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| Humberto Maturana |
Humberto MaturanaHumberto Maturana ( - 14. September 1928 in Santiago de Chile) ist ein chilenischer Biologe mit dem Schwerpunkt Neurobiologie.
Er lebt in Santiago de Chile und leitet das Institut Matriztica in Santiago, arbeitet dort am Verhältnis der „Biologie der Liebe“ („biologia del amar“) zur Biologie der Erkenntnis („biologia del conocer“), die er beide als sich kreisförmig wechselseitig beeinflussend betrachtet.
Maturana studierte ab 1948 Medizin an der Universidad de Chile und ab 1954 Biologie/Anatomie in London/England. Dort entstand erstmals eine Theorie zur Existenz lebendiger Systeme als autonome dynamische Einheiten. Ab 1956 absolvierte er ein Promotionsstudium an der Harvard University, wo er 1958 zum Ph.D. graduierte. Er arbeitete bis 1960 am MIT (Massachusetts Institute of Technology in Cambridge, Massachusetts) in einer Postdoc-Stelle an Forschungen über das Auge (blinder Fleck) hin zu erkenntnistheoretischen Fragen. 1960 erhielt er den Ruf auf den Lehrstuhl für Biologie an der Fakultät für Medizin der Universidad de Chile, Santiago de Chile. Seit 1961 arbeitet er an Fragen der visuellen Perzeption, insbesondere der Farbwahrnehmung und der Unterscheidung von lebenden und nicht-lebenden Systemen. Er reiste 1968 auf Einladung Heinz von Foersters nach Urbana und nahm von 1969-1970 eine Gastprofessur an der University of Illinois wahr. Von 1970-73 arbeitete er in enger Kooperation mit Francisco J. Varela in Santiago de Chile. Ab 1970 widmete er sich vor allem der Weiterentwicklung der Biologie der Erkenntnis und beschäftigt sich als Neurophysiologe mit erkenntnistheoretischen Problemen über den Weg der "Biologie des Erkennens".
Maturanas Werk und insbesondere sein Begriff der Autopoiesis hatte Auswirkungen über die Biologie hinaus. Er gilt als einer der Begründer des radikalen Konstruktivismus. Seine Theorien beeinflussten unter anderem Heinz von Foerster und Niklas Luhmann. Er selbst distanzierte sich in einem Interview aus dem Jahre 2002 sehr deutlich davon, als Konstruktivist bezeichnet zu werden.
Werke
- Liebe und Spiel : Die vergessenen Grundlagen des Menschseins (mit Gerda Verden-Zöller)
- [http://www.enolagaia.com/M70-80BoC.html Biology of Cognition (Link auf den Text)], 1970
- Autopoiesis and Cognition (mit Francisco J. Varela), 1980
- Der Baum der Erkenntnis. Die biologischen Wurzeln menschlichen Erkennens (mit F. Varela), 1987
- Erkennen : Die Organisation und Verkörperung von Wirklichkeit, 1982
- Zur Biologie der Kognition : Ein Gespräch mit Humberto R. Maturana und Beiträge zur Diskussion seines Werkes, (mit Volker Riegas und Christian Vetter), 1990
- Was ist erkennen?, 1994
- "Ich bin kein Konstruktivist", Interview mit Astrid Kaiser in Päd. Forum 2003
- "Biologie der Realität, Frankfurt, 1998; ISBN 3-518-58146-5"
Weblinks
-
- [http://beat.doebe.li/bibliothek/p00012.html Eintrag in Beats Biblionetz]
- [http://www.enolagaia.com/AT.html Sehr umfangreiche Einführung in die Thematik der Autopoiesis]
Maturana, Humberto
Maturana, Humberto
Maturana, Humberto
Maturana, Humberto
Maturana, Humberto
Siehe auch: Medizinische Kybernetik
14. SeptemberDer 14. September ist der 257. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 258. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 108 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1396 - Die Stadt Köln erhält mit dem Verbundbrief eine Verfassung, die beim Regieren neben den Patriziern auch Zünfte und Kaufleute gleichberechtigt zulässt.
- 1515 - Nach der Schlacht bei Marignano erklärt sich die Schweiz "auf ewig" für neutral.
- 1752 - Das Britische Empire führt den Gregorianischen Kalender ein. Auf den 2. September folgt in diesem Jahr der 14. September.
- 1812 - Napoléon zieht kampflos in Moskau ein. Die sich zurückziehenden Russen legen Feuer und zerstören damit in den folgenden Tagen weite Teile der Stadt.
- 1829 - Der Friede von Adrianopel beendet den 7. Russisch-Türkischen Krieg und den Griechischen Unabhängigkeitskrieg.
- 1889 - Das Wiener Volkstheater wird mit dem Bühnenstück "Der Fleck auf der Ehr" eröffnet.
- 1901 - Theodore Roosevelt wird im Alter von 42 Jahren Präsident der USA. Er ist der Nachfolger von William McKinley, der an Folgen eines Attentats starb.
- 1911 - Der russische Ministerpräsident Pjotr Stolypin wird bei einem Attentat schwer verletzt und stirbt vier Tage später.
- 1914 - 1. Weltkrieg: Nach der Marneschlacht, bei der der Schlieffen-Plan scheitert, wird Generalstabschef Moltke durch Kriegsminister Erich von Falkenhayn ersetzt.
- 1922 - Forscher des US Naval Aircraft Radio Laboratory (Anacostia/USA) entdecken die Reflexion der Funksignale an Gebäuden aus Eisenbeton. Diese Erkenntnis ist grundlegend für die spätere Radartechnik-entwicklung.
- 1929 - Die Eiserne Lunge wird erstmals von dem amerikanischen Ingenieur Philip Dinker vorgestellt.
- 1930 - Bei den Reichstagswahlen wird die NSDAP mit 18,3% der abgegebenen Stimmen zweitstärkste Partei hinter der SPD.
- 1941 - Uraufführung von Alfred Hitchcocks Psychothriller "Verdacht" mit Cary Grant und Joan Fontaine
- 1945 - In Frankfurt findet die erste Börsenversammlung nach dem Krieg statt.
- 1948 - Ungarn wird Mitglied in der UNESCO.
- 1949 - Pakistan wird Mitglied in der UNESCO.
- 1953 - Der Sexualforscher Alfred Charles Kinsey löst mit dem zweiten Kinsey-Report "Das sexuelle Verhalten der Frau" einen Sturm der moralischen Entrüstung aus.
- 1955 - Die Wiener Internationale Militärpolizeipatrouille, bekannt als "Die Vier im Jeep" stellt ihre Tätigkeit ein.
- 1958 - Zwei Raketen des deutschen Konstrukteurs Ernst Mohr stoßen bei ihren Starts im Cuxhavener Wattengebiet als erste deutsche Flugkörper der Nachkriegszeit in die Hochatmosphäre vor.
- 1958 - Der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer und Frankreichs Staatspräsident Charles de Gaulle beenden bei ihrem ersten Treffen die "Erbfeindschaft" zwischen beiden Ländern.
- 1960 - Die OPEC (Organization of Petroleum Exporting Countries) wird in Bagdad gegründet. Gründungsmitglieder sind Irak, Iran, das Emirat Kuwait, Saudi-Arabien und Venezuela.
- 1960 - Portugal wird Mitglied in der OECD.
- 1960 - Mobutu übernimmt mit Hilfe der Armee die Macht im Kongo und stürzt Ministerpräsident Lumumba.
- 1972 - Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Polen
- 1979 - Afghanistan. Amin stürzt Präsident Taraki
- 1982 - Libanon. Ermordung von Bashir Djemayel der am 23. August 1982 demokratisch von der Mehrheit des Parlaments zum Präsidenten gewählt worden war, geplanter Amtsantritt 23. September 1982.
- 1988 - Bei einer wissenschaftlichen Expedition in Peru wird der größte Gold- und Juwelenschatz, der je auf einem Kontinent gefunden wurde, geborgen.
- 1990 - In den USA wird die erste gentherapeutische Behandlung an einem vierjährigen Mädchen durchgeführt.
- 1990 - Offizieller Start des weltweiten "Human Genome Projects"
- 1993 - Berlin erwirbt den Nachlass der Filmschauspielerin Marlene Dietrich für rund acht Millionen Mark.
- 1996 - Die Mehrheit der UNO-Vollversammlung stimmt einem Abkommen über den Stopp von Atomtests (CTBT-Abkommen) zu.
- 1999 - Kiribati, Nauru und Tonga werden Mitglieder bei den Vereinten Nationen.
- 2000 - Juan Antonio Samaranch gibt nach 20 Jahren die Stelle des Präsidenten des IOC auf.
- 2003 - Estland. Volksabstimmung über den geplanten EU-Beitritt.
- 2003 - Erneuter Militärputsch in Guinea-Bissau
- 2003 - Schweden stimmt mit 56,2 % gegen die von der Regierung vorgeschlagene Einführung des Euro.
