanische Psychologin († 1952)
- 17. September: Josef Escher, Schweizer Politiker († 1954)
- 21. September: Elisabeth Müller, schweizerische Jugendschriftstellerin († 1977)
- 21. September: Gilbert Rahm, († 1954)
- 22. September: Albert Walter, deutscher Politiker († 1980)
- 22. September: Erich von Stroheim, österreichisch/US-amerikanischer Regisseur und Schauspieler. († 1957)
- 25. September: Hanna Ralph, deutsche Schauspielerin († 1978)
- 1. Oktober: Max Henny, niederländischer Fußballspieler
- 7. Oktober: Niels Bohr, dänischer Physiker, Nobelpreisträger († 1962)
- 10. Oktober: Walter Anderson, deutscher Folklorist († 1962)
- 11. Oktober: Alfréd Haar, ungarischer Mathematiker († 1933)
- 11. Oktober: François Mauriac, französischer Schriftsteller († 1970)
- 15. Oktober: James Francis Hurley, australischer Fotograf und Kameramann († 1962)
- 15. Oktober: Jóhannes Sveinsson Kjarval, isländische Maler († 1972)
- 15. Oktober: Ulrich Leman, deutscher Maler († 1988)
- 28. Oktober: Per Albin Hansson, schwedischer Politiker und Premierminister († 1946)
- 28. Oktober: Gustav Sack, deutscher Schriftsteller Lyriker und Dramatiker († 1916)
- 30. Oktober: Ezra Pound, US-amerikanischer Dichter († 1972)
- 31. Oktober: Karl Radek, russischer Politiker und Journalist († 1905)
- 1. November: Anton Flettner, deutscher Ingenieur und Wissenschaftler († 1961)
- 1. November: Pierre Dupong, luxemburgischer Politiker († 1953)
- 2. November: Harlow Shapley, US-amerikanischer Astronom († 1972)
- 5. November: Martin Wagner, deutscher Architekt und Stadtplaner († 1957)
- 6. November: Zhu De, chinesischer Politiker († 1976)
- 7. November: Frank Knight, US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler († 1972)
- 8. November: Emil Fahrenkamp, Architekt, Professor Leiter der Düsseldorfer Kunstakademie († 1966)
- 8. November: Jorgo Busianis, griechischer Maler († 1959)
- 9. November: Hermann Weyl, deutscher Mathematiker († 1955)
- 9. November: Welimir Chlebnikow, russischer Dichter († 1922)
- 11. November: George S. Patton, Viersterne-General der US-Army († 1945)
- 14. November: Sonia Delaunay-Terk, französische Malerin († 1979)
- 18. November: Josef Kentenich, Gründer der internationalen Schönstatt-Bewegung. († 1968)
- 18. November: Phog Allen, US-amerikanischer Basketballtrainer († 1974)
- 21. November: Walter Le Coutre, Professor, Betriebswirtschaftler und Bilanztheoretiker († 1965)
- 24. November: Christian Wirth, deutscher Beamter der Kriminalpolizei († 1944)
- 26. November: Heinrich Brüning, deutscher Politiker und Reichskanzler († 1970)
- 30. November: Albert Kesselring, deutscher Offizier im Ersten und Zweiten Weltkrieg († 1960)
- 2. Dezember: George Richards Minot, US-amerikanischer Arzt, Nobelpreisträger († 1950)
- 6. Dezember: Albrecht Schaeffer, deutscher Schriftsteller († 1950)
- 8. Dezember: August Babberger, deutscher Maler (Expressionismus) († 1936)
- 15. Dezember: Hans Wehberg, deutscher Völkerrechtslehrer
- 17. Dezember: Theodor Steltzer, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein († 1967)
- 20. Dezember: Miel van Leijden, niederländischer Fußballspieler († 1949)
- 21. Dezember: Hermann Heimerich, Politiker († 1963)
- 25. Dezember: Albert Betz, deutscher Physiker und Pionier der Windkrafttechnik († 1968)

Gestorben


- 5. Januar: Adolf Carl Daniel Fürst von Auersperg, Ministerpräsident von Österreich-Ungarn (
- 1821)
- 25. Januar: Alois Emanuel Biedermann, reformierter Theologe aus der Schweiz (
- 1819)
- 26. Januar: Charles George Gordon, britischer General (
- 1833)
- 29. Januar: Franz Rieger, Orgelbaumeister (
- 1812)
- 1. Februar: Sidney Thomas, britischer Metallurg (
- 1850)
- 7. Februar: August Reinsdorf, Freiheitskämpfer (
- 1849)
- 14. Februar: Jules Valles, französischer Publizist, Revolutionär und Journalist (
- 1833)
- 12. März: Ysaac Brons, Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung (
- 1802)
- 28. März: Ludvig Norman, schwedischer Dirigent und Komponist (
- 1831)
- 31. März: Franz Abt, deutscher Komponist und Kapellmeister (
- 1819)
- 17. April: Emmy von Rhoden, deutsche Schriftstellerin (
- 1829)
- 20. April: Gustav Nachtigal, deutscher Afrikaforscher (
- 1834)
- 30. April: Jens Peter Jacobsen, dänischer Schriftsteller (
- 1847)
- 5. Mai: Lauro Rossi, italienischer Komponist (
- 1812)
- 12. Mai: Ferdinand Hiller, deutscher Komponist (
- 1811)
- 19. Mai: William Huntington Russell, Mitbegründer der Yale-Geheimgesellschaft Skull and Bones (
- 1809)
- 22. Mai: Victor Hugo, französischer Schriftsteller (
- 1802)
- 27. Mai: Friedrich Johannes Jacob Cölestin von Schwarzenberg, Erzbischof von Prag (
- 1809)
- 30. Mai: Jakob Fürchtegott Dielmann, Maler (
- 1809)
- 30. Mai: Paul de Noailles, französischer Staatsmann und Historiker (
- 1802)
- 5. Juni: Julius Benedict, britischer Komponist und Kapellmeister (
- 1804)
- 22. Juni: Muhammad Ahmad, islamisch-politischer Führer (
- 1844)
- 7. Juli: Christoph Theodor Äby, Anthropologe (
- 1835)
- 14. Juli: Ernst Hello, französischer Schriftsteller und Philosoph (
- 1828)
- 15. Juli: Rosalía de Castro, galicische Lyrikerin (
- 1837)
- 23. Juli: Ulysses Simpson Grant, Unions-General und 18. Präsident der USA (
- 1822)
- 25. Juli: Ernst Laas, deutscher Pädagoge und Philosoph (
- 1837)
- 28. Juli: Henri Milne-Edwards, französischer Naturforscher (
- 1800)
- 28. Juli: Moses Montefiore, britischer Unternehmer und jüdischer Philanthrop (
- 1784)
- 21. August: Helen Hunt Jackson, US-amerikanische Autorin (
- 1831)
- 6. September: Edme Charles Philippe Lepère, französischer Staatsmann (
- 1823)
- 6. September: Narcís Monturiol spanischer Ingenieur und Erfinder (
- 1819)
- 13. September: Friedrich Kiel, deutscher Komponist der Spätromantik (
- 1821)
- 23. September: Carl Spitzweg, Maler des Biedermeier (
- 1808)
- 5. Oktober: Wilhelm Heine, deutscher Maler und Reisender (
- 1827)
- 29. Oktober: George B. McClellan, Oberkomandierender der Unionsstreitkräfte im Amerikanischen Bürgerkrieg (
- 1826)
- 31. Oktober: Topete y Carballo, spanischer Admiral und Politiker (
- 1821)
- 3. November: Adele Muzzarelli, italienische Soubrette, Sängerin und Tänzerin (
- 1816)
- 13. November: Anselmo José Braamcamp, portugiesischer Politiker (
- 1819)
- 16. November: Louis Riel, kanadischer Métis-Führer (
- 1844)
- 25. November: Alfons XII. (Spanien), spanischer König (
- 1857)
- 25. November: Nicolás Avellaneda, Präsident von Argentinien (
- 1837)
- 26. November: Thomas Andrews, irischer Physiker und Chemiker (
- 1813)
- 6. Dezember: Robert Gerwig, deutscher Bauingenieur (
- 1820)
- 9. Dezember: Hermann Heinrich Becker, deutscher Politiker (
- 1820)
- 14. Dezember: Ernst Falkbeer, österreichischer Schachmeister (
- 1819)
- 15. Dezember: Ferdinand II. (Portugal), König von Portugal (
- 1816)
- 21. Dezember: Eduard Hölzel, österreichischer Buchhändler und Verleger (
- 1817)
- 22. Dezember: Louis René Tulasne, Französischer Botaniker und Mykologe (
- 1815)

Staatsoberhäupter

Amerika


- Mexiko: Porfirio Diaz, Präsident (18841911)

Asien


- Afghanistan (Barakzai-Dynastie): Emir Abdur Rahman Khan
- Japan: Mutsuhito, Kaiser (18671912)

Europa


- Portugal: Ludwig I., König von Portugal, (18611889)
- Schweiz: Karl Schenk, Bundespräsident der Schweiz, (1885) ko:1885년 simple:1885 th:พ.ศ. 2428

Ludwigsburg

Ludwigsburg ist eine Stadt in der Mitte Baden-Württembergs, etwa 12 km nördlich der Stuttgarter Innenstadt. Sie ist die Kreisstadt und mit über 87.000 Einwohnern auch die größte Stadt des Landkreises Ludwigsburg, zugleich ist sie nach Esslingen am Neckar die zweitgrößte Mittelstadt Baden-Württembergs. Zusammen mit Kornwestheim bildet Ludwigsburg ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden. Die Einwohnerzahl Ludwigsburgs überschritt um das Jahr 1901 die 20.000er-Grenze. 1935 wurde Ludwigsburg Stadtkreis, gehörte aber weiterhin zum Oberamt bzw. Landkreis Ludwigsburg. 1945 wurde Ludwigsburg "unmittelbare Kreisstadt". Mit Inkrafttreten der baden-württembergischen Gemeindeordnung am 1. April 1956 wurde Ludwigsburg zur Großen Kreisstadt erklärt.

Geografie

Ludwigsburg liegt am so genannten "Langen Feld" auf einer Hochfläche des Neckarbeckens, zwischen dem Neckartal und dem Hohenasperg. Durch das innere Stadtgebiet fließt der Tälesbach, der ca. 3 km nordöstlich in den Neckar mündet. Die inzwischen eingemeindeten Stadtteile Neckarweihingen, Hoheneck und Poppenweiler liegen direkt am Neckar. Der höchste Punkt des Stadtgebietes befindet auf dem Lemberg; seine Höhe beträgt 365,1 m über Normalnull, der tiefste Punkt liegt am Neckar und ist 196 m hoch gelegen.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Ludwigsburg. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt und gehören alle zum Landkreis Ludwigsburg:
Marbach am Neckar, Erdmannhausen, Affalterbach, Remseck am Neckar, Kornwestheim, Möglingen, Asperg, Tamm, Freiberg am Neckar und Benningen am Neckar.

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Ludwigsburgs besteht aus der Kernstadt und 7 Stadtteilen. Die Kernstadt wird in die Stadtbezirke Mitte (01), West (02), Nord (03), Ost (04) und Süd (05) unterteilt. Die Stadtteile sind: Pflugfelden (06), Eglosheim (07), Hoheneck (08), Oßweil (09), Grünbühl (10), Neckarweihingen (11) und Poppenweiler (12). Daneben unterscheidet man gelegentlich noch weitere Wohnplätze oder Wohngebiete, deren Namen sich im Laufe der Zeit eingebürgert haben. Die Grenzen sind hier jedoch meist nicht genau festgelegt. Hierzu gehören zum Beispiel der Kugelberg, der Markenhof, Monrepos, Mäurach, das Osterholz und Schlößlesfeld.

Raumplanung

Ludwigsburg bildet mit der südlichen Nachbarstadt Kornwestheim ein Mittelzentrum in der Region Stuttgart, deren Oberzentrum die Stadt Stuttgart ist. Zum Mittelbereich Ludwigsburg/Kornwestheim gehören noch die Städte und Gemeinden im Süden und Osten des Landkreises, im Einzelnen: Affalterbach, Asperg, Benningen am Neckar, Erdmannhausen, Freiberg am Neckar, Großbottwar, Hemmingen, Marbach am Neckar, Markgröningen, Möglingen, Murr, Oberstenfeld, Pleidelsheim, Remseck am Neckar, Schwieberdingen und Steinheim an der Murr.