Kultur
- 1782 - Uraufführung der Oper Fra due Littiganti il terzo gode von Giuseppe Sarti am Teatro alla Scala di Milano in Mailand
- 1923 - Uraufführung der Operette Ein Märchen aus Florenz von Ralph Benatzky am Johann Strauß-Theater in Wien
Katastrophen
- 1509 - Ein Erdbeben zerstört Teile von Konstantinopel, etwa 13.000 Tote
- 1993 - Warschau, Polen. Ein Airbus A320 der Lufthansa fing nach der Landung Feuer. 2 Personen starben, 68 überlebten.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1901 - In der Londoner Prinz-Albert-Hall findet der erste Bodybuilding-Wettbewerb ("The Great Competition"), organisiert von Eugene Sandow, statt.
- 1963 - Die nordirische Fußballlegende George Best debutiert als 17jähriger bei Manchester United in der 1. englischen Liga.
Geboren
- 1486 - Agrippa von Nettesheim, humanistischer Gelehrter, Jurist und Arzt
- 1531 - Philipp Apian, Kartograph von Bayern
- 1547 - Johan van Oldenbarnevelt, niederländischer Staatsmann und Diplomat
- 1588 - Josua Stegmann, deutscher Theologe und Kirchenliederdichter
- 1618 - Peter Lely, britischer Maler
- 1648 - Kaspar Neumann, deutscher Wegbereiter der Bevölkerungsstatistik
- 1737 - Johann Michael Haydn, österreichischer Komponist
- 1760 - Luigi Cherubini, italienischer Komponist
- 1769 - Alexander von Humboldt, deutscher Naturforscher und Entdecker
- 1772 - Josef Alois Gleich, Österreichischer Beamter und Theaterdichter
- 1791 - Franz Bopp, deutscher Sprachwissenschaftler und Sanskritforscher
- 1793 - Karl Friedrich Ludwig Schiller, 1. Kind Friedrich Schillers
- 1804 - John Gould, britischer Ornithologe
- 1808 - Georg Friedrich Kolb, deutscher Politiker
- 1817 - Theodor Storm, deutscher Schriftsteller
- 1827 - Hermann Krone, deutscher Photograph
- 1848 - Adolf Albin, rumänischer Schachmeister und Theoretiker
- 1849 - Iwan Petrowitsch Pawlow, russischer Physiologe, Medizinnobelpreis 1904
- 1852 - Hermann Lattemann, deutscher Berufsluftschiffer und Fallschirmspringer
- 1853 - Marc-Emile Ruchet, Schweizer Politiker (FDP), Bundesrat 1900-1912
- 1864 - Edgar Algernon Robert Cecil, britischer Politiker
- 1871 - Karl Joseph Schulte, deutscher Kardinal und Erzbischof von Köln
- 1880 - Archie Hahn, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1883 - Margaret Sanger, USA, Frauenrechtlerin gest. 1966
- 1883 - Alexander Meißner, deutscher Physiker
- 1886 - Erich Hoepner, deutscher General und Widerstandskämpfer
- 1886 - Jan Masaryk, tschechischer Politiker
- 1887 - Friedrich Wagner, deutscher Archäologe
- 1889 - Johannes Degener, deutscher CDU-Politiker, MdB 1949-1951, Senator in Bremen
- 1900 - Robert Florey, französisch-US-amerikanischer Regisseur, Autor und Schauspieler
- 1902 - Adolf Rieth, deutscher Prähistoriker
- 1902 - Nikolai Iljitsch Kamow, sowjetischer Ingenieur
- 1910 - Rolf Liebermann, schweizerischer Komponist
- 1913 - Jacobo Arbenz Guzman, von 1951-1554 Präsident Guatemalas
- 1914 - Lída Baarová, tschechische Schauspielerin, Geliebte von Joseph Goebbels
- 1914 - Pietro Germi, Italienischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Schauspieler
- 1917 - Rudolf Baumgartner, Schweizer Violinist und Dirigent
- 1920 - Lawrence R. Klein, US-amerikanischer Nationalökonom, Nobelpreis 1980
- 1921 - Helmut Bantz, deutscher Turner
- 1921 - Paulo Evaristo Arns, brasilianischer Befreiungstheologe
- 1926 - Michel Butor, französischer Schriftsteller
- 1927 - Edmund Casimir Szoka, emeritierter Erzbischof von Detroit
- 1928 - Günther Landgraf, Rektor der TU Dresden 1990 bis 1994
- 1929 - Hans Clarin, deutscher Schauspieler
- 1931 - Pavel Blatný, tschechischer Komponist
- 1931 - Ivan Klíma, tschechischer Schriftsteller
- 1932 - Gerd Fuchs, deutscher Schriftsteller
- 1934 - Kate Millett, US-amerikanische Bildhauerin und Feministin
- 1936 - Manfred Kock, deutscher Theologe, Ratsvorsitzender der EKD
- 1937 - Renzo Piano, italienischer Architekt
- 1937 - Sigrid Brunk, deutsche Schriftstellerin
- 1940 - Larry Brown, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 1941 - Eckhard Henscheid, deutscher Schriftsteller
- 1942 - Manfred Butzmann, deutscher Grafiker
- 1943 - Falk Rogner, Musiker, Keyboarder bei Amon Düül II.
- 1944 - Günter Netzer, deutscher Fußballspieler
- 1944 - Martin Sperr, deutscher Schriftsteller, Autor von Theaterstücken
- 1945 - Jürgen Koppelin, FDP-MdB seit 1990
- 1945 - Lutz Brockhaus, deutscher Bildhauer
- 1945 - Karl Unterforsthuber, bayerischer Erfinder und Airbagpionier
- 1946 - Pete Agnew, britischer Musiker (Nazareth)
- 1947 - John "Bauser" Bauman, Musiker, Gründungsmitglied von Sha Na Na
- 1947 - Sam Neill, neuseeländischer Schauspieler
- 1947 - Walter Adler, deutscher Autor und Regisseur für Hörspiel und Theater
- 1948 - Robert Taylor, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1949 - Michael Häupl, Bürgermeister von Wien
- 1949 - Sebastian Pflugbeil, Bürgerrechtler und Minister ohne Geschäftsbereich der DDR
- 1949 - Steve Gaines, US-amerikanischer Musiker (Lynyrd Skynyrd)
- 1950 - Paul Kossoff, britischer Musiker (Free)
- 1952 - Margit Schumann, deutsche Rennrodlerin
- 1954 - Barry Cowsill, US-amerikanischer Musiker und Sänger
- 1956 - Kostas Karamanlis, Ministerpräsident von Griechenland
- 1959 - Morten Harket, norwegischer Sänger (A-ha)
- 1960 - Christian Petzold, deutscher Filmregisseur
- 1963 - Paoletta Magoni, italienische Skirennläuferin
- 1964 - Martina Gedeck, deutsche Schauspielerin
- 1968 - Michelle Stafford, US-amerikanische Schauspielerin
- 1968 - Josef Pröll, österreichischer Politiker und Bundesminister
- 1970 - Francesco Casagrande, italienischer Radrennfahrer
- 1972 - Peter Nemeth, slowakischer Fußballspieler
- 1973 - Nasir Jones, US-amerikanischer Rap-Musiker
- 1974 - Hicham El Guerrouj, marokkanischer Leichtathlet
- 1976 - Kevin Lyttle, Soca-Musiker
- 1981 - Miyavi, Japanischer Musiker
- 1985 - Ueto Aya, Japanische Schauspielerin
- 1985 - Felix Hell, deutscher Pianist
- 2003 - Emily Rose Christian, seit 17 Jahren erstes auf Pitcairn geborenes Baby
Gestorben
- 258 - Cyprian, Kirchenvater
- 407 - Johannes Chrysostomos (Johannes von Antiochien), Kirchenvater
- 585 - Bidatsu, 30. Kaiser von Japan
- 775 - Konstantin V., Byzantinischer Kaiser
- 891 - Stephan V., Papst
- 1164 - Sutoku, 75. Kaiser von Japan (1123 - 1142)
- 1321 - Dante Alighieri, italienischer Dichter und Philosoph
- 1404 - Albrecht IV., Herzog von Österreich
- 1523 - Hadrian VI., Papst
- 1560 - Anton Fugger, deutscher Kaufmann und Bankier
- 1638 - John Harvard, US-amerikanischer Theologe
- 1650 - Josias Rantzau, deutscher Heerführer, Marschall von Frankreich
- 1712 - Giovanni Domenico Cassini, französischer Astronom und Mathematiker
- 1730 - Sophia Brenner, schwedische Schriftstellerin
- 1743 - Nicolas Lancret, französischer Maler
- 1745 - Martino Altomonte, italienischer Maler
- 1759 - Louis-Joseph de Montcalm, Kommandeur der französischen Armee in Kanada
- 1809 - Johannes Karasek, böhmischer Anführer einer Räuberbande
- 1810 - Wilhelm Florentin von Salm-Salm, Erzbischof von Prag
- 1820 - François-Joseph Lefebvre, Marschall von Frankreich
- 1836 - Aaron Burr, US-amerikanischer Politiker und US-Vizepräsident
- 1837 - Agathon Fain, Geheimsekretär Napoleons I
- 1847 - Meinrad Rahm, Schweizer Stenograph
- 1851 - James Fenimore Cooper, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1852 - Arthur Wellesley, 1. Herzog von Wellington, britischer General und Premierminister
- 1855 - Johann Adam von Itzstein, deutscher liberaler Politiker
- 1876 - Rudolf Henneberg, Maler
- 1879 - Bernhard von Cotta, deutscher Geologe
- 1882 - Georges Leclanché, französischer Chemiker