Geschichte

Steinheim an der Murr Das Mittlere Neckarland, in dem Ludwigsburg liegt, war schon in der Steinzeit und in der Bronzezeit besiedelt. Zahlreiche Funde aus dem Stadtgebiet und der näheren Umgebung sind aus der keltischen Siedlungszeit erhalten geblieben. Gegen Ende des 1. Jahrhunderts unserer Zeitrechnung besetzten die Römer die Region. Sie verlegten um 150 den Limes weiter östlich und beherrschten die Region bis die Alemannen 260 das Neckarland besetzten. Auch die alemannische Besiedlung ist durch Grabfunde auf dem heutigen Stadtgebiet nachgewiesen. Ludwigsburg entstand zu Anfang des 18. Jahrhunderts (1718-1723) durch den Bau des größten Barockschlosses Deutschlands unter Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg. Ursprünglich plante Eberhard Ludwig nur ein Lustschloss, mit dessen Bau 1704 begonnen wurde. Das Beispiel anderer Fürsten weckte in ihm jedoch den Wunsch, seine absolutistische Macht durch die Gründung einer Stadt herauszustellen. Die barocken Bauten wurden durch das Jagd- und Lustschloss Favorite (1713-1728) und das Seeschloss Monrepos (1764-1768) ergänzt. Ab 1709 entstand beim Schloss eine Siedlung, welche am 3. April 1718 die Stadtrechte erhielt. Im gleichen Jahr wurde Ludwigsburg Sitz eines Oberamtes, aus dem 1938 der Landkreis Ludwigsburg hervorging. In den Jahren zwischen 1730 und 1800 wechselte die königliche Residenz mehrmals zwischen Stuttgart und Ludwigsburg hin und her. 1800 wurde Württemberg von Frankreich unter Napoléon Bonaparte besetzt und zum Bündnis mit Frankreich gezwungen. 1806 nahm Kurfürst Friedrich die von Napoléon verliehene Würde des Königs von Württemberg an. 1812 wurde in Ludwigsburg das württembergische Heer für Napoléons Russlandfeldzug aufgestellt. Die Mehrzahl der Soldaten überlebte ihn nicht. 1921 wurde Ludwigsburg größte Garnison in Südwestdeutschland. 1926 wurde im Zuge des Baus der Nord-Süd-Leitung das noch heute existente große Umspannwerk in Ludwigsburg-Hoheneck gebaut, welches auch heute noch ein zentraler Knotenpunkt im Stromnetz Baden-Württembergs darstellt. Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Stadt - im Vergleich zu anderen deutschen Städten - mäßige Zerstörungen. Die Bevölkerung hatte 1.500 Tote zu beklagen. Nach dem Krieg unterhielten die Amerikaner etwa 45 Jahre lang am Rande der Stadt die große Garnison Pattonville mit einer US Army Highschool. 1956 wurde die Tradition als deutsche Garnisonsstadt durch die Bundeswehr wieder aufgenommen. Am 5. Oktober 1957 ging zwischen dem Umspannwerk Ludwigsburg-Hoheneck und dem Umspannwerk Rommerskirchen die erste 380-kV-Leitung in Deutschland in Betrieb. 1966 wurde die Pädagogische Hochschule und die Staatliche Sportschule Ludwigsburg eingeweiht. 1974 entstand die schlimmste Bausünde Ludwigsburgs, das Marstall-Center, das seitdem als Hochhaus-Klotz über der barocken Altstadt thront. 2004 feierte das Residenzschloss Ludwigsburg seinen 300. Geburtstag mit der Eröffnung der Barockgalerie und des Keramikmuseums im Residenzschloss.

Christliche Konfessionen

Residenzschloss Ludwigsburg Residenzschloss Ludwigsburg Das Gebiet der heutigen Stadt Ludwigsburg gehörte ursprünglich überwiegend zum Bistum Konstanz (Archidiakonat vor dem Wald), Eglosheim jedoch zum Bistum Speyer (Archidiakonat zur Hl. Dreifaltigkeit). Wie in ganz Württemberg wurde auch im Raum Ludwigsburg ab 1534 die Reformation eingeführt, infolgedessen das Gebiet über viele Jahrhunderte überwiegend protestantisch war. Die ersten evangelischen Bewohner der Stadt Ludwigsburg waren zunächst den Kirchengemeinden Oßweil und Eglosheim zugeordnet. 1711 wurde Ludwigsburg eine eigene Pfarrei und 1718 wurde sie anstelle von Markgröningen Sitz des Superintendenten (Dekans). Doch erst 1726, nach Fertigstellung der evangelischen Stadtkirche, hatte die junge Gemeinde auch ein eigenes Gotteshaus. Auch den zugewanderte reformierten Gemeindeglieder wurde zunächst von Herzog Eberhard Ludwig eine eigene Kirche versprochen und als solche auch mit dem Bau gegenüber der evangelischen Stadtkirche begonnen. Nach der Fertigstellung 1781 wurde diese jedoch als lutherische Garnisonskirche eingeweiht. 1823 wurden die reformierten Gemeindeglieder in die (lutherische) Landeskirche Württembergs eingegliedert. 1903 wurde die neue Garnisonskirche (die heutige Friedenskirche) erbaut. Die bisherige Garnisonskirche wurde 1906 katholische Pfarrkirche "Zur heiligsten Dreieinigkeit". Im 20. Jahrhundert entstanden aufgrund starken Anwachsens der protestantischen Gemeinde 5 weitere Kirchengemeinden bzw. Kirchen und zwar die Auferstehungskirche (1934), die Erlöserkirche (1936), die Martinskirche (1954), die Paul-Gerhardt-Kirche (1958) und die Kreuzkirche (1964). Heute bilden alle 7 Kirchengemeinden zusammen mit der Kirchengemeinde Pflugfelden die Gesamtkirchengemeinde Ludwigsburg. Weitere Kirchengemeinden im Stadtgebiet Ludwigsburg sind Eglosheim, Hoheneck, Neckarweihingen, Oßweil und Poppenweiler. Sie alle gehören zum Dekanat Ludwigsburg innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Ludwigsburg war zwischen 1823 und 1956 sowie zwischen 1992 und 2003 auch Sitz einer Prälatur. Schon seit der Stadtgründung gab es in Ludwigsburg auch Katholiken. Es waren vor allem italienische Künstler und Bauarbeiter am Schloss. Ab 1725 konnten sie in Privathäusern ihre Gottesdienste feiern. Der katholische württembergische Herzog Alexander ließ 1733 die Schlosskapelle in ein katholisches Gotteshaus umwandeln. Doch waren beide Konfessionen erst ab 1806 gleichberechtigt. 1807 entstand eine katholische Garnisonsgemeinde. Ab 1810 konnten die Katholiken in der Garnisonskirche, die seitdem simultan genutzt wurde, ihre Gottesdienste halten. Nach dem Neubau der Garnisonskirche 1903 (der heutigen Friedenskirche) wurde die bisherige Garnisonskirche vollständig den Katholiken überlassen. Diese richteten dort die heutige Stadtpfarrkirche "Zur heiligsten Dreieinigkeit" ein. Ludwigsburg wurde später Sitz eines Dekanats innerhalb des Bistums Rottenburg-Stuttgart. Die Pfarrei "Zur heiligsten Dreieinigkeit", Innenstadt bildet heute mit der 1969 gegründeten Pfarrei St. Elisabeth, Grünbühl (Kirche von 1965), der 1973 gegründeten Pfarrei Auferstehung Christi, Neckarweihingen und der 1974 gegründeten Pfarrei St. Paulus Ludwigsburg eine Seelsorgeeinheit. Die zweite Seelsorgeeinheit im Ludwigsburger Stadtgebiet umfasst die 1960 gegründete Pfarrei St. Johann Baptist, Weststadt (Kirche von 1959)und die 1962 gegründete Pfarrei St. Thomas Morus, Eglosheim (Kirche von 1955). Alle sechs Gemeinden bilden die Katholische Gesamtkirchengemeinde Ludwigsurg. Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Ludwigsburg auch Freikirchen, darunter zwei Evangelisch-methodistische Kirchen (Christuskirche und Erlöserkirche), zwei Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden (Baptisten), eine Freie Evangelische Gemeinde (FeG), eine Evangelische Täufergemeinde, eine Gemeinde der Volksmission entschiedener Christen, eine Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten und das Biblische Glaubenszentrum e.V.. Ferner haben der landeskirchliche altpietistische Gemeinschaftsverband und der Süddeutsche Gemeinschaftsverband Gemeinden in Ludwigsburg. Auch die Neuapostolische Kirche ist mit einer Kirche in Ludwigsburg vertreten. Auf dem 1761 angelegten "Alten Friedhof" in Ludwigsburg befindet sich die Grablege von König Wilhelm II. von Württemberg.

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze). König Wilhelm II. von Württemberg ¹ Volkszählungsergebnis

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden bzw. Siedlungen wurden in Ludwigsburg eingegliedert:
- 1901: Eglosheim
- 1903: Pflugfelden
- 1922: Oßweil
- 1926: Hoheneck
- 1956: Siedlung Grünbühl (von Kornwestheim)
- 1. Januar 1974: Neckarweihingen
- 1. Januar 1975: Poppenweiler

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat der Stadt Ludwigsburg hat seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 insgesamt 40 Mitglieder, die den Titel "Stadträtin/Stadtrat" führen. Sie gehören folgenden Parteien an:

Bürgermeister

An der Spitze der Stadt stand im 18. Jahrhundert ein rechtskundiger Bürgermeister, dem 2 weitere zur Seite standen. Ferner gab es einen Stadtschreiber. Eine einheitliche Vertretung der Bürgerschaft gab es erst ab 1819. In jener Zeit trug das Stadtoberhaupt die Amtsbezeichnung Stadtschultheiß, von denen die meisten den Ehrentitel Oberbürgermeister verliehen bekamen. Dieser wurde vom Gemeinderat und vom Bürgerausschuss gewählt. Heute ist wie bei allen Großen Kreisstädten in Baden-Württemberg Oberbürgermeister die generelle amtliche Bezeichnung des Stadtoberhaupts. Dieses wird von den Wahlberechtigten auf 8 Jahre direkt gewählt. Der Oberbürgermeister ist Vorsitzender des Gemeinderats. Seine allgemeinen Stellvertreter sind der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung Erster Bürgermeister und der weitere Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung Bürgermeister. Die Stadtoberhäupter seit 1720:
- 1720-1739: Johann Wilhelm Wildt
- 1741-1755: Jacob Friedrich Kornbeck
- 1755-1785: Georg Thomas Schönleber
- 1786-1792: Johannes Bunz
- 1792-1796: Johann Georg Kerner
- 1796-1805: Christian Friedrich Baz
- 1805-1817: Johannes Bunz
- 1819-1840: Gottfried Heinrich Preyß
- 1840-1864: Dr. jur. Karl Friedrich Bunz
- 1864-1897: Heinrich von Abel
- 1897-1926: Dr. jur. Gustav Hartenstein
- 1927-1930: Dr. jur. Erich Schmid
- 1931-1945: Dr. jur. Karl Frank
- 1946-1954: Dr. Elmar Doch
- 1954-1960: Dr. rer. pol. Robert Frank
- 1960-1968: Dr. jur. Anton Saur
- 1968-1984: Dr. jur. Otfried Ulshöfer
- 1984-1995: Hans Jochen Henke
- 1995-2003: Dr. jur. Christof Eichert
- 2003-heute: Werner Spec

Wappen

Das Wappen der Stadt Ludwigsburg zeigt in Blau an schrägem rotem Fahnenstock mit goldener Spitze die goldene Reichssturmfahne, darin ein rot bewehrter und rot bezungter schwarzer Adler. Die Stadtflagge ist schwarz-gelb. Das Wappen wurde der jungen Stadt von Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg am 3. September 1718 verliehen. Die Flagge wird seit ca. 1750 geführt. Die Reichssturmfahne befand sich bereits im alten herzöglichen Wappen Württembergs. Die Stadt Markgröningen war mit der Fahne belehnt und da Ludwigsburg anstelle von Markgröningen Sitz des Amtes wurde, erhielt Ludwigsburg die Fahne im Wappen.