- 1886 - Hubert Ries, Violinspieler und Komponist
- 1887 - Friedrich Theodor Vischer, deutscher Schriftsteller und Politiker
- 1890 - Johannes Bosboom, niederländischer Maler
- 1893 - Antoine Louis John Ruchonnet, Schweizer Politiker
- 1901 - William McKinley, US-amerikanischer Politiker, 25. US-Präsident
- 1905 - Pierre Savorgnan de Brazza, französischer Marineoffizier und Afrikareisender
- 1916 - Pierre Duhem, französischer Physiker
- 1927 - Hugo Ball, deutscher Autor und Mitbegründer der Zürcher Dada-Bewegung
- 1927 - Isadora Duncan, US-amerikanische Tänzerin
- 1931 - Francesco Ragonesi, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1936 - Irving Thalberg, US-amerikanischer Filmproduzent
- 1937 - Tomáš Garrigue Masaryk, Gründer und erster Staatspräsident der Tschechoslowakei
- 1938 - Dionys Schönecker, österreichischer Fußballspieler, Trainer und Funktionär
- 1940 - Hermann Stehr, deutscher Schriftsteller
- 1943 - Léonard Misonne, Fotograf
- 1944 - Hermann Josef Wehrle, katholischer Priester und Widerstandskämpfer
- 1948 - Vernon Dalhart, US-amerikanischer Sänger und Country-Musiker
- 1949 - Gottfried Graf von Bismarck-Schönhausen, Landwirt und Reichstagsabgeordneter der NSDAP
- 1951 - Fritz Busch, deutscher Dirigent
- 1955 - Franz Carl Weiskopf, deutschsprachiger Schriftsteller
- 1959 - Wilhelm Laforet, deutscher Politiker und MdB
- 1962 - Frederick Schule, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1965 - Walter Le Coutre, Professor, Betriebswirtschaftler und Bilanztheoretiker
- 1966 - Gertrude Berg, amerikanische Schauspielerin
- 1966 - Nikolai Tscherkassow, russischer Schauspieler
- 1967 - Franz Stein, Oberbürgermeister der Stadt Mainz
- 1970 - Rudolf Carnap, Philosoph
- 1973 - Georg Ewald, Minister für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft der DDR
- 1975 - Theodor Siebel, deutscher Politiker
- 1981 - Furry Lewis, US-amerikanischer Musiker
- 1982 - Bashir Gemayel, libanesischer Präsident
- 1982 - Grace Kelly, US-amerikanische Schauspielerin, Fürstin von Monaco
- 1982 - Kristján Eldjárn, dritter Präsident Islands
- 1984 - Janet Gaynor, US-amerikanische Schauspielerin
- 1989 - Dámaso Pérez Prado, Kubanischer Musiker und Komponist
- 1995 - Hans-Gerd Fröhlich, deutscher Vertriebenenpolitiker
- 1998 - Yang Shangkun, chinesischer Politiker und Staatspräsident
- 1999 - Attila Bozay, ungarischer Komponist
- 1999 - André Kostolany, US-amerikanischer Finanzexperte, Journalist, und Schriftsteller
- 2000 - Beah Richards, Schauspielerin
- 2002 - Eugenio Coseriu, Romanist und Allgemeiner Sprachwissenschaftler
- 2003 - Yetunde Price, US-amerikanische Tennismanagerin
- 2004 - Ove Sprogøe, dänischer Schauspieler
- 2005 - Robert Wise, us-amerikanischer Regisseur und 4facher Oscar-Preisträger
Feier- und Gedenktage
- Katholische und Orthodoxe Kirche: Kreuzerhöhung, Erinnerung an die angebliche Auffindung des Kreuzes Christi 326 durch Kaiser Konstantins Mutter Helena.
- Im alten Griechenland der erste Tag der Mysterien von Eleusis.
Siehe auch
:13. September - 15. September
:14. August - 14. Oktober
:Historische Jahrestage - Zeitskala
:Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0914
ja:9月14日
ko:9월 14일
simple:September 14
th:14 กันยายน
Santiago de Chile
Santiago de Chile ist die Hauptstadt Chiles.
Das Stadtgebiet ist Teil der Hauptstadtregion (Región Metropolitana), die neben der Provinz Santiago weitere fünf Provinzen umfasst. In den 32 Verwaltungsbezirken der Provinz Santiago leben rund 5 Millionen Menschen, in der gesamten Región Metropolitana sind es 6,5 Millionen. Damit leben etwa 40 Prozent aller Chilenen in der Hauptstadt oder in ihrer direkten Umgebung. "Santiago" bzw. "Santiago Centro" heißt eigentlich nur der relativ kleine Verwaltungsbezirk, der das Stadtzentrum und das Regierungsviertel umfasst. Hier leben zirka 230.000 Menschen.
Die Stadt ist das unbestrittene politische und wirtschaftliche Zentrum Chiles, auch wenn das chilenische Parlament, der Congreso Nacional (Nationale Kongress), in Valparaíso tagt.
Geografie
Valparaíso
Valparaíso
Valparaíso
Santiago liegt in einem Talkessel, umgeben von den Gipfeln der Anden am Fluss Río Mapocho. Die Kessellage in Verbindung mit Auto- und Industrieabgasen führt häufig zu Smog, der oft so dicht ist, dass man von der Altstadt aus die Berge nicht mehr erkennen kann, welche direkt an das Stadtgebiet angrenzen.
Das Klima ist trocken, mit schroffen Temperaturwechseln.
Geschichte
Santiago wurde am 12. Februar 1541 von Pedro de Valdivia gegründet. Die Zeremonie fand auf dem Berg Cerro Santa Lucía statt. Valdivia wählte den Ort, weil der Río Mapocho hier eine größere Insel bildete. Diese Lage war günstig, um die Stadt gegen die Angriffe der Mapuche zu verteidigen. Schon im September 1541 griffen die Indianer Santiago an.
Die ersten Gebäude wuden mit Hilfe von Picunche-Indianern errichtet. Die südlich Bank des Río Mapocho wurde später drainiert und in die öffentliche Promenade Alameda umgewandelt (heute heißt sie: Avenida Alameda Libertador Bernardo O'Higgins).
Am 13. Mai 1647 zerstörte ein schweres Erdbeben die Stadt, wobei 12.000 Menschen starben. 1778 wurde die erste Brücke über den Río Mapocho gebaut, die Puente Cal y Canto, diese verband den außenliegenden Stadtteil La Chimba mit dem Zentrum.
Südlich der Stadt liegt die Ebene, auf der am 5. April 1818 die Streitkräfte von Chile unter Bernardo O'Higgins Spanien in der Schlacht von Maipú besiegten. Dies begründete die Unabhängigkeit des Landes.
Am 8. Dezember 1863 wurde die Jesuitenkirche Iglesia de la Compañía durch ein Feuer zerstört, den mehr als 2.000 Opfern des Brandes errichtete man ein Denkmal.
Im Jahr 1885 lebten 236.412 Menschen in Santiago.
In den 30er Jahren begann die Transformation der Stadt in eine moderne Industriestadt mit den Gebäuden des Barrio Cívico, um den El Palacio de La Moneda. Die Bevölkerungszahl stieg rasant durch die Zuwanderung aus Nord- und Südchile.
1985 wurden eine Reihe von Gebäuden durch ein starkes Erdbeben zerstört.
Sehenswürdigkeiten
1985
1985
Trotz der langen Stadtgeschichte kann man die historischen Bauten an zwei Händen abzählen, da Santiago - wie der Rest des Landes - regelmäßig von Erdbeben heimgesucht wird. Älter als 150 Jahre ist kaum ein Gebäude, mit Ausnahme der Casa Colorada, der Iglesia San Francisco und der Posada del Corregidor. Sie stammen aus der Zeit, in der Chile noch spanische Kolonie war.
Ein anderer Grund dafür, dass es an alten Gebäuden mangelt, ist der Neureichtum Chiles. Zur Zeit der spanischen Kolonie hatte es wirtschaftlich fast keine Bedeutung, der Aufschwung kam erst nach der Unabhängigkeit. Das erklärt auch das geringe Alter vieler Gebäude, die hauptsächlich im neoklassizistischen Stil errichtet worden sind.
Die Kathedrale am zentralen Platz (Plaza de Armas) zählt aber ebenso zu den Sehenswürdigkeiten wie die älteste Kirche der Stadt, San Francisco, und die Moneda, der klassizistische Präsidentenpalast, der vor wenigen Jahren noch die Einschüsse zeigte, die General Pinochets Truppen beim Putsch gegen den demokratisch gewählten Präsident Salvador Allende 1973 hinterlassen hatten.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind der am Rande der Altstadt gelegene Cerro Santa Lucia, eine grüne Parkoase auf dem Hügel, auf dem Santiago gegründet wurde, und der Cerro San Cristóbal, ein in die Stadt hineinragender Vorläufer der Anden, der mit einer Zahnradbahn und einer Seilbahn erklommen werden kann. Auf dem Berg befinden sich unter anderem der Zoo von Santiago sowie eine große Marienstatue, ein Wahrzeichen der Stadt.