Städtepartnerschaften

Ludwigsburg unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:
- Montbéliard, Frankreich, seit 1950
- Caerphilly, Vereinigtes Königreich, seit 1960
- Jevpatorija, Ukraine, seit 1990
- St. Charles, Missouri / USA, seit 1995

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Ludwigsburg ist über die Anschlussstellen Ludwigsburg-Nord und Ludwigsburg-Süd der Bundesautobahn 81 Stuttgart-Heilbronn zu erreichen. Ferner führt die Bundesstraße 27 Stuttgart-Heilbronn teilweise sechsspurig durch das Stadtgebiet (ca. 70.000 Fahrzeuge pro Tag). Der Bahnhof Ludwigsburg liegt an der Bahnstrecke Stuttgart-Heilbronn bzw. Stuttgart-Mühlacker-Pforzheim. Hier halten die Linien S4 und S5 der S-Bahn Stuttgart. Ein weiterer S-Bahn-Haltepunkt ist „Favoritepark“ der Linie S4 nach Marbach am Neckar. Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen darüber hinaus mehrere Buslinien. Alle Linien sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) zu benutzen. Zwischen 1910 und 1923 verkehrten in der Stadt die Obusse der Ludwigsburger Oberleitungs-Bahn. Ludwigsburger Oberleitungs-Bahn

Ansässige Unternehmen


- Beru AG
- Wüstenrot, Bausparkasse
- Jetter AG
- GETRAG
- Kreissparkasse Ludwigsburg
- Sonnenklar TV - Reisebüro im Fernsehen

Historische Unternehmen


- Standard-Fahrzeugfabrik GmbH, Hindenburgstr.40, Motorradwerk von 1925-1953
- E.F. Walcker & Cie., Orgelbau, gegründet 1821

Medien

In Ludwigsburg erscheint als Tageszeitung die „Ludwigsburger Kreiszeitung“.

Öffentliche Einrichtungen

Ludwigsburg hat ein Amtsgericht, ein Notariat und ein Finanzamt. Ferner befindet sich hier das Landratsamt des gleichnamigen Landkreises.

Bildung

Ludwigsburg hat zahlreiche allgemeinbildende und berufliche Schulen: Vier Gymnasien (Friedrich-Schiller-, Goethe-, Mörike- und Otto-Hahn-Gymnasium im Bildungszentrum West), zwei Realschulen (Elly-Heuss-Knapp-Realschule und Gottlieb-Daimler-Realschule im Bildungszentrum West) und zwei Förderschulen (Eberhard-Ludwig-Schule und Silcherschule) sowie zahlreiche Grundschulen bzw. Grund- und Hauptschulen oder reine Hauptschulen. Im Einzelnen: Anton-Bruckner-Grundschule, August-Lämmle-Grundschule Oßweil, Eichendorff-Grundschule Grünbühl, Friedens-Grundschule, Friedrich-von-Keller-Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Neckarweihingen, Grundschule Hoheneck, Grundschule Pflugfelden, Hirschberg-Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Eglosheim, Justinus-Kerner-Hauptschule mit Werkrealschule, Lemberg-Grundschule Poppenweiler, Osterholz-Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule im Bildungszentrum West, Oststadtschule I Hauptschule mit Werkrealschule, Oststadtschule II Grundschule, Pestalozzi-Grundschule, Schlößlesfeld-Grundschule, Schubart-Grundschule Eglosheim und Uhland-Hauptschule mit Werkrealschule. Der Landkreis Ludwigsburg ist Träger der vier Beruflichen Schulen (Carl-Schaefer-Schule - Gewerbliche Schule, Mathilde-Planck-Schule - Hauswirtschaftliche und Landwirtschaftliche Schule, Oscar-Walcker-Schule - Gewerbliche Schule und Robert-Franck-Schule - Kaufmännische Schule) sowie der drei Sonderschulen (Fröbelschule für Sprachbehinderte mit Schulkindergarten, Schule am Favoritepark für Geistig- und Körperbehinderte jeweils mit Schulkindergarten und Schule für Kranke in längerer Krankenhausbehandlung). Die Privatschulen Abendrealschule Ludwigsburg e.V., Freie Waldorfschule Ludwigsburg, Inglingia Sprachschule, die Berufsfachschule sowie die Kirchliche Ausbildungsstätte für Diakonie und Religionspädagogik, die Private Kaufmännische Sonderberufsschule für Körperbehinderte der Stiftung Karlshöhe und die Akademie für Computertraining runden das schulische Angebot Ludwigsburgs ab. Ferner gibt es in Ludwigsburg noch das Landesinstitut für Schulsport Baden-Württemberg und ein Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Realschulen) Auch Hochschulen sind in Ludwigsburg zu finden: Die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, die Fachhochschule Ludwigsburg (Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen), die Filmakademie Baden-Württemberg und die Evang. Fachhochschule Reutlingen-Ludwigsburg (Hochschule für Soziale Arbeit, Religionspädagogik und Diakonie).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Theatervorstellungen finden vor allem im Forum am Schlosspark statt. Eine der bekanntesten kulturellen Veranstaltungen sind die von Wilhelm Krämer im Jahre 1932 ins Leben gerufenen Ludwigsburger Schlossfestspiele. Dabei handelt es sich um Internationale Festspiele mit einer Vielzahl von Veranstaltungen an mehreren Spielorten und in verschiedenen Kunstsparten. Die Festspiele haben ein eigenes Festspielensemble, das unter der Leitung von Michael Hofstetter steht. Nachdem der seit 2000 tätige Geschäftsführer Professor Hans-Peter Schmitt Ende 2004 ausgeschieden ist, leitet die Schlossfestspiele nun als künstlerischer Leiter Professor Konold und als kaufmännischer Leiter Dr. Kiesel. Ludwigsburg ist auch bekannt als Sitz der 1991 gegründeten Filmakademie Baden-Württemberg.

Museen

Das Städtische Museum zeigt Ludwigsburger Geschichte und Kulturgeschichte bis ins 20. Jahrhundert, vor allem Stadtbaugeschichte, Handwerk und Gewerbe sowie Persönlichkeiten. Darüber größte ist dort eine Sammlung württembergischer Grafik mit Stadtansichten und Plänen des 18. und 19. Jahrhunderts zu sehen. Das Landeskirchliche Museum in der Friedenskirche zeigt in wechselnden Ausstellungen eine umfassende Darstellung der Kirchen-, Landes- und Kulturgeschichte Württembergs. Das Strafvollzugsmuseum zeigt das Leben oder das tragische Ende vieler Gefangenen in früheren Zeiten. Die 2004 eröffnete Barockgalerie im Schloss zeigt über 120 ausgewählte Werke deutscher und italienischer Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts. Das ebenfalls 2004 eröffnete Keramikmuseum im Schloss bietet eine umfangreiche Porzellan-, Fayence- und Keramiksammlung des Württembergischen Landesmuseums Stuttgart. Im Modemuseum im Schloss ist Kleidung aus dem 18. - 20. Jahrhundert zu sehen. Das Dorfmuseum Poppenweiler zeigt landwirtschaftliche Geräte, Maschinen und Alltagsgegenstände im 19. Jahrhundert.

Sport


- Spvgg 07 Ludwigsburg (größter Ludwigsburger Sportverein)
- EnBW Ludwigsburg (Basketball Bundesliga)
- 1. TC Ludwigsburg (Tanzsportverein, bekannt durch seine Standardformation)
- TSG Oßweil (Handball 2.Liga)

Bauwerke

Die bedeutendste Sehenswürdigkeit und Wahrzeichen der Stadt ist das Residenzschloss, eine der größten Barockanlagen Deutschlands. Weitere Schlösser sind das Jagd- und Lustschloss Favorite (erbaut 1713-1728) und das Seeschloss Monrepos (erbaut 1764-1768). Weitere historische Gebäude in der Innenstadt sind das Palais Graevenitz, die zweitürmige evangelische Stadtkirche (erbaut 1718-26) und die schlichte katholische Dreieinigkeitskirche (erbaut 1721-27) am Marktplatz mit dem Marktbrunnen. Nördlich des Marktplatzes der Holzmarkt mit einem Obelisk. Das Heil- und Thermalbad im Stadtteil Hoheneck wurde 1907 eröffnet. 1902/1903 wurde auf der Karlshöhe von der "evangelischen Brüder- und Kinderanstalt" Karlshöhe der sogenannte Salonturm, ein Aussichtsturm in Stahlfachwerkbauweise, erbaut. Der Turm war 43,5 m hoch und seinerzeit einer der höchste Aussichtstürme in Württemberg. 1955 wurde er zugunsten des Baus der Bundesstraße B 27 abgebrochen, da sich alle anderen Möglichkeiten zur Verlegung/Straßenführung nicht verwirklichen ließen oder zu kostenintensiv waren.

Parks

1907 Während der Sommermonate ist das „Blühende Barock“ eine vielbesuchte Parklandschaft um das Residenzschloss. Ein Teil der Anlagen ist dem überregional bekannten „Märchengarten“ vorbehalten. Seit einigen Jahren verkehrt im Märchengarten auch eine Parkeisenbahn. Der 70 ha große „Favoritepark“ grenzt an das Blühende Barock an. Dieser von Herzog Eberhard Ludwig 1707 errichtete Wildpark mit einem Lustschloss beherbergt Damhirsche, Mufflons und Axiswild sowie eine Vielzahl an Vogelarten, Fledermäusen und Eichhörnchen. Weitere Parkanlagen finden sich am Lustschloss Monrepos.

Nachtleben


- Demokratisches Zentrum, ein selbstverwaltetes Kulturzentrum mit einem gemischten Programm aus Musik, Theater, Politik und beliebten "reinen" Kneipenabenden
- Diskothek Rockfabrik (bekannte Hardrock-Diskothek mit 2000 Quadratmeter Fläche)
- Discotheque Waldhaus(Club mit jungem Publikum und Themenabenden, 7 Tage die Woche geöffnet)
- Bar&Lounge FLINT kleine Bar mit musikalischen Themenabenden. Es finden regelmässige Jass-Konzerte statt.
- 5 Element Bar
- Bar&Louge Gaston

Regelmäßige Veranstaltungen


- Mai: Ludwigsburger Pferdemarkt
- Juni: Marktplatzfest
- Juli: Musikfeuerwerk
- Juli/August: Großes Sommernachts-Open-Air-Kino
- Oktober: Antikmeile
- September: Venezianische Messe
- September: Lichterfest im "Blühenden Barock, am 27.8.2005"
- November: Kürbisausstellung im "Blühenden Barock"
- Dezember: Barockweihnachtsmarkt

Persönlichkeiten

Carl Maria von Weber und Friedrich Silcher haben in Ludwigsburg gewohnt und musiziert. Die Familie Scholl („Die Weiße Rose“) lebte von 1930-1932 in der Stadt. Horst Köhler, der derzeitige Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, ist in Ludwigsburg aufgewachsen, ebenso der Soziologe Helmut Schoeck.

Ehrenbürger

Die Stadt Ludwigsburg hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:
- 1882: Ludwig von Hofer, Hofbildhauer
- 1897: Emil Eberhard Heinrich von Abel, Oberbürgermeister a.D.
- 1899: Hermann Heinrich Franck, Fabrikant
- 1903: Reinhold Hoffmann, Fabrikant
- 1907: Friedrich Wilhelm von Schaal, Baudirektor
- 1909: Wilhelm Eisenmenger, Fabrikdirektor
- 1909: Ferdinand Schnaidt, Polizeikommissär
- 1915: Dr. Dr. Ing. Wilhelm Gröner, Generalmajor, Reichswehrminister und -innenminister
- 1918: Dr. h.c. Robert Franck, Fabrikant
- 1918: Dr. jur. h.c. Richard Franck, Fabrikant
- 1920: Karl Weigle, Architekt
- 1921: Otto Hoffmeister, Mechanikermeister
- 1921: Gottlieb Schäfer, Landwirt und Weingärtner
- 1924: Christian Belschner, Professor
- 1931: Albert Ahles, Handelsrat
- 1933: Paul von Hindenburg, Reichspräsident
- 1947: Oscar Walcker, Orgelbaumeister und Fabrikant
- 1950: Wilhelm Keil, Drechsler, Schriftsteller und Redakteur
- 1952: Dr. med. Carl Schaefer, Fabrikant
- 1962: Dr. Dr. Ing. e.h. Karl Hüller, Fabrikant
- 1966: Dr. Dr. h.c. Karl Frank, Generaldirektor, Finanzminister a.D., Oberbürgermeister a.D.
- 1976: Hans Klenk, Senator und Generalkonsul
- 1990: Dr. h.c. Albert Schöchle, Gartengestalter