Wirtschaft
Die bedeutendsten Unternehmen Chiles haben ihren Sitz in Santiago, ebenso viele ausländische Dependancen. Santiago ist auch das Medienzentrum des Landes, die nationalen TV-Stationen senden aus der Hauptstadt, und hier erscheinen auch übergreiffenden chilenischen Zeitungen'wie 'El Mercurio,La Tercera,"LA Nación" oder "Siete". Außerdem erscheint in Santiago der Condor, eine der weltweit wenigen wöchentlich erscheinenden deutschsprachigen Zeitungen.
Bildung
Die bedeutendsten chilenischen Universitäten haben ihren Sitz in Santiago: die Universidad Católica, die Universidad de Santiago und die Universidad de Chile.
Verkehr
Universidad de Chile
Santiago ist der zentrale Verkehrsknotenpunkt des Landes mit einem internationalen Flughafen (Aeropuerto Internacional Comodoro Arturo Merino Benítez), sowie Bahnverbindungen und mehreren Busterminals, von denen aus alle größeren Städte des Landes angefahren werden.
Die 1975 eröffnete U-Bahn (Metro de Santiago) verbindet die Stadtteile, daneben fahren zahlreiche Busse. Die Prachtstraße Alameda (eigentlich: Avenida Libertador Bernardo O'Higgins) führt in zehn Spuren am Rande der Altstadt von Südwesten nach Nordosten in Richtung des Verwaltungs- und Geschäftsviertels Providencia.
Die Stadt liegt an der Panamericana.
Sport
Santiago ist Heimat der besten chilenischen Fußballclubs. Der Verein der Universidad Católica (UC) genießt internationales Ansehen. Weitere erfolgreiche Vereine der Hauptstadt sind Colo Colo und Universidad de Chile.
Ein Hippodrom findet sich im Süden der Stadt. Im ganzen Stadtgebiet verteilt befinden sich jedoch zahlreiche Wettstuben, in denen hauptsächlich die männlichen Einwohner Santiagos die Pferderennen an Bildschirmen verfolgen.
Söhne und Töchter der Stadt
- Jorge Alessandri, Politiker und Präsident Chiles
- Isabel Allende, Politikerin, Präsidentin des Unterhauses von Chile
- Juan Allende-Blin, ( - 1928), Komponist
- Juan Amenábar Ruiz, (1922-1999), Komponist
- René Amengual Astaburuaga, (1911-1954), Komponist
- Ramón Barros Luco, Politiker und Präsident Chiles
- Próspero Bisquertt, Komponist, Dirigent, Pianist und Lehrer
- Roberto Bolaño, chilenischer Schriftsteller
- Luis Barros Borgoño, Politiker und Präsident Chiles
- Próspero Bisquertt, (1881-1959), Komponist
- Gabriel Brnčić Isaza, ( - 1942), Komponist
- José Miguel Carrera, lateinamerikanischer Nationalheld und chilenischer Politiker
- Mariano Egaña Fabres, Politiker und Präsident Chiles
- Federico Errázuriz Zañartu, (1825-1877), Politiker und Präsident
- Francisco Errázuriz, Politiker und Präsident Chiles
- Agustín Eyzaguirre, Politiker und Präsident Chiles
- Francisco Javier Errázuriz Ossa, Erzbischof von Santiago de Chile
- Juan Esteban Montero Rodríguez, Politiker und Präsident Chiles
- Elías Fernández Albano, Politiker und Präsident Chiles
- Santiago Fernández y González Barriga, Politiker und für drei Wochen Präsident Chiles
- Emiliano Figueroa Larraín, Politiker und kurzzeitig Präsident Chiles
- Eduardo Frei Montalva, Politiker und Präsident Chiles
- Eduardo Frei Ruiz-Tagle, Politiker und Präsident Chiles
- Ramón Freire y Serrano, Politiker, Offizier und Präsident Chiles
- Juan Francisco Fresno Larraín, Erzbischof von La Serena, später von Santiago de Chile
- Fernando Gonzáles, chilenischer Tennisspieler
- Ricardo Lagos, Präsident von Chile
- Francisco de Lastra, Politiker und kurzzeitig Director Supremo seines Landes
- Peter Lehmann, Schauspieler und Bearbeiter von Stoffen für Theateraufführungen
- Jorge González von Marées, (1900-1962), Politiker
- Roberto Matta, Maler des Surrealismus
- Humberto Maturana, chilenischer Biologe
- Jorge Arturo Medina Estévez, Bischof von Valparaíso und ein Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche
- Pedro Montt Montt, Politiker und Präsident Chiles
- José Tomás Ovalle, Politiker und Präsident Chiles
- José Joaquín Pérez Mascayano, Politiker und Präsident Chiles
- Aníbal Pinto Garmendia, Politiker und Präsident Chiles
- Diego Portales Palazuelos, chilenischer Minister, der die präsidale Verfassung Chiles schuf
- Marcelo Rios, ehemaliger chilenischer Tennisspieler
- Francisco Ruiz Tagle, Politiker und Präsident Chiles
- José Luis Sánchez Besa, chilenischer Luftfahrtpionier
- Juan Luis Sanfuentes Andonaegui, Politiker und Präsident Chiles
- Domingo Santa María González, Politiker und Präsident Chiles
- Manuel Trucco, Politiker und Präsident Chiles
- Alex Varas, chilenischer Fußballspieler
- Francisco Varela, Biologe und Philosoph
- Leonor Varela, chilenische Schauspielerin
- José Vicente Asuar, chilenischer Komponist
- Laura Vicuna, eine Selige der Salesianischen Familie
- Francisco Ramón Vicuña Larraín, Politiker und Präsident Chiles
Siehe auch
- Liste der Städte in Chile
Weblinks
- [http://www.ciudad.cl www.ciudad.cl] - offizielle Website der Stadtverwaltung
- [http://astrid-kaiser.de/gallery/album40 Webfotos von Santiago]
- [http://www.misantiago.cl www.misantiago.cl] Wechselwirkendes Diagramm von Santiago
Kategorie:Hauptstadt in Südamerika
Kategorie:Ort in Chile
ja:サンティアゴ (チリ)
ko:산티아고 (칠레)
BiologeEin Biologe befasst sich wissenschaftlich mit der Biologie.
Siehe auch: Biologie, Liste bedeutender Biologen, Portal:Biologie
Weblinks
- http://home.tiscalinet.ch/biografien/index.html
!
ko:생물학자
simple:Biologist
NeurobiologieDie Neurobiologie beschäftigt sich mit dem genauen Aufbau des Nervensystems auf systemischer, zellulärer und molekularer Ebene (Neuroanatomie) sowie mit der Funktionsweise einzelner Neuronen und ihres Zusammenwirkens im Gewebe (Neurophysiologie).
Weiterhin soll in der Neurobiologie die phylogenetische und ontogenetische Entwicklung des Nervensystems untersucht werden.
Die Elektrophysiologie beschäftigt sich mit der elektrischen Weiterleitung von Reizen (Signaltransduktion). Bei der Weiterleitung des Aktionspotenzials spielen der Kaliumkanal und der Natriumkanal eine wichtige Rolle.
Zu den in der Neurobiologie untersuchten Fragestellungen zählen außerdem auch mit den (physiologischen) Grundlagen des Lernens, der Wahrnehmung und anderer aus der Psychologie bekannter Prozesse.