Söhne und Töchter der Stadt


- 1739, 13. April, Christian Friedrich Daniel Schubart, † 10. Oktober 1791 in Stuttgart, Dichter
- 1786, 18. September, Justinus Kerner, † 21. Februar 1862 in Weinsberg, Schriftsteller und Arzt
- 1804, 8. September, Eduard Mörike, † 4. Juni 1874 in Stuttgart, Lyriker und Theologe
- 1807, 30. Juni, Friedrich Theodor Vischer, † 14. September 1887 in Gmunden am Traunsee, protestantischer Theologe, deutscher Schriftsteller, Professor für Philosophie und Ästhetik, Politiker.
- 1808, 27. Juni, David Friedrich Strauß, † 8. Februar 1874 in Ludwigsburg, ev. Theologe und Schriftsteller.
- 1824, Charles Pfizer, Gründer des heute weltgrössten US-Pharmakonzerns Pfizer, † 1906
- 1828, 13. Dezember Albert Suckow, †1893, württembergischer Kriegsminister
- 1848, 17. Mai, Tony Schumacher, † 10. Juli 1931 in Ludwigsburg, Kinderbuchautorin
- 1849, 13. Februar, Oskar (von) Nast, † 28. Januar 1907 in Stuttgart-Cannstatt, letzter Oberbürgermeister der Oberamtsstadt Cannstatt
- 1867, 22. November, Wilhelm Groener, † 3. Mai 1939 in Bornstedt, General und Politiker, Reichsinnenminister, Reichswehrminister, Reichsverkehrsminister
- 1876, 3. Dezember in Oßweil, August Lämmle, † 8. Februar 1962 in Leonberg, schwäbischer Mundartdichter
- 1875, 6. Februar, Otto Geßler, †; 24. März 1955 in Lindenberg im Allgäu, 1920 bis 1928 Reichswehrminister
- 1943, 17. Juni, Fritz Teufel, Kommunarde
- 1948, 18. Juli, Hartmut Michel, Nobelpreis für Chemie 1988
- 1949, 15. April, Matthias Wissmann, 1993 Bundesminister für Forschung und Technologie, 1993 bis 1998 Bundesminister für Verkehr

Literatur


- Andrea Hahn: Ludwigsburg, Stationen einer Stadt, Andreas Hackenberg Verlag, Ludwigsburg 2004, ISBN 3-937280-02-2
- Gernot von Hahn, Friedhelm Horn: Ludwigsburg, Stadt der Schlösser und Gärten, Medien-Verlag Schubert, Stuttgart 1998, ISBN 3-929229-55-2
- Bruno Hahnemann: Ludwigsburg. Stadt - Schlösser - Blühendes Barock, Verlag Ungeheuer + Ulmer, Ludwigsburg 1979
- Albert Sting: Geschichte der Stadt Ludwigsburg. Band 1: Von der Vorgeschichte bis zum Jahr 1816. Verlag Ungeheuer + Ulmer, Ludwigsburg 2000, ISBN 3-930872-04-8
- Albert Sting: Geschichte der Stadt Ludwigsburg. Band 2: Von 1816 bis zum Kriegsende 1945. Verlag Ungeheuer + Ulmer, Ludwigsburg 2004, ISBN 3-930872-08-0
- Württembergisches Städtebuch; Band IV Teilband Baden-Württemberg Band 2 aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1961

Weblinks


- [http://www.ludwigsburg.de/ Offizielle Internetpräsenz der Stadt]
- [http://www.barockerlebnis.de/ Schlösser und Museen in Ludwigsburg]
- [http://www.pbase.com/markushuck/carneval Ludwigsburg in Bildern]
- [http://www.porzellan-manufaktur-ludwigsburg.de/ Porzellan-Manufaktur Ludwigsburg]
- [http://www.ludwigsburg-virtuell.de/ Ludwigsburg Virtuell] Infos über Ludwigsburg im Web
- [http://www.kirchtuerme-ludwigsburg.de/ Kirchtürme Ludwigsburg - Multimediale, virtuelle Turmbesteigung und Rundumgang] Kategorie:Landkreis Ludwigsburg ! Kategorie:Ort in Baden-Württemberg

1953

Ereignisse

Politik


- 1. Januar: Philipp Etter wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Die Sowjetunion gibt der Volksrepublik China die Tschangtschun-Eisenbahn zurück
- 1. Januar: Die DDR erklärt das neue Jahr offiziell zum Karl-Marx-Jahr
- 1. Januar: Ausrufung der Republik Malediven
- 30. Januar: Spanien wird Mitglied in der UNESCO
- 1. März: Sendebeginn von Radio Liberty (damals: Radio Liberation)
- 6. März: Erster Staatsbesuch des Kanzlers Konrad Adenauer in den USA
- 9. März: In Moskau wird der verstorbene Staatschef Josef Stalin an der Seite von Staatsgründer Lenin im Beisein von etwa 1,5 Millionen Menschen beigesetzt
- 18. März: Der Deutsche Bundestag in Bonn verabschiedet das deutsch-israelische Wiedergutmachungsabkommen
- 1. Mai: Nepal wird Mitglied in der UNESCO
- 3. Mai: Die Deutsche Welle nimmt ihren Sendebetrieb auf
- 7. Mai: Vorzeitige Haftentlassung für den ehemaligen Heeresgruppenkommandeur Erich von Manstein
- 2. Juni: Krönung von Königin Elisabeth, der Zweiten in der Westminster Abbey
- 14. Juni: In Kolumbien wird Präsident Laureano Gómez Castro von einer Militärjunta gestürzt
- 17. Juni: Volksaufstand in der DDR
- 19. Juni: Die deutschstämmigen Ethel und Julius Rosenberg werden wegen Atomspionage in den USA hingerichtet
- 27. Juni: Libysch-Arabische Dschamahirija wird Mitglied in der UNESCO
- 1. Juli: Die Bundesrepublik Deutschland hebt den Visumzwang für einreisende Besucher aus Mitgliedsstaaten des Europarates auf
- 7. Juli: Chile wird Mitglied in der UNESCO
- 26. Juli: Kuba. Eine Guerillatruppe unter der Führung des Rechtsanwalts Fidel Castro unternimmt einen (fehlgeschlagenen) Angriff auf die Moncada-Kaserne von Santiago de Cuba
- 27. Juli: Ende des Koreakriegs
- 1. August: Gründung der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) als Träger der gesetzlichen Rentenversicherung
- 17. August: Gründungstreffen von Narcotics Anonymous (Selbsthilfegemeinschaft für Drogensüchtige) in Los Angeles, USA
- 21. August: Malediven. Wiederherstellung des Sultanats
- 6. September: Afghanistan. Mohammad Daud („Roter Prinz“) wird Premierminister
- 14. Oktober: Im Grenzverkehr zwischen Deutschland und den Niederlanden wird kein Visum mehr benötigt
- Kurt Sieveking löst mit dem Hamburg Block, einem Wahlbündnis von CDU, FDP und Deutscher Partei die Regierung von Max Brauer ab und wird neuer Erster Bürgermeister

Wirtschaft


- 2. Januar: Volkswagen senkt die Preise für den VW Käfer von 4.400 DM auf 4.200 DM
- 1. März: Gründung von Burson-Marsteller, heute eine der weltweit größten Agenturen für Public Relations
- 17. Dezember: Die Kokerei Hassel, Deutschlands erster Kokereineubau nach dem Krieg, wird in Betrieb genommen

Wissenschaft und Technik


- Eugene Aserinsky und Nathaniel Kleitman entdecken an der University of Chicago den REM-Schlaf
- 25. April: Francis Crick und James Watson veröffentlichen ihre Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA in Nature 171 unter dem Titel Molecular Structure of Nucleic Acids: A Structure for Deoxyribose Nucleic Acid
- 12. August: Die Sowjetunion zieht mit der Zündung einer Wasserstoffbombe im Rüstungswettlauf mit den USA gleich

Kultur


- 3. Januar: Uraufführung des Theaterstücks En attendant Godot (Warten auf Godot) von Samuel Beckett in Paris
- 19. Januar: Uraufführung des Musicals Wonderful Town von Leonard Bernstein im Shubert Theater in New Haven
- 25. Februar: Uraufführung des Musicals Wonderful Town von Leonard Bernstein in New York
- 9. April: Kulturabkommen zwischen Deutschland und Vereinigte Staaten von Amerika
- 4. Mai: Uraufführung der Oper Irmelin von Frederick Delius im New Theatre in Oxford
- 7. Mai: Uraufführung des Musicals Can-Can von Cole Porter im Schubert Theater in New York
- 25. Mai: Uraufführung der Oper The Harpies von Marc Blitzstein in New York
- 26. Mai Auf dem vom Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR) organisierten Köner 'Neuen Musikfest werden erstmals Kompositionen von Robert Beyer und Herbert Eimert präsentiert, die im 1952 gegründeten Studio für elektronische Musik in Köln entstanden sind
- 23. Juni: Uraufführung der Oper Die Dekabristen von Juri Alexandrowitsch Schaporin am Bolschoi-Theater in Moskau
- 17. August: Uraufführung der Oper Der Prozeß von Gottfried von Einem bei den Salzburger Festspielen
- 25. Dezember: Uraufführung der Oper Sevil von Fikrät Ämirov in Baku
- Nikolaus Harnoncourt gründet gemeinsam mit seiner Frau Alice Harnoncourt das Ensemble Concentus Musicus Wien
- Der Malteserorden und der Caritasverband gründen den Malteser Hilfsdienst

Katastrophen


- 5. Januar: Nutt's Corner, Belfast, Irland. Nach einem planmäßigen Flug von Northolt stürzte eine Vickers Viking neben der Landebahn ab. 30 Menschen starben, 9 überlebten das Unglück
- 1. Februar: Hollandsturmflut in den Niederlanden (Mündungsgebiet von Rhein, Maas und Schelde). 1482 Menschen kommen ums Leben
- 3. März: Auf einem Überführungsflug verunglückte eine Comet der Canadian Pacific beim Start in Karatschi. Alle 11 Insassen kamen ums Leben. Dies war der erste tödliche Unfall eines Passagier-Jets
- 18. März: Ein Erdbeben in der Westtürkei tötet 250 Menschen
- 2. Mai: Kalkutta, Indien. Eine Comet der BOAC zerbrach in der Luft, während eines starken Monsunregens, 14 Minuten nach dem Start vom Flughafen Kalkutta. Alle 43 Personen starben
- 18. Juni: Tokio, Japan. Eine C-124 der U.S. Air Force verunglückte. 129 Personen starben
- 14. Oktober: Frankfurt am Main, Deutschland. Ein Flugzeug verliert Treibstoff während des Starts und verunglückt. Alle 44 Menschen an Bord sterben

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- Die International DN Ice Yacht Racing Association (IDNIYRA) wird gegründet
- 29. Mai: Erstbesteigung des 8.844 m hohen Mount Everest durch Edmund Hillary und Tenzing Norgay
- 3. Juli: Erstbesteigung des Nanga Parbat, den neunthöchsten Berges der Erde durch Hermann Buhl

Sonstiges


- 27. Oktober: Der Holzsendeturm des Rundfunksenders Wiederau wird gesprengt

Geboren


- 5. Januar: George Tenet, Direktor der CIA
- 6. Januar: Malcolm Young, australischer Musiker
- 6. Januar: Manfred Kaltz, deutscher Fußballspieler und Nationalspieler
- 6. Januar: Thomas Mirow, deutscher Politiker
- 7. Januar: Dieter-Lebrecht Koch, deutscher Europaabgeordneter
- 7. Januar: Dieter Hoeneß, Profi-Fußballer und Manager von Hertha BSC Berlin
- 7. Januar: Robert Longo, US-amerikanischer Künstler
- 9. Januar: Danny Morrison, nordirischer Journalist und Schriftsteller
- 10. Januar: Guido Kratschmer, deutscher Leichtathlet
- 10. Januar: Pat Benatar, US-amerikanische Rock-Sängerin
- 12. Januar: Friedrich Ostendorff, deutscher Politiker und MdB
- 14. Januar: Wolfgang Böck, österreichischer Schauspieler
- 15. Januar: Kent Hovind, US-amerikanischer Kreationist
- 16. Januar: Reinhard Jirgl, deutsche Schriftsteller
- 16. Januar: Reinhard Göhner, deutscher Politiker
- 19. Januar: Jürgen Gelsdorf, deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer
- 19. Januar: Holger Rupprecht, Bildungsminister von Brandenburg
- 20. Januar: Marita Breuer, deutsche Schauspielerin
- 20. Januar: Hermann-Josef Arentz, deutscher Politiker und MdL
- 21. Januar: Paul Allen, Unternehmer
- 22. Januar: Winfried Berkemeier, deutscher Fußballspieler
- 22. Januar: Myung-Whun Chung, südkoreanischer Dirigent und Pianist
- 22. Januar: Jim Jarmu