Neurobiologen
Neuroanatomen
- Franz Joseph Gall
- Santiago Ramón y Cajal
- Camillo Golgi
- Franz Nissl
Elektrophysiologen
- Luigi Galvani
- Hermann von Helmholtz
- Andrew Fielding Huxley
- Alan Lloyd Hodgkin
- Eric Richard Kandel
- Erwin Neher
- Bert Sakmann
- Charles Sherrington
- Emil Heinrich du Bois-Reymond
- Hans Berger
Neuropharmakologen
- Claude Bernard
- Paul Ehrlich
- John Langley
Neurophysiologen, Neuropsychologen
- Carl Wernicke
- Paul Broca
- Otto Detlev Creutzfeldt
- Gustav Fritsch
- Eduard Hitzig
- Iwan Petrowitsch Pawlow
- Semir Zeki
- Francisco Varela
- Gerhard Roth
- Wolf Singer
- Wilder Penfield
- Benjamin Libet
- Eric Kandel
- Hans Flohr
- Roger Sperry
- Michael Gazzaniga
- Gerhard Vollmer
- John Eccles
- Antonio Damasio
- Oliver Sacks
- Detlef Linke
- Alexander Lurija
- William Calvin
- Robert Wilson
- Gerald M. Edelman
- Christof Koch
Molekulare Neurowissenschaften
- Roderick MacKinnon
Andere
- Donald A. Glaser
- Hugo Besedovsky
- Michael Pauen
- John Searle
- Patricia Churchland
- Daniel Dennett
- David Chalmers
- Peter Bieri
Literatur
Lehrbücher
- Eric R. Kandel, u. a.: " Neurowissenschaften ", Spektrum Akademischer Verlag 1995, ISBN 3860253913
- Dale Purves, u. a.: "Neuroscience" (engl.)", Bk&Cdr 2004, 3. Auflage, ISBN 0878937250
- Josef Dudel, Randolf Menzel, Robert F. Schmidt: "Neurowissenschaft. Vom Molekül zur Kognition", ISBN 3540413359
Populärwissenschaft
- Antonio R. Damasio: Descartes' Irrtum, List Tb. 2004, ISBN 3548604439
- Sally P. Springer, Georg Deutsch: Linkes, rechtes Gehirn, Spektrum Akademischer Verlag 1998, ISBN 3827403669
- Oliver Sacks: Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte, Rowohlt Tb. 1998, ISBN 3499187809
- Lise Eliot: Was geht da drinnen vor? Die Gehirnentwicklung in den ersten fünf Lebensjahren, Berlin Verlag, Berlin 2002, ISBN 3827002044
Spezialliteratur
- Burkhart Bromm & Kurt Pawlik (Hrsg.): "Neurobiologie und Philosophie zum Schmerz : Referate, gehalten auf der Tagung der Joachim-Jungius-Gesellschaft der Wissenschaften, Hamburg, am 6./7. Februar 2004". Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2004. 167 S. ISBN 3-525-86326-8
- Günter Schiepek (Hrsg.): "Neurobiologie der Psychotherapie : mit 15 Tabellen". Schattauer, Stuttgart; New York 2003. 522 S. ISBN 3-7945-2239-7
- Andreas Heinz ; Anil Batra: "Neurobiologie der Alkohol- und Nikotinabhängigkeit". 1. Aufl. Kohlhammer Stuttgart 2003. 145 S. ISBN 3-17-017250-6
- Walfried Linden, Alfred Fleissner: Geist, Seele und Gehirn. Entwurf eines gemeinsamen Menschenbildes von Neurobiologen und Geisteswissenschaftlern, LIT-Verlag Münster 2004, ISBN 3-8258-7973-9
- Manfred Spitzer: Zur Neurobiologie der Musik: Vom Sinn der Sinnlichkeit. Biologie in unserer Zeit 33(1), S. 22 - 28 (2003), ISSN 0045-205X
Siehe auch
- Gehirn
- Neuroanatomie , Neurochemie, Neuroethologie,
- Neurogenetik, Neuropharmakologie, Neurophysiologie,
- Neurotheologie,
- Neuropsychologie, Neurowissenschaften,
- German Brain Immune Network,
- Virtuelle Tierchen, Neuroinformatik, Hirnforschung,
- Psychobiologie, Biokybernetik, Neurologie
Weblinks
- http://www.drd.de/helmich/bio/neu/home.htm - Eine Einführung auf Gymnasialniveau
- http://www.neuro.mpg.de/ - Max-Planck-Institut für Neurobiologie in Martinsried
- [http://www.nebelpfade.de/artikel/meldung.php?ID=2330 internationaler PNI-Kongress an Universität München 2003]
- [http://www.olfsworld.de/bio/neurobiologie/index.html Umfangreiche Texte zur Neurobiologie]
- [http://www.robert-illing.de/ Geschichte der Hirnforschung]
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Kategorie:Interdisziplinäre Forschung
Kategorie:Physiologie
Santiago de Chile
Santiago de Chile ist die Hauptstadt Chiles.
Das Stadtgebiet ist Teil der Hauptstadtregion (Región Metropolitana), die neben der Provinz Santiago weitere fünf Provinzen umfasst. In den 32 Verwaltungsbezirken der Provinz Santiago leben rund 5 Millionen Menschen, in der gesamten Región Metropolitana sind es 6,5 Millionen. Damit leben etwa 40 Prozent aller Chilenen in der Hauptstadt oder in ihrer direkten Umgebung. "Santiago" bzw. "Santiago Centro" heißt eigentlich nur der relativ kleine Verwaltungsbezirk, der das Stadtzentrum und das Regierungsviertel umfasst. Hier leben zirka 230.000 Menschen.
Die Stadt ist das unbestrittene politische und wirtschaftliche Zentrum Chiles, auch wenn das chilenische Parlament, der Congreso Nacional (Nationale Kongress), in Valparaíso tagt.
Geografie
Valparaíso
Valparaíso
Valparaíso
Santiago liegt in einem Talkessel, umgeben von den Gipfeln der Anden am Fluss Río Mapocho. Die Kessellage in Verbindung mit Auto- und Industrieabgasen führt häufig zu Smog, der oft so dicht ist, dass man von der Altstadt aus die Berge nicht mehr erkennen kann, welche direkt an das Stadtgebiet angrenzen.
Das Klima ist trocken, mit schroffen Temperaturwechseln.
Geschichte
Santiago wurde am 12. Februar 1541 von Pedro de Valdivia gegründet. Die Zeremonie fand auf dem Berg Cerro Santa Lucía statt. Valdivia wählte den Ort, weil der Río Mapocho hier eine größere Insel bildete. Diese Lage war günstig, um die Stadt gegen die Angriffe der Mapuche zu verteidigen. Schon im September 1541 griffen die Indianer Santiago an.
Die ersten Gebäude wuden mit Hilfe von Picunche-Indianern errichtet. Die südlich Bank des Río Mapocho wurde später drainiert und in die öffentliche Promenade Alameda umgewandelt (heute heißt sie: Avenida Alameda Libertador Bernardo O'Higgins).
Am 13. Mai 1647 zerstörte ein schweres Erdbeben die Stadt, wobei 12.000 Menschen starben. 1778 wurde die erste Brücke über den Río Mapocho gebaut, die Puente Cal y Canto, diese verband den außenliegenden Stadtteil La Chimba mit dem Zentrum.
Südlich der Stadt liegt die Ebene, auf der am 5. April 1818 die Streitkräfte von Chile unter Bernardo O'Higgins Spanien in der Schlacht von Maipú besiegten. Dies begründete die Unabhängigkeit des Landes.
Am 8. Dezember 1863 wurde die Jesuitenkirche Iglesia de la Compañía durch ein Feuer zerstört, den mehr als 2.000 Opfern des Brandes errichtete man ein Denkmal.
Im Jahr 1885 lebten 236.412 Menschen in Santiago.
In den 30er Jahren begann die Transformation der Stadt in eine moderne Industriestadt mit den Gebäuden des Barrio Cívico, um den El Palacio de La Moneda. Die Bevölkerungszahl stieg rasant durch die Zuwanderung aus Nord- und Südchile.
1985 wurden eine Reihe von Gebäuden durch ein starkes Erdbeben zerstört.
Sehenswürdigkeiten
1985
1985
Trotz der langen Stadtgeschichte kann man die historischen Bauten an zwei Händen abzählen, da Santiago - wie der Rest des Landes - regelmäßig von Erdbeben heimgesucht wird. Älter als 150 Jahre ist kaum ein Gebäude, mit Ausnahme der Casa Colorada, der Iglesia San Francisco und der Posada del Corregidor. Sie stammen aus der Zeit, in der Chile noch spanische Kolonie war.
Ein anderer Grund dafür, dass es an alten Gebäuden mangelt, ist der Neureichtum Chiles. Zur Zeit der spanischen Kolonie hatte es wirtschaftlich fast keine Bedeutung, der Aufschwung kam erst nach der Unabhängigkeit. Das erklärt auch das geringe Alter vieler Gebäude, die hauptsächlich im neoklassizistischen Stil errichtet worden sind.
Die Kathedrale am zentralen Platz (Plaza de Armas) zählt aber ebenso zu den Sehenswürdigkeiten wie die älteste Kirche der Stadt, San Francisco, und die Moneda, der klassizistische Präsidentenpalast, der vor wenigen Jahren noch die Einschüsse zeigte, die General Pinochets Truppen beim Putsch gegen den demokratisch gewählten Präsident Salvador Allende 1973 hinterlassen hatten.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind der am Rande der Altstadt gelegene Cerro Santa Lucia, eine grüne Parkoase auf dem Hügel, auf dem Santiago gegründet wurde, und der Cerro San Cristóbal, ein in die Stadt hineinragender Vorläufer der Anden, der mit einer Zahnradbahn und einer Seilbahn erklommen werden kann. Auf dem Berg befinden sich unter anderem der Zoo von Santiago sowie eine große Marienstatue, ein Wahrzeichen der Stadt.
Wirtschaft
Die bedeutendsten Unternehmen Chiles haben ihren Sitz in Santiago, ebenso viele ausländische Dependancen. Santiago ist auch das Medienzentrum des Landes, die nationalen TV-Stationen senden aus der Hauptstadt, und hier erscheinen auch übergreiffenden chilenischen Zeitungen'wie 'El Mercurio,La Tercera,"LA Nación" oder "Siete". Außerdem erscheint in Santiago der Condor, eine der weltweit wenigen wöchentlich erscheinenden deutschsprachigen Zeitungen.
Bildung
Die bedeutendsten chilenischen Universitäten haben ihren Sitz in Santiago: die Universidad Católica, die Universidad de Santiago und die Universidad de Chile.
Verkehr
Universidad de Chile
Santiago ist der zentrale Verkehrsknotenpunkt des Landes mit einem internationalen Flughafen (Aeropuerto Internacional Comodoro Arturo Merino Benítez), sowie Bahnverbindungen und mehreren Busterminals, von denen aus alle größeren Städte des Landes angefahren werden.
Die 1975 eröffnete U-Bahn (Metro de Santiago) verbindet die Stadtteile, daneben fahren zahlreiche Busse. Die Prachtstraße Alameda (eigentlich: Avenida Libertador Bernardo O'Higgins) führt in zehn Spuren am Rande der Altstadt von Südwesten nach Nordosten in Richtung des Verwaltungs- und Geschäftsviertels Providencia.
Die Stadt liegt an der Panamericana.
Sport
Santiago ist Heimat der besten chilenischen Fußballclubs. Der Verein der Universidad Católica (UC) genießt internationales Ansehen. Weitere erfolgreiche Vereine der Hauptstadt sind Colo Colo und Universidad de Chile.
Ein Hippodrom findet sich im Süden der Stadt. Im ganzen Stadtgebiet verteilt befinden sich jedoch zahlreiche Wettstuben, in denen hauptsächlich die männlichen Einwohner Santiagos die Pferderennen an Bildschirmen verfolgen.
Söhne und Töchter der Stadt
- Jorge Alessandri, Politiker und Präsident Chiles
- Isabel Allende, Politikerin, Präsidentin des Unterhauses von Chile
- Juan Allende-Blin, ( - 1928), Komponist
- Juan Amenábar Ruiz, (1922-1999), Komponist
- René Amengual Astaburuaga, (1911-1954), Komponist
- Ramón Barros Luco, Politiker und Präsident Chiles
- Próspero Bisquertt, Komponist, Dirigent, Pianist und Lehrer
- Roberto Bolaño, chilenischer Schriftsteller
- Luis Barros Borgoño, Politiker und Präsident Chiles
- Próspero Bisquertt, (1881-1959), Komponist
- Gabriel Brnčić Isaza, ( - 1942), Komponist
- José Miguel Carrera, lateinamerikanischer Nationalheld und chilenischer Politiker
- Mariano Egaña Fabres, Politiker und Präsident Chiles
- Federico Errázuriz Zañartu, (1825-1877), Politiker und Präsident
- Francisco Errázuriz, Politiker und Präsident Chiles
- Agustín Eyzaguirre, Politiker und Präsident Chiles
- Francisco Javier Errázuriz Ossa, Erzbischof von Santiago de Chile
- Juan Esteban Montero Rodríguez, Politiker und Präsident Chiles
- Elías Fernández Albano, Politiker und Präsident Chiles
- Santiago Fernández y González Barriga, Politiker und für drei Wochen Präsident Chiles
- Emiliano Figueroa Larraín, Politiker und kurzzeitig Präsident Chiles
- Eduardo Frei Montalva, Politiker und Präsident Chiles
- Eduardo Frei Ruiz-Tagle, Politiker und Präsident Chiles
- Ramón Freire y Serrano, Politiker, Offizier und Präsident Chiles
- Juan Francisco Fresno Larraín, Erzbischof von La Serena, später von Santiago de Chile
- Fernando Gonzáles, chilenischer Tennisspieler
- Ricardo Lagos, Präsident von Chile
- Francisco de Lastra, Politiker und kurzzeitig Director Supremo seines Landes
- Peter Lehmann, Schauspieler und Bearbeiter von Stoffen für Theateraufführungen
- Jorge González von Marées, (1900-1962), Politiker
- Roberto Matta, Maler des Surrealismus
- Humberto Maturana, chilenischer Biologe
- Jorge Arturo Medina Estévez, Bischof von Valparaíso und ein Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche
- Pedro Montt Montt, Politiker und Präsident Chiles
- José Tomás Ovalle, Politiker und Präsident Chiles
- José Joaquín Pérez Mascayano, Politiker und Präsident Chiles
- Aníbal Pinto Garmendia, Politiker und Präsident Chiles
- Diego Portales Palazuelos, chilenischer Minister, der die präsidale Verfassung Chiles schuf
- Marcelo Rios, ehemaliger chilenischer Tennisspieler
- Francisco Ruiz Tagle, Politiker und Präsident Chiles
- José Luis Sánchez Besa, chilenischer Luftfahrtpionier
- Juan Luis Sanfuentes Andonaegui, Politiker und Präsident Chiles
- Domingo Santa María González, Politiker und Präsident Chiles
- Manuel Trucco, Politiker und Präsident Chiles
- Alex Varas, chilenischer Fußballspieler
- Francisco Varela, Biologe und Philosoph
- Leonor Varela, chilenische Schauspielerin
- José Vicente Asuar, chilenischer Komponist
- Laura Vicuna, eine Selige der Salesianischen Familie
- Francisco Ramón Vicuña Larraín, Politiker und Präsident Chiles
Siehe auch
- Liste der Städte in Chile
Weblinks
- [http://www.ciudad.cl www.ciudad.cl] - offizielle Website der Stadtverwaltung
- [http://astrid-kaiser.de/gallery/album40 Webfotos von Santiago]
- [http://www.misantiago.cl www.misantiago.cl] Wechselwirkendes Diagramm von Santiago
Kategorie:Hauptstadt in Südamerika
Kategorie:Ort in Chile
ja:サンティアゴ (チリ)
ko:산티아고 (칠레)
Universidad de ChileDie Universidad de Chile (span. Universität Chiles) ist die größte Universität Chiles und eine der ältesten in Amerika. Die Wurzeln der Universitäten reichen zurück in das Jahr 1622, als am 19. August die erste Universität in Chile, Santo Tomás de Aquino, gegründet wurde. An 28. Juli 1738 wurde der Name in Real Universidad de San Felipe zu Ehren König Philipps V. von Spanien.
Am 17. April 1839, nachdem Chile vom Mutterland, dem Königreich Spanien, unabhängig geworden war, wurde die Universität offiziell zur Universidad de Chile, und öffnete am 17. September 1843. Während dieser Zeit waren fünf Fakultäten eingerichtet:
- Anthropologie und Philosophie
- mathematische Wissenschaften und Physik
- Rechtswissenschaften und Politologie
- Medizin
- Theologie.
1931 wurden daraus sechs Fakultäten:
- Philosophie und Erziehungswissenschaften
- Rechts- und Sozialwissenschaften
- Biologie und Medizin,
- Physik und mathematische Wissenschaften
- Agrarökonomie und Veterinärmedizin
- Kunstwissenschaften.
Später wurden noch die Fakultäten
- Wirtschaftswissenschaften
- Architektur
- Zahnmedizin
- Chemie und Pharmazie
hinzugefügt.
Die Universität wird oft als Casa de Bello (Bellos Haus) zu Ehren ihres ersten Rektors, Andrés Bello, bezeichnet.
Die Universidad de Chile betreibt zahlreiche landesweite Projekte, wie:
- Das nationale Himmelsobservatorium seit 1852
- Forschungsaktivitäten in der Antarktis seit 1940
- seismologische Untersuchungen, insbesondere Vulkanaktivitäten seit 1908
- Chiles Symphonie Orchester seit 1941
- Chiles Nationalballet seit 1945
- Zentrum für byzantinische, neohellenische, arabische und judaistische Studien
- Chiles NIC.
Weblinks
- [http://www.uchile.cl/ Offizielle Website (spanisch)]
Kategorie:Chile
Chile
Harvard
Die Harvard-Universität (Harvard University) ist eine US-amerikanische Universität in Cambridge, Massachusetts (Ostküste), die 1636 gegründet wurde. Sie ist damit die älteste Hochschule der Vereinigten Staaten von Amerika und hat den Rang einer so genannten Eliteuniversität.
Überblick
1636 als College gegründet, eröffnete die Institution zwei Jahre später ihren Lehrbetrieb und wurde 1639 nach dem englischen Geistlichen John Harvard aus Charlestown benannt. John Harvard vererbte der Universität nach seinem Tod 1638 seine vollständige Bibliothek und die Hälfte seines Grundbesitzes.
1780 wurde das College zur Universität. Die Harvard University verfügt über eigene Studentenwohnheime und ein Wahlsystem, durch das Studenten ihre Kurse teilweise selbst bestimmen können. Daneben existiert ein Pflichtprogramm zur Begabtenförderung. Zu den Präsidenten der Hochschule gehörte der Chemiker und Bildungspolitiker James Bryant Conant.
Außerdem studierten die Theologen Increase und Cotton Mather, die Philosophen William James, Ralph Waldo Emerson, Henry David Thoreau sowie die Schriftsteller James Russell Lowell, Robert Frost, Wallace Stevens und T. S. Eliot in Harvard.
Unter den zahlreichen US-Präsidenten, die die Universität besuchten, waren beispielsweise John Adams, John Quincy Adams, Rutherford B. Hayes, Theodore Roosevelt, Franklin D. Roosevelt, und John F. Kennedy.
Zu den prominenten deutschen Absolventen gehört der politische Journalist Josef Joffe.
Auf dem Harvard-Gelände befinden sich auch verschiedene Museen und Sammlungen, unter ihnen das Fogg Art Museum, das europäische und amerikanische Gemälde, Skulpturen und Drucke des 18. und 19. Jahrhunderts enthält.
Harvards Bibliothekssystem ist das älteste in den Vereinigten Staaten. Zusammen mit dem angegliederten Institut bildet es den größten universitären Bibliothekskomplex der Welt. Augenblicklich umfasst die Harvard-Bibliothek mehr als 14,5 Millionen Bände, Manuskripte und Mikrofilme. Das Hauptgebäude ist die Widener Library
Zu den ausländischen Harvard-Institutionen gehört etwa die [http://www.itatti.it/ Villa I Tatti] in Settignano (Italien), der ehemalige Wohnsitz des Kunstkritikers Bernard Berenson (heute ein Universitätszentrum für Studien der Renaissance). Auch das internationale Salzburg Seminar mit Sitz in Schloss Leopoldskron, Salzburg, wurde 1947 von Harvard-Studenten ins Leben gerufen.
Im Harvard-Stadion mit mehr als 38.000 Sitzplätzen finden Spiele in American Football statt. Der traditionelle Sportkonkurrent von Harvard ist die Universität Yale. Die Harvard University gehört zu der sog. "Ivy League" wie mehrere Universitäten im Nordosten der USA.
Die Universität gilt mit einem Stiftungsvermögen von 25,9 Milliarden Dollar als reichste Universität der Welt. Ihren Wohlstand verdankt sie den Investmentstrategien des Jack R. Meyer, Präsident und CEO der Harvard Management Company (HMC).
Zur Universität Harvard gehören u. a. Fakultäten für Geistes- und Naturwissenschaften, Zahnmedizin, Theologie, Pädagogik, Recht und Medizin. Außerdem sind Institute angegliedert, die spezielle Studiengänge etwa für Ostasienstudien oder Russlandstudien anbieten.
Fakultäten
Am Harvard College, der ältesten Abteilung der Universität, kann man den Abschluss des Bachelor of Arts (B. A.) erhalten. Außerdem existiert eine Studieneinrichtung nur für Frauen, das Radcliffe College. Erst 1975 schaffte Harvard die Zulassungsbeschränkung für weibliche Studenten ab. Seitdem wählt eine gemeinsame Behörde die Studienwilligen aus. Die Zulassungskriterien zählen zu den härtesten der USA: Weniger als 20 Prozent der Bewerber werden angenommen.
Im ersten Jahr wohnen die Studenten in den Sälen des Harvard Yard, einem umgrenzten Gebäudekomplex des frühen 18. Jahrhunderts. In den zwölf Wohnheimen der Universität wohnen Studenten des zweiten, des vorletzten und des letzten Studienjahres. Jedes Haus wird nach einem herausragenden ehemaligen Studenten oder Verwalter benannt. Hier leben annähernd 350 Studenten und eine Gruppe von Tutoren, die Einzelunterricht erteilen. So sollen der soziale Kontakt und geistige Austausch zwischen den Studenten und dem Lehrkörper gefördert werden.
Es gibt zehn [http://www.harvard.edu/academics/ Fakultäten] mit 160 verschiedenen Fachrichtungen:
Literatur (Auswahl)
- John T. Bethell: Harvard Observed. An Illustrated History of the University in the Twentieth Century. Harvard University Press, Cambridge Massachusetts 1998, ISBN 0-674-37733-8
- John Trumpbour (Hrsg.): How Harvard Rules. Reason in the service of empire. South End Press, Boston 1989, ISBN 0-89608-284-9
Weblinks
- [http://www.harvard.edu/ Homepage der Harvard University]
- [http://www.haa.harvard.edu/haa/index.html Homepage der Harvard Alumni]
- [http://www.cia-on-campus.org/harvard.edu/harvard.html Harvard in Service to the National Security State]
Kategorie:Universität in Massachusetts
ja:ハーバード大学
ko:하버드 대학교
th:มหาวิทยาลัยฮาร์วาร์ด
Blinder FleckSehen
Als blinder Fleck (Discus nervi optici oder Papilla n. optici) wird die Stelle der Netzhaut bezeichnet, an der der Sehnerv (Nervus opticus), gemeinsam mit den Blutgefäßen für die Versorgung der Netzhaut in das Auge eintritt. Diese Stelle, die so genannte Papille, liegt vom gelben Fleck aus gesehen in Richtung der Nase. An dieser Stelle befinden sich keine Lichtrezeptoren, der Fleck ist also wirklich blind.
Lichtrezeptor
Normalerweise wird diese Lücke im Gesichtsfeld nicht wahrgenommen, sondern kann in den bildverarbeitenden Hirnregionen ergänzt werden durch die Farben der umgebenden Bereiche und das Bild des anderen Auges (das Loch im Bild des linken Auges deckt sich nicht mit dem des rechten).
Der blinde Fleck existiert, da die Fasern der Sehnerven auf der Seite des Augeninneren an den Sehzellen ansetzen, ein Stück weit im Inneren des Auges verlaufen und dann an einer Stelle gemeinsam gebündelt aus dem Auge heraus austreten - eben im blinden Flecken. Diese auf den ersten Blick "unpraktische" Konstruktion wird manchmal durch die vermutete Entwicklung des menschlichen Auges im Laufe der Evolution erklärt: Die Netzhaut wird als eine direkte Ausstülpung des Gehirns angenommen, denn die Schichten der Nervenzellen ähneln denen in der Großhirnrinde.
Bei manchen anderen Lebewesen sind die Augen anders aufgebaut, wenn z. B. die lichtempfindlichen Zellen von äußeren Gewebeschichten (Ektoderm) abstammen, haben die Augen, wie zum Beispiel die von Tintenfischen, keinen blinden Flecken, da hier die Fasern des Sehnerven an der lichtabgewandten Seite der Lichtrezeptoren ansetzen und direkt vom Auge weg in das Gehirn verlaufen.
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Ein einfacher Versuch ermöglicht es, den blinden Flecken zu "sehen", direkt zum Ausprobieren:
O X
Das rechte Auge wird mit der Hand zugehalten und das linke Auge fixiert rechts das X. Bei einem Abstand von ca. 20 Zentimeter zum Bildschirm, ist das O nicht mehr zu sehen!
Umgekehrt, für den blinden Fleck des rechten Auges: Linkes Auge zuhalten, linken Punkt ansehen - der rechte verschwindet.
(Zum Nachmachen: Auf ein quergelegtes normales weißes Blatt Papier werden zwei Punkte im Abstand von ungefähr 11 Zentimetern horizontal nebeneinander gezeichet, wahlweise auch kleine Symbole oder ähnliches (maximal 1 cm groß).
Man hält das Blatt in Armlänge vor die Augen, oder legt es vor sich auf den Tisch, weiteres siehe oben...)
Sozialpsychologisch
Blinder Fleck bezeichnet in der Sozialpsychologie die Teile des Selbst oder Ichs, die von einer Persönlichkeit nicht wahrgenommen werden, meist, weil es sich um unangenehme und nicht so akzeptierte Seiten handelt. Der blinde Fleck wird auch im Johari-Fenster dargestellt.
Die psychischen Funktionen, die "blinde Flecke" erzeugen, haben durch die Psychoanalyse einen eigenen Namen erhalten: Abwehrmechanismen (Anna Freud, 1936).
In der Soziologie und Kriminologie wurden die Abwehrmechanismen Neutralisationsmechanismen genannt (Sykes & Matza 1968), die dazu dienen eigene kriminelle Handlungen zu bagatellisieren, zu rationalisieren oder zu leugnen, um die Schuld abzuwälzen ( z.B. es trifft selten einen Falschen; das hätte doch jeder gemacht; es dient doch einem guten Zweck = der Zweck heiligt die Mittel).
In der Sozialpsychologie hat sich vor allem Leon Festinger mit seiner Theorie der kognitiven Dissonanzen (engl. 1957; dt. 1978) des Problems angenommen und die Abwehrmechanismen, die man nach ihm auch Dissonanzmechanismen nennen könnte, auf eine allgemeine und sozialpsychologische Grundlage gestellt.
Alle Menschen sind in der Lage, blinde Flecke - möglicherweise situations- und befindlichkeitsabhängig - auszubilden. Nicht zu vergessen ist hierbei, dass die Abwehrmechanismen auch eine wertvolle Schutzfunktion haben können und nicht von vorneherein nur negativ bewertet werden dürfen.
Siehe auch
Skotom (Gesichtsfeldlücke)
Kategorie:Auge
Kategorie:Psychoanalyse
Kategorie:Allgemeine Psychologie
Santiago de Chile
Santiago de Chile ist die Hauptstadt Chiles.
Das Stadtgebiet ist Teil der Hauptstadtregion (Región Metropolitana), die neben der Provinz Santiago weitere fünf Provinzen umfasst. In den 32 Verwaltungsbezirken der Provinz Santiago leben rund 5 Millionen Menschen, in der gesamten Región Metropolitana sind es 6,5 Millionen. Damit leben etwa 40 Prozent aller Chilenen in der Hauptstadt oder in ihrer direkten Umgebung. "Santiago" bzw. "Santiago Centro" heißt eigentlich nur der relativ kleine Verwaltungsbezirk, der das Stadtzentrum und das Regierungsviertel umfasst. Hier leben zirka 230.000 Menschen.
Die Stadt ist das unbestrittene politische und wirtschaftliche Zentrum Chiles, auch wenn das chilenische Parlament, der Congreso Nacional (Nationale Kongress), in Valparaíso tagt.
Geografie
Valparaíso
Valparaíso
Valparaíso
Santiago liegt in einem Talkessel, umgeben von den Gipfeln der Anden am Fluss Río Mapocho. Die Kessellage in Verbindung mit Auto- und Industrieabgasen führt häufig zu Smog, der oft so dicht ist, dass man von der Altstadt aus die Berge nicht mehr erkennen kann, welche direkt an das Stadtgebiet angrenzen.
Das Klima ist trocken, mit schroffen Temperaturwechseln.
Geschichte
Santiago wurde am 12. Februar 1541 von Pedro de Valdivia gegründet. Die Zeremonie fand auf dem Berg Cerro Santa Lucía statt. Valdivia wählte den Ort, weil der Río Mapocho hier eine größere Insel bildete. Diese Lage war günstig, um die Stadt gegen die Angriffe der Mapuche zu verteidigen. Schon im September 1541 griffen die Indianer Santiago an.
Die ersten Gebäude wuden mit Hilfe von Picunche-Indianern errichtet. Die südlich Bank des Río Mapocho wurde später drainiert und in die öffentliche Promenade Alameda umgewandelt (heute heißt sie: Avenida Alameda Libertador Bernardo O'Higgins).
Am 13. Mai 1647 zerstörte ein schweres Erdbeben die Stadt, wobei 12.000 Menschen starben. 1778 wurde die erste Brücke über den Río Mapocho gebaut, die Puente Cal y Canto, diese verband den außenliegenden Stadtteil La Chimba mit dem Zentrum.
Südlich der Stadt liegt die Ebene, auf der am 5. April 1818 die Streitkräfte von Chile unter Bernardo O'Higgins Spanien in der Schlacht von Maipú besiegten. Dies begründete die Unabhängigkeit des Landes.
Am 8. Dezember 1863 wurde die Jesuitenkirche Iglesia de la Compañía durch ein Feuer zerstört, den mehr als 2.000 Opfern des Brandes errichtete man ein Denkmal.
Im Jahr 1885 lebten 236.412 Menschen in Santiago.
In den 30er Jahren begann die Transformation der Stadt in eine moderne Industriestadt mit den Gebäuden des Barrio Cívico, um den El Palacio de La Moneda. Die Bevölkerungszahl stieg rasant durch die Zuwanderung aus Nord- und Südchile.
1985 wurden eine Reihe von Gebäuden durch ein starkes Erdbeben zerstört.
Sehenswürdigkeiten
1985
1985
Trotz der langen Stadtgeschichte kann man die historischen Bauten an zwei Händen abzählen, da Santiago - wie der Rest des Landes - regelmäßig von Erdbeben heimgesucht wird. Älter als 150 Jahre ist kaum ein Gebäude, mit Ausnahme der Casa Colorada, der Iglesia San Francisco und der Posada del Corregidor. Sie stammen aus der Zeit, in der Chile noch spanische Kolonie war.
Ein anderer Grund dafür, dass es an alten Gebäuden mangelt, ist der Neureichtum Chiles. Zur Zeit der spanischen Kolonie hatte es wirtschaftlich fast keine Bedeutung, der Aufschwung kam erst nach der Unabhängigkeit. Das erklärt auch das geringe Alter vieler Gebäude, die hauptsächlich im neoklassizistischen Stil errichtet worden sind.
Die Kathedrale am zentralen Platz (Plaza de Armas) zählt aber ebenso zu den Sehenswürdigkeiten wie die älteste Kirche der Stadt, San Francisco, und die Moneda, der klassizistische Präsidentenpalast, der vor wenigen Jahren noch die Einschüsse zeigte, die General Pinochets Truppen beim Putsch gegen den demokratisch gewählten Präsident Salvador Allende 1973 hinterlassen hatten.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind der am Rande der Altstadt gelegene Cerro Santa Lucia, eine grüne Parkoase auf dem Hügel, auf dem Santiago gegründet wurde, und der Cerro San Cristóbal, ein in die Stadt hineinragender Vorläufer der Anden, der mit einer Zahnradbahn und einer Seilbahn erklommen werden kann. Auf dem Berg befinden sich unter anderem der Zoo von Santiago sowie eine große Marienstatue, ein Wahrzeichen der Stadt.
Wirtschaft
Die bedeutendsten Unternehmen Chiles haben ihren Sitz in Santiago, ebenso viele ausländische Dependancen. Santiago ist auch das Medienzentrum des Landes, die nationalen TV-Stationen senden aus der Hauptstadt, und hier erscheinen auch übergreiffenden chilenischen Zeitungen'wie 'El Mercurio,La Tercera,"LA Nación" oder "Siete". Außerdem erscheint in Santiago der Condor, eine der weltweit wenigen wöchentlich erscheinenden deutschsprachigen Zeitungen.
Bildung
Die bedeutendsten chilenischen Universitäten haben ihren Sitz in Santiago: die Universidad Católica, die Universidad de Santiago und die Universidad de Chile.
Verkehr
Universidad de Chile
Santiago ist der zentrale Verkehrsknotenpunkt des Landes mit einem internationalen Flughafen (Aeropuerto Internacional Comodoro Arturo Merino Benítez), sowie Bahnverbindungen und mehreren Busterminals, von denen aus alle größeren Städte des Landes angefahren werden.
Die 1975 eröffnete U-Bahn (Metro de Santiago) verbindet die Stadtteile, daneben fahren zahlreiche Busse. Die Prachtstraße Alameda (eigentlich: Avenida Libertador Bernardo O'Higgins) führt in zehn Spuren am Rande der Altstadt von Südwesten nach Nordosten in Richtung des Verwaltungs- und Geschäftsviertels Providencia.
Die Stadt liegt an der Panamericana.
Sport
Santiago ist Heimat der besten chilenischen Fußballclubs. Der Verein der Universidad Católica (UC) genießt internationales Ansehen. Weitere erfolgreiche Vereine der Hauptstadt sind Colo Colo und Universidad de Chile.
Ein Hippodrom findet sich im Süden der Stadt. Im ganzen Stadtgebiet verteilt befinden sich jedoch zahlreiche Wettstuben, in denen hauptsächlich die männlichen Einwohner Santiagos die Pferderennen an Bildschirmen verfolgen.
Söhne und Töchter der Stadt
- Jorge Alessandri, Politiker und Präsident Chiles
- Isabel Allende, Politikerin, Präsidentin des Unterhauses von Chile
- Juan Allende-Blin, ( - 1928), Komponist
- Juan Amenábar Ruiz, (1922-1999), Komponist
- René Amengual Astaburuaga, (1911-1954), Komponist
- Ramón Barros Luco, Politiker und Präsident Chiles
- Próspero Bisquertt, Komponist, Dirigent, Pianist und Lehrer
- Roberto Bolaño, chilenischer Schriftsteller
- Luis Barros Borgoño, Politiker und Präsident Chiles
- Próspero Bisquertt, (1881-1959), Komponist
- Gabriel Brnčić Isaza, ( - 1942), Komponist
- José Miguel Carrera, lateinamerikanischer Nationalheld und chilenischer Politiker
- Mariano Egaña Fabres, Politiker und Präsident Chiles
- Federico Errázuriz Zañartu, (1825-1877), Politiker und Präsident
- Francisco Errázuriz, Politiker und Präsident Chiles
- Agustín Eyzaguirre, Politiker und Präsident Chiles
- Francisco Javier Errázuriz Ossa, Erzbischof von Santiago de Chile
- Juan Esteban Montero Rodríguez, Politiker und Präsident Chiles
- Elías Fernández Albano, Politiker und Präsident Chiles
- Santiago Fernández y González Barriga, Politiker und für drei Wochen Präsident Chiles
- Emiliano Figueroa Larraín, Politiker und kurzzeitig Präsident Chiles
- Eduardo Frei Montalva, Politiker und Präsident Chiles
- Eduardo Frei Ruiz-Tagle, Politiker und Präsident Chiles
- Ramón Freire y Serrano, Politiker, Offizier und Präsident Chiles
- Juan Francisco Fresno Larraín, Erzbischof von La Serena, später von Santiago de Chile
- Fernando Gonzáles, chilenischer Tennisspieler
- Ricardo Lagos, Präsident von Chile
- Francisco de Lastra, Politiker und kurzzeitig Director Supremo seines Landes
- Peter Lehmann, Schauspieler und Bearbeiter von Stoffen für Theateraufführungen
- Jorge González von Marées, (1900-1962), Politiker
- Roberto Matta, Maler des Surrealismus
- Humberto Maturana, chilenischer Biologe
- Jorge Arturo Medina Estévez, Bischof von Valparaíso und ein Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche
- Pedro Montt Montt, Politiker und Präsident Chiles
